OSTPOST 36 - Das Magazin für die Östliche Altstadt Rostocks - Das Altstadtmagazin

nordpower

Frühjahr/Sommer Ausgabe Nr. 36

Nr. 36 DAS MAGAZIN FÜR

Der Moltkesche Beichtstuhl in St. Nikolai

20 Jahre Altstadtverein

Altstadtgalerie

Unsere kleine Welt

Die Kunst der Entspannung

Ein Tempel für die Schönheit

Fair Trade Markt

Historische Werbung

Kanusport auf der Holzhalbinsel

Märkte in der Altstadt

DIE ÖSTLICHE ALTSTADT ROSTOCKS

2,- Euro

Frühjahr / Sommer 2018 Verein zur Förderung der Östlichen Altstadt e.V.

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Liebe Leserinnen und Leser

der OSTPOST!

INHALT

Als wir diese Zeilen verfassten, war es noch recht

kalt. Wenn Sie nun Ihr Altstadtmagazin in den

Händen halten, ist es hoffentlich schon etwas frühlingshafter.

Machen Sie es sich gemütlich, wir haben

wieder einiges für Sie zusammengetragen.

Das Rostocker Jubiläumsjahr nimmt so richtig

Fahrt auf. Unsere altehrwürdige Hanse- und

Universitätsstadt Rostock kommt in den nächsten

Monaten und Jahren gar nicht aus dem Feiern

heraus. 800 Jahre Stadtrecht und 600 Jahre

Universität bringen interessante Veranstaltungen

in die Stadt, wie den Mecklenburg-Vorpommern-Tag,

die Stadtgeburtstagsfeier, den Internationalen

Hansetag, die Internationale Tanzwoche

und den Deutschen Archivtag, um nur einige zu

nennen.

Natürlich gibt es auch jede Menge Veranstaltungen

in unserem Stadtteil. Besonders hinweisen

möchten wir auf unsere eigenen „Klassiker“

den Altstadtputz, die KUNSTNACHT (25. Mai

2018) und den Töpfermarkt, aber auch auf den

Fair Trade Markt rund um die Petrikirche, aus

Anlass des Hansetages. Wir werden kaum zur

Ruhe kommen, denn auch wir selbst, der Verein

zur Förderung der Östlichen Altstadt e.V., feiern

ein rundes Jubiläum. Pastor im Ruhestand Henry

Lohse findet dafür die richtigen Worte. Dafür

danken wir sehr.

Als Stadtteilmagazin berichten wir über das aktuelle

Geschehen in der Östlichen Altstadt. Wir

Verein zur Förderung der Östlichen Altstadt e.V. Der Moltkesche Beichtstuhl S. 4

blicken aber auch immer wieder gerne zurück.

In dieser Ausgabe begeben wir uns auf die Spuren

eines berühmten Adelsgeschlechts, wünschen uns

einen fast vergessenen Brunnen wieder her und blicken

auf die Holzhalbinsel zu den Kanufreunden.

Ein OSTPOST-Leser stellte uns eine fulminante

Spende historischer Tageszeitungen zur Verfügung.

Hieraus ist eine interessante Anzeigen-Kollage

entstanden. Auch das Titelbild und die Aufnahme

des Gerberbruchs von Seite 3 wurden von

OSTPOST-Lesern zur Verfügung gestellt.

Die Gewerbe-Belebung im Stadtteil schreitet

weiter voran. Wer wissen möchte, was sich hinter

den dunkel getönten Fensterscheiben in der

Grubenstraße 39 abspielt - wir haben den Tempel

der Schönheit besucht. BioBalsam in der Großen

Wasserstraße 6 hat sich um eine Manufaktur

gleich nebenan erweitert und in der Grubenstraße

62 hat „Unsere kleine Welt“ mit einem sehr

interessanten Spiel- und Bildungskonzept eröffnet.

Viel Erfolg allen wünscht der Altstadtverein.

Haben Sie Lust und Interesse an der Östlichen

Altstadt? Informationen bekommt man sehr aktuell

im Internet unter

www.oestliche-altstadt.de

und bei Facebook unter

www.facebook.com/Oestliche.Altstadt

Genießen Sie das Frühjahr und den Sommer

in der Altstadt!

Ihre Redaktion

20 Jahre Altstadtverein S. 6

Altstadtgalerie S. 7

Unsere kleine Welt S. 8

Ein Tempel der Schönheit S. 9

Fair Trade Markt S. 13

Die Kunst der Entspannung S. 13

Historische Anzeigen aus Rostocker

Zeitungen zum Pfingstfest S. 14

Kanusport auf der Holzhalbinsel S. 15

Märkte in der Altstadt S. 16

Veranstaltungstipps S. 18

OSTPOSTDas Magazin für die

Östliche Altstadt Rostocks

HERAUSGEBER

Verein zur Förderung

der Östlichen Altstadt e.V. (V.i.S.d.P.)

Bei der Nikolaikirche 5

18055 Rostock · Tel.: 0381-12765821

E-Mail: verein@oestliche-altstadt.de

Internet: www.oestliche-altstadt.de

REDAKTION

Hinrich Bentzien, Sebastian Bielke,

Jürgen Möller

HERSTELLUNG, BILDER & HISTORISCHE FOTOS

Hinrich Bentzien

Rembrandtstr. 4, 18057 Rostock

Tel.: 0381-2006987

E-Mail: hinrichbentzien@web.de

Internet: www.hinrichbentzien.de

VERTRIEB & ANZEIGEN

n:da – nordpower design agentur

Tel.: 0381-1274931

E-Mail: info@nordpower.de

Internet: www.nordpower.de

BILDINDEX Titel: Die Nikolaikirche vom Fischerbruch gesehen, um 1900 (Sammlung H. Bentzien) S. 3: Hochwasser im Gerberbruch

(70er Jahre, Foto: Brennmoehl) Mittelblatt: Das Steintor 1928 (Sammlung Hinrich Bentzien)

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Der Moltkesche Beichtstuhl in der Nikolaikirche (Foto von 1928, Sammlung H. Bentzien)

Der Moltkesche Beichtstuhl in der Nikolaikirche

Auf den Spuren eines berühmten Adelsgeschlechts

Während der Kunsthandwerkermärkte in der

Nikolaikirche hat das OSTPOST-Team

seinen Platz im südlichen Seitenschiff kurz vor den

Stufen des Chorraumes. Hier kommt es seit fast

10 Jahren immer wieder zu interessanten Begegnungen

und Gesprächen mit Ihnen, liebe Leser.

Während der beliebten Nachmittagskonzerte

richtet sich die Aufmerksamkeit auch auf den erhöhten

Standort der Orgel im Hintergrund unseres

Verkaufsstandes. Was es jedoch mit diesem

Podest auf sich hat, das den knapp bemessenen

Platz nach hinten begrenzt und dessen Wandfarbe

regelmäßig Spuren auf unseren Jacken hinterlässt,

haben wir erst vor kurzem erfahren.

Durch ein historisches Foto wurde unsere Neugierde

geweckt. Das Bild stammte aus den Vorkriegsjahren

und zeigte eben jene Ecke des Südschiffes

der unzerstörten Nikolaikirche. Zu sehen

war ein aufwendig verziertes und mit figürlichem

Schmuck versehenes hölzernes Gebäude, das von

der Umgebung durch eine ebenso aufwendig gestaltete

Schranke abgetrennt war. Es befand sich

an der östlichen Schmalseite des Südschiffs schräg

hinter der Kanzel und blickte mit seinen Fenstern

und mit seiner bemalten und vergoldeten

Barock-Fassade den Kirchenbesuchern entgegen.

Recherchen ergaben, dass es sich um den „Moltkeschen

Beichtstuhl“ handelte - erbaut für einen

Rostocker Zweig der bekannten mecklenburgischen

Adelsfamilie. Ein Major Casimir Albrecht

von Moltke hatte außerdem im Jahre 1739 eine

Begräbnisstätte unterhalb des Beichtstuhles von

der Gemeinde St. Nikolai erworben.

Die weitverzweigte Familie gehört zum mecklenburgischen

Uradel und ist durch zwei

Generalstabs chefs der preußischen- bzw. kaiserlich-deutschen

Armee aus der Zeit der Einigungskriege

und des 1. Weltkrieges berühmt geworden.

Auch einer der Verschwörer des 20. Juli 1944

entstammte ihr. Die Moltkes kamen ursprünglich

aus dem Ribnitzer Umland und spielten als

Besitzer des Gutes Toitenwinkel eine Rolle in der

Rostocker Geschichte. Vielfältige Verbindungen

gab es über Jahrhunderte hinweg nach Dänemark

und Schweden, wo Angehörige der Familie hohe

militärische und zivile Ämter inne hatten.

