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Travel Trade Press GmbH

Pf 10 07 51 · 64207 Darmstadt

PVST · DPAG · Entgelt bezahlt

E7086

13. APRIL 2005 I 15. WOCHE

ONE

DAS MAGAZIN FÜR REISEPROFIS

INTERVIEW DER WOCHE

Hasso von Düring über

seine neue Handelsmarke

Wie der TLT-Chef seine Kette

unabhängiger von den

Konzernmarken macht ➤ 7

PRODUKT

Ferienflieger suchen den

neuen Geschäftsmix

Wie Städteverbindungen

helfen, den Lowcost-Airlines

Paroli zu bieten ➤ 8

SALES

Molinas klare Ansage

Wie der TSS-Chef seine

Kooperation auf die neue

Rollenverteilung in der

Branche vorbereitet ➤ 14

Neues Mega-Resort

für Marokko

Wie der spanische Immobilien-König Manuel Jove mit einer riesigen Feriensiedlung

den Tourismus in Nordafrika aufmischen will Destination ➤ 20

+++ DRV mit Etappensieg gegen Lufthansa ➤ 4 +++

Smyril Line bleibt selbstständig ➤ 5 +++ Neckermann

bringt Hotelkatalog für WM ➤ 6 +++ Kombi-Ticket für

Züge nach London ➤ 13 +++ Schweiz präsentiert Städte

und Kultur ➤ 22 +++ Neuer Interhome-Chef ➤ 29


Von dem Bruch rät:

„Bieten Sie Ihren

Firmenkunden

No. 011

mehr Reisefreiheit.“

Sonderkonditionen für

Vielflieger auf

hlx.com/corporate

Ulrich von dem Bruch,

HLX-Vertriebsleiter






PULS

News, Facts & Trends ..............................….4

Alles, was die Branche bewegt

Interview der Woche ....................................7

TLT-Chef Hasso von Düring

PRODUKT

Thema: Ferienflieger ....................................8

Ein neuer Mix muss her. Die Zukunft der

Carrier liegt abseits der Warmwasserziele

Nix wie weg… ............................................10

Was der Sommerflugplan Neues bringt

Meier’s Sri-Lanka-Katalog kommt an ......13

SALES

Deutliche Signale .......................................14

TSS-Chef Manuel Molina zeigt sich auf der

Jahrestagung der Kooperation kämpferisch

Mehr Coaching für Franchisenehmer.......16

Wie TLT seine Partner unterstützt

QTA: Neues Online-Modul zu Golfreisen...18

Disney tourt durch Deutschland ................19

DESTINATION

Milliardenschweres Baby ..........................20

Marokko rückt seiner Vision näher. Der Bau

des Mega-Resorts am Mittelmeer beginnt

Thema: Schweiz/Österreich .......................22

Kulturelle Urlaubswege. Die Schweiz wirbt

im Sommer um Städtereisende

Charmeoffensive für Senioren..................24

Österreich nimmt die Kunden über 50 Jahren

in den Fokus seiner Marketingaktivitäten

EXIT

Relax ............................................................26

Schnäppchen für Touristiker

TV-Tipps .......................................................27

Feedback & Impressum..............................28

Leute ............................................................29

Köpfe & Karrieren

Mensch.........................................................30

Andreas Karsten

Heft 15 I 13.4.2005➤

DIESE WOCHE

Es ist erstaunlich, dass es immer noch Leute gibt, die ihr Geld zum Fenster

raus werfen. Zum Beispiel die Aktionäre von Travel24.com. Sie lassen

sich in schöner Regelmäßigkeit von lobenden Online-Testern und rosig

beschriebenen Aussichten blenden. Mitleid ist nicht angebracht. Die

Anleger sind selbst schuld. Hartnäckig ignorieren sie einfache betriebswirtschaftliche

Zusammenhänge und jedem Außenstehenden zugängliche Zahlen.

Travel24.com hat

2004, im neunten Jahr

des Bestehens, mit 58

Mitarbeitern nur 2,85

Millionen Euro eingenommen

und unterm

Strich wieder einmal

4,7 Millionen Euro verbrannt.

Der Umsatz

war um zehn Prozent

rückläufig, der Verlust

zweieinhalb mal so

hoch wie im Vorjahr.

Die Aktie hat im gleichen

Zeitraum die

Hälfte ihres Wertes

verloren.

Der Vorstand verkauft

diese miserable

Blöde

Anleger

Thomas Hartung

Chefredakteur

Bilanz als »erfolgreich voranschreitenden Konsolidierungsprozess« und hält das

Unternehmen gar »hinsichtlich Gewinn und Ertrag optimal aufgestellt«. Tatsache

ist aber, dass seit dem Börsengang im Jahr 2000 rund 30 Millionen Euro

vernichtet wurden. Warum sollte sich das ändern? Schließlich hat

Travel24.com es noch nicht einmal geschafft, in einem boomenden Online-Reisemarkt

den eigenen Umsatz zu halten.

Im Bezug auf den Schaden der Anleger könnte man einfach sagen: schön

blöd. Ärgerlich ist aber, dass sie den Wettbewerb verzerren und die notwendige

Konsolidierung aufhalten. Wer so viel Geld verbrennt, hat keine Existenzberechtigung

im Markt. Wenn demnächst das Kapital mal wieder aufgebraucht

ist, sollten Anleger mit zu viel Geld besser in ein normales Reisebüro investieren.

Da sind die Chancen für den Return on Investment immer noch größer als

bei Travel24.com.

*

Mit Sicherheit in der Nähe!

Mailen Sie mir Ihre Meinung…

t.hartung@travel-one.net

*Inder sprechen manchmal kein englisch. Kein Problem, die ELVIA Assistance

hilft im Nofall weiter: ob deutschsprachiger Arzt oder Dolmetscher. Wir sind da.

Gut versichert, besser verreist: www.elvia.de


➤ PULS News, Facts & Trends

TUI steigt in

Indien ein

Joint Venture ■ TUI steigt in Indien

als Reiseveranstalter ein. Der

Konzern beteiligt sich zu 50 Prozent

an der Incoming-Agentur Le

Passage to India. Arjun Sharma

leitet die Firma. »Indien ist ein

Wachstumsmarkt mit sehr viel

Potenzial. Wir wollen hier eine

führende Rolle spielen«, sagt TUI-

Chef Michael Frenzel.

Neben der Tätigkeit als Reiseveranstalter

soll das neue

Unternehmen auch europäische

Gäste im Land betreuen. »Wir

wollen eine Steigerung aus allen

Quellmärkten erreichen«, heißt

es aus Hannover. Bislang stammen

die meisten TUI-Gäste aus

Großbritannien und Frankreich.

In Deutschland ist Indien bei

TUI lediglich im Vital-Katalog

vertreten.

www.tui.com

LAST MINUTE

Dansommer ■ Der Ferienhausanbieter hat einen Extra-Katalog herausgegeben.

Darin enthalten sind 20 neue Produkte. Gratis zur Buchung

gibt es ein Ticket für den Themenpark Danfoss Universe. +++

Sun Express ■ Die Airline bietet ab Basel-Mulhouse nun sieben

Dienste an. Ziele sind Dalaman, Antalya und Bodrum. +++

Royal Air Maroc ■ Die marokkanische Airline führt vom 1. Juli an

eine Ein-Prozent-Provision ein. Agenten können aber auch über Amadeus

Negofares nutzen. +++

Antalya ■ Das neue Terminal des Flughafens Antalya ist eröffnet. Die

Kapazität wächst damit um 8,5 Millionen Passagiere. +++

Air Berlin ■ Nur-Flug-Passagiere des Ferienfliegers können nun auf

allen Strecken den elektronischen Flugschein AB-Tix nutzen. +++

Tunesien ■ Die Tourismusmesse Marché Méditerranéen International

de Tourisme (MIT) findet vom 12. bis 15. Mai in Tunis statt. +++

Le Méridien ■ Die Hotelgruppe eröffnet in acht Monaten ein neues

Haus in Ägypten. Der Konzern investiert in das ehemalige Helnan Hotel

in der Dahab Bay 4,7 Millionen Euro. +++

Continental Airlines ■ Die Fluggesellschaft will vom 31. Oktober an

vom New Yorker Flughafen Newark aus nonstop nach Neu Delhi fliegen.

Bereits im Juni starten die Dienste New York – Peking. +++

Suntrips ■ Der Veranstalter ist ab sofort mit seinem Bausteinprogramm

über Traffics buchbar. Auch der Vertrag mit dem Katalog- und

Hotel-Contentanbieter GIATA sei bereits geschlossen. +++

Täglich aktuelle News…

www.travel-one.net

Josef Bogdanski und Klaus Laepple: Auf Kuschelkurs?

Etappensieg für Verband

DRV/Lufthansa ■ Die Gespräche

zwischen DRV-Präsident

Klaus Laepple und Lufthansa-Führungsspitze

tragen offenbar erste

Früchte. Ob die Abschaffung des

Internetabschlags von zehn Euro

bei Buchung von Economy-Flügen

im Netz auf die »regelmäßigen

konstruktiven Gespräche« zurückzuführen

ist, wollte die Airline

zwar nicht bestätigen. Fakt ist

aber, dass die Kranich-Fluggesellschaft

vom 1. Mai an genau diese

Vergünstigung nicht mehr gewährt.

Als Begründung für die

Rücknahme gibt die Lufthansa an,

dass sich Online-Buchungskanäle

im Vertrieb etabliert hätten und

ein finanzieller Anreiz nicht mehr

nötig sei. Außerdem habe es Anfang

des Jahres bereits ein Bonbon

für Internetbucher gegeben: Die

auf die Flüge erhobene Ticket Service

Charge (TSC) ist um rund 60

Prozent gesenkt worden. »Eine

doppelte Incentivierung des On-

DRV startet Reisebürotag

Tagung ■ Der Verband will seine

Nähe zum Vertrieb demonstrieren

und richtet erstmals einen zusätzlichen

»Deutschen Reisebürotag«

aus. Am 12. Oktober, einen

Tag vor der eigentlichen DRV-Tagung

in Dubai, sollen sich die

Reisebüros zu einem Vertriebstag

treffen. DRV-Hauptgeschäftsführer

Dr. H. Jochen Martin will damit

eine Kommunikationsplattform

schaffen. Diese sollen sowohl Reisebüros

als auch Leistungsträgern

und Veranstalter nutzen.

Die neue Veranstaltung ist als

Ersatz für die DRV-Mittelstandstagung

gedacht, die es in der alten

Form nicht mehr geben wird. Ziel

ist es, den Reisebüros mit Hilfe einer

neuen Konzeption ein stärkeres

Gewicht zu geben. Die Agenturen

sollen auf dem Reisebürotag

stärker als bisher zum Zuge

kommen, so die Intention der

Verbandsspitze. Am Programm

wird noch gearbeitet. Wegen des

linebuchers über einen abgesenkten

Flugpreis und die geringeren

TSC-Kosten ist nicht mehr zeitgemäß«,

erläutert Josef Bogdanski,

Senior Vice President Vertrieb

Deutschland & Globales Key Accounting

bei Lufthansa.

Damit sind die reinen Flugpreise

im Netz nun genauso teuer

wie im Reisebüro. »Das ist ein erster

wichtiger Schritt in die richtige

Richtung«, freut sich DRV-Präsident

Klaus Laepple, dem die preisliche

Begünstigung der Internetbucher

von jeher ein Dorn im

Auge sein musste. Eine andere

Wettbewerbsverzerrung ist damit

aber noch nicht beseitigt: Die

unterschiedliche Zugangsmöglichkeit

zu Tarifen in den Vertriebskanälen.

Viele Agenturen klagen,

dass häufig im Internet günstigere

Preise als über CRS angeboten

würden. Bestimmte übers Internet

zugängliche Tarife seien darüber

manchmal gar nicht buchbar.

Die Themen für weitere konstruktive

Gespräche gehen dem DRV

und Lufthansa also nicht aus.

attraktiven Tagungsortes rechnet

der Verband mit mehr Teilnehmern

von Seiten der Reisebüros

als in den vegangenen Jahren.

Bis zum 15. April bietet die

DRV-Servicve GmbH noch einen

Frühbucherrabatt.

Martin rechnet mit einer höheren

Teilnehmerzahl

www.drv.de

4 TRAVEL ONE 13.4.2005


Smyril Line bleibt selbstständig

Fähren ■ Die färöische

Reederei Smyril Line

wird nicht mit Fjord

Line fusionieren. Die

Pläne einer gemeinsamen

Dachgesellschaft unter

dem Namen North

Atlantic Lines wurden

ad acta gelegt. Damit

dürften Planspiele, den

Vertrieb der beiden Reedereien

in Deutschland

unter einem Dach zu

vereinen, ebenfalls vom

Tisch sein. Smyril Line

besitzt ein Verkaufsbüro

in Kiel, Fjord Line wird

von NSA in Hamburg vertreten. Smyrils Norröna

verbindet den dänischen Hafen Hanstholm

und die norwegische Hansestadt Bergen

mit den Färöer Inseln, den Shetland-Inseln

und Island.

Zum 1. April wurde die Position des geschäftsführenden

Direktors bei Smyril Line

neu besetzt. Oli Hammer, einer der Mitbegründer

der Reederei und seit 1982 ihr Direk-

A330 von Qatar Airways: Im Winter 2006/07

darf die Airline Deutschland 21-mal anfliegen

A330 noch in

diesem Jahr

Qatar Airways ■ »Gerne noch in diesem

Jahr« möchte die Airline den Airbus A330 mit

neuer First Class auf den Verbindungen nach

Frankfurt einsetzen, sagt Area Manager Klaus

Scheer. Seit Ostern bedient die Fluggesellschaft

die Strecke täglich. »Rund die Hälfte aller

Passagiere aus Deutschland werden über

Reiseveranstalter gebucht«, berichtet Scheer.

www.qatarairways.com

13.4.2005 TRAVEL ONE

Die Norröna fährt weiter für Smyril und nicht für North Atlantic Lines

tor, geht in den Ruhestand. Sein Nachfolger

wird der Norweger Jan Walle, der von 1990

bis 1998 für Color Line in verschiedenen Führungspositionen

tätig war. Eine Kooperation

mit Fjord Line soll fortgeführt werden. Als Gesprächspartner

trifft Walle bei Fjord Line auf

Atle Kvamme, bis vor einigen Jahren ebenfalls

Mitglied der Geschäftsführung bei Color Line.

Ralf Schröder

RCC will erst

2006 Gästeplus

Kreuzfahrt ■ Jerome Danglidis steht nicht

unter dem selben Druck wie mancher Manager

der Konkurrenz. Denn der Deutschland-

Chef von Royal Caribbean Cruises (RCC) arbeitet

nicht unter der Vorgabe, die Passagierzahlen

aus dem hiesigen Markt zu steigern –

zumindest nicht in diesem Jahr. Seine Aufgabe

für 2005 lautet: Bei gestiegenen Preisen die

Zahl von 2004 – sie lag bei 22.500 Gästen –

halten. Erst im nächsten Jahr erwartet die

amerikanische Reederei von Danglidis wieder

ein Gästeplus aus Deutschland und der

Schweiz. 32.000 deutschsprachige Passagiere

visiert RCC für 2006 an.

In Danglidis Augen ist das kein Problem:

»Die Nachfrage ist da, wir kommen nur mit

den Schiffen nicht nach«, sagt er. Dieses Jahr

gibt es keine Veränderung in der Kapazität,

erst 2006 stockt die Reederei ihre Flotte wieder

um einen weiteren Hochseekreuzer auf.

Zudem ist geplant, wieder Venedig als Abfahrtshafen

ins Programm zu nehmen. Einen

Hafen also, der auf Grund seiner Nähe zu

Deutschland für die Deutschen attraktiv ist.

Nur bei TUI:

Gutscheine

auf Rädern.

