Pflege und Betreuung zu Hause - Land Steiermark

gesundheit.steiermark.at

Pflege und Betreuung zu Hause - Land Steiermark

FA 8 B

www.sanitaetsdirektion.steiermark.at

Mobile Pflege-

und Betreuungsdienste

in der Steiermark

Pflege und Betreuung zu Hause

Eine Informationsbroschüre des Landes Steiermark

1


Inhalt

Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

Alles, was Sie über die mobilen Pflege- und

Betreuungsdienste wissen sollten

Wann können Sie mobile Pflege- und

Betreuungsdienste in Anspruch nehmen? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7

Was ist der Zweck der mobilen Pflege- und Betreuungsdienste? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7

Welche Dienste stehen Ihnen zu Hause zur Verfügung? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

Was bezahlen Sie? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

Wer zahlt noch mit? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

Wo können Sie sich informieren? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

Wie wird Ihr Pflege- und Betreuungsumfang festgelegt? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

Was wird von den mobilen Pflege- und Betreuungsdiensten schriftlich festgehalten? . . 11

Wann werden Sie durch die mobilen Pflege- und Betreuungsdienste nicht betreut? . . 11

Situationsbeschreibungen, wann Sie die mobilen Pflege- und

Betreuungsdienste in Anspruch nehmen können

Nach einem Krankenhausaufenthalt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

Bei chronischen Schmerzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15

Bei Bewegungseinschränkungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

Wenn medizinische Hauskrankenpflege notwendig ist . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

Wenn pflegende Angehörige Unterstützung brauchen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

Wenn die geistige Leistungsfähigkeit abnimmt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19

Damit der Alltag wieder bewältigt werden kann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20

Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21

Geschäftsstellenadressen von den in der Steiermark tätigen Trägerorganisationen

für mobile Pflege- und Betreuungsdienste . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22


Vorwort

Ihr

Mag. Helmut Hirt

Landesrat für Gesundheit,

Spitäler und Personal

Liebe Steirerinnen und Steirer!

Die alte Erkenntnis, dass vom Wohl der Familie die Zukunft eines Landes abhängt, rückt neu ins

gesellschaftliche Bewusstsein. Politik und Wirtschaft erkennen ihre Verantwortung, familienfreundliche

Lebens- und Arbeitsbedingungen zu fördern. Mit der steigenden Zahl alter und sehr alter Menschen

steigt auch die Zahl der Hilfs- und Pflegebedürftigen in den Familien. Herzenswunsch der meisten

pflege- und betreuungsbedürftigen Menschen ist der Verbleib in den gewohnten vier Wänden. Nicht

immer gibt es jedoch Angehörige, die Hilfeleistungen geben oder Pflege übernehmen können,

beziehungsweise ist die Übernahme der Pflege eines Angehörigen mit großen Herausforderungen für

die Familie und insbesondere für den pflegenden Angehörigen verbunden.

Als zuständiger Landesrat für Gesundheit ist es für mich ein guter Weg, wenn die Pflege und

Betreuung durch pflegende Angehörige und professionelle Dienste in sinnvoller Weise verknüpft

werden. Der bedarfsgerechte Ausbau und die Weiterentwicklung der mobilen Pflege- und

Betreuungsdienste sind deshalb für mich von herausragender Bedeutung.

In der Steiermark verfügen wir flächendeckend über mobile Pflege- und Betreuungsdienste und

über einen hohen professionellen Standard. Bei jedem Wetter und an 365 Tagen im Jahr auf den

Straßen und in fremden Wohnungen unterwegs, leisten die Beschäftigten der mobilen Pflege- und

Betreuungsdienste einen unverzichtbaren Beitrag für die Menschen in unserem Land.

Die Broschüre, die Sie gerade in den Händen halten, wird wegen der großen Nachfrage

bereits in zweiter Auflage herausgegeben. Sie hat zum Ziel, Sie über die mobilen Pflege- und

Betreuungsdienste in der Steiermark zu informieren und Hinweise zu Möglichkeiten der

Unterstützung und Entlastung zu geben.


