Bahnsport 08/2018

mce71

Liebe BSA-Leser, wir begrüßen Sie herzlich zu unserer August-Ausgabe. Und wie soll es anders sein zu diesem Zeitpunkt, als dass der Sommer uns fest im Griff hat. Und das in jeder Hinsicht, sowohl heiße Temperaturen als auch heiße Rennen hat er mit sich gebracht und sogar auch ein Sommermärchen! Und damit steigen wir auch sogleich ein und gratulieren Ben Ernst aufs herzlichste zum Weltmeister in der 250-ccm-Klasse! In Torun ließ er die Konkurrenz hinter sich und hat eindruckvoll sein Können und seine Willensstärke unter Beweis gestellt. Respekt! Und danke! Danke dafür, dass auch unser Nachwuchs schon ganz Großartiges leistet mitsamt all denen, die im Team dahinter stehen. Nur gemeinsam ist man stark! Stark und mehr als eindrucksvoll hat sich außerdem auch Martin Smolinski in der Langbahn-WM zurückgemeldet. Und das tut bei weitem nicht nur ihm, sondern uns allen und insbesondere dieser WM so richtig gut. Sie verläuft spannend und lebendig und verheißt schon jetzt viel Vorfreude auf Mühldorf im September, das große Finale „dahoam“! War noch „La Réole“ ein Rennwochenende zum vergessen, stimmt der Kurs jetzt wieder. Und es ist immer wieder beeindruckend mitzuerleben, wenn sich jemand auch nach Rückschlägen wieder zurückmeldet und sich nicht beirren lässt, von wem oder was auch immer! Es läuft nicht immer rund, so ist das nun mal. Also Blick nach vorn …

48. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • 2198–2902

NR. 8/18

SPEEDWAY • SANDBAHN • GRASBAHN • EISSPEEDWAY

Ben Ernst ist

250-ccm-Weltmeister

SPEEDWAY-WM: Tai Woffinden übernimmt die Führung

LANGBAHN-WM: M.Trésarrieu in La Réole, Smoli in Roden

GRASBAHN-EM: Dimitri Bergé holt Europameistertitel


15.8. Landshut

Alles oder Nichts

Für die AC Landshut Devils geht es am 15. August vor heimischem Publikum gegen

die White Tigers Diedenbergen um den Finaleinzug in der 1. Speedway Bundesliga

Es gibt mittlerweile schon so etwas wie traditionelle Veranstaltungen, wenn es

um Heimrennen des AC Landshut in der Bundesliga-Vorrunde geht. Während das

Auftaktrennen zur neuen Saison schon seit einigen Jahren gegen die Wikinger

aus Brokstedt bestritten wird, sind nun auch die White Tigers bereits zum dritten

Mal in Folge der Gegner des Rekordmeisters zum Vorrundenabschluss.

Die White Tigers belegen vor ihrem letzten Rennen Platz 4 der Tabelle und haben

Anfang Juli die Nordsterne aus Stralsund zu Hause mit 44:40 besiegt. Zwar haben

sie mit dem Finaleinzug auf den ersten Blick nichts mehr zu tun, haben aber

rein theoretisch noch die Chance, mit einem Kantersieg und mindestens

57 Punkten die Devils zu überholen. Was sie aber auf jeden Fall könnten, ist, den

Devils schlimmstenfalls noch den Weg ins Finale zu verbauen. Daher gilt es für

den Gastgeber, von Anfang an stark aufzufahren und keine Punkte liegenzulassen,

um sich noch vor die momentan zweitplatzierten Brokstedt Wikinger zu

schieben. Die Punktedifferenz zu diesen beträgt vor der letzten Vorrundenbegegnung

43 Punkte.

Besonderes Augenmerk müssen die Landshuter hierbei auf Robert Lambert richten,

der beim Rennen gegen die Stralsunder Nordsterne das Tagesmaximum einfuhr.

Der 20-Jährige hatte bislang eine überragende Saison und ist für seine Vereine

Lublin, King’s Lynn und Rospiggarna stets unter den Topscorern und hatte

sich Ende Juni auch mit einem 2. Platz in der ersten Runde zur U21-WM eindrucksvoll

in Szene gesetzt. Ebenfalls für die Ausländerposition aufgeboten,

sind der Däne Patrick Hougaard, der U21-Teamweltmeister von 2010, sowie der

polnische Extraligafahrer Jakub Jamrog, der seine beste Saison in Polen seit einigen

Jahren fährt. Sie werden auf den B-Positionen unterstützt von Daniel Spiller,

der aus seiner Zeit beim AC Landshut mit dem Oval in der Ellermühle noch

bestens vertraut ist und beim Team-Cup-Rennen Anfang Juni für Diedenbergen/

Berghaupten stark gepunktet hat. Ebenfalls nicht unbekannt in Landshut ist René

Deddens, der vor zwei Jahren noch selbst in den Reihen der AC Landshut Devils

vertreten war und in der laufenden Saison bislang eine gute Punktebilanz

eingefahren hat. Vervollständigt wird das Team der Tiger von Hannes Gast, im

vergangenen Jahr noch für die Wikinger am Start und den Zuschauern wohl noch

durch seinen spektakulären Sturz im Zielbereich in Erinnerung, David Pfeffer sowie

Marius Hillebrand und Ethan Spiller, die ebenfalls bereits auf eine Historie in

den Reihen der Landshuter zurückblicken können.

Seitens der Devils hofft man, in Bestbesetzung antreten zu können, wobei der

ACL auf der Ausländerposition wiederum den bisherigen Punktegarant Leon

Madsen oder SEC-Titelverteidiger Andzej

Lebedevs, für den die Saison bislang jedoch

nicht optimal lief, setzen will. Neuverpflichtung

Max Fricke, der in Wittstock

erstmals im Devils-Rennhemd unterwegs

war, wird aufgrund einer Terminkollision

mit der englischen Liga voraussichtlich

nicht zur Verfügung stehen. Auch von Kapitän

Martin Smolinski erhofft man sich

bei den Landshutern eine maximale Punkteausbeute.

Auf der B-Position wird diesmal

höchstwahrscheinlich Erik Riss an

den Start gehen, neben ihm Valentin Grobauer,

der in der aktuellen Saison ebenfalls

konstante Leistungen zeigt. Auf der

C-Position schließlich setzt man weiterhin

auf Sandro Wassermann und Stephan

Katt.

„Jeder weiß, dass es um alles geht in diesem

letzten Rennen der Vorrunde und die

Jungs sind natürlich entsprechend heiß“,

so Sportleiter Stefan Hofmeister. „Nach

der Niederlage in Wittstock, die nicht ganz

unerwartet kam, müssen wir nun noch

einmal alle Kräfte aufbieten und von Anfang

an solide punkten, damit wir die Mission

‚Titelverteidigung‘ auch in diesem

Jahr erfolgreich abschließen können.“

Die Niederbayern setzen natürlich auf ihren

Heimvorteil sowie die Unterstützung

der Fans in einem möglichst vollen Stadion.

Das Rennen findet am 15. August, einem

Feiertag im Süden Bayerns, statt, sodass

man auf zahlreiche Besucher hofft.

Das Rennen beginnt um 19:00 Uhr. Weitere

Informationen zu Eintrittspreisen, Öffnungszeiten

und Rennablauf finden sich

auf der Website des Vereins unter

www.speedway-landshut.de

• Text: Claudia Patzak-Krüger; Foto: Michael Eder

Termin: 15. August 2018

ADAC-Speedwayrennen Landshut

Valentin Grobauer zeigt konstant gute Leistungen

(hier vor Troy Batchelor)


INHALT & EDITORIAL

Maciej Janowski siegt in Hallstavik und meldet Medaillenanwartschaft an • Foto: Jarek Pabijan 9

SPEEDWAY

WM: GP 3 - Horsens/DK 6

WM: GP 4 - Hallstavik/S 9

WM: Jugend 250 Gdansk + Torun/PL 12

WM: Junioren Daugavpils/LV 14

WM: Junioren Team Riga/LV

+ Glasgow/GB 15

EM: Gniezno/PL, Güstrow/D

+ Debrecen/H 16

EM: Junioren Einzel + Team

Pilsen/CZ, Gniezno/PL, Mâcon/F,

Pardubice/CZ + Zarnovica/SK 18

DM: Bundesliga Wittstock

+ Brokstedt 28

DM: Bundesliga Diedenbergen

Team-Cup Meißen 30

Teterow, Parchim, Landshut 32

34

LANGBAHN

WM: Finale 2 - La Réole/F 20

WM: Finale 3 - Roden/NL 21

WM: Challenge Bielefeld/D 22

WM: Jug.-Weltcup 250 Wittstock/D 24

GRASBAHN

EM: Solo - Finale Tayac/F 26

EM: Seitenwagen - SF Roden/NL 33

EM: Seitenwagen - Finale Werlte/D 34

SONSTIGES

Vorschau Landshut 2

People & Facts 4

International 36

Bazar 41

Notizen 42

Vorschauen 44

Termine/Impressum/

Letzte Meldungen 46

Seitenwagen-Europameister

wurden William Matthijssen/Sandra Mollema in Werlte • Foto: Daniel Sievers

Zum Titelbild: Ben Ernst wurde in Torun 250-ccm-Jugend-Weltmeister • Fotos: Georg Dobes

Wer hat an der Uhr gedreht,

ist es wirklich schon so spät?

- von Nadine Pfeiffer -

Liebe BSA-Leser,

wir begrüßen Sie herzlich zu unserer August-Ausgabe.

Und wie soll es anders sein zu diesem Zeitpunkt, als

dass der Sommer uns fest im Griff hat. Und das in jeder

Hinsicht, sowohl heiße Temperaturen als auch heiße

Rennen hat er mit sich gebracht und sogar auch ein

Sommermärchen! Und damit steigen wir auch sogleich

ein und gratulieren Ben Ernst aufs herzlichste zum Weltmeister

in der 250-ccm-Klasse! In Torun ließ er die Konkurrenz

hinter sich und hat eindruckvoll sein Können

und seine Willensstärke unter Beweis gestellt. Respekt!

Und danke! Danke dafür, dass auch unser Nachwuchs

schon ganz Großartiges leistet mitsamt all denen, die

im Team dahinter stehen. Nur gemeinsam ist man stark!

Stark und mehr als eindrucksvoll hat sich außerdem

auch Martin Smolinski in der Langbahn-WM zurückgemeldet.

Und das tut bei weitem nicht nur ihm, sondern

uns allen und insbesondere dieser WM so richtig gut.

Sie verläuft spannend und lebendig und verheißt schon

jetzt viel Vorfreude auf Mühldorf im September, das große

Finale „dahoam“! War noch „La Réole“ ein Rennwochenende

zum vergessen, stimmt der Kurs jetzt wieder.

Und es ist immer wieder beeindruckend mitzuerleben,

wenn sich jemand auch nach Rückschlägen wieder zurückmeldet

und sich nicht beirren lässt, von wem oder

was auch immer! Es läuft nicht immer rund, so ist das

nun mal. Also Blick nach vorn …

Und das wünschen wir natürlich und besonders auch all

den Verletzten, für die es jüngst auch alles andere als

nach Plan und rund verlief. Michi Härtel voran, gefolgt

von Lukas Fienhage, dem Finnen Jesse Mustonen und

dem jungen Engländer Chad Wirtzfeld und leider folgte

dann auch noch Romano Hummel. Leider ist dies die bittere

Kehrseite unseres schönen Sports und da kam es

zuletzt wirklich dicke. Zum Glück gibt es inzwischen die

Airfences, die ihren Teil dazu beitragen, noch Schlimmeres

zu verhindern. Und man kann auch nur DANKE

den Verantwortlichen, wie z.B. zuletzt in Bielefeld, sagen,

die natürlich auch ihren Teil dazu beigetragen haben,

dass die verletzten Fahrer schnell und angemessen

versorgt werden konnten.

Und weil die Sicherheit vorgeht, kam es auch zur jüngsten

Rennabsage der DMSJ-Meisterschaft in Olching.

Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Der Nachwuchs

bekommt jetzt hier im September seine Chance

… alles Events, auf die wir uns in Kürze freuen dürfen.

Aber allem voran jetzt erst mal die August-Highlights

wie z.B. die große Bundesliga-Vorentscheidung „Alles

oder Nichts“ in Landshut oder auch wer sich schon bald

neuer Deutscher Speedwaymeister nennen darf?

Wir dürfen also gespannt sein und uns auf den Spätsommer

freuen! Und last but not least noch etwas in eigener

Sache. Unsere Redaktionsleiterin Brigitte Geyer-

Bernhardt hatte im Juli ihr 40-jähriges Firmenjubiläum!

Es war wohl auch nicht immer leicht, aber schön war’s

immer! Aktiv im Bahnsport tätig zu sein – in welcher

Form auch immer –, dazu bedarf es einer Unmenge an

Idealismus und Begeisterung für diesen Sport, ohne

Wenn und Aber. Alles Liebe und Gute daher in diesem

Zusammenhang nochmal zu diesem Jubiläum! Und auf

in die nächste Runde!

Wo ist nur die Zeit geblieben? Eine Frage, die immer wieder

aufkommt und sich aber keine so recht passende

Antwort darauf finden lässt und gerade jetzt schon gar

nicht. Es ist nämlich schon 5 vor 12 und somit Abgabetermin

für uns zum Drucken. Denn wir wollen ja pünktlich

fertig werden und schon bald bei Ihnen zu Hause im

Briefkasten sein.

Daher jetzt viel Spaß beim Lesen!

MfG

Nadine P.

August '18 BAHNSPORT AKTUELL 3


PEOPLE & FACTS

Alle drei Verunglückten mussten dann nach zum Teil langer Behandlungspause

auf der Bahn ins Bielefelder Krankenhaus Bethel gebracht werden.

Lukas Fienhage konnte noch am gleichen Tag wieder nach Hause entlassen

werden, Paul Cooper ein paar Tage später, nachdem er sich von einer

leichten Gehirnerschütterung erholt hatte. Jesse Mustonen hatte es am

Schlimmsten erwischt. Er wurde mittlerweile nach Finnland zurückgeflogen

und dort an der Schulter operiert. Für ihn ist die Saison vorbei.

Fienhage dagegen sieht die Ausheilung seiner Verletzung auf gutem Weg.

„Ich hoffe, bald wieder auf die Bahn zurückkehren zu können“, sagte er

zuletzt am Rande des Langbahn-GP im niederländischen Roden. Am

15. September steht das Finale der Speedway-U21-EM in Stralsund auf

seinem Plan, für das er sich im tschechischen Pilsen qualifiziert hat.

• Text u. Foto: Rudi Hagen

Romano Hummel nach OP

wieder zu Hause

Romano Hummel ist auf dem Wege der Besserung. Der 19-jährige Niederländer,

einer der europäischen Topfahrer auf Gras und Sand und Aushängeschild

des niederländischen Verbandes KNMV, erholt sich im heimischen

Hoogkerk, das zur Stadt Groningen gehört, von seinem schlimmen

Sturz in Tayac (F).

Beim Finale zur Grasbahn-Europameisterschaft in Südfrankreich am 7. Juli

konnte der Niederländer seinem Landsmann Lars Zandvliet nach dessen

an sich harmlosen Ausrutscher nicht mehr ausweichen und war böse gestürzt.

Während Zandvliet nahezu unverletzt blieb, musste Hummel ins

Krankenhaus nach Bordeaux gebracht werden, wo ein Bruch des linken

Oberschenkels festgestellt wurde.

„Ich wusste gleich, nachdem ich auf der Bahn aufgeschlagen war, dass etwas

Schlimmes mit meinem Bein passiert war, obwohl die Schmerzen

erst viel später kamen“, blickte Hummel am Rande des Langbahn-GP in

Roden, wo er als Zuschauer anwesend war, zurück.

Mittels einer Operation wurde noch in Bordeaux der Oberschenkelknochen

wieder zusammengefügt. Hummel: „Sie haben einen Titannagel eingeführt,

um den Knochen zu stabilisieren. Jetzt geht es mir schon wieder

ganz gut.“

Der Rückweg von Südfrankreich nach Groningen war lang, denn die Ärzte

favorisierten einen Transport mit dem Krankenwagen anstatt mit dem

Flugzeug. Im Dörfchen Hoogkerk angekommen, hatten sich Familienmitglieder,

Nachbarn, Freunde und Fans von Romano Hummel versammelt

und ihm einen rührenden Empfang bereitet.

Die Saison ist für Hummel beendet, aber seine Karriere auf der Langbahn

noch lange nicht. „Ich komme wieder, denn ich bin ja noch jung“, rief er allen

zu und bekam dafür großen Applaus. • Text u. Foto: Rudi Hagen

Lukas Fienhage

auf dem Wege der Besserung

Lukas Fienhage will bald wieder

mit dem Motorrad auf der Bahn aktiv

sein. Der 18-jährige Niedersachse

aus Lohne war beim Challenge

zur Langbahn-WM 2019 auf

dem Leineweberring in Bielefeld

ohne eigenes Verschulden schwer

gestürzt und hatte sich dabei das

linke Handgelenk gebrochen.

Vor dem Start in Bielefeld war

Lukas Fienhage noch guter Dinge

„Ich bin in die Kurve gefahren und

habe dann noch gesehen, wie sich

Paul Cooper und Jesse Mustonen

ins Gehege und irgendwie beide

zu Sturz gekommen sind“, erinnerte

sich der Youngster an das

Geschehen, „Jesse ist dann so

blöd vor mein Motorrad gerutscht,

dass ich in ihn reingefahren bin.“

Michael Härtel:

„Bis bald wieder auf der Bahn“

Der 16. Juni war ein schwarzer Tag

im Leben des Michael Härtel. Beim

Langbahn-GP in La Réole in Südfrankreich

wurde der Dingolfinger

bei der Zieldurchfahrt von Martin

Smolinski abgeräumt. Besser gesagt

von dessen Motorrad. Dem

Olchinger war ein Überholmanöver

missglückt, dabei prallte er in

die Bande, sein Bike flog auf die

Mitte der Bahn zurück, direkt in

Härtels Linie. Der Vizeweltmeister

krachte mit Vollgas hinein, der Zusammenstoß

war furchterregend.

Härtels Motorrad flog anschließend

noch über die Bande in die

Sicherheitszone.

Nach einer missratenen OP in

Frankreich wurden bei einer Zweitdiagnose

in Landshut Brüche an

Elle und Speiche im rechten Unterarm

bei Härtel festgestellt, auch

der Handwurzelknochen und das

Kahnbein in der Hand waren beschädigt.

In einer sehr aufwändigen

Operation wurde das Kahnbein verschraubt und in den Unterarm wurde

eine Titanplatte eingesetzt, die die Knochen zusammenhält. „Was

sonst noch in der Hand kaputt ist, die ganzen kleinen Knochen, das muss

so wieder zusammenwachsen“, sagte der 20-Jährige jetzt. „Da das Kahnbein

Ruhe braucht, trage ich momentan eine spezielle Schiene für die

Hand. Mir geht es den Umständen entsprechend, wann ich wieder fahren

kann, ist schwer zu sagen. Ich hoffe, dass ich Mitte bis Ende August wieder

dabei bin.“

Bis dahin fährt Michael Härtel viel mit dem Fahrrad, um seine allgemeine

Fitness und die Ausdauer zu stärken. Dazu kommt die verstärkte Arbeit in

der Physiotherapie, um die Hand wieder beweglich zu machen, wenn die

Ärzte grünes Licht geben. Mental geht es dem Speedway-Profi, der für Ipswich

in England fährt und der in dieser Saison den Langbahn-WM-Titel im

Visier hatte, nach eigenen Aussagen wieder gut. Aber: „Ich muss mich damit

abfinden oder besser anfreunden, dass es so ist, wie es ist. Klar kann

ich mich bei Herrn Smolinski für das alles bedanken, aber ändern kann ich

es eh nicht und trauern hilft auch nicht.“

Das Team Härtel richtet jetzt das Motorrad wieder her und wenn Michaels

Hand wieder in Ordnung ist und er die nötige Kraft wiedererlangt hat, soll

es wieder losgehen. Finanziell ist der Schaden auf jeden Fall nicht unerheblich.

„Klar gehen mir eine große Menge an Rennen flöten und damit

auch der komplette Verdienst. Das ist eines der größten Probleme, denn

ich hatte einige Flüge im Voraus gebucht, die jetzt alle verfallen sind und

damit auch das Geld. Und natürlich sind auch die Chancen auf eine gute

Platzierung in der WM weg, aber nun ist es so, wie es ist. Auf jeden Fall rufe

ich meinen Fans zu: „Bis bald wieder auf der Bahn.“

• Text: Rudi Hagen; Foto: Klaus Goffelmeyer

Mulmshorn verlegt

Das Junioren-Speedwayrennen des MSC Mulsmshorn wurde vom 8. Juli

auf den 23. September verschoben. Alle Nennungen behalten ihre Gültigkeit.

4 BAHNSPORT AKTUELL August '18


Hör mal,

wer da spricht

Heute:

Lars Klimek

Lars Klimek hat ein super Hobby,

er ist an Wochenenden als Sprecher

bei Sand- und Grasbahnrennen

sowie beim Speedway tätig.

Der 42-Jährige, der in Lünen wohnt

und in Bielefeld arbeitet, Vater einer

Tochter und eingebunden in eine

feste Partnerschaft ist, kam

durch seine Eltern zum Bahnsport.

„Sie haben mich schon im Kinderwagen

mitgenommen“, erinnert

sich der Westfale, der später

selbst Kart fuhr, auch mal im Gespann

von Markus Gössing als Beifahrer

in der B-Lizenz saß und bei

Christian Hülshorst und anderen

am Bike schraubte.

Zur Moderation kam Klimek vor 13 Jahren durch eine Bekannte, die ihn in

Neuenknick bei deren Clubmeisterschaften ins Sprecherteam mit einband.

„Danach kam dann eins zum anderen“, so Klimek, „die Veranstalter

fragten mich, ob ich bei ihnen auch sprechen könnte und so bin ich mittlerweile

bei den Rennen in Neuenknick, Mulmshorn, Rastede, Norden,

Osnabrück, Moorwinkelsdamm, Werlte, Bad Hersfeld und Hertingen tätig,

sei es als Sprecher oder als Co-Moderator. Als Hauptsprecher moderiert

man das komplette Geschehen und sagt auch immer die Punkte

durch, manchmal ist man auch für die Musik verantwortlich und als Co ist

man mehr der rasende Reporter, der im Fahrerlager auf Stimmenfang

geht und Hintergründe aufklärt.“

Die nötigen Informationen zum jeweiligen Renntag holt sich Lars Klimek

über das Internet und vor Ort. Und, was wichtig ist: „Ich kenne die Fahrer

alle, so hat man einen besseren Zugang.“ Dass man aber durchaus auch

mal daneben liegen kann, weiß Klimek aus bitterer Erfahrung: „Ich habe

mal in Diedenbergen in einem Interview mit Kai Huckenbeck Kai Dorenkamp

zu ihm gesagt. Das war schon sehr unangenehm. Beide sind Superkumpels

von mir. Dass ich sie da in einen Eimer geworfen habe, tut mir

heute noch leid, aber es ist nun mal passiert.“

Da nehmen sich kaputte Mikros, aus der Buchse gerutschte Kabel und

leere Batterien als immer mal wieder auftretende Missgeschicke recht

harmlos aus. Gar nicht gern kommentiert Lars Klimek Stürze und Verletzungen.

„Ich finde es gut, wenn Spannung im Rennen ist, aber die Hauptsache

ist, alles bleibt unfallfrei. Einen Traum hat Klimek noch: „Einen

Speedway Grand Prix zu moderieren, das wäre mal ein Highlight.“

• Text u. Foto: Rudi Hagen

Speedway-WM - Grand Prix 5

Cardiff/GB - 21.7.2018

Cook angekommen?

Die größte Überraschung beim England-GP

dürfte das Abschneiden von

Craig Cook mit 9 Punkte gewesen sein.

Im GP angekommen oder nur Heimvorteil?

Die Zukunft wird’s weisen. Alles

Weitere in der September-Ausgabe.

Ergebnis:

1. Bartosz Zmarzlik, PL, 19 Punkte; 2. Tai Woffinden,

GB, 16; 3. Maciej Janowski, PL, 12; 4. Greg Hancock,

USA, 12; 5. Patryk Dudek, PL, 10; 6. Przemyslaw

Pawlicki, PL, 10; 7. Craig Cook, GB, 9; 8. Emil Saifutdinow,

RUS, 8; 9. Chris Holder, AUS, 7; 10. Fredrik

Lindgren, S, 7; 11. Matej Zagar, SLO, 6; 12. Artem Laguta,

RUS, 6; 13. Nicki Pedersen, DK, 6; 14. Jason

Doyle, AUS, 5; 15. Martin Vaculik, SK, 3; 16. Robert

Lambert, GB, 1.

Stand (nach 5 von 10 Rennen): 1. Woffinden,

81 Punkte; 2. Lindgren, 61; 3. Janowski, 59; 4. Saifutdinow,

56; 5. Zmarzlik, 55; 6. Hancock, 53; 7. Laguta,

47; 8. Dudek, 46; 9. Doyle, 40; 10. Holder, 38;

11. Zagar, 34; 12. Pederden, 31; 13. Pawlicki, 24;

14. Cook, 18; 15. Niels-Kristian Iversen, DK, 9; 16.

Vaculik, 7.

Speedway-Junioren-WM - Finale 2

Leszno/PL - 22.7.2018

Drabik im Plan

Maksym Drabik fuhr im Alfred-

Smoczyk-Stadion die Konkurrenz in

Grund und Boden. Der Pole erzielte ein

fabelhaftes Punktemaximum und

steht kurz vor seiner erfolgreichen Titelverteidigung.

Vor dem abschließenden

Finalrennen in Pardubice hat er

6 Zähler mehr als der zweitplatzierte

Bartosz Smektala.

Ergebnis:

1. Maksym Drabik, PL, 21 Punkte; 2. Bartosz Smektala,

PL, 18; 3. Daniel Bewley, GB, 14; 4. Dominik Kubera,

PL, 13; 5. Robert Lambert, GB, 13; 6. Andreas

Lyager, DK, 10; 7. Wiktor Lampart, PL, 9; 8. Joel

Kling, S, 8; 9. Patrick Hansen, DK, 8; 10. Filip Hjelmland,

S, 5; 11. Daniel Kaczmarek, PL, 5; 12. Frederik

Jakobsen, DK, 5; 13. Nick Skorja, SLO, 5; 14. Robert

Chmiel, PL, 3; 15. Davis Kurmis, LV, 1; 16. Daniel

Spiller, D, 0.

Stand (nach 2 von 3 Rennen): 1. Drabik, 41 Punkte;

2. Smektala, 35; 3. Lambert, 30; 4. Kubera, 25;

5. Bewley, 21; 6. Lyager, 17; 7. Jakobsen, 16; 8. Hansen,

15; 9. Kling, 14; 10. Kaczmarek, 13.

LETZTE MELDUNGEN

Speedway-Paar-EM- Semifinale 2

Lonigo/I - 21.7.2018

Italiener im Finale

Die Teams aus Schweden und Italien

qualifizierten sich fürs Finale in Brovst.

Die Performance der Gastgeber war sicherlich

eine große Überraschung. Michele

Paco Castagna erzielte vier Siege

und kam auf 13 Punkte. Das englische

Duo gehörte vor dem Rennen zu den

Favoriten, aber Richard Lawson hatte

angeblich Probleme am Flughafen und

kam nicht nach Italien. Adam Ellis hatte

allein keine Chance, den Endlauf in

Brovst zu erreichen, obwohl er punktbester

Fahrer des Semifinals war. Der

Pilot musste sich nur Castagna beugen.

Überraschend landeten die

Tschechen in Lonigo hinter den Italienern

und schieden aus. Vaclav Milik

fuhr unter den Erwartungen und wurde

in der Rennendphase durch Eduard

Krcmar ersetzt.

Ergebnis:

Qualifiziert für Finale in Brovst/DK am 1.9.:

1. Schweden, 21 Punkte (Oliver Berntzon 11, Linus

Sundström 10); 2. Italien, 20 (Nicolas Covatti 7, Michele

Paco Castagna 13, Nicolas Vicentin N).

Ausgeschieden: 3. Tschechien, 16 (Vaclav Milik 5,

Josef Franc 2, Eduard Krcmar 9); 4. Großbritannien,

14 (Adam Ellis 14, Richard Lawson N); 5. Slowenien,

12 (Nick Skorja 0, Matic Ivacic 9, Denis Stojs 3);

6. Rumänien, 7 (Marian Gheorghe 2, Marian-Sorin

Gheorghe 5).

Team-Cup + dmsj - Olching -

21./22.7.2018

Regenopfer

Die Veranstaltung in Olching musste

leider wegen Dauerregens komplett

abgesagt werden. Der neue Termin für

den Team Cup steht noch nicht fest. Für

das DMSJ-Finale hat der Club als neuen

Termin den 15.9. vorgesehen. Mehr darüber

in der September-Ausgabe.


W

übern

SPEEDWAY-WM

Grand Prix 3 - Horsens/DK

Tai Woffinden triumphierte in der CASA Arena

und führt die WM an. Greg Hancock kam zum ersten Mal

aufs Podium. Fredrik Lindgren überstand die Vorläufe nicht.

Tai Woffinden vor Artem Laguta und Greg Hancock

Maciej Janowski hatte in den letzten zwei Jahren

in Horsens gewonnen und galt vor dem

Rennen als einer der größten Favoriten. Diesmal

aber wurde ein anderer Fahrer zum „König

von Horsens“ gekürt. Tai Woffinden kam als

WM-Zweiter nach Dänemark und hatte nur einen

Punkt Rückstand auf den WM-Führenden

Fredrik Lindgren. Der Engländer zeigte sich auf

der 272 Meter langen Bahn in hervorragender

Form, aber schon sein erster Lauf hätte für den

27-Jährigen sehr böse enden können. „Der

Rennanfang war für mich beunruhigend. Ich

jagte Emil Saifutdinow und wir wären beinahe

schwer gestürzt. Ich habe sein Hinterrad touchiert,

aber wir konnten uns zum Glück auf den

Maschinen halten. Nach dem Lauf habe ich

mich bei Emil entschuldigt“, schilderte „Woffy“

den Vorfall. Er kam als Zweiter ins Ziel. Im

dritten Durchgang stürzte der zweifache Weltmeister

in der Startkurve, aber Craig Ackroyd

aus England ordnete die Wiederholung mit allen

vier Fahrern an. Es war ein typischer „Domino-Effekt“

und es gab für den Engländer, der

von der Außenbahn fuhr, in der Kurve keinen

Platz mehr. Im Re-run wurde Woffinden Dritter.

