Stadtmagazin CLP Ausgabe 21

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4. Jahrgang Ausgabe 21 | September 2017 | kostenlos

für CLOPPENBURG & umzu

Die Ästhetik der Natur

Hochzeitsbräuche aus der Region

und der ganzen Welt

Der Freundeskreis Wakkerstroom

Art Deco

Herbstlese

KIXI – die Kinderseite

Foto: fotolia/Matthias

Senioren on KulTour

... und viele andere spannende Geschichten mehr


Herrenmode

für besondere

anlässe

Am schönsten Tag im Leben sollte

auch der Hochzeitsanzug

wunderschön sein und vor allen

Dingen perfekt passen.

Dank unseres vielfältigen Baukasten

Systems können wir

auf Ihre Individuelle

Größe eingehen.

Kleine aber auch große

Änderungen sind dank

unserer hauseigenen

Schneiderei

kein Problem.

Auf einer Fläche von

über 1.000 m²

finden Sie nicht nur

reine Hochzeitsanzüge,

auch der Brautvater

oder die Gäste

finden Ihr passendes

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runden unser

Sortiment ab.

Wir freuen uns auf sie!

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Editorial

Inhaltsverzeichnis

Blickpunkt 3

Annis Puppenstube 4

Die Ästhetik der Natur 6

Art Deco 10

Agentur für Arbeit 14

Hochzeitsbräuche aus der Region

und der ganzen Welt 16

Blicke über den hochzeitlichen Tellerrand 21

Brandschutzschalter 28

Der Freundeskreis Wakkerstroom 31

Starkes Engagement für den

internationalen Jugendaustausch 36

Jobmesse 38

Der Traum von „Erin“ 40

Enrico Liebezeit kocht für das Stadtmagazin 44

Bienen sind unersetzlich 47

Helene von Oldenburg setzt

Horst-Janssen-Werke neu in Szene 48

Herbstlese 50

Senioren on KulTour 52

Senioren auf Reisen 55

Der Paramenten-Verein Cloppenburg 56

Herbstlese II. 57

Sekt oder Selters 58

Männersache – ein Frühstück nur für Männer 60

Geschichte – Höchste Eisenbahn 64

Speedway Kids 66

Veranstaltungskalender 68

KIXI – die neue Kinderseite 74

Wenn Körper und Seele kapitulieren 76

Die Liebe zum Norden brennt weiter 78

Das Alter ist ein Aussichtsturm 79

Impressum 82

Liebe Leserinnen

liebe Leser und

auch „liebe Kinder“,

denn ab dieser Ausgabe wird es eine regelmäßige “Kixi-Seite“

geben, extra für Kids mit einer eigenen E-Mailadresse, an

die ihr schreiben könnt, was euch beschäftigt und was andere

auch wissen sollten. Doch seht selbst, auf Seite ... geht’s los!

Hier geht es weiter mit

einem eher ungewöhnlichen

Blickpunkt, da

wir an dieser Stelle ein

Buch vorstellen: ++MAY-

DAY++ die jüngste Veröffentlichung

aus dem

Ankerherz-Verlag. MAY-

DAY ist das international

verwendete Notsignal im

Sprechfunk. Es wird weltweit

auch im mobilen Seefunkdienst

verwendet

und erreicht bei Notfällen

in der Nord- und Ostsee

die Männer und eine Frau

des Seenotrettungsdienstes

der DGzRS. Über jene

Seenotretter haben auch

wir schon berichtet, doch wenn wir dieses Buch nun an prädestinierter

Stelle erwähnen, dann, weil es uns, wie dem Ankerherz

Verlag, ein besonderes Anliegen ist. Denn in MAYDAY

kommen die Seenotretter selbst zu Wort und erzählen nicht

nur von spektakulären Einsätzen, sie lassen Blicke in ihre Seelen,

auf ihre Ängste und Sorge zu. In Notsituationen die Ruhe

zu bewahren, selbst wenn Kinder in höchster Gefahr sind oder

– man selbst.

25 Seenotretter haben den Autoren Stefan Kruecken und Jochen

Pioch von ihren Kämpfen auf See erzählt, die auch manchmal

traurig enden oder gar so, dass die Witwe eines im Einsatz

umgekommenen Seenotretters sein und ihr Leben „mit dem

Seemannsgrab“ schildert.

Dieses Buch hier zu benennen, ist uns sehr wichtig, weil es von

Helden erzählt, die keine sein wollen: Stefan Kruecken, Jochen

Pioch: MAYDAY. Ankerherz Verlag. ISBN 9-783 940 138 798. €

29,90

Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Restsommer und einen

ruhigen Herbstanfang,

Ihre Stadtmagazin´ler

P.S.: Unter der Rubrik „Herbstlese“ finden Sie noch mehr Stoff

zum Lesen.

Das Stadtmagazin | Editorial

3


Eine kleine Stadtgeschichte

Annis Puppenstube

Puppen in liebevoller Handarbeit von Anni Helms gefertigt

Wenn man über die Osterstraße

nach Cloppenburg

hinein fährt, zieht es den

Blick unwillkürlich auf ein eigentlich

ganz normales Einfamilienhaus, Nr. 72.

Es sind die Auslagen in dem großen

Fenster zur Straße hin, und ohne auf

die Schnelle erkennen zu können, was

die einzelnen Dinge darin sind, wird

eine anziehende Atmosphäre gewahr

und der Schriftzug an der Wand darüber

erklärt, woraus sich die Aufmerksamkeit

ableitet: „Annis Puppenstube“.

Anni ist Anni Helms, eine Künstlerin

im wahrsten Sinne des Wortes, denn

die Puppen, die sie mit Kreativität, Geschick

und von Hand anfertigt, sind

nicht selten derart naturgetreue Abbilder

von Babys, dass man zwei Mal

hinschauen muss, um zu sehen, dass

sie künstlich sind.

Seit 1996 gibt es ihre Puppenstube, erzählt

Frau Helms und wer sie im Kreise

ihrer Puppen erlebt, weiß, dass diese

Frau ihre Leidenschaft zum Hobby

gemacht hat. Sie habe immer schon

herum gewerkelt, fügt sie hinzu und

schaut ihre Puppen mit Stolz und ein

wenig verträumt an. Zu Anfang waren

es Stoffpuppen, die sie für ihre Enkelkinder

genäht hat. Mit feinen Stichen

genäht, entstanden Knuddelpuppen

mit liebevoll gefertigter Kleidung,

hervorragend zum Spielen geeignet.

Kein Wunder, dass ihre Enkelkinder

diese Spielgefährten geliebt haben.

Mit der Zeit wichen diese „Gebrauchspuppen“

wunderschönen Exemplaren

aus Porzellan. Diese mit unendlicher

Akribie und bewundernswertem Einfühlungsvermögen

erstellten Einzelstücke

zieren die Wohnzimmer von

Sammlern und Liebhabern im ganzen

Umkreis.

Bis zu zwei Wochen dauert es, ein

solches Unikat herzustellen. Die sehr

empfindsamen, gegossenen Rohlinge

werden mit dem Skalpell bearbeitet

und mit Seidenstrümpfen geputzt. Für

die Zwischenräume verwendet Frau

Helms hauchfeine Feilen, anschießend

erfolgt der sogenannte Hartbrannt.

Rotes Kleid − Original Nachbildung von

Anni Helms Formationstanzkleid

Die fertig gebrannten Puppenteile,

wie der kunstvoll bemalte Kopf, Arme

und Beine werden von Hand an den

genähten Stoffkörper angebracht,

diesen Schritt nennt man einbinden.

Nun erhält das Puppenkind noch Augen

sowie eine Echthaarperücke und

wird eingekleidet – mit selbst entworfenen

Kleidern natürlich, die, wenn gewünscht,

auch nach Vorlage gearbeitet

sind.

Es ist nämlich nichts Ungewöhnliches

mehr, dass Eltern und Großeltern mit

den Fotos ihrer damals noch kleinen

Clown Sebastian

Rebornbabys Phillis und Angelo

4


Kinder/Enkelkinder kommen, damit

Anni Helms danach eine Puppe anfertigen

möge, quasi als 3D-Erinnerung

an den Nachwuchs in noch ganz jungen

Tagen.

Dieser neue Trend heißt „Reborn Babys“,

gefertigt aus Silikon, was das Aussehen

und die Haptik noch lebendiger

erscheinen lässt.

Diese uralte Tradition des Puppenmachens

ist Teil einer jeden Kultur weltweit,

stets dem Kindsein huldigend, oft

auch als Erinnerung an jene Zeit, und

der immer größere Kundenkreis von

Anni Helms bestätigt diesen Wunsch

auch hier.

Anni Helms im Kreise ihrer Puppen

Für eine kurze Zeit bleiben die fertigen

Puppenkinder im Wohnzimmer der

Künstlerin. Sie schaue sich ihre Werke

gerne noch an, erzählt sie uns. Später

wechseln sie zu ihren neuen Besitzern.

Jedoch nicht alle, einige wenige habe

sie „für sich selbst“ angefertigt und diese

sind natürlich nicht verkäuflich.

Wer die Faszination des Puppenmacherhandwerks

selber erleben möchte,

sollte nicht an dem Schaufenster von

„Annis Puppenstube“ vorbeifahren, da

Anni Helms gerne bereit ist, über ihr

ungewöhnliches Handwerk und ihre

bewundernswerte Kunst zu berichten

und dabei nie müde wird, ihre Puppenkinder

ins rechte Licht zu rücken. Eine

Faszination, die in (fast) jedem von uns

Erinnerungen weckt.

Karin Niemöller

Porzellanpuppenkinder

Puppenkind Hanna

Eine kleine Auswahl der Werkzeuge, für die Herstellung von Porzellanpuppen.

Vom Rohling zur Porzellanpuppe (Hanny)

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Eine kleine Stadtgeschichte

5


eportage

Blaugrüne Mosaikjungfer von Sandra Malz

Drei Naturfotografen zeigen die Ästhetik der Natur

Die Natur bietet die wohl schönsten und vielfältigsten

Motive in der Welt der Fotografie. Dies stellten erneut namhafte

Naturfotografen bei den Stapelfelder Fototagen eindrucksvoll

unter Beweis – und auch, wenn diese jährliche

Veranstaltung in 2017 schon eine kleine Weile her ist, so ist

es ganz gleich, zu welcher Jahreszeit man die Fotografien

betrachtet, da sie von zeitloser Ästhetik und Schönheit sind.

Nicht zuletzt aufgrund der Vielfältigkeit der Motivwahl aber

auch der Bildkompositionen.

nicht nur viel Zeit – meistens in den frühen Morgenstunden

– sondern auch viel Geld in Reisen und Ausrüstung.

Während die einen Teilnehmer mit imposanten Landschaftsbildern

beeindrucken faszinieren wieder andere mit

dem direkten Blick in das schillernde Auge einer Libelle.

Wiederum andere verfremden die abgelichtete Natur derart,

dass die Bilder eher an abstrakte Kunst als an Naturfotografien

erinnern. Alle Teilnehmer dieser Kurse aber vereint die

Liebe zur Natur und natürlich zur Fotografie.

Dem Betrachter ist oft allerdings nicht bewusst wie viel

Mühen, Strapazen und Vorbereitungszeit hinter jedem einzelnen

Bild stecken. Die Fotografen trotzen bei der Motivsuche

oft extremer Hitze, Kälte oder Regen und investieren

Sandra Malz aus der Lüneburger Heide

Erst seit einigen Jahren hat Sandra Malz aus der Lüneburger

Heide die Makrofotografie für sich entdeckt. Eine Kundin

zeigte der Hörgeräteakustikerin einige ihrer eigenen Makroaufnahmen

und sofort war Sandra Malz fasziniert und vom

6 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


Eiche von Sandra Bartocha

„Makro-Fieber“ erfasst. Sie kaufte sich ihre erste Ausrüstung

und geht seit dieser Zeit in der Landschaft direkt vor ihrer

Haustür auf Motivsuche – mit Blick für die Schönheit im Detail.

Vor allem in den frühen Morgenstunden, wenn die Insekten

noch träge sind und die Lichtverhältnisse perfekt sind,

liegt sie im Gras auf der Lauer oder kriecht durch die Büsche

auf der Suche nach dem perfekten Motiv.

Auf ihren faszinierenden Bildern präsentiert sie die Tiere,

die landläufig nicht unbedingt mit den Worten schön und

farbenfroh beschrieben werden. Sandra Malz aber zeigt, wie

ästhetisch Libelle, Borkenkäfer, Frosch oder Raupe sein können.

Bei diesen Tieren – und vor allem bei den Fotografien

– lohnt es sich, ein zweites Mal hinzusehen. Dann entdeckt

man den metallischen Glanz der Käfer, die Faszination der Facettenaugen,

die filigrane Ästhetik der Flügel und die Beine

dieser oft als lästige Plagegeister titulierten Geschöpfe.

Hermann Hirsch, auch Teilnehmer der Stapelfelder Fototage,

war schon früh von den Möglichkeiten der Fotografie

fasziniert. Bereits mit 15 Jahren wurde er zum begeisterten

Naturfotografen – und das als Dortmunder Stadtkind.

Hermann Hirsch aus Dortmund

So beweisen die Bilder von Hermann Hirsch, dass man für

ein gutes Naturfoto nicht weit reisen muss! Kreativität, der

Blick für das perfekte Motiv und natürlich unendlich viel

Geduld reichen, um auch im Stadtpark faszinierend schöne

Naturfotografien zu machen. „Für mich sind die besondere

Lichtsituation und eine ungewöhnliche Perspektive besonders

wichtig. Ich möchte die Tiere auf neue abstrakte Art und

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

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Sandra Bartocha aus Potsdam

Weise zeigen. So kann auch das Foto von einem Rotkehlchen

faszinierend sein“, betont der erst 23jährige preisgekrönte

Fotograf, der die Betrachter seiner Bild für die Schönheit und

den Erhalt der Natur sensibilisieren möchte.

Seeadler von Hermann Hirsch

So entstehen faszinierende Bilder von Fuchsjungen, die

durchs Gras streifen oder einem Flussregenpfeifer, die auf

dem Schotter einer Industriebrache brüten. Besonders beeindruckend

sind auch seine Gegenlichtaufnahmen, bei denen

nur noch die Silhouette der Tiere sichtbar wird. Und so

wird auch ein Mäusepärchen im Sonnenaufgang zu einem

sehenswerten Motiv.

Eine Ausnahme-Fotografin ist Sandra Bartocha, deren

märchenhaft schöne Naturfotografien den Betrachter faszinieren.

Seit 2007 ist die gebürtige und preisgekrönte Mecklenburger

Fotografin Vizepräsidentin der GDT - Gesellschaft

Deutscher Tierfotografen, sowie Chefredakteurin der Zeitschrift

„GDT – Forum Naturfotografie“. Sie lebt heute in Potsdam.

In mehreren Fotoreisen in den Jahren 2012 bis 2016 arbeitete

sie gemeinsam mit ihrem Kollegen Werner Bollmann an

ihrem neuesten, außergewöhnlichen Bildband. Sie hatten

sich zum Ziel gesetzt, das Licht des Norden einzufangen. Gelungen

ist ihnen das auf Fotoreisen in Dänemark, Norwegen,

Schweden und Finnland und auf solch eindrucksvolle Weise,

dass sie diese faszinierenden Landschaften dem Betrachter

mit wunderschönen und poetischen Bildern ganz nahe bringen.

Das ist eine „Hommage an das Licht des Nordens“.

„Der hohe Norden mit seinen einsamen Landschaften und

den noch unberührten Lebensräumen – dies macht für mich

8

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


die Faszination Skandinaviens aus“, so Bartocha, die auch

früh morgens im tiefen Schnee stundenlang auf das perfekte

Bild wartete. Die Betrachter tauchen ein in sechs verschiedene

Lebensräume, die jeweils ihre ganz eigene Bildsprache

aufweisen. So erlebt man beim Hinschauen eine Welt der

tanzenden Polarlichter, der klirrenden Kälte einer Polarnacht

und den ganz besonderen Charme einer schwedischen Mitsommernacht.

Vor allem faszinierenden Aufnahmen eines

Licht durchfluteten Waldes, eines einzelnen Baumes in seiner

ganzen sommerlichen Pracht oder die märchenhafte Lichtstimmung

des Sonnenaufgangs an einem einsamen Fjord.

Derart begeisternd öffnen sich die Blicke für die Ästhetik der

nordischen Landschaften.

Ihre Bilder haben die beiden Fotografen in einem hochwertigen

Bildband mit dem Titel „Lys“ im Eigenverlag herausgegeben.

Lys ist das dänische Wort für Licht. Ihre Bilder und

das gesamte bildliche Werk sind eine Liebeserklärung an die

unberührten Wälder, die stillen Fjorde und die unendlichen

Weiten Skandinaviens.

Die nächsten, die 6. Stapelfelder Fototage finden statt

vom 16.-18 Februar 2018

Text: Sigrid Lünnemann

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

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ARchitektur/Kunst

Art déco

die Sehnsucht nach Luxus, Eleganz und Ästhetik.

In der direkten Nachfolge zum Jugendstil, den wir in der

letzten Magazin-Ausgabe vorgestellt haben, folgt in den

Jahren von 1920 bis 1940 die Stilrichtung „Art déco“ (l' art

décoratif = dekorative Kunst). Sie hat sowohl das Design und

das Kunstgewerbe als auch die Architektur sowie die bildende

Kunst nachhaltig geprägt.

Der Begriff „Art déco“ ist auf die Ausstellung «Exposition

Internationale des Arts Décoratifs et Industriels Modernes»,

die 1925 in Paris stattfand, zurückzuführen. Ihre Ursprünge

hat die Art déco allerdings in den Wiener Werkstätten, die

1903 in Wien von dem Architekten Joseph Hoffmann, dem

Maler Koloman Moser und dem Kunstmäzen Fritz Wärndorfer

gegründet wurden. Die Vertreter dieser Werkstätten hatten

sich zum Ziel gesetzt das Kunstgewerbe neu zu beleben

und damit alle Lebensbereiche des Menschen künstlerisch

zu gestalten. Denn nach dem Ende des zweiten Weltkrieges

gab es bei vielen Menschen die Sehnsucht nach etwas Luxus,

Eleganz und Ästhetik.

Das Chrysler Building in New York

Die achteckige Espressokanne von Bialetti

Neben der Herstellung von wertvollem Kunstgewerbe sowie

Gold- und Silberschmuck produzierten die Designer des

Art déco auch Möbel und komplette Inneneinrichtungen.

Die Designer und Architekten orientierten sich an den Stilelementen

der Klassizismus und der Antike. Einige der Möbel

und Lampen sind noch heute begehrte Design-Klassiker. So

kennt sicher jeder die achteckige Espressokanne von Bialetti,

die noch heute wohl in keinem italienischen Haushalt

fehlt und bei uns der Klassiker ist.

Die Stilrichtung des Art déco hat die unterschiedlichsten

Einflüsse in sich aufgenommen. Sie verbindet unter anderem

die floralen, rankenden Elemente des Jugendstils mit

der klaren Formensprache des Bauhaus. Ebenso machen sich

die Einflüsse fremder Kulturen, wie etwa der afrikanischen,

altägyptischen oder chinesischen Elemente bemerkbar.

Die Vertreter des Art déco orientierten sich allerdings auch,

vor allem in der Architektur und dem Möbeldesign, an den

klaren Formen des Kubismus. Ein einheitliches Stilmerkmal

des Art déco zu finden, ist schwierig, da es von zahlreichen

Design-Strömungen der Moderne beeinflusst wurde. Doch

gerade dieser Facettenreichtum macht diese Design-Kunstwerke

so einzigartig und begehrt.

10

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Architektur/Kunst


ARchitektur/Kunst

Einer der bedeutendsten Designer dieser Epoche war Jacques-Émile

Ruhlmann, der für seine Möbel nur die edelsten

Materialien wie Palisander, Amboyna, Amaranth, Makassar-Ebenholz

und Elfenbein verwendete.

Weitere wichtige Arbeiten sind die Glasvasen und -schalen

von René Lalique, die heute begehrte Sammlerstücke

darstellen. Berühmt sind auch seine Parfümflacons wie

«L’Oiseau de Feu» (Feuervogel). Aber neben aller Ästhetik

und der Liebe zu kostbaren Materialien stand auch immer

die Funktionalität im Mittelpunkt. Die Menschen sollten sich

nach dem Willen der Designer in allen Bereichen des Lebens

mit schönen Dingen umgeben.

Als eine der bekanntesten Malerinnen des Art déco gilt die

gebürtige Warschauerin Tamara de Lempicka (1898-1980),

die bereits als junge Künstlerin mit ihren kühl-erotischen

und lasziven Frauenporträts und ihrem mondänen und

skandalumwitterten Lebensstil genau den Zeitgeschmack

traf. Innerhalb weniger Jahre avancierte sie im mondänen

Paris zu einer der gefragtesten Künstlerinnen ihrer Zeit.

Clubsessel von Emile-Jacques Ruhlmann mit vergoldetem Holz,

Messing und Seidenpolsterung, ca. 1925

Den Künstlern und Designern des Art déco ging es vor allem

um eine gestalterische Verbindung von eleganten und

ausdrucksstarken Formen mit edlen, kostbaren Materialien

und einer sinnlichen Thematik. Kennzeichnend für diesen

Designstil sind sowohl eine ausgeprägte Ornamentik mit

üppiger Dekoration sowie eine Vorliebe für kostbare, luxuriöse

Materialien, wie beispielsweise Bronze, Ebenholz, Elfenbein,

Glas, Kristall, Leder oder Silber.

Die Strömung breitete sich von Frankreich in viele europäische

Länder aus und fand auch in den USA eine große

künstlerische Resonanz. So gilt das 319 Meter hohe Chrysler

Building aus dem Jahr 1930, entworfen von William van

Alen, mit seinen charakteristischen Bögen von rostfreiem

Stahl als eines der bedeutendsten Bespiele für Art-déco-Architektur.

Aber auch die pastellfarbenen Häuser in Miamis

Viertel South Beach sowie das Renaissance-Theater in Berlin-Charlottenburg

sind Beispiele dieser Stilrichtung.

„Tamara im grünen Bugatti“ ist ein Selbstporträt und eines der bekanntesten

Gemälde der polnischen Malerin Tamara de Lempicka

aus dem Jahr 1929.

Nachdem die kurze Epoche des Art déco ihre Anziehungskraft

verlor und von anderen Stilrichtungen abgelöst wurde,

wanderte sie in die USA aus und ihr Ruhm verblasste.

Häuser im Stil Art-déco in South Beach, Miami

Text: Sigrid Lünnemann

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Architektur/Kunst

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Mediamöbel von pk – designed for people

= Innovation und Kreativität für flexible Lösungen in Design und Technik.

Mediamöbel, Präsentationsund

Medientechnik, individuell

gestaltete Konzepte und

Büro- und Objektplanung – das ist pk

– designed for people, so verblüffend

attraktiv, dass man jedes Detail erfassen

will. Attraktive Details bei Büromöbeln?

Und was sind überhaupt Mediamöbel?

Eine der Antworten ist die

„Islandline“ – Insellösungen -, die ersten

Module aus dem Portfolio der Peter

Kenkel GmbH in Cappeln, das von

dem jungen, innovativen Unternehmen

als „Initialzündung“ für die Entwicklung

seiner außergewöhnlichen

Möbellinie genannt wird und die Weiterentwicklung

vom Büromöbelhersteller

war.

Zur „Islandline“ gehört die „Catering Island“,

eine kompakte Möbeleinheit bestehend

aus Ansatztisch, Kaffeevollautomat,

Kühlschrank– ein Designmöbel

auf Rollen als „mobile Insel“ für schnelle

Meetings mit Kollegen oder als Verhandlungsort

mit dem Kunden direkt

am Point of Sale, eine unkomplizierte,

schnelle Bewirtung inklusive.

Catering Island im Autohaus

Funktionsmöbel mit Hard- und Software

zu verbinden und diese möglichst

anwenderfreundlich zu gestalten,

das ist die Grundidee von pk. Den

Anfang dieser bemerkenswerten Erfolgsstory

machte Peter Kenkel (38)

2006 mit den Entwürfen und der Produktion

von Schreibtischen, Loungemöbeln

und kleinen Beistelltischen.

Alle im PK-Design, mit Unterkonstruktionen

aus Stahl, individuell im Stil, mit

markantem Wiedererkennungswert.

Jedoch stellte schon der damalige

Trend der Zeit weitere Ansprüche und

so gab ein guter Freund Peter Kenkel

die bahnbrechende Formel: „Du

musst Möbel und Technik verbinden.“

Die Catering Island - das erste Produkt

in welchem Möbel und Technik kombiniert

wurden – wurde zunächst auf

der Orgatec belächelt, so hat sich diese

innovative Art der Kompaktlösung

in Büro- und Präsentationsbereichen

doch schnell durchgesetzt. Nicht nur

bei namhaften Unternehmen unserer

Region, sondern mittlerweile in ganz

Deutschland. Auch in der Weise, dass

Kunden ihre eigenen Vorstellungen

davon einbringen, was für ihre Bedürfnisse

zu einem optimalen Medien- und

Informationsmöbel dazu gehört, bis

hin zur Anpassung an die Corporate

Identity – umgesetzt bis ins Detail vom

jungen und kreativen Team bei pk.

Unter diesen Aspekten werden komplette

Objektplanungen durchgeführt

und realisiert (namenhafte Referenzen

in der Region: u.A. Wiesenhof in Visbek

und Boge Elastmetall in Damme). Digitalisierte

Eingangsbereiche, Einrichtung

ganzer Etagen und Objekte, und

das alles aus einer Hand. So können

auch, wenn gewünscht, individuelle

Möbel mit der schon vorhandenen Einrichtung

kombiniert werden.

Dieses Potential haben neben einem

Kundenstamm aus den unterschiedlichsten

Branchen auch Global Player

wie Samsung erkannt und gemeinsam

mit pk Konzepte wie die „meeting

island pro“ entwickelt: Aus einem revolutionären,

unbeschreiblich haptik-affinen

Werkstoff, mit großem Touchmonitor,

einer rechenstarken PC-Einheit

12

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Anzeige


R

plus HD-Webcam – für die schnelle Videokonferenz

zwischendurch. Das begeistert

jeden!

Einer, der das Gesamtbild „pk – designed

for people“ mit seinem Habitus

geradezu verkörpert ist Florian

Hoffmann (28). Wer pk in seiner ganzen

Faszination verstehen will, muss

ihm begegnen, und wird auf der Stelle

zum Fan der „pk-Lösungen“. Hoffmann

beschreibt die Produkte mit einer

Verve, die aus purer Überzeugung

besteht und gleichzeitig schon gedanklich

in zukünftigen Entwicklungen

unterwegs ist. Immer auf dem

neuesten Stand der involvierten Techniken,

bereit auch mal „das Andere“ zu

Kabelage bis dahin strippen zu können

und deshalb auf der Suche nach einem

Verlängerungskabel ist. Der Tagungsort-eigene

Techniker aber woanders

und der Schlüssel zum Technikraum

natürlich in seiner Hosentasche ist...

Da sind Peinlichkeiten nicht weit, verbunden

mit einem fatalen Ausdruck

von Unprofessionalität. Dabei gibt es

die Lösung im Kompaktformat, auf

Rollen und mit Trolleygriff für die relaxte

Ankunft zur Tagung. Ausgestattet

mit hochwertiger Technik, auf- und

zusammenklappbar, frei von Kabelsalat

und Störgeräuschen und natürlich

schick im Design: Der „NEO “ von pk,

mit dem „Trolley “ in einer Reihe.

alles

aus

einer hand

mediamöbel

büro&objekteinrichtung

Peter Kenkel (links) und Florian Hoffmann

wagen und die aktuelle Lösung unter

allen verwendbaren Aspekten für das

Morgen in Frage zu stellen – weiter zu

entwickeln. Dies ist die Philosophie aller

bei pk, doch nicht nur das – es ist

ihre Leidenschaft.

Eben das macht den Reiz aus, die

pk-Produkte nutzen zu wollen, zumal

sie auf jeden Bereich der modernen

Kommunikationswelt anwendbar sind.

Die andernfalls aus üblen Fallen bestehen

kann. Denken wir nur an jene Situationen

bei Konferenzen, Präsentationen

oder im Schulunterricht, wenn

man der beste Freund des Beamers

sein möchte, nur damit das Ding doch

bitte einmal auf Anhieb seinen Job tut

– und zwar kompatibel mit dem Laptop

oder dem PC! Nachdem man das

ganze Equipment schon einzeln und

mühsam vom Auto zur Konferenz geschleppt,

dort angekommen im Tagungssaal

die nächste Steckdose zu

weit entfernt ausgemacht hat, um die

Die Peter Kenkel GmbH steht für eine

Vielzahl von Produkten, die zusammen

ein riesiges Spektrum von professionellen

Anwendungsbereichen abdecken.

Doch nicht nur die Liste der Produkte

macht pk – designed for people

aus, sondern die innovativen und konzeptionellen

Fähigkeiten dieses Teams.

