pate - RKiSH

rkish.de

pate - RKiSH

NEWS 04

RKISH STELLT

INNOVATIONS-RTW 3

UND NEUES TRAGEN-

SYSTEM VOR

Die RKiSH wird als erste

Rettungsorganisation in Europa

das elektrisch betriebene Befestigungssystem

für Fahrtragen

»Power-LOAD« im Testbetrieb

unter echten Einsatzbedingungen

einsetzen. [Seite 4/5]

WACKEN OPEN AIR –

MATSCH & METAL

Völlig aufgeweichte Wiesen und

jede Menge Schlamm erschwerten

in diesem Jahr die Arbeit

der Rettungskräfte [Seite 6/7]

ERSTER JAHRGANG

ABSOLVIERT STAATS-

EXAMEN

11 Absolventen können sich über

eine Festanstellung bei der RKiSH

freuen [Seite 8/9]

1. Preis

für Qualität im

Rettungsdienst

Weitere Infos unter:

www.rkish.de

| 2012

AKADEMIE STEHT

»PATE« FÜR BUNDES-

WEITE VORGABEN

Bildungspolitiker Dr. Ernst Dieter

Rossmann zu Besuch in Heide

[Seite 13]


Seite 2 | RKiSH News 04 | August 2012

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Sommerferien neigen sich

dem Ende zu. Ich hoffe, Sie

und Ihre Familien konnten

die Zeit genießen, sich erholen

und vielleicht auch neue

Eindrücke und Ideen aus

dem Urlaub mitnehmen.

Auch in den vergangenen Wochen hat sich

viel in der RKiSH bewegt. Die vorliegenden

News geben Ihnen einen weiteren Einblick in

unsere vielfältigen Aktivitäten. Ganz besonders

freue ich mich auch über die vielen Beiträge

aus der Mitarbeiterschaft.

Ende Juli konnten wir unseren ersten Auszubildenden

nach der dreijährigen Ausbildung

für eine erfolgreiche Prüfung gratulieren.

Herzlichen Glückwunsch zum bestandenen

Examen und weiterhin viel Freude bei Ihrer

Tätigkeit hier bei uns in der RKiSH.

Die mit Spannung erwarteten Ergebnisse der

Mitarbeiterbefragung liegen in Kürze vor.

Wir werden Sie mit einem Sonderheft unserer

News ausführlich darüber informieren.

Schon jetzt kann ich aber feststellen, dass die

überdurchschnittlich hohe Rückläuferquote,

das Engagement auf den Wachen und die

zum Teil sehr ausführlichen Kommentare

zeigen, dass wir uns auf einem richtigen Weg

befi nden.

Es grüßt freundlich

Michael Reis

Geschäftsführer der RKiSH

NEWSLETTER IN EIGENER SACHE

INHALT

Ihre Initiative ist gefragt! Helfen Sie, mit Ihren Beiträgen den

Newsletter weiterhin so interessant und abwechslungsreich zu

gestalten. Gerne nehme ich auch Ihre Anregungen, Hinweise

oder Kritik entgegen. Schreiben Sie an a.hoyer@rkish.de.

Vielen Dank!

RKiSH Sommerfest 3

Präsentation des Innovations-RTW 3 in Heide 4

23. W:O:A – Matsch & Metal 6

Erster Jahrgang absolviert Staatsexamen 8

Workshop Warenwirtschaftssystem 10

Besuch der Rechtsmedizin im UKE 12

RDA steht Pate für bundesweite Vorgaben –

Besuch des Bundestagsabgeordneten Dr. Rossmann 13

Erster Blaulichttag in Wedel 14

Messe NordJob Unterelbe in Horst 15

Suchthilfe – Rauchfrei 16

Ein nicht alltäglicher Dienst auf Helgoland 17

Der RKiSH Gesundheitstag 18

»Eure Haut« 19

Angeln in der RKiSH 21

Retten & Kochen 21

Praktikum auf der Rettungswache Pinneberg 22

Aus der Mitarbeiterschaft 23

Impressum 23

Die Rettungsdienst

Akademie benötigt alte

Hosen für die realistische

Unfalldarstellung.

Hosen, die Sie nicht mehr

tragen, können Sie per

Dienstpost an die RDA

senden.

Angela Hoyer ist Leiterin der

Abteilung Personalmanagement

und Unternehmenskommunikation

an unserem Verwaltungsstandort

Pinneberg.


Sommerfest

angela Hoyer

Planet Alsen – in der RKiSH mittlerweile ein

Begriff. Zum dritten Mal wurde das Sommerfest

auf diesem außergewöhnlichen Gelände gefeiert.

Den Weg hatten mehr Gäste als je zuvor zu dem

Ereignis gefunden. 130 Mitarbeiter, Kollegen

und Freunde trafen sich in Itzehoe, um in bester

Stimmung gemeinsam zu feiern. Erfreuen konnte

man sich an dem gesunden Begrüßungscocktail

(das Rezept wird auf mehrfachen Wunsch

hier auch veröffentlicht), Live-Musik von der

Band Keelson, der Fußballübertragung und dem

damit verbundenen kollektiven Jubeln. Wem das

Zugucken nicht gereicht hat, erprobte seine eigenen

Künste am Fußball. An einer aufgestellten

Torwand, die mit einer Geschwindigkeitsmessung

ausgestattet war, wurde mit aller Kraft der

Ball ins Ziel geführt. Der schnellste Schuss (79

km/h! von Ralf Rieckhoff erreicht ) gewann

einen Preis. Glückwunsch!

Bis spät in die Nacht wurden Gespräche geführt,

Fröhlichkeit ausgetauscht und in entspannter

Atmosphäre gefeiert.

ZUTATEN

150g Erdbeeren

400 ml Rhabarbersaft

2 Limetten

1 Esslöffel Honig

www.rkish.de | Seite 3

»Selbstverständlich ist der ohne Alkohol und ohne

zusätzlichen Zucker.«

Mit diesem Satz konnten wir die am häufi gsten gestellten Fragen

zum Begrüßungscocktail beim RKiSH-Sommerfest schnell

beantworten. Das Team Gesundheitsmanagement freut sich,

dass der Erdbeer-Rhabarber-Cocktail so gut angekommen ist.

Damit der Genuss Zuhause, auf Arbeit oder wo auch immer

fortgesetzt werden kann, hier das Rezept für ca. vier Personen:

Erdbeer-Rhabarber-Cocktail

ZUBEREITUNG

1) Erdbeeren waschen und klein schneiden. Mit

Rhabarbersa� , dem Sa� der Limetten und einem

Esslöff el Honig pürieren.

2) Auf Wunsch kann mit Mineralwasser (oder

natürlich auch mit Prossecco) aufgefüllt werden,

bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

3) Eventuell mit Eiswürfeln oder gecruschten Eis

servieren.

André von Glischinski und Stefan Brischalle mixten einen sommerlichen Cocktail, der erfrischte und allseits gute Laune versprühte


Seite 4 | RKiSH News 04 | August 2012

PräSentation deS innovationS-rtW 3 in Heide

60 Gäste verfolgen die Vorstellung des Innovations-RTW 3 mit dem neuen Tragenbefestigungssystem »Power-LOAD« des

amerikanischen Herstellers Stryker

Christian Mandel

Heide – Die Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-

Holstein gGmbH hat am 04. Juli das im deutschsprachigen

Raum erste verbaute und für den Echteinsatz freigegebene

Tragenbefestigungssystem der Firma Stryker aus

Amerika vorgestellt.

In seiner Begrüßung der ca. 60 Gäste aus der Fach- und

Medienwelt sowie dem eigenen Kollegium ging der stellvertretende

Geschäftsführer Jan Osnabrügge auf die allgemeine

Situation der Arbeitsbelastung für Rettungspersonal

und die stetige Weiterentwicklung der technischen

Komponenten ein. »Dass wir mit Geld sorgsam umgehen,

sieht man daran, dass der hier heute vorgestellte RTW

kein Neufahrzeug ist, sondern ein Gebrauchter, der bereits

einige Nutzungsspuren hat. Aber die Entwicklung

der technischen Innovationen im Ausbau wird daran

deutlich.« sagt Jan Osnabrügge.

Hans-Rudolf Philippsen, Abteilungsleiter Service und interne

Dienstleistungen, beleuchtete in seinen Ausführungen

zum stetigen Fortschritt besonders den Aspekt

des Arbeitsschutzes. »Ich freue mich besonders, heute

einen Vertreter der Staatlichen Arbeitsschutzbehörde bei der

Unfallkasse Nord hier bei uns begrüßen zu können.«

Jan Noelle als stellvertretender Leiter der Abteilung Service

und interne Dienstleistungen lüftete kurze Zeit später

das Geheimnis des neuen Systems hinter den bislang

immer noch verschlossenen RTW-Türen, der technisch

bis auf das Tragensystem mit dem im November 2011

vorgestellten Innovations-RTW 2 identisch ist. Ein kurzer

Abriss über die Vor- und Nachteile des elektro-hydraulischen

Hebe- und Absenkmechanismus sowie die

Ab dem 05. Juli 2012 geht der Innovations-RTW 3 auf der RW Hohenwestedt in Betrieb.

praktische Vorführung des Stryker-Systems runde-

ten die Veranstaltung ab.

Neben Vertretern anderer Rettungsdienste im Land

Schleswig-Holstein konnten insbesondere die Partner

der Kostenträger (Krankenkassen) sowie die regionale,

aber auch überregionale Fachpresse die interessante Präsentation

verfolgen.

Im Außenbereich konnten zudem der Innovations-RTW

2 mit dem elektro-hydraulischen Tragensystem eines

spanischen Mitbewerbers sowie die herkömmliche manuelle

Trage in der aktuellen Serie RTW-SH 2012 in den

direkten Testvergleich einbezogen werden.

Parallel zur offiziellen Vorstellung zeigte die RKiSH das

ab Herbst 2012 in allen Einsatzfahrzeugen vorhandene

neue Beatmungsgerät »Medumat Transport« der Fa.

Weinmann sowie zu Testzwecken einen UTILA-Tragestuhl

mit Elektroantrieb, der das Überwinden von Treppenhindernissen

erleichtern soll.

Zusammengefasst eine positive Veranstaltung, die den

Testbetrieb der zweiten Generation »Elektrotrage« zur

Entlastung der Mitarbeiter offiziell eingeläutet hat. Ab

dem 05. Juli 2012 geht der Innovations-RTW 3 auf der

RW Hohenwestedt in Betrieb. Weitere Rettungswachen

werden dann periodisch folgen, um ein breit gefächertes

Testergebnis zu erhalten.

Christian Mandel

ist Teamleiter Public Relations und

Rettungsassistent im VB Steinburg.

