Seniorenratgeber Bautzen 2018 - 2020

MediaLight

Informationsbroschüre für Senioren der Region Bautzen. + Pflegegrade + Nachbarschaftshilfe + Behördenangebote + u.v.m.

Seniorenratgeber

Bautzen 20182020

Přewodnik za seniorow Budyšin 20182020

Informations- und Ratgeberbroschüre

für Senioren und deren Angehörige

für die Region Bautzen

Informaciska a poradźowanska brošurka za

seniorow a jich přiwuznych za Budyski region.


Seniorenratgeber Bautzen

Umsorgt wie daheim.

Sicher, geborgen und aktiv älter werden –

in den Einrichtungen der Pflegeheim

Bautzen-Seidau Gemeinnützige GmbH.

Genießen Sie erstklassige Pflege und Betreuung durch

professionell ausgebildetes Fach- und Betreuungspersonal.

Fühlen Sie Geborgenheit und Sicherheit in

einer familiären Hausgemeinschaft oder Wohngruppe,

ohne auf Privatsphäre verzichten zu müssen.

Profitieren Sie von unserer jahrelangen Erfahrung in der

Alten- und Behindertenhilfe.

Gerne informieren wir Sie über die vielen Vorzüge unserer

vier Häuser. Vereinbaren Sie doch einfach einen Besuchstermin

bei uns oder lassen Sie sich unsere kostenlosen

Informationsbroschüren schicken.

Wir freuen uns auf Sie !

2

Pflegeheim Bautzen-Seidau

Gemeinnützige GmbH

Alten- und Behindertenhilfe

in Bautzen

Schmoler Weg 4 · 02625 Bautzen

Telefon 03591 35250

www.pflegeheim-bautzen.de

verwaltung @pflegeheim-bautzen.de


Informationsbroschüre

Grußwort des Herausgebers

Liebe Seniorinnen und Senioren, liebe Familienangehörige,

nun liegt Ihnen die 5. Ausgabe unseres Seniorenratgebers für

Bautzen und die unmittelbare Umgebung vor. Ich werde Ihnen

kein Geheimnis verraten, dass die Bürger unseres Landes älter

werden und der Altersdurchschnitt im nächsten Jahrzehnt

weiter anwachsen wird. Für Ihre Lebenserwartung ist das eine

sehr positive Entwicklung. Gleichfalls bringt es aber auch völlig

neue Herausforderung an die Gesellschaft und die individuelle

Lebensweise mit sich. Das betrifft sowohl die Infrastruktur, die

Freizeitbetätigung aber auch Fragen der Betreuung und Pflege

für ältere Bürger.

Mit dem Eintritt in den Rentneralltag kann nun durch Sie einiges

verwirklicht und umgesetzt werden, wozu Sie bisher oft

wenig Zeit und Gelegenheit hatten. Bei guter Gesundheit und

einer aktiven Lebenshaltung kann sich nun die reifere Generation

stärker dem gesellschaftlichen, kulturellen- oder Vereinsleben

widmen und sich dabei aktiv einbringen und teilhaben.

Dringlicher denn je ist es, in den Städten und auch im ländlichen

Raum, die Infrastruktur im Interesse der älter werdenden

Generation anzupassen, wie z.B. beim örtlichen Nahverkehr,

bei der Freizeitbeschäftigung, bei medizinischen- und Pflegebehandlungen,

beim alters- und behindertengerechten bzw.

barrierefreien Wohnen und vieles mehr. Einiges ist schon getan

aber vieles steht noch bevor.

Unser Wegweiser soll für die Senioren und deren Angehörige

wieder Anregung und Orientierung sein, für sich das Passende

zu finden, aktiv am Leben teilzunehmen und zu wissen, wohin

und an wen ich mich wenden kann, wenn Hilfe und Unterstützung

erforderlich ist.

Wir danken für die gewährte Unterstützung vom Sozialamt des

Landkreises Bautzen. Gleichwohl gilt unser Dank auch den in

der Broschüre werbenden Firmen und Einrichtungen, die die

Herausgabe dieser möglich machten.

Inhalt

Wichtige Rufnummern 4

Übersicht von Sozial-, Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen

des Betreuten Wohnens in Bautzen und Umgebung 5

Unabhängiger Seniorenverband e.V. –

Kreisverband Bautzen – Seniorenbüro 8

Pflegeberatung 9

Pflegenetzwerk Landkreis Bautzen 10

Die Pflegenetzkoordinatorin informiert:

Nachbarschaftshilfe 10

Information und Beratung 12

Der Seniorenbeauftragte des

Landkreises Bautzen 16

Pflegebedürftigkeit und Pflegegrade 17

Impressum 19

Weitere Leistungen 20

Wenn die Rente nicht reicht 21

Die Flexirente 23

Information zur Deutschen

Rentenversicherung Bautzen 24

Weitere Tipps und Hinweise zur Pflege,

Betreuung und Versorgung 25

Sicher und unbeschwert wohnen im Alter 27

Vererben und Schenken 29

Auch unangenehme Dinge

brauchen Vorsorge 31

Hans-Henner Niese

und das Team der Werbeagentur Media-Light-Löbau

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Seniorenratgeber Bautzen

Wichtige Rufnummern

Mein Hausarzt:

Polizei / Notruf: 110

Polizeirevier Bautzen 03591 / 35 60

Feuerwehr / Rettungsdienst 112

Krankentransporte 03591 / 19 22 2

Allgemeinärztlicher

Bereitschaftsdienst 03591 / 19 22 2

Krankentransport 03591/19 22 2

Zahnärztlicher Notdienst 01805 / 99 63 63

(gebührenpflichtig)

Tierärztlicher Notdienst 0900 / 11 00 435

Giftnotruf Berlin 030 / 19240 | 0361 / 730730

Telefonseelsorge 0800 / 111 01 11


Opfernotruf Weißer Ring 01803 / 34 34 34

(gebührenpflichtig)

Zentrale Rufnr. der

Kreissparkasse BZ 03591 / 35 67 61

Apothekennotdienst 03591 / 22 83 3

Oberlausitz-Kliniken GmbH 03591 / 36 30

Verbraucherschutzzentrale 0900 / 79 77 77

Beratung (gebührenpflichtig):

Sperrung von Kredit- 116 116

oder EC-Karten

Bürgeramt Landratsamt Bautzen 03591 5251-11 511

© Peter Wilhelm

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Informationsbroschüre

Übersicht von Sozial-, Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen

des Betreuten Wohnens in Bautzen und Umgebung

SENIORENWOHNANLAGEN

Einrichtung Adresse Telefon


Betreutes Wohnen „Marthastift“ Karl-Liebknecht-Straße 14,02625 Bautzen 03591 481698

Betreutes Wohnen Maltesterstift „St. Hedwig“ Am Stadtwall 1, 02625 Bautzen 03591 3660

Seniorenwohnanlage „Albertstift“ Schäfferstraße 28, 02625 Bautzen 03591 532487

Seniorenwohnanlage „Am Taschenberg“ Taschenberg 8, 02625 Bautzen 03591 530659

Seniorenwohnanlage „Lotze-Rosenstraße“ Lotzestraße 15, 02625 Bautzen 03591 530659

Seniorenwohnanlage „Taucherstraße“ Taucherstraße 29c, 02625 Bautzen 03591 530659

ALTEN- UND PFLEGEHEIME

Altenpflegeheim „Spreegasse“ Spreegasse 13, 02625 Bautzen 03591 4646-81511

Altenpflegeheim „Haus Immisch“ Dr. Salvador-Allende-Straße 106, 02625 Bautzen 03591 2797100

Altenpflegeheim „Paul Gerhardt“ Erich-Pfaff-Straße 10, 02625 Bautzen 03591 215600

Altenpflegeheim „Sonnenhof“ Taucherstraße 33, 02625 Bautzen 03591 277650

Dora-Schmitt-Haus der ev. Brüdergemeinde Peter-Buck-Straße 1, 02625 Bautzen OT Kleinwelka 035935 27060

Pflegeheim Bautzen-Seidau „Haus Seidau“ Schmoler Weg 4, 02625 Bautzen 03591 35250

Pflegeheim Bautzen-Seidau Schmoler Weg 4, 02625 Bautzen 03591 35250

Gerontopsychatrische Pflegeeinrichtung

Pflegeheim Bautzen-Seidau Haus „Oststadt“ Johannes-R.-Becher-Straße 1a, 02625 Bautzen 03591 35250

Pflegeheim Maltesterstift „St. Hedwig“ Am Stadtwall 1, 02625 Bautzen 03591 3660

Pflegewohnheim curaseniore Burgplatz 2, 2a, 02625 Bautzen 03591 6794333

Vitanas Senioren Centrum Oberlausitz Tzschirner Straße 10, 02625 Bautzen 03591 27270

AMBULANTE PFLEGEDIENSTE

Ambulanter Pflegedienst der Am Stadtwall 1a, 02625 Bautzen 03591 526816

Malteser Hilfsdienst gGmbH

Ambulanter Pflegedienst der Clara-Zetkin-Straße 11, 02625 Bautzen 03591 5944449

Oberlausitzer Lebens- und Familienhilfe e.V.

curaseniore GmbH – Ihre häusliche Krankenpflege Otto-Nagel-Straße 1, 02625 Bautzen 03591 6794333

Ambulanter Krankenpflegedienst Jens Essler Löbauer Straße 37, 02625 Bautzen 03591 530030

5


Seniorenratgeber Bautzen

Einrichtung Adresse Telefon


Häusliche Krankenpflege Lessingstraße 5, 02625 Bautzen 03591 602697

Brigitte Wlodarczyk GmbH

Private häusliche Kranken- Töpferstraße 49-51, 02625 Bautzen 03591 525910

und Altenpflege Carmen Groß

Privater ambulanter Pflegedienst Katrin Schede Am Ziegelwall 4, 02625 Bautzen 03591 602115

Sozialstation - ASB Sozialdienst Bautzen GmbH Czornebohstraße 2, 02625 Bautzen 03591 497014

Sozialstation AWO KV Bautzen e.V. Löbauer Straße 50, 02625 Bautzen 03591 5282626

Sozialstation Bautzen-Kamenz - Kirchplatz 2, 02625 Bautzen 03591 498288

Caritas Oberlausitz e.V.

Sozialstation Diakonie Bautzen Karl-Liebknecht-Straße 14, 02625 Bautzen 03591 481630

Sozialstation DRK KV Bautzen e.V. Ziegelstraße 22, 02625 Bautzen 03591 532885

Sozialstation Volkssolidarität KV Bautzen e.V. Flinzstraße 15a, 02625 Bautzen 03591 529180

TAGESPFLEGE

Tagespflege Kleinwelka Hoyerswerdaer Straße 150, 02625 Bautzen 03591 602697

Deutsches Rotes Kreuz KV Bautzen e.V. Ziegelstraße 22, 02625 Bautzen 03591 532885

Diakonisches Werk Bautzen e.V. Erich-Pfaff-Straße 10, 02625 Bautzen 03591 215617

Tagespflege „Am Carolagarten“ Am Carolagarten 2a, 02625 Bautzen 03591 6790731

Tagespflege Carmen Groß Töpferstraße 49, 02625 Bautzen 03591 351298

Volkssolidarität KV Bautzen e.V. Flinzstraße 15a, 02625 Bautzen 03591 5979813

KURZZEITPFLEGE

Malteserstift „St. Hedwig“ Am Stadtwall 1, 02625 Bautzen 03591 3660

Oberlausitz Pflegeheim und Kurzzeitpflege GmbH Am Stadtwall 3, 02625 Bautzen 03591 326017

„Am Stadtwall“

ALLGEMEINE SOZIALE BERATUNG

Caritasverband Oberlausitz e.V. Kirchplatz 2, 02625 Bautzen 03591 498240

Diakonisches Werk Bautzen e.V. Karl-Liebknecht-Straße 16, 02625 Bautzen 03591 481650

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Informationsbroschüre

BERATUNG IM ALTER

Einrichtung Adresse Telefon


Volkssolidarität KV Bautzen e.V. – Flinzstraße 15a, 02625 Bautzen 03591 529181

Beratungszentrum Alter & Demenz

Unabhängiger Seniorenverband e.V., Löhrstraße 33, 02625 Bautzen 03591 42472

KV Bautzen – Seniorenbüro

BEHINDERTENBERATUNG

Sozialverband VdK Sachsen e.V. KV Bautzen Töpferstraße 17, 02625 Bautzen 03591 481361

