Stadtmagazin CLP Ausgabe 25

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5. Jahrgang Ausgabe 25 | Juni 2018 | kostenlos

für CLOPPENBURG & umzu

Sonne, Sommergärten - ein Märchen

Viel Geschichtliches

Carmen Hanken - ein Portrait

Insektensterben

Sushi rollen

Togo-Team

...und viele andere, unterhaltsame Geschichten mehr


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Meisterschaften

Man trifft sich!

Eintritt frei!

Cloppenburger

Reitertage

20. - 24. Juni 2018

Reitsportzentrum Bührener Tannen

Mittwoch, 20.06., 19.30 Uhr Lesung mit Carmen Hanken

Freitag, 22.06., 19.30 Uhr Pianoabend mit Martin Greten

Samstag, 23.06., 21.00 Uhr Große Reiterparty

®

Erich Stevens


Inhaltsverzeichnis

Blickpunkt 3

Sonne, Sommergärten – ein Märchen 4

Die Geschichte des Reit- und

Fahrvereins Cloppenburg 8

Portrait Carmen Hanken 11

Das größte Glück der Pferde – Buchtipps 14

Blog – Christina Thomas 15

Schöneres als Fußballgucken 16

Das kreative Dreamteam 18

Ausflugsziel Artland 22

Badbergen 24

Togo Team 26

KLJB 28

Das Insektensterben 30

Nichts für Couchpotatoes und Stubenhocker! 34

Gefahren im Netz & #Ich bin hier 37

Kreuzbund 38

Kirchengemeinde Cappeln...Schutzkonzept 41

amiliengeschichte – Bäckerei Punte 44

Reise – Potsdam & umzu 48

Sushi mit Frohsinn 53

Rätsel & Buchtipp 56

Fahrradabenteuer –

Von Prag nach Hause II.Teil 57

Senioren on Tour 61

„Oh Lastrup! Oh Lastrup! Oh Lastrup!“ 62

Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn 63

Das Familienbüro zieht um... & Kixi 66

Public Viewing im eigenen Garten 68

Public Viewing in der Stadthalle 69

Geschichte des Mobiltelefons 70

60 Jahre Punkte in Flensburg 72

Veranstaltungen 78

Impressum/Wichtige Telefonnummern 82

...und zahlreiche Buchtipps zwischendrin

Liebe Leserinnen

und Leser,

dass die Fußball-WM wieder Einzug in unsere Wohnzimmer

und Gärten und wer weiß wo sonst noch hin, genommen hat

– dieser Tatsache brauchten wir im vorliegenden Stadtmagazin

keinen Platz zu lassen. Schließlich kommt man an dem Geschehen

nicht vorbei. Wohl haben wir ein paar Tipps für „Auswärtsspieler*innen“

zusammengestellt ... doch lesen Sie selbst.

Dennoch bleiben wir dem Thema treu, denn in diesem Jahr

jährt sich die Gründung der „B.V.C.-Altherren“ zum 50. Mal.

Das betreffende Datum im Jahr 1968, der 25. Juli, wäre ein willkommener

Anlass für eine große Geschichte in dieser Ausgabe

des Stadtmagazins gewesen, doch da schon andere Historien

und ein großes Portrait anlässlich der Reitertage und der dortigen

Lesung von Carmen Hanken geplant waren, haben wir

die „B.V.C.-Altherren“ in ein späteres Magazin in 2018 verschoben.

Nachdem – und das muss betont werden – nachdem es zu

einem Treffen mit Heiner Ortmann gekommen war. Auf seine

dankenswerte Initiative hin, denn durch ihn erst hatten wir von

dem anstehenden Jubiläum erfahren.

Beim gemeinsamen Zusammensitzen dann kamen so unfassbar

viele, interessante und amüsante Details über die „Alten

Fußballherren“ zum Vorschein, dass Sie sich heute schon auf

eine große Geschichte dazu freuen können. Angefüllt mit Erlebnissen

und Kontakten in der Fußballwelt jenseits des Tellerrands

und im BV-Cloppenburg natürlich. In dem die alten Herren

als junge Männer aktiv Fußball gespielt haben. Bis heute

stets loyal von ihren Frauen unterstützt – das wurde von Heiner

Ortmann ausdrücklich hervor gehoben.

In dem, was über die Jahre zusammengetragen wurde, wird

naturgemäß auch so manches über die gesellschaftlichen Veränderungen

in Cloppenburg zu lesen sein. Denn nicht zuletzt

sind die „B.V.C.-Altherren“ Teil der Stadtgeschichte.

Mehr dazu und zu dem, was in sich Umzu so tut und getan hat

– wir haben es wie gewohnt auf unsere Weise aufbereitet. Wir

wünschen Ihnen viel Spaß dabei und mehr noch „einen richtig

schönen Sommer!“

Ihre Stadtmagazin´ler

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Editorial

3


Sommergärten

Sonne, Sommer

und in Cloppenburg blühen die Sommergärten wieder.

Träume sind grenzenlos, wie „unser“ Astronaut Alexander

Gerst gerade wieder beweist. In dieser grenzenlosen

Freiheit sind Träume auch der Stoff, aus dem

Märchen gemacht sind und in Cloppenburg kommen

viele von ihnen zusammen.

Es war einmal eine Idee und als die zu Ende gedacht

war, gab es in Cloppenburg mitten in der Stadt Sommergärten.

Das war vor sechs Jahr zum ersten Mal und

seither regelmäßig. Immer vom Frühjahr bis zum Ende

des Sommers, immer von einheimischen Gärtnern aus

der Stadt und umzu angelegt. Mit immer neuen Themen,

individuell aufgebaut, entlang der Bahnhofstraße,

der Mühlenstraße und der Lange Straße. Da, wo man

sich trifft, wo man zum Shoppen und Flanieren unterwegs

ist. Und wo man auch mal inne halten kann.

Flower Power in Cloppenburg

Ich war gerade unterwegs, als ich zum ersten Mal

davon hörte. Und weil es mich schon eine ganz, ganz

lange Zeit gibt, ich schon Blumen und Gewächse gesehen

habe, die heute kein Mensch mehr kennt und auch

in der Hippie-Bewegung der Flower-Power-Generation

mittendrin war, wollte ich wissen, was es damit Cloppenburg

auf sich hat. Zumal ich schon seit Langem

dahin wollte. Eigentlich schon, als der Ort noch als Krapendorf

bekannt war.

Gestatten Kleiner Muck der Vierte

Bevor Sie sich jetzt verwundert fragen, wer ich denn

sein könnte, stelle ich mich am besten vor: Ich bin der

Kleine Muck der Vierte. Der Urenkel jenes Kleinen Muck

aus dem Märchen von Wilhelm Hauff. Mein Urgroßvater

war einst in den Besitz von Schnabelschuhen gekommen,

die ihn schnell wie der Wind laufen oder nach

einer bestimmten Drehung auch fliegen ließen. Auch

hatte er ein Stöckchen besessen, mit dem er Gold aus

der Erde holen konnte. Das und die Schuhe wurden

von dem Kleinen Muck an seinen Sohn und von ihm an

meinen Vater vererbt. Und, wie es sich in einer richtigen

Familie gehört, von ihm an mich.

Das Gold für Griseldis

Das Stöckchen hat meine Schwester Griseldis bekommen,

denn weil die Zeiten sich zwischenzeitlich

geändert hatten, bekamen Mädchen auch was vom

Erbe des Vaters ab. Unsere Mutter war zu der Zeit schon

so alt, dass sie keine Sorgen mehr haben wollte. Aber

einen schönen Grabstein hätte sie gerne gehabt und

das Wissen darum, dass ihre Tochter einen guten Mann

bekommen könnte. Dazu aber musste Griseldis sich

tüchtig herausputzen können, feine Kleider tragen,

eine stabile Kutsche haben und so weiter. Ach, was rede

ich – am Ende lag nichts näher, als meiner Schwester

das Stöckchen zum Goldmachen zu überlassen.

Die Welt ist ein Märchen

Natürlich habe ich das nicht gerne getan, doch die

Welt zu sehen und an jeden Ort zu kommen wo ich

hinwollte, das war mir wichtiger. Denn die Welt ist ein

Märchen, das uns seit vielen tausend Jahren erzählt

wird. Immer wieder neu, mit allem darin, was wir erlebt

haben und die Schlüsse, die wir daraus ziehen.

Märchen aus aller Welt

Jedes Volk, jede Kultur erzählt ihre Märchen, und so

kann es nicht verwundern, dass ich eines Tages – es ist

noch gar nicht so lange her – von einer Stadt hörte, die

Cloppenburg heißt. Wo 100 Nationen zusammenleben

und natürlich jede ihre eigenen Märchen hat. Mitgebracht

von den Orten, die einst das Zuhause dieser

Menschen war. Das sie freiwillig verlassen haben oder

aus dem sie fliehen mussten.

Sommergärten

In Cloppenburg haben sie eine neue Heimat gefunden

und mit ihnen auch die Gestalten aus den Märchen,

denn es ist ja so, dass die Erzählungen durch sie fortleben.

Wie ich. Ich entstamme ja auch einem Märchen,

bin aber noch immer so fit und fix, dass ich mich just in

diesem Moment schon im Anflug auf Cloppenburg befinde.

Und die ersten Gärten bereits sehe. Gleich DREI

auf einmal, hintereinander in der BAHNHOFSTRAßE.

Der Schatz im Feld

Diese Vielfalt erinnert mich an ein Märchen aus Afghanistan,

das von einem Bauern handelt, der drei Söhne

hatte. Als der Alte fühlte, dass er nicht mehr lange

leben würde, ließ er die Jungmänner zu sich kommen

und sagte: „Ich habe für euch einen Schatz auf dem Feld

versteckt. Wer ihn zuerst findet, der kann ihn behalten.“

Als kurz darauf der Bauer verstorben und die Trauerzeremonie

vorbei war, nahmen die Söhne ihre Schaufeln

und gruben das ganze Feld mehrmals um – konnten

den Schatz jedoch partout nicht finden. Also säten sie

die Saat aus. Im Herbst dann verstanden sie die Worte

ihres Vaters beim Anblick der besonders guten Erträge.

Die auf dem gründlich umgegrabenen Feld gewachsen

4

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Sommergärten


eportage

waren und die ihnen viel mehr Geld als sonst einbrachten.

Ihnen aber auch deutlich gemacht hatten, wie

wichtig es ist, den Boden und die Erde immer gut zu

pflegen.

Wasser ist Leben

Und die Tiere und Insekten die darauf ihre Nahrung

finden. Oder auch nicht mehr, wie es traurigerweise gerade

der Fall ist. Darüber wird an anderer Stelle in diesem

Magazin berichtet, das habe ich schon gesehen.

Aber auch, dass in den Sommergärten noch genügend

Platz und Nahrung für Bienen & Co ist – mit einer lebenswichtigen

Wasserquelle nahebei. Wasser ist Leben,

das wissen wir, und da das Märchen von der Frau und

ihren beiden Töchtern aus der Türkei noch viel mehr in

dieser Weisheit sieht, will ich es kurz erzählen. Derweil

ich in der angenehmen Kühle am Rande des WASSER-

GARTEN s in der Lange Straße sitze und mir vorstelle,

dass ich die Frau aus dem Märchen jeden Tag das

Wasser aus dem weit entfernten Brunnen holen sehe.

Bis sie zu alt dafür geworden war und ihre Safedah, älteste

Tochter, ohne zu murren, diese Pflicht übernahm.

Sie nahm sich die beiden großen Krüge, ging den langen

Weg zum Wasser und kam mit den schweren, vollen

Krügen zurück.

Blumen aus Gold, Silber und Edelsteinen

Dabei sah sie an einem Tag eine Frau am Wegrand

sitzen und bevor diese sie darum bitten musste, reichte

Safedah ihr den Krug, damit die Fremde trinken konnte.

Leider konnte die Frau, nachdem sie getrunken hatte,

den Krug nicht halten, so dass er umkippte und das

ganze Wasser auslief. „Ach entschuldige, entschuldige“,

jammerte die Frau, doch Safedah bat sie, sich nicht zu

schämen. „Das macht doch nichts“, rief sie, „Hauptsache,

du konntest deinen Durst stillen!“ Sprach´s und lief davon,

den ganzen Weg zurück, um den Krug erneut zu

füllen. Dabei hörte sie, dass die Alte sprach: „Wenn du

ab sofort sprichst, sollen die wunderschönsten Blumen

aus deinem Mund kommen. Und sie sollen aus Gold,

Silber und Edelsteinen sein und dich glücklich machen

bis an dein Lebensende!“

Als Safedah später dann zu Hause ankam, fragte ihre

Mutter sie, wo sie denn so lange geblieben sei. Doch mit

jedem Wort, das die Tochter sagte, kamen zauberhafte,

kostbare Blumen aus ihrem Mund. Sie blühten rund um

sie herum, aber als Saeiah, ihre jüngere Schwester eine

davon ergreifen wollte, verdorrte diese auf der Stelle

und zerfiel zu Staub.

Glitschige, erbärmlich stinkende

Kröten statt Worten

Da wurde die Kleinere wütend und wollte am nächsten

Tag unbedingt selbst Wasser holen gehen. Allerdings

nahm sie, weil sie faul war und ihr das grobe Tongefäß

nicht schön genug erschien, nur einen kleinen

Messingkrug mit und machte den am Brunnen auch

nur halbvoll. So leichtfüßig flanierte sie zurück und sah

eine alte Frau an eine Mauer gelehnt sitzen. Sie sprach

zu ihr: „Ich habe Durst. Gibst du mir Wasser?“ Saeiah

war sich nicht sicher, ob die Alte jene Frau war, die ihrer

Schwester so viel Glück gebracht hatte. Also gab sie ihr

den Krug nur widerwillig und beschimpfte die alte Frau

lautstark und mit bösen Worten, als sie vor Zittern den

Krug nicht halten konnte und das Wasser umher floss.

„Nun muss ich noch mal zum Brunnen, du nutzlose

Alte“, schrie sie und hörte bei dem Lärm, den sie selbst

machte nicht, dass die alte Frau sagte, dass fortan aus

ihrem Mund kein Wort mehr, sondern nur noch Kröten

kommen sollen.

Ein Leben im Keller

Wie es dann auch geschah, so dass ihre Mutter ihr ein

Tuch um den Mund band und Saeiha fortan ihr Leben

im dunklen Keller fristen musste. Damit kein Mensch

sie sah und keiner sie ansprechen konnte. So dass sie

hätte antworten müssen. Safedah hingegen wählte

sich einen wunderschönen, lieben Mann für ihre Ehe

aus. Sie hatten zauberhafte, liebe Kinder, denen es jedoch

verboten war in den Keller zu gehen. Damit auch

sie nicht die Kreatur sahen, die zwar von ihrer Mutter

gefüttert wurde und eigentlich ihre Tante war. In deren

Gesellschaft man sich aber nicht sehen lassen konnte,

da nichts als glitschige, erbärmlich stinkende Kröten

aus ihrem Mund kamen, wenn sie auch nur ein Wort

sprechen wollte.

Gegen dummes, gefährliches Geschwätz

Großmäuler gab´s und gibt’s seit jeher in jeder Gesellschaft,

dass jedoch immer mehr Menschen hässliche

Kröten ausspucken, das ist neu. Denn nichts anderes

sind Hasstiraden, diffamierende Angriffe oder

shitstorms in den sozialen Medien. Wo die Typen, die sie

produzieren, im übertragenen Sinne auch im dunklen

Keller sitzen. Bloß, dass man ihr dummes, gefährliches

Geschwätz nicht mit einer Binde um den Mund abstellen

kann. Möge jeder sich dazu denken, was einem

selbst sich daraus erschließt. Und dagegen handeln,

denn eine gute Macht, die diese furchtbaren Sitten verbieten

könnte, gibt es nicht. Nicht mehr, muss man sagen,

denn dass die Bäume heute nicht mehr sprechen

könne, das haben sie sich selbst zuzuschreiben, wenn

man dem Märchen aus Litauen genau zuhört. Da passt

es natürlich gut, dass ich es im LEBENDEN TOTHOLZ-

GARTEN in der Mühlenstraße erzählen kann:

Früher konnten die Bäume reden.

Und so begab es sich, dass sie untereinander absprachen,

den Menschen nicht mehr dienlich sein zu wollen.

„Sollen sie doch frieren oder was anderes verbrennen“,

sagte der eine Baum zum anderen und fügte an, dass

„diese armseligen Kreaturen auch ihre Häuser aus was

anderem als aus Holz bauen sollen.“ Und wie ein Sturm

erhoben sie ihre Stimmen und riefen: „Wir sind dazu da

um großartig zu sein, schön und unantastbar! Denn so

werden wir eines Tages die ganze Welt beherrschen!“

Dieses Getöse hörte sogar Jesus im Himmel und weil ihm

das Ganze überhaupt nicht so vorkam, wie sein Gott, sein

Vater das mit Erschaffung der Menschheit vorgehabt

hatte, machte er sich auf den Weg hinunter zur Erde.

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5


eportage

Hochmütig gewesen und zu laut gebrüllt

Just zur selben Zeit ging ein Bauer in den Wald, um

Holz zu machen. Der erste Baum, den er schlagen wollte,

war eine Tanne. Doch kaum hatte er die Axt gehoben,

scholl ihm aus ihrem Innern eine Stimme entgegen:

„Haue mich nicht! Siehst du nicht, wie zähe Tränen

aus meinem Fleische hervordringen? Es würde dir übel

gehen, wenn du mir das Leben nähmest.“ Der Bauer

wandte sich einer Fichte zu, doch auch diese rief: „Haue

mich nicht um! Du würdest wenig Nutzen von mir haben,

denn mein Holz ist seit gestern voller Astlöcher

und krumm und schief. Du würdest also keine Freude

an mir haben!“ Unwillig wandte sich der Bauer zu einem

dritten Baume, der Erle, und wollte sie umhauen.

Die Erle aber schrie: „Hüte dich, mich zu verletzen! Bei

jedem Hiebe dringt Blut von meinem Herzen heraus,

färbt deine Axt blutig und macht dich so zum Mörder!“

Sein was man sein kann...

Da gab der Bauer seine Versuche auf und machte sich

auf den Nachhauseweg. Ganz gebeugt von den Sorgen,

weil er nicht wusste, wie er sein Haus sturm- und

wetterfest machen und womit er den Winter über den

Kamin heizen sollte. Als er aus dem Walde heraustrat,

begegnete ihm der Herr Jesus und fragte, weshalb er

denn so sorgenvoll aussehe. Also erzählte der Bauer

dem Gottessohn, was ihm soeben geschehen war

und dass eine Familie nun frieren müsste. Da antwortete

ihm der Herr: „Kehre nur wieder um und schlage

an Holz was du willst; denn von jetzt an werde ich den

Bäumen verbieten, zu reden und den Menschen zu widersprechen.“

So geschah es, und seit der Zeit wagt es

kein Baum mehr, gegen die Axt des Menschen die Stimme

zu erheben. Doch hört man es im Walde noch sanft

rauschen und die Blätter sich bewegen, wenn die Bäume

leise miteinander flüstern. Denn sie haben ja eine

Seele, was man daran erkennt, dass sie wachsen, Blüten

und Früchte bringen und damit den Menschen dienlich

sind. Also das tun, wozu die Natur sie erschaffen hat.

...aber nicht verlernen seinen Traum

zu leben

Denn, das lernt man daraus: Mehr sein zu wollen,

als man wirklich ist, das geht meistens daneben. Es sei

denn man schafft es seinen Traum zu leben, das Märchenhafte

wahr zu machen. Wie der kleine Igel. An den

ich denken muss, wenn ich die Kinder im SPIELEBURG-

GARTEN auf dem Marktplatz umhertoben sehe. Zusammen

und ohne Vorurteile, egal woher sie kommen, wie

sie aussehen und wie teuer oder schick ihre Spielzeuge

und Kleider sind. Damit ihr versteht, was ich meine

– hier ist das polnische Märchen vom Igel, von seinen

Eltern „Stachelsöhnchen“ genannt. Es waren einmal ein

Bauer und seine Frau. Die wären sehr glücklich gewesen,

wenn sie ein Kind gehabt hätten. Und so begab es

sich, dass die Bäuerin eines Tages einen Igel im Gras vor

ihrem Haus sah und seufzte: „Ach, hätte ich doch ein

Kindchen und wäre es nur ein Igel!“

Stachelsöhnchen

Nicht lange danach bekam die Bäuerin ein Kind, doch

sah es mit seinen Stacheln über und über und seinem

schwarzen spitzen Schnäuzchen ganz anders aus als

andere Kinder. Doch egal, seine Eltern liebten ihr Stachelsöhnchen,

das schon nach einem Jahr sprechen

konnte wie ein Erwachsener, der Mutter im Haushalt

half und dem Vater das Essen aufs Feld brachte. Am

liebsten aber hütete er die Schweine im Wald, er legte

sich unter einen Baum und hörte den Vögeln zu. Eines

Tages nun geschah es, dass sich ein König im Wald verirrte

und auf Stachelsöhnchen und die Schweine traf.

„Was suchst Du, König?“, fragte der Igel. „Ich habe mich

verlaufen“, antwortete der König, „kannst du mir nicht

den Weg aus dem Wald zeigen?“ "Das kann ich“, antwortete

Stachelsöhnchen, „doch musst du mir dafür eine

deiner Töchter zur Frau geben.“ „Wenn das dein Wunsch

ist, soll es geschehen“, sagte der König und dachte sich,

dass der Igel ja doch nie in sein Schloss kommen könne.

Und so vergaß er sein Versprechen, kaum dass Stachelsöhnchen

ihn aus dem Wald geführt hatte. Doch hatte

er nicht damit gerechnet, zu was Menschen in der Lage

sind, um ihre Träume zu erfüllen. Jedenfalls bat Stachelsöhnchen

am nächsten Morgen seinen Vater, ihm den

Hahn zu satteln, damit er in die Welt ziehen und sein

Glück suchen könne.

Ein Versprechen ist dazu da es einzuhalten

– es lohnt sich immer

Was den kleinen Igel schnurstracks zum Schloss des

Königs führte. Der speiste gerade mit seinen sieben

Töchtern und war sehr erschrocken als er den Igel sah.

Stachelsöhnchen stieg aus dem Sattel, verbeugte sich

artig und sagte zum König: "Ich bin gekommen, mir

das zu holen, was du mir versprochen hast!" Der König

gestand die Wahrheit ein und seine Töchter fingen an

zu lachen und den Igel zu verspotten. Nur die siebente

Tochter schaute den Igel nachdenklich an und meinte:

"Vater, ein Versprechen ist ein Versprechen, auch wenn

man es nur einem Igel gegeben hat. Er hat dir dein Leben

gerettet. Ich will ihn zum Manne nehmen."

Da bat der Igel die Königstochter ihn drei Mal zu

küssen und als das geschehen war, stand nicht mehr

ein Igel, sondern ein schöner junger Mann vor ihr. Den

Schwestern verging das Lachen, denn es gab weit und

breit keinen so schönen Mann als ihn. Stachelsöhnchen

und die Königstochter bekamen viele wunderschöne

Kinder und besuchten jeden Tag die Bäuerin und den

Bauern. Und niemand war glücklicher als die beiden.

Das glückliche Schweinchen

Bis auf das Schweinchen vielleicht, dass den Sohn eines

sehr mächtigen Königs aus dem Morgenlande heiraten

konnte – doch bis dahin einen sehr steinigen Weg

gehen, sich verwandeln und viele, viele Male um sein

Glück kämpfen musste. Davon erzähle ich euch beim

nächsten Mal, wenn ich in dem Sommergarten am oberen

Ende der Lange Straße angekommen bin. Genau, da

6 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Sommergärten


eportage

wo auch der Eberborgdenkmal steht, das passt ja mit

den Schweinen. Auf dem Weg dorthin werden mir noch

andere Märchen aus anderen Ländern einfallen und in

jedem werden Cloppenbürger die Heimat ihrer Kulturen

wieder erkennen. Wobei diese Verschiedenheiten

gerade in den Märchen nicht zu erkennen sind. Denn

immer geht es hier wie dort darum, dass alle Menschen

glücklich und in Frieden leben wollen. Den Teufel, böse

Hexen und andere finstere Gesellen in Form von Kriegen,

Krankheiten, Hungersnöten, Ungerechtigkeiten,

Quälereien, Rücksichtslosigkeiten, Dummheiten und

shitstorms ein für alle Mal verjagt wissen. Das wäre

dann das Glück.

Sag dem Glück einfach willkommen

Das man natürlich suchen muss. Beim Sommergarten

der VISITENTOUREN gegenüber dem Spieleburggarten

fällt mir dazu ein Märchen aus Deutschland ein.

Es handelt von dem Ort, wo das Glück letztendlich seine

Heimat fand, weil überall, wo es glaubte angekommen

zu sein verantwortungslose Politiker und dumme

Menschen den Ort zerstörten. Also ging das Glück erneut

auf Wanderschaft und kam in ein Königreich. Dort

herrschte eine so fest gefügte Ordnung, dass die Menschen

nur noch das sahen, was ihnen als dieses feste

Gefüge dargestellt wurde. Zwar sehnten sich auch hier

die Menschen nach dem Glück – doch wenn sie ihm begegneten,

sahen sie es nicht. Denn das Glück war nicht

schön gekleidet und sah auch nicht aus wie die Menschen

im Königreich. Also konnten jene das Glück nicht

einordnen. Niemand wagte es, dem Glück gegenüber

zu treten und ihm die Hand zu reichen. Und während

die Menschen tatenlos herumstanden, ging das Glück

an ihnen vorbei.

Im Nachbarland angekommen bemerkte das Glück,

dass die Menschen von einer völlig überdrehten Regierung

beherrscht wurden. Dort wurden alle Probleme

zerredet und alle Wünsche durch die Mühle gedreht.

Als das Glück die verdrehten Gedanken und zermalmten

Ideen sah, schüttelte es verwirrt den Kopf und entfloh

dem Chaos.

Wo das Glück zu Hause ist

Im Niemandsland, an der Grenze zwischen den beiden

so unterschiedlichen Staaten, fand es ein verträumtes

Haus. Dort lebten ein Mann aus dem Königreich und

eine Frau aus der Demokratie, den das Glück gerade

als Chaos erlebt hatte. Die Frau und der Mann liebten

einander so sehr, dass er gelernt hatte, nicht zuviel zu

schweigen, und sie, nicht zuviel zu reden. „Hier gefällt

es mir“, dachte das Glück, blieb bei ihnen, stillte ihre

Sehnsüchte und ließ ihre Träume wahr werden. Und

wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch

heute mit dem Glück im Haus.

Hier treffen wir uns wieder, beim nächsten Mal in

den anderen Sommergärten Cloppenburgs, Ihr Kleiner

Muck der Vierte

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Sommergärten

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GEschichte

Die Geschichte des Reit- und Fahrvereins Cloppenburg

Die Gründung des Reit- und Fahrvereins Cloppenburg

geht auf das Jahr 1922 zurück. Die 1. Mitgliederversammlung

tagte in der Gaststätte Dölling in Bethen.

Die endgültige Gründung fand dann 1923 statt. Um das

Jahr 1925 gelang es dem Cloppenburger Bürgermeister

Heukamp den Verein nach Cloppenburg umzusiedeln. Das

Vereinslokal war damals Deeken-Hook. Trainiert wurde auf

dem Friesoyther Marktplatz. Das ist der Bereich auf dem

heute das Schwedenheim steht. Zu dieser Zeit gab es etwa

40 aktive Reiter. Die Reitstunden fanden sonntags jeweils

nach dem Hochamt und die häufigste Veranstaltung war der

sonntägliche Ausritt.

Doch legten sich die schweren Schatten des 2. Weltkrieges

auch über das Vereinsleben des Reit- und Fahrvereins,

so dass alle Aktivitäten ruhten. Nach Kriegsende dann, im

Jahr 1947 wurde der Cloppenburger Reitvereins wieder

gegründet. Und das erste Turnier fand am 20. Juni 1948 auf

dem Gelände des Südoldenburger Rennvereins (Rennplatz

an der Friesoyther Straße) statt – am Tag vor der Währungsreform.

Eintritt wurde nicht verlangt, da das Geld ohnehin

nichts mehr wert war. Die Besucher brachten aber reichlich

mit und so wurde am Abend säckeweise das Geld gezählt.

Der damalige Schriftführer konnte durch den Umtausch am

nächsten Tag einen Gewinn von 2000 D-Mark für den Verein

verbuchen.

In den 1950er Jahren hatte Cloppenburg ein reiterliches

Hoch und es fanden mehrere Großturniere statt. Klangvolle

Namen wie Thiedemann, Winkler und Alwin Schockemöhle

standen auf den Teilnehmerlisten. Das Sommerturnier 1957

zählte 20.000 Besucher.

In den 1960er Jahren entstand die Idee eine Reithalle

zu bauen. Hierzu wurde 1966 die Interessengemeinschaft

Reithalle Cloppenburg gegründet. Teilnehmende Vereine

waren die Reit- und Fahrvereine Cloppenburg, Garrel, Cappeln,

Friesoythe und Emstek, die Sportgemeinschaft der

Stadt Cloppenburg sowie der Südoldenburger Rennverein.

Die Stadt Cloppenburg stellte das Gelände am Garreler Weg

mittels Erbbaurechtsvertrag zur Verfügung. Da die Bauzeit

der Reithalle lediglich fünf Monate betrug, wurde die Reithalle

in den Bührener Tannen schon am 27. März 1967 von

Dechant Meyer feierlich eingeweiht. Am folgenden Wochenende

fand dann auch das erste Turnier statt, viele sollten

folgen.

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Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Geschichte


In den folgenden Jahren kamen als Baumaßnahmen Stallungen,

die kleine Halle und die Reiterklause hinzu. 1988

erfolgte eine grundlegende Renovierung der Anlage. Die

positive wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Vereine

in dieser Region führte dazu, dass viele eine eigene Halle erstellten

und sich das Interesse an der Cloppenburger Halle

reduzierte. Inlangen Verhandlungen und unter Abfindung

der anderen Vereine wurde ein Konsens gefunden, bei dem

im November 1994 der Verein die Halle erwarb und das Gelände

im Erbbaurecht übernahm. Ende der neunziger Jahre

wurde die Anlage weiter ausgebaut. Für 150.000 DM entstanden

ein neuer Turnierplatz und eine Tribüne. Mit diesen

guten Voraussetzungen konnte sich der Reit- und Fahrverein

2001 (RuF) erstmals die Ausübung der Weser-Ems-Meisterschaffen

im Springen und in der Dressur bis zur schweren

Klasse sichern. Sie sind bis heute ein fester Bestandteil der

Cloppenburger Reitertage.

2004 fusionierte der Südoldenburger Rennverein mit dem

Cloppenburger Reitverein. Der 1911 gegründete Verein führte

bis zum 2. Weltkrieg Pferderennen im Stadion durch. Nach

dem Krieg waren es auch Spring- und Dressurprüfungen.

Anfang der sechziger Jahre schliefen die Aktivitäten jedoch

wieder ein. Bis 1991, als es eine Reaktivierung und drei Rennveranstaltungen

folgten. Doch der erhoffte Erfolg blieb aus.

In dieser Zeit wurden auch die Cloppenburger Reitertage

weiter ausgebaut. Das Turnier sollte wieder mehr Besucher

in die Bührener Tannen locken. Die gleichzeitig stattfindende

Gewerbeschau wurde vergrößert und 2010 fand dann

erstmalig die Ausstellung „Cloppenburger Landlust“ statt.

Auch in den folgenden Jahren wurde immer weiter an der

Anlage gebaut. So kamen neue Dressurplätze dazu und

auch der Springplatz wurde weiter modernisiert. 2012 wurde

er mit einem Ebbe-Flut-System ausgestattet, was das Reiten

bei fast jeder Wetterlage erlaubt. Auch die Dressurplätze

wurden später damit ausgestattet.

Im Jahr 2008 fand die erste Pferdewallfahrt in Bethen

statt. Die Kirchengemeinde St. Marien und der RuF Cloppenburg

hatten sie ins Leben gerufen. Sie findet seit dem

jährlich auch unter Mithilfe des 1997 gegründeten Bether

Reitvereines statt.

Auch sportlich kann der Verein zahlreiche Erfolge nachweisen.

So wurde unter anderem in jüngerer Vergangenheit

die Cloppenburger Dressurmannschaft 2007 Landesmeister.

