Nr. 21 (II-2018) - Osnabrücker Wissen

kreativkompass

Nr. 21 (II-2018) - Osnabrücker Wissen

Wir beantworten Fragen rund um die Osnabrücker Region. Alle drei Monate als Printausgabe. Kostenlos! Und online unter www.osnabruecker-wissen.de

Nr. 21 · kostenlos · Ausgabe II / 2018

April Mai · · Juni Mai · Juli

Juni

AUFGEWECKT DURCH STADT UND LANDKREIS

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Moderne Mobilität oder Entwicklungsstau:

KOSTENLOS!

12 22

STADT- & LANDGESCHICHTEN

Was hat Quakenbrück mit Fröschen zu tun?

23 25

MEHR ESSEN,

WENIGER WIEGEN!

NATUR & UMWELT

Sind Vielfraße wirklich verfressen?

verfessen?

Halfcover

innen

Restart your life

WIE „VERKEHRT“

IST OSNABRÜCK?

Seite 4

Titelfoto: Stadtwerke Osnabrück

30 32

LEBEN & GESELLSCHAFT

Wo wird Vinyl Vynil gewaschen und gebügelt?

40

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HINTER DEN KULISSEN

Wie wird das Abwasser Abasser von 85.000 Haushalten geklärt?


Nr. 21 · kostenlos · Ausgabe II / 2018

Mai · Juni · Juli

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nachher:

12

AUFGEWECKT DURCH STADT UND LANDKREIS

STADT- & LANDGESCHICHTEN

Was hat Quakenbrück mit Fröschen zu tun?

Moderne Mobilität oder Entwicklungsstau:

KOSTENLOS!

WIE „VERKEHRT“

IST OSNABRÜCK?

Seite 4

Titelfoto: Stadtwerke Osnabrück

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HINTER DEN KULISSEN

Wie wird das Abwasser von 85.000 Haushalten geklärt?


IMPRESSUM

Ein Verlagsprojekt der Medienagentur

KreativKompass, einer Marke der

sinus Wirtschaftsmanagement GmbH

AUFGEWECKT DURCH STADT UND LANDKREIS

Nr.

21

EDITORIAL

Im Hamme 7

49205 Hasbergen

Telefon: +49 5405 / 80 83 216

E-Mail: kontakt@kreativkompass.de

Internet: www.kreativkompass.de

REDAKTION

Chefredakteur:

Dr. Thorsten Stegemann

Weitere Redaktionsmitglieder

dieser Ausgabe:

Ebba Ehrnsberger

Daniela Ben Said

Yörn Kreib

Heiko Schulze

Michael Luttmer

Dr. Hermann Queckenstedt

Evgenij Unker

Sina-Christin Wilk

Andrea Berg

Redaktionsbeiträge

Gastbeiträge in dieser Ausgabe:

Anna Brandewiede,

Museum Industriekultur Osnabrück

Judith Franzen / Leo Klinke,

Stadt- und Kreisarchäologie / Altertumskommission für

Westfalen

Svenja Vortmann

Zoo Osnabrück

Beatrice le Coutre-Bick

Literaturbüro Westniedersachsen / Osnabrück

Carina Sander

Schüler-Forschungs-Zentrum Osnabrück

Jan Hendrik Hoerner

Museum am Schölerberg

Leitung Vermarktung & Mediengestaltung

Stephan Buchholz

Mediengestaltung

Laura Fromm

Projektmanagement & Vermarktung

Igor Hafner

Projektmanagement & Distribution

Sebastian Buchholz

FOTOGRAFEN

Jana Lange · www.jana-fotografiert.de

Stefan Schmidt · www.osna-copter.de

Marlen Rasche · www.mara-fotografie.jimdo.com

Oliver Schratz · www.blendeneffekte.de

sowie siehe Bildnachweise

DRUCK & PRODUKTION

Levien-Druck GmbH

Eduard-Pestel-Straße 16

49080 Osnabrueck

Telefon: +49 5 41 / 9 59 29-0

Internet: www.levien.de

Weitere Highlights dieser Ausgabe

Lässt sich ein Großsteingrab

am Computer rekonstruieren?

Was ist eine

Benno-Kasel?

Teil 3

Was ist ein Plagiat?

13

Wer spielt wider das Vergessen?

Was ist hinter

dem Kasernentor?

Was macht die Deutsche Eiche

zum einzigartigem Lebensraum?

8

14

20 22

Wohin führt der

Weg des Bogens?

Foto © Jana Lange

„Die Liebe ist so unproblematisch wie ein Fahrzeug.

Problematisch sind nur die Lenker,

die Fahrgäste und die Straße.“

der ewige Neumarkt, die leidige A33 und der tägliche Stau sind

nur drei verkehrstechnische Probleme, die in Osnabrück für

Unmut sorgen. Doch gibt es auch überzeugende Lösungen?

Unser Topthema versucht, den öffentlichen Verkehr einmal als

Gemeinschaftsaufgabe zu betrachten. Wahrlich kein leichtes

Unterfangen ...

In dieser Ausgabe stellen wir uns (und Ihnen) noch viele andere

bemerkenswerte Fragen. Kann ein Stürmer Torwart werden? Was

ist eine Benno-Kasel? Wer war Osnabrücks erste Abgeordnete?

Und wo – bitteschön – wird denn Vinyl gewaschen und gebügelt?

Wenn wir dann noch gemeinsam herausfinden, ob ausgerechnet

ein Osnabrücker „eines der interessantesten Opernwerke der

Neuzeit“ komponiert und welche Farbe der Blaue See hat, sind

wir einmal mehr auf dem richtigen Weg. Zu verblüffenden, aufregenden

und unterhaltsamen Erkenntnissen über unsere Region.

In diesem Sinne wünschen wir erneut viel Spaß beim Lesen,

Stöbern und Entdecken!

Stephan Buchholz

Herausgeber

Franz Kafka (1883-1924), Schriftsteller

Liebe Leserinnen & Leser,

Dr. Thorsten Stegemann

Chefredakteur

IHRE WERBUNG IN DIESEM MAGAZIN

Wir inszenieren Ihre Produkte & Dienstleistungen

überraschend, unterhaltsam und lehrreich im smarten

Redaktionsumfeld von „Osnabrücker Wissen“.

Erzählen Sie uns Ihre Story -

wir machen Ihnen kreative Vorschläge!

REDAKTIONSSCHLUSS:

April 2018

COPYRIGHT

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Veröffentlichung im Internet

oder Vervielfältigung auf Datenträgern nur nach vorheriger

schriftlicher Genehmigung der Medienagentur KreativKompass.

Trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr für eventuelle Druckfehler.

Unsere Redaktion ist selbstverständlich bemüht, alle

Ansprüche im Bereich der Urheberrechte (insbesondere der

Bildrechte) vor Drucklegung zu klären und zu berücksichtigen.

Sollte uns trotzdem mal ein unbeabsichtigter Fehler unter-

laufen, wenden Sie sich bitte direkt per E-Mail an: redaktion@

osnabruecker-wissen.de, damit wir umgehend eine einvernehmliche

Lösung finden.

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28

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Jetzt auch online noch mehr Fragen zur Region entdecken!

Einfach „liken“ und regelmäßig weitere spannende Antworten finden:

www.osnabruecker-wissen.de/facebook

Anzeigen &

Redaktionssch luss

für die nächste

Ausgabe 22 ( erscheint

von August bis Oktober ) :

Freitag, 6 . Ju li 2018

Medienagentur KreativKompass

Im Hamme 7 · 49205 Hasbergen

Telefon: 0 54 05 / 80 83 216

E-Mail: kontakt@kreativkompass.de

www.osnabruecker-wissen.de

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Ein Straßenbahnwagen der Linie 1 in der Großen Straße

TOPTHEMA

Moderne Mobilität oder Entwicklungsstau:

WIE „VERKEHRT“ IST OSNABRÜCK?

Beim Thema Verkehr läuft für viele Osnabrücker viel verkehrt. Neumarkt, A33-Lückenschluss,

Baustellen, Staus und drohende Fahrverbote bestimmen die hitzig geführte Diskussion. Welcher

Motivation aber entsprang die rasante Verkehrsentwicklung in den letzten 150 Jahren? Wir werfen

einen Blick in die Geschichte und Gegenwart der Mobilität Osnabrücks.

Bilder © Museum Industriekultur Osnabrück / Straßen Hintergrund © candy1812, fotolia.de

Noch im 18. Jahrhundert war der Straßenbau

alleinige Sache des Landesherrn.

Militärische Überlegungen spielten hierbei

eine wesentliche Rolle. Kein Wunder, dass

die Landbevölkerung wenig Gefallen daran

fand. Sie fürchtete einrückende Soldaten.

Einige Verkehrswege erlangten im Verlauf

des 18.Jahrhunderts jedoch eine wichtige

Funktion im aufstrebenden Transithandel.

Das Königreich Hannover erließ deshalb

bereits 1851 ein erstes Landstraßengesetz.

Womit begann der Straßenbau?

Gepflasterte Straßen waren die Ausnahme.

Die meisten „Chausseen“, so wurden die

Kunststraßen bezeichnet, waren anfangs

lediglich als Sandweg angelegt. Die Verläufe

und der Zustand hingen extrem von der

Witterung ab. So waren Straßenbreiten

von bis zu 50 Metern keine Seltenheit, da

passierende Fuhrwerke bei aufgeweichtem

Boden die bestehenden Spuren „umtouren“

mussten. Bis zum Beginn des

19. Jahrhunderts existierten überhaupt

keine festen Straßenverläufe. Die Hauptaufgabe

des Straßenbaus bestand deshalb

zunächst in der Festlegung von

Straßenverläufen. Der Zustand

der Straßen war auch

in der Landdrostei Osnabrück

extrem unterschiedlich.

So beklagte

das königliche Postamt

zu Lingen 1835, dass

sich Abschnitte der

Chaussee Osnabrück bis

Nordhorn „bey regnigtem

Wetter in einem so schlechten

Zustande befinden, daß noch vor

nicht langer Zeit ein Postillon das Unglück

gehabt habe, den mit 8 Personen beladenen

Postwagen bey Nacht umzuwerfen.“

Trotzdem ging der Straßenausbau nur

schleppend voran.

Wer baute

die Straßen?

Einer der Gründe war

das Fehlen jeglicher

Straßenbaufirmen.

Stattdessen mussten

die Straßenbauarbeiten

von den Anliegern

verrichtet werden.

Diese waren weder ausgebildet

noch hatten sie ein besonderes

Interesse am Straßenbau. „Und während

der Bestellung der Felder und der Erntezeit

konnte kein Landmann Pferd und Wagen

entbehren, so dass nur Mai, Juni und Juli

sowie mit Abstrichen März und April und

bei freundlicher Witterung die Monate

nach der Ernte bis zur Winterszeit für den

Wegebau übrigblieben“, beschreibt der

Historiker Dr. Michael Schmidt den saisonalen

Charakter der Bauarbeiten.

Was löste

eine Verkehrsbeschleunigung

aus?

1855 wurde in Osnabrück

der Hannoversche

Bahnhof in

Betrieb genommen.

Mit dem Wechsel von

Passagieren und Gütern

von der Straße auf die

Schiene ging eine erhebliche Beschleunigung

einher. Das war eine wesentliche

Voraussetzung für die nun einsetzende

Industrialisierung und der Beginn einer

neuen Disziplin, der Stadtplanung. Es

waren neue Aufgaben zu lösen,

die nicht mehr Sache Einzelner

sein konnten,

sondern übergreifend

geregelt werden mussten,

wie z.B. der Ausbau

der Verkehrsstruktur.

Wie

veränderte der

Verkehr die Stadt?

Mit dem Anschluss ans Schienennetz

hielt auch in Osnabrück die allgemeine

deutsche Einheitszeit Einzug. 1895

nahm der neue Zentralbahnhof (und

heutige Hbf.) seinen Betrieb auf. Ab 1870

fielen die Reste der Stadtmauer, Osnabrück

expandierte. Die Ausfallstraßen

förderten zwar die Ausdehnung der Stadt

und brachten in der Folge immer mehr

Fuhrwerke sowie ab Anfang des 20. Jahrhundert

auch vermehrt Automobile in die

Hasestadt.

Das enge Gassengewirr der Altstadt

erwies sich jedoch als nicht mehr verkehrsgerecht.

So forderte Stadtbaurat

Emil Hackländer bereits in den

1890ern einen autogerechten Straßendurchbruch,

dem in der Innenstadt

auch der Herrenteichswall zum Opfer

gefallen wäre. Dank des Einspruchs auswärtiger

Experten konnte diese „Perle

Osnabrücks“ jedoch gerettet werden.

1895 nahm der neue Zentralbahnhof

(und heutige Hbf.) seinen Betrieb auf

5


TOPTHEMA

7 spannende Anlaufstellen

zum Einklinken in die Mobilitätsdiskussion

in Osnabrück (Auswahl)

Für die Meldung kleinerer Mängel

steht das EMSOS zur Verfügung:

http://geo.osnabrueck.de/emsos

Mobilitätsforen im Rahmen

des Projektes Mobil-E Zukunft:

www.mobilezukunft.info

Allgemeiner Deutscher

Fahrradclub Osnabrück:

www.adfc-osnabrueck.de

Der Masterplan Mobilität ist die

Verkehrsentwicklungsplanung für

die Stadt Osnabrück:

www.osnabrueck.de/wohnen/verkehrsplanung/masterplan-mobilitaet/integriertes-handlungskonzept.html

Umweltforum Osnabrücker Land

e.V. ist der Dachverband der

Natur- und Umweltverbände in

Osnabrück Stadt und Land:

www.umweltforum-osnabrueck.de

Bürgerinitiative gegen den Ausbau

der A33 (Lückenschluss):

www.stoppt-a33-nord.de

AK Stadtentwicklung im

Rahmen der Lokalen Agenda 21

Osnabrück: Kontakt: Rainer Kasch,

Referat Strategische Steuerung und Rat,

Telefon: 05 41 / 323 - 46 80

E-Mail: kasch@osnabrueck.de

Eine große Problematik in Osnabrück, zu viele Baustellen: Hier an der Bahnunterführung Hansastraße

Wann trat der

PKW seinen Siegeszug an?

Erst 1919 waren die einst ebenerdigen

Kreuzungsbereiche zwischen Straße

und Schiene entschärft. Der Verkehr

beeinflusste fortan, was wo seinen Platz

hatte. Die aufkommenden Lastkraftwagen

machten neue robustere Straßenbeläge

erforderlich. 1906 nahm die

„Elektrische“, die Osnabrücker Straßenbahn,

ihren Betrieb auf – und entwickelte

sich rasch zu einem Erfolgsmodell.

Bei den Automobilen dauerte es länger.

38 Autos waren 1910 in der Stadt Osnabrück

angemeldet. Nach den beiden

Weltkriegen startete der PKW dann

richtig durch: Ende 1950 waren es 2.399,

1960 bereits 17.521 und Anfang 2017 waren

in der Stadt Osnabrück 93.912 PKW

zugelassen. Dieser Motorisierung fiel

die Straßenbahn 1960 zum Opfer. Aber

vielleicht nicht für immer. Die „Stadtbahninitiative“

hält eine Rückkehr zur

Schiene bis 2030 für möglich und finanzierbar

– einige Kommunalpolitiker

stehen diesen Ideen

positiv gegenüber.

Was läuft verkehrt in Osnabrück?

Zu viele Autos, Staus, Baustellen, verspätete

Busse, kaputte Radwege und zu

schmale (oft zugeparkte) Fußwege, zunehmend

egoistisches Verhalten vieler

Verkehrsteilnehmer führen zu Stress

und Verkehrsunfällen. 2016 starben 6

der im Bereich der Polizeiinspektion

Osnabrück insgesamt 24 tödlich verunglückten

Menschen im Stadtgebiet

Osnabrück. Hinzu kommen die Luftbelastungen

durch PKW, LKW und Busse

sowie der immense Flächenverbrauch

für die Bereitstellung von Verkehrsflächen.

„Die Stadt Osnabrück hat eine

Gesamtfläche von 120 km², gut 10 %

davon (12,77 km²) entfallen auf Plätze,

Straßen und Wege“, erläutert Heike

Sturmberg vom Fachbereich Städtebau.

Wo liegen die

Chancen der E-Mobilität?

Die Stadtwerke Osnabrück haben zusammen

mit der Stadt Osnabrück das

Projekt „MOBIL-E Zukunft – Osnabrück

geht vor“ ins Leben gerufen. Damit soll in

den nächsten Jahren eine umweltfreundliche

und nachhaltige Mobilitätswende

vorangetrieben werden. So wollen die

Stadtwerke ab Ende 2018 auf der Linie

41 im Stadtgebiet 13 E-Busse einsetzen,

bis 2020 sollen weitere 40 E-Busse hinzukommen

und den Nahverkehr zu 80%

elektrisch machen. Ergänzend gibt es

Car-Sharing-Angebote, außerdem werden

der Ausbau des Systems von Ladestationen

und Maßnahmen zur Digitalisierung der

Mobilität gefördert.

Was läuft (und fährt)

in Osnabrück falsch?