>>>>


PreSSeMitteilung:

rettungSdienSt:

PatientenSiCHerHeit an erSter Stelle

RKiSH stellt Innovations-RTW vor und testet neues Tragensystem

Heide / Pinneberg / Rendsburg / Itzehoe – Patientensicherheit

und Mitarbeiterschutz – mit innovativen Techniken

will die Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-

Holstein (RKiSH) diese beiden Grundsätze ihrer oft

lebensrettenden Arbeit verstärkt umsetzen. In Heide sind

dazu das in vielen Details verbesserte Modell des Rettungswagens

Schleswig-Holstein und ein neuartiges Tragensystem

vorgestellt worden. »Um die Patientensicherheit

zu erhöhen, informieren wir Produzenten und

Umrüstungsfirmen der Rettungsfahrzeuge immer zeitnah

über unsere Erfahrungen. So können dann auch

unsere Wünsche in die nachfolgenden Modelle einfließen«,

erläuterte RKiSH-Geschäftsführer Michael Reis

bei der Vorstellung der Systeme in Heide.

Als erste Rettungsorganisation im deutschsprachigen

Raum wird die RKiSH das neuartige, elektrisch betriebene

Befestigungssystem für Fahrtragen »Power-LOAD«

unter echten Einsatzbedingungen testen. Mit dem System

der amerikanischen Unternehmens Stryker werden

sowohl Patienten, als auch Rettungsassistenten geschont.

Das Ein- und Ausladen erfolgt mit Hilfe einer speziellen

sanften Hydraulik, so dass die Wirbelsäulen der Bediener

entlastet und die Gefahr einer Verletzung verringert

wird.

»Schon angesichts der demografischen Entwicklung machen

wir uns massiv Gedanken über die Gesundheit unserer

Kollegen. Dabei gilt es vor allem rückenschonende

Techniken einzusetzen«, erklärt Jan Noelle, der bei der

Rettungsdienstorganisation für die Anschaffung von Geräten

und Fahrzeugen verantwortlich ist. Den Rettungsassistenten

fällt jetzt die Aufgabe zu, das System im Echteinsatz

zu testen und in einem Fragebogen zu bewerten.

Direkter Vergleich: »Power-Load«, das System eines spanischen Mitbewerbers sowie die herkömmliche manuelle Trage.

www.rkish.de | Seite 5

Erst wenn alle Angaben vorliegen, entscheidet die RKiSH,

ob die Tragensysteme angeschafft werden. Das Stryker-

System ist das zweite seiner Art, das bei dem schleswigholsteinischen

Rettungsdienst erprobt wird. Parallel ist

seit einiger Zeit ein spanisches Produkt im Einsatz, für

das die RKiSH bereits etliche Verbesserungsvorschläge

vorgelegt hat.

Ebenfalls zur Schonung der Gesundheit wurde ein

»Treppensteiger«-Transportstuhl vorgestellt. Dabei muss

der Patient nicht mehr über alle Treppen getragen werden.

Elektrisch unterstützt geht beziehungsweise rollt

der Stuhl über die Treppen und entlastet so die Mitarbeiter.

Auch dieses Modell befindet sich in einer Testphase

und soll bei Eignung verstärkt angeschafft werden.

Das Modell des Rettungswagens Schleswig-Holstein 2012,

das landesweit und über RKiSH-Grenzen hinaus nach

und nach angeschafft wird, ist hin-gegen noch mit konventionellen

Tragen ausgestattet und ähnelt stark dem

RTW aus dem Vorjahr. Die Innovationen stecken hier

eher im Detail. So sind die Schränke und Schubladen im

Inneren des Fahrzeugs optimiert worden, um die Handgriffe

zu erleichtern. Außerdem – um nur ein weiteres

Beispiel zu nennen – ist das Modell jetzt mit Xenon-

Scheinwerfern und Kurvenlicht für Nachtfahrten ausgestattet.

Der erste Rettungswagen dieses Typs wird auf der

Rettungswache Elmshorn im Kreis Pinneberg eingesetzt.

Bei insgesamt etwa 75 RTW allein im Bestand der RKiSH

müssen angesichts der hohen Beanspruchung jährlich

etwa 15 neue Fahrzeuge angeschafft werden.

»Mit den Neuanschaffungen und Testbetrieben gilt unsere

Rettungsdienst Kooperation als Vorreiter zumindest in

Schleswig-Holstein. Das hat zum einen mit der Größe

unserer Organisation, zum anderen aber auch damit zu

tun, dass sich unsere Mitarbeiter Neuerungen gegenüber

aufgeschlossen zeigen und über ihre Erfahrungen berichten«,

begründete Geschäftsführer Michael Reis das

Engagement der RKiSH.


Seite 6 | RKiSH News 04 | August 2012

MatSCH & Metal

Vom 02. – 04. August 2012 fand unter dem inoffiziellen Motto »rain or shine« das 23. W:O:A Festival statt

Kai anders

Wacken – »SchlammCamp auf dem

Heavy Modder Festival« – so in etwa

könnte man unser diesjähriges San-

Camp auf dem Wacken Open Air bezeichnen.

Zusammen mit dem DRK

Kaltenkirchen hat die RKiSH auch

in diesem Jahr den Rettungs- und

Sanitätsdienst in und um Wacken

organisiert und durchgeführt.

Auf dem Festivalgelände war wie immer

das DRK zuständig, unterstützt

von zahlreichen Helfern aus dem gesamten

Bundesgebiet. Insgesamt arbeiteten

mehr als 500 Kräfte für das

DRK Kaltenkirchen in Wacken und

versorgeten 2885 Patienten im San-

Zelt.

Die RKiSH, zuständig u.a. für den

Transport vom SanZelt in die umliegenden

Kliniken, sowie in beratender

Tätigkeit in Sicherheitsfragen für

den Veranstalter, hat mit über 130

Mitarbeitern insgesamt 292 Transporte

durchgeführt.

In einigen Fällen wurden unsere

Kollegen auch auf den Campingplätzen

tätig. Dies gestaltete sich aber

von Tag zu Tag immer schwieriger.

Wechselhaftes Wetter mit teilweise

sintflutartigen Regenfällen erschwerte

allen die Arbeit. Dies hatte

ebenfalls zu Folge, dass es immer

wieder absolute Fahrverbote für das

gesamte Festivalgelände gab (ausgenommen

Notfalleinsätze). Dank einer

Leihgabe durch den Kreis Nord-

Einsatzkräfte vom DRK und der RKiSH arbeiteten gemeinsam für die Gesundheit der 75.000 Festivalbesucher.

friesland konnte vor Ort der »St.

Peter-Strand-RTW« eingesetzt werden.

Auch das DRK war mit geländegängigen

Fahrzeugen und zudem

mit Quads im Einsatz.

Die eigens eingerichtete Technische

Einsatzleitung (TEL) »Leitstelle Wacken

26« im SanCamp bekam sämtliche

Notrufe, welche über Handynetze

auf dem Festivalgelände ein-

gingen, von der KRLS West in Elms -

horn übermittelt. Zusammen mit

den Funkanfragen, z.B. durch Security-Mitarbeiter,

und der Disposition

aller RKiSH-Rettungsfahrzeuge sorg-

te dies für viel Arbeit in der TEL für

die diensthabenden OrgLeiter und

den Praktikanten.

>>>>


Zu Spitzenzeiten waren neun RTW

und zwei NEF im Festivalbereich

eingesetzt. Hinzu kamen viele reguläre

Fahrzeuge von den umliegenden

Rettungswachen, welche ebenfalls in

Wacken aushalfen.

Am Samstag wurden unsere Kollegen

zu einem traurigen Ereignis gerufen:

Ein Festivalbesucher hatte direkt

neben einem Stromgenerator

übernachtet und war in Folge der

Abgase an einer Kohlenmonoxidvergiftung

verstorben. Die Staatsanwaltschaft

hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die gesamte Woche über berichteten

Jan Meuter und Kai Anders auf

rkish.de live vom Festival und nutzten

zudem die Kanäle Twitter und

Facebook. Außerdem gab es viele

Anfragen verschiedener Medien:

Vom Abendblatt bis zum ZDF – das

Interesse an Sanitäts- und Rettungsdienst

war groß. Jörg Zydziak und

der Festivalarzt Achim Marx standen

Rede und Antwort.

Nachdem auch das letzte Wackenfahrzeug

vom »heiligen Schlamm«

befreit wurde, starten schon bald die

nächsten Planungstreffen für das

24ste Wacken Open Air in 2013!

www.rkish.de | Seite 7

Alle Berichte auf rkish.de

außerdem auf twitter:

https://twitter.com/rkish_de

und facebook:

https://www.facebook.com/rkish.de

Kai Anders ist

Mitglied der Teams

PR und NewsDesk

sowie Mitarbeiter

im VB Steinburg.

Das Wetter machte den Rettungskräften in Wacken sehr zu schaffen. Sämtliche Wege waren stark verschlammt und machten ein Vorankommen schwierig.


Seite 8 | RKiSH News 04 | August 2012

erSter JaHrgang abSolviert StaatSexaMen

Neue Rettungsassistenten werden in der RKiSH übernommen

Christian Mandel

Heide – Gestern noch auf der Schulbank, morgen bereits

in der Rettungswache – 11 Absolventen der Heider

Rettungsdienst Akademie dürfen sich über eine Festanstellung

bei der Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-Holstein

(RKiSH) freuen. Eine Ausnahme: einen

jungen Rettungsassistenten zieht es erst einmal in die

Ferne, und zwar nach Kanada. »Wir freuen uns sehr,

dass die RKiSH den Absolventen eine Stelle anbieten

konnte. Viele werden sogar dort eingesetzt, wo sie den

größten Teil der praktischen Ausbildung bereits gearbeitet

haben«, erläutert der Leiter der Rettungsdienst Akademie,

Sascha Langewand.

Nach dreijähriger Ausbildung ist jetzt der erste Jahrgang

der 2009 gegründeten Akademie verabschiedet worden.

Hinter den Teilnehmern steht nicht nur eine intensive

praktische und theoretische Lehrzeit, sondern auch eine

anstrengende Prüfung. Nach schriftlichen und mündlichen

Tests stand zum Abschluss der praktische Übungsteil

auf dem Programm. Dabei hatten die angehenden

Rettungsassistenten jeweils im Zweierteam drei Aufgaben

zu lösen, wobei eine Wiederbelebung immer zu den

Aufgaben zählt.

Mit der Gründung der Akademie war auch die Ausbildungsform

auf eine dreijährige Ausbildung umgestellt

worden. Damit sollen die hohen und weiter steigenden

Ansprüche an den Beruf des Rettungsassistenten auch in

Zukunft erfüllt werden. Gleichzeitig brauchen die Auszubildenden

den Schulbesuch nicht mehr selber zu bezahlen,

sondern bekommen seitdem sogar eine festgelegte

Ausbildungsvergütung. Sascha Langewand:

»Wir bereiten die angehenden Rettungsassistenten intensiv

auf ihren Einsatz am Patienten vor. Dabei schulen wir

die berufliche Handlungsfähigkeit so, dass sie nach dem

Examen sofort verantwortungsvoll auf einer Rettungswache

eingesetzt werden können.« Die theoretische Ausbildung

wird komplett in der Akademie durchgeführt,

während die Praxis in einer Lehrrettungswache oder auf

einer Station des Krankenhauses stattfindet. Neben den

RKiSH-Auszubildenden werden mittlerweile auch Mitarbeiter

anderer Rettungsdienste in Heide ausgebildet.

