02-2017

brigitte.boettger

Technik 2

Das Magazin rund um die LüKK

Temperierung und Lüftung

von Hallengebäuden

Ausgabe 02 2017

Projekt

Alles im Lack: Rückstandslose

Abluftreinigung

Systemwahl

Mittig oder doch verteilt?

Nachgefragt

GEG-Aufschub: Wie sind

Hallengebäude betroffen?


cci Buch

Zum Thema

„Hallenlüftung“

gibt‘s bei uns noch mehr:

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Lüftung von

Produktionshallen

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Editorial

Der Blick

nach oben

Während in den heißen Monaten alles nach draußen ins Grüne strebt, ist es umso

wichtiger, dass in Räumen das gewünschte Klima herrscht. Das gilt auch für

Hallengebäude. Viel zu selten schaut man in einer Halle einmal nach oben und

würdigt die lüftungstechnischen Anlagen. Denn die müssen in Hallen ganz besonders

viel leisten und viel Luftvolumen transportieren.

Dass Hallen nicht gleich Hallen sind, war uns im Vorfeld der redaktionellen

Konzep tion dieser Ausgabe von Technik hoch zwei bewusst. Zu viele Nutzungsarten

gibt es, die unterschiedliche Anforderungen nach sich ziehen.

Wir haben wieder einen roten Faden für Sie gesponnen, damit Sie sich einen

guten Überblick über das Thema der Lüftung und Temperierung von Hallengebäuden

verschaffen können und wissen, wo Sie tiefergehende Informationen

erhalten können.

Genießen Sie den Sommer – möglichst im Grünen!

sabine.andresen@cci-dialog.de

Technik hoch zwei 2017/2

3


6

Angenehm für Haut und Nase

Eine Einführung

11

Eiseskälte

Projektbericht

22

Der Hybride

Projektbericht

25

GEG-Aufschub

Interview

18

Mit

dem Wind

nach Thailand

Projektbericht

4

Technik hoch zwei 2017/2


Inhalt

14

LüKK-Köpfe

Günther Schwank

8 Dunkelstrahler heizen ein

Projektbericht

12 Alles im Lack

Projektbericht

15 Das Beste

Leserbriefe

16 Hallengebäude richtig planen

figawa-Leitfaden

20 Luftführung

Die Möglichkeiten

24 Zentral oder Dezentral?

Ein Erklärversuch

28 Infos, bitte!

Literaturtipps

29 Produktschau

26

Abgeschirmt

Projektbericht

»

Titelthema

Hallenlüftung

Technik hoch zwei 2017/2

5


Angenehm für

Haut und Nase

In Deutschland gibt es über 420.000 Hallenbauten. Viele davon werden als Produktions-,

Werks-, Logistik- und Lagerhallen genutzt, sind damit „Teilzeitheimat“ für die in den Hallen

tätigen Personen, und zugleich zentrales Thema dieser Ausgabe von Technik hoch zwei. Um

die in den Hallen arbeitenden Personen vor potenziell bei den Arbeitsprozessen entstehenden

Schadstoffen sowie thermischen Lasten zu schützen, ist eine bedarfsgerechte dauerhafte

Abfuhr thermischer und stofflicher Lasten unerlässlich.

Die bedarfsgerechte lufttechnische und thermische Behandlung von Hallen ist jedoch eine

sehr komplexe Sache und hängt von einer Vielzahl an Faktoren ab. Dies sind beispielsweise

die Nutzungsart, die Anzahl der in der Halle tätigen Personen und thermische Lasten durch

Sonneneinstrahlung im Sommer, Frost im Winter oder Abwärme aus Produktionsprozessen.

Zugleich geht es darum, den Ansprüchen des Bauherrn oder Betreibers gerecht zu werden

und gesetzliche Vorschriften – zum Beispiel das Einhalten von MAK-Werten (maximale Arbeitsplatzkonzentration

von Schadstoffen) – einzuhalten, gesundheitlich einwandfreie Arbeitsbedingungen

zu schaffen und wenn nötig, prozessbedingt konstante klimatische Bedingungen

zu erhalten.

Um dies alles realisieren zu können, sind im Vorfeld eine Vielzahl an Fragen zu klären.

• Ist es ausreichend, eine Halle mit ausschließlich thermischen Lasten, zum Beispiel durch

Strahlungssysteme „nur“ zu beheizen oder ist eine zusätzliche Kühlung erforderlich?

• Sollen zur Beheizung und/oder Kühlung fossile oder regenerative Energien eingesetzt

werden? Gibt es Möglichkeiten einer Prozessabwärmenutzung?

• Muss die Halle zur Sicherstellung von gesundheitlich einwandfreien Arbeitsbedingungen

oder aus prozesstechnischen Gründen kontinuierlich be- und entlüftet werden.

Sind all diese Fragen geklärt, bietet allein der letzte Aspekt der Lüftung dem Fachplaner noch

ein riesiges Spektrum. So können sowohl zentrale (zum Beispiel RLT-Gerät mit Luftleitungen)

als auch dezentrale Geräte (wie beispielsweise mehrere Dachlüftungsgeräte) eine Lösung

sein. Die Zulufteinbringung kann über Misch-, Verdrängungs- und Schichtlüftung

(siehe auch Seite 20/21) oder kombiniert erfolgen.

Eine breite Vielfalt bietet auch die Beheizung von Hallen. Selbst wenn man die Beheizung

von Hallen als Ganzes außen vor lässt und sich nur auf die Erzeugung von Wärme an dem

Ort konzentriert, an dem sie benötigt wird, stehen wiederum zwei verschiedene gasbefeuerte

Systeme zur Auswahl: Dunkelstrahler, die Infrarotstrahlung über lange, dunkle Strahlrohre

abgeben und Hellstrahler, die diese überwiegend über hell leuchtende

keramische Brennerplatten abgeben. Dank des Strahlungsprinzips der

Dunkel- und Hellstrahler wird damit nicht nur die Hallenluft temperiert,

sondern auch der Boden, die Wände und die angestrahlte Einrichtung.

Spätestens jetzt wird klar: Das Thema Hallenlüftung bietet zahlreiche

Herausforderungen in puncto Beheizung, Kühlung, Lüftung und Luftreinhaltung.

Wie diese erfolgreich gemeistert werden können, demonstrieren

die vorgestellten beispielhaften Projektberichte. Ergänzend kommen wichtige

Akteure der LüKK zu Wort, und Theorie und Praxis, Fakten und Zahlen

auf den Tisch. So zeigt sich am Ende: Hallenlüftung ist komplex, aber bei

sinnvoller Planung, richtiger Ausführung und geeigneter Technik ein Garant

für gute, angenehme und produktionsfreundliche Luft.

(Abb. © industrieblick/Fotolia.com)

6

Technik hoch zwei 2017/2


Projektbericht

Dunkelstrahler heizen

Logistik ein

Empfindliche Güter, wie Lebensmittel und Pharmaprodukte, brauchen bei der

Lagerung eine gut abgestimmte Raumtemperatur. Im Warenumschlagszentrum

des Logistikunternehmens Koch International in Osnabrück sollte sich zudem

jede Lagerzone individuell temperieren lassen, und dies so energieeffizient wie

möglich. 2016 ging die Halle in Betrieb, ausgerüstet mit einer Wärmerückgewinnung

aus der Fortluft, gasbetriebenen Luft/Wasser-Wärmepumpen und einer

Dunkelstrahlerheizung mit Brennwerteffekt.

8

Technik hoch zwei 2017/2

Technik hoch zwei 2017/2


Eckdaten für das

Warenumschlagszentrum

25.000 m²

Das Gebäude mit rund 25.000 m²

Nutzfläche hat unter anderem ein

Hochregallager mit 8.400 Paletten-

Stellplätzen und ein Umschlaglager

mit 129 LKW-Rampen.

540 kW

Das Umschlaglager erhielt ein Dunkelstrahler-Verbundsystem

des westfälischen Herstellers Vacurant mit 540 kW

Heizleistung. Auf acht deckenmontierten Strahlungsbändern

sind jeweils drei gasbefeuerte Brenner aufgesetzt, die

individuell geregelt werden. Die Heizstränge haben eine

Gesamtlänge von rund 400 m. Sammel-Abgasleitungen

machten nur drei Dachdurchbrüche erforderlich. Durch Verlängerung

der Edelstahl-Abgasleitungen kondensiert der

Wassergehalt der Rauchgase und generiert so bis 12 % mehr

Nutzwärme. Ein Abgas-Wärmeübertrager entfällt.

40 bis 50 %

Die Strahlungswärme verschafft eine hohe thermische

Behaglichkeit. Die langwelligen Infrarotstrahlen werden

nur dort wirksam, wo sie auftreffen und erhöhen somit die

Oberflächentemperatur der raumumschließenden Flächen

und der Halleneinrichtung.

Hohe Hallen mit Deckenhöhen bis zu 30 m und mehr sind

laut Vacurant für die Dunkelstrahlheizung besonders geeignet.

Bei einer 10 m hohen Halle beträgt die Energiekosteneinsparung

gegenüber den konvektiven Systemen bis 40 %,

bei 15 m Hallenhöhe sogar bis 50 %.“

Technik hoch zwei 2017/2 Quelle: Vacurant Heizsysteme GmbH, Bad Lippspringe; Abb. Vacurant 9


Hallenheizung

Ausgezeichnet

Die Kübler GmbH, Ludwigshafen, hat bei der Thelen-Gruppe in Neuss die

Sanierung der Hallenheizung geplant und umgesetzt. Dies brachte nicht

nur 60 % Energieeinsparung, sondern auch eine Auszeichnung mit dem

Energy Efficiency Award der Deutschen Energie Agentur (dena). Unter

der großen Anzahl von Bewerbern würdigte die Fachjury die hohe Energieeffizienz

der Infrarottechnologie mit Restwärmenutzung und die Digitalisierung

des Heizprozesses der Kübler-Anlage mit dem 3. Preis.

