DMG-informiert 3/2018

dmginterpersonal

Spannende und bewegende Missionsberichte aus aller Welt. Unsere Mitarbeiter sind rund um den Globus im Einsatz, damit Menschen Gott begegnen. Thema dieser Ausgabe: Unerreicht

informiert

Berichte aus der weltweiten Mission | www.DMGint.de | Nr. 3/2018

UNERREICHT

VOLKSGRUPPEN. MENSCHEN. DEINE ZIELE. GOTT?


EDITORIAL

Liebe Freunde,

Das Thema unserer Zeitschrift heißt: „Unerreicht.“

Was meinen wir denn eigentlich damit?

Mir fällt mein Vater ein. Er hörte jeden Tag die Radiosendungen

von ERF-Medien. Ich selbst fand durchs

Bibellesen zum Glauben. Innerlich spürte ich sofort die

unbändige Freude, allen davon zu erzählen wie Jesus

rettet. Aber mein Vater sagte nur: „Ich kann mir gar

nicht vorstellen, dass irgendjemand auf dieser Welt

noch nichts von Gott, Jesus Christus und dem Kreuz

gehört hat.“

Doch spätestens jetzt, wo wir in Europa so viele

Flüchtlinge unter uns haben, merken wir, dass noch viele

nichts vom Retter Jesus gehört haben und unerreicht

sind. Ja, selbst unsere deutschen Nachbarn sind unerreichter

denn je. Wer das Evangelium nicht in einer für

ihn verständlichen Weise gehört hat, ist meines Erachtens

unerreicht. Er weiß nicht wohin mit seiner Schuld,

Schande, Angst und Unreinheit. Er wird sie im letzten

Gericht selbst tragen müssen und ein schlimmes Urteil

erwarten: die ewige Verlorenheit in Gottesferne, von

der Jesus spricht (zum Beispiel in Matthäus 5,29).

Wie können diese Unerreichten gerettet werden?

Durch Glauben. Wie können sie glauben, ohne den, der

ihnen die gute Botschaft bringt? Deshalb brauchen uns

die Unerreichten. Deshalb zögern wir

nicht und bringen uns motiviert in den

Rettungsauftrag Gottes ein. Es lohnt

sich!

Matthias Knödler

Personalleiter Deutschland

Veranstaltungen

auf dem Buchenauerhof

74889 Sinsheim // Info-Tel.: 07265 959-0

21–22.07.2018 JuMi – Jugend-Missions-Event

19.08.2018 Gebetssonntag „Europa“

23.09.2018 Herbstmissionsfest

In Ihrer Nähe

Genauere Infos: www.DMGint.de/Gemeinde-Events

24.06.2018 Missionstag Pfalz

in 67433 Neustadt/Weinstraße

30.06.–01.07.2018 Missionstage in 95369 Kulmbach

01.–05.08.2018 Infostand bei der Allianzkonferenz

in 07422 Bad Blankenburg

02.09.2018 Missionstag in 35232 Buchenau

08.–09.09.2018 Missionstage in 38422 Wolfsburg

07.–12.10.2018

Missionsfreizeit Henhöferheim

Den schönen Schwarzwald und Berichte aus dem

Einsatz von DMG-Missionaren genießen, Bibelzeiten,

Gebet für die Mission, Wandern, Baden, Zeit zur Stille,

zum Entspannen, zum Ausruhen … Ab 244 Euro.

Anmeldung beim Veranstalter:

Henhöferheim, Wallfahrtstr. 70

76332 Bad Herrenalb-Neusatz

E-Mail: info@henhoeferheim.de

oder Tel. 07083 2385

INHALT

BITTE BETEN SIE MIT

VERANSTALTUNGEN...........S.2–3+24

INTERVIEW LEHMANN.........

S.18–19

BERICHTE

EUROPA........................... S.4–9

ASIEN....................... S.10,14–16

AFRIKA......................... S.16–20

AMERIKA................... S.11,20–23

BIBELARBEIT.......................S.11–14

MISSIONARE UNTERWEGS...........S.7

STELLENANGEBOTE.................. S.24

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Seminare & Freizeiten auf

74889 Sinsheim // Info-Tel.: 07265 959-0 // www.DMGint.de/Freizeiten

dem Buchenauerhof

13.–15.09.2018

Fachtagung für missionarisch-wirtschaftliche Synergien

Mission, wo besondere Wege erforderlich sind:

In Ländern mit eingeschränkter Religionsfreiheit

Eine Tagung von DMG, AEM,

Frontiers, VM, people international,

OMF, To All Nations. Für

Unternehmer und Missionswerke.

Info und Anmeldung:

Seminar@DMGint.de

oder Tel. 07265 959-0

11.–18.08.2018

Auszeit mit Inhalt (Buchenauerhof)

Urlaubstage für Erholungssuchende

mit Ausflügen, Seminar angeboten

und Entspannung. Bibelarbeiten mit

Pfr. Günther Beck, DMG. Thema:

Gute Aussichten.

EZ (mit Dusche+WC): 429 Euro

EZ (Etagendusche/-WC): 387 Euro

DZ (mit Dusche+WC): 387 Euro

Info und Anmeldung:

www.auszeit-mit-inhalt.de

Doris Keller, Tel. 07135 963713

oder E-Mail: doris.keller@t-online.de

05.–23.11.2018

Intensivseminar: Kinder- und Jugendarbeit (Teil 1)

2 x 3 Schulungswochen, wie Sie Kinder für Jesus gewinnen

(die zweite Einheit findet vom 04.–22.02.2019 statt).

Info und Anmeldung:

info@kids-team.de

oder Tel. 0721 6607884

www.kids-team.de

Eine Scheune,

viele Gebete

Zur DMG-Heimatzentrale gehört

auch diese riesige, baufällige, uralte,

denkmalgeschützte Scheune. Schon lange

überlegen wir, was aus dem Gebäude

werden kann. Zunächst benötigen wir

Weisheit und bitten Sie um Ihr Gebet

dafür. Wirklich nur Gebet – sonst nichts!

DMG-informiert | 3 | 2018

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DEUTSCHLAND / SÜDSUDAN

NEU: GAMIL UND DOAA /

P10908

EINE

UNGLAUBLICHE

GESCHICHTE

Gamil und Doaa sind in einem

Vorbereitungspraktikum der

DMG. Wie das arabische Ehepaar

nach Deutschland und zu uns kam?

Ein Bericht von Theo Volland:

„Das gibt’s nicht!“, denkt die gläubige

Übersetzerin einer Freien ev. Gemeinde

in Rheinland-Pfalz. Staunend

sitzt sie einem arabischen Ehepaar aus

dem örtlichen Erstaufnahmelager gegenüber

und hört deren unglaubliche

Geschichte. Doaa ist 34 Jahre alt und

stammt aus Galiläa in Israel, ihr Mann

Gamil ist 48 und Ägypter. „Wir sind

Missionare“, erklären die beiden der

verblüfften Christin, die ihnen vorher

an diesem Sonntag den Gottesdienst

übersetzt hat. „Wir haben im Südsudan

in einem unerreichten Volk christliche

Gemeinden gegründet“. Araber

als Missionare? Und Flüchtlinge? „Wie

geht das denn zusammen?“, überlegt

die verblüffte Deutsche.

Gamil stammt aus Alexandria, seine

Mutter war Witwe und überzeugte

Christin. „Sie hat viel für mich gebetet“,

erzählt er. „Als junger

Erwachsener im

Militärdienst wollte

ich nichts mehr vom

Glauben meiner

Familie wissen.“ Doch

sein Bruder lud ihn

immer wieder in die

Gemeinde in Alexandria

ein. „Einmal im Urlaub bin ich

aus Neugier mitgegangen“, lächelt er.

„Weder der Lobpreis, noch die Predigt

haben mich angesprochen. Doch dann

legte ein Mann mir seine Hand auf die

Bei einer Missionskonferenz,

die versteckt stattfand,

hörte Gamil von

den Milliarden Menschen

weltweit, die Jesus noch

nicht kennen.

Schulter und betete für mich. In diesem

Moment hat Jesus mein Herz erneuert.“

Gamil empfand bei dem Gebet eine

unbeschreibliche Liebe und Freude. „Ich

war völlig verändert danach“, sagt er.

Die Glaubensfreude hielt an, das

merkten alle in Gamils Kompanie. Seine

Freunde und Kameraden fragten, was

ihn so verändert hatte. Fröhlich bezeugte

er ihnen Jesus. Als Gamils Militärdienst

endete, begann er, auch zu Hause

überall offen von Jesus zu reden, selbst

in den Straßen. Seine Motivation damals

wie heute: „Ich möchte, dass jeder die

Freude kennenlernt, wie nur Jesus sie

schenkt.“ Von da ab ging Gamil gerne in

die Gottesdienste in seiner Heimat und

brachte sich als Mitarbeiter ein.

Der junge Ägypter studierte Management

und gründete eine erfolgreiche

Firma, die Plastikteile produzierte. Eines

Tages besuchte er eine Missionskonferenz,

die versteckt stattfand,

um kein Ziel für

Terroristen abzugeben.

Hier hörte Gamil von

den Milliarden Menschen

und mehr als 1.000 Völkern

rund um die Erde,

die Jesus nicht kennen.

Die Not der Verlorenen

traf ihn mitten ins Herz. Ein Missionar

erzählte von den Nuba im südlichen

Nachbarland Sudan, wo es 99 Volksgruppen

ohne eine einzige Gemeinde

gab. Das Team des Missionars war überfallen

worden, manche verletzt, andere

getötet. „Durch seinen Bericht sprach

Gott direkt zu mir“, erzählt Gamil. „Ich

spürte, dass ich in die Nuba-Berge sollte,

um von Jesus weiterzusagen.“

Vier Jahre nacheinander nahm der

Jung unternehmer jeweils zwei Monate

frei, um sudanesischen Bergvölkern die

gute Botschaft zu bringen. Seine Einsätze

waren gesegnet: „Zu einer Evangelisation

kam ein alter Mann, der mich in sein

Volk mitnehmen wollte. Der Weg war

weit, steil und gefährlich, zuerst wollte

ich nicht. ‚Du musst aber mitkommen‘,

sagte der 80-Jährige zu ihm. ‚Mein Volk

will deinen Gott kennenlernen. Wenn es

gefährlich wird, trage ich dich eigenhändig

den Berg hinauf.‘“ Die Worte

beeindruckten Gamil so sehr, dass er

schließlich mitging …

Sie kletterten über Steilhänge und Abgründe

immer höher hinauf. Im Dorf des

Alten zeigte Gamil mehrere Tage den

Jesus-Film vor insgesamt über 500 Zuschauern.

Am Ende hielten die Dorfältesten

eine Versammlung ab und entschieden

gemeinsam, künftig den Jesus-Weg

zu gehen. Strahlend berichtet Gamil

seine ersten Erfahrungen in Mission. Er

war so angetan von Gottes Handeln im

Sudan, dass er 2007 seine Anteile an der

Firma verkaufte, um Vollzeitmissionar zu

werden.

Bereits im Jahr darauf schien sich alles

wieder zu zerschlagen. Der Sudan untersagte

Ausländern Reisen in die Nuba-Ber-

4 DMG-informiert | 3 | 2018


Doaa und Gamil

Im Südsudan

ge, ägyptische Christen konnten nicht

mehr in diese Region. War alles umsonst

gewesen? „Ich betete wochenlang und

Gott antwortete“, sagt Gamil. 2011

teilte sich der Sudan in zwei Länder. Im

Süden standen plötzlich alle Türen offen.

„So sandte meine Gemeinde in Alexandria

mich als ihren Missionar in den Südsudan.“

Von 2012 bis 2016 arbeitete Gamil

in der Region Western Bahr el Gazal in

einem verstreut im Urwald lebenden

Volk, bei Menschen, die noch nie zuvor

von Jesus gehört hatten. Hier gründete

er 22 christliche Gemeinden.

„Wir haben viele Wunder erlebt“,

strahlt Gamil. Einmal kam eine verzweifelte

Frau auf ihn zu und erzählte,

dass fünf ihrer Kinder bereits als Babys

gestorben waren, weil sie nicht stillen

konnte. Jedes ihrer Kinder war an Mangelernährung

gestorben, weil sie als Mutter

einfach keine Milch für ihre Kinder

hatte. Sie sorgte sich so um den kleinen,

abgemagerten Säugling in ihrem Arm.

Würde sie diesmal ihr Kind stillen können,

würde es überleben? Zu dieser Zeit

war es heiß und trocken, auch die Tiere

der Gegend gaben keine Milch mehr.

Verzweifelt bat die Frau Gamil um Hilfe.

„Was sollte ich tun? Ich hatte nichts, was

ihr helfen konnte. Also betete ich für sie,

danach reisten wir weiter.“

Wie Gott dieses Gebet beantwortet

hat, bewegt den arabischen Missionar

bis heute: „Eine Woche später kam ich

in dieses Dorf zurück und alle haben

mich freudig erwartet. Ganz vorne saß

die Mama und stillte glücklich ihr Kind.“

Jesus hatte sie geheilt. Nach dem offensichtlichen

Wunder wollten alle in dieser

Gegend meinen Gott kennenlernen. So

entstand die erste Gemeinde dort.

2013 lernte Gamil in der südsudanesischen

Hauptstadt Juba seine Frau Doaa

kennen, eine junge Araberin aus Galiläa

in Israel. Doaa kam wie er aus gläubigem

Elternhaus. Sie hatte Psychologie

studiert und war in ihrer Heimat Israel

Beraterin für Eltern und Erzieherinnen.

Auch ihr liegen die unerreichten Völker

am Herzen. Eine Freundin

hatte ihr zu einem

dreimonatigen Einsatz

im Südsudan geraten,

wo sie in einem Waisenheim

mithalf. Die

Not der Straßenkinder,

besonders der vielen

Mädchen, die Traumatisches

erlebt hatten, berührte sie tief.

Bei ihrem zweiten Einsatz verlobten sich

Doaa und Gamil, 2015 heirateten sie

schließlich. Gemeinsam wollten sie als

Missionare im Südsudan bleiben.

Leider brach 2016 in ihrer Region rund

um die Stadt Wau ein schwerer Stammeskonflikt

aus. „Direkt bei unserem

Haus wurde geschossen, Bomben fielen,

wir mussten weg!“ Zunächst flohen

Doaa und Gamil in die Nachbarstadt, als

der Krieg sie auch dort wieder einholte,

weiter nach Jordanien, wo sie Visa für

einen Monat erhielten. Eigentlich wollten

sie nach Hause, nach Ägypten oder

Israel, doch beide Staaten ließen sie nicht

gemeinsam einreisen. Was sollten sie

tun? Wo war ihre gemeinsame Heimat?