Die Toitenwinkeler Moltkes, welche ja sozusagen

in Sichtweite zu St. Nikolai lebten, besaßen

wie viele Familien des Landadels ein oder mehrere

Häuser in Rostock und waren auch in manch

verantwortungsvoller Position für die Stadt tätig.

Als der letzte Besitzer aus dem Hause Moltke im

Jahre 1677 starb, endeten 400

Jahre Moltkesche Geschichte

in Toitenwinkel. Vom

Rostocker Rathaus wurde

Joachim Friedrich von

Moltke feierlich in die

Marienkirche überführt,

wo ihm die

Stadt Rostock eine

prachtvolle Begräbnisfeier

ausrichtete.

Das geschah trotz der

erbitterten Konflikte

um dieses kleine aber

strategisch wichtige Stückchen

Land, welche Rostock

über Generationen mit dieser Familie

auszufechten hatte und die einmal sogar zu

diplomatischen Verwicklungen mit der Schwedischen

Krone geführt hatten. Beigesetzt wurde

der letzte Moltke jedoch in der Toitenwinkeler

Kirche. Hier finden wir auch heute noch zahlreiche

Zeugnisse dieser Familie. Bevor Toitenwinkel

1950 endlich zu Rostock kam, gelangte das Dorf

zunächst in herzoglichen Besitz und wurde von

Rostock aus verwaltet.

Es ist leider nicht nachzuweisen, wie nah die letzten

Toitenwinkler Moltkes mit dem vormals in

schwedischen Diensten stehenden Major Casimir

Albrecht von Moltke verwandt gewesen sind.

Abbildung: wikipedia

Das Orgelpodest - früherer Platz des Moltkeschen Beichtstuhles mit darunterliegender Gruft (Foto: H. Bentzien)

Lageskizze der Moltkegruft (aus „Die Kunst- und Geschichtsdenkmäler

Mecklenburg Schwerins“ von F. Schlie)

Dieser wurde im Jahre 1746 (6 Jahre nach seiner

Frau Johanna Christina) in der Gruft unter dem

Moltkeschen Beichtstuhl begraben. Er trug zumindest

das gleiche Wappen: Drei Rebhühner

zeigt ein Schild unter einem mit sieben Pfauenfedern

verzierten gekrönten Helm. Laut Sarginschrift

war er Regimentskommandeur und eine

„seiner königlichen Majestät von Schweden hochvertraut

gewesene“ Persönlichkeit.

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Zugang zur Gruft vom Schwibbogen (Foto: H. Bentzien)

Der Moltkesche Beichtstuhl war wohl ein ganz

besonderes Statussymbol seiner Zeit. Nur wenige

Familien der städtischen Oberschicht und des

Landadels konnten sich solchen Prunk leisten.

Zusammen mit der benachbarten, reich ausgestatteten

Rokoko-Kanzel bildete er einen eindrucksvollen

Blickfang in dieser sonst nicht übermäßig

prächtig eingerichteten Kirche. Von dem breiten

Absatz der Stufen, welche zum Chor hinauf führen,

konnte das Podest des Moltkeschen Beichtstuhls

betreten werden. Diesen Weg - abgeschirmt durch

einen Blickschutz und vorbei an einem aufwendig

gestalteten Schmiedegitter - nahm auch der Pastor

hinauf zur Kanzel. Das Podest wurde zum Seitenschiff

hin durch einer Schranke abgegrenzt, welche

von Aposteldarstellungen und gewundenen

Pilastern getragen wurde (siehe Bild-Vordergrund,

Foto links oben). Sie diente zuvor als Abgrenzung

des Chorraumes vom Kirchenschiff. Der Beichtstuhl

war von seiner südlichen Schmalseite zu betreten,

von wo man - unter einem geflügelten Todesengel

mit Sense hindurch - in einen Vorraum

trat, der vom eigentlichen Beichtstuhl durch eine

Bretterwand getrennt war. Hier ging es auch hinunter

in die Gruft der Familie Moltke. Die kleine

auch heute noch vorhandene Tür bei der Südseite

des Schwibbogens diente als direkter Zugang von

außen.

Sehr auffällig waren die prächtigen Skulpturen,

die auf dem Sims des Beichtstuhles standen.

Gekrönt wurde diese Gruppe von der Gestalt der

Hoffnung mit Anker und Vogel. Hinter dieser befand

sich eine strahlende Sonne.

Leider verbrannte der Moltkesche Beichtstuhl

zusammen mit einem großen Teil der Ausstattung

Das Moltkesche Wappen auf einem Sarkophag der Moltkegruft

von St. Nikolai während der Bombennächte des

April 1942. Einzelne Teile wie der Altar konnten

gerettet werden. Er ist heute in der Marienkirche

zu besichtigen. Während der Jahrzehnte andauernden

Behebung der Kriegsschäden kam es zu umfangreichen

baulichen Veränderungen im Innenraum

und Untergrund der Nikolaikirche. Doch

auch heute existiert die Moltkesche Begräbnisstätte

noch. Die Redaktion der OSTPOST durfte

sie unter Führung des Küsters von St. Nikolai

kürzlich besichtigen. An der gegenüberliegenden

Seite des Kirchenschiffes, nahe des Aufganges zur

Empore, befinden sich eine Tür und eine Treppe,

über die man zu einem Gang gelangt, welcher

das gesamte Kirchenschiff durchquert und zur

Gruft führt. Er ist aufrecht begehbar. An seinen

Wänden und auf dem Boden sind Zeitzeugnisse

aus der Baugeschichte der Kirche zu sehen. Auf

Schautafeln erzählen Fotos vom mühsamen Wiederaufbaus

und der Ausstattung der Kirche mit

Wohn- und Büroräumen.

Von einem Vorraum der Begräbnisstätte aus

führt eine schmale Treppe zum oben erwähnten

Ausgang in Richtung Schwibbogen. Versperrt

sind diese Stufen durch das schmiedeeisernes Gitter,

welches früher den Moltkeschen Beichtstuhl

vom Kirchenschiff abgrenzte. Ein Vergleich mit

historischen Abbildungen zeigt, dass es nicht vollständig

erhalten geblieben ist. In der eigentlichen

Gruft stehen unter einem Tonnengewölbe noch

heute die beiden Sarkophage mit den sterblichen

Überresten der Eheleute Moltke.

Text: Hinrich Bentzien · Quellen: Die Kunst- und Geschichtsdenkmäler

des Großherzogtums Mecklenburg Schwerins“ von

F. Schlie, „Toitenwinkel und Rostock“ von Ernst Münch

Die Sarkophage der Moltkegruft (Foto: H. Bentzien)

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Berliner Reiher-Skulptur von Hans-Detlev Henning

Ein Brunnen für die

Östliche Altstadt ?

Leserpost erinnert uns an einen

fast vergessenen Brunnen

Wer schon länger in Rostock lebt, erinnert

sich vielleicht an die Brunnenskulptur der

zwei balzenden Reiher, welche bis zum Jahr 2006

im östlichen Teil des Rosengartens auf einem noch

immer vorhandenen Steinsockel stand. Dann,

eines Morgens, für mich überraschend, war die

Skulptur verschwunden. Ohne den Ursachen für

das Verschwinden nachzugehen, war ich seinerzeit

von einem Diebstahl ausgegangen, und bis heute

bedauere ich das Fehlen dieses filigranen Kunstwerks

im Stadtraum.

Nun, knapp 12 Jahre später, habe ich versucht,

im Internet etwas über den Verbleib der Brunnenplastik

herauszufinden. Zu meiner Überraschung

erfuhr ich, dass der Sockel auf dem die Reiher

standen, ursprünglich im Jahr 1912 für ein Kunstwerk

von Gustav Wallat genannt „Der Muschelhorcher“

gebaut worden war. Diese Knabenfigur

aus Marmor wurde auf Grund von Vandalismus

entfernt und verschwand später.

Ob der Sockel dann bis 1980 leer blieb, konnte

ich nicht herausfinden, aber spätestens ab diesem

Zeitpunkt flirteten die beiden Vögel nun auf dem

Stein und darunter plätscherte das Wasser. Die

Skulptur wurde von Hans Detlev Henning geschaffen

und existiert in ähnlicher Form seit 1971

auch in Berlin-Friedrichshagen und im Monbijoupark

in Berlin-Mitte. Die Nachforschungen ergaben

auch, daß die Reiher nicht, wie angenommen,

gestohlen sondern, wie schon seinerzeit die Plastik

von Gustav Wallat, ein Opfer von Vandalen wurden.

Die beschädigte Skulptur ist in einem Rostocker

Depot eingelagert.

