nachgefragt - Allgemeiner Deutscher Hochschulsportverband

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In der Dressur gelang es Deutschland als

einziger Nation, mit zwei Teilnehmenden

ins Halbfinale einzuziehen. Beinahe hätte

es sogar ein rein deutsches Finale gegeben,

nachdem Charlotte Rehborn sich eindrucksvoll

qualifiziert hatte. Doch Lisette Ahrens

schied im Halbfinale unglücklich aus: Aufgrund

der exakt gleichen Gesamtpunktzahl

entschieden die letzten fünf Einzelwertungen

über das Weiterkommen zwischen ihr

und ihrer österreichischen Konkurrentin

Charlotte Dobretsberger. Hier schnitt die

Deutsche nur um einen Punkt schlechter ab

und musste sich mit dem Kampf um Bronze

begnügen. Diesen gewann sie ebenso wie

Charlotte Rehborn das Finale. Gold und

Bronze gingen also an Deutschland, Silber

an Österreich. „Es war ein ganz besonderes

Erlebnis in der Soers zu reiten, wo sonst nur

die ganz Großen unseres Sports antreten.

Dass ich dann auch noch den Sieg in der

Dressur, die nicht meine Spezialdisziplin ist,

geholt habe, ist einfach ein unbeschreibliches

Gefühl“, strahlte Rehborn nach dem

Wettkampf.

Im Springreiten holte die deutsche Equipe

zwar keine Medaille, am Ende konnten sich

die Reiterinnen aber dennoch über gute

Platzierungen freuen. Lisette Ahrens belegte

den vierten Platz, Nadine Kraft wurde Sechste

und Charlotte Rehborn Zehnte. In einem

spannenden Finale setzte sich Diana Marsa

aus Spanien vor dem Norweger Emil Flamm

durch. Dritter wurde der Franzose Thibault

Destrebecq. „Es ist unglaublich, in dieser

Atmosphäre reiten zu dürfen. Das motiviert

mich nun, hart zu trainieren, sodass ich irgendwann

einmal auf dem CHIO Aachen

starten darf“, so Marsa nach ihrem Sieg.

Nadine Kraft zeigt vollen Einsatz im Springfinale des Teamwettbewerbs

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Durch die guten Ergebnisse sowohl in der

Dressur, als auch im Springen, sorgten Lisette

Ahrens (Gold), Charlotte Rehborn (Silber)

und Nadine Kraft (Bronze) für ein rein deutsches

Siegerpodest in der kombinierten Einzelwertung,

die rechnerisch ermittelt wurde.

Auch im Teamwettbewerb durfte die deutsche

Equipe nach ihren guten Ergebnissen

in den Einzelentscheidungen um Gold reiten.

Hier traten die Teams der drei bestplatzierten

Nationen – Neuseeland, Frankreich

und Deutschland – am Finaltag nochmals

im Dressur- und Springreiten gegeneinander

an. Im entscheidenden Springwettkampf

behielten die deutschen Reiterinnen die

Nerven und holten sich den Sieg vor Frankreich

und Neuseeland.

Am Ende der Wettkämpfe standen somit

dreimal Gold, einmal Silber und zweimal

Bronze für die deutschen Reiterinnen zu

Buche – eine Medaillenbilanz, die in die

deutsche WUEC-Geschichte eingehen wird.

„Wir haben beim Training im Vorfeld der

WUEC versucht, viele verschiedene Pferde

zu reiten und uns so auf die Besonderheit

der Zulosung der Pferde vorzubereiten“,

benennt Kraft das Erfolgsgeheimnis der

Equipe. „Dieser Sieg war unser ganz großes

Ziel vor Beginn der WUEC. Wir hatten

darauf gehofft, aber angesichts der starken

Konkurrenz nicht unbedingt damit gerechnet“,

sagte Lisette Ahrens überglücklich.

Auch der Heimvorteil war sicherlich nicht zu

unterschätzen. „Die Unterstützung der Fans

war der Wahnsinn“, zeigte sich Teamkollegin

Rehborn beeindruckt vom Aachener

Publikum und den mitgereisten Schlachtenbummlern.

Abwechslungsreiches

Kulturprogramm

„Ein Mix aus internationaler Begegnung

und Leistungssport sollte die WUEC prägen“,

schildert WUEC-Geschäftsführerin

Nina Zirke das Konzept der Veranstaltung.

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