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Ausgabe 1 2012

Kloster unser Lieben Frauen

1000 Jahre Kaisertum

Unterwegs: Elberadweg

800 Jahre Anhalt

Spezial - Hasselbachplatz

Ewige Baustelle Dom

Das neue Magazin für Magdeburg und seine Gäste


www.agentur-lautsprecher.de


INHALT

Wir wünschen eine erlebnisreiche Zeit.

ausMD

rundumMD

3 4 5 6 7 8 9

16 17 18 19 20 21 22 23 24 25

Editorial

Elberadweg

Alles Otto, oder was?

800 Jahre Anhalt

Wie alt ist Magdeburg?

Ausflug nach Anhalt

1000 Jahre Kaisertum

Tourismusinformationen der Region

Hasselbachplatz mit Flair und Leben Ausflugsziele

kulturMD

unterwegsMD

10 11 12 13 14 15

26 27 28 29 30 31 32

Kloster - Ort der inneren Einkehr Wegweiser MD

Dom - Mächtige Landmarke

wohinMD?

meinMD

Ausstellungen

Frühlingstour Festungsanlagen

Königin Luise Garten

IMRESSUM

HERAUSGEBER

Agentur Elbland Detlef Pickut

Medien • Werbung

Veranstaltungsservice

Breiter Weg 25B • 39104 Magdeburg

Tel./Fax: 0391-56 120 46

Funk: 0177 - 56 120 46

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102/257/10290 - FA MD

ANZEIGENREDAKTION

Katrin Reich

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REDAKTION

Detlef Pickut (dp) V.i.S.d.P.

Sebastian Pötzsch (sp) Stellv.

Benjamin Stratemann (bs)

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Sara Krasemann (sk)

Hilde Buhtz (hb)

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gültig ab 01.01.2012

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Grafik/Design Sabine Lewerenz

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gekennzeichneten Fotos: dasMD

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2. Ausgabe 10.06.2012


Quelle: www.burg-anhalt.de; www.anhalt800.de I Foto: www.antik-falkensee.de

Hinter der Figur des Herren Sang verbirgt sich der Magdeburger Sänger Matthias Krizek.

Es ist gemeinsam mit dem Pianisten Herrn Klang (Manfred Herbst) unterwegs und präsentiert sein Solo-Programm

„Ich red’ mir ein, es geht mir gut...!“ Bekannt ist er aber auch als Sänger des Ensembles “Die Nachtschwärmer“

auf dem „Theaterschiff Magdeburg“, dem einzigen fahrenden Theaterschiff Deutschlands!

(www. theaterschiff-magdeburg.de - Karten & Infos: 0 39 28-46 92 71)

ausMD

April, April...er weiß nicht, was er will. Dieser alte Volksmund

wird jedes Jahr aufs Neue bemüht, um die Wetterkapriolen

zu Beginn des Frühlings zu beschreiben.

Benutzt wird er jedoch nur, wenn wir mit dem Wetter nicht

zufrieden sind.

Ja, er hat es schon schwer, der April. Er gilt als launen-,

wenn nicht gar divenhaft und dient bestenfalls als Vorwand,

seinen Mitmenschen einen Streich zu spielen. Kein Vergleich

zum viel besungenen und verehrten, alles neu machenden

Wonnemonat Mai, in dem alle Knospen springen und die

Vögel singen. Wenn es da mal regnet, schimpfen wir nicht

auf den Mai, sondern behaupten, es wäre Aprilwetter. Doch

insgeheim lieben wir den April - mehr als wir zugeben.

Steht er doch wie kein anderer Monat für die erfolgreiche

Überwindung des Winters. Fragt man in die Runde, welche

Farbe man dem April zuordnen würde, so erhält man

überwiegend die Antwort: lindgrün, obwohl doch die

Bäume laut Volkslied erst im Mai ausschlagen. Und wer sagt

denn, dass nicht auch der April etwas Neues hervorbringen

kann?

Sie halten den Beweis in Ihren Händen:

Die erste Ausgabe des Magazins „dasMD – Magdeburg

spricht an“!

Dieses neue Heft stellt Ihnen touristische Anziehungspunkte,

Veranstaltungen, Möglichkeiten einer aktiven Freizeitgestaltung,

landschaftliche und kulturelle Reize unserer

Region sowie deren geschichtlichen Hintergründe vor.

Entdecken Sie mit uns unsere alte Stadt an der Elbe, ihre

Geschichte, ihre Gegenwart und Ihr Umfeld: die Ottostadt

Magdeburg.

Und irjendwo da wern wa uns och bestimmt ma übern

Wech loofen. Da bin ick, wie Otto Reutter singen würde: ein

Optimiste.

Bis denne

Ihr Herr Sang

dasMD 3 4 5 6 7 8 9


Alles Otto, oder was?

WARUM DIE STADT MAGDEBURG DIESEN BEINAMEN TRÄGT

Den einen oder anderen Magdeburger mag es nerven und der Fremde fragt sich mitunter „Warum?“. Da heisst es auf

Plakaten und Aufklebern im Stadtbild und im ganzen Land: „Otto singt“, „Otto tanzt“ oder „Otto stellt vor“. Und Otto

gibt auch mal bekannt, mal präsentiert Otto irgendetwas oder Otto eröffnet, Otto berichtet...

Bereits seit Anfang 2010 präsentiert

sich die Landeshauptstadt Sachsen-

Anhalts bundesweit unter der neuen

Dachmarke „Ottostadt Magdeburg“.

Mit dem Namen möchte die Elbe- und

Domstadt überregional auf sich aufmerksam

machen – denn das war ihr

bislang nicht gelungen.

Zwei pragmatische und ideenreiche

Ottos haben Magdeburg einst berühmt

gemacht – und dabei gleichzeitig

auch die Mentalität der Einwohnerinnen

und Einwohner geprägt. Vor

etwa 1.000 Jahren machte Otto der

Große, der erste deutsche Kaiser, die

Stadt an der Elbe zu seiner Lieblingspfalz,

also der „Hauptstadt“ des Heiligen

Römischen Reiches, das später

noch den Zusatz „Deutscher Nation“

erhielt. Als König des Ostfrankenreichs

und Kaiser prägte er nicht nur Europa,

sondern einte auch eine Ansammlung

von Fürstentümern, die später den

Namen Deutschland tragen sollten.

Ein besonders enges Verhältnis pfl egte

der Herrscher dabei stets zur Stadt

Magdeburg, die er durch sein Handeln

aus dem Dunkel der Weltgeschichte

holte.

Der Name »Ottostadt« spielt aber

nicht nur auf den Kaiser an, sondern

greift auch eine zweite historische

Figur auf: Otto von Guericke. Er war

der große Bürgermeister und revolutionierte

im 17. Jahrhundert von Magdeburg

aus die Wissenschaft.

3 4 5 6 7 8 9 dasMD

Zuvor erlebte er 1631 die Zerstörung

seiner Stadt im Dreißigjährigen Krieg

durch Tillys Truppen (fortan wurden

derartige Zerstörungen in Europa

„magdeburgisieren“ genannt), fl oh

wie viele seiner Zeitgenossen und

kehrte später an die Elbe zurück.

Zwischen 1642 bis 1663 war er im

Auftrag der Stadt in diplomatischen

Missionen unterwegs, auch bei den

Verhandlungen, die 1648 in Münster

zum Westfälischen Frieden führten.

Und dann wurde er richtig berühmt:

Etwa ab 1645 begann er seine Untersuchungen

zur Pneumatik. Guericke

erfand 1649 der Kolbenvakuumpumpe

und wurde zum Wissenschaftskommunikator,

weil er

seine Erkenntnisse der Öffentlichkeit

auf anschauliche Weise

nahe brachte.

Er demonstrierte die Kraft des

Luftdrucks mit spektakulären Experimenten:

Es heißt, er habe mit

den sogenannten Magdeburger

Halbkugeln in Anwesenheit von

Kaiser Ferdinand III. die Effekte

des Luftdrucks auf dem Reichstag

zu Regensburg vorgeführt.

Bis heute identifi zieren sich die Magdeburgerinnen

und Magdeburger

mit ihren beiden Vorfahren. Unter

dem Namen Ottostadt Magdeburg

machen die Einwohnerinnen und Einwohner

auf ihre Heimat aufmerksam.

Noch heute schätzen die Einwohner

der Stadt an der Elbe ihre berühmten

Vorfahren. Deshalb stehen die beiden

historischen Persönlichkeiten als authentische

Vorbilder und Namenspaten

im Zentrum der Dachmarkenkampagne

der Ottostadt Magdeburg. (sp)

Mehr über die beiden Ottos und die

Kampagne erfahren Sie im nächsten

Heft.

ausMD

Quelle: www.ottostadt.de

Karte: Mandy Poppe, SVH Magdeburg • Bild: Claudia Hartung, Stiftung Dome und Schlösser S/A, Magdeburg

WIE ALT IST MAGDEBURG?

GRABUNGEN BELEGEN ALTE BEFESTIGUNGSANLAGEN

Die Stadt Magdeburg ist älter als 1200 Jahre - zumindest was ihre erste urkundliche Erwähnung

betrifft. So wurde die Stadt an der Elbe im Jahr 805 im Diedenhofer Kapitular Karls des Großen

als „Magadoburg“ erwähnt. Ganz schön alt!

Doch ist Magdeburg etwa noch viel

älter, als allgemein hin bekannt? Mit

Sicherheit! Gefundene Faustkeile

sollen etwa 150.000 Jahre alt sein.

Nachweise für sesshafte menschliche

Anwesenheit im Magdeburger Raum

fi nden sich seit rund 15.000 vor Christus!

„Auf dem Domplatz wurden weitere

Nachweise für eine wechselnde

Sesshaftigkeit gefunden, die im Sinne

einer größeren Siedlung allerdings zu

vernachlässigen sind, zumindest nach

dem aktuellen Stand“, erklärt Rainer

Kuhn. Der Archäologe leitete im Auftrag

der Stiftung Dome und Schlösser

Sachsen-Anhalt die jüngsten Ausgrabungen

im Magdeburger Dom. Er

war es auch, der mit seinem Team die

Gebeine von Ottos Gemahlin Editha

fand.

Auch ging er der Frage nach, ob denn

unter dem heutigen Dom und seinen

Vorgängerbauten religiös genutzte

Kultstätten aus heidnischer Zeit nachzuweisen

sind. Denn zu Zeiten der

Christianisierung wurden diese zumeist

mit Kirchen überbaut. So mussten

etwa alte und von den Germanen

als heilig angesehene Eichen den

neuen Gotteshäusern weichen. So

die bisherige Annahme. „Beim Magdeburger

Dom war es offenbar nicht

so. Allerdings belegen Funde einen

zentralen Ort aus heidnischer Zeit, in

diesem Fall Befestigungen, wohl aber

nicht älter als aus dem fünften bis

sechsten Jahrhundert nach Christus“,

betont der Archäologe. Die Stadt müsse

zur Zeit der Völkerwanderungen

bereits eine zentrale Rolle als Handels-

und Machtzentrum gespielt haben.

So lässt sich wohl auch die Annahme

von Etymologen, also Namens- beziehungsweise

Wortforschern erklären,

die im Wort Magdeburg den germa-

ausMD

nischen Begriff „magaþ“ für „groß“

oder „mächtig“ zu erkennen glauben.

Tatsächlich trug die Stadt an der Elbe

noch im 10. Jahrhundert den germanischen

Namen Magathaburg, also

„große, mächtige Burg“, was darauf

schließen könnte, dass es hier eine

Das Bild zeigt den unteren

Abschluss einen

karolingerzeitlichen

Spitzgrabens in Höhe

der heutigen Landesbank

im Breiten Weg.

Der Lageplan

illustriert zwei

Wehrgräben (grün)

aus der Zeit der Völkerwanderung

(5. bis 6.

Jahrhundert) nördlich

des heutigen Doms.

große germanische Wehrburg gab.

Also mag Magdeburg etwa 1.500

Jahre alt sein. Ob es noch älter ist, ist

reine Spekulation. Doch wer weiß,

was die aktuellen Grabungen auf dem

Domplatz noch zu Tage bringen. Wir

bleiben dran! (bs)

dasMD 3 4 5 6 7 8 9


1000 Jahre Kaisertum

MAGDEBURG PRÄSENTIERT GROSSE OTTONENSCHAU

Wissenschaftler und ein ganzer Stab an Mitarbeitern tagen, forschen und organisieren seit mehr als zwei Jahren. Und alle

wollen nur eins: Die Landesaustellung aus Anlass des 1100. Geburtstages Ottos I. und des 1050. Jahrestages seiner Kaiserkrönung

auf die Beine stellen. Die Schau „Otto der Große und das Römische Reich – Kaisertum von der Antike bis zum

Mittelalter“ soll vom 27. August bis 9. Dezember 2012 tausende Gäste nach Magdeburg locken.

Wissenschaftler beteiligt

„Die Ausstellung wird organisiert mit

der Forschung im Rücken“, erklärt

Ellen Horstrup, selbst wissenschaftliche

Angestellte und Pressesprecherin

der Landesaustellung. 30 Forscher

unterschiedlicher Fachrichtungen,

zusammengefasst in einem wissenschaftlichen

Beirat, befassten sich bereits

2010 auf einer vorbereitenden

Tagung mit dem „Kaisertum im ersten

Jahrtausend“. “Die Diskussion war

höchst interessant und erfolgte über

Fachgrenzen hinweg”, erinnert sich

die Sprecherin.