Das geschah Ende 2016, als die Flüchtlingswelle

nach Deutschland in aller

Munde war. Verzweifelt entschied das

arabische Missionarsehepaar, eine neue

gemeinsame Heimat in Europa zu suchen

und bestieg ein Flugzeug in Richtung

Deutschland.

Wie es sich anfühlt, wenn man als

Flüchtling in Deutschland ankommt?

Doaa stehen Tränen in den Augen bei

dieser Frage. Ihre Gefühle sind gespalten.

Wie es sich anfühlt, wenn

man als Flüchtling in

Deutschland ankommt?

Doaa stehen Tränen in den

Augen bei dieser Frage. Ihre

Gefühle sind gespalten.

Es war unglaublich schwer für sie als Frau

mit Masterstudium und für ihren Mann,

einen ehemaligen Unternehmer, plötzlich

nur noch ein Niemand zu sein. Für

viele Deutsche waren sie unerwünschte

Fremde. „Die Sprache ist schwer“, sagen

sie, dabei sprechen

beide gut Deutsch und

verstehen fast alles.

Andererseits staunen

sie über die Liebe

der vielen deutschen

Helfer, die sich uneigennützig

für sie engagiert

haben. „Wir beten vor

allem für die lieben Leute darunter, die

noch keine Christen sind, dass sie Jesus

kennenlernen“, das ist Gamil und Doaa

wirklich wichtig.

Sie haben in der Freien ev. Gemeinde

in Kusel ein Zuhause gefunden und im

zurückliegenden Jahr vielen Einwanderern

und Deutschen das Evangelium

erklärt. Schließlich sind sie auch hier Missionare

und ihre Muttersprache Arabisch

ist ein Geschenk Gottes, um Flüchtlingen

von Jesus weiterzusagen.

Beim Hören ihrer Geschichte kommt

der Übersetzerin aus der Gemeinde die

Idee, bei der DMG anzurufen und uns

von Gamil und Doaa zu erzählen. Ein

Anruf, der Großes bewegt: Gegenwärtig

absolvieren die beiden ein Vorbereitungspraktikum

der DMG. Das Ziel ist, wenn

ihr Asylantrag genehmigt wird, dass sie

als DMG-Mitarbeiter teils Geflüchteten

in Deutschland helfen und ansonsten in

der Trockenzeit im Südsudan in einem

unerreichten Volk Gemeinden gründen.

Gerne können Sie das arabische Missionarsehepaar

in ihre Gemeinde einladen,

um sie näher kennenzulernen, und mit

Gebet und Spenden unterstützen.

DMG-informiert | 3 | 2018

5


HEIMATZENTRALE

EUROPA

DEUTSCHLAND

Nie hätte

ich gedacht …

dass ich einmal in einer christlichen

Organisation wie der DMG

arbeite! Ich hatte immer gehofft, Gott

käme nie auf die Idee, gerade mich in

die Mission zu schicken.

Nach einem dualen Studium der Betriebswirtschaft

mit Fachrichtung Bank

habe ich mich mit Elan ins Berufsleben

gestürzt und war einige Jahre Leiterin

der Kreditverwaltung. Erleichtert

stellte ich fest, dass der befürchtete

Ruf Gottes ausblieb. Es folgten 17 Jahre

Familienpause, eine gesegnete Zeit, in

der ich mich in unsere Kinder und Gemeinde

investieren konnte. Die ersten

Kontakte zur DMG entstanden gerade,

als ich darüber betete, wieder in den

Beruf einzusteigen.

Am ersten Arbeitstag überraschte

Gott mich mit einem besonderen

Erlebnis: Früher war ich oben in der

Hierarchie und in wesentliche Entscheidungsprozesse

eingebunden. Nun

hatte ich bewusst entschieden, meine

Karriereplanung hintenan zu stellen

und anderen zu dienen. In den ersten

Minuten im Personalbüro händigte

mir die Kollegin das Organigramm der

DMG aus mit der Bemerkung: „Bei uns

ist das andersherum, die Leitung steht

unten, um ihre dienende Funktion auszudrücken.“

Das war wie ein Willkommen

von Gott persönlich, dass ich bei

der DMG richtig bin.

Genauso freundlich nahmen mich

die Mitarbeiter auf. Heute darf ich Teil

dieses wunderbaren Teams sein und bin

zuständig für die Verwaltung des Gästebetriebes

sowie der Seminare und Freizeiten,

die wir auf dem Buchenauerhof

anbieten. Ich bin begeistert über die

Vielfalt meines Aufgabengebietes und

dankbar für Gottes Führung. Es lohnt

sich, ihm zu vertrauen. Hebräer 10,36

begleitet mich seit Jahren und bewahrheitet

sich immer wieder neu.

Werft euer Vertrauen nicht weg;

denn eine große Belohnung wartet

auf euch, wenn ihr

treu bleibt.

Hebräer 10,35

Gibt es No-Go-

Areas in Berlin?

Diese Frage höre ich öfters von

Freunden. Eine „No-Go-Area“

ist ein Stadtviertel, in das man aus Sicherheitsgründen

nicht hineinspaziert,

wenn man nicht überfallen werden will.

Es gibt tatsächlich Paketzusteller, die in

der Bundeshauptstadt ganze Straßenzüge

meiden. Für mich jedoch gibt es

keine No-Go-Areas! Ich bin als Beter

und Botschafter von Jesus überall in

Berlin unterwegs, selbst in Europas

größter Dealerzone. Wenn ich in

diesen Straßen stehen bleibe, bietet

man mir sofort Drogen an. Trotzdem

gehe ich immer wieder dort entlang

und bete für die Dealer und meine

Kollegen, die unter Drogensüchtigen

arbeiten, um ihnen von der Hoffnung

in Jesus zu erzählen.

Mir scheint, dass wir Christen

„No-Go-Areas“ haben. Immer wieder

gehe ich in Moscheen und komme ins

Gespräch über Gott und Jesus. An

einem Freitag nach dem Mittagsgebet

sitze ich auf dem Boden einer Moschee.

Der Teppichboden ist wie üblich

Richtung Mekka ausgerichtet. Es ist ein

schlichtes Gebäude, aber zum Mittagsgebet

sind die meisten Moscheen hier

voll. Man sieht, dass viel in Handarbeit

mit Liebe ausgebaut worden ist. Mit

einigen Türken bin ich im Gespräch.

Ich lerne verschiedene Seiten des Islam

kennen. Meinen Gesprächspartnern

erzähle ich biblische Geschichten. Ich

gehe auf ihr Opferfest ein und wie Abraham

seinen Sohn opfern sollte. Und

ich bezeuge meine Glauben an Jesus,

das Opferlamm Gottes, das die Sünde

der Welt trägt.

Ich bin überrascht, wie häufig ich als

Antwort bekomme, jeder habe halt

seinen Glauben und das sei gut so.

Früher in Zentralasien habe ich das

seltener erlebt. Eine andere Antwort

freut mich auch regelmäßig: „Herzlich

Willkommen bei uns!“ An diesem

Freitag höre ich den Satz: „Unsere

Türen sind für Deutsche immer

offen, aber es kommt keiner!“ Mir

scheint, dass viele Christen Moscheen

als No-Go-Area betrachten und

das Gespräch mit Muslimen meiden.

Im April besuche ich eine Ausstellung

über die 280-jährige Geschichte

einer christlichen Gemeinde. In ihrer

Ausstellung beeindruckt mich, wie

sie früher Missionare in alle Welt

geschickt haben. Die Gemeinde ist

in dem Stadtteil Berlins mit den

meisten Einwanderern, vor allem

Türken und Arabern. Ich stelle einer

Leiterin die Frage: „Machen sie heute

hier in diesem Stadtteil auch Mission,

schließlich haben sie ja früher Missionare

in alle Welt gesandt.“ Entsetzt

antwortet sie: „Nein, das wäre ja ein

Unding!“ Sowas tut weh, denn gerade

die Türken in ihrem Viertel sind eine

der größten noch weitgehend unerreichten

Volksgruppen überhaupt.

TIPP:

Informieren Sie sich über

unerreichte Völker:

Eine hervorragende

Internetseite mit

Informationen zu

5.400 Volksgruppen ist:

www.etnopedia.org

Gebetsinformationen

finden Sie hier:

www.joshuaproject.net/

pray/cards

6

NEU: Tanja Straub

P51092

Friedhelm und Jani Wölfert

P10856


DEUTSCHLAND

Klein,

zerbrechlich

und schön!

Hamburg, die zweitgrößte Stadt

Deutschlands, hat eine Vielzahl

christlicher Gemeinden jeder Art. Wer

hierher zieht, hat freie Wahl. Etwas

anders sieht es im Stadtteil Wilhelmsburg

aus, einem sozialen Brennpunkt mit

55.000 Einwohnern. In Wilhelmsburg

gibt es nur eine handvoll Gemeinden,

alle ziemlich klein, manche drohen zu

zerbrechen.

Christen in Wilhelmsburg haben mit

Ablehnung zu kämpfen: „Die Lichtinsel?“,

fragt mich eine Frau empört. „Das

ist doch was Christliches?“ Ich bejahe.

Schimpfend geht sie weiter. Schlimm

sei, was wir machen.

Wir würden die

Kinder von der Straße

holen – was immer

sie auch damit meint.

Eigentlich bin ich hier,

um Flüchtlingen und

Migranten zu helfen

und ihnen Jesus nahezubringen.

Aber wenn

ich unser Stadtviertel so betrachte, sind

die am wenigsten Erreichten eigentlich

die Deutschen.

Auf unseren vierteljährlichen Kinderpartys,

bei denen es auch um Jesus geht,

sind es in der Regel Deutsche, die unsere

Arbeit kritisch betrachten. Die 150 Kinder

und viele ihrer Eltern genießen das

Fest dennoch jedesmal. Wir wollen ihnen

eine sinnvolle, schöne Zeit bereiten

und sie mit Gottes Liebe beschenken.

Ich staune, wieviele helfende Hände wir

immer zur Verfügung haben.

Ein Mädchen fragt, wer

Maria ist? Ein Junge will

wissen, welcher Religion

ich angehöre? Ob Jona

wirklich im Bauch eines

Fisches war? Ich staune

über ihre Fragen.

Auch Kinder aus den Flüchtlingsheimen

sind dabei. Einmal die Woche gehe

ich zu ihnen und wir malen zusammen.

Die Kinder beschäftigt, was in Deutschland

so alles passiert und was wir glauben.

Ein Mädchen fragt, wer Maria ist?

Ein Junge will wissen, welcher Religion

ich angehöre? Ob Jona wirklich im Bauch

eines Fisches war? Ich staune über ihre

Fragen. Die Kinder wollen sie mit so

einer Ernsthaftigkeit beantwortet haben,

das habe ich nie zuvor erlebt.

Sind es nun die Deutschen, mit denen

ich selbstverständlich zu tun habe, denen

ich durch meine Arbeit Gottes Liebe

bringe, oder mehr die

Migranten? Egal, Gott

sendet mich zu denen,

die ihm am Herzen

liegen, und Wilhelmsburg

ist der passende

Stadtteil dafür. Unser

kleines Team und eine

Handvoll Christen aus

örtlichen Gemeinden

bringen Licht ins Viertel. Mich ermutigt,

dass Gott schon vor mir hier war und ich

auf Menschen treffe, die seine Botschafter

sein möchten.

Manche sind wieder gegangen, weil es

in den großen Citygemeinden entspannter

zugeht und man weniger schief angesehen

wird. Für mich ist es ein Privileg,

genau hier Gott und den Menschen zu

dienen. Selbst wenn es Kraft kostet und

die Person im Gottesdienst neben mir

meist ziemlich anders ist als ich.

Stefanie Saß

P10612

DMG-informiert | 3 | 2018

7


EUROPA

SPANIEN

Weil „meine“ Jugendlichen

mich senden

Egal was ich im Interview gefragt

werde, ich werde nicht auf der

Bühne heulen! Das ist mein fester Vorsatz

für diesen Abend; mein Abschied

im D16, der Jugendarbeit in Gießen, bei

der ich seit zwölf Jahren mitarbeite. Den

ganzen Tag habe ich schon Bauchweh,

diesen Termin hätte ich gerne übersprungen.

Gleichzeitig freue ich mich

auch unglaublich darauf. Heute kann ich

allen erzählen, wie Jesus verändert und

prägt; wie er das in meinem Leben getan

hat und wo er mich jetzt hinführt.

Torsten, unser Pastor, ruft mich auf

die Bühne und kündigt an, dass ich die

nächsten Monate nicht mehr so häufig

im D16 sein werde und ich doch mal erzählen

soll, warum. Das ist noch einfach:

„Ich habe das Gefühl, dass Gott mich in

einem anderen Land haben möchte, dass

ich jungen Menschen dort von ihm und

seinem Wort erzählen soll. Nach einigen

Gebeten und Gesprächen hat sich

Cáceres im Westen Spaniens für mich

herauskristallisiert. Deshalb gehe ich

jetzt auf ‚Fortbildung‘ zum christlichen

Missions- und Hilfswerk DMG auf den

Buchenauerhof, wo ich lerne, wie man

Missionar wird.“

Puh, es ist raus, der Anfang ist

gemacht. 70 Augenpaare schauen mich

teils fröhlich, teils gelangweilt an – wir

reden hier schließlich von Jugendlichen.

Nächste Frage: „Wie geht es dir aktuell

damit? Freust du dich? Hast du Angst?

Fällt es dir schwer?“ Okay, die Antwort

darauf hab ich lange geübt:

„Ich freue mich total, dass es endlich

losgeht. Aber ich habe auch voll Schiss,

weil ich überhaupt nicht weiß, wie meine

nächsten Wochen konkret aussehen. Bisher

hatte ich einen normalen Bürojob,

da war klar, was jeden Tag passiert. Aber

jetzt? Was genau lerne ich im Vorbereitungsseminar

der DMG? Werden meine

Fragen beantwortet? Werde ich gewappnet

sein für den Reisedienst? Was ist das

überhaupt: Reisedienst? Ich weiß, das

hat mit Finanzen zu tun. Meine künftige

Arbeit wird nicht bezahlt, wie andere

Jobs. Stattdessen werde ich von vielen

einzelnen Menschen gesponsert, die

Geld für mich und mein Projekt spenden.

