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Hebetechnik - Duisburger Akzente

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www.duisburger-akzente.de info 0203 94000<br />

Duisburg –<br />

Hafen der<br />

Kulturhauptstadt<br />

33. <strong>Duisburger</strong> <strong>Akzente</strong><br />

& Local Heroes Woche<br />

21. Mai – 6. Juni 2010


Grußworte 7<br />

Eröffnung 11<br />

Theater 17<br />

Konzerte & Partys 29<br />

Ausstellungen 39<br />

Film 51<br />

Literatur & Hörspiele 57<br />

Vorträge, Diskussionen, 67<br />

Führungen & Tagungen<br />

Rahmenprogramm 73


Spielorte in Ruhrort<br />

18<br />

Karte: OpenStreetMap<br />

Bühne<br />

Mühlenweide<br />

4<br />

GLOBAL<br />

RHEINGOLD<br />

30<br />

26<br />

39<br />

31<br />

36<br />

5<br />

35<br />

32<br />

15<br />

38<br />

40 23<br />

Fähre<br />

34<br />

11<br />

41<br />

16<br />

24<br />

21<br />

29<br />

27<br />

3<br />

19<br />

22<br />

14<br />

25<br />

P<br />

9<br />

1<br />

6<br />

33<br />

2<br />

12<br />

7<br />

28<br />

8<br />

13<br />

20<br />

42<br />

37<br />

10<br />

P<br />

17<br />

H<br />

1 Amtsgerichtsstraße 2a<br />

2 Atelier<br />

3 Bühne Kirchgarten St. Maximilian<br />

4 Bühne Mühlenweide<br />

5 Café Kaldi<br />

6 Carl-Mandelartz-Bibliothek (Stadtteilbibliothek)<br />

7 Christengemeinde Duisburg<br />

8 Ehemalige Gaststätte Bergiusstube<br />

9 Ehemalige Gaststätte Zum Freihafen<br />

und Haar-Atelier Bergiusstraße<br />

10 Ehemalige Taxizentrale<br />

11 Ehemaliges Ladenlokal Karstadt<br />

12 Ehemaliges Ladenlokal Plus<br />

13 Ehemaliges Ladenlokal Schlecker<br />

14 Evangelischer Kindergarten Rheinpiraten<br />

15 Festivallounge Zum Hübi<br />

16 Franz Haniel & Cie. GmbH (Casino)<br />

17 Friedhof Ruhrort<br />

18 Friedrich-Ebert-Brücke (Ruhrorter Brücke)<br />

19 Friedrichsplatz<br />

20 Gesamtschule Ruhrort<br />

21 Gildeplatz<br />

22 Glockenturm der ehemaligen Jacobus-Kirche<br />

23 Gustav-Sander-Platz<br />

24 Haniel Museum<br />

25 Immersatt<br />

26 Jugendschiff Mienchen<br />

27 Kirche St. Maximilian<br />

28 KunstVoll – Galerie & mehr<br />

29 Lokal Harmonie<br />

30 Mercatorinsel<br />

31 Museum der Deutschen Binnenschifffahrt<br />

32 Museumsschiffe Oscar Huber und Minden<br />

33 Mütterzentrum<br />

34 Neumarkt<br />

35 Neumarkt 7 – 11<br />

36 Nikolausburg<br />

37 Radiomuseum<br />

38 Schifferbörse<br />

39 RuhrArt-Galerie und Leinpfad<br />

40 Steiger Schifferbörse<br />

41 Sturmfreie Bude<br />

Ehemaliges Ladenlokal Orthopädie-Schuhtechnik<br />

42 Vinckeplatz


Die 33. <strong>Duisburger</strong> <strong>Akzente</strong> und die „Local Heroes“-Woche<br />

im Rahmen der Kulturhauptstadt RUHR.2010<br />

werden unterstützt von:<br />

Hauptsponsor:<br />

Weitere Sponsoren und Unterstützer:<br />

Grußwort<br />

Dass sich Duisburg im Rahmen von RUHR.2010 als „Hafen der Kulturhauptstadt“<br />

präsentiert, hat sich schon seit geraumer Zeit herumgesprochen. Was<br />

lag also näher, als auch die 33. Ausgabe der <strong>Duisburger</strong> <strong>Akzente</strong> unter dieses<br />

Motto zu stellen? Beinahe selbstverständlich war es dann, dass wir bei den<br />

diesjährigen <strong>Akzente</strong>n, die zugleich unser Beitrag zu den „Local Heroes“-<br />

Wochen von RUHR.2010 sind, den Hafenstadtteil Ruhrort in den Mittelpunkt<br />

rücken. Selbstverständlich werden die <strong>Akzente</strong> auch an anderen Orten wie<br />

dem Theater Duisburg oder dem Kultur- und Stadthistorischen Museum stattfinden,<br />

aber in Ruhrort liegt nun mal der historische Kern eines der größten<br />

Binnenhäfen der Welt und hier schlägt noch immer sein Herz.<br />

Diesen Stadtteil werden wir vom 21. Mai bis zum 6. Juni in eine einzigartige<br />

Bühne für Theater, Musik, Film, Bildende Kunst und Literatur verwandeln.<br />

Ob verborgene Höfe, historische Straßenzüge, sehenswerte Plätze, verwaiste<br />

Ladenlokale oder Schiffe, kein Ort wird vor Inszenierungen und Kunstaktionen<br />

sicher sein. Große, spektakuläre Aktionen werden darunter sein wie<br />

die Performance „Global Rheingold“ der weltweit renommierten spanischkatalanischen<br />

Theatergruppe La Fura dels Baus, mit der wir die <strong>Duisburger</strong><br />

<strong>Akzente</strong> und die „Local Heroes“-Woche am 21. Mai eröffnen. Aber auch kleine,<br />

intime Inszenierungen wie „Oskars Welt“, eine literarisch-theatralische Fahrt<br />

mit einer Barkasse in die ältesten Bereiche des Hafens, machen den Reiz des<br />

Programms aus.<br />

Möglich wurde dieses außergewöhnliche Programm – und insbesondere die<br />

Eröffnung mit La Fura dels Baus – nur durch die großzügige Unterstützung<br />

durch die Franz Haniel & Cie. GmbH. Dafür möchten wir uns beim Haus Haniel<br />

ganz herzlich bedanken. Unser Dank gilt besonders dem Aufsichtsratsvorsitzenden<br />

Franz M. Haniel, der die Schirmherrschaft der <strong>Akzente</strong> übernommen<br />

hat.<br />

Die Eröffnung der <strong>Akzente</strong> und der „Local Heroes“-Woche ist der erste Schritt<br />

hin zu einer neuen Nutzung der Mercatorinsel als Park- und Kulturlandschaft.<br />

Dafür wurde die Insel durch einen Treppenabgang von der Friedrich-Ebert-<br />

Brücke enger mit Ruhrort verknüpft. Dieser „Brückenschlag“ wurde nur durch<br />

die Franz Haniel & Cie. GmbH ermöglicht. Auch dafür sagen wir „Danke“.<br />

Wenn wir Ruhrort für zwei Wochen zur Bühne machen, wollen wir den Stadtteil<br />

nicht einfach als exotische Kulisse nutzen, sondern Menschen für Ruhrort und<br />

seine Potenziale begeistern. Lassen Sie sich also von unserem Programm<br />

rund um Ruhrort faszinieren.<br />

Adolf Sauerland<br />

Oberbürgermeister der Stadt Duisburg<br />

Karl Janssen<br />

Kulturdezernent der Stadt Duisburg<br />

Adolf Sauerland<br />

Oberbürgermeister<br />

der Stadt Duisburg<br />

Karl Janssen<br />

Kulturdezernent<br />

der Stadt Duisburg<br />

7


Franz M. Haniel<br />

Aufsichtsratsvorsitzender der<br />

Franz Haniel & Cie. GmbH<br />

und Schirmherr der<br />

<strong>Duisburger</strong> <strong>Akzente</strong> 2010<br />

Grußwort<br />

Im Jahr der Kulturhauptstadt RUHR.2010 ist Duisburg für eine Woche Local<br />

Hero – für das Unternehmen Haniel steht die Stadt seit nunmehr 254 Jahren<br />

im Mittelpunkt! Denn in Duisburg-Ruhrort hat mein Ur-Ur-Ur-Großvater den<br />

Grundstein für den Erfolg des Konzerns gelegt, und von hier aus werden auch<br />

heute noch die mittlerweile internationalen Geschäfte gesteuert. Umso mehr<br />

freut es uns, dass der Stadtteil, in dem früher das wirtschaftliche Herz der<br />

Stadt schlug, jetzt zu neuer Blüte findet: als „Hafen der Kulturhauptstadt“ und<br />

als Zentrum der <strong>Akzente</strong>-Veranstaltungen. Die kulturelle Strahlkraft beider<br />

Projekte zu bündeln, war eine richtige und wichtige Entscheidung. Denn so<br />

kann sich für zwei Wochen auf den Punkt zeigen, was Duisburg das ganze Jahr<br />

über ist – eine lebendige, vielfältige und spannende Stadt im Herzen Europas.<br />

Als Unternehmen, dessen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in Duisburg<br />

liegen, fördert Haniel traditionell die <strong>Akzente</strong> und natürlich auch die in diesem<br />

besonderen Kulturjahr spektakuläre Eröffnung. Mit ihr sorgen die Veranstalter<br />

für die Aufmerksamkeit, die Duisburg verdient! Zusätzlich zu solchen punktuellen<br />

Aktionen sind jedoch Projekte wichtig, die den Lebens-Wert der Stadt<br />

nachhaltig steigern und damit auch Standortvorteile für Unternehmen bieten.<br />

Deshalb unterstützt Haniel auf der Mercatorinsel die Entstehung eines einzigartigen<br />

Park- und Landschaftsareals, das zugleich ein ungewöhnlicher Ort der<br />

Kultur werden soll – ein Ort, der auch den <strong>Duisburger</strong> <strong>Akzente</strong>n in Zukunft als<br />

Schauplatz dienen kann.<br />

Freuen wir uns also auf die diesjährigen <strong>Akzente</strong> und sehen wir schon mit<br />

Spannung allen folgenden entgegen! Denn mit dem „Hafen der Kulturhauptstadt“<br />

wird das Interesse an Duisburg neu geweckt. Aber nachhaltig lodern<br />

kann es nur mithilfe von Dauerbrennern wie den <strong>Akzente</strong>n – und Unternehmen,<br />

die sich als Sponsoren engagieren. Denn: Kultur braucht Wirtschaft –<br />

Wirtschaft braucht Kultur!<br />

Franz M. Haniel<br />

Aufsichtsratsvorsitzender der Franz Haniel & Cie. GmbH<br />

und Schirmherr der <strong>Duisburger</strong> <strong>Akzente</strong> 2010<br />

Grußwort<br />

„Duisburg – Hafen der Kulturhauptstadt“. Der Titel der 33. <strong>Duisburger</strong> <strong>Akzente</strong><br />

und der „Local Heroes“-Woche steckt voller Anspielungen. Er gibt der Stadt<br />

im Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 ein Profil und verweist auf Duisburgs Geschichte<br />

und Gegenwart als einer der größten Binnenhäfen der Welt. Zugleich<br />

spielt das Bild des Hafens mit den unterschiedlichsten Assoziationen wie<br />

Abenteuer und Heimat, Aufbruch und Ankunft, Hoffnung und Enttäuschung.<br />

Dass die <strong>Akzente</strong> in diesem Jahr den traditionellen Hafenstadtteil in den<br />

Mittel punkt rücken, ist eine gute Entscheidung. Große Ereignisse wie die Auftritte<br />

der Theatergruppe La Fura dels Baus oder der <strong>Duisburger</strong> Philharmoniker<br />

bieten die Chance, Menschen für den Stadtteil zu interessieren, die ihn<br />

bislang kaum wahrgenommen haben. Mindestens ebenso wichtig wie solch<br />

spektakuläre Veranstaltungen ist, dass die <strong>Akzente</strong> sich hineinbegeben in den<br />

Stadtteil, ihn erkunden und sich mit seiner Geschichte auseinandersetzen.<br />

Sie tun das in sehr eigenwilligen Theaterprojekten, Kunstaktionen und auch<br />

mit einem neuen Ruhrort-Film, der Bilder aus vergangenen Jahrzehnten zum<br />

Leben erweckt. Viele dieser Projekte wurden entwickelt in Zusammenarbeit<br />

mit Künstlern und Initiativen aus Ruhrort selbst. Gerade das Wechselspiel von<br />

Großprojekten und örtlicher Szene macht den Reiz der diesjährigen <strong>Akzente</strong><br />

aus und gibt im Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 starke Impulse für die langfristige<br />

Entwicklung einer kreativen Szene.<br />

Ich bin sicher, die Besucherinnen und Besucher der <strong>Akzente</strong> und der „Local<br />

Heroes“-Woche werden Duisburg-Ruhrort mit ganz neuen Augen sehen. Dabei<br />

wünsche ich Freude, Vergnügen und anregende Stunden.<br />

Jürgen Rüttgers<br />

Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen<br />

Jürgen Rüttgers<br />

Ministerpräsident des Landes<br />

Nordrhein-Westfalen<br />

8 9


Eröffnung


Freitag, 21. Mai<br />

21:30 Uhr<br />

Mercatorinsel<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei<br />

© Andreu Adrover<br />

© Andreu Adrover<br />

© Andreu Adrover<br />

Global Rheingold<br />

Open-Air-Theater von La Fura dels Baus (Barcelona).<br />

Regie: Carlus Padrissa<br />

Die 1979 gegründete katalanische Theatergruppe La Fura dels Baus machte in<br />

den achtziger Jahren durch ihre provozierenden und kraftstrotzenden Vorstellungen<br />

auf Industriebrachen international Furore. 1992 eröffnete die Gruppe<br />

mit ihrer Produktion „Mediterrani, mar olimpic“ die Olympischen Spiele in<br />

Barcelona. In den folgenden Jahren entwickelte sie ihre Großproduktionen und<br />

wandte sich auch Opern-Inszenierungen zu. Seit einigen Jahren ist die Gruppe<br />

außerdem mit der NAUMON, einem 1965 gebauten Küstenmotorschiff, unterwegs.<br />

Das Schiff diente bereits im Mittelmeerraum und Taiwan als Basis für<br />

Performances, die von hundertausenden Besuchern gesehen wurden.<br />

„Global Rheingold“, die speziell für die Eröffnung der <strong>Duisburger</strong> <strong>Akzente</strong> entwickelte<br />

Produktion, wird die unterschiedlichen Erfahrungen von La Fura dels<br />

Baus bündeln. Die NAUMON wird an der Mercatorinsel anlegen, um Bühne<br />

und Ausgangspunkt einer bildmächtigen Inszenierung zu sein.<br />

Von der NAUMON aus entfaltet sich das Stück mit 60 Trapezkünstlern, neun<br />

Meter großen Riesenfiguren, Feuerwerk, einem Orchester, großen Ballonen<br />

und mehr auf die Mercatorinsel. Inhaltlich verspricht „La Fura“ eine Hommage<br />

an Richard Wagner und denKartografen Gerhard Mercator, der von 1552 bis<br />

zu seinem Tod 1594 in Duisburg lebte und hier den Hauptteil seines Lebenswerkes<br />

schuf sowie assoziative Bilder zur Industrialisierung.<br />

Anfahrt:<br />

Auf der Mercatorinsel steht zwar ein begrenztes Parkplatz-Angebot zur<br />

Verfügung, das über die Oberbürgermeister-Lehr-Brücke (Ruhrorter Straße,<br />

47119 Duisburg) zu erreichen ist, doch die Organisatoren empfehlen eine<br />

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, z.B. mit der Linie 901 bis Vinckeweg<br />

(von Duisburg HBF ca. 9 Minuten) und von da aus in ca. 15 – 20 Minuten zu Fuß<br />

zum Spielort auf die Mercatorinsel. Oder aber mit der 901 bis Friedrichsplatz<br />

(ca. 13 Minuten vom Hauptbahnhof und zwei Haltestellen weiter) und von dort<br />

über den neuen Abgang der Friedrich-Ebert-Brücke, den „Ruhrorter Brückenschlag“,<br />

in ca. 10 Minuten zu Fuß auf die Mercatorinsel. Zusätzlich verkehrt am<br />

21. Mai von 17:30 Uhr bis 23:30 Uhr die Fähre „Maria Franziska“ zwischen dem<br />

„Steiger Schifferbörse“ (Gustav-Sander-Platz, 47119 Duisburg-Ruhrort) und<br />

der Mercatorinsel.<br />

Ruhrorter Brückenschlag:<br />

Seit dem Frühjahr 2010 verbindet eine Treppenanlage die Spitze der Mercatorinsel<br />

mit der Friedrich-Ebert-Brücke, sodass Besucher das Gelände bequem<br />

zu Fuß erreichen können. Finanziert wurde das als „Ruhrorter Brückenschlag“<br />

bekannte Projekt von der Franz Haniel & Cie. GmbH, die damit einen Beitrag zur<br />

nachhaltigen Stadtentwicklung an ihrem Unternehmenssitz leistet und den Weg<br />

zu einer neuen Nutzung der Mercatorinsel als Park- und Kulturlandschaft ebnet.<br />

La Fura dels Baus wird unterstützt von ICIT–Katalanisches Institut für die<br />

Kulturindustrien.<br />

Präsentiert von der Franz Haniel & Cie. GmbH<br />

2raumwohnung: Die Lasso Tour 2010<br />

Inga Humpe und Tommi Eckart haben die Entspanntheit weiser Menschen und<br />

die Nonchalance, welche Kindlichkeit in Style verwandelt. Ihre Musik hat sehr<br />

viel damit zu tun, dass sie sich verändern und dabei doch selbst treu bleiben.<br />

Mit „Lasso“ haben sie zuletzt ganz unaufgeregt ein neues Album vorgelegt.<br />

Musikalische Berührungsängste kennt das Duo ja bekanntlich nicht. Von<br />

Songwriterjuwelen bis zu Disco, von Liebesschwelgerei bis Electro-Tüftelei<br />

oder Space-Rock reicht die stilistische Palette. 2raumwohnung scheuen weder<br />

Kitsch noch Kunst. Sie öffnen ihre Pforten, um frische Luft und Sonnenstrahlen<br />

hineinzulassen. Mittlerweile kann das Duo auf nahezu ein Jahrzehnt voller<br />

Erfolge und Euphorie zurückblicken.<br />

Inga Humpe, die bereits Ende der Siebziger mit den Neonbabies deutsche<br />

Popgeschichte schrieb, und Tommi Eckart, der in den Neunzigern mit Andreas<br />

Dorau deutscher Popmusik den nötigen Pfiff gab, Dance-Projekte initiierte und<br />

immer wieder Soundtracks schreibt, leben in Berlin-Mitte und sind auch privat<br />

ein Paar. Das mag durchaus ein Teil ihres Erfolgsgeheimnisses sein. Ihre bisherigen<br />

fünf Alben gleichen jedenfalls fröhlichen Fahrten mit dem Autoscooter,<br />

wo man bei jedem neuen Song, bei jeder neuen Runde mit einem neuen Genre<br />

kollidiert.<br />

Stadtteilparty in Ruhrort<br />

Nach der Performance „Global Rheingold“ von La Fura dels Baus geht die<br />

Nacht im <strong>Duisburger</strong> Hafenstadtteil Ruhrort weiter. Natürlich mit der Gastronomie-Meile<br />

und dem Konzert von 2raumwohnung auf der Mühlenweide und<br />

der Party mit Kilians DJ-Set plus DJ Thorrissey (Pop Missile F1-11) in der Festivallounge<br />

Zum Hübi. Außerdem werden die Ausstellungsorte, Galerien und<br />

das Radiomuseum in Ruhrort (Adressen siehe unter der Rubrik Ausstellungen<br />

im Programmheft) zu nächtlicher Stunde ihre Tore öffnen und zum Besuch<br />

einer Vernissage, einer Party oder eines Konzertes laden. Öffentliche Proben<br />

oder Musik sind auch an Orten zu erleben, die von Theaterleuten bespielt werden.<br />

Generell gilt: Das rote Herz mit dem Anker, ein eigens für diese Wochen<br />

kreiertes Signet, führt zu nächtlicher Kultur und Partys.<br />

Das „Ankerherz“ bleibt während der gesamten <strong>Akzente</strong><br />

der Wegweiser zu Theater, Film, Literatur und Bildender<br />

Kunst in Ruhrort. Überall, wo dieses Herz im Schaufenster<br />

klebt oder auf den Boden gesprayt wurde, ist<br />

die Kultur zuhause.<br />

Freitag, 21. Mai<br />

23 Uhr<br />

Bühne Mühlenweide<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei<br />

Freitag, 21. Mai<br />

23 Uhr<br />

verschiedene Orte<br />

47119 Duisburg<br />

12 13<br />

© Anca Munteano Rimnic


Ein Unternehmen des DVV-Konzerns cantaloop.de<br />

Freitag, 21. Mai –<br />

Sonntag, 6. Juni<br />

täglich<br />

nach Einbruch<br />

der Dunkelheit<br />

verschiedene Orte<br />

in Duisburg-Ruhrort<br />

Ruhrort erstrahlt<br />

Während der „Local Heroes“-Woche und der <strong>Akzente</strong> tauchen die Stadtwerke<br />

Duisburg bei Einbruch der Dunkelheit die herausragenden Gebäude Ruhrorts<br />

in stimmungsvolles Licht.<br />

Eine Veranstaltung von FaiR – Familie in Ruhrort<br />

Präsentiert von den Stadtwerken Duisburg.<br />

Wir sind da, wo unsere Kunden sind.<br />

Unser Engagement ist sichtbar.<br />

Zum Beispiel auf vielen großen und kleineren Veranstaltungen in Duisburg, bei denen<br />

wir Flagge zeigen – für unsere Stadt und für die Menschen, die hier leben. Aber auch,<br />

wenn man uns nicht sieht, ist unser Engagement für Duisburg und seine Bürger spürbar.<br />

Denn zu jeder Zeit sicher versorgt zu sein, ist einfach ein gutes Gefühl.<br />

Die „ruhrorter hafenkids“ sind Charity-Partner<br />

der <strong>Duisburger</strong> <strong>Akzente</strong><br />

Die 33. <strong>Duisburger</strong> <strong>Akzente</strong> wollen Ruhrort nicht nur als Bühne und<br />

Veranstaltungsort für Theater, Ausstellungen und Konzerte nutzen.<br />

Sie wollen auch Vereine und Initiativen im Stadtteil unterstützen.<br />

Deshalb haben sie die „ruhrorter hafenkids“ als Charity-Partner<br />

ausgewählt. Erlöse aus dem Verkauf von T-Shirts und Aufklebern<br />

sowie der Inhalt der Spendendose in der Festivallounge<br />

Zum Hübi gehen auf das Konto der „hafenkids“.<br />

Die „ruhrorter hafenkids“ sind Treffpunkt für alle Kinder und<br />

Jugendlichen aus dem <strong>Duisburger</strong> Stadtteil Ruhrort. Das Jugendzentrum<br />

in der Nikolausburg bietet eine breite Palette von Spielen,<br />

Konzerten, Ausflügen und anderen Aktivitäten bis hin zur Produktion<br />

einer eigenen Fernsehsendung. Außerdem sind die „hafenkids“<br />

selbst im Stadtteil aktiv, etwa bei den Vorbereitungen zur traditionellen<br />

Fronleichnamsprozession oder zum Hafenfest.<br />

Die „hafenkids“ übernehmen Verantwortung, lehnen Gewalt und Diskriminierung<br />

ab. Respekt, Anerkennung und das Recht auf eine eigene Meinung<br />

sind ihnen wichtig.<br />

Während der <strong>Akzente</strong> werden zum Preis von 12 Euro T-Shirts mit<br />

dem „Ankerherz“ an verschiedenen Veranstaltungsstätten, in der<br />

Lotto-Annahme Grafen, Weinhagen 21 / Ecke Harmoniestraße sowie im<br />

RUHR.VISITORCENTER DUISBURG im CityPalais, Königstraße 39, 47051<br />

Duisburg, verkauft. Drei Euro pro verkauftem T-Shirt gehen an die hafenkids<br />

sowie der gesamte Erlös aus dem Verkauf von Aufklebern mit dem<br />

Ankerherz. Die Aufkleber werden für einen Euro überall dort verkauft, wo es<br />

auch die T-Shirts gibt.<br />

Kontakt<br />

„ruhrorter hafenkids“<br />

Homberger Straße 15<br />

47119 Duisburg<br />

www.ruhrorter-hafenkids.de<br />

Spendenkonto der „ruhrorter hafenkids“<br />

Sparkasse Duisburg (BLZ 350 500 00)<br />

Kto.-Nr. 200 136 687<br />

ruhrorter hafenkids e.V.<br />

Spendenbescheinigungen ab 20 Euro<br />

können ausgestellt werden, wenn Name<br />

und Anschrift bekannt sind.<br />

www.stadtwerke-duisburg.de<br />

14 15


Theater


Samstag, 22. Mai<br />

20 Uhr<br />

Premiere<br />

Theater Duisburg<br />

Foyer III<br />

Opernplatz (Neckarstraße 1)<br />

47051 Duisburg<br />

Eintritt: 9 Euro<br />

Weitere Aufführungen:<br />

23. und 25. Mai, jeweils 20 Uhr<br />

Samstag, 22. Mai<br />

20 Uhr<br />

Uraufführung<br />

Lokal Harmonie<br />

Harmoniestraße 41<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro<br />

Weitere Aufführungen:<br />

24. und 25. Mai, jeweils 20 Uhr<br />

<strong>Akzente</strong>-Theatertreffen<br />

Mercator-Projektionen<br />

Regie: Susanne Minke / Eva Zitta<br />

„Spieltrieb“ – Jugendclub im Theater Duisburg in Kooperation mit dem<br />

Kultur- und Stadthistorischen Museum Duisburg<br />

Der eine ist bekannt als Universal-Gelehrter, Kartograf, Konstrukteur wissenschaftlicher<br />

Messinstrumente und verantwortlich für eine Erfindung, die<br />

zu seiner Zeit die Navigation auf See revolutionierte. Der andere dringt mit<br />

Google-Earth in die entlegensten Winkel der Erde vor, ohne den Schreibtisch<br />

zu verlassen und versteht die Welt per Mausklick. Nur für das echte Leben will<br />

sich der passende Kurs nicht recht zeigen. 500 Jahre technischer Entwicklung<br />

trennen die beiden, aber es gibt etwas, das sie zu verbinden scheint. Warum<br />

sonst passiert es eines Abends, dass Gerhard Mercator in seinem Studierzimmer<br />

die Flüche eines Jungen aus dem Duisburg des 21. Jahrhunderts hört,<br />

der über seiner Hausaufgabe verzweifelt …<br />

„Mercator-Projektionen“ ist ein Stück über Suchende in verschiedenen Welten. Es<br />

begibt sich auf eine Forschungsreise nach den gemeinsamen Sorgen und Konflikten<br />

junger Menschen und gelangt zu Fragen nach Erkenntnis, Überzeugung,<br />

Freundschaft und schließlich zu dem Problem: Wie kann ich gehen, wenn alle<br />

mir ein Stolpern prophezeien? Ein Theaterabend, der nicht einfach biografisch<br />

das Leben Gerhard Mercators nacherzählen soll, sondern über die Auseinandersetzung<br />

mit dem großen Kartografen unser heutiges Leben ins Visier nimmt.<br />

Vorverkauf über das Servicebüro im Theater Duisburg, Opernplatz (Neckarstraße 1),<br />