Alles, was Sie über die

mobilen Pflege- und

Betreuungsdienste

wissen sollten.

Wann können Sie mobile Pflege- und

Betreuungsdienste in Anspruch nehmen?

Mobile Pflege- und Betreuungsdienste stehen Ihnen zur Verfügung, wenn Sie auf

Unterstützung infolge von Krankheit, Altersveränderungen, Behinderung, Unfall oder

Ähnliches angewiesen sind.

Grundsätzlich versteht sich die mobile Pflege und Betreuung als Ergänzung der

familiären Pflege leistungen und nicht als deren Ersatz.

Was ist der Zweck der mobilen Pflege- und

Betreuungsdienste?

Die mobilen Pflege- und Betreuungsdienste dienen:

• dem möglichst langen Verbleib in Ihrer häuslichen Umgebung trotz Ihrer

Pflege- und Betreuungsbedürftigkeit

• der Sicherung der Qualität Ihrer häuslichen Pflege und Betreuung

• der Entlastung Ihrer Angehörigen und/oder anderer Betreuungspersonen

• der Sicherstellung Ihrer fortlaufenden Pflege und Betreuung

• der Vermeidung und/oder Verzögerung von stationären Aufenthalten in

Krankenanstalten bzw. Alten- und Pflegeheimen

• der Ermöglichung einer frühen Entlassung aus der stationären Versorgung

(Auszug aus den Förderungsrichtlinien [Qualitäts kriterien] des Landes für mobile Pflege- und

Betreuungsdienste in der Steiermark, 2004)

7


Welche Dienste stehen Ihnen zu Hause

zur Verfügung?

Die mobilen Pflege- und Betreuungsdienste bieten folgende Dienste an:

• diplomierte Gesundheits- und Kranken pflegepersonen

• Fach-SozialbetreuerIn Altenarbeit/Pflegehilfen und

• Heimhilfen

Was bezahlen Sie?

Sie zahlen einen Beitrag zu den Gesamt kosten in Form eines Selbstbehaltes. Dieser

ist abhängig vom jeweiligen Dienst, der zum Einsatz kommt (diplomierte Gesundheits-

und Krankenpflegepersonen, Fach-SozialbetreuerIn Altenarbeit/Pflegehilfen, Heimhilfen).

Die Ihnen in Rechnung gestellten Kosten sind sozial gestaffelt und werden aus Ihrem

Einkommen und dem Einkommen Ihres Ehe partners/Lebensgefährten (z. B. Pension,

Ausgleichszulagen, Einkommen aus Liegenschaften) sowie Ihrem Pflege geld berechnet.

Alle in der Steiermark tätigen Organisationen verwenden die gleiche Tarifliste.

Pro Hausbesuch wird die erste Viertelstunde zur Gänze verrechnet, die weitere

Pflege- und Betreuungszeit in Fünf-Minuten-Schritten.

Sie zahlen neben der Pflege- und Betreuungszeit eine Fahrt- bzw. Wegpauschale

pro Tag und Dienst. Diese ist für jeden gleich, unabhängig davon, ob eine lange oder

kurze Anfahrtszeit erforderlich ist.

Die Dienste stehen Ihnen sieben Tage in der Woche zur Verfügung. Für Sonntags-,

Feiertags- und Wochenendbetreuungen werden Zuschläge verrechnet.

Die Rechnungslegung erfolgt monatlich.

Wenn Sie eine private Krankenversicherung haben, informieren Sie sich über die

Möglichkeit eines Zuschusses.

Werden „krankenhausersetzende Leistungen“ erbracht, so finanziert auch Ihre

Krankenkasse mit. Die Zuzahlung erfolgt direkt an die Organisation und wird Ihnen

vom Selbstbehalt abgerechnet. Diese Leistungen müssen immer von einem Hausarzt

verordnet und von Ihrer Krankenkasse genehmigt werden. (Siehe auch Seite 17.)

Wer zahlt noch mit?