Dessen Ziel es ist, in jedem Fall die Probleme

und Wünsche der Kunden zu

lösen. Da dies oftmals nicht mit Produkten

aus dem Katalog funktioniert,

nehmen die Techniker, Architekten,

Designer und Objektplaner von pk sich

den unterschiedlichsten Wünschen an.

Setzen sie im Teamwork um in Möglichkeiten

und präsentieren sie zugeschnitten

auf die individuellen Bedürfnisse

und Vorstellungen der Kunden.

Das ist Fortschritt, den Ansprüchen unserer

Zeit gerecht. Individuell, kreativ,

flexibel, hochtechnisiert und immer

eine innovative Idee voraus.

präsentationstechnik

individuelle konzepte

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04478 94190-0

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13


Agentur für Arbeit

Für eine Ausbildung ist es nie zu spät,

oder wie es im Volksmund auch heißt: „Man lernt nie aus!“

Mit einer Ausbildung lebenslang die gleiche Tätigkeit

ausüben ist heute kaum noch vorstellbar. Die Arbeitswelt

ist ständigen Veränderungen unterworfen und die

Arbeitnehmer lernen bis zum Eintritt der Rente immer

wieder dazu. Hinzu kommt der starke Wandel, dem der

Arbeitsmarkt in den letzten Jahren unterworfen war. Bedingt

durch technologischen Fortschritt sind einige Berufe

zur Gänze verschwunden oder wurden neu benannt.

Ein gutes Beispiel hierfür ist der ehemalige KFZ-Schlosser,

der sich seit einiger Zeit nun Kraftfahrzeugmechatroniker

nennt.

All dies macht es nicht einfacher für Außenstehende.

Als Laie ist es fast unmöglich, sich zurechtzufinden. Ein

weiteres wichtiges Schlagwort lautet „Qualifizierung“.

Die Auswahl der Angebote ist riesig, damit hier nicht im

Vorfeld der Überblick verloren geht, macht es Sinn jemanden

um Rat zu bitten. Hier bietet die Agentur für Arbeit

persönliche und fachlich kompetente Beratungsmöglichkeiten.

Sie informiert über die entsprechenden Angebote

und gewährt im Falle einer Arbeitslosigkeit schnelle und

unkomplizierte Hilfe. Über dieses umfangreiche Angebot

wollten wir Näheres erfahren, und haben nachgefragt.

Claudia Engelmann (43) ist Arbeitsvermittlerin in der

Agentur für Arbeit in Cloppenburg. Sie ist ausgebildete

Tiefbautechnikerin und arbeitet seit 2006 als Quereinsteigerin

in der Geschäftsstelle Cloppenburg.

Arbeitsvermittlerin Claudia Engelmann ist selbst Quereinsteigerin

Wie sie aus Erfahrung zu berichten weiß, schütze eine

gute Ausbildung oder Qualifizierung, so nicht vor Arbeitslosigkeit.

„Seinen Job, so Frau Engelmann, kann heute jeder

verlieren.“ Droht ein solcher Verlust, rücken als Erstes existenzbedrohende

Sorgen in den Vordergrund. Hinzu kommen

die Angst und die Scham vor sozialem Abstieg. Dieses

Gefühlschaos ist nur allzu verständlich, jedoch kaum förderlich.

Gerät jemand in die Situation der Erwerbslosigkeit, ist

schnelles und effizientes Handeln unerlässlich.

Bereits bei der Terminabsprache wird festgelegt, welcher

Mitarbeiter für den jeweiligen Kunden der richtige Ansprechpartner

ist. Fast alle Arbeitsvermittler haben einen

14

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Agentur für Arbeit


ähnlichen beruflichen Werdegang wie Frau Engelmann. Die

Mitarbeiter des Vermittlungsteams kommen aus unterschiedlichen

Berufszweigen und wurden nach ihrer Einstellung intern

geschult.

Möglichkeiten der Förderungen

Förderungen der beruflichen Weiterbildung

• Fachliche Qualifizierung durch eine

zusätzliche oder erweiternde Ausbildung

• Übernahme von Lehrgangskosten

• Fahrtkosten, Kinderbetreuungskosten

• Assistierte Ausbildung

• ausbildungsbegleitende Hilfen

• Berufsausbildungsbeihilfe, Bewerbungskosten

• Bildungsgutschein

Da sie auf mehrere Jahre Berufserfahrung zurückgreifen

können, ist es ihnen möglich unbürokratisch und schnell auf

ein Netzwerk von Betrieben vor Ort zuzugreifen. Dies und die

Tatsache, dass viele von Ihnen vertraut sind mit der Situation

der Erwerbslosigkeit, macht sie zu kompetenten Ansprechpartnern

und verständnisvollen Zuhörern.

Auch Frau Engelmann setzt auf schnelles Handeln. Nach einem

ersten Gespräch in dem geklärt wird, welche passende

Fördermaßnahmen und Schulungen greifen, sind spontane

Besuche in Firmen vor Ort keine Seltenheit. Das unkomplizierte

und innovative Agieren der Agentur kommt auch bei den ortsansässigen

Betrieben gut an.

Wiedereingliederung nach längerer Auszeit

• Eingliederungszuschuss für Arbeitgeber

Neue Existenzgründung

• Gründungszuschuss

Berufsausbildung für Berufsanfänger

• Übernahme von Lehrgangskosten

• Berufsberatung

• Fahrtkosten

• Bewerbungskosten

Maßnahmen bei Arbeitgebern

• Betriebspraktika

Maßnahmen bei Bildungsträgern

• Sprachkurse

• Schulische Weiterbildung wie

• z. B. Staatsexamen, Dozentschein ...

Natürlich kann man den Service der Agentur für Arbeit auch

in Anspruch nehmen, wenn man sich in ungekündigter Festanstellung

befindet. Präventiv berät die Agentur über die vielen

Möglichkeiten der Weiterbildung und fachlichen Qualifizierung.

Ein Gang zur Agentur für Arbeit lohnt sich also in jedem

Fall. Nutzen Sie die Vielfalt der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten.

Es ist immer besser sich vorab zu erkundigen, welche

Türen einem offen stehen, als später vor verschlossenen

Türen zu stehen. Nutzen wir diese Chance, denn die Türen der

Arbeitsvermittler stehen jedem offen.

Nähere Auskunft erteilen die Dienststellen der

Bundesagentur für Arbeit. Die Mitarbeiter vor Ort

beraten sie gerne.

Im Internet unter www.arbeitsagentur.de ist es

möglich vorab Informationen einzuholen.

Text: Karin Niemöller

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Agentur für Arbeit

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Hochzeit

Romantische, schöne, verrückte und skurrile Bräuche rund um den schönsten Tag im Leben.

Was sich liebt, das heiratet – auf der

ganzen Welt! Das war schon immer so

und wird vermutlich bis in alle Zeiten

modern bleiben. Da jedoch verschiedene

Kulturen verschiedene Bräuche

pflegen, trifft diese Vielfalt auch auf

die des Heiratens zu. Einerseits, um die

Wichtigkeit des Ereignisses hervor zu

heben und oft durch eine mystische

Bedeutung charakterisiert. So soll, auf

verschiedene Weisen, Glück für das

Paar herbeigerufen und böse Geister

vertrieben werden.

Dass dabei selbstverständlich auch das

fröhliche Miteinander und das Feiern

eine große Rolle spielt – auch das ist

gute Sitte und bester Brauch, eben Tradition.

Bräuche und Feste aus dem

Oldenburger Münsterland

und umzu.

Wenn Brüche sich auf das Ende des

JunggesellInnen-Lebens beziehen,

geht es nicht selten rustikal zu. So findet

beispielsweise am Abend vor der

Hochzeitsfeier ein Polterabend statt.

„Poltern“, Krach machen, damit die bösen

Geister verschwinden und weil dabei

Geschirr zerdeppert wird, „bringen

die Scherben Glück“. Also darf nur

Porzellan geworfen werden, auf keinen

Fall Glas oder gar Spiegel. Weil das

brächte ja sieben Jahr Unheil!

Polterabend – Scherben bringen Glück

Um Mitternacht dann wird traditionell

die Hose des Bräutigams in einem

Loch oder an einem Galgen verbrannt,

als Symbol, weil Mann ab jetzt

nicht mehr die Hosen anhat. Parallel

zieht die Braut ihren BH aus, um auch

den feierlich zu verbrennen. Weil sie

die Brüste jetzt nicht mehr zu verhüllen

braucht – natürlich nur vor ihrem

16

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Hochzeit


Mann! Wobei andere ja ab jetzt nicht

mehr gucken dürf(t)en! Manchmal gibt

es einen kleinen Sarg in dem die Asche

und eine Flasche Korn „beerdigt“ werden.

Im Jahr darauf trifft sich die Gesellschaft

dann erneut, um alles wieder

auszugraben und den Korn zu trinken.

In der Nähe der holländischen Grenze

wird der BH nicht verbrannt, sondern

in einem Glas „begraben“. Am Tag der

Hochzeit holt man ihn dann wieder

hervor, damit die nächste heiratswillige

Frau ihn ersteigern kann.

Auch der Brauch der angenagelten

Schuhe ist typisch norddeutsch und

kann sich auf seine und auf ihre Schuhe

beziehen – damit keiner von Beiden

noch weglaufen kann.

Modenschau

am 21. Oktober

2017

Brautstrauß werfen – wer ist die nächste

Braut?

Selbstverständlich wird zur Hochzeit

auch ein Kranz gewunden – als Zeichen

des äh, jungfräulichen, eher neuen

Lebensabschnitts. Beginnen tut das

Ganze mit dem Vermessen der Haustür

oder des Torbogens, was natürlich

in einem feuchtfröhlichen Abend endet.

Dann steht der nächste dieser Art

schon an, wenn die Braut sich aus verschiedenen

Mustern ihre Papierblumen

dafür aussuchen soll. Die werden

von den Frauen gebastelt und von den

Männern in den Kranz eingebunden.

Unbedingte Pflicht des Brautpaars ist

es, die fleißigen Kranzbinder bei Kräften

zu halten. Mit Brötchen und Kurzen

natürlich. Von letzterem eher mehr...

Nach der Hochzeit muss das Grün wieder

weg, doch raten Sie mal, was es dabei

zu trinken gibt?

Anmeldung unter:

HochzeitshausNiedersachsen

+49 44718828420

Mühlenstrasse 6

49661 Cloppenburg

Eine besondere Art des Kranzbindens

gab es zu Beginn des 19. Jahrhunderts

in Bremen. Hierbei handelte es sich um

einen Junggesellenabschied, der gemeinsam

mit den Brautleuten und ihren

Freunden zelebriert wurde. Dabei

übernahm die beste Freundin die Aufgabe

des Gastgebers und lud die Gäste

ein. Während der Feier wurde von der

Gesellschaft ein Brautkranz geflochten,

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Hochzeit

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Hochzeitswagen romantisch geschmückt

den die Braut auch gleich zu tragen hatte. Außerdem wurde

ein Myrtenkranz gebunden und mit viel Trara unter den anwesenden

unverheirateten Frauen ausgelost. Die, wofür am

meisten geboten worden war, bekam den Myrtenkranz als

dann so genannte „Myrtenbraut“, was sie als nächste Braut

kennzeichnete – ähnlich wie beim Fang des Brautstraußes.

Brautentführung

Dass der von der Braut geworfen wird ist weltweit Tradition.

So wirft die Braut nach der Trauung ihren Strauß hinter

sich, dorthin, wo alle unverheirateten Frauen versuchen ihn

zu fangen – oder besser nicht! Denn wer ihn fängt, wird die

nächste Braut sein. In früheren Zeiten hatte der Brautstrauß

übrigens einen eher zweckmäßigen Sinn, sollte er die ohnehin

nervöse Braut doch von den Weihrauchgerüchen ablenken.

Auch rochen wohl nicht alle Menschen selbst an diesem

Tag wohl und gut – da verdeckte der Duft der Blumen so

manches strenge Odeur.

Am Hochzeitstag selber werden in ländlichen Regionen die

Brautleute mit Böllerschüssen schon früh am Morgen geweckt.

Das ist einerseits die Erinnerung daran, dass am selben

Tag viel Wichtiges zu tun ist, aber auch, um die bösen

Geister zu vertreiben. Anschließend geht es in einem geschmückten

Brautwagen stilvoll zur Trauung in die Kirche.

Der Brautwagen ist im Laufe der Jahre immer wichtiger geworden.

Die Palette der Gefährte reicht vom Oldtimer über

eine Limousine bis hin zur romantischen Kutsche.

Zur Hochzeit gehören natürlich auch die Blumenkinder.

Beim Auszug des Brautpaares aus der Kirche streuen sie Blü-

18

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Hochzeit


tenblätter auf den Weg. Hierbei handelt es sich um einen

sehr alten heidnischen Brauch, nach dem der Duft

der Blütenblätter die Fruchtbarkeitsgötter auf das

Brautpaar aufmerksam machen soll.

Zusätzlich wird das Brautpaar mit einem Regen aus

Reiskörnern begrüßt. Auch das soll für die Fruchtbarkeit

des jungen Paares sorgen. Oder die Gäste pusten

Seifenblasen, als Symbole für die Zukunftsträume der

Brautleute, die natürlich alle in Erfüllung gehen mögen.

Manchmal lässt die Hochzeitsgesellschaft auch mit Helium

gefüllte Luftballons steigen, mit dem gleichen Hintergrund

wie bei den Seifenblasen.

Ja, ich will!

die neue HocHzeits-Mode

von scHWARte für den

Bräutigam und seine Gäste!

Die Sitte der Brautentführung ist sowohl in Deutschland

als auch in Österreich verbreitet. Ihr Ursprung

liegt im Mittelalter, als die adligen Herren das Entjungferung

der Braut in der Hochzeitsnacht für sich in Anspruch

nahmen. Solchen Horrorszenarien heutzutage

entwachsen nehmen die Entführer, Freunde der Brautleute,

die Braut mit in ein Lokal, wo ordentlich gezecht

wird. Der Bräutigam muss seine Braut suchen und beim

Auffinden auslösen, in dem er die Zeche zahlt. Da eine

solche „Entführung“ so manche Hochzeitsgesellschaft

gesprengt hat, ist sie mittlerweile eher verpönt. Und

damit das klar ist, erklärt der Bräutigam vor dem Essen,

dass seine Braut „versichert“ sei, und derjenige der sie

entführt die Zeche für die Hochzeit zahlen muss. Ha!

Schleiertanz

Und natürlich der Schleiertanz, den bereits die Germanen

kannten! Wovon es zwei Varianten gibt: Bei der ersten

tanzen die Brautleute um Mitternacht unter dem

Schleier, der von den Trauzeugen über dem Paar gespannt

wird. Die Gäste werfen Münzen in den Schleier

und klatschen die Braut oder den Bräutigam zum Tanz

ab. Bei der zweiten Version rauben einige Gäste um Mitternacht

den Schleier der Braut um ihn in tausend Stücke

zu reißen. Die Damen der Gesellschaft teilen diese

Stücke unter sich auf, um so den Segen für das Brautpaar

zu bewahren.

Text: Niemöller/Schmitz

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Hochzeit

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NACHLESE

Unser frischvermählter Kollege

Jürgen und seine bezaubernde

Ehefrau Christiane

Heins mit ihrem Hochzeitsgeschenk

vom Team - einem

besonders schönen Mammutlebensbaum

von hochzeitsbaeume.de

Wir berichteten im letzten

Magazin über die uralte

Tradition, einen Baum zur

Hochzeit zu schenken. Die

haben wir mit unserem Geschenk

fortgesetzt und betonen

in diesem Zusammenhang,

wie zuvorkommend,

kreativ, zuverlässig und seriös

die Hochzeitsbaum-Leute

sind.

Von der Save-the-Date-Karte

über die klassische Einladung

bis zur Danksagung

Alles in einem Design

P.S.: Auch zu den Fishermen im letzten Magazin hätten wir gerne eine

Nachlese veröffentlicht, doch sind die Männer sich noch uneins, welche

ihrer jüngsten Fänge es wert sind, explizit benannt zu werden.

Doch keine Sorge, wir lassen nicht nach mit der Recherche!

Deko & verleih

Simone Lübbe Goldschmiedemeisterin

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besonderes Geschenk zur Geburt oder zu einem besonderen Anlass.

Kosten:

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20


Blicke über den hochzeitlichen Tellerrand

Dänemark

Die Dänen haben einen Brauch, der

auch hierzulande sicher den einen

oder anderen begeistern könnte. Als

Gast versucht man, die Braut beziehungsweise

den Bräutigam zu küssen.

Wann immer der eine Frischvermählte

den Raum verlässt, darf

der andere Partner von jeder ledigen

Frau/jedem ledigen Mann geküsst

werden. Zigaretten- und andere

Pausen werden also so kurz wie

möglich gehalten!

Finnland

Eine finnische Hochzeit ist unserer

sehr ähnlich. Sie wird jedoch gerne

auf den Zeitpunkt der Mitsommertage

gelegt. Der Bräutigam steckt

seiner Angebeteten den Ehering

neben den Verlobungsring an den

linken Ringfinger, während er selbst

den Verlobungsring auch als Ehering

trägt. Und nach dem ganzen

Hochzeitsstress gibt es für die Braut

eine schöne Entschädigung von ihrem

frisch angetrauten Ehemann:

Die traditionelle Morgengabe, meist

in Form eines Schmuckstücks.

Schweden

In Schweden glaubt man, dass es

Glück bringt einer Braut tief in die

Augen zu sehen. Dieses Recht beanspruchen

aber nicht nur die Hochzeitsgäste.

Um sich eine kleine Portion

Glück zu verschaffen, klingeln am

Tage der Hochzeit fremde Menschen

bei der Braut, um ihr tief in die Augen

zu schauen – aber auch, um zu

gratulieren!

Frankreich

In Frankreich gibt es ein interessantes

Gegenstück zu unserem Schleiertanz.

So stellt sich die Braut in die

Mitte des Festsaales und beginnt den

Saum ihres Kleides ganz langsam zu

heben. Die männlichen Anwesenden

bieten Geld für jeden Zentimeter

nach oben und die Damen für jeden

nach unten. Dieses Auf und Ab

endet, wenn das Strumpfband sichtbar

ist. Derjenige, welcher zuletzt geboten

hat, bekommt das Band geschenkt.

Das dabei erbrachte Geld

geht selbstverständlich an das Brautpaar.

Früher wurde es verwendet,

um den Schneider zu bezahlen.

Gültig für Termine in 2018

Lydia Baitinger Fotografie

Clemens-August-Str. 6

49685 Emstek

info@l-b-fotografie.de

Tel.: 0 44 73 - 376 96 47

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21


Hochzeiten an drei Standorten

Sie sind unsicher und wissen nicht genau, in welchem Rahmen Sie feiern möchten?

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Indien

Einer der wahrscheinlich kreativsten Hochzeitsbräuche

kommt aus Indien. Bei einem Ritual genannt

„Mehndi“ wird die Braut mit Hennapaste bemalt.

Das Verzieren soll Glück und Fruchtbarkeit bringen

und vor negativen Einflüssen schützen. Dieses Ritual

kann bis zu drei Tage dauern und wird von Freundinnen

und den weiblichen Familienmitglieder durchgeführt.

Dabei erzählen die verheirateten Frauen

von dem, was eine Ehe alles so darstellen kann – so

dass kaum eine junge Frau nach der Hochzeit sagen

kann, sie hätte, was auch immer, nicht gewusst. Die

Hochzeit ist für die indische Bevölkerung der Höhepunkt

im Leben. Dementsprechend wird das Fest

prachtvoll und ausgiebig gefeiert. Bis zu 1.000 Gäste

zelebrieren tagelang dieses Ereignis.

Machen Sie ihre

Träume

wahr!

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es extravaganter werden...

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Während der eigentlichen Trauung ist das Brautpaar

durch einen Vorhang voneinander getrennt, der sich

nach und nach öffnet. Auch eine Feuerprobe gehört

zu den Bräuchen einer indischen Hochzeit. Die Roben

des Brautpaars werden hierbei zusammengeknotet.

So aneinander gebunden muss das Paar um

ein loderndes Feuer laufen, abschließend werden sie

mit Weihwasser besprengt.

Hawaii

Auf Hawaii erklingen zur Hochzeit die Töne der „Muschelbläser“,

über große Distanzen hinweg, um die

Ankunft von Braut und Bräutigam anzukündigen.

Doch dient dieser Brauch nicht dazu, die Menschen

in der Umgebung von der Hochzeit in Kenntnis zu

setzen. Vielmehr dreht der „Bläser“ sich in die vier

Himmelsrichtungen, dorthin, wo sich die „Orte des

Glücks“ befinden: Im Norden die Ahnen, im Westen

das ewige Meer, im Osten der Haleakala (ein schlafender

Vulkan) und im Süden das zu trauende Paar.

Damit die Hochzeit unter einem guten Stern steht.

Text: Niemöller/Schmitz

Ob zur Hochzeit, als bräutigam,

oder als gast, zum Abschluss-ball,

oder für ihren beruf – der MANN

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ihr ANZUg sollte einfach immer

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23


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Bistro-Café „Chip-Inn“

In idyllischer Ruhe die Seele baumeln lassen. Frühstücksbuffet ab dem 24. September.

In der wunderschönen Naturlandschaft

des bei Radfahrern und Wanderern

beliebten Naherholungsgebietes

erstreckt sich das parkähnliche Gelände

des Golfclubs Thülsfelder Talsperre

e.V.

Neben einem 18-Loch-Meisterschaftsplatz

verfügt der ganzjährig bespielbare

Golfpark auch über einen öffentlichen

9-Loch-Platz, der nach vorheriger

Anmeldung für jedermann zugänglich

ist.

Das Herzstück der Parkanlage ist aber

das Clubhaus mit dem Bistro-Café

„Chip Inn“, das seit dem 1. April 2017

vom neuen Inhaber André Beier geführt

wird, der bereits erfolgreich „Dat

Heimathuus“ in Bösel leitet.

Köstliche Torten

Die Gäste können hier bei einem kleinen

Imbiss oder bei Kaffee und Kuchen

in idyllischer und familiärer Atmosphäre

Ruhe und Gastlichkeit genießen.

Auch Radtouristen, die die Region auf

zwei Rädern erkunden, sind hier gern

gesehene Gäste. „Unser Haus ist offen

für alle Gäste. Wer bei uns einkehrt,

braucht kein Mitglied des Golfclubs

sein“, betont Betriebsleiterin Doris

Abeln. Auf der Terrasse und im geräumigen

Wintergarten genießen die Gäste

einen herrlichen Blick auf den Seerosen-Teich

und den dahinterliegenden

Golfpark.

Am Nachmittag serviert das Team von

„Chip Inn“ leckere Kuchen und Torten,

die nach traditionellen und auch ausgefallenen

Rezepten noch selbst gebacken

werden. So ist die luftig-sahnige

Stachelbeer-Baiser-Torte bei den

Gästen ebenso beliebt wie die Schokoladen-Torte,

die Tuttifrutti-Torte

24

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Das Team vom Chip Inn: Doris Abeln, Manuele Büscher, Maria Schulte und André Beier

oder auch der traditionelle Pflaumenkuchen,

der im Spätsommer mit frischen

Pflaumen direkt aus der Region

gebacken wird. Die Küche legt in

allen Bereichen großen Wert auf Qualität

und Regionalität. So werden die

verwendeten Produkte nach Möglichkeit

beim Erzeuger direkt in der Region

gekauft.

Wer lieber etwas herzhaftes essen

möchte, ist hier ebenfalls an der richtigen

Adresse. Die Bistro-Küche serviert

eine Auswahl an leckeren Speisen

von der Kalbsbratwurst über die

Riesenkrakauer mit hausgemachter

Sansibar Currysauce und Kartoffelsalat

nach Art des Hauses bis hin zu knackig

frischen Salatspezialitäten. Auch

verschiedene Suppen und Eintöpfe

gehören zum täglichen wechselnden

Mittagstisch dazu.

Ganz neu ab dem 24. September 2017

bietet das Chip Inn jeden Sonntag von

9.30 Uhr bis 12.00 Uhr auch ein großes,

leckeres Frühstücksbuffet. Im sonnendurchfluteten

Wintergarten können

die Gäste ganz in Ruhe in den Sonntag

starten und sich vom freundlichen

Chip-Inn-Team verwöhnen lassen. Das

üppige Buffet lockt mit verschiedensten

Brot- und Brötchensorten, luftigen

Croissants, Käse- und Aufschnittplatten,

Antipasti, frisch gebratenen

Würstchen und Speck, verschiedenen

Konfitüren und vielem mehr. Getränke

wie Kaffee, Tee und Fruchtsäfte stehen

den Gästen nach Belieben zur Verfügung.

Das Buffet kostet pro Person

13,90 Euro und für Kinder ab drei Jahren

70 Cent pro Lebensjahr. Anmeldung

ist erwünscht.

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Herbstlese

Wer noch eine schöne Location für seine Familien- oder Betriebsfeier, eine Geburtstagsparty

oder eine Hochzeit sucht, ist hier an der richtigen Adresse. Der Wintergarten

und der angrenzende Restaurantbereich mit Theke bietet Platz für ca. 90 Gäste.

Bei schönem Wetter kann selbstverständlich auch die Terrasse mitgenutzt werden.

Als Partyservice steht Ihnen mit dem „Chip Inn“ ein zuverlässiger und kompetenter

Partner zur Seite. Die große Auswahl an verschiedensten Speisen und Menüvorschlägen

reicht von der rustikalen Hausmannskost über Fingerfood bis zum

Feinschmeckermenü. Auch die komplette Ausstattung der Feier mit Festzelt und

Service wird auf Wunsch vom „Chip Inn“ übernommen. So ist für jeden Geschmack

und für jeden Anlass genau das Richtige dabei. Hier stehen André Beier und sein

Team Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Anmeldung und Beratung: chipinn.thuelsfelde@gmail.com oder 04474/98 97 14)

Wenn aus Bier Bitburger wird.

Text: Sigrid Lünnemann

Wenn aus gemeinsamen Momenten

besondere werden.

Ihr Gebietsverkaufsleiter: Christoph Kessen - Mobil: 0170 4588459

Good as Gone

Ein Mädchen verschwindet, entführt aus

dem eigenen Zimmer, aus dem eigenen

Haus – das ist der Stoff, aus dem Albträume

gemacht sind. Die nicht enden, weil

noch immer Hoffnung besteht, dass die

damals dreizehnjährige Julie wiederkommt.

Was dann, als es geschieht der

Stoff zu sein scheint, aus dem Träume

gemacht sind. Bis klar wird, dass Träume

im Leben der Familie Whitaker nicht

mehr vorgesehen sind.

Hintergrund für diesen packenden Roman

ist die wahre Geschichte der Entführung

von Elizabeth Smart. Die nach

einem Jahr Martyrium wieder auftauchte,

völlig verändert und nie mehr fähig,

ein „normales“ Leben annehmen zu können.

Amy Gentry, die Autorin von „Good

as Gone“ überlegte damals, wie sehr ein

Mensch, eine Frau sich verändern würde,

wäre sie noch länger in einer solchen

Dunkelwelt gefangen. Und mehr noch –

was macht die Entführung einer Tochter

mit den Eltern, den Geschwistern?

Julie Whitaker wird mit vorgehaltenem

Messer aus ihrem Bett entführt, aus dem

Wandschrank heraus stumm beobachtet

von ihrer jüngeren Schwester Jane. Acht

Jahre später steht eine junge Frau vor der

Tür von Anna und Tom Whitaker: Julie.

Eine sonderbare, völlig veränderte Frau,

seltsam vertraut und zugleich fremd. Da

fragt vor allem Anna, die Mutter, sich, wie

weit sie einer Lügengeschichte lauschen

müssen oder ob und was davon die

Wahrheit ist. Man benötigt viel Zeit, um

diese Geschichte reflektieren zu können.

Sollte sich jedoch auf jeden Fall darauf

einlassen.

Amy Gentry: Good as Gone. C. Bertelsmann.

ISBN: 978-3-570-10323-4. € 12,99

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Kunsthandwerkermarkt am Sonntag, 29. 10. 2017,

in der Münsterlandhalle Cloppenburg

Über 100 Aussteller – von der Malerei bis hin zum Drechsler

„Bummeln, einkaufen und genießen“, ist auch dieses Mal

wieder das Motte in der Münsterlandhalle in Cloppenburg,

wenn wieder über 100 Ausstellern am Sonntag, 29.10.2017,

ihr kunsthandwerkliches Geschick unter Beweis stellen.

Die Kunsthandwerker freuen sich wieder darauf, in der Zeit

von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr, ihr Kunstgewerbe den Besuchern

näher zu bringen.

Dabei zeigen viele Künstler ihr Können vor Ort. Die Besucher

haben die Gelegenheit den Ausstellern bei der Herstellung

verschiedenster Kunstwerke über die Schultern zu schauen.

Auch dieses Mal ist wieder vom Drechsler bis zur Tiffanyglaskunst

wieder alles vertreten, was Rang und Namen hat.

Der Eintritt für diese Veranstaltung beträgt 2,00 EUR pro Person!

Kinder und Jugendliche bis zum 14. Lebensjahr haben

freien Eintritt.

Wer vor oder nach dem stöbern noch Zeit und Lust für eine

Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen hat, hat auch hierfür die

Möglichkeiten in der Münsterlandhalle.

