Gazette Zehlendorf Juli 2018

gazette

Gazette für Zehlendorf, Nikolassee, Schlachtensee, Dahlem und Wannsee

GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN

Juli 2018

Zehlendorf

Zehlendorf · Nikolassee · Schlachtensee · Dahlem · Wannsee

Die Droschkentour

Wannsee – Paris

Der Eiserne Gustav ist unvergessen

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WORT DER BEZIRKSBÜRGERMEISTERIN

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn Sie diese Ausgabe in den

Händen halten, haben die Sommerferien,

die bis Mitte August

dauern, begonnen;

für

viele eine Zeit

des Urlau-

Cerstin Richter-

Kotowski

United Big Band.

Foto: Dirk Ostermeier / Deutscher Musikrat

bes, wobei es

manch einen

in die Ferne

zieht, andere

das vertraute

Umfeld genießen

und in der Stadt und im Bezirk

all das erkunden, wofür sonst

schlicht die Zeit fehlt. Deshalb

habe ich für alle Daheimgebliebenen

einige interessante Tipps,

um sich die Zeit auf die eine oder

andere Weise zu vertreiben:

Wussten Sie zum Beispiel schon,

dass im vergangenen Monat von

meinen beiden Bezirksamtskolleginnen,

Bezirksstadträtin Carolina

Böhm und Bezirksstadträtin

Maren Schellenberg, in der Lippstädter

Straße 5 auf dem Gelände

der Jugendwerkstatt Ostpreußendamm

eine neu gebaute Skateanlage

„JuWeSkate“ eröffnet wurde.

Mit der neuen Skateanlage investiert

das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf

350.000 Euro in die

soziale Infrastruktur im Bezirk

und unterstützt die Bewegungsförderung

und die Beteiligung

Jugendlicher. Die Idee zu diesem

Projekt entstand bereits im

Jahr 2008, und zwar als Ergebnis

einer Beteiligung von Jugendlichen

durch das bezirkliche Kinder-

und Jugendbüro in Kooperation

mit der Jugendwerkstatt

Ostpreußendamm. Und auch bei

der weiteren Planung der neuen

Skateanlage wurden Jugendliche

beteiligt und ihre Wünsche aufgegriffen,

weshalb nun beispielsweise

ein 1,50 m tiefer „Pool“ für

Anfänger*innen, sowie ein 2,50 m

tiefer „Pool“ für bereits erfahrene

Skater*innen zur Verfügung steht.

Eigentümer und Betreiber der Anlage

ist das Jugendamt, die pädagogische

Betreuung übernimmt

die Jugendwerkstatt Ostpreußendamm,

die telefonisch erreichbar

ist unter (030) 7124026 oder per

E-Mail unter jugendwerkstatt.

berlin@freenet.de. Die Öffnungszeiten

der Skateanlage sind übrigens

von Montag bis Samstag in

der Zeit von 8 bis 20 Uhr.

Außerdem wurde im Mai dieses

Jahres die erweiterte Parkour-Anlage

am Brittendorfer Weg 16 B im

Beisein meiner Kollegin Maren

Schellenberg, dem Fußgänger

e. V. und dem MoWo-Team des

Nachbarschaftshauses Wannseebahn

e. V. eingeweiht, die seit

2013 besteht. Von aktiven Jugendlichen

einst initiiert und seither

unterstützt vom MoWo-Team

starteten im vergangenen Jahr

die etwa 50 Jugendlichen eine

zweite Projektrunde „parkour reloaded”:

Gemeinsam erweiterten

sie die bestehende viel genutzte

Anlage um einige selbst geplante

und gebaute Hindernisse und

setzten sich auch für die Finanzierung

ein, u. a. beim Jugendhaushalt

des Bezirks und bei

Förderformaten des Programms

„JugendDemokratiefonds Berlin

stark gemacht“.

Und nicht verhehlen kann ich

meinen Stolz über den herausragenden

Erfolg der United

Big Band des Zehlendorfer

Arndt-Gymnasiums unter der

Leitung von Dr. Martin Burggaller

und Martin Krümmling beim

16. Bundeswettbewerb „Jugend

jazzt“ im Mai in Frankfurt: Mit dem

„Jazzpreis des Deutschen Musikrats

und der Hansahaus-Studios

Erweiterte Parkour-Anlage am Brittendorfer Weg. Foto: Leo Vornberger

Gazette Zehlendorf | Juli 2018 | 3

Bonn“ verfügt Berlin nun über

die aktuell beste Nachwuchsbzw.

Schülerbigband Deutschlands,

die sich zudem über eine

zweitägige CD-Produktion plus

Edit- und Mix-Tage in den Hansahaus-Studios

Bonn freuen darf!

Die Teilnehmerbands, bestehend

aus insgesamt rund 350 jungen

Musikerinnen und Musikern im

Alter von 11 bis 24 Jahren, hatten

sich in vorausgegangenen

Landeswettbewerben mit überzeugenden

Performances für diese

Bundesbegegnung qualifiziert.

Und dann lade ich Sie ganz herzlich

zu meinem 3. Kiezspaziergang

am Sonnabend, 25. August

2018, um 14 Uhr, ein, der für ca.

zwei Stunden durch „Glienicke –

Schönheiten am Rande Berlins“

führen wird. Treffpunkt und Uhrzeit

erfahren Sie bei der Anmeldung

entweder unter ☎ 90299-

5256 (Frau Lestingi) oder per

E-Mail: wirtschaftsfoerderung@

steglitz-zehlendorf.de.

Vielleicht lassen Sie mich bei meiner

nächsten Bürgersprechstunde

persönlich wissen, wie Ihnen

der eine oder andere Tipp gefallen

hat. Oder lassen Sie uns Ihre

bezirklichen Anregungen, Ideen

und Kritik in einem persönlichen

Gespräch erörtern: 28. August

von 16 bis 18 Uhr, im Rathaus

Zehlendorf, Raum A 131, Kirchstraße

1/3, 14163 Berlin. Damit

Ihnen unnötige Wartezeiten erspart

bleiben, bitte ich um eine

telefonische Anmeldung unter

☎ 90299-3200.

Ihre

Cerstin Richter-Kotowski

Bezirksbürgermeisterin


4 | Gazette Zehlendorf | Juli 2018

Die Droschkentour Wannsee – Paris

Vor 90 Jahren erreichte der Eiserne Gustav Paris

„Was sollen Völker mit Genies,

wir Völker wollen Gustavs haben,

die langsam aber sicher traben

und das gilt nicht nur für Paris.“

Diese Zeilen widmete Erich Kästner

einem ganz besonderen

Bewohner von Wannsee – dem

Eisernen Gustav, der mit seiner

Droschkenfahrt von Berlin nach

Paris Geschichte schrieb. Der gebürtige

Magdeburger erblickte

am 4. Juni 1859 das Licht der

Welt. Schon sein Vater war Kutscher,

doch Gustav zog es nicht

auf den Kutschbock, sondern in

die Backstube. Nach absolvierter

Bäckerlehre verließ er Magdeburg

in Richtung Berlin. Schon in jungen

Jahren versuchte er, sich selbständig

zu machen. Also eröffnete er

an der Königstraße in Wannsee ein

Kolonialwarengeschäft, das er jedoch

schon bald wieder schließen

musste. Der nächste Versuch folgte

1885: Gustav Hartmann gründete

das erste Fuhrunternehmen in

Wannsee und fuhr nun also doch

Gustav Hartmann bei seiner Rückkehr aus Paris.