Auch in anderen Sparten wie Einzel Dressur und Einzel

Springen konnten immer wieder gute Platzierungen und

Meistertitel erkämpft werden. Der Voltigiersport, der nach

dem Krieg und in den neunziger Jahren eine Hochzeit hatte,

spielte im Verein immer eine große Rolle. 1956 wurde die

Voltigierabteilung gegründet.1960 belegte die Mannschaft

den 2. Platz bei der inoffiziellen Deutschen Meisterschaft in

Wiesbaden. Trainiert wurde auf dem Cloppenburger Marktplatz.

In den 1960er Jahren aber kam der Voltigiersport im

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Geschichte

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GEschichte

Der heutige Vorstand:

Manuela Henke, Schriftführerin

Otto Witte, 2. Vorsitzender

Dr. Matthias Wenck, 1. Vorsitzender

Angela Schrandt, 2. Vorsitzende

Walter Rißmann, Kassenwart

RuF zum Erliegen. Eine Neubelegung fand 1973 statt und

danach kam es wieder zu zahlreichen Siegen. Auch heute ist

die Voltigierabteilung sehr erfolgreich.

Es arbeiten sieben Trainer in den Bereichen Springen,

Dressur und Voltigieren für den Verein um den unterschiedlichen

Ansprüchen gerecht zu werden. Das Vinzenshaus ist

zwei Mal wöchentlich zum „therapeutischen Reiten“ vertreten,

in Zusammenarbeit mit Cloppenburger Schulen gibt es

drei Mal pro Woche „Schulreiten“ und auch die Kinder aus

mehreren Kindergärten schnuppern schon mal Stallluft.

Neun Schulpferde/Ponys sind hier im Einsatz.

Leider können in dieser Abhandlung über den Reitverein

nicht alle genannt werden, die ihn zu dem gemacht haben,

der er heute ist. Doch wissen alle, dass ihr Engagement nicht

umsonst war und ist: Willkommen zu den „Cloppenburger

Reitertagen 2018“!

Sabine Wenck

Textquellen: Dr. Dietmar Raczek, Antonius Heyer, Münsterländische

Tageszeitung, Archiv Niemeyer/Fotos: Ingrid

Krudewig, Sabine Wenck, Cloppenburger Stadtarchiv

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Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Geschichte


Porträt

Carmen Hanken, eine starke Frau

Carmen Hanken –

ein persönliches Porträt einer starken Frau

Carmen Hanken mit Jumper, Tamme´s

Lieblingspferd

Ruhig war es den Winter über auf dem HANKENHOF im

ostfriesischen Filsum, denn in den kalten und nassen

Wintermonaten war der Besucherandrang dort, wo der

XXL-Ostfriese Tamme Hanken zu Hause war, nicht so groß.

Carmen Hanken, die gemeinsam mit Tamme Hanken die Arbeit

rund um die Gesundheit von Pferden & Hunden bewerkstelligt

hat, hat auch diese Zeit, wie so oft, für Fortbildungen

genutzt, die sie für die tägliche Arbeit rund um das Spezialgebiet

von beiden: „Bewegungsmechanik“ – jeder auf seine

Art – gut brauchen kann.

Heute ist der HANKENHOF mit seinen ganzheitlichen Konzepten

als „Gesundheits-Kompetenz-Zentrum“ unter der

Regie von Carmen Hanken, mit Unterstützung ihres langjährigen

Mitarbeiter-Teams im Bekanntheitsgrad vorangekommen.

Daran wird hart gearbeitet. Hier finden Pferde- und

Hundebesitzer die Möglichkeit, ihre Vierbeiner behandeln zu

lassen und bei Bedarf die vielseitigen und jahrelang erfolgreichen

Therapien in der REHA für Pferde & Hunde bei Bedarf

zu nutzen.

Das seit langem bestehende Trainings- und Ausbildungszentrum

für Pferde & Reiter ist Carmen’s Steckenpferd, seitdem

sie bei Tamme in Ostfriesland angekommen war (2004).

Zuvor war sie damit im Rheinland erfolgreich. Carmen sprudelt

über vor Ideen und möchte so das Lebenswerk ihres

Mannes Tamme, das sie in den gemeinsamen 14,5 Jahren mit

aufgebaut hat, nach Möglichkeit erhalten.

Beim Betreten des Stalls heben die Pferde nur kurz den

Kopf, schnauben und versenken dann wieder ihre Mäuler in

die großen Haufen Heu vor ihren Boxen. Besonders auffällig

ist Tamme Hanken´s Lieblingspferd, der Boulonnais-Hengst

„Jumper“. Der weiße Kaltblüter beeindruckt die Besucher mit

seiner Größe, seiner Kraft und seiner gutmütigen Art. Klein

und zierlich wirkt Carmen Hanken neben diesem beeindruckenden

Pferd, dass sich schnell mit einem sanften Stubser

noch einige zusätzliche Streicheleinheiten sichert. Im Gespräch

wird schnell klar, dass die heutige Besitzerin des HAN-

KENHOFs eine starke Persönlichkeit ist, die vor allem in den

vergangenen Monaten zu kämpfen gelernt hat.

Vierzehneinhalb Jahre war sie mit Tamme Hanken, dem

XXL-Ostfriesen und Knochenbrecher (Pferde- und Hunde-Chiropraktiker),

zusammen, davon 12,5 Jahre verheiratet

– sie führten gemeinsam den HANKENHOF. Dabei blieb sie in

all den Jahren eher im Hintergrund, kümmerte sich um den

reibungslosen Ablauf der alltäglichen Arbeiten, während

Tamme die Öffentlichkeit suchte und auch genoss. Der Knochenbrecher

starb völlig überraschend am 10. Oktober 2016

im Alter von nur 56 Jahren an Herzversagen. Er ließ seine

Carmen unvermittelt mit einem großen Hof und zahlreichen

Pferden aus der Zucht zurück. Viel Zeit zum Innehalten blieb

der Witwe nicht. Sie musste trotz ihrer großen Trauer von

heute auf morgen die Verantwortung für die Tiere und vor

allem die Mitarbeiter übernehmen. Aber aufgeben kam für

die gebürtige Rheinländerin, die in der weiten ostfriesischen

Landschaft ihre zweite Heimat gefunden hat, nie in Frage.

„Der Hof ist wie eine Oase im wunderschönen Ostfriesland.

Ich liebe die große Weite hier, über die Felder und Wiesen

blicken zu können, die Ruhe und die Abgeschiedenheit hier

oben in Ostfriesland“, sagt sie. „In den vergangenen Jahren

haben Tamme und ich rund um die Uhr gearbeitet und den

alten Hof nach und nach zu dem gemacht, wie er heute zu

sehen ist. Gemeinsam haben wir viel Arbeit, Geld und Liebe

hier hineingesteckt. Wir haben uns hier gemeinsam unser

Nest gebaut und mein größter Wunsch ist, den Hof auch

nach seinem Tod zu erhalten“, betont Carmen Hanken. „Es

ist der Aufbau einer neuen Firma, was einerseits Zeit kostet,

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Porträt

11


Porträt

Streicheleinheiten für „Schnitzel“

Carmen und Juan Bernardo Bermeo in Ecuador

andererseits aber auch Überlegungen erforderlich macht,

wie Kosten gespart und der Aufbau vorangetrieben werden

können.“ So musste sie sich auch von einem Großteil der gezüchteten

Pferde trennen, die nun aber ein gutes neues Zuhause

gefunden haben.

„Tamme liebte Tiere und war Züchter mit Leidenschaft. Zum

Schluss hatten wir 50 Pferde. Ich liebte und liebe es eher klein

und überschaubar – Tamme liebte seine große Herde. Und

natürlich war es ein wunderschöner Anblick, wenn die Pferde

in einer großen Herde auf der Wiese standen. Die Entscheidung

ist mir einerseits sehr schwer gefallen, aber sie musste

getroffen werden, damit ich den Hof überhaupt weiterführen

konnte“, macht Carmen Hanken die schwierige Situation nach

dem plötzlichen Tod ihres Mannes deutlich. Sie reduzierte die

Zahl der Zuchtstuten stark und behielt vor allem die Lieblingspferde

ihres Mannes wie den schönen Hengst „Jumper“,

seinen Sohn „JR“ und die Zuchtstute“ Püppi“, die eigentlich

„Chardas Fürstin“ heißt, im heimischen Stall. Ein paar Pferde

hat sie noch, für die sie passende neue Besitzer sucht.

Heute hat sie den HANKENHOF mit dem Namenszusatz neu

aufgestellt, auch wenn sich äußerlich nicht so viel verändert

hat. Die gute Arbeit rund um die Tiere, die all die Jahre auf

dieser Oase stattgefunden hat, ist auch heute das Grundelement

des Schaffens auf dem Hof. Carmen Hanken, die seit ihrer

Kindheit reitet und quasi auf dem Pferderücken aufwuchs,

ist seit 1990 lizenzierte Trainerin A/FN und arbeitet seit über

20 Jahren nach ihrem ganzheitlichen Konzept Balance von

Pferd & Reiter und dem darin integrierten „BARS“ – Balance

Reit-System. An der Seite ihres Mannes und in speziellen

Schulungen, bereits seit ihrer Jugend, hat sie viel über den

Körperbau, die Muskulatur, Faszien und das Nervensystem

von Pferden und die Zusammenhänge dazu gelernt. Das Spezialgebiet

von Tamme und ihr war, beziehungsweise ist die

„Bewegungsmechanik von Pferden & Hunden“.

„Ich möchte mit meiner Arbeit die natürlichen Bewegungsabläufe

der Pferde erhalten beziehungsweise wiederherstellen

und die Kommunikation zwischen Pferd und Reiter

verbessern“, erklärt Carmen Hanken. „Ich arbeite beim „BARS

Carmen ist seit 1990 lizenzierte Trainerin A/FN

Küsschen für Tamme

12

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Porträt


Der Hanken Hof in Ostfriesland

– Balance Reit-System“ klassisch mit dem „Betriebssystem

Pferd“, um ein rittiges Pferd und ein harmonisches Miteinander

von Reiter & Pferd durch eine konkrete und korrekte

Hilfengebung zu erzielen.“

„Viele Probleme haben ihre Ursache in nicht erkannten

körperlichen Problemen des Pferdes, in der falschen Ausrüstung,

im fehlerhaften Beschlag sowie in der Art und Weise,

wie der Reiter mit dem Pferd arbeitet“, betont die Pferde-Expertin,

die auf dem Hof mit Aquatrainer, Pferde-Sauna,

Tiefenmuskulatur-Trainer (Vibration), Solarium, speziellem

Futter, Nahrungsergänzungen und vielem mehr dafür sorgt,

dass es den Pferden wieder gut geht. Dabei steht das Pferd

als Individuum im Vordergrund. Jedes Pferd hat seinen ganz

eigenen Charakter, ganz eigene körperliche Eigenschaften

und damit auch einen eigenen Bewegungsablauf. Darauf

stimmt Carmen Hanken ihre Behandlung und ihr Training,

sowie die Therapien ab.

Für die Hunde werden ebenfalls nach Behandlung der Ursachen

und Auswirkungen bei Bedarf Therapien angeboten,

damit die „Bewegungsmechanik“ auch da wiederhergestellt

wird. Sowie eine vollständige „Fütterungs-Philosophie“ (von

Carmen & Tamme) mit passenden Nahrungsergänzungen,

hochwertigem Futter und gesunden Snacks, die auf dem

Hof und über den Online-Shop bezogen werden können.

Bis vor kurzem wurde auf dem HANKENHOF nach noch

einem besonderen Familienmitglied gefragt, mit seinen

eigenen Fans, die es seinerzeit jeden Tag per Live-Stream

beobachtet hatten. Schnitzel – fast 8 Jahre alt – kam als Ferkel

auf den Hof, für Carmen und Tamme Hanken seinerzeit

zum „100. Geburtstag“ als Geschenk. „Einmal bekamen wir

lauter besorgte Anrufe, dass Schnitzel sich nicht mehr regt

und dass es ihr scheinbar nicht gut geht. Dabei war nur die

Kamera kaputt und es wurde ein Standbild übertragen“,

freut sich die Hofbesitzerin über das große Interesse an ihrer

Arbeit und an dem Wohlergehen der Tiere. Leider ging es

Schnitzel Ende April diesen Jahres ein paar Tage nicht gut

und letztendlich ist sie friedlich eingeschlafen und über die

Regenbogenbrücke gegangen.

Die glückliche, gemeinsame Zeit hat Carmen Hanken in

einem Buch „Gemeinsamer Ausritt“ – Tamme Hanken –

mein Leben mit dem XXL-Ostfriesen niedergeschrieben.

Ursprünglich hatte Tamme geplant noch ein weiteres Buch

über die Erlebnisse der letzten Jahre zu veröffentlichen,

konnte das Projekt aber nicht mehr zu Ende führen.

Nach seinem Tod kam die Anfrage, ob Carmen Hanken

ihre gemeinsame Lebensgeschichte aufschreiben wolle und

nach anfänglichen Zweifeln hat sie zugestimmt und so ist

ein sehr persönliches Erinnerungsbuch entstanden. Darin

gewährt sie sehr persönliche Einblicke in das gemeinsame

Leben auf dem Hof und auf den vielen Reisen, die den ostfriesischen

Knochenbrecher in den vergangenen Jahren

durch die ganze Welt – aber immer wieder zurück in die

ostfriesische Heimat Filsum führten und über seine Gabe als

Knochenbrecher.

„Aber auch über mich ist nachzulesen, wie ich meine Kindheit

verbracht habe. Der Pferdevirus ist bei mir im Alter von

sechs Jahren übergesprungen und weicht seitdem nicht

mehr von meiner Seite“, sagt sie schmunzelnd.

Sigrid Lünnemann und Carmen Hanken

Gemeinsamer

Ausritt:

Vorrätig in der

Buchhandlung

Terwelp

für 19,99 EUR

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Porträt

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Buchtipps

Das größte Glück der Pferde ist der Reiter auf der Erde

Tania Konnerth stellt die zehn

Grundprinzipien vor, die für ein

glückliches Miteinander von

Mensch und Pferd unerlässlich

sind – von Respekt und Verstehen

bis zu Führung und Freude.

Sie argumentiert nicht mit erhobenem

Zeigefinger, sondern

einfühlsam und lebensnah, und

hilft mit einfachen Übungen,

die eigene Haltung dem Pferd

gegenüber zu reflektieren und

zu ändern. Das Buch bietet überraschende Denkanstöße für

erfahrene Pferdemenschen genauso wie für Einsteiger und

macht mit vielen emotionalen Fotos sichtbar, welch enge

Verbindung zwischen Mensch und Pferd möglich ist.

ISBN: 978-3-440-15491-5 // Preis: 24,99 €

Gillian Higgins macht sichtbar,

wie der Pferdekörper als Ganzes

funktioniert und wie die

einzelnen Organe zusammenarbeiten.

Sie ergründet die

zwölf anatomischen Systeme

in einzigartiger Form durch Abbildungen,

die direkt auf den

Körper gezeichnet sind. Ausführlich

erklärt die erfahrene

Physiotherapeutin die Funktion

jedes Organsystems und stellt

einen unmittelbaren praktischen Bezug zur Pferdegesundheit

und zum richtigen Training her.

ISBN: 978-3-440-16204-0 // Preis: 29,99 €

Faszientraining, Muskelaufbau,

Balance und Koordination

– mit diesem

umfassenden und abwechslungsreichen

Physioprogramm

für Pferde gelingt es,

Verspannungen, Rückenleiden

und anderen Beschwerden

gezielt vorzubeugen.

Das Ganzkörpertraining

der erfahrenen Pferde-Physiotherapeutin

Katrin Obst

stärkt die Tiefenmuskulatur,

verbessert die Beweglichkeit und hilft, Blockaden und Muskelprobleme

zu vermeiden. Alle Übungen und Parcours werden

detailliert beschrieben, sodass das Training auch ohne

professionelle Assistenz durchgeführt werden kann.

ISBN: 978-3-440-15832-6 // 16,99 €

Jim Masterson löst mit

seiner Art der Körperarbeit

und Massage tiefe

Verspannungen beim

Pferd und bringt es in

einen ganzheitlich entspannten

Zustand. In

seinem reich bebilderten

Ratgeber zeigt er

die einzelnen Handgriffeund

speziellen Anwendungsgebiete

in

vielen Detailaufnahmen und Schritt-für-Schritt-Anleitungen,

sodass jeder Reiter sein Pferd individuell behandeln kann. Es

lockern sich körperliche und seelische Spannungen und als

zusätzlicher positiver Effekt vertieft sich die Beziehung des

Menschen zu seinem Pferd.

ISBN: 978-3440-16205-7 // 39,90 €

49661 Cloppenburg Lange Str. 8

24 Stunden online-shopping: www.terwelp.de

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Blog

Ein spektakulärer

Abgang!

Manch einer von Euch kennt Situationen in denen

man hofft das es ein Traum ist und man vor dem

Fall aufwacht. Auf dem Hamburger Derby vor ein

paar Wochen befand ich mich in so einer Situation,

aber ich mußte feststellen es war kein Traum.

Im Speed Derby, für alle die es nicht kennen, ein

Springen der Klasse S* mit besonderen Hindernissen,

ist mir nach Sprung 3 der Steigbügel gerissen.

Der Albtraum eines jeden Springreiters

ausgerechnet in so einem Parcours. Es folgten 12

weitere Sprünge, incl. dem berühmten 4 m hohe

Wall und der berüchtigte Graben, bis zum erreichen

der Ziellinie. Da ich merkte, dass ich nicht aufwache

mussten Caddie und ich uns bis zum Ende

mit nur einem Steigbügel durchkämpfen. Wir haben

es fehlerfrei geschafft, nach der Ziellinie verließen

mich dann meine Kräfte. Unter tosendem

Applaus verabschiedete ich mich von Caddies Rücken.

Wer Lust hat sich das Video anzuschauen, findet

es unter „Christina Thomas Equisports „ - auf

Facebook oder unter „Christina Thomas Hamburg“

- auf YouTube.

Hiermit verabschiede ich mich vorerst aus dem

Stadtmagazin für Cloppenburg. Es hat mich gefreut

Erlebnisse und Erfahrungen mit Euch zu teilen.

Weiterhin könnt Ihr mich auf Facebook und Instagram

verfolgen.

GROSSE

Auswahl für

festliche

Anlässe

EXKLUSIV IN CLOPPENBURG

KLEIDER KOMPETENZ

Bis bald Eure Christina

49661 Cloppenburg

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15


Gut zu wissen

Was gibt es Schöneres als Fußballgucken?

Guten Sex auf jeden Fall, Baileys im Eiskaffee, mal

was Exotisches essen oder Cabrio fahren – immer auf

der Suche nach Antworten, haben wir schon vor Monaten

begonnen herum zu fragen, was man in den fußballweltmeisterschaftlichen

vier Wochen denn anderes tun kann, als

Simone Lübbe Goldschmiedemeisterin

Bether Dorfstraße 54 · 49661 Cloppenburg · Tel. 04471 7009328

info@simone-luebbe.de · www.simone-luebbe.de

„Ich fertige individuellen, handgefertigten Schmuck auch nach

Kundenwunsch, arbeite alte Stücke um und repariere Ihre geliebten Schätze.“

Goldschmiede-Kurs:

Fertigen Sie ein einzigartiges Schmuckstück z. B. Trauringe oder auch ein

besonderes Geschenk zur Geburt oder zu einem besonderen Anlass.

Kosten:

12 Euro pro Person und Stunde, Material wird nach Verbrauch gerechnet.

wichtige Lebenszeit vor dem TV-Gerät zu verbringen. Wohl

wissend, dass das eigentlich keine Frage ist, weil der Traum

von einem weiteren Sommermärchen kollektiv durch die

Köpfe geistert.

Umso größer war die Verblüffung, als zahlreiche Frauen

und auch nicht wenige Männer gutem Sex den Vorrang vor

der Fußball-WM-Unterhaltung gaben. Allerdings nahm die

Pro-Sex-Fraktion der Männer deutlich ab, als es um die Spiele

der möglichen Qualifikationen zum Viertel-, Halb- und natürlich

zum Finale ging. Wobei in den Fällen dann auch die

meisten Ladys wieder „bei Fuß (ball)“ sitzen würden. Oder im

Hintergrund Zumba tanzen, denn man hat herausgefunden,

dass der Rhythmus diverser Fangesänge langsamere Zumba-Moves

ideal begleitet. Wobei der Gesang der Isländer, der

mit dem „UH“ als Refrain, ja ganz schön zackig rüber kommt.

Ob Zumba im WM-Hintergrund bei den Nicht-Tänzern allerdings

so gut ankommt – das ließe sich schnell herausfinden,

ob mit oder ohne „UH!“

Doch bevor wir zu Baileys im Eiskaffee einschwenken,

schnell noch eine kurze Replik zum Thema „Guter Sex statt...“

Hat sich doch herausgestellt, dass fünf Prozent aller Bundesbürger

über 18 Jahre ein ganzes Jahr lang auf die Nutzung

von Facebook verzichten würden, wenn sie dafür 12 Monate

lang regelmäßig tollen Sex hätten. Horrido! Da machen Datenschutzbeauftragte

in aller Welt sich dicke Köpfe darüber,

wie sie Ihre Hoheit Sir Mark vom Zuckerberg verordnungswirksam

einnorden könnten... Wo die Antwort doch so einfach

ist: „Make Love not Datenklau!“

Dazu einen Eiskaffee mit tüchtig Baileys drin, gerne auch

ohne Eiskaffee. Danach kann man natürlich nicht Cabrio fahren,

doch stattdessen wäre auch ein Tipp. Männliche Fuß-

16

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www.roy-robson.de

ballmuffel schließen wir jetzt mal kurz aus, da das Bild so

schön ist, wenn Frau sich fein in die Ledersitze des seit

Langem schon favorisierten, motorbetriebenen Objekts

der Begierde schmiegt. Das Lenkrad lässig im Griff und

durch die Sonnebrille in die Ferne blickend. Es besteht

die Chance, dass dieses Bild von einem roten Porsche

bereichert wird. Von einem 911er möglicherweise, mit

offenem Verdeck und einem Mann in seinen Anfang-bis-

Mitte-50ern hinterm Steuer. Unterwegs, weil er sicher

sein kann, gesehen zu werden. Anders als an normalen

Tagen, im normalen Verkehrsgewühl. Und die Chance

einer gleich gesinnten Dame (was die nur marginale Fußballbegeisterung

angeht) oder eines ebensolchen Herrn

zu begegnen, ist an Tagen wie diesen eben auch größer.

So, nun könnte man mit der neuen Bekanntschaft essen

gehen, was Besonderes natürlich. Also mal was exotisches:

Sushi zum Beispiel. Sie mögen kein Sushi? Das geht

vielen Menschen so. Doch lesen Sie dazu einfach mal auf

Seite .. weiter.

Und auf den Seiten 22 und 64 haben wir Vorschläge für

jene parat, die ebenfalls nicht dauernd Fußball gucken

wollen, aber mit Verrenkungen oder gefüllten Reisröllchen

mit Algen umzu und dem ganzen anderen Kram

so ad hoc auch nicht zu begeistern sind. Dann lieber was

tun, was immer gut ist. Also: Rauf auf die Draisine oder

aufs Fahrrad, ob E-betrieben oder nicht und los geht’s. In

die nähere Umgebung oder weiter weg. Wer weiß schon,

was man da und dort alles so erleben kann und mit wem

und wie – Eiskaffee mit Baileys geht immer!

Ulla Schmitz

ich will

... die neue Hochzeitsmode

von SCHWARTE für den

Bräutigam und seine Gäste!

ANZUG KOMPETENZ

49661 Cloppenburg

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Stefanie Taubenheim und Michael Röttger bei

„Kunst & Kreativ Cloppenburg“

Das kreative Dreamteam

Gut sortierte Papier- und Kartonabteilung

Die Malwerkstatt von Stefanie

Taubenheim und der Bastelfachmarkt

„Kunst & Kreativ Cloppenburg“

bringen zusammen, was zusammengehört.

Location und Material

für tolle Kunstobjekte und das nötige

Know-how für die Umsetzung finden

sich hier und ergänzen sich hervorragend.

Im „Kunst & Kreativ Cloppenburg“

hat seit Anfang 2018 Michael Röttger

die Filialleitung übernommen und mit

seinem Faible für kreative Gestaltung

plus seiner positiven Art den Fachmarkt

neu und lebendig gestaltet. Mit tollen

Ideen und klaren Strukturen wurden

die einzelnen Fachbereiche erweitert,

sodass jetzt auf circa 500 Quadratmetern

ein komplettes Sortiment aus allen

Bastelbereichen wie Handarbeit,

Schmuckgestaltung oder individuelles

Homestyling. Auch Dekorationen für

unterschiedliche Anlässe, wie Hochzeit,

Geburt, Jubiläum, bis hin zur Schultüte,

sind hier zu finden.

Der Papierbereich wurde grundlegend

erneuert und ausgebaut. Einladend

präsentiert sich hier die Bastelwelt

mit Kartons in schillernden Farben, Karten

in allen erdenklichen Formen und

ausgefallenen Papiersorten. Ob für´s

Scrapbooking, für individuell gestaltete

Gruß- oder Einladungskarten oder

Fotoalben oder... Wer hier nicht das passende

Papier für sein Projekt findet, der

hat nicht wirklich gesucht.

Zusätzlich zu den vielfältigen Auswahlmöglichkeiten,

egal zu welchem

Themenbereich, erfährt man bei „Kunst

& Kreativ Cloppenburg“ jede Menge

Tipps und Tricks – unabhängig von der

umfangreichen Fachliteratur, die außerdem

zur Auswahl steht. Denn Michael

Röttger ist mit Leib und Seele dabei und

verbreitet gute Laune schon beim Betreten

des Fachgeschäftes. Das kommt

natürlich auch den Teilnehmern der

regelmäßig stattfindenden Workshops

zugute. Wie unter anderem auch die

Kindermalkurse von „Steffis Malwerkstatt“.

Für Stefanie Taubenheim ist „Kunst &

Kreativ Cloppenburg“ längst zur ersten

Anlaufstelle geworden, wenn es um Farben,

Pinsel und Leinwände geht. In der

gut sortierten und sehr umfangreichen

Künstlerbedarf-Abteilung findet sie alles

für ihre Workshops und Seminare.

Und auch für ihre eigenen Auftragsarbeiten

kauft sie gerne bei Michael

Röttger ein, weiß sie doch um die gute

Qualität der Angebote.

Seit 22 Jahren schon ist die gelernte

Raumausstattermeisterin Stefanie

Taubenheim im künstlerisch- kreativen

Bereich tätig. Im Mittelpunkt ihres

Schaffens steht der Mensch: Malen als

Kunst & Kreativ Cloppenburg

Emsteker Str. 28 - 32

49661 Cloppenburg

cloppenburg@kuk-markt.de

www.kuk-markt.de/cloppenburg

Tel: 0 4471 1843191

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag: 09:30 –18:30 Uhr

Samstags: 09:30 –16:00 Uhr

Auf circa 500 Quadratmetern finden Kunden ein komplettes Sortiment

aus allen Bastelbereichen

18

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eportage

Einzelstunden im wunderschönen

Garten von Hof Ottenweß

Ausdrucksmöglichkeit. Dabei verliert

die sympathische Frau jedoch nie den

handwerklichen Aspekt aus den Augen,

da es ihr wichtig ist, Kunst mit den

Händen begreiflich zu machen. Mit

dem Erfolg, dass die Ergebnisse ihres

künstlerischen Schaffens eine perfekte

Balance zwischen Kunst, Therapie und

Handwerk darstellen. Sichtbar und erlebbar

für Künstler und Betrachter. So

hat Stefanie Taubenheim, neben ihren

eigenen Projekten, schon früh begonnen

Menschen mit unterschiedlichen

Behinderungen ihre eigene Kreativität

entdecken zu lassen. Und damit womöglich

bisher ungeahnte Ausdrucksmöglichkeiten!

So viel Kreativität, so viele Wege, sie

zu vermitteln – da war die Gründung

des eigenen Ateliers 2016 nur logisch:

„Steffis Malwerkstatt“. Heute reicht die

Angebotspalette daselbst von „Bildnerisches

Gestalten für Menschen mit

starker geistiger Behinderung“ über

Weg zu Steffis Lieblingsplatz –

zum Glücklichsein

Kunst-, Kreativ- und Maltherapie, bis

hin zur Trauerverarbeitung in gestalterischer

Form. Vorkenntnisse oder besonderes

Talent sind für die Teilnehmer

aller Kurse unter der Ägide von Stefanie

Taubenheim nicht wichtig. Denn Maltechniken

entwickeln sich unter ihrer

professionellen Anleitung so ganz nebenbei.

Man muss sich nur auf Stefanies

Tipps und Tricks einlassen. Dann entstehen

aus anfangs unscheinbaren Bildern

kleine Meisterwerke. Das verblüfft und

macht glücklich.

So einfach also lässt sich Glücklichsein

(von) selbst gestalten. Mit den Möglichkeiten

und Erfahrungen des Dreamteams

von „Steffis Malwerkstatt“ und

„Kunst & Kreativ Cloppenburg“ als kreatives

und befriedigendes Erlebnis. Und

so hört man beim Verlassen des Bastelfachmarkts

die Worte „bleib fröhlich

“und weiß jetzt auch, wie das funktionieren

kann. Im Kreativen auf jeden Fall.

kanie

steffi´s

mal

werkstatt

„Steffis Malwerkstatt“ im Hof Ottenweß

in Kneheim: Lichtdurchflutete

Räumlichkeiten bieten den perfekten

Hintergrund für ein prägendes

Kunsterlebnis. Zu jeder Jahreszeit

hat das Atelier auf dem Hof eine besondere

Atmosphäre zu bieten, im

Sommer lädt der wunderbare Garten

zum Verweilen ein während man es

sich im Winter am Kamin gemütlich

machen kann. Und in den Seminaren

ergibt sich immer eine gute Gelegenheit,

für interessante Gespräche

unter Gleichgesinnten, neuerdings

auch bei Firmenseminaren und Mitarbeiterfortbildungen.

Büro: Stefanie Taubenheim

Rosengärten 2 • 49661 Cloppenburg

Tel: 04471 958380

Mobil: 0176 20995234

stefanie.taubenheim@ewetel.net

www.steffismalwerkstatt.de

Steffis Malwerkstatt

Atelier: Hof Ottenweß

Strohhauk 5 • 49688 Kneheim

TERMINE

Pils & Pinsel

21. und 22. August 2018

11. und 12. Dezember 2018

Malworkshop

Dauer 14 Tage, jeden Mittwochvormittag.

Weitere Termine nach Absprache.

Freude und Kraft tanken durch

Malen und Entspannen

07. Juli / 01. September/

03. November/01. Dezember 2018

Trauerbegleitung und das Erstellen

von Collagen mit dem Ziel zur Selbstfindung,

auf Anfrage.

In einem Seminar können Teilnehmer viele unterschiedliche Techniken ausprobieren

Die Erfahrungsaustauschgruppe

Hochsensibilität trifft sich jeden

dritten Montag im Monat in der VHS.

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Ein kompetentes Team auch in Sachen Kosmetik: Die beiden FachPtA Kosmetik Frau Wolke, Frau Niehaus sowie die PtA und Kosmetikerin

Frau Thyen beraten Sie gerne und fachkundig.

Kosmetik aus der Marien-Apotheke

...... individuell beraten, optimal pflegen

Sich in seiner Haut wohlfühlen, das möchte wohl jeder. Leider

wird das Wohlbefinden oft durch falsche Pflege, Stress oder

Umwelteinflüsse getrübt. Da ist der beste Rat eine kompetente

Beratung und ein breitgefächertes Kosmetiksortiment um

ganz speziell auf die individuellen Bedürfnisse der Haut eingehen

zu können.

Seit jeher stellen Apotheken Salben und Cremes für erkrankte

und empfindliche Haut her. Und seit jeher beraten Apotheken

zu Hautproblemen und Hauterkrankungen. Die Hersteller

apothekenexklusiver Kosmetik vertrauen darauf, dass

das Apothekenpersonal aufgrund seiner besonderen Ausbildung

die Probleme der Kunden und Kundinnen gut erkennt

und optimale Pflege empfehlen kann. Die Marien-Apotheke

ist noch einen Schritt weitergegangen. Neben einer ausgebildeten

Kosmetikerin gibt es zwei speziell geschulte Fach PtA

Kosmetik, die kompetent und individuell beraten.