Betrieben wird die Akademie von der RKiSH, die ihren

Sitz in Heide und ein Kompetenzzentrum in Pinneberg

hat. Angegliedert ist sie an das Bildungszentrum für Berufe

im Gesundheitswesen am Westküstenklinikum.

Neben einem zweigeschossigen Anbau mit Schulungs-

und Seminarräumen, Büros und Funktionsräumen verfügt

sie auch über eine Trainingshalle, in der lebensnah

für den Ernstfall traniert werden kann.

Im Zentrum der Akademiearbeit steht neben der

Ausbildung des Nachwuchses auch die Fortbildung

der Rettungsassistenten der RKiSH sowie befreundeter

Rettungsdienste und anderer Organisationen

in Norddeutschland.

Christian Mandel

ist Teamleiter Public Relations und

Rettungsassistent im VB Steinburg.

>>>>


Auf dem Weg

zum Examen

www.rkish.de | Seite 9


Seite 10 | RKiSH News 04 | August 2012

WorKSHoP WarenWirtSCHaftSSySteM

Überarbeitung der Artikelliste für das Zentrallager und aktualisierte Darstellung im Internetshop – Erläuterungen und Nutzungshinweise

Michael Scheffler

Nach der Inventur ist vor der Inventur!

Und auch zwischen diesen für

das Rechnungswesen und den Jahresabschluss

des Unternehmens so

wichtigen Anlässen spielt die Warenwirtschaft

in der RKiSH täglich

eine entscheidende Rolle. Alle Rettungswachen

und Verwaltungsstand-

orte werden regelmäßig durch das

Zentrallager Heide mit Medikamenten,

medizinischem Verbrauchsmate-

rial, Büromaterial und vielem mehr

versorgt. Die Bestellungen erfolgen

schnell und einfach über den Internetshop.

Dahinter steckt jedoch ein

komplexes System, dass alle Bestellungen,

Wareneingänge und -ausgänge

erfasst und bucht und letztendlich

am Jahresende wieder die

Vorlage für die Inventur darstellt, die

durch eine physische Zählung vor

Ort ordnungsgemäß abgeglichen

werden muss.

Knapp die Hälfte aller Rettungswachen beteiligte sich

mit konkreten Vorschlägen für Artikelbezeichnungen.

Wie angekündigt, haben die Beteiligten

der Abteilungen Finanz- und

Rechnungswesen/Controlling sowie

Service & interne Dienstleistungen

die Zwischenzeit nach der letzten Inventur

genutzt, um den Ablauf in der

Warenwirtschaft weiter zu optimieren.

Ganz konkret stand jetzt die

Überarbeitung der gesamten Artikelstammliste

an, die die Grundlage für

die Bestellungen im Internetshop,

die Bearbeitung im Zentrallager, die

Erfassung in der Buchhaltung und

schließlich die Basis für die Zähllisten

in der nächsten Inventur ist. In

der ersten Juniwoche konnte dieses

Projekt erfolgreich durch die Aktivierung

der neuen Artikelliste im Internetshop

umgesetzt werden.

Bereits zu Jahresbeginn wurden

Vorschlagslisten an alle Rettungswachen

verschickt. Wichtig war von

Anfang an die Beteiligung der Mitarbeiter,

die täglich mit dem Warenwirtschaftssystem

arbeiten. Umso

erfreulicher war es, dass sich knapp

die Hälfte aller Rettungswachen mit

umfangreichen Feedbacks zur Warenwirtschaft

und zahlreichen konkreten

Vorschlägen für Artikelbezeichnungen

an der Neugestaltung

beteiligt haben. Hierbei wurden diese

Vorschläge sofern möglich auch

umgesetzt.

Zur konkreten Ausgestaltung der

Überarbeitung wurden im nächsten

Schritt zwei Workshops veranstaltet,

in denen von Hans-Rudolf Philippsen,

Jan Noelle, Bernd Nagel, Eddy

Schäfer, Christine Büche und Michael

Scheffler akribisch alle Bereiche

der Artikelliste durchgearbeitet

und bei Bedarf neu strukturiert und

benannt wurden. Im Ergebnis erfolgt

die Bezeichnung eines Artikels

jetzt nach einem bestimmten System,

das auch für zukünftige Artikel

eindeutig angewendet werden kann:

I. Die Zuordnung der Artikel zu einer

Warengruppe (WG) erfolgt logisch

und eindeutig:

- WG 1 »Medikamente« enthält

ausschließlich alle Artikel, die durch

die Zentralapotheke Rendsburg an

die RKiSH geliefert werden. Das sind

alle Medikamente und einige Zubehörartikel.

- WG 2 »medizinisches Verbrauchsmaterial«

enthält alle medizinischen

Artikel, die in der Regel

einmal verwendet werden und nach

dem Einsatz auf dem Fahrzeug aufgefüllt

werden, wie Katheter, Tuben,

Blutentnahmemonovetten und Kanülen.

- WG 3 »Büromaterial« enthält alle

Artikel, die zur Ausstattung der Büros

gehören bzw. Schreibwaren sind,

z.B. Druckerpapier, Tintenpatronen,

Ordner, aber auch Einsatzprotokolle.

- WG 4 »Persönliche Schutzausstattung«

beinhaltet alles rund um

die Schutzkleidung, Sicherheitsstiefel,

Rückenschilder und Zubehör.

- In WG 5 »Infektionsschutz/Hygiene«

sind alle in der RKiSH verwendeten

Desinfektionsmittel und

Zubehör wie Putztücher und Vliesrollen

zusammengefasst.

- WG 6 »Medizinische Ausstattung«

enthält alle medizinischen

Artikel, die in der Regel mehrfach

verwendet werden und zur Ausrüstung

der Einsatzfahrzeuge gehören.

Bei Defekt werden diese über die

Warenwirtschaft ersetzt. Das sind

u.a. Blutdruckmanschetten, Laryngoskopspatel

sowie Zubehör- und Ersatzteile

für EKG, Beatmungsgeräte

und Absaugpumpen.

- In WG 7 »Reinigungs- und Haushaltsartikel«

ist alles zusammengefasst,

was zum normalen Betrieb eines

Standortes gehört, also nicht für

Einsatz- und Desinfektionszwecke,

wie Abfallbeutel, Batterien, Besen,

Kaffeefilter, WC-Reiniger, …

- WG 8 »Fahrzeugbedarf« enthält

schließlich alle Serviceartikel rund

>>>>


um den Fuhrpark, die keine medizinische

Ausstattung oder Büromaterial

sind. Das ist in der Regel Reservematerial

wie Autolampen, Schei-

benwischer und alles rund um die

Fahrzeugwäsche.

- WG 0 »Anlagevermögen« dient

intern zusätzlich noch als Sammelgruppe

für gewisse Anlagegüter, die

beim Jahresabschluss aktivierungspflichtig

sind.

II. Die Bezeichnung der Artikel erfolgt

ebenfalls eindeutig. Die Artikelbezeichnung

ist so aufgebaut, dass

alle ähnlichen Artikel nach einem

Hauptschlagwort gruppiert sind und

danach wesentliche Unterscheidungs-

merkmale folgen. Ergänzt wird die

Bezeichnung durch Handelsnamen

oder andere Begriffe für das gleiche

Produkt:

Medikamente werden ab sofort

immer mit ihrem Wirkstoffnamen

bezeichnet, dann folgt die

Dosierung. Das hat den Grund, dass

Handelsnamen, die als Zusatzinfo

weiterhin in Klammern genannt

werden, sich bei einem Herstellerwechsel

ändern, obwohl es sich um

ein vergleichbares Produkt handelt.

Beispiele:

· Amiodaron 150 g /3 ml (Cordarex)

· Furosemid 40 mg/5 ml (Lasix)

· Morphin 20 mg/2 ml (BTM)

Viele Artikel des medizinischen

Verbrauchsmaterials werden

durch ihre Größe unterschieden:

· Absaugkatheter CH 08

· Endotrachealtubus 2,0

· Pflaster Hansaplast Classic

5m x 6cm

Bei weiteren Artikeln ist eine

schnelle Unterscheidung über

die Farbe möglich:

· Blutentnahmemonovetten

(braun) 7,5 ml Z-Gel

· Guedeltubus 0 (rosa)

Gerade im Büromaterial sind ab

jetzt alle ähnlichen Artikel gemeinsam

unter einem Hauptschlagwort

auffindbar, wie Ordner,

Tintenpatronen und Toner:

· Tintenpatrone HP Nr. 45 schwarz

· Toner Lexmark X 543 cyan

Bei weiteren Artikeln macht die

Gruppierung nach dem Herstellernamen

am meisten Sinn. Dazu

gehört unter anderem Material von

AccuVac, DYMO und Zoll. Beispiele:

· Accuvac Mehrwegsammelbehälter

· DYMO LabelWriter Adressaufkle-

ber 89 x 36 mm

· Zoll EKG-Papier

Mit dieser geregelten einheitlichen

Darstellung der Artikel soll jegliches

Auffinden nach einer Eingewöhnungsphase

einfacher und zielgerichteter

ablaufen. Eine weitere Informationsquelle

ist der Langtext der

Artikelbeschreibung im Internetshop.

Hier können weitere Artikelnamen

oder Hinweise zur Nutzung

des Materials ergänzt werden. Ebenfalls

wird hier die Mengeneinheit

angezeigt, in der ein Artikel an die

Wachen ausgeliefert wird (z.B. Packung

à 100 Stück). Vorsicht: Trägt

man bei diesem Beispiel die Bestellmenge

100 ein, so kann man schon

mal 10.000 Stück erhalten. Manchmal

sind auch Artikel pro Stück bestellbar,

es wird jedoch empfohlen

eine bestimmte Menge zu ordern.

www.rkish.de | Seite 11

Die Darstellung ‚Mengeneinheit:

Stück, gepackt zu 100 Stück‘ bedeutet

dann bei der Bestellmenge 100,

dass man einen Karton mit 100

Stück erhält.

Des Weiteren ist die Pflege der Artikelliste

ein laufender Prozess. Das

Zentrallager und die Abteilung Finanz-

und Rechnungswesen freuen

sich weiterhin über Hinweise und

Anregungen, u.a. auch zum Füllen

der Artikelbeschreibung mit weiteren

nützlichen Informationen. Ein

nächster Schritt wäre außerdem, die

einheitlich definierten Bezeichnungen

auch außerhalb der Warenwirtschaft

zu nutzen und z.B. in die

Packliste für die Rettungsmittel zu

übernehmen.