47051 Duisburg, Tel. 0203-3009-100, servicebuero@theater-duisburg.de<br />

www.theater-duisburg.de<br />

Vor der Mündung<br />

Eine Produktion von Theater Arbeit Duisburg, zweite liga für kunst und<br />

kultur (Graz), Juliana Atuesta u.a.<br />

2008 war es noch „Our Town. Ruhrort“. 2009 schon die Frage „Wo ist der Morgen,<br />

den wir gestern sahn?“ (H. Müller) Jetzt, wieder hier, schießen in „Vor der<br />

Mündung“ Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft auf einen Punkt zusammen.<br />

Ohne die theoretische und ästhetische Konstruktion einer anderen Gegenwart<br />

als der unsrigen wird die eigene künstlerische Arbeit in doppelter Hinsicht<br />

zum Thema: Als für sich allein stehende, autonome problematisch, ist sie als<br />

Möglichkeit individueller wie gesellschaftlicher Praxis zugleich zu erproben.<br />

Mögliche Spielorte innerhalb Ruhrorts sind der alte Werfthafen, ein moderner<br />

Container-Umschlagplatz, der Neumarkt. Und die ehemalige Eisenwarenhandlung<br />

Hennes, das Lokal Harmonie.<br />

„Vor der Mündung“ entsteht in Kooperation mit dem Grazer Theaterkollektiv zweite<br />

liga für kunst und kultur, der kolumbianischen Choreographin Juliana Atuesta<br />

(Masterclaas-Absolventin der niederländischen hogeschool voor de kunsten ArtEZ)<br />

und dem Butoh-Tänzer Harald Schulte (Compagnie Danse Automatique).<br />

Vorverkauf über die Lotto Annahmestelle Grafen, Weinhagen 21, 47119 Duisburg, Tel. 0203-86125<br />

Eine Maßnahme der künstlerisch-theoretischen Arbeitsgemeinschaft<br />

„Ruhrort 2010“.<br />

www.ruhrort2010.de<br />

Cortés – The Killer<br />

von Dirk Schwantes und Katja Wiefel, projekt.helden, Duisburg<br />

Das tragisch-komische Theaterstück erzählt mit stimmungsreichen Bildern<br />

und Live-Musik von der Entdeckung, Eroberung und Zerstörung anderer Kulturen<br />

und von den Kindern, die sich dem Erbe und den Taten ihrer Väter nicht<br />

entziehen können.<br />

Ankunft in Mexiko. Strand. Palmen. Wellenrauschen. Am Karfreitag 1519<br />

landen Hernán Cortés und seine Männer bei Vera Cruz. Dort finden sie das<br />

hochkultivierte Reich der Azteken. Prächtige Tempel, Städte und ein nie gesehener<br />

Reichtum locken sie ins Landesinnere. Sie machen sich auf, die Stadt<br />

Tenochtitlán und deren Schätze zu erobern. Auf ihrem „Kreuzzug“ hinterlassen<br />

sie eine Blutspur. Sie nehmen den Fürsten Moctezuma gefangen, töten ihn<br />

und vereinnahmen die Stadt. Zwei Jahre später ist das Reich der Azteken dem<br />

Erdboden gleich gemacht, sind die Krieger getötet, die Städte geplündert, das<br />

Volk gebrochen. Während der spanischen Conquista verloren viele Millionen<br />

Ureinwohner Mesoamerikas ihr Leben. Sie starben an den eingeschleppten<br />

Krankheiten und den Grausamkeiten der Europäer.<br />

Auf den Trümmern alter Kulturen entstand das heutige Mexiko. Da, wo einst<br />

Tenochtitlán auf einer Insel im Texcoco-See blühte, steht heute Mexiko-Stadt.<br />

Regisseur Dirk Schwantes und sein Ensemble, die im vergangenen Jahr mit<br />

der Produktion „Ich war noch nie am Bosporus“ Erfolge feierten, laden Sie<br />

im Kulturhauptstadt Jahr 2010 nach Zentralamerika ein. Der <strong>Duisburger</strong><br />

Schauspieler Wilhelm von Hoegen erzählt und spielt Hernán Cortés. An seiner<br />

Seite spielt der junge Marxloher Gitarrist Christian Finzel seinen Sohn Martín.<br />

Generationen treffen aufeinander. So, wie die „alte Welt“ die „neue Welt“<br />

dominierte, bestimmt der Vater den Sohn. Aus der Perspektive des gealterten<br />

Vaters wird aus dem Kreuzzug ein Schifffahrtsabenteuer. Das väterliche Vorbild<br />

bröckelt. Der Sohn beginnt, die Taten seines Vaters zu hinterfragen und somit<br />

sich selbst.<br />

Vorverkauf über die Lotto Annahmestelle Grafen, Weinhagen 21, 47119 Duisburg, Tel. 0203-86125<br />

Infos, Videos: www.cortes-the-killer.de<br />

<strong>Akzente</strong>-Theatertreffen<br />

Immanuel Kant<br />

von Thomas Bernhard. Regie: Matthias Hartmann<br />

Ein Gastspiel des Burgtheaters Wien,<br />

eine Produktion des Schauspielhauses Zürich<br />

Professor Immanuel Kant ist in Begleitung seiner Frau, seines Bruders und<br />

seines Papageis auf einem Luxusdampfer unterwegs nach Amerika. Er soll<br />

den Ehrendoktortitel der Columbia University empfangen und sich einer<br />

Augenoperation unterziehen. Mit ihm auf dem Schiff sind der Kunstsammler<br />

Sonnenschein, ein Kardinal, ein alter Admiral und eine Millionärin, die die<br />

Hebung der Titanic betreibt. Unentwegt werden alle Mitreisenden von Kant<br />

belehrt, zurechtgewiesen und tyrannisiert. Merkwürdig ist nur, dass der große<br />

Philosoph und Aufklärer in einem ganz anderen Jahrhundert gelebt hat und,<br />

wie man weiß, aus Königsberg nie herausgekommen ist. So entpuppt sich<br />

dieser Komödien-Kant als einer jener unheimlichen und zugleich lächerlichen<br />

Sonntag, 23. Mai<br />

20 Uhr<br />

Uraufführung<br />

Ehemaliges Ladenlokal<br />

Amtsgerichtsstraße 2a<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro<br />

Weitere Aufführungen: 24. Mai,<br />

27. – 30. Mai, 2./3. Juni,<br />

5./6. Juni, jeweils 20 Uhr<br />

Montag, 24. Mai<br />

19:30 Uhr<br />

19 Uhr: Schauspielführer live<br />

Theater Duisburg<br />

Großes Haus<br />

Opernplatz (Neckarstraße 1)<br />

47051 Duisburg<br />

Eintritt: 7,30 – 24,10 Euro<br />

18 19<br />

© Anette Jonak


Montag, 24. Mai<br />

20 Uhr<br />

Premiere<br />

Ehemalige Taxizentrale<br />

Luisenstraße 30<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro<br />

Weitere Aufführungen 27. Mai,<br />

3. und 5. Juni, jeweils 20 Uhr<br />

Mittwoch, 26. Mai<br />

20 Uhr<br />

Theater Duisburg<br />

Foyer III<br />

Opernplatz (Neckarstraße 1)<br />

47051 Duisburg<br />

Eintritt: 11,20 Euro<br />

Thomas-Bernhard’schen Geistesköpfe, die gegen die Daseinsverfinsterung des<br />

Lebens ankämpfen.<br />

In Matthias Hartmanns Inszenierung brillieren Michael Maertens in der<br />

Titelrolle als „vergnügter Salon-Irrer: dessen Stimme wie ein Florett die<br />

würzige Seeluft durchsticht“ (Der Standard), und Sunnyi Melles als Millionärin,<br />

„überschäumend und selbstgenießerisch und losgelöst die Quintessenz dieser<br />

Inszenierung, die das Narr- und Irrsein nicht beklagt und kritisiert, sondern es<br />

witzig und achselzuckend gelöst feiert.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)<br />

Vorverkauf über das Servicebüro im Theater Duisburg, Opernplatz (Neckarstraße 1),<br />

47051 Duisburg, Tel. 0203-3009-100, servicebuero@theater-duisburg.de<br />

www.theater-duisburg.de<br />

Das Mädchen aus der Streichholzfabrik<br />

Szenische Installation nach dem Film von Aki Kaurismäki<br />

Konzept und Fassung: Jennifer Whigham<br />

Regie: Jennifer Whigham und Jens Kerbel<br />

Das Leben der jungen Iris ist ein ziemlich freudloses: ihre Tage verbringt sie<br />

am Fließband in einer Fabrik, in der sie die Verpackungen von Streichholzschachteln<br />

kontrolliert. Abends schmeißt sie den Haushalt für ihre meist<br />

schweigend und Kette rauchend in den Fernseher starrende Mutter und den<br />

ungeliebten Stiefvater. In einer Bar trifft sie Arne und sieht in ihm den ersehnten<br />

Ausweg, doch er lässt sie ebenso schnell sitzen, wie er aufgetaucht ist.<br />

Herber enttäuscht denn je stellt Iris fest, dass sie schwanger ist und beschließt,<br />

fortan offensiver um ihr Glück und das ihres Kindes zu kämpfen ...<br />

In Aki Kaursimäkis Film wird das altbekannte Märchen vom „Mädchen mit den<br />

Schwefelhölzern“ zu einer desillusionierenden Bestandsaufnahme, einer zeitgenössischen<br />

Dystopie, die diese szenische Installation aufgreift und fortschreibt,<br />

in Duisburg-Ruhrort neu verorten und neu erzählen will – als eine Geschichte<br />

von Verlusten, Leer- und Stillstand, doch auch von Hoffnung und neu entstehendem<br />

Leben, von der Möglichkeit, sich das Märchen zurückzuerobern.<br />

Vorverkauf über die Lotto Annahmestelle Grafen, Weinhagen 21, 47119 Duisburg, Tel. 0203-86125<br />

<strong>Akzente</strong>-Theatertreffen<br />

Steilwand<br />

von Simon Stephens. Regie: Lily Sykes<br />

Ein Gastspiel des Schauspiels Frankfurt<br />

„Manchmal glaubt man, die Strömung hat einen erwischt. Man wird panisch<br />

weil man glaubt, man kommt nicht voran. Kommt man aber. Man muss sich<br />

nur auf den Rücken drehen. Ruhig atmen. Langsam treten. Man kommt voran.“<br />

Deutschsprachige Erstaufführung des neuen Monologs des preisgekrönten<br />

Dramatikers Simon Stephens mit Isaak Dentler.<br />

Vorverkauf über das Servicebüro im Theater Duisburg, Opernplatz (Neckarstraße 1),<br />

47051 Duisburg, Tel. 0203-3009-100, servicebuero@theater-duisburg.de<br />

www.theater-duisburg.de<br />

<strong>Akzente</strong>-Theatertreffen<br />

Abgesoffen<br />

von Carlos Eugenio López. Regie: Antú Romero Nunes<br />

Ein Gastspiel des Schauspiels Frankfurt<br />

Zwei Männer, die mit ihrem Wagen nachts durch die Weite der spanischen<br />

Mancha eilen. Immer auf das Meer zu. Philosophen sind sie, die die großen<br />

Fragen noch mal ganz von vorn aufrollen. Hin und wieder kommen sie ein<br />

wenig aus der Spur, durch Überlegungen wie: Welche Augenfarbe hatte<br />

eigent lich der Mann, der jetzt im Kofferraum des Wagens liegt? „Abgesoffen“<br />

ist ein vollständig als Dialog geschriebener tief schwarzer Roman des spanischen<br />

Autors Carlos Eugenio López. Ätzende Gesellschaftskritik paart er mit<br />

den Grundfragen des Seins.<br />

Vorverkauf über das Servicebüro im Theater Duisburg, Opernplatz (Neckarstraße 1),<br />

47051 Duisburg, Tel. 0203-3009-100, servicebuero@theater-duisburg.de<br />

www.theater-duisburg.de<br />

<strong>Akzente</strong>-Theatertreffen<br />

GARAGE D’OR<br />

von Familie Flöz. Regie: Michael Vogel<br />

Theater Duisburg in Koproduktion mit Familie Flöz und La Strada Graz<br />

mit Unterstützung von Festival Anjou und Stadsschouwburg Utrecht<br />

In einer kleinen Garage planen vier Männer den Aufbruch in neue, bessere<br />

Welten. Angetrieben von ihren ehrgeizigen Frauen, von ihren anspruchsvollen<br />

und schwer erziehbaren Kindern, vor allem jedoch von aufrichtiger Liebe,<br />

stoßen sie eine Tür auf, die sie nicht wieder schließen können. Ihre Mission<br />

führt sie durch ungeahnte Weiten des Raumes und in die dunkelsten Tiefen<br />

ihrer selbst. Der ewige Traum, der Zeit ein Schnippchen zu schlagen, scheint<br />

zum Greifen nah, doch plötzlich stolpern sie über unerklärliche Dinge: Warum<br />

steht, Lichtjahre von ihren Familien entfernt, der Müll immer noch vor der Tür?<br />

GARAGE D’OR erzählt von der Ohnmacht der Väter, von der Macht des Möglichen<br />

und von der Suche nach Freiheit in der Grenzenlosigkeit. Die Garage wird<br />

für die Männer zum Heimathafen des Unmöglichen. Familie Flöz bleibt auch<br />

nach mehr als zehn Jahren ein Phänomen, das sich schwer einordnen und<br />

noch schwerer beschreiben lässt. Mit ihren sprachlosen Stücken haben sie ein<br />

ganz eigenes Genre geschaffen. Längst kein Geheimtipp mehr sind sie einer<br />

der erfolgreichsten Exportartikel des deutschen Theaters und begeistern das<br />

Publikum auf der ganzen Welt.<br />

Vorverkauf über das Servicebüro im Theater Duisburg, Opernplatz (Neckarstraße 1),<br />

47051 Duisburg, Tel. 0203-3009-100, servicebuero@theater-duisburg.de<br />

www.theater-duisburg.de<br />

Donnerstag, 27. Mai<br />

20 Uhr<br />

Theater Duisburg<br />

Foyer III<br />

Opernplatz (Neckarstraße 1)<br />

47051 Duisburg<br />

Eintritt: 11,20 Euro<br />

Freitag, 28. Mai<br />

19:30 Uhr<br />

Uraufführung<br />

19 Uhr Schauspielführer live<br />

Theater Duisburg<br />

Großer Saal<br />

Opernplatz (Neckarstraße 1)<br />

47051 Duisburg<br />

Eintritt: 8,40 bis 28,00 Euro<br />

Weitere Aufführungen: 29. und<br />

30. Mai, jeweils 19:30 Uhr<br />

20 21


Freitag, 28. Mai<br />

20 Uhr<br />

Premiere<br />

Ehemalige Gaststätte<br />

Bergiusstube<br />

Bergiusstraße 16<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro<br />

Weitere Aufführungen: 29. Mai,<br />

4. und 5. Juni, jeweils 20 Uhr<br />

Freitag, 28. Mai<br />

21:30 Uhr<br />

Uraufführung<br />

Abfahrt: Steiger Schifferbörse<br />

Gustav-Sander-Platz<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro<br />

Weitere Aufführungen: 29. Mai –<br />

6. Juni, jeweils 21:30 Uhr<br />

Hafen der Sehnsucht<br />

Theaterstück von Armin Petras nach einer Erzählung von Marek Hlasko.<br />

Produktion und Inszenierung: Anja Brunsbach<br />

Da sind Agnes, der Vater, die Mutter und Gregor. Agnes liebt ihren Bruder und<br />

will ihn davor retten, sich endgültig dem Suff hinzugeben. Agnes braucht dafür<br />

ihren Vater, der jedoch braucht ständig neue Fluchtwege, die durchkreuzt<br />

werden durch die Mutter, die wiederum einen Schuldigen für ihr missglücktes<br />

Leben braucht.<br />

Agnes hat glücklicherweise Peter. Und Peter braucht Agnes, so wie der Monteur<br />

sein Mädchen und Gregor seine Verflossene. Das bringt Gegengewicht<br />

und hält Agnes Welt in der Waage. Sie hält diese Momente fest und bewahrt<br />

sie vor dem Vergessenwerden. Agnes möchte gerne neu anfangen und beginnt<br />

wieder von vorne.<br />

…kann man etwas für immer bewahren? Kann man wirklich neu anfangen?<br />

Kann man aus seinem bisherigen Leben einfach so ausbrechen und alles<br />

hinter sich lassen; kann man einfach vergessen, woher man kommt und wer<br />

man ist?<br />

…wo liegen die Wurzeln meiner Herkunft? Sind sie noch sichtbar oder hat man<br />

ihre Spuren mittlerweile beseitigt? Wie geht es Dir, Heimat, eigentlich? Was ist aus<br />

Dir geworden, was ist in den letzten Jahren mit Dir passiert? Erzähl doch mal…<br />

…kann Wasser wirklich Gedanken und Gefühle speichern? Und wenn ja, was<br />

bedeutet das dann für einen Menschen, der zu 60-70% Prozent aus Wasser<br />

besteht?<br />

Vorverkauf über die Lotto Annahmestelle Grafen, Weinhagen 21, 47119 Duisburg, Tel. 0203-86125<br />

Oskars Welt<br />

Auf den Spuren des MYTHOS RUHRORT<br />

Eine Erzähl- und Klang-Reise mit der alten Motoryacht OSKAR<br />

Das kleine Boot legt ab bei Sonnenuntergang und gleitet allmählich hinein in<br />

das unwägbare Dunkel der Nacht. Dem Mythos Ruhrort auf der Spur zwischen<br />

einst und jetzt, zwischen Historie und Augenblick: Erzählt aus dem Blickwinkel<br />

der Wahrnehmungswelt von OSKAR, einer fiktiven Figur der Ruhrorter Binnenschifffahrt<br />

über eine Zeitspanne von drei Generationen.<br />

Orte: Schifferbörse, Hafenmund, Vinckekanal, denkmalgeschützter Werfthafen,<br />

Bunkerhafen und Südhafen.<br />

Friederike Schmahl erzählt die Geschichte. Die Schauspielerin und Regisseurin<br />

lebt und arbeitet seit fünf Jahren in Duisburg als Produzentin von Theaterund<br />

Literatur-Projekten; „Theater der Zeit“, „Poetische Werkstatt“.<br />

Rolf Köppen steuert sein Arbeitsboot. Der Fotograf ist seit 2004 abseits der<br />

Rundfahrtrouten in www.oskars-hafenwelt.de unterwegs.<br />

Die OSKAR ist ein kleines Boot. Deshalb können pro Fahrt nur 12 Personen<br />

mitfahren. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten körperlich voll beweglich<br />

sein und keine Angst vor dem Wasser haben. Da die OSKAR kaum Schutz<br />

vor Witterung bietet, bitten wir die Gäste, an die entsprechende (Regen-)<br />

Kleidung zu denken.<br />

Vorverkauf über die Lotto Annahmestelle Grafen, Weinhagen 21, 47119 Duisburg, Tel. 0203-86125<br />

Das rote Licht des Mondes<br />

LiteraTour durch Ruhrort nach dem gleichnamigen Roman von Silvia Kaffke<br />

Konzept und Textfassung: Silvia Kaffke<br />

Produktion und Inszenierung: Olaf Reifegerste<br />

Ruhrort Mitte des 19. Jahrhunderts – eine neue Zeit bricht an. Doch der<br />

Fortschritt hat auch seine dunkle Seite: Während Lina Kaufmeister, Tochter<br />

aus gutem Hause, davon träumt, sich als Schneiderin selbständig zu machen,<br />

erschüttert der Fund zweier grausam zugerichteter Leichen das Leben in<br />

Ruhrort. Ein Werk des Teufels? Zwei Mädchen wurden die Herzen aus dem<br />

Leib geschnitten, dem älteren sogar ein Kind. Weitere Morde folgen. Während<br />

der Bürgermeister glaubt, nur ein Durchreisender könne diese Morde begehen,<br />

vermutet Lina den Schuldigen in der angesehenen Bürgerschaft. Zusammen<br />

mit Commissar Robert Borghoff kommt Lina einer Verschwörung auf die<br />

Spur. Doch die Schuldigen sind schwer zu fassen.<br />

Mit diesem historischen Kriminalroman (erschienen 2008 im Rowohlt Verlag<br />

bei Wunderlich – der Fortsetzungsroman erscheint im 4. Quartal 2010)<br />

im Gepäck unternimmt der Zuschauer eine theatralische LiteraTour durch<br />

Ruhrort, an originaltreue Schauplätze und Orte dieses heutigen <strong>Duisburger</strong><br />

Hafenstadtteils. Es steht nur ein auf 20 Zuschauer begrenztes Platzangebot<br />

zur Verfügung.<br />

Vorverkauf über die Lotto Annahmestelle Grafen, Weinhagen 21, 47119 Duisburg, Tel. 0203-86125<br />

Schiff Re-e oder Ist morgen auch noch ein Tag um an<br />

Bord zu gehen?<br />

MusikTheater von Anja Schöne und Thorsten Töpp<br />

Inszenierung: Anja Schöne. Musik: Thorsten Töpp<br />

Ein Raum in Duisburg-Ruhrort. Vielleicht ein Lokal. Hier treffen sich allabendlich<br />

Menschen aus dem Viertel. Sie umkreisen sich und die immer gleichen<br />

Rituale und Gespräche. Alle sind bemüht, die Unterhaltung nie verklingen zu<br />

lassen und gleichzeitig ihre persönlichen Geheimnisse zu bewahren.<br />

Immer wieder und immer häufiger drängt sich die Vision vom SCHIFF RE-E<br />

in die Runde. Alle teilen die Sehnsucht nach einem Ausweg, nach etwas, das<br />

größer, schöner und besser ist als ihr kleines Leben. SCHIFF RE-E könnte<br />

sie vielleicht in diese neue Zukunft fahren – aber wird man sie an Bord gehen<br />

lassen?<br />

Drei Musiker spielen unermüdlich auf. Sie verändern die Atmosphäre und<br />

gehen mit ihren Klängen auf Entdeckungsreise in die Historie des Viertels und<br />

die persönlichen Geschichten der Ruhrorter Utopisten. Man munkelt, sie gehörten<br />

zur Besatzung des SCHIFF RE-E. Wird es am Ende des Abends jemand<br />

wagen, mit ihnen zum Kai aufzubrechen?<br />

Ein Stück MusikTheater zwischen der kleinen Heimat und der großen weiten<br />

Welt – die gemeinsam haben, dass überall immer viel zu viel geredet und viel<br />

zu wenig gehandelt wird.<br />

Vorverkauf über die Lotto Annahmestelle Grafen, Weinhagen 21, 47119 Duisburg, Tel. 0203-86125<br />

Samstag, 29. Mai<br />

15 Uhr<br />

Uraufführung<br />

Treffpunkt: Friedhof Ruhrort<br />

Eisenbahnstraße (Verteilerkreis)<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro<br />

Weitere Aufführungen: 30. Mai,<br />

3. und 6. Juni, jeweils 15 Uhr<br />

Samstag, 29. Mai<br />

20 Uhr<br />

Uraufführung<br />

Ehemaliges Ladenlokal Karstadt<br />

Neumarkt 18b<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro<br />

Weitere Aufführungen: 30. Mai,<br />

2. und 3. Juni, jeweils 20 Uhr<br />

22 23<br />

© Britta Odenthal


Sonntag, 30. Mai<br />

15:30 Uhr<br />

Theater Duisburg<br />

Opernfoyer<br />

Opernplatz (Neckarstraße 1)<br />

47051 Duisburg<br />

Eintritt: 14,60 Euro<br />

Weitere Aufführung:<br />

31. Mai, 20 Uhr<br />

Dienstag, 1. Juni<br />

19:30 Uhr<br />

19 Uhr Schauspielführer live<br />

Theater Duisburg<br />

Großer Saal<br />

Opernplatz (Neckarstraße 1)<br />

47051 Duisburg<br />

Eintritt: 7,30 – 24,10 Euro<br />

Weitere Aufführung:<br />

2. Juni, 19:30 Uhr<br />

© Matthias Horn<br />

<strong>Akzente</strong>-Theatertreffen<br />

An der Reling<br />

Geschichten, Gedichte und Lieder rund um die Seefahrt,<br />

das Wasser, den Wind und die Sterne<br />

Theater Duisburg in Kooperation mit dem Kleinkunsttheater „Die Säule“<br />

Eine ganz besondere „theatrale Hafen-Rundfahrt“ im Opernfoyer. An Bord:<br />

Siegfried Rauch und Horst Naumann, „Kapitän” und „Schiffsarzt” der MS<br />

Deutschland, die als ZDF-Traumschiff Fernsehgeschichte schreibt. Wer wäre<br />

besser geeignet, Geschichten, Gedichte und Lieder zum Thema „Wasser” auf<br />

die Bühne zu bringen? Begleitet werden die beiden Schauspieler vom Pianisten<br />

und Kabarettisten Frank Golischewski.<br />

Zu dritt laden sie zu einer literarisch-musikalischen Reise mit Anekdoten über<br />

die Reisenden auf einem Kreuzfahrtschiff, Geschichten über ganz besondere<br />

Erlebnisse auf See, mit Gedichten und Prosa von Friedrich Schiller, Johann<br />

Wolfgang von Goethe, Theodor Fontane und vielen anderen. Erich Kästner fehlt<br />

genauso wenig, wie Kabarettistisches von Joachim Ringelnatz. Musikalisch<br />

bietet das Programm alles von bekannten Volksweisen, über Hans-Albers-Titel<br />

bis hin zum berühmten „La mer”.<br />

Vorverkauf über das Servicebüro im Theater Duisburg, Opernplatz (Neckarstraße 1),<br />

47051 Duisburg, Tel. 0203-3009-100, servicebuero@theater-duisburg.de<br />

www.theater-duisburg.de<br />

<strong>Akzente</strong>-Theatertreffen<br />

Die Möwe<br />

von Anton Tschechow. Regie: Jürgen Gosch<br />

Ein Gastspiel des Deutschen Theaters Berlin,<br />

Koproduktion mit der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz<br />

„Am Ufer eines Sees lebt ein junges Mädchen; es liebt den See wie eine Möwe,<br />

es ist frei und glücklich. Doch da kommt ein Mann und stürzt das Mädchen aus<br />

Langeweile ins Verderben.“ Stoff für eine kleine Erzählung, sagt der Schriftsteller<br />