Damit komme ich nun zum eigentlichen Anlass

dieses Beitrags. Der Wunsch, den Brunnen

wieder vollständig im Stadtbild sehen zu können,

brachte mich auf die Idee, eine Neuaufstellung

bei der Stadt und dem Ortsbeirat anzuregen verbunden

mit einem Vorschlag für den Standort des

Brunnens. Die im Jahr 2016 neu gestaltete Fläche

Am Wendländer Schilde (am westlichen Zipfel)

in der Östlichen Altstadt könnte meines Erachtens

noch ein „Sahnehäubchen“ vertragen. Bei der

nächsten Ortsbeiratssitzung möchte ich den Vorschlag

der Öffentlichkeit unterbreiten und hoffe

auf positive Resonanz bei den Entscheidern der

Stadt.

F. Brockmann

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Herzlichen Glückwunsch zum 20.Geburtstag

Der Verein zur Förderung der Östlichen Altstadt

Rostock in den späten 90er Jahren des vorigen

Jahrhunderts: Die Stadt erholte sich langsam

von dem schweren Ansehensverlust, den sie nahezu

weltweit durch die ausländerfeindlichen Exzesse

im Sommer 1992 in Lichtenhagen erlitten

hatte. Die Rostocker Innenstadt war größtenteils

zum Sanierungsgebiet erklärt worden. Die Rostocker

Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung

und Wohnungsbau mbH (kurz: RGS)

brachte viele Baumaßnahmen auf den Weg und

sorgte dafür, dass durch Fördermittel von Bund,

Land und Europäischer Union diese Maßnahmen

auch finanziell abgesichert wurden. Vor allem

in der City mit dem Kerngebiet beiderseits der

Kröpeliner Straße war eine rege Bautätigkeit zu

beobachten.

Doch die Östliche Altstadt, die eigentliche

Wiege Rostocks, fristete wie schon zu DDR-Zeiten

ein Aschenputtel-Dasein. Das Gebiet war

gekennzeichnet von Baulücken, halb verfallenen

Häusern, holprigen Straßen und löchrigen Gehwegen.

Einige Straßen waren zu Schleichwegen

für den Berufsverkehr der Bewohner aus Dierkow

und Toitenwinkel geworden. Morgens wälzte sich

die Blechlawine vor allem durch die Altschmiedestraße

und nachmittags in Gegenrichtung durch

die Wollenweberstraße. Viele der Bewohner und

der Gewerbetreibenden in der Östlichen Altstadt

fühlten sich von den Stadtvätern und -müttern

vernachlässigt. Es gab aber auch eine ganze Reihe

von Menschen, die mit ihren Ideen und Aktivitäten

der Östlichen Altstadt aus ihrem Schattendasein

heraus helfen und für neues Leben in diesem

Gebiert sorgen wollten.

Im Januar 1998 warf Robert Uhde, damals

noch Student der Medizin, sprichwörtlich den

Stein ins Wasser und lud ein reichliches Dutzend

Gleichgesinnter ein, um über die Bildung eines

Vereins zur Förderung der Östlichen Altstadt

nachzudenken. Der ins Wasser geworfene Stein

zog Kreise und bei drei Besprechungen im Januar

und Februar 1998 wurde die Gründung des Vereins

vorbereitet. Durch Handzettel, Aushänge und

mündliche Information wurde zur Gründungsversammlung

am Abend des 19. März 1998 in

den Gustav-Adolf-Saal der Petrikirche eingeladen.

Die große Resonanz dieser Einladung überraschte

selbst die Initiatoren. Mehr als einhundert Interessierte

waren gekommen. Mit Unterstützung

der RGS und des Kulturamtes der Hansestadt

Rostock ging es an diesem Abend zunächst um

eine Bestandsaufnahme aus städtebaulicher, aus

soziokultureller und aus ökonomisch-touristischer

Sicht. Es schloss sich eine Aussprache im Plenum

an. Dabei wurde eingangs darauf hingewiesen,

dass sich die Gesprächsbeiträge vor allem darauf

richten sollten, wie das Leben in der Östlichen

Altstadt gefördert und bereichert werden kann. Es

sollte vermieden werden, dass die Diskussion - wie

so oft bei solchen Gelegenheiten - nicht über das

Beklagen der defizitären Zustände hinaus kommt.

Am Ende wurde die Satzung des Vereins vorgestellt

und erklärt, wie jemand Mitglied werden

kann. Etwa fünfzig Personen bekräftigten mit ihrer

Unterschrift, dass sie dem Verein zur Förderung

der Östlichen Altstadt angehören wollten.

Danach wurde ein vierköpfiger Vorstand gewählt.

Dieser einigte sich auf die zu verteilenden Ämter

(1. Vorsitzender, 2. Vorsitzender, Schatzmeister,

Schriftführer).

Seitdem sind nun inzwischen zwanzig Jahre

verstrichen. Der Verein hat Höhen und Tiefen in

dieser Zeit erlebt. Die Östliche Altstadt hat sich

vom Schmuddelkind zum Vorzeigegebiet Rostocks

gemausert. Unsanierte Gebäude muss man inzwischen

suchen und die Baulücken werden auch immer

weniger. Die Straßen sind komplett saniert

und die Viergelindenbrücke ist in neuer Form

entstanden. Natürlich ist dort, wo Licht ist, auch

Schatten: Der Alte Markt ist die meiste Zeit des

Jahres ein leerer Platz, der Kleinhandel ist aus dem

Gebiet fast völlig verschwunden und der ruhende

Verkehr (zu Deutsch: die Parkplatzsituation) nervt

die Anwohner.

Doch der Altstadtverein hat dazu beigetragen,

dass sich viele Bewohner inzwischen mit ihrem

Wohngebiet identifizieren. Das zeigt sich an der

Beteiligung am alljährlichen Frühjahrsputz und

auch daran, wie gut das Anwohnerfrühstück angenommen

wird. Und - nicht zuletzt - welcher Verein

kann wohl darauf verweisen, dass allmonatlich

etwa die Hälfte seiner Mitglieder zum Vereinstreffen

zusammenkommen?

In diesem Sinne: Möge der Verein auch in

seinem dritten Jahrzehnt gedeihen!

Text: Henry Lohse

Unter dem Titel „ROSTORIA“ organisierten Vereinsmitglieder um Robert Uhde (Foto rechts) im Jahre 2002

das erste Altstadtfest. Auch verschiedene andere, noch heute erfolgreiche Projekte wie die OSTPOST oder die

Kunstnacht begannen in den frühen Jahren des Vereins zur Förderung der Östlichen Altstadt.

Foto links: Mitglieder des Vereins während des Altstadtfestes auf dem Alten Markt (2012)


Fotos: H. Bentzien

und H.-O. Möller

Altstadtblick vom Güterbahnhof (Höhe Talstraße)

Wollenweberstraße

Holzhalbinsel - alte Uferbefestigung

ALTSTADTGALERIE

Altstadtblick vom Gehlsdorfer Ufer

Harte Straße

Slüterstraße mit Skulptur von W. Friedrich

Vorbereitungen

für den Neubau

des Petritors

Oberhalb des Gerberbruchs

Weißgerberstraße

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Neue Kurse in der Rostocker Altstadt

werden z.B. ein Englisch-Konversationskurs inkl.

Babybetreuung und Babyspielzeug Do it Yourself.

Auch Kindergartenkinder oder Tagesmütter sind

mit ihren Kindern herzlich willkommen.

Mitte Februar wurde „Unsere kleine Welt

-Werkstatt, Spiel und Bildung“ eröffnet. In

der Grubenstraße 62, direkt gegenüber von der

Likörfabrik, bieten Marieke Beugel und Mareike

Weingärtner verschiedene Angebote rund um die

Themen Nachhaltigkeit und globales Lernen an.

Schon seit längerem sind die beiden erfahrenen

Referentinnen für die Gesellschaft für solidarische

Entwicklungszusammenarbeit MV(GSE) e.V. an

Schulen und in Kindergärten mit ähnlichen Projekten

unterwegs. „Wir haben gemerkt, dass die

Kinder sehr viel Spaß an diesen tollen Angeboten

haben. Und dass es Bedarf für mehr gibt.“ Erklären

die beiden Gründerinnen.

Neben den Kursen gibt es offene Werkstätten:

dienstags und freitags von 10.00 bis 12.00 Uhr

hat jeder die Möglichkeit zur offenen Krabbelgruppe

zu kommen und sich mit anderen Eltern

auszutauschen. Und jeden Freitagnachmittag von

15.00 bis 18.00 Uhr sind alle Kinder herzlich eingeladen,

in der Grubenstraße nach Herzenslust zu

spielen, bauen und basteln.

Mehr Infos zu den Kursen und Angeboten unter

www.unsere-kleine-welt-werkstatt.de

In den Kinderkursen werden Kinder spielerisch

und kreativ an die Themen Umwelt, Konsum,

Medien, Kinderrechte und andere Kulturen herangeführt.

Es wird gebastelt, gehämmert, gesungen,

Theater gespielt und vieles mehr. Kreativität

steht im Vordergrund. Dabei wird ausschließlich

in kleinen Gruppen gearbeitet, damit jedes Kind

sich voll entfalten kann.