Verkehrsplanung als Gemeinschaftsaufgabe

prallt in Osnabrück auf ein individuelles

Mobilitätsverhalten, bei dem andere

Verkehrsteilnehmer vorwiegend als Konkurrenten

wahrgenommen werden. Dies

spiegelt sich in der politischen Debatte,

vorzugsweise um die zukünftige Verkehrssituation

auf dem Neumarkt,

wider. Befürworter und Gegner einer

Sperrung für den Autoverkehr stehen sich

unversöhnlich gegenüber. Die Argumentationen

und Aktionen erhitzen immer

wieder die Gemüter. Mit Testfahrten wird

versucht zu beweisen, dass die Öffnung

des Neumarktes für PKWs dem Klimaschutz

dient. Der Bund Osnabrücker

Bürger (BOB) sieht den Grund für das

fortwährende tageweise Überschreiten

der Schadstoffgrenzwerte am Schlosswall

im Standort der Messstation. Kostspielige

Umbaumaßnahmen und neue Straßenmarkierungen

müssen nach Klageverfahren

wieder zurückgebaut werden - alle paar

Monate ein Hin- und Her. Die Stimmen der

Radfahrer, vor allem aber die der Fußgänger

drohen in diesem verbalen Schlagabtausch

unterzugehen. Mittlerweile

kommt zwar kaum ein Politiker in seinen

Reden ohne den Hinweis auf den notwendigen

Aspekt der Nachhaltigkeit aus,

um ihn als unverrückbaren Bestandteil

zukünftiger Stadt- und Verkehrsplanung

zu implementieren, fehlt aber noch etwas

ganz Entscheidendes: Sämtliche Verkehrsteilnehmer,

egal ob Fußgänger, Radfahrer,

Auto-/Bus- und LKW-Fahrer müssen das

eigene gewohnte Verhalten immer wieder

auf den Prüfstand stellen. Mobilität in

der aktuellen Größenordnung kann nur

als Gemeinschaftsaufgabe gelöst werden!

| Yörn Kreib

WISSEN KOMPAKT

EIN PERSPEKTIVWECHSEL

Der Mobilitäts- und Zukunftsforscher

Stephan Rammler plädiert

in seinem Buch „Volk ohne

Wagen“ (Fischer TB, 2017, 10 €)

für einen geistigen und emotionalen

Perspektivwechsel: Wir

müssen uns verabschieden von

der Automobilität, wie

wir sie kennen. Was

sich zunächst nach

Verzicht anhört, stellt

sich als überraschende

Bereicherung heraus“,

schreibt Rammler.

Der Neumarkt in den 1960er Jahren

«

Bild oben, E-Bus unten, Akkubus rechts © Stadtwerke Osnabrück / Neumarkt © Museum Industriekultur Osnabrück

„Akkubus“ aus dem 20. Jahrhundert

«

6

«

Bis 2020 sollen 40 E-Busse im Nahverkehr unterwegs sein

7


STADT- & LANDGESCHICHTEN

STADT- & LANDGESCHICHTEN

Skizze der Sloopsteene von 1807 gezeichnet von Graf zu Münster-Langelage. Er besuchte zu dieser Zeit mehrere vorgeschichtliche Bodendenkmäler, die er

beschrieb und zeichnete. Vor Ort führte er auch kleinere Ausgrabungen durch, die er für damalige Verhältnisse geradezu mustergültig dokumentierte.

Verzerrungsfreies Luftbild (Orthofoto) der Großen Sloopsteene, digital erstellt mit Hilfe des Image-Based-Modeling-Verfahrens.

Lässt sich ein Großsteingrab

am Computer rekonstruieren?

In der modernen archäologischen Forschung und Denkmalpflege gehören digitale Dokumentationstechniken

mittlerweile zum Standard. Die zunehmende Digitalisierung wird besonders im Forschungs-

und Vermittlungsbereich immer wichtiger. Die dreidimensionale Erfassung ist in erster

Linie ein Werkzeug der wissenschaftlichen Dokumentation. Mit vergleichsweise geringem Zeitaufwand

lassen sich einzelne Objekte, großflächige Grabungsbefunde oder ganze Bauwerke

digital und hochauflösend erfassen.

Ein Blick zu unseren westfälischen Nachbarn

lohnt, denn er zeigt, wie spannend

dieses Thema im Einsatzbereich der Archäologie

sein kann. Die Altertumskommission

für Westfalen mit Sitz in Münster

erforscht, dokumentiert und präsentiert

seit ihrer Gründung im Jahr 1897 die archäologischen

Hinterlassenschaften in

Westfalen. 2014 startete die Kommission

das neue Forschungsprojekt „Megalithik

in Westfalen“, das sich der Aufarbeitung,

Erforschung und Neupräsentation der

noch vorhandenen Großsteingräber in

NRW widmet. So wurde beispielsweise das

Großsteingrab in Lotte-Wersen komplett

digital vermessen. Diese „Großen Sloopsteene“

sind eines der schönsten und besterhaltenen

Großsteingräber Westfalens,

nur wenige Kilometer von Osnabrück

entfernt gelegen. Es handelt sich um ein

sogenanntes Ganggrab, dessen Zugang in

der Mitte der südlichen

Langseite lag.

Gräber dieser

Art

wurden

von den

Trägern der Trichterbecherkultur errichtet

und zwischen 3500 und 2800 v.Chr.

über mehrere Generationen als Bestattungsorte

genutzt.

Wie entsteht aus einer

Wolke ein 3D-Modell?

Bei der Dokumentation dieser Denkmale

kommen möglichst zerstörungsfreie

Methoden zur Anwendung.

Zunächst

wurde

Skizze oben © Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Archäologisches Archiv /

Bild unten links / oben rechts © Altertumskommission für Westfalen/ L. Klinke

das Großsteingrab mit einer Drohne beflogen.

Die Gesamtaufnahme der Grabanlage

lieferte bereits eine erste wichtige

Erkenntnis: Seit Beginn des 19. Jahrhunderts

haben dort kaum Veränderungen

stattgefunden. Im zweiten Schritt entstand

ein 3D-Modell mittels „Image Based

Modeling“. Voraussetzung dafür ist eine

detaillierte digitale Fotodokumentation.

Dazu wurde jeder einzelne Stein von allen

Seiten aus unterschiedlichen Positionen

fotografiert. Anhand der entzerrten Fotos

errechnete der Computer anschließend

daraus dreidimensionale Punktwolken.

Um nun ein 3D-Modell zu erstellen, wurden

die Punkte zu einem Polygonnetz, das

heißt: zu einem Netz aus Dreiecken, verbunden.

So entstand nicht nur eine digitale

Konservierung des jetzigen Zustandes,

sondern es konnten mit den über 370 Millionen

Messpunkten alle einzelnen Steine

am Computer an ihre ehemalige Position

zurückversetzt werden.

Mithilfe der fertigen Rekonstruktion mit

ihren hochauflösenden, komplexen Detailstrukturen

ist es nun möglich, den

Raumeindruck der Grabkammer aus ganz

neuer Perspektive zu erfassen und virtuell

zu erkunden. Die großen Sloopsteene

als Film gibt es unter https://www.altertumskommission.de/de/forschung/megalithik/grosse-sloopsteene

zu bestaunen.

Bei allen technischen Möglichkeiten die

wir heute nutzen können, war und bleibt

eine detaillierte Dokumentation immer

das Maß aller Dinge. Ein Vergleich der

Aufmessungen der Sloopsteene von 1927

und des 2014 erstellten 3D-Modells zeigt,

wie exakt damals bereits gearbeitet wurde,

auch ohne die Hilfsmittel und Methoden

die uns heute zur Verfügung stehen.

Welch tröstlicher Gedanke, dass die Technik

noch nicht den Menschen dahinter

ersetzt hat. Dennoch bieten diese technischen

Umsetzungsmöglichkeiten als virtuelle

Modelle immense Chancen und stellen

ein unschätzbares Potenzial auch für

die archäologische Erforschung und Vermittlung

dar. | Judith Franzen und Leo Klinke

WISSEN KOMPAKT

MEGALITHKULTUR ERHALTEN

Der internationale Verein Megalithic

Routes e.V. hat es sich zur Aufgabe

gemacht, die Bauwerke der

Megalithkultur zu erhalten und

sie einer breiten Öffentlichkeit bekannt

und zugänglich zu machen.

Daher finden seit 2014 europaweit,

jeweils am letzten Sonntag

im April, zahlreiche Aktionen zu

einem zentral vorgegebenen

Schwerpunktthema statt. In diesem

Jahr waren die Archäologen

mit einem eigenen Aktionsstand

auf der Landesgartenschau in

Bad Iburg vertreten, wo die Besucher

selbst in die virtuelle Realität

der Großsteingräber eintauchen

konnten. Wer mehr zu diesem

Thema erfahren möchte findet

weitere Informationen unter:

http://www.megalithicroutes.eu.

Gefördert durch die Stadtwerke Osnabrück

Jetzt mitmachen unter:

WWW.UNSER-PROJEKT.DE

DIE SPENDENPLATTFORM

FÜR OSNABRÜCK UND REGION

Gemeinsam mit Ihnen unterstützen die

Stadtwerke Osnabrück gemeinnützige

Projekte aus der Region.


STADT- & LANDGESCHICHTEN

Die Neustädter Volksschule

(Aufnahme: 1911). Heute

steht dort das Gebäude der

Arbeitsagentur.

Wer war Osnabrücks

erste Abgeordnete?

Am 12. November 2018 wird ein elementares Recht unserer Republik 100

Jahre alt: Das Frauenwahlrecht. Beinahe vergessen ist, dass Osnabrück

zu den ersten deutschen Städten zählte, deren Wählerschaft einer Frau aus

dem einfachen Volk den Weg ins Parlament bahnte. Der Osnabrücker Autor Heiko

Schulze arbeitet derzeit an einer Biografie von Alwine Wellmann (1891-1966), die ihre Heimatstadt

von 1924 bis 1932 als einzige Osnabrückerin im Preußischen Landtag vertrat.

Was machte das

Frauenwahlrecht so bedeutsam?

Dass Frauen politische Versammlungen

besuchen, war in Deutschland über Jahrhunderte

hinweg undenkbar. Ab 1904

durften sie derartigen Zusammenkünften

allenfalls im separierten Bereich und ohne

jede Artikulationsmöglichkeit beiwohnen

und wurden dafür verächtlich „Frauenzimmer“

genannt.

Vier Jahre später konnten die politischen

Parteien weibliche Mitglieder

endlich aufnehmen.

Selbst

wählen durften

Frauen erst, nachdem

dies die

Sozialdemokratie

im Zuge der

Novemberrevolution

1918 gegen

alle Widerstände

durchsetzen

konnte.

Wie kam Alwine

Wellmann in die Politik?

Die Tochter eines Schlossers begann sich

bereits gewerkschaftlich zu organisieren,

als dies jungen Frauen noch verboten war.

Früh schrieb sie Artikel in der sozialdemokratischen

Tageszeitung „Osnabrücker

Abendpost“. Der Sozialdemokratie schloss

sie sich an, weil dies bis zum Ersten Weltkrieg

1914 die einzige deutsche Partei war,

die für ein Frauenwahlrecht kämpfte.

Auch die Männer in der SPD entdeckten

schnell das ungeheure Schreib- und

Redetalent der gelernten Buchhalterin.

Bereits 1921 wurde sie als Kandidatin für

den Preußischen Landtag aufgestellt. Dem

gehörte sie ab 1924 auch an. Die Fläche

Preußens war in etwa so groß wie das

heutige Deutschland, Alwine Wellmann

reiste landauf landab.

Was erreichte die „Rote Alwine“?

Das Redetalent der jungen Sozialdemokratin,

die übrigens auch hervorragend

singen und Klavier spielen konnte, sprach

«

Die Schreibmaschine von Alwine Wellmann

Alwine Wellmann um 1920

sich schnell herum. Sie trat unter anderem

auf großen Kundgebungen in Hannover,

Oldenburg, Magdeburg, Stettin oder Trier

auf. Besonders bemerkenswert waren Auftritte

in Enschede, aber selbst in Bulgarien

oder in der Türkei zeigte Wellmann

Präsenz.

Immer wieder appellierte sie insbesondere

an ihre Geschlechtsgenossinnen, selbstbewusst

für eigene Rechte, den Sozialismus,

Frieden und Demokratie zu kämpfen.

Aber auch auf der SPD-Reichsebene

setzte sie wichtige Akzente. Es war vor

allem Alwine Wellmann zu verdanken,

dass der Internationale Frauentag

von 1925 bis 1933 wieder innerhalb der

sozialdemokratischen Festkultur gefeiert

wurde.

Wo verweigerte Wellmann

den Nazis ihr „Sieg Heil“?

Wellmann war eine profilierte Friedenskämpferin,

sie stand für sozialistische

Politik und demokratische Werte. Sie ging

in Naziversammlungen und hielt dort mit

Foto oben © SDieter Riecken / Schreibmaschine © Sandra Hoffmann / Foto ALwine © Privatarchiv Karl-Ludwig Galle (Nordhorn) / Bild rechts © Freie Presse vom 14. April 1932

klarer Stimme dagegen. Mutig verweigerte

sie noch im April 1933 im Osnabrücker

Rat den „Sieg Heil“-Ruf, obwohl sie dabei

von Nazis umringt war. Am 2. Mai dieses

Jahres wurde Alwine wie andere Sozialdemokraten

mit einem Schmähschild

durch die Stadt getrieben und anschließend

inhaftiert. Im Herbst 1933 gestattete

man ihr unter schweren Auflagen die Ausreise

nach Bulgarien, wo sie bis 1948 bleiben

konnte. Ihr Überleben sicherte dort

unter anderem die Scheinehe mit einem

bulgarischen Sozialdemokraten.

Alwine Wellmann verbrachte die letzten

Lebensjahre wieder in ihrer Geburtsstadt.

1948 kehrte sie nach Osnabrück zurück,

engagierte sich für den Wiederaufbau

der SPD und arbeitete von 1950 bis 1953

als Vertrauensfrau für politisch Verfolgte

bei der Bezirksregierung. Gegen ihren

An die Beschäftigten

der Metall- und

Elektroindustrie

energischen Widerstand

wurde diese Funktion allerdings

ersatzlos abgeschafft.

Für die verbitterte Alwine

war die Verwaltung zu jener

Zeit wieder „... vom

alten, gefährlichen Geist

beseelt.“ Denn: Im Adenauer-

Deutschland hatten es ehemalige

NS-Opfer zusehends

schwerer, ihre Rechte durchzusetzen.

Warum soll bald ein

Straßenname an sie erinnern?

Osnabrücker Stadtgeschichte rankt sich

gemeinhin um berühmte Männergestalten:

Möser, Stüve, Remarque, Nussbaum,

Vordemberge-Gildewart oder

Calmeyer stehen oft im Zentrum des

Interesses. Vergessen wird, dass es mit

IG Metall Osnabrück • August-Bebel-Platz 1 • 49074 Osnabrück

Telefon: 05 41 3 38 38 -0 • Fax: 05 41 3 38 38 -1124 • E-Mail: osnabrueck@igmetall.de

Alwine Wellmann mindestens eine Frau

in der Stadthistorie gab, deren spannender

Lebensweg eine weit stärkere

Beachtung verdienen würde. Deshalb

gibt es einen gültigen Ratsbeschluss, alsbald

eine Straße nach der Sozialdemokratin

zu benennen. Gleiches ist für ihre

Genossin Anna Siemsen geplant. Die

jeweiligen Standorte sind bislang noch

offen. | Heiko Schulze

Starke Gemeinschaft - starkes Ergebnis

Die Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie hat deutlich

gezeigt: Mit guten Argumenten allein kann man leider keine

guten Tarifverträge durchsetzen. Nur mit solidarischem Einsatz

und gemeinsamer Entschlossenheit lassen sich moderne und

faire Arbeitsbedingungen erreichen. Wir haben gezeigt: Die

IG Metall ist eine solidarische und durchsetzungsstarke Gemeinschaft.

Wir haben miteinander ein starkes Ergebnis erreicht.

ENTGELTABRECHNUNG

Wer schon Mitglied ist, ist gut dran: IG-Metall-Mitglieder

haben rechtlichen Anspruch auf das erzielte Ergebnis und alle

anderen Leistungen aus den gültigen Tarifverträgen. Wer noch

nicht Mitglied ist, kann sich diesen Anspruch jetzt sichern.

Einfach Beitrittserklärung ausfüllen oder online beitreten unter

www.igmetall.de/beitreten.

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11


STADT- & LANDGESCHICHTEN

STADT- & LANDGESCHICHTEN

Was ist eine Benno-Kasel?

Orte in Stadt und Land (14)

Was hat Quakenbrück mit Fröschen zu tun?

Der “Poggenpad“ mit den grünen Fußabdrücken der Frösche führt Besucher durch die Innenstadt

von Quakenbrück. Das scheint darauf hinzudeuten, dass der Ortsname etwas mit dem

Quaken zu tun hat. Doch ganz so einfach ist es nicht.

Bischof Konrad 1. von Osnabrück soll

1235 auf dem bischöflichen Fronhof eine

Burg gegründet haben. Für ihn war Quakenbrück

das nördliche Bollwerk seines

Bistums gegen den Grafen von Tecklenburg.