Trigorin. Dabei ist er selbst der Mann, der das Mädchen ins Verderben<br />

stürzt …<br />

Jürgen Goschs umjubelte Inszenierung („Diesen Abend vergisst man nicht.<br />

Er ist ein Geschenk. Den ja nie ganz verlorenen Glauben ans Theater bringt<br />

er zurück, mit einem Mal wird alles so einfach, so klar. Aus Rollen und<br />

Figuren werden: Menschen.“ Der Tagesspiegel) wurde 2009 zum Berliner<br />

Theatertreffen eingeladen und in der Kritikerumfrage von „Theater heute“ zur<br />

Inszenierung des Jahres gewählt, Kathleen Morgeneyer für ihre Darstellung<br />

der Nina zur Nachwuchsschauspielerin des Jahres. Für ihre Darstellung<br />

der Mascha wurde Meike Droste mit dem Deutschen Theaterpreis „Faust“<br />

ausgezeichnet.<br />

Vorverkauf über das Servicebüro im Theater Duisburg, Opernplatz (Neckarstraße 1),<br />

47051 Duisburg, Tel. 0203-3009-100, servicebuero@theater-duisburg.de<br />

www.theater-duisburg.de<br />

Lou Reed / John Cale<br />

Songs For Drella<br />

Von und mit Otto Beatus und Jürgen Sarkiss<br />

Ein Gastspiel des Theaters Oberhausen<br />

Ein theatralisches Konzert, basierend auf Lou Reeds und John Cales gleichnamigen<br />

Album. „Drella“ war der Spitzname von Andy Warhol – eine Kombination<br />

aus Dracula und Cinderella.<br />

Eine Fortsetzung von Otto Beatus’ gefeiertem Velvet-Underground-Abend<br />

„Never Too Loud“. Keine vordergründige Warhol-Biografie, sondern eine Auseinandersetzung<br />

mit grundlegenden Fragestellungen zu Leben und Kunst.<br />

„Jürgen Sarkiss wird dem Original mehr als nur gerecht, schafft es, den<br />

Warhol in den Mund gelegten Songs eine sanft homoerotische Färbung ohne<br />

jede Tuntigkeit zu geben und lässt die Ironie Reeds durchschimmern. Beeindruckendes<br />

musikalisches Handwerk, das das Quintett auf die Bühne bringt.“<br />

Stephan Hermsen, NRZ 13.3.2010<br />

Vorverkauf über Lotto Annahmestelle Grafen, Weinhagen 21, 47119 Duisburg, Tel. 0203-86125<br />

www.theater-oberhausen.de<br />

Ghost of Chance – Being Lear<br />

Ein Monolog nach Anton Cechovs „Schwanengesang“ und William<br />

Shakespeares „König Lear“ Regie / Ausstattung: Johannes Lepper<br />

„Das Publikum ist gegangen, es schläft und hat seinen Narren vergessen“.<br />

Seit 45 Jahren steht der alte Schauspieler, gespielt von Otto Schnelling, auf<br />

der Bühne, doch zum ersten Mal sind alle Lichter aus, die Ränge leer. Er hat<br />

sich zulaufen lassen, ist eingeschlafen und erst lange nach der Vorstellung<br />

aufgewacht. Die Bühne, sein Arbeitsplatz ist ihm nun unheimlich.<br />

Fremd kommt er sich dort vor, wo er soviel Zeit seines Lebens verbracht hat.<br />

Mit seinen 68 Jahren fühlt er sich leer, verbraucht, krank und schwach. Auf<br />

dieser Bühne, „dieser bodenlosen Grube“, hat er sein Talent vergraben und<br />

vergeudet, sie hat zwei Drittel seines Lebens „gefressen“ und „verschlungen“.<br />

Er hat sich in seiner Hingabe an das Theater verloren.<br />

In einem letzten Anflug von Leidenschaft will er sein verkanntes Können<br />

beweisen und zitiert König Lear. In der mitternächtlichen Atmosphäre verschwimmen<br />

die Konturen von Mensch und Rolle, Traum und Wirklichkeit.<br />

„Es fließen ineinander Traum und Wachen, Wahrheit und Lüge.“<br />

Vorverkauf über die Lotto Annahmestelle Grafen, Weinhagen 21, 47119 Duisburg, Tel. 0203-86125<br />

Dienstag, 1. Juni<br />

20 Uhr<br />

Lokal Harmonie<br />

Harmoniestraße 41<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro<br />

Mittwoch, 2. Juni<br />

22 Uhr<br />

Uraufführung<br />

Museumsschiffe „Oscar Huber“<br />

und „Minden“<br />

Leinpfad (Nähe Schifferbörse,<br />

Gustav-Sander-Platz)<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro<br />

Weitere Aufführungen:<br />

3. – 5. Juni, jeweils 22 Uhr<br />

24 25


Donnerstag, 3. Juni<br />

19:30 Uhr<br />

19 Uhr Schauspielführer live<br />

Theater Duisburg<br />

Großer Saal<br />

Opernplatz (Neckarstraße 1)<br />

47051 Duisburg<br />

Eintritt: 7,30 – 24,10 Euro<br />

Lokal Harmonie<br />

Harmoniestraße 41<br />

47119 Duisburg<br />

_ Annette Jonak: Fotografien.<br />

21. Mai – 6. Juni<br />

_ Lokal Heroes – The Daily Late<br />

Afternoon Show. 22. – 29. Mai, 19 Uhr<br />

_ Vor der Mündung. Theaterprojekt.<br />

22., 24. und 25. Mai, 20 Uhr<br />

Theorie, Installationen, Theater, Musik,<br />

Kino, Bar u.a.: www.ruhrort2010.de<br />

<strong>Akzente</strong>-Theatertreffen<br />

Sturm<br />

nach William Shakespeare. Regie: Barbara Frey<br />

Ein Gastspiel des Burgtheaters Wien<br />

Prosperos Insel, ein Nirgendirgendwo, ein Reich der Phantasie: Shakespeares<br />

Theater. Die Bühne wird zum Labor der Phantasie. Prospero, vor Jahren auf<br />

einer Insel gestrandet, inszeniert sein Stück. Ein Stück der Strafe, Buße und<br />

Umkehr. Die Figuren seines Lebens will er für ihre Verbrechen zur Verantwortung<br />

ziehen. Doch sie kommen über ihre alten Rollen, die Wiederholung<br />

vergangener Verbrechen und Intrigen, nicht hinaus …<br />

„Der Regisseurin ist ein außergewöhnlicher Abend gelungen“, jubelte die<br />

Süddeutsche Zeitung nach der Premiere. „Er spielt vor der Zeit der großen<br />

Interpretationen, konkurriert mit nichts und könnte heißen: ‚Herr Shakespeare<br />

schreibt sein letztes Stück und geht.’ Barbara Frey hat sich auf die Suche nach<br />

Shakespeare begeben, während man andere Regisseure nur auf der Flucht vor<br />

ihm sieht.“ Dabei gibt es in ihrer Inszenierung nur drei Schauspieler, drei<br />

zentrale Gestalten: Prospero, Ariel und Caliban, gespielt von Johann Adam<br />

Oest („Nestroy“-Preisträger 2004), Joachim Meyerhoff (Schauspieler des<br />

Jahres 2007) und Maria Happel (Schauspielerin des Jahres 2004).<br />

Vorverkauf über das Servicebüro im Theater Duisburg, Opernplatz (Neckarstraße 1),<br />

47051 Duisburg, Tel. 0203-3009-100, servicebuero@theater-duisburg.de<br />

www.theater-duisburg.de<br />

Ruhrort-Tipp<br />

© Matthias Horn<br />

Kirchgarten St. Maximilian<br />

St.-Maximilian-Platz<br />

47119 Duisburg<br />

_ Liebe, Sehnsucht, Ruhrort – Lebende<br />

Bilder aus vier Jahrzehnten.<br />

Von Kai Gottlob (Film), Silvia Kaffke<br />

(Text) und Tim Isfort (Musik).<br />

27. – 29. Mai, 21:30 Uhr<br />

_ Jupp Goetz Trio: In eigener Sache.<br />

2. Juni, 20 Uhr<br />

_ !Sing – Day of Song. Wassermusik<br />

und Hafenmelodien.<br />

Chorkonzert. 5. Juni, 16 Uhr<br />

Ruhrort-Tipp<br />

26 27


28<br />

Konzerte<br />

& Partys


Freitag, 21. Mai<br />

23 Uhr<br />

Samstag, 22. Mai<br />

20 Uhr<br />

Bühne Mühlenweide<br />

Mühlenweide<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt: VVK 12 Euro, AK 15 Euro<br />

Samstag, 22. Mai<br />

23 Uhr<br />

Sonntag, 23. Mai<br />

14 Uhr<br />

Bühne Mühlenweide<br />

Mühlenweide<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei<br />

Kilians DJ-Set plus DJ Thorrissey (Pop Missile F1-11)<br />

Party mit gitarrenlastigem Indie-Pop-Rock<br />

Festivallounge Zum Hübi Eintritt frei – Spende für das Jugendzentrum „ruhrorter hafenkids“ erwünscht.<br />

Dammstraße 27<br />

47119 Duisburg<br />

Stanfour<br />

Als Stanfour vor zwei Jahren ihr Debütalbum „Wildlife“ veröffentlichten, da war<br />

klar, dass der Weg der beiden Songschreiber-Brüder ganz nach oben führen<br />

würde. Ihre Single „For All Lovers“ wurde zum Überhit, „Desperate“ lief überall<br />

rauf und runter und „In Your Arms“ schlug ebenfalls in den Charts ein. Die<br />

Band tourte als Support-Act durch vollbesetzte Arenen und brachte das Publikum<br />

mit emotionalem Breitwand-Rock stets auf ihre Seite.<br />

Nun haben sie soeben ihr zweites Werk „Rise & Fall“ herausgebracht. Und<br />

wieder finden sich Gitarren zum Rocken, Keyboards zum Schmelzen, Lieder<br />

zum Mitsingen. Nicht alles machen Stanfour also anders, aber man hört doch<br />

deutlich heraus, was Sänger und Texter Konstantin Rethwisch nur andeutet,<br />

wenn er sagt: „Die Band hat sich entwickelt. Sie ist gewachsen.“<br />

Das zweite Album ist elektronischer geworden, poppiger und tanzbarer als<br />

sein Vorgänger „Wild Life“, der noch von schweren, melancholischen Balladen<br />

geprägt war. Leicht ist „Rise & Fall“, wie der Sommer, in dem es entstand.<br />

Wegweisend für die neue Leichtigkeit ist die Single „Wishing You Well“, die<br />

momentan auf sämtlichen Kanälen rotiert.<br />

Vorverkauf über die Lotto Annahmestelle Grafen, Weinhagen 21, 47119 Duisburg, Tel. 0203-86125,<br />

die NRW-Ticketshops und über www.duisburgticket.de.<br />

Henry Storch (UNIQUE-Club) & DJ Hong<br />

Soul&Funk-Party<br />

Festivallounge Zum Hübi Eintritt frei – Spende für das Jugendzentrum „ruhrorter hafenkids“ erwünscht.<br />

Dammstraße 27<br />

47119 Duisburg<br />

Open Air Brasskonzert<br />

Es spielen die Brass Band Düren<br />

und die Brass Band Folkwang Universität Essen<br />

Zum Abschluss der 3. Deutschen Brass Band Meisterschaft, die am 21. und<br />

22. Mai vom Volksmusikerbund NRW in Zusammenarbeit mit den <strong>Duisburger</strong><br />

Philharmonikern in der Mercatorhalle ausgerichtet wird, werden sich zwei der<br />

Toporchester dem <strong>Duisburger</strong> Publikum präsentieren. Auf dem Programm<br />

wird die gesamte Bandbreite der in Deutschland noch relativ unbekannten<br />

Brass Band Musik stehen: Von symphonischen Originalkompositionen über<br />

Transkriptionen, klassischen Werken und Filmmusik bis hin zu Musik aus dem<br />

Pop- und Jazzbereich.<br />

www.duisburger-philharmoniker.de<br />

Südwärts! Vom Hafen der Kulturhauptstadt<br />

zu sonnigen Gefilden<br />

Open-Air-Sommer-Proms der <strong>Duisburger</strong> Philharmoniker mit Stargästen<br />

aus der weiten Welt. Musikalische Leitung: Hendrik Vestmann<br />

Gemeinsam mit einem Star der klassischen Gitarre brechen Hendrik Vestmann<br />

und die <strong>Duisburger</strong> Philharmoniker musikalisch in Richtung Süden auf.<br />

Gelandet wird an den Gestaden von Frankreich, Spanien, Italien und in der<br />

Abendsonne auf Sizilien, wo eine wundervolle Sopranistin als blinder Passagier<br />

entdeckt wird. Unterwegs nehmen wir Komponisten wie Camille Saint-Saens,<br />

Jules Massenet, Manuel Penella, Gerónimo Giménez, Gioacchino Rossini und<br />

Giuseppe Verdi an Bord. Mit Heitor Villa-Lobos und George Gershwin geht’s<br />

dann in stürmischer See weiter in die Neue Welt, bis schließlich die Fahrt bei<br />

den Piraten der Karibik endet.<br />

Es empfiehlt sich, das Ölzeug anzulegen und den Südwester nicht zu vergessen.<br />

Wir segeln bei jedem Wetter!<br />

Vorverkauf über Servicebüro im Theater Duisburg, Opernplatz (Neckarstr. 1), 47051 Duisburg,<br />

Tel. 0203-3009-100, www.duisburger-philharmoniker.de sowie über www.duisburgticket.de und<br />

die Lotto Annahmestelle Grafen, Weinhagen 21, 47119 Duisburg, Tel. 0203-86125<br />

Resistanzen2<br />

Konzert. Anschließend DJ Guido Epunkt<br />

Piraten-Polka vom Feinsten: Folk, Rock, Ska, Punk – Resistanzen2 besticht<br />

durch einen breiten Stilmix. Ein Schlagzeug, eine Gitarre, einen Bass und einen<br />

singenden Akkordeon-Mann – mehr braucht es dazu nicht. In dieser Konstellation<br />

überrascht die Band immer wieder durch nicht ganz erwartete Musikstile.<br />

Auch der Gesang wechselt nicht nur durch verschiedene Sprachen wie<br />

Russisch, Tschechisch, Deutsch oder andere, sondern kommt auch ansonsten<br />

sehr facettenreich, aber dennoch original daher. Ein schwer zu greifender<br />

Musikstil, zu vielseitig für Schubladen und Kategorien – dies ist aber auch gut<br />

so!!!<br />

Seit 2005 stehen Resistanzen2 für Piratenpolka auf wackeligen Planken und<br />

Umpa-Songs vom wilden Mann, wie sie sonst nur in verruchten tschechischen<br />

Hafenspelunken zu finden sind. Im Einzelnen folgen sie ihrem Auftrag, raue<br />

Stürme und Häfen der Welt in die Clubs und Kneipen der Republik zu bringen.<br />

Sonntag, 23. Mai<br />

20 Uhr<br />

Bühne Mühlenweide<br />

Mühlenweide<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt: VVK 15 Euro, AK 19 Euro<br />

Sonntag, 23. Mai<br />

20 Uhr<br />

Festivallounge Zum Hübi<br />

Dammstraße 27<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei – Spende für das<br />

Jugendzentrum „ruhrorter<br />

hafenkids“ erwünscht.<br />

30 31


Montag, 24. Mai<br />

20 Uhr<br />

Festivallounge Zum Hübi<br />

Dammstraße 27<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei – Spende für das<br />

Jugendzentrum „ruhrorter<br />

hafenkids“ erwünscht.<br />

Dienstag, 25. Mai<br />

20 Uhr<br />

Bühne Kirchgarten St. Maximilian<br />

St.-Maximilian-Platz<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei – Spende für das<br />

Jugendzentrum „ruhrorter<br />

hafenkids“ erwünscht.<br />

Dienstag, 25. Mai<br />

20 Uhr<br />

Festivallounge Zum Hübi<br />

Dammstraße 27<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei – Spende für das<br />

Jugendzentrum „ruhrorter<br />

hafenkids“ erwünscht.<br />

Pietsch<br />

Starke Songs – unplugged<br />

Sie sind rau bis melancholisch und erzählen zeitlose Kurzgeschichten aus der<br />

neuen Romantik. Pietsch aus Duisburg. Die drei Bandmitglieder um Songschreiber<br />

Klaus Grospietsch sind Gitarrist Tansel Akman, Drummer Gereon<br />

Basso und der Bassist Volker Kamp.<br />

Man hört sofort was sie sagen, denn sie erzählen es in einer Sprache, die<br />

alle verstehen und sie geben uns Songs, die uns mitnehmen. Starke Songs in<br />

einheimisch. Unplugged!<br />

Anja Lerch und Frank Sichmann: Lieblingssongs<br />

Lieblingssongs hat wohl jeder – oft ist es die Musik, mit der man groß geworden<br />

ist oder mit der man besondere Momente verbindet. Die Sängerin Anja<br />

Lerch und der Gitarrist Frank Sichmann erzählen mit den „Lieblingssongs“<br />

einen Teil ihrer persönlichen Geschichte und überraschen sowohl mit der<br />

Auswahl der Stücke, als auch mit den außergewöhnlichen und gefühlvollen<br />

Interpretationen.<br />

Geprägt durch jahrelange, unterschiedlichste musikalische Erfahrungen als<br />

Profimusiker haben sich ihre Wege Anfang 2006 gekreuzt, und von Beginn an<br />

war schnell deutlich, dass es nicht nur zu einem reinen Cover-Projekt führen<br />

sollte. So vielseitig der Einfluss der beiden Musiker ist, so groß ist auch die<br />

stilistische Bandbreite ihrer Lieblingssongs. Auf eine sehr berührende, persönliche<br />

Art entstehen mit großem Respekt vor dem Original und viel Gespür<br />

für Sounds und musikalischer Tiefe spannende, neue Arrangements im Spannungsfeld<br />

von Pop, Jazz und Rock.<br />

www.lieblingssongs.de<br />

Klassik meets Ambient<br />

Live-Experiment mit Kai Schumacher (Piano) und Marecco Marakko<br />

(Eletronics). Anschließend Elektro-Lounge mit DJ Bontempi<br />

Kai Schumacher erhielt den ersten Klavierunterricht mit fünf, der erste öffentliche<br />

Auftritt folgte mit sieben und das Orchester-Debüt (Schostakowitschs 2.<br />

Klavierkonzert) mit 15 Jahren. Auf den ersten Blick die klassischen Jugendjahre<br />

eines klassischen Wunderkinds. Aber irgendetwas war anders. Kein Drill, keine<br />

Klaviermaschinenproduktion, kein Jugend-musiziert-Wahnsinn. Das Klavier<br />

war im Sinne des Wortes ein Spielzeug und kein Sportgerät, die Musik eine<br />

Leidenschaft und keine Disziplin. Nach dem Abitur wurde Kai Schumacher an<br />

der Folkwang-Hochschule Essen aufgenommen, auch wenn er bis dato mehr<br />

Punkrock- als Sinfoniekonzerte besucht hatte. Dort wurde er 2007 mit dem Folkwang<br />

Klavier-Sonderpreis ausgezeichnet sowie im selben Jahr Preisträger der<br />

Köhler-Osbahr-Stiftung. Sein Studium bei Prof. Till Engel schloss er im Jahr 2009<br />

mit dem Konzertexamen mit Auszeichnung ab, weitere musikalische Einflüsse<br />

erhielt er darüber hinaus in Amsterdam bei dem amerikanischen Pianisten Guy<br />

Livingston sowie kammermusikalisch bei Prof. Andreas Reiner. Im „Hübi“ trifft<br />

er in einem einzigartigen Live-Experiment auf Marecco Marakko (DJ, Synth), Mitglied<br />

der <strong>Duisburger</strong> Band „Freizeichen“ und Mitinitiator der „Elektrokombüse“.<br />

Niels Frevert: Du kannst mich an der Ecke rauslassen<br />

Anschließend Party mit Skaschießbude<br />

Zu Beginn der neunziger Jahre sorgte eine Band namens „Nationalgalerie“ für<br />

Furore. Als sich die Gruppe 1986 überraschend auflöste, machte sich Frontmann<br />

Niels Frevert als Singer und Songwriter selbständig und ging allein mit<br />

seiner Gitarre auf Tour. Mittlerweile hat er mit „Du kannst mich an der Ecke<br />

rauslassen“ sein viertes Solo-Album herausgebracht. Neun Lieder voller<br />

bernsteinfarbener Poesie ohne jedes Fett. Und zwischen den Sätzen Räume<br />

zum Atmen. So klar und unverkrampft, unbemüht und elegant kann kaum<br />

jemand singen von den Innerlichkeiten und Zwischentönen des Lebens, zumal<br />

in deutscher Sprache. In den Songs geht es um das Sinnsuchen, Sichselbstfinden<br />

und Aussteigen, um Trennung und Weitermachen. „Kluge Kompositionen,<br />

jede Menge Zeilen mit Potential zu geflügelten Worten, ausgefeilte Arrangements<br />

und ein grandioser Gesamtklang“, urteilte die ehrwürdige FAZ und<br />

das Musikmagazin SPEX schrieb: „Songwriting in der Erzähllinie berühmter<br />

amerikanischer Einzelgänger.“<br />

Nach dem Konzert von Niels Frevert legt die „Skaschießbude“ Ska aus den<br />

letzten 40 Jahren auf.<br />

www.nielsfrevert.net<br />

Ruhrort sucht das Supertalent<br />

Karaoke-Wettbewerb<br />

Jugendliche singen Karaoke. Ein offizieller Wettbewerb mit tollem Preis.<br />

Ampersand<br />

Anschließend Party PlattenBau mit DJ Tillomat & DJ Bandito<br />

Was kann man von einer Band erwarten, die auf ihrer Homepage in einem<br />

Atemzug bluesgeprägte Rocker wie Jimi Hendrix, die Noise Rocker von<br />

Shellac und den Filmkomponisten Ennio Morricone als wichtige Einflüsse nennt.<br />

Vielleicht das: „Das Unterfangen, die Stimmung eines einzelnen Songs festzunageln,<br />

scheitert schon im Ansatz verheerend. … Intelligentes Songwriting,<br />

kompromisslose Lärmattacken, Melodien von eigenwilliger Schönheit und ein<br />

hämisch grinsender Produzent hinter den Reglern des Mischpults sorgen für<br />

eine der wohl angenehmsten Alternative Rock-Überraschungen des angebrochenen<br />

Kalenderjahres.“ Das zumindest konnte man auf dem Musikportal<br />

laut.de lesen, als 2004 die Ampersand CD „Boredom and Identity“ erschien.<br />

Mittlerweile hat das Trio 12 Jahre im Tourgeschäft auf dem Buckel und insgesamt<br />

vier Alben veröffentlicht, zuletzt 2009 „Dead One and a Horse“. Und noch<br />

einmal laut.de: „Krach und Pop – Ampersand bringen zusammen, was nicht<br />

zusammen gehört. Erstaunlicherweise funktioniert das Ganze auch noch.“<br />

Donnerstag, 27. Mai<br />

20 Uhr<br />

Festivallounge Zum Hübi<br />

Dammstraße 27<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei – Spende für das<br />

Jugendzentrum „ruhrorter<br />

hafenkids“ erwünscht.<br />

Freitag, 28. Mai<br />

19 Uhr<br />

Sturmfreie Bude<br />

Ehemaliges Ladenlokal<br />

Orthopädie-Schuhtechnik<br />

Fabrikstraße 4<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei<br />

Freitag, 28. Mai<br />

20 Uhr<br />

Festivallounge Zum Hübi<br />

Dammstraße 27<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei – Spende für das<br />

Jugendzentrum „ruhrorter<br />

hafenkids“ erwünscht.<br />

32 33


Samstag, 29. Mai<br />

22 Uhr<br />

Sturmfreie Bude<br />

Ehemaliges Ladenlokal<br />

Orthopädie-Schuhtechnik<br />

Fabrikstraße 4<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt: 3 Euro<br />

Samstag, 29. Mai<br />

23 Uhr<br />

Festivallounge Zum Hübi<br />

Dammstraße 27<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei – Spende für das<br />

Jugendzentrum „ruhrorter<br />

hafenkids“ erwünscht.<br />

Sonntag, 30. Mai<br />

20 Uhr<br />

Festivallounge Zum Hübi<br />

Dammstraße 27<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei – Spende für das<br />

Jugendzentrum „ruhrorter<br />

hafenkids“ erwünscht.<br />

Die Reeperboys: Wogen, Wind und Wellen<br />

Lieder aus heimischen Häfen und fernen Ländern<br />

Anschließend Party mit DJ Señor 45 und Teddy Tornado<br />

Meer, Liebe, Suff und Prügeleien, dunkle Bars, leichte Mädchen und die Sehnsucht<br />

nach der Ferne. Die Reeperboys besingen die Welt der Matrosen und der<br />

Herumtreiber, der Kleinganoven und der Heimatlosen ganz in der Tradition von<br />

Künstlern wie Hans Albers, Lolita oder Lale Andersen. Stilecht vorgetragen<br />

mit Akkordeon, Singender Säge, Ukulele, Steelguitar und natürlich mit dem<br />

gehörigen Respekt vor dem Original. Das klingt mitunter als würde Freddy<br />

zusammen mit Hank Williams und Wild Billy Childish auf der Bühne stehen:<br />

Seemannslied trifft Countrytrash. Von St. Pauli nach Shanghai über Kap Hoorn<br />

geradewegs in die Hölle.<br />

Vorverkauf über die Lotto Annahmestelle Grafen, Weinhagen 21, 47119 Duisburg, Tel. 0203-86125<br />

Freakatronic<br />

Anschließend Elektro-DJ-Set mit Electric_ID<br />

Die außerirdischen Lebensformen Kata L., Southern Strotzky, Teaser Lisa und<br />

Tobiwan, zusammen Freakatronic, sind auf der Erde gelandet, um die Menscheit<br />

vor schlechter Popmusik zu retten. Dabei haben sie bereits die Love Parade, das<br />

Juicy Beats, das C-Prayer Festival in Mailand und viele andere Orte angeflogen<br />

und ihre Mission erfolgreich erfüllt. Freakatronic machen einen Sound, der<br />

100% Club und zugleich 100% Pop ist: Synthie-Streicher treffen auf knallharte<br />

Bass drums. Mit ihrer intergalaktischen Live-Show bringen sie die Leute zum<br />