Die Krabbelgruppen richten sich an Eltern oder

auch Großeltern mit kleinen Kindern. Angeboten

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von links nach rechts: Mareike Weingärtner, Myriam Seitz (8 J.) und Marieke Beugel


Das Team um die Inhaberin des WAX-Tempels Romina Krüper

Ein Tempel für die Schönheit

Text: Gabi Pertus

„Dein Körper ist der Tempel deiner Seele“

Das ist das Motto des Wax-Tempels in der Östlichen

Altstadt. Menschen, welche Dienstleistungen

wie Waxen, Sugaring und Spray-Tanning

bisher nicht genutzt haben, fragen sich natürlich,

was da hinter den dunkel getönten Fensterscheiben

in der Grubenstraße 39 passiert. Öffnet man

neugierig die Tür, tritt man in einen Raum ein,

in dem die Farben Gold und Schwarz dominieren.

Sparsam verteilte Möbel geben dem Ganzen

einen edlen Touch, den sechs schwarz gekleidete

junge, hübsche Frauen verstärken. Die Inhaberin

Romina Krüper bewies ungeheuren Mut und eröffnete

vor genau zwei Jahren ihr Traumstudio.

Kosmetikerin ist ihr bürgerlicher Beruf, den sie

nun schon 14 Jahre ausübt. Seitensprünge wie die

Arbeit in einem Callcenter und der Verkauf von

Kosmetik in verschiedenen Städten haben ihr gezeigt,

dass sie sich dann am wohlsten fühlt, wenn

sie in dem Fach tätig ist, das sie gelernt hat.

Die ganze Familie und Freunde waren ihr beim

Aufbau des Geschäfts behilflich. Dafür soll noch

ein Dankeschön ausgerichtet werden…

In der ersten Zeit hatte Romina einen Zwölf-

Stunden-Tag zu bewältigen. Es hat sie gar nicht so

sehr gestört, weil sie gern arbeitet UND sie hatte

ja ein Ziel vor den Augen. Ein Seminar für Existenzgründer

vertiefte ihr Wissen auf der betriebswirtschaftlichen

Ebene.

Was nun hat es mit dem Sugaring und Waxing

auf sich? Es ist nicht erst in den letzten Jahren in

Mode gekommen, sich an verschiedenen Stellen

unliebsame Haare zu entfernen. Viele Männer

und Frauen mögen es nicht, wenn ihnen im gesamten

Gesicht Haare sprießen, ob das die Oberlippe,

Wangen, Kinn oder Augenbrauen sind. Am

Körper sind es oft Zonen wie die Achseln, die

Beine oder der komplette Intimbereich, die behandelt

werden sollen. Hier unterscheiden sich

die Damen und Herren, das liegt in der Natur

der Dinge. Man kann sich für zwei Möglichkeiten

entscheiden: Das Waxing oder das Sugaring.

Bei Ersterem wird auf die entsprechende Hautpartie

ein Warmwachs auf natürlicher Basis mit

Honig, Arganöl und Azulen entsprechend der

Wuchsrichtung aufgestrichen. Zum Abheben der

Tinktur wird ein Holzspatel benutzt, welcher die

Haare entgegen der Wuchsrichtung entfernt. Das

mindert die Gefahr abgebrochener Haare und tut

nicht weh.

Beim Sugaring wird eine Art Knetmasse in

Köpertemperatur , die speziell den Anforderungen

empfindlicher Haut angepasst ist, aufgetragen.

Sie besteht aus Inhaltsstoffen wie Wasser, Zucker

und Zitronensaft. Hier wird die Knetmasse in der

Haarwuchsrichtung abgezogen und verursacht

keine Schmerzen.

Schnell bemerkte Romina Krüper, dass Leute,

welche ein solches Studio wie das ihre nutzen,

auch andere Dienstleistungen erwarten. Von Anfang

an bietet sie Maniküre und Pediküre, Augenbrauenkorrekturen

und Wimpernlifting an. Neu

ist die besondere Kosmetikfirma „Beauty Hills“,

deren Produkte vor Ort käuflich erworben werden

können. Vitrinen sind gerade in Auftrag gegeben

worden, sie sollen für die Produkte der neuen Kosmetikserie,

Nagellacke und Handpflege-Angebote

genutzt werden. „Beauty Hills“ Schönheitspflege

lockt mit ungewöhnlichen Behandlungen.

Aquapeelation. Durch Wasserdruck und rotierende

Aufrau-Technik lösen sich Hornschuppen.

Krusten und Unreinheiten. Das ist die perfekte

Vorbereitung für die Haut, um sie mit reichhaltigen

Wirkstoffen zu versorgen.

Pur and Lift Express. Ein prickelndes Erlebnis

für die Haut ist die Entgiftung durch Vulkanasche

und Kohle. Detox Lifting. Die aktive

Entschlackung durch ableitende Lymphwege

verbessert das gesamte Hautbild. Talg, Schmutz,

abgelagerte Schadstoffe und abgestorbene Zellen

werde entfernt.

Skin Relax Basic. Durch wertvolle Nährstoffe

wir die Haut geglättet und aufgebaut. Der trockenen

Haut wird neue Geschmeidigkeit und Vitalität

verliehen.

Caviar Treetment. Die einzigartige Wirkung

des Caviars fördert die Vitalität und Spannkraft

der Haut. Sie schenkt ihr ein feineres, ebenmäßigeres

und frischeres Aussehen.

Ein kleiner Raum ist speziell für Spray-Tanning

vorgesehen. Noch nie gehört? Mittels einer sogenannten

„Spray Gun“ wird eine spezielle Bräunungslotion

auf den gesamten Körper oder nur auf

gewünschte Bereiche wie Gesicht, Arme oder Beine

gespritzt. Der Hautton wird individuell nach

Hauttyp und Vorstellungen abgestimmt. Die

Bräune entsteht also ohne UV-Strahlung und ist

daher völlig unbedenklich.

Sollten Sie nun in Versuchung gekommen sein,

Ihrem Seelentempel etwas Gutes tun zu wollen,

hier die Öffnungszeiten:

Montag 8.00 bis 18.00 Uhr

Dienstag bis Freitag 8.00 bis 19.00 Uhr

Samstag 9.00 bis 14.00 Uhr

Nur mit Terminvereinbarung

www.waxtempel.de

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10


Verein zur Förderung der Östlichen Altstadt e.V.

11


Frühjahrsputz in der

Östlichen Altstadt

Sonnabend 7. April

Alljährlich ruft der Verein zur Förderung der

Östlichen Altstadt e.V. die Altstadt-Bewohner

zum Frühjahrsputz. Vieles konnte in den letzten

Jahren erreicht werden, die Östliche Altstadt

ist schöner und auch sauberer geworden. Dennoch

gibt es immer noch einige unansehnliche Ecken.

Daher heißt es auch dieses Jahr: „Macht mit beim

Altstadtputz am 7. April 2018“.

Buchtipp Rostocker Porträts:

Persönlichkeiten aus 800 Jahren

Stadtgeschichte von Willy Passig

Der Autor Willi Passig bleibt seiner Erinnerungskultur

treu und hat sich mit diesem

Buch auf die Suche nach Persönlichkeiten aus

Rostocks 800jähriger Geschichte gemacht. Dabei

ist ein Potpourri entstanden, das 33 Personen, die

ihr Leben in Rostock verbrachten und auch solche,

die den klangvollen Namen der Hanse- und

Seestadt in die Welt hinausgetragen haben, enthält.

Willi Passig hat sich in diesem Buch nicht

nur auf Literaten beschränkt. Künstler, Mediziner,

Rostocks Reformator und andere sind in diesem

Buch vertreten. Der Autor schafft es, einen weiten

Bogen zu spannen, der sich vom 13. Jahrhundert

bis in die Gegenwart erstreckt.

