inwohnen Küche - Frühjahr 2018

strobel.verlag

www.in-wohnen.de

®

küche

Mit vielen Ideen fürs Vernetzte Wohnen

Frühjahr 2018

Ausgabe 2/2018

D € 4,90 | A € 5,40

L € 5,80 | CHF 8,90

KÜCHEN IM SCANDI-LOOK

So schön ruhig

DUNSTABZUGSHAUBEN

So schön sauber

MÖBEL IN BEWEGUNG

So schön komfortabel

Clevere Lösungen

für mehr Stauraum

Die 10 besten Planungstipps

für Ihre neue Küche

VERNETZTES WOHNEN | ENERGIE VOM DACH | HEIZEN MIT PELLETS


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Sammeln im System.

Die Funktionsspüle BLANCO COLLECTIS 6 S.

BLANCO COLLECTIS 6 S ist die perfekte Verbindung von Trend und Trennkonzept.

So wird die Organisation der Speisenvorbereitung noch einfacher. In der zentral angeordneten

Depot-Schale mit Deckel lassen sich Bio-Abfälle unauffällig und hygienisch zwischenlagern.

Zur besonderen Schnittstelle wird die Depot-Schale in Kombination mit den Abfallsystemen

BLANCO SELECT oder BLANCO FLEXON II. In deren Abfallbehälter lässt sie sich ganz einfach

einhängen. Weitere innovative Ideen fi nden Sie bei Ihrem Fachhändler oder im Internet.

Mitten in der Küche, mitten im Leben.

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EDITORIAL

Oben, hinten, links

Wer das Wort Problemzone hört, denkt meist an „Bauch, Beine,

Po“. Das scheint eine Art Assoziationskette zu sein, die geschlechterübergreifend

funktioniert. Im Küchenalltag gibt es ähnlich

wunde Punkte. Im Arbeitsdreieck zwischen Kühlschrank, Kochfeld

und Küchenspüle heißen diese aber „oben, hinten, links“.

Wahlweise auch „ganz unten, außen rechts“.

Richtig: Wir sprechen über Stauraum.

Den hat man in der Küche bekanntlich nie genug. So lautet zumindest

eine weit verbreitete Ansicht. Doch stimmt das überhaupt?

Oder verführt ein allzu üppiges Platzangebot nur dazu,

die Schränke mit allerhand Überflüssigem vollzustopfen? Wo das

Glück doch eher im Entrümpeln und Vereinfachen liegen soll.

Diesen Fragen gehen wir ab Seite 36 in dieser Ausgabe nach. Unter

der Überschrift „Ideen für cleveren Stauraum“ haben wir natürlich

tragfähige Antworten gesammelt. Die Wahrheit liegt nämlich

wie so oft bei einem Sowohl-als-auch. Ein großzügiges Angebot

an Stauraum ist immer praktisch. Doch manchmal steht dieser

schlicht nicht zur Verfügung. Dann sind clevere Ideen gefragt, um

all das, was wirklich wichtig ist, so unterzubringen, dass es schnell

zur Hand ist.

Diesen Nutzen beleuchtet auch der Beitrag zum Thema „Die bewegte

Küche“. Ausziehbare, verschwenkbare, drehbare oder gar

in der Höhe verstellbare Möbeltechnik bringt den Komfort in der

Küche auf ein ungeahntes Niveau. Das ist gut für den Rücken und

fördert die Freude beim Hantieren in der Küche. „Oben, hinten,

links“ verliert mit einer durchdachten Schrankausstattung jedenfalls

seinen Schrecken. Diese Problemzone hat ausgespielt. Bleiben

„Bauch, Beine, Po“. Aber das ist eine andere Geschichte.

Mit dieser Ausgabe von inwohnen gehen wir neue Wege. Wir

erscheinen nun thematisch noch fokussierter auf unsere

Stammthemen Küche, Bad und Vernetztes Wohnen. So wird

es künftig zweimal im Jahr die Ausgabe inwohnen KÜCHE

geben (im Frühjahr und Winter) und zweimal inwohnen BAD (im

Sommer und Herbst).

Unserem Anspruch, Ihnen möglichst viele praktische Tipps zu

geben und umsetzbare Einrichtungsbeispiele für die Lebenswelten

Küche und Bad zu zeigen, bleiben wir natürlich treu. Die Entwicklungen

und Ideen zum Vernetzten Wohnen bzw. zur Intelligenten

Haustechnik sind in jeder Ausgabe Inhalt. Das gilt auch für unser

Online-Angebot. Melden Sie sich doch für unseren neuen Newsletter

an, dann sind Sie immer bestens informiert. Die Adresse lautet:

www.in-wohnen.de/newsletter/anmeldung.

In der kommenden Ausgabe, inwohnen BAD, begrüßt Sie meine

neue Kollegin Jacqueline Koch an dieser Stelle. Sie ist ab sofort

die verantwortliche Chefredakteurin für die Themengebiete Bad

und Vernetztes Wohnen / Intelligente Haustechnik. Ich bleibe Ihr

Ansprechpartner für alle Ideen rund um die „Wohnwelt Küche“.

Viel Vergnügen beim Lesen und Inspirierenlassen wünscht Ihnen

Dirk Biermann

Chefredakteur inwohnen KÜCHE

PS: Aktuelle News finden Sie auf www.in-wohnen.de.

Frühjahr 2018

3


INHALT

16

32

Die Einrichtung nimmt sich zurück und vermittelt optisch Ruhe.

Dies ist einer der grundlegenden Trends, dem wir auf der

Einrichtungsmesse imm cologne begegnet sind.

200 Jahre alte Eiche trifft hochmodernen Schichtstoff:

Ein Renovierungsprojekt, das mit natürlichen Materialien

und kontrastreicher Optik beeindruckt.

Wohnwelt Küche

16 Minimalismus kann so gemütlich sein

Küchen- und Wohntrends für 2018

20 Inklusive Wand und Boden

Renovierungsprojekt von Grambow & Widmer, Schwerin

26 Küche mit persönlicher Geschichte

Renovierungsprojekt von Kulinario Küchen, Brilon

28 Die Musik kommt aus der Wand

Renovierungsprojekt der Küchenlounge, Wagenfeld

32 Magischer Küchenblock

Renovierungsprojekt von Pirkelmann + Schmidt, Ismaning

36 Alles schnell zur Hand

Ideen für cleveren Stauraum

40 Die Küche in Bewegung

Wie bewegliche Möbeltechnik den Komfort erhöht

44 Ideen rund um die Spüle

Fließende Abläufe am Spülcenter

46 GEWUSST WIE

Die 10 besten Planungstipps für Ihre neue Küche

48 Saubere Luft

So finden Sie den passenden Dunstabzug

50 Unsichtbar oder Designobjekt

Tipps + Trends rund um den Dunstabzug

54 Stimmungsvolles Licht

Was beim Dimmen von LEDs zu beachten ist

56 Die Küche als Raum-im-Raum

Küchenreportage aus Barcelona

62 Die Wohnküche im Reihenhaus

Offenes Wohnkonzept auf 40 qm Grundfläche

68 Wenig Kalorien, voller Geschmack

Rezepte für die leichte Asia-Küche

70 Einrichten + Ausstatten

Ideen für offene und geschlossene Küchenräume

Vernetztes Wohnen

78 Per Funk oder mit Kabel

So lässt sich die Haustechnik vernetzen

82 „Lösungen gibt es für jeden Geldbeutel“

Stephan Koll über die Planung einer vernetzten Haustechnik

84 Endlich Licht

Wie Sensortechnik unser Leben erleichtert und sicherer macht

86 Haustechnik mit vielen Vorteilen

Zentrale Staubsaugeranlagen

88 Heizen mit Holz

Die Pelletheizung gilt als effiziente Methode für wohlige Wärme

92 Vom Dach in den eigenen Stromspeicher

Was bei der Planung eines Batteriespeichers zu beachten ist

4 www.in-wohnen.de


36

78

Wenn Stauraum knapp ist, sind clevere clevere Ideen gefragt –

um all das, was wirklich wichtig ist, so unterzubringen, dass es

schnell zur Hand ist.

Ob per Funk oder doch lieber mit Kabel? Bauherren sollten das viel

diskutierte „Internet der Dinge“ hinterfragen und in Ruhe planen,

um nicht heute ein „altes“ Haus zu bauen.

Service + Rubriken

3 Editorial

4 Inhalt

6 Tipps + Trends

98 Hersteller, Lieferanten, Planer

99 Vorschau / Impressum

FOTO TITEL: TEAM 7

FOTOS INHALT: TEAM 7, PIRKELMANN + SCHMIDT, BLUM, HAGER

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TIPPS & TRENDS

Im Blaubeer

Kaum sind die letzten Konfettireste vom Jahreswechsel zusammengekehrt, steigt

die Spannung auch schon wieder. Jedenfalls in der Einrichtungsbranche. Denn das

Farbinstitut Pantone gibt traditionell im Januar die Farbe des Jahres bekannt. Das

hat zwar grundsätzlich keine verbindliche Verpflichtung, schlägt aber hohe Wellen

im Kreis der Kreativen. In diesem Jahr fiel die Wahl auf „Ultra Violett“. Bei Pantone

läuft dieser Ton unter dem Kürzel 18-3838. Doch warum ausgerechnet Violett? „Wir

leben in komplexen Zeiten und Violett ist eine komplexe Farbe“, kommentiert Lee

Eiseman, Geschäftsführer des Farbinstituts, die Trendwahl. Experten zufolge steht der

Ton für Aspekte wie Kreativität, Originalität und visionäres Denken. Extravagant ist

der Blaubeerlook allemal. Für ganze Kücheneinrichtungen vielleicht zu gewagt, aber

für Stoffe, Stühle, Sessel und sonstige Dekoideen ist es eine interessante Möglichkeit,

Akzente zu setzen.

6 www.in-wohnen.de


look

Fotos: Dirk Biermann / Häcker Küchen

Komplette Küchenzeilen in Violett sind sicher nicht jedermanns Sache, aber

als Wandgestaltung ausgesprochen stimmungsvoll. Besonders im Verbund mit

Grau, Schwarz und Weiß im Industrial Style. Der große Vorteil, den Farbtrend

der Saison mit der Malerrolle in die Küche zu holen: Wenn die Farbe sattgesehen

ist, lässt sie sich einfach überstreichen. Eine besondere Ausstattung der

hier abgebildeten Küche (von Häcker Küchen) sind die Oberschränke mit

Metallrahmen-Fronten und schwarz getöntem Glas mit Rautendruck.

Frühjahr 2018

7


TIPPS & TRENDS

Als gesundheitsbewusster Begleiter

im Büro, beim Sport und im Leben

allgemein will sich die Designer-

Trinkflasche Doli (UVP 29,90 Euro)

empfehlen. Sie besteht im Innern

aus handgefertigtem Borosilikat-

Glas. Das gilt als besonders

alltagstauglich und robust.

Vier Farben stehen zur Wahl:

Mint, Rose, Serenity, Titanium …

und seit Mitte März auch Violett.

(Doli Bottle)

Schlafen wie bei Königs. Das

Bett „Paco“ im trendigen

Ultraviolett. Die Kombination mit

Butterblumengelb setzt weitere

pompöse Akzente. (Who’s Perfect)

Entspannung, Muße und Ruhe oder doch lieber

Geselligkeit und Lebendigkeit? Neben Mobiliar und

Dekoration spielt auch die Farbgebung der Wände

eine bedeutende Rolle. Denn Farben verleihen jedem

Raum nicht nur seinen individuellen Charakter, sie

beeinflussen auch unsere Stimmung. Das Deutsche

Tapeten-Institut (DTI) erläutert zu den aktuellen

Tapetentrends, dass Beerentöne und Violett-Nuancen

einen Wohlfühlfaktor vermitteln. Sie strahlen

Extravaganz und Luxus aus und versprühen Wärme

und Geborgenheit. Diese florale Umsetzung fällt in die

Kategorie „munter“. Die Kollektion heißt „Barbara“.

(Rasch)

Der Sessel „Lazy“ eignet sich perfekt zum

Entspannen und Musik hören – wie wäre es

mit dem Modell in Ultraviolett passend zum

Song „Purple Rain“? (Who’s Perfect)

Als Solist setzt die

Vase „Oronda“ in

Ultra Violett ein

starkes Statement

(Villeroy & Boch).

8 www.in-wohnen.de


TIPPS & TRENDS

In Kombination mit floralen Designs wirkt das neue Lila

natürlich und harmonisch. Hier für den gedeckten Tisch

mit einer Auflaufform aus der

Kollektion „Clever Cooking“

(Dekor Mariefleur Gris) und

dem Besteck „S+“ mit violett

gefärbten Silicongriffen .

(Villeroy & Boch)

Starker Kontrast zu dunklem Holz – auch

beim Stuhl „Dining D“. (Hülsta)

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Violett als Akzent passt ebenso

gut zum Retro- wie zu einem

mediterranen Einrichtungsstil.

Dieser Weinkühler besteht

aus Merinowollfilz mit

Rindlederapplikation. (Fine Filz)

Kräftiges Lila und

Betongrau geht

auch – hier mit dem

Boxspringbett „now“.

(Hülsta)

Frühjahr 2018

9


TIPPS & TRENDS

Garantie auch bei

Bedienungsfehlern

à Zum 1. Januar 2018 hat Miele

seinen Garantieservice um einen Komplettschutz

auch für Geräte ergänzt,

die zehn oder mehr Jahre alt sind.

Egal, ob Material-, Produktions- oder

Bedienfehler, ob höhere Gewalt oder

Verschleiß: Die Reparatur bleibt für den

Kunden kostenlos. Acht Euro kostet

das im Monat. Für dieses Paket mit der

Bezeichnung „Miele Service Zertifikat

Plus“ (MSZ Plus) zahlt der Kunde einen

monatlichen Beitrag. Dieser liegt einheitlich

bei acht Euro, wenn das Gerät

bei Abschluss des Vertrages älter ist

als zwei Jahre. Backofen, Kochfeld und

Dunstabzugshaube gelten dabei als ein

Gerät, ebenso Kühlschrank und Gefriergerät.

Und: Schließt ein Kunde zwei

„MSZ Plus“ ab, lässt sich ein weiteres

Gerät kostenlos mitversichern. Würde

sich eine Reparatur aufgrund des Alters

des Gerätes nicht mehr lohnen, erhält

der Kunde stattdessen eine Beteiligung

an einem Neukauf.

Foto: AEG

Foto: AEG

Foto: Miele

Flexibel bleiben

à Das „Chefs Hub“ von AEG sorgt

für eine aufgeräumte Arbeitsfläche.

Das Schneidebrett mit speziellen

Schienen ist auf die beweglichen

Behälter des „CustomFlex“-Kühlschranks

abgestimmt. Die Behälter

nehmen Kühlgut unterschiedlicher

Größe auf und lassen sich individuell

an der Innenseite der Kühlschranktür

positionieren oder einfach in den

Kühlschrank stellen. Für die Kochvorbereitung

werden sie aus dem Gerät

genommen und auf den Schienen

entlang des Schneidbretts platziert.

So fungieren sie als praktische

Dosen für gehackte, geschnittene

oder gewürfelte Lebensmittel.

Lebensmittel, die nicht verarbeitet

wurden, bleiben in den Behältern und

wandern zurück in das Kühlgerät.

And the winner is … Couchzone Beer!

à Die Küchenplaner von Couchzone Beer aus Innsbruck

haben den „Global Kitchen Design Award 2017“ des Küchenmöbelherstellers

Leicht gewonnen. Ausgezeichnet wurde eine

Planungsidee, die in einem modernen, großzügigen Einfamilienhaus

am Achensee verwirklicht wurde. Die dezente und sehr

hochwertige Küche hat Unikatcharakter. Fließend eingebunden

in den großzügigen Raum mit phantastischem Blick auf die

Bergwelten Tirols, bildet die Insel den Mittelpunkt.

Foto: Leicht Küchen

10 www.in-wohnen.de


RUBRIK UNTERRUBRIK

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Reste von Obst, Gemüse oder Salat können

mit einem Handgriff vom Schneidbrett

direkt in die Depot-Schale im Nebenbecken

befördert und dort gesammelt werden. Ihre

handliche Abdeckung trägt zur Hygiene und

einer aufgeräumten Optik bei.

Foto: Blanco

Bio-Abfall dort sammeln, wo er

anfällt – das ist gleich mehrfach

praktisch. Die Küchenspüle

„Blanco Collectis 6 S“ setzt genau

hier an: Zentraler Bestand -

teil ist die flexibel einsetzbare

Depot-Schale. Sie lässt sich

sowohl in das Depot-Becken der

Spüle als auch in die Eimer des

Abfallsystems einhängen.

Sammeln im System

Foto: Blanco

Das lückenlose Zusammenspiel

klappt dank des produktübergreifenden

Funktionskonzepts

hervorragend

und bringt enormen Komfortgewinn.

Denn Obst- und Gemüsereste können

ergonomisch direkt vom Schneidbrett in

die Depot-Schale befördert werden. Angenehmer

Nebeneffekt: Die im Restebecken

positionierte Schale reduziert das bislang

mehrmals notwendige Öffnen des darunter

befindlichen Abfallsystems während

des Kochens auf ein Minimum. Bevor die

Reste in der Bio-Tonne oder auf dem Komposter

entleert werden, kann die Schale bei

Bedarf zum Zwischenlagern in die 15- und

30-Liter-Eimer des Abfalltrennsystems

eingehängt oder in die Orga-Schublade

gestellt werden. Die handliche Abdeckung

der Depot-Schale trägt zur Hygiene und einer

aufgeräumten Optik bei. Kompatibel ist

die „Collectis 6 S“ mit den Abfallsystemen

„Blanco Select“ und „Blanco Flexon II“.

Viel Platz im Becken

Zusätzlichen Komfort bietet „Collectis 6 S“

mit ihrem großen Hauptbecken und der

separaten Ausgussmulde, die auch dann

zugänglich ist, wenn beide Becken gerade

belegt sind. Das neue, besonders reini-

gungsfreundliche Ablaufsystem „InFino“

inklusive Ablauffernbedienung und dem

verdeckten Überlauf „C-overflow“ sind

weitere hochwertige und ästhetisch anspruchsvolle

Ausstattungsmerkmale.

„Blanco Collectis 6 S“ ist in zehn

zeitgemäßen CombiColours-Farben erhältlich.

Hergestellt aus dem äußerst widerstandsfähigen

und pflegeleichten Granit-Verbundwerkstoff

„Silgranit PuraDur“

begeistert das Material darüber hinaus mit

einer angenehmen, steinig-seidenen Haptik.

Passend zur CombiColours-Palette

steht eine große Auswahl Armaturen für

eine perfekte Abstimmung mit der Spüle

und ihrem Umfeld zur Auswahl.

www.blanco-germany.com/de ‹

Ganzheitlich durchdachte Systemlösung: Die Depot-Schale fasst cirka drei Liter

und passt perfekt ins Depot-Becken, auch, dank des Trichterrandes, exakt in die

15- und 30-Liter-Eimer der Abfallsysteme „Blanco Select“ und „Blanco Flexon II“.

Frühjahr 2018

11


TIPPS & TRENDS

Liebling der Kunden

à Ballerina ist die beliebteste Küchenmarke des Landes. Zu diesem

Ergebnis kommen der Deutschland Test und Focus-Money. Zudem sei

sie die Marke mit dem größten Vertrauen und dem besten Preis-Leistungsverhältnis.

In allen drei Kategorien erhielt Ballerina das Prädikat

„Gold“ mit Platz 1. Ballerina-Küchen wurde bereits Mitte des Jahres von

Deutschland Test und Focus-Money zur beliebtesten Marke gewählt.

Nun bekam das Unternehmen auch die Auszeichnung der Marke mit

dem höchsten Vertrauen. Zwischen Juli 2016 und Juni 2017 wurden

dafür 5,4 Mio. Nennungen im Internet und 1 Mio. Social-Media-Quellen

in den Kategorien Seriosität, Weiterempfehlung, Vertrauen und

Qualität ausgewertet. „Ballerina-Küchen bekommt den 1. Platz mit

100 von 100 möglichen Punkten“, berichtet das Unternehmen stolz.

(Nachzulesen in der Focus 47/17 vom 18.11.2017).

www.ballerina.de

Foto: bulthaup

Raum für Veränderung

à Als Hersteller edler Küchenmöbel ist

bulthaup bekannt, nun bietet das Unternehmen

auch solitäre Möbel für unterschiedliche

Lebensräume an. Die „b Solitaires“

bieten Raum für Veränderung und integrieren

sich doch als vertraute Elemente“, lautet

das Credo. Grundlage jeder Konstruktion

ist ein solides Fundament. Ein offener,

mattschwarzer Aluminiumrahmen bildet

die Basis. Diese Plattform lässt sich mit Eiche

Massivholz, Edelstahl oder Glas bestücken.

Dieses Ensemble zum Beispiel besteht aus

Tisch, Bank und Bankauflage in Leder. Die

250 cm lange und 100 cm tiefe Tischplatte ist

aus massiver Eiche, das Gestell aus mattschwarzem

Aluminium. Eiche massiv ist auch

das Material der Sitzbank.

Foto: Miele

Dunkelschwarz

à Arbeitsplattenspezialist Silestone

präsentiert vier Farbtöne für seine

Quarzoberflächen, die sich durch

besonders dunkle Nuancen und eine

klare Ästhetik auszeichnen. Eine

besondere Rolle spielt „Iconic Black“.

Silestone bezeichnet diesen Ton als

das schwärzeste Schwarz. Die polierte

Oberfläche sorgt für viel Glanz und

eine starke Lichtreflexion.

Sparsamer Spüler

à Die Geschirrspüler der Modellreihe

„G 6000 EcoFlex“ von Miele

sind besonders sparsam, weil sie die

Wärme des Spülwassers aus der

vorhergehenden Phase zum Vorheizen

des Wassers für den nächsten

Reinigungsschritt nutzen. Dafür

wurden sie nun mit dem Bundespreis

Ecodesign prämiert. Der „EcoTech“-

Wärmespeicher befindet sich in der Geräte-Seitenwand und besteht aus zwei voneinander

getrennten Wasserkreisläufen. Ein Kreislauf transportiert das einlaufende Frischwasser, der

zweite ist als Schlaufensystem angelegt. In dieses fließt warmes Wasser aus dem jeweils

letzten Programmabschnitt und erwärmt durch die Zirkulation im Wasserreservoir das

Frischwasser. So wird für die weitere Aufheizung entsprechend weniger Strom benötigt,

was die Energieeffizienz von „A +++ “ auf „A +++ minus 20 Prozent“ verbessert. Dies bedeute bei

durchschnittlicher Nutzung pro Haushalt und Jahr eine Ersparnis von etwa 50 Kilowattstunden,

so Miele. Der Anschluss an Warmwasser ist auch bei den „EcoFlex“-Geräten möglich.

Foto: Cosentino

12 www.in-wohnen.de


Rezeptvorschläge vom Kühlgerät

à Das Kühlgerät „InstaView ThinQ“ bietet laut LG Electronics

besondere Serviceleistungen. Das 29-Zoll-Touch-

Display verwandelt sich durch zweimaliges Klopfen von

einem Computer-Display in ein transparentes Fenster und

gewährt so den Blick ins Geräteinnere, ohne die Tür öffnen

zu müssen. Darüber hinaus empfiehlt die intelligente

Technik Rezepte auf der Grundlage dessen, was noch zur

Hand ist, sprich: im Kühlschrank lagert. Sobald ein Rezept

durch den Nutzer ausgewählt wurde, sendet das Gerät die

Informationen an den vernetzten Backofen. Parallel dazu

führt die intelligente Sprachsteuerung Alexa den Koch per

Sprachanweisung durch jeden Schritt der Zubereitung.

Für die heitere Stimmung beim Kochen sorgt die passende

Wunschmusik, denn über den „InstaView ThinQ“ können

Küchennutzer auf Streaming-Musikdienste wie Amazon

Music, iHeartRadio und andere zugreifen.

Auf der Elektronikmesse CES 2018

in Las Vegas präsentierte LG im

Januar seine Vision für die vernetzte

intelligente Küche der Zukunft.

Zu den intelligenten Küchenprodukten

zählen aktuell der

Kühlschrank „InstaView ThinQ“, die

Backofenreihe „EasyClean“ sowie

die Geschirrspülmaschine „Quad-

Wash“. Alle Geräte arbeiten mit

Spracherkennung und Sprachsteuerung.

Eingeführt werden diese Produkte in verschiedenen

Märkten weltweit zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Die

konkrete Markteinführung in Deutschland/Europa steht

noch nicht fest, darüber will das Unternehmen separat

informieren, wenn es soweit ist.

Foto: LG

Foto: Franke

Nur 24 cm

à Die Besonderheit an der

Dunstabzugshaube „Smart Flat“

ist, dass sie flach auf der Wand

aufliegt und sich so dezent in

jedes Ambiente einfügt. Dabei

bietet sie durch ihre Bautiefe von

nur 24 Zentimetern zusätzliche

Kopffreiheit beim Kochen. Bei der

Breite kann der Kunde zwischen 60

und 90 cm wählen. Aufgrund einer

leistungsstarken Randabsaugung

muss das schwarze oder wahlweise

weiße Glaspaneel für den Betrieb

nicht geöffnet werden. Neben

drei Leistungsstufen verfügt die

„Smart Flat“ über eine Intensivstufe

mit 570 m³/h. Eingestuft ist sie in

Energieeffizienzklasse A. (Franke)

Frühjahr 2018

Ideen für die Platte

à „Einfach mal den Kunden fragen.“

Mit dieser bestechend simplen

Idee präsentierte sich Arbeitsplattenhersteller

Lechner kürzlich auf

einer Küchenfachmesse und zeigte

eine interessante Designstudie: Eine

Keramikarbeitsfläche, die über diverse

Funktionen verfügt, wie integrierte

Einsätze, Messerblock, Gaskochfeld,

Schneidflächen, Brotkasten, Spotlight und ausziehbare Stromkabel. Die Messegäste

konnten ihre Meinung am Messestand dokumentieren – und damit mitentscheiden,

woran das Unternehmen weiterarbeiten wird. Die Resonanz sei überwältigend gewesen

und konkrete Umsetzungen inzwischen in Planung.

