AFH Sommerzeitung 2018

BHGAFH

Heer Aktiv die regelmäßig erscheinende Fachzeitschrift der AUF-AFH im Bundesheer.

Sommer 2018

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HEER AKTIV

Das freie Magazin für das Österreichische Bundesheer

Vom Unteroffizier

und Personalvertreter

zum Minister

Verteidigungsminister

Mario Kunasek


Inhalt

Bundesminister Mario Kunasek 2

Obst Werner Hammer MSD

Bundesminister Mario Kunasek

Ein Politiker, Soldat und Mensch, dem ich vertraue!

Der Stellung bewusst ... 3

ObstdG MMag.

DDr. Andreas Stupka

Auch als Minister darf man die

Bodenhaftung nicht verlieren! 6

Als Personalvertreter beim

Bundesminister 8

Vzlt Manfred Reindl

Drei „Neue“ berichten 10

Vizekanzler Heinz-Christian

Strache lädt „seine“

Personalvertreter ein 11

Der Unteroffizier im

militärischen Alltag (1) 12

StWm Christoph Prager

Der Unteroffizier im

militärischen Alltag (2) 13

Vzlt Erich Mak

AFH-Personalvertreter wird

Nationalrat! 14

NAbg. FInsp Kainz Alois

AFH-Personalvertreter wird

Landtagsabgeordneter! 16

LAbg. OStv Handler Jürgen

Die AUF/AFH hält Wort! 18

Obst Werner Hammer MSD

Zehn Jahre

SPÖ-Verteidigungsminister 19

DDr.habil Bgdr Harald Pöcher

Es tut sich was,

wenn der Chef kommt 21

Unverschuldete Notlage! 22

Vzlt Johann Huemer

Aufwandsentschädigung für

zusätzliche Aufgaben 23

Kinderschitage der AUF/AFH 23

Freude bei der Militärpolizei 24

ALLE, hier WADI –

Melde mich in den

Ruhestand ab! – ENDE 25

Schutz für unsere Computer 26

Mario Kunasek ist nunmehr seit dem

18. Dezember 2017 als Bundesminister

für Landesverteidigung angelobt.

Schon bei seiner Antrittsrede machte

er klar:

„Im Zentrum der Aufgaben des Bundesheeres

steht nach wie vor die militärische

Landesverteidigung, und deren

Grundlage ist die Wehrpflicht“. Auch

sagte Kunasek, „Österreich als immerwährend

neutraler Staat muss seine

Neutralität auch glaubhaft schützen

können.“ Darüber hinaus formulierte

er zu Beginn: „Die Sicherheit unserer

Heimat geht uns alle an!“

Mit diesen grundlegenden Bekenntnissen

hat er zu Beginn bereits mehr getan,

als seine vier Vorgänger zusammen

genommen.

Doch was unterscheidet ihn noch von

seinen Vorgängern bzw. was sind die

Gründe, die für ihn sprechen?

Mario Kunasek ist leidenschaftlicher

Unteroffizier und somit ein stolzes Mitglied

seines Korps. Dieses sieht er als

wesentliche Stütze des Bundesheeres.

Deswegen kennt er das System Bundesheer

als Insider mit allen seinen

Stärken und Schwächen.

Mario Kunasek ist mit ganzem Herzen

Personalvertreter und Angehöriger einer

Gruppe von Menschen, die sich bei

ihrer Tätigkeit von dem Grundsatze leiten

lassen, den Bediensteten unter Bedachtnahme

auf das öffentliche Wohl

zu dienen. Daher versteht er auch sehr

gut die Anliegen und Bedürfnisse der

Angehörigen des Bundesheeres.

Mario Kunasek ist Vollblutpolitiker

und hat sich in seinen sieben Jahren

als Nationalrat im Parlament das politische

Handwerkszeug angeeignet, das

es braucht, um auf bundespolitischer

Ebene etwas durchzusetzen.

Mario Kunasek ist ein hervorragender

Landesparteiobmann und hat in seiner

Obst Werner Hammer MSD

Verantwortung die FPÖ-Steiermark innerhalb

weniger Jahre von Grund auf

neu aufgebaut und zu einer maßgeblichen

Kraft in diesem Bundesland gemacht.

Mario Kunasek ist ein gewiefter Manager

und fleißiger Arbeiter. Er geht

die Dinge ruhig und besonnen an. Er

umgibt sich gerne mit Menschen, die,

so wie er, ihr Handwerkszeug von der

Pike auf gelernt haben. Karrieristen,

die nur aus ihrem eigenen Vorteil heraus

agieren, sind ihm suspekt.

Mario Kunasek ist ein unglaublich netter

Mensch. Er ist geerdet und umgänglich.

Jeder in seinem Familien- und

Freundeskreis schätzt ihn wegen seiner

offenen, freundlichen und hilfsbereiten

Art.

Aus all diesen Gründen vertraue ich

ihm voll und ganz, vor allem weil ich

weiß, dass er mit seinen 42 Jahren noch

viel vor hat und sein Weg noch lange

nicht zu Ende ist.

Vertrauen auch Sie ihm!

Ihr Oberst Werner Hammer

Impressum HEER aktiv:

Eigentümer, Verleger und

Herausgeber:

Aktionsgemeinschaft Unabhängiger

und Freiheitlicher (AUF)

Medieninhaber:

Aktionsgemeinschaft Unabhängiger

und Freiheitlicher, vertreten durch

deren Vorstand

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8280 Fürstenfeld, Wallstraße 24

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AFH-Bundesobmann:

Obst Werner Hammer MSD

Tel.: 0664/24 17 194

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Chefredakteur:

ObstdG MMag. DDr. Andreas Stupka

Tel.: 0664/54 01 937

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Fotos:

© BMLV(S), HBF, Archiv, Parlament, NFZ

Namentlich gezeichnete Beiträge und

Gastkommentare müssen sich nicht

mit der Redaktionsmeinung decken.

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Der Stellung bewusst ...

Über die Einordnung des Unteroffiziers

In jedem privatwirtschaftlichen

Betrieb

wird zwischen Führungs-

und Fachkräften

einerseits und den

Arbeitern andererseits

unterschieden. Diese

Zweiteilung finden

wir auch im Militär vor,

wo man eben zwischen

Offizieren und Mannschaften

eine klare

Trennlinie vorfindet. In

der heutigen Betrachtung

allerdings, scheint

sich eine weitere Gruppe

dazwischen gebildet

zu haben, nämlich diejenige

der „Unteroffiziere“.

Welche Stellung

genießt diese Gruppe

und wie ist sie einzuordnen?

Dies soll hier

durchleuchtet werden.

Mannschaften

Bei den Unteroffizieren handelt es sich

ganz allgemein um Führungs- und

Fachkräfte auf den unteren Befehls

ebenen. Sie sind es, die unmittelbar mit

den Arbeitskräften, im Militärjargon

eben den Mannschaften, jene Tätigkeiten

verrichten, die zur erfolgreichen

Auftragserfüllung beitragen sollen.

Während die höheren Führungsebenen

vorausschauend planerisch tätig sind

und damit Einheiten und Verbände führen,

sind die Unteroffiziere direkt bei

der Truppe dazu aufgerufen, Aufträge

zeitnah und handwerklich umzusetzen.

Dies wird auch im Kriegsvölkerrecht so

zum Ausdruck gebracht: Demnach dürfen

Kriegsgefangene ganz allgemein

zu Arbeiten herangezogen werden, das

Führungspersonal jedoch nur unter bestimmten

Bedingungen. Vor allem die

höheren Führungsebenen werden in der

Regel getrennt von den Mannschaften

gehalten, denn die Gefahr wäre groß,

dass sich in einem Kriegsgefangenenlager

dadurch rasch eine strukturierte

Einheit bilden ließe, die möglicherweise

zu einer Gegenwehr fähig ist.

Um aber dennoch die Arbeitskraft von

ObstdG MMag. DDr. Andreas Stupka

Kriegsgefangenen ausnützen zu können

und diese in kleinen Einheiten führbar

zu machen, dürfen die kriegsgefangenen

Unteroffiziere zur Aufsicht und Befehlsgebung

herangezogen werden, jedoch

nicht zur körperlichen Arbeit. Das

bisher Gesagte erhellt bereits, dass die

Gruppe der Unteroffiziere nicht dem

Bereich der Mannschaften zuzuordnen

ist, wie das aber mancherorts fallweise

angenommen wird.

Offiziere

Es gilt daher nun die Gruppe der Führungs-

und Fachkräfte, also der Offiziere,

näher zu betrachten. Darin wird

grundsätzlich zwischen den „Oberoffi-

Foto: Bundesheer/Gerhard Simader

Foto: AFH

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zieren“ und den „Unteroffizieren“ unterschieden.

Diese Zweiteilung ergibt

sich einerseits aus der historischen

Entwicklung und andererseits dem unterschiedlichen

Werdegang der Angehörigen

der beiden Gruppen. Während

die Aspiranten für die höheren Offizersränge

nach ihrer Bewerbung und

Auswahl einer gesonderten Ausbildung

zugeführt werden, rekrutieren sich die

Unteroffiziere im Allgemeinen durch

das Aufwachsen aus den Mannschaften

heraus. Die Möglichkeit zur Bewerbung

in die höheren Offiziersränge ist

zudem in sehr vielen Streitkräften mit

dem Nachweis einer besonderen Qualifikation

verbunden, wie dies in Österreich

die Reifeprüfung (Matura) eine

solche darstellt.

Non Commissioned Officers

Historisch gesehen gab es bis ins 18.

Jahrhundert hinein diese relativ strenge

Unterscheidung hinsichtlich der Auswahl

von Führungs- und Fachkräften

nicht. Wer sich bewährte konnte eben

in den Offizersrängen aufsteigen, der

Übergang zwischen Unter- und Oberoffizieren

gestaltete sich als ein fließender.

Erst mit der Aufstellung der

„Stehenden Heere“ und der Einführung

von Offiziersausbildungsstätten, wie

der Theresianischen Militärakademie

in Österreich im Jahre 1752, wurde

hier eine Trennlinie gezogen. An die

Oberoffiziere wurden nach absolvierter

Ausbildung Offizierspatente durch den

jeweiligen Landesherrn vergeben; sie

wurden damit „kommissioniert“. Die

Unteroffiziere wurden weiterhin nach

Tüchtigkeit und Tauglichkeit durch den

Truppenkommandanten ausgewählt

und befördert. Wir finden diese sprachliche

Unterscheidung heute noch sehr

deutlich im Englischen, wo vom Commissioned

Officer (CO) und dem Non

Commissioned Officer (NCO), also

dem Unteroffizier, gesprochen wird.

Hauptleute

Die Unteroffiziere bilden somit heute

aufgrund ihres Werdeganges und der

historischen Begebenheiten eine relativ

homogene Gruppe aus Führungsund

Fachkräften für den unmittelbaren

Dienstbetrieb bzw. die Gefechtsführung.

Die Oberoffiziere hingegen

wurden nach den Führungsebenen

eingeteilt; dabei wurde unterschieden

zwischen den Einheiten, den Truppenkörpern

und den Heereskörpern,

wie wir dies auch in den Allgemeinen

Dienstvorschriften so vorfinden. Die

Kommandanten auf der Einheitsebene

(Kompanie, aus dem Lateinischen

„companium“, was soviel wie Gemeinschaft,

Gruppe mit demselben Ziel,

bedeutet; auch der Kumpan leitet sich

daraus ab) waren die „Hauptleute“. Sie

waren in der frühen Neuzeit mit ihren

„Gewalthaufen“ die Träger des Gefechtes.

Ihnen als Führungsgehilfen zur

Seite gestellt wurden die so genannten

„Subalternoffiziere“, die Leutnante

(aus dem Französischen: der Stellvertreter).

Die Unteroffiziere für die Gefechtsführung

waren in der Kompanie

die „Weibel“ (aus dem Alemannischen:

der Amtsdiener, im Französischen: der

Sergeant), woraus sich der Dienstgrad

„Feldwebel“ ableitet. In der Schweiz

wird noch heute der Dienstgrad „Feldweibel“

verwendet.