Beratungsangebot für Menschen mit Hörschädigung Löhrstraße 33, 02625 Bautzen

0351 899 60 879

Blinden- und Sehbehindertenverband Sachsen e.V. Bischofstraße 18, 01877 Bischofswerda

03594 71 45 76

INFORMATIONEN ZUM BETREUUNGSRECHT

Sozialamt – Betreuungsbehörde, LRA Bautzen Taucherstraße 23, 02625 Bautzen 03591 52 51-50000

Betreuungsverein Bautzen e.V. Äußere Lauenstraße 23, 02625 Bautzen 03591 53237311

AMBULANTER HOSPIZ- UND PALLIATIVBERATUNGSDIENST

Diakonisches Werk Bautzen e.V. Karl-Liebknecht-Straße 16, 02625 Bautzen 03591 481624

SCHULDNER- UND INSOLVENZBERATUNGSSTELLE

Volkssolidarität KV Bautzen e.V. Flinzstraße 15a, 02625 Bautzen 03594 74 36 40

PSYCHOSOZIALE BERATUNGS- UND BEHANDLUNGSSTELLE FÜR SUCHTGEFÄHRDETE UND -KRANKE

AWO KV Bautzen e.V. Löbauer Straße 48, 02625 Bautzen 03591 3261140

KONTAKT- UND BEGEGNUNGSSTÄTTE FÜR MENSCHEN MIT PSYCHISCHEN ERKRANKUNGEN

ASB Sozialdienst Bautzen GmbH Czornebohstraße 2, 02625 Bautzen 03591 497022

BERATUNG FÜR MIGRANTEN, FLÜCHTLINGE UND ASYLBEWERBER

Caritasverband Oberlausitz e.V. Kirchplatz 2, 02625 Bautzen 03591 498250

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Seniorenratgeber Bautzen

Unabhängiger Seniorenverband

e.V. – Kreisverband

Bautzen – Seniorenbüro

Der Seniorenverband ist ein gemeinnütziger,

parteipolitisch

und konfessionell unabhängiger

Verband, der sich für die Interessen

der älteren Menschen einsetzt.

Ein Viertel aller in Deutschland

lebenden Bürger sind Senioren

und dieser Anteil wird weiter

wachsen. Damit wird Seniorenpolitik

und -betreuung ständig bedeutsamer.

Zur Interessenvertretung älterer Mitmenschen wurde am

29. März 1990 in Bautzen der Unabhängige Seniorenverband

e.V. gegründet. Der Seniorenverband sagt über sich: „Anfangs

waren es 32 Mitglieder. Inzwischen zählen wir ein Vielfaches

mehr. Auch in den Landgemeinden engagieren wir uns sehr

stark.

Zweck des Vereins ist es, sich für die Belange älterer

Menschen einzusetzen und den geselligen Umgang zu

fördern. Wir bauten das ehemalige Offizierskasino im Kasernengelände

an der Löhrstraße zu einem Seniorenbegegnungszentrum

mit Internet-Café und Computerkabinett aus.

Unser Seniorenclub bietet Vertrauen, Freude, Hilfe, Kontakt,

Zufriedenheit, Reisen, Geselligkeit, Beratung und Verständnis.

Wir pflegen intensive Partnerschaftsbeziehungen zu Seniorengruppen

aus Jablonec nad Nisou und Zgorzelec.

Wir führen jährlich eine Bilderausstellung der Hobbymaler/-innen

unter dem Motto „Das ist mein Leben – meine Welt“ durch.

Außerdem findet jährlich in der Stadtbibliothek eine Fotoausstellung

durch Hobbyfotografen/-innen zu verschiedenen

Themen statt.

Kontakt zur Unterstützung, Beratung und Hilfe:

Unabhängiger Seniorenverband Bautzen e.V.

Ansprechpartner: Frau J. Mühldorfer

Adresse: Löhrstraße 33, 02625 Bautzen

Telefon: 03591 42 472 oder 03591 48 07 67

Sprechzeiten:

Mo–Do: 09.00 –14.00 Uhr, sowie nach Vereinbarung

Unter Anderem bieten wir Ihnen

folgende Angebote:

• Hilfe beim Ausfüllen Ihrer

Formulare und beim Verfassen

von Schriftstücken - das

Anfertigen von Kopien ist

ebenfalls möglich

• Durchführung mehrjährige

Lehrgänge zum Erlernen

der englischen Sprache

• Computerkurse für Anfänger

und Fortgeschrittene zu

Themen, wie Bildbearbeitung

oder Internetnutzung

Seniorenbüro

Ansprechpartner: Frau J. Mühldorfer

Adresse: Löhrstraße 33, 02625 Bautzen

Telefon: 03591 48 07 67

Öffnungszeiten:

Mo–Do:

09.00 –14.00 Uhr, sowie nach Vereinbarung

Fotolia © Paul Michael Hughes

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Informationsbroschüre

Pflegeberatung

Wir beantworten Ihre Fragen!

• Welche Voraussetzungen sind an die Vergabe eines

Pflegegrades geknüpft?

• Wie und wo beantrage ich einen Pflegegrad?

• Was können meine Angehörigen in der Pflege leisten?

• Ist die Einbeziehung eines Pflegedienstes ratsam?

• Wird eine Aufnahme in ein Pflegeheim notwendig?

• Was kostet eine Pflege zu Hause oder im Heim?

• Welche Pflegeangebote gibt es und wo finde ich die entsprechenden

Anbieter?

• Verwirrte Angehörige – wo gibt es spezielle Angebote für Menschen

mit Demenz?

• Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden, um einen

Anspruch auf Hilfsmittel zu haben?

Wir informieren und geben Auskunft zu:

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Beratung bei den Pflegekassen:

AOK PLUS

Frau Markisch 0800 105 90 333 52

Frau Majewski 0800 105 90 311 18

IKK classic

Tel.: 0341 482 288 09 (Leipzig)

BARMER GEK

allg. Service-Nr. 0800 333 10 10

Knappschaft

allg. Service-Nr. 0800 020 05 01

Unsere Beratung ist kostenlos, vertraulich und neutral.

Wir beachten Ihre individuellen Bedingungen und Wünsche.

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• Fragen rund um die gesetzliche Pflege

• den gesetzlichen Grundlagen

• den unterschiedlichen sozialen Leistungsformen

• den unterschiedlichen Wohnformen im Alter und

bei Pflegebedürftigkeit

• niederschwelligen und ehrenamtlichen Angeboten

Wir unterstützen Sie:

• bei Antragstellungen

• suche nach kurzfristig notwendigen Hilfsangeboten

• Vermittlung an andere Partner im Netzwerk

© Pixabay

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Seniorenratgeber Bautzen

Pflegenetzwerk Landkreis

Bautzen

Um älteren Menschen so lange wie möglich ein selbstbestimmtes

Leben in ihrem Zuhause zu ermöglichen, gibt es unzählige

Möglichkeiten und Angebote zur Entlastung, Betreuung und

Pflege. Es gibt aber auch Menschen, denen ein selbstbestimmtes

Leben zuhause oder die Führung des eigenen Haushaltes

nicht mehr möglich ist. Auch für diese gibt es verschiedene Hilfsangebote.

Der Bereich Pflegenetzkoordination des Landratsamtes

Bautzen hat die Aufgabe alle bestehenden Angebote

im Landkreis Bautzen miteinander zu vernetzen und diese für

Pflegebedürftige, deren Angehörige oder auch bei interessierten

Senioren bekannter zu machen.

Kontakt

Pflegenetzkoordinatorin: Frau K. Janke

Tel.: 03591 52 51-50014

E-Mail: pflegenetzwerk@lra-bautzen.de

Weitere Informationen zum Thema Pflege sowie eine Suchfunktion

für Angebote in Ihrem Umkreis finden Sie im Internet

unter: www.pflegenetz.sachsen.de

Die Pflegenetzkoordinatorin

informiert: Nachbarschaftshilfe

Nachbarschaftshelfer/innen unterstützen Menschen, die

pflegebedürftig sind und schenken pflegenden Angehörigen

Zeit, damit sie sich erholen und sich um eigene Bedürfnisse

kümmern können.

Seit Januar 2017 gibt es die Möglichkeit für alle Menschen mit

einem anerkannten Pflegegrad, Leistungen zur Unterstützung

im Alltag durch ein/e Nachbarschaftshelfer/in in Anspruch zu

nehmen. Dafür übernimmt die Pflegeversicherung die Kosten

von bis zu 125 EUR im Monat.

Wie wird man Nachbarschaftshelfer/in? Wie es der Name schon

sagt: es geht um nachbarschaftliche Hilfe. Ein/e Nachbarschaftshelfer/in

lebt nicht mit der pflegebedürftigen Person in

einem Haushalt. Ausgeschlossen sind Angehörige, die bis zum

zweiten Grad mit der pflegebedürftigen Person verwandt oder

verschwägert sind.

Die Anerkennung als Nachbarschaftshelfer/in erhält man,

wenn ein Kurs bei einem anerkannten Bildungsträger absolviert

wurde. Dieser Kurs ist kostenfrei und dauert meist nur ein

oder zwei Tage. Danach kann sich die Nachbarin/ der Nachbar

oder die Freundin/ der Freund bei der Pflegeversicherung als

„Nachbarschaftshelfer“ anerkennen lassen.

Anerkannte Bildungsträger in Bautzen:

DPFA-Weiterbildung GmbH

Edisonstraße 17, 02625 Bautzen

Ansprechpartnerin: Frau Mros

Telefon: 03591 2726 993

DRK Kreisverband Bautzen e. V.

Wallstraße 5, 02625 Bautzen

Ansprechpartnerin: Frau Schwarz

Telefon: 03591 6737-43

E-Mail: lehrgaenge.bautzen@drk-bautzen.de

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Koordinierungsstelle

für Alltagsbegleitung, Nachbarschaftshilfe

und Angebote zur Unterstützung im Alltag:

www.nachbarschaftshilfe-sachsen.de

Fotolia © goodluz

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Informationsbroschüre

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Seniorenratgeber Bautzen

Information und Beratung

Diese Übersicht soll es Ihnen erleichtern, bei dem großen Umfang

der bestehenden gesetzlichen Bestimmungen und der

Vielzahl der sozialen Leistungen, Dienste und Einrichtungen

herauszufinden wofür und durch wen Sie Hilfe, Beratung und

Information zu Ihren Fragen und Problemen in Bautzen und

Umgebung erhalten können.

Bürgerämter

Bürgeramt Stadt Bautzen

Innere Lauenstraße 1, 02625 Bautzen

Tel.: 03591 534-0 und 534 – 330

E-Mail: stadtverwaltung@bautzen.de

Bürgeramt Landkreis Bautzen

Bahnhofstraße 9, 02625 Bautzen

Tel.: 03591 5251-11511

E-Mail: buergeramt@lra-bautzen.de

Gleichstellungsbeauftragte

Frau I. Körner

Besucheranschrift: 02625 Bautzen, Bahnhofstraße 9

Tel.: 03591 5251-87600

E-Mail: gleichstellung@lra-bautzen.de

Ehrenamtsbeauftragte

Frau M. Werner

Besucheranschrift: 02625 Bautzen, Bahnhofstraße 9

Tel.: 03591 5251-80132

E-Mail: ehrenamt@lra-bautzen.de

Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung

Frau F. Pohling

Besucheranschrift: 01917 Kamenz, Macherstraße 57

Tel.: 03591 5251-87300

E-Mail: behindertenbeauftragte@lra-bautzen.de

Ausländerbeauftragte

Frau A. Pietak-Malinowska

Besucheranschrift: 02625 Bautzen, Bahnhofstr. 9

Tel.: 03591 5251-87700

E-Mail: auslaenderbeauftragte@lra-bautzen.de

Das Sozialamt im Landkreis Bautzen

Postadresse: 02625 Bautzen, Bahnhofstraße 9

Besucheradresse: 02625 Bautzen, Taucherstraße 23

Tel.: 03591 5251-50 000

E-Mail: sozialamt@lra-bautzen.de

Ansprechpartner, Ortsangaben und Öffnungszeiten zu den

Aufgabengebieten sind auch im Internet (www.landkreisbautzen.de)

unter der Rubrik Bürgerservice/Landratsamt/Sozialamt

zu finden.

Das Sozialamt bietet verschiede Unterstützungsleistungen

an, insbesondere für ältere Menschen, schwer erkrankte Menschen

und Menschen mit Behinderungen.

Dafür arbeitet das Sozialamt mit allen freien Trägern der Sozialhilfe

zusammen, dazu zählen unter anderem die Freien

Träger der Wohlfahrtspflege sowie die Kirchen- und Religionsgemeinschaften.