Sie wünschen eine Hautanalyse und ein umfassendes Pflegekonzept

oder benötigen gezielte Hilfe um das optimale Produkt

für ein spezielles Hautproblem oder auch eine Hauterkrankung

zu finden? Mit unserer vielfältigen Kompetenz in

Sachen Pflegekonzepte nehmen wir uns Zeit für Sie, beraten

Sie umfassend und wählen die für Sie optimal geeigneten

Pflegeprodukte mit Ihnen zusammen aus.

Ihnen steht ein breites Sortiment an apothekenexklusiven

Kosmetikmarken zur Auswahl. Neben den großen bekannten

Marken (Vichy, La Roche Posay, Bepanthol, Eucerin, Linola,

Medicosma, Weleda) gibt es auch weniger bekannte wie

ISDIN, Avène, Ducray oder Dermasence. Dadurch kann noch

besser auf jeden Kunden und sein Hautbedürfnis eingegangen

werden.

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Hier gibt es spezielle Produkte für die schon vorgeschädigte

Haut. Ansonsten liegt der Focus auf besonders hautverträglichen

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zum Beispiel für Sportler, oder besonders wasserfeste

Sprays.

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spezielle Produkte für Kinder, wie Sonnenspray das auch auf

die nasse Haut gesprüht werden kann oder Sonnenschutz

mit rein mineralischen Filtern.

Ihre Haut ist so individuell wie Sie – nutzen Sie unsere Kompetenz

und profitieren Sie von unseren attraktiven Angeboten

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20

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


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Inh. Maria Mönter e.K.

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APOTHEKE

Antoniusplatz Antoniusplatz 10 • Cloppenburg 10, Cloppenburg, • Tel. 04471 Telefon: 669, 04471/6691

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Öffnungszeiten: Mo.-Fr.: 08:00-20:00 Uhr, Sa.: 08:00-14:00 Uhr

Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 8:00 - 20:00 Uhr, Sa. 8.00 - 14:00 Uhr

Optimale Hautpflege mit Kosmetik aus der Marien-Apotheke

Marien-Apotheke ist Leukin Servicepoint

Manchmal stößt die Medizin noch an ihre Grenzen. Das

sind die Situationen, in denen auch die Apothekenmitarbeiter

betroffen und hilflos sind.

Manchmal ist es aber auch ganz einfach, einem Patienten

mit einer schwerwiegenden Erkrankung zu helfen.

Für an Leukämie Erkrankte ist die Stammzellenspende

oft die einzig lebensrettende Therapie. Je mehr mögliche

Spender registriert sind, desto höher die Wahrscheinlichkeit,

den lebensrettenden Spender zu finden.

Deshalb ist die Marien-Apotheke Leukin Service Point.

Seit 2016 können sich interessierte Spender hier informieren

und auf Wunsch typisieren lassen können. Die

Kosten werden vom Verein Leukin aus Spendengeldern

finanziert.

Alle gesunden Frauen und Männer im Alter von 17 bis 55

Jahren können sich als Stammzellspender registrieren

lassen. Als erstes Screening wird einfach ein Abstrich der

Wangenschleimhaut gemacht - ähnlich wie man es aus

TV Krimis kennt. Dieser wird an die Deutsche Knochenmarkspenderdatei

(DKMS) geschickt und die Merkmale

in der Spenderdatei registriert. Kommt ein potentieller

Spender in die nähere Auswahl, erfolgt die eigentliche

Typisierung. Voraussetzung hierfür ist ein Bluttest, wobei

lediglich 5 ml Blut abgenommen werden.

Während der Öffnungszeiten kann jederzeit die Registrierung

vorgenommen werden. Nehmen Sie sich gut 5

Minuten Zeit und helfen Sie Leben zu retten.

Mund auf –

Stäbchen rein –

Lebensretter

sein!

Wattestäbchen in den Mund und schon fertig! Claudia

Oortmann, Leiterin der Marienapotheke, zeigt, wie einfach

es sein kann Leben zu retten.

www.leukin.net

Wir führen Produkte dieser Firmen:


Ausflugsziel Artland

Fotos: Samtgemeinde Artland

„Wo sich Hase und Hofbesitzer mögen“

Bauernhofkultur vom Feinsten im Norden des Osnabrücker Landes

Hof Meyer zu Devern in Badbergen Wulften

Das Artland ist ein beeindruckendes Ergebnis des einträchtigen,

jahrhundertelangen Zusammenspiels von

Mensch und Natur im nördlichen Osnabrücker Land.

Wiesen, Weiden, Ackerflächen, Hecken, Flussauen und kleine

Wäldchen bilden eine offene Parklandschaft, deren Schönheit

fasziniert. Eingebunden in diese Bilderbuch-Szenerie

sind mehr als zweihundert denkmalgeschützte Gehöfte in

typisch geschlossener Bauweise: mit schmaler Zufahrt, Innenhof

und einem Haupthaus, das von Ställen und Scheunen

flankiert wird. Viele von ihnen beherbergen Ferienwohnungen,

manche plüschige Cafés oder originelle Museen.

Auch eine private Bierbrauerei und eine Obstmosterei gibt es.

Badbergen: Groß Mimmelage Mühle

Mit Kunst als Ergebnis

eines kreativen

Prozesses hat der

Begriff „Artland“ für

den Landstrich entlang

des Flusses Hase

nichts zu tun, er geht

zurück auf das lateinische

„arare“, das für

ackern und pflügen

steht. Fleißig und erfolgreich

haben die

früheren Artlandbauern

nach der immer

wiederkehrenden

Überflutung ihrer

Äcker den dadurch

verbesserten Boden

bearbeitet. Ihr Reichtum

spiegelt sich bis

heute sowohl in den prächtigen Vierkanthöfen als auch im

vielseitigen Kulturleben der norddeutschen Region wieder.

Von April bis Oktober sind im Artland besonders viele Urlauber

aktiv. Die Palette der Freizeitmöglichkeiten ist breit

und reicht von organisierten Radtouren entlang der „Hase“

als Teil der bekannten „Hase-Ems-Tour“, über Kanu- und

Schlauchboottouren, originelle Boßeltouren oder gemütliche

Planwagenfahrten bis hin zum familienfreundlichen

Swingolf oder der gemeinsamen Draisinenfahrt als Gruppe.

Aber auch Kunst- und Kulturinteressierte werden im Artland

in charakteristischen Museen wie denen über Pferde,

Kutschen oder die Burgmannstadt unterhalten. Wer Malern

und Bildhauern über die Schulter schauen mag, besucht deren

Ateliers. Auch Mühlen, Schlösser und Herrenhäuser sind

zu besichtigen. Weiteren Grund zum Besuch des Artlandes

bieten hochkarätige Veranstaltungen wie der Musiksommer

Artland im Frühsommer auf einem Originalhof in Badbergen.

Wonne für die Augen bietet vor allem die 65 Kilometer lange

„Giebeltour“, die zu den schönsten Artländer Hofanlagen

führt. Sie zeigt die berühmte Artländer Baukultur der gut

sichtbaren „Zwei-Ständer-Bauweise“ und prächtige, repräsentative

Schaugiebel samt Verzierungen und Schnitzereien.

Mit diesen Touren wird das flache Artland bequem erschlossen,

sie sind in beide Richtungen befahrbar und auch dank

des Radverkehrsleitsystem Osnabrücker Land

Eine Anreise direkt nach Quakenbrück ist mit dem Zug, der

auch Räder transportiert, unkompliziert möglich. Wer mehr

als Tagesausflüge vorhat, der geht auf die auch überregional

bekannte „Hase-Ems-Radtour“, von deren 265 Kilometern

22

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Ausflugsziel


Auch sagt man, dass der Begriff „Artland“ sich

von Ortland ableitet. Es gibt viele Familien mit dem

Namen Ortland, deren Ahnen als Siedler an einem

vorgelagerten Ort (Vorwerk) lebten. Einleuchtend

scheint diese Ableitung auch von „Ortstein“

(Raseneisenstein), aus dem sogar Kirchen erbaut

wurden. Dieses Gestein ist unter Artländer Böden

keine Seltenheit. Auf ihnen wurde über 1000 Jahre

lang die Plaggeneschkultur betrieben, bei der die

Bauern ihre Äcker zusammen mit Mist und Grasplaggen

düngten und damit zu sehr fruchtbaren

Eschböden „veredelten“. Rechts und links der Hase

wurden die Flächen zudem durch ein System von

Wassergräben mit Wasser aus der Hase berieselt.

Das war zwar kompliziert, trug jedoch zu großer

Fruchtbarkeit bei.

Draisine Hasetal

auch ein Streckenabschnitt durch das Artland führt. Immer

am Fluss „Hase“ entlang geht es von Osnabrück an sechs

Tagen ins Emsland. Übernachtet wird in Ferienwohnungen

auf Artländer Höfen, in schnuckeligen Pensionen oder kleinen

Hotels. Zur Einkehr laden erstklassige Restaurants oder

originelle Hofcafés ein. Eine Pause einzulegen auf den vielen

Ruhebänken oder Picknickplätzen ist das eine; bei den

zahlreichen Direktvermarktern von Obst, Honig oder Bier

vorbeizuschauen, das andere: Deren Produkte sind schöne

Mitbringsel zur Erinnerung an die Radtour im Artland.

Kartenmaterial, Informationen: Peter Hohnhorst,

Wirtschaftsagentur Artland, Tel. : 0 54 31 182 116

E-Mail: ph.wirtschaftsagentur @artland.de

Draisine Hasetal: Auch ein großer Spaß für die ganze Familie

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Ausflugsziel

23


eportage

Foto: Albrecht Bußmeyer

Foto: Christian Wüst

Backhaus Hof Elting-Bußmeyer

Badbergen

Badbergen gehört mit Menslage und Gehrde zu den

Kerngemeinden des Artlandes. Hier stehen die meisten

der fast 1000 unter Denkmalsschutz stehenden Höfe

mit gut 6000 Nebengebäuden. Die Agrarwirtschaft hat hier

auch heute noch eine große Bedeutung. Auf den sehr guten

Böden wird erfolgreicher Ackerbau betrieben. Zusammen

mit der vielfältigen Viehhaltung trägt der wirtschaftliche

Erfolg zum Erhalt der vielen denkmalgeschützten Gebäude

bei.

Tolle Radtouren führen entlang der imposant eingedeichten

Hase durch Badbergen mit der hochaufragenden Georgskirche

zu idyllischen Ferienhöfen, Gasthäusern und Reiterhöfen.

Viele Betriebe laden zu Planwagen und Kutschentouren

ein! Daneben gibt es Fischzuchtbetriebe, Honighöfe oder ein

Kleintierkrematorium zu besichtigen.

Gartenanlage Hof Elting-Bußmeyer

Im Herzen des Artlandes an der Giebeltourroute befindet

sich eine der größten Hofanlagen des Artlandes, der Hof Elting

– Bußmeyer. Der Hof befindet sich seit 1399 in Familienbesitz.

Seit 1995 werden die Gebäude umfangreich saniert

und umgenutzt. Es entstanden ein Hofladen, das Café und

Restaurant im Backhaus, die Festdiele, eine Remise und das

Jagdzimmer für kleinere Veranstaltungen und ein kleines

Pferdezuchtmuseum. Bewusst ist in den Innenräumen der

ländliche Charakter erhalten geblieben. Heute werden die

Gäste hier mit leckeren hausgemachten Kuchen sowie mit

regionalen und saisonalen Köstlichkeiten aus der „Jahreszeitenküche“

verwöhnt. In der warmen Jahreszeit können Sie

unter mächtigen, über 200 Jahre alten Eichen auf einem der

lauschigen Plätze direkt vor dem Backhaus die Leckerbissen

genießen und die Seele baumeln lassen.

Bei einer Hof- und Gartenführung können Sie die Geschichte

des Hofes erfahren und die große Hofanlage mit dem

herrlichen 8000 m2 großen Garten erkunden. Für unsere

„kleinen Besucher“ steht ein großzügiger Spielplatz neben

dem Hofladen zur Verfügung. Gut ausgebaute Wege laden

zu einem Spaziergang durch die Feldflur ein und über die

bekannteste Radroute des Artlandes, die Giebeltour, haben

Sie von hier aus Anschluss an ein mehrere hundert Kilometer

langes Radwegenetz durch das Artland und darüber hinaus!

Albrecht BuSSmeyer

Foto: Albrecht Bußmeyer

Hof Elting-Bußmeyer

Albrecht Bußmeyer

Vehser Straße 7

49635 Badbergen

Tel: 0 54 33 279

Fax: 0 54 33 1367

info@hof-elting.de

www.hof-elting.de

24 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Ausflugsziel


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Zeiss Präzisionsgleitsichtgläser oder nur ein Stück Plastik

Vor der Beratung und Augenmessung

steht bei Optik Bergner ein Gespräch

über Ihr individuelles Sehverhalten

und Ihre Sehbedürfnisse. Dadurch

kann eine genaue Bedarfsanalyse

durchgeführt werden. Darauf folgt die

Tag- und Nachtsehmessung mit dem

i.Profiler®. Hier wird eine Messung

durchgeführt, die 25 mal genauer ist,

als herkömmliche Verfahren und die

Unterschiede der Augen beim Tag und

Nachtsehen aufdeckt.

i.Profiler®

Vor der Augenmessung erfolgt eine

Kontrolle der Augen mit dem Spaltlampenmikroskop

und einer Netzhautkamera,

um genauere Informationen

über den Zustand der Augen zu

erhalten. Das dient der besseren Beurteilung

der zu erwartenden Sehleistung.

Mit den Vorkenntnissen geht es daraufhin

in die Augenglasbestimmung.

Dafür nimmt Augenoptikermeister

Dirk Bergner sich gerne 30 Minuten

und mehr Zeit, um eine genaue Fernund

Nahbestimmung der erforderlichen

Brillengläser durchzuführen. Für

die Augenmessung liegen extra Messgläser

mit 1/8dpt, also dem halben

herkömmlichen Brillenglaswert, bereit,

um das Ergebnis zu perfektionieren.

Wichtig ist dabei auch das Zusammenspiel

der Augen. Der Zeiss Polatest

beinhaltet die dafür erforderlichen

Tests. Schleichen sich bei der Augenmessung

Fehler von nur 0,25 dpt ein,

so verliert das Gleitsichtglas bereits einen

Großteil seiner Leistungsfähigkeit.

Bei der Nahbestimmung wird noch

getestet, ob beide Augen die gleiche

Nahsehleistung haben oder ob unterschiedliche

Nahzusätze gegeben werden

müssen.

Das Ergebnis wird mit dem Kunden genau

besprochen und Dirk Bergner gibt

eine Empfehlungen zu den Brillengläsern.

Er beschreibt den Grund seiner

Empfehlung, denn ein Zeiss-Präzisions-Gleitsichtglas

ist schließlich keine

Katalogware.

Ist die Brillenfassung ausgesucht, wobei

auch hier ausschließlich Augenoptiker

zur Verfügung stehen, wird diese

anatomisch angepasst und es erfolgt

die Bestimmung der Durchblickpunkte

mithilfe des Zeiss i.Terminal®.

Hier werden sämtliche Maße und Winkel

im Zusammenspiel „Augenpaar-

Brillenfassung“ mit einer Genauigkeit

von 1/10 mm bzw. 1/10 Grad ermittelt.

Bei Fehlern von nur 1 mm kann ein

Gleitsichtglas schnell 40 Prozent seiner

Leistungskraft verlieren.

Die Endfertigung, also das Schleifen

der Brillengläser auf die Form der

Brillenfassung, erfolgt in der eigenen

Werkstatt, sodass auch hier die bisherige

Genauigkeit gewährleistet wird.

i.Terminal®

Vertrauen Sie bei Kauf von Zeiss Präzisionsgläsern

auf den Zeiss Vision Experten

Optik Bergner. Nur wenn alle

Punkte beim Verkauf eines Zeiss Präzisionsbrillenglases

eingehalten werden,

können diese auch ihre volle Leistung

entfalten, sind auch ihren Preis

wert und bereiten dem Brillenträger

täglich Freude.

Mehr Information unter

www.optik-bergner.de

Für eine genaue Beratung und Augenmessung

möchte der staatlich

anerkannten Augenoptiker und Augenoptikermeister

Dirk Bergner sich

gerne Zeit nehmen. Vereinbaren Sie

daher einfach einen Termin unter

04471/4271.

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Anzeige 25


eportage

Togo-Team des Togo-Kreises der KLJB LV Oldenburg

Bereits seit 1972 besteht eine Partnerschaft mit der

KLJB im Landesverband Oldenburg und dem CFPR (zu

Deutsch: Zentrum für ländliche Entwicklung und Ausbildung)

in Tsévié, Togo. Zusammen mit ehemaligen Landjugendmitgliedern

– für die das Projekt immer noch eine Herzensangelegenheit

darstellt – hat sich der Togo-Kreis der KLJB

e.V. herausgebildet. Der regelmäßige Austausch in dieser nun

seit mittlerweile 45 Jahren bestehenden Partnerschaft erfolgt

unter anderem durch gegenseitige Besuche, alle zwei Jahre

eine Fahrt nach Togo und im Umkehrschluss werden die Togolesen

alle zwei Jahre nach Deutschland eingeladen.

Im Jahre 2011 entstand aufgrund einer Umstrukturierung

des Arbeitskreises Togo eine Gruppe aus aktiven Landjugendmitgliedern,

die den Besuch der Togolesen hier in

Deutschland mit vorbereiten und begleiten sollte. Zu den

Aktionen des Besuchs zählte auch eine dreitägige Städtefahrt

in die Bundeshauptstadt Berlin oder ein Besuch bei unserem

damaligen Weihbischof Heinrich Timmerevers sowie

erlebnispädagogische Ausflüge, wie etwa eine Fahrt in den

Kletterwald. Nicht zuletzt folgten auch verschiedene Ortsgruppen

unserem Aufruf und luden unsere afrikanischen

Gäste zu sich in den Ort ein. So durften unsere togolesischen

Freunde das Böseler Moordiplom absolvieren, fuhren im

„Nikolausexpress“ durch das beschauliche Nikolausdorf und

lernten im dort ansässigen „Burnmuseum“ unsere Landwirtschaft

kennen, wie sie früher einmal war.

Als Kontrastprogramm gab es dann auch eine Führung in

einem gegenwärtigen landwirtschaftlichen Betrieb auf dem

Hof Klostermann in Warnstedt. Der Besuch wurde außerdem

mit einem Treffen der ehemaligen KLJB-Mitglieder abgerundet.

Nach dieser erfolgreichen und abwechslungsreichen

Begegnung wurde dann das Togo-Team gegründet. Die

Mitglieder des Togo-Kreises der KLJB e.V. wollten mit dieser

Neuausrichtung des Arbeitskreises die einzelnen Ortsgruppen

beziehungsweise Landjugendmitglieder langfristig wieder

an das Projekt binden und insgesamt präsenter werden,

denn der Verein bestand bisweilen zum Großteil nur aus ehemaligen

KLJB-Mitgliedern. Die Aufgaben des neu gegründeten

Togo-Teams lagen nun hauptsächlich darin, die KLJB-Mitglieder

über die Partnerschaft zu informieren, Werbung für

die Fahrt nach Togo zu machen, den Besuch in Deutschland

zu planen sowie Spenden zu sammeln für die Partnerschaft.

So kann ein regelmäßiger Austausch gewährleistet werden.

Folglich besuchte das Togo-Team verschiedene Ortsgruppen

im gesamten Landesverband und veranstaltete dort jeweils

einen kulturellen Abend. Auf diesen kochten sie gemeinsam

ein traditionell afrikanisches Gericht, stellten die Partnerschaft

vor und zeigten Bilder der Besuche in Deutschland und Togo.

Im Laufe der Jahre nahmen die Mitglieder des Togo-Teams

auch immer wieder an den Fahrten nach Afrika teil, um den

Landjugendmitgliedern auch möglichst direkt „aus erster

Hand“ von der Situation in Togo berichten zu können.

Durch die Ortsgruppenbesuche konnte das Togo-Team

auch einige KLJB-Mitglieder gewinnen, die entweder eigenständig

nach Togo fliegen wollten oder bereit wären, als Gastfamilie

einen Togolesen für die Zeit hier in Deutschland aufzunehmen.

In der Zeit, in der keine Besuche stattfinden, plant

das Togo-Team einige Aktionen, um Spenden für das Projekt

sammeln zu können. So veranstaltete das Team einige Benefiz-Fußballturniere,

an denen die Ortsgruppen teilgenommen

haben. Spaß, gute Laune und Geldsammeln für einen guten

Zweck standen hierbei besonders im Fokus und die KLJB-Mitglieder

konnten gleichzeitig mehr über das Togo-Projekt erfahren.

26

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


Neben diesen Aktionen gibt es außerdem die „Togo-Boutique“.

Diese beinhaltet handgefertigte (Tier-) Figuren aus

Holz sowie Waren aus typisch afrikanischen Stoffen, wie zum

Beispiel Portemonnaies, Taschen, Tücher, et cetera, die das Togo-Team

auf verschiedenen Märkten ausstellt und verkauft.

Die Waren werden in Togo zu einem fairen Preis von unseren

Reiseteilnehmern eingekauft und hier in Deutschland angeboten.

So kann sich jeder „ein kleines Stück Afrika“ ins Wohnzimmer

holen und gleichzeitig spenden. Zu dieser Boutique

baut das Togo-Team auch immer wieder einen Infostand auf,

bei dem sich interessierte, externe Personen über die Partnerschaft

informieren können.

So gelang es dem Team auch, neue Mitglieder (Nicht-KL-

JB’ler) für die Partnerschaft zu begeistern und als Unterstützer

anzuwerben. Auch die Besuche der Togolesen von 2013

und 2015 warteten mit einem großen und abwechslungsreichen

Programm auf. Es gab wieder jeweils eine Städtefahrt

nach Köln (bei der unter anderem die Bundesstelle der KLJB

besichtigt wurde) beziehungsweise nach Hamburg. Wir besichtigten

wieder verschiedene landwirtschaftliche Betriebe

und auch viele Ortsgruppen freuten sich über den Besuch

unserer afrikanischen Gäste in ihrem Heimatort. Aktionen

dabei waren eine Planwagentour, ein Bayrischer Abend, Afrikanisch

Kochen und so weiter.

Neben diesem vielfältigen Programm gab es 2015 noch

das Bundestreffen der KLJB in Lastrup. Unter dem Motto

„Plattacke – Mit uns sieht die Welt wieder Land“ lud die KLJB

im Landesverband Oldenburg alle Landjugendmitglieder aus

ganz Deutschland zu uns in den Norden ein. Dies war sicherlich

nicht nur ein absolutes Highlight für uns als KLJB-Mitglieder,

sondern auch für die Togolesen. Denn sie waren nicht

die einzigen internationalen Gäste: Viele Diözesanverbände

brachten ebenfalls ihre internationalen Gäste mit. So trafen

die Togolesen unter anderem auf Peruaner oder Besucher aus

Sambia. Organisiert und geleitet wurde dieses Bundestreffen

auch von Mitgliedern des Togo-Teams, die neben der eigenen

Gremienarbeit also auch den Landesverband der KLJB

aktiv mitgestalten.

In den Osterferien 2018 fand wieder ein Togo-Besuch statt.

Hierbei lernten unsere afrikanischen Gäste, neben anderem,

auch die österlichen Traditionen unserer Ortsgruppen kennen,

wie beispielsweise Holzfahren für das Osterfeuer mit der

KLJB Hemmelte, Eier bemalen mit der KLJB Bühren und Vieles

andere mehr. Außerdem besuchten wir an Ostern gemeinsam

einen Gottesdienst. Darüber hinaus fuhren wir auch an

die Nordsee und besichtigten dort die Seehundstation. Wie

auch schon bei den vergangenen Besuchen verbrachten wir

traditionell wieder einen Nachmittag im Kletterwald Thüle.

Neben verschiedenen landwirtschaftlichen Betrieben, die wir

uns angeschaut haben, besuchten wir gemeinsam mit der

Ortsgruppe Friesoythe die dort ansässige DLRG Station. Insgesamt

gestaltete sich wieder ein sehr abwechslungsreicher

Besuch, bei dem wir unseren Freunden aus Togo das Leben

hier bei uns im Norden ein Stück weit näherbringen konnten.

Weitere Informationen sind auf unserer Internetseit www.

togo-kreis.de oder unter www.facebook.com/TogoKreis/ zu

finden.

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

27


eportage

Grundlagen unseres Handelns

Die Katholische Landjugend ist eine Gemeinschaft

von Jugendlichen und jungen Erwachsenen innerhalb

der kirchlichen Gemeinde auf dem Lande. In

über 50 Ortsgruppen, von Barßel bis Neuenkirchen sind

Landjugendliche und junge Erwachsene aktiv. Mit viel Engagement

gestalten sie ihre eigene Gemeinde, gestalten

das Dekanat und die Kreis und Landesebene mit.

Wir nennen uns Bewegung, weil wir bei uns selber, in unserem

Lebensraum, in der Kirche und der Gesellschaft als

kritische, dynamische Kraft aus dem Geist des Evangeliums

neue Impulse setzen und etwas bewegen wollen. Die Jugendverbandsarbeit

unterliegt einem ständigen Wandel,

da sich die jugendlichen und die Gesellschaft ändern. Wertvorstellungen,

die vor fünfzig Jahren noch galten, sind heute

nicht mehr aktuell oder "aufgeweicht". Deshalb erscheint

die Arbeit der KLJB auch so wichtig. Durch die Teilnahme

an z.B. inhaltlichen Wochenenden oder Gruppenleiterschulungen

lernen die Jugendlichen ihre eigenen Stärken und

Schwächen kennen. Sie können sich selbst in verschiedenen

Situationen ausprobieren. Dadurch entsteht eine Gemeinschaft,

in der sie ganz offen über ihren Glauben reden,

ihre Fragen stellen und darüber diskutieren können.

Wichtig ist es den Jugendlichen in der KLJB auch, Verantwortung

zu übernehmen. Die demokratische Struktur der Landjugend,

die Mitarbeit in verschiedenen Gremien und Arbeitskreisen

helfen dabei. Wir beteiligen uns an der Entwicklung des

ländlichen Raumes und der dort lebenden Menschen. Ein besonderes

Anliegen ist uns dabei die Erhaltung der Schöpfung.

Von Beginn an steht die KLJB für die Interessen der Bewohner

des ländlichen Raumes ein. Ziel ist es immer, Tradition zu

bewahren und trotzdem den Fortschritt nicht aus den Augen

zu verlieren. Das geschieht durch eine ständige qualifizierte

Auseinandersetzung mit aktuellen Themen innerhalb der verschiedenen

Arbeitskreise (Agrarsozialer Arbeitskreis [ASAK],

Togo-Arbeitskreis oder Teamerkreis) und auf den unterschiedlichen

Ebenen der KLJB.

Wir fühlen uns zur internationalen Solidarität verpflichtet,

die in der Entwicklungspartnerschaft mit Togo sichtbar wird.

Seit 1972 besteht die Partnerschaft mit dem CFPR in Togo. Allein

durch die lange Zeit wird deutlich, wie gut und wichtig

dieser kontinuierliche Austausch mit einer völlig anderen Kultur

ist. Durch dieses Projekt werden die Jugendlichen mit den

Themen eines "Dritte Welt Landes" konfrontiert und können

sich damit auseinandersetzen.

28 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


Buchbesprechung

Die Gabe

Man stelle sich das vor: Plötzlich

sind Mädchen und Frauen in

der Lage mit ihren Händen

Stromstöße auszusenden. Leicht zunächst,

als Warnung, dann dosiert, wie

bei den verschieden starken Einstellungen

eines Elektroschockers oder

tödlich. Je nachdem, wo sie ihr Opfer

anfassen und wie lange. Sie sind ganz ruhig dabei, wissen, was sie tun, nicht selten

mit einem Lächeln. Denn sie reagieren auf das, was die Männer angetan haben.

Ein solches Szenario ist in Zeiten von #metoo und #times up zumindest reizvoll,

doch wäre die Autorin des Buches nicht Naomi Alderman, könnte man davon

ausgehen, dass der Plot der Erzählung diese irgendwie schwammigen Konturen

von Anschuldigungen und Leugnen weiter verwischen würde. Nicht aber in „Die

Gabe“, die sich zunächst auf scheinbar normale Frauen bezieht: Auf die Tochter eines

Londoner Gangsterbosses, ein Waisenmädchen, eine junge Nigerianerin und

eine US-amerikanische Politikerin. Aus dem Nichts heraus besitzen sie plötzlich

die „Gabe“, können mit ihren Händen Stromstöße aussenden, verletzen und töten.

Roxy, Jocelyn, Allie und Tunde – keine von diesen völlig unterschiedlichen Frauen,

jede aus einer völlig anderen Kultur weiß, woher die „Gabe“ kommt, doch dass ihr

Können die Welt verändern wird, das begreifen sie vor dem Hintergrund des relevanten

Zeitgeschehens schnell. Das die Männerwelt in Dimensionen darstellt, von

denen man gehofft hatte, dass sie der Vergangenheit angehören. Weil sie im besten

Falle nur unangenehm sind, doch eher noch aufdringlich, befremdlich, störend

und verstörend. Durch Ignoranz und die Fortführung tradierten Macho-Gehabes,

ob bewusst oder als Reflex. Häufig anerzogen, nie überdacht, einfach

weiterpraktiziert. Dieses Gehabe engt ein, verstellt Mädchen und Frauen den Weg

in die Freiheit der Selbstverwirklichung. Es bedrückt, bedrängt und desillusioniert.

Auch ohne, dass Männer den Frauen in ihrer Umgebung direkt Gewalt antun, jedoch

gegen alle Formen des Respekts gegenüber Frauen gegenüber verstoßen.

Da hätte die „Gabe“ der Frauen als Regulativ wirken können, doch weil die Gabe

sich ausbreitete und mir ihr nicht das notwendige Verantwortungsbewusstsein

für ihre Anwendung, wurden mit einem Mal Jungen von Mädchen belästigt und

schnell sind es die Männer, die in dunklen Gassen Angst haben müssen, von Frauen

belästigt und vergewaltigt zu werden. Doch diese Repressalien sind erst der

Anfang einer neuen Weltordnung, in der die Frauen die Mächtigen sind. Was ein

Traum wäre, unter mannigfaltigen Aspekten. Eine Veränderung, die als Chance

beginnt, jedoch bald schon droht, in einer Katastrophe zu enden. Da Zusammenleben

nur zusammen funktioniert, doch wie brutal der Weg zu dieser Erkenntnis

sein kann, beschreibt dieser atemberaubende Roman in einer Eindrücklichkeit,

die unsere Art zu denken für immer verändern wird.

(usch)

Naomi Aldermann: Die Gabe

Heyne VerlagI

SBN 9-783-453-319-110

€ 16,99

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Buchbesprechung

29


eportage

Das Insektensterben

Ein Drama mit unabsehbaren Folgen für die Menschen und für die Welt in der wir leben

Das Insektensterben und seine Folgen für die Artenvielfalt,

das biologische Gleichgewicht und nicht zuletzt

für den Menschen beschäftigt seit Monaten eine

breite Öffentlichkeit. Der dramatische Rückgang der Insekten

sowohl bei der Vielfalt der Insektenarten als auch bei der

Masse der Insekten hat weit reichende Folgen.

Insekten wie Wespen, Schmetterlinge, Motten, Fliegen

und Käfer und allen voran die Bienen bilden das Fundament

eines gesunden Ökosystems und damit unserer Nahrung. Insekten

sind wichtige Bestäuber für Wild- und Nutzpflanzen

und Futter für viele Vogelarten. Ohne Insekten, mit denen in

diesen Monaten die immer hungrigen Mäuler der Vogelbrut

gestopft werden, wird es still werden in den Gärten und in

der Natur.

Insekten sorgen dafür, dass Obstbäume Früchte tragen

und die Erdbeeren saftig rot auf unserem Tisch landen. Sie

sind aber auch die natürlichen Feinde von Schädlingen, zersetzten

Aas und Totholz und säubern so unsere Umwelt auf

ganz natürliche Art. Eine Natur ohne Insekten wäre ein absolutes

Horrorszenario, denn sie sind diejenigen, die von den

meisten unbemerkt, den ökologischen Kreislauf am Laufen

halten.

Ohne Bienen und andere Insekten wird es auch keine Kirschen mehr geben

30 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


eportage

Auch auf den Umgang mit Pestiziden in der Landwirtschaft muss es schnell eine nachhaltig-gesunde Antwort geben

Entomologen (Insektenforscher) schlagen nicht erst jetzt

Alarm und warnen vor einem riesigen Insektensterben, dessen

Folgen bisher nicht absehbar sind.