Offiziersanwärter

Die Offiziersanwärter werden in der

Regel als „Kadetten“ bezeichnet; eine

Ausnahme hiervon bildet die Gruppe

der „Fähnriche“. Dabei handelt es

sich grundsätzlich um Unteroffiziere,

die aufgrund ihrer Leistungen und

Verdienste für den Aufstieg in die

Oberoffiziersränge vorgesehen sind. In

alter Zeit waren dies demzufolge jene

tapferen Leute, denen die besondere

Aufgabe zukam, die Regimentsfahne

Foto: Bundesheer/Gunter Pusch

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Foto: ÖBH

tragen zu dürfen. Die Gefährlichkeit

dieser Aufgabe erwuchs aus dem Umstand,

dass der Gegner immer darauf

abzielte, diese Fahne zu erbeuten, sie

musste daher verteidigt werden. Über

diese besondere Bedeutung der Fahne

kann im Roman „Die Standarte“ von

Alexander Lernet-Holenie nachgelesen

werden. In vielen Armeen bilden die

Fähnriche daher noch heute die Gruppe

der höchsten Unteroffiziersdienstgrade,

wie etwa in Tschechien; in Österreich

ist der Dienstgrad Fähnrich dem Offiziersanwärter

an der Militärakademie

zugewiesen.

Wachtmeister

Die zweithöhere Führungsebene nach

der Einheit sind die Truppenkörper,

in früherer Zeit die Regimenter (aus

dem Lateinischen: „regimen“ = Leitung,

Herrschaft, Lenkung), denen die

Gruppe der „Obristen“ vorstand. Der

„Oberst“ war also jene Führungsperson,

die den größten, militärisch noch

als Gefechtsformation führbaren Verband

lenken und steuern konnte. Den

Regimentern kam daher die Aufgabe

der Identifikationsgröße zu. So wurde

in der Regel nicht gefragt, aus welcher

Kompanie oder Heeresgroßformation

die Soldaten kamen, sondern aus welchem

Regiment, um eine qualitative

Zuordnung durchführen zu können. Bei

den Regimentern lag auch die Trennlinie

der Waffengattungen und so wurde

zwischen Infanterie-, Kavallerie- und

anderen Regimentern unterschieden.

Als gut ausgebildete Hilfskräfte zur

Führung dieser Truppenkörper waren

die „Stabsoffiziere“ vorgesehen. So findet

sich im „Regimentsstab“ beispielsweise

der Major. Dieser war früher für

alle Feldwachen des Regimentes verantwortlich

und hieß demzufolge „Obristwachtmeister“.

Seine Gehilfen waren

Unteroffiziere mit dem Dienstgrad

„Wachtmeister“. Dieser Dienstgrad

für die besonders verantwortungsvolle

Aufgabe der Bewachung wurde in der

österreichischen Armee für alle Unteroffiziere

in Abstufungen bei der Infanterie

und Kavallerie übernommen. Die

Dienstgrade des Offiziersstellvertreters

und Vizeleutnants sind erst im 20. Jahrhundert

hinzugekommen.

Unschärfen

Die dritte Führungsebene für die höheren

Offiziere bilden die Heereskörper.

Ihre Führung übernehmen die

Feldherrn oder Generale, von denen

es eigentlich nur eine Handvoll in der

Armee geben dürfte. In Österreich sind

die Dienstgrade jedoch an das Dienstrecht

gekoppelt, wodurch sich zuweilen

ein gewisser Wildwuchs an Generälen

ergeben hat. Aus der Unterteilung

der Gruppe der Oberoffiziere in zahlreiche

Untergruppen, angepasst an die

verschiedenen Führungsebenen, lässt

sich ableiten, dass diese Führungsund

Fachkräfte sich bei Weitem nicht

so homogen gestalten, wie die Gruppe

der Unteroffiziere. Auch die Ansprache

in der jeweiligen Bezeichnung erwies

sich über die Geschichte hindurch, vor

allem durch das vielfältige Aufwachsen

der Stehenden Heere zu riesigen

Massenarmeen nach der Französischen

Revolution, als durchaus kompliziert,

weshalb für die Führungs- und Fachkräfte

der oberen Ebenen sich die

einfache Bezeichnung „Offiziere“ eingebürgert

hat. Aus dieser Unschärfe

in der Bezeichnung scheint es heute

so, als würde es im Militär drei unterschiedliche

Gruppen geben. Nach wie

vor unterscheiden wir aber auch heute

zwischen den Offizieren (Dienstgrad:

Wachtmeister bis General) und den

Mannschaften (Dienstgrad: Rekrut

bis Zugsführer). Eine Verdeutlichung

dieses Umstandes und die dazu notwendige

Erklärung sollte in den Vorschriften

entsprechend wahrgenommen

werden. Inwieweit in Österreich

ausschließlich die Reifeprüfung noch

die Durchlässigkeit in die oberen Offiziersränge

rechtfertigt, wäre angesichts

der umfassenden Ausbildung für den

Unteroffiziersbereich und den Möglichkeiten

der Anrechnung im neuen

„Bologna-System“ zu überprüfen.

Ω

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Auch als Minister darf man die

Bodenhaftung nicht verlieren!

Bundesminister Kunasek im Interview

Herr Bundesminister, Sie haben bei

einer Ihrer Antrittsreden verkündet,

den Weg Ihres Vorgängers Doskozil

fortzusetzen. Können Sie uns das

konkreter ausführen?

Mein Vorgänger hat sicherlich eine

Trendumkehr im Bundesheer eingeleitet.

Wie ist es dazu gekommen?

Unter den erschütternden Erfahrungen

und Eindrücken von Terroranschlägen

in Teilen Europas und einer

massiven Migrations- und Flüchtlingskrise,

die auch Österreich betraf,

hat ein Umdenken in allen politischen

Lagern stattgefunden. In einem beinah

beispiellosen Allparteienantrag

forderten im November 2015 die Nationalratsabgeordneten

den damals amtierenden

Verteidigungsminister Klug

auf, sein radikales Sparkonzept für

das Heer abzustellen. Der Anspruch

auf ein starkes Bundesheer ging ganz

stark von der österreichischen Bevölkerung

aus! Das Bekenntnis nach

„mehr Sicherheit“ wurde vom Volk an

die damalige SPÖ/ÖVP-Bundesregierung

herangetragen! Folglich wurden

Sonderinvestitionspakete freigegeben.

Das Thema Sicherheit ist nun auch für

die neue Bundesregierung ein ganz

wesentlicher Punkt im Regierungsprogramm.

Mein Beitrag als Verteidigungsminister

dazu ist: Mehr Sicherheit

für Österreich durch ein starkes

und modernes Heer. Ereignisse wie

2015 dürfen sich nicht mehr wiederholen!

ein Plus erzielen konnten! Für das Jahr

2018 liegen wir bei 2,258 Milliarden

Euro. Das ist eine Steigerung von 112

Millionen Euro gegenüber dem ursprünglichen

Voranschlag. Das Budget

für das Jahr 2019 liegt bei 2,288 Milliarden

Euro. Das ist eine Steigerung

von 69 Millionen Euro gegenüber dem

ursprünglichen Voranschlag!

Die Steigerung des Landesverteidigungsbudgets

liegt über dem Inflationsindex,

auch der Ressortanteil am

Gesamtbudget konnte gesteigert werden.

Und in absoluten Zahlen stellen

die Budgets 2018 und 2019 jeweils

die höchsten Budgets dar, die der

Landesverteidigung je zur Verfügung

gestanden sind.

Nachdem unser Heer in den letzten

15 Jahren finanziell beinah ausgehungert

wurde, wie sieht es nun mit

dem neuen Budget aus?

Die Bundesregierung hat sich zwei

wesentliche Ziele gesetzt: Die Steuerzahler

zu entlasten und die Sicherheit

zu erhöhen. Obwohl einige Ressorts

Kürzungen hinnehmen müssen, wird

in der Bildung und bei der Sicherheit

nicht gespart! Das heißt für unser Heer,

dass wir nach harten Verhandlungen

Foto: Bundesheer/HBF

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Wo liegen Ihre Schwerpunktsetzungen

bezüglich der Budgetausgaben?

Besonders wichtig ist mir, dass wir

weiter ins Personal investieren können.

Die Mehrdienstleistungen für

Übungen oder Ausbildung sind gesichert!

Weiters werden wir Schritt für

Schritt den Investitionsrückstau der

letzten Jahre abbauen! Als Beispiel

nenne ich die geschützte Mobilität,

die Infrastruktur, den Grundwehrdienst

oder die Ausstattung der Miliz.

Nur zwei Beispiele: 2018 / 2019

werden wir über 100 Millionen € in

die Mobilität des Österreichischen

Bundesheeres investieren und rund

180 Mio € für die Sanierung oder Instandhaltung

ausgewählter Kasernen

und ihrer Infrastruktur.

Sie haben auch bereits angekündigt,

mit dem Finanzminister weitere Gespräche

zu „Sonderinvestitionen“

führen zu wollen. Worin soll investiert

werden?

Wie auch bereits in der Vergangenheit

gibt es große Investitionserfordernisse,

die aufgrund ihres Umfanges nicht

aus dem laufenden Budget bedeckt

werden können, dafür brauchen wir

eben ein sogenanntes Sonderinvestitionspaket.

Als Beispiel nenne ich hier

etwaige Mehrzweckhubschrauber als

Ersatz für die Alouette 3. Wir benötigen

diese Nachbeschaffung dringend,

um im Katastrophenfall auch weiterhin

helfen zu können.

Bei der ersten Regierungsklausur

Anfang Jänner im steirischen

Seggau wurden von Ihnen mehrere

Leuchtturmprojekte des Bundesheeres

vorgestellt. Worum geht es bei

diesen Projekten?

Da möchte ich zwei Projekte hervorheben:

die Einführung einer Rekrutenschule

für eine attraktive Ausbildung

der Grundwehrdiener und

Kasernen als Sicherheitsinseln für

den Krisen- und Katastrophenfall.

Bei den Sicherheitsinseln sind die eigenständige

Energie- und Wasserversorgung

sowie die Bevorratung notwendiger

Versorgungsgüter für einen

längeren Zeitraum von besonderer

Bedeutung. Damit wollen wir unsere

Autarkie stärken und bei Bedarf auch

Blaulichtorganisationen unterstützen

können. Diese Sicherheitsinseln – die

genauen Kasernen-Standorte werden

gerade bewertet – werden also Schutz

und Hilfe im Katastrophenfall bieten.

Und die Rekrutenschule ist in Bezug

auf die angestrebte Attraktivierung

des Grundwehrdienstes ein entscheidender

Faktor. Da geht es vor allem

um eine erhöhte und einheitliche Qualität

der Basisausbildung aller Soldaten.

Auch hier ist ein wesentliches

Kriterium die Standortfrage. Um zeitraubende

Wegstrecken zu vermeiden,

sollen moderne Unterkünfte, Übungsplätze

und sonstige Ausbildungsflächen

in unmittelbarer Nähe liegen. Ab

dem vierten Quartal 2018 wollen wir

mit einem Pilotprojekt starten.

Wie wird es mit dem Engagement bei

den Auslandseinsätzen weitergehen?

Österreichs Engagement bei den Auslandseinsätzen

werden wir auch in

Zukunft auf hohem Niveau fortführen.

Unser Einsatz auf dem Balkan

ist ein entscheidender Faktor für die

Stabilität in der unmittelbaren Nachbarschaft.

Geordnete Zustände vor

unserer Haustür auf dem Balkan bedeuten

auch mehr Sicherheit für uns

daheim in Österreich. Bei meinen

ersten Truppenbesuchen in Bosnien,

im Kosovo und Libanon konnte

ich mich vom Engagement und der

Motivation der Truppen persönlich

überzeugen. Ich bin sehr stolz auf unsere

Soldaten! Sie sammeln wichtige

Erfahrungen, die sie dann zuhause

wieder einbringen können. So ging

es auch mir, nach meinem Einsatz im

Kosovo.

Ihr Vorgänger hat immer für eine lebenslange

Anstellung geworben und

war ein Gegner von Zeitlaufbahnen.

Dieser Zugang bringt nicht nur Vorteile.

Wie stehen sie zu lebenslangen

Anstellungsverhältnissen?

Ich bin mir da nicht so sicher, ob es

die Aussicht auf eine lebenslange Anstellung

ist, die für die heutige Jugend

der entscheidende Faktor bei ihrer

Berufswahl ist. Ich denke da hat sich

die Einstellung der jüngeren Generation

schon etwas geändert.

Interessant wird der Berufszweig

Soldat für junge Menschen nicht in

erster Linie dadurch, dass man eine

30-40jährige Dienstanstellung versprochen

bekommt, sondern dass der

Job als Soldat attraktiv sein muss.

Das beginnt bei der Ausbildung sowie

dem täglichen Betrieb und endet bei

den Karrierechancen.

Das heißt für unsere Soldaten, dass

deren Zusatz-Ausbildungen beim

Heer auch in der Privatwirtschaft etwas

bringen sollten, dass Qualifikationen

beim Heer auch in einem späteren

Zivilberuf angerechnet werden

können. Daran will ich arbeiten – hier

muss das Heer moderner werden.