So soll die Ausstellung Antworten auf

Fragen geben, wie: Weshalb kam Otto

auf die Idee, sich mit dem Namen eines

römischen Kaisers der Antike zu

schmücken? Warum stellte er sich als

christlicher Herrscher des Mittelalters

bewusst in die Tradition der römischen

Kaiser? So verweist die Pressesprecherin

auf das Siegel Ottos mit der Inschrift:

„Otto Imp(erator) Aug(ustus)“

(Otto Kaiser Augustus) – die Insignien

seiner Macht.

300 Exponate aus der ganzen Welt

Antworten sollen rund 300 Exponate

von rund 140 Leihgebern aus der ganzen

Welt geben, die in Magdeburg zu

sehen sein werden. Dazu gehören

Reliquien, Insignien, Porträts, zeitgenössische

Darstellungen, Schmuckstücke,

kostbare Goldschmiede- und

Steinmetzarbeiten, Textilien sowie

Schriftstücke aus der Antike und dem

frühen Mittelalter und vieles mehr.

„Ein Objekt ist ganz besonders interessant“,

macht die Pressesprecherin

neugierig. „Dabei handelt es sich um

die Insignien des Kaisers Maxentius,

3 4 5 6 7 8 9 dasMD

die vor kurzem bei Ausgrabungen in

Rom gefunden worden sind. Kaiserliche

Insignien in der Antike waren

bisher völlig unbekannt!“ Maxentius

ging in die Geschichte ein, weil er wie

Konstantin der Sohn eines Kaisers war

und weil er sich seine Erbansprüche

durch die Regelung der Tetrarchie,

also der Herrschaft über das Weströmische

Reich durch vier Kaiser, nicht

einschränken lassen wollte. So folgte

die Schlacht an der Milvischen Brücke

- trotz großer Übermacht Maxentius’

gewann Kaiser Konstantin. Der Überlieferung

nach verlor Maxentius, weil

Konstantin erstmalig das Schutz- und

Siegeszeichen Christi auf die Schilder

seiner Soldaten malen ließ – laut

Überlieferung der Durchbruch des

Christentums.

Vorbereitungen in vollem Gange

„Aktuell bewältigt der Stab an Ausstellungsmitarbeitern

den Papierkram

mit Leihgebern“, beschreibt Pressesprecherin

Horstrup. Doch so profan,

wie sich dies auch anhören mag, sei

die Arbeit bei weitem nicht, sondern

hochinteressant. So müsse mit den

internationalen Museen, Schatzkammern,

Bibliotheken und Archiven

geklärt werden, wie die Objekte aus

den USA, Russland, Italien, Frankreich,

Deutschland, Skandinavien und weiteren

rund zehn europäischen Ländern

tansportiert und Magdeburg

sicher erreichen, ob dieses oder jenes

Leihgut eine klimatisierte Box für seine

weite Reise benötigt, wie es ausgestellt

wird. „Viele Leihgeber haben

sich entschlossen, ihre wertvollen Objekte

nach Magdeburg zu geben, weil

es sich den Ruf erarbeitet hat, Ausstellung

von europäischem Rang zu konzipieren

und dass Leihgüter hier sehr

gut aufgehoben sind”, erklärt Ellen

Horstrup ein wenig stolz.

Andere Mitarbeiter planten bereits

den Rundgang inklusive der Aufstellung

der Vitrinen. Auch ein Ausstellungskatalog

sei bereits in

Arbeit, in deutscher wie in englischer

Sprache für die vielen Gäste aus aller

Welt. Und ein Begleitprogramm werde

derzeit auf die Beine gestellt. „Außerdem

muss das Ausstellungspersonal

geschult werden“, fügt die Pressesprecherin

hinzu und verweist auf die

vielen noch zu bewältigenden PR-Termine.

„Bis August gibt es noch eine

ganze Menge zu tun, das wird eine

gute, eine ganz tolle Sache“, freut

sich Horstrup und ergänzt voller Vorfreude:

„Es ist schön, wenn man eine

spannende Ausstellung mit erlesenen

Exponaten mitgestalten kann!“

ausMD

Heidelberg Universitätsbibliothek Petershausener Sakramenta

Kaisersiegel Ottos des Großen aus dem Jahr 965 mit der Umschrift OTTO IMP(erator) AUG(ustus). Magdeburg, Landeshauptarchiv S/A, Magdeburg (Foto: Hans-Wulf Kunze)

Korrespondenzschau

Wallhausen

bereits ab 20. April

Sachsen-Anhalt sei ein von den Ottonen stark geprägtes

Land. So macht die Historikerin aufmerksam auf eine ganze

Reihe von Ausstellungen und Aktionen in so genannten

Korrespondenzorten im ganzen Land. Unter dem Titel

„Auf den Spuren Ottos des Großen. Kaiserorte in Sachsen-Anhalt“

bereiten Gernrode, Halberstadt, Quedlinburg,

Memleben, Merseburg, Tilleda und Wallhausen gemeinsam

mit Magdeburg ein umfangreiches Begleitprogramm

vor. Besonders interessant sei das von Studenten der Ottovon-Guericke-Universität

Magdeburg geplante Projekt in

Wallhausen, dem vermuteten Geburtsort Ottos des Großen

im Süden des Landes. Bereits am 20. April eröffne hier eine

am Geschichtsinstitut konzipierte Ausstellung im Wallhausener

Schloss. “15 Studenten haben während zwei Semester

unermündlich das Ausstellungskonzept erarbeitet”, erklärt

Professor Stephan Freund, Mittelalterhistoriker an der

hiesigen Universität. So hätten die angehenden Forscher

Texte erstellt, Quellen und Objekte ausgewählt und das

Führungsprogramm erarbeitet. In dessen Ergebnis seien

von Otto ratifi zierte Originalurkunden zu sehen sowie archäologische

Fundstücke aus dem 11. bis 13. Jahrhundert.

Das besondere Geschenk

Für Magdeburger, die ihren Verwandten und Freunden von

außerhalb etwas ganz Besonders verschenken wollen, haben

sich die Macher etwas ausgedacht: So ist ab sofort in

der Magdeburger Tourist-Information die „Otto Box“ zur

Landesausstellung erhältlich. Die hochwertigen Geschenkboxen

für zwei Personen enthalten nicht nur Eintrittskarten

für die Landesaustellung. In der S-Variante für 35 Euro gibt

es zudem zwei Tickets für einen spannenden Stadtrundgang

durch die Ottostadt.

Die L-Variante für 135 Euro enthält zusätzlich einen Übernachtungsgutschein

mit Frühstück für zwei Personen in

einem Vier-Sterne-Hotel in Magdeburg. Außerdem liegen

den Boxen ein Taschenspiegel mit einem Motiv eines Ausstellungsobjektes

sowie Informationsmaterial bei. (sp)

Öffnungszeiten:

• 27. August bis 9. Dezember, täglich 10 bis 18 Uhr

• Eintrittspreise: 12,00 Euro, 9,00 Euro ermäßigt

• 9,00 Euro Gruppenpreis (pro Person ab 12 Personen)

• 80,00 Euro zzgl. Eintritt für Führungen

(max. 15 Personen)

ausMD

Korrespondenzort Wallhausen:

Öffnungszeiten:

• 20. April bis 9. Dezember

• Di. bis Sonn. 10 bis 16 Uhr

• Eintrittspreise: 3 Euro

Reisen von Magdeburg:

Fahrtzeit mit dem Auto:

rund 1,5 Stunden

Fahrt mit DB: 1,5 Stunden

Fahrpreis ab 18,10 Euro

dasMD 3 4 5 6 7 8 9

Leipzig_Grassimuseum Elfenbeinrefi ef mit Erzengel Michael • Köln-Römisch-Germanisches Museum-Miniaturporträt des Augustus • Augsburg-Römisches Museum Bronzener Pferdekopf


ER IST WOHL DER BEKANNTESTE MAGDEBURGER -

DER HASSELBACHPLATZ - GEWÖHNLICH „HASSEL“.

KEIN KAISER UND KEIN OTTO IST SO OFT IN VIELER MUNDE.

DER „HASSEL“ IST EIN STÜCK SYMBOLIK FÜR DIE ELBESTÄDTER -

VIELLEICHT IST ER JA MAGDEBURG SCHLECHTHIN?

FLAIRUNDLEBEN

3 4 5 6 7 8 9 dasMD

Der Verkehrsknoten im Zentrum der

Elbestadt ist Einkaufsstätte, Kneipenmeile

und ein in großen Teilen, vor

allem in den Randbereichen, ein Stück

gut erhaltenes Alt-Magdeburg. Nur

schwer ist heute vorstellbar, dass der

Breite Weg von hier aus bis zum heutigen

Universitätsplatz eine der Barocken

Prachtstraßen Europas war. In die

alten Häuser sind in den vergangenen

Jahren viele junge Menschen eingezogen

- wie Gegensätze sich doch anziehen!

Der kleinteilige Handel ist noch so etwas

wie Familie: man kennt sich. Der

Krämerladen von „Tante Emma“ aber

ist mittlerweile out. Die Kneipe dagegen,

wo so mancher Büroalltag in den

Feierabend übergeht, gibt es hier und

das Steakhaus, den Currywurstgastronom

und all die anderen Lokalitäten.

Wenn es wärmer wird, bieten sicherlich

auch der rollende Würstchen- und

der Spargelstand wieder ihre Waren

an.

Was ständig rollt, sind die Straßenbahnen

und die schier endlose Autokolonne

von den vier Zubringerstraßen. Der

Gast gewöhnt sich dran, ja liebt es mitunter,

und beobachtet auf der Lokalterasse

sitzend das pulsierende Leben.

Hasselbach, das ist übrigens ein alter

Magdeburger. Carl Gustav Friedrich

mit Vornamen, wurde am 20. August

1851 zum Oberbürgermeister gewählt.

Sein Vorgänger August Wilhelm Francke

hatte 1848 sein Amt wegen der

Auseinandersetzungen in der Revolution

1848 niedergelegt. Danach gab es

drei Jahre keine OB - dann Hasselbach.

In seiner Amtszeit entwickelte sich die

Elbestadt zu einer modernen Groß-

und Industriestadt, bekam in Buckau

ein neues Wasserwerk, Straßenbeleuchtung

und eine neue Strombrücke.

Buckau und Sudenburg wurden eingeeingemeindet. Magdeburg blühte auf.

Dafür setzte ihm die Stadt ein Denkmal,

das viele Jahre mitten auf dem

gleichnamigen Platz seinen festen

Standort hatte. 1927 wurde der Hasselbachbrunnen

wegen Gleisbauarbeiten

entfernt und auf dem heutigen

Haydnplatz aufgestellt. 1944/45 stark

beschädigt, steht er heute unter DenkDenkmalschutz. (dp)

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dasMD 3 4 5 6 7 8 9


ORT DER INNEREN EINKEHR

KLOSTER UNSER LIEBEN FRAUEN ZWISCHEN HISTORIE UND MODERNE

Inmitten von Magdeburg, im Zentrum

der Stadt, unweit von Einkaufstrubel

und Verkehrslärm, gibt es einen Ort

der Ruhe, der inneren Einkehr. So beschreibt

es auch Dr. Uwe Förster. Er ist

mit Leib und Seele Pressesprecher und

Museumspädagoge im Kunstmuseum

Kloster Unser Lieben Frauen.

Sowohl für Interessierte der mittelalterlichen

Baukunst als auch für Kunstliebhaber

ist ein Besuch dieses Kleinods

ein unbedingtes Muss. Es ist das älteste

erhaltene Bauwerk Magdeburgs

und wohl wichtigster Ausstellungsort

für Gegenwartskunst und Skulptur in

Sachsen-Anhalt. „Den Sammlungsbestand

und die Sonderausstellungen

in der romanischen Architektur zu

präsentieren bedeutet Konfrontation,

Auseinandersetzung und Bezugnahme

von Gegenwart und Vergangenheit.

Durch den bewussten Verzicht auf

vorgegebene Laufrichtungen bleibt für

den Besucher eine besondere Raumerfahrung“,

erklärt Museumspädagoge

Förster.

In den vergangenen Jahren habe das

Kloster Unser Lieben Frauen durch

umfassende Sanierungen erheblich an

touristischer Qualität gewonnen. Und

tatsächlich: Die behutsamen Veränderungen

haben eine gelungene Verbindung

von Besucherfreundlichkeit,

musealer Funktionalität und mittelalterlicher

Architektur geschaffen.

Die Synthese von zeitgenössischer

Kunst in modernen Ausstellungsräumen

und romanischer Architektur

prägt das Erscheinungsbild. Neu hinzugekommen

ist zum Beispiel eine ganze

Ausstellungsetage unter dem Dach

des oberen Kreuzgangs, in der nun die

MedienLounge untergebracht ist. Hier

sind neben Positionen zeitgenössischer

Medienkunst aus der Sammlung auch

Sonderausstellungen zu sehen.