Realisiert wurde in der 43.000 m² großen Lagerhalle der Thelen-Gruppe

das Heizungssystem „H.Y.B.R.I.D.“: Insgesamt 3.360 kW installierte Leistung

aus Infrarot-Hallenheizungen der Reihe „Optima plus“, betrieben mit

Erdgas. Dazu die Wärmeübertrager „O.P.U.S.X“ inklusive Pufferspeicher

zur effizienten Einspeisung der Abwärme in das vorhandene Büroheizungssystem.

Das Kübler-System „Celestra“ wurde zur Steuerung eingesetzt

und in die Gebäudeleittechnik von Thelen integriert.

Mehr ist weniger

Das Verteilerzentrum der Drogeriemarktkette dm im badischen Waghäusel:

An 26 Toren werden im Schichtbetrieb Waren geliefert, eingelagert

und an die Filialen versandt. In dem 4.500 m² großen Logistikkomplex arbeiten

1.000 Mitarbeiter, 70 davon an den temperatursensiblen Torbereichen

der Warenannahme und des Versands. Schon seit 2003 setzt dm hier

energiesparende Dunkelstrahler ein, den Mitarbeitern war es jedoch immer

wieder zu kalt. Die Schwank GmbH, deutscher Hersteller von Infrarot-

Hallenheizungen, tauschte die vorhandenen Geräte gegen Hochleistungsgeräte

und erhöhte die Leistung von 402 auf 603,4 kW (12 x „calorSchwank

D 50 U K“ und 1 x „supraSchwank 20“), ordnete die Geräte zudem nur noch

im Torbereich an. Dazu kam eine stufenlos modulierende Regelung zum

Einsatz, die die Brennerleistung dem tatsächlich benötigtem Wärmebedarf

der Halle anpasst.

Ergebnis: Trotz der 147 kW Mehrleistung im Jahresmittel spart dmnach

eigener Aussage 26 % Energie, womit sich die Anlage bereits nach 2,5

Jahren amortisiert hat.

10

(Abb. Kübler)

Technik hoch zwei 2017/2


Industrielle Belüftung

bei Eiseskälte

Das wetterfeste Klimagerät ist ausgelegt für extreme Minusgrade

(Abb. Wolf Anlagen-Technik GmbH)

Die Knauf International Group ist einer der größten Hersteller von Systemen für

Trockenbau, Putz, Boden und Fassade weltweit. Die Knauf Gips im Russischen

Novomoskovsk (etwa 200 km südlich von Moskau) ist Teil der Unternehmensgruppe

und produziert Zementplatten.

Die produktionsbedingte hohe Luftfeuchtigkeit stellt besondere Anforderungen

an die Lüftungstechnik, ebenso wie die extrem niedrigen russischen Außentemperaturen.

Da diese Anwendung mit Serienprodukten anderer Hersteller

nicht umsetzbar war, entschied sich der Auftraggeber für eine Anlagenlösung

von Wolf Geisenfeld.

Info

Die wetterfeste Sonderkonstruktion in T1/TB1-

Ausführung wurde speziell für den Betrieb bei

extrem niedrigen Außentemperaturen konzipiert.

Ein RLT-Gerät, das die Werte T1/TB1 nachweisen

kann, ist hinsichtlich der Wärmedämmung auf

allerhöchstem Niveau. Mit einer Luftmenge von

90.000 m³/h sowie der stufenlos regelbaren Wärmeleistung

bis 581 kW wird das Gerät den Anforderungen

gerecht. Um einen störungsfreien Betrieb

zu gewährleisten, wurde der Heizeinsatz

„WLE-K“ verwendet. Er erwärmt die angesaugte

Luft direkt auf die gewünschte Einblastemperatur

ohne ein weiteres Trägermedium.

Eine Regelung, die zu jeder Jahreszeit die gewünschten

Luftkonditionen garantiert, rundet die

Anlagenkonfiguration ab. Als weitere Maßnahme

wurde eine Vorwärmung der Brennerluft realisiert,

um auch bei sehr niedrigen Temperaturen einen

reibungslosen Brennerstart zu ermöglichen. Der

gesamte wetterfest ausgeführte Vorbaubereich

wurde mit einer Frostschutzheizung ausgestattet,

um auch bei tiefsten Außentemperaturen einen

verlässlichen Anlagenbetrieb zu gewährleisten.

(Quelle: Wolf Anlagen-Technik GmbH)

Zahlen, bitte!

Thema Hallen

Am Industriestandort Deutschland gibt es etwa 420.000 Hallenbauten.

Die Hallengebäude in Deutschland tragen mit etwa 15 % zum Endenergiegebrauch

aller Gebäude für Raumwärme bei.

Seit 1960 wurden 450.000 Hallengebäude in Deutschland errichtet. Demnach haben

mindestens 30.000 Hallengebäude die Jahrtausendwende wohl nicht überdauert – die Redaktion von

Technik hoch zwei kann sich diese Diskrepanz nicht anders erklären...

Hallen sind generell alle Zonen mit Raumhöhen über 4 m.

Technik hoch zwei 2017/2

Logistikhallen müssen mindestens 5.000 m² Fläche und 8 m Höhe messen.

11


Alles

im

Lack

Als Zulieferer der Automobilindustrie betreibt JKL eine

Roboterlackieranlage zur Beschichtung von Oberflächen.

Die BerlinerLuft. Technik GmbH war mit der Neukonstruktion

und Montage der Lüftungsanlage zur Absaugung

im Lackierbereich für die rückstandsfreie Abluftreinigung

beauftragt.

Bei der vollautomatischen Roboterlackieranlage der JKL-Kunststoff

Lackierung GmbH in Ottendorf-Okrilla bei Dresden haben

die klima- und lüftungstechnischen Bedingungen einen entscheidenden

Einfluss auf das Ergebnis. Sie bestimmen, ob die

volle Leistungsfähigkeit der Anlage und die Qualitätsparameter

erreicht werden - bei optimaler Energieeffizienz. Die bis

2015 betriebene Abluftreinigung bestand aus zwei separaten

Abluftsträngen zur Absaugung im Hallengebäude, die über

Die Anforderung

Die im System verbauten Lüftungskomponenten sollten die in der

Luft gebundenen Lösemittel über die Abluftanlage abscheiden, um

sie anschließend wieder dem Produktionskreislauf zuzuführen. Hierbei

war die Erfüllung der Immissionsrichtwerte (IRW) für Schall sowie

die Ausblashöhe der Abluft maßgeblich relevant. Weil der Druckverlust

im Anlageninneren entscheidend reduziert werden konnte,

arbeitet das System besonders energieeffizient.

Quelle und Abbildung:

BerlinerLuft. Technik GmbH

12

Technik hoch zwei 2017/2


Projektbericht

getrennte Anlagen versorgt wurden. Durch die angesaugte

Feuchtigkeit des Farbnebels waren diese durch

Korrosion stark sanierungsbedürftig.

Die Lackieranlage arbeitet mit 2-K-Spritzgießtechnik,

die Teile in mehreren Farben oder aus unterschiedlichen

Kunststoffen in einem Produktionsschritt herstellen

kann. Ein Spül- und Reinigungssystem sichert

gleichbleibende Güte auch bei häufigem Farbwechsel.

Wichtig waren also eine effektive Automatisierung bei

gleichzeitig sinkenden Energieverbrauchswerten. Eine

wasserberieselte Spritzkabine ermöglicht das gezielte

Absaugen des Farbnebels aus dem Luftstrom. So entsteht

ein geschlossener Wasserkreislauf ohne Abwasserbelastung.

Für einen möglichst geräuscharmen und energieeffizienten

Betrieb musste auch der Druckverlust verringert

werden. Dies erforderte den Austausch der im System

befindlichen Prozessventilatoren, Luftleitungen und Schalldämpfern sowie

die Zusammenführung der beiden Abluftstränge.

Ein weiterer Aspekt war die Reduzierung der Schallemission unter Einhaltung

der vorgeschriebenen Immissionsrichtwerte (IRW) im Mischgebiet

Industrie/Wohnen und die Ausblashöhe der Abluft. Eingesetzt wurde

hierfür eine spezielle Schalldämpfer-Kombination.

Besonders wichtig für JKL war eine reibungslose Montage bei laufendem

Betrieb. Ein längerer Stillstand der Anlage sollte möglichst vermieden

werden. Eine besondere Herausforderung für BerlinerLuft war mit dieser

Vorgabe die Zusammenführung der zwei Anlagenabschnitte auf einen

Fortluftauslass. Erst nach deren Zusammenführung konnte die Montage

der Dachkomponenten beginnen.

Die gesamte Anlage ist nun dauerhaft und ohne Aufwand revisionsfähig.

Durch die Zusammenlegung der beiden Abluftstränge entstand mehr

Platz, der jetzt anderweitig genutzt werden kann.

Die neue Leitungsführung verbesserte die energetischen Bedingungen

um 25 %.

Technische Daten

Eingesetzt wurden folgende Produkte und Leistungen

• Ventilatoren, Typ Freiläufer:

– Pressung je Ventilator 1200 Pa

– Volumenstrom 14.000 m³/h

– Statische Druckerhöhung 900 Pa

– Antriebsleistung 5,0 kW

– Drehzahl 1.440 U/min

– Frequenzumformer für beide Motoren

• Luftleitungssystem: Kanalsystem geschweißt, Edelstahl

• Außenluft- und Fortlufttechnik: Weitwurfdüse

• Luftregulierung: Jalousieklappe, Ausführung Stahl verzinkt

• Schalldämpfer: Industrieschalldämpfer-Kombination Absorber/Resonator

Technik hoch zwei 2017/2 13


Szene

LüKK-Köpfe

Von elektromagnetischen Wellenlängen zur Wärme

Perfektionist wollte er Spitzenprodukte, auch wenn es schwer war,

der gestiegenen Nachfrage Herr zu werden. Und so entschied sich

Schwank 1951, die Fertigung der Strahler selbst in die Hand zu

nehmen. Fast zeitgleich gründete er die ersten Auslandsniederlassungen

in Holland, Italien, England, Frankreich und Monaco. Der

kleine Betrieb mauserte sich zum weltweit agierenden Unternehmen

und so zog man 1952 nach Köln um, wo ausreichend Produktionsfläche

und Fachkräfte zur Verfügung standen.