Information zu dieser Veranstaltung gibt es unter Tel.:

05481/6358 (Stephan Grawe)

und www.veranstaltungsbuero-grawe.de

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In wunderschöner Handarbeit hergestellte fantasievolle Figuren

aus Holz, Keramiken und Gestecke, kunsthandwerkliche

Textilbekleidung und Schmuckverarbeitung fehlen

nicht in dem breit gefächerten Angebot. Auch die Adventszeit

wirft ihre Schatten voraus. Wer schon bereit ist für weihnachtliche

Dekorationsartikel, wird ebenfalls sicherlich fündig

werden.Natürlich können die Kunstwerke auch käuflich

erworben werden.

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Service

Brandschutzschalter: Brandgefahr im Haus bannen

Fehlerlichtbögen stellen eine konkrete Gefahr dar

Nicht viele Menschen wissen um die

Gefahr von Fehlerlichtbögen. Schadhafte

Leitungen, Isolationsfehler, lose

Kontaktstellen oder fehlerhafte Endgeräte

können Fehlerlichtbögen verursachen.

Da es dabei kurzfristig zu einer

punktuellen Hitzeentwicklung von

bis zu 6.000 °C kommen kann, entstehen

aus Fehlerlichtbögen auch sehr

häufig Brände. Allein ein Drittel aller in

Deutschland erfassten Brände ist laut

Brandursachenstatistik des Institutsfür

Schadenverhütung und Schadenforschung

(IFS) auf Fehler in der Elektroinstallation

zurückzuführen.

Zu begrüßen ist daher die Veröffentlichung

der Norm DIN VDE 0100-420, die

ab 18. Dezember 2017 den Einsatz von

Brandschutzschaltern in Endstromkreisen

von einphasigen Wechselspannungssystemen

mit bis zu 16 Ampere

in zahlreichen Anwendungsbereichen

verpflichtend vorschreibt. Sowohl in

Neuanlagen wie auch in bestehenden

Anlagen erfolgt der Einbau einfach

und schnell im Stromkreisverteiler. Zunächst

gilt die Norm nur für bestimmte

Gebäude und Bereiche wie Holzhäuser

und Schlafeinrichtungen in Kindertagesstätten,

Seniorenheimen oder barrierefreie

Wohnungen. Auch in öffentlichen

Gebäuden wie Bahnhöfen oder

Museen muss der Brandschutzschalter

zum Schutz von unersetzbaren Gütern

installiert werden.

Umfassende Sicherheit auch im

Privathaushalt nachrüsten

Diese Initiative ist jedoch auch für Privathaushalte

nur zu empfehlen und

den Schalter in allen Wohngebäuden

einzusetzen. Stromkreise werden in

der Regel mit Leitungsschutzschaltern

und Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen

vor Kurzschlüssen, Überlast und

Fehlerströmen geschützt. Diese sind

jedoch nicht für das Erkennen serieller

Fehlerlichtbögen ausgelegt. Hier

kommt der Brandschutzschalter zum

Einsatz und schließt somit die bisherige

Schutzlücke. Er analysiert kontinuierlich

mit einem eingebauten Mikrocontroller

das Frequenzbild des

Stroms und schaltet bei Auffälligkeiten

den angeschlossenen Stromkreis

innerhalb von Sekundenbruchteilen

ab. Harmlose Störquellen, wie sie zum

Beispiel beim Betrieb von Bohrmaschinen

oder Staubsaugern vorkommen,

unterscheidet er dabei zuverlässig von

gefährlichen Lichtbögen. Das Ergebnis

ist intelligente Brandprävention und

somit optimaler und normkonformer

Rundumschutz für Mensch und Anlage.

Für eine individuelle Beratung und

für die Installation sollten Eigentümer

sich an einen qualifizierten Elektrofachmann

wenden.

Elektro Nordmann GmbH / Hagenstraße 2-4 / 49692 Cloppenburg

Telefon 0 44 71/24 79 / Telefax 0 44 71/ 8 48 54

info@nordmann-elektro.de / www.nordmann-elektro.de

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Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Service


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Energiekosten senken –

Referenzkunden:

Autohaus Teich GmbH, Cloppenburg

AUST Mode, Cloppenburg

Terra di Vino, Cloppenburg

Easy Fitness, Cloppenburg und Leer

Molli-Bär Freizeitpark, Molbergen

Thomsen & Kühne Logistics GmbH,

Cloppenburg

KFZ Meister GmbH Daniel Sprock, Bösel

Küstenwerbeagentur – Nicolei Heise,

Südbrookmerland

Meyer & Preuth GbR, Cloppenburg

Käte Fraas – die kleine Schmuckwerkstatt,

Cloppenburg

Polsterei Münch, Cloppenburg

Versicherungsagentur

Paul Dellwisch, Bösel

Wilhelm Fliesenverlag, Cloppenburg

sowie weitere 5500 Zähler,

auch in privatem Umfeld

Das Team vom Energieverband Nordwest in Cloppenburg

Energiekosten senken ist ein beliebtes

Thema und so tummeln sich auf dem

Markt der diesbezüglichen Anbieter

unterschiedlichste Unternehmen, die

mit verlockenden Angeboten um jeden

Kunden werben.

So auch auf diversen Internetportalen,

wo um die Kunden mit Lockangeboten

geworben wird. Doch sollte man als

Verbraucher in jedem Fall achtsam und

kritisch sein, denn nicht jeder Anbieter

hält was er verspricht. Oft erkennt

der Kunde dann erst am Ende des Tarifjahres,

dass zusätzliche, verdeckte Kosten

fällig werden oder versteckte Preisanpassungen

den abgeschlossenen

Tarif dann doch nicht so günstig darstellen

wie gedacht. So hat der Kunde

das Nachsehen! Nicht jedoch beim

Energieverband Nordwest aus Cloppenburg,

der seit 2006 erfolgreich auf

dem Energieanbietermarkt unterwegs

ist. „Unsere Kundenklientel“, so Olaf

Riedel, „bestand von 2006 bis August

2014 ausschließlich aus Gewerbekunden,

die wir mit attraktiven Angeboten

an uns binden konnten.“ Im September

2014 kamen dann auch Privathaushalte

dazu, „weil“, wie Riedel ausführt, „wir

immer wieder von unseren Kunden gebeten

wurden, doch auch deren Privathaushalte

mit günstigen Tarifen zu versorgen.“

Nachfrage erzeugt Angebot

– eine Herausforderung, die der Energieverband

Nordwest mit preislich attraktiven

Offerten beantwortet. Die

zustande kommen, indem er die einzelnen

Verbrauchsaufkommen zu einem

für die Energieversorger sehr interessanten

Gesamtverbrauch bündelt.

Auf diesem Sektor arbeitet der Energieverband

mit bekannt seriösen und auf

dem Markt schon seit Langem etablierten

Energieversorgern zusammen. In

der Form, dass diese dem Energieverband

eigens zugeschnittene Rahmenverträge

anbieten und damit eine Synergie

schaffen, die sich letzten Endes

extrem positiv auf die Tarife der einzelnen

Kunden auswirkt.

Voraussetzung für diese gute Zusammenarbeit

mit den Energieversorgern

ist, so Olaf Riedel, der seit Jahren persönliche

und intensive Kontakt zu den

Verantwortlichen der Energieversorger.

Denn Sicherheit und Vertrauen ist

für den Energieverband Nordwest das

wesentliche Kriterium für eine direkte

Kundenbetreuung, einschließlich einer

individuellen Beratung bis in jedes Detail

des Vertrages. Dafür sorgen hoch

motivierte und professionelle Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter, sowohl im Innen-

als auch im Außendienst des Unternehmens.

„Jeder einzelne Kunde, ob aus dem

gewerblichen oder privaten Bereich,

erfährt bei uns eine persönliche Betreuung“,

führt Lina Miller vom Energieverband

Nordwest aus und fügt vor

dem Hintergrund zahlreicher Erfahrungen

hinzu, dass dies „von den Kunden

sehr geschätzt wird.“ Dazu gehören

auch die oftmals lästigen und für

den Laien nicht selten komplizierten

Anmeldungen oder das Regeln bürokratischer

Hindernisse. So ist es für

das Team des Energieverbandes auch

selbstverständlich, dass Änderungswünsche

oder Probleme der Kunden

schnell und direkt erledigt werden. Im

Rahmen des Vertrags-Überwachungssystems

des Energieverbands Nordwest

bedeutet das für den Kunden,

dass Vertrags- und/oder Tarifänderungen,

sowie auslaufende Verträge termingerecht

überwacht werden und

der Kunde dadurch in jedem Fall abgesichert

ist.

„Der Vorteil liegt auf der Hand“, erklärt

Olaf Riedel, „denn der Kunde muss sich

um nichts kümmern und hat immer

die bestmöglichen Energiepreise, ganz

gleich ob für Strom oder Gas!“ Hinzu

kommt, dass für die gewerblichen Kunden

Tarife sogar mit dem Energieversorger

direkt besprochen und verhandelt

werden können, so dass auch hier

stets optimale Konditionen und Laufzeiten

für die Energieversorgung Gewerbetreibender

durch den Energieverband

Nordwest gewährleistet sind.

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Wir ziehen um! Ab dem

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29


Charity

Der Freundeskreis Wakkerstroom

Lernen mit Spaß

„Das größte Problem in der Welt ist die Armut in Verbindung mit fehlender Bildung. Wir müssen dafür

sorgen, dass Bildung alle erreicht.“ (Nelson Mandela)

Nicht nur „Tata“, wie die Südafrikaner Nelson Mandela

als „ihren Vater“ liebevoll nannten, wusste um den

unschätzbaren Wert von Bildung. Alle wahren, großen

Menschen dieser Welt, wie auch Mahathma Gandhi und

in unseren Regionen der „Alte Fritz“ (König Friedrich II. von

Preußen) ließen keine Gelegenheit aus auf die Notwendigkeit

von Bildung hinzuweisen. Etliche Bemühungen sind in

dieser Richtung weltweit unternommen worden, mit mehr

oder leider weniger Erfolg, was fast immer an den Verantwortlichen

lag, denn es gibt nur wenige Kinder, die nicht

wissbegierig sind. Sie sind die Opfer desinteressierter Eltern

oder die eines sozial nicht funktionierenden Umfeldes.

Denn jeder Mensch, jedes Kind ist neugierig, will wissen was

das ist oder jenes. Wie Zusammenhänge sind, warum das so

ist und weshalb nicht anders und so weiter.

Das Wissen darum ist uns in unserer Welt nicht so präsent,

einfach, weil Bildung und alles was dazu gehört, für uns

zum Alltag gehört. Schon im jüngsten Alter lesen wir unseren

Kindern vor, erklären einfach alles, was um uns herum

geschieht und „übersetzen“ es ins Schriftliche, sobald die

Kleinen Schreiben und Lesen verstehen. Selbstverständlich

müssen unsere Kinder zur Schule und zuvor in den Kindergarten

(Vorschule) gehen und ebenso selbstverständlich

dulden wir keine Ausflüchte der Youngsters, wenn es um deren

Fortbildung geht. Diverse Schwächen hier und da werden

durch Nachhilfen ausgeglichen und wenn dann doch

ein Schuljahr wiederholt werden muss – nun denn. Dieses

System der Bildung ist fester Bestandteil unseres Lebens, an

dem sich auch nichts ändert, sollten wir als Eltern beschließen

in ein anderes Land umzusiedeln. Die Umsetzung eines

solchen Entschlusses mag allerlei Probleme mit sich bringen,

das einer fortführenden Schulbildung jedoch nicht, denn

wohin man in den meisten Ländern der Erde auch kommt:

Eine deutsche Schule ist schon da. Oder eine französische,

eine englische... Auf ihnen werden die Unterrichtspläne der

Herkunftsländer unterrichtet, es werden dieselben Werte

vermittelt, im selben Duktus unserer Kultur.

Und nun stellen Sie sich vor, es gäbe all das nicht. Dafür

Eltern, Großeltern, Nachbarn, die alle nicht lesen und schreiben

können, da es nie Schulen gegeben hat. Deren Wissen

um die Gestaltung des Lebens sich traditionell auf einfache

handwerkliche Tätigkeiten erstreckt, auf das Anbauen und

Ernten von lebensnotwendigem Korn und Gemüse, die beste

Möglichkeit möglichst viel Wasser vom oft weit entfernt

liegenden Brunnen zu holen, die Ziegen oder Rinder zu hüten

und die Hütte sauber zu halten.

30

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Charity


Danwill Fortuin (Mitte) mit (v. li.) Dr. Clemens Schwerdtfeger, Albert Schott, Wolfgang Blunck, einer der Paten und Emil Schoppe, ein Unterstützer

des Freundeskreises aus Südafrika.

Diese Methoden wurden natürlich an die Kinder vermittelt

mit der Maßgabe, schon früh einen Teil der Arbeiten

übernehmen zu müssen – da blieb und bleibt keine Zeit,

die Schule zu besuchen, wenn überhaupt eine in der Nähe

ist. Zudem kann in Südafrika eine Schule nur dann besucht

werden, wenn Schulgeld entrichtet wird und Uniformen

sind ebenfalls Pflicht. Was oft bedeutet, dass „für Schule kein

Geld da ist.“ Und das nicht alleine in Familien, die am oder

gar unter dem Existenzminimum leben, sondern auch sozial

schwach gestellte. Zwar soll die staatliche Schulbildung von

Gesetz wegen die ersten Jahre kostenlos sein, doch können

etliche Kommunen sich das „Extra“ von Schulen, die aus ihrer

Kasse bezahlt werden müssen nicht leisten und erheben

somit dennoch Schulgebühren und Kosten für Transport

und einheimische Schulkleidung.

Unter diesen Umständen wachsen in Afrika noch immer

unzählige Kinder auf. Farbige fast ausschließlich, jene Kinder

also, die in solchen Dörfern, Townships und Slums leben, an

denen der wirtschaftliche Aufschwung des Kapstaates auch

in den jetzt schon 25 Jahren „Freiheit“ seit Aufhebung der

Apartheid mehr oder weniger vorbei gegangen ist. Dort, wo

diese Menschen ihr ärmliches Dasein fristen müssen, hat sich

Hoffnungslosigkeit etabliert, unter der die Kinder am ehesten

leiden. Ohne Chance, aus diesem Zirkel ausbrechen zu

können. Es sei denn, sie fänden den einzigen Weg hinaus –

über eine profunde Bildung. Diese Anstrengungen sind zwar

sichtbar, doch erreichen sie bei der Vielzahl der Kinder und

Jugendlichen im Land nicht alle. Zudem fehlen an vielen

Stellen die Möglichkeiten, begabte Kinder sowie Jugendliche

aus sozial schwachen Familien erkennen und dann fördern

können.

Nun ist all das nichts Neues für uns und auch die Aktivitäten

von Hilfsprojekten kennen wir. Wie man eine solche Hilfe aber

direkt leisten kann, ohne viel Aufhebens und von beeindruckender

Nachhaltigkeit, dafür ist ein Projekt aus unserer Region

das beste Beispiel: Der Wakkerstroom e.V. Wobei es sich

dabei im Grunde zwei Projekte handelt und das eine wegen

dem anderen entstand und nunmehr beide erfolgreich tätig

und auch schon expandiert sind ... Beginnen wir am Anfang,

denn der ist der Schlüssel zu dem, was heute im südafrikanischen

Western Cape Hoffnung für eine nicht kleine Anzahl

von Kindern bedeutet – durch Bildung. Intensiv gefördert

und initiiert vom Freundeskreis Wakkerstroom e.V., einer „gemeinnützigen

Initiative aus dem Oldenburger Münsterland

zur Weiterbildung förderungswürdiger, aber mittelloser Jugendlicher

der Breede River Region“, nördlich von Kapstadt.

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Charity

31


Familie Spalke in Südafrika

Köchin in der Mensa

Doch fangen wir jetzt wirklich am Anfang an, 2007 als

Albert Schott aus Lindern und seine Frau zu einem Vortrag

in der Stadthalle „mit afrikanischer Musik“ gekommen und

fasziniert waren, von dem, was der Referent Marco Spalke in

diesem bunten, fröhlichen Abend vortrug. Zur Erinnerung:

Marco und Justine Spalke aus Cloppenburg sind Missionare,

moderne Missionare, denn sie sind nicht allein unterwegs,

um Gottes Wort zu verkünden – sie packen mit an! Da, wo

Not herrscht, setzen sie ihr Wissen ein, um Abhilfe zu schaffen.

Voller Überzeugungskraft, im doppelten Sinne, denn

schließlich kann nur das genutzt werden und damit hilfreich

sein, was zuvor auf die Beine gestellt wurde – also auch finanziert!

Es ist kein Geheimnis, dass etliche Hilfsprojekte an

Geldmangel scheitern. Nicht selten hat das damit zu tun,

dass der Umfang einer solchen Aktion nicht vollständig

überblickt wird, beziehungsweise nicht überblickt werden

kann, weil die Umstände vor Ort nur dann realistisch einschätzbar

sind, wenn man sie vollständig kennt.

Wenn man die Traditionen kennt, die der Stellungen der

Alten in den Gesellschaften der verschiedenen Stämme

Afrikas etwa, ohne deren Plazet jede Entscheidung wertlos

ist. Oder die der Frauen. Die nach europäischem Denken

natürlicherweise oft als Heimleiterinnen oder auf anderen

verantwortungsvollen Posten innerhalb einer Hilfsorganisation,

gerade für Kinder vor Ort eingesetzt werden – möglicherweise

ohne, dass der Ehemann seine Zustimmung dazu

gegeben hat. Das ist fatal, denn der verliert sein Gesicht,

wenn seine Frau eine bessere Stellung inne hat und eventuell

sogar noch mehr Geld als er verdient und das womöglich

aufgrund ihrer erlangten Emanzipation ihm nicht überlassen

will. Diese Frau wird der Organisation und somit auch

den Kindern gegenüber nie loyal sein können. Es sei denn,

sie würde beispielsweise vom Stamm der westafrikanischen

Punu stammen, dessen Frauen gleichberechtigt sind... Das

nur als Randbemerkung, denn die uralte Kultur Afrikas lebt

von Sitten Gebräuchen, die unserem Denken und unseren

Ansichten komplett fremd sind – und bleiben, so man nicht

mit ihnen lebt.

Justine und Marco Spalke leben seit 2006 schon in Südafrika.

Ihre drei Kinder sind dort geboren, ihr soziales Umfeld

sind die Welt und das Leben am Kap. Darum ist ihre Hilfe

konkret und effektiv, nicht zuletzt auch, weil sie sich an einem

vielfältigen und seriösen Netzwerk orientiert – das übrigens

multi-ethnisch agiert und nicht an religiöse Orientierungen

gebunden ist. In dieser Gemeinschaft weiß der eine

vom anderen, man tauscht sich aus, löst Probleme, arbeitet

zusammen und nutzt diese feste Basis des Verstehens, um

nachhaltig aktiv zu sein.

Jugendliche in Schuluniform

So erfuhren Spalkes 2011 davon, dass die vertraglich zugesicherten

Mittel für das Verbleiben von 14 Kindern an der

Robertson High School fehlten. Das Problem war, dass es

32

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Charity


Essensausgabe in Wakkerstroom

Schulzentrale mit Rektorat

dabei um die finanziellen Elternanteile für Schulgeld, Internat

und Schuluniform ging. Diese Zahlungen waren bereits

seit Monaten ausgeblieben und so stand der Verweis der

Schüler von der Schule kurz bevor. Dies wäre für die jungen

Menschen eine Katastrophe gewesen, da ein Schulabbruch

unweigerlich dazu führt, dass die oder der Betroffene keine

zweite Chance auf Bildung mehr hat. Und da es dort kein

derart engmaschiges soziales Netz wie das hiesige gibt, bedeutet

ein solches Ende die Umkehr des Weges zurück ins

Elend von Jugendarbeitslosigkeit, Drogenabhängigkeit und

auch von Kriminalität. Das trifft nicht selten auch für jene

Kinder zu, die zwar eine sechs- oder neunjährige, staatliche

Schulausbildung absolviert, danach jedoch keine Möglichkeit

einer weiterführenden Schulbildung haben. Eben, weil

sie staatlich nur mit kleinen Summen gefördert wird. Hinzu

kommt, dass High Schools oft zu weit entfernt liegen, als

dass die Schüler täglich nach Hause kommen könnten.

Wie auch die Robertson High School, auf der unter anderem

auch Kinder/Jugendliche aus Familien der Arbeiter in

den Weingütern der Region zur Schule gehen, nachdem sie

zuvor die Wakkerstroom Farmschule besucht hatten. Und

es waren eben jene Kinder, deren Eltern nicht mehr für ihren

Teil des Schulgeldes aufkommen konnten. Also wandte

Marco Spalke aus Kapstadt sich an Albert Schott in Lindern,

denn der Kontakt zwischen den Familien hatte sich seit dem

ersten Treffen in der Cloppenburger Stadthalle stark gefestigt.

Kaum hatte der junge Missionar das Problem geschildert,

da war für Albert Schott klar: „Da muss man helfen!“

Was auch geschah, mit der Sicherung des ausstehenden

Schulgeldes, so dass die Kinder ihre Schule weiterhin besuchen

konnten. Doch sollte es dabei nicht bleiben, befanden

Albert Schott und einige, über die Situation bereits informierte

Freunde und Bekannte. Da auch sie der Meinung

waren, dass eine dauernde Hilfe hier angebracht sei und ohnehin

der Wunsch danach bestand, sich in nachhaltige Entwicklungshilfe

einzubringen, wurde schon wenige Monate

später der Wakkerstroom e.V. gegründet (namentlich angelehnt

an die Farmschule, sowie an die Region), mit jenen

Zielen, die in dem nachstehenden Auszug aus der Satzung

formuliert sind:

[...]

§ 2 Zweck und Aufgabe des Vereins

1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar

gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des

Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht

in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Der Verein ist

überkonfessionell sowie ethnisch und politisch neutral.

2. Zweck des Vereins ist

· Der vorgenannte Zweck des Vereins wird dadurch erreicht,

dass begabten Kindern aus mittellosen Familien in

Südafrika durch gezielte Unterstützung eine Schulausbildung

verschafft werden soll. Dabei sollen in Zusammenarbeit

mit verschiedenen afrikanischen Schulen Schüler

aus mittellosen Familien für eine Schulpatenschaft vorgeschlagen

werden und ihnen im Falle der Auswahl die

Unterbringung, Verpflegung und das Schulgeld für die

Dauer der Schulzeit finanziert werden. Dadurch soIl den

Kindern der Zugang zu einer qualifizierten Berufsausbildung

und damit die Chance auf eine Zukunft ohne Armut

durch eigene Bildung ermöglicht werden.

· Zur Erreichung des vorgenannten Zwecks sollen

durch den Verein

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Charity

33


Ordnung und Disziplin . Wo Platz ist stehen Klassenräume.

Farmarbeiter beim südafrikanisch-deutschen Essen

1. Spendengelder gesammelt werden;

2. die Kosten der Schulausbildung, Unterkunft und

Verpflegung sowie für die notwendigen Schuluniformen

für die hilfsbedürftigen Kinder

gezahlt werden;

3. direkte Patenschaften vermittelt werden;

4. Einflussnahmen auf die finanzielle Ausstattung

der Schulen genommen werden;

5. auf die Probleme des Bildungszuganges der

Kinder in Afrika hingewiesen und für ideelle

und materielle Unterstützung geworben werden.

[...]

Heute bilden über 100 Paten, Spender und Unterstützergruppen

– unter anderem auch das Clemens-August-Gymnasium

Cloppenburg – sowie ehrenamtliche Helfer in

Deutschland den „Freundeskreis Wakkerstroom“ und unterstützen

das Projekt. Das sich mittlerweile zu einem Netzwerk

etabliert hat, in dem das Ziel einer Auswahl lernfähiger

und -williger Kinder aus armen Verhältnissen eine maximale

Schulbildung konsequent verfolgt wird. Mit Hilfe und basierend

auf dem Rat der Schulleitung und objektiv informierten,

ehrenamtlichen Mitglieder und Helfer, inklusive Marco

Spalke, des Wakkerstroom Projekts. Also nicht von fern oder

nur hin und wieder involviert, sondern mit denen, die wissen

und beurteilen können, worum es geht, was getan werden

muss und vor allen Dingen für wen.

Mit der Umsetzung all dieser Maßgaben steht das Wakkerstroom

Projekt heute bereits auf fünf Säulen: Der Vorschule

im Township 7de Laan, der Wakkerstroom Farmschule, der

Bonnievale und der Robertson High School, je mit Internat

und dem Langeberg Projekt, zur fortgesetzten Förderung

von studierenden Jugendlichen durch Stipendien.

Wir werden über jede dieser Einrichtungen und ihre Ziele

in den kommenden Stadtmagazinen berichten, denn

der Gesamterfolg lässt Hoffnung aufkommen für die junge

Generation Afrikas in dieser Region, für ein Leben in einer

wenigstens halbwegs geordneten und gesicherten Zukunft.

Für ein anständiges Auskommen und damit die Erfüllung

von Lebensträumen, auch ohne, dass man sogar seine Heimat

verlassen muss, um dem Trugbild vom schönen Schein

in der Fremde nachjagen zu wollen.

Für einen Teil der Jugendlichen im südafrikanischen Western

Cape realisiert sich die Basis dafür, mit der aktiven Umsetzung

des Ziels des Freundeskreises Wakkerstroom: „Durch

die finanzielle Übernahme von Schulgeld, Schulkleidung

oder Internatsgebühren ermöglichen wir förderungswürdigen

Jugendlichen eine bis zu fünfjährige High-School-Weiterbildung.

Nach dem High-School-Abschluss besteht die

Möglichkeit einer Förderung des Studiums durch die Übernahme

von Studiengebühren oder Stipendien wie 2013 bei

Danwill Fourtin, der heute in Wellington Lehramt studiert.“

Und – das sei nach seiner eigenen Aussage noch hinzugefügt

– später als studierter und fertig ausgebildeter Lehrer

an eine der Schulen zurückkehren wird, die vom Freundeskreis

Wakkerstroom e.V. unterstützt werden.

Hier schließt sich der Kreis wie vorgesehen, wie erhofft –

dass er zustande kam, ist dem Freundeskreis Wakkerstroom

e.V. und seinen zahlreichen, liebenswerten Unterstützern zu

verdanken.

Ulla Schmitz

34

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


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Contact Individual – für jedes Auge passend gemacht

Auch für Gleitsichtbrillenträger

Herkömmliche Kontaktlinsen, die man heute als Tages- oder

Monatstauschsysteme kauft werden in den meisten Fällen

nur in 1 Größe und mit 1 Grundkurve hergestellt. Da aber jedes

Auge anders ist, reicht das in vielen Fällen nicht aus.

Die Folge: die Linse sitzt nicht richtig auf dem Auge und das

Auge kann nicht mehr optimal mit Sauerstoff versorgt werden.

Das gemeine daran ist, dass es der Kontaktlinsenträger

kaum merkt, denn auch eine schlecht angepasste Kontaktlinse

fühlt sich auf dem Auge nicht schlecht an. Die Folgen

entstehen aber nach längerer Tragezeit. Die Hornhaut wird

nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt und es bilden

sich zusätzliche Blutgefäße zuerst am Rand der Hornhaut,

die aber immer weiter nach Innen wachsen.

Zusätzlich entstehen

Trübungen in der

Hornhaut bzw. Reizungen/Rötungen

des Auges.

Das muss nicht sein!

Die Contact Individual von Wöhlk wird exakt nach den Vorgaben

der Augen bzw. der Messwerte in Schönkirchen bei

Kiel mit eigens gefertigten Maschinen und Technologien

hergestellt.

Je nach Beschaffenheit des Auges und des Tränenfilms wird

das richtige Material ausgewählt.

Das schonende Randprofil der Contact Individual übernimmt

gleich 2 Funktionen: Es sorgt für einen optimalen

Austausch der Tränenflüssigkeit – die an das Auge Sauerstoff

und wichtige Nährstoffe weitergibt und durch die besondere

Form sorgt es für einen hohen Tragekomfort.

Zudem bietet das Material einen zuverlässigen Schutz vor

der schädlichen UV-Strahlung, die je nach Stärke und Dauer

zum Teil irreparable Schäden der Augen hervorrufen kann -

und das das ganze Jahr hindurch und nicht nur während der

sonnigen Tage.

Die Contact Individual kann nicht nur Kurz- oder Weitsichtigkeiten

ausgleichen sondern ist auch bei Hornhautverkrümmungen

geeignet.

Das Beste aber ist, auch Brillenträger über 40 Jahre, die eine

Lesebrille oder Gleitsichtbrille benötigen können die Linse

tragen und in Ferne- und Nähe wieder klar sehen.

Für eine ausführliche Beratung sollte ein Termin vereinbart

werden. So kann sich Dirk Bergner die Zeit nehmen, auf die

Wünsche genau einzugehen.

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35


Porträt

Starkes Engagement für den internationalen Jugendaustausch

In dem ruhig gelegenen Wohnhaus der Familie von Agnes Möller in Molbergen-Ermke

ist die Welt zu Hause! Denn seit 17 Jahren nimmt Familie Möller Gastkinder aus allen

Teilen der Welt bei sich auf.

