Gaus Architekten: Wohnen und Quartiergestaltung

GausArchitekten

Auswahl von Projekten des Architekturbüros Gaus Architekten Göppingen | Rotterdam: Die Dokumentation enthält Neubauten, Sanierungen, Erweiterungen und Konzeptstudien.

Dossier

Wohnen und

Quartiergestaltung


REFERENZEN

Auswahl Wohnen und Quartiergestaltung

Neubau, Sanierung, Konversionsprojekte und Konzeptstudien

Laufende Projekte

Wohnquartier „Im Freihof – Stiftstraße“, Göppingen-Faurndau

(Städtebaulicher Wettbewerb)

Wohn- und Geschäftshaus Stern-Areal, Göppingen (Sanierung

und Neubau)

Wohnhaus B3, Göppingen (Sanierung)

Einfamilienhäuser

2019: Wohnhaus E2 in Heiningen (Neubau)

2018:Wohnhaus O1 in Heiningen (Neubau)

2016: Wohnhaus K1 in Rechberghausen (Neubau)

2014: Wohnhaus H1 in Hattenhofen (Neubau)

2014: Wohnhaus H2 in Göppingen (Neubau)

2011: Wohnhaus E1 in Bad Boll (Neubau)

2011: Wohnhaus G1 in Göppingen (Sanierung)

2005: Wohnhaus M1 in Bad Boll (Sanierung und Anbau)

Mehrfamilienhäuser und Wohnquartiere

2019: Mehrfamilienhaus Waldeckstraße in Göppingen (Neubau)

2017: „Altes Schulhaus“ in Dürnau (Sanierung)

2016: Gebäudeensemble „Bahnpark“ in Bad Boll (Neubau)

2015: Wohnquartier Südstadt in Göppingen (Sanierung)

2015: „Aidenbergquartier“ in Weissach (Planung)

2005: „Junges Wohnen II“ Stauferpark in Göppingen (Konversion

und Sanierung)

2016: „Zentrum Untere Marktstraße“ in Göppingen (Konzeptstudie)

2015: „Sonne-Areal“ in Wäschenbeuren (Konzeptstudie)

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NEUBAU

Mehrfamilienhaus

in Göppingen

In attraktiver Wohnlage entsteht

in Göppingen ein modernes

Mehrfamilienhaus.

FAKTEN

Mehrfamilienhaus Waldeckstraße in

Göppingen

Planung und Bau eines Mehrfamilienhauses

mit 12 Wohneinheiten einschließlich

Tiefgarage

Bauherr: Wohnbau GmbH Göppingen

Fertigstellung: Herbst 2019

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NEUBAU

Gebäudeensemble

„Bahnpark“ in Bad Boll

Nach dem Wettbewerbsgewinn 2012

wurden Gaus & Knödler Architekten

mit der Umsetzung beauftragt.

FAKTEN

Gebäudeensemble „Bahnpark“ in Bad

Boll Haus A bis C

Planung und Bau von drei mehrgeschossigen

Wohngebäuden sowie

Quartiergestaltung und Erschließung

(viertes Gebäude D für überwiegend

gewerbliche Nutzung optioniert)

Bauherr: Kreisbaugesellschaft mbH

Filstal Göppingen

Fertigstellung: Juni 2016

Bauvolumen: Zwei Gebäude mit

jeweils zehn Wohneinheiten, ein Gebäude

mit elf Wohneinheiten, 2,5- bis

5,5-Zimmerwohnungen (60 bis 180

Quadratmeter)

Besonderheiten: Konstruktion mit

Stahlbetondecken und Wohnungstrennwänden

aus Stahlbeton, alle

Gebäude im „Effizienzhaus plus“-Standard

(Wärmerückgewinnung, Photovoltaikanlage)

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LÖSUNG

Unterstützend zu den versetzen Baukörpern, kommt eine

differenzierte Fassadengestaltung zur Wirkung. Während

jeweils ein Gebäudeteil mit heller Putzfassade gestaltet ist,

bildet der angebundene Baukörper in dunkler Anmutung

ein vergleichbares Pendant. Durch Terrassen, stehende

Fensterformate und Balkone erhält die in ihrer Grundstruktur

strenge Fassade eine spielerische Leichtigkeit und

Individualität.

Jede Ebene beinhaltet drei bis vier Wohnungen, wobei alle

Wohneinheiten mindestens von zwei Seiten natürlich belichtet

werden. Die Wohnungen verfügen über großzügige

und zusammenhängende Wohn-, Ess- und Kochbereiche.