Ihr Selbstbehalt ist bei weitem nicht kostendeckend. Die ungedeckten Kosten (bis zu

zwei Drittel) werden durch das Land Steiermark und Ihre Wohngemeinde gedeckt.

Die Zuzahlung erfolgt direkt an die betreuende Organisation.

Wo können Sie sich informieren?

Wir empfehlen Ihnen, sich direkt mit einem Büro der mobilen Pflege- und Betreuungsdienste

in Verbindung zu setzen.

Informationen, welche Organisation(en) für Ihre geografische Region zuständig ist/sind,

und die Kontaktadresse(n) erhalten Sie bei Ihrem Gemeindeamt bzw. beim Sozialamt

Graz. Die mobilen Pflege- und Betreuungsdienste bieten ihre Dienste flächendeckend

in der Steiermark an.

8 9


Wie wird Ihr Pflege- und Betreuungs umfang

festgelegt?

Die Aufnahme/Abklärung erfolgt immer durch eine diplomierte Gesundheits- und

Krankenpflegeperson. In der Abklärung wird festgelegt, welche(r) Dienst(e) zum Einsatz

kommt/kommen (diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen, Fach-SozialbetreuerIn

Altenarbeit/Pflegehilfen, Heimhilfen), welche Leistungen erbracht, wie viele

Stunden und wie häufig Sie betreut werden.

Gemeinsam mit Ihnen bzw. Ihren pflegenden Angehörigen werden die Ziele fest gesetzt

und die Maßnahmen geplant sowie Betreuungsdauer und Betreuungszeitpunkte

festgelegt.

Eine Abklärung ist gesetzlich vorgeschrieben und Teil der Pflegezeit. Hierfür werden

steiermarkweit einheitliche Formulare verwendet.

Ändert sich Ihr Pflege- und Betreuungs um fang im Laufe der Betreuung, wird erneut

eine Abklärung durchgeführt. Laufende Abklärungen stellen sicher, dass Sie weder

unter- noch überversorgt sind.

Verschiebt sich der Betreuungszeitpunkt um 60 Minuten, werden Sie telefonisch

benachrichtigt.

Was wird von den mobilen Pflege- und

Betreuungsdiensten schriftlich festgehalten?

Die schriftlichen Aufzeichnungen sind ge setzlich vorgeschrieben und die dafür

benö tigten Zeiten werden der direkten Pflegezeit hinzugerechnet.

Alle Beobachtungen, Veränderungen und die erbrachten Leistungen (also: das Wer,

Was, Wann, Warum?) werden in einer Dokumentationsmappe festgehalten.

Diese Aufzeichnungen werden bei Ihnen zu Hause aufbewahrt, damit alle an der

Pflege und Betreuung beteiligten Personen (z. B. Sie selbst, Ihre Angehörigen,

der Hausarzt) jederzeit Einsicht nehmen können.

Wann werden Sie durch die mobilen

Pflege- und Betreuungsdienste nicht betreut?

Zu einer Betreuungsablehnung kommt es, wenn die Sicherheit der Mitarbeiter und

Mitarbeiterinnen der Pflege- und Betreuungsdienste gefährdet ist, kein Personal

verfügbar ist oder Ihr Betreuungsumfang die Möglichkeiten der mobilen Pflege- und

Betreuungsdienste übersteigt.

Ist Ihre Pflege zu Hause aus fachlichen Gründen nicht mehr verantwortbar oder sind

Ihre pflegenden Angehörigen überfordert, sollte gemeinsam nach Alternativen

gesucht werden.

Die mobilen Pflege- und Betreuungsdienste bieten keine Pflege und Betreuung in

der Nacht an. Die Betreuungszeiten reichen bis 21 Uhr.

10 11


Nachfolgend einige wichtige

Situations beschreibungen,

wann Sie die mobilen

Pflege- und Betreuungsdienste in

Anspruch nehmen können.


obile Pflege

Nach einem Kranken-

haus aufenthalt

Wenn Sie aus dem Krankenhaus entlassen werden, werden Sie sich eventuell folgende

Fragen stellen: Wer unterstützt mich im Haushalt? Wer geht einkaufen und sorgt für die

Mahlzeiten? Wer hilft mir bei der Körperpflege? Wo bekomme ich Hilfsmittel (z. B.