Ausrasten. Wenn die Rocksteady Crew einen wilden Swingerabend mit den<br />

Comicfiguren von Futurama verbracht hätte; so hätte es sich angehört!<br />

Anschließend bitten zwei Jungs, genannt Electric_ID, zum Tanz. Techno, House<br />

und Minimal produziert aus dem heimischen Schlafzimmer, gedacht für eine<br />

gesamte Region und über deren Grenzen hinaus. Inmitten des Herzens<br />

RuhrYorks, über den Dächern Duisburgs beginnt die Geschichte von<br />

ELECTRIC_ID. DIGITAL LIVE gehts nun weiter auf den Tanzflächen der Region.<br />

The Late Call<br />

Seine wichtigsten Einflüsse seien „Headaches & Heartaches“, Kopf- und<br />

Herzschmerzen, gibt der in Schweden lebende und unter dem Namen „The<br />

Late Call“ auftretende Singer/Songwriter Johannes Mayer auf seiner MySpace-<br />

Seite an. Klar, dass seine erste CD „Leaving Notes“ auch eher etwas für die<br />

ruhigen Momente des Tages ist, bestens geeignet als Begleiterin für schlaflose<br />

Stunden zwischen Mitternacht und Morgengrauen. Angenehm unaufgeregt<br />

aber trotzdem eindringlich stellt seine Stimme sofort eine Nähe zum Hörer her<br />

und umfängt ihn mit einer freundlichen Melancholie, der alle Weinerlichkeit<br />

fremd ist. Erstaunlich reif wirkt das sparsam instrumentierte Erstlingswerk<br />

des 27-Jährigen, der am Bodensee geboren wurde und nach einer jahrelangen<br />

Fernbeziehung aus Münster zu seiner Freundin nach Schweden zog. Intensität<br />

der leisen Töne, die etwa an Nick Drake oder Bonnie Prince Billy erinnert.<br />

Balkan & Dub Beats<br />

Party mit DJ Marecco Marakko<br />

Eintritt frei – Spende für das Jugendzentrum „ruhrorter hafenkids“ erwünscht.<br />

Jupp Goetz Trio: In eigener Sache<br />

Jupp Goetz ist ein Sänger, der offensichtlich musikalisch überall zuhause ist.<br />

Man kennt ihn von der Accoustic Cover Band, mit seinem Triphop-Duo Menschenfischer<br />

und zurzeit vor allem mit seiner Poplounge-Band trionova. An<br />

diesem Abend stehen aber nicht seine äußerst gelungenen Cover-Versionen<br />

im Vordergrund, sondern seine eigenen Lieder – Jupp Goetz in eigener Sache.<br />

Noten kennt Goetz nicht und Unterricht hatte er auch nie, aber man nimmt<br />

ihm jeden Ton ab: eine Gitarre, eine Stimme – das reicht. Seine Songs sind wie<br />

ein Reise durch die musikalischen Stile: ein Hauch Soul, ein Quäntchen Folk,<br />

eine Prise Reggae oder eine Anmutung von Tango.<br />

Begleitet wird er hier von den zwei einfühlsamen Musikern Volker Kamp am<br />

Kontrabass und Heinz Hox am Akkordeon. Gemeinsam kreieren sie einen<br />

Sound, in den man sich hineinfallen lassen kann.<br />

Wenn Jupp Goetz seine eigenen Songs spielt, wirkt er stiller als sonst und doch<br />

intensiver. Zwischen Melancholie und Leichtigkeit tanzt er seinen eigenen Tanz.<br />

The Bonny Situation<br />

The Bonny Situation sind Sechs die Eins sind – eine Band. Eine Band, die in<br />

Zeiten von Oberflächlichkeiten, Austauschbarkeit und fehlenden Inhalten einen<br />

eigenen Weg geht. Ihre Musik lebt von der Individualität und der perfekten<br />

Beherrschung des jeweiligen Instruments. Eine Rhythmusgruppe, die fernab<br />

von monotonen Beats die Band anschiebt, Keyboard-Flächen, die an die<br />

Hochzeiten elektronischer Musik erinnern, treibende Gitarren mal virtuos, mal<br />

metallisch hart und eine Stimme, die prägnanter kaum sein könnte. The Bonny<br />

Situation sind eine Band, die zu dem steht, was sie proklamiert, die das lebt,<br />

was sie vorgibt und in der Lage ist, Dinge zu vereinen. Eben Sechs die Eins<br />

sind.<br />

Tim Neuhaus Band<br />

Anschließend Party mit DJ Thorissey (Pop Missile F1-11)<br />

und DJ Alice (Rock bis Elektro)<br />

Schon seit seinem 16. Lebensjahr nimmt Tim Neuhaus eigene Songs auf. Aufgewachsen<br />

in Hagen, zog er 1996 nach Weimar, um Schlagzeug zu studieren.<br />

Anschließend trieb es ihn nach Berlin, wo er seitdem in der Band der Blue<br />

Man Group am Schlagzeug sitzt. Sein Talent macht sich auch Clueso zunutze:<br />

Tim ist bis heute einer seiner musikalisch-kreativen Partner und war von 2001<br />

bis 2004 Schlagzeuger seiner Liveband.<br />

Im Spätsommer erscheint seine neue CD, mittlerweile sein drittes Album.<br />

Montag, 31. Mai<br />

20 Uhr<br />

Festivallounge Zum Hübi<br />

Dammstraße 27<br />

47119 Duisburg<br />

Mittwoch, 2. Juni<br />

20 Uhr<br />

Bühne Kirchgarten St. Maximilian<br />

St.-Maximilian-Platz<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei – Spende für das<br />

Jugendzentrum „ruhrorter<br />

hafenkids“ erwünscht.<br />

Donnerstag, 3. Juni<br />

20 Uhr<br />

Festivallounge Zum Hübi<br />

Dammstraße 27<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei – Spende für das<br />

Jugendzentrum „ruhrorter<br />

hafenkids“ erwünscht.<br />

Freitag, 4. Juni<br />

20 Uhr<br />

Festivallounge Zum Hübi<br />

Dammstraße 27<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei – Spende für das<br />

Jugendzentrum „ruhrorter<br />

hafenkids“ erwünscht.<br />

34 35


Samstag, 5. Juni<br />

16 Uhr<br />

Bühne Kirchgarten St. Maximilian<br />

St.-Maximilian-Platz<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei<br />

Samstag, 5. Juni<br />

20 Uhr<br />

Festivallounge Zum Hübi<br />

Dammstraße 27<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei – Spende für das<br />

Jugendzentrum „ruhrorter<br />

hafenkids“ erwünscht.<br />

Tims Lieder leben von ihren getragenen Flächen, viel Percussion und einer<br />

Prise Melancholie, die nie lethargisch wirkt. Wer Tim Neuhaus live gesehen<br />

hat, weiß, dass er und seine Band vor allem eines können: Verzaubern!<br />

Vor allem auch sein Hit „Life Found You“, der Erstaunen hervorrief: „Was ist DAS<br />

denn für ein Song? Von wem ist der? Ist der Typ aus England? Oder Amerika?<br />

Das ist ja wunderbar!“ Antwort: Das ist Tim Neuhaus. Er kommt aus Hagen!<br />

!Sing – Day of Song<br />

Wassermusik und Hafenmelodien<br />

im Hafen der Kulturhauptstadt<br />

Überall wird an diesem Tag in der Metropole Ruhr gesungen: auf Straßen und<br />

Plätzen, in Parks, in Konzert- und Opernhäusern, in Kaufhäusern, Kindergärten,<br />

Kirchen und schließlich, am Abend, in der Gelsenkirchener Veltins-Arena.<br />

Auch der Kirchgarten im Hafenstadtteil Ruhrort bietet am !Sing – Day of Song<br />

Chören aller Altersstufen eine Bühne. Ab 16 Uhr treten u.a. Kinder- und Schulchöre<br />

von Grundschulen sowie Jugendensembles des Instituts für Pianistik<br />

und des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs auf.<br />

Gegen 18 Uhr beginnt mit dem Lied „An den Ufern des Missouri“, gesungen vom<br />

Frauenchor Rheinhausen 1983 e.V., das Programm der Erwachsenen, in dem<br />

u.a. die Shantychöre der Wasserschutzpolizei und Duisburg 1983 e.V. im DKSC<br />

mit Seemannsliedern eine echte Hafenatmosphäre in Ruhrort schaffen werden.<br />

Sven van Thom<br />

Anschließend Party mit DJ Hong (Soul & Funk) und DJ Tillomat (PlattenBau)<br />

In Berlin wohnt ein kleiner Mann mit einer dicken, schwarzen Brille. Ein Mann,<br />

der sich Gedanken macht. Gedanken über Melancholie, über traurige Mädchen,<br />

über Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Männern und Frauen,<br />

und er sorgt sich um eine gewisse Jeannette B. Der Name des Mannes lautet<br />

Sven van Thom, und dies ist seine Geschichte:<br />

Als Sven bereits Ende der Neunziger mit seiner ersten Band die Clubs der<br />

Hauptstadt bespielt, stellt er fest, dass irgendetwas mit ihm scheinbar nicht<br />

stimmt: Während man dem Trommler und dem Bassisten seiner Band nach<br />

den Auftritten anerkennend auf die Schultern klopft, steht der gerade mal<br />

169 cm große Gitarrist und Sänger Sven alleine im Publikum und wird ignoriert.<br />

Das liegt nicht etwa daran, dass ihn niemand mag. Nein, ganz und gar<br />

nicht. Bald findet Sven heraus, dass ihn die Leute einfach nicht erkennen,<br />

sobald er die Bühne verlassen hat. Denn im wahren Leben scheint er ein<br />

anderer zu sein als im Scheinwerferlicht: ein Schüchterner. Ein Unscheinbarer.<br />

Ein Phantom? Einer, der nur dann zu voller Größe mutiert, wenn vor ihm ein<br />

Mikrofon steht.<br />

Vanessa Koszlowski Band<br />

Anschließend AHOI! – Schallplattenunterhaltung mit Seemannsliedern<br />

RockPop-Cover<br />

Vorverkauf über die Lotto Annahmestelle Grafen, Weinhagen 21, 47119 Duisburg, Tel. 0203-86125<br />

Senta Monika & Vasko „da Gama“<br />

Seemannslieder und international Liedgut<br />

Ein lustiger Abend mit Wein, Weib und Gesang zu Akkordeonklängen.<br />

Agnes Obél<br />

Die Stimme, die Agnes Obéls herzerwärmenden Sound ausmacht, ist sanft<br />

und packend zugleich. Die Dänin mit Wohnsitz in Berlin wurde erstmals bekannt<br />

durch ihren Song „Just So“, der monatelang in einer TV Kampagne eines<br />

großen Telekommunikationsunternehmens gefeatured wurde und den wohl<br />

jeder, der ab und an Fernsehen schaut, sofort wiedererkennt. Der Song stand<br />

daraufhin neun Wochen lang in den Deutschen Singlecharts.<br />

Agnes Obél schreibt, komponiert, singt und produziert ihre Musik allein. Und<br />

das nicht in einem der zahlreichen Berliner Studios, sondern in ihrem Schlafzimmer.<br />

„Als Kind habe ich begonnen, klassisches Piano zu lernen. Damals<br />

hörten meine Eltern sehr unterschiedliche Musik, mein Vater meistens Jazz,<br />

während meine Mutter Lauri Anderson und Talking Heads hörte. Ein Künstler,<br />

der mich damals ziemlich beeinflusst hat, war der schwedische Jazzpianist<br />

Jan Johansson, der traditionelle europäische Folk-Melodien als Jazz spielte.<br />

Wahrscheinlich habe ich so die Folk-Musik entdeckt.“<br />

Ihr Debütalbum wird im Mai 2010 bei PIAS erscheinen, inkl. „Just So“.<br />

www.obelmusic.com<br />

Samstag, 5. Juni<br />

21 Uhr<br />

Sturmfreie Bude<br />

Ehemaliges Ladenlokal<br />

Orthopädie-Schuhtechnik<br />

Fabrikstraße 4<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt 3 Euro<br />

Sonntag, 6. Juni<br />

19 Uhr<br />

Sturmfreie Bude<br />

Ehemaliges Ladenlokal<br />

Orthopädie-Schuhtechnik<br />

Fabrikstraße 4<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt: Spende<br />

Sonntag, 6. Juni<br />

20 Uhr<br />

Festivallounge Zum Hübi<br />

Dammstraße 27<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei – Spende für das<br />

Jugendzentrum „ruhrorter<br />

hafenkids“ erwünscht.<br />

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38<br />

Ausstellungen


28. Februar – 27. Juni<br />

Kultur – und Stadthistorisches<br />

Museum Duisburg<br />

Johannes-Corputius-Platz 1<br />

47051 Duisburg<br />

Öffnungszeiten: Di – Do 10 –<br />

17 Uhr, Fr 10 – 14 Uhr,<br />

Sa 10 – 17 Uhr, So 10 – 18 Uhr<br />

Eintritt: 3 Euro, ermäßigt 2 Euro<br />

25. April 2010 –<br />

9. Januar 2011<br />

Eröffnung: 25. April, 15 Uhr<br />

Kultur – und Stadthistorisches<br />

Museum Duisburg<br />

Johannes-Corputius-Platz 1<br />

47051 Duisburg<br />

Öffnungszeiten: Di – Do 10 –<br />

17 Uhr, Fr 10 – 14 Uhr,<br />

Sa 10 – 17 Uhr, So 10 – 18 Uhr<br />

Eintritt: 3 Euro, ermäßigt 2 Euro<br />

Unter rauchenden Schloten – Das Ruhrgebiet im Spiel<br />

Studioausstellung zur Kulturhauptstadt RUHR.2010 in Kooperation mit der<br />

Europäischen Spielesammler Gilde e.V.<br />

Das Ruhrgebiet ist seit mehr als 100 Jahren der größte industrielle Ballungsraum<br />

in Europa. Mit dem Bergbau entwickelte sich auch die Eisen- und Stahlindustrie,<br />

die von großen Konzernen wie Krupp, Mannesmann und Thyssen<br />

geprägt wurde. So entstand das charakteristische Bild des Ruhrgebiets mit<br />

seiner Industriekulisse.<br />

Brett- und Kartenspiele mit Ansichten aus dem Ruhrgebiet wurden nicht<br />

nur zwischen Dortmund und Duisburg gespielt, sondern sie trugen mit ihren<br />

unverwechselbaren Motiven in ganz Deutschland zu dem bekannten Bild des<br />

‚Ruhrpotts’ bei.<br />

Vor diesem Hintergrund zeigt die Sonderausstellung des Kultur- und Stadthistorischen<br />

Museums anhand von zahlreichen historischen und aktuellen Brett-<br />

und Kartenspielen, welche Veränderungen das Bild des Ruhrgebiets im Spiel<br />

gefunden hat. Aus den Sammlungen der Europäischen Spielesammler<br />

Gilde e.V. werden über 100 Gesellschaftsspiele mit den markanten Motiven<br />

aus dem „Land der Rauchenden Schlote“ präsentiert.<br />

www.stadtmuseum-duisburg.de<br />

Hömma, der Kaiser kommt – Hafen, Markt und Stadt<br />

Duisburg im Mittelalter<br />

Große Sonderausstellung zur Kulturhauptstadt RUHR.2010<br />

Das Kultur- und Stadthistorische Museum zeigt in Kooperation mit der<br />

<strong>Duisburger</strong> Stadtarchäologie eine Ausstellung, die in Bildern, Szenerien und<br />

Exponaten ‚DIVSBVRG’ als bedeutende Pfalz-, Hafen- und Handelsstadt des<br />

Mittelalters darstellt. Die Ausgrabungen seit dem 2. Weltkrieg und neueste<br />

Ergebnisse der Stadtarchäologie bestätigen ebenso wie die historischen Dokumente,<br />

dass Duisburg zwischen dem 10. und 13. Jahrhundert eine quirlige<br />

Metropole war, die mit den damaligen wirtschaftlichen und politischen Zentren<br />

Europas in engem Kontakt und Austausch stand. Silber aus dem Harz, Wein<br />

aus dem Mittelrheingebiet, Tuche aus Flandern und Tuffstein aus der Eifel<br />

fanden über Land oder per Schiff ebenso den Weg nach Duisburg wie Sklaven<br />

aus Osteuropa und Fisch aus dem Nord- und Ostseeraum.<br />

Die Ausstellung ist zugleich Ausgangspunkt eines ausgeschilderten archäologischen<br />

Wanderwegs, der die historischen Orte im heutigen Stadtbild sichtbar<br />

macht und erläutert.<br />

Im Rahmenprogramm: Führungen durch die Ausstellung und durch die Stadt, Schmiede-Workshops,<br />

Event-Tage zu Aspekten mittelalterlichen Lebens. Weitere Informationen erhalten Sie im<br />

Museum und unter www.stadtmuseum-duisburg.de<br />

My Favourites<br />

Fotoreportagen aus der Sammlung von Nikolaus Gelpke<br />

Seit ihrer Gründung im Jahr 1997 veröffentlicht die Zeitschrift „mare“ in einem<br />

einzigartigen Stil Beiträge über die Ozeane der Welt. Nikolaus Gelpke, Gründer,<br />

Chefredakteur und Verleger der Zeitschrift, sammelt seither großformatige<br />

Abzüge der besten Reportagen. Die Themenfelder beschränken sich nicht<br />

allein auf das Leben auf und unter dem Wasser. Das Meer und sein Einfluss<br />

auf die Menschen wird hier in einem umfassenden Sinne dargestellt. Die Ausstellung<br />

ist eine Leihgabe des mare-Verlags, Hamburg, und zeigt eine Auswahl<br />

der schönsten Bilder.<br />

www.stadtbibliothek-duisburg.de<br />

Mobiler Designkiosk-Ruhr<br />

Auf Initiative des BochumDesign e.V. verwandeln sich im Kulturhauptstadtjahr<br />

30 typische Kioske im Ruhrgebiet in DESIGNKIOSKE, in denen es Produkte<br />

von 30 internationalen Designern zu sehen und zu kaufen gibt. Eine Jury hat<br />

diese Produkte ausgewählt, die alle einen starken Bezug zur handwerklichen<br />

Produktion haben.<br />

Zusätzlich zu den traditionellen Kiosken fungiert der MOBILE DESIGNKIOSK<br />

als Projektbotschafter. Er wurde von Roland Meinzer entworfen und erinnert<br />

an eine Blüte. Eine Blüte öffnet und schließt sich, um je nach Tageszeit und<br />

Wetterlage, ihren verführerischen Inhalt zu präsentieren bzw. zu schützen. So<br />

kann der MOBILE DESIGNKIOSK mit Hilfe seiner vier Wandelemente eine Vielzahl<br />

unterschiedlicher Räume bilden und die Designobjekte in immer wieder<br />

neuer Anordnung auf typische „Kioskart“ präsentieren.<br />

www.designkiosk-ruhr.de<br />

Wasser, Hafen, Ruhrort<br />

Kunstausstellung von Stacey Blatt, Elisabeth Höller und 20 weiteren<br />

Künstlerinnen und Künstlern<br />

Wasser, die Quelle des Lebens. Lebenswichtiges Element und fließende Substanz,<br />

über die tausende Lieder geschrieben und gesungen wurden. Flüsse,<br />

die Menschen und Güter transportieren. Auf Rhein und Ruhr. Ein Stadtteil, der<br />

Hauptsitz für den größten Binnenhafen Europas ist. Duisburgs Ruhrort.<br />

„Wasser, Hafen, Ruhrort“ greift diese Thematik nicht allein als Kunstausstellung,<br />

sondern auch in Form von Spielen und Musik auf.<br />

Am 28. Mai spielen die <strong>Duisburger</strong> Bands Heinz Koslowski, Vielhomonie, fau:X<br />

live in der Ausstellung.<br />

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler: Holger Albertini, Regina Bartholme,<br />

Stacey Blatt, Christina Böckler, Klaus-Dieter Brüggewerth, Barbara Deblitz,<br />

Susan Feind, Martin Gensheimer, Agnes Giannone, Fritz Haubner, Elisabeth<br />

Höller, Goerg Horward, Paul Köhler-Schumann, Dieter Kulsdom, Britta Lauer,<br />

Walter Schernstein, Andre Schweers, Thomas Seyffert, Peter Steinebach, Ralf<br />

Thiesen, Ulrike Waltemathe, Barbara Wolf<br />

17. Mai – 17. Juni<br />

Zentralbibliothek<br />

Düsseldorfer Straße 5 – 7<br />

47051 Duisburg<br />

Öffnungszeiten: Mo 14 – 19 Uhr,<br />

Di – Fr 11 – 19 Uhr, Sa 11 – 16 Uhr<br />

21. – 23. Mai<br />

Ganztägig<br />

Mühlenweide<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei<br />

21. Mai – 20. Juni<br />

Vernissage:<br />

21. Mai, 23 Uhr<br />

Ehemaliges Ladenlokal Plus<br />

Amtsgerichtsstraße 12<br />

47119 Duisburg<br />

Öffnungszeiten: Mo – Fr 16 –<br />

20 Uhr, Sa und So 14 – 20 Uhr<br />

Ab 7. Juni Sa und So 14 – 18 Uhr<br />

Eintritt frei<br />

40 41


21. Mai – 30. Juni<br />

RuhrArt-Galerie<br />

und Leinpfad<br />

Dammstraße 1<br />

47119 Duisburg<br />

Öffnungszeiten: Open-Air<br />

Ausstellung ganztägig<br />

RuhrArt-Galerie<br />

täglich 15 – 20 Uhr<br />

ab 6.6. nur Fr – So 15 – 19 Uhr<br />

Eintritt frei<br />

© Frank Hohmann<br />

21. Mai – 11. Juni<br />

Vernissage:<br />

31. Mai, 18 Uhr<br />

Ehemaliges Ladenlokal Karstadt<br />

Neumarkt 18b<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei<br />

Öffnungszeiten unter www.vhsduisburg.de<br />

oder 0203-2834321<br />

21. Mai – 06. Juni<br />

Vernissage:<br />

Freitag, 21. Mai, 23 Uhr<br />

Lokal Harmonie<br />

Harmoniestraße 41<br />

47119 Duisburg<br />

Öffnungszeiten:<br />

täglich ab 18 Uhr<br />

Eintritt frei<br />

Die Nacht ist bunt am Hafenmund<br />

In einer 100 m langen Open-Air-Ausstellung am Leinpfad, direkt am Hafenmund<br />

in Ruhrort, präsentiert die RuhrArt-Galerie großformatige Fotos<br />

(3 x 2 Meter) von Frank Hohmann und Daniela Szczepanski. Gezeigt werden<br />

<strong>Duisburger</strong> und Ruhrorter Hafenmotive, die mit der Kamera wiederentdeckt<br />

wurden und bei Nacht in neuem Licht erscheinen. Die Fotos am Leinpfad<br />

werden dauerhaft zu sehen sein.<br />

Frank Hohmanns Sujet ist die Industrie- und Architekturfotografie. Seit vielen<br />

Jahren hat er sich insbesondere auf extreme Lichtverhältnisse der Available<br />

Light Fotografie und Nachtfotografie spezialisiert. Inspiriert durch Licht, Farbe<br />

und Design entstehen einzigartige Stimmungen in einer ganz eigenen Formsprache.<br />

Egal, ob Geologie oder Industrie, die Fotos von Daniela Szczepanski entfalten<br />

bei Nacht ihre volle Pracht. Die Dunkelheit als Stilmittel spielt mit der Verhüllung<br />

und betont dynamische Prozesse. Die Vulkanologin und Fotografin<br />

Daniela Szczepanski wurde mehrfach bei nationalen und internationalen Foto-<br />

und Filmwettbewerben ausgezeichnet.<br />

Klaus und Tatjana Grospietsch zeigen parallel zu den Großformaten Industrie-<br />

und Hafenfotografien von Hohmann und Szczepanski vom 21. Mai bis 6. Juni<br />

2010 in der RuhrArt-Galerie am Leinpfad in Duisburg-Ruhrort.<br />

www.ruhrart-galerie.de<br />

Hafenbilder<br />

Foto-Ausstellung<br />

Der Binnenhafen als „Hafen der Kulturhauptstadt“ wurde zum Motiv eines<br />

Foto-Workshops im Frühjahr 2010. Die Ergebnisse werden in einer Ausstellung<br />

gezeigt. Dabei war nicht nur das Hafengeschehen mit Schiffen, Kränen<br />

und Containern das Thema, sondern vor allem der Mensch als Teil des Hafens<br />

rückte in den Mittelpunkt des Interesses.<br />

www.vhs-duisburg.de<br />

Annette Jonak: Fotografien<br />

„Rom ist Baustelle. Schon seit über 3000 Jahren ist Rom Baustelle. Auch nach<br />

mehr als 3000 Jahren ist Rom immer noch nicht fertig.“ (Andreas Neumeister:<br />

Könnte Köln sein, FfM 2008)<br />

Nach Jahrhunderten räumlicher und funktioneller Expansion schrumpfen<br />

Städte nun, entstehen Funktionsbrachen. Auch in Ruhrort. Als eine Agglomeration<br />

durch menschliche Handlungen geschaffener Räume lässt sich Ruhrort<br />

(wie jede Stadt/jeder Stadtteil) als Bühne und Kulisse betrachten: Wo diese<br />

Bühne von den Großakteuren verlassen wurde, weil auf ihr keine lohnenden<br />

Auftritte mehr möglich schienen, machen – abseits der intentional-kompensatorischen<br />

städtischen Groß- und Fassadenprojekte des „Strukturwandels“<br />

– Kleinakteure durch Provisorien und Improvisation verbliebene Kulissen<br />

als Freiräume wieder zu Teilen der städtischen Bühne.<br />

Dieser oft anarchische Vorgang soll im Rahmen von „Ruhr.2010“ („Kreativ.<br />

Quartier“, „Ruhrort(t)räume“) strukturiert werden. Annette Jonak sucht nach<br />

den übersehenen Räumen, nach Brachen im konkreten wie abstrakten Sinne.<br />

Wo sind die Raumschaffer an den vergessenen Orten und „blinden Flecken“?<br />

Im Masterplan zur Neugestaltung Ruhrorts sind Teile des Stadtteils verschwunden,<br />

ohne zuvor als zu bearbeitende/verändernde registriert worden<br />

zu sein. Die Fotografie mit ihrer Möglichkeit des Festhaltens und Selektierens,<br />

Fotografien als autonome Bilder können den individuellen Spuren und Geschichten<br />

eine Plattform bieten, die hinter den Fassaden der Städte und in den<br />

Masterplänen verschwinden.<br />

Eine Maßnahme der künstlerisch-theoretischen Arbeitsgemeinschaft „Ruhrort<br />

2010“.<br />

www.ruhrort2010.de<br />

Werkschau von Jens Weber<br />

mit Illustrationen, Skizzen und Collagen<br />

Jens Weber, Zeichner und Kommunikationsdesigner, zeigt freie und angewandte<br />

Arbeiten aus den Bereichen Illustration, Buchgestaltung und zeichnerischer<br />

Erfindung. Neben den gezeigten Arbeiten steht der Prozess von<br />

der Idee zum gestalterischen Ziel im Mittelpunkt der Ausstellung: Skizzen,<br />

Modelle, Fotos und vor allem viel Papier gewähren einen Blick auf die Wege<br />

des Denkens mit dem Bleistift.<br />

Da die Wahrnehmung der Welt durch die Zeichenkunst keine Spezialistensache<br />

ist, kann in der Ausstellung selbst gezeichnet und erfahren werden, wie<br />

aus dem Erfassen realer Formen unmerklich eigene Interpretation wird.<br />

Seit einigen Jahren lebt und arbeitet der Illustrator Jens Weber in Ruhrort. Er<br />

zeichnet, malt und gestaltet mit digitalen wie auch mit klassischen Mitteln.<br />