Agnes Möller lebt seit ihrer Hochzeit vor 44 Jahren mit

ihrem Mann und ihren Kindern im beschaulichen Ermke

und ist ehrenamtlich stark engagiert. So ist sie Lektorin

in der örtlichen katholischen Kirchengemeinde und ein

fester Bestandteil des Frauenchores. Zusätzlich ist sie im Vorstand

des Sängerbundes Heimattreu aktiv und als Liebhaberin

der plattdeutschen Sprache setzt sie sich mit Lesungen

„up Platt“ für den Erhalt und der Sprache ein.

Vor fast zwanzig Jahren entstand der Kontakt mit dem

gemeinnützigen Verein „Youth for understanding“ (YFU), der

internationalen Jugendaustausch rund um den Globus vermittelt.

Auf diese Weise kommen jedes Jahr 500 Schüler von

allen Kontinenten nach Deutschland, während 1000 deutsche

Schüler an dem Austauschprojekt teilnehmen.

„Es macht einfach Spaß, diese jungen Menschen kennen

zu lernen und sie ein Stück in ihrem Leben zu begleiten“,

betont die heute pensionierte, ehemalige Telekom-Mitarbeiterin,

die in den vergangenen Jahren 16 Schülerinnen und

Schüler aus den verschiedensten Ländern in ihre Familie

aufgenommen hat. Aber sie sprang auch immer wieder ein,

wenn ein Schüler kurzfristig untergebracht werden musste –

und das ehrenamtlich.

Wenn Agnes Möller von ihren Gastkindern erzählt, leuchten

ihre Augen und sie gerät regelrecht ins Schwärmen. Mit

fast allen Kindern aus Rumänien, Japan, Brasilien, Kolumbien,

USA, Finnland, Schweiz, Niederlande, Belgien, Indonesien,

Aserbaidschan, Ghana, Lettland, Estland, Norwegen und

Holland hat sie noch regelmäßig Kontakt. So kommt auch in

diesem Sommer ihr ehemaliges Gastkind Laura aus Lettland

schon mit ihrer eigenen kleinen Familie zu Besuch nach Ermke.

Besonders ans Herz gewachsen ist ihr auch das Mädchen

Yaa, das vor zehn Jahren aus Ghana nach Deutschland kam.

Damals sprach sie kaum ein Wort Deutsch und heute studiert

sie Zahnmedizin in Köln und hält noch immer innigen Kontakt

zur „ihrer deutschen Familie“.

„Ich weiß immer wo meine Gastschüler sind. Es ist wirklich

toll zu sehen, wie sie ihren Weg machen und ihr Leben meistern“,

freut sich Agnes Möller, die auf verschiedenen Reisen

auch die Familien und die Länder ihrer Gastkinder kennen

lernte. „Es ist eine Bereicherung für unsere ganze Familie.

36

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Porträt


Durch unsere Gastkinder haben wir die Welt kennen gelernt und auch

unsere eigenen Kinder haben davon stark profitiert. Sie sind weltoffen

und haben Freunde auf der ganzen Welt“, so Agnes Möller.

Agnes Möller-Rolfes mit Ehemann Albert, sowie mit Laura unserer Austauschschülerin

aus Lettland, ihrem Mann Miks und Sohn Frenklin. Laura war vor 10

Jahren für ein Jahr bei uns und jetzt zu Besuch, da eine Freundin aus ihrer ehemaligen

Clique am Wochenende geheiratet hat.

Das Projekt des internationalen Jugendaustauschs bringt Schüler im

Alter von 15 bis 18 Jahren jeweils im August nach Deutschland. Die jungen

Menschen bleiben, nach einem mehrwöchigen Vorbereitungs- und

Sprachseminar ein ganzes Schuljahr hier und in ihrer jeweiligen Gastfamilie.

Dort werden sie schnell ein Teil der Familie, besuchen die Schule,

erleben den ganz normalen Alltag mit und sollen die deutsche Sprache

erlernen.

Die Schüler stehen während ihres Aufenthaltes im engen Kontakt

zur YFU und auch die Gastfamilien werden intensiv vorbereitet und

betreut. Den Familien steht jeweils ein Betreuer aus der Region als Ansprechpartner

zur Seite. Auch als YFU-Seminarleiterin und als regionale

Betreuerin engagiert sich die Ermkerin ehrenamtlich.

Agnes Möller hofft, dass sich mehr Familie bereit erklären, einen Gastschüler

bei sich aufzunehmen. „Diese Gastkinder sind wirklich eine

Bereicherung für die ganze Familie“, ermuntert Agnes Möller alle Interessierten.

Wer mehr darüber wissen möchte, kann sich direkt bei Agnes

Möller (Tel.: 04475/1822 oder bei YFU (Tel.: 040 22 70 02, oder per

E-Mail: gastfamilien@yfu.de) melden.

Ergänzend erzählt Agnes Möller-Rolfes: „Wir haben uns entschlossen

noch mal Aufnahmefamilie für Nadja aus Serbien zu

sein. Dringend werden noch Gastfamilien gesucht (circa 120 bis

Mitte August) und deshalb wurden wir noch mal wieder angesprochen.

Ich kann leider schlecht "Nein" sagen. Nadja wird dann

die 18. Jahresschülerin bei uns sein und wieder das CAG in Cloppenburg

besuchen.

P.S.: Wer sich erst später, also nach Mitte August dazu entschließen

kann, Gastfamilie zu werden, der möchte bitte mit dieser

Entscheidung nicht hinter dem Berg halten, sondern sich bei einer

der genannten Adressen melden. Da Möglichkeiten auf diesem

Gebiet variabel und immer gegeben sind.

Text: Sigrid Lünnemann


Jobmesse

7. Jobmesse Oldenburger Münsterland am

01./ 02. September 2017

Frau Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung,

wird die Messe am 01. September 2017 eröffnen

Die Jobmesse Oldenburger

Münsterland findet turnusgemäß

in Cloppenburg statt.

Bei der 7. Auflage am 01./ 02. September

2017 werden auf einer Hallenfläche

von ca. 4.500 qm mehr als 160

Aussteller ihre Ausbildungsplätze,

Arbeitsplätze und Studiengänge anbieten.

Aus allen Bereichen der Wirtschaft,

vom Handel über Handwerk

bis zu den Dienstleistern, werden alle

Branchen vertreten sein. Bildungseinrichtungen

wie die Berufsbildenden

Schulen, verschiedene Universitäten

und Hochschulen werden ebenso dabei

sein.

Frau Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin

für Bildung und Forschung,

hat in diesem Jahr die Schirmherrschaft

übernommen. Sie wird am

01. September um 9.00 Uhr die Messe

in der Münsterlandhalle in Cloppenburg

offiziell eröffnen. Damit wird

eindrucksvoll unterstrichen, welchen

Stellenwert diese Veranstaltung auch

auf Bundesebene besitzt.

TRAUM

SOMMER

ZEIT

Empfehlen Sie uns weiter.

Für jedes neue Mitglied,

das Sie vermitteln, bedanken

wir uns mit 25 Euro.

sommer2017.aok.de

Wiederum als Aussteller konnte

in diesem Jahr die Kreishandwerkerschaft

Cloppenburg mit den Innungen

gewonnen werden. Es werden die Ausbildungs-

und Aufstiegschancen im

Handwerk vorgestellt. Auszubildende

präsentieren den Schülern aktiv ihre

Berufe und Interessierte erhalten ohne

Schwellenangst Informationen aus

erster Hand.

Aber nicht nur zukünftige Auszubildende

sind eingeladen. Zahlreiche

Arbeitsplätze werden ebenso angeboten

Die Aussteller erhoffen sich Kontakte

zu Fachkräften, die sich verändern

möchten, und Arbeitssuchenden.

Auch viele regionale Unternehmen

aus dem Bereich der Zeitarbeit werden

auf der Messe vertreten sein und den

Besucher informieren.

Der Besucher kann am Stand einen

ersten Eindruck bei den Personalentscheidern

hinterlassen. Ebenso

wichtig ist eine angemessene Bewerbungsmappe.

Bei einem kostenlosen

Check erhält jeder Tipps zur Erstellung

einer erfolgreichen Bewerbung. Dazu

gehört dann noch das professionelle

Foto. Ein Fotostudio bietet direkt auf

der Messe den entsprechenden Service.

Im vergangenen Jahr in Vechta fand

auf der Messe erstmals ein Azubi-Speed-Dating

statt. Aufgrund der

großen Resonanz darauf, werden die

38

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ANzeige

Kapazitäten in diesem Jahr deutlich

erweitert. Weiterhin bieten wir ein interessantes

Vortragsprogramm mit Informationen

zu Ausbildung, Studium

und Weiterbildung an.

Eingeladen sich bei den Ausstellern

zu informieren, sind alle Schulabgänger,

Arbeitssuchende, Studienabsolventen,

Wiedereinsteiger,

Führungskräfte und Facharbeiter aller

Altersschichten aus dem Oldenburger

Münsterland und den benachbarten

Landkreisen. Die Messe bietet ebenfalls

eine Informationsplattform für

alle, die der Region aus Gründen der

Arbeitssituation den Rücken gekehrt

haben und gerne wieder in die Heimat

zurückkehren möchten. Sie alle

werden ein umfangreiches Angebot

an Ausbildungs- und Arbeitsplätzen

finden.

Interessierte

Aussteller

erhalten nähere

Informationen unter

www.jobmesse-om.de

oder unter 04478/95875-0

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39


Reise

Der Traum von “ERIN“

Er begann in New York, dieser Traum. Fünftausendeinhundertzwanzig

Komma 183 Kilometer vom

irischen Dublin entfernt – as the crow flies versteht

sich! Denn mit einem Kreuzfahrtschiff auf

der sogenannten Transatlantik Passage ist man selbst heute

noch sechs Tage unterwegs, wie lange seine jedoch Vorfahren

1847 auf einem der völlig überladenen „coffin ships“

(Sargschiffe) auf ihrem Exodus unterwegs waren, weiß Carl

nicht. Nur, dass es zwei seiner Vorfahren waren, denen die

Flucht vor der katastrophalen Hungersnot von 1845 – 49 gelang,

zwei von fast zwei Millionen Iren, die es schafften, nicht

der „Irish Potatoe Famine“ zu erliegen.

Carl´s Irish Pub lag in Soho, hübsch mit einem Kleeblatt

über der Tür, bunt mit farbig angemalter Fassade und innen

so dunkel und nach Tabakqualm miefend, wie man sich einen

Irish Pub immer schon vorgestellt hatte. Carl, mittsechzig,

groß, kein bisschen gebeugt und mit sonorer Stimme

würde denn auch weitere Klischees erfüllen, wenn er zur Unterhaltung

seiner Gäste selbst im Sommer „Auld Lang Sayne“

singen, mit der Fidel zum Step Dance animieren würde und

rote Haare hätte.

„Bei mir gäb´s da nur einen Sean-nos,“ blinzelte Carl und

fügte hinzu, weil man dabei mit den Tanzpartnerinnen so

eng sein konnte, „dass der Klerus Höllenstrafen androhte,

wenn man es trotzdem tat.“ Doch wie es sich für einen echten

Iren gehörte, war dies die Ansage zum „Sean-nosen“, wo

immer es sich anbot, ach ja, und seine Haare waren früher

tatsächlich rot.

Das fast zu viel der eingebildeten Parallelen, was Carl

freiweg bestätigte, denn das Ambiente seiner Kneipe war

die Kopie einer Bildvorlage aus einem irischen Reisemagazin

und das mit den Traditionsliedern und –tänzen hatte er

sich angelesen. Mac Flaherty, sein Nachname, war das einzig

typisch irische an ihm, allerdings auch das ein Klischee. Gerade

deshalb aber war uns die Erinnerung an eine Idee gekommen,

die auf unserer Liste „Places to see before we die“

ziemlich weit oben gestanden hatte. Eingetragen mit dem

Namen „Ballyportry Castle.“ Von dem gälischen Haus aus

dem 15. Jahrhundert hatten wir in Harper´s Bazaar gelesen,

wo die trutzige Burg mit dem bemoosten Turm als ein „Farflung

hide away“ benannt war. Weit weg von allem, mitten in

„The Burren“ gelegen. Eine knappe Autostunde von Shannon

40

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reise


Bay Coast Downpatrick

entfernt – das traf unsere Vorstellungen exakt. Zumal es sich

anbot „Ballyportry Castle“ komplett zu mieten, denn die Zahl

von sechs Schlafzimmern kam uns fein zupass. „My Home is

my Castle“, endlich!

Ganz schön dekadent, mag man sinnieren, doch nur kein

Neid, denn wer Ballyportry Castle gesehen hat, muss die

Chance darin zu wohnen auch wahrnehmen. Alles andere

wäre absurd. Hinzu kam, dass der kleine Funke, an dem sich

letztendlich unsere Faszination für Irland entzündete, der

Name „The Burren“ gewesen war. Ohne zu dem Zeitpunkt

genau um die intensive Anziehungskraft dieser einmaligen

Karstlandschaft im Umkreis von Ballyportry Castle zu wissen,

denn – wenn wir ehrlich sind – war es der Klang von An

Bhoireann (irisch: steiniger Ort = The Burren), der unsere Aufmerksamkeit

lockte. Ebenso wie es sich bei Timbuktu verhält,

bei Xanten, dem Titicaca See oder der Gobi in der Mongolei

– Namen, die Geheimnisvolles beinhalten, auch, wenn es bei

der Imagination bliebe.

An Bhoireann würde anders sein, wir ahnten es und fügten

Cliffs of Moher, Connemara, Kylemore Abbey, Newgrange,

Ring of Kerry, Dun Aenghus, Shannon und Galway Bay der

„must see list“ hinzu. Völlig in den Bann der Darstellungen

gezogen, die uns im Reisetraum durch das County Clare und

entlang der irischen Westküste begegneten. In dramatischen

Kliffs, malträtiert und angefressen von der unbezähmbaren

Kraft des Atlantischen Ozeans. Nicht weit entfernt davon Ihro

Lieblichkeit, die Landschaft der Connemara mit der Galway

Bay. Wo Reiter zu Hause sein wollen, Jagden wie ehedem

geritten werden und das mit Horseman Willie Leahy, dem

irischen Pferdeflüsterer. Wir erfuhren, dass der Shannon mit

370 Kilometern der längste und wasserreichste Fluss Irland

ist und verloren uns in Traumdetails wie Hausboote, Angeln,

Fliegenfischen... Dann wieder ein Name, der fremd und doch

vertraut klang: Mainistir na Coille Móire, Kylemore Abbey,

seit 1665 als Benediktinerinnen Kloster weit über die Grenzen

Irlands hinaus bekannt.

Und dann Poulnabrone, eine über 4000 Jahre alte Megalithanlage,

ähnlich der von Newgrange oder Dowth und

Knowth, nahe Dublin. Älter als die Pyramiden von Gizeh,

sagenumwoben seit ihrer Erbauungsphasen während der

Jungstein- und Bronzezeit, ohne Hinweise darauf, wie sie

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41


Kylemore Abbey

Poulnabrone – eine über 4000 Jahre alte Megalithanlage

hatten entstehen können. In diesen damals noch menschenleeren

Landschaften, wo kaum einer lebte, der Hand an das

Bauwerk hätte legen können. Also mussten Engel das Werk

der Hügelgrabanlagen vollbracht haben und nur darum also

blieben sie so lange unentdeckt!

Weithin sichtbar jedoch und das bereits seit 1100 bis 200

v. Chr., erheben die Ruinen von Dùn Aonghasa sich auf der,

der Westküste vorgelagerten Insel Aaran und auf dem dort

hervorragenden Kliff Inishmore. Jenes Fort, das in seiner

gewaltigen Präsenz ein Pendant des peruanischen Macchu

Piccu sein könnte, das jedoch von der ältesten Steinmauer

bis zum jüngsten Haus mit der Mythologie des irischen Königs

Aonghus mac Úmhór verwoben ist. Auch oder gerade,

weil zudem katholische Influenzen unübersehbar sind – „the

most magnificent barbaric monument in Europe“ umgibt

eine Aura, die in ihrer Intensität unvergesslich ist.

„Weißliches Blau des Himmels, melancholisches Grün der

Wiesen und Moore, verwittertes Grau der Felshügel, der

Küste, der natursteinerbauten Dörfer und Städte, salziger

Connemara Pferde

Meergeruch“, die im „Irischen Tagebuch“ von Heinrich Böll

beschriebenen Sujets wurden immer lebendiger. Wir sind

angekommen. Bei weitem nicht ausreichend vorbereitet auf

das einnehmende Zugegensein einer Wirklichkeit, die sich

in dramatischen, sowie sanften Landschaften verwirklicht,

in überbordender Lebenslust und der Sehnsucht nach Einsamkeit.

In Ozeanen erdiger Farben und durchscheinendem

Weißgrau, in Relikten uralter Mythen, in ebenso kargen wie

üppigen Urbanisierungen. In melancholischen Liedern und

unbändig schnellen, lauten und kraftvollen Tänzen, in ausgelassen

lachenden und nachdenklich blickenden Augen, in

einer Sprache, die wir nicht verstehen wollen, da sie voller

Geheimnisse scheint aus einer Kultur, die nicht die unsere ist.

Oder: nicht mehr die unsere scheint.

Obwohl die Iren, wie auch wir von den Kelten abstammen.

Einem homogen lebenden Volksstamm, der 450 v. Chr. von

Herodot zum ersten Mal erwähnt wurde, als „keltoi“ = die

„Tapferen“, die „Kühnen“. Heute, auf der Suche nach Bestätigung

dieser Attribute ist man leicht geneigt sie eher „echten

Iren“ zuzusprechen, als in unserem Umfeld würdige Träger

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Bay Coast Strand Renvyle Connemara

dessen zu suchen. Dazu ist die Zeitrechnung in unserer Welt

zu schnell geworden, zu einnehmend und dominant, bezogen

auf Dinge, Taten und Wirkungsfelder, die jenseits den

Einflüssen frühkultureller Prägung gelagert sind.

Im deutlich ruhigeren Habitus irischer Welten glaubt man

diese Art eher zu erkennen: „Wo die Zeit kein vernünftiges

Gesicht hat, nur ein Herz, einen Rhythmus, eine Melodie“

wie Böll beschrieb. James Joyce, William Butler Yeats, Samuel

Beckett, Jonathan Swift – ihre Werke sind Literatur für

die Ewigkeiten und so sehr wir uns jetzt damit schmücken

möchten, dass wir sie alle gelesen haben, am besten in dem

unvergleichlichen Ambiente von Ballypoltry Castle.

Malerisch und im Gegenlicht auf einer der meterbreiten

Fensterbänke aus nur rudimentär behauenen Kalksteinquadern

oder angelehnt an die phänomenal dicken Mauern

in der Küche oder im Esszimmer, aus einer eben solche

Zusammensetzung. Man könnte auch auf dem steinernen

Küchentisch sitzen oder neben dem Torf betriebenen Herd;

man könnte sich es sich vor einem der Kaminöfen gemütlich

gemacht haben, eingekuschelt in eine dieser besonders

weich-warm-wollenen Decken von Co., die massiven, historisch

nach gebauten Möbelstücke eines jeden Raums im

Blick.

Und sich dabei fühlen wie ein Mitglied entweder der O´Brian

oder der O´Loughlin Familien, fest verwurzelt seit über

1000 Jahren mit der Kultur „The Burren“.

Einen Schlusssatz kann es an dieser Stelle nicht geben, da

unsere Faszination Irland noch unendlich viel Nährstoff finden

wird, im Traum und vor Ort. Nur eines vielleicht noch:

das Vorbild für Carls Irish in New York sahen wir in Dublin.

Dort hörten wir auch, dass George Clooney ein Ire sei, „ein

Sohn von Erin“ (gälisches Wort für Irland) wie er sich nennt,

ein O´Clooney. Warum überrascht uns das nicht?

Ulla Schmitz

Ausführliche Informationen:

Fremdenverkehrsamt für Irland: T. 069 66 80 09 50,

www.discoverireland.com

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Das Stadtmagazin kocht

Enrico Liebezeit kocht, hier

auch für das Stadtmagazin.

Zu Besuch in der Außenwohngruppe des Gemeindepsychiatrischen

Zentrum Cloppenburg (GPZ)

v. l. Peter Dietmar Petersen, Peter Bröring, Margaretha Gortay, Enrico Liebezeit

Beim gemeinsamen Zubereiten

des frischen Gemüses haben wir

Gelegenheit mit Enrico Liebezeit

(35) über seine Vergangenheit und

seine Träume für die Zukunft zu sprechen.

Enrico Liebezeits Vergangenheit

waren Szenarien voller Verzweiflung,

denn mit 22 Jahren erkrankte der junge

Mann an paranoider Schizophrenie.

Seine damaligen WG-Mitbewohner

brachten ihn in die Klinik, als es ihm

sehr schlecht ging. Von der Diagnose,

über die Bewältigung dieser Krankheit

bis hierher, ins Gemeindepsychiatrischen

Zentrum Cloppenburg (GPZ)

hatte er einen langen Weg zu gehen.

Der begann mit häufig wechselnden

Wohnorten, mit damit verbundenen

Jobwechseln, mit der daraus folgernden

Verschlechterung seines Gesundheitszustandes

und somit, folgerichtig

zu immer häufigeren Klinikaufenthalten.

Betreuungen waren die Folge, bis

ihm eines Tages nahe gelegt wurde, sich

das Gemeindepsychiatrischen Zentrum

in Cloppenburg anzusehen. Ohne auch

nur einen Moment zu zögern, nahm er

diesen Vorschlag an, besuchte das GPZ

und blieb – sehr gerne. In der dortigen

Umgebung richtig angekommen und

gefördert von den Therapien, wurde er

sich erneut seine Kapazitäten bewusst,

so dass er nach drei Jahren wieder zu Eigenständigkeit

finden konnte, indem er

mit zwei weiteren Bewohnern des GPZ

in eine selbstständige Wohngruppe,

beziehungsweise Wohngemeinschaft

ziehen konnte.

Seither sind die Mitglieder des Betreuerteams,

Margaretha Gortay (Sozialdienst),

Peter Bröring (Ergotherapeut)

und Dietmar Petersen (Leiter Wohnund

Außenbereich) begeistert von

den Fortschritten, die Enrico Liebezeit

macht. Von dem selbstständigen Agieren

im Alltag, von der unbedingten

Einhaltung gesetzter Tagesstrukturen –

ohne die das Leben, sowie die individuelle

Selbstverwirklichung im Rahmen

des GPZ nicht möglich wäre.

Dazu gehört natürlich auch ein Hobby.

Für Enrico Liebezeit sind das die Gartenarbeit

und das Züchten von Gemüse

in seinem eigenen kleinen Beet. Den

Anstoß dazu erhielt er von seiner Pflegemutter,

die ihm eines Tages Samen

von Radieschen und Kohlrabi aus dem

Baumarkt schenkte. Noch nie zuvor

in seinem Leben hatte Enrico einen

Garten gehabt und bestellt und somit

auch keine Ahnung wie man Gemüse

zieht. Aber sein Einfühlungsvermögen,

seine Sorgfalt und die Freude an

den wachsenden Pflanzen wurden mit

reichhaltiger Ernte belohnt. Und mit

Anerkennung, denn das so gewonnene

Biogemüse wird in der Wohngruppe

zubereitet und verzehrt. Und weil´s so

reichhaltig ist, können auch Nachbarn

und Freunde sich häufig über Gemüse

aus Enrico Liebezeits Garten freuen.

Gegen Ende des gemeinschaftlichen

Kochens an diesem Vormittag in der

Gesellschaft dieses liebenswerten,

höflichen und freundlichen Mannes,

ist seine anfängliche Unsicherheit verschwunden

und als wir uns verabschieden,

steht er lächelnd, mit einem Armvoll

frisch geernteter Zucchini auf der

Terrasse. Dass dabei auch eine für uns

dabei ist, ist für Liebezeit eine selbstverständliche

Geste.

Er träumt davon eines Tages zurück in

seine Heimat gehen zu können, dorthin,

wo seine Familie wohnt. Wo seine

Geschwister leben, in deren Kreis er zu

Hause sein will. Mit diesem Ziel vor Augen,

kämpft er sich Tag für Tag und mit

enormem Ehrgeiz zurück in das „normale“

Leben. Das auch seine Macken birgt,

das Enrico Liebezeit aber schon mehr

als das übliche Maß davon abverlangt

hat. Jetzt ist er dran, Gutes zu erfahren.

Das GPZ ist eine optimale Basis dafür.

Text: Niemöller/Schmitz

oben: Enrico Liebezeit präsentiert seine

Zucciniernte.

links: Enrico Liebezeit schaut nach seinen

Tomaten

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DAS

STADTMAGAZIN

KOCHT

Curry-Zucchini-Kürbis-Suppe

Zutaten:

1 mittelgroßer Kürbis

3 mittelgroße Zucchini

5 mittelgroße Zwiebeln

Olivenöl

grobkörnige Gemüsebrühe

Salz, Curry

Sahne

ZUBEREITUNG

01. Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden.

02. Olivenöl in einen Topf geben und die Zwiebelringe

darin glasig dünsten.

03. Kürbis schälen, vierteln, entkernen und in Stücke schneiden.

04. Zucchini waschen, an den Enden abschneiden, der Länge

nach halbieren, evtl. Kerne entfernen und in Stücke schneiden.

05. Kürbis- und Zucchinistücke in den Topf geben und mit

Wasser bedecken.

06. Gemüsebrühe nach Geschmack zugeben.

07. Alles im geschlossenen Topf garen, dann pürieren, mit

Salz und Curry abschmecken und mit Sahne verfeinern.

9

Gemüse aus dem heimischen Garten trifft den Süden

Zutaten:

600 g Kartoffeln

2 Zwiebeln

1/2 Bund Schnittlauch

1 gelbe Paprika

2 rote Paprika

3-4 kleine Zucchini

16-20 kleine Tomaten

4 Knoblauchzehen

250 g Fetakäse

6-8 Esslöffel Olivenöl

14 in Öl eingelegte schwarze

Oliven ohne Stein

8 Thymianzweige

(Alternativ Pulver)

Oregano, Salz & Pfeffer

2 EL Sonnenblumenkerne

ZUBEREITUNG

01. Kartoffeln am Vorabend (In der Schale) halb gar kochen.

02. Zwiebeln waschen und in 1 cm dicke Stücke schneiden.

03. Paprika waschen und in Stücke schneiden.

04. Zucchini waschen und in 1 cm dicke Streifen schneiden.

05. Tomaten waschen und halbieren.

06. Knoblauchzehen häuten und klein hacken.

07. Hirtenkäse in Würfel schneiden.

08. Kartoffeln in Auflaufform schichten.

09. Frühlingszwiebeln, Paprika und Zucchini darauf verteilen.

10. Fetakäse darauf geben.

11. Knoblauch zugeben.

12. Sechs Esslöffel Olivenöl darüber geben.

13. Mit Thymian (Zweige), Schnittlauch, Oregano, Salz und

Pfeffer würzen.

14. Alles vorsichtig kurz durchmengen.

15. Mit Sonnenblumenkerne bestreuen

16. Bei Umluft 120° C circa 20 Minuten garen.

17. Nach 20 Minuten Auflaufform aus dem Ofen nehmen,

die Tomaten und Oliven hinzufügen sowie eventuell noch

2 EL Olivenöl und weitere10-15 Minuten im Ofen backen.

Dazu reicht Enrico Liebezeit Baguette.

Enrico Liebezeit würzt mit Oregamo.

Foto:; (GPZ) Haupteingang GPZ Wohnheim. www.gpz-cloppenburg.de

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Hören Sie noch

oder verstehen Sie schon ?

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wirksam Abhilfe, wenn trotz eines

Hörgerätes Sprache in lauter Umgebung

nicht verstanden wird.

Verstehen Sie?

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Unterhaltung, in Gruppen unverständlicher

Geräuschbrei, in Besprechungen

mehr Stimmengewirr als definierte

Sprache: All das sind Situationen, in denen

Störlärm Hörgeräteträgern das Leben

schwer macht. Doch warum? Der

Grund dafür liegt auf der Hand: Störgeräusche

aus der Umgebung dringen

bei sogenannten „offenen Versorgungen“

(mit Schirmchen oder gewöhnlichen

Otoplastiken) am Hörgerät

vorbei direkt ans Trommelfell. Der Störschall

gelangt also ungefiltert ans Ohr

und überlagert die Sprachsignale. Im

Ergebnis ist das Sprachverstehen trotz

modernster Hörgerätetechnologie

deutlich erschwert.

Besseres Sprachverstehen

In langjähriger Entwicklungsarbeit

haben die Audiologen von Hörluchs

eine Lösung für dieses Problem gefunden:

In der HCP-Otoplastik verhindert

ein akustischer Filter aus Kohlefaser

das Eindringen von Umgebungs- oder

Störlärm. Sprache wird damit auch in

lauten Umgebungen klar und deutlich

verstanden. Dank des atmungsaktiven

Kohlefasermaterials bleibt das

Ohr dennoch offen und gut belüftet

– ein unerwünschtes Verschlussgefühl

tritt nicht auf. Jedes HCP-Ohrstück wird

anhand einer vom Akustiker erstellten

Ohrabformung maßgefertigt.