Bei einem Urlaub mit dem Auto

sorgt TUI schon unterwegs für

gute Laune: mit dem neuen TUI

Gutscheinheft und der kostenlosen

Österreich-Vignette. Acht

TUI Kataloge bieten zahlreiche

Hotels, Wohnungen und Rundreisen

für Familien und Paare.

fühl dich



PULS News, Facts & Trends

Hotels am

Roten Meer

Arabien ■ Die Tourismusvertretung

von Saudi-Arabien will

rund 10 Milliarden Euro in

touristische Projekte am Roten

Meer investieren.

Neben dem Bau von Hotelanlagen

an der Küste soll jedoch

auch die touristische Infrastruktur

im Land verbessert werden.

Mit diesen Maßnahmen will

Prinz Sultan bin Salman, Generalsekretär

der Tourismusorganisation

Supreme Commission for

Tourism (SCF), ausländische

Touristen nach Saudi-Arabien

holen. Voraussetzung ist allerdings

eine Lockerung der Visa-

Bestimmungen. 2004 wurden

5.537 Einreisedokumente für

Ausländer ausgestellt. In den

kommenden 20 Jahren sollen

laut Prinz Sultan mehr als 1,5

Millionen Arbeitsplätze im Tourismus

entstehen.

Dertour kommt Ende April mit einem WM-Katalog

WM-Katalog sinnvoll?

Veranstalter ■ Neckermann will

vom runden Leder profitieren.

Deshalb hat der Oberurseler Veranstalter

einen City & Events-Katalog

mit Unterkünften für die Fußballweltmeisterschaft

2006 herausgegeben.

Fußballfans können

direkt nach Verlosung der Einritts-

karten am Freitag ein Zimmer im

Voraus buchen. Zur Auswahl stehen

55.000 Betten in 15 WM-

Austragungsorten sowie in Städten,

die in Stadiennähe liegen.

Dertour will noch Ende des

Monats gleichziehen. Auch die

Frankfurter wollen den Reisebü-

Gewinnen Sie eine Reise

nach Westaustralien

Rote Erde, endlose Weite, entspannte Menschen, Tauchparadiese,

einfach Natur pur – das ist Westaustralien.

WESTERN AUSTRALIA, MALAYSIA AIRLINES

und TRAILMASTER CAMPERVAN RENTALS laden Sie

und eine Begleitung ein, die Vielfalt der Region

zu entdecken. Gewinnen Sie zwei Linienflüge und

für 14 Tage einen Camper.

Das Spiel und alle Details zum Quiz im Internet

www.travel-one.net

ros einen separaten Katalog mit

Unterkünften für die Weltmeisterschaft

ins Regal stellen.

Konkurrent Ameropa steht

Stürmer Neckermann gelassen

gegenüber. »Das ist nicht unser

Thema«, wundert sich Ameropa-

Chef Walter Krombach über das

Vorpreschen aus Oberursel. Und:

»Wir sind nicht bereit ins Risiko

zu gehen. Für uns werden sich im

Kurzfristbereich genügend Möglichkeiten

eröffnen.« Er vertraut

lieber auf sein bewährtes Städtereiseprogramm.

Die Kontingente

will Krombach nicht weiter erhöhen.

Vor gierigen Hotelpartnern

fürchtet er sich bei den Verhandlungen

für 2006 nicht. Diese

würden wegen des kurzfristigen

WM-Geschäfts nicht auf die langjährige

Zusammenarbeit mit

Ameropa verzichten.

Eher überraschend kommen

die WM-Zimmer von Neckermann

auch für ITS-Manager Rolf

Hergenhahn. Er plant keinen

Extra-Katalog. »Das hat keinen

Sinn«, bekräftigt er.

DAS MAGAZIN FÜR REISEPROFIS


Hasso von Düring INTERVIEW DER WOCHE➤

Machen Sie TUI das Leben

schwer, HERR VON DÜRING?

Sie haben das Online-Portal Ferien.de

als zentrales Element in den Auftritt der

TLT-Franchise-Büros integriert. Wie

hoch ist der Anteil der TUI-Produkte

darin?

■ Da gibt es von uns keine Vorgabe. Ferien.de

operiert als neutrales Portal, das ausschließlich

dazu dient, den Marktauftritt unserer

Büros zu stärken und Geld zu verdienen.

Keine Bindung an die TUI-Marken als

Premiumpartner?

■ Nein, Ferien.de kauft über die TUI und bei

anderen Veranstaltern ein. Hinzu kommen eigene

Produkte, die den Kern der Handelsmarke

Ferien.de bilden sollen.

Das kann den Veranstaltern in Ihrem

Konzern doch nicht gefallen...

■ Die Veranstalter haben ihre eigenen Erlösprobleme

und deshalb werden sich unsere

Konditionen im Geschäft mit Veranstaltern

klassischer Prägung nicht verbessern – im

Gegenteil. Also müssen wir nach weiteren ertragsstarken

Marktsegmenten suchen.

Eine Art Emanzipation gegenüber den

Veranstaltern im eigenen Haus?

■ So drastisch möchte ich das nicht ausdrücken

– es geht eher um

die Erschließung zusätzlicher

Potenziale. Innerhalb

des kommerziellen

Freizeitreisemarktes finden

heute 70 Prozent der

Urlauber kein Angebot im

Veranstalterportfolio. Die

wollen wir erreichen…

…indem Sie noch eine

Marke etablieren?

■ Im Fall von Ferien.de

über exklusive Produkte

und günstige Preise.

Preisvorteile erreichen wir

durch Direkteinkauf auf

dem Spot-Markt, niedrige

Overhead-Kosten und den

Verzicht auf Kataloge.

FACTS

Ferien.de

Ferien.de wurde im Jahr 2000

als Aktiengesellschaft gegründet

und ist seit Juli 2000

online. Im Dezember 2004 hat

die TLT Reisebüro GmbH das

Online-Reisebüro gekauft. Seit

Februar 2005 ist eine Aktiengesellschaft

der TLT-Franchisenehmer

mit 50 Prozent an

Ferien.de beteiligt. Geschäftsführer

von Ferien.de sind Michael

Jost und Jens Henze. Das

Portal hat 2004 elf Millionen

Euro umgesetzt – rund zwei

Prozent des Gesamtmarktes.

»Wir müssen

uns auf eigene

ertragsstarke

Segmente

konzentrieren«

Hasso von Düring (52) ist

Vorsitzender der Geschäftsführung

von TUI Leisure Travel

Mussten Sie dazu Ferien.de kaufen? Mit

Touropa hat die TUI doch gerade eine

Beteiligung an einem virtuellen Veranstalter

erworben...

■ Ferien.de ist sowohl ein vollwertiges Online-Reisebüro

mit Angeboten namhafter Veranstalter

und Leistungsträger als auch ein virtueller

Veranstalter. Touropa

ist dagegen ausschließlich

ein virtueller Veranstalter

mit eigenen Pro-

dukten. Außerdem stellt

bei Touropa der Hotelier

selbst seine Preise ins Netz

– Ferien.de behält dagegen

die Preishoheit.

Mit einem Marktanteil

von zwei Prozent zählt

Ferien.de nicht zu den

großen Online-Anbietern.

Warum sind Sie

dort eingestiegen?

■ Weil ich kein anderes

Online-Reisebüro kenne,

das schwarze Zahlen

schreibt. Das ist es, was un-

sere Franchisenehmer – neben einer eigenen

Handelsmarke erwarten. Schließlich sind sie

an den Gewinnen selbst beteiligt.

Welches Geschäftsvolumen wollen Sie

damit erreichen?

In diesem Jahr wollen wir den Umsatz, der

2004 bei elf Millionen Euro lag, verdoppeln.

Das sollte uns mit der Vermarktungskraft von

1.100 Reisebüros auch gelingen.

Ein Geschäft, das zu Lasten der TUI-Produkte

geht?

■ Nicht zwangsläufig. Wenn wir einen Kunden

durch ein Ferien.de-Angebot in den Laden

holen und der Expedient so pfiffig ist, ihm

eine höherwertige Reise zu verkaufen, ist mir

das auch recht. Unsere Aktivitäten zielen

nicht auf das Loslösen von der TUI, sondern

auf die Belebung der Franchise-Idee in der gesamten

Vermarktungskette. Wir können uns

nicht auf das Verhandeln von Konditionen beschränken.

Das Interview führte Christian Schmicke

Mailen Sie uns Ihre Meinung…

c.schmicke@travel-one.net

13.4.2005 TRAVEL ONE 7



PRODUKT Ferienflieger

Bewährtes mit Neuem verbinden will die

TUI-Tochter Hapag-Lloyd Flug, wenn sie

zum Monatsende in Hapagfly umfirmiert.

Der alte Name stehe zwar für »qualitativ

hochwertiges Fliegen zu attraktiven Preisen«,

so das Unternehmen, werde aber von

der Kundschaft auch mit Containerlogistik,

Kreuzfahrten und Reisebüros in Verbindung

gebracht. Also bleibt »Hapag«, »Lloyd« fliegt

raus und weicht dem wenig originellen, aber

für die Tätigkeitsbeschreibung immerhin klaren

Zusatz »Fly«. Das signalisiere »Innovation

und Modernität«, meinen jedenfalls die Macher

von Hapagfly.

Die Änderung des Markennamens, bei

der manche mahnend auf den gescheiterten

Versuch verweisen, Condor in Thomas Cook

Airline umzutaufen, kommt zu einem merkwürdigen

Zeitpunkt. Denn mit der Änderung

der Geschäftsmodelle verwischen nicht nur

die faktischen Unterschiede zwischen Ferienfliegern

und Lowcost-Airlines, sondern auch

die Bindung der Kundschaft an die Marken.

Entscheidend sind Strecken, Preise, nochmal

Preise, Flugtage und Service.

Bedeutet der Übergang zu Hapagfly die Abkehr

von der Zwei-Marken-Strategie im Flugbereich

der TUI? Nein, wiegelt

Airline-Chef Wolfgang John

ab. Hapag-Lloyd Express

werde als Marke erhalten

bleiben und als reine Lowcost-Airline

weiterhin im taxigelben

Outfit unterwegs

sein – auch wenn HLX heute

längst wie HLF für Veranstalter

unterwegs ist und sich

beide TUI-Töchter gegenseitig

Flugsitze verkaufen.

Teckentrup will

Städteverbindungen

John: Zwei-Marken-

Konzept bleibt

Was TUI und Thomas

Cook im vergangenen Jahr

unter der Last ihrer Verluste

durchdrücken mussten –

nämlich den Spagat zwischen

Ferienflieger und

Lowcost-Airline – hat Air

Berlin bereits früher umgesetzt.

Nicht zuletzt deshalb

ist Air-Berlin-Chef Joachim

Hunold den Mitbewerbern

in dieser Hinsicht ein Stück

voraus. Nur noch 40 Prozent

seines Umsatzes mache

er mit Veranstaltern,

sagt Hunold, obwohl auch

dieses Geschäftsfeld in abso-

luten Zahlen gewachsen sei. Ihre wirtschaftliche

Dynamik bezieht Hunolds Airline

aus dem Einzelplatzverkauf, der zu 70 Prozent

direkt abgewickelt wird.

Ein neuer

Mix muss her

Markt ■ Reine Ferienflieger sind ein Auslaufmodell. Von

Lowcost-Airlines und Netzcarriern bedrängt, setzen sie

zunehmend auf Strecken abseits der Warmwasserziele.

Wegweisend war dabei die Entscheidung, Air

Berlin nicht allein auf den touristischen Rennstrecken

zu den Warmwasserzielen fliegen zu

lassen, sondern auch Städteziele anzusteuern.

Weil sich hier auch Geschäftsreisekunden anziehen

lassen, ist die Saisonalität in diesem

Segment geringer als auf den Warmwasserrouten.

Hinzu kommt, dass sich an beiden

Enden der Strecke Passagiere generieren lassen.

Und so gibt Hunold beim City Shuttle

weiter Gas: Ab Mai geht es von Berlin-Tegel

nach Amsterdam; die Verbindung Mailand erhält

täglich eine zusätzliche Frequenz. Zudem

würde Hunold gerne häufiger nonstop nach

Madrid und Barcelona fliegen. Allerdings sei

dieser Plan bislang noch am Slot-Mangel gescheitert,

so der Airlinechef.

Auch Condor-Chef Ralf Teckentrup muss

Hunolds City Shuttle überzeugt haben – jedenfalls

lautet seine Ansage: »Wir wollen von

wichtigen Abflughäfen aus Städteverbindungen

aufnehmen.« Die Kombination aus

8 TRAVEL ONE 13.4.2005


»Bei uns sind

60 Prozent

Einzelplatzverkauf und

davon sind 70 Prozent

Direktvertrieb«

Joachim Hunold, Air-Berlin-Chef

Ferienflug und Städteverbindungen sei stabiler

als das reine Ferienfluggeschäft, haben

auch die Oberurseler erkannt. Dazu passen

auch Teckentrups Pläne, den Direktvertrieb

zu forcieren. In diesem Jahr soll der Anteil bei

25 Prozent liegen, für 2006 sind bereits 40

Prozent geplant.

Am nächsten am klassischen Ferienflieger-

Modell operiert nach wie vor LTU. Zwar hält

auch die Rewe-Beteiligung im Preiskampf mit,

aber sie kommt mit

ihren Preisen längst

nicht so offensiv daher

wie Air Berlin,

Condor und HLF.

Experimentierfreudig

zeigt sich LTU-

Chef Jürgen Marbach

vor allem auf

der Fernstrecke: etwa

durch das jüngste

Codeshare-Abkommen

mit Air Mauritius

oder den Ausbau der Verbindungen nach

China und Nordamerika, die nicht zuletzt auf

Geschäftsreisende zielen.

Für Spannung und Spannungen wird in

nächster Zeit das Verhältnis zu Veranstaltern

und Reisebüros sorgen. Auch bei den Kon-

Täglich die Fliege machen.

Die Fliegenpreise der neuen Condor.

Mit uns sind Sie Ihre Kunden ganz schnell wieder los. Denn wenn Sie Ihnen

erzählen, wie häufig, günstig und flexibel Condor von vielen deutschen Flughäfen

überallhin fliegt, will selbst der treueste Kunde nix wie weg. Fliegende

soll man ja bekanntlich nicht aufhalten. Wir lieben Fliegen.

zern-Airlines mehren sich die Anzeichen, dass

sie künftig nicht mehr bereit sind, ihren Veranstaltern

feste Kontingente zuzusichern.

Schon in den vergangenen Jahren eskalierte

die Auseinandersetzung um Preise und

Kontingente immer wieder: Auf der einen Seite

die Veranstalter, die sich als Subventionierer

eines billigen Einzelplatzverkaufs missbraucht

fühlten, auf der anderen die Airlines, die über

die Veranstalterpraxis klagen, nicht verkaufte

Kontingente kurzerhand wieder bei ihnen abzuladen.

Gegenüber den Reisebüros scheint der

Weg in Richtung Nettopreise vorprogrammiert.

Wichtigstes Argument der Ferienflieger

ist dabei der Wettbewerb, in dem sie mit

Lowcost- und Netzcarriern stehen. Die Ferienflieger

könnten nicht als einzige mit der

Bürde hoher Provisionen belastet werden,

meinen Hunold, John und Teckentrup übereinstimmend.

Auch unter den Ferienfliegern sind weitere

Reibereien vorprogrammiert: So hat

Teckentrup kürzlich angekündigt, er wolle

die Zusammenarbeit zwischen Air Berlin und

HLF, die nach Auskunft beider Partner zum

Winter fortgesetzt werden soll, kartellrechtlich

prüfen lassen.

Christian Schmicke

Nonstop auf die Kanaren

ab € 29,– *

* One-way-Endpreise für ausgewählte Abfl üge



PRODUKT Ferienflieger

Der Lenz ist da – mit ihm

werben die Veranstalter,

kontinuierlich mit den

vorerst letzten Frühbucherrabatten

um Kunden. Wen wundert

es, dass jetzt auch Ferienflieger

kräftig die Werbetrommel für die

Urlaubszeit rühren. Doch sie

sind nicht die einzigen. Auch die

Lowcost-Carrier buhlen mit ihren

Preisen um die Passagiere.