So zeigen noch bis zum 6. Mai die Videokünstler

Nan Hoover, Bjørn Melhus

und Yehudit Sasportas unter dem Motto

„Inner Motion“ in Projektionen auf

10 11 12 13 14 15 dasMD

Monitoren und Leinwand subtile Bewegungsverläufe. Die amerikanische Künstlerin

Nan Hoover (1931-2008) siedelte 1969 nach Amsterdam über und wurde

zu einer Wegbereiterin der Videokunst in Europa. In den Arbeiten des deutschen

Videokünstlers Bjørn Melhus und der israelischen Künstlerin Yehudit Sasportas

zeigt sich, dass das elektronische Bildmedium heute zunehmend einer kritischen

Selbstrefl exion unterzogen wird.

Das Neue ist auch in vielen anderen Räumen sichtbar, zum Beispiel im Foyer, das

über eine weitere Treppe den Zugang in die MedienLounge ermöglicht. Es ist von

Christophe Cuzin gestaltet worden und als Kunstwerk zu begreifen. Die farbigen

Flächen sind zu Fenstern und Türen verschoben, „die Räume dadurch nun sichtbar

gestaltet“, fi ndet der Museumpädagoge. Auch die Ausstellungsfl äche mit Galerie,

Oberem Kreuzgang und dem großem Tonnengewölbe mit den insgesamt rund

2.000 Quadratmetern präsentieren sich in saniertem Zustand und technisch modernisiert.

kulturMD

Hier sind noch bis zum 5. Mai „Die

Geschichten der Christiane Möbus“

zu sehen. „Die Ausstellung gibt einen

umfassenden Überblick auf vier Jahrzehnte

eines besonderen Künstlerlebens.

Die Geschichten entwickeln sich

sowohl von den Wegesrändern des

Alltags als auch aus präzisen Entscheidungen.

Möbus‘ Werke setzen sich

aus Worten, Fundsachen und gebauten

Objekten zusammen“, beschreibt

Förster. Und er verweist auf die Verbesserung

der Zugänglichkeit der Ausstellungsräume

für Behinderte. Nach

dem Einbau einer rollstuhlgängigen

Toilette und des barrierefreien Zugangs zum Innenhof wurde zwischen Kirche

und westlichem Kreuzgang ein Personenaufzug geschaffen, der in die oberen

Etagen führt.

Beeindruckend und schon von außen zu bestaunen: Großformatige Spiegelpaneele

in unterschiedlichen Winkeln refl ektieren das Innere nach außen und umgekehrt.

Dabei entstehen faszinierende, weil zunächst surreal wirkende Ein- und

Ausblicke. Die Spiegel dienen eigentlich der Fensterverdunkelung. Entwickelt

wurde das Projekt Trans-Refl ex von realities:united. Dahinter stehen die Berliner

Brüder Jan und Tim Edler, die mit diesem ästhetisches Element zwischen dem

Innen-und Außenraum des Kunstmuseums einen künstlerischen Akzent setzen.

Förster: „Das Projekt entstand in Abstimmung mit der Denkmalpfl ege, den Architekten

und dem Kunstmuseum, um allen Anforderungen gerecht zu werden. Die

Spiegelpaneele können in unterschiedlichen Winkeln aus der Ebene der Fassade

herausgeklappt werden oder aber zugeklappt die Fassade verschließen.“ Sie integrieren

und vervielfältigen die Umgebung und schaffen visuelle Aktivität und

Lebendigkeit. (bs)

kulturMD

- 1017/18: Gründung des Kollegiatstifts

der Muttergottes

Maria, „Unser Lieben Frauen“

durch Magdeburger Erzbischof

Gero

- 1063/64: Beginn mit Neubau

durch Erzbischof Werner - die

fl ach gedeckte kreuzförmige

Säulenbasilika zu acht Jochen

mit mittlerem und westlichem

Pfeilerpaar sowie einer Chorkrypta

bildet bis heute den

Kern der Kirche

- 1129: Übergabe des Marienstifts

an den Reformorden der

Prämonstratenser durch

Magdeburger Erzbischof

Norbert von Xanten (bestattet

im Kloster), danach Vollendung

des Westabschlusses

- 12 Jahrhundert: Fertigstellung

der Klausur

- das Äußere der ehemaligen

Klosterkirche dient als Lehrbeispiel

für Sakralbau der Zeit um

1100

- 1129 und vor 1200: Errichtung

des Kreuzgangs als Zentrum

des Klosters

- 12. Jahrhundert: Errichtung des

Refektoriums, heute Ausstellung

von Gegenwartskunst

Oberes Tonnengewölbe unter

Refektorium: Sammlung zeitgenössischer

Kunst nach 1945

- Mittlere Tonne: Sammlung Historische

Skulptur

- Untere Tonne: exquisite Auswahl

von Skulpturen der Antike

- heutige Nutzung des oberen

Kreuzgangs, des kleinen gewölbten

Obergeschosses des

Poenitentiariums, der oberen

Tonsur sowie einer Reihe von

modernen Kabinetträumen im

Ostfl ügel für Ausstellungen

- geöffnet Dienstag bis Sonntag

10 bis 17 Uhr, 4 Euro Eintritt, 2

Euro ermäßigt, Kinder frei

dasMD 10 11 12 13 14 15


MÄCHTIGE LANDMARKE

WIE GEHT ES WEITER AM MAGDEBURGER DOM?

Egal aus welcher Himmelsrichtung sich Magdeburg genähert wird: der

Dom ist das erste, was bereits aus der Ferne von der Stadt wahrgenommen

wird. Als mächtige Landmarke erhebt er sich aus der Stadtsilhouette

und steht als kolossales Denkmal noch heute symbolisch für das einstige

politische Machtzentrum des Mittelalters.

Aus der Nähe betrachtet nimmt ein jeder nicht nur seine eindrucksvolle

Größe und stattliche Schönheit wahr. Gerüste um den nördlichen Turm,

dunkelgraue Verkrustungen auf dem Sandstein und der seitlich aufgestellte

Baucontainer trüben den Blick auf das beliebte Fotomotiv. Der Zahn der

Zeit nagt am mächtigsten Wahrzeichen Magdeburgs. Nach 300 Jahren

Bauphase und fast fünf Jahrhunderten Existenz ist dies kaum verwunderlich.

„Regenwasser, Winderosion, der Wechsel von Frost und Tauzeiten

– dies sind Einfl üsse, die auf die Substanz des Doms einwirken“, erklärt

Ralf Lindemann von der Abteilung Bau- und Liegenschaften der Stiftung

Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt, die die Baumaßnahmen an der

gewaltigen Kathedrale koordiniert.

Schäden an rund 9000 Quadratmetern Fassadenfl äche

Derzeit seien freie Planungsbüros und

Baufi rmen mit rund 40 Arbeitern an

der Instandhaltung und Restauration

des Doms beteiligt. An 9000 Quadratmetern

Fassadenfl äche sind den

Worten Lindemanns zufolge vor allem

Schäden durch Steinverwitterung und

Versalzungen zu beheben. „Die Salze

befi nden sich zum Teil im Baumaterial,

gelangen aber vor allem durch Vogelkot

und Sauren Regen in den Sandstein“,

erklärt der Fachmann.

So hätten die Zeiten des Braunkohleabbaus

in der ehemaligen DDR auch

am Magdeburger Dom ihre Zeichen

hinterlassen: „Die Nitrate und Sulfate

aus dem Sauren Regen verbinden sich

mit dem Kalzium aus dem Mauermörtel

und werden zu Gips, den hässlich

grauen Stellen“, beschreibt Lindemann

weiter und ergänzt: “Diese Bereiche

werden nun abgetragen und

ausgebessert. Mithilfe eines modernen

Kalkmörtels, der sich harmonisch

in den Bestand einfügt und lange Zeit

für Ruhe an der bearbeiteten Stelle

sorgt, werden die Eintrittsstellen des

Wassers abgedichtet.”

Im Kreuzhof des Doms würden aktuell

Putzritzungen restauriert. Die

10 11 12 13 14 15 dasMD

Fachkräfte würden die originalen

Putze mithilfe von Laserstrahlgeräten

reinigen und schädliche Oberfl ächenkrusten

abnehmen. „So kommen an

vielen Stellen auch wieder architektonische

Details zum Vorschein“, freut

sich Lindemann.

Überdies würden die Treppenstufen

des Nordturms saniert. „Die durch

den Domförderverein Magdeburg

Fotos: Patrick Dudka

fi nanzierte Maßnahme dauere allerdings

seine Zeit,“ erklärt Lindemann,

denn den schmalen Aufgang können

höchstens zwei Restauratoren gleichzeitig

bearbeiten und das nur bei über

fünf Grad Celsius.“ Jedoch gibt sich

der Fachmann zuversichtlich, dass der

104 Meter hohe Turm im Rahmen von

Führungen bald wieder begehbar sein

wird.

Für immer Baustelle

In Zukunft sollen der Nordgiebel des

Remtergebäudes sowie der gesamte

östliche Bereich des Bauwerks in Angriff

genommen werden. Auch die

Innenoberfl ächen des Hohen Chores,

des Chorumganges und des Bischofsgangs

werden laut Lindemann in den

kommenden Jahren bearbeitet. “Einen

endgültigen Abschluss fi nden

Restaurationsarbeiten an einem solch

gewaltigen Baudenkmal folglich nie.”

Ein rüstungsfreies Fotomotiv kann also

auch in den kommenden Jahren nicht

erwartet und sollte positiv gesehen

werden, wie Lindemann weiß: “Denn

das Gerüst um ein Baudenkmal zeugt

davon, dass sich dort etwas tut. Und

das ist doch gut so!“ (sk)

kulturMD

MEINMD

Karen Stone

Theater Magdeburg

Generalintendantin

„Städte mit großen Flüssen

haben immer ihren besonderen

Reiz. An Magdeburg mag

ich in kultureller Hinsicht die

Vermischung von Historie und

Moderne. Und dass Königin

Editha aus meiner Heimat

nach Magdeburg gekommen

ist und die Elbestadt bis heute

prägt, gefällt mir als Engländerin

natürlich besonders

gut.”

Cyancali Ali

Gitarrist und Sänger

bei Juckreiz:

„Das beste an Magdeburg sind

natürlich die Magdeburger

selbst - einzigartig eben. Und

das Schönste ist für mich am

Elbufer zu sein, der tollsten

Seite der Stadt.“

kulturMD

Matthias Engel, Schauspieler

Theater an der Angel:

„Magdeburg genießen? Das ist morgens

bei Sonnenaufgang den Dom sehen, mittags

die Beine in der Elbe baumeln lassen

und nachts die Sterne am Himmelszelt

über dem Werder bestaunen.“

Janine Niele

Veranstalterin Rock im Stadtpark:

„Magdeburg gefällt mir, weil die Menschen in

dieser Stadt sehr hilfsbereit, offen und sympathisch

sind und sich dadurch schnell Netzwerke

bilden, was man in anonymen Großstädten wie

Berlin oder Hamburg eben nicht hat.“

Robert Stieglitz, Boxweltmeister

„Magdeburg ist mir eine echte Heimat

geworden. Ich lebe hier, weil ich hier sehr

gute Freunde gefunden habe, weil ich hier

die besten Bedingungen für meine sportliche

Karriere fi nde und es hier ganz viele

tolle Menschen gibt. Ich liebe das Grün der

Stadt und die vielen schönen Plätze entlang

der Elbe. Ich kann mir nicht mehr vorstellen,

dieser Stadt den Rücken zu kehren.

Philipp Schmidt, Produzent des Videos

„State of mind“ über Magdeburg

Magdeburg gefällt mir, weil es (fast) alles hat

,was man von einer Großstadt wünscht, verteilt

auf einer Fläche, die man ohne Probleme erlaufen

kann. Für alles andere (IKEA und Dunkin’

Donuts) sind es keine zwei Stunden nach Berlin,

Hannover oder Leipzig.

Stephan Michme

Moderator und Musiker:

„Magdeburg ist zu Hause. Hier kenne

ich alles und trotzdem passiert jeden

Tag etwas Neues“

dasMD 10 11 12 13 14 15


FRÜHLINGSTOUR

DURCH MAGDEBURGER FESTUNGSANLAGEN

Rings um das mittelalterliche Magdeburg erstreckten sich schon zu Kaiser Ottos Zeiten die ersten Befestigungsmauern. In

verschiedenen Ausbauphasen immer weiter um zahlreiche Rondelle, Bastionen und Türme ergänzt, galt der Verteidigungsring

in der Endausbauphase sogar als eine der stärksten preußischen Festungen. Zu Fuß oder mit dem Rad kann entlang der

ehemaligen Festung das einstige Magdeburg umrundet werden. Vorbei an Wachtürmen, Kavalieren und Festungsgräben

erwartet den aufmerksamen Beobachter dabei ein historisches Bild Magdeburgs, das den Status und auch die Rolle der Elbestadt

im Verteidigungssystem Preußens veranschaulicht.

1 Den Startpunkt der Tour bildet einer

der ältesten Wehrtürme Magdeburgs:

der Welsche Turm. Die achteckige

Warte diente als nordöstliche Eckbefestigung

des Alten Magdeburgs.

1631 im Dreißigjährigen Krieg durch

das kaiserliche Heer bestürmt, ab 1666

unter der Leitung Otto von Guerickes

wieder auf- und ausgebaut, wurde

1903 der Turm durch den Künstlerverein

St. Lukas mittels eines Anbaus

erweitert und zur Künstlerstätte umfunktioniert.