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nicht genug. Damit eine HCP-Otoplastik

richtig gut sitzt, bauen wir sie

in sogenannter Nugget- oder Skelettform.

Das sorgt für die optimale Belüftung

des empfindlichen Ohrgewebes:

Zur Versorgung mit Sauerstoff, zur

Vermeidung entzündlicher Prozesse

und natürlich um den unerwünschten

Okklusionseffekt zu verhindern.

„Seit Jahren litt

ich an Hörproblemen.

Besonders schlimm

war es bei der

Kommunion meiner

Enkelin. Trotz Hörgeräts

verstand ich statt

der Gespräche nur

Besteckklappern.

Dann empfahl mir ein

Hörgeräteakustiker

das HCP. Er meinte, ein

Hörgerät ohne HCP sei

wie ein Porsche ohne Räder.

Seit ich nun das HCP

im Ohr habe, verstehe

ich alles und jeden, ganz

egal wo ich gerade bin.“

Reiner Sturm, 67

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Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu


eportage

Wissen und die Zeit, sich der Imkerei zu

verschreiben. Franz-Josef Bohlke führt

dieses Hobby bereits in der dritten

Generation weiter. Einerseits aus Traditionsverbundenheit

und familiärer Verpflichtung,

jedoch auch, damit noch in

Zukunft heimischer Honig, Äpfel und

Birnen aus dem Oldenburger Münsterland

auf dem Markt zu kaufen sind.

Denn kein Mensch will künstlich erzeugte

Lebensmittel essen. Statt Honig

mit einem Klecks undefinierbaren Süßkrams

aus der Retorte obendrauf. Nein!

Regelmäßig inspiziert Franz-Josef Bohlke seine Bienenkästen. Foto: Johannes Hörnemann

Bienen sind unersetzlich!

Franz-Josef Bohlke möchte mit seinem Hobby,

der Imkerei, einen Teil der Schöpfung bewahren.

Franz-Josef Bohlke (57), Referent

für das Meldewesen ist an seinem

Arbeitsplatz im Bischöflich

Münsterschen Offizialat tagtäglich für

die Erfassung und Pflege umfangreicher

Datenmengen zuständig. In seiner

Freizeit übernimmt das Mitglied des

Bakumer Gemeinderates Verantwortung

für große Bienenscharen.

Zehn Völker sammeln unter seiner

Aufsicht und mit seiner Pflege an mehreren

Standorten in unserer Region

Blütennektar. Bis zu 500.000 Bienen

produzieren im Umkreis seines Heimatortes

Lüsche Honig, etwa 30 Kilogramm

sind es pro Volk und Jahr. Die meiste

Aufmerksamkeit brauchen Bienen in

den Monaten von April bis August, fast

einen Tag pro Woche. Danach und im

Herbst sei dann noch Zeit genug um

Urlaub zu machen, sagt Bohlke.

Für uns alle jedoch ist es höchste

Zeit, sich mit diesem brisanten Thema

zu befassen, denn Bienen produzieren

nicht nur Honig, sie spielen eine zentrale

Rolle im Ökosystem. „Die Bestäubungsleistung

der Bienen ist für den

Deutschen Obstanbau unersetzlich“,

weiß Bohlke. Eine Blüte, die nicht bestäubt

wird, trage keine Frucht. Also

gibt es ohne Bienen kein Obst mehr –

so einfach dieses Fazit ist, so fatal ist es

für jeden einzelnen von uns.

Damit Bienenvölker sich aber erhalten

können, müssen die Insekten

das ganze Jahr über Nahrung finden.

Dazu können Gartenbesitzer und Gartenplaner

aktiv einen Beitrag leisten

und Nahrungspflanzen für die Bienen

bereitstellen. Denn Monokulturen und

„aufgeräumte Landschaften und Gärten

machen den Bienen das Leben

schwer, da sie Artenvielfalt benötigen,

um ganzjährig Futter zu finden.“

„Die Bestäuber, die Bienen, brauchen

unsere Hilfe“, betont Bohlke. Und

die wächst in Form von einheimischen

Blütenpflanzen, Kräutern und Bäumen.

Hier finden die Bienen Nahrung, doch

importierte Sorten wie die Gelbe Forsythie

beispielsweise werden von Bienen

nicht angeflogen. „Eine für Bienen

schmackhafte Pflanzenwelt hilft uns,

nachhaltig nicht nur von der Natur zu

profitieren, sondern im Einklang mit ihr

zu leben“, erklärt Franz-Josef Bohlke.

Dabei dürfen auch nicht die Umweltverseuchungen

aus Gülle/Nitrat und

Pestiziden unerwähnt bleiben – wobei

es eine Weile braucht, um diese Schäden

an der Umwelt reparieren zu können.

Dass dazu ein radikales, individuelles

Umdenken in Sachen Ernährung

gehört – auch das ist schon lange kein

Geheimnis mehr. Es muss nur noch

umfänglicher umgesetzt werden. Die

richtigen Blumen hingegen in Garten

und auf den Fensterbänken anzupflanzen

– das ist ein Plan, den jeder von

uns sich für das kommende Frühjahr

vornehmen kann. Und so einiges davon

kann im Herbst schon gepflanzt

werden. Schließlich hat nicht jeder das

Text: Schmitz/Hörnemann

Nachhaltige

Enthaarung - durch

ein Honig-Zuckergemisch

In der Antike waren enthaarte Körper

ein Muss, bei Frauen und Männern

gleichermaßen. Schöne Menschen

waren, bis auf das Haupthaar

am ganzen Körper haarlos, und

selbst Kinder aus den Familien der

Upper Class hatten sich der regelmäßigen

Prozedur des Enthaarens

zu unterziehen.

Das war umso problemloser, als

dass die Methode des Epilierens

auf sanfte Art mit einer Mixtur aus

Honig, Zucker und Zitronensaft geschieht

und die Haut im Anschluss

wunderbar weich ist. Das gilt für alle

Bereiche des Körpers, auch für die

Intimzonen, bei Damen und Herren

gleichermaßen. Eine kühlende

Nachbehandlung mit erstklassigen

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das körperliche Wohlbefinden.

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nur nach terminlicher Vereinbarung

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

47


Blick über den Tellerrand

Eine ungewöhnliche künstlerische Installation erwartet die Besucher in der dritten Etage: Die Horst Janssen-Bilder hängen in ungewöhnlichen

Höhen auf den bunt tapezierten Wänden.

Helene von Oldenburg setzt Horst-Janssen-Werke

neu in Szene

Einen ungewöhnlichen Blick auf die Werke des Künstlers

Horst Janssen lenkt Helene von Oldenburg in der Ausstellung

„Janssen Revisited“, die noch bis zum 24. September

2017 im Oldenburger Horst-Janssen-Museum zu sehen sein

wird. Die Bilder sind verdeckt, gestapelt, minimalisiert oder

als Gesamtkunstwerk arrangiert.

Im vergangenen Jahr gelang es dem Museum mit Unterstützung

der Kulturstiftung der Länder, des Bundes, des

Landes Niedersachsen und verschiedener Stiftungen, die Privatsammlung

des Hamburger Literaturwissenschaftlers Stefan

Blessin, die mehr als 300 Werke des 1995 verstorbenen

Künstlers Horst Janssen umfasst, für 1,5 Euro zu erwerben.

Museumsleiterin Dr. Jutta Moster-Hoos lud die Künstlerin

Helene von Oldenburg ein, die neue Sammlung auf ihre

eigene Art zu gestalten und so dem Publikum einen neuen

Blick auf die zum Teil bereits in früheren Ausstellungen gezeigten

Bilder zu ermöglichen. Die einzige Bedingung: Die

Bilder durften nicht beschädigt werden.

Diese große künstlerische Freiheit war für Helene von Oldenburg

ein Geschenk und sie hat sie genutzt. Bewusst geht

sie mit der Präsentation an Grenzen und provoziert. „Die

Resonanz bei der Ausstellungseröffnung war sehr positiv.

Aber natürlich gefällt es nicht jedem Besucher. Wenn sich allerdings

bei dieser Ausstellung niemand beschweren würde,

hätte ich etwas falsch gemacht“, betont die Künstlerin, die

mit ihrem unkonventionellen Projekt zur Diskussion über die

Kunst anregen möchte.

Helene von Oldenburg, Schwester von Christian Herzog

von Oldenburg, wuchs auf dem Familienanwesen Gut Güldenstein

in Schleswig-Holstein auf. Sie ist promovierte Agrarwissenschaftlerin

und hat nach ihrem Doktortitel noch Kunst

an der Hochschule für bildende Künste in Hamburger studiert.

Heute lebt und arbeitet sie in Rastede und Hamburg.

Sie ist eine Grenzgängerin und sucht ihren Weg zwischen

Kunst, Naturwissenschaften und den digitalen Medien.

„Ich habe lange nach meiner künstlerischen Darstellungsform

und meinem Medium gesucht, um mich auszudrücken.

Irgendwann habe ich gemerkt, dass gerade diese Suche

meine Ausdrucksform ist. Ich suche für jedes Thema eine adäquate

Form und Ausdrucksweise“, beschreibt Helene von

Oldenburg ihre künstlerische Arbeit.

Und das Ergebnis dieser Suche nach der künstlerischen

Präsentation der 300 Kunstwerke sind nun über drei Etage

im Horst-Janssen-Museum zu sehen.

In der ersten Etage hat die Künstlerin ein eigenes Alphabet

aus den Zeichnungen entwickelt. So hat sie aus verschiedenen

Bildern jeweils besondere Linienführungen ex-

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Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Blick über den Tellerrand


Hinter den Übermalungen der Künstlerin sind die Werke von

Horst Janssen zum Großteil verborgen.

„Skulptur 76“: Der Stapel aus Bilderrahmen verbirgt

76 Horst-Janssen-Werke vor den Blicken der Museumsbesucher

und wird so selbst zum Kunstwerk.

trahiert und einem Buchstaben zugeordnet. „Die Besucher

tauchen ein in die Bilder. Sie begeben sich auch die Suche

und entdecken die Bilder dabei ganz neu“, so Helene von

Oldenburg. Das neue Alphabet kann in einem interaktiven

Projekt direkt vor Ort angewendet werden. Mit Hilfe von

extra angefertigten Stempeln können Nachrichten verfasst

werden. Außerdem steht die neu entwickelte Schrift auch

als Download bereit und kann so auf jedem Computer oder

Smartphone als Schriftart genutzt werden. Eine SMS, die an

0174 80 544 77 geschickt wird, wird direkt an eine Wand in

der Ausstellung projiziert. So kann jeder Besucher Teil des

Kunstprojektes werden.

In der zweiten Etage hängen die „Übermalungen“. Von

den ursprünglichen Kunstwerken sind jeweils nur noch

wenige Quadratzentimeter zu sehen. Der Rest wurde – geschützt

durch eine Glasscheibe – übermalt oder mit einem

Tapeband überdeckt und ist so zu einem neuen, eigenständigen

Kunstwerk geworden. „Auch bei den Übermalungen

und bei der Art wie die Klebestreifen aufgebracht sind, ist

meine persönliche Handschrift zu erkennen. Der Betrachter

erkennt, dass es handgemacht ist“, betont Helene von Oldenburg.

Manche Besucher entwickeln auch den Ehrgeiz, das verborgene

Bild hinter der Übermalung zu enträtseln und setzen

sich auf diese Weise wieder intensiv mit dem Kunstwerk

auseinander. In dieser Etage steht mit der „Skulptur 76“ auch

das Lieblingswerk der Künstlerin. Dafür hat sie 76 gerahmte

Zeichnungen von Horst-Janssen übereinander gestapelt. So

bilden die sichtbaren Rahmen - im musealen Standardmaß

von 75 mal 105 Zentimeter – eine eigene Skulptur ohne

einen Blick auf die verborgenen Bilder zu ermöglichen. So

mancher Horst-Janssen-Fan wird dies sicherlich bedauern.

Irritierend ist auch eine weitere Installation, mit der die

Künstlerin den Wert von Kunst hinterfragt. Vier auf den ersten

Blick vollkommen gleiche Horst-Janssen-Drucke hängen

nebeneinander. Erst auf den zweiten Blick fallen die unterschiedlichen

Signaturen auf. Für den Betrachter eine belanglose

Kleinigkeit für den Kunsthandel allerdings von großer

Bedeutung. Ein Plakat ohne Signatur, eins mit Signatur, eins

mit Stempelsignatur und eine Fälschung. Der Besucher kann

sich die Frage stellen: Welches Plakat ist ihm mehr wert und

warum?

Die dritte Etage ist die auf den ersten Blick ungewöhnlichste

Hängung von musealer Kunst. Hier wurde der gesamte

Raum zum Kunstwerk. Auf grell gemusterte Tapeten, die

an Wohn- bzw. Jugendzimmer aus den 70ger Jahren erinnern,

hängen in einem scheinbaren wirren Durcheinander

die Kunstwerke – mal in Bodennähe und mal knapp unter

der Decke und ermöglichen so – im wahrsten Sinne des Wortes

– einen neuen Blickwinkel auf die Kunst.

Noch bis zum 24. September können sich die Besucher

selbst ein Bild von der Ausstellung machen.

Text: Sigrid Lünnemann

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Blick über den Tellerrand

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Herbstlese

„Dass Denny Malone einmal

im FBI-Gefängnis Park Row landen

würde, hätte wohl keiner für möglich gehalten.

Eher der Bürgermeister von New

York, der Präsident der Vereinigten Staaten,

der Papst – aber doch nicht Dennis

John Malone!“

So beschreibt Don Winslow den Protagonisten

in seinem neuen Thriller, Denny

Malone. Der ist Elitepolizist, der „Hero

Cop“, seit ihm und seinen Kollegen mit

50 Kilo Heroin der größte Drogenfund

in der Geschichte New Yorks gelungen

ist. Die Eliteeinheit, die „North Manhatten

Special Taskforce“ ist zuständig für

Gewaltverbrechen, Drogen und Waffen.

In ihrem Revier sind sie die Kings. Und

unumstrittener King der Taskforce ist

Malone.

Denny Malone ist ein Dirty Cop. Er ist

korrupt, sorgt aber auch dafür, dass es

denen, die das Leben so gar nicht auf

dem Zettel hat, dass die sich hier und

da mal eine Mahlzeit, eine durchzechte

Nacht und einen Besuch im Bordell leisten

können. Und er sorgt dafür, dass die

Kinder aus diesen Familien zur Schule

gehen und im Großen und Ganzen gar

nicht erst auf die Idee kommen, sich

den Lebensstil ihrer Alten anzugewöhnen.

Da greift Malone ein, auch finanziell

und natürlich von dem Geld, das Gangstern

auf der Flucht vor ihrer Verfolgung

durch die North Manhatten Special Taskforce

„irgendwie“ abhanden gekommen

ist.

Doch damit nicht genug, denn wenn

einer von denen es Malones Meinung

nach verdient hat, fliegen die Fetzen und

zwar richtig. Wenn sich alles wieder beruhigt

hat, verteilt Malone Umschläge für

die Mafia an Staatsanwälte und Beamte,

um ein Gerichtsverfahren zu optimieren

oder die Vergabe von Bauaufträgen in

die richtigen Kanäle zu leiten. Dass dabei

auch für ihn solche Umschläge abfallen

– so what! Denn auch das gehört zu seiner

Berufsauffassung, die Straßen New

Yorks sicherer zu machen, dazu.

Denny Malones Welt ist in Ordnung,

bis es mit einem Mal kompromittierende

Tonbandaufnahmen von

ihm gibt. Von da an ist eine ehrgeizige

Bundesanwältin seine Kontrahentin.

Sie will, dass er auspackt,

Namen und geplante Straftaten

nennt – kurz, dass er zur Ratte wird. Die

Alternative ist eine ewig lange Gefängnisstrafe...

„Du hast die Korruption eingeatmet,

seit deinem ersten Streifengang. So wie

Du den Tod eingeatmet hast, damals im

September. Die Korruption liegt nicht

nur in der Luft. Sie gehört zur DNA dieser

Stadt New York. Auch zu deiner.“

Don Winslow: Corruption.

Droemer Knaur.

ISBN 978-3-426-28168-0. € 22,99

Donald John Trump –

Commander-in-Chief,Commander-in-

Tweet – er wird die Welt verändern. Und

keineswegs „nur“, weil seine Präsidentschaft

klarstellt, dass auch Nicht-Politiker

das höchste politische Amt der

„Weltmacht No.1“ bekleiden können.

Donald Trump polarisiert wie kein anderer

Präsident vor ihm. Seine Manieren,

seine Wutausbrüche, seine bombastische

Ausdrucksweise, seine Körpersprache,

nichts an ihm taugt zum Vorbild. Er

gibt sich offen rassistisch und sexistisch,

er hält sich für den größten Macher und

Präsidenten der Geschichte und for ever,

sieht die USA als Firma und sich selbst

als ihren CEO. Er legt sich mit Verbündeten

an, ohne eine Ahnung vom Sinn

der gemeinsamen Verträge zu haben. Er

beschimpft das Establishment, obwohl

er als Schöpfer und Verwalter seines eigenen

Imperiums selber Mitglied auch

dieser Gesellschaft ist und sich zudem

weit entfernt vom Proletariat des Landes

platziert.

Dennoch haben gerade sie ihn gewählt,

einfach, weil er den Macher markierte,

weil er ihnen Dinge versprach, die

nicht einzuhalten sind ohne dass die

Zeit rückwärts gedreht würde. Dieses

selbstverständliche Zurschaustellen

von Macht und Rücksichtslosigkeit war

jedoch ebenso nach dem Gusto zahlreicher

Republikaner – denn hätten sie

ihn sonst gewählt? Es ist diese Melange

einer Wählerschaft, die zuvor noch nie

an einem Strang gezogen hat, sich stattdessen

eher verachteten und minder

schätzten. Und doch haben sie gemeinsam

einen demokratischen Akt vollzogen,

mit dessen Ergebnis nicht nur

sie sich zurecht finden müssen

– denn auch die Welt hat sich im

Schatten Trumps verändert.

Nie war der Ausbruch eines Atomkrieges

so nah, nie wurde die Geschichte

der USA so eigenartig (um es

vorsichtig zu sagen) interpretiert und

nie waren die Sorge um eine weitere

News aus dem Munde beziehungsweise

von Trumps Twitter-Account so einnehmend.

Dennoch: Der Mann mit der orangefarbenen

Haut und der komischen Frisur,

der oft müde wirkt und überfordert, der

provoziert ohne es zu bemerken, dieser

Mann ist Präsident der Vereinigten

Staaten von Amerika. Oberbefehlshaber

der mächtigsten Militärmacht und umgeben

von Menschen, die ihm zutrauen

America wieder groß zu machen. Es

muss also was dran sein an diesem Phänomen

Trump!

Ansgar Graw, langjähriger US-Korrespondent,

analysiert den Weg Donald

50

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Herbstlese


Trumps in die Machtzentrale Washingtons.

Er beleuchtet Trumps Persönlichkeit,

dessen familiären und beruflichen

Hintergrund, seine Aussagen und Positionen,

seine Erfolge und die Gegenteile.

Er lässt Trump auch vor dem Hintergrund

der vorherigen Präsidenten zu und

zeichnet so, zusammen mit dem Blick

auf das amerikanische Selbstverständnis

und der gesellschaftlichen Situation

ein in sich schlüssiges Bild des aktuellen

#POTUS.

Wer versuchen will, Trump auch mal in

einem anderen Licht zu sehen, der wird

in diesem Buch Antworten finden. Ob sie

dann noch aktuell sind – so Trump will.

Ansgar Graw: Trump verrückt die Welt.

Herbig Verlag.

ISBN: 978-3-7766-2807-4.

€ 20,00.

Es ist eins der charmantesten Bücher –

nicht nur für dieses Jahr. Denn nie zuvor

wurden private Einblicke in das Leben

deutscher Bundeskanzler(in) so unverfänglich

und unkapriziös dargestellt wie

in diesem Buch. Das lebt von den zahllosen

Details, mit denen die Protagonisten

jenseits der politischen Bühne beschrieben

werden, das in seinem Kontext jedoch

nicht einmal in die seicht-boulevardeske

Ecke abschweift. Dabei müssen die

Verführungen dahingehend zahlreich

gewesen – wenn beispielsweise von

Ehe- und anderen Verhältnissen die Rede

ist, wenn die Partnerinnen und Kinder

der mächtigen Männer von der Welt liebevoller

betrachtet wurden als die „Über“

männer und –väter. Die sie in manchen

Fällen gar nicht waren, sondern ihre Familie

als nicht mehr als schmückendes

Beiwerk um sich scharrten. Für Helmut

Kohl war „die Politik der Mittelpunkt seines

Lebens. Nicht die Familie,“ sagte sein

Sohn Walter und fügte hinzu: „Ich denke,

ich habe lange nicht verstanden, dass

mein Vater dennoch glaubte, das Beste

für uns zu tun.“

Diesen Spagat zwischen Politik, dem

damit verbundenen Glamour und der

Familie wusste Willy Brandt offenbar

besser zu bewältigen, auch wenn es für

die Öffentlichkeit so aussah, als dass

seine Söhne und seine älteste une-

heliche Tochter sich in Rebellion und

Unverständnis für seine Rolle von ihm

abgewandt hatten. Doch wenn man

dann gewahr wird, wie aufmerksam

und liebevoll Willy Brandt, wann

immer es ihm möglich war, auf die

Wünsche und Forderungen seiner

Kinder eingegangen war, dann

geben Passagen wie diese Anlass

zum Nachdenken und das fordert

der unprätentiöse Erzählstil der bei-

den Autoren Jochen Arntz und Holger

Schmale geradezu heraus.

Seit Jahrzehnten begleiten sie die deutschen

Kanzler, doch ist es ihrer feinen

Auffassungs- und Beobachtungsgabe,

sowie ihrem Respekt vor dem jeweiligen

„Privatmenschen Kanzler(in)“ zu verdanken,

dass wir zum Beispiel in Gerhard

Schröder endlich jenen Politiker erkennen,

der am meisten für die Gleichberechtigung

von Frau und Mann getan hat

– weil seine Mutter sein Ein und Alles war

und er sie als stets unermüdlich arbeitende,

die Kinder in ärmlichen Verhältnissen

allein versorgende und dennoch liebevollste

Mutter als Vorbild gesehen und

erlebt hat.

Liebe bestimmte auch das Verhältnis von

Helmut und Loki Schmidt, und wenn

in dem vorliegenden Buch die Rede ist

von dem Erkennungspfiff der Beiden –

„diese kleine Tonfolge aus dem ziemlich

sinnfreien Seemannslied ´Ich muss ein

Schnäpschen haben`“ erzählt wird und

wie sie sich damit überall erkannten,

dann bleibt auch eine Träne nicht aus,

wenn Helmut Schmidt davon sprach, wie

er in den letzten Lebenstagen seiner Loki

ihr „unseren alten Hauspfiff“ gepfiffen

hat, und sie, obwohl bewusstlos, dann

lächelte.

Nein, die Geschichten dieses Buches zu

jedem der deutschen Kanzler(in) sind

nicht schwermütig, nicht kompliziert

und schon gar nicht betulich. Sie sind voller

Leben, bunt, mittendrin und so nicht

selten auch rasant, da sie dem Rhythmus

der Kanzlerpersönlichkeiten und der sie

jeweils umgebenden, sich deutlich wandelnden

Gesellschaft angepasst sind.

„Die Kanzler und ihre Familien“ ist eins

der charmantesten Bücher – nicht nur

für dieses Jahr, und so wäre es ein Affront

gegen sich selbst, es nicht erleben zu

wollen.

Jochen Arntz | Holger Schmale:

Die Kanzler und ihre Familien.

Dumont Buchverlag.

ISBN 978-3-8321-9851-0. € 22,00

49661 Cloppenburg • Lange Str. 8

24 Stunden online-shopping: www.terwelp.de

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Herbstlese

51


Kultour

Senioren on KulTour nach Weyhe und Hamburg

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als Tages- oder Mehrtagesfahrt.

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Organisation und arbeiten Ihnen

komplette Touren maßgerecht auf

Ihre Bedürfnisse und Wünsche aus.

Zustieg

auch in

Cloppenburg

An einem der vergangenen Sonntage fuhren

über 60 Senioren und Seniorinnen nach

Weyhe, eine Stadt circa 20 Kilometer südlich

von Bremen, wo eines der größten Privattheater

Niedersachsens zu Hause ist.

Mit einem reichhaltigen Programm wie

„Jim Knopf“, „Sherlock Holmes und der Hund

von Baskerville“, „Mein Gott Walter“ und vieles

mehr verspricht die Theaterleitung, dass der

Besucher das Theater glücklicher verlässt als er

es betreten hat. So auch bei der Komödie „Willi

Winzig“ von Heinz Erhard. Willi Winzig, ein

Finanzbeamter, der Jahre lang seinen Dienst

ohne Anerkennung gemacht hat, zieht kleine

Schiebungen zu Gunsten der ärmeren „Kunden“

durch, indem er Forderungen nicht weiterleitet.

Als dieser Trick auffliegt, sieht es nicht

gut für ihn aus. Da hilft nur eins: Willi muss so

tun als ob er verrückt sei. Je besser er diese

Rolle spielt, desto ernster wird er genommen.

Mit stehendem Beifall dankte das Publikum

den Akteuren und verließ das Theater

tatsächlich glücklicher als sie es betreten hatten.

Vor dem Theaterbesuch gab es ein reichhaltiges

und schmackhaftes Spargelessen im

Kirchweyher Hof.

Ein gelungener Sonntagsausflug, der neugierig

auf weitere KulTouren mit dem Team

Elfriede Lange macht. Und die finden ja nun

glücklicherweise das ganze Jahr über statt.

52

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | KulTour


Eingang zum Loki-Schmidt-Garten

Bei einem ereignisreichen Tagesausflug nach Hamburg

stand als erstes der Botanische Garten, auch Loki-Schmidt-Garten

genannt, auf dem Programm.

Der Garten mit 24 Hektar zählt zu den ambitioniertesten

Neuanlagen nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland. Er zeigt

unter anderem einen Rosengarten, einen Wüstengarten, einen

Bibelgarten sowie Abteilungen für Mittelmeerpflanzen

und Giftpflanzen. Ein besonderes Schmuckstück ist der japanische

Garten. Hier kann man das ganze Jahr auf botanische

Entdeckungsreise gehen.

Nachmittags ging es bei einer Stadtrundfahrt vorbei an der

Hafenstadt, dem Michel und der neuen Elbphilharmonie hin

zum Abendessen im Fischerhaus mit Hafenblick.

Abends stand das Musical „Cindy Reller“ im Schmidt-Theater

an. Frei nach den Brüdern Grimm interpretiert, ist das Stück

auf den Hamburger Kiez verlegt. Hier träumt Cindy von einer

Karriere als Schlagersängerin. Auch das Herz von Edelbert,

Sohn eines Moguls schlägt heimlich für den Schlager. Amors

Pfeil trifft. Cindy findet ihren Prinzen. Die böse Schwiegermutter

kann das nicht verhindern. „Frech-frivol und knallig“ , so die

Hamburger Morgenpost in ihrer Rezension und das konnten

wir nur unterschreiben.

Trotz Regen, Hagel und Sturm war auch dies ein Ausflug der

besonderen Art. Wie immer hervorragend geplant und organisiert

durch Elfriedes Super-Team.

Eindrücke vom Garten

Text: Botho Tangermann

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | KulTour

53


KulTour

Ein Teil der Gruppe in der Befreiungshalle

Dom St. Peter

Senioren on KulTour

Die Weltkulturerbe-Stadt Regensburg war Ziel einer viertägigen Reise der Cloppenburger

Senioren-Kulturfahrten-Gruppe.

Gut gelaunt startete die Gruppe schon morgens früh um

fünf Uhr. Nachmittags wurde das Schloss der fürstlichen

Familie Thurn und Taxis, St. Emmeram, ein ehemaliges Benediktinerkloster

aus dem 8. Jahrhundert, besichtigt. Wertvolle

Wandteppiche, wunderschöne Gemälde und hochherrschaftliches

Mobiliar ließen keinen Zweifel am früheren

Luxusleben der Fürstenfamilie.

Die Gruppe vor der Abteikirche - Kloster Weltenburg

Der ganze nächste Tag war Regensburg vorbehalten. Bei

einer Stadtführung konnten die Teilnehmer die mittelalterliche

Altstadt kennen lernen. Der Weg führte über die „Steinerne

Brücke“ durch das gotische Ostentor in die Stadt. Die

damals vorherrschende romanische und gotische Architektur

bestimmt noch heute das Gesicht der Altstadt. Die Porta

Praetoria aus der Römerzeit, erbaut aus riesigen Steinquadern,

war besonders beeindruckend.

Dort, wo sich schon im Mittelalter die Steinmetze und Hafenarbeiter

ihre Stärkung gönnten, in der 500 Jahre alten historischen

Wurstkuchl (Wurstküche), direkt an der Steinernen

Brücke gelegen, schmeckte allen das Mittagessen köstlich.