„Nach dem Rennen haben wir eine kleine Korrektur

vorgenommen, die sich später als entscheidend

erwies. Ich war sehr schnell, aber

das soll nicht heißen, dass die Startplatzwahl

keine Rolle spielte. Ganz im Gegenteil, es war

sehr wichtig“, so der Fahrer. Danach holte er

zwei Siege und schloss die Vorläufe mit 12 Zählern

als Erster ab. Im Semifinale fuhr „Woffy“

von der Innenbahn, legte einen Bombenstart

hin und siegte ungefährdet. Auch vor dem Finale

entschied sich der Engländer für Gate

1 und lag damit völlig richtig. Er gewann wieder

den Start und kreuzte als Sieger den Zielstrich.

„Die erste Startbahn war mit Abstand am besten.

Sie war sehr vorteilhaft, garantierte aber

natürlich weder im Semifinale noch im Finale

den Sieg. Das ist ja Speedway und es kann

sehr viel passieren“, betonte der Tagessieger.

Woffinden gewann zum zweiten Mal in dieser

Saison und es ist insgesamt sein neunter GP-

Triumph. Dank 18 Zählern übernahm der Pilot

die WM-Führung.

Artem Laguta ist sicherlich die Entdeckung der

GP-Saison. Der Russe bewies in Dänemark einmal

mehr, dass er zur Weltelite gehört. Doch

der Rennanfang verlief für den 27-Jährigen alles

andere als gut. Er fuhr von Gate 2 und blieb

ohne Punkte. In den weiteren Qualiläufen sammelte

der Russe fleißig Punkte und kam gerade

noch als Achter ins Semifinale. In Heat 22 vermieste

der Pilot den dänischen Fans die Laune,

als er in der dritten Runde Nicki Pedersen überholt

und so den dreifachen Weltmeister aus

dem Wettbewerb rausgeworfen hatte. Laguta

kam hinter Greg Hancock als Zweiter ins Ziel

und stand zum zweiten Mal in diesem Jahr im

Endlauf. Der Fahrer aus dem russischen Fernen

Osten wehrte im Finale alle Angriffe des US-

Amerikaners erfolgreich ab und wurde Tageszweiter.

Er erkämpfte zusammen 12 Punkte

und liegt in der WM-Wertung an 4. Position.

Sein Rückstand auf Woffinden beträgt schon

16 Zähler.

In den GP-Runden in Warschau und Prag verpasste

Hancock das Semifinale knapp. In bei-

6 BAHNSPORT AKTUELL August '18


FFY

mt Führung

Greg Hancock,

Tai Woffinden und

Artem Laguta (v.l.)

Schon vorher gut

aufgelegt: Tai

Woffinden und

Greg Hancock

• Foto: Daniel Sievers

den Hauptstädten musste sich der vierfache

Weltmeister jeweils mit Rang 10 begnügen.

Doch in Horsens fand der 48-Jährige zu alter

Stärke zurück. In den Vorläufen erzielte der in

Schweden wohnhafte Fahrer zwei Siege und

schloss diese Rennphase mit 12 Zählern als

Zweitbester ab. Hancock gewann seinen Semifinallauf

souverän, aber im Finale kam er nicht

über den 3. Platz hinaus. Der gebürtige Kalifornier

bestieg zum 68. Mal in seiner sportlichen

Laufbahn das GP-Podest. Er erkämpfte in der

CASA Arena 16 Punkte und verbesserte sich im

WM-Klassement um vier Positionen. Er ist momentan

Fünfter, setzte sich aber ein ehrgeiziges

Ziel. „Solange ich im GP fahre, wird mich

nur der WM-Titel interessieren. Heute war das

für mich ein wichtiges Rennen, weil ich denke,

das ist endlich der Durchbruch. Nun kann es

nur noch besser werden“, sagte der US-Amerikaner.

Jason Doyle konnte bisher an seine weltmeisterliche

Form vom Vorjahr nicht mal annähernd

anknüpfen, aber in Jütland bot er eine gute

Leistung. Trotz eines Reinfalls im zweiten

Durchgang, als der Australier Letzter wurde,

kam er in den Vorläufen auf 10 Punkte und

überstand diese Rennphase unbeschadet. In

Heat 21 kreuzte der Titelverteidiger hinter

„Woffy“ als Zweiter die Ziellinie und kam zum

ersten Mal in diesem Jahr in den Endlauf. Doch

das Finalrennen endete für den 32-Jährigen

schneller, als er wollte. Doyle wurde wegen unkorrekten

Starts verwarnt. Da ihm dieses Malheur

an diesem Renntag zum zweiten Mal passierte,

schickte der Referee den Fahrer zurück

ins Fahrerlager. Doyle musste sich kampflos

mit dem 4. Platz begnügen.

Nicki Pedersen zeigte sich vor eigenem Publikum

in guter Form. Der Skandinavier siegte im

Auftaktlauf unangefochten, aber in Heat 9 erhielt

er einen Dämpfer, als er nicht ins Geschehen

eingreifen konnte und Letzter wurde. Dank

zweier Siege im weiteren Verlauf der Qualifikation

kam der 41-Jährige auf respektable

11 Punkte und zog als Drittbester ins Semifinale

ein. Vorher jedoch, in Heat 13, sorgte der

dreifache Weltmeister für Kontroversen. Er

kämpfte mit Michael Jepsen Jensen und Przemyslaw

Pawlicki um die Führung. Nach einer

waghalsigen Aktion, als er seinen Landsmann

fast zu Fall gebracht hätte, ging er als Erster in

die Kurve, konnte aber die Innenlinie nicht halten.

Er ließ eine Lücke, was Jensen sofort ausnutzte.

Es kam zwischen beiden Fahrern zu einer

kleinen Berührung und Pedersen stürzte.

Schiedsrichter Ackroyd brach den Lauf ab und

disqualifizierte Jensen, der mit der Entscheidung

überhaupt nicht einverstanden war. „Es

reicht schon, Pedersen leicht zu berühren und

schon geht er zu Boden. Nicki stieß sich vorher

von der Bande ab und hätte dabei fast eine

schwere Kollision verursacht. Der Referee

müsste das eigentlich gesehen haben, reagierte

aber nicht“, sagte der 26-Jährige. Im Semifinale

kam es wieder zu einer ähnlichen und wieder

sehr umstrittenen Situation. Pedersen

ging zunächst in Front, machte jedoch in der

zweiten Kurve einen Fehler und ließ sich etwas

nach außen treiben. Bartosz Zmarzlik stach so-

August '18 BAHNSPORT AKTUELL 7


SPEEDWAY-WM

fort in die Lücke, doch der Däne zog sofort

nach innen und es kam zu einer Kollision. Wie

sie endete, ist unschwer zu erraten. Pedersen

stürzte erneut und der Unparteiische schloss

den Polen vom Re-run aus. Man kann sich des

Eindruckes nicht erwehren, dass der Däne in

beiden Fällen nach begangenen Fehlern die

Kontakte suchte und die Fouls provozierte. In

der Wiederholung des zweiten Semifinalheats

lag Pedersen zwei Runden lang hinter Hancock

an 2. Stelle, doch dann griff Laguta an und ging

am Dänen so schnell vorbei, dass der gar nicht

reagieren konnte. Mit insgesamt 12 Zählern

belegte der Skandinavier Tagesrang 5.

Emil Saifutdinow stand in Prag auf dem Podest,

konnte aber in Dänemark nicht an diese

Leistung anknüpfen. Der Russe erkämpfte im

dänischen GP in der Quali 10 Punkte, aber im

Semifinale wurde er nur Dritter und konnte seine

Technik vorzeitig packen. Der 28-Jährige lieferte

sich zwar mit Doyle einen spannenden

Fight, musste jedoch am Ende den Kürzeren

ziehen. Die Polen erlitten in der CASA Arena eine

empfindliche Niederlage, denn nur einer

von ihnen überstand die Vorläufe. Bartosz

Zmarzlik verzeichnete in dieser Phase zwei

Siege und schrieb 10 Punkte, doch nach der

bereits erwähnten Disqualifikation schied der

23-Jährige aus und wurde Siebter. Chris Holder

hatte in der Qualifikation zwei Dreier vorzuweisen,

aber im Semifinale konnte der Australier

seine Rivalen nicht gefährden und landete

letztendlich auf Rang 8.

Fredrik Lindgren kam als WM-Führender nach

Horsens, konnte seine Spitzenposition aber

nicht halten. Der 32-Jährige fing verheißungsvoll

mit einem Sieg an, aber danach lief es für

ihn mehr schlecht als recht. In Lauf 10 berührte

der Skandinavier das Startband und wurde

disqualifiziert. Im letzten Qualiheat lag Lindgren

über drei Runden lang in Führung, aber

dann überholte ihn Woffinden. Hätte der

Schwede das Rennen gewonnen, hätte er sich

für die nächste Runde qualifiziert. Lindgren

wurde am Ende mit nur 7 Zählern Neunter und

Nicki Pedersen zeigte zu Hause mit 12 Punkten

und drei Heatsiegen eine gute Leistung, hier vor

Matej Zagar (blau), Emil Saifutdinow (gelb)

und Mikkel Bech (weiß)

verlor infolgedessen die WM-Führung. Der Fahrer

liegt in der Gesamtwertung zwar an 2. Stelle,

hat aber schon 10 Punkte weniger als Woffinden.

Ähnlich wie Lindgren, fuhr auch Patryk

Dudek in Dänemark deutlich unter den Erwartungen.

Als der Pole in Rennen 15 keine Punkte

schreiben konnte, hatte er keine Chance mehr,

das Semifinale zu erreichen. Da brachte auch

sein Sieg im letzten Durchgang, als er von der

Innenbahn fuhr, nichts mehr. Der 26-Jährige

klagte danach zu Recht über die schlechte

Bahnpräparation. Die Startplätze waren in der

CASA Arena nicht gleich gut. „Die dritte Startbahn

hat mich fertiggemacht (Dudek fuhr zweimal

von diesem Platz und erzielte einen Punkt,

Anm. der Red.). Sie machte heute den Unterschied.

Von Anfang an war es sehr schwierig,

die Technik optimal abzustimmen. Erst mein

drittes Motorrad war ziemlich schnell. Mein

bester Motor, den ich überholen ließ und gerade

vom Tuner abgeholt habe, ging fest. Das

war nicht mein Tag. Es gab heute kaum spannende,

vom Kampf geprägte Läufe. Meistens

reichte es, innen zu fahren“, erzählte der Vizeweltmeister.

Matej Zagar kam auf insgesamt

5 Punkte, aber der Slowene konnte nicht weniger

als dreimal keine Punkte erzielen. Im Endeffekt

wurde der 35-Jährige Elfter.

„Aller guten Dinge sind drei“, dachte sich Maciej

Janowski sicherlich vor dem Rennen. In Bezug

auf seine Performance in Horsens schien

die Redewendung nicht zuzutreffen. Nach zwei

Triumphen in Folge im dänischen GP, schied

„Magic“ am 30. Juni schon nach 20 Heats

sang- und klanglos aus. Er konnte keinen einzigen

Lauf gewinnen und belegte mit 5 Zählern

Tagesrang 12. Dadurch rutschte der Pole im

WM-Klassement um drei Plätze zurück und war

nun mit 20 Punkten Rückstand auf Woffinden

Siebter. Michael Jepsen Jensen fuhr in der

CASA Arena mit der Wildcard und man muss

sagen, dass „Liglad“ unter Wert geschlagen

wurde. Er wurde mit 4 Punkten Vierzehnter,

wobei seine Ausbeute etwas stattlicher ausgefallen

wäre, hätte man ihn nach dem Vorfall mit

Pedersen nicht disqualifiziert. Martin Vaculik

bestritt nach seiner Beinverletzung das erste

GP-Rennen, aber er schien gesundheitlich

noch nicht so weit zu sein, um ein ebenbürtiger

Gegner für die Weltelite zu sein. Der 28-

Jährige nutzte im ersten Durchgang aus, dass

er von der Innenbahn fuhr und holte 3 Punkte,

aber danach erkämpfte er keine Punkte mehr.

Vor dem letzten Durchgang gab Vaculik auf und

packte seine Motorräder. Obwohl Craig Cook

sich aus eigener Kraft für den GP qualifiziert

hatte, zweifelt wohl mittlerweile keiner mehr

daran, dass der Engländer nichts im GP verloren

hat. Er erzielte in den bisherigen GP-Runden

jeweils 2 Pünktchen und hatte immer die

rote Laterne. Es bleibt zu hoffen, dass der

31-Jährige wenigstens im britischen GP in Cardiff

mit der Konkurrenz mithalten kann.

Dass der Speedway-GP mit der Fußball-WM

nicht konkurrieren kann, ist Tatsache. Nur zirka

8000 Zuschauer sahen sich das Rennen an.

Hätte die dänische Fußballmannschaft auch

am 30. Juni gespielt, hätte der GP in der CASA

Arena sicherlich vor halbleeren Rängen stattgefunden.

„Zum Glück“ wurden die Dänen in

ihrer Gruppe nur Zweite und bestritten ihr Achtelfinalspiel

gegen Kroatien erst am Sonntag.

Man muss sich die Frage stellen, ob es Sinn

macht, mit der Fußball-WM konkurrieren zu

wollen. Es wäre sicherlich besser für die Organisatoren,

der populärsten Sportart der Welt

aus dem Weg zu gehen und GP-Runden vor und

nach, aber nicht während der Fußball-WM

durchzuführen.

Dass die Kritik von Dudek an der Präparation

der Startplätze berechtigt war, zeigt die Statistik

der gewonnenen Läufe. Nicht weniger als

16-mal siegten in der CASA Arena Fahrer, die

von Startbahn A starteten. Viermal holte man

Dreier von Startbahn D, zweimal von Startbahn

B und nur ein einziges Mal von Startbahn C.

Wenn man diese Zahlen sieht, kann man ernsthaft

von Wettbewerbsverzerrung sprechen.

Wenn man so was unter „Bahnpräparation“

versteht, könnte man eigentlich den Sieger

gleich nach der Verlosung der Startnummern

küren, ohne am nächsten Tag Rennen fahren

zu müssen. Logischerweise gab es in Horsens

im Vergleich zu vergangenen Jahren sehr wenig

spannende Läufe und Überholvorgänge.

• Text: Georg Dobes; Fotos: Jarek Pabijan

- WM-Tabelle siehe Seite 11 -

8 BAHNSPORT AKTUELL August '18


Grand Prix 4 - Hallstavik/S

Maciej Janowski gewann

in Schweden und meldete

seine Anwartschaft auf eine

WM-Medaille an.

Tai Woffinden wurde Vierter,

baute seinen Vorsprung

jedoch weiter aus.

Janowski top

Schweden-Sieger

Maciej Janowski (rot) gegen

Bartosz Zmarzlik (blau),

Fredrik Lindgren (weiß)

und Martin Vaculik (gelb)

Zum ersten Mal fand ein GP in Hallstavik statt.

Die Kleinstadt mit zirka 4500 Einwohnern liegt

ungefähr 100 Kilometer nördlich von der

schwedischen Hauptstadt entfernt und ersetzte

die GP-Runde, die in den letzten fünf Jahren

in der Stockholmer Friends Arena ausgetragen

wurde. Hallstavik ist überwiegend aufgrund

seiner Papierfabrik und dem Speedwayteam

von Rospiggarna („Rosarote Schweinchen“)

bekannt.

Eine Woche zuvor hatten die polnischen GP-

Teilnehmer in Horsens eine bittere Niederlage

erlitten. Diese rief in Polen heftige Kritik hervor.

Andrzej Witkowski, Ehrenvorsitzender des

polnischen Verbandes PZM, warf den Sportlern

unter anderem vor, sie hätten die Mentalität

von Kleinsparern und nicht von Weltmeistern.

Ob die harten Worte des Funktionärs einen mobilisierenden

Einfluss auf die Fahrer hatten, ist

schwer zu sagen. Eines steht allerdings fest:

Mindestens zwei Polen fuhren in Hallstavik wie

ausgewechselt. Maciej Janowski überstand in

Dänemark nicht mal die Vorläufe und man befürchtete

schon, dass er in dieser Saison große

Probleme haben könnte, unter den Topacht zu

bleiben. In den vergangenen Jahren war es

nämlich so, dass der Pole einen starken Saisonanfang

hatte und danach allmählich nachließ.

In Orionparken, wo sich die HZ Bygg Arena

befindet, zeigte „Magic“, dass sein schwaches

Abschneiden in der CASA Arena nur ein

Arbeitsunfall war, obwohl der Rennanfang alles

andere als traumhaft war. Von der Außenbahn

startend, ging Janowski leer aus, doch

danach zeigte er seinen Gegnern den Auspuff.

Der Pole erzielte vier Siege und schloss mit

12 Punkten als Drittbester die Vorläufe ab. Der

zweite Semifinallauf musste wiederholt werden,

weil Emil Saifutdinow stürzte und die

Bahn nicht rechtzeitig verlassen konnte. Im Rerun

meldete sich Janowski zum fünften Mal als

Sieger im Ziel. Im Finale kam der 26-Jährige

von der Innenbahn startend am besten aus

den Bändern und holte einen Start-Ziel-Sieg,

während ein unerbittlicher Fight hinter seinem

Rücken tobte. Der Pole stand zum fünften Mal

in seiner GP-Karriere ganz oben auf dem Podium.

„Ich bin glücklich. Diesen Erfolg hätte es

nicht gegeben, hätte ich mein Team nicht gehabt.

Es besteht aus meinen zwei Brüdern und

einem Schulfreund. Alle haben heute einen tollen

Job gemacht. Mit Hallstavik bin ich emotional

verbunden. Rospiggarna war mein erstes

schwedisches Team. Der Rennanfang war nicht

verheißungsvoll, aber das hat mich nicht demotiviert.

Der Startplatz war nass und neben

mir standen drei Weltmeister. Danach habe ich

eine kleine Korrektur an meiner Technik vorgenommen,

die sehr effektiv war“, erzählte der

Sieger nach dem Rennen. „Magic“ erkämpfte

auf der 289 Meter langen Bahn insgesamt

18 Punkte und verbesserte sich in der WM-Wertung

um drei Plätze. Er ist momentan Vierter.

Auch Fredrik Lindgren möchte die dänische GP-

Runde in Horsens schnellstens vergessen.

Ähnlich wie Janowski, konnte der Schwede

schon nach 20 Heats seine Motorräder packen.

In Hallstavik lief es für den 32-Jährigen wesentlich

besser. In der Qualifikation verzeichnete

Lindgren zwei Siege und mit 11 Zählern zog er

ins Semifinale ein. In Heat 21 lag der Skandinavier

zunächst an 3. Stelle, konnte aber bald

Greg Hancock überholen und qualifizierte sich

für den Endlauf. Dort lieferte sich Lindgren mit

Bartosz Zmarzlik und Tai Woffinden einen

spannenden Kampf, aus dem er letztendlich

als Sieger hervorging und Tageszweiter wurde.

„Ich freue mich, dass ich mich nach dem Rennen

in Horsens mental aufbauen konnte. Es

war schwierig für mich und ich brauchte dafür

einige Tage. Darum bin ich über mein Resultat

sehr froh. Umso mehr, dass es mir vor schwedischen

Fans gelang“, sagte der Fahrer. Er

schrieb in seiner Heimat insgesamt 15 Punkte

und festigte seine 2. WM-Platzierung, doch der

Rückstand auf Woffinden beträgt schon 11 Zähler.

Bartosz Zmarzlik war der einzige Pole, der eine

Woche zuvor das Semifinale erreicht hatte. In

Schweden kämpfte der 23-Jährige verbissen

um jeden Punkt und hatte nach drei Durchgängen

schon 8 Zähler auf dem Konto. Zmarzlik

kam in den Vorläufen auf 10 Punkte und zog in

die nächste Runde ein. In Rennen 22 führte er

deutlich, ehe der Lauf wegen eines Sturzes von

Saifutdinow abgebrochen wurde. In der Wiederholung

lag der Pole über drei Runden lang

hinter dem Russen an 3. Stelle, bis er eine kleine

Lücke am Zaun fand und am perplexen Saifutdinow

vorbeizog. Im Endlauf war Zmarzlik

zunächst Letzter, aber danach überholte er

Woffinden und kam auf die niedrigste Podeststufe.

„Ich bin sehr froh, dass ich mich überhaupt

für das Finale qualifizieren konnte. Das

heutige Rennen war sehr anspruchsvoll. Von

Anfang an war es schwierig, aber von Lauf zu

Lauf lief es für mich immer besser. Wir haben

die richtigen Korrekturen vorgenommen. Auch

wenn ich nicht gewinnen konnte, spürte ich,

dass meine Technik sehr schnell ist. Das Finale

war dynamisch. Zunächst konnte ich keinen

August '18 BAHNSPORT AKTUELL 9


SPEEDWAY-WM

Zweiter in Hallstavik

und Zweiter in der WM-Tabelle:

Fredrik Lindgren, hier gegen

Exweltmeister Chris Holder

Platz finden, doch dann fuhr ich zwischen Woffinden

und Lindgren. Danach versuchte ich

noch, Fredrik zu schnappen, aber mit dem

3. Rang bin ich auch sehr zufrieden“, erzählte

der Pole.

Tai Woffinden ist weiterhin auf WM-Kurs. Der

Engländer hatte in der Qualifikation drei Siege

vorzuweisen und war mit 13 Punkten bester Pilot

dieser Rennphase. Im Semifinale ließ er

seinen Gegnern keine Chance, doch im Finale

kam der 27-Jährige nicht über den letzten Rang

hinaus. Woffinden war zunächst Zweiter, wurde

jedoch in der zweiten Runde nach einem

kleinen Fahrfehler durchgereicht. Nichtsdestotrotz

war der Engländer über sein Resultat alles

andere als enttäuscht. „Ich bin sehr zufrieden.

Ich kam nach Hallstavik, um möglichst

viele Punkte zu holen, und es ist mir gelungen,

meinen Vorsprung in der Gesamtwertung um

einen Zähler zu vergrößern. Ein Zähler klingt

vielleicht nicht so überwältigend, aber man

weiß ja nicht, ob er am Saisonende nicht entscheidend

sein wird. Im Finale fehlte mir ein

Quäntchen Glück, um aufs Podium zu kommen,

aber ich habe meinen Job heute gemacht“,

sagte „Woffy“. Er erkämpfte in Hallstavik

insgesamt 16 Punkte.

Emil Saifutdinow errang in den Vorläufen drei

Siege und war punktgleich mit dem WM-Leader.

Doch im direkten Duell unterlag er dem

Engländer. Im Semifinale war der Russe an

letzter Stelle weit abgeschlagen. Ende der

zweiten Runde versuchte er, außen an Laguta

vorbeizuziehen, obwohl dort kein Platz zum

Überholen war. Im Endeffekt stürzte der

28-Jährige in der Kurve sanft und der Schiedsrichter

Artur Kusmierz aus Polen brach den

Lauf ab. Laguta wurde disqualifiziert und Saifutdinow

bekam seine zweite Chance, die er jedoch

letztendlich nicht nutzen konnte. Da der

Russe hinter Janowski und Zmarzlik Dritter

wurde, schied er aus und belegte Tagesrang 5.

10 BAHNSPORT AKTUELL August '18

Dank seiner 14 Punkte konnte er seine 3. WM-

Position halten, hat aber nur einen Zähler

mehr als Janowski und 6 weniger als Lindgren.

Greg Hancock konnte nicht an seinen Erfolg

von Horsens anknüpfen. Der vierfache Weltmeister

hatte einen rabenschwarzen Rennanfang.

Nach zwei Durchgängen hatte der in

Schweden wohnhafte Pilot nur einen Punkt,

doch danach konnte er sich enorm steigern

und schloss die Qualis mit 9 Zählern ab. Im Semifinale

kam der 48-Jährige nicht über den

3. Platz hinaus und landete schließlich auf Tagesrang

6. Jason Doyle schrieb in den Vorläufen

9 Punkte, griff aber im Semifinale nicht ins

Geschehen ein und wurde Letzter. Der (noch)

amtierende Weltmeister liegt im WM-Klassement

zurzeit an 9. Stelle und hat 30 Punkte weniger

als „Woffy“.

Artem Laguta zeigte eine inkonstante Performance.

Einerseits hatte der Russe zwei Siege

zu verzeichnen, andererseits kam er zweimal

als Letzter ins Ziel. Nach der bereits erwähnten

Disqualifikation im Semifinale musste sich der

27-Jährige mit Platz 8 begnügen.

Nach drei Durchgängen schien es, als ob Matej

Zagar sich fast mühelos für die nächste Runde

qualifizieren würde. Der Slowene hatte bereits

6 Zähler, aber in den restlichen Rennen erkämpfte

er nur einen Punkt und schied als

Neunter aus. Andreas Jonsson und Chris Holder

waren mit dem 35-Jährigen punktgleich. Da

sie jedoch keinen Sieg verbuchen konnten, belegten

sie Rang 10 bzw. 11. Jonsson fuhr in der

HZ Bygg Arena mit der Wildcard und man hätte

vom mittlerweile 37-jährigen Schweden etwas

mehr erwarten können.

Patryk Dudek überstand erneut nicht die Qualifikation.

Der Vizeweltmeister war nach drei

Durchgängen ziemlich optimistisch, aber in

Heat – nomen est omen – 13 beging er einen

Fehler, der ihn im Endeffekt aus dem Rennen

warf. Der Pole legte einen guten Start hin, aber

danach ließ Lindgren ihm

keinen Platz an der Bande

und Dudek wurde durchgereicht.

Da er auch im

letzten Durchgang leer

ausging, wurde er am Ende

nur Zwölfter.

Craig Cook klagte vor dem

Turnier in Schweden,

dass seine Motorräder

der Konkurrenz weit unterlegen

seien. „Ich dachte,

es liegt an mir, aber

ich habe schlicht und einfach

keine gute Technik.

Nichts funktioniert richtig.

Vor der Saison habe

ich viel Geld dafür ausgegeben,

aber das hat

nichts gebracht. Ich weiß

nicht mehr, was ich noch

machen könnte“, so der

Engländer. Nach drei Läufen

hatte der 31-Jährige

noch keine Punkte, aber

dann plötzlich wurde er

stärker. Zuerst kämpfte

Cook mit Laguta um Rang

2 und musste sich dem

Russen erst in der Endphase

beugen. Danach

lag er drei Runden lang

vor Woffinden in Führung

und kam letztendlich als

Zweiter ins Ziel. Cook belegte

in Hallstavik mit

3 Zählern Platz 13, aber es

scheint, als ob der Pilot eine Lösung für seine

Probleme gefunden hat. „Zusammen mit meinen

Mechanikern haben wir in der Technik solche

Änderungen vorgenommen, die schon lange

nicht mehr vorgenommen wurden. Dadurch

lief meine Technik ganz anders. Es ist verrückt,

welchen Unterschied diese Korrekturen gemacht

haben. Ehrlich gesagt, ich glaubte nicht

so richtig, dass es funktionieren würde. Warum

haben wir das nicht früher versucht?“, fragte

Cook nach der schwedischen GP-Runde rhetorisch.

Nicki Pedersen fuhr wieder deutlich unter den

Erwartungen. Wenn der Däne demnächst keine

besseren Resultate erreicht, wird er kaum

Chancen haben, im GP zu bleiben. Bekommt er

dann etwa wieder eine permanente GP-Wildcard?

Przemyslaw Pawlicki und Martin Vaculik

erzielten jeweils nur einen Zähler und belegten

letzte Ränge. Der Slowake war lange verletzt

und es mangelt ihm an Fahrpraxis. Dass er viel

besser fahren kann, bewies er schon im GP.

Schließlich ist es ihm schon gelungen, zweimal

GP-Turniere zu gewinnen. Der Pole hingegen

ist wohl im GP überfordert. Neben Cook ist der

26-Jährige zurzeit der schwächste GP-Teilnehmer

und nichts deutet darauf hin, dass sich

das demnächst ändern wird.

Obwohl die schwedische GP-Runde mit der

Fußball-WM kollidierte und die schwedische

Mannschaft am gleichen Tag im Viertelfinale

gegen England spielte, füllte sich das Stadion

in Orionparken fast bis auf den letzten Platz.

Das Speedwayrennen sahen sich 7650 Zuschauer

an und sie kamen voll auf ihre Kosten.

Fast in jedem Lauf kämpfte man verbissen um

jede Position und es gab viele Überholvorgänge.

„Ich hoffe, wir treffen uns im kommenden

Jahr in Hallstavik wieder“, sagte Woffinden,

der von der Organisation und der Strecke sehr

angetan war.

• Text: Georg Dobes; Fotos: Jarek Pabijan


Craig Cook (außen) macht Fortschritte, drei Runden lang lag er vor WM-Leader Tai Woffinden,

der unter Beobachtung von Gattin Faye und Töchterchen Rylee Cru stand

Sieger Maciej Janowski, der zweitplatzierte Fredrik Lindgren (rechts) und der drittplatzierte Bartosz Zmarzlik

SPEEDWAY-WM

(nach 4 von 10 Grand Prix)

Pl./Name

Nat. GP1 GP2 GP3 GP4 Ges.

1. Tai Woffinden GB 15 16 18 16 65

2. Fredrik Lindgren S 16 16 7 15 54

3. Emil Saifutdinow RUS 8 15 11 14 48

4. Maciej Janowski PL 13 11 5 18 47

5. Greg Hancock USA 8 7 16 10 41

6. Artem Laguta RUS 13 8 12 8 41

7. Patryk Dudek PL 10 14 6 6 36

8. Bartosz Zmarzlik PL 9 4 10 13 36

9. Jason Doyle AUS 5 9 12 9 35

10. Chris Holder AUS 10 5 9 7 31

11. Matej Zagar SLO 9 7 5 7 28

12. Nicki Pedersen DK 2 8 12 3 25

13. Przemyslaw Pawlicki PL 3 5 5 1 14

14. Craig Cook GB 2 2 2 3 9

15. Niels-Kristian Iversen DK 4 5 9

16. Krzysztof Kasprzak* PL 7 7

17. Andreas Jonsson* S 7 7

18. Vaclav Milik* CZ 6 6

19. Martin Vaculik** SK 3 1 4

20. Michael Jepsen Jensen* DK 4 4

21. Maksym Drabik** PL 2 2

22. Bartosz Smektala** PL 2 2

23. Mikkel Michelsen** DK 1 1

GP3 - Horsens/DK - SF1: Woffinden, Doyle, Saifutdinow, Holder;

SF2: Hancock, Laguta, Pedersen, Zmarzlik D; Finale: Woffinden,

Laguta, Hancock, Doyle D. GP4 - Hallstavik/S - SF1: Woffinden,

Lindgren, Hancock, Doyle; SF2: Janowski, Zmarzlik, Saifutdinow,

Laguta D; Finale: Janowski, Lindgren, Zmarzlik, Woffinden.