304 Seiten · EDITION POMMERN

Treffpunkt ist um 10.00 Uhr vor der Gaststätte

„Albert & Emile“ in der Altschmiedestraße 28.

www.oestliche-altstadt.de

Empfang zum

20. Geburtstag

des Altstadtvereins

Mittwoch 18. April

Aus Anlass des 20. Jahrestages der Gründung

des Vereines zur Förderung der Östlichen

Altstadt findet ein Empfang im Gustav-Adolf-

Saal der Petrikirche statt. Herr Ralf Schinke von

der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung,

Stadtentwicklung und Wohnungsbau spricht über

die bauliche Entwicklung im Stadtteil während

der letzten 20 Jahre. Nähere Informationen gibt

es unter:

www.oestliche-altstadt.de

VERKAUFSSTELLEN

· Törtcheneck-Schwesterherz

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· Keramikatelier Feuermale

Fischerbruch 23

· Café A Rebours

Am Wendländer Schilde 5

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Wohnen - Schenken - Dekorieren

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· Grüne Kombüse, Grubenstraße 47

· Hugendubel, Kröpeliner Straße 41

· Altstadt-Kaufeck Hoàng Long

Weißgerberstr. 6

· BioBalsam, Große Wasserstraße 6

· EDEKA Holzhalbinsel

· Mediationsstelle Rostock

im Kuhtor, Hinter der Mauer 2

· Waterstradt-Optik

Grubenstraße 49

· Petrikirche, Alter Markt

· Hanse-Touristik Rostock

Schnickmannstr. 15

VERKAUFSSTELLEN

Gerne können Sie die OSTPOST auch innerhalb Rostocks bestellen, telefonisch unter: 0381/127 49 31

oder Sie schreiben uns einfach Ihren Bestellwunsch als E-Mail an die Adresse: verein@oestliche-altstadt.de

Die OSTPOST erhält man ebenfalls im Rahmen der verschiedensten Veranstaltungen in der Nikolaikirche

(u.a. Ostermarkt, Kunstmarkt, Martinsmarkt, Weihnachtsmarkt), während des großen Töpfermarktes auf

dem Neuen Markt, zur KUNSTNACHT und zum Altstadtfest.

Möchten Sie ebenfalls eine Verkaufsstelle des Altstadtmagazins OSTPOST werden? Schreiben Sie uns einfach!

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VERKAUFSSTELLEN


Anwohner-Frühstück

Sonntag 10. Juni 2018

Der Altstadtverein lädt wieder zum allseits beliebten

Anwohner-Frühstück vor dem Turm

der Nikolaikirche ein. Beginn ist um 10.00 Uhr.

Die Teilnehmer bringen ihren Teil des Frühstücks

mit, Tische und Stühle sind vorhanden. Die Brötchen

kommen wieder aus der Grubenbäckerei..

www.oestliche-altstadt.de

Fotoausstellung in St. Petri

Das Interesse an der eigentlich nur für ein

Wochenende im Oktober gedachten Mitmach-Fotoausstellung

über den Wiederaufbau der

Petrikirche ist sehr groß. Sie war von Mitgliedern

des Altstadtvereins organisiert worden. Die Ausstellung

ist auch in den nächsten Wochen noch im

Nordschiff der Petrikirche zu besichtigen.

Fair Trade Markt rund um die Petrikirche

vom 22. bis 24. Juni 2018

Rostock wird im Jahr der achthundertsten Wiederkehr

seiner Gründung Ausrichter des 38.

Internationalen Hansetages sein. Da liegt es nahe,

auch den Alten Markt mit der Petrikirche als Kern

der mittelalterlichen Stadt in die Feierlichkeiten

einzubeziehen.

Ein modernes Thema soll die Bewohner

Rostocks und ihre zahlreichen Besucher an diese

historische Stätte locken. Rund um die Petrikirche

werden an Ständen Fair Trade-Händler, Kunsthandwerker

und andere Produzenten ihre Erzeugnisse

an kleinen Ständen anbieten. In einem

Zelt können Erzeuger ihre fair gehandelten und

nachhaltigen Produkte auf kleineren Verkaufsflächen

durch das Markt-Team präsentieren lassen.

Für alle Teilnehmer und Besucher steht eine Café-Lounge

bereit, in der beim Genuss von fair gehandeltem

Kaffee die Möglichkeit zum Austausch

und zur Entspannung besteht. Auch Workshops,

Seminare und Diskussionen können dort abgehalten

werden. Mehrere Standorte rund um die

Petrikirche sind für Kunstinstallationen vorgesehen.

Hier soll ein Bezug des Fair Trade zum Thema

„Hansegeschichte“ dargestellt werden.

Am Sonntag den 24. Juni, dem abschließenden

Markttag, wird zu einem Hanse-Brunch auf dem

Alten Markt geladen. In der Petrikirche soll an

diesem Tag ein ökumenischer Gottesdienst abgehalten

werden. Gäste und Einwohner der Hansestadt

Rostock verschiedener Konfessionen werden

hierzu erwartet.

Wir dürfen gespannt sein, wie die Veranstalter

des Marktes ihre Ideen umsetzen. Informationen

zum Fair Trade Markt und zum 38. Hansetag gibt

es unter:

www.hansetag-rostock.com

Die Kunst der Entspannung

Die Welt dreht sich immer schneller. Wir

rennen von einem Termin zum nächsten,

arbeiten unter Druck und zwei Stunden nach Feierabend

sind wir immer noch im Büro. Auf dem

Weg nach Hause erledigen wir Mails und Whats-

App. Oder doch noch einmal schnell ins Fitnessstudio?

Endlich daheim heißt es: Familie managen,

aufräumen, bügeln, kochen, fernsehen und

schlafen – falls man überhaupt einschlafen kann.

Am nächsten Tag geht wieder alles von vorn los.

Tausend ToDo‘s, Pläne, Erwartungen und Gedanken

... wir jagen uns selbst.

Die Folgen sind bekannt: häufige Erkältungen,

dauerhaft erhöhter Blutdruck, Verspannungen

und Verdauungsbeschwerden, Schlafstörungen,

Burnout-Gefühle bis zur Depression.

Wäre es nicht wunderbar, innere Unruhe, Hektik

und Stress hinter sich zu lassen und mal richtig

abzuschalten? „Das ist möglich“, sagt Marlis Brehmer,

Vortragsrednerin und Trainerin für Angstund

Stressbewältigung aus der östlichen Altstadt.

„Entspannen ist eine angeborene Fähigkeit, die

wir leider verlernt haben. Allerdings ist es ganz

einfach, diese Fähigkeit wieder zu aktivieren.“

Frau Brehmer zeigt uns, wie es geht. Dafür hat

sie den Stress-Notfall-Koffer konzipiert. Darin befinden

sich Übungen, die nicht nur kinderleicht

sind, sondern überall angewendet werden können,

wenn der kleine Stress um die Ecke kommt.

1. Entspannung to go

Durch die Nase einatmen und dabei bis vier zählen,

durch den Mund ausatmen und bis 8 zählen.

Mehrmals wiederholen.

2. Die schnellste Entspannungsübung

Die Augen schließen und durch die Nase einatmen.

Währenddessen hinter dem geschlossenen

Augenlied nach oben sehen. Dann wieder ausatmen

und die Augen in Normalposition bringen.

Die Augen bleiben die ganze Zeit geschlossen.

Schon vier bis sechs Atemzüge reichen, um in einen

meditativen Zustand zu kommen.

3. Der Notfallpunkt

Mit der Faust sanft einen kleinen Klopfimpuls neben

dem oberen Teil des Brustbeins geben, egal

auf welcher Seite. Immer bei Stress, Angst oder

Panik diesen Notfallpunkt aus der Klopfakupressur

sanft beklopfen.

Allein diese drei Übungen helfen Ihnen im Alltag,

die Ruhe zu bewahren. Denn das Leben ist zu

kurz, um gestresst zu sein.

Telefon 0176-24440188

www.heilkunst-brehmer.de

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Anzeigen zum Rostocker Pfingstmarkt und andere Pfingst-Angebote von Handel, Gewerbe und Gastronomie fanden sich in Rostocker Tageszeitungen der Zeit um 1930.

Sie wurden von einem OSTPOST-Leser zur Verfügung gestellt. (Zusammenstellung und Montage: Hinrich Bentzien)


Die Rostocker Holzhalbinsel und der Kanurennsport

Erfolgreiche Symbiose und zukunftsträchtige Aufgabe

Die Warnow, Lebensader! Schiffbar bis zur

Ostseemündung, garantierte sie Rostock

über Jahrhunderte wirtschaftlichen Wohlstand.

Folgen wir heute dem Verlauf der Unterwarnow

vom technischen Denkmal der alten Mühlendammschleuse

in Richtung Gerberbruch, dominieren

neu angelegte Wohngebiete, Naherholung

und Wassersport die Szenerie. Der schmale Flusslauf

zieht sich unter Vorpommern- und Petribrücke

hin zur weiten Öffnung in den Stadthafen.

Rechter Hand der alte Osthafen, zur linken die

Holzhalbinsel.

Fast allen Rostockern wird die Holzhalbinsel als

Baugebiet für das neue „InselQuartier“ mit tollen

Wohnungen, Gastronomie und Einkaufsmöglichkeiten

bekannt sein. Ein geringerer Teil hat die gewerbliche

Nutzung und die Industriebrache

der Nachwendezeit vor Augen,

die der heutigen Bautätigkeit

voranging. Die älteren Bürger

kennen sie jedoch sicher

noch als weiträumiges Holzlager

und Umschlagplatz im

einstmals stark frequentierten

Stadthafen. Es ist eine interessante

Geschichte, die dieses wenig

beachtete Stück Land im Umfeld

der Altstadt umgibt. Wissen doch die

Allerwenigsten, dass vor mehr als 100

Jahren Wasser an der Stelle floss, an der

heute ein Szeneviertel aus dem Boden schießt.