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13

Foto: Biermann


TIPPS & TRENDS

Verbraucher küren ihre Favoriten

Welches Produkt auf dem Markt erfolgreich ist, bestimmt letztendlich

der Konsument. Daher stellt die Initiative LifeCare die

Verbrauchermeinung in den Mittelpunkt, wenn sie den von ihr

initiierten Preis „KüchenInnovation des Jahres®“ verleiht. In diesem

Jahr hat LifeCare auf der Konsumgüterleitmesse Ambiente

in Frankfurt den weltweit anerkannten Konsumentenpreis bereits

zum zwölften Mal vergeben: an 32 Produkte, von einer Expertenjury

nominiert und von Verbrauchern als „KüchenInnovation des

Jahres® 2018“ ausgewählt. Das Procedere läuft zweistufig: Eine

Expertenjury wählt im ersten Schritt die Produkte je Kategorie

mithilfe eines standardisierten Prüfverfahrens aus. Die so nominierten

Produkte sind für das ausschlaggebende Verbrauchervotum

zugelassen. Im zweiten Schritt findet eine repräsentative Befragung

durch das Marktforschungsinstitut K&A BrandResearch

statt. Hier abgebildet sind die ausgezeichneten Produkte aus den

Kategorien Küchenmöbel, Hausgeräte (Elektrogroßgeräte) und

Spülen/Armaturen. Vier Hersteller konnten sich ganz besonders

freuen: über die Auszeichnung Golden Award – Best of the Best. ‹

Spülen­Armaturen kombination „ERA“

(KWC).

TitanCeram­Küchenspüle „Siluet“

(Villeroy & Boch).

Marmor­Design­Konzept „Paradiso XTreme“

(Beckermann Küchen).

Foto: berbel Ablufttechnik

Foto: Blanco

Foto: Bauknecht

Foto: Franke/KWC

Foto: Villeroy & Boch

Foto: Beckermann

Foto: LifeCare

Muldenlüfter „Downline BKF83DL­A/U“

(berbel).

Golden Award: Sensor­Küchen armatur

„Blanco Solenta­S Senso“.

Golden Award: Bauknecht Induktionskochfeld

„Active Cook Modus“.

Foto: nobilia

Heißwassersystem

„Grohe Red“ (Grohe).

Foto: Grohe

Armaturenreihe

„Crystal“

(Franke).

Foto: Franke

Golden Award: „Xtra“­Arbeitsplatte von

nobilia/Pfleiderer.

14 www.in-wohnen.de


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Fotos: Villeroy & Boch

Das Schneidbrett aus

Nussbaum lässt sich

passgenau über dem

Spülrand einsetzen.

Siluet: Die erste Küchenspüle

aus TitanCeram

Präzises Design mit einer filigranen Linienführung – mit Siluet präsentiert

Villeroy & Boch die erste Keramikspüle aus der einzigartigen Keramik

TitanCeram. Dank einer speziellen Rezeptur aus natürlichen Rohstoffen

ermöglicht TitanCeram die Fertigung von Keramikprodukten mit scharf

gezeichneten Kanten und dünnen Wandstärken.

Für Siluet hat der renommierte Designer Patrick Frey

eine klare und zugleich sinnliche Formensprache entwickelt

– Minimalismus trifft weich-fließende Fläche.

Der Auflagerand ist schmal, die Ecken besitzen enge

Radien, und die Beckeninnengestaltung ist geradlinig. Siluet

bietet maximale Gestaltungsfreiheit – mit drei Modellen für die

gängigen Unterschrankbreiten 60 cm, 50 cm und 45 cm, zwei

Einbauversionen und 13 verschiedenen Farbtönen, darunter

Weißvarianten, Trendfarben wie die Grautöne Steam und Stone

oder das mattschwarze Ebony sowie Creme-Beige-Nuancen. Die

Becken von Siluet sind reversibel und wahlweise mit oder ohne

Excenterbedienung erhältlich.

Von Experten und Verbrauchern ausgezeichnet

Bereits zum 12. Mal wurden anlässlich der Frankfurter Messe

Ambiente die Konsumentenpreise „Kücheninnovation des Jah-

Frühjahr 2018

res“ vergeben. Nach Vorauswahl durch eine Expertenjury kürten

Verbraucher die Keramikspüle Siluet in den Kriterien Innovation,

Produktnutzen, Design und Materialbeschaffenheit als

„Ausgezeichnetes Produkt“.

Überzeugende Materialvorzüge

Dank TitanCeram besitzt das filigrane Design eine hohe Stabilität

und bietet dazu sämtliche Materialvorzüge hochwertiger

Keramik: Siluet ist lebensmittel- und lichtecht, stoß-, kratz- und

schnittbeständig sowie hitze- und kälteresistent. Die Oberflächenveredelung

CeramicPlus sorgt für Hygiene und leichte

Reinigung – mit einem Wisch ist der Arbeitsbereich sauber und

frei für den nächsten Arbeitsschritt. Hinzu kommt eine Auswahl

an vielseitigem Zubehör für optimierte Arbeitsabläufe. ‹

www.villeroy-boch.de

15


KÜCHE & WOHNEN

Foto: team 7

Mit der Küche „Filigno“ setzt

Hersteller team 7 bewusst auf eine

ruhige Gesamtwirkung. Dafür

kommen nur zwei hochwertige

Materialien zum Einsatz (Holz und

Keramik) sowie Einschubtüren

(Pocket-Doors), hinter denen

die Technik verschwindet, wenn

sie nicht gebraucht wird. Der

aufgesattelte Arbeitsblock setzt

Akzente, viele gerade Linien

und grifflose Fronten beruhigen

zusätzlich und runden den

gemütlichen Minimalismus ab.

16 www.in-wohnen.de


Minimalismus kann

so gemütlich sein

Wer die Küche- und Wohntrends für 2018 benennen will, kann sich schnell im Detail verlieren.

Im Zeitalter der Individualität lassen sich viele Wünsche formulieren und umsetzen. Die

Trendbeschreibung auf ein simples „Was gefällt, ist erlaubt“ zu reduzieren, beschreibt die Lage

aber unzureichend. Was auffällt: Die Einrichtung nimmt sich zurück und vermittelt optisch Ruhe.


Frühjahr 2018

17


KÜCHE & WOHNEN

Die beiden wichtigsten Einrichtungstrends der Saison

heißen „Industrial Style“ und „Scandinavian

Look“. Hinzu kommt als Küchenstil natürlich „das

Landhaus“. Aber das hat in unterschiedlichen Ausprägungen

ohnehin immer Konjunktur. Der Industrietrend zeigt

sich oft etwas dunkel und markant, das Scandi-Design leicht und

hell. Wie das im konkreten Einzelfall umgesetzt wird, orientiert

sich stark an der Architektur. Ob hell und luftig oder dunkel und

gewichtig: Im offen konzipierten Wohnambiente ist der Anspruch

an Wohnlichkeit präsenter, im herkömmlich abgeschlossenen

Küchenraum dominiert die traditionelle Machart. Dort sind auch

weiterhin die hellen Töne das Maß, denn so lässt sich optisch

Weite schaffen. Daran rüttelt auch kein noch so wohlfeil formulierter

Trend, der schwarze Fronten als zeitgemäßes „Must have“

ausruft. Die großzügig miteinander verschmelzenden Koch-Ess-

Wohnflächen hingegen vertragen sehr wohl eine dosierte Portion

Düsternis. Hier wirken derart gestaltete Möbel sogar besonders

elegant. Besonders in matt. Interessant sind zudem die Nuancen:

Der „Industrial Style“ zum Beispiel lässt sich robust umsetzen,

aber auch bewusst elegant. Dass sich der Mainstream gern auf die

handfeste Variante einlässt und das Premium meist die filigrane

Umsetzung schätzt, versteht sich von selbst. ‹

Offen und

geschlossen

Der Küchenfachhandel bietet zahlreiche Ideen, wie moderne Küchen

unter diesen Gesichtspunkten individuell geplant werden

können. Die gängigen Stichwörter dazu lauten Regale, Lichtkonzepte,

Module, Spiel von offenen und geschlossenen Flächen

sowie Farben, deren Bandbreite wieder neu geschätzt wird. Viel

Schwarz, tiefes Blau und natürliche Grüntöne zählen dazu, aber

auch die große Palette der Pastellfarben. Und in der Umsetzung

zunehmend in matt. Hinzu kommen natürlich wirkende Hölzer

und metallisch schimmernde Fronten. Sie passen in offene und

in geschlossene Räume. Stein, Beton und Keramik auch. Der

Material-Mix in echt und in wie echt hat sich als übergeordnetes

Planungskonzept längst durchgesetzt. Das gilt ausdrücklich für

die gesamte Planung, also inklusive Arbeitsflächen sowie dem

engeren und weiteren Umfeld, das immer weiter in die angrenzenden

Wohnbereiche hineinlugt. Weiß und Grau haben in diesem

kreativen Umfeld natürlich weiterhin ihren Stellenwert und

lassen sich mit viel Charme kombinieren. Der Trendblick hinter

die Front sieht in erster Linie eins: Anthrazit.

Für welche

Art Raum?

Wo in offen konzipierten Wohnungen die Küche aufhört und das

Wohnen anfängt, ist gar nicht mehr so leicht zu erkennen. Vielleicht

ist auch genau das der wichtigste Küchentrend für 2018. Auf

jeden Fall gilt es bei der Trendfrage noch konkreter zu unterscheiden:

Soll ein geschlossener Raum eingerichtet werden oder eine

großzügige Fläche? Ist der Anspruch eher allgemein gehalten oder

vom Premiumgedanken geprägt?

Lässiges

Understatement

Gemütlich geht auch designbeton – das ist eine der Nachrichten

der Einrichtungsmesse imm cologne 2018, die im Januar das Möbeljahr

einläutete. Wie das umgesetzt wird, entscheidet immer

mehr der persönliche Geschmack, schließlich ist Individualität

das Gebot der Stunde. Inmitten einem Meer an Möglichkeiten

glänzt vor allem skandinavisch angehauchter Chic mit lässigem

Understatement. Wobei sich dieser Stil auch aber längst ausschließlich

auf die typisch nordisch hellen Töne reduzieren lassen

will. Es ist eher diese ruhige Gesamtwirkung, die das Zeug

zum Klassiker hat. Und sie ist zeitgemäßer denn je: Das Leben ist

schließlich rasant genug. Dafür braucht es einen Gegenpol.

Optisch Ruhe

schaffen

Dieser skandinavisch inspirierte Einrichtungsstil ist schlicht und

arbeitet mit minimalistischen Formen, ohne kühl zu sein, und ist

dekorativ, ohne sich im Detail zu verlieren. Diese ausgewogene

moderne Mischung braucht den richtigen Rahmen. Ideal sind

Möbel, die mit der Architektur eine Linie bilden und nicht so sehr

als Volumen hervorspringen. Sie bringen optische Ruhe in eine

Wohnung. Ihre Funktion ist es in erster Linie, nicht aufzufallen

und alle Funktionen vorzuhalten, die benötigt werden – in erster

Linie also Stauraum zu bieten oder Stellplatz zu sein, sei es für

Musikanlage, Blumen, Laptop oder was man sonst so braucht.

Dann kommen ausgesuchte Möbel und Objekte wie etwa ein besonders

schöner Schrank, ein Bild, ein Sessel oder eine skulpturale

Leuchte auch sehr gut zur Geltung. Es geht also um Reduzierung,

ums Weglassen und um Ordnung – aber ohne das Praktische,

18 www.in-wohnen.de


Foto: team 7

das Alltägliche zu vernachlässigen. Oft verbergen sich hinter den

klaren Linien und der Einfachheit des Designs bei genauer Betrachtung

eine Vielzahl von Design-Details, die die Produkte der

neuen Trend-Labels so besonders machen.

Mit viel

Geschmack

Doch wie realisiert man nun einen minimalistischen Einrichtungsstil?

Nach welchen Kriterien geht man vor? Hier stehen individuelle

Bedürfnisse der Bewohner im Vordergrund. Wo brauche

ich besonders viel Klarheit und wo weniger? Die einen bevorzugen

zum Beispiel eine aufgeräumte Optik im Bad, andere im Schlafzimmer.

Im Wohnzimmer kann ein minimalistisches Interior

Design schnell kühl und repräsentativ statt warm und einladend

wirken, wenn man die falschen Materialien wählt. Und da heute

ja eigentlich nicht nur alles erlaubt ist, sondern ein Mix & Match

geradezu als Inbegriff von Kennerschaft und Trendbewusstsein

gilt, kann man diesem Eindruck leicht mit einem Hauch Anachronismus

entgegenwirken. Schlicht und gemustert, modern

und Flohmarkt gehen heute sehr gut zusammen. Doch solche

Akzente sollten äußerst sparsam gesetzt werden. Und dies macht

den „neuen Minimalismus“ aus. Die Schweden haben für dieses

Lebensgefühl ein passendes Wort im Sprachgebrauch. Logom

(gesprochen „Lahgomm”) bedeutet bildlich übersetzt „genau die

richtige Menge“. Auf die Einrichtung von Häusern und Räumen

übertragen gilt es die perfekte Mitte zweier Gegensätze zu treffen.

Jedoch nicht nur im Interior Design, sondern auch in Bezug auf

die selbst definierte Lebensweise.

Frühjahr 2018

Minimalismus trifft

Wohnlichkeit

Dass Minimalismus und Wohnlichkeit sich überhaupt nicht widersprechen

müssen, zeigen viele aktuelle Neuheiten. Es kommt

dabei auf die Kombination von klaren Linien mit wärmeren Tönen,

wohnlichen Materialien wie Holz und Textilien an. Auch

weich gerundete Volumen sind im Minimalismus durchaus

„erlaubt“, wenn man das überhaupt so sagen will. Wer sagt

denn, dass ein minimalistisch gestalteter Tisch nur kantige Ecken

und Beine haben darf? Minimalistisch heißt ja eigentlich nur,

dass eine Form nichts Überflüssiges aufweisen sollte, und vielleicht

noch, dass dabei eine möglichst minimale Materialstärke

erreicht wird, wodurch im Idealfall Klarheit und Leichtigkeit erzielt

wird.

Geschlossener Stauraum

und klare Linien

„Wir merken es an unseren Kindern, welche Herausforderung der

Alltag an uns stellt. Die sind doch meist erst nach einiger Zeit am

Abend überhaupt fähig, abzuschalten und die Ruhe als wohltuend

wahrzunehmen. Wir brauchen reizarme Räume, um das moderne,

informationsgeladene Leben zu bewältigen. Und für viele Menschen

ist ihr Zuhause dieser Raum. Ein ästhetisch ausgewogenes, geordnetes

Umfeld, das nicht ständig danach schreit, aufgeräumt, geputzt

oder abgearbeitet zu werden, hilft dabei. Geschlossener Stauraum

und klare Linien sind dafür ideal.“ Dieses Statement stammt vom

Kölner Design-Journalist und Trendforscher Frank A. Reinhardt

und bringt die Lage auf den Punkt.

Verzicht auf

unnötige Deko

Wer dabei mit Holz und warmen Farbentönen arbeitet – und es gibt

auch warme Weiß- und Grautöne – und den Eindruck der Leichtigkeit

nicht gleich mit Tonnen von „unnötiger“ Deko zunichtemacht,

sondern sich auf einige wenige Dinge beschränkt, die dann auch

besonders gut zur Geltung kommen, kann sich sehr wohl minimalistisch

und gemütlich einrichten. Das Licht tut dann ein Übriges.

Hier kann man heute wunderbar mit verdeckten, hinter Leisten

oder in Decken integrierten Lichtquellen arbeiten. Eine in warmen

Tönen gestrichene Wand, die indirekt mit dimmbaren Spots beleuchtet

wird, schlägt mühelos jede konventionelle Leuchte in puncto

Gemütlichkeit. Eines prophezeien die Interior-Experten aber

auch: Wer ein solch perfekt wohnlich gestaltetes Stück minimalistischen

Interior Designs nicht mit seinem eigenen persönlichen Stil

lebendig zu füllen weiß, wird niemals Gemütlichkeit erzeugen. ‹

19


WOHNWELT KÜCHE

Die glänzende Oberfläche der schwarzen

Arbeitsfläche zieht sich bis in die Nischen

und verbindet den klassischen Gasherd

und das traditionelle Küchendesign mit

der modernen Optik der Elektrogeräte.

20 www.in-wohnen.de


WOHNWELT KÜCHE

Inklusive

Wand und

Boden

Eine moderne Küche im traditionellen Gewand

einer klassischen Landhausküche wünschen sich

viele Küchenrenovierer. Besonderen Charme erhält

das Ergebnis, wenn Wand und Boden mit in die

Überlegungen eingebunden werden. So wie es dieses

Beispiel zeigt. Geplant und realisiert wurde es vom

Schweriner Küchenbauer Grambow & Widmer.

Bilder: Grambow & Widmer

Vorher: Der Küchenraum im ursprünglichen Zustand.

Frühjahr 2018

21


WOHNWELT KÜCHE

Auf einer Grundfläche von 26 m 2 wählten die Planer

Ornament-Zementfliesen für den Boden und einen

sanften grünlichen Pastellton für die Wände als

Grundlage und Rahmen. Perfekt auf die Wandgestaltung

abgestimmt sind die Küchenmöbel mit Pinien-Rahmenfronten

in Titangrau. Einen wahrnehmbar und zugleich stimmigen

Kontrast schaffen die Arbeitsflächen aus schwarzem Naturstein.

Dieser wurde auch für die Nische im Bereich zwischen den Unterund

Oberschränken gewählt. Eine auf Gehrung gearbeitete Barplatte

aus massiver geweißter Eiche mit seitlicher Wange, materialgleich

mit den Balken am Dunstabzug und am Hochschrank,

geben dem Raum zusätzlich eine warme und gemütliche Note. ›

Für eine harmonische

Gesamterscheinung

finden sich die Farben

der Kücheneinrichtung

an anderer Stelle wieder.

Das pastellfarbene

Grün der Fronten

wurde als Wandfarbe

aufgegriffen. Und das

geweißte Eichenholz

des Vorratsschrankes

findet sich als Barplatte

mit Baumkante und

seitlicher Wange wieder.

Eine saubere Lösung: Der Spülenschrank

besitzt eine automatische

Öffnungsunterstützung. Ohne die

Front berühren zu müssen, ist es

möglich, den Müllauszug zu öffnen.

22


MÖBEL & TECHNIK

Der Planungsauftrag an die Küchenspezialisten war klar formuliert: In

einer klassischen Kücheneinrichtung sollen sowohl der französische

Gasherd als auch die moderne Küchentechnik eingebunden werden.

Diese Möbel, Materialien und Technologien wurden dafür verwendet:

Küchenmöbel: .................. massive Pinien-Rahmenfront „Casa“ von

Leicht Küchen in Titangrau.

Vorratsschrank: ................ Dreischichtfront aus Eichenholz von

Grambow & Widmer

Arbeitsfläche: ................... Naturstein-Matrixplatte „black“

geschliffen von Grambow & Widmer

Gasherd: ........................... „CornuFé 110“ in 110 cm Breite von

La Cornue

Mikrowelle: ...................... Miele „M6262TCOS“ für die 45 cm hohe

Einbau-Nische

Kaffeeautomat: ................ Miele „CVA6401OS“ für die 45 cm hohe

Einbau-Nische

Kühlkombination: ............. Miele „KDN37132ID“ mit „NoFrost“-

Ausstattung

Geschirrspülautomat: ....... Miele „G6365SCVIXXL“

Spülbecken: ...................... Keramik-Unterbauspüle „Subway“ von

Villeroy & Boch

Armatur: .......................... „Umbrella Flex“ (mit Schlauchbrause) aus

massivem Edelstahl von Villeroy & Boch

Fußboden: ....................... Zementfliese mit klassischem Ornament

Planung und Realisation inklusive

Wand, Boden und Trockenbau:

Grambow & Widmer, Schwerin

www.ihrekueche.de

23


WOHNWELT KÜCHE

Dezent eingebunden und stilvoll inszeniert

Interessant ist auch die Einbindung der Einbaugeräte in die

Nische neben dem Fenster. Analog zur Gestaltung mit dem

schwarzen Naturstein im weiteren Verlauf der Küchenzeile

nehmen sich Kaffeevollautomat und Mikrowelle dank ihrer

schwarzen Frontgestaltung optisch zurück und wirken ausgesprochen

dezent.

Alles andere als zurückhaltend nimmt hingegen der französische

Gasherd mit Doppelbackofen seinen Platz ein. Das

Schmuckstück ist der stilvoll in Szene gesetzte Mittelpunkt der

Küche. Dazu realisierten die Planer im Trockenbau einen klassischen

Rauchfang mit integrierter Dunstabzugshaube. Für den

geräuscharmen Betrieb der Haube kommt ein externes Gebläse

zum Einsatz. ‹

Optisch zurückhaltend und unscheinbar sind die schwarze

Mikrowelle und der Kaffeeautomat in die Nische zwischen

Arbeitsfläche und Oberschrank eingebunden.

Der legendäre französische

Gasherd wird von einem

klassischen Rauchfang aus

Trockenbauelementen mit der

Matrixplatte der schwarzen

Arbeitsfläche und der geweißten

Eiche des Vorratsschrankes

eingefasst. In die Nische ist eine Dunstabzugshaube

mit Beleuchtung integriert und mit einem externen

Gebläse ausgestattet. Das ermöglicht einen

geräuscharmen Betrieb.

24 www.in-wohnen.de


Glanzleistungen

in Ihrer Küche

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Die einge zogenen

Stahlträger zeigen an,

wo einst die Wände

standen. Sie wurden

sichtbar in das

Konzept integriert.

Fotos: Kulinario Küchen

Küche mit persönlicher

Die Küchenbauer von Kulinario Küchen in Brilon

wollen anders sein, außergewöhnlich und

überraschend. „Dafür geben wir wenn möglich

jeder Küche ein Stück Persönlichkeit der Nutzer

mit“, sagt Inhaber Matthias Kappe. Bei diesem

Projekt gelang dies besonders eindrucksvoll.

Mit persönlicher Bedeutung: Das Familienerbstück wurde als

Teil der neuen Küche in einen Wandeinbau integriert.

26 www.in-wohnen.de


WOHNWELT KÜCHE

Fördert den luftigen Charakter:

die „schwebende“ Spülenzeile.

MÖBEL & TECHNIK

Die Kücheninsel als zentrales Element. Hier kommt der

Granit der Arbeitsfläche besonders gut zur Geltung.

Geschichte

Renovierung und Einrichtung aus einem Guss – dafür bezogen

die Planer von Kulinario Wände, Boden und Decken in ihre

Überlegungen ein. Zwei Tische, Regale und eine Bank wurden

passend zum Gesamtkonzept eigens gefertigt.

Küchenmöbel ....................... „Kulinario manufact“ mit grifflosen

Fronten

(Lieferant: Ballerina Küchen)

Arbeitsfläche ... .....................Granit „Brown Antic satiniert“

Geräte ............. ..................... Neff und Miele;

Kochfeldabzug von Bora

Spüle und Armatur ............... Blanco

Planung und Realisation: .....Kulinario Küchen, Brilon

Inhaber: ...............................Matthias Kappe und Winfried Götte

www.kulinario-kuechen.de

Bei Kulinario Küchen geht es im ersten Gespräch selten

um Korpushöhen und Budgets sondern eher um Hobbys

und außergewöhnliche Erlebnisse sowie Vorlieben

und Wünsche. Eines der wohl prägnantesten Beispiele

für eine persönliche Umsetzung ereignete sich, als ein Kunde von

seiner Familiengeschichte berichtete. Geprägt war diese von der

Flucht des Vaters am Ende des zweiten Weltkrieges. Alles, was

Wert und Bedeutung hatte, musste Platz in einem einzigen Koffer

finden. Heute ist dieses besondere Familienerbstück Teil der

Küche des Sohnes – als Ablage in einem Wandeinbau integriert.

Auch bei diesem Projekt (ein Altbau aus den 1960er-Jahren)

beließen es die Planer nicht bei der Neu-Möblierung des vorhandenen

Küchenraums, sondern bezogen den Nachbarraum mit

ein. Dafür mussten mehrere Wände weichen. Das Ergebnis zeigt

sich großzügig, offen und hell. Auch dank des Wintergartens im

angrenzenden Anbau mit seinem gemütlichen Ess-Platz. ‹

Frühjahr 2018

Lichtdurchflutet: der Sitzplatz im

angrenzenden Wintergarten.

27


WOHNWELT KÜCHE

Die Musik

kommt aus

der Wand

Ausreichend Platz in der Küche – das ist der Wunsch

Nr. 1 aller Küchenrenovierer. Nachvollziehbar. Aber was

tun, wenn der noch fehlt? „Wände raus“, lautet der Rat

von den Profis der Küchenlounge Wagenfeld. In diesem

Fall wurde wirkungsvoll an Details gefeilt.

Vorher

28 www.in-wohnen.de


Fotos: Küchenlounge Wagenfeld

Frühjahr 2018

29


WOHNWELT KÜCHE

30 www.in-wohnen.de


Besonderes Highlight: Das Radio wird

über eine Bedieneinheit gesteuert, die

über dem Dampfbackofen platziert ist.