*) Wildcard; **) Reserve

August '18 BAHNSPORT AKTUELL 11


SPEEDWAY-JUGEND-WM

Semifinale 1 + 2 Gdansk/PL

+ Finale Torun/PL

Ben Ernst

Weltmeister

Mit einem sehr großen Erfolg endete das Finale des Jugendwettbewerbes

für Ben Ernst. Der 15-Jährige trat im Semifinale 1, das am 4. Juli in Gdansk stattfand,

nach einem grippalen Infekt gesundheitlich etwas geschwächt an

und qualifizierte sich mit 11 Punkten als Fünfter für das Finale.

Zwei Tage später in Torun fuhr der junge Deutsche

in einer eigenen Liga. Er hatte gute Starts

und seine Technik war in der Marian-Rose-

MotoArena sehr schnell. Schon im ersten Lauf

traf der junge Fahrer des MC Güstrow auf zwei

Mitfavoriten. Er ließ Philip Hellström-Bängs

und Keynan Rew nicht den Hauch einer Chance

und signalisierte, dass mit ihm im Finale zu

rechnen ist. Das nächste Rennen war eine Demonstration

der Stärke von Ernst. Er kreuzte

mit einem Abstand von über 50 Metern als Erster

die Ziellinie. In Heat 11 gab der Fahrer eine

Galavorstellung. Nach einem Bombenstart von

der Außenbahn übernahm Jordan Palin die

Führung. Es schien schon, als ob der Engländer

als Sieger ins Ziel kommen würde, aber in der

Zielkurve startete Ernst außen eine Attacke

und fing Palin kurz vor dem Ziel noch ab.

Im vorhergegangenen Lauf schied einer der

größten Titelaspiranten verletzungsbedingt

aus. Esben Hjerrild war nach zwei Durchgängen

noch ungeschlagen, aber in Rennen

10 überzog der Däne in der Startkurve, drehte

eine Pirouette und stürzte. Mit Verdacht auf einen

Handbruch verließ der junge Däne im

Krankenwagen die Bahn und absolvierte keine

weiteren Läufe.

Ben Ernst gegen Philip Hellström-Bängs

und Jacob Hook (von innen nach außen)

Rennen 16 hatte es in sich. Ben Ernst lag deutlich

an der Spitze, aber in der dritten Runde

fing sein Motor plötzlich Feuer. Der Mecklenburger

rollte ins Innenfeld aus und konnte sich

noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Das

Malheur wirkte sich zum Glück nicht negativ

auf die Performance des jungen Fahrers aus.

Im letzten Durchgang der Qualifikation verwarnte

die Schiedsrichterin Susanne Neuhäuser

zwar Ernst für einen unkorrekten Start,

aber der 15-Jährige holte im Re-run einen ungefährdeten

Sieg.

Da der junge Deutsche die Vorläufe mit 12 Zählern

abgeschlossen hatte, durfte er vor dem

zweiten Semifinallauf als Zweiter die Startbahn

wählen. Ben entschied sich für Rot und

lag damit goldrichtig. Er kam am besten aus

den Bändern und bezwang erneut Hellström-

Bängs, der Zweiter wurde und sich ebenfalls

fürs Finale qualifizierte. Auch im Endlauf fuhr

der Deutsche von der Innenbahn und ging nach

dem Start in Führung. In der ersten Runde versuchte

noch Mateusz Bartkowiak Ernst zu gefährden,

aber danach setzte sich der in Zarrendorf

bei Stralsund wohnhafte Pilot ab und holte

hochverdient den WM-Titel. Die Silbermedaille

ging an den Polen Bartkowiak, während

Hellström-Bängs Dritter wurde. Der Schwede

konnte kurz vor dem Zielstrich den Australier

Keynan Rew überholen.

Lukas Wegner, der zweite DMSB-Vertreter, belegte

in Semifinale 1 Rang 8 und fungierte im

Finale als Reservist. Der junge Fahrer kam nur

einmal zum Einsatz, als er für den Polen Nizgorski

fuhr. Wegner erwischte einen sehr guten

Start und holte problemlos 3 Punkte. Er

wurde am Ende Dreizehnter. Hätte man dem

Oranienburger eine Wildcard gegeben, hätte er

12 BAHNSPORT AKTUELL August '18


sicherlich eine deutlich bessere Platzierung erkämpft.

Stattdessen hatte man Nizgorski bevorzugt,

der in vier Läufen nur einen Zähler erzielt

hatte und auf Rang 17 landete.

Erik Bachhuber bestritt am Mittwoch in Gdansk

Semifinale 2. Der 14-jährige Bayer wurde mit

7 Zählern Zehnter und schied aus. Ähnlich erging

es auch Jonny Wynant, der mit einem

Punkt Rang 14 belegte.

• Text u. Fotos: Georg Dobes

Speedway-Jugend-WM 250 ccm - Finale - Torun/PL - 6.7.2018

Ergebnis:

1. Ben Ernst, D, 18 Punkte; 2. Mateusz Bartkowiak, PL, 14;

3. Philip Hellström-Bängs, S, 16; 4. Keynan Rew, AUS, 15; 5. Karol

Zupinski, PL, 13; 6. Jacob Hook, AUS, 11; 7. Jordan Palin, GB,

9; 8. Liam May, AUS, 7; 9. Esben Hjerrild, DK, 6; 10. Noel

Wahlqvist, S, 6; 11. Leon Flint, GB, 6; 12. Rasmus Pedersen,

DK, 5; 13. Lukas Wegner, D, 3; 14. Andreas Christensen, DK, 3;

15. Viljam Lappi, FIN, 3; 16. Espen Sola, N, 1; 17. Filip Nizgorski,

PL; 1; 18. Markus Maximus Lill, EST, 0.

Speedway-Jugend-WM 250 ccm - Semifinale 1 + 2 - Gdansk/PL

- 4.7.2018

Ergebnisse:

Semifinale 1 - qualifiziert für Finale in Torun/PL am 6.7.: 1. Philip

Hellström-Bängs, S, 14 Punkte; 2. Mateusz Bartkowiak, PL,

12; 3. Jacob Hook, AUS, 12; 4. Espen Sola, N, 11; 5. Ben Ernst,

D, 11; 6. Rasmus Pedersen, DK, 9; 7. Jordan Palin, GB, 9; Reserve

8. Lukas Wegner, D, 8.

Ausgeschieden: 9. Filip Nizgorski, PL, 7; 10. Markus Maximus

Lill, EST, 7; 11. Sebastian Palmese, USA, 6; 12. Pawel Nagibin,

RUS, 4; 13. Daniel Klima, CZ, 4; 14. Ricards Ansviesulis, LV, 2;

15. Jeffrey Sijbesma, NL, 2; 16. Kamil Strak, PL, 0.

Semifinale 2 - qualifiziert für Finale in Torun/PL am 6.7.: 1. Esben

Hjerrild, DK, 15 Punkte; 2. Karol Zupinski, PL, 12+3; 3. Keynan

Rew, AUS, 12+2; 4. Noel Wahlqvist, S, 11; 5. Liam May,

AUS, 10; 6. Andreas Christensen, DK, 10; 7. Leon Flint, GB, 10;

Reserve: 8. Viljam Lappi, FIN, 9.

Ausgeschieden: 9. Casper Henriksson, S, 9; 10. Erik Bachhuber,

D, 7; 11. Colton Hicks, USA, 5; 12. Francis Gusts, LV, 4;

13. Milan Dobias, CZ, 2; 14. Jonny Wynant, D, 1; 15. Krzysztof

Lewandowski, PL, 0; 16. Filip Sifalda, CZ, 0; 17. Szymon Szwacher,

PL, 0.

Foto oben:

Jugend-Weltmeister Ben Ernst (Mitte),

Vizeweltmeister Mateusz Bartkowiak

(links) und der WM-Dritte

Philip Hellström-Bängs (rechts)

Foto links:

Ben Ernst und sein brennendes Bike

August '18 BAHNSPORT AKTUELL 13


SPEEDWAY-WM

Junioren - Finale 1

Daugavpils/LV

Für Maksym

Drabik begann

die Junioren-WM-

Finalrunde

genauso wie im

Vorjahr –

mit einem Sieg.

Sieger Maksym Drabik vor Frederik Jakobsen

Top-3 (v.l.): Robert Lambert, Maksym Drabik und Bartosz Smektala

Auftaktsieg

für Drabik

Der Titelverteidiger holte im Lokomotiv-Stadion am

Anfang zwei Siege. Doch dann traf der junge Pole

auf Robert Lambert, der auch noch ungeschlagen

war. Der Engländer ging nach dem Start in Führung,

in der zweiten Kurve hatte Filip Hjelmland einen

Aufsteiger und stürzte spektakulär. Dabei

musste auch Drabik mit zu Boden, erlitt aber glücklicherweise

keine Verletzungen. In der Wiederholung

startete wieder der Engländer am besten und

siegte souverän. Es schien, als ob Lambert das

Rennen gewinnen könnte, doch in Heat 14 fuhr der

20-Jährige von der Außenbahn. Er startete schlecht

und kam im Endeffekt nicht über den 3. Rang hinaus.

Da Drabik nach der Niederlage gegen Lambert

keine Bezwinger mehr fand, schloss der 20-Jährige

mit 14 Zählern als Erster die Vorläufe ab, gefolgt

von Lambert und Bartosz Smektala, die jeweils einen

Punkt weniger hatten. Im Semifinale ließ der

Engländer einen weiteren Punkt liegen, als er in

Rennen 22 hinter Smektala als Zweiter ins Ziel

kam. Der Endlauf hatte es in sich. Lambert kam am

besten aus den Bändern und übernahm die Führung.

Drabik lag an 3. Stelle und konnte erst Ende

der dritten Runde Olegs Mihailovs niederringen. In

der vorletzten Kurve griff der Pole Lambert an. Mit

einem großen Geschwindigkeitsüberschuss zog er

an dem perplexen Engländer außen vorbei und

kreuzte vor rund 3000 Zuschauern die Ziellinie als

Sieger. Der Juniorenweltmeister erzielte in Lettland

fabelhafte 20 Zähler. Robert Lambert wurde im

Endlauf Zweiter und kam auf der 373 Meter langen

Bahn auf insgesamt 17 Punkte. „Ich mag die hiesige

Bahn, weil ich im vergangenen Jahr in Daugavpils

Junioren-EM-Gold gewonnen habe. Ich habe

nicht damit gerechnet, dass mich im Finale noch jemand

überholt. Die Führung beraubte mich meiner

Wachsamkeit“, sagte der Engländer.

14 BAHNSPORT AKTUELL August '18


Bartosz Smektala legte im Finale einen guten

Start hin und fuhr zunächst an 2. Stelle, in der

zweiten Kurve aber machte der Pole einen großen

Fahrfehler und wurde durchgereicht. Erst

kurz vor dem Zielstrich konnte der 19-Jährige

den Letten Mihailovs abfangen und durfte bei

der Siegerehrung die niedrigste Podeststufe

besteigen. „Im Vorjahr wurde ich Vizeweltmeister

und in dieser Saison möchte ich die

Goldmedaille gewinnen. Der 3. Platz in Daugavpils

ist eine gute Ausgangsposition vor den

nächsten Finalrennen. Ich setze mich nicht unter

Druck und denke, dass dies der Schlüssel

zum Erfolg sein könnte“, sagte der Pole. Smektala

erkämpfte in der zweitgrößten Stadt Lettlands

17 Punkte. Die Performance von Mihailovs

war sicherlich eine große Sensation, denn

der junge Lette fuhr in Daugavpils mit der Wildcard.

In den Vorläufen verzeichnete der 18-Jährige

einen Sieg und erzielte in dieser Rennphase

10 Punkte. Im ersten Semifinallauf bezwang

Mihailovs überraschend Dominik Kubera, kam

hinter Drabik als Zweiter ins Ziel und zog ins Finale

ein. Drei Runden lang lag der Lette vor

Drabik und Smektala, konnte aber in der letzten

Runde diese Position nicht halten und wurde

letztendlich Vierter. „Ich habe heute gekämpft,

schnelle Fahrlinien gesucht und mein

Bestes gegeben. Am Ende hatte ich schlicht

und einfach keine Kräfte mehr und die Nervosität

machte sich breit. Dadurch machte ich am

Ende einen Fahrfehler, den Smektala sofort

ausnutzte. Nichtsdestotrotz freue ich mich

sehr über meine Platzierung“, sagte Mihailovs.

Dominik Kubera schied im Semifinale aus und

wurde Tagesfünfter. Frederik Jakobsen hatte

nach vier Durchgängen 10 Punkte, aber in Heat

18 touchierte der Däne das Startband und wurde

disqualifiziert. Letztendlich landete der

20-Jährige auf Platz 6. Etwas unter den Erwartungen

fuhr Daniel Bewley. Der Engländer wurde

im Semifinale in Vetlanda Zweiter, konnte

jedoch in Lettland keinen Sieg verzeichnen

und wurde nur Zehnter.

Das Rennen fand ohne deutsche Beteiligung

statt. Daniel Spiller bot im Semifinale eine gute

Performance, die jedoch in der FIM-Bahnsportkommission

CCP bei der Wildcard-Vergabe

keine Anerkennung fand. Stattdessen entschieden

sich die Funktionäre unter anderem

für Davis Kurmis. Diese Nominierung sollte

wohl ein Dank für die Übernahme des Rennens

von Holsted an Daugavpils sein. Der lettische

Fahrer ging dreimal hintereinander leer aus

und verzichtete dann aufgrund fehlender einsatzfähiger

Technik auf weitere Läufe.

Sechs Tage zuvor stürzte Gleb Tschugunow in

Pilsen und brach sich das rechte Bein. Der Russe

konnte logischerweise nicht in Lettland fahren

und wurde von Joel Kling ersetzt. Der

Schwede holte einen Dreier und belegte Rang

11. Im dritten Durchgang stürzte Robert Chmiel

ausgangs der vorletzten Kurve. Obwohl Filip

Hajek gute 50 Meter hinterher fuhr, konnte er

dem Motorrad des Polen nicht ausweichen und

kam ebenfalls zu Fall. Mit Verdacht auf einen

Schlüsselbeinbruch wurde der Tscheche ins

Krankenhaus gebracht.

• Text: Georg Dobes; Fotos: Jarek Pabijan

Speedway-Junioren-Team-WM - Riga/LV

Polen im Finale

Die polnische Mannschaft deklassierte in der

lettischen Hauptstadt die Konkurrenz und qualifizierte

sich erwartungsgemäß für das Junioren-Team-WM-Finale

in Dänemark. Ihre Fahrer

holten zunächst 14 Siege in Folge und erst im

darauffolgenden Heat beugte sich Wiktor Lampart

dem Letten Artjom Trofimov und William

Björling aus Schweden. Auch in der Finalserie

ließen die Polen 2 Punkte liegen, als zuerst in

Rennen 18 Lampart hinter Filip Hjelmland Zweiter

wurde und gleich danach Daniel Kaczmarek

dem Schweden Joel Kling unterlag. Das Team

von Manager Rafal Dobrucki gewann letztendlich

ungefährdet und erkämpfte im Bikernieki

Sports Complex fabelhafte 56 Punkte. Die

Schweden belegten in Riga Rang 2. Sie kamen

auf insgesamt 38 Zähler und warteten danach

ungeduldig auf Informationen aus Glasgow, wo

das zweite Semifinale stattfand. Da die jungen

Skandinavier letztendlich mehr Punkte als dort

Australien erzielten, erreichten auch sie das Finale

in Outrup. Ihr bester Mann war Joel Kling,

der sechsmal zum Einsatz kam (davon einmal

als Joker) und 15 Punkte holte. Emil Millberg

stürzte in seinem zweiten Rennen und bestritt

danach keine weiteren Läufe mehr.

Die Gastgeber wurden auf der 355 Meter langen

Bahn Dritte. Sie erkämpften vor nur 600 Zuschauern

zusammen 21 Punkte. „Ich weiß nicht,

was passiert ist. 17 Punkte Rückstand auf

Schweden sind viel zu viel. Wir konnten nur einen

Lauf gewinnen. Dass die Polen heute gewannen,

ist keine Überraschung, aber ich dachte,

dass wir uns doch etwas besser präsentieren

würden“, sagte Teammanager Nikolajs Kokins.

Wie erwartet war Oleg Mihailovs bester Pilot

der Letten. Der 18-Jährige fuhr in Heat 12 als

Joker, stürzte jedoch und schrieb keine Punkte.

Die Finnen griffen in Riga in keiner Rennphase

ins Geschehen ein und landeten auf Rang 4.

• Text: Georg Dobes; Archivfoto: Jarek Pabijan

Speedway-Junioren-Team-WM - Semifinale 1 - Riga/LV

14.7.2018

Ergebnis:

Qualifiziert für Finale am 18.8. in Outrup/DK am 18.8.: 1. Polen,

56 Punkte (Dominik Kubera 12, Bartosz Smektala 12, Daniel

Kaczmarek 11, Maksym Drabik 12, Wiktor Lampart 9);

2. Schweden, 38 (Filip Hjelmland 12, Emil Millberg 2, Joel

Kling 15, William Björling 9).

Ausgeschieden: 3. Lettland, 21 (Oleg Mihailovs 9, Artjom

Trofimov 7, Davis Kurmis 4, Ernests Matjushonoks 1, Elvis Avgucevics

0); 4. Finnland, 6 (Henri Ahlbom 3, Niklas Säyriö 1,

Toni Hyyryläinen 0, Timo Salonen 2).

Speedway-Junioren-Team-WM - Glasgow/GB

Briten

gegen Aussies

Im Fokus stand natürlich der Zweikampf der

Briten gegen die Aussies. Aber schon früh zeigte

sich, dass die jungen Löwen auf allen Positionen

besser besetzt waren.

Auch ohne Robert Lambert, der in Güstrow bei

der SEC startete, zeigte sich ganz deutlich, wie

routiniert diese britischen Youngster dank ihrer

Ligaerfahrungen schon fahren. Allen voran

natürlich Belle Vues Dan Bewley, der noch im

letzten Jahr für Glasgow fuhr und heute mit einem

nie gefährdeten Maximum glänzte. Pech

für Zach Wajtknecht. Nach zwei Laufsiegen

stürzte er in Heat 11 und musste von Connor

Mountain ersetzt werden. Australien hatte der

Performance der Briten nichts entgegenzusetzen

und konnte nur drei Laufsiege verbuchen.

Und die gingen auf das Konto von Jaimon Lidsey,

den amtierenden australischen U21-Meister.

Unglücklicherweise versäumte es Teammanager

Mark Lemon bis zum 16. Lauf einen Joker

für doppelte Punktzahl einzusetzen! Ein ganz

übler Sturz ereignete sich in Lauf 18, als Zaine

Kennedy in der zweiten Kurve über den Airfence

katapultiert wurde. Unglaublich, aber

Kennedy zog sich dabei nur Prellungen zu.

Die Tschechen fuhren gar nicht mal so

schlecht. Immerhin konnten sie wie die Aussies

drei Läufe gewinnen. Beeindruckend war

Jan Kvech, der fast die Hälfte der tschechischen

Punkte einfuhr. Für doppelte Punkte

startete er in Heat 12, den er gewann! In diesem

Lauf fuhr auch Dominik Möser für doppelte

Punkte. Aber er stürzte nahe der zweiten

Kurve. Die Deutschen, unter anderem ohne

den verletzten Michael Härtel, kämpften tapfer,

konnten aber in dieser Besetzung erwartungsgemäß

nichts ausrichten. Australien hat

in Glasgow einige wichtige Punkte verspielt,

die das Final-Ticket für den 18. August in Dänemark

gekostet haben. Mit 38 Punkten aus dem

Halbfinale in Riga qualifizierten sich damit die

Schweden. Neben Schweden sind Polen, die

Gastgeber und das von Teammanager Neil Vatcher

sehr gut vorbereitete britische Team mit

dabei. • Andreas Fahldiek

Dominik Kubera

war ein wichtiger

Punktelieferant

für Polen in Riga

Speedway-Junioren-Team-WM - Semifinale

2 - Glasgow/GB - 14.7.2018

Ergebnis:

Qualifiziert für Finale am 18.8. in

Outrup/DK am 18.8.: 1. Großbritannien,

50 Punkte (Dan Bewley 15, Nathan

Greaves 13, Ellis Perks 10,

Zach Wajtknecht 6, Connor Mountain

(Res.) 6).

Ausgeschieden: 2. Australien, 33

(Jaimon Lidsey 12, Jordan Stewart

8, Zaine Kennedy 8, Kye Thomson

4, Cooper Riordan (Res.) 1);

3. Tschechische Republik, 26 (Jan

Kvech 15, Patrik Mikel 5, Petr Chlupac

3, Josef Novak 3); 4. Deutschland,

13 (Dominik Möser 1-1-S-0-2=

4, Niels Oliver Wessel 1-1-1-1-0=4,

Fabian Wachs 1-0-2-0-0=3, Marius

Hillebrand 0-0-0-1-1=2).

Speedway-Junioren-WM - Finale 1 - Daugavpils/LV - 29.6.2018

Ergebnis:

1. Maksym Drabik, PL, 14+3+3=20 Punkte; 2. Robert Lambert,

GB, 13+2+2=17; 3. Bartosz Smektala, PL, 13+3+1=17;

4. Olegs Mihailovs, LV, 10+2+0=12; 5. Dominik Kubera, PL,

11+1=12; 6. Frederik Jakobsen, DK, 10+1=11; 7. Daniel

Kaczmarek, PL, 8+0=8; 8. Patrick Hansen, DK, 7+0=7; 9. Andreas

Lyager, DK, 7; 10. Daniel Bewley, GB, 7; 11. Joel Kling,

S, 6; 12. Artjom Trofimov, LV, 5; 13. Filip Hjelmland, S, 4;

14. Nick Skorja, SLO, 3; 15. Robert Chmiel, PL, 1; 16. Filip Hajek,

CZ, 1; 17. Davis Kurmis, LV, 0; 18. Ernests Matjushonoks,

LV, 0.

August '18 BAHNSPORT AKTUELL 15


SPEEDWAY-EM

Finale 1 - Gniezno/PL

Hampel siegt

Jaroslaw Hampel zeigte sich in Gniezno in bestechender

Form und triumphierte in der ersten

EM-Finalrunde. Der ehemalige Vizeweltmeister

war mit 14 Zählern bester Fahrer der

Vorläufe und qualifizierte sich direkt für den

Endlauf. Er beugte sich in dieser Rennphase

nur Leon Madsen. Im Finale legte der 36-Jährige

den besten Start hin und siegte unangefochten.

Der Pole erzielte auf der 346 Meter

langen Bahn insgesamt respektable 17 Punkte.

„Ich bin mit meinem Ergebnis zufrieden. Von

Anfang an fühlte ich mich auf der Bahn sicher

und konnte meine Läufe gewinnen. Ich freue

mich, dass ich so viele Punkte erzielt habe. Das

ist wichtig, wenn man bedenkt, dass wir auch

auf schwierigeren Strecken fahren werden,

z.B. in Güstrow“, sagte der Tagessieger nach

dem Rennen. Antonio Lindbäck hatte nach vier

Durchgängen ebenfalls 11 Punkte, aber in Heat

17 kam der Skandinavier nicht über den letzten

Rang hinaus. Nach einem schwachen Start griff

der 33-Jährige nicht ins Geschehen ein und unterlag

nicht nur Hampel, sondern auch Adrian

Gala und Andreas Jonsson. Seine 11 Zähler

reichten jedoch gerade noch aus, um direkt ins

Finale einzuziehen. Der Schwede meldete sich

im Endlauf als Zweiter im Ziel. „Meinen 2. Platz

halte ich für ein gutes Resultat. Das war ein

schwieriges Rennen. Man musste um jeden

Punkt hart kämpfen. Die Bahnverhältnisse waren

heute etwas anders als sonst. Im Verlauf

des Turniers bildeten sich einige Löcher. Meine

Technik lief einwandfrei und das war heute der

Schlüssel zum Erfolg“, so Lindbäck, der in Polen

insgesamt auf 13 Punkte kam.

Kai Huckenbeck bekam von den EM-Organisatoren

eine permanente Wildcard und sorgte in

Gniezno für eine kleine Überraschung. Nach einem

3. Platz beim Auftakt holte „Hucke“ im

zweiten Durchgang einen Sieg. Er bezwang unter

anderem Peter Kildemand und den noch

amtierenden Europameister Andzejs Lebedevs.

In Rennen 11 bekam der 25-Jährige einen

Dämpfer, als er ohne Punkte blieb, danach jedoch

verzeichnete der Deutsche zwei Siege. Er

brachte unter anderem Lindbäck die erste Niederlage

bei. Nach einem guten Start ließ Huckenbeck

im Last-Chance-Heat seinen Gegnern

keine Chance, kreuzte als Sieger den Zielstrich

und kam in den Endlauf, wo er letztendlich Tagesdritter

wurde. Der DMSB-Pilot lag zunächst

an 2. Stelle, musste jedoch Lindbäck ziehen

lassen. „Ich bin über den 3. Rang überrascht

und freue mich sehr darüber. Ich habe nicht

damit gerechnet, dass ich heute aufs Podium

komme. Meine Startplätze waren nicht so gut.

Der dritte Lauf ist mir nicht besonders gelungen,

aber ich habe davor die Maschine gewechselt.

Danach lief es für mich sehr gut“,

gab „Hucke“ zu Protokoll. Der Fahrer erkämpfte

in Gniezno insgesamt 11 Punkte. Mikkel Michelsen

musste sich mit dem unbeliebten

4. Tagesplatz begnügen, aber schon den Einzug

ins Finale muss der Däne als einen Erfolg

bewerten. Der 23-Jährige hatte einen Sieg vorzuweisen

und konnte im Semifinale Kildemand

hinter sich lassen.

Piotr Pawlicki gehörte vor dem Rennen zum

engsten Favoritenkreis, aber der Pole konnte

seiner Rolle nicht gerecht werden. „Peter Pan“

schloss die Vorläufe mit 9 Zählern als Vierter

ab und fiel im Last-Chance-Heat kurz nach dem

Start mit festgegangenem Motor aus. Er wurde

am Ende Sechster. Sicherlich waren die Erwartungen

von Vaclav Milik auch größer. Der

Tscheche hatte nach vier Durchgängen 8 Zähler,

ging jedoch in Rennen 18 leer aus und

schied als Gesamtsiebter aus. Obwohl Madsen

als einziger Fahrer Hampel bezwang, konnte

der Däne nach 20 Heats seine Technik packen.

Der 29-Jährige schrieb 8 Punkte und belegte

Gesamtrang 9. Robert Lambert ersetzte in der

SEC-Finalserie Artem Laguta, der auf seine Teilnahme

verzichtet hatte. Für den jungen Engländer

begann das Turnier alles andere als gut.

Der 20-Jährige berührte im Auftaktlauf das

Startband und wurde disqualifiziert. In den

restlichen Heats erzielte Lambert 6 Punkte,

was für Platz 11 reichte. Die schwache Performance

Emil Saifutdinows war sicherlich die

größte Überraschung des Abends. Der Russe

konnte in Gniezno keinen einzigen Lauf gewinnen

und wurde schließlich mit 6 Zählern Zwölfter.

Andzejs Lebedevs verlor schon in der ersten

Finalrunde seine Chance, den EM-Titel erfolgreich

zu verteidigen. Der Lette ist in dieser

Saison ein Schatten seiner selbst und das Rennen

in Polen brachte keinen Durchbruch. Der

23-Jährige kam insgesamt auf nur 5 Punkte und

landete auf Tagesrang 14. Überraschend war

Josef Franc in Gniezno total von der Rolle. Der

erfahrene Tscheche konnte keinen einzigen

Punkt erzielen und wurde Letzter.

Das erste EM-Finalrennen fand in der ältesten

polnischen Hauptstadt vor halbleeren Rängen

statt, denn nur zirka 2500 Zuschauer verirrten

sich ins Stadion an der Wrzesinska Straße.

Teilweise schuld daran war das Wetter. Schwere

Regenwolken hingen über der Stadt und hinderten

einige Fans daran, das Haus zu verlassen.

Und auch die Fußball-WM hielt manche

vor dem Fernseher auf. Zu allem Übel gab es

kurz vor Rennanfang noch Probleme mit dem

Strom. Aus diesem Grund fielen unter anderem

der Ton im Stadion sowie die Luftversorgung

der Airfences kurzzeitig aus.

• Text: Georg Dobes; Foto: Jarek Pabijan

Speedway-EM - Finale 1 - Gniezno/PL - 23.6.2018

Ergebnis:

1. Jaroslaw Hampel, PL, 17 Punkte; 2. Antonio Lindbäck, S,

13; 3. Kai Huckenbeck, D, 11; 4. Mikkel Michelsen, DK, 9;

5. Peter Kildemand, DK, 8; 6. Piotr Pawlicki, PL, 9; 7. Vaclav

Milik, CZ, 8; 8. Krzysztof Kasprzak, PL, 8; 9. Leon Madsen,

DK, 8; 10. Andreas Jonsson, S, 7; 11. Robert Lambert, GB, 6;

12. Emil Saifutdinow, RUS, 6; 13. Adrian Gala, PL, 5; 14. Andzejs

Lebedevs, LV, 5; 15. Andrej Kudrjaschow, RUS, 5; 16. Robert

Chmiel, PL, 1; 17. Josef Franc, CZ, 0; 18. Norbert Krakowiak,

PL, 0.

Finale 2 - Güstrow/D

Lambert im Rennen

der Emotionen

Ein Rennen der Emotionen hatte der polnische

Veranstalter One Sport in seinem professionell

gestalteten Programmheft für die zweite Runde

der Tauron Speedway Euro Championship in

Güstrow angekündigt und genau das prägte

den Charakter des Events am Sonnabend. Die

5000 Besucher verfolgten begeistert die beinharten

Zweikämpfe mit diversen Positionswechseln

bei nicht vorhersehbaren Rennverläufen

und bekundeten ihre Anerkennung mit

tobendem Applaus für die hohe sportliche Leistung,

die von den Piloten dargeboten wurde.

Aber nicht nur die Zuschauer konnten ihren Gefühlen

freien Lauf lassen, auch unter den Aktiven

gab es Freude über den Erfolg oder Verzweiflung

über den Misserfolg zu beobachten.

So kam Jaroslaw Hampel, Sieger des ersten

Laufes im polnischen Gniezno, mit dem Güstrower

Oval nicht gut zurecht und wurde teilweise

förmlich nach hinten durchgereicht. Erst gegen

Ende des Rennens konnte er mit zwei Laufsiegen

Schadensbegrenzung betreiben und seine

Gesamtführung in der Meisterschaft verteidigen.

Noch schlimmer erging es einem der derzeit

besten Piloten der polnischen Extraliga.

Völlig verzweifelt saß Piotr Pawlicki nach jedem

seiner Läufe in der Box, da er überhaupt kein

Konzept zu dieser Bahn fand und sich mit insgesamt

3 Punkten begnügen musste. Auch Krzysztof

Kasprzak und Antonio Lindbäck konnten ihre

Fähigkeiten nicht auf das Oval bringen und

auch der amtierende Europameister Andzejs

Lebedevs wirkte mitunter ratlos; noch vor Jahresfrist

hatte er das Geschehen an der Spitze

mitbestimmt. Selbst Emil Saifutdinow war nach

dem Rennen enttäuscht, denn er hätte es gewinnen

können. Nach vier Durchgängen führte

er die Wertung an und begeisterte mit toller Linienwahl

und beeindruckenden Überholmanövern.