Kutsche. Dieses Unternehmen

wurde ein Erfolg, der in erster Linie

dem Fleiß des Inhabers zu verdanken

war. Den Beinamen der „Eiserne“

bekam er, weil er bei Wind

und Wetter auch zu später Stunde

noch auf dem Droschkenplatz vor

dem Bahnhof Wannsee stand, um

die Fahrgäste, die mit dem letzten

Foto: Bundesarchiv

Zug kamen, sicher nach Hause zu

bringen.

Auf ins Abenteuer

Entgegen der Filmversion war es

nicht die Angst vor der motorisierten

Konkurrenz, die Gustav

Hartmann zur Fahrt nach Paris antrieb,

sondern die Abenteuerlust.

Der Rock des Eisernen Gustav

sowie sein Reisepass sind heute

im Heimatmuseum Zehlendorf

zu sehen.

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Gazette Zehlendorf | Juli 2018 | 5

Gustav-Hartmann-Platz am

Bahnhof Wannsee.

Schließlich standen bereits zwei

Taxen auf seinem Hof – der findige

Geschäftsmann hatte längst

erkannt, dass das Ende der Pferdedroschke

nicht mehr weit war.

Es soll Rachel Dorange gewesen

sein, eine Reiterin aus Frankreich,

die von Paris aus gestartet war und

ihn an seinem Standplatz am Bahnhof

Wannsee nach dem Weg zum

Stadtzentrum fragte. Sie brachte

ihn auf die Idee, mit seiner Droschke

bis nach Paris zu reisen. 1927 begann

die Planung – er arbeitete in

seinem Haus in der Alsenstraße 11,

in dem heute noch seine Enkelin

wohnt, die Routen aus und bat den

Ullstein-Verlag um Hilfe bei der Beschaffung

der benötigten Papiere.

Als Gegenleistung war ein Reporter

der „Berliner Morgenpost“ live

dabei – Hans Hermann Theobald

begleitete ihn auf seiner Fahrt

nach Paris. Am 2. April 1928 war es

soweit – Gustav Hartmann spannte

seinen 16-jährigen Fuchswallach

Grasmus vor seine Droschke und

fuhr in Richtung Paris. Natürlich

verließ Gustav Hartmann bei dieser

spektakulären Unternehmung

der Geschäftssinn nicht – er ließ

zahlreiche Postkarten drucken, die

er unterwegs an seine begeisterten

Fans verkaufte.

Die lange Reise nach Paris

Sein Weg führte über Brandenburg,

Magdeburg, Hannover,

durch das Ruhrgebiet und dann

weiter über Köln und Verdun bis

nach Paris, das er genau an seinem

79. Geburtstag, dem 4. Juni 1928

erreichte. In Paris umjubelten ihn

die Massen und bei der Rückkehr

nach Berlin wurde er wie ein Volksheld

empfangen. An Politik war

Gustav Hartmann nicht interessiert

– trotzdem leistete er mit seiner

Fahrt zehn Jahre nach dem Ende

des Ersten Weltkriegs einen Beitrag

zur Verständigung zwischen

den beiden verfeindeten Nationen

Deutschland und Frankreich.

Mit seiner spektakulären Reise

soll er 100.000 Reichsmark eingenommen

haben. Mit einem

Teil des Geldes gründete er die

Gustav-Hartmann-Stiftung zugunsten

von in Not geratenen

Droschkenkutschern. Heute setzt

der Gustav-Hartmann-Unterstützungsverein

e. V. diese Arbeit fort.

Ehrengrab für den

berühmten Wannseer

1938, zehn Jahre nach seinem

Abenteuer, starb Gustav Hartmann

in seiner Heimat Wannsee.

Er bekam ein Ehrengrab auf dem

alten Wannseer Friedhof. Es dauerte

viele Jahrzehnte, bis er auch an

anderer Stelle geehrt wurde: Am

19. Juni 2000 wurde sein alter Halteplatz

vor dem Bahnhof Wannsee

auf den Namen Gustav-Hartmann-

Platz getauft. Einen Tag später, am

20. Juni, erfolgte die Einweihung

seines Denkmals – stilecht aus Eisen

– an der Potsdamer Brücke in

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6 | Gazette Zehlendorf | Juli 2018

Kleine Hertha-Knöpfe ganz groß

Mit „Kiki“ erste Schritte Richtung Tor

Ab vier Jahren jung sind

„Hertha-Knöpfe“ und haben

manchmal noch Schwierigkeiten,

alleine die Trikots anzuziehen:

Doch hat der potentielle Fußball-Nachwuchs

von Hertha 03

Zehlendorf mit Jugendleiter

„Kiki“ Christian Broßmann einen

verständnisvollen Trainer – durch

und durch Fußballmann – an seiner

Seite, der tröstet, Schnürsenkel

bindet und zeigt, wo es lang

geht.

Selbst von Kindesbeinen an mit

dem Verein verwurzelt, ist er

durch viel über die Jahre investiertes

Herzblut und Engagement

unverzichtbar für den Verein geworden,

der für seine hohe Qualität

im Bereich der Jugendarbeit

bekannt ist.

Auch wenn nicht jeder der rund

300 „Knöpfe“ bei Hertha 03 wie

einst Pierre Littbarski oder Carsten

Ramelow zu einem Spitzen-Fußballer

wird, – Spaß, Fairness,

Bewegung und Freunde

rund um den Ball findet er hier

allemal in den Tummelstunden

für kleine Leute.

Was Knöpfchen nicht lernt,

lernt Knopf nimmermehr…

Die Sonne brennt vom Himmel,

und Mütter und Väter sitzen an

diesem Montagnachmittag lieber

entspannt auf dem Rasen im

Schatten, als an der Spielplatzbegrenzung

auszuharren.

Schwungvoll begrüßt „Kiki“ –

anders spricht ihn hier niemand

an – die kleinen Knöpfe, die in

dieser Gruppe zwischen vier und

fünf Jahren alt sind. Zu gut weiß

er: „Bei diesem Wetter haben die

Kinder bereits in der Kita viel

draußen gespielt und sind schon

etwas müde.“ Doch sie lassen

sich schnell von Kiki´s lockerer

Art mitreißen und tollen schon

bald über den Rasen und üben

Ball-Stoppen. Dann gilt es die als

Parkour verteilten bunten Hütchen

auf dem Weg zum Mini-Tor

zu durchlaufen.

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Gazette Zehlendorf | Juli 2018 | 7

Kiki sagt, wo´s lang geht.

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Das Wichtigste bleibt natürlich

der Schuss aufs Tor, bevor sich der

kleine Spieler mit seinem Ball wieder

in der Reihe hinten anstellt.

Ohne eine gewisse Ordnung geht

auch hier nichts. Jedes Kind hat

seinen Ball, und die Trikots sind

über den Verein besorgt worden,

gleiche Einstiegsbedingungen

für alle. Die Mutter von Felix* erklärt

dazu: „Der Verein organisiert

alles sehr gut. So muss man nicht

lange suchen, um das passende

Trikot zu finden, und alle „Knöpfe“

sehen gleich aus.“ 12 Gruppen á

25 Kinder verteilen sich auf die

Spiel-Stunden am Montag, Dienstag,

Mittwoch und Donnerstag,

bei einem Kostenbeitrag pro Jahr

und Kind von 200 Euro.

An diesem Montag geht´s nicht

nur friedlich zu. Ein kleiner Fußballer

zielt auf die Nase eines

Mitspielers und trifft sogar gleich.