Boden, der im unmittelbaren Zeitraum vor dem

Ersten Weltkrieg im Zuge der Osthafenerweiterung

und der damit verbundenen Verlegung der

Unterwarnow aufgeschwemmt worden ist. Auch

in Mecklenburg hatte die Industrialisierung Einzug

gehalten, und eine intensive Handelstätigkeit

bestimmte das Hafenbild, sodass Holz, das stets

gewässert werden musste, dem neu entstandenen

Lagerplatz seinen Namen verlieh.

Untrennbar mit der Holzhalbinsel sind jedoch

auch der Kanusport im Allgemeinen und der

olympische Kanurennsport im Speziellen verbunden.

Rostock ist eine prädestinierte Wassersportstadt

und die Unterwarnow eines der besten Reviere.

Wer dem neu angelegten Fußweg, der die

Halbinsel umrundet, folgt, stößt unweigerlich auf

einen alten DDR-Funktionsbau mit Steganlage.

Heute die Heimstätte des Kanufreunde Rostocker

Greif e.V. , trainierten hier einstmals Europa- und

Weltmeister und sogar Olympiasieger in der Sektion

„Kanurennsport“ des SC Empor Rostock.

Der Kanusport ist in Rostock bereits seit dem Jahr

1928 organisiert, berichtet der Chronist und erste

Sektionsleiter Heinz Ahnfeld. Ausführungen zur

Kriegs- vor allem aber zur Nachkriegszeit, die zu

einem Erstarken des Rostocker Kanurennsports

auf nationaler und internationaler Ebene führten,

würden den gegebenen Rahmen sprengen,

folgen aber in einer gesonderten Publikation. Es

sei nur darauf hingewiesen, dass sich Sportler und

Übungsleiter unter primitiven Bedingungen an

die Weltspitze arbeiteten und nebenbei Rostock

zum Ausrichter internationaler Topwettkämpfe

entwickelten, deren Basis die 1953 eingeweihte

Regattastrecke darstellte, die nach dem Vorbild

der Olympiastrecke von 1936 in Berlin-Grünau

errichtet wurde. Mehrere Faktoren führten zum

Bau des Stützpunktes auf der Holzhalbinsel. Zum

einen die sportlichen Erfolge von Canadier-Athleten

wie Willi Mehlberg/Werner Ulrich (7. Olympia

1960 in Rom/Vizeweltmeister 1963 in Jajce)

und Kajakfahrer Uwe Will (6. Olympia 1968 in

Mexiko-Stadt/Vizeweltmeister 1970 in Kopenhagen).

Zum anderen waren die Trainingsbedingungen

im windanfälligen und stark befahrenen

Stadthafen nicht optimal, vor allem nicht für Kinder.

Drittens hatte sich mit der Etablierung der

Sportclubs sowie der Kinder- und Jugendsportschulen

im DDR-Sportsystem ein klarer Fokus

auf den olympischen Leistungssport entwickelt.

Die Bedingungen auf der Unterwarnow in

Richtung Mühlendamm eigneten sich im besonderen

Maße für einen Leistungsstützpunkt. Geschütztes,

ruhiges Wasser und Bauplatz auf dem

Holzlager qualifizierten den Standort damals

wie heute. 1970 entstand unter

staatlicher Leitung ein Objekt,

das mit Bootshalle, Paddelkästen

und Kraftraum erstmalig

ein ganzjähriges und effektives

Training ermöglichte. In der

Folge entwickelten sich einige

Athleten hin zur absoluten Weltspitze.

Roswitha Eberl-Krugmann

(6 WM-Titel), Anke von Seck (8

WM-Titel, 3 Olympiasiege) und Ramona

Portwich (13 WM-Titel, 3 Olympiasiege)

sammelten unzählige Medaillen

und sind fest mit dem Rostocker Sport, der Unterwarnow

sowie der Holzhalbinsel verbunden.

Mit der politischen Wende verblasste der Ruhm

alter Tage und auch der Standort musste ums

Überleben kämpfen. Aus der Konkursmasse des

Großvereins SC Empor gingen die Kanufreunde

Rostocker Greif hervor, die in mühevoller

und ehrenamtlicher Arbeit einen regelmäßigen

sportlichen Betrieb gewährleisten konnten. Breiten-

und Leistungssport sind mittlerweile wieder

auf dem ehemaligen Holzlagerplatz beheimatet.

Eine Kooperation aus den Rostocker Kanuvereinen

(Kanufreunde Rostocker Greif, Rostocker

Kanu-Club und SV Breitling) teilt sich die sportliche,

finanzielle und soziale Verantwortung und

ist auf dem besten Wege Rostock wieder besseren

Wassersportzeiten entgegen zu führen. Die Sparten

Rennsport, Drachenboot, Ocean-Sport, SUP,

Kanu-Polo und das Kanuwandern können, teilweise

sogar sehr erfolgreich, angeboten werden

und mit Ramona Portwich kehrte eine Rostocker

Sportikone zurück an den jetzigen Landesstützpunkt,

um junge und talentierte Sportler zu

sichten und auszubilden, auf dass diese die Möglichkeit

haben, ähnliche Erfolge wie die alten Athleten

anzustreben.

Dank der Hansestadt Rostock und des Landessportbundes

M-V steht die Sanierung des alten

Bootshauses aus den 70er Jahren bevor. Nach den

Baumaßnahmen wird eine moderne Sportstätte

den historischen Ort zieren, die nicht nur optisch

zur Holzhalbinsel passen wird. Der Verein wird

sich seiner sozialen Verpflichtung in der neuen

Nachbarschaft nicht verschließen und sportliche

wie gesellschaftliche Konzepte und Angebote entwickeln,

um auf einem gesunden und traditionsbewussten

Pfad einer erfolgreichen Kanu-Zukunft

auf der Holzhalbinsel entgegenzustreben.

Kay Müller (Kanufreunde Rostocker Greif e.V.)

Fotos (von oben nach unten):

Blick zur Holzhalbinsel, 30er Jahre (Sammlung Peter Horn)

Funktionsbau für den Kanurennsports (1970)

Ramona Portwich - Vereinstrainerin, Medailliengewinnerin

bei internationalen Meisterschaften und bei Olympia

Blick von der Petrikirche zur Holzhalbinsel (nach 1990)

Aktuelles Neubau-Projekt für die Holzhalbinsel

(Fotos: Kanufreunde Rostocker Greif e.V.)

15


Großer Ostermarkt in

der Nikolaikirche vom

8. bis 10. März 2018

800 Ostereier zum

Stadtjubiläum

12. Kunstmarkt

in der Rostocker

Nikolaikirche

vom 25. bis 27. Mai 2018

Vom 25. bis 27. Mai, traditionell am letzten

Maiwochenende, treffen sich über 20 renommierte

norddeutsche Maler und Grafiker, um die

Rostocker Nikolaikirche in eine riesige und einzigartige

Galerie zu verwandeln. Das umfangreiche

Repertoire wird von ausgesuchter Portrait-Malerei

über wunderbare Landschaftsbildnisse bis zu vielfältigen

Stillleben reichen. Beeindruckende Fotoarbeiten,

charmante und hochwertige Collagen

werden harmonisch zu unikaten Kreationen aus

Ton oder Glas präsentiert. Ein kleiner Geheimtipp

ist auch in diesem Jahr der Altarbereich. Hier

bestechen im besonderen Frühlingslicht großformatige

Bilder oft abstrakt oder expressiv, immer

authentisch und emotional. Besonders gefreut

haben sich die Organisatoren des Kunstmarktes

St. Nikolai über die zugesagte Teilnahme der Gewinnerin

der Kategorie „Gemälde“ bei „Rostock

Kreativ“ in der Kunsthalle. Die Kooperation mit

der Rostocker Kunstnacht wird auch in diesem

Jahr weitergeführt, damit findet die Eröffnung

des 12. Kunstmarktes St. Nikolai am 25. Mai ab

ca. 17.00 Uhr statt. Traditionell wird eine kleine

Abschlussveranstaltung um 23.00 Uhr den Veranstaltungstag

in der Nikolaikirche beenden. Bis

einschließlich Sonntag bleibt es dann allen Besuchern

der Nikolaikirche ermöglicht, die umfangreiche

Werkschau zu besichtigen oder mit den

Künstlern ins Gespräch zu kommen. Am Samstag

und Sonntag erklingt jeweils um 15.00 Uhr die

Orgel der Nikolaikirche, drei Tage Kunstgenuss in

einmaliger Kulisse.

Der Kunstmarkt ist zur Kunstnacht, 25 Mai,

von 17 Uhr bis 23.30 Uhr geöffnet, am Samstag

von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr sowie am Sonntag

von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Ein Eintrittsgeld

wird an allen drei Tagen nicht erhoben.