Allerdings stellte er sich nicht auf die sich

verändernden Bahnverhältnisse ein und so

blieb für ihn im Finale nur der 4. Platz.

Besser machte es der Däne Mikkel Michelsen,

dem seine Schulterverletzung nicht mehr anzumerken

war. Er kam gut mit dem Oval zurecht

und konnte sich über das Race-off ins Finale

fahren, wo er den 3. Platz belegte. Genauso erfreut

war sein Landsmann Leon Madsen, der bis

auf eine Null-Punkte-Fahrt alle seine Vorläufe

gewann, im Finale Zweiter wurde und damit

auch den 2. Rang in der Gesamtwertung einnimmt.

16 BAHNSPORT AKTUELL August '18


Ein Wechselbad der Gefühle erlebte Kai Huckenbeck

bei diesem Rennen. Einerseits begeisterte

er mit seinem großen Können, scheiterte

dann jedoch andererseits knapp am Tagesfinale.

„Das war heute nicht meine Bahn,

nicht mein Güstrow“, fasste er das Geschehen

kurz zusammen. Trotzdem befindet er sich nach

diesem Rennen unter den besten fünf der EM

und damit auf einem Qualifikationsplatz für das

kommende Jahr.

Mit der Veranstalter-Wildcard ausgestattet,

zeigte Kevin Wölbert, dass er in dieses Feld gehört.

„Wir sind heute hart gegeneinander gefahren,

aber da hat sich keiner beschwert. So

ist das in den internationalen Ligen, die ich gut

kenne. So macht es Spaß vor diesem Publikum.

Vielleicht wäre noch ein Punkt mehr drin gewesen,

aber mit zweimal Startplatz Blau war es

heute schwer. Insofern bin ich mit meinem Abschneiden

zufrieden“, sagte der Deutsche

Meister nach dem Rennen und kann nun am

4. August an gleicher Stelle seinen Titel verteidigen.

Den größten Grund zur Freude hatte natürlich

der Sieger. Als Nachrücker in die EM gekommen,

schwimmt Robert Lambert derzeit auf der

Erfolgswelle. Britischer Meister bei den Junioren

und Senioren sowie Vizeweltmeister im

Team lauten seine diesjährigen Erfolge. Und da

ihn mit Güstrow eine ganz besondere Beziehung

verbindet, war dieser Sieg auch mit vielen

Emotionen verbunden. „ Es war ein perfekter

Tag für so einen Erfolg. Im Training fühlte ich

mich noch gar nicht richtig schnell, aber im Rennen

passte das Set-up. Ich hätte nie gedacht,

dass ich dieses Rennen gewinnen kann. Ich bin

so stolz in diesem Moment und danke allen

Fans für die großartige Unterstützung“, sagte

der Sieger nach dem Rennen und ganz sicher

hat er mit seiner Fahrweise und seinem Kampfgeist

wieder beeindruckt. Ganz besonders wurde

dieser Erfolg, weil er sein persönliches Glück

in Güstrow gefunden hat. Freundin Jessica fieberte

natürlich während des Rennens mit und

war danach voller Freude: „Ich bin einfach nur

stolz auf ihn. Damit hätte ich nie im Leben gerechnet.

Ich traue ihm das natürlich zu, aber

trotzdem erwartet man das ja nicht. Es ist total

schön und er hat es verdient. Und dann noch in

Güstrow, das macht es umso schöner.“

So war es das Rennen der Emotionen und ein

sportlich beeindruckendes Event ohnehin. Die

Spitze in der SEC ist zusammengerückt, Kai Huckenbeck

und Robert Lambert haben in den beiden

noch ausstehenden Rennen die Chance,

unter den besten fünf der EM zu bleiben.

• Text: SVG; Foto: Daniel Sievers

Speedway-EM - Finale 2 - Güstrow/D

Ergebnis:

1. Robert Lambert, GB, 14 Punkte; 2. Leon Madsen, DK, 14;

3. Mikkel Michelsen, DK, 11; 4. Emil Saifutdinow, RUS, 11;

5. Peter Kildemand, DK, 10; 6. Kai Huckenbeck, D, 9; 7. Vaclav

Milik, CZ, 8; 8. Jaroslaw Hampel, PL, 8; 9. Kevin Wölbert, D, 8;

10. Andrej Kudrjaschow, RUS, 8; 11. Krzysztof Kasprzak, PL, 6;

12. Andreas Jonsson, S, 6; 13. Andzejs Lebedevs, LV, 5; 14. Antonio

Lindbäck, S, 4; 15. Piotr Pawlicki, PL, 3; 16. Max Dilger,

D, 1; 17. Josef Franc, CZ, 0; 18. Tobias Busch, D, 0.

Stand (nach 2 von 4 Veranstaltungen): 1. Hampel, 25 Punkte;

2. Leon Madsen, DK, 22; 3. Lambert, 20; 4. Michelsen, 20;

5. Huckenbeck, 20; 6. Kildemand, 18; 7. Lindbäck, 17; 8. Saifutdinow,

17; 9. Milik, 16; 10. Kasprzak, 14; 11. Jonsson, 13;

12. Kudrjaschow, 13; 13. Pawlicki, 12; 14. Lebedevs, 10;

15. Wölbert, 8; 16. Adrian Gala, PL, 5; 17. Robert Chmiel, PL, 1;

18. Dilger, 1; 19. Franc, 0; 20. Norbert Krakowiak, 0.

Paar - Debrecen/H

Lettische Dominanz

Das lettische Duo dominierte im Nordosten Ungarns

klar und feierte vor über 2000 Fans einen

überragenden Sieg. Andzejs Lebedevs und

Kjastas Puodzuks holten insgesamt fünf Doppelsiege

und ließen lediglich im Duell gegen

die Slowakei den einzigen Zähler liegen. Da

sich nur zwei Teams für das Finale in Brovst

qualifizieren konnten, war der Kampf um Gesamtrang

2 auf der 300 Meter langen Bahn verbissen.

Etwas überraschend konnte sich das

DMSB-Paar gegen die Konkurrenz durchsetzen.

Ronny Weis und Valentin Grobauer trafen

schon in ihrem ersten Lauf auf die Letten und

unterlagen mit einem 1:5, aber danach sammelten

sie fleißig Punkte. Gegen Finnland und

die Gastgeber erkämpften sie zwei Doppelsiege.

Auch gegen die Mannschaften aus Norwegen

und der Slowakei behielten die Deutschen

die Oberhand und erzielten jeweils 4 Zähler.

Ein wichtiges Unentschieden holten sie gegen

die Ukraine. Am Ende hatte das Duo 2 Zähler

mehr als die Osteuropäer und zog in den Endlauf

ein. Valentin Grobauer verzeichnete drei

Siege und kam auf 13 Punkte. Sein erfahrener

Teamkollege Ronny Weis kreuzte einmal als

Sieger die Ziellinie und steuerte wichtige

9 Zähler bei. Der Meißener ersetzte im Semifinale

Martin Smolinski, weil der Olchinger seine

Teilnahme verletzungsbedingt absagen

musste.

Vor dem Rennen galten die Ukrainer als Mitfavoriten,

aber Andrej Karpov verletzte sich am

Vortag in Rivne an der Schulter und reiste nicht

an. Stanislaw Melnychuk versuchte, den

31-Jährigen wirkungsvoll zu ersetzen, aber er

schrieb insgesamt nur 4 Punkte. Seine Punkteausbeute

hätte etwas größer ausfallen können,

aber der Ukrainer stürzte zweimal. Da

brachte auch die starke Leistung von Aleksandr

Loktaev nichts. Der 24-Jährige erkämpfte

fünf Siege und musste sich nur den Letten beugen.

Einen guten Eindruck hinterließ David Pacalaj.

Der 16-jährige Slowake hatte einen Sieg

vorzuweisen und erkämpfte 13 Punkte. Er war

der einzige Fahrer, der in Ungarn das lettische

Paar trennen konnte. Leider war Jan Mihalik

keine Unterstützung für Pacalaj und das Team

belegte nur Platz 6. Da sich Jesse Mustonen

beim Langbahn-GP-Challenge in Bielefeld verletzt

hatte, trat Tero Aarnio in Ungarn allein an.

Zu allem Übel fiel der Finne noch zweimal mit

technischen Problemen aus. Mit 8 Zählern wurde

das Ein-Mann-Team aus Finnland am Ende

Letzter. • Georg Dobes

Speedway-Paar-EM - Semifinale 1 - Debrecen/H - 30.6.2018

Ergebnis:

Qualifiziert fürs Finale in Brovst/DK am 1.9.: 1. Lettland,

29 Punkte (Andzejs Lebedevs 16, Kjastas Puodzuks 13);

2. Deutschland, 22 (Ronny Weis 9, Valentin Grobauer 13).

Ausgeschieden: 3. Ukraine, 20 (Aleksandr Loktaev 16, Andrej

Karpov N, Stanislaw Melnychuk 4); 4. Ungarn, 15 (Norbert

Magosi 10, Dennis Fazekas 2, Roland Benkö 3); 5. Norwegen,

15 (Glenn Moi 7, Lasse Fredriksen 8); 6. Slowakei,

14 (David Pacalaj 13, Jan Mihalik 1); 7. Finnland, 8 (Tero Aarnio

8).

Valentin Grobauer (li.) und Ronny Weis sind im Finale

U21 - Pilsen/CZ

Bewley-

Maximum

Mit einem eindrucksvollen Sieg von Daniel

Bewley endete das Semifinale im westtschechischen

Pilsen. Der 19-jährige Fahrer erzielte

auf dem 365 Meter langen Oval vor lediglich

500 Zuschauern ein tadelloses Punktemaximum.

Dominik Kubera schloss das Rennen mit

13 Zählern ab und belegte Tagesrang 2, während

Viktor Trofimov auf 12 Punkte kam und

Gesamtdritter wurde. Letzterer ist der Enkelsohn

des legendären sowjetischen Speedway-

Asses Viktor Trofimov. Er bekam im vergangenen

Jahr die polnische Staatsbürgerschaft und

darf seitdem die weiß-roten Farben vertreten.

Hubert Czerniawski erkämpfte in Tschechien

11 Punkte und verpasste das Podium knapp.

Eine gute Leistung bot Lukas Fienhage. Der

18-Jährige verzeichnete einen Sieg und sicherte

sich mit 10 Punkten als Fünfter den letzten

Qualifikationsrang. Seine Punkteausbeute

hätte etwas stattlicher sein können, aber in

zwei Läufen hatte der junge Deutsche auf der

löchrigen Bahn in Führung liegend einen Aufsteiger

und verlor dadurch mindestens 2 Zähler.

Das Rennen in Pilsen wurde von einem Sturz

von Gleb Tschugunow überschattet. Das russische

Speedway-Wunderkind lag in Heat 17 in

Führung, als es in der Kurve einen groben Fahrfehler

beging, eine Pirouette drehte und stürzte.

Bewley konnte dem Hindernis ausweichen,

was Arslan Fajzulin nicht mehr gelang. Der junge

Russe ließ die Maschine los, die seinen

Landsmann voll erwischte. Mit Verdacht auf

Beinbruch wurde Tschugunow ins Krankenhaus

gebracht, wo sich die Erstdiagnose leider

bestätigte. Der 18-Jährige hatte sich eine zweifache

Fraktur des rechten Beines zugezogen

und wurde in der Klinik am Sprunggelenk operiert.

Am nächsten Tag wurde der Patient ins

Krankenhaus Vratislavia Medica in Wroclaw

transportiert. Seine Rennpause wird voraussichtlich

mindestens fünf Wochen betragen.

Tschugunow hatte nach vier Durchgängen

9 Zähler. Wäre er als Sieger ins Ziel gekommen,

hätte er sich sicher fürs Finale in Stralsund

qualifiziert.

Da drei Piloten nach 20 Heats jeweils 9 Zähler

hatten, musste ein Stechen über den Reserveplatz

in der Hansestadt entscheiden. Fajzulin

bezwang den Engländer Connor Mountain,

während Tschugunow wegen des verhängnisvollen

Sturzes nicht am Zusatzlauf teilnehmen

konnte. • Text: Georg Dobes; Foto: Ron MacNeill

U21-EM - Semifinale 2 - Pilsen/CZ - 23.6.2018

Ergebnis:

Qualifiziert für Finale in Stralsund/D am 15.9.: 1. Daniel

Bewley, GB, 15 Punkte; 2. Dominik Kubera, PL, 13; 3. Viktor

Trofimov, PL, 12; 4. Hubert Czerniawski, PL, 11; 5. Lukas Fienhage,

D, 10; Reserve: 6. Arslan Fajzulin, RUS, 9+3.

Ausgeschieden: 7. Connor Mountain, GB, 9+2; 8. Gleb Tschugunow,

RUS, 9+N; 9. Zach Wajtknecht, GB, 8; 10. Patrik

Mikel, CZ, 7; 11. Gaetan Stella, F, 4; 12. Mattia Lenarduzzi, I,

4; 13. Filip Hajek, CZ, 4; 14. Josef Novak, CZ, 2; 15. Enzo Dubernand,

F, 2; 16. Frantisek Klier, CZ, 1; 17. Davis Kurmis, LV,

0; 18. Pavel Cermak, CZ, 0.

August '18 BAHNSPORT AKTUELL 17


SPEEDWAY-EM

NACHTRAG

Das Siegerehrungsfoto vom Speedway-Jugend-Europacup

250 ccm aus Randers in Dänemark erreichte

uns leider erst kurz nach Redaktionsschluss

der letzten Ausgabe (Bericht in Ausgabe 7/2018,

Seite 21). Dennoch möchten wir es Ihnen nicht vorenthalten:

Esben Hjerrild, Europacupsieger Marcus

Birkemose und Philip Hellström-Bängs (v.l.)

• Foto: Flemming Mastrup

U21 Team - Gniezno/PL

Polen überlegen

Es gab im Semifinale in Polen keine Überraschung.

Die Gastgeber waren in Gniezno ihren

Gegnern hoch überlegen. Die jungen Polen verzeichneten

insgesamt 15 Siege und nur 6 Punkte

fehlten ihnen zum Maximum. Dominik Kubera

und Wiktor Lampart fanden auf der 348 Meter

langen Bahn keine Bezwinger. „Unser Ziel

in diesem Jahr ist die Titelverteidigung. Heute

machten wir den ersten Schritt in diese Richtung“,

sagte Teammanager Rafal Dobrucki

nach dem Rennen. Da sich nur eine Mannschaft

für das Finale in Lettland qualifizierte,

war das Semifinale alles andere als spannend.

Das russische Team holte fünf Siege, konnte jedoch

die „Weiß-Roten“ nicht ernsthaft gefährden.

Am Ende hatte es 13 Punkte weniger als

die Sieger. Arslan Fajzulin und Pawel Laguta

kreuzten jeweils zweimal als Erste den Zielstrich.

Interessant war nur der Kampf um Gesamtrang

3 zwischen den Mannschaften aus

Finnland und der Ukraine. Als Marko Levishyn

im letzten Lauf Zweiter wurde und Henri Ahlbom

leer ausging, hatten die Osteuropäer

letztendlich mit 13:12 die Nase vorne.

Lediglich 200 Fans fanden den Weg ins Stadion.

Die Konkurrenz der Fußball-WM erwies sich

als viel zu stark für das Juniorenrennen.

• Georg Dobes

Speedway-Junioren-Team-EM - Semifinale 1 - Gniezno/PL

30.6.2018

Ergebnis:

Qualifiziert für Finale in Daugavpils/LV am 1.9.: 1. Polen,

54 Punkte (Dominik Kubera 15, Hubert Czerniawski 11, Jakub

Miskowiak 13, Wiktor Lampart 15, Bartosz Smektala N).

Ausgeschieden: 2. Russland, 41 (Roman Lachbaum 11, Wjatscheslaw

Monachow 7, Pawel Laguta 11, Arslan Fajzulin 12);

3. Ukraine, 13 (Andriy Rozaljuk 1, Marko Levishyn 7, Vitalik

Koval 1, Dmytro Mostovyk 4); 4. Finnland, 12 (Henri Ahlbom

4, Niklas Säyriö 3, Timi Salonen 3, Toni Hyyryläinen 2).

Speedway-Jugend-Europa-Cup 250 ccm - Randers/DK

9. + 11.6.2018

Ergebnis:

Finale - 11.6.: 1. Marcus Birkemose, DK, 15 Punkte; 2. Philip

Hellström-Bängs, S, 14; 3. Esben Hjerrild, DK, 13; 4. Noel

Wahlqvist, S, 11; 5. Ben Ernst, D, 8; 6. Rasmus Pedersen,

DK, 8; 7. Espen Sola, N, 7; 8. Sebastian Kössler, A, 7; 9. Leon

Flint, GB, 7; 10. Lukas Wegner, D, 6; 11. Andreas Christensen,

DK, 6; 12. Nathan Ablitt, GB, 5; 13. Maximilian

Troidl, D, 3; 14. Viljam Lappi, FIN, 3; 15. Jordan Palin, GB, 3;

16. Casper Henriksson, S, 2; 17. Erik Bachhuber, D, 2.

U21 Team - Mâcon/F

Schweden top

Die schwedische Mannschaft war im französischen

Mâcon um mindestens eine Klasse besser

als die Konkurrenz. Die Skandinavier meldeten

sich insgesamt 13-mal als Erste im Ziel

und schlossen das Rennen vor zirka 2000 Zuschauern

mit 50 Zählern ab. Als Sieger qualifizierten

sie sich für den Endlauf in Daugavpils.

Filip Hjelmland und Joel Kling bestritten jeweils

vier Heats und blieben ungeschlagen.

Alexander Woentin rollte fünfmal ans Startband

und erkämpfte 13 Punkte. Das DMSB-

Team belegte auf dem 320 Meter langen Oval

den 2. Gesamtplatz. Die jungen Fahrer aus

Deutschland erkämpften fünf Siege. Sandro

Wassermann kam viermal zum Einsatz und verzeichnete

zwei Siege. Auch Ethan Spiller, Dominik

Möser und Daniel Spiller hatten jeweils

einen Dreier vorzuweisen. Die Mannschaft hatte

nach 20 Läufen 16 Zähler weniger auf dem

Konto als die Schweden.

Aus dem Duell um den 3. Gesamtplatz gingen

die Tschechen als Sieger hervor. Die Osteuropäer

hatten nach 17 Rennen 2 Zähler Rückstand

auf die Gastgeber, aber die Franzosen

holten in den restlichen Läufen keine Punkte

mehr. Da Patrik Mikel in Heat 20 vor Gaetan

Stella Dritter wurde, hatte das tschechische

Team letztendlich 2 Zähler mehr und Gesamtplatz

3 inne. Wenn man bedenkt, dass die

Tschechen noch vor 15, 20 Jahren zu den besten

Fahrern des Kontinents gehörten, muss

man schon sagen, dass sie in der Speedway-

Hierarchie ganz gewaltig abgerutscht sind.

• Georg Dobes

Speedway-Junioren-Team-EM - Semifinale 2 - Mâcon/F

30.6.2018

Ergebnis:

Qualifiziert für Finale in Daugavpils/LV am 1.9.: 1. Schweden,

50 Punkte (Filip Hjelmland 12, Alexander Woentin 13,

Emil Millberg 7, Joel Kling 12, William Björling 6).

Ausgeschieden: 2. Deutschland, 34 (Ethan Spiller 9, Richard

Geyer 3, Dominik Möser 7, Sandro Wassermann 9, Daniel

Spiller 6); 3. Tschechien, 19 (Patrik Mikel 7, Jan Kvech 6, Pavel

Cermak 1, Josef Novak 5); 4. Frankreich, 17 (Gaetan Stella 7,

Enzo Dubernard 3, Thomas Valladon 3, Steven Labouyrie 4).

U19 - Europacup - Pardubice/CZ

D-Fahrer raus

Gleich zwei Semifinalrennen des U19-Pokalwettbewerbes

wurden in Pardubice an einem

Tag ausgetragen. Im ersten triumphierte Szymon

Szlauderbach. Der 18-jährige Pole erzielte

insgesamt 14 Zähler und musste sich nur in

seinem ersten Lauf Jan Kvech beugen. Der erst

16-jährige Tscheche schloss das Semifinale mit

12 Zählern ab und qualifizierte sich als Viertbester

ebenfalls für das Finale. Neben dem polnischen

Sieger standen Jonas Seifert-Salk und

Artjom Trofimov auf dem Podest. Beide Fahrer

erkämpften jeweils 13 Punkte und der Däne bezwang

in einem Stechen den 18-jährigen Letten.

Eine starke Leistung zeigte Mattia Lenarduzzi.

Der Italiener wurde mit 9 Zählern Siebter,

fiel jedoch in Lauf 2 in Führung liegend

aus. Hätte der Südeuropäer den Heat gewonnen,

wäre er aufs Podium gekommen. Am Start

war auch Sindy Weber. Die deutsche Speedway-Lady,

die auch in dieser Saison mit tschechischer

Lizenz unterwegs ist, hatte einen

technischen Ausfall zu beklagen und belegte

letztendlich mit einem Zähler Tagesrang 15.

Etwas überraschend wurde Marko Levishyn

Sieger des zweiten Semifinals. Der Ukrainer

fand auf der 391 Meter langen Bahn keinen Bezwinger

und erzielte ein lupenreines Punktemaximum.

Olegs Mihailovs, der eine Woche zuvor

im ersten Junioren-WM-Finale einen hervorragenden

4. Platz belegte, wurde mit 13 Zählern

Gesamtzweiter. Der Lette war nach vier

Durchgängen noch ungeschlagen, musste sich

jedoch in Heat 18 nicht nur Levishyn, sondern

auch dem Norweger Truls Kamhaug geschlagen

geben. Auf die niedrigste Podiumsstufe

kam Petr Chlupac. Der junge Tscheche, der nur

drei Tage zuvor seinen 16. Geburtstag feierte,

erkämpfte 12 Punkte. Leon Arnheim, der einzige

DMSB-Vertreter im Feld, kam auf insgesamt

5 Zähler und schied als Zwölfter aus.

• Text: Georg Dobes; Archivfoto: Klaus Goffelmeyer

Speedway-U19-Cup - Semifinale 1 + 2 - Pardubice/CZ

5.7.2018

Ergebnisse:

Qualifiziert für Finale in Varkaus/FIN am 11.8. - Semifinale 1:

1. Szymon Szlauderbach, PL, 14 Punkte; 2. Jonas Seifert-

Salk, DK, 13+3; 3. Artjom Trofimov, LV, 13+2; 4. Jan Kvech,

CZ, 12; 5. Tom Brennan, GB, 11; 6. Alan Szczotka, PL, 9;

7. Mattia Lenarduzzi, I, 9; 8. William Björling, S, 9; Reserve

9. Timo Salonen, FIN, 7+3.

Ausgeschieden: 10. Dennis Fazekas, H, 7+2; 11. Enzo Dubernard,

F, 5; 12. Andrei Popa, RO, 4; 13. Michal Danko, SK,

3; 14. Frantisek Klier, CZ, 2; 15. Sindy Weber, D, 1.

Semifinale 2: 1. Marko Levishyn, UKR, 15 Punkte; 2. Olegs

Mihailovs, LV, 13; 3. Petr Chlupac, CZ, 12; 4. Alexander Woentin,

S, 11; 5. Mads Hansen, DK, 10; 6. Emil Peron, PL, 10;

7. David Pacalaj, SK, 10; Reserve 8. Kamil Nowacki, PL, 8.

Ausgeschieden: 9. Kyle Bickley, GB, 7; 10. Niklas Säyriö, FIN,

6; 11. Leon Arnheim, D, 5; 12. Truls Kamhaug, N, 5; 13. Gaetan

Stella, F, 3; 14. Jan Mihalik, SK, 3; 15. Mika Meijer, NL, 2;

16. Daniil Zelenskij, RUS, 0.

Leider ausgeschieden: Leon Arnheim

18 BAHNSPORT AKTUELL August '18


Jakub Miskowiak vor David Pacalaj

U19 - Paarfinale - Zarnovica/SK

Polen siegt

Das polnische Team gewann in der Slowakei

mit 26 Zählern den neuen europäischen Paarwettbewerb.

Die Weiß-Roten erzielten in Zarnovica

vier Doppelsiege und holten zwei Unentschieden

gegen die Duos aus Lettland und

Tschechien. Viktor Trofimov erzielte auf der

400 Meter langen Strecke 14 Punkte. Er kam

fünfmal zum Einsatz und unterlag nur Olegs

Mihailovs. Das dänische Paar belegte in Zarnovica

Gesamtrang 2. Die Skandinavier waren für

die Sieger ebenbürtige Gegner und hatten am

Ende nur 3 Punkte weniger. Ausschlaggebend

dafür, dass sie den Pokal nicht gewinnen konnten,

war ihre 1:5-Niederlage gegen die Mannschaft

von Manager Rafal Dobrucki. Man muss

jedoch erwähnen, dass die Dänen 2 Punkte lie-

gen ließen, als Mads Hansen in Lauf 3 in Führung

liegend ausgefallen war. Den letzten Podestrang

sicherte sich Lettland. Die Osteuropäer

bewiesen einmal mehr, dass Nikolajs Kokins

in Daugavpils eine tolle Nachwuchsarbeit

leistet. Olegs Mihailovs und Artjom Trofimov

kamen zusammen auf 21 Punkte. Auch sie hatten

mindestens einen Zähler eingebüßt, als

Mihailovs im Duell mit Dänemark an 2. Stelle

liegend mit technischen Problemen ins Innenfeld

ausrollen musste.

Etwas unter den Erwartungen schloss das

schwedische Duo das Finale ab. Mehr hätte

man vor allem von Alexander Woentin erwartet.

Der junge Skandinavier stürzte jedoch in

Rennen 9 in Führung liegend und blieb dann in

Heat 16 im Fahrerlager, weil es ihm nicht gut

ging. Schweden landete vor zirka 800 Zuschauern

letztendlich hinter den Tschechen

auf Platz 5. Niels Oliver Wessel und Lukas Baumann

vertraten in der Slowakei Deutschland.

Das Duo holte einen 4:2-Sieg gegen die Gastgeber,

erzielte insgesamt 11 Zähler und musste

sich schließlich mit Gesamtrang 6 begnügen.

Zu allem Übel stürzte Baumann im letzten Lauf

und wurde disqualifiziert. Die Slowaken wurden

auf ihrer Heimbahn Letzte. David Pacalaj

erkämpfte 8 Punkte, hatte jedoch in seinen

Teamkameraden keine tatkräftige Unterstützung.

• Text: Georg Dobes; Foto oben: FIM Europe

Speedway-U19-Paar-Finale - Zarnovica/SK 7.7.2018

Ergebnisse:

1. Polen, 26 Punkte (Jakub Miskowiak 7, Viktor Trofimov 14,

Szymon Szlauderbach 5); 2. Dänemark, 23 (Jonas Saifert-

Salk 10, Mads Hansen 13); 3. Lettland, 21 (Olegs Mihailovs

12, Artjom Trofimov 9); 4. Tschechien, 19 (Jan Kvech 9, Petr

Chlupac 10); 5. Schweden, 16 (Alexander Woentin 10, William

Björling, 6); 6. Deutschland, 11 (Niels Oliver Wessel 4,

Lukas Baumann 7); 7. Slowakei, 10 (David Pacalaj 8, Jan Mihalik

2, Jakub Valkovic 0).

Polen siegt mit (v.l.) Szymon Szlauderbach, Jakub Miskowiak,

Teammanager Rafal Dobrucki und Viktor Trofimov; Vize-Europameister

wird Dänemark (li.) mit Mads Hansen, Teammanager Henrik Möller

und Jonas Saifert-Salk und Dritter Lettland (re.) mit Olegs Mihailovs,

Teammanager Roman

Rybnikov und

Artjom Trofimov

• Foto: Igor Fellner

August '18 BAHNSPORT AKTUELL 19


LANGBAHN-WM

Finale 2 - La Réole/F

Härtel und

Smolinski

schwer gestürzt

• Mathieu Trésarrieu gewinnt

• Dimitri Bergé WM-Leader

Weltmeister Mathieu Trésarrieu holte

sich in La Réole (F) den Langbahn-GP-

Sieg. Das Rennen wurde von einem

schweren Sturz überschattet. Martin

Smolinski prallte gegen die Bande und

riss dabei Michael Härtel mit.

In Lauf 13 kam es zu dem folgenschweren

Crash zwischen den beiden deutschen Top-Piloten

beim Langbahn-Grand-Prix im südfranzösischen

La Réole. Der Tscheche Josef Franc war

schon als Führender in die Zielgerade eingebogen,

dahinter folgte im 20-Meter-Abstand der

Dingolfinger Michael Härtel. Von außen herum

kam Smolinski mit Tempoüberschuss herangerast

und geriet auf der staubigen Grasbahn

vom Mull auf das frische Gras mit viel Grip immer

weiter an den Airfence heran.

Als der Olchinger gerade so eben an der Sicherheitsplastik

vorbeigerast war, kollidierte

er mit der Holzplanke, scheuerte daran entlang,

bekam dann wieder Griff auf das Hinterrad

und das Vorderrad stellte sich hoch. Das

war fatal, denn der hinter ihm mit Vollgas auf

die Ziellinie zupreschende Härtel hatte nun

keine Chance.

Der Vizeweltmeister des Vorjahres knallte in

das hochfliegende Bike Smolinskis, raste aber

noch sitzend auf seiner Maschine über die Ziellinie,

ehe auch er spektakulär zu Boden ging.

Sein Motorrad wurde anschließend über die

Bande in die Sicherheitszone geschleudert.

Für beide Fahrer war damit der GP beendet.

Michael Härtel erlitt bei diesem Horrorcrash

Brüche an Elle und Speiche im rechten Unterarm,

auch der Handwurzelknochen und das

Kahnbein in der Hand wurden beschädigt. Er

wurde in der Folge mehrfach operiert. Martin

Smolinski kam derweil ohne Knochenbrüche

davon.

Für die beiden deutschen Top-Piloten war der

GP nach diesem Sturz beendet. Für Härtel war

das besonders hart, denn er hatte nach seinen

fünf Vorläufen bereits 15 Punkte auf seinem

Konto gesammelt und war damit bereits sowohl

für das Semifinale als auch für das Finale

qualifiziert.

Der Endlauf fand dann auch nur mit vier statt

fünf Fahrern statt. Weltmeister Mathieu Trésarrieu

holte sich den GP-Heimsieg vor dem Niederländer

Romano Hummel, Dimitri Bergé (F)

und Josef Franc (CZ).