Die Lautsprecher wurden unsichtbar in

der Trockenwand integriert.

Auch bei diesem Projekt blickten die Inhaber Maik

Stoppelberg und Markus Schlottmann über den Tellerrand

hinaus. Die Tür zum Flur wurde raumhoch

entfernt, um zusätzlich Luft zu schaffen. Verbreitert

wurde auch die Tür zum Wohnzimmer. Statt einer Flügeltür,

die naturgemäß oft im Weg steht, schafft jetzt eine zweiteilige

Schiebetür komfortablen Bewegungsspielraum. Schon allein diese

beiden Maßnahmen tun dem Küchenraum mit seinen 12 qm

Grundfläche sicht- und spürbar gut.

Weiß oder anders hell ist nach wie vor die Küchenfarbe

Nr. 1. Auch hier entschieden sich die Bauherren dafür. Konkret

für Delphingrau, umgesetzt mit lackierten Möbeln von Ballerina

Küchen. Denn helle Farben schaffen in kleinen Räumen optische

Weite.

Aus der Geräteausstattung stechen zwei Kombi-Lösungen

besonders hervor: der Dampfbackofen (Siemens) und der Muldenlüfter

(Bora), der Kochfeld und Dunstabzug in einem Gerät

vereint. Hinzu realisierten die Küchenbauer ein weiteres technisches

Highlight: Die Musik kommt in dieser Küche aus der Wand.

Dafür wurden Lautsprecher unsichtbar in die neu errichtete Trockenwand

integriert. Gesteuert werden die Audio-Funktionen

über eine Bedieneinheit über dem Dampfbackofen. ‹

ALLES NEU IN DREI WOCHEN

Für die Komplettsanierung hat das Team der Küchenlounge

Wagenfeld gerade mal drei Wochen benötigt. In den

grundlegenden Arbeiten enthalten waren die Erneuerung

der Elektrik sowie die Neugestaltung von Boden, Wänden

und Decken. Und natürlich die Küchenmontage. Das neue

Lichtkonzept des Raums wurde nach eigenen Ideen mit

einem spezialisierten Unternehmen aus Minden verwirklicht.

Planung und Realisation: .....Küchenlounge Wagenfeld

Inhaber: ............................... Maik Stoppelberg und

Markus Schlottman

www.kuechenlounge-wagenfeld.de

Vorher

Erste Eindrücke: Die am Computer erstellten

Planungsentwürfe wirken bereits nah an der Realität.

Frühjahr 2018

31


WOHNWELT KÜCHE

Magischer

Küchenblock

32 www.in-wohnen.de


Die Küche in das Leben der Nutzer und in

den Stil des Hauses integrieren – das wird für

die Küchenbauer von Pirkelmann + Schmidt

immer wichtiger. Vor allem bei Räumen wie

diesem. Ein besonderes Projekt im Herzen

Oberbayerns, das mit natürlichen Materialien

und kontrastreicher Optik beeindruckt.

FOTOS: ANTON BRANDL

Die gelungene Kombination aus 200 Jahre alter Eiche

und dem neuesten Schichtstoff in denkmalgeschütztem

Ambiente vermittelt ein ganz besonderes Flair.

Frühjahr 2018

Wenige Kilometer nördlich des Starnberger Sees

liegt das Schloss Leutstetten. Denkmalgeschützt

im Stil der Renaissance ist es ein Highlight der

Region. Unweit vom Schloss wurden frühere

Wirtschafts- und Stallgebäude zu Wohnhäusern umgewandelt –

Schieferboden, Sichtholzbalken und viel Holz prägen die Räume.

Um den Lebensmittelpunkt vom Ober- ins Erdgeschoss zu verlegen,

nahm ein Hausbesitzer-Ehepaar einige Veränderungen vor.

Die Küche stand im Fokus, aber auch die Treppe wurde versetzt

und einige Grundrisse verändert. ›

33


WOHNWELT KÜCHE

Die Gaskochstellen durchbrechen die Arbeitsplatte. Darunter

wurde eine Gussstahlplatte integriert, die die Hitze vom

Schichtstoff abschirmt – das ist sicher und optisch perfekt.

Ein Ort, der die Sinne beruhigt

Die Architektin Alexandra Meyer entwickelte zusammen mit

den Küchenbauern von Pirkelmann + Schmidt aus Ismaning bei

München ein Konzept, das die Geschichte des Gebäudes mit aufnimmt.

Ein Bild von Rauch, Feuer, Stein und Holz, ganz im Sinne

einer ehemaligen Schmiede, schwebte dem Team bei der Ideenfindung

vor. „Es sollte ein ganzheitlicher Lebensraum werden, der die

Sinne beruhigt und die Besitzer in ein berührendes, beruhigendes

zu Hause kommen lässt“, erklärt Sebastian Schmidt, Planer

von Pirkelmann + Schmidt. Dies könne durch ein ebenmäßiges

Bild mit wenigen, ehrlichen Materialien wie Stein und Holz am

besten erreicht werden. Denn diese Materialien entwickeln eine

ganz eigene Patina.

Das schwarz durchgefärbte Oberflächenmaterial

„Fenix NMT“ ist ein hochwertiger, hauchdünner

Schichtstoff, der mittels Nanotechnologie hergestellt

wird und unempfindlich gegen Fingerprints ist.

200 Jahre altes Eichenholz

Der großzügige offene Grundriss des Raumes verläuft nach Süden

hin in ein mehr als drei Meter langes Rechteck. Das ist ideal

für die Platzierung einer Küchenzeile. Der offene Bereich im

vorderen Bereich bietet hingegen den perfekten Raum für einen

Küchenblock, der Koch- und Essbereich vereint. Dieser Block zieht

die Blicke aller, die den Raum betreten, magisch an – das liegt

zum einen an der Größe, und zum anderen an den verwendeten

Materialien und deren Verarbeitung.

Um die Geschichte des Hauses zu transportieren, nutzten die

Küchenbauer 200 Jahre altes Eichenholz. Das 4,60 m lange und 90

cm breite Tischelement fängt den Kochblock bildlich und handwerklich

„ein“. Der Küchenblock selbst ist aus „Fenix“ gefertigt,

einem speziellen Schichtstoff mit einer samtmatten Oberfläche,

die als besonders widerstandsfähig und resistent gilt. „Damit ist sie

prädestiniert für den Küchenalltag“, sagt Sebastian Schmidt.

Das gewählte Schwarz kontrastiert mit der bearbeiteten Alteiche

und den weiß verputzen Wänden. Lampen, Bild und Boden

greifen diesen Schwarz-Weiß-Kontrast auf. Der Küchenblock bietet

von beiden Seiten Stauraum. Um eine möglichst harmonische,

elegante Optik zu erhalten, verfügen die Schubladen weder über

Griffe noch über Griffmulden. Klare, ebene Fronten mit automatischem

Öffnungsmechanismus in mattem Schwarz bestimmen

das Bild.

34 www.in-wohnen.de


Die Treppe führt in das Obergeschoss mit offen

gelegtem Dachstuhl und viel Licht. Ein sieben Meter

langes Sideboard dient als Absturzsicherung.

Das Holz einer alten Scheune wurde für

das Tischelement, das den Küchenblock so

eindrucksvoll fortführt, aufgearbeitet.

Gaskochstellen fugenfrei integriert

Ein Highlight ist der Kochbereich selbst. Hier wurden drei Gaskochstellen

in die Arbeitsplatte eingelassen. Und das ohne störende

und putzunfreundliche Fugen. Eine elegante Lösung, die

die angestrebte Harmonie aufnimmt und weiterführt. Dasselbe

gilt für die seitlich integrierten Steckdosen – sie sind ebenfalls

schwarz und damit kaum sichtbar. Der Kochblock wurde entsprechend

der weit verbreiteten Arbeitshöhe von 94 cm realisiert. Der

darunter liegende Tisch verfügt fast über eine normale Sitzhöhe.

Als eigentlicher Essplatz dient das zwei Meter über den Block hinausreichende

Tischelement. Bis zu fünf Hocker finden hier Platz.

Den Lebensmittelpunkt neu definieren

Direkt gegenüber bietet die Küchenzeile Platz zum Arbeiten: für

den Abwasch und das Vorbereiten der Lebensmittel. Zentral unter

einem Fenster wurde das Edelstahlbecken mit Design-Armatur

platziert. Direkt darunter ein Backofen – ebenfalls in Schwarz.

Rechts findet sich ein vollintegrierter Geschirrspüler.

Die tiefschwarzen, matten Fronten der Zeile lassen sich grifflos

mittels „Push To Open“ öffnen. Dahinter verbirgt sich großzügiger

Stauraum. Dank einer nach hinten versetzten Sockelblende

wirkt die Küchenzeile elegant und beinahe schwebend. Ein großer

Kühlschrank findet sich in der Flucht links vom Küchenblock.

Hinter der Wand liegt eine Speisekammer, direkt unter der neuen

Treppe platziert. Diese wurde im selben Altholz wie die Küchenbank

und der Esstisch gefertigt.

Frühjahr 2018

„Bei dem gesamten Projekt ging es darum, den Lebensmittelpunkt

in dem Haus neu zu definieren und einen Ort zu schaffen, an

dem das Leben stattfindet und man kochen kann“, erläutert

Sebastian Schmidt zusammenfassend und bringt damit den

Charakter des neu gestalteten Küchen- und Wohnraums eingängig

auf den Punkt. ‹

MÖBEL & TECHNIK

Arbeitsfläche und Fronten: .... schwarz durchgefärbte HPL-Oberfläche

„Fenix Nero Ingo“ (auf MDF)

Gasherd: ................................ Modell „Capitale XL Pitt“ von Reginox

Backofen: ....... .......................Smeg, schwarz mattiert

Spülbecken: ........................... „Blanco 500 iF/A“ mit Armaturenbank

Armatur: ................................„Blanco Linee“

Fußboden: .............................Schieferfliesen

Planung und Realisation

inklusive Trockenbau: ............ Möbel- und Küchen manufaktur

Pirkelmann + Schmidt;

in Zusammenarbeit mit der

Architektin Alexandra Meyer

Inhaber: ................................. Andreas Pirkelmann

und Sebastian Schmidt

www.pirkelmann-schmidt.de

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36 www.in-wohnen.de


GEWUSST WIE TIPPS FÜR DIE KÜCHENPLANUNG

Ideen für

cleveren

Stauraum

„Stauraum hat man nie genug.“ So lautet

eine weit verbreitete Meinung. Doch

stimmt das überhaupt? Oder verführt ein

allzu umfangreiches Platzangebot nur dazu,

die Schränke mit allerhand Überflüssigem

vollzustopfen? Wo das Glück doch eher im

Entrümpeln und Vereinfachen liegen soll.

Die Wahrheit liegt wie so oft bei einem

sowohl als auch. Großzügiger Stauraum ist

natürlich immer praktisch. Doch manchmal

steht dieser schlicht nicht zur Verfügung.

Dann sind clevere Ideen gefragt, um all das,

was wirklich wichtig ist, so unterzubringen,

dass es schnell zur Hand ist.

Das Besondere beim Programm „Interior+“ sind schwenkbare

Profilrahmen aus hochwertigem Aluminium, in denen sich

die kleinen Dinge verstauen lassen: Gewürze, Dosen,

Hülsenfrüchte und vieles mehr. Hinter dem Rahmen bietet

der Schrank genügend Tiefe, um dort Teller, Töpfe, Schalen

und Ähnliches unterzubringen. (Leicht Küchen) Foto: Leicht

Frühjahr 2018

37


GEWUSST WIE TIPPS FÜR DIE KÜCHENPLANUNG

Im Spülenunterschrank geht es traditionell eng zu. Dieser

Auszug reizt die Platzreserven komplett aus.

Foto: Blum

Simple Idee, große Wirkung: Das Türregal schafft mit wenig

Aufwand viel zusätzlichen Stauraum.

Foto: Kesseböhmer

Mobile Behälter für den Grünabfall auf einem Tablar ­

auszug. Möglich sind diverse Einsatzmöglichkeiten,

denn der Kunststoff ist lebensmittelecht und

spül maschinengeeignet.

Foto: Hailo

Für die Küchennische: Hier entsteht zusätzlicher Stauraum durch

ein Schiebetürensystem.

Foto: Ballerina/Hettich

38 www.in-wohnen.de


Der Sockelauszug mit Trittbrett

bietet doppelten Nutzen: Er

erweitert den Zugriffsbereich auf

die oberen Ebenen im Oberschrank.

Und er bietet als Schubkasten unter

der Trittfläche zusätzlichen

Stauraum. Fotos: Blum/Biermann

Heimat für die 1001 Kleinteile, die

sonst ständig irgendwo herumfliegen:

Die Utensilienbox „Cox Work“ passt

auf alle Abfalltrennsysteme der

gleich namigen Serie.

Foto: Naber

Der klassische

Apothekerauszug

ist aktueller denn

je. Hier in einer

eleganten

Ausführung.

Foto: Leicht

Ein besonderer Blickfang ist die beleuchtete Innenausstattung

dieses Hochschranks – eine Kombination

aus gerahmten Glasböden, multifunktionalen

Holz­Einlegeböden mit Ausschnitt und herausziehbaren

Schubladen.

Foto: rational

Frühjahr 2018

39


Fotos: Schmidt Küchen

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GEWUSST WIE TIPPS FÜR DIE KÜCHENPLANUNG

Die Küche in Bewegung

Schön soll die neue Küche aussehen, mit moderner Gerätetechnik soll sie ausgestattet

sein und lange halten soll sie auch. Für das gewisse Extra und eine Extraportion Freude

bei der Küchenarbeit sorgen aber oft erst die inneren Werte. Moderne Möbelbeschläge

bringen die Küche in Bewegung und heben den Komfort auf eine neue Stufe.

Die Küche als wohnlicher Mittelpunkt des Lebens.

Dies wünschen sich immer mehr Menschen, und

das lässt sich mit den kreativen Ideen der Möbelhersteller

und Materiallieferanten auch immer besser

und individueller umsetzen. Längst geht es dabei nicht mehr allein

um Optik und Gerätetechnik, sondern immer häufiger auch

um leichte Zugänge zu Stauräumen oder zur Spülmaschine sowie

um höhenverstellbare Arbeitsflächen oder Spülen. Die Küche in

Bewegung – das ist ergonomisch sinnvoll und damit gesundheitsfördernd

und gleichzeitig faszinierend komfortabel. Ideen dafür

gibt es viele, große wie kleine. ‹

Die Wohnküche „Arcos Zonza“ von Schmidt Küchen

tarnt sich als Wohnregal und versteckt sich sozusagen

als Einbuchtung in der Wand. In der Nischenlösung sind

Elektrogeräte wie Herd, Dampfgarer, Geschirrspüler

oder Kühlschrank fast unsichtbar integriert. Die Neuheit

„Sesam“ (Foto links) sorgt für zusätzliche Struktur und

Ordnung im Hängeschrank. Ein einfacher Klick auf die Fernbedienung genügt

und schon fährt die Zwischenwand des Schrankes wie ein Fahrstuhl nach

unten. Dort lassen sich auf Augen- und Griffhöhe verschiedene Gewürze,

Gläser, Speiseöle oder auch die Hausbar verstauen.

Frühjahr 2018

41


GEWUSST WIE TIPPS FÜR DIE KÜCHENPLANUNG

1

2

Foto: Kesseböhmer

Fotos: Hettich

3

Foto: Linak

Foto:

4Häcker Küchen

1 Was der Küchennutzer braucht, steht vorn: Möglich macht das

der „TurnMotion II“. Die Tablare nehmen es mit bis zu 20 Kilo Gewicht

auf. Dabei lassen sie sich um 360° drehen und sind höhenverstellbar.

2 Vorne ist hinten, hinten ist vorne. Auch der rotierende Boden

„ComfortSpin“ kann um 360° gedreht werden. Dabei fährt er durch

seine Drehbewegung sogar zum Teil aus dem Kühlschrank heraus

und erleichtert den Zugriff. Damit bleiben auch jene Lebensmittel im

Blick, die sonst etwas verwaist oben hinten im Kühlschrank stehen.

Als erster Gerätehersteller zeigte AEG die Ausstattung „Comfort-

Spin“ auf der IFA 2017 als Neuheit.

3 Besonders komfortabel: Auf Knopfdruck lässt sich die Arbeitsfläche

auf die optimale Arbeitshöhe bringen.

4 Die Eckschranklösung „Qanto“ verfügt über wahlweise zwei

oder drei elektrisch in der Höhe verstellbare Tablare. Das obere

bildet im eingefahrenen Zustand mit dem Rahmen eine bündige

Fläche mit der Arbeitsplatte und kann zum Beispiel mit einem

Holzbrett ausgestattet werden – oder aber frische Küchenkräuter

aufnehmen. Die darunter liegenden Tablare bieten weitere

Organisations- und Stauräume, z. B. für Elektrogeräte, Wein

und Gewürze. Hersteller ist der Möbelausstatter Ninka.

42 www.in-wohnen.de


STEHEN ODER SITZEN? BEIDES!

5

Foto: Kesseböhmer

6

Im Grunde bewegen wir uns alle viel zu wenig. Und das ist nach

Ansicht von Ärzten und anderen Experten für etliche Zivilisationskrankheiten

mitverantwortlich. Dazu können Verspannungen,

Muskelverhärtungen, Durchblutungs- und Stoffwechselstörungen,

Wirbelsäulen-, Bandscheiben- und Gelenkschäden bis hin zu chronischen

Fehlhaltungen zählen. Doch für manche Menschen ist auch

langes Stehen ein Problem. Eine Lösung für beide Probleme ist der

Aktiv-Steh-Sitz „muvman“. Zum Einsatz kommt dieser ergonomisch

vorteilhafte Stehstuhl oft in Büros (besonders in Kombination mit

einem höhenverstellbaren Schreibtisch), im Einzelhandel, in Labors

und Arztpraxen sowie in der Produktion. Er bringt aber auch Bewegung

an den Arbeitsplatz Küche und entlastet gleichzeitig – zum

Beispiel bei den Vorbereitungsarbeiten rund ums Kochen oder bei

monotonen Hausarbeiten wie Bügeln. Denn der „muvman“ vereint

bewegtes Sitzen und Stehen und bietet viele Impulse für intuitive

Haltungswechsel. Weitere Infos auf www.aeris.de.

Foto: Häcker Küchen

7

Foto: Ballerina

5 Der Oberschrankschwenkbeschlag „iMove“ bringt die obere

Schrankebene auf komfortable Griffhöhe. Es gibt ihn in verschiedenen

Versionen und Breiten.

6 Die bewegliche Pultplatte ergänzt die Arbeitsfläche und kann

mühelos um bis zu 30 cm bewegt werden. So lässt sich mit einer

Handbewegung eine Thekensituation kreieren.

7 Bedarfsorientiert: Ausziehbares Möbeltablar für unhandliche

Elektrogeräte wie Kochgeräte oder Kaffeevollautomaten.

In Sachen Design kann sich der Stehstuhl ebenfalls sehen

lassen. Er wirkt stilvoll, elegant und markant – und eignet

sich damit auch als bequemer Thekenhocker in der Küche.

Es gibt ihn in verschiedenen Höhen und Farben. Foto: aeris

Frühjahr 2018

43


GEWUSST WIE SPÜLCENTER

Fließend ergonomische Abläufe verspricht das sogenannte

Axen-Konzept von Blanco. Dahinter verbirgt sich

die Strategie, entlang zweier Achsen zu arbeiten. Das

Schneidbrett im Brückendesign und die Multifunktionsschale

sind entsprechend verschiebbar. Abgebildet ist

hier das Modell „Blanco Axia III 6 S“ aus dem Granitwerkstoff

„Silgranit PuraDur“.

Foto: Blanco

Ideen rund um die Spüle

Edelstahl ist nach wie vor der Klassiker unter den Materialien für

Küchenspülen. Doch weil Planer wie Kunden farbliche Akzente lieben,

erhalten Keramik und Quarz-Werkstoffe immer mehr Bedeutung.

Auch aktuell heißt es oft: Farbe? Gern!

Die filigrane Linienführung fällt bei der Küchenspüle „Siluet“ von Villeroy & Boch

als erstes auf. Sie besteht aus der neu entwickelten Keramik „TitanCeram“. Dank

einer speziellen Rezeptur lassen sich damit scharf gezeichneten Kanten und

elegant wirkende Wandstärken realisieren.

Foto: Villeroy & Boch

Becken und Abtropffläche stehen bei der

„Bela 78“ in einem ganz besonderen Verhältnis.

Damit passt die Keramikspüle (Feinsteinzeug)

von systemceram sogar in einen

schmalen 45 cm breiten Spülenschrank. Das

prädestiniert sie für den Einsatz in kleinen

Küchenzeilen, in großen Küchen macht sie

aber eine ebenso gute Figur. Hier in der

„Keradomo“-Farbe Schwarz samt praktischer

Rollmatte. Foto: Systemceram

44 www.in-wohnen.de


GEWUSST WIE SPÜLCENTER

Die Heißwasser-Armatur „Mondial“ von Franke liefert aus einem Hahn

kaltes, warmes und kochendes Wasser – auch gefiltert. Der Edelstahl-

Festauslauf ist um 360° schwenkbar.

Foto: Franke

Armaturen aus massivem Edelstahl sind

oft das i-Tüpfelchen bei der anspruchsvollen

Küchenplanung. Jetzt ergänzen

gleich drei neue Modelle das Premium-

Segment von Blanco. Dazu gehört auch

die „Candor-S“ (Foto). Alle Modelle

gibt es mit und ohne herausziehbarer

Schlauchbrause.

Foto: Blanco

Zu den KWC-Armaturen der Linie

„Ono“ gibt es jetzt das passend

gestaltete Spülbecken. Natürlich auch

in Premiumqualität.

Foto: Franke/KWC

Frühjahr 2018

Für Ordnung im Unterschrank sorgt die „sBox“ (kleines Foto), die den Schlauch der Auszugarmatur

in einem flachen Gehäuse führt. Das schützt vor Kollisionen des Schlauches

mit Schublade oder Abfallsystem und gestattet ein leichtgängiges Arbeiten. Die „sBox“

ermöglicht Hersteller hansgrohe den Einsatz von Auszugarmaturen mit einer komfortablen

Schlauch-Auszuglänge von bis zu 76 cm Gesamtlänge.

Fotos: hansgrohe

45


GEWUSST WIE DIE 10 BESTEN PLANUNGSTIPPS

1

Kurze

Wege

2

Viel

Stauraum

3

Sicher

ist

sicher

„Zonenplanung“ heißt die Ausgangsbasis. Denn

die konsequente Anordnung der fünf Funktionsbereiche

Bevorratung, Vorbereitung, Zubereitung,

Aufbewahrung und Spülen garantiert kurze Wege

– das A&O jeder fachmännisch durchgeführten

Küchenplanung. Verraten Sie dem Küchenplaner

unbedingt, ob Sie Links- oder Rechtshänder sind,

denn das entscheidet maßgeblich, ob ihre Bewegungen

fließend vonstatten gehen, oder ob es an allen

Ecken hakelt. Viele Unfälle in der Küche passieren

nämlich deshalb, weil bei der Küchenarbeit „über

Kreuz“ hantiert wird. Das geschieht vorzugsweise

dann, wenn die Anordnung der Arbeitszonen nicht

an die unterschiedlichen Arbeitsrichtungen von

Rechts- bzw. Linkshändern angepasst ist.

Auszüge in Unterschränken bieten eine Übersicht,

die man als Unterschrankklappen gestählter

Küchennutzer kaum für möglich hält. Fast noch

wichtiger sind jedoch die damit verbundenen Stauraumangebote.

Generationen von Küchennutzern

hätten gern deutlich mehr davon. Aktuellen Studien

zufolge stellen 60 % aller Küchenkäufer im Nachhinein

fest, dass sie zu wenig Stauraum haben. Mit

vorausschauender Planung gehören Sie sicherlich zu

den glücklichen 40 %.

Vorsorgen war schon immer besser, als sich anschließend

um Verbrennungen, Verbrühungen,

Schnittwunden oder Vergiftungen kümmern zu

müssen. Dabei ist eine auf Sicherheit zielende

Küchenplanung gar nicht so schwierig. Viele Sicherheitsreserven

lassen sich von Anfang an mit

einplanen, wie Induktionskochfelder (die von der

Strahlungswärme des Topfes abgesehen selbst kalt

bleiben), zusätzliche Schutzgitter für Kochfelder,

Sicherheitsschalter an Elektrogeräten, Wärme isolierte

Backofentüren oder abschließbare Boxen für

Reinigungsmittel im Spülenunterschrank.

Für viele Jahre Freude

in der Küche

Eine Küche kauft man nicht alle Tage. Deshalb gilt: Erst planen,

dann kaufen. Die 10 besten inwohnen-Planungstipps und

unsere Checkliste zeigen wie.

Küchen gibt es wie Sand am Meer. Modern, klassisch, designbetont oder in

der praktischen Familienvariante, mit viel Holz, Glas und Granit, mit strapazierfähigen

Kunststoffoberflächen oder mit Edelstahlfronten wie in der

professionellen Großküche. Für welchen Stil Sie sich auch immer entscheiden,

wichtig ist: Ihre neue Küche muss zu Ihnen und zu Ihren Bedürfnissen passen. Erst

dann wird sie Ihnen viele Jahre Freude bescheren.

Selten waren die Küchen so wohnlich wie heute. Doch bei aller Freude über den

neuen Wohnmittelpunkt des Hauses, sollte beachtet werden: Die Küche ist und bleibt

auch ein Areal, das eine fachliche Planung verlangt, damit die Freude viele Jahre währt.