16

Nicht nur für die Aussteller und Veranstalter,

sondern auch für viele Rostocker und Besucher

unserer schönen Stadt ist es vielleicht DER

langersehnte Start in den Frühling, ein Besuch des

Oster-Kunsthandwerkermarktes in der Rostocker

Nikolaikirche. Der komplett gefüllte Kirchenraum

lädt vom 8. bis 10. März zu einem fulminanten

und farbenfrohen Ostermarkt ein, der in diesem

Jahr zu einer besonderen Aktion, einer „Mitmachaktion“

aufruft. Anlässlich des 800 jährigen Stadtjubiläums

werden alle Besucher des Ostermarktes

herzlich eingeladen, ein oder mehrere geschmückte

Ostereier mit in die Nikolaikirche zu bringen.

Ziel ist es, 800 Ostereier zu sammeln und anschließend

der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die

Veranstalter freuen sich auf regen Zuspruch, die

Sammelnester stehen schon bereit. Insgesamt soll

sich das Thema „Ostern“ an vielen Ständen widerspiegeln

und was wäre dazu besser geeignet als

das Ei mit seinen vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten.

Diese werden daher in fast allen Größen

zu finden sein, vom Wachtelei bis hin zum Straußenei.

Liebevoll graviert, kunstvoll gestaltet, aus

Keramik oder naturbelassen. Natürlich wird das

Sortiment der kreativen Handwerker viele weitere

schöne und handgefertigte Dinge wie fachkundig

gestaltete Edelhölzer, farbenfroh bemalte Milchkannen,

handgefertigten Keramikschmuck oder

meisterhaft verarbeitetes „Tafelsilber“ umfassen.

Fast schon ein „Muss“ sind die handgesiedeten

Naturseifen in fast allen erdenklichen Duftnoten.

Naturbürsten, tolle Landschaftsfotografien oder

meisterhafte Glasverarbeitung sind weitere Beispiele

des breiten Angebotes und laden herzlich

zu einem Besuch des Ostermarktes in die Nikolaikirche

ein. Musikalisch wird es am Freitag und

Samstag jeweils um 15.00 Uhr zugehen. Klassische

Klänge im wunderschönen Ambiente des

Kunsthandwerker - Ostermarktes.

Dazu lässt sich sehr gut der selbstgebackene Kuchen,

ein duftender Kaffee oder ein kleiner Imbiss

in der österlich geschmückten Cafeteria genießen.

Alle kleinen Besucher können sich auf ein österliches

Kinderbasteln in der Gerberkapelle freuen,

an allen 3 Tagen jeweils ab 14.00 Uhr.

Der Ostermarkt ist am Donnerstag, den 8. März,

von 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr und am Freitag und

Samstag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.

Der Eintritt ist wie immer frei.


Auch im weiteren Jahres -

verlauf finden Veranstaltungen

in Zusammenarbeit mit der Cityagentur

Schumann und dem

Altstadtverein statt.

Am 25. Mai 2018 können

Bewohner und Besucher der

Altstadt wieder die große

Rostocker KUNSTNACHT

an über 50 Orten in der Altstadt

genießen.

Im Juli gehört der große

Töpfermarkt auf dem Neuen

Markt, direkt vor dem Rostocker

Rathaus, inzwischen auch zu den

Jahreshöhepunkten im

Veranstaltungskalender.

Cafe – Restaurant – Bar

feinstes Frühstück

französisch süß oder

hanseatisch deftig

Kaffee- &

Kuchenspezialitäten

selbst gebackene Torten

feinste Teesorten

Tapas & Wein

Longdrinks

Familien- & Betriebsfeiern

Buffets

raffinierte Tagesgerichte

individuelle Menüs

Am Wendländer Schilde 5

18055 Rostock

(bei der Nikolaikirche)

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Programm Frühjahr / Sommer 2018 (Auszug)

Junge Talente der yaro im Orchesterworkshop

Foto: yaro

Junge Stars im Konzert

Ein Konzert mit herausragenden Talenten der

young academy rostock und der Neubrandenburger

Philharmonie unter der Leitung von GMD

Sebastian Tewinkel findet am Samstag, den 14.

April 2018 um 19.30 Uhr im Katharinensaal

der Hochschule für Musik und Theater Rostock

statt. Auf dem Programm stehen Konzertsätze für

unterschiedliche Solobesetzungen. Ein weiteres

Konzert folgt am 15. April um 16.00 Uhr in der

Konzertkirche Neubrandenburg.

Die young academy rostock bietet dem musikalischen

Nachwuchs ein facettenreiches Frühstudium

an der Hochschule für Musik und Theater

Rostock. Eine besondere Auszeichnung ist es, als

Solistin oder Solist mit Orchester auftreten zu

können. Um solistisch an dem Konzert mitwirken

zu können, mussten sich die jungen Musikerinnen

und Musiker einem Auswahlvorspiel stellen.

Musikerinnen des Hochschulorchesters der hmt Rostock,

Foto: Thomas Häntzschel

Hochschulorchesterkonzert entführt

ins Musical und in die amerikanische Oper

Das Hochschulorchester der Hochschule für

Musik und Theater Rostock lädt zu seinem ersten

Konzert im neuen Semester ein.

Am Dienstag, den 17. April und Mittwoch,

den 18. April 2018 stehen Werke des 20. Jahrhunderts

auf dem Programm, die auf eine musikalische

Reise ins Musical und in die moderne

18

amerikanische Oper entführen. In Edward Elgars

Konzertouvertüre “Cockaigne” wird ein romantisierendes

und musicalartiges Porträt der Stadt

London gezeichnet. Mit der sinfonischen Suite

„Porgy and Bess“ von George Gershwin führt die

Reise in die Schwarzensiedlung Catfish Row in

Charleston. Hier wie auch in Leonard Bernsteins

Symphonischen Tänzen aus dem Musical „West

Side Story“ mischen sich in die Klassik Jazz- und

Blues-Elemente. Die musikalische Leitung hat

Professor Christfried Göckeritz.

Jeweils vor Beginn des Hochschulorchesterkonzerts

wird um 18.45 Uhr im Kapitelsaal mit

„Lust auf Klassik“ eine Einführung in die Werke

angeboten.

„Diese Nacht wird alles anders“ feiert am 8. Mai in der hmt

Rostock Premiere, Foto: Thomas Häntzschel

Deutschsprachige Erstaufführung

von Schimmelpfennigs

„Diese Nacht wird alles anders“

In Roland Schimmelpfennigs Schauspiel

„Diese Nacht wird alles anders“ treffen die Sehnsüchtigen,

die Aussteiger, die Liebenden,

die Verlassenen, die Gestrandeten

aufeinander. Der Ort

ist eine Diskothek in Havanna,

voller Poesie, voller Hoffnung.

Wie ist diese Hoffnung zu verorten?

In Zeiten, die uns mehr und

mehr vor Augen führt, dass eine

Gesellschaft sich radikalisiert, in

denen wir selbst immer wieder an

verschlossenen realen und gedanklichen

Türen scheitern.

Maik Priebe inszeniert den Text

von einem der meistgespielten Gegenwartsautoren

in einer deutschsprachigen

Erstaufführung. Ein

Theaterabend wie eine gute Party:

verwirrend, schweißtreibend,

sinnlich, rauschhaft. Ein Abend

voller Poesie und Kraft, Zärtlichkeit und Brutalität,

Schmerz und Humor. Es spielen die Studierenden

des 3. Studienjahres Schauspiel.

Die Premiere findet am Dienstag, den 8.

Mai 2018 um 19.30 Uhr im Katharinensaal der

Hochschule für Musik und Theater Rostock statt.

Weitere Aufführungen folgen am 9. Mai sowie 21.

und 22. Juni.

Es spielen: Valentino Dalle Mura, Felicitas Erben,

Katia Fellin, Cyril Hilfiker, Gina Markowitsch,

Max Mehlhose-Löffler, Markus Paul, Katja

Plodzistaya, Michael Schröder, Isabel Will.

Kammerchorkonzerte zum

Jubiläum der Hanse- und

Universitätsstadt Rostock

Kammerchöre der Musikhochschulen aus den

Partnerstädten Riga und Rostock kommen aus

Anlass des 800-jährigen Jubiläums in der Hanseund

Universitätsstadt Rostock zu einem gemeinsamen

Chorprojekt zusammen. Drei Konzerte

machen dieses Treffen zu einem besonderen Ereignis.

Vierzehn Tage später wird der Kammerchor

„Vocalisti Rostochienses“ der Hochschule für Musik

und Theater Rostock zum Gegenbesuch nach

Riga reisen.