Heute beherbergt die Lukasklause

– wie seitdem das Gemäuer

genannt wird – das Otto-von-Guericke

Museum. Unweit dieses Eckpunktes

der Alten Festungsanlage können ein

Nachguss einer Huldigungskanone aus

der Zeit nach dem Westfälischen Frieden

und Reste der alten Stadtmauer

samt Eisenbahntor bestaunt werden.

2 Nur wenige Minuten zu Fuß in

westlicher Richtung und am Ende

der Röntgenstraße befi ndet sich der

nächste Wegpunkt: die Kaserne Mark.

1863 bis 1865 als Defensionskaserne

erbaut, diente sie in den 1920er

Jahren unter anderem als Arbeitsamt

und während des 2. Weltkrieges für

über 600 Zwangsarbeiter der Krupp-

Gruson-Werke als Unterkunft. Heute

fi nden hier zahlreiche Kulturveranstal-

10 11 12 13 14 15 dasMD

tungen wie Märkte, Ausstellungen,

Theatervorstellungen und Konzerte

einen geschichtsträchtigen Rahmen.

3 Weiter in Richtung Westen entlang

der Listemann-Straße verlief in etwa

der Wall der Festung. Hinter dem Universitätsplatz

im Geschwister Scholl

Park können noch immer kleine Reste

der Nordwestfront, der Bastion Braunschweig,

erahnt werden.

4 Hinter dem Park verläuft der heutige

Kaiser-Otto-Ring, der auf der 1818 entstandenen

ersten „Ortsumgehungsstraße“

Magdeburgs verläuft. Diese

Straßen hießen Provinzial-Chausseen.

Die ehemalige Provinzialchaussee

Magdeburgs ist heute in die Straßen

Kaiser-Otto-Ring, Editharing, Adelheidring

und Sachsenring gegliedert.

5 Durch die Motzstraße in südlicher

Richtung entlang der Bruno-Wille-

Straße führt der Weg zur einstigen

Westfront. Heute ist dort kaum etwas

erhalten. Durch einen kleinen

Schlupf in der Lärmschutzwand des

Magdeburger Rings geht es weiter

zum Editharing, dessen Verlauf noch

heute an die Form des Festungsrings

erinnert. An Stelle des ehemaligen Kavaliers

7 befi ndet sich ein kleiner Park.

Große Teile sind auch vom Magdeburger

Ring überbaut.

6 Ein gut erhaltener, weiterer Teil der

Festung ist über den Fußweg am Eingang

der Maibachstraße nähe Busbahnhof

zu erreichen. Entlang des Festungsgrabens

der Westfront, der erst

seit Kurzem für Fußgänger und Radfahrer

begehbar gemacht wurde, sind

Reste des Ravelin 2 des Kavaliers 5 zu

bestaunen. Diese Anlagen der neuen

Westfront entstanden zwischen 1869

bis 1874.

7 Durch den Glacie-Park weiter in Richtung

den führt der Weg entlang der

Festung bis zur Albert-Strauch-Straße,

wo durch die Carl-Miller-, die Seume-

und die Planckstraße die Sternbrücke

zu erreichen ist.

Linkerhand liegt hier ein wenig versteckt

hinter alten, bewachsenen Festungswällen

der südöstlichste Punkt

der Festungsanlage und die nächsten

architektonisch interessanten Stationen:

das Kavalier I und das Eisenbahntor,

welche im Zuge der letzten Ausbauphase

der Stadtumwallung 1869

bis 1873 entstanden. Bei der Fertigstellung

erhielt das Bauwerk den Beinamen

Kavalier Scharnhorst.

kulturMD

Foto: Landeshauptstadt Magdeburg

Bis kurz nach dem 1. Weltkrieg wurde

es militärisch verwaltet und bot

Unterkunft für bis zu 400 Artilleristen.

In seinem angegliederten Reservewasserwerk

wurden zeitweise Kriegsgefangene

unterbracht, unter ihnen war

auch Charles de Gaule. Im Zweiten

Weltkrieg wurde das Kavalier als Luftschutzbunker,

später auch als Behelfswohnanlage

und von Firmen genutzt.

Heute ist es in privater Hand.

8 Über den Hammersteinweg, einen

kleinen Fußweg am heutigen Eingangsbereich

des Kavaliers Scharnhorst

in Richtung Norden, führt die

Tour zur alten Hubbrücke und entlang

der Elbe in Richtung Dom zu einer

Fußgängerbrücke. Von dieser Brücke

aus kann ein Blick auf den ältesten erhaltenen

Bahnsteig Deutschlands geworfen

werden.

Zwischen ihm und dem Dom kann

auch die Bastion Cleve erkundet werden,

welche den südöstlichsten Abschluss

der Alten Feste bildete. Die

2004 im Erdreich wiederentdeckten

Teile der Anlage waren aufgrund des

Aufbaus des südlichen Stadtzentrums

um 1890 verfüllt worden. Der

mittelalterliche Wehrturm Cleve, das

Herzstück der Anlage, wurde im 16.

Jahrhundert um zahlreiche Anlagen

ergänzt.

9 Auf dem prächtigen Fürstenwall,

dem ehemals östlichen Abschluss des

Dombezirks, liegen zwei weitere erhaltene

Wehrtürme der mittelalterlichen

Festung: „Turm Bevern“ und „Turm

hinter der Ausfahrt zur Möllenvoigtei“.

Diese zeitgleich mit weiteren

vier Wehrtürmen entstandene Anlage

wurde ab 1431 zur Verstärkung der

Stadtbefestigung geschaffen.

Da die Wachmannschaft vom Turm

Bevern aus Einblick in die benachbarte

Küche des Erzbischofs hatte, wurde

der Turm auch „Kiek in de Köken“

genannt, was soviel wie Blick in die

Küche bedeutet. Im 18. Jahrhundert

diente dieser zeitweise als Arrest für

ungehorsame Soldaten.

kulturMD

10 Die alte Mauer unterhalb des Klosters

Unser Lieben Frauen gehörte zum

Teil noch zur Geronischen Mauer. Hinter

der Johanniskirche führt die Tour

über die Fußgängerbrücke in Richtung

Elbe zurück zum Ausgangspunkt. (hb)

STADTGESCHICHTE IN EINER FÜHRUNG HAUTNAH ERLEBEN

Auf einer geführten Tour von Nadja Gröschner

und Frank Kornfeld vom Kulturzentrum Feuerwache

können Interessierte tiefere Einblicke

in stadtgeschichtliche und kulturelle Ereignisse

bestimmter Gebiete auf charmant-unterhaltsame

Weise erfahren. Hier eine Auswahl:

• Osterführung durch dasMD:

07.04., 19 Uhr, Schollpark

• Osterführung durch dasMD:

09.04., 19 Uhr, Über die glückliche Insel

• Mit der Linie 4 um die Welt:

14.04., 15 und 19 Uhr, Sudenburger Straßenbahndepot

• Reise in die Vergangenheit/Rayonhäuser:

15.04., 15 Uhr, Listemannstraße

• Straßenbahngeschichten:

18.04., 15 Uhr, Otto-von-Guericke-Straße

• Rund ums Hafenbecken:

11.05. u. 12.05., jeweils 19 Uhr,

Hafenbecken

• Männer und andere HimmelfahrerInnen,

17.05., 11 Uhr, Guericke-Brunnen

• Die glückliche Insel bei Nacht,

01.06. u. 02.06., jeweils 19 Uhr, Theater an

der Angel

• Paddeln in den Sonnenuntergang,

16.05., 20.06., 18.06., Schweizer Haus,

Stadtpark

Karten bestellen:

www.feuerwachemd.de oder 0391/602809

dasMD 10 11 12 13 14 15


ERSTER TEIL:

MAGDEBURG VON BARBY

IM SÜDEN BIS ZUM WASSER-

STRASSENKREUZ IM NORDEN

Der Elberadweg im Raum Magdeburg

bietet Fahrradtouristen nicht nur eine

Reise ins Mittelalter. Am Rande fi nden

sich Zeugnisse nationaler Geschichte,

architektonische und technische Meisterleistungen

sowie einzigartige Landschaften.

UMKEHR FÜR

FELDHERR DRUSUS

Der römische Feldherr Drusus soll vor

rund 2000 Jahren während seines

letzten Germanenfeldzugs bis hierher

gelangt sein, bis zur Elbe ganz in der

Nähe der Saalemündung bei Barby.

Hätte es damals schon die Erfi ndung

der Gierfähren gegeben, wäre die Geschichte

anders verlaufen? Seit dem

Ende des 17. Jahrhunderts nutzen

diese „Flußüberwinder“ in Barby und

Breitenhagen völlig geräuschlos allein

die Energie des strömenden Wassers.

Ebenfalls sehenswert ist die Auenlandschaft

von Elbe- und Saale mit

ihren Ufersäumen, natürlichen Überfl

utungsbereichen und Auenwäldern.

16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 dasMD

VORGESTELLT

Er schlängelt sich auf rund 840 Kilometern quer durchs Land und ist der beliebteste seiner Art in Deutschland. Der Elberadweg

von Cuxhaven an der Nordsee bis Bad Schandau an der tschechischen Grenze ist wohl die abwechslungsreichste

Randwanderroute Europas. Durch sieben Bundesländer führt er entlang vielfältiger Landschaftsformen, spannender Historie

und einzigartigem Kulturerbe.

Auf der Internationalen Tourismusbörse im März 2012 in

Berlin wurde der Elberadweg wiederholt zum beliebtesten

deutschen Fernradweg gekürt. Damit behauptet er zum

achten Mal in Folge seine Spitzenposition in der jährlichen

Studie des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs.

Laut Magdeburger Tourismusverband Elbe-Börde-Heide,

der Koordinierungsstelle für den Elberadweg Mitte, steht

Das UNESCO-Landschaftsschutzgebiet

„Mittelelbe“, das von Dessau bis nach

Niedersachsen reicht, umfasst weite

Überschwemmungsfl ächen, Sandufer

und Brackwasser.

Elbebiber fi nden hier

ebenso Lebensräume

wie Fischotter

und Störche. Die

Stadt Barby mit ihrem

barocken Zentrum

und ihren Ortsteilen

ist jedes Jahr

Ausfl ugsziel für viele

Radfahrer, Wasserwanderer

und Kurzurlauber.

Besonders sehenswert

sind die Kirchen,

die Bockwindmühlen,

das

Museums- und Traditionsschiff, die

Burgruine, das Lichtmeßmuseum sowie

die Schrotholzkirche Wespen.

GEBURTSSTÄTTE DES

DEUTSCHEN KURWESENS

Den Elberadweg und seine Alternativstrecken

östlich der Elbe nutzend ist

elbabwärts die Stadt Schönebeck in

nur wenigen Stunden erreichbar. Über

er bei den Reisezielen 2012 an erster Stelle. Insbesondere

die einmalige Landschaft und die Vielfalt der Sehenswürdigkeiten

an der Strecke würden immer wieder gewürdigt,

aber auch die zahlreichen Unterkünfte, Tourismusvereine

sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen.

In drei Teilen wird die Redaktion den Elberadweg als besonderes

Erlebnis vorstellen.

Jahrhunderte hinweg hat das Salz die

Stadtgeschichte bestimmt und sogar

das deutsche Kurwesen hervorgebracht.

Der Solepark, das älteste Sole-

heilbad Deutschlands, hält mit seinen

modernen Therapieeinrichtungen und

Kuranlagen im historischen Ambiente

ein breites Spektrum an Kur-, Wellness-

und Freizeitangeboten bereit.

Übrigens: Das Stadtarchiv verfügt über

die in Sachsen-Anhalt umfangreichsten

Aktenbestände aus der Zeit der

Hexenprozesse. Demnach fanden hier

zwischen 1576 und 1664 über 30 Hinrichtungen

statt!

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rundumMD

Mittellandkanal

Magdeburg

Wahrenberg

Aland

Rogätz

G

Wittenberge

Tangermünde

Tanger

SACHSEN-ANHALT

Burg

BRANDENBURG

G

G

Wasserstraßenkreuz

Magdeburg/Hohenwarthe

Elbe

Biese

Elbe

Werben

Hohenberg-

Krusemark

Arneburg

Buch

Grieben

SACHSEN-ANHALT

Plötzky

Pretzin

Jerichow

SACHSEN-ANHALTS GRÖSSTE AUSWAHL

Direkt am Elberadweg im Herzen Magdeburgs

Havelberg

Sandau

Fischbeck

Elb-Havel-Winkel

Ferchland

Havel

BRANDENBURG

Elbe-

Havel-Kanal

Schönebeck

G Breiten-

Barby hagen

G

Steckby

Saale

G

Steutz

G Gr. Rosenburg

Calbe

G

Aken

Brambach

Vockerode

G

Wörlitz

Dessau-

Roßlau Oranienbaum

Raguhn

Wer den Experten in Sachen Radsport

an der Goldschmiedebrücke direkt am

Allee Center besucht, wird belohnt:

Auf zwei Etagen mit insgesamt

1200 Quadratmetern Ausstellungsfl

äche fi nden Sie ein umfangreiches

Sortiment, das seinesgleichen sucht!

Reparaturen innerhalb von 24 Stunden,

bei Nachfrage auch sofort!