Und zwar in Form von kurzen Wegen, ergonomischen Höhen, fließenden Abläufen, pflegeleichten

Materialen und genügend Stauraum.

Wir haben die 10 besten Planungstipps für Sie zusammengestellt. Aus der Praxis

für die Praxis. Wir können Ihnen versichern: Alles, was es für den Wohnraum Küche in

schick gibt, gibt’s garantiert auch in praktisch. ‹

7

Fließende

Abläufe

Eine großzügige Spüle mit genügend Arbeitsfläche

links und rechts ist ein Traum. Wer mit weniger Platz

auskommen muss, kann seine Spüle mit nützlichem

Zubehör ganz einfach vergrößern. Beispielsweise mit

einem passenden Schneidbrett aus Holz oder Glas,

das über die ganze Spülenbreite verschiebbar ist und

damit im Handumdrehen zusätzliche Arbeitsfläche

schafft. Ähnlich praktisch sind verschiebbare Schalen

und Abtropfroste sowie Funktionsleisten für die

Wand hinter der Spüle. Daran lässt sich gerade nicht

im Einsatz befindliches Zubehör einfach einhängen.

Das macht Platz. Für zusätzliche Beweglichkeit am

Becken sorgen Armaturen mit Schlauchbrause – die

nehmen es auch mit hohen Gefäßen auf.

46 www.in-wohnen.de


4

Bequeme

Höhen

5

Effiziente

Geräte

6

Variables

Licht

Ein auf Augenhöhe eingebauter Backofen, die halbhoch

integrierte Geschirrspülmaschine, die höher

gesetzte Spüle und das abgesenkte Kochfeld, aber

auch der Vollauszug im Unterschrank sind ergonomische

Lösungen, die der Rücken eines 20-Jährigen

ebenso zu schätzen weiß wie der eines bzw. einer 40-

oder 60-Jährigen. Unterschiedliche Höhen orientieren

sich stets an den konkret zu erledigenden Arbeiten.

Beim Kochen zum Beispiel ist der Topfrand

die Arbeitshöhe. Deshalb sollte das Kochfeld 15 cm

abgesenkt sein. Beim Abwasch hingegen orientiert

sich das Maßband am Boden der Spüle – und gibt

im Idealfall 15 cm hinzu. Werden diese Tipps in der

Küchenplanung umgesetzt, gehört das schmerzhafte

Bücken und Beugen der Vergangenheit an. Noch

komfortabler wird es, wenn sich die Arbeitsfläche

elektrisch an die Körpergröße des Nutzers anpassen

lässt. Auf Knopfdruck lassen sich so Beistelltische,

Teile der Küchenzeile oder sogar der komplette Küchenblock

passend positionieren.

8

Gesund

kochen

Einer der leckersten Trends in der Küche ist das

Garen im Dampf. Diese Zubereitungsart gilt als

besonders gesund, weil Vitamine und andere Nährstoffe

im Gemüse bleiben, statt mit dem Kochwasser

durch den Ausguss zu gurgeln. Darüber hinaus bietet

das Garen im Dampf ästhetischen Genuss. Denn

die Erbse bleibt Grün und die Möhre Orange. Da isst

das Auge noch mal so gern mit. In der Oberklasse

der Dampfgarer vermitteln Sie dem Gerät nur noch

die exakte Menüfolge und der Rest erfolgt vollautomatisch

auf den Punkt. Und das jedes Mal wieder

in gleichbleibender Qualität. Eine tolle Alternative

und platzsparend sind auch Dampfbacköfen. Diese

Geräte kombinieren die Vorteile des Dampfgarens

mit den klassischen Funktionen des Elektronikbackofens.

Ob als kompaktes Zusatzgerät oder als

Alleingerät: Dampf geht immer.

Frühjahr 2018

Kühlgeräte, Kochfelder, Backöfen und Geschirrspüler

glänzen immer häufiger durch sparsame

Verbrauchswerte, wie sie vor einigen Jahren kaum

für möglich gehalten wurden. Insbesondere gilt dies

für Geschirrspülmaschinen sowie für Kühl- und

Gefriergeräte, die rund um die Uhr im Dauereinsatz

sind. Was den gierigen Stromfresser vom grünen

Vorzeigegeräte unterscheidet, verrät das Energielabel.

Das Sparpotenzial ist beträchtlich.

9

Leise

lüften

Viele moderne Dunstabzugshauben arbeiten besonders

leise und dank Randabsaugung außerordentlich

effektiv. Bei diesen Geräten werden die Kochwrasen

zum Geräterand abgeleitet und dort verschluckt,

um weiter per Umluftfilter gereinigt oder durch den

Abluftkanal nach draußen geleitet zu werden. Gut

ausgestattete Markengeräte sind wahre Künstler, die

Designanspruch und ausgefeilte technische Qualitäten

zu verbinden wissen. Ein wichtiges Kriterium

bei Dunstabzugshauben ist seit jeher die Leistungsfähigkeit

des Lüfters. Dazu zwei Tipps:

1. Orientieren Sie sich am tatsächlichen Raumvolumen

des Küchenraums. Viel hilft viel ist beim Thema

Dunstabzug nicht nur unnütz, sondern kann geradezu

gesundheitsschädlich sein.

2. Jede Haube ist nur so gut wie das dahinter geschaltete

Abluftsystem. Zu kleine Kanäle und viele

Ecken lassen die Leistungsfähigkeit des Lüfters

schnell verpfuffen und der Motor muss härter arbeiten

als nötig. Das ist unnütz laut. Grundsätzlich

sollte immer die Möglichkeit des Abluftbetriebs

geprüft werden, denn bei dieser Variante wird auch

die Feuchtigkeit, die beim Kochen entsteht, nach

draußen geleitet. Der reine Umluftbetrieb fordert

deutlich mehr Wachsamkeit und regelmäßiges Stoßlüften.

Die sinnvolle Planung des Dunstabzugs muss

sich immer an den konkreten Bedingungen in ihrem

Küchenraum orientieren. Deshalb unser dringender

Tipp: Lassen Sie sich dazu fachlich fundiert beraten.

Ideal für die Beleuchtung der Arbeitsplatten ist direkt

auf die Arbeitsfläche fallendes Licht, das nicht

blendet oder Schlagschatten wirft. Sind über der

Arbeitsplatte Schränke oder Regale angebracht,

bietet sich die Montage von Lichtbändern und

LED-Lichtern unter dem Oberschrank an. Praktisch

und schön zugleich ist der frei angebrachte oder im

Boden des Oberschrankes integrierte Leuchtboden.

Gleiches gilt für die komplette Ausleuchtung der Nischenwand

hinter satiniertem Glas, oder Leuchten

mit beweglicher Blende. So lassen sich im Handumdrehen

ganz unterschiedliche Lichtstimmungen erzeugen

– von direktem Arbeitslicht auf der Arbeitsplatte

bis zur gemütlichen indirekten Beleuchtung

– für die geselligen Anlässe im „Wohnraum“ Küche.

Unser Tipp: Fragen Sie bei Ihrem Küchenbauer nach

LEDs mit verstellbarer Lichtfarbe. So lassen sich die

verschiedenen Lichtquellen in ihrer Wirkung einheitlich

aufeinander abstimmen.

10 Sauber

getrennt

Die optimale Ergänzung zu Spüle und Armatur ist

ein passendes und vor allem in direkter Nähe installiertes

Abfalltrennsystem. Denn mit den tropfenden

Gemüseresten durch die halbe Küche zu jonglieren,

ist ebenso unpraktisch wie unnötig. Es gibt schließlich

Ausführungen für verschiedene Unterschrankbreiten

mit zwei, drei oder vier Abfalleimern. So lässt

sich Kompost, Verpackungen, Glas und Restmüll

ohne zusätzlichen Aufwand trennen und sammeln.

Praktisch sind auch spezielle Orga-Auszüge und

Kleinteilebehälter passend zum Abfalltrennsystem –

dort findet vieles seinen Stammplatz, was sonst für

Chaos im Spülenunterschrank sorgt. ‹

47


Den passenden

Dunstabzug

finden

Gleich sechs weitere Kochfeldabzüge ergänzen

aktuell das Sortiment von Neff. Es gibt sie

wahlweise mit Strahlungswärme- oder Induktionsbeheizung

sowie für den flächenbündigen

Einbau oder mit Edelstahlrahmen. Foto: Neff

48 www.in-wohnen.de


GEWUSST WIE SAUBERE LUFT IN DER KÜCHE

Beim Brutzeln, Kochen, und Backen entstehen vielfältige Essensgerüche. Diese machen Appetit,

können aber auch unangenehm sein und sich zu allem Überfluss in Polstermöbeln oder Textilien

festsetzen. Eine effiziente Dunstabzugshaube hilft – doch deren Auswahl will gut geplant sein.

Direkt an der Kochstelle platziert, saugt der Dunstabzug

die Kochwrasen schon bei der Entstehung

ab. Zwei unterschiedliche Betriebsarten stehen

grundsätzlich zur Wahl: Umluft und Abluft. Eine

Abzugshaube mit Umluftbetrieb reinigt die Luft mit einem Fettund

Geruchsfilter, bevor diese wieder in den Raum abgegeben

wird. Soll die Küche zusätzlich von Wärme und Feuchtigkeit befreit

werden, ist die Anschaffung einer Ablufthaube sinnvoll, die

den Wrasen über eine Abluftleitung ins Freie führt. Bei modernen

Modellen gibt es sogar die Möglichkeit, je nach Bedarf zwischen

den beiden Betriebsarten umzuschalten. Zu beachten ist, dass bei

der Planung einer Ablufthaube die baulichen Voraussetzungen

geprüft werden müssen, während Umluft-Dunstabzugshauben in

jeder Küche installiert werden können.

Doch das ist nicht die einzige Wahl, vor der Interessierte

beim Neukauf stehen. Wie groß muss das Gerät sein und wo ist

die Montage möglich? Soll es ein Unterbau- oder Einbaugerät

sein, eine Designhaube aus Glas und Edelstahl oder eine fast

unsichtbare Flachpaneelhaube? Kommt ein Kochfeldabzug infrage?

Oder eher eine Wandhaube mit ergonomisch vorteilhaftem

Schrägschirm. Oder gar ein Deckenlüfter?

Es geht auch leise und effizient

Dunstabzugshauben sind längst keine lärmenden Ungetüme

mehr. Die Hersteller haben auf Kundenwünsche und energetische

Anforderungen reagiert und Modelle entwickelt, die leistungsfähiger,

sparsamer und leiser sind. Seit 2015 gibt es für Dunstabzugshauben

eine Energielabel-Pflicht. Diese Kennzeichnung

erleichtert den schnellen Vergleich des Energieverbrauchs. Die

Klassifizierung erfolgt in die Klassen A+ bis F – besonders effiziente

Geräte dürfen Hersteller sogar mit der Klasse A++ auszeichnen.

Ab 1. Januar 2018 werden die Klassen A++ bis E Pflicht, und

besonders sparsame Modelle können dann sogar mit der besten

Effizienzklasse A+++ gekennzeichnet werden.

Frühjahr 2018

Das Zusammenspiel muss passen

„Neben der Effizienzklasse sollten Käufer aber auch die anderen

Kriterien berücksichtigen, die auf dem Label angegeben sind“, rät

die Expertin Claudia Oberascher von der Initiative Hausgeräte+.

Denn erst das Zusammenspiel aller Kriterien sage etwas darüber

aus, ob ein Gerät den individuellen Anforderungen genügt. So spielen

auch Lüftungs- und Beleuchtungseffizienz sowie Fettabscheidegrad

und Geräuschpegel in Dezibel eine wichtige Rolle bei der

Auswahl der passenden Dunstabzugshaube. Für einen störungsfreien

Betrieb sollte beim Kauf auch darauf geachtet werden, dass

das Gerät über eine Anzeige verfügt, die darüber informiert, wann

Fett- und Geruchsfilter gereinigt oder ausgetauscht werden sollten.

Die Haube kommuniziert mit dem Kochfeld

Dank neuer Motoren sind moderne Dunstabzugshauben besonders

effizient, denn diese laufen reibungsarm und minimieren

dadurch Energieverluste und Lautstärke. Praktisch sind Hauben,

die durch Sensoren ihre Gebläseleistung selbstständig dem Bedarf

anpassen oder gleich mit dem Kochfeld kommunizieren können.

Je nach Intensität des Dampfes regulieren sie die nötige Betriebsstufe

automatisch und sparen auf diese Weise Energiekosten. Für

eine effiziente und langlebige Beleuchtung der Kochfläche sind

viele Hauben mit LED-Lampen ausgestattet.

Individuelle Design-Wünsche

Heute kann eine Dunstabzugshaube mehr sein als ein funktionales

Hausgerät – nämlich ein stylishes Highlight für jede Küche,

beispielsweise mit weißen oder schwarzen Glaselementen. Unter

den Insel-, Wand- oder Kaminhauben gibt es jedoch ebenfalls

dezentere Modelle, die sich elegant in das Gesamtbild einfügen.

Viele Hersteller stimmen ihre Geräte auf das Design der Kochfelder

und Backöfen ab. Für größere Menschen eignen sich die ergonomischen

Kopffrei-Hauben. Hierbei sorgt der schräg gestellte

Wrasenschirm für Bewegungsfreiheit und freie Sicht auf das

Kochfeld. Inselhauben sind an der Decke angebracht und dabei

kaum noch als klassische Abzugshauben zu erkennen. Für alle,

die es noch unauffälliger möchten, gibt es Tischlüfter, die neben

dem Kochfeld oder zwischen zwei schmalen Kochfeldern integriert

werden können. Das ist besonders für Kochinseln oder offene

Wohnküchen perfekt geeignet. Wenn die baulichen Gegebenheiten

durch ein schräges Dach oder ein Fenster über dem Küchenblock

den Einbau einer Dunstabzugshaube erschweren, bieten

auch Downdraft-Systeme eine Lösung. Hier wird ein Dunstabzug

hinter dem Kochfeld in der Arbeitsplatte eingebaut. Eine andere

praktische Variante sind Kochfelder mit integriertem Dunstabzug.

Diese 2-in-1-Geräte lassen sich problemlos an jeder Stelle in

der Küche platzieren. ›

49


GEWUSST WIE SAUBERE LUFT IN DER KÜCHE

Nach unten, zur Seite, nach oben oder ganz

oben. Wohin der Kochwrasen abgezogen wird, ist

eigentlich egal. Hauptsache er wird abgezogen

und befreit die Küche von allzu bedrängenden

Gerüchen, Fett und Feuchtigkeit (im optimalen

Fall). Alles andere als beliebig ist hingegen die

Bauform des Dunstabzugs: Die Möglichkeiten

und Geschmäcker gehen weit auseinander. Die

Bandbreite reicht von möglichst unauffällig, über

komplett unsichtbar bis hin zum selbstbewusst

zur Schau gestellten Design-Highlight.

1

Foto: berbel

2

3

F o t o :N e ff Foto: Gaggenau

1 Die Kombination aus schlankem Haubenkörper und markanter

Frontgestaltung macht die kaminlose Kopffreihaube „Smartline“

zu einer Küchen-Persönlichkeit, die vor allem ein junges Publikum

ansprechen soll. Besonders ins Auge fällt der Edelstahlkorpus mit

dem dezent abgerundeten Kantenprofil. Nun ist die Umlufthaube

von berbel auch mit einer Frontblende in Weiß (Foto) und Graumetallic

erhältlich. Mattschwarz gibt es weiterhin.

2 Auch wenn integrierte Muldenlüfter im Trend liegen: Am häufigsten

finden sich in den Haushalten nach wie vor sichtbare, dekorative

Modelle. Grund genug für Neff, dieses Produktsegment mit neuen

Modellen für die Einstiegs- und Mittelklassen zu bereichern. Neu

sind mehrere Modelle in verschiedenen Bauformen. Die Bandbreite

reicht von der puristischen Box über die Walmdach- bzw. Pyramidenformen

bis hin zum gebogenen oder geraden Glasschirm.

3 Die Kochgeräte-Serie 400 hat Gaggenau jüngst um zwei neue

Kochfeldkombinationen mit integrierter Lüftung und einer Breite

von 88 cm ergänzt. Die Kochfelder lassen sich jetzt rahmenlos und

flächenbündig in die Arbeitsfläche integrieren.

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GEWUSST WIE SAUBERE LUFT IN DER KÜCHE

5

4

Foto: Falmec

Foto: Miele

6 7

Foto: Küppersbusch

Foto: Elica

4 Zentrale Technologie bei Falmec ist gegenwärtig der „Circle.

Tech“- Umluftfilter. Dieser sei nicht nur besonders effizient und leise,

sondern erlaube aufgrund seiner flachen Bauform auch besonders

elegante Haubendesigns, wie hier umgesetzt beim Modell „Dama“

in Kupfer (Foto). Der „Circle.Tech“-Filter drückt die Kochwrasen mit

Zentrifugalkraft durch zwei Filtereinheiten: 1. aus Aktivkohle und 2.

aus feuchtigkeitsaufnehmendem Zeolith.

5 Im Bereich der Wandhauben ergänzt Miele sein Angebot um ein

Modell mit besonders extravaganter Formensprache. Drei gebogene

Schirme aus Sicherheitsglas, die lamellenartig und luftig übereinander

zu schweben scheinen, machen die „Triple“ zum eleganten

Blickfang in der hochwertigen Küche.

6 Zu den Neuheiten des Küppersbusch-Sortiments zählt auch ein

weißes Induktionskochfeld mit integrierter Muldenlü ftung in 80 cm

Breite. Damit sei man nach eigenen Aussagen der erste Hersteller,

der eine Muldenlü ftung in Weiß anbietet. Das harmoniert besonders

gut mit den im Trend liegenden Naturstein- Arbeitsplatten, passt

aber auch zu Holz und Betonflächen.

7 Der integrierte Abzug der Muldenlüftung „NikolaTesla“ des

italienischen Herstellers Elica entfernt Kochwrasen mit einer Fanggeschwindigkeit,

die fünfmal höher ist als die Aufstiegsgeschwindigkeit.

Damit sei es das leistungsstärkste am Markt erhältliche Produkt,

betont das Unternehmen. Über das Gitter in der Mitte wird der in

der Spülmaschine waschbare Fettfilter herausgenommen.

52 www.in-wohnen.de


GEWUSST WIE SAUBERE LUFT IN DER KÜCHE

CHECKLISTE SCHAFFT ORIENTIERUNG

8

Foto: Novy

Vor dem Kauf eines geeigneten Dunstabzugs gilt es viele Fragen

zu klären. Um Küchenrenovierern die Kaufentscheidung zu

erleichtern, hat die Initiative Hausgeräte+ für die Dunstabzugshaube

eine Checkliste erstellt. Darin sind die wichtigsten

Aspekte erklärt, mit denen sich Verbraucher vor dem

Kauf auseinandersetzen sollten: von den baulichen

Voraussetzungen bis zum Energielabel und den Extras.

Beleuchtet werden die verschiedenen Ausstattungsmerkmale,

die komplette Liste der Vor- und Nachteile

von Um- und Abluft-Betrieb sowie weitere Entscheidungskriterien.

Auf der Internet-Seite von Hausgeräte+

kann die Checkliste kostenfrei heruntergeladen werden.

Dort stehen noch weitere Checklisten zu Hausgeräten

zur Verfügung. Ebenso ein Online-Geräteberater.

www.hausgeraete-plus.de/downloads

Foto: Hausgeräte+

9

Foto: berbel

8 Besonders bei offenen Wohngrundrissen werden die Küchenfronten

wieder dunkler. Dieser Stil benötigt Küchengeräte, die

sich in die dunklere Umgebung perfekt einpassen lassen, hat der

belgische Premium-Hersteller Novy erkannt und reagiert darauf mit

Schwarz als zusätzliche Farbe bei seinen Dunstabzügen. Die neue

„Novy BlackLine“ umfasst einige beliebte Modelle des Herstellers,

darunter auch die Inselhaube „Mood“.

9 Ihre ergonomisch durchdachte Form macht die Kopffreihaube

„Ergoline 2“ so erfolgreich. Sie bietet viel Bewegungsfreiheit beim

Kochen, auch auf kleinem Raum. In vier Maßen war die Wandhaube

bereits erhältlich, jetzt kommen die schmalen Breiten von 60 und 70 cm

dazu. Das Glasdekor bietet Hersteller berbel in verschiedenen Farben an.

Frühjahr 2018

10

Foto: Franke

10 Die Produktfamilie „Mythos“ nimmt einen oberen Platz in der

Beliebtheitsrangliste des Franke-Sortiments ein. Passend dazu wurde

die „Mythos“ Kopffreihaube bislang mit Glasfronten in Schwarz,

Weiß, Schiefer- und Perlgrau angeboten. Zusätzlich ist sie nun auch

in den außergewöhnlichen Varianten Kupfer, Ocean Blue (Foto),

Cashmere und Magnolia verfügbar. Abgestimmt sind die Hauben im

Designverbund auf ausgewählte Spülen des Herstellers.

53


GEWUSST WIE LICHTPLANUNG

Ein romantischer Abend zu Hause,

ein gemütliches Beisammensein

mit Freunden oder ein entspannter

Fernsehabend: Bei solchen und anderen

Gelegenheiten spielt stimmungsvolle

Beleuchtung eine große Rolle. Die lässt

sich leicht mit Dimmern erreichen, über

die die Bewohner die Helligkeit des Lichts

je nach Stimmung, Raumgröße und

Situation regulieren können. Das geht

natürlich auch mit LED-Leuchtmitteln.

Hierbei gilt es allerdings, ein paar Dinge

zu berücksichtigen.

Ist das Essen

servierbereit,

sollte sich das

Licht daran

anpassen.

Foto: Elektr+/Busch-Jäger

Was beim Dimmen von LEDs zu beachten ist

Stimmungsvolles Licht

Voraussetzung für die individuell gesteuerte Helligkeit

ist, dass die verwendeten LEDs ausdrücklich als

dimmbar gekennzeichnet sind. Ist das nicht der Fall,

kann die Lampe unschön flackern, im schlimmsten

Fall geht sie kaputt. Zudem muss ein spezieller LED-Dimmer zum

Einsatz kommen, herkömmliche Dimmer sind für die effizienten

Leuchtmittel ungeeignet. Aber auch dann ist noch Vorsicht geboten:

„Nicht jeder LED-Dimmer ist mit jeder LED-Lampe kompatibel,

es gibt hier keine Normierung“, stellt Mirko Simon, Licht-

Experte der Initiative Elektro+, fest. Das liegt in der Technik dieser

Leuchtmittel begründet. LED-Lampen arbeiten mit Gleichstrom,

aus der Steckdose kommt aber Wechselstrom. Damit die LEDs

funktionieren, verfügen sie über eine integrierte Steuerelektronik,

die der Lampe den Gleichstrom liefert. Kommt ein Dimmer zum

Einsatz, nimmt dieser nicht direkt auf die Lampe, sondern auf

die Steuerelektronik Einfluss. Da diese Elektronik von Hersteller

zu Hersteller variiert, muss der Dimmer entsprechend angepasst

sein. Erst wenn Dimmer und Lampe aufeinander abgestimmt

sind, können Helligkeit und bei bestimmten Modellen auch die

Leuchtfarbe konstant und reibungslos geregelt werden.

Helligkeit per Lichtschalter regulieren

Neben einem stufenlosen Dimmer gibt es noch weitere Möglichkeiten,

das Licht zu regulieren. Zum Beispiel durch spezielle

dimmbare LEDs, die sich direkt über den normalen Lichtschalter

steuern lassen. Durch mehrmaliges Betätigen des Schalters kann

dann das Licht in mehreren Helligkeitsstufen eingestellt werden.

Darüber hinaus gibt es einige Universal-Dimmer, die mit vielfältigen

Funktionen für zusätzlichen Komfort sorgen.

Auf Qualitätsprodukte setzen

„Wer LEDs dimmen möchte, sollte dafür unbedingt auf Qualitätsprodukte

von Markenherstellern zurückgreifen“, erläutert

Mirko Simon. Bei Billigprodukten bestünde immer die Gefahr

des Flimmerns und einer kurzen Lebensdauer des Leuchtmittels.

Um vorab festzustellen, welche Lampen mit welchem Dimmer

kompatibel sind, bieten einige Markenhersteller auf ihren Internetseiten

Dimmer-Tools an, mit denen sich die richtige Leuchtmittel-Dimmer-Kombination

in wenigen Klicks ermitteln lässt. ‹

GUT ZU WISSEN!

Hilfe bei der Auswahl der passenden Produkte und bei der

Installation finden Verbraucher beim Elektrofachbetrieb.

Ein Fachmann in der Nähe ist über die Fachbetriebssuche

auf der Website der Initiative ELEKTRO+ zu finden:

https://www.elektro-plus.com/fachbetriebssuche

54 www.in-wohnen.de


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Die weiß bedruckte Arbeitsfläche aus

Einscheibensicherheitsglas wird gleichmäßig

mit LED­Licht hinterleuchtet.

Fotos: Sprinz

Lichtinszenierungen mit LED

Eine stimmungsvolle Beleuchtung in der Küche macht das Kochen und Essen

mit Freunden zu einem echten Erlebnis. Mit den Beleuchtungsmöglichkeiten von

Platz und Strom sparenden LEDs zieht dekoratives Licht in die Küche ein.

Perfektes Lichtbild: Brillante

Motivdrucke oder unifarbene

Drucke erstrahlen mit LED­Licht.

Konturen der Hängeschränke oder Tresenbereiche

lassen sich mit LED-Stripes oder -Leisten in atmosphärisches

Licht tauchen. LEDs mit Farbwechsel

schaffen ausgefallene Effekte. Warmweiße LEDs als

indirekte Beleuchtung erzeugen ein gemütliches Ambiente-Licht.