Alle Einheiten haben private Loggien. Grundsätzlich sind

alle Wohnungen mindestens zu zwei, größtenteils zu drei

Seiten orientiert.

Dadurch können Wohnsituationen entstehen, bei denen

Bäder und Küchen natürlich belichtet und belüftet werden.

Fußläufig sind die Gebäude barrierefrei erreichbar, in

Kombination mit unterschiedlichen Wohnungstypen wird

intergeneratives Wohnen ermöglicht.

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SANIERUNG

FAKTEN

Wohnquartier Südstadt in Göppingen

Erstellung eines städtebaulichen

Planungsgutachtens im Rahmen eines

Wettbewerbs sowie Komplettsanierung

zweier Wohngebäude mit insgesamt 48

Wohnungen

Bauherr: Wohnbau GmbH Göppingen

Fertigstellung: Sommer 2015

Besonderheiten: Siegerbeitrag beim

vorangegangenen Planungswettbewerb

zur Quartiergestaltung

Wohnquartier Südstadt

in Göppingen

Die Modernisierung mehrerer Wohngebäude

im Stadtteil bot die Chance, urbanes Wohnen

neu zu definieren.

Die Wohnbau GmbH Göppingen beauftragte mehrere

Planungsbüros, sich grundlegende Gedanken zur Entwicklung

der Göppinger Südstadt zu machen. Konkrete

Aufgabenstellung war die Modernisierung von rund 160

Wohneinheiten zu einem modernen und ökologischen

Wohnquartier im bestehenden innerstädtischen Kontext.

Das Planungsgutachten von Gaus & Knödler Architekten

gehörte bei diesem Wettbewerb zu den Gewinnerbeiträgen.

In der Folge wurden Gaus & Knödler Architekten mit der

Neugestaltung von zwei bestehenden Riegelbauten beauftragt.

Eine besondere Herausforderung war die Abschirmung

des direkt an einer großen Durchgangsstraße

gelegenen Gebäudes. Gaus & Knödler Architekten entschieden

sich zur Abschirmung des Verkehrslärms für

einen „Laubengang“.

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NEUBAU

Wohnhaus K1 in

Rechberghausen

Clevere Nutzung der Geländetopografie:

Das Raumprogramm wurde auf zwei

Ebenen ohne Unterkellerung realisiert.

FAKTEN

Wohnhaus K1 in Rechberghausen

Planung und Neubau eines Einfamilienhauses

auf zwei Ebenen

Bauherr: Privat

Fertigstellung: 2016

Besonderheiten: Das Haus besitzt

keine Unterkellerung. Die komplette

Nutzfläche einschließlich Heizungsanlage

und Gebäudetechnik erstreckt

sich ausschließlich auf zwei Ebenen.

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LÖSUNG

Bei diesem Wohnhaus mit zwei Ebenen ist das Basement

gewissermaßen im Hang eingegraben. Auf der unteren

Ebene findet sich eine große Doppelgarage mit zusätzlichem

Abstellraum für Fahrräder. Eine Schleuse bietet Zugang

zu den weiteren Bereiche, die als Büro, Gästezimmer,

Fitnessbereich, Werkstatt oder Lager nutzbar sind.

Eine Treppe führt in die obere Ebene. Der Grundriss in

L-Form ermöglicht eine funktionale Trennung, wobei ein

Flur beide Achsen erschließt. Die Achse zur Straße hin beherbergt

die Schlafräume für Eltern und Kinder sowie Badund

Sanitärbereiche. Die zweite Achse umfasst im Wesentlichen

die offenen und großzügig gestalteten Wohn- und

Essräume einschließlich Küche.

Der durch beide Achsen verlaufende Flur eröffnet durch

bodentiefe Fenster Sichtverbindungen zwischen beiden

Achsen sowie in den innen liegenden Garten. Damit ist

auch ein direkter Bezug zur umgebenden Landschaft

hergestellt. Ein geschwungenes Dach in Sichelform überspannt

Terrasse und gebäudenahe Bereiche.

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FAKTEN

Wohnhaus H1 in Hattenhofen

Planung und Neubau eines Einfamilienhauses

auf zwei Ebenen ohne

Unterkellerung

Bauherr: Privat

Fertigstellung: 2014

Besonderheiten: Photovoltaikanlage

zur Stromerzeugung einschließlich

Betrieb einer Luftwärmepumpe

NEUBAU

Wohnhaus H1 Hattenhofen

Durch die Nähe zu einem Fließgewässer kam

die Frage auf, wie die Wohnbereiche bei einer

Überflutung geschützt werden können.