An dieser Stelle gilt aber erstmal ein großer

Dank den Rettungswachen, die sich

aktiv mit Vorschlägen zur Artikelliste beteiligt

haben, sowie allen Beteiligten des

Workshops Warenwirtschaft 2012!

Michael Scheffler ist

Controllingassistent an

unserem Verwaltungsstandort

Pinneberg.

Beispiel (Screenshot aus dem Webshop): Das Beispiel zeigt den Artikel Ordner

A4 50mm (schwarz) in der Warengruppe Büromaterial. In der zusätzlichen

Artikelbeschreibung ist die Mengeneinheit hinterlegt, die der

Besteller bei der Auslieferung bekommt, nämlich ‚Stück‘. Als Empfehlung

wird ergänzt, dass die Ordner in Kartons zu 20 Stück gepackt sind.

Um einen Karton zu erhalten, wird also die Anzahl 20 eingetragen. Anderenfalls

wäre als Mengeneinheit ‚Karton‘ hinterlegt.


Seite 12 | RKiSH News 04 | August 2012

beSuCH der reCHtSMedizin iM uKe

24. Mai 2012 – 8 Uhr, Willkommen im Gebäude N82 – Rechtsmedizin Hamburg.

florian beyer

Hamburg – Eine junge Assistenzärztin der Rechtsmedizin

– Frau Dr. Schrot – empfing uns im Seminarraum

und stellte in einem Impulsvortrag die Rechtsmedizin

vor, erklärte den Unterschied zur Pathologie und erläuterte

verschiedene Auffälligkeiten von toten Menschen.

Besonders interessant: Beispiele aus der Praxis und genaue

Erklärungen von Wasserleichen und Suizidanten.

Die angehende Fachärztin stellte den Ablauf einer rechtsmedizinischen

Untersuchung dar: Begonnen wird am

Schädel – dieser wird von Helfern bereits mit einer Säge

geöffnet und das Hirn entnommen; und so ging die Vorstellung

von oben nach unten weiter: Y-Schnitt und Öffnen

des Brustkorbes, Entnahme der Organe im Rumpf,

bis hin zur Untersuchung der Extremitäten. Ähnlicher

Ablauf wie in einer schnellen Traumauntersuchung im

ITLS-Algorithmus, befanden einige der Auszubildenden

im 2. Lehrjahr – nur dass der Körper dabei geöffnet wird.

Nach diesem ca. 45-minütigen Vortrag begann die Vorbereitung

auf unsere Obduktion. Wir erfuhren kurz wer

diese Person war, wie alt und warum sie nun in der

Rechtsmedizin gelandet war. Das UKE macht die Untersuchungen

kostenlos für Angehörige.

So begaben wir uns nun ganz klassisch, so befand die

Klasse, in den Keller. Wir erhielten einen Kittel inklusive

Mundschutz und blaue Schuhüberzieher.

Auf dem Weg berichtete Frau Dr. Schrot, dass man für

diesen Beruf vermutlich geboren sein muss. Gerüche

machen ihr schon nichts mehr aus – wir sollten uns darauf

einstellen, dass es merkwürdig riechen würde, sollte

dies wohl heißen.

Als wir den Obduktionssaal betraten, arbeiteten andere

an einer Leiche auf dem Nebentisch.

Wir stellten uns um »unsere« Leiche, das Gehirn war bereits

entnommen und gewogen worden, so konnten wir

bereits einen Blick in das Schädelinnere werfen, man sah

den türkischen Sattel und andere knöcherne Schädelstrukturen.

Unsere begleitende Ärztin machte im Anschluss

den bekannten Y-Schnitt und öffnete den Brustkorb,

wir verfolgten gespannt den Vortrag und sahen

nun alle inneren Strukturen: Von Aorta bis Zunge, alles

wurde herausgenommen und genauestens untersucht.

Das Herz wies am linken Myokard Lipidschichten auf,

dies führte vermutlich zum Herzkreislaufstillstand und

somit zum Tode – herausgefunden wurde dies durch

Aufschneiden entlang der Pumprichtung durch das Herz.

Hinzu kam noch eine leicht ausgeprägte COPD (chronical

obstructive pulmonary disease; vereinfacht chronische

Bronchitis oder »Raucherlunge«), wie wir anhand

des schwarzen Schleimes im Bronchialtrakt feststellen

konnten, auch die Koronarien waren nicht mehr ausreichend

durchlässig.

Zum Ende wurden weitere Organe für uns aufgeschnitten.

So konnten wir die inneren Strukturen der Niere,

des Gehirns (bis hin zur Substantia Nigra), Milz, Leber

und der verschiedenen Darmabschnitte betrachten. Diese

genannten Organe sehen wirklich aus wie im Buch.

Um 11.30 Uhr bedankten wir uns bei Frau Dr. Schrot für

die sehr interessante Führung durch die Anatomie des

menschlichen Körper.

Wir können wirklich allen empfehlen, wenn man die

Chance hat, die Rechtsmedizin im UKE zu besuchen –

froh waren wir dennoch wieder an der frischen Luft zu

sein.

Florian Beyer ist

Auszubildender an der Rettungsdienst

Akademie der RKiSH.


dr. dieter Kienitz

Heide/Pinneberg – »Die Rettungsdienst

Akademie in Heide ist für

mich ein Leuchtturm in der schleswig-holsteinischenBildungslandschaft.«

Der Bundestagsabgeordnete

Dr. Ernst Dieter Rossmann (SPD)

zeigte sich bei seinem Besuch sichtlich

beeindruckt von den Vorführungen

und vom Konzept der Akademie,

die von der RKiSH betrieben

wird. »Heide steht im Prinzip Pate

für das, was demnächst bundesweit

gesetzlich verankert werden soll«,

sagte der Bildungspolitiker im Hinblick

auf einen Referentenentwurf

der Bundesregierung. Der Entwurf,

der in einem Gesetzesvorhaben

münden soll, beinhaltet unter anderem

Neuregelungen für den Beruf

des Notfallsanitäters.

Im Gespräch mit RKiSH-Geschäftsführer

Michael Reis, Akademie-Leiter

Sascha Langewand, Dozenten

und Auszubildenden sowie SPD-

Kreispolitikern wurde deutlich, dass

die Heider Akademie bereits heute

die meisten im künftigen Gesetz verankerten

Vorgaben erfüllt. Dazu gehört

eine qualitativ hochwertige

dreijährige Ausbildung mit theoretischen,

praktischen und auch klinischen

Anteilen. Im Gegensatz zu anderen

ähnlichen Ausbildungsgängen

erhalten die Auszubildenden bereits

vom ersten Jahr an eine Vergütung

und müssen zudem kein Schulgeld

zahlen. »Ich halte es für ein Unding,

dass in anderen Regionen nicht nur

kein Lohn gezahlt wird, sondern die

theoretische Ausbildung vom Auszubildenden

auch noch selbst bezahlt

werden muss«, erklärt Dr. Rossmann,

seit 2009 auch bildungspolitischer

Sprecher seiner Fraktion.

Sollte aus dem Referentenentwurf

Gesetz werden, müssen sich viele

Rettungsdienste in Deutschland

künftig umstellen und mit entsprechenden

Anbietern zusammenarbeiten.

»Wir können insbesondere in

Norddeutschland den anderen Rettungsdiensten

anbieten, zumindest

die theoretische Ausbildung ihrer

Nachwuchskräfte zu organisieren«,

erläutert Michael Reis und verweist

auf die Rettungsdienst-Azubis aus

Nordfriesland, die schon heute in

Heide geschult werden. In den kommenden

Jahren dürften sich also

deutlich mehr als die zurzeit 45

»Schüler« in den Seminar- und Trainingsräumen

auf dem Gelände des

Westküstenklinikums Heide wiederfinden.

Eine große Umstellung im Ausbildungsbetrieb

wird durch das Gesetz

nicht auf Sascha Langewand und

seine zwölf dauerhaft in der Akademie

tätigen Dozenten zukommen.

»Wir müssen lediglich das Curriculum

entsprechend erweitern und

umstrukturieren. Das können wir

jedoch schnell umsetzen, und zwar

bevor das Gesetz endgültig in Kraft

tritt,« erklärte Langewand.

Nach Ansicht von Dr. Rossmann ist

es sehr wichtig, nicht nur die Ausbildung,

sondern auch das Ansehen

und die Aufstiegschancen der Ret-

www.rkish.de | Seite 13

rettungSdienSt aKadeMie SteHt »Pate« für bundesweite vorgaben

bildungspolitiker dr. ernst dieter rossmann zeigt sich vom Konzept beeindruckt

Dr. Ernst Dieter Rossmann mit RKiSH-Geschäftsführer Michael Reis, Akademie-Leiter Sascha Langewand, Dozenten

und Auszubildenden sowie SPD-Kreispolitikern beim Besuch der Rettungsdienst Akademie.

tungsassistenten und künftigen Notfallsanitäter

zu verbessern. Nur so

könne der nötige Nachwuchs in Zeiten

eines anwachsenden Arbeitskräftemangels

rekrutiert werden.

RKiSH-Geschäftsführer Michael

Reis ist der gleichen Ansicht: »Allein

in Schleswig-Holstein werden wir

im Jahr 2025 etwa 1000 Notfallsanitäter

mehr benötigen als heute. Da

müssen wir mit den anderen Berufen

im Gesundheitswesen konkurrieren

können.«

Angelika Hansen, SPD-Kreisvorsitzende

in Dithmarschen, wies im Gespräch

noch auf die Bedeutung der

RKiSH und ihrer Ausbildungsstätte

für die Westküste hin. »Innerhalb

des RKiSH-Verbundes ist die Rettungsdienst

Akademie auch als Teil

der Standortsicherung anzusehen,

die hier und anderswo Arbeitsplätze

sichert«, sagte die Kommunalpolitikerin.

Dr. Dieter Kienitz

ist externer Unternehmens-

kommunikator.


Seite 14 | RKiSH News 04 | August 2012

erSter blauliCHttag in Wedel

viel war am 16. Juni los in Wedel. rund um die Schulauer Straße konnten die besucher sich über die tätigkeit verschiedener organisationen

und behörden aus der blaulichtbranche informieren – alles zum erleben und anfassen.

Christopher thon und Christian Mandel

Wedel – Beim ersten Blaulichttag in

Wedel, welcher im Rahmen des 800.

Stadtjubiläums veranstaltet wurde,

zeigten sich viele verschiedene Organisationen

und Behörden und stellten

ihre Tätigkeiten vor. Viele Besucher

und Zuschauer verfolgten die

Angebote und Präsentationen an der

Schulauer Straße.

