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kunst:stück magazin c/o Bremen/Oldenburg + Hannover, Juli/Aug 2018

Ausgabe für Juli + August 2018 | Das Kunst- und Kultur Magazin im Taschenformat für die Region Bremen/Oldenburg + Hannover.

. worpswede Kaleidoskop

. worpswede Kaleidoskop Worpswede Kunstwerk, Landschaft, Lebensort 24. Juni bis 04. November 2018 | www.worpswede-museen.de www.kaleidoskopworpswede.de | #kaleidsokopworpswede Die vier Worpsweder Museen nähern sich im Sommer und Herbst 2018 dem Künstlerdorf mit einem Blick von außen: Sie haben 2017 den Ausstellungsmacher Jörg van den Berg aus München eingeladen, den »Mythos Worpswede« einer Revision zu unterziehen. Seine Wahrnehmungen hat er zu einer Ausstellung verdichtet, die die Worpsweder Kunst in neue Dialoge mit aktuellen Positionen internationaler Kunst setzt. Wie in einem Kaleidoskop wechseln die Perspektiven und wenden sich immer wieder vom Gestern und Heute zu einem möglichen Morgen. Die Ausstellung ist eine Einladung, [anders] zu schauen und den Ort Worpswede und seine Kunst neu zu entdecken. »Kaleidoskop Worpswede« ist mehr als nur eine Ausstellung. Das Projekt ist nachhaltig angelegt und wirft Fragen auf, die über die Museen hinaus- und in den Ort Worpswede hineinwirken. So regen beispielsweise die an verschiedenen Stellen im Ort aufgestellten Bienenhäuser des Skulpturenprojekts Maisons des abeilles von Olaf Nicolai zum Nachdenken über soziale und ökologische Fragen an. [anders] schauen: Die Große Kunstschau wird zum Ort eines neuen Kunst-Sehens. Alt- und Neubau werden konzeptuell zusammengeführt; alte und neuere Worpsweder Gemälde treffen auf Werke internationaler Kunst von Giorgio Morandi, James Turrell, Per Kirkeby bis hin zu Heike Kati Barath. Kunstwerke im und am Gebäude laden die Betrachter ein, [anders] zu schauen. Die expressionistische Architektur Bernhard Hoetgers wird durch künstlerische Interventionen im Außenraum von Andreas Wolfensberger und David Semper neu erlebbar. Die einzigartige Rotunde von Bernhard Hoetger wird von dem Berliner Künstler Tilo Schulz als Raum thematisiert und ganz neu in Szene gesetzt. 28 kunst:stück

. worpswede . bremen Abb. linke Seite: Per Kirkeby, Sommernat II, 1990, Öl auf Leinwand, 200 x 220 cm, Kunstsammlung Stiftung Nantesbuch Abb. oben: Ana Torfs, TXT (Engine of Wandering Words), 2013, Wolle, Baumwolle, Jaquard, 325 x 275 cm, Installationsansicht aus dem Jahr 2013, auf der Sharjah Biennial 11, Foto: © Ana Torfs [anders] gestalten beschreibt den beständigen Entwicklungsprozess und Wandel, den der Barkenhoff seit seiner Gründung durchlebt und geprägt hat. Hier wird das Spannungsfeld zwischen Kunst und Land(wirt)schaft – ausgehend von den lebensreformerischen Plänen Heinrich Vogelers – beleuchtet. Als Kooperation mit den Künstlerhäusern Worpswede ist die Künstlerin Gabriela Oberkofler 2018 für längere Zeit in Worpswede zu Gast. Die Südtirolerin hinterfragt durch künstlerische Interventionen die aktuelle Relevanz der Jugendstil-Kunst Heinrich Vogelers. Neben dem Langzeitprojekt Ich bin gerne Bauer... von Antje Schiffers werden Antje Majewski und Paweł Freisler ihr 2014 begonnenes Projekt Der Apfel fortführen. Die Kunst des Webens hat im Haus im Schluh Tradition. Die Weberei ist eine der wenigen weltweiten, alle Kulturen übergreifenden Techniken und künstlerischen Ausdrucksformen. In einer Zeit, in der die Welt in vielfältiger Weise immer enger miteinander vernetzt ist, erlebt dieses traditionelle Handwerk derzeit eine neue Blüte in der aktuellen Kunst. Unter dem Motto [anders] weben treffen Werke von Ana Torfs, Marilou Schultz, Jens Risch, Gitte Villesen, Maria Lai, Haleh Redjaian und Kimsooja aufeinander. Alte Worpsweder Dorfansichten, aktuelle Fotografien des Dorfes von Rüdiger Lubricht, Ortsentwicklungspläne der Stiftung Worpswede und »erfinderische Analysen« von Studierenden der Architekturtheorie an der RWTH Aachen werden in der Worpsweder Kunsthalle gezeigt. Dank einer Kooperation mit den Künstlerhäusern Worpswede konnten die Studierenden vor Ort ungewöhnliche Erkundungspfade ins Künstlerdorf entwickeln. Kunst, Geschichte, Wissenschaft und Zukunftsforschung formen in der Ausstellungssektion [anders] leben einen sinnlichen Denkraum, der zur Plattform für Diskurse über den Ort Worpswede werden soll. In direkter Nachbarschaft der Worpsweder Kunsthalle, lädt darüber hinaus ein temporärer Ausstellungsraum – das Cocobello-Haus des Münchener Architekten Peter Haimerl – dazu ein, das Worpsweder Ortsbild und Dorfzentrum einmal aus einer ungewöhnlichen Perspektive zu betrachten. kunst:stück 29

kunst:stück magazin c/o Bremen/Oldenburg + Hannover, issue 33
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