Ein weitere Vorgabe bestand in der optischen Abgrenzung

zum Rad- und Fußgängerweg auf der gegenüber liegenden

Grundstücksseite. Gaus & Knödler Architekten schlugen

eine Modellierung des Geländes vor. Das vormals fast ebene

Grundstück wurde in der Umsetzung angefüllt, Gebäudeebene

null hernach in den künstlichen Hügel hineingebaut.

Zum Weg am Fuß der Erhebung existiert eine Bruchkante,

durch deren Höhe die gewünschte Privatsphäre geschaffen

wird. Auf Ebene null mit Hauseingang und Doppelgarage

befinden sich Wellnessbereich, Gäste-WC, Gebäudetechnik

sowie Abstell- und Kellerräume. Die Ebene plus eins besitzt

raumhohe, großflächige Fenster, die das Gebäude zum

leicht abfallenden Garten hin öffnen.

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NEUBAU

FAKTEN

Wohnhaus H2 in Göppingen

Planung und Neubau eines Einfamilienhauses

über drei Ebenen

Bauherr: Privat

Fertigstellung: 2014

Besonderheiten: Kontrollierte Be- und

Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

Wohnhaus H2 Göppingen

Die überbaubare Grundstücksfläche in

der Göppinger Nordstadt wurde optimal

genutzt.

Großzügige Räume und Durchbrüche innen – besondere

Formgebung in der Außengestaltung: Die Auffahrt mündet

auf der Ebene des Untergeschosses mit Garage und Abstellflächen,

im Inneren finden sich hier zudem die Gebäudetechnik,

Kellerbereiche sowie ein Arbeitsraum. Außen leitet

eine Treppe zum darüber gelegenen Hauseingang. Beim

Betreten des Erdgeschosses erwarten den Besucher ein

Vorraum über zwei Geschosshöhen.

Im Koch- und Essbereich auf derselben Ebene wurde ein

weiterer Durchbruch zum Galeriebereich im Obergeschoss

geschaffen. Dort befinden sich Schlafräume und Bäder.

Lichteinfall und Sichtbeziehungen über zwei Ebenen geben

den Räumen gleichermaßen Transparenz und Wärme. Der

Wohnbereich im Erdgeschoss wurde wiederum leicht tiefer

gesetzt, grenzt dabei ohne Stufen an Balkon und Terrasse.

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NEUBAU

Wohnhaus E1

in Bad Boll

Vom Baustart bis zur Bezugsfertigkeit

vergingen 149 Arbeitstage, davon

waren 49 Tage Schulferien.

FAKTEN

Wohnhaus E1 in Bad Boll

Planung und Neubau eines barrierefreien

eingeschossigen Einfamilienhauses

mit Flachdach

Bauherr: Privat

Fertigstellung und Bauzeit: 2011, reine

Bauzeit sechs Monate

Besonderheiten: Einsatz einer Wärmpumpe

mit Tiefenbohrung zur Erdwärmenutzung.

Der Standort befindet

sich in einem Mineralwassergebiet. Als

Schutzmaßnahme wurden statt der

üblichen Bohrung in einhundert Meter

Tiefe zwei Bohrungen in jeweils sechzig

Meter Tiefe vorgenommen.

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LÖSUNG

In einer intensiven Planungsphase entstand ein exklusives

(nicht extravagantes) Wohnhaus auf einer einzigen Ebene –

eine Villa im klassischen Sinne, als freistehendes, repräsentatives

Einfamilienhaus auf dem Land, ergänzt um eine

Gartenfläche. Gebäude und Grundriss reagieren kontextbezogen

auf die örtlichen Gegebenheiten. Zur Straße hin geschlossen

und reduziert, öffnet sich das Haus zum Garten

und zu den angrenzenden Streuobstwiesen.

Betritt man das Haus durch die geschlossen wirkende

Fassadenfront, öffnet sich dahinter schon der Blick auf Terrasse,

Garten und Natur. Von hier aus erschließt sich dem

Besucher der Grundriss. Zwischen zwei Flügeln liegt der

Patio, verbindendes Element der beiden Flügel und introvertierter

Terrassenbereich.

Das Wohnhaus ist konsequent ökologisch umgesetzt.

Holzrahmenbauweise mit Zellulosedämmung, begrüntes

Flachdach mit Regenwasserzisterne, Holzfenster und eine

Erdwärmepumpe mit Tiefenbohrung sind die markanten

Parameter in der Umsetzung. Die Reduktion auf wenige

Materialien verleiht dem Baukörper eine angenehme Ruhe

und Leichtigkeit.