Überraschend starb Günter Schwank 1955 mit nur 50 Jahren. Idee

und Philosophie des Gründers sind heute noch lebendig. Bereits in

dritter Generation werden in Köln Hell- und Dunkelstrahler gefertigt.

Die heutigen Schwank-Strahler haben mit dem Urtyp lediglich

noch das Grundprinzip gleich.

1933 bis 1939 baute und vertrieb Günther Schwank industrielle

Gasgeräte im Elsass, darunter auch Gasherde für Großküchen.

Hellstrahler

Günther Schwank wurde 1905 in der Hansestadt

Hamburg geboren. Ob das raue Klima seiner Heimatstadt

ihn dazu brachte, sich mit den Auswirkungen

elektromagnetischer Wellenlängen auf

das Wärmeempfinden des Menschen zu beschäftigen,

sei dahingestellt. Dieses Interesse machte

ihn jedoch zum Erfinder und Visionär seiner Zeit.

Nach seinem Ingenieurstudium begann der damals 27-Jährige, neben seinem

eigentlichen Beruf als Projektingenieur in einer kleinen Werkstatt nach

dem idealen Flammträger zur Erzeugung einer sehr heißen Oberfläche zu

forschen. Erst sieben Jahre später, also 1939, gab sich Schwank mit den Ergebnissen

seiner Forschungen zufrieden und meldete das Patent auf die

weltberühmte Schwank-Keramikplatte an. Mit ihr legte er den Grundstein

für eine Heizungstechnik, die die Branche der Hallenheizungen prägte: die

Infrarotheizungs-Hellstrahler.

Das Potenzial der kleinen Keramikplatte schien groß. Zunächst fertigten Lizenznehmer

die ersten Hellstrahler. Doch den Qualitätsansprüchen von

Günther Schwank war die ausgelagerte Produktion ein Dorn im Auge, als

Schwank Hellstrahler anno 1952. Viele der

damaligen Geräte sind heute noch im Einsatz.

(Beide Abb. Schwank)

Günther Schwank schuf bereits 1939 die

erste Strahlungsheizung. Die Grundidee:

Eine Keramikplatte als Flammträger zur Erzeugung

einer sehr heißen Oberfläche zu

nutzen. Diese Platte ist das Herzstück der

Hellstrahler, durch die das Gas-Luft-Gemisch

strömt und an deren Oberfläche es

verbrennt. Früher waren diese Platten relativ

einfach aufgebaut. Entwickler fingen

bereits in den 1970er Jahren an, die Keramikplatte

zu perfektionieren, denn sie hatten

erkannt, dass Leistungsausbeute und

Emission zum Großteil von der Oberflächenbeschaffenheit

und vom Aufbau der Platte

abhängig sind.

14

Technik hoch zwei 2017/2


Das Beste

Die aktuelle Ausgabe 01/2017 von Technik

hoch zwei ist grafisch wie inhaltlich das

Beste, was ich bisher aus Ihrem Hause

gesehen und gelesen habe:

modernes Design, aussagekräftige und

verständliche Texte sowie kreative und

nutzwertige Infografiken.

Alexander Schell, Geschäftsführer Europäisches

Institut für angewandtes

Kundenmanagement (eifk), Martinsried

(Abb. cci Dialog GmbH)

Leserbriefe

Sehr schöne Ausgabe

Das ist eine sehr schöne Zeitung (Technik hoch

zwei, Ausgabe 01/2017), die Sie und das Team

der cci Dialog GmbH produziert haben.

Olaf Ledwig, Verband Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe

(VDKF), Bonn

Gelungene Neugestaltung

Soeben habe ich die Ausgabe 01/2017 von „Technik hoch zwei“ erhalten.

Ich möchte Ihnen zum neuen Design des Magazins gratulieren. Auch

das neue Papier passt haptisch sehr gut zu diesem Stil.

Matthias Gröll, Leiter Werbeabteilung, Wolf Anlagen-Technik GmbH, Geisenfeld

Technik hoch zwei 2017/2

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Hallengebäude

richtig planen

Wie sollten Hallengebäude im Hinblick auf die Gebäudehülle, die

Beheizung, Lüftung und Beleuchtung projektiert werden, um eine

gute Energieeffizienz zu erzielen und gleichzeitig auch die Vorgaben der

Der Figawa-Verband

Die vor 90 Jahren als technisch-wissenschaftliche

Vereinigung gegründete

Figawa (Bundesverband der Firmen im

Gas- und Wasserfach) umfasst heute rund

1.000 Mitgliedsunternehmen, die mit vielen

Arbeitsgruppen in den Kernbereichen Gas,

Wasser und Rohrleitungen tätig sind.

Energieeinsparverordung (EnEV) und des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes

(EEWärmeG) zu erfüllen? Antworten liefert der “Leitfaden zur Planung

neuer Hallengebäude nach Energieeinsparverordnung EnEV 2014 und Erneuerbare-

Energien-Wärmegesetz 2011“ des Bundesverbands der Firmen im Gas- und Wasserfach (figawa).

Architekten, Planer, Bauherren, Investoren

und Projektentwickler müssen bei der Errichtung

von Gebäuden immer stärker auf

effiziente Energienutzung und die Einbindung

regenerativer Energien achten. Immer

mehr stehen Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit

im Fokus, und Vorgaben des

Gesetzgebers sind zu beachten. Die Notwendigkeit,

einen Beitrag zum Klimaschutz

zu leisten, besteht auch bei der Planung

und Errichtung von Hallengebäuden - diese

werden in den energierechtlichen Vorschriften

und in der öffentlichen Diskussion

bisher allerdings nur am Rande betrachtet.

Der “Leitfaden zur Planung neuer Hallengebäude

nach Energieeinsparverordnung

2014 und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz

2011” des Bundesverbands der Firmen

Der “Leitfaden zur Planung neuer Hallengebäude

nach Energieeinsparverordnung

EnEV 2014 und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz

2011“ und die unterstützende

Software sind auf der Webseite

www.figawa.de zu finden. Detailliertere

Informationen und häufig gestellte

Fragen zu diesem Themenkomplex gibt

es auf der Projektseite www.systemvergleich-hallenheizung.de.

im Gas- und Wasserfach (figawa) stellt die

grundlegenden Zusammenhänge zwischen

EnEV 2014 (mit den Anforderungsstufen

2014 und 2016) mit der DIN V 18599

„Energetische Bewertung von Gebäuden“

und dem EEWärmeG für die Planung und

Baupraxis von Hallengebäuden anschaulich

dar.

Aus beiden Instrumenten ergeben sich

zahlreiche Wechselwirkungen bei der Erfüllung

der Pflichten wie auch bei der Nachweisführung.

Die nachhaltige und wirtschaftliche

Planung erfordert einen integralen

Prozess mit Blick auf die Wechselbeziehung

von Gebäude, Nutzung und Anlagentechnik

unter Berücksichtigung von

Energieeffizienz und Nutzung regenerativer

Energien in allen Abschnitten - eine anspruchsvolle

Herausforderung. Dabei werden

- so weit wie möglich - systematisch die

Besonderheiten dieser heterogenen Gebäudekategorie

in Bauweise, Nutzung und

Anlagentechnik berücksichtigt. Für modellhafte

Hallengebäude werden wirtschaftliche

und praxisgerechte Musterlösungen

und Erfüllungsvarianten von Gebäude und

Anlagentechnik dargestellt.

Als Beispiele enthält der Leitfaden für modellhafte

Hallengebäude – Werkstatt, Fertigung/Fabrik,

Sport/Mehrzweck, Logistik

und Markt (Großmarkt, Baumarkt) ausführliche

praxisgerechte Musterlösungen und

Erfüllungsvarianten von Gebäude- und Anlagentechnik.

Diese Beispiel-Modellhallengebäude

entsprechen im Hinblick auf deren

Nutzungen etwa 90 % der Hallengebäude,

die seit 1960 in Deutschland errichtet wurden.

Somit ist der Leitfaden für alle Fachingenieure

ein wichtiges Planungsinstrument

zur Konzeption von Hallengebäuden.

Er wurde im Herbst 2016 veröffentlicht.

Unterstützende Software

Zur Umsetzung des Leitfadens für eine

rechnergestützte Projektierung von Hallengebäuden

und zum Nachweis der EnEVund

EEWärmeG-Forderungen hat der Verband

das „Figawa-Hallen-Tool“ erstellt. Dies

ist eine Software, mit der nach Eingabe der

Projekt-Basisdaten (zum Beispiel Nutzungsart,

bauphysikalische Werte, Wetterdaten,

Betriebszeiten, Soll-Temperaturen,

Personenbelegung, Beleuchtung) einfach

und schnell unterschiedliche zentrale und

dezentrale Heizzsysteme geplant, variiert

und anhand der Ergebnisse direkt miteinander

verglichen werden können (Wärmeverbräuche,

Lösung erfüllt EnEV 2014/2016

und EEWärmeG oder nicht).