Blut fließt. Der Jugendleiter ist

gefordert: Taschentuch suchen,

tupfen und trösten. Ein ernstes

Wörtchen wechselt er mit dem

schussstarken Verursacher, bevor

er ihn für den Rest der 45 Minuten

langen Spielstunde vom Platz

stellt. „Manchmal muss das sein“,

erklärt Kiki Broßmann, „schließlich

gibt es Regeln im Fußball.“

Im gelingt immer wieder der

Spagat zwischen Vertrauensperson

und ernst zu nehmendem

Trainer. Wie sehr die Kinder

ihn dafür lieben und die Eltern

ihn darum bewundern, wird

immer wieder deutlich. So lässt

sich auch Marie*, eine der zehn

weiblichen Knöpfe, von ihm auf

dem Arm wieder aufs Spielfeld

zurücktragen, nachdem sie (unbeabsichtigt)

in die Schusslinie

eines Balles geraten war und

beschlossen hatte, nach Hause

zu gehen. Schon wenig später

spielt sie fröhlich weiter. Lachen

und Weinen liegen in diesem

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Alter noch dicht beieinander

und benötigen ein Fingerspitzengefühl,

das Kiki wohl über

die Jahre gut trainiert hat. Seine

Firma „Sportykids“, die Kita-Kindern

während der Kitazeit ein

abwechslungsreiches Sportangebot

von Fußball bis Schwimmen

offeriert, hat inzwischen

sein Schwager übernommen.

Kiki selbst ist mit Hertha 03 voll

ausgelastet.

Auf regelmäßige Trinkpausen

während des Spieles achtet er

genauso akribisch, wie auf den

Unterschied zwischen „Bolzen“

und „Fußball spielen“; Letzteres

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8 | Gazette Zehlendorf | Juli 2018

Wo ist Kiki?

ist bei Hertha 03 schließlich angestrebtes

Ziel, auch schon bei

den „Knöpfen“.

Dann werden Mannschaften

gebildet, und Fabian* kann endlich

seine alle beeindruckenden

Torwarthandschuhe anziehen.

Sie spielen bei den Kindern eine

ganz besondere Rolle und sind

ihnen fast so wichtig wie das

Fußballspielen selbst, das in diesen

Altersgruppen den Ball nicht

immer in den Mittelpunkt stellt.

Mit diesen Handschuhen steht

Fabian nun wie ein ganz Großer

da – auch wenn er an diesem

Montag nicht jeden Ball hält…

„Seit etwas mutiger, dann geht

der Ball auch höher“, oder „Fußspitze

runter, nicht mit der Pieke

spielen“, sind Sätze, die in den verschiedenen

Spiel-Gruppen über

den Platz hallen. Denn ist erst einmal

etwas falsch eingeübt, ist es

nur schwer wieder herauszubekommen.

Das gemeinsame Spiel

schließlich ist der Höhepunkt einer

jeden Spielstunde, an deren

Ende dann Kiki, von seinen fröhlichen

Knöpfen umringt, in das

gemeinsame „hipp hipp hurra“

einstimmt.

Bereits bei den kleinen

Hertha-Knöpfen werden besondere

Talente sichtbar, die im

etwas älteren Perspektiv-Team

Beachtung finden. An regelmäßigen

Sichtungstagen werden

vielversprechende kleine Spieler

ausgewählt, die dann zu den

G-Junioren aufsteigen können.

Doch auch, wer nur aus Spaß

an der Freude das Fußballspielen

erlernen möchte, ist bei den

Hertha 03-Knöpfen willkommen.

Dazu laden auch die regelmäßig

bei Hertha 03 Zehlendorf veranstalteten

Feriencamps ein.


Jacqueline Lorenz

*Namen der Kinder v. d. Red. geändert

F.C. Hertha 03 Zehlendorf e. V.

Onkel-Tom-Straße 52a-54a

14169 Berlin-Zehlendorf

Ab 15. Juli 2018 sind wieder

Anmeldungen für die „Hertha-Knöpfe-

Tummelstunden“ möglich, bitte

ausschließlich per E-Mail: herthaknoepfe@web.de.

Trainingsbeginn ist

der 27. August 2018.

Feriencamp-Termine und

-Informationen unter www.h03.de

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1 | Gazette Zehlendorf | 2017

Hilde Benjamin in Bezirksbroschüren

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diskutiert

Im Mai erschien eine Broschüre mit dem Titel „Starke Frauen in Steglitz-Zehlendorf

1945 – 1990“. Diese Broschüre wurde von einem Verein mit Unterstützung

des Jobcenters und des Bezirksamtes erstellt. Unter den 23 dargestellten Frauen

befand sich auch Hilde Benjamin, die als Richterin des obersten Gerichts und

spätere Justizministerin in der DDR an Schauprozessen, harten Zuchthausstrafen

und Todesurteilen beteiligt war. Dieser Vorgang führte zu heftigen

Reaktionen auch in der BVV. Die Fraktionen nehmen im Folgenden zu diesem

Thema Stellung.

CDU-Fraktion

Hilde Benjamin hat als Richterin aus

geringfügigem Anlass zwei Todesurteile

verhängt, in der DDR stalinistische

Schauprozesse in ihrer Funktion als „Justizministerin“

inszenieren lassen und

war Angehörige des DDR-Regimes,

das auch vor Mord an Gegnern nicht

zurückschreckte. Sie hat das Recht und

Macht zum Kampf gegen Gerechtigkeit

und Freiheit der Person missbraucht.

Eine solche Person als „starke Frau“

zu ehren, lässt Zweifel darüber aufkommen,

ob der dies aussprechende

Stadtrat der SPD einen demokratischen

Rechtsstaat repräsentieren kann. Vor

dem Hintergrund der großen demokratischen

Tradition der SPD wirkt es

zumindest irritierend, wenn deren

aktueller Stadtrat so handelt und die

SPD Steglitz-Zehlendorf darüber hinaus

eine Stadtratskandidaten zur Wahl

stellt, die nur durch die CDU verhindert

werden konnte, die wie Hilde Benjamin

Mitglied der „Roten Hilfe“ war, einer

Organisation, die Straftäter gegen die

freiheitlich-demokratische Grundordnung

der Bundesrepublik Deutschland

unterstützt und vom Verfassungsschutz

mit Recht beobachtet wird. Wir geben

Mörderinnen keine Ehre.

Torsten Hippe

Berlin SPD-Fraktion

Der Skandal ist erfunden. Es gibt

keine Bezirksbroschüre. Es gibt auch

keine „Ehrung“ der erbarmungslosen

DDR-Richterin Hilde Benjamin. Ein Verein,

finanziert vom Jobcenter, gibt eine

Broschüre über Frauen aus Steglitz-Zehlendorf

in der Nachkriegszeit heraus.

23 Kurzporträts ganz unterschiedlicher

Frauen. Das Bezirksamt – noch unter

Gültig bis 31.08.2018 für die ersten 30 Mitglieder

CDU-Bürgermeister Kopp – unterstützt

das Projekt. Aber es hat keinen Einfluss

auf die Texte. SPD-Stadtrat Karnetzki

schreibt ein Vorwort und lobt die

Broschüre als ein Spiegelbild für die

Zeit. Frauen sind nicht nur „gut“. Das

ist eigentlich banal. Es gab aber schon

einmal eine Broschüre über Frauen

in Steglitz. 1990, damals wirklich herausgegeben

und finanziert vom Bezirksamt.

Das Grußwort schrieb der

Steglitzer CDU-Bürgermeister Friedrich.

Er freute sich darin, dass es mit

dem Buch gelungen sei, „das Wirken

von Frauen und ihre vielfältigen Leistungen

zu würdigen.“ Auch dort schon

– ein Beitrag über Hilde Benjamin. Die

Empörung von CDU und FDP blieb

damals aus. Das zeigt, wie scheinheilig

ihre heutigen Angriffe gegen den

SPD-Stadtrat sind.