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FAKTEN

SANIERUNG

Wohnhaus G1 in Göppingen

Umbau und Sanierung eines Einfamilienhauses

aus den Zwanzigerjahren

Bauherr: Privat

Fertigstellung: 2011

Besonderheiten: Wiederverwendung

alter Bauelemente (Fenster- und

Türgriffe) und einzelner Einbauten

(z.B. Treppen)

Wohnhaus G1 in Göppingen

Abriss oder Sanierung? Moderne Architektur

oder Erhaltung bestehender Bausubstanz? Vor

diesem Dilemma stand der neue Eigentümer.

Die Bauherrschaft wollte das Haus mit dem Flair einer

Stadtvilla unbedingt bewahren. Zudem gab es sehr

konkrete Vorstellungen und Wünsche, die mit der vorhandenen

kleinteiligen Raumstruktur kaum vereinbar waren:

offene Räume auf allen drei Ebenen, großzügig bemessene

Bäder und Sanitärbereiche.

Gaus & Knödler Architekten fanden zusammen mit dem

neuen Eigentümer eine Lösung, die eine Realisierung im

Bestand ermöglichte. Durch das Entfernen mehrere Wände

im Erdgeschoss entstand eine Raumkonstellation mit

fließenden Übergängen der Gemeinschaftsbereiche Küche,

Essen und Wohnen.

Um den hohen Anforderungen technischer und energetischer

Standards zu genügen, wurden unter anderem

Fenster, Heizungssysteme, elektrische Leitungen sowie die

Dämmung komplett erneuert. Im Obergeschoss wurden für

die Schlafräume und Bäder die angestrebten Flächenmaße

realisiert. Das Dachgeschoss wiederum präsentiert sich als

ein großer Raum im Loftstil.

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SANIERUNG UND ANBAU

Wohnhaus M1

in Bad Boll

In einem kleinen Zweifamilienhaus der

Fünfzigerjahre wurde eine neue und

zeitgemäße Wohnqualität geschaffen.

FAKTEN

Wohnhaus M1 in Bad Boll

Umbau mit Anbauten sowie komplette

Sanierung eines Wohnhauses aus den

Fünfzigerjahren

Bauherr: Privat

Bauzeit und Fertigstellung: 2005

Besonderheiten: Am „Tag der Architektur

2005“ wurde das Wohnhaus der

interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.

Dem Umbau ist ein eigenes

Kapitel im Bildband „Das Umbau-Buch

– Neues Wohnen in alten Häusern“ von

Achim Linhardt (München: DVA, 2006)

gewidmet.

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LÖSUNG

Die neuen Eigentümer waren im Zweifel, ob sich ihre Ideen

in dem Haus aus den Fünfzigern überhaupt erfüllen lassen.

Beide Wohngeschosse waren gefüllt mit vielen kleinen

Kammern. Typisch für die Siedlungshäuser dieser Zeit.

Dem jungen Ehepaar schwebten aber offene Räume mit

großen Flächen vor, vor allem viel Licht und Sonne.

Gaus & Knödler Architekten bauten sämtliche Wände im

Erdgeschoss und Obergeschoss aus und entkernten das

Haus bis auf den Rohbau. Alle technischen Einbauten

wurden komplett erneuert. Künftig sorgt ein Wärmedämmverbundsystem

für den kostenfreundlichen Unterhalt. Zur

Gartenseite wurde ein Anbau über zwei Geschosse ergänzt,

das Dachgeschoss abgetragen und mit zwei versetzten

Pultdächern zusätzlicher Wohnraum geschaffen.

Der Zugang zum Haus erfolgt über den neuen Windfanganbau.

Kernstück des Erdgeschosses ist der kommunikative

Koch- und Essbereich mit Ausblick und Ausgang in den

Garten. Das große Wohnzimmer mit offenem Kamin befindet

sich im Anbau. Raumhohe Verglasungen lassen Innen

und Außen miteinander verschmelzen.

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FAKTEN

Wohnanlage „Junges Wohnen II“ im

Stauferpark West in Göppingen

Beteiligte Unternehmen: Architekturbüro

Dauner Göppingen, Architekturbüro

Scheer & Wahl Eislingen,

Architekturbüro Koreck Göppingen,

Gaus & Knödler Architekten Rechberghausen

unter dem Dach der

ARGE Stauferpark

Bauherr: Wohnbau GmbH Göppingen

Aufgabe: Planung und Bau von

29 Wohneinheiten einschließlich

städtebaulicher Konzeption für das

Gesamtquartier

Verfahren: Planungsgutachten (1.