Denn mittlerweile nutzen die

Condor: Kanaren ausgebaut

■ Neue Ziele: Calgary, Kirkenes,

Kilimandscharo

■ Kapazitätsausbau: Frankfurt:

Anchorage, Halifax, Vancouver,

Orlando, Fort Myers, Heraklion

plus 1 wöchentlicher Flug, Teneriffa

und Gran Canaria plus 3,

Cancun plus 1 alle 14 Tage;

München: Larnaca, Teneriffa,

Gran Canaria, Rhodos plus 1;

Hamburg: Antalya plus 2, Jerez

Dem Sommer

entgegen

Flugplan ■ In der heißen Jahreszeit treibt es auch die Ferienflieger in ferne

Gefilde. TRAVEL ONE zeigt, was man über das Flugprogramm wissen muss.

Deutschen genauso gerne Billigflieger,

um an ihr Urlaubsziel zu

gelangen.

So legt sich etwa Hapag-Lloyd

Flug – die Fluggesellschaft firmiert

vom 28. April an unter Ha-

Hapag-Lloyd: Neu ab Karlsruhe

■ Neue Ziele: Kairo ab Hannover

& München, Kalamata, Preveza

ab Düsseldorf & München, Keflavik

ab Berlin & Frankfurt,

Tromsø ab Frankfurt, Calvi ab

Düsseldorf & Frankfurt, Dubrovnik

ab Hannover

plus 1; Düsseldorf: Antalya plus

3, Gran Canaria und Teneriffa

plus 1, Santorin; Stuttgart: Antalya

plus 2, Gran Canaria und Teneriffa

plus 1; Berlin: Antalya plus

1, Hurghada, Kos, Teneriffa, Gran

Canaria

■ Gestrichen: Rimini, Korfu,

Shannon, Reykjavik

■ Peps: 50 Prozent Rabatt auf

die Flüge

■ Neuer Abflughafen: Karlsruhe/Baden

Baden

■ Kapazität: Erhöhung der Verbindung

nach Mallorca plus 1 ab

Hannover, Münster/Osnabrück,

Saarbrücken, Frankfurt, Bremen;

nach Teneriffa: ebenfalls je 1 Ver-

■ Neue Ziele: Lissabon, Porto,

Reus, Bilbao und Amsterdam

■ Neue Abflughäfen: Durch

Codeshare mit Hapag-Lloyd nun

insgesamt 20 Flughäfen

■ Kapazität: Erhöhung der wöchentlichen

Verbindungen nach

Palma de Mallorca: Köln/Bonn

plus 2, Dresden plus 2, Dortmund

plus 1, Erfurt plus 1, Müns-

pagfly – kräftig ins Zeug. Der Ferienflieger

will seine »Himmlischen

Preise« ab 29 Euro auch im

Sommer an den Urlauber und das

Reisebüro bringen. Beim Jubiliar

LTU in Düsseldorf dreht sich in

diesem Jahr alles um den runden

Geburtstag. Der Charterflieger

feiert seinen 50sten mit diversen

Veranstaltungen, Gewinnspielen

und Sonderangeboten.

Air Berlin, Hapag-Lloyd Express,

Condor und Germanwings

sind ebenfalls nicht untätig.

Auch sie halten in den kommenden

Monaten an ihrer Marketingstrategie

fest.

Yannick Fiedler

Petra Hirschel

bindung mehr pro Woche ab

Hannover, Düsseldorf, Stuttgart,

Frankfurt

■ Kerosinzuschlag: 10 Euro

■ Peps: diverse Angebote im

Sommer. Kontakt: info@hapagfly.com

Air Berlin: Mehr Abflughäfen

ter/Osnabrück plus 1, Hannover

plus 4, Leipzig/Halle plus 6,

Nürnberg plus 4, Paderborn plus

2, Berlin-Tegel plus 4, Rostock/

Laage plus 1

■ Kerosinzuschlag: 10 Euro

■ Peps: Nur für Expedienten; ab

Berlin-Tegel nach Amsterdam,

Stansted, Manchester, Madrid,

Budapest; T. 030-34 34 22 22

10 TRAVEL ONE 13.4.2005


LTU: Hellas

im Trend

■ Neue Ziele: Bangkok, Montego

Bay, Calgary, JFK New York,

Dubrovnik, Larnaca, Mauritius,

Split, Beirut neu im Einzelplatzverkauf

■ Neue Abflughäfen: keine

■ Kapazität: Erhöhung der

Dienste nach: Athen plus 5; Peking

plus 2; Shanghai plus 1; Fort

Meiers plus 1; Thessaloniki plus

5; Vancouver plus 1; Varna plus 2

■ Kerosinzuschlag: 10 Euro für

die Kurz- und 20 Euro für die

Langstrecke

■ Peps: T. 0211-94 15 11 92

HLX: Vier

neue Flieger

■ Neue Ziele: Shannon, Edinburgh,

Stockholm und Rijeka

■ Neuer Abflughafen: Im Sommer

erstmals München

■ Kapazität: Erhöhung der wöchentlichen

Verbindungen ab Berlin-Tegel

und Hamburg um jeweils

5 Ziele; Flotte von 11 auf 15

Flugzeuge aufgestockt

■ Gestrichen: Sevilla und Genf

■ Kerosinzuschlag: keiner

■ Reisebüros: Kontakt im Internet

unter www.hlx.com/agent

Germanwings: Neu ab Berlin

■ Neue Ziele: ab Köln/Bonn: Ankara,

Birmingham, Dubrovnik, Verona,

Moskau; ab Stuttgart: Izmir

■ Neue Abflughäfen: vom 5.

Juni an Berlin/Schönefeld, Ziele:

Köln/Bonn, Stuttgart, Düssel-

dorf, München, Ankara, Istanbul,

Moskau, Stockholm, Split, Zagreb

■ Kapazität: 3 zusätzliche Maschinen,

3 weitere geplant; ab

Köln nach Berlin plus 1; ab Stuttgart

nach Berlin plus 1; ab Stutt-

GTI - der Türkeispezialist

mit eigenen

Ferienfliegern

GTI German Travel Int. Grafenberger Allee 368, 40235 Düsseldorf, Tel.: 0211. 3891-0, Fax: 0211. 3891-420, e-mail: info@gti-travel.de

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gart nach Dresden plus 1

■ Kerosinzuschlag: keiner

■ Peps: keine



PRODUKT Mix

MOMENT MAL…

Hauptsache

billig

Ob Charter-Carrier, Ferienflieger,

Linienfluggesellschaft oder

Billigflieger. Die Bezeichnung

des Fortbewegungsmittels

juckt heutzutage eigentlich niemanden

mehr. Auch nicht,

welche Airline sich nun wie

und warum den Warmwasserzielen,

dem Geschäftsreiseoder

Shuttleverkehr verschrieben

hat. Die Grenzen sind ohnehin

bereits verschwommen.

Der Kunde richtet sich in

erster Linie nach dem Preis.

Vor allem dann, wenn es darum

geht, in den Urlaub zu fahren.

Ob es sich dann um einen

Ferienflieger oder einen Lowcost-Carrier

handelt, ist unwichtig.

Der Service rechtfertigt

schon lange keine hohen Ticketpreise

mehr. Und dank

Stiftung Warentest haben auch

die Billigheimer ihr Gütesiegel

und gelten damit in Deutschland

als vertrauenswürdig. Das

ist es, was für Endverbraucher

wirklich zählt: ein

Ticket zum vernünftigen

Preis mit

einer ausgezeichneten

Airline.

Yannick Fiedler

Redakteurin

y.fiedler@travel-one.net

Fraport nimmt’s gelassen

Lufthansa ■ Schweres Geschütz

hatte Airline-Chef Wolfgang

Mayrhuber vergangene Woche

gegen die Flughäfen aufgefahren.

Er werde »all die Dinge einführen,

die die Billigfluglinien auch

machen«, kündigte er mit Blick

auf die Gebühren der Flughäfen

an. Auch die Sicherheitskon-

trollen seien in Deutschland zu

teuer. Die Preise lägen um 60

Prozent über denen ausländischer

Terminals. Zudem lasse

die Servicequalität der Flughäfen

häufig zu wünschen übrig.

In Kreisen der Airport-Betreiber

wird die Ankündigung Mayrhubers,

eine härtere Gangart ein-

Fraport ist mit der Zusammenarbeit mit Lufthansa zufrieden

UPDATES

■ Das arabische Emirat Sharjah

will den internationalen Flughafen

modernisieren und ausbauen. Geplant

ist der Bau eines separaten

Terminals für First- und Business

Class-Kunden. Die Arbeiten sollen

in anderthalb Jahren abgeschlossen

sein.

■ Koreas Hauptstadt steht künftig

im Flugplan von Emirates. Die Airline

fliegt vom 1. Mai an täglich

mit einem Airbus 340-300 nonstop

von Dubai nach Seoul. Das Emirat

wiederum ist von drei deutschen

Flughäfen aus erreichbar.

■ TUI fasst neun Badeparks in

Deutschland und den Niederlanden

wieder in einem eigenen Katalog

zusammen. Auf 20 Seiten finden

sich Angebote für den Kurzurlaub

in der Sommersaison 2005.

■ Sandals & Beaches Resorts

sind jetzt mit einem Haus an der

Südküste Jamaikas vertreten. Die

neue Anlage verfügt über 280 Zimmer

und 80 Suiten. Nach Angaben

des Unternehmens ist das Sandals

Whitehouse European Village &

Spa das erste Luxusresort in der

dortigen Region. Das Investitionsvolumen

betrug 80 Millionen US-

Dollar (rund 62 Millionen Euro).

■ Die Hotelgruppe Corinthia

plant, 2006 in Österreich ein Skiund

Golf-Resort zu eröffnen.

Standort der 182-Zimmer-Anlage

ist laut Unternehmen der Ort Haus

in der Dachstein-Tauern-Region.

Fraport-Manager Zintel:

Ausgezeichnetes Verhältnis zur

Lufthansa

zulegen, gelassen aufgenommen.

Das laute Klappern sei vor allem

dem Umstand zuzurechnen, dass

der Lufthansa-Chef nach der

Swiss-Übernahme unter ungeheuerem

Erfolgsdruck stehe. Volker

Zintel, Fraport-Generalbevollmächtigter

für den Strategischen

Geschäftsbereich Flug- und Terminalbetrieb,

lobt das Verhältnis

zum Kranich ausdrücklich. Bei

Gesprächen hinter den Kulissen,

sei die Airline »so kooperativ wie

selten zuvor«.

■ Der Ruhr Zoo im Umbruch: Bis

2007 soll sich das sechs Hektar

große Areal in Gelsenkirchen in

die ZOOM Erlebniswelt verwandeln.

Dabei sollen naturnahe Lebensräume

für Tiere geschaffen

werden. Bereits im Sommer präsentiert

sich der erste Bereich neu.

Die Erlebniswelt Alaska eröffnet

Anfang Juli.

■ Die Revueshow »Maxxim« kann

bei Ameropa gebucht werden.

Der Veranstalter bietet die Aufführungen

im Hotel- und Freizeitpark

»Dorf Münsterland« in Ledgen

vom 30. April bis zum 29. Oktober

an. Die Künstler stammen aus Paris

und Kiew.

■ Mit einer Schnupperreise will

Sea Travel kurzfristig Kunden gewinnen.

Der Großsegler Star Clipper

sticht am 23. Juli in Cannes in See

und steuert Elba sowie Korsika an.

Die Kreuzfahrt endet am 27. Juli.

12 TRAVEL ONE 13.4.2005


Schnäppchen kommen an

Meier’s ■ Knapp vierzehn Tage

ist es her, dass Meier’s Weltreisen

einen Sonderkatalog mit Sri Lanka-Produkten

lanciert hat. »Wir

sind mit der Resonanz zufrieden.

Der Katalog erfüllt unsere Erwar-

Die Sonderangebote von Meier’s sind

bis Herbst gültig

tungen«, sagt Coray Cavdir, Produktleiter

Asien bei Meier’s. Besonders

bei Sri-Lanka-Liebhabern

und Stammkunden komme

das Programm an. »Es wird vor

allem für die Ferienzeit und den

Herbst gebucht,

hier können die

Gäste einiges sparen«,

meint Cavdir.

Besonders günstig

seien die Hotelangebote

mit

Ayurveda-Anwendungen

geworden.

Erfreulich sei auch,

dass Touristen wieder

einen Badeurlaub

buchten. Im

Vergleich zu Südthailand

und den

Malediven schneidet

das Land bei

dem Veranstalter

jedoch eher schlecht

ab. »Das hatten

Le Diamant jetzt buchbar

Kreuzfahrt ■ Reisen mit dem

Luxusliner Le Diamant (ehemals

Song of Flower) sind nun auch in

Deutschland buchbar.

Die Schiffe Le Diamant, Le

Levan und Le Ponant der französischen

Reederei Compagnie des

Iles du Ponant werden durch die

Aviation & Tourism Gesellschaft

vertreten. Reisebüros bekommen

bei Buchung einer Reise zwölf

Prozent Provision. Das gilt auch

für Schiffe von Crystal und Silversea

Cruises, generell gibt es zehn

Prozent Provision.

Im Winterhalbjahr kreuzt das

Vier-Sterne-Plus-Schiff vor Südamerika

und in der Antarktis.

06023-91 71 50

Zum Schutz der Antarktis dürfen nur wenige Gäste den Südpol bereisen

Cavdir: Situation vor Ort

ist nicht so schlecht

wie sie dargestellt wird

wir aber erwartet«, resümiert der

Produktleiter.

Bei Reisebüroinhaberin Angela

Hartmann aus Wiesbaden ist

die Nachfrage nach Sri Lanka derzeit

»gleich Null«. Den Sonderangeboten

gibt sie darüber hinaus

kaum Chancen: »Insbesondere

nach einer solchen Katastrophe

lassen sich diese Ziele auch mit

günstigen Reisepreisen schwer an

den Kunden bringen«. Auch weil

Sri Lanka nicht so viel Werbung

mache wie etwa Thailand.

www.meiers-weltreisen.de

Stadler: Der Reiseschutz ist leicht

über das CRS buchbar

Versicherung

für Spontane

Europäische ■ Bei der Reiseversicherung

läuft zum vierten

Mal die Sonderaktion Sun & Fun-

Reiseschutz. »Der Erfolg der Aktion

in den Vorjahren hat uns darin

bestärkt, unseren Reisebüropartnern

auch 2005 dieses Produkt

anzubieten«, sagt Hans

Stadler, der bei der Europäischen

den Vertrieb leitet.

Drei Züge

kooperieren

London ■ Mit einem neuen

Kombi-Tarif wollen drei Bahngesellschaften

den Billigairlines trotzen:

Die Betreiber der Hochgeschwindigkeitszüge

Thalys, Eurostar

und ICE bieten die Fahrt in

der zweiten Klasse von Köln nach

London nun für 49 Euro an.

Die Partner sprechen von einem

beispielhaften Bündnis. Es

sei gelungen, einen europäischen,

auf die Bedürfnisse der

Kunden zugeschnittenen Tarif zu

schaffen. Zudem erhöhe der Pauschalpreis

die Attraktivität gegenüber

dem Flugverkehr.

Das Angebot gilt bis 10. Dezember.

Allerdings ist das Kontingent

limitiert. Und das Ticket ist

an den Zug gebunden, sprich Umtausch

und Erstattung sind nicht

möglich. Die rund fünfstündige

Reise geht über Brüssel, wo die

Passagiere umsteigen.

Grund für die Sonderaktion sei

auch in diesem Sommer der

Trend zu kurzfristigen Buchungen.

Deshalb werde das Produkt

für Spontan-Urlauber bis zum 30.

September angeboten. Stadler

rechnet damit, dass das Sun&Fun-

Produkt sich in diesem Sommer

positiv auf den Ertrag der Reisebüros

auswirkt.