Volker Semler

B‘90/Grünen-Fraktion

Die Geschichte unseres Bezirks und unserer

Gesellschaft ist vielfältig. An ihr

haben – entgegen althergebrachter

Geschichtsbilder – auch Frauen in entscheidenden

Positionen mitgewirkt. Daran

sollte in diesem Jahr zum nunmehr

dritten Mal eine Broschüre erinnern,

die Lebenswege Steglitz-Zehlendorfer

Frauen darstellt. Auch Hilde Benjamin,

die eine Zeit in Steglitz-Zehlendorf lebte,

hat die deutsche Geschichte geprägt,

daran besteht kein Zweifel. Und doch:

die Broschüre mit dem Titel „Starke

Frauen“ sollte jene ehren, die sich positiv

um unsere Gesellschaft verdient

gemacht haben. Und eine Richterin,

die ideologische Justiz im DDR-Regime

vertrat, passt in diese Reihe nicht.

Wir Grüne werden uns weiter einsetzen

* Bei Abschluss einer Mitgliedschaft bis zum 30.06.2018 kannst du im ersten Monat für nur 8 Euro trainieren. Informationen zu den dabei anfallenden

Kosten unseres Startpakets und der Verwaltungsgebühr sowie unseren attraktiven Konditionen findest du unter mrssporty.com.

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Frauenspuren und mehr – mehrere Publikationen erinnern an Frauen in Steglitz-Zehlendorf.

Die umstrittene Broschüre wurde vernichtet.

für eine Erinnerungskultur, die im Sinne

der Gleichstellung an jene Frauen

erinnert, die bisher viel zu oft ob ihres

Geschlechts im Hintergrund standen.

Diese Arbeit endet nicht auf den Seiten

von Broschüren. Wir werden in den

kommenden Jahren Frauen im Straßenbild

sichtbarer machen, etwa durch

Straßenbenennungen. Und im kommenden

Frühjahr erhält Steglitz-Zehlendorf

seine erste Gedenktafel, die

exklusiv einer Frau gewidmet ist: der

Wissenschaftlerin und Frauenrechtlerin

Clara Immerwahr.

Carsten Berger

Alternative

für

Deutschland

AfD-Fraktion

Ehrung von Hilde Benjamin – die „blutige

Hilde“, DDR-Richterin und -Ministerin.

Ein eklatanter Fehler nennt es

Michael Karnetzki (SPD), der das Vorwort

schrieb: „Die hier vorgestellten

Frauen aus unserem Bezirk haben gelernt,

sich durchzusetzen.“ Und weiter:

„Ein sehr gelungenes Werk.“ Ein Fehler

oder ein weiterer Versuch Verbrechen

einer linken und linksextremistischen

Gesellschaft zu relativieren? Die Aufregung

um das Thema ist völlig gerechtfertigt

und aktueller denn je. Erst

kürzlich setzten sich auf dem Parteitag

der Berliner SPD die Extremisten durch:

Hausbesetzer wurden ausdrücklich für

ihren „zivilen Ungehorsam“ gelobt. Gegen

die Polizei wurde im Antragstext

gehetzt, die besetzten Gebäude „mit

unverhältnismäßiger Gewalt“ geräumt

zu haben. Doch diese Passage entfernte

man kurz vor der Abstimmung wieder.

Die B.Z. berichtet. Mitunterzeichnerin

des Antrags war Rechtsanwältin Franziska

Drosel, bekennende Linksextremistin

und gescheiterte Stadtratskandidatin.

Sie ist stellvertretenden Vorsitzende der

SPD Steglitz-Zehlendorf. Hoffnungsträgerin.

Eine starke Frau, die sich noch

durchsetzen wird? Wo werden wir noch

von ihr lesen?

Peer Lars Döhnert

FDP-Fraktion

FDP verhindert Ehrung von „Bluthilde“.

Die FDP-Verordnete im Frauenausschuss

schaute nicht schlecht, als sie

in der Bezirksamtsbroschüre „Starke

Frauen in Steglitz-Zehlendorf 1945-

1990“ Hilde Benjamin anlächelte. Das

Bild trug die Unterschrift „Eigennutz

lag ihr ebenso fern wie berechnender

Zynismus. Was auch immer sie getan

hat, hat sie aus der tiefen Überzeugung

heraus getan“. Hilde Benjamin

Gazette Zehlendorf | Juli 2018 | 9

verantwortete DDR-Schauprozesse

und verurteilte Andersdenkende zu

über 500 Jahren Gefängnis, außerdem

schickte sie zwei Menschen in den Tod.

Zusammen mit Hubertus Knabe von der

Gedenkstätte Hohenschönhausen haben

wir den Skandal aufdeckt und dafür

gesorgt, dass die Mitherausgeberschaft

des Bezirksamtes zurückgezogen, die

Broschüre vernichtet und das Wirken

Benjamins durch die Bezirksverordnetenversammlung

vollumfänglich

missbilligt wurde. Der eigentliche

Skandal ist, dass Bezirksbürgermeisterin

Richter-Kotowski (CDU) nichts von der

Broschüre gewusst haben will, obwohl

ihre Pressestelle die Veröffentlichung

bewarb. Eine Verwaltung, die bereits

mit dem Herstellungsprozess einer solchen

Broschüre überfordert ist, schafft

kein Vertrauen.

Kay Ehrhardt

Linksfraktion

H. Benjamin wurde 1902 geboren. In

der Fichtenbergschule machte sie Abitur

und studierte als eine der ersten

Frauen Jura. Sie trat der SPD, dann der

KPD bei und eröffnete eine Kanzlei

im Wedding. Ihr Ehemann, der Jude

Georg B., wurde 1933 in „Schutzhaft“

genommen. Er starb 1942 im KZ. Seine

Frau erhielt Berufsverbot und wurde

dienstverpflichtet. Der Sohn der Eheleute

wurde wegen seiner Abstammung

unterdrückt. 1945 wurde H. Benjamin

von den Sowjets als Staatsanwältin in

Lichterfelde eingesetzt, dann aber als

Kommunistin durch die Amerikaner

entlassen. Sie wechselte in die SBZ

und wurde Mitglied der SED. Als Abgeordnete

der Volkskammer machte

sie sich einen Namen als Frauenrechtlerin.

Von 1949 bis 1953 war sie Vizepräsidentin

des Obersten Gerichts. Sie

verurteilte NS-Täter und DDR-Gegner zu

drakonischen Strafen. U. a. durch zwei

Todesurteile zerstörte sie das Leben

vieler Menschen. Im Westen wurden

sie dafür gehasst – obwohl es auch in

Frankreich und England die Todesstrafe

gab und in den USA noch gibt. Hilde

Benjamin wurde erste Justizministerin

Deutschlands, dann Prof. in Potsdam.

Sie starb 1989. War sie eine starke Frau?

Gerald Bader

Weitere Informationen zur BVV und

den Sitzungsterminen finden Sie

unter www.berlin.de/ba-steglitzzehlendorf/

politik-und-verwaltung/

bezirksverordnetenversammlung/


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12 | Gazette Zehlendorf | Juli 2018

Müde Museen – wache Jugendliche

3. Ideenwerkstatt Museen lieferte Ansätze

Zum dritten Mal luden Bezirksamt

Steglitz-Zehlendorf und Regionalmanagement

Berlin SÜDWEST

zu ihrer Ideenwerkstatt, die unter

dem Titel „Müde Museen – Wache

Museen“ zum ersten Mal im AlliiertenMuseum

stattfand: Vor den

gewohnten Räumlichkeiten für

die Veranstaltungsreihe am Museumsstandort

an der Lansstraße

rüstete man am 28. Mai 2018 die

Südseeschiffe zum Umzug Richtung

Humboldt Forum.