Sieger ARGE Stauferpark)

Bauzeit und Fertigstellung: Im Rahmen

des Gesamtprojekts Bau von

acht Wohneinheiten durch Gaus &

Knödler Architekten in den Jahren

2002 bis 2005

KONVERSION UND SANIERUNG

Junges Wohnen II

Stauferpark Göppingen

Zusammen mit drei weiteren Architekturbüros

erstellten Gaus & Knödler Architekten eine

Konzeption für 29 Wohneinheiten.

Nach dem Abzug der amerikanischen Streitkräfte Anfang

der Neunzigerjahre ergriff die Stadt Göppingen die Gelegenheit,

auf dem ehemaligen Kasernenareal neuen und

erschwinglichen Wohnraum („Junges Wohnen“) für junge

Familien zu schaffen. Im Rahmen der umfassenden Neugestaltung

wurden sowohl Altbauten saniert als auch neue

Gebäude erstellt. Zu letzteren Projekten gehört die Wohnanlage

„Junges Wohnen II“, das an das vorhandene Areal

„Junges Wohnen I“ anschließt.

Besonderheiten: Das Gesamtprojekt

„Stauferpark West“ erhielt als Teil

der landesweiten Initiative „Gelungene

Siedlungen – Attraktive

Wohnquartiere“ den Sonderpreis

des Landes Baden-Württemberg.

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FAKTEN

PLANUNG

„Aidenbergquartier“ in Weissach

Architektonische Lösungen für das

Wohnquartier und seine Teilbereiche

einschließlich Vorplanung zum

Neubau von barrierefreien Wohnungen

für alle Generationen

Auslober: Gemeinde Weissach

Verfahren: Planungsgutachten

2015 (Wettbewerbssieger: Gaus &

Knödler Architekten)

Besonderheiten: Kooperative Bewerbung

mit der Paulus Wohnbau

GmbH Pleidelsheim als Investor

„Aidenbergquartier“

in Weissach

Die Gemeinde Weissach hatte 2015

insgesamt sechs Planergemeinschaften mit

einem Investorengutachten beauftragt.

In die engere Wahl kamen schließlich zwei Arbeiten, wobei

sich die Jury schließlich einstimmig für den Entwurf von

Gaus & Knödler Architekten entschied. Dabei entsteht ein

Quartier, das sich mit maßvollem Ausdruck in das Ortsbild

eingliedert und dabei auch mit einer eigenen Identität besticht.

Die Topografie der Hanglage eröffnet eine variantenreiche

Nutzung mit verschiedenen Wohnebenen, Raumhöhen

und flexiblen Grundrissen.

Die städtebauliche Struktur und baukörperliche Ordnung

der neuen Bebauung leitet sich ab aus dem Verlauf der

Hangstraße, der Topografie und den umgebenden Strukturen

der Nachbarschaft. Die Höhe der Aidenbergsteige bleibt

unbebaut und erhält ihr Panorama auf Weissach. Von dort

werden neue und direkte Treppenwege entstehen, innere

Werte wie der Quartiershof mit Spielbereich können so mit

dem öffentlichen Interesse einer Wegelinie ins Tal vereint

werden.

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KONZEPTSTUDIE

FAKTEN

„Sonne-Areal“ in Wäschenbeuren

Vorentwurf für die Neubebauung des

„Sonne-Areals“ in Wäschenbeuren

Auslober: Gemeinde Wäschenbeuren

Verfahren: Städtebaulicher Wettbewerb

2015 im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung

„Sonne-Areal“ in

Wäschenbeuren

Das Wohnquartier um das ehemalige

Gasthaus „Sonne“ in Wäschenbeuren soll neu

bebaut werden.

Die Gemeinde hat mehrere Büros damit beauftragt, alternative

Konzepte für Architektur und Erschließung des

neuen Quartiers zu entwickeln. Die städtebauliche Struktur

und baukörperliche Ordnung des G&K Entwurfs leitet sich

aus den Raumkanten entlang der umliegenden Straßen

und Gassen ab. Durch die Stellung der Häuser entlang der

Straßenkanten entsteht eine neue innenräumliche Qualität

– ein Quartiersplatz, der den Bewohnern Raum, Natur, Ruhe

und Schutz bietet.

Die Maßstäblichkeit der Gebäude einschließlich Trauf- und

Firsthöhen orientiert sich an der Umgebung. Die Dachformen

der neuen Bebauung orientieren sich dabei an den

ortstypischen Gegebenheiten und werden durch Satteldächer

ergänzt. Die Eingänge der Wohnhäuser nehmen jeweils

Bezug zum öffentlichen Raum.