Ein Untersuchungsergebnis hat mit seinen dramatischen

Zahlen aber die Öffentlichkeit aufgerüttelt und eine neue

Diskussion zum Thema Artenschutz und Insektizide entfacht.

Langjährige Untersuchungen des Entomologischen Vereins

Krefeld haben zu Tage gebracht, wie dramatisch in den

letzten Jahrzehnten die Masse der Insekten in Deutschland

zurückgegangen ist. An 63 Orten sammelte der Verein 27

Jahre lang Insekten und dokumentierte die jährliche Menge

der gefangenen Tiere akribisch. Die Tiere wurden in so genannten

Malaise-Fallen gefangen, in denen die Fluginsekten

in einen Sammelbehälter geleitet und getötet werden. Die

gesammelten Zahlen und Daten wurden von Wissenschaftlern

der Radboud University in Nijmegen (Niederlande) ausgewertet.

Sie verzeichneten einen Rückgang der gefangenen

Biomasse um durchschnittlich 76 Prozent.

Die genauen Ursachen für das Insektensterben müssen

zwar noch untersucht werden, aber die Belastung der Umwelt

mit Pestiziden, die Ausdehnung von Intensiv-Pflanzenkulturen,

der Verlust von Freiflächen mit Blütenpflanzen, die

Versiegelung von Landschaft durch Asphalt und Beton und

der Klimawandel dürften ihren Teil zu dieser Entwicklung

beigetragen haben.

Das Thema hat mittlerweile die Öffentlichkeit und die Politik

alarmiert. So verkündete die neue Bundesumweltministerin

Svenja Schulze (SPD) aufgrund der aktuellen Zahlen bei

ihrem Antritt als Ministerin: „Wir wissen um das dramatische

Insektensterben, das übrigens Forscher in NRW als Pioniere

ans Licht gebracht haben. Das ist ein großes, existenzielles

Problem, auf das wir große Antworten finden müssen. Das

wird den Umgang mit Pestiziden betreffen und die teils industrielle

Art, wie wir Landwirtschaft betreiben. Hier wird

sich in den nächsten Jahren einiges ändern müssen.“

Das Bundesamt für Naturschutz betont in seinem Agrar-Report

2017: „Eine umweltgerechte Landwirtschaft

produziert aber nicht nur Nahrungsmittel, sondern auch

„Landschaft“, mit allen damit verbundenen Funktionen

wie intakten Böden, sauberem Wasser und ansprechenden

Naturräumen als Basis für den Tourismus und die Erholung

breiter Teile der Bevölkerung. Insofern sind sowohl die Gesellschaft

als auch der Naturschutz auf eine funktionsfähige

Landwirtschaft angewiesen, die nachhaltig und naturverträglich

wirtschaftet“, heißt es in dem Report und hebt die

Bedeutung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen

Union und ihrer nationalen Umsetzung zu.“

Nun haben sich die EU-Staaten für ein Freilandverbot der

drei Neonicotinoide Clothianidin, Thiamethoxam und Imidacloprid

ausgesprochen, sowohl in Form von Saatgutbehandlung,

als auch als Spritzmittel. Die Wirkstoffe können

nach Angaben von Experten Insekten bereits bei einer niedrigen

Dosierung töten, lähmen oder ihren Orientierungsund

Erinnerungssinn stark beeinträchtigen. Die Folge ist,

dass Bienen orientierungslos werden und ihren Bienenstock

nicht wieder finden. In Zukunft ist der Einsatz unter freiem

Himmel nicht mehr erlaubt. Gewächshäuser sind jedoch von

diesem Verbot ausgenommen. Die Europäische Lebensmit-

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

31


eportage

Wo Monokultur herrscht ...

... wachsen auch keine Kornblumen mehr

telbehörde Efsa hatte zuvor die Gefährlichkeit der drei Wirkstoffe

für die Bienen bestätigt. Ob dieses Verbot die erhoffte

Wirkung hat, oder ab andere, vielleicht genauso schädliche

Mittel in die entstehende Marktlücke rutschen, bleibt abzuwarten.

Neben der Belastung durch Insektizide gibt es noch ein

weiteres Problem: das fehlende Nahrungsangebots und die

zunehmende Zerstörung von Lebensräumen. Die zum Teil

hoch spezialisierten Insekten benötigen zum Überleben

eine große Vielfalt an Pflanzen und Blüten. Aber in der heutigen

modernen Agrarlandschaft, auf den Wiesen und auch

in den Gärten sind Wildblumen und Kräuter nur noch selten

zu finden.

Das Problem, ausreichend Nahrung für seine Bienenvölker

zu finden, kennt auch Imker Jörg Meyer, der seit mehreren

Jahren die Bienenvölker im Stapelfelder Umweltzentrum

betreut. In diesem Jahr ist der Bestand auf drei Völker geschrumpft,

da die Behandlung der Bienen im Spätherbst

gegen die Varroa-Milbe wohl nicht effektiv genug war. Aber

auch die noch existierenden drei Völker haben es schwer,

ausreichend Nahrung zu finden. So findet die Rapsblüte

nach Einschätzung des Imkers in den letzten Jahren früher

statt. Zu einer Zeit in der die meisten Bienen noch gar

nicht aktiv sind. Und auf den intensiv bewirtschafteten Feldern

und Wiesen sind im Frühjahr und Sommer kaum noch

Wildblumen zu finden. So sind Kornblumen, die früher die

Feldränder schmückten, heute wohl in fast keinem Feld der

Region mehr zu sehn.

„Es gibt im Umkreis einfach nicht genug Blütenpflanzen

und der Weg bis in die Gärten von Cloppenburg ist zu weit.

In den landwirtschaftlichen Monokulturen ringsum wachsen

aber kaum noch Wildblumen, die die Bienen als Nahrungsquelle

brauchen. Und nicht alles, was in den Gärten üppig

blüht, bietet den Bienen Nahrung“, so Meyer. Auf die Anregung,

Blühstreifen mit Wildblumen entlang der Ackerflächen

anzulegen – für die es sogar eine Förderung vom Niedersächsischen

Landwirtschaftsministerium gibt – haben

... und dann sind solche Bilder Vergangenheit

32 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


eportage

wie auch das Leben der Schmetterlinge in unseren Regionen

die angesprochenen Landwirte bisher abgewunken. Denn

der Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln ist auf

diesen Flächen untersagt.

So hat die Katholische Akademie Stapelfeld in diesem

Frühjahr für 700 Euro Blumensamen gekauft, um auf ihren

Flächen selbst Wildblumen sprießen zu lassen. Damit soll

nicht nur die Nahrungssituation der Bienenvölker des Umweltzentrums,

sondern auch der Wildbienen und Insekten

verbessert werden. Auch der Landkreis hat kreiseigene Programme

wie das Wallheckenprogramm, die Förderung von

Streuobstwiesen und das Gewässerrandstreifenprogramm

für einen ganzheitlichen Schutz von Insekten auf den Weg

gebracht. Wallhecken und Streuobstwiesen sind insbesondere

für viele Käfer- und Schmetterlingsarten unverzichtbare

Lebensräume.

Die Flächen des Gewässerrandstreifenprogramms sowie

die extensiv genutzten kreiseigenen Grünlandflächen sollen

Lebensräume bieten für Schmetterlinge, Libellen und Heuschrecken,

die auf Grünland, Röhricht und ähnliche Biotoptypen

mit Krautvegetation angewiesen sind. Durch einen

relativ späten Mähtermin (21. Juni beziehungsweise 31. Juli)

sollen zudem die Chancen der Insekten erhöht werden, ihre

Entwicklungszyklen – vom Ei zur Larve bis zum fertigen Insekt

– abzuschließen.

Die Pressestelle des Landkreises verweist darauf, dass zudem

im Zuge von natur- und artenschutzschutzrechtlichen

Aufgaben und Stellungnahmen der Naturschutzbehörde

laufend Schutz-, Pflege- und Entwicklungskonzepte zur

Anlage, Erhaltung und Wiederherstellung von insektentypischen

Lebensräumen wie zum Beispiel Feuchtwiesen, Röhrichten,

Heiden und Wegränder sowie naturnahen Wäldern

erstellt und auch im Rahmen von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen

durch Dritte umgesetzt werden.

Aber auch der heimische Garten kann insektenfreundlich

gestaltet werden. Kornblume, Wiesensalbei und Nickendes

Leimkraut und noch viele andere heimische Pflanzen bieten

den Insekten wie Hummeln, Bienen und Schmetterlingen

Nahrung. So können oft nur kleine Maßnahmen für einen

naturnahen Garten wie die Anlage eines pflegeleichten

Wildblumenbeetes, eine kleine verwilderte Ecke, Trockenmauern

oder ein Insektenhotel nicht nur schön aussehen,

sondern auch vielen einheimischen Insekten helfen – und

damit jedem einzelnen von uns. Denn wir Menschen sind

auf die Insekten angewiesen.

Sigrid Lünnemann

Das Insektenhotel im Garten als winzig-kleine Alternative

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

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eportage

Lauter Gärtner mit Herz –und weil sie unbedingt mit auf´s Bild sollte auch die Autorin, ganz rechts

Nichts für Couchpotatoes und Stubenhocker!

Sie sind jung, sehen richtig gut aus und sind gut drauf.

Sie heißen Jessica Strotmann (19), Silas Elberfeld (17),

Bastian Fitzner (18), Jan Kran (23), Pascal Schossau (19) und

Jörg Siemer (21) und sind Auszubildende bei „Haske-Gärtner

mit Herz“ in Emstek. Jessica im ersten Lehrjahr zur Bürokauffrau

und die Männer im ersten, zweiten und dritten

Jahr ihrer Ausbildung zum Landschaftsgärtner. Sie sind

eben von den Baustellen der „Haske-Traumgarten“-Projekte

zurückgekommen. Zwischenzeitlich hatte Jessica uns

herzlich willkommen geheißen und Tony Haske ist noch

unterwegs zum Grillgut einkaufen.

So weit ein fast normaler Berufsalltag – wäre es nicht

Freitag und schon weit nach 15:00 Uhr. Eine Zeit also, zu der

andere Arbeitnehmer und Azubis schon längst ihre Firma

ins Wochenende verlassen hätten. Nicht so bei Tony Haske,

den alle 16 Mitarbeiter beim Vornamen nennen. Die Auszubildenden

eingeschlossen. So viel Nähe erstaunt zunächst,

doch schnell wird klar, dass hier keine Grenzen überschritten

werden, weil die Basis für diese Offenheit auf Wertschätzung,

auf Vertrauen und Verständnis besteht. Aus Respekt.

Füreinander. Denn hier hört jeder dem anderen zu.

Ohne dazu aufgefordert werden zu müssen. Und auch

ohne, dass man den Eindruck bekommt, das Ganze wäre

erzwungen oder gar „bullshit talk“ (nutzlose Themen bei

Mitarbeiterversammlungen). Nein, hier hat jeder seine

Meinung zu dem, was in der vergangenen Woche hätte anders

laufen können, was perfekt war und was die Kunden

zu all dem gesagt haben. Und zu dem was ihren Beruf ausmacht,

ohnehin. Jessica wollte schon immer „was mit Bäumen,

Blumen und Kreativität zu tun haben“, aber auch im

Büro mit Excel und Word. Also kam sie über ein Praktikum

als Floristin zu den „Gärtnern mit Herz“.

Und fühlt sich angekommen, weil jeder hier seinen Job

liebt und lebt. An erster Stelle beim Draußensein, wie alle

betonen und Silas zustimmen, als er sagt, dass für ihn auch

die körperliche Arbeit als Landschaftsgärtner extrem wichtig

ist. „Ich will mich bewegen, will aktiv sein und finde es

toll am Abend sehen zu können, was ich geschaffen habe!“

Diese Faktoren kann Jan nur bestätigen, schließlich hatte

er zuvor eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann

in Angriff genommen. Bis ihm klar war, dass er das ewige

Drinnensein und die Einseitigkeit des Jobs nicht aushalten

würde und bei Haske genau das Gegenteil angetroffen hatte.

„Wir machen Traumgärten wahr,“ sagt der junge Familienvater

und fügt hinzu, dass es kein vielfältigeres Handwerk

gibt, als das, was er erlernt.

„Und überhaupt nichts nur mit Unkrautziehen zu tun

hat!“ Bastian und Pascal grinsen, während sie solche Vorurteile

von Bekannten aufzählen, die lieber „drinnen sind und

34

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


eportage

Gärtner mit

Herz in der

Ausbildung

Jessica Strotmann

www.gaertnermitherz.de

möglichst den ganzen Tag vorm PC sitzen wollen.“ Natürlich sind nicht alle von

ihnen Stubenhocker und Leute, die den A... nicht hoch kriegen, doch tauschen

würden die angehenden „Gärtner mit Herz“ mit ihnen auf gar keinen Fall. Und

die Social Media-Connections, die doch ständig online sind? Für die dortigen

News hat man zwischendurch mal kurz und abends immer noch Zeit genug.

„Ist ohnehin fast immer dasselbe...“ und damit so ganz anders als der Beruf des

Landschaftsgärtners.

Jörg Siemer

Wo man mit Bäumen, Sträuchern, Pflanzen und Blumen, mit dem Pflastern

von Wegen und Flächen, dem Anlegen von Holzterrassen, Teichen und Pools,

den Installationen von Bewässerungsanlagen und Zäunen und dem Errichten

von Mauern aller Art zu tun hat, und damit in der Summe die Vorstellungen der

Kunden für ihre Außenanlage umgesetzt werden. Ob mit einheimischer oder

exotischer Flora – bei den „Landschaftsgärtnern mit Herz“ von Haske werden

aus diesen Ideen und Wünschen reale Traumgärten gestaltet.

Was damit beginnt, dass Tony Haske mit den zukünftigen Kunden vor Ort

zusammen kommt, um zunächst einmal deren Vorstellungen zu erfahren. Die

Aufgabe des Profis ist es dann, in den bestehenden Gegebenheiten die Möglichkeiten

einer Umsetzung zu erkennen. Kompromisse vorzuschlagen oder ganz

andere Ideen darzustellen – egal, ob sie angenommen oder in anderer Form als

besser angesehen werden.

Silas Elberfeld

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

35


Aus all diesen Details wird der zukünftige Traumgarten zunächst als Entwurf

gezeichnet – die Proportionen der Umgebung, die Blicke dort hinein, die verschiedenen

Sonnenstände und auch die Windrichtungen mit einbezogen. Dass

an diesen Prozessen auch die Azubis beteiligt sind, versteht sich bei Haske von

selbst. Und ebenso selbstverständlich ist es, dass dabei ausgiebig diskutiert

wird. Später werden sie mit ihren Kollegen von der jeweiligen Kolonne (Pflasterer

und Gärtner beispielsweise arbeiten in getrennten Gruppen = Kolonnen)

anhand des daraus erstellten Gartenplans an dem Projekt arbeiten.

Pascal Schossau

Bastian Fitzner

Jan Kran

Je nach Ausbildungsjahr besitzen sie schon den Motorsägenschein, wissen

um die besten Standorte für die verschiedenen Pflanzen, um die Anwendungen

von Nährstoffen, das Anlegen von Rasenflächen oder die Gestaltung von Sinnesgärten,

auch für Sehbehinderte. Sie wissen, wie man die technischen Geräte

und Baustellenfahrzeuge repariert, wie man Palisaden nachhaltig errichtet und,

und... Denn all das erlernt man in der Ausbildung zum Landschaftsgärtner. In

der Berufsschule und dort auch in speziellen Lehrgängen. Dieses Wissen dann

konstruktiv in Erfahrungen umzusetzen, dafür ist die Arbeit im Team der Traumgärtner

von Haske einfach ideal. Eben, weil jeder die Potentiale der einzelnen

Kollegen wertschätzt.

Es ist dieses Verständnis füreinander, das mögliche Hierarchien erst gar nicht

aufkommen lässt. Egal ob Chef („Tony“) oder einer der Meister und Vorarbeiter,

egal ob Geselle oder Azubi – das Verhältnis zueinander ist auf Augenhöhe. Eine

Ebene des Vertrauens, des Respekts. So ist es möglich, dass das ganze Team wie

auch an diesem Nachmittag noch bis in den Abend hinein zusammensitzt, weil

es eine bestimmte Sache zu besprechen gibt. Es verblüfft, wie offen und geradeaus,

aber gleichzeitig auch rücksichtsvoll dabei miteinander umgegangen

wird. Da lässt jeder den anderen als Gesprächspartner zu, es werden Lösungen

gesucht und gefunden. Jeder macht mal Fehler, aber damit ist das Thema dann

auch abgehakt.

Als die Idee zu dieser Reportage aufkam, ging es darum, die vielfältige Ausbildung

zum Beruf des Landschaftsgärtners darzustellen. Doch als Tony Haske

im Vorfeld dann „seine Azubis“ als derart außergewöhnliche, junge Menschen

beschrieb, war klar, dass diese Geschichte einen besonderen Touch haben würde.

Und der steht im Vordergrund, denn er handelt von Selbstbewusstsein und

Selbstwertgefühl gleichermaßen, von der Lust kreativ zu sein und anzupacken,

die eigene Power im Team auszuleben, selbst etwas zu schaffen und zu wissen,

dass andere Menschen sich in darin wohl fühlen.

Würde man die „Traumgärtner in der Ausbildung“ fragen was es Schöneres geben

könnte, als Träume zu erfüllen, würden sie sagen „Traumgärten realisieren.“

Cooler geht’s nicht.

Ulla Schmitz

36


Gefahren im Netz –Ein

falscher Klick kann

teuer werden

Ob mit Smartphone, Tablet oder PC – 79 Prozent der

Deutschen sind regelmäßig online. Sie shoppen, vernetzen

sich mit Freunden, tätigen Überweisungen

oder googeln nach Informationen. Der ständige Zugang zum

Internet bietet viele Vorteile, bringt aber auch Risiken mit sich,

die teuer werden können. Social Bots und Abofallen können

ebenso gefährlich werden wie Cyberkriminalität oder Spam-

E-Mails. Auch Trojaner und Würmer sind in der Lage, Daten

auszuspähen, vertrauliche Passwörter zu speichern und die

Software zu schädigen. Doch wer zahlt, wenn eine kleine

Unachtsamkeit teuer wird? Oder wenn das online gekaufte

Produkt nicht geliefert wird? Und wer haftet dafür, wenn man

unbemerkt einen Virus weiterleitet und dabei die Software

Dritter schädigt? Risiken wie diese können durch Achtsamkeit

und Aufklärung eingegrenzt und im Idealfall verhindert werden.

Die Verbreitung von Wissen über Verhalten im Internet

oder in sozialen Netzwerken ist ein wichtiger Aspekt für mehr

Sicherheit. Internetnutzer können sich unter anderem bei der

EU-Initiative klicksafe informieren.

Da nicht alle Gefahren leicht erkennbar sind und mit der

rasanten Entwicklung des Internets auch stetig neue entstehen,

sollten sich Verbraucher gegen Internetrisiken absichern.

Diese können in die Haftpflichtversicherung oder für

vertragliche Streitigkeiten im privaten Bereich in die Rechtsschutzversicherung

eingeschlossen werden. „Risiken, die das

Internet betreffen, können Verbraucher heutzutage einfach

mitversichern, eine separate Police ist nicht nötig. Um das

für Verbraucher einfach zu gestalten, haben wir in die private

Haftpflichtversicherung bereits wichtige Leistungen integriert“,

erklärt Norbert Wulff, Vorstand des Direktversicherers

DA Direkt. „Fremdschäden, die Internetnutzer zum Beispiel

verursachen, indem sie eine E-Mail mit einem unbemerkten

Virus weiterleiten, können bis in die Millionenhöhe abgesichert

werden.“

In der Rechtsschutzversicherung dagegen können private

vertragliche Streitigkeiten im Internet mitversichert werden.

Stellt sich ein Online-Händler als unseriös heraus und erhält

der Nutzer die bezahlte Ware nicht, kann er mithilfe der Versicherung

rechtlich gegen diesen vorgehen. So lassen sich bei

DA Direkt zum Beispiel weltweit Schadenssummen von bis zu

50.000 Euro abdecken (www.da-direkt.de). Experten empfehlen

daher, sich vor Internetrisiken mit dem passenden Versicherungsschutz

abzusichern, bevor man einen teuren Klick

später bereut.

(akz-o)

#ichbinhier

Es müssen wieder Diskussionen

möglich sein. Die ihrem Urgedanken

nachkommen „Diskurs“ zu

sein und bei denen jeder frei seine

Meinung sagen kann. Ohne dabei beleidigend

zu werden und ohne andere Menschen auszugrenzen

– dieser Wunsch des Autors Hannes Ley ist gleichzeitig sein

und das Verlangen einer Vielzahl Gleichgesinnter. Zusammen

gefasst in der Facebook-Gruppe #ichbinhier

2017 nach dem Muster der schwedischen Bewegung #jagärhär

von dem Hamburger Kommunikationsberater und Autor

dieses Buches Hannes Ley gegründet, hatte das Netzwerk

bereits nach wenigen Wochen mehrere tausend Mitwirker.

Nutzer der sozialen Netzwerke, insbesondere von Facebook,

die nicht mehr tatenlos zusehen wollen, wie ihre Plattform

zum Austausch von Meinungen und Mitteilungen mehr und

mehr von Hasskommentaren – von Falschmeldungen, sexistischen,

homophoben oder fremdenfeindlichen Postings überschwemmt

wird. Dieser „Hate Speech“ hat eine lange Tradition

im Internet, und wenn anfangs „nur“ einzelne Nutzer davon betroffen

waren, so ist unsere gesamte Gesellschaft heute davon

infiziert. Durch Inhalte falscher beziehungsweise erfundener

Meldungen, verbreitet von Wutbürgern, Extremisten, Trollen,

Schwulen- und Frauenhassern sowie Fremdenfeinden. Über

das Internet finden diese Manipulationen den Weg in die Köpfe

unkritischer oder leicht zu beeinflussender Menschen. Leicht zu

beeinflussen, weil die Flut der News zu groß ist, um sie ständig

selektieren zu können und nicht zuletzt aufgrund der „Logik“

dieses täglich, stündlich, minütlich verbreiteten Schwachsinns

mit nicht selten katastrophalen Auswüchsen. Welche Folgen

das sind und sein können, das beschreibt Hannes Ley in seinem

Buch #ichbinhier und stellt gleichzeitig die Arbeit dieser Gruppe

dar, die zusammen gegen Fake News und Hass im Internet

mithilfe von „Counterspeech“, von argumentativer, weltoffener

und respektvoller Gegenrede agiert.

Da kann man sich aktiv mit eigenen Kommentaren einmischen

oder die #ichbinhier-Kommentare und Meinungen teilen,

damit sie sich verbreiten – als Gegengift für die unerträglichen

Zustände, die sich durch Hate Speech bereits etabliert

haben und als Präventivmaßnahme dagegen. #ichbin hier

nicht jeden der Hater erreichen – es kann ja auch der freundliche,

gerne auch hilfsbereite Nachbar sein, die Tagesmutter, der

Busfahrer, der Sohn unserer besten Freunde, die Lehrerin... die

ihre oft auch bezahlten Hasstiraden auf die Gesellschaft im Netz

hinter einem Kürzel, einem Spitznamen oder gleich hinter einer

falschen Identität verstecken – doch #ichbinhier eröffnet engagierten

Bürgern die Möglichkeit, verantwortungsvoll Präsenz

zu zeigen – und damit mehr zu tun, als Zuckerberg & Co.

Wie dringend das angebracht ist, beschreibt dieses Buch und

öffnet gleichzeitig den Blick für die zahllosen Abgründe von

Hate Speech als bestehendes Faktum in unserer Gesellschaft.

Eine der Antworten darauf ist #ichbinhier .

(thea)

Hannes Ley mit Carsten Görig: #ichbinhier.

DuMont Buchverlag. ISBN 978-3-8321-9897-8. € 20,00

Foto: DA Direkt/akz-o

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Gefahren im Netz

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Gut zu wissen

Kreuzbund – vom katholischen

Abstinenzverein zur Selbsthilfe

Den Begriff „Kreuzbund“ kennt fast jeder, was sich dahinter

verbirgt, erzählt die folgende Geschichte mit

allen Konsequenzen. Denn es geschah aufgrund familiärer

Betroffenheit, dass Pfarrer Josef Neumann am 23. Februar

1896 im großen Saal des Paulushauses in Aachen den

„Katholischen Verein gegen Missbrauch geistiger Getränke“

gründete. Bereits drei Jahre später wurde er in „Katholisches

Kreuzbündnis“ umbenannt.

Der Verein hatte es sich zu Aufgabe gesetzt, dem damals

verbreiteten, so genannten „Elendsalkoholismus“ entgegenzuwirken.

Es waren nämlich vor allem die weniger beachteten

und verarmten Gesellschaftsschichten, die im 19. Jahrhundert

vermehrt der Alkoholsucht zum Opfer fielen. Der Pro-Kopf-

Verbrauch stieg damals sprunghaft an und der Name „Branntweinpest“

umschrieb dieses Phänomen wohl passend. Vor diesem

Hintergrund trat der Kreuzbund als ein Abstinenzverband

in Erscheinung, dessen Mitglieder sich konsequenterweise zu

einem abstinenten Leben verpflichteten.

Im Jahr 1901 wurde dann die erste katholische „Trinkheilstätte

St. Kamillus-Haus“ in Essen/Heidhausen eröffnet. Fünf

Jahre später folgte das St. Anna-Haus in Mündt (Kreis Jülich)

als erste katholische Trinkerheilstätte für Frauen.

1917 dann wurde der Kreuzbund erstmals offiziell als

Fachorganisation des Deutschen Caritasverbandes verzeichnet.

Während der Generalversammlung in Mannheim neun

Jahre später erhielt der Verband den Namen „Kreuzbund –

Reichsverband abstinenter Katholiken“ und wurde 1927 als

katholischer Verband durch die Fuldaer Bischofskonferenz

anerkannt.

Im Laufe der Jahre veränderte sich die gesellschaftliche

Sicht auf das Problem Alkoholsucht. Demzufolge wurden

1959 im Rahmen einer Klausurtagung des Kreuzbundes in

Stuttgart die fortan wegweisenden „Hohenheimer Beschlüsse“

verabschiedet, als Grundlagen für eine Neuausrichtung

des Kreuzbundes. Ein weiterer wichtiger Schritt war die Anerkennung

des Alkoholismus als behandlungsbedürftige

Krankheit durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im

Jahr 1964.

Im gleichen Jahr führte der Verband die moderne Gruppenarbeit

unter Einbeziehung der jeweiligen Partnerinnen

beziehungsweise Partner ein. 1968 erkannte auch das Bundessozialgericht

(BSG) in Kassel Alkoholismus als Krankheit

im Sinne der Reichsversicherungsordnung (RVO) an. Das hatte

zur Folge, dass Betroffene einen Anspruch auf Behandlung

hatten und die Arbeit der Sucht-Selbsthilfe einen höheren

Stellenwert bekam.

Der Kreuzbund entwickelte sich so von einem reinen Abstinenzverein

zu einem modernen Selbsthilfeverband für

Suchtkranke und Angehörige. Ebenfalls 1968 wurde Julius

Ilsen in Münster zum ersten selbst betroffenen Bundesvorsitzenden

gewählt. Und die erste Kreuzbund-Gruppe mit

diesem Namen wurde nach der Wiedervereinigung 990 die

erste Kreuzbund-Gruppe in der ehemaligen DDR, in Thüringen

gegründet.

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Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Gut zu wissen


Auf der Bundesdelegiertenversammlung in Bonn-Bad Godesberg im

Jahr 1992 erhielt der offizielle Name des Kreuzbundes den Zusatz „Selbsthilfe-

und Helfergemeinschaft für Suchtkranke und deren Angehörige“.

Vier Jahre später, 1996 fand anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Kreuzbund“

im Aachener Dom eine große Feier mit anschließendem Festakt

im Eurogress in Aachen mit etwa 1.600 Personen statt und 2004 der

heutige Name: „Kreuzbund e.V. – Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft für

Suchtkranke und Angehörige“ auf einer außerordentlichen Delegiertenversammlung

beschlossen wurde.

Der Kreuzbund ist heute

eine moderne Selbsthilfeund

Helfergemeinschaft für

Suchtkranke und ihre Angehörigen.

Das Ziel ist, suchtkranke

Menschen und deren

Angehörige im Rahmen von

Gruppenarbeit erfolgreich

auf dem Weg aus der Sucht

zu unterstützen. Wichtig dabei

ist das Gruppengespräch.

So wird den Betroffenen gemeinsam

der Weg zur Selbsthilfe

aufgezeigt. Auf der

Homepage des Oldenburger

Landesverbandes heißt es

dazu: „Ich helfe mir selber“

steht im Vordergrund. Gemeinsam mit Menschen, die die gleichen Erfahrungen,

Enttäuschungen und endlosen Kämpfe hinter sich haben, trifft

man sich, um auf der Grundlage dieser persönlichen „Geschichten“ abstinent

zu werden oder seine gewonnene Abstinenz zu erhalten. Dieses gilt

auch für Angehörige, die im Austausch mit anderen Angehörigen „ihre“

Geschichte bearbeiten. Selbsthilfe bedeutet immer ein Zusammenschluss

von Menschen mit gleichen Erkrankungen oder Problemlagen.

Die Selbsthilfe-Gruppen des Kreuzbundes sind offen für jeden, der Hilfe

aufgrund einer Abhängigkeitserkrankung benötigt – unabhängig von

Geschlecht, Alter, Religion, Nationalität oder ethnischer Herkunft. Und

auch unabhängig von der Art der Sucht. Dabei sind sowohl Betroffene

als auch Angehörige oder/und nahe stehende Personen willkommen.

Jede Gruppe hat einen Gruppensprecher, der für die Organisation der

Gruppe und die Zusammenarbeit mit dem Vorstand verantwortlich ist.

Jede Gruppe hat dabei ihre Regeln, die eingehalten werden müssen.

Auch im Landkreis Cloppenburg gibt es zahlreiche Selbsthilfe-Gruppen

des Kreuzbundes. Der erste Schritt ist der wichtigste! Und viele weitere

Schritte werden folgen – getreu ihres Mottos, das von einem unbekannten

Verfasser stammt "Nur wer sein Gestern und Heute akzeptiert,

kann sein Morgen frei gestalten. Nur wer loslässt hat freie Hände, und

kann die Zukunft neu gestalten."

Sigrid Lünnemann

Eine Liste der örtlichen Selbsthilfegruppen

sowie die Kontaktdaten der Ansprechpartnerinnen

und -partner sind zu finden

unter: www.kreuzbund-lv-oldenburg.de

– Ganzjahresknödel

– Futtermischungen

– Einzelfuttermittel

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Karriere im zweiten Anlauf

Svetlana Machold hat es geschafft: Nach über zwanzig

Jahren als Hausfrau mit Nebenjobs hat sie nochmal die

Schulbank gedrückt und eine Umschulung erfolgreich

abgeschlossen. Jetzt arbeitet die Cloppenburgerin in Vollzeit

als Mitarbeiterin der Qualitätssicherung in der Lebensmittelindustrie

und möchte beruflich weiter durchstarten.

Der Impuls zur neuen Karriere kam von Svetlana Machold

selbst. „Als die Kinder groß waren, habe ich nach einer Tätigkeit

gesucht, die mir Spaß macht und wo gute Chancen auf

eine Arbeitsstelle bestehen. Außerdem habe ich an meine

Rente gedacht. Bis zum Zeitpunkt der Umschulung hatte ich

dort wenig einbezahlt“, erklärt die heute 44-Jährige. Am 08.

April 2015 führte sie das erste Gespräch mit Edith Schwarz,

Arbeitsvermittlerin der Agentur für Arbeit Cloppenburg.

Zusammen sprach man mögliche berufliche Alternativen

durch und landeten dabei schnell bei der Umschulung zur

Maschinen- und Anlagenführerin mit dem Schwerpunk Lebensmitteltechnik.

Anschließend wurde sofort ein Termin

für einen Eignungstest beim Bildungsträger bfw in Cloppenburg

vereinbart. Diesen bestand Machold und bereits fünf

Tage später – am 13. April – begann sie mit der Umschulung.

„Ein absoluter Schnellstart. Aber es passte halt alles. In der

Region Cloppenburg werden dringend Fachkräfte gesucht,

insbesondere im gewerblich-technischen Bereich und Frau

Machold war hoch motiviert und bereit, sofort einzusteigen“,

erläutert Schwarz.

