Jahresbericht 2010 - Solidarität Dritte Welt

sdw.stm.ch

Jahresbericht 2010 - Solidarität Dritte Welt

Jahresbericht

2010

www.sdw-stm.ch


Inhaltsverzeichnis

Leistungsbericht 2

Zweck der Stiftung 2

Kurzangaben zur Organisation 2

Leitende Organe 3

Bericht des Präsidenten 4

Jahresziele 5

Zielerreichung 5

Projektaktivitäten 5

Projektleistungen nach Ländern 6

Vergabestrategie 7

Konkrete Hilfe für die Ärmsten 7 – 8

Dankesbrief der Missionsräte 9

Ausblick 9

Jahresrechnung 10

Betriebsrechnung vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 10

Bilanz per 31. Dezember 2010 11

Geldflussrechnung 2010 12

Rechnung über die Veränderung des Kapitals 13

Anhang zur Jahresrechnung 2010 14-18

Spenderliste im Vergleich 2010 und 2009 16

Detail der Spendenverteilung 2010 16-17

Revisionsbericht 19

Adresse der Geschäftsstelle

Stiftung Solidarität Dritte Welt

Geschäftsführerin

Sophia Maria Würmli

Obere Weidstrasse 16

8820 Wädenswil

Telefon: 044 680 15 58

Telefax: 044 680 15 59

e-mail: geschaeftsstelle@sdw-stm.ch

Postcheck-Konto für Spenden: 30-671-7

IBAN CH31 0900 0000 3000 0671 7

www.sdw-stm.ch

1


Leistungsbericht

Gemäss Anforderungen der ZEWO erstellt die Stiftung Solidarität Dritte Welt (SDW) zum siebten Mal den Leistungsbe -

richt, welcher im Jahresbericht integriert ist.

Zweck der Stiftung

Die Stiftung sammelt Geld bei Industrie, Handel, Fi nanzinstituten, dem Gewerbe, der öffentlichen Hand, Stif tungen und

Privatpersonen für Entwicklungspro jekte der evangelischen, katholischen und christ katholischen Missionen.

Sie fördert den Dialog zwischen Verantwortlichen der Kirchen und der Wirtschaft über die Tätigkeit in den Entwick-

lungsländern.

Kurzangaben zur Organisation

Die Stiftung hat gemeinnützigen Charakter und verfolgt keinerlei Erwerbszweck.

Die Tätigkeit der 13 Regionalkomitees, des Stiftungs rates und des Prüfungsausschusses ist ehrenamtlich.

Die Regionalkomitees sind vor allem für die Sammlung von Spendengeldern verantwortlich.

Jedes Jahr beurteilt der Prüfungsausschuss die eingegangenen Gesuche aus den Missionen.

Die Projektverantwortlichen der katholischen, evangelischen und christkatholischen Missionswerke leben im engen

Kontakt mit der lokalen Bevölkerung und verwenden die ihnen anvertrauten Mittel sparsam und mit grösstmöglichem

Nutzen.

Die Geschäftsstelle wird von einer Person betreut.

Die Stiftung steht unter Aufsicht des Eidgenössischen Departements des Innern und ist ausgezeichnet mit dem Gütesiegel

der ZEWO. Die Rechnung wird jährlich von BDO Visura geprüft.

Solidarität Dritte Welt ist berechtigt das ZEWO-Gütesiegel zu führen. Dieses Gütesiegel steht für Transparenz und

Lauterkeit im Spendenwesen und den gewissenhaften Umgang mit Spendengeldern.

2


Leitende Organe (Stand März 2011)

Stiftungsrat im Amt seit

Präsident und Vizepräsident

Erich Müller (Präsident) alt Nationalrat, Winterthur (SKM) * 2004

Jean-Pierre Mosimann Seuzach (RK) * 2003

Mitglieder

Christian Ayer Fribourg (RK) 2009

Martin Bernet Fribourg (SKM) 2000

Henri Bioley Le Grand-Saconnex (RK) 1999

Alexander Flisch Oberwil (Dägerlen) (SEMR) * 2009

Ursula Haag Frauenfeld (RK) * 2009

Guido Marfurt Luzern (SKM) * 2010

Jean-Daniel Peterschmitt Lausanne (SEMR) 2008

François Roduit Villars-sur-Glâne (SKM) 2005

Jürg Spiller Seuzach (RK) 2009

Peter Widmer Gossau (RK) * 2010

Magdalena Zimmermann Basel (SEMR) 2010

* = Mitglieder des Geschäftsführenden Ausschusses

Prüfungsausschuss

Präsident

Jürg Spiller Seuzach (RK) 2009

Mitglieder

Jürg Bischofberger Elsau (RK) 2005

Erich Müller Winterthur (SKM) 2004

Jean-Daniel Peterschmitt Lausanne (SEMR) 1998

François Roduit Villars-sur-Glâne (SKM) 2005

Hans Rüttimann Rickenbach (SEMR), Koordinator evangelische Projekte 2004

Hans Schwegler Orbe (SKM), Koordinator katholische Projekte 2011

Abkürzungen: RK - Vertreter der Regionalkomitees; SEMR - Schweiz. Evangelischer Missionsrat; SKM - Schweiz. Katholischer Missionsrat

Patronatskomitee

Peter Arbenz, Präsident Helvetas Schweizer Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit, Winterthur

Monique Bär, Stiftungsratpräsidentin Arcas Foundation, Zürich

Dr. Peter Bieri, Ständerat, Ing. agr. ETH, Hünenberg

Dr. Ivo Fürer, em. Bischof von St. Gallen, Präsident Fastenopfer, Gossau

Walter Fust, ehemaliger Direktor DEZA, Hessigkofen

Prof. Dr. Arnold Koller, alt Bundesrat, Appenzell

Prof. Dr. Klaus Leisinger, Präsident Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung, Basel

Helen Leumann, Ständerätin, VR Collano AG, Sempach

Dr. Harald Rein, christkatholischer Bischof, Bern

Johann N. Schneider-Ammann, Bundesrat, Bern

Dr. Pierin Vincenz, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Raiffeisen Gruppe, St. Gallen

Pfarrer Dr. h.c. Thomas Wipf, Präsident des Rates der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa GEKE, Bern

Rosmarie Zapfl, alt Nationalrätin, Präsidentin alliance F, Dübendorf

3


Bericht des Präsidenten

2010 ein Jahr der wirtschaftlichen Erholung.