Der Regensburger Dom ist die einzige gotische Kathedrale

in Bayern. Eindrucksvoll sind die farbenprächtigen Glasfenster

aus dem 13./14. Jahrhundert. Ein besonderes bildhauerisches

Schmuckstück ist „der lachende Engel“. Seit 2009

erklingt im Dom eine neue Orgel. Während eines Konzertes

durfte sich die Gruppe von dem wunderbaren Klang überzeugen.

Am dritten Tag ging es mit dem Bus zu einer Besichtigung

der Befreiungshalle in Kelheim. Sie wurde erbaut als Gedenkstätte

für die siegreichen Schlachten gegen Napoleon

und von König Ludwig I. im Jahre 1842 in Auftrag gegeben.

Schon von weitem ist dieser Monumentalbau zu sehen. Die

anschließende Schifffahrt, bei herrlichem Wetter, führte

durch den Donaudurchbruch bis zum Kloster Weltenburg.

Unterwegs konnten die Teilnehmer die traumhafte Landschaft

des Naturparks Altmühltal genießen.

Das Kloster Weltenburg wurde um 620 gegründet und

wird noch heute von Benediktinermönchen bewirtschaftet.

Dort befindet sich die älteste Klosterbrauerei der Welt. Die

54

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | KulTour


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Senioren

auf Reisen

Tipps für einen

erholsamen Urlaub

Seniorenreisen bedeuten generell nicht mehr Vorbereitung oder

Aufwand als andere Reisen auch. Da aber der Gesundheitsfaktor dabei

auch eine Rolle spielt, sollte eine gute Planung vorangehen. Zunächst

einmal stellt sich die Frage wohin soll es gehen? Wichtig bei

der Entscheidung für den richtigen Urlaubsort sind: Klima, Anreisedauer

und Komfort vor Ort. Gibt es eine gute ärztliche Betreuung

und kann man sich im Notfall auch verständigen? Wer unsicher ist,

ob die Flugreise nicht doch zu lang, die Temperaturen vor Ort oder

die geplanten Ausflüge eine zu große Belastung für den Kreislauf

darstellen, sollte im Vorfeld mit seinem Arzt sprechen.

Ein Eindruck von der Größe der Engel

Ist die Reise dann erst einmal gebucht, steht in den meisten Fällen

einem entspannten und sorgenfreien Urlaub nichts mehr im Weg.

Viele Reiseveranstalter sind ebenfalls sehr erfahren und denken an

die wichtigsten Details für eine Seniorenreise.

Hier noch einige nützliche Tipps für sorgenfreie Urlaubstage:

Einige Wochen vor Beginn Ihrer Seniorenreise sollten Sie unbedingt

Ihren Hausarzt konsultieren und gegebenenfalls notwendige Impfungen

vornehmen lassen. Da können auch die notwendigen Medikamente

für die Dauer der Reise verschrieben werden. Verpacken

Sie Ihre Medikamente sorgfältig und stellen Sie sicher, dass diese für

den Verlauf der Reise ordentlich gelagert sind.

Der Donaudurchbruch

von den Brüdern Asam in den Jahren 1716

– 1739 erbaute Abteikirche gilt als ein Meisterwerk

des Barocks.

Am darauffolgenden Tag war schon wieder

die Heimreise angesagt. Unterwegs

wurde ein Stopp bei dem Barockschloss

„Fasanerie“ in der Nähe von Fulda eingelegt.

Ein Rundgang durch das Schloss führte

durch eindrucksvolle Säle und Wohnräume

und die Bibliothek von Landgräfin

Marie. Es gab eine Vielzahl an Kostbarkeiten

zu besichtigen.

Die meisten Medikamente sollten nicht zu großer Hitze ausgesetzt

sein, da dies die Wirkung von Arzneimitteln beeinträchtigen kann.

Packen Sie Medikamente, welche Sie täglich benötigen, in Ihr Handgepäck.

Falls Sie Hilfsmittel wie Krücken, Rollstuhl oder Sauerstoffgerät

benötigen, sollten Sie rechtzeitig deren Transport arrangieren.

Neben Ihrer Dauermedikation sollten Sie eine kleine Reiseapotheke

mitnehmen. Ihr Apotheker vor Ort berät Sie dazu gerne und kann

auch gleich prüfen, ob alle Produkte mit den regelmäßig eingenommenen

Arzneimitteln verträglich sind. Ein solcher Check fällt im Ausland

– allein schon aufgrund der Verständigungsprobleme – sehr

viel schwerer.

Denken Sie auch unbedingt an eine Auslandskrankenversicherung.

Erkundigen Sie sich ggf bei Ihrer Krankenkasse, ob es eine Kooperation

mit einer Versicherung gibt und wie die Erstattung geregelt

ist. Nicht jedes Reiseziel rechtfertigt den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung.

Das sollte man individuell abwägen.

Einen guten Urlaub wünscht Ihnen Ihr Team der Marien-Apotheke.

Es war rundum eine schöne Reise. Danke

an alle Teilnehmer für die tolle Gemeinschaft.

Text: Elfriede Lange

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Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 8:00 - 20:00 Uhr, Sa. 8.00 - 14:00 Uhr


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Der Paramenten-Verein Cloppenburg

Der Paramentenverein Cloppenburg kann auf eine lange

Tradition zurückblicken.

Paramente sind die im Kirchenraum

und in der Liturgie verwendeten,

oft reichverzierten und

aufwändig gearbeiteten Textilien. Früher

gab es in fast jeder Gemeinde eine

Gruppe von Frauen mit Liebe zu Nähund

Stickarbeiten, die dafür sorgten,

dass sich die Kirchentextilien immer

im einwandfreien Zustand befanden.

In den vergangenen Jahrzehnten ließ

das Interesse an dieser ehrenamtlichen

Tätigkeit aber stark nach.

Aber noch immer treffen sich jeden

ersten Dienstag im Monat vier

Cloppenburgerinnen und führen die

Arbeit des Paramentenvereins fort.

Früher trafen sich Waltraud Körner,

Wilma Schröer und Margret Lücking

im Pfarrheim St. Andreas. Seit einiger

Zeit wird das Pfarrheim allerdings als

Übergangsheim für die Kindergärten

genutzt. Zunächst waren hier Kinder

des St. Andreas-Kindergartens und

jetzt vorrübergehend Gruppen des

St. Augustinus-Kindergartens untergebracht.

Aus diesem Grund treffen

sich die Vereinsmitglieder in der Alten

Kaplanei. Bei einer Tasse Kaffee wird

fleißig gehäkelt und gestrickt – aktuell

jedoch zumeist für den privaten Gebrauch,

denn notwendige Arbeit an

den Paramenten der Kirchengemeinde

fallen leider nicht mehr so häufig

an.

„Wir schauen jedes Mal nach, ob der

Küster uns Textilien hingelegt hat, die

ausgebessert oder verändert werden

müssen. Aber meistens ist leider nichts

für uns da“, bedauern die vier Cloppenburgerinnen.

So freuten sie sich,

als sie vor einiger Zeit für die Kapelle

des Krankenhauses neue Stolen anfertigen

konnten. Ansonsten beschränkt

sich ihre Arbeit zumeist auf die Reparatur

beschädigter Messdienergewänder

oder Flickarbeiten an den Altartüchern

und Decken.

„Das Interesse der jüngeren Generation

ist einfach nicht mehr da“, bedauert

die 78jährige Ursula Elsen, die

bereits seit 1974 Mitglied beim Paramentenverein

ist, und sich noch gut

an lebhaftere Zeiten erinnert. Damals

wurden von einigen Vereinsmitgliedern

noch Spitzen geklöppelt oder

aufwändige Occhi-Spitzen per Hand

gefertigt.

Das vor wenigen Jahrzehnten noch

ganz anders. Peter Sieve schildert

in seinem Beitrag „Während es im

übrigen Deutschland licht und hell

ist, bleibt das Münsterland schwarz,

mittelalterlich düster – Katholische

Frauen in der NS-Zeit im Spiegel einer

Vereinschronik aus Cloppenburg“ im

Jahrbuch Oldenburger Münsterland

2016 die zahlreichen Aktivitäten des

Paramentenvereins in den 1930iger

und 1940iger Jahren und dienten diesem

Artikel als wichtige Quelle. Den

Verein gab es allerdings schon vor

dem ersten Weltkrieg. Dafür wertete

er die handgeschriebene Chronik des

Paramentenvereins aus. Autorin ist die

Lehrerin Paula Deeken, die nicht nur

die Aktivitäten der Vereinsmitglieder

festhält, sondern auch durchaus kritische

Anmerkungen über die NS-Regierung

niederschreibt. Sie wurde

daher auch 1937 nach Peheim strafversetzt

und konnte erst 1946 an ihre

alte Volksschule in Cloppenburg zurückkehren.

56 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


Herbstlese

Die Frauen des Paramentenvereins

trafen sich damals jeden Mittwoch von

15 bis 19 Uhr und fertigten mit großem

Geschick sämtliche für die heilige Messe

notwendigen Gewänder und Textilien

an, die in der Chronik sorgfältig

aufgelistet sind. Dazu gehörten Messgewänder,

Chormäntel, Bursen und

Stolen. So schufen die Frauen schufen

damals neben zahlreichen anderen

Paramenten auch die Ausstattung für

die große Männerwallfahrt mit Bischof

Clemens August Graf von Galen am 12.

August 1934 in Bethen. Die 18 Frauen

nähten, bestickten und verzierten innerhalb

von sechs Wochen eine Kasel

(liturgisches Obergewand), zwei Dalmatiken

(Gewand eines Diakons), zwei

Stolen, zwei Manipel (streifenförmiges

Ziertuch), ein Kelchvelum (Kelch-Tuch),

eine Burse zur Aufbewahrung des Altartuches

und ein Buchstuhldeckchen

aus grüner Seide mit Stickereien.

Die Chronik wurde dem damaligen

Dechant Hackmann am 6. März 1936

zu seinem 65. Geburtstag überreicht

und anschließend mit weiteren Eintragungen

fortgeführt.

Die letzte Eintragung befasst sich

mit der Unterstützung des provisorischen

Waisenhauses auf Gut Vehr in

Quakenbrück, wo nach dem zweiten

Weltkrieg zahlreiche Kinder untergebracht

worden waren. Heute befindet

sich die Chronik im Offizialatsarchiv

Vechta.

Wer der Herde folgt,

sieht nur Ärsche...

...und wer sich ein wenig auskennt in

der heutigenWelt von Querdenkern,

der ahnt, dass dieses Zitat nur von

Hannes Jaenicke stammen kann. Von

eben diesem deutsch-US-amerikanischen

Schauspieler, Drehbuch- und

Buchautor, sowie Dokumentarfilmer,

der sich nicht allein mit seinen markanten

Fernsehrollen und thematisch

generell aufrüttelnden Dokumentarfilmen

einen Namen jenseits

möglicher Glamourfaktoren á la TV

gemacht hat.

Stattdessen nämlich tritt Jaenicke als

konsequenter Umweltschützer ins

Rampenlicht, engagiert sich für die

Rettung aussterbender Tierarten und

ist ebenso aktiv gegen Rechtsextremismus

unterwegs. Hannes Jaenicke

ist überall dort anwesend, wo es gilt

deutlich zu machen, dass wir mit unserem

Planeten Erde so nicht länger

umgehen können. Alle Facetten betreffend,

erst recht unser Miteinander.

Das nach bekennenden Querdenkern

ruft, nach Menschen, die nie

aufhören Fragen, zu stellen. Die hinsehen,

die nachdenken und Visionen

realisieren. Einfach weil´s geht. Und

die kapieren, dass man das Tun der

Dummen, Bösen und Gierigen nur

dann beendet, wenn man was dagegen

unternimmt. Was das Richtige

ist, ergibt sich von selbst – man muss

sich nur dazu bekennen!

Hannes Jaenicke ist einer von ihnen,

einer, der die Gesellschaft zwingt, in

den Spiegel zu schauen. Wer sich darauf

einlässt, erfährt eine humorvolle

Anleitung zur Individualität und zum

Eigensinn, zum Ausscheren aus dem

System und zur Neuentdeckung seiner

eigenen, wahren Kapazitäten.

usch

Hannes Jaenicke: Wer der Herde folgt,

sieht nur Ärsche. Warum wir dringend

Helden brauchen. Gütersloher Verlagshaus.

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Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Herbstlese

57


Blog

Sekt oder

Selters?

Schon als Kind, beim Mensch ärgere

dich nicht spielen, muss man der traurigen

Wahrheit ins Auge sehen und

feststellen, dass man leider nicht immer

gewinnen kann. Für Kinder ist das

meist keine so einfache Lektion, aber

selbst vielen Erwachsen fällt es immer

noch schwer.

Nichtsdestotrotz ist es wohl mit das

Wichtigste was man im Leben lernen

muss, mit Niederlagen fertig werden.

Meist erlebt man mehr Niederlagen

als Erfolge.

Gerade im Reitsport liegt gewinnen

und verlieren sehr nah beieinander.

Eine Stange fällt zu viel, nur eine Sekunde

nicht aufgepasst, oder eine

falsche Entscheidung getroffen und

schon geht der Sieg an jemand anderen.

Wie gehe ich mit Niederlagen um?

Wenn ich im Parcour einen Fehler

mache, ärgert es mich unheimlich.

Ich könnte mir selber eine Standpauke

halten, wenn ich eine falsche Entscheidung

getroffen habe. Was ich allerdings

mit den Jahren gelernt habe

ist, dass eine falsche Entscheidung

treffen besser ist, wie überhaupt keine

Entscheidung zu treffen. In beiden Fällen

gewinnt man nicht, aber in einem

hat man es wenigstens versucht. Mein

Bedürfnis, es beim nächstenmal besser

zu machen ist immer sehr groß, somit

ist eine Niederlage schnell vergessen

und ich stürze mich direkt in das

nächste Training, denn Training gibt

mir neues Vertrauen. „KÄMPFEN" wird

in meinem Vokabular groß geschrieben,

deshalb wird auch nach einer

Niederlage nicht aufgegeben.

Eine Devise meines Vater, die mich in

meinem Leben geprägt hat ist: „Nur

der Fleißig hat Glück".

Falls Ihr Lust habt mich und mein

Team auf unseren Turnieren zu begleiten,

findet ihr uns auf Facebook unter

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58

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Blog


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Männersache – ein Frühstück nur für Männer

„Endlich mal was nur für uns!“

Zwar hatte Martin Kessens, Direktor des Bildungswerks

Cloppenburg eine positive Resonanz auf das im Jahr

2011 neu initiierte „Männerfrühstück“ erwartet, dass

das Treffen an jedem ersten Samstag im Monat dann jedoch

so gut angenommen wurde, das hatte er erhofft, wenngleich

nicht erwarten können.

Wobei es Gründe für ein Nichtgelingen eigentlich wenige

gab und der Samstag auch extra gewählt war, damit auch

berufstätige Männer sich zu „Männersache“ bekennen können.

Doch diese Unkerei, die ihm nicht zuletzt aus dem Kreis

der überzähligen Kolleginnen im Bildungswerk entgegen

gebracht worden war, irritierte dann doch ein wenig. „Was

wollt ihr denn da machen? Kiste Bier in die Mitte und das

letzte Formel eins Rennen analysieren?“ Nach dem Motto,

dass Männer doch sowieso nichts geistig Nährwertiges auf

die Beine bringen.

Doch Kessens und der damalige Jahrespraktikant Michael

Hermes ließen sich von ihrem Plan nicht abbringen. Was

im Nachhinein betrachtet auch ein Jammer gewesen wäre,

denn die „Männersache“ entwickelte sich innerhalb kurzer

Zeit zu einer wahren Erfolgsstory. Auch durch die Anwesenheit

jener Männer, die von ihren Frauen geschickt worden

waren: „Geh da mal hin!“ - und seither regelmäßig wiederkommen.

Was an der Atmosphäre liegt, dem Miteinander, aber mehr

noch an den regelmäßig wechselnden Themen. Die waren

von Anfang an männerspezifisch, wenn es um das Verhältnis

der Geschlechter untereinander ging und die Gleichberechtigung

von Mann und Frau oder aber über den Sinn des internationalen

Männertages diskutiert wurde, um nur einige

Beispiele zu nennen.

Oft waren zu den Themen auch Schriftsteller geladen, die

sich mit ihrer Literatur in dem „Männersegment“ einen Namen

gemacht hatten. Jan-Rüdiger Vogel und Thomas Prünte

wegen „Eier zeigen“ oder der „Männerversteher“ Mathias

Stiegler. Zu dem Thema waren übrigens extra auch Frauen

eingeladen worden. Was diese Öffnung gebracht hat, lässt

sich auch daraus ersehen, dass eine der Damen unbedingt

weiterhin an den Treffen teilnehmen wollte. Das war den

Männer aber bei aller Gastfreundschaft und Weltoffenheit

zu viel, denn bei den nächsten Themen wollte man wieder

unter sich sein. Männersache ist eben Männersache!

Auch bei einem Waldspaziergang mit dem Förster, dem Besuch

der Kreishandwerkerschaft, Besichtigungen von Unternehmen

zum Beispiel oder der Gemeinde Garrel, mit dem

Thema der Entwicklung der dortigen Infrastruktur. Doch

nicht nur solche Aktivitäten brachten neue Aspekte und

Denkanstöße in die Runde – die Anwesenheit eines Arztes,

der sich auf männertypische Erkrankungen spezialisiert hat,

ermutigte die Männer offen über ihre Beschwerden zu sprechen

und eine Gleichstellungsbeauftragte eröffnete mit den

Darstellungen ihrer Aufgaben den Blick der Männer für diese

nicht selten schwierige „Integrationsarbeit“.

Auch stellen karitative Vereine ihre Arbeit vor, es werden

theologische Fragen erörtert und vor der letzten Bundestagswahl

war die „Männersache“ anlässlich einer Diskussion

mit den hiesigen Kandidaten der Bundestag vertretenen

Parteien mit 30 Besuchern bis zum letzten Platz gefüllt.

Ausgesprochen atmosphärisch geht es zu bei den Reiseberichten,

wenn Martin Kessens selbst von den faszinierenden

Facetten seiner Lieblingsdestination, dem Sultanat

Oman erzählt und keinen Hehl daraus macht, was für ihn die

60

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


Mystik dieses Wüstenstaates darstellt. Auch Indienerlebnisse

waren schon Inhalt eines Reiseberichts und wenn am 4.

November Klaus Deux von seinen Begegnungen und Erfahrungen

auf dem Jakobsweg berichten wird – auch dann

werden bestimmt um die 16 Männer daran teilnehmen.

So viele sind es meistens, nicht selten auch mehr. Alle zwischen

etwa 40 und 80 Jahre alt, aus allen Berufen und Lebensumständen

und jeder auf seine Art an der „Männersache“

interessiert, denn die Palette an Themen ist vielfältig.

Und Zeit, sich damit vertraut zu machen und auseinander

zu setzen ist auch genügend. Beginnend um 9:00 Uhr mit

einem kleinen Intro oder „warm up“, das über geht in ein

deftiges Frühstück. Dabei liegt die Betonung auf „deftig“,

schließlich ist man hier bei einer „Männersache“!

Nach einer Stunde wird es dann Themen-inhaltlich, und oft

reicht die Zeit, sich damit auseinander zu setzen und einzubringen,

geradeso bis 12.30 Uhr.

Die nächsten „Männersachen“ und ihre Themen sind im Veranstaltungskalender

dieses Stadtmagazins aufgeführt. Jetzt

muss Mann nur noch hingehen, doch den Weg zum Bildungswerk

in der Graf-Stauffenberg Straße kennt man ja.

Fahrradständer und Parkplätze gibt’s reichlich davor. Und

die Männer sind da, wo die Stimmen und der Duft von frischem

Kaffee und Tee herkommen – in lockerer Runde und

voller Erwartung, was das aktuelle Thema wohl hergibt. Und

die wird nicht enttäuscht werden!

P.S. Natürlich kann es auch mal um „Geistiges“ gehen, was

sich wunderbarerweise über ein Getränk in den Gehirnwindungen

verteilt – wie der neue „Meyborg Korn“, über den

wir in der diesjährigen Juni-Ausgabe des Stadtmagazins berichtet

haben und der im Rahmen eines der Samstagstreffs

im Bildungswerk Cloppenburg vorgestellt worden war:

Männersache!

Text: Ulla Schmitz

Maßarbeit im Sicherheitsschuh

Seit Anfang 2014 ist es offiziell, die Berufsgenossenschaftsregel 191 heißt nun DGUV Regel 112 -191. Sie schreibt vor

dass orthopädische Schuheinlagen nur in Verbindung mit einer gültigen Baumusterprüfung in Sicherheitsschuhe

eingelegt werden dürfen. Mit dieser Regelung soll sicher gestellt werden, dass festgelegte und geprüfte Eigenschaften

der Sicherheitsschuhe, wie Antistatik und Mindesthöhe zur Zehenschutzkappe erhalten bleiben. Damit

diese weiterhin der Norm EN ISO 20345 entsprechen bietet die Firma Framme Fuss + Sport Orthopädie hier praxisorientierte

Schuh und Einlagenversorgungen verschiedenster Sicherheitsschuhhersteller an.

Ob Schuheinlagen oder eine Schuherhöhung, Orthopädie Framme in Cloppenburg arbeitet Ihnen die Sicherheitsschuhe

so um, das sie der Baumusterprüfung entsprechen.

Denn Einlagen aus privaten Straßen- und Freizeitschuhen dürfen nicht in Sicherheitsschuhen eingelegt werden.

Warum ? Diese Einlagen wurden nicht von einer Prüfstelle nach DGVU Regel 112-191 Baumustergeprüft.

Denken Sie an die Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Fußfehlstellungen sind der Grund das 75% der Arbeitnehmer die

täglich ihre Sicherheitsschuhe tragen an Rücken und Kniebeschwerden leiden.

„Gehen Sie mit uns – Den sicheren Weg“

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

61


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Das erste E-Bike aus Bambus der

Welt, my Volta!

Endlich ist es fertig.

Das erste my Boo E-Bike mit einem

Rahmen aus Bambus und

integriertem ShimanoSteps

Mittelmotor der Welt. Das Kieler Unternehmen

my Boo arbeitet seit fast zwei

Jahre an dieser Innovation und präsentiert

ihr „my Volta“ am 5. Mai endlich

offiziell im neuen my Boo Headquarter.

„In den nächsten Wochen werden die

zahlreichen Vorbestellungen ausgeliefert

und der Fachhandel mit Vorführmodellen

bestückt“, freut sich my Boo

Gründer und Geschäftsführer Jonas

Stolzke.

Das social Startup my Boo verbindet

mit ihrem neuen Bambuspedelec ein

innovatives Produkt, konkretes soziales

Engagement und nachhaltiges

wirtschaftliches Handeln!

Seit 2013 werden die Rahmen für die

my Boo Bambusfahrräder in 80 stündiger

liebevoller Handarbeit gemeinsam

mit einem sozialen Projekt in Ghana

gefertigt. Inzwischen sind mehr als 30

fair bezahlte Arbeitsplätze entstanden.

Die erzielten Gewinne werden vor Ort

für Bildungsprojekt wie z. B. Schulstipendien

investiert.

Aktuell baut my Boo gemeinsam mit

dem Yonso Project eine eigene Schule

für Kinder aus armen Familien in der

Ashanti Region.

„Die natürlichen Eigenschaften des

Bambus‘ garantieren ein komfortables

Fahrverhalten bei sehr hoher Stabilität“,

beschreibt my Boo Gründer Maximilian

Schay die technischen Vorteile

des Rahmenmaterials.

Das weltweit erste Bambuspedelec mit

integriertem Mittelmotor setzt auf die

Unterstützung von Shimano. Der weltweit

größte Hersteller von Fahrradkomponenten

elektrifiziert mit dem

„Shimano Steps Mittelmotor E6000“

das my Boo Bambusfahrrad. Der Motor

unterstützt bis 25 km/h und schafft

eine Reichweite bis 120 km. Das my

Volta ist für 3.999 € erhältlich.

62

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CNC Micro Needling

Hautregeneration durch

Stimulation

Das Micro Needling mittels Needling Pen ist ein neues und sehr

erfolgreiches Verfahren im Bereich der Anti-Aging- und Problemhaut-Behandlungen.

Durch die gezielte Perforation der Haut sezten die Zellen unmittelbar

nach der Anwendung Wachstumsfaktoren frei, welche die Produktion

von Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure stimulieren. Auch

die Mikrozirkulation wird erheblich gesteigert, was zu einer erhöhten

Aufnahmefähigkeit von aufgetragenen Wirkstoffen und somit

zu einem deutlich verbesserten Hautergebnis führt.

Die nicht-ablative Hautverjüngungs-Technik ermöglicht es, die

Haut an Gesicht, Augen, Lippen, Hals, Dekolleté, Körper und Händen

zu verbessern und zu festigen.

Ebenso können Narben und Dehnungsstreifen erfolgreich reduziert

werden.

Mit dem Needling Pen kann man die Nadellänge für jeden Behandlungsbereich

individuell einstellen und auch in verschiedenen Geschwindigkeitsstufen

arbeiten.

Die Haut ist nach dieser Behandlung besonders aufnahmebereit

für entsprechende Wirkstoffkosmetik.

Sensationelle Ergebnisse im Bereich:

• Hautfestigung

• Faltenreduktion

• Hautverjüngung von sonnengeschädigter Haut

• Narben verschiedener Art

• (besonders Aknenarben)

• Dehnungs- und Schwangerschaftsstreifen

• Aufhellung von Pigmentstörungen

• Porenverkleinerung und Verfeinerung des Hautbildes

Genaue Informationen bei uns im Institut „DELL COSMETIC“.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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Geschichte

Per Bahn ans Meer

Lok Düne, Nr. 81, Baujahr 1891

Historiker Florian Nikolaus Reiß hat spannende Geschichten für eine neue Sonderausstellung

im Museumsdorf Cloppenburg zusammengetragen.

Als die erste Eisenbahn durchs Oldenburger Land ratterte,

hatte die technische Innovation im Norden nicht

nur Freunde. Bauern fürchteten, ihre Kühe könnten

durchdrehen angesichts des gewaltigen Tempos.

Und weil die Oldenburger kein Geld für teure Import-Kohle

hatten, heizten sie mit Torf. Jedes Dampfross stieß deshalb

einen gefährlichen Funkenregen aus und zwang die Anwohner,

ihre Fachwerkhäuser zum Schutz vor Bränden weiß zu

kalken. Lange weiß blieben sie freilich nicht.

Spannende Geschichten rund um 150 Jahre Eisenbahngeschichte

im Großherzogtum Oldenburg hat der Wildeshauser

Historiker Florian Nikolaus Reiß jetzt für eine neue Sonderausstellung

im Museumsdorf Cloppenburg zusammengetragen.

An diesem Sonntag, 2. April wird sie unter dem Titel

„Höchste Eisenbahn“ eröffnet und ist bis zum 5. November

zu sehen. Auf einem nachgebauten Bahnsteig mit Gleisanschluss

reisen die Besucher durch die Zeit – von den Anfängen

im Zuge des preußischen Kriegshafenprojektes am Jadebusen

bis zu Triebwagen mit Brennstoffzellenantrieb.

(Landesarchiv Oldenburg)

(Alle Rechte beim Stadtmuseum)Oldenburg)

Brake war die wichtigste Hafenstadt des Herzogtums Oldenburg. Das Bahnhofsgebäude ist vor wenigen Jahren saniert worden.

64

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Geschichte


„Höchste Eisenbahn“: Kurator

Reiß hat sich zu einem Experten

für die Mobilitätsgeschichte

Nordwestdeutschlands entwickelt.

Was er zusammengetragen

hat, ist in einer Sonderausstellung

im Museumsdorf Cloppenburg

zu sehen.

langen, kräftezehrenden Fußweg ins Ruhrgebiet liefern.

„Oldenburg wurde damit zum Hauptversorger des Ruhrgebiets.

Die Schweine als Restefresser waren eine lukrative

Einnahmequelle.“ Und weil die Briten alsbald ihre Grenzen

für deutsches Rindfleisch schlossen, rettete die Gleisverbindung

nach Heppens – heute Wilhelmshaven – auch den

Marschbauern das Geschäft.

Text: Martin Wein

Kurator Reiß hat sich in den vergangenen sechs Jahren

in Cloppenburg zu einem Experten für die Mobilitätsgeschichte

Nordwestdeutschlands entwickelt. Geboren wurde

er 1963 aber in Schlüchtern zwischen Fulda und Frankfurt

am Main. In Bamberg, Hamburg sowie Bonn studierte er

Geschichte und Kunstgeschichte, anschließend war er für

die Schlossverwaltung Rheinland-Pfalz vor allem auf den

Höhenburgen im Rheintal tätig. Weil die Fahrerei zwischen

Berg und Tal für die beiden berufstätigen Eltern mit ihren

drei Kindern zu lästig wurde, zog die Familie schließlich ins

norddeutsche Flachland nach Wildeshausen.

Für größere Einkäufe nutzt Reiß noch heute gerne die

stündliche Bahnverbindung der Nordwestbahn nach Bremen.