Da Svetlana Machold keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld

hatte, arbeitete sie auch während der Umschulung weiter in

einem Minijob als Reinigungskraft. Den zweiten Nebenverdienst

musste sie aufgrund der zeitlichen Belastungen aufgeben.

Aber es gab finanzielle Unterstützungen durch die

Agentur für Arbeit. „Wir haben die gesamten Kosten der Umschulung,

Fahrtkosten zur Bildungsstätte und zu den Praktikumsbetrieben,

Lehrmittelkosten und Kinderbetreuungskosten

in diesem Fall übernommen“, erklärt Edith Schwarz.

Während der 16-monatigen Umschulung wurden theoretische

und praktische Kenntnisse vermittelt. Die theoretische

Ausbildung fand im bfw Cloppenburg statt, die praktische

Ausbildung bei unterschiedlichen Kooperationspartnern,

Umschulung als Karriereeinstieg genutzt:

Svetlana Machold (Mitte) mit Ausbilder Igor Fischer (bfw)

und Arbeitsvermittlerin Edith Schwarz (Agentur für Arbeit)

die alle als Lebensmittelhersteller in der Region tätig sind.

Ausbildungsbegleitend absolvierte die Umschülerin einen

Pneumatiklehrgang, eine Erste-Hilfe-Ausbildung und eine

Staplerausbildung.

Die Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer

meisterte Machold Ende Juni 2016 mit sehr gutem Ergebnis

und mit Auszeichnung. In den Praktikumsbetrieben hinterließ

sie ebenfalls einen bleibenden Eindruck. So bleibend,

dass sie direkt nach der Umschulung ein Übernahmeangebot

bekam und seit Anfang Juli 2016 bei Fleisch-Krone Feinkost

GmbH in Essen/Oldenburg arbeitet.„Die Arbeit macht mir

Spaß und ich werde von den Kollegen geschätzt. Genau das,

was ich wollte“, sagt Machold. Ein Ausruhen auf den Lorbeeren

kommt für sie nicht in Frage. Sie möchte sich beruflich

weiterentwickeln. Zurzeit macht sie den Ausbilderschein und

im Herbst möchte sie die Meisterschule für Lebensmitteltechnik

in Bremen besuchen.„Ein Paradebeispiel für eine Karriere

im zweiten Anlauf und vielleicht Motivation für andere Menschen,

die noch keinen Berufsabschluss haben oder lange aus

dem einst erlernten Beruf raus sind“, hofft Edith Schwarz.

Im April hat erneut eine solche Umschulung beim bfw

begonnen. Auch andere Umschulungen sind laut Schwarz

denkbar, insbesondere in Bereichen, in denen dringend

Fachkräfte gesucht werden, wie beispielsweise in der Altenpflege

und Logistik. Für Menschen mit Betreuungsaufgaben

können auch Umschulungen in Teilzeit konzipiert werden.

Bei möglichen Problemen in der Ausbildung unterstützt die

Agentur für Arbeit mit weiteren Angeboten, wie den ausbildungsbegleitenden

Hilfen (abH) oder assistierten Ausbildungen.

(asA)

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Foto: Andrea Habe

Die Kirchengemeinde

Cappeln verabschiedet

ein Schutzkonzept

Eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Pfarrer Jörn Illenseer (Mitte)

hat das Schutzkonzept erstellt. v.l. Jan Tönnies, Pastor James

Thapasimutthu, Christa Wöhrmann, Gertrud Borchers, Pfarrer Illenseer,

Mechthild Bäker, Pastoralreferentin Rita Meistermann,

Sandra Wichmann und Michaela Bünger.

Mit einem umfangreichen Schutzkonzept will die katholische

Kirchengemeinde St. Peter und Paul in Zukunft

jeglichen sexuellen Missbrauch an Jugendlichen vorbeugen.

Unter Begleitung von Andrea Habe, Präventionsfachkraft

am Bischöflich Münsterschen Offizialat in Vechta, hat eine

12-köpfige Arbeitsgruppe um Pfarrer Jörn Illenseer das neunseitige

Papier in einem mehrmonatigen Prozess erarbeitet.

Alle Haupt- und Ehrenamtlichen der Kirchengemeinde erkennen

mit ihrer Unterschrift den Verhaltenskodex an.

In dem Papier geht es unter anderem um Sprache und Wortwahl

bei Gesprächen, um die richtige Gestaltung von Nähe

und Distanz, die Angemessenheit von Körperkontakten, die

Beachtung der Intimsphäre, die Zulässigkeit von Geschenken,

um den Umgang und die Nutzung von Medien und sozialen

Netzwerken und um Disziplinierungsmaßnahmen bei Verstößen.

Je nach Art der Tätigkeit müssen alle Haupt- und Ehrenamtlichen

hierzu eine drei- bis zwölfstündige Schulung absolvieren.

Alle zwei Jahre soll das Konzept im Pfarreirat erneut

besprochen und mit den Präventionsfachkräften aktualisiert

werden.

Alle im pastoralen Dienst tätigen und alle hauptamtlichen

Mitarbeiter, die nicht nur sporadisch in Kontakt mit Kindern

und Jugendlichen kommen, müssen ein erweitertes Führungszeugnis

vorlegen, das in Vechta beziehungsweise in Münster

kontrolliert wird. Diese Regelung gilt auch für Ehrenamtliche,

die 18 Jahre und älter sind und hauptsächlich mit Kindern und

Jugendlichen arbeiten. Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen

dennoch Vorfälle geben, benennt das Konzept Ansprechpartner

innerhalb der Kirchengemeinde, in Vechta beim Offizialat

oder in Münster.

Ludger Heuer

Wolfsfährten

Alles über die Rückkehr

der grauen Jäger.

Kaum ein anderes „natürliches“

Thema polarisiert

unsere heimische Gesellschaft

derzeit mehr als die

Rückkehr der Wölfe in unseren

Lebensraum. Womit bereits

zwei Aspekte benannt sind:

„Rückkehr der Wölfe“ und „unser

Lebensraum“.

Einst hier heimisch, wurde „canis lupus“ im 19. Jahrhundert

nach und nach ausgerottet. Die Jagd auf Wölfe hatte schon

Anfang des 9. Jahrhunderts, zur Zeit Kaiser Karl des Großen

Tradition, denn eines der jahrhundertelang in Deutschland

meistverbreiteten Raubtiere zu erlegen, war betont mutig und

damit herausragend männlich. Gleichzeitig galt nur ein toter

Wolf als guter Wolf – wozu die Mystifizierung der grauen Jäger

im Tierreich ihren Beitrag geleistet hatte. Da ist das Märchen

vom bösen Wolf nur ein Beispiel. Die dann ständig wachsende

Landwirtschaft und die immer stärker expandierende Urbanisierung

taten ihr Übriges. Das natürliche Verhalten der Wölfe

schien die Menschen zu bedrohen, Stichwort „unser Lebensraum“.

1990 dann wurden Wölfe in Deutschland unter Naturschutz

gestellt. Sie dürfen nicht gejagt und ihre Reviere und Bauten

dürfen nicht betreten werden. Mit dem Fazit, dass Anfang der

1990er Jahre in Sachsen die ersten freilebenden Wölfe beobachtet

wurden. Der Wolf ist zurück! Und damit alte Ängste,

Vorurteile, aber auch begründete Forderungen danach, das

„Problem Wölfe“ auf eine sachliche Diskussionsebene über den

Umgang damit zu heben – denn dass eine möglichst unvoreingenommene

Auseinandersetzung mit dem Thema notwendig

ist, das lässt sich angesichts von negativer, wie auch einer verklärten

Haltung gegenüber „dem Wolf“ nicht verleugnen.

Andreas Beerlage, Autor dieses Buches und als freier Journalist

auf Natur- und Wissenschaftsthemen spezialisiert, folgt seit

mehr als 15 Jahren beruflich wie privat den Wolfsfährten auf ihren

Wegen zurück nach Deutschland. Das sich daraus erschließende

Wissen ordnet er ein in die verschiedenen Positionen,

die von der Gesellschaft unserer modernen Kulturlandschaft

bereits eingenommen wurden. Mit dem Know-how und aus

der Sicht eines Naturforschers setzt er sich zum Ziel, Fakten von

Vorurteilen zu trennen. Dabei kommen Wolfsbeauftragte, Jäger,

Naturschutzverbände und natürlich Nutztierhalter zu Wort

und wenn die entstandenen Diskussionen nicht selten auch in

Kontroversen münden, so wird mit dem Buch jedoch ein Anfang

gemacht: Zur Verständigung darüber wieviel Wildnis wir

Menschen ertragen können, dulden wollen – mit den Wölfen,

denn sie sind zurück.

(usch)

Andreas Beerlage: Wolfsfährten.

Alles über die Rückkehr der grauen Jäger. Gütersloher

Verlagshaus. ISBN 978-3-579-08683-5. € 19,99

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Schutzkonzept 41


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In einer ruhig gelegenen Seitenstraße in dem kleinen Örtchen

Lindern ist das Möbelfachgeschäft mit eigener Möbelmanufaktur

„Gehlenborg | DIE SITZWERKE“ ansässig. Gemeinsam

wird das Fachgeschäft und die Produktionsstätte

in der Fehnstraße 3 von Ute und Raphael Gehlenborg sowie

ihrem Sohn Niclas geführt. Schon beim Betreten der modern

eingerichteten Verkaufsräume fühlen sich die Kunden

wohl. Es herrscht eine freundliche und familiäre Atmosphäre,

denn die Inhaber legen großen Wert auf eine individuelle

Beratung und stehen ihren Kunden als persönliche Ansprechpartner

zur Verfügung.

Das Besondere an der Firma Gehlenborg | DIE SITZWERKE

ist die perfekte Verbindung von modernem Design und traditioneller

Handwerkskunst. Hier werden keine Großserien

am Fließband produziert, sondern individuelle Sitzmöbel

auf Maß in traditioneller Handarbeit gefertigt. So entstehen

Möbel, die sich durch handwerkliche Qualität und Langlebigkeit

auszeichnen. Dabei hat sich die Firma Gehlenborg

| DIE SITZWERKE vor allem auf die Verarbeitung von hochwertigem

Leder spezialisiert und gehört damit zu den wenigen

Unternehmen in Deutschland, die dickes Naturleder

verarbeiten können. Während in der Möbelindustrie zu-

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Beratung beginnt mit Zuhören.

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werden, verwendet die Linderner Möbelmanufaktur

Leder mit der maximalen Stärke von 5 Millimeter. Diese einmalige

Qualität spürt und sieht man nicht nur, sie sorgt auch

dafür, dass sich die Möbel durch Langlebigkeit und Strapazierfähigkeit

auszeichnen.

Eine umfassende Beratung und der enge Dialog mit den

Kunden ist der Familie Gehlenborg sehr wichtig. An erster

Stelle stehen die Wünsche der Kunden. Ob ein neues gemütliches

Sofa, ein bequemer und doch stylischer Sessel, eine

maßgeschneiderte Bank oder ein schöner Stuhl – hier werden

hochwertige Möbel gefertigt, die genau auf die Bedürfnisse

der Kunden zugeschnitten sind. Die Möbel werden auf

Wunsch individuell den Proportionen des Besitzers angepasst

– denn jeder Körper ist anders und sitzt anders.

Der Handwerksbetrieb restauriert aber auch alte Möbel. So

werden alte, liebgewonnen Schätzchen wieder neu aufgepolstert

und ein neuer Stoff- oder Lederbezug verleiht dem

Möbelstück neuen Glanz.

Bei der Produktion der Möbel wird in der Manufaktur vor

allem auf Qualität und Nachhaltigkeit geachtet. Es werden

ausschließlich hochwertige Möbelstoffe und vor allem

langlebiges Leder, das höchsten Ansprüchen genügt,

verarbeitet. „Wir wissen woher wir unsere Rohstoffe beziehen.

Und vor allem wissen wir, wie wir sie richtig verarbeiten,

um daraus hochwertige Sitzmöbel zu kreieren“, betont

die Unternehmer-Familie. So zeichnen sich sämtliche Gehlenborg-Sitzwerke

in vielfältiger Art und Weise durch ihre

Langlebigkeit aus und können auch nach Jahren noch erweitern

oder ausgebaut werden.

Einen großen Stellenwert hat auch der Umweltschutz und

die Schonung von natürlichen Ressourcen. So werden hier

ausschließlich Hölzer aus nachhaltigem deutschen Anbau

verwendet und auch das verarbeitete Leder wird von zwei

Gerbereibetrieben bezogen, die mit dem Umweltsiegel

„Blauer Engel“ ausgezeichnet wurden.

Außerdem werden in der Produktion für Industriekunden

nicht die üblichen großen Wegwerf-Plastiktüten, sondern

selbst hergestellte und wiederverwendbare Schutzhüllen

aus Stoff verwendet. Und auch für die Kunden gibt es beim

Einkauf nur noch selbstgenähte Stofftüten – der Umwelt zu

Liebe.

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43


Familiengeschichte

Bäckerei Punte – Handwerk

zwischen Tradition und Moderne

Das Bäckerhandwerk ist nichts für Morgenmuffel. Am

frühen Morgen, wenn die meisten noch etwas verschlafen

auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule sind,

liegen die frischen Backwaren, belegte Brötchen und andere

Snack zum Mitnehmen bereits in den Auslagen. Fast jede

Nacht steht der Bäcker in der Backstube und sorgt auch am

Sonntagmorgen für frische Brötchen auf dem Frühstückstisch.

Wer dies auf sich nimmt, der steht mit Leib und Seele

hinter seinem Handwerk.

Bereits in der dritten Generation betreiben Henning Punte

und seine Frau Beata die Bäckerei Punte in Schneiderkrug,

wo Backen noch traditionelles Handwerk ist.

Gegründet wurde der Familienbetrieb am 1. Februar 1950.

Otto Punte, der gebürtig aus Langförden stammte und seine

Frau Elisabeth (geb. Wempe) aus dem benachbarten Bühren

übernahmen damals, wenige Jahre nach dem Krieg, das Gelände

der ehemaligen Molkerei Große Wietfeld. Dort betrieben

sie einen für die damalige Zeit typischen Kolonialwarenladen

mit einem umfangreichen Sortiment für den täglichen Bedarf.

Das Geschäft war ein Treffpunkt zum Klönen und Schnacken

und etwas Viehbestand für die Eigenversorgung fand – wie

damals durchaus üblich – auf dem Gelände auch Platz.

Schon früh lernte ihr Sohn Otto das Bäckerhandwerk von

der Pike auf kennen. Bei der Bäckerei Veltmann in Vechta und

bei der Bäckerei von Hans Schlömer in Cloppenburg „Auf

dem Hook“ erlernte er das Handwerk des Bäckers und des

Konditors. Im Jahr 1974 wurde Otto Punte mit 21 Jahren der

Familie Punte

vorm Geschäft

(die Frau mit den

weißen Schuhen

ist Elisabeth Punte)

jüngste Bäcker- und Konditormeister der Region und baute

den Kolonialwarenladen seiner Eltern zu einer Bäckerei und

Konditorei um. Besonders nach dem frühen Tod seines Vaters

mit nur 54 Jahren unterstützte er seine Mutter tatkräftig

bei der Weiterführung des Familienbetriebs. Mit 30 Jahren

übernahm er den elterlichen Betrieb und machte sich in den

folgenden Jahrzehnten mit seinen hochwertigen Backwaren

einen guten Namen.

Im Jahr 1975 eröffnete der junge Bäckermeister seine erste

Filiale in Cloppenburg bei Feinkost Stör an der Bahnhofstraße.

Dieser Filiale folgten viele weitere. Heute beliefert die Bäckerei

Punte von Schneiderkrug aus 15 Filialen in der Region

sowie einen Schulkiosk in Großenkneten und ca. 15 Wiederverkäufer

und Gaststätten.

Die Liebe zum Bäckerhandwerk hat er an seinen Sohn weitergegeben.

Henning Punte erlernte ebenfalls das Bäckerhandwerk

und absolvierte im Jahr 2006 erfolgreich seine

Meisterprüfung. Seine Schwester Carolin hatte keine Ambitionen

den Familienbetrieb weiterzuführen und lebt heute

mit ihrer Familie in Bochum. Der heute 34-jährige Sohn des

Firmengründers ist jedoch mit Leib und Seele Bäckermeis-

Der erste Höckerwagen mit Pferdeantrieb, mit den drei Schwestern

von Otto Punte jun. v.l. Ursula (gen. Ulla), Maria, Christa

Ursula Punte (später Greve), Maria Punte (später Pott), Otto

Punte jun., Schwester von Elisabeth mit Kind, Elisabeth Punte

(geb. Wempe), Christa Punte (später Hauptmeier)

Otto Punte sen. mit seinen vier Kindern v.l. Christa, Otto

jun., Ulla, Maria

44

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Familiengeschichte

Bäckerei und Konditorei Punte (Kolonialwarenladen)

zu Beginn der 1950iger

ter. Anders als viele andere Unternehmer hat Otto Punte die

Geschäftsleitung frühzeitig an seinen Sohn Henning übertragen.

Obwohl der Seniorchef im Obergeschoss der ehemaligen

Molkerei und jetzigen Bäckerei wohnt und täglich in der

Bäckerei zu finden ist, liegt die Geschäftsführung seit Ende

2017 vollständig bei seinem Sohn.

Henning Punte ist Qualität, Kundennähe und ein hervorragender

Service sehr wichtig. So legt er großen Wert auf gut

ausgebildete und freundliche Mitarbeiter, die den Kunden

fachlich kompetent beraten können. Das Angebot in den Bäckereifilialen

wandelt sich. Zum einen müssen immer mehr

Lebensmittelunverträglichkeiten und Allergien berücksichtigt

werden und zum anderen ändert sich das Konsumverhalten

der Kunden. Neben dem klassischen Brot wird der Verkauf

von belegten Brötchen und frisch gebackenen Snacks

– ob süß oder herzhaft – immer wichtiger. Auch das Ambiente

gewinnt immer mehr an Stellenwert. Ende 2017 wurde im

Carré Cloppenburg die neueste Filiale eröffnet. Die Bäckerei

mit angeschlossenem Panorama-Café verfügt über mehr als

50 Sitzplätzen, von denen eine große Glasfassade den Blick

auf das innerstädtische Treiben frei gibt. „Meine Frau Beata

v.l. Otto Punte jun. mit seinem Schwager Jochen Greve

und Altmeister Josef Spille (Anfang der 1970iger)

Auszubildende und Gesellen bei der Arbeit aus Gründerzeiten:

v.l. Kurt Tinschert, Kurt Skribek, Josef Spille

Otto Punte sen., Josef Spille, Josef Mählmann, Kurt Skribek,

Kurt Tinschert

Carolin Punte im Verkaufsraum mit

Papas Schuhen (in dessen berufliche

Fußstapfen sie aber nie getreten

ist)

Henning Otto Punte vorm Laden

mit Kerstin Pundsack

(Ende der 1980iger)

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Familiengeschichte

45

Elisabeth Punte mit Otto Punte sen. vorm Geschäft


Familiengeschichte

und ich möchten mit dem neuen Konzept unsere Vorstellung

von einem zeitgemäßen Café und einer modernen

Bäckereifiliale verwirklichen. Die Kunden sollen sich hier

wohlfühlen und ihren Aufenthalt bei uns genießen. Das ist

uns sehr wichtig“, betont Henning Punte.

Vor einigen Jahren lernte Henning Punte seine heutige

Frau Beata auf dem Stoppelmarkt kennen und lieben.

Heute lebt das Paar mit ihren beiden Kindern Alexandra

(4 Jahre) und Konstantin (1 Jahr) in Schneiderkrug. Beata

unterstützt ihren Mann auch beruflich und hat sich durch

spezielle Schulungen das notwendige Fachwissen über das

Bäckereihandwerk und die Geschäftsführung angeeignet.

Ein für sie unerwarteter beruflicher Werdegang. Die gebürtige

Leipzigerin flüchtet 1989 gemeinsam mit ihren

Eltern über Ungarn aus der damaligen DDR nach Heidelberg.

Sie studierte Umweltwissenschaften an der Universität

Vechta und arbeitete an verschiedenen wissenschaftlichen

Umweltprojekten an den Universitäten Vechta und

Osnabrück. 2011 entschied sie sich, der Wissenschaft den

Rücken zu kehren und sich voll und ganz für den Südoldenburger

Familienbetrieb zu engagieren. „Meine Eltern

waren zunächst natürlich entsetzt, als ich meine Anstellung

an der Uni aufgab und mich in unserer Bäckerei hinter den

Tresen stellte und Brötchen verkaufte“, erinnert sich Beata

Punte mit einem Schmunzeln. Aber die 40-Jährige hat ihren

ganzen beruflichen Ehrgeiz in ihre neue Aufgabe gesteckt

und sich unter anderem auch zur Filialmanagerin weiterbilden

lassen. „Meine neue Tätigkeit und die Zusammenarbeit

mit Henning im eigenen Familienbetrieb macht mir

großen Spaß. Ich habe mir alles erarbeitet und möchte das

Bäckereihandwerk und die Geschäftsabläufe von Grund auf

verstehen. Nur so können wir gemeinsam die Mitarbeiter

führen und unser Unternehmen fit für die Zukunft machen

– denn das Bäckersterben macht auch vor dem Landkreis

Cloppenburg nicht Halt. Am Ende setzt sich handwerkliche

Qualität, hochwertige Inhaltsstoffe und guter Service

gegen industrielle Massenprodukte durch“, sind sich Henning

und Beata Punte sicher, wobei sie sich durchaus den

zukünftigen Herausforderungen bewusst sind.

Sigrid lünnemann

Aktuelle Luftbildaufnahme um die Jahrhundertwende (2000).

Mehllieferung (Roggen und Weizen) von der Roland Mühle

Bäckerei Anfang der 1970iger

Otto Punte jun., seine damalige Frau Margareta Punte (geb. Vagelpohl

aus Drantum), Carolin Punte in der Backstube

Beata und Henning Punte, im Bild mit ihren beiden Kindern Alexandra und Konstantin, führen das Familienunternehmen fort.

46

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Ein starkes Team für Ihre Gesundheit: Zahnärztin Melissa Elma, Dr. Nicolai Böhme und neu im Team Zahnärztin Maike Ellerbrock

DENTEUM – feste Zähne an einem Tag

Zahnverlust kann Menschen jeden Alters treffen und unterschiedliche

Ursachen haben. Haben Sie jedoch bereits viele

Zähne verloren oder droht totale Zahnlosigkeit, ändert sich

das Leben schlagartig. Für viele ist eine großflächige Prothese

oft die erste Möglichkeit, das Gebiss wieder herzustellen.

Der herausnehmbare Zahnersatz hat jedoch Nachteile. Wenn

die Prothese nicht richtig sitzt, kann es zu Rötungen und Entzündungen

kommen. Nicht nur das. Durch die Gaumenplatte

im Oberkiefer schmeckt vieles nicht mehr wie vorher und

das Sprechen wird erschwert. Dabei wissen viele Betroffene

nicht, dass die moderne Zahnmedizin heutzutage großartige

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aktiv am Leben teilnehmen.

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Herkömmliche Implantationen sind zeitintensiv und erfordern

mehrere chirurgische Eingriffe. In unserer Praxis können

wir kranke Zähne entfernen, Implantate setzen und

feste Zähne auf die neuen Implantate schrauben. Alles an einem

Tag und ohne Knochenaufbau. Wie ist das möglich? Anders

als bei konventionellen Methoden setzen wir die hinteren

Implantate schräg in den Kieferknochen ein, sodass eine

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Durch die Schrägstellung stützen und stabilisieren sich die

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mit Ihnen im Vorfeld ab.

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über langjährige Erfahrungen als Trainer in der Denteum

Akademie und im Internationalen Fortbildungszentrum

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behandeln wir unsere Patienten erfolgreich nach diesem

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| Reportage 47


Reise

Potsdam & umzu

Ziel einer faszinierenden Städte- und Landtour –

für alle, die gerne unterwegs sind und dabei viel erfahren wollen.

Gartenanlage Schloß Sanssouci

Richtung Potsdam ging´s los und schon nach wenigen

Stunden war der Filmpark Babelsberg erreicht. Denn Potsdam

und die Umgegend erleben zu wollen, ohne die Medienstadt

Babelsberg zu besichtigen, das geht gar nicht.

Weltweit steht Babelsberg als Synonym für das 1912 gegründete

Filmstudio Babelsberg. Heute zählt Babelsberg zu

den modernsten Zentren der Film- und Fernsehproduktion

in Deutschland und Europa. Hier befinden sich unter anderem

der Hauptsitz und die Studios des Rundfunks Berlin-Brandenburg,

die Filmuniversität, das Filmgymnasium,

die UFA und zahlreiche weitere Institutionen und Unternehmen

der Medienbranche.

In Babelsberg wurden etliche bekannte Filme gedreht,

wie „Renegades“, „Die Schöne und das Biest“ – um nur zwei

aus einem großen und vielfältigen Portfolio zu nennen.

Und auch Serien stehen auf dem Produktionsprogramm, so

konnten wir bei den Dreharbeiten für „Gute Zeiten, schlechte

Zeiten“ sogar zuschauen und in der Vulkan-Arena auf dem

Filmgelände, eine aktionsgeladene Stunt-Show miterleben.

Atemberaubende Fahrmanöver, aufheulende Motorengeräusche,

waghalsige Bodystunts und szenisch einstudierte

Kampfszenen und natürlich minutiös abgestimmte Explosionen

von akribisch initiierter Pyrotechnik hielten die

Zuschauer in Atem. Da kann man nur sagen, dass es ohne

Know-how und Disziplin einfach nicht möglich wäre, die

wilden Verfolgungsjagden und die brenzligen Feuer-Stunts

unbeschadet zu überstehen. Außerdem erfuhren wir, dass

in Babelsberg mehr als eine Million Requisiten und über

500.000 Kostüme und Accessoires vorgehalten werden. Dass

in dem Fundus auch ein Fahrrad der Cloppenburger Firma

Kalkhoff enthalten ist, war für uns natürlich von besonderem

Interesse.

Nach so viel „action“ war der nächste Tag beim Baumblütenfest

in Werder geradezu romantisch. Zumal wir mit

einem Schiff über die Havel durch eine traumhaft schöne

Landschaft dorthin gefahren wurden. Als eine Gruppe von

zahlreichen Besuchern jedes Jahr, seit am 18. März 1879 die

Vertreter des Obstbau-Vereins beschlossen hatten, den Höhepunkt

der Baumblüte in allen Berliner Zeitungen bekannt

zu geben. Sie erhofften sich davon, zahlreiche Interessierte

in die Region zu locken, um an diesem traumhaften Anblick

teilzuhaben. Das würde den Umsatz der heimischen Obst-

Filmstudio Babelsberg – Stuntshow

Brenzlige Feuer-Stunts und ...

... akribisch initiierte Pyrotechnik

48

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reise


Wenn viele eine Reise tun trifft man sich – auf der Treppe vorm Schloß Sanssouci

Prunkvolle gestaltete Räume im Schloß

bauern zu fördern, dachten sie und die Idee ging auf: In diesem

Jahr jährte sich das große Volksfest zum 139. Mal. Die

Straßen waren gesäumt mit verschiedensten Ständen und

in den Gärten, mit Blick auf die Havel, waren Tische und Bänke

aufgestellt. Der Ausblick und das schöne Wetter übten

eine wunderbare Ruhe aus und weil die Weinverkostungen

ähnliche Priorität genossen (im Sinne des Begriffs) herrschte

überall eine tolle Stimmung.

Der dritte Tag stand unter dem Motto „Ein ganzer Tag

nur für Potsdam“. Schon früher als „die schöne Schwester

Berlins“ bezeichnet, gilt dieses Attribut nach einigen Jahren

der gesellschaftlichen Missachtung heute wieder. Denn

Potsdam ist nicht nur ein besonders beeindruckender Ort

mit berühmten Bauwerken und einer reizvollen landschaftlichen

Umgebung, sondern auch ein schicksalhafter Platz.

Preußische, deutsche und internationale Geschichte verdichten

sich hier auf geradezu magische Art. Eine Gästeführerin

voran kamen wir in viele Ecken dieser bezaubernden

Stadt. So wird Potsdams Alter Markt von der Nikolaikirche

beherrscht. Der monumentale klassizistische Zentralbau,

mit der 52 Meter hohen Kuppel, entstand 1830/50 nach

Plänen des berühmten preußischen Baumeisters und Architekten,

Städteplaners und Malers Karl Friedrich Schinkel.

Die Pracht des Klassizismus und Historismus im damaligen

Preußen gehen auf seine Arbeiten zurück.

Gegenüber der Nikolaikirche liegt das Alte Rathaus mit

seinen korinthischen Säulen und der Tambourkuppel. Das

holländische Viertel mit über 100 roten Ziegelstein-Häusern,

gilt als größtes zusammenstehendes Bauensemble

und Kulturdenkmal holländischen Stils außerhalb der Niederlande.

Das bekannteste Bauwerk ist natürlich das Schloss

Sanssouci. Kein anderes Schloss ist so mit der Persönlichkeit

Friedrichs des Großen verbunden wie Schloss Sanssouci. Der

Name Sanssouci – ohne Sorge – ist dabei als Wunsch und

Leitmotiv des Königs zu verstehen. Sein Sommersitz war ihm

zuletzt Lieblingsort und wichtiges Refugium in schwierigen

Zeiten. Die berühmten Weinbergterrassen und die original

erhaltenen Raumausstattungen aus dem 18. Jahrhundert

waren für uns besonders beeindruckend.

Ohnehin konnten wir uns über Abwechslung partout

nicht beklagen, denn schon am nächsten Tag stand ein

Ausflug ins Havelland auf dem Programm. Wer kennt nicht

die Ballade von Theodor Fontane „Herr von Ribbeck auf

Ribbeck imHavelland“. Und siehe da: Einige aus der Gruppe

konnten dieses Gedicht noch ohne Stocken aufsagen.

Fahrt auf der Havel zur Baumblüte in Werder

Holländisches Viertel Potsdam

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reise

49


eportage

Schloß Cecilienhof

Der neue Birnbaum

á la Fontane

Hier wurde das Potsdamer Abkommen

im August 1945 unterzeichnet

Der Stumpf des originalen

Birnbaums nach Fontanes Gedicht

Daran erkennt man, dass wir schon älter sind..! Der kleine Ort

Ribbeck im Havellandwurde durch das Gedicht bekannt. Der

darin beschriebene Birnbaum stürzte im Jahre 1911 durch

einen Orkan um. Der Stumpf ist noch heute in der Kirche

zu besichtigen und vor der Dorfkirche erinnert ein neuer

Birnbaum an Fontanes Gedicht. Auch Fontanes Romanfigur

„Effi Briest“ wächst in dieser Region auf. Der berühmte Wissenschaftler

Albert Einstein liebte ebenfalls diese herrliche

Landschaft mit ihren Kiefernwäldern, den weiten Wasserflächen

und die Ruhe, die ihn hier umfing. Albert Einstein hielt

nichts vom Kult um seine Person. Er lebte mit seiner Familie

von 1929 bis 1932 in einem Holzhaus in Caputh. Dieses damalige

Sommerhaus wird heute für Seminare genutzt.

Viel zu schnell war der Abreisetag da. Doch erwartete uns

noch ein besonderes Highlight: Schloss Cecilienhof. Zwischen

1913 und 1916 von Kaiser Wilhelm II. als Residenz für

den Kronprinzen Wilhelm von Preußen und seiner Frau Cecilie

im Stil eines englischen Landhauses errichtet. Historische

Dimension erlangte das Schloss durch die Unterzeichnung

des Potsdamer Abkommens im August 1945 dortselbst. Hier

trafen sich die Vertreter der drei Hauptalliierten des beendeten

Zweiten Weltkrieges, um auf höchster Ebene über die

Neuordnung Europas und das künftige Schicksal Deutschlands

zu beraten. Teilnehmer der Zusammenkunft waren die

Staatsoberhäupter und Außenminister der USA, der Sowjetunion

und Großbritanniens: Harry S. Truman, Joseph Stalin

und Winston Churchill, der von seinem Nachfolger Clement

Attlee abgelöst wurde.

Die Ergebnisse der offiziell als „Dreimächtekonferenz von

Berlin“ bezeichneten Konferenz wurden im Potsdamer Abkommen

und in der Potsdamer Erklärung festgehalten. Auch

heute noch ist Schloss Cecilienhof als weltpolitisch bedeutsamer

Ort Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt.