Radmitte

Goldschmiedebrücke 7,9,11

39104 Magdeburg

ÖFFNUNGSZEITEN

Montag – Freitag 10 bis 20.00 Uhr

Samstag 10 bis 18.00 Uhr

Kontakt • info@radmitte.de • www.radmitte.de

Hauptstrecke &

Alternativrouten

Mulde

Coswig Lutherstadt

Wittenberg

G

G

Schwarze

Elster

Elbe

SACHSEN

G

dasMD 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25


SMARAGDGRÜNE

WALDSEEN

Östlich der Elbe, im Volksmund auch

„Ostelbien“ genannt, erstreckt sich

inmitten des UNESCO-Landschaftsschutzgebietes

das Naherholungsgebiet

Plötzky-Pretzien-Dannigkow.

Zahlreiche idyllisch gelegene Waldseen

mit smaragdgrünem Wasser laden

zum Baden, Angeln, Tauchen und

Relaxen ein.

Von den Alternativrouten aus

ist alles spielend erreichbar!

So auch der Schönebecker Ortsteil

Pretzien, bekannt durch sein Pretziener

Wehr. Seit über 135 Jahren leitet

das Stauwehr bei seiner Öffnung rund

30 Prozent der Hochwassermassen

weitläufi g östlich an Magdeburg und

Schönebeck vorbei und schützt so

beide Städte vor Überfl utungen. 1869

beschloss die Preußische Regierung

seinen Bau, der 1871 bis 1875 vorwiegend

von italienischen Bauarbeitern

16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 dasMD

und französischen Kriegsgefangenen

errichtet worden ist.

GOLDMEDAILLE AUF DER

PARISER WELTAUSSTELLUNG

1889

Es ist bis heute das größte Schützentafelwehr

in Europa und zählt als Meisterwerk

damaliger Baukunst. Auf der

Pariser Weltausstellung 1889 erhielt

das Pretziener Wehr sogar die Goldmedaille.

Wer mit dem Rad weiter Richtung

Magdeburg fährt, kann mit der Gierfähre

in den Stadtteil Westerhüsen

übersetzen und von dort aus die Landeshauptstadt

erobern. Mit etwas

Glück kann ein Mink beobachtet werden

der bereits die dritte Saison als

blinder Passagier mitfährt. Wer weiterhin

die Alternativroute östlich der

Elbe nutzt, durchfährt die Kreuzhorst.

Das von Laubwald bestimmte Naturschutzgebiet

im Südosten der Stadt

ist zugleich einer der 40 Stadtteile der

Elbmetropole.

SAGENUMWOGEN

Das Gebiet wird von einem alten Nebenarm

der Elbe durchzogen und

umfasst einen der naturnahen Auenwaldkomplexe

in der mittleren Elbeniederung.

Aufmerksame Radler

können mit viel Glück und Gedult

Elbebiber und Iltis beobachten. Außerdem

hat der Schreiadler hier sein

Revier sowie rund 3000 Schmetterlings-

und 168 Rüsselkäferarten!

ENTDECKUNGSREISE

IN MAGDEBURG

Magdeburg mit seinen berühmten Sehenswürdigkeiten

ist es allemal wert,

per Entdeckungsreise mit dem Fahrrad

erkundet zu werden. Mehrere Alternativrouten

stehen zu Auswahl - die

Stadt kann auch per Rundkurs erkundet

werden.

Neben den vielen Grünfl ächen wie

dem Herrenkrug entlang der Elbe,

dem Fluss als natürliches Wahrzeichen

und der attraktiven Innenstadt mit ihren

Cafés und Einkaufsmöglichkeiten

hat Magdeburg viele interessante Sehenswürdigkeiten

zu bieten. Die Stadt

ist mit 1.200 Jahren eine der ältesten

Städte in den östlichen Bundesländern.

Kaum eine andere Stadt im mitteleuropäischen

Raum hat eine vergleichbar

bewegte historische Vergangenheit

wie Magdeburg. Ob als Kaiserresidenz,

als Hansestadt oder preußische Festung:

Magdeburg wurde immer wieder

von Krieg und Zerstörung heimgesucht.

Eine neuere Attraktion ist das

einmalige Wasserstraßenkreuz und die

dazugehörige atemberaubende Landschaft

im Norden der Stadt.

rundumMD

Quellen: www.elberadweg.de, Elberadweg-Journal “RADtour”, www.magdeburg.de

Quelle: Trogbrücke Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH

DAS GRÖSSTE

Das Wasserstraßenkreuz ist beidseitig

der Elbe zu erreichen, wobei die Ostroute

durch grüne Natur und stets an

der Elbe entlang führt, die Westroute

dagegen den einst hohen Stellenwert

Magdeburgs als großen Binnenhafen

widerspiegelt. Interessante Sehenswürdigkeiten sind der Wissenschaftshafen,

der Kettendampfer Gustav Zeuner, die Hubbrücke von 1894 sowie das

derzeit größte Windrad der Welt.

Seit dem 10. Oktober 2003 ist das neue Wasserstraßenkreuz Magdeburg

vollständig in Betrieb. Zuvor mussten die Schiffe auf ihrem Weg vom Mittellandkanal

zur Elbe einen Umweg von zwölf Kilometern schippern. Zentrales

Bauwerk ist die vollständig aus Stahl konstruierte Trogbrücke. Mit eindrucksvollen

918 Metern ist sie die längste Kanalbrücke Europas und führt den

Mittellandkanal über die Elbe hinweg. Sie kann beidseitig mit dem Fahrrad

oder zu Fuß erkundet werden. Empfohlen wird aber auch eine Fahrt mit der

Magdeburger Weißen Flotte. Die Rundfahrt „Große Acht“ führt vom Petriförder

in Zentrumsnähe direkt zum Wasserstraßenkreuz inklusive Durchfahrt

der Schleusen.

Mehr über den Elberadweg erfahren Sie in der kommenden Ausgabe von

dasMD“. Dann folgt der zweite Teil „Entlang der Altmark von Rogätz bis

Havelberg“. Dritter Teil: Durch Anhalt von der Lutherstadt Wittenberg bis

Ronney. Übrigens: Am 6. Mai wird der traditionelle Elberadeltag bereits zum

zehnten Mal die Saison auf dem Radweg in Sachsen-Anhalt einläuten. Aus

diesem Anlass soll es neben zahlreichen Radlerfesten auch Sternradtouren

entlang der Elbe geben. (sp)

Mehr Informationen erhalten Sie unter: www.elberadweg.de.

rundumMD

dasMD 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25


800 JAHRE ANHALT

Sachsen-A nhalter stehen

nicht nur früher auf -

Sie feiern auch länger!

Und zwar sich selbst. Denn das Jahr 1212 gilt als die Geburtsstunde

Anhalts. Als Bernhard, der Sohn des berühmten Askaniers Albrecht

der Bär, am 9. Februar 1212 starb, begann mit Sohn Heinrich I. die

eigenständige Geschichte Anhalts.

ÄLTESTE UND KLEINSTE KULTUR-

LANDSCHAFT DEUTSCHLANDS

Von Anhalt sind seit Jahrhunderten

fortschrittliche, richtungweisende

und bedeutungsvolle Impulse ausgegangen.

Erwähnt seien nur das

Dessau-Wörlitzer Gartenreich, der

Sachsen-Spiegel als Grundlage europäischer

Rechtskultur, das Bauhaus

als Wiege der Moderne, Innovationen

im Flugzeugbau, die Musikwerke

bedeutender Komponisten oder die

homöopathische Forschung.

Orte des Festgeschehens sind vor allem

Dessau, Zerbst, Köthen, Bernburg und Ballenstedt.

VERANSTALTUNGSKALENDER (AUSZUG)

31.03.-29.05. Wanderausstellung „800 Jahre Anhalt“

Museum der Stadt Zerbst

13.01.-30.06. 800 JAHRE ANHALT 1212-2012 Universi-

tätsbibliothek Magdeburg, Ausstellung

20.–22.04. Kinderbibeltage in der Region an der

Elbe, Dessau, „Mit Georg unterwegs“

20.04.-26.08. „Fremde Welt ganz nah – Pompeji im

Gartenreich Dessau-Wörlitz

21.04. „Concerto italiano“

Veranstaltungszentrum Schloss Köthen

21.04. Goethe und Pompeji im Gartenreich

Dessau-Wörlitz, Führungen,

Schloss Luisium,

24.04. 800 Jahre Anhalt – 800 Jahre Bildung

HS Anhalt, „Rotes Gebäude“,

18:00-19:30 Uhr in Anhalt-Köthen

25.04. Treffpunkt Hoym -„Anhalt für Anfänger“

Schloß Hoym,

19:00 Uhr Vortrag von Joachim Grossert

01.05.-30.09. „Entdeckung der Heimat“

Anhalt in historischen Ansichten,

Kapitelhaus u. Rittersaal der Komturei

Buro bei Coswig

16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 dasMD

Zur Geschichte Anhalts

gehören so bekannte Namen wie:

Albrecht der Bär, Katharina die Große,

Johann Sebastian Bach, Eike von

Repgow, Fürst Franz von Anhalt-

Dessau, Fürst Leopold von Anhalt-

Köthen, Fürst Christian I. von Anhalt-

Bernburg, Samuel Hahnemann, Kurt

Weill, Johann Friedrich Naumann,

Friedrich Lutzmann, Hermann Cohen,

Till Eulenspiegel, Walter Gropius.

Quelle: www.anhalt800.de

04.05. Stiftungstag Sachsen-Anhalt unter

Einlassung auf ANHALT|800, Dessau-

Roßlau

04.05.-06.05. „1. Köthener Altstadtfest -

800 Jahre Anhalt“ Köthen

12.05. Auf den Spuren der russischen Zarin

Katharina II. und der Literatur der

Aufklärung Zerbst/Anhalt

Treffpunkt: Touristinformation in Zerbst

12.05.-13.05. Spargelfest mit 17. Schäl-WM

Schlossfreiheit u. Stadt Zerbst

18.-20.05. 9. Anhaltisches Kanonen-Biwak oberes

Fuhnental

18.05.-15.07. Fürstin Friederike von Anhalt-Bernburg

Kabinettausstellung aus Anlass des 110.

Todesstages

25.05.-17.06. Wanderausstellung „800 Jahre Anhalt“

Stadtmuseum Coswig (Anhalt)

25.05. „800 Jahre Anhalt“ Scheune beim

Schloss Hohenerxleben - Komponisten im

Dienste der Fürsten von Anhalt / Konzert

31.05.–03.06. Coswig feiert sein Anhalt, großes

Stadtfest - 825 Jahre Stadt Coswig

Dessaus Fürst Leopold d. III. Statue in Dessau-Roßlau

Die Ruine der Burg Anhalt liegt südlich

von Quedlinburg im Selketal auf dem

Großen Hausberg. An der Bundesstraße

185 führt in Mägdesprung eine

schmale Straße in östliche Richtung.

Sie führt vorbei am Carlswerk - eine

zum Museum umgestaltete Maschinenfabrik

- sowie am ersten, zweiten,

dritten und vierten Hammer bis zur

Selkemühle. Vom Parkplatz an der Selkemühle

kann der Aufstieg zum Großen

Hausberg beginnen. Gleich hinter

der Selke-Brücke führt ein schnell steil

werdender Weg in Richtung Burgruine.

ÜBRIGENS:

Die Sachsen-Anhalter sind keine

„Anhaltiner“. Der Name „Anhalt“

geht bekanntlich auf die Stammburg

der Askanier, die Burg Anhalt

zurück. Sie war um 1300 „Residenz“

der Fürsten zu Anhalt, und

diese nannten sich „Anhaltiner“.

Anhaltiner sind also Personen, die

im Bezug zum Fürstenhaus stehen.

Das „gemeine Volk“ ist Sachsen-

Anhalter/isch.

rundumMD

Quelle: Daniel Weihmann • www.burg-anhalt.de; www.anhalt800.de I Foto: Michael Bader, IMG Sachsen-Anhalt

AUSFLUG NACH ANHALT

WÖRLITZ UND SEINE PARK -

GESCHICHTE ERLEBEN

UND BESTAUNEN

Unweit des über 1000-jährigen Städtchens

Wörlitz gelegen, entstand in der

zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts

einer der schönsten Landschaftsparks

Europas. Hier gibt es zu jeder Jahreszeit

Interessantes zu entdecken.

Die Anlagen sind Teil des Gartenreichs

Dessau-Wörlitz und stehen auf

der Welterbeliste der UNESCO. Die

baulichen Sehenswürdigkeiten, wie

Schloss, Gothisches Haus, Floratempel,

die Insel “Stein” oder Eichenkranz

sind Wegpunkte auf einem nie enden

wollenden Bummel durch die Parkanlagen.

Hier sind Entdecker gefragt, die

von den Sichtachsen des Gartenreiches

immer wieder neue Perspektiven

einsehen können.

Ende März wurde in Wörlitz übrigens

ein Denkmalpfad eingeweiht. Das

Gartenreich lockt darüber hinaus mit

zahllosen Veranstaltungen. (dp)

www.woerlitz-information.de

Fahrzeit ab Magdeburg: gut 1,5 h - B184/L133

Öffnungszeiten Biberschauanlage:

Mai – Oktober

• Montag-Freitag:

10.00 – 16.00 Uhr – auf Anfrage!

