Angehör - Pflegeheim St.Otmar

otmarsg.ch

Angehör - Pflegeheim St.Otmar

Schicksale, denen Sie oft begegnen, gut verdauen?

RG: Das Wichtigste für mich ist, dass ich die

Biographie der einzelnen HeimbewohnerInnen

wahrnehme und dadurch die Personen

dort abholen kann, wo sie sich zur Zeit befinden.

Ich versuche den einzelnen Schicksalen mit

Professionalität zu begegnen. Man lernt

immer wieder damit umzugehen.

Manchmal versuche ich in meinem Kontakt

zu den HeimbewohnerInnen auch tiefgründigere

Gespräche zu führen und bin dann

gewissermassen fast als Seelsorger tätig. Es

ist oftmals sehr wichtig, dass man ein guter

Zuhörer ist.

HR: Ich bekomme oft den Eindruck, dass Sie

im St.Otmar sehr viel Zeit, auch ausserhalb

des Arbeitstages, investieren. Wie können Sie

das alles unter einen Hut bringen? – Gibt es

da auch noch ein Zeitfenster für gewisse Hobbies?

RG: Ich versuche, wenn ich zu Hause eintreffe,

den geschäftlichen Tag zu vergessen, was

mir aber nicht immer gelingt. – Einen grossen

Ausgleich erhalte ich immer, wenn ich

mich in meinem Garten betätige oder mich

mit meinen drei Katzen beschäftige.

Einen ganz wichtigen Anteil an meinem

Arbeitsausgleich leistet jedoch meine Familie.

Es bedeutet mir sehr viel, wenn ich mit

10-Jahr-Jubiläum von

Frau Gabriela Mauchle

Roland Garoni: Frau Mauchle, wie sind sie

auf das Pflegeheim St.Otmar aufmerksam

geworden?

Gabriela Mauchle: Ich habe im Jahre 2002

den Rotkreuz-Kurs für Pflegehelferinnen

absolviert, weil ich mich beruflich verändern

wollte. Dazu brauchte ich einen Praktikumsplatz,

welchen ich damals im 4. Stock dieses

Pflegeheims fand. Das Praktikum gefiel mir

so gut, dass ich mich um eine Stelle als Pflegehelferin

bewarb und am 1. Juli 2002 mit

der Arbeit begann.

Vorher hatte ich während 11 Jahren in St.

Gallen in Späti’s Boutique als Verkäuferin

meiner Ehefrau und den bereits erwachsenen

Kindern etwas unternehmen kann.

HR: Nebst Ihrer Arbeit als Pflegedienstleiter in

unserem Haus haben Sie noch eine Ausbildung

zum eidgenössisch diplomierten Gerontologen

SAG absolviert. Gibt es dafür im

St.Otmar auch Anwendungsbedarf?

RG: Nach Überprüfung diverser Ausbildungsvarianten,

die eher kopflastig waren,

habe ich mich für die besagte Variante entschieden.

Diese war sehr praxisbezogen und

ich konnte auch einiges bereits in unserem

Betrieb anwenden (Beispiel Familienzentrierte

Pflege). Da unser Pflegepersonal

jedoch sehr viele Weiterbildungen zu absolvieren

hat, wurde die FZ-Pflege wieder

etwas zurückgestuft. Ich möchte nicht, dass

vom Personal zu viel Kopflastigkeit verlangt

wird und dadurch dann das intuitive Verhalten

plötzlich verloren geht.

Ich stelle mir vor, dass ich nach meiner Pensionierung

viel Fachwissen auch weiter

gebrauchen kann, wie z.B. in einer Beratungsfunktion

für Altersfragen.

HR: Herr Garoni, ich danke Ihnen bestens für

die Zeit, die Sie sich für dieses Interview

genommen haben und wünsche Ihnen auch

weiterhin viel Befriedigung im Pflegeheim

St.Otmar St.Gallen!

gearbeitet. Ich hatte gespürt, dass ich direkter

mit Menschen arbeiten und nicht mehr

nur über den Verkauf von Geschenken Menschen

erfreuen wollte.

Herzliche Gratulation

an Frau Irene Ribler

zum 10-jährigen

Dienstjubiläum

Frau Ribler, vor 10 Jahren wurden Sie als

Leiterin Administration eingestellt.

Kurze Zeit nach Ihrem Stellenantritt

meldete sich das erste Kind an. Da sie

das Hausfrau- und Muttersein

dem Berufsalltag

vorzogen, entschlossen

Sie sich, nur noch für

buchhalterische Spezialaufgaben

im Pflegeheim

zu arbeiten.

Sie kommen pro Quartal

jeweils an 2 bis 3 Tagen zu

uns und erledigen dabei

Controlling-Aufgaben

sowie betriebswirtschaftliche

Auswertungen und

Statistiken. Ganz neu sind Sie nun Mutter

von 4 Kindern. Wir freuen uns mit

Ihnen und gratulieren Ihnen herzlich.

Wir hoffen, dass Sie uns noch lange treu

bleiben und uns in unseren Aufgaben

und Arbeiten unterstützen.

Heimleitung und Administration

R.G: Wie sind sie mit ihrer jetzigen Arbeit

zufrieden?

G.M: Ich habe den Sinn in meiner Arbeit

gefunden. Die Erfüllung in meinem Beruf ist

die ständige Begegnung mit den Menschen,

der Austausch und eine Beziehung zu den

mir anvertrauten Menschen aufzubauen. Ich

stehe jetzt in einem anderen Verhältnis zu

den Menschen und erlebe die zwischenmenschlichen

Ebenen anders.

R.G: Welche Schwerpunkte umfasst ihre

Arbeit? Was ist Ihnen wichtig?

G.M: Es ist mir wichtig, den Kontakt zu den

Bewohnerinnen und Bewohnern unmittelbar

zu pflegen und ihren Bedürfnissen

gerecht zu werden. Ich möchte den Menschen

mit seiner Geschichte und all seinen

P E R S O N E L L E S

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