Der sich des Betrachtens und Erlebens aus vielerlei Hinsicht

lohnt. Wie die gesamte Reise, die wir als Cloppenburger

Seniorinnen und Senioren unternommen haben. Quasi als

Vorhut, um heute sagen zu können, dass Potsdam & umzu

immer eine Reise wert ist.

ELFRIEDE LANGE

50 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reise


Was ist ein Bio-Face-Lifting?

Gesichtsstraffung rein biologisch

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saugt verbrauchte Fette und Ablagerungen aus den Poren und

aktiviert die Lymphe. Die Durchblutung und Feuchtigkeitszirkulation

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und sich bereits auf das Ergebnis freuen.

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Das zeigt sich nämlich bereits nach der ersten Behandlung. Anschließend

werden Linien, Fältchen, Falten befüllt. Je nach Hautzustand

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wird verbessert, feiner und wirkt praller.

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Stirn, Wangen, Hals und Oberlippe

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verhärteten Mimikmuskeln

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Zähnen durch Federn aktiviert. Der

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in ihre ideale Position geführt werden.

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Frontzähne, denn er korrigiert schnell

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durch den Zahnarzt, die alle

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sollten. Wie bei anderen kieferorthopädischen

Behandlungen, wird nach

Abschluss der Behandlung mit dem

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Sushi mit Frohsinn

Sushi mit Frohsinn

Unser Kochkurs, der keiner war, weil nicht wirklich gekocht

wurde, unser Zusammensein also hatte mehrere

Gründe: Wir wollten mal wieder was anderes machen,

möglicherweise als Alternative zum Fußball-WM-gucken.

Und eine von uns wollte endlich lernen, wie man Sushi rollt.

Weil sie nämlich auch die Einzige in der Gruppe war, die Sushi

mag. War, denn der Kursus begann mit einem vielfachen

Bekenntnis: „Ich mag gar kein Sushi“, und endete... doch

dazu später.

Da waren wir also: Heike und Pia kleine Stüve, Mechthild

Antons, Sigrid Lünnemann, Karin Niemöller, Ulla Schmitz

und die beste „Lehrerin im Sushi rollen“ Ria Koyun, zusammen

mit ihrer Schwester Sikiriya. Nicht, dass wir uns

bewusst als Ladies-Team verabredet hatten. Im Gegenteil,

doch die angefragten Männer hatten energisch abgewinkt.

„Sushi? Oh nein! Mag ich nicht!“ Wir ja auch nicht,

bis auf Ulla, doch nun ja... Schnell war bei Möbel Debbeler

in Visbek angefragt, die uns großzügig und freundlich

wie immer in ihrem Küchenhaus eine perfekt eingerichtete

Demo-Küche zur Verfügung stellten. Ria Koyun war ebenso

schnell gebucht, die Gruppe der Sushi-Rollers fand sich

auch problemlos, der Champagner („Frohsinn“) war ohnehin

auf Eis und los ging´s.

Sushi rollen im Küchenhaus Debbeler (v. l.) Ria Koyun,

Mechthild Antons und Sigrid Lünnemann

Damit, dass wir im Küchenhaus Debbeler herzlich willkommen

geheißen und mit Kaltgetränken und Kaffee versorgt

wurden. Damit, dass Ria uns die einzelnen Zutaten beschrieb

und deren Zusammenhänge in Sachen Sushi erklärte. Und

weil sie schon die erste Portion Sushi-Reis vorgekocht und

uns gleich den genialen Trick mit der Frischhaltefolie über

der Rollmatte gezeigt hatte, waren wir geradezu blitzartig

schnell präpariert.

Da war es auch schon Zeit für das erste Glas „Frohsinn mit

frischen Früchten“ und als wir dann noch gezeigt bekamen,

wie man den Kern aus der halbierten Avocado, schnell, effizient

und ohne Verletzung herausbekommt, da war die

Stimmung bereits so, wie sie besser gar nicht sein konnte.

Denn „schwupps“ hatte jede ihre erste Sushi-Rolle fertig.

Zur Sicherheit erst die Variante mit dem Noriblatt außen,

schön fest und absolut formvollendet. So, das geht ja doch

ganz einfach! Nun waren wir völlig begeistert! Schnitten die

Rollen ganz lässig in Sushi-gerechte Stücke und gaben uns

dabei mindestens so professionell wie ein alt gedienter japanischer

Sushiküchenmeister.

Ria hatte derweil eingelegten Ingwer, Wasabi und Sojasauce

in Schälchen gefüllt – für jede just gekürte Sushi-

„Zum Wohl!“ v. r. Pia und Heike kleine Stüve, Karin Niemöller, Sigrid Lünnemann,

Mechthild Antons, Ulla Schmitz, Ria Koyun und Sikiriya Mutlu

Pia kleine Stüve – dem Thema auch

frisurmäßig angepasst

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Sushi mit Frohsinn

53


Ohne Reis keine Sushi

Eben noch die Bambusmatten präparieren

pertin eine, Stäbchen verteilt und... Und jetzt? Na: Dünn mit

Ingwer belegen, ein wenig Wasabi in die Sojasauce rühren,

die Sushi hineinstippen und essen. Genießen!

Erst später haben wir uns daran erinnert, dass Mechthild,

Heike, Pia, Sigrid und Karin doch gar kein Sushi mögen. Da

hatten wir den ersten Teil der Produktion bereits aufgegessen

und waren schon dabei die komplizierte Methode des

Rollens, mit dem Blatt nach innen und dem Reis nach außen,

so bravourös auf die Matten zu zaubern, dass für die anfängliche

Aussage allenfalls ein nachsichtiges Lächeln übrig war.

Schnell noch die fertige Rolle in geröstetem Sesam gedreht,

aufgeschnitten und ... „Ach, die sind ja noch raffinierter!“

Leidenschaftlich wie zuvor, doch im Konsum schon deutlich

zurückhaltender, denn Sushi sättigt ziemlich schnell.

Dennoch wurde weiter gerollt, es wurden verschiedene

Füllungen, vegetarisch, fischig und in Kombi ausprobiert

und natürlich verkostet. Wobei immer mehr Rollen „zum

Mitnehmen“ eingepackt wurden. Mit dem Erfolg übrigens,

dass zu Hause gerade die Männer und auch die Kids, die vorher

gesagt hatten, dass sie Sushi auf gar keinen Fall essen

würden, dass gerade die am selben Abend für diesen Spruch

auch nur noch ein müdes Lächeln übrig hatten.

Lediglich die Dessert-Sushis, bei denen wir mit zügelloser

Kreativität, mit Rohrzucker und den noch übrigen Früchten

wahre kulinarische Highlights gezaubert hatten – davon

haben wir keine mit nach Hause genommen. Weil kaum gerollt,

waren sie auch schon verspeist.

So, nun scheuen Sie sich nicht zu sagen, dass Sie Sushi nicht

mögen. Sie sehen ja, was daraus werden kann. Und wie viel

Spaß das Ganze macht, muss sicher nicht noch eindeutiger

beschrieben werden. Zuhause sind alle Zutaten nun vorrätig,

frischen Fisch gibt´s vom Fischhändler des Vertrauens,

das Gemüse am besten bio und die Früchte nach Saison.

Übrigens haben wir den nächsten

Kursus schon gebucht: „Orientalisch

kochen“. Mit Ria Koyun

natürlich und mit Freunden. Man

kann es sich aber auch gut gehen

lassen!

ULLA SCHMITZ

Weitere Infos über E-Mail: ria.koyun85@gmx.de

54

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Sushi mit Frohsinn


Bevor es losgeht, die Sushi-Matte mit

Klarsichtfolie umwickeln. So kann

der Reis sich nicht in den Zwischenräumen

verkleben Maki mit Lachs

Ein Noriblatt mit dem Messer halbieren

und mit der rauen Seite nach oben

auf die Bambusmatte legen. Nun die

Finger in einer Schale mit Wasser leicht

anfeuchten und so viel von dem abgekühlten

Reis auf dem Noriblatt verteilen,

bis das ganze Algenblatt bedeckt

ist. Aber nur dünn, und unten sollte

ein Stück frei bleiben. Den Fisch und

das Gemüse in Stiftform schneiden

und der Länge nach auf den Reis legen.

Man kann den Fisch mit ein wenig

Wasabi bestreichen. Doch Vorsicht:

Scharf! Der freigebliebene Rand des

Noriblattes angefeuchtet und jetzt beginnt

das Rollen. Von der gegenüberliegenden

Seite her, zunächst noch

mit der Bambusmatte als Unterlage,

dann jedoch „freihändig“. Schön fest

und in der perfekten Gestalt einer Rolle.

Anschließend kann man ihr durch

Andrücken noch Ecken verleihen.

Ein halbes Algenblatt nehmen, auf Den

vorderen Bereich der Matte legen und

die raue Seite komplett mit Reis bedecken,

Sesam auf den Reis streuen.

Die freie Seite der Bambusmatte nehmen,

über das Algenblatt mit dem Reis

schlagen, andrücken und umdrehen,

so haben wir nun die andere Seite des

Algenblattes vor uns liegen, der Reis ist

unten. Ein wenig Mayonnaise längs auf

dem Algenblatt verteilen, Surimi oder

Krebsfleisch ebenfalls längs auf die

Mayonnaise geben, Gurke und Avocado

in Stifte schneiden und dazulegen.

Mit etwas Wasabi bestreichen und nun

das Ganze wie die Maki kühn und fest

einrollen.

Nigri haben wir übrigens nicht mehr

gemacht. Sicher weil´s zu einfach für

uns war: Reis zu einem etwa 2 cm langen

Oval zusammendrücken, dünn geschnittenen

Lachs obenauf legen und

fertig. Es sei denn, mann will noch Wasabi

oder Mayonnaise oder... dazu geben.

Nur zu. Denn Geschmack ist nichts worüber

man an dieser Stelle streiten sollte.

Sushi rollen ist doch gar nicht so schwer

Genialität á la Sushi mit frischen Früchten

Sushi Variationen – selbst gemacht

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Sushi mit Frohsinn

55


eportage

Buchtipp

So also endet die Welt

Zu Anfang scheint die Geschichte

alltäglich. Julia

und Erik verbringen die

Ferien mit ihren beiden Kindern

im Sommerhaus der Familie an

der Westküste Finnlands. Doch

was sich auf den ersten Blick wie

eine Sommeridylle darstellt, ist

zerrissen von den Spannungen

eines längst nicht mehr normalen

Alltags.

So hat Erik sich in den Urlaub

verabschiedet, obwohl die

Firma, in der er als Informatiker

arbeitet, Stellen kürzt. Er ahnt,

dass es auch ihn treffen und dass die Familie sich ihren

Lebensstil dann nicht mehr leisten könnte – doch teilt er

seiner Frau weder die drohende Misere mit, noch seine

Sorgen um die Zukunft. Ohnehin glaubt er, nicht an Julia

heranzukommen, da sie, nach einem erfolgreichen Debüt

als Buchautorin schon im Anfang des zweiten Romans

sprichwörtlich feststeckt.

Allein Sohn Anton scheint, auf seine kindliche Art, die

Ferien zu genießen. Die pubertierende Tochter Alice erlebt

ihre erste Liebe, Julias Eltern kommen zu Besuch und

die Mutter ist überkandidelt, arrogant und unausstehlich

wie immer. Dann erscheint Erik´s Bruder Anders, der

bisher auf der Suche nach dem Ich war und nun bei der

Nachbarin für eine Weile angekommen ist. Obwohl Erik

sich dort am liebsten...

Und selbst das Zusammensein mit den anderen Nachbarn,

die bereits wissen, dass die Welt in Kürze enden

wird und sich darum die Freiheit nach ihrem Gusto gestalten

– auch die Möglichkeiten es ihnen gleichzutun

oder sich darüber zu amüsieren, stellen für Julia und

Erik keinesfalls die Lösungen für ihre Probleme dar. Da

scheint es leichter zu lügen, zu viel zu trinken, vor sich,

dem anderen und den Problemen davonzulaufen.

Wie gesagt: Zu Anfang scheint die Geschichte alltäglich,

doch bald schon stilisiert sie sich zu einem Drama. Subtil

und mit einer solch faszinierenden Intensität beschrieben,

dass man als Leser keine Chance hat, der verstörenden

Präzision der Geschichte zu entgehen. Stattdessen

nimmt man die Risse in der eigenen Fassade so deutlich

wahr, wie in der Art möglicherweise noch nie zuvor.

(usch)

Philipp Teir: So also endet die Welt. Karl Blessing Verlag.

ISBN 978-3896676061. € 20,00

AESEN • AHNUNG • ANGINA • ANILIN • DEVISE • FEHL • FISCH • FRAESE

GEMEIN • GNEIS • HEILER • HUETER • INCH • INFRA • KNEF • KNUT • KO-

KETT • KOSMO • LOHNEN • LOREN • MAIN • MAMBO • MEMO • NENNEN

NENNER • NESSIE • OLYMP • OPEC • OPFERN • PECH • PFAHL • PFLUG

SUMMEN • TRAPEZ • UNION • ZAHN • ZIFFER

56 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Buchtipp


Über den Tellerrand und auf dem Fahrrad zurück

Raus aus dem Alltag und hinein in das

Fahrradabenteuer – von Prag nach Cuxhaven

Hermann Eckhoff fuhr mit dem Fahrrad von Prag nach Cuxhaven – Teil 2

Hermann hatte seinen Begleiter Andreas S. in Dresden

verabschiedet und machte sich nun alleine auf den

Weg Richtung Cuxhaven. Wobei – so richtig alleine ist

man auf dem Elbe-Radweg natürlich nicht, da der bei vielen

Radsportbegeisterten und Urlaubsradlern sehr beliebt ist.

Da trifft man Gleichgesinnte, die für kurze Zeit zu Weggefährten

werden.

Leider, und das wissen wir, ist in unseren Gefilden auf das

Wetter kein Verlass. Diese Erfahrung blieb auch Hermann

auf seinem Weg nicht erspart. Statt Sonne gab es tüchtig

Wind und Regen, jedoch in den Zug steigen, um dem

schlechten Wetter zu entfliehen – ein solcher „Ausweg“

war für ihn zu keiner Zeit eine Option.

Doch waren es nicht nur die widrigen Wetterverhältnisse,

die er bewältigen musste. So versagte auf halber Strecke

bei Magdeburg die Gangschaltung ihren Dienst. Weiterfahren

war nun nicht mehr möglich, was also tun? So

ins Überlegen vertieft, fiel ihm ein Kumpel aus Osnabrück

ein, der ihm mal von einem Freund namens Peter in Magdeburg

erzählt hatte. Kurz entschlossen rief Hermann den

Osnabrücker an, um sich Peter Telefonnummer geben zu

lassen. Welch ein Erfolg! Denn obwohl er für den Magdeburger

ein völlig Fremder war, kannte dessen Hilfsbereitschaft

keine Grenzen. Zunächst lud Peter ihn ein, bei ihm

zu übernachten und dann, oh Wunder, gab´s im Garten nebenan

eine „Selbsthilfe Fahrradreparaturwerkstatt“. Darin

wurde in den nächsten zwei Tagen das Fahrrad repariert,

abends gab´s Gutes vom Grill, es wurde gequatscht und

viele Erfahrungen ausgetauscht. Das war so schön wie auch

beeindruckend, so dass Hermann Eckhoff sich gerne daran

erinnert.

Ohnehin ist eine besondere Erfahrung die unglaubliche

Gastfreundschaft, mit dem ihm die unterschiedlichsten

Menschen entgegenkamen. Ob nun das Angebot einer Vermieterin

ihm Spiegeleier zu braten oder der gemeinsame

Grillabend in einer anderen Unterkunft, für den gebürtigen

Emsteker war all das nicht selbstverständlich.

Dabei rückte das Ziel immer näher und so langsam kam

Hermann an seine Grenzen. Nicht zuletzt, weil ihm der tägliche

Austausch seiner Erfahrungen und Erlebnisse mit einem

Gesprächspartner fehlte. Auch nahm die Windstärke aus

Norden zu. Doch dann der ersehnte symbolische Silberstreif

am Horizont: Der erste Strandkorb bei Hitzacker, also konnte

das Meer nicht mehr weit sein! Obschon es von Hitzacker bis

zur Nordsee gute 300 Kilometer sind. Doch was sind 300 Kilometer,

wenn man von Prag aus unterwegs ist?

Magdeburg

Fahrrad Selbsthilfe Werkstatt in Magdeburg

Mit der Fähre über die Elbe

Erster Strandkorb bei Hitzacker

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Über den Tellerrand und auf dem Fahrrad zurück 57


Über den Tellerrand und auf dem Fahrrad zurück

Lutherstadt Wittenberg

Lutherstadt Wittenberg

Idyllische Fahrradwege

Hermann Eckhoff bei Lauenburg

Durch das Lauenburger Land fuhr Hermann Eckhoff weiter

nach Hamburg. Doch hier angekommen überwältigten

ihn die Lautstärke, der Trubel der Großstadt – erst Recht

nach der gewollten Einsamkeit in den nicht selten menschenleeren

Landschaften auf dem Weg hierher. Also beschloss

er, schnell weiter zu fahren. Und zwar durch das

Alte Land zu seiner nächsten Unterkunft im idyllischen

Stade. Hier hatte er sich mit Freunden verabredet, bei ihnen

würde er auch übernachten. So verbrachte er diesen

Abend nach langer Zeit wieder in geselliger Runde.

Dann allerdings ging es weiter und kurz vor Cuxhaven wurde

es noch mal hart. Doch Eckhoff mobilisierte er seine Kräfte

noch einmal und erreichte gegen den steifen Nordwind das

Ende des Elbe-Radweges in Cuxhaven. Dort angekommen

hatte er sich dann auch gleich mit den Notwendigkeiten des

hiesigen Daseins auseinanderzusetzen, wobei er vor dem

Hintergrund seiner sportlichen Leistung doch tatsächlich

von der Kurtaxe befreit wurde, aber das letzte Stück zum Ziel

zu Fuß gehen musste. Hundert Meter, dann hatte er die Kugelbarke

direkt am Meer erreicht und war dort, wo er hatte

ankommen wollen.

„Dort zu stehen und zu wissen, dass ich mein Ziel erreicht

hatte, das war in dem Moment unfassbar und unbeschreiblich

schön,“ fasst Hermann Eckhoff diese Erinnerung zusammen

und weiß, dass ihm die auf der Strecke gesammelten

Erfahrungen und Erlebnisse für immer erhalten bleiben. Als

Herausforderung an sich selbst und an ihre Bewältigung.

Sein Fazit, dass er „nur jedem empfehlen kann, sich eine

Auszeit zu gönnen, so es denn möglich ist“, diese Erkenntnis

wird er selbst in der schon geplanten nächsten Tour umsetzen.

Dabei wird es vom französischen Elsass bis zu seiner

Wahlheimat Osnabrück gehen beziehungsweise „geradelt

werden“. Mal sehen: Vielleicht trifft man sich ja irgendwann

auf den Radwegen in Deutschland und umzu.

Karin niemöller

Hamburger Hafen

Übernachtung in Stade

58

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Über den Tellerrand und auf dem Fahrrad zurück


Der Castus-Weg

Auf Wegen des Abtes Gerbert Castus und

der ehemaligen Wallfahrtsorte.

Fachwerk im Lauenburg

In der Region zwischen Wildeshausen, Wardenburg und

Bethen gibt es einige Zeitzeugen aus dem Mittelalter.

Von der Christianisierung durch den Abt Gerbert Castus,

Gründer der Missionszelle Visbek, bis zur Reformation

pilgerten gläubige Menschen durch weite Landstriche

des südlichen Oldenburger Landes.

Feste Straßen gab es nicht, so fand man Wege und Pfade

durch einsame Heide und Moor, auch orientierte man

sich an den Ufern der Lethe oder der Hunte. Der Glaube

an ein Wunder oder an eine Gebetserhörung gab ihnen

die Kraft für eine lange beschwerliche Pilgerreise.

Besucht wurden die Missionszelle Visbek (St. Vitus),

der Wallfahrtsort Bethen, die Marienkirche in Wardenburg,

und die einzige Basilika im Oldenburger Land, die

Alexanderkirche in Wildeshausen. Aber auch kleinere

Gotteshäuser am Wegesrand wie zum Beispiel die, heute

noch gut erhaltene, Kapelle in Endel wurden aufgesucht.

Die Kugelbake kennzeichnet den nördlichsten Punkt

in Niedersachsen. Hier endet geografisch die Elbe und

es beginnt die Nordsee. Das aus Holz errichtete Seezeichen

steht unter Denkmalschutz und ist etwa 30 Meter

hoch. Bevor moderne Technik das heutige Wahrzeichen

von Cuxhaven überflüssig machte, diente es als

Orientierungshilfe.

Pilgerwanderungen 2018

3-Tagespilgerung

29. Juni - 01. Juli 2018

Pilgern (Tagestour)

04. August 2018

08. August 2018

Friedenswanderung

09. Juni um 15:00 Uhr von der Blockhauskirche St. Petri

zu den Fischteichen zur Herz-Jesu Kirche Alhorn.

Weitere Termine nach Vereinbarung für Gruppen und

Vereine ab 8 Personen Anmeldung bis 3 Wochen vor

Beginn der oben genannten,

Dirk Faß (Veranstalter)

Heideweg 7 • 26197 Großenkneten • Telefon: 04435 5132

dirk fass@ewetel.net

Gemeinde Großenkneten Tourist-Information

Arne Kunz • Markt 1• 26197 Großenkneten

Telefon: 04435 600117 • touristinfo@grossenkneten.de

Ziel erreicht

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Über den Tellerrand und auf dem Fahrrad zurück

59


Anzeige

Das Ohr –

unser empfindlichstes Sinnesorgan

„Sitzt du auf deinen Ohren?“

Allein in Deutschland haben schätzungsweise

15 Millionen Menschen

ein Hörproblem und handeln nicht.

Was sie oft nicht wissen: Wenn jemand

jahrelang schlecht hört, verlernt

das Gehirn, die fehlenden

Klänge zu verarbeiten. Und damit

unser empfindlichstes Sinnesorgan

auch im Alter gut funktioniert,

raten Experten möglichst früh

zu einem Hörgerät. Der Hörsinn

bleibt im Training und die Lebensqualität

erhalten!

Wenn das Gehör langsam nachlässt,

merkt man das oft erst viel später als

die Familie oder Freunde. Das ist auch

kein Wunder, weil man sich an die

immer leiser werdende Umgebung

gewöhnt und sie als normal empfindet.

Ärzte unterscheiden drei Grade

der Schwerhörigkeit: Bei leichter

Schwerhörigkeit hören Sie das Blätterrauschen

draußen im Garten nicht

mehr. Wer mittelgradig schwerhörig

ist, kann ein normales Gespräch zwischen

zwei Menschen in einem Meter

Abstand nicht verstehen. Eine starke

Schwerhörigkeit lässt Sie Straßenlärm,

auch einen vorbeifahrenden

LKW, nicht mehr wahrnehmen.

Für Jeden die passende Lösung

Noch immer sind viele Menschen unsicher,

was Hörgeräte angeht. Während

die Brille als Lösung wie selbstverständlich

auf der Hand liegt,

kämpfen Hörgeräte noch immer mit

dem Stigma pfeifender Ungetüme.

Hörgeräte sind groß und häss lich und

piepen immer? Nein! Moderne Hörsysteme

sind kleine Hochleistungscomputer,

winzig klein und nahezu

unsichtbar. Neue Technologien vermeiden

Rückkopplungen, die früher

auftraten, wenn sich ein Mikrofon zu

nahe an einem Lautsprecher befand.

Mit modernen Hörsystemen werden

leise Signale wieder hörbar, laute

Schalle werden aber nicht zu laut.

Der Klang ist dabei wieder sehr angenehm

und natürlich. Unser Gehirn

filtert unwichtige Geräusche heraus,

während es wichtige Geräusche hervorhebt.

Das bilden moderne Hörsysteme

nach. Bei Premium-Hörgeräten,

wie z. B. Oticon Opn des dänischen

Herstellers Oticon, die sich besonders

nah am natürlichen Hören orientieren,

werden hochentwickelte digitale

Technologien eingesetzt. Indem

sie Sprache hervorheben und lästige

Geräusche unterdrücken, sorgen

sie für entspanntes Hören und schonen

die Energiereserven der Träger.

In Deutschland kann man aus über

1000 verschiedenen Hörgeräten auswählen.

Es gibt sie in vielen Formen,

Farben, Größen, Preis- und Leistungsklassen

beim Hörakustiker. Nach wie

vor gibt es Hörsysteme zum Festbetrag,

den die Krankenkassen zahlen.

Fazit: Moderne Hörsysteme sind kleine

technische Wunderwerke und sehr

unauffällig. Wer sein Leben auch mit

einer Schwerhörigkeit weiterhin in allen

Facetten genießen möchte, sollte

handeln.

Abb.: Hörsysteme Oticon Opn

Brillen+Akustik-Studio Reher in Cloppenburg

berät Sie gratis und unverbindlich.

Gutschein

Für Sie kostenlos und

unverbindlich:

• Eine individuelle

Hörberatung

• Ein professioneller Hörtest


• Hörgeräte der Firma Oticon

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Probetragen in Ihrem

persönlichen Umfeld

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Gutschein zu uns, oder vereinbaren

Sie einen Termin. Der Gutschein

ist übertragbar.

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60

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Anzeige


Senioren reportage on Tour

NaturaGart-Park in Dörenthe bei Ibbenbüren

Wenn die Gärten aus ihrem

Winterschlaf erwachen, sind

sie immer ein besonderer

Anziehungspunkt für Besucher. Also

auch für uns und darum machte sich

just erst ein voll besetzter Bus mit Senior/innen

aus Cloppenburg auf den

Weg zum NaturaGart-Park in Dörenthe

bei Ibbenbüren.

Diese traumhafte Anlage ist in

Deutschland einmalig, denn der Park

hat sich von einem Testgelände für

Gartenteiche und Teichtechnik zu

einem beliebten Freizeitmagneten

mit einem Kaltwasseraquarium, einer

Tauchbasis und einer Wasserwildnis

entwickelt.

Wasser und Pflanzen sind die beherrschenden

Elemente und so finden

Blumen- und Naturliebhaber hier ein

wahres Paradies. Abertausende Tulpen

und Narzissen gab es da zu bewundern

und an jeder Ecke Bachläufe

sowie große und kleine Wasserfälle.

Eine Grotte schließlich gewährte uns

einen Einblick in einen Teich mit riesigen

Stören.

Die neueste Attraktion im Park ist das

deutschlandweit größte Kaltwasseraquarium.

Durch 28 große Teichfenster

konnten wir Fische beobachten, die

auch in vielen Gartenteichen gehalten

werden können. Das Aquarium schafft

Verständnis für das Leben im Teich

und erlaubt einen Kontakt zur Natur,

wie er selten möglich ist. Im größten

Unterwasserpark, der auf Teichfolie

gebaut wurde, finden Taucher eine

versunkene Welt der Antike mit einem

Schiffswrack und Höhlen. Im NaturaGart-Park

wurde ein über 40.000 Quadratmeter

großes Seengebiet komplett

neu angelegt. Entstanden ist eine

Landschaft in der seltene Eisvögel

tauchen und Dutzende verschiedener

Seerosen-Sorten zu sehen sind.

Nach Kaffee und Kuchen im Café

„Seerose“ mit Blick auf die idyllische

Teichlandschaft ging es dann wieder

nach Hause.

ELFRIEDE LANGE

Senior/innen aus Cloppenburg im NaturaGart-Park in Dörenthe

Aquarium erklärt das Leben im Teich

Große Teichfenster verschaffen Einblick in die Unterwasserwelt

Der Garten erwacht aus dem Winterschlaf

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Senioren on Tour

61


Geschichte von umzu

„Oh Lastrup! Oh Lastrup! Oh Lastrup!“

Anekdoten um Pfarrer und Dechant Engelbert Wulf

Herausgesucht von Dirk Faß

Eine der markantesten Persönlichkeiten

des oldenburgischen

Münsterlandes war ohne Zweifel

Dr. Engelbert Wulf. Johann Heinrich

Engelbert Wulf wurde am 16. April

1814 in Essen an der Hase geboren

und verstarb am 7. Dezember 1892 in

Lastrup. Als Lehrer am Gymnasium in

Vechta, als Seelsorger an den dortigen

Strafanstalten, als Pfarrer und Dechant

in Lastrup – überall hat er Tüchtiges, ja

Grundlegendes geleistet. Dabei war

er, wie viele bedeutende Männer, eine

richtiges Original im positiven Sinne.

Und so sind denn auch die Anekdoten

zahlreich, die über ihn im Umlauf sind.

Wohl die verdienstvollste Tat des eifrigen

Seelenhirten war die Gründung

des ersten Krankenhauses im Münsterland,

des St. Marien-Hospitals in

Vechta. Aber nur unter großen Schwierigkeiten

konnte Dr. Wulf das Werk zu

Stande bringen. Das Wichtigste und

zugleich Schwerste war die Geldbeschaffung.

Welche Mühe Dr. Wulf sich

machte, aber auch welche Kniffe er gelegentlich

anwandte, darüber haben

sich so manche Erzählungen gehalten.

Hier nur ein Beispiel: Einst war ihm

von einem reuigen Sünder eine größere

Geldsumme zur Wiedererstattung

an einen in der Nähe Vechtas wohnenden

Adeligen übergeben worden. Dr.

Wulf suchte den Freiherrn auf, berichtete

ihm von seinem Auftrag, fügte

dann aber schalkhaft hinzu, dass ihm

mit dem Geld ein arges Missgeschick

passiert sei. So habe er zu Hause eine

verschlossene Büchse, worin er das

Geld für den Krankenhausbau sammle.

Nun habe er ausprobieren wollen, ob

das Geld wohl durch den Spalt gehe,

und da sei es leider seinen Fingern

entglitten. Jetzt müsse er erst mit der

Büchse zu einem Schlosser gehen, um

sie öffnen zu lassen, ehe er das Geld

den Baron auszahlen könne. Der Adelige

hatte natürlich schon längst gemerkt,

worauf Dr. Wulf hinaus wollte,

und gab lachend die Zustimmung, das

Geld in der Büchse zu belassen.

Einen Misserfolg aber musste Dr. Wulf

mit dem Versuch verzeichnen, entlassene

Sträflinge als Kolonisten anzusiedeln.

Er hatte zu dem Zweck in der

Nähe von Vechta Grundstücke angekauft

und darauf zwei Häuser errichtet.

Doch die entlassenen Gefangenen ließen

sich nicht ohne weiteres in solide,

sesshafte Landleute umwandeln. Vielmehr

wurden sie nur zu oft der Schrecken

der ganzen Gegend. „Einen Vorteil

hat die Siedlung“, soll damals ein

Vechtaer Gendarm geäußert haben,

„wenn ein Diebstahl oder dergleichen

Pfarrer Engelbert Wulf

sich ereignet hat, weiß man sofort, wo

der Täter zu suchen ist.“ Unter diesen

Umständen musste Dr. Wulf das Unternehmen

wieder aufgeben – sehr zu

seinem Leidwesen.

Die von Kaplan Seling aus Osnabrück

eingeführte „Mäßigkeitsbewegung“

(von dem irischen Pater Mathew gegen

den Missbrauch von alkoholischen

Getränken ins Leben gerufen) fand in

Dr. Wulf einen überaus eifrigen Förderer.

Kannte er doch aus seiner Tätigkeit

als Seelsorger an den Strafanstalten

die verderbliche Wirkung unmäßigen

Schnapsgenusses und ihre Folgen.

Derart von der Initiative angetan, begab

es bei der Gelegenheit einer Volksmission

in Lastrup, dass ein Pater mit

beredten und kräftigen Worten die Verderblichkeit

der Trunksucht schilderte.

Da ergriff Pater Wulf in seiner Begeisterung

die neben dem Chorstuhl stehende

Fahne der Mäßigkeitsbruderschaft,

eilte damit vor den Hochalter und

schwenkte sie gewaltig. Und das, jedes

Mal, wenn der Prediger einen besonders

kraftvollen Ausspruch gegen die

Unmäßigkeit tat. Die Kirchengemeinde

jedoch konnte mit dem Lachen kaum

innehalten, während der gute Pastor

gar nicht merkte, dass er in der Predigt

nur störte.