Der für Reisen bis zu 24 Tagen

gültige Reiseschutz beinhaltet

eine Reiserücktrittskosten-Versicherung,

eine Krankenversicherung,

Notfall-Service und eine

Reisegepäck-Versicherung. Einzelreisende

bezahlen 29 Euro für

einen Urlaub in Europa und 49

Euro weltweit, Familien 59 Euro

beziehungsweise 99 Euro. Der

Vertrag wird ausschließlich bei

Buchung im Reisebüro abgeschlossen.

Der Zeitraum zwischen

Buchung und Reiseantritt

kann dabei maximal sechs Wochen

betragen. Schiffsreisen sind

nicht abgedeckt.

www.europaeische.de

13.4.2005 TRAVEL ONE

13



SALES Kooperationstreffen

Gruppenbild mit TSS-Chef: DRV-Vizepräsident Hans Doldi, Manuel Molina, DRV-Hauptgeschäftsführer Jochen Martin (von links)

Mit dem Engagement seiner Mitglieder

kann Manuel Molina zufrieden sein.

»Der Zulauf ist enorm«, sagt der Geschäftsführer

der Reisebürokooperation TSS mit

Blick auf die rund 260 Agenturpartner, die sich

am vergangenen Wochenende zur Jahrestagung

im Wolfsburger Congress Park einfanden. Ein

wenig kokett setzt Molina nach: »Das hätte ich

selbst nicht gedacht«. Über die Gründe ist sich

der gerne kämpferisch auftretende TSS-Chef sicher.

»Die Zeit ist reif. Die Reisebüros sind soweit,

sich besser zu organisieren.« Die Multi-

Channel-Strategie sei aufgegangen, nun müsse

das Selbstbewusstsein der Reisebüros gestärkt

Deutliche

Signale

Tagung ■ TSS-Chef Manuel Molina zeigt sich weiter

kämpferisch. Das gut besuchte Jahrestreffen stellt der

Strategie des Multichannel-Verfechters ein gutes Zeugnis aus.

und das Profil der Kooperation geschärft werden.

»Wir müssen den Veranstaltern zeigen,

was wir für eine Stärke und Macht haben.«

»Das zeigt, dass wir ernst

genommen werden«

Deren Präsenz in Wolfsburg ist ein Indiz dafür,

dass sie die Bedeutung der Kooperation durchaus

schätzen. Der Vertriebschef der LTU-Touristik

Theo van den Berg, Dertour-Geschäftsführer

Michael Frese nebst seinem Vertriebschef Kevin

Keogh, TUI-Vertriebsdirektor Jörg Eichler, All-

tours-Geschäftsführer Markus Daldrup, Studiosus-Marketingchef

Guido Wiegand, Ameropa-

Chef Martin Katz, Öger-Vertriebschefin Wybkke

Meier, um nur ein paar zu nennen – alle waren

sie dem Ruf des umtriebigen TSS-Chefs gefolgt

und stellten sich auf vier Podiumsdiskussionen

und am Tagungsrand den Fragen der

Reisebüros. »Die hochrangige Veranstalterbesetzung

zeigt, dass wir ernst genommen werden«,

freut sich da Molina.

Ein weiterer Grund für das deutlich gestiegene

Interesse der Mitglieder an der Jahrestagung

sei zudem die erstmals ausgerichtete

geschlossene Veranstaltung am vergangenen

Sonntag. »Das zieht Reisebüros an«, ist

Molina überzeugt, der in dieser der Öffentlichkeit

nicht zugänglichen Mitgliederversammlung

»deutliche Signale« senden und

empfangen wollte. So

wurde etwa in trauter

Runde darüber beraten,

wie sich die Kooperation

künftig engagieren will,

um die Interessen der Mitglieder

noch besser zu vertreten.

»Wir brauchen

eine Lobby und müssen

unseren Stellenwert und

Status formulieren«, so

Molina. Eine Option ist da

der Beitritt zum DRV. Für

einen derartigen Schritt

müsse sich aber im Ver-

Reinhardt geht mit

Angeboten in Südostasien

an den Start

14 TRAVEL ONE 13.4.2005


and einiges bewegen, fordert der Kooperationschef.

»Mann muss ihn so verändern, dass

sich die Reisebüros wiederfinden. Ideal wäre,

wenn ich das mitgestalten könnte«, sagt der

TSS-Chef.

Doch Molina wäre nicht Molina, wenn er

seinen Mitgliedern nicht auch eine andere Variante

aufzeigen würde.

»Wir können auch selbst

etwas auf die Beine stellen«,

sagt er selbstbewusst

und spielt auf die Gründung

eines eigenen Verbandes

an, sollte der DRV

nicht bereit sein, seine

Struktur neu zu gestalten.

Denn faule Kompromisse

sind nicht die Sache des

Simon will

einheitliches

Wissensniveau schaffen

umtriebigen Spaniers. Wie

die Entscheidung denn

auch gefallen ist: Für Molina

war im Vorfeld klar,

dass es von den Mitglie-

dern eine klare Ansage geben muss: »Ein Ruck

muss durch den Saal gehen«.

Wie wichtig dem DRV die Unterstützung

Molinas ist, lässt sich daran ablesen, das gleich

zwei DRV-Vertreter die TSS-Versammlung nutzten,

um für den Verband zu werben: Hauptgeschäftsführer

Jochen Martin und Vizepräsident

Hans Doldi. »Der DRV hat mich um dieses Forum

gebeten und ich habe ihm das gerne gewährt«,

sagt Molina, zuckt mit den Schultern,

gibt sich geheimnisvoll und undurchschaubar.

Keinesfalls will er darin eine Vorentscheidung

für eine künftige DRV-Mitgliedschaft sehen.

FACTS

Die Touristik Service System GmbH (TSS)

■ Mitglieder: rund 1.260 Reisebüros in sieben Ländern, davon 150

im Ausland

■ Umsatz: rund 1,2 Milliarden Euro (2004), für 2005 sind ein Plus von

neun bis elf Prozent geplant

■ Struktur: Töchter sind Touristik pro fit (zuständig für Marketing und

Einkauf), Onlineweg.de und Onlineweg.tv; TSS bildet zudem mit der

Kooperation AER die Touristik-Multi-Channel-Vertriebsorganisation

(TMCV), ein Zusammenschluss von rund 1.800 Reisebüros

■ Internetvertrieb: Onlineweg.de, 720 angeschlossene Reisebüros,

bis Jahresende 1.000 Partnerbüros geplant, für 2005 kalkulierter Umsatz

rund 18 Millionen Euro

■ Fernsehvertrieb: Onlineweg.tv, darüber wurden 2004 21 Millionen

Endverbraucher errreicht, derzeit keine Ausstrahlung, neue Ausgaben

sind für Juni wieder auf Regionalsendern geplant

■ Handelsmarke: Travelers Friend, derzeit buchbar sind rund 60 Hotels

auf den Balearen, den Kanaren, dem spanischen Festland, in der

Türkei, Griechenland, Bulgarien und ganz neu in der Karibik

■ Veranstalter: Beteiligung mit 26 Prozent am Bulgarienspezialist

BG Tours, bis 2006 geplante Aufstockung auf Mehrheitsbeteiligung

Auch die jüngsten Aktivitäten der TSS-Gruppe

wurden hinter geschlossenen Türen diskutiert.

Zudem holte Molina in dieser Veranstaltung die

Meinung der Mitglieder zu aktuellen Themen

und Entwicklungen ein: etwa zum neuen Logo

der TSS Group, dem Engagement der Kooperation

beim Bulgarien-Veranstalter BG Tours und

den Aktivitäten unter dem Logo von Travelers

Friend. Unter der Eigenmarke werden nun seit

kurzem Reisen produziert. Derzeit sind 60 Hotels

im Angebot, ganz neu auch in der Karibik.

Häuser in Südostasien sollen in Kürze ebenfalls

dazukommen, so Geschäftsführer Karl-Martin

Reinhardt. »Der Angebotsumfang wird wöchentlich

erweitert«. Für die Buchung dieser

Angebote erhalten Reisebüros eine Grundprovision

von elf Prozent. Für TSS- und TMCV-

Mitglieder denke man ab einer gewissen Umsatzgrenze

über die Zahlung von zwölf Prozent

Provison nach, so Reinhardt.

Weiteres Engagement beschäftigte im Vorfeld

der TSS-Tagung auch die Mitglieder der

TSS-Tochter Onlineweg.de, die sich bereits

am Freitag zu einem Partnertreffen in Wolfsburg

zusammengefunden hatten. Dort wurde

ein Partnerbeirat mit drei Ausschüssen gegründet:

einer, der sich mit der besseren Kommunikation

untereinander beschäftigen soll,

ein Ausschuss, der sich für Schulungen stark

macht und ein weiterer, um gemeinsame Marketing-Aktionen

zu organisieren. Zudem soll

es künftig etwa vier Treffen im Jahr geben.

»Die Stimmung ist hervorragend. Immer

mehr Partner haben verstanden, dass sie von

der Internetpräsenz profitieren und sich so gegen

Konkurrenzsysteme behaupten können«,

sagte Onlineweg.de-

Chef Hans Simon

über die Akzeptanz

des Angebots.

Die Multi-Channel-Kooperationbeginnt

also, ihre

Struktur mit Leben

zu füllen. »Wir haben

die Instrumente,

um den Veranstaltern

das Leben

schwer zu machen«,

betont denn auch

Manuel Molina. Sein

Signal für die Zukunft:

»Wir werden

an der Grundprovisions-Schraubedrehen«.

Tanja Ronge

Bilder zur Tagung

www.travel-one.net

MEINUNG

»Wir müssen uns bewusst

werden, was wir

für eine Macht haben

und auch Veranstalter

wie TUI beinflussen können.

Denn von einer Partnerschaft

sind wir weit

entfernt.«

Siegbert Schuchard, Inhaber von Touristik

Center in Dresden mit acht Reisebüros

»Mir gefällt gut, dass auf den TSS-Tagungen

viele Inhaber sind. Besonders gut haben mir

diesmal die Podiumsdiskussionen gefallen –

etwa die Diskussion über die geänderten

Spielregeln in der Touristik.

Martina Sakel, Inhaberin von TINA’s & MS

Reisebüro in Borna

»Ich bin gekommen, um

Kontakte zu neuen Veranstaltern

zu knüpfen.

Die TSS-Tagung bewerte

ich auf einer Skala von 1

bis 10 mindestens mit 9.

Die Podiumsdiskussionen

waren sehr interessant.«

Norbert Kessler, Uniglobe Touristik Service

in Fulda

»Durch die Kooperation

kann ich Kontakt zu anderen

Reisebüros aufbauen.

Ich finde, dass die

Zusammenarbeit zwischen

Veranstaltern und

Reisebüros intensiver

werden muss.«

Marion Koch, Inhaberin von Reisebüro

Koch in Lößnitz und der Filiale in Zwickau

»Mir ist es wichtig, bei der Tagung dabei zu

sein, weil ich so sehen kann, welche Trends

derzeit aktuell sind. Zugleich erfahre ich,

wie der Stand bei Themen ist – gerade etwa

in der Diskussion um die Nullprovision.«

Anita Knorr, Reisewelt Mittweider

»Wir sind Onlineweg.de-

Partner und extra zur

Reisemesse angereist.

Wir wären gerne früher

gekommen, um am Partnertreffen

teilzunehmen.

Aber wir können das

Büro nicht einen Tag zumachen.«

Christina Graff, Touristik Kleen in Hesel

15



SALES Reisebüro

Mehr Coaching für

Franchisenehmer

TUI Leisure Travel ■ Intensives Coaching und Controlling durch

den Franchisegeber soll die Reisebüros fit für die Zukunft machen.

Günter Bengsch spricht Klartext: »30

Prozent der Wertschöpfung werden

am Ende des laufenden Jahres ohne

Provision abgewickelt«, stellt der Franchise-

Geschäftsführer von TUI Leisure Travel (TLT)

fest. Auch die Konsequenz daraus ist für

Bengsch klar: Die Reisebüros befinden sich auf

dem Weg vom Handelsvertreter zum Händler,

und das nicht erst auf längere Sicht, sondern

bereits kurz-bis mittelfristig.

An den veränderten Marktbedingungen

müssten nicht nur die einzelnen Reisebüros,

sondern auch TUI Leisure Travel als Franchisegeber

die Strategie ausrichten. Denn auch

für TLT ist die Zeit automatischen Zulaufs vorbei.

Der Markt ist aufgeteilt – fast alle Reise-

IST – Bildung,

die bewegt

IST-Diplomstudiengänge:

Tourismusbetriebswirt/in (FH):

18-monatiges berufsbegleitendes Fernstudium

Touristikmanager/in (IST):

18-monatiges berufsbegleitendes Fernstudium

Tourismusfachwirt/in (IHK):

19-monatiges berufsbegleitendes Fernstudium

Fachwirt/in im Gastgewerbe (IHK):

18-monatige berufsbegleitende Weiterbildung

IST-Zertifikatskurse:

Modernes Tourismusmarketing:

6-monatige berufsbegleitende Weiterbildung

Grundlagen der Tourismuswirtschaft:

4-monatige berufsbegleitende Weiterbildung

Geplant ab April 2005

büros sind in Franchisesysteme oder Kooperationen

eingebunden. »Was nun folgt, ist Verdrängungswettbewerb«,

ist Bengsch sicher.

Deshalb müsse sich TLT als Franchisegeber

darauf konzentrieren, den Franchisegedanken

stärker in den Mittelpunkt zu rücken und Erlösverbesserung

und Kostenoptimierung in

den Agenturen voranzutreiben.

»Kein Stein auf

dem anderen«

Was das heißt, sollen die Franchisenehmer

von diesem Monat an erfahren. Ein neues Coaching-Konzept

soll nicht nur, wie bereits üblich,

neues Wissen

vermitteln, sondern

auch die Umsetzung

der vermittelten

Konzepte und

Ziele konsequent begleiten.»Umsetzungscontrolling«

nennt

Erstes staatlich zugelassenes

Fernstudium Deutschlands!

Alle Weiterbildungen auch

in online-gestützter Form

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Die Online-Jobbörse: www.joborama.de

André Repschinski,

Bereichsleiter Franchise

Außendienst,

diese Art der Maßnahmenbegleitung.

In der Betreuung

der Agenturen

durch die Zentrale

sei insgesamt »kein

Stein auf dem anderen

geblieben«, berichtet

Bengsch. An

die Stelle der bisher

zwei jährlichen Besuche

durch den

Außendienst trete

ein »ganzheitlicher

Beratungs- und Unterstützungsansatz«.

Bis zu sechs

»Unternehmer-

Workshops« pro Jahr

mit durchschnitt-

lich sechs bis sieben Teilnehmern stehen nun

für die Franchisenehmer auf dem Programm.

Dabei sollen keine generalisierten Weisheiten,

sondern »individuelle Lösungsansätze für jedes

einzelne Büro« erarbeitet werden.

Die Themen Erlös-, Standort- und

Verkaufsoptimierung stehen noch in diesem

Jahr auf dem Programm. In der ersten Runde

soll die Einführung der neuen Handelsmarke

Ferien.de dabei eine wichtige Rolle spielen.

Bengsch hält die eigene Marke des TLT-

Franchisevertriebs für einen

wichtigen Meilenstein

auf dem Weg der

Agenturen vom Mittler

zum Händler. »Es liegt an

uns, die Vermarktung des

USP unserer exklusiven

Handelsmarke in die

Hand zu nehmen«, zeigt

er sich überzeugt.

Zum Thema Standort-

optimierung erhalten die

Franchisenehmer Kartenmaterial

auf der Basis von

Daten des Statistischen

Bundesamtes. Sie bilden

mit Informationen zum

Konkurrenzumfeld, zur

Kaufkraftverteilung in der

Umgebung und zu Kundeneinzugsgebieten

die

Basis für individuelle Zielsetzungen

und Maßnahmen.