Vielversprechend der Werkstatt-Titel,

der Museumsmachern

und –nutzern dann aber eben

doch nur Ansätze zum Umdenken

Richtung attraktiverer Museen-Weiterentwicklung

für die Generationen

Y (28- bis 38-Jährige)

und Z (15- bis 28-Jährige) liefern

konnte.

Hochkarätig war das Podium mit

elf Experten besetzt, gegen die

sich zwei geladene Schülerinnen

und ein Schüler selbstbewusst

behaupteten und zum Nachdenken

anregten.

Statt mit Sicherheitsabstand

auf Augenhöhe ins Museum

Corin, Zoé und Thalia (v.l.): Sie sprachen sich für jugendfreundliche

Museen aus.

Nach Veranstaltungseröffnung

durch den neuen Leiter des

AlliiertenMuseum Dr. Jürgen

Lillteicher und durch die Bezirksbürgermeisterin

Cerstin

Richter-Kotowski („heute bin

ich als Gast hier“) stellte Andrea

Prehn vom Institut für Museumsforschung

der Staatlichen Museen

Berlin aktuelle Statistiken und

Studien über Kinder, Jugendliche

und Museen vor, von der Museumsverteilung

bis zur Milieustudie.

Deren Aussagen bestärkte

der im Anschluss vom Kinderund

Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf

präsentierte Kurzfilm,

der junge Menschen auf dem

Hermann-Ehlers-Platz zu Wort

Das U-Bahn-Museum in Berlin-

Westend begegnet jungen

Besuchern auf Augenhöhe

kommen ließ: Finden eher jüngere

Kinder und Jugendliche noch

Spannung und Abwechslung in

der Welt der Museen, ist ihr Besuch

für die älteren überwiegend

„Abwechslung zum Schulalltag“

oder mit „Langeweile, Rumlaufen

und nichts machen“ verbunden.

Auf die Frage, wie sie sich „ihr“

Museum vorstellen, wissen die

wachen Jugendlichen jedoch

Antworten: Sie möchten in die

Thematik mit einbezogen werden,

hinter die Kulissen schauen

und während eines Museumsbesuchs

an den Exponaten länger

verharren dürfen, die ihr ganz

persönliches Interesse ansprechen

und für sie zum „Hauptwerk“

werden, das man auch ruhig mal

anfassen darf. Mehr Interaktivität

wünschen sie sich; so auch

auf dem Podium die Sechzehnjährigen,

Zoé und Thalia, die

an ihrem Gymnasium rund 100

Mitschüler zum Thema befragt

haben. Museen-abschreckend

wurden da Schuldruck und wenig

interessant präsentierte Ausstellungs-Themen

genannt. Doch

wird fachkundige Anleitung auf

Augenhöhe durchaus von den

Jugendlichen akzeptiert, wenn

sie nicht in Frontalunterricht

ausartet.

Täglich in der Praxis damit konfrontiert

ist Ellen Roters, Pädagogische

Leiterin des Jugend Museum

Schöneberg, das Kinder und

Jugendliche bewusst wie kleine

Experten in den Museumsalltag

einbezieht, Anknüpfungspunkte

schafft und dafür als schönstes

Lob zu hören bekam: „Bei Euch

hat es Spaß gemacht. Seid Ihr

überhaupt ein richtiges Museum?“

Auch Katrin Boemke, Geschäftsführerin

des Verein Jugend im

Museum, arbeitet auf dieses Ziel

hin, will, auf einer Höhe mit den

Jugendlichen, diese selbst entscheiden

lassen, was ihr Hauptexponat

in einer Ausstellung ist

oder was – auf dem Museumsplan

mit Rotstift markiert – rausgenommen

werden soll.

Digitale Mittel, Instagram & Co

Moderatorin Dr. Susanne Rockweiler,

ehem. stellv. Direktorin

des Martin-Gropius-Bau, versuchte

richtungsweisend, den

Jugendlichen technische Begeisterung

anstelle von Kunstinteresse

zuzusprechen. Doch das

klappte nur bedingt: So bestätigte

Podiumsgast Corin (18 Jahre)

zwar, dass Digitale Mittel im

Museum lernerleichternd und

unterstützend wirken könnten,

doch nicht zwangsläufig eingesetzt

werden müssten. „Entweder

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Gazette Zehlendorf | Juli 2018 | 13

Anfassen erlaubt.

VR-Brille oder van Gogh “ sei die

falsche Herangehensweise, war

sein Fazit, dem sich die beiden

Schülerinnen auf dem Podest

anschlossen. Vielmehr setzen Jugendliche

heute auf YouTube und

Instagram, wenn es darum geht,

eine Ausstellung unter Ihresgleichen

vorab publik und darauf

neugierig zu machen. – Eine Idee

vielleicht auch für die Initiatoren

der nächsten Ideenwerkstatt Museen.

Fehlten doch in den eh nur

spärlich besetzten Zuschauerreihen

an diesem Abend besonders

Jugendliche und Kinder als wichtige

Zielgruppe.

Eines wurde deutlich: Während

private Museen bereits einen

Schritt weiter sind, tun sich die

Staatlichen Museen noch schwer.

So kann sich Gregor Lersch, vom

Jüdischen Museum an diesem

Abend ebenfalls unter den Diskutanten,

für die Zukunft durchaus

vorstellen, junge Menschen

über Workshops und als Ideengeber

in die Ausstellungsplanung

mit einzubeziehen. Doch

die nächste Dauerausstellung, die

bereits in Vorbereitung ist, sieht

diese Zusammenarbeit noch

nicht vor.

Und auch Dr. Susanne Rockweiler

gab sich eher unbeweglich und

steht damit für die Museen, die

es wachzurütteln gilt, um – wie

Prof. Dr. Tobias Nettke von der

Museumskunde an der Hochschule

Technik und Wirtschaft

Berlin betonte – die so unterschiedlichen

Jugendlichen über

ebenso vielfältige Themen und

Methoden in der Museumswelt

erreichen und begeistern zu können.

Um zukünftig die Museenlandschaft

auch der jugendlichen Zielgruppe

zugänglich und erkundbar

zu machen, die von Hause aus

nicht an sie herangeführt wird,

bedarf es wacher Anstrengung

und lebendigen Umdenkens aller

Museen. Ein Weckerklingeln

mindestens lieferte dazu die Ideenwerkstatt

Museen.

Die 4. Ideenwerkstatt Museen

zum Thema „Museum 5.0 I Muss

alles digital sein?“ findet im September

2018 statt. Mehr dazu unter

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14 | Gazette Zehlendorf | Juli 2018

Bürgerstiftung Steglitz-Zehlendorf

Für einen lebenswerten Südwesten

liebe leserinnen, liebe leser,

hinter uns liegen zwei erfolgreiche

Termine: am 30.5. der schöne

Lese-Abend mit Frau Irena Ülkekul

zum Thema „Brauchtum und Weisheiten

in den Märchen litauens“, an

dem sie über ihre Heimat erzählte

und sehr einfühlsam Märchen vortrug

aus ihrem Buch: Ein glücklicher

Mensch. Märchen aus litauen, von

ihr selbst ausgewählt und übersetzt.

umrahmt wurde Abend von wunderbaren

liedern, gesungen von Vilma

Remezaite; es begleitet sie am Flügel

Giedre lutz. Alle haben auf ihre Gage

zugunsten der Arbeit der Bürgerstiftung

verzichtet!

im Juni ging es berlinweit wieder um

den Aktionstag Berlin Machen – Mitmachen

für ein schönes, gepflegtes

und attraktives Berlin. Am 9.6. waren

wir wieder dabei – mit unserem

bekannten Motto: „Es grünt so grün,

wenn wieder viele fleißige Hände sich

Irena Ülkekul liest aus dem

Band: „Ein glücklicher

Mensch“

bemüh’n“. Erneut hatten es die Pflanzkübel

in der Drakestraße bitter nötig!