Prinzipiell ist aber ein gesunder Mix

zwischen Zeitlaufbahnen und lebenslangen

Angestelltenverhältnissen für

Dienstgeber wie für Dienstnehmer

von Vorteil.

Vor dem Einstieg in die hohe Politik

waren Sie unter anderem auch als

Personalvertreter im Bundesheer tätig.

Wie sehen Sie die Rolle der Personalvertretung

jetzt aus der Sicht

eines Bundesministers und wie stellen

Sie sich die Zusammenarbeit mit

der Personalvertretung vor?

Die Zusammenarbeit mit der Personalvertretung

ist mir ein echtes Anliegen.

Der Personalvertreter weiß, wo

den Soldaten der Schuh drückt. Auch

als Minister sollte man die Bodenhaftung

nicht verlieren und über die

Probleme im Alltagsbetrieb Bescheid

wissen.

Zum Lagebild gehört nicht nur das

Bild des Kommandanten, sondern

auch die Rückmeldung von der Basis.

Als Unteroffizier weiß ich nur zu

genau, dass es nicht jedermanns Sache

ist, mit Problemen und Anliegen

gleich zu seinem Kommandanten zu

gehen. Für ein gutes Klima in der

Truppe haben die Personalvertreter

daher schon eine wichtige Rolle. Sie

sind die Ansprechpartner auf Augenhöhe.

Bei jedem Kasernenbesuch

habe ich deshalb auch immer ein Treffen

mit der Personalvertretung fix im

Programm.

Das Interview wurde geführt von

Chefredakteur ObstdG

MMag. DDr. Andreas Stupka.

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Als Personalvertreter beim

Bundesminister

Ein Erlebnisbericht über die ersten Monate im

Kabinett!

Ich möchte eine konstruktive

Personalvertretungsarbeit

machen

Wie ist es dazu gekommen, dass ich

diese Aufgabe angenommen habe? Ich

arbeite seit 2009 im Zentralausschuss

des Bundesministeriums für Landesverteidigung

mit dem Ziel, für die

Bediensteten positive Veränderungen

herbeiführen zu können. Das geht aber

nur, wenn aktive Personalvertretung

gemacht wird. Schon in den ersten

Monaten 2010 habe ich bemerkt, dass

es den „erfahrenen“ Personalvertretern

der FCG und FSG nicht darum ging,

aktiv an den Dienstgeber heranzutreten

oder Vorschläge auszuarbeiten und

diese dann dem Dienstgeber zu unterbreiten.

Da kamen Ansagen, wie: „Wir

machen nicht die Arbeit des Dienstgebers.“

Das hat sich auch bei den jungen

und neuen Gesichtern im Zentralausschuss

fortgesetzt, sie hatten bereits die

alte träge Einstellung ihrer Altvorderen

übernommen.

Und so dümpelt die Personalvertretung

im Zentralausschuss mit dem nun seit

mehr als 10 Jahren gleichen Vorsitzenden

vor sich hin, in der Hoffnung es

wird schon gut gehen.

Foto: AFH

Es war sehr zeitintensiv von

Beginn an

Das war nie meine Art der Personalvertretung!

Schon im Dienststellenausschuss,

wo ich vor mehr als zwanzig

Jahren begann, habe ich einen anderen

Weg der Personalvertretung eingeschlagen.

Mein Credo war immer:

Leistungsstarke Bedienstete fördern,

schwächeren Hilfestellungen geben,

Allgemeininteressen vor Einzelinteressen

stellen und dem Dienstgeber

Vorschläge und Ideen unterbreiten, um

einen gemeinsamen Erfolg für unsere

Bediensteten und unsere Dienststelle

zu erreichen. Schlussendlich kann die

Garde in den letzten 20 Jahren eine

Erfolgsbilanz aufweisen und mit dem

Abschluss des neuen Organisationsplanes

letztes Jahr konnte ich nun nach

fasst 20-jähriger Vorsitzführung im

Jänner 2018 mit ruhigen Gewissen an

die nächste Generation übergeben.

Wie waren die ersten Monate als Personalvertreter

direkt beim Minister und

was geht ab in diesem „vierten Stock“,

wie das Kabinett von den Bediensteten

der Zentralstelle bezeichnet wird?

Eines kann vorweg gesagt werden,

zeitintensiv waren die ersten Wochen

auf alle Fälle, neue Menschen die

zusammenfinden müssen, denn

das Kabinett war ja bis auf einige

wenige Bedienstete bereits seit Mitte

November leer, obwohl es zu diesem

Zeitpunkt noch keine neue Regierung

gegeben hatte.

Vzlt Manfred Reindl

So manches Problem konnte

bei der Truppe erledigt

werden

Der Bundesminister hat das Ohr bei

den Bediensteten, schon in den ersten

Wochen bei seinen Truppenbesuchen

wurden viele Probleme an ihn herangetragen.

Ich konnte diese Probleme bestätigen

und teilweise verstärken, da sie

mir nicht unbekannt sind, viele ziehen

sich doch schon seit einigen Jahren hin.

Und so versuche ich die Dringlichkeit,

Prioritätenreihung mit den „fünf W“

aufzubereiten, um ein Anliegen nach

dem anderen abzuarbeiten. Wir greifen

dabei auch die heißen Eisen auf, die

wir jahrelang vor uns hergeschoben

haben. Bei fasst allen Kasernenbesuchen

konnte mit der örtlichen Personalvertretung

Kontakt hergestellt werden

und so die Sichtweise nicht nur von der

Dienstgeberseite sondern auch durch

die Dienstnehmervertreter besprochen

werden. Da ich die örtlichen Personalvertretungen

alle kenne, ist, unabhängig

von der Fraktionszugehörigkeit

und der Vorsitzführung des Dienststellenausschusses,

eine Vertrauensbasis

da und wir konnten so manches

Problem relativ rasch lösen oder in

Angriff nehmen.

Die wichtigsten Anliegen, die in den

ersten Wochen in Angriff genommen

wurden:

• Die Pilotenverträge sind so gut wie

fertig; dies wurde jahrelang verzögert

und in Kauf genommen, sodass

manche unserer Piloten das Militär

verlassen haben.

• Vergütung FlugSi, Radar-sowie

milmetD

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• Anhebung der Vergütung Militärluftfahrttechnischer

Dienst

• Erhöhung der Werteinheiten gem.

AZHG

• Anrechnung der Offiziersausbildung

(LuCh)

• Finanzielle Aufwertung für jene UO

die die Kaderausbildung 4 und 5

abgeschlossen haben.

Hier sind nur einige Schwerpunkte

erwähnt, die sofort in Angriff

genommen wurden.

Wir haben aber noch Vieles

zu tun vor uns

Das Militärdienstrecht wird ein weiterer

Schwerpunkt sein, um Verbesserungen

für unsere Bediensteten zu erreichen.

Auch die gesamte Kaderausbildung

wurde in den letzten Jahren nicht

verbessert. Der Dienstgeber wollte

rasch Unteroffiziere haben, damit gibt

er die Verantwortung an das junge

Personal mit null Praxis ab. Übrig

bleibt, wenn etwas passiert, der junge

Wachtmeister. Ich kenne keinen Lehrberuf

der mit 18 Monaten Theorie abgeschlossen

wird. Es ist völlig egal mit

wem ich auch spreche, niemand ist mit

dieser Situation zufrieden. Die Truppe

ist für mich hauptverantwortlich für die

Rekrutierung und die Ausbildung ihres

jungen Kaders. Auch die Aufstiegsmöglichkeiten

für Unteroffiziere müssen

neu angedacht werden. Wir benötigen

Weiterbildungslehrgänge, die Aufstiegschancen

wie den Fachoffizier oder den

Umstieg in A2 ermöglichen.

Ein weiteres großes Problem ist nach

wie vor die Infrastruktur, aber auch

hier konnten wir in den ersten Monaten

bereits im Zuge unserer Truppenbesuche

die eine oder andere Hilfestellung

geben und rasch helfen. Die Infrastruktur

und die Ausrüstung sind die

größten finanziellen Brocken, die es zu

stemmen gibt.

Die Organisation wird überarbeitet und

am Ende des Tages muss eine starke

Truppe und eine schlanke Führungsebene

geschaffen werden. Wir wissen,

dass es viel zu tun gibt. Vieles werden

wir – die Personalvertretung und die

Dienstgeberseite – gemeinsam schaffen

können, das eine oder andere nicht,

aber wenn man es nicht versucht, dann

hat man schon verloren. Es wird auch

am Koalitionspartner liegen mitzutun

und nicht, wie in den Regierungsverhandlungen

bereits sichtbar wurde, als

Priorität Einsparungen, Personalabbau

zum großen Anliegen zu machen. Ich

werde nicht locker lassen, da ich beides

im Auge habe: unser Bundesheer und

unsere Dienstnehmer.

Mit unseren Bundesminister Mario

Kunasek, der das Militär von unten bis

oben, auch als AUF/AFH Personalvertreter,

wie kein anderer kennt, viele

Jahre im Parlament als Wehrsprecher

und Vorsitzender des Landesverteidigungsausschusses

sowie in der parlamentarischen

Bundesheerkommission

gewesen ist, werden wir viel erreichen

können zum Wohle unserer Firma

Bundesheer.

Ω

Foto: HBF

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Drei „Neue“

berichten

Die Unteroffiziersausbildung

heute

Wir möchten Ihnen einen kurzen

Ausflug in unsere absolvierte UO-Ausbildung

NEU geben.

Wir sind im Jahr 2015 sowie im Jahr

2016 beim JgB 18/Landwehrkaserne

sowie beim Hochgebirgsjägerbataillon

26 und auf dem Fliegerhorst

Fiala Fernbrugg in Aigen eingerückt.

Nach unserer Basisausbildung und

der weiterführenden Ausbildung zum

Infanteristen und Sanitäter, haben wir

uns entschlossen, beim ÖBH als Unteroffizier

Karriere zu machen.

Wir absolvierten in unserem Laufbahnbild

den KAAB 1 bei der 3. Inf Kp JgB

18 in St. Michael vom September 2016

bis Jänner 2017, danach den KAAB 2/

Infanteriefachteil Gruppenkommandant

in Freistadt von Februar 2017

bis Mitte August 2017. Der Urlaub

nach diesem sehr anstrengenden Fachteil

war mit zwei Wochen leider sehr

begrenzt.

Im September 2017 gingen wir an die

HUAK nach Enns zum KAAB 3, wo

wir dann bis Ende Jänner 2018 blieben.

Das Ausmusterungsdatum war der 28.

Februar 2018 im Stadtsaal in Enns,

wo wir mit fast 600 „neuen“ Unteroffizieren

in die Armee übernommen

wurden.

Nach diesem Zeremoniell meldeten wir

uns montags darauf direkt in unserer

neuen Dienststelle, der 1. Infanteriekompanie

in St. Michael beim Jägerbataillon

18.

Gedanken und Vorschläge

Es wäre vorteilhaft, einen Praxisabschnitt

zwischen den Ausbildungen,

vorrangig nach dem KAAB 2 zu absolvieren,

um eine gewisse Vorerfahrung

als Kommandant zu erlangen.

Nach Meinungen vieler Absolventen,

sollte man wieder die Belastungsübung

in der Dauer von einer Woche

einführen, um die Funktion als Gruppenkommandant

zu stärken.

Die Gesamtausbildungsdauer betrug

18 Monate vom KAAB 1 bis zur

Ausmusterung. Wir haben das als sehr

angenehm empfunden.

Die Ausbildungspraxis jedoch müssen

wir uns erst noch erarbeiten.

Foto: AFH

Wm Nikolaus Ortner, Wm Christian Ruhm, Wm Lukas Dohr

Vor allem aber sind wir sehr stolz,

Unteroffizier beim ÖBH zu sein!

Wir wünschen unseren Kameradinnen und Kameraden alles erdenklich Gute, zur

Bewältigung der an das Unteroffizierskorps gestellten Aufgaben!

Ω

Der Stellung

bewusst, treu der

Pflicht, wachsam

und gerüstet, stets

bereit für Österreich,

unsere Heimat!

Seite 10

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Vizekanzler Heinz-Christian Strache lädt

„seine“ Personalvertreter ein

Wie es sich für einen guten Dienststellenleiter gehört, hat der Vizekanzler alle Personalvertreter seines Ministeriums – dem

Bundesministerium für den Öffentlichen Dienst und Sport (BMÖDS) – zu einem Gedankenaustausch und zum persönlichen

Kennenlernen in das Vizekanzleramt im Palais Dietrichstein eingeladen. Auch die Mandatare aus dem Zentralausschuss

BMLV und die Angehörigen des Dienststellenausschusses BMLV-Zentralstelle durften diesem Treffen am 14. März 2018

beiwohnen.