Die Intensität der Betreuung

außerhalb der

Workshops soll ebenfalls

wachsen und sich nach

Günter Bengsch:

Coaching auf dem Weg

zum Händlerstatus

Ortrud Lehmann:

Maßnahmencontrolling

durch den Innendienst

16 TRAVEL ONE 13.4.2005


der Größe der Franchisepartner richten. Die

Key Accounts erhalten eine Extra-Betreuung

durch die Bereichsleiter, die übrigen Franchisenehmer

werden einmal im Jahr von einem

Coach besucht. Daneben stehe ihnen ein fester

Ansprechpartner zur telefonischen Betreuung

zur Verfügung, verspricht Bengsch.

Die Workshop-Gruppen sollen regional

und nach Umsätzen unterteilt werden: 47

gibt es für die TUI Reisecenter, 13 für die

First-Büros. Die Key Accounts erhalten vier

eigene Gruppen – alle Workshops zusammen

werden von insgesamt acht Coaches abgewickelt.

Weil das neue Betreuungskonzept ohne

personellen Mehraufwand umgesetzt werden

soll, hat Bengsch auch die interne Struktur

der TLT-Organisation umgestülpt. »Die

Aufgaben von Außen- und Innendienst sind

klar getrennt worden. Das schafft Freiräume

13.4.2005 TRAVEL ONE

FACTS

TLT gegen Alltours

Weil Alltours die rund 460 Franchisenehmer

von First und TUI Reisecenter nur noch über

Einzelverträge bedient, steuert der TLT-Vertrieb

gegen den Duisburger Veranstalter.

»Geht nicht«, sagte Alltours-Chef Willi Verhuven

im TRAVEL-ONE-Interview (08/2005).

»Doch«, meint TLT-Chef Hasso von Düring.

In der Kette liege der kumulierte Alltours-

Umsatz 22 Prozent unter dem Vorjahr, in

einzelnen Wochen betrage das Minus bis zu

60 Prozent. Die Aktion richte sich nicht »gegen

Alltours an sich«, betont von Düring,

sondern es gehe um die Behauptung, Reiseverkäufer

könnten nicht steuern. Das Alltours-Minus

bei TLT zeige, dass Expedienten

Kunden sehr wohl von vergleichbaren Leistungen

überzeugen könnten. Dabei sei das

Steuern gegen einen Veranstalter, der so

massive Werbung betreibt wie Alltours,

»eine echte Herausforderung«.

für beide Seiten«, sagt der Franchisechef.

Während André Repschinski das Außendienst-Team

führt, übernimmt Ortrud Lehmann

mit ihrem Team die markenübergreifende

Betreuung der Franchisenehmer durch

die Zentrale sowie das Maßnahmen- und

Umsetzungscontrolling. Daneben kümmert

sich der Innendienst um die Akquise und Integration

neuer Franchisepartner.

Ob das neue Coaching-Konzept von den

Franchisenehmern als willkommene Unterstützung

oder als Gängelung durch den Franchisegeber

aufgenommen wird, muss sich

noch zeigen. Angelika Hummel, Vorsitzende

des Systemausschusses der TUI Reisecenter,

ist von dem neuen Ansatz bereits überzeugt.

»Wir brauchen in strategischen Fragen Unterstützung«,

sagt sie. Ihre unternehmerische

Freiheit werde dadurch nicht eingeschränkt,

glaubt sie. Christian Schmicke

Wer Australien sagt...

meint Britz.

Wir sind mit über 3.000 Campervans und Geländewagen der

grösste Vermieter im gesamten pazifischen Raum. Die Britz Flotte

verfügt über vielfältige Fahrzeugtypen, darunter die beliebten

Mercedes Campervans und der über viele Jahre von uns selbst

weiter entwickelte allradgetriebene Britz Bushcamper.

Nicht umsonst verbindet Britz mit

der Australien-Touristik eine jahrelange

gute Partnerschaft: FTI Touristik,

Dertour, Meier’s Weltreisen, TUI,

Airtours und andere Reiseveranstalter

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SALES Mix

MOMENT MAL…

Neue

Rollen

So ganz will TLT-Chef Hasso von

Düring die These, der Kauf von

Ferien.de sei das Signal zur Loslösung

von den hauseigenen

Veranstaltermarken, nicht gelten

lassen. Trotzdem: Der Aufbau einer

eigenen Handelsmarke im

TLT-Franchisebereich, bei der die

Produkte der Mutter nur eine

untergeordnete Rolle spielen,

setzt ein Zeichen. TUI und 1-2-

Fly erhalten im eigenen Vertrieb

Konkurrenz.

Für die Emanzipation des

Vertriebs gegenüber dem Handelsherrn

spricht auch, dass kein

Sonderdeal mit den eigenen Direktvermarktern

Berge & Meer

und Foxtours oder mit dem TUI-

Eisenreich-Startup Touropa eingefädelt

wurde. Ferien.de steht

auf eigenen Beinen – solange

niemand aus der Konzernzentrale

dazwischenfunkt.

Angesichts der absehbaren

Verschlechterung der Erträge im

Geschäft mit Veranstaltern, Ferienfliegern

und Autovermietern

ist dieser Schritt konsequent.

Je früher

sich die Reisebüros

auf ihre künftige Rolle

als Händler vorbereiten,

desto besser.

Christian Schmicke

stellv. Chefredakteur

c.schmicke@travel-one.net

Schummeln nicht möglich

Weiterbildung ■ Golf in Theorie

und Praxis ist das Thema des

zweiten Moduls des QTA E-Learnings.

In Zusammenarbeit mit

Robinson Club hat die Kooperation

ein Programm rund um Golf-

Golf ist das Thema des zweiten Moduls

UPDATES

■ Die Arbeitsgemeinschaft Karibik

(AGK) hat ein neues Mitglied.

Aventoura, der Spezialist für

Kleingruppen und Individualreisende,

bietet Reisen nach Kuba

und Lateinamerika an. Der Freiburger

Veranstalter hat ein eigenes

Büro in Havanna.

■ Lernidee Erlebnisreisen hat

den Internetauftritt neu gestaltet.

Mit einem »Lernidee-Reisefinder«

soll die Suche nach Reisen erleichtert

werden. In den nächsten Tagen

folgen ein passwortgeschützter

Partnerbereich und ein Online-

Partnerprogramm für Reisebüros.

■ Opodo hat mit dem Verlag Lonely

Planet eine Vertriebspartnerschaft

gestartet. Flüge und Unterkünfte

können damit auch über

www.lonelyplanet.com gebucht

werden.

■ Infox und Touristikernet haben

ihr erstes Kooperationsprojekt

reisen entwickelt, wozu auch ein

praktisches Training im Robinson

Club Ampflwang Anfang Mai gehört.

Vorgesehen sind auch diverse

Workshops zu den Themen

Reitsport, Wellness und aktives

Verkaufstraining.

Gestartet hat QTA

das E-Learning-Produkt

im November. Das erste

der vier geplanten

Module drehte sich um

Mietwagen und Nordamerika.

In der Zukunft

sind Blöcke zu

den Themen Studienreisen

und Kreuzfahrten

geplant. Jedes der

Module läuft über vier

Monate.

Für die Bearbeitung

der Einheiten sind

jeweils 90 Minuten

vorgesehen, wobei die

Fragen für jeden Expedienten

unterschied-

gestartet.Alle Veranstalter, die ihre

Verkaufsunterlagen über Infox versenden,

können ihre bei Infox gelisteten

Kataloge unter www.touristikernet.com

als PDF hinterlegen.

■ Im Amadeus Fare Wizard sind

mit Best Ticket Service, Ticketteam,

RTK Ticket Plus und Saarticket vier

weitere Consolidator buchbar. Damit

steigt das Angebot auf neun.

Neue Veranstalter bei Amadeus

Germany sind Flyconsult unter

dem Kürzel »FLC« und Landal

Green Parks unter »LGP NOSO«.

Gürtner: »Die Expedienten

erhalten Tipps für die tägliche

Arbeit«

lich sind, so dass ein Datenaustausch

ausgeschlossen ist.

Christian Gürtner, Vorstand

der Best-RMG und bei der QTA

für die Schulungen verantwortlich,

ist mit der Resonanz der ersten

Monate zufrieden. Die Teilnahme

an allen vier Modulen

kostet 40 Euro für QTA-Mitgliedsbüros,

für Nichtmitglieder

beträgt sie 60 Euro.

www.best-rmg.de

■ Die Hotelplattform Hotelopia.de

hat ein Partnerprogramm für Reisebüros

gestartet. Anmeldung unter

www.hotelopia.de/home/info/

affiliates.html. Das Tochterunternehmen

von First Choice bietet

mehr als 12.000 Hotels sowie zusätzliche

Landhäuser und Fincas in

Frankreich, Spanien und Portugal.

■ Öger ist am 20. April Gastgeber

des Bremer Touristik Treff der Elvia.

Thema ist unter anderem Nordzypern.

Die Veranstaltung findet um

19.30 Uhr in der Brasserie Wings

auf dem Flughafen statt. Anmeldung:

karin.molkenteller@elvia.de

■ Sixt hat ein neues Meilenangebot

gestartet. Bis zum 30. Juni gibt

es bei jeder Buchung eines Wagens

im Ausland eine Gutschrift von

2.000 Miles & More-Prämienmeilen.

Entscheidend ist der Wonhsitz

des Fahrers.

18 TRAVEL ONE 13.4.2005


Messe für

Städtereisen

Trend ■ Reed Travel Exhibitions

will aus dem Trend nach Städteund

Kurzreisen Kapital schlagen.

Deshalb ruft der Messeveranstalter

eine neue Messe für Städtekurzreisen

ins Leben. »City

Break« soll erstmals im Juni 2006

stattfinden und wird von European

Cities Tourism, einem Netzwerk

von 95 Städten aus 30 Ländern,

unterstützt.

Die Messe soll zu einer Plattform

für Fremdenverkehrsämter

und Veranstalter werden. Am ersten

Tag haben die Aussteller die

Möglichkeit, ihre Produkte potenziellen

Käufern auf einer

»Käufer-trifft-Verkäufer-Veranstaltung«

zu präsentieren.

Die Messe soll von 2006 an jedes

Jahr turnusmäßig in einer anderen

Mitgliedsstadt stattfinden.

www.europeancitiestourism.com

Mondial legt zu

Bilanz ■ Die Mondial Assistance

Group hat den Umsatz im vergangenen

Jahr um 10,5 Prozent

auf 1,1 Milliarden Euro steigern

können. In Deutschland legte der

Umsatz um 6,7 Prozent auf 119

Millionen Euro zu.

Das operative Ergebnis des

Anbieters von Reiseversicherungen,

Assistance-Leistungen und

Kundenservices ist mit 44,2 Millionen

Euro um 84 Prozent höher

als der Wert von 2003. Der Gewinn

beträgt 23,1 Millionen

Euro. Vorstandsvorsitzender

Alain Demissy führt die Ergebnis-

Die interaktive Attraktion ist bald auch in Kalifornien zu bestaunen

Neue Tickets für Disney

Jubiläum ■ Bei Disney geht es

rund: Pünktlich zum 50sten Geburtstag

von Disneyland Kalifornien

wird am 5. Mai in allen Disney

Parks weltweit die anderthalb

Jahre andauernde Party

»Happiest Celebration on Earth«

eingeläutet. In diesem Zeitraum

feiern die Spaßparks in Kalifornien,

Tokio, Florida und Paris

den runden Geburtstag mit einer

verbesserung besonders auf ein

Kosteneinsparungsprogramm

und eine »proaktive und dynamische

Geschäftsstrategie« zurück.

In den vergangenen vier Jahren

habe sich der Konzernumsatz stetig

erhöht: »2004 war dabei ein

besonders starkes Wachstumsjahr.«

Deutschland erwirtschaftet

dabei elf Prozent des Gesamtumsatzes.

2004 habe der Ausbau des

Gesundheitsbereichs im Mittelpunkt

gestanden. In Deutschland

seien neue Gesundheitsservices

etabliert worden, so Demissy.

ganzen Palette von Veranstaltungen,

Shows und Paraden. Disneyland

Kalifornien wartet mit der

Attraktion »Buzz Lightyear Astro

Blasters« auf.

Um für deutsche Urlauber attraktiv

zu sein, gibt es zum Geburtstag

das neue Ticket »Magic

Your Way«. Wegen der Optionen,

die hinzugebucht werden können,

versprechen die Betreiber

Contour

zu Bewotec

Übernahme ■ Mit der Software

Contour hat Bewotec die dritte

Backoffice-Anwendung nach Ortelius

und Win-Travel in sein

Portfolio eingereiht. Contour

wird nach der Übernahme nicht

mehr aktiv vermarktet, da Bewotec

mit Jack Smile selbst ein Produkt

im unteren Preissegment anbietet.

Die bisherigen rund 1.000

Nutzer von Contour erhalten die

Möglichkeit zu wechseln.

Vertriebsleiter Stefan Dederichs

rechnet damit, dass rund 70

den Kartenbesitzern mehr Flexibilität

und Individualität. Je länger

ein Gast bleibt, umso günstiger

wird der Tagespreis.

Als Grundlage erwerben Urlauber

das Basisticket für die Themenparks

Magic Kingdom, Epcot,

Disneys Animal Kingdom

und Disney-MGM Studios. Optional

können Besucher jetzt die

»Park Hopper«-Option hinzubuchen.

Mit der »Magic Plus Pack«-

Option können Parkfans darüber

hinaus auch die Disney-Wasserparks

besuchen.

Sämtliche Infos rund um die

neuen Eintrittskarten und die

Parks sowie das Disney-Angebot

von Dertour, Meier’s, Neckermann,

FTI und TUI stellt Disney

Reisebüromitarbeitern noch bis

Ende April vor. Die Roadshow

tourt durch ganz Deutschland, es

sind noch Plätze frei. Termine:

Hannover 18. April, Düsseldorf

19. April, Köln 20. April, Frankfurt

21. April und Stuttgart 25. April.

information@disneyparks.de

Dederichs spricht mit zwei

Softwarehäusern über Übernahme

Prozent der Büros wechseln werden,

so dass Jack dann von rund

5.500 Reisebüros eingesetzt

wird. Man decke nun alle Anforderungen

der Agenturen ab.



DESTINATION Marokko

Visionen am

Mittelmeer

Saidia ■ Marokko erschließt seine nördliche Küste für den

Tourismus. Nahe der algerischen Grenze entsteht derzeit für

1,5 Milliarden Euro ein riesiges Ferienresort.

Der Polizist schwingt sich auf sein Motorrad,

startet die Maschine und fährt langsam

los. Busse folgen ihm im Zuckeltempo.

Wie eine Schlange kriecht der Tross

durch die idyllische Landschaft. Rechts und

links der Straße blühen Mimosen, Schafe weiden

auf einer Wiese. Hier

und da allerdings türmen

sich Sandhügel auf, ragen

Betongerippe in den Himmel.

Als erste Zeugnisse

einer Veränderung: An der

marokkanischen Mittelmeerküste

entsteht derzeit

ein riesiges Feriendorf.

30.000 Gäste sollen

hier einmal gleichzeitig

Urlaub machen können.

Manuel Jove,

Präsident von Fadesa

Bis es so weit ist, werden

noch ein paar Jahre

ins Land ziehen. Das

Interesse aber an dem 1,5-Milliarden-Euro-

Projekt »Mediterrania-Saidia« ist bereits groß.

Vergangene Woche besuchten Touristiker und

Investoren aus Marokko und Europa das Areal

und ließen sich bei einer Busrundfahrt erklären,

wo die sechs Hotels, die vielen Ferienhäuser-

und -wohnungen, die drei Golfplätze

sowie der Yachthafen hinkommen sollen. Ihr

Gastgeber: Das spanisches Immobilien-Unternehmen

Fadesa und somit der Bauherr.