Weber arbeitet für renommierte Häuser wie Randomhouse oder Rowohlt und<br />

für angesehene Jugendbuchverlage. Erstmals sind seine außergewöhnliche<br />

Handschrift und seine hervorragende Technik in einer Ruhrorter Ausstellung<br />

zu sehen.<br />

www.jensmariaweber.de<br />

Sturmfreie Bude – Von Ruhrort erzählen<br />

Foto-filmische Ausstellung mit Verkaufskiosk und Veranstaltungen<br />

Künstlerisches Konzept: Annett Tenter<br />

Die erste Adresse auf der Route der Industriekultur: In einem für diese Straße<br />

typischen spätklassizistischen, denkmalgeschützten Reihenhaus aus dem<br />

späten 18. / frühen 19. Jahrhundert existiert im unteren Gebäudeteil ein ehemaliges<br />

Ladenlokal, das zuletzt ein Schuster/Orthopäde als Werkstatt nutzte.<br />

Einige der im Erdgeschoss liegenden Räume werden für die Präsentation des<br />

Foto- und Videoprojektes „Von RUHRort erzählen“ zum Thema „RUHRort,<br />

früher-heute-zukünftig“ genutzt. Dieses Projekt wurde von der Kultur&Schule-<br />

Künstlerin Annett Tenter in Zusammenarbeit mit Ruhrorter Gesamtschülerinnen<br />

und -schülern realisiert. Die anderen Räume dienen als Spielstätte für<br />

21. Mai – 30. Juni<br />

Vernissage:<br />

21. Mai, 23 Uhr<br />

Ehemaliges Ladenlokal<br />

Schlecker<br />

Bergiusstraße 12/14<br />

47119 Duisburg<br />

Öffnungszeiten von 21.5 – 6.6.<br />

tägl. 15 – 20 Uhr und nach<br />

Vereinbarung. Ab 7.6. 12 – 15<br />

Uhr und 18 – 20 Uhr<br />

Eintritt frei<br />

21. Mai – 6. Juni<br />

Vernissage:<br />

21. Mai, 23 Uhr<br />

Sturmfreie Bude<br />

Ehemaliges Ladenlokal<br />

Orthopädie-Schuhtechnik<br />

Fabrikstraße 4<br />

47119 Duisburg<br />

Öffnungszeiten:<br />

Sa, So und feiertags ab 11 Uhr,<br />

werktags ab 16 Uhr<br />

Eintritt frei<br />

42 43


21. Mai – 06. Juni<br />

Vernissage:<br />

21. Mai, 23 Uhr<br />

Ehem. Kneipe Zum Freihafen /<br />

Friseursalon Bergiusstraße<br />

Fabrikstraße 21 / Ecke<br />

Bergiusstraße<br />

47119 Duisburg<br />

Öffnungszeiten: tägl. ab 18 Uhr<br />

Eintritt frei<br />

21. Mai – 6. Juni<br />

Neumarkt 7-11<br />

47119 Duisburg<br />

Öffnungszeiten: Di – So 10 – 12 +<br />

15 – 18 Uhr, außer Do 15 – 20 Uhr<br />

Eintritt frei<br />

ein täglich wechselndes, kulturell vielfältiges Crossover-Programm sowie als<br />

„Amüsierbetrieb“ und „gute Stube“ für Jung und Alt, in dem die Generationen<br />

zusammenfinden können.<br />

Die Fotografien – untergebracht im vorderen Bereich – zeigen die portraitierten<br />

Interviewpartner und vergangene und heutige Ruhrortansichten. Der Video-<br />

Loop besteht aus einer Aneinanderreihung vieler unterschiedlicher Ruhrorter<br />

Stimmen und Gesichter, die wiederum ein Portrait Ruhrorts im Potpourri-Stil<br />

ergeben. Darin kommen Liebhaber dieses Hafenstadtteiles zu Wort, engagierte<br />

Bürger, Geschäftstreibende, Sammler, Kenner, Wissende, Senioren u.a. –<br />

eine Vielfalt von Menschen also, die RUHRort mit prägen und ihm ein Gesicht<br />

geben.<br />

Kinder und Jugendliche haben in einem eigenen Raum die Möglichkeit,<br />

„Botschaften (fast) für die Ewigkeit“ mit Edding zu hinterlassen; außerdem<br />

wird ihnen Raum für spontane Aktionen geboten, wie Karaoke singen, Chillout,<br />

Disco etc. Kinder können sich auf Mitmach-Aktionen unterschiedlicher Art<br />

freuen. Das Maskottchen der „Sturmfreien Bude“ ist Popeye, der Seemann –<br />

zu finden auf eigens kreierten Postkarten!<br />

Freihafen 2010<br />

Die Stadt ist ein Ort ständiger Transformation, ein Umschlagplatz der Veränderung.<br />

Im ehemaligen Lokal Zum Freihafen und dem mit ihm via Mauerdurchbruch<br />

verbundenen Frisörsalon wird eine Freizone – und garantiert kein<br />

Handelsplatz – für Künste entstehen: Installation, Ausstellung, Performance –<br />

Schrifttanz, Wortbilder, Sprachmusik. Rüdiger Eichholtz und Max Bilitza kuratieren<br />

eine Produktionsstätte im Herzen Ruhrorts, die einen Zwischen-Raum<br />

für Akteure, Genres und Stile bietet und mit künstlerischen Mitteln realen<br />

gesellschaftlichen Bedürfnissen Geltung verschafft.<br />

In Kooperation mit „European Accents in Perm“ verbindet die Inszenierung<br />

„Freihafen 2010“ die Städte Perm (RU), Pécs (HU) und Duisburg. Bacchantische<br />

ungarische und russische Abende spontan im Freihafen und geplant im<br />

Lokal Harmonie. Programm: siehe www.ruhrort2010.de.<br />

Eine Maßnahme der künstlerisch-theoretischen Arbeitsgemeinschaft „Ruhrort<br />

2010“ in Kooperation mit „European Accents in Perm“.<br />

www.ruhrort2010.de und www.perm-duisburg-pecs.eu<br />

Denkmal Ruhrorter Werfthafen<br />

Ausstellung über Geschichte und Zukunft eines denkmalgeschützten Ortes<br />

Der Werft- und Bunkerhafen, der alte Ringhafen, ist Ursprungsort des Duisburg-<br />

Ruhrorter Hafens. Hier ließ der preußische König in den zwanziger Jahren<br />

des 19. Jahrhunderts die ersten Hafenanlagen errichten, die heute als Bodendenkmal<br />

unter Schutz stehen. Unter Schutz stehen auch die letzten erhaltenen<br />

Gebäude der ehemaligen Haniel‘schen Werft: Das Magazin von 1862 und die alte<br />

Dampfkesselschmiede von 1871. Hier wurde das erste Rheindampfschiff gebaut!<br />

KulturWerft Ruhrort möchte die historische Bedeutung aufzeichnen, verbunden<br />

mit den durchaus kontrovers diskutierten Möglichkeiten der Erhaltung und zukünftigen<br />

Nutzung. Oder: Wohin bewegt sich Ruhrort in den nächsten 20 Jahren?<br />

Ein Beitrag von KulturWerft Ruhrort<br />

www.kulturwerft-ruhrort.de<br />

Fatum<br />

Stahlplastik von Romi Fischer<br />

Die Stahlplastik FATUM besteht aus zwei Elementen. Ein ausladendes horizontales<br />

Element, von Händen inspiriert, stellt eine raumerschließende sowie eine<br />

raumumschließende Geste dar, das andere, ein vertikales Element, ist eine<br />

übermannshohe Doppelmaske.<br />

FATUM befindet sich während der <strong>Duisburger</strong> <strong>Akzente</strong> 2010 im Ruhrorter Hafen<br />

auf dem Platz vor der Schifferbörse bei dem dort aufgestellten musealen<br />

Dampfkran. Die Doppelmaske hängt an seinem Haken, das andere Element<br />

steht vor dem Kran. Ihre Größe und Ausgestaltung prägen den Aufstellungsort<br />

und seine Umgebung. Die Konzeption der zweiteiligen Stahlplastik stellt unter<br />

anderem einen starken Bezug her zu den besonderen Ereignissen im Hafen<br />

der Kulturhauptstadt 2010.<br />

www.romi-fischer.ch<br />

Ruhrort-Tipp<br />

21. Mai – 6. Juni<br />

Steiger Schifferbörse<br />

Gustav-Sander-Platz<br />

47119 Duisburg<br />

Öffnungszeiten: ganztägig<br />

Eintritt frei<br />

Sturmfreie Bude<br />

21. Mai – 6. Juni<br />

Foto-filmische Ausstellung<br />

mit Verkaufskiosk und Veranstaltungen.<br />

Ehemaliges Ladenlokal<br />

Orthopädie-Schuhtechnik<br />

Fabrikstraße 4<br />

47119 Duisburg<br />

Ausstellung und wechselnde<br />

Veranstaltungen, u.a. mit<br />

_ Das Wilde Geheul unserer täglichen<br />

Arbeit. Hörspiel und Lesung mit dem<br />

Autor Stephan D. Bock. 22. Mai, 20 Uhr<br />

_ Ruhrorter Dönekes. Hans Weidenbruch<br />

liest Ruhrorter Platt. 25. Mai, 19 Uhr<br />

_ Die Reeperboys: Lieder von Wogen,<br />

Wind und Wellen. 29. Mai, 22 Uhr<br />

44 45


22. Mai, 18 Uhr bis<br />

23. Mai, 18:24 Uhr<br />

Preview:<br />

21. Mai, 23 Uhr<br />

Glockenturm der ehemaligen<br />

Jacobus-Kirche<br />

Fabrikstraße / Ecke<br />

Dr.-Hammacher-Str.<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei<br />

23. Mai – 29. August<br />

Eröffnung:<br />

23. Mai, 11 Uhr<br />

Museum der Deutschen<br />

Binnenschifffahrt<br />

Apostelstraße 84<br />

47119 Duisburg<br />

Öffnungszeiten:<br />

Di – So 10 – 17 Uhr<br />

Eintritt: 3 Euro, ermäßigt 2 Euro<br />

Jede Stunde des Tages<br />

Klang-Kunst-Installation von Heike Marianne Liwa und Simone Helle<br />

Die bildende Künstlerin Heike Marianne Liwa und die bislang als Jazz-<br />

Sängerin bekannt gewordene Simone Helle sehen in dem Kirchturm einen<br />

gleichzeitig sakralen und universellen Raum. Im Kern besteht die Installation<br />

aus 24 Alltagsgegenständen und einem gebetsähnlichen Text von Heike<br />

Marianne Liwa. Dieser Text wird in mehreren Sprachen, darunter Hebräisch<br />

und Türkisch, auf langen Papierstreifen an der Wand angebracht. Diesen Text<br />

wird Simone Helle vertonen und viermal singen. Eine weitere zeitliche Strukturierung<br />

der Installation erfolgt durch eine 24 Stunden und 24 Minuten lange<br />

Kompositionen von Simone Helle.<br />

www.heike-marianne-liwa.de, www.simonehelle.de<br />

Schiffsarchäologie am Rhein und seinen Nebenflüssen<br />

Schiffe gehören zu den komplexesten Baukonstruktionen, die der Mensch<br />

hervorgebracht hat. Sie sind bedeutende Quellen der Bau- und Technologiegeschichte.<br />

In den Mittelpunkt der Ausstellung rückt die „Schiffsarchäologie<br />

am Rhein und seinen Nebenflüssen“. Sie hat das ambitionierte Ziel, eine<br />

bislang noch ausstehende Untersuchung und Darstellung aller schifffahrtsrelevanten<br />

archäologischen Funde zu leisten, sodass die engen Beziehungen<br />

zwischen Stadtentwicklung und der Entwicklung der Binnenschifffahrt seit<br />

den Anfängen sichtbar werden.<br />

www.binnenschifffahrtsmuseum.de<br />

z.B. Mobile Faltkrane<br />

Teleskop-<br />

Autokrane<br />

vermietet innovative<br />

<strong>Hebetechnik</strong> Seit<br />

Mini-Raupen-Krane<br />

Elektro/Diesel<br />

1982<br />

• Lkw-Ladekrane bis 37 m Höhe • Fahrstraßen • Verkehrsabsperrungen • Vorort-Beratung durch kompetente Außendienstler<br />

Im Lipperfeld 16 · 46047 Oberhausen ☎ (02 08) 2 40 68 www.jaromin.de<br />

!SINGsäule<br />

Als interaktives Element, das alle „Local Heroes“-Wochen programmatisch<br />

miteinander verbindet, wird eine eigens entwickelte !SINGsäule wie ein Staffelstab<br />

von einem Local Hero an den nächsten übergeben. Mit der !SINGsäule<br />

können gesungene Grußbotschaften und Lieder von allen Bewohnern und<br />

Besuchern der Stadt an die nächsten „Local Heroes“-Städte übermittelt werden.<br />

In den 52 Wochen des Kulturhauptstadtjahres entsteht so eine (Gesangs-)<br />

Karte der Metropole Ruhr, die die kulturelle Vielfalt der 53 Städte der Metropole<br />

Ruhr widerspiegelt.<br />

Die Gesangskarte ist eine nachhaltige Dokumentation und kann – wie an ihrem<br />

Ursprung in Amsterdam – auch nach dem Ende des Projekts noch über die<br />

Website (www.singsaeule.de) abgerufen werden. Eine Auswahl der Grußbotschaften<br />

und Lieder auf der !SINGsäule wird einmal wöchentlich vom Webradio<br />

ByteFM in der Sendung ByteFM TourKalender präsentiert (www.byte.fm)<br />

Zur Vernissage spielt der Saxofonist Markus Zaja.<br />

www.singsaeule.de<br />

Ihr Kellerkinder<br />

Installation und Performance von Stella Cristofolini / Theater Arbeit<br />

Duisburg<br />

Geräusche. Perfide Schatten. Unterirdische Umtriebe.<br />

Stille. Zusammengezogener Raum, gedehnte Zeit.<br />

Ruhrortalb(t)räume.<br />

A riddle wrapped in a mystery.<br />

Eine Installation unter den Wohnzimmern Ruhrorts.<br />

Eine Maßnahme der künstlerisch-theoretischen Arbeitsgemeinschaft<br />

„Ruhrort 2010“.<br />

www.ruhrort2010.de<br />

23. – 29. Mai<br />

Vernissage:<br />

22. Mai, 19:45 Uhr<br />

Sturmfreie Bude<br />

Ehemaliges Ladenlokal<br />

Orthopädie-Schuhtechnik<br />

Fabrikstraße 4<br />

47119 Duisburg<br />

Öffnungszeiten:<br />

Sa, So und feiertags ab 11 Uhr,<br />

werktags ab 16 Uhr<br />

Eintritt frei<br />

23. Mai<br />

Vernissage:<br />

23. Mai, 18 Uhr<br />

Lokal Harmonie /<br />

Kellergeschoss<br />

Harmoniestraße 41<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei – Austritt n.V.<br />

Weitere Termine: 24. – 26. Mai,<br />

31. Mai – 2. Juni, jeweils 18 Uhr<br />

46 47


24. Mai – 4. Juli<br />

Eröffnung:<br />

24. Mai, 11 Uhr<br />

Saal „Hansehof“<br />

Restaurant Schifferbörse<br />

Gustav-Sander-Platz 1<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei<br />

Rost und Pech mit Segelbraun – Transformation III<br />

Duisburg<br />

Malerei-Ausstellung in der Reihe TRANSFORMATIONEN<br />

Die Malerinnen Ulrike Int-Veen und Gabriele Sowa lösen die Werkstoffe der<br />

Schwerindustrie des Ruhrgebiets – Kohle, Eisen, Sand usw. – aus ihrem<br />

traditionellen Zusammenhang und stellen sie in einen künstlerischen Kontext.<br />

Die Schönheit der Stoffe selbst, ihre Strukturen, Texturen, Farbigkeit und Gesetzmäßigkeiten<br />

inspirieren die Malerinnen zu Bildern, die über das Gegenständliche<br />

hinaus Qualitäten zeigen, die seit jeher in ihnen veranlagt sind und<br />

nun entzaubert werden. Kohle, Eisen, Sand, Erze, Schiefer usw. werden zum<br />

künstlerischen Mittel, sowohl als Farbe und Pigment, als auch als Malgrund.<br />

Speziell für Duisburg enthält die Palette der Arbeitsstoffe neben Eisen- und<br />

Erdpigmenten auch Harze, Asphalt- und Pechpigmente, Ocker und Rost. Rost<br />

steht in einer besonderen Beziehung zum Eisen, während Harze, Pech und<br />

Ocker in der Schifffahrt, die für Duisburg von prägender Bedeutung war und<br />

ist, sowohl für die Isolierung der Schiffskörper als auch für die Konservierung<br />

und Färbung des Segeltuches benutzt wurden.<br />

Die Ausstellungsreihe TRANSFORMATIONEN zeigt in drei Ruhrgebietsstädten<br />

– Duisburg, Bottrop und Dinslaken – Expositionen, die sich inhaltlich auf die<br />

jeweiligen Charakteristika der Ausstellungsorte beziehen.<br />

www.kreativquartier-lohberg.de<br />

Lotto Annahmestelle Grafen<br />

Weinhagen 21 / Ecke Harmoniestraße<br />

47119 Duisburg<br />

Tel. 0203-86125, Fax 0203-84084<br />

Tickets für alle Veranstaltungen der<br />

<strong>Duisburger</strong> <strong>Akzente</strong> in Ruhrort<br />

Außerdem werden hier die T-Shirts und<br />

Aufkleber mit dem Ankerherz verkauft.<br />

Öffnungszeiten:<br />

Mo – Fr 7:30 – 13 Uhr und 15 – 18 Uhr<br />

Sa 8:30 – 13 Uhr<br />

Kartenvorverkauf<br />

48 49<br />

Anzeige


50<br />

Film


ab 21. Mai<br />

Neumarkt<br />

Gildeplatz<br />

Vinckeplatz<br />

Friedrichsplatz<br />

Gustav-Sander-Platz<br />

47119 Duisburg<br />

Sonntag, 23. Mai<br />

18 Uhr<br />

Sturmfreie Bude<br />

Ehemaliges Ladenlokal<br />

Orthopädie-Schuhtechnik<br />

Fabrikstraße 4<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei<br />

Montag, 24. Mai<br />

18 Uhr<br />

Sturmfreie Bude<br />

Ehemaliges Ladenlokal<br />

Orthopädie-Schuhtechnik<br />

Fabrikstraße 4 – 47119 Duisburg<br />

Eintritt frei<br />

Mittwoch, 26. Mai<br />

18 Uhr<br />

Sturmfreie Bude<br />

Mittwoch, 26. Mai<br />

20 Uhr<br />

Lokal Harmonie<br />

Harmoniestraße 41<br />

47119 Duisburg-Ruhrort<br />

Eintritt: freiwillige 5/3 Euro<br />

Weiterer Termin:<br />

2. Juni, 20 Uhr<br />

Videostelen<br />

Eine Zeitreise in die Geschichte des Hafenstadtteils Ruhrort<br />

Fünf gusseiserne Stelen, den Pollern einer Kaimauer nachempfunden, dienen<br />

als ‚Guckkästen’, die wiederum an die Kinetoskopen des endenden 19. Jahrhunderts<br />

erinnern. Im Kopf der rund 1,60 Meter hohen „Poller“, die von Dirk<br />

Soboll entwickelt und gestaltet wurden, sind hinter einem Blendschutz Monitore<br />

eingebaut, in denen auf Endlosschleifen historische Filmausschnitte aus dem<br />

Ruhrort von Anfang bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts zu sehen sind. Die<br />

Perspektive des Betrachters nähert sich dabei der Blickrichtung der Kameramänner<br />

aus der Vergangenheit weitgehend an. So lebt das historische Ruhrort<br />

am Neumarkt, am Gildeplatz (ehemalige Altstadt), am Vinckeplatz, am Friedrichsplatz<br />

und am Gustav-Sander-Platz (Schifferbörse) wieder auf, der Schauende<br />

wird zum „Zeitzeugen“. Es entsteht ein Brückenschlag zwischen Vergangenheit<br />

und Gegenwart – und zur Zukunft, denn die Videosäulen bleiben auch nach<br />

den 33. <strong>Duisburger</strong> <strong>Akzente</strong>n und der „Local Heroes“- Woche dauerhaft am Ort.<br />

In Zusammenarbeit mit dem filmforum am Dellplatz<br />

www.filmforum.de<br />

Mit Unterstützung der Franz Haniel & Cie. GmbH<br />

Tatort: Duisburg-Ruhrort<br />

Schon fast legendär ist der erste Tatort-Krimi mit den Kommissaren Horst<br />

Schimanski (Götz George) und Christian Thanner (Eberhard Feik). Zunächst<br />

viel geschmäht entwickelte sich das Duo zu den beliebtesten Tatort-<br />

Kommissaren.<br />

MS Franziska: Familientag<br />

Regie: Wolfgang Staudte<br />

Folge 1 der TV-Familienserie um die Ruhrorter Binnenschifferfamilie Wilde<br />

aus dem Jahr 1977.<br />

MS Franziska: Im grünen Hahn<br />

Regie: Wolfgang Staudte<br />

Folge 2 der TV-Serie<br />

Filmclub Harmonie 41<br />

Frische Gammelfilme<br />

Die theoretischen Vorarbeiter im Lokal Harmonie haben Handlung als das<br />

fehlende Konstituierende des Stadtteils Ruhrort ausgemacht. Der Filmclub<br />

„Harmonie 41“ wusste das schon lange und zeigt deshalb Filme nicht aus oder<br />

über, sondern wie Ruhrort: ohne Handlung. Zelluloid oder Polycarbonat als<br />

sicherer Hafen, in dem alle Aktion zum Erliegen kommt.<br />

Wie das oder doch einiges von dem Leben in „Balkonien“ von Nadine Heinze und<br />

Marc Dietschreit. Dieser filmische Querschnitt durch ein Hochhaus und die darin<br />

festsitzenden Biographien sieht geradezu wie eine Auftragsarbeit des Filmclubs<br />

„Harmonie 41“ aus. Deshalb präsentiert er dieses Regie-Debüt der <strong>Duisburger</strong><br />

Filmkünstler in seiner ersten Festival-Ausgabe am 26. Mai um 20 Uhr.<br />

Ob eine ähnliche Verwandtschaft auch zu den Beiträgen – im Plural, denn hier<br />

ist die Präsentation mehrerer Kurzfilme des Jahres 2010 geplant – des zweiten<br />

Filmclub-Abends im Rahmen des Festivals besteht, muss sich weisen. Diese<br />

Filme zeigt der Filmclub „Harmonie 41“ am 2. Juni ab 20 Uhr.<br />

Alle Filme werden, wie immer im Filmclub „Harmonie 41“, im Anschluss an<br />

die Vorführung von und mit Filmclub-Präsident Thommie Black theoretisch<br />

fundiert belobhudelt.<br />

Eine Maßnahme der künstlerisch-theoretischen Arbeitsgemeinschaft „Ruhrort<br />

2010“.<br />

www.ruhrort2010.de<br />

MS Franziska: Kurze Reise<br />

Regie: Wolfgang Staudte<br />

Folge 3 der TV-Serie<br />

Liebe, Sehnsucht, Ruhrort<br />

Lebende Bilder aus vier Jahrzehnten<br />

Eine filmisch-literarisch-musikalische Inszenierung von Kai Gottlob (Film),<br />

Silvia Kaffke (Text) und Tim Isfort (Musik). Mit Christian Brückner, Eva<br />

Kurowski, Frank Wickermann und der Tim Isfort Tonmaschine<br />

Ruhrort hat ein visuelles Gedächtnis, das selbst vielen Ruhrortern unbekannt<br />

ist. Das <strong>Duisburger</strong> filmforum konnte in den vergangenen zwei Jahren mit Hilfe<br />

des Landes Nordrhein-Westfalen zahlreiche Filme zur Geschichte dieses Hafenstadtteils<br />

digital rekonstruieren. Die von Kai Gottlob neu zusammengestellten<br />

Aufnahmen gleichen einem Kaleidoskop, das stolz den größten Binnenhafen<br />

Europas vorstellt und zugleich die Menschen in den Mittelpunkt rückt. Der<br />

Zuschauer erlebt sie in ihrem Alltag, verbringt mit ihnen ihre Freizeit auf dem<br />

Kiez. Ein Höhepunkt sind zweifellos die Farbaufnahmen der Ruhrorter Altstadt<br />

aus den 1930er Jahren. Filmische Memoiren, die Wehmut wecken, weil manche<br />

zu bewundernde Idylle für immer verloren erscheint.<br />

Tim Isfort hat zu den Filmaufnahmen eine eigene Musik komponiert, in die<br />

auch Bearbeitungen und mehr oder weniger verfremdete Zitate von fast<br />

vergessenen Ruhrorter Hafenliedern einfließen. Der Musiker, Produzent und<br />

künstlerische ‚Traumzeit’-Leiter ist erfahren in der musikalischen Interpretation<br />

und Illustrierung von bewegten Bildern. Seine „Tonmaschine“ besteht aus<br />

acht Multi-Instrumentalisten, Elektronik-Spezialisten sowie klassischen als<br />

auch „Crossover“-Musikern.<br />

Silvia Kaffke hat zu den Bildern Texte verfasst, denen u.a. Christian Brückner<br />

seine Stimme geben wird. Die <strong>Duisburger</strong> Autorin veröffentlichte bisher fünf<br />

Donnerstag, 27. Mai<br />

17 Uhr<br />

Sturmfreie Bude<br />

Ehemaliges Ladenlokal<br />

Orthopädie-Schuhtechnik<br />

Fabrikstraße 4 – 47119 Duisburg<br />

Eintritt frei<br />

Donnerstag, 27. Mai<br />

21:30 Uhr<br />

Uraufführung<br />

Bühne Kirchgarten<br />

St. Maximilian<br />

St.-Maximilian-Platz<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro<br />

Weitere Aufführungen:<br />

28. und 29. Mai, 21:30 Uhr<br />

52 53<br />

© filmforum


Freitag, 28. Mai<br />

20 – 23:30 Uhr<br />

Ehemaliges Ladenlokal<br />

Karstadt<br />

Neumarkt 18b<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt: 5 Euro<br />

