Bulletin-1-14 - Briefmarkengilde St. Gabriel Schweiz

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Bulletin-1-14 - Briefmarkengilde St. Gabriel Schweiz

ZEITSCHRIFT DER CHRISTLICHEN

PHILATELIE DER GILDE SCHWEIZ

31. JAHRGANG NR. 114

OKTOBER 2012


In dieser Nummer

Seite 3 Briefmarken im Rekordtempo

gedruckt

Seite 4 Rückblick auf die LIBA

Seite 6 Protokoll der Jahresversammlung

vom 19. August 2012

Seite 8 Jahresbericht der Präsidentin

Seite 10 IG Vatikan und Neuheiten

Seite 13 neue christliche Briefmarken und

Stempel

Seite 18 Poststellensterben

Seite 21 Heilige der Monate Okt. – Dez.

Seite 24 Wir gratulieren

Seite 25 zu Gott heimgekehrt

Seite 26 Mitteilungen

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„Briefmarke in Rekordtempo gedruckt“

Liechtensteins Philatelie wird im Guinness – Buch der Rekorde verzeichnet. Zur

Eröffnung der internationalen Jubiläumsausstellung LIBA 2012 wurde eine

Briefmarke im Rekordtempo gedruckt.

dies der Zeitungsartikel vom 17. August 2012 im St.Galler Tagblatt.

Es galt, die Zeit von einer Stunde und 25 Minuten für den Druck einer Briefmarke zu

unterbieten. Der Briefmarken-Rekord stand im Zusammenhang mit einem

Gestaltungswettbewerb für neue Briefmarken, der im Jubiläumsjahr ausgeschrieben

worden war. Kinder, Jugendliche und Erwachsene wurden aufgerufen, zum Thema

„Liechtensteiner Sagen“ eine Briefmarke zu entwerfen. Eine Auswahl von drei

Entwürfen aus jeder Kategorie stand den Festbesuchern anlässlich der

Ausstellungseröffnung zur Beurteilung an. Sobald die Entscheidung feststand, brachte

die Polizei in einem Sondereinsatz das Ergebnis in die Druckerei Gutenberg in Schaan,

(Liechtenstein hat noch eine Briefmarkendruckerei!), die in Rekordzeit die ersten Bogen

druckte, stanzte, verpackte und die fertigen Postwertzeichen an die Festbesucher

lieferte.

Der Rekordversuch konnte nur erfolgreich sein, weil die

liechtensteinische Druckerei Gutenberg seit 2009

regelmässig liechtensteinische Briefmarken herstellt,

die früher ausschliesslich in der Schweiz sowie in

Österreich gefertigt wurden.

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Liebe Gildenmitglieder,

ein einmaliges Erlebnis anlässlich der LIBA 2012. Die ganze Veranstaltung zeigte, wie man

unser Hobby beliebt machen kann. Von den hilfsbereiten Damen und Herren der

Liechtensteinischen Post bis zur grosszügigen Freifahrt quer durchs Ländle wurde nichts

unterlassen, den Anlass ins beste Licht zu rücken. Natürlich spielte auch das Wetter eine

Rolle, die Sonne meinte es sehr gut und liess wohl auch den Einen oder Andern der

Ausstellung fernbleiben. Trotzdem darf ohne Übertreibung von einer gelungenen

LIBA 2012 gesprochen werden.

Am Samstag feierten wir mit Herrn Pfarrer Alfons Miller den Gottesdienst in der

St.Laurentiuskirche in Schaan. In verdankenswerter Art überliess er mir seine Predigt von

welcher ich hier gerne den Daheimgebliebenen eine Zusammenfassung wiedergebe.

Liebe St.Gabriel – Gildenfreunde!

O wie schön ist deine Welt, Vater, wenn sie golden strahlt. Eine offene

Himmelstür. Am Morgen stehen wir auf mit neuer Kraft und Mut für den Tag.

Die Sonne kommt noch dazu. So dürfen wir in diesen Tagen das Fürstentum

Liechtenstein erleben.

Das kleine Land im Herzen Mitteleuropas und die Freuden der Philatelie.

In der Einladung zum Gildentreffen sind uns einige Gedanken zum Erzengel

Gabriel, dem Patron unserer Gilde vorgelegt worden. Diesen Gedanken möchte

ich noch hinzufügen:

Die Engel, von denen uns die Bibel berichtet, zeigen uns, dass eine heilende

Nähe in allen Situationen unseres Lebens hineinreicht. Gott ist nicht nur das

ferne und unbegreifliche Geheimnis, sondern er greift in den Engeln konkret in

unser Leben ein.

- Er schickt uns die Engel „in Menschengestalt“, die eine Zeitlang mit uns

gehen und uns die Augen öffnen für die tiefere Wahrheit.

Ich begegnete einigen Engeln in der Ausstellung, die Briefmarkenfreunde

möchte ich auch dazu zählen.

- Gott hilft uns durch den Engel, der in uns ist, in unserem Herzen, in unseren

Gedanken, in den leisen Impulsen unserer Seele.

- Gott handelt durch seine Engel an uns. Das ist eine tröstliche Botschaft, eine

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Botschaft, die den fernen und unbegreiflichen Gott hineinholt in unsere

Alltagswirklichkeit.

- Jeder Mensch hat seinen Engel. Das ist die frohe Botschaft der biblischen

Geschichten.

- Engel beflügeln unsere Seele. Sie verleihen unserem Geist Flügel der

Phantasie, damit wir uns abheben können vom nur Vordergründigen und sich

der Himmel über uns öffnet.

- Engel vermitteln uns die Erfahrung, dass wir in besonderer Weise geschützt

und geborgen sind.

- Wir sind nie allein gelassen. Engel begleiten uns in alle Situationen unseres

Lebens, auch in die Einsamkeit, in die Angst, in die Resignation, ja bis in den

Tod hinein. Engel werden uns auch durch das dunkle Tor des Todes tragen.

Sie werden uns ins Licht geleiten, damit wir gemeinsam mit ihnen Gott das

ewige Loblied singen.

Von Kindheit an wissen wir den Engel an unserer Seite. Engel vermitteln uns eine

Würde, die uns niemand nehmen kann. Unsere Gilde trägt den Namen Gabriel.

Mit dem Engel in Berührung kommen heisst für mich, die Engelsspuren in

meinem Leben entdecken. In seiner eigenen Lebensgeschichte die Engelsspuren

entdecken und meditieren, das schenkt Heilung und Befreiung.