Mitgeholfen haben Freunde der Bürgerstiftung

und unser Schirmherr,

Bezirksbürgermeister a.D., Norbert

Kopp, und Nachbarn haben die von

uns gespendeten Pflanzen mit dem

notwendigen Wasser (wir hatten ja

über 30 Grad!) versorgt, so u. a. das

Friseur Team THOMAS und die CASA

Frau Gabriele Schuster (links), Vorsitzende

des Heimatvereins Steglitz e. V., erhält von

der Bürgerstiftung als Erinnerung an den

„Litauischen Abend“ den Märchenband „Ein

glücklicher Mensch“ von Irena Ülkekul.

DENTAliS liCHTERFElDE. Wir bitten

Sie, unsere leserinnen und leser,

herzlich darum, es ebenso zu tun! Gießen

auch Sie, wann immer möglich,

die fünf Pflanzkübel in der Drakestraße!

Die Pflanzen – und wir – danken

es ihnen!

Zum Schluss laden wir Sie schon

jetzt ein zu unserem inklusiven Sommer-Sportfest

am 22.09.2018, 14

Irena Ülkekul, Vilma Remezaite, Giedre Lutz.

Fotos: privat

bis 17 uhr, unter dem Motto: „Sport

kennt keine Grenzen, keine Barrieren“.

Ort: Fu-Sporthalle Dahlem,

Königin-luise-Straße 47, 14195 Berlin.

Mit allen guten Wünschen für eine

wunderbare, entspannte Sommerzeit,

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Erbfolge frei bestimmen

Vor- und Nacherbschaft in Patchworkfamilien

Jeder möchte, dass das Erbe einmal

in die richtigen Hände fällt.

Trotzdem kümmern sich nur die

wenigsten um ihren Nachlass.

Zwar regelt das Gesetz, wer wie

viel erbt – aber ist das immer im

Sinne des Erblassers? Die meisten

Patchworkfamilien werden wahrscheinlich

überrascht sein, wer

das Erbe erhält, wenn kein Testament

oder Erbvertrag vorhanden

ist. Wer für den überlebenden

Ehegatten aus der zweiten Ehe

vorsorgen, andererseits verhindern

möchte, dass Teile seines Vermögens

später an Verwandte des

Stiefvaters oder der Stiefmutter

übergehen, sollte ein Testament

oder einen Erbvertrag aufsetzen.

Geerbt wird nacheinander

In der Regel bietet sich eine Vorund

Nacherbfolge an. Das heißt:

Der zweite Ehegatte wird zum

nicht befreiten Vorerben berufen

und die Kinder zu Nacherben.

Der Vorerbe darf den Nachlass

zwar nutzen, ihn aber nicht verschenken

oder verkaufen. Er darf

grundsätzlich keine Verfügungen

treffen, die die Rechte der

Nacherben beeinträchtigen.

Der Nacherbfall tritt, sofern

nichts anderes bestimmt ist,

mit dem Tode des Vorerben

ein.

Spielraum nutzen

Einzelne Gegenstände wie

zum Beispiel der Hausrat

der ehelichen Wohnung

können in Form eines Vorausvermächtnisses

an den

Ehegatten weitergegeben

werden. Diese Nachlassgegenstände

unterliegen dann nicht

der Nacherbschaft. Sie sind Eigenvermögen

des Vorerben und

damit für die Nacherben verloren.

Kindesvermögen in

sicheren Händen

Insbesondere im Fall von noch

minderjährigen Nacherben

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RATGEBER Gazette Zehlendorf | Juli 2018 | 15


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empfiehlt sich die Anordnung

einer sogenannten Nacherbentestamentsvollstreckung,

das

heißt: Der Erblasser bestimmt

in seiner letztwilligen Verfügung

eine Person seines

Vertrauens, die für die Zeit

der Vorerbschaft bis zum Eintritt

der angeordneten Nacherbfolge

die Rechte des Nacherben ausübt.

Die Nacherbentestamentsvollstreckung

endet spätestens

mit Eintritt des Nacherbfalls

oder beispielsweise bei Erreichen

der Volljährigkeit der

Nacherben.

Doppelte Steuer umschiffen

Der Nachteil der Nacherbfolgeanordnung

liegt allerdings

in der steuerlichen

Doppelbelastung des Nachlasses

mit Erbschaftssteuer.

Ähnlich wie beim Berliner

Testament müssen bei größerem

Vermögen sowohl

der Vorerbe als auch die

Nacherben Erbschaftssteuer

zahlen. Alternativ zur

Nacherbfolgeanordnung

kann der Erblasser auch die

Kinder aus der ersten Ehe als

Vollerben einsetzen. Einzelne

Gegenstände können wiederum

als Vermächtnisse an den neuen

Ehegatten weitergegeben werden.

Die Stellung des Ehegatten

kann zudem noch gestärkt werden,

in dem er als Testamentsvollstrecker

eingesetzt wird.


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16 | Gazette Zehlendorf | Juli 2018

Für einen gesünderen Mund

Verbesserte Zahnvorsorge für Pflegebedürftige

Am 1. Juli 2018 wurde die Zahnvorsorge

für gesetzlich versicherte

Pflegebedürftige und

Menschen mit Behinderungen

verbessert. Statt einmal im Jahr

steht ihnen per Gesetz nun zweimal

– jeweils im Kalenderhalbjahr

– eine Untersuchung von Zähnen,

Zahnfleisch und Schleimhäuten

zu. Auch Zahnstein wird nun

zweimal jährlich entfernt. So besagt

es die Richtlinie zu Paragraf

22a Sozialgesetzbuch V. Knapp

30 Prozent der Menschen mit

Pflegebedarf sind nicht mehr in

der Lage, Zähne oder Zahnersatz

selbstständig zu pflegen, wie eine

aktuelle Studie im Auftrag der

Bundeszahnärztekammer ergab.

Dies kann unter anderem zu Mangelernährung,

Infektanfälligkeit

oder zur Verschlechterung eines

Diabetes führen.

Aufgabe der Vorsorge ist es, Zähne

und Zahnersatz zu kontrollieren.

Wird beispielsweise regelmäßig

und gründlich geputzt? Ist

AKTIV IM ALTER

Zähne oder Prothese zu pflegen, schaffen Pflegebedürftige oft nicht

mehr allein.

Foto: Uwe Strachovsky/be.p

die Prothese in Ordnung? Oder

verursacht sie Schmerzen, so

dass nur schlecht gegessen und

gesprochen werden kann? Ist

das Zahnfleisch entzündet? Ein

so genannter Mundgesundheitsplan

gibt Tipps, was zu tun ist. Wie

kann die Zahnhygiene verbessert

werden? Muss die Prothese gerichtet

werden? Wie lässt sich die

Ernährung anpassen? Wodurch

verhindert man einen trockenen

Mund? Wichtig ist es, dass Pflegepersonen

in die Prophylaxe einbezogen

werden. Denn oft sind sie

es, die die Empfehlungen in die

Praxis umsetzen oder dies zumindest

beaufsichtigen müssen.

Pflegebedürftige, Menschen mit

Behinderungen oder mit eingeschränkter

Alltagskompetenz,

die zu einem selbstständigen

Praxis-Besuch nicht mehr in

der Lage sind, können die so

genannte aufsuchende Versorgung

in Anspruch nehmen. Das

bedeutet, der Zahnarzt kommt

nach Hause oder ins Pflegeheim.

Er kann Prothesen richten, die

Mundschleimhaut behandeln

oder Zahnbelag entfernen.