Als Pfarrer in Lastrup veranstaltete er, um die Hausindustrie in seiner Gemeinde zu fördern,

alljährlich ein Wettstricken und Wettspinnen der Jungen und Mädchen, die zum

Schluss alle mit Äpfeln und Nüssen aus dem Pastoratsgarten beschenkt wurden

Seine eigenen Predigten waren nach

Inhalt und Ausdrucksweise oft mehr

als originell. Als der Bälgetreter in Lastrup

gestorben war, rief Dr. Wulf mit

der Hand zur Orgelbühne zeigend, aus:

„Dort oben stand er früher, der gute

Heinrich, und blies den heiligen Wind.“

Und einmal, nach einem recht unlieb-

62

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Geschichte von umzu


eportage

samen Vorkommnis in der Gemeinde

bestieg er ruhig und gemessen

die Kanzel und rief dreimal mit lauter

eindringlicher, sich stets steigender

Stimme: „Oh Lastrup! Oh Lastrup! Oh

Lastrup!“ Dann verließ er, still wie er

gekommen, ohne jedes weitere Wort

die Kanzel. Die wohl kürzeste aller Predigten,

die je gehalten worden ist, rief

eine ungemeine Wirkung hervor.

Die Lastruper hatten sich bald an

seine Predigtweise gewöhnt. Anders

aber war es, wenn er in einer fremden

Gemeinde, wo man ihn nicht kannte,

predigte. So begann er einst in einer

Nachbargemeinde die Festpredigt am

Dreikönigstage mit dem begeisterten

schallenden Ruf: „Auf! Auf! Auf zum

heiligen Kinde nach Bethlehem!“ Die

Kirchengemeinde, durch das in das

Gotteshaus geschmetterte: „Auf! Auf!“

irritiert, sprang erschrocken von ihren

Bänken empor und wusste nicht, was

der Ruf bedeutete, bis der Redner,

von der Wirkung seiner kräftigen Worte

selbst überrascht, die Leute durch

Abwinken allmählich wieder zur Ruhe

brachte.

Diese und etliche andere Anekdoten

zeichnen das Leben und Wirken

des beliebten Pfarrers und Dechant

Dr. Engelbert Wulf aus. Ein Leben und

Wirken, das darüber hinaus zahlreiche

Errungenschaften der Gesellschaft

hinterlassen hat. In jedem Fall erinnert

man sich gerne und mit Hochachtung

an Dr. Engelbert Wulf aus Lastrup. Über

all die Jahre hinweg, denn Dr. Wulfs

Geburtstag jährt sich im nächsten Jahr

schon zum 205. Mal!

Ich bin Eure Stimme

Nadia Murad ist jene junge Frau aus dem Norden

des Irak, die ihrer Versklavung durch den so genannten

Islamischen Staat (IS) entkam und seither

in der Öffentlichkeit gegen Gewalt und Unterdrückung

kämpft. Nadia Murad ist Jesidin, sie ist eine

sehr mutige Frau und das beweist sie unter anderem

auch mit diesem Buch. In dem sie die Stimme

erhebt als Appell an die Weltöffentlichkeit, nicht

länger die Augen vor den grauenhaften, menschenverachtenden

und –ausrottenden Machenschaften

dieser Terrororganisation zu verschließen.

Um dem Inhalt von „Ich bin eure Stimme“ zu beschreiben, bieten Teile des Vorwortes

von Amal Clooney sich an. Die weltweit hoch geachtete Menschenrechtsanwältin

– und ja, Ehefrau von George Clooney – hat nicht nur Nadia Murads

Mandat zur Klage gegen den IS beim Menschengerichtshof übernommen, sie ist

auch zu ihrer Freundin und Mentorin geworden. Zutiefst beeindruckt von dem

Willen der jungen Frau, sich nicht zum Schweigen bringen zu lassen, sondern

sich von der Waise, dem Vergewaltigungsopfer, der Sklavin und Flüchtling zur

Stimme aller Unterdrückten zu entwickeln, zur symbolischen Anführerin der Jesiden,

Anwältin aller Frauen, Sonderbotschafterin der Vereinten Nationen...

Amal Clooney schreibt: „Im Jahr 2014 griff der „Islamische Staat“ Nadias Dorf im

Irak an und zerstörte das Leben der einundzwanzigjährigen Schülerin. Sie musste

mit ansehen, wie ihre Mutter und ihre Brüder weggebracht wurden, um später

getötet zu werden. Nadia selbst wurde von einem Kämpfer des „IS“ zum

nächsten weitergereicht. Man zwang sie zu beten: man zwang sie, sich vor den

Vergewaltigungen schön anzuziehen und zu schminken und eines Nachts wurde

sie von einer ganzen Gruppe von Männern brutal missbraucht, bis sie das Bewusstsein

verlor. Sie zeigte mir die Narben von brennenden Zigaretten und von

Schlägen. [...]

Nadia gehörte zu den Tausenden Mädchen und Frauen, die der „IS“ verschleppte,

um sie auf Märkten und über Facebook zu verkaufen, oft für nicht mehr als

20 US-Dollar. Nadias Mutter wurde zusammen mit 80 anderen älteren Frauen

hingerichtet und in einem Massengrab verscharrt. Sechs ihrer Brüder gehörten

zu den Hunderten von Männern, die an einem einzigen Tag ermordet wurden.“

Was Nadia Murad in ihrem Buch schildert, ist Völkermord. Und Völkermord setzt

Planung voraus. Wozu auch einer vom „IS“ veröffentlichter Leitfaden zur Gefangennahme

und Versklavung gehört. Mit Fragen und Antworten wie dieser: „Ist es

erlaubt, eine weibliche Gefangene zu verkaufen?“ Antwort: „Es ist erlaubt, weibliche

Gefangene und Sklavinnen zu verkaufen oder zu verschenken, denn sie sind

weiter nichts als Besitzstücke.“ 2014 begann der Völkermord im Norden Iraks und

Tausende jesidische Frauen und Kinder werden noch immer gefangen gehalten.

Bisher aber wurde kein einziges Mitglied des „IS“ vor Gericht angeklagt.

Mit der Verabschiedung der Resolution des UN-Sicherheitsrates zum Einsatz einer

Ermittlungsgruppe für das organisierte Zusammentragen der Beweise für

die Verbrechen des so genannten Islamischen Staates im Irak 2017 ist ein großer

Schritt in Richtung Gerechtigkeit getan. Dank Nadia Murad, ihrem Mut, ihrer

Offenheit, ihrem unerschütterlichen Kampfeswillen gegen Gewalt und – gegen

das Schweigen! Dieses Buch trägt ihre Stimme in die ganze Welt. Man sollte ihr

zuhören.

(usch)

Die katholische Kirche im Oldenburger

Land, 1995

Nadia Murad mit Jenna Krajewski: Ich bin eure Stimme. Knaur Verlag.

ISBN 978-3-426-21429-9. € 19,99

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Ich bin Eure Stimmt

63


Moor- und fehnmuseum elisabethfehn

Das Moor erleben?

Nur zu!

In Elisabethfehn hautnah

Wollen wir uns einmal vorstellen,

wie unsere hiesigen

Landschaften wohl aussehen

würden, hätten nicht die Moore

sie schon seit Urzeiten geprägt? Sicher

sind der Phantasie da keine Grenzen

gesetzt, doch eines steht fest: Die zahlreichen

Kanäle mit ihren typisch gradlinigen

Verläufen, ihren breiten Ufern

und dem Wasser, was irgendwie behäbig

durch die eher flachen Flussbetten

hindurch fließt, sie wären einfach nicht

wegzudenken.

Trotz des gleichen Ursprungs und

wie die meisten anderen Fehnkanäle

zwischen Mitte und Ende des 19.

Jahrhunderts erbaut, ist der Elisabethfehnkanal

einer landschaftlich schönsten

seiner Art. Damals war der rund 15

Kilometer lange Schifffahrtskanal, der

die Hunte über die Leda mit der Ems

verband, Grund für die Erschließung

des damals menschenleeren Moorgebietes,

so dass 1880 bereits die erste

Fehn- oder Moorsiedlung entstanden

war. Elisabethfehn, benannt nach Elisabeth

Pauline Alexandrine von Sachsen-Altenburg,

Ehefrau des damals

regierenden Großherzogs.

Sie gab auch dem Kanal seinen Namen,

und wenn wir uns heute auf ihn

begeben, um wie bei einer Zeitreise

darüber zu schippern, dann ist es nicht

weit bis zu einem der bezauberndsten

Orte entlang seiner Peripherie, dem

Moor- und Fehnmuseum mitten in

Elisabethfehn. Vier manuell zu bedienende

Schleusen haben wir passiert,

sind unter sieben Klappbrücken hindurch

und an der Abzweigung des

Bollinger Kanals vorbei gefahren und

nun im ehemaligen Kanalwärterhaus

Moorgang

angekommen. Noch immer angetan

von der urtypischen Kulisse der alten

Fehnhäuser entlang der Ufer, den weiten

grünen Wiesen dahinter, umgeben

von hier und da noch existierenden

Moorflächen.

Wie sich diese Szenerien von Anbeginn

entwickelten, ist an anderen Stellen

dieses Buches beschrieben, und so

ist es umso reizvoller, dass die Abläufe

und ihre Zeugen im Rahmen des Moorund

Fehnmuseums zusammen gefasst

und damit erlebbar gemacht worden

sind. In beeindruckenden Bildern,

faszinierenden Exponaten und spannenden

Beschreibungen wird man

versetzt die Welten des „Lebens im

(und mit dem) Moor,“ erfährt von dem

„Leben trotz Moor“ und wie es war, aus

dem Moor heraus den Lebensunterhalt

zu bestreiten.

Außengelände

Moorpegelplateau

Das Moor hautnah erleben

64

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn


Moor- und fehnmuseum elisabethfehn

Ein Teil vom Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn mit Moor zum Anfassen

Da begibt man sich in Forscher- und

Hörstationen, blickt von dem acht Meter

hohen Aussichtsturm in die Moorpegel

von Hoch- und Niedermoor

und begreift, wie tief der Torf abgebaut

wurde. Eine Moorkate erschließt

den Lebensstandard des „Damals“

und während man noch froh ist, das

heutige Leben genießen zu können,

schlendert man über den historischen

Maschinenpark der industriellen Torfgewinnung

und lernt im Moorlehrgarten

vieles mehr von dieser bisher nicht

so bekannten Welt kennen. Unter anderem

auch das sinnliche Gefühl, was

beim Moortreten so ganz und gar zu

genießen ist.

Unsere Vorfahren werden das nicht

so empfunden haben, doch ist das

hiesige Museum so lebendig und aktiv,

dass man unsere Zeit auch gerne

mal vergisst. So auch angesichts der

Schmalspurdampflok „Katharina“, wo

man in dem Lokomobil von 1904 den

unbedingt Kindheitstraum vom Lokführer

verwirklichen will. Oder doch

lieber auf einer Tjalk den „Kapitän“

darstellen oder in der Schute über den

Kanal fahren? Oder im altehrwürdigen

Muttschiff?

Es ist faszinierend, wie schnell und

nachhaltig man hier die Zeit vergisst,

im doppelten Sinne, da die Wirkungen

der imaginären Zeitmaschine einen

gar nicht mehr los lassen wollen.

So einleuchtend und beeindruckend

ist man der Siedlungsgeschichte, der

Archäologie und Naturkunde, sowie

dem Naturschutz und der Technikund

Wirtschaftsgeschichte der Moore

bisher noch nicht nahe gekommen.

Dabei galt Elisabethfehn weit über die

Grenzen hinaus als Innovationszentrum

des industriellen Torfabbaus! Und

der gleichnamige Kanal als die „Nabelschnur“

zu den Handels-und Umschlagplätzen

daselbst.

Da kann man schon ins Sinnieren

kommen, bei einer echten Teetied mit

Buchweizentorte oder –pannkauken

noch mal so gut, denn das im Original

schon 30 Jahre alte Moor- und Fehnmuseum

lässt einen die alten Zeit wiedererleben,

mit modernen Mitteln und

umso eindrücklicher.

Übrigens ist das Museum eine „Station

der Europäischen Route der Industriekultur

im Nordwesten“, was zeigt,

wie authentisch diese kleine feine Institution

ist. Und zudem Symbol für die

historische Wertigkeit der Region.

ULLA SCHMITZ

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn

65


Familienbüro

Das Familienbüro zieht um ...

...und befindet sich nun der unteren Etage des Rathauses

Cloppenburg, Zimmer 0.51 direkt gegenüber der Kasse. So

sind die Ansprechpartner Norbert Schilmöller und Nahla

Kanjo für alle schneller und einfacher zu finden.

Das Familienbüro der Stadt ist eine zentrale Informationsstelle

für Familien, Alleinerziehende und interessierte Menschen,

insbesondere zu folgenden Themen:

• Auskünfte rund um das Thema Familie gegebenenfalls

Vermittlung an entsprechende Beratungsstellen

• Informationen und Beratung in Fragen der

Kindererziehung

• Unterstützung von Familien/Alleinerziehenden

bei Antragstellung

• Krisensituationen im Ehe- und Familienleben

• Trennungs- und Scheidungskonflikte

• Neubürger der Stadt können das Familienbüro

als „Sozialen Wegweiser“ nutzen

• Familien mit besonderem Förderbedarf können

aufgesucht werden.

• Familienunterstützende Angebote werden

konzipiert und umgesetzt.

Das Familienbüro als funktionierende Gesprächsplattform

soll eine enge Verknüpfung mit den in Cloppenburg lebenden

Familien sicherstellen und gleichzeitig eine kontinuierliche

Weiterentwicklung des Familienbüros bewirken. Damit

Beratung und Unterstützung für alle gewährleistet werden

kann. Telefonisch erreichbar sind Norbert Schilmöller und

Nahla Kanjo unter 04471 185 337

Das Buch „KurSeni – natürlich zusammen sein“ ist

herausgegeben von der Stadt Cloppenburg, Fachbereich

2 – Bürgerservice, Ordnung, Soziales, Bildung

und Kultur und zum Preis für 5 Euro im Familienbüro

im Rathaus, Cloppenburg erhältlich.

Auflösung im Veranstaltungskalender

66


Anzeige

Entfernung der Körperhaare –

ganz easy!

Es ist Sommer, die Röcke und Hosen werden kürzer und

die Kleider, Blusen und T-Shirts sind ärmellos und weit ausgeschnitten.

Dass zu diesen sexy Outfits weder Brust- noch

Achselhaare passen, versteht sich. Nicht allein aus ästhetischen,

sondern ebenso aus hygienischen Gründen. Was auch

bei Intimbehaarung kein Tabu mehr ist.

Sugaring und Waxing

Häufig angewandte und wirksame Enthaarungsmethoden

sind Sugaring und Waxing. Doch was ist das eigentlich?

Enthaarte Körper waren schon in der Antike ein Muss – bei

Frauen und Männern gleichermaßen. Diesem Ideal nachzukommen,

war umso problemloser, als dass die sanfte Methode

des Depilierens mit einer Mixtur aus Zucker, Zitronensaft

und Wasser bereits bekannt war. Noch heute geht sie so vonstatten,

mit dem Ergebnis, dass die Haut im Anschluss wunderbar

weich ist. Das gilt für alle Bereiche des Körpers, bei

Damen und Herren gleichermaßen. Eine kühlende Nachbehandlung

mit erstklassigen Aloe Vera-Produkten vervollständigt

das körperliche Wohlbefinden.

WIR SIND EXPERTEN BEI ALLEN

ENTHAARUNGSMETHODEN

UND NATÜRLICH AUCH BEI DER

DAUERHAFTEN

HAARENTFERNUNG IPL

Das Waxing

ist eine weitere nachhaltig, erfolgreiche Enthaarungsmethode,

doch wer nicht damit vertraut ist, sollte nicht selbst zum

Wachstopf greifen. Unschöne und länger anhaltende Rötungen

sind häufige Folgen von „Selbstversuchen“, die unabhängig

davon auch höllisch schmerzen. Diese Erfahrung

braucht niemand und darum ist der Weg ins Beauty-Studio

auch hier ein logischer.

Für eine schonende, hautfreundliche und

dauerhafte Haarentfernung – IPL

Eine dauerhafte Haarentfernung liegt im Trend – nicht zuletzt

auch aufgrund finanzieller Motive. Spart man doch aufgrund

einer dauerhaften Haarentfernung die Kosten fürs

Rasieren, für´s Waxen oder Depilieren. Dies umzusetzen bedarf

es der hochmodernen IPL-Technik. Dabei werden zur

Schonung der Haut zahlreiche, kurze Lichtimpulse unter

die Epidermis gesendet. Dies führt zur Verödung der Nährstoffzellen

an den Haarwurzeln. Damit lösen sich deren Verankerungen

in der Haut auf. Die Haare fallen aus und können

nicht mehr nachwachsen. Eine gute Beratung findet immer

vor dem Hintergrund der Haut- und Haarbeschaffenheiten

ab. Darum gilt auch hier, dass der Weg ins Beauty-Studio Ihres

Vertrauens der richtige ist.

EDEL LEUT - DAS STUDIO FÜR SCHÖNHEIT

MÜHLENSTRASSE 10 | 49661 CLOPPENBURG

TEL. 04471 9340012 | MOBIL 0179 6030400 AUCH ÜBER WHATSAPP

Tipp: Wer unter starkem Haarwuchs leidet, für den ist dieser

Rat wichtig: Es lohnt sich, in der sonnenarmen Jahreszeit mit

einer dauerhaften Haarentfernung zu beginnen, damit der

Sommer in aller Schönheit genossen werden kann.

(usch)

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Anzeige

67


FuSSball-WM

Foto: djd/Metten Fleischwaren GmbH & Co. KG

Public Viewing mit Tausenden anderen Menschen vor einer Großbildleinwand ist nicht jedermanns Sache – viel schöner ist die

WM-Party mit Freunden im eigenen Garten.

Public Viewing im eigenen Garten

Fußball-WM 2018: Tipps für die Grillparty zuhause

Zum Bedauern der Fans finden die großen Fußballturniere

nur alle zwei Jahre statt – 2018 aber ist es endlich

wieder soweit! Alle Augen werden vom 14. Juni bis

15. Juli in die russischen Stadien gerichtet sein. Die meisten

Deutschen werden sich zumindest die Spiele der eigenen

Nationalelf nicht alleine anschauen, gemeinsam mit anderen

macht es viel mehr Spaß. Public Viewing mit Tausenden

anderen Menschen vor einer Großbildleinwand ist allerdings

nicht jedermanns Sache - vom Spiel bekommt man kaum etwas

mit, für Essen und Getränke muss man lange Schlange

stehen. Viel schöner ist es, Public Viewing im eigenen Garten

im Rahmen einer Grillparty mit Freunden und Nachbarn zu

veranstalten. Hier sind einige Tipps dafür:

– Für die echte WM-Stimmung darf die passende Deko nicht

fehlen, im Handel wird es hier wieder eine große Auswahl

geben. Und viele Fans werden ohnehin im Trikot ihrer Lieblinge

zur WM-Party „auflaufen".

– Wettertechnisch sollte man sich im Juni und Juli hierzulande

für alle Eventualitäten wappnen. Gäste und vor allem

auch Fernseher und Lautsprecher sollten vor leichtem Regen

ebenso wie vor großer Hitzeeinstrahlung geschützt sein.

– Wer seinen Grill lange nicht mehr benutzt hat, sollte das

Gerät rechtzeitig vor dem Spieltag auf Funktionsfähigkeit

und Sauberkeit überprüfen. Nichts ist peinlicher, als wenn

die Gäste ihre Bratwürste und Steaks auf einen verschmutzten

und eingebrannten Grill legen müssen – oder das gute

Stück seine Dienste verweigert.

– Gemüse, Fisch und Meeresfrüchte landen immer häufiger

auf dem Grill. Beim gemeinsamen Fußballschauen darf

es aber gerne traditionell mit Bratwurst und Steak zugehen.

Ohnehin legt einer Statista-Umfrage zufolge nur ein geringer

Teil der Deutschen gar kein Fleisch auf den Grill. Ideal für

die WM-Grillparty ist etwa die "Dicke Sauerländer" Rostbratwurst.

"Langeweile muss dabei nicht aufkommen", so Tobias

Metten von der Metten Fleischwaren GmbH & Co. KG in

Finnentrop im Sauerland. Abwechslung kann man mit der

Rostbratwurst mit würziger Majorannote, mit der Rostbratwurst

gefüllt mit Curry-Ketchup oder mit der Käse-Bratwurst

auf den Grill bringen. Die wichtigste Grillsauce ist der Statista-Umfrage

zufolge Ketchup, gefolgt von Knoblauch-, Barbecue-

und Steaksaucen. Und was bei der WM-Party getrunken

wird, ist fast schon selbstverständlich: Zum Fußball gehört

ein Bier.

– Safety first: Beim Fußball kann die Stimmung schon mal

überschwappen - der Grill sollte deshalb in einem Sicherheitsabstand

zu den Gästen aufgestellt sein und auf stabilem

Untergrund stehen. Für den Grillmeister gilt zwar keine

Null-Promille-Grenze – allzu stark alkoholisiert sollte er aber

auch nicht sein. (djd)

68

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Fußball-WM


Public Viewing in der Stadthalle

Im Juni diesen Jahres startet die Fußball WM 2018 in Russland!

Um die deutsche Mannschaft tatkräftig zu unterstützen

und anzufeuern, organisiert die Stadthallenbetriebs

GmbH auch in diesem Jahr wieder die beliebten Public-Viewing

Veranstaltungen in der Münsterlandhalle Cloppenburg.

Die Großleinwand mit 18 qm Projektionsfläche und entsprechender

Beschallung sorgt für eine Atmosphäre wie im Fußballstadion.

Für die Einstimmung der Fans, sowie für eine

ausgelassene Stimmung während der Halbzeitpause und

nach dem Spiel wird ein DJ mit abwechslungsreicher Partymusik

sorgen.

Ebenso ist es jedem möglich an einem kostenlosen Tippspiel

von Viva Fitness am Eingang der Münsterlandhalle teilzunehmen.

Die Gewinner können sich über tolle Preise freuen.

Bei jedem Spiel wird selbstverständlich für das leibliche

Wohl gesorgt. Für eine Stärkung sorgt das Team der Gastronomie

mit Bratwurst und Pommes und für jedermann sind

zahlreiche Getränke vorhanden.

Einlass ist eine Stunde vor Spielbeginn. Hier gilt: Der frühe

Vogel fängt den Wurm. Denn: Aus Sicherheitsgründen darf

nur eine begrenzte Anzahl an Zuschauern in die Fan-Meile.

Der Eintritt zur Fan-Meile kostet 2,00 Euro.

TERMINE:

Die Münsterlandhalle dient als perfekter Ort für die Fans, um

sich mit der deutschen Mannschaft gemeinsam über Siege

zu freuen und mitzufiebern. Dort werden alle Deutschlandspiele

übertragen (Ausnahme: 2. Spiel Deutschland

– Schweden wird nicht gezeigt, da die Halle anderweitig belegt

ist).

Sonntag: 17.06.2018 – 17 Uhr

Deutschland – Mexiko

Übertragungsort: Münsterlandhalle Cloppenburg

Mittwoch: 27.06.2018 – 16 Uhr

Südkorea – Deutschland

Übertragungsort: Münsterlandhalle Cloppenburg

Sowie alle KO-Runden Spiele mit deutscher Beteiligung.

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Fußball-WM

69


Gut zu Wissen

Geschichte des Mobiltelefons

Heute sah ich jemanden mit einem T-Shirt, auf dem

stand „Kindheit ohne Handy – Ich war dabei“. Da

hab ich mich gefragt, wie alt diese Person denn mindestens

sein muss, um ohne Handy aufgewachsen zu sein.

Schauen wir doch mal zurück, wie das mit dem mobilen Telefonieren

so anfing.










b































Kaum zu glauben, aber schon 1926 wurde das erste Mal

unterwegs telefoniert. Und das sogar in Deutschland. Auf

der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin konnten die

Passagiere der 1. Klasse einen Telefondienst der Reichspost

bei der Deutschen Reichsbahn unterwegs nutzen. Dabei

hatten zu der Zeit die meisten normalen Verbraucher nicht

mal einen Telefonanschluss zu Hause.

1958 brachte die Deutsche Bundespost das A-Netz in

Betrieb. Einer der ersten Nutzer war Bundeskanzler Konrad

Adenauer. Die Telefone waren 16 Kilo schwer und meist mit

einem Auto verbaut. Nachteil war nicht nur das Gewicht,

sondern auch die Verbindung. Man musste wissen, wo sich

der Empfänger aufhielt, wenn man ihn anrief. Jedes Gebiet

von ungefähr 50 km hatte seine eigene Vorwahl. Zudem waren

diese Geräte, die auch gerne als „Knochen“ bezeichnet

wurden sehr teuer. Ein Telefon kostete 15.000 Mark. Zum

Vergleich: ein VW-Käfer kostete 5.000 Mark.

Danach kamen erste Versuche, die Geräte kleiner und

leistungsfähiger zu machen. Dazu wurden die Funknetze

erweitert und verbessert. So ging die Erfolgsgeschichte Anfang

der Neunziger für die Handys los. Am Anfang galten die

Nutzer der Mobiltelefone eher als Angeber und Snobs, die

sich für furchtbar wichtig hielten. Niemand hätte damals gedacht,

dass knapp 15 Jahre später jeder mindestens eins von

den handlichen Geräten besitzt. 1995 konnten die ersten

SMS verschickt werden. Telefonieren war zu der Zeit noch

recht teuer und auch das Schreiben einer SMS schlug mit

etwa 29 Pfennig pro Nachricht gut zu Buche.

Nach und nach wurde die Technik immer besser und auch

modische Aspekte spielten in der Entwicklung eine Rolle. So

kamen erst die ersten Klapphandys, dann Farbe und Grafik

ins Display. Der Verkauf von Handytönen wurde ein Riesenmarkt,

vor allem bei Jugendlichen, für die ein Handy zum

Statussymbol wurde.

70

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Gut zu wissen


2007 kam dann das erste iPhone auf den Markt und mit ihm begann

die Ära der Smartphones. Die Betriebssysteme wurden neu

gestaltet und das Handy war nicht mehr nur zum Telefonieren da,

sondern auch für das Surfen im Internet. Im Grunde genommen

ist jedes Smartphone ein kleiner Computer. Nachdem die Geräte

vorher tendenziell immer kleiner wurden, wurden sie aufgrund der

Displays wieder größer.

Heute können sich Viele ein Leben ohne Handy nicht mehr vorstellen.

Denn mit ihnen ist man nicht nur überall erreichbar, sondern

auch ständig up-to-date.

Um auf die Beobachtung am Anfang zurück zu kommen: Ich

denke, der Besitzer des T-Shirts ist in den 1970ern geboren und in

den 1980ern aufgewachsen. Eventuell aber ist er sogar noch älter.

Aber Hand aufs Herz, haben wir das Handy damals vermisst? Nein.

Würden wir es heute missen wollen? Nein. Aber es ist gut zu wissen,

dass wir noch wissen, wie das Leben ohne Handy funktionierte

und unser Social Media darin bestand mit Freunden „abzuhängen“.

Dann hatte man sich auch noch was zu erzählen. Schließlich hatte

man das Erlebte ja vorher nicht gepostet.

Michaela Mense

Dämonen

Hansens Geschichte

...wir alten Knochen stinken

halt.“ Der Arzt den Hansen aufsuchte,

nachdem er bemerkt hatte,

dass sogar sein Urin anders

roch als früher, fand das ganz

normal. Und Hansen tröstete sich

zunächst damit, dass diese Veränderung

vermutlich darauf zurückzuführen

war, dass er in der jüngsten Vergangenheit „in

Sachen Liebe“ tüchtig gebremst gewesen war. Er wollte

sich halt keinem anderen mehr zumuten. Schließlich würde

er es auch nicht schätzen, altes Fleisch neben sich im

Bett liegen zu haben. Als nur ein Beispiel immer häufiger

in Erscheinung tretender Missliebigkeiten, Unfähigkeiten,

Zweifel und so weiter. Kurz: Begebenheiten, die er zu

verantworten, jedoch zu keiner Zeit initiiert hatte.

Also beschließt Hansen, seinem nur noch jämmerlichen

Leben ein Ende zu setzen. An seinem sechzigsten

Geburtstag, dem 21. Dezember, in der längsten Nacht

des Jahres würde er im Schnee, weitab von Berlin, in

Nordschweden sterben. Es würden 20° bis 30° Grad Minustemperaturen

sein, er würde hinaus gehen in den

dunklen verschneiten Winterwald, eine Flasche Whisky

trinken, sich nackt ausziehen und in den Schnee legen.

Alle Viere von sich gestreckt, die Welt und das Leben vergessen,

schlafen und sterben.

Man ahnt, dass das so nichts wird, so akribisch Hansen

sich auf dieses Finale auch vorbereitet. Sein Leben in allen

noch erinnerungswürdigen Facetten passieren lässt,

sich mit immer zahlreicheren Gegenargumenten auseinandersetzt,

sich verabschiedet und verabschiedet und

verabschiedet...

Denn wie das Leben so ist – es will leben und die Parameter

dafür bestimmen. Schließlich, sagt das Leben,

haben wir sie für dich geschaffen, für dich vorbestimmt.

Haben sie durch deine Familie an dich weitergeben lassen,

haben sie mit deiner Bildung ausgekleidet, sie in

deinem Beruf verwirklicht und ihnen mit deinen Kindern,

deiner Frau, deinen Geliebten einen passenden Rahmen

verliehen. Also, spricht das Leben weiter, also ist es deine

Pflicht, deine Verantwortung, diese Eigenschaften zu

leben. Wenn schon nicht mehr für dich, so doch für dein

soziales Umfeld.

Beispielsweise für Philipp, Hansens Sohn, den er lange

Jahre kaum bemerkt hat, doch auf dem Weg ins Nichts

immer näherkommt. Oder den Freunden, den Kollegen,

den Bekanntschaften, allen, die ihm beweisen, dass er

von ihnen gebraucht wird, denen er jedoch nicht zuhören

will auf seinem Weg nach Nordschweden.

Jürgen Domian hat dieses sehr persönliche Buch geschrieben,

und wer weiß, dass er für über 20 Jahre der

verantwortliche und moderierende Kopf, sowie ausführender

Ideengeber der interaktiven Talkshow „Domian“

war, der wird nicht überrascht sein, wenn sich die all die

Begebenheiten, die Hansen auf seiner Tour ins Ende als

Dämonen herausstellen. Mit denen er sich auseinandersetzen

muss und die zum Schluss...

(usch)

Jürgen Domian: Dämonen

Gütersloher Verlagshaus

ISBN 978-3-579-08691-0

€ 17,99

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Gut zu wissen

71


Zeitgeschehen

60 Jahre Punkte in Flensburg

„Punkte in Flensburg“ – in diesem Jahr jährt sich zum sechzigsten Mal das

Inkrafttreten des Verkehrszentralregisters beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg.

Flensburg, nicht jeder weiß

wie die Stadt im nördlichsten

Bundesland der Bundesrepublik,

in Schleswig-Holstein aussieht

und was sie zu bieten hat. Doch

jeder Autofahrer kennt den Begriff

„Punkte in Flensburg“, denn

die Konsequenz aus zu vielen dort

gesammelten Punkten kann zum

Fahrverbot führen. Ob zu sehr aufs

Gaspedal gedrückt, das Rot der

Ampel übersehen, die Vorfahrt genommen

oder mit dem Handy am

Steuer telefoniert – all dies wird mit

einem Bußgeld und darüber hinaus

mit eben jenen gefürchteten Punkten

in Flensburg bestraft. Und, wie

schon gesagt und jedem Autofahrer

bewusst sind die Punkte besonders

gefürchtet, da man in der Summe

ohne Führerschein dasteht. Dass

die Punkte vor 60 Jahren eingeführt

wurden, war nicht ohne Grund: In

der Nachkriegszeit lief nicht nur der

Motor der deutschen Wirtschaft auf

Hochtouren, sondern immer mehr

Autos und Motorräder brummten

und dröhnten über die Straßen der

Republik – an Feinstaubbelastung

oder Energiesparen dachte damals

noch niemand.

Mobilität bekam einen immer höheren

Stellenwert und die Sicherheit

auf den Straßen hielt nicht mit. Heute

unvorstellbar, aber damals quetschte

sich die ganze Familie zum Wochenend-Ausflug

ins kleine Auto – Sicherheitsgurte,

Nackenstützen oder

gar Airbags waren noch lange nicht

erfunden. Mit zunehmender Mobilität

und wachsendem Autoverkehr

stieg auch die Zahl der Unfälle, zumal

es in den 1950er Jahren weder

Tempolimits in Ortschaften noch ein

Alkoholverbot am Steuer gab. Und

eine gesetzlich vorgeschriebene Promillegrenze?