Es wächst uns eine andere Kraft zu, eine göttliche Kraft. Wir kommen in

Berührung mit dem Göttlichen.

Engel um sich wissen hilft uns, wenn man sich von anderen Menschen verletzt

fühlt. Wir fühlen, dass wir von einem göttlichen Hauch umweht und umhüllt sind.

Die Begegnung mit den Engeln lässt uns selber zu Engeln werden für andere.

Darin besteht wohl unser aller Berufung, dass wir füreinander zum Engel

werden den Himmel über dem andern öffnen und im Gottes heilende Nähe

vermitteln.

Wir sind zur Messfeier versammelt in der St.Laurentiuskirche in Schaan.

Christus spricht:

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„Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von

diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben“.

Als Gabriel – Engel – Freunde glauben wir dem Wort des Herrn. Wir essen.

O heiliges Gastmahl, in dem Christus genossen, das Andenken an sein Leiden

erneuert, die Seele mit Gnaden erfüllt und uns das Unterpfand der kommenden

Herrlichkeit geschenkt wird.

Nach dem Mittagessen versammelten sich die Anwesenden zur Jahresversammlung.

Protokoll der GV Gilde St.Gabriel vom 19.August 2012 in Schaan.

1. Begrüssung

Unsere Präsidentin Annemarie Strasser kann 19 Mitglieder und 2 Gäste an der GV willkommen

heissen. Entschuldigungen sind von 19 Mitgliedern eingetroffen.

Zu Ehren des verstorbenen Mitglieds, Beat Wunderlin, erheben wir uns für ein stilles

Gebet.

Als Stimmenzähler wird Peter Dubler gewählt.

2. Das Protokoll der GV 2011 wurde im Heft Nr. 109 abgedruckt. Es wird darüber

abgestimmt und dieses einstimmig genehmigt.

3a. Der Jahresbericht der Präsidentin – ist im Heft abgedruckt.

3b. Es zirkulierten 2 Rundsendungen.

3c. IG Vatikan – Peter Dubler wird künftig seine Arbeit für die IG Vatikan verringern.

In Zukunft müssen Briefmarken und Belege somit direkt beim Händler bezogen werden. Wer

keine Neuheiten mehr möchte soll sich bei ihm abmelden.

Folgende CD können bei ihm gekauft werden:

Stempel der Vatikanpost neu Fr. 50.- alt Fr. 20.-

Andreas Bucheli hat Daten und Artikel im Internet eingegeben:

Man findet diese unter „Einschreibestempel, Kleber, Tarife, Stempel der Vatikanpost“.

4. Finanzen: - Aus Krankheitsgründen konnte die Kassiererin, Sieglinde Kälin, die Jahresrechnung

nicht fristgerecht fertig stellen.

Es konnte nur ein Teil der Rechnungen geprüft werden.

Der Antrag des Vorstandes, die Jahresrechnung 2012 sowie deren Prüfung

auf die nächste GV 2013 zu verschieben, wird von den Anwesenden

gutgeheissen.

Die Kassaobligation von Fr. 10'000.- wird wieder auf der Raiffeisenbank angelegt.

Kassa und Bank weisen per 2011 einen Gewinn von Fr. 319.35 auf.

Wir erwarten für 2012 und 2013 ein ausgeglichenes Budget.

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5. Wahlen

Die Präsidentin wird mit Applaus wieder gewählt.

Eugen Bachofen, Vizepräsident, lässt sich nur noch für ein Jahr wählen. Nach Erreichung

seines Vorstandsjubiläums von 50 Jahren möchte er ruhiger treten. Vielen Dank Eugen für

all Deine Verdienste in den vergangenen Jahrzehnten.

Andreas Bucheli wird neu in den Vorstand gewählt. Hans Tanner, Nico Conrad und Sieglinde

Kälin werden wieder gewählt.

Als Rechnungsprüfer amten weiterhin Yvo Buschauer und Margrit Ricklin.

6. Änderung der Statuten

Damit bei einem Krankheitsfall nicht nur der/ die Kassier/ Kassiererin über das Vereinskonto

verfügen können, ist eine Änderung der Statuten nötig.

Neu heisst es bei Artikel 9b

Der Präsident/ die Präsidentin, der Kassier/ die Kassiererin haben für die Konten der

Vereinskasse rechtsverbindliche Einzelunterschrift.

Sie haften ausschliesslich für das Vereinsvermögen.

Andreas Bucheli hat sich von einem Juristen beraten lassen. Es wird darüber abgestimmt und

genehmigt.

7. Verschiedenes

Als neues Mitglied durften wir Walther Hobi begrüssen. Herzlich willkommen !

Krankheitshalber ist Herr Strimer ausgetreten, und altershalber hat Frau Kurath auf Ende

2012 ebenfalls den Austritt gegeben, auch Fredi Reitberger will künftig nicht mehr dabei

sein.

Von zwei Mitgliedern wurden uns Sammlungen und Briefmarken geschenkt.

Alois Zurmühle, langjähriges Vorstandsmitglied, vermachte seine christliche Sammlung dem

Verein.

Ein ungenannt bleibendes Mitglied beschenkte uns ebenfalls mit einem Teil seiner

Sammlung.

Frau Theres Wunderlin überliess uns schöne Weihnachtsbelege.

Einen Teil von diesen Sammlungen wurde an der anschliessenden Auktion verkauft.

Der Vorstand überlegt sich nun, was mit diesen vermachten Sammlungen weiter geschehen

soll. Vielleicht besteht von Seiten der Mitglieder für dieses oder jenes Interesse.

Liebe Annemarie, vielen Dank für die Organisation der Ausstellung anlässlich der LIBA in

Schaan. Die Begegnungen und Eindrücke bleiben unvergessen.

Horgen, 24.Sept. 2012 Der Aktuar: Nico Conrad

Anschliessend an die GV wurde eine kleine Auktion abgehalten.

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Jahresbericht der Gilde Gabriel über das Jahr 2011

Wie schnell die Zeit vergeht und bereits stehen wir schon in der zweiten Hälfte des Jahres

2012.

An der letzten Jahresversammlung wurde beschlossen, dass wir dieses Jahr unsere

Jahresversammlung in Vaduz – Schaan abhalten. Die Möglichkeit, anlässlich der LIBA 2012

uns einem grösseren Publikum vorzustellen, erachteten wir als sehr passend. Dass uns auch

die Liechtensteinische Post dazu einen Stempel beisteuert, wird wohlwollend verdankt.