Außerdem ist Gelegenheit, Angehörige

oder das Pflegepersonal

in Sachen Mundhygiene

zu informieren und praktisch

anzuleiten. Stellt sich bei der

Untersuchung heraus, dass beispielsweise

eine Prothese oder

ein chirurgischer Eingriff nötig

sind, muss der Patient doch in

die Zahnarztpraxis. Dafür kann

möglicherweise ein kostenloser

Krankentransport beansprucht

werden.


Sabine Junge/be.p

Dr. Michael K. Thomas

Prof. Dr. Rainer-Reginald Miethke

Dr. Christian H. Finke

und Kollegen

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Woran erkennt man einen guten Pflegedienst?

Tipps für die Suche nach dem geeigneten Anbieter


Wird ein älterer Mensch zum

Pflegefall, steht die Familie vor

der Herausforderung, die nötige

Pflege in den oft ohnehin schon

vollgepackten Alltag zu integrieren.

Ganz ohne fremde Hilfe

ist das meist nicht zu schaffen.

Einen geeigneten ambulanten

Pflegedienst zu finden, kann aber

schwierig sein. Was Familien bei

der Suche nach einem passenden

Anbieter beachten sollten, weiß

Alexander Winkler, Pflegeexperte

der DKV Deutsche Krankenversicherung.

In der gewohnten Umgebung

alt werden – das ist nach wie vor

der Wunsch vieler Menschen. Von

2,8 Millionen Pflegebedürftigen

lassen sich mehr als 70 Prozent

zu Hause versorgen. Ohne Unterstützung

von außen können

die Angehörigen diese Aufgabe

allerdings meist nicht stemmen.

Wie finden sie also den passenden

ambulanten Pflegedienst?

Alexander Winkler, Pflegeexperte

der DKV: „Am Anfang sollte

ein ausführliches Vorgespräch

stehen. Bei den meisten Anbietern

sind kostenlose Hausbesuche

möglich, damit beide Seiten

einander kennenlernen.“ Dabei

sollten Betroffene durchaus auf

ihren ersten Eindruck vertrauen:

Sind die Mitarbeiter freundlich?

Nehmen sie sich Zeit, alle Fragen

AKTIV IM ALTER Gazette Zehlendorf | Juli 2018 | 17

Foto: Kzenon / Fotolia

zu beantworten? Geben sie konkrete

Auskünfte? Gut beraten ist,

wer sich zunächst auch bei Menschen

im Bekanntenkreis umhört,

die Erfahrung mit Pflegediensten

haben. Adressen sind im

Branchenbuch oder im Internet

zu finden. Auch der Service von

Compass Private Pflegeberatung

bietet kostenlose Hilfe.

Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit

Sowohl private als auch institutionelle

Träger wie Kirchen und Wohlfahrtsverbände

bieten ambulante

Pflege an. Welche Variante die geeignete

ist, hängt von den Vorlieben

der Familie ab, meint Alexander

Winkler: „Bei institutionellen

Anbietern geht es meist anonymer

zu als bei einem kleinen Dienst mit

zehn Mitarbeitern – dafür ist bei

größeren Trägern mehr organisatorische

Sicherheit zu erwarten.“

Wichtig ist es, nachzufragen, ob

der Anbieter eine Zulassung und

eine Vergütungsvereinbarung mit

der Pflegekasse hat, damit Betroffene

die Leistungen mit dieser

abrechnen können. Ehe sich die

Familien festlegen, sollten sie ihren

individuellen Pflegebedarf analysieren,

rät der DKV Experte: „Die

beste Entscheidung treffen kann

nur, wer seinen Bedarf kennt. Die

Angehörigen sollten sich fragen:

Was können wir selbst leisten?

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Dr. med. dent. Nicole Dlabka

Dank modernster Technik, wie der

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18 | Gazette Zehlendorf | Juli 2018

Wobei und wie oft brauchen wir

Hilfe?“ Ein guter Dienst ist unter

anderem daran zu erkennen, dass

sich überwiegend die gleichen

Mitarbeiter um den Bedürftigen

kümmern. Auch Pünktlichkeit und

Zuverlässigkeit sind wichtige Kriterien

– zwar kann es immer mal zu

Verspätungen kommen. Entscheidend

ist, ob der Dienst rechtzeitig

darüber informiert.

Rund um die Uhr erreichbar

Müssen Rentner Steuern zahlen?

Das am 01.01.2005 in Kraft getretene

Alterseinkünftegesetz

beinhaltet unter anderem eine

umfangreiche Neuordnung der

Besteuerung von Alterseinkünften.

Die Neuregelung gilt sowohl

für Personen, die erst jetzt in Rente

gehen oder noch im Arbeitsleben

stehen, als auch für Personen,

die bereits vor 2005 eine Rente

bezogen haben, so genannte

Bestandsrentner. Waren bisher

bei einem Renteneintrittsalter

von 65 Jahren 27 % der Rente als

Einnahmen zu erfassen (Ertragsanteil),

so beträgt im Kalenderjahr

2005 der Besteuerungsanteil

50 %, d. h. die Hälfte der Rente

Vertrauenswürdig sind Pflegedienste,

die auch bei den Kosten

für Transparenz sorgen. Betroffene

sollten darauf achten, dass

der Anbieter sie über Leistungen

und Preise aufklärt. Am besten

bitten sie um einen schriftlichen

Kostenvoranschlag, aus dem ihr

Eigenanteil hervorgeht. „Darüber

hinaus spielt die Qualifikation

der Mitarbeiter eine große Rolle“,

betont Alexander Winkler.

„Ein seriöser Pflegedienst zögert

nicht, auf Wunsch Zertifikate und

Nachweise vorzulegen.“ Gute Anbieter

sind rund um die Uhr mit

einem Piepser erreichbar, der dem

Bereitschaftsdienst nächtliche

Anrufe meldet. Ein weiterer Pluspunkt

ist, wenn der Pflegedienst

die Familie auf dem Laufenden

hält. Bei einigen Anbietern geht

das sogar schon per App: Dann

können die Angehörigen auf dem

Handy sehen, ob der Pflegedienst

schon da war und ob alles in Ordnung

war. „Häusliche Pflege ist

Vertrauenssache“, meint der DKV

Experte, „deswegen sollten sich

Betroffene nicht zum Abschluss

drängen lassen, sondern den Vertrag

in aller Ruhe prüfen. Vielleicht

sind auch mehrere Vorgespräche

nötig, ehe der richtige Anbieter

gefunden ist.“

unterliegt der Besteuerung. Seit

dem 01.01.2005 werden die Rentenzahlungen

an das Bundeszentralamt

für Steuern übermittelt

(Rentenbezugsmitteilung).

Jeder Rentner sollte daher überprüfen,

ob er aufgrund der Neuregelung

ein zu versteuerndes

Einkommen erzielt und eine

Steuererklärung abgeben muss.

Wir haben, um den Anforderungen

der Rentner gerecht zu

werden, ein spezielles Paket für

Rentner entwickelt. Sprechen Sie

uns diesbezüglich an. Natürlich

können Sie auch in allen anderen

steuerlichen Fragen den Kontakt

mit uns aufnehmen.

AKTIV IM ALTER

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Rauchmelder

retten Leben

Senioren sind Risikogruppe Nummer eins


Foto: Jo Neander

Die Initiative „Rauchmelder retten

Leben“ hat auf der 64. Jahresfachtagung

der Vereinigung

zur Förderung des Deutschen

Brandschutzes e. V. (vfdb) am

24. Mai in Bremen eine Vollausstattung

sämtlicher Wohnräume

in Deutschland mit Rauchmeldern

für die Rettung von Senioren

im Brandfall empfohlen.

Der Grund: Nach Angaben des

Statistischen Bundesamtes sind

in Deutschland 61 Prozent der

Brandtoten über 60 Jahre alt.