Dies trifft sicher für die industrialisierten Staaten des Westens zu. Es freut uns, dass sich

die westliche Welt auf dem Weg zu wirtschaftlicher Prosperität befindet. Zwar gibt es auch

in der Schweiz eine zunehmende Zahl von Working Poors. Doch unsere Sozialwerke

gewährleisten für alle ein menschenwürdiges Dasein. Alles in Allem geht es uns gut.

Hunger regiert die Dritte Welt.

In den Drittwelt-Staaten verschlechterte sich 2010 die Lage drastisch. Im vergangenen Sommer herrschte weltweit eine

grosse Lebensmittelknappheit. Die Verantwortlichen dieser Länder konnten die für sie lebenswichtigen Nahrungsmittel

nur zu übersetzten Preisen – wenn überhaupt – beschaffen. Die armen Menschen hungern. Kleinkinder und alte Menschen

sterben oft an Unterernährung. Die UNO hat sich zum Ziel gesetzt, den Hunger in der Dritten Welt abzubauen. Das

Gegenteil ist geschehen.

Armut und Elend prägt den Alltag in den Entwicklungsländern.

Einige Länder in Südamerika, Asien und Afrika wurden von Naturkatastrophen heimgesucht. Auch sie treffen vor allem

die armen Bevölkerungsschichten. Der Verlust ihrer Lebensgrundlage stürzt die Betroffenen in Elend und Not. Die Menschen

kämpfen ums Überleben. Mit den Projekten der Stiftung Solidarität Dritte Welt helfen wir ihnen, so gut es geht.

Ebenso gross ist das Elend, das durch die Menschen hervorgerufen wird. In vielen Staaten herrscht Krieg. Die verschiedenen

ethnischen Gruppen bekämpfen sich erbarmungslos. Die Menschen flüchten vor der brutalen militärischen Gewalt.

Sie verlassen ihr an sich schon sehr kärgliches Hab und Gut. Viele Menschen sterben und die Überlebenden gehen

einer perspektivlosen Zukunft in Elend und Hoffnungslosigkeit entgegen. Die Projekte der Stiftung Solidarität Dritte Welt

haben vielen dieser Menschen Hilfe gebracht.

In Afrika sterben Millionen von Menschen an Malaria und AIDS. Dies ist umso schrecklicher, als diese Krankheiten mit

Medikamenten geheilt werden könnten. Diese sind aber für die Ärmsten der Armen finanziell unerschwinglich. In unseren

Projekten können wir durch unsere Behandlung Kranke heilen und viele Menschenleben retten. Unsere grössten Probleme

sind nicht die hohen Medikamentenpreise, sondern das Stammes-Denken vieler Afrikaner, welche AIDS als Strafe

ihrer Götter betrachten. Zahlreiche afrikanische Männer verbieten ihren Frauen, sich auf AIDS untersuchen zu lassen. Sie

verunmöglichen damit jegliche Präventionsmassnahmen. Mit Aufklärungsarbeit versucht die Stiftung Solidarität Dritte Welt

diese für uns unverständliche Haltung zu ändern.

Nur bessere Ausbildung kann die Zukunft nachhaltig verbessern.

Zwar wurden bei der Bekämpfung des Analphabetismus der afrikanischen Bevölkerung erhebliche Fortschritte erzielt. Dies

ist sehr erfreulich. Im Argen liegt jedoch die Ausbildung der Jugend für ein erfolgreiches Berufsleben. Denn nur mit Ausbildung

kann die enorme Arbeitslosigkeit nachhaltig bekämpft werden. Die Stiftung Solidarität Dritte Welt unterstützt darum

Ausbildungsprojekte. Sie entsprechen unserem Grundsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“.

Auch 2010 konnten wir mit unseren Projekten zahlreichen notleidenden Menschen der Dritten Welt helfen.

Unsere Hilfe ist auch weiterhin dringend notwendig.

Es erfüllt uns mit Genugtuung, wenn wir sehen, welche grosse Wirkung unsere Projekte erzielen und wie wir in Not und

Elend lebenden Menschen helfen konnten. Doch ist dies oft nur wie ein Tropfen auf einen heissen Stein. Er ist aber sehr

wichtig und für die Betroffenen lebensnotwendig. Wir müssen und wollen unsere Arbeit weiterführen, um Not und Elend

in der Dritten Welt zu bekämpfen. Auf unseren Projektreisen sind wir immer wieder überwältigt von der grossen

Dankbarkeit der Ärmsten der Armen, die wir mit unserer Arbeit unterstützen können. Dank gehört Ihnen, unseren

Spenderinnen und Spendern. Sie machen unser Wirken möglich.

An Sie geht mein herzliches «Vergeltsgott»!

Erich Müller, Alt-Nationalrat

Alle Fotos in diesem Jahresbericht sind in Projekten der SDW entstanden.

4


Jahresziele

SDW hatte sich für das Jahr 2010 folgende Ziele gesetzt:

1. Spenden: Das Sammelergebnis der Regionalkomitees soll mindestens CHF 1'000'000 betragen, davon mindestens

CHF 689'000 für die Projekte der katholischen, evangelischen und christkatholischen Missionswerke gemäss der Projektliste

2010 ohne Spezialprojekte.

2. Betriebsaufwand (inkl. konsolidierte Kosten/Erträge der Regionalkomitees): Der Verwaltungsaufwand muss unter 10%

des Spendenertrags liegen.

Zielerreichung

1. Das Sammelziel wurde mit CHF 848'940.75, davon CHF 120'150.00 für Spezialprojekte (Vorjahr CHF 1'001'023.09,

davon CHF 208'979.17) nicht erreicht. Trotz des Spendenrückganges konnten alle bewilligten Projekte zu 100% ausgezahlt

werden.

2. Eine verlässliche Unterstützung seitens der SDW für die Projekte der Missionsgesellschaften ist für diese äusserst

wichtig. Daher setzen sich die Regionalkomitees mit grösstem Einsatz für diese Projekte ein.

Die rund 2'730 Stunden Freiwilligenarbeit – gut ein Drittel mehr als im Vorjahr infolge Suche und Einarbeitung der

neuen Geschäftsführerin sowie neu gestalteter Homepage – welche durch die Regionalkomitees und den Stiftungsrat

der SDW geleistet wurden, tragen entscheidend zur erfolgreichen Hilfe bei.