(Tel. 034904 4210)

oder Tel. 03490 440610

• Samstag, Sonn- und Feiertage:

11.00 – 17.00 Uhr

www.mittelelbe-foerderverein.de/arten-undbiotopschutz/biber/

oder: www.mittelelbe.com

Fahrzeit ab Magdeburg: ca 1,5 h - B184/B107

rundumMD

DEN BIBER BESUCHEN

In den vergangenen Jahrzehnten wurde der Flußlauf der Mittleren Elbe mit seinen

Nebengebieten von der UNESCO als Biosphärenreservat ausgewiesen.

Neben den vielen Informationsstellen am Elblauf ist das Infozentrum Auenhaus an

der B107 zwischen Dessau und Oranienbaum ein besonderer Ort, um sich über

das Reservat und die Elbaue zu informieren oder einfach nur zu verweilen. Unweit

des Hauses und gut per Rad zu erreichen befi ndet sich an der Reservatsverwaltung

ein zwei Hektar großes Areal, indem der Elbebiber beobachtet werden kann.

Der Beobachtungsturm ist jederzeit frei zugänglich - ein Förderverein bietet geführte

Wanderungen. Wer möchte, kann sogar in die Biberburg schauen. Rundum

ein schöner Tagesausfl ug für die ganze Familie, der vor allem in den Früh- und

Abendstunden, wenn der Biber aktiver ist, von Erfolg gekrönt sein wird. Das Gelände

ist weiträumig bewaldet, gut zu Fuß zu meistern und bietet auch auf Lehrpfaden

einen guten Einblick in den Auenwald oder die dort liebvoll gepfl egten

Streuobstbestände. (ep)

dasMD 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25


Fotos: Blume, Jürgen (0ben) • Boris Breuer im Auftrag intention (Freyburg) • Lipták, Jurai (2) • IMG Sachsen-Anhalt

TOURISMUSINFORMATIONEN

IN SACHSEN-ANHALT

ARENDSEE Tourist-Information

Töbelmannstrasse 1 • 39619 Arendsee

Tel.: 0 39 38 4 / 2 71 64

www.luftkurort-arendsee.de

DESSAU-ROSSLAU Tourist-Information

Zerbster Straße 2c • 06844 Dessau-Roßlau

Tel.: 03 40 / 2 04 14 42 und 1 94 33

www.dessau-rosslau-tourismus.de

GENTHIN Tourist-Information

Bahnhofstraße 8 • 39307 Genthin

Tel.: 0 39 33 / 80 22 25

www.touristinfo-genthin.de

HALLE Stadtmarketing Halle (Saale)

Marktplatz 13 • 06108 Halle (Saale)

Tel.: 03 45 / 12 27 90

www.stadtmarketing-halle.de

HASSELFELDE Tourist-Information

Breite Str. 17 • 38899 Hasselfelde

Tel.: 03 94 59 / 7 13 69

info@hasselfelde.de

HAVELBERG Tourist-Information

Uferstraße 1 • 39539 Havelberg

Tel.: 0 39 38 7 / 7 90 91

www.havelberg.de

ILSENBURG Tourismus GmbH

Karl-Marx-Straße 1 • 38871 Ilsenburg

Tel.: 0 39 45 2 / 19 4 33

www.ilsenburg.de

JERICHOW Stadt-Information

Karl-Liebknecht-Straße 55 • 39319 Jerichow

Tel.: 0 39 34 3 / 3 49 88

www.jerichow.de

OSTERBURG Stadtinformation

Großer Markt 15 • 39606 Osterburg

Tel.: 0 39 37 / 89 50 12

www.osterburg.de

16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 dasMD

QUEDLINBURG Fremdenverkehrsamt

Markt 2 • 06484 Quedlinburg

Tel.: 0 39 46 / 90 56 24

www.quedlinburg.de

SALZWEDEL Tourist-Information

Neuperverstraße 29 • 29410 Salzwedel

Tel.: 0 39 01 / 42 24 38

www.kultour-saw.de

SCHIERKE Tourist-Information

Brockenstr. 10 • 38879 Schierke

Telefon: 03 94 55 / 86 80

STENDAL Tourist-Information

Kornmarkt 8 • 39576 Stendal

Tel.: 0 39 31 / 65 11 90

www.stendal.de

TANGERHÜTTE Touristinformation

Bismarckstraße 5 • 39517 Tangerhütte

Tel.: 0 39 35 / 9 31 70

www.tangerhuette.de

TANGERMÜNDE Tourismus Büro

Markt 2 • 39590 Tangermünde

Tel.: 0 39 32 2 / 2 23 93

www.tourismus-tangermuende.de

THALE UND UMGEBUNG

Bodetal-Information THALE

Bahnhofstr. 3 • 06502 Thale

Tel.: 0 39 47 / 25 97

WERBEN Tourist-Information

Markt 1 • 39615 Werben

Tel.: 0 39 39 3 / 9 27 55

www.werben-elbe.de.

WERNIGERODE Tourist-Information

Marktplatz 10 • 38855 Wernigerode

Tel.: 0 39 43 / 55 378 35

www.wernigerode-tourismus.de

LUTHERSTADT WITTENBERG

Touristinformation

Schlossplatz 2 • 06886 Lutherstadt Wittenberg

Tel.: 0 34 91 / 49 86 10

www.lutherstadt-wittenberg.de

HARZER BERGTHEATER

Hexentanzplatz 4 • 06502 Thale

Tel.: 0 39 47 / 23 24

www.harzer-bergtheater.de

RÜBELÄNDER TROPFSTEINHÖHLEN

Tourismusbetrieb d.Stadt Oberharz am Brocken

Blankenburger Str. 35

38889 Oberharz am Brocken OT Rübeland

Tel.: 03 94 54 / 4 91 32

www.harzer-hoehlen.de

NAUMBURG Tourist-Information

Markt 6 • 06618 Naumburg

Tel. 0 34 45 / 27 31 25

www.naumburg.de

BAD LAUCHSTÄDT Touristeninformation

06246 Bad Lauchstädt

Telefon: 03 46 35 / 2 16 34

www.stadt-bad-lauchstaedt.de

DESSAU-ROSSLAU Touristeninformation

Zerbster Straße 2c • 06844 Dessau-Roßlau

Tel.: 0340 / 2041442

www.dessau-rosslau-tourismus.de

rundumMD

AUSFLUGSZIELE

HALBERSTADT

HÖHLENWOHNUNG GEFÄLLIG?

Es ist kaum glauben: Noch vor 100 Jahren lebten im Vorharzort

Langenstein zwischen Blankenburg und Halberstadt

Menschen in Höhlenwohnungen! Der letzte Höhlenbewohner

ist erst im Jahre 1916 ausgezogen!

Wann die ersten dieser Wohnhöhlen

entstanden, ist nicht überliefert. Vermutlich

im 12. Jahrhundert, als auf

dem Sandsteinfelsen „Langer Stein“

Bauarbeiten für eine Burg begannen.

Vielleicht hatten aber bereits die alten

Germanen mit dem Aushöhlen des

weichen Sandsteins begonnen. Hier

herrschte im Sommer ein angenehm

kühles Raumklima. Die mit Öfen beheizten

„Zimmer“ machten die Höhle

mindestens genau so warm wie Wohnungen

in normalen Häusern und entsprachen

dem Wohnstandard der da-

SCHLOSS HUNDISBURG

ERLEBNISWOCHENENDE GARANTIERT

Die historischen Garten- und Parkanlagen

gehen bis in das späte Mittelalter

zurück.

rundumMD

maligen Zeit - sie waren keine

Elendsquartiere! Zwei der Höhlenwohnungen

sind in den vergangenen Jahren

saniert worden.

Langestein wartet aber noch mit weiteren

Sehenswürdigkeiten auf: Die

umliegenden Berge der kleinen Felsenlandschaft

sind familienfreundlich

zu erklettern oder zu erwandern.

Nebenan lockt - das wusste schon

Johann Wolfgang von Goethe - noch

heute ein wunderschöner Landschaftspark.

Johann Friedrich II. von Alvensleben

ließ ab 1693 einen barocken Garten

für das von ihm stark umgebaute

Hundisburger Schloss anlegen.

1810 erwarb der reiche Magdeburger

Kaufmann Johann Gottlob Nathusius

das Klostergut Althaldensleben und

nachfolgend das benachbarte Schloss

Hundisburg mit Gut und Ländereien.

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts

entstand der rund 100 Hektar große

Landschaftsgarten, der beide Besitze

miteinander verbindet.

Nathusius hatte dort einen vielbeachteten

und von allen nutzbaren Park

angelegt. Im Schloss Hundisburg befi

ndet sich heute das “Haus des Waldes”

- besonders für Familien ein lohnendes

Ausfl ugsziel. Die inzwischen

gut sanierte Schlossanlage mit ihren

Nebengebäuden ist Künstlerdomizil,

Veranstaltungsort und Herberge.

Wenige Schritte von Schloss und Park

entfernt, befi ndet sich das technische

Im Ort ist der denkmalgeschützte

Schäferhof Langenstein mit Fremdenzimmern,

Gastronomie, Hofl aden und

vielen Veranstaltungen Anziehungspunkt.

(ep)

www.ortsteile-halberstadt.de

www.schaeferhof-langenstein.de

www.foerderverein-langenstein-zwieberge.de

Fahrzeit ab Magdeburg: ca. eine Stunde/B81

Weitere Sehenswürdigkeiten der Umgebung:

• Domschatz Halberstadt

• Heimattiergarten Halberstadt

Spiegelsbergen

• Burgruine Regenstein bei Blankenburg

Denkmal “Ziegelei Hundisburg”. Es

ist ein lohnendes Ziel für alle, die ein

nicht alltägliches Museum erleben

möchten. 1882 gegründet und in seiner

Art einmalig in Sachsen-Anhalt,

vermittelt die Ziegelei den Besuchern

noch heute einen Eindruck in die Herstellung

von Ziegeln im seltenen kohlebeheizten

Zick-Zack-Brennofen.

Die Manufaktur produziert heute

noch spezielle Baustoffe für die Denkmalpfl

ege. Neben Führungen und den

Fahrten mit der Feldbahn kann sich in

der Grobkeramikwerkstatt jedermann

auch selbst verwirklichen.

Geöffnet ist das Denkmal Dienstag

bis Freitag von 10 bis 16 Uhr und zwischen

Mai und Oktober auch Sonntags

von 10 bis 17 Uhr. (dp)

www.ziegelei-hundisburg.de

www.haus-des-waldes.de

Fahrzeit ab Magdeburg:

ca. 45 min/B71

dasMD 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25


... EINFACH MAL HINTIGERN!

Etwas ganz Besonderes in der Tierparklandschaft

Sachsen-Anhalts ist

der Zoo Aschersleben. Dort hat so

manche Tierart eine weiße Weste.

Denn schon seit längerem werden hier

weiße Tiger geboren und zu Jahresbeginn

sogar weiße Jaguare! Die Kätzchen

sind bei schönen Wetter mit der

Mutter im Freigehege zu sehen.

Das zehn Hektar große Aschersleber

Tiergehege ist mit etwa 500 Tieren in

über 100 Arten und einem prächtigen

Laubholzbestand ein lohnenswertes

Ausfl ugsziel. Übrigens gibt es im Zoo

auch ein gut besuchtes Planetarium.

www.zoo-aschersleben.de

Fahrzeit ab Magdeburg: ca. 45min/A14/B6/B81

16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 dasMD

SACHSEN-ANHALT OPEN

„KLEINER HARZ“ GEÖFFNET

Fünf Wochen früher als geplant hat

in diesem Jahr der Miniaturenpark

„Kleiner Harz“ in Wernigerode für

Besucher geöffnet. Hier kann fußfreundlich

durch einen Harz im Miniformat

spaziert werden. Zu 60 deteilgetreuen

Modellhäusern haben

sich zu Beginn der Saison drei neue

hinzugesellt: die Stiftskirche Gernrode,

das Rathaus Harzgerode und die

Lohmühle Goslar.

www.ausfl ugsziele-harz.de

www.wernigerode-tourismus.de

Fahrzeit ab Magdeburg:

knapp 1,5 h/A14/B6 oder B81

STRAUSSENLAND LÄDT EIN

Das Straußenland Nedlitz kann ebenfalls

wieder besucht werden. Hier

tummeln sich auf einer vier Hektar

großen Farm über 50 Riesenvögel. Bei

Führungen darf das Getier auch gefüttert

und gestreichelt werden und

natürlich sind viele Informationen mit

von der Partie.

Mittwoch bis Freitag ist ab 14 Uhr,

am Wochenende ab 10 Uhr geöffnet.

www.straussenland-nedlitz.de

Fahrzeit ab Magdeburg:

20 min/B184-Königsborn abbiegen

MÄRCHENPARK IN SALZWEDEL

Seit Anfang März ist in Salzwedel der

Märchenpark & Duftgarten wieder

geöffnet. Unlängst auf der Internationalen

Tourismus-Börse in Berlin mit einem

Tourismus Award ausgezeichnet,

bietet er Kindern und Erwachsenen

mit über 50 Märchen- und Sagendarstellungen

sowie unzähligen Spielmöglichkeiten

Spaß und Erholung.

Eine Spielscheune, ein Kostümverleih,

Go-cards, Minigolf sowie eine kleine

Wasserwelt lassen kaum Wünsche offen.

www.maerchenpark-duftgarten.de

Fahrzeit ab Magdeburg: gut 1,5 h/A14/B71

ARCHE NEBRA

Am 20. Juni 2007 wurde das Besucherzentrum

Arche Nebra eröffnet.