Da sind wir gleich bei der nächsten

großen Angst: Kann ich so auf Gott

vertrauen? Ich habe alle Sicherheiten aufgegeben:

einen festen,

gut bezahlten Job mit

netten Kollegen und

super Chefs, meine

gewohnte Umgebung

und meinen Tagesablauf.

Bald habe ich

noch nicht mal mehr

Geld? Das macht mir schon Angst …

‚Das wird schon‘, sagen viele. ‚Du musst

nur auf Gott vertrauen‘ Klar! Ist ja auch

super einfach, wenn man ein volles Bankkonto

hat! Aber ohne? Andererseits ist

es auch DIE Möglichkeit, Gott wirken zu

lassen. Deshalb freue ich mich auf meine

Sabina („Bini“) hat

Biologie studiert und liebt

Jugendarbeit aller Art.

Ihr Weg führt sie

nach Spanien.

Zukunft. Wenn ich Gott die Kontrolle

komplett überlasse, macht ER was sehr

viel Besseres aus meiner Situation, als ich

kleine Perfektionistin es jemals organisieren

könnte.“

Gut, das war jetzt emotional, aber

auch geschafft! Nächste Frage: „Wieso

machst du das? Was hat dich dazu

gebracht? Spielt D16 dabei eine Rolle?“

Jetzt muss ich ein bisschen schlucken:

„Natürlich spielt D16 eine Rolle! Hier

hat alles angefangen, hier durfte ich lernen

und meine Begabungen entdecken …

Am Anfang bin ich natürlich nur gekommen,

weil es cool ist, weil hier meine

Freunde sind und ich mitarbeiten konnte.

Irgendwann habe ich gehört, dass wir

Gott bitten sollen, uns so zu verändern,

wie ER uns haben möchte. Das habe

ich getan und Gott hat ganze Arbeit

geleistet! Ich wollte nicht mehr nur zum

Freunde treffen kommen, sondern selbst

Freundin und große Schwester für euch

Jugendliche sein. Heute seid ihr von der

Gemeinde und D16 meine Geschwister

und Familie! Jesus will aber, dass noch

mehr Leute von ihm hören, auch in anderen

Ländern. Ich dachte an Westeuropa,

an eine Stadt und Jugend arbeit. Ich bin

rumgereist, habe verschiedene Projekte

besucht und mein Herz ist in Spanien

hängengeblieben: in Cáceres, einer Stadt

mit 100.000 Einwohnern

und 30.000

Studenten. Aber auch

einer Stadt mit weniger

als 0,1 Prozent

gläubigen Christen.

Klingt jetzt komisch,

ist ja schließlich Spanien

und nicht irgendwo im Busch, aber es

ist tatsächlich so. Spanien ist zwar stark

katholisch, aber die meisten Menschen

sind die üblichen Weihnachts- und

Osterkirchgänger wie in Deutschland.

Manche besuchen die Messe, weil es

Tradition ist. Doch auf die Frage, ob sie

8

NEU: Sabina Höll

P10907

DMG-informiert | 3 | 2018


ITALIEN

an Gott glauben, antworten

viele mit: ‚Nein!‘ Besonders

junge Leute. Sie haben sich

nicht nur von der Kirche

verabschiedet, manche von

ihnen haben keine Ahnung

mehr, wer Jesus ist! Das

macht mich echt traurig.

Ich wünsche mir, dass sie

wenigstens die Chance

bekommen zu hören, dass

Jesus sie lieb hat!“

Check! Auch diese Frage

ist geschafft. Es war hart,

aber noch blieben die

Tränen drin. Jetzt ergänzt

Torsten, was ich in meiner

Aufregung vergessen habe:

Dass wir uns Zusammenarbeit

wünschen und sich

Jugendliche aus Spanien und

Deutschland kennenlernen,

besuchen und voneinander

lernen. Da kommen sie, die

Tränen. Es wird totenstill

im Raum, alle schauen mich

verwundert an. „Krass, Bini

weint“, lese ich in ihren Gesichtern.

Weil ich mir das,

was Torsten gerade erzählt

hat, am meisten wünsche:

Dass mich „meine“ Jugendlichen

besuchen kommen.

Damit ich sie wiedersehen

kann und erlebe wie sie

sich weiterentwickeln, was

sie mit Gott erleben. Am

meisten wünsche ich mir,

dass sie entdecken, wie cool

es ist, von Jesus weiterzusagen.

Von Jesus erzählen

kann ein ganz natürlicher

Teil ihres Lebens sein – egal

ob in Spanien, Deutschland

oder sonstwo auf der Welt.

Torsten ruft einige

Mitarbeiter auf die Bühne.

Sie beten für mich, ich muss

immer noch weinen. Jetzt,

weil ich so stolz auf sie bin!

Ich habe jahrelang miterlebt,

wie sie „groß“ geworden

sind, und konnte ihnen

helfen, die ersten Schritte

mit Jesus zu gehen. Jetzt

sind die Rollen vertauscht.

Jetzt beten SIE für mich und

senden mich aus! Was gibt

es Schöneres? Sie machen

mir Mut und Freude. Weil

ich mir das auch für Spanien

wünsche: dass Jugendliche

„groß“ werden mit Jesus.

Mario

Carlomagno

Großbaustelle in Faenza

Beim Stadtfest von Faenza im April

reihten wir als Comunità Cristiana

Evangelica uns in die Serie der Veranstaltungen

mit ein und boten Eltern und

Kindern den Bau einer LEGO ® -Stadt

an. Mit Hilfe von kids-team, dem Zweig

für christliche Kinderarbeit der DMG,

haben wir fünf Tage lang mit Kindern

und Erwachsenen Lego gebaut und aus

tausenden Steinen eine Stadtlandschaft

entwickelt. Was für ein Spaß!

Die Stadtverwaltung hatte uns einen

Raum zur Verfügung gestellt, in dem wir

auf einer Länge von 15 Metern bauen

konnten. Elf Schulklassen arbeiteten mit

und sahen zudem eine Ausstellung biblischer

Geschichten. Manchmal waren die

Teilnehmer kaum von ihren Konstruktionen

wegzubekommen, so intensiv waren

sie am Bauen. Ohne Vorgaben durfte

jeder seine Kreativität ausleben und eigene

Ideen verwirklichen. Es entstanden

Wachtürme, Hochhäuser, Gärten und

Fußballplätze. Eine so große Legoaktion

gab es in Faenza noch nie.

Am letzten Tag weihten wir die Legostadt

offiziell ein. Ein Mitglied der Stadtverwaltung

und ich hielten eine Rede.

Wir hatten insgesamt 400 Besucher. Das

Ganze war gute Werbung für unsere Gemeinde

und wir hatten super Gespräche

mit Lehrern, Eltern und Kindern.

Wir von kids-team Karlsruhe

haben den Missionseinsatz bei

Carlomagnos in Italien mitorganisiert.

Luisa und Louisa (unsere zwei Freiwilligen,

FSJ) und ich haben mit dem Auto

und Anhänger mit unserer LEGO ® -Stadt

die Alpen überquert. Der Einsatz in Faenza

war ein besonderes Erlebnis für uns

und Gott hat gesegnet: die Bewahrung

auf den Fahrten, die tolle Gemeinschaft

mit den Missionaren vor Ort und die

Begeisterung von Kindern, Eltern und

Verantwortlichen der Stadt …

Die Legoaktion war ein toller Türöffner

für Marios Gemeinde. Sie konnten

Kontakte knüpfen und vertiefen, im

Regionalfernsehen von der Gemeinde

berichten und viele Gespräche mit Eltern

und Lehrern führen. Es freut uns, wie

viele Kalender, Bibeln und Schriften mitgenommen

wurden. Eine

Lehrerin hat

ihrer ganzen

Klasse einen

Bibelleseplan

ausgeteilt.

Die kids-team

LEGO ® -Stadt

zu Besuch in

Italien

Mario und Annegret Carlomagno

P10089

Stefan und Bettina Greiner

P49500 kids-team

9


ASIEN THAILAND ZENTRALASIEN

Nur einer

von 1.000 Slums


Kirchen sind wie christliche Privatschulen

gut und angesehen,

aber nichts für uns!“, meinte Lung Daa,

ein buddhistischer Nachbar aus dem

Slumviertel, in dem wir damals lebten.

Er dachte, dass nur Leute der besseren

Schichten Bangkoks in christliche

Gemeinden gehen. Die thailändische

Hauptstadt hat acht Millionen Einwohner.

Im Stadtgebiet soll es ungefähr 1.000

Slums mit je 1.000 Menschen geben.

Diese Armenviertel funktionieren wie

kleine Dörfer, meist sind sie durch

Wasserwege, Sümpfe und Mauern klar

von der restlichen Stadt

getrennt.

Viele Slumbewohner

haben von Jesus bislang

allenfalls den Namen

gehört. Denn die Barrieren

und Vorurteile, welche

die Slums von der

Stadt abschotten, halten

auch Christen davon ab,

hineinzukommen und Jesus bekanntzumachen.

Und in Kirchen außerhalb fühlen

sich die Slumbewohner oft nicht wohl.

In den Slums wohnen die Menschen

eng aufeinander. Dass man viel voneinander

weiß, macht es schwer, Interesse an

Jesus zu zeigen. Jeder Nachbar würde es

Familie Böhm kehrt in ein Armenviertel

nach Bangkok zurück

Gott will,

dass alle Menschen

gerettet werden und

zur Erkenntnis der

Wahrheit kommen.

1. Timotheus 2,4

mitbekommen. Wer seine angestammte

Religion verlässt, stört

das Gefüge der Gemeinschaft –

und Harmonie ist ein hoher Wert

in der thailändischen Kultur.

Wir als Familie wollen wieder in

das Armenviertel zurückkehren,

in dem wir schon drei Jahre gelebt

haben. Unser Traum ist, dass wir

unseren Nachbarn gemeinsam mit

thailändischen Christen von Jesus

und seiner Liebe erzählen. Wir

integrieren uns in ein kleines, aber

feines Team, das schon einige Jahre

in Slumvierteln gearbeitet hat. Wir

wollen eine Gemeindegründung

unterstützen, in Partnerschaft

mit Gemeinden von

außerhalb, damit

die Mauern in den

Köpfen und Herzen

fallen.

Ein großer Traum

... für nur ein Armenviertel

von 1.000, die

noch weitgehend unerreicht

sind. Wenn

uns dabei schon das Herz schwer

wird – wie hält Gott es aus, dass

ihn noch so viele Menschen nicht

kennen? Schließlich ist es sein

Wille, „dass alle gerettet werden

und zur Erkenntnis der Wahrheit

kommen“ (1. Tim. 2,4).

Gehörlose

brauchen Jesus

Im April sind wir mit einer Hörgeräteakustikerin

aus Deutschland

unterwegs, um in einem abgelegenen

Gebiet Hörgeschädigte mit guten,

gebrauchten Hörgeräten zu versorgen.

Ein 14-jähriger Junge sitzt vor uns

und wir versuchen, ihm den Hörtest

zu erklären. Er versteht uns nicht.

Wir beginnen, in Gebärden mit ihm zu

reden, auch das versteht er nicht. Der

Vater erklärt uns, dass sein gehörloser

Sohn an eine normale Schule geht, wo

er nicht viel vom Unterricht mitbekommt.

Außer beim Fußballspielen hat

er kaum Kontakt. Eine besonders auf

hörgeschädigte Kinder ausgerichtete

Ausbildung im nahegelegenen Internat

blieb dem Jungen bisher verwehrt. Ob

seine Eltern ahnen, was für Folgen das

fürs Leben ihres Sohnes hat?

Eine Frau aus dem Umfeld unserer

Gemeinde lebt wie er „ohne Sprache“.

Ihre Eltern hatten die Hörgeschädigte

zu gar keiner Schule geschickt. Sie

heiratete einen Mann, der wie sie

gehörlos ist, jedoch die Gebärdensprache

versteht. Die hat er im Internat

für hörgeschädigte Kinder gelernt und

genießt heute seinen Freundes- und

Bekanntenkreis. Nicht so seine Frau.

Vor kurzem bekam ihre neunmonatige

Tochter Fieber und erlitt einen

Schlaganfall. Verwandte kümmern sich

um das Kind. Die entmündigte Mutter

ist verzweifelt und aggressiv. Gerne

würde sie sich selbst um ihre Tochter

kümmern, doch niemand kann ihr

erklären, was passiert ist. Auch ihre

gehörlose Schwägerin, die gläubig ist

und der Mutter hilft, stößt an ihre

Grenzen. Sie würde ihr gerne sagen,

was los ist, ihr Trost spenden und von

Jesus erzählen. Wie soll sie sich nur

verständlich machen?

Der 14-jährige Junge und die

„sprachlose“ Mutter sind leider keine

Einzelfälle. Beten Sie bitte, dass unser

Dienst Gehörlosen aus der Isolation

heraushilft und sie erreichbar werden

für die Gemeinschaft mit Jesus und

Menschen.

Was für eine Freude: Kürzlich sind

die Großeltern zweier Kinder unserem

Rat gefolgt und haben ihre Enkel

an der Schule für Hörgeschädigte

angemeldet.

10

Daniel und Melanie Böhm

P10060

P31001 Gute Nachricht für

Gehörlose


AMERIKA

CHILE

ZUM THEMA

JESUS CHRISTUS UND SEIN EVANGELIUM BLEIBEN

UNERREICHT

Unerreichbar!?

Als ich neun war, stellten die Ärzte

fest, dass ich an Diabetes Typ eins

und Zöliaki (Gluten-Unverträglichkeit)

leide. War das eine Umstellung für mich

und meine Familie! Wir mussten lernen,

mit den Krankheiten umzugehen. Ich

war so von meinen Eltern abhängig. Ab

da konnte ich nicht mehr einfach bei

Freundinnen übernachten, weil mein

Blutzucker nachts überprüft werden

musste. Woanders essen wurde zum

Problem, weil die Leute oft nichts

Passendes hatten. Ohne Medizin und

ständige Kontrolle konnte ich nicht

mehr leben.

Als ich zwölf Jahre alt war, verbrachte

meine große Schwester ein

Jahr in Brasilien, wo sie in einem christlichen

Kinderheim mithalf. Als ich sie dort

besuchte, wuchs in

mir der Wunsch, auch

selbst einmal Gott

meine Kraft und Zeit

in einem fremden

Land zur Verfügung

zu stellen und seine

Liebe weiterzugeben.