3. Der Betriebsaufwand wurde nach der ZEWO-Methodik berechnet. Er beläuft sich auf 11,75% (2009: 9,1%) des

Gesamtertrages. Die deutliche Steigerung des prozentualen Betriebsaufwandes ist durch den Wegfall der Milchpul ver -

lieferung bedingt sowie durch den geringeren Gesamtertrag zu erklären.

Projektaktivitäten

Solidarität Dritte Welt unterstützt prioritär die Hilfe zur Selbsthilfe, vor allem im Ausbildungs- und Gesundheitswesen sowie

in der Landwirtschaft und Infrastruktur. Bevorzugt werden Projekte mit grosser Nachhaltigkeit:

die einen hohen Grad der Mitwirkung der Bevölkerung aufweisen.

die an die Lebensart und an die ökonomischen und personellen Bedürfnisse und Möglichkeiten der Bevölkerung

angepasst sind.

die den Ärmsten helfen, ihre Situation zu verbessern und eine finanzielle Eigenständigkeit zu erreichen.

SDW unterstützte mit CHF 682'000 im Jahr 2010 42 Projekte (siehe Details zur Spendenverteilung Seite 16 und 17). Im

Vorjahr waren es CHF 534'600 mit 43 Projekten.

5 Spezialprojekte erhielten CHF 228'929 (Vorjahr vier Spezialprojekte mit CHF 166’800). Zusätzlich erbrachte SDW

Naturalspenden in Form von IT-Geräten im Wert von CHF 25'000 (Vorjahr CHF 123'800; Milchpulver). SDW leistete mit

knapp CHF 874’000 (Vorjahr knapp CHF 1'125'000) Hilfe in 29 (Vorjahr 27) Ländern auf drei Kontinenten. Total wurden

48 Projekte unterstützt.

Spendefranken 2010

Projektaufwand 88.25% Verwaltungsaufwand 11.75%

5


Projektleistung nach Ländern 2010

Land Anzahl Projekte Betrag

Ägypten 1 22'000

Äthiopien 1 18'000

Burundi 1 28'000

Kamerun 3 45'000

Kenia 2 35'000

Kongo (Kinshasa) 3 147'000

Kongo (Brazzaville) 1 11'000

Madagaskar 3 78'000

Mali 1 10'000

Palästinensische Gebiete 1 14'000

Ruanda 3 72'800

Sambia 1 10'000

Sudan 1 18'000

Tansania 3 41'000

Länderübergreifendes Projekt 1 18'000

Total Afrika 26 567'800

Bangladesh 1 9'000

Indien 3 54'129

Indonesien 2 37'000

Laos 1 9'000

Pakistan 1 20'000

Philippinien 2 35'000

Sri Lanka 1 20'000

Total Asien 11 184'129

Brasilien 3 61'000

Chile 1 27'000

El Salvador 1 10'000

Haiti 1 10'000

Kolumbien 1 10'000

Nicaragua 1 10'000

Peru 2 31'000

Total Lateinamerika 10 159'000

Naturalspende IT-Geräte 1 25'000

Milchpulver Transportkosten -1'145

Projektleistung Gesamt 48 934'784

6


Vergabestrategie

Vergabestrategie

SDW unterstützt Projekte langfristig über einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren. SDW ist an einer langfristigen Be -

ziehung und Zusammenarbeit mit den Projekten interessiert, hat aber immer die finanzielle Selbständigkeit des Projekts

als Ziel.

SDW unterstützt Projekte bei den laufenden Projektkosten, Kosten für Infrastruktur werden nur in Ausnahmefällen im Rahmen

von Projekten genehmigt.

SDW leistet keine akute Katastrophenhilfe bei Naturgewalten wie Erdbeben oder Hochwasser. Projekte, die SDW unterstützt,

werden aber auch von solchen Schäden betroffen. SDW unterstützt in solchen Fällen die Projekte weiter gemäss

der angepassten Ausrichtung. Die Unterstützung für das Projekt wird dann dringender denn je benötigt.

Konkrete Hilfe für die Ärmsten

Diese drei Beispiele zeigen, wie Solidarität Dritte Welt in unterschiedlichen Bereichen vor Ort Projekte unterstützt:

Ausbildung

E 169 - Ausbildungs- und Beherbergungszentrum für Frauen, Kribi, Kamerun

DM-échange et mission, Lausanne, (evang.)

CHF 16'000

Der Süden von Kamerun ist eine geographisch und wirtschaftlich benachteiligte Region. Kribi ist ein touristischer Ort, der

Kriminalität und Prostitution begünstigt. Das Projekt bietet ein Beherbergungs- und Ausbildungszentrum mit dem Ziel,

den Frauen die Möglichkeit zu bieten, sich Kompetenzen anzueignen, die es ihnen erlauben, ihre Lebensbedingungen und

ihr familiäres Wohlergehen zu verbessern. Es bietet jungen Mädchen die Möglichkeit einer praktischen Berufsausbildung.

Die Ausbildung erlaubt es den Frauen, ausgewogene Mahlzeiten zuzubereiten und die Ernährung der Familie, insbesondere

die Ernährung der Kinder, zu verbessern. Die Frauen erlernen in Schneiderkursen die Kleider der Familie auszubessern

und selbst herzustellen. Die jungen Mäd-

chen bekommen eine Ausbildung fürs

Sek retariat und die Verwaltung. Die Asso -

ciation der Frauen der protestantischen

Kirche Afrikas (l’Association des Femmes

de l’Eglise protestante africaine, Shuala

Bura) leitet dieses Programm.

7

Nach 2 Jahren Ausbildung im Nähen im Ausbildungs- und Beherbergungszentrum für

Frauen von Kribi (CAFF) haben 12 junge Frauen ihren ersten Schritt hin zu ihrer Unabhängigkeit

unternommen, indem sie ihre eigene Genossenschaft gegründet haben.

CAFF hat sie bei der Suche nach einem Raum, dem Kauf der Möbel und der Organisation

des Unternehmens begleitet. Sie haben eine Modenschau organisiert, während

derer sie ihre eigenen Kreationen getragen und einen Videofilm produziert haben. Die

aktuellsten Neuigkeiten besagen, dass sie sich gut zu helfen wissen und ihre Repu ta -

tion wächst. Frau Duvernay, Ausbilderin am CAFF


Ausbildung

CK 221 - Kindergärten,

Insel Bohol, Philippinen

Partner Sein (christkatholisch)

CHF 15'000

Das Projekt bezweckt, in den Philippinen

auf der Insel Bohol, die Betriebskosten von

Kindergärten zu übernehmen. Wenn die

Kinder die Vorschule nicht besuchen können,

werden sie nicht zur Schule zuge-

lassen und bleiben Analphabeten. Die Bevölkerung ist arm und kann sich die Kos ten für die Gebäude und die Betriebs -

kosten nicht leisten. Die Gebäude werden mit Spenden der christkatholischen Kirch gemeinde gebaut.