»Marokko wird sich zu einer wichtigsten

touristischen Destination entwickeln«, ist Fadesa-Präsident

Manuel Jove überzeugt. Aber

nicht nur deshalb engagiert sich sein Unternehmen

am Mittelmeer: Auch der Region

selbst sagt Jove eine vielversprechende touristische

Zukunft voraus. Die 3.000 Sonnenstunden

im Jahr und die Jahresdurchschnitts-temperatur

von 19 Grad Celsius machen den

Landstrich seiner Meinung nach zu einem attraktiven

Ganzjahresziel für Europäer.

Bislang verschlägt es nur wenige ausländische

Besucher ans marokkanische Mittelmeer. Die

landwirtschaftlich geprägte Region in der

Nähe der algerischen Grenze ist für den Tourismus

kaum erschlossen. In Saidia etwa – vor

der Haustür des kleinen Städtchens liegt »Mediterrania-Saidia«

– gibt es im Sommer am

Strand zwar eine Reihe an Bars. Das ganze

Jahr hindurch haben aber nur ein Hotel, drei

Restaurants und drei Diskotheken geöffnet.

»Plan Azur«: Das erste

Projekt nimmt Gestalt an

Die größte Stadt in der Nähe ist das knapp 60

Kilometer entfernte Oujda. Dort befindet sich

auch der nächst gelegene Flughafen, der allerdings

nur dürftig an den internationalen Flugverkehr

angebunden ist. Dass dies sich ändert

– darauf hofft nicht nur Fadesa. Auch die marokkanische

Regierung, die vor zwei Jahren

FACTS

Mediterrania-Saidia

■ Fläche: sieben Millionen Quadratmeter

(etwa 1.100 Fußballfelder), sechs Kilometer

Strand, 80 Prozent unbebaut

■ Architektur: marokkanischer Stil, Häuser

mit höchstens drei Stockwerken

■ Hotels: drei Vier- und drei Fünf-Sterne-

Häuser mit 5.354 Betten

■ Ferienhäuser: 22 Grundstücke für Vierund

Fünf-Sterne-Villen, 10.378 Betten

■ Zweitwohnungen: 3.000 Häuser und

Apartments

■ Sport: drei 18-Loch-Golfplätze, Yachthafen

für 740 Boote

■ Infrastruktur: Geschäfte, Kino, Konferenzzentrum,

Spa, Klinik, Wasserpark

den Luftraum des Landes liberalisierte, baut

auf eine Erhöhung der Flugfrequenzen nach

Oujda.

Für eine bessere Erreichbarkeit von Saidia

an Land wird bereits gesorgt. Der Staat kümmert

sich um den Ausbau der Straße zwischen

Oujda und der Küste. Denn um Investoren

wie Fadesa ins Land zu locken, kommt die

Regierung den Unternehmen nicht nur mit

günstigen Grundstückspreisen und Steuererleichterungen

entgegen, sondern verspricht

ihnen auch ein verbessertes Verkehrswegenetz.

»Das ist eine Arbeitsteilung zwischen

Partnern«, betont Marokkos Tourismusminister

Adil Douiri.

Für den Minister stellt die Zusammenarbeit

mit Fadesa einen bedeutenden Meilenstein

in der Geschichte des marokkanischen

Tourismus dar. »Mediterrania-Saidia« ist nicht

nur das erste Ferienresort am Mittelmeer, sondern

auch das erste Projekt des so genannten

»Plan Azur«, das Gestalt annimmt. »Fadesa

leistet Pionierarbeit«, sagt Douiri.

Der Hintergrund: Marokkos König Mohammed

VI. will den Tourismus zu einem

wichtigen Wirtschaftsfaktor machen und formulierte

deshalb vor vier Jahren die »Vision

2010«. Der Regent nahm sich vor, bis Ende

des Jahrzehnts die touristische Infrastruktur

mit Hilfe ausländischer Investoren so auszubauen,

dass jährlich zehn Millionen Besucher

aus aller Welt ihren Urlaub in dem Maghreb-

Staat verbringen können.

In den rund 130.000 geplanten neuen

Betten sieht die Regierung ein Mittel gegen

20 TRAVEL ONE 13.4.2005


die hohe Arbeitslosigkeit. »Pro Hotelzimmer

entstehen ein direkter Arbeitsplatz und fünf

indirekte Arbeitsplätze«, rechnet Douiri vor.

Der Staat hat sich zum Ziel gesetzt, auch

strukturschwache Regionen zu fördern. Er

legt daher den Fokus nicht nur auf die traditionellen

Touristenorte, sondern hielt ebenso

Ausschau nach unerschlossenen Gebieten mit

Potenzial. Mit der Folge, dass sich auch Saidia

im »Plan Azur« wiederfand. Dieser Plan zur

Förderung des Badetourismus beinhaltet

sechs Großprojekte an den Küsten des Landes.

Für vier Ferienresorts haben die Marokkaner

Investoren gefunden. Die französische Hotelgruppe

Accor und südafrikanische Kerzner-

Gruppe etwa sind neben Fadesa mit von der

Partie. Abgesprungen ist dagegen wieder die

saudi-arabische Investorengruppe Dallah El

KURZINTERVIEW MIT SAMEH SHALABY

»Marokkos Potenzial unterschätzt«

Welche Bedeutung hat Marokko als Urlaubsziel

für den deutschen Markt?

■ Viele Deutsche sind an der Kultur des Landes

interessiert und bereisen Marokko auf eigene

Faust. Auch ist Fakt, dass es zahlreiche Deutsche

gibt, die mit dem Wohnmobil nach Marokko fahren.

Als Veranstalter haben wir das Potenzial bislang

unterschätzt. Wir haben wenig vom Kuchen

abbekommen.

Ist das Projekt am Mittelmeer daher für Sie

besonders interessant?

■ Derzeit beobachten wir das Ganze. Wir müssen

abwarten, für welche Zielgruppe sich der Komplex

letztendlich eignet.

Wie schätzen Sie Marokkos Chance im Wettbewerb

der Mittelmeerländer ein?

■ Es wird sicher einen Kampf um Marktanteile

zwischen Marokko, Tunesien und Spanien geben.

Der Pluspunkt von Marokko ist jedoch, das es sich

um neue Hotels handeln wird, die den heutigen

Ansprüchen entsprechen. Das heißt, sie werden

über viele Promenaden, große Wasserflächen und

viele Freizeitmöglichkeiten verfügen.

Wie gut ausgebaut ist die Infrastruktur am

marokkanischen Mittelmeer?

■ In der Nähe soll ein Flughafen entstehen. Zudem

gibt Flughäfen in Tanger und in Fès.

Die beiden Städte sind relativ weit weg.

■ Das ist egal. Denn einen Urlaub in Marokko als

reinen Badeurlaub zu verkaufen, wird weiterhin

schwierig sein. Ein Aufenthalt in Saida bietet sich

im Sommer in Kombination mit einer Rundreise

an, etwa eine Woche Kultur, dann eine Wochen

Baden am Mittelmeer.

Baraka, die in Taghazout Argan Bay bei Agadir

schon 2003 bauen wollte. Wegen »Uneinigkeiten«,

so Douiri, sei das Projekt geplatzt.

Nun hofft er, sich in wenigen Wochen mit

neuen Interessenten einigen zu können.

Barcélo-Hotel in

zwei Jahren fertig

Die Suche nach Investoren beschäftigt auch

Fadesa-Chef Jove. Der Spanier will für die

Apartments und Villen Käufer finden, sprich

Marokkaner und Europäer, die sich eine

Zweitwohnung am Mittelmeer leisten möchten

und gerne Golf spielen. Zudem muss Jove

noch seine Hotels an den Mann bringen. Bisher

hat er lediglich für eines einen Abnehmer:

Das spanische Unternehmen Barceló übernimmt

ein Fünf-Sterne-Haus mit 1.228 Betten.

Es soll als erstes Hotel Anfang 2007 fertig

sein, also rund ein halbes Jahr nach dem geplanten

Abschluss der ersten Bauphase.

Derzeit weist nur ein Schild darauf hin,

wo das Barcélo-Hotel einmal stehen soll. Auch

von dem Golfplatz, der das Haus später umgeben

soll, können sich die Besucher nur in ihrer

Phantasie ein Bild machen. Die Strandpromenade,

auf die die künftigen Gästen blicken

werden, ist dagegen fast fertig. Und das Meer

lädt bereits jetzt zum Baden ein.

Petra Hirschel

www.fadesa.ma

Sameh Shalaby, Produkt-Direktor

Nordafrika der LTU Touristik

13.4.2005 TRAVEL ONE 21



DESTINATION Schweiz/Österreich

Das Olympische Museum in Lausanne ist eine architektonische Besonderheit

Basel

Die Stadt im Dreiländereck Schweiz-

Deutschland-Frankreich bietet mit 40 Museen

die höchste Museumsdichte der Schweiz.

■ Sehenswert: Kunstmuseum mit Holbein-

Ausstellung, Altstadt mit mittelalterlichen

Bauten und Barockhäusern, Tinguely-Brunnen,

Münster, Vitra Design Museum, Römerstadt

Augusta Raurica

■ Architektur: Museum Jean Tinguely,

Fondation Beyeler

■ Infos: www.baseltourismus.ch

Kulturelle

Urlaubswege

Städtereisen ■ Die Schweiz hat mehr zu bieten als Berge

und Seen. In diesem Jahr stehen die Städte der Eidgenossen und

ihre kulturellen Höhepunkte im Mittelpunkt.

DIE TOP-STÄDTE

Bern

Hauptstadt der Schweiz. Die Altstadt mit dem

Münster und den überdachten Laubengängen

gehört zum Unesco-Weltkulturerbe.

■ Sehenswert: Bundeshaus mit Bundesplatz,

Zeitglockenturm »Zytglogge«, Multivisionsschau

über die Geschichte Berns

■ Veranstaltungen: Sonderausstellung zum

Einstein-Jahr im Historischen Museum,

Eröffnung des von Renzo Piano entworfenen

Zentrums Paul Klee

■ Infos: www.berninfo.com

Zürich ist vor allem wegen seiner Banken

sowie als Einkaufs- und Trendstadt bekannt,

Genf lebt von seiner Lage und

dem Ruf als Sitz zahlreicher internationaler

Organisationen. Doch wer weiß, dass die Altstadt

der Hauptstadt Bern ein Weltkulturerbe

der Unesco ist und Albert Einstein in dieser

Stadt seine Relativitätstheorie entwickelte?

Wer weiß, dass La Chaux-de Fonds die Heimatstadt

des Architekten Le Corbusier ist und

das Zentrum des Jugendstils in der Schweiz?

Grund genug für Schweiz Tourismus in diesem

Jahr die Städte des Landes zum zentralen

Thema zu machen und eine Themenroute

»Kunst & Architektur« durch die Schweizer

Städte zu entwerfen.

Themenroute

stellt 26 Städte vor

Insgesamt 26 Städte laden in der Broschüre

»Kunst & Architektur« zum Besuch ein, den

Schwerpunkt bilden Basel, Bern, La-Chauxde-Fonds,

Lausanne, Genf, St. Gallen, Winterthur

und Zürich. Christina Marzluff, Deutschland-Chefin

von Schweiz Tourismus, will mit

der Rundreise und der Broschüre auch dem

zunehmenden Trend nach Kurz- und Städtereisen

Rechnung tragen: »Unsere neue Themenroute

widmet sich genau diesem Trend.

In der Broschüre geben wir den Gästen Tipps

rund um jede einzelne Stadt.« Immerhin ver-

Genf

Die Stadt am gleichnamigen See ist Sitz der

UNO und verfügt über rund 40 Museen.

■ Museen: Musée d’Art Moderne et

Contemporain, Patek Philippe Museum,

Fondation Martin Bodmer

■ Sehenswert: Altstadt mit Kathedrale,

Place du Bourg de-Four, Promenade du Lac

am See, Parc de la Grange

■ Ausflüge: Fahrt über den See, Kleinstadt

Carouge mit sardischer Architektur

■ Infos: www.geneve-tourisme.ch

22 TRAVEL ONE 13.4.2005


Marzluff: Wir liegen

genau im Trend

füge die Eidgenossenschaft

über die höchste

Museumsdichte weltweit,

betont sie. In Bern

erwartet die Besucher

ein ganzer Reigen von

Veranstaltungen zum

Einstein-Jahr und die Eröffnung

des neuen Paul-

Klee-Zentrums. Doch

auch in den kleineren

Städten wie Neuchâtel

mit dem Centre Dürrenmatt,

Bellinzona mit den

Tre Castelli und Lausanne mit der Architektur

des Olympischen Museums finden Besucher

einen Mix aus Kultur und Stadtgeschichte.

Winterthur hat sich in den vergangenen Jahren

von der Industrie- zur Kunststadt gewandelt.

Ein ehemaliges Fabrikgelände beherbergt

das Fotomuseum der Stadt und die Fotostiftung

Schweiz. Das Museum Oskar Reinhart

zeigt rund 600 Gemälde, unter anderem von

Cranach, Holbein, Rubens und Picasso.

Auch die Veranstalter haben das Angebot

für Reisen in Schweizer Städte ausgebaut. Dertour

und Ameropa haben mittlerweile sieben

von ihnen im Katalog. Ȇber die vergangenen

Jahre wurde die Schweiz bei uns ständig ausgebaut.

Die neue Kampagne hat sich bereits positiv

auf die Nachfrage ausgewirkt«, berichtet

Dertour-Produktleiter Frank Götze. Marzluff

erwartet daher auch einen weiteren Ausbau

St. Gallen

Die in der Nähe des Bodensees gelegene

Stadt gilt als Textil- und Modezentrum.

■ Sehenswert: Die Kathedrale mit

Klosterbezirk sowie die Stiftsbibliothek

gehören zum Weltkulturerbe, Hauptsaal der

Bibliothek mit frühmittelalterlichen

Handschriften, moderne Architektur von

Santiago Calatrava sowie Herzog & de

Meuron, Textilmuseum

■ Kunst: Universität, Kunstmuseum

■ Infos: www.st.gallen-bodensee.ch

13.4.2005 TRAVEL ONE

der Katalogangebote, nicht zuletzt wegen der

neuen Produkte der Partner in den jeweiligen

Städten. »Die Veranstalter sind begeistert, dass

wir die Schweizer Städte und das kulturelle Erlebnis

in dieser kombinierten Form anbieten.«

In das laufende Semester der Schweiz

Akademie hat Schweiz Tourismus ein Zusatzseminar

zum Thema Städtetourismus mit allen

26 Städten eingebaut. Start war am 1.

April, doch ein Einstieg ist weiterhin bis zum

31. August jederzeit möglich. »Bereits nach

17 Minuten hatten wir die erste Absolventin

mit der vollen Punktzahl, die für vier Tage in

die Hauptstadt Bern reisen darf. Insgesamt

hatten wir noch vor Ende der ersten Woche

50 Städte-Experten«, berichtet Marzluff.

Auch die Veranstalter wollen die Reisebüros

in Sachen Schweiz fit machen. Dertour

will in diesem Jahr eine Expedientenreise in

die Eidgenossenschaft anbieten. »Wir veranstalten

eine Inforeise nach Bern und Chur«,

kündigt Ameropa-Geschäftsführer Walter

Krombach an. Auch die jährliche Programmvorstellung

veranstaltet die Bahn-Tochter mit

rund 300 Expedienten in diesem Jahr in der

Schweiz, nämlich in St. Moritz.

Reisebüro-Mitarbeiter erhalten weitere Informationen

zur Schweiz Akademie bei Margrit

Leimbert von Schweiz Tourismus.

Wolfram Marx

www.MySwitzerland.com/Akademie

069-25 60 01 29

Zürich

Die größte Stadt der Schweiz bezeichnet sich

als Zentrum für Trends und Lifestyle.

■ Sehenswert: Bahnhofsstraße als

Shoppingmeile, Cabaret Voltaire, Schiffbauhalle,

Seepromenade, Großmünster,

Musée Suisse, Museum Rietberg

■ Kunst: Kunsthalle, Brauerei Löwenbräu im

Migros Museum (Gegenwartskunst),

Kunsthaus mit der weltgrößten Giacometti-

Sammlung

■ Infos: www.zuerich.com

Wo’s hingeht …

Wo’s langgeht …

Was los ist …

Bestimmen Sie!