Nachfolgend wird Ihnen ein kurzer Einblick in die Aufgaben der

einzelnen Sachgebiete gegeben.

Sachgebiet Sozialhilfe

→ Hilfe zum Lebensunterhalt

Hilfe zum Lebensunterhalt (HLU) erhalten nach dem SGB XII

langzeiterkrankte und vollerwerbsgeminderte Personen, die

keinen Anspruch auf Leistungen der Grundsicherung nach

dem SGB II (Alg2) und im Alter oder Erwerbsminderung gemäß

4. Kapitel SGB XII haben und ihren notwendigen Lebensunterhalt

nicht oder nicht ausreichend aus eigenen Kräften und

Mitteln bestreiten können. Die Leistungen werden nach entsprechenden

Regelbedarfsstufen ermittelt. Zum notwendigen

Lebensunterhalt gehören u. a. auch die laufenden Leistungen

für die Unterkunft und Heizung.

→ Hilfe in anderen Lebenslagen

Zu den Leistungen der Hilfe in anderen Lebenslagen zählen

u. a. Bestattungskosten, Blindenhilfe sowie die Hilfe zur Weiterführung

des Haushaltes.

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Informationsbroschüre

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Seniorenratgeber Bautzen

→ Krankenhilfe bzw. Hilfen zur Gesundheit

Leistungen der Krankenhilfe erhalten nicht krankenversicherte

Hilfeempfänger, die Sozialhilfe und Grundsicherung erhalten.

Die notwendigen Ansprüche werden von den Krankenkassen

bewilligt und verauslagt. Nach SGB V sind diese Kosten den

Krankenkassen zu erstatten. In Einzelfällen kann ein Anspruch

auf Krankenhilfe in Notfällen bestehen, wenn sich keine vorrangige

Krankenversicherung ermitteln lässt.

→ Grundsicherung im Alter und Erwerbsminderung

Sie unterstützt Bürger, die im Alter oder bei voller und dauerhafter

Erwerbsminderung keine oder nur geringe Einnahmen

und Vermögen haben. Ein Antrag ist erforderlich.

Antragsberechtigt auf Leistungen der Grundsicherung ist:

• Wer die Altersgrenze erreicht hat (Vor dem 1.1.1947 geborene

Personen, erreichen diese mit Vollendung des

65. Lebensjahres. Für nachfolgende Geburtsjahrgänge

wird die Altersgrenze jährlich um einen Monat erhöht. (65

Jahre + Monate / ab Geburtsjahrgang 1964 = 67 Jahre),

• Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und

aus medizinischen Gründen dauerhaft vollerwerbsgemindert

sind und bei denen es unwahrscheinlich ist, dass

die volle Erwerbsminderung behoben werden kann oder

Personen, welche in der Werkstatt für behinderte Menschen

beschäftigt sind.

→ Hilfe zur Pflege

Personen, die pflegebedürftig sind, haben Anspruch auf Hilfe

zur Pflege, soweit ihnen und ihren nicht getrennt lebenden

Ehegatten oder Lebenspartnern nicht zuzumuten ist, dass sie

die für die Hilfe zur Pflege benötigten Mittel aus dem Einkommen

und Vermögen aufbringen. Pflegebedürftig sind Personen,

die gesundheitlich bedingte Beeinträchtigungen der Selbständigkeit

oder der Fähigkeiten aufweisen und deshalb der Hilfe

durch andere bedürfen. Pflegebedürftige Personen können

körperliche, kognitive oder psychische Beeinträchtigungen

oder gesundheitlich bedingte Belastungen oder Anforderungen

nicht selbständig kompensieren oder bewältigen.

Die Hilfe umfasst häusliche Pflege, Hilfsmittel, teilstationäre

Pflege, Kurzzeitpflege und stationäre Pflege. Stationäre Pflege

wird nur gewährt, wenn häusliche oder teilstationäre Pflege

nicht möglich oder ausreichend sind oder wegen der Besonderheit

des einzelnen Falles nicht in Betracht kommen.

Da Leistungen der Pflegeversicherung Vorrang haben vor

Sozialhilfeleistungen, ist immer auch ein Antrag bei der

Pflegekasse zu stellen. Ob die Voraussetzungen für die Zugehörigkeit

zum Personenkreis der Pflegebedürftigen erfüllt sind,

wird vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung oder

im Falle einer fehlenden Krankenversicherung durch das Gesundheitsamt

begutachtet.

Alle vorgenannten Hilfen sind nachrangig, d. h. nach anderen

Leistungsträgern möglich, wenn die geltenden Einkommenund

Vermögensgrenzen nicht überschritten werden.

Sachgebiet Betreuungsbehörde

Menschen, die wegen einer psychischen Krankheit oder einer

körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung ihre

rechtlichen Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht mehr

selbst besorgen können, kommen mit dem Betreuungsrecht

in Berührung. Das Betreuungsrecht sieht vor, ob und in

welchem Umfang für eine konkrete Person ein Betreuer zu bestellen

ist. Gleichzeitig wird über das Gesetz sichergestellt, dass

einerseits die erforderliche Fürsorge gewährt – andererseits

aber auch das größtmögliche Maß an Selbstbestimmung erhalten

wird. Jeder Mensch kann durch Unfall, Krankheit oder

Alter in die Lage kommen, wichtige Angelegenheiten seines

Lebens nicht mehr selbstverantwortlich regeln zu können. Daher

besteht, für den Fall einer eventuell eigenen Betreuungsbedürftigkeit,

die Möglichkeit der Errichtung einer Vorsorgevollmacht

oder/und Betreuungsverfügung.

Gern beraten Sie die Mitarbeiterinnen des Sachgebietes Betreuungsbehörde

des Landkreises Bautzen persönlich zum

Betreuungsrecht und zu den Vorsorgeinstrumenten. Die Betreuungsbehörde

hat – im Hinblick auf eine bessere Legitimation

im Rechtsverkehr – darüber hinaus die Möglichkeit, diese

Vorsorgeinstrumente auch zu beglaubigen.

Sachgebiet Schwerbehindertenrecht / Landesblindengeld

Kontakt: Service-Telefon: 03591 5251-42046

Menschen sind behindert, wenn die körperliche Funktion,

geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit

länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter

typischen Zustand abweichen und daher die Teilhabe am

14


Informationsbroschüre

Fotolia © pololia

Leben in der Gesellschaft

beeinträchtigt

ist. Die Auswirkungen

auf die Teilhabe am

Leben in der Gesellschaft

werden als Grad

der Behinderung nach

Zehnergraden abgestuft

festgestellt.

Seit dem 01.08.2008

ist für die Feststellung

des Grades einer Behinderung

(GdB) der

Landkreis zuständig.

Im Landkreis Bautzen

erfolgt diese Feststellung

auf Antrag im

Sozialamt, Sachgebiet

Schwerbehindertenrecht.

Dazu werden

von den jeweils behandelnden

Ärzten

Befunde abgefordert, Gutachten eingeholt und ausgewertet

und so der Grad der Behinderung festgestellt. Die Schwerbehinderteneigenschaft

entsteht mit dem Eintritt einer Behinderung,

die mit einem Gesamt-GdB von mindest 50 zu bewerten

ist.

Personen, bei denen ein Grad der Behinderung von wenigstens

50 festgestellt ist, erhalten einen Schwerbehindertenausweis

mit dem sie ihre Rechte und Nachteilsausgleiche in Anspruch

nehmen können. Sie stehen unter einem besonderen rechtlichen

Schutz.

Darüber hinaus gibt es noch verschiedene Merkzeichen, die

bei besonderer Ausprägung der Schwerbehinderung erteilt

werden:

• „G“ – erheblich gehbehindert

• „aG“ – außergewöhnlich gehbehindert

• „B“ – die Berechtigung zur Mitnahme einer Begleitperson

ist nachgewiesen

• „H“ – hilflos

• „BL“ – blind

• „RF“

• „GL“

• „TBl“

– Rundfunkgebührenermäßigung/Sozialtarife

– gehörlos

– taubblind

Diese Merkzeichen sind neben dem Grad der Behinderung auf

den Schwerbehindertenausweisen dokumentiert.

Das Sachgebiet Schwerbehindertenrecht stellt den Schwerbehindertenausweis

und alle erforderlichen Bescheinigungen

(z.B. Steuerbescheinigung) aus. Die Schwerbehindertenausweise

werden in Chipkarten-Form ausgestellt und den Antragstellern

direkt nach Hause geschickt.

Zudem ist das Sachgebiet Schwerbehindertenrecht dafür

zuständig, Ansprüche nach dem Landesblindengesetz

(LBlindG) und die Zahlung der entsprechenden Leistungen

festzustellen.

Blinde, hochgradig Sehschwache, Gehörlose und schwerstbehinderte

Kinder, die das erste Lebensjahr vollendet haben

und im Freistaat Sachsen ihren Wohnsitz haben erhalten zum

Ausgleich ihrer behinderungsbedingten Mehraufwendungen

Leistungen nach diesem Gesetz.

Sachgebiet Bafög, Elterngeld, Wohngeld –

Wohngeldbehörde

Wohngeld ist die Unterstützung von Bund und Land an

Bürger, die auf Grund ihres geringen Einkommens einen Zuschuss

zur Miete (Mietzuschuss) oder zu den Kosten selbstgenutzten

Wohneigentums (Lastenzuschuss) erhalten.

Wohngeld als Mietzuschuss

Wohngeldberechtigt für einen Mietzuschuss ist jede natürliche

Person, die Wohnraum gemietet hat, diesen selbst nutzt und

die Miete dafür aufbringt. Ihr gleichgestellt sind:

• mietähnliche Nutzungsberechtigte, insbesondere Inhaber

eines mietähnlichen Dauerwohnrechts,

• Personen, die Wohnraum im eigenen Haus bewohnen, das

mehr als 2 Wohnungen hat,

• Bewohner eines Heimes im Sinne des Heimgesetzes

oder entsprechender Gesetze der Länder, die nicht nur

vorübergehend aufgenommen sind.

15


Seniorenratgeber Bautzen

Wohngeld als Lastenzuschuss

Wohngeldberechtigt für einen Lastenzuschuss ist jede natürliche

Person, die Eigentum an selbstgenutzten Wohnraum hat

und die Belastung dafür aufbringt. Ihr gleichgestellt sind:

• Personen mit einer Erbbauberechtigung,

• Personen mit einem eigentumsähnlichen Dauerwohnrecht,

• ein Wohnrecht oder ein Niesbrauchinhaber und

• Personen, die Anspruch auf Bestellung oder Übertragung

des Eigentums, des Erbbaurechtes, des eigentumsähnlichen

Dauerwohnrechtes, des Wohnungsrechts oder des

Niesbrauchs haben.

Antragstellung

Anträge erhalten Sie in der Wohngeldbehörde des Landratsamts

an den Verwaltungsstandorten Bautzen und Kamenz

sowie in den Stadt und Gemeindeverwaltungen.

Der Antrag muss vom Wohngeldberechtigten gestellt werden.

Wohngeldberechtigt ist, der den Mietvertrag unterschrieben

hat bzw. der Eigentümer eines Eigenheims oder Eigentumswohnung

ist und diese Wohnung oder Eigenheim selbst bewohnt.

Haben mehrere Personen den Mietvertrag unterschrieben

oder sind mehrere Personen Eigentümer und sind sie zugleich

Haushaltsmitglieder, ist der Wohngeldberechtigte durch diese

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zu bestimmen.

Bearbeitung – Bewilligungsbescheid

Wohngeld wird in der Regel für 12 Monate bewilligt. Wenn Sie

nach Ablauf des Bewilligungsbescheides weiter Wohngeld in

Anspruch nehmen wollen, müssen Sie es erneut beantragen

(Wiederholungsantrag). Stellen Sie aber den Wiederholungsantrag

möglichst etwa 2 Monate vor Ablauf des Bewilligungszeitraumes.

So können Sie unter Umständen vermeiden, dass

die Wohngeldzahlung unterbrochen wird.

Die Verwaltung wird Sie nach Prüfung Ihres Gesamteinkommens

und aller Belastungen schriftlich in einer angemessenen

Frist über das Ergebnis durch einen Bescheid in Kenntnis

setzen.

Der Seniorenbeauftragte des

Landkreises Bautzen

Der Seniorenbeauftragte vertritt die Interessen der älteren

Menschen des Landkreises. Er berät den Kreistag und die Kreisverwaltung

zu Themen, die die Seniorinnen und Senioren im

Landkreis betreffen. Er ist Ansprechpartner für alle, die für und

mit älteren Menschen arbeiten.

