Aufrufe
vor 6 Monaten

LR-17-Juni

i.-n. " JUN? '953 LAUSITZER 0R6A1V DEB BEZIRKSLEITUAIG COllBES DER SOZlALISTISCIiEIV EE^iUEiTSPlRUü BEEISCHLMDS 2. JAHRGANG / NR. 137 COTTBLS, MITTWOCH, 17. JCNI 1953 PREIS 15 PFENNIG Erhläning des Polilbiiros des ZK der SED AnJäßlidi von Anfragen der Arbeiter einer Reihe von Betrieben und Baustellen zur Frage der Erhöhung der Arbeitsnormen hält es das Politbüro des ZK der SED für erforderlich, zu erklären: 1. Der Aufbau eines neuen Lebens und die Verbesserung der Lebensbedingungen der Arbeiter sowie der gesamten Bevölkerung sind einzig und allein auf der Grundlage der Erhöhung der Arbeitsproduktivität und der Steigerung der Produktion möglich. Nur die Verwirklichung der alten Losung unserer Partei , Mehr produzieren — besser leben" hat zur Wiederherstellung und zur schnellen EntwicJüung der Volkswirtschaft der DDR nach dem Kriege geführt Dieser Weg war und bleibt der einzig richtige Weg. Deshalb ist das Politbüro der Auffassung, daß die Initiative der fortgeschrittensten Arbeiter, die freiwillig zur Erhöhung der Arbeitsnormen übergegangen sind, ein wichtiger Schritt auf dem Wege zum Aufbau eines neuen Lebens ist, der dem gesamten Volk den Ausweg aus den bestehenden Schwierigkeiten weist. Das Politbüro ist dabei der Meinung, daß eine der wichtigsten Aufgaben der Betriebsleiter, der Partei- und Gewerkschaftsorganiiationen darin besteht, Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsorganisation und der Produktion zu ergreifen, damit In der nächsten Zelt der Lohn der Arbeiter, die ihre Normen erhöht haben, gesteigert werden kann. 2. Das Politbüro hält es zugleich für völlig falsch, die Erhöhimg der Arbeitsnormen in den Betrieben der volkseigenen Industrie um 10 Prozent auf administrativem Wege durciizuführen. Die Erhöhung der Arbeitsnormen darf und kann nicht mit administrativen Methoden durchgeführt werden, sondern einzig und allein auf der Grundlage der Überzeugung und der Freiwilligkeit. 3. Es wird vorgeschlagen, die von den einTelnen Ministerien angeordnete obligatorische Erhöhung der Arbeitsnormen als unrichtig aufzuheben. Der Beschluß der Regierung vom 28. Mai 1953 ist gemeinsam mit den Gewerkschaften zu überprüfen. Das Politbüro fordert die Arbeiter auf, sich um die Partei und um die Regierung zusammenzuschließen und die feindlichen Provokateure zu entlarven, welche versuchen, Unstimmigkeiten und Verwirrung in die Reihen der Arbeiterklasse hineinzutragen. Berlin, den 16. Jimi 1953. Die Tagung des Weltfriedensrates begann Wilhelm Elles: Das deutsche Volk wird einen neuen Krieg verhindern! Budapest (ADN). Im großen, festlich geschmückten Sitzungssaal des Der Präsident des Chinesischen Hauses der Gewerkschaften der Bau- und Holzarbeiter in Budapest ist am Friedenskomitees rmd Präsident der Montagnachmittag die Tagung des Weltfriedensrates feierlich eröffnet wor- Akademie der Wissenschaften der den.. Unter den zahlreichen Delegierten befinden sich viele namhafte Per- Volksrepublik China, Professor Kuo sönlichkeiten und hervorragende Friedenskämpfer aus allen Ländern. In Mo Jo, wies in seiner Rede auf die das Präsidium wurden unter anderen gewählt: II ja Ehrenhurg, Kuo Entwicklung in der Volksrepublik Mo Jo, James Endicott, Isahelle Blume, Tihor Erdei Gr uz. Von ühina hin. Die Waffenstillstandsder gesamtdeutschen Delegation sind im Präsidium Oberbürgermeister a. D. Verhandlungen in Korea bezeichnete Wilhelm E1 f e s, Johannes R. Becher, der Präsident des Deutschen er als einen großen Erfolg, der von Friedensrates, Professor Walter Friedrich, und Minister Paul Wandel den friedliebenden Menschen in der vertreten. ganzen Welt erzielt wurde. Die sit7imo ^ , Oberbürgermeister a. D. Wilhelm eiWr wurde ^ofinet mit nung sprach der ehemahge franzö- Elfes wies darauf mn, daß auch In .f «Minister Emmanuel d'Astier Westdeutschland die Friedensbewefch^wSn. Suüi Preisftee?