Krankenbett, Rollstuhl usw.)? Wer wechselt die Verbände, verabreicht Medikamente

und Injektionen, führt Blutzuckermessungen durch? Wer versorgt die Ernährungssonde,

den Blasen katheter oder führt Maßnahmen zur Stuhl regulierung usw. durch?

Was bieten Ihnen die mobilen

Pflege- und Betreuungsdienste an?

Wenn Sie oder Ihre Angehörigen mit uns vor oder während des Krankenhausaufenthaltes

Kontakt aufnehmen, beraten wir Sie über die Dienstleistungen und unterstützen

Sie dabei, dass bei Ihrer Heimkehr alles für Sie bereitsteht.

Nach der Entlassung werden wir nach schriftlicher Anordnung Ihres Hausarztes die

notwendigen Behandlungen zu Hause weiter durchführen.

Wir helfen Ihnen bei der Körperpflege und unterstützen Sie im Haushalt, bis Sie und

Ihre Angehörigen das Gefühl der Sicherheit haben und Sie Ihre Situation ohne

unsere Hilfe bewältigen können.

Bei Schmerzen ist falsch verstandene „Stärke“ nicht zielführend. Im Gegenteil:

Je früher eine Therapie einsetzt, desto schneller und einfacher können Ihre Schmerzen

gelindert und Ihre Lebensqualität wieder ge steigert werden. Das wirkt sich positiv aus

– sowohl auf Sie als auch auf Ihre Umgebung.

In fast allen Fällen kann der Schmerz rasch und auf ein erträgliches Maß vermindert

werden.

Was bieten Ihnen die mobilen

Pflege- und Betreuungsdienste an?

Bei chronischen

Schmerzen

Sprechen Sie mit uns über Ihre Schmerzen! Wir werden Ihnen aufmerksam zuhören,

Ihren Schmerzzustand erheben und Ihnen helfen, wichtige Informationen für den

Arzt/die Ärztin zu sammeln.

Wir werden in Ihrem Sinne mit dem Arzt/der Ärztin Kontakt aufnehmen, der/die die

Schmerztherapie verordnet und gemeinsam mit Ihnen und dem Arzt/der Ärztin die

Wirksamkeit überprüfen, um allenfalls die Schmerztherapie anzupassen.

14 15


Betreuung

Wenn medizinische

Bei Bewegungs-

Hauskrankenpflege

einschränkungen

notwendig ist

Sind Sie durch Krankheit, Unfall, ange borene Fehlfunktionen oder altersbedingte

Schwäche in Ihrer Bewegung eingeschränkt, kann dies weit reichende

Konsequenzen für Ihre Lebensgestaltung haben. Eine Bewegungseinschränkung

Wenn Sie zu Hause eine krankenhaus ersetzende medizinische Hauskrankenpflege-

wird zu oft als natürliche Folge des Alterungsprozesses akzeptiert.

leistung (z. B. Injektionen, Sondenernährung, Verbandswechsel) be nötigen,

Gerade körperliche Aktivität ist aber für die Verlangsamung des Alterungsprozesses

übernimmt Ihre Krankenkasse pro Haus besuch einen Teil der Kosten.

und die Vermeidung von Komplikationen wichtig.

Die Leistungen werden immer auf ärztliche Anordnung von einer diplomierten

Gesundheits- und Krankenpflegeperson durchgeführt.

Damit Sie diese Leistung in Anspruch nehmen können, benötigen Sie eine

Anordnung von Ihrem Hausarzt und eine Genehmigung Ihrer Krankenkasse.

Was bieten Ihnen die mobilen

Pflege- und Betreuungsdienste an?

Wir erheben das Ausmaß Ihrer Eigenständigkeit und wo Sie Anleitung beziehungsweise

Unterstützung benötigen.