Weiterer Vorteil der LED-Leuchtmittel: Sie geben kaum Wärme

ab und sind daher auch in Schränken oder direkt an Möbeln installierbar.

Und aufgrund ihrer äußerst langen Lebensdauer von

mehr als 30.000 Stunden müssen auf Dauer keine Leuchtmittel

getauscht werden.

Je nach Geschmack oder Einsatzort in bzw. an der Küche

eigenen sich wahlweise LEDs in warmweißer oder neutralweißer

Lichtfarbe. Der Einsatz von dualweißen LED-Bändern ermöglicht

zwischen warm- und neutralweißem Licht hin und her zu schalten

oder stufenlos zu verstellen. Mit farbigen LEDs – ob einfarbig

oder in der Farbe veränderbar – lassen sich besondere Lichtinszenierungen

zaubern.

Leuchtende Ideen, um die Küche zu perfektionieren, hat Sprinz

im Programm. Rückseitig mit LEDs beleuchtete Glas-Arbeitsplatten

und -Nischenrückwände setzen ganz neue Akzente und

Lichteffekte in der Küche. Die hinterleuchteten Nischenrückwände

können zudem mit verschiedenen Motiven bedruckt werden.

In the mood: Leuchtende LED-Arbeitsplatten

und -Nischenrückwände

Die weiß bedruckte Arbeitsfläche aus Einscheibensicherheitsglas

wird von unten gleichmäßig mit LED-Licht ausgeleuchtet. Zur

Frühjahr 2018

Wahl stehen Kalt-, Neutral- und Warmweiß oder Mischweiß. Bei

der Variante Mischweiß wechseln sich Warm- und Kaltweiß ab.

Mit einem RGB-Farbwechsler werden Farbstimmungen in allen

Farben des Regenbogens gestaltet.

Die Nischenrückwand aus Einscheibensicherheitsglas

wird auf der Rückseite entweder unifarben oder mit Motiven

bedruckt. Die LED-Hinterleuchtung inszeniert die Drucke

zusätzlich und sorgt für einen strahlenden Blickfang in der

Küche. Je nach LED-Variante lassen sich einzelne Farben, ein

wechselndes Farbspektrum, Mischweiß, warme, kalte und

neutrale Weißtöne einstellen.

Magic Home & WiFi Controller

Die Glas-Arbeitsplatten und -Nischenrückwände werden zur

Leinwand für Farbe, Helligkeit und individuelle Farbverläufe.

Gesteuert wird das Licht über eine mitgelieferte Fernbedienung.

Wer LEDs mit seinem

Smartphone oder

Tablet steuern will,

nutzt optional einen

Wifi-Controller und

holt sich die App

„Magic Home“ für

IOS oder Android. ‹

Variables LED­Licht: einfarbig, wechselndes

Farb spektrum, drei Weißtöne oder Mischweiß.

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Mit viel Glas und Metall im

„Industrial Style“: die Küche

als Raum im Raum einer offen

konzipierten Wohnung.

56 www.in-wohnen.de


REPORTAGE

Die Küche kann ins Esszimmer übergehen

oder geschlossen bleiben.

Die Küche als

Raum im Raum

Großzügig und offen – aber mit klar definierten Wohnbereichen.

So sollte diese Etagenwohnung ihre Bewohner nach der

Renovierung empfangen. Das Ergebnis stellt alle zufrieden.

Eine internationale Küchenreportage aus Barcelona.

FOTOS: MIQUEL TRES PLANUNG/AUSSTATTUNG: JEANNETTE TRENSIG STYLING: CLARA NEMELA

Frühjahr 2018

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REPORTAGE UNTERRUBRIK

Transparent: Der offene Blick vom Wohnbereich

auf Küchenseparee und Ess-Ecke.

Mit 220 m 2 Wohnfläche bietet die Wohnung den

Besitzern, einem Ehepaar mit einer 10-jährigen

Tochter, genügend Raum für ein großzügig

gestaltetes Ambiente, in dem Offenheit und

Struktur Hand in Hand gehen. Rechts vom Eingangsbereich befinden

sich Schlafzimmer und Bäder. Nach links öffnet sich der

öffentliche Bereich der Wohnung mit Wohn-, Esszimmer und

58 www.in-wohnen.de


REPORTAGE

Ton in Ton: rote Farbtupfer auf dem Esstisch

und an der Wand harmonieren charakterstark

mit den dunklen „Industrial“-Tönen.

Die Kücheninsel bietet Platz für den

schnellen Snack zwischendurch –

oder auch fürs Frühstück zu dritt.

Küche. Diese Lebensbereiche sind in einem großen Raum sichtbar

vereint. Dafür wurden Wände entfernt und offene Zonen geschaffen.

Verbindung und damit eine harmonische Grundstimmung

schafft das Parkett, das auf der gesamten Fläche in einheitlicher

Optik verlegt wurde. Die Inneneinrichtung, Dekoration, Beleuchtung

und ein Großteil der Möbel und Objekte stammen von der

Innenausstatterin Jeannette Trensig.


Frühjahr 2018

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REPORTAGE UNTERRUBRIK

Robust im Küchenalltag und prädestiniert für den „Industrial

Style“: Arbeitsflächen aus Edelstahl. Die Kühlgeräte im

Hintergrund kommen von Liebherr, die Inselhaube von

Falmec. Die Pendeltür rechts im Bild schafft den Zugang zu

einem Abstell- und Wäscheraum.

60 www.in-wohnen.de


REPORTAGE

Auf Wunsch unter Verschluss

Vor dem Umbau war die Küche ein eigener Raum, aber die Besitzer

wollten einen weiträumigen Wohnbereich mit direkter

Verbindung. Zugleich sollte es eine Möglichkeit geben, diese auch

verschließen zu können, damit intensive Kochgerüche nicht durch

die ganze Etage wabern. Die Innenausstatterin Jeannette Trensig

konzipierte dafür eine ungewöhnliche Lösung: eine Art „Raum

im Raum“ mit Wänden aus Glas und Metall. Für den favorisierten

„Industrial Style“ kam nur Anthrazit als Grundton infrage.

Türen und Fenster integriert

Die Wände des Küchenareals verfügen über großformatige Türen.

Sind diese geschlossen, bleiben Geräusche und Gerüche im

Innern, im geöffneten Zustand sind Küche und Esszimmer eine

wohnliche und funktionale Einheit. Auf Wunsch der Eigentümerin

wurde ein weiteres Fenster mit Blick auf die Sofaecke des

Wohnbereichs installiert. Ziel war es, durch zusätzlich Transparenz

das Gefühl der Weite zu stärken und den Küchenbereich mit

zusätzlichem Tageslicht aufzuwerten. Zudem unterstützt es die

„Raum im Raum“-Idee.

Konsequent: Die Hängeleuchten folgen dem „Industrial Style“.

Stimmig im „Industrial Style“

Bei der Kücheneinrichtung wurden Hoch- und Unterschränke

kombiniert und mit einer Kochinsel ergänzt. Der dunkelgraue

Ton der Schrankfronten und die Edelstahlarbeitsplatte der Insel

nehmen den industriellen Stil auf. Ebenso die identisch gestalteten

Hängelampen über dem Esstisch aus massivem Holz, die

markanten Ledersessel und diverse Retro-Objekte und antike

Industrieschilder. ‹

Die anthrazitfarbenen

Küchenmöbel im grifflosen

Design wurden von einem

lokalen Schreiner gefertigt.

Frühjahr 2018

61


EINRICHTEN & AUSSTATTEN

Die Wohnküche

Küche und Wohnraum als Lebensmittelpunkt – geplant auf

rund 40 „typischen“ Reihenhaus-Quadratmetern.

62 www.in-wohnen.de


im Reihenhaus

Wohnzimmer, Esszimmer, Küche – das war „damals“. Heute verschmelzen

Wohn-, Ess- und Kochbereich immer öfter und bilden den Lebensmittelpunkt

der Wohnung. Hier lassen sich Küchenarbeit und Familienleben perfekt

miteinander kombinieren. Zudem vergrößern diese Küchenplanungen den

Wohnraum optisch. Unser Planungsbeispiel zeigt ein offenes Wohn-Küchen-

Konzept auf rund 40 Quadratmetern – angelehnt an den typischen Grundriss

eines Reihenhauses bzw. einer Doppelhaushälfte; umgesetzt in einem

frischen, modernen Stil mit praktischen Ausstattungsdetails.

PLANUNG, REALISATION, FOTOGRAFIE: STUDIORAUM

Frühjahr 2018

63


EINRICHTEN & AUSSTATTEN

Zuhause rundum Wohlfühlen

Fliesen im mediterranen Retro-Look liegen im Trend. Mit ihnen

lassen sich besondere Akzente setzen, wie hier am Tresen und an

der Wand hinter dem Kaminofen. Die geschickte Planung lässt den

Küchen-Arbeitsbereich hinter dem Tresen verschwinden. Das sorgt

für Wohnlichkeit, auch wenn die Küche mal nicht ganz aufgeräumt

ist. Die Bärwolf-Fliesen (Serie „Belle Époque) nehmen das Farbkonzept

von Weiß-, Grau-, Braun- und Schwarztönen auf und geben

der modernen Einrichtung eine verspielte Note. Tipp zum Verlegen:

Ecken und Kanten werden besonders präzise mit Abschlussprofilen

aus Edelstahl oder eloxiertem Aluminium („Finec“ von Schlüter

Systems). Diese bieten gleichzeitig einen robusten Kantenschutz.

Für gemütliche Stunden in geselliger Runde ist ein Kaminofen mit

knisterndem Feuer das Nonplusultra, wie hier aus der Serie „Athene“

von Spartherm. Besonderer Einrichtungs-Tipp: Die passende Ofenbank

und das Holzlager aus der modular konstruierten Stahlmöbel-

Serie des Designers Markus Rüegg. Ofenwärme hin oder her:

Der Esstisch kann mitsamt seiner Beleuchtung näher an die Feuerstelle

oder weiter von ihr weg wandern. Denn die Pendelleuchten

an der Decke sind flexibel auf einem Schienen system verschiebbar

(Paulmann).

64 www.in-wohnen.de


EINRICHTEN & AUSSTATTEN

Edel und strahlend zeigen sich die hochglänzenden

Echtlackfronten der Küche im offenen Wohnumfeld

(Störmer-Küchen, Programm „Como“). Die anthrazitfarbene

Keramik der Spüle „Blanco Idento XL 6 S“

fügt sich stimmig in die Arbeitsplatte, ebenso wie das

rahmenlose Induktionskochfeld. Die Wandesse aus

Edelstahl ist flexibel für den Abluft- und Umluftbetrieb

geeignet und läuft besonders leise – für offene

Wohnküchen ein wichtiger Aspekt. Beide E-Geräte

sind aus der Serie „Comfort +“ von Küppersbusch.

www.t-rack.news

KESSEBÖHMER GmbH

Regalsystem: tRack

Linktipp

Platz für das Fenster: Dank Klapp-Mechanismus

lässt sich die Spülenarmatur „Blanco Linus-F“ zum

Öffnen des Fensters einfach senkrecht anheben und

zur Seite legen.

Luftiger Stauraum: Von der Decke hängende Aufbewahrung

und anspruchsvolle Gestaltung gehen bei dem Regalsystem

„tRack“ (Kesseböhmer) Hand in Hand. Eine praktische und

zugleich offene Art, Küche und Wohnraum zu verbinden.

Frühjahr 2018 65


EINRICHTEN & AUSSTATTEN

Eine warme Natur-Note bringt die helle Front in „Bardolino Eiche Natur“ im Hochschrank-Bereich

in die Küche. Der so entstehende Farb-Zweiklang unterstreicht den

wohnlichen Charme. Durch den halb schwebenden Einbau der Elektrogeräte entsteht

zusätzliche Ablagefläche und Stauraum ober- und unterhalb. An den Fenstern sorgen

halbtransparente Midorollos (Erfal) mit zarten Ornamentmustern in dezent metallischem

Schimmer für dekorativen Sicht- und Sonnenschutz (Stoff „Dargun“). Frisches Grün in

Form von Kräutertöpfen und Pflanzen macht jedes Ambiente freundlich lebendig:

Die Pflanzgefäße für Blumen und Kräutertöpfe (Serie „Casa“ von Emsa) haben ein

pfiffiges Bewässerungssystem. Austrocknen oder Übergießen sollen damit der

Vergangenheit angehören.

Der Einbau-Kaffeeautomat kann mit gängigen Kaffeekapseln oder Kaffeepulver

benutzt werden und ist im Design auf den Backofen abgestimmt. Beide Geräte sind

auf komfortabler Sicht- und Griffhöhe eingebaut (Serie „Comfort +“, Küppersbusch).

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Entgegenkommend: Wer kennt das

nicht – Schrankinhalte weit oben oder

ganz hinten sind schlecht einsehbar

und umständlich zu erreichen. Eine

ideale Lösung bieten die Kücheninnenausstattungen

„Tandem solo“

und „iMove“ (Kesseböhmer) mit

cleveren Auszugtechniken. Beim

Öffnen der Türen lässt „Tandem solo“

die Tablarböden nach vorne aus dem

Schrank heraus gleiten. „iMove“ holt

Inhalte von Hängeschränken mit einem

Handgriff nach unten und gleichzeitig

nach vorne.

www.in-wohnen.de


EINRICHTEN & AUSSTATTEN

Multifunktional: Gezieltes LED-Licht bei der Küchenarbeit,

Ablagemöglichkeiten und Steckdosen dort, wo sie benötigt

werden. Das Multifunktionsprofil „Linero MosaiQ“ (Kesseböhmer)

mit integrierter LED-Lichtleiste und „eBoxx“ mit Steckdose,

Schalter und Treiber für die LED-Nischenbeleuchtung sowie

Ablage für Smartphone oder Tablet macht´s möglich. Auf glatten

und ebenen Untergründen kann es sogar mit einem speziellen

Klebeset ohne Bohrung montiert und jederzeit wieder entfernt

werden – ideal für den Einsatz in Mietwohnungen.

www.besserhaushalten.de/stauraum

KESSEBÖHMER GmbH

Innenausstattung: Tandem solo und iMove | Nischensystem: Linero MosaiQ

Schubladeneinteilung: FineLine-MosaiQ, Tandem solo

Linktipp

Aufgeräumt: Die flexible Schubladeneinteilung „FineLine-

MosaiQ“ (Kesseböhmer) aus stilvollem, dunklem Holz ist je

nach Bedarf immer wieder neu organisierbar. Besteck, Gewürze,

Kaffeekapseln und alles, was in greifbarer Nähe sein soll, lässt

sich so individuell ordnen. Dabei helfen praktische Extra-

Komponenten wie Folienhalter, Gewürz- oder Messereinsätze.

Frühjahr 2018

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KÜCHE REZEPTE

Leichte Asia-Küche mit

fruchtigem Finale

Wenig Kalorien und dennoch schmackhaft – wer das sucht, wird häufig in

der asiatischen Küche fündig.

Fotos: Kochschule Sauerland

Auch Pia Spaan-Wesser (Foto), Leiterin der Kochschule Villa Wesco Sauerland,

hat sich für das Frühjahrsmenü von inwohnen KÜCHE in diesen kulinarischen

Gefilden umgeschaut. Ihr Vorschlag: Wan-Tan-Blätter mit Thai-Huhn als Vorspeise,

zum Hauptgang Schweinefilet mit Chili-Karamell und Gurkensalat sowie

als fruchtigen Abschluss Basilikumcreme mit Erdbeeren. Alle Angaben sind auf vier Personen

abgestimmt. Viel Vergnügen beim Nachkochen und guten Appetit!

Die Vorspeise

Pflanzenöl zum Frittieren

8 Wan-Tan-Blätter (Asia-Laden)

2 Hühnerbrustfilets, gegart

1 große, milde, rote Chilischote

45 g Basilikumblätter

40 g Koriandergrün

35 g Minzeblätter

2 EL Limettensaft

2 TL Fischsauce

2 EL brauner Zucker

1 Das Pflanzenöl etwa 1 cm hoch in einen Wok füllen und erhitzen.

Die Wan-Tan-Blätter darin portionsweise knusprig frittieren.

Herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

2 Das Hühnerfleisch in schmale Streifen schneiden. Die Chilischote von

den Samen befreien und fein hacken. Fleisch und Chili mischen.

Wan-Tan-Blàtter mit Thai Huhn

3 Auf jeden Teller 2 frittierte Wan-Tan-Blätter legen und zur Hälfte

mit den Kräuterblättern bedecken. Die Hühnerfleischmischung

auf dem Kräuterbett verteilen. Limettensaft, Fischsauce und

Zucker verrühren und etwas davon darüber träufeln; die restliche

Sauce getrennt dazu reichen.

Hintergrundild: Thinkstock

68 www.in-wohnen.de


KÜCHE REZEPTE

Der Hauptgang

500 g Schweinefilet

1 große, milde, rote Chilischote

1 EL Sesamöl

1 EL geriebener Ingwer

60 ml Sojasauce

140 g brauner Zucker

1 EL Fischsauce

2 EL Limettensaft

2 Salatgurken

3–4 EL Schnittlauchröllchen

Schweinefilet mit Chili-Karamell

und Gurkensalat

1 Das Schweinefleisch parieren und in Scheiben schneiden. Die

Chilischote von den Samen befreien und fein hacken.

2 Das Öl in einer großen Wokpfanne bei hoher Temperatur erhitzen

und das Fleisch darin auf jeder Seite 2 Minuten anbraten.

Herausnehmen und beiseitestellen.

3 Die Hitze reduzieren. Chili, Ingwer, Sojasauce, Zucker, Fischsauce

und Limettensaft in die Pfanne geben und gut verrühren. Die

Sauce etwa 8 Minuten köcheln lassen, bis sie eindickt. Dann das

Schweinefleisch in die Sauce geben, darin wenden und nochmals

erhitzen.

4 Die Gurken schälen, längs halbieren, mit einem Teelöffel entkernen

und in dünne Scheiben schneiden. Mit dem Schnittlauch

mischen und auf Tellern verteilen. Das Schweinefleisch daneben

anrichten und mit der in der Pfanne verbliebenen Sauce übergießen.

Dazu passt Jasminreis.

Basilikumcreme

mit Erdbeeren

1 Die Basilikumblätter abzupfen und mit Quark, Zitronensaft und

Zucker im Mixer fein pürieren. Dann den Mascarpone hinzufügen

und die Creme glattrühren.

2 Etwa 1/3 der Beeren mit dem Puderzucker pürieren, die restlichen

Früchte beiseite stellen. Das Püree durch ein Sieb passieren.

3 Einen Großteil der Basilikumcreme in Schalen oder Serviergläser

füllen, mit dem Erdbeerpüree auffüllen und die restlichen Erdbeeren

darauf anrichten. Je einen Tupfer Basilikumcreme obenauf in

die Mitte setzen. Nach Belieben mit Schokoraspeln garnieren und

das Dessert bis zum Verzehr 1 Stunde kalt stellen.

Frühjahr 2018

Das Dessert

2 Bund Basilikum

200 g Magerquark

Saft von 1 Zitrone

100 g Zucker

500 g Mascarpone

500 g Erdbeeren

Puderzucker

(Menge nach

Geschmack)

dunkle Schokoladenraspel

zum

Garnieren

(nach Belieben)

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EINRICHTEN + AUSSTATTEN

Aus Freude

am Kochen

Nach dem gerade erschienenen „Ernährungsreport 2018“ haben 73 Prozent aller

in Deutschland lebenden Menschen Lust aufs Kochen. 43 Prozent gaben dabei an,

sogar täglich zum Kochlöffel zu greifen. Dabei gilt: Eine gute Ausstattung steigert

die Freude erheblich. Beim Arbeiten und beim geselligen Teil.

PLANUNG, REALISATION, FOTOS: STUDIO 3001

70 www.in-wohnen.de


Im wohnlichen „Industrial Style“:

Die Küche stammt aus dem neuen

Programm „Integra“ von Nolte

Küchen, hier in Papyrusgrau

mit schwarzen Griffeinsätzen.

Auch die Sitzgruppe kommt vom

Küchenmöbelhersteller.

Frühjahr 2018

71


EINRICHTEN + AUSSTATTEN

Moderne Technik wurde auch schon in der Vergangenheit

immer schnell Bestandteil einer Küche.

So hielten Elektroherd und Kühlschrank schon

in den 1950er-Jahren Einzug. Die Spülmaschine

folgte ihnen in den 1970er-Jahren, dann die Dunstabzugshaube

und schließlich war es das Induktionskochfeld und der Dampfgarer,

welche die moderne Küche eroberten. Hinzu kommen heute

weitere innovative Erfindungen, die alle Arbeitsabläufe und die

Zubereitung von Mahlzeiten erleichtern. Höhenverstellbare Inseln,

optimal ausgeleuchtete Funktionszonen, versteckte Soundsysteme,

leise laufende Spülmaschinen, sprudelndes oder kochendes

Wasser aus der Spülarmatur und das alles mit energieeffizienten

Elektrogeräten, die bald untereinander vernetzt sein werden.

„Zur modernen Küche gehört Spitzentechnologie einfach dazu“,

sagt auch Kirk Mangels, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft

Die Moderne Küche e.V. (AMK). Schön an den Entwicklungen sei,

dass die verschiedenen Technologien fast selbsterklärend funktionieren.

Mangels: „In dem Maße, wie Geräte hochtechnologisch

komplex wurden, vereinfachte sich ihre Bedienung. Ganz genau

wie beim Smartphone, denn der Wert von Technik misst sich an

ihrem Beitrag für unsere Lebensqualität. Wenn man überlegt, wie

einfach heute Garen beispielsweise im Wok ist, Milchaufschäumen,

Toasten, Braten, Kühlen, Mixen oder Backen … da würden

manche frühere Generationen vor Neid erblassen.“

Für große und kleine Küchen

Ob für große oder kleine Küchen: Viele technische Errungenschaften

gehören heute zur Standardausstattung der modernen

Küche. Sie vereinfachen allesamt das Arbeiten in der Küche, erleichtern

die Vorgänge und tragen zur Qualität der Speisen und

damit zur Verbesserung der Lebensqualität bei. Der überwiegende

Teil der Deutschen findet übrigens das Backofenreinigen

von allen Hausarbeiten am lästigsten. Auch hier ist technisch

längst Abhilfe geschaffen: mit dem selbstreinigenden „Pyrolysebackofen“.

Nach dem neuen Ernährungsreport kochen übrigens

9 Prozent der Bevölkerung in Deutschland nie. „Da ist Aufklärung

nötig, denn diese Menschen wissen nicht, was sie verpassen.

In einer modernen Küche ist Kochen kreativ, beruhigend, ist mit

Familie und Freunden kommunikativ und das selbstgemachte

Essen kann sehr wohl lecker und gesund sein“, weiß Mangels aus

eigener Erfahrung.

Unterschiedliche Korpushöhen schaffen ergonomische Flexibilität.

In der Sockelschublade ist Platz für sperrige Bleche und Backformen.

Aktuelle Küchenstile in Szene gesetzt

Für unsere Rubrik „Einrichten + Ausstatten“ haben wir das

Fotostudio 3001 aus Emsdetten (www.studio3001.de) gebeten,

unterschiedliche Stilrichtungen und Ausstattungsideen in Szene

zu setzen. Den Anfang macht eine großzügige Planung im beliebten

offenen Wohnstil im „Industrial Style“, anschließend folgen

Umsetzungen für Küchen in abgeschlossenen Räumen bzw.

kleinere Grundrisse. ‹

Regale sind topmodern. Denn sie lassen sich flexibel einsetzen und

verbinden Küche und Wohnräume auf leichte Art. Dieses Modell

heißt „Flex“ (Nolte Küchen).

72 www.in-wohnen.de


Dünne Arbeitsplatten liegen im Trend, farbige Spülen und Armaturen auch. Damit sind

harmonisch abgestimmte Ton-in-Ton-Planungen möglich.

Praktisch für den Kochalltag:

Stomanschluss auf der Kücheninsel.

Hintergrundbild: Thinkstock

Industrial

Style

Stimmungsvoll im „Industrial Style“:

Hängeschränke mit Fronten in Drahtoptik

und Innenbeleuchtung.

Erst der Bodenbelag macht den Gesamteindruck

perfekt. Die Marazzi-Fliesen (Serien

„D-Segni“ und „Mineral“) nehmen den

industriell geprägten Einrichtungsstil auf

und setzen ihn fort.

Vom Teelöffel über Gewürzdosen bis zum volumigen Schneebesen: optimale Stauraumnutzung

in den Auszügen. Innenauszüge erweitern den Spielraum zusätzlich.

Frühjahr 2018

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KÜCHE EINRICHTEN + AUSSTATTEN

Arbeitsplatte in moderner Betonoptik

(Dekor „Portland) in matter Ausführung

(Sprela).

Helle, zeitlose Möbel frisch und verspielt arrangiert.

Elegant in Edelstahl gerahmt: Die Spüle

„Blanco Subline 500-IF SteelFrame“ besteht

aus robustem „Silgranit PuraDur“. Zur

Ausstattung zählt auch das besonders

reinigungs freundliche Ablaufsystem

„InFino“.

Fenster frei mit einem Griff: Die Vorfenster-

Armatur „Blanco Laressa-F“ verfügt über

einen komfortablen Klapp-Mechanismus

zum seitlichen Umlegen der Armatur. Der

hohe Auslauf erleichtert das Befüllen von

Töpfen und Vasen.

Gutes Licht ist in der Küche unentbehrlich:

Als Arbeitslicht (Unterbauleuchte am Regal)

und für die gemütliche Stimmung beim

Essen (Sockelbeleuchtung an den Unterschränken).