Landwirtschaft/Infrastruktur

K 213 - Einkommensförderung für Bauern und Bäuerinnen, Nicaragua

Interteam, Luzern (kath.)

CHF 10'000

Nach Jahren des Bürgerkriegs begann ab 1990 mit der Wahl einer bürgerlichen Regierung für die Menschen in Nicaragua

ein Neuanfang. Es ist jedoch für die Bauern (vor allem für die Kleinbauern) sehr schwierig, ihre Produkte auf dem Weltmarkt

zu vermarkten. Einzig die Suche nach Marktlücken und spezielle Produkte aus dem Biolandbau können eine Lösung

bringen, weil diese Produkte auf dem internationalen Markt Sonderpreise erzielen. Den Genossenschaften und Kleinproduzenten

fehlen jedoch die nötigen Kenntnisse und Ausbildung, um in den internationalen Markt einsteigen und darin

bestehen zu können. Ziel ist die Einkommensförderung von Bauern und Bäuerinnen. Ihre Situation für sich und ihre Fami -

lien kann so nachhaltig verbessert werden.

ODESAR ist eine Organisation für ländliche Entwicklung, die sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen armer

Bevölkerungsgruppen engagiert. LA CUCULMECA setzt sich für die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen ein.

Zurzeit wird eine Abteilung für die Vermarktung von Produkten geschaffen. Damit soll eines der wichtigsten Probleme der

Bauern und Bäuerinnen, der Zugang zu den Märkten, gelöst werden. Das Frauenkollektiv COLECTIVO DE MUJERES arbeitet

seit 18 Jahren in der Planung, Durchführung und Entwicklung von Projekten in den Themenbereichen Gesundheit, Bildung,

Gewaltprävention und Verteidigung der Menschenrechte. Seit etwa fünf Jahren engagiert sich das Kollektiv auch

in der ländlichen Entwicklung – insbesondere in der Biolandwirtschaft. FEM (Fundación entre Mujeres) arbeitet seit mehr

als 10 Jahren mit Landfrauen im nörd li chen Nicaragua zusammen. Bei FEM er hal ten die Frauen die Kredite, denn sie

kaufen das Vieh ein, pflanzen den Kaffee an und sie sind es, welche die auf dem Hof anfallenden Arbeiten organisieren.

8

«Ich bin sehr glücklich über das Projekt in meiner Pfarrei. Mein Kirchenrat und ich sind

PartnerSein sehr dankbar. Das ist Gottes Geschenk und Segen an unsere Kirche insbesondere

aber ein Geschenk für unsere Kinder. Vielen Dank an PartnerSein für die

Unterstützung für das Wohl unserer Kinder. Betreffend das Projekt, das Sie mir anvertraut

haben, es läuft alles sehr gut. Am 15. Juni 2010 ist Schulbeginn mit 52 Kindern.»

Fr. Alan Caberte, zuständig für den Kindergarten in Bohol.

«Wir finden keine Worte um unsere Dankbarkeit für all die wunderbaren Dinge, die Sie uns

gegeben haben, auszudrücken. Wir sind glücklich, dass unser Gebäude fertig ge stellt ist.

Am 25. Juni 2010 ist Schulbeginn mit 50 Kindern. Bücher und Schulmaterial sind für

jedes Kind bereit.» Fr. Eliseo Espinosa, zuständig für den Kindergarten in Catagdaan.

Die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern gehören in Nicaragua zur

ärmsten Bevölkerungs schicht. Ihr Einkommen und damit ihre

Lebenssituation kann mittels neuer Verkaufsmöglichkeiten

verbessert werden. Dazu benötigen die Kleinproduzentinnen

und -produzenten vorab ein Grundwissen in Themen der Kommerzialisierung

und Markterschliessung. Dank der Unterstützung

von SDW können qualifizierte Schweizer Berufsleute

gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen Schulungen

durchführen, neues Wissen vermitteln und so eine nachhaltige

Wirkung erzielen.

Javier Ortiz, INTERTEAM-Fachperson bei Red Comal


Dankesbrief der Missionsräte

Die Träger der Stiftung SDW, der Schweizerische Evangelische Missionsrat (SEMR) und der Schweizerische Katholische

Missionsrat (SKM), bedanken sich für das Engagement.

Bern, Dezember 2010

Dank der Evangelischen und Katholischen Missionsräte der Schweiz

Sehr geehrte Damen und Herren

2011 können wir das vierzigjährige Jubiläum der SDW feiern! Wir sind Ihnen ausserordentlich dankbar für all Ihre

Unterstützung, welche wir in dieser Zeit von Ihnen empfangen durften. Diesen Dank dürfen wir auch im Namen

unserer Partnerkirchen und Projektpartner aussprechen, welche mit diesen Geldern sehr wertvolle und notwendige

Projekte verwirklichen konnten. Ebenso von grosser Bedeutung ist der fachliche Austausch in den verschiedenen

Gremien, wodurch auch die ökumenische Zusammenarbeit gefördert wird.

Wir sind Ihnen sehr dankbar, dass es Ihnen im 2010 wiederum gelungen ist, den wunderbaren Beitrag von über

800‘000 CHF zu sammeln. Dies ist nur möglich, weil Sie engagiert und kompetent ihren Beitrag leisten.

Viele Projekte, der dem Schweizerischen Evangelischen Missionsrat (SEMR) und dem Schweizerischen Katholi -

schen Missionsrat (SKM) angeschlossenen Organisationen können dank dieser Unterstützung durch Beiträge von

SDW erfolgreich durchgeführt werden. Mehr als 26 Entwicklungsorganisationen und Ordensgemeinschaften profi -

tieren jedes Jahr davon.

Wir sind froh, dass wir uns auf einen langjährigen Partner wie die SDW verlassen können, um die Projekte weiter -

zuführen und somit eine nachhaltige Wirkung erreichen zu können.