Neben Polizei, Feuerwehr, DRK,

THW, DLRG und dem Regio-Klinikum

war auch das Team der Rettungswache

Wedel für die RKiSH

vor Ort.

Während die kleinen Gäste ihre

Plüschtiere in die Kuscheltier-

Sprechstunde des Regio-Klinikums

bringen konnten, hatten die größeren

Besucher die Gelegenheit, sich

über die Arbeit des Rettungsdienstes

und die Ausbildungsmöglichkeiten

bei der RKiSH an der Rettungsdienst

Akademie zu informieren.

In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr

Wedel demonstrierten die Kollegen

der RKiSH in einem umfangreichen

Szenario die Rettung einer

eingeklemmten Person aus einem

verunfallten PKW.

»Die Schauübung erfreute sich großem

Interesse im anwesenden Publikum«

resümierte Lehrrettungsassistent

Marc Beßert.

Jedoch ging es bei der Vorführung

nicht nur um das Demonstrieren der

technischen und medizinischen Rettungsmöglichkeiten.

Die Feuerwehr

und die RKiSH nutzten diese Übung

auch zur Verbesserung und Optimierung

ihrer Zusammenarbeit. Ein positiver

Nebeneffekt, der zukünftig

allen Patienten zu Gute kommen

kann.

Nicht nur die vielen haupt- und ehrenamtlichen

Helfer, sondern auch

die zahlreichen interessierten Besucher

machten diesen Tag zu einem

tollen Erlebnis.

Christian Mandel

ist Teamleiter Public

Relations und Rettungsassistent

im VB

Steinburg.

Zahlreiche interessierte Besucher machten den ersten Blaulichttag in Wedel zu einem tollen Erlebnis.

Die Feuerwehr und die RKiSH nutzten die Vorführung auch zur Optimierung ihrer Zusammenarbeit


MeSSe »nordJob unterelbe« in HorSt

www.rkish.de | Seite 15

Am 19. und 20. Juni 2012 fand die Messe »Nordjob Unterelbe« in der Elbmarschenhalle in Horst statt. Unter dem Motto »Für das Leben

lernen« präsentierte sich die RKiSH erstmalig auf dieser Plattform.

Jan Meuter

Horst – Veranstaltet wurde die Messe

durch die Industrie- und Handelskammer

zu Kiel in Partnerschaft mit

dem Institut für Talententwicklung

GmbH (IfT). Die Schirmherrschaft

hatte niemand geringeres als die

Bundesministerin für Bildung und

Forschung Prof. Dr. Anette Schavan

inne. In der Zeit von Februar bis Mai

2012 besuchten die Mitarbeiter des

IfT die Vorabgangsklassen von über

40 Schulen in den Kreisen Dithmarschen,

Steinburg und Pinneberg, um

die Schüler über das Messeangebot

und deren Aussteller zu informieren.

In diesem Zusammenhang wurden

im Vorwege auch Flyer und Ausbildungsbroschüren

der Rettungsdienst

Akademie an interessierte Schüler

ausgegeben.

Insgesamt informierten sich an beiden

Messetagen ca. 2.000 Schülerinnen

und Schüler bei fast 70 Ausstellern

über das zukünftige Ausbil-

dungs- und Studienangebot. Unter

den Ausstellern waren neben der

RKiSH auch Betriebe und Unternehmen

aus Industrie und Handwerk

sowie Behörden und andere BOS,

wie z.B. die Landespolizei Schleswig-Holstein.

Neben Informationsgesprächen am Messestand

wurden auch Vorträge zum Thema »3-jährige Ausbildung

zum Rettungsassistenten« angeboten.

Da das Ausbildungsangebot auf dieser

Messe im Fokus stand, informierten

wir die Messebesucher über

den Beruf des Rettungsassistenten

und über mögliche Weiterqualifizierungsmaßnahmen

nach der Ausbildung.

Insbesondere die 3-jährige

Ausbildung an der Rettungsdienst

Akademie war ein beliebtes Gesprächsthema

an unserem Stand. Einige

Interessenten zeigten sich sichtlich

begeistert über das Ausbildungs-

angebot der Rettungsdienst Akademie.

»Endlich wird mal eine Ausbildung

zum Rettungsassistenten angeboten,

die man nicht selbst finan-

zieren muss,« hörte man von einigen

Besuchern. Neben den Informationsgesprächen

am Messestand waren

wir an beiden Messetagen mit einem

Vortrag mit dem Thema »3-jährige

Ausbildung zum Rettungsassistenten«

präsent.

Jan Meuter ist

Dozent / Trainer an

der Rettungsdienst

Akademie, Mitglied

Team PR und Mitarbeiter

der Rettungswache

Ostrohe.


Julia gruschka

Seite 16 | RKiSH News 04 | August 2012

endliCH rauCHfrei… nun doCH?

In den vergangenen Monaten haben wir mehrere Versuche

unternommen, unseren Kolleginnen und Kollegen,

die mit dem Rauchen aufhören möchten, eine Hilfestellung

zu bieten. Die eigenen Dienstpläne und weite Anfahrtswege

haben es den werden wollenden Nichtrauchern

aber schwer gemacht, an dem Programm in Nordoe

teilzunehmen.

Wir sehen die Probleme und möchten euch heute

eine weitere Möglichkeit vorstellen, wie der Rauchstopp

gelingen kann!

Die Firma SQUIN hat ein Programm entwickelt, mit dem

man online an einem Rauchentwöhnungskurs teilnehmen

kann. Der Teilnehmer wird einer Gruppe von anderen

zukünftigen Nichtrauchern zugeordnet, die etwa zur

selben Zeit in das Programm eingestiegen sind.

Alle Teilnehmer dieser Gruppe werden den gleichen »Tag

der letzten Zigarette« haben und können sich zu jeder

Zeit miteinander über ihre Erfahrungen austauschen.

Nun kann man sich das Programm ähnlich einem Spiel

vorstellen, bei dem es darum geht, neun Ebenen zu erreichen.

Der Teilnehmer hat jeden Tag die Möglichkeit, sich

für etwa 10–15 Minuten einzuloggen und seine Ebene

zu bearbeiten. Ab der fünften Ebene wird mit dem Rauchen

aufgehört.

Das Zeitkontingent ist bewusst gewählt, denn auf diese

Weise kann der Teilnehmer sich jeden Tag eine begrenzte

Zeit mit dem Thema auseinandersetzen, er kann das Programm

aber nicht beispielsweise an einem einzigen Tag

durchlaufen.

Nach der neunten Ebene ist das Programm beendet, der

Nichtraucher wird aber noch weitere sechs Monate durch

das Programm betreut.

Es gibt sowohl für den Computer als auch bei der App für

das iPhone eine Notfalltaste, auf der man Durchhaltetipps

bekommen kann, sollte die Versuchung einmal zu

stark sein.

Wie steht es mit den Kosten?

Das richtet sich danach, wie viel Interesse an diesem Programm

in der Firma besteht.

Sollten sich genug Mitarbeiter finden, die das Programm

nutzen möchten, hat die Geschäftsleitung ihre Hilfestellung

bei der Finanzierung in Aussicht gestellt. Das werden

wir abschließend erfahren, wenn die Anmeldefrist

vergangen ist. Natürlich kann jeder Mitarbeiter selbstständig

mit dem Programm beginnen, für diesen Fall

werden Kosten in Höhe von 80,00 Euro fällig, die von

mehreren Krankenkassen bezuschusst werden.

Also, wer sich vorstellen kann, dieses Programm zu nutzen,

sollte sich bis zum 29. August 2012 unverbindlich

bei uns gemeldet haben. Eine kurze E-Mail mit Namen

und Rettungswache genügt schon und wir werden auf

euch zukommen!

E-Mails bitte an: suchthilfe.rkish.julia@googlemail.com

Wir freuen uns auf euch!

Euer Team Suchthilfe

Julia Gruschka ist

betriebliche Suchthelferin der RKiSH.


ein niCHt alltägliCHer dienSt

frank Mahlstedt

Montagmorgen – ich war auf dem Weg

zum Dienst. Im Versorgungsbereich

Steinburg kennen wir ja auch längere

Anfahrten zur Wache, da wir auf allen

Wachen im VB und auch mal gelegentlich

drum herum fahren. Aber an

dem Montag war es dennoch anders.

Um neun Uhr ging mein Flugzeug von

Heide/ Büsum nach HELGOLAND.

Dort habe ich die Kollegen der Paracelsus

Nordseeklinik Helgoland unterstützt.

Auf der Helgoländer Düne gelandet,

ging es mit dem Kleinbus und

der Dünenfähre zur Hauptinsel, wo

mich ein Kollege mit dem RTW abholte.

Nach der Fahrt zur Klinik, wo ich

in einem Gästezimmer untergebracht

war, wurden erst einmal die Kollegen

und das Klinikpersonal begrüßt. Nach

der wichtigsten Frage: »Was gibt es

neues auf der Insel?« habe ich meine

Sachen ausgepackt und mich mit dem

RTW und dessen Material vertraut gemacht.

Montag bis Donnerstag begann

der Dienst dann um 17 Uhr und endete

am Folgetag um 8 Uhr. Am Freitag

war Dienstbeginn um 12 Uhr und endete

am Montagmorgen.

Bereits am zweiten Tag ging es früh

um 5:45 Uhr raus. Auf Helgoland richtet

sich eben alles nach dem Wetter,

dem Wind und den Gezeiten. Eine

Verlegung mit dem DGzRS Seenotkreuzer

»Hermann Marwede« zum

Festland lag an. Ich nutzte meinen

»freien« Tag um den Patienten zu begleiten

und etwas Meerluft zu schnuppern.

Wer so ein Schiff mit über 21

Knoten in leichter See erlebt hat, wie

eine Patientenversorgung selbst bei

Einsatzfahrt noch möglich ist, muss

von dieser Technik begeistert sein. In

den nächsten Tagen folgten etliche

Einsätze – eigentlich genau wie auf

dem Festland: Verletzungen, Erkrankungen,

Arbeitsunfälle – alles wie

immer! Nur die Verletzten sind schon

mal auf einer Segeljacht und Erkrankte

auch schon mal auf einem Forschungsschiff.

Auch adipöse Patienten

sind auf Helgoland ein Thema und die

Wohnungen und Treppen scheinen

dort noch kleiner und enger zu sein.

Wer Patienten über Anlegestege oder

schwankende Gangways getragen hat,

weiß, dass es weder für den Patienten

noch für den Rettungsdienst ein sicheres

Gefühl ist.