Beide Lösungen basieren auf

Qualitäts-LED-Technologie von Hera.

74 www.in-wohnen.de


EINRICHTEN + AUSSTATTEN

Mit 73 Litern Garraum und

sechs Einschubebenen bietet

der Oranier-Einbaubackofen

viel Platz für Gerichte aller Art.

Anschließend ist schnell alles

wieder sauber: Dafür sorgt die

Selbstreinigungs-Emaillierung

„Clean up“. Das Gerät (Modell

EBP 988112) verfügt über eine

umfangreiche Komfortausstattung.

Edel wirkt die weiße

Display-Anzeige.

Technik für Genießer

Preisgekröntes Design: Das Flächeninduktions

kochfeld mit integriertem

Muldenlüfter wurde mit dem „German

Design Award 2018“ ausgezeichnet. Eins der

Ausstattungs-Highlights ist die automatische

Brückenschaltung des Oranier-Geräts:

Damit werden zwei Kochzonen zu einer

Maxi-Zone zusammengeschaltet, wenn

der Topf oder die Pfanne zwei Kochzonen

abdeckt.

Praktisch zum Konservieren

von Lebensmitteln

und zum sanften „Sousvide-Garen“

im Wasserbad:

Die Vakuumierschublade

ist 15 cm hoch

und passt damit zusammen

mit dem 45 cm

hohen Dampf garer exakt

in die 60er-Gerätenische.

Wohin mit dem feuchten Geschirrtuch?

Kermi hat die Lösung und entsprechende

Design-Heizkörper samt Handtuchschiene

im Programm.

Frühjahr 2018

Laminat-Arbeitsplatte im

markanten Holzdekor. (Sprela)

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Warm und gemütlich: Der typische Landhaus-Stil ist angesagter denn je. Zumal er längst

nicht mehr so wuchtig daher kommt wie früher, sondern chic und lebendig wirkt und mit

viel Liebe zum Detail überzeugt.

Kreativ und lebendig, wie es sich für den

Landhaus-Stil gehört.

Moderne

Countryküche

Ob Sicht-, Sonnen- oder Kälteschutz:

Plissee-Vorhänge sind die Klassiker am

Fenster schlechthin. Hersteller Schrader

hat Modelle für jeden Fenstertyp – egal ob

rund, rechteckig oder dreieckig. Für Fenster

in Dachschrägen eignen sie sich auch.

Mit ihrem klaren Design-Statement passt

die Küchenarmatur „Kludi L-Line S“ in

jeden Küchenstil. Auch ins Ambiente einer

modernen Countryküche. Die edel-matte

Oberfläche in Weiß verstärkt die Wirkung

der metallisch glänzenden Komponenten.

Praktisch im Praxiseinsatz: die ausziehbare

Schlauchbrause.

Frische Öle aus eigener Herstellung –

kaltgepresst und frei von Zusatzstoffen.

Das verspricht die Ölpresse „OP 700 Emilio“

von Rommelsbacher.

Die Laminat-Arbeitsfläche in moderner

Marmor-Optik.

76 www.in-wohnen.de


Wohnküche mit

DESIGN-Highlight

Irgendwie ähnlich

und doch eine ganz

andere Wirkung:

Die Küchenmöbel

unserer Industrial

Style-Küche

(S. 70-74) wurde

hier mit veränderten

Details geplant.

(Nolte Küchen)

Zum Einsatz kommt hier eine sogenannte

Comapct Arbeitsplatte. Durch die homogene

Farbgestaltung an den sichtbaren Kanten

und der modernen dünnen Optik (10 mm)

bindet sich die Fläche perfekt in das designorientierte

Küchenumfeld ein. Hersteller ist

GetaLit (Dekor Schwarzschiefer).

Die Vorhänge (Schmitz-Werke) harmonieren

besonders gut mit der Wandgestaltung.

Frühjahr 2018

Die hansgrohe Einbauspülen bieten mit

der passenden Armatur, einem intuitiven

Bediensystem und durchdachtem technischen

Zubehör komplette, in Design

und Funktion aufeinander abgestimmte

Lösungen für die moderne Küche. Bei dieser

Variante mit dem neuen Küchenmischer

stellt man durch Kippen und Drehen am

Kipphebel die gewünschte Wassertemperatur

und Wassermenge ein. Mit dem Select-

Knopf an der Ausziehbrause wird dann

der Wasserfluss gestartet oder gestoppt.

So lässt sich die Armatur komfortabel von

vorne bedienen.

Als edles Designobjekt befreit die Inselhaube

„Glassline“ von berbel den Küchenraum

von unangenehmen Kochwrasen. In

der vorderen Glasblende verbirgt sich das

„seamless“ Bedienkonzept. Dieses integriert

sich nahtlos in die elegante Erscheinung

der Haube und ermöglicht die komfortable

Bedienung der vier Lüfterstufen – inklusive

Nachlauffunktion, der LED-Kochfeldbeleuchtung

und der „EcoSwitch“-Funktion

(manueller Wechsel zwischen Umluft- und

Abluftbetrieb). Die „BackFlow“-Technologie

der Haube verspricht beste Wrasenerfassung.

Das Induktionskochfeld kommt auch

vom Haubenhersteller berbel.

GEWUSST WIE

Das pantentierte berbel Prinzip ermöglicht

eine dauerhafte hohe Fettabscheidung

durch den Verzicht auf leistungsbremsende

Fettfilter. Die Dunstwrasen werden durch

schmale Spalte angesogen. Am Eintritt

in die Haube wird die Luft beschleunigt

und bogenförmig umgelenkt, Fettpartikel

werden so effizient abgeschieden und

die Luft kann frei entweichen. Feinste

Fettpartikel entfernt der in die Abscheideeinheit

integrierte Capillar Trap, der als

„Restabscheider“ dient.

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VERNETZTES WOHNEN HAUSAUTOMATISIERUNG

Foto: Philips Lighting

Vor fünf Jahren revolutionierte „Philips Hue“

die Art und Weise, in der Menschen Licht

in ihrem Zuhause steuern, kontrollieren,

vernetzen und erleben können. „Philips Hue“

versteht sich mit den Plattformen von Apple,

Amazon, Bosch, devolo, Innogy, Logitech, Nest,

Philips TV, SmartThings oder Telekom.

Wenn möglich, lieber mit Kabel

Wer sich mit dem Gedanken an einen Neubau oder eine Komplett renovierung trägt, sollte das

viel diskutierte „Internet der Dinge“ hinterfragen, um nicht heute ein „altes“ Haus zu bauen.

Alexa, mach das Licht an“ – ein Befehl, der den Trend

unserer Zeit perfekt widerspiegelt. Virtuelle Assistenten

sollen unser Leben einfacher und komfortabler

machen. Egal ob Licht, Entertainment-Center,

Heizung, Beschattung oder gar der Kaffeeautomat: immer mehr

Einzelgeräte können zentral, vom Sofa oder gar dem Büro, gesteuert

werden. In vielen Haushalten ist es schon Realität - unterschiedlichste

Funktionen via Knopfdruck oder Kommando

bedienen. Die Lieblingsmusik per Befehl starten, die gewünschte

Lichtstimmung vom Sofa aus kreieren, die Beschattung vom Bett

aus steuern oder den Kaffee schon beim täglichen Bad-Ritual

durchlaufen lassen. All dies ist heute bereits möglich, und vieles

mehr erwartet uns.

Funk ist praktisch – und hat seine Tücken

Bewohner von Mietwohnungen, Altbauten oder älteren Eigentumswohnungen

ohne eine interne intelligente Haustechnik

erfüllen sich ihren Traum vom „smarten Zuhause“ mithilfe

von funkbasierten Hausautomatisierungssystemen. So bieten

Systeme wie HomeKit, innogy oder HomeMatic inklusive ihrer

sprachgesteuerten Assistenten Alexa, Siri & Co. viele interessante

Möglichkeiten – allerdings mit Einschränkungen. Die Grenzen

dieser Automatisierung liegen im System selbst und in der Verbindungsart.

Die funkbasierte Haussteuerung steht und fällt mit

der bestehenden Funkverbindung. Ohne Internet bleibt das Licht

aus. Eine profane Update-Störung, Überlastung oder Störung des

Servers, Fehlfunktionen der Hardware – die Liste für mögliche

Gründe ist lang. Diese Probleme gehören in einer technikaffinen

Welt allerdings dazu und mindern die Vorteile eines intelligenten

Heims via Funk nicht. Wer aber die Chance hat, sollte diese Fehlerquellen

minimieren und gleichzeitig seinen Nutzen maximieren.

Wie? Ganz einfach, durch Verkabelung.

Verlässlichkeit steigt auf nahe 100 Prozent

Wird im Zuge der Installation der Hauselektrik im Rohbau die

kabelgeführte Variante installiert, steigt die Zuverlässigkeit der

Hausautomatisierung annähernd auf 100 Prozent. Schalter, Steckdosen

und Sensoren werden direkt mit der Smarthome-Verkabe-

78 www.in-wohnen.de


VERNETZTES WOHNEN HAUSTECHNIK

lung verbunden. Alle installierten, elektrischen Geräte sind eingebunden.

Die Steuerung erfolgt im ersten Schritt weiter manuell,

durch klassische Tasterbetätigung. Im zweiten Schritt werden

meist Touch-Panels bündig in die Wand in zentralen Bereichen

des Hauses eingebaut. Im dritten Schritt ist die Installation einer

App auf dem Smartphone oder Tablet möglich, die dann dieselbe

Funktion bietet. Eine weitere Möglichkeit ist die Ergänzung um

sprachgesteuerte Assistenten. Sprachsteuerung via Alexa & Co.

bietet in dieser Variante einen komfortablen Zusatznutzen, ist aber

keine Notwenigkeit. Denn jede Funktion des smarten Zuhauses

erfolgt auch unabhängig von den sprachgesteuerten Assistenten.

Wer aus Datenschutzgründen oder gesundheitlichen Bedenken

auf Funk verzichten will, kann also trotzdem die Vorteile eines

komfortablen, flexiblen und energieeffizienten Heims nutzen.

Bauherren sollten selber entscheiden

Wer sich mit der kabelgestützten Variante beschäftigt, wird schnell

mit dem Begriff „Bussystem“ konfrontiert. Dahinter verbirgt sich

im Prinzip nur das Datentransportsystem für die internen Abläufe

der Hausautomatisierung. Viele Bauherren überlassen diese

Entscheidungen anderen – das sollten sie aber nicht! Denn hier

beginnt die Basis ihres intelligenten Hauses. Damit die automatische

Steuerung ein rundherum positives Erlebnis wird, bedarf es

einer soliden technischen Basis. Ein Haus wird für viele Jahrzehnte

gebaut und soll sich auch ohne großen Aufwand an neue Funktionen

anpassen lassen. Es gilt also, ein Bussystem zu wählen, das

Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellt. Dies

ist nicht automatisch das System, das der beauftragte Haustechniker

empfiehlt. Das sogenannte KNX-System fungiert oft als Synonym

für zukunftsfähiges, vernetztes Wohnen. Bauherren müssen

wissen: KNX ist ein offenes System zur Datenübertragung, das

ihr Haus intelligent steuert – bewährt, genormt und zuverlässig.

Unzählige, individuelle Funktionen können gesteuert werden.

Gefällt Ihnen eine spezielle Lampe? Dann ist der Kauf nicht von

deren Apple- oder Google-Kompatibilität abhängig. Nahezu jede

moderne Lampe kann in eine offene Haussteuerung integriert

werden, und das nicht nur zum Ein- und Ausschalten. Eine intelligente

Steuerung via KNX erlaubt es, nahezu jede Gerätefunktion

an das persönliche Leben anzupassen.

Ein einziger Tastendruck genügt – und alles ist aus

Neben der perfekten Lichtstimmung funktioniert vieles automatisch.

Sobald man den Raum wechselt, ertönt die Lieblingsmusik

und es herrscht bereits die bevorzugte Lichtstimmung, dafür ist

kein Tastendruck oder Sprachbefehl nötig. Die Beschattung reagiert

bei Abwesenheit auf Sonneneinstrahlung und Temperatur,

um eine Aufheizung der Räume und das Ausbleichen von Böden

und Möbeln zu verhindern. Die Möglichkeiten reichen soweit,

dass die Lebensgewohnheiten gespeichert, und bei Abwesenheit

Frühjahr 2018

aktiviert werden. Von außen wird so der Eindruck eines „lebendigen“

Hauses vermittelt, um Einbrecher abzuschrecken. Mit nur

einem Tastendruck alle elektrischen Geräte beim Verlassen des

Hauses auszuschalten, ist ebenso praktisch. Bei funkbasierten

Systemen ist das nicht so einfach. Die Integration über Funk bzw.

WLAN ist begrenzt – in Bezug auf die Geräte und deren weitläufige

Vernetzung. Zudem sind im Moment die meisten funkbasierten

Produkte wie Thermostate, Lampen etc. batteriebetrieben.

Ein jährlicher Besuch des Haustechnikers zum Wechseln schlägt

zudem oft mit mehreren Hundert Euro zu Buche.

Kosten im Detail

Wer Angebote zur kabelgestützten Hausautomatisierung einholt,

sollte wissen: Alles ist möglich, technisch wie finanziell. Budgets

beginnen im vierstelligen und enden im siebenstelligen Bereich.

Wer sein Haus trotz eines engen Budgets zukunftssicher gestalten

will, muss nicht sofort hohe Beträge bereitstellen. Eine Pre-Installation,

also die Verkabelung plus minimaler Automatisierung,

liegt je nach Haus und baulichen Vorgaben bei etwa 5.000 Euro.

Mit diesem Betrag erhält das Haus den technischen Standard, der

heute und sehr wahrscheinlich auch langfristig alle Möglichkeiten

für intelligentes Wohnen offen lässt. Eine Investition, die den

Wert des Hauses steigert und einen späteren Verkauf erleichtert.

Ein Käufer müsste für eine zuverlässige und flexible Hausautomatisierung

alle Wände aufstemmen und neue Kabel verlegen,

abhängig vom Haustyp kostet dies etwa 40.000 Euro. Ein Betrag,

der vom Verkaufspreis abgezogen wird. So kann auch ein Haus für

Millionen schon veraltet sein, bevor es bezugsfertig ist.

Will man bereits beim Einzug ein komfortables „smartes

Zuhause“, liegt das Budget bei einem klassischen, neu erbauten

Einfamilienhaus etwa bei 20.000 Euro. Ein guter Planer

kann mit diesem Budget eine maßgeschneiderte Steuerung der

wichtigsten Räume realisieren: Der Lieblingsmusiksender geht

beim Betreten des Hauses an, die Lieblingsserie läuft im TV,

Rollläden und Außenlampen reagieren auf Dämmerung, die

Heizung wird wie gewünscht gesteuert und die Alarmanlage ist

aktiv. Spätere Ergänzungen können bereits in die Planung integriert

werden. So bleiben Bauherren von Budgetüberschreitungen

verschont, ohne zukünftig auf Möglichkeiten für mehr Automatisierung

zu verzichten. ‹

INFO

„KNX“ ist über Kabel aber auch Funk nutzbar. KNX

kann via Funk auch ohne großen Aufwand oder

Renovierungsarbeiten in jedem Raum zur Steuerung

von Licht, Beschattung etc. installiert werden. Zur

Bedienung werden meist batteriebetriebene Funk-

Wandsender platziert.

79


VERNETZTES WOHNEN HAUSAUTOMATISIERUNG

Foto: Gira

Das Gira eNet Interface auf dem

Gira Control 19 Client verspricht

eine komfortable Steuerung in

hochmoderner Optik.

Foto: Busch-Jaeger Elektro GmbH

Das System „innogy SmartHome“

kommt vom Komplettanbieter innogy.

Im Paket enthalten ist die Steuerzentrale

sowie die benötigten Geräte und

Elemente für intelligentes Wohnen.

Das Busch-free@homePanel 7” bietet bis zu 16 frei konfigurierbare Funktionen –

Licht schalten und dimmen, Bewegungserkennung, Steuern von Jalousie, Szenen,

Heizung, Klima, Türkommunikation sowie Zeitfunktionen.

Die Funklösung „coviva“ von Hager lässt sich einfach installieren,

ohne dabei tief in die Details der KNX Technik einzutauchen. Basis

sind eine quicklink Installation sowie die coviva Smartbox, die als

Zentrale für die Steuerung und Überwachung von Licht, Heizung,

Jalousien und Rauchwarnmeldern dient.

Foto: Hager Vertriebsgesellschaft

80 www.in-wohnen.de


Vernetzte Rauchmelder,

steuerbare Heizungsthermostate,

intelligente

Lichtsteuerung und Sicherheit:

Mit HomeMatic bietet

eQ-3 ein Smart-Home-

System zur umfassenden

Haussteuerung.

INFO

Ein entscheidender Aspekt, den ein guter Haustechniker oder

Fachplaner anbietet, ist die Dokumentation. Jeder Techniker

muss die geplante Hausautomatisierung problemlos übernehmen

können. Jedes Detail zur Verkabelung und Programmierung sollte

den Besitzern vorliegen. Diese Pläne sollte der Bauherr nach

Fertigstellung erhalten, eine Rechnung ist kein Ersatz.

Wer erfahrene KNX-Fachplaner in der Region sucht, wird

vielleicht hier fündig:

www.das-intelligente-zuhause.de/service/beratung-vom-profi

www.gira.de/bezugsquellen/instabus-spezialisten.html

Foto: QIVICON / Deutsche Telekom AG

Foto: Robert Bosch GmbH

Foto: eQ-3

Foto: innogy SE

Die Smart-Home-Plattform Qivicon steuert als herstellerübergreifende

Lösung viele Bereiche und Geräte im privaten Zuhause.

Frühjahr 2018

Die Fernbedienung „Twist“ des Bosch Smart Home ist

transportabel und lässt sich überall nutzen. Mittels

Magneten kann sie problemlos an einer Wandhalterung

befestigt werden.

81


VERNETZTES WOHNEN HAUSTECHNIK

Foto: KAP personal Systems

Stephan Koll, technischer Designer mit mehr als drei

Jahrzehnten Erfahrung, ist Inhaber von KAP personal

Systems, dem produktunabhängigen Spezialist für

intelligente Gebäude-und Steuerungstechnik mit

eigenem Showroom in Hamburg und „Premium

Planer“ der Industrie. Er hat den Ruf, individualisierte

Haustechnik bis ins kleinste Detail umzusetzen.

Im Showroom in Hamburg mit Blick auf

die Alster präsentiert Stephan Koll eine

Produktwelt, die viele spannende Themen

rund um die Hausautomatisierung aufgreift,

mitten im gehobenen Ambiente des

Einrichtungshaus Bornhold.

„Lösungen gibt es für

fast jeden Geldbeutel“

Interview mit Stephan Koll über die Tricks, Kniffe und Kosten bei der Planung

einer intelligenten Haustechnik.

inwohnen: Wenn ein Kunde, der gerade ein Einfamilienhaus

im mittleren bis gehobenen Preissegment baut, zu Ihnen

kommt und eine Beratung zum Thema Haustechnik wünscht,

wie muss er sich den Ablauf vorstellen. Was ist in der ersten

Beratung wichtig?

Stephan Koll: Die Möglichkeiten der intelligenten Gebäudetechnik

sind extrem vielfältig. Daher ist der erste Schritt Erwartungen

und Bedürfnisse zu ermitteln. Ich lasse meine Kunden erst

ausführlich erzählen, was ihnen vorschwebt, welche Funktionen

wichtig sind, welche Gewohnheiten berücksichtigt werden müssen.

Auf dieser Grundlage erarbeite ich dann ein – auf die Persönlichkeit

ausgerichtetes – Bedienkonzept, mit allen Funktionen.

Das ist der wichtigste Baustein jeder Haustechnik!

inwohnen: Aus Ihrer Erfahrung, was sind ganz typische

Kundenwünsche und welche Wohnbereiche werden dabei

favorisiert?

Stephan Koll: Neben einer logischen, einfachen Steuerung des

Lichts, der Beschattung sowie der Heizungs- und Klimaanlage

steht immer mehr die Einbeziehung von Multimedia-Funktionen

im Fokus. Und das möglichst komfortabel, ohne unterschiedlichste

Schalter oder Dimmer bedienen zu müssen, sondern mit

nur einem Knopfdruck oder über ein Alexa-Kommando. Darüber

hinaus soll vieles einfach automatisch funktionieren. Zeitschaltuhren

für alle wichtigen Funktionen sind ebenso gefragt, wie die

Vernetzung unterschiedlichster Funktionen. Ein wesentlicher

Bedarf ist zudem das Thema Sicherheit.

inwohnen: Welche Individualisierung können Sie bei diesen

Wünschen dann vornehmen, bzw. wie unterscheidet sich die

Umsetzung dieser Wünsche je nach Bauherren?

Stephan Koll: Individualisiert werden kann so ziemlich alles. Ist der

Bauherr jung oder alt? Ist er technikaffin oder nicht? Wie homogen

ist die Familie oder Gruppe, die das Haus bewohnt, in ihren

82 www.in-wohnen.de


Foto: Michael Kunkel / KAP personal Systems

WAS KOSTET DAS?

„Im Standard-Segment liegen die Beratungskosten

zu Anfang zwischen 500 und 2.500 Euro. Die Kosten

für die „kleine“ Smart Home-Lösung beginnen bei ca.

6.000 bis 7.000 Euro. Im Mittel liegen sie bei 25.000 bis

30.000 Euro und im High-End-Bereich gerne auch im

sechsstelligen Bereich.“ Stephan Koll

dann auch schon per App steuerbar sind. Bei 300 Euro pro Quadratmeter

ist dann auch schon eine Alarmanlage, die Integration

von Musik und TV dabei. Die vollautomatische Wellness-Dusche,

die mit Licht und Sound ein besonderes Gesamterlebnis bietet, ist

dann noch etwas teurer.

Bedürfnissen und Wünschen. Hier gilt es, das richtige Maß bei

Funktionalität und Bedienung und Budget zu finden. Viele oder wenig

Bedienpunkte, Alexa oder lieber Bewegungsmelder. App oder

großes Bedienterminal? Meine Grundphilosophie setzt auf bewährte

Technologien. Damit ist eine hohe Ausführungsqualität gegeben.

inwohnen: Was raten Sie Bauherren, die zur ersten Beratung

zu Ihnen kommen, am häufigsten?

Stephan Koll: Zeit ist ein guter Rat, denn bei der individuellen Planung

einer angestrebten perfekten Lösung muss hier der Wunsch

und der Bedarf meines Kunden klar herausgestellt werden. Mit

einer intelligent durchdachten und fachlich perfekt geplanten Infrastruktur

stehen sehr individuelle Realisierungsmöglichkeiten

offen und fast jeder Wunsch kann erfüllt werden.

inwohnen: Für viele ist die Frage nach dem Budget oft

entscheidend. Ab welchem zur Verfügung stehenden Budget

„lohnt“ sich eine Beratung und mit welchem Geld ist was

möglich, wenn man eine gedankliche Staffelung vornimmt?

Stephan Koll: Lösungen gibt es für fast jeden Geldbeutel. Wichtig

ist die Schaffung einer zukunftsfähigen Infrastruktur. Die entsprechende

Verkabelung sollte immer vorgerüstet werden. Sogenannte

Elektronikdosen kosten wenige Cent mehr als herkömmliche

Schalterdosen, bieten aber das entscheidende Quäntchen

Platz mehr, um später Funktionen nachrüsten zu können. Das

alles kostet auf den Quadratmeter gerechnet nur wenige Euro. Ab

100 Euro pro Quadratmeter gibt es Standardfunktionalitäten, die

Frühjahr 2018

inwohnen: Worauf sollten Bauherren achten, wenn Sie einen

Haustechniker hinzuziehen und sich dort beraten lassen?

Stephan Koll: Neben der technischen Kompetenz muss ein guter

Haustechniker in der Lage sein, mit dem Bauherren verständlich

zu kommunizieren, ohne in Fachkauderwelsch zu verfallen. Idealerweise

ist er von einem Markenhersteller zertifiziert und wird auf

dessen Homepage gelistet. Darüber hinaus ist es hilfreich, wenn

der Haustechniker entsprechende Referenzen vorweisen kann.

Kurz gesagt: Erfahrung, Kompetenz, Kommunikationsfähigkeit!

inwohnen: Warum sind Sie so begeistert von allem, was die

Haustechnik bereits heute Ihren Kunden bietet?

Stephan Koll: Heute ist die Haustechnik bereits sehr intelligent,

und „ganzheitliche und perfekt aufeinander abgestimmte Lösungen“

können bei einer maßgeschneiderten Planung sehr harmonisch

realisiert werden! Das begeistert mich so sehr, dass ich einen

Showroom zum Anfassen, Fühlen und Erleben für meine Kunden

entwickelt habe, der die Angst vor der Technik nimmt und das

Erleben zum Genuss werden lässt. ‹

Die Touch-Panel-Oberfläche der Haussteuerung von KAP Systems.

Intuitiv, modern und absolut individuell gestaltbar.

83

Foto: KAP personal Systems


VERNETZTES WOHNEN SENSORTECHNIK

Die Infrarot Bewegungsmelder

IS 1802 von Steinel sind ideal für

große Hausfronten und Einfahrten

geeignet. Dank Eckwandhalter ist

auch eine Eckmontage möglich.

Ein 180° Erfassungswinkel inklusive

einstellbarer Reichweite bis

12 m ist perfekt für das private

Zuhause.

Foto: Steinel

Endlich

Für Durchgangsbereiche

wie Flur oder

Treppenaufgang,

die meist nur

kurz frequentiert

werden, bietet

Hager automatische

Lichtsteuerung

über Präsenz- und

Bewegungsmelder für

Decke und Wand.