Veränderungen von Werten im Programm

(zum Beispiel bauliche Parameter, Temperaturen,

Art der Beheizung der Halle per Fußbodenheizung

oder Heizstrahlplatten anstelle

einer Warmluftheizung oder per

Hell- statt Dunkelstrahlern) werden unmittelbar

angezeigt. Die aus den Variationen

folgenden Konsequenzen sind direkt erkennbar

(Wärme- und Energieverbräuche,

Erfüllung von EnEV und EEWärmeG).

16

Technik hoch zwei 2017/2


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Technik hoch zwei 2017/2

17


Projektbericht

Mit dem Wind

nach Thailand

Der Windkraftanlagen-Hersteller Max Bögl, Sengenthal

(Bayern), will mit einer neuen, einzigartigen mobilen Fertigung

starke Präsenz auf dem Weltmarkt zeigen.

Um den Herausforderungen des Bedarfs für hohe Nabenhöhen

außerhalb Europas gerecht zu werden, bietet Max Bögl sein Hybridturmsystem

nun mit mobiler Fertigung an. Die Neuentwicklung für

Windenenergieanlagen mit Nabenhöhen zwischen 140 und 180 m ermöglicht die

Fertigung der schweren Betonsegmente direkt vor Ort. Anfang 2018 wird die Produktion des internationalen Hybridturmsystems

in Thailand starten. Dafür laufen gerade alle Vorbereitungen zur Errichtung der mobilen Fertigung am Standort Huai Bong. Die

Produktionshalle wird erst in Deutschland getestet und anschließend komplett verschifft. Ausgerüstet ist sie unter anderem mit

dezentraler Hallenheiz- und -belüftungstechnik der LK Metallwaren GmbH, Schwabach.

!

Wissenswert

Die modulare Aufbaustruktur

des mobilen Fertigungswerks

des Windkraft-Unternehmens

Max

Bögl gewährleistet eine

hohe Flexibilität. Dieser

hohen Mobilität und Flexibilität

musste auch LK

Metall gerecht werden,

das die Halle mit einer effizienten

Belüftung und

Heizung ausstattete. Einerseits

müssen die Anlagen

ebenso wie die gesamte

Halle mobil und verschiffbar

sein. Anderseits

ist das tropische Klima in

Thailand einhergehend

mit heißen Temperaturen

und mit hoher Luftfeuchtigkeit

zu berücksichtigen.

»

Das mobile Fertigungswerk von Max Bögl

umfasst ein Hallenvolumen von

rund 100.000 m³, bei einer

Hallenhöhe

von 9 bis 13 m

aufgeteilt in verschiedene

Produktionsbereiche.

Die mobile Produktionshalle aus

der Vogelperspektive

(Abb. Max Bögl Wind AG)

Sofort verschiffbar: Die LK-Lüftungsanlagen

durchliefen den Probebetrieb in Deutschland bereits

im See-Container. (Abb. LK Metall)

18 Technik hoch zwei 2017/2


Mit einer Regelungsmöglichkeit von

40 bis 100 %

können genaue Temperaturgrenzen

eingehalten werden. Die Lüftungsanlagen

wurden als kombinierte Zu- und Abluftanlagen

mit integrierter Wärmerückführung ausgeführt.

Die Be- und Entlüftung erfolgt dabei mit

textilen, wetterfesten

Luftleitsystemen.

Textile Luftleitsysteme in

wetterfester Ausführung

regeln die Zu- und Abluft

der mobilen Halle.

(Abb. LK Metall)

Durch den Einsatz eines

modernen effizienten Leichtölbrenners

wird dem Zuluftstrom nur die

benötigte Wärmemenge zugeführt.

In Thailand ist vor allem

Abkühlung

gefragt: So nutzt die Anlage

beispielsweise die kühleren Nachttemperaturen.

Durch den permanenten Luftaustausch lässt

sich ein Stau extrem hoher Temperaturen

unter dem Hallendach vermeiden.

Die LK Metall-Ingenieure

entschieden sich für den Verbau der

Lüftungsanlage „RK-K“ in den

Ausführungen „RK 200“ und „RK 320“ mit

und ohne Heizeinsatz. Die Lüftungsanlage

ist speziell für Hallen mit stetigem

Luftaustausch geeignet.

Die Nennluftleistung von „RK 200“ beträgt

beispielsweise

45.000 m³/h

sowohl für die Zu- als auch die Abluft.

Technik hoch zwei 2017/2

19


Mittel der Wahl

Luft|füh|rung

Die Luftführung, das heißt die Lenkung der Luft zur Kühlung oder Klimatisierung,

in Produktions-, Werks- Logistik- und Lagerhallen lässt

sich auf verschiedene Arten realisieren. So können sowohl die Mischlüftung

als auch die Schicht- oder Verdrängungsströmung das Mittel der

Wahl sein. Wichtige Auswahlkriterien für den Fachplaner sind dabei der

Personenschutz vor luftfremden Stoffen, die Sicherstellung eines gesundheitlich

unbedenklichen Arbeitsumfelds, die thermischen Verhältnisse

in der Arbeitsumgebung

sowie der

energetische

Aufwand.

Mischlüftung

Bei der Mischlüftung wird warme, schadstoffbelastete Raumluft

mit kühler und frischer Außenluft so gemischt, dass in den Aufenthaltsbereichen

von Personen die vorgegebenen maximalen Schadstoff-

und/oder Wärmebelastungen durch Verdünnung der Schadstoffe

nicht überschritten werden. Die Luft wird dabei nicht großflächig,

sondern punktuell und mit hoher Einblasgeschwindigkeit

(impulsbehaftet) eingeblasen. Dadurch lassen sich fast in der gesamten

Halle – eine Ausnahme stellen die Nahbereiche der Zuluftdurchlässe

sowie der thermischen und Schadstoffquellen dar –

gleiche thermische und stoffliche Bedingungen erzielen.

Umgesetzt wird eine (turbulente) Mischlüftung oftmals über

mehrere nach unten gerichtete Einzelluftstrahldüsen oder durch

eine Tangentiallüftung mit horizontaler Luftzufuhr unter der Decke

oder oberhalb des Arbeitsbereichs.

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Verdrängungsströmung

Die Verdrängungsströmung zeichnet sich durch großflächige

Luftdurchlässe aus, die gegenüberliegend angeordnet

sind (der Nutzbereich der Halle liegt dazwischen),

um mit der frischen Außenluft impuls- und turbulenzarm

die vorhandene Raumluft mit ihren Schadstoffen

„zu verdrängen“. Aufgrund der großen Zuluftmengen

mit geringen Zuluftgeschwindigkeiten wird

wenig Hallenluft induziert, weshalb sich in den Aufenthaltsbereichen

geringere Temperaturen und Schadstoffbelastungen

einstellen als in höheren Hallenbereichen.

Da eine großflächig in einer gesamten Halle angeordnete

Verdrängungsströmung aufgrund der großen

Zuluftmengen sehr teuer ist, kommt oftmals nur eine

bereichsweise Verdrängungsströmung zum Einsatz.

Bei dieser werden beispielsweise an einzelnen Arbeitsplätzen

großflächige Zuluftdurchlässe eingesetzt, denen

gegenüber Abluftdurchlässe angeordnet sind, um den

Arbeitsplatz möglichst frei von Schadstoffen zu halten.

20 Technik hoch zwei 2017/2


Die Welt in Zahlen

Schichtströmung

Die Schichtströmung empfiehlt sich bei Hallen mit hohen Wärme-

und Stofflasten. Luftdurchlässe werden in der Regel in Bodennähe

aufgestellt, um von dort den Arbeitsplätzen Zuluft

mit geringer Geschwindigkeit zuzuführen. Stofflasten werden

dadurch nicht in ihrer Ausbreitung behindert und zugleich

durch den Verdrängungseffekt und thermischen

Auftrieb in höhere Hallenbereiche befördert, wo sie mit der

Abluft abgeführt werden.

Zur Realisierung der Schichtströmung werden Doppelböden

oder Luftleitungen im oder auf dem Boden benötigt. Da

dies in Produktionshallen meist nur schwer umsetzbar ist,

kommt diese Art der Lüftung dort meist nicht zum Einsatz.

mischlüftung

Ob hell oder dunkel:

warm

Wegen ihres großen Volumens ist in Hallengebäuden eine effektive

Beheizung nur durch erzwungene Luft-Konvektion oder Infrarotstrahlung

möglich. Die in Wohngebäuden eingesetzte natürliche

Konvektion mittels der üblichen Heizkörperheizung wäre hingegen

nahezu wirkungslos. Bei der Konvektionsheizung wird die Hallenluft

(und/oder Zuluft) angesaugt, über ein Wärmeübertragersystem

erwärmt und dann dem Raum zugeführt.

Die bereits im Raum zum Beispiel durch Abwärme oder Sonneneinstrahlung

vorhandene Wärme kann in den Heizprozess aufgenommen

und in den Arbeitsbereich zurückgeführt werden. Durch eine

flächige und gleichmäßige Verteilung der Wärme in der gesamten

Halle werden Kaltzonen vermieden und die Behaglichkeit der im

Raum befindlichen Personen wird positiv beeinflusst.

Bei der Wärmestrahlung mit Dunkel- und Hellstrahlern erfolgt die

Übertragung der Wärme von einem Körper zu einem anderen ohne

Wärmeträger (und Molekularbewegungen). Stattdessen findet bei

der Wärmestrahlung der Energietransport in Form von Infrarotstrahlung

und damit als elektromagnetische Wellen statt.

Die von einer Fläche ausgestrahlte Wärmeenergie hängt stark von

der Temperatur der Wärmequelle ab (sie ist proportional zu T 4 ).

Zugleich durchdringt die Wärmestrahlung die Luft nahezu verlustfrei

und temperiert beim Auftreffen beispielsweise Wände, Maschinen,

Fußboden und auch Menschen.