Doch blicken wir zurück auf das vergangene Vereinsjahr.

6.- 8. Mai Lugano Rang 2 Ausstellung

Die Fahrt in den Süden der Schweiz ist immer imposant. In den Eisenbahnwagen erspähte

man den einen oder andern Briefmarkensammler, sind es doch meistens immer wieder die

gleichen Gesichter die einem auf solchen Fahrten zu Ausstellungen begegnen.

Unser Mitglied Frau Rosemarie Kurath wagte sich nochmals an die Ausstellung. Mit ihrem

Exponat „Aus dem Leben Jesu“ hat sie unsere Gilde ehrenhaft vertreten.

Leider reichte ihre Punktzahl nicht für die nächst höhere Rang 1 Ausstellung, trotzdem

möchte ich Frau Kurath herzlich gratulieren für ihre Arbeit.

2. - 4. September Rankweil

Das Bodenseetreffen, dieses Jahr von der Österreichischen Gilde organisiert, war wiederum

ein schöner Anlass. Der passend gestaltete Stempel und die Sondermarke vom Altar aus der

Basilika in Rankweil umrahmte diese Veranstaltung.

Eine kleine Ausstellung, die leider nur kurze Zeit zu sehen war, umrahmte dieses Treffen.

Zeitgleich traf sich das Präsidium des Weltbunds, eine Gelegenheit um sich auszutauschen.

16. – 18. September Rätia Chur

In einer grossen Halle wurden den Besuchern Sammlungen im Rang 1 gezeigt.

Die Börse war nicht gerade überwältigend. Das Ganze wirkte etwas verloren in dem Raum.

28. – 30. Oktober Sindelfingen Multinationale Neuheitenschau

Wie jedes Jahr immer wieder ein Renner. Die Besucherzahlen waren überschaubar. Händler

beanstandeten die teuren Tischpreise und überlegten sich gemäss den Aussagen da und dort,

eine künftige Teilnahme am Anlass.

Die Multinationale Neuheitenschau zeigte einen Querschnitt über das Briefmarkensammeln.

Deutschland, Österreich und die Schweiz machten bei dieser Schau mit.

Mitglieder der einzelnen Vereine konnten einen Rahmen ihres Sammelgebietes ausstellen und

wurden von einer Jury bewertet.

Diese Neuheitenschau wird auch dieses Jahr wieder durchgeführt.

27.November Sonderstempel Wienacht – Tobel

Ein Schlitten für den zu erwartenden Schnee diente diesmal als Motiv

9. – 11. Dezember „ Philasierre“, Tag der Briefmarke

Die Reise ins Wallis war wiederum ein Erlebnis. Wie an vielen Ausstellungen fielen auch hier

die einen und anderen Gesichter auf. In einer hellen Halle waren die Objekte ausgestellt, die

Börse war, wie hier gewohnt, auch von Händlern aus der Westschweiz besucht.

Eine kleine Festwirtschaft mit Raclette umrundete diesen Anlass.

Im vergangenen Vereinsjahr erschienen 4 Bulletins.

Herzlichen Dank denen, die mir ab und zu auch einen Artikel übersenden.

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IG Vatikan – Peter Dubler reist immer noch gerne nach Rom, um uns die neuesten Stempel

und Briefmarken zu übersenden. Seine humorvollen Beiträge lassen auch Sie sicher

schmunzeln.

Unsere Gilde zählt 76 Mitglieder – davon sind 20 Sympathiemitglieder oder in der IG Vatikan.

Ein Mitglied ist aus der Gilde ausgetreten.

Unsere Schweizer Post verausgabte wiederum eine ganze Reihe von Briefmarken.

Erwähnen möchte ich den Sonderblock 50 Jahre Schweizer Landeshymne vom 5.Mai 2011.

Zwar schön gestaltet, aber auf einem normalen Briefumschlag fast nicht unterzubringen.

Auch die Pro Patria Marken widerspiegeln ein schönes Bild unseres Landes. Am 9.September

erschien der Zusammendruck „Lavaux“. Und vielleicht könnte man die Sondermarken: Heirat,

Geburt, Jubiläum und Liebe für einen besondern Anlass auch im christlichen Gedankengut

gebrauchen. Der Sonderblock anlässlich der „Philasierre“ zeigt die Sonne über dem Schloss.

Der Verband liess einen Sonderumschlag mit dem Bild des Hl. Theodul, welcher auch an der

Ausstellung gekauft werden konnte, erscheinen.

Die Weihnachtsmarken zeigen als Zeichen des christlichen Festes immerhin eine kleine

Kapelle, aber ohne Geschenke ging es leider bei den beiden höhern Werten wiederum nicht.

Vielleicht sollte sich unsere Post einmal bei den Nachbarländern über die Gestaltung von

wirklich weihnachtlichen Motiven umsehen. Unsere zuständige Bundesrätin, einer christlichen

Partei angehörend, könnte da vielleicht wohl noch Beraterdienste leisten.

Ausblick auf das Jahr 2012

Samstag, 8.September „Aerophila 2012“ Flugplatz Wangen/Lachen am Zürichsee

4. – 7. Oktober „NABA Stans 2012“

20. Oktober Ordentliche Delegiertenversammlung Bad Zurzach

25. – 27. Oktober Sindelfingen – Multinationale Neuheitenschau

30. November/ 1./2. Dezember „RhyBra 2012“ in Altstätten Tag der Briefmarke

Wiederum also ein volles Programm in der zweiten Hälfte des Jahres. Vergessen Sie auch

nicht die Briefmarkenbörsen, die immer wieder schweizweit stattfinden.

Der Vorstand traf sich zweimal im letzten Jahr. Dank des Internets konnten auch

einige Geschäfte per Computer geklärt werden.

Ein treues Sympathiemitglied, Beat Wunderlin, wurde am 8. Juli in die Ewigkeit

abberufen. Er begleitete seine Frau Theres an viele Ausstellungen und unterstützte sie in

ihrem Hobby. Möge er ruhen in Frieden.

Leider musste ich auch von schweren Erkrankungen einzelner Vorstandsmitglieder Kenntnis

nehmen. Der Gedanke, dass gute und gewissenhafte Vorstandsmitglieder ihre Arbeit nicht

mehr ausführen können, gibt mir sehr zu denken.