Leider schien dieser

Traum unerreichbar

zu sein wegen meiner

Krankheiten. Wie

sollte ich Jesus mit Diabetes und meiner

Ernährungseinschränkung in einem fremden

Land dienen? Dass ich für immer

abhängig von anderen und von Medizin

sein würde, hat mich mehr belastet, als

Lass dir Mut machen:

Sieh deine Schwächen

(Krankheit, Angst,

schlechte Noten in der

Schule ...) nicht als

Stoppschild an.

Jeder Christ kann

Jesus dienen!

die Krankheiten selbst. Doch die Idee

Auslandseinsatz ließ mich nie mehr los.

Im Sommer ging ich auf christliche

Jugendkongresse. Dort sprachen mir

verschiedene Leute zu, dass sie mich in

der weiten Welt sehen. Während eines

Gottesdienstes sprach Gott selbst klar

zu mir. Meine Krankheiten seien kein

Hinderungsgrund. Er will ja gerade durch

schwache Menschen wirken.

Heute sehe ich meine Begrenztheit

mehr als sein Geschenk, weniger als eine

Last. Jesus gibt mir die Gewissheit, dass

ich es niemals alleine tragen muss, selbst

wenn ich das manchmal vergesse. Mit

dieser Zusage kam mein Abitur näher

und ich begann, mich nach einem Auslandseinsatz

zu erkundigen, dabei wurde

ich auf die DMG aufmerksam. Gottes

Wegen folgen und ihm

vertrauen, das wollte ich.

Sie haben mich tatsächlich

eingeladen.

Nie hat irgendjemand

meine Krankheit als ein

großes Problem angesehen.

Natürlich sagten

sie mir, dass ich nicht für

alle Einsatzstellen infrage

kam. Doch eine Stelle

in Chile passte genau!

Sie machten mir Mut. Problematisch

schien noch, wie ich die viele Medizin in

den Einsatz mitnehmen sollte. Normalerweise

bekommt man immer nur die

Dosis für ein Vierteljahr. Aus irgendeinem

Grund schickte die Firma mir die

Produkte dann doppelt zu, sodass ich

plötzlich viel zu viel davon hatte. Als

meine Mutter das sah, meinte sie nur:

„Fenja, ich glaube, Gott möchte wirklich,

dass du ins Ausland gehst.“

Ein paar Wochen später habe ich das

Ja der DMG zu meinem Einsatz bekommen

und sofort zugesagt. Auch die

restlichen Medikamente für zehn Monate

zu besorgen, war kein Problem, und bei

der Einreise gab es keine Schwierigkeiten

damit. Gott hat mir meinen Einsatz reich

gesegnet; ich betreue Kinder an einer

christlichen Vorschule und unterstütze

eine chilenische Hilfsorganisation. Jetzt

lebe ich hier in Santiago de Chile und

staune über ihn. Jesus kann ich vertrauen,

für ihn ist alles erreichbar! Es ist

schön, wie er mich ans andere Ende der

Welt gebracht hat.

Lass dir Mut machen: Sieh deine

Schwächen (Krankheit, Angst, schlechte

Noten in der Schule usw.) nicht als

Stoppschild an. Jeder Christ kann Jesus

dienen! Suche den Grund bei ihm, warum

er manches zulässt, und sei dankbar

für das, was er dir schenkt. Es gibt

nichts, was dich abhalten kann, seinem

Ruf zu folgen. Keine Ahnung, was er in

Zukunft mit mir vorhat. Wahrscheinlich

bereitet er mich gerade auf noch weitere

unerreichbare Dinge vor. Ich lasse mich

nicht von den Maßstäben der Welt

einschränken.

Fenja Braun // Freiwilligendienst

P29900 Kurze Auslandseinsätze

DMG-informiert | 3 | 2018

11


THEMA

JESUS CHRISTUS UND SEIN EVANGELIUM BLEIBEN

UNERREICHT

Der Missionsauftrag


Die elf Jünger gingen nach Galiläa

auf den Berg, den Jesus für

die Begegnung mit ihnen bestimmt

hatte. Bei seinem Anblick warfen sie

sich vor ihm nieder; allerdings hatten

einige noch Zweifel. Jesus trat auf sie

zu und sagte: »Mir ist alle Macht im

Himmel und auf der Erde gegeben.

Darum geht zu allen Völkern und

macht die Menschen zu meinen

Jüngern; tauft sie auf den Namen

des Vaters, des Sohnes und des

Heiligen Geistes und lehrt sie, alles

zu befolgen, was ich euch geboten

habe. Und seid gewiss: Ich bin

jeden Tag bei euch, bis zum Ende

der Welt.

Matthäus 28,16–20

Ich war gerade 14 Jahre alt, als

Mutti plötzlich an Krebs starb. Als

jüngstes Kind so früh mit der Realität

des Todes konfrontiert zu werden,

war traumatisch. Leider zerfiel danach

unsere Familie, jeder ging seine eigenen

Wege. Neben dem großen Verlust und

der Trauer bewegten mich tiefgreifende

Sinnfragen: Was wird mit mir passieren,

wenn ich sterbe? Wozu lebe ich? Was ist

der Sinn meines Lebens? Ich absolvierte

meine Elektrikerausbildung im Bergbau.

Während dieser Zeit verließ uns auch

noch mein Vater. Er war von einem Tag

auf den anderen einfach weg, keiner

wusste wohin. Mit 17 war ich völlig

alleine.

Mit meinen Freunden folgte ich der

Hippiebewegung. Ich nahm harte Drogen

und meditierte viel. Das prägte mein

Leben. Obwohl ich in meiner Ausbildung

gut war und mein Meister mich zur Technikerschule

schicken wollte, hängte ich

meinen Beruf an den Nagel. Verblendet

von asiatischen Religionen und anderen

falschen Wegen, stieg ich aus der Gesellschaft

aus, lebte in Kommunen und wollte

nach Indien. Auf meiner ernsthaften

Suche in spirituellen Praktiken fand ich

weder Vergebung noch inneren Frieden.

Ich war unerreicht. Von Jesus und der

Bibel hatte ich wenig Ahnung. Nach außen

hin war ich cool und selbstbewusst;

innerlich hatte ich schreckliche Angst

vorm Sterben. Sie lag wie ein schwerer

Schatten auf meiner Seele.

In der Wohngemeinschaft erzählte

mir ein Freund von Jesus. Sein Lebensstil

und seine Werte beeindruckten mich.

Die Bibel war sein Handbuch fürs Leben.

Eines Tages forderte er mich heraus:

„Was könnte Jesus aus deinem Leben

machen!“ Pfingstsonntag 1977, abends

auf einer Wiese, betete ich das erste

Mal. Ich bat Jesus, mir zu helfen und

mein Leben zu ordnen.

Das ist jetzt 41 Jahre her und gerne

bekenne ich: Jesus Christus ist mein

Leben (Phil. 1,21; 2. Kor. 5,17), seine

Gnade hat mich erreicht. Er schenkt

hundertprozentige Vergebung (1. Joh.

1,9), er hat mich befreit von Drogen und

falschen Gedanken (Joh. 8,36; 1. Joh.

3,8). Er gab mir Sinn, Würde und Bedeutung

(Joh. 1,12). Versöhnt mit Gott und

mit mir selbst kann auch ich mit anderen

versöhnt leben. Später konnte ich sogar

meinem Vater vergeben (Eph. 4,32), der

daraufhin Jesus angenommen hat! Jesus

hat mich mit einer großartigen Familie

beschenkt, mit meiner lieben Frau Gabriele

und zwei einmaligen Kindern.

Er konnte sogar meine Erfahrungen

mit asiatischen Religionen gebrauchen

und hat mich als Missionar nach Taiwan/

China geführt. Heute betreue ich als

Personalleiter Missionare und christliche

Fachkräfte in Asien und dem Orient. Jesus

heilt zerbrochene Lebensgeschichten

und setzt uns in seiner Mission ein. Was

für eine Hoffnung! Jesus Christus ist

und bleibt unerreicht. Voller Gnade

und Wahrheit. Niemand ist wie er.

Erfülltes Leben gibt es nicht durch

spirituelle Übungen, Yoga und asiatische

Religionen, sondern allein in Christus.

Leider gibt es noch zu viele unerreichte

Menschen, die meisten davon in Asien.

Frühmorgens in der Dämmerung

klingeln unüberhörbar die Glöckchen.

Frauen stehen vor Sonnenaufgang auf,

zelebrieren rituelle Waschungen und wecken

mit ihren Glöckchen die Götter. Sie

stellen Blumen, Früchte und Wasser vor

den Hausaltar und hoffen, die Götzen

mit Opfergaben zufriedenzustellen und

zu besänftigen (vgl. Jer. 10,3–7). Trotz

aller Bemühungen bleibt ihnen immer

ein Gefühl der Ohnmacht: Was, wenn

die guten Taten nicht reichen? Wenn

noch unzählbare Wiedergeburten nötig

sind, weil man nicht alle Regeln einhalten

konnte? Wenn man nur ein Rädchen

12 DMG-informiert | 3 | 2018


JESUS CHRISTUS UND SEIN EVANGELIUM BLEIBEN

UNERREICHT

| THEMA

im ewigen Kreislauf von Werden und

Vergehen ist? Seit dem Tod von Jesus

am Kreuz und seinem Ruf: „Es ist vollbracht!“

muss nichts mehr zur Erlösung

hinzugefügt werden. Durch seine

Auferstehung befreit er jeden, der an

ihn glaubt, von aller Schuld, Scham und

Angst. Eine vollkommene Befreiung und

ein Grund für bleibende Freude (Röm.

3,22–25).

Zwei Milliarden Menschen, ein Viertel

der Weltbevölkerung, haben auch heute

noch, im Internetzeitalter, keine Möglichkeit,

überhaupt jemals das Evangelium

zu hören. Berührt uns das noch als

Christen? Es gibt 5.000 Völker ohne

einheimische Gemeinde. Wir sehen sie

als „unerreicht“ an, weil sie noch nie

die gute Nachricht von Jesus Christus

gehört haben. Diese unerreicht wertvolle

Botschaft muss sie erreichen!

Unser himmlischer Vater will nicht, dass

auch nur einer von ihnen verloren geht

(2. Petr. 3,9).

Ab wann gelten Menschen und Völker

als erreicht? Wenn sie das Evangelium

verstanden haben? Wenn sie die Bibel in

ihrer Sprache in Händen halten? Wenn

es eine Gemeinde bei ihnen vor Ort

gibt? Sind sie erreicht, wenn sie selbst

eine neue Gemeinde gründen und Boten

des Evangeliums in andere Kulturen

senden? Es gilt, Christen zu Jüngern zu

machen (Mt 28,20), zu Schülern und

Nachfolgern von Jesus.

Wir sollten den Begriff „unerreicht“

nicht zu sehr einschränken, sondern

uns auf den Weg machen. Lassen wir

uns neu von Gott zeigen, welche

Unerreichten er in unserer Familie,

unserer Nachbarschaft, an unserem

Ort oder in der Mission in Asien durch

uns selbst, unsere Unterstützung und

Gebet erreichen will. In Asien leben

mehr als vier Milliarden Menschen, das

sind 60 Prozent der Weltbevölkerung.

Die größten Länder sind China (470

Sprachen) mit 1,3 Milliarden Einwohnern

und Indien (407 Sprachen) mit 1,1 Milliarden.

In einigen Ländern ist die Hälfte der

Bevölkerung unter 15 Jahre alt, wir brauchen

also besonders neue Missionare für

christliche Kinder- und Jugendarbeit.

Leider gibt es noch zu viele Menschen,

die den einen, wunderbaren Gott nicht

persönlich kennen. Viele Völker sind mit

der herkömmlichen Weise von Mission

nicht zu erreichen. Aber als Geschäftsleute,

christliche Fachkräfte, Ausbilder,

Dozenten und medizinisches Personal

gibt es gute Möglichkeiten (www.

DMGint.de/Personalbedarf). Besonders

dringend suchen wir Ärzte für Pakistan

und Bangladesch. Die Länder Myanmar,

Laos, Kambodscha, Japan, Mongolei, die

Muslime in ganz Südostasien und die

Arbeiterschicht in Taiwan liegen mir seit

Jahren am Herzen.

Es ermutigt mich, was unsere Mitarbeiter

Andreas und Angela Staigmiller

auf den Philippinen erleben. Rund 50

Absolventen ihrer kleinen theologischen

Ausbildungsstätte sind unter Entbehrungen

in acht von 13 muslimischen

Volksgruppen unterwegs, um von Jesus

weiterzusagen. Und bitte beten Sie für

die 700.000 Rohingyas, die seit 2017 vor

Gewalt und Terror nach Bangladesch

geflohen sind. Sie leben in Camps und

viele sind traumatisiert. Es fehlt an

allem. In der bevorstehenden Regenzeit

werden die Notunterkünfte zu Orten

des Elends.

Bei einer Reise durch Afghanistan

hörte ich, wie Menschen Jesus begegnen.

Als zwei Granaten ein Haus zerstörten,

stand der muslimische Nachbar wie

versteinert am Fenster. Im Herzen aufgewühlt

trauerte er um seine Nachbarn

und konnte es nicht fassen, dass seine Familie

verschont geblieben war. Plötzlich

kamen zwei ausländische Frauen, die im

rauchenden Geröll nach Überlebenden

suchten. Von ihrem selbstlosen Handeln

tief berührt, dachte der Afghane nach.

Warum hatten sie ihr sicheres Heimatland

verlassen, um im Kriegsgebiet zu

leben? Die humanitäre Hilfe der beiden

Christinnen beeindruckte ihn. Er besorgte

sich eine Bibel, verglich ihre Botschaft

mit seiner Religion und nahm am Ende

Jesus an.

Ein andermal in Zentralasien saßen wir

nach dem Gottesdienst zusammen bei

Tee, Butter und Fladenbrot. Mit freundlichem

Lächeln schob ein junger Mann mir

die Butter zu. Gerne hätte ich mit ihm

gesprochen, doch er war taubstumm.

Unser Mitarbeiter Andreas und seine

Frau übersetzten in Gebärdensprache.

Der junge Christ ist dankbar für die gute

Gemeinschaft in der Taubstummengemeinde.

Jeden Sonntag ist er fünf Stunden

unterwegs, um den Gottesdienst zu

erleben. Sein aufrichtiges Verlangen, mit

Christen gemeinsam Jesus anzubeten,

fordert mich heraus.

Auch in unserer Nachbarschaft gibt es

Unerreichte, die ohne die rettende Botschaft

von Jesus Christus verloren gehen.