Wir danken SDW und ihren Spenderinnen und Spendern ganz herzlich für den wesentlichen Beitrag, den Sie an

die Projekte der Mitgliedsorganisationen der beiden Missionsräte leisten.

Mit herzlichen Grüssen

SEMR SKM

Präsident Sekretär Vorstand Sekretär

Jacques Küng Hans Rüttimann Rudolf Rieder Martin Bernet

Ausblick

Das Jahr 2011 stellt für die SDW eine grosse Herausforderung dar.

SDW strebt ein Sammelergebnis von einer Million Franken an.

Der Betriebsaufwand sollte unter 10% liegen.

Die Erreichung dieser Ziele ist nur möglich dank dem grossen ehrenamtlichen Einsatz aller Gremien und Regionalkomitees

der SDW, die verantwortungsbewusste Wirtschaftsunternehmen, die öffentliche Hand und ausgewählte Private zum

Spenden motivieren.

Die SDW dankt, auch im Namen der Ärmsten der Armen, die unsere Hilfe dringend benötigen, allen Spenderinnen und Spen -

dern, wie auch allen Persönlichkeiten, die sich für die Dritte Welt einsetzen, im Voraus recht herzlich für die Unterstützung.

Für den Jahresbericht 2010

Erich Müller, Alt-Nationalrat Sophia Maria Würmli

Präsident SDW Geschäftsführerin SDW

Winterthur, Wädenswil, den 28.03.2011

9


Jahresrechnung

Betriebsrechnung vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010

(mit Vorjahresvergleich)

Erläuterungen 2010 2009

CHF CHF

Ertrag

Spenden 1 728'790.75 792'043.92

Spenden (zweckgebunden) 2 120'150.00 208'979.17

Ertrag aus Geldsammelaktionen 848'940.75 1'001'023.09

Naturalspenden (IT-Geräte/Milchpulver) 3 25'000.00 123'800.00

Gesamtertrag 16 873'940.75 1'124'823.09

Aufwand für die Leistungserbringung

Evangelische Missionen 4 -337'000.00 -262'800.00

Katholische Missionen 4 -330'000.00 -262'800.00

Christkatholische Mission 4 -15'000.00 -9'000.00

Spezialprojekte (zweckgebunden) 5 -228'929.00 -166'800.00

IT-Geräte/Milchpulver 3 -25'000.00 -123'800.00

Milchpulver, Transportkosten 3 1'144.75 -10'603.15

Total Aufwand für die Leistungserbringung -934'784.25 -835'803.15

Betriebsaufwand

Honorare Dritte 6 -81'438.00 -96'000.00

Beiträge 7 -1'600.40 -838.85

Beratungs- und Revisionshonorare 8 -5'380.00 -5'841.40

Werbung 9 -22'123.90 -14'614.85

Porti 10 -3'698.40 -2'069.55

Reise- und Repräsentationsspesen 11 -3'046.70 -2'035.10

Total Betriebsaufwand 12 -117'287.40 -121'399.75

Betriebsergebnis -178'130.90 167'620.19

Finanzergebnis

Finanzertrag operatives Geschäft 13 2'489.33 2'893.99

Finanzaufwand operatives Geschäft 14 -973.01 -848.44

Total Finanzergebnis 1'516.32 2'045.55

Ergebnis vor Veränderung Fondskapital -176'614.58 169'665.74

Ergebnis zweckgebundener Fonds

- Zuweisung 15 -120'150.00 -208'979.17

- Entnahme 15 228'929.00 166'800.00

Total Ergebnis zweckgebundener Fonds 108'779.00 -42'179.17

Ergebnis vor Zuweisungen -67'835.58 127'486.57

Veränderungen der Reserven für Projekte

- Zuweisung 23 0.00 -120'000.00

- Entnahme 4 70'000.00 0.00

Jahresergebnis 2'164.42 7'486.57

10


Bilanz per 31. Dezember 2010

(mit Vorjahresvergleich)

A K T I V E N

Erläuterungen 31.12.2010 31.12.2009

CHF CHF

Flüssige Mittel 18 527'823.19 712'926.90

Forderungen 19 5'500.97 4'711.84

To t a l A K T I V E N 533’324.16 717'638.74

PA S S I V E N

Fremdkapital

Kurzfristiges Fremdkapital:

Passive Rechnungsabgrenzung 20 5'800.00 13'500.00

Total Fremdkapital 5'800.00 13'500.00

Fondskapital (zweckgebundener Fonds):

Spezialprojekte 21 48'865.40 157'644.40

Total Fondskapital (zweckgebundener Fonds) 48'865.40 157'644.40

Organisationskapital

Stiftungskapital 22 50'000.00 50'000.00

Erarbeitetes gebundenes Kapital:

- Reserven für Projekte 23 420'000.00 490'000.00

Erarbeitetes freies Kapital 24 6'494.34 -992.23

Jahresergebnis 24 2'164.42 7'486.57

Total Organisationskapital 478'658.76 546'494.34

To t a l PA S S I V E N 533'324.16 717'638.74

11


Geldflussrechnung 2010

(mit Vorjahresvergleich)

Die Geldflussrechnung stellt dar, wie die Mittel aus der Betriebstätigkeit, aus Vorgängen im Investitionsbereich und aus

Vorgängen im Finanzierungsbereich fliessen.

Geldfluss aus Betriebstätigkeit

Erläuterungen 2010 2009

CHF CHF

Jahresergebnis vor Veränderung Fondskapital -176'614.58 169'665.74

Zunahme Forderungen 19 -789.13 -986.77

Abnahme Passive Rechnungsabgrenzung 20 -7'700.00 6'000.00

Geldfluss aus Betriebstätigkeit (Abnahme/Zunahme) -185'103.71 174'678.97

Geldfluss aus Investitionstätigkeit 0.00 0.00

Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit 0.00 0.00

Abnahme/Zunahme der flüssigen Mittel -185'103.71 174'678.97

Flüssige Mittel

Anfangsbestand an flüssigen Mittel (1.1.) 712'926.90 538'247.93

Endbestand an flüssigen Mittel (31.12.) 18 527'823.19 712'926.90

Veränderung flüssige Mittel -185'103.71 174'678.97

12


Rechnung über die Veränderung des Kapitals

Die Rechnung über die Veränderung des Kapitals stellt die Zuweisungen, Verwendungen und Bestände der Mittel je aus

dem Fondskapital und aus Eigenfinanzierung (Organisationskapital) dar.