Am Fuß des Mittelberges, auf dessen

Plateau sich der Fundort der Himmelsscheibe

von Nebra befi ndet, ist seitdem

die spannende Geschichte rund

um einen der weltweit bekanntesten

und bedeutendsten archäologischen

Funde der Bronzezeit zu erleben. Seit

April ist die Arche Nebra wieder für

Besucher geöffnet.

www.himmelsscheibe-erleben.de

Fahrzeit ab Magdeburg: gut 2 h/A147A9A38

rundumMD

Fotos: Boris Breuer im Auftrag intention • Biel, Torsten I I;G Sachsen-Anhalt

Tourismusverband Colbitz-Letzlinger-Heide e.V.

DIE SCHÖNE AUS DER HEIDE

Die Colbitz-Letzlinger Heide sucht eine neue Regentin.

Die einjährige Ära der Heidekönigin Katja I. neigt sich

dem Ende und nun hält die ganz Region Ausschau nach

einer Nachfolgerin.

„Gesucht werden engagierte Bewerberinnen, die mit viel

Sympathie, Charme, Herz und Verstand unsere schöne

Region auf Messen und Veranstaltungen präsentieren

möchten“, erklärt Nicole Bosse, Geschäftsführerin

des Tourismusverbandes Colbitz-Letzlinger-Heide. Zur

Wahl der 17. Heidekönigin lädt sie am 19. Mai nach

Barleben, das zugleich auch seinen 950. Geburtstag

feiert. Um die Aufgaben der zukünftigen Heidekönigin

fi nanziell abzusichern, erhalte die Siegerin und

zukünftige Heidekönigin ein Startkapital in Höhe von

1000 Euro, die Zweit- und Drittplazierten bekommen

Sachpreise. Ebenso erhält die Siegerin, wie es sich für

eine Heidekönigin gehört, das traditionelle erikafarbene

Kleid maßgeschneidert.

Schriftliche Bewerbungen um das Amt der Heidekönigin

können bis zum 05. Mai 2012 mit Foto an den:

Tourismusverband Colbitz-Letzlinger-Heide e.V.

August-Bebel-Straße 2

39326 Colbitz gerichtet werden

Bewerbungen per E-Mail an: info@heideinfo.de

HOCH HINAUS

Weiße Bergrücken und Gipfel im Sommer erklimmen?

Und das hier ganz in der Nähe? Kein Problem!

Tatsächlich bietet das der Kalimandscharo bei Zielitz nur

wenige Kilometer nördlich von Magdeburg. Ob von der

A2, B189, der Bahn Magdeburg-Stendal oder von der

Elbe in Höhe der Fähre von Rogätz: die hellen Silhouetten

sind einfach nicht zu übersehen! Von 42.000 Tonnen

Material, die hier tagtäglich ans Tageslicht befördert

werden, sind 30.000 Tonnen nicht zu gebrauchen.

Die landen als Abraumsalz auf der Halde. So kommt es,

dass Halde 1 auf über 70 Meter und Halde 2 auf über

120 Meter hoch gewachsen sind. Ab dem 5. Mai können

deren Gipfel ganz offi ziell gestürmt werden, mit

der Bergwacht an der Seite! Die Tour dauert zwei- bis

zweieinhalb Stunden, Zwischenstopps mit Erklärungen

durch einen fachkundigen Führer vom Bergmannsverein

inbegriffen. Den Gipfel erreicht bietet sich ein imposanter

Blick über die grüne Heide, die umliegenden Ortschaften,

Europas größtem geschlossenen Lindenwald

und größtem Wasserstraßenkreuz, nach Magdeburg

und, mit etwas Glück, sogar bis hin zum Brocken.

rundumMD

Nördlich von Magdeburg erstreckt sich von der Altmark im

Norden bis zu Ohre und Mittellandkanal im Süden das Gebiet

der Colbitz-Letzlinger Heide. Sie ist nicht nur das größte

zusammenhängende Heidegebiet Mitteleuropas, sondern auch

das größte unbewohnte Gebiet Deutschlands. Ausgedehnte

Kiefernforsten, uralte Mischwälder und große Heidekrautfl ächen

prägen das Bild der außergewöhnlichen Landschaft. (sp)

Kosten: drei Euro pro Person, zwei Euro für Rentner und Kinder,

Anmeldung unter 039207 80691. (bs)

dasMD 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25


WEGWEISERMAGDEBURG

Ämter Theater Museen

Landeshauptstadt

Der Oberbürgermeister

Bürgerinformation

0391/115

Bürgerservice

Breiter Weg 222

Tel.: 0391/54 04 348

Tourist-Information

Magdeburg

Ernst-Reuter-Allee 12

Tel.: 0391/83 80-401/408

Polizei

Notruf 110

Revier Sternstr. 12, Tel.: 0391/5460

Feuerwehr

Notruf 112

Fundbüro

Bei der Hauptwache 4, Zimmer 1.7

Tel.: 0391/54 02 065

Taxi

Tel.: 0391/5 65 656

Tel.: 0391/7 37 373

Allerlei

Zoologischer Garten

Zooallee 1

Tel.: 0391/28 090-0

Gruson Gewächshäuser MD

Schönebecker Str. 129b

Tel.: 0391/40 42 910

26 27 28 29 30 31 32 dasMD

Musiktheater - Opernhaus-Theater

Magdeburg

Universitätsplatz 9

Tel.: 0391/54 06 500

Schauspielhaus -

Theater Magdeburg

Otto-von-Guericke-Str. 64

Tel.: 0391/54 06 300

Theater an der Angel

Zollstraße 19

Tel.: 0391/55 56 555

Puppentheater

Magdeburg

Warschauer Straße 25

Tel.: 0391/54 03 310

Theater Grüne Zitadelle

Theater Grüne Zitadelle

Breiter Weg 8a

Tel.: 0391/59 750 490

Notdienste

Kassenärztlicher Notdienst

Medico-Center • Leipziger Str. 16

39112 Magdeburg

Mo, Di, Do 18 - 24 Uhr,

Mi, Fr 14 - 24 Uhr

Sa, So, Feiertage 7 - 24 Uhr

Tel.: 0391/62 79 600

Kassenärztlicher

Bereitschaftsdienst

116 117 (bundesweit)

Tierärztlicher Notdienst

Tierärztliche Klinik

Ebendorfer Str. 39

39108 Magdeburg

Tel.: 0391/73 18 640

Tiernotrettung der Feuerwehr

0391-54 010

Kulturhistorisches

Museum

Naturkundemuseum

Otto-v.-Guericke-Str. 68-73

Tel.: 0391/54 03 501

Technikmuseum

Dodendorfer Straße 65

Tel.: 0391/62 23 906

Kunstmuseum Kloster unser

lieben Frauen

Regierungsstraße 4-6

Tel.: 0391/56 50 2-0

Otto-von-Guericke-Museum im

Guericke-Zentrum - Lukasklause

Schleinufer 1

Tel.: 0391/56 39 09 80

Gedenkstätte Moritzplatz

Umfassungsstraße 76,

Tel.: 0391/24 45 590

Schiffsmuseum Elbe-Seitenrad-

Schleppdampfer „Württemberg“

Heinrich-Heine-Platz

Tel.: 0391/56 28 992

Kabarett

Magdeburger Zwickmühle

Leiterstraße 2a

Tel.: 0391/54 14 426

„... nach Hengstmanns“

Breiter Weg 37

Tel. 0391/ 40 255 40

Die Kugelblitze

Leiterstraße 2a

Tel.: 0391/54 14 426

Theaterschiff Magdeburg

Reederei Süßenbach

Kartenhotline: 01805 - 23 09 57

kontakt@theaterschiffmagdeburg.com

Kino

CINE STAR

Am Pfahlberg 5

Tel.: 0391/25 52 522

CINEMAXX

Kantstraße 6

Tel.: 0180 52 46 36 229

Studiokino Moritzplatz

Moritzplatz 1

Tel.: 0391/25 64 925

Foto: Veranstalter

unterwegsMD

OTTO SCHMECKT’S

Seit dem Winter heißt das Steakhaus in der Otto-von-

Guericke-Straße an den Weinarkaden wieder „Otto

von Guericke“ - und neue Inhaber hat es auch.

Topqualität, moderate Preise und eine äußerst

geschmackvolle Ausstattung machen das Restaurant

zur ersten Adresse, wenn es um Entrecote, Rumpsteak,

Filet oder Spare Rips geht. Aber auch Pizza, Pasta und

Salate sind angesagt. Vegetarier kommen hier also auch

nicht zu kurz! „Und das zu moderaten Preisen. Sowohl

für Geschäftsleute als auch Familien sind wir genau die

richtige Adresse“, betont Mitinhaber Johannes Koch.

Ob „englisch“, medium rare“,„medium plus“ oder

„durch“: das freundliche Personal berät gern und mit

sichtlich viel Spaß. Und das hat sich rumgesprochen:

„Am Wochenende muss unbedingt reserviert werden,

dann ist der Tisch auch sicher“, verrät Koch. (bs)

Steakhaus „Otto-von-Guericke“, Otto-von-Guericke-

Str. 104, 39104 Magdeburg, Telefon: 0391-5357710

unterwegsMD

Oase in der grünen Zitadelle

Verschnaufpause gefällig? Dann sind Sie im Cafe „Alt Magdeburg“ an der

richtigen Stelle. Ob im schattigen Hof, oder lieber auf der Sonnenseite am

Domplatz oder im Gastraum mit seinen unzähligen alt-magdeburger

Stadtansichten - hier lässt es sich verweilen.

Mit leckerem Kaffee, hausgebackenem, täglich frischem Kuchen,

dem Eis als Balsam für die Seele und vielen anderen Köstlichkeiten,

hilft Ihnen das Team, den Bummel durch die Stadt und die

Grüne Zitadelle für einen guten Moment zu vergessen - aber nur

der Füße wegen! Genießen Sie Gastlichkeit und

ausgezeichneten Service als Krönung

Ihres Stadtbummels.

Wir freuen uns auf Sie!

peter+paul@tagungs-cen ter-magdeburg.de

Feiern & Feste, Frühschoppen,

Tanz- & Kulturveranstaltungen

Tel.: 0391 - 58 23 154

www.cafealtmagdeburg.de

Geöffnet:

täglich 10 – 18 Uhr

dasMD 26 27 28 29 30 31 32


WOHINMD?

konzerteMD

20.04. Musical ROCKS!

20:00 Stadthalle Magdeburg

25.04. Felix Meyer

„Erste Liebe / letzter Tanz“

20:00 Moritzhof

25.04. Rebekka Bakken

20:00 Karstadt Kulturbühne

26.04. Fanfare Ciocarlia „No horns no glory“

20:00 Moritzhof

03.05. Dancing Las Vegas Tour 2012

DJ BOBO

20:00 Getec Arena

04.05. MissinCat „Wow“

20:00 Moritzhof

04.05. Viva la Street

Jimmy Kelly präsentiert:

„Es lebe die Straße“

20:00 Oli-Lichtspiele

10.05. Axel Swingberger

Boogie Woogie Greats - Keito Saito

20.00 Karstadt Kulturbühne

11.05. AMIGOS

19:30 Stadthalle Magdeburg

15.05. Quadro Nuevo „Grand Voyage“

20:00 Moritzhof

17.05. 17. FEST DER BEGEGNUNG

10:00 Stadthalle Magdeburg

20.05. Schiffsverkehr

Herbert Grönemeyer open air

20:00 Stadtpark

18.05. BODO WARTKE

20:00 Stadthalle Magdeburg

02.06. Götz Widmann „Ahoi“

20:00 Moritzhof

02.06. JUBILÄUMSKONZERT

60 Jahre Polizeichor Magdeburg e. V.

15:00 Stadthalle Magdeburg

09.06. Keimzeit open air

20:00 Festung Mark

bühneMD

10.04. Die Olsenbande: Der große

Theatercoup von Dirk Donat und Peter

Grünig unter Verwendung der Filme

von Erik Balling und Henning Bahs

19:30-21:00 Schauspielhaus

15.04. Hoffmanns Erzählungen Oper von

Jacques Offenbach

16:00 Opernhaus

27.04. Eröffnung des Tanzfestes

„Grenzgänge“

18:00-19:00 Schauspielhaus

29.04. Ballettgala

18:00 Opernhaus

12.05. Hänsel und Gretel - Märchenoper von

Engelbert Humperdinck

19:30 Opernhaus

18.05. 9. Sinfoniekonzert - mit Werken von

Franz von Suppé, Richard Strauss und

Johannes Brahms

19:30 Opernhaus

25.05. La Traviata Oper von Giuseppe Verdi

19:30 Opernhaus z. letzten Mal i. d.

Spielzeit

02.06. Carmina burana Ballett

von Gonzalo Galguera

19:30 Opernhaus

10.06. Hoffmanns Erzählungen Oper von

Jacques Offenbach

18:00 Opernhaus

kulturMD

15.04. Heiter-Classisch

Cornelia Mayer, Zither - Mittel

deutsche Kammerphilharmonie

10:00 Gesellschaftshaus

28.04. Wiglaf Droste „Sprichst du noch,

oder kommunizierst du schon?