Was haben die Personalvertreter des BMLV im BMÖDS zu suchen? Dies könnte sich so mancher fragen. Aber es ist leicht

erklärt: Mit der Regierungsbildung hat das BMLVS sein S, nämlich die Sportsektion, an das neue BMÖDS abgegeben. Bis

zu den nächsten Personalvertretungswahlen im Jahr 2019 aber bleiben die gewählten Mandatare erhalten, denn neue gibt es

keine. Dies bedeutet, dass DA-Zentralstelle/BMLV und ZA-BMLV weiterhin für die Kollegen aus dem Sportbereich in personalvertretungsmäßiger

Hinsicht zuständig sind.

Für unsere Mandatare der AUF/AFH haben sich dabei sehr interessante, anregende und ressortübergreifende Gespräche ergeben,

die durchaus eine Bereicherung im Rahmen der Personalvertretungsarbeit darstellen. (Autor: Vzlt Volker Grote)

Red

Foto: AFH

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Seite 11


Der Unteroffizier im militärischen Alltag (1)

Stabswachtmeister Christoph Prager über Bürokratie und Digitalisierung

im täglichen Dienstbetrieb

Foto: AFH

Bürokratie und „Zettelwirtschaft“ hat es im Bundesheer

schon immer gegeben. Ich bin als Grundwehrdiener im April

2002 bei der Garde eingerückt. Schon bei meiner Ausbildung

zum Heereskraftfahrer wurde mir dieses bürokratische System

vor Augen geführt, vor allem in allen Angelegenheiten

des Friedensbetriebes. Aber ganz ohne Formulare geht es

auch nicht und diese Notwendigkeit ließ den „Papierkrieg“

begreifbar werden.

Der Chargenkurses in Fehring waren harte Monate der Ausbildung.

Auch wenn einige von uns so manche Ausbildungsmethodik

kritisiert haben, so konnten wir Absolventen doch

mit Fug und Recht behaupten, dass wir ein eingeschworener

Haufen geworden waren. Und wir waren körperlich selten so

in Form wie damals. Aber die Zettelwirtschaft hielt sich in

Grenzen. Wichtig war, dass wir Soldaten im Gefecht führen

konnten.

Am 17. UOLG auf der HUAK kam ich das erste Mal mit

Begriffen wie „Ausbildung zum Ausbilder“ in Kontakt. Die

Ausbildung verlagerte sich zwar zusehends in den Lehrsaal,

jede Thematik wurde bis ins Detail zerpflückt, aber man

musste sich Gedanken machen, wie man die Ausbildung so

gestalten kann, dass sie für die Auszubildenden leicht verständlich

ist. Gleichzeitig sollte sie im Falle des eigenen Ausfalls

mittels eines klar strukturierten und einfach gehaltenen

Handzettels an eine Vertretung übertragen werden können.

Sehr viel notwendige Theorie, aber auch viel Bürokratie, gab

es dann bei meiner Ausbildung zum Heeresfahrlehrer.

Bis zu diesem Zeitpunkt meiner Ausbildung als Unteroffizier

war der dienstliche Computer am Arbeitsplatz lediglich als

Hilfsmittel vorhanden, den man zur Erstellung von Schriftstücken

mittels Word bzw. Excel verwendete oder zum Erhalten

von Geschäftszahlen über KIS verwendet hat. Der

Großteil der Büroarbeit wurde manuell durchgeführt.

Mit Absolvieren des MilFü3 im Jahr 2010 war der Bildschirmarbeitsplatz

bereits eine feste Größe im kleinen Verband

und darüber, ECDL-Kurse wurden Bestandteil der

Dienstprüfung. Mittlerweile ist der PC nicht mehr wegzudenken.

Nahezu alles, was die Bürokratie dem Soldaten in den

Weg stellt, kann online abgefragt, erstellt oder ausgedruckt

werden. Dabei sehe ich die Verwendung von Computern am

Arbeitsplatz positiv wie negativ.

Den technischen Fortschritt sollte man meiner Meinung nach

keinesfalls außer Acht lassen. Was früher oft mühsam über

mehrere Ecken und Behörden beantragt werden musste, kann

man heute mit wenigen Klicks selbst erledigen. Ich denke da

zum Beispiel an den Gehaltsnachweis, Stellenausschreibungen

oder Vorschriften nachlesen.

Andererseits passiert es viel häufiger, dass sich Befehle als

ELAK beispielsweise von Ministeriumsebene oft ungefiltert

ihren Weg bis zur Ebene Einheit bahnen können. Dabei geht

es weniger darum, dass die unteren Ebenen der Befehlskette

nun Informationen erhalten, die sie früher nie zu Gesicht

bekommen hätten. Vielmehr geht es um die Arbeitserschwernis,

weil die Soldaten viel Zeit damit verbringen müssen, das

für ihre Ebene Wesentliche aus den Geschäftsstücken selbst

herauszusuchen und damit an den Computer gebunden werden,

anstatt die Zeit für Ausbildung oder Dienstaufsicht nutzen

zu können. Manches Geschäftsstück enthält 40 und mehr

Beilagen. In meiner Stabsabteilung wurden im Jahr 2017

rund 15.000 Geschäftsfälle gezählt, die entweder erstellt, abgearbeitet

oder weiterverarbeitet werden mussten.

Die Umwandlung von Befehlen wäre aber eine Aufgabe der

jeweiligen Führungsebene, so wie es eben in der Führungsausbildung

gelehrt wird. Das scheinen aber manche vorgesetzten

Dienststellen vergessen zu haben und lassen vieles

ungefiltert auf die untersten Ebenen hinunterprasseln. Es

muss sich daher in der Führungskultur etwas ändern! Erst

dann kann die Digitalisierung ein hilfreiches Instrument sein

und keine Arbeitserschwernis.

Ω

Seite 12

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Der Unteroffizier im

militärischen Alltag (2)

Vizeleutnant Erich Mak über das

Altwerden im Bundesheer

Im Militärstrafgesetz ist der Begriff

„unehrenhafte Entlassung“ genau

definiert und jedermann bekannt.

Seit einiger Zeit grassiert jedoch

ein sehr befremdlicher Begriff, der

da lautet, „unehrenhafter Verbleib

in der Armee“. Ich möchte im

folgenden Text diese „Bezeichnung“

genauer unter die Lupe

nehmen:

Auf Grund herrschender Pensionsgesetze

ist das Regelpensionsalter

mit 62 bzw. 65 Jahren erreicht. Die

Überalterung im Bundesheer steht

praktisch schon vor der Türe, daher

gilt es vieles zu überdenken und neu

zu beurteilen.

Die Praxis sieht zur Zeit so aus:

Viele Unteroffiziere haben im

Außendienst ihre besten Jahre

gegeben und sind nunmehr in

einem Alter angekommen, wo man

auch beim besten Willen mit den

jungen Unteroffizieren bzw. mit

den Rekruten körperlich nicht mehr

mithalten kann. Mit Abnutzungserscheinungen,

Wehwehchen und

teilweise auch einer ausgewachsenen

Krankheit ist die Ära der

„guten Jahre“ zu Ende gegangen.

Die logische Konsequenz wäre

daher der Umstieg in den Innendienst.

Meiner Meinung ist der

Preis dafür sehr hoch! Diese dienstliche

Änderung hat oft zur Folge,

dass sich die altverdienten Soldaten

der Generation 50-Plus plötzlich

vor einem Computer wiederfinden.

Nach einer dürftigen, wenn überhaupt

erfolgten Einschulung nach

dem Motto: „Friss oder stirb“,

müssen sie sich mit der digitalen

Bürokratie herum plagen.

Die Situation stellt sich für die

Betroffenen dabei sehr unterschiedlich

dar, manche lernen eben

leichter, andere nicht. Man wird

aber das Gefühl nicht los, dass

gerade diese Unteroffiziere, die

Jahrzehnte lang der „Firma Bundesheer“

gute Dienste geleistet haben,

nunmehr den eigenen Einheiten zur

Last zu fallen scheinen. Einigen

Betroffenen mag diese Situation

egal sein, aber für viele ist sie jedoch

unerträglich, da sie einem Totalabsturz

gleichkommt. Die Übereinstimmung

zwischen den eigenen Idealen

und Werten stimmt mit der tatsächlichen

Lebensarbeitspraxis nicht mehr

überein, für den Einzelnen ein Verlust

seiner Integrität.

Noch vor kurzem arbeitete der Unteroffizier

mit Autorität und brachte sein

ganzes Fachwissen in den täglichen

Dienstbetrieb ein. In vielen Belangen

diente er als Vorbild, stellte als Unteroffizier

das Rückgrat des Bundesheeres

dar. Und nun wird er in dieser schnelllebigen,

digitalen Zeit auf einmal zum

Bittsteller.

Das System würde durchaus vernünftige

(theoretische) Ausstiegsszenarien

für ältere Unteroffiziere vorsehen, in

der Praxis scheitert der Umstieg aber

an einer anderen Alters- bzw. Personengruppe.

Denn durch Schließungen und

Strukturanpassungen hat es gerade in

Kärnten einige jüngere Unteroffiziere

erwischt und irgendwie sind sie einfach

übrig geblieben. An Stelle der „altgedienten

Soldaten“ aus dem Außendienst

„müssen“ 35 bis 45-jährige

Soldaten aus der Gruppe der „900er“

für Funktionen wie „OvT-S“ bzw.

Sicherheits-Dienstbetrieb oder Familienbetreuer

usw. eingeteilt werden.

Vzlt Erich Mak

Diese Aufgaben jedoch wären für ältere

Bedienstete (50 Plus) eine Möglichkeit,

in Würde weiter ihren Dienst zu

versehen, da diese Aufgabenstellungen

und Rollen eher zu Bewerkstelligen

sind.

Mir ist völlig klar, dass ich nicht für

alle sprechen kann. Erfreulicher Weise

haben es viele Unteroffiziere geschafft,

auch mit ihrem höheren Alter im Innendienst

Fuß zu fassen. Einige aber sind

mit der gestellten Aufgabe überfordert

und gefährdet in eine Depression

zu rutschen. Und soweit darf es nicht

kommen!

Wenn der Gesetzgeber das Penionsalter

für den Soldaten so hoch anlegt,

wie in keiner anderen Armee, dann

darf aus dem Altwerden kein Nachteil

entstehen. Unsere Aufgabe wird

es daher sein müssen, eine Balance

zwischen Jung und Alt zu finden – zum

Wohle des Dienstbetriebes und für

unser Bundesheer.

Ω

EIN LIED!

Mit 66 Jahren da fängt der

Dienst erst an...

Foto/Fotomontage: ÖBH/Martin Maghörndl

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Seite 13


AFH-Personalvertreter wird Nationalrat!

Fachinspektor Alois Kainz am 20. Dezember 2017 als Abgeordneter

angelobt

Durch die Regierungsbeteiligung der

FPÖ nimmt nun so mancher gewählte

Mandatar ein Regierungsamt wahr.

Die frei gewordenen Stellen im Nationalrat

mussten nachbesetzt werden

und so kam es, dass FI Alois Kainz auf

das Mandat von Innenminister Herbert

Kickl aufrücken konnte. Er ist nun in

den Ausschüssen Landesverteidigung,

Land- und Forstwirtschaft und Rechnungshof

als Mitglied tätig; in den Ausschüssen

Konsumentenschutz, Kultur,

Familie und Jugend, Gesundheit und

Volksanwaltschaft fungiert er als Ersatzmitglied.

Die AUF/AFH hat FI Kainz über seine

neuen Aufgaben befragt und er kommentiert

dies folgendermaßen:

„Es ist für mich eine ehrenhafte, verantwortungsvolle

Aufgabe, die mir von

der Partei übertragen wurde. Meines

Erachtens sind dies sehr wichtige Ausschüsse.

Hinsichtlich der Landesverteidigung

bin ich seit nunmehr 34 Jahren beim

Österreichischen Bundesheer – mit

Freude und Engagement. Ich werde

mich daher mit voller Energie dafür

einsetzen, um positive Veränderungen

für das Bundesheer und die Bevölkerung

zu erreichen.

NAbg. FInsp Kainz Alois

Foto: AFH

Seite 14

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Die Land- und Forstwirtschaft ist für

mich eine Herzensangelegenheit, da

mein Wohnort Thaua als Teil der Stadtgemeinde

Allentsteig im Zentrum des

Waldviertels liegt, wo doch noch viele

land- und forstwirtschaftliche Betriebe

angesiedelt sind.