Altgediente Vorstandsmitglieder möchten hingegen gerne ins Hinterglied treten.

Wer wird dann ihre Lücken füllen? Das Zusammenhalten unserer Gilde ist nicht immer leicht.

Langjährige Mitglieder sind in die Jahre gekommen, sie können nicht mehr reisen und an

Veranstaltungen teilnehmen. Wieder andere sind noch im Arbeitsprozess oder anderweitig

engagiert. Machen Sie sich doch auch Gedanken, wie es weitergehen könnte. Gerne nehme

ich Ihre Ideen entgegen.

Am Schluss bleibt mir nur noch zu danken. Meinen Vorstandsmitgliedern, die sich auch für

unsern Verein einsetzen. Und Ihnen liebe Gildenmitglieder, dass es Ihnen möglich, war an

unserer Jahresversammlung teilzunehmen.

Den Abwesenden wünsche ich alles Gute, Kraft und Gottes Segen in Ihrem Alltag.

Kreuzlingen, 19.Juli 2012 Die Präsidentin: Annemarie Strasser

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IG VATIKAN

Am 13. September erscheint zum 100. Geburtstagsjahr

von Papst Johannes Paul I. eine Briefmarke. Der

„Papst des Lächelns“ wird mit einer Briefmarke der

Wertstufe Euro -.75 geehrt.

33 Pontifikationstage genügten, damit seine Worte die

Herzen aller Gläubigen erreichten, Worte, für welche die

Menschen ihn liebten, ihn noch lieben und nie vergessen

haben.

Ebenfalls erschienen ist ein Umschlag mit dem Wertaufdruck

von Euro 2.-.

Gemeinschaftsausgabe mit Italien:

1700 Jahre Schlacht an der Milvischen Brücke

Die Schrift: „In hoc signo vinces“ (in diesem Zeichen wirst du siegen), die Kaiser Konstantin

neben einem Kreuz am Himmel erschien, war das Vorzeichen, das dem Sieg über Kaiser

Maxentius am Vorabend der berühmten Schlacht bei der Milvischen Brücke im Jahr 312

vorausging. Der von der Erscheinung beeindruckte Konstantin liess an den Schilden seiner

Legionäre das Christusmonogramm XP anbringen, die beiden Buchstaben des griechischen

Alphabeths X (Chi) und P (Rho) entsprechend den beiden ersten Buchstaben des griechischen

Christos, was der „Gesalbte“ bedeutet, ein Name der Jesus zugeschrieben wird. Schon am

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Tage darauf forderte Konstantin das feindliche Heer heraus und besiegte es. Dies war der

Anfang eines neuen Kurses des Römischen Reiches und markierte den Sieg des Christentums

über die heidnische römische Welt. Ein Jahr später erfolgte hierauf die Ausrufung des Edikts

von Mailand (auch bekannt als Konstantinisches Edikt), das den seit drei Jahrhunderten

währenden Schikanierungen, Verfolgungen und Martyrien der Christen ein Ende setzte.

Das Kunstwerk zeigt ein Gemälde von Giulio Romano, das in der Sala di Costantino der

Vatikanischen Museen aufbewahrt wird.

Der Briefmarkenblock hat einen Wert von Euro 4.40.

400 Jahre Vatikanisches Geheimarchiv

Das dokumentarische Erbe umfasst ca. zwölf Jahrhunderte zählt mehr als 600 Bibliotheksfonds,

mit Schriftstücken, die direkt zurückgehen auf Päpste und andere berühmte Persönlichkeiten,

Adelsfamilien, religiöse Orden und andere Quellen. Aufbewahrt werden sie auf

85 Regalkilometern. Das Vatikanische Geheimarchiv ist heute eines der wichtigsten und

berühmtesten historischen Forschungszentren der Welt, ein Kulturerbe nicht nur der

Universalkirche, sondern der gesamten Menschheit.

Der Zusammendruck hat 3 Werte von je Euro -.75 mit dem Bildnis von

Papst Benedikt XVI. – das Siegel von Papst Celestino V sowie der Gründer des

Geheimarchivs Papst Paul V. - rechts der Stempelabdruck zum Jubiläum.

Weihnachtsbriefmarken mit

Ausgabetag vom 6. November

Die beiden Briefmarken zeigen zwei Werke

des ungarischen Künstlers Giovanni

(Janos) Hajnal 1913 – 2010.

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Eine weitere Serie

„Die Weltpastoralreisen

S.H. Benedikt XVI. – 2011“

Sie erinnert an die fünf

Weltpastoralreisen im Jahr

2011 in die folgenden

Länder:

Kroatien, Republik San Marino,

Spanien, Deutschland und

Benin.

Neuheiten verschiedener Länder

Ungarn

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Block mit den Werten

von 600 und 200 Forint

Ausgabe anlässlich der

„Hunfila 2012“ in

Kalocsa.

Zur Erinnerung an

das Erzbistum

Kalocsa.

1001 gründete König Stephan I. im Rahmen der Etablierung eines Klerus bei seiner


Christianisierung Ungarns ein Bistum in Kalocsa, 1135 erhält das Bistum den Rang eines

Erzbistums. Der erste Erzbischof war Astrik, der dem König eine Krone vom Papst brachte.

Während der Türkenherrschaft wurde die Stadt fast vollständig zerstört(1541 und 1686). Bei

ihrer Vertreibung im Jahre 1686 brannten die Türken die bischöfliche Burg nieder, Erzbischof

Kollonich begann anschliessend mit dem Wiederaufbau.

Der Erzbischofspalast wurde an der Stelle der alten Burg von 1760 bis 1766 im

Barockstil erbaut. 1784 begründete Erzbischof Adam Patachich aus den teils mittelalterlichen

Buchbeständen des Kloster und seiner über 17’000 Bände umfassenden Privatsammlung die

bischöfliche Bibliothek, die von seinen Nachfolgern weiter ausgebaut und heute über 140'000

Werke umfasst, darunter auch viele unschätzbare wertvolle Codizes.

Im 18. Jahrhundert wurden bedeutende kirchliche Bauten errichtet. Das geistige

Leben entwickelte sich. Bekannte Wissenschafter unterrichteten an den Schulen.

Nach dem zweiten Weltkrieg hatte auch Kalocsa dasselbe Schicksal, wie die

anderen kirchlichen Zentren in Ungarn, sie wurden zurückgesetzt.