Den Einsatz einiger couragierter Bürger für deren Erhalt

in den 1980er-Jahren hat er deshalb gleich auch in der

Ausstellung dokumentiert. „Sonst wäre das die längste Streckenstilllegung

in Deutschland geworden“, erklärt er.

Das agrarisch geprägte und mit Straßen und Kanälen noch

kaum erschlossene Großherzogtum Oldenburg war im 19.

Jahrhundert mit den erheblichen Kosten für den Eisenbahnbau

eigentlich vollkommen überfordert, resümiert Reiß. Vor

allem die Bremer ließen sich den Gleisanschluss zwischen

Delmenhorst und Bremen auf ihrem Land teuer bezahlen.

Und aus Mangel an Kies

konnten nur Spezialloks

über das Gleisbett aus

Sand rollen. Trotzdem

habe der Nordwesten

erheblich profitiert. Während

die Marschbewohner

ihre Rinder lange

lukrativ per Schiff nach

England verkaufen konnten,

hatten die Menschen

auf der sandigen Geest

vorher nur eine Bedarfswirtschaft

betrieben, die

vorrangig der Selbstversorgung

diente und

sogar kleiner war als die

Nachbarn von der Küste.

Erst mit dem ersten

Zug 1867 konnten sie

ihre Mastschweine ohne

Höchste Eisenbahn – 150 Jahre Zugverkehr in Oldenburg

Lioba Meyer/Florian Nikolaus Reiß

322 S., zahlr. Farb- u. Schwarzweißabbildungen

Cloppenburg, 2017, Verlag Museumsdorf Cloppenburg

Materialien & Studien zur Volkskultur und Alltagsgeschichte

Niedersachsens, Bd. 47

ISBN: 978-3-938061-37-4

Preis: 24,80

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Geschichte

65


Speedway Kids

Ein Fall für zwei!

Marlon Hegener

Marlon Hegener und Max Streller, zwei die sich von Anfang an kennen und schätzen

gelernt haben!

Darüber hinaus hat der Speedwaysport

hier zwei Familien zu

richtig guten Freunden werden

lassen. Alles begann 2015 in Wolfslake,

als Vater Hegener wie auch Vater

Streller jeweils bei anderen Fahrern

geholfen haben und sich so zeigte

das wir auf einer Wellenlänge liegen.

Fortan standen beide Teams immer

nebeneinander im Fahrerlager und es

entwickelte sich.

Aber nun zu den beiden Hauptakteuren,

zunächst zu Marlon Hegener:

Er absolvierte 2011 seine erste

Saison mit gültiger Lizenz, fuhr aber

schon seit 2007 mit dem Motorrad!

Durch Papa Benny zum Motorsport

gekommen (bei Papas erstem Rennen

war Marlon ein halbes Jahr alt),

Marlon Hegener

der da noch selbst aktiv gefahren ist.

Inzwischen ist Benny Hegener Trainer

beim MSC und gibt sein Wissen

an den Nachwuchs weiter. Marlon

wurde 2015 NBM Sieger und ADAC

Nachwuchs-Cupsieger. Vor allem aber

konnte Marlon in diesem Jahr Deutscher

Meister in einem an Spannung

nicht zu überbietendem Herzschlagfinale

werden – vor wem? Natürlich vor

Max Streller, der nur wenige Zentimeter

hinter ihm ins Ziel kam! Dieser Tag

war für beide Familien unvergesslich

und hat enge Bande geknüpft. So war

es nicht verwunderlich, dass es Max

Streller auch nach Cloppenburg zog ,

und zwar 2016. Ab diesem Jahr ging

Max für den MSC an den Start.

Kommen wir zu Max Streller, der

lediglich alphabetisch hinter Marlon

Hegener genannt wird: Geboren im

66

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Speedway Kids


Max Streller

November 2008 ließ sich nicht allzu

lange Zeit, um seinen Eltern zu zeigen

wo die Reise hin geht! Mit drei Jahren

konnte er täglich stundenlang auf

dem Rasentraktor ausharren, mit fünf

ging es dann auf einem Pocketbike los.

Schnell war der Garten zu klein und

es musste eine Lösung her. Nach einigen

Versuchen ihn beim Motocross

unterzubringen, sind wir dann beim

Speedway gelandet. 2015, dann endlich

sechs Jahre alt, ging es mit der

ersten Lizenz ans Band ! Seitdem sind

wirklich viele tolle Ergebnisse entstanden:

2015 Vizemeister hinter Marlon,

dritter in der NBM, 2016 dritter

bei der deutschen Meisterschaft und

zweiter in der NBM, dazu Landesmeister

in Mecklenburg Vorpommern

usw.

Max Streller

Aktuell noch in der Klasse Junior

A unterwegs geht der Weg defintiv

Richtung Aufstieg in die nächste Klasse

– doch dafür bedarf es aufgrund

des Alters einer Ausnahmegenehmigung,

um die wir nun kämpfen

werden. Dann wären die zwei Jungs

wieder in einer Klasse vereint, denn

Marlon fährt nun schon seit 2016 die

125er Klasse Junior B !

Beide Akteure sind auch im Internet

zu finden: www.hegener-racing.jimdo.com

und bei Facebook unter Marlon

Hegener Racing. Max findet ihr

unter www.maxxx-motorz-racing.de

und bei Facebook unter Max Streller

Da sind von beiden immer aktuelle

Ergebnisse und auch viele Fotos zu

finden!

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Speedway Kids

67


Veranstaltungen

SEPTEMBER

01. und 02. September 2017

JOB-Messe Oldenburger Münsterland.

Job & Ausstellungsbörse

09:00–17:00 Uhr

Münsterlandhalle Cloppenburg

02. September 2017

„Natürlich Musica Viva“ Sommerkonzert

mit dem Kammerchor Musica

Viva, Chorleitung: Nikolas Bäumer

19:30 Uhr

Kulturbahnhof Cloppenburg

03. September 2017

„Kasper und die blaue Blume“

Vorführung der Puppenbühne

Heyderhoffmann

14:00 Uhr

Museumsdorf Cloppenburg,

Eisenstadt Friesoythe − Rundgang

durch die Stadt auf den Spuren

ihrer wechselvollen 700-jährigen

Geschichte der Eisengewinnung

und des Schmiedehandwerks

(Dauer: 1,5 Stunden)

14:30 Uhr

Parkplatz hinter dem neuen Rathaus

am Stadtpark

Höchste Eisenbahn − 150 Jahre Zugverkehr

in Oldenburg. Führung durch

die Ausstellung: Florian Reiß, M.A.

14:30 Uhr

Museumsdorf Cloppenburg

04. September 2017

Spätsommerliche Radtour an der

Talsperre zur Heideblüte mit Brotzeit

in der Natur (Dauer: 6 Stunden,

40 km, ausreichend Getränke

mitnehmen)

13:00 Uhr

Touristinformation am Marktplatz

Montagswanderung für jedermann

ca. 10 km, Dauer: 2 Stunden)

weiterer Termin 02.10.2017

09:00 Uhr

Parkplatz Zweirad Willenborg,

Löninger Straße

05. September 2017

Ausbildung zur Hauswirtschafterin/

zur Hauswirtschaftsmeisterin.

Infotermin

16:00–17:00 Uhr

VHS Cloppenburg

06. September 2017

Heizung, Lüftung u. Wärmeschutz

bei Neubauten. Energieberatung

mit Dipl.-Phys. Klaus Nottebaum

10:15–17:45 Uhr

Haus des Handwerks

Finanzbuchhalter/in − Infotermin

17:30 Uhr

VHS Cloppenburg

Das neue Elterngeld Plus mit Partnerschaftsbonus

− Vortrag

19:00 Uhr

VHS Cloppenburg

09. September 2017

Hobbymarkt

Floh-, Antik- & Trödelmarkt

08:00–14:00 Uhr

Platz hinter der Münsterlandhalle

Mariä-Geburtsmarkt

10:00–00:00 Uhr

weitere Termine

10. September 2017

13:00–22:00 Uhr

11. September 2017

11:00–12:30 Uhr

Münsterlandhalle / Marktplatz

„Heimatshoppen“ in Cloppenburg

13:00–18:00 Uhr

Gesamtes Stadtgebiet

10. September 2017

Tag des offenen Denkmals − Tag der

offenen Tür bei freiem Eintritt.

Jazz-Brunch am Dorfkrug(11:00 Uhr)

09:00 Uhr

Museumsdorf Cloppenburg

Weideflechten mit Günter Ballmann

10:00–17:00 Uhr

Museumsdorf Cloppenburg,

Haus Arens (Stellmacherei)

Verkaufsoffener Sonntag

13:00–18:00 Uhr

Innenstadt

Gartenführung am Sonntagvormittag

mit Antonius Bösterling

11:00–12:30 Uhr

Umweltzentrum OL-Münsterland

„Macht und Pracht“ Führung:

Dr. Michael Schimek

14:30 Uhr

Museumsdorf Cloppenburg

12. September 2017

Späte Trauer − Wenn der Trauerprozess

erst verspätet einsetzt.

Leitung: Heinrich Siefer

14:00–17:00 Uhr

Kath. Akademie Stapelfeld

14. September 2017

Vocal Recall: Die große Schlägerparade

d´Erfolgsmusik. Girlgroup

mit drei Boys, Acapella-Gruppe

mit Cappella. Musik-Kabarett

20:15 Uhr

Kulturbahnhof Cloppenburg

15. September 2017

Sinfoniekonzert der Kammersinfonie

Oldenburg mit: Solistin Anouchka

Hack, Violoncello, Leitung Olaf

Wiegmann. Mit Werken von Johann

Christian Bach, Robert Schumann

und Ludwig van Beethoven

19:30 Uhr

Clemens-August-Gymnasium (Aula)

Cloppenburger Kaufrausch

08:00–16:00 Uhr

Münsterlandhalle Cloppenburg

Hundeschwimmen im

Freibad nach Saisonschluss

11:00–16:00 Uhr

Soestebad Cloppenburg

17. September 2017

Satirische Führung mit Pago

Balke, Schauspieler

11:00–13:00 Uhr

Museumsdorf Cloppenburg

Friedhofskultur von der Kaiserzeit

bis heute. Führung von der evangelisch-lutherischen

Kirche über

den jüdischen Friedhof, bis zum

Friedhof der kath. St.-Andreas

Gemeinde (Dauer: 2,5 Stunden)

Anmeldung: 04471-15253

14:00 Uhr

Evangelische Kirche, Ritterstraße

68 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Veranstaltungen


„Die Kinder von Auschwitz“ −

Ausstellungseröffnung mit

Dr. Martin Feltes

11:15 Uhr

Kath. Akademie Stapelfeld

Von Lindenschirm, Aufziehgardine u.

textiler Flagge − Einblicke in die Geschichte

des Sonnenschutzes. Vortrag

mit Führung: Dipl.-Ing. Winfried Prieß

14:30 Uhr

Museumsdorf Cloppenburg

19. September 2017

Frühstückstreff und Vortrag: „Einbruchschutz“

mit Andreas Bonk,

Polizeiinspektion Cloppenburg

09:15 Uhr

Haus der Senioren

Dem Dampfross auf der Spur. Radtour

entlang der alten Trassenführung

der ehemaligen Kleinbahn

Vechta - Cloppenburg. Besichtigung

von Restgleisanlagen und noch

vorhandenen Bauwerken

(Dauer: 8 Stunden, 60 km)

09:30 Uhr

Touristinformation am Marktplatz

20. September 2017

Auktion / Zuchtviehversteigerung

10:00 Uhr

Münsterlandhalle,

Energiesparverordnung, Energieausweise,

Förderprogramme − was muss

beachtet werden. Energieberatung

mit Dipl.-Phys. Klaus Nottenbaum

10:15–17:45 Uhr

Haus des Handwerks

Bunt sind schon die Wälder. Gedächtnistraining

mit Martin Kessens

11:00 Uhr

St. Pius-Stift, Mehrzweckhalle

Stadtrundfahrt mit Informationen

zu neuesten Entwicklungen,

Planungen und Veränderungen

in CLP., anschl. Kaffee & Kuchen

13:45 Uhr

Emstekerfeld - Kirche,

St. Pius-Stift, Marktplatz

21. September 2017

Jugendparlament − Sitzung

im historischen Ratssaal

18:00 Uhr

Rathaus

22. September 2017

Eberesche, Weißdorn, Quitte, Apfel

u. Birne − Seminar für Feinschmecker

und Ernährungsbewusste, Leitung

mit Bernd Kleyboldt

17:00–21:00 Uhr

Umweltzentrum OL-Münsterland

23. September 2017

Aquaball-Day. Über das Wasser

laufen ohne nass zu werden

15:00–18:00 Uhr

Soestebad Cloppenburg

24. September 2017

Ausstellungseröffnung:

Fotografie von Tine Holterhoff

(Ausstellung bis zum 01.11.2017)

11:30 Uhr

KunstHalle im Kulturbahnhof

Stadtführung durch Cloppenburg

mit Informationen zur Geschichte,

den Kirchen und Sehenswürdigkeiten

(Dauer: 1,5 Stunden)

14:30 Uhr

Tourist-Information am Marktplatz

Höchste Eisenbahn − 150 Jahre Zugverkehr

in Oldenburg. Führung durch

die Ausstellung: Florian Reiß, M.A.

14:30 Uhr

Museumsdorf Cloppenburg

26. September 2017

Dem Trinkwasser auf der Spur. Rundgang

durch das Wasserschutzgebiet,

Information über die natürlichen

Abläufe im großen Wassserkreislauf,

Besichtigung des Wasserwerkes in

Augustendorf (Dauer: 3 Stunden)

13:00 Uhr

Parkplatz Wasserwerk, Dwergter Str.4,

Friesoythe - Augustendorf

28. September 2017

Große Cityfest-Party

am 29. und 30.09.2017

22:00 Uhr

Mühlenstraße 20 - 22

Aktionsstand zum Cityfest

16:00 Uhr

Vor der Commerzbank, Lange Straße

39. Cloppenburger Cityfest:

Eröffnung des Großen Inenstadtfestes

mit Fassbieranstich in der Stadtmitte

16:00 Uhr

Cloppenburger Innenstadt

15. September 2017

Eröffnung des 7. Friesoyther

Eisenfestes durch Bürgermeister

Sven Stratmann

19:30 Uhr

Rapalje Celtic-Folk-Band

ab 21:30 Uhr

DJ Matthias Bruns, Musik Apen

ab 23.45 Uhr

16. September 2017

Schmieden für Europa − Schüler

aus Friesoythe und der Partnerstadt

Swiebodzin (Polen) schmieden

14:00 Uhr

Musik in den Straßen mit dem

Jugendspielmannszug Friesoythe

20:30 Uhr

Feuershow (Eintritt frei)

ab 21:00 Uhr

Coverpiraten

ab 24:00

DJ Matthias Bruns, MusikApen

Eintritt frei

17. September 2017

Eröffnung des Familientages

Oldenburger Münsterland

13:00 Uhr

Aktionen des HGV Friesoythe

in den Geschäften und auf

den Straßen der Innenstadt

13:00 Uhr

Orchester Unreal, Realschule

Friesoythe

13:20 Uhr

Start des Bühnenprogramms,

moderiert von Christoph Recker,

radio ffn

ab 13:20 Uhr

Program:

www.thueslelder-talsperre.de

Schlusswort und Verlosung

18:00 Uhr

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Veranstaltungen

69


Veranstaltungen

04. Oktober 2017

Kostenkontrolle u. Anbieterwechsel bei

Strom- und Heizkosten. Energieberatung

mit Dipl.-Phys. Klaus Nottmann

10:15–17:45 Uhr

Haus des Handwerks

Stapelfelder Philosophicum: Verzeihung

− vom Umgang mit Schuld,

mit Pfarrer Dr. Marc Röbel

19:30–21:45 Uhr

Kath. Akademie Stapelfeld

05. Oktober 2017

Der goldene Oktober. Radtour mit

reifen Früchten, genießen der Natur,

Kaffeetafel (Dauer: 7,5 Stunden,

42 km, Lunchpaket mitnehmen!)

10:00 Uhr

St. Marien Kirche, Emstek - Halen

Petra Hülsmann − Das Leben fällt,

wohin es will. Die Autorin liest aus

ihrem neuen Roman

19:30 Uhr

Kulturbahnhof Cloppenburg

Cloppenburger Kneipengespräche:

Nach der Bundestagswahl − Diskussion

der Ergebnisse und Hintergründe

mit Dr. Wilhelm Knelangen

19:00 Uhr

Gaststätte Bernay´s

29. September 2017

39. Cloppenburger Cityfest mit

3. City-Cross-Rennen im Stadtpark

(Start und Ziel in der Bahnhofstraße)

14:00 Uhr

Aktionsstand zum Cityfest mit

Bummellaternenumzug

14:00 Uhr

Vor der Commerzbank, Lange Straße

30. September 2017

Aktionsstand zum Cityfest

11:00 Uhr

Vor der Commerzbank, Lange Straße

39. Cloppenburger Cityfest mit großem

Citylauf durch die Innenstadt

11:00 Uhr

„Aals Platt“ Plattdüütschdag in

Stapelfeld mit Heinrich Siefer

10:00–16:00 Uhr

Kath. Akademie Stapelfeld

OKTOBER

01. Oktober 2017

Mahlzeit! Ernten und Essen. Der besondere

Tag − Ein buntes Programm

rund um Erntetechnik und leckere

Kostproben, der Weg des Getreides

vom Acker bis zur Mühle, Dreschzug

in Aktion, Kartoffelernte

09:00 Uhr

Museumsdorf Cloppenburg

„Kaspers lustige Abenteuer“

Vorführung der Puppenbühne

Heyderhoffmann

14:00 Uhr

Museumsdorf Cloppenburg,

Haus Arkenstede

07. Oktober 2017

Samstags einkaufen bis 18:00 Uhr

mit buntem Programm

weitere Termine:

14. /21. 28. Oktober 2017

12:00–18:00 Uhr

Stadtmitte

An der Talsperre. Wanderung durch

die herbstliche Landschaft rund um

die Thülsfelder Talsperre mit Erkundung

des neuen Erlebnispfades, Kaffeepause

(Dauer; 4,5 tunden, 10 km)

13:00 Uhr

Am Fuß des Auslaufwerkes der Talsperre,

Am Stau, Friesoythe-Thülsfelde,

B72, Abfahrt TT - Nord

08. Oktober 2017

Museumsperspektiven − Über den

zukünftigen Umgang mit geretteten

Häusern und den Geschichten

der Bewohner. Vortrag / Führung:

Prof. Dr. Uwe Meiners

14:30 Uhr

Museumsdorf Cloppenburg

70 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Veranstaltungen


Satirische Führung mit Pago Balke,

Schauspieler

11:00–13:00 Uhr

Museumsdorf Cloppenburg

Antikmarkt

11:00–18:00 Uhr

Stadthalle Cloppenburg

Museumsperspektiven − Über den

zukünftigen Umgang mit geretteten

Häusern und den Geschichten

der Bewohner. Vortrag / Führung:

Prof. Dr. Uwe Meiners

14:30 Uhr

Museumsdorf Cloppenburg

10. Oktober 2017

Kohlfahrt mit dem Drahtesel. Besuch

eines Gemüsebauers mit Informationen

über Kohlsorten, gemeinsamer

Einkauf, Kochen im Bildungswerk,

Verzehr (Dauer: 5 Stunden, 20 km)

15:30 Uhr

Bildungswerk

13. Oktober 2017

Groovebreaker, Live Musik

21:00 Uhr

Gaststätte Bernay´s

14. Oktober 2017

Hobbymarkt mit Staudenmarkt

08:00–14:00 Uhr

Münsterlandhalle / Marktplatz

Aquaball-Day. Über das Wasser

laufen ohne nass zu werden

15:00–18:00 Uhr

Soestebad Cloppenburg

Käpt´n Sharky. Kindertheater nach

Motiven der Kinderbücher von Jutta

Langreuter und Silvio Neuendorf.

Theater von Cuore, Schlitz

15:00 Uhr

2. Vorstellung um 17:00 Uhr

Rote Schule

15. Oktober 2017

Höchste Eisenbahn − 150 Jahre Zugverkehr

in Oldenburg. Führung durch

die Ausstellung: Dr. Michael Schimek

14:30 Uhr

Museumsdorf Cloppenburg

17. Oktober 2017

Frühstückstreff und Vortrag „Der

Weg zum Wunder des Lichts - die

Faszination Vezelay in Burgund,

Frankreich“ mit Klaus Deux

09:15 Uhr

Haus der Senioren

Das Lutherjahr − Einführung in

das Oratorium „Paulus“ mit den

Referenten Dr. Oliver Dürr und

Jürgen Löbbecke

19:30 Uhr

Schwedenheim

18. Oktober 2017

Strom und Wärme mit erneuerbaren

Energien. Energieberatung mit

Dipl.-Phys. Klaus Nottebaum

10:15–17:45 Uhr

Haus des Handwerks

Cloppenburger Stadtgeschichten

mit Klaus Steinkamp. Erzählung mit

Fotos und Berichten aus dem Archiv

11:00 Uhr

St. Pius-Stift, Mehrzweckhalle,

Wasserball „just for fun“.

Auf die Tore fertig los!!!

15:30–17:00 Uhr

Soestebad Cloppenburg

Stapelfelder Philosophicum

„Ich bin so frei“ mit Pfarrer

Dr. Marc Röbel

19:30–21:45 Uhr

Kath. Akademie Stapelfeld

Anna Mateur and the Beuys. Protokoll

einer Disko - Musikkaberett

20:15 Uhr

Kulturbahnhof Cloppenburg

19. Oktober 2017

15:00–18:00 Uhr

Seniorenschwimmen (55+) mit

fachkundigen Tipps für leichte

Wasser-Gymnastik-Übungen

Soestebad Cloppenburg

20. Oktober 2017

Die drei Fragezeichen und die

Geisterinsel. Christoph Tiemann

und Kollegen lesen die klassischen

Fälle der drei Detektive

mit dem Flair der 60er und 70er

Jahre mit Alexander Rolfes

19:00–21:00 Uhr

Kath. Akademie Stapelfeld

Heimatabend

19:30 Uhr

Dorfkrug im Museumsdorf

Mitmach-Angebot

03./ 17. / 24. September 2017

Brotbacken

Treffpunkt Backhaus Wehlburg

14:00 Uhr

10. September und 15. Oktober 2017

„Heute machen wir blau...“ in der

museumspädagogischen Werkstatt

beim Quatmannshof

14:00–17:00 Uhr

24. September 2017

„Sonntags gibt es gute Butter“ Buttern

im Quatmannshof. Mitmach-Angebot

14:00–17:00 Uhr

Essen wie damals. Mitmach-Angebot

im Haakenhof

14:00–17:00 Uhr

08. /15.Oktober 2017

Brotbacken

Treffpunkt Backhaus Wehlburg

14:00 Uhr

15.Oktober 2017

Zinngießen beim Quatmannshof

14:00–17:00 Uhr

22. Oktober 2017

Eine kleine Reise in die Vergangenheit.

Führung für Kinder (1 Stunde)

14:00 Uhr

29. Oktober 2017

Schreiben mit Feder und Tinte.

14:00–15:30 Uhr

Museumsdorf Cloppenburg,

Treffpunkt Museumskasse

05. November 2017

Essen wie damals

14:00–16:00 Uhr

12. November 2017

Schule früher. Für Kinder

14:00–15:00 Uhr

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Veranstaltungen

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Veranstaltungen

Philosophische Lese-Lust: Manfred

Spitzer − Digitale Demenz

mit Pfarrer Dr. Marc Röbel

19:30–21:30 Uhr

Kath. Akademie Stapelfeld

21. Oktober 2017

Original Cloppenburger

Oktoberfest

20:00 Uhr

Münsterlandhalle

The Cashbags −

A Tribute to Jonny Cash

20:00 Uhr

Stadthalle Cloppenburg

Lesezeit für Lesezwerge, für Mütter

u. Väter mit Kleinkindern ab 1 Jahr.

Die kleine Spinne spinnt und

schweigt

04. September 2017

10:00 Uhr

07. September 2017

16:00 Uhr

Trau dich, kleine Fledermaus

02. Oktober 2017

10:00 Uhr

05. Oktober 2017

16:00 Uhr

Vorlesezeit für Kinder ab 3 Jahren

Was ist bloß mit Gisbert los?

15. September 2017

16:00 Uhr

Die kleine Maus u. das goldene Blatt

06. Oktober 2017

16:00 Uhr

Bilderbuchkino für Kindergartenkinder

Robert sagt: „Nein!“

20. September 2017

16:00 Uhr

Das kleine Gespenst − Tohuwabohu

auf Burg Eulenstein.

18. Oktober 2017

16:00 Uhr

Wir bitten um telefonische

Anmeldung, da jeweils nur max.

10 Kinder teilnehmen können!

4. Regionale Chorklassenkonzert

- Workshop mit Schülern

aus Cloppenburg und Vechta,

Leitung: Dr. Ulrike Kehrer

11:00–15:00 Uhr

Kath. Akademie Stapefeld

Plattdüütsch Warkstäe− Ein Dag för

Schrievers. Wenn de Wind dör de

Bööm waiht ... mit Heinrich Siefer

09:30–17:00 Uhr

Kath. Akademie Stapelfeld

22. Oktober 2017

Satirische Führung mit Pago Balke,

Schauspieler

11:00–13:00 Uhr

Museumsdorf Cloppenburg

Spurensuche. Erkundung der

1000-jährigen Baugeschichte

der St. Vitus Kirche

14:30 Uhr

Eingangsportal St. Vitus Kirche,

Friesoythe - Altenoythe

Historische Krug-Architektur

und relevante Vorschriften −

Die gelungene Baugeschichte

des Dorfkrugs. Vortrag / Führung:

Dipl.-Ing. Winfried Prieß

14:30 Uhr

Museumsdorf Cloppenburg

Gebet - Musik - Segen, mit Rosenkranzgebet,

eucharistischer Anbetung

und Werken von Heinrich Ignaz

Franz Biber. Mechthild Werner

(Violine), Christian Kienel (Orgel),

Msgr. Dr. Dirk Költgen, Liturgie

17:00 Uhr

Basilika in Bethen

24. Oktober 2017

Zuhause - Die Suche nach dem

Ort, an dem wir leben wollen. Autorenlesung

Daniel Schreiber

19:00 Uhr

Kulturbahnhof Cloppenburg

25. Oktober 2017

Das schwache Herz. Vortrag von Dr.

med. Paul Meyer, Arzt für Innere Medizin,

Kadiologie, Rettungsmedizin,

Dr. Steffen Kosian, Arzt für Innere Medizin,

Kadiologie und Dr. Andreas

Bußmeyer, Facharzt für Kardiologie

20:00 Uhr

Rathaus Cloppenburg,

Eingang Rathausweg

Auktion / Zuchtviehversteigerung

10:00 Uhr

Münsterlandhalle, Eschstraße

26. Oktober 2017

Andachten to Allerseelen,

Allerheilligen, Dooensönndag −

Platt in de Karken dör Johr un

Dag, Leitung: Heinrich Siefer

14:30–17:30 Uhr

Kath. Akademie Stapelfeld

Jugendparlament - Sitzung

im historischen Ratssaal

18:00 Uhr

Rathaus

The Work of Byron Katie. Yoga

für den Verstand. Vortrag

20:00 Uhr

VHS Cloppenburg

28. Oktober 2017

Halloweenparty.

Kleine Halloweengäste können

mit einem selbstgemalten

Halloweenbild einen Gutschein

für den nächsten freien Eintritt

im Soestebad erhexen.

16:00–20:00 Uhr

Soestebad Cloppenburg

29. Oktober 2017

Kunsthandwerkermarkt mit

über 100 Ausstellern, von der

Malerei bis zum Drechsler

11:00–18:00 Uhr

Münsterlandhalle Cloppenburg

Ländliche Gärten in der Weser-

Ems-Region − Ein Forschungsprojekt.

Vortrag: Katharina Duraj, M.A.

14:30 Uhr

Museumsdorf Cloppenburg

30. und 31. Oktober 2017

Das Lutherjahr − Liturgische Nacht

in der evangelischen Kirche.

Geistliches Angebot von ca.