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und die Schweiz auf vielfältige Art und Weise entdecken.

Das umfangreiche Angebot von DERTOUR

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• familienfreundliche Ferienanlagen und

Apartments

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DESTINATION Schweiz/Österreich

Intensive Naturerlebnisse stehen an der Spitze der Urlaubswünsche

Die Erwartungen an den Urlaub sind klar:

Sicherheit, Erholung, Erleben«, listet

Stefan Bauer, Marketing-Manager für

Deutschland beim Salzburger Land, auf. Drei

Faktoren, die für die Generation-50-plus besonders

entscheidend sind,

welche die Österreich Werbung

für 2006 als Hauptzielgruppe

im Auge hat. Klaus

Stephan, Deutschland-Chef

der Österreich Werbung, sieht

bei den »jungen Alten« enorme

prozentuale Steigerungsraten.

»Dies hat unsere Marktforschung

in den vergangenen

drei Monaten ergeben. Diese

Bauer setzt auf

intensives

Naturerlebnis

Charmeoffensive

für Senioren

Marketing ■ Die Österreich Werbung will sich verstärkt

um Urlauber, die älter als 50 Jahre sind, kümmern.

Zielgruppe wird, solange die

Rahmenbedingungen wie beispielsweise

Sicherheit und

Preis-Leistungsverhältnis stim-

men, stark auf Nahziele fokussiert sein. Mit

der Orientierung auf die Urlauber über 50 Jahre

kann es uns gelingen, Touristenströme Richtung

Österreich zu lenken.« Dabei ist Stephan

überzeugt, dass die »Best Ager« auch außerhalb

der Saisonzeiten ein attraktives Publikum

für den Alpenstaat sind. »Diese Zielgruppe ist

für uns das ganze Jahr über interessant.« Auch

im Winter, in dem Ös-

terreich vorzugsweise

ein Ziel für Wintersportler

ist, lasse sich

in der Alpenrepublik

die »unverfälschte Natur

aufs Vortrefflichste

genießen«, so Stephan.

»Und wer eine

Auffrischung seiner

Skifertigkeiten

wünscht, dem kann

natürlich auch ein

charmanter Skikurs

für 60-Jährige, die wie

50 aussehen und sich

wie 40 fühlen, gerade

recht sein.« Ein klarer

Vorteil für Österreicher,

die ihren Char-

FACTS

me bei der Unesco als immaterielles Kulturgut

für die Aufnahme in die Liste der Weltkulturerbe

angemeldet haben. Für diesen Sommer

plant Stephan noch keine Marketingaktionen

für die neue Zielgruppe. »Wir müssen nun,

nach Abschluss der Marktforschungen, mit

den österreichischen Leistungsträgern zielgruppenspezifische

Angebote entwickeln und

sie für den Vertrieb vorbereiten. Wir werden

jedoch auf alle Fälle die Veranstalter und Reisebüros

in unsere Marketingmaßnahmen einbinden«,

kündigt er an.

Gut ausgebautes

Netz für Läufer

Auch für dieses Jahr hat Stephan zahlreiche

Marketingaktivitäten im Köcher. »2004 stehen

bei uns die Themen Wellness und Aktivurlaub

im Mittelpunkt«. 13 Urlaubsregionen

haben sich der »running and

walking community« angeschlossen,

die ein markiertes

Wegenetz mit Serviceleistungen

bieten. Das Streckennetz

ist in drei Anforderungsprofile

für Läufer und

Nordic Walker unterteilt. Im

Salzburger Land setzt Stefan

Bauer neben Sportangeboten

wie Mountainbiketouren

im Großarltal auf die Be-

dürfnisse nach intensivem

Naturerlebnis, Bewegung

und Genuss. Mit dem Almsommer

und Produkten wie

Österreich im Überblick

Deutschland bleibt trotz eines Rückgangs

der wichtigste Quellmarkt.

■ Ankünfte: 10,2 Millionen (2004),

10,4 Millionen (2003)

■ Übernachtungen: 50,9 Millionen

(2004), 49,5 Millionen (2003)

■ Weiterbildung: Die Austria Web

Academy bietet 2005 mit Neckermann,

Thomas Cook, Dertour, TUI, Ameropa

folgende Themen:

■ Städte und Kulturhighlights 2005

■ Familie & Co.

■ Wellness & Vital in Österreich

■ Aktiver Sommerspaß (Outdoor)

■ Winterromantik und Pistenpower

Stephan will

mit Charme Urlauber

gewinnen

Wanderungen zum Sonnenaufgang am Gipfel

oder romantischen Berg-Flitterwochen will

Bauer den Gästen die Erfüllung der Wünsche

nach Erholung und

einem Urlaub in gesunder

Bergluft er-

möglichen. »Im Sommer

ist Salzburg mit

HLX täglich von

Deutschland aus erreichbar«.

Auch als

Kongressland will sich

Österreich stärker positionieren

und hat

daher den Auftritt auf

der Imex im April in

Frankfurt zum zweitgrößten

Messeauftritt

nach der ITB erheblich

ausgebaut.

Wolfram Marx

www.austria.info

24 TRAVEL ONE 13.4.2005


Für Mountainbiker bietet Samnaun ein großes Areal

Natur pur in Samnaun

Schweiz ■ Samnaun hat für die

Sommermonate von Ende Juni

bis zum 20. Oktober ein spezielles

All-inclusive-Angebot aufgelegt.

Alle Gäste, die in dem Hoch-

UPDATES

■ Im September findet in Interlaken

das Unspunnenfest statt. Das

dreitägige Trachten- und Alpenhirtenfest,

das nur alle zwölf Jahre

veranstaltet wird, pflegt mit Folkloreabend,

Umzug und Festspiel

das Schweizer Brauchtum. Hauptattraktion

ist die Meisterschaft im

Stoßen des 80 Kilogramm schweren

Unspunnensteins.

■ Am 23. Juli feiert die Region

Heidiland die Welturaufführung

des Heidi-Musicals. Auf der Freiluft-Seebühne

in Walenstadt wird

die Geschichte in einer neuen Art

und Weise dargestellt. Bis zum 3.

September werden spezielle Heidi-

Pauschalen angeboten.

■ In Österreich gilt vom 1. Mai an

eine Warnwestenpflicht. Die Weste

muss im Auto mitgeführt werden.

In den ersten drei Monaten werden

gegen ausländische Fahrer

allerdings noch keine Strafen verhängt.

tal in Graubünden mindestens

eine Nacht verbringen und eine

Gästekarte lösen, können kostenlos

mit Seil- und Sesselbahnen bis

ins österreichische Ischgl fahren.

Schweiz/Österreich Mix➤

DESTINATION

Ebenfalls gratis ist der Besuch der

Wellness-Einrichtungen im Alpenquell

Erlebnisbad.

Für Wanderer gibt es mit dem

Bergwaldlehrpfad den ersten

Lehrpfad in der Schweiz. Anhand

von 35 Bild- und Infotafeln werden

die Wanderer über Flora und

Fauna informiert.

Die gesamte Region des

schweizer Nationalparks kann in

sechs Etappen von Zernez über

den Ofenpass und Scuol nach

Samnaun durchwandert werden.

Das Gepäck wird dabei zum

nächsten Übernachtungsort transportiert.

Insgesamt stehen Wanderern

rund um Samnaun 250 Kilometer

Wege zur Verfügung, die zum

Teil auch für Mountainbiker offen

sind. Räder können in den Bergbahnen

kostenlos mitgenommen

werden. Für Nordic Walker sind

im Hochtal 60 Kilometer unterschiedlicher

Schwierigkeitsstufen

eingerichtet worden.

ALDIANA Hochkönig

Für Expedienten ab € 50,- HP

www.sunpromotions.de

■ Postauto Tourismus aus der

Schweiz hat mit deutschen Veranstaltern

vier »Pauschalreisen für

Individualisten« entwickelt. Mit

Bus, Zug und Schiff geht es in die

Bergregionen und Städte.

■ Arosa ist am 16. Juni Zielort der

sechsten Etappe der Tour de Suisse.

Passend dazu hat der Ort mit

den Hotels ein »Tour de Suisse

Package« entwickelt. Am 4. September

können Radsportler die

Strecke im Rahmen des Bergrennens

Chur-Arosa selbst befahren.

www.samnaun.ch

■ In Innsbruck können Gäste die

Stadt im Rahmen von historischen

Kostümführungen kennenlernen.

Dabei geht es um »Herrscherglanz

und Alltagsnot« oder »Claudia de

Medici«.

■ In der Steiermark können sich

Outdoor-Enthusiasten auf Enns,

Salza und Mur bei Rafting, Canyoning,

Hydrospeed und anderen

Sportarten austoben. Möglich ist

auch ein Überlebenstraining mit

Übernachtung im Tipi-Dorf. Infos

unter www.rafting-camp-palfau.at.

MOMENT MAL…

Charmant

gedacht

Österreich plant einen neuen

Coup und startet eine Charme-Offensive.

Der Charme

der Österreicher, angefangen

beim Wiener Schmäh über ein

»Küss die Hand, gnä’ Frau«

bis zur Freundlichkeit der

Bergbauern in Vorarlberg oder

Tirol soll zu einem immateriellen

Weltkulturerbe der Unesco

werden.

Wie erfolgreich sich dieser

weit gefasste Charme-Begriff

einsetzen lässt, hat die damalige

Außenministerin Ferrero-

Waldner vorgemacht, als sie

mit einem Lächeln dafür sorgte,

dass die europaweite Front

gegen die Regierung aus ÖVP

und FPÖ zusammenstürzte.

Wollen wir nur hoffen,

dass die Österreicher diesmal

kein Eigentor geschossen haben.

Denn bislang ist die Konvention

zur Anerkennung des

immateriellen Weltkulturerbes

noch nicht von den erforderlichen

30 Staaten weltweit

unterzeichnet. Ein

Schelm, wer Böses

dabei denkt, denn

es fehlt unter anderem:

Österreich.

Wolfram Marx

Redakteur

w.marx@travel-one.net

13.4.2005 TRAVEL ONE 25



RELAX Schnäppchen für Touristiker

Tipps zum Schmökern

■ Susanne Freitag, Redakteurin bei TRAVEL ONE,

empfiehlt als Urlaubslektüre für den Familienurlaub

»Oh, wie schön ist Panama« von Janosch.

Verlag Beltz und Gelberg, 12,90 Euro.

Nix wie weg…

ZIEL & ZEIT

Kanada ■ Flug

bis 29.5.2005

Donau ■ Kreuzfahrt

29.4. bis 5.5.2005

5.5. bis 11.5.2005

Skandinavien ■ Flug

Göteborg, Stavanger

bis 31.8.2005

Kroatien ■ Kreuzfahrt

14.5., 21.5., 4.6.2005

Deutschland ■

Heide-Park Soltau

Sonntag bis Donnerstag

Usbekistan ■ Studienreise

19.5.2005

Karibik ■ Dominikanische

Republik

16.4. bis 15.7.2005

LEISTUNG

www.AUA-ExpedNet.de

Der Austrian Bestseller-Tipp

Bildband

Kultur

Eine malerische Stadtkulisse, eine enge Verbundenheit

mit der deutschen Geschichte

und eine lebendige kulturelle Tradition. Das

sind die schönsten Seiten der europäischen

Kulturhauptstadt 2007: Sibiu (SBZ) in Siebenbürgen

lädt Ihre Kunden schon heute zu faszinierenden

Kulturreisen ein. Ab 04.05.05

fünfmal wöchentlich mit OS via Wien!

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München und Amsterdam nach Toronto

sowie von München nach Halifax

und von Brüssel nach Montreal

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Rousse auf der Route Passau – Wien –

Budapest – Wachau – Passau

Hin- und Rückflug

von Hannover nach Göteborg

Hin- und Rückflug

von Hannover nach Stavanger

Begleitperson zahlt das gleiche

Eine Woche auf einem Motorsegler

der A-Kategorie inklusive Vollpension

ab/bis Trogir, Zadar und Rijeka;

Begleitung zahlt Aufpreis

mit Flug

eigene Anreise

Kurtaxe

Eine Übernachtung mit Frühstück im

Zwei-Personen-Haus, Parkeintritt,

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Die zwölftägige Rundreise ist nur

inklusive Anreise buchbar,

Übernachtung im Doppelzimmer

Begleitperson

Für Expedienten ist die Übernachtung

und All-inclusive im Drei-Sterne Club

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ab 90 Euro

399 Euro

249 Euro

21 Euro

29,50 Euro

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790 Euro

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KONTAKT

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DCS-Touristik

T. 09236-9 21 00

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Fax: 0043-51 22 95 29 63 33

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T. 089-2 31 10 00

Fax: 089-23 11 00 26

kreuzfahrten@idriva.de

Heide-Park Soltau

Stichwort: Expedientenangebot

info@holidaycamp.de

Fax: 05191-9 13 91

Marco Polo Reisen

T. 089-50 06 05 57

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Noch mehr Angebote: www.travel-one.net

26 TRAVEL ONE 13.4.2005


TV-TIPPS

SAMSTAG, 16.4. l Mare TV: Venedig,

11:45 Uhr, MDR l Weltreisen:

Das rote Herz Australiens – Alice

Springs, 12:30 Uhr, NDR l Burgund,

16:10 Uhr, RBB l Wolkenlos:

Schottland, 17:00 Uhr, VOX l Ratgeber

Reise: Unterwegs mit dem

Zug »Al Andalus« in Spanien /

Unterwegs auf der Segelyacht:

Eine Kreuzfahrt in den Süden /

Unterwegs in London mit Rikscha

und Fahrrad, 17:03 Uhr, ARD l Erlebnisreisen:

Unterwegs im südindischen

Kerala, 17:30 Uhr, NDR.

SONNTAG, 17.4. l Unbekanntes

Italien – Die Euganeischen Hügel,

Themen in der

Ausgabe 18:

11:45 Uhr, RBB l Madagaskar,

13:15 Uhr, MDR l Kongo (2/3):

Geister im Regenwald, 13:45 Uhr,

RBB l Nix wie raus: Peloponnes,

15:45 Uhr, Hessen l Reisewege:

Santorin – Ein teuflischer Platz,

16:30 Uhr, Hessen l Madagaskars

Parfum-Insel Nosy Be, 17:15 Uhr,

SWR l Voxtours: San Francisco,

18:15 Uhr, VOX l Schätze der Welt:

Fraser Island, Australien, 21:00

Uhr, 3sat.

MONTAG, 18.4. l Das Rothaargebirge,

11:45 Uhr, BR l Kefallonia,

13:00 Uhr, MDR l Der Kraichgau,

14:30 Uhr, NDR l Wartburgstadt Eisenach,

16:30 Uhr, 3sat l Wiso: Billig

fliegen, 19:25 Uhr, ZDF.

DIENSTAG, 19.4. l Europas wilder

Osten – Der Tatra-Nationalpark in

der Slowakei, 12:15 Uhr, NDR l

Zwischen Hagen und Drolshagen –

entlang der Volme, 14:30 Uhr,

NDR l Länder – Menschen – Abenteuer:

Rajasthan, 15:45 Uhr, 3sat l

Reiselust: Antarktis – Expedition

ins ewige Eis, 16:30 Uhr, 3sat l

➤Städtereisen

➤ Golfstaaten

Erscheinungstermin: 4. Mai 2005

Anzeigenschluss: 20. April 2005

Fernweh: Washington State,

16:35 Uhr, RBB l Service: reisen:

Spanien – Von Salamanca nach

Mérida, 19:00 Uhr, Hessen l Durch

das Meer ohne Wasser – In der Sahara.

Die Autoren präsentieren die

Länder Libyen, Niger, Burkina Faso,

Mali, Mauretanien und Marokko,

21:15 Uhr, MDR l Namibia – Land

der roten Stille, 21:15 Uhr, RBB.