Zuluftgeschwindigkeit: 4 bis 6 m/s

(bei Drallauslässen) beziehungsweise 8 bis

12 m/s (bei Düsen)

Hohe Induktionswirkung -> Umwälzung

eines 20- bis 30-fachen Luftvolumens im

Verhältnis zum Zuluft-Volumenstrom

Montage im oberen Wand- oder Deckenbereich

Verdrängungsströmung

Zuluftgeschwindigkeit: 0,6 bis 0,9 m/s

Geringe Induktionswirkung -> wenig

Raumluft wird in die Zuluft induziert

Montage in der Nähe des Arbeitsbereichs

Schichtströmung

Zuluftgeschwindigkeit: 0,3 bis 0,4 m/s

(arbeitsplatznah)

Sehr geringe Induktionswirkung

Montage der Luftdurchlässe auf dem

Boden

Technik hoch zwei 2017/2

21


Projektbericht

Der Hybride

Streng genommen sind Baumärkte Verkaufsstätten und keine Hallengebäude, so

auch der „Obi“-Markt, um den es im folgenden Projekt geht. Die Lösung, die dort

zum Einsatz kommt - eine Kombination aus zentraler Lüftung und dezentraler Temperierung

- eignet sich aber auch als Lüftungslösung für Hallengebäude. Die zentralen

und dezentralen Geräte sind jeweils nur dann im Betrieb, wenn auch Bedarf

besteht. Mit diesem Systemgedanken lässt sich viel Energie sparen.

(Abb. Kampmann/Nova)

22

Technik hoch zwei 2017/2


Eckdaten

EnEV

25 %

Mit dem Neubau in Hamburg-Bergedorf

eröffnete die Baumarktkette Obi

eine weitere „grüne Filiale“: Der Baumarkt

erhielt die GreenBuilding-Zertifizierung

im Rahmen des Klimaschutzprogramms

der Europäischen Kommission

zur Steigerung der Energieeffizienz

von Gebäuden und Nutzung

regenerativer Energien. Die Voraussetzungen

erfüllte der Standort mit einer

Unterschreitung des in der Energieeinsparverordnung

(EnEV) vorgeschriebenen

Primärenergiebedarfs um 25 %.

System

Mit dem zum Einsatz kommenden „Hybrid Eco“-System der

Kampmann GmbH, Lingen, und der Nova Apparate GmbH,

Donaueschingen, spart die Baumarkt-Filiale nach eigener

Aussage 35,8 % Energie ein. Die beiden Aufgaben „Lüften“

und „Temperieren“ werden getrennt ausgeführt. Gelüftet

wird zentral mit einem oder mehreren RLT-Geräten, temperiert

wird dezentral über ventilatorgestützte Systeme. Ein

zentraler Vorteil ist die einfache Zonentemperierung durch

die Regelung der einzelnen Geräte.

Luftvolumen

40.000 m³/h

Sechs Lüftungsgeräte (auf dem Dach positioniert) sorgen

mit einem Volumenstrom von 40.000 m³/h für die Be- und

Entlüftung des Markts. CO 2

-Fühler im Markt ermitteln die

benötigte Außenluftmenge, sodass die RLT-Geräte jeweils

nur so viel Außenluft liefern wie nötig. In den Geräten sind

Doppelplattenwärmeübertrager zur Wärmerückgewinnung

(WRG) installiert (Wirkungsgrad: 84 %). Da die RLT-

Geräte nicht aktiv heizen, können sie klein ausgelegt werden.

Ebenso auch die Luftleitungen.

Technik hoch zwei 2017/2 23


Zentral/Dezentral

Mittig oder doch verteilt?

Stehen für eine Halle die zur Abführung

von stofflichen und thermischen

Lasten berechneten notwendigen

Zu- und Abluftvolumenströme

fest, beginnt die Qual der Wahl bezüglich

der einzusetzenden Raumlufttechnik.

Zentral oder dezentral,

das ist die Frage. Die Antwort, welches

System besser geeignet ist,

hängt von den Anforderungen an die

Hallenlüftung ab. Wesentliche Unterscheidungs-

und damit auch Entscheidungskriterien

sind Gewicht,

Leitungsnetz und die Einbindung in

die Hallenstruktur.

So sind Zentralanlagen bei einer

Dachmontage inklusive Luftleitungsnetz,

Volumenstromregler,

Klappen und Luftdurchlässen bei

gleicher Leistung oft schwerer als

das Gesamtgewicht aller erforderlichen

dezentralen Geräte. Die Einbindung

eines Luftleitungsnetzes

(zentraler Systeme) in Fördersysteme

oder Versorgungseinrichtung

und damit in die Infrastruktur einer

Halle ist oftmals wesentlich schwieriger

als die Einbindung dezentraler

Geräte. Zudem bietet der Verzicht

auf ein Luftleitungsnetz die Chance,

Leckageverluste zu vermeiden und

auf eine entsprechende Erhöhung

der Volumenströme zu verzichten.

Zentral

Dezentral

Bei der zentralen Standardlösung wird die Luft in

einem RLT-Gerät zentral aufbereitet und dann über

ein Luftleitungsnetz in die Halle eingebracht.

(Abb. HOWATHERM Klimatechnik GmbH, Brücken)

Dezentrale Systeme bestehen aus mehreren einzelnen, kleineren

und leistungsschwächeren Lüftungsgeräten, die die Außenluft an

Ort und Stelle direkt ansaugen, sie je nach Bedarf filtern, heizen oder

kühlen und anschließend in Hallenzonen ausblasen. Ein aufwändiges

Luftleitungsnetz wird nicht benötigt.

(Abb. Kratzer GmbH & Co KG, Offenburg)

Im Hinblick auf die Lüftführung (S. 22), stellen die Mischlüftung und Schichtströmung

für beide Systeme einen vergleichbaren technischen Aufwand dar. Bei der

Mischlüftung können dezentrale Geräte in ihrer Standardkonfiguration eingesetzt

werden, da sie eine integrierte Luftverteilung besitzen. Zentralanlagen sind im

Deckenbereich montiert und sind bei Einsatz entsprechender Luftdurchlässe ebenfalls

für die Mischlüftung geeignet. Für die Schichtströmung muss in beiden Fällen

die Zuluft im oder direkt über dem Arbeitsbereich verteilt werden.

24

(Abb. Kübler)

Technik hoch zwei 2017/2


Interview

GEG-Aufschub:

Wie sind

Hallengebäude

betroffen?

(Abb. © Lukassek/Fotolia.com)

Dr. Jens Findeisen, Leiter Forschung &

Entwicklung bei der Kübler GmbH,

Ludwigshafen

Eigentlich sollte der Entwurf eines neuen Gebäudeenergiegesetzes (GEG) als

Zusammenführung der Energieeinsparverordnung (EnEV) und des Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetzes

(EEWärmeG) spätestens am 22. Februar vom

Bundeskabinett abgesegnet werden. Inzwischen ist das GEG beim Sprung in

die Ratifizierung gescheitert. Was dies für die energieintensive Beheizung von

Hallen-gebäuden bedeutet, beantwortet Dr. Jens Findeisen, Leiter Forschung

& Entwicklung bei der Kübler GmbH, Ludwigshafen.

Welche Bedeutung hat das

Scheitern des GEG für die

energieeffiziente Beheizung

bei Geschosshöhen über

4 m?

?

Findeisen: Faktisch gilt zunächst weiterhin die EnEV 2014 mit

dem Status 2016. Das heißt: Für dezentral beheizte Hallen mit Raumzonen

über 4 m gilt das Anforderungsniveau nach Referenzgebäude

2014. Von der seit Januar 2016 geltenden Verschärfung um 25 % auf

Primärenergieseite sowie der weiteren Verschärfung hinsichtlich der

U-Werte ist diese Kombination von Gebäude und Beheizungsart also

weiterhin befreit. Das EEWärmeG muss wie bisher über den Weg der

Ersatzmaßnahme „Einsparung von Energie“ nach § 7 erfüllt werden.

GebäudeEnergieGesetz GEG

Das GEG sollte das Ordnungsrecht für Gebäude vereinfachen.

Dazu wurden in dem GEG-Entwurf das Energieeinsparungsgesetz

(EnEG), die Energieeinspar-Verordnung (EnEV)

und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG)

in einem zentralen Dokument zusammengefasst und die

Anforderungen (mehr oder weniger gelungen) besser aufeinander

abgeglichen. Gleichzeitig sollte mit dem GEG der in

der europäischen Gebäudeeffizienzrichtlinie geforderte

Niedrigstenergie-Standard für neue öffentliche Gebäude

definiert werden (gültig ab 2019).

!

Was bedeutet dies für die

Realisierung der großen

Energiesparpotenziale

dezentraler Systeme?

?

Findeisen: Es ist äußerst schade, dass neben der Vereinfachung

der Regelwerke weitere inhaltlich sehr gute Aspekte des neuen GEG

vorerst nicht zum Tragen kommen. So wäre durch das Streichen der

oben erwähnten Ausnahmegenehmigung für dezentral beheizte

Zonen > 4 m der Technologieoffenheit stärker nachgekommen worden.

Gleichzeitig wäre durch den Wegfall der grundsätzlichen Verpflichtung

zum Einsatz erneuerbarer Energien in dezentral beheizten

Hallen > 4 m ein ganz entscheidender Schritt in Richtung sinnvoller

Differenzierung bei der Beheizung unterschiedlicher Gebäudearten

gemacht worden: Zu erkennen, dass aus physikalischer Sicht die Beheizungstechnologie

im Geschossbau sich signifikant von derjenigen

im Hallenbereich unterscheidet, bietet nach dem Motto „Efficiency

first“ enormes Potenzial zur Erreichung der klimapolitischen Ziele.

Potenzial, das großenteils vorerst verschenkt wird.

Mitglieder von cci Wissensportal lesen zu diesem Thema

weitere Hintergründe und Statements von Verbänden unter

der Artikelnummer cci 54273.