Aber ich hatte auch noch Zeit die einzigartige

Flora und Fauna von Helgoland

zu erkunden. Natürlich muss

man die »Lange Anna« gesehen haben,

das grüne Land, die rote Kant

und den weißen Sand. Einen sonnigen

Tag nutzte ich um die Düne zu erkunden

und den dort vorgehaltenen

RTW zu checken, zu bewegen und die

fälligen Desinfektions- und Reinigungsarbeiten

vorzunehmen. An diesem

Tag kam auch der stellvertretende

Leiter E+O Stefan Denschstädt auf

Helgoland an. Eine Besprechung mit

verschiedenen Behörden und Organi-

o.: Helgoland von oben, m.: Die Lange Anna

u.: Auf der Insel ist auch der Dienst ein wenig anders

www.rkish.de | Seite 17

sationen wegen einer bevorstehenden

Blindgängersuche stand auf der Tagesordnung.

Man hat als Rettungsassistent auf Helgoland

ein sehr enges Verhältnis zum

Krankenhaus und dessen ärztlichen

und pflegerischen Personal. So verwundert

es auch nicht, dass ich vom

Chirurgen gefragt wurde, ob ich bei

der Reposition einer luxierten Hüft-

TEP behilflich sein kann. Man erfährt

so aber auch sehr viel über den Gesundheitsverlauf

»seiner« Patienten.

Sicherlich ein Gewinn für beide Seiten.

Das Krankenhaus verfügt als Akut-

Krankenhaus über 33 Betten der Neurologischen

Spezialabteilung für Parkinsonkranke

und über 10 Betten der

Grund- und Regelversorgung. Die Klinik

leistet sämtliche Aufgaben der ambulanten

und stationären Versorgung

in den Bereichen der Chirurgie, Unfallchirurgie

und der Inneren Medizin.

Es steht außerdem neben einem

Intensivüberwachungsraum ein OP,

Labor und Röntgen, Sonografie und

Endoskopie zur Verfügung. Der Notärztliche-Dienst

wird durch niedergelassene

Ärzte der Insel oder Klinikärzte

sichergestellt. Wenn erforderlich

werden Patienten zur weiteren Behandlung

in Krankenhäuser der Maximalversorgung

oder Spezialkliniken

auf das Festland mit einem Rettungshubschrauber

verlegt.

Am Montagmorgen ging es dann für

mich mit dem Flugzeug zurück nach

Heide/ Büsum. Bei einer Sturmwarnung,

Wellen von 3 m Höhe und Böen

von 9 Bft in einer 10-sitzigen BN-2 Islander

ein unvergessliches Erlebnis!

Zum Schluss noch einmal vielen Dank

an die Helgoländer Kollegen für die

freundliche Aufnahme, die entspannte

aber auch interessante Zeit auf

Deutschlands einziger Hochseeinsel.

Frank Mahlstedt

ist Rettungsassistent im

VB Steinburg Rettungswache

Kellinghusen.


andré von glischinski

Seite 18 | RKiSH News 04 | August 2012

»SoWaS MÜSSt iHr ÖfterS MaCHen!« – der rKiSH gesundheitstag

Veranstaltet wurde dieser Tag federführend

vom Team Gesundheitsmanagement,

welches seit Anfang 2009

in der RKiSH aktiv ist. Ebenfalls anwesend

waren die Teams SbE (Stressbearbeitung

nach belastenden Ereignissen),

Suchthilfe und Arbeitssicherheit.

Sie informierten über ihr

Angebot für die Mitarbeiter und berichteten

von ihrer Arbeit.

So konnte man beim Team Suchtprävention,

die dort tätigen Kollegen,

Julia Gruschka und Jörg Janouschek,

kennenlernen. Sie mixten alkoholfreie

Cocktails (sehr beliebt bei allen

Besuchern) und demonstrierten mit

der Rauschbrille, welche Sichteinschränkungen

unter Alkohol entstehen

können.

Die Abkürzung SbE steht für Stressbearbeitung

nach belastenden Ereignissen.

Nicht nur die kranken oder

verletzten Menschen brauchen Hilfe,

manchmal brauchen auch die Helfer

Unterstützung. Innerhalb der RKiSH

steht jedem Mitarbeiter das Angebot

der SbE uneingeschränkt und jederzeit

zur Verfügung. Jean Deatcu, Polizeibeamter

außer Dienst aus dem

Kreis Dithmarschen, informierte

alle Interessierten.

Was ist das Besondere an einer Bildschirmarbeitsplatzbrille

und wie

richtet man einen Bildschirmarbeitsplatz

richtig ein? Nicht nur diese

Fragen beantwortete Torsten Bekendorf,

Arbeitsschutzbeauftragter in

der RKiSH. Zusammen mit den Vertretern

der Berufsgenossenschaft

ging es unter anderem auch um die

Themen: Ladungssicherheit – Verantwortung

des Fahrers und Gefahren

durch Schimmelpilze in Gebäuden.

Hans Rudolf Philippsen und Jan

Noelle von der Abteilung Service

und interne Dienstleistungen in der

RKiSH stellten den Innovations-Rettungswagen

vor, welcher durch ein

neuartiges Fahrtragensystem der

Firma Kartsana die Rückenbelastung

der Rettungsdienstmitarbeiter

um ein Vielfaches minimiert. Neben

den in der RKiSH bereits eingesetzten

Hilfsmitteln zur Rückenentlastung

wurde ein Tragestuhl vorgestellt,

welcher den Patienten automatisch

die Treppe hinab und hinauf

befördern kann.

Zu einem Gesundheitstag gehören

aber auch verschiedenste Tests und

Messungen. Unterstützt durch die

AOK-NW konnten die Teilnehmer

eine Körperfett- und eine Rückenformanalyse

(MediMouse®) durchführen.

Die DAK war mit dem Balance

Board zur Gleichgewichtsbestimmung

und einem computergestützten

Stresstest (HRV-Test) vor

Ort. Außerdem konnten alle Interessierten

mit dem PWC-Test ihre Ausdauer

auf dem Fahrradergometer bestimmen

lassen.

Team

GM GM GM GM GM GM GM GM GM GM GM GM GM GM GM

am 20. Juni 2012 fand der erste gesundheitstag der rKiSH in tornesch-ahrenlohe statt. eingeladen waren alle Mitarbeiter der

rKiSH, sowie deren familien und alle interessierten gäste von anderen rettungsdiensten.

Gesundes Essen im Einsatzdienst: Das RKiSH-Kochbuch

Dr. Mark Basis vom Betriebsmedizinischen

Dienst (RAS) stand bereit,

um alle Fragen rund um die Arbeitsmedizin

zu beantworten. Wer wollte,

konnte hier auch erfahren, was eine

Schröpf-Massage ist, und sie gleich

am eigenen Rücken testen.

Welches Angebot bietet mir eigentlich

das Team Gesundheitsmanagement

in der RKiSH? Um diese Frage

zu beantworten, war das Team GM

gleich mit mehreren Stationen präsent.

Am Stand Rückenschule informierte

Stefan Hardt (Physiotherapeut)

über die Rückenschule in der

RKiSH. Bei Dehn- und Kräftigungsübungen

ist so mancher Teilnehmer

etwas ins Schwitzen gekommen.

Hier bestand auch die Möglichkeit,

fachkundige Antworten auf Fragen

zu Problemen des Bewegungsapparates

und des Rückens zu bekommen,

welche vielfach wahrgenommen

wurde.

Die Station Ernährungsberatung bot

neben leckeren und kalorienarmen

Muffi ns auch Sensorik-Tests und

>>>>


Blindverkostungen zur Überprüfung

des Geschmacksinns an. Stefan van

der Pluim und die Ökotrophologin

Natascha van der Pluim beantworteten

alle Fragen rund um das Thema

Ernährung. Hier konnte auch

erstmalig ein Blick in das neue

RKiSH Kochbuch »Retten und Kochen«

geworfen werden.

Dass aktive Bewegung auch Zuhause

möglich ist, zeigt Saskia Hartmann

am Stand Wii-Sport. Hier wurden so

manche sportliche Wettkämpfe ausgetragen.

Am Eingang informierten André von

Glischinski, Thorsten Garon und

Torsten Just über weitere Angebote

und die Arbeit im Team Gesundheitsmanagement.

Nach so viel aktiver Betätigung

konnten sich die Teilnehmer am

Ende bei einer wohltuenden Rückenmassage

von der Physiotherapeutin

Pamela Giebler entspannen.

Wie erwartet, war dieses Angebot

von 9:00 – 18:00 Uhr komplett ausgebucht.

Über 100 Besucher waren auf dem

ersten Gesundheitstag der RKiSH.

Alle Teilnehmer waren überrascht

vom vielfältigen Angebot. Das Team

Gesundheitsmanagement freut sich

über den großen Erfolg dieser Veranstaltung

und bedankt sich bei allen

engagierten Helfern.

Team

GM GM GM GM GM GM GM GM GM GM GM GM GM GM GM

Am Ende steht das Zitat eines Besuchers

sinnbildlich für den ganzen

Tag: »Sowas müsst ihr öfters machen!«

Gewinner der Tombola:

1. Preis:

50,- EURO für einen Sportartikel

deiner Wahl*:

Ursula Lau (RW Ostrohe)

2. Preis:

RKiSH Kochbuch + RKiSH

Kochschürze:

Thomas Wollesen (RW Westerdeichstrich)

3. Preis:

RKiSH Kochschürze:

Saskia Hartmann (RW Nortorf)

Folgende Wachen / Standorte haben

für vier Wochen den RKiSH-

Obst- und Gemüsekorb gewonnen:

Quickborn, Wedel, Bordesholm,

Nortorf, Verwaltung Pinneberg,

Verwaltung Heide, Akademie Heide.

*Nachträgliche Erstattung von 50,- EURO beim Kauf

eines Sportartikels gegen Vorlage der Quittung

Über 100 Besucher ließen sich von dem vielfältigen Angebot des ersten Gesundheitstages überraschen.

www.rkish.de | Seite 19

André von

Glischinski ist Leiter

des Teams Gesundheitsmanagement

und

Rettungsassistent an

der RW Wedel.


andré von glischinski

Seite 20 | RKiSH News 04 | August 2012

Sie ist euer größtes Organ mit einer Fläche von rund zwei

Quadratmetern. Dabei soll sie nicht nur gut und gepfl egt

aussehen, sondern euch vor mechanischen, physikalisch-chemischen

und thermischen Einfl üssen schützen.

Eure Haut weiß wie sie sich aus eigener Kraft gegen

schädliche Einfl üsse wehren kann, allerdings nur bis zu

einem gewissen Grad. Äußere oder innere Einfl üsse

überfordern die hauteigenen Regenerationsmechanismen.

Die Haut fängt an zu jucken, wird rau, schuppig,

rissig und Hautkrankheiten treten auf. In den meisten

Fällen handelt es sich hierbei um Ekzeme, auch »Abnutzungsekzeme«

genannt. Häufi g folgen den »Abnutzungsekzemen«

allergische Kontaktekzeme. Und das wollen

wir verhindern. Wenn ihr täglich hautbelastende Tätigkeiten

ausführt, müsst ihr die natürlichen Schutzfunktionen

eurer Haut unterstützen und somit zu ihrer Gesunderhaltung

beitragen.