Da ich in meiner Rolle als Stadtrat auch

in der Kommunalpolitik immer schon

großes Augenmerk auf Sparsamkeit

und Kontrolle Wert gelegt habe, ist

mir der Rechnungshof-Ausschuss ein

großes Anliegen. Deshalb werde ich

auch hier meine Aufgabe darin sehen,

für Transparenz, Wirtschaftlichkeit und

Zweckmäßigkeit diverser Abläufe zu

sorgen.“

Ω

P E R S Ö N L I C H E S

Anschrift: Thaua 22, 3804 Allentsteig

Telefon: 0664/644 53 87

02824/28 46

E-Mail:

Geburtstag:

Staatsbürgerschaft:

Religion:

Familienstand:

B I L D U N G S W E G

Alois.Kainz@parlament.gv.at

22.05.1964 in Allentsteig

Österreich

röm.-kath.

verheiratet, 3 Kinder

2001 WIFI St. Pölten

Meisterprüfung zum Karosseriebautechniker

1979 – 1982 Landesberufsschule Eggenburg

1970 – 1978 Pflichtschule, Allentsteig

B E R U F L I C H E R WERDEGANG

Alois Kainz

Die AUF/AFH wünscht „ihrem“

Nationalrat FI Alois Kainz für diese

verantwortungsvollen Aufgaben

ein gutes Gelingen und viel

Soldatenglück!

BMLVS Allentsteig

2003 – lfd. Kommandant, Schießanlage P6 TÜPLA

1995 - 2003 Schießanlagenfacharbeiter, Mobil/Schießanlagentrupp

1991 - 1995 Karosseriebautechniker/Beamter, TÜPLA-Werkstatt

1987 – 1991 Karosseriebautechniker/VB, TÜPL-Werkstatt

1984 – 1987 Zeitsoldat

1984 Österreichisches Bundesheer

Grundwehrdienst

1983 – 1984 Opel Piaty – Vertragswerkstatt, Horn

Facharbeiter als Karosseriebautechniker

1982 – 1983 Karosseriespenglerei- und Autolackiererei Nagl, Zwettl

Facharbeiter als Karosseriebautechniker

1979 – 1982 Karosseriespenglerei- und Autolackiererei Nagl, Zwettl

Lehre zum Karosseriebautechniker

Lehrabschlussprüfung 1982

P O L I T I S C H E R WERDEGANG

12.2017 – lfd. Abgeordneter zum Nationalrat

Ausschüsse: Landesverteidigung, Rechnungshof,

Land- und Forstwirtschaft

Ersatzmitglied in den Ausschüssen: Kultur,

Familie und Jugend, Konsumentenschutz,

Gesundheitsausschuss, Volksanwaltschaft

2017 – lfd. AUF/AFH

Vorsitzender des Dienststellenausschusses TÜPLA

12.2014 – lfd. AUF/AFH

Personalvertreter des Dienststellenausschusses TÜPLA

2014 - lfd. FPÖ Niederösterreich

GVV Bezirksobmann Zwettl

2014 – lfd. FPÖ Niederösterreich

Bezirksparteiobmann Zwettl

2013 – lfd. FPÖ Niederösterreich

Mitglied des Landesparteivorstandes

Mitglied der Bundesparteileitung

2010 – lfd. FPÖ Niederösterreich

Stadtrat

2005 – 2010 Bürgerliste Allentsteig

Gemeinderat

W E I T E R E KENNTNISSE, SEMINARE, KURSE

Führerschein

Computer

Seminare

Kurse

A, B, C, E-B, AUBO (Motorboot)

Word, Email, Internet

diverse Seminare über das FPÖ-Bildungsinstitut

WIUO/Umschulerkurs für Zivilbedienstete

C/A3 – Grundausbildung

Sonderkurs für das Schweißen von Schutzgasaluminium

Autogenschweißkurs

Grafik: Martin Maghörndl

H O B B I E S

Schwimmen, Wandern, Fachliteratur lesen, Gartenarbeit

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Seite 15


AFH-Personalvertreter wird

Landtagsabgeordneter!

Offiziersstellvertreter Jürgen Handler am 22. März 2018 als Abgeordneter

zum Niederösterreichischen Landtag angelobtangelobt

Die Wahlen zum Niederösterreichischen

Landtag haben für die FPÖ eine

Verdoppelung der Mandate erbracht.

AFH-Personalvertreter und Dienstführender

Unteroffizier beim nunmehrigen

Jägerbataillon 33, OStv Jürgen

Handler, hat den Einzug in das Landesparlament

in St. Pölten geschafft.

Und er hat auch schon konkrete Vorstellungen,

wie er dieses neue Amt gestalten

möchte:

„Ich freue mich auf die künftigen Aufgaben

und es ist eine große Herausforderung,

der ich gerne nachkomme.

Ich wurde als Sprecher der FPÖ Niederösterreich

für die Angelegenheiten

der Europäischen Union, Öffentlicher

Dienst und Landesverteidigung gewählt.

Der Bereich Landesverteidigung ist

für mich eine Herzensangelegenheit,

denn alleine in Niederösterreich befinden

sich 21 von 82 Kasernen bundesweit!

Es wird nun eine sehr verantwortungsvolle

Aufgabe sein, die

Thematiken und Anliegen der Landesverteidigung

im Niederösterreichischen

Landtag zu vertreten.

Unter den letzten Reformen hat es sehr

viele Einschnitte für das Österreichische

Bundesheer gegeben. Die Strukturreformen

der letzten Jahrzehnte

haben viele Kasernenschließungen

und Unterkunftsprobleme bei einzelnen

Verbänden mit sich gebracht. Mit

der neuen Raumordnung haben viele

Kasernenstandorte einen Bedarf für

Zubauten im Bereich der Unterkünfte:

Das Pionierbataillon 3 in Melk beispielsweise

muss die Ausbildung der

Grundwehrdiener vermehrt an andere

Standorte auslagern, weil die Unterkunftskapazität

bei Vollkontingenten

nicht ausreicht. Beim jetzigen

Jägerbataillon 33 in Zwölfaxing, das

davor ein Panzerbataillon gewesen ist,

herrscht dringend Handlungsbedarf,

weil die Räumlichkeiten immer noch

auf einen Panzerverband ausgelegt

sind!

LAbg. OStv Handler Jürgen

Foto: Handler Jürgen

Seite 16

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Mit einem rund 40.000 Quadratmeter

großen Grundstück wäre die

Badener Martinek-Kaserne ein geeigneter

Standort, um diese wieder

als Garnison zu reaktivieren. Mit

den gestiegenen Sicherheitsanforderungen

und der damit verbundenen

vielfältigeren Ausbildung könnte in

Niederösterreich eine Musterkaserne

geschaffen werden. Es wäre zu beurteilen,

unter dem Leuchtturmprojekt

Rekrutenschule, den Standort Baden

zu wählen, weil die Anbindungsmöglichkeiten

zur Autobahn und öffentlichen

Verkehrseinrichtungen ebenfalls

gegeben wären.

Das Österreichische Bundesheer und

die Kasernenstandorte sind für die

Wirtschaft und als Arbeitgeber von

regionaler Bedeutung.

Die Entwicklungen der letzten Jahre

und die damit verbundenen Einsparungen

haben nicht nur Infrastrukturprobleme

geschaffen. Die Probleme

der fehlenden Fahrzeuge und der

notwendigen Ausrüstung für alle

Soldaten, haben den Soldatenberuf

alles andere als attraktiver gemacht.

Dieser Entwicklung wird nun schrittweise

entgegengesteuert, um den

Soldatenberuf wieder attraktiver zu

gestalten.

Der Angriff auf einen Soldaten vor

der iranischen Botschaft im März

hat klar aufgezeigt, wie wichtig die

entsprechende Schutzausrüstung

für unsere Soldaten ist! Um die Sicherheit

und Stabilität in Österreich

aufrechtzuerhalten, müssen Infrastruktur,

Ausrüstung und die dazu

finanziellen Mittel zur Verfügung

gestellt werden.

Ich bin aber davon überzeugt: Mit

unserem Bundesminister für Landesverteidigung

Mario Kunasek wird sicher

vieles umsetzbar sein! Ich werde

mich um eine gute Zusammenarbeit

mit der Bundesregierung bemühen

und alles daran setzen, dass unser

Bundesheer und unsere Soldaten die

gestellten Aufgaben bestmöglich erfüllen

können.“

Ω

Die AUF/AFH wünscht „ihrem“

Landtagsabgeordneten OStv Jürgen

Handler für diese verantwortungsvollen

Aufgaben ein gutes Gelingen

und viel Soldatenglück!

P ERSÖNLICHES

Anschrift: Weingart 152, 2832 Thernberg

Telefon: 0680/3306000

E-Mail: juergen.handler@icloud.com

Geburtstag:

Staatsbürgerschaft:

Religion:

Familienstand:

B ILDUNGSWEG

21.04.1977 in Neunkirchen

Österreich

röm.-kath.

ledig, 2 Kinder

1983-1987 Volksschule Thernberg

1987-1991 Hauptschule Scheiblingkirchen

1991-1992 Landwirtschaftliche Fachschule Warth

B ERUFLICHER W ERDEGANG

BMLV

1992-1995 Tischlerlehre

1995 Abschluss Tischlerlehre

1995 Präsenzdienst ET 12/95

1998–lfd.

P OLITISCHER W ERDEGANG

2009-lfd.

Unteroffizier beim Bundesheer

Personalvertreter beim Bundesheer

Jürgen Handler

2014 bis 2018 Vorsitzender des Dienststellenausschusses beim Jägerbataillon 33

2014-lfd.

2014-lfd.

2015-lfd.

2015-lfd.

2015-lfd.

2015-lfd.

2015-lfd.

Stv. Ortsgruppenobmann der FPÖ Pittental

Personalvertretung ÖBH, Stv. Vorsitzender beim Fachausschuss

Niederösterreich

Landesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft freiheitlicher

Heeresangehöriger (AFH)

Mitglied des Bundesvorstandes der Arbeitsgemeinschaft

freiheitlicher Heeresangehöriger (AFH)

Schriftführer des Landesvorstandes der Aktionsgemeinschaft

Unabhängiger und freiheitlicher (AUF) im Öffentlichen Dienst

Mitglied des Bundesvorstandes der Aktionsgemeinschaft

Unabhängiger und freiheitlicher (AUF) im Öffentlichen Dienst

Gemeinderat und Obmann Prüfungsausschuss der Marktgemeinde

Scheiblingkirchen-Thernberg

2016 Schriftführer Bezirksvorstand der FPÖ Bezirk Neunkirchen

2017-lfd.

2018-lfd.

2018-lfd.

Stv. Bezirksobmann der FPÖ Bezirk Neunkirchen

Personalvertretung ÖBH, Schriftführer beim

Dienststellenausschuss JgB33

Abgeordneter zum Niederösterreichischen Landtag

W EITERE K ENNTNISSE, S EMINARE, K URSE

Führerschein

Computer

Seminare

Kurse

H OBBIES

Fussball, Radfahren

A, B, CM

Office, Email, Internet

diverse Seminare über das FPÖ-Bildungsinstitut und AFH

Schulungen

UO Ausbildung Pionier

Umschulung JaPz Jaguar

Umschulung KPz Leopard

2006 StbUO abgeschlossen

2013 DfUO Kurs

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Seite 17


Die AUF/AFH hält Wort!

Wir stehen weiterhin zur vollen Anrechnung des

„Lehrganges universitären Charakters

Sicherheitsmanagement/LuCh“.

Die AUF/AFH hat wie versprochen

die Änderung des Dienstrechtes

beim Dienstgeber eingebracht.

Dieser hat die Anregung

der AUF/AFH vollinhaltlich übernommen

und in die Stellungnahme

des Ressorts eingearbeitet. Die

AUF/AFH legt Wert auf die Feststellung,

dass diese Problematik

weder in der Stellungnahme der

FCG noch der GÖD aufscheint.

Auch wurde das Thema in der

Stellungnahme des Zentralausschuss

„vergessen“, obwohl die

AUF/AFH in mehreren Sitzungen

immer wieder darauf hingewiesen

hat, wie wichtig dieses Thema für

die Berufsoffiziere aller Altersgruppen

ist (Anstelle der „Nachgraduierer“

finden Junge Platz).

Somit wären die Berufsoffiziere

um Haaresbreite wieder einmal

im Regen stehen gelassen worden.

Nachstehend finden Sie den Originaltext

wie er dem BMÖDS vorgelegt

wurde:

Mit der Dienstrechts-Novelle 2016,

BGBl. I Nr. 64, wurden für die Verwendungsgruppe

M BO 1 die Ernennungserfordernisse

für die Verwendung in

einer Funktion der Höheren Militärischen

Führung - der erfolgreiche Abschluss

des Fachhochschul-Masterstudienganges

„Militärische Führung“

sowie eine mindestens zehnjährige

Dienstleistung als Berufsmilitärperson

der Verwendungsgruppe M BO 2

- geschaffen. Der 2010 implementierte

FH-Masterstudiengang/Militärische

Führung berechtigt nunmehr dazu,

in die VerwGrp M BO 1 überstellt zu

werden.