Durch das Hinzufügen eines

Philips Hue-Bewegungssensors

zum Philips Hue-System

kann die Beleuchtung

automatisch gesteuert werden.

Der drahtlose Sensor kann

überall aufgestellt werden.

Foto: Philips Lighting

UNTERSCHIED ZWISCHEN BEWEGUNGS-

UND PRÄSENZMELDERN

Ein Bewegungsmelder schaltet automatisch das Licht ein, wenn

im Treppenhaus oder vor der Haustür eine Bewegung erfasst

wird. Das ist nicht nur komfortabel, es schreckt auch ungebetene

Besucher ab. Präsenzmelder leisten noch mehr: Sie

reagieren auf An- oder Abwesenheit von Personen sowie das

einfallende Tageslicht und regeln die Beleuchtung entsprechend

energieeffizient. (Quelle: Hager Vertriebsgesellschaft)

84 www.in-wohnen.de


VERNETZTES WOHNEN SENSORTECHNIK

Licht

Foto: Hager

Nie mehr beim Nachhausekommen im Dunkeln nach

dem Lichtschalter tasten, nie mehr abends den Weg

von der Garage zur Haustür nur erahnen, nie mehr

nachts auf dem Weg ins Badezimmer über Spielzeug

stolpern – in Alltagssituationen wie diesen spielen

sensorgesteuerte Bewegungsmelder ihre Stärken aus.

Bewegungsmelder schalten Licht automatisch an, wenn

es gebraucht wird und bieten so Komfort und Sicherheit.

Das Prinzip für den privaten Bereich ist einfach:

In die Hardware integrierte Infrarotsensoren erfassen

innerhalb des eingestellten Radius jede Änderungen von Wärmestrahlung.

Tritt eine Wärmequelle in diesen Bereich ein, erkennt

der Sensor dies und reagiert mit einer elektrischen Schaltung: Licht

wird eingeschaltet, Türen geöffnet oder ein Alarmsignal aktiviert

– je nach Wunsch und Einstellung. Im privaten Umfeld kommen

meist Infrarot-Bewegungsmelder oder Präsenzmelder zum Einsatz.

Stufenlos einstellbar

Fast alle Bewegungsmelder verfügen zusätzlich über einen

Lichtsensor. Diese kommen vor allem bei Lichtschaltungen zum

Einsatz. Erst ab einer gewissen Dunkelheitsschwelle wird der Bewegungsmelder

aktiv. Bei fast allen Meldern ist die gewünschte

Helligkeit problemlos stufenlos einstellbar, je nach Jahreszeit

oder Lebenssituation. Auch eine stufenlose Einstellung der

Einschaltdauer ist via integrierte Zeitschaltuhr bei den meisten

Produkten möglich. Neben der intelligenten Lichtsteuerung hält

die Sensortechnik in immer mehr privaten Lebensbereichen Einzug.

Das automatische Bewässerungssystem im Garten, Sensorik

als Schutz vor Wasserrohrbruch im Keller oder zum Öffnen des

Garagentors, sind nur einige Beispiele. ‹

Hagers Außenbewegungsmelder zur

Beleuchtungssteuerung erkennt sich bewegende

Personen. Der Erfassungsbereich kann z. B. bei

220° und einer Reichweite von max. 16m liegen.

Die Einstellung der Zeitverzögerung und des

Helligkeitswerts erfolgt direkt am Gerät oder per

optionaler Fernbedienung.

Der Automatikschalter von Gira

in glänzendem Reinweiß mit Glas

Weiß und einfachem Rahmen fügt

sich harmonisch in die moderne

Wohnraumgestaltung.

Foto: Ulrich Beuttenmüller / Gira

Foto: Hager

QUALITÄT ZAHLT SICH AUS

Hochwertige Melder halten durch die automatische Reichweitenstabilisierung

auch bei starken Temperaturschwankungen die

Reichweite immer konstant. Starker Regen oder Sturm kann

sonst schnell zu unerwünschten Reaktionen führen. Auch Hundeoder

Katzenbesitzer sollten auf Qualität setzen. Der Melder sollte

einen sogenannten „Unterkriechschutz“ bieten. In dem etwa

einen Meter hohen Bereich erfolgt keine Erfassung. So bleibt das

Licht bei tierischem Besuch aus.

Frühjahr 2018 85


Foto: Cleanformat Stolze & Lüder GbR

Haustechnik mit

vielen Vorteilen

Bauherren, die komplett renovieren oder neu bauen, werden irgendwann

mit der Frage konfrontiert: „Zentrale Sauganlage – ja oder nein?“. Damit

beginnt die Diskussion. „Umständliches Staubsaugerschleppen“ gehöre der

Vergangenheit an, so die Befürworter, „hohe Investitions- und Planungskosten“

halten andere dagegen. Beide Argumente stimmen – teilweise.

Die Saugdosen

der „cleanformat“

Zentralstaubsaugeranlage

werden an zentralen

Punkten der einzelnen

Stockwerke angebracht,

sodass alle Ecken der

Wohnung mit dem

Saugschlauch bequem

erreicht werden können.

Tatsache ist, die heutige Technik einer qualitativ hochwertigen

Zentralstaubsaugeranlage garantiert hohe

Hygiene und Schutz. Besonders Allergiker profitieren.

Bei vielen herkömmlichen Bodenstaubsaugern gelangen

Milben, Pollen und Schmutzpartikel zum Teil über den Filter

wieder zurück in den Wohnraum. Gleichzeitig wirbelt die Abluft

des Motors den Staub erneut auf. Dagegen wird die Zentraleinheit

inkl. Filteranlage einer zentralen Staubsauganlage meist im Kellergeschoss

installiert. Austretende Partikel bei der Filterentleerung

mindern also nicht die Wohnqualität. Dank der räumlichen

Trennung liegt die Hauptlärmquelle im Keller und das Saugen

im Wohnraum verursacht nur eine minimale Geräuschkulisse.

Klar ist auch, das lästige „Staubsaugerschleppen“ entfällt. Hersteller

werben damit, dass der Schlauch nur ausgerollt wird und los

geht’s – komfortabel und zeitsparend. Ein „Aber“ findet sich dennoch.

Die typische Schlauchlänge von neun Meter erschwert das

Handling, ungewohnt für viele Erstnutzer. Ein großes Sortiment

verschiedener Schlauchsysteme soll Abhilfe schaffen. Komfort

verspricht die Bedienung. Sie erfolgt entweder integriert in die

gesamte Haustechnik, über Touch-Panel, oder über Funk, direkt

am Handgriff. Vom leichten Programm für das Reinigen von Gardinen

bis zum Power-Programm für Tierhaare – die Auswahl ist

vielfältig. Auch das Zubehör, wie spezielle Polsterdüsen oder gar

ein eigenes Tierpflege-Set, lassen kaum Wünsche offen.

Geteilte Kostenstruktur

Die häufig als negativ empfundenen Kosten sind in zwei Bereiche

untergliedert: zum einen die Anlage selbst. Inklusive Zubehör beginnen

diese bereits bei 1.000 Euro. Der höhere Kostenfaktor fällt

mit der Planung und Verlegung der Rohre sowie der Elektrik an. Im

86 www.in-wohnen.de


VERNETZTES WOHNEN ZENTRALSTAUBSAUGER

Foto: Robert Thomas Metall- und Elektrowerke GmbH

Foto: BVC Zentralstaubsauganlagen

Die Saugdosen für die Installation im Wohnraum können meist in

verschiedenen Oberflächen und Designs bestellt werden.

PROBLEMFALL SCHIMMEL

Schimmelpilze sind eigentlich ein ganz normaler Bestandteil

unserer Umgebung. Nur wenige Arten sind für Menschen schädlich.

In geschlossenen Räumen wird aber bisweilen ein kritischer Wert

an schädlicher Sporenkonzentration erreicht. Besonders Allergiker

bzw. Asthmatiker sind davon betroffen. Zwar ist ein Zentralstaubsauger

keine Anlage zum Filtern der Raumluft, aber die zentrale

Staubsauganlage verringert die Sporenkonzentration und verhindert,

dass sich Pilze im Staubsaugerbeutel sammeln, vermehren und die

Sporen an die Umgebung abgeben können. Textinformationen:

cleanformat Stolze & Lüder GbR

Idealfall sollten 5 bis 6 cm starke Rohre im Rohbau eingeplant und

montiert werden. Handwerker und Hersteller empfehlen, sich Zeit

für eine kompetente Beratung zu nehmen. Vor allem die Positionen

der Saugdosen, die Platzierung und Stärke der Saugeinheit sowie

das Zubehör sollten die Lebensweise der Bauherren widerspiegeln.

Für ein Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von circa 150 qm

werden etwa acht Saugdosen empfohlen. Je nach Firma und Umfang

kommen für diese Leistungen mehrere Tausend Euro zusammen.

Immobilienwert erhöhen

Was im Norden Europas oder Amerikas oft Standard beim Hausbau

ist, hält bei uns nur langsam Einzug. Neben der Wertsteigerung

des Eigenheims gilt die Hygiene als klarer Pluspunkt. Vor

allem Allergiker, Familien mit Kindern wie auch ältere Menschen

sind vom zentralen System zur Staubbeseitigung begeistert. ‹

Frühjahr 2018

Zentralstaubsauger sind gewöhnlich im Keller oder

Versorgungsraum installiert. Ein Rohrleitungssystem mit Saugdosen

verbindet die Etagen und Räume mit dem Zentralstaubsauger.

Staubsaugerschleppen,

ade! Die kabellose

Zentralsauganlage

„CentraClean“ vom

Hersteller Thomas

ist eine clevere

Alternative zu einem

herkömmlichen

Staubsauger.

NACHTRÄGLICHER EINBAU

Einen Zentralstaubsauger in ein bestehendes Haus zu integrieren

ist durchaus möglich. Die Rohrleitungen durch einen stillgelegten

Kaminschacht oder einen Versorgungsschacht sowie ein offenes

Treppenhaus zu verlegen, ist dabei der einfachste Weg. Auch wenn

kein Schacht zur Verfügung steht, gibt es Einbaumöglichkeiten.

Textinformationen: BVC Zentralstaubsauger

87

Foto: Robert Thomas Metall- und Elektrowerke GmbH


Foto: Brunner

Die Pelletkesselheizung

von Brunner lässt sich

harmonisch eingliedern.

Komfortabel Heizen

Die kleinen, hochverdichteten zylinderförmigen Pellets

kennt fast jeder. Sie haben in den letzten Jahren in

immer mehr Häuser Einzug gehalten. Die Holzpresslinge

können für die individuelle Wohnraumbeheizung mittels

Ofen oder zur Unterstützung in eine bereits bestehende

Heizungsanlage integriert werden. Für viele Bauherren

und Hausbesitzer rückt aber zunehmend das vollwertige

Heizsystem in den Fokus komplett auf Pelletbasis.

Als Wärmequelle vereint diese Art zu Heizen viele

Vorteile – allen voran die Unabhängigkeit von fossilen

Brennstoffen sowie die positive Heizenergie-

Bilanz. Aber auch die niedrigen Betriebskosten und

Rohstoffpreise sind gute Gründe. Argumente, die Bauherren und

Hausbesitzer überzeugen, sich eben nicht für eine klassische Öloder

Gasheizung zu entscheiden.

Menschen, die das Besondere einer Holzheizung mit dem

Komfort klassischer Heizsysteme kombinieren wollen, liegen

mit einer Pelletheizung richtig. Diese Technologie gilt im Bereich

der Festbrennstoffkessel, also Heizungen mit dem Roh-

88 www.in-wohnen.de


VERNETZTES WOHNEN PELLETHEIZUNG

Die Zulieferung und Verteilung von Pellets ist ähnlich

unkompliziert wie bei einer Ölheizung. Bestes Beispiel,

die vielen Automatik- und Komfortfunktionen

des Pelletkessels HDG K10-26,

die das Heizen mit Pellets

besonders bequem machen.

mit Holz

stoff Holz, als besonders einfach und komfortabel. Die Art der

Pelletanlieferung sowie das hoch automatisierte Heizverfahren

mit geringem Eigenanteil an Wartung erinnert stark an eine Ölheizung.

Der Wunsch nach maximaler Versorgungssicherheit,

möglichst regionale Lieferanten sowie eine ökologische Grundüberzeugung

sind ebenfalls gute Gründe. Das bestätigen auch

aktuelle Studien.

Moderne Heizenergie in Form von Holzpellets entsteht aus

Resthölzern und nichtsägefähigen Sortimenten. Die neue ENplus-

Zertifizierung garantiert eine hohe, internationale Qualitätsnorm

sowie größtmögliche Transparenz in der Lieferkette.

EFFIZIENTE METHODE

Auch das Energielabel spricht für Pelletheizung. Sie werden in der Regel mit A + oder

A ++ bewertet. In Verbindung mit Solaranlagen können sie sogar die beste Effizienzklasse

A +++ erreichen. Laut dem Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband e.V.

(DEPV) fallen Pelletheizungen durchgängig in eine bessere Energieeffizienzklasse als

neue Öl- und Gasheizungen, die in der Regel in Klasse A eingestuft werden.

Einbindung ins „Smart home“

Beim Stichwort „Smart home“ bieten Pelletheizungen viele Features:

Touch-Display am Kessel, der Zugriff via PC und Smartphone

bis zur Einbindung in Smart-Home-Systeme inklusive Regler

mit Wifi-Steuerung. Dank digitaler Einbindung hat auch der

Heizungsmonteur Zugriff auf die Anlage. Ein kurzer Tastendruck

reicht, um den aktuellen Verbrauch einzusehen oder Grundeinstellungen

zu verändern. So lässt sich bei vielen Herstellern über die automatische

Zündung der Kessel zu jedem gewünschten Zeitpunkt

einheizen – auch via App. Ein Vorteil in der Kostenbilanz. Denn im

Gegensatz zu den niedrigen Betriebskosten, wirken die hohen

›Foto: HDG Bavaria

Frühjahr 2018

89


VERNETZTES WOHNEN PELLETHEIZUNG

Foto: Viessmann

FÖRDERUNG ÜBER

DIE BAFA*

Egal ob im Bestand oder Neubau, es gibt

verschiedenste Zuschüsse. Bei Pelletheizungen

liegt die Untergrenze bei 3.500 Euro. Wichtig

zu beachten: Für Anlagen, die ab dem 1. Januar

2018 in Betrieb gehen, muss der Antrag bereits

vor der Auftragsvergabe an den Handwerker

beim BAFA eingereicht werden.

Mehr unter: www.bafa.de/DE/Energie/energie

*(Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle)

Für den flexiblen Einsatz im kleinen und mittleren

Leistungsbereich konzipiert: „Vitoligno 300-C“.

Anfangsinvestitionen oft abschreckend. Interessant sind deshalb

die sehr guten Förderungsmöglichkeiten für Holzheizungen.

Bei den Fixkosten sparen

Ob und wie schnell sich eine Pelletheizung amortisiert, hängt stark

von der Höhe der Förderung ab. Verglichen mit einer Ölheizung und

dem typischen Bedarf eines Einfamilienhauses liegt die Ersparnis

aller Fixkosten bei einigen Hundert Euro. Vergleicht man Pellet- und

Ölheizung, zeigen sich aber auch Nachteile für die Pelletheizung:

die höheren Investitionskosten trotz Förderung, der größere Lagerraum,

der benötigt wird, und der etwas höhere Reinigungsaufwand.

Viele Hausbesitzer entscheiden sich im Rahmen einer Heizungssanierung

für Pellets. Sie gehen davon aus, dass der Ölpreis künftig

stärker steigen wird, als der relativ konstante Pelletpreis, und der

ganz eigene Charme der Holzfeuerung hat zudem seinen ganz

eigenen Reiz. ‹

EINBAU EINER PELLETHEIZUNG

Bei Ludwig Waldhör sorgt eine Pelletheizung des bayerischen Familienunternehmens

Brunner für wohlige Wärme.

„Ich wollte unabhängig sein von der Preisentwicklung für Öl, Gas und Strom aufgrund

weltpolitischer Einflüsse. Und ich wollte ökologisch heizen und effektiv zum

Klimaschutz beitragen. Ich habe zwei Töchter, denen ich eine lebenswerte Umwelt hinterlassen

möchte“, erklärt Ludwig Waldhör. Aus diesem Grund tauschte der 40-Jährige

die drei Heizöltanks seiner Familie in Reut gegen eine Pelletheizung des Herstellers

Brunner ein. Im ehemaligen Tankraum lagern nun maximal sieben Tonnen Pellets –

das reicht mehr als drei Jahre und macht unabhängig gegenüber Preisschwankungen.

Eine Tonne Pellets erzeugt rund 5.000 Kilowattstunden Wärme – genauso viel wie 500

Liter Heizöl. „Beruhigend auch, dass Pellets im Gegensatz zu Heizöl nicht wassergefährdend

sind. Nur wenige Kilometer von uns entfernt herrschten Überschwemmungen.

Die Keller und Erdgeschosse sind mit Heizöl verseucht.“

Mit der Solaranlage gekoppelt

Der Pelletkessel mit einer modulierenden Wärmeleistung von 4,5 bis 15 kW – das

macht ihn auch für Niedrigenergiehäuser besonders probat – wurde durch

eine Heizzentrale und den Systemspeicher mit einem Volumen von 750 Liter

komplettiert. Dieser Pufferspeicher dient als Wärmeakku für das Heizwasser.

Seitdem die zehn Quadratmeter große thermische Solaranlage auf dem Dach mit

der Heizzentrale gekoppelt ist, seien die nutzbaren Erträge der Solarkollektoren

merklich gestiegen, so Ludwig Waldhör.

Niedrige Standby-Verluste, ein minimaler Eigenstrombedarf sowie der flüsterleise

Betrieb sind für ihn weitere Pluspunkte des modernen Holzheizsystems. Begeistert ist

Ludwig Waldhör zudem von der Möglichkeit, mittels PC, Handy, Tablet oder in Verbindung

mit der BHZ via Internet auf die eigene Heizung

zuzugreifen. „Die Bedienung der Pelletheizung ist

kinderleicht und selbsterklärend“, so der Hausherr.

„Bei uns leben drei Generationen unter einem Dach.

Es ist immer jemand zu Hause. Deshalb brauche ich

ein gewisses Heizlevel, das ich überall und jederzeit

schnell, komfortabel und speziell regeln kann.“

Ludwig Waldhör ist von der neuen

Pelletheizung überzeugt.

Foto: Brunner

90 www.in-wohnen.de


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VERNETZTES WOHNEN BATTERIESPEICHER

Foto: innogy se

Vom Dach in den eigenen

Stromspeicher

Kostenkontrolle, Transparenz und Unabhängigkeit: Stromspeicher bieten vieles – für

die ökologische Seele und für den Geldbeutel. Die Eigennutzung des selbsterzeugten

Stroms ist zukünftig wohl die effizienteste Lösung.

Für viele Bauherren ist der Wunsch nach dem Einklang

von Wirtschaftlichkeit und einer ökologisch-sinnvollen

Bau- und Wohnweise ein wichtiger Baustein beim Thema

Eigenheim. Vor allem im Hinblick auf die ungewisse

politische Entwicklung des Projekts „Energiewende“ rückt die Speicherung

und Eigennutzung des selbst erzeugten Stroms für viele in

den Fokus. Fast zwei Millionen privater Photovoltaik-Anlagen (PV)

finden sich bereits auf deutschen Dächern, dem gegenüber stehen

mehr als 50.000 installierte Solarstrom-Speicher – Anzahl steigend.

Durchgerechnet: investieren lohnt

Die Vergütung für neu installierte PV-Anlagen liegt aktuell

deutlich niedriger als der Bruttopreis von normal bezogenem

Haushaltsstrom. Das Problem: Auch Besitzer von PV-Anlagen

müssen regelmäßig Strom dazukaufen, denn die Natur und damit

Stromquellen, wie die Sonne oder der Wind, sind nicht steuerbar.

Das heißt, morgens und abends, wenn in privaten Haushalten

am meisten Strom verbraucht wird, erzeugt die PV-Anlage nicht

ausreichend Strom und die Hausbewohner müssen diesen teuer

einkaufen – für mehr Geld, als sie für die Einspeisung erhalten.

Ab dem Jahr 2020 scheiden zudem die ersten Anlagen aus der

staatlichen Förderung, der EEG-Vergütung, aus. Dann sinkt die

Vergütung für privat erzeugten Strom auf ein Minimum. Bezieht

man das Auslaufen der staatlichen Solarförderung in die Kosten-

Nutzen-Kalkulation mit ein, wird sich der Gewinn durch Photovoltaikanlagen

nach Abzug der Wartungs- und Finanzierungskosten

gegen null entwickeln, während der allgemeine Strompreis

stetig steigt. Damit ist das Renditeobjekt Sonnenstrom mit Einspeisung

in das öffentliche Netz passé. Genau hier setzen die elektrischen

Speicher an, denn eine Eigennutzung ist zukünftig die

einzige effiziente Lösung. Hierbei wird der Netzbezug eingespart

und jede erzeugte Kilowattstunde hat den Wert wie beim Kauf aus

der Steckdose. Angesichts der stetig steigenden Stromkosten kann

sich der staatlich geförderte Bau von Photovoltaikanlagen kombiniert

mit einem eigenen Speicher schnell amortisieren. Mit jedem

Jahr, in dem der Strompreis steigt, rückt die private Gewinnzone

dank des Speichers näher. Bedenkt man nun die aktuell niedrigen

Finanzierungszinsen, die ungebremst steigenden Stromkosten

RECHTZEITIG PLANEN

Egal, ob Sie sich bereits heute für PV und Speicher entscheiden,

oder noch warten möchten, wichtig ist, alle nötigen Vorkehrungen

bereits in der Neubau- oder Renovierungsphase zu treffen. Dann ist

alles vorhanden, um diese Entscheidung ohne hohe Zusatzkosten zu

verschieben, oder die bestehende Energieinfrastruktur später weiter

zu ergänzen, z. B. um Solarthermie für Warmwasser.

92 www.in-wohnen.de


VERNETZTES WOHNEN BATTERIESPEICHER

Foto: E3/DC GmbH

Mit dem S10 Hauskraftwerk von E3/DC,

einem ganzheitlichen Steuerungssystem,

wird der von der Photovoltaik-Anlage oder

anderen Erzeugern erzeugte Strom für eine

zeitversetzte Nutzung zwischengespeichert

und der Verbrauch durch ein intelligentes

Energiemanagement gesteuert.

FÖRDERUNG IM

BLICKPUNKT

Mit dem Förderprodukt „Erneuerbare Energien-Speicher“

(Programm Nr. 275) fördert die KfW stationäre Batteriespeichersysteme

in Verbindung mit Photovoltaik-Anlagen

(PV). Diese Förderung besteht aus einem zinsgünstigen

Kredit und Tilgungszuschuss. Sie wird als Anteil an den

förderfähigen Kosten des Batteriespeichersystems

ermittelt und beträgt 10 %. Der Zuschuss reduziert die

Kreditschuld und verkürzt so die Laufzeit. Letzte Antragsmöglichkeit

momentan ist Dezember 2018. Wer bereits eine

PV-Anlage besitzt, kann mit einem erhöhten Fördersatz

einen Batteriespeicher nachrüsten. In beiden Fällen können

bis zu 100 % der Nettoinvestitionskosten finanziert werden.

Eigenkapital ist also nicht notwendig.

Näheres erfahren Sie bei speziellen Ansprechpartnern

Ihrer Banken und Sparkassen vor Ort. Informationen

von Karl Wolf, Energie- und Förderberater der

Sparkasse Niederbayern-Mitte.

und die politischen Wechselwirkungen, liegen die Argumente für

eine autarke Energieversorgung auf der Hand.

KfW-Bank fördert autarke Stromversorgung

So fördert die KfW-Bank zurzeit den Kauf von Solar-Speichern für

das private Eigenheim mit äußerst zinsgünstigen Krediten. Damit

soll der Eigenverbrauch erhöht und die autarke Versorgung von

Wohneinheiten gefördert werden. Gut kalkuliert, kann der Finanzierungskredit

beispielsweise für eine eigene PV-Anlage kombiniert

mit einem Speicher günstiger sein als die jährlichen Kosten,

die Hausbesitzer an den jeweiligen Stromversorger zahlen müssen.

Nach dem Ende der Abschreibung ist Strom aus PV-Anlagen aufgrund

minimaler Betriebskosten und fehlender Brennstoffkosten

günstiger als jeder andere Strom. Für den Besitzer einer abbezahlten

PV-Anlage mit elektrischem Speicher bedeutet dies, nahezu

keine Kosten für eine hundertprozentig ökologische, emissionsfreie

und nachhaltige Energieversorgung der gesamten Familie,

und der Ärger über die jährlichen Nachzahlungen an externe

Stromversorger ist vergessen.

Ein Rechenbeispiel

Um eine nachhaltige Speicherlösung zu erarbeiten, muss jedes Wohnund

Nutzungsszenario individuell betrachtet werden. Kurzfristige

finanzielle Vorteile sollten nicht im Vordergrund stehen, sondern

Frühjahr 2018

die Umsetzung einer nachhaltigen Lösung, die in einem Zeitrahmen

von 10 bis 20 Jahren greift. So kostet im Augenblick die kWh Strom

circa 29 Cent. Mittelfristig wird dieser Preis stark steigen. Genau

dann wird ein Speicher wirklich rentabel. Je öfter der Speicher beund

entladen wird, desto geringer fallen die Speicherungskosten ›

Die zusätzliche Investition in einen Batteriespeicher

lohnt sich: Er kann den Anteil des selbstgenutzten

Solarstroms für einen durchschnittlichen Haushalt auf

bis zu 70 Prozent erhöhen. Und im Zusammenspiel mit

der innogy Smart-Home-Steuerung lässt sich diese

Quote sogar auf bis zu 80 Prozent steigern.