Montag, 31. Mai<br />

18 Uhr<br />

Kriminalromane. In ihrem letzten Buch „Das rote Licht des Mondes“ taucht sie<br />

tief in das Ruhrort des 19. Jahrhunderts ein. Die Liebe zu ihrem Wohnort Ruhrort<br />

verbindet sie nun mit ihrer Passion zu historischen Filmen, die nicht von<br />

ungefähr kommt, denn nach dem Studium arbeitete sie als wissenschaftliche<br />

Mitarbeiterin im filmforum. Silvia Kaffke ist Trägerin des Kulturförderpreises<br />

der Stadt Düsseldorf.<br />

Christian Brückner ist Schauspieler und einer der bekanntesten und renommiertesten<br />

Synchron- und Dokumentarfilmsprecher. Er gilt als Meister der<br />

Rezitation deutscher Sprache und hat bereits mehrere Projekte mit Tim Isfort<br />

realisiert. Christian Brückner wird an den drei Aufführungstagen die Texte live<br />

einsprechen.<br />

Besetzung:<br />

Christian Brückner – Sprache; Eva Kurowski – Sprache, Gesang; Frank<br />

Wickermann – Sprache, Schauspiel. Tim Isfort Tonmaschine: Mirjam Gräfin<br />

Hardenberg – Cello, Sopran; Sebastian Reimann – Violine, Viola; Markus<br />

Türk – Trompete, Ventilposaune; Frank Bergmann – Saxophon, Bassklarinette;<br />

Jim Campbell – Bandmanipulation, Elektronik; Kai Brückner – Gitarre;<br />

Matthias Dymke – Wurlitzer, Akkordeon; Tim Isfort – Bass, Komposition &<br />

Arrangement. Sigrid Trebing – Bühnen- und Kostümbild.<br />

In Zusammenarbeit mit dem filmforum.<br />

Vorverkauf über die Lotto Annahmestelle Grafen, Weinhagen 21, 47119 Duisburg, Tel. 0203 86125<br />

www.filmforum.de<br />

Ruhrort im Film<br />

Häfen sind immer schon ein dankbares Thema für den Film gewesen: Umschlagplätze,<br />

Orte von Abschied und Sehnsucht, von Fern- und Heimweh. Und<br />

natürlich hat der Film auch schon früh Ruhrort für sich entdeckt. Der Stadtteil<br />

ist Gegenstand und Handlungsort von vielen Dokumentar-, Spiel- und Fernsehfilmen.<br />

Eine kleine Auswahl davon soll gezeigt werden. Man wird den Hafen<br />

früherer Zeiten (wieder)entdecken, alte und neue Formen der Arbeit kennen<br />

lernen – und natürlich den Hafen als Kulisse für fiktionale Erzählungen. Zu<br />

den Filmen werden Gäste anwesend sein, Macher und Mitwirkende, die von<br />

den Dreharbeiten erzählen und hinter die Kulissen blicken lassen. Und natürlich<br />

freuen wir uns auch auf die Geschichten, die sie erzählen – über den Hafen<br />

früher, wie er sich verändert hat, was geblieben ist.<br />

Gezeigt werden unter anderen: „Ruhrort“ (1982) von Rainald Schnell; „480 Tonnen<br />

bis Viertel vor Neun“ (1981) von Rainer Komers; „Trockendock“ aus der<br />

TV-Reihe „MS Franziska“ (1978) von Wolfgang Staudte<br />

Vorverkauf über die Lotto Annahmestelle Grafen, Weinhagen 21, 47119 Duisburg, Tel. 0203-86125<br />

www.vhs-duisburg.de<br />

MS Franziska: Probefahrt<br />

Regie: Wolfgang Staudte<br />

Sturmfreie Bude<br />

Ehemaliges Ladenlokal Folge 4 der TV Serie<br />

Orthopädie-Schuhtechnik<br />

Fabrikstraße 4 – 47119 Duisburg<br />

Eintritt frei<br />

© filmforum © filmforum<br />

MS Franziska: Pfannkuchen und Genever<br />

Regie: Wolfgang Staudte<br />

Folge 5 der TV Serie<br />

Das Ruhrgebiet – Aufgenommen und abgemischt<br />

Film von der 2010LAB.tv Redaktion. Vorgestellt von Jörg Stiepermann,<br />

Peter Hesse und Visions-Autor Jens Meyer. Anschließend Diskussion<br />

Was sind das eigentlich für Menschen, die hier im Ruhrgebiet Musik machen?<br />

In der Episodenreihe „Das Ruhrgebiet – aufgenommen und abgemischt“ hat die<br />

2010LAB.tv Redaktion sich auf die Suche gemacht, nach den Musikschaffenden<br />

im Ruhrgebiet. Was treibt sie an, wofür stehen sie? Lassen sie sich von der<br />

Umgebung, in der sie leben beeinflussen oder sehen sie ihre Kunst als absolut<br />

unabhängig von ihren Lebensumständen? Was bedeutet ihnen das Ruhrgebiet,<br />

wie sehen sie das Leben hier und erschwert oder fördert es ihr Schaffen?<br />

Mit diesen Fragen im Gepäck ist sie durch die Region gereist und traf die<br />

unterschiedlichsten Menschen, mit den unterschiedlichsten Vorstellungen.<br />

Ob Helge Schneider, Kreator, Klaus Fiehe, Caliban, Kilians, Tom Liwa, Die<br />

Kassierer, Phil Fuldner, Theatermusiker Karsten Riedel, RWO-Präsident und<br />

Kleinkunstbühnenbesitzer Hajo Sommers, Bohren & Der Club Of Gore, Too<br />

Strong oder Thomas Wördehoff, den Chefdramaturg der Ruhrtriennale.<br />

MS Franziska: Verspätung<br />

Regie: Wolfgang Staudte<br />

Folge 6 der TV Serie<br />

MS Franziska: Talfahrt<br />

Regie: Wolfgang Staudte<br />

Folge 7 der TV Serie<br />

MS Franziska: Auf Sloophelling<br />

Regie: Wolfgang Staudte<br />

Achte und letzte Folge der TV Serie<br />

Dienstag, 1. Juni<br />

18 Uhr<br />

Sturmfreie Bude<br />

Dienstag, 1. Juni<br />

20 Uhr<br />

Festivallounge Zum Hübi<br />

Dammstraße 27<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei – Spende für das<br />

Jugendzentrum „ruhrorter<br />

hafenkids“ erwünscht.<br />

Mittwoch, 2. Juni<br />

18 Uhr<br />

Sturmfreie Bude<br />

Ehemaliges Ladenlokal<br />

Orthopädie-Schuhtechnik<br />

Fabrikstraße 4 – 47119 Duisburg<br />

Eintritt frei<br />

Donnerstag, 3. Juni<br />

18 Uhr<br />

Sturmfreie Bude<br />

Freitag, 4. Juni<br />

18 Uhr<br />

Sturmfreie Bude<br />

54 55


56<br />

Literatur<br />

& Hörspiel


Samstag, 22. Mai<br />

20 Uhr<br />

Sturmfreie Bude<br />

Ehemaliges Ladenlokal<br />

Orthopädie-Schuhtechnik<br />

Fabrikstraße 4<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei<br />

Sonntag, 23. Mai<br />

15:30 Uhr<br />

Theater Duisburg<br />

Opernfoyer<br />

Opernplatz (Neckarstraße 1)<br />

47051 Duisburg<br />

Eintritt: 10 Euro /<br />

Doppelpack 15 Euro<br />

Lesung Teil II: 24. Mai, 15:30 Uhr<br />

Sonntag, 23. Mai<br />

21 Uhr<br />

Sturmfreie Bude<br />

Ehemaliges Ladenlokal<br />

Orthopädie-Schuhtechnik<br />

Fabrikstraße 4<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei<br />

Das wilde Geheul unserer täglichen Arbeit<br />

oder Komm heraus du Schönheit von Mülheim<br />

Hörspiel und Autorenlesung von Stephan D. Bock<br />

Anschließend Malochermusik mit Arbeiterliedern<br />

Das Hörspiel bezieht sich auf eines der größten Theaterprojekte der späten<br />

20er Jahre, das „Ruhrepos“ – eine „Eroica der Arbeit“ von Kurt Weill, Bert<br />

Brecht und Carl Koch. Geplant war es für ein „Bayreuth der Arbeitswelt“ in<br />

Essen. Stephan D. Bock spürt seinem Scheitern nach. Außerdem liest der<br />

Brecht- und Kleist-Kenner aus einem Briefwechsel zwischen Kurt Weill und<br />

Lotte Lenya.<br />

<strong>Akzente</strong>-Theatertreffen<br />

Bin nebenan<br />

Monologe für zuhause. Von Ingrid Lausund<br />

Lesung in zwei Teilen mit Ingrid Lausund<br />

Sechs Episoden über Zeitgenossen und ihre Einrichtungsversuche. Mint und<br />

Hellblau gegen ein bedrohliches Außen, Gemütlichkeitsrituale gegen Panikattacken,<br />

die perfekt geputzte Küche als pseudo-sakraler Raum. Sechs tragikomische<br />

Monologe der Theaterautorin und Regisseurin Ingrid Lausund über<br />

skurrile, vereinsamte und verunsicherte Zeitgenossen, die in ihren kleinen<br />

Paralleluniversen Überlebenskämpfe mit sich und ihrer unmittelbaren Umgebung<br />

ausfechten.<br />

Ingrid Lausund war von 2000 bis 2005 Hausautorin am Deutschen Schauspielhaus<br />

Hamburg und gehört mit ihren Komödien („Hysterikon“, „Bandscheibenvorfall<br />

– Ein Abend für Leute mit Haltungsschäden“, „Konfetti! Ein Abend<br />

für politisch Verwirrte“, u.a.) zu den meistgespielten Gegenwartsautorinnen<br />

Deutschlands. „Bin nebenan“ vereint zwölf Monologe mit den Titeln: Sofa,<br />

Badezimmer, Esstisch, Bett, Sammeltassen, Bild, Haus, Fernseher, Teekanne,<br />

Globus, Accessoires und Grundstück. Ein Textmarathon über wackelige<br />

Lebens fundamente und sanierungsbedürftige Innenräume. Emotionale Rohrbrüche<br />

vorprogrammiert. Sechs der Monologe bringt die Autorin jetzt verteilt<br />

auf zwei Nachmittage im Opernfoyer zu Gehör.<br />

Vorverkauf über das Servicebüro im Theater Duisburg, Opernplatz (Neckarstraße 1),<br />

47051 Duisburg, Tel. 0203-3009-100, servicebuero@theater-duisburg.de<br />

www.theater-duisburg.de<br />

An Bord und an Land<br />

Texte über Seeleute, Wind, Wellen und Häfen liest Annett Tenter. Ausgewählt<br />

hat sie Passagen aus „Das Totenschiff“ (B. Traven), „Reise ans Ende der<br />

Nacht“ (Louis-Ferdinand Céline) und „Pearl Habour“ (Jack London).<br />

Ruhrorter Dönekes mit Hans Weidenbruch<br />

Hans Weidenbruch spricht noch das alte Ruhrorter Platt „Ruhrsch“ und<br />

schreibt auch Gedichte in diesem Dialekt. Er liest aus den „Ruhrorter<br />

Dönekes“ des Privatarchivs Mismahl-Diepenbrock und aus dem Buch<br />

„Liewe olde Ruhrort“ von der <strong>Duisburger</strong> Heimatdichterin Amalie Weidner-<br />

Steinhaus.<br />

Joachim Sartorius: Die Prinzeninseln<br />

Lesung und Gespräch. Einführung: Dr. Jan-Pieter Barbian<br />

Istanbul vorgelagert, entlang der asiatischen Küste des Marmarameeres,<br />

befinden sich die Prinzeninseln: ein Archipel von ungewöhnlicher Schönheit<br />

und natürlicher Pracht, der seit jeher als maritimer Vorort der imperialen<br />

Metropole am Bosporus galt und geprägt ist durch eine äußerst wechselvolle<br />

Geschichte. Mit dem verliebten Blick des Dichters schildert Joachim Sartorius<br />

die Landschaft und das besondere Licht der Inseln, mit dem Interesse<br />

des politischen Beobachters stellt er das Auf und Ab der Geschichte dieses<br />

Mikrokosmos im Schatten von Istanbul-Konstantinopel-Byzanz dar, und mit<br />

dem Gespür des Romanautors schließlich gibt er eindringliche Porträts jener<br />

Personen, die durch den Reisebericht die roten Fäden legen.<br />

„Für mich, der ich viele Sommer auf den Prinzeninseln verbrachte, ist dieses<br />

Buch der hinreißende Bericht von der Betörung eines Dichters durch die<br />

Landschaft, das Licht und die Menschen dieser Inselwelt. Joachim Sartorius<br />

geht vom Heute aus, ohne je das mystische Erbe von Byzanz, das Leben der<br />

Griechen im Schatten von Istanbul und den Verlust des Kosmopolitismus aus<br />

den Augen zu verlieren. Er entfacht den Wunsch, sofort ein Ticket zu lösen und<br />

zu diesen Inseln zu fahren.“ (Orhan Pamuk)<br />

Joachim Sartorius, geboren 1946, ist Lyriker, Übersetzer und Publizist. Er<br />

wuchs in Tunis auf und verbrachte zwei Jahrzehnte im diplomatischen Dienst<br />

in New York, Istanbul und Nikosia. Bis 2000 war er Generalsekretär des<br />

Goethe-Instituts, seit 2001 ist er Intendant der Berliner Festspiele. Er lebt und<br />

arbeitet in Berlin.<br />

Vorverkauf über die Lotto Annahmestelle Grafen, Weinhagen 21, 47119 Duisburg, Tel. 0203-86125,<br />

die Erstinformation in der Zentralbibliothek Duisburg, Düsseldorfer Straße 5 – 7, 47051 Duisburg<br />

sowie über die Carl-Mandelartz-Bibliothek (Stadtteilbibliothek Ruhrort), Amtsgerichtsstraße 5,<br />

47119 Duisburg.<br />

www.stadtbibliothek-duisburg.de<br />

Dienstag, 25. Mai<br />

19 Uhr<br />

Sturmfreie Bude<br />

Ehemaliges Ladenlokal<br />

Orthopädie-Schuhtechnik<br />

Fabrikstraße 4<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei<br />

Dienstag, 25. Mai<br />

20 Uhr<br />

Schifferbörse<br />

Gustav-Sander-Platz 1<br />

47119 Duisburg-Ruhrort<br />

Eintritt: 5 Euro<br />

58 59<br />

© Petra Kossmann


Mittwoch, 26. Mai Hafengeschichten<br />

17 Uhr Geschichten von Menschen aus dem <strong>Duisburger</strong> Hafen. Buchvorstellung<br />

Ehemaliges Ladenlokal<br />

Karstadt Der <strong>Duisburger</strong> Binnenhafen hat diese Stadt geprägt: als Handelsplatz, Arbeit-<br />

Neumarkt 18b geber und bis in die Innenstadt hinein auch als zentrales Moment des Stadt-<br />

47119 Duisburg bildes. Ehemalige und derzeitige Hafenarbeiter und -arbeiterinnen, Reeder,<br />

Eintritt frei Binnenschiffer usw. erzählen ihre Geschichte vom Arbeiten und Leben im und<br />

mit dem Hafen.<br />

In einer Schreibwerkstatt der VHS Duisburg wurden diese Geschichten erzählt,<br />

gesammelt und aufgeschrieben und in einem kleinen Buch veröffentlicht.<br />

Mittwoch, 26. Mai<br />

20 Uhr<br />

Radiomuseum<br />

Bergiusstraße 27<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei<br />

Mittwoch, 26. Mai<br />

20 Uhr<br />

Festivallounge Zum Hübi<br />

Dammstraße 27<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei – Spende für das<br />

Jugendzentrum „ruhrorter<br />

hafenkids“ erwünscht.<br />

www.vhs-duisburg.de<br />

Hochwasser<br />

Hörspiel von Martin Schüller. Regie: Annette Kurth, WDR 2007. Redaktion:<br />

Ursula Schregel. Anschließend Gespräch mit Beteiligten des Hörspiels.<br />

Moderation: Olaf Reifegerste<br />

Am Niederrhein droht ein Jahrhunderthochwasser. In einem kleinen Ort in<br />

der Nähe von Moers wohnt und arbeitet Claus Gussmann als Ingenieur. Seit<br />

Jahren weist er auf die Gefahren durch das Rheinhochwasser hin. Doch man<br />

nimmt seine Warnungen nicht ernst. So wird er selbst vorbeugend aktiv. Dabei<br />

gerät er in die Fänge von Terroristen, die die Hochwassergefahr für sich zu<br />

instrumentalisieren versuchen und eine Deichsprengung mit verheerenden<br />

Ausmaßen planen. Unterdessen steigt das Hochwasser weiter. Die Katas trophe<br />

naht unaufhaltsam.<br />

In Zusammenarbeit mit dem WDR.<br />

www.radiomuseum-duisburg.de<br />

Tom Tonk: Raketen in Dosen.<br />

33 1/3 Platten für die Ewigkeit<br />

Lesung<br />

Tom Tonk, Jahrgang 1965, verbrachte einen Großteil seines Lebens vor großen,<br />

schwarzen Lautsprechern. Dort hat er sich im Laufe der Jahre durch unzählige<br />

Studien und Selbstversuche ein Fachwissen angeeignet, wie es umfassender<br />

und wahrhaftiger nicht sein könnte. In Verbindung mit dem besten Musikgeschmack<br />

überhaupt befähigt diese geballte Kompetenz einen Rock-Papst zu<br />

einer ganzen Menge, u.a. zum Herausgeber und Autor diverser (Punkrock)Fanzines<br />

und zum Gastschreiber u.a. bei Plastic Bomb, intro oder Coolibri.<br />

In seinen Büchern „Raketen in Dosen“ und „Raketen in Rock“ hat Tonk seine<br />

regelmäßig im OX-Fanzine erscheinenden musikalischen Betrachtungen<br />

versammelt.<br />

Judith Schalansky: Atlas der abgelegenen Inseln.<br />

Ein Sehnsuchtsabend<br />

Lesung und Gespräch. Einführung: Petra Dobler-Wahl<br />

Dass es immer noch Orte gibt, die schwer zu erreichen sind, erscheint uns<br />

heute nicht mehr vorstellbar. Judith Schalansky aber hat sie gesammelt: fünfzig<br />

entlegene Inseln, die in jeder Hinsicht weit entfernt sind, entfernt vom Festland,<br />

von Menschen, von Flughäfen und Reisekatalogen. Aus historischen Begebenheiten<br />

und naturwissenschaftlichen Berichten spinnt Judith Schalansky<br />

zu jeder Insel eine Prosaminiatur, absurd-abgründige Geschichten, wie sie nur<br />

die Wirklichkeit sich auszudenken vermag, wenn sie mit wenigen Quadratkilometern<br />

im Nirgendwo auskommen muss. Sie handeln von seltenen Tieren<br />

und seltsamen Menschen: von gestrandeten Sklaven und einsamen Naturforschern,<br />

verirrten Entdeckern und verwirrten Leuchtturmwärtern, meuternden<br />

Matrosen und vergessenen Schiffbrüchigen, braven Sträflingen und strafversetzten<br />

Beamten. Kurzum: von freiwilligen und unfreiwilligen Robinsons.<br />

Judith Schalansky, geboren 1980 in Greifswald, studierte Kunstgeschichte<br />

und Kommunikationsdesign. Sie lebt heute als freie Autorin und Gestalterin<br />

in Berlin und lehrt in Potsdam Typografische Grundlagen. 2006 veröffentlichte<br />

sie ihr typografisches Kompendium „Fraktur mon Amour“, das mit mehreren<br />

Designpreisen ausgezeichnet wurde. Ihr literarisches Debüt „Blau steht dir<br />

nicht“ erschien 2008.<br />

Vorverkauf über die Lotto Annahmestelle Grafen, Weinhagen 21, 47119 Duisburg, Tel. 0203-86125,<br />

die Erstinformation in der Zentralbibliothek Duisburg, Düsseldorfer Straße 5 – 7, 47051 Duisburg<br />

sowie über die Carl-Mandelartz-Bibliothek (Stadtteilbibliothek Ruhrort), Amtsgerichtsstraße 5,<br />

47119 Duisburg.<br />

www.stadtbibliothek-duisburg.de<br />

Thomas Hoeps & Jac. Toes: Das Lügenarchiv<br />

Lesung und Gespräch. Einführung: Dr. Jan-Pieter Barbian<br />

Es soll ein feuchtfröhliches Wiedersehen in Amsterdam werden und endet mit<br />

einem Mord. Der Restaurator des Museums Abteiberg, Robert Patati, muss<br />

mit ansehen, wie sein bester Freund und Kollege Wolfgang Altenburg in einem<br />

geliehenen Jaguar in die Luft gesprengt wird. Zuletzt hat Altenburg im Archiv<br />

des Lebensmittelkonzerns Duneko historische Fotos für eine Ausstellung restauriert.<br />

Galt der Anschlag ihm oder seinem Auftraggeber, dem Vorstandsvorsitzenden<br />

der Duneko? Der Ermittler Robert Patati und die Arnheimer Polizei-<br />

Profilerin Micky Spijker sind mit einem außergewöhnlichen Fall konfrontiert.<br />

Es geht um Fotografien der 1930er Jahre, Gedächtnis und Erinnerung sowie<br />

die Rekolonialisierung Afrikas durch rücksichtslose Investoren und korrupte<br />

Regime.<br />

Das „Lügenarchiv“, der zweite Kriminalroman des deutsch-niederländischen<br />

Autorenteams Thomas Hoeps und Jac. Toes, spielt unter anderem in Amsterdam,<br />

Düsseldorf und am Niederrhein.<br />

Thomas Hoeps, geb. 1966, lebt und arbeitet in Krefeld und Mönchengladbach.<br />

Für seine Romane und Erzählungen erhielt er den Literaturförderpreis der<br />

Stadt Düsseldorf und den Nettetaler Literaturpreis.<br />

Freitag, 28. Mai<br />

20 Uhr<br />

Carl-Mandelartz-<br />

Bibliothek (Stadtteilbibliothek)<br />

Amtsgerichtsstraße 5<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt: 5 Euro<br />

Samstag, 29. Mai<br />

20 Uhr<br />

Haniel Museum<br />

Franz-Haniel-Platz 1<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt: 5 Euro<br />

60 61<br />

© Petra Kossmann


Sonntag, 30. Mai<br />

20 Uhr<br />

Museum der deutschen<br />

Binnenschifffahrt<br />

Apostelstraße 84<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt: 5 Euro<br />

© Petra Kossmann<br />

Jac. Toes, geb. 1950 in Den Haag, lebt in Arnheim. Im Grafit Verlag erschienen<br />

bisher sechs seiner Bücher, darunter der Roman „Fotofinish“, der mit dem<br />

niederländischen Krimipreis ausgezeichnet wurde.<br />

Vorverkauf über die Lotto Annahmestelle Grafen, Weinhagen 21, 47119 Duisburg, Tel. 0203-86125,<br />

die Erstinformation in der Zentralbibliothek Duisburg, Düsseldorfer Straße 5 – 7, 47051 Duisburg<br />

sowie über die Carl-Mandelartz-Bibliothek (Stadtteilbibliothek Ruhrort), Amtsgerichtsstraße 5,<br />

47119 Duisburg.<br />

www.stadtbibliothek-duisburg.de<br />

Alexander Klose: Das Container-Prinzip. Wie eine Box<br />

unser Denken verändert<br />

Vortrag und Gespräch. Einführung: Dr. Jan-Pieter Barbian<br />

Als im Januar 2007 das in Seenot geratene Containerschiff MSC Napoli vor<br />

Cornwall einen Teil seiner Ladung verliert, gehen Bilder um die Welt, in denen<br />

am Strand des kleinen Urlaubsortes Branscombe Massen von Menschen<br />

angespülte Stahlkisten plündern. Endlich einmal öffneten sich jene geheimnisvollen<br />

Black Boxes, deren Inhalt wir fast nie zu sehen bekommen: Motorräder,<br />

Keksdosen, Hundefutter, Schuhe, Autoersatzteile – ein Querschnitt durch die<br />

Gegenwart des globalen Konsumkapitalismus. Container sind das Medium<br />

der Globalisierung. Sie haben nicht nur eine umfassende Veränderung der<br />

Transportkultur auf See und an Land bewirkt, sondern maßgeblich zum Entstehen<br />

eines weltumspannenden Systems der Produktion und des Konsums<br />

beigetragen. Standardisierte bewegliche Raumeinheiten, geschaltete Abläufe,<br />

getaktete Zeiten sind das Herzstück der Logistik, die seit dem 19. Jahrhundert<br />

ihren Siegeszug in alle Bereiche der Gesellschaft angetreten hat.<br />

Alexander Klose nimmt seine Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine Entdeckungsreise<br />

des Denkens in Behältern, hinein in spezifische ‚Containersituationen‘:<br />

auf dem Meer, in der Stadt, in der Fabrik, im Hafen, im Theater, in der<br />

Wüste. Der Container ist eine moderne Antwort auf die uralte Frage nach der<br />

Organisation von Raum und Zeit.<br />

Alexander Klose, 1969 in München geboren, studierte Jura, Kunst, Philosophie<br />

und Kulturwissenschaft in Hannover und in Berlin. Er arbeitet als freier<br />

Journalist, Ausstellungsmacher und Universitätsdozent und wurde, angesteckt<br />

durch eine Containerschiffsreise, zum Containerforscher. Er lebt in Weimar<br />

und Berlin.<br />

Vorverkauf über die Lotto Annahmestelle Grafen, Weinhagen 21, 47119 Duisburg, Tel. 0203-86125,<br />

die Erstinformation in der Zentralbibliothek Duisburg, Düsseldorfer Straße 5 – 7, 47051 Duisburg<br />

sowie über die Carl-Mandelartz-Bibliothek (Stadtteilbibliothek Ruhrort), Amtsgerichtsstraße 5,<br />

47119 Duisburg.<br />

www.stadtbibliothek-duisburg.de<br />

Cécile Wajsbrot: Nocturnes. Geschichten vom Meer<br />

Lesung und Gespräch. Einführung: Dr. Jan-Pieter Barbian<br />

„Nocturnes“ lässt eine dunkle Melodie erklingen, so schön und unergründlich<br />

wie das Meer selbst. In vier berührenden Erzählungen spürt Cécile Wajsbrot<br />

den Dramen nach, die sich im Angesicht des Meeres abspielen. Sie erzählt<br />

Geschichten über Menschen, die Schiffbruch erleiden und die Hoffnung<br />

verlieren. Über Menschen, die Abschied nehmen müssen, um weiterleben zu<br />

können. Ein Kontrabassist überlebt ein Fährunglück, als Einziger der Schiffskapelle.<br />