Bernd Diener verpasste die Finalteilnahme, da

er im Semifinale nur einen Zähler holte und es

bei 10 Punkten blieb. Der Gengenbacher Oldie

ist nach La Réole WM-Fünfter, punktgleich mit

dem Briten James Shanes (Platz 4) und Smolinski

(Platz 6). Härtel ist Achter. Für Stephan Katt

lief der Flutlichtabend ganz schlecht, denn der

Neuwittenbeker fuhr nur ganze 2 Punkte ein

und belegt WM-Platz 16. • Rudi Hagen

Finale 3 - Roden/NL

Überflieger

Smolinski

war nicht zu

schlagen

Das war eine Rückkehr nach

Maß nach dem Desaster im

französischen La Réole.

Martin Smolinski sicherte

sich in souveräner Manier

den Sieg beim Langbahn-

Grand-Prix Nummer 3 in

Roden (NL). Siebenmal fuhr

der Olchinger ans Startband

und genauso oft raste er als

Sieger über die Ziellinie.

Mit den gewonnenen 28 WM-Punkten hat

„Smoli“ wieder gehörig Tuchfühlung zur Spitze

aufgenommen. Der frischgebackene Europameister,

der Franzose Dimitri Bergé, wurde in

Roden nur Siebter, führt die Wertung aber weiterhin

mit 63 Punkten an. Zweiter ist der noch

amtierende Weltmeister Mathieu Trésarrieu (F)

mit 59 Zählern, aber nur 2 Punkte dahinter

folgt schon Martin Smolinski auf Platz 3.

„Ich habe heute wieder gewaltig aufgeholt und

gezeigt, dass ich zurück im Rennen um den

Weltmeisterschaftstitel bin“, freute sich der

Bayer nach den sieben anstrengenden Läufen

auf der bestens präparierten Sandbahn im

Speed Center Roden. Und: „Ja, der Veranstalter

hat mit seinem Bahndienst hier einen Riesenjob

gemacht, aber ich muss hier auch mal mein

Team loben und alle, die hinter mir gestanden

sind nach diesen für mich schwierigen Wochen.

Sie haben mir die Kraft gegeben, die ich

brauche, vor allem für meine Starts, denn das

ist eine mentale Geschichte. Und die Jawa-

Werksmotoren von Manfred Knappe haben

auch sehr gut funktioniert.“

Smolinski präsentierte sich bei hochsommerlichen

Temperaturen in allen seinen Läufen hoch

konzentriert. Seine Starts waren eine Augenweide,

egal, von welcher Position er kam. „Ich

bin von fast allen Positionen gestartet, zuerst

ging es von außen besser, dann von weiter innen,

die Bahnverhältnisse haben sich im Laufe

des Nachmittags schon verändert.“

In Kurve 1 hieß der Führende jeweils Smolinski,

da hatten in der Reihenfolge seiner Vorläufe

weder Wildcard-Pilot Dave Meijerink, Josef

Franc, Chris Harris, Theo Pijper noch Richard

Hall eine Chance. In Semifinale 1 traf „Smoli“

dann erstmals auf Mathieu Trésarrieu, aber

auch der hatte keine Chance gegen den Deutschen,

der in diesem Jahr das große Ziel hat,

Langbahnweltmeister zu werden.

Im Finale war es dann Theo Pijper vorbehalten,

den Start gegen Smolinski zu gewinnen, aber

das nützte dem Niederländer nichts, denn die

Reihenfolge änderte sich schnell. Smolinski

brauste auf der Gegengerade durch und holte

sich mit beträchtlichem Vorsprung den GP-Sieg

vor Trésarrieu.

Dritter wurde der sehr starke Tscheche Josef

Franc vor Pijper und James Shanes aus England.

Max Dilger wurde nach einem tollen

Kampf gegen Richard Hall im Semifinale 1 Dritter

und kassierte einen Tag nach seinem

29. Geburtstag 12 WM-Punkte für Platz 8.

Bernd Diener fuhr mit 6 Punkten auf Rang 11.

Warum allerdings der Franzose Jerôme Lespinasse

für Semifinale 2 qualifiziert war und

nicht der punktgleiche Gengenbacher blieb

letztlich ein Rätsel.

Ein Rätsel ist auch Stephan Katt. Der Neuwittenbeker

wurde mit nur 3 Punkten in Roden

Vorletzter. Seine Starts waren durchweg recht

ordentlich, aber danach ging es nicht vorwärts

und die Konkurrenz konnte sich durchweg an

ihm vorbeischieben. Vielleicht war es der Motor,

der nicht ging, oder eine falsche Übersetzung

oder vielleicht noch die Folgen des bösen

Sturzes von Altrip? • Text/Action-Fotos: Rudi Hagen

20 BAHNSPORT AKTUELL August '18


Sieger Martin Smolinski vor Mathieu Trésarrieu

Mathieu Trésarrieu, Martin Smolinski und Josef Franc (v.l.)

• Foto: Ubbo Bandy

Max Dilger vor Dave Meijerink

und Mathieu Trésarrieu

LANGBAHN-WM

(nach 3 von 5 Finals)

Pl./Name Nat. F1 F2 (VP) F3 (VP) Ges.

1. Dimitri Bergé F 25 23 (17) 15 (12) 63

2. Mathieu Trésarrieu F 13 25 (17) 21 (15) 59

3. Martin Smolinski D 20 9 (9) 28 (20) 57

4. Josef Franc CZ 14 16 (12) 22 (16) 52

5. James Shanes GB 17 12 (10) 16 (14) 45

6. Bernd Diener D 19 10 (9) 6 (6) 35

7. Theo Pijper NL 7 9 (9) 18 (16) 34

8. Richard Hall GB 9 7 (7) 5 (14) 31

9. Romano Hummel NL 7 19 (14) 26

10. Chris Harris GB 7 10 (9) 7 (7) 24

11. Michael Härtel D 9 15 (15) 24

12. Max Dilger D 10 12 (10) 22

13. Jesse Mustonen FIN 16 2 (2) 18

14. Stéphane Trésarrieu F 14 (11) 14

15. Jérôme Lespinasse F 1 4 (4) 6 (6) 11

16. Stephan Katt D 3 2 (2) 3 (3) 8

17. Dave Meijerink* NL 5 (5) 5

18. Hynek Stichauer CZ 4 (4) 4

19. Anders Mellgren S 2 (2) 1

20. Anthony Chauffour F 2 (2) 2

21. Lukas Fienhage D 2 2

22. Gabriel Dubernard F 1 (1) 1

La Réole/F - SF1: M.Trésarrieu, Franc, Hummel, Diener, Smolinski N; SF2: Bergé,

S.Trésarrieu, Shanes, Harris, Härtel N; Finale: M.Trésarrieu, Hummel, Bergé, Franc,

Härtel N.

Roden/NL - SF1: Smolinski, M.Trésarrieu, Dilger, Hall, Harris; SF2: Franc, Bergé,

Shanes, Pijper, Lespinasse; Finale: Smolinski, M.Trésarrieu, Franc, Pijper, Shanes.

- Bericht vom EM-Semifinale der Seitenwagen siehe Seite 33 -

August '18 BAHNSPORT AKTUELL 21


LANGBAHN-WM

Challenge - Bielefeld/D

Sieger Romano Hummel (2)

gegen Andrew Appleton (10),

Bernd Diener (15 ), Christian Hülshorst (17)

und Hynek Stichauer (1)

Schwere

Stürze überschat

Sechs deutsche Fahrer, darunter mit Christian

Hülshorst und Marcel Sebastian zwei Reservisten,

waren beim Langbahn-WM-Challenge auf

dem Bielefelder Leineweberring am Start, aber

keiner von ihnen schaffte es unter die ersten

vier, die Plätze, die einen permanenten Startplatz

in der WM 2019 garantieren.

Bernd Diener war ganz nahe dran, aber der

Routinier aus Gengenbach belegte im Finale

nur den letzten Platz, dadurch fehlte ihm ein

einziger Punkt auf den Briten Andrew Appleton.

Hätte Diener in Lauf 10 nicht das große

Pech gehabt, in Führung liegend mit einem

technischen Defekt auszufallen, dann hätte er

seine Startberechtigung für die WM des kommenden

Jahres jetzt sicher.

Max Dilger bot eine solide Leistung, zum Finale

reichte es aber nicht. Jörg Tebbe ließ in den

letzten drei Läufen nach, sodass er über Platz

7 nicht hinauskam. Dafür führte sich Christian

Hülshorst als Reservist mit 8 Punkten bei einem

Ausfall ganz ordentlich ein.

Das Finale gewann Josef Franc vor Romano

Hummel und Martin Malek. Der Niederländer

stand anschließend mit 26 Punkten ganz oben

auf dem Podest, gefolgt von Jawa-Pilot Malek

(23) und dessen Landsmann Franc. Diese drei

Fahrer zeigten die eindeutig besten Leistungen

an diesem Sonntag in Bielefeld.

Der Renntag wurde schon in Rennen 8 von einem

ganz bösen Crash überschattet, in den

gleich drei Fahrer verwickelt waren. Der Brite

Paul Cooper war ausgangs der Startkurve gestürzt

und hatte dabei den Finnen Jesse Mustonen

mit zu Boden gerissen. Wildcard-Pilot

Lukas Fienhage aus Lohne, der seinen ersten

Lauf gewonnen hatte, konnte nicht mehr ausweichen

und überfuhr Mustonen.

Das war fatal, denn alle drei gestürzten Fahrer

mussten lange auf der Bahn behandelt und anschließend

ins Bielefelder Krankenhaus Bethel

gebracht werden. Wie sich später herausstellte,

trug Fienhage einen Bruch der Mittelhand

davon und Cooper erlitt eine leichte Gehirnblutung

und lädierte sich seinen linken Unterarm.

Jesse Mustonen musste am längsten auf der

Bahn erstversorgt werden. Im Krankenhaus

wurden später mehrere Rippenbrüche, ein

Schlüsselbein- und ein Schulterblattbruch

festgestellt. Er wurde inzwischen in seiner finnischen

Heimat operiert.

Die Veranstaltung war durch diesen Zwischenfall

glatte zwei Stunden unterbrochen, aber

auch danach sollte es wieder krachen. Im Lauf

der Junioren C hatte Chad Wirtzfeld den vor

ihm fahrenden Jonny Wynant aus Cloppenburg

in der Zielkurve innen attackiert und dabei

dessen Hinterrad touchiert. Daraufhin raste

der 14-jährige Brite geradeaus in die Airfence

und schlug dort stumpf ein.

Auch er musste auf der Bahn behandelt und

anschließend ins Krankenhaus gefahren werden.

Erst nach einer weiteren Dreiviertelstunde

konnten die Rennen dann fortgesetzt werden.

Die drei Läufe in der Internationalen Seitenwagenklasse

waren äußerst sehenswert. Fünf

Top-Teams kämpften um die Podestplätze, da

wurde manch einem schon vom Zusehen

schwindlig. Um die Plätze 1 und 2 lieferten sich

die deutschen und die niederländischen Meis-

ter, Markus Venus/Markus Heiß und William

Matthijssen/Sandra Mollema, hautenge

Fights, dass es eine wahre Freude war.

Die Pfarrkirchener gewannen das Duell zweimal,

die Niederländer nur einmal, damit stand

der Sieg für Venus/Heiß fest. Markus Brandhofer

und Beifahrer Tim Scheunemann wurden

Dritte vor den Briten Mitch Godden/Paul Smith

und Wilfred Detz/Wendy Arling aus den Niederlanden.

Im Rahmenprogramm startete auch eine Enduroklasse

aus den Niederlanden, die sogenannten

„PowerGirls“, 16 an der Zahl. Um 19:15 Uhr

war der Renntag bei an sich guten äußeren Bedingungen

beendet.

• Text u. Fotos: Rudi Hagen

Langbahn-WM - Challenge - Bielefeld/D - 24.6.2018

Ergebnisse:

Qualifiziert für WM 2019: 1. Romano Hummel, NL, 26 Punkte;

2. Martin Malek, CZ, 23; 3. Josef Franc, CZ, 22;

4. Andrew Appleton, GB, 17.

Ausgeschieden: 5. Bernd Diener, D, 16; 6. Max Dilger, D, 14; 7. Jörg

Tebbe, D, 13; 8. Hynek Stichauer, CZ, 8; 9. Christian Hülshorst, D, 8;

10. Gabriel Dubernard, F, 7; 11. Henri Ahlbom, FIN, 5; 12. Henry van

der Steen, NL, 5; 13. Lukas Fienhage, D, 4; 14. Paul Cooper, GB, 4;

15. Marcel Sebastian, D, 4; 16. Jesse Mustonen, FIN, 2; 17. Anders

Mellgren, S, 0.

Semifinale 1: 1. Hummel; 2. Appleton; 3. Diener; 4. Hülshorst;

5. Stichauer.

Semifinale 2: 1. Malek; 2. Franc; 3. Dilger; 4. Tebbe; 5. Dubernard.

Finale: 1. Franc; 2. Hummel; 3. Malek; 4. Diener; 5. Appleton.

I-Seitenwagen: 1. Markus Venus/Markus Heiß, D, 11 Punkte;

2. William Matthijssen/Sandra Mollema, NL, 10; 3. Markus

Brandhofer/Tim Scheunemann, D, 4; 4. Mitch Godden/Paul

Smith, GB, 3; 5. Wilfred Detz/Wendy Arling, NL, 2.

Junioren C - Team-Wettkampf: 1. Deutschland, 27 Punkte

(Timo Wachs 12, Jonny Wynant 15); 2. England, 25 (Jake Mulford 19,

Chad Wirtzfeld 6); 3. Europa, 19 (Kevin Lück 5, Sam Ensing/NL 14);

4. Tschechien, 12 (Milan Dobias 1, Dan Silhan 11).

22 BAHNSPORT AKTUELL August '18


Martin Malek, Romano Hummel, Josef Franc und Andrew Appleton (v.l. )

en den Renntag

Der Niederländer Romano Hummel, die Tschechen Martin Malek und

Josef Franc sowie der Brite Andrew Appleton konnten sich in Bielefeld

für die Langbahn-WM 2019 als permanente Starter qualifizieren.

Der Renntag wurde leider von bösen Stürzen überschattet.

Markus Venus/Markus Heiß setzten sich gegen

William Matthijssen/Sandra Mollema durch

August '18 BAHNSPORT AKTUELL 23


LANGBAHNCUP

Langbahn-Jugend Weltcup 250 ccm - Wittstock/D

Steven

Labouyrie

holt den Titel

• Erik Bachhuber im Finale mit großem Pech

• Ben Ernst wird Vizeweltmeister

Langbahn-Jugend-Weltcupsieger Steven Labouyrie

Ben Ernst, Steven Labouyrie

und Keynan Rew (v.l.)

• Foto: Ubbo Bandy

D-Team mit (v.l.) Christian Hefenbrock, Julia Frenk, Jörg Tebbe, Maximilian Troidl, Timo Wachs, Ben Ernst,

Erik Bachhuber und Jonny Wynant

• Foto: Ubbo Bandy

Was für ein spannender Finallauf beim FIM

Long Track Youth World Cup in Wittstock, der

an Spannung und Dramatik kaum zu übertreffen

war. Am Ende gab es mit dem Franzosen

Steven Labouyrie einen sehr glücklichen Weltmeister,

einen sehr stark fahrenden und kämpfenden

Vizeweltmeister Ben Ernst und einen

sehr enttäuschten und traurigen Erik Bachhuber.

Bachhuber war nach den Vorläufen mit 19 Zählern

Punktbester und erfuhr sich durch einen

sicheren Sieg im ersten Semifinale die Finalteilnahme.

Im Finallauf, bei dem alle Punkte

auf null gesetzt wurden, hieß es dann, dass

der Einlauf auch das Endergebnis ist. Bachhuber

setzte sich im Finale nach der ersten Runde

von Platz 3 nach vorne und führte das Feld über

zwei Runden an, bis plötzlich die Leistung seines

Motors nachließ und er aufgrund eines

technischen Defekts aufgeben musste. Freuen

konnte sich dadurch der Franzose Steven Labouyrie,

der die Führung übernahm und sie

sich bis zum Ziel auch nicht mehr abnehmen

ließ.

Hinter ihm kämpfte sich Ben Ernst, der von der

äußersten Startposition ins Rennen ging und

nach dem Start als Letzter aus der ersten Kurve

kam, durch einen sehenswerten Fight bis auf

Platz 2 nach vorne. Nach seinem großartigen

Erfolg im polnischen Torun einen Tag vorher,

wo er Einzelweltmeister in der 250-ccm-Klasse

im Speedway geworden war, wurde er nun Vizeweltmeister

mit dem Langbahnbike. Für

Ernst ging es in diesem Rennen rauf und runter.

Seinen ersten Lauf gewann er in gewohnter

Manier souverän. Im zweiten Lauf schlug die

Defekthexe zu. Nach zwei weiteren Laufsiegen

kam es in Lauf 13 wieder zu einem Ausfall und

er rutschte mit 12 Punkten gerade so ins Semifinale.

Im zweiten Halbfinallauf führte ein sehr

beherzter Lauf von Ben zum Einzug ins Finale,

in dem er dann mit einer sehr starken Leistung

den 2. Platz belegte.

Insgesamt schnitt das deutsche dmsj-Team,

das unter anderem vom einheimischen Speedway-Crack

Christian Hefenbrock unterstützt

wird, mit den Plätzen 2, 4 und 5 sehr erfolgreich

ab. Alle Zuschauer und Offiziellen der FIM

sahen ein sehr starkes Rennen des Nachwuchses

auf einer, trotz der sehr warmen Temperaturen,

sehr gut präparierten Rennbahn.

• Text und Action-Foto: Thomas Klemm

Langbahn-Jugend-Weltcup 250 ccm - Finale - Wittstock/D

7.7.2018

Ergebnis (Wertung nach Finaleinlauf):

1. Steven Labouyrie, F, 24 Punkte; 2. Ben Ernst, D, 17; 3. Keynan

Rew, AUS, 24; 4. Jonny Wynant, D, 18; 5. Erik Bachhuber,

D, 23; 6. Timo Wachs, D, 14; 7. Andreas Christensen, DK, 12;

8. Jake Mulford, GB, 12; 9. Pavel Kuchar, CZ, 10; 10. Daniel Silhan,

CZ, 7; 11. Maximilian Troidl, D, 5; 12. Sam Ensing, D, 5;

13. Milan Dobias, CZ, 4.

24 BAHNSPORT AKTUELL August '18


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GRASBAHN-EM

Finale - Tayac/F

Dimitri Bergé ist Europameister

Dimitri Bergé wurde im südfranzösischen Tayac neuer Grasbahn-Europameister. Damit holte sich der 21-jährige Franzose

aus dem benachbarten Marmande seinen zweiten FIM-Europe-Titel, nachdem er 2016 bei der Speedway-U21-EM siegte.

Das Finale zur Grasbahn-Europameisterschaft

stand aber unter keinem guten Stern, denn die

Sturzserie europäischer Top-Piloten setzte sich

auch in Tayac fort. Nachdem Martin Smolinski

und Michael Härtel beim Langbahn-GP in La

Réole (F) böse gecrasht waren und der Dingolfinger

daraufhin seine WM-Ambitionen wegen

der erlittenen Handverletzungen zurückstellen

musste, erwischte es nur eine Woche später in

Bielefeld gleich drei weitere Spitzenfahrer.

Der Brite Paul Cooper, der Finne Jesse Mustonen

und das große deutsche Talent Lukas Fienhage

riss es im WM-Challenge auf dem Leineweberring

brutal zu Boden. Alle drei wurden dabei

mehr oder minder schwer verletzt, wobei für

Mustonen die Saison wohl beendet ist.

In Tayac war der Niederländer Romano Hummel

der Leidtragende. Der 19-jährige Groninger, einer

der Top-Favoriten der diesjährigen Langbahn-WM,

war gleich in seinem ersten Lauf sehr

schwer gestürzt, nachdem sein Landsmann

Lars Zandvliet vor ihm ausgerutscht war. Hummel

hatte nicht mehr ausweichen können und

war daraufhin böse abgeflogen.

Die Diagnose im Krankenhaus in Bordeaux war

niederschmetternd: Bruch des linken Oberschenkels.

Bei einer anschließenden Operation

wurden dem Niederländer die lädierten Knochen

mittels einer Titanstange fixiert. Mittlerweile

befindet sich Romano Hummel wieder in

seiner Heimat. Die Saison ist für ihn aber vorbei.

Der Brite Richard Hall fuhr danach für Hummel,

Zandvliet wurde durch den Franzosen Gaetan

Stella ersetzt. Beide spielten aber im Titelkampf

keine Rolle. Das galt auch für GP-Fahrer

Stephan Katt, denn der Neuwittenbeker blieb

ganz blass und fuhr nur ganze 2 Punkte ein.

„Ein Motorschaden, ein Sturz und ein verbogenes

Motorrad, die Zündung defekt und ein noch

nicht erklärter Ausfall, aber das in nur drei Läufen,

der Tiefpunkt ist gerade erreicht“, klagte

ein enttäuschter „Catman“ am Ende.

Gleich im ersten Lauf waren er und Christian

Hülshorst in der Startkurve gestürzt, aber beide

wurden für den Re-run wieder zugelassen.

„Hülse“ wurde im C-Finale Fünfter. Max Dilger

schloss dagegen besser ab. Der Lahrer fuhr im

B-Finale auf Platz 4, verpasste aber durch einen

schwachen Start die Chance aufs A-Finale.

Hier sicherte sich Dimitri Bergé vor seinem

Heimpublikum den Europameistertitel vor dem

Tschechen Josef Franc und dem jungen Briten

Zach Wajtknecht. Auf Platz 4 folgten James

Shanes (GB), Langbahnweltmeister Mathieu

Trésarrieu aus Frankreich und der Tscheche

Martin Malek.

Rahmenprogramm Seitenwagen: Im Rahmenprogramm

des EM-Finales der Solisten waren

auch acht internationale Gespanne am Start.

William Matthijssen und seine Beifahrerin Sandra

Mollema waren auch in Südfrankreich unschlagbar.

Das gemischte niederländische

Doppel startete viermal und siegte auch viermal.

Markus Brandhofer/Tim Scheunemann vom

AMC Haunstetten schlugen sich wacker und

wurden in einem spannenden Finale Dritte. In

ihrem zweiten Heat hatten sie wegen Verlassens

der Bahn eine Disqualifikation hinnehmen

müssen. • Text: Rudi Hagen; Foto: Niklas Breu

(Action); FIM-Europe (Siegerehrung)

26 BAHNSPORT AKTUELL August '18


Vize-Europameister

Josef Franc

Europameister

Dimitri Bergé

EM-

Dritter

Zach

Wajtknecht

Grasbahn-EM - Solo - Finale - Tayac/F - 7.7.2018

Ergebnisse:

1. Dimitri Bergé, F, 19 Vorlaufpunkte; 2. Josef Franc, CZ, 15; 3. Zach Wajtknecht, GB, 16;

4. James Shanes, GB, 15; 5. Mathieu Trésarrieu, F, 16; 6. Martin Malek, CZ, 15; 7. Henry van

der Steen, NL, 9; 8. Max Dilger, D, 9; 9. Stéphane Trésarrieu, F, 10; 10. Richard Hall, GB, 13;

11. Hynek Stichauer, CZ, 9; 12. Paul Hurry, GB, 5; 13. Anthony Chauffour, F, 7; 14. Gaetan

Stella, F, 3; 15. Christian Hülshorst, D, 6; 16. Mark Beishuizen, NL, 8; 17. Stephan Katt, D, 2;

18. Dave Mears, GB, 2; 19. Romano Hummel, NL, S/N; 20. Lars Zandvliet, NL, S/N.

C-Finale: 1. Stichauer; 2. Hurry; 3. Chauffour; 4. Stella; 5. Hülshorst; 6. Beishuizen.

B-Finale: 1. Malek; 2. Shanes; 3. van der Steen; 4. Dilger; 5. S.Trésarrieu; 6. Hall.

A-Finale: 1. Bergé; 2. Franc; 3. Wajtknecht; 4. Shanes; 5. M.Trésarrieu; 6. Malek.

I-Seitenwagen: 1. William Matthijssen/Sandra Mollema, NL, 9 Punkte; 2. Mitch Godden/

Paul Smith, GB, 6; 3. Markus Brandhofer/Tim Scheunemann, D, 5; 4. Guillaume Comblon/

Chloé Agez, F, 6; 5. Vincent Tocheport/David Malpeyre, F, 4; 6. Christophe Grenier/Vincent

Bertonèche, F, 4; 7. Eric Betous/Bertrand Betous, F, 2; 8. Natasha Bartlett/Curtis McAlinney,

GB, 0.

Finale: 1. Matthijssen/Mollema; 2. Godden/Smith; 3. Brandhofer/Scheunemann; 4. Comblon/Agez.


SPEEDWAY-DM

Wittstock - Landshut

Wittstöcker Wölfe bezwingen

Meister AC Landshut

Dieser Sieg gegen den amtierenden Mannschaftsmeister der Speedway Bundesliga

war ein großer Schritt in Richtung Finalteilnahme. Die Wölfe haben sich durch ihren

Heimsieg in eine sehr gute Ausgangsposition in der Tabelle versetzt und führen diese

weiterhin an.

Die Wölfe zeigten bei ihrem Heimsieg einmal

mehr eine solide Teamleistung, mit der sie am

Ende auch verdient gegen die Devils aus Landshut

mit 48:38 Punkten gewannen. Von Anfang

an sprachen die Fachleute von einem sehr ausgeglichenen

Fahrerfeld beider Teams und dass

man von einem sehr spannenden Rennverlauf

ausgehe. Leider kamen nur zirka 500 Zuschauer,

sicher bedingt durch die Fußballweltmeisterschaft

und das Deutschlandspiel. Die Ausgeglichenheit

sollte sich bis zum Ende des Rennens

auch bestätigen. Insgesamt wurden zehn

Rennläufe mit einem Unentschieden gewertet

und drei Läufe mit einem 5:1 für die Wölfe, die

letztendlich auch den Sieg ausmachten. Da half

auch nicht der Einsatz des Jokers der Landshuter.

Einmal mehr zeigte der Deutsche Meister Kevin

Wölbert von den Wölfen eine überragende Performance.

Das spürten auch recht deutlich der

Kapitän der Landshuter Martin Smolinski und

Juniorenweltmeister Max Fricke, denen Wölbert

durch seine Fahrweise keine Chancen bot.

Sehr schnell und immer nach Antrieb suchend,

war Mads Hansen unterwegs. Er steuerte 12+2

Punkte hinzu. Überzeugen konnte auch Steven

Mauer, der in Lauf 4 mit Mads Hansen das erste

5:1 erfuhr. Smolinski und Wassermann hatten

keine Möglichkeit, die Führung der beiden zu

gefährden. Genauso wie in Lauf 5 beim nächsten

5:1 der Wölfe. Die Devils mit Mark Riss und

Stephan Katt gewannen zwar den Start, wurden

aber ausgangs der ersten Kurve von den Wölfen

Rafal Okoniewski und Matze Schultz überholt.

Diese fuhren den Laufsieg dann souverän ins

Ziel.

Bis zu den Finalläufen trennten beide Teams nur

6 Punkte, somit hatte auch Landshut noch die

Chance, das Rennen für sich zu entscheiden. In

Lauf 13 gab es dann aber erneut einen 5:1-Sieg

der Wölfe durch Okoniewski und Hansen und

das bedeutete endgültig den Sieg für das Wittstocker

Team, das sich riesig darüber freute,

den amtierenden Meister zu Hause geschlagen

zu haben. • Texte: Thomas Klemm; Foto: Niklas Breu

Speedway-Bundesliga - Wittstock - 23.6.2018

Ergebnis:

1. MSC „Wölfe“ Wittstock, 48 Punkte (Rafal Okoniewski 12,

Mads Hansen 11, Mathias Schultz 4, Kevin Wölbert 14, Steven

Mauer 7, Mirko Wolter 0); 2. AC Landshut „Devils“, 38 (Max Fricke

13, Mark Riss 5, Valentin Grobauer 3, Martin Smolinski 11,

Stephan Katt 1, Sandro Wassermann 5).

Interview mit Mads Hansen

Erst einmal herzlichen Glückwunsch zum Sieg,

Mads! Wie war das Rennen heute für dich, bist

du zufrieden mir Deiner Leistung?

Es war ein spezielles Rennen, nach meinem letzten

Sturz war ich immer noch nicht richtig fit. Ich

wusste danach nicht mal, dass ich im Finale

Zweiter geworden war. Ich hatte lange mit der

Gehirnerschütterung zu tun. Ich bin aber sehr

stolz, dass ich dem MSC Wittstock heute wieder

beweisen konnte, dass ich der bessere Däne

bin. Ich habe als Wolf heute zugebissen. Ich bin

sehr zufrieden mit meiner heutigen Leistung.

Wie fandest du die Bahn heute?

Die Bahn war wieder in einem sehr guten Zustand.

Ich liebe griffige Bahnen und das war außen

heute der Fall. Wenn ich losfahre und

Schwung hole, dann kann ich angreifen. Ich

konnte heute viele Linien auf der Bahn fahren

und habe einiges ausprobiert. Mit meinem neuen

Motor, den ich heute hier einsetzte, kam ich

super zurecht.

Wie sieht dein Tag morgen aus, hast du ein Rennen

oder frei?

Frei (Mads grinste über beide Ohren).

Torben Hansen, Vater und Manager von Mads

ruft herein: Montag werden die Motorräder gereinigt

und Dienstag hat Mads Geburtstag. Er

wird 18 Jahre. Am Mittwoch fahren wir dann Superliga

zu Hause in Dänemark.

Danke, Mads, für das kurze Interview und viel

Erfolg weiterhin.