Wir unterstützen Sie beim morgendlichen Aufstehen und beim Gehen und führen

Maßnahmen zur Erhaltung Ihrer Beweglichkeit durch.

Wir fördern Ihre Beweglichkeit mit allen notwendigen Hilfsmitteln und unter Berücksichtigung

Ihrer Bewegungsfähigkeit und unterstützen Sie dabei, Ihre Umgebung

entsprechend Ihrer Beeinträchtigung zu gestalten.

Wir unterstützen Sie dabei, dass Sie mit den vorhandenen Bewegungseinschränkungen

zurechtkommen und eine Verschlechterung des Zustandes verhindert wird.

Was bieten Ihnen die mobilen

Pflege- und Betreuungsdienste an?

Wir helfen Ihnen bei der Antragstellung und Durchführung der medizinischen Hauskrankenpflegeleistungen.

Dazu zählen insbesondere das Vorbereiten und Verabreichen

von Medikamenten, das Verabreichen von Injektionen (z. B. bei DiabetikerInnen) und

die Infusionsüberwachung.

Außerdem gehören die Wundversorgung und der Verbandswechsel sowie

pflegerische Maßnahmen mit Sonden und/oder Kathetern und anderes mehr dazu.

16 17


obile Pflege

Wenn pflegende

Angehörige Unterstützung

Sie pflegen z. B. Ihre kranke Mutter zu Hause. Sie müssen sie betten, umlagern, in den

Rollstuhl setzen, waschen, für ihre Ernährung sorgen usw. Sie können sie nicht alleine

lassen. Durch die körperlichen und seelischen Belastungen dieser Tätigkeiten können

Sie selbst in Gefahr geraten, gesundheitliche Schäden zu erleiden.

Was bieten Ihnen die mobilen

Pflege- und Betreuungsdienste an?

brauchen

Wir informieren, beraten und schulen Sie in Ihrer speziellen Pflegesituation,

unter anderem bei

• der Organisation und Anwendung von Hilfsmitteln

• rückenschonenden Bewegungs- und Lagerungstechniken

• Ernährungs- und Diätfragen

• vorbeugenden Maßnahmen (z. B. zur Vermeidung des Wundliegens)

• Behörden- und Amtswegen (z. B. Pflegegeld oder andere Zuschüsse)

• dem Umgang mit speziellen Krankheits bildern (z. B. Verwirrtheit)

Wir entlasten Sie, je nach Bedarf, durch Gespräche, die gemeinsame Planung der

Betreuung und/oder die teilweise Übernahme der Pflegearbeit.

Wenn die geistige

Leistungsfähigkeit

abnimmt

Die geistige Leistungsfähigkeit kann mit zunehmendem Alter nachlassen.

Die Grenze zwischen dem normalen Altern und der Entwicklung einer

Demenz ist fließend.

Die Beeinträchtigung des Gedächtnisses zeigt sich z. B. bei Problemen mit dem

Zeit gefühl und der Orientierung, bei Schwierigkeiten bei Entscheidungsfindungen

und abnehmendem Interesse.

Was bieten Ihnen die mobilen

Pflege- und Betreuungsdienste an?

Wir informieren Sie über Selbsthilfegruppen und Förderaufenthalte für Angehörige

und Betroffene sowie über Seminare und Schulungen für den richtigen Umgang mit

verwirrten Menschen.

Wir beraten und schulen Sie betreffend die Gestaltung des Alltags, Realitätstraining

und spezielle wertschätzende Gesprächsführung (Validation).

18 19


Pflege

Damit der Alltag

wieder bewältigt

werden kann

Sie sind betagt oder haben einen längeren Krankenhausaufenthalt hinter sich und

leben in Ihrem eigenen Zuhause.

Manche Lebenssituationen sind nicht mehr so leicht zu bewältigen wie früher.

Die Körperpflege oder das An- und Auskleiden sind alleine derzeit nicht möglich.

Sie fühlen sich z. B. nicht mehr sicher beim Stiegen steigen oder können nicht mehr

so schwer heben. Sie empfinden es als mühsam, einzukaufen und zu kochen.