Ein Leuchtturmwächter muss hilflos zusehen, wie ein Zweimaster<br />

in Seenot gerät. Ein Polizeibeamter verhört einen Mann, dessen Bruder bei<br />

einem Segelausflug ums Leben kam. Eine Flaschenpost, die an einen Schiffbrüchigen<br />

erinnern soll, wird an Land gespült. In leisen Zwischentönen wird<br />

das seelische Leid der Menschen greifbar und die zaghafte Frage nach dem<br />

Weiterleben aufgeworfen. Und zugleich enthüllt sich im Bild des Schiffbruchs<br />

eine feinsinnige und kluge Metapher für das Leben selbst, für die Fragilität<br />

unserer Existenz vor den Unwägbarkeiten des Schicksals.<br />

Cécile Wajsbrot wurde 1954 in Paris geboren. Sie studierte Literaturwissenschaften<br />

und arbeitete anschließend als Französischlehrerin und Rundfunkredakteurin<br />

in Paris. Heute lebt sie als freie Schriftstellerin und Übersetzerin<br />

abwechselnd in Paris und in Berlin.<br />

Vorverkauf über die Lotto Annahmestelle Grafen, Weinhagen 21, 47119 Duisburg, Tel. 0203-86125,<br />

die Erstinformation in der Zentralbibliothek Duisburg, Düsseldorfer Straße 5 – 7, 47051 Duisburg<br />

sowie über die Carl-Mandelartz-Bibliothek (Stadtteilbibliothek Ruhrort), Amtsgerichtsstraße 5,<br />

47119 Duisburg.<br />

www.stadtbibliothek-duisburg.de<br />

Ruhrort-Tipp<br />

Mittwoch, 2. Juni<br />

20 Uhr<br />

Carl-Mandelartz-<br />

Bibliothek (Stadtteilbibliothek)<br />

Amtsgerichtsstraße 5<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt: 5 Euro<br />

Festivallounge „Zum Hübi“<br />

Dammstraße 27<br />

47119 Duisburg<br />

_ Niels Frevert, 27. Mai, 20 Uhr<br />

_ The Late Call, 30. Mai, 20 Uhr<br />

_ Agnes Obél, 6. Juni, 20 Uhr<br />

Täglich Konzerte, Partys und mehr, u.a.<br />

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Mittwoch, 2. Juni<br />

20 Uhr<br />

Radiomuseum<br />

Bergiusstraße 27<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei<br />

Mittwoch, 2. Juni<br />

20 Uhr<br />

Festivallounge Zum Hübi<br />

Dammstraße 27<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei – Spende für das<br />

Jugendzentrum „ruhrorter<br />

hafenkids“ erwünscht.<br />

Freitag, 4. Juni<br />

19:30 Uhr<br />

Ehemaliges Ladenlokal Karstadt<br />

Neumarkt 18b<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt: 5 Euro<br />

Wasser<br />

Hörspiel von Guy Helminger. Regie: Jörg Schlüter. WDR 2002<br />

Redaktion: Leslie Rosin. Anschließend Gespräch mit Beteiligten des<br />

Hörspiels. Moderation: Olaf Reifegerste<br />

Der 22. März eines jeden Jahres wurde 1992 von den Vereinten Nationen zum<br />

„Tag des Wassers“ erklärt. Genau zehn Jahre später wird Peter Druss mit<br />

Atembeschwerden in eine Klinik eingeliefert. Gleichzeitig steht sein Sohn<br />

Severin in einem anderen Krankenhaus unter Quarantäne. Das führt die Familie<br />

wieder zusammen. Was aber hatte sie auseinandergetrieben? Tochter Clara<br />

sagt: „Es war das Wasser.“ Seitdem sind alle auf der Flucht, auf der Flucht<br />

voreinander und vor sich selbst. Auch jetzt scheint es das Wasser wieder zu<br />

sein, das seinen Tribut fordert. Doch was ist damals wirklich geschehen?<br />

In Zusammenarbeit mit dem WDR.<br />

www.radiomuseum-duisburg.de<br />

Tausend Fenster offen<br />

Hörrevue von Werner Muth und Tom Liwa<br />

Werner Muth (60) und Tom Liwa (48) sind zwei in Duisburg lebende Dichter.<br />

Letzterer als Songschreiber, Sänger und Texter über die Grenzen der Region<br />

hinaus bekannt und Ersterer von einem kleineren Kreis Eingeweihter hoch<br />

geschätzt, arbeiten die beiden seit vielen Jahren auch an gemeinsamen<br />

Programmen. Ihr Konzept der Hörrevue umfasst Songs, Sprechtexte, Dialoge,<br />

Sprachkollagen und visuelle Elemente.<br />

Im Vordergrund steht dabei das poetische Erzählen, assoziative Parts wechseln<br />

sich mit sehr konkreten Passagen ab. Im aktuellen Programm verwischen<br />

die Grenzen von realistischen Schilderungen <strong>Duisburger</strong> Wasserwege und<br />

skurriler Orte mit äußerst subjektiven Momentaufnahmen vom Treiben im<br />

Strom der Zeit.<br />

Häfen. In Ruhrort und anderswo<br />

Eine literarische Kreuzfahrt mit Ursula Jung und Jörg Mascherrek<br />

In den Häfen von Piräus und Le Havre, an den Kais von Saigon und Bangkok<br />

und an der Mole von Cartagena und auch im Hafen von Ruhrort macht diese<br />

literarische Kreuzfahrt Station. Texte von Henry Miller, Marguerite Duras, Anna<br />

Seghers und vielen anderen werden gelesen. Zwischen Fernweh und Abenteuerlust<br />

wird die Reise von den „Toren zur Welt“ begleitet von höchst unterschiedlichen<br />

Geschichten zwischen Fracht und außergewöhnlichen Menschen.<br />

Vorverkauf über die Lotto Annahmestelle Grafen, Weinhagen 21, 47119 Duisburg, Tel. 0203-86125<br />

www.vhs-duisburg.de<br />

Die Kulturtechniker: Rhein.Ruhr.SoundProsa.2010<br />

Elektronisches Lesekonzert mit kammermusikalischen Klängen,<br />

Videoanimationen und aktueller Literatur von Rhein und Ruhr<br />

Einführung: Petra Dobler-Wahl<br />

Rhein.Ruhr.SoundProsa.2010 lädt zu einer musikalisch-literarischen Performance<br />

zwischen Live-Hörspiel und Musiktheater ein und nimmt das Publikum<br />

mit auf eine ästhetische Reise durch NRW en miniature. Die real-absurden<br />

und heiter-melancholischen Texte stammen aus neuesten Ruhrgebietsskizzen<br />

des Wahl-Dortmunders und mehrfachen Literaturpreisträgers Ralf Thenior<br />

und aus erotischen und alltäglichen Notizen des Kölner Autors Achim Wagner.<br />

Komplettiert wird der Abend mit Passagen aus der urkomischen Geschichte<br />

„Visionen – eine Groteske“ aus der Feder Viktor Bölls, dem 2009 verstorbenen<br />

Neffen des Nobelpreisträgers. Das Spektrum der musikalischen Kompositionen<br />

und Improvisationen wird durch Live-Elektronik modifiziert und bildet das<br />

Spannungsfeld zur rezitierenden Stimme. Bildimpressionen und Videoloops<br />

zeigen Duisburg-Ruhrort am Zusammenfluss von Rhein und Ruhr.<br />

Ralf Werner, Violoncello & Live-Electronik; Martin M. Hahnemann, Schauspiel<br />

und Rezitation; Ruthilde Holzenkamp, Akkordeon; Dirk Groenewold, Bildprojektionen;<br />

Ralf Thenior, Rezitation.<br />

Vorverkauf über die Lotto Annahmestelle Grafen, Weinhagen 21, 47119 Duisburg, Tel. 0203-86125,<br />

die Erstinformation in der Zentralbibliothek Duisburg, Düsseldorfer Straße 5 – 7, 47051 Duisburg<br />

sowie über die Carl-Mandelartz-Bibliothek (Stadtteilbibliothek Ruhrort), Amtsgerichtsstraße 5,<br />

47119 Duisburg.<br />

www.stadtbibliothek-duisburg.de<br />

Freitag, 4. Juni<br />

20 Uhr<br />

Schifferbörse<br />

Gustav-Sander-Platz 1<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt: 5 Euro<br />

Ehemaliges Ladenlokal Karstadt<br />

Neumarkt 18b<br />

47119 Duisburg<br />

Theater, Ausstellungen, Vortäge u.a. mit<br />

_ Hafengeschichten. Buchvorstellung. 26. Mai, 17 Uhr<br />

_ Ruhrort im Film. 28. Mai, 20 Uhr<br />

_ Schiff Re-e. MusikTheater von Anja Schöne und<br />

Thorsten Töpp. 29. und 30. Mai, 2. und 3. Juni, jeweils 20 Uhr<br />

Ruhrort-Tipp<br />

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66<br />

Vorträge,<br />

Diskussionen,<br />

Führungen<br />

& Tagungen


Samstag, 22. Mai<br />

19 – 19:30 Uhr<br />

Lokal Harmonie<br />

Harmoniestraße 41<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei<br />

Weitere Termine: täglich<br />

23. – 29. Mai, 19 – 19:30 Uhr<br />

Sonntag, 23.Mai<br />

11 Uhr<br />

Treffpunkt:<br />

Restaurant Schifferbörse<br />

Gustav-Sander-Platz<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei<br />

Weitere Termine: 23. Mai,<br />

11 Uhr, 26. Mai, 17.30 Uhr,<br />

30. Mai, 11 Uhr, 2. Juni,<br />

17.30 Uhr, 6. Juni, 11 Uhr<br />

Lokal Heroes – The Daily Late Afternoon Show<br />

Eine Performance von Theorie und Praxis e.V., Theater Arbeit Duisburg<br />

und Lokal Harmonie<br />

Wir wussten schon lange, dass es so kommen wird. Wenn Ende Mai alles neu<br />

wird in Ruhrort, sind wir in Wort und Werk dabei. Die Moderatoren des Wandels,<br />

das inkarnierte Herz-und-Anker-Tattoo, Gastgeber Thommie und Klaus<br />

(alias Thomas Warnecke und Klaus Steffen) sind die Makler des Kulturumschlags,<br />

Durchlauferhitzer fürs Ruhrkulturgeschwurbel. Realo und Fundi im<br />

Kreativwirtschaftswunderland, Poesie und Prosa in der Metropole Ruhr, Ernie<br />

und Bert in der Harmoniestraße. Singende Gondoliere im Klein-Venedig des<br />

<strong>Duisburger</strong> Nordens, Ladenlokalspekulanten im neuen Kaiserswerth, quietschende<br />

Rollatoren im taumelnden Festivalbetrieb, Pegel-Ruhrort-Trinker,<br />

konstant kulturbenebelt.<br />

„Lokal Heroes – The Daily Late Afternoon Show“ bringt in Raum- und Traumdeutungen<br />

die Zukunftsentwürfe der Kreativwirtschaft mit den Nachwehen<br />

der Vergangenheit ins Spiel. Das Lokal Harmonie wird zum Teilchenbeschleuniger<br />

für Ruhe- wie Ruhrenergie, an dem sich die Unschärferelation zwischen<br />

Impuls (Ruhr.2010) und (Ruhr-)Ort aufklärt.<br />

Eine Maßnahme der künstlerisch-theoretischen Arbeitsgemeinschaft<br />

„Ruhrort 2010“.<br />

www.ruhrort2010.de<br />

Führungen am Wasser<br />

Städtebau unter dem Einfluss der Binnenschifffahrt. Führung durch den<br />

historischen Ortskern von Ruhrort. Leitung: Dr. Claudia Euskirchen, Untere<br />

Denkmalbehörde Duisburg<br />

Wie kein anderer <strong>Duisburger</strong> Stadtteil wurde Ruhrort schon in frühester Zeit<br />

durch Binnenschifffahrt, Hafen und Handel geprägt. Trotz Strukturwandel,<br />

Veränderungsdruck und damit einhergehende Verluste an historischer Substanz<br />

ist das Individuelle und Charakteristische dieses Stadtteils im Ortsbild, in<br />

seinen Denkmälern und seiner Atmosphäre lebendig geblieben. Wer Ruhrort<br />

kennt, weiß um seine Besonderheiten und seine Anziehungskraft.<br />

Die Stadtrundgänge möchten Kennern und neuen Fans Erkenntnisse und<br />

Einblicke bieten. Dabei stehen der Städtebau Ruhrorts und seine bis heute ablesbare<br />

Entwicklung im Vordergrund: vom bereits im Mittelalter bedeutenden<br />

Schifffahrts-und Warenumschlagplatz, über die erste Erweiterung der 1551<br />

erstmals erwähnten Stadt an der Ruhrmündung (entlang Damm-und Hafenstraße)<br />

bis hin zur barocke Planstadt auf dem Hustenkamp im Bereich um den<br />

heutigen Neumarkt. Die ab 1825 von der preußischen Regierung initiierte dritte<br />

Erweiterung wurde im Osten durch die Hafenanlagen, im Westen und Süden<br />

durch Rhein und Ruhr und im Norden durch Eisenbahnhafen und Schwerindustrie<br />

begrenzt. Der bebaubare Raum war damit erschöpft.<br />

An Stadtgrundriss und Stadtgestalt wird die historische Entwicklung mit dem<br />

engen Bezug zur örtlichen Situation des an drei Seiten von Wasser umgebenen<br />

Ortskerns nachvollziehbar. In den Fokus werden die Baudenkmäler rücken und<br />

diejenigen Orte, die mit dem Thema Hafen und Binnenschifffahrt zu tun haben,<br />

u.a. Schiffsbauplatz und Schifferbörse, Packhäuser, Gaststätten, Hochwasserdamm<br />

und Schifferkinderwaisenheim. Ein außergewöhnlicher Stadtspaziergang,<br />

Dauer ca. 1,5 Stunden.<br />

Ruhrort und der Hafen<br />

Stadtführung und Hafenrundfahrt mit Renate Engel und Astrid Hochrebe<br />

Bei dieser Stadtführung wird der Hafenstadtteil Ruhrort mit seiner Geschichte<br />

und Entwicklung sowie mit seinem Lokalkolorit, angesiedelt im Herzen des<br />

modernen Industriehafens von Duisburg, vorgestellt. Nach einer Pause im<br />

Bistro des renovierten Kesselhauses des ehemaligen Ruhrorter Jugendstilhallenbades,<br />

in dem sich heute das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt<br />

befindet, wird dann eine Hafenrundfahrt an Bord eines Fahrgastschiffes den<br />

<strong>Duisburger</strong> Hafen – den größten Binnenhafen Europas – von der Wasserseite<br />

aus präsentieren.<br />

Anmeldung erforderlich bei der VHS Duisburg, Tel. 0203-2832206, Fax 0203-2832282<br />

vhs@stadt-duisburg.de<br />

www.vhs-duisburg.de<br />

Innenhafen Duisburg<br />

Führung mit Renate Engel<br />

Der neue Innenhafen Duisburg ist in den vergangenen Jahren zu einem wirklichen<br />

Publikumsmagneten geworden, der zahlreiche Besuchergruppen aus<br />

ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland anzieht. Weiterhin wird dort<br />

gebaut und so verändert dieses neue Stadtquartier, das nur wenige Schritte<br />

von der Innenstadt entfernt liegt, fortwährend sein Gesicht. Die Führung wird<br />

alle wichtigen Orte des Innenhafens zum Thema haben: die Umnutzung der<br />

alten Speichergebäude, die spektakuläre Hängebrücke, die Synagoge und den<br />

„Garten der Erinnerung“, die Wohnbauten (u.a. von Sir Norman Foster), die<br />

Stadtmauer u.v.m.<br />

Eine Voranmeldung ist unbedingt erforderlich! Tel. 0203-2832206 oder<br />

a.thierfelder@stadt-duisburg.de<br />

www.vhs-duisburg.de<br />

Mit Mercator immer sicher in den Hafen ...<br />

Gerhard Mercator war einer der bedeutendsten Gelehrten des 16. Jahrhunderts.<br />

Das Kultur- und Stadthistorische Museum beherbergt in seiner ‚Schatzkammer’<br />

eine der schönsten Sammlungen seiner Werke.<br />

Gerhard Mercators wegweisende Ideen zur Navigation finden sich heute in<br />

jedem GPS-Gerät; Satelliten, Flugzeuge und Schiffe bewegen sich durch seine<br />

Grundlagenarbeit auf sicherem Kurs; See- und Landkarten werden auch heute<br />

noch in seiner Karten-Projektion erstellt.<br />

www.stadtmuseum-duisburg.de<br />

Samstag, 29. Mai<br />

10:30 – 16 Uhr<br />

Treffpunkt vor dem<br />

Museum der Deutschen<br />

Binnenschifffahrt<br />

Apostelstraße 83<br />

47119 Duisburg<br />

Teilnahmegebühr: 29 Euro<br />

(Stadtführung, Mittagsimbiss,<br />

Hafenrundfahrt)<br />

Sonntag, 30. Mai<br />

11 – 12:30 Uhr<br />

Treffpunkt: Hafenforum<br />

Philosophenweg 19<br />

47051 Duisburg<br />

Teilnahmegebühr: 5 Euro<br />

Sonntag, 30. Mai<br />

14 Uhr<br />

Kultur- und Stadthistorisches<br />

Museum<br />

Johannes-Corputius-Platz 1<br />

47051 Duisburg<br />

Eintritt: 3 Euro, ermäßigt 2 Euro<br />

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Sunday, May 30<br />

3:30 pm<br />

Kultur- und Stadthistorisches<br />

Museum<br />

Johannes-Corputius-Platz 1<br />

47051 Duisburg<br />

3 Euro, 2 Euro<br />

Freitag, 4. Juni,<br />

10 – 18 Uhr,<br />

und<br />

Samstag, 5. Juni,<br />

10 – 16 Uhr<br />

Schifferbörse<br />

Gustav-Sander-Platz 1<br />

47119 Duisburg<br />

Teilnahmegebühr: 10 Euro pro Tag<br />

Mercator – still valid<br />

Gerhard Mercator was one of the most important scientists in the 16th century.<br />

The Duisburg Cultural and Municipal Museum contains one of the largest<br />

cartographical collections of the works of the famous cartographer.<br />

Gerhard Mercator’s pioneering ideas on navigation can still be found today<br />

in every GPS receiver. Thanks to his trail-blazing work on exact orientation,<br />

satellites, aeroplanes and ships can be safely routed. Land maps and nautical<br />

charts are still produced on the basis of the so-called Mercator projections.<br />

Von Flussidyllen und Fördertürmen. Literatur an der<br />

Nahtstelle zwischen Ruhr und Rhein<br />

Wissenschaftliche Tagung der Stadtbibliothek Duisburg, des Fritz-Hüser-<br />

Instituts für Literatur und Kultur der Arbeitswelt, Dortmund, der Stiftung<br />

Bibliothek des Ruhrgebiets, Bochum und des Instituts „Moderne im<br />

Rheinland“, Düsseldorf<br />

Tagungsleitung: Dr. Jan-Pieter Barbian, Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann,<br />

Hanneliese Palm, Prof. Dr. Klaus Tenfelde<br />

„Der Rhein“ erscheint als eine idyllische Flusslandschaft mit gepflegten Städten,<br />

als ein positiv besetzter Mythos und literarischer Topos – im Gegensatz<br />

zur „Ruhr“, die der Region ihren Namen gab und seit der Mitte des 19. Jahrhunderts<br />

die rasante Entwicklung von einer agrarisch geprägten Landschaft<br />

zu einer industriellen Kernzone begleitet. Für die einen war das Ruhrgebiet ein<br />

schwarzes Stück Deutschland, eine Region harter und schmutziger Arbeiten,<br />

bescheidener Lebensverhältnisse, geschichts- und kulturloser Städte, zerstörter<br />

Natur, unkontrollierter wirtschaftlicher Macht. Andere sahen im Ruhrgebiet<br />

ein Vorbild für die moderne Arbeits- und Lebenswelt, für die Faszination der<br />

Technik, für eine internationale und solidarische Gesellschaft, für die Metropolen<br />

der Zukunft. Beide Sichtweisen finden sich in der deutschen Literatur des<br />

19. und 20. Jahrhunderts wieder – in Romanen, Erzählungen und Gedichten<br />

ebenso wie in Reportagen, Essays, Rundfunk- und Zeitungsbeiträgen.<br />

Vor diesem Hintergrund befasst sich die Tagung mit den Fragestellungen zu Unterschieden<br />

und Gemeinsamkeiten literarischer Darstellungen des Ruhrgebiets<br />

vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Beleuchtet werden Mythen, Topoi und<br />

Bilder des Wandels sowie die Bedeutung der Arbeitsmigration für die Eigen- und<br />

Fremdwahrnehmung im Hinblick auf die „Nahtstelle Ruhr und Rhein“.<br />

Kontakt und Anmeldung: Stadtbibliothek Duisburg, Tel. 0203-2832593; Fax 0203-2834294,<br />

stadtbibliothek@stadt-duisburg.de<br />

www.stadtbibliothek-duisburg.de<br />

Sonntag, 6. Juni<br />

16 Uhr Seltene Ruhrortbilder<br />

Sturmfreie Bude<br />

Ehemaliges Ladenlokal Der Ruhrorter Hobbyarchivar Ingo Deckert lädt zu einer moderierten Vorfüh-<br />

Orthopädie-Schuhtechnik rung von großformatigen historischen und seltenen Ruhrortbildern.<br />

Fabrikstraße 4<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei<br />

Theorie und Praxis e.V., Eszter Tóth:<br />

Verbrannte Erde oder/und kreativ aufgewertetes<br />

Investitionsumfeld<br />

Eine Podiumsdiskussion als Kabinenansprache zur Halbzeit des<br />

Kulturhauptstadtjahres<br />

Die im ersten Halbjahr 2010 in der dann ja Halbmetropole Ruhrgebiet gesammelten<br />

Erfahrungen werden uns die fundierte Analyse des Ruhr.2010 Halbmottos<br />

„Wandel durch Kultur“ gestatten. Als ein Werkzeug dient dieser Analyse<br />

der kritische Begriff der „Industriekulturindustrie“, in den Fokus nimmt sie<br />

den emphatischen Begriff der „Kreativwirtschaft“. Dabei stehen im Vordergrund,<br />

wie Kunst und Kultur sich wandeln müssen, wenn sie für die postindustrielle<br />

Neuaufstellung einer Region in die Pflicht genommen werden, und<br />

wie eine Region sich wandeln muss, wenn sie auf diese Instrumente für ihre<br />

Neuaufstellung setzt. Wir versuchen Antworten auf die Fragen zu finden, ob sie<br />

das jeweils können, was das kostet, wem das was einbringt und wer´s bezahlt.<br />

Diskutieren werden die Akteure von „Ruhrort.2010“ mit Akteuren der<br />

„Ruhr.2010“-Kampagne, Kritikern dieser Kampagne und Kulturaktivisten der<br />

Region, die das auch in den Jahren 2011ff. sein wollen. Vergleichend wird auf<br />

die Erfahrungen in der Mitkulturhauptstadt Pécs eingegangen werden.<br />

Eine Maßnahme der künstlerisch-theoretischen Arbeitsgemeinschaft „Ruhrort<br />

2010“.<br />

www.ruhrort2010.de<br />

Sonntag, 6. Juni<br />

18 Uhr<br />

Lokal Harmonie<br />

Harmoniestraße 41<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei<br />

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Rahmenprogramm


Unter dem Motto „Ruhrort liegt uns am Herzen“ haben sich Institutionen und Vereine des Stadtteils zu der<br />

Initiative „FaiR – Familie in Ruhrort“ zusammengeschlossen, um das Leben für Familien im Stadtteil noch<br />

attraktiver zu machen. Dazu zählen Angebote zur Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen, aber<br />

auch für Eltern.<br />

Für die „Local Heroes“-Woche hat FaiR ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.<br />

21.05. – 06.06. 2010<br />

21.05. – 24.05.2010<br />

Immersatt – Kinder-<br />

und Jugendtisch e. V.<br />

Landwehrstraße 17<br />

21.05. – 29.05.2010<br />

Gesamtschule Ruhrort<br />

22.05.2010, 10 Uhr<br />

– 23.05.2010, 18 Uhr<br />

Jugendschiff Mienchen<br />

(neben Steiger Schifferbörse,<br />

Hafenmund)<br />

22.05. 2010<br />

21 Uhr<br />

Kirchengemeinde St. Maximilian<br />

23.05.2010<br />

15 Uhr<br />

Kirchgarten St. Maximilian<br />

Ruhrort erstrahlt<br />

Während der „Local Heroes“-Woche und der <strong>Akzente</strong> tauchen die Stadtwerke<br />

Duisburg bei Einbruch der Dunkelheit die herausragenden Gebäude Ruhrorts<br />

in stimmungsvolles Licht.<br />

Scotland Yard im Pott – Life-Rollen-Spiel<br />

Mehrere jugendliche Verfolgergruppen jagen das Mr.-X-Team mit öffentlichen<br />

Verkehrsmitteln durch Duisburg und Umgebung. Für diese Veranstaltung ist<br />

eine Anmeldung beim Organisator unter Tel. 0203-456796-0 nötig.<br />

Schiff ahoi – Kunstausstellung<br />

Schüler der Gesamtschule Ruhrort zeigen ihre Kunstobjekte zum Thema<br />

„Hafen“ in den Fenstern der Schule und anderen Stellen in Ruhrort.<br />

Klaus Störtebeker<br />

Kinder und Jugendliche erleben, wie es zu Zeiten des „Klaus Störtebeker“ auf<br />

dem Wasser zuging. Anmeldung für die Übernachtung auf dem Schiff unter<br />

Tel. 0171-4424084.<br />

Meditativer Gottesdienst<br />

Im Rahmen der „Nacht der offenen Gotteshäuser“, an der sich über 60 Kirchen,<br />

Moscheen und Synagogen in Duisburg und Moers beteiligen, findet um 21 Uhr<br />

ein Meditativer Gottesdienst für alle statt.<br />

Hänsel und Gretel, Ruhr-Kammer-Spiele,<br />

Theater für Kinder<br />

Hänsel und Gretel verirren sich im Wald und gelangen zu einem Hexenhaus.<br />

Dieses besteht aus Pfefferkuchen, Brezeln und hellem Zuckerguss. Vor lauter<br />