Die siegreichen Wölfe mit (v.l.) Maximilian Pott, Steven

Mauer, Kevin Wölbert, Mathias Schultz, (vorne)

Mirko Wolter, Mads Hansen und Rafal Okoniewski

Brokstedt - Wittstock

Auf engstem Raum: „Wolf“ Mads Hansen

vor Kasper Anderson, Hans Andersen

und Tobias Busch

Wieder die Wölfe

38:46-Heimniederlage nach spannendem Duell

Der MSC Brokstedt e.V. im ADAC hat die Chance

auf den Einzug in die beiden Finalläufe um die

Deutsche Speedway-Mannschaftsmeisterschaft

2018 verpasst. Im letzten Vorrundenrennen der

Bundesliga unterlagen die „Wikinger“ auf dem

heimischen Holsteinring dem MSC „Wölfe“ Wittstock

mit 38:46. Zwar besteht noch eine theoretische

Restchance auf das Finale für Brokstedt, doch

müsste der AC Landshut sein letztes Rennen gegen

die DMV „White Tigers“ aus Diedenbergen am

15. August vor eigenem Publikum haushoch verlieren.

Dann hätten sowohl Brokstedt als auch der

amtierende Meister aus Landshut zwei Niederlagen

in der Vorrunde kassiert und die Summe der

Laufpunkte würde über den 2. Tabellenplatz entscheiden,

doch rechnet niemand im Umfeld des

MSC mit dieser Konstellation. „Die Niederlage gegen

Wittstock geht so in Ordnung, wobei unser

Team eine wirklich gute Leistung gezeigt hat“, so

Brokstedts Teammanagerin Sabrina Harms. In der

Tat sahen die mehr als 1700 Zuschauer bei besten

Bedingungen ein spannendes Duell, das lange

ausgeglichen ablief und erst im vorletzten Lauf

des Tages entschieden wurde. Während die Gäste

aus Wittstock mit ihrer derzeit stärksten Formation

rund um Mannschaftskapitän Kevin Wölbert in

Brokstedt antreten konnten, musste Sabrina

Harms gleich drei Stammkräfte ersetzen. „Wir haben

immer wieder Personalprobleme aufgrund

der Verpflichtungen unserer Fahrer in der polni-

28 BAHNSPORT AKTUELL August '18


„Wikinger“ verpassen Finaleinzug

Speedway-Bundesliga - Brokstedt - 1.7.2018

Ergebnis:

1. MSC „Wölfe“ Wittstock, 46 Punkte (Hans Andersen 14, Mads Hansen 12,

Mathias Schultz 2, Kevin Wölbert 14, Steven Mauer 2, Maximilian Pott 0, Mirko

Wolter 2); 2. MSC Brokstedt Wikinger, 38 (Norbert Kosciuch 12, Kasper Andersen

5, Tobias Busch 8, Max Dilger 7, Danny Maaßen 4, Darrel de Vries 2).

schen Extraliga“, so Brokstedts Pressesprecher

Michael Schubert. Brokstedts etatmäßiger Kapitän

Kai Huckenbeck stand dem Team demnach in

den vier Bundesligarennen lediglich einmal zur

Verfügung. Schubert: „Für die kommende Saison

werden wir wohl vom Sonntag als Renntag Abstand

nehmen, um personell konkurrenzfähig zu

bleiben.“

Mit dem Polen Norbert Kosciuch, dem dänischen

Nachwuchsfahrer Kasper Andersen sowie Tobias

Busch, der als Gastfahrer den verletzten Lukas

Fienhage ersetzte, hatte es Brokstedt schwer, mit

dem Tabellenführer mitzuhalten. Trotzdem verkaufte

sich der MSC gut und teuer und vor allen

Dingen der Stralsunder Tobias Busch glänzte

durch seinen Einsatz.

Nach einem 4:2 der Gäste im ersten Lauf sahen die

Fans gleich fünf 3:3-Unentschieden in Folge. Mit

einem Wittstocker 5:1 zu Beginn des zweiten Rennabschnitts

schien die Partie bereits früh entschieden,

doch kämpften sich die Hausherren noch einmal

zurück in die Partie. Mit Kosciuch als taktischer

Reserve (4:2 in Lauf 10) verkürzte Brokstedt

und wahrte beim Stand von 34:38 vor den beiden

letzten Läufen zumindest die rechnerische Chance

auf den Heimsieg. Alle Hoffnungen platzten, als

das dänische Spitzenduo Hans Andersen und

Mads Hansen den Brokstedtern Busch und K.Andersen

keine Chance ließen, um mit dem zweiten

5:1 des Tages für die endgültige Entscheidung zu

sorgen. Das nachfolgende 3:3-Unentschieden im

letzten Lauf war am Ende symptomatisch für den

Rennverlauf. Trotz der Niederlage erntete die

Brokstedter „Not-Mannschaft“ viel Lob und sorgte

aufgrund ihrer kämpferischen Einstellung für Begeisterung

bei den eigenen Fans.

Nach diesem Rennen hat der MSC Wittstock die

Vorrunde der Bundesliga als Tabellenführer abgeschlossen

und wird das zweite, alles entscheidende,

Finale am 3. Oktober in Wittstock ausrichten.

Der Termin für das erste Aufeinandertreffen mit

dem Tabellenzweiten steht indes noch nicht fest.

Auf dem Holsteinring in Brokstedt findet das

nächste Speedwayrennen am 16. September statt.

Die „Liga Nord“ steht dabei ganz im Zeichen der

Nachwuchsarbeit im MSC.

• Text: Sam Schneider; Fotos: Ubbo Bandy

Brokstedts Gastfahrer Tobias Busch

(rot) zeigte einen tollen Einsatz, hier

gegen Kevin Wölbert (gelb), dahinter

sein Teampartner Max Dilger

August '18 BAHNSPORT AKTUELL 29


SPEEDWAY-DM

Erster Sieg für die DMV White Tigers

Finallauf 14: Die Topscorer

ihrer Teams Robert Lamber

und Tobi Busch (gelb

Diedenbergen - Stralsund

DMV White Tigers holen Heimsieg

In der Speedway-Bundesliga holten die DMV White Tigers in ihrem zweiten Heimrennen einen wichtigen

Sieg, der für die Reihenfolge in der Tabelle der Vorrunde entscheidend sein wird. Das Match

gegen die Nordsterne aus Stralsund war spannend und entschied sich erst in den letzten Läufen.

Deutscher Speedway-Jugend-Paar-Cup:

1. Güstrow Torros, 2. Black Forest Eagles

(links), 3. Olching (rechts); vorne (v.l.)

die Cloppenburg Fighters, DMV White

Tigers und Diedenbergen Rockets

30 BAHNSPORT AKTUELL August '18


Diedenbergens bester Mann an diesem Tag war

ohne Zweifel Robert Lambert. Bei fünf Starts erzielte

der Engländer ein 15-Punkte-Maximum.

Große Unterstützung hatte Lambert im Dänen

Patrick Hougaard, der 11 Zähler holte. Aber auch

Daniel Spiller und René Deddens wussten zu

überzeugen. Bester Mann bei den Nordsternen

war Tobias Busch mit 11 Punkten. Zdenek Holub

hingegen wurde mit 7 Zählern den Erwartungen

nicht gerecht. Zweitbester Mann im Stralsunder

Team war Mathias Bartz mit 8 Punkten.

Der MSC Diedenbergen veranstaltete an diesem

Wochenende neben der Bundesliga auch

den DMV-Seitenwagen-Supercup und den

250er Jugend Paarcup. Die Güstrow Torros waren

hier erfolgreich und Ben Ernst errang so innerhalb

einer Woche den dritten Titel, unter denen

der Weltmeistertitel im Speedway der

250er-Klasse eindeutig hervorragt.

Bei den Seitenwagen setzten sich Markus Venus/Markus

Heiß durch, die damit auch den

zum ersten Mal vom MSC Diedenbergen eingeführten

Horst-Zahn-Gedenkwanderpokal gewannen.

• Fotos: Klaus Goffelmeyer

Speedway-Bundesliga - Diedenbergen - 7.7.2018

Ergebnis:

1. DMV White Tigers, 44 Punkte (Patrick Hougaard 11, Robert

Lambert 15, Daniel Spiller 7, René Deddens 9, Hannes Gast 2,

David Pfeffer 0, Marius Hillebrand 0); 2. MC Nordstern Stralsund,

40 (Zdenek Holub 7, Dominik Möser 6, Tobias Busch 11,

Mathias Bartz 8, Ronny Weis 5, Richard Geyer 3).

Stand: 1. MSC Wölfe Wittstock, 4 Rennen/204 Laufpunkte/

8 Matchpunkte; 2. MSC Brokstedt Wikinger, 4/175/4; 3. AC

Landshut Devils, 3/132/4; 4. DMV White Tigers, 3/119/2;

5. MC Nordstern Stralsund, 4/131/0.

Speedway-Jugend-Paar-Cup - Diedenbergen - 8.7.2018

Ergebnis:

Deutscher Speedway-Jugend-Paar-Cup: 1. MC Güstrow Torros,

29 Punkte (Ben Ernst 18, Jordan Palin 11); 2. Black Forest

Eagles, 27 (Maximilian Pongratz 8, Philip Hellström-Bangs 19);

3. MSC Olching, 26 (Tim Wunderer 11, Celina Liebmann 15);

4. DMV White Tigers, 25 (Julian Bielmeier 5, Nathan Ablitt 20);

5. MSC Cloppenburg Fighters, 18 (Jonny Wynant 12, Jason Sobolewitsch

6); 6. Diedenbergen Rockets, 10 (Jelto Schäfer 10,

Alexandra Schauer 0).

DMV-Seitenwagen-Supercup: 1. Markus Venus/Markus Heiß,

12 Punkte; 2. Raphael San Millan/Benedikt Zapf, 10; 3. Patrick

Zwetsch/Viktor Caric, 7; 4. Achim San Millan/Michael Zapf, 5;

5. Andreas Horn/Sonja End, 5; 6. Sebastian Kehrer/Patrick

Lepnik, 1.

Meißen

Hornets holen Heimsieg

Mit einem klaren Erfolg konnten die Meißen Hornets ihr STC-Heimrennen

für sich entscheiden. Damit schließen sie zu den punktgleich führenden

Cloppenburg Fighters auf.

Punktbester Fahrer des Heimteams war Martin

Smolinski, der seinen schweren Sturz in La Réole

gut weggesteckt hatte. Große Unterstützung

erhielt er natürlich von seinen Kollegen Ronny

Weis, Richard Geyer und Lukas Wegner. Platz 2

belegte das ausgeglichene Team des MSC Olching

vor den Neuenknick Hexen. Die Young Devils

aus Landshut konnten gegen die zum Teil

weitaus erfahreneren Fahrer der Gegner nur

wenig ausrichten und mussten sich schließlich

mit Rang 4 begnügen. Mit dazu beigetragen

hatte der Ausfall von Maximilian Troidl auf der

250er-Position bereits im ersten Lauf aufgrund

Motorschadens. Da er im weiteren Verlauf des

Rennens nicht mehr antreten konnte, mussten

die Landshuter auf dieser Position bereits einige

Punkte liegenlassen. In Abwesenheit von

Routinier Stephan Katt, der am Samstag bei einem

Langbahnrennen im Einsatz war und es

nicht rechtzeitig geschafft hätte, war Sandro

Wassermann der Erfahrenste im Team, musste

sich jedoch auch mit insgesamt 8 Punkten zufriedengeben.

Er lieferte sicher auch eines der

Highlights des Tages, als er in Heat 15 seinen

Bundesliga-Teamkollegen Martin Smolinski bis

kurz vor Laufende hinten halten konnte, dann

aber doch noch abgefangen wurde und sich mit

Platz 2 begnügen musste. „Unsere beiden

Youngster auf der 500er-Position brauchen einfach

noch Zeit, um sich im Team-Cup zu akkli-

matisieren. Jonas hat aber im Finale gezeigt,

was in ihm steckt und hinter Ronny Weis einen

super 2. Platz geholt“, so Teammanager Klaus

Zwerschina. „Natürlich sind wir doch auch ein

Stück weit enttäuscht, dass heute wieder nur

der letzte Platz herausgesprungen ist, aber wir

müssen das eben einfach unter dem Motto ‚Erfahrungen

sammeln‘ verbuchen.“ Mario Niedermeier,

in der vergangenen Woche noch im

Bayerncup gut unterwegs, war in einen Sturz

verwickelt, infolgedessen Steven Mauer das

Rennen vorzeitig beenden musste. Glücklicherweise

kamen beide Fahrer glimpflich davon,

auch Mauer wurde zum Rennende bereits wieder

an der Bahn gesichtet.

• Text: SVG/AC Landshut; Foto: Niklas Breu

Speedway Team-Cup - Meißen - 8.7.2018

Ergebnis:

1. Meißen Hornets, 44 Punkte (Martin Smolinski 15, Ronny

Weis 9, Richard Geyer 8, Lukas Wegner 12); 2. MSC Olching,

35 (René Deddens 10, Valentin Grobauer 12, Niels Oliver Wessel

6, Erik Bachhuber 7); 3. Neuenknick Hexen, 24 (Danny Maaßen

9, Steven Mauer 3, Darrell de Vries 6, Maximilian Firniß 5,

Marc Leon Tebbe 1); 4. Landshut Young Devils, 11 (Sandro Wassermann

8, Jonas Wilke 2, Mario Niedermeier 1, Maximilian

Troidl 0).

Stand: 1. MSC Cloppenburg Fighters, 2 Rennen/76 Laufpunkte/5

Matchpunkte; 2. MC Meißen Hornets, 2/76/5; 3. Black

Forest Eagles Berghaupten, 2/72/5; 4. MSC Olching, 2/61/3;

5. Emsland Speedway Team Dohren, 1/41/3; 6. SC Neuenknick

Hexen, 2/44/2; 7. MC Güstrow Torros, 2/46/1; 8. MSC Diedenbergen

Rockets, 1/14/0; 9. AC Landshut Young Devils, 2/22/0.

Die Meißen Hornets siegen mit (v.l.) Richard Geyer,

Martin Smolinski, Lukas Wegner und Ronny Weis

Die Gewinner des Seitenwagen-Supercuplaufs:

Markus Venus (rechts) und Markus Heiß

August '18 BAHNSPORT AKTUELL 31


SPEEDWAY

Fahrerbesprechung im Fahrerlager

Tag der offenen Tür - Teterow

40 Fahrer - 38 Rennen

- viele Stürze

Beim „Tag der offenen Tür“ des MC „Bergring“ Teterow

e.V. im ADAC standen am 16. Juni 40 Nachwuchsfahrer

am Startband, um ihre Besten zu ermitteln. Es ging um

Punkte für die diesjährige Serie der Norddeutschen

Bahnmeisterschaft (NBM). Nach dem Training am Vormittag

erfolgte der Start um 13:00 Uhr.

In der Juniorklasse A PW 50 siegte Joel Schuck vom

Nachbarclub Güstrow mit 28 Punkten vor dem Parchimer

Janek Konzak (27) und Alexander Hagen aus Güstrow

(17).

Bei den Junioren bis 50 ccm ging der Sieg ins sächsische

Meißen. Magnus Rau erkämpfe sich 18 Punkte

und verwies Paul Weisheit vom MC Wittstock (15) und

Thies Schweer aus Moorwinkelsdamm (13) auf die

Plätze. Nico Baumann vom Gastgeberclub wurde Achter

und schloss mit 5 Punkten ab.

Der Sieg bei den 125-ern ging an Marlon Hegener aus

Cloppenburg (25 Punkte). Platz 2 belegte Calvin Richter

vom SC Neuenknick (21) vor Ben Iken aus Norden (18).

Gut zur Sache ging es bei den Fahrern der 250-ccm-

Klasse. Ben Ernst (MC Güstrow) erwischte im Finale

den besten Start und fuhr als Erster über die Ziellinie

(11 Punkte). Seine Dauerrivalin Celina Liebmann aus

Olching folgte auf dem 2. Platz (11) vor ihrem Clubkameraden

Erik Bachhuber (8). Lukas Wegner (Teterow/8)

verpasste das Podest, wurde im Finale „nur“

Vierter. Die Rennen waren schon eine Augenweide.

Der Sprung in die 500-ccm-Klasse dürfte diesen Talenten

in Zukunft nicht schwerfallen …

Achtunddreißig Rennen standen an diesem Nachmittag

auf dem Programm. Leider gingen nicht alle Läufe

reibungslos über die Bühne. Acht Stürze, die glücklicherweise

ohne ernste Folgen blieben, zwangen den

Veranstalter zu mehreren Unterbrechungen. Der Krankenwagen

musste mehrmals auf die Bahn, um den

Verunglückten erste Hilfe zu leisten. Zwischenzeitlich

beschloss die Rennleitung, alle Läufe auf drei Runden

zu verkürzen. Nicht wenige Fahrer hatten erhebliche

Konditionsschwächen, die auch meistens Ursache der

Stürze war.

Obwohl der Radiosender „Ostseewelle“ für diese Veranstaltung

warb, fanden nur sehr wenige Zuschauer

den Weg ins Teterower Speedwaystadion.

• Text u. Foto: Peter Stanislawski

ADAC-Speedwayrennen Teterow - 16.6.2018

Ergebnisse:

NBM - Junior A - PW50: 1. Joel Schuck, 28 Punkte; 2. Janek Konzack, 27;

3. Alexander Hagen, 17; 4. Lennard Ede Lüth, 17; 5. Paul-Joris Wende, 11;

6. Maylin Jurisch, 5.

Junior A: 1. Magnus Rau, 18 Punkte; 2. Paul Weisheit, 15; 3. Thies

Schweer, 13; 4. Freyja Redlich, 11; 5. Valentino Scheibe, 10; 6. Levi Böhme,

6; 7. Len Joris Rixen, 6; 8. Nico Baumann, 5; 9. Felix Klütemeyer, 5.

Junior B - 125 ccm: 1. Marlon Hegener, 25 Punkte; 2. Calvin Richter, 21;

3. Ben Iken, 18; 4. Nick Haltermann, 17; 5. Manuel Rau, 11; 6. Julian Ploog,

9; 7. Nikodem Czarnecki, 9; 8. Mascha Schwend, 8; 9. Tom Meyer, 6;

10. Marvin Kleinert, 4; 11. Lennard Suhr, 3.

Junior C: 1. Ben Ernst, 11 Punkte; 2. Celina Liebmann, 11; 3. Erik Bachhuber,

8; 4. Lukas Wegner, 8; 5. Tommek Matten Dau, 6; 6. Tom Finger, 5;

7. Ann-Kathrin Gerdes, 5; 8. Kevin Lück, 5; 9. Sem Ensing, 4; 10. Fabian

Heinemann, 3; 11. Jason Sobolewitsch, 2; 12. Mattis Möller, 1; 13. Jan

Meyer, 1; 14. Jelto Schäfer, 0.

ADAC Bayerncup - Landshut

Olching souverän

Ganz im Zeichen des Nachwuchses stand das

ADAC-Bayerncup-Rennen am 1. Juli in der One-

Solar Arena des AC Landshut. Vor knapp 450 Zuschauern

gingen neben dem Team des Gastgebers

die Mannschaften aus Olching, Abensberg

und Haunstetten an den Start. Die Olchinger

holten sich souverän den Sieg, Landshut behauptete

sich auf Platz 2.

Nachdem der Dauerregen vom Donnerstag sowie

der Wolkenbruch am Freitag den Innenraum

der Bahn kurzfristig in einen See verwandelt

hatten, konnte das Rennen nur mit Verspätung

begonnen werden. Die Bahn erwies sich als tief

und sehr griffig, doch die Teams kamen im Verlauf

des Rennens immer besser zurecht. Die

Fahrer gingen sehr diszipliniert an diese Herausforderung

heran, sodass glücklicherweise

nur ein leichter und folgenloser Sturz von Manuel

Thalmann in Lauf 13 zu beklagen war.

Das stark besetzte Olchinger Team startete, wie

auch die Gastgeber, von Anfang an stark und

ging relativ rasch in Führung. Doch auch Landshut

gelang es, durch eine konstante Punkteausbeute

der 125-ccm-Fahrer, einen kleinen Vorsprung

gegenüber Haunstetten und Abensberg

aufzubauen und zu halten. Auch Mario Niedermeier

kam in der 500-ccm-Klasse von Lauf zu

Lauf besser in Fahrt und lieferte sich packende

Duelle mit Jonas Wilke, sodass auch auf dieser

Position eine gute Punkteausbeute erzielt werden

konnte.

250-ccm-Fahrer Maximilian Pongratz hatte

kurzfristig abgesagt und wurde von Newcomer

Leon Krusch ersetzt. Leon, der erst im vergangenen

Jahr mit dem Speedway begonnen hat,

musste sich hier erfahrenen Fahrern wie Celina

Liebmann, Erik Bachhuber und Maximilian

Troidl stellen, sodass hier punktemäßig nicht

viel auszurichten war. Letztlich standen für Manuel

Thalmann 9 Punkte, Cyril Hofmann 10, Maximilian

Gammel 7, Leon Krusch 0 und Mario

Niedermeier 7 Punkte zu Buche, was in der Endabrechnung

Platz 2 mit 33 Punkten hinter Olching

(45 Punkte) sowie vor Haunstetten und

Abensberg mit jeweils 30 Punkten bedeutete.

„Wir sind natürlich stolz darauf, dass wir das

Leistungsniveau der bisherigen Saison auch zu

Hause halten konnten“, so Teambetreuer Karl

Schmaderer. „Nun wollen die Jungs in den beiden

verbleibenden Rennen in Haunstetten und

Olching auch alles daran setzen, unsere Platzierung

in der Gesamtwertung zu verteidigen.“

• Text: Claudia Patzak-Krüger; Foto: Niklas Breu

ADAC-Speedwayrennen Landshut - Bayerncup - 1.7.2018

Ergebnis: 1. MSC Olching, 45 Punkte (Luca Kastner 13, Patrick

Hyjek 15, Patricia Erhardt 8, Celina Liebmann 5, Julian Bielmeier

4); 2. AC Landshut „Devils“, 33 (Manuel Thalmann 9,

Cyrill Hofmann 10, Maximilian Gammel 7, Leon Krusch 0, Mario

Niedermeier 7); 3. AMC Haunstetten, 30 (Toni Eichhorn 4,

Mario Häusl 1, Kacper Cymerman 5, Erik Bachhuber 8, Jonas

Wilke 12); 4. MSC Abensberg, 30 (Alexandra Schauer 11, Sarah

Fischer 6, Eric Puffer 1, Maximilian Troidl 11, Dustin

Schultz 1).

Jonas Wilke vor Julian Bielmeier und Mario

Niedermeier (außen)

Marvin Kleinert (gelb) vor Hannah Grunwald (rot),

Mateusz Lopuski (blau) und Norick Blödorn (weiß)

Janek Konzack (weiß) vor Maylin Jurisch (blau),

Dorian Biedrzycki (rot) und Lennard Lüth (gelb)

Hannah Grunwald

Parchim

Speedway Kidsgames

Am 23.6.2018 fanden auf dem „Mecklenburgring“

in Parchim zum siebten Mal die Speedway

Kidsgames, ein spezielles Startbandtraining,

statt.

Bereits am Freitag wurde schon fleißig unter

Anleitung trainiert und viele Sachen geübt und

probiert, wie das Fahren der richtigen und verschiedenen

Linien, Übersetzungen wurden getestet,

Starts geübt und vieles mehr.

Am Samstagmorgen ging es mit dem Training

bei bestem Wetter und besten Bahnbedingungen

weiter. Fahrer aus Polen und Deutschland

waren dabei.

Am Nachmittag gab es zum Abschluss ein spezielles

Startbandtraining. Hier war bei den

85- und 125-ccm-Fahrern Norick Blödorn der

Trainingsbeste. Bei den PW 50 siegte Drift Kid

Janek Konzack in allen seinen Trainingsläufen

souverän.

Ein sehr lehrreiches Wochenende für Kids, Mechaniker

und Eltern endete mit der Übergabe

von Präsenten an die Trainingsteilnehmer.

• Text: Christian Seliger; Fotos: M.L. Pics

32 BAHNSPORT AKTUELL August '18


Seitenwagen-EM - Semifinale - Roden/NL

Finale: Wilfred Detz/Wendy Arling (8) vor Shaun Harvey/

Danny Hogg (2) und Daniel Berwick/Mark Hopkins (1),

hinten rechts Raphael San Millan/Benedikt Zapf

Detz/Arling

maximal

San Millan/Zapf und Meier/Schrempp im Finale

Das Semifinale zur Seitenwagen-Europameisterschaft fand in diesem Jahr im Rahmen des Langbahn-GP im niederländischen Roden

statt. Das war ein außerordentlich würdiges Ambiente für die zwölf Teams aus sechs Ländern. Am Ende hatten sich sechs Gespanne

plus zwei als Reserve für das Finale in Werlte qualifiziert, unter ihnen die deutschen Vertreter des MSC Berghaupten Raphael San

Millan und Beifahrer Benedikt Zapf sowie Manuel Meier und seine Schwester Melanie Schrempp auf den Finalplätzen 5 und 6.

Das überragende Team in Roden waren Wilfred

Detz und Beifahrerin Wendy Arling. Die Niederländer

gewannen nicht nur ihre vier Vorläufe,

auch im alles entscheidenden A-Finale, wo die

vorher errungenen Punkte nicht mehr zählten,

setzte sich das sympathische Pärchen sicher

vor den hartnäckig attackierenden Briten

Shaun Harvey/Danny Hogg durch.

Dritte wurden die Briten Daniel Berwick/Mark

Hopkins vor Mike Frederiksen/Steven Grandt.

Die Dänen hatten eine Busladung fröhlicher dänischer

Fans dabei, die aber eher dafür sorgten,

dass ihre Lieblinge etwas übermotiviert zur Sache

gingen. So schlingerten Frederiksen/

Grandt das eine oder andere Mal durch die Kurven

und behinderten vor allem San Millan/Zapf

in deren letztem Vorlauf derart, dass sie dabei

fast zu Sturz kamen.

Die Dänen mussten danach ins B-Finale, genauso

wie Meier/Schrempp. Die Deutschen siegten

hier und wurden anschließend im A-Finale

Sechste, San Millan/Zapf kamen auf Platz 5 ein,

die Dänen auf 4. Alle Rennen waren durchweg

spannend und liefen auf der von der SMR Roden

bestens präparierten Sandbahn wie in den GP-

Rennen der Solisten ohne einen einzigen Sturz

ab. • Text u. Fotos: Rudi Hagen

Seitenwagen-EM - Semifinale - Roden/NL - 15.7.2018

Ergebnisse:

Qualifiziert für Finale in Werlte/D am 21.7.: 1. Wilfred Detz/Wendy

Arling, NL, 20 Vorlaufpunkte; 2. Shaun Harvey/Danny Hogg,

GB, 19; 3. Daniel Berwick/Mark Hopkins, GB, 17; 4. Mike Frederiksen/Steven

Grandt, DK, 6; 5. Raphael San Millan/Benedikt

Zapf, D, 14; 6. Manuel Meier/Melanie Schrempp, D, 12; Reserve:

7. Barrie Bennett/Eifon Hughes, GB, 5; Reserve 8. Eric Betous/Bernard

Betous, F, 6.

Ausgeschieden: 9. James Hogg/Scott Goodwin, GB, 8; 10. Joel

Sudnikevits/Bruno Bachman, EST, 6; 11. Vincent Tocheport/David

Malpeyre, F, 4; 12. Stinus Lund/Claes Nedermark, DK, 3.

B-Finale: 1. Meier/Schrempp; 2. Frederiksen/Grandt; 3. Bennett/Hughes;

4. Betous/Betous A; 5. Hogg/Goodwin; Sudnikevits/Bachman

A.

A-Finale: 1. Detz/Arling; 2. Harvey/Hogg; 3. Berwick/Hopkins;

4. Frederiksen/Grandt; 5. San Millan/Zapf; 6. Meier/Schrempp.

Fast gestürzt: Mike Frederiksen/Steven Grandt (3),

Daniel Berwick/Mark Hopkins (1), im blauen Helm

Raphael San Millan/Benedikt Zapf

August '18 BAHNSPORT AKTUELL 33


SEITENWAGEN-EM

Finale - Werlte/D

Matthijssen/Mollema

schnappten sich den

Europameistertitel

William Matthijssen und

Beifahrerin Sandra Mollema

siegten beim EM-Finale

in Werlte und wurden damit

wieder Europameister

in der Seitenwagenklasse.

Die Niederländer hatten

nach den jeweils vier Vorläufen

18 Punkte auf ihrem

Konto, genauso viel wie ihre

härtesten Konkurrenten, die

Deutschen Meister Markus

Venus/Markus Heiß vom

RSC Pfarrkirchen.

Im alles entscheidenden A-Finale, hier wurden

die Punkte auf Null gesetzt, hatten die Niederländer

die Innenbahn gewählt. Warum sie und

nicht die Deutschen ersten Zugriff auf die Bahnwahl

hatten, fragten sich anschließend nicht

wenige. Beide Teams hatten vorher je dreimal

gewonnen und waren einmal Dritter geworden.

Im letzten Vorlauf aber hatten Venus/Heiß gesiegt,

Matthijssen/Mollema waren hier nur

Dritter.

Markus Venus hatte schon kurz nach dem verlorenen

A-Finale die Erklärung selbst bereit: „Ich

habe im FIM-Regelbuch nachgelesen, da steht

drin, dass bei Punktgleichheit und Gleichheit

der Plätze sofort gelost wird und da war dann

Sandra die Glücklichere.“

Aber damit wollte Venus als fairer Sportsmann

den Sieg der Niederländer nicht schmälern.

„Sie waren in dem Lauf besser, weil es ihnen

gelang, in Kurve 1 an uns vorbeizukommen. Wir

fuhren dort knapp vorne, da war Matthijssen

neben mir, dann schob sich noch der Godden

von außen dazwischen und urplötzlich waren

wir nur noch Dritte, und danach war es bei dem

Staub nicht mehr möglich, wieder nach vorne

zu kommen.“

Auch William Matthijssen, der in Werlte jetzt

seinen sechsten EM-Titel holte, war sich der Zufälligkeit

des Geschehens durchaus bewusst:

„Ich habe nichts gesehen und nur gedacht, Gas

geben und durch, aber ich wusste auch, dass

ich nicht schon vor der Kurve so hart ans Gas gehen

durfte, um nicht nach außen abgedrängt zu

werden.“

Hinter den Briten Mitch Godden/Paul Smith

und Venus/Heiß wurden Josh Goodwin und Beifahrer

Liam Brown Vierte. Die ganz großen

Überraschungen dieser EM aber waren die beiden

Clubgespanne vom MSC Berghaupten, Raphael

San Millan/Benedikt Zapf und Manuel

Meier/Melanie Schrempp. Die beiden deutschen

Teams hatten sich über das B-Finale qualifiziert,

in dem Meier und seine Schwester die

Nase sogar vorne hatten.

Markus Brandhofer und Beifahrer Tim Scheunemann

hatten großes Pech, denn schon nach

dem ersten Vorlauf war der Rennabend für sie

beendet. Hier hatten sie zwar 3 Punkte eingefahren,

aber schon bei der Ankunft im Fahrerlager

hielt sich Scheunemann die linke Hand und

stöhnte vor Schmerzen. Der Augsburger war

während der Fahrt auf der „huckeligen“ Bahn

A-Finale: William Matthijssen/Sandra Mollema vor Mitch

Godden/Paul Smith und Markus Venus/Markus Heiß

mit dem Daumen in die Speichen geraten. Ein

Weiterfahren war danach nicht mehr möglich.

Auch Wilfred Detz/Wendy Arling mussten nach

einem Lauf aufgeben. Gleich im allerersten EM-

Lauf war das Pärchen aus den Niederlanden

noch vor der ersten Kurve gestürzt, wobei sich

Wendy eine Kopfverletzung zugezogen hatte.

