nachgefragt - Allgemeiner Deutscher Hochschulsportverband

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nachgefragt - Allgemeiner Deutscher Hochschulsportverband

AUSGABE 03/2012

hat mit fremden Reitern Erfahrung“, sah der

Inder den WUEC-Einsatz seines Schimmels

entspannt und verfolgte die Wettkämpfe von

der Tribüne aus.

Auch die Vielseitigkeitsreiterin und Teamolympiasiegerin

von London 2012, Sandra

Auffarth, mischte sich unter die Zuschauer.

„Es ist toll, bei einem Turnier einmal auf der

anderen Seite zu stehen, zuzusehen und

Freunde zu treffen“, sagte sie. Doch ganz

ohne sportlichen Einsatz verlief der Tag bei

Sandra Auffarth dann doch nicht: Sie ließ es

sich nicht nehmen, im Vorfeld der dritten

Runde Dressur ein Pferd abzureiten.

Um auf fremden Pferden die Wettkämpfe

erfolgreich bestreiten zu können, ist für die

Studentenreiter der respektvolle Umgang

mit dem Tier selbstverständlich. Eine große

Herausforderung besteht für sie darin, sich

in der nur fünfminütigen Vorbereitungszeit

vor dem Wettkampf auf das jeweilige

Pferd einzustellen, dessen Schwächen zu

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Spektakuläre Showeinlagen bei der Eröffnungsfeier und begeisterte Fans während der Wettkämpfe

erkennen und vor allem dessen Stärken

erfolgreich zu nutzen. Nur so kann ein

harmonisches Gesamtbild entstehen. Denn

besonders in der Dressur, aber auch beim

Springen, dient der Reitstil als Bewertungskriterium.

Wettkampfmodus ermöglicht

viele Turniereinsätze

An fünf Wettkampftagen ermittelten die Studentenreiter

in vier Kategorien ihre Weltmeister:

In der Dressur (Einzel), im Springen

(Einzel), in der kombinierten Einzelwertung

sowie in der kombinierten Mannschaftswertung.

Hierzu ritten immer drei Studierende

verschiedener Teams auf dem gleichen

Pferd, das ihnen zugelost wurde. Wer die

meisten Punkte erreichte, kam eine Runde

weiter. Insgesamt wurden pro Kategorie jeweils

drei Runden ausgeritten, bevor es in

die Halbfinals ging. Am Ende kämpften zwei

Reiterinnen oder Reiter im „großen“ Finale

um Gold. Bronze wurde im „kleinen“ Finale

zwischen den beiden Zweitplatzierten der

Halbfinalgruppen ermittelt. adh-Sportdirektor

Thorsten Hütsch erläutert die Idee dahinter:

„Mit diesem Wettkampfmodus konnten

wir garantieren, dass alle Reiterinnen und

Reiter bis zum Finaltag im Wettkampf waren

und die Hälfte aller Athleten an vier von fünf

Wettkampftagen im Sattel saß. Der erhöhte

Aufwand für die Bereitstellung hochklassiger

Turnierpferde, der dazu erforderlich war,

hat sich gelohnt. Alle Aktiven sowie das Publikum

zeigten sich sehr zufrieden.“

Medaillenregen für

Deutschland

Mehr als zufrieden waren die Verantwortlichen

auch mit dem Abschneiden des

deutschen Teams, das sich aus den vier

Reiterinnen Lisette Ahrens (Uni Göttingen),

Charlotte Rehborn (Uni Dortmund), Nadine

Kraft (Uni Heidelberg) und Britta Knaup (Uni

Bonn/Ersatzreiterin) zusammensetzte. Unterstützt

wurde die Equipe von Delegationsleiter

Sebastian Sdrenka, Trainer Gerd Küst

und Teamleiter Julius Krawczyk.

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