Heute verfügt die Stadt über ein Priester – und Lehrerseminar.

Sehenswert ist der Domplatz mit Bischofspalast und seiner Bibliothek. Nach wie vor

ist aber Kalosca bischöflicher Sitz eines der bedeutendsten ungarischen Bistümer.

Kalosca ist heute das weltweit grösste Anbaugebiet für Paprika – informativ auch das

dortige Paprika-Museum.

Stempel und Briefmarke aus Österreich

Ein Kartengruss erreichte mich aus Österreich, anlässlich der

Präsentation der Neuauflage „Handbuch für Christkindl-Sammler“ vom 24.8.2012 der

Motivgruppe Weihnachten.

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Mit dem Heiligen Michael wird

die Serie „Sakrale Kunst“, würdig

fortgesetzt.

Liebe Gäste und Briefmarkenfreunde,

unser christlicher Glaube ist nicht nur

im Spannungsfeld von Erkennen und

Verstehen, von Sprechen und Handeln

lebendig, sondern er umfasst die Gefühle und

die verschiedenen Begegnungen Gottes mit

den Menschen. Die Kirchenräume bedeuten

immer gebaute Theologie. Sie stellen damit

ein Kirchenbild, ein Weltbild und ein

Liturgieverständnis dar. Deshalb freut es mich besonders, dass am Fest der Erzengel

Michael, Gabriel und Raphael der Österreichische Philatelistenverein St.Gabriel mit

einem Sonderpostamt in unserer Pfarre zu Gast ist und eine Sondermarke mit dem Bild

des Erzengels Michael aus dem Hochaltar vorstellt.

Der über 18 Meter hohe, frühbarocke Hochalter ist auf das Jahr 1626 datiert

und stammt von dem Bildhauer Waldenburger. Die beherrschende Mittelszene zeigt die

Krönung Mariens durch die Hl. Dreifaltigkeit, deren Zeugen die Heiligen Benedikt und

Wolfgang sind. Über allem steht beschützend der Erzengel Michael, der Schutzpatron

unserer Basilika.

Ich wünsche Ihnen viele schöne Begegnungen und Erfahrungen in unserer

Pfarre St.Michael und Gottes Schutz und Segen auf all Ihren Wegen.

Ihr Pfarrer Dr.Ernst Wageneder

Neue Briefmarken aus der Schweiz

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Vom 4. – 7. Oktober 2012 öffnet die NABA in Stans ihre Tore. Zu diesem Anlass kreierte Beat

Kehrli eine Briefmarke. Die Idee für den NABA – Sonderblock war nach einem Dorfrundgang

in Stans im September 2011 schnell geboren: „Der schönste Dorfplatz der Schweiz“ – wie er

gemeinhin genannt wird – mit seinen historischen Gebäuden und Brunnen sollte im

Mittelpunkt stehen. Das Flugzeug der Pilatuswerke – eine PC12 – ins Kunstwerk einzubauen,

lag auf der Hand. Das Stanser Gemeindewappen und NABA – Hinweis waren ein Muss. Und

das Resultat liegt nun vor.

Weitere Ausgaben: Braunes Langohr Fr. 1.-, Städte der Schweiz: Zürich, Genf und Basel je

Fr. 1.- (selbstklebend), Pop Art: James Bond Fr.-.85, Bond Street Fr. 1.-, Pudding Fr. 2.-

(selbstklebend), Franz Gertsch: Pestwurz Fr. -.85, Gräser Fr. 1.-, Cima del Mar Fr. 1.40

(selbstklebend).

Postkarten aus Polen Die Zisterzienserstrasse in Polen

wird ergänzt durch zwei Ganzsachenpostkarten mit eingedruckten Wertzeichen.

Die Motive zeigen die ehemalige Zisterzienserabtei Oliwa, heute Kathedrale des Erzbistums

Gdansk, mit der weltbekannten Orgel sowie die Abtei Lad.

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Neuausgaben Liechtenstein

Am 12. November erscheinen bereits die Weihnachtsmarken 2012.

Sie stellen die vier Erzengel dar:

Raphael (0,85) als Engel der Heilung und Schutzpatron der Kranken und Apotheker.

Michael (1.00) als Anführer himmlischen Heerscharen und Bezwinger des Teufels nimmt er

eine besondere Position ein. Im Volksglauben kommt ihm auch die Rolle des „Seelenwägers“

am jüngsten Gericht zu. Dementsprechend wird er mit den Attributen Waage und

Flammenschwert dargestellt.

Gabriel (1.40) wiederum gilt als Erklärer von Visionen und als Bote Gottes. Wir kennen ihn

als Engel der Verkündigung.

Nachdem im Jahre 745 am Konzil von Rom die Zahl der Erzengel auf drei reduziert

wurde wird Uriel (1.90) nur noch in den östlichen Kirchen verehrt. Auf Abbildungen ist er

meist mit Schwert und Flamme dargestellt.

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Fürstliche Schätze: Reliefs

Zwei weitere „Schätze“ für uns christliche Briefmarkensammler werden von der

Liechtensteinischen Post verausgabt:

Auf zwei Reliefs des italienischen Künstlers Massimiliano Soldani-Benzi (1656-1740) wird die

Serie Fürstliche Schätze fortgesetzt. Der Künstler galt im späten 17. Jahrhundert als der

beste Bronzegiesser Europas. Für den grossen Kunstsammler und Mäzen Fürst Johann Adam

Andreas I. von Liechtenstein fertigte er eine Reihe von Bronzekopien nach Meisterwerken

der Florentiner Sammlungen an.

Die beiden auf den Briefmarken abgebildeten Reliefs kamen allerdings erst in den letzten

zehn Jahren in den Besitz des Hauses Liechtenstein.

Das 1710/20 entstandene Terrakotta-Relief, das die „Kreuzabnahme Christi“ zeigt

(1.-) wurde im Jahre 2005 von Fürst Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein erworben.

Von diesem Beispiel hochbarocker Skulptur ist bis heute kein Bronzeguss bekannt. Bereits im

Jahre 2003 kaufte Fürst Hans-Adam das Bronzerelief „Christus am Ölberg“, (1.40) das

vermutlich um 1722 gegossen wurde.

Das Bild zeigt eine ungewöhnliche Ikonographie, für die sich keine Vorlage im

Evangelium finden lässt: Christus, der die Nacht vor seiner Gefangennahme betend im

Garten Getsemani am Ölberg durchwacht hat, fällt in den Armen zweier Engel in Ohnmacht.