Es gibt sie in unseren Familien, am Arbeitsplatz,

unter den vielen Flüchtlingen

und bei den etwa 350.000 ausländischen

Studierenden. Mit 35.000 Studenten

stellen die Chinesen die größte Gruppe.

Viele fühlen sich einsam und entwurzelt.

Ein chinesisches Sprichwort sagt:

„Zuhause hast du Familie, in der Fremde

brauchst du Freunde.“ Sie sind offen fürs

Evangelium und lassen sich gerne einladen.

Was könnte Jesus aus ihrem Leben

machen? Sie sind künftige Führungskräfte

in ihrer Heimat! Helfen Sie uns, diese

jungen Leute aus unerreichten Ländern

zu erreichen.

Vielen Dank, wenn Sie auch weiterhin

um neue Missionare und christliche Fachkräfte

für Asien und den Orient beten,

damit Menschen Jesus kennenlernen. Er

ist unerreicht, niemand ist wie er. Ihn zu

kennen, anzubeten und ihm täglich nachzufolgen,

bereichert unser Leben mit

Würde, Bedeutung, bleibendem Frieden

und Erfüllung.

Hartmut H. Peters (M.A.)

ist seit 1988 bei der DMG. Er studierte

Missiologie an der AWM in Korntal

und arbeitete mit seiner Familie von

1989 bis 1998 in Taiwan/China.

Seit 1999 ist er Personaleiter für die

Missionare in Asien. Er ist glücklich

verheiratet mit Gabriele (s. Foto) und

Vater von zwei erwachsenen Kindern.

TIPP:

Es gibt MicroSD-Karten

fürs Handy zum Verschenken

mit Bibelteilen,

christlichen Liedern,

Lebensberichten und

Videos darauf in verschiedenen

Sprachen bei:

speicherkartenschatz@

t-online.de

DMG-informiert | 3 | 2018

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SÜDASIEN

JESUS CHRISTUS UND SEIN EVANGELIUM BLEIBEN

ZUM THEMA UNERREICHT

Jesus

Ein Dieb findet

Monir* war ein schlimmer Mann.

Häufig stahl er Ziegen und Kühe

seiner Nachbarn. Wenn jemand sich

wehrte, bedrohte er ihn. Alle fürchteten

Monir. Eines Tages jedoch wurde

er krank und kam in eine christliche

Klinik. Dort lernte er Seelsorger kennen.

In seiner Not erzählte Monir ihnen

aus seinem Leben. Er hörte die gute

Nachricht von Jesus. Ob er wisse, wo er

nach dem Tod sein würde. Monir fand

keine Antwort darauf. Ihm wurde seine

Schuld bewusst. Nach der Entlassung aus

dem Krankenhaus entwickelte sich eine

Freundschaft zu den Seelsorgern. Sie

beteten mit ihm, eines Tages öffnete er

Jesus sein Herz.

Monir wollte sein Leben ändern: „Ich

habe so viel falsch gemacht, ich will frei

sein von meinen Sünden.“ Er kam mit

einem Pastor in Kontakt und ließ sich

taufen. Alle um ihn her wunderten sich

über den neuen Lebensstil des ehemaligen

Diebs. Sie verloren die Furcht vor

ihm, weil er niemanden mehr ausraubte.

Wie hatte Monir sich so verändern können?

Als sie merkten, dass er sich mit

Christen abgab, verlangten sie von den

Dorfchefs, dass Monir für seinen „Verrat“

an ihrer Religion verurteilt werden

solle. Sie stellten ihm Fragen und schlugen

schwer mit Knüppeln auf ihn ein.

Monir blieb fest und bekannte: „Jesus ist

mein Erlöser, er hat mich befreit und mir

vergeben.“ Er versuchte sogar, seinen

Peinigern das Evangelium zu erklären.

Am nächsten Tag brachte man ihn

schwer verletzt ins Krankenhaus, wo

seine Wunden behandelt wurden. Seelsorger

und Mitarbeiter halfen ihm. Monir

will sich nicht rächen: „Sie haben mich

geschlagen, aber ich hege keinen Groll.

Ich habe ihnen vergeben.“ Heute ist Monir

Lastwagenfahrer und lebt mit Jesus.

Er gehört zum Volk der Bengalis, einem

der größten unerreichten Völker. Viele

Bengalis treffen in ihrem ganzen Leben

keinen einzigen Christen. Bitte beten Sie

für dieses Volk!

* Name geändert

Weitermachen

Doppelblatt zum Heraustrennen

für Ihren Hauskreis, zur Predigtvorbereitung

oder für den Austausch.

FRAGEN ZUM EINSTIEG

Welche Ziele möchten Sie in

den nächsten zehn Jahren

unbedingt erreichen?

Was für Methoden, Haltungen

oder Übungen sind nötig,

um an diese Ziele zu kommen?

FRAGEN ZUR

VERTIEFUNG

Welche Methoden verwenden Menschen, um vor Gott zu bestehen?

Warum hilft keine dieser Methoden, gut genug für Gott zu werden

(Röm. 3,23)?

Wenn wir Gott nicht erreichen können;

was tat er, um uns zu erreichen?

Welche vom Evangelium unerreichten Menschengruppen kennen wir?

Zu welchen hätten wir, wenigstens theoretisch, direkt Zugang?

FRAGEN ZUR PRAXIS

Welche der Methoden und Haltungen aus der zweiten Einstiegsfrage

könnten helfen, solche Menschen mit dem Evangelium zu erreichen?

Wenn Jesus den Himmel verlassen hat, um uns Menschen zu erreichen,

könnte es sein, dass auch wir etwas verlassen müssen, damit

„Unerreichte“ die Frohe Botschaft hören? Was sagen die Beispiele

von Kurzeitmitarbeiterin Fenja Braun (S. 11) und dem Dieb aus dem

Artikel von Anne (links) dazu?

Was können wir praktisch tun, damit Unerreichte erreicht werden?

Kann man den Auftrag von Jesus in Matthäus 28,19 und 20 delegieren?

Liedvorschlȧ . ge

Denn alle haben gesündigt,

und in ihrem Leben kommt

Gottes Herrlichkeit nicht

mehr zum Ausdruck.

Römer 3,23

Zum Schmunzeln

Ein Jockey erreicht das Ziel.

Kommt sein Manager und schimpft:

„Du hättest doch viel schneller sein

können!“ Antwort des Jockeys:

„Klar, aber ich musste doch beim

Pferd bleiben!“

In welchem Liederbuch finde ich welches Lied?

www.evangeliums.net und www.liederdatenbank.de

Die Liebe selbst ................................................So groß ist der Herr II: 27

O komm, du Geist der Wahrheit ..........................Ich will dir danken: 200

Wir bekennen Gott, den Vater ..................................... Feiert Jesus I: 151

Reckless Love .................................................... www.ultimate-guitar.com

Erzählt von der Größe Gottes ........................................ Feiert Jesus I: 65

Bahnt einen Weg unserm Gott ..................................... Du bist Herr II: 8

14

Von einer DMG-Mitarbeiterin

P10529

DMG-informiert | 3 | 2018


SÜDOSTASIEN

CHINA

NAHER OSTEN

Wer erreicht die

Unerreichten?

Seit 15 Jahren unterrichte ich in

Asien Theologie und bilde einheimische

Leiter aus. Einer von ihnen ist

Rohit*, ein intelligenter und mutiger

junger Mann. Als überzeugter Christ

erreicht er heute tausende Menschen

über die sozialen Medien für Jesus. Offen

erzählt er die gute Botschaft.

Viele unerreichte Völker im sogenannten

„10/40-Fenster“ zwischen dem zehnten

und vierzigsten Breitengrad leben

in Asien. Die meisten sind Muslime und

Hindus in Ländern mit eingeschränkter

Religionsfreiheit. Sie werden wahrscheinlich

kaum durch uns Europäer von Jesus

hören! Wer berichtet den zehn Millionen

Kashmiris, wo seit Jahren Bürgerkrieg

herrscht, vom Frieden in Jesus? Wie

finden zehn Millionen Brahmanen und

Newaris in Nepal zu Jesus? Wer gründet

unter den muslimischen Shaiks in Indien

und Bangladesch Gemeinde? Sie sind mit

200 Millionen die größte unerreichte

Gruppe überhaupt.

Wir Europäer werden Asien wohl

kaum erreichen, das werden die Asiaten

selbst tun. Doch wir können die nächste

Generation asiatischer Missionare

ausbilden. In dieser Aufgabe bin ich aktiv,

gemeinsam mit zwei Chinesen, einem

Koreaner und einer Nordirin. Bitte beten

Sie, dass unsere Studenten engagierte

Pastoren und Missionare werden.

* Name geändert

NORD-

AMERIKA:

7 Mio.

EUROPA:

28 Mio.

Die Uiguren und

das Evangelium

Eine weltpolitisch einflussreiche

Volksgruppe, in der Jesus noch

weitgehend unbekannt ist, sind die

Uiguren. Über ihren Hintergrund sind

Ethnologen und Sprachwissenschaftler

uneins. Es handelt sich um frühere

westasiatische Stämme, die sich aus

praktischen Gründen für eine türkische

Sprache entschieden haben, weshalb

man sie heute zu den Turkvölkern zählt.

Elf Millionen Uiguren leben in Kasachstan,

Usbekistan, der Mongolei, Kirgistan

und dem Westen Chinas in Xinjiang.

Bis jetzt ist keine christliche Gemeinde

von Uiguren bekannt. Das liegt daran,

dass sie im Falle eines Religionswechsels

von den eigenen Leuten verfolgt und

manchmal sogar umgebracht werden.

Die meisten Uiguren sind Muslime,

der Islam ist seit dem 14. Jahrhundert

beherrschende Religion, doch sie haben

sich bis heute nicht von den traditionellen

Praktiken des Schamanismus der

vorislamischen Zeit getrennt. In Westeuropa

liegt die größte Uiguren-Siedlung

mit rund 600 Personen in München.

2013 ist das Neue Testament in

Uigurisch herausgekommen, es gibt auch

den Jesus-Film und Radiosendungen in

ihrer Sprache. Asiatische Missionsteams

versuchen, dieses Volk zu erreichen. Beten

Sie bitte für diese Teams um offene

Türen.

ASIEN:

1.702 Mio.

Das Danklied

der Erlösten

Gestern war ich auf der vermutlich

größten jährlichen Veranstaltung

zur Weitergabe der Frohen Botschaft in

der gesamten islamischen Welt. Einmal

im Jahr pilgern Zehntausende, die

meisten davon Muslime, zu einer Kirche

auf einen Berg. Sie unternehmen diese

Reise, weil sie konkrete Bitten an Gott

haben, und hoffen, dass ihre Gebete Gehör

finden. Dabei wollen viele Besucher

auch, dass Christen für sie beten.

Dieses Jahr zeigten die Pilger stärker

als in früheren Jahren echtes Interesse

an Jesus. Denn in unserem Land gärt

es. Viele haben die Nase voll von ihrer

angestammten Religion, von der sie

furchtbar enttäuscht sind. Die meisten

wenden sich mangels Alternativen dem

Deismus* oder dem Atheismus zu, doch

diese Neuorientierung macht sie auch

nicht wirklich glücklich. Die Leute wollen

ja eigentlich etwas glauben. Sie sind nicht

mehr, was sie einmal waren, haben aber

auch nichts Besseres gefunden.

Tausende fragende Menschen kamen

auf den Berg. Über Stunden gab ich

immer wieder eine Kurzeinführung in die

Bibel. Es kam zu guten Gesprächen, Tausende

nahmen sich ein Neues Testament

mit. Im Nachbarland Iran werden die

Menschen aufgrund dieser Enttäuschung

in Scharen Christen. Beginnt eine solche

Erweckung auch in unserem Land? Öffnen

sich die Menschen endlich für Jesus?

In vielen Gesprächen habe ich gestern

aus dem Bibelbuch Jesaja zitiert. Oft

in den vergangenen Monaten habe ich

darüber gepredigt. Das Danklied der

Erlösten aus Jesaja zwölf lässt mich nicht

mehr los. Ich wünsche uns allen, dass wir

aktiv werden und viele zu Jesus einladen.

Denn der Tag kommt, an dem wir

gemeinsam mit allen (!) Völkern unseren

Erlöser anbeten.

LATEIN-

AMERIKA:

5 Mio.

AFRIKA:

184 Mio.

NAHER

OSTEN

UND NORD-

AFRIKA:

286 Mio.

PAZIFIK:

0,5 Mio.

Menschen

ohne Zugang

zum Evangelium

Quellen: P. Johnstone,

Operation World,

www.joshuaproject.net

* Der vernunftmäßige

Glaube an einen

Schöpfergott bzw.

eine schöpferische

Kraft ohne Einfluss

auf das heutige

Leben.

Martin und Sushma

P10601

Dr. Alain und Rita Haudenschild

(heute Schweiz) P80115

Mitarbeiter im Orient

P10246

15


NAHER OSTEN

AFRIKA

KENIA

ERREICHT!

Die vergangenen zwölf Jahre

haben wir unter Drusen gelebt

und Gemeinde gegründet. Die Drusen

sind eine Religionsgemeinschaft im

Nahen Osten, die im 11. Jahrhundert

entstand und deren Angehörige vor

allem in Syrien und im Libanon leben.

Ich kann mich noch gut an die Ausgabe

des Buches „Gebet für die Welt“ erinnern,

in der Drusen als unerreichtes

Volk galten. Und heute, wie sieht es

heute aus?

Sind die Drusen erreicht, wenn eine

junge Familie in ihr Dorf zurückkehrt,

offen von Jesus erzählt, von ihren

Angehörigen und Freunden als Nachfolger

von Jesus angenommen wird und

immer mehr Leute im Dorf die Bibel

lesen?

Sind die Drusen erreicht, wenn

eine Witwe, die früher aufgrund ihres

Glaubens angefeindet wurde, heute frei

Jesus in ihrer Familie bezeugt? Wenn

ihre Eltern inzwischen Jesus ihr Leben

anvertraut haben, ihre Tante und Cousine

immer offener werden und sogar

ihr Bruder mit seinen Eheproblemen

heute zu ihr kommt, weil er erkannt

hat, dass Jesus hilft?

Sind die Drusen erreicht, wenn

eine Familie in ein Dorf zieht, in dem

die meisten Einwohner traditionelle

Christen sind, die Mutter Kontakt zum

Priester und dessen Frau bekommt

und diese sie, die Drusin, in ihren Frauenkreis

einlädt, um zu erzählen, wie

Jesus ihr Leben verändert hat?