48. ADAC-Flutlicht-Sandbahnrennen Werlte

Rahmenprogramm-Ergebnisse:

I-Solo: 1. James Shanes, GB, 19 Punkte; 2. Stephan Katt, D, 14;

3. Andrew Appleton, GB, 12; 4. Dave Meijerink, NL, 11. 5. Bernd

Diener, D, 11, 6. Henry van der Steen, NL, 9, 7. Christian Hülshorst,

D, 7; 8. Jörg Tebbe, D, 6; 9. Martin Malek, CZ, 6; 10. Mark

Beishuizen, NL, 5; 11. Jens Benneker, D, 4; 12. Richard Hall, GB,

1.

Finale: 1. Shanes; 2. Katt; 3 Meijerink; 4. Appleton; 5. Diener;

6. Van der Steen.

Deka Handicap-Superfinale: 1. Shanes; 2. Fabian Wachs;

3. Katt; 4. Appleton; 5. Jens Buchberger; 6. Fabien Neid.

B-Solo: 1. Fabian Wachs, 17 Punkte; 2. Jens Buchberger, 16;

3. Fabien Neid, 16; 4. Sascha Stumpe, 15; 5. Finn Loheider, 10;

6. Christian Wagemans, NL, 6; 7. Stefan Repschläger, 6; 8. Dirk

Oellrich, 6; 9. Till Schlimm, 6; 10. Dennis Helfer, 4; 11. Andreas

Kielkämper, 2; 12. Maik Brinkkötter, 1; 13. Rainer Arndt, 0;

14. Sven Klein, 0.

I-Solo-Sieger James Shanes (93) brauchte eine Weile, bis er B-Lizenz-Sieger Fabian Wachs (34)

im Deka Handicap-Superfinale

eingeholt hatte

34 BAHNSPORT AKTUELL August '18


James Shanes räumte bei den Solisten ab

B-Lizenzler Fabian Wachs hielt dagegen

Mindestens drei Positiva bot die Solokonkurrenz in Werlte.

Erstens: Mit James Shanes siegte sowohl bei den Internationalen

als auch im DEKA Handicap-Superfinale ein junger

Mann, dem in Zukunft auf der Langbahn noch ganz viel zuzutrauen

ist. Zweitens: Stephan Katt ist dabei, sich aus seinem

Leistungstief herauszuarbeiten. Drittens: Jungspund Fabian

Wachs vom MSC Hümmling Werlte ist ein Talent, das gepflegt

werden sollte.

Der 21-jährige Shanes gewann an diesem heißen Rennabend

vier von fünf Läufen, nur einmal wurde er besiegt und

zwar von seinem Landsmann Andrew Appleton, der am Ende

Dritter in der I-Lizenz und Vierter im Superfinale wurde.

Der Sonderlauf war auch diesmal wieder sehr spannend,

denn hier starteten die ersten drei der B-Lizenz in Reihe 1

und 15 Meter zurück die drei Besten der I-Solo. Fabian Wachs

wäre es fast gelungen, Platz 1 bis ins Ziel zu retten, aber

James Shanes ließ in seinen Bemühungen nicht nach und

kassierte das Talent eine Runde vor Schluss ein. „Mit dem

Burschen hatte ich schon so meine Mühe, der ist wirklich toll

gefahren“, lobte Shanes anschließend den Deutschen.

Lob gebührte auch Stephan Katt, der nach den Rückschlägen

der vorherigen Wochen auf der staubtrockenen und löcherigen

Sandbahn in Werlte couragiert zu Werke ging und

im I-Solo-Feld Zweiter und im Handicap-Lauf Dritter wurde.

„Ich habe mir professionelle Hilfe geholt, das hat mir schon

geholfen“, sagte Katt später, „alleine hätte ich es nicht geschafft.“

• Texte und Action-Fotos: Rudi Hagen

Stephan Katt vor Andrew Appleton und Martin Malek

Foto links: Siegerehrung Europameisterschaft Seitenwagen für

(v.l.) Paul Smith, Mitch Godden, Sandra Mollema, William Matthijssen,

Markus Heiß und Markus Venus

Foto unten: Siegerehrung Deka Handicap-Superfinale für (v.l.)

Fabian Wachs, James Shanes und Stephan Katt • Fotos: Daniel Sievers

SEITENWAGEN-EM - Finale - Werlte/D - 21.7.2018

Pl./Name Nat. 1 2 3 4 VLP B-F A-F

1. William Matthijssen/Sandra Mollema NL 5 5 5 3 18 1.

2. Mitch Godden/Paul Smith GB 4 4 5 4 17 2.

3. Markus Venus/Markus Heiß D 5 5 3 5 18 3.

4. Josh Goodwin/Liam Brown GB 3 3 4 5 15 4.

5. Raphael San Millan/Benedikt Zapf D 0 4 1 2 7 2. 5.

6. Manuel Meier/Melanie Schrempp D 1 2 2 3 8 1. 6.

7. Mike Frederiksen/Steven Grandt DK 2 1 4 1 8 3.

8. Shaun Harvey/Danny Hogg GB A 3 1 4 8 4.

9. Daniel Berwick/Mark Hopkins GB 2 1 3 1 7 5.

10. Christophe Grenier/Vincent Bertonèche F 4 N N 2 4 6.

11. Barrie Bennett/Eifon Hughes GB 1 2 2 0 5

12. Markus Brandhofer/Tim Scheunemann D 3 N N N 3

13. Wilfred Detz/Wendy Arling NL S N N N 0

VLP = Vorlaufpunkte, B-F = B-Finale, A-F = A-Finale

B-Finale: Manuel Meier/Melanie Schrempp vorne,

dahinter Kampf zwischen Raphael San Millan/Benedikt Zapf

und Mike Frederiksen/Steven Grandt


INTERNATIONAL

ENGLAND

Britische Seitenwagenmeisterschaft

Kings Farm - 17.6.2018

6. Titel

für Joshua Goodwin

Dabei sah es nach der Vorrunde so aus, als ob

sich Mitch Godden/Paul Smith ihren ersten Titel

holen würden, denn sie konnten hier alle

Vorläufe gewinnen. Allerdings zählte im Finale

nur der Einlauf. So konnten die Europameister

von 2014, Joshua Goodwin/Liam Brown ihren

nationalen Meistertitel verteidigen. Vizemeister

wurden Simon Beard/Phil Rowlands. Mitch

Godden/Paul Smith landeten „nur“ auf dem

3. Rang.

Die Dame im Feld, Natasha Bartlett mit Copilot

Curtis McAlinney, scheiterte knapp am Finaleinzug.

Ihnen fehlte am Ende ein Punkt.

Die Erst- und Zweitplatzierten sind somit fürs

EM-Finale und die Dritt- bis Sechstplatzierten

fürs Halbfinale 2019 qualifiziert. • Daniel Becker

Ergebnisse - Vorrunde: 1. Mitch Godden/Paul Smith, 28 Punkte;

2. Shaun Harvey/Danny Hogg, 24; 3. Joshua Goodwin/Liam

Brown, 21; 4. Simon Beard/Phill Rowlands, 21; 5. Aaron Vale/

Ciara Southgate, 18; 6. Barrie Bennett/Eifion Hughes, 12; 7. Natasha

Bartlett/Curtis McAlinney, 11; 8. Dan Berwick/Josh Russell,

10; 9.Scott Dunn/Karl Hocanluk, 10; 10. James Hogg/Scott

Goodwin, 8; 11. Shaun Hughes/Louis Bennett, 6; 12. Chris

Neame/Luke Russell, 5.

Finale: 1. Goodwin/Brown; 2. Beard/Rowlands; 3. Godden/

Smith; 4. Vale/Southgate; 5. Bennett/Hughes; 6. Harvey/

Hogg.

Championship Fours - Redcar

Erik mit Maximum –

aber Panthers top

Es bleibt unverständlich, warum dieses populäre

Rennen vom traditionellen Austragungsort

Peterborough in das viel weiter nördlich gelegene

Redcar verlegt wurde. Die Quittung bekamen

die Organisatoren, denn die Zuschauerzahl

hatte sich fast halbiert.

Peterborough liebt diese nur

271 Meter lange Bahn und

konnte seinen Titel (nach

34 Heats) verteidigen. Damit

sind die Panthers weiterhin

das erfolgreichste Team in den

42 Jahren dieses Prestigewettbewerbs.

Edinburgh belegte

den 2. Platz. Topscorer Erik

Riss fuhr eines seiner besten

Rennen im UK. Er und Nick

Morris brillierten mit Maximum!

Bruder Mark konnte im

Finale nicht überzeugen. Das

Fehlen von Ricky Wells machte

sich bemerkbar.

Ergebnis - Halbfinale: 1. Peterborough,

18 Punkte (Michael Palm Toft 6, Bradley

Wilson-Dean 6, Ulrich Östergaard 3,

Scott Nicholls 3); 2. Edinburgh, 17 (Erik

Riss 3-3=6, Mark Riss 3-1=4, Joel Andersson

4, Josh Pickering (Res.) 2, Max

Ruml 1); 3. Glasgow, 13 (Chris Harris 4,

Lewis Kerr 4, Claus Vissing 3, Richie Worrall

2); 4. Lakeside, 13 (Nick Morris 6,

Adam Ellis 5, Richard Lawson 1, Alfie

Bowtell 1); 5. Sheffield, 13 (Todd Kurtz 5,

Lasse Bjerre 5, Charles Wright 3, Broc Nicol

0); 6. Berwick, 11 (Aaron Summers 5,

Jye Etheridge (Res.) 3, Nikolaj Busk Jakobsen

1, David Howe 1, Kevin Doolan 1);

7. Workington, 11 (Dan Bewley 4, Tyron

Proctor 4, Rasmus Jensen 3, Mason

Campton 0); 8. Redcar, 10 (Thomas Jörgensen

3, Mikkel B. Andersen 3, Ben Barker

2, Jonas B. Andersen 2); 9. Ipswich,

10 (Nico Covatti 6, Rory Schlein 3, Cameron Heeps 1, Danyon

Hume 0); 10. Newcastle, 9 (Tero Aarnio 3, Stuart Robson 2,

Ashley Morris 2, Matej Kus 2); 11. Scunthorpe, 7 (Jake Auty 4, Gino

Manzares 1, Coty Garcia 1, Jake Allen 1).

Finale: 1. Peterborough, 22 Punkte (Michael Palm Toft 7, Scott

Nicholls 6, Ulrich Östergaard 5, Bradley Wilson-Dean 4);

2. Edinburgh, 19 (Erik Riss 3-3-3=9, Joel Andersson 4, Josh Pickering

(Res.) 4, Mark Riss 1-0-0=1, Max Ruml, 1); 3. Glasgow,

17 (Chris Harris 5, Lewis Kerr 5, Claus Vissing 4, Richie Worrall 3);

4. Lakeside, 14 (Nick Morris 9, Adam Ellis 4, Richard Lawson 1,

Alfie Bowtell 0).

SGB Premiership

Die Spitze

eines Eisbergs?

Mit sofortiger Wirkung stellte Rye House am

4. Juli den Rennbetrieb ein. Die finanzielle Situation

überstieg die derzeitigen Möglichkeiten

des Clubs aus Hoddesdon. Pro Rennen

mussten die Promoter rund 10.000 Euro draufzahlen.

Der Zuschauerschnitt lag zuletzt bei unter

400! Änderungen der letzten BSPA-Tagung

auf Teneriffa haben nicht richtig gegriffen.

Durch die neue Punkteregelung und den festen

Renntag ist alles irgendwie noch schlimmer geworden.

Dass Promoter nach wie vor mehr kurzfristig

denken, ist kein Geheimnis. Ein längerfristiger

Masterplan existiert nicht. Und das

rächt sich jetzt. Rye House ist eher die Spitze eines

Eisbergs, denn einigen Vereinen steht finanziell

das Wasser bis zum Hals. Das ist aber

nicht das Ende von Rye House Speedway. Der

Club muss und will sich neu finden! Unter anderem

verloren Krzysztof Kasprzak, Scott Nicholls,

Chris Harris und Edward Kennett ihre Arbeitsplätze.

Ergebnisse: Leicester - Swindon 48:42 Punkte; Poole - King’s

Lynn 58:32; Somerset - Wolverhampton 49:41; Swindon - Rye

House 48:42; King’s Lynn - Rye House 58:32; Rye House - Belle

Vue 44:46; Somerset - Poole 48:42; Swindon - King’s Lynn

52:38; Belle Vue - Poole 48:42; Somerset - King’s Lynn 45:45;

Wolverhampton - Leicester 47:43; Leicester - Wolverhampton

46:44; Poole - Belle Vue 54:35; Belle Vue - Swindon 55:35;

Leicester - Poole 43:47; Wolverhampton (Mark Riss (Gast)

2-1-0-0=-3) - Somerset 41:49.

SGB PREMIERSHIP

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Somerset (4) 12 7 1 4 24

2. Swindon (2) 12 7 0 5 23

3. Belle Vue (3) 12 6 0 6 20

4. Wolverh’ton (1) 11 5 1 5 19

5. Poole (8) 12 4 1 7 17

6. Leicester (5) 10 5 0 5 17

7. King’s Lynn (7) 9 3 1 5 12

SGB CHAMPIONSHIP

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Peterborough (2) 13 9 1 3 32

2. Lakeside (3) 11 8 0 3 25

3. Glasgow (4) 10 6 0 4 19

4. Berwick (1) 12 6 0 6 19

5. Workington (9) 9 5 0 4 17

6. Newcastle (7) 10 4 1 5 14

7. Edinburgh (10) 9 4 0 5 14

8. Scunthorpe (5) 11 4 0 7 13

9. Sheffield (11) 11 4 1 6 13

10. Ipswich (6) 8 3 1 4 11

10. Redcar (8) 12 3 0 9 9

SGB PREMIERSHIP TOP-10

Pl./Name Nat. Club R Ave.

1. Robert Lambert GB King’s Lynn 10 9,72

2. Troy Batchelor (2) AUS Swindon 14 9,44

3. Jason Doyle (7) AUS Somerset 14 9,08

4. Rory Schlein (3) AUS Wolverhampton 13 8,73

5. Hans Andersen (4) DK Leicester 10 8,72

6. Max Fricke (6) AUS Belle Vue 15 8,65

7. Sam Masters (-) AUS Wolverhampton 13 8,56

8. Nick Morris (10) AUS Swindon 14 8,39

9. Craig Cook (8) GB Belle Vue 13 8,36

10. Jack Holder (-) AUS Somerset 14 8,24

SGB CHAMPIONSHIP TOP-10

Pl./Name Nat. Club R Ave.

1. Rory Schlein (4) AUS Ipswich 12 9,67

2. Richard Lawson (6) GB Lakeside 15 9,57

3. Ricky Wells (1) USA Edinburgh 16 9,56

4. Nick Morris (5) AUS Lakeside 16 9,44

5. Adam Ellis (3) GB Lakeside 15 9,35

6. Charles Wright (2) GB Sheffield 18 9,28

7. Josh Auty (7) GB Scunthorpe 17 9,26

8. Daniel King (-) GB Ipswich 8 9,25

9. Erik Riss (8) D Edinburgh 15 9,10

10. Michael Palm Toft (-) DK Peterborough 14 8,82

Ferner:

Mark Riss D Edinburgh 17 5,77

Tobias Busch D Redcar 11 5,66

Michael Härtel D Ipswich 6 4,77

36 BAHNSPORT AKTUELL August '18


CHAMPIONSHIP SHIELD

ABSCHLUSSTABELLE

Pl./Club

R S U N Ges.

Northern Group

1. Scunthorpe (1) 6 4 0 2 14

2. Sheffield (2) 6 4 0 2 13

3. Newcastle (3) 6 3 0 3 9

4. Redcar (4) 6 1 0 5 3

Border Group

1. Workington (1) 6 3 3 0 14

2. Glasgow (2) 6 3 1 2 13

3. Berwick (3) 6 2 2 2 9

4. Edinburgh (4) 6 1 0 5 4

Southern Group

1. Lakeside (1) 4 4 0 0 10

2. Peterborough (2) 4 3 0 1 9

3. Ipswich (3) 4 0 0 4 0

Foto links:

Platinum Jubilee Fours in Edinburgh –

Matthew Wethers vor Mark Riss (weiß)

und Rory Schlein

NATIONAL LEAGUE

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Belle Vue (1) 12 6 0 6 21

2. Birmingham (5) 6 5 0 1 17

3. Mildenhall (3) 5 5 0 0 16

4. Coventry (2) 8 4 0 4 14

5. Kent (8) 7 4 0 3 13

6. Plymouth (6) 7 4 0 3 13

7. Eastbourne (4) 6 3 0 3 10

8. Isle of Wight (7) 11 3 0 8 10

9. Stoke (9) 4 1 0 3 3

10. Buxton (10) 4 0 0 4 0

NATIONAL TROPHY

Pl./Club

R S U N Ges.

Nord

1. Cradley (1) 7 6 0 1 21

2. Birmingham (2) 7 6 0 1 20

3. Coventry (3) 6 3 0 3 11

4. Stoke (4) 7 2 0 5 7

5. Buxton (5) 7 0 0 7 0

Süd

1. Mildenhall (1) 8 7 0 1 23

2. Eastbourne (2) 8 6 0 2 20

3. Kent (3) 8 4 0 4 14

4. Plymouth (4) 8 3 0 5 10

5. Isle Of Wight (5) 8 0 0 8 0

Premiership Knockout Cup - Viertelfinals

Halbfinals in Sicht

Wolverhampton wurde mit 26 Punkten überraschend

hoch von Belle Vue aus dem Pokalwettbewerb befördert.

Kurzen Prozess machte auch das immer stärker

werdende Team von Somerset mit den Poole Pirates.

Damit stehen die Halbfinals fest: King’s Lynn muss zuerst

zu den Swindon Robins und Belle Vue fährt sein

erstes Semifinal-Match in Highbridge (Somerset).

Ergebnisse: Wolverhampton - Belle Vue 44:46 Punkte. Belle Vue gewinnt

103:77. Poole - Somerset 43:47. Somerset gewinnt 99:81.

SGB Championship

Ergebnisse: Sheffield - Berwick 58:32 Punkte; Edinburgh (Erik Riss

3-3-2-3-3=14, Mark Riss 3-1-1-S=5) - Newcastle 46:44; Glasgow - Workington

50:40; Lakeside - Berwick 56:34; Scunthorpe - Peterborough

40:50; Newcastle - Edinburgh (Mark Riss 2-1-0-0-0=3, Eric Riss S=0)

53:37; Ipswich - Edinburgh (Mark Riss 1-3-A-0=4) 53:37; Redcar - Peterborough

42:48; Sheffield - Glasgow 56:34; Scunthorpe - Lakeside 44:45;

Lakeside - Scunthorpe 61:29; Workington - Glasgow 48,5:41,5; Newcastle

- Sheffield 54:36; Peterborough - Lakeside 52:38; Redcar (Tobias

Busch 0=0) - Scunthorpe 52:38; Sheffield - Ipswich 52:38; Glasgow -

Lakeside 51:38; Workington - Berwick 59:31; Berwick - Workington

43:47; Scunthorpe - Edinburgh (Erik Riss 2-1-2-0=5, Mark Riss 0-1-2=3)

53:37; Ipswich - Workington 43:47; Redcar - Edinburgh (Erik Riss

3-3-3-1-1=11, Mark Riss 1-0-1=2) 33:57; Lakeside - Sheffield 51:39; Peterborough

- Scunthorpe 48:42; Edinburgh (Erik Riss 3-3-3-3-0=12, Mark

Riss 0-2-3-2=7) - Ipswich 51:39; Berwick - Scunthorpe 54:36; Peterborough

- Sheffield 49:41.

Championship Shield

Halbfinals in Sicht

Die Vorläufe sind abgeschlossen. Nun stehen die Halbfinal-Matches

an. Qualifiziert haben sich die jeweils

Gruppenersten. Hinzu kommt noch das beste zweitplatzierte

Team. Nach Punktedifferenz sind das die

Sheffield Tigers.

Ergebnisse: Berwick - Edinburgh (Erik Riss 3-2-3-D-1-2=11, Mark Riss

2-1-2-1=6) 53:37; Peterborough - Ipswich 53:37.

Weitere Rennen

Platinum Jubilee Fours - Edinburgh: 1. 1950er Monarchs,

30 Punkte (Mark Riss 3-1-3-0=7); 2. 1983er Monarchs, 26;

3. 2018er Monarchs, 24; 4. 1966er Monarchs, 23 • Einzelfinale:

1. Masters; 2. Worrall; 3. Nicholls; 4. Wells.

Caledonian Riders’ Championship - Edinburgh - Vorläufe: 1. Coty

Garcia, 11 Punkte; 2. Max Ruml, 10; 3. Tom Bacon, 10; 4. Ellis

Perks, 8; 5. Jordan Stewart, 7; 6. Nathan Greaves, 6; 7. Ryan

MacDonald, 4; 8. William Lawson, 4; 9. David Wallinger, 4;

10. Lewis Millar, 3; 11. Dale Lamb, 3; 12. Jacob Bukhave, 2.

1. Halbfinale: 1. Garcia; 2. Stewart; 3. Bacon; 4. Lawson.

2. Halbfinale: 1. Ruml; 2. Greaves; 3. Perks; 4. MacDonald.

Finale: 1. Ruml; 2. Greaves; 3. Stewart; 4. Garcia.

National League

Erster und doch

schon abgeschlagen

Mildenhall und Birmingham werden wohl diese

Meisterschaft dominieren. Der ewige Zweite

Eastbourne konnte diese Saison noch nicht

überzeugen. Aber ausgerechnet die Eagles

brachten Birmingham die erste Niederlage bei.

Titelverteidiger Belle Vue hat noch nicht zu seiner

Vorjahresform gefunden.

Ergebnisse: Isle of Wight - Plymouth 46:44 Punkte; Plymouth -

Coventry 46:44; Stoke - Isle of Wight 32:27 (Abbruch nach Lauf

10); Birmingham - Belle Vue 53:36; Belle Vue - Birmingham

40:50; Kent - Coventry 46:44; Isle of Wight - Birmingham 39:51;

Plymouth - Kent 47:43; Eastbourne - Birmingham 49:41; Coventry

- Belle Vue 59:31; Mildenhall - Kent 52:38; Mildenhall - Isle

of Wight 42:18 (Abbruch nach Lauf 10); Isle of Wight - Kent

42:48; Mildenhall - Plymouth 58:32; Kent - Isle of Wight 57:33;

Plymouth - Isle of Wight 54:35; Belle Vue - Stoke 61:29.

Foto links:

Caledonian Riders’ Championship

in Edinburgh: Max Ruml (Mitte)

siegt im Finale vor Nathan Greaves (links)

und Jordan Stewart (rechts)

National League Knockout Cup - Viertelfinals

Schlappe für Brummies

Im vorweggenommenen Finale besiegte Mildenhall

die Brummies mit 5 Punkten Differenz. Damit haben

die Fen Tigers den wohl schwersten Gegner im Pokalwettbewerb

ausgeschaltet. Kents Sieg gegen Stoke

war erwartungsgemäß.

Ergebnisse: Mildenhall - Birmingham 49:41 Punkte.

Mildenhall gewinnt 83:78.

Kent - Stoke 56:34 Punkte; Stoke - Kent 37:51. Kent gewinnt 107:71.

National Trophy

Ergebnisse: Kent - Eastbourne 46:44 Punkte; Birmingham - Buxton

60:30; Eastbourne - Kent 68:21; Eastbourne - Mildenhall 50:39; Cradley

- Birmingham 52:37; Buxton - Birmingham 29:61.

VMA Handicap Challenge - Isle of Wight

Kompliziert

Die Vorläufe wurden mit Handicap gefahren. Von der

Startlinie starteten nur Fahrer mit einem Average bis

3,99. 15 Meter Handicap: Average von 4,00 bis 6,49.

30 Meter Handicap: Fahrer mit einem Average von 6,50

und höher. Halbfinals und Endlauf wurden ohne Handicap

ausgefahren.

• Texte: Andreas Fahldiek; Fotos: Ron MacNeill

Ergebnis - 1. Halbfinale: 1. Taylor Hampshire; 2. Nathan Stoneman;

3. Danno Verge; 4. Ryan Terry-Daley.

2. Halbfinale: 1. Ben Morley; 2. Alfie Bowtell; 3. Tom Woolley;

4. Alex Spooner.

Finale: 1. Morley; 2. Bowtell; 3. Stoneman; 4. Hampshire.

August '18 BAHNSPORT AKTUELL 37


INTERNATIONAL

POLEN

Zbigniew Suchecki aufs Podium. Der Fahrer vom Zweitligisten aus Ostrow

erzielte auf der 348 Meter langen Strecke 11 Punkte. Auch Piotr Pawlicki

und Adrian Miedzinski qualifizierten sich fürs Finale.

Im zweiten Halbfinale, das in Czestochowa ausgetragen wurde, dominierten

die jungen Piloten. Bartosz Smektala kam vor lediglich 300 Zuschauern

auf 14 Zähler und freute sich am Ende über den Gesamtsieg. Maksym

Drabik wurde Zweiter, während Janusz Kolodziej sich mit Rang 3 zufriedengeben

musste. Beide Piloten schlossen das Turnier mit jeweils

13 Punkten ab. Auch Piotr Protasiewicz, Norbert Kosciuch und eher unerwartet

Daniel Kaczmarek zogen ins Finale ein. Als eine Überraschung

muss man das Ausscheiden von Grzegorz Zengota betrachten. Der 29-Jährige

Pilot von Falubaz Zielona Gora konnte auf dem 359 Meter langen Oval

keinen Sieg erringen und belegte Gesamtplatz 11. An den Start ging auch

Josh Grajczonek. Der Australier mit polnischen Wurzeln fährt in dieser

Saison mit PZM-Lizenz. Der 28-Jährige erzielte in Czestochowa nur 3 Zähler,

was lediglich für Rang 15 reichte.

Die GP-Teilnehmer Patryk Dudek, Maciej Janowski, Bartosz Zmarzlik,

Przemyslaw Pawlicki sowie Titelverteidiger Szymon Wozniak wurden für

den Endlauf in Leszno direkt gesetzt. • Text: Georg Dobes; Foto: Jarek Pabijan

Ergebnisse - Gniezno - qualifiziert für Finale in Leszno am 4.8.: 1. Dominik Kubera, 12 Punkte;

2. Kacper Woryna, 12; 3. Zbigniew Suchecki, 11; 4. Piotr Pawlicki, 11; 5. Adrian Miedzinski, 11; Reserve

6. Mateusz Szczepaniak, 10. Ausgeschieden: 7. Marcin Nowak, 8; 8. Oskar Fajfer, 8; 9. Jaroslaw

Hampel, 8; 10. Krzysztof Buczkowski, 6; 11. Pawel Przedpelski, 5; 12. Dawid Lampart, 5; 13. Daniel

Jeleniewski, 4; 14. Oskar Bober, 4; 15. Krystian Pieszczek, 3; 16. Miroslaw Jablonski, 2; 17. Robert

Chmiel, 0.

Czestochowa - qualifiziert für Finale in Leszno am 4.8.: 1. Bartosz Smektala, 14 Punkte; 2. Maksym

Drabik, 13; 3. Janusz Kolodziej, 13; 4. Piotr Protasiewicz, 11; 5. Norbert Kosciuch, 9; 6. Daniel

Kaczmarek, 8; Reserve 7. Tomasz Jedrzejak, 7+3. Ausgeschieden: 8. Damian Balinski, 7+2; 9. Wiktor

Lampart, 6; 10. Grzegorz Zengota, 6; 11. Sebastian Niedzwiedz, 6; 12. Tobiasz Musielak, 5;

13. Rafal Karczmarz, 4; 14. Karol Baran, 4; 15. Josh Grajczonek, 3; 16. Ernest Koza, 2; 17. Adrian Gala,

1; 18. Artur Czaja, 1.

Pokal der 1. Liga - Gdansk - 8.7.2018

Mikkel Michelsen siegt

Die ausländischen Fahrer gaben in Gdansk, wo das Pokalrennen stattfand,

den Ton an, denn kein Pole konnte sich für den Finallauf qualifizieren.

Den besten Start legte Robert Lambert hin, aber bald danach ging

Troy Batchelor in Führung. In der zweiten Runde musste der Australier

Mikkel Michelsen und Lambert ziehen lassen. Verbissen kämpfte Anders

Thomsen um jede Platzierung. Der Däne war zunächst Letzter, konnte jedoch

in der dritten Runde Batchelor außen überholen. In der Endphase

rang der 24-Jährige auch Lambert nieder und meldete sich hinter Mikkelsen

als Zweiter im Ziel. „Ich freue mich über den heutigen Sieg. Mit der

Bahn kam ich zurecht (Mikkelsen fährt in der 1. Liga für den heimischen

Verein, Anm. der Red.), aber das Starterfeld war stark. Am Anfang hatte

ich einige Probleme, meine Motorräder entsprechend abzustimmen. Erst

in den letzten drei Heats lief alles wie am Schnürchen“, sagte der Triumphator

nach dem Rennen. Andreas Jonsson kam im Semifinale nicht über

den 3. Platz hinaus und wurde letztendlich Fünfter. Nur zirka 1000 Zuschauer

fanden den Weg ins Stadion, aber sie kamen voll auf ihre Kosten,

weil es viele spannende Läufe und Überholvorgänge gab.

Ergebnis: 1. Mikkel Michelsen, DK, 12 Vorlaufpunkte; 2. Anders Thomsen, DK, 11; 3. Robert Lambert,

GB, 12; 4. Troy Batchelor, AUS, 9; 5. Andreas Jonsson, S, 10; 6. Peter Ljung, S, 11; 7. Tomasz Gapinski,

9; 8. Mikkel Bech, DK, 9; 9. Wiktor Lampart, 8; 10. Hans Andersen, DK, 7; 11. Norbert Kosciuch,

7; 12. Timo Lahti, FIN, 6; 13. Kacper Woryna, 3; 14. Miroslaw Jablonski, 3; 15. Dominik Kossakowski,

2; 16. Karol Zupinski, 1.

Einzelmeisterschaft - Halbfinals - Gniezno u. Czestochowa - 6.7.2018

Sensationell

Die Halbfinals zur Einzelmeisterschaft brachten eine große Sensation. Jaroslaw

Hampel erzielte in Gniezno nur 8 Punkte und schied vor zirka 800

Zuschauern als Tagesneunter aus. Der 36-Jährige hatte nach zwei Durchgängen

5 Zähler auf dem Konto und es schien, als ob der Fahrer von Unia

Leszno locker unter die Topfünf kommen würde. Doch dann gab es Probleme

mit der Bahn und der Schiedsrichter ordnete einen gründlicheren

Bahndienst an. Die Präparation dauerte fast eine halbe Stunde und Hampel

konnte danach seine Technik nicht mehr optimal abstimmen. Sieger

des Rennens wurde Dominik Kubera, der nach 20 Heats punktgleich mit

Kacper Woryna war. Der 19-jährige Pilot aus Leszno hatte jedoch im direkten

Duell seinen Widersacher schlagen können. Völlig unerwartet kam

Ekstraliga

9. Runde - 17.6.: Falubaz Zielona Gora, 51 Punkte (Zengota 9, K.Gomolski 5, Jepsen Jensen 11, Protasiewicz

11, Dudek 11, Tonder 2, Niedzwiedz 2); Sparta Wroclaw, 39 (Woffinden 15, Janowski 4, Fricke

1, Milik 4, Drabik 10, Wojdylo 0, Tschugunow 5). Bonuspunkt für Zielona Gora.