Technik hoch zwei 2017/1 25


Projektbericht

Abgeschirmt

Lüftungs- und Versorgungstechnik für radioaktive Abfälle

Aktuell stattet Krantz, eine Marke der Caverion Deutschland GmbH, München, für

rund 2,4 Mio. € ein neues Lagergebäude für radioaktive Abfälle mit Lüftungs- und

Versorgungstechnik aus. Auftraggeber für den Neubau ist die Kerntechnische Entsorgung

(KTE) Karlsruhe. Die Anlagen sollen sicherstellen, dass keine radioaktiven

Stoffe und Aerosole in die Umgebung gelangen. Die von Krantz gelieferten

Anlagen sind teilweise mit besonderen Dichtheitsanforderungen gegen

Sonderlasten wie Erdbeben ausgelegt. Zudem plant und

liefert Krantz die Einrichtungen für die Fortluftüberwachung.

(beide Abb. Kerntechnische

Entsorgung Karlsruhe GmbH)

So soll das neue Lagergebäude

aussehen.

!

Das neue Lagergebäude hat eine

Grundfläche

von 1.600 m²

und ist zweigeschossig gebaut.

Das Gebäude unterliegt dem

atomrechtlichen

Genehmigungsverfahren. In dem Bau werden

schwach- und mittelradioaktive Stoffe

beprobt und für die Endlagerung verpackt.

Wissenswert

KTE hat zur Aufgabe,

die stillgelegten kerntechnischen

Versuchsund

Prototypanlagen

am Standort KIT Campus

Nord, dem ehemaligen

Kernforschungszentrum

Karlsruhe, zurückzubauen.

Alle damit

verbundenen Aufgaben

zur Entsorgung

des radioaktiven Abfalls

bis zur Abgabe an

das Bundesendlager

„Schacht Konrad“ verantwortet

ebenfalls die

KTE.

26

Die

Abluftanlage

ist mit drei Abluftventilatoren mit je 50 %

der Gesamtluftleistung ausgelegt. Die Gesamtabluftmenge

beträgt 23.000 m³/h. Bevor

die Abluft über einen Fortluftkamin ins

Freie abgeleitet wird, erfolgt eine Filterung

über eine HEPA-Filteranlage.

Die Installationsarbeiten durch

Krantz werden voraussichtlich

2019

abgeschlossen.

Technik hoch zwei 2017/2


In

Form

gebracht

Kunststoff-Spritzgießmaschinen geben bei der Produktion viel Wärme ab. So entweicht

ein Großteil der Antriebsenergie der Hydraulikpumpen in Form von Wärme

über die Ölkühler und die Oberflächen der Maschinen. Zudem wird dem Kunststoff

innerhalb der Form mittels Kaltwasser Wärme entzogen und gelangt dadurch teilweise

ebenfalls in die Umgebung. Die Produktion in Spritzgießereien erfordert jedoch

ein Hallenklima mit konstanter Lufttemperatur, minimalem Staubgehalt und

einer so geringen Luftfeuchtigkeit, dass kalte Oberflächen nicht durch Feuchtigkeit

beschlagen. Gleichzeitig muss die Luftfeuchtigkeit eine gesundheitlich unbedenkliche

und möglichst angenehme Atmosphäre für die Mitarbeiter sichern.

Zur Verminderung der Staubbelastung

wird im Raum ein

Überdruck

erzeugt und die

Luftgeschwindigkeit

(0,4 m/s)

so gering gehalten, dass kein Abrieb

von den Wänden erfolgen kann.

Der Rauminhalt der Halle

liegt bei

15.600 m³

und wird über eine Zentralanlage

mit 23.000 m³/h

versorgt. Die Summe aller

Antriebe der Hydraulik-

aggregate beträgt

400 kW

und die Kühlleistung der

Kältemaschine zur Luftkühlung

150 kW

Ein dreifacher

Luftaustausch sorgt

für die Abfuhr der Wärmefracht und ermöglicht

Wissenswert

Eine ausführliche Beschreibung

der Belüftung

und Konditionierung

von Werkshallen

für Kunststoff-Spritzgießereien

inklusive

Berechnungen und

Grundlagen finden

Sie in cci Wissensportal

unter der Artikelnummer

cci58083.

gleichzeitig eine saubere Luftqualität. Die

Entwickelt wurde das

abzuführende Wärmefracht resultiert von den

Die Kühlung betrifft sowohl

Konzept durch das Ingenieurbüro

Reisner

Hydraulikaggregaten. Diese wandeln etwa 50 %

den enthaltenen Wasserdampf

(Feuchte) als auch die

in Dortmund. Die

in Wärme um, wobei etwa 25 % in den Ölkühlern

verbleiben und 25 % über die Oberflächen

Luftgase, wodurch eine Kondensatmenge

von 83 kg/h

durch die Hagedorn

Umsetzung erfolgte

in die Hallenluft gelangen.

Wasser ausgeschieden wird.

Holzwickende GmbH

Poduktionshalle für Kunststoffteile in Holwickede.

(Abb. Ingenieurbüro Reisner)

Technik hoch zwei 2017/2 27

!


Weiter lesen:

Literatur zum Thema

„Lüftung von Produktionshallen mit hoher Wärme- und

Schadstoffbelastung“ von Dipl.-Ing. Jürgen Dorenburg behandelt die

Lüftungsauslegung von thermisch hoch belasteten Produktionshallen. Das Fachbuch

soll dem Planer als Hilfe zur Auslegung dienen und enthält alle dazu erforderlichen

Gleichungen, Tabellen und Diagramme.

Mit Mischlüftung wird hallenfüllend ein Zustand hergestellt, der eigentlich nur im

Arbeitsbereich erforderlich ist. Hohe Wärmelasten werden besser mit Schichtlüftung

behandelt. Die erforderlichen Rechenalgorithmen zur Berechnung der

Schichtlüftung für thermisch hoch belastete Hallen sind aber in der gängigen Literatur

und den VDI-Regelwerken nur unvollständig oder gar nicht dargestellt. So

werden nur Thermikströme von vertikalen und horizontalen

Flächen behandelt, mit denen sich quaderförmige

Maschinen berechnen lassen, nicht aber

Dipl.-Ing Jürgen Dorenburg studierte Spritzgussmaschinen mit horizontalen oder vertikalen

Physik und Maschinenbau an der TH Zylindern. Weiterhin fehlt die Berücksichtigung der

Darmstadt. Nach Stationen bei GEA war kompakten Anordnung von Maschinen, was zu einer

er Geschäftsführer der Hoval GmbH Bereich

Klimatechnik in Rottenburg und führt. Diese Lücken werden mit diesem Buch geschlos-

nicht linearen Aufsummierung der Thermikströme

begleitete zahlreiche Projekte der Hallenlüftung.

Seit 2012 ist er freiberuflich wie der Berechnung der Lüftung einer Halle mit Spritzsen

und das dargebotene Wissen an Praxisbeispielen,

tätig als Berater, Fachbuchautor und gussmaschinen, vertieft. Die Beispiele sind so gehalten,

dass jeder Elemente “seiner“ Anlage wiederfinden

Schulungsreferent im Bereich Lüftungstechnik.

und daraus nützliche Hinweise zur ihrer Planung entnehmen

kann.

Das Buch wendet sich an TGA-

Fachplaner, Betreiber, Anlagenbauer,

Hersteller und Technische

Überwachungsdienste.

(Abb. cci Dialog GmbH)

28

Die neue Planungshilfe

„emcoair Industrielüftung“

(Abb. Emco Klima)

Mit der Broschüre „emcoair Industrielüftung“stellt emco Klima eine kompakte

Planungshilfe für Lüftungslösungen im industriellen Umfeld sowie in großen Konzert- und Veranstaltungshallen

zur Verfügung. Der Fokus liegt auf der wirksamen Abfuhr von Wärme- und

Schadstofflasten. Die Broschüre von Prof. Bernd Boiting, FH Münster und Frank Bolkenius, Geschäftsführer

von Emco Klima, bietet Grundlagenwissen zur Planung lufttechnischer Lösungen

für diese Hallenarten. Sie liefert einen Überblick über die Möglichkeiten der Misch-, Verdrängungs-

und Schichtenlüftung, ihre Einsatzbereiche sowie die wichtigsten Auslegungsparameter.

In Messehallen, Logistikhallen, Sporthallen, Konzertsälen und anderen großen zu klimatisierenden

Räumen treten die schadstoffspezifischen Maßnahmen eher in den Hintergrund. Hier

werden primär der thermische Komfort, eine effiziente und wirtschaftliche Klimatisierung und

die optimale Außenluftversorgung fokussiert. In der Broschüre

werden Randbedingungen aufgezeigt, die im Entwurfs-

und Planungsprozess von Raumklimatisierungs- Im Mai haben die Unterneh-

Hinweis der Redaktion

und Belüftungskonzepten zu berücksichtigen sind.

men Kampmann und Emco

Insgesamt bietet die Veröffentlichung Planern und Anlagenbauern

Wissenswertes, um Belüftungsaufgaben im der Klimatechnik und Ein-

den Tausch ihrer Geschäftsfelgangsmatten

bekannt gegeben.

Emco wird in den kom-

Industriesektor sowie in groß dimensionierten Hallen und

Räumen bedarfsgerecht zu lösen. Der erste Teil der Broschüre

widmet sich allgemeinen Randbedingungen, er-

Emco-Verbund Bau- und Klimenden

Monaten aus dem

klärt die Beschaffenheit und Anforderungen des industriellen

Umfelds, geht auf Klimatisierung in Veranstaltungs-

in ein eigenständiges Untermatechnik

herausgelöst und

hallen ein und beschreibt Lüftungskonzepte. Der zweite nehmen Emco Klimatechnik

überführt. Danach wird das

Teil stellt unternehmensspezifische Informationen vor

Unternehmen zu Kampmann

(Lieferprogramm, F+E-Labor, Planungs- und Simulationstools

aus der

gehören.