Sind die Drusen erreicht, wenn Drusen

mit ihren Freunden die Bibel lesen,

sich wer an Jesus glaubt miteinander

vernetzt und selbst wieder anderen die

gute Botschaft weitersagt? Wir würden

sagen: Das Evangelium ist angekommen

in der Mitte der Gesellschaft.

Danke Herr, dass wir an deinem

Handeln teilhaben durften. Es hat sich

gelohnt – jede Träne, Sorge, Ängste,

Nachteile und das Sichaufgeben. Gerne

machen wir es wieder. Wir haben

erlebt, wie du alles in Freude und Staunen

verwandelst. Danke, dass du die

Drusen erreicht hast und weiter mit

ihnen gehst.

Hörbibel in

Samburu-Sprache

Seit 2013 arbeiten wir im Samburu-

Volk in Kenia. Die Samburus leben

in weiten Teilen noch sehr traditionell

als Viehhirten. Die meisten in unserer

Gegend gestalten ihren Alltag streng entsprechend

ihrer Tradition. Ein Samburu

gilt nur als guter Mensch, wenn er all

ihre Regeln befolgt.

Samburus glauben an einen einzigen,

allmächtigen Gott, der Himmel und Erde

geschaffen hat. Sie beten viel um Gottes

Segen. Aber das ist auch schon alles, was

ihre Religion mit unserem Glauben gemeinsam

hat. Auch wenn es in manchen

Gegenden Christen, Gemeinden und

Pastoren gibt, sind noch weite Teile ihres

Landes unerreicht.

Wir wissen um Gottes Liebe für die

Samburus und beten um sein Wirken in

den Herzen der Menschen. Unsere Vision

ist, eine christuszentrierte Gemeinde

zu gründen, die selbst die gute Botschaft

von Jesus weitergibt und wiederum

Gemeinden im eigenen Volk gründet.

Sonntags treffen wir uns mit mehr als

Joy und Martin Koch arbeiten bei den

Samburus, einem Halbnomadenvolk

im Norden Kenias

20 Frauen. Manche folgen Jesus und

möchten gerne getauft werden. Doch zu

einer richtigen Gemeinde gehören auch

Männer. Wir beten intensiv, dass Gott

uns wenigstens fünf Männer schenkt,

die sich für Jesus entscheiden und der

Gemeinde anschließen.

Die meisten Samburus in unserer

Gegend sind Analphabeten und verstehen

nur ihre eigene Sprache. Wir haben

mehr als 260 „Treasures“ (Schätze)

ausgegeben, solarbetriebene MP3-Player

mit christlichen Hörbotschaften. Jedes

Gerät enthält biblische Geschichten,

das Matthäusevangelium, einige der

biblischen Briefe und christliche Lieder,

alles in Samburu-Sprache! Die Samburus

freuen sich sehr, wenn die Player in ihrer

Muttersprache zu ihnen reden. Wie

viel die kleinen Geräte genutzt werden,

sehen wir auch daran, dass wir viele zur

Reparatur zurückbekommen. Einige

Männer haben so ein Gerät. Bitte beten

Sie, dass Gott durch sein Wort ihre

Herzen verändert.

16

Jörg und Angela

P10867

Martin und Joy Koch

P10338


Johanna ist nach

Südafrika ausgereist,

wo sie in die christliche

Jugendarbeit einsteigt

SÜDAFRIKA

Ich dachte, mich liebt keiner!


Du hast mir gezeigt, was Liebe ist.

Ich dachte, mich liebt keiner!“,

lese ich im Brief eines Teenagers des

Projektes „Refilwe“ in Südafrika. Liebe

hat in meinem Leben immer schon eine

zentrale Rolle gespielt. Mein Name ist

Johanna Fischer, aufgewachsen bin ich

als zweites Kind einer sechsköpfigen,

liebevollen, christlichen Familie.

Von klein auf hörte ich Geschichten

aus der Bibel von dem einem Gott,

Lasst uns lieben,

denn er hat uns

zuerst geliebt.

1. Johannes 4,19

der uns Menschen liebt.

Mit neun Jahren wollte ich

entdecken, ob das auch für

mich als junges Mädchen

gilt. Ich betete um Sachen,

die so einer Drittklässlerin

halt wichtig sind: Beispielsweise

wollte ich nicht alleine aufs

Sportcamp meiner Schule fahren. Ich

weinte zu Jesus: „Bitte hilf mir …“ Am

Tag darauf wurde ein „wichtiger“ Termin

meiner Mama abgesagt und sie konnte

doch mitfahren. Ich hüpfte vor Glück,

wie Jesus mein Gebet erhört hatte.

Nicht erst seit meiner Taufe 2001 lebe

ich aus der Wahrheit, dass ich ihn „Papa“

nennen und mich unendlich geliebt

wissen darf.

Nach meinem Abitur verbrachte ich

sieben Monate in Südafrika und arbeitete

im Projekt Refilwe mit, der Name

bedeutet „Geschenk“ in der Sprache der

Zulus. In der Nähe der Blechhüttensiedlung

Joe Slovo, einem Armenviertel der

Metropole Johannesburg mit rund 1.500

Einwohnern, liegt das Zentrum von Refilwe.

Wir bieten Kindern ein Zuhause,

einen Kindergarten, eine kleine Klinik,

Nachmittagsbetreuung und Jobs für ihre

Eltern. In Südafrika sind Reichtum und

Armut oft direkte Nachbarn, Tausende

finden keine Arbeit. Krankheiten

wie Aids und Kriminalität

rauben vielen Kindern

ihre Eltern. Doch gerade

im Leid habe ich lebendige

Freude und Gastfreundschaft

erlebt und neu verstanden

was es bedeutet, Gott zu vertrauen.

Land und Leute haben mich nie mehr

losgelassen.

Zurück in Deutschland absolvierte

ich die theologisch-pädagogische

Ausbildung des Marburger Bildungs- und

Studienzentrums, ich bin Erzieherin und

Jugendreferentin. Es folgte eine Weltreise.

Die ganze Zeit blieb ich in Kontakt

mit meinen Kollegen von Refilwe und

den Menschen in Joe Slovo, die mein

Herz so bewegt hatten. Ich besuchte sie

mehrfach. Einmal als ich wieder abrei-

sen musste, drückte mir der 15-jährige

Thabang obigen Brief in die Hand.

Seine Zeilen und die strahlenden

Augen der Kinder in der Tagesstätte

weckten meine Leidenschaft für Südafrika

neu. Ich wusste einfach, dass Jesus

mich bei Refilwe haben wollte. Was

kann es Schöneres geben, als die Liebe

Gottes, wie ich selbst sie erfahren habe,

weiterzugeben?

Es begeistert mich, dass ich bei Refilwe

Kinder zu Gottes Familie einladen und

ihnen konkret helfen kann. Ihnen die

Liebe geben kann, die ihnen zu Hause oft

fehlt. Bei der Hausaufgabenhilfe im Nachmittagsprogramm

erzähle ich ihnen von

Jesus. Für die Jugendlichen möchte ich

Mentorin und Begleiterin werden, um

sie zu ermutigen. Es gibt nichts Schöneres,

als mitzuarbeiten dabei, wenn Gott

Menschen aufblühen lässt. Das ist mein

Wunsch für mein Leben.

Kinder brauchen Menschen, die sie

lieben, wie sie sind. Die an sie glauben,

dass sie Großes erreichen können, selbst

wenn die Umstände ihnen etwas anderes

einreden. So ein Mensch will ich hier

sein. Ich lade Sie herzlich ein, Teil meines

Teams zu werden, indem Sie für mich

beten und spenden. Vielen Dank für alle

Ihre Hilfe.

NEU: Johanna Fischer

P10906

DMG-informiert | 3 | 2018

17


INTERVIEW

WIE DU

ZUM ÜBERWINDER WIRST!

Ulli Lehmann beteiligte sich mehrfach an echten Marathonläufen (42,2 km / Fotos: Two Oceans

2016). Hier berichtet er von 42,2 Jahren, die er mit seiner Frau Heide als Missionar in Südafrika

erlebte – ein Marathonlauf besonderer Art:

Ihr seid jetzt genau 42,2 Jahre bei der

DMG, das ist uns Anlass für dieses

Interview. Wie habt ihr damals in den

1960er-Jahren eure Berufung in die

Mission erlebt?

Am 13. Mai 1969, meinem 22.

Geburtstag, landete ich (Ulli) das erste

Mal in Südafrika. Ich besuchte meine

Schwester, die mit einem Missionar verheiratet

war, blieb dort und arbeitete ein

Jahr als Werkzeugmacher. Damals lernte

ich mehrere Missionare kennen, auch

Gerhard und Hannelore Nehls von der

DMG, die in Johannesburg jungen Leuten

aus Townships halfen und evangelisierten.

Bei Gerhard erlebte ich, wie notorische

Bandenmitglieder und Drogensüchtige

zum Glauben kamen und wie Jesus

ihr Leben verändert hat. Die Power von

Jesus war beeindruckend.

Wo hast du Heide kennengelernt?

Auf der Bibelschule Bergstraße.

Heide hatte Jesus schon bald nach ihrer

Bekehrung 1969 gesagt: „Hier bin ich,

sende mich!“ Mission war für sie selbstverständlich.

Nach Südafrika kam sie

nicht durch eine Schrift an der Wand, sie

hörte auch keine Stimme vom Himmel.

Sondern einfach, weil wir 1974 heirateten

und uns ab da

gemeinsam auf Afrika

vorbereiteten.

Wir sind dankbar für

religiöse Freiheit in Südafrika,

wir können Jesus

offen und klar verkündigen.

Man kommt leicht

ins Gespräch.

Was war eure erste

Aufgabe in Südafrika?

Wir folgten Gerhard

Nehls nach Kapstadt,

wo viele Muslime aus Asien leben.

Wir wollten diese vom Evangelium weitgehend

Unerreichten für Jesus gewinnen.

Zunächst mussten wir uns grundlegend

mit den Lehren des Islam befassen, uns

Hintergrundwissen aneignen. 1976

erlebte Südafrika politische Unruhen,

was Mission erstmal unmöglich machte.

Wir kümmerten uns um junge Christen,

begannen eine Abendbibelschule, luden

zu Freizeiten ein und hielten Seminare in

Gemeinden, um Christen zu motivieren,

auf ihre muslimischen Nachbarn zuzugehen

und ihnen von Jesus weiterzusagen.

Hattet ihr einen Kulturschock

damals?

Ich nicht, weil ich schon zwei Jahre in

Südafrika gelebt hatte. Für Heide jedoch

war die Umstellung riesig. Besonders die

Rassentrennung. Schilder wie „Nur für

Weiße“ waren ein Schocker. Apartheid,

vorher nur ein Wort, wurde zur bitteren

Realität, die uns auf Schritt und Tritt

begleitete. Kaum jemand bot für unsere

gemischten Gruppen ein Freizeitgelände

an. Schwarze und Weiße durften nicht

zusammen an den Strand oder ins Restaurant

und nicht im selben Zugabteil

fahren. Es war schwer zu verkraften.

Wie seid ihr damit umgegangen?

Wir arbeiteten ja als Weiße unter

Dunkelhäutigen. Manchmal hat uns die

Sicherheitspolizei kontrolliert, doch

wir hatten nie ernste

Probleme, weil wir uns

nicht politisch engagierten.

Uns ging es ja um

die Veränderung von

Menschenherzen durch

Jesus Christus. Umgekehrt

mussten wir uns

bei Hausbesuchen öfter

anhören, wir sollten doch lieber zu „unserer“

weißen Regierung gehen, damit

die sich bekehre. Als Ausländer waren

wir jedoch meist akzeptiert, denn wir

repräsentierten nicht die Unterdrücker.

Was hat sich für euch verändert, als

1994 das Ende der Apartheid kam?

Eigentlich nicht viel, weil wir in positivem

Sinn „farbenblind“ sind und auch

unsere Kinder so erzogen. Gott sieht

das Herz der Menschen an, das wollen

wir auch. Südafrika allerdings hat sich

sehr verändert. Es ist im wahrsten Sinn

des Wortes weltoffen geworden. Toleranz

wird groß geschrieben, alles geht

und ist akzeptiert. Wir sind froh, dass

die Rassentrennung abgeschafft wurde.

Leider sind seither auch Pornographie,

Abtreibung und Homosexualität alltäglich

geworden.

Wie schätzt ihr die heutige Umbruchsituation

in Südafrika ein?

Das Land hat einen neuen Präsidenten,

der vorige musste abdanken. Man spürt

einen kollektiven Hoffnungsschimmer,

der ja mit Nelson Mandela (1918–2013)

wunderbar angefangen hat, aber durch

Korruption und anderes wieder verloren

gegangen war. Vielen ist klargeworden,

wie wichtig es ist, für unseren Präsidenten

und die Regierung zu beten.

Wie ist die Situation der Christen?

Wir sind dankbar für religiöse Freiheit

in Südafrika, wir können Jesus offen und

klar verkündigen. Man kommt leicht

ins Gespräch. Neue Gemeinden entstehen

und alte kämpfen ums Überleben.

Musikangebote ziehen junge Leute in

die Kirchen. Es gibt große Gebetstage:

für die Regierung, für Regen oder dass

Väter ihre Verantwortung wahrnehmen

... Gott ist noch spürbar auf dem Plan.

Allerdings gibt es auch antichristliche Bewegungen,

die Jesus und alle biblischen

Maßstäbe aus Schulen und öffentlichen

Einrichtungen verbannen wollen.

18

Ulli und Heide Lehmann

Vielen Dank für die gute Versorgung. Denken Sie bitte auch an unsere neuen Missionare:

P19991


Wie hat sich eure Arbeit im Lauf der

Jahre verändert?

Nach 20 Jahren Mission unter Unerreichten

– zwölf Jahre in Kapstadt, acht

in Johannesburg – war es an der Zeit

für eine Veränderung, auch im Interesse

unserer Ehe und Familie. Wir arbeiteten

einige Jahre in einem Kinderheim mit.

Dann hörten wir, dass viele Mütter aus

armen Familien ihre Babys aussetzten.

Wir arbeiteten im Babyheim „Door of

Hope“ in der Innenstadt mit. Von 1999

bis 2006 nahmen wir insgesamt 16 Babys

ein paar Monate bei uns auf, um ihnen

einen guten Start ins Leben zu ermöglichen,

bis Adoptiveltern für sie gefunden

waren. Gleichzeitig engagierte ich mich

in einer jungen Gemeinde im Inderviertel

Lenasia. Die Predigten, Bibelstunden,

Hausbesuche und Jugendarbeit machten

viel Freude.