Kontakt:

Herr H.-M. Rentsch

Telefon: 03591 5251-50 016 | 035951 50 384

E-Mail: seniorenbeauftragter@lra-bautzen.de

Sprechzeit:

jeden ersten Dienstag im Monat von 10.00 – 12.00 Uhr

Taucherstraße 23, 02625 Bautzen

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16


Pflegebedürftigkeit und Pflegegrade

Was verbirgt sich hinter diesem Begriff Pflegebedürftigkeit?

Der Rechtsbegriff der Pflegebedürftigkeit bezeichnet einen Zustand,

in dem eine kranke oder behinderte Person ihren Alltag

dauerhaft nicht selbstständig bewältigen kann und aus diesem

Grunde auf Hilfe durch andere angewiesen ist.

Dieser Begriff der Pflegebedürftigkeit ist in den §14 Abs. 1 SGB

XI und § 61 SGB XII festgeschrieben.

Der Hilfebedarf muss durch eine Krankheit oder Behinderung

verursacht sein, also einer Schädigung des Stütz- und Bewegungsapparates,

der inneren Organe oder des Zentralnervensystems

und das dauerhaft. Die Schädigung sollte länger als 6

Monate andauern.

Der Hilfebedarf muss sich daher lt. Gesetz auf die gewöhnlichen

und regelmäßigen Verrichtungen im Ablauf des täglichen

Lebens beziehen, also die Körperpflege, Ernährung, Mobilität

und die hauswirtschaftliche Versorgung.

Andere als diese genannten Bereiche werden im Gesetz nicht

berücksichtigt.

Formen der Hilfe bestehen im Unterstützung geben, in der Teilund

Übernahme oder in der Beaufsichtigung und Anleitung zu

Handhabungen mit dem Ziel der selbständigen Verrichtungen.

Hilfe besteht auch in der Bereitstellung von Mitteln, die der

Pflegebedürftige braucht, um ihn in die Lage zu versetzen, o.g.

Dinge selbst auszuführen. Das können z.B. Rollatoren zum Bewegen,

Kleidungsstücke oder Wasser zum Waschen sein.

Pflegebedürftigkeit gibt es natürlich nicht nur im Alter, es können

genauso auch Kinder und Erwachsene neben den Senioren

chronisch krank sein oder durch einen Unfall längere Zeit

starke Einschränkungen haben. Statistisch gesehen wird sich

in den kommenden Jahren die Zahl der Pflegebedürftigen erhöhen

und damit die Gesellschaft in ihrer Sozial- und Gesundheitspolitik

zunehmend fordern. Die Pflegeversicherung hat

nicht nur die Menschen mit körperlichen Einschränkungen im

Blick.

Das reicht heute nicht mehr aus, denn seit der Einführung vor

20 Jahren hat sich dieser Aspekt als nicht mehr ausreichend

erwiesen.

Informationsbroschüre

Menschen mit Demenz sind zwar körperlich oft noch in der

Lage, viele Dinge zu tun, haben aber vergessen, wie die einzelnen

Dinge erledigt werden. Demgemäß werden durch die

neue Form der Begutachtung geistige und psychische Beeinträchtigungen

mehr mit eingeschlossen, so dass körperliche

und geistige Gebrechen zukünftig bei der Pflegebedürftigkeit

berücksichtigt werden. Dort wird es nun die Einstufung in 5

Pflegegrade geben, d.h. es wird ermittelt, wie selbstständig der

Versicherte noch ist und in welchem Maß er auf Unterstützung

angewiesen ist.

Die Pflegegrade

Sie werden bei der Begutachtung in sechs Lebensbereiche gegliedert:

- Mobilität (z.B. Treppensteigen),

- geistige und kommunikative Fähigkeiten (z.B. örtliche und

zeitliche Orientierung),

- das Verhalten (z.B. nächtliche Unruhe oder autoaggressives

Verhalten),

- die Selbstversorgung (z.B. Körperpflege und Ernährung),

- der Umgang mit Erkrankungen und Belastungen (z.B. Medikation,

Therapieeinhaltung) und

- die sozialen Kontakte (z.B. Gestaltung des Tagesablaufes).

Zeitliche Vorgaben gibt es keine, sondern die bei der Begutachtung

ermittelten Einzelpunkte werden addiert und ergeben

dann den Pflegegrad.

Pflegegrad 1

geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit

(ab 12,5 unter 27 Ges.-Pkte)

Pflegegrad 2

erhebliche Beeinträchtigungen der Selbständigkeit

(ab 27 bis unter 47,5 Ges.-Pkte)

Pflegegrad 3

schwere Beeinträchtigung der Selbständigkeit (ab 47,5 bis

unter 70 Ges.-Pkte)

17


Seniorenratgeber Bautzen

sxc.hu © Kurhan

Pflegegrad 4

schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit (ab 70 bis

unter 90 Ges.-Pkte)

Pflegegrad 5

schwerste Beeinträchtigung d. Selbständigkeit

mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung

(ab 90–100 Ges.-Pkte)

Pflege zu Hause

Für die Pflege zuhause gibt es Pflegegeld für Angehörige und

Hilfe von Profikräften. Pflegegrad 1 kommt neu hinzu.

Pflegegrad Monatliche Leistung in EUR

Pflegegeld Pflegedienst

2 316 689

3 545 1.298

4 728 1.612

5 901 1.995

5 1 901 1.995

1

Der Härtefall deckt die Pflege mit außergewöhnlich hohem

Pflegeaufwand mit und ohne Demenz ab

Pflegegrad 1?

Er steht Versicherten zu, die oft im geringen Maß körperlich

eingeschränkt sind.

Die Leistungen der Pflegeversicherung sind dafür gedacht,

dass ein Mensch noch möglichst lange zuhause wohnen kann.

Zu den Leistungen gehören eine Pflegeberatung in den eigenen

vier Wänden, Hilfsmittel zur Pflege, sowie Zuschüsse

für den barrierefreien Umbau der Wohnung (4.000 EUR pro

Maßnahme) und das Wohnen in einer betreuten Wohngruppe

(205 EUR monatlich).

Wählt der Versicherte doch das Heim, steht ihm in Pflegegrad 1

ein Zuschuss von 125 EUR zu.

Was ist mit den zusätzlichen Betreuungsleistungen und der

Verhinderungspflege?

Leistungen der Pflegeversicherung wie das Recht auf

Pflegeberatung, Zuschüsse für barrierefreien Umbau oder

Hilfsmittel für die Pflege wird es weiterhin geben. Für 4 Wochen

Kurzzeitpflege in einer Pflegeeinrichtung oder die Ersatzpflege

bei der Vertretung des pflegenden Angehörigen gibt es 1.612 EUR

im Jahr.

Beide Leistungen können auch weiterhin kombiniert werden.

Der einheitliche Entlastungsbetrag in Höhe von 125 EUR

wird gegeben wenn zum Beispiel, wenn ein Pflegedienst vorliest

oder mit spazieren geht. Auch kann es für die Tagespflege,

die Kurzzeitpflege und Betreuungsangebote verschiedener

Dienste genutzt werden.

Tages- und Nachtpflege

Pflegegrad Monatliche Leistung in EUR

Mit und ohne Demenz

2 689

3 1.298

4 1.612

5 1.995

Quellen: Bundesministerium für Gesundheit, WIKIPEDIA

18


Informationsbroschüre

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Kurzzeitpflege „Am Stadtwall“ Bautzen

Reichenturm © Stephan M. Höhne - own work, CC BY-SA 3.0, Wikimedia

Impressum

Herausgeber: Werbeagentur Media-Light Löbau,

Ernst-Thälmann-Str. 63, 02708 Großschweidnitz,

Tel.: 03585 40 19 67, Fax: 46 88 87,

E-Mail: post@media-light-loebau.de, www.media-light-loebau.de

Texte: Arnd Krenz: S. 21, S. 27–28, S. 31–34; Kerstin Niese: S. 17–18, Landratsamt Bautzen

– Sozialamt: S. 8. S. 9, S. 10, S. 12–16; Christian Lindner: S. 23; Edith Erben: S. 29–30

Fotos: siehe Bildunterschriften, Titelfotos: Fotolia © Dean Mitchell, MEV Verlag, Titelfoto

Bautzen: Linda Linke

Satz und Gestaltung: Werbeagentur Media-Light Löbau, Sharon Hille

Anzeigenakquise: Werbeagentur Media-Light Löbau, Hans-Peter Schulz,

Barbara Steudtner

Für die Richtigkeit der Werbeaussagen übernimmt die Werbeagentur keine Gewähr.

Haftungsausschluss besteht auch für redaktionelle und technische Fehler. Der Nachdruck,

auch auszugsweise, sowie die Nutzung der Broschüre zu werblichen und kommerziellen

Zwecken ist nicht zulässig. © Media-Light Löbau, 2018

Wir danken für die Unterstützung durch das Landratsamt Bautzen – Sozialamt der

Stadtverwaltung Bautzen und den hier mit einem Eintrag veröffentlichten Einrichtungen

und Vereinen.

Sie benötigen

Pflege auf Zeit?

Wir sind

für Sie da!

Oberlausitz Pflegeheim & Kurzzeitpflege gGmbH

Kurzzeitpflege „Am Stadtwall“

02625 Bautzen • Am Stadtwall 3 • 02625 Bautzen

Tel.: 03591 326017 • Fax: 03591 326063

Mail: kurzzeitpflege-bautzen@olpk.de • www.olpk.de

19


Seniorenratgeber Bautzen

Weitere Leistungen

Entlastungsbedarf (bisher als zusätzliche Betreuungs- und

Entlastungsleistungen bezeichnet)

- Seit 2015 besteht der Anspruch für alle Pflegebedürftigen auf

den Entlastungsbetrag. Seit 2017 besteht der Anspruch ab

dem Pflegegrad 1.

- Der Leistungsanspruch für den Entlastungsbedarf beträgt

ab 01.01.2017 einheitlich 125 EUR. Dennoch ist weiterhin die

Möglichkeit des Ansparens gegeben. Nicht genutzte Betreuungs-

und Entlastungsleistungen aus den Jahren 2015 und

2016 können noch bis 31.12.2018 gewährt werden, sie gelten

als pauschal die nicht verfallen und können gegebenenfalls

auch zur nachträglichen Kostenerstattung eingebracht

werden und sind mit entsprechender Quittung zu belegen.

- Beim Entlastungsbetrag handelt es sich um eine zweckgebundene

Zuschussleistung für die gesetzlich nominierten

Sachleistungsangebote. Hierbei handelt es sich um Angebote,

die auf die Entlastung der/des pflegenden Angehörigen/

Lebenspartners bzw. Pflegepersonen ausgerichtet sind.

- Der Entlastungsbetrag kann auch die Regelleistung der Tages-

und Nachtpflege sowie der Kurzzeitpflege ergänzen. Das

aber nur insoweit, als damit die Leistungen für einen längeren

Zeitraum oder in höherer Frequenz beansprucht werden

können. Eigenanteile für Unterkunft, Verpflegung o.ä. können

ebenfalls im Rahmen der zusätzlichen Betreuung erstattet

werden.

Unterstützungsleistungen im Alltag (bisher bezeichnet als

„Niedrigschwellige Entlastungsangebote“)

- Zu den Unterstützungsleistungen (Niedrigschwelligen Betreuungsangeboten)

zählen insbesondere Leistungen von/der

- Betreuungsgruppen für Menschen mit erheblichem allgemeinem

Betreuungsbedarf (z.B. Alzheimergruppen)

- Helferinnenkreise zur stundenweisen Entlastung pflegender

Angehöriger/Lebenspartner bzw. Pflegepersonen

im häuslichen Bereich

- Agenturen zur Vermittlung von Betreuungsleistungen für

Pflegebedürftige mit erheblichem allgemeinem Betreuungsbedarf

- Tagesbetreuung in Kleingruppen (Tagesmuttermodell)

oder Einzelbetreuung

- Familienentlastende Dienste

Voraussetzung ist, das es sich um geförderte bzw. förderungsfähige

Angebote nach § 45c SGB XI handelt.

- Die Pflegekasse erstattet Ansprüche mit bis zu 125 EUR

monatlich. Nicht in Anspruch genommene Beträge können

in den Folgemonaten des Kalenderjahres berücksichtigt

werden.

- Beträge aus den Jahren 2015 und 2016 können als Sonderregelung

noch bis 31.12.2018 verwendet werden.

- Die Erstattung erfolgt gegen Nachweis entsprechender

Aufwendungen und ergänzt bei Pflegebedürftigen die ambulanten

Leistungen (Pflegegeld, Pflegesachleistung, Kombinationsleistung)

sowie die teil- bzw. stationären Leistungen

(Tages-/Nachtpflege, Kurzzeitpflege)

- Den Antrag für die zusätzlichen Betreuungsleistungen können

der Versicherte oder eine von dieser Person Bevollmächtigter

bzw. dessen Betreuer oder gesetzlicher Vertreter stellen.

- Unterstützungsleistungen im Alltag dienen der Deckung

des Bedarfs an Unterstützung im Haushalt, insbesondere

bei der hauswirtschaftlichen Versorgung, bei der Bewältigung

von allgemeinen oder pflegebedingten Anforderungen

des Alltags oder bei der eigenverantwortlichen Organisation

individuell benötigter Hilfeleistungen. Sie dienen der

Entlastung des Angehörigen bzw. der Pflege durchführenden

Person.

- Es ist die Dienstleistung einer Alltagsbegleitung, eine organisatorische

Hilfeleistung oder Unterstützungsleistung für den

Angehörigen bzw. Pflegenden zur Bewältigung des Pflegealltags

- Als förderungsfähige Entlastungsangebote für Unterstützungsleistungen

im Alltag kommen anerkannte, zugelassene

haushaltsnahe Dienstleistungen und Nachbarschaftshelfer in

Betracht.

20


Informationsbroschüre

Wenn die Rente nicht reicht

Kaum ein Thema steht dauerhafter im Fokus wie die Rente.

Kein Wunder, denn wir müssen mit ihr einen immer länger werdenden

Lebensabschnitt finanziell bestreiten. Ging er Mitte

des vorigen Jahrhunderts noch über 10, erstreckt er sich jetzt

über 20 oder mehr Jahre. Wie wir ihn verbringen, hängt wesentlich

vom Geld ab.

Gut leben – im Alter ein unerfüllbarer Traum?

Viele Menschen, die Rente beziehen, haben keine finanziellen

Probleme. Vor allem denjenigen, die in den alten

Bundesländern ihre Vorsorge noch mit Hilfe des Drei-Säulen-Modells

aufbauen konnten. Sie haben gut Lachen,

da sie ausreichend lange ins gesetzliche Rentensystem

eingezahlt, sowie privat und betrieblich vorgesorgt haben.

Auch Rentner, die den größten Teil ihres Arbeitslebens

in der DDR verbrachten, haben kaum Grund zum Klagen.

Anders sieht das mit der ab heute in Rente gehenden Generation

aus. Nicht wenige im Osten verloren nach der politischen

Wende ihre Arbeit und kommen kaum auf die nötigen Beitragsjahre.

Aufgrund niedriger Löhne kam bei manchen zudem das

private sowie betriebliche Vorsorgeelement zu kurz. Geht man

davon aus, dass wir rund 80 Prozent, so sagen Experten, unseres

letzten Arbeitseinkommens für eine gesicherte Existenz

benötigen, müssen sich mehr und mehr Rentner Gedanken

machen, wie sie ihre Altersbezüge aufstocken. Ansonsten

wird der geflügelte Slogan vom „gut leben können“ für sie ein

Traum bleiben. Was also ist zu tun, damit Sie im Alter weiter in

der Lage sind, ihre Miete, den Strom, Kleidung und Essen zu

bezahlen?

Wer will, kann weiterarbeiten

Eine Methode, den Lebensstandart zu erhalten ist: weitermachen!

Wenn Sie die Regelaltersgrenze überschreiten, zwingt

Sie niemand, Rente zu beantragen. Sie dürfen das Berufsleben

um soviele Monate und Jahre verlängern, wie Sie möchten

bzw. können. Für zahlreiche Menschen ist das kein Problem.

Sie fühlen sich mit 65 (in der nächsten Zeit ansteigend bis 67)

sowieso zu jung, um ihre Arbeit aufzugeben. Sprechen Sie deshalb

rechtzeitig mit ihrem Arbeitgeber, ob er Möglichkeiten

sieht, Sie in der Firma zu behalten. Bei Selbstständigen oder

Freiberuflern sollte das kein Thema sein. Angehörige dieser

Berufsgruppen entscheiden selber, in welchem Alter sie ihren

Betrieb aufgeben, bzw. ihre Tätigkeit einstellen. Neben der

Bewahrung Ihres vollen Verdienstes haben alle, die länger

arbeiten den Vorteil, in der gesetzlichen Versicherung weiter

Entgeltpunkte anzusammeln sowie ihren Rentenbetrag zu erhöhen.

Für jeden Monat, den Sie über das Rentenalter hinaus

schaffen, erhalten Sie 0,5 Prozent Zuschlag zu ihren Altersbezügen.

Eine Obergrenze gibt es nicht.

Die Rente aufbessern

Eine zweite Methode, der Altersarmut ein Schnippchen zu

schlagen, ist dazuverdienen. Beziehen Sie Ruhegeld und haben

das reguläre Alter erreicht, dürfen Sie dies unbegrenzt tun.

Gehen Sie eher in den Ruhestand, liegt die Zuverdienstgrenze

aller dings bei 6.300 EUR im Jahr. Überschreiten Sie das Limit,

wird Ihnen 1/12 des darüberliegenden Betrages zu 40 Prozent

von der Rente abgezogen. Aus Ihrer Voll- wird sozusagen eine

© Pixabay

21


Seniorenratgeber Bautzen

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Teilrente. Auf welche Art und Weise Sie zusätzliches Geld herbeischaffen,

ist egal. Nur kriminell werden dürfen Sie (auch

im Alter) nicht. Gelegenheiten, Sinnvolles und Profitables anzufangen,

existieren wie Sand am Meer. Das Einfallsloseste

ist fraglos Pfandflaschen sammeln, denn viele Firmen suchen

händeringend Leute, wo Sie im Minijob gutes Geld hinzuverdienen

können. Recherchieren Sie in Ihrem Umfeld und scheuen

sich nicht, eine Firma aufs Geratewohl anzusprechen. Wer das

nicht möchte, kann auch in fortgeschrittenen Lebensjahren

mit einer selbstständigen Tätigkeit beginnen. Wenn ein Markt

besteht, machen Sie Ihr Hobby einfach zur Geldquelle. Ob es

der Garten, eine handwerkliche oder geistige Beschäftigung ist

– mit Fleiß, Geduld und Spucke können Sie manches erreichen,

was während des Fulltimejobs nicht denkbar war.

Tipp: Haben Sie Grundkenntnisse am PC und verfügen über

Internet, geben Sie bei Google & Co. einmal die Suchbegriffe

„Nebenbei Geld verdienen“ oder „Partnerprogramme“

ein. Prüfen Sie die Angebote aber genau. Fallen Sie nicht auf

schwarze Schafe herein; etwa auf solche, die Geld verlangen.

Letzter Rettungsanker – Grundsicherung

Wenn alle Stricke reißen und die Rente nicht reicht, bleibt Ihnen

die Option, eine Grundsicherung zu beantragen. Anspruch

darauf besteht, wenn Sie über der Regelaltersgrenze oder

voll erwerbsgemindert sind. Die Höhe der Aufstockung erfahren

Sie beim zuständigen Amt. Als Faustregel gilt: Liegt Ihr

monatliches Gesamteinkommen unter 830 EUR, können Sie

die Berechtigung auf Unterstützung prüfen lassen. Beachten

Sie dabei, dass solch eine Ergänzung keine Rentenversicherungsleistung

darstellt. Grundsicherung im Alter bezahlt

der Sozialträger. Die Höhe der Leistung orientiert sich am

Hartz IV-Satz. Im Gegensatz zu Letzterem müssen Sie dieses

Geld aber nicht jedes halbe, sondern nur einmal pro Jahr

beantragen. Sollten Sie behindert oder krank sein, stehen ihnen,

je nach Schwere, ebenfalls Zusatzleistungen zu. Scheuen

Sie nicht davor, danach zu fragen. Eine Verarmung, ein menschenunwürdiges

Dasein, braucht niemand hinzunehmen.

Sorgen Sie für sich und gemeinschaftlich dafür, dass es so

bleibt.

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22


Informationsbroschüre

Die Flexirente

Die Flexirente ist keine neue Rentenart, sondern gemeint mit

diesem Begriff sind die Änderungen der Hinzuverdienstmöglichkeiten

für die vorzeitige Altersrente seit 1. Juli 2017. Betroffen

sind alle Altersrentner, die die Regelaltersgrenze (siehe

Übersicht am Schluss) noch nicht erreicht haben. Ab Erreichen

der Regelaltersgrenze gibt es für den Hinzuverdienst keine Einschränkungen.

Durch die Flexirente soll die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit

und vorzeitigem Rentenbezug verbessert werden. So funktioniert

das neue Recht: Jeder Versicherte kann künftig einen Jahreshinzuverdienst

von bis zu 6.300 EUR erzielen, ohne dass dieser den

Rentenanspruch mindert. Hinzuverdienst über dieser Grenze wird

in Höhe von 40 % auf die Rente angerechnet. Die Rente wird dann

als Teilrente gezahlt. Verdient z. B. ein Rentner monatlich 600

EUR, ergibt das einen jährlichen Hinzuverdienst von 7.200 EUR.

Der Grenzbetrag wird also um 900 EUR überschritten. 40 % davon,

das sind 360 EUR, werden auf die Rente angerechnet, der

monatliche Rentenanspruch vermindert sich somit um 30 EUR

(ein Zwölftel von 360 EUR). Im Vergleich zum bisherigen Recht,

bei dem derselbe Hinzuverdienst zu einer monatlichen Rentenkürzung

von mehreren Hundert Euro geführt hätte, ist das eine

deutliche Verbesserung.

Teilrente und Hinzuverdienst dürfen zusammen den so genannten

Hinzuverdienstdeckel nicht übersteigen. Das ist der Betrag,

der sich ergibt, wenn die höchsten Entgeltpunkte aus den letzten

15 Kalenderjahren vor Rentenbeginn mit der Bezugsgröße, einem

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von Statistikern ermittelten Wert, multipliziert werden. Bei

einem Durchschnittsverdiener ist das derzeit ein Monatsbetrag

von 3.045 EUR – für die meisten arbeitenden Teilrentenbezieher

dürfte der Hinzuverdienstdeckel damit keine praktische Bedeutung

haben.

Interessante Möglichkeiten ergeben sich auch für Versicherte, die

nach Rentenbeginn nicht auf längere Dauer weiterarbeiten wollen.

Da der anrechnungsfreie Hinzuverdienst von 6.300 EUR ein

Jahresbetrag ist und auch dann voll zur Verfügung steht, wenn

die Rente erst im Jahresverlauf beginnt, ist es in der Regel sinnvoll,

diesen Betrag zunächst auszuschöpfen und die Beschäftigung

erst einige Monate nach Rentenbeginn aufzugeben. Beispiel:

Eine Versicherte ist am 24.09.1955 geboren und will am 01.10.2018

mit 63 in die Altersrente

für langjährig Versicherte

gehen. In ihrer

derzeitigen Beschäftigung

erhält sie einen

monatlichen Bruttoverdienst

von 2.100

EUR. Bis Ende 2018

hat sie mit ihrem Arbeitsentgelt

(3 x 2.100

EUR) die Hinzuverdienstgrenze

von 6.300

EUR nicht überschritten,

bekommt also ihre

Stimmt meine Rente?

● unabhängige Beratung

zur gesetzl. Rentenversicherung

mit Prüfung Ihrer

Rentenbescheide

Übersicht Regelaltersgrenze

Geburts-

Regelaltersgrenze

jahrgang Jahre Monate

1952 65 6

1953 65 7

1954 65 8

1955 65 9

1956 65 1

1957 65 11

1958 66 0

1959 66 2

1960 66 4

1961 66 6

1962 66 8

1963 66 10

1964 u. jünger 67 0

Bearbeitungsstand: 07.03.2018

volle Altersrente. Im Januar 2019 beginnt ein neues Kalenderjahr.

Wieder steht ihr ein anrechnungsfreier Hinzuverdienstbetrag von

6.300 EUR zur Verfügung. Sie kann damit weitere drei Monate voll

berufstätig bleiben, ohne dass ihre Altersrente gekürzt wird.

Einen zusätzlichen Vorteil erzielt die Versicherte dadurch, dass sie

in den sechs Monaten ihrer Beschäftigung neben dem Rentenbezug

weiter rentenversicherungspflichtig bleibt. Der sich dadurch

ergebende zusätzliche Rentenanspruch erhöht ab dem Erreichen

der Regelaltersgrenze (bei der 1955 geborenen Versicherten mit

65 und 9 Monaten) die Rente um etwa monatlich 10 EUR.

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23


Seniorenratgeber Bautzen

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Information zur Deutschen

Rentenversicherung Bautzen

Die Deutsche Rentenversicherung in Bautzen versteht sich

als regionale Dienststelle der Rentenversicherungsträger, die

Auskünfte zu gesetzlichen Leistungen erteilt, bei Anträgen zur

Bewilligung der Rente hilft oder beratend zur Verfügung steht.

Das Leistungsspektrum der Deutschen Rentenversicherung in

Bautzen beinhaltet aber nicht nur Informationen zur Altersvorsorge

oder zur Grundsicherung, sondern umfasst auch die ausführliche

Beratung und Unterstützung bei Rehabilitations-Angeboten.

Gemeinsam mit den deutschen Krankenkassen oder

vergleichbaren Trägern koordiniert und klärt die Rentenversicherung

in Bautzen etwa die Zuständigkeit eines Kostenträgers

für derartige Maßnahmen. Über diesen Service hinaus bietet

die Deutsche Rentenversicherung in Bautzen zu speziellen

Sprechzeiten, auf entsprechenden Seminaren oder weiterführenden

Veranstaltungen vielfältige Informationen zu allen Fragen

mit Rentenbezug. Viele Service-Angebote der Deutschen

Rentenversicherung in Bautzen lassen sich außerdem online

nutzen. Die Versicherungsberater in Bautzen geben gern Auskunft

über Rehabilitation, BfA oder auch Rentenbeginn.

Deutsche Rentenversicherung in Bautzen

Steinstraße 8, 02625 Bautzen

Telefon: 03591 672 20, Fax: 03591 312 24

E-Mail: service@drv-md.de

Für eine schnelle Antwort ist das Kunden-Service-Center von

Di+Do 8 – 17 Uhr, Mi von 8–15 Uhr und Fr. 8 – 13 Uhr per Telefon,

unter der oben genannten Nummer, erreichbar.

Öffnungszeiten:

Mo 8.00 – 15.00 Uhr

Di 8.00 – 18.00 Uhr

Mi 8.00 – 13.00 Uhr

Do 8.00 – 15.00 Uhr

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Wir beraten Sie gern.

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auch oder gerade in einer neuen Lebenssituation. Unser gesamtes Wirken ist

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zu erleichtern, ihre Mobilität zu erhalten sowie ein Stück Lebensqualität und

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Bautzen oder direkt bei Ihnen zu Hause an.

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24


Weitere Tipps und Hinweise zur Pflege, Betreuung

und Versorgung

Zusätzliche Betreuungsleistungen

Zusätzliche finanzielle Hilfen für qualitätsgesicherte Betreuungsleistungen

in Höhe von bis zu 200 Euro im Halbjahr können

Pflegebedürftige mit demenzbedingten Fähigkeitsstörungen,

mit geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen

in Anspruch nehmen, auch ohne Vorraussetzung einer

Pflegestufe zu erfüllen und neben dem Hilfebedarf im Bereich

der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung

einen erheblichen Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und

Betreuung dauerhaft – mindestens 6 Monate – haben.

Für die Bewertung, ob die Einschränkung der Alltags-kompetenz

auf Dauer erheblich ist, sind folgende Schädigungen und

Fähigkeitsstörungen maßgebend:

1. unkontrolliertes Verlassen des Wohnbereichs (Weglauftendenz)

2. Verkennen oder Verursachen gefährdender Situationen

3. Unsachgemäßer Umgang mit gefährlichen Gegenständen

oder potenziell gefährdenden Substanzen

4. Tätlich oder verbal aggressives Verhalten in Verkennung der

Situation

5. Im situativen Kontext inadäquates Verhalten

6. Unfähigkeit, die eigenen körperlichen und seelischen Gefühle

oder Bedürfnisse wahrzunehmen

7. Unfähigkeit zu einer erforderlichen Kooperation bei therapeutischen

oder schützenden Maßnahmen als Folge einer

therapieresistenten Depression oder Angststörung

8. Störungen der höheren Hirnfunktion (Beeinträchtigung des

Gedächtnisses, herabgesetztes Urteilsvermögen), die zu

Problemen bei der Bewältigung von sozialen Alltagsleistungen

geführt haben

9. Störungen des Tag- /Nacht-Rhythmus

10. Unfähigkeit, eigenständig den Tagesablauf zu planen und

zu strukturieren

11. Verkennen von Alltagssituationen und inadäquates Reagieren

in Alltagssituationen

Informationsbroschüre

12. Ausgeprägtes labiles oder unkontrolliert emotionales Verhalten

13. Zeitlich überwiegend Niedergeschlagenheit, Verzagtheit,

Hilf- oder Hoffnungslosigkeit aufgrund einer therapieresistenten

Depression

Stellt der Gutachter beim Pflegebedürftigen wenigstens in

zwei Bereichen, davon mindestens einmal aus den Bereichen

1 – 9; dauerhafte und regelmäßige Schädigungen oder

Fähigkeitsstörungen fest, ist die Voraussetzung für die Inanspruchnahme

dieser zusätzlichen Betreuungs-leistungen

erfüllt. Es kommt nicht auf den individuellen zeitliche Umfang

der Hilfeleistungen an!

Stationäre Versorgung

Welche Anträge muss ich vor Heimaufnahme stellen?

Bei der Pflegekasse einen Antrag auf Leistungen für vollstationäre

Pflege stellen. Bitte unbedingt vor dem Einzug in ein

Pflegeheim die schriftliche Zustimmung der Pflegekasse einholen,

weil sonst nicht sichergestellt ist, dass Ihre Pflegekasse

die vollen Leistungen gewährt.

Beim Sozialamt einen Antrag auf Sozialhilfe (falls Leistungen

der Pflegekasse, Pflegewohngeld und eigenes Einkommen

nicht ausreichen, um die Kosten zu decken). Sozialhilfe wird

nicht rückwirkend gewährt. Deshalb muss auch ein solcher Antrag

möglichst vor der Heimaufnahme gestellt werden. Bei der

Antragstellung sind sämtliche Unterlagen über das Einkommen

und Vermögen und möglichst die Entscheidung der

Pflegekasse vorzulegen. Sind Sie nicht sicher, ob das eigene

Einkommen ausreicht, stellen Sie vorsorglich einen Antrag auf

ergänzende Leistungen zu den Heimkosten.

25


Seniorenratgeber Bautzen

Bei Antragstellung werden folgende Unterlagen

benötigt:

• aktuelle(r) Rentenbescheid(e)

• Girokontoauszüge der letzten sechs Monate (mindestens der

letzten drei Monate)

• Nachweis über Vermögen (Sparbücher, Sparbriefe, Festgelder

oder sonstige Vermögensunterlagen)

• Notwendigkeitsbescheinigung für vollstationäre Pflege; Diese

Bescheinigung muss bei der Pflegeversicherung der Krankenkasse

beantragt werden.

• Mitteilung der Pflegekassen über eine Pflegeeinstufung

• Schwerbehindertenausweis

• Versicherungsbescheinigungen (beispielsweise Lebensversicherung,

Sterbeversicherung, Hausratsversicherung)

• Nachweis über Kreditverpflichtungen

• Nachweise/Rechnungen, wenn von Sparbüchern oder Konten

größere Beträge abgehoben wurden

• Gegebenenfalls Vollmacht oder den Betreuungsausweis

Amtliche Dokumente für eine Aufnahme in einem

Altenpflegeheim

• Personalausweis

• Versicherungskarte der Krankenkasse und

Befreiungskärtchen

• Kopie der Geburtsurkunde

• Kopie der Heiratsurkunde

• Kopie des Scheidungsurteils

• Kopie der Sterbeurkunde des Ehepartners

• Kopie des letzten Rentenbescheids

• Kopie der Pflegestufenanerkennung durch die

Pflegekasse

• Arztkurzbericht

• Medikamente und Medikamentenplan

• kurzer Lebenslauf mit Passbild (evtl. Negativ)

• Nachweis über letzte Tetanusimpfung

• Nothilfepass bzw. Blutgruppe

• evtl. Betreuernachweis (wenn vorhanden oder

notwendig)

Was müssen meine Kinder bezahlen?

Töchter und Söhne (Verwandte 1. Grades) müssen ihren Eltern

Unterhalt bezahlen, sofern sie dazu in der Lage sind. Die Unterhaltshöhe

wird nach dem Nettoeinkommen und dem Vermögen

der Kinder individuell berechnet.

Welches Pflegeheim kann ich auswählen?

Die Wahl des Pflegeheimes ist frei. Öffentliche Leistungen (Sozialhilfe/Pflegewohngeld)

werden allerdings nur für Pflegeheime

gezahlt, die entsprechende Versorgungsverträge mit

den Pflegekassen abgeschlossen haben. Erkundigen Sie sich

vor Ort in der Einrichtung danach.

Was muss ich im Zusammenhang mit der

Heimaufnahme sonst noch veranlassen?

• Rechtzeitige Kündigung der Wohnung, sofern eine Rückkehr

in die Wohnung nicht mehr möglich ist.

• Ummeldung beim Einwohnermeldeamt

• Nachsendeauftrag bei der Post abgeben

• ggf. Kündigung von Daueraufträgen und Einzugsermächtigungen

bei der Bank

• Weitere Schritte sollten beim Verwaltungsbüro des Pflegeheimes

erfragt werden.

Fotolia © Dean Mitchell

26


Informationsbroschüre

Sicher und unbeschwert

wohnen im Alter

Kommt man so langsam über die 60 und das Rentenalter

rückt näher, stellen sich viele ernsthaft die Frage: Wie kann

ich in Ruhe, sicher und unbeschwert meinen Lebensabend genießen?

Wie kann ich noch aktiv werden, wie werde ich meine Freizeit

verbringen, welche Hobbys kann ich pflegen und vor allem:

Wie und wo werde ich angemessen und gemütlich wohnen

können?

Für jeden Bedarf die passende Wohnform im Alter

Wenn das Treppen steigen beschwerlicher wird und sich gesundheitliche

Einschränkungen bemerkbar machen, wird

es Zeit, einige Jahre voraus zu denken. Wie möchte man leben,

wenn sich vom Einkauf bis zur Hausarbeit immer mehr

Hürden im Alltag auftun oder nach dem Tod des Partners

Einsamkeit droht? Auch wer eigentlich nicht umziehen oder

zumindest in der vertrauten Wohngegend bleiben möchte,

sollte sich rechtzeitig umschauen, welche Wohnmöglichkeiten

für Senioren in Ihrer Nähe geboten werden. Gelegenheiten

dazu sind Tage der offenen Tür oder Eröffnungen von

Wohnanlagen und Heimen, aber auch individuell lässt sich

eine Besichtigung mit ausführlicher Beratung vereinbaren. So

kann man sich ein Bild machen, vergleichen und vielleicht eigene

Wünsche rechtzeitig umsetzen.

Im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung bleiben

Über Zuschüsse bei schon bestehender Pflegebedürftigkeit

und Kredite können altersgerechte Umbauten von der Badewanne

mit Einstiegstür über Treppenlifte bis zur Beseitigung

von Türschwellen finanziert werden. Allerdings erfordert die

Suche nach unterschiedlichen Fördermöglichkeiten und deren

Beantragung viel Kraft und Aufwand. Gut dran ist jeder ältere

Hausbesitzer, der dabei auf die Unterstützung von Familienangehörigen

zurück greifen kann und im Idealfall danach nicht

nur von breiteren Türen und der ebenerdigen Dusche profitiert,

sondern die Alltagshilfe der Familie dazu bekommt. Wo Alt

und Jung unter einem Dach wohnen, wird es auch nicht einsam.

Mieter hingegen sollten sich nicht scheuen, mit ihrem Vermieter

zu sprechen. Viele Wohnbaugesellschaften oder -genossenschaften

sind durchaus zu kleineren Umbauten bereit oder

haben alternativ schon altersgerechte Wohnungen oder sogar

betreute Wohnungen im Angebot. Zum Service gehören meist

auch die Unterstützung für den Umzug und Hilfe bei Behördenanträgen.

Verfallen Sie nicht in Hektik und treffen übereilte Umzugsentscheidungen,

sondern setzen sich zunächst einmal in Ruhe hin

und prüfen an Hand einer auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten

Checkliste, ob und wo Änderungen in der Wohnung notwendig

sind und ob die Infrastruktur der näheren Umgebung ein

angenehmes Wohnen für die nächsten Jahrzehnte möglich

macht.

Alternative Wohnformen

Außerdem wird in unserem Land, angesichts einer immer

älter werdenden Gesellschaft, natürlich auch über alternative

Wohnformen für Senioren nachgedacht.

Die wohl traditionellsten Formen kann man unter dem Be-griff

Alten- und Seniorenheime zusammenfassen. Hierher ziehen

Menschen in eigens einge-richtete Wohnanlagen um, in denen

sie, entsprechend ihren Bedürfnissen, entweder Hilfe im Alltag

oder eine komplette Pflege erhalten. Hier steht also das Wohnen

im Vordergrund und die Menschen bestimmen ihren Tag-

IStock © STEEX

27


Seniorenratgeber Bautzen

esablauf selbst und bekommen dabei Unterstützung in vielen

Bereichen. Zu dieser Art zu wohnen zählen auch sogenannte

Seniorenresidenzen, wo die Anforderungen an Unterbringung

und Pflege höher sind – die Kosten dementsprechend auch.

Demgegenüber spielt in Pflegeheimen die stationäre Pflege älterer

Menschen die größere Rolle. Träger dieser Einrichtungen

sind in der Regel staatliche, kirchliche, karitative oder private

Institutionen. Außerdem kann man auch die verschiedenen

Möglichkeiten des Betreuten Wohnens in Betracht ziehen. Hier

unterstützen professionelle mobile Pflegedienste ältere Menschen

im Alltagsleben. Gewählt werden kann dem Grundsatz

nach zwischen:

• dem Betreuten Wohnen in einer extra angemieteten

altersgerechten Wohnung,

• dem Betreuten Wohnen zu Hause und

• dem Betreuten Wohnen in Wohngemeinschaften.

Das Ausmaß der Betreuung ist flexibel und orientiert sich bei

diesen Wohnformen an den jeweiligen individuellen Bedürfnissen.

Die Bewohner erhalten sich so eine weitgehend selbstständige

Lebensführung.

Eine besondere Form des alternativen Wohnens wird in sogenannten

Mehrgenerationenhäuser praktiziert. Die Bundesregierung

misst diesen Wohnprojekten große Bedeutung zu und

fördert dieses Konzept. Hier soll die fundamentale Regel „Jung

hilft Alt und umgekehrt“ wiederbelebt werden.

Keiner braucht sich im Alter allein gelassen zu fühlen. Überdenken

Sie ihre derzeitige Lebenssituation und holen Sie sich rechtzeitig

Informationen, damit Sie ihren Ruhestand richtig genießen

können.

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28


Informationsbroschüre

Vererben und Schenken

Wenn Senioren ihre Nachlassangelegenheiten regeln wollen,

dann ist es sinnvoll, dass sie sich über die geltenden Bestimmungen

für Erben und Schenken informieren. Deshalb ist es

zunächst erforderlich, dass man die im Bürgerlichen Gesetzbuch

geregelten Formen für ein Testament oder einen Erbvertrag

kennt.

Liegt kein Testament vor, tritt die gesetzliche Erbfolge in Kraft.

Diese Erbfolge entspricht nicht unbedingt den Vorstellungen

des Erblassers und kann zu Streitigkeiten unter den Angehörigen

führen, die der Erblasser durch eine klare testamentarische

Regelung vermeiden kann. Als Beispiele sei genannt,

dass gerade bei mehreren Ehen oder Lebenspartnerschaften

in der gesetzlichen Erbfolge, sowohl bei Kinderlosigkeit, wie

auch bei Kindern aus verschiedenen Beziehungen, Erbengemeinschaften

gebildet werden, die der Erblasser nicht wollte.

Wer all dies vermeiden möchte, muss die Erbfolge durch ein

Testament (oder einen Erbvertrag) regeln. In diesem kann der

Erblasser, da er ja seine Hinterlassenschaft am besten kennt,

seine erbrechtlichen Verfügungen in folgenden Kategorien

treffen:

• Erbeinsetzung

• Enterbung

• Pflichtteilsentziehung und -beschränkung

• Aussetzung eines Vermächtnisses

• evtl. Auflagen und Teilungsanordnungen

• Einsetzung eines Testamentsvollstreckers

• den letzten Willen die Bestattung betreffend

Ein Testaments kann gemäß BGB nach unterschiedlichen Formen

errichtet werden:

• das öffentliche notarielle Testaments,

• das private handschriftliche Testaments

• und außerordentliche Testamentsformen (Nottestamente,

Seetestament etc.).

Wenn ein Erblasser weiß, was er gern regeln möchte, so kann

er sich bei Notaren und Rechtsanwälten beraten lassen, damit

sein Wille auch in rechtlich zulässiger Form in das Testament

kommt. Über die steuerlichen Folgen beraten Sie die Steuerberater.

Bei der Formulierung seines Willens weiß der Erblasser ja, wie

sein Nachlass aussieht und welche Stellung er zu den vorgesehenen

Erben hat, denn danach richtet sich die Steuerlast oder

die Steuerfreiheit und was aus steuerlicher Sicht für die Erben

zu bedenken ist.

Das Erbschaftsteuer- und Schenkungssteuergesetz (ErbStG)

wurde 2009 und 2016 neu gefasst. 2016 wurden die Regelungen

zur Bewertung von Betriebsvermögen neu gefasst. Wenn der

Erblasser derartige Vermögenswerte vererben möchte sollte

eine separate Beratung in Anspruch genommen werden.

Im Normalfall sind vor allem die Freibeträge wichtig, die es

evtl. zu berücksichtigen gilt, da diese von der Stellung des Erblassers

zum Erben abhängig sind:

Ehegatte und eingetragener Lebenspartner 500.000 EUR

Kinder

400.000 EUR

Enkel

200.000 EUR

Eltern des Verstorbenen 100.000 EUR

Alle übrigen Erbenden, wie fremde Dritte, aber auch Geschwister,

Nichten, Neffen, Stiefeltern, Schwiegerkinder,Schwiegerel

tern,

geschiedener Ehegatte usw.

20.000 EUR

Wenn der Nachlass diese Beträge überschreitet, wird für die

Erben Erbschaftsteuer festgesetzt. Die Einordnung der betreffenden

Personenkreise in die Steuerklassen, die Bewertungsregeln

und weitere Bedingungen sind im ErbStG geregelt. Wie

hoch der Belastungsbetrag ausfällt, hängt vom Geburtsjahr

und anderen bestimmten Vorausetzungen ab.

Hat der Erblasser innerhalb der letzten 10 Jahre vor dem Ableben

eine Schenkung vorgenommen, so wird die Schenkung bei

der Berechnung der Erbschaftsteuer berücksichtigt. Es wird ein

Gesamtwert aus der Schenkung und dem Erbe gebildet. Dieser

Gesamtwert wird, sofern er die oben aufgeführten Freibeträge

übersteigt, besteuert. Schenkungen die länger als 10 Jahre

zurückliegen bleiben hierbei steuerlich unberücksichtigt!

Man muss also auch wissen, dass „Erben“ und „Schenken“

in steuerlicher Hinsicht gleichgestellt sind.

29


Seniorenratgeber Bautzen

Gerade jüngere und rüstige Erblasser sollten überlegen, ob sie

mit einer (Teil-)Schenkung die Steuerlast verringern könnten.

Die Bewertung von materiellen Gütern im Erbe oder der Schenkung,

wie z.B. Immobilien, Grundstücke, Wohnungen oder Firmen

und Firmenanteile, Aktien oder Wertpapiere etc. erfolgt

nach genau festgelegten Vorschriften für die einzelnen Vermögensarten

im ErbStG.

Wenn Sie Vermögen im Rahmen einer Schenkung weitergeben

möchten, dann kann in Ruhe beraten und entschieden werden,

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wie die Regelungen für alle Beteiligten günstig sind. Aber auch

in diesen Fällen, des Gebens „mit warmer Hand“ kann nur mit

einer guten Beratung ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht

werden.

Fragen Sie Ihren Steuerberater. Wir sind Ihnen gern bei allen

Fragen zum Schenken und Vererben behilflich.

Edith Erben, Steuerberaterin

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30


Informationsbroschüre

Auch unangenehme Dinge

brauchen Vorsorge

Dass für das Alter vorgesorgt werden muss, weiß jeder.

Üblicherweise denken die meisten dabei an eine Rentenversicherung,

eine altersgerechte Wohnung und Ähnliches.

Unangenehme Eventualitäten, die mit Hilflosigkeit und Tod

zusammenhängen, blendet man dagegen gern aus. Dabei sollten

Sie gerade diese Angelegenheiten rechtzeitig regeln, um

negative Folgen zu vermeiden.

© Pixabay

Wer darf über meine Angelegenheiten bestimmen?

Viele Menschen sind der Meinung, wenn sie im Falle schwerwiegender

Erkrankung (beispielsweise einer Demenz) ihrer

Willenskraft beraubt sind, könnten ja der Partner oder die

Kinder für sie entscheiden. Weit gefehlt, denn im Krankheitsfall

besteht keine gesetzliche Vertretungsmacht von Eheleuten

untereinander oder Eltern gegenüber den volljährigen Kindern

und umgekehrt. Haben Sie sich diesbezüglich nie geäußert,

muss ein Gericht entscheiden, wer Sie zukünftig vertreten

darf. In der Regel fallen solche Entsch eidungen in Ihrem Sinne

aus, doch das muss nicht sein. Wollen Sie verhindern, dass

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unliebsame Personen für Sie entscheiden, müssen Sie noch

im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte schriftlich eine Vorsorgevollmacht

ausstellen. Es können auch mehrere sein, wenn Sie

Bereiche wie Finanzen und andere persönliche Angelegenheiten

in verschiedene Hände legen möchten. Ein Notar muss

diese Schriftstücke nur in Ausnahmefällen beurkunden, jedoch

ist dies ratsam, gerade um spätere Zweifel an der Wirksamkeit

der Vollmacht zu verhindern und weitestgehende Handlungsmöglichkeiten

für die Bevollmächtigten zu schaffen.

Auch eine Registrierung beim Zentralen Vorsorgeregister der

Bundesnotarkammer (BNotK) ist sinnvoll. Sollte sich Ihr Wille

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Zeit schenken ...

mit einer Vorsorge zu Lebzeiten

Wissen Ihre Angehörigen, ob Sie eine Erdbestattung wünschen? Oder welche Lieblingsmusik

auf der Abschiedsfeier gespielt werden sollte? - Eine Bestattungsvorsorge als Entlastung für

Sie und Ihre Angehörigen. So detailliert, wie Sie es wünschen.

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31


Seniorenratgeber Bautzen

einmal ändern, können Sie die Vollmacht(en) jederzeit widerrufen.

Eine notarielle Beratung empfiehlt sich immer als nützlich,

da es noch dennoch viel zu beachten gibt.

Selber über Leben und Tod entscheiden

In welcher Art und Weise Sie bei Krankheit vom Arzt behandelt

werden möchten, entscheiden Sie selber. Schwierig wird

es, können Sie Ihren Willen nicht mehr äußern. Bei sofort notwendigen

Maßnahmen gibt es keine Frage: Die Ärzte müssen

unverzüglich handeln, und zwar im Sinne des mutmaßlichen

Patientenwillens. Nach einem Unfall oder einem plötzlichen

Zusammenbruch gehen sie selbstverständlich davon aus, dass

Sie Wert auf Rettung legen. Handelt es sich jedoch um langfristige

oder nicht eilbedürftige Therapien, muss das Gericht

einen gesetzlichen Vertreter berufen, falls Sie keine entsprechende

Vorsorgevollmacht haben. Der bestimmt stellvertretend

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in Ihrem Interesse alles Weitere. Wenn Sie Ihre Meinung diesbezüglich

nie geäußert haben, ist das allerdings eine schwere

Entscheidung. Um Ihr Schicksal nicht dem Gewissen anderer

zu überlassen, ist es zweckmäßig, eine sogenannte Patientenverfügung

abzufassen. Diese ist für den Arzt rechtsverbindlich.

Auch dieses Dokument ist schriftlich aufzusetzen. Wichtig ist,

hier auf eine genaue und detailierte Formulierung zu achten.