Auch das war damals

undenkbar!

Um die Unfallzahlen zu senken und

dem Chaos auf den Straßen Einhalt zu

gebieten, wurde das Verkehrszentralregister

(VZR) im KBA (Kraftfahrt-Bundesamt)

ins Leben gerufen. Bereits

1910 waren beim Polizeipräsidium in

Berlin die Kraftfahrzeugführer in der

Sammelstelle für Nachrichten über

Führer von Kraftfahrzeugen (SNFK)

registriert worden. Eingetragen wurden

dort Informationen über Versagungen,

Entziehungen und Wiedererteilung

von Führerscheinen.

72

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Zeitgeschehen


Mit Gründung des Kraftfahrt-Bundesamtes

im Jahr 1951 wurde die

schon bestehende Sammelstelle dieser

Behörde eingegliedert. Und sechs

Jahre später, im Juli 1957 beschloss

der damalige Bundesminister für Verkehr,

Hans-Christoph Seebohm, mit

Zustimmung des Bundesrates, das

Verkehrszentralregister (VZR) im Kraftfahrt-Bundesamt

einzurichten. Vor 60

Jahren, am 2. Januar 1958, nahm das

Verkehrszentralregister dann seine Arbeit

auf. Zunächst wurden allerdings

keine Punkte verzeichnet, sondern

ausschließlich diejenigen registriert,

denen die Fahrerlaubnis entzogen

worden war. Erst ab 1961, nach der

Einführung der Richtlinien für die Behandlung

von Mehrfachtätern, wurde

die Basis für das „Flensburger Punktesystem“

geschaffen. Grund dazu

gab es genug, denn die Zahl der Verkehrstoten

war rapide angestiegen.

So starben Anfang der 1970er Jahre

jährlich mehr als 21 000 Menschen im

Straßenverkehr als heute – und das bei

einem wesentlich geringeren Verkehrsaufkommen!

So gab es damals circa

20,8 Millionen Fahrzeuge auf deutschen

Straßen, während heute etwa

55 Millionen motorisierte Verkehrsteilnehmer

daselbst unterwegs sind, vom

LKW über den PKW bis zum Motorrad.

Trotz dieser wesentlich höheren Verkehrsdichte

konnte man im Jahr 2016

mit 3206 Verkehrstoten deutlich weniger

Straßenverkehrsopfer verzeichnen

– wobei jeder einzelne natürlich viel zu

viel ist.

Wie hoch der Anteil des Punkte-System

an dieser erfolgreichen Entwicklung

ist, kann wohl nicht festgelegt

werden, denn die erhöhten Sicherheitsstandards

in den immer moderner

ausgestatteten Autos haben

sicherlich einen großen Anteil daran.

Aber die abschreckende Wirkung darf

nicht unterschätzt werden. Jeder von

uns weiß das! Ein Blick in die Flensburger

Behörde zeigt Hunderte von

Regalmetern gefüllt mit Hängeakten.

Deren Inhalte werden nach einer gewissen

Frist gelöscht, aber die Zeiten

dieser Art der Datenaufbewahrung

sind gezählt, denn auch hier hat die

Digitalisierung längst Einzug gehalten.

So wurde das veraltete System im Jahr

2014 grundlegend reformiert und aus

dem „Verkehrszentralregister“ wurde

das „Fahreignungsregister“ mit einem

neuen Punktesystem. Dabei soll der

Schwerpunkt verstärkt auf der Verkehrssicherheit

liegen: Verkehrsverstöße,

die die Verkehrssicherheit beeinträchtigen,

werden seitdem mit

1 bis 3 Punkten bewertet. Verstöße,

die nicht relevant für die Verkehrssicherheit

sind, werden nicht mehr mit

Punkten geahndet. Bei 8 Punkten wird

die Fahrerlaubnis für eine bestimmte

Zeitspanne eingezogen. Übrigens

ist die Überschreitung vorgegebener

Geschwindigkeitsbegrenzungen die

Hauptursache für verhängte Fahrverbote.

Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung

sind Anfragen zum eigenen

Punktestand seit 8. Dezember 2016

auch per Online-Formular möglich.

Voraussetzung ist allerdings der Besitz

eines neuen Personalausweises

mit Online-Funktion (ausgestellt ab

November 2010). Zudem muss ein

betriebsbereites Kartenlesegerät am

Computer angeschlossen und die aktuelle

Version der AusweisApp-Software

auf dem Computer installiert

sein. Nun denn... Da ist es doch einfacher,

möglichst keine Punkte in

Flensburg zu anzuhäufen. Zumal es

wirklich schönere Objekte für eine Privatsammlung

gibt.

sigrid lünnemann

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Zeitgeschehen

73


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Fotos: Kermi GmbH

Moderne Heizkörper oder Fußbodenheizung

– beide sind mit niedrigen Vorlauftemperaturen

optimal auf den Betrieb

mit Wärmepumpen ausgelegt. Dank

einer großen Auswahl an Farben und

Bauformen bieten die Flachheizkörper mit

x2-Technologie für jede Anforderung und

Einbausituation eine passende Lösung.

Im Sommer an die kalte Jahreszeit denken

Wärmepumpe bei der Modernisierung

Neue Heizung – aber welche? Immer mehr Bauherren

und Modernisierer entscheiden sich für effiziente und umweltfreundliche

Wärmepumpen, wie die Absatzzahlen zeigen.

Optimal ist bekannterweise die Ergänzung mit einer

Fußbodenheizung. Aber deren Einbau ist bei einem Heizungstausch

im bestehenden Gebäude manchmal schwer

umsetzbar. Die gute Nachricht für alle Modernisierer: Auch

moderne Niedertemperatur-Heizkörper, wie der energiesparende

Flachheizkörper therm-x2 des Raumklima-Spezialisten

Kermi, lassen sich gut mit Wärmepumpen kombinieren.

Die Wärmepumpen-Technologie verspricht eine zukunftssichere

Wärmeversorgung – ganz unabhängig von fossilen

Brennstoffen sowie deren starken Preisschwankungen. Als

modulierende Modelle arbeiten etwa die Wärmepumpen

der x-change dynamic Familie von Kermi exakt bedarfsgerecht

und deshalb besonders effizient: Für unterschiedliche

Anforderungen gibt es Ausführungen, die die kostenlose

Wärme aus dem Erdreich, der Luft oder dem Wasser zum

Heizen nutzen. Je nach Variante und Umgebung ermöglichen

sie die Aufstellung inner- oder außerhalb des Hauses.

Wärmepumpen – auch beim

Heizungstausch eine Option

Beim Neubau setzen inzwischen viele Bauherren auf diese

umweltfreundliche Energiequelle. Dass eine Wärmepumpe

aber auch beim Austausch einer alten Gas- oder Ölheizung

eine Option ist, haben viele Modernisierer nicht auf dem

Schirm. Dabei zeigen Ergebnisse des Fraunhofer-Instituts für

Solare Energiesysteme ISE, das über Jahre das Potenzial von

Wärmepumpen untersuchte: Wärmepumpen arbeiten auch

im Gebäudebestand effizient.

Renovierung leicht gemacht: Wenn bei der Modernisierung auch

die Heizkörper ersetzt werden sollen, eignen sich die Renovierungslösungen

von Kermi. Die therm-x2 Austauschmodelle passen

genau auf die Anschlüsse alter DIN-Radiatoren und sind optimale

Partner für eine Wärmepumpe – hier in edler Line-Optik.

So gelingt die Modernisierung

Entgegen der verbreiteten Ansicht wird für den Betrieb einer

Wärmepumpe nicht unbedingt eine Fußbodenheizung

benötigt. Zwar gibt es hier spezielle Systeme für die Nachrüstung,

wie beispielsweise das x-net C15 Dünnschichtsystem,

welches sich direkt auf den vorhandenen Bodenbelag

verlegen lässt und mit geringer Aufbauhöhe punktet. Aber

nicht immer sind solche Lösungen im Bestand umsetzbar.

Vielmehr können auch moderne Niedertemperatur-Heizkörper

gut mit Wärmepumpen kombiniert werden – so etwa

der therm-x2 Energiesparheizkörper von Kermi. Sein patentiertes

Prinzip der seriellen Durchströmung ermöglicht Energieeinsparungen

von bis zu 11 Prozent, sorgt für maximale,

angenehme Strahlungswärme und eine kurze Aufheizzeit

des Heizkörpers. Auch optisch hat der Heizkörper mit ver-

74

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DEKRA warnt vor nachlässigem

Verhalten beim Brandschutz

Fluchtweg wird zur Todesfalle

Brandschutzvorschriften und -regeln in Wohngebäuden

werden von Bewohnern und Hausverwaltung häufig nicht

konsequent umgesetzt, stellen Sachverständige von DEK-

RA fest. Fluchtwege sind oft verstellt, Brandschutztüren unterkeilt

oder festgebunden, obwohl sie geschlossen sein

sollten.

• Brand- und Rauchschutztüren nicht unterkeilen

• Fluchtwege dürfen nicht blockiert werden

• Treppenhaus ist der wichtigste Flucht- und Rettungsweg

Wärmepumpen finden häufig im Keller oder Hauswirtschaftsraum

Platz – ebenso wie der passende Wärmespeicher, der die nicht sofort

benötigte Wärme effizient bevorratet. Das Zusammenspiel beider

Komponenten ist bei der hocheffizienten Wärmepumpe x-change

dynamic Luft/Wasser-Wärmepumpe in der Innenaufstellung (rechts

im Bild) und dem innovativen x-buffer Schichtenpufferspeicher (links)

genau aufeinander abgestimmt.

schiedenen Frontvarianten sowie unzähligen Bauformen und

Farben einiges zu bieten. Speziell auf die Anforderungen in bestehenden

Gebäuden sind die Renovierungslösungen zugeschnitten.

Dabei stimmen die Nabenabstände exakt mit denen alter

DIN-Radiatoren überein, so dass vorhandene Anschlüsse genutzt

werden können. Das macht einen schnellen Austausch möglich,

wenn beispielsweise alte Heizkörper nicht für die niedrigen Vorlauftemperaturen

der Wärmepumpe ausgelegt sind und deshalb

ersetzt werden müssen.

Mehr Informationen zu den Lösungen für eine einfache Renovierung,

aber auch rund um die Wärmepumpen-Technologie finden

sich auf dem Kermi-Blog.

Es ist ein häufiges Bild in Mehrfamilienhäusern, Hochhäusern

und Wohnanlagen: Die Brandschutztür zwischen Tiefgarage

und Wohngebäude ist nicht wie vorgeschrieben geschlossen,

sondern wird mit einem Holzkeil offengehalten.

„Dieses Verhalten kann für alle Bewohner des Gebäudes

lebensgefährlich werden“, sagt Bernhard Schuhmacher,

Brandschutz-Sachverständiger bei DEKRA. „Bei einem Feuer

in der Tiefgarage können sich die Rauchgase über das

Treppenhaus ausbreiten und die Bewohner vergiften. Zudem

werden damit auch die Fluchtwege verraucht.“ Sind

Brand- und Rauchschutztüren nicht geschlossen, erhält zudem

ein Feuer – egal, wo es ausbricht – zusätzliche Nahrung

durch die Sauerstoffzufuhr.

DEKRA Sachverständige wie Schuhmacher stellen bei

Brandschutzbegehungen immer wieder einen nachlässigen

Umgang mit Brandschutzvorschriften und -einrichtungen

fest. Ein häufiger Fehler ist es, Fluchttüren zu verstellen

oder gar mit einem Schlüssel abzuschließen, beobachtet

Brandschutzexperte Schuhmacher. Der Fluchtweg wird

dann bei einem Feuer zur Todesfalle. Fluchttüren müssen

im Panikfall grundsätzlich ohne Schlüssel von innen nach

außen zu öffnen sein. Das gleiche gilt für Türen zu Tiefgaragen

und Hauseingangstüren. Hausordnungen, nach denen

diese Tür nachts mit einem Schlüssel abgeschlossen werden

muss, sind unzulässig.

Zudem werden Flure oder Außentreppen, die als Fluchtwege

dienen, häufig als Abstellfläche für Fahrräder, Blumenvasen

oder Schränke missbraucht. In Treppenhäusern und auf

Gemeinschaftsflächen, auch dort wo es niemanden stört,

dürfen keine brennbaren Gegenstände gelagert werden,

beispielsweise Kinderwägen. Diese so genannten zusätzlichen

„Brandlasten“ können, wenn sie Feuer fangen, den

wichtigsten Fluchtweg für Bewohner und Rettungsweg für

die Feuerwehr unpassierbar machen.

Durch die serielle Durchströmung spart der therm-x2 Flachheizkörper

bis zu 11 Prozent Energie ein und spendet maximale, behagliche

Strahlungswärme. Im Bild: Mit planer Front fügt sich der therm-x2 optisch

schlicht und elegant in den Wohnraum ein.

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75


eportage

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Bäckerei Punte –

Frischer Genuss im Panorama-Café

Hell und einladend präsentiert sich die neueste Filiale

der Bäckerei Punte im zentral gelegenen Carré Cloppenburg

mit seinen mehr als 50 Sitzplätzen im angeschlossenen

Panorama-Café. Von hier aus können die Gäste beim

Blick durch die große Glasfassade die belebte Cloppenburger

Innenstadt erleben.

Modernes Interieur und gemütliches Ambiente verbinden

sich zu einem echten Wohlfühl-Café. Nach dem

Einkauf im Kaufland, nach dem Bummel durch die nahe

gelegene Innenstadt oder einfach in der Mittagspause

können die Kunden und Kundinnen hier in Ruhe eine der

vielen Kaffeespezialitäten oder frisch aufgebrühten Teesorten

genießen. Dabei stehen leckere Kuchen, frisch belegte

Brötchen und auch herzhafte Snacks zur Auswahl.

Auch üppig garnierte Brötchen- und Kuchenplatten für

die Besprechung im Büro oder die private Kaffeetafel werden

von den Mitarbeiterinnen ganz nach Kundenwunsch

vorbereitet – so einfach kann Genuss sein!

Für einen guten Start in den Tag bietet die Bäckerei Punte

verschiedene Frühstücksvarianten an, bei denen kaum

ein Wunsch offen bleibt. Dabei reicht die Auswahl von der

typisch französischen Gaumenfreude mit Croissant und

Marmelade über den üppig-rustikalen Frühstückstraum

und bis hin zur vegetarischen Variante mit einer vielfältigen

Käseauswahl. Wer ein reichhaltiges Frühstücksbuffet

liebt, kommt ebenso auf seine Kosten. Nach vorheriger

Anmeldung wird dieses auch gerne direkt am Tisch serviert.

76 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Anzeige


eportage

Auch die Liebhaber von süßen Leckereien sind hier

genau richtig. Sie haben die Qual der Wahl und können

eine große Auswahl an Kuchen und Feingebäcken direkt

aus der Konditorei genießen. Die Filiale bietet außerdem

das komplette Angebot einer gut sortierten Bäckerei mit

einem vielfältigen Sortiment an verschiedensten Broten,

Brötchen, Kuchen, Torten, Kleingebäck und Snacks –

selbstverständlich gibt es auch alles zum Mitnehmen. Das

Fachpersonal berät bei der Auswahl gerne und kompetent.

Neben dem Café im neuen Kaufland ist die bewährte

Qualität der Bäckerei und Konditorei Punte in Cloppenburg

auch in den Filialen im K+K-Markt an der Fritz-Reuter-Straße

und im Netto-Markt an der Osterstraße zu finden. Bei

Interesse an einer Mitarbeit/Ausbildung im Verkauf, in der

Backstube oder Auslieferung, werden jederzeit gerne Bewerbungen

entgegen genommen. (sil)

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77


Veranstaltungen

Juni

15. Juni 2018

Iss dich fit ... Sommer, Sonne,

Grillsaison – einfach selber

machen mit der Referentin

Kirsten Nipper

17:00–21:00 Uhr

Akademie Stapelfeld

16. Juni 2018

Die neue Lust am Garten–

Gartenexkursion

Leitung: Bernd Kleyboldt

07:30–18:00 Uhr

Akademie Stapelfeld

19. Juni 2018

Wund- und Heilsalbe selber

herstellen mit der Referentin

Kirsten Nipper

15:00–17:15 Uhr

Bildungswerk

20. Juni 2018

Zu hoher Stromverbrauch – was

tun? Energieberatung mit

Dipl.-Phys. Klaus Nottebaum

10:15–17:45 Uhr

Haus des Handwerks

Dem Dampfross auf der Spur.

E-Bike-Tour (60 km) auf der alten

Trassenführung der ehemaligen

Kleinbahn Vechta-Cloppenburg.

Besichtigung von Restgleisanlagen

und Bauwerken

09:30 Uhr

Tourist-Information

Sind wir bald da? Bilderbuchkino

für Kindergartenkinder

18:00 Uhr

KÖB, Medienraum

Hygienebeauftragte in Pflege,

Altenpflege, Arzt- und, Zahnarztpraxen

nach den Empfehlungen

des Robert-Koch-Instituts und

§ 36 Infektionsschutzgesetz.

Infotermin

19:00 Uhr

Volkshochschule

Podiumsdiskussion zum CSD: Wie

gesellschaftlich ist schwules und

lesbisches Leben im Landkreis

Cloppenburg?

19:30 Uhr

Volkshochschule

21. Juni 2018

Nadelklappern für einen guten

Zweck

15:00–17:00 Uhr

Bildungswerk

Vegetarisch für Einsteiger –

Bewußt Vegan und Froh

19:00–22:00 Uhr

Bildungswerk

22. Juni 2018

ABI-Ball 2018

WGs der BBS im Museumsdorf

22:00 Uhr

BBS am Museumsdorf

ABI-Ball 2018

Clemens-August-Gymnasium

22:00 Uhr

Clemens-August-Gymnasium

Burn, but not out

Entschleunigung im Hamsterrad!

10:00–17:00 Uhr

Bildungswerk

23. Juni 2018

Lu Jong – tibetisches Heilyoga

nach Tulku Lobsang

10:00–14:00 Uhr

Bildungswerk

ABI-Ball 2018

BBS Technik

22:00 Uhr

Stadthalle

24. Juni 2018

Wer gab unseren Straßen den

Namen? Stadtführung mit

Inforrmationen zu Straßenamen

und Persönlichkeiten

14:30–16:00 Uhr

Tourist-Information

27. Juni 2018

Gartenerlebnis mit

Klangschalen

14:30–17:00 Uhr

Volkshochschule

Juli

02. Juli 2018

Montagswanderung

für Jedermann

(ca. 10 km – 2 Stunden)

09:00 Uhr

Parkplatz Zweirad Willenborg

03. Juli 2018

Der kleine Waldmeister –

Erforschung des Waldes mit

seinen Bewohnern für Grundschüler

mit Eltern der Großeltern

10:30 Uhr

Parkplatz am Spielplatz Baumstadt,

Große Tredde, Dwergte

05. Mai 2018

Neues in und um Cloppenburg.

Führung durch Cloppenburg mit

Besuch eines neuen Zentrallagers

eines großen Lebensmittelkonzerns,

eine Einkehr ist geplant

(ca. 20 km – 6 Stunden)

12:00 Uhr

Tourist-Information

07. –15. Juli 2018

Historische Dorfkirmes

im Museumsdorf

08. Juli 2018

Stadtführung durch Cloppenburg

für Kinder und Eltern. Von

Krapendorf nach Cloppenburg

erfahren Erwachsene etwas

über die Geschichte und Sehenswürdigkeiten

der Stadt. Kinder

können sich als kleine Detektive

betätigen (ca. 2 Stunden)

14:30 Uhr

Cloppenburg, Westallee

13. Juli 2018

Morgenstund hat Gold im

Mund II. Heimatkundliche

Radtour um Höltinghausen

mit Frühstück und Besichtigung,

bei der man viel über günstigen

Strom- und Gasverbrauch

erfährt (ca. 20 km – 4 Stunden)

09:00 Uhr

Parkplatz St. Marie-Kirche,

Marienstraße 11, Halen

Cloppenburger Kultursommer

2018 – Disco auf der Raupe zur

„Historischen Dorfkirmes“mit

DJ Gisbert Wegener.

Umsonst & Draußen

21:00 Uhr

Museumsdorf

14. Juli 2018

Hobbymarkt

Großer Floh- und Trödelmarkt

08:00–14:00 Uhr

Münsterlandhalle

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Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Veranstaltungen


15. Juli 2018

Frühstück an der Talsperre,

Familienführung. Morgendlicher

Spaziergang durch das Naturschutzgebiet

an der Thülsfelder

Talsperre (Fernglas mitbringen!),

danach Frühstück zum Start in den

neuen Tag (ca. 2,5 Stunden)

08:00 Uhr

Aktionsplatz Thülsfelder Talsperre,

Zum Strand 7, Garrel-Petersfeld,

B 72, Abfahrt TT-Süd

19. Juli 2018

Sommertraum – Visitengarten.

Radtour durch den Sommer zu

einem schönen Visitengarten mit

Besichtigung, Kaffee und Kuchen,

Lunchpaket mitnehmen

(ca. 46 km – 7 Stunden)

17:00–19:00 Uhr

Basilika St. Marien, Bethen

22. Juli 2018

Stadtführung durch Cloppenburg

für Kinder und Eltern. Von Krapendorf

nach Cloppenburg

erfahren Erwachsene etwas über

die Geschichte und Sehenswürdigkeiten

der Stadt. Kinder

können sich als kleine Detektive

betätigen (ca. 2 Stunden)

14:30 Uhr

Tourist-Information am Marktplatz

24. Juli 2018

The King s Singers – Im fünfzigsten

Jahr ihrer Gründung ist die

berühmteste a-cappella-Gruppe

der Welt wieder in St. Lamberti

zu Gast. Ticket Onlinvorverkauf

www.lamberti-kirchenmusik.de/

vorverkauf/

17:00 Uhr

Lamberti Kirche, Oldenburg

27. Juli 2018

Cloppenburger Kultursommer

2018 – Klezmer-Workshop

mit YXALAG Klezmer-Musik

zum Mitmachen

Akademie Stapelfeld

Eine kulinarische Radtour um

die Thülsfelder Talsperre mit

Geschichten und kleinen Einkehrstopps

um die regionale Küche

zu genießen (20 km - 5 Stunden)

14:00 Uhr

Wanderparkplatz Süd,

Drei-Brücken-Weg,

Garrel-Petersfeld, B 72,

Abfahrt TT-Süd

29. Juli 2018

Cloppenburger Kultursommer

2018: Klezmer Tales – Konzert

mit YXALAG. Original Klezmer

„at it`s best“, Kaffee, Kuchen

und Gegrilltes

16:30 Uhr

Akademie Stapelfeld

August

03. August 2018

Milchschaf- und Texelauktion

08:00 Uhr

Münsterlandhalle

05. Juni 2018

Cloppenburger Kultursommer

2018: Chris de Burgh – Solo Tour

2018. Open-Air im Stadtpark

19:00 Uhr

Stadtpark

06. August 2018

Montagswanderung

für Jedermann

(ca. 10 km, 2 Stunden)

09:00 Uhr

Parkplatz Zweirad Willenborg

Handwerk Erleben

10. Juni 2018

Bäckerei 10:00 Uhr

Töpferei 14:00 Uhr

17. Juni 2018

Bäckerei 10:00 Uhr

Töpferei 14:00 Uhr

Eine Mühle 10:30 Uhr

Schmiede 12:00 Uhr

Mitmach-Angebot für Kinder

10. und 17 Juni 2018

Brotbacken im Backhaus

Wehlburg

14:00 Uhr

17. Juni 2018

Wir machen blau... in der museumspädagogischen

Werkstatt

beim Quatmannshof. Mitmach-

Angebot für Kinder

14:00–17:00 Uhr

Führungen

Satirisch-musikalische

Führung mit Pago Balke,

Schauspieler und Kabarettist

08. Juni 2018

19:00–21:00 Uhr

24. Juni 2018

11:00–13:00 Uhr

29. Juli 2018

11:00–13:00 Uhr

12. August 2018

11:00–13:00 Uhr

10. Juni 2018

4 Wände nebenan.

Führung durch die Ausstellung

mit Dr. Michael Schimek

14:00 Uhr

Was wächst denn da? Botanische

Wanderung durch die Natur, wobei

es neben den Pflanzennamen

auch um ihre Herkunft und Verwendung

geht, außerdem um

Sagen und Legenden

(ca. 1,5 Stunden)

14:00 Uhr

Wanderparkplatz Thülsfelder

Talsperre Nord, Abfahrt TT-Nord

Morgenstund hat Gold im Mund

III. Radtour für Kinder (ab 8 Jahre)

mit ihren Eltern, Motto: Kartoffeln

wachsen nicht im Keller. Besuch

eines landwirtschaftlichen

Anbaubetrieb mit vielen Informationen

über diese wunderbare

Knolle (ca. 20 km - 4 Stunden)

09:00 Uhr

Museumsdorf am

Verwaltungsgebäude,

Bether Straße 6

17. Juni 2018

Eine Disco zieht ins Museumsdorf

um – Der aktuelle Stand des

Projekts. Vortrag und Führung1

14:30 Uhr

24. Juni 2018

Museumsdorf Cloppenburg

2020 – Von Menschen, Häusern

und Unterhaltung. Führung

mit Dr. Julia Schulte to Bühne

14:30 Uhr

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Veranstaltungen

08. August 2018

Cloppenburger Kultursommer

2018 – Der Mann, der niemals

weinte. Theater Laboratorium,

Oldenburg mit Pavel Möller-Lück

und Esther Vorwerk, Open Air

2. Veranstaltung um 20:00 Uhr

17:00 Uhr

Museumsdorf

11. August 2018

Repair-Café Cloppenburg

«Selbsthilfewerkstatt» zur

Reparatur defekter

Gebrauchsgegenstände

14:00–17:00 Uhr

Schwedenheim

Hobbymarkt

Großer Floh- und Trödelmarkt

08:00–14:00 Uhr

Münsterlandhalle

Cloppenburger Kultursommer

2018 – „78 Twins“ die coolsten

Rockzwillinge Deutschlands,

Konzert

21:00 Uhr

Museumsdorf

15. August 2018

Festgottesdienst anläßlich Mariä

Himmelfahrt, mit Weihbischof

Theising – Heilkräuterweihung

19:00 Uhr

Marien Basilika, Bethen

18. August 2018

Cloppenburger Kultursommer

2018 – Blues-Workshop mit

Kai Strauss & The Electric

Blues Allstars. Jazz-Blues-Musik

10:00–16:00Uhr

Kreismusikschule, Bült 6

Fürchte dich nicht. Chormusik

mit dem Leipziger Ensemble

1684. Vespermusik mit Werken

von Claudio Monteverdi

und Johann Rosenmüller

17:00 Uhr

Marien Basilika, Bethen

VORVERKAUF

15. November 2018

19:30 Uhr

(Einlass: 18:30 Uhr)

Tickets sind ab sofort erhältlich.

Bis zum 10.06.2018 gibt es einen

exklusiven Frühbucherrabatt

in Höhe von 15%.

WICHTIGE TERMINE

WM 2018

Gruppenspiele

17. Juni 2018

Deutschland – Mexiko

17:00 Uhr

23. Juni 2018

Deutschland – Schweden

20:00 Uhr

27. Juni 2018

Deutschland – Südkorea

16 :00 Uhr

02. Juli 2018

Achtelfinale Gruppenzweiter

16:00 Uhr

03. Juli 2018

Achtelfinale Gruppensieger

16:00 Uhr

15. Juli 2018

Das Finale der WM

17:00 Uhr

Publick Viewing

Cloppenburg Markthalle

Wir übernehmen keine Verantwortung für die Korrektheit

der angegebenen Termine. Diese stammen aus folgenden

Quellen: www.cloppenburg.de • www.kulturbahnhof-cloppenburg.de

• www.bernays.de • VHS •

www.museumsdorf.de • www.buecherei-cloppenburg.

de • Bildungswerk CLP • www.thuelsfelder-talsperre.de

Akademie Stapelfeld • St. Marien Basilika Bethen • Lamberti

Kirche OL

80

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Veranstaltungen


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Das Soestebad Cloppenburg begeistert

Ob Kinder oder Familien, sportlich Ambitionierten oder Ruhesuchenden, das breit angelegte

Angebot sucht seinesgleichen im weiten Umland. Überzeugen Sie sich selbst.

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Wünsche offen. In den Beiden kann nach Lust und Laune

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Genießen Sie das Cloppenburger Soestebad. Seien Sie unser

Gast. Wir freuen uns auf Sie und Ihre Familie!

In Schwimmbecken mit mehreren 25 Meter

Bahnen kann man in Ruhe seine Bahnen ziehen.

Ob Genuss- oder Sportschwimmer, hier

findet Ihr Körper den richtigen Ausgleich.

In diesem Becken können Sie in Ihrem Tempo

Ihre Bahnen zurücklegen, ganz entspannt

oder auch in einem schnelleren Tempo, je

nachdem wie Sie es mögen.

Es freut uns, dass wir neben dem Hallenbad

Ihnen auch ein schönes Freibad zur Verfügung

stellen zu können. Das Freibad hat seit

dem 18. Mai 2018 wieder für Sie geöffnet.

Neben dem 25-Meter-Schwimmerbecken erwarten

Sie auch andere Attraktionen wie zum

Beispiel die Wasserrutsche, Whirlliegen, Sonnenterrasse,

Beachvolleyballfeld und vieles

mehr.

Genießen Sie sportliche Fitness im Wasser

beim Aqua-Jogging oder Aqua-Cycling, freuen

Sie sich mit Ihren Kindern über die ersten

Schwimmzüge ohne Schwimmflügel oder

verbringen Sie eine schöne Zeit mit Ihrem

Baby bei Planschen - das Kursangebot des

Soestebades hält für jeden das Richtige bereit.

Bei unseren Fitnesskursen werden wir nach

den Sommerferien einige Veränderungen

vornehmen. Es erhalten zum Beispiel neue

Wassergymnastikkurse mit Tabata-Elementen

Einzug.

Die Tarife werden auch sozialverträglich angepasst.

So zahlen Sie nun zum einen die Kursgebühr,

zum anderen den Badeintritt. Das ermöglicht

die Nutzung von Rabatten auf den

Anteil des Badeintrittes. Familienkarteninhaber,

Wertkartennutzer und auch Hansefitmitglieder

profitieren.

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gewähren wir Ihnen einen Rabatt

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Desweiteren bieten wir in den Sommerferien

des Bundeslandes Niedersachsen einen Sommerferientarif

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für eine Tageskarte nur 5,50 Euro für

Erwachsene und 3,50 Euro für Kinder/Jugendliche.

Hierauf gewähren wir jedoch keine zusätzlichen

Rabatte.

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81


IMPRESSUM

Herausgeber:

SEC GmbH – Hasan Mutlu, Geschäftsführer

Mühlenstraße 10

49661 Cloppenburg

Redaktion/Gestaltung/Realisierung:

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu

Redaktion: Ulla Schmitz (V.i.S.P.)

E-Mail: redaktion @das-stadtmagazin.com

Anzeigen:

Jürgen Heins

Tel. 04471 / 900 51 60

Fax 04471 /900 61 39

0151 / 253 17 498

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34266 Niestetal

Fotonachweise, wenn nicht anders ausgezeichnet:

Sigrid Lünnemann, Karin Niemöller, Sabine Wenck, Ingrid Krudewig,

Stadtarchiv, Familie Punte, Togo-Team, KLJB-Vechta, Carmen

Hanken, Christina Thomas, Agentur für Arbeit, Hermann Eckhoff,

Dirk Faß, Eckhard Albrecht, Elfriede Lange, Ingrid Bathe, ghazii/

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mit Herz, akz, djd, Der Katholische Klerus im Oldenburger

Land, 2006, S. 162 (historisches Bild von Pfarrer Engelbert

Wulf), Die katholische Kirche im Oldenburger Land, 1995 (Das

historische Bild der Kirche St. Peter, Offizialatsarchiv Vechta (Das

historische Bild mit den Kindern und Spinnrädern), fotolia/ © karepa,

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sind urheberrechtlich geschützt. Mit Annahme des Manuskriptes

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die zugesandten Beiträge bzw. Informationen in

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Verlagen und kooperierenden Dritten geführt werden.

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Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Impressum


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