(Philatelie Liechtenstein Briefmarken-Ausgabe 12.November 2012)

Ausgabetag 12. November 2012

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Poststellensterben

Im Monat August sind wiederum zwei Poststellen mit interessanten Werbedatumstempeln in

Agenturen umgewandelt worden. Ein sehr beschränktes Angebot von Postdienstleistungen

wird auch da künftig auf einem gelben Tisch inmitten von Artikeln des täglichen Gebrauchs

im Dorfladen von postfremdem Ladenpersonal angeboten und erledigt.

Wie immer in solchen Einrichtungen werden keine Briefmarken gestempelt, die bisher

verwendeten Stempel, also auch die Werbedatumstempel sind damit Vergangenheit.

Am 31. August schlug für die seit 1848 bestehende Poststelle 8462 Rheinau die letzte Stunde.

Verschwunden ist damit auch die Abbildung der ehemaligen Klosterliegenschaften mit der

Kirche auf dem Werbestempel.

Das Benediktinerkloster Rheinau erscheint erstmals in einer Urkunde im Jahre 844. Bereits im

13. Jahrhundert ist eine Klosterschule nachgewiesen. Zahlreiche Schenkungen und

Privilegierungen durch die Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches sowie

Bedrängungen und Beraubungen durch die Schirmvögte bescherten dem Kloster ein

wechselvolles Auf und Ab.

In der Reformationszeit zunächst aufgehoben erfolgte 1532 die Wiederherstellung

und Bildung eines Zentrums der Gegenreformation. Im 18. Jahrhundert, im Zuge einer

grossen Blüte, entstanden die neuen Konventgebäude samt prunkvoller Kirche im barocken

Stil. Nach den Wirren der Helvetik erfolgte die Zuteilung des Klostergebietes samt dem

Städtchen Rheinau zum Kanton Zürich.

Nach dem staatlich verordneten Novizenaufnahmeverbot von 1836 bedeutete der

Beschluss des Kantonsrates zur Aufhebung schliesslich 1862 das Ende der Klostertradition. In

der Folge beherbergten bis zum Jahre 2000 eine kantonale Heil – und Pflegeanstalt die

ehemaligen Konventgebäude, welche sich noch heute im Zustand der Erstellung im 18.

Jahrhundert zeigen.

18


Auch der Poststelle 7312 Pfäfers widerfuhr am 11. August 2012 das Schicksal der

Aufhebung. Wie fast gewohnt in solchen Fällen dient nun eine Postagentur in einem

Dorfladen der Erledigung eines kleinen Teils der bisherigen Postgeschäfte.

Das Dorf Pfäfers, einst

Pfävers genannt, besass

seit 1828 eine eigene

Poststelle. Anfänglich

Pfäfers, ab 1883 Pfäfers

Dorf und ab Ende 1984

wieder auf Pfäfers lautend

lassen die Stempelabdrucke

die wechselhafte

Bezeichnung erkennen.

Seit dem 19. August 1970

bis zum 30.11.1984 stand der Werbedatumstempel 7312 Pfäfers Dorf und hernach bis

zum 11. August 2012 der Nachfolger 7312 Pfäfers im Gebrauch.

19

Die Abbildung zeigt die

Kirche des kurz vor der

Mitte des 8.

Jahrhunderts

gegründeten, einstmals

bedeutenden

Benediktinerklosters.

Auch diese Abtei verzeichnet in ihrem über eintausendjährigen Bestehen eine sehr

wechselvolle Geschichte mit allerlei Höhen und Tiefen.

Die barocke Klosteranlage des 17. Jahrhunderts verrät uns eine Zeit der grossen

wirtschaftlichen und geistlichen Blüte. Doch der Geist der Zeit und vor allem die

Zwistigkeiten unter den Konventualen, welche mehrheitlich die Selbstauflösung

herbeiführten, bedeuteten im Jahre 1838 das Ende der ehrwürdigen Klostertradition. In

den leerstehenden Konventgebäuden eröffnete der Kanton St.Gallen um 1847 die

kantonale Heil – und Pflegeanstalt für Geisteskranke, die später psychiatrische Klinik

St.Pirminsberg.


Zum Kloster Pfäfers gehörte auch die

Taminaquelle, eine Warmwasserquelle in der

Taminaschlucht, welche seit 1242 als Heilquelle

benützt wird. In den Jahren 1704-18 erfolgte

durch das Kloster als Eigentümer des Bades der

Bau einer neuen Badeanlage, wovon das grosse,

einstige Badhaus noch heute das Schmuckstück

der Taminaschlucht bedeutet. Zur Zeit um 1900

bot das Hotel Platz für 300 Badegäste.

Nach der Klosteraufhebung fiel die Thermalquelle

an den Kanton St.Gallen, der 1839/ 40 eine

Leitung nach Ragaz anlegte, dieses Dorf

entwickelte sich seither zu einem bekannten

Kurort.

Das alte Bad Pfäfers war noch bis 1969 weiter im

Betrieb.

Ein drohender Abbruch aller Gebäude konnte

glücklicherweise verhindert werden.

Auch eine Poststelle diente von 1882 bis 1948 den zahlreichen Badegästen und Besuchern

hinten in der Taminaschlucht. Auf alten Ansichtskarten des Bades lässt sich die

Abstempelung noch ab und zu finden.

Im Jahre 1996 gelangte das Barockbad Pfäfers sogar zur Ehre einer Briefmarke.

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Der Wert der Pro Patria Serie 90 +40

zeigt Bauten der ehemaligen

Badeanlage.

Bad Pfäfers dient seit jeher dem Wohl

der Menschen, einst als Heilbad, heute

als Ort der Erholung und Gastlichkeit.

Lassen Sie sich da von Küche, Keller

und Service in bester Tradition

verwöhnen.

Heilige der Monate Oktober – November – Dezember

Daniele Comboni sein Festtag ist am 10. Oktober

wurde am 15. März 1831 in Limone sul Garda (Italien)

geboren. Daniele wuchs in einer armen Bauernfamilie

auf. Er war das einzige von acht Kindern das die

Kindheit überlebte !