Die ältesten Gebäude Quakenbrücks

sind die Sylvester-Kirche und die Große

Mühle (beide 1235). Hinter der Hohen

Pforte (1485), dem letzten von fünf Stadttoren,

floss früher noch ein Hasearm, der

zusammen mit einem Erdwall zur Verteidigung

der Stadt diente.

Die Altstadt liegt im Gabelungswinkel der

Großen Hase, die sich in zwei Hauptarme

aufteilt – die Kleine Hase und die Neue

Hase. In Quakenbrück hat die Hase ein

Binnen-

delta gebildet. Man spricht hier auch vom

Haseknie.

In einem Dokument von 1188 findet sich

die Schreibweise „quakenbrucgen“, ein

halbes Jahrhundert später ist von „quakenbrugge“

die Rede, 1263 von „quakenbrucke“.

Der Volkskundler Hermann

Jellinghaus fand heraus, dass die Ortsbezeichnung

„quakenbrück“ seit 1667 geläufig

ist. Mit dem niederdeutschen Begriff

„brügge“ kann eine Brücke gemeint sein,

aber auch ein Damm oder eine Furt.

Für die Deutung der ersten Silben kommen

jedoch verschiedene Varianten in Betracht.

Der Sprachwissenschaftler Theodor

Baader bezeichnet

mit „quakenbrucgen“

den

Ort an der Furt

von der „kwaka“.

Hier sieht er

den Zusammenhang

mit „cvacian“,

dem Wort

für zittern oder schwingen. Als „kwaka“

benennt er aber nicht die Hase, sondern

einen zitternden Boden oder Sumpf.

Auf den Punkt bringt es der Historiker

Hermann Rothert mit einer Erklärung,

in der er die Akzente nur geringfügig verschiebt.

Er weist darauf hin, dass der Name

Quakenbrück auf denselben Ursprung zurückführt,

der auch im englischen „quake“

(zittern oder beben) steht. Wer einmal seine

Füße auf einen bebenden Moorboden

gesetzt hat, weiß was gemeint ist. Solche

Stellen heißen im niederdeutschen „Bebeland“.

Mit Quakenbrück bezeichnet Rothert

folglich die Brücke über das bebende

Sumpfgelände.

Die bunten Frösche auf dem Poggenpad

der Quakenbrücker Innenstadt sind natürlich

nur ein lautmalerischer Marketing-Gag.

Aber bei genauerem Hinsehen

offenbart sich ein unerwarteter Zusammenhang:

Frösche – ja die gibt es auch im

Moor. | Ebba Ehrnsberger

Bilder © Ebba Ehrnsberger

Bild mitte © Andreas Lechtape // Bild oben © Diözesanmuseum und Domschatzkammer Osnabrück, Foto: Stephan Kube // Bild unten © Staatliches Baumanagement Osnabrück-Emsland

Kasel Bischof Bennos II

Bad Iburg, Klosterkirche, Grabmal Bischof Bennos II.

Bei einer Kasel handelt es sich um ein kostbares Gewand,

das der katholische Priester während der Gottesdienste

trägt. Das bedeutendste Priestergewand im

Diözesanmuseum Osnabrück ist die Benno-Kasel, die

Bischof Benno II. der Legende nach im 11. Jahrhundert

von Kaiser Heinrich IV. als Geschenk für treue Dienste

erhalten hat.

Als Sohn einer schwäbischen Adelsfamilie

wurde Benno unter anderem

im bedeutenden Benediktinerkloster

auf der Bodenseeinsel Reichenau zum

Priester ausgebildet, wobei der namhafte

Gelehrte Hermann der Lahme

zu seinen Lehrern gehörte. Benno

erwies sich später als gewiefter Verwaltungsexperte,

genialer Baumeister

und erfolgreicher Diplomat, der für

den Kaiser in Hildesheim und Goslar

sowie schließlich in Osnabrück manches

Projekt hervorragend umsetzte.

Die Benno-Kasel besteht aus einem

wundervoll gemusterten byzantinischen

Seidenstoff und verblieb nach

dem Tod ihres Besitzers 1088 im

Kloster Iburg, das der Bischof erst

wenige Jahre zuvor gegründet hatte.

Angeblich wurde er sogar in der

Iburger Klosterkirche in diesem Gewand

bestattet, dass – so eine spätere

Überlieferung – 1408 bei der Öffnung

seines Grabes entnommen wurde. Allerdings

findet sich diese Geschichte

erstmals in der zweiten Hälfte des 17.

Jahrhunderts bei Abt Maurus Rost

überliefert, der es mit den historischen

Fakten in seinen Annalen nicht immer

ganz genau nahm.

In jedem Fall wissen wir, dass die Benno-Kasel

über Jahrhunderte bis mindestens

1888 jährlich am 27. Juli beim

Gedenkgottesdienst der Mönche für

ihren toten Klostergründer getragen

wurde. Auf diese Weise stellten sie sich

vor, Benno sei tatsächlich unter ihnen:

Historiker sprechen daher auch von

der „Gegenwart der Toten“.

Maurus Rost wurde 1666 zum Iburger

Abt gewählt und war ein großer

Verehrer Bennos, in dessen Nachfolge

er sich selbst als zweiter Klosterstifter

nach den Wirrnissen des 30-jährigen

Krieges inszenierte: Um dies zu veranschaulichen,

ersetzte er sogar den

Kopf Bennos auf dessen mittelalterlichem

Grabmal durch sein eigenes

Bildnis.

Nur 30 Jahre nachdem die Kasel

letztmalig nachweislich bei Bennos

Totenmesse genutzt wurde, war sie

vom 28. August 1918 an in der ersten

Dauerausstellung des neu gegründeten

Diözesanmuseums am Kreuzgang

des Domes zu sehen. Dort nimmt sie

auch heute noch einen Ehrenplatz im

Raum unterhalb des Domschatzes ein.

| Hermann Queckenstedt

Querverweis / Tipp:

Benno II. spielt diesmal auch in

unserer Reihe „Vergessene Bücher“

eine Rolle. Lesen Sie dazu mehr

auf den Seiten 44/45 in dieser

Ausgabe!

Die Sylvester-Kirche (links) und die Hohe Pforte (rechts)

13

Bad Iburg, Schloss; Rittersaal, Bischof Benno


STADT- & LANDGESCHICHTEN

WIRTSCHAFT & TECHNIK

Die Winkelhausenkaserne, Aufnahmen vor 1945

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Kann ein Stürmer Torwart werden?

EINEN STÜRMER ZUM TORWART WEITERBILDEN ODER EINEN TOR-

WART ZUM STÜRMER? DAS ERSCHEINT NICHT VIELVERSPRECHEND.

ABER WAS, WENN WEITERBILDUNGEN DAS BESTE AUS STÜRMER

UND TORWART HERVORHOLEN UND IN EIN TEAM BRINGEN?

Was ist hinter dem Kasernentor?

Am Limberg bringen Studierende der Hochschule Osnabrück „Die Blume von Hawaii“ und andere Stücke

zur Bühnenreife, an der Landwehrstraße entsteht ein völlig neues Wohnviertel und am Westerberg

bietet das Innovationscentrum Osnabrück (ICO) jungen, aus den Hochschulen heraus gegründeten

Unternehmen einen Start-Standort. So unterschiedlich die aktuellen Nutzungen auch sind, alle Flächen

eint die militärische Vergangenheit.

Mit dem Abzug der letzten britischen Soldaten stand die Stadt

Osnabrück 2009 vor der Aufgabe, rund 160 Hektar ehemals militärisch

genutzte Flächen in die Stadtentwicklung zu integrieren.

Dies war der Startschuss zu einem engagierten, erfolgreichen

Konversionsprozess mit Bürgerbeteiligung, der von Experten

Tea-TIme

Unser KLassIKer …

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Mit Tea-Master Elissa Pittelkow & Christin

Schuchardt durch die Welt des Tee´s.

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inzwischen vielfach als „Osnabrücker Modell“ bezeichnet wird

(vgl. hierzu „Osnabrücker Wissen" Ausgaben 6 und 7).

Wer löst die Militärs ab?

Insgesamt sechs ehemalige Kasernenareale wurden im Zuge

der Konversion umgewandelt. Nicht überall ist der Prozess

abgeschlossen. So zum Beispiel an der Kaserne am Limberg,

dem mit 70 Hektar größten Areal. Hier hat sich inzwischen

eine kreative Kulturszene etabliert und geeignete Proberäume

gefunden. Geplant ist eine überwiegend gewerbliche

Sport- und Freizeitnutzung.

An der Landwehrstraße (37 Hektar) soll ein komplett neues

Wohngebiet entstehen, das Landwehrviertel. Treibende Kraft ist

die ESOS - Energieservice Osnabrück GmbH, die Stadtwerke-

Erschließungstochter und Eigentümerin des Geländes.

Auf dem Gelände der ehemaligen Winkelhausenkaserne (31,5

Hektar) haben sich unter anderem Kaffee Partner und das

Finanzamt Osnabrück-Land angesiedelt. Auf den drei ehemaligen

Kasernenflächen am Westerberg (Scharnhorst, Metzer,

Von-Stein) haben junge Wissenschaftler und Existenzgründer

die Soldaten abgelöst.

Was erleben Osnabrücker

(und Gäste) auf der Garnisons-Tour?

Seit April gibt es eine neue dreistündige Stadtrundfahrt zum

Thema Konversion der ehemaligen Kasernenareale. Was hat sich

auf den insgesamt sechs Flächen in den Stadtteilen Dodesheide,

Hafen, Atter und Westerberg getan? Im Bus und mit fachkundiger

Begleitung eines Stadtführers nehmen die Teilnehmer

alle Standorte unter die Lupe und werfen einen Blick hinter die

früheren Kasernentore. | Yörn Kreib

Bilder © Stadtwerke Osnabrück

Gebäudefoto © ICO / Bidler © Match-Watch // Bild oben © REDPIXEL, fotolia.de

Nicht die Aufnahmefähigkeiten einzelner

Spieler, sondern die individuellen Teamfähigkeiten

sind entscheidend für den

Erfolg eines Teams. Dies zeigt sich

besonders deutlich bei internationalen

Turnieren wie EM oder WM.

Die Scouts der jeweiligen Nationalmannschaften

haben nur

ein begrenztes Spielerpotenzial

zur Verfügung. Um dieses aber

effektiv zu nutzen, ist es

unbedeutend für die

jeweiligen Trainer,

ob der Spieler in

der ersten oder

dritten Liga spielt.

Können und

nicht Status sind

für erfolgreiche

Trainer ausschlaggebend.

Genauso sollten

Führungskräfte ihre

Teams zusammenstellen. Unabhängig

davon, welchen Status die Bewerberinnen

und Bewerber haben, wichtig

sind ihre Fähigkeiten. Hinzu kommt, dass

ein Team nicht nur aus Stürmern besteht,

sondern Mittelfeld, Abwehr, Torwart und

Trainerstab ebenfalls wichtig für den Erfolg

sind. Die perfekte Mischung auf und

neben dem Spielfeld führt zum Erfolg. Gerade

das macht erfolgreiche Teams aus!

WER VERBESSERT

TEAMS DURCH SPIELREGELN?

Teamfähigkeit hat im Fußball wie im

Wirtschaftsleben eine hohe Bedeutung.

Dieses Beispiel ist nur eine von vielen Analogien,

die sich die Match-Watch GmbH

– Personalentwicklung mit Kick zu Nutze

macht. Die Geschäftsführerin Julia Kümper,

ausgezeichnet mit dem XING New

Work Award 2017, ist national und

international tätige Unternehmensberaterin,

Moderatorin

und Trainerin im Enterprise

Europe Network. Sie

verbindet mit ihrem Konzept,

einem Mix aus Fußball

und Weiterbildung,

zwei Welten und hebt

Teams emotional und inhaltlich

durch die Erarbeitung

von "Spielregeln" auf ein höheres

Niveau. Unterstützt wird sie hierbei unter

anderem von Tommy Reichenberger, ehemaliger

Bundesligaprofi und Sportfunktionär.

„Wir verwenden bei Match-Watch

Sportmannschaften als Projektionsfläche

für Unternehmensabteilungen, Projektteams

und Führungskräfte zur Personalentwicklung.

Match-Watch ist weltweit mit

jeder Sportart durchführbar. Stadionbesuch

inklusive!“, erzählt Julia Kümper.

Welchen Mehrwert das birgt? Die Teilnehmenden

sehen Kommunikation und

Hierarchie wortwörtlich auf dem Spielfeld

laufen. Lösungsstrategien aus dem Sport,

die auch im Unternehmen funktionieren!

| Redaktion

Schnupperveranstaltung

und weitere Infos unter:

www.match-watch.de

Kontakt

ICO InnovationsCentrum Osnabrück GmbH

Albert-Einstein-Straße 1

49076 Osnabrück

fon +49 541 202 80 - 0

info@innovationscentrum-osnabrueck.de

www.innovationscentrum-osnabrueck.de

14

15


WIRTSCHAFT & TECHNIK

September 1966: "Freie Fahrt" für den ersten elektrisch

betriebenen Zug auf der Bahnstrecke Osnabrück-Münster

September 1968: Oberbürgermeister Kelch

gab das Abfahrtssignal für den ersten Zug auf

der elektrifizierten Strecke Osnabrück-Bremen

Wann wurde die „E10“ bejubelt?

präsentiert: Osnabrück in den 50er und 60er Jahren

Jahrzehntelang prägten Dampflokomotiven das Bild des Osnabrücker Hauptbahnhofs. Doch in

den 1960er Jahren investierte die Bundesbahn einen zweistelligen Millionenbetrag in die grundlegende

Modernisierung des Verkehrsknotenpunktes. Am Ende hatte Osnabrück ein nagelneues

Stellwerk für den (nun endlich) elektrischen Zugbetrieb.

Werner Siemens präsentierte in Berlin bereits

1879 eine Ausstellungsbahn, die von

einer zweiachsigen Elektrolokomotive gezogen

wurde. 24 Jahre später begann die

Reichsbahn mit der Elektrifizierung des

Streckennetzes, an der die Deutsche Bahn

bis heute arbeitet.

Nach dem Krieg und vor der Wende lenkte

die Bundesbahn die Geschicke des deutschen

Schienenverkehrs. Sie beschloss für

den Osnabrücker Hauptbahnhof Anfang

der 1960er Jahre ein millionenschweres

Modernisierungsprogramm. Innerhalb

von drei Jahren entstand das neue Zentralstellwerk

„Of“, das täglich bis zu 750

Züge und rund 2.000 Rangierfahrten

koordinierte. „Of“ blieb nicht die einzige

Neuerung am Osnabrücker Hauptbahnhof.

Bahnsteige wurden verlängert, Signalund

Gleisanalagen erneuert, Strommasten

gebaut und Drähte verlegt. Der Aufwand

sollte sich lohnen. Am 12. September 1966

NEUES STELLWERK

FÜR 175 MILLIONEN EURO

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Das Stellwerk, das in den 60ern

die Elektrifizierung in Osnabrück

begleitete, soll 2021 Geschichte

sein. Seit 2016 baut die Deutsche

Bahn in Osnabrück ein elektronisches

Stellwerk, das 16 alte Stationen

ersetzen und den Verkehr

auf knapp 100 Kilometern Strecke

lenken soll. Die Kosten belaufen

sich auf rund 175 Millionen Euro.

Bilder © Stadt Osnabrück, Quelle: Edgar Schroeder: Osnabrück so wie es war 3, Droste Verlag, Düsseldorf 1987 // Wohnzimmer © arcona LIVING

hielt die girlandengeschmückte Lok

„E10 421“ auf Gleis 1, wo sich Bundesverkehrsminister

Hans-Christoph

Seebohm, Bundesbahn-Präsident Karl

Koch, Landesminister und Abgeordnete

sowie zahlreiche Schaulustige versammelt

hatten. Um exakt 11.12 Uhr

hob Bürgermeister Erpenbeck die Kelle

für den ersten elektrisch betriebenen

Zug, der unter den Klängen der Feuerwehrkapelle

den Bahnhof verließ. In

Münster warteten noch einmal mehrere

Tausend Menschen, um mitzuerleben,

wie aus Osnabrück, Haltern und

Hamm, gleich drei elektrisch betriebene

Züge in den Bahnhof einfuhren.

Herbst 1968: Wie fahren

Osnabrücker nach Bremen

und Hamburg?

Die Verkehrssituation des Großraums

Osnabrück wird sich in den kommenden

Jahren grundlegend verbessern,

prophezeite das ortsansässige „Tageblatt“

am 13. September. Es sollte Recht

behalten. Gut zwei Jahre später, am 25.

September 1968, war auch die Strecke

Osnabrück-Bremen-Hamburg komplett

elektrifiziert. Oberbürgermeister

Wilhelm Kelch gab diesmal das Signal

zur Abfahrt.

Es dauerte noch einmal zwei Monate,

dann konnten die Osnabrücker auch

die Autobahn nutzen, wenn sie nach

Bremen oder Hamburg fahren wollten.