20:00 Moritzhof, Lesung

28.04. Marlene Jaschke

20:00 AMO

29.04. Steffen Möller „Expedition zu den

Polen – Eine Reise im Berlin-War

schau-Express“

20:00 Moritzhof, Kabarett

10.05. Harry Rowohlt liest und erzählt

20:00 Moritzhof, Lesung

13.05. 4. „Magdeburger Editha-Fest“

Ganztagveranstaltung mit vielfältigem

Programm

15.05. Operation Testosteron - Tour 2012

Matze Knop

20:00 Altes Theater

25./28.5. 10. Spectaculum Magdeburgense

Festung Mark

Fotos: Veranstalter, Manfred-Esser. (Amigos), DJ BoBo - Michael Sinn

26 27 28 29 30 31 32 dasMD unterwegsMD

unterwegsMD

dasMD 26 27 28 29 30 31 32

Fotos: Zoo Magdeburg

www.mandystappenbeck.de • Tel.: 0160 966 82 443

FRÜHLINGSERWACHEN IM ZOO

Mit den ersten wärmenden Strahlen der Sonne zieht es auch die

Zootiere wieder auf die Außenanlagen. In diesem Frühjahr sind viele

Tiereltern mit ihren Jungtieren zu bestaunen.

Der kleine Giraffenbulle Thabo, am 22. Februar geboren, wiegt

schon 80 Kilogramm, erkundet neben seiner Mutter und weiteren

Giraffenkühen das Außengehege und knabbert bereits an grünen

Blättern. Bei den Kaiserschnurrbarttamarinen gab es im Februar

gleich doppeltes Elternglück: Die süßen Zwillinge sind derzeit

noch zehn Zentimeter klein und werden die meiste Zeit von Vater

und Stiefbruder getragen, da die Mutter durch die Milchproduktion

enorm strapaziert ist. Tag für Tag, bis sie drei Monate alt sind,

werden die Zöglinge an festere Nahrung gewöhnt. Auch die kleine

Hirschziegenantilope ist gemeinsam mit ihrer Gruppe und den

Axishirschen auf der Außenanlage unterwegs, knabbert schon ein

wenig Heu, trinkt und lernt ihr Territorium kennen.

Außerdem sind viele weitere Jungtiere bei ihren ersten Erkundungstouren

auf den Außengehegen zu beobachten wie das im Januar

auf die Welt gekommene Nashornbaby Mala, der im Dezember

geborene Defassa-Wasserbock oder die beiden im September 2011

geborenen Tigerjungen Danuta und Daria. (sk)


WOHINMD?

rundumMD

19.04. Klavierfestival Eröffnung

Eine musikalische Europareise

15:00 Schloss Hundisburg

01.05. Schlossmaibowle

Familien/Kulturfest

11:00-17:00 Schloss Calberwisch

27.04.- Gartenträume

29.04. Freuen Sie sich auf „Gartenträume“

mit neuen Ideen und vielen Gartenfreuden.

Schloss Hundisburg

5/6.05. 16. Treffen historischer Fahrzeuge

und Landtechnik

ab 11:00 Burg Ummendorf

12.05. Nachtflohmarkt im mittelalterlichen

Ambiente

Schloss Leitzkau

17.05. 10. Großes Farsleber Herrentagstref-

fen, u. a. Live-Musik mit „ZEITLOS“

10:00 Webers Hof Farsleben

20.05. Internationaler Museumstag

Ausstellungseröffnung

Püggen 1973 - 2012

Freilichtmuseum Diesdorf

11.05. TOP Act! Blues in der Scheune

30 Jahre Hamburg Blues Band mit

Clem Clempson (GB), Gäste: Chris

Farlowe (GB), Pete Brown (GB) and

Special Guest/s

20:00 Webers Hof Farsleben

25.05. Sputnik-Spring-Break Festival open air

4 Tage rocken

Halbinsel Pouch

27.05. Museumsfest - Pfingstbräuche

Freilichtmuseum Diesdorf

02.06. Kindertag - Marionetten-Theater:

Der Teufel mit den 3 goldenen Haaren

15:00 Kulturscheune

03.06. Kräutergartenfest

11:00-18:00 Burg Ummendorf

09.06. Maibowle bei Münchausen

Poetisches Vergnügen mit

phantastischen Lügen

Schloss Leitzkau

09.06. 11. Blues in der Scheune

Blues Nacht mit Crazy Chris Kramer,

Dynamite Daze

19:30 Webers Hof Farsleben

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topfitMD

OSCHERSLEBEN - MOTORSPORTARENA

7./8.4. Moto Days

01.05. KTM TNT Race Orange

4./6.5. IDM - Int. Deut. Motorradmeister schaft

12./13.5. Sidecar Festival

15./17.6. ADAC 1000 Berge Trophy

06.05. Elbradeltag

Startinfo: www.elberadweg.de

13.05. Elbaue - Wandertag

10:00 Start in Prettin

19.05. 47. Dessauer Motorbootrennen

20.05. u.a. 250er WM-Lauf

25.05. 14. intern. Leichtathletik-Meeting

Paul-Greifzu-Stadion, Dessau

„ANHALT 2012“

25.05. ANHALT läuft / Laufveranstaltung zum

Jubiläum - Paul-Greifzu-Stadion, Dessau

Magdeburg läuft wieder!

Am 21. Oktober findet der mittlerweile

9. Marathon statt. 383 Anmeldungen gibt

es schon. Wenn Sie dabei sein möchten,

dann können Sie sich noch bis zum

30. Juni anmelden. Einfach mal loslaufen

und sich im Ziel bejubeln lassen.

Die sogenannte Königsstrecke wurde eine

Stunde vorverlegt, damit auch die etwas

Langsameren unter tosendem Beifall das

großartige Gefühl des eigenen Sieges beim

Durchlaufen der Ziellinie erleben können.

Anmeldungen unter:

www.magdeburg-marathon.eu

AUSSTELLUNG

„GESICHTER INDIENS“ IM CAFÉ ORIENTAL

Die Fotografin und Grafikerin Sabine Lewerenz machte sich 2010 auf eine einmonatige

Reise von Bangalore die Westküste Indiens entlang bis nach Delhi.

Unterwegs per Bus und zu Fuß durchstreifte

sie mit ihrer Kamera ländliche Gegenden, abgelegene

Dörfer sowie Großstädte mit ihren

Rand- und Armenvierteln. Dabei begegneten

ihr Einsamkeit, Tristesse und Elend, aber

auch unzählige kleine Momente des Glücks,

die sie in spontanen und sehr authentischen

Aufnahmen einfing. Von den Kontrasten der

Gesellschaftsschichten und der unbarmherzigen

Härte des Landes zeigt sich die Fotografin

gleichzeitig fasziniert wie abgestoßen:

„Es ist erschreckend anzusehen, wie negativ

sich die gesellschaftliche Stellung der Kaste,

in die man hineingeboren wird, auf das gesamte

Schicksal im Leben auswirkt. In Indien

ist ein Lebensweg bereits vor der Geburt bestimmt.“

31.03. bis 24.05.2012, Mi. bis So. ab 19 Uhr

im Café Oriental, Festung Mark (hb)

unterwegsMD

Machen Sie sich Luft!

SIE HABEN EINE MEINUNG ZU „dasMD“?

WIR FREUEN UNS DARAUF!

Haben Sie Kritiken, Anregungen oder Tipps? Dann verschaffen

Sie sich Luft, schreiben uns und teilen mit, was Sie gern loswerden

möchten. Unter den Zuschriften verlosen wir je zwei Karten

für eine Stadtrundfahrt mit dem Magdeburger Doppeldecker!*

Schreiben Sie an:

Agentur Elbland, Stichwort „dasMD

Detlef Pickut

Und:

Breiter Weg 258 Absender nicht vergessen!!!

39104 Magdeburg *Verlosung außerhalb des Rechtswegs!

MITTEN INS RADLERHERZ

Wer ein neues Fahrrad, die passenden Klamotten und

Ersatzteile sucht oder einfach nur eine Panne hat, ist bei

RadMitte in der Goldschmiedebrücke in Magdeburg

genau richtig.

Im Zentrum der Elbestadt, gegenüber dem Allee-

Center und direkt am Elberadweg, finden Radler auf

1.200 Quadratmeter Verkaufsfläche alles was das Herz

begehrt. „Von A wie Anti-Rutsch-Pedalen bis Z wie

Zahnkränze - wir haben im Erdgeschoss die größte

Auswahl im ganzen Land“, verspricht Geschäftsführerin

Sandra Weis und setzt noch einen drauf: „Probefahrten

sind bei uns direkt im Laden möglich!“ Hier in der

ersten Etage finden sich Fahrräder sämtlicher Marken

und Ausführungen. Zur riesigen Produktpalette gesellt

sich kompetentes Personal. Insgesamt 15 fachkundige

Mitarbeiter stehen den Kunden täglich von zehn bis

20 Uhr (Samstags bis 18 Uhr) mit ihren profunden

Erfahrungen gern zur Seite. Die hauseigene Werkstatt

und das Ersatzteillager für alle Typen ist genauso gut

gefüllt, wie die Köpfe des fahrradbegeisterten Teams:

Jeder Drahtesel wird garantiert bis zum nächsten Tag

wieder flott gemacht, nach Absprache sogar sofort. (sp)

unterwegsMD

dasMD 26 27 28 29 30 31 32


Zu mittelalterlichen Zeiten befand sich das Gelände des heutigen Geschwister-

Scholl-Parks noch vor Magdeburgs südlicher Stadtmauer. Unter Fürst Leopold I.

von Anhalt-Dessau, der 1702 Gouverneur wurde und in die deutschen Geschichte

unter dem Namen der Alte Dessauer einging, begann ein intensiver Festungsbau.

Dieser Tage befand sich die Nordwestfront mit der Bastion Braunschweig an

dieser Stelle.

Als 1886 die Stadt Neustadt südlich

von Magdeburg mit der Elbmetropole

vereint wurde, lag das Gelände des

heutigen Parks und damit ein Großteil

der Festungsanlage genau zwischen

diesen beiden Städten. Deshalb wurde

es fast komplett dem Erdboden gleich

gemacht und mit Wohnhäusern bebaut.

Ein kleiner Teil der Bastion Braunschweig

blieb jedoch bestehen. Heute

erinnert übrigens der Name des Stadtbezirks

Nordfront noch an das einstige

Wohngebiet, das 1945 fast völlig zerstört

wurde.

VON BERÜHMTEM GARTENPLANER

Bereits 1895 erregte das Terrain die

Aufmerksamkeit des Gartenbaudirektors

Johann Gottlieb Schoch, welcher

der berühmten Gartenbaufamilie,

die den Großteil des Wörlitzer Parks

anlegte, abstammte. Anlässlich des

50jährigen Jubiläums des ansässigen

Gartenbauvereins hatte Schoch eine

Gartenbauausstellung zu organisieren.

Die Bastion Braunschweig schien ihm

ein geeigneter Ort und er begann, einen

Plan zu entwerfen: Alles sollte so

aussehen, als hätte sich die Natur das

Militärgelände zurückerobert.

Finanziert wurde sein Vorhaben durch

einen Zuschuss der Stadt von 6000

Mark sowie private Gönner. Von vornherein

bestand Schochs Plan darin,

die Ausstellungsfl äche später in einen

öffentlichen Park umzugestalten. Eine

Gedenktafel in der höher gelegenen

Mitte erinnert noch heute an die Gartenbauausstellung

von 1895. An dieser

Stelle war damals ein Aussichtspunkt,

von dem die Besucher einen herrlichen

Blick über Magdeburgs Altstadt hatten

– heute kaum mehr vorstellbar.

Bis 1897 wurde das Ausstellungsgelände

zum öffentlichen Park umgebaut

und erhielt den Namen “Park an der

Nordfront”. Um ihn herum wurden

zwölf prunkvolle Villen erbaut. Diese

gingen für wenig Geld an ihre Besitzer

unter der Bedingung, den Gartenteil

offen und einsehbar zum Park hin zu

gestalten. Heute zeugt die Villa Bennevitz

noch von der einstigen Repräsentanz

solch prächtiger Bauten.

DENKMAL VERSCHWAND

1901 wurde im Park der allseits beliebten

Königin Luise ein Denkmal geweiht

und der Park in Königin-Luise-Garten

umbenannt. Allerdings wurde Luise

aus weißem Carrara-Marmor in den

50er Jahren – vermutlich auf Anregung

eines Professors der ansässigen

Hochschule – in einer Nacht-und-Nebel-Aktion

vom Sockel gestoßen und

verschwand. Zu Ehren der antifaschistischen

Widerstandskämpfer Hans und

Sophie Scholl wurde der Park 1951 ein

Königin

Luise

Garten

Von Stadtführer Frank Kornfeld

bislang letztes Mal umbenannt inden

Geschwister-Scholl-Park.

Doch zu DDR-Zeiten wurde der Park

eher stiefmütterlich behandelt und

erst nach der Wende ist er wieder zu

einem ansehnlichen Schmuckstück

geworden. Reste der Luise-Statue hatten

in Privatbesitz die Zeit überdauert

und Paul Schuster, der Vorsitzende der

Magdeburgischen Gesellschaft von

1990 e.V., regte ihren Wiederaufbau

an. Nach jahrelanger Spendensammlung

konnte das Projekt endlich realisiert

werden. Heute erstrahlt sie wieder

an gewohnter Stelle und in alter

Schönheit.

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