Das Fondskapital zeigt zweckbestimmte Mittel für Spezialprojekte (siehe auch Erläuterungen im Anhang unter Ziffer 21).

Das Organisationskapital weist die Mittel aus Eigenfinanzierung, ohne externe Verfügungseinschränkung, aus.

Anfangsbestand Interne Endbestand

01.01.2010 Zuweisungen Transfers Verwendung 31.12.2010

Mittel aus Fondskapital CHF CHF CHF CHF CHF

- Fonds Spezialprojekte 157'644.40 120'150.00 0.00 -228'929.00 48'865.40

Fondskapital mit einschränkender

Zweckbindung 157'644.40 120'150.00 0.00 -228'929.00 48'865.40

Mittel aus Eigenfinanzierung

Einbezahltes Stiftungskapital 50’000.00 0.00 0.00 0.00 50’000.00

Erarbeitetes gebundenes Kapital:

- Reserven für Projekte 490'000.00 0.00 0.00 -70'000.00 420'000.00

Erarbeitetes freies Kapital -992.23 0.00 7'486.57 0.00 6'494.34

Jahresergebnis 7'486.57 2'164.42 -7'486.57 0.00 2'164.42

Organisationskapital 546'494.34 2'164.42 0.00 -70'000.00 478'658.76

13


Anhang zur Jahresrechnung 2010

Grundsätzliches zur Buchführung und Rechnungslegung

Die Rechnungslegung der Solidarität Dritte Welt erfolgt in Übereinstimmung mit den Fachempfehlungen zur Rechnungslegung

Swiss GAAP FER. Der Einzelabschluss nach Swiss GAAP FER entspricht gleichzeitig dem handelsrechtlichen (OR)

Abschluss wie auch den Grundsätzen und Richtlinien der ZEWO. Die Jahresrechnung vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen

entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Solidarität Dritte Welt.

Bewertungsgrundsätze

Die Aktiven und Passiven werden zum Nominalwert bewertet.

Regionalkomitees (RK)

Die Regionalkomitees (RK) sind für die Sammlung von Spendengeldern verantwortlich. Die Spenden werden auf die Bankbzw.

Postcheckkonten der RK einbezahlt. Diese Konten lauten auf «Solidarität Dritte Welt, Regionalkomitee X» (Name des

entsprechenden Komitees). Nach Abzug von Bankspesen sowie allfälligen weiteren Unkosten (z.B. Flyers, Porto, Werbung,

Sonstiges) zuzüglich der Zinserträge werden die Beträge auf das zentrale Sammelkonto der Solidarität Dritte Welt überwiesen.

Mittels eines internen Reportings werden sowohl Überblick wie auch Kontrolle über die Konten der Regionalkomitees

sichergestellt.

Risikobeurteilung

Der Stiftungsrat hat am 28.3.2011 eine Risikobeurteilung vorgenommen. Er stuft das Risiko als gering ein.

Erläuterung zur Jahresrechnung

1 Spenden

Die für die Spendenjahre 2010 und 2009 erhaltenen Spenden sind im Anhang Ziffer 16 unter «Spenderliste im Vergleich»

aufgelistet. Alle Spenden wurden brutto ausgewiesen. Die Spendeneinnahmen ohne Zweckbestimmung reduzierten sich

2010 um 8.67% (Vorjahr Abnahme um 6,10%).

2 Spenden (zweckgebunden)

Die Spendeneinnahmen zweckgebundener Spenden reduzierten sich um 42.50% (Vorjahr Abnahme um 0.20%). Von

Grossspendern erhaltene Zuwendungen, welche klar bestimmte Projekte unterstützen möchten, werden separat aufgelistet

(Spezialprojekte). Die Spenden der Spezialprojekte werden teilweise gestaffelt über mehrere Jahre verteilt an das

entsprechende Projekt überwiesen. Zum Zeitpunkt des Spendenerhalts werden die Zuwendungen – soweit sie nicht im

selben Jahr wieder ausbezahlt werden – dem zweckgebundenen Fonds für Spezialprojekte zugewiesen. Bei der

Auszahlung an die zweckbestimmten Projekte werden die Beiträge dem Fonds entnommen (siehe Rechnung über die

Veränderung des Kapitals).

3 Naturalien (Milchpulver, Naturalspende und freiwillige Arbeit)

Im Geschäftsjahr 2010 wurden die Kosten für die letzten Milchpulverlieferungen, welche 2009 stattgefunden haben,

be las tet. Die Kosten der Milchpulverlieferung an Projekte in Afrika (Madagaskar und Tansania) betrugen CHF 11'506.40,

die Beteiligung der Caritas CHF 4'751.15, sodass eine Belastung von CHF 6'755.25 verbleibt. Die Rückstellungen

von CHF 7'900.00 waren CHF 1'444.75 zu hoch berechnet; dies aufgrund einer höheren Beteiligung der Caritas als

angenommen.

Das RK Ostschweiz konnte eine Naturalspende in Form von 60 Notebooks, 157 PCs, 157 Flachbildschirme und 169 Laserdrucker

bzw. im Wert von CHF 25'000.00 mittels SDW Zentrale an diverse Missionsgesellschaften weiterleiten.

Die ehrenamtliche Sammeltätigkeit hat bei der SDW eine lange Tradition. Im Jahre 2010 wurden rund 1'770 Stunden für

die Sammeltätigkeit geleistet, etwa 710 Stunden im Rahmen des Stiftungsrates und 250 Stunden für den Prüfungsaus -

schuss (Vorjahr total 1'900 Stunden, 340 Stunden Stiftungsrat, 320 Stunden Projektausschuss). Das ergibt ein Total von

2'730 ehrenamtlichen Stunden. Mit Ausnahme der Geschäftsstelle arbeiten alle Mitglieder ehrenamtlich.

14


4 Missionen

Gemäss Stiftungsratsbeschluss vom 2.12.2010 wurden am 29.12.2010 die Projektbeiträge in Höhe von CHF 682'000.00

ausbezahlt. Die Details der Spendenverteilung 2010 und 2009 sind in Ziffer 17 ersichtlich. Die paritätische Aufteilung der

Beiträge an die evangelischen, katholischen und christkatholischen Missionsprojekte geht aus der Betriebsrechnung hervor,

wobei für die katholischen Missionsprojekte 2010 CHF 7'000.00 weniger überwiesen wurden. Dies, weil ein Projekt

infolge gesammelter Gelder abgeschlossen und übergeben werden konnte, so dass keine Zahlung unsererseits benötigt

wurde.