Dürfen wir uns vorstellen? Wir sind zwei Partner, die

euch dabei unterstützen wollen! Unsere Namen sind sensiva

® Pfl ege-Emulsion und sensiva ® Schutz-Emulsion.

Hauptsächlich geht es um die Haut eurer Hände. Um den

speziellen Hautschutz (tragen von Schutzhandschuhen)

und eine gezielte und schonende Hautreinigung müsst

ihr euch selbst kümmern. Bei der wirksamen Hautpfl ege

lasst euch von uns helfen. Und das ohne Farb- oder Parfümstoffe.

name: sensiva® Schutz-Emulsion

(protective emulsion)

Wirkung: Hautschutz – Schutz

und Erhalt der Feuchtigkeit bei

Normal- und Mischhaut

zusammensetzung:

Öl-in-Wasser-Emulsion (O/W)

Wirkstoffe:

- Allantoin (wundheilend und hautschützend)

- Bisabolol (entzündungshemmend)

leistung:

- schnell einziehend

- hautschützend und -pfl egend

- geringes Allergiepotenzial

- Schutz vor nicht wasserlöslichen Stoffen

(z.B. Reinigungs- und Desinfektionsmittellösungen)

- mindert nicht die Wirkung von

Hautdesinfektionsmitteln

anwendung: in saubere Hände gründlich einmassieren

Wann: vor Arbeitsbeginn, nach Pausen oder zwischendurch

name: sensiva® Pfl ege-Emulsion

(care emulsion)

Wirkung: Hautpfl ege – Erhaltung der

intakten Haut bei trockenem Hautzustand

zusammensetzung:

Öl-in-Wasser-Emulsion (O/W)

Wirkstoffe:

Farnesol (desodorierend –

Unterstützung des Wohlbefi ndens)

leistung:

- feuchtigkeitspendend

- Schutz vor Austrocknung

- regeneriert trockene Haut

- geringes Allergiepotenzial

- auch zur Ganzkörperpfl ege geeignet

- mindert nicht die Wirkung von Hautdesinfektionsmitteln

anwendung: in saubere Hände gründlich einmassieren

Wann: nach Arbeitsende, nach Pausen, nach dem Händewaschen

sowie bei Bedarf, häufi ger in der kalten Jahreszeit

Wir stehen beide gerne an Waschbecken rum. Überhaupt nicht gerne mögen wir direkte Sonneneinstrahlung. Sollten

unsere Flüssigkeiten sich etwas abgesetzt haben, schüttelt uns gerne einmal kräftig durch. Zum Schluss noch eine

Bitte: Wir werden immer wieder offen stehen gelassen. Macht doch bitte den Deckel nach Gebrauch wieder zu. Wir

freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Dienste eurer Haut!

Eure sensiva ® Pfl ege-Emulsion und sensiva ® Schutz-Emulsion!

Team

GM GM GM GM GM GM GM GM GM GM GM GM GM GM GM

»eure Haut« sensiva ® Pflege-emulsion und sensiva ® Schutz-emulsion


angeln in der rKiSH

andré von glischinski

Team

GM GM GM GM GM GM GM GM GM GM GM GM GM GM GM

Angeln erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Es geht

nicht nur um den Fisch, sondern in erster Linie um Ruhe

und Entspannung. Immer mehr Menschen erkennen,

wie toll man in der Natur abschalten kann. Wir möchten

interessierten Kollegen die Möglichkeit bieten, ihr Hobby

mit anderen Kollegen auszuüben und somit auch eine

Versorgungsbereich übergreifende Zusammengehörigkeit

in der RKiSH zu fördern.

Dazu hat das Team Gesundheitsmanagement einen

kompletten Forellensee in Klein Vollstedt (Kreis Rendsburg-Eckernförde)

angemietet, und möchte euch am

Samstag, den 20. Oktober, zum ersten RKiSH-Angeltag

einladen.

retten & KoCHen

andré von glischinski

»Retten & Kochen« heißt das erste

Kochbuch vom Team Gesundheitsmanagement

in der RKiSH. Auf 100

Seiten werden darin Rezepte vorgestellt,

welche schnell und einfach zu

kochen sind. Geeignet für den Einsatzdienst

genauso wie für Zuhause.

Für einen begrenzten Zeitraum ist

dieses Kochbuch zum Einführungspreis

von nur 10,- EURO erhältlich.

Bestellungen gehen an das Gesundheitsmanagement

der RKiSH.

a.vonglischinski@rkish.de

Suppen Zubereitungszeit 25 Zubereitungszeit 30

Suppen

Gemüseeintopf

mit Linsen

Zutaten

2 Möhren (ca. 200 g)

halber Kohlrabi (ca. 250 g)

2 Frühlingszwiebeln

1 TL Rapsöl

2 TL rote Linsen (ca. 20 g)

200 ml Gemüsebrühe

Salz

Pfeffer

½ Bund Petersilie

1 EL Balsamessig

Gurkencremesuppe

mit frischen Kräutern

(Foto rechts)

Zutaten

1 Gurke

1 Kästchen Kresse

½ Stange Lauch ½ Avocado

1 kleine Zwiebel 250 ml Buttermilch

1 EL Öl

Salz

250 ml Gemüsebrühe Pfeffer

½ Bund Dill

Muskat

½ Bund Petersilie

Zubereitung

1) Die gurke waschen, längs halbieren und quer

in etwa fi ngerdicke Scheiben schneiden. Lauch

waschen, putzen, in breite ringe schneiden.

Zubereitung

Zwiebel schälen und würfeln.

1) Möhren waschen, putzen und schälen.

2) Das Öl in einem topf erwärmen und die

Kohlrabi putzen und ebenfalls schälen.

Zwiebel darin glasig dünsten.

beides klein würfeln.

Das geputzte gemüse dazu geben und

mitdünsten. Die brühe angießen und alles

2) Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in

etwa 10 Minuten garen.

ringe schneiden.

3) Dill und Petersilie waschen, Kresse

3) Öl in einem topf erhitzen und alles gemüse

abschneiden. Die Avocado halbieren, Kern

darin etwa 4 Minuten andünsten.

entfernen und das Fruchtfl eisch mit einem

Löff el aus der Schale kratzen.

4) 100 ml Wasser dazugießen, Linsen unterrühren

und zum Kochen bringen. etwa 10 Minuten 4) Suppe, Kräuter und Avocadofl eisch zusammen

kochen lassen. Dann die brühe zufügen, salzen pürieren. Die buttermilch unter die leicht abgeund

pfeff ern.

kühlte Suppe mischen, mit Salz, etwas Pfeff er

und Muskat abschmecken. Mit Dill bestreuen.

5) Petersilie waschen und trocken schütteln.

blätter abzupfen und mit einem großen Messer Die Suppe kann warm oder kalt gegessen

hacken. eintopf mit essig abschmecken, mit

werden. Dazu schmeckt frisches Vollkorn-

Petersilie bestreuen und anrichten.

baguette.

1

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www.rkish.de | Seite 21

Am Angeltag treffen wir uns um 06.15 Uhr direkt am

Angelteich. Geangelt wird von 07.00 Uhr bis 14.00 Uhr

und pro Teilnehmer sind je zwei Handangeln erlaubt.

Angelgerät sowie Köder sind von jedem Teilnehmer mitzubringen.

Beim anschließenden gemeinsamen Grillen

werden die erfolgreichsten Angler mit kleinen Sachpreisen

belohnt. Danach darf noch bis 19:00 Uhr weitergeangelt

werden. Für die Teilnehme ist übrigens kein Jahresfi

schereischein erforderlich!

Weitere Informationen bekommt ihr bei Torsten Just

oder Matthias Claus (RW Nortorf) und unter der Mail

Adresse: t.just@rkish.de. Unter dieser Adresse könnt ihr

euch auch anmelden. Die Teilnahmegebühr beträgt 10,-

Euro. Das Gesundheitsmanagement wünscht Petri Heil

das neue Kochbuch

der rKiSH »retten

& Kochen« ist eine

Sammlung leckerer,

gesunder und schnell

zubereiteter rezepte.

TIPP

Avocados sind besonders nährstoff reich.

Sie liefern 23 Prozent Fett, allerdings in Form von

wertvollen ungesättigten Fettsäuren. Diese sind

wichtig für ein gesundes Herz-Kreislaufsystem.

reife Avocados erkennt man daran, dass sie bei

leichtem Druck am Stielansatz nachgeben.

essen darf Spaß machen

Die Anforderungen im Job, in der Familie und in der Wer sich für einen vegetarischen tag entscheidet,

Freizeit lassen immer weniger Spielraum für eine wird feststellen, dass auch dieser keineswegs lang-

optimale Versorgung durch die eigene Küche. Dabei weilig und geschmacklos ist.

wirkt sich gesundes essen und trinken positiv auf die

körperliche Fitness und die geistige Leistungsfähigkeit Die Vegetarier verzichten auf den Verzehr von Fisch

aus. gesundes essen und trinken erhöht die Konzen- und Fleisch. Wenn sie zudem auch auf eier, Milch und

trationsfähigkeit und kann die gemeinschaft mit Fa- Honig verzichten, nennen sie sich Veganer. Damit es

milie, Freunden und Kollegen fördern. ganz nebenbei noch komplizierter wird, teilen sich die Vegetarier

kann entsprechende ernährung dazu beitragen, vor gerne in gruppen auf. es gibt den Ovo-Lacto Vege-

chronischen erkrankungen wie bspw. Herzkreistarier, der zwar auf Fleisch und Fisch verzichtet,

lauferkrankungen, Fettstoff wechselstörungen und nicht aber auf eier und Milch. Der Lacto-Vegetarier

Diabetes zu schützen.

verzichtet neben Fisch und Fleisch auch auf die eier,

nicht aber auf die Milch. Ach ja … und Ovo-Vegetarier

Diese kleine Sammlung selbsterprobter rezepte verzichten auf die Milch und natürlich auf Fleisch

möchte helfen, wieder mehr eigenverantwortliches und Fisch, aber nicht auf die eier. Zu guter Letzt gibt

und selbstbestimmtes Handeln in den eigenen ernäh- es noch die rohköstler. Die verzichten ähnlich wie

rungsalltag zu bringen. gesunde und selbstbewusste die Veganer auf alle tierischen Produkte und zudem

ernährung heißt nicht Kalorien zählen und fehlender auf gekochte pfl anzliche nahrung.

genuss. Sie defi niert sich aus genussvollem essen, das

uns mit energie und wertvollen nährstoff en versorgt. Die vegetarische Küche teilt sich nicht nur in unter-

idealerweise Obst, gemüse, Vollkornprodukte und schiedliche gruppen, sie ist auch sehr umfangreich.

fettarme Milchprodukte kombiniert mit zartem Fleisch Auf jeden Fall ist die vegetarische Küche mit all ihren

oder Fisch. Dazu ausreichend Flüssigkeit in Form Abkömmlingen nicht langweilig und auf keinen Fall

von Wasser, Saft schorlen oder tees. Kurz und knapp: geschmacklos. neben geschmack bietet die vegeta-

eine gesunde und ausgewogene Küche durch täglich rische ernährung eine reiche Vielfalt an bioaktiven

wechselnde, frische Lebensmittel.