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FAKTEN

KONZEPTSTUDIE

„Zentrum Untere Marktstraße“

(ZUM) in Göppingen

Städtebauliches Konzept zur künftigen

Nutzung des Areals „Zentrum

Untere Marktstraße“ im Göppinger

Bahnhofquartier (vier Geschossebenen

mit Wohnungen in oberen

Geschossen und gewerblicher

Nutzung im Erdgeschoss und ersten

Obergeschoss)

Auslober: ZUM GmbH & Co. KG

Verfahren: Planungskonkurrenz mit

sechs ausgewählten Teilnehmern

2016 (1. Platz: harris + kurrle architekten

bda Stuttgart, 2. Platz: Gaus

& Knödler Architekten)

„Zentrum Untere

Marktstraße“ in Göppingen

Das ZUM-Areal ist ein wichtiger Baustein

bei der Neugestaltung des Göppinger

Bahnhofquartiers.

Sechs Architekturbüros sollten im Rahmen einer Planungskonkurrenz

für einen Gebäudekomplex mit vier Geschossebenen

eine adäquate Lösung finden. Da die untere Marktstraße

die Innenstadt erschließt, waren auch städtebauliche

Aspekte zu berücksichtigen. Gaus & Knödler Architekten

interpretierten die prominente städtebauliche Lage als „modernes

Stadttor“. Bei diesem konzeptionellen Ansatz wächst

auch den Gebäuden eine entsprechende Funktion zu.

Im G&K-Entwurf wird die Stellung im Stadtbild durch einen

zusammenhängenden Baukörper dargestellt, der mit signifikanten

Sonderlösungen die Ecksituationen betont. Eine

besondere Anordnung der Öffnungen stärkt den Baukörper

als Ganzen und bildet subtil einen Sockel für Einzelhandelsflächen

aus. Das Gebäude ist dennoch kein Solitär, vielmehr

wird die typische giebelseitige Bebauung durch eine abstrahierte

und multiplizierte Form in der Geometrie von Giebeldächern

übernommen und durch eine moderne Sprache

interpretiert.

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UNTERNEHMEN

Wo wir herkommen

Die Ursprünge des Unternehmens Gaus Architekten liegen

in Rechberghausen bei Göppingen. Hier begann bereits

1958 die Geschichte von Gaus Architekten.

Am 1. April 2000 gründeten die Freien Architekten Christian Gaus und

Stephan Knödler das Architekturbüro Gaus und Knödler Architekten in

Rechberghausen. Wie jede Geschichte hat auch diese einen Vorspann,

der bis in die späten Fünfzigerjahre zurückreicht.

Im Sommer 1958 begann Alois Gaus, der Vater von Christian Gaus und

Onkel von Stephan Knödler, seine erfolgreiche berufliche Laufbahn

als Freier Architekt. Alois Gaus wirkte fast ein halbes Jahrhundert als

bekannter Architekt in der Region Göppingen und darüber hinaus. Er

hat dabei deutliche architektonische Spuren hinterlassen. So gehören

unter anderem die Siedlung am Bergfeld in Göppingen-Jebenhausen,

die Schulzentren in Göppingen-Ursenwang, Rechberghausen und

Oberkochen, die Gemeindezentren in Wangen, Stuttgart-Feuerbach

und Eislingen mit zugehörigen Sakralbauten zu seinen herausragenden

Projekten.

Die Übernahme des Büros von Alois Gaus mit eigener Firma war insofern

ein weit reichender Schritt. Christian Gaus und Stephan Knödler

nahmen die Verpflichtung an, das Vermächtnis von Alois Gaus zu

bewahren und mit eigenen Projekten zu würdigen. Dazu gehört nicht

zuletzt der Anspruch, mit jedem Bauwerk einen aktiven Beitrag zur

zeitgenössischen Architektur und für die Baukultur insgesamt zu

leisten. Besonderen Wert legt das Architekturbüro bis heute auf die Erhaltung

alter Bausubstanz und historischer Architektur.

Der Umzug in größere Räumlichkeiten von Rechberghausen nach

Göppingen erfolgte 2006. Ein Jahr zuvor wurde die erste Auslandsniederlassung

mit einem Denklabor in der niederländischen Hafenmetropole

Rotterdam eröffnet. Im November 2017 ist das Unternehmen noch

einmal innerhalb Göppingens in größere Räume umgezogen – neue

Adresse ist seitdem das industriehistorische „Boehringer-Areal“.

Im Herbst 2019 haben Christian Gaus und Stephan Knödler einvernehmlich

beschlossen, jeweils eigene Wege zu gehen. Die Gaus &

Knödler Architekten Partnerschaft mbB wurde mit Wirkung zum 31.