Emco-Forschung).

Technik hoch zwei 2017/2


Produkte

1 Technik hoch zwei 2017/2


Produktschau

Schwank:

Neue Dunkelstrahlergeneration

Die neue Dunkelstrahlergeneration „deltaSchwank“ von Schwank kombiniert „bluTek“-Brennertechnik

mit einem abgestimmten Gas-Luft-Verbund und erfüllt bereits die ErP-Verordnung für 2018. Der Gas-

Luft-Verbund erlaubt eine stufenlose Modulation (Teillastbetrieb) bei gleichzeitiger Anpassung der Verbrennungsluft

und Gasmenge. Damit konnte der Strahlungsfaktor beziehungsweise der thermische Wirkungsgrad

um 29 % gegenüber branchenüblichen Hochleistungsstrahlern gesteigert werden und bleibt

über den gesamten Regelbereich konstant hoch. Die Geräte erreichen Abgasemissionswerte auf dem Niveau

von modernen Brennwertkesseln. Außerdem konnte der CO 2

-Ausstoß um 19 % und der NOx-Ausstoß

um 55 % reduziert werden. In Kombination mit dem ebenfalls um die Hälfte reduzierten elektrischen

Verbrauch steigt die Gesamtenergieeffizienz auf 97,6 %. Der Feuerungsautomat kann in ein Bussystem

integriert werden.

Die Dunkelstrahler „deltaSchwank“ erfüllen bereits die ErP-Verordnung für 2018. (Abb. Schwank)

Kampmann und Nova:

Lüften und Temperieren

sind getrennt

Das „Hybrid ECO“-System von Kampmann und Nova spart rund 36 % Energie ein. Gelüftet wird zentral mit einem oder

mehreren RLT-Geräten, temperiert wird hingegen dezentral über ventilatorgestützte Systeme. Im Vergleich zu Flächensystemen

mit Betonkernaktivierung und Heiz- oder Kühldecken liegt ein Vorteil in den schnellen Reaktionszeiten der ventilatorgestützten

Geräte. Ein weiterer Vorteil ist die Zonentemperierung durch die Regelung der einzelnen Geräte. CO 2

-Fühler

ermitteln die benötigte Außenluftmenge, sodass die RLT-Geräte jeweils nur so viel Außenluft liefern, wie benötigt. In den

Geräten sind Doppelplattenwärmeübertrager zur Wärmerückgewinnung installiert, deren Wirkungsgrad 84 % beträgt.

Im Vergleich zur Betonkernaktivierung oder zu Heiz- oder Kühldecken

haben ventilatorgestützten Geräte schnellere Reaktionszeiten. (Abb. Kampmann)

Technik hoch zwei 2017/2

29


produkte

Lamilux:

Tageslicht- und

Lüftungselement

Der Rauchlift „Twin“ von Lamilux vereint die Funktionen Rauchabzug (RWA), Tageslichtelement und natürliche

Be- und Entlüftung in einem kompakten System. Mit Größen bis 3x3 m ist das Tageslichtelement für den

Industriebereich geeignet. Über die RWA-Zentrale sind Volllüftung (Schönwetterlüftung) und Teillüftung

(Schlechtwetterlüftung) möglich. Das Element kann in allen Lichtbändern und auf allen Unterkonstruktionen eingebaut

werden. Die Kunststoffverglasung ist schwer entflammbar und schallabsorbierend. Ein umlaufendes doppeltes

Dichtungssystem sorgt für Luft- und Wasserdichtheit. Optional sind Wind- und Regenfühler für ein automatisiertes

Schließen und Öffnen der Doppelklappe (für Gruppen- oder Einzelbetätigung) sowie Insektenschutzgitter,

Durchsturzgitter und Laubbaumblech. Die Widerstandsfähigkeit bei Windbelastung beträgt WL 3000, der

U-Wert reicht bis 1,2 W/m²K. Optional: als „harte Bedachung“ B, roof (t1) sowie in Baustoffklasse B, s1-d0.

Über die RWA-Zentrale sind Schön- und Schlechtwetterlüftung möglich. (Abb. Lamilux)

LK Metallwaren:

Leistungsstark und vielseitig

Die dezentrale Lüftungsanlage „RK-K“ von LK Metallwaren ist für Hallen entwickelt worden, bei denen ein

stetiger Luftaustausch erforderlich ist. Die Lüftungsanlage wird im Gebäude oder als Dachzentrale errichtet.

Durch den Einsatz eines modulierenden Erdgas- oder Leichtölbrenners wird dem Zuluftstrom nur die benötigte

Wärmemenge zugeführt, die erforderlich ist, um die gewünschte Ausblastemperatur zu erreichen. Der Anlagenwirkungsgrad

beträgt 99 %. Geregelt werden kann von 40 bis 100 %. Die kondensierende Betriebsweise nutzt

die in der Verbrennungsluft vorhandene Latentwärme für die Beheizung (Brennwerttechnik). Die Lüftungsanlage

kann als kombinierte Zu- und Abluftanlage mit integrierter Wärmerückgewinnung ausgeführt werden. Die

Nennluftleistung der Lüftungsanlage „RK 200“ beträgt 45.000 m³/h sowohl für die Zu- als auch die Abluft. Die

Nennheizleistung beträgt 50 bis 1.000 kW, der Nennluftvolumenstrom 4.000 bis 100.000 m³/h.

Die dezentrale Lüftungsanlage „RK-K“ kann im Gebäude oder als Dachzentrale

errichtet werden. (Abb. LK Metallwaren)

30 Technik hoch zwei 2017/2


Schwank:

Vermeidung unnötiger

Energieverluste

Neu ins Programm aufgenommen hat Schwank die Torluftschleiersysteme

„SchwankAir“. Sie können als Kaltluft- und als Warmluftschleieranlagen

geliefert werden und eignen sich sowohl für Neubauten als auch zur

Nachrüstung. Torluftschleier sind als Ergänzung zu Heiz- oder Kühlsystemen

zu sehen und dienen in erster Linie der Vermeidung unnötiger Energieverluste

und der Steigerung des Mitarbeiterkomforts.

Die Torluftschleiersysteme können als Kalt- und

Warmluftschleieranlagen geliefert werden. (Abb. Schwank)

Emco:

Eindringtiefen

garantiert

hygienisch glatt

thermisch entkoppelt

T2 / TB2

grenzenlos

flexibel

optimal

energieeffizient

TÜV geprüft

eigenstabil

Der runde

Verdrängungsauslass

„emcoair IVA“

eignet sich für den Einsatz

im Industrieumfeld und in

Mehrzweckhallen. (Abb. Emco)

Der „emcoair IVA“ ist ein runder

Verdrängungsauslass für den Einsatz

im Industrieumfeld und in

Mehrzweckhallen. Innerhalb des

Langlochzylinders wird die Luft

über eine strömungsoptimierte

Einströmdüse, die hohe vertikale

Eindringtiefen im Heizfall garantiert,

auf die zweigeteilte Verstellklappe

fokussiert. Die Ausblasrichtung

lässt sich stufenlos zwischen

horizontalem Radialstrahl und

Vertikalstrahl verstellen. Eine vollautomatische

Steuerung mehrerer

Durchlässe ist durch eine Temperaturdifferenzregelung

möglich. Der

Schallleistungspegel LWA beträgt

40 bis 60 dB(A), der Volumenstrom

je Durchlass 600 bis 9.300 m³/h.

Technik hoch zwei 2017/2

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FESSIONELL SIND SIE?

WK-com PRO - Die neue Klimageräteserie mit unbegrenzten Möglichkeiten

Frei konfigurierbar, thermisch entkoppelt, top hygienisch:

WK-com PRO ist das neue RLT-Gerät für alle Anwendungsbereiche.

Die innenliegende Rahmenkonstruktion bildet ein eigenstabiles

Skelett für einfachste Aufstellung. Der unsichtbar im Türpaneel

integrierte Verschluss berührt die Innenwand nicht und sorgt für

hygienisch glatte Innenflächen (VDI 6022 / DIN EN 1946-T4).

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Wärmerückgewinnung, maßgeschneidert auf Ihre Anforderung.

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31


produkte

Wolf:

Lüftung bei tiefen Temperaturen

Eine wetterfeste Speziallüftung in T1/TB1-Ausführung (die Wärmedurchgangszahl

U ist geringer als 0,5 W/m²/K, und der Wärmebrückenfaktor kb

liegt zwischen 0,75 und 1) für den Betrieb bei extrem niedrigen Außentemperaturen

und hohe Luftfeuchtigkeit bietet Wolf Geisenfeld. Das Gerät

fördert eine maximale Luftmenge von 90.000 m³/h und hat eine stufenlos

regelbare Wärmeleistung bis 581 kW. Der Heizeinsatz „WLE-K“ erlaubt kondensierende

Betriebsweise und stufenlose Leistungsregelung. Es entstehen

keine Bereitstellungs- und Übertragungsverluste. Eine wartungsintensive

Hydraulik ist nicht erforderlich. Die Vorwärmung der Brennerluft ermöglicht

auch bei sehr niedrigen Temperaturen einen reibungslosen Brennerstart.