G.K.M. Grudziadz, 52 Punkte (Pr.Pawlicki 11, Huckenbeck 0, Buczkowski 10, Lindbäck 9, A.Laguta

13, Wawrzyniak 0, Wieczorek 4, Pieszczek 5); Unia Tarnow, 38 (N.Pedersen 16, Mroczka 3, Jamrog

5, Kildemand 2, K.Bjerre 3, Rolnicki 4, Konieczny 1, Kulakow 4). Bonuspunkt für Grudziadz.

Unia Leszno, 54 Punkte (Hampel 6, Kurtz 5, Saifutdinow 13, Kolodziej 8, Piotr Pawlicki 8, Kubera 9,

Smektala 5); K.S. Torun, 36 (Doyle 13, Holta 0, Iversen 7, C.Holder 6, Kaczmarek 1, Kopec-Sobczynski

0, J.Holder 9). Bonuspunkt für Leszno.

Wlokniarz Czestochowa, 49 Punkte (Madsen 14, Musielak 1, Miedzinski 8, Zagar 9, F.Lindgren 11,

Swiacik 2, Gruchalski 4); Stal Gorzow, 41 (S.Wozniak 7, Vaculik 5, Kasprzak 10, Walasek 2, Zmarzlik

15, Karczmarz 0, Czerniawski 2, Szczotka 0). Bonuspunkt für Gorzow.

10. Runde - 1.7.: Sparta Wroclaw, 57 Punkte (Woffinden 14, Drozdz 1, Janowski 12, Milik 6, Fricke 12,

Liszka 3, Drabik 9); Unia Tarnow, 33 (N.Pedersen 7, Mroczka 6, Jamrog 5, Kildemand 9, K.Bjerre 5,

Rolnicki 1, Konieczny 0). Bonuspunkt für Wroclaw.

K.S. Torun, 52 Punkte (Doyle 11, Przedpelski 2,

Holta 9, Iversen 11, C.Holder 10, Kopec-

Sobczynski 1, Kaczmarek 6, J.Holder 2); Falubaz

Zielona Gora, 38 (Zengota 7, K.Gomolski

3, Jepsen Jensen 12, Protasiewicz 3, Dudek 5,

Niedzwiedz 8, Tonder 0). Bonuspunkt für

Torun.

Stal Gorzow, 54 Punkte (Kasprzak 11, Walasek

6, Vaculik 13, Sundström 4, Zmarzlik 15,

Szczotka 0, Czerniawski 5); G.K.M. Grudziadz,

36 (Pr.Pawlicki 6, Huckenbeck 1-0=1,

Buczkowski 8, Lindbäck 2, A.Laguta 15, Wieczorek

2, Wawrzyniak 2, Pieszczek 0). Bonuspunkt

für Gorzow.

Wlokniarz Czestochowa, 47 Punkte (Madsen

13, Musielak 1, Miedzinski 10, Zagar 10, F.Lindgren

12, Swiacik 0, Gruchalski 1, Lyager 0);

Unia Leszno, 43 (Hampel 5, Kolodziej 2, Piotr

Pawlicki 9, Kurtz 5, Saifutdinow 7, Smektala

10, Kubera 5). Bonuspunkt für Leszno.

1. Liga

9. Runde - 17.6.: Start Gniezno, 45 Punkte (Pavlic 12, Krcmar 7, M.Jablonski 7, Nowak 6, Gala 6, Krakowiak

5); R.O.W. Rybnik, 44 (Woryna 16, Batchelor 8, Mat.Szczepaniak 7, Lebedevs 6). Bonuspunkt

für Rybnik.

Lokomotiv Daugavpils, 48 Punkte (Ljung 14,

Lahti 10, Tarasenko 9, Mihailovs 6, Puodzuks

5); Wybrzeze Gdansk, 42 (O.Fajfer 13, Bech 11,

Thomsen 10). Bonuspunkt für Daugavpils.

Wanda Krakow, 26 Punkte (Jedrzejewski 7, Koza

7, Logatschew 6); Motor Lublin, 64 (Jonsson

15, R.Lambert 10, D.Lampart 9, Miesiac 9,

Masters 8, Bober 7, W.Lampart 6). Bonuspunkt

für Lublin.

11. Runde – vorverlegt auf 24.6.: R.O.W. Rybnik,

43 Punkte (Woryna 16, Batchelor 12,

Bewley 9); Motor Lublin, 47 (W.Lampart 11,

Jonsson 10, R.Lambert 10, D.Lampart 7).

Bonuspunkt für Lublin.

10. Runde - 1.7.: Wybrzeze Gdansk, 50 Punkte

(O.Fajfer 13, Michelsen 11, Bech 9, Thomsen 8,

EKSTRALIGA

Pl./Club R P Ges.

1. Leszno 10 18 +124

2. Wroclaw 10 15 +70

3. Gorzow 10 15 +47

4. Czestochowa 10 13 +6

5. Torun 10 10 –43

6. Tarnow 10 8 –72

7. Zielona Gora 10 7 –28

8. Grudziadz 10 6 –104

1. LIGA

Pl./Club R P Ges.

1. Lublin 11 25 +203

2. Rybnik 11 14 +142

3. Gniezno 9 12 +41

4. Daugavpils 8 11 –15

5. Gdansk 10 8 +30

6. Pila 7 4 –86

7. Lodz 7 3 –33

8. Krakow 9 2 –282

38 BAHNSPORT AKTUELL August '18


Kossakowski 5); R.O.W. Rybnik, 40 (Woryna 11, Lebedevs 11, Batchelor 7, Czaja 6). Kein Bonuspunkt

(90:90).

Motor Lublin, 61 Punkte (D.Lampart 12, Jonsson 12, R.Lambert 11, Jeleniewski 10, W.Lampart 8,

Miesiac 6); Lokomotiv Daugavpils, 29 (Lahti 8, Puodzuks 6, Trofimovs 6). Bonuspunkt für Lublin.

7. Runde - Nachholrennen - 15.7.: Wanda Krakow, 27 Punkte (Koza 9, Logatschew 9, Summers 5);

R.O.W. Rybnik, 63 (Lebedevs 13, Batchelor 13, Bewley 10, Woryna 9, Chmiel 7, Czaja 6, Skupien 5).

Bonuspunkt für Rybnik.

2. Liga

9. Runde - 17.6.: K.S.M. Krosno, 43 Punkte (Tschalow 14, K.Hansen 10); Polonia Bydgoszcz,

47 (Bach 14, Adamczak 10, Ajtner-Gollob 9). Bonuspunkt für Bydgoszcz.

Ostrovia Ostrow, 51 Punkte (Klindt 15, Suchecki 12, Gafurow 9, Brzozowski 9); Unia Kolejarz

Rawicz, 39 (Lidsey 12, Trofimow 8). Bonuspunkt für Ostrow.

2. LIGA

Pl./Club R P Ges.

1. Ostrow 9 18 +129

2. Rzeszow 8 17 +106

3. Rawicz 9 13 +60

4. Opole 9 9 –25

5. Poznan 8 5 –50

6. Bydgoszcz 8 5 –128

7. Krosno 9 2 –92

Teammeisterschaft (Spedwayliga)

Balakowo führt

Am 7. Juli bestritt die Mannschaft von Turbina ihr viertes Ligamatch und sie

bleibt weiterhin ungeschlagen. Nach Balakowo kam das Team von STK

Oktjabrskij und konnte erwartungsgemäß die Gastgeber nicht gefährden.

Denis Gizatullin gewann zwar den Auftaktheat, aber die heimische Mannschaft

übernahm gleich danach das Kommando. Nach sechs Läufen führte

Turbina mit 25:11 und triumphierte letztendlich mit 59:32 haushoch.

Kulakow, Borodulin und Tschalow waren die Leistungsträger der Gastgeber.

Unter den Gästen war nur Gizatullin ein ebenbürtiger Gegner für das

Turbina-Team. Der 35-Jährige erzielte im Trud-Stadion drei Siege. Auch

Igor Kononow brachte eine gute Leistung. Das Eisspeedway-Ass kreuzte

in Balakowo zweimal als Erster die Ziellinie.

Viel interessanter und spannender war das Duell in Wladiwostok, wo die

Mannschaft von Wostok den Titelverteidiger aus Togliatti empfing. Das

Rennen fing für die Gastgeber verheißungsvoll an, weil Sergej Logatschew

und Pawel Laguta einen Doppelsieg erkämpften. Nach acht Läufen

hatte das Team von Wostok 8 Punkte Vorsprung und der Manager von Mega-Lada,

Oleg Kurguskin, setzte Andrej Kudrjaschow als Joker ein. Da der

27-Jährige das Rennen gewann und sein Teamkollege Roman Lachbaum

als Dritter ins Ziel kam, holten die Gäste einen 8:3-Sieg. Wladiwostok hatte

nur noch 3 Punkte mehr auf dem Konto (30:27) und sicherlich konnte

keiner ahnen, dass die restlichen Heats im Avantgarde-Stadion unentschieden

enden würden. Die Zieleinläufe hatten immer das gleiche Schema.

Ein Fahrer von Mega-Lada siegte, während die Gastgeber jeweils

Platz 2 und 3 belegten. Die besten Piloten der Mannschaft aus Togliatti

fuhren abwechselnd. Gafurow rollte in den geraden Rennen ans Startband,

während Kudrjaschow die ungeraden Läufe bestritt. Beide Fahrer

erzielten in dieser Rennphase jeweils drei Siege. Da sie jedoch keine nennenswerte

Unterstützung ihrer Teamkollegen hatten, siegte das Team von

Wostok letztendlich mit 48:45 knapp. Die Gastgeber waren an diesem

Renntag viel ausgeglichener. Laguta, Tarasenko und Logatschew erkämpften

jeweils eine zweistellige Punkteausbeuten. Wichtige Zähler

steuerten auch Karion und Kotlar bei. Dank des Sieges überholte die

Mannschaft aus dem Fernen Osten Togliatti in der Tabelle und liegt zurzeit

an 2. Stelle. • Georg Dobes

SPEEDWAYLIGA

Pl./Club R P Ges.

1. Balakowo 4 8 +56

2. Wladiwostok 4 4 0

3. Togliatti 3 2 –3

4. Oktjabrskij 3 0 –53

Kolejarz Opole, 36 Punkte (Wölbert 2-2-3-3-

2-2=14); Stal Rzeszow, 54 (Hancock 15,

Jedrzejak 11, N.Morris 11). Bonuspunkt für

Rzeszow.

10. Runde - 1.7.: K.S.M. Krosno, 54 Punkte

(Tschalow 13, Franc 12, K.Hansen 10, Puszakowski

9); Kolejarz Opole, 36 (Gizatullin 15,

Polis 10, Legowik 8). Bonuspunkt für Opole.

P.S.Z. Poznan, 43 Punkte (Bellego 15, F.Jakobsen

14); Unia Kolejarz Rawicz, 47 (Balinski 10,

Lidsey 9, Pawlak 8). Bonuspunkt für Rawicz.

Polonia Bydgoszcz, 34 Punkte (Bach 11, Bergé

8); Ostrovia Ostrow, 55 (Klindt 15, B.Pedersen

12, Suchecki 9). Bonuspunkt für Ostrow.

RUSSLAND

Ergebnis - 5.7.: SK Turbina Balakowo, 59 Punkte

(Kulakow 13, Kusnetzow 5, Borodulin 14,

Kaibuschew 3, Morozow 5, Bogma 8, Tschalow

11); STK Oktjabrskij, 32 (Zubarew 0, Gatijatow

4, Sujew 4, Kononow 9, Fajzulin 2, Gizatullin

13).

11.7.: Wostok Wladiwostok, 48 Punkte (Logatschew

11, Karion 7, Tarasenko 13, Hvan 1, P.Laguta

12, Kotlar 4); Mega-Lada Togliatti,

45 (Darkin 1, Bolschakow 0, Gafurow 17, Monachow

0, Kudrjaschow 19, J.Saidullin 5, Lachbaum

3).

UKRAINE

Speedwayrennen „Pokal von Chervonograd“ - 24.6.2018

Stanislav Melnychuk gewinnt

Am 24. Juli wurde das erste Speedwayrennen in dieser Saison in Chervonograd

ausgetragen. Lokalmatadoren und Fahrer aus Rivne kämpften um

den Pokal der Stadt. Nach neun Heats bestritten die acht besten Teilnehmer

zwei Semifinalläufe, aus denen vier sich für den Endlauf qualifizierten.

Bester Pilot der Vorläufe war Stanislav Melnychuk. Der 23-Jährige aus

Rivne blieb in dieser Rennphase ungeschlagen, unterlag aber im Semifinale

Andrij Kobrin. Melnychuk konnte sich im Finale am 27-jährigen heimischen

Fahrer revanchieren und griff nach der Siegertrophäe. Gesamtdritter

wurde Vitalii Lysak, während Marco Levyshyn stürzte und sich mit

dem 4. Rang begnügen musste. Eine gute Chance auf den Pokalsieg hatte

Dmytro Mostovyk. Der Fahrer aus Chervonograd schloss die Qualifikation

mit 8 Zählern ab, stürzte aber im Semifinale und verpasste damit den Einzug

in den Endlauf.

Ergebnis: 1. Stanislav Melnychuk, 9 Vorlaufpunkte; 2. Andrij Kobrin, 6; 3. Vitalii Lysak, 6; 4. Marco

Levyshyn, 7; 5. Dmytro Mostovyk, 8; 6. Andrij Rosaljuk, 5; 7. Vitalik Koval, 4; 8. Maxym Rososchuk,

4; 9. Nazar Fedorchuk, 1; 10. Nazar Tkatshuk, 1; 11. Pavlo Bondartshuk, 1; 12. Denis Prisjazhnjuk,

0.

Igor-Marko-Memorial - Rivne - 28.6.2018

Jamrog setzt sich durch

Traditionell am letzten Juni-Wochenende fand in Rivne das Igor-Marko-

Memorial statt. Neben den besten ukrainischen Fahrern gingen Teilnehmer

aus Polen und Lettland an den Start. Zuerst wurden zwölf Qualifikationsläufe

ausgetragen. In dieser Rennphase hinterließen Jakub Jamrog

und Andrej Karpov den besten Eindruck. Da beide Piloten auf jeweils

11 Zähler kamen, musste eine Münze entscheiden, wer von den beiden

Sieger der Vorläufe wurde. Das war notwendig, weil der bessere Fahrer

den Pokal von Auto-Moto-Review bekommen sollte. Das Glück war dem

Ukrainer hold, aber schon im darauf folgenden Semifinallauf verließ es

den 31-Jährigen. Karpov stürzte in der Startkurve, konnte sogar im Re-run

siegen, verzichtete jedoch auf den Start im Finale. Seinen Platz nahm

Jevgenijs Kostigovs ein. Der Lette trat gegen drei Polen an, stürzte aber

und wurde disqualifiziert. Der Endlauf endete mit einem Sieg von Jakub

Jamrog. Der 27-jährige Pole meldete sich in Anwesenheit von zirka 5000

Zuschauern vor Norbert Kosciuch und Pawel Miesiac als Erster im Ziel. Unter

den Erwartungen fuhr Aleksandr Loktaev. Der Wahl-Ukrainer erzielte in

der Quali 9 Punkte, sah aber im zweiten Semifinalheat hinter Miesiac und

Jamrog nur als Dritter die schwarz-weiß-karierte Flagge und schied vorzeitig

aus. • Text: Georg Dobes; Archiv-Fotos: Klaus Goffelmeyer

Ergebnis: 1. Jakub Jamrog, PL, 11 Vorlaufpunkte: 2. Norbert Kosciuch, PL, 9; 3. Pawel Miesiac, PL, 9;

4. Jevgenijs Kostigovs, LV, 5; 5. Andrej Karpov, 11; 6. Aleksandr Loktaev, 9; 7. Marco Levyshyn, 9;

8. Marcel Kajzer, PL, 3; 9. Stanislav Melnychuk, 3; 10. Rafal Konopka, PL, 3; 11. Maxym Rososchuk,

0; 12. Dmytro Mostovyk, 0.

August '18 BAHNSPORT AKTUELL 39


INTERNATIONAL

Teammeisterschaft - Extraliga

Pardubice führt

Koprivnice - 9.6.: Nach nur zwölf Läufen musste das dritte Extraligarennen,

das in Koprivnice stattfand, beendet werden. Regnerisches Wetter

machte den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung. Nach neun

Heats führte die Mannschaft von Marketa noch mit einem Vorsprung von

5 Zählern auf Pardubice und Slany, doch das Team von Zlata Prilba legte

dann einen bemerkenswerten Endspurt hin. Hynek Stichauer, Tomasz

Jedrzejak und Vaclav Milik gewannen ihre Rennen, aber es reichte nicht,

um die Hauptstädter einzuholen. Nach drei Durchgängen hatten die Prager

25 Punkte auf dem Konto, während die Mannschaft aus Pardubice auf

24 Zähler kam. Das Team von AK Slany holte in Koprivnice den 3. Tagesrang,

während die Slowaken von SC Zarnovica erwartungsgemäß Letzte

wurden.

Slany - 20.6.: In Slany fand das nächste Match statt und die Gastgeber

nutzten ihren Heimvorteil. Für den Sieg mussten sie jedoch hart arbeiten.

Nach 16 Heats hatte das Team aus Slany 4 Punkte mehr als Pardubice, es

verspielte jedoch in den darauffolgenden zwei Läufen den Vorsprung. Zuerst

kam Filip Hajek nicht über den 3. Platz hinaus und danach holte Eduard

Krcmar Matej Kus vom Motorrad und wurde disqualifiziert. Da Milik

und Jedrzejak ihre Rennen gewannen, übernahm die Mannschaft von Zlata

Prilba plötzlich die Führung. Der Konter der Gastgeber war jedoch blitzschnell.

In Rennen 19 kreuzte Jakub Jamrog vor Stichauer als Erster die

Ziellinie und Slany zog mit dem Team aus Pardubice gleich. Im letzten Lauf

des Tages bezwang Zdenek Simota Patrik Mikel und sicherte der heimischen

Mannschaft den Tagessieg. Sie erzielte insgesamt 41 Zähler. Zlata

Prilba belegte mit 40 Punkten am Ende Rang 2, während die Prager sich

mit dem 3. Rang begnügen mussten. Die Mannschaft aus Zarnovica – immer

noch ohne den verletzten Martin Vaculik – griff in keiner Weise ins Geschehen

ein und landete mit lediglich 6 Punkten auf Platz 4.

Pardubice - 27.6.: Das Rennen in Pardubice sollte ursprünglich am 15. Mai

ausgetragen werden, musste damals aber wegen Regen abgesagt werden.

Am 27. Juni konnte die Extraliga-Runde endlich durchgeführt werden.

Auf der Heimbahn holte das Team von Zlata Prilba einen deutlichen Sieg,

obwohl nach zwölf Heats die Titelverteidiger aus Prag nur 2 Zähler Rückstand

(26:24) hatten. In der Endphase gab jedoch nur die Mannschaft aus

Pardubice den Ton an. Am Ende hatten die Gastgeber 7 Punkte mehr als

Marketa. AK Slany belegte Tagesplatz 3, während die Slowaken auf der

391 Meter langen Bahn nur Punktelieferanten waren und wieder Letzte

wurden. • Georg Dobes

EXTRALIGA

Pl./Club R P Ges.

1. Pardubice 5 16 179

2. Prag 5 15 164

3. Slany 5 14 159

4. Zarnovica 5 5 63

TSCHECHIEN

Ergebnisse - Koprivnice: 1. Marketa Prag,

25 Punkte (Kus 8, J.Kvech 4, Z.Holub 1, Franc 8,

Chlupac 4); 2. Zlata Prilba Pardubice, 24

(Jedrzejak 9, Stichauer 6, Mikel 1, Milik 8);

3. AK 3ton Slany, 17 (Krcmar 7, Jamrog 3, Hajek

3, Simota 4); 4. SC Zarnovica, 5 (Tomka 2, Gavenda

1, Valkovic 0, Manev 2). Das Rennen

wurde nach 12 Läufen wegen Regen abgebrochen.

Slany: 1. AK 3ton Slany, 41 Punkte (Krcmar 11,

Hajek 3, Jamrog 14, Simota 13); 2. Zlaba Prilba

Pardubice, 40 (Jedrzejak 13, Stichauer 8,

Mikel 7, Milik 12); 3. Marketa Prag, 34 (Z.Holub 1, Smetana 4, Chlupac 6, Kus 10, Franc 13);

4. SC Zarnovica, 6 (Valkovic 1, Mihalik 0, Pacalaj 3, Tomka 1, Manev 1).

Pardubice: 1. Zlata Prilba Pardubice, 45 Punkte (Milik 14, Mikel 5, Dudek 14, Stichauer 12); 2. Marketa

Prag, 38 (J.Kvech 9, Skurla 3, Smetana 6, Kus 8, Franc 12); 3. AK 3ton Slany, 34 (Krcmar 10,

Jamrog 12, Chlupac 1, Simota 11); 4. SC Zarnovica, 7 (Tomka 3, Valkovic 1, Gavenda 0, Pacalaj 3).

SLOWAKEI

Tschechische Junioren-Teammeisterschaft - 8.7.2018

Zarnovica Meister

In dieser Saison fand das Finale des tschechischen Prädikats in der Slowakei

statt. In Zarnovica kämpften sechs Duos um den Titel, darunter

auch zwei heimische Teams. Und überraschend gaben die Gastgeber den

Ton an. Ohne ihre Leistung schmälern zu wollen, muss man sagen, sie hatten

es etwas leichter, weil weder Filip Hajek noch Patrik Mikel an den Start

gingen. Letzterer sagte seine Teilnahme verletzungsbedingt kurzfristig

ab.

Schon nach sechs Läufen wurde klar, dass die Paare aus Prag und vom SC

Zarnovica die Goldmedaille unter sich ausmachen würden. Sie hatten bis

dahin keine Punkte liegenlassen. In Heat 7 trafen beide Titelaspiranten

aufeinander. David Pacalaj rang die Prager nieder und erzielte einen weiteren

Sieg. Michal Tomka startete schlecht, jagte danach seine Gegner erbittert

und am Ende gelang es ihm, Petr Chlupac zu überholen. Die Slowaken

holten einen 4:2-Sieg und übernahmen die Führung. Die Gastgeber

ließen in ihren restlichen zwei Rennen ihren Rivalen nicht den Hauch einer

Chance und wurden mit respektablen 24 Zählern Teammeister. Damit

schrieben sie Geschichte. Es ist nämlich der erste Teamtitel eines slowakischen

Teams sowohl in den tschechoslowakischen als auch in den

tschechischen Wettbewerben. Pacalaj war auf dem 400 Meter langen Oval

eine Klasse für sich. Der 16-jährige Neffe von Martin Vaculik fand an diesem

Renntag keinen Bezwinger. Tomka kam viermal direkt hinter seinem

Teamkameraden ins Ziel und musste sich nur im Duell mit Marketa mit einem

3. Platz zufriedengeben. Auch Petr Chlupac und Jan Kvech erkämpften

in der Rennendphase zwei Doppelsiege und griffen verdient nach Silber.

Für eine Überraschung sorgte auch das zweite Team der Gastgeber.

Jan Mihalik und Jakub Valkovic verzeichneten zwei 5:1-Siege und bestiegen

letztendlich die unterste Podiumsstufe.

In Heat 11 kam es zu einem fürchterlichen Sturz von Michal Danko. Zunächst

dachte man, der 16-jährige Slowake, der im Finale für das Team

aus Pardubice fuhr, hätte sich einen Beckenbruch zugezogen. Ein medizinischer

Hubschrauber flog den jungen Sportler ins Krankenhaus, wo er

genau untersucht wurde. Zum Glück bestätigten Röntgen-Aufnahmen die

erste Diagnose nicht. Er zog sich jedoch schmerzhafte Prellungen zu und

stieß heftig mit dem Bauch gegen den Lenker. • Georg Dobes

Ergebnis: 1. SC Zarnovica, 24 Punkte (David Pacalaj 15, Michal Tomka 9); 2. AK Marketa Prag,

22 (Petr Chlupac 10, Jan Kvech 12); 3. SC Zarnovica - Team B, 16 (Jan Mihalik 7, Jakub Valkovic 9);

4. AK Divisov, 12 (Pavel Cermak 2, Daniel Klima 10); 5. AMK Zlata Prilba Pardubice, 9 (Josef Novak

6, Michal Danko 3); 6. AK Koprivnice, 6 (Jan Macek 4, Roman Marek 2).

David Pacalaj und Michal Tomka (v.l.) sind Tschechischer Junioren-Team-Meister

• Foto: Martin Mesiarik

1. Liga - Runde 2 - Svitavy - 6.7.2018

Prag top

Ergebnis: 1. Marketa Prag, 17 Punkte (Skurla 6, Z.Holub 5, Smetana 6); 2. Junior-Team, 17 (J.Kvech

7, Chlupac 6, Novak 2, Klima 2); 3. Zlata Prilba Pardubice, 8 (Gavenda 1, Mikel 4, Mejtsky 3); 4. SC

Zarnovica, 6 (Tomka 0, Pacalaj 4, Valkovic 1, Mihalik 1). Das Rennen wurde nach acht Läufen wegen

mehreren organisatorischen Problemen abgebrochen.

Landespokal

Runde 3 - Pardubice - 13.6.2018: 1. Ondrej Smetana, 18 Punkte; 2. Michal Skurla, 17+4; 3. Hynek

Stichauer, 17+3; 4. Jan Kvech, 16; 5. Zdenek Holub, 16; 6. Jaroslav Petrak, 15; 7. Martin Malek, 14;

8. Zdenek Simota, 14; 9. Petr Chlupac, 14; 10. David Pacalaj, 13; 11. Martin Gavenda, 11; 12. Filip Hajek,

11; 13. Petr Babicka, 11; 14. Andrei Popa, RO, 10; 15. Michal Danko, 9; 16. Michal Tomka, 7;

17. Josef Novak, 7; 18. Pavel Cermak, 6; 19. Frantisek Klier, 5; 20. Sindy Weber, 4; 21. Patrik Mikel,

3; 22. Martin Mejtsky, 2.

Runde 4 - Chabarovice - 27. Jiri-Hurych-Memorial - 24.6.: 1. Z.Holub, 15+3 Punkte; 2. Skurla, 15+2;

3. Smetana, 13; 4. Simota, 12; 5. Chlupac, 12; 6. J.Kvech, 10; 7. Gavenda, 10; 8. Petrak, 10; 9. Jakub

Valkovic, 8; 10. Daniel Klima, 8; 11. Roman Cejka, 8; 12. Babicka, 6; 13. Pavel Kuchar, 5; 14. Weber,

4; 15. Filip Sifalda, 4; 16. Novak, 4; 17. Michal Bastecky, 3; 18. Anne Spaan, NL, 1; 19. Klier, 0.

Stand (nach 4 Rennen): 1. Z.Holub, 79 Punkte; 2. Simota, 75; 3. Stichauer, 67; 4. J.Kvech, 62;

5. Smetana, 59; 6. Skurla, 47; 7. Gavenda, 46; 8. Chlupac, 45.

40 BAHNSPORT AKTUELL August '18


Sieger Romano Hummel (84) gegen Sjoerd

Rozenberg (3), dahinter Bernd Diener

Grasbahnrennen Opende - 22./23.6.2018

Maximum für Hummel

Wie jedes Jahr wurde das Grasbahnrennen in Opende wieder an zwei Tagen

ausgetragen. Am Freitag waren alle nationalen Klassen am Start, am

Samstag die Spezialisten. Die ST 1 und 2 sowie die Junioren 125 ccm rundeten

das Programm ab. Es wurden gute Rennen geboten und die Besucher

kamen auf ihre Kosten. Nach der Fahrervorstellung drehte der Bürgermeister

eine Ehrenrunde auf der Maschine von Henry van der Steen.

Romano Hummel sah in all seinen Vorläufen als Erster die Zielflagge. Eine

fast ebenso starke Leistung erbrachte der Brite Paul Cooper, er war vor

dem Finale Zweiter vor Dave Meijerink, Martin Malek und Mark Beishuizen.

Christian Hülshorst schaffte nicht den Sprung ins Finale und wurde

Sechster. Das Finale gewann erneut Hummel vor Cooper, Meijerink, Malek

und Beishuizen.

In der nationalen Klasse siegte Christian Wagemans. In den Vorläufen war

er einmal ausgefallen, konnte sich aber über das B-Finale, das er gewann,

fürs Finale qualifizieren, ebenso der Däne Jacob Nymark (er war einmal

gestürzt), der Zweiter im B-Finale wurde. Das Finale dominierte Wagemans

vor William Kruit, Jakob Nymark, Wiebo Bouwmeester, John Hartley,

Kelly Velda, Luit Groenewoud. In der Juniorenklasse 125 ccm wurde Nigel

Hummel Sieger vor Nynke Sijbesma, Delina Kruit, Niek Meijerink und Luca

Drenthe. • Text u. Fotos: Ubbo Bandy

Ergebnisse - International: 1. Romano Hummel, NL, 20 Punkte; 2. Paul Cooper, GB, 18; 3. Dave Meijerink,

NL, 15; 4. Martin Malek, CZ, 12; 5. Mark Beishuizen, NL, 10; 6. Christian Hülshorst, D, 9;

7. Henry van der Steen, NL, 8; 8. Hynek Stichauer, CZ, 8; 9. Richard Hall, GB, 7; 10. Jarno de Vries,

NL, 4; 11. Sjoerd Rozenberg, NL, 2; 12. Mika Meijer, NL, 2; 13. Bernd Diener, D, 2; 14. Jens Benneker,

D, 2; 15. Lars Zandvliet, N, 1.

National: 1. Christian Wagemans, 6 Vorlaufpunkte; 2. William Kruit, 11; 3. Jakob Nymark, DK, 5;

4. Wiebo Bouwmeester, 9; 5. John Hartley, GB, 7; 6. Kelly Velda, 10; 7. Luit Groenewoud, 9; 8. Andy

ter Schuur, 6; 9. Nico Eijbergen, 6; 10. Kevin Glorie, 6; 11. Mike van der Noordaa, 4; 12. Ferdy Gelsema,

2; 13. Margriet Diever, 2.

125cc specials: 1. Nigel Hummel, 12 Punkte; 2. Nynke Sijbesma, 9; 3. Delina Kruit, 5; 4. Niek Meijerink,

1; 5. Luca Drenthe, 0.

Shorttrack ST 250cc: 1. Gert van