Hunger übersehen sie die Gefahr und kehren in das Hexenhaus ein. Es wäre<br />

aber kein Märchen, wenn nicht alles zum Guten ausgeht.<br />

Eintritt frei<br />

Lightwriting – Lichterfotos in Ruhrort für Jung und Alt<br />

Die reizvollen Effekt-Fotos werden von den Teilnehmern selbst hergestellt und<br />

präsentiert. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.<br />

Käpt’n Bluebär-Tage für Kinder ab 2 Jahre<br />

Wechselnde Bastelangebote, Kochen und Backen mit Käpt’n Bluebär, Lügengeschichten<br />

und eine Schatzsuche. Genauer Ablauf und Anmeldungen unter<br />

Tel. 0203-312191.<br />

Benefizdinner<br />

In den Räumen der Firma Haniel (Casino) verwöhnen jugendliche Köche<br />

ca. 50 Gourmets mit einem selbst kreierten Dinner für gehobene Ansprüche.<br />

Dazu gibt es Live-Musik.<br />

Als besonderes Hors d‘Oeuvre gibt es die Möglichkeit, zuvor das<br />

Haniel Museum zu besichtigen (Beginn der Führung: 17 Uhr).<br />

Kartenbestellung (35 Euro all inclusive) erforderlich unter<br />

Tel. 0203-8071204 oder 0176-96761124 oder online unter andreas.<br />

hendelkens@jugendforum-duisburg.de bis spätestens 19.05.2010.<br />

Der Erlös geht an „Immersatt“ und Projekte des Jugendforums.<br />

Fantasy-Castle<br />

Im Fantasy-Castle geht es zurück ins Mittelalter: Ein Herold zieht durch<br />

Ruhrort, es warten mittelalterliche Stände, Gaukler, Feuerschlucker, Bastelaktionen,<br />

eine Geisterbahn, eine Hafenspelunke und vieles mehr. Für Musik<br />

und Verpflegung ist natürlich auch gesorgt.<br />

Singe fröhlich Gott dem Herrn<br />

Unter dem Motto „Singe fröhlich Gott dem Herrn“ veranstaltet der Blockflötenkreis<br />

„St. Maximilian“ sein Jubiläumskonzert (35 Jahre). Gespielt wird festliche<br />

Barockmusik von Bach und Händel mit bis zu 100 Akteuren.<br />

Märchen<br />

Kindergartenfamilienfest auf dem Gelände des evangelischen Kindergartens<br />

in Ruhrort mit Einbeziehung des Kirchturms der ehemaligen Jakobuskirche.<br />

Das Fest beginnt mit einem Familiengottesdienst.<br />

24.05.2010<br />

15 – 18 Uhr<br />

Christengemeinde Duisburg<br />

Landwehrstraße 55<br />

25.05. – 27.05.2010<br />

15 – 18 Uhr<br />

Mütterzentrum<br />

Dr.-Hammacher-Str. 14<br />

26.05.2010<br />

19 Uhr<br />

Jugendforum Duisburg<br />

28.05.2010<br />

16 – 24 Uhr<br />

Caritasverband und „ruhrorter<br />

hafenkids“, Nikolausburg<br />

29.05.2010<br />

18:30 Uhr<br />

St. Maximilian Kirche<br />

30.05.2010<br />

ab 11 Uhr<br />

Evangelischer Kindergarten<br />

Rheinpiraten<br />

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22. Mai<br />

18:30 Uhr<br />

Friedrich-Ebert-Brücke<br />

(Ruhrorter Brücke)<br />

47119 Duisburg<br />

22. Mai<br />

Ab 19 Uhr<br />

Bühne Kirchgarten<br />

St. Maximilian<br />

St.-Maximilian-Platz<br />

47119 Duisburg<br />

Eintritt frei<br />

7. Mai – 5. Juni<br />

Eröffnung: 7. Mai, 19 Uhr<br />

Kunsthandlung Kugel<br />

Friedrich-Wilhelm-Straße 77 – 79<br />

47051 Duisburg<br />

Öffnungszeiten: Di – Fr 10 – 13<br />

und 14 – 18:30 + Sa 10 – 15 Uhr<br />

Staffelübergabe der Local Heroes Duisburg und Moers<br />

Mit Bürgermeister Nobert Ballhaus (Moers) und Oberbürgermeister Adolf<br />

Sauerland (Duisburg)<br />

Vom 16. – 22. Mai steht Moers mit seiner „Local Heroes“-Woche in einem<br />

besonderen Fokus des Kulturhauptstadtjahres RUHR.2010. Anschließend,<br />

vom 23. – 29. Mai gestaltet Duisburg seine „Local Heroes“-Woche. Aus diesem<br />

Grund treffen sich auf der symbolträchtiger Friedrich-Ebert-Brücke die beiden<br />

Stadtoberhäupter zur „Staffelübergabe“.<br />

Eröffnung der <strong>Duisburger</strong> „Local Heroes“-Woche und der<br />

Nacht der offenen Gotteshäuser in Duisburg und Moers<br />

Mit Bürgermeister Nobert Ballhaus (Moers), Oberbürgermeister Adolf<br />

Sauerland (Duisburg) und Markus Zaja (Saxofon)<br />

Bürgermeister Norbert Ballhaus (Moers) und Oberbürgermeister Adolf Sauerland<br />

(Duisburg) eröffnen gemeinsam die <strong>Duisburger</strong> „Local Heroes“-Woche<br />

und die „Nacht der offenen Gotteshäuser“.<br />

Die Nacht der Offenen Gotteshäuser in Duisburg und Moers ist ein Beitrag<br />

zahlreicher Religionsgemeinschaften zur Kulturhauptstadt RUHR.2010. In<br />

der Nacht vom 22. zum 23. Mai 2010, wenn Moers und Duisburg als Local<br />

Heroes im Fokus der Kulturhauptstadt stehen, öffnen in beiden Städten die<br />

Synagoge und über 60 Kirchen, Moscheen und Gotteshäuser ihre Pforten, um<br />

ihre Räume den Menschen auf vielfältige Weise nahezubringen: Durch Kultur<br />

und Musik für Jung und Alt, durch besondere Gottesdienste, durch Räume der<br />

Stille, der Begegnung und des Gebetes, durch Führungen, Lichtinstallationen.<br />

Während der Kernzeit von 20 bis 24 Uhr erleben Bürgerinnen und Bürger der<br />

Region Gastfreundschaft in den geöffneten Gotteshäusern und erfahren in der<br />

Nacht der Offenen Gotteshäuser mehr vom Gedanken des interreligiösen Dialogs<br />

und der Toleranz. In der Maximilianskirche findet um 21 Uhr ein Meditativer<br />

Gottesdienst für alle statt.<br />

Weitere Informationen zu dem interreligiösen Projekt unter www.nog-duisburg-moers.de<br />

Michael Vogt: Duisburg – Hafen der Kulturhauptstadt<br />

Ölbilder, Acryl/Pigment auf Karton, Sepia-Tuschzeichnungen<br />

Michael Vogt, 1957 in Willich geboren, studierte an der Kunstakademie Düsseldorf<br />

bei Peter Kleemann und Gerhard Richter und war Meisterschüler bei<br />

Prof. Erwin Heerich. Nach dem Studium folgten langjährige Aufenthalte in<br />

Italien und Brasilien. Seine Arbeiten waren seit 1983 in zahlreichen Ausstellungen<br />

in Deutschland, Brasilien, Italien, Frankreich und Belgien zu sehen.<br />

Für diese Ausstellung malte Michael Vogt vor Ort, also im <strong>Duisburger</strong> Hafen an<br />

Rhein und Ruhr, um den unverwechselbaren Charakter der Schifffahrt dieser<br />

Stadt einzufangen.<br />

Zur Eröffnung am 9. Mai spricht Dr. Susanne Sommer, Direktorin des Kultur-<br />

und Stadthistorischen Museums.<br />

Aufbrüche – Ausbrüche<br />

Neue Arbeiten und abstrakte Malerei von Ralf Köppen<br />

Visuelle Eindrücke, Gefühle, Erlebnisse und Phantasien stehen im Zentrum<br />

der Malerei von Ralf Köppen. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Auseinandersetzung<br />

mit dem Menschen in der Gesellschaft sowie die Traumdeutung.<br />

Seit 1992 hat Köppen u.a. in Duisburg, Oberhausen, Düsseldorf, Brandenburg,<br />

Stuttgart und München ausgestellt.<br />

www.rk-kunstvoll.de<br />

Zum Anker<br />

Hommage an eine Traditionsgaststätte am Ruhrorter Neumarkt<br />

Die Ruhrorter Kneipe Zum Anker spielte im Leben der Schiffer und Gewerbetreibenden<br />

eine wichtige Rolle. Sie diente als Treffpunkt und Verhandlungsort,<br />

war aber auch Ort der Entspannung und des ausgelassenen Feierns nach<br />

getaner Arbeit. Anfang der achtziger Jahre wurde sie bekannt, als hier für den<br />

Tatort-Krimi „Ruhrort“ mit Götz George in der Rolle des „Schimanski“ wichtige<br />

Szenen gedreht wurden.<br />

Heute ist hier das Cafe Kaldi zuhause, das die Funktion als Treffpunkt in<br />

einem veränderten Wirtschaftsleben wieder aufgreifen und durch kulturelle<br />

Sonderveranstaltungen zu einem neuen Heimatgefühl beitragen möchte. Aus<br />

diesem zwischen Tradition und zeitgemäßer Kaffeehauskultur angelegten<br />

Selbstverständnis heraus erinnert es mit einer kleinen Ausstellung an den<br />

alten „Anker“. Zu sehen sind u.a. historische Fotos aus der Traditionskneipe<br />

und ihrem Umfeld.<br />

www.cafe-kaldi.de<br />

Duisburg in Form und Bild<br />

Ausstellung und Charity-Kunstauktion ausgerichtet vom Lions Hilfswerk<br />

Duisburg Mercator e. V.<br />

<strong>Duisburger</strong> Künstler stellen rund 40 Kunstwerke zur Verfügung, die zunächst<br />

ausgestellt werden und anschließend zu Gunsten von ausgewählten Kinder-<br />

und Jugendprojekten in und um Duisburg versteigert werden. 50 % des Versteigerungspreises<br />

gehen als Spende an das Lions Hilfswerk Duisburg Mercator<br />

e.V., das damit Kinder- und Jugendprojekte in und um Duisburg fördert.<br />

Die übrigen 50 % verbleiben bei den <strong>Duisburger</strong> Künstlern.<br />

Das Lions Hilfswerk Duisburg Mercator e.V. sieht seine Aufgabe darin, dort<br />

helfend einzugreifen, wo das soziale System unseres Staates nicht, nicht rechtzeitig<br />

oder nicht ausreichend helfen kann. Schwerpunktmäßig unterstützt das<br />

Lions Hilfswerk Duisburg Mercator e.V. Kinder- und Jugendprojekte in und um<br />

Duisburg.<br />

www.lionsclub-duisburg-mercator.de<br />

21. Mai – 31. Juli<br />

KunstVoll –<br />

Galerie & mehr<br />

Landwehrstraße 53<br />

47119 Duisburg<br />

Öffnungszeiten: tägl. 14 – 22 Uhr<br />

Eintritt frei<br />

21. Mai – 6. Juni<br />

Cafe Kaldi<br />

König-Friedrich-<br />

Wilhelm-Straße 18<br />

47119 Duisburg<br />

Öffnungszeiten 7:30 – 22 Uhr<br />

Eintritt frei<br />

22. – 30. Mai<br />

Auktion: 30. Mai 11 Uhr<br />

Museum der<br />

Deutschen Binnenschifffahrt<br />

Apostelstraße 84<br />

47119 Duisburg<br />

Öffnungszeiten:<br />

Di – So 10 – 17 Uhr<br />

Eintritt 3 Euro, ermäßigt 2 Euro<br />

76 77


Samstag, 22. Mai<br />

15:30 – 18 Uhr<br />

Atelier<br />

Amtsgerichtsstraße 8<br />

47119 Duisburg<br />

Weitere Termine: 29. Mai und<br />

5. Juni, jeweils 15:30 Uhr<br />

Eintritt frei<br />

23. Mai – 29. Mai<br />

Kunstverein Duisburg<br />

Weidenweg 10<br />

47059 Duisburg<br />

Öffnungszeiten: So – Sa ab 18 Uhr<br />

Mittwoch, 26. Mai<br />

19 Uhr<br />

Kunstverein Duisburg<br />

Weidenweg 10<br />

47059 Duisburg<br />

Eintritt frei<br />

Donnerstag, 27. Mai<br />

19.30 Uhr<br />

Bertha-Krankenhaus<br />

Therapiezentrum<br />

Maiblumenstraße 5-7<br />

47229 Duisburg<br />

Eintritt frei<br />

Esslokal<br />

An drei Samstagnachmittagen, zur besten Fußballzeit, laden Bud & Stella<br />

jeweils einen oder mehrere Künstler in ihr Esslokal in die Amtsgerichtsstr. 8 in<br />

Duisburg-Ruhrort ein. Für diese Zeit wird das Atelier zur Wohnküche und zum<br />

Ausstellungsraum für die Künstler. Gemeinsam mit 10 Gästen wird gegessen,<br />

was die Künstler auf den Tisch bringen. Ab Anfang Mai verlosen Bud & Stella<br />

jeweils 10 Plätze zum Essen unter den Bewerbern. Es gibt drei Verlosungen<br />

und die Gewinner werden am Dienstag vor der Veranstaltung benachrichtigt.<br />

Anmeldung: Verlosung der Plätze und Künstlerinfo ab den 1. Mai 2010 unter<br />

www.hafenmeister.posterous.com<br />

Lounge GalerieGanzOben<br />

In der <strong>Duisburger</strong> „Local Heroes“-Woche bietet der Kunstverein Duisburg<br />

neben einer Informationsebene rund um die Kulturhauptstadt Ruhr.2010 eine<br />

Lounge in der „GalerieGanzOben“ für Künstler, Kunst- und Kulturinteressierte,<br />

in der man sich bei kalten und heißen Getränken sowie einer kleinen Snackbar<br />

über das Geschehen der Kulturhauptstadt austauschen und inspirieren lassen<br />

kann. In künstlerisch gestalteter Atmosphäre zum Thema „Hafen der Kulturhauptstadt“<br />

wird ein kulturelles Abendprogramm angeboten.<br />

www.kunstverein-duisburg.de<br />

Im Atem des Hafens – Zwischen Ausfahrt und Einkehr<br />

Lesung von Dr. Horsthardi Semrau<br />

Der Autor liest Gedichte und Aphorismen<br />

www.kunstverein-duisburg.de<br />

Kulturabend in der Psychiatrie – Der Schmerz und die<br />

Sehnsucht nach Liebe<br />

Mit dem Bertha-Tanztheater und einem Vortrag von Sonja Blattmann<br />

(„Wildwasser“). Leitung, Inszenierung, Choreographie: Rita Maaßen<br />

Wasser ist das Symbol für Leben und Fruchtbarkeit, für Bewegung und Veränderung.<br />

Wir können ohne Wasser nicht existieren und zugleich kann Wasser<br />

als Naturgewalt unser Leben auslöschen. Wasser ist ein Ort der Sehnsucht<br />

und Träume. Es durchfließt unsere Gedanken und nimmt sie mit auf eine Reise<br />

durch geistige Landschaften. Wasser ist in ständiger Bewegung und Bewegung<br />

ist Ausdrucksform des Tanztheaters. Das Bertha-Tanztheater sieht die große<br />

Herausforderung, sich diesem „unfassbaren“ Element anzunähern und es in<br />

Bewegung und Ausdruck umzusetzen.<br />

Neben dem Bertha-Tanztheater wird Sonja Blattmann „Wildwasser Duisburg<br />

e.V.“, den Verein gegen sexuellen Missbrauch, vorstellen. Der Name des<br />

Vereins „Wildwasser“ symbolisiert die Lebendigkeit und Lebenskraft, mit der<br />

Mädchen und Frauen sich trotz der erlebten Gewalt ihren Weg bahnen, er steht<br />

für Wandlungsfähigkeit, für In-Aufruhr-Sein, für die Freiheitsliebe und Eigenständigkeit<br />

von Frauen. „Wildwasser“ bleibt in Bewegung und will in Bewegung<br />

setzen.<br />

Sonja Blattmann ist Autorin und Liedermacherin und seit über 13 Jahren in<br />

Sachen Gewaltprävention und Persönlichkeitsstärkung singend und spielend<br />

im deutschsprachigen Raum unterwegs.<br />

Mit freundlicher Unterstützung<br />

der Sana Kliniken AG und<br />

des Klinikums Duisburg<br />

sowie des Vereins „Wildwasser“.<br />

From Swing to Soul<br />

Konzertnacht mit Simone Helle und Niclas Floer<br />

Die Jazz-Sängerin Simone Helle überzeugt mit einer warmen, leicht angerauten<br />

Stimme, die verblüffend vielseitig klingen kann. Von sanfter Melancholie<br />

bis zum erdigen Groove beherrscht die <strong>Duisburger</strong>in eine breite Palette von<br />

Emotionen, mit denen sie nicht nur Klassiker zwischen Jazz, Soul und Pop<br />

ihren eigenen Stempel aufdrückt. Ebenso hörenswert und vielseitig sind ihre<br />

Eigenkompositionen. Partner auf ihrer Reise zwischen Swing und Soul ist<br />

Niclas Floer, der Pianist ihrer Band „Simone Helle & the 6th sense“.<br />

www.kunstverein-duisburg.de<br />

2. <strong>Duisburger</strong> Hidirellez Fest<br />

Frühlingsfest im Hafen der Kulturhauptstadt<br />

Mit dem „Hidirellez-Tag“ am 6. Mai beginnt nach dem türkischen Bauernkalender<br />

das Sommerhalbjahr. An diesem Tag feiert man das Erwachen der<br />

Natur. In Duisburg laden zum zweiten Mal Migranten-Vereine aus Hochfeld<br />

und Umgebung zum Hidirellez Frühlingsfest ein.<br />

Neben der ungarischen Tanzgruppe Vadrósza aus dem südungarischen Pécs<br />

werden als Vertreter des Ruhrgebiets die Bergmannskapelle Niederrhein und<br />

der Glückauf Chor Walsum auftreten. Die Walsumer wollen extra aus diesem<br />

Anlass auch ungarische und türkische Volkslieder einstudieren.<br />

Die türkische Metropole und Hauptstadt Istanbul wird durch einen bekannten<br />

türkischen Künstler und weitere Folklore-Gruppen vertreten sein.<br />

Außerdem wollen die Organisatoren mit prominenten Gästen im Bönninger<br />

Park einen Baum als Symbol für die Wiederbelebung und Wiedererwachung<br />

der Natur pflanzen. Die Feier wird abgerundet durch internationale Musik und<br />

Folklore, ein großes Kinderprogramm und eine kulinarische Meile.<br />

Freitag, 28. Mai<br />

20 Uhr<br />

Kunstverein Duisburg<br />

Weidenweg 10<br />

47059 Duisburg<br />

Eintritt frei<br />

29. Mai, 14 – 22 Uhr,<br />

und 30. Mai, 12 – 20 Uhr<br />

Bönninger Park<br />

Karl-Jarres-Straße / Heerstraße<br />

47053 Duisburg<br />

Eintritt frei<br />

78 79


Samstag, 29. Mai<br />

19 Uhr<br />

Kunstverein Duisburg<br />

Weidenweg 10<br />

47059 Duisburg<br />

Eintritt frei<br />

4. – 27. Juni<br />

Kunstverein Duisburg<br />

Weidenweg 10<br />

47059 Duisburg<br />

Öffnungszeiten:<br />

Do – Sa 17:30 – 20 Uhr<br />

Sonntag, 6. Juni 2010<br />

11 Uhr<br />

EarPort<br />

Philosophenweg 17 a<br />

47051 Duisburg<br />

Eintritt frei<br />

PIUMO 5.0<br />

Kunstperformance von Ralph Souren und Hugo Königs<br />

www.kunstverein-duisburg.de<br />

GrenzGebietRuhr: Container-Transit 2010<br />

„Container-Transit 2010“ ist ein Projekt des Kunstvereins Duisburg e.V. und<br />

zugleich Teil des Gesamtprojekts „GrenzGebietRuhr“. Die Kunstvereine im<br />

Ruhrgebiet haben sich zu diesem Projekt zusammengeschlossen, in dem es<br />

um die Außenbeziehung des Grenzgebiets Ruhr geht. Anlass und konzeptioneller<br />

Ausgangspunkt des Projekts ist das Motto „Duisburg – Hafen der<br />

Kulturhauptstadt“.<br />

Mit seiner Funktion, praktisch, ästhetisch und kommunikativ, symbolisiert<br />

der Container den weltweiten Transit von Waren und Ideen. Künstler/-innen<br />

entlang der Rheinschiene und des „Eisernen Rheins“ zwischen Duisburg und<br />

den Seehäfen Antwerpen und Rotterdam sind eingeladen, Holzmodelle eines<br />

20-Fuß- und eines 40-Fuß-Seecontainers im Maßstab 1:5 zu bearbeiten. Nach<br />

der künstlerischen Veränderung der Containermodelle innen wie außen in<br />

den Ateliers der beteiligten Künstler/-innen findet eine Zusammenschau und<br />

Montage der einzelnen Minicontainer zu der skulpturalen Gesamtinstallation<br />

„Container-Terminal“ im Kunstverein Duisburg statt.<br />

Kunstverein Duisburg in Kooperation mit RUHR.2010, Stadt Duisburg, Kulturhauptstadtbüro,<br />

ARGE Duisburg, Ruhrkunstvereine, Künstler/-innen der Stadt<br />

Duisburg, Städte Goch und Roermond, Jugendorchester Duisburg,<br />

IT2s it service&solution Duisburg, in Kooperation mit den Kunstvereinen des<br />

Ruhrgebiets.<br />

www.kunstverein-weidenweg.de<br />

Quasi a Due<br />

Fantasien für Klavier zu vier Händen von Kunsu Shim, Gerhard Stäbler und<br />

Franz Schubert. Konzertmatinée mit dem KlavierDuo Aya und Kozue Hara<br />

Musik ist Musik! Doch was ist Musik wirklich? Ihre tatsächliche Bedeutung und<br />

ihr Gebrauch im Alltag sind zwei Welten, die auseinanderzudriften scheinen.<br />

„Quasi a Due“ ermöglicht, den Dialog darüber zu „aktualisieren“ und die Frage<br />

„Was ist Musik?“ neu zu stellen. Die Komponisten Kunsu Shim und Gerhard<br />

Stäbler führen mit den beiden japanischen, im Ruhrgebiet lebenden Pianistinnen<br />

ein Gespräch anhand der Werke, die in der Konzertmatinée gespielt werden,<br />

über all das, was in Musik steckt, wobei die Chance gegeben ist, Werke<br />

nach dem Gespräch noch einmal zu hören.<br />

www.earport.de<br />

Rolf Köppen – Kaigraffiti<br />

Das Fotomotiv, das dem Plakat der 33. <strong>Duisburger</strong> <strong>Akzente</strong> zugrunde<br />

liegt, und die Zwischentitel im Programmheft stammen aus der Serie<br />

„Kaigraffiti“ des <strong>Duisburger</strong> Fotografen Rolf Köppen.<br />

Rolf Köppen, geboren 1955, ist von Beginn an <strong>Duisburger</strong>. Viel gereist und<br />

gern zurückgekehrt, begleitet er den Strukturwandel von Stadt und Hafen<br />

seit 30 Jahren mit der Kamera. Der freiberufliche Pressefotograf liebt das<br />

Dokumentarische. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt in der Logistik und ihren<br />

Menschen. Mit seiner alten Motoryacht OSKAR findet er neue Perspektiven<br />

in Hafenluft und Dieselduft. Der Fotograf ist seit 2004 abseits der<br />

Rundfahrt routen in www.oskars-hafenwelt.de unterwegs.<br />

Kaigraffiti in den Häfen von Duisburg-Ruhrort ist Spurensuche an 38 km<br />

<strong>Duisburger</strong> Hafenufer: abgerissene Tampen, verlorene Reibhölzer, rostender<br />

Stahl. Kaimalerei. Fremde Schiffe, ferne Häfen. Lebenszeichen, so bunt<br />

wie die Besatzungen der Kümos.<br />

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Impressum<br />

Schirmherrschaft<br />

Franz M. Haniel<br />

Veranstaltet und herausgegeben von<br />

Duisburg Marketing GmbH<br />

Festivalbüro<br />

Landfermannstraße 6<br />

47051 Duisburg<br />

Aufsichtsratsvorsitzende:<br />

Petra Vogt<br />

Geschäftsführung:<br />

Uwe Gerste<br />

Karl Janssen<br />

Amtsgericht Duisburg:<br />

HRB 273<br />

In Zusammenarbeit mit<br />

Stadt Duisburg<br />

Der Oberbürgermeister<br />

Dezernat für Familie, Bildung, Kultur<br />

Leitung Festivalbüro<br />

Frank Jebavy<br />

Programmkoordination<br />

der <strong>Duisburger</strong> <strong>Akzente</strong><br />

Olaf Reifegerste<br />

Redaktion<br />

Gerd Bracht<br />

Titelfoto und Zwischentitel<br />

Rolf Köppen<br />

Design<br />

Benning, Gluth & Partner,<br />

Oberhausen<br />

Druck<br />

NN<br />

Weitere Informationen<br />

Duisburg Marketing GmbH<br />

Bereich Festivalbüro<br />

Landfermannstraße 6<br />

47051 Duisburg<br />

festivalbuero@duisburg-marketing.de<br />

Info-Telefon<br />

0203-94000<br />

Programmaktualisierungen unter:<br />

www.duisburger-akzente.de<br />

oder www.duisburg.de<br />

Redaktionsschluss 1.3.2010<br />

Änderungen vorbehalten<br />

Vorverkauf:<br />

Karten für alle Veranstaltungen in Duisburg-Ruhrort verkaufen die<br />

Lotto Annahmestelle Grafen, Weinhagen 21, 47119 Duisburg, Tel. 0203-86125 und das<br />

RUHR.VISITORCENTER DUISBURG im CityPalais, Königstraße 39, 47051 Duisburg, Tel. 0203-285440.<br />

An beiden Vorverkaufsstellen gibt es auch die T-Shirts mit dem „Ankerherz“ zum Preis von 12 Euro.<br />

Davon gehen drei Euro an das Jugendzentrum „ruhrorter hafenkids“.<br />

Früher haben wir Kohlen verschifft.<br />

Heute bringen wir Kultur auf Rhein und Ruhr.<br />

Sie war mehr als 200 Jahre ein zentraler Geschäftszweig bei Haniel: die Schifffahrt. Wir fi ngen an mit Kohlentransporten<br />

über Rhein und Ruhr und bauten später auch Schiffe. Inzwischen ist Haniel ein internationaler Handels- und<br />

Dienst leistungskonzern. Doch unser Herz schlägt nach wie vor im Ruhrgebiet. Hier engagieren wir uns als Hauptsponsor<br />

für die Kurlturhauptstadt Europas RUHR.2010. Zum Auftakt der <strong>Duisburger</strong> Local Heroes-Woche präsentieren<br />

wir Ihnen am 21. Mai 2010 eine spektakuläre Show mit einem Schiff als Bühne. Die spanisch-katalanische Theatergruppe<br />

„La Fura dels Baus“ wird mit 60 Trapezkünstlern ein einmaliges Stück aufführen.<br />

www.haniel.de<br />

Hinweis auf unser wöchentliches Local Heroes-Magazin im TV mit Infos rund um die aktuelle<br />

Local Heroes-Woche: Auf Studio 47 immer freitags um 20.00 Uhr. Auf center.tv Ruhr immer freitags<br />

um 21.00 Uhr mit Wiederholungen jeweils samstags, sonntags um 13.00 und 19.00 Uhr, montags<br />

und 13.00 Uhr und dienstags um 22.00 Uhr.<br />

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