A cappella Chorwerke aus vier Jahrhunderten

und Chorwerke mit Orgel führen die Kammerchöre

der hmt Rostock und der Musikhochschule

Riga am Donnerstag, den 10. Mai 2018

(Christi Himmelfahrt) um 19.30 Uhr in der Universitätskirche

auf. Die Leitung hat Professorin

Dagmar Gatz. An der Orgel ist Martin Stephan

zu hören. Der Eintritt ist frei. Am 11. Mai wird

das Konzert um 18.00 Uhr im Schweriner Dom

wiederholt.

Kammerchorkonzerte zum Stadtjubiläum, Foto: hmt Rostock

Ein eigenes Konzert bestreitet der Kammerchor

der Musikhochschule Riga dann am Samstag,

den 12. Mai um 19.30 Uhr im Katharinensaal

der Hochschule für Musik und Theater Rostock.

Die musikalische Leitung haben Maris Sirmais

und Janis Baltins.

Das renommierte Klavierduo Stenzl spielt

für Live Music Now

Die Pianisten Hans-Peter und Volker Stenzl

sind seit über 30 Jahren international ein Inbegriff

für Klavierduospiel auf höchstem Niveau. Technische

Brillanz und das nuancenreiche Ausleuchten

der komplexen Partituren bis in die feinsten

Verästelungen hinein sind ihr Markenzeichen. An

der Hochschule für Musik und Theater Rostock

bekleiden sie die weltweit erste Professur für

Klavierduo, die als Leuchtturm-Projekt von der

Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der OSPA

maßgeblich mitfinanziert wird.

Am Sonntag, den 13. Mai 2018 werden sie

um 17.00 Uhr ein Klavierduokonzert im Katharinensaal

der hmt Rostock geben. Auf dem Programm

stehen Ferruccio Busonis Finnländische

Volksweisen op. 27 Nr. 1 und Nr. 2 und die

Symphonie Nr. 4 e-Moll von Johannes Brahms

in einer eigenen Bearbeitung für zwei Klaviere des

Komponisten. Bestandteil des Konzerts ist auch

eine Einführung in die Werke durch die Künstler

selbst. Der Erlös aus dem Konzert kommt dem

Beates und Grooves beim Kammermusikfestival

„Percussion Nights!“ an der hmt Rostock, Foto: Maria Schatz


www.hmt-rostock.de

Verein „YEHUDI MENUHIN Live Music

Now Rostock e.V.“ zugute, der Musik zu Menschen

bringt, die aufgrund ihrer Lebensumstände

nicht in Konzerte gehen können. Auf diese

Weise fördert der Verein junge, besonders qualifizierte

Künstler, die am Beginn ihrer Karriere

stehen.

Percussion Nights! Das Kammermusikfestival

der hmt Rostock 2018

Wie kein anderes Instrument hat das Schlagzeug

sich in den letzten 100 Jahren im Konzertbetrieb

und insbesondere in der Kammermusik

etabliert - dieser Entwicklung zollt das

Kammermusikfestival 2018 der Hochschule für

Musik und Theater Rostock vom 16. bis 19.

Mai 2018 seinen Tribut! Die „Percussion Community

Rostock“ - das Schlagzeugensemble der

hmt - hat mit der großzügigen Unterstützung

zahlreicher Lehrkräfte und Studierender ein

umfangreiches Programm zusammengestellt,

das den Bogen von den Klassikern der Kammermusik

für Schlagzeug wie Béla Bartók, Edgar

Varèse und Steve Reich bis hin zu außergewöhnlichen

zeitgenössischen Werken von u.a. Michael

Gordon und Casey Cangelosi spannt. Auch

ein Familienkonzert wird geboten. Parallel zum

Mecklenburg-Vorpommern-Tag in Rostock

bietet die hmt damit ein Musikfestival, welches

farbenreicher nicht sein könnte! Das Kammermusikfestival

der hmt Rostock 2018 wird geleitet

von Professor Henrik Magnus Schmidt und

Jan-Frederick Behrend.

In der „Opening Night“ des Festivals am

Mittwoch, den 16. Mai um 19:30 Uhr im Katharinensaal

wird die Percussion Community

Rostock unter anderem Werke von Béla Bartók

und Edgar Varèse aufführen.

Am 17. Mai um 20.00 Uhr im Kammermusiksaal

folgt die „Minimal Night“ mit unter

anderem „Timber“ für sechs Schlagzeuger von

Michael Gordon. Mit der Schlagzeugerin Edith

Salmen wurde eine ehemalige Professorin der

hmt für einen Meisterkurs eingeladen. Am 18.

Mai um 17.00 Uhr werden die Ergebnisse aus

ihrer Arbeit mit den Studierenden im Kammermusiksaal

präsentiert. Daran schließt sich um

19.30 Uhr die „Contemporary Night: Tears of

Nature“ im Katharinensaal an. Das kostenlose

Familienkonzert „Body Talk“ unter der Leitung

von Schlagzeuger Dietrich Wöhrlin lädt Groß

und Klein am Samstag, den 19. Mai um 11 Uhr

zum Mitmachen in den Kammermusiksaal ein.

Mit der „Final Night“ am 19. Mai um 18.00

Uhr mit Werken von Keiko Abe, Minoru Miki

und Georges Bizet unter Mitwirkung des Klavierduos

Chipak und Kushnir, des Streichorchesters

der hmt und der Percussion Community

findet das Festival im Katharinensaal seinen

tosenden Abschluss.

· Fortbildung „FührungsstärkeTraining“

2.7. / 3.7.2018

· Ausbildung „Transformative Beratung“

ab 5.3.2018

· Fortbildung „Schwierige Gespräche

mit Erfolg“ am 23.4.2018

· Informationsabend Mediation:

Prinzip, Verfahren und

Anwendungsgebiete der Mediation,

mit Informationen zur Mediationsausbildung:

9.3. / 11.4 / 18.6 / 7.9. 2018

jeweils 19.30 Uhr in der Mediationsstelle

Rostock, im Kuhtor; kostenfrei

· Informationsabend Problemlösung:

Strukturen und Methoden

transformativer systemischer

Problemlösung,

mit Informationen zur Moderations- und

zur Beratungsausbildung:

12.3. / 30.5. / 31.8.2018

jeweils 19.30 Uhr in der Mediationsstelle

Rostock, im Kuhtor; kostenfrei

Informationen und Anmeldungen jeweils

unter 0381-20389906 oder

www.mediationsstelle-rostock.de

Nikolaikirche

Rostock (Auszug)

· 6.4. 20.00 Uhr

45. Rostocker Stummfilmnacht

· 29.4. 17.00 Uhr

Vergessene Lieder neu entdeckt

Katharina Weyer-Spillmann, Flöten

Thomas Braun, Violine

Andreas Gomoll, Gitarre/Akkordeon

Eirique Marcano González, Kontrabass

Kurrenden und Choralchor

der St.-Johannis-Kirche

Leitung: KMD Prof. Dr. M. J. Langer

· 16.5. 17.00 Uhr Frühlingskonzert

des Musikgymnasium Käthe-Kollwitz Rostock

· 25.5. Kunstnacht in der Östlichen Altstadt

· 25. - 27.5. 12. Kunstmarkt St. Nikolai

· 14.6. 19.00 Uhr Sommerkonzert

des Musikgymnasium Käthe-Kollwitz Rostock

· 21. / 22.7. Industrie- und Handelskammer

zu Rostock - Abschlussprüfung der Floristen

· 6.8. 20.00 Uhr Meisterkonzert

für Trompete und Orgel mit Ludwig Güttler

und Friedrich Kircheis

www.nikolaikirche-rostock.de

24.1 - 4. 3. Der Rostocker Maler

Waldemar Krämer und Schüler

14.3. - 22.4. Rostocker Alltag in Fotografien

Aus dem Archiv des Rostock-Albums

von Hinstorff Verlag und OSTSEE-ZEITUNG

2.5. – 30.6. (Societät Rostock)

Salon – Junge Künstlerpositionen

2.5. - 17.6.

Vermittler zwischen Künstler und Publikum

Die Vereinigung Rostocker Künstler

(1919 – 1933) auf dem Weg zur Moderne

27.6 - 12.8.

Peter E. Erichson und die Kunst

22.8. - 30.9.

Hanns Schimansky - Manfred Zoller

- Johannes Müller

www.kunstverein-rostock.de

· 22.3. Dinnerkrimi · „Alles Gute, liebe Leiche“

· 11.5. Dinnerkrimi · „Mord au Chocolat“

· 1.6. Musical Dinner

www.rostock.steigenberger.de

Theaterhistorischer Stadtrundgang

Theaterhistorische Stadtrundgänge

· 1.4. / 6.5. / 3.6. / 1.7. / 5.8. / 2.9. / 7.10.

Termine immer am ersten Sonntag des Monats

Beginn: 10.30 Uhr,

Treff: Friedenseiche vor dem Steintor

Individuelle Terminabsprachen sind möglich.

Kontakt: 0381 - 7686984

oder i.schlabinger@gmx.de

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