Oktober 2019 beendet. Christian Gaus führt das Unternehmen seit

1. November 2019 mit der Firma Gaus Architekten weiter und hat als

persönlicher Rechtsnachfolger die Verantwortung für alle Projekte und

vertraglichen Verpflichtungen übernommen.

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UNTERNEHMEN

Wer wir heute sind

Gaus Architekten ist ein mittelständiges

Architekturbüro mit Hauptsitz in Göppingen und

einem Denklabor in Rotterdam.

Das Team von Gaus Architekten realisiert im In- und Ausland Projekte

für private Bauherren und gewerbliche Wohnungsbaugesellschaften,

für staatliche und kommunale Institutionen sowie für Unternehmen

der freien Wirtschaft.

Die Werkliste enthält eine Vielzahl privater, gewerblicher und öffentlicher

Bauten bis hin zur kompletten Erschließung und Quartiergestaltung

ganzer Wohn- und Geschäftsviertel. Das Architekturbüro verantwortet

und betreuet Bauprojekte über alle HOAI-Leistungsphasen,

arbeiten zudem regelmäßig in bewährten Kooperationen mit anderen

Architekturbüros und Investoren zusammen, etwa in der Übernahme

der Bauleitung.

Das Dienstleistungsportfolio ist umfassend und reicht von Neubauprojekten

und Umbauten im Bestand über Modernisierung und Instandhaltung

bis hin zu umfassenden Standortanalysen und Machbarkeitsstudien

für gewerbliche und öffentliche Auftraggeber. Dazu gehören

auch umfangreiche Kenntnisse in den Bereichen Bauwerkserhaltung,

Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination (SiGeKo) sowie Gutachterwesen

bei der Ermittlung von Gebäudewerten und Schäden am

Bau.

Das Architekturbüro sucht bei jedem Projekt zusammen mit seinen

Auftraggebern nach individuellen Lösungen. Das Unternehmen realisiert

im In- und Ausland Projekte für private Bauherren und gewerbliche

Wohnungsbaugesellschaften, für staatliche und kommunale Institutionen

sowie für Unternehmen der freien Wirtschaft. Alle Gebäude

und Konzepte, die in den letzten 19 Jahren umgesetzt, als Planungsgrundlage

entwickelt oder als Wettbewerbsbeitrag eingereicht wurden,

waren und sind für sich einzigartig.

Das Unternehmen ist in den letzten 19 Jahren erheblich gewachsen.

Beginnend mit fünf Mitarbeitern, arbeitet heute ein Team von rund

20 Kolleginnen und Kollegen unterschiedlichster Professionen an den

Projekten von Gaus Architekten.

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UNTERNEHMEN

Christian Gaus

Dipl.-Ing. (FH) Freier Architekt

Inhaber

Christian Gaus wurde 1973 in Schwäbisch Gmünd geboren.

Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Christian Gaus

studierte von 1994 bis 1998 an der Bauhaus-Hochschule in

Dessau Architektur. Seine Diplomarbeit „Glaube und Raum“

über die Wallfahrtskirche Maria Buch in Neresheim wurde

mit dem Carl-Fieger-Preis ausgezeichnet.

Seit 1998 arbeitet Christian Gaus als Architekt, zunächst im

Architekturbüro seines Vaters Alois Gaus, später als Freier

Architekt. Am 1. April 2000 gründete er zusammen mit Stephan

Knödler in Rechberghausen das Architekturbüro Gaus

& Knödler Architekten. Seit 1. November 2019 führt Christian

Gaus als persönlicher Rechtsnachfolger das Unternehmen

mit der Firma Gaus Architekten weiter.

Er ist eingetragener Architekt bei der Architektenkammer

Baden Württemberg sowie im Stichting Architectenregister

der Niederlande in Den Haag. Im Jahr 2002 nahm Christian

Gaus im Tessin an der Internationalen Sommerschule von

Luigi Snozzi teil. Seine Abschlussarbeit wurde dort mit dem

ersten Preis honoriert. Seit 2006 gibt er seine Erfahrungen

selbst an den beruflichen Nachwuchs weiter, unter anderem

an der Hochschule Rotterdam. Christian Gaus ist Initiator

von diversen nationalen und internationalen Projektund

Arbeitsgemeinschaften wie ARGE Breuninger Areal oder

Team G.A.U.S. Im September 2010 gründete er zusammen

mit dem Stuttgarter Architekten Prof. Jörg Aldinger die Team

Gaus + Aldinger Generalplaner und Architekten GmbH.