Gemäß § 27 Abs. 1 und des § 28 Abs.

1 des Universitäts-Studiengesetzes,

BGBl. I Nr. 48/1997, wurde mit 1.

Dezember 2003 an der Landesverteidigungsakademie

der „Lehrgang universitären

Charakters Sicherheitsmanagement“

in der Dauer von vier Semestern

geführt.

Entsprechend der Einbettung in

die nationale und internationale

Foto: Bundesheer/Carina Karlovits

Obst Werner Hammer MSD

Bildungslandschaft und der notwendigen

zivilen Anerkennung der

militärischen Ausbildung, erfolgte

die Verleihung des postgradualen

akademischen Grades „Master of

Security and Defense Management

(MSD)“. Auf Grund des vergleichbaren

Ausbildungsinhaltes sollte

auch die positive Absolvierung des

bis 2010 geführten Lehrganges universitären

Charakters zur Ernennung/Überstellung

in eine Verwendung

in einer Funktion der Höheren

Militärischen Führung berechtigen.

Aufgrund der prognostizierbaren

Entwicklungen im Personalkörper

in Verbindung mit der nunmehr aktualisierten

Ausbildungssystematik

für Offiziere wäre die erforderliche

Vordienstzeit als M BO 2 mit acht

Jahren zu bemessen.

Die Anlage 1 Z 12.13a könnte daher

folgendermaßen lauten:

Für die Verwendung in einer Funktion

der Höheren Militärischen Führung,

an Stelle des Erfordernisses

der Z 12.12 lit. a, den erfolgreichen

Abschluss des Fachhochschul-Masterstudienganges

„Militärische

Führung“ oder des „Lehrganges

universitären Charakters Sicherheitsmanagement“

sowie eine mindestens

achtjährige Dienstleistung als Berufsmilitärperson

der Verwendungsgruppe

M BO 2.

Damit wäre ein Akt der Gerechtigkeit

gesetzt, der einerseits den älteren Kameraden

ihre zweifellos ebenso gute

Ausbildung anerkennt und andererseits

den jungen Offizieren nicht den

Ausbildungsplatz wegen unnötiger

Nachgraduierungen verstellt.

Ω

Seite 18

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Zehn Jahre SPÖ-Verteidigungsminister

Fast zehn verlorene Jahre – und der Oberbefehlshaber schaute zu

Das Ende einer zehn Jahre regierenden

Mittelinks-Koalition (rotschwarz)

ist ein willkommener

Anlass, Bilanz zu ziehen über die

letzten zehn Jahre Sicherheits-,

Verteidigungs- und Friedenspolitik

von SPÖ und ÖVP.

Darabos kommt

und färbt um

Im Jänner 2007 übernahm der

SPÖ-Politiker Mag. Norbert Darabos,

ein ehemaliger Wehrdienstverweigerer,

das Verteidigungsressort. Er war

damit seit fast einem Vierteljahrhundert

wieder der erste Politiker aus den

Reihen der SPÖ, der dem Verteidigungsressort

als Bundesminister vorstand.

Die Ausgangslage für Darabos

war recht günstig, da eine Neuorganisation

des Ministeriums, die von

seinem Vorgänger, dem ÖVP-Minister

Platter vorbereitet wurde, nicht

mehr zur Umsetzung gelangte. Diese

nicht vollendete Neuorganisation

nahm Darabos gleich zum Anlass,

als „SPÖ-nahe“ Führungspersönlichkeiten

geltende, hohe Offiziere und

Beamte in die Spitzenpositionen im

Ressort und bei den nachgeordneten

Kommanden nach einem objektiven

Ausschreibungsverfahren zu ernennen.

Nach der im Volksmund bekannten

„Teil-Umfärbung“ des Ressorts

gingen der Minister und seine

Getreuen ans weitere Umkrempeln

der österreichischen Sicherheits- und

Verteidigungspolitik.

Eurofighter

Hauptthema der ersten Stunde war

die Einlösung des Wahlversprechens

der SPÖ, den Eurofighter-Vertrag

aufzukündigen und dadurch die ungeliebten

Abfangjäger außer Dienst

zu stellen. Der Minister musste aber

bald erkennen, dass ein Ausstieg aus

dem Vertrag mit hohen Kosten verbunden

sein würde. Da er zum Erfolg

verdammt war, suchte er den Ausweg

in einem Vergleich mit dem Vertragspartner

Eurofighter GesmbH, den er

mit einem hochangesehenen emeritierten

Universitätsprofessor für Zivilrecht

als Berater abschloss.

Der Vergleich führte rein rechnerisch

zu budgetären Ersparnissen,

dafür musste das Bundesheer aber

auf Eurofighter der modernen Variante

Tranche 2 (Multirole-fähiger

Abfangjäger) verzichten, bekam dafür

alte Abfangjäger der Tranche 1

und es wurde obendrein die Stückanzahl

von 18 auf 15 reduziert. Des

Weiteren wurde auf einige, aber nicht

unbedeutende Ausstattungsdetails

verzichtet. Der Rechnungshof prüfte

den Vergleich und hinterfragte dabei

das Verhandlungsergebnis äußerst

kritisch. Im Nachhinein betrachtet,

erwies sich der Vergleich aber als zunehmend

teuer werdende Kostenfalle

für die Zukunft, denn nach 10 Jahren

Betrieb der Tranche 1 sind nunmehr

teure Aufrüstungsinvestitionen notwendig.

Ausverkauf des

schweren Gerätes

Der Eurofighter-Deal war aber nur eines

unter den vielen Hoppalas. Nach

der Neuorganisation der Zentralstelle

wurde auch die österreichische Sicherheits-

und Verteidigungspolitik

nach offensichtlich sozialdemokratischen

Grundsätzen neu gestaltet. Den

politisch Verantwortlichen redeten

die so genannten Experten ein, dass

nach dem Ende der Blockkonfrontation

in Europa nicht mit einem großen

Krieg gerechnet werden müsse und

sie empfahlen daher, dass man ohne

größere Probleme für die Zukunft die

schweren Waffensysteme reduzieren

könne.

Der Minister sah dadurch ein großes

Einsparungspotential, sodass er 750

der 1.150 Panzer verschrotten ließ.

Ein bemerkenswert gutes Geschäft

mit den ausgemusterten Kampfpanzern

Leopard 2A4 dürfte jedenfalls

der deutsche Rüstungskonzern

Krauss-Maffei Wegmann gemacht

haben, der die ausgeschiedenen Panzer

ankaufte und nach einer Runderneuerung

sehr teuer weiterverkaufen

konnte. Das Kaputtsparen des Bundesheeres

machte sich auch auf dem

Arbeitsmarkt bemerkbar, denn das

Bundesheer wurde als Arbeitgeber

zunehmend unattraktiver. Die Folge

DDr.habil Brigadier Harald Pöcher

davon war, dass sich zu wenige junge

Menschen für den Job eines Berufsoder

Zeitsoldaten zu interessieren

begannen.

Berufsheer

Ein weiteres Highlight während seiner

Amtszeit waren die im Jänner

2011 vorgelegten Pläne zur Abschaffung

der Wehrpflicht. Diese Pläne

führten zum Zerwürfnis mit dem

Generalstabchef, General Mag. Edmund

Entacher. Darabos zeichnete

sich in diesem Zerwürfnis durch seine

Menschenführungsqualitäten aus.

In der Presse wurde genussvoll der

Kleinkrieg zwischen Darabos und

dem von ihm bestellten Generalstabschef

zelebriert, der in einer Suspendierung

des verdienten Generals

und Parteifreundes im Jänner 2011

mündete. Darabos musste allerding

im November 2011 diese Suspendierung

wieder aufheben und Entacher

verblieb bis zu seiner Pensionierung

im März 2013 Generalstabchef. Die

Diskussion um die Abschaffung der

Wehrpflicht wurde durch eine Volksbefragung

am 20. Jänner 2013 entschieden,

die als Ergebnis eine Weiterbelassung

der Wehrpflicht brachte.

Damit waren die Tage von Darabos

als Bundesminister für Landesverteidigung

gezählt und er trat schließlich

am 4. März 2013 zurück. Ihm

folgte der weitgehend unbekannte

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Seite 19


SPÖ-Bundesrat Mag. Gerald Klug als

neuer Bundesminister.

Der „kluge“ Nachfolger

Klug bekam zunächst viele Vorschusslorbeeren,

aber auch er musste

bald erkennen, dass es kein zusätzliches

Geld für das Bundesheer geben

würde. Damit blieb Klug nichts anderes

übrig, als nach Einsparungen

im System zu suchen, die er durch

die tatkräftige Hilfe willfähriger Bediensteter

– man will schließlich ja

was werden, koste es, was es wolle

– auch fand. Den Einsparungsplänen

hielt lediglich die FPÖ entgegen und

versuchte in der Oppositionsrolle den

Totalausverkauf des Bundesheeres

zu verhindern. Eine weitere Negativschlagzeile

lieferte Klug mit seiner

Entscheidung, die österreichischen

Truppen vom Golan abzuziehen.

Spätestens im Frühjahr wurde Klug

zu einer Schwachstelle im roten Regierungsteam.

Der SPÖ kam zu Gute,

dass der damalige Sozialminister

Hundsdorfer als Kandidat der SPÖ

für die Präsidentschaftswahlen 2016

ausersehen wurde und er vor dem

Wahlkampf als Minister zurücktrat.

Im Zuge der Regierungsumbildung

wurde Klug zum neuen Infrastrukturminister

bestellt, da der Infrastrukturminister

Stöger zum neuen Sozialminister

bestellt wurde. Von Klug

blieb damit wenig Berichtenswertes

erhalten, außer dass er mit „situationselastisch“

das Wort des Jahres

2014 kreierte und eine seiner Eigenheiten,

nämlich, die, dass er an viele

Worte ein“-na“ anzuhängen pflegte,

beispielsweise „Soldatna“…

„Ära“ Doskozil

Nach Klug wurde der Landespolizeikommandant

vom Burgenland Mag.

Hans-Peter Doskozil zum neuen Verteidigungsminister

bestellt. Er hatte

sich während der Migrationskrise

2015 einen Namen gemacht, als Tausende

von Flüchtlingen ohne Kontrolle

einfach ins Land hereingelassen

wurden und neben den Schutzsuchenden

möglicherweise auch potentielle

Terroristen ins Land hereingespült

worden sind.

Bald nach dem Amtsantritt präsentierte

der neue Minister seine Visionen:

Er wollte rasch verfügbare Truppen

mit 6.000 Berufssoldaten sowie eine

Stärkung der Militärkommanden und

der Miliz auf Kosten der Zentralstelle

und der nachgeordneten Dienststellen.

Im nachgeordneten Bereich sollte

das Streitkräfteführungskommando

in Graz auf ein „Kommando Land“

reduziert werden und dafür die Luftwaffe

wieder ein eigenes Kommando

samt Materialstab bekommen. Die

Aufteilung des ehemaligen Streitkräfteführungskommandos

bewirkte aber

eine Vergrößerung der Verwaltung.

Der Großteil der Visionen wurde fast

eins zu eins umgesetzt. Doskozil bekam

dafür viel Lob von der Truppe,

aber auch von der Opposition.

Ein großer Erfolg gelang Doskozil

bei den Budgetverhandlungen. Nicht

zuletzt im Angesicht der Terrorbedrohung

gelang ihm eine Budgeterhöhung

in Form einer einmaligen

Sonderfinanzierung für das Verteidigungsministerium

zu erwirken. Mit

dem zusätzlichen Geld wurde zwar

in die Infrastruktur investiert und es

kamen heimische Unternehmen zum

Zug, bei Rüstungsgüterkäufen vermisst

man jedoch eine gezielte Vergabe

an die heimische Industrie, die

Doskozil besonders hervorgehoben

hatte. Vielmehr beschaffte man 32

Universalgeländefahrzeuge BvS 10

Hägglund bei einem schwedischen

Hersteller. Um diese Summe hätte

man beispielsweise bei General Dynamics

Land Systems Steyr mehr

als 30 Radpanzer Pandur bekommen

und damit Arbeitsplätze in Wien-Simmering

über mehrere Jahre sichern

können, übrigens eines der Hauptanliegen

der Sozialdemokratie im Zusammenhang

mit der Stärkung des

heimischen Arbeitsmarktes.