Aufgrund des Rückgangs des Spendeneingangs wurden CHF 70'000.00 den Projektreserven entnommen.

5 Spezialprojekte (zweckgebunden)

Unter dieser Position werden die Auszahlungen an die einzelnen Spezialprojekte verbucht (siehe auch unter Ziffer 21

Fonds kapital und Ziffer 2 (zweckgebundene) Spenden).

6 Honorare Dritte

In dieser Position ist das Honorar für die Geschäftsführung der SDW (Auftragsverhältnis) enthalten. Dieses Honorar deckt

auch die Infrastrukturkosten der Zentrale der SDW ab. Von den Arbeitstunden wurde ein Fünftel (CHF 8'000.00 von CHF

40'000.00) für das Projekt Milchpulver plus ein Zehntel für das Projekt Naturalspenden sowie für diverse Spezialgesuche

(CHF 3'900.00 von CHF 39'900.00) verwendet. Dieser Aufwand würde bei der Einstellung der entsprechenden Projekte

wegfallen. Der restliche Betrag ist als administrativer Aufwand zu betrachten (Berechnung gemäss ZEWO: «Methodik zur

Berechnung des administrativen Aufwands – die Kostenstruktur gemeinnütziger Organisationen»). Durch den Wechsel

der Geschäftsführung und den Wegfall der Milchpulverlieferungen als Tätigkeit konnte das Mandat und das Honorar

gesenkt werden.

Hier wurde auch das Abschiedsgeschenk an die abtretende Geschäftsführerin verbucht.

7 Beiträge

Es handelt sich dabei um Aufwendungen für ZEWO, Handelsregister sowie die Stiftungsaufsicht.

8 Beratungs- und Revisionshonorare

Dieser Posten enthält den Aufwand für die Revisionsstelle.

9 Werbung

Die Position Werbung beinhaltet Werbeaufwand der Geschäftsstelle (Druckkosten für Prospekte), für die Homepage sowie

Werbeaufwendungen der Regionalkomitees. Der Aufwand ist 2010 stark gestiegen, weil die Webpage im 2010 neu konzi -

piert wurde und im selben Jahr noch online ging.

10 Porti

Massgebliche Beträge für Porti der Regionalkomitees wurden separat erfasst und ausgewiesen.

11 Reise- und Repräsentationsspesen

Die Mitglieder des Stiftungsrates, des Prüfungsausschusses und der Regionalkomitees sowie die Geschäftsführerin kamen

für sämtliche Reisekosten persönlich auf. Dies gilt auch für Projektbesuche im Ausland. Die beiden Koordinatoren des

Prüfungsausschusses erhalten eine Pauschale für die administrativen Kosten von je CHF 600.00. Für Bewirtungskosten

wurden CHF 1'846.70 aufgewendet. Darunter fallen auch die Abschiedsgeschenke für drei Stiftungsratsmitglieder und

die katholische Koordinatorin.

12 Betriebsaufwand

Die administrativen Kosten belaufen sich auf 13.42 % des Gesamtertrages. Legt man die Berechnung der ZEWO-Methodik

zugrunde (vgl. dazu Ziffer 6) beträgt der administrative Aufwand 2010 noch CHF 105'386.60. Das entspricht 11.75%

(9,10% in 2009) des Gesamtertrages.

13 Finanzertrag operatives Geschäft

Der Finanzertrag beinhaltet die Zinserträge von Bankkonti.

15


14 Finanzaufwand operatives Geschäft

Unter dieser Position werden alle Bank- und Postcheck-Spesen ausgewiesen.

15 Zuweisung/Entnahme zweckgebundener Fonds

Vergleiche Ziffer 5 Fondskapital (zweckgebundener Fonds).

16 Spenderliste im Vergleich 2010 und 2009

Regionalkomitee 2010 2009

CHF CHF

Aargau 0 20'000

Basel 145'550 147'800

Bern/Biel 23'701 38'655

Freiburg 11'185 16'825

Genf 0 11'300

Jura und Berner Jura 8'620 3'210

Oberwallis 9'400 10'855

Ostschweiz 219'240 255'916

Schaffhausen 47'600 51'300

Schwyz 0 20'000

Solothurn / Olten 11'520 13'905

Unterwallis 0 15'000

Waadt 10'000 0

Winterthur 76'310 113'285

Zug 88'815 92'629

Zürich 161'500 189'000

Diverse Spender 35'500 1'343

Total 848'941 1'001'023

Naturalien:

Naturalspende IT Geräte/Milchpulver 25'000 123'800

Total Spenden 873'941 1'124'823

17 Detail der Spendenverteilung 2010

CHF

E113 Sekundarschule Anand Vidyalaya, Indien 6'000

E122 Ländlicher Beratungsdienst SECAAR, Westafrika 18'000

E127 Frauen, Gesundheit und indigene Bevölkerung, Chile 27'000

E131 Wiederaufbau Sekoly FJKM, Madagaskar 27'000

E132 Nilspital mit Basisgesundheitsdienst, Südägypten 22'000

E143 Gesundheits- und Quartierentwicklung, Bangladesh 9'000

E147 Ausbildungszentrum für Basisgesundheit, Indonesien 22'000

E151 Strassenkinderprojekt «Torre», Brasilien 18'000

E156 Ländliches Entwicklungsprogramm «Nonno», Äthiopien 18'000

E157 Poliklinik «Abu Rof», Khartoum, Sudan 18'000

E159 Rehabilitierung von Blinden, Brazzaville, DR Kongo 11'000

E163 Druckereiausbildung als Chance für Jugendliche, Kamerun 16'000

E164 Bildungsprogramm, Ruanda 18'000

E166 Renovation und Ausrüstung von 3 Schulen, DR Kongo 22'000

E167 Gesundheitsprogramm, Laos 9'000

E168 Alphabetisierungsprogramm in Lima und Puno, Peru 18'000

16


Fortsetzung - Detail der Spendenverteilung 2010 Total

CHF CHF

E169 Ausbildungs- und Beherbergungszentrum, Kamerun 16'000

E171 Kunsthandwerk Einkommen für Kleinproduzenten, Kamerun 13'000

E172 Frauenförderung- und Kinderzentrum in Nablus, Palästina 14'000

E173 Rehabilitation «Gute Hoffnung», Kenia 15'000 337'000

K157 Krankenpflegeschule Peramiho, Tansania 10'000

K164 Zentrum für mentalbehinderte Kinder, Tansania 13'000

K181 Schulgelder für arme Kinder, Pakistan 20'000

K184 Ausbildung Jugendlicher in Belem, Brasilien 13'000

K186 Technische Hochschule, Madagaskar 15'000

K188 Bildung und Gesundheit, Pro-Lomelo, Kongo 15'000

K191 Landspital, Gesundheitszentrum, Sri Lanka 20'000

K193 Neue Hoffnung AIDS Projekt, Burundi 28'000

K195 Waisenhaus Hogar de Maria, Kolumbien 10'000

K196 Fachberatung im Bereich Ernährung, Sambia 10'000

K199 Krankenstation Karangasso, Mali 10'000

K200 Kinderhort «Nina Carolina», El Salvador 10'000

K207 Waisenhaus Kinazi, Ruanda 20'000

K210 Wiederaufforstung und Umweltpflege, Philippinen 20'000

K213 Einkommensförderung für Bauern und Bäuerinnen, Nicaragua 10'000

K214 Ganzheitliche Gesundheit Poliklinik, Peru 13'000

K216 Verbesserung des Gesundheitswesens, Tansania 18'000

K220 Schulbildung von Kindern und Jugendlichen, Brasilien 30'000

K224 Dorfentwicklung durch Strassenbau in Selbsthilfe, Indonesien 15'000

K225 Lasttiere für Bäuerinnen und Händlerinnen im Bergland, Haiti 10'000

K227 Beratung von Kleinstunternehmen im Slum, Kenia 20'000 330'000

CK221 Kindergärten Philippinen 15'000 15'000

Total Beiträge an katholische (K), evangelische (E)

und christkatholische (CK) Projekte 682'000

Spezialprojekte (langfristig):

Basisgesundheit, DR Kongo 110'000

Lehrerfortbildung Madagaskar (3. Rate) 36'000

Gesundheitszentrum Ruram, Ruanda (2. Rate) 34'800

Chance für Mädchen Indien 38'129

Spende für Uttar Pradesh, Indien 10'000

Total Beiträge an Spezialprojekte (vgl. auch Ziffer 5) 228'929

Leistungserbringung (spezial)

Naturalspende IT Geräte 25'000

Ertrag aus Auflösung Rückstellung für Transportkosten -1‘145

Total Leistungserbringung (spezial) 23'855

Total Leistungserbringung 934'784

17


18 Flüssige Mittel

Da die Zinssätze für Obligationen im Berichtsjahr nicht attraktiv waren, wurde auf Anlagen verzichtet. Die Flüssigen Mittel

setzen sich aus Postcheckguthaben von CHF 115'729.89, einem Bankguthaben bei der UBS Schaffhausen von CHF

358'467.62 und Bankguthaben, lautend auf den Namen der diversen Regionalkomitees von CHF 53'625.68 zusammen.

19 Forderungen

Die Forderungen von CHF 4'711.84 betreffen Verrechnungssteuerguthaben aus den Jahren 2008 und 2009, welche im

Februar 2010 zurückgefordert wurden. Diese wurden im Februar 2011 rückvergütet. Die Forderungen für die Verrechnungssteuer

2008, 2009 und 2010 belaufen sich auf CHF 5'500.97, davon für 2010 CHF 789.13.

20 Passive Rechnungsabgrenzung

Abgegrenzt wurden das Revisionshonorar der BDO AG, Luzern, mit CHF 5'600.00 für das Geschäftsjahr 2010 sowie die

Rechnung der Stiftungsaufsicht mit CHF 200.00.

21 Fondskapital (zweckgebundener Fonds)

Von Grossspendern erhaltene Zuwendungen, welche klar bestimmte Projekte unterstützen möchten, werden unter der

Rubrik Spezialprojekte zusammengefasst. Die Spenden werden teilweise gestaffelt, über mehrere Jahre verteilt, an das

entsprechende Projekt überwiesen. Die am Jahresende noch nicht ausbezahlten Beiträge für zweckbestimmte Projekte

werden jeweils im Fonds Spezialprojekte ausgewiesen (siehe auch Rechnung über die Veränderung des Kapitals). Im Jahr

2010 wurde für Spezialprojekte verbucht:

Aus einer Zahlung aus dem Lotteriefonds des Kantons Zürich für das Projekt Madagaskar der «DM mission et

échanges» aus dem Jahr 2008 wurde die dritte und letzte Rate in Höhe von CHF 36'000.00 im Berichtsjahr zu Lasten

des Fondskontos ausbezahlt. Die Gesamtsumme war CHF 110'000.00.

Der Lotteriefonds des Kantons Zürich hat im Jahr 2009 für das Projekt «Gesundheitszentrum Ruram, Ruanda» der

Missionsprokura des Klosters Brig eine Gesamtsumme von CHF 116'000.00 überwiesen. Im Berichtsjahr wurde die

2. Tranche von CHF 34'800.00 ausbezahlt, der Rest (CHF 46'400.00) verblieb im Fonds.

Für das Projekt Indien trafen noch CHF 150.00 Spenden ein. Im Berichtsjahr wurden CHF 38'129.00 ausgezahlt. Es

verbleiben noch CHF 2'465.40 im Fonds.

Der Lotteriefonds des Kantons Zürich hat im 2010 eine Zahlung von CHF 110'000.00 für das Projekt Basisgesundheit-Grundversorgung

für die Bevölkerung in DR Kongo der mission 21 überwiesen, die im selben Jahr vollumfänglich

ausbezahlt wurde.

Die Ernst Göhner-Stiftung hat für das frühere Projekt Uttar Pradesh in Indien der Menzinger Schwestern CHF

10'000.00 überwiesen. Diese wurden im 2010 überwiesen.

22 Stiftungskapital

Die Stifter, der Schweizerische Evangelische Missionsrat (SEMR) und der Schweizerische Katholische Missionsrat (SKM),

haben der Stiftung zu gleichen Teilen als Anfangsvermögen den Betrag von CHF 50'000.00 gewidmet.

23 Reserven für Projekte (Entnahme)

Den Reserven für Projekte wurden CHF 70'000.00 zugunsten des Jahresergebnisses 2010 entnommen.

24 Erarbeitetes Kapital

Der Jahresgewinn des Jahres 2010 von CHF 2'164.42 wurde dem erarbeiteten freien Kapital gut geschrieben.

18

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine