STIMMEN-Magazin 2018

burghofstimmen

Das Heft zur 25. Jubiläumsausgabe des STIMMEN-Festivals mit allen Konzerten im Überblick, Interviews und News rund um das Festival vom 8. Juli bis 5. August 2018!

Nr. 06/E 48324

Festival

das MagaZin


Festival

Inhalt

5 Vorwort

6 25 Jahre STIMMEN: Fun Facts

8 25 Jahre STIMMEN:

Standpunkte – Wer wir sind und wo wir stehen

10 25 Jahre STIMMEN:

Lörrach schmückt sich zum Festival

11 Musik genießen und dabei Gutes tun:

Pfandsammelaktion von STIMMEN und UNICEF

12 25 Jahre STIMMEN:

Rollentausch – Vier Wegbegleiter*innen und

Kulturjournalist*innen im Interview

16 Rufus Wainwright im Interview

20 Indra Rios-Moore im Interview

22 Danke! Sponsoren und Partner von STIMMEN 2018

24 STIMMEN-Spielorte 2018

25 Alle Konzerte in chronologischer Reihenfolge

48 STIMMEN-Werkstatt

49 STIMMEN-Stiftung und -Verein,

STIMMEN-Freundeskreis

51 Informationen zu Preisen, Ticketkauf und

Konzertbesuch

52 Anreise

53 STIMMEN-Team, Impressum

Selektion

Programm für den spontanen Kauf

Ihres Lieblingsmöbels – aus Vorhandenem

wählen, bestellen und innerhalb von 14 Tagen erhalten.

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Meeraner Platz 5, 79539 Lörrach, Tel. 07621-42 23 40

Fax 07621-42 23 429, info@stilobjekt.com, www.stilobjekt.com


VoRwort

Liebe STIMMEN-Gäste,

das diesjährige STIMMEN-Festival ist ein ganz

besonderes. Zugegeben, Festivalleiter haben

die Angewohnheit, jedes Jahr herausragende

Konzerterlebnisse anzukündigen. Aber in

diesem Jahr ist STIMMEN in der Tat außergewöhnlich,

denn wir können unser 25. Jubiläum

feiern!

1994 fand das erste STIMMEN-Festival mit

zwölf Konzerten statt. Damals konnte niemand

ahnen, wie gut sich STIMMEN im Laufe weniger

Jahre entwickeln würde. Mittlerweile ist

STIMMEN als internationales Kulturereignis

und als etablierte Kulturmarke weit über die

Grenzen der Region hinaus bekannt. Entscheidend

für die blühende Entwicklung des

Festivals sind die atmosphärisch besonderen

Spielorte. Vor allem aber sorgt das STIMMEN-

Festival mit seiner ganz eigenen Verbindung

von inhaltlich geschlossenen Programmkonzeptionen

und großer stilistischer Vielfalt für

Begeisterung bei den Zuschauer*innen. So

wurde das Festival im Laufe von 25 Jahren zu

einem Aushängeschild für stilistische

Aufgeschlossenheit und lockt jedes Jahr

musikalisch neugierige und entdeckungsfreudige

Gäste vornehmlich aus Deutschland,

Frankreich, der Schweiz, aber auch aus aller

Welt an.

Die Jubiläums-Ausgabe des STIMMEN-

Festivals bietet in diesem Jahr eine mittlerweile

charakteristische Mischung aus

etablierten Musikgrößen und hörenswerten

Newcomern. Einen der Höhepunkte bildet

der Auftritt von Robert Plant; der frühere

Frontmann von Led Zeppelin besticht auch

zusammen mit seiner aktuellen Formation

mit ungeheurem Charisma. Kaum weniger

bekannt und geachtet ist Liam Gallagher, einer

der führenden Köpfe von Oasis, der nun auf

Solopfaden wandelt. Als Speerspitze

im Bereich Singer-Songwriter gilt Rufus

Wainwright. Neben der deutschen Rap-Ikone

Dendemann, der den Lörracher Marktplatz mit

Worten überströmen wird, nimmt sich Dweezil

Zappa des einfallsreichen Experimental-Rocks

seines Vaters Frank Zappa an.

Daneben gibt es zahlreiche schon arrivierte

Musiker*innen wie die australische Jazzsängerin

Sarah McKenzie, die britischen Editors

oder Songhoy Blues aus Mali sowie interessante

Talente wie Alice Phoebe Lou oder

Marlon Williams. In Bezug auf musikalische

Stilrichtungen ist die Jubiläums-Ausgabe damit

gewohnt breit aufgestellt und präsentiert

gleichzeitig Musiker*innen der Extraklasse.

Ihnen viel Freude und eindrückliche Konzerterlebnisse

beim 25. STIMMEN-Festival!

Herzlichst,

Markus Muffler

Festivalleiter

Fotos: Dugly Habits

5


JahRe stIMMen

fUn fActS zUM jUbilÄUM

12.000

60.000

32.000

1994 2004* 2014

zUscHAUeR*innEn seIt 1994

* davon 30.000 bei Herbert Grönemeyer

im St. Jakob-Park Basel

36° c

dAs HeIßestE

KonzERT

Bei STIMMEN 2015 zu „Irish

Vibes & Waves“ 36 Grad um

kurz nach 20 Uhr im Theater

Augusta Raurica in Augst

(Schweiz)

25

hektoliteR

biER

ca. 25 Hekoliter Bier wurden

beim Konzert der Beginner

bei STIMMEN 2017 konsumiert

60.000 l

büHnEnwAsSER

60.000 l Wasser wurden den

Künstler*innen während

der Konzerte zur Verfügung

gestellt

6 x uM

dIe Welt

55

locATionS

in Deutschland,

Frankreich und der Schweiz

1.045 1.800

aUftriTte

Von 1994 bis 2017 waren mehr als

1.000 Künstler*innen, Bands und

Ensembles live zu hören

stUnden MUsiK

in allen STIMMEN-Jahren gab

es rund 1.800 Stunden Musik

– das sind 75 Tage

fAHRKIloMEtER

rund 240.000 km

wurden – in der Regel bereits

mit Hybrid-Fahrzeugen –

in der Festivalorganisation

gefahren

(für Aufbautransporte,

Shuttle-Services, usw.)


Foto: Dugly Habits

Foto: Juri Junkov

25 Jahre STIMMEN: Standpunkte

wer wir sind Und wo wir stehen

Foto: Dugly Habits

Foto: Dugly Habits

Jubiläen dienen oft einem Rückblick auf den

bislang zurückgelegten Weg. Das STIMMEN-

Festival, das in diesem Jahr seine 25. Ausgabe

feiert, schaut lieber mit offenem Visier auf

das, was es heute – im Jahr 2018 – ist und

wohin es sich in den kommenden Jahren entwickeln

möchte. Es geht darum, selbstbewusst

den eigenen Standort zu bestimmen und

unser Selbstverständnis deutlich zu machen.

Damit Sie wissen, worauf Sie sich verlassen

und in den nächsten Jahren freuen können.

Festivalprofil

Das Line-Up des STIMMEN-Festivals 2018

gibt bereits die Richtung vor: Statt eines

Jubiläums-Programms mit effektsicherem

Glanz und Gloria bietet das Programm eine für

das Festival charakteristische Mischung aus

internationalen Top-Künstler*innen, in der

Öffentlichkeit wenig beachteten Genregrößen

und hörenswerten Newcomern. Dahinter stehen

als Anspruch und Leitidee hohe künstlerische

Qualität, programmatischer Wagemut und

ein rundes, stimmiges Programmkonzept.

Das zeichnet STIMMEN aus – und diesen Weg

werden wir auch in Zukunft konsequent,

unerschrocken und voller Enthusiasmus für

auserlesene Musik-Acts weitergehen.

Spitzenqualität in vielen Genres

Künstlerische Qualität ist die einzige und

oberste Messlatte, die wir bei der Auswahl

unserer Musiker*innen anlegen. Uns geht

es allein um den Inhalt und die individuelle

künstlerische Handschrift. Wir stellen Ihnen

Künstler*innen mit ihrer unverwechselbaren

Musik vor, die aus dem in den gewöhnlichen

Massenmedien Radio und TV vermittelten musikalischen

Allerlei künstlerisch herausragen.

Sie erleben bei STIMMEN Auftritte besonderer

Künstler*innen, die im Gegensatz zu momentan

gehypten, schlagerartigen Popsternchen

nicht wöchentlich auf den Bühnen der Republik

herumgereicht werden.

Musikalische Entdeckungen und Programmidee

STIMMEN versteht sich als Festival mit klarem

Profil. Es lädt zu musikalischen Entdeckungen

ein und setzt in seinem Programm auf die

stilistische Vielfalt gleichwertig nebeneinander

stehender musikalischer Richtungen.

Zu erleben ist ein bewusst breites Spektrum

unterschiedlichster Genres, zusammengehalten

durch eine konzeptionelle Idee, die jedes

Festivalprogramm zu einer klaren Einheit

macht. Leitend ist bei unserer Programmauswahl:

Abstufungen in der musikalischen Qualität

suchen wir nicht zwischen Genres, sondern

innerhalb der einzelnen Genres. Wir ersetzen

die längst überholte Trennung in Hochkultur

und Populäres (E- und U-Musik) durch eine

Rangfolge ausschließlich nach künstlerischer

Aussagekraft. Denn es gibt in jedem Genre

Spitzen und Mittelmaß. Bei STIMMEN möchten

wir Ihnen die international interessantesten

Acts in Pop, Rock, Jazz, Folk oder Hip-Hop,

in der klassischen Musik und vielen anderen

Spielarten der Musik vorstellen.

Selbst wenn Ihnen die eine oder der andere

Künstler*in noch nicht geläufig ist: Verlassen

Sie sich darauf, ausschließlich Musiker*innen

zu erleben, die mit Leidenschaft hörenswerte

Musik machen. STIMMEN steht für ein musikalisch

weltoffenes Programm mit stilistischer

Vielfalt und wird dies auch in Zukunft tun.

Lassen Sie sich überraschen und ergreifen!

Herzlichst,

Markus Muffler

Festivalleiter

8 9


Foto: Barbara Ruda

25 Jahre STIMMEN

Lörrach schmückt sich zum Festival

Foto: Juri Junkov

25 Jahre STIMMEN-Festival, das ist in der

Tat ein Grund zum Feiern! Im Laufe eines

Vierteljahrhunderts wurde STIMMEN als Kind

der Stadt Lörrach mit besonderen, reizvollen

Künstler*innen aus zahlreichen Genres in der

deutschen Musiklandschaft zu einem Aushängeschild

für stilistische Aufgeschlossenheit.

In den Sommermonaten prägt STIMMEN das

Gesicht der Stadt ganz entscheidend und

trägt zu Lebensfreude und Lebensqualität vor

Ort erheblich bei. Bei den Konzertabenden

durchdringt gelöste Festivallaune regelmäßig

sowohl Marktplatz als auch Rosenfelspark.

Damit im Jubiläumsjahr die knisternde Festival-Atmosphäre

die gesamte Stadt erfasst,

schmückt sich Lörrach in diesem Jahr mit

STIMMEN-Fähnchen. Der Bereich der Innenstadt

putzt sich mit unzähligen Wimpeln

heraus – insgesamt dekorieren ca. 15 Kilometer

STIMMEN-Fähnchen die Stadt. Darüber

hinaus lassen auch 30 Laternen-Fahnen (im

Bereich Marktplatz und Tumringer Straße)

Festival-Stimmung hereinwehen und machen

STIMMEN nicht nur hörbar, sondern auch

sichtbar.

Der Stadtschmuck wurde zu einem Großteil

durch die Stadt finanziell ermöglicht. Hervorzuheben

sind zudem Mitglieder-Unternehmen

des Vereins Pro Lörrach, die mit ihren finanziellen

Beiträgen zum STIMMEN-Schmuck in

Lörrach beigetragen haben.

Vielen Dank an die Unterstützer, mit deren

Hilfe die Festival-Stimmung über den Marktplatz

und die Dauer der Marktplatz-Konzerte

hinaus im Jubiläumsjahr die gesamte Stadt

ergreift:

STADT LÖRRACH

ALPHA BUCHHANDLUNG GMBH

ASAG GMBH

BADENOVA AG

REWE-CENTER LÖRRACH

RUSER LEDERWAREN

STILOBJEKT INNENARCHITEKTUR

& EINRICHTUNGEN

STÖBER SCHUHHAUS

SPARKASSE LÖRRACH-RHEINFELDEN

ZUM WILDEN MANN

Foto: zVg

Musik genießen und dabei Gutes tun:

Pfandsammelaktion von STIMMEN und UNICEF

Seit 2016 sind sie auf dem Marktplatz Lörrach

bei den STIMMEN-Konzerten nicht zu übersehen,

die blauen Tonnen von UNICEF. Auch bei

dieser 25. Jubiläums-Ausgabe des Festivals

werden sie wieder mit dabei sein, denn die

Pfandsammelaktion, die STIMMEN gemeinsam

mit der UNICEF Arbeitsgruppe Lörrach realisiert,

wird bei den Marktplatzkonzerten vom

25. bis 29. Juli fortgesetzt.

Mit jedem Becher, den die Festivalgäste nicht

an der Getränkestation abgeben, sondern in

die blauen Tonnen der jugendlichen Kinderrechtsbotschafter*innen

von UNICEF werfen,

Foto: zVg

unterstützen sie durch die Spende des Becherpfands

das Kinderhilfswerk der Vereinten

Nationen.

„Kindheit braucht Frieden“ heißt die zweijährige

Kampagne, die durch die Pfandsammelaktion

unterstützt wird und deren Spenden

Kindern in Kriegsgebieten und Flüchtlingslagern

zukommen. UNICEF richtet so z. B. in

Flüchtlingslagern in und um Syrien Schutzräume

ein, wo Kinder medizinisch versorgt und

auch therapeutisch betreut werden, Essen

bekommen und in der Schule durch Bildung

Perspektiven für die Zukunft erhalten.

10 11


25 Jahre STIMMEN: Rollentausch

vier Wegbegleiter*Innen und Kulturjournalist*innen im Interview

STIMMEN feiert nun seine 25. Ausgabe – was wünschen

Sie dem Festival für die kommenden Jahre?

Greder: Vielleicht eine mehr grenzüberschreitende

Dimension.

Wie unterscheiden sich Ihre beruflichen von den

privaten Konzertbesuchen?

Foto: zVg

Foto: zVg

Gabriele Hauger

Die Oberbadische

Seit meiner Zeit Ende der 1990er-Jahre als Volontärin,

später als Kulturredakteurin begleite

ich das Festival privat und beruflich.

Beschreiben Sie STIMMEN in drei Worten.

Hauger: Überraschend, innovativ,

international.

Welcher Spielort steht für Sie als Synonym für

STIMMEN und warum?

Hauger: Der Marktplatz. Wer wie ich mitten

in der Innenstadt arbeitet, spürt und erlebt

das Festival hautnah: zunächst den Bühnenaufbau,

dann die wummernden Bässe

beim Soundcheck, dazu mitunter spontane

Künstlerbegegnungen am Nachmittag bei

den Proben. Und dann natürlich die Konzerte

selbst. Am späten Abend, wenn der Blick

auf die hell erleuchtete Bühne fällt, auf die

Häuserfassaden, von deren Fenstern und

Balkonen Menschen die Musik genießen, ein

wogendes Meer aus klatschenden Händen –

und natürlich die entsprechenden Stimmen

auf der Bühne. Dann klopft doch das Herz von

STIMMEN am heftigsten.

Hauger: Beruflich besuche ich die Konzerte

mit einem besonderen Fokus. Im Hinterkopf

stets die Fragen: was überzeugt, was ist

charakteristisch, wie ist die Resonanz, wie

die Performance des Künstlers? Kurzum: Was

schreibe ich am nächsten Tag? Privat ist der

Genuss ungleich größer: gerne auch mal chillig

– ohne Block und Stift.

Wie hat sich das Festival in Ihren Augen in den

letzten 25 Jahren entwickelt?

Hauger: Die Existenz des Festivals wird zunehmend

als selbstverständlich angesehen, die

Erwartungshaltung bei Vielen ist hoch. Dies

stets toppen zu wollen, geht nicht. Die vielen

früheren Ausflüge in die Umgebung waren

durchaus spannend. Jetzt ist STIMMEN dafür

kompakter und dichter. Und Aha-Erlebnisse

gab und gibt es bis heute.

STIMMEN feiert nun seine 25. Ausgabe – was wünschen

Sie dem Festival für die kommenden Jahre?

Hauger: Viele Zuhörer, eine solide Finanzierung,

Wetterglück und vor allem wunderbare

Stimmen.

Guy Greder

Derniere Nouvelle L’Alsace

Ich arbeite seit 2003 in der Kulturredaktion der

Zeitungen Dernières Nouvelles d’Alsace, Alsace

und Zicazic.

Beschreiben Sie STIMMEN in drei Worten.

Greder: Leidenschaft, Emotion und

Begegnungen.

Welcher Spielort steht für Sie als Synonym für

STIMMEN und warum?

Greder: Der Rosenfelspark. Die Stimmung ist

dort einzigartig … gibt es nur bei STIMMEN!

Wie unterscheiden sich Ihre beruflichen von den

privaten Konzertbesuchen?

Greder: Eigentlich ist es das gleiche, nur muss

man nach dem beruflichen Konzert objektiv

arbeiten.

Seit jeher besucht verhältnismäßig wenig Publikum

aus Frankreich die Konzerte bei STIMMEN in

Deutschland. Woran könnte das liegen?

Greder: STIMMEN ist nicht bekannt genug in

Frankreich und die Sprache kann ein Hindernis

sein. Aber ich erinnere mich an Konzerte (Nina

Attal, Abd al Malik), wo im Publikum französisch

geredet wurde.

Foto: Thomas Kunz

Michael Baas

Badische Zeitung

1990 bin ich vom Theater zum Journalismus

geswitcht, kam 1992 zur Badischen Zeitung,

arbeite für diese seit Ende 1998 in der Redaktion

Lörrach und betreue dort u. a. die regionale

Kulturberichterstattung im Basler Dreiländereck.

Beschreiben Sie STIMMEN in drei Worten.

Baas: Anregungen, Anti-Alltag,

Internationalität.

Welcher Spielort steht für Sie als Synonym für

STIMMEN und warum?

Baas: Den einen STIMMEN-Spielort gibt es für

mich nicht. Im Gegenteil: Das Festival zeichnet

sich gerade durch den Patchwork-Charakter

aus. Die Vielfalt, der Wechsel von großen und

kleinen intimen Venues, von lauten und von

leisen, von schrilleren und kontemplativen

Spielorten, von Sälen und Open Air, ist für

mich eines der Markenzeichen und zudem eine

Einladung, auszuschwärmen in die Region.

Eine finanziell vielleicht mal notwendige

12 13


Konzentration auf Spielorte in Lörrach wäre in

meinen Augen eine Verarmung.

Wie unterscheiden sich Ihre beruflichen von den

privaten Konzertbesuchen?

Baas: Ganz trennen lässt sich das nie. Es ist

wahrscheinlich ein bisschen Berufskrankheit,

dass der Kritiker auch bei privaten Konzertbesuchen

oft zumindest mit einem halben

Ohr dabei ist. Der wesentliche Unterschied ist

vermutlich der, dass ich als Kritiker mitunter

Konzerte besuche, die ich mir privat nicht

ausgesucht hätte. Das ist aber nicht nur ein

Nachteil. Denn mit der größeren emotionalen

Distanz ist manches mitunter klarer zu sehen

und zu hören als aus der Fan- oder auch Veranstalterperspektive.

Besonders liebe ich die

Konzerte, aus denen ich klarer, beschwingter

und mit mehr Energie rausgehe, als ich reingegangen

bin. Das passiert mir häufiger in Jazzkonzerten.

In der Rolle des Kritikers erlebe ich

zudem grundsätzlich einen konzentrierteren,

bewussteren Umgang mit dem Konzert – von

der Vorbereitung bis zum Konzerterlebnis und

da geht es keineswegs nur um das Musiktechnische.

Das finde ich in Konzertbesprechungen

meistens sowieso eher langweilig. Mir

geht es darum, eine Geschichte zum Konzert

zu erzählen. Die ist mitunter zwar gar nicht

so einfach zu finden, aber wenn ich Konzerte

primär aus der privaten Zuhörerperspektive

erlebe, fehlt sie mir mitunter schon wieder –

berufsgeschädigt eben.

Wie hat sich Lörrach durch STIMMEN in den letzten

25 Jahren verändert?

Baas: Das Festival hat fraglos dazu beitragen,

dass das Selbstbewusstsein der

Stadt gewachsen ist. Es hat sicher auch die

Außenwahrnehmung in der Region gepusht,

geholfen ein gewisses Standing zu entwickeln

und vielleicht sogar Impulse für die Stadtentwicklung

gegeben. Wobei ich an dem Punkt

schon skeptisch bin. Stadtentwicklung hängt

von vielen Faktoren ab – und manche kann die

Stadt gar nicht beeinflussen. In Sachen Kultur

hatte Lörrach Mitte bzw. Ende der 1990er-

Jahre sicher Nachholbedarf. Die Überhöhung,

die das Festival und auch der Burghof in der

Stadt zeitweise genossen haben, mögen in der

Aufbauphase wichtig und berechtigt gewesen

sein. Inzwischen wirken sie aus der Zeit

gefallen und sind nicht zuletzt eine Bürde, für

diejenigen, die das Festival heute machen.

STIMMEN feiert nun seine 25. Ausgabe – was wünschen

Sie dem Festival für die kommenden Jahre?

Baas: Gegenfrage: Kann man einer Sache,

einem Ereignis etwas wünschen? Ich wünsche

mir noch viele spannende und belebende,

inspirierende und mitreißende Konzerte und

den Mut, weiter Neues zu probieren, das Festival

weiter zu entwickeln, wieder neue Orte

zu entdecken und weitere Festivalschienen

zu etablieren, die auch jenseits des abendlichen

Festspielbetriebs ein Vibrieren in der

Stadt und der Region erzeugen. Das können

Gesprächsforen sein oder eine Reihe mit

Musikfilmen im Free Cinema, eine Konzertreihe

für regionale Nachwuchsbands etc. Dafür

würde ich auf die für mein Empfinden mitunter

quälenden Vorbands am Marktplatz verzichten.

Der Fantasie sind bekanntlich keine

Grenzen gesetzt. Allerdings braucht es dafür

auch die entsprechende Unterstützung in der

Stadt und darüber hinaus und die wünsche ich

STIMMEN, um dann doch noch auf die Frage zu

antworten, für die nächsten Jahre von ganzem

Herzen.

Foto: zVg

Marc Krebs

Basellandschaftliche Zeitung/Schweiz am

Wochenende

Mein erstes STIMMEN-Festival erlebte ich vor

knapp 20 Jahren, kurz darauf begann ich auch

über das Festival zu schreiben, bis 2011 für die

Basler Zeitung, danach für die TagesWoche und

seit 2017 für die bz Basel/Schweiz am Wochenende.

Viele spezielle Erinnerungen verbinden

mich mit dem Festival, ein schweißtreibendes

Perkussionskonzert in der ehemaligen Alufabrik

Münchenstein etwa, eine elektrisierende Anna

Calvi oder Patti Smith im Burghof. Und dann

waren da auch verpasste Chancen. Johnny

Cash etwa hätte ich gerne live erlebt, damals in

den 90ern. Leider verpasst. Damn.

Beschreiben Sie STIMMEN in drei Worten.

Krebs: Der Name ist Programm. (Mist, das

waren ja vier. Sorry!)

Welcher Spielort steht für Sie als Synonym für

STIMMEN und warum?

Krebs: Der Marktplatz Lörrach. Warum? Weil

ich hier denkwürdige Konzerte erlebt habe:

Bryan Ferry, Leonard Cohen oder auch Grace

Jones. Für solch großartige Acts bin ich in anderen

Jahren jeweils nach Montreux gereist.

Auch schön, aber ferner und teurer.

Wie unterscheiden sich Ihre beruflichen von den

privaten Konzertbesuchen?

Krebs: Beim privaten Konzertbesuch halte ich

ein großes Bier in der Hand, beim beruflichen

ein Notizbüchlein. Okay, ein Notizbüchlein und

ein kleines Bier.

Wird STIMMEN in der Schweiz (u.a. aufgrund

der Spielort-Historie Riehen, Arlesheim, Liestal,

St. Jakob-Stadion, Augusta Raurica…) auch als

Schweizer Festival wahrgenommen?

Krebs: Ja. Für mich ist STIMMEN eine der

wenigen Kulturinitiativen, die tatsächlich

grenzüberschreitend funktioniert und Wirkung

zeigt. Andere kommen und gehen, STIMMEN

bleibt. Die Atmosphäre auf dem Domplatz

Arlesheim zum Beispiel finde ich ziemlich

magisch, ebenso jene in Augusta Raurica. Und

ich glaube, man ist zurecht ein bisschen stolz

in diesen Ortschaften, dass die Städter einmal

aufs Land rausfahren für ein Kulturevent. Auch

das eine gute Erfahrung …

STIMMEN feiert nun seine 25. Ausgabe – was wünschen

Sie dem Festival für die kommenden Jahre?

Krebs: Ich wünsche STIMMEN, dass es weiterhin

vom Publikum und von den Geldgebern

genügend Unterstützung erhält, um in diesem

verrückten Markt bestehen zu können. Und ich

wünsche STIMMEN, dass es qualitativ überzeugende

und zugleich zugkräftige Künstler

engagieren kann. An lauen Sommerabenden

Künstler aus aller Welt erleben zu können,

quasi vor der Haustür, fühlt sich an wie Kurzferien,

nur muss man hierfür nicht einmal

einen Ferientag drangeben. Was will man

mehr? Vielleicht wieder einen stärkeren

Einbezug des Elsasses. STIMMEN als musikalisches

Bindeglied dieses Metropolitanraums.

Das fände ich wieder ausbaufähiger.

14 15


„Manchmal mag ich es, Stücke zu performen,

die außerhalb meiner Komfortzone liegen“

14 Fragen an den kanadischen Sänger Rufus Wainwright

Erinnern Sie sich an Ihr letztes Konzert bei

STIMMEN im Jahr 2013?

Sie leben gemeinsam in New York. Wäre Deutschland

eine Option gewesen?

Wainwright: Ich erinnere mich besonders daran,

wie schön dieser Teil der Welt ist und auch

wie verwirrend, weil die Ländergrenzen so nah

beieinander liegen. Ich hatte das wunderbare

Gefühl eines vergnügten Verlorenseins.

Das Publikum am STIMMEN-Festival besteht hauptsächlich

aus Leuten aus Deutschland, Frankreich

und der Schweiz. Gibt es bei den Reaktionen auf

Ihre Konzerte regionale Unterschiede?

Wainwright: Nun ja, ich würde sagen, dass

es wohl eines der intensivsten Grenzgebiete

auf der Welt ist. Ich meine, die Unterschiede

zwischen den Menschen in diesen drei

Ländern sind ziemlich beachtlich. Ich war

immer verblüfft, wie man, wenn man über

die Grenze tritt, in einem anderen Universum

ist. Es ist bestimmt besonders befruchtend

und sehr spannend, sich mit den verschiedenen

Stimmen dort zu unterhalten und so

mit verschiedenen Menschen in einem Mal zu

kommunizieren.

Ihr Ehemann ist aus Berlin. Sie haben einen Song

geschrieben, der „Tiergarten“ heißt. Welche Beziehung

haben Sie zu Berlin?

Wainwright: Berlin, ach Berlin. Wir haben eine

sehr intime Beziehung, weil ich dort meinen

Mann getroffen habe und dort unsere Liebesbeziehung

begonnen hat. Ich würde sogar

sagen, unsere Verbindung zu Berlin ist ein

lebenswichtiges Element unseres Zusammenseins,

unseres Zeitgeists.

Wainwright: Wir leben jetzt fest in Hollywood

und haben eine Wohnung in New York. Aber ja,

wir haben auch noch ein Apartment in Berlin.

Wir haben es aber untervermietet, leben also

nicht wirklich dort. Los Angeles ist das Zentrum

meiner Arbeit.

Gibt es irgendwelche kulturellen Aspekte, die Sie

mit Deutschland verbinden?

Wainwright: Ich hatte dort die Gelegenheit,

mit dem Berliner Ensemble* zu arbeiten, das

ein fundamentaler Teil der Theaterwelt dieser

Stadt ist. Es ist sehr vertraut und auch immer

noch inspirierend. Das ist das, was man will.

Eine wahre Liebe.

Sie haben auf vielen sehr unterschiedlichen

Bühnen gespielt. Bei STIMMEN werden Sie in einem

wunderschönen mediterranen Park spielen. Haben

sie einen Lieblingsveranstaltungsort und wenn ja,

warum?

Wainwright: Ich habe keinen besonderen

Favoriten. Ich meine, ich rede mir ein, dass ich,

sobald ich die Augen schließe und anfange zu

singen, die Welt ganz allgemein verlasse. Ob

es also in der Carnegie Hall oder der Bar an der

Ecke ist, sollte keine wirkliche Rolle spielen.

Davon abgesehen bin ich öfter mal erstaunt,

wie sehr ein Veranstaltungsort den Grundton

bzw. Stimmung eines Abends beeinflussen

kann. Manche Orte haben diesen besonderen

„Spirit“, der natürlich immer aufregend ist,

mich aber manchmal auch einschüchtert.

Foto: Matthew Welch

Ihre Konzerte variieren von Solo-Auftritten zu Konzerten

mit Big Band oder Orchester. Wie gehen Sie

an diese unterschiedlichen Darbietungen heran?

Wainwright: Hoffentlich alle auf dieselbe Weise,

was bedeutet, dass ich, wie bereits gesagt,

keine Unterschiede mache. Ich glaube die wesentliche

Herangehensweise ist zu versuchen,

so befreit wie irgend möglich zu sein. Wissen

Sie, irgendwie „zen“ zu sein, wenn man eine

Bühne betritt und dadurch empfänglich für

jedwelche Art von Energie zu sein. Energie, die

wie ein Pfeil auf dich zugeschossen kommt.

Sie haben einen außergewöhnlich umfangreichen

kreativen Output. Vom Singer-Songwriter, über

Ihre wunderbare Hommage an Judy Garland und

Bizet-Duette, bis hin zu Ihren Opern. Was zieht Sie

an so unterschiedlicher Musik an?

Wainwright: Ich würde sagen, meine Stimme

ist ein wildes Tier und benötigt verschiedene

Richtungen, um befriedigt zu werden. Irgendwie

bin ich in der Lage einen Haufen unterschiedlicher

Sachen zu singen - und wissen

Sie was: Das macht das wilde Tier – also meine

Stimme – glücklich.

16 17


Gibt es eine Musikrichtung, die Sie nicht mögen

oder nicht spielen würden?

Wainwright: Ich bin offen für so ziemlich alles.

Manchmal mag ich es, Stücke zu performen,

die außerhalb meiner Komfortzone liegen, wie

einen herausfordernden Song von Leonard

Cohen oder ein besonders schwieriges Stück

mit Orchester. Ich genieße es sehr, mich

künstlerisch selbst herauszufordern.

Ihre neue Oper „Hadrian“ wird dieses Jahr in Kanada

uraufgeführt. Wie aufgeregt sind Sie wegen der

Premiere? Sind Sie überhaupt nervös?

Wainwright: Ich bin sehr aufgeregt, vielleicht

ist mir sogar ein bisschen mehr bange als

in der Vergangenheit. Ich habe das ja alles

schon mal durchgemacht, was mir bestimmt

die Kraft gibt auch ein weiteres Mal damit

klarzukommen. Die Aufregung ist zum Glück

etwas, das ich nicht verloren habe. Es ist

dieses unschuldige Gefühl von Dankbarkeit

und Inspiration, das erzeugt wird, wenn viele

Künstler zusammenkommen und einfach

Musik machen. Das ist grundsätzlich eine sehr

schöne Sache. Ich habe die reine Liebe zu dem

Ganzen also nicht verloren, vielleicht bin ich

etwas abgeklärter geworden, was sicherlich

normal ist.

Sie sind mit vielen Aspekten Ihres persönlichen

Lebens immer sehr offen umgegangen.

Wie wichtig ist Ihnen Aufrichtigkeit?

Wainwright: Es ist sehr wichtig. Mein Mann

Jörn und ich vertrauen uns gegenseitig sehr,

unser Umgang miteinander ist sehr aufrichtig.

Haben Sie in einem Interview schon mal etwas

„gestanden“, das Sie anschließend bereut haben?

Wainwright: Hah, vielleicht, aber ich bin ein

offenes Buch und, wie gesagt, Aufrichtigkeit

ist sehr wichtig.

Seit Trumps Amtseinführung scheinen sich große

Teile der Gesellschaft davon weg zu bewegen, die

Rechte von LGBT (Lesben, Schwule, Bisexuelle und

Transgender) zu unterstützen. Unglücklicherweise

auch nicht nur in den USA. Welche Botschaft

wollen Sie an die Community senden?

Wainwright: Nun ja, der einzige Vorteil an

der ganzen Trump-Sache ist, dass sie eine

Dunkelheit offenlegt, die immer schon da war,

wir aber einfach ignoriert haben. Ganz fröhlich

ignoriert. Und ich glaube, es ist nun eine Gelegenheit.

Eine Gelegenheit sich mit den ganzen

Vorurteilen, die schon immer da waren und

viele vielleicht jetzt erst wirklich wahrnehmen,

auseinanderzusetzen. Es ist also an der Zeit,

„to face the music“, also sich dem Ganzen zu

stellen.

Zu guter Letzt – was können Ihre Fans von Ihrem

Konzert bei STIMMEN erwarten?

Wainwright: Ich mache eine Solo-Show und

spiele die Rolle eines Troubadours. Diesen

Sommer reise ich viel und bin dabei immer

in der Lage, wo immer ich mich aufhalte, ein

Konzert zu geben. Als Vorbereitung für meine

Tour zum 20-jährigen Bühnenjubiläum im

Herbst. Danach kommt mein neues Album

heraus. Ich bereite das Publikum diesen

Sommer also in gewisser Weise auf den Rufus

der Zukunft vor.

* 2009 hat Rufus Wainwright für Robert Wilsons

Inszenierung „Shakespeares Sonette“ am

Berliner Ensemble 25 der insgesamt

154 shakespearschen Vierzehnzeiler vertont.

Das Interview führte Tom Lissy

Infos zum Konzert auf Seite 34

Foto: Dugly Habits

Foto: Juri Junkov

Rosenfelspark lörrach (D)

18 19


Foto: Pierrick Guidou

Sie sind als Tochter eines Jazzbassisten und einer

Puerto-Ricanerin aufgewachsen. Wie haben die

Eltern abgefärbt?

Rios-Moore: Mein dänischer Ehemann, der

Saxofonist in meiner Band ist, sagt immer:

„Indra, du hast eine echt kitschige Ader!“ Und

das habe ich! Als ich bei meiner Mutter aufwuchs,

liefen da die ganze Zeit spanische Liebeslieder.

Meinen Vater dagegen habe ich nur

sonntags gesehen und er hat mich zu seinen

Brunchkonzerten mitgenommen. Das schien

mir damals wie eine Welt von übertriebener,

falscher Männlichkeit, denn er war ein Kind der

großen Auswanderungswelle in den Norden

der USA, wo es nicht viel Platz für Verletzlichkeit

geben durfte. Einen viel größeren Einfluss

hat meine Mutter auf mich ausgeübt. Sie war

auch eine Expertin, die sich in der ganzen

Musikgeschichte bestens auskannte.

Kein Wunder, dass Ihr neues Album „Carry My

Heart“ Songs vom klassischen Jazz über Soul bis

zum Pop beinhaltet. Sie bezeichnen es als eine

Sammlung von Protestsongs, dabei gibt es überhaupt

keinen Zorn darauf …

Alternative ist Bürgerkrieg. Die Funktion der

Musik, meiner Musik ist: Ich will die Herzen

besänftigen, damit die Menschen in Ruhe über

die Dinge nachdenken können, die wir teilen

und nicht die, die uns trennen. Ich werde nicht

im Zorn leben. Ich werde der Kaltblütigkeit

und dem Klima der Furcht Widerstand leisten

durch Liebe. Das ist mein Protest.

Das Titelstück „Carry My Heart“ haben Sie selbst

geschrieben. Es hört sich an, wie Ihre eigene

Version von Gospel.

Rios-Moore: Ja, das ist richtig. Ich habe es

in dem Sommer geschrieben, in dem so viele

Flüchtlinge nach Europa kamen. Ich hörte

von einer Organisation, die Babytragen nach

Griechenland brachte, um Frauen zu unterstützen,

die ihre Kinder diesen langen Weg

tragen mussten. Dabei dachte ich auch an

meinen eigenen kleinen Sohn. Denn wenn du

dein Baby trägst, dann trägst du dein Herz. Das

ist das Thema des Songs für mich.

Wie singt es sich als Amerikanerin mit einer

skandinavischen Band?

„Mitgefühl ist Amerikas

höchste Herausforderung“

Interview mit Indra Rios-Moore

Die amerikanische Sängerin Indra Rios-Moore

singt gegen die Entmenschlichung in der Ära

Trump an – mit tiefempfundenen Balladen von

Gershwin bis Steely Dan, mit Latino-Erbe und

skandinavischer Ruhe.

Indra Rios-Moore, Sie hatten eine klassische

Ausbildung – wie beeinflusst die noch Ihre heutige

Gesangsweise?

Rios-Moore: Sie gab mir die Basis und

Unterstützung für alles, was ich singe, völlig

unabhängig vom Stil, ein Verständnis für die

Gesundheit der Stimme. Zugleich wusste

ich schon mit 18, dass ich keine klassische

Sängerin werden wollte. Meine Gesangslehrerin

hat mir meinen Liebling Gershwin verboten

und hatte Angst, ich würde mir mit Folk die

Stimme kaputt machen.

Rios-Moore: Man muss sich daran erinnern,

was die afro-amerikanischen Spirituals für die

Sklaven waren. Sie waren allesamt Protestlieder,

in denen man sich nach der Freiheit

sehnte, Lieder, die klarmachten: Da gibt es

mehr als das Leid. Das war meine Inspiration.

Amerika hat sich entschlossen so zu sein, wie

es ist. Trump ist die Manifestation einer tief

liegenden Krankheit. Doch es gibt viele Leute,

die kein Teil davon sind, mit ihrer Spiritualität,

mit ihrer Energie. Wie gehe ich mit dieser

herzzerreißenden Situation um? Wenn mir

jemand in die Augen schaut und mir sagt,

dass ich als Latina kein Stück Scheiße wert

bin, muss ich es schaffen, zurückzuschauen

und Mitgefühl zu haben. Das ist die höchste

Herausforderung für die Amerikaner. Denn die

Rios-Moore: Würde ich mit New Yorker

Musikern spielen, müssten sie die ganze Zeit

zeigen, was sie drauf haben. Skandinavier

dagegen schaffen Raum, ruhen in sich selbst,

sie müssen nicht die ganze Zeit ihre Fähigkeiten

unter Beweis stellen. In Skandinavien

reagiert das Publikum auch sehr gut auf den

Raum und auf die Pausen. Das erinnert mich

an ein Miles Davis-Zitat: „Wenn du nichts zu

sagen hast, dann spiel nicht. Lass den Raum

zu. Das Schweigen wird genauso stark für dich

sprechen.“

Das Interview führte Stefan Franzen

Infos zum Konzert auf Seite 44

20 21


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STIMMEN-SPIELORTE 2018

DAS PROGRAMM

SO 8. Juli –

MO 16. Juli

STIMMEN on Tour:

King Creosote & Becca Stevens

Saint-Louis (F), Freiburg (D)

Liestal (CH), Murg-Oberhof (D)

Lörrach (D), Binzen (D)

Eintritt frei

SO 8. Juli

Prolog: Sarah McKenzie

Théâtre La Coupole,

Saint-Louis (F)

19 Uhr € 29

MARKTPLATZ LÖRRACH (D)

Domplatz Arlesheim (CH)

Kirche St. Ottilien, Lörrach-Tüllingen (D)

Reithalle im Wenkenpark Riehen (CH)

Burghof LÖRRACH (D)

Rosenfelspark lörrach (D)

Stadtkirche Lörrach (D)

Foto: Théâtre La Coupole

Théâtre La Coupole, Saint-Louis (F)

SA 14. Juli Lörrach singt! Innenstadt Lörrach (D) 10–19 Uhr Eintritt frei

DI 17. Juli Festivaleröffnung: Jeff Cascaro Burghof Lörrach (D) 20.30 Uhr

MI 18. Juli

HILDEGARD LERNT FLIEGEN

Support: Tokunbo

€ 35 | € 30

€ 25

Rosenfelspark Lörrach (D) 20 Uhr € 29

DO 19. Juli Marlon Williams Support: Charles Watson Rosenfelspark Lörrach (D) 20 Uhr € 29

FR 20. Juli

Alice Phoebe Lou

Support: Tom Hickox

Rosenfelspark Lörrach (D) 20 Uhr € 29

SA 21. Juli Songhoy BlueS Support: Témé Tan Rosenfelspark Lörrach (D) 20 Uhr € 29

S0 22. Juli

MO 23. Juli

Rufus Wainwright

Support: And The Golden Choir

Franz Vitzthum & Gertrud Wittkowsky

Rosenfelspark Lörrach (D) 20 Uhr € 39

Kirche St. Ottilien,

Lörrach-Tüllingen (D)

20 Uhr € 29

DI 24. Juli New York Polyphony Stadtkirche Lörrach (D) 20 Uhr € 39

MI 25. Juli Liam Gallagher Support: Baum Marktplatz Lörrach (D) 20 Uhr € 58

DO 26. Juli Dendemann Support: Peter Reimtgut Marktplatz Lörrach (D) 20 Uhr € 39

FR 27. Juli EDITORS Support: The Ninth Wave Marktplatz Lörrach (D) 20 Uhr € 42

SA 28. Juli Dweezil Zappa Marktplatz Lörrach (D) 20 Uhr € 45

SO 29. Juli

Robert Plant & The Sensational Space Shifters

Support: Josienne Clarke & Ben Walker

Marktplatz Lörrach (D) 20 Uhr € 58

DI 31. Juli Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi Burghof Lörrach (D) 20 Uhr € 32 | € 29

MI 1. August San2 & His Soul Patrol Burghof Lörrach (D) 20 Uhr € 29

DO 2. August

Indra Rios-Moore

Reithalle im Wenkenpark

Riehen (CH)

20 Uhr € 29

FR 3. August Fat Freddy‘s Drop Support: D/troit Domplatz Arlesheim (CH) 20 Uhr € 48

SA 4. August

The New Power Generation

Celebrating Prince Support: Stanley Rubyn

Domplatz Arlesheim (CH) 20 Uhr € 48

SO 5. August Fink Burghof Lörrach (D) 20 Uhr € 45 | € 39

Fotos: Juri Junkov


Foto: Shervin Lainez

Foto: Calum Gordon

becca stevens KinG cREosoTe

Im Jubiläumsjahr des Festivals feiert auch

STIMMEN on Tour ein kleines Jubiläum, denn

bereits zum fünften Mal findet diese Musik-

Tournee durch unsere Region im Dreiländereck

statt. Mit der US-amerikanischen

Singer-Songwriterin Becca Stevens und dem

schottischen Folksänger King Creosote begibt

sich die musikalische STIMMEN-Gesellschaft

einmal mehr auf die Reise nach Binzen, nach

Liestal in der Schweiz, nach Lörrach-

Brombach, Murg-Oberhof und Freiburg sowie

ins französische Saint-Louis.

2017 begeisterte Becca Stevens bereits bei

STIMMEN im Lörracher Rosenfelspark als

Support von Jacob Collier. Ihre helle, zwischen

ätherisch und kraftgeladen pendelnde

Stimme ist strahlendes Transportmittel für

einen Spagat zwischen Songwriting, Jazz und

experimentellem Pop. Im aktuellen Programm

„Regina“ hat sich „New Yorks bestgehütetes

Geheimnis“ (NY Times) berühmten Frauenstimmen

gewidmet – von Ophelia und

Elizabeth I. über die Venus bis zur eigenen Oma.

Mit dem für den Mercury Prize nominierten

„Diamond Mine“, einer Zusammenarbeit mit

Jon Hopkins, und dem Soundtrack zu „From

Scotland With Love“ hat uns Kenny Anderson,

alias King Creosote, in den letzten Jahren ein

paar echte „All-Time-Favorites“ beschert. Mit

„Astronauts Meets Appleman“, seinem neuesten

Werk, das vollgestopft ist mit herrlichem

Kammer-Rock, Harfen und Dudelsäcken, geht

er auf STIMMEN-Tour. Live präsentiert sich der

Singer-Songwriter aus dem schottischen Fife

solo mit Gitarre.

SO 8. Juli – MO 16. Juli, Eintritt frei

alLe konZerttermine im ÜBerbLick:

SO 8. Juli, Saint-Louis,

Fondation Fernet-Branca (F), 12 Uhr

MO 9. Juli, Freiburg,

Babeuf, Kneipe im Stühlinger (D), 20 Uhr

DO 12. Juli, Liestal,

Kulturhotel Guggenheim (CH), 20 Uhr

FR 13. Juli, Murg-Oberhof,

Café Verkehrt (D), 20 Uhr

SO 15. Juli, Lörrach-Brombach,

Werkraum Schöpflin (D), 11 Uhr

MO 16. Juli, Binzen,

Rathaus Innenhof (D), 20 Uhr

Hinweis: Die Platzkapazität an den Spielorten ist begrenzt.

Es besteht daher keine Einlassgarantie.

Foto: Philippe Lévy-Stab

PRoloG

SArAH McKenzIe

Mit diesem Konzert vor der eigentlichen Festivaleröffnung

gratuliert die Stadt Saint-Louis

– ein langjähriger Partner von STIMMEN – dem

Festival zu seinem 25. Jubiläum. Die Jazzsängerin

Sarah McKenzie wird zu STIMMEN

2018 mit ihrem neuen Album „Paris in the

Rain“ kommen, für das sie erneut mit dem

renommierten Produzenten Brian Bacchus

zusammengearbeitet hat (Lizz Wright, Norah

Jones, Gregory Porter). Den roten Faden

ihrer neuen Songs bilden die Wanderrouten

der Sängerin, Pianistin und Songwriterin, die

aus ihrer australischen Heimat nach Amerika

und Europa reiste. Inhaltlich spiegelt es ihre

unglaubliche Musikalität in glamourösem

Glanz wider. „Es zeigt eine größere Tiefe

meiner Arrangements“, sagt sie, bevor sie

erklärt, dass sie mit ihrer neuesten Musik ihre

eigene Vision innerhalb der Jazz-Tradition

formt. Mittlerweile lebt die Absolventin des

Bostoner Berklee College of Music in Paris,

wo sie auch unter Plattenvertrag genommen

wurde. Überhaupt ist Frankreich ein wichtiger

Faktor ihres Erfolgs. So erntete sie beim

Antibes Jazz Festival stehende Ovationen und

ihr Bossa-Nova-Ohrwurm „Quoi, Quoi, Quoi“

sorgte dafür, dass die Australierin lange die

französischen Downloadcharts anführte.

SO 8. Juli, Théâtre La Coupole (F), 19 Uhr, € 29

26 27


Foto: Juri Junkov

Jedes Jahr im Sommer verwandeln unzählige

Stimmen Lörrach in eine singende Stadt. Neben

vielen bekannten Ensembles treten auch

in diesem Jahr wieder neue Formationen aus

nah und fern auf. Eine unbeschreibliche und

einmalige Atmosphäre herrscht an diesem Tag

– eine Stimmung, die alle ansteckt und in ihren

Bann zieht. In der ganzen Lörracher Innenstadt

können Besucher*innen an 14 Plätzen

in ein Klangmeer eintauchen. Die Vielfalt der

Generationen, der Chorgrößen und die verschiedenen

Gesangsrichtungen versprechen

eine bunte musikalische Vielfalt.

Eine Übersicht, wer, was, wann und wo zu

hören ist, finden Sie auf unserer Website

www.stimmen.com/programm/loerrach-singt-2018

SA 14. Juli, 10-19 Uhr, Eintritt frei

DIE MITSINGANGEBOTE:

10 Uhr: Gemeinsame Eröffnung mit Uli Führe

(Marktplatz)

10.50 & 11.30 & 14.50 Uhr: Reiner Bauer mit siinere

Gitarre (Innenhof Museum / Adlergässchen /

Wochenmarkt)

11.20 & 14.10 & 16 Uhr: Uli Führe (Hirschenbrunnen /

Am Hebelpark / Adlergässchen)

11.30 & 12.30 & 13.30 Uhr: Klangwerk.pop

(Stadtkirche / Außenbühne Burghof / Marktplatz

Nord)

11.40 Uhr: Erzieherschüler*innen Mathilde-Planck-

Schule (Am Hebelpark)

11.50 & 12.30 & 14.30 Uhr: Etoiledeneige (Innenhof

Museum / Adlergässchen / Pelz Klauser)

12 & 13.30 & 14.20 Uhr: JAZZiKA (Außenbühne /

Artischocke / Chesterplatz)

12 & 13.10 & 14.20 Uhr: Ortenauer Frauenensemble

Con Voce (Marktplatz Nord / Am Hebelpark /

Wochenmarkt)

12.20 Uhr: Rasselbande der Leben + Wohnen

gGmbH (Chesterplatz)

13.10 & 15.20 Uhr: vocal effects (Marktplatz Süd /

Hirschenbrunnen)

13.30 Uhr: Klangschmiede (Außenbühne Burghof)

13.50 & 15.20 & 16 Uhr: Tina & Jo – Sing with us!

(Treppe vor C&A / Wochenmarkt / Pelz Klauser)

15.20 & 16.10 Uhr: Männerchor Biel-Benken (Treppe

vor C&A / Am Hebelpark)

15.30 Uhr: Soulfamily (Stadtkirche)

16.40 Uhr: Erhard Zeh (Wochenmarkt)

18 Uhr: Singfinale mit Uli Führe (Außenbühne

Burghof)

Foto: Jim Rakete

Festivaleröffnung

Jeff Cascaro

Jazzsänger Jeff Cascaro hat in den letzten

Jahren wie kein Zweiter den Soul-Jazz in

Deutschland populär gemacht. Nun wendet er

sich mit gleicher Leidenschaft dem klassischen

Jazz zu, bleibt aber in der Auswahl

seiner Songs und Balladen einer bluesigen

Grundfärbung treu. So changiert Jeff Cascaros

neues Live-Programm „Love & Blues in the

City“ zwischen klassischen Jazz-Stücken und

Rhythm-and-Blues-Nummern. Durchweg aber

wird die Musik mit jazziger Leichtigkeit gespielt

und versteht es gekonnt, die Lässigkeit

des Swing mit der rauen Erdigkeit des Blues

zu vereinen. Dargeboten wird dieses abwechslungsreiche

Programm in einer famosen

Quartett-Besetzung mit viel Raum für Dynamik

und stimmliche Feinheiten. Das Resultat ist

eine sehr emotionale Musik mit viel Groove,

die feinste Gesangsparts mit Improvisationen

mischt.

Mit: Jeff Cascaro (voc, tp) | Ingo Senst (bass) |

Roberto Di Gioia (piano) | Hans Dekker (drums)

DI 17. Juli, Burghof Lörrach (D), 20.30 Uhr,

€ 35 | € 30 | € 25

28 29


Foto: Reto Andreoli

Hildegard Lernt Fliegen SUPPORT: Tokunbo

Im Jazz gibt’s kein richtig oder falsch, so

Andreas Schaerer, Frontmann und kreativer

Kopf des avantgardistischen Schweizer

Sextetts. Die selbsternannte Überjazz-Gruppe

eröffnet die Reihe der Rosenfelspark-Konzerte

und wird dabei zahlreiche Sandkörner ins

Getriebe des Gleichklangs streuen. Seit 2005

setzen die Schweizer ängstlichen Biedermeiern

frische Ideen entgegen und touren mit ihrer

Mischung aus Jazzrock, Tarantella, Swing

und Oper durch halb Europa, Russland und

China. Ihre letzte Scheibe „The Fundamental

Rhythm of Unpolished Brains“ lässt mit Strawinsky,

Zappa und Pink Floyd die unterschiedlichsten

Vorbilder Schaerers durchscheinen,

behält aber seine selbstbewusste Souveränität

und besticht durch eine ungemein pure

Spielfreude, die sich live „noch wilder und

unberechenbarer, noch fesselnder, noch eine

Spur anarchischer“ (FAZ) zeigen wird.

Tokunbo, ehemalige Frontfrau von Tok Tok

Tok, Songpoetin und eine der beliebtesten

Jazzstimmen Deutschlands, betört mit Geschichten

zwischen Abschied und Heimkehr.

Auch auf ihrem zweiten Album „The Swan“

verbindet sie Poesie mit melodiöser Schönheit

und dunklem Songwriter-Jazz – und bestätigt

einmal mehr ihren Ruf als „Queen of Folk Noir“.

Foto: Anne de Wolff

MI 18. Juli, Rosenfelspark Lörrach (D), 20 Uhr, € 29

Foto: Steve Gullick

Marlon Williams Support: Charles Watson

Marlon Williams‘ Stimme zählt zu den außergewöhnlichsten

einer ganzen Generation und

sie wird nicht ohne Grund wiederholt mit dem

großen Roy Orbison verglichen. Der Sohn

eines Punkmusikers, der in seiner Jugend

gar kurz eine Karriere im klassischen Gesang

erwog, erkannte aber schnell, dass sein Temperament

eher Stratocaster denn Stradivari

entspricht. Mit „Make Way For Love“ erschien

im Februar das zweite Album des 27-jährigen

Neuseeländers, der erst 2016 sein gleichnamiges

Debütalbum veröffentlichte und in seiner

Heimat den Music-Award als „Best Male Solo

Artist“ und „Breakthrough Artist of the Year“

gewann. „Make Way For Love“ ist ein Album

geworden, mit dem sich Williams deutlich als

Songwriter weiterentwickelt hat. Das Ende einer

langjährigen Liebesbeziehung lieferte den

lyrischen Funken für Songs, in denen Williams

auch musikalisch und stilistisch neues Terrain

entdeckt, mitunter „in bester Elvis-Manier

croont“ (Intro), aber seinen Wurzeln im Alternative

Country, Folk und Blues treu bleibt.

Bisher eher bekannt als Mitglied des Indie-

Duos Slow Club und der Garage Rock-Band

The Surfing Magazines, wandelt der Londoner

Singer-Songwriter und Multiinstrumentalist

Charles Watson nun auf Solo-Pfaden. Auf

seinem selbst produzierten Debütalbum „Now

That I‘m a River“, das im Mai erschienen ist,

experimentiert Watson mit gesampelten,

ungewöhnlichen Versionen seiner eigenen

Stimme, die seinen fantasievollen Songs eine

besondere Atmosphäre verleihen.

Foto: Laura McCluskey

DO 19. Juli, Rosenfelspark Lörrach (D), 20 Uhr, € 29

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Foto: Promo

Foto: Promo

Songhoy Blues Support: Témé Tan

Alice Phoebe Lou SUPPORT: Tom Hickox

Als Straßenmusikerin lieferte Alice Phoebe

Lou über mehrere Jahre für viele Berliner*-

innen einen wunderbaren Alltagssoundtrack.

Ihr leidenschaftlicher Umgang mit Musik hat

der Singer-Songwriterin ein kreatives

Selbstvertrauen gegeben, das in ihrer einnehmenden

Stimme und ihren bewusst abgespeckten

Arrangements zum Ausdruck

kommt. Die Freiheit der Großstadt war und ist

berauschend für die gebürtige Südafrikanerin.

Mit ihrer rohen, schönen Stimme erobert die

authentische Singer-Songwriterin die Ohren

vieler Musikliebhaber*innen in der Hauptstadt

und der ganzen Welt. So schaffte es ihr Song

„She“ – Soundtrack zum Film „Geniale Göttin:

Die Geschichte von Hedy Lamarr“ – auf die Original

Song Shortlist für den Oscar 2018. Nach

wie vor ist Alice Phoebe Lou Wahlberlinerin

und bespielt, wenn sie Zeit hat, die Straßen.

Weil es ihr Freude macht, wie sie sagt. Aber eigentlich

ist sie dafür viel zu gut: Zehntausende

sollten sie hören, wie sie mit Herz, Leib, Seele,

Inbrunst und Verstand ihre Lieder singt.

Als eindringlichen, poetischen und komplexen

„Chamber Pop“ beschreibt die Sunday Times

die Songs des britischen Songwriters Tom

Hickox. Sein zweites Album „Monsters in the

Deep“ erschien im März 2017 und die begeisterte

Musikpresse zog bereits Parallelen zur

Melancholie eines John Grant oder beschrieb

Hickox‘ Songs als eine dunkle Mischung von

Scott Walker und einem David-Lynch-Soundtrack.

Foto: Christophe Maas

Desert Blues umfasst, grob definiert, die auf

amerikanischem Blues basierende Musik

der afrikanischen Mandinka-Völker. Diesem

Genre haben sich Songhoy Blues nicht nur

gänzlich verschrieben, sie sind auch aktuell

dessen prominentester Botschafter. Die vier

malischen Musiker vereinten sich 2012 als

Antwort auf den Ausbruch des malischen Bürgerkriegs

und wurden nach ihrer Entdeckung

durch Damon Albarn (Blur) vom Guardian

mitsamt Debüt-Album als waschechte „African-Rock-Crossover“-Helden

gefeiert. 2015

vergrößerten sie ihr internationales Renommee

durch den preisgekrönten Dokumentarfilm

„They Will Have to Kill Us First“ und kürzlich

erschien ihr zweites Album „Résistance“,

das nicht nur mit namhaften Gästen wie z. B.

Iggy Pop beeindruckt: Songhoy Blues vermengen

authentisch Elemente von Hip-Hop, Soul

und Rhythm-and-Blues zu ihrer authentischen

Marke des Desert Blues.

gehandelt, denen eine radikale Synthese von

Klängen verschiedenster Kulturen gelingt.

Nur wenige sind dabei aber so enthusiastisch

und ansteckend wie Tanguy Haesvots alias

Témé Tan, dessen gleichnamiges Debütalbum

im Oktober 2017 erschien und der live bereits

als Support von Milky Chance und Ibeyi zu

erleben war. Ob Rap, brasilianische Grooves,

experimenteller japanischer Elektropop oder

traditionelle afrikanische Klänge – sie finden

scheinbar mühelos in den Songs von Témé

Tan zusammen und lassen einen neuen und

mitreißenden kulturellen Musikmix entstehen.

FR 20. Juli, Rosenfelspark Lörrach (D), 20 Uhr, € 29

Es war ein Konzert der Beastie Boys, nach

dem Tanguy Haesevots entschied, Musiker zu

werden. Heute wird der im Kongo geborene

Belgier als einer der innovativsten Musiker

SA 21. Juli, Rosenfelspark Lörrach (D), 20 Uhr, € 29

Foto:Miko Miko Studio

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Foto: Matthew Welch

Rufus Wainwright SUPPORT: And The Golden Choir

Rufus Wainwright ist der vielleicht größte,

aber mit Sicherheit der leidenschaftlichste

Songwriter seiner Generation. Das amerikanisch-kanadische

Musikgenie hat nicht nur

bislang neun Alben und drei DVDs veröffentlicht

sowie zig Awards abgeräumt, im Herbst

2018 wird in Toronto auch seine zweite Oper

mit Namen „Hadrian“ von der Canadian Opera

Company uraufgeführt. Wainwrights Vorliebe

für die „hohe Kunst“ ist indes nicht neu. 2009

vertonte er bereits Shakespeare-Sonette,

arrangierte sie für Orchester und Stimme

und ermöglichte die fruchtbare Verbindung

der Singer-Songwriter-Intimität mit dem

sinfonischen Klangkosmos. Doch das ganz

große Glück ist es, Wainwright in seiner musikalischen

und poetischen Person alleine und

innig verbunden mit seinem Instrument live

zu erleben. Sein Auftritt wird ohne Zweifel ein

glanzvoller Abschluss der Rosenfelsparkkonzerte

bei STIMMEN 2018 sein.

Mit seinem analogen Ansatz ist Tobias Siebert,

der bekannte Produzent und Alter Ego von And

The Golden Choir, irgendwie der Zeit hinterher,

oder besser gesagt zeitlich losgelöst, je nachdem,

wie man es betrachtet. Die ausufernd

arrangierten Instrumentalteile in seinen melancholischen

Kompositionen finden immer

wieder zurück zu Sieberts bittersüßer Stimme,

die bisweilen an Antony/Anohni erinnert,

manchmal auch an die hymnischen Großtaten

von PJ Harvey.

Foto: Sashberg

SO 22. Juli, Rosenfelspark Lörrach (D), 20 Uhr, € 39

Foto: Christine Schneider

Franz VitzThum & Gertrud Wittkowsky – Elégie

Zither und Stimme ist ein Erfolgstandem,

das seit der Antike Bestand hat. Auch Goethe

wusste schon: „Ein Bursche, der eine Zither

und Stimme hat, schlägt sich überall durch!“

Für die heutige Gültigkeit des Zitats würde

die Zither vielleicht besser mit einer E-Gitarre

ersetzt werden, denn landläufig wird die Zither

mit alpenländischer Stubenmusik in Verbindung

gebracht. Emanzipiert sie sich aber und

wird heute von der führenden Zither-Virtuosin

Gertrud Wittkowsky gespielt und vom international

renommierten Countertenor Franz

Vitzthum begleitet, erfährt das Publikum die

Vielfarbigkeit des omnipotenten Saiteninstruments

und begibt sich auf eine musikalische

Entdeckungsreise sondergleichen. Franz

Vitzthum und Gertrud Wittkowsky sind beide

so entdeckungsfreudig wie vorbehaltslos in

ihrer musikalischen Ausrichtung und dementsprechend

spannt das Programm einen

epochenübergreifenden Bogen von frankoflämischer

Vokallyrik bis zu zeitgenössischen

Werken für Diskantzither sowie Countertenor.

Programm: „Elégie“ – Werke für Countertenor und

Zither u. a. von I. Jordan, J. Dowland, A. Skrjabin

und E. Satie

Besetzung: Franz Vitzthum, Countertenor | Gertrud

Wittkowsky, Zither

MO 23. Juli, Kirche St. Ottilien Lörrach-Tüllingen (D),

20 Uhr, € 29

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Foto: Promo

Liam Gallagher Support: BAUM

Foto: Chris Owyoung

New York Polyphony – Conversations

Alte Musik ist sicherlich nicht das, was einem

zuerst in den Sinn kommt, wenn man an New

York denkt. Aber seit einigen Jahren gibt es

mit New York Polyphony ein aus vier Sängern

bestehendes Vokalensemble, das die Welt der

Alten Musik verblüfft und begeistert. Schon

zahlreiche Platten wurden aufgenommen,

die neben sängerischer Klasse vor allem von

programmatischer Ambition geprägt sind:

New York Polyphony setzt sich gern mit

zeitgenössischer Musik auseinander, schafft

z. B. einzigartige Crossover-Projekte wie die

„Missa Charles Darwin“ in Berlin. Mit ihrem Programm

„Conversations“, das den Höhepunkt

der vielseitigen und nunmehr zehnjährigen

Zusammenarbeit des Ensembles darstellt,

kommt New York Polyphony in die Lörracher

Stadtkirche und wird damit viele unterschiedliche

Facetten präsentieren, die innerhalb wie

außerhalb der Welt der geistlichen Polyphonie

der Renaissance liegen.

Programm: „Conversations” mit Werken von

F. Schubert, C. Saint-Saëns, R. Rodney Bennett,

I. Moody, A. Sullivan u. a.

Besetzung: Geoffrey Williams, Countertenor |

Steven Caldicott Wilson, Tenor | Christopher Dylan

Herbert, Bariton | Craig Philiips, Bass-Bariton

DI 24. Juli, Stadtkirche Lörrach (D), 20 Uhr, € 39

Mit Oasis schrieb er Musikgeschichte, mit Beady

Eye bewies er, dass er es auch ohne seinen

Bruder Noel zu guten Songs und beachtlichem

Erfolg bringen kann. Mit seinem Soloalbum „As

You Were“ zeigt sich Liam Gallagher nun von

seiner bislang persönlichsten Seite. Die Musik

war für Liam Gallagher der beste – und auch

einzige – Ausweg aus schwierigen Kindheitsverhältnissen

im ärmlichen Manchester-Stadtteil

Burnage. Zu Beginn der 1990er-Jahre traf

der Sänger mit Oasis den perfekten Ton des

Zeitgeistes. Als Protagonisten des Britpop

stellten sie Großbritannien auf den Kopf. Die

Zwistigkeiten mit seinem Bruder Noel führten

2009 allerdings zum Ende der Band. Unter

dem Namen Beady Eye setzte Liam die Arbeit

mit einigen verbliebenen Oasis-Mitgliedern bis

2014 fort. Mit seiner Rückkehr in die Manege

des Rock-Zirkus in diesem Jahr begeistert

Gallagher Fans und Kritiker*innen gleichermaßen.

Der Singer-Songwriter verriet übrigens

kürzlich, dass er keine lang anhaltende Solokarriere

anstrebe. Dieses STIMMEN-Konzert

könnte also eine einzigartige Gelegenheit sein,

ihn live auf Solo-Wegen erleben zu können.

Der Weg des Basler Singer-Songwriters BAUM

begann solo mit Vorprogramm-Tourneen für

Acts wie Van Morrison und The John Butler

Trio. Er nahm in den renommierten Cutting

Room Studios New York und in den Jungle City

Studios von Alicia Keys auf und 2016 schaffte

er es mit seinem Song „Home One Day“ in den

Soundtrack zum Kinofilm „Verrückt nach Fixi“.

2017 ging BAUM erneut nach New York, sog

die Energie des Big Apples auf und schrieb in

zwei Wochen die elf Songs für sein im selben

Jahr veröffentlichtes Album „Kingdom of the

Upright Man“.

Foto: Alma Buchli

MI 25. Juli, Marktplatz Lörrach (D), 20 Uhr, € 58

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Foto: Daniel Josefsohn

Foto: Rahi Rezvani

Dendemann Support: Peter Reimtgut

Editors Support: The Ninth Wave

Es wird wieder Zeit für das Original: Mit Arme

Ritter, Eins Zwo und zwei Soloalben war

der Hamburger Rapper Dendemann einer

der Wegbereiter des deutschen Hip-Hop.

Nahezu zwei Jahre, bis Ende 2016, hatte er

Jan Böhmermanns Sendung „Neo Magazin

Royale“ musikalisch geprägt und mit überragenden

Freestyles und cleveren Zuspitzungen

für Sternstunden des Deutsch-Rap gesorgt.

Seit seinem fulminanten Show-Abschied

mit Fettes Brot, Deichkind und zahlreichen

anderen Gästen war es etwas still geworden

um den Mann, der mit der Band „Die Freie Radikale“

nun also auch das deutsche Fernsehen

musikalisch revolutioniert hatte. Im Sommer

2018 begibt sich einer der wortgewaltigsten

und besten deutschen MCs dorthin zurück, wo

alles angefangen hat: auf die Bretter, die die

Welt bedeuten.

Musik für Körper, Seele und Geist, dies ist das

Motto von Peter Reimtgut. Der Lörracher

Rapper, den viele sicher noch als „Smurf“

kennen, griff erstmals mit 14 Jahren zum

Mikrofon und machte u. a. durch die Zusammenarbeit

mit dem Hip-Hopper Olli Banjo oder

auch den Deutsch-Rockern von Haudegen auf

sich aufmerksam. Seit 2014 steht er nun als

Peter Reimtgut mit seiner Band auf der Bühne,

ist nicht nur älter und erwachsener geworden,

sondern hat sich auch musikalisch weiterentwickelt

– weniger Rap, mehr Pop, Rock. Aber

immer noch ganz viel Wortakrobatik.

Foto: Promo

DO 26. Juli, Marktplatz Lörrach (D), 20 Uhr, € 39

2003 fanden sich vier Musiktechnologie-Studenten

der Stafford University zusammen und

gründeten die Band Snowfield – 14 Jahre später

gehört diese Band zur Spitze der britischen

Indie-Szene, nur unter einem anderen Namen:

Editors. In der Besetzung mit Tom Smith (Sänger/Gitarre),

Justin Lockey (Leadgitarre), Russell

Leech (Bass), Elliot Williams (Synthesizer/

Gitarre) und Ed Lay (Schlagzeug) veröffentlichte

die Band fünf grandiose Studioalben mit

Hits wie „An End Has a Start“, „Papillon“ und

„Ocean of Night“. Bei unzähligen ausverkauften

Livekonzerten konnten die Editors beweisen,

wie leidenschaftlich die Band für ihre Musik

brennt und wie sehr sich ihre Fans mitreißen

lassen. Jedes Mal erfinden sich die Editors

ein bisschen neu: mal rockig, mal etwas

elektronischer, immer aber mit der einzigartigen

und unverkennbaren Bariton-Stimme von

Tom Smith. Mit im Gepäck haben die Herren

aus Birmingham neben ihren großen Hits aber

auch die Songs ihres brandneuen Albums

„Violence“, das im März erschienen ist.

Mit seinem grenzüberschreitenden Sound

hat das schottische Indie-Rock-Quartett erst

Glasgow aufgemischt, dann die britischen

Inseln und nun kommen sie aufs europäische

Festland. Die Songs ihrer EPs „Reformation“

und „Never Crave Attention“ erinnern an die

Pixies oder The Cure – wenn diese etwas mehr

Pop gewesen wären. The Ninth Wave liefern

einen üppigen Sound zwischen Bonbon und

Beton, satte Gitarren und beglücken mit einer

schillernden Mischung aus Post-Punk, Drone

und Shoegaze.

Foto: Promo

FR 27. Juli, Marktplatz Lörrach (D), 20 Uhr, € 42

38 39


Foto: Dan Massie

Robert Plant & The Sensational Space Shifters

Support: Josienne Clarke & Ben Walker

Foto: Jeff Dean

Dweezil Zappa

Die ikonische Musik seines Vaters Frank ist

voller Mysterien und niemand hat es bisher

besser verstanden als Dweezil Zappa,

die Codes und Komplexität dieser Musik

zu dechiffrieren. Seit über zehn Jahren

tourt der renommierte Gitarrist mit seinem

Grammy-prämierten Projekt, jetzt auch

offiziell „Dweezil Zappa“ genannt, durch die

Welt. Auf seiner neuesten Tournee „Choice

Cuts“ wird Dweezil mit einer komplett neuen

Show und einigen der kühnsten Kompositionen

Frank Zappas Halt auf dem Marktplatz

in Lörrach machen. Mit einer „Sammlung der

markigsten Zappa-Tracks“, wie Dweezil selbst

sagt, soll der Appetit der Zappa-Jünger, der

neuen und alten Fans, gestillt werden. Seine

Band ist dabei nach wie vor eine Ansammlung

herausragender Musiker. Kernmitglieder sind

Ryan Brown (Schlagzeug), Kurt Morgan (Bass),

Chris Norton (Keys) und Multiinstrumentalistin

Sheila Gonzalez, die seit Gründung der Band im

Jahr 2006 mit dabei ist. Neu hinzugekommen

sind Adam Minkoff (Lead Vocals/Rhythmusgitarre)

und Sängerin Cian Coey.

SA 28. Juli, Marktplatz Lörrach (D), 20 Uhr, € 45

Er ist eine Rocklegende und fraglos einer der

berühmtesten Frontmänner der Musikgeschichte

– Robert Plant. Rund dreißig Jahre

nach dem Ende der legendären Led Zeppelin

zeigt ihr ehemaliger Leadsänger mit seiner

neuen Band The Sensational Space Shifters,

dass ihn auch heute noch seine einmalige

Musikleidenschaft antreibt. Mit ihnen hat

Robert Plant eine Gruppe Musiker um sich

geschart, die es ihm möglich macht, besondere

Live-Shows zu präsentieren. Plants Konzerte

sind eine umfassende Reise durch alle musikalischen

Genres, die sein Leben geprägt haben.

Robert Plant & The Sensational Space Shifters

machen trotzdem keine Nostalgie. Viel eher

hat man das Gefühl, dass der jetzt 69-Jährige

ein Entdecker auf der Suche nach dem noch

perfekteren Groove geblieben ist und so stehen

an diesem Abend natürlich viele Songs seines

aktuellen, elften Soloalbums „Carry Fire“ auf

der Setlist. Trotzdem steht außer Frage, dass

die Klassiker nicht fehlen werden – jährt sich

die Gründung von Led Zeppelin doch 2018 zum

50. Mal.

Josienne Clarke & Ben Walker gelten als die

„Lieblinge des Folk“ (The Guardian). 2015 gewannen

sie den Preis als bestes Duo bei den BBC

Folk Awards und im Herbst 2017 begleiteten sie

die Folklegende Richard Thompson auf seiner

UK-Tour. Im März dieses Jahres erschien nun

ihr neues Album „Seedlings All“, das bisher wohl

autobiographischste Werk des Duos, mit dem

sie zugleich einen großen Schritt vom Brit-

Folk hin zum alternativen Singer-Songwriting

geschafft haben.

Foto: Jenna Foxton

SO 29. Juli, Marktplatz Lörrach (D), 20 Uhr, € 58

40 41


Foto: Matthias Popp

Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi

Bei Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi

treffen surrealer Text auf beschwipste Mitsing-Refrains

und Metaebene auf heimliches

Augenzwinkern. So oder so ähnlich könnte

man die Musik des Quintetts um den Schauspieler

Robert Gwisdek – alias Käptn Peng

– beschreiben. Wenn aber etwas feststeht,

dann dass sie sich nicht in Schubladen

stecken lassen: Galten die Berliner mit ihrem

musikalischen Kuriositätenkabinett aus Bürsten,

Töpfen, Fahrradklingeln, Betonkübeln,

brummelnden Kontrabässen und präparierten

Gitarren lange Jahre als die Hip-Hop-Band mit

den baufälligsten Instrumenten, haben sich

neuerdings auch ein paar Synthesizerklänge

eingeschlichen, die dem maroden Charme des

Bandsounds eine abgespacte Note geben. Ordentlich

rumpeln tut es natürlich immer noch,

denn ihre dreckig klingenden Gitarrenmelodien,

die einem Spaghettiwestern entsprungen

sein könnten, dürfen bei den Tentakeln

selbstverständlich nicht fehlen, ebenso wenig

wie ihre so typischen Themen von Wahnsinn

und Erleuchtung bis hin zu rasierten Igeln und

anderen skurrilen Monstern.

DI 31. Juli, Burghof Lörrach (D), 20 Uhr, € 32 | € 29

Foto: Joe Hoelzl

San2 & His Soul Patrol

Der begnadete deutsche Rhythm-and-

Blues-Sänger San2 katapultiert die schwarze

Musik der 1960er- und 1970er-Jahre ins 21.

Jahrhundert. Rhythmus und Melodie gehen

ins Blut, dazu gibt es eine passende Prise

Pop. Und wenn San2 mit seiner Band, der

Soul Patrol, die Bühne betritt, dann immer

auch als Entertainer und Gastgeber einer

heißen Motown-Party. Zusammen sind sie eine

Klasse für sich. Außerdem zählt der charismatische

Frontmann heute zu den besten

Bluesharp-Spielern Europas. Ein Soulman auf

seiner Mission. San2 & His Soul Patrol sind

die angesagten Erneuerer des Genres. Neben

zahlreichen Radio- und Fernsehauftritten sind

sie auch durch gemeinsame Auftritte mit der

New Yorker Brassband The Lucky Chops sowie

als Vorband von Jazz-Weltstar Jamie Cullum

einem großen Publikum bekannt geworden.

MI 1. August, Burghof Lörrach (D), 20 Uhr, € 29

42 43


Foto: Promo

Foto: Pierrick Guidou

Indra Rios-Moore

Indra Rios-Moore aus New York fand in ihren

Jugendjahren nicht zum Jazz, um musikalische

oder soziale Gesetzmäßigkeiten aus

den Angeln zu heben. Ihre Jazz-Auffassung

ist von gefühlsbetontem Gospel, erdigem

Blues und der Popmusik großer Helden wie

Steely Dan geprägt. Und trotzdem ist Indra

Rios-Moores neues Album „Carry My Heart“ ein

Protestalbum geworden. „Für mich als farbige

Frau mit Latino-DNA im Blut, war der Ausgang

der US-Präsidentschaftswahl 2016 ein Schlag

ins Gesicht. Jahrzehntelange Kämpfe für

Gleichberechtigung von Frauen, Afroamerikanern,

Schwulen und allen Unangepassten […]

scheinen angesichts Trumps polarisierenden

Weltsicht umsonst gekämpft worden zu sein“,

sagt Rios-Moore. Also nahm sich die Amerikanerin

vor, ihr neues Album als Gegenentwurf

zur politischen Realität Amerikas zu dimensionieren.

Sie hofft, dass ihre neue Musik

„mit Qualität und Sentiment berührt“ und zum

Luftholen in einer kitschigen Trump-Realität

anregt, „in der die Schattenwelt des Geldes

unsere Menschlichkeit redundant zeichnet.“

DO 2. August, Reithalle im Wenkenpark Riehen (CH),

20 Uhr, € 29

Fat Freddy’s Drop Support: D/troit

Fat Freddy’s Drop zählt zu Neuseelands

erfolgreichsten Live-Bands. Ihre Geschichte

reicht zurück bis in die 1990er-Jahre, als sich

die Gruppe regelmäßig zur Jam-Session in

Wellington traf. Erst 2005 nimmt die Band ihr

Debüt „Based On a True Story“ auf, welches in

ihrem Heimatland umgehend zum Hit-Album

aufsteigt – zwei Jahre verbringt es daraufhin

in den Top-40-Charts und erhält neunmal

Platin. Wegen ihrer Hingabe und ihres Improvisationstalents

werden die Kiwis als herausragende

Live-Band gefeiert – auch in Europa.

Schnell spricht sich herum, dass sich ihre

Lieder vor allem auf der Bühne entwickeln.

„On Stage“ sind die sieben Vollblutmusiker, die

sich selbst auch als „Soul Monster“ beschreiben,

in ihrem Element und spielen regelmäßig

vor Tausenden. Bis heute gilt: Wer diesem

Kiwi-Hybrid-Sound aus Dub, Reggae, Soul,

Funk und Hip-Hop mit Technoeinflüssen erst

einmal verfallen ist, wird sich ihm nicht mehr

entziehen können.

Eröffnet wird der erste Arlesheim-Abend von

der Soul-Band D/troit. Wer die Songs ihres

Debütalbums „Soul Sound System“ erstmals

hört, ist vermutlich überrascht, dass die fünf

Herren aus dem hohen Norden kommen. Es

scheint, als hätten die Kopenhagener den Soul

eingeatmet – egal ob Floorfiller oder Ballade,

ob Breitwand-Sound, tief empfundener

Gesang oder scharfe Bläserstöße: Bei D/troit

kommt alles zusammen und live ist das Ganze

naturgemäß noch unwiderstehlicher.

Foto: Bix

FR 3. August, Domplatz Arlesheim (CH), 20 Uhr, € 48

44 45


Foto: Peter Lodder

The New Power Generation

Celebrating Prince Support: Stanley Rubyn

The New Power Generation, auch bekannt

als The NPG, war bis 2013 Prince‘ Live- und

Studio-Band. The NPG wurde offiziell im Sommer

1990 auf der „Nude Tour“ als Prince’ neue

Begleitband vorgestellt. 1991 machte die Band

ihr Studio-Debüt auf dem gefeierten Album

„Diamonds and Pearls“ – das so viele Hit-Songs

wie kein zweites nach „Purple Rain“ hervorbrachte.

Ein halbes Jahr nach dem Tod von

Prince im Oktober 2016 brachte Morris Hayes,

das dienstälteste NPG-Mitglied, die ursprüngliche

Band mit einigen weiteren Musiker*innen

für ein großes Prince Tribute-Konzert in

Minneapolis wieder zusammen. Das Feedback

auf diese Live-Show war berauschend und

vielleicht auch für viele Fans heilend. Eine

mögliche Wiedervereinigung von The New

Power Generation stand von nun an im Raum

und wurde kurze Zeit später auch offiziell in

die Tat umgesetzt. Morris Hayes und The NPG

möchten Prince‘ Musik wieder in die ganze

Welt bringen und seinen Fans die Gelegenheit

geben, sein großartiges Werk weiterhin live

erleben zu können. Außerdem „wollen wir

unseren Boss, Mentor und seine Musik ehren“,

so Hayes.

Stanley Rubyn stammt aus einer kleinen Stadt

im Südwesten Kameruns. Seine Leidenschaft

für Musik und Tanz führte ihn über Nigeria,

der Herkunft seiner Eltern, und Italien nach

Deutschland, wo er mittlerweile in Berlin lebt.

Dort arbeitet der Singer-Songwriter aktuell an

seinem zweiten Studioalbum. In seinen Songs,

die afrikanischen Pop mit Jazz und Fusion verbinden,

verarbeitet er seine intensiven Jahre

auf der Straße, welche ihn von früh an prägten,

und sie handeln vor allem von drei zentralen

Themen: Liebe, Wehmut und dem Wunsch

nach Gerechtigkeit auf diesem Planeten.

Foto: Nicolas Hudak

SA 4. August, Domplatz Arlesheim (CH), 20 Uhr, € 48

Foto: Thorsten Dirr

FinK

Der in Berlin lebende Fin Greenall ist Mastermind

und Gründer des Trios Fink, zu dem auch

Tim Thornton (Schlagzeug, Gitarre) und Guy

Whittaker (Bass) zählen. Finks brandneues und

damit sechstes Album heißt „Resurgam“, was

so viel wie „ich werde auferstehen“ bedeutet.

Bezugspunkt für den lateinischen Titel des

aktuellen Albums ist die Inschrift an einer

Kapelle in Greenalls Heimat Cornwall. Die

neuesten Lieder sind umgeben von einem

unbändigen Spirit, der nicht zuletzt auf Finks

Zusammenarbeit mit dem Produzenten Flood

(u. a. PJ Harvey, U2, The Killers) zurückzuführen

ist. „Resurgam“ ist ein weiterer Höhepunkt

für die Band und zugleich Ausdruck für die

unerschrockene Bandbreite, für die Fink seit

vielen Jahren steht. Dass das Trio in der Lage

ist, seine gefühlsbetonte und überaus seelenvolle

Musik tadellos auf die Bühne zu bringen,

werden sie beim Abschluss des 25. STIMMEN-

Festivals wieder einmal zeigen können.

Hinweis: Vor Konzertbeginn wird „Fillum“ gezeigt –

ein Kurzfilm, der den Bandmitgliedern von Fink über

die Schulter schaut. Ein Film mit und über Musik, die

die Jungs von Fink lieben oder spannend finden – mit

Videoclips, Performances, Doku-Material und einer

großen Portion Spaß.

SO 5. August, Burghof Lörrach (D), 20 Uhr,

€ 45 | € 39

46 47


Foto: Juri Junkov

Foto: Juri Junkov

Sie haben Lust am Gesang, möchten sich

weiterbilden und vielleicht auch neue Talente

entdecken? Dann ist die STIMMEN-Werkstatt

2018 unser Tipp für Sie!

STIMMEN-Werkstatt

Workshops für Stimme und Gesang 2018

Von Jodeln über Beatboxing bis hin zu irischen

Folksongs und Dirigieren – generationen- und

stilübergreifend bietet die STIMMEN-Werkstatt

allen Gesangsinteressierten der Region

ein abwechslungsreiches Workshop-Angebot

mit erfahrenen Dozent*innen, die selbst

Sänger*innen, Chorleiter*innen, Stimmcoaches

oder Komponist*innen sind. Eingeladen

sind alle Interessierten, ob mit oder ohne

Erfahrung, ob mit oder ohne Ausbildung.

Detaillierte Infos finden Sie auf der Website

www.stimmen-werkstatt.com. Unser Tipp: Für

den Kurs mit Kathleen Dineen gibt es auf den

Normalpreis einen Frühbucherrabatt.

Schüler*innen, Studierende, Auszubildende

und BuFdis bis einschließlich 26 Jahre

erhalten auf Vorlage eines gültigen Ausweises

eine Ermäßigung von 20%. Diese Ermäßigung

erhalten auch schwerbehinderte Menschen

mit amtlichem Ausweis und einer Minderung

der Erwerbsfähigkeit von mind. 80%.

Die kommenden Kurse:

Die Klangvielfalt des Jodelns für Anfänger |

Franziska Wigger | SA 09. + SO 10. Juni

Die Klangvielfalt des Jodelns für Fortgeschrittene |

Franziska Wigger | SA 16. + SO 17. Juni

Celtic folksongs and traditional harmony |

Kathleen Dineen | SA 15. + SO 16. September

Die STIMMEN-Stiftung wurde 2008 anlässlich

des 15. STIMMEN-Festivals aus Mitteln der

Burghof Lörrach GmbH gegründet. Dank zahlreicher

Zuwendungen konnten seither diverse

kulturelle Projekte umgesetzt und unterstützt

werden. Die STIMMEN-Stiftung widmet sich

dem Lörracher Kulturprofil und will künstlerische

und kulturelle Tätigkeiten auf möglichst

vielen Ebenen fördern sowie Kinder und junge

Menschen an Musik heranführen. Vorsitzender

des Kuratoriums ist der Oberbürgermeister

der Stadt Lörrach, Herr Jörg Lutz.

Kontakt:

STIMMEN-Stiftung

Barbara Ehrensberger

b.ehrensberger@burghof.com

STIMMEN-VEREIN SCHWEIZ

Im September 2011 wurde der Verein

STIMMEN-Schweiz mit Sitz in Reinach, Baselland

gegründet. Ein wichtiges Anliegen ist es,

die kulturelle Bildung von jungen Menschen zu

fördern und spartenübergreifende Musikveranstaltungen

und länderübergreifende Musikprojekte

im Dreiländereck zu finanzieren.

Präsident des Vereins ist Herr Urs Endress.

Mit dem STIMMEN-Freundeskreis hat

STIMMEN seit 2014 ein interessantes

Sponsoring-Modell für Selbstständige, Handwerks-

und Einzelhandelsbetriebe entwickelt.

Wir danken den STIMMEN-Freunden 2018, die

uns unterstützen:

RUSER LEDERWAREN GMBH

FAHNENSTAEB OHG

CARHARTT WIP OUTLET

CONTEMPO PERSONAL GMBH

STILOBJEKT GMBH INNENARCHITEKTUR

& EINRICHTUNGEN

CCS VON DER OSTEN GMBH

HOTEL MEYERHOF

DRUCKEREI FURTWÄNGLER GMBH & CO. KG

Kontakt:

STIMMEN-Schweiz

c/o Endress+Hauser

Kägenstrasse 2

CH-4153 Reinach

48 49


Preise, Ticketkauf

und Konzertbesuch

KARTENVORVERKAUF

Deutschland: www.stimmen.com

Ticket-Hotline: Tel. +49 (0)7621-94089-11/-12

Lörrach / Deutschland: Kartenhaus im Burghof Lörrach,

Herrenstraße 5, 79539 Lörrach, sowie alle

bekannten Vorverkaufsstellen

Schweiz: Vorverkauf bei Ticketcorner unter der

Nummer 0900 800 800 (CHF 1.19/min.), übers

Internet: www.ticketcorner.ch

PÄSSE, ERMÄSSIGUNGEN

STIMMEN-Pässe:

Rosenfelspark-Pass: 18. – 22. Juli 2018: € 129

Marktplatz-Pass: 25. – 29. Juli 2018: € 199

Die Pässe sind im Kartenhaus im Burghof Lörrach

sowie online unter www.stimmen.com erhältlich.

Die Pässe sind übertragbar.

Ermäßigungen:

Kinder von 6 bis 12 Jahren erhalten 50 % Ermäßigung

auf Eintrittskarten für alle Konzerte im

Rosenfelspark Lörrach vom 18. bis 22. Juli.

Begleitpersonen von Rollstuhlfahrer*innen (Merkzeichen

B) erhalten eine Freikarte.

INFORMATIONEN ZUM TICKETKAUF

• Die Abendkasse öffnet jeweils eine Stunde vor

Veranstaltungsbeginn.

• Die Abendkasse bei den Konzerten im Burghof,

auf dem Marktplatz und in der Stadtkirche befindet

sich im Kartenhaus im Burghof Lörrach, bei

den übrigen Veranstaltungen in unmittelbarer

Nähe der Spielstätte.

• Alle Preise sind Vorverkaufspreise inkl. Systemund

Vorverkaufsgebühren. An der Abendkasse

wird ein Zuschlag erhoben.

• Gutschein-Einlösungen sind nur im Kartenhaus

im Burghof Lörrach möglich.

• Bei Verlust von Tickets kein Ersatz.

Tickets:

www.stimmen.com

+49 (0) 76 21 - 94 089 - 11 / -12

• Tickets sind vom Umtausch bzw. der Rückgabe

ausgeschlossen, außer bei Absage oder Verlegung

der Veranstaltung.

WICHTIGE INFORMATIONEN ZUM KONZERTBESUCH

• Für den Einlass an den Open-Air-Spielorten

Marktplatz Lörrach, Rosenfelspark Lörrach

und Domplatz Arlesheim sind Rucksäcke und

Taschen bis zu einer maximalen Größe von

30x20x15 cm (ca. DIN A4) erlaubt. Hinweis: Es

gibt an den Spielorten keine Aufbewahrungsmöglichkeiten

für Ihre Taschen.

• Der Zutritt für Kinder unter 6 Jahren zu den

Konzerten auf dem Marktplatz Lörrach und auf

dem Domplatz Arlesheim ist nicht gestattet.

Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren dürfen

nur in Begleitung Erwachsener auf das Festivalgelände.

• Die Open-Air-Veranstaltungen finden bei jedem

Wetter statt. Bitte denken Sie an wetterfeste

Kleidung. Regenschirme sind auf dem Konzertgelände

nicht gestattet.

• An fast allen Spielorten gibt es ein gastronomisches

Angebot mit Speisen und Getränken.

• Für den Schutz Ihres Gehörs halten wir an den

Einlässen und an den Bewirtungsständen Ohrschutz

gratis bereit.

• Bei den Konzerten auf dem Lörracher Marktplatz

steht für Rollstuhlfahrer*innen ein Podest zur

Verfügung. Da die Kapazität begrenzt ist,

wenden Sie sich bitte frühzeitig an das Kartenhaus:

Tel. +49 (0)7621-94089-11/-12 bzw. E-Mail

an ticket@burghof.com.

• Foto-, Ton- und Videoaufnahmen während der

Konzerte sind nicht erlaubt.

• Programmänderungen sind vorbehalten.

Auf unserer Website unter

www.stimmen.com/praktisch/ finden Sie in den

FAQ alle wichtigen Hinweise für Ihren STIMMEN-

Besuch kompakt gesammelt!


TEAM & IMPRESSUM

Das STIMMEN-Team

Webdesign: www.giraffentoast.com

Web-Programming: youngbrain: GmbH, Freiburg

ANREISE

2018 findet STIMMEN an 14 verschiedenen

Spielorten statt. Viele dieser Orte sind gut mit

den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Da auch 2018 gilt „STIMMEN-Ticket = RVL-Ticket“,

möchten wir Sie bitten, wenn möglich, öffentliche

Verkehrsmittel zu nutzen.

Jede im Vorverkauf erworbene Eintrittskarte für

STIMMEN ist zugleich Fahrschein für den öffentlichen

Nahverkehr. Das Konzertticket berechtigt

am Geltungstag zu einer einmaligen Hin- und

Rückfahrt zur Veranstaltung mit allen Bussen und

Bahnen (2. Klasse) im Gesamtbereich des RVL.

Die Parkmöglichkeiten an den Spielorten sind begrenzt.

Bitte beachten Sie die Ausschilderung vor

Ort. In Lörrach sind die Parkhäuser „Am Burghof“,

„Karstadt“ und „Am Markt“ durchgehend geöffnet.

Die Parkhäuser „Bahnhof“ und „Wallbrunnstr.“

schließen abends, die Ausfahrt ist aber auch später

durchgehend möglich. Für das Parkhaus „Am

Markt“ kann im Kartenhaus im Burghof Lörrach in

Verbindung mit einem Konzertticket ein Tagesticket

für € 5,50 erworben werden.

Nützliche Links für Ihre Anreise finden Sie online

unter www.stimmen.com/praktisch/anreise/.

DIE ANSCHRIFTEN DER SPIELORTE

STIMMEN-Festival

Burghof Lörrach, Herrenstraße 5, 79539 Lörrach

Domplatz Arlesheim, 4144 Arlesheim, Schweiz

Ev. Kirche St. Ottilien, Obertüllingen/Tüllinger

Höhe, 79539 Lörrach-Tüllingen

Marktplatz/Innenstadt Lörrach, 79539 Lörrach

Rosenfelspark Lörrach, Schillerstraße 27

(Hallenbad), 79539 Lörrach

Stadtkirche Lörrach, Baslerstraße 147, 79539

Lörrach

Le Théâtre la Coupole, 2 Croisée des Lys,

68300 Saint-Louis, Frankreich

Wenkenpark Riehen, Hellring 41, 4125 Riehen,

Schweiz

STIMMEN on Tour:

Babeuf, Kneipe im Stühlinger, Egonstr. 16,

79106 Freiburg

Café Verkehrt, Hännerstraße 6, 79730 Murg-Oberhof

Fondation Fernet-Branca, 2 rue du Ballon,

68300 Saint-Louis, Frankreich

Kulturhotel Guggenheim, Wasserturmplatz 6-7,

4410 Liestal, Schweiz

Rathaus Binzen, Am Rathausplatz 6, 79589 Binzen

Werkraum Schöpflin, Franz-Ehret-Straße 7,

79541 Lörrach-Brombach

Festivalleitung | Konzeption: Markus Muffler

Programm: Kristina Danwerth, Markus Muffler

Produktion I Technik: Daline Fiacsan, Paul Gayko,

Michael Gündra, Dirk Herzog, Gabi Kresin,

Thomas Prick, Martin Radtke, Antoni Reisser,

Florian Schlecht, Antje Schwob, Mark Searle,

Nadja Stocker, Natalie Wetzel

Kommunikation | Sponsoring: Barbara

Ehrensberger, Melanie Gees, Jan Obri, Dr. Tobias

Pfleger

Ticketing: Antje Gäßler, Katrin Hauser,

Kathleen Hellermann, Eva Herling, Birgit Huber,

Lisa Prick, Bianca Rühlicke, Silke Schultz

Besucherservice: Joshua Griesbaum, Katharina

Gruca, Roswitha Illinger, Katja Jellinghaus, Miriam

Maier, Heiko Sonntag

Finanzen I Controlling: Ursula Moser

Personal: Silke Schultz

Lörrach singt! | STIMMEN-Werkstatt: Jessica Benner

STIMMEN-Freundeskreis: Barbara Ehrensberger

Verwaltungsassistenz: Dr. Simona Beisel

Impressum

Eine Veröffentlichung der Burghof Lörrach GmbH.

Geschäftsführer: Markus Muffler

Redaktion: Melanie Gees

Texte: Jessica Benner, Barbara Ehrensberger,

Melanie Gees, Johannes Joseph, Markus Muffler,

Jan Obri, Dr. Tobias Pfleger

Konzeption und Gestaltung: www.giraffentoast.com

Anzeigenverkauf:

Burghof Lörrach GmbH

Tel.: +49 (0)7621-94089-0

Fax: +49 (0)7621-94089-84

E-Mail: info@burghof.com

Druck: Druckerei Furtwängler, Denzlingen

Verteilung: Kulturservice Ralf Tannenberger,

Tel. +49-(0)172-5228125,

E-Mail: kulturservice.rt@t-online.de

STIMMEN ist eine Veranstaltung der Burghof

Lörrach GmbH im Auftrag der Stadt Lörrach und

in Zusammenarbeit mit: Gemeinde Arlesheim,

Kulturbüro Riehen, kulturelles.bl, La Ville de

Saint-Louis, Gemeinde Binzen, Werkraum

Schöpflin in Lörrach-Brombach, Kulturhotel

Guggenheim in Liestal, Fondation Fernet-Branca

Saint-Louis, Gaststätte Babeuf in Freiburg sowie

HKKB pro musis e.V./Café Verkehrt in Murg-

Oberhof.

Burghof Lörrach GmbH

Herrenstraße 5, D-79539 Lörrach

HRB 412820 Amtsgericht Freiburg

Tel.: +49 (0)7621-94089-0

Fax: +49 (0)7621-94089-84

E-Mail: info@burghof.com


Einfach

stimmig!

Die Eintrittskarte zum Stimmenkonzert

gilt auch zur Hin- und Rückfahrt mit Bus

und Bahn im gesamten RVL-Gebiet.

www.rvl-online.de

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