MITTWOCH, 20.4. l Weltreisen:

Die Schätze des Toten Meeres,

9:45 Uhr, WDR l Wunderbare Welt:

Kambodscha – Im Reich der

Khmer, 14:15 Uhr, ZDF l Juist,

14:30 Uhr, NDR l Alptraum Alpen.

Ein Helikopter bringt Skitouristen

auf den Aletschgletscher. Ist Heli-

Skiing ein schicker Tourismustrend

oder eine von vielen Umweltsünden,

20:15 Uhr, 3sat.

DONNERSTAG, 21.4. l Länder –

Menschen – Abenteuer: Eine Reise

mit der Bagdadbahn, 8:45 Uhr,

WDR l Eine Reise durch Mexiko,

10:15 Uhr, SWR l Auf der Hochebe-

ne der Anden zwischen Bolivien

und Chile, 13:30 Uhr, RBB l LexiTV:

Schlesien, 14:30 Uhr, MDR.

HIGHLIGHT DER WOCHE

TV-Tipps➤

EXIT

KERALA im Süden Indiens

ist ein vielfältiger Bundesstaat

mit hochgelegenen

Naturschutzgebieten, in

denen wilde Tiere leben,

und palmengesäumten Kanälen,

die zu einer Bootstour

einladen. SAMSTAG,

16.4.,17:30 Uhr, NDR.

FREITAG, 22.4. l Glanz und Elend

in St. Petersburg, 13:05 Uhr, NDR

l Erlebnisreisen: Mazedonien –

Ohrid-See und Prespa-See, 16:30

Uhr, RBB l Wenn Japans Kirschen

blühen, 19:00 Uhr, ARTE.

DAS MAGAZIN FÜR REISEPROFIS

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13.4.2005 TRAVEL ONE 27



EXIT Feedback, Presse & Leute

ONE

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TRAVEL ONE

erscheint wöchentlich mittwochs

Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 33

vom 1. Januar 2005

Abonnementspreis Inland 25 Euro pro Jahr

inklusive Porto und MwSt, Einzelheft 2 Euro

Abonnementspreis Ausland 48 Euro pro Jahr

inklusive Porto, ohne Luftpostzuschlag

Reisebüros erhalten TRAVEL ONE kostenlos.

Die Mitglieder des Arbeitskreises

Aktiver Counter und des AJT e.V. erhalten die

Zeitschrift im Rahmen ihrer Mitgliedschaft

(EDA: Empfängerdatei-Analyse)

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit

Genehmigung des Verlages. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte und Fotos wird

keine Gewähr übernommen

TRAVEL ONE ist eine Aktivität

der Verlagsgruppe

Deutscher Verkehrs-Verlag, Hamburg

FEEDBACK

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Pf 10 07 51 · 64207 Darmstadt

PVST · DPAG · Entgelt bezahlt

E7086

Schlechter Service

ONE

6. APRIL 2005 I 14. WOCHE

DAS MAGAZIN FÜR REISEPROFIS

INTERVIEW DER WOCHE

Heike Euskirchen

will lauter trommeln

Wie die Quality Group

das Marketing

im Vertrieb verstärkt ➤ 7

PRODUKT

Deutsche geben immer

mehr für Wellness aus

Wie aus Wohlfühl- und

Gesundheitswünschen

Wellness-Urlaub wird ➤ 8

DESTINATION

Rumänien und Bulgarien

im touristischen Umbruch

Wie beide Länder die

Voraussetzungen für neue

Zielgruppen schaffen ➤ 20

Auf leisen Sohlen

zum Logistik-Imperium

Wie B&W-Chef Rainer Braam mit seinem Beschaffungsportal die Touristik erobert Sales ➤ 16

+++ Nettopreise: Ferienflieger zögern ➤ 4 +++ Agfa

will ins Reisebüro ➤ 5 +++ Neckermann lanciert

Nur-Hotel-Angebote für Flugziele ➤ 6 +++ Grönland

entdeckt die Touristik ➤ 22 +++ FTI: Beppe Bugeja

soll neue Ziele entwickeln ➤ 29 +++

■ Service bei amerikanischen

und europäischen Airlines wird

immer schlechter!

Es ist schlichtweg der Gipfel,

wie manche Airlines mit den Reisebüros

umgehen. Ein Beispiel

bei Iberia: Die Airline hat nach

Ticketausstellung Flugzeiten geändert,

so dass die Umsteigezeiten

nicht mehr stimmen und ist

deshalb verpflichtet, die PNR

komplett zu ändern. Wenn dies

so einfach wäre: Ruft das Reisebüro

die Reservierung unter

GESTERN

1975 ■ Vor 30 Jahren sind

neuen Monate vor dem ersten

Start einer Concorde-Maschine

bereits 1.500 Tickets

verkauft worden.

1985 ■ Vor 20 Jahren darf

erstmals eine Frau bei Swissair

ihre Pilotenausbildung

beginnen.

1995 ■ Vor zehn Jahren

kündigt Alltours-Chef Willi

Verhuven den Start eines eigenen

Franchise-Systems an.

2004 ■ Vor einem Jahr bestellt

Cunard nach dem Erfolg

der Queen Mary 2 einen weiteren

Luxusliner, der 2007 als

Queen Victoria starten soll.

Geblättert in

TRAVEL ONE und

seinem Vorgänger

Reisebüro Bulletin

0190-47 22 47 an, erhält es die

Ansage, dass hierfür pro Minute

0,44 Euro berechnet werden:

Dabei wird man dann auf die

Warteschleife gelegt, da offenbar

Personalknappheit besteht, und

die Telekom sowie die Airline

verdienen somit ihr Geld. Nach

zehn Minuten Wartezeit haben

wir es aufgegeben zu warten und

bei der Kunden-Service-Nr. 0180-

50 06 75 angerufen. Nach dreimaligem

Verbinden und ewigem

Warten sind wir wieder auf die

Reservierung verbunden worden.

Diese hat uns dann mit dem

Satz abgeschmettert: »Was, Sie

sind ein Reisebüro? Dann müssen

Sie bei der 0190.... anrufen«,

daraufhin legte die Iberia-Mitarbeiterin

einfach den Hörer auf.

Servicewüste Deutschland?

Es ist also für das Reisebüro

nur möglich mit enormem zusätzlichen

Kostenaufwand dem

Kunden den Service zu bieten,

obwohl die Verpflichtung bei der

Airline ist! Anscheinend sind die

Mitarbeiter der Airlines von hö-

»Phantom der Rollbahn«

Manager Magazin, 04/05

■ Man mag Hinrich Bischoff vieles

nachsagen, nur eines nicht:

Er sei einer dieser Jungs mit

grauen Schläfen, die sich eine

Airlines halten wie ein großes

Spielzeug. Gewiss, er gibt deutlich

zu verstehen, dass er glaubt,

mehr von Luftfahrt zu wissen als

alle anderen. Für fast jeden in

der Branche hat er eine abfällige

Handbewegung übrig. Doch er

ist kein Flugnarr. Bischoff will

Geld verdienen. Und vorankom-

herer Stelle dazu angehalten,

wenn ein Reisebüro anruft, besonders

unfreundlich und unkooperativ

zu reagieren.

Karin Rädler, Flugtours

Kempten

Nicht spurlos vorüber

»Warum schreit keiner«

TRAVEL ONE, 30.3.2005

■ Die Schreie werden kommen!

Lassen Sie uns einen kühlen Kopf

bewahren. Mein volles Vertrauen

gilt dem asr. So spurlos geht die

Nullprovision nicht an uns Reisebüros

vorüber: Ein Kollege von

mir gab seine langjährige IATA-

Lizenz wegen der Nullprovision

auf. Ob es wohl bei den Reiseveranstaltern

auch zu einer Nullprovision

oder Kürzung der Provision

kommen wird?

Joachim Weis, Büroleiter

Reisebüro im Flair-Parkhotel

Ilshofen

men. Sein Spiel ist der Kampf um

Erfolg … Worum spielt Bischoff

nun, wenn zwölf seiner Maschinen

mit DBA unter einem Namen

fliegen? Im geringsten Fall

kann er wieder mal die Lufthansa

ärgern. Scheitert die neue

DBA dann, zieht er einfach seine

Flugzeuge zurück und hat wenig

verloren.

www.manager-magazin.de

»A380 noch zu klein

Financial Times, 8.4.2005

■ Für den Expansionsdrang der

hoch profitablen Emirates ist sogar

das weltgrößte Passagierflugzeug

A380 noch zu klein …

»Wir könnten ein noch größeres

Modell gebrauchen, in das wir

800 und damit 150 mehr Sitze

als bislang geplant hineinbekommen,

sagte Tim Clark, Präsident

von Emirates Airlines im Interview

mit der FTD.

www.ftd.de

28 TRAVEL ONE 13.4.2005

PRESSE

Mailen Sie uns Ihre Meinung

redaktion@travel-one.net


Z U G E H Ö R T

»Von Unternehmen wird Patriotismus

verlangt, aber warum zählt der Bundestag

zu den Topkunden der Air France?

Das erscheint wenig patriotisch.«

LH-Chef Wolfgang Mayrhuber

anlässlich des Management-Forums der Welt am Sonntag

Wechsel bei

Interhome

Führung ■ Simon Lehmann

ist zum neuen CEO von Interhome

ernannt worden. Er

kommt von Swissport, wo er seit

2001 in unterschiedlichen Positionen

im In- und

Ausland tätig war.

Die Neubesetzung

der Führung

bei Interhome geht

mit einer Umstellung

des Vorstands

bei der Hotelplan

Swiss Group (HPSG)

einher. Neuer CEO

der HPSG, einer

Tochtergesellschaft

der Hotelplan Gruppe,

und damit Nachfolger von

Walter Güntensperger ist Peter

Spring, bislang Leiter des Veranstaltergeschäfts.

Seine Aufgaben

übernimmt zum 1. Juli Stefan

Heising.

Was macht Stefan Pichler?

Australien ■ Wir sind nicht die

einzigen, die sich diese Frage

stellen. Schließlich war Pichler

auch auf der ITB weit und breit

nicht zu sehen. Deshalb ist auch

das Manager Magazin der Frage

nachgegangen, was der Chief

Commercial Officer von Virgin

Blue seit sechs Monaten am anderen

Ende der Welt in Australien

treibt.

Nach seinem Rausschmiss

bei Thomas Cook Ende 2003

tauchte Pichler im wahrsten Sinne

des Wortes aus dem Blickfeld

der Öffentlichkeit ab: Es verschlug

ihn auf die Malediven, wo

er unter anderem als Tauchlehrer

arbeitete. Nur im Ausland habe

er eine Chance gesehen, denn

dort sei »man weniger zynisch und nachtragend«, so Pichler gegenüber

dem Manager Magazin. In Brisbane hat Pichler wohl seinen Traumjob

als zweiter Mann hinter Virgin-Blue-Vorstandschef Brett Godfrey gefunden,

sogar den Feierabend habe er schätzen gelernt. In Australien

sei das soziale Leben viel wichtiger als in Deutschland, berichtet Pichler,

sichtlich zufrieden mit seinem neuen Leben.

N E W S M A K E R

1

1 Khaled Cheick ist neuer Generaldirektor des Fremdenverkehrsamts Tunesien in Tunis und damit Nachfolger

von Wahid Ibrahim, der in den Ruhestand gegangen ist. Cheick arbeitet seit 1976 für das Amt. 2 Almut

Marschner hat bei der Kurverwaltung Oberstdorf die Aufgaben der Marketing- und Kommunikationsassistentin

übernommen. 3 Thomas Kahl leitet die Abteilung Marketing und Vertrieb für den Bereich Business

Clients bei Concardis, einem Anbieter im kartengestützten Zahlungsverkehr. Er war zuvor Sales Manager

bei der Citicorp Kartenservice GmbH. 4 Rudi Mark verantwortet bei ABC Holiday Plus als Leiter Parkflächen

Management den Aufbau selbst betriebener Parkplätze. 5 Dominique Schwarz ist der zweite Neuzugang

bei ABC Holiday Plus. Als Mitarbeiterin in der Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung ist sie erste

Ansprechpartnerin für Reisebüros. 6 John F. Kennedy wurde zum Director of Global Travel Industry Relations

and Sales Strategy bei Marriott International ernannt.

13.4.2005 TRAVEL ONE 29

2

4

3

5

6



MENSCH Privat

Andreas Karsten

Dr. Andreas Karsten, 41, Löwe, ledig, ist

seit November vergangenen Jahres Chef von

Magic Life in Wien. Der Jurist arbeitet seit

1995 bei Preussag in Hannover, zuerst in der

Rechtsabteilung, später wird er zusätzlich

Finanzgeschäftsführer der Bergbau Goslar.

Nach seiner Promotion avanciert er 1999

zum Leiter der Rechtsabteilung der TUI

Gruppe. Später bekleidet er diverse leitende

kaufmännische Positionen. So ist er

beispielsweise Geschäftsführer Finanzen,

Controlling, Personal bei Britannia Airways

und Geschäftsführer von TUI Business Travel.

■ Was hat Sie in die Reisebranche verschlagen?

Die Menschen, die in dieser Branche arbeiten, ihr Enthusiasmus und natürlich mein

Interesse an anderen Menschen, ihrer Kultur und an der Ferne

■ Ihr Traumberuf als Kind?

Pilot. Selbst der Beruf als Chef einer Airline hat die Faszination für Flugzeuge nicht

beeinträchtigen können

■ Ihr Traumurlaub heute?

Der schönste Urlaub kann überall sein, im Adlon in Berlin, im Le Meridien am Wiener

Ring oder in einer Bambushütte auf Stelzen oder einer verschneiten Holzhütte. Auf das

Leben und Erleben kommt es an. Es gibt so viele wunderbare Plätze auf der Erde

■ Drei Monate Zeit – was würden Sie machen?

Einen Roman schreiben. Über unsere Gesellschaft und ihren Standort in der Geschichte

in Ruhe nachdenken, lesen. Oder in den USA meine Private Pilot Licence erwerben

■ Drei Dinge, die Sie mitnehmen?

Ein Buch, die Goldberg Variationen, eingespielt 1981 von Glenn Gould, und mein

Mobiltelefon (ausgeschaltet!)

■ Wo möchten Sie gerne leben?

In Wien, wo ich auch wohne. Alternativ in Berlin, meiner »großen Liebe«

■ Was nervt Sie?

Schlechte Dienstleistung und der allgemein zu beobachtende Mangel an Verantwortlichen

für Fehler, wie zum Beispiel Verspätungen, Gepäckverlust et cetera

■ Was lesen Sie gerade?

»Der blaue Kristall« von Birk Meinhardt und Handwerkerpläne meiner kürzlich

bezogenen Wiener Wohnung

■ Ihr jüngstes Kinoerlebnis?

»Der Untergang« von Bernd Eichinger

■ Wo zappen Sie weg?

Bei Sabine Christiansen, Gameshows und Sendeformaten, in denen Menschen würdelos

dargestellt werden

■ Was hören Sie im Auto?

Element of Crime und Edvard Elgar. Wenn’s schnell gehen muss, gerne nur den Motor

■ Wen würden Sie gerne mal treffen?

Fidel Castro – um zu verstehen, warum er, mit seinem Intellekt und seiner Persönlichkeit,

Kuba so regiert und so viele Chancen für dieses wunderschöne Land verstreichen lässt

■ Ihre Lebensphilosophie?

Wach und offen durchs Leben gehen, niemanden vorverurteilen und niemals resignieren

Nächste Woche in TRAVEL ONE: Wie STEIGENBERGER der multinationalen Konkurrenz trotzen will ➤ Wie QUEENSLAND den

Counter auf Trab bringt ➤ Mit welchen Attraktionen die COSTA BRAVA um die Gunst der Urlauber wirbt

➤ Wie HOLIDAY JACK die Zukunft des Reisens neu gestalten will ➤ Womit Veranstalter den FAMILIEN den Urlaub versüßen

30 TRAVEL ONE 13.4.2005

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