Den letzten Willen in sichere Hände geben

Ein erfülltes, erfolgreiches Leben führen, heißt auch über den

Tod hinausblicken. Im übertragenen Sinne leben Sie sogar

weiter. Sie bleiben in ihren Kindern, den Erinnerungen Anderer

und hinterlassen ideelle sowie materielle Werte. Über Ihr geistiges

Vermächtnis wird die Nachwelt individuell entscheiden,

das Materielle regelt die gesetzliche Erbfolge. Wer sie ändern,

einen Teil vielleicht wohltätigen Zwecken zukommen lassen

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32


Informationsbroschüre

Mit Dauergrabpflege: ein Zeichen gegen das Vergessen

Gepflegte Gräber für Jahre und Jahrzehnte

Dauergrabpflege…

• ist das Angebot, die Betreung eines Grabes über

einen vereinbarten Zeitraum (mindestens 5 Jahre)

in die Hände von Fachleuten zu legen

• ist die Möglichkeit, die eigene Grabstätte nach

dem Tode durch Steinmetze und Gärtner ständig

betreuen zu lassen

• gibt den Hinterbliebenen die Sicherheit, dass das

zu betreuende Grab über Jahre hinaus in einem

gepflegten Zustand bleibt

• erspart Ihnen viel Zeit und Mühe (Bepflanzen,

Gießen, Pflege)

• bietet die Möglichkeit, individuelle Wünsche für

den Grabstein und für die Grabbepflanzung zu

verwirklichen

• ermöglicht Ihnen eine sichere Vorsorge

• ist die richtige Entscheidung, wenn Sie ein würdevolles

Gedenken über einen längeren Zeitraum

bewahren und finanziell absichern wollen

Dauergrabpflegegesellschaft

Sächsischer Friedhofsgärtner GmbH

In Zusammenarbeit mit dem Landesinnungsverband

des Steinmetz- und Bildhauerhandwerks Sachsen

Die Dauergrabpflegegesellschaft

Sächsischer Friedhofsgärtner GmbH

garantiert durch regelmäßige Kontrollen

die Ausführung der vereinbarten

Leistungen.

Sollte ein Friedhofsgärtner nicht

mehr in der Lage sein, die von

Ihnen beauftragten Leistungen

auszuführen, sucht die Gesellschaft

einen kompetenten Nachfolger.

So haben Sie die Sicherheit,

dass das Grab über die vereinbarte

Laufzeit in guten Händen

ist.

Scharfenberger Straße 67 · 01139 Dresden

Telefon 0351 - 849 16 19 · Fax 0351 - 849 16 23

www.dauergrabpflege-sachsen.de

E-Mail: info@dauergrabpflege-sachsen.de

Kein Ort wie jeder Andere

Die Sonne blinzelt durch die Blätter. Ein Eichhörnchen sitzt am Fuße einer

alten Kastanie. Durch das bunte Laub raschelt ein stacheliger Freund und in

den schattenspendenden Baumkronen zwitschern die unterschiedlichsten

Singvögel.

Und das mitten in der Stadt. Der Friedhof. Mit seinem Baumbestand,

Hecken, Büschen und Wiesen gleicht er eher einem Park oder einem Wäldchen

als einem Hof.

Ein besonderer Ort für das Andenken an unsere Verstorbenen und ein grüner

Ruhepol für uns Hinterbliebene. Ein Ort, der Kraft, Hoffnung und Trost

spendet, der zur Begegnung und zur Kommunikation einlädt, der uns die

Möglichkeit gibt, Blumen und Gestecke an den Ruhestätten niederzulegen.

Der Friedhof ist eine grüne Oase - ohne Hektik und Stress. Zu einer Bereicherung

der grünen Oasen tragen auch die Friedhofsgärtner bei, die sich

das ganze Jahr um die Grabpflege kümmern und die Gräber den Jahreszeiten

entsprechend mit neuen Farbtupfern versehen (Frühjahr-, Sommer- und

Herbstbepflanzung). Alternative Bestattungsformen wie naturnahe Bestattungen

am Baum sowie anspruchsvoll gestaltete Urnengemeinschaftsanlagen

finden Sie ebenfalls auf verschiedenen Friedhöfen Sachsens. Als grüner

Kulturraum löst der Friedhof positive Signale zum Wohlbefinden, zur Identifikation

und zum Heimatgefühl aus.

Der Friedhof ist kein Ort wie jeder Andere.

Vertragsgärtner der Dauergrabpflegegesellschaft

Gärtnerei Milius 035951 - 32511

Georgenbadstr. 2, 01904 Neukirch

Friedhofsgärtnerei Belger 03591 - 460444

Friedrich-Engels-Pl. 4, 02625 Bautzen

Gärtnerei Mehlhose 035876 - 42240

Schellenbergweg 1, 02627 Weißenberg

Gartenbau Richter Roland 035936 - 30434

Oppacher Str. 22, 02689 Wehrsdorf

Gärtnerei Tino Horbank 035934 - 8402

August-Bebel-Str. 4a, 02694 Großdubrau

Vertragssteinmetze des Landesinnungsverbandes

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Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt,

der ist nicht tot, der ist nur fern;

tot ist nur, wer vergessen wird.

Immanuel Kant

Steinmetzfirma J. Hase 03591 - 42307

Löbauer Str. 2a , 02625 Bautzen

Steinmetz Bautzen GmbH 03591 - 42430

Löbauer Straße 8, 02625 Bautzen

Steinmetzbetrieb Döcke 035938 - 50393

Dorfstraße 4a , 02692 Eulowitz

33


Seniorenratgeber Bautzen

will, muss in jedem Fall ein Testament aufsetzen. Dazu ist

keine besondere Form vonnöten, nur muss es handschriftlich

erfolgen und kann (muss aber nicht) von einem Notar beurkundet

werden. Vergessen Sie bitte nicht die Überschrift – sie kann

„Testament“ oder „Letzter Wille“ lauten – sowie Ort, Datum

und Unterschrift anzugeben. Bemühen Sie sich außerdem,

Ihre Absichten klar und verständlich aufzuschreiben. Hier lauern

viele Fallstricke. Sollten Sie unsicher sein, ist immer eine

notarielle Beratung zu empfehlen. Mit einem notariellen Testament

sind auch Kostenvorteile verbunden. So ersparen Sie

Ihren Erben mit einem notariellen Testament die Kosten für

einen Erbschein. Zudem wird Ihr Testament beim Amtsgericht

hinterlegt. Niemals sollten Sie das Testament einfach in der

Schublade liegen lassen. Leicht könnte Ihr letzter Wille übergangen

werden.

Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung –

rechtzeitig daran denken

Irgendwann kommen vielleicht auch Sie in die Lage, Ihre Angelegenheiten

ganz oder teilweise nicht mehr selbst erledigen

zu können. Bevor eine Betreuungsperson vom Gericht bestellt

werden muss, können Sie durch eine sogenannte Vorsorgevollmacht

einen Familienangehörigen, Bekannten oder einen

sozialen Dienst Ihres Vertrauens bevollmächtigen, Ihre Angelegenheiten

zu regeln.

Beachten Sie: Im Ernstfall dürfen weder Ehepartner/Lebenspartner

noch Kinder automatisch für Sie Entscheidungen

treffen. Auch Sie benötigen eine Vorsorgevollmacht.

Wegen der weitreichenden Folgen sollten Sie sich aber vorab

beraten lassen.

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Wahlbaum wird unterschieden zwischen einem

und Weinböhla liegt das Revier Urnenbegräbnisses möglich. In zwischen einem Partnerbaum (2

Zwischen den Großen Kreisstädten Coswig und In dem Bestattungswald „NATURRUHE Friedewald“

ist die Naturbestattung in Form des einem Familienbaum (5 Urnenplätze, erweiter-

Partnerbaum (2 Urnenplätze, nicht Kreyern, in dem sich der Bestattungswald

„NATURRUHE Friede-

den Bestattungswald wurden einem Familienbaum (5 Urnen-

langjähriger Vorbereitung auf Urnenplätze, nicht erweiterbar),

Radebeul und den Gemeinden Moritzburg und

Weinböhla liegt das Revier Kreyern, in dem sich Urnenbegräbnisses möglich. In langjähriger bar auf 9) und einem Freundschaftsbaum mit

wald“ befindet. Als komplexes zukünftige Bestattungsbäume plätze, erweiterbar auf 9) und

der Bestattungswald „NATURRUHE Friedewald“ Vorbereitung auf den Bestattungswald wurden 8 Urnenplätzen (erweiterbar auf 12). Mit den

Ökosystem ist der Friedewald heraus gepflegt.

einem Freundschaftsbaum mit

befindet. Als komplexes Ökosystem ist der zukünftige Bestattungsbäume heraus gepflegt. Pflanzbäumen (2 Urnenplätze, auf

der Lebensraum einer Vielzahl Diese sind vornehmlich Buchen 8 Urnenplätzen (erweiterbar auf

Friedewald der Lebensraum

von

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Vielzahl von

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Diese

Tieren.

sind

Sein

vornehmlich

und Eichen

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NATURRUHE Friedewald GmbH

Pflanzen und Tieren. Sein kann bis ins Mittelalter

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Telefon: www.naturruhe-friedewald.de

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Alter zwischen 50 Bau-

pflanzen.

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Name kann bis ins Mittelalter und 70 Jahren. Beide Baumarten Urnenplätze, erweiterbar auf 12) NATURRUHE kontakt@naturruhe-friedewald.de

Friedewald GmbH

Friedewald ein unbewohnter war Grenzwald. der Friedewald Hier weisen ein eine unbewohnter

Handlungen Grenzwald. ausgenüber

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Stabilität Landschaftselement nen Baum ausgesucht zu pflanzen. werden. Hier-

kontakt@naturruhe-friedewald.de

Besucheranschrift

(Termine nach Vereinbarung)

durften keine kriegerischen

Mittlere Bergstraße 85, 01445 Radebeul

geübt werden und so wurde keine er zum kriegerischen Zufluchtsort

vieler Menschen. Heute schenkt uns der einem Gemeinschaftsbaum, einem Wahlbaum, mitgeteilt werden. Interessenten können auch

Bestattungswald Handlungen wird ren unterschieden Schadfaktoren zwischen auf. In Ronde dem notiert ein und Baum der NATURRUHE oder ein Landschaftselement

ausgesucht werden.

Friedewald

Besucheranschrift

Besucheranschrift

Bestattungswald

(Termine nach (Parkplatz) Vereinbarung)

ausgeübt werden und so wurde Bestattungswald wird unterschieden

und zwischen einem Landschafts-

einem Gemein-

gerne an Hierfür einer öffentlichen sollte die Waldführung Nummer zu auf

01445 Radebeul

Mittlere Kreyernweg Bergstraße (Höhe 85, Hausnummer 01445 Radebeul 91)

Friedewald Ruhe und Erholung, er zum Naturerlebnisse Zufluchtsort einem vieler Pflanzbaum Menschen.

Alltag. Heute Neben der schenkt element uns (bspw. der Findling). schaftsbaum, Bei einem einem Gemein-

Wahlbaum, festen Terminen der angebrachten teilnehmen oder Ronde einen persön-

notiert

Besucheranschrift Bestattungswald

und einen Ausgleich zum

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Schutz- und Erholungsfunktion Friedewald bietet er nun Ruhe als und schaftsbaum Erholung, und einem Pflanzbaum Landschaftselement und einem lichen Termin und zur der Auswahl NATURRUHE eines Baumes/Landschaftselementes

Friedewald Kreyernweg (Höhe Hausnummer 91)

Find-

mitgeteilt vereinbaren. werden. Gerne Interessenten beraten

Bestattungswald eine neue Naturerlebnisse und doch zugleich und stehen einen 12 Ausgleich

Urnenplätze Landschaftselement zur Verfügung. Es kann (bspw.

01445 Radebeul

alte Nutzungsform. zum Alltag. ein Neben Anrecht der für einen ling). Urnenplatz Bei einem oder mehrere Gemeinschafts-

Sie die Mitarbeiter können der auch NATURRUHE gerne an Friedewald einer öf-

mehrere Tausend Jahre

Schutz- und Erholungsfunktion baum und einem Landschaftselement

fentlichen Waldführung zu festen

bietet er nun als Bestattungswald

stehen 12 Urnenplätze Terminen teilnehmen oder einen

eine neue und doch zugleich zur Verfügung. Es kann ein Anrecht

persönlichen Termin zur Auswahl

mehrere Tausend Jahre alte Nutzungsform.

für einen Urnenplatz oder eines Baumes/Landschaftsele-

mehrere Urnenplätze erworben mentes vereinbaren. Gerne bera-

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Informationsbroschüre

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*

Gelten nicht im Stadtverkehr Hoyerswerda.

Bei der SOEG wird ein Historikbeitrag pro Fahrt erhoben.

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