Substanzen.

nicht nur Obst und gemüse sind eine wichtige nähr- Die basis, nämlich Obst und gemüse, sind eine natürstoff

quelle. Auch Fleisch bietet eine wesentliche nährliche Quelle für Vitamine und Mineralstoff e. Vollkornstoff

quelle für den Menschen. es liefert wertvolles getreide und Hülsenfrüchte liefern zudem hochwer-

Protein, Mineralstoff e und Vitamine. ganz nebenbei tiges eiweiß und leicht verdauliche Kohlenhydrate

versorgt es den Menschen mit Cholesterin und ge- und sättigende ballaststoff e. eine halbe Handvoll

sättigten Fettsäuren, die dem Motto gleich kommen: nüsse sowie kaltgepresste Pfl anzenöle versorgen den

»weniger ist mehr«. Darum darf, wer mag, beim Menschen mit wertvollen Fetten.

Fleisch und beim Aufschnitt 2–3 Mal pro Woche zugreifen.

eine Menge von 300 – 600 g pro Woche ist

völlig ausreichend, um dem Körper optimal mit

Proteinen, Vitaminen und Mineralstoff en zu versorgen.

An den fl eischlosen tagen kann, wer mag, zu

Fisch greifen oder der tag gestaltet sich vegetarisch.

Fisch ist eine ideale Quelle für wertvolle Omega 3-

Fettsäuren und Jod. Auch andere wichtige Vitamine

4 und Mineralstoff e sowie Proteine fi nden sich im Fisch

5

wieder.

Salate Zubereitungszeit 15 Salate

Gurkensalat mit Schafskäse

Zutaten

125 g Schafskäse

2 Salatgurken

1 rote Zwiebel

2 EL Dill

1 EL getrocknete Minze

3 EL Olivenöl

1 ½ EL Zitronensaft

Salz

Pfeffer

Zubereitung

1) Den Schafskäse mit einer gabel 5) Alles zusammen in eine Schüssel

zerkrümeln.

geben und vermengen.

2) Die gurke waschen, trocknen, 6) Die Minze fein hacken und

längs halbieren und in 1 cm

mit dem Olivenöl und Zitrodicke

Scheiben schneiden.

nensaft vermischen. Das

g anze mit Salz und Pfeffer

3) Die Zwiebel schälen und in feine abschmecken und mit dem

ringe schneiden.

Salat vermischen.

4) Den Dill waschen, trockenschleudern

und fein hacken.

12 13

48 49

Fisch

Einmal pro Woche Seefi sch

liefert wertvolle Mineralstoffe

wie Jod und Selen und

sensationelle Fettsäuren. So

bleiben Herz und Gefäße fi t,

die Abwehrkräfte werden

gestärkt und Stress lässt sich

leichter ertragen. Lauter gute

Gründe für mehr Fisch auf den

Rettungswachen. Dieses Kapitel

enthält sagenhaft schnelle

Fischrezepte, die sich wunderbar

in den schnelllebigen

Arbeitsalltag einfügen lassen.

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Seite 22 | RKiSH News 04 | August 2012

Mein PraKtiKuM auf der rettungSWaCHe Pinneberg

nicole nieber

Mai 2012 – Nach vielen

Wochen und Monaten

des Arbeitens

im Team der Fakturierung

und der Abrechnung

der erfolgten

Kranken- und

Rettungsdiensttransporte

wollte ich an

den Ort des Geschehens,

um besser

nachvollziehen zu

können, wie die Kollegen

im Einsatzdienst

arbeiten. Was

liegt da näher, als

eine Wache hierfür auszuwählen, für die ich zurzeit gemeinsam

mit Frau Büche die Abrechnung der Einsätze

tätige. Gemeinsam mit meiner Abteilungsleiterin besprach

ich ein Praktikum auf der Rettungswache in Pinneberg.

Ich war total aufgeregt und fragte mich, was ich an den

beiden Tagen im Einsatzdienst erleben würde. Vor lauter

Aufregung war ich überpünktlich an der Rettungswache

Pinneberg. Das machte aber nichts, die Kollegen nahmen

mich herzlich in Empfang und haben mich gleich mit

unserer Dienst- und Schutzkleidung versorgt.

Um 08:00 Uhr fing dann mein Dienst auch gleich mit

dem obligatorischen Fahrzeugcheck an. Dabei habe ich

eine ausführliche Erklärung von Fahrzeug und Material

bekommen. Die beiden Kollegen haben sich sehr viel

Mühe damit gegeben, denn ich bin ja keine Rettungsassistentin.

Offensichtlich habe ich zwei relativ ruhige Tage erwischt.

An beiden Tagen standen überwiegend Krankentransporte

im Vordergrund, aber das hat mich nicht gestört.

Die Art, wie die Notfalleinsätze abgearbeitet werden,

kenne ich ein bisschen durch meine Tätigkeit bei der

Feuerwehr, wenn wir den Rettungsdienst unterstützen.

Mich haben die zwei Tage auf der Rettungswache beeindruckt

und auch bewegt. Besonders die Art und Weise,

wie meine Kollegen mit den meist älteren Menschen umgehen.

Sie waren sehr verständnisvoll und freundlich.

Das war einfach schön anzusehen. Es ist erfreulich,

wenn man in ein Altenheim kommt und die Senioren

einen anlächeln, weil sie eine so gute Erfahrung mit unserem

Rettungsdienst gemacht haben und die Kollegen

wieder erkennen. Ich glaube, von den Patienten, die wir

transportiert haben, hat der eine oder andere die Aufmerksamkeit

und Fürsorglichkeit sehr genossen, auch

wenn es nur die 20 Min. im RTW waren. Der Patient

stand hier ganz im Mittelpunkt und konnte von früher

erzählen. Wenn er dann nach 2 Min. nochmal das Gleiche

erzählte, hörten die Kollegen mit einem netten und

freundlichen Lächeln zu, als wenn sie es zum ersten Mal

hören würden. Bewegt hat mich ein älterer Herr, den

wir transportierten. Ich weiß nicht, wie viel dieser Mann

noch von seiner Umwelt wahrnimmt, auf jeden Fall

konnte er noch Freude zeigen. Die Kollegen haben mit

ihm ganz normal gesprochen und ihn als wertvollen

Menschen angenommen, als wenn er noch seine Umgebung

wahrnehmen würde. Einfach nur toll.

An den Tagen waren natürlich auch Notfalleinsätze zu

absolvieren und es ist imponierend, wie schnell, aber

auch besonnen und erfahren die Kollegen ihre Entscheidungen

treffen, währenddessen aber auch noch beruhigend

auf den Patienten einwirken, um ihm die Angst zu

nehmen und ein Gefühl von Geborgenheit zu geben.

Selbstverständlich gehörte für mich als Praktikantin

auch das Reinigen des RTW‘s und des Materials dazu.

Auch das hat mir wirklich Spaß gemacht. Zwischendurch

wurden die Protokolle ausgefüllt und die Daten in das

Abrechnungssystem ISE eingegeben. Es gab auch Kollegen,

die die Gelegenheit nutzten und mich Dinge zum

Ausfüllen der Verordnungen fragten und generelle Fragen

zu der Abrechnung unserer Einsätze in der RKiSH

hatten. Wie schön, dass ich auch etwas zum Thema Abrechnung

beitragen und ein paar offene Fragen klären

konnte.

Es war für mich super interessant, auch einmal den Einblick

in den Einsatzdienst zu bekommen. Ich bewundere

die Kollegen, die täglich diesen Job machen.

Wer die beiden Kollegen waren, die mich an diesen Tagen

so freundlich an die Hand genommen haben? Ich

verrate es Euch: Es waren Sandra Wolf und Christian

Maske. Vielen Dank an dieser Stelle an die beiden für die

tollen Tage! Aber auch an alle Kollegen von der Rettungswache

Pinneberg, die so super freundlich und aufgeschlossen

mir gegenüber waren sowie an Christine Büche,

die mir das Praktikum ermöglicht hat. Ganz lieben

Dank an alle.

Nicole Nieber ist Mitarbeiterin des Teams

Fakturierung in Pinneberg.


auS der MitarbeiterSCHaft

Unser Kollege und Azubi Maik

Steinberg (VB Rendsburg-Eckernförde)

ist am 22. Juli 2012 um 13:36

Uhr Vater einer gesunden Tochter

geworden. Ina Marie Steinberg

wiegt 3530 g und ist 50 cm groß.

Wir gratulieren der kleinen Familie

und wünschen alles Gute!

Richard Augustin Schulte wurde

am 21. Juni 2012 geboren.

Wir gratulieren Johannes Schulte

(RW Eckernförde) ganz herzlich

und freuen uns mit den stolzen

Eltern!

Wir gratulieren Walter Mikkelsen zum 25-jährigen Jubiläum am 14. Mai

2012. Am späten Nachmittag des 23. Mai 2012 wurde es in Verbindung mit

der RW-Versammlung gefeiert. [Foto]

In Heide hatte Jürgen Kuhrt am 01. Juni 2012 sein 25-jähriges Jubiläum,

dieses wurde mit einem gemeinsamen Frühstück am 27. Juni 2012 gefeiert.

Auch Ihnen gratulieren wir.

www.rkish.de | Seite 23

Am 02. Februar 2012 um 03:56 Uhr

erblickte Jessica Richard das Licht

der Welt. Sie war 52cm groß und

wog 3310g.

Wir gratulieren unserem Mitarbeiter

Mirco Richard (RW Kellinghusen)

von ganzem Herzen und

wünschen alles Gute!

iMPreSSuM

Sitz der gesellschaft

Esmarchstraße 50 | D-25746 Heide

Tel. 0481. 785 - 2805 | Fax 0481. 785 - 2809

info@rkish.de | www.rkish.de

Geschäftsführer

Michael Reis

Eingetragen im Handelsregister Pinneberg

HRB 1888 ME

auflage

1.050

verantwortlich für den inhalt

Angela Hoyer

gestaltung

vingervlug | vingervlug.com


ei uns geht es um alles. täglich.

besuchen Sie uns am 7. und 8. September auf der Messe für ausbildung,

Studium und beruf in der tribühne norderstedt.

Junge MeSSe

norderstedt

Stand 33

informationen zum beruf

des rettungsassistenten

fachvortrag zur 3-jährigen

ausbildung zum rettungsassistenten /

zur rettungsassistentin

an der staatlich anerkannten

Rettungsdienst Akademie der RKiSH.

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