°Ti' ^ i g e r i e. Er gab einen Über- gung einen großen Aufschwung zu bS Er internationale Ent- verzeichnen hat. Ausdruck, daß das ungarische Volk letzten Tagung des Wilhelm Elfes ging auf die Ereigund die ungarische Regierung die Weltfriedensrates 1952 in Berlin. Er nisse in Korea ein und erklärte, das Forderung der Völker nach Ver- darauf hin, daß im vergangenen Geschehen in Korea sei für die handlungen von ganzem Herzen große Erfolge im Bemühen um Menschheit eine große Lektion. Korea unterstützen und gemeinsam mit Frieden erzielt wurden; er er- habe gezeigt, daß man das tun muß, allen Völkern für den Frieden innerte an das weltweite Echo auf man schon vor dem Kriege in kämpfen. den Völkerkongreß für den Frieden Korea hätte tun müssen, nämlich Auf der Tagesordnung der Tagung bezeichnete die Waffen- Verhandlungen zu einem Ausdes wSSräT to «illstandsverhandlungen 1„ Korea Stehen die beiden Punkte: ®ioon großen Erfolg der Welt- kommen Verständigung zu und d« ^ntep^uM V^rtfndtoLge^md°Ä7-' ..V.'enn die Waffen in Korea zum naUonaienKagf"""' 2. Die Aufgaben und die Zusam- sadie des Friedens nidit eine Sache ^"'dergrund. Nach 1945 hatten wir nrensetzung des Weltfriedensrates. aer DIpSmato. ?„„"d?r^ X" Zum ersten Punkt der Tagesord- aller Völker ist Wimscäi. Der Welt keinen Anlaß mehr zu irgendwelcher Beunruhi- ^ — — — gung zu geben. Wir waren von der tiefen Sehnsucht erfüllt, endlidi zur Wilhelm Pieck verlieh Karl-Marx-Orden Berlin (ADN). Die Präsidialkanzlei teilt mit: „Der Präsident der Deutschen Demokratischen Republik, Wilhelm Pieck, hat auf Empfehlung des Ministerrats für unwandelbare Treue zur Arbeite: klasse und langjährige Verdienste um die Entwicklung der deutschen Arbeiterbewegung den Karl-Marx-Orden an folgende Persönlichkeiten verliehen: Frau Rosa Thälmann Frau Luise Kahler Frau Olga Körner Ruhe zu kommen und in fleißiger Arbeit unser eigenes Chaos zu überwinden und nach Kräften zur friedlichen Ordnung der Welt beizutragen. Um so mehr fühlen wir uns von dem großen Unbehagen bedrückt, daß Deutschland erneut zu einem Weltproblem geworden ist, ja, daß Deutschland sogar Anlaß zu einem neuen Krieg werden könnte. Nehmen Sie, meine Freunde, die Ver- und an die Herren Otto Buch Witz Hermann D u n c k e r Otto Franke Helmut Lehmann Hermann Matern Hermann Schlimme Wilhelm Z a i s s e r. j «L . . „ . . . sicherung Ulis entgegen, ciiigcgcii, uau daß uas das ueuiscne deutsche der Präsident I» — den Staatssekretär Orden hat bereit Volk in ist, seiner alles übergroßen zu tun und die Mehrheit größ- Max Opitz beauftragt. Die Ordens- ten Opfer zu bringen, um das Unurkunden wird der Präsident seihst glück eines neuen Krieges zu veraushändigen." hüten." Kommunique des Politbüros entfacht Initiative Werktätige Bauern im Bezirk Cottbus beschließen, sich gegenseitig bei der Grasmahd zu helfen Cottbus (LR). Immer wieder werden von allen Schichten der Bevölkerung die Vorschläge des Politbüros der SED als Maßnahmen betrachtet, die helfen, die Lel>enslage der Bevölkerung ständig zu verbessern und die Einheit unseres Vaterlandes herzustellen. Die wachsende Anteilnahme am Kampf um die Einheit