10−15 Minuten zu jeder

vollen Stunde

20:00–08:00 Uhr

Evangelische Kirche, Ritterstraße

31. Oktober 2017

Das Lutherjahr − Festgottesdienst

mit anschließendem öffentlichem

Empfang

10:00 Uhr

Evangelische Kirche, Ritterstraße

72 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Veranstaltungen


NOVEMBER

03. November 2017

„Wem die Stunde schlägt“ Geschichte

und Geschichten vom Nachtwächter

mit Gang durch die nächtlichen Plätze

und Straßen in die „Unterwelt“ der

Stadt. Gemeinsamer Schlummertrunk,

Laternen können mitgebracht werden

(Dauer: 2,5 Stunden, Kostenbeitrag)

20:00 Uhr

Soestebrücke, Mühlenstraße

04. November 2017

40. Allgemeine Rassegeflügelschau

Cloppenburg

09:00–17:00 Uhr

Münsterlandhalle

Handwerk Erleben

03. September 2017

Bäckerei ab 10:00 Uhr

Töpferei ab 14:00 Uhr

09. September 2017

Bäckerei ab 10:00 Uhr

Spinnstube ab 12:00 Uhr

Töpferei ab 14:00 Uhr

17. September 2017

Bäckerei ab 10:00 Uhr

Töpferei ab 14:00 Uhr

24. September 2017

Bäckerei ab 10:00 Uhr,

Schmiede ab 12:00 Uhr

Töpferei ab 14:00 Uhr

01. Oktober 2017

09:00 Uhr

Bäckerei, Spinnstube,

Töpferei , Drechslerei

08/15. Oktober 2017

Bäckerei ab 10:00 Uhr

Töpferei ab 14:00 Uhr

22. Oktober 2017

Schmiede ab 12:00 Uhr

Töpferei ab 14:00 Uhr

70er/80er-Jahre-Party

21:00 Uhr

Stadthalle Cloppenburg

05. November 2017

40. Allgemeine Rassegeflügelschau

Cloppenburg

09:00–17:00 Uhr

Münsterlandhalle

Christoph Drexler, Malerei. Ausstellungseröffnung

(Die Ausstellung

geht bis Mitte Dezember 2017)

11:30 Uhr

KunstHalle Cloppenburg

Entrechten und Vernichten−Die

Plünderung jüdischer Bürger.

Vortrag: Dr. Karl-Heinz Ziessow

14:30 Uhr

Museumsdorf Cloppenburg

07. November 2017

Frühstückstreff und Vortrag:

„Neuerungen zur Friedhofsverwaltung“

mit Josef Drüding

09:15 Uhr

Haus der Senioren

Café Alzheimer: „Hoffnung über

den Tod hinaus“ mit dem Referenten

Kaplan Brüggemann

15:00 Uhr

Haus der Senioren,

09. November 2017

Saturday Night Fever − Das Musical

20:00 Uhr

Stadthalle Cloppenburg,

Mühlenstraße 20 - 22

Gedenkfeier in der Ev.-Luth. Kirche

zum 09. November (Reichsprogromnacht),

anschließend Gang zum

Gedenkstein mit Ansprache

17:00 Uhr

Ev.-Luth. Kirche, Ritterstraße

Reha auf ganz and´re Art. Komödie

in 3 Akten von Helmut Schmidt.

Theaterverein „Die Trotzköpfe“,

weitere Vorstellungen am

10./11./17. und 18. November 2017

19:30 Uhr

Kulturbahnhof Cloppenburg

10. November 2017

Crackerjacks − 4. Birthday Bash Party

21:00 Uhr

Gaststätte Bernay´s

Konzert mit dem MGV Cloppenburger

Liederkranz, Männerchor

Bühren, Gospeltrain - Gospelchor

der Ev.luth Kirchengemeinde

Cloppenburg, Blechbläserensemble

der Kreismusikschule

19:30 Uhr

Hotel Taphorn

11. November 2017

Hobbymarkt

Großer Floh-, Antik- u. Trödelmarkt

08:00–14:00 Uhr

Münsterlandhalle / Marktplatz

Männersache − ein Frühstück

nur für Männer

Wir treffen uns jeden ersten Samstag

im Monat bei jeweils gutem

Frühstück zu spannenden Vormittagen

und intensiven Diskussionen.

9:00−12.30 Uhr

02. September 2017

„Weltraummüll- ist die

Raumfahrt in Gefahr ?

Deutsches Zentrum für Luft- und

Raumfahrt e.V. (DLR)

Raumfahrtmanagement |

Gast: Dipl.-Ing. Johannes Gelhaus

07. Oktober 2017

Das Phänomen Trump

Gast: Dr. Hubert Gelhaus

04. November2017

„Der Weg berührt jeden, das Ziel

ebenso“ – mit dem Fahrrad auf dem

Jakobsweg von St. Jean Pied de

Port nach Santiago de Compostela

Gast: Klaus Deux

02. Dezember 2017

Entstehung, Geschichte und Ziele

und Aufgaben der Rotarier,

Friesoythe-Artland-Cloppenburg

Gast: Suse Bertzbach

Wir übernehmen keine Verantwortung für die Korrektheit

der angegebenen Termine. Diese stammen aus folgenden

Quellen: www.cloppenburg.de • www.kulturbahnhofcloppenburg.de

• www.bernays.de • www.museumsdorf.de

www.buecherei-cloppenburg.de • Bildungswerk CLP

www.thuelsfelder-talsperre.de

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Veranstaltungen

73


eportage

Hallo liebe Kinder

und „hallo ihr großen Leute!“

Nicht einfach weiterblättern!

Nein, nein, denn sonst wisst

ihr ja nicht, wer euch hier

schreibt.

Ich bin das X. Das X aus der Kinderredaktion

vom STADTMAGAZIN FÜR

CLOPPENBURG & UMZU. Von meinem

Schreibtisch aus kann ich eine Menge

Sachen sehen, über die ich mir so

meine Gedanken mache. Davon will

ich euch ab jetzt in jeder Ausgabe erzählen.

Mal was Lustiges, mal etwas

über unsere Stadt und über die Zeit, in

der wir leben. Und was ganz wichtig

ist: Ich höre euch zu, was ihr so denkt,

auch über die Welt. Warum ich „Kixi“

heiße, wollt ihr wissen? Die Antwort

ist einfach, denn weil ich für euch

schreibe und nicht gerne X genannt

werde, hab ich ein Ki für Kinder davor

gesetzt und das i dahinter weil ich

noch nicht richtig groß bin.

Aber jetzt geht´s auch gleich los mit

meinen Gedanken, denn wer während

dieser aktuellen Ausgabe des

Stadtmagazins geboren ist, ist vom

Sternzeichen her entweder Jungfrau

(vom 24. August bis 23. September)

oder Waage (vom 24. September bis

23. Oktober). Doch was ist das eigentlich,

diese Sache mit den Sternzeichen?

Vielleicht habt ihr eure Eltern

oder großen Geschwister auch schon

mal darüber sprechen hören.

So sollen „Jungfrauen“ sehr strebsam

und überhaupt nicht für Chaos sein.

Sie sind beste Freunde, man kann sich

immer auf sie verlassen und sie erreichen

meistens, was sie wollen. Allerdings

darf man sie nicht beleidigen

oder verletzen, denn das vergessen

sie nie.

Die „Waage“-Menschen mögen das

Leben am liebsten ganz harmonisch,

ohne Streit und Missverständnisse.

Sie mögen schöne Dinge, sind kreativ,

legen Wert auf gutes Aussehen

und räumen lieber auf, las dass sie

Durcheinander haben. Wenn man sie

deshalb oder überhaupt komisch anmacht,

können sie sehr unangenehm

werden – und das vergisst

man bestimmt nicht.

Ich antworte garantiert und eure

Beiträge werden im nächsten

Magazin abgedruckt, gegen

ein Honorar natürlich!

Wisst ihr eigentlich, was ihr für ein

Sternzeichen seid? Nein? Ok, dann

fragt mal nach – und auch ansonsten

immer schön neugierig sein. Denn ihr

wisst ja: Wer nicht fragt, bleibt dumm!

Euer Kixi, das schlaue X.

© Magdemedien GmbH • www.woche-x.de

Wenn ihr Ideen habt,

die andere auch erfahren

sollen, schreibt sie

uns. Aber auch, was ihr uncool

findet oder so richtig Mist.

Und natürlich, was euch Spaß

macht, was ihr gut findet.

Hier ist meine E-Mailadresse:

kixi@das-stadtmagazin.com

Nun, vor langer Zeit machten sich

schlaue Menschen Gedanken darüber,

warum die Erde, der Mond und

die Sonne zu bestimmten Zeiten an

bestimmten Orten sind. Es gibt 12

Sternzeichen, für jeden Monat eins.

Und man denkt, dass die Menschen,

die in einem bestimmten Sternzeichen

geboren sind, bestimmte Eigenschaften

haben.

74 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Kixi


ANzeige

Hundeschwimmen

... als letztes kommen

die Hunde!

Wie in den vorherigen Jahren, findet im

Cloppenburger Soestebad zum 3.mal,

dass Hundeschwimmen statt. Nach Ende

der Saison, wird der Zugang des Freibades

den Hunden überlassen. Vier Außenbecken

(Chlorfrei) und eine Liegewiese stehen

dann den Vierbeinern zur Verfügung.

Wegen des großen Ansturms im letzten

Jahr, mit 170 Hunden und über 300 Frauchen

und Herrchen, erweitert das Soestebad

die Veranstaltung auf den 16. und 17.

September 2017.

Einlass ist an beiden Tagen ab 11:00 Uhr

und endet um 16:00 Uhr.

Der Eintritt beträgt pro Hund 5 Euro. Die

Hundebesitzer sollen den EU-Heimtierausweis,

in dem ein gültiger Impfstatus nachgewiesen

ist, an der Kasse vorzeigen.

Besitzer und auch Hundefreunde ohne

Hunde haben freien Eintritt. Für das leibliche

Wohl des Zweibeiners sorgt die Bratwurst

Biene.

Das Soestebad Team freut sich auf ein schönes

Wochenende mit Hund und Mensch.

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Anzeige

75


GEsundheit

Wenn Körper und Seele kapitulieren...

...und der Burn-out die Lebensqualität beeinflusst, dann ist es Zeit ausschließlich an

sich zu denken – doch auch das will gelernt sein.

Oftmals kommt ein Burn-out still und schleichend,

so dass viele die Gefahr verkennen und erste Anzeichen

unterschätzen. Doch wenn Betroffene Stress

oder dauernde Überlastung ignorieren und darüber hinaus

die Fähigkeit verlieren, sich zu entspannen, dann kann

dies im schlimmsten Fall zu einem Zusammenbruch führen.

Zwar bedeutet nicht jede Belastung automatisch ein Burnout,

dennoch sind erste Warnsignale ernst zu nehmen. „Insbesondere

wenn die eigenen Grenzen übersehen, Lieblingshobbys

aufgegeben und private Kontakte gemieden

oder als belastend empfunden werden, ist eine Beratung

hilfreich“, erklärt Ankathrin Schmidt, psychologische Beraterin

und Selbstbewusstseins-Coach – mit Wohnsitz auf Mallorca.

Erste Warnsignale wahrnehmen

All das zusammen genommen, kann es eine gute Idee sein,

die ersten Warnsignale ernst zu nehmen und sich dort dann

wertvollen Rat zu holen. Im beruflichen Alltag nämlich fällt

es schwer, stressigen Situationen aus dem Weg zu gehen, da

die eigenen Erwartungen an sich selbst oftmals viel zu groß

sind. Auch scheinen Symptome wie andauernde Müdigkeit

und Antriebslosigkeit häufig zu alltäglich und unbedeutend,

als dass Betroffene diese ernst nehmen. „Wenn ein verstärkter

Einsatz im Job oder im familiären Umfeld plötzlich

zu einer Vernachlässigung eigener Bedürfnisse führt, kann

dies eine Beeinträchtigung in allen Lebensbereichen zur

Folge haben. Das Gefühl, mit immer weniger körperlichen

und emotionalen Ressourcen immer mehr Aufgaben erledigen

zu müssen, kann bei Betroffenen zu einer Erschöpfung

und letztendlich zu einem Burn-out führen“, weiß Ankathrin

Schmidt.

Ausgebrannt

Patienten beschreiben dieses Gefühl häufig als „Ausgebranntsein“.

Und dies betrifft nicht nur Manager. Auch Hausfrauen,

Rentner und sogar Schüler sehen sich mit dem Leistungsdruck

und der Vielfalt der Aufgaben in der heutigen

76

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Gesundheit


Gesellschaft immer heftiger konfrontiert und sind von diesen

Situationen vollkommen überfordert. Zusätzlich begünstigen

persönliche Neigungen wie Perfektionismus oder

übermäßiger Ehrgeiz einen totalen Erschöpfungszustand.

Von vielen

als vermeintliche Modekrankheit verurteilt, zeigt sich das

Syndrom in verschiedenen Auswirkungen, die auch bei anderen

psychischen Störungen, wie beispielsweise einer Depression,

auftreten. Demzufolge existieren keine verbindlichen

Diagnosekriterien. „Sofern eine körperliche und

seelische Beeinträchtigung der Gesundheit vorliegt und

Verhaltens- sowie Angststörungen über längere Zeit andauern

oder sich systematisch wiederholen, sollten Betroffene

eine psychologische Beratung in Anspruch nehmen“, rät Ankathrin

Schmidt.

Präventions- und Behandlungsmethoden

Eine Standard-Therapie für das Burn-out-Syndrom gibt es

nicht, da die Behandlung immer individuell zu dem Betroffenen

und seiner Lebenssituation passen muss. „Im Anfangsstadium

lohnt es sich, die eigenen Motivationsgründe oder

Erwartungen zu überprüfen, um Strategien gegen stressige

oder überfordernde Situationen zu entwickeln. Oftmals

helfen bereits kleine Veränderungen im Alltag wie häufige

Pausen, um aufgestaute Spannungen abzubauen“, betont

die psychologische Beraterin. Insbesondere regelmäßige

Schlafenszeiten sowie eine ausgewogene Ernährung und

ausreichend Bewegung helfen, das Wohlbefinden zu stärken.

Zudem sollten Betroffene genügend Freiräume in den

Terminkalender einplanen, um sich mit Freunden zu treffen

oder zwischendurch mit Spaziergängen im Grünen abzulenken.

Eine weitere optimale Maßnahme gegen, aber auch zur

Prävention von Burn-out ist ein ganzheitlicher Therapieansatz,

wie die so genannte SoulWellFit©-Methode.

Dieses Konzept

löst mithilfe spezieller Therapieansätze wie unter anderem

systemischer Aufstellungsarbeit, Informationsmedizin, Yoga

oder Hypnose dauerhaft Probleme und stärkt gleichzeitig

Körper und Seele. „Denn sobald die Person das Bewusstsein

ausschaltet, wird das Unterbewusstsein empfänglich

für Anweisungen, so dass sich positive Impulse leichter setzen

lassen“, betont Ankathrin Schmidt und rät abschließend:

„Durch die vollständige Betrachtung des Menschen in seinem

individuellen Lebenskonzept ist ein ganzheitlicher Ansatz

in jedem Fall entscheidend. Nicht nur um Ängste und

Ursachen langfristig abzubauen, sondern auch Veränderungsstrategien

zu entwickeln und sich zukünftig gegen

Konflikt- und Stresssituationen zu wappnen. So wird das Leben

mit der Zeit wieder lebenswert.“

Erste Stufen eines Burn-out-Syndroms

Stufe 1: Erhöhte Erwartungen an sich selbst sowie

Übersehen eigener Grenzen

Stufe 2: Vernachlässigung eigener Bedürfnisse

sowie gelegentliche Schlafstörungen

Stufe 3: Aufgabe von Hobbys und Meiden

privater Kontakte

Stufe 4: Rückzug sowie innere Leere;

Ersatzbefriedigung durch Essen, Alkohol oder Drogen

Stufe 5: Totale Erschöpfung, Depression und

Panikattacken

Anmerkung zur Selbsteinschätzung

Nicht jede dieser 5 Stufen muss sich in eindeutiger Weise

zeigen. Einzelne Stufen können auch ineinander übergehen

oder sich überlappen.

Diese Stufen sind keine ärztlichen Diagnosen. Sie können

lediglich ein Hinweis sein, dass eine Überlastung oder Erschöpfung

vorliegt. Eine eindeutige Diagnose kann nur eine

versierte Fachkraft feststellen. Auf Mallorca? Warum nicht?

Mit der benötigten Kur vor Ort und ein paar Tagen Ruhe hinterher!

Dem Burn-out Paroli bieten – das tut gut!

usch

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Gesundheit

77


eportage

Die Liebe zum Norden brennt weiter

Benediktiner wären gerne in Damme geblieben

„Schwarzach, … da muss ich hin“

prangt es in großen Lettern auf einem

Schild am Ortseingang der unterfränkischen

Gemeinde. Das bedeutendste

Bauwerk dieses kleinen Ortes ist die

Missionsbenediktinerabtei Münsterschwarzach.

Ihr Konvent zählt ca.

neunzig Brüder, unter ihnen auch die

sieben, die bis kurz vor Weihnachten

2016 den kleinen Konvent des Priorats

in Damme gebildet hatten. Der

Spruch auf dem Schwarzacher Ortsschild

habe für sie nicht gegolten, sind

sich der damalige Prior und Leiter des

Dammer Gästehauses, Br. Stephan

Veith OSB, und sein Stellvertreter, Br.

Isaak Grünberger OSB einig. Sie wären

gerne in Damme geblieben.

Als der Abt ihn vor fünf Jahren gebeten

habe, nach Damme zu gehen, hätten

die Pläne ganz anders ausgesehen,

sagt Br. Stephan. „Eigentlich sollten

wir das klösterliche Gesicht stärken.

Wir waren für viele das Gästehaus mit

angeschlossenem Kloster. Dabei sollten

wir ein Kloster mit angeschlossenem

Gästehaus sein.“ Dafür war sogar

ein Kirchenneubau geplant worden.

Dass der Konvent im Mutterkloster im

letzten Jahr überraschend eine andere

Entscheidung getroffen und die

Dammer Brüder zurück gerufen habe,

mussten sie akzeptieren.

Br. Stephans Fachkompetenz war

im Oldenburger Land geschätzt. Er

war Mitglied im Ordensrat des Bistums

Münster, im Aufsichtsrat der Sr.

Euthymia-Stiftung, im Stiftungsrat des

CSW (Caritas Sozialwerk St. Elisabeth)

und im Aufsichtsrat der DKM (Darlehnskasse

Münster). Diese Abschiede

haben ihn emotional sehr berührt. In

Münsterschwarzach ist der gelernte

Steuerberater als stellvertretender

Cellerar für die wirtschaftlichen Belange

der Abtei zuständig. Er kümmert

sich vor allem um das Personalwesen,

über dreihundert Menschen arbeiten

im Kloster und dem angeschlossenen

Gymnasium. Nebenbei baut er die

Begleitung von Menschen und die Ansprache

der Tagesbesucher aus. „Da

sind viele dabei, die sonst mit Kirche

nichts am Hut haben.“

„Mir ist es sehr schwergefallen, aus

dem Oldenburger Land wegzugehen“,

gibt Br. Isaak zu. Häuser könne

man zurücklassen, „aber es waren

Menschen, die wir zurück lassen

mussten“ - im Dammer Krankenhaus,

wo er als Seelsorger tätig war, oder

bei den Maltesern, deren Landesseelsorger

er mit Leib und Seele war.

Auch die Mitarbeit in der Berufungskommission

des Bischöflich Münsterschen

Offizialates habe ihm viel

Spaß gemacht. Dennoch sei er beim

Abschlussgottesdienst im Dezember

überrascht gewesen, wie viele

Menschen sich von ihnen verabschieden

wollten. Und dann kamen sie zwei

Tage vor Weihnachten in Münster-

78 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


schwarzach an. „Ich bin menschlich

reich beschenkt zurückgekehrt, das

nimmt mir niemand. Emotional war

ich damals aber am Boden. Ich kam gar

nicht hinterher, das alles zu verarbeiten.“

Sechzehn Jahre sei er von Münsterschwarzach

weg gewesen, vieles

sei ihm fremd vorgekommen. „Ich bin

immer noch in der Orientierungsphase.“

Seine jetzigen Aufgaben liegen

außerhalb der Abtei. Mit einer halben

Stelle ist er Seelsorger am Kreiskrankenaus

im nahen Kitzingen, dort arbeitet

er auch im Ethikrat mit. Mit einer

weiteren halben Stelle ist er Pfarrer

in der Großpfarrei Wiesentheid-Großlangheim.

Weihbischof Heinrich Timmerevers in

Garrel im Juni 2016 habe er fast alle

Menschen gekannt. Die Schönheit

der Dammer Berge vermisst er sehr.

Und entgegen anderslautender Vorwarnungen

habe er die Menschen

im Oldenburger Land als humorvoll,

freundlich und nicht kühl erlebt. Er

schätzt ihre Konkretheit und Direktheit.

„Anders als bei uns in Franken

wurde nicht viel rumgeredet, sondern

schnell entschieden.“ Mehrfach hätten

sie in den letzten Monaten Besuch aus

dem Norden bekommen, über soziale

Netzwerke halten sie enge Kontakte

mit ihrem alten Wirkungskreis. Immer

wieder werde ihnen signalisiert, dass

Das Alter ist ein

Aussichtsturm

Kolping-Bildungswoche für

bewegte Menschen ab 60

Vom 23. bis 27. Oktober lädt das Kopingwerk

Land Oldenburg Menschen

ab 60 zu einer Bildungswoche

in das St. Antoniushaus nach Vechta

ein. Hierbei geht es um die Herausforderungen

des Lebens, die man

gestärkt durch den Glauben gemeistert

hat. Die Woche findet unmittelbar

vor Allerseelen und Allerheiligen

statt. In dieser Zeit erinnert

man sich an liebe Menschen, mit denen

man sein Leben teilen durfte.

Diese Tage erinnern aber auch an

die eigene Vergänglichkeit.

© Offizialat/Johannes Hörnemann

Die Benediktiner Br. Isaak Grünberger und Br. Stephan Veith würden gerne ins Oldenburger

Land zurückkommen.

Enge Bindungen an das Oldenburger

Land

Was sie mit dem Oldenburger Land

verbinden? „Viel“, sagt Br. Isaak. Er sei

er oft in Oldenburg gewesen, habe im

Forum St. Peter mitgearbeitet. „Eine

wunderschöne Stadt, ich liebe sie.“

Mehrfach hat er Wilhelmshaven und

die Küste besucht. Er habe in diesen

Jahren ein Stück Deutschland kennengelernt,

was im vorher völlig fremd

gewesen sei. „Große Liebe, große

Freiheit“, lacht er. Kirchlich gesehen

sei das Oldenburger Land sehr fortschrittlich.

In Franken fühle er sich um

Jahre zurückgeworfen, vor allem hinsichtlich

der Pfarreiumgestaltungen.

Besonders lobt Br. Isaak die Ökumene

im Norden: „Völlig unkompliziert und

offen. Ganz anders als hier.“

Br. Stephan fand die Situation sehr

familiär. „Man kannte sich, auch im Offizialat.“

Bei der Verabschiedung von

sie dort oben fehlen würden. „Es fast

manchmal fast ein Stück Trauerarbeit“,

gesteht Br. Stephan ein.

Ihre Verbindungen zum Oldenburger

Land wollen die beiden Benediktiner

nicht abreißen lassen. Br. Isaak

nimmt dort sogar noch im November

eine Taufe vor. Für Wangerooge hat

ihn Pfarrer Egbert Schlotmann angefragt

als Urlaubsvertretung. Leider keine

Zeit. Ob es in einigen Jahren wieder

Missionsbenediktiner im Oldenburger

Land gibt? „Sofort gern“, lacht Br.

Isaak. „So etwas wie Damme können

wir aber wohl nicht mehr stemmen“,

macht Br. Stephan klar. „Aber vielleicht

sind anderswo kleinere und erst einmal

befristete Formen der Gastfreundschaft

möglich.“ Machen würden sie es

sofort. Doch erst sei ein Auftrag durch

den Abt nötig.

Text: Ludger Heuer

Weihbischof Wilfried Theising

Auf dem Programm stehen Vorträge

zur Vitalität & Energie im Alter, zu

Augustinus, Lichtblicken im Leben,

zur Kraft der Liebe und der Besuch

der Klosterkirche in Mühlen. Über

Ökumene und das Reformationsjubiläum

spricht Weihbischof Wilfried

Theising, der anschließend auch

eine Messe mit den Teilnehmern feiert.

Die Abschlussmesse zelebriert

am Freitag Landespräses Stefan Jasper-Bruns.

Die Kosten betragen pro Person 170

Euro inkl. Übernachtung und Vollverpflegung,

Heimschläfer zahlen

95 Euro. Anmeldung bis zum 9. Oktober

unter Tel. 04441 872-273 oder

Kolpingwerk@bmo-vechta.de.

Die Teilnehmerzahl ist auf zwanzig begrenzt.

Wer teilnehmen möchten und den Beitrag

nicht aufbringen kann, melde sich bitte beim

Veranstalter.

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

79


eportage

Herbstleuchten auf dem Friedhof

Liebevoll und farbenfroh: Friedhofsgärtner geben Tipps,

kümmern sich aber auch um die Grabpflege.

Lebendiges Gedenken

Heute schon mit Vorsorge an

„Morgen“ denken.

Blumen als Sinnbild für Trauer, Hoffnung

und Leben.

Das Blumenfachgeschäft Hermes bietet

kompetente Beratung rund um die Gestaltung

und Pflege ihres Grabes.

„Dem Verstorbenen durch gärtnerische

Grabgestaltung ein lebendiges Andenken

zu setzen,“ für das Blumenhaus eine

Selbstverständlichkeit. Ob als Hilfe bei der

zeitgemäßen Gestaltung oder als Gärtner

für die Dauergrabpflege, die Mitarbeiter

des Hauses Hermes stehen gerne beratend

zur Seite. Mit Blumenschmuck als Sinnbild

für Trauer, Hoffnung und Leben möchte

das Fachgeschäft der Ruhestätte ein harmonisches

und würdiges Bild geben. Das

Cloppenburger Unternehmen, das als Vertragsgärtner

der Nordwestdeutschen Treuhandstelle

für Dauergrabpflege GmbH in

Bremen angeschlossen ist, zeigt neben Bepflanzungsmöglichkeiten

auch ein großes

Sortiment an Saisonpflanzen aus eigener

Gärtnerei.

Im Herbst wird es still auf dem Friedhof,

oftmals ist nur das Rauschen der

in dieser Jahreszeit leuchtend-bunten

Blätter zu hören. Farbenfroh und formenreich

geht es aber nicht nur in den Baumkronen,

sondern auch auf den Gräbern

selbst zu. Ziergräser als Symbol für das

Getreide, Zierkürbisse stellvertretend für

die vielen verschiedenen Früchte vom

Feld und eine bunte Fülle von Herbstblühern

setzen nun die Akzente. Astern, Anemonen,

Chrysanthemen, Hebe, Christrosen

und Alpenveilchen gehören zu

beliebten Begleitern in dieser Jahreszeit.

Gräser und kräftige Herbstblumen sind

pflegeleicht und lassen sich gut kombinieren

„Was die Bepflanzung auf den Gräbern

angeht, gibt es im Herbst fast keine Grenzen,“

wissen erfahrene Friedhofsgärtner.

In diesem Jahr sind besonders Gräser,

Seggen und der Blauschwingel angesagt.

Gräser seien pflegeleicht und es

gebe sie in nahezu allen Größen, Strukturen

und Farben. Somit würden sie sich

gut mit anderen Pflanzen kombinieren

lassen. Seggen beispielsweise gelten unter

Kennern als pflanzliche Alleskönner.

Robust, winterhart und langlebig bilden

sie mit ihren dreikantigen Halmen dichte

Horste. Dadurch wirken sie sowohl in

Kombination als auch solitär sehr attraktiv.

„Es gibt sie in den unterschiedlichsten

Farben - neben hellen oder satten Grüntönen

kommen sie auch oft in Blau- oder

Grautönen bis hin zu rötlichen Varianten

vor“, so die Aussage der Profis. Neben der

Segge eignen sich ebenso Schwingelgräser

wie Bärenfell- oder Blauschwingel

für die Bepflanzung. Rötliche Gräser wie

das rote Liebesgras oder rot-grünes Blutgras

liegen ebenfalls im Gräser-Trend.

Friedhofsgärtner sind in Gestaltungsfragen

auf dem neuesten Stand

In Gestaltungsfragen sind Friedhofsgärtner

immer auf dem neuesten Stand

und wissen, wie sie Neuheiten und aktuelle

Trendpflanzen geschmackvoll in

die Grabgestaltung integrieren können.

Friedhofsgärtner beraten entsprechend

und übernehmen auf Wunsch auch die

saisonal wechselnde Neubepflanzung

und die dauerhafte Grabpflege. Fachgerecht

umsorgt präsentiert sich die letzte

Ruhestätte ganzjährig attraktiv. (djd)

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und Friedhofsgärtnerei

Kirchhofstr. 47 (am St. Andreas Friedhof)

49661 Cloppenburg

Tel.: 0 44 71 • 22 19 und Fax: 0 44 71 • 70 30 90

80 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


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Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

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Mühlenstraße 10

49661 Cloppenburg

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Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu

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E-Mail: media@das-stadtmagazin.com

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Druckerei Silber Druck oHG

Am Waldstrauch 1

34266 Niestetal

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(wenn nicht anders ausgezeichnet):

Sigrid Lünnemann, Sandra Bartocha, Sandra Malz, Hermann

Hirsch, Karin Niemöller, André Beier und Doris Abeln, Arthur

Tromp, Michael Többen, GZP Cloppenburg, Agentur für

Arbeit, Johannes Hörnemann, Friedrich Haug e.K., Energieverband

Nordwest, Kowalski), Archiv Florian Nikolaus Reiß,

Archiv pk – designed for people, Elfriede Lange, Archiv Freundeskreis

Wakkerstroom, Archiv Martin Kessens, Christina Thomas,

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Das Magazin und alle in ihm enthaltenen Beiträge und Abbildungen

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