Was bieten Ihnen die mobilen

Pflege- und Betreuungsdienste an?

Wir bieten Ihnen Assistenz bei der Führung des Haushaltes, dem An- und Auskleiden,

dem Reinigen oder Beheizen der Wohnung, der Erledigung von Einkäufen, Besorgungen

(z. B. Medikamente) und Amtswegen, der Zubereitung von Mahlzeiten, der Nahrungsaufnahme,

der Körperpflege, der Erhaltung der Bewegungsfähigkeit (z. B. durch

Unterstützung beim Aufstehen, Niedersetzen und Gehen) und vieles mehr.

Impressum

Herausgeber: Amt der Steiermärkischen Landesregierung

Fachabteilung 8 B – Gesundheitswesen (Sanitätsdirektion)

8010 Graz, Friedrichgasse 9

Überarbeitete Auflage: 10.000 Stück, Jänner 2009

Nachbestellungen: Amt der Steiermärkischen Landesregierung

Fachabteilung 8 B – Gesundheitswesen (Sanitätsdirektion)

8010 Graz, Friedrichgasse 9

Telefon: (0 31 6) 877-35 24, Fax: (0 31 6) 877-48 35

E-Mail: claudia.raminger@stmk.gv.at

Web: www.sanitaetsdirektion.steiermark.at

Sie erhalten die Broschüre auch als Datei im Internet:

www.sanitaetsdirektion.steiermark.at

im Bereich mob. Pflege-/Betreuungsdienste

Konzept und Text: Monika Klampfl-Kenny, MPH, FA 8 B – Gesundheitswesen

(Sanitätsdirektion); Annemarie Gigl, Österreichisches Rotes Kreuz; Rosa Maria Kouba,

Caritas; Gabriele Kroboth, Volkshilfe Steiermark; Margaretha Tiefengraber,

Sozialmedizinischer Pflegedienst; Erika Wagner, Hilfswerk Steiermark

Gestaltung: Agentur Classic, Augasse 10a, 8020 Graz, www.classic.co.at

Druck: Medienfabrik Graz / Steierm. Landesdruckerei GmbH

20 21


Geschäftsstellenadressen von

den in der Steiermark tätigen

Träger organisationen für mobile

Pflege- und Betreuungsdienste

Volkshilfe Steiermark gemeinnützige Betriebs GmbH –

Sozialzentren

8010 Graz, Albrechtgasse 7/II

Telefon: (0 31 6) 89 60 34, Fax: (0 31 6) 89 60 47

E-Mail: office@stmk.volkshilfe.at, Web: www.stmk.volkshilfe.at,

Web: www.zuhausepflegen.at

Österreichisches Rotes Kreuz –

Gesundheits- und Soziale Dienste

8010 Graz, Merangasse 26

Telefon: (0) 50 144 5 10200, Fax: (0) 50 144 5 10199

E-Mail: gsd@st.roteskreuz.at, Web: www.st.roteskreuz.at

SMP Verein Sozialmedizinischer Pflegedienst

8010 Graz, Leechgasse 30

Telefon: (0 31 6) 81 73 00, Fax: (0 31 6) 81 73 00-8

E-Mail: office@smp-hkp.at, Web: http://www.smp-hkp.at

Mobile Dienste Caritas

Caritas Bereich Betreuung und Pflege

8010 Graz, Leonhardstraße 116

Telefon: (0 31 6) 80 15-420, Fax: (0 31 6) 80 15-425

E-Mail: mobile.dienste@caritas-steiermark.at,

Web: http://mobile-dienste.caritas-steiermark.at

Hilfswerk Steiermark GmbH

8055 Graz, Herrgottwiesgasse 149

Telefon: (0 31 6) 81 31 81-4010, Fax: (0 31 6) 81 31 81-4098

E-Mail: office@steiermark-hilfswerk.at,

Web: www.hilfswerk-steiermark.at

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Pflege und Betreuung zu Hause.

Mobile Pflege-

und Betreuungsdienste

in der Steiermark

www.sanitaetsdirektion.steiermark.at

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