Das Risiko bei einem Wohnungsbrand

zu sterben, ist für Senioren

damit doppelt so hoch wie für die

restliche Bevölkerung. Der Einsatz

von Rauchmeldern in sämtlichen

Wohnräumen könnte dieses Risiko

deutlich senken.

In den meisten Bundesländern

sind Rauchmelder nicht im Wohnzimmer

vorgeschrieben, obwohl

die Brandgefahr durch Kerzen

und elektrische Geräte hier besonders

hoch ist. Der Rauchmelder

schlägt im Brandfall also erst

Alarm, wenn der Rauch im Flur

oder Schlafzimmer ankommt.

Das ist besonders für physisch

eingeschränkte Menschen viel

zu spät“, berichtet Claudia Groetschel

von „Rauchmelder retten

Leben“ in ihrem Vortrag auf der

Jahresfachtagung. Für viele Senioren,

die Gehhilfen als Hilfsmittel

bräuchten oder krank und bettlägerig

seien, werde dann die Zeit

knapp, die Wohnräume rechtzeitig

zu verlassen. Denn im Brandfall

blieben in der Regel nur vier

Minuten Zeit zur Flucht.

Derzeit leben 95,6 Prozent der

Senioren in privaten Haushalten.

Diese Menschen werden durch

die aktuelle Rauchmelderpflicht

nicht ausreichend geschützt.

Ein wichtiger Schritt für einen

verbesserten Brandschutz wäre

eine gesetzlich vorgeschriebene

Vollausstattung der Wohnung,

ausgenommen Küche und Bad,

in allen Bundesländern, so wie

in Berlin und Brandenburg bereits

in der Landesbauordnung

verankert. Damit ließe sich die

automatische Branddetektion

näher an potentielle Zündquellen

bringen. So entstünde durch

frühzeitigere Alarmierung mehr

Zeit für die Selbstrettung. Wünschenswert

wäre für die Zukunft

auch eine küchentaugliche Detektionseinrichtung

im Rahmen

der Rauchmelderpflicht. Auch

funkvernetzte Melder oder zusätzliche

an die Rauchmelder

gekoppelte Warneinrichtungen

würden helfen, Senioren früher

über einen Brandausbruch zu

informieren.

Foto: Denis Junker / Fotolia

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RATGEBER

Sommer, Wärme, Schimmelpilze

Bei manchen Lebensmitteln reicht großzügiges Wegschneiden

Der Sommer bietet Schimmelpilzen ideale

Bedingungen. Temperaturen zwischen 20°

und 25 °C bieten den Schimmelsporen optimale

Wachstumsbedingungen und verbreiten

sich besonders schnell über die Luft. Treffen

sie dann auf ein Lebensmittel, keimen sie aus

und bilden farblose Zellfäden, sogenannte

Hyphen. Diese können ein Lebensmittel im

Inneren durchziehen und sind für das Auge

unsichtbar.

Nicht alle Schimmelpilze sind für den Menschen

schädlich. Bei der Herstellung von bestimmten

Käsesorten, wie Camembert und

Roquefort, ist Schimmel durchaus erwünscht.

Er wirkt konservierend und ist für die Aromabildung

verantwortlich.

Allerdings können Schimmelpilze auch krank

machen, denn Mykotoxine schädigen die Gesundheit.

Die Schimmelpilzgifte sind äußerst

giftig und teilweise sogar krebserregend. Die

Menge des gebildeten Toxins schwankt und

ist nicht abhängig vom sichtbaren Wachstum

des Pilzes, d.h. ein stark gewachsener Pilz muss

nicht unbedingt große Toxinmengen bilden

und umgekehrt. Mykotoxine bereiten sich

besonders schnell in Lebensmitteln mit viel

Wassergehalt aus. Sie lassen sich weder durch

Erhitzen noch durch andere Verfahren, wie

Säuern, Trocknen oder Einfrieren, entfernen.

Wer doch mal einen verschimmelten Joghurt

gegessen hat, muss deshalb nicht gleich einen

Arzt aufsuchen. Problematisch wird die Gesundheitsschädigung

erst durch eine längere

regelmäßige Aufnahme von Schimmelpilzen.

Leber- und Nierenschädigungen könnten dann

die Folge sein. Verschimmelte Lebensmittel gehören

deshalb in den Müll. Hier die Tipps der

Verbraucherzentrale Berlin:

• Befallenes Schnittbrot immer wegwerfen.

Hat ein ganzer Brotlaib nur einen kleinen

Schimmelfleck, reicht es, diesen Teil großzügig

abzuschneiden

• Getreide und Gewürze bei „Klumpenbildung“

durch Schimmelnester wegwerfen

• Verfärbte oder verschimmelte Nüsse, Kerne

oder Schalen sofort aussortieren. Pistazien

enthalten häufig Aflatoxin, das stärkste Pilzgift.

Bitter, ranzig oder kratzig schmeckende

Nüsse unbedingt wegwerfen

• Bei Hartkäse im Stück reicht es, die befallene

Stelle großzügig zu entfernen

• Bei festen Konfitüren mit einem hohen

Zuckeranteil (über 50 %) reicht es aus, den

Schimmel mit einer dicken Fruchtschicht

Gazette Zehlendorf | Juli 2018 | 19

abzuheben (Vorsicht, nicht verschmieren!).

Konfitüren oder Fruchtaufstriche mit geringerem

Zuckergehalt, z. B. mit Süßstoffen

oder Zuckeraustauschstoffen, wie Diabetikerkonfitüren,

müssen weggeworfen

werden

Wie kann Schimmelpilzbefall

verhindert werden?

• Empfindliche Lebensmittel in kleinen Mengen,

möglichst frisch kaufen und schnell

verbrauchen

• Gewürze nicht jahrelang aufheben. Kleinere

Mengen kaufen und schnell verbrauchen

• Beim Einkauf auf das Mindesthaltbarkeitsdatum

und auf unversehrtes Obst und

Gemüse achten, ohne Verletzungen und

Druckstellen

• Die Nahrungsmittel sauber, kühl und

trocken lagern, Getreide ab und zu durchschütteln

• Brotkästen öfter reinigen, mit Essigwasser

auswischen. Krümel fördern Schimmelbildung

• Verschimmelte Lebensmittel sofort entsorgen

und nicht länger offen liegen lassen


Verbraucherzentrale Berlin

Messer Vogel

Schleiferei

Birkbuschstr. 86

Steglitz · ☎ 793 15 99

googlen Sie: „messer-vogel“

Impressum

Gazette Zehlendorf · Juli Nr. 7/2018 · 43. Jahrgang

Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Zehlendorf, Steglitz, Wilmersdorf,

Charlottenburg sowie Schöneberg & Friedenau.

Online-Ausgaben www.gazette-berlin.de

Verlag

Gazette Verbrauchermagazin GmbH · Badensche Str. 44 · 10715 Berlin

☎ (030) 407 555 47

Redaktion

Karl-Heinz Christ · redaktion@gazette-berlin.de

Anzeigen

Daniel Gottschalk · ☎ (030) 323 38 54 · anzeigen@gazette-berlin.de

Druck

Druckhaus Humburg · 28325 Bremen

Nächste Ausgabe August Nr. 8/2018

Anzeigen-/Redaktionsschluss 16.07.2018

Erscheinung 02.08.2018

Fachbetrieb für Garten-,

Landschaftsbau &

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▪ Gartenpflege

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Baumdienst Meisel · Teltower Straße 34 · 14513 Teltow-Ruhlsdorf

Tel./Fax 03328-30 96 07 und 0172-3 11 00 10 · E-Mail: baumdienst.meisel@gmx.de


20 | Gazette Zehlendorf | Juli 2018

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