In Verona studierte er an einem von Nicalo Mazza

gegründeten Institut Theologie und wurde 1854 zum

Priester geweiht. Fünf Jahre später reiste er mit fünf

anderen Missionaren des Mazza - Instituts nach

Afrika. Nach einer fünfmonatigen Reise erreichten sie

ihr Ziel Khartum in Sudan. Die meisten seiner Mitbrüder kamen dabei ums Leben. Dies

soll ihn dazu gebracht haben, sein Leben der afrikanischen Bevölkerung zu widmen.

1864 kehrte er nach Italien zurück um eine neue Strategie für die Missionsarbeit zu

entwickeln.

Er gründete 1867 in Verona den „Missionsverein vom Guten Hirten“ und eröffnete

noch im selben Jahr die erste Niederlassung in Kairo.

1870 unterrichtete er beim 1.Vat. Konzil den damaligen Papst Pius IX. von seinen Plänen

zur Missionierung Afrikas. 1871 verfasste er eine Ordensregel. 1872 gründete er eine

Schwesterngemeinschaft und eine Zeitschrift für die Missionsarbeit in Afrika, die noch

heute unter dem Titel „Nigrizia“ erscheint. Auf ihn geht die Wiederbelebung der fast

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schon aufgegebenen Missionsarbeit in Schwarzafrika zurück. 1873 reiste er wiederum

nach Khartum und wurde 1877 zum dortigen Bischof ernannt In dieser Stadt starb er

am Abend des 10. Oktober 1881.

Heute arbeiten rund 4000 Ordensleute und Mitglieder des Säkularinstituts der Comboni

Missionare (MCCJ) in 40 Ländern Afrikas und Südamerikas.

1923 wurde die Kongregation in einen italienischen und in einen deutschen Zweig geteilt,

die deutschsprachige Kongregation erhielt den Namen „Missionare Söhne des Heiligsten

Herzen (MFSC)“. 1975 kam es unter dem Namen

„Comboni Missionare“ zur Wiedervereinigung (weiblicher Zweig Comboni

Missionarinnen), wobei aber 1979 die Errichtung der deutschsprachige Provinz erfolgte.

Daniele Comboni wurde am 1996 selig gesprochen.

Die Heiligsprechung erfolgte am 5. Oktober 2003.

Otmar, sein Festtag ist der 16. November - Gründerabt von St.Gallen

Otmar, um das Jahr 690 geboren, war

Alemanne und übernahm im Jahr 719 die

Führung der Mönche, die sich um das

Grab des heiligen Gallus im heutigen

St.Gallen angesiedelt hatten. Er war es,

der die Einsiedelei zu einem Kloster

ausbaute und ihm die Regel des heiligen

Benedikt gab.

Bei der Abtei gründete Otmar später das

erste Heim für Aussätzige in der Schweiz.

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Da Otmar die Rechte des Klosters gegenüber mächtigen fränkischen Grafen, die ihm übel

gesonnen waren, verteidigte, wurde er eines Tages gefangen genommen, falscher

Tatsachen beschuldigt und schliesslich auf die Rheininsel Werd bei Stein verbannt. Hier

starb Otmar, gedemütigt und von Gram gebeugt, am 16. November 759. Ein Jahrzehnt

nach seinem Tod überführte man seinen Leichnam nach St.Gallen.

Auf der Insel Werd lebt heute eine kleine Franziskanergemeinschaft.

Odilia Äbtissin, ihr Festtag ist am 13. Dezember

Den „heiligen Berg des Elsass“ nennt man den Berg Sainte – Odile, wenige Kilometer südlich

von Strassburg. Schon Wolfgang von Goethe schloss sich dem Pilgerstrom an, der sich seit

Jahrhunderten bis zum heutigen Tag hier heraufbewegt. Das Grab der heiligen Odilia

(Ottilie) ist immer noch eine der berühmtesten Wallfahrtsstätten in Frankreich.

Vor allem Augenkranke und blinde Menschen versprechen sich Heilung durch die Patronin

der Augen.

Warum trägt Odilia dieses Patronat?

Die Überlieferung berichtet, dass Odilia um das Jahr 660 blind zur Welt kam. Ihr Vater, der

elsässische Herzog Athich, wollte deshalb seine Tochter ermorden lassen, um seiner Familie

die „Schande“ zu ersparen. Der Mutter gelang es, das Kind zu retten. Sie übergab es einer

Amme im Kloster Baume-les-Dames zur weiteren Erziehung. Nach der Legende soll das

Mädchen dann später, im Augenblick der Taufe durch den Bischof, das Augenlicht erlangt

haben. Der weitere Lebensbericht Odilias beruht grösstenteils auf Legenden. Als nach

vielen Jahren Odilia den Herzog aufsuchte, hatte der kranke Mann nur noch den Wunsch,

sich mit seiner Tochter zu versöhnen. Er schenkte ihr die Hohenburg bei Strassburg, damit

sie dort ein Kloster errichten konnte. Odilia wurde die erste Äbtissin dieser Gründung aus

dem Jahr 690, ihr Vater und ihre Mutter lebten beide bis an ihr Lebensende hier im Kloster

Odilienberg.

Rund zehn Jahre nach der Gründung des Augustiner-Chorfrauenstifts oben auf dem

Berg gründete Odilia um das Jahr 700 am Fuss des Odilienberges ein zweites Kloster, die

Frauenabtei Niedermünster. Von dieser Stiftung sind heute nur noch Ruinen vorhanden,

nachdem ein verheerendes Feuer die Klostergebäude und die grosse Abteikirche 1542

vernichtete. Von der Kirche stehen noch Säulen, Türme und das Portal. Noch heute fliesst

Wasser aus einer Quelle, der seit Odilias Zeiten Heilkraft bei Augenleiden nachgesagt wird.

Odilia starb im Jahr 720. Papst Pius VII. ernannte Odilia 1807 zur Patronin des Elsass.

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Wir gratulieren zum Geburtstag

Erich Schmid Sustenweg 30, 3014 Bern

am 28. September

Anny Glauser, Grimmengasse 2, 4500 Solothurn

am 10. Oktober

Emmy Brändle, Tigerbergstr. 21, 9000 St.Gallen im November

Lucien Fuchs, 5, rue Roeth, F-67346 Ingwiller am 19. November

Pfr. Anton Stirnimann, Hauptstr. 15, 4566 Halten am 22. November

Adolf Christen, St. Bernhardstr. 31, 5430 Wettingen am 23. November

Marlene Helbling, Wilenstrasse 16

9404 Rorschacherberg am 2. Dezember

Alfons Buchegger, Ueberlandstr. 391/24, 8051 Zürich am 2. Dezember

Margrit Riklin, Dufourstrasse 45, 9000 St.Gallen am 3. Dezember

Madeleine Stephan, am Teilsrain 2, D-82235 Wörthsee am 7. Dezember

Jean Paul Gremion, Ch. des Sources 4

1752 Villars sur Glâne am 10. Dezember

Heinrich Bärlocher, Rosenackerstrasse 4, 9403 Goldach am 26. Dezember

Sei gut zu Dir – nichts Planen, nichts Erledigen.