93

Foto: innogy


VERNETZTES WOHNEN BATTERIESPEICHER

Selbstproduzierter Strom kann mit den Energiespeicherlösungen

„Cloud 2.0“ und „Cloud To Go“ von SENEC zu jedem Zeitpunkt

überall genutzt werden – zu Hause und unterwegs. Kunden

können ihren eigenen Strom nicht nur für Licht und Wärme in

den eigenen Räumen, sondern auch mobil nutzen und mit einem

Elektroauto an über 45.000 Tanksäulen in Europa tanken.

Foto: SENEC

Foto: Vaillant Deutschland GmbH

Der Batteriespeicher eloPACK speist eine Wärmepumpe

ebenso effizient wie andere elektrisch angetriebene

Wärmeerzeuger oder Verbraucher. Die Steuerung erfolgt

bequem durch integrierten Touchscreen oder online über

Web-Browser, auch per Smartphone oder Tablet.

pro genutzter Kilowattstunde Energie aus. Diese Kosten konkurrieren

zusammen mit dem Erzeugerpreis regenerativer Energien gegen

die Stromkosten aus dem Versorgungsnetz. Die Rentabilität ist damit

plan- und steuerbar. Die Preisspanne für einen Speicher ohne Montage

für ein klassisches Einfamilienhaus liegt etwa zwischen 4.500

Euro und 10.000 Euro – das ist stark abhängig von den Garantiezyklen

und der benötigten Nutzkapazität. Eine grundlegende standort-

und nutzungsorientierte Betrachtung gibt schnell die Antwort,

ob sich ein Speicher anhand der individuellen Erzeugungs- und Verbrauchssituation

mittel- und langfristig rechnet oder nicht.

Speicher ähnelt einem Kühlschrank

Die aktuellen Speicher für den privaten Hausgebrauch setzen auf

den lang erprobten Leistungsträger der Lithium-Ionen-Batterie

– umweltfreundlich, extrem langlebig, mit hoher Energiedichte

und maximaler Betriebssicherheit. Ist die Entscheidung für einen

Speicher gefallen, geht es schnell. Die Hausbesitzer erhalten einen

SOLAREN NUTZEN BERECHNEN:

www.sonnenkraft.de/de/solarrechner.html

www.varta-storage.com/service/#anlage

www.innogy.com/web/cms/de/3111636/fuer-zuhause/energie-selbst-erzeugen/

lass-die-sonne-rein/photovoltaikloesungen-von-innogy/

www.polarstern-energie.de/eigenstrom/

Container, ähnlich einem Kühlschrank, der nahezu wartungsfrei

arbeitet und problemlos bedienbar ist. Ob im Keller, dem Technikraum

oder im Wohnbereich verstaut, fällt er dank modernem

Design kaum auf. Die Stromnutzung wird über eine integrierte

Steuereinheit organisiert. Viele Stromspeicheranbieter ermöglichen

es auch, über eine USB-Schnittstelle das Energiemanagement des

eigenen Hauses via Smartphone-App zu beobachten.

In die Haustechnik einbinden

Die Einbindung der PV-Anlage und des Energiespeichers in die

gesamte Haustechnik ist absolut sinnvoll und sollte von Anfang an

eingeplant werden. Hier gilt es, auf die Details zu achten. Denn bei

einer kabelgestützten Haustechnik muss das eingesetzte Speichersystem

kompatibel sein. Die Kaufentscheidung richtet sich also auch

nach der Kompatibilität des bereits installierten oder gewünschten

Hausautomatisierungssystems. Dasselbe gilt im zweiten Schritt

für alle ausgewählten Geräte, die als hohe Leistungsverbraucher

bekannt sind, wie Waschmaschine, Kühlschrank, Herd, Trockner

oder Gefriertruhe. An diesem Punkt setzt die intelligente Haustechnik

an: Dank Zeitprogrammierungen oder auch Steuerung via

App ist eine optimale Nutzung der selbst erzeugten Energie problemlos

möglich. Am komfortabelsten ist eine zentrale Steuerung

aller Geräte – via Touch-Panel sowie über Apps. Viele Speicherhersteller

bieten dies an. Im Idealfall sollte eine umfassende Steuerungseinheit,

in der alle Energiequellen und Verbrauchseinheiten

eines Haushaltes miteinander verbunden sind, zentral bedienbar

sein – bis hin zur Versorgung des Elektroautos. ‹

94 www.in-wohnen.de


Die wichtigsten Fragen zur

eigenen Stromversorgung

Der Ökoenergieversorger Polarstern gilt als renommierte Adresse,

wenn es um Ökostrom und Ökogas aus 100 Prozent Erneuerbaren

Energien sowie Lösungen zur dezentralen Energieversorgung

geht. Die Experten treffen in ihrem Beratungsalltag

immer wieder auf typische Verbraucherfragen zum

Thema der eigenen Stromerzeugung.

Ist die eigene Stromversorgung was für mich?

Die eigene Stromversorgung rechnet sich heute für fast jeden

Eigenheimbesitzer. In den letzten Jahren sind die Kosten für Solaranlagen

und Stromspeicher im Schnitt um mehr als 20 Prozent

pro Jahr gesunken. Im Mittel kostet eine Solaranlage für einen

4-Personenhaushalt rund 8.000 bis 10.000 Euro, ein Speicher liegt

ähnlich hoch. Dank der eigenen Stromerzeugung werden oft auch

die Kriterien hoher Förderungen wie etwa von der KfW erfüllt,

was die Finanzierung erleichtert.

Foto: Polarstern GmbH

Macht es Sinn, neben einer Solaranlage auch einen

Speicher zu installieren?

Je höher der Anteil am Strombedarf ist, den Haushalte aus eigener

Erzeugung decken, umso mehr Stromkosten sparen sie und umso

unabhängiger sind sie von der öffentlichen Stromversorgung.

Während Haushalte allein mit einer Solaranlage im Schnitt rund

30 % ihres Stromverbrauchs decken, sind es mit einem zusätzlichen

Speicher mindestens doppelt so viel. Schließlich wird an

Werktagen morgens und abends, wenn die Sonneneinstrahlung

geringer ist, viel Strom benötigt.

Wie viel Stromkosten spare ich?

Das ist abhängig von der gewählten Energietechnik und davon,

wie viel Strom ein Haushalt selbst verbraucht und wie viel er

einspeist. Meist haben sich die Investitionen nach 8 bis 10 Jahren

amortisiert.

Wie lange hält die Anlagentechnik?

Die Module einer Solaranlage haben im Schnitt eine Lebensdauer

von mehr als 30 Jahren. Die Hersteller gewähren meist eine Leistungsgarantie

von 25 Jahren und eine Produktgarantie von 10

Jahren. Bei Lithium-Ionen-Speichern wird in der Regel von einer

20-jährigen Lebensdauer ausgegangen; bei Blei-Batterien sind es

nur 10 Jahre.

Frühjahr 2018

Die Solaranlage auf dem Dach wandelt die

natürliche Energie der Sonne in Strom. Dieser wird

entweder direkt genutzt oder in den Stromspeicher

geladen. Falls der Speicher den erzeugten Strom

nicht mehr aufnehmen kann, wird dieser ins

öffentliche Netz eingespeist. Dafür erhält der

Haushalt momentan die EEG-Einspeisevergütung.

Wenn die Solaranlage zu wenig oder gar keinen

Strom produziert, versorgt der Stromspeicher den

Haushalt. Wenn der Speicher leer ist, wird Strom

aus der angeschlossenen Netzversorgung gezogen,

ganz klassisch. Der gesamte Ablauf funktioniert

komfortabel und automatisiert.

Was ist dran an den neuen Komplettpaketen?

Energieversorger wie zum Beispiel Polarstern bieten Komplettpakete,

die aus einer Solaranlage, einem Stromspeicher sowie der restlichen

Stromversorgung über eine Strom-Flatrate bestehen. Auch

der Zugang zu einer Strom-Community ist im Paket enthalten.

Dieses umfassende Angebot hat den Vorteil, dass alle Schritte und

Anlagen aufeinander abgestimmt sind und der Haushalt möglichst

wenig Aufwand mit der eigenen Stromversorgung hat. ‹

95


„500 Euro pro kW sind ein guter

„Die Möglichkeit, privat erzeugte Energie zu speichern und so auch selbst zu

nutzen, lohnt sich in jedem Fall. Es schützt vor Preissteigerungen und macht

jeden Hausbesitzer ein Stück unabhängiger.“ Dr. Karl-Heinz Pettinger, u.a.

Professor an der Hochschule Landshut, erläutert im Gespräch die wesentlichen

Eckdaten einer Investition in einen Heimspeicher.

Dr. Karl-Heinz Pettinger ist Professor an der

Hochschule Landshut, wissenschaftlicher Leiter

des Technologiezentrums Energie der Hochschule

Landshut in Ruhstorf a.d. Rott und Mitglied im

wissenschaftlichen Beirat Batterieforum Deutschland.

Foto: Technologiezentrum Ruhstorf a.d. Rott

inwohnen: Was raten Sie Bauherren, die wissen wollen, ob ein

Speicher sinnvoll ist?

Dr. Karl-Heinz Pettinger: Als erstes gilt es, den eigenen Stromverbrauch

zu analysieren. Also, wie hoch ist mein Energieverbrauch pro

Jahr? Danach errechnet man mit Hilfe der Ertragsrechner im Internet

den Jahresertrag für den Standort des Hauses. Die Differenz, die

sich ergibt, muss man aus dem traditionellen Stromnetz beziehen,

zum jeweiligen Strompreis. Dem entgegen steht der selbst erzeugte

Strom, der nicht direkt gebraucht wurde und in die Abendstunde

verschoben wird. Diesen Anteil dividiert man wiederum durch die

Zahl der Sonnentage, das sind ungefähr 280 in unserer Region, hier

in Bayern. Dann kennt die Familie ihren täglichen Speicherbedarf.

inwohnen: Was für Ergebnisse können typische

Einfamilienhausbesitzer erwarten?

Dr. Karl-Heinz Pettinger: 7 kWh ist ein klassisches Ergebnis. Am

Markt finden sich aber oft nur 5/6 kWh oder 10 bzw. 12 kWh starke

Speicher. Bei 7 kWh ist es sinnvoll, einen kleineren Speicher mit den

96 www.in-wohnen.de


VERNETZTES WOHNEN BATTERIESPEICHER

Der Stromspeicher „Fenecon Pro 9-12“

gilt als Multitalent. Er kann netzstützende

Aufgaben übernehmen: Er lässt sich

über Applikationen auch bei negativen

Strompreisen laden oder in Gebäudeautomatisierungs

systeme einbinden.

Foto: Fenecon

inwohnen: Was kommt auf den Bauherren bei so einem

Erstgespräch zu?

Dr. Karl-Heinz Pettinger: Zuerst wird er gefragt, wie viele

Personen im Haushalt wohnen und welcher Gesamtstromverbrauch

pro Jahr vorliegt. Dann wird die Lage des Hauses und

die Orientierung abgefragt, also PLZ und Himmelsausrichtung

sowie die zur Verfügung stehende Fläche, sei es auf dem Dach, auf

der Garage usw., inklusive Dachwinkel. Das genügt den meisten

Beratern als erster Input.

inwohnen: Wenn man mehrere Angebote einholt,

unterscheiden die sich ggf. stark voneinander?

Dr. Karl-Heinz Pettinger: Ja, wahrscheinlich. Allein anhand der

Kapazitätsunterschiede. Aber im ganzen Zahlengewirr sind letztlich

neben dem Preis zwei Kennziffern beim Angebotsvergleich

wesentlich: Zyklengarantien und Lebensdauer.

Richtwert“

inwohnen: Was bedeutet Zyklengarantien?

Dr. Karl-Heinz Pettinger: Die Zyklenanzahl bezeichnen die

garantierte Lebensdauer eines Speichers. Diese reicht bei den

verschiedenen Herstellern von 4.000 bis zu 15.000 Zyklen. Technologieabhängig

sind diese Spannen durchaus erklärbar. Wichtig

zu wissen ist, ein Batteriehersteller wird immer lieber weniger als

zu viel garantieren, schon aus Haftungsgründen.

standardisierten 6 kWh zu kaufen. Bereits 10 kWh ist eigentlich zu

groß, außer die Besitzer wollen mehrere Tage oder lange Schlecht-

Wetterperioden mit eigen erzeugtem Strom überbrücken, also

möglichst nahe an eine Stromautarkie heranreichen.

inwohnen: Würden Sie das empfehlen?

Dr. Karl-Heinz Pettinger: Nein, aus rein technologischer Sicht

empfehle ich den kleineren Speicher. Ganz einfach, weil sich der

Speicher dann schneller amortisiert. Er wird besser ausgenutzt als

der zu große. Auch bei schlechtem Wetter wird primär der Speicher

aufgefüllt und ein kleiner Speicher füllt sich schneller als ein

zu großer. Ein kleiner Speicher kann so im Februar schon wieder

aktiv werden, ein großer erst Wochen später.

inwohnen: Wer sich im Detail von einem Spezialisten beraten

lassen will, wo findet er diesen am besten?

Dr. Karl-Heinz Pettinger: Ich würde neben lokalen Anbietern

auch die Recherche im Internet empfehlen. Die großen Anbieter

vermitteln dann an Handwerker in der Region weiter. Der umgekehrte

Weg ist nicht ideal, da zur richtigen Dimensionierung

Ingenieurs-Know-how erforderlich ist. Die zum Kunden passende

Dimensionierung ist der Schlüssel für dauerhafte Freude mit der

Installation. Ein Bauherr sollte möglichst von oben nach unten ins

Detail gehen, dann ist er richtig beraten.

Frühjahr 2018

inwohnen: Und dann noch der Preis?

Dr. Karl-Heinz Pettinger: Genau. Wichtig ist der Preis inklusive

Installation. In der Regel sind die Arbeitskosten relativ teuer, verglichen

mit dem Speicher selbst. Hier gilt es, auf versteckte Kosten

zu achten. Generell ist die Richtzahl der Preis pro installierte kWh

Speicherkapazität – damit kann man die Speicher am besten untereinander

vergleichen.

inwohnen: Wie sollte der im Idealfall lauten?

Dr. Karl-Heinz Pettinger: Speicher mit 6 kWh Energieinhalt sollten

künftig für 500 bis 600 Euro pro kWh erhältlich sein. Ich persönlich

würde bei 500 Euro pro kW einkaufen, das ist für mich als Kleinhausbesitzer

ein guter Wert. Es gibt natürlich auch Systeme für 1000

oder 1800 Euro/kWh auf dem Markt, aber auch wesentlich billigere.

inwohnen: Gilt hier dieselbe Maxime wie bei anderen

Produkten – Qualität kostet?

Dr. Karl-Heinz Pettinger: Die gilt im Prinzip immer, aber der unterschiedliche

Preis am Markt ergibt sich momentan vor allem aus der

Zyklenanzahl, also dem Preis dafür, wie lange der Speicher lebt. Im

Durchschnitt lädt und entlädt ein klassischer EFH-Speicher pro Jahr

280. Bei den typischen 20 Jahren Lebensdauer sind das 5.600 Zyklen

und wenn ich damit zurechtkomme, sind die 500 bis 600 Euro/kWh

Speicher kapazität ein guter Richtwert. Installationen kommen noch

separat hinzu. ‹

97


SERVICE

Hersteller, Lieferanten, Planer

Tipps + Trends Seite 6

AEG | www.aeg.de

Ballerina | www.ballerina.de

Bauknecht | www.bauknecht.de

Beckermann Küchen | www.beckermann.de

berbel Ablufttechnik | www.berbel.de

Blanco | www.blanco.de

bulthaup | www.bulthaup.com

Deutsches Tapeten-Institut | www.tapeten.de

Doli | www.doli-bottles.com

Fermacell | www.fermacell.de

Fine Filz | www.fine-filz.com

Franke | www.franke.de

Grohe | www.grohe.de

Häcker Küchen | www.haecker-kuechen.de

Hülsta | www.hulsta.com

Kücheninnovationspreis | www.kuecheninnovationspreis.de

KWC | www.kwc.de

Lechner | www.mylechner.de

Leicht Küchen | www.leicht.de

LG | www.lg.de

Miele | www.miele.de

Nobilia | www.nobilia.de

Pfleiderer | www.pfleiderer.de

Rasch | www.rasch-tapeten.de

Siemens | www.siemens-home.de

Silestone | www.de.silestone.com

Strasser Steine | www.strasser.at

Villeroy & Boch | www.villeroy-boch.de

Who’s Perfect | www.whos-perfect.de

Minimalismus kann so gemütlich sein Seite 16

Team7 | www.team7.at

VDM | www.moebelindustrie.de

imm cologne | www.imm-cologne.de

Wand und Boden inklusive Seite 16

Widmer & Grambow | www.ihrekueche.de

Leicht Küchen | www.leicht.de

La Cornue | www.aga-living.de

Miele | www.miele.de

Villeroy & Boch | www.villeroy-boch.de

Küche mit persönlicher Geschichte Seite 26

Kulinario Küchen | www.kulinario-kuechen.de

Ballerina Küchen | www.ballerina.de

Neff | www.neff.de

Miele | www.miele.de

Bora | www.bora.com

Blanco | www.blanco-germany.com/de

Die Musik kommt aus der Wand Seite 28

Küchenlounge | www.kuechenlounge-wagenfeld.de

Ballerina Küchen | www.ballerina.de

Siemens Hausgeräte | www.siemens-home.de

Bora | www.bora.com

Magischer Küchenblock Seite 32

Pirkelmann + Schmidt | www.pirkelmann-schmidt.de

Reginox | www.reginox.de

Smeg | www.smeg.de

Blanco | www.blanco.de

Ideen für cleveren Stauraum Seite 36

Leicht Küchen | www.leicht.de

Kesseböhmer | www.kesseboehmer.de

Rational Küchen | www.rational.de

Hailo | www.hailo-einbautechnik.de

Naber | www.naber.de

Blum | www.blum.com

Hettich | www.hettich.de

98

Die Küche in Bewegung Seite 40

Schmidt Küchen | www.schmidt-kuechen.de

Kesseböhmer | www.kesseboehmer.de

Hettich | www.hettich.de

Häcker Küchen | www.haecker-kuechen.de

Ninkaplast | www.ninka.de

Hailo | www.hailo-einbautechnik.de

Ballerina Küchen | www.ballerina.de

Linak | www.linak.de

Aeris | www.aeris.de

Ideen rund um die Spüle Seite 44

Blanco | www.blanco-germany.com/de

Villeroy & Boch | www.villeroy-boch.de

Systemceram | www.systemceram.de

Franke | www.franke.de

Hansgrohe | www.hansgrohe.de

KWC | www.kwc.de

Den passenden Dunstabzug finden Seite 48

Neff | www.neff-home.com/de

berbel | www.berbel.de

Gaggenau | www.gaggenau.com/de

Falmec | www.falmec.de

Miele | www.miele.de

Küppersbusch | www.kueppersbusch.de

Elica | www.elica.com

Novy | www.novy-dunsthauben.de

Franke | www.franke.de

Hausgeräte+ | www.hausgeraete-plus.de

Stimmungsvolles Licht Seite 54

Elektro+ | www.elektro-plus.de

Busch Jäger | www.busch-jaeger.de

Die Küche als Raum im Raum

Miquel Tres Fotografie | www.miqueltres.com

Die Wohnküche im Reihenhaus Seite 62

Studioraum | www.studioraum.net

Bärwolf | www.baerwolf.com

Erfal | www.erfal.de

Spartherm | www.spartherm.com

Schlüter-Systems | www.schlueter.de

Paulmann | www.paulmann.de

Störmer Küchen | www.stoermer-kuechen.de

Küppersbusch | www.kueppersbusch.de

Kesseböhmer | www.kesseboehmer.de

Blanco | www.blanco-germany.com/de

Emsa | www.emsa.com

Rezepte: Leichte Asia-Küche Seite 68

Kochschule Sauerland | www.villa-wesco.de

Aus Freude am Kochen Seite 70

Cotta Collection | www.cotta.li

Fotostudio 3001 | www.studio-3001.de

Marazzi | www.marazzi.com

Nolte Küchen | www.nolte-kuechen.de

Schmitz Werke | www.schmitz-werke.com

Zeitlos modern Seite 74

Blanco | www.blanco-germany.com/de

Cloer | www.cloer.de

Fränkische Rohrwerke | www.fraenkische.com

Hera | www.hera-online.de

Rosti Mepal | www.mepal-rosti.de

Sprela GmbH | www.sprela.de

Villeroy & Boch | www.villeroy-boch.de

Wenko | www.wenko.de

Technik für Genießer Seite 75

erfal | www.erfal.de

Kermi | www.kermi.de

Licht-Design Skapetze | www.skapetze.de

Oranier | www.oranier-kuechentechnik.de

Sprela | www.sprela.de

Moderne Countryküche eite 76

Bauhaus | www.bauhaus.de

Kludi | www.kludi.com

Rommelsbacher | www.rommelsbacher.de

Schrader | www.schrader-raumgestaltung.de

Villeroy & Boch | www.villeroy-boch.de

Wohnküche mit Design-Highlight Seite 76

berbel Ablufttechnik | www.berbel.de

Cotta Collaction | www.cotta.li

Hansgrohe SE | www.hansgrohe.com

Schmitz-Werke | www.schmitz-werke.com

Villeroy & Boch | www.villeroy-boch.de

Wenko | www.wenko.de

Westag & Getalit | www.westag-getalit.com

Wenn möglich lieber mit Kabel Seite 78

AVM | www.avm.de

Das intelligente Zuhause | www.das-intelligente-zuhause.de

eq3 | www.eq-3.de

Gira | www.gira.de

Hager | www.hager.de

Innogy SE | www.innogy.com

KAP personal Systems | www.kap-systems.de

Philips Lighting | www.lighting.philips.de

Qivicon | www.qivicon.com/de

Robert Bosch | www.bosch.de

Stephan Koll | www.kap-systems.de

Endlich Licht Seite 84

Gira | www.gira.de

Hager | www.hager.de

Philips Lighting | www.lighting.philips.de

Steinel | www.steinel.de

Haustechnik mit vielen Vorteilen Seite 86

BVC Zentralstaubsaugeranlagen |

www.bvc-zentralstaubsauger.de

Cleanformat Stolze & Lüder | www.cleanformat.de

Robert Thomas Metall- und Elektrowerke |

www.robert-thomas.de

Komfortabel Heizen mit Holz Seite 88

Brunner | www.brunner.de

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle |

www.bafa.de

Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband | www.depv.de

HDG Bavaria | www.hdg-bavaria.com

Viessmann | www.viessmann.de

Vom Dach in den eigenen Stromspeicher Seite 92

E3/DC | www.e3dc.com

Fachhochschule Landshut | www.haw-landshut.de

Fenecon | www.fenecon.de

Gira | www.gira.de

innogy | www.innogy.com

Polarstern | www.polarstern-energie.de

Senec | www.senec-ies.com

Sonnenkraft | www.sonnenkraft.de

Sparkasse Niederbayern-Mitte |

www.sparkasse-niederbayern-mitte.de

TZ Energie | www.haw-landshut.de/kooperationen/

technologiezentren/energie-tz-energie.html

Vaillant | www.vaillant.de

Varta Storage | www.varta-storage.com

www.in-wohnen.de


Impressum

inwohnen | Heft 2/ 2018, 9. Jahrgang

www.in-wohnen.de | www.strobel-verlag.de

Herausgeber

Dipl-Kfm. Christopher Strobel, Verleger

Verlag

STROBEL VERLAG GmbH & Co. KG

Postanschrift: Postfach 5654 / 59806 Arnsberg

Hausanschrift: Zur Feldmühle 9-11 / 59821 Arnsberg

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Chefredaktion

Jaqueline Koch (verantwortlich für den redaktionellen Inhalt)

Tel. 08709 915 990 | j.koch@strobel-verlag.de

Dirk Biermann (verantwortlich für den redaktionellen Inhalt)

Tel. 05207 9932218 | d.biermann@strobel-verlag.de

Freie Mitarbeit und Themenpartnerschaften

Birgit Munz

Tel. 02394 242454 | b.munz@strobel-verlag.de

Verantwortlich für folgenden Inhalt:

Thema: Die Wohnküche im Reihenhaus (Seite 62)

Fotografie

Studioraum, Studio 3001, Team 7, Miquel Très

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Leiter online: Stefan Schütte | s.schuette@strobel-verlag.de

Mediaservice: Anke Ziegler und Sabine Trost

Tel. 02931 890021 oder 02931 890024 | anzeigen@strobel-verlag.de

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Bad

Vernetztes Wohnen

Vorschau

FOTOS: ARCHITEKT JOCHEN KRASKE, FOTOGRAF

WILSON ORTIZ | JUNG.DE

Und in der nächsten inwohnen lesen Sie …

… Bad

• Wie muss es sein, das perfekte Bad?

• Richtig „Kneippen“… vom Kneipp-Schlauch & Co.

• Außergewöhnliche Waschtischarmaturen

für das gewisse Etwas

• Reportage: ein ganz besonderes Altbau-Bad

• Spiegel oder Spiegelschrank?

• Nachhaltige Materialien für ein „grünes“ Bad

• Reportage: Betonoptik mit Holz und

Natursteinmosaik

• Tipps + Trends

… Vernetztes Wohnen

• Wie viel „digitale Intelligenz“ verträgt ein Haus?

• Vernetzte Rauchmelder – Lebensretter mit System

• Sicherheit dank intelligenter Hausprogrammierung –

Lichtsteuerung & Co.

• Wohnraumlüftung – ein Must-have für Neubauten

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