Am 14. November gab Bundesverkehrsminister

Georg Leber an der Anschlussstelle

Gaste das neue Teilstück

der Hansalinie für den Verkehr frei.

Gut möglich, dass wir auf dieses Thema

noch einmal zurückkommen …

| Thorsten Stegemann

Schlagzeilen

des Jahres 1966

5. Februar

Premiere für die berühmteste Torwand des

Landes im ZDF-Sportstudio. Dortmunds

Stürmer Siegfried Held darf es als Erster

versuchen.

22. Juni

An der Freien Universität Berlin demonstrieren

rund 3.000 Studenten für eine "durchdachte

Hochschul- und Studienreform".

30. Juli

Im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft fällt

das berühmteste Tor aller Zeiten. Oder auch

nicht. Der Schiedsrichter erkennt Geoff Hursts

Treffer zum 3:2 jedenfalls an. Am Ende gewinnt

England mit 4:2 gegen Deutschland.

17. September

Unendliche Weiten, bizarre Requisiten: Die

ARD beginnt mit der Ausstrahlung der Kultserie

„Raumpatrouille – Die phantastischen

Abenteuer des Raumschiffes Orion“.

1. Dezember

Kurt Georg Kiesinger wird zum Bundeskanzler

gewählt. Er führt die erste Große Koalition der

bundesdeutschen Geschichte.

WISSEN KOMPAKT

NOCH LÄUFT ALLES RUND

1966 schwelgte Deutschland weiter

im Wirtschaftswunder, doch

die erste Krise war bereits absehbar.

Das Wirtschaftswachstum

verlangsamte sich, die Steuereinnahmen

fielen geringer aus als

erwartet. 1966 lag die Arbeitslosenquote

bei 0,7 %, nur ein Jahr

später betrug sie 2,1 %. Danach

erholte sich die Lage wieder – bis

zur Ölkrise 1973.

Das "Wohnzimmer" im Osnabrücker acrona LIVING,

18 eingerichtet im original Stil der Wirtschaftswunderzeit.

17


WIRTSCHAFT & TECHNIK

WIRTSCHAFT & TECHNIK

Welcher Osnabrücker unterschrieb

den ersten Vertrag zwischen

„Deutschland“ und „Argentinien“?

Städteansichten: Glasbilder für die Laterna magica, um 1910

WELCHEN ZAUBER VERBIRGT DIE LATERNA MAGICA?

Unser nächster Blick ins Depot des Museums Industriekultur fördert wahrhaft Zauberhaftes zu Tage.

Technisch erklären lässt es sich trotzdem …

Man stelle sich vor: ein dunkler Saal, gefüllt

mit erwartungsvollen Menschen.

Wie aus dem Nichts fiel ein Lichtstrahl auf

die Wand vor der Menge. Abbildungen

von exotischen Wesen

und fremden Ländern,

die diesen Menschen

wie Phantasiewelten

schienen. Und als

aus dem Bodennebel

eine Gestalt emporstieg,

die nur ein Geist

sein konnte, da waren

wohl auch die Letzten

fast bereit, wieder an Wunder

zu glauben. Wie sonst hätten sie, die

meist nichts von der Beschaffenheit von

Linsen und der Natur des Lichtes wussten,

sich diese bunten Projektionen erklären

können? Dabei war die Technik, die hinter

der Laterna Magica steckte, für heutige

Verhältnisse ziemlich simpel. Alles, was

man zum Bewerkstelligen

dieses

Zaubers brauchte, war ein Kasten, in dem

eine Lichtquelle – zunächst eine Öllampe

oder Pechfackel, später auch elektrisches

Licht – brannte. Das Licht fiel aus einer

Öffnung auf

Glasbilder, die in

die sogenannte

Bildführung

zwischen Kasten

und dem ihm

vorgelagerten Linsensystem

eingelegt wurden und dann

weiter durch die Linsen,

die dafür sorgten, dass

das entsprechende Bild

scharf und in vollen Farben

an die Wand projiziert wurde. Wem genau

diese Erfindung zu verdanken ist,

ist unklar. Oftmals wird sie Christiaan

Huygens (1629-1695) zugeschrieben, der

mit seiner Wellentheorie des Lichtes und

der darauf basierenden Arbeit an Linsen

gewiss einiges zur Verbesserung der

Bildschärfe beigesteuert hat. Doch die

erste Projektionsapparatur wurde schon

von Johannes de Fontana

(1395-1455) in seinem Buch „Bellicorum

instrumentorum liber“ beschrieben, besaß

aber keine Linse und warf vermutlich

nur ein unscharfes Bild. Es war der

Mathematiker Thomas Rasmussen Walgenstein

(1627-1681), der der magischen

Laterne ihren Namen gab und der sie auf

zahlreichen Reisen durch Europa bekannt

machte. Auf diesen Reisen gab Walgenstein

Vorführungen der Laterna, womit

er den Grundstein für eine neue Art von

Showbusiness legte. Männer fuhren mit

ihren Laterna Magica durch die Länder

und boten Vorführungen an, die, je nach

Mode, von Phantasmagorien (Geistervorstellungen

im späten 18. und frühen 19.

Jh.) über Geschichten und Märchen bis

hin zu wissenschaftlichen und religiösen

Themen ein breites Spektrum boten.

Im Zuge der Industriellen Revolution avancierte

die Laterna zu einem Massenmedium

für den Hausgebrauch, erlebte in den

1870er und 1880er Jahren eine Hochkonjunktur

und fand sich dann noch viele Jahre

in Kinderzimmern. | Anna Brandewiede

Bilder © M. Kiupel

Friedrich von Gülich © wikipedia.org / Vertrag © fotoduets, www.fotolia.de

Er wurde 1820 in Osnabrück geboren, doch seine berufliche Laufbahn

führte ihn ans andere Ende der Welt. Als preußischer Generalkonsul

und Geschäftsträger in den La Plata-Staaten verhandelte

Friedrich von Gülich historisch bedeutsame Verträge.

Schon in Friedrichs Elternhaus wurde

weit über den geografischen Tellerrand

hinausgeschaut. Der ebenfalls in Osnabrück

geborene Vater Gustav von Jülich

(1791-1847) hatte sich als Landwirt,

Unternehmer und

vor allem als umfassend

gebildeter Ökonom

einen Namen

gemacht. Seine

1830 veröffentlichte

„Geschichtliche

Darstellung des

Handels, der Gewerbe

und des Ackerbaus

der bedeutendsten

handeltreibenden Staaten“

beeindruckte neben dem Dichterfürsten

Johann Wolfgang Goethe auch

den jungen Karl Marx, der die „erste Gesamtdarstellung

der Weltwirtschaftsgeschichte

in deutscher Sprache“ intensiv

analysierte.

Sohn Friedrich studierte Technik, Sprachen,

Chemie, Nationalökonomie, Jura

und Staatswissenschaften in

Karlsruhe und Berlin und

trat dann in den diplomatischen

Dienst ein.

Mitte der 1850er

Jahre entwickelte

er von seinem

Dienstsitz in Montevideo

im Auftrag

des Deutschen Zollvereins

vielschichtige

diplomatische Beziehungen

mit der Argentinischen

Konföderation, dem Freistaat

Buenos Aires sowie Uruguay und

Paraguay. Der im September 1857 unterzeichnete

„Freundschafts-, Handels- und

Schifffahrtsvertrag“ mit der Argentinischen

Konföderation gilt als Grundlage

der deutsch-argentinischen Beziehungen,

obwohl es beide Länder in der heutigen

Form noch nicht gab. Auch in Paraguay

verhandelte Gülich so erfolgreich, dass

er mit dem Nationalen Verdienstorden 1.

Klasse ausgezeichnet wurde.

Seine weitere Laufbahn führte ihn nach

Caracas und Tanger, ehe er 1877 zum

Botschafter in Chile ernannt wurde. Vier

Jahre später folgte die Versetzung in den

Ruhestand. Gustav von Jülich starb am

3. Januar 1903 in Wiesbaden. | Thorsten

Stegemann

20 18


AUSBILDUNG & KARRIERE

AUSBILDUNG & KARRIERE

Teil 3

Was ist ein Plagiat?

Im letzten Teil seiner Artikelreihe für Studenten und wissenschaftliche Autoren widmet

sich der Plagiatsprüfer und Zitationsberater Evgenij Unker den Themen Vorbeugung

und Aufdeckung von Plagiaten.

Was kann ich

im Vorfeld tun?

Die meisten Verlage,

Universitäten

und viele Lehrende

bieten Leitfäden zum

Verfassen wissenschaftlicher

Texte an. Darin werden

Vorgaben zum Zitieren, zum Aufbau und

zur Formatierung gemacht. Als Erstes

zieht man diese Quelle zurate.

Wenn die Uni-/Verlagsvorgaben

unvollständig oder widersprüchlich

sind, greift man auf die allgemeinen

Grundregeln des Zitierens

zurück, wie sie in

zahlreichen

Lehrwerken

oder Normen

beschrieben

werden. Es kann

ruhig in einer

Fußnote der Arbeit

darauf hingewiesen werden, nach

welcher Zitiermethode man vorgeht – und

warum sowie in welchen Fällen man davon

abweicht.

Empfehlenswert ist auch der Blick in die jeweilige

Prüfungsordnung. Die Universität

Osnabrück hat darüber hinaus „Richtlinien

zur Sicherung guter wissenschaftlicher

Praxis“ entwickelt (zu finden unter www.

uni-osnabrueck.de).

Was kann ich während des

Schreibens und nach Abschluss der Arbeit tun?

Während der Arbeit am Text sollte es zur

Gewohnheit werden, alle Exzerpte und

Notizen direkt mit der richtigen und vollständigen

Quellenangabe zu versehen und

die bibliografischen Details sofort ins Literaturverzeichnis

aufzunehmen. Das kann

man manuell oder mit Hilfe kostenpflichtiger

Programme wie EndNote oder Citavi

bewerkstelligen. Auch Microsoft Word

hat übrigens eine integrierte Literaturverwaltungsfunktion.

Idealerweise

lässt man den Text nach

Fertigstellung einige Zeit liegen

und kontrolliert danach in einem

separaten Korrekturlauf die

Zitierweise und die Literaturliste:

Sind

die Angaben

einheitlich,

eindeutig,

vollständig und

entsprechen sie den Vorgaben der

Hochschule? Sind alle zitierten Quellen

im Literaturverzeichnis aufgelistet und

werden alle im Literaturverzeichnis genannten

Quellen im Haupttext tatsächlich

zitiert?

Was ist von der maschinellen Prüfung zu halten?

Inzwischen gibt es auf dem Markt einige

Programme zur automatischen Überprüfung

von Texten auf Plagiate. „PlagAware“

und „PlagScan“ richten sich zum Beispiel

an alle Anwender. Tools wie „Turnitin“

sprechen dagegen nur Organisationen und

Hochschulen an. Ausschließlich auf diese

Programme sollte man sich aber lieber

nicht verlassen. Die Tools können bisher

meist nur wörtliche Plagiate aufdecken.

Sie haben zudem Zugriff auf eine eingeschränkte

Anzahl an Quellen – meistens

nur diejenigen, die zum Zeitpunkt der

Prüfung frei über Suchmaschinen auffindbar

sind. Oft missdeuten die Programme

allgemein häufiger vorkommende Formulierungen

als Plagiate, sind also grundsätzlich

nicht hundertprozentig zuverlässig.

| Evgenij Unker

WISSEN KOMPAKT

ÜBER DEN AUTOR

Evgenij Unker betreibt seit 2011

die Osnabrücker Textagentur

Lektorat Unker (www.unker.de).

Mit seinem Team bietet er Korrekturlesen,

Übersetzungen, Texterstellungen

und Plagiatsrecherchen

in zahlreichen Sprachen an.

Pro Jahr führt Lektorat Unker über

hundert Plagiatsprüfungen und

Beratungen zum korrekten Umgang

mit Quellen durch.

Evgenij Unker © Janina Stenzel // Bücher © tumsasedgars; Stempel © M. Schuppich; fotolia.de

Bilder © Sebastian Böhm, SFZ Osnabrück / Grafik © Carina Sander, SFZ Osnabrück / Solarbild oben © Alberto Masnovo, fotolia.de

Wie fahre ich mit Sonnenenergie

möglichst schnell und effizient ?

Mit dieser Frage beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler, die

sich jeden Donnerstagnachmittag treffen, um solarbetriebene Fahrzeuge

zu bauen. Sie nehmen am Kurs „Solarmobilität“ des Schüler-

Forschungs-Zentrums Osnabrück in Kooperation mit der Hochschule

Osnabrück teil und bereiten sich auch auf einen Wettbewerb vor.

Wie funktioniert eine Solarzelle?

Der Aufbau einer Solarzelle besteht

aus Halbleiterschichten die verschiedene

Ladungen aufweisen. Die zwei

Hauptschichten (n- und p-Schicht), in

die Fremdatome eingebracht wurden,

sind einmal negativ und einmal

positiv geladen. Wenn nun auf den

Schichtübergang Licht fällt, also Photonen

einfallen, werden Elektronen aus

den Schichten herausgelöst und eine

Ladungsänderung entsteht.

Was bewegt mein Solarauto?

Dazu werden zwei Energiewandler benötigt,

zum einen die Solarzelle, die

Sonnenlicht in elektrische Energie

wandelt, und der Motor, der elektrische

Energie in Antriebskraft umwandelt.

Um genügend elektrische Leistung

zum Antreiben zu erzeugen, nutzen die

Schüler mehrere Solarzellen. Bei der

Kombination der Solarzellen gibt es

viele verschiedene Möglichkeiten die

einzelnen Zellen zu verschalten, ob nun

in einer Parallelschaltung, einer Serienschaltung

oder einer Kombination aus

beidem. Die Antriebskraft muss mit

Funktionsweise einer Solarzelle (vereinfachte Darstellung)

einem Getriebe in Drehmoment und

Drehzahl angepasst werden, um genügend

Kraft zum Antreiben zu haben und

eine möglichst hohe Geschwindigkeit zu

erzielen. Um das Auto und die gewonnene

Energie nicht auszubremsen, werden die

Achsen des Autos in Messingbuchsen

gelagert und somit die Reibung minimiert.

Weiterhin achten die Jungforscher auf

eine Leichtbauweise, um möglichst wenig

Energie beim Beschleunigen zu verbrauchen.

| Carina Sander

WISSEN KOMPAKT

DER SOLARCUP

Die Schülerinnen und Schüler

des SFZ nehmen am Wettbewerb

SolarMobil Deutschland teil. Um

sich für die Deutsche Meisterschaft

der Solar-Modellfahrzeuge

am 21.9.2018 in Chemnitz zu

qualifizieren, gehen die Teams

zunächst beim Regionalwettbewerb

SolarCup in Bremen an

den Start. In der Ultraleichtklasse

geht es dabei um Geschwindigkeit.

Die Fahrzeuge müssen auf

der beleuchteten 10-m-Rennbahn

einmal hin und wieder

zurück fahren.

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NATUR & UMWELT

NATUR & UMWELT

Geschichte(n) aus dem

Museum am Schölerberg

Natur & Umwelt - Planetarium -

Umweltbildungszentrum

Klaus-Strick-Weg 10

49082 Osnabrück

Telefon: 0541 56003-0

Öffnungszeiten:

Montag: geschlossen · Dienstag: 9 bis 20 Uhr

Mittwoch bis Freitag: 9 bis 18 Uhr

Samstag: 14 bis 18 Uhr · Sonntag: 10 bis 18 Uhr

www.museum-am-schoelerberg.de

Was macht die Deutsche Eiche zum einzigartigen Lebensraum?

Mystisch und geheimnisvoll steht die mächtige Eiche als Urbild für Stärke, Stabilität und Standfestigkeit.

Doch was zeichnet sie aus?

Von der Wurzel bis zur Krone dient die

Eiche als Habitat für Abertausende Lebewesen.

Schätzungen zufolge leben bis

zu 1.000 Insektenarten, zahlreiche Vögel,

Säugetiere, Moose, Flechten und Pilze mit

der Eiche verbunden. Mehr als auf jeder

anderen heimischen Baumart. Bereits der

Artname vieler Lebewesen offenbart die

tiefe Verbundenheit: Großer Eichenbock,

Eichen-Zipfelfalter, Eichelhäher, Eichhörnchen,

Eichenmoos, Eichensteinpilz.

Daher spricht man aus ökologischer Sicht

häufig vom Baum der Biodiversität.

Wie konnte diese

enorme Vielfalt entstehen?

Entwicklungsgeschichtlich

gesehen ist die Gattung

der Eichen wesentlich

älter als die anderer

heimischer Baumarten.

Lange

Koevolution, der

Prozess der ge-

genseitigen Anpassung, begünstigt Spezialisierung

und Artbildung. Zudem dürfte

die Langlebigkeit der Eichen eine entscheidende

Rolle spielen. Über 1.000 Jahre kann

die Eiche einen sicheren Lebensraum für

viele Arten darstellen. Je älter der Baum

ist, desto höher ist die Strukturenvielfalt

(z. B. Totholz, Rindentaschen, Baumhöhlen)

und für desto mehr Arten kann

dieser Baum ein einzigartiger Lebensraum

sein.

Was hat der Mensch davon?

Für uns Menschen wohnt der Deutschen

Eiche eine außerordentliche Symbolkraft

inne. Nach dem Zweiten Weltkrieg

wurde die schwangere

Frau Gerda Johanna

Werner, die

grade einen Eichenbaum

pflanzt, zum

Symbol für den

Wiederaufbau

(abgebildet auf

der 50-Pfenning Münze). Auch heute

noch sind Eichenelemente allgegenwärtig,

erinnert sei etwa an die deutschen

Euromünzen, diverse Wappen,

Rang- und Ehrenzeichen - aber auch das

Niedersachsenlied „Fest wie unsre Eichen

halten alle Zeit wir stand, Wenn Stürme

brausen Übers deutsche Vaterland“.

| Jan Hendrik Hoerner

WISSEN KOMPAKT

SONDERAUSSTELLUNG

Wer mehr über diesen faszinierenden

Baum erfahren möchte,

ist herzlich eingeladen die

aktuelle Sonderausstellung

„Vielfalt zählt! Eine Expedition

durch die Biodiversität“ im Museum

am Schölerberg zu besuchen.

Noch bis zum 26. August

2018.

Bild Baum © Rainer Lippert // Münze © Hendrik Hoerner

Bilder © Zoo Osnabrück // Hintergrund © John Smith, fotolia.de

Sind Vielfraße wirklich verfressen?

Sie liegen gemütlich zwischen Steinen oder tollen und raufen gemeinsam über die Anlage: die

Vielfraße im Zoo Osnabrück. Zusammen mit ihrem Nachwuchs leben Weibchen Vilja und

Männchen Loki in der nordischen Tierwelt „Kajanaland“.

Ursprünglich stammen Vielfraße aus

Skandinavien, Alaska, dem nördlichen Sibirien

sowie weiten Teilen Kanadas. Dank

ihres dichten Fells haben sie kein Problem

mit kühleren Temperaturen. Inklusive

ihres buschigen Schwanzes erreichen

Vielfraße eine Körperlänge von 80 bis 130

Zentimetern.

Ist der Name Programm?

Die Herkunft des Namens „Vielfraß“ ist

umstritten. Es könnte eine Umdeutung

des altnorwegischen Wortes „fjeldfross“

(wörtlich übersetzt „Felsenkater“) sein.

Der wissenschaftliche Name „Gulo Gulo“

hingegen verweist auf eine gefräßige,

nordische Sagengestalt, den sogenannten

„Gulon“. Die Osnabrücker Vielfraße sind

besonders verrückt nach Curry: Ab und

zu verstecken Tierpfleger das duftende

Gewürz in Schachteln oder verstreuen es

auf der Anlage, um die Tiere zu beschäftigen.

Gierig suchen Vilja, Loki und Co.

dann nach dem Curry und wälzen sich

anschließend genüsslich in dem gelben

Puder.

Blitzschnelle Jäger?

Vielfraße sind keine besonders schnellen,

dafür aber ausdauernde Läufer und

können 10 bis 15 Kilometer ohne Pause

zurücklegen. Das kommt den Dauerläufern

auch bei der Jagd zugute: Im Sommer

ernähren sie sich hauptsächlich von Aas,

in den Wintermonaten gehen sie selbst auf

die Jagd. Mit ihren großen Pfoten sinken

sie im Schnee nicht ein und pirschen sich

beinahe lautlos an ihre Beute. Dabei können

sie sogar Rehe und unter besonderen

Umständen Elche erlegen.

Woran erkennt

man die Jungtiere?

Bei der Geburt haben Vielfraße ein komplett

weißes Fell. Wenn die Jungtiere im

Frühjahr das erste Mal aus der sicheren

Wurfhöhle krabbeln, in der sie die ersten

Wochen verbringen, ist ihr Fell größtenteils

schon dunkel. Allerdings ist das Fell

um die Augen und an den Seiten oft noch

nicht umgefärbt. Daher können Besucher

die Jungtiere an ihrer Größe und an den

hellen Fellzeichnungen von den erwachsenen

Tieren unterscheiden.

| Svenja Vortmann

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Wer wirbt am höchsten?

Schon IKEA wollte in der Grenzregion zwischen Osnabrück und Hasbergen hoch

hinaus. Gut 60 Meter hätte der „Sign-Tower“ messen sollen, 52 Meter setzte der

Möbelriese schließlich durch.

Die Teppich Kibek GmbH legte noch 14 Meter drauf. Als der Mast, der ohne Werbe-

Transparente stolze 175 Tonnen wiegt, schließlich in den Himmel von Hasbergen

ragte, gab es in ganz Deutschland keinen größeren Werbepylon. Auch die Werbeschilder

sind mit einer Fläche von 18,0 x 4,7 Meter kaum zu übersehen.

Der Pylon musste auf ein Fundament gesetzt werden, das schließlich 10,8 x 10,8 x

2,5 Meter umfasste. Darin wurden weitere 14 Tonnen Bewehrungsstahl verbaut.

Bis zu 12 Monteure waren 14 Wochen lang mit dem Bau des imposanten Turms

beschäftigt. | Redaktion

MOMENTAUFNAHMEN

Foto: www.osna-copter.de, Stefan Schmidt

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NATUR & UMWELT

ESSEN & TRINKEN

Die besten

lebensmittel

der

region

WISSEN KOMPAKT

DER WEG ZUM SEE

Geübte Wanderer finden im Teutoburger

Wald rund um Dissen

gleich mehrere Wege zum Blauen

See. Für einen eher gemütlichen

Spaziergang empfehlen wir: Ausgehend

vom Wanderparkplatz

Rechenberger Straße zunächst

ca. 100 m in östlicher Richtung

(parallel zur Rechenbergstraße)

dem Wanderweg folgen. Es geht

vorbei an der Kleinen Rehquelle.

Dann die Rechenberger Straße

überqueren und den Forstweg

Richtung Süden immer geradeaus

spazieren. Nach ca. 1,5 km

läuft man direkt auf den Blauen

See zu.

»Osnabrücker wissen,

was gut schmeckt!«

Welche Farbe hat

der Blaue See?

Die Hase entspringt im Teutoburger Wald

bei Melle-Wellingholzhausen. Auf den ersten

Kilometern wird der junge Fluss auch

von der Kleinen und Großen Rehquelle

und der Schwarzen Welle (Almaquelle)

gespeist. Außerdem gehört ein kleiner See

zum Quellgebiet der Hase.

Das Gewässer verdankt seine Entstehung einem Steinbruch

und erstreckt sich über eine Länge von 80 und eine

Breite von 30 Metern. Allerdings nicht ganzjährig, denn

in den warmen Sommermonaten trocknet der See immer

wieder aus. Entsprechend verändert sich die Farbe des

Wassers. Im Frühling, Sommer und Herbst zeigt es sich

je nach Blickwinkel, Wetterlage und Lichteinfall grün,

bräunlich oder in tristem Grau.

An eiskalten Wintertagen sorgt der hohe Kalkgehalt des

aus Karstquellen gespeisten Sees dann endlich dafür,

dass er seinem Namen gerecht wird. Auch wenn er nicht

ganz so intensiv leuchtet wie der

berühmte Blautopf in Blaubeuren,

lohnt ein Besuch des

idyllischen Fleckchens in

jedem Fall. | Redaktion

Bilder unten rechts © Thorsten Stegemann // Paprika © MaskaRad, Bild

oben © exclusive-design, Bild unten links © juefraphoto; fotolia.de

präsentiert von

www.dransmann.com

Welcher Klassiker braucht Paprika?

Es schmeckt mit den Beinamen „Szegediner“, „Fiaker“ und „Debrecziner“, mundet

aber auch in der gediegeneren Variante als „Boeuf Bourguignon“. Das unscheinbare

Gulasch, das auch in unserer Region zu den absoluten Klassikern gehört, bietet

unendliche Variationsmöglichkeiten.

Der Name des ungarischen Nationalgerichts

leitet sich vom Wort gulyás (Vieh- oder Rinderhirt)

ab und schon bei der Wahl des Fleisches

kann man den traditionellen Pfad verlassen.

Statt Rind- oder Schwein landet auch

Kalb-, Pferde-, Lamm- oder Hammelfleisch

im deftigen Eintopf. Die

Gewürze, etwa das unverzichtbare

Paprikapulver, können

ebenfalls vielfach variiert

und unterschiedlich stark

dosiert werden. Am besten

nach Geschmack

und Verträglichkeit,

meinte schon ein „Appetit-Lexikon“

aus dem

Jahr 1894. „Ein echter Ungarmagen

verträgt einen Theelöffel voll Paprika

wie Confect“, hieß es da. Den deutschen

Magen jedoch „brennt’s bei gleicher Dosis

wie mit Höllengluthen, die weder Bacchus

noch Gambrinus (Wein und Bier) zu löschen

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vermögen.“ Wer unser Rezept durch „Höllengluthen“

anfeuern möchte, ersetzt den

TL Paprikapulver durch (mindestens) eine

Messerspitze Cayenne-Pfeffer. | Redaktion

WISSEN KOMPAKT

NOBELPREIS FÜR UNGARISCHEN

PAPRIKAFORSCHER

Paprikafrüchte enthalten viel

Vitamin C, das der ungarische

Chemiker Albert Szent-Györgyi

erstmals isolieren konnte. Für

seine Forschungen bekam er

1937 den Nobelpreis für Medizin.

Einkaufsliste

500 Gramm Schweinegulasch

500 Gramm Rindergulasch

2 mittelgroße Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

2 Fleischtomaten

1 kleine grüne Paprika

1 EL Tomatenmark

200 ml Rotwein

750 ml Wasser

2 Brühwürfel

Salz, Pfeffer, 1 TL Paprikapulver edelsüß

Zubereitung

Schweine- und Rindergulasch

(5-6 Personen)

Fleisch portionsweise scharf anbraten, anschließend

im Topf mit Salz, Pfeffer und Paprika

würzen. Zwiebeln und Knoblauch dazugeben,

kurz mitschmoren lassen, dann Tomatenmark

durchrühren. Mit Rotwein ablöschen, Tomaten

und Paprika klein geschnitten in den Topf

geben, anschließend Wasser und Brühwürfel

dazu geben. Zugedeckt mindestens 90 Minuten

auf kleiner Flamme köcheln lassen. Sauce

andicken und servieren.

Dazu schmecken Kartoffeln, Nudeln, Reis und

zahlreiche Gemüsesorten.

Wir wünschen Guten Appetit!

www.kinnius.de

Schild zur Entdeckungstour

am Ahornweg. Weitere Infos:

www.ahornweg-wandern.de

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27


LEBEN & GESELLSCHAFT

Wiedererkennungswert erhöhen. Feste

Vorgaben hinsichtlich der eigentlichen

Spielinhalte gibt es hingegen nicht. Ganz

bewusst wird auf ein Improvisationstheater

gesetzt, bei dem die Spielenden auf

Impulse reagieren. Durch möglichst viele

Reize werden sie ganzheitlich gefordert

und gefördert: Taktil, visuell, akustisch.

„Selbst ruhigere Personen steigen plötzlich

aktiv auf Spielimpulse ein und sind Eisbrecher

für andere,“ berichtet Höhn. Auch die

Pflegeheime melden zurück, dass zurückgezogene

Patienten inzwischen außerhalb

der Sitzungen miteinander agieren.

Teilerfolge für die Patienten sind also bereits

zu verzeichnen, auch wenn erst die

Auswertung ab Herbst 2018 zeigen wird,

welche genauen Ergebnisse das Projekt

liefert. Das Team zeigt sich zuversichtlich

und plant die Entwicklung eines Methodenkoffers

für Pflegeeinrichtungen.

| Sina-Christin Wilk

WISSEN KOMPAKT

ANREGUNG AUS LINGEN

Vorbildcharakter für das Projekt

hatte „Lachfalten helfen Heilen“.

Schon seit 2014 spielen die

Patienten in der geriatrischen

Tagespflege am „Bonifatius

Hospital“ in Lingen gemeinsam

Improvisationstheater.

Projektteam: Sina Rudowski (DRK Wohnpark), Helga Grote (DRK Wohnpark), Anna Wortelboer (DRK Wohnpark), Wilko Schaible (Seniorenresidenz Meppen) Franziska Cordes

(Hochschule Osnabrück), Jessica Höhn (Hochschule Osnabrück), Prof. Dr. Stefanie Seeling (Hochschule Osnabrück), Bianca Lammers (Seniorenresidenz Meppen) (V.l.n.r.)

Wer spielt wider das Vergessen?

Pflege und Theaterpädagogik sind auf den ersten Blick zwei völlig ungleiche Partner. Die Hochschule

Osnabrück zeigt am Standort Lingen, dass hier Input jenseits des eigenen Arbeitsfeldes

zu ungeahnten Synergieeffekten und Chancen führen kann.

Seit April 2017 bis März 2020 wird

ein bislang einzigartiges Pilotprojekt

durchgeführt, um theaterpädagogische

Aspekte in den Pflegealltag zu

integrieren: „TiP.De – Theater in der

Pflege von Menschen mit Demenz“.

Prof. Dr. Stefanie Seeling (Professorin

für Pflegewissenschaft), Jessica Höhn

(Theaterpädagogin) und Franziska Cordes

(Bachelor of Science Pflege) verfolgen

einen innovativen Ansatz, um Menschen

mit Demenz zu einer Verbesserung der

eigenen Lebensqualität durch die Stabilisierung

des Demenz-Status zu verhelfen.

Zwei Pflegeeinrichtungen wurden als

28

Partner gewonnen: Der DRK Wohnpark

Esterfeld und die Seniorenresidenz

Meppen. Seit Februar 2018 finden in

beiden Einrichtungen zehn einstündige

Sitzungen statt, bei denen die Bewohner

zur Theaterarbeit angeleitet werden.

Immer im Hintergrund: Cordes als stille

Beobachterin für die Dokumentation der

Forschungsdaten. „Die Effekte durch das

Theaterspiel sind schwierig zu fassen, da

Menschen völlig unterschiedlich auf ihre

Umwelt reagieren und keine Automatisierung

möglich ist“, so Seeling. Allerdings

können mittels standardisierter Fragebögen

das Verhalten der Probanden vor,

während und nach den Sitzungen festgehalten

werden. Auch die Abbildung der

individuellen Entwicklung jedes einzelnen

Projektteilnehmers ist so möglich.

Wer wird zum Eisbrecher?

„Der Theaterbegriff ist erfahrungsgemäß

mit Leistungsdruck verbunden“,

sagt Höhn. Es erfordere Mut, um sich auf

das szenische Spiel einzulassen. Wichtig

sei daher, einen geschützten Rahmen zu

schaffen: Rituale zu Beginn und Abschluss

der Sitzungen sorgen für Sicherheit und

Vertrauen, Biographie-Arbeit soll den

Gruppenbild © HS Osnabrück

Erleben

ist einfach.

sparkasse-osnabrueck.de

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Wenn man mit GiroLive

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LEBEN & GESELLSCHAFT

KREATIVE

MEDIENGESTALTER

GESUCHT. (m/w)

Zur Verstärkung unseres Teams als Freelancer, in Festanstellung

oder auch gerne als Jahrespraktikum. Bewerbungen per Mail an:

kontakt@kreativkompass.de

Im Hamme 7

49205 Hasbergen

Tel. 0 54 05 / 80 83 216

Wo wird Vinyl gewaschen und gebUügelt?

Seit einigen Jahren kann sie sich wieder hören lassen: Die Schallplatte. In den 90er-Jahren

totgesagt und zunächst von kleinen Silberlingen übertönt, entdecken mehr und mehr

musikbegeisterte Osnabrücker die runden Schätze wieder, die zum Teil Jahre auf

Dachböden und in Kellern lagerten.

„Könnt Ihr die bitte waschen?“

Für Mario Schoo von Fundament

Schallplatten in der Hasestraße

keine seltene Frage. Das Waschen

und „Bügeln“ alter Schallplatten

gehört für ihn und seinen Geschäftspartner

Christoph Klick zum

selbstverständlichen Service ihres

Plattenladens. So haben sie manchen

akustischen Schatz wieder zum Klingen

gebracht.

Wie viel Schallplatten

passen auf einen Quadratmeter ?

Fein aber nicht klein präsentiert sich das musikalische Angebot,

dass die beiden in ihrem 30 Quadratmeter großen Laden bereithalten.

Bis zu 8.000 Scheiben bietet die Klangkollektion aus unterschiedlichsten

Genres wie beispielsweise New Wave, House,

Hip Hop, Jazz, Funk, Elektronik, Techno und World Music. Stolz

ist Schoo auf die zahlreichen Privatpressungen im Sortiment,

Platten, die von den Künstlern und nicht von einem großen Label

produziert wurden. Etwa 265 Tonträger pro Quadratmeter – für

Musikfans eine echte Schatzkiste.

Musikangebot Genres (Ausschnitt), Bild unten Fensterfront © Yörn Kreib // restliche BIlder © Fundament /

Schallplatte links © paketesama, Hintergrund © jayfish; fotolia.de

Warum muss es Vinyl sein ?

Künstlerisch gestaltete Plattencover bewegen, der behutsame

Transfer der runden schwarzen Scheibe auf den Teller,

das Einsetzen der ersten Töne: Schallplatten haben etwas

Sinnliches, sie lösen Emotionen aus. „Die Kommunikation

zwischen Hörern, Musikern, DJs ist ein wichtiger Bestandteil

unseres Ladenkonzepts“, sagt Schoo. Deshalb steigen

mehrmals im Jahr die „Instore Sessions“: DJs legen Musik

für die Gäste auf. | Yörn Kreib

Fundament Schallplatten

Hasestraße 15, 49074 Osnabrück

Tel.: 05 41 / 440 202 04

www.fundament.works

Foto: Uwe Schlick / pixeliode | Gestaltung: Ingo Wulff

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LEBEN & GESELLSCHAFT

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Daniela A. BenSaid

Persönlichkeits-Ratgeber

Streitarena:

Wie streitet man richtig?

© 2018 kreativkompass.de

Zwischenmenschliche Konflikte sind im Arbeitsalltag und auch in unserem privaten

Umfeld allgegenwärtig und sind an sich nichts Schlechtes. Entscheidend ist die Art und

Weise wie ein Streit ausgetragen wird. Denn eines ist klar: Ohne Konflikte sind keine Veränderungen

und Innovationen möglich. Zudem gilt: Solange noch gestritten wird, haben die Parteien Interesse

aneinander. Erst wenn Gleichgültigkeit aufkommt, ist eine Lösung fast unmöglich.

Quid agis* Akademie

Der Beitrag von Daniela Ben Said ist bereits der

sechste Teil unserer Kooperation mit der Quid agisAkademie.

In der nächsten Ausgabe verrät Ihnen

DIE REDNERIN, wie Sie ein konstruktives Konfliktgespräch

führen können.

info@quid-agis.de | www.danielabensaid.com

Warum bieten

Konflikte Chancen?

Überall wo Menschen miteinander arbeiten,

kann Streit entstehen. Dabei spricht

man erst von einem Konflikt, wenn eine

andere Person Ihren Interessen, Zielen und

Bedürfnissen im Weg steht und gleichzeitig

versucht, Ihnen ihre eigene Meinung

aufzuzwingen. Weder im privaten Umfeld

noch in der Arbeitswelt können Sie Konflikten

einfach so ausweichen. Dabei sind

nicht die Konflikte selbst das Problem,

sondern die Art und Weise wie Sie sich mit

ihnen auseinandersetzen. Häufig wird ein

Konflikt gar nicht, zu spät oder zu unsachlich

gelöst. Folglich führen schwelende

Konflikte zu dauerhaftem Streit der Beteiligten,

Frust, Leistungsabfall, sinkender

Produktivität, schlechtem Arbeitsklima

und/oder Trennungen. Konflikte sollten

niemals als leidiges Übel betrachtet werden,

die es zu vermeiden gilt, sondern als

Chancen, die zu positiven Veränderungen

im Arbeitsalltag, in der Zusammenarbeit

und zu persönlichem und unternehmerischem

Wachstum führen.Entsprechend ist

es wichtig, dass Sie sich konstruktiv mit einem

Konflikt auseinandersetzen und eine

Konfliktlösung finden.

Osnabrücker Wissen“ verlost

1x1 Ticket für das Seminar

„Konfliktmanagement“ am

6./7. Juli 2018 (Wert: 999 €) bei

Daniela Ben Said. Mehr zum

Gewinnspiel auf Seite 48/49.

Richtiges Streiten kann man

lernen - aber nur wie?

Viele Menschen fühlen sich im Umgang

mit Konflikten hilflos. Denn gerade in

Streitsituationen fällt es uns nicht gerade

leicht, sachlich und ruhig zu bleiben. Da

sich Konflikte nur selten in Luft auflösen,

hilft in den meisten Fällen nur ein klärendes

Gespräch zwischen den Konfliktparteien.

Obendrein kann ein Streit nur dann

konstruktiv sein, wenn die Beteiligten bereit

sind, den Konflikt zu lösen.

Wenn Sie das richtige Streiten lernen wollen,

müssen Sie grundsätzlich fünf Grundregeln

beherrschen, um ein erfolgreiches

Streitgespräch zu führen.

1. Bleiben Sie sachlich! Das ist das oberste

Gebot einer erfolgreichen Konfliktbewältigung.

2. Lassen Sie Ihre Gegenseite immer

ausreden! Und hören Sie aktiv zu.

3. Demonstrieren Sie Wertschätzung!

Sagen Sie beispielsweise: „Ich verstehe deine

Sicht. Hast du es schon mal aus meiner

Sicht betrachtet?“ oder „Wie würdest du

dich in meiner Situation fühlen?“

4. Zeigen Sie Kompromissbereitschaft!

Behalten Sie im Kopf: Lösung heißt nicht,

Bilder © Daniele A. Ben Said // Bilder oben Header © Tiko, Hintergrund oben © Sabphoto; fotolia.de

dass jeder bekommt, was er will. „Jeder

muss eine Kröte schlucken.“ Prüfen Sie,

ob Sie mit der Kröte leben können – sonst

bleibt es immer ein „fauler“ Kompromiss,

der nur kurzfristig hilft.

5. Finden Sie Gemeinsamkeiten!

Legen Sie fest, was Sie miteinander verbindet:

„Was ist unser gemeinsames Ziel?“

und dann formulieren Sie Wünsche statt

Vorwürfe an das Gegenüber.

Herzlichst Ihre

Daniela Ben Said

Quid agis* GmbH

Scharfe Hegge 35 · 49086 Osnabrück

E-Mail: info@quid-agis.de

Telefon: 05 41 / 58 05 78-10

www.danielabensaid.com

* Die Kurse finden hintereinander an

festgelegten Terminen statt.

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Mitglieder ab 18 Jahre.

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SPORT & GESUNDHEIT

SPORT & GESUNDHEIT

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Wie schmerzhaft

ist der Mangel

an Sonnenlicht?

Der Sommer steht vor der Tür. Rund 600 Stunden

sollte die Sonne dann scheinen und wenn sie

ihren Auftrag erfüllt, hat das auch gesundheitliche

Vorteile. Denn in der dunklen Jahreszeit und

während längerer Schlechtwetter-Phasen leiden

viele Menschen an Muskel-, Knochen- oder

Gelenkschmerzen.

Die Nuklearmedizinerin Dr. Vika Müller-Kniefert

vom Klinikum Osnabrück weiß, dass es für diese

Beschwerden oft eine simple Erklärung gibt.

Dr. Müller-Kniefert und Stefan Sure

bei einer Skelettszintigrafie

Himmel © John Smith, Mann in Sonne © reichdernatur, Baum © Smileus,

Lebensmittel © happy_lark; fotolia.de, Szintigrafie © Klinikum Osnabrück

Wie macht sich

Vitamin-D-Mangel

bemerkbar?

„In vielen Fällen wirkt sich der Mangel

an Sonnenlicht negativ auf das Wohlbefinden

aus, die Ursache liegt in einem

gravierenden Vitamin-D-Mangel“, sagt

Müller-Kniefert. Betroffen sind Menschen,

die selten in die Sonne gehen oder

sich aus kulturellen Gründen draußen

nur mit bedecktem Körper aufhalten.

Außerdem leiden Säuglinge, ältere und

dunkelhäutige Menschen oft unter den

Symptomen eines Vitamin-D-Mangels.

Die vom Robert-Koch-Institut durchgeführte

„Studie zur Gesundheit Erwachsener

in Deutschland“ beziffert den Anteil

der Erwachsenen, die nicht ausreichend

mit Vitamin D versorgt

sind, auf rund 30 Prozent!

Wer nach einer langen

sonnenlosen Zeit

unter Müdigkeit,

Muskelschwäche

oder -krämpfen,

Schmerzen in

Gelenken und im

Rücken, Schlafstörungen,

Hautproblemen oder erhöhter Anfälligkeit

für Infekte betroffen ist, sollte abklären

lassen, ob bei ihm ein Vitamin-D-Mangel

vorliegt, rät Dr. Vika Müller-Kniefert.

Bei unklaren Knochen- oder Muskelschmerzen

gilt es zunächst auszuschließen,

dass es sich nicht um eine schwerwiegende

Erkrankung handelt. In begründeten

Verdachtsfällen kann die Nuklearmedizin

diese Frage mit der sogenannten Skelettszintigrafie

beantworten. Die hochauflösenden

Aufnahmen werden mit modernen

Doppelkopf-Gammakameras gemacht,

die sich über den Patienten von Kopf bis

Fuß bewegen. Gegebenenfalls sind zusätzliche

Aufnahmen möglich, wo die

Kamera um eine Körperregion des Patienten

rotiert. „Viele finden dieses Verfahren

angenehmer als zum Beispiel ein MRT, da

man hier nicht in einer eigentlichen Röhre

steckt“, berichtet Müller-Kniefert.

Wenn sich durch die Szintigrafie keine

regionale krankhafte Knochenveränderung,

sondern nur eine generelle Steigerung

des Knochenstoffwechsels feststellen

lässt, nimmt der Nuklearmediziner eine

Blutprobe, die dann vielfach einen Vitamin-D-Mangel

aufweist. Die Mediziner

beziffern ihn auf weniger als 25 Nanomol

pro Liter (Vitamin D im Blut), ein Wert

von unter 10 Nanomol gilt als schwerer

Mangel, der ausgeprägte gesundheitliche

Beschwerden verursachen kann.

Wie behebt man den

Vitamin-D-Mangel?

Vitamin D spielt eine zentrale Rolle

beim Knochenstoffwechsel, ist aber

auch für das Zellwachstum, die Muskelfunktionen

oder das Immunsystem

von großer Bedeutung. Dabei handelt es

sich im eigentlichen Sinne nicht um ein

Klinikum Osnabrück GmbH

Am Finkenhügel 1 · 49076 Osnabrück

Telefon: : 0541 405 0 · Fax: 0541 405 4997

E-Mail: info@klinikum-os.de

www.klinikum-os.de

Vitamin, da es vom Körper selbst synthetisiert

werden kann. Allerdings braucht er

dafür Hilfe.

Von März bis September sind zwei bis drei

„Sonnenbäder“ sinnvoll, meinen Fachleute.

Wer dann bis zu 30 Minuten Sonne

tankt, füllt seinen Vitamin-D-Vorrat optimal

auf, ohne sich einem Hautkrebsrisiko

auszusetzen.

Bei gravierenden akuten Problemen können

auch Spritzen, Tropfen und Nahrungsergänzungsmittel

helfen. Allein über

das Essen lassen sich allerdings lediglich

20 Prozent des täglichen Bedarfs decken.

Denn nur Fische wie Lachs, Aal, Makrele

oder Hering enthalten Vitamin D in hohen

Dosierungen. Außerdem ist es in

Eiern, Milch, Margarine und

Speisepilzen enthalten.

| Redaktion

WISSEN KOMPAKT

SOMMER = SONNE?

Dass diese Rechnung nicht aufgeht,

weiß man in Deutschland

zur Genüge. Hierzulande gibt es

obendrein erhebliche regionale

Unterschiede. So errechnete der

Deutsche Wetterdienst für den

Sommer 2017 eine Sonnenscheindauer

von 640 Stunden. Das waren

6 % über dem Soll.

In Ost- und Südbayern gab es allerdings

830 Stunden Sonne, im Sauerland,

Harz und Weserbergland

dagegen nur 480 Stunden.

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SPORT & GESUNDHEIT

SPORT & GESUNDHEIT

Wohin führt

der Weg des Bogens?

Ein langgezogener Raum in sanftes Licht getaucht, ein dunkler Holzfußboden

und einige Zielscheiben an der entfernt gelegenen Wand. Seit der Gründung

des Vereins „Silbersee-Dojo Hasbergen e.V.“ im Jahre 1985 dient ein

ehemaliger Heuboden als Trainingsstätte. Hier ist im Laufe der Jahre ein

atmosphärischer „Dojo“ entstanden.

Bilder © Sina-Christin Wilk

Der aromatische Duft von Räucherstäbchen weht

von der sogenannten Götterecke, der Kamiza, herüber:

Ein Ensemble aus Miniatur-Zen-Gärten und

Reisstrohmatten. Jeden Montag ab 20.00 Uhr treffen

sich die 13 Mitglieder, um ihrer Leidenschaft

nachzugehen: Kyudo – „Der Weg des Bogens“,

auch bekannt als japanisches

Bogenschießen.

Erste Belege für Kyudo gab es

bereits um 2000 v. Chr. in Form

von Darstellungen auf Vasen.

Der Bogen wurde bis ins 16.

Jahrhundert von den Samurai

als Kriegswaffe eingesetzt, bis er

von Feuerwaffen verdrängt wurde.

Seither ist Kyudo in Japan ein beliebter

Sport. In Deutschland sind Kyudoka dagegen

eine Besonderheit. Ca. 2.000 Bogenschützen gibt es,

die in Vereinen trainieren und über Landesverbände

und auf Bundesebene an Dan-Prüfungen, Lehrgängen

und Wettkämpfen teilnehmen.

Was unterscheidet Kyudo

von anderen Bogensportarten?

Im Dojo herrschen Konzentration und Ruhe, es

wird geflüstert. Einige Mitglieder tragen traditionelle

Kleidung, die bei Wettkämpfen Vorschrift ist:

Hakama (Hose), Gi (Hemd) und Tabi (Stoffschuhe).

Kyudo unterliegt einem zeremoniellen Ablauf,

der auf eine Kombination aus Minimalismus und

Symbolik setzt. Im Silbersee-Dojo wird gemäß der

tradierten Schule „Heki Ryu Insai Ha“ nach Prof.

Inagaki Genshiro gelehrt. Angefangen bei der Begrüßung

über die Ausführung der Abschüsse bis

hin zu ritueller Körperhaltung, wie beispielsweise

dem Kiza, bei dem mit aufrechtem Oberkörper und

aufgestellten Zehen gekniet wird.

Die Bogenschützen führen jede Bewegung mit

Bedacht aus. Das Anlegen des Pfeils erfordert

Zeit und Präzision: „Das

schwächste Glied ist immer der

Schütze“, so Michael Ende, Meister

des Kyudo-Vereins. Denn der

2,25 m große asymmetrische

Bogen – Yumi – wird durch

eine geschickte Drehbewegung

auf die 28 Meter entfernte Zielscheibe

abgeschossen. Traditionell

besteht der Yumi aus Bambus, wird in

Deutschland wegen des Klimas jedoch mit

Carbon und Ahornkern verstärkt. Kostenpunkt:

Ab 240 Euro, je nach Ausführung. Kyudo ist nicht

nur ein eleganter Sport, sondern eine ganzheitliche

Erfahrung und im wahrsten Sinne des Wortes

eine „Kampfkunst“. Disziplin hat einen hohen

Stellenwert: Beim Abschuss soll die Konzentration

als „leerer Geist“ so verdichtet sein, dass weiteren

Gedanken kein Raum geboten wird. Hierfür wird

der völlige Einklang von Geist, Körper und Technik

angestrebt, der sich in den Werten Wahrheit (Shin),

Güte (Zen) und Schönheit (Bi) widerspiegelt.

„Schnelle Erfolgserlebnisse bleiben aus, man

braucht einen langen Atem“, sagt Ende und erzählt

schmunzelnd von seinem japanischen Meister, der

im Alter von 81 Jahren – nach immerhin 60 Jahren

Training – davon überzeugt war, dass „noch Luft

nach oben“ sei. | Sina-Christin Wilk

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SPORT & GESUNDHEIT

SPORT & GESUNDHEIT

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Wer ist der Hochleistungssportler

unter den Organen?

Bereits in der 10. Schwangerschaftswoche beginnt dieses fleißige Organ seine Tätigkeit aufzunehmen.

Ab jetzt wird es kontinuierlich Blut durch den Körper zu den Organen und Muskeln

pumpen. Ausgewachsen ist das menschliche Herz etwa faustgroß und wiegt ungefähr

350 Gramm. Wird es in besonderem Ausmaß gefordert, wie beispielsweise bei einem Leistungssportler,

kann das Herz gar bis auf das doppelte seines normalen Gewichtes anwachsen. Die

Ausstellung „Körperwelten - eine Herzenssache“ stellt das Organ in den Themen-Mittelpunkt.

Schlägt das

Herz wirklich links?

Der kleine Motor des Körpers versteckt

sich gut geschützt hinter dem Brustbein

auf der linken Seite. Bei etwa einem

von 8.000 bis 25.000 Menschen jedoch

könnte ein EKG aus besonderem

Grund auffällige Werte zeigen:

Das Phänomen „Situs

inversus“ beschreibt eine

Besonderheit der Anatomie,

bei der sich sämtliche

Organe spiegelverkehrt

im Körper

befinden, so auch das

Herz. Zwar ist diese

Anomalie grundsätzlich

ungefährlich, jedoch

könnte bei Nichterkennen

beispielsweise eine

Blinddarmentzündung den

Patienten in eine ernsthafte Lage

bringen. Nicht jeder Arzt vermutet bei

Schmerzen im linken Unterbauch ad

hoc eine Kombination aus „Appendizitis“

und Situs inversus.

Auf welcher Seite auch immer sich das

Herz befindet, es wird im Laufe eines

durchschnittlichen Lebens rund 3 Milliarden

Mal schlagen. Pro Minute pumpt

es dabei knapp 5 Liter Blut durch ein

dichtes Netz von Arterien, Venen und

Kapillaren, die insgesamt über 96.500

Kilometer lang sind und zwei Mal um

die Erde reichen würden.

Die größte Schlagader ist mit drei cm

Durchmesser die Aorta. Die feinsten

Gefäße hingegen messen lediglich einen

Durchmesser von 7-10 μm (tausendstel

Millimeter), gerade einmal Platz für ein

einziges Blutkörperchen!

Wir sollten gut auf unser

Herz aufpassen: weniger

Stress, eine ausgewogene

Ernährung und ausreichend

Bewegung geben

zwar keine Garantie

auf ein langes Leben,

doch sie erhöhen ganz

sicher die Chance darauf,

nicht irgendwann

einer von

300.000 Menschen

zu sein, die nach

Angaben der Deutschen

Herzstiftung

allein in Deutschland pro

Jahr einen Infarkt erleiden.

Wie konserviert man

ganze Körper & Organe?

Das Verständnis und Bewusstsein der

Menschen für den eigenen Körper und

gesunden Lebenswandel zu schärfen,

ist ein Hauptanliegen der Initiatoren von

„Körperwelten“. In der populärwissenschaftlichen

Ausstellung, die seit 1995

weltweit einem breitem Publikum die

Beschaffenheit und Funktionsweise des

Körpers veranschaulicht, werden echte

Fotos © Gunther von Hagens‘ KÖRPERWELTEN, Institut für Plastination, Heidelberg, www.koerperwelten.de

menschliche Präparate gezeigt. Bereits

im Jahr 1977 erfand Dr. Gunther von

Hagens, während seiner Tätigkeit als

Anatom an der Universität Heidelberg, das

Verfahren der Plastination. Diese revolutionäre

Konservierungsmethode ermöglicht

es, langfristig haltbare anatomische

Gebilde herzustellen.

Und so funktinioniert's: Im Plastinationsverfahren

werden dem Präparat zunächst

alle Körperflüssigkeiten sowie löslichen

Fette entzogen und dann durch reaktive

Harze und Elastomere langfristig ersetzt

(„vakuum-forcierte Imprägnierung“).

Mit Hilfe von Licht, Wärme und Gasen

entstehen dann fest ausgehärtete, geruchlose

und dauerhaft haltbare Werke.

Wir bringen Sie auf „Touren“

17. März bis 17. November 2018

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Osnabrück

17. März bis 17. November 2018

Osnabrück

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Buchungen und Infos unter:

www.swo.de/stadtrundfahrten

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Alle in der Ausstellung veröffentlichten

Plastinate stammen von Spendern, die

zu Lebzeiten einer Verwendung ihres

Körpers zu diesem Zweck eingewilligt

haben. In der weltweiten Datenbank

sind heute mittlerweile 17.000 potentielle

Spender registriert.

Die Ausstellung „Körperwelten“ zeigt

neben dem derzeitigen Hauptthema

„Herz“ auch noch zahlreiche andere

Aspekte zum menschlichen Organismus

und ist in unterschiedliche Themenzonen

unterteilt. Eine generelle Altersbeschränkung

gibt es (bis auf gesondert

ausgewiesene Bereiche) nicht. | A. Berg

WISSEN KOMPAKT

DAS HERZ IN OSNABRÜCK

Die Ausstellung „Körperwelten“

nimmt sich des Themas „Herz“ seit

Mitte Mai in der OsnabrückHalle

in besonderem Maße an. Bis zum

2. September soll den Besuchern

unter dem Motto „Eine Herzenssache“

dieses einzigartige Organ

nähergebracht werden.

Öffnungszeiten:

Mo - Fr: 9 - 18, Sa & So: 10 - 18 Uhr

(letzter Einlass: jeweils 1 Stunde

vor der Ausstellungsschließung)

Tickets:

Gruppentickets ab 9 Euro,

Einzeltickets ab 13 Euro

www.koerperwelten.de/

osnabrueck

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HINTER DEN KULISSEN

HINTER DEN KULISSEN

Wie wird das Abwasser von

85.000 Haushalten geklärt?

Bestimmte Hinterlassenschaften sind kein Anlass zur Freude. Man fühlt sich eher „erleichtert“,

wenn man sie – nach freiem Fall – nahezu rückstandslos in die Kanalisation spülen kann und

sich keine Gedanken über deren Verbleib machen muss. Denn einmal im Untergrund angekommen,

vermengen sie sich womöglich zur anonymen Masse, um später als solche irgendwo im

Nirgendwo zu verschwinden.

In den beiden Faultürmen werden die im Abwasserreinigungsprozess anfallenden

Schlämme „ausgefault“. Dabei entsteht Faulgas oder auch Klärgas genannt.

Links der Gasspeicher; in den vorderen Gebäuden sind die Blockheizkraftwerke

untergebracht, in denen Strom und Wärme erzeugt wird – und zwar aus dem anfallenden

Klärgas. Die gewonnene Energie wird wiederum im Klärwerk genutzt.

BESUCHERFÜHRUNGEN

KLÄRWERK EVERSBURG

Was ist der Unterschied

zwischen mechanischer und

biologischer Reinigungsstufe?

Warum sollten keine Hygieneartikel

im Ausguss landen?

Lernen Sie den aufwendigen

Prozess der Abwasserreinigung

live vor Ort kennen:

Dienstag, 26. Juni 2018

von 17:30 bis 19:00 Uhr

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Freitag, 16. November 2018

von 14:00 bis 15:30 Uhr

Begrenzte Teilnehmerzahl!

KOSTENLOS

Anmeldung und weitere Infos:

www.swo.de/

besucherfuehrungen

Bilder © Stadtwerke Osnabrück

„Das Prinzip „Aus den Augen, aus dem

Sinn“ gilt beim Thema Abwasserreinigung

leider nur bedingt“, sagt Marco Hörmeyer,

Pressesprecher der Stadtwerke Osnabrück,

während eines Ortstermins auf

dem Areal der Kläranlage in Eversburg. Er

runzelt die Stirn, hebt die linke Braue, holt

tief Luft und ergänzt: „Hier, am tiefsten

Punkt Osnabrücks, sammelt sich fast das

gesamte Abwasser der Stadt. Das heißt:

In unserer Kläranlage konzentrieren sich

sämtliche Hinterlassenschaften aus etwa

85.000 Haushalten – und das an 365 Tagen

des Jahres, rund um die Uhr!“

Wie Abwasser professionell gereinigt

und danach wieder in den Wasserkreislauf

eingespeist wird, erklärt sein Kollege,

Abwassermeister Hinrich Glins, an

einem Schaubild im Verwaltungsgebäude

des Klärwerks. Das Grundprinzip sei

simpel – aufeinander aufbauende Reinigungsstufen

garantierten eine gründliche

Klärung des Abwassers, ein ganzjähriger

Drei-Schichtbetrieb stelle das ununterbrochene

Wechselspiel von Arbeit und Kontrolle

im Klärwerk sicher.

Und wenn man erführe, dass sich in den

weit verzweigten Armen des etwa 1.000

Kilometer langen, unterirdischen Kanalsystems

täglich 49.000 Kubikmeter Abwasser

allein aus den Haushalten der Stadt

sammeln, um mittels natürlichen Gefälles

und Pumpen in beide Klärwerke der

Stadt zu strömen, lasse sich leicht erahnen,

warum selbst Ministaus in dieser hochkomplexen

– aber einfach anmutenden

– „Dauerschleife“ systemische „Gleichgewichtsschwankungen“

verursachen könnten.

Aber erst einmal in der Zulaufstation des

Klärwerks angekommen, so Glins weiter,

pumpe man Abwasser aus etwa neun Meter

Tiefe ans Tageslicht. Und lasse es danach

in überdachte Hallen mit Becken zur

Grobreinigung fließen.

Was geschieht im Klärwerk?

Grob- und Feinrechen filtern dort Blätter,

Holzsplitter und WC-Papier, während

das Abwasser in den Sand- und Fettfang

fortfließt. Dort verlangsamt man dessen

Fließgeschwindigkeit, sodass sich Sand

am Beckenboden absetzt und auf der

Wasseroberfläche schwimmende Fette

und Öle abgeschoben werden können.

Unterdessen erreicht das vorgereinigte

Wasser die letzte Station der mechanischen

Reinigung – das Vorklärbecken.

Mittels Sedimentation entledigt man sich

hier mitschwimmender Fäkalien, die in

einen Faulbehälter zur weiteren Behandlung

gepumpt werden. Das mechanisch

vorgereinigte Abwasser wird danach ins

Belebungsbecken zur biologischen Reinigung

geleitet.

Dort sind emsige Mikroorganismen am

Werk. Ihre Aufgabe: Schmutzstoffe aus

dem Wasser zu lösen und diese mittels

Sauerstoff in Wasser, Kohlendioxid und

in eigene Zellsubstanz zu wandeln. Die

Phosphateliminierung wird durch Zugabe

von chemischen Fällmitteln sichergestellt.

Im Nachklärbecken schließlich wird das

zuvor entstandene Gemisch aus Mikroorganismen

und gereinigten Abwässern getrennt.

Sobald dies erfolgt sei, lotse man das Wasser

durch die vier Nachklärteiche des Areals.

Und danach habe sich das mehrstufig

gereinigte Abwasser den Passierschein für

die „Ausflussfahrt“ in die Hase verdient.

| Michael Luttmer

WISSEN KOMPAKT

KORREKTE ENTSORGUNG

Toiletten sind nur für ihren

eigentlichen Gebrauch bestimmt.

Wer Speisereste,

Küchenabfälle oder Medikamente

ins WC schüttet, trägt

dazu bei, dass Fette, Öle und

Gifte auf direktem Weg in die

Kanalisation gelangen und im

Klärwerk nur mit erheblichem

Mehraufwand gereinigt werden

können. Außerdem locken

Speisereste Ratten in die Kanäle.

Wer Fragen zur fachgerechten

Entsorgung hat, kann sich

beim Osnabrücker Servicebetrieb

(www.osnabrueck.de/

osb) fachmännisch beraten

lassen.

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KUNST & KULTUR

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KUNST & KULTUR

Komponierte ein Osnabrücker „ eines der

interessantesten Opernwerke der Neuzeit “ ?

August Ludwig, Rezensent der „Neuen Berliner Musikzeitung“, war fest davon

überzeugt. Dabei hatte er die Oper „Kenilworth“ noch gar nicht gehört.

Die Noten reichten ihm, um dem in Osnabrück geborenen Komponisten Bruno

Oskar Klein eine große Zukunft vorauszusagen.

Wo laufen

die Klassiker?

An jedem letzten Donnerstag im Monat lässt die Filmpassage Meisterwerke der Filmgeschichte wieder lebendig

werden. „Kultklassiker von gestern mit der Technik von heute“, heißt das Motto auch im Mai, Juni und Juli, wenn „Die

Vögel“, „Good Fellas“ und „Blues Brothers“ auf dem Programm stehen.

Ludwig erwies sich zunächst als guter

Prophet. Die Uraufführung der Oper bescherte

dem Hamburger Stadttheater am

13. Februar 1895 einen durchschlagenden

Erfolg. Der Komponist wurde nach jedem

Akt auf die Bühne gerufen und von

der Kritik begeistert gefeiert. Da sei „ein

genial veranlagter Musiker“ am Werk,

„dem das heiße Blut des Dramatikers in

den Adern rollt“, hieß es in den „Hamburger

Nachrichten“. „Die Partitur enthält

wahre Perlen von Instrumentationskunst,

poesiedurchtränkte Scenen, berückende

Stimmungsbilder, wie z. B. das Vorspiel

zum dritten Act“, meinte der „Hamburgische

Correspondent“.

42

Kleins Musikdrama nach dem Roman

von Walter Scott erlebte in Hamburg noch

weitere Aufführungen und sollte auch an

der Berliner Hofoper zu sehen sein. Doch

schließlich setzten Theater und Zuschauer

allerorten auf andere interessante Opernwerke.

„Kenilworth“ verschwand – vermutlich

für immer - in der Versenkung.

Auch an den Komponisten, der 1856 als

Sohn des Organisten und Musikdirektors

Karl Klein in Osnabrück geboren wurde,

erinnern nur noch kurze Einträge in

einigen Musiklexika. Bruno Oskar Klein

besuchte das Carolinum und studierte

in München unter anderem bei Josef

Rheinberger (1839-1901), der zu

den erfolgreichsten Komponisten

des späten 19. Jahrhunderts gehörte.

Schon mit 17 Jahren

veröffentlichte

Klein eigene

Kompositionen,

die ihm

einen wohlwollenden

Brief des

berühmten Franz Liszt

bescherten. Mit Anfang 20 wanderte er

in die Vereinigten Staaten aus und ging

zunächst auf Konzertreisen. In New York

wurde Klein, der seinen zweiten Vornamen

nun mit „c“ schrieb, Organist an der

Kirche St. Francis Xavier. Er gehörte zur

Leitung des „German Theatre“, unterrichtete

am Konservatorium und komponierte

zahlreiche geistliche Werke, Kammermusik,

Lieder und Orchesterwerke.

Intensiv beschäftigte sich Klein mit der

musikalischen Tradition seiner Wahlheimat,

so etwa in den „Vier Amerikanischen

Tänzen“ für großes Orchester.

Als Bruno Oskar Klein 1911 in der Madison

Avenue starb, widmete ihm auch

die „New York Times“ einen Nachruf.

Über sein vermeintlich bahnbrechendes

Opernwerk erfuhren die Leser darin allerdings

nur noch: „His opera „Kenilworth“

was produced in Hamburg in 1895“ …

| Thorsten Stegemann

Portrait © imslp.org/wiki/File:Bruno_Oscar_Klein.jpg / Noten © kelifamily; fotolia.de

Plakate © Filmpassage Osnabrück // Kamera © fergregory // Kinosessel © peych_p; fotolia.de

Wen vergiftete Pseudo-nitzschia?

Warum mörderische Vögel das Küstenstädtchen

Bodega Bay angreifen und verwüsten, hat

Alfred Hitchcock nie verraten. Allerdings kennt

man inzwischen die Ursache einer wahren

Begebenheit, durch die sich der „Master of

Suspense“ inspirieren ließ. Im August 1961 fielen

Hunderte Sturmtaucher in das Küstendorf

Capitola ein, prallten gegen Hauswände, Fenster

und Stromleitungen, bevor sie auf den Straßen

verendeten. Fast 50 Jahre später ergab die

Untersuchung von Asservaten, dass sich die

Vögel offenbar mit Domoinsäure vergiftet

hatten. Sie wird von der Kieselalge Pseudo-

nitzschia produziert.

31.05.

Filmpassage

Osnabrück

Friederike Neven

(Betriebsleitungsassistentin)

Johannisstraße 112-113

49074 Osnabrück

Hotline: 03871 – 211 40 40

www.filmpassage.de

Was kocht die Mafia?

Dass Francis Ford Coppola mit dem Dreiteiler

„Der Pate“ das größte Mafia-Epos aller Zeiten

geschaffen hatte, wollte Martin Scorsese nicht

tatenlos hinnehmen. Er schickte in den 90ern

„Good Fellas“ und „Casino“ auf die Leinwand.

Die Kultfilme bieten unzählige Vergleichsmöglichkeiten.

Auch kulinarische!

In „Der Pate“, der 2017 in der Filmpassage zu

sehen war, erklärt Pete Clemenza (Richard

S. Castellano) dem jungen Michael Corleone

(Al Pacino), wie Tomatensauce mit Hackbällchen

zubereitet wird. Die Mafia-Bosse in „Good

Fellas“ kochen das gleiche Gericht. In der

„Dinner in Prison“-Szene kommentiert Henry

Hill (Ray Liotta) die geschmacklichen Vorlieben

der inhaftierten Gangster, die sich über die

Dosierung der Zutaten nicht wirklich einig

sind.

28.06.

Jeden letzten

Donnerstag im

Monat | 20.30 Uhr

Eintritt:

6 €

Welcher Kultfilm bekam

den Segen des Vatikan?

„Joliet“ Jake Blues (John Belushi) kommt frisch

aus dem Gefängnis und legt mit seinem Filmbruder

Elwood (Dan Aykroyd) einen beträchtlichen

Teil Chicagos in Schutt und Asche. Trotzdem

kürte der „L’Osservatore Romano“, die

offizielle Tageszeitung des Vatikan, „The Blues

Brothers“ 2010 zum „katholischen Klassiker“.

Waren Belushi und Aykroyd also tatsächlich

„im Auftrag des Herrn“ unterwegs, als sie sich

1980 anschickten, den Erfolg ihrer Rhythmand-Blues-Band

auf der Kino-Leinwand zu

veredeln? Christliche Referenzen gibt es im Film

reichlich. Eines aber scheint der „L’Osservatore

Romano“ (absichtlich?) übersehen zu haben.

Jake Blues verdankt seine Bekehrung zum

aktiven Gemeindemitglied weniger der katholischen

Kirche als der Soul-Predigt des evangelikalen

Reverend Cleophus James (James Brown).

| Thorsten Stegemann

26.07.

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KUNST & KULTUR

Ernst von Wildenbruch

im Jahr 1906

Vergessene Bücher (9):

Ernst von Wildenbruchs Tragödie

„Heinrich und Heinrichs Geschlecht“

Staat oder Kirche?

Im Januar 1077 erreicht der Machtkampf zwischen Staat und Kirche einen spektakulären

Höhepunkt. Der exkommunizierte deutsche König Heinrich IV. erscheint

im Büßerhemd vor der Burg Canossa, um sich mit Papst Gregor VII. zu versöhnen.

Eine Verständigung im „Investiturstreit,“ der vordergründig um die Einsetzung der

Bischöfe kreist, scheint möglich. Doch schon bald brechen die alten Konflikte mit

unverminderter Härte wieder auf.

Ernst von Wildenbruch plante

gleich zwei Theaterabende, um eine

der bedeutendsten Ereignisketten

der deutschen und europäischen

Geschichte auf die Bühne zu bringen.

"König Heinrich" erzählt von

der Kindheit des Königs und seinem

Aufstieg zum ambitionierten

aber zügellosen Herrscher. "Kaiser

Heinrich" zeigt die schleichende

Entmachtung und den Tod des

Monarchen, der den Karriereplänen

seines eigenen Sohnes zum

Opfer fällt. Die historischen Fakten

veränderte Wildenbruch nach

künstlerischen Notwendigkeiten

und entwarf so einen spannungsgeladenen

Bilderbogen voll schillernder,

zwielichtiger Charaktere, welche

die Grenze zwischen Gut und

Böse verwischen.

Das Publikum war begeistert. Den

Berliner Uraufführungen im Januar

("König Heinrich") und Dezember

("Kaiser Heinrich") 1896

folgten zahlreiche Neuinszenierungen

inner- und außerhalb

Deutschlands.

Was hat der Bischof

von Osnabrück zu

sagen?

Benno II. war einer der bedeutendsten

Ratgeber Heinrichs

IV., der ihn 1068 zum Bischof

von Osnabrück ernannte. Er

leistete im Investiturstreit

wichtige Vermittlerdienste,

ohne sich von einer Seite vereinnahmen

zu lassen. Außerdem

organisierte Benno zentrale

Bauvorhaben, so etwa

den Ausbau des prachtvollen

Doms zu Speyer, in dem neben

Heinrich IV. auch sein Vater

Heinrich III. und sein Sohn Heinrich

V. bestattet wurden.

In Wildenbruchs Theaterversion

spiegelt sich die historische Rolle

des Bischofs allerdings nicht wider.

Benno II. darf auf rund 320 Seiten

gerade einmal 16 Wörter sprechen

- 13 davon gemeinsam mit Eppo,

dem Bischof von Naumburg-Zeitz.

Im ersten Akt von "König Heinrich"

versuchen die beiden, den unbeherrschten

Monarchen wieder zu

beruhigen. Die warnenden Ausrufe

"Was thut Ihr, König Heinrich! Was

thut Ihr?" sind allerdings nicht in

die (Literatur)Geschichte eingegangen

...

Staatsdichter

im Widerstand?

Ernst von Wildenbruch wurde am

3. Februar 1845 in Beirut geboren.

Während des Jurastudiums schrieb

er erste Gelegenheitstexte, 1874

durfte er Wilhelm I. sein Heldengedicht

„Vionville“ vortragen. Von

1877 bis 1900 arbeitete er im Auswärtigen

Amt, zuletzt als Geheimer

Legationsrat. Wildenbruch, der am

15. Januar 1909 in Berlin starb, war

einer der erfolgreichsten Dramatiker

Bild oben links © https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:ErnstvonWildenbruch.jpg, Bild echts © https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wildenbruch.JPG

Ernst von Wildenbruch - Holzstich aus dem

„Bilderatlas zur Geschichte der deutschen Literatur“, Marburg 1895

WISSEN KOMPAKT

WILDENBRUCH LESEN

Die opulenten Geschichtsdramen

Ernst von Wildenbruchs

sind von den Bühnen und aus

den Buchläden verschwunden.

Das überaus erfolgreiche naturalistische

Schauspiel "Die Haubenlerche",

das sein Autor als

"modern-sociales Stück" verstanden

wissen wollte, wird ebenfalls

nicht mehr gespielt. Doch auch

beim Lesen ist noch viel von der

außerordentlichen Wirkung zu

spüren, die diese Werke einst

entfalteten. Einige finden sich

in Osnabrücks Universitäts- und

Stadtbibliothek – darunter auch

„HeinrichundHeinrichsGeschlecht“.

des Deutschen Kaiserreichs, doch ein Volksdichter

wurde er nie. An seinen zumeist historischen, dem

hohen Ton und klassischen Zuschnitt verpflichteten

Werken schieden sich die Geister. Während der Kollege

Conrad Ferdinand Meyer behauptete, sich „sozusagen

physisch wohl“ zu fühlen, lästerte Theodor

Fontane über den „armen Stümper“, der nicht nur

die Kunst, sondern auch den gesunden Menschenverstand

auf den Kopf stelle.

Auch in den führenden Kreisen des wilhelminischen

Deutschland war Ernst von Wildenbruch trotz seiner

kaisertreuen, nationalkonservativen Einstellung nicht

unumstritten. So wurden seine Dramen „Der Generalfeldoberst“

und "Der Junge von Hennersdorf" wegen

der unfreundlichen Darstellung von Mitgliedern

des europäischen Hochadels verboten. Offenbar auf

direkte Anweisung Kaiser Wilhelms II., der Wildenbruch

dann aber 1896 mit dem renommierten Schiller-Preis

auszeichnete, um eine Ehrung des Naturalisten

Gerhart Hauptmann zu verhindern.

Der Streit um den vermeintlichen Staatsdichter, der

sich immer wieder genötigt fühlte, die eigene Position

zu bestimmen und zu rechtfertigen, war letztlich

in dessen Person und Werk begründet. Wildenbruch

sah sich selbst als Anwalt eines Preußentums, dessen

Herrschaftsanspruch er historisch verankern und für

die Zukunft sichern wollte. Gerade in den monumentalen

Heinrich-Dramen inszenierte er aber auch den

Kampf um soziale Gerechtigkeit, die Schattenseiten

autoritärer Systeme und die Fadenscheinigkeit religiöser

Heilsversprechen. Rettung, wenigstens aber eine

Erklärung, erwartete auch Wildenbruch wohl nur von

der Kunst. | Thorsten Stegemann

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FAMILIE & SOZIALES

HANDGEZEICHNET

Eine Redaktions-

Kooperation mit dem

Wer lüftet das

Geheimnis der Enten?

Autorin Sylvia Brinkmann erzählt die

spannende und lehrreiche Geschichte der

beiden Entenküken Marie und Fynn

Wer machte Bocksbeutel

zu Infusionsbeh ä ltern?

Das Leben der frisch geschlüpften Entenküken Marie und Fynn ist von Anfang

an turbulent. Um zu überleben, müssen sie sich gegen ihre zahlreichen natürlichen

Feinde – wie Füchse und Katzen, Hechte und Karpfen, Habichte und

Möwen – behaupten. Aber mit Glück und Mut meistern die Beiden gemeinsam

so manches gefährliche Abenteuer.

Als Marie sich im Dickicht der Schlingpflanzen

verfängt, aus dem sie sich nicht

mehr selber befreien kann, hört ihr Bruder

Fynn ihr lautes, angstvolles Quaken.

Sogleich eilt er seiner Schwester zu Hilfe

und kann sie, wie so oft, aus der

brenzligen Situation retten.

Die mutigen Entengeschwister

zögern auch nicht, einem

fremden Erpel beizustehen,

als dieser vom Fuchs verfolgt

wird.

Der in Osnabrück lebenden

Sylvia Brinkmann

gelingt es, mit ihrer spannenden

Geschichte gleichzeitig, die Kinder zum

Lesen anzuregen und Neugier zu wecken

auf die interessante Welt der Enten. So

erfahren die kleinen Buch-Fans unter anderem,

wie Enten groß werden, was sie

fressen, vom Wechsel des Federkleides

und noch viel mehr. Für Vorleser enthält

das Buch zudem Erklärungen zu weniger

bekannten Begriffen.

Eins ist sicher: Nachdem man die spannende

Geschichte aus der Welt der Enten

gelesen hat, wird es mit ganz anderen

Augen zum nächsten Spaziergang an den

Ententeich

gehen! Und auch für Stadtkinder sind

kleine Wasserflächen, auf denen Enten

brüten, zum Glück mitten in der Stadt nie

weit. | Beatrice le Coutre-Bick

WISSEN KOMPAKT

WER BEKOMMT

DEN VERKAUFSERLÖS?

Das Buch „Das Geheimnis der

Enten“ ist im Mai 2018 erschienen,

hat 76 Seiten und ist reich be-

bildert. Es kann über die Buchhandlungen

bezogen werden:

ISBN 978-3-00-058862-4. Der

Erlös aus dem Buchverkauf wird

an die Aktion „SOS-Kinderdorf“

gespendet.

Weitere Infos:

www.sylvia-brinkmann.de

Das Buch der Autorin Sylvia Brinkmann

Porträtfoto © Privatarchiv

Karikatur © Marcus Wolf, www.Fritz-Wolf.de

Was Fritz Wolf hier anlässlich eines

Krankenhausaufenthaltes seiner Frau

Edith im Franziskushospital auf dem

Harderberg 2001 aus Dank für die

gute Behandlung zeichnete, hatte er

früher tatsächlich selbst erprobt. Als

er mit seinem Freund, dem Zahnarzt

Dr. Heinrich Wehberg aus Haste, zeitgleich

eine urologische Operation im

Krankenhaus auskurierte, fühlten

sich die beiden Spaßvögel durch ihren

humorlosen Operateur provoziert. Mit

jeweils einem Bocksbeutel fränkischen

Weins als vermeintlichem „Tropf“

lockten sie diesen aus der Reserve.

Bislang unveröffentlicht ist dieses

Originalzeichnung derzeit noch bis

zum 15. Juli in der Fritz-Wolf-Sonderausstellung

„Er war ein Osnabrücker!“

im Diözesanmuseum zu sehen. Der

2001 verstorbene Karikaturist wäre

am 7. Mai 2018 100 Jahre alt geworden.

Aus diesem Anlass erscheint ein

Begleitbuch zur Ausstellung, das Fritz

Wolf in seinem Verhältnis zur Region

Osnabrück würdigt.

| Hermann Queckenstedt

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Spezialist für Etiketten · Eduard-Pestel-Straße Ihr Partner für Drucksachen · Spezialist 16 · für 49080 Etiketten Osnabrück · Ihr Partner für · Drucksachen Tel. 0541 · 95929 Spezialist - für 0 · Etiketten Fax 0541 · Ihr Partner 95929-22 für Drucksachen · info@levien.de · Spezialist für · Etiketten www.levien.de

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Wie viel Wissen

steckt in Ihnen?

Kleines

Fantasiewesen

mit Flügeln

Was steht

für Stärke,

Stabilität und

Standfestigkeit.

Navigationssatellitensystem

1

Farbe ds

Friedens

Ein

bestimmtes

Muster

Etwas am

liebsten ungeschehen

machen

Sich aktiv

einmischen

Lösungswort:

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

Die Gewinner werden von uns benachrichtigt. Bitte Kontaktdaten nicht vergessen ...

Auch dieses Mal können Sie mit dem

regionalen Kreuzworträtsel Ihr (vielleicht

gerade erst neu gelerntes?) Wissen testen und

unter Beweis stellen. Mit etwas Glück gewinnen

Sie sogar einen der attraktiven Preise, die

wir mit freundlicher Unterstützung einiger

unserer Partner verlosen (siehe rechte Seite).

48

9

Elternteil

Ausgesandte

Strahlung der

Sonne

Die Atmosphäre

oder Stimmung,

die an einem Ort

herrscht

3

Bekannnte

Auto marke

in rot

14

11

Das Gegenteil

von

oben

Das Untersuchen

mit

wissenschaftlichen

Methoden

Die (völlige)

Abwesenheit

von Geräuschen

Gerät oder

Gegenstand,

mit dem man

eine Arbeit

ausführt

Was ist das

Herz?

Unmittelbare

Anforderungen,

Erwartungen

& Wünsche an

ein geplantes

Produkt

Beweglichkeit

5

Was führt Besucher

durch

die Innenstadt

von Quakenbrück?

Prinzipien,

nach denen

etwas geordnet

ist

Prozess der

Auseinandersetzung

(plural)

7

Bewegen von

Fahrzeugen

und Personen

auf festgelegten

Wegen

Erste Abgeordnete

Osnabrücks

Liste, bei der

Wörter/ Zahlen

in einer Art

Gittermuster

angeordnet

sind

Einsendeschluss: 31. Juli 2018

Die Gewinner werden benachrichtigt. Sollten

mehr richtige Antworten eingehen als Preise

zur Verfügung stehen, entscheidet das Los.

Das Redaktionsteam wünscht viel Erfolg!

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, keine Auszahlung der Preise in bar.

Mitarbeiter und Angehörige der teilnehmenden Unternehmen sind

von der Verlosung ausgeschlossen.

8

AUFGEWECKT DURCH STADT UND LANDKREIS

12

Ein Kunstwerk,

das zur

Erinnerung an

Personen

Redakteure gesucht

Siehst Du auch überall Wörter, spielst gerne mit Buchstaben

und möchtest nicht immer nur Dein eigenes Süppchen

kochen? Wir suchen Schreiberlinge & Wortjongleure:

Unterstütz uns als freier Journalist oder bewirb Dich auf

ein Jahrespraktikum zum/ zur Redaktionsassistent/ in.

Unterlagen per Mail an: kontakt@kreativkompass.de

Im Hamme 7

49205 Hasbergen

Tel. 0 54 05 / 80 83 216

15

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Kurze Reise,

die jmd. zum

Vergnügen

macht

12

Offizieller

Einspruch

Eine große

Pflanze mit

Stamm und

Ästen

10

Hochleistungssportler

unter

den Organen

Fahrzeug

(Abkürzung)

Hochschule,

an der in vielen

Wissensgebieten

gelehrt wird

(Abkürzung)

Das Ergebnis

einer künstlerischen

Leistung

6

Substantiv,

wird verwendet,

um den Ort

anzugeben,

wo sich etwas

befindet

13

13 14 15

Schicken Sie uns einfach das Lösungswort

sowie Ihre Kontaktdaten per E-Mail an:

gewinnspiel@osnabruecker-wissen.de

Alternativ auch gerne per Post:

Medienagentur KreativKompass

Stichwort OsWi-Gewinnspiel

Im Hamme 7, 49205 Hasbergen

4

Mangelnde

Fähigkeiten

und Kenntnisse

oder

Befugnisse

2

Preise

Einsendeschluss / Verlosung

bereits am 25.Juni 2018!

RÄTSELN & GEWINNEN

Das gibt's dieses Mal

zu gewinnen:

Silvia Brinkmann

1x1 Ticket für das

Seminar „Konfliktmanagement“

am

6. / 7. Juli 2018

Wert: 999 €

(siehe auch Seite 32)

www.

danielabensaid.com

2x 1 Kinderbuch

„Das Geheimnis

der Enten“

(siehe auch Seite 46)

www.

sylvia-brinkmann.de

3x 2 Ticktes

für die Ausstellung

„Körperwelten -

Eine Herzenssache“

in Osnabrück

(siehe auch Seite 38)

www.koerperwelten.de

Wert: je 38 €

2x 2 Tickets

für eine spannende

Garnisons-Tour!

In der drei stündigen

Tour werden alle ehemaligen

Kasernengelände

der Stadt angefahren

Wert: je 40 €

Filmpassage

Osnabrück

Suchen Sie sich Ihren Wunschpreis selbst aus!

Tipp zur Gewinnspiel-Teilnahme: Geben Sie beim Lösungswort auch gerne mit an,

welche(n) der Preis(e) Sie am liebsten gewinnen möchten. Bei der Auslosung versuchen wir

daraufhin, die Preise den Gewinnern möglichst passend zuzuordnen.

1x 1 Einkaufsgutschein

im Wert von 100 €

sowie

2x 1 Gutscheinpäckchen

(inkl. 25 € Rabattgutschein,

Handtuch, Bilderrahmen)

2x 2 Tickets

Sommerflimmern

Juli / August 2018

Freie Filmwahl.

Filmtitel, Orte &

Termine unter:

sommerflimmern.de

Einsendeschluss / Verlosung

bereits am 29.Juni 2018!

2x 2

Tageskarten

für die Landes-

Gartenschau

in Bad Iburg

vom 18. April

bis zum

14. Oktober 2018

Wert: je 37 €

1x 2 Tickets

für eine

Vorstellung der

„Kultklassiker“

nach Wahl! Immer

jeden letzten

Donnerstag im

Monat (20.30 Uhr)

(siehe auch Seite 43)

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AUFGEWECKT DURCH STADT UND LANDKREIS

Das Magazin

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frühzeitig - entscheiden Sie dann

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