Deutschländs und ein besseres Lehen kommt auch in den vielen Neubildungen von Haus- und Hofgemeinsdiaften zum Ausdruck. So konnte zum Beispiel nach eingehender Diskussion über die Bedeutung der Haus- und Hofgemeinschaften für den Kampf um Einheit und Frieden und über die Vorschläge des Politbüros der SED in Cottbus, Berliner Straße 9, eine Hausgemeinschaft gegründet -werden. Maschinensetzer Gerhard Vogt hat wesentlichen Anteil an dieser Gründung, da er richtig erkannt hat. daß alle mitheifen m-assen, wenn wir den Sieg erringen woiien. „Die Vorschläge des Politbüros der SED haben unter den -werktätigen Bauern eine große Initiative hervorgerufen, was u. a. darin zum Ausdruck kommt, daß werktätige Bauern anderen freiwillig ihre Traktoren und Geräte bei der Grasmahd zur Verfügung stellen." Das stellt der Traktorist und Brigadier Heinz Schiller von der MTS Laubsdorf fest. Volkskorrespondent Lebus vom S t aa tiidiea F orstwirtschaftsbetrieb Lübben übersandte einige Stellungnahmen von Traktoristen und Arbeitern, die übereinstimmend in den Vorschlägen des Politbüros den Weg sehen, die Einheit Deutschlands schnell herzustellen. „Ich bin überzeugt davon", so sagte der Traktorist Günter Düring, „daß alle werktätigen Menschen ciiesen Beschluß des ZK der SED freudig begrüßen, -wird docii dadurcii die allgemeine Lage in bezug auf die Einheit Deutsdilands wesentlich geklärt. Als besonders großzügig sind die Maßnahmen gegenüber den republikflüchtigen Personen zu bezeichnen. Das Zentralkomitee hat damit bewiesen, daß es jedem die Möglichkeit gibt, an unserem Aufbau mitzuarbeiten. Besonders begrüße ich auch die vorgesehenen Erleichterungen im Ost-West-Verkehr." Zentralkomitee der SED begläckwünscbt Hermann Matern zu seinem 60, Geburtstag Berlin (ADN). Das Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands hat Hermann Matern zu seinem 60. Geburtstag am 17. Juni folgendes Glückwimschschreiben gewidmet: j,Lieber Genosse Hermann Matern! Das Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands übersendet Dir, dem treuen Schüler und Kampfgefährten der Genossen Ernst Thälmann und Wilhelm Pieck, zu Deinem 60, Geburtstag herzliche Grüße. Dein gesamtes arbeitsreiches Leben Patriotismus und proletarischer Internationalismus. Groß sind Deine Verdienste im Kampf um die Schaffung der Aktionseinheit der Arbeiterklasse und bei der Bildung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands. Ehrenvoll hast Du Deine- Aufgab« hast Du dem Kamjff' für ie" Sache verantwortungsvoller Stelle im der deutsch^ j^rbeiterklas§% für die Psriei- und Stäatsleben dur^geßi^t, Eritwicklurig unserer Partei nach den konsequent nach den Richtlinien und Lehren - von Martc, Engels, Lenin und Beschlüssen der Partei gehand^t utid Stalin, für -einen neuen Weg der mit. der Dir, eigenen Energie und deutschen Nation frei von Chauvi- Festigkeit entscheidend mitgeholfen, nismus, Imperialismus und Krieg, für die Einheit und Reinheit der Partei Frieden, Demokratie, und Sozialis- zu schmieden. mus gewidmet. Dein ganzes Handeln Die Partei imd die Regierung der und Schaffen ist stets durchdrungen Deutschen Demokratischen Republik von der festen Überzeugung an die haben Dir Aufträge gegeben, die der Kraft der deutschen Arbeiterklasse Förderung der Sache der nationalen und ihre schöpferischen Fähigkeiten. Wiedervereinigung Deutschlands die- In Deiner jahrzehntelangen Tätigkeit nen. Du hast als Leiter der Delegain der Arbeiterbewegung hast Du tion der Volkskammer zu den Vermitgeholfen, die Kräfte der Volks- handlungen mit dem Bundestag den massen zu wecken, sie zu führen und Willen der 70 Millionen Deutschen sie mit der Wissenschaft des Sozia- nadi nationaler Eii.heit imd Frielismus zu vereinen. densvertrag ausgesprochen und ihre Als die Nacht des Faschismus über Fordenmgen vertreten. Deine großen das deutsche Volk hereingebrochen Erfahnmgen und Kenntnisse dienen war, vvar, hast nasx Du jju unter narten harten Bedingun' Beaingun- uem dem friedlichen inetuiuieii .