Die Außenluftvorwärmung sorgt auch bei tiefen Temperaturen

für einen problemlose Brennerstart. (Abb. Wolf Geisenfeld)

Die Abluftansaugung und Zulufteinbringung der Lüftungsund

Wärmerückgewinnungseinheit „VR 3400“erfolgt direkt

unter der Hallendecke. (Abb. Vacurant)

LTG:

Schichtluftauslass mit SmartFlow

Der Industrieauslass „ILQsf“ (sf = SmartFlow) von LTG ermöglicht den Betrieb mit variablen

Luftmengen und führt Schadstoffe auch bei minimalem Zuluftstrom ab. Dazu

hat LTG einen Misch- und einen Quellauslass kombiniert. Der Mischauslass arbeitet

nach dem Induktionsprinzip. So entsteht ein turbulenter Luftstrahl, der die Strömung

temperaturunabhängig stabilisiert. Dank der Induktionswirkung funktioniert dies bereits

mit einem Fünftel des maximalen Volumenstroms. Erst wenn höhere Luftmengen

nötig sind, zum Beispiel bei Kühlung einer Halle mit geringen Untertemperaturen, wird

über den Quellauslass zusätzlich Luft ausgeblasen. Ein mechanisches Element verteilt

die Luft zwischen Misch- und Quellauslass. Die Bedarfslüftung lässt sich auch in bestehenden

Industriehallen umsetzen. Der Industrieauslass ist für Luftvolumenströme bis

4.500 m³/h erhältlich und ist sowohl für die Bodenaufstellung als auch für Einbauhöhen

bis 4 m geeignet.

Der Industrieauslass „ILQsf“ ist für Einbauhöhen bis 4 m und zur

Bodenaufstellung geeignet. (Abb. LTG)

32 Technik hoch zwei 2017/2


Kübler:

Eindringtiefen garantiert

Die Gerätegeneration „Maxima“ von Kübler verbindet Dunkelstrahler mit Brennertechnologie.

Der Infrarotstrahlungsfaktor beträgt 80 %. Standard-Infrarottechniken

werden damit um bis 35 % übertroffen. Die Verbrennungsluftvorwärmung ist eine

Neuheit in der Dunkelstrahlertechnik. „Maxima“ ist stufenlos modulierbar von 40 bis

100 %. Das Anlagenregelungs- und Wärmemanagement- und Fernwartungssystem

„Celestra“ ist in die Gebäudeautomation integrierbar, sorgt für Fehleranalyse und

erlaubt eine präventive Wartung. Die Daten werden via Powerline über das

normale Stromnetz geschickt.

„Maxima“ verbindet Dunkelstrahler- mit

Brennertechnik. (Abb. Kübler)

Vacurant:

Dezentrale Hallenlüftung

Die dezentrale, modulare Lüftungs- und Wärmerückgewinnungseinheit „VR 3400“ von Vacurant mit einem Wärmerückgewinnungsgrad

(thermischer Wirkungsgrad) bis 94 % ist für die Be- und Entlüftung von Sport-, Produktions-

und Mehrzweckhallen geeignet. Das System ist für den Einbau ins Dach konzipiert, bei Dachneigungen bis

45°, und ermöglicht eine Be- und Entlüftung von 1.400 bis 3.400 m³/h. Das System wird von innen durch das

Dach geführt und abgedichtet. Die Abluftansaugung und Zulufteinbringung erfolgt direkt unter der Hallendecke.

Bis zu fünf Einheiten können über eine Regelung stufenlos betrieben werden. Eine automatische Verschlussklappe

verhindert bei Stillstand Zugluft. Zusätzliche Heizenergie oder ein Kanalsystem sind nicht erforderlich.

Der Schallleistungspegel beträgt 46 bis 60 dB(A). Die Gesamtlänge beträgt 3,4 m, der Durchmesser 870 cm. Eine

CO 2

-geführte Regelung ermöglicht über Modbus oder LON eine Einbindung in die Gebäudeautomation.

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ZENTRAL LÜFTEN UND

DEZENTRAL TEMPERIEREN

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Technik hoch zwei 2017/2

33


Solare Einstrahlung

Etapart:

Luftkollektoren erwärmen Außenluft

„ETAwall“-Zuluftkollektoren von Etapart Energietechnik werden

an der Hallensüdseite oder auf dem Hallendach installiert.

Die Sonne erwärmt ein perforiertes Absorberblech (offener

Kollektor). Die auf 16 bis 18 °C vorerwärmte Außenluft wird

mit einem stufenlos geregelten Ventilator in das Gebäude gesaugt

und über ein Luftleitungssystem zu Quell- oder Deckenauslässen

gefördert. Die dezentrale Grundheizung wird zum

Beispiel mit Dunkelstrahlern durchgeführt. Gegen Sonnenuntergang

verringert sich die Zuluftmenge automatisch, und bei

Dunkelheit geht sie auf Null. Für den Sommerbetrieb ist ein Bypass

vorgesehen, sodass die Außenluft am Tage ohne Durchströmen

der Kollektoren oder Nachheizung an die Arbeitsplätze

kommt. Die von Siemens hergestellte Heizungs- und Lüftungssteuerung kann Kundenwünschen angepasst werden.

Das Bediengerät ist abnehmbar und kann autorisierten Personen ausgehändigt werden.

Die Luftkollektoranlagen können auch zur passiven Kühlung des Gebäudes

über automatische Nachtlüftung genutzt werden. (Abb. Etapart)

AFG:

Neue Deckenstrahlplatten

im Programm

Die Brennwert-Hallenheizung

Entspricht dem EEWärmeG

Umrüstprogramm

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Milde Strahlung

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Mit ihrer überarbeiteten Deckenstrahlplatten-Reihe bietet

AFG Arbonia-Forster-Riesa ein Produktprogramm für

die Beheizung und Kühlung von Gewerbe-, Industrieund

Sporthallen. Die Deckenstrahlplatten „DEG“ verfügen

laut Hersteller über eine Vielzahl von Funktionsund

Montagevorteilen, die sie für Hallen bis 40 m Höhe

prädestinieren. Die Wärmeabgabe erfolgt überwiegend

in Form von Strahlungswärme. In Folge kann die Raumtemperatur

laut Hersteller um ca. 3 K niedriger, bzw. 2 K

höher ausgelegt werden. Die Deckenstrahlplatten stehen

in zwei Varianten zur Verfügung: Die „DEG1“ ist

eine Leichtbaukonstruktion aus Stahl, mit einer Stärke

von 0,8 mm und einem Rohrdurchmesser von 18 mm

bei einem Rohrabstand von 75/100 mm. Geeignet ist sie

insbesondere für Niedertemperaturanlagen. Die Deckenstrahlplatte

„DEG2“ mit einer Plattenstärke von

1,2 mm, einem Rohrdurchmesser von 28 mm und einem

Rohrabstand von 15 mm eignet sich für mittlere und

große Objekte sowie für besonders große Stranglängen.

Insgesamt stehen 14 Modultypen mit gerasterten Baubreiten

von 300 bis 1.500 mm für Bandlängen bis zu

50 m (DEG1), bzw. 100 m (DEG2) zur Verfügung.

„DEG1“ ist insbesondere für

Niedertemperaturanlagen geeignet. (Abb. AFG)

34 Technik hoch zwei 2017/2


Vorschau

In der kommenden Ausgabe von Technik 2 geht es um

Großkältetechnik in der Industrie

Ausgabe 3/2017

Redaktions- und

Anzeigenschluss 11.09.2017

Erscheinungstermin 20.10.2017

(Abb. Cofely)

Die dritte Ausgabe von Technik² erscheint am 20. Oktober. Dann

werden wir schon mitten im Herbst sein, in der Erntezeit. Viele

landwirtschaftlichen Güter werden in komplexen Prozessen weiterverarbeitet,

und ohne die LüKK ist dies nicht denkbar. So erfordert zum

Beispiel die Weinverarbeitung den Einsatz der Kältetechnik für die Kühlung

von Flüssigkeiten bei verschiedenen Temperaturen. Aber natürlich gibt es auch

viele andere Anwendungen, in denen Industriekälte zum Einsatz kommt – nicht nur bei

meinem Lieblingsgetränk.

Sabine Andresen

Inserentenverzeichnis

Unternehmen/Seite

________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

BerlinerLuft, Berlin ...................................................................................15

Buschek, Unterschleißheim ................................................................17

Kampmann, Lingen .................................................................................33

LK Metallwaren, Schwabach ..............................................................17

Maschinen- und Apparatebau Hagen,

Breckerfeld .......................................................................17

Schadek, Wilnsdorf ......................................................17

Vacurant, Bad Lippspringe .........................17, 20, 34

Wolf, Geisenfeld ............................................................31

Eigene Angebote/Seite

__________________________________________________________________________________________________________________________________________

cci Dialog ......................................................................2, 36

Impressum

Technik 2 ist ein Magazin und erscheint drei Mal pro Jahr begleitend zur Fachzeitung

cci Zeitung. Es bietet „Mehr zum Thema“ und dient der fachlichen Vertiefung von

Themen der Lüftungs-, Klima-, Kältetechnik, der Gebäudeautomation, MSR-Technik,

des Brandschutzes und der Entrauchung.

Technik 2 schreibt für Ingenieure, Techniker, Meister, Verkäufer, Kaufleute, Marketingfachleute,

Geschäftsführer und Unternehmer.

cci Dialog GmbH

Poststr. 3, 76137 Karlsruhe

Postfach 1910, 76007 Karlsruhe

www.cci-dialog.de

Redaktion (V.i.S.d.P.):

Sabine Andresen (AS), Tabea Rueß (TR),

Dr. Tina Weinberger (TW)

Tel. +49(0)721/56514-18

redaktion@cci-dialog.de

Vertrieb:

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Druck:

Druckhaus Karlsruhe

Druck + Verlagsgesellschaft Südwest mbH

Technik hoch zwei 2017/2 35


Zitat eines Gewinners:

„Das ist ein Preis für alle

unsere Mitarbeiter, ohne die wir

das nicht geschafft hätten.“

Vertrauenspreis der LüKK

2017

am 22. Juni erstmalig verliehen

durch die cci Dialog GmbH

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Wir bedanken uns bei

allen Teilnehmern!

Das Team der

cci Dialog GmbH

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