Es war nicht alles Gold

was glänzte

Doskozil hinterließ aber nicht nur

Jubel und Freude, sondern auch das

ungelöste Problem der „Strafanzeige

gegen Airbus (vormals Eurofighter

Gmbh)“. Es geht um den Verdacht

auf arglistige und betrügerische Täuschung

der Republik Österreich beim

Vertragsabschluss. Ich, selber kein

Jurist, möchte diese Vorgangsweise

nicht weiter kommentieren, bin aber

schon gespannt, wie die Causa ausgehen

wird. Ich hoffe aber auf jeden

Fall, dass das Bundesheer und die

Luftraumüberwachung nicht durch

elendslange Gerichtsverfahren auf

der Strecke bleiben.

Militärische Landesverteidigung

in Frage gestellt

Während der zehn Jahre, in denen die

SPÖ die Verantwortung über die

Gestaltung der Verteidigungspolitik

übertragen bekam, wurde der

Kampfwert des Österreichischen

Bundesheeres in Bezug auf schwere

Waffensysteme massiv reduziert,

was den Schluss zulässt, dass der

Armee bereits die Kraft zum Streiten

fehlt und man das Österreichische

Bundesheer nicht mehr als

Streitkräfte im eigentlichen Sinne

betrachten kann, sondern lediglich

als besonders gehärtete Polizeikräfte

für spezielle Aufgabenstellungen.

Dies lässt auch Zweifel aufkommen,

ob das Bundesheer überhaupt

noch alle verfassungsmäßigen Aufgaben,

insbesondere die Militärische

Landesverteidigung, erfüllen

kann.

Es wird eine große Kraftanstrengung

von der neuen Bundesregierung

und insbesondere vom neuen

Verteidigungsminister notwendig

sein, um das Bundesheer wieder fit

zu machen, dass es auch im internationalen

Zusammenhang als interoperabel

gelten kann.

Oberbefehlshaber

schweigt

Eines soll nicht unerwähnt bleiben:

Der Ausverkauf des Bundesheer

war nur möglich, weil der damalige

Oberbefehlshaber diesem Treiben

tatenlos zusah, ohne rechtzeitig die

Notbremse zu ziehen. Den amtierenden

Oberbefehlshaber trifft keine

Schuld, da er erst 2017 angelobt

wurde und zu diesem Zeitpunkt

der Ausverkauf des Bundesheeres

schon sehr weit fortgeschritten war.

Abschließend möchte ich den vielen

engagierten Kadersoldaten und

Zivilbediensteten Dank sagen. Das

Österreichische Bundesheer kann

nur durch die Arbeit dieser engagierten

Soldaten und Zivilbediensteten,

die mit viel Herzblut im täglichen

Alltag ihr Bestes geben, unter

oft widrigen Umständen jene Spitzenleistungen

erbringen, die national

und international immer wieder

so positiv hervorgehoben werden.

Ω

Seite 20

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Es tut sich was, wenn der Chef kommt

Minister Kunasek besucht das Jägerbataillon 8 in Salzburg

Unser Bundesminister Mario

Kunasek besuchte am 6. April

im Zuge seiner Kasernenbegehungen

die Schwarzenbergkaserne.

Auf der Agenda stand das

neu aufgestellte JgB 8. Der Besuch

begann mit einem gemeinsamen

Mittagessen, wo die Personalvertreter

die Möglichkeit hatten,

Anliegen und Problembereiche

direkt dem HBM mitzuteilen.

Beim Jägerbataillon wurden dann

vor allem die fehlenden Ausbildungsmittel

besprochen und der

Minister veranlasste unverzügliche

Maßnahmen.

Nach der Meldung des mit der Führung

betrauten Kommandanten des Jägerbataillons

8, Oberst Stefan Haselwanter,

und einer Vorstellung des Kommandopersonals

begann die Begehung der

Dienststelle. Bei der 2. JgKp wurde auch

die Problematik der Beschaffung von

sogenannten „Combat Rations“ angesprochen.

Minister ordnet die unverzügliche

Zuweisung von

„Combat Rations“ an

Aufgrund diverser durchzuführender

Ausbildungsgänge (KAAB3, KAAB2

Aufkl, TrpGebAusb) wurde durch das

JgB8 eine bestimmte Anzahl an Combat

Rations angefordert, um die Ausbildung

qualitativ zu verbessern. Beispielhaft

sei hier angeführt, dass ein Aufklärungszug

für eine bestimmte Zeit autark

und durchhaltefähig sein muss. Somit

muss jeder Soldat sich auch selbst die

Verpflegung zubereiten können, da eine

Anschlussversorgung aufgrund der

Auftragslage nicht immer möglich ist.

Und dies muss im Vorfeld ausgebildet

und geübt werden, damit der Soldat

im Einsatz auch bestehen kann. Die

Combat Rations wurden dem Verband

aber mit der Begründung der zu hohen

Kosten bzw. der klassischen Aussage:

„ Ist nur für das Ausland vorgesehen!“,

nie zugewiesen.

Dies wurde dem HBM dargestellt und

der Bedarf an dieser Art der Verpflegung

zur Qualitäts- bzw. Attraktivitätssteigerung

wurde ihm schlüssig erklärt.

Dies fand seine Zustimmung und er

veranlasste unverzüglich die notwendigen

Maßnahmen. Resultierend daraus

verfügt das JgB8 nun über eine Anzahl

von Combat Rations zur Durchführung

verschiedener Ausbildungen, die

bei Bedarf unverzüglich ausgegeben

werden können.

Bataillonslehrsaal wird auf

modernen Stand gebracht

Weiters wurde im Zuge der Begehung

der sanierungsbedürftige Bataillonslehrsaal

in Augenschein genommen.

Der Zahn der Zeit nagt schon seit

längerem an dem Gebäude und an der

Ausstattung. So lassen sich enorme

Abnutzungserscheinungen erkennen,

wie zum Beispiel fehlende Deckenverkleidungselemente,

unebener Boden

oder die defekte Heizung. Auch die

IKT-Infrastruktur im Lehrsaal ist nicht

mehr zeitgemäß. Dem HBM wurde

darüber hinaus auch mitgeteilt, dass der

Lehrsaal nicht nur zu Unterrichts- bzw.

Besprechungszwecken dient, sondern

auch als Räumlichkeit für diverse

Gefechtsstände bei Übungen und

Einsätzen (Objektschutz im Großraum

Salzburg) verwendet wird. Dadurch

ergibt sich auch ein erhöhter Bedarf an

IKT-Infrastruktur.

Nach Begutachtung, kam unser HBM

zur Ansicht, dass er dieses Projekt zur

Sanierung des Lehrsaals unterstützt

und dies so schnell wie möglich umgesetzt

werden sollte. Nur eine solide und

durchdachte Infrastruktur ermöglicht

und erleichtert eine gute Ausbildung

von Soldaten. Somit wurde an diesem

Tag der Grundstein gelegt und Kostenvoranschläge

eingeholt. Nach ein paar

Korrekturen und Verhandlungen steht

nun der Sanierung des Lehrsaals des

JgB8 nichts mehr im Wege.

Das Bataillon bekommt

3. JgKp

Nach der Begehung ließ es sich der

HBM nicht nehmen noch in gemütlichem

Rahmen mit dem Kaderpersonal

im Aufenthaltsraum des JgB8 den gelungenen

Freitag Nachmittag ausklingen zu

lassen. Dort staunten alle nicht schlecht

als er verkündete, dass der OrgPlan

des JgB8 zeitnah verfügt werden solle;

zudem lobte er die Motivation des

Kaderpersonals und die gute Ausbildung.

Noch mehr ließ der HBM aufhorchen,

als er erklärte, dass am Standort

Salzburg über die Aufstellung einer

3.Kompanie für das JgB8 verhandelt

wird. Dies sei vor allem wichtig, um das

junge, frisch ausgemusterte Kaderpersonal

bzw. Kaderanwärter in das JgB8

aufnehmen zu können. Immerhin stehen

für das JgB8 nach erfolgter Ausmusterung

über 30 junge Wachtmeister zur

Verfügung, die es zu versorgen gilt.

Abschließend kann gesagt werden, dass

der Besuch des HBM beim JgB8 sehr

erfolgreich war. Dies verdeutlicht sich

auch daran, dass der HBM bemüht ist,

die Rahmenbedingungen mit aller Kraft

herzustellen, um alle gestellten Aufträge

erfüllen zu können bzw. allen Herausforderungen

der Zukunft gewachsen zu

sein.

Red

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Seite 21


§§

Unverschuldete Notlage!

Dafür gibt es vom Dienstgeber die

Möglichkeit der Geldaushilfe

Gemäß § 23 des GehG 1956 bzw. des VBG 1948 in der jeweils geltenden

Fassung, KANN einem Beamten bzw. Vertragsbediensteten, der

unverschuldet in Notlage geraten ist oder bei dem sonst berücksichtigungswürdige

Gründe vorliegen, eine Geldaushilfe gewährt werden. Im

VBl I Nr. 29/2018 wurde die letzte Fassung kundgetan; hier ein kurzer

Überblick:

Vzlt Johann Huemer

Eine Notlage ist im Hinblick auf die damit

verbundenen Aufwendungen insbesondere

anzunehmen:

• Verehelichung = 150 €

• Verhelichung bei Alleinverdiener = 400 €

• Geburt eines Kindes = 150 €

• Wohnraumschaffung oder Errichtung eines Eigenheimes

(Auf-, Zu- und Umbau)

– Ausgaben bis 7.300 € = 150 €

– Ausgaben bis 18.000 € = 300 €

– Ausgaben darüber = 550 €

• Ableben naher Angehöriger

– Ausgaben bis 700 € = 100 €

– Ausgaben bis 1.400 € = 150 €

– Ausgaben bis 2.100 € = 250 €

– Ausgaben darüber = 400 €

• fallweise bei Operationen, Verordnung von Heilmitteln

oder Heilbehelfen für den Bediensteten, dessen Ehegatten,

Lebensgefährten und Kinder (Wenn die Kosten weder vom

Sozialversicherungsträger getragen werden, noch von

einer privaten Krankenversicherung gedeckt sind, richtet

sich die Höhe der Geldaushilfe nach den entstandenen

Kosten individuell unterschiedlich.)

• bei Heilbehandlungen

– Ausgaben bis 700 € = 100 €

– Ausgaben bis 1.400 € = 150 €

– Ausgaben bis 2.100 € = 250 €

– Ausgaben darüber = 400 €

• Zahnregulierung pro Behandlungsjahr =100 €

Wichtig zu wissen:

• Ansuchen um Gewährung der Geldaushilfe, ausgenommen

Geburt eines Kindes und Verehelichung, sind bei

der Dienststelle schriftlich einzubringen.

• Die unverschuldete Notlage bzw. die sonst berücksichtigungswürdigenden

Gründe sind glaubhaft zu machen.

Unterlagen sind in Kopien (beglaubigt durch die Dienststelle)

dem Ansuchen beizuschließen.

• Bei Verehelichung sowie bei Geburt eines Kindes ist die

Erledigung mittels „Geschäftsfall GOB-Geldaushilfe“ zu

beantragen. Die für diese Anlassfälle als Beilage geforderten

Unterlagen verbleiben jedoch bei der Dienststelle.

• Maßgebend bei der Beurteilung des Ansuchens sind auch

die Einkommensverhältnisse des Lebenspartners bzw.

Lebensgefährten.

• Die Entscheidungszuständigkeit liegt bei der Dienstbehörde.

• Ansuchen um Gewährung von Geldaushilfen sind spätestens

innerhalb eines Jahres vom Tag des Ereignisses

gerechnet einzubringen.

• Musterantragsformulare sind dem VBl I Nr. 29/2018

beigeschlossen.

Nichtgewährung bei:

• zweiter und weiteren Verehelichung

• Verehelichung von Kindern

• Renovierungsarbeiten

• Anschaffung von Einrichtungsgegenständen

• Anschaffung von Wäsche und Bekleidung

• den normalen Kassentarif übersteigenden Kosten bei

Inanspruchnahme von Privatsanatorien, Privatkrankenhäusern,

Aufzahlungen für Zahnersatz, Brillenfassungen,

usw….

• Studienkosten

• Rückzahlungen von Darlehen

• Wohnraumschaffung oder Errichtung eines Eigenheimes

(Auf-, Zu- und Umbau) wenn der Gesuchsteller oder

dessen Ehegattin oder dessen Lebensgefährte nicht selbst

Mieter oder Eigentümer bzw. Bauherr ist

• Todesfällen, wenn die Kosten des Begräbnisses durch

Leistungen von Versicherungen oder Hinterlassenschaften

gedeckt sind, wobei auch festzustellen ist, ob noch andere

Personen zur Übernahme eines entsprechenden Anteils

der Begräbniskosten verpflichtet sind

• Anwaltskosten im privatrechtlichen Bereich

J.H.