«.uiuau Aufbau emes eines eili- eingen den Widerstand organisiert und" heitlicäien, demokratischen Deutschnach Deiner Flucht aus dem faschisti- land. sehen Kerker unter Einsatz Deines Lebens für die Vernichtung des Faschismus und seines verbrecherischen Krieges unentwegt gekämpft. Deine Treue zur Partei Lenins und Stalins, zur KPdSU, Deine feste Verbundenheit zur Sowjetunion hast Du auf allen Dir anvertrauten Funktionen und zu allen Zeiten bewiesen. In Wir -wünschen Dir, teurer Genosse Matern, nodi viele Jahre der Gesundheit und der weiteren frudhtbringenden Arbeit zum Wohle unseres Vaterlandes für den Sieg der gerechten Sache der Arbeiterklasse und unseres Volkes. Zentralkomitee der Sozialistiscfaen Einheitspartei Deutscidands." Deiner ganzen Arbeit vereinen sich litnniniiiiiniünniiilfniniiiiHniiiiiMiniiiiiiiiimiintiiiiiiuiimitiKuiiiimmiitdiiimiiitintnMiiiiimiiniuitiiinmuililiUlitmiititiiiimiiimuliiiHinuilfl Rückkehrerstrom nimmt ständig zu (LR). Erst wenige Tag.? sind seit der Veröffentlichung der Beschlüsse des Politbüros der SED und des Ministerrates der DDR zur Verbesserung der Lebenslage aller Schichten der Bevölkerung und zur Festigung der demokratischen Gesetzlichkeit vergangen, und schon zeigen sich überall die ersten Auswirkungen. Die Zahl der Rückkehrer aus Westdeutschland und Westberlin nimmt ständig zu. Allein in der Rückkehrersteile in Berlin-Mitte meldeten sich am 11., 12. und 13. Juni insgesamt 70 Personen (Kinder unter 15 Jahren nicht mit eingerechnet). Am Montag waren es allein 45 Personen, die ihre Wiederaufnahme beantragten. Inge Roduba aus Kobeln (Kreis Weißwasser) kehrte auch in ihre Heimat zurück. 1951 war sie. durch Einflüsterungen volksfeindlicher Elemente ermuntert, aus famil liren Gründen nach dem „Goldenen Westen" gegangen. An Stelle des „Glücks", das sie dort machen wollte, fand sie nur Not, Arbeit.'^Iosigkeit und bittere Enttäuschung vor. Wochen verbrachte sie in den „herr- lichen" Auffanglagern, in denen Not, Elend und menschenunwürdige Verhältnisse herrschten. „Mit Worten", so sagte sie uns, „ist gar nicht auszudrüc;ken, unter welchen Bedingungen wir hausen mußten." Die Arbeit war eines der schwierigsten Probleme. Wo sie hinkam, sah sie das gleiche Bild: Arbeitslosigkeit, herumlungernde, verwahrloste Jugend, volle Schaufenster, aber kein Geld. Auf der anderen Seite präsentierten sich Luxus, protzige Geschäftsbauten usw. Was konnte sie sich für die 30 D-Mark kaufen, die sie durch schwere Arbeit in einer kleinen Landwirtschaft verdiente? Fast nichts. Aber Kleidung braucht der Mensch schließlich auch. Um die soziale Fürsorge .macht man sich drüben wenig Gedanken. Inge erkannte, daß der Westen nicht golden, sondern vielmehr braun ist. Trotz aller Hetz- und Falschmeldungen über die DDR kehrte sie in die DDR zurück und hilft jetzt als Einträgerin in der Glasfabrik „Bärenhütte", ein neues und schöneres Leben aufzubauen.

Leserreisen Winter/Frühjahr 2018/19
PLANBAR 2018
Bauzentrum ELG Calau
Kultikk vom 02. – 15. August 2018
Kultikk Juli/August 2018