Was tut ihr heute, als Rentner?

2003 folgten wir einem Ruf nach Stellenbosch,

um Studierende aus aller Welt

zu begleiten und ihnen ein Stück Zuhause

zu geben – das tun wir bis heute.

Einige dieser jungen Leute kommen aus

Ländern, wo Mission fast unmöglich ist.

Manche sind in den vergangenen Jahren

als Christen in ihre Heimat zurückgekehrt,

das macht uns froh und dankbar.

Spannend sind auch die Diskussionen bei

Bibelarbeiten, weil jeder die Bibel mit

seiner eigenen kulturellen Brille liest!

Selbst in Ehevorbereitungsgesprächen

setzen wir uns mit vielerlei Traditionen

auseinander und suchen gemeinsam den

biblischen Weg.

Welche Aspekte eurer Arbeit machen

am meisten Spaß?

Gemeinsame Feiern, wenn Studenten

den Abschluss in der Tasche haben,

Geburtstage und Abschiede. Wir lachen

viel beim Billard, Tischtennis und bei

Wanderungen. Ich muss mich fit halten,

um nicht untergebuttert zu werden. Die

Gemeinschaft in unserem Hauskreis für

Studierende und der lebendige Austausch;

bei uns herrscht eine offene und

herzliche Atmosphäre. Am schönsten

ist es, wenn wir hören, wie Ehemalige

in ihrer Heimat einen

Hauskreis anfangen und

sich so um andere kümmern,

wie wir uns um sie

bemüht haben.

Euer schönstes Erlebnis

in Südafrika?

Die gemeinsame

Arbeit mit unseren

DMG-Kollegen Gerhard

und Hannelore Nehls bleibt unvergessen.

Wir haben so viel von ihnen gelernt

und mit ihnen erlebt. Und wir freuen

uns sehr an unseren fünf Kindern und

vier tollen Schwiegerkindern, sie gehen

alle mit Jesus und machen auch unseren

17 Enkeln Jesus lieb. Viele Freunde in

Deutschland haben für unsere Kinder

jahrelang treu gebetet. DANKE!

Was war das Schwerste?

Die Jahre ohne ein gutes, verbindliches

Mitarbeiterteam. Und in Johannesburg

hatten wir eine schwere Ehekrise. Jesus

hat geholfen, dass es gut wurde und

blieb, vor allem durch die Versetzung

nach Stellenbosch in eine Arbeit, die wir

gemeinsam mit Freude tun.

Ihr seid eh mit die fröhlichsten Missionare.

Was hält euch bis heute so

fröhlich im Dienst?

Mein Taufspruch: „Die Freude am

Herrn ist eure Stärke!“ (Nehemia 8,10).

In Zeiten der Not richten wir den Blick

auf IHN! Sein Friede regiert in uns, selbst

wenn es Fragezeichen in Bezug auf die

Zukunft gibt. Wir halten uns an Gottes

Verheißungen fest und leben danach.

Wie hat sich die DMG aus Sicht von

euch Missionaren verändert?

Unsere 42,2 Jahre mit der DMG

waren durchgehend

glücklich. Wir schätzen

die jahrelange

treue Begleitung, nie

fühlten wir uns verlassen

oder hinterfragt.

Es war immer ein offenes,

herzliches Verhältnis,

selbst wenn es

Schwierigkeiten und

Veränderungen gab.

Wir beten, dass in allen Neuerungen das

Persönliche nie verloren geht und die

Zusammenarbeit offen und harmonisch

bleibt. Jetzt gilt es, andere geistlich zu

motivieren, wenn auch aus Altersgründen

nicht mehr direkt mit der DMG. Die

herzliche Verbundenheit bleibt.

Es gibt Zeiten,

da will man aufgeben.

Dann heißt es: Ich mache

langsam weiter, behalte das

Ziel vor Augen, gebe nicht

auf, sondern überwinde

meine Schwachheit.

Was möchtet ihr jungen Christen in

Deutschland sagen?

Habt Ausdauer in eurer Beziehung zu

Jesus! Es kommen viele Versuchungen

auf euch zu. Ich bin in meinem Leben

manchen echten Marathon gelaufen.

Ohne Ausdauer kommt ein Läufer nicht

ans Ziel. Es gibt Zeiten, da will man

aufgeben, ist kaputt, hat wenig Zuspruch

und will nur noch liegen, schlafen, essen

und alles vergessen. Dann heißt es: Ich

mache langsam weiter, behalte das Ziel

vor Augen, gebe nicht auf, sondern überwinde

meine Schwachheit. Langes, gutes

und hartes Training hilft, ein Überwinder

zu werden …

DMG-informiert | 3 | 2018

19


AFRIKA

NAMIBIA

UGANDA

AMERIKA

ECUADOR

Mach die

Augen auf

M

ein Name ist Noah und

ich absolviere meinen

Freiwilligendienst in Namibia.

Im Zwischenseminar gingen wir

abends raus in die Einsamkeit.

Es war stocknacht, über uns ein

grandioser Sternenhimmel. Ich

setzte mich mit anderen auf eine

Bank und wir staunten über die

vielen Sterne. Wie hell sie den

Himmel erleuchteten! Hätten wir

versucht, sie zu zählen, wäre es

uns wie Abraham ergangen

(1. Mose 15,5).

Manche Sterne sind ein Vielfaches

größer als die Sonne und es

gibt größere Universen als unseres.

Wie groß muss der Erschaffer

sein – und wie klein bin ich

eigentlich? Ich überlegte weiter,

dass Gott jeden einzelnen der Milliarden

Sterne beim Namen kennt

(Jesaja 40,26). Gilt das auch für

mich? Kennt er meinen Namen?

Bin ich ihm mit meinen Problemen

nicht zu unwichtig? Für mich

müsste Gott doch eigentlich

unerreichbar sein, oder?

Beim Betrachten der Sterne

fiel mir Psalm 139 ein: „Wohin

soll ich gehen vor deinem Geist?

… Führe ich gen Himmel, so bist

du da; bettete ich mich bei den

Toten, siehe, so bist du auch da.

Nähme ich Flügel der Morgenröte

und bliebe am äußersten Meer,

so würde auch dort deine Hand

mich führen und deine Rechte

mich halten.“

Jesus hat jedes einzelne Geschöpf

gemacht, jedes mit seinem

eigenen inneren Universum,

einzigartig und unvergleichlich.

Er sieht mich, meine Freuden

und Sorgen. Er ist für mich da,

egal was kommt. Ja, ich bin klein

in Menschenaugen. Aber durch

Gott, der in mir ist, kann ich ein

Riese sein. Bleibt Gott unerreichbar?

Nein, er ist mir nah: In jedem

Sonnenstrahl, Abendrot, der Natur

und Menschen. Wir müssen

nur die Augen öffnen.

Heute hier,

morgen dort …

Lokiru ist ein Karamojong. Diese

sind ein halbnomadisches Volk von

rund einer Million Menschen im trockenen

Nordosten Ugandas. Ich lernte

Lokiru kennen, als wir in seinem Dorf

Bibelgeschichten erzählten. Ein paar

Wochen später war er spurlos verschwunden.

Es war Trockenzeit und er war mit

seinen Rinderherden hinaus in den Busch

gezogen, wo er mehrere Monate im

Kraal lebte, einer kreisrunden Siedlung

für Mensch und Tier, geschützt durch

Dornenhecken. In der Regenzeit wiederum

pflügte und bestellte er seine Felder,

natürlich an verschiedenen Orten,

um die Chance auf eine gute Ernte zu

erhöhen. Danach hielt er sich in einem

anderen Dorf bei seiner Zweitfrau und

ihren Kindern auf. Das typische Leben

eines Halbnomaden – erst zwei Jahre

später sah ich ihn wieder.

Der unstete Lebensstil der Karamojong

stellt eine große Herausforderung

für die Kirchen Ugandas und uns Missionare

dar. Obwohl es in den Städten

ihrer Region Kirchen gibt, erreichen wir

die Kernkultur so gut wie gar nicht. In

den Gemeinden sammeln sich vor allem

Lehrer, Polizisten, Händler; sprich Leute

mit Bildung und geregeltem Lebensstil.

Aber keine Viehhirten.

Wo eine Gemeinde draußen im Busch

entsteht, feiern am einen Sonntag

hundert, am nächsten nur fünf Leute

Gottesdienst. Dann bricht man ein Dorf

wieder ab und zieht weiter. Das in guter

Hoffnung errichtete Kirchengebäude

sieht eher albern aus, so ganz allein im

Busch. Bleibende Strukturen gehören

einfach nicht zur Kultur der Karamojong.

Auch deshalb hat die Mission in

80 Jahren in einem Gebiet groß wie

Mecklenburg-Vorpommern so wenig

hinterlassen. Die Karamojong sind noch

unerreicht. Darum sind wir hier!

Wenn Sie sich vorstellen können, mit

uns zu arbeiten, melden Sie sich. Wir

suchen

dringend

Verstärkung

für

unser

Team!

Wir sehen noch

viel Arbeit hier

Josefina und ihr Mann Aníbal sind

beide über 70 Jahre alt. „Christian,

nur eine Sache wollte ich die letzten

Jahrzehnte; den Weg zu Gott finden“,

erklärt sie mir. Dafür ging Josefina früher

täglich in ihrem Dorf in die Messe, oft

sogar zweimal am Tag. Gute Werke, die

Verehrung der Heiligen und Besuche bei

Wunderheilern bestimmten ihren Alltag.

„Mein Leben war geprägt von einer

inneren Unruhe, die niemand mir nehmen

konnte“, fügt sie hinzu. Wir sitzen

zusammen in Albas Haus am Rande ihres

Dorfes.

Alba und ihre Familie waren lange die

einzigen Nachfolger von Jesus im Ort,

inzwischen haben sich auch Josefina und

Aníbal für Jesus entschieden. Sie sind voller

Fragen. Schon spüren sie böse Blicke

und das Unverständnis ihrer Nachbarschaft,

weil sie sich von der ansässigen

Kirche abgewandt haben. Ihre Angehörigen

verstehen die Welt nicht mehr, doch

die beiden Senioren lassen sich nicht

beirren. Was sie in Jesus gefunden haben,

ist so wertvoll. Und die Sicherheit der

Errettung überzeugend.

Warum haben sie in ihrer traditionellen

Kirche nie das Evangelium gehört?

Bibeln waren vorhanden, es wurde

gepredigt und Gottesdienst gefeiert,

doch die freimachende Nachricht von

Jesus als alleinigem Retter haben sie

erst in hohem Alter verstanden. Das

ist typisch für Hunderttausende im

scheinbar so christlichen Ecuador. Die

Bergprovinz Loja, wo wir tätig sind, hat

viele weiße Flecken auf der Landkarte:

Regionen ohne evangelische Gemeinden

und Nachfolger von Jesus. Unerreicht, in

einem Land, in dem sich 93 Prozent der

Bevölkerung als Christen bezeichnen?!

Wir sehen noch viel Arbeit hier: Zu

viele Christen haben den befreienden

Kern der biblischen Botschaft nie klar

gehört, oder ihre Bibel verstaubt im

Schrank. Die traditionelle Religion,

vermischt mit Gesetzlichkeit und dem

indigenen Volksglauben steht dem Evangelium

im Weg. Nur weil die meisten

Ecuadorianer sich Christen nennen, sind

sie noch lange nicht erreicht. Danke für

Ihre Gebete um offene Herzen und um

Gottes Wirken.

20

Noah Bader // Freiwilligendienst

P29900 Kurze Einsätze

Simon und Dr. Carina Gruber

P10190

Christian und Julia

Waidelich P10800


MEXIKO

Im Land der Tarahumaras

„Am Anfang schuf Gott den Tarahumara,

und der Teufel schuf den weißen

Mann.“ So beginnt die Schöpfungslegende

dieses indigenen Volkes im Norden

Mexikos. Kein Wunder, dass sie nicht in

Jubel ausbrechen, wenn ein weißer Missionar

kommt, um ihnen von seinem Gott

zu erzählen. Die rund 100.000 Tarahumaras

leben zurückgezogen

in Bergdörfern

des Sierra-Madre-Gebirges.

Sie haben Angst

vor Fremden, weil ihnen

die „Chabochis“ früher

gewaltsam ihr Land

weggenommen haben.

Das Wort „Chabochi“

bedeutet eigentlich

„Spinnennetz“ und erinnert an die spanischen

Eroberer, die im Gegensatz zu den

Indianern Bärte trugen.

Die Tarahumara-Sprache ist schwierig,

es gibt viele Varianten. Man teilt sie

offiziell in zwei Gruppen (hoch und tief)

ein, oft gibt es schon von einem Bergdorf

zum anderen Unterschiede. Zudem

finden wir nur wenig gute Sprachhelfer,

weil Tarahumaras schüchtern sind und

Ausländer kaum korrigieren würden. Dafür

lachen sie uns aus, wenn wir Fehler

machen. Man muss sich ein dickes Fell

zulegen und lernen, einfach mitzulachen.

Die meisten Tarahumaras glauben an

Naturgeister und verehren ihre verstorbenen

Ahnen, vermischt mit Lehren

Tarahumaras denken,

dass sie Gott ernähren

müssen, und tun das mit

Opfern, Tänzen und

Trinkfesten, für die sie

Mais in Alkohol vergären.

und Praktiken der römisch-katholischen

Kirche. Das gilt auch umgekehrt: Nicht

selten sieht man katholische Mönche

und Nonnen bei Tanz- und Trinkgelagen

der Indianer. Tarahumaras denken, dass

sie Gott ernähren müssen, und tun

das mit Opfern, Tänzen und solchen

Trinkfesten, für die sie ihren mühsam

kultivierten Mais in

Alkohol vergären, der

„Tesgüino“ heißt. Es gibt

wohl kaum Volksgruppen,

in denen Alkoholismus

ganze Familien so

versklavt, wie bei den

Tarahumaras.

Wenn einer zum

Glauben kommt und

nicht mehr mitmachen möchte, wird

er meist aus der Dorfgemeinschaft

ausgeschlossen. Es ist ein geistlicher

Kampf, der nur mit Gebet zu gewinnen

ist. Deshalb bitten wir Sie von Herzen,

für die Tarahumara-Indianer im Norden

Mexikos zu beten!