Seite 22

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Aufwandsentschädigung für zusätzliche Aufgaben

Prämien für Berufshaftpflichtversicherung werden teilweise ersetzt

Bedienstete, die bestimmte nachstehende Funktionen nach dem Bundes-Bedienstetenschutzgesetz (B-BSG) übernommen und

eine Berufshaftpflichtversicherung abgeschlossen haben, haben mit Wirksamkeit vom 1. Jänner 2018 Anspruch auf eine Aufwandsentschädigung.

Dieser Versicherungsprämienersatz ist im § 20 Abs. 1 GehG 1956 geregelt. Folgende Zusatzfunktionen

kommen dafür in Betracht:

Bezeichnung der Funktion

Erste-Hilfe-Beauftragter

Brandschutzbeauftragter

Brandschutzwart

Mitglied einer Brandschutzgruppe

Sicherheitsvertrauensperson

Aufgabenkreis gemäß

§ 26 Abs. 3 B-BSG + ggf. VO

§ 25 Abs. 4 B-BSG + ggf. VO

§ 25 Abs. 4 B-BSG + ggf. VO

§ 25 Abs. 5 B-BSG + ggf. VO

§§ 10, 11 B-BSG + ggf. VO

• Der Mehraufwand für die Berufshaftpflichtversicherung ist durch Vorlage der Polizze und des

Zahlungsbeleges nachzuweisen.

• Die Aufwandsentschädigung darf den Höchstbetrag von jährlich € 52,30 pro Bediensteten und

Kalenderjahr nicht übersteigen.

• Dieser Jahresbetrag kann auch als pauschalierte Aufwandsentschädigung in der Höhe von monatlich

höchstens € 4,40 ausbezahlt werden.

Wichtig zu wissen:

Von der Aufwandsentschädigung sind jene Bediensteten ausgeschlossen, die schon Bezieher einer Aufwandsentschädigung

für Leitungsfunktionen von monatlich € 21,90 oder höher sind. Viele Versicherungen bieten im Zusammenhang mit der

Organ- und Dienstnehmerhaftpflicht sogenannte Versicherungspakete an, die auch Leistungen aus dem Bereich der Lebensversicherungen

inkludieren. Für diesen Bereich kommt die Übernahme der Versicherungsprämie aus dem Titel der Aufwandsentschädigung

nicht in Betracht.

Red

Kinderschitage der AUF/AFH

Wir machen was

Für zwölf Kinder waren es wirklich schöne Semesterferien,

denn vom 7. bis 9. Februar haben Schilehrer Hans Innerhofer

(Landesvorsitzender der AFH-Vorarlberg) und Tobias Sohm

(AUF-Unterstützer) einen Kinderschikurs in Raggal veranstaltet.

Mit dem Schibus ging es ab ins Schigebiet; gespendet wurden

die Fahrten vom Landtagsabgeordneten Christoph Bitschi

(Sicherheitssprecher der FPÖ Vorarlberg) und von

FPÖ-Bundesrat Christop Längle (Mitglied im Landesverteidigungsausschuss).

Per Lift fuhren alle hinauf auf die Piste;

die Fahrkarten wurden von AFH-Bundesobmann Oberst

Werner Hammer MSD gespendet.

Die Kinder hatten einen Riesenspaß und konnten ihre Fahrkünste

verbessern. Die Schilehrer waren mit den Fortschritten

sehr zufrieden. Die kleinen Gäste wurden in der Walgau-Kaserne

verpflegt – das „Soldatenessen“ war die richtige Kost

für die anstrengende „Arbeit“.

Der Landesvorstand der AUF-Vorarlberg möchte sich auf

diesem Wege bei allen bedanken, die den Kindern diese drei

lustigen und lehrreichen Schitage ermöglicht habenen. Glück

AUF!

Red

Foto: AFH

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Seite 23


Freude bei der Militärpolizei

AUF/AFH-Personalvertreter und Bundesheergewerkschaft überreichen

LED-TV für Kraftkammer

Am 19. März dieses Jahres konnte von OStWm Christian Schmitz ein neuer Fernseher für die Kraftkammer der 1.Kp/Mil-

Strf&MP übernommen werden. – OStWm Schmitz ist sozusagen der Zeugwart und damit für den Umbau und die Instandhaltung

der Kraftkammer verantwortlich. Sein Engagement, das allen Bediensteten zu Gute kommt, soll auch weiterhin unterstützt

werden. MP-Personalvertreter OStWm Wolfgang Yu und der Obmann des Gewerkschaftlichen Betriebsausschusses

der FGÖ/BHG OStWm Roland Gattermann haben sich daher um die Anschaffung eines 49 Zoll LED-Fernsehers bemüht;

tatkräftige Unterstützung bekamen die beiden Herrn durch den AFH-Bundesobmann, Oberst Werner Hammer MSD.

Bei der Militärpolizei war die Freude groß; schließlich werden dadurch die Trainingsbedingungen erheblich angenehmer gestaltet.

OStWm Schmitz bedankte sich im Namen aller Bediensteten der 1.Kp MilStrf&MP für das tolle Geschenk.

AUF/AFH und FGÖ/BHG sind stolz auf die Leistungen ihrer Funktionäre,

denn es wurde abermals unser Leitspruch umgesetzt:

Wir sind für euch da!

Red

Foto AFH

Seite 24

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ALLE, hier WADI –

Melde mich in den Ruhestand ab! – ENDE

Am 30 11 17 wurde Vzlt Norbert REI-

SENHOFER in seiner Letztfunktion

als Dienstführender Unteroffzier der

3.FüUKp/FüUB2 in den wohlverdienten

Ruhestand versetzt. Der gebürtige

Pinzgauer und gelernte Bankkaufmann

rückte 1975 ein und entschied sich

eine Karriere als Fernmeldesoldat einzuschlagen.

Neben der erfolgreichen

Absolvierung von zahlreichen Ausbildungen

und Assistenzeinsätzen war er

in mehreren Funktionen im Bereich der

Führungsunterstützung tätig.

Der begeisterte Heimwerker und Taucher

war darüber hinaus im Bereich

der Personalvertretung kein Unbekannter.

Vzlt REISENHOFER war von

2004 bis 2009 als Personalvertreter in

der KROBATINKASERNE in ST.JO-

HANN IM PONGAU tätig. Seit 2014

trat er als stellvertretender Vorsitzender

des Dienststellenausschusses stets für

Transparenz sowie eine faire und gerechte

Behandlung aller Bediensteten

ein.

Foto: AFH

Die Fraktion AUF/AFH und der GBA der FGÖ/BHG in der Krobatinkaserne

bedanken sich bei Dir für Deinen unermüdlichen Einsatz und das gezeigte

Engagement als Personalvertreter. Wir wünschen Dir und Deiner Familie

für die Zukunft alles erdenklich Gute, oder wie man so schön im Pinzgau

sagt:

„AN GSUND, AN FRIED UND AN REIM!“

Foto: AFH

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Seite 25


Schutz für unsere Computer

Top-Platzierung für Cyber-Experten des Bundesheeres

Von 23. bis 27. April fand die

vom NATO Cooperative Cyber

Defence Centre of Excellence

(CCDCOE) organisierte Cyberübung

„Locked Shields 2018

statt. Die jährliche Übung ist

eine einzigartige Möglichkeit

für Cybersoldaten, den Schutz

ihrer nationalen IT-Systeme

und kritischen Infrastruktur

unter dem Druck einer verheerenden

Cyberattacke zu üben.

Das österreichische Cyber Defence-Team

landete mit dem 5.

Platz auch in diesem Jahr im

Spitzenfeld des internationalen

Teilnehmerfeldes bei der größten

Cyber-Defence Gefechtsübung

der Welt einen großen Erfolg.

Das Szenario

2018 setzte die Übung „Locked

Shields“ den Fokus darauf, dem

wachsenden Bedarf an rascher und

effizienter Kommunikation zwischen

Experten und der Befehlsebenen gerecht

zu werden. Es wurden sowohl

die technischen als auch die strategischen

Teile integriert. Dies ermöglichte

den teilnehmenden Nationen

die Zusammenarbeit von nationalen

und internationalen zivilen und militärischen

Kräften bei Cybervorfällen

zu proben. Bei der Übung wurde

der Schutz von Kerndiensten und

kritischer Infrastruktur in den Vordergrund

gestellt. Dabei finden die

kritischsten Cyberbedrohungen der

jeweiligen Nation Berücksichtigung.

Das Szenario spielte in Berylia, einem

fiktiven Land, das sich mit

koordinierten Cyberangriffen auf

einen zentralen, zivilen Internet

Service-Provider und einen militärischen

Luftstützpunkt konfrontiert

sah. Die Angriffe verursachten

schwere Störungen im Betrieb des

Stromnetzes, der 4G-Netzwerke für

öffentliche Sicherheit, Drohnen und

in anderen Teilen der kritischen Infrastruktur.

Ziel der technischen Teile

war es, die Systeme unter starkem

Druck am Laufen zu erhalten. Die

strategischen Teile hingegen fungierten

als eine Art Forum, das das

Verständnis von Auswirkungen der

Entscheidungen auf strategischer

und politischer Ebene verbessern

sollte.

Die Übung

Im Rahmen der Übung mussten die

verteidigenden Blue Teams zirka

4.000 Systeme vor über 2.500 Angriffen

des Red Teams schützen.

Insgesamt waren mehr als 1.000 Experten

aus 29 Nationen am Ablauf

beteiligt. Darunter befanden sich

unter anderem Juristen, politische

sowie strategische Experten und

IT-Forscher mit verschiedenen Hintergründen.

Während sich die Organisatoren der

Übung in Tallinn/Estland trafen, hatten

die teilnehmenden Blue Teams

der verschiedenen Nationen direkten

Online-Zugriff aus ihren eigenen gesicherten

Netzwerken.

Organisation und Partner

Locked Shields 2018 wurde vom

CCDCOE in Kooperation mit den

Estnischen Verteidigungsstreitkräften,

den Finnischen Streitkräften,

der Führungsakademie der Schwedischen

Gesamtverteidigung, der British

Joint Army, dem United States

European Command, dem National

Security Research Institute der Republik

Korea und der Technischen

Universität Tallinn organisiert. Partner

der Übung waren namhafte internationale

Firmen aus Industrie und

Wirtschaft.

Foto: KdoFüU&CD/Alexander Eder

Seite 26

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„Connect and protect“

– das Kommando

Führungsunterstützung

und Cyber Defence

Das Kommando Führungsunterstützung

und Cyber Defence (Kdo-

FüU&CD) repräsentiert mit Masse

die Teilstreitkraft Cyber im Österreichischen

Bundesheer und ist das

Bollwerk für die Bedrohungen in

der neuen Dimension – dem Cyber

Raum.

Das Kommando ist nicht nur für

die Errichtung und den Betrieb der

IKT-Netze des Bundesheeres zuständig,

sondern auch für den Schutz dieser

Netze. Die Cyber-Experten des

KdoFüU&CD nehmen regelmäßig an

der Locked Shields teil. Die Übung

wird seit 2010 veranstaltet; sie bietet

einzigartige Möglichkeiten, die

Fähigkeiten zur Verteidigung gegen

Angriffe aus dem Cyber-Raum im

internationalen Bereich zu testen und

zu erproben.

Das Zentrum für IKT- und Cyber-Sicherheit

(ZIKT&CySih) hat heuer

primär das Cyber Defence-Team für

die Republik Österreich gestellt und

auch im Wettbewerb gegen die 21 anderen

Teams geführt.

Ziel erreicht und Top

Platzierung errungen

Die für die Teilnahme an der Locked

Shields gesteckten Übungsziele, die

Foto: KdoFüU&CD/Alexander Eder

Erprobung von Verteidigungstechniken

und -strategien, wurden erreicht

Mit dem 5. Platz haben unsere Cyber-Spezialisten

auch heuer wieder

sehr erfolgreich an der „Locked

Shields“, der weltgrößten und technisch

herausforderndsten Cyber Defence-Übung

unter Echtzeitbedingungen,

teilgenommen.

Sich im internationalen militärischen

Umfeld zu behaupten, wird von Jahr

zu Jahr herausfordernder, da viele

Länder beträchtliche Ressourcen in

den Ausbau ihrer Cyber-Streitkräfte

investieren.

Red

Foto: Bundesheer/Carina Karlovits

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Seite 27


☐ Ich möchte

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PLZ/Ort:

Straße/Nr.:

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Mitgliedsbeitrag (jährlich € 15,-)

Personalvertretung

Gesetzlicher Vertreter im

Ressort: Wie Betriebsrat

in

der Privatwirtschaft aber

kostenlos

Wird gewählt -

Personalvertretungswahl


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