Einfach nur da sein. Wie ein stiller, ruhiger See.

Nicht eilen, nicht hetzen. Sich einfach nur treiben

lassen. Wie eine Wolke am Himmel. Nicht kämpfen,

nicht durchhalten. Einfach mal loslassen. Wie eine

Feder im Wind.

Der Vorstand wünscht allen Jubilaren einen schönen Tag, weiterhin

alles Gute und Gottes Segen auf dem weiteren Lebensweg.

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Nach einem reich erfüllten Leben hat Gott unsere liebe

Schwester M.Benedikta Schumacher

Olivetaner-Benediktinerin von Heiligkreuz, Cham

in die ewige Heimat gerufen. Sie starb im 93. Altersjahr und im 66. Jahr ihrer Profess.

Sieben Jahre, nachdem Anna Schumacher ihre Ausbildung zur Haushaltungslehrerin im

Institut Heiligkreuz abgeschlossen hatte, trat sie 1945 hier ins Kloster ein. Nach der

Profess im Jahre 1947 wurde sie als Haushaltungslehrerin im Institut Heiligkreuz

eingesetzt. Ein Vierteljahrhundert lang war sie in der Ausbildung junger Frauen zu

Hauswirt-schaftslehrerinnen tätig und trug tapfer und vorausblickend alle Veränderungen

im Schulbereich mit oder regte sie auch an. Von 1969 bis 1980 wirkte sie als

Ratsschwester am Geschick des Klosters mit. Das war eine Zeit grösster Veränderungen,

die sich im Reformkapitel und vermehrter Bautätigkeit niederschlugen.

Im Mai 1972 übernahm sie die anspruchsvolle Aufgabe als Oberin und Betriebsleiterin

des Kurhauses Dussnang. Da gab neue Anforderungen und deren Bemeisterungen zu

erfüllen. Aber sie hat sich mit all ihren Kräften und ihrem Wissen eingesetzt, sie hat die

grosse Linie und das Detail gepflegt. Mütterlich und warmherzig griff sie zu, wo Hilfe nötig

war, nie schonte sie sich bei der Arbeit. Von 1983 bis 1986 wurden ihre

Führungserfahrungen im Hotel Strela, Davos Platz, gebraucht. Nachdem sie diesem

Betrieb zu einem neuen Aufschwung verholfen hatte, benötigte man sie wieder als Oberin

im Kneipphof Dussnang, wo betriebliche und bauliche Veränderungen anstanden.

1993 kehrte sie ins Mutterhaus zurück, wo sie sich mit viel Freude in die Philatelie

einarbeitete und die Briefmarkensammlung betreute. Daneben übernahm sie

Archivarbeiten, wofür sie ihre reichen Erfahrungen gut einsetzen konnte. Sie half im

Klosterhaushalt mit und überall wo sie gebraucht wurde. Wach und interessiert nahm sie,

solange es möglich war, am Gemeinschaftsleben teil. Sie war von einem starken Glauben

getragen, der ihr in allen Lebenslagen half. „Me muess sich eifach ergäh!“ wurde ihr

Leitspruch, der sie über ihre zunehmenden körperlichen Gebresten hinwegtröstete. Zäh

verteidigte sie die immer kleiner werdenden Bewegungsfreiheiten, bis sie nach einem

Sturz schliesslich ganz pflegebedürftig wurde. Am Bruderklausentag ist sie ganz friedlich

für immer eingeschlafen.

Gott vergelte ihr im Überfluss des ewigen Lebens alles, was sie in der Tat und im Gebet

zum Wohle unserer Gemeinschaft gewirkt hat! Wir empfehlen die liebe Verstorbene Ihrem

Gebet.

Cham, Kloster Heiligkreuz, 25. September 2012.

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Schwester M.Simone Buchs, Priorin

Schwesterngemeinschaft

Bruder, Verwandte und Bekannte

Dreissigster: Dienstag, 23. Oktober 2012, 19.30 Uhr in der Hauskapelle.


Schwester Benedikta habe ich als liebenswürdige Person kennen gelernt. So lange es ging

kam sie an unsere Jahresversammlungen, freute sich über die Briefmarken und den

Kontakt mit den Gildenmitgliedern. Gerne erinnere ich mich an ihre Dankkarten für

Belege, die sie bestellt hatte. Beeindruckend war für mich ihre schöne Schrift, welche sie

bis ins hohe Alter beibehalten konnte.

Aus ihrem Lebenslauf ersehen wir, was für ein reges Leben sie führte. Möge Gott ihr

vergelten, was sie im Leben Gutes getan hat und sie im Frieden ruhen lassen.

Auch dieses Jahr wieder :

13. Briefmarkenauktion in Fribourg,

am 17. November 2011

Besichtigung ab 9.00 Uhr

Beginn der Auktion 13.00 Uhr

Flohmarkt Direktverkauf 9.00 – 16.00 Uhr

Organisation: Peter Squindo

Verantwortlicher: St.Justin

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Präsidentin

und Rundsendedienst Annemarie Strasser, Gütlistrasse 2

8280 Kreuzlingen

071 672 54 91

E-mail: annemarie.strasser@bluewin.ch

Vizepräsident Eugen Bachofen, Quellenstr. 1

8134 Adliswil

044 710 32 62 - 079 720 34 03

Kassierin Sieglinde Kälin, obere Plessurstr. 46

7000 Chur

081 253 31 47

E-mail: N-k-montagen@swissonline.ch

für die Webseite Andreas Bucheli,

verantwortlich Bösingenfeldstr. 20

3178 Bösingen

ISSN – Nummer 1664 – 2503

Herausgeber St.Gabrielgilde Schweiz

Zusammenstellung, Redaktion Annemarie Strasser

www.gabriel-gilde.ch

Druck Copy Quick Druck GmbH, Dettighoferstrasse 19

8574 Lengwil - 071 672 82 82

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