Wir als Familie Tello Harbich sind

dankbar für die Möglichkeit, in Guachochi,

einer Kleinstadt in Chihuahua, eine

christliche Gemeinde in diesem Volk

aufzubauen. Wir erreichen Tarahumaras

aus Bergdörfern, die eine Weile ins

Krankenhaus kommen. Und wir haben

ein kleines Team gläubiger Tarahumaras,

mit denen wir zusammenarbeiten, und

die wir lieben und schätzen.

Die Familien Schmid und Tello

Harbich bringen Indianern das

Evangelium

Wir als Familie Schmid arbeiten fünf

Autostunden entfernt in einer anderen

Stadt, wo viele Tarahumaras leben.

Unser Team versucht, ihnen zu begegnen

und Gottes Liebe weiterzugeben:

über eine günstige Herberge, medizinische

Versorgung, Alphabetisierung und

Verkündigung des Evangeliums. Gelegentlich

besuchen wir unsere Freunde in

entfernten Dörfern im Gebirge, um vor

Ort zu helfen und die wenigen Christen

zu ermutigen.

Es ist schwierig, die Tarahumaras zu

erreichen. Doch wir geben nicht auf, weil

wir einen großen Gott und Liebe zu den

Menschen haben – und weil Sie, liebe

Leser, uns durch Ihre Gebete stärken

und ermutigen!

Michael und Lisa Schmid

P10663

Eleazar und Susanne Tello Harbich

P10204

DMG-informiert | 3 | 2018

21


AMERIKA

ALASKA

BRASILIEN

18.000 Dörfer

ohne Jesus

In den vergangenen Jahren sind

die brasilianischen Christen auf

Volksgruppen im eigenen Land aufmerksam

geworden, die noch kaum

mit dem Evangelium erreicht sind.

Da gibt es …

Von warmen

Herzen und kalten Wintern


Was willst du denn in Alaska?

Ist es da nicht dunkel und

kalt? Hast du keine Angst vor Wölfen?

Also ich würde ja lieber in eine

warme Region reisen!“ Vor unserem

Abflug letzten Sommer überhäuften

uns Freunde und Angehörige mit solchen

Fragen und Kommentaren. Zum

Glück waren wir uns ganz sicher:

Gott will uns in Alaska haben!

Die ersten Tage nach unserer

Ankunft waren anders als erwartet.

Statt Fischen, Schnee schaufeln, Bäume

fällen und vor Wölfen wegrennen,

verbrachten wir die meiste Zeit mit

unserer Missionarsfamilie Martin und

Silke Hornfischer (DMG) in Supermärkten.

Wir reisten von einer Stadt

in die nächste, um einzukaufen. Als

wir nach zwei Wochen in Galena

ankamen, wurde klar warum. In dem

entlegenen 400-Einwohner-Dorf mitten

in Alaska gibt es zwar einen kleinen

„Supermarkt“, allerdings bezahlt

man zwölf Euro für einen Liter Milch

und acht Euro für Toastbrot, weil alles

mit dem Flugzeug eingeflogen wird.

Nach dem Powershoppen ging es

ans Fleisch, das man hier nicht im

Supermarkt kauft. Man jagt es sich

selbst im Wald. So auch die Hornfischers.

Wir fuhren mit dem Boot

den Yukon entlang, schlugen unser

Lager auf und gingen jagen. Nach

ein paar Tagen hatten wir einen Elch

geschossen und weitere drei bis vier

Tage später fertig verarbeitet und

vakuumverpackt in der Tiefkühltruhe

verstaut. Der Alltag konnte beginnen.

Auch bei minus 50 Grad im Winter

wird das Haus mit Holz beheizt.

Jungen Leuten vom Volk der

Yupik Gottes Liebe weitergeben

Das Brennmaterial zu schlagen und

verarbeiten, war ein wichtiger Bestandteil

unseres Alltags. Dazu kamen

Klempner arbeiten und Reparaturen

am Haus. Dann ging es ans Allerwichtigste:

jungen Leuten vom Volk der

Yupik Gottes Liebe weiterzugeben.

Viele leiden im langen Winter an

Depressionen, sind drogen- und alkoholsüchtig.

Schlimm ist auch die hohe

Arbeitslosigkeit und nicht zu wissen,

was man mit seinem Leben anfangen

soll. Wir verbreiten Hoffnung und

Wärme und zeigen ihnen Antworten

auf ihre Fragen von der Bibel her auf.

Dabei leitet uns Galater 4,7.

Der Fokus von Hornfischers Arbeit

liegt auf Jugendlichen, was sich in

Galena besonders anbietet. Es gibt ein

Internat im Dorf, das von Highschool-

Schülern aus ganz Alaska besucht

wird. Einmal in der Woche sind wir

im Internat, um Freundschaften zu

knüpfen und zu unserer christlichen

Jugendstunde „Campaigners“ einzuladen.

Bei der Jugendstunde spielen wir,

haben eine Lobpreiszeit und lesen miteinander

je ein Kapitel aus der Bibel.

Uns ist wichtig, dass die jungen Yupik

nicht nur auswendiglernen, sondern

den Inhalt wirklich verstehen und in

ihrem Leben anwenden können.

Dann geht es wieder raus in den

Wald, Holz machen, damit wir nicht

nur geistliche, sondern auch physische

Wärme verbreiten können. Unser

Jahr in Alaska war ein unglaubliches

Geschenk von Gott. Wir haben viele

Erfahrungen gesammelt und konnten

für Familie Hornfischer und die jungen

Yupik im Dorf ein Segen sein.

SINTI, ROMA UND KALON

Ungefähr eine Million, verstreut im

ganzen Land. Äußerlich unterscheiden

sie sich nur wenig von der restlichen

Bevölkerung, doch sie sprechen

eigene Sprachen und grenzen sich mit

ihrem starken Wir-Gefühl ab. Nur

ein Prozent sind mit dem Evangelium

erreicht und es gibt kaum Missionare

unter ihnen.

INDIGENE VÖLKER

Offiziell 228 mit 800.000 Menschen,

die Hälfte davon ist kaum erreicht.

Viele leben inzwischen in Städten,

wo sie Christen begegnen. Es gilt,

selbständige, kulturell angepasste Kirchen

zu gründen und indigene Leiter

auszubilden.

QUILOMBOLAS

Nachfahren geflohener, dunkelhäutiger

Sklaven, die in 3.000 selbstbestimmten

Territorien leben. In 2.000

Quilombo-Dörfern gibt es noch keine

evangelikale Gemeinde.

RIBEIRINHOS

Die Bewohner von 10.000 Dörfern in

abgelegenen Flussregionen des Amazonasbeckens

sind noch immer nicht

mit dem Evangelium erreicht.

SERTANEJOS

Die Bewohner des riesigen Trockengebietes

Sertão im Nordosten, mit einer

Fläche zweieinhalbmal so groß wie

Deutschland. Hier gibt es nach wie

vor 6.000 Dörfer ohne Evangelium.

Die Christen in Brasilien wollen

gemeinsam diese Aufgabe angehen,

dafür bilden wir brasilianische

Missionaren aus. Danke, dass sie uns

unterstützen.

22

Dominik Rühlmann / André Fott // Freiwillligendienst

P29900 Kurze Auslandseinsätz

Thomaz und Mayra

Litz P10400


IMPRESSUM

Sei ein Mann!

… und komm ins Jahresteam (FSJ) in der

DMG-Zentrale. Kernige Arbeit in Haus,

Werkstatt, Garten und Küche, dazu echte

Gemeinschaft in Team und WG. Noch Plätze

für junge Männer frei ab August 2018.

www.DMGint.de/Jahresteam

ARGENTINIEN

Frauen hinter Gittern

Jeden Dienstag tauche ich mit meiner Kollegin in eine

ganz eigene Welt ein. Inmitten der Zweimillionenstadt

Cordoba besuchen wir Frauen im Gefängnis, die

wegen Delikten an Kindern wie Misshandlung, Missbrauch,

Kinderhandel und Mord einsitzen. Sie gelten als

„Monster“, sind verachtet, weggesperrt und unerreicht!

Ein Beispiel ist meine Freundin Glenda*. Aufgewachsen

in einem kleinen Dorf, ist ihre Kindheit von der Gewalt

des Vaters und Hexerei der Mutter geprägt. Als Teenager

flieht sie, bekommt zwei Kinder und wird von ihrem

Freund in ein Bordell verkauft. Mit 18 befreit einer ihrer

Klienten sie, der allerdings so von ihr besessen ist, dass

er aus Eifersucht ihren dreijährigen Sohn Marcos tötet.

Völlig unter Drogen bemerkt Glenda den Tod ihres

Sohnes erst Stunden später. Weil sie als Mutter ihr Kind

nicht schützen konnte, wird sie zu zwölf, ihr Freund

zu 18 Jahren Haft verurteilt. Monate später kommt im

Gefängnis ihr Sohn Elias zur Welt, der ihr weggenommen

wird. Am Tiefpunkt ihres Lebens macht sie sich auf die

Suche nach Jesus und hört in unseren Andachten von

seiner Liebe, von Vergebung und Befreiung von bösen

Mächten. Ihr Leben verändert sich langsam und sie wird

zum Vorbild für viele Mitgefangene.

Neun Jahre später darf sie das Gefängnis wegen guter

Führung verlassen. Nach einem kurzen Absturz in Drogen

bricht sie ganz bewusst mit ihrem alten Leben und

lernt einen gläubigen Mann kennen, mit dem sie mittlerweile

verheiratet ist. Ihr Wunsch, ihre beiden Kinder

nach 13 Jahren wiederzusehen, hat sich vor kurzem

erfüllt – ein Moment, der mich zum Weinen gebracht

hat. Gott sieht die Verachteten und Unerreichten und

zieht sie in seine Arme.

Übrigens: Ab Juli sind wir im Heimatdienst in Deutschland.

Gerne können Sie uns einladen, um mehr aus

unserer Arbeit zu erfahren.

* Name geändert

Judith und Sebastián Cabral

P10218

"

Herausgeber:

DMG interpersonal e.V.

Buchenauerhof 2, D-74889 Sinsheim

Tel.: 07265 959-0, Fax: 07265 959-109

WhatsApp: 07265 959-100 • Kontakt@DMGint.de • www.DMGint.de

Bei Adressänderungen: Tel. 07265 959-128, Adressen@DMGint.de

Missionsleitung:

Chefredaktion:

Layout:

Bitte geben Sie im Überweisungsträger den Spendencode und den Namen

eines Missionars, „DMG“ oder „Wo am nötigsten“ an. Herzlichen Dank!

Datum Datum Unterschrift(en)

IBAN IBAN

06 06

Günther Beck

Theo Volland (Redaktion@DMGint.de)

David Spieth

Erscheinung: Fünfmal jährlich

Titelfoto: DMG-Archiv, JuMi 2016

PXXXXX

Dieses Symbol nennt

die Projektnummer des

jeweiligen Missionars,

so können Sie gezielt

für die Arbeit einzelner

Missionare spenden.

Herzlichen Dank.

Angaben Kontoinhaber: zum Kontoinhaber: Name, Vorname/Firma, Name, Vorname/Firma, Ort Ort (max. 27 Stellen, keine Straßen- oder Postfachangaben

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Schweiz: Swiss Post, SMG

Vermerk: DMG

IBAN: CH92 0900 0000 8004 2881 3

BIC: POFICHBEXXX

Die Arbeit der DMG ist als steuerbegünstigt anerkannt. Spenden werden im Rahmen

der Satzung entsprechend der Zweckbestimmung für missionarische oder

mildtätige Zwecke eingesetzt. Stehen für ein Projekt ausreichend Mittel zur Verfügung,

wird die Spende für einen ähnlichen satzungsgemäßen Zweck verwendet.

PLZ Freundesnummer Straße Spenders: (falls bekannt) (max. 27 Stellen) PLZ und Straße des Spenders

D 3

Spenden-/Mitgliedsnummer Missionarsnummer/Projektnummer oder Name des Stichwort Spenders bzw. - (max. Name 27 Stellen) des Missionars

ggf. Stichwort

Betrag: Euro, Euro, Cent Cent

G E N O D E 6 1 W I E

Danke!

BIC BIC des des Kreditinstituts (8 oder 11 Stellen)

SPENDE

SPENDE

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IBAN IBAN

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Angaben zum zum Zahlungsempfänger: Name, Name, Vorname/Firma (max. 27 Stellen, bei maschineller Beschriftung max. 35 Stellen)

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Staaten in in Euro. Euro.

"

SEPA-Überweisung/Zahlschein

Für Für Überweisungen

in in Deutschland und und

in in andere EU-/EWR-

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07265 959-100

OFFENE STELLEN

in der DMG-Zentrale Buchenauerhof (74889 Sinsheim)

• Hauswirtschafts leitung (m/w)

• Kaufmännischer Mitarbeiter (m/w)

• Mediengestalter – Bild/Ton (m/w)

• Koordinator Facheinsätze (m/w)

• Bilanzbuchhalter (m/w)

unerreicht

Information und Bewerbung:

www.DMGint.de/Stellenangebot

AUSBILDUNGSSTELLE

bei der DMG // Buchenauerhof (74889 Sinsheim)

Wir suchen einen Azubi!

Kaufmann/-frau für Büromanagement

Eine Aufgabe mit weltweiter Perspektive. Du entdeckst

unsere Heimatzentrale und wirst schwerpunktmäßig

im Verwaltungsbereich ausgebildet.

Erlebe Gemeinschaft, lerne Missionare kennen und

wachse zu Jesus hin.

Personal@DMGint.de oder Tel. 07265 959-126

Herbstmissionsfest

Gott weitet deinen Raum // 23.09.2018

Neben spannenden Berichten unserer Missionare aus

den unterschiedlichen Einsatzländern wartet auf Sie ein

vielfältiges Programm. Für Kinder und Teenager wird

während der Vor- und

Nachmittagsveranstaltung

ein besonderes

Programm angeboten.

www.DMGint.de/HMF

DMG und TSA Präsentieren:

2018

Das Jugend-Missions-Event

21. und 22. Juli 2018

21. und 22. Juli 2018

Das erwartet dich!

Drei Sessions mit Botschaften von Daniel Harter und

Musik vom ICF Karlsruhe. Wie kannst du Gottes Missionsauftrag

in deinem Leben umsetzen? Außerdem:

Aussendung von jungen Christen in Einsätze rund um

die Welt, Seminare, leckeres Essen, Sport und Spaß,

Lagerfeuer und vieles mehr … Wir starten am Samstag,

21. Juli, um 15 Uhr. Alle Infos, Video-Trailer und

Anmeldung:

WWW.JUMI.ONLINE

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