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Er engagiert sich darüber hinaus berufspolitisch: Er ist

seit Juli 2010 Vorsitzender der Architektenkammergruppe

Göppingen. Von der Landesarchitektenkammer Baden-

Württemberg wurde er darüber hinaus in den Ausschuss

„Nachhaltiges Bauen“ und in die Strategiegruppe „Klima |

Energie | Nachhaltigkeit“ berufen. Ende 2014 wählte ihn die

Landesvertreterversammlung in den Haushaltsprüfungsausschuss

der Landesarchitektenkammer. Von 2016 bis

2019 war Christian Gaus von der Bundesarchitektenkammer

entsandter deutscher Delegierter beim Europäischen Rat

der Architekten (ACE) in Brüssel. Er war dort Mitglied der

Arbeitsgruppe „Energy, Sustainable Architecture / Urban

Issues“. In dieser Funktion gehörte er auch dem Arbeitskreis

„Internationales“ der Bundesarchitektenkammer in

Berlin an.


UNTERNEHMEN | TEAM

Jana Blank Anja Chwastek Jo Frederik Effenberger Alina Felker Six und Five

Klaus Forell

Christian Gaus Saskia Gaus-Mens Safa Fatih Gençaslan Davide Guerreri

Tim Hepperle Fabian Hoyer

Jana Huber Natalie Klotzbier Gehad Kneiber

Büsra Koç Ralf Krombholz Lucas Meyerhöfer

Bettina Müller

Michael Schelling

Julius Schmid Sandra Schmid Michelle Schweizer Umut Soyyigit Andreas Werner


UNTERNEHMEN

Leitbild

Bei der Vielfalt an Möglichkeiten schaffen wir

Klarheit. Unsere Kunden vertrauen uns. Sie

treffen bewusste Entscheidungen.

Anspruch und Selbstverständnis

Wir fördern und fordern eigenverantwortliches Denken

und Handeln. Wir arbeiten mit Begeisterung, Freude und

Leidenschaft. Wir schaffen eine einzigartige Architektur.

Wir sprechen Emotionen an und verbessern laufend

unsere Qualitätsstandards.

Architektur und Baukultur

Wir sind innovativ und bewahren Architektur. Damit

leisten wir einen aktiven Beitrag zur zeitgenössischen

Architektur sowie zur Baukultur. Wir vermitteln den Wert

von guter Architektur.

Kunden

Wir zeigen den Kunden unsere besondere Wertschätzung.

Wir schaffen Vertrauen und Klarheit und geben

unseren Kunden Sicherheit. Wir bieten unseren Kunden

eine herausragende architektonische Qualität und finden

individuelle Lösungen.

Team

Wir schätzen jeden einzelnen im Team und gehen ehrlich

miteinander um. Wir arbeiten zielorientiert und

suchen miteinander die besten Lösungen. Wir sind

innovativ und arbeiten auf dem Stand der Technik. Wir

lernen aus unseren Fehlern.

Umwelt und Gesellschaft

Unser höchstes Gut ist die Gesundheit. Wir gehen verantwortungsbewusst

und respektvoll mit Umwelt und

Natur um. Wir reflektieren gesellschaftliche Diskussionen

und formulieren adäquate Antworten dafür. Unsere

Gebäude sind Antworten auf gesellschaftliche Diskussionen.

Erfolg und Wachstum

Wir handeln wirtschaftlich. Gewinne sind die Basis für

unsere Existenz. Wir entwickeln uns permanent weiter

und gehen offen mit Veränderungen um. Wir wollen

weiter wachsen.

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IMPRESSUM

Kontakt

Hauptbüro Göppingen

Gaus Architekten

Stuttgarter Straße 50

73033 Göppingen

Deutschland

Fon +49 (0)7161 40231-0

Fax +49 (0)7161 40231-99

E-Mail info@gaus-architekten.de

Internet www.gaus-architekten.de

Ansprechpartner

Geschäftsführender Gesellschafter: Christian Gaus

Fon +49 (0)7161 40231-0

E-Mail info@gaus-architekten.de

Generalbevollmächtigte und Personalleitung: Saskia Gaus-Mens

Fon +49 (0)7161 40231-13

E-Mail saskia.gaus@gaus-architekten.de

Public Relations und Unternehmenskommunikation: Anja Chwastek

Fon +49 (0)7161 40231-21

E-Mail anja.chwastek@gaus-architekten.de

Denklabor Niederlande

Gaus Architekten

Lloydstraat 138c

3024 EA Rotterdam

Nederland

Fon +31 (0)10 22101-96

Fax +31 (0)10 22101-99

E-Mail info@gaus-architekten.de

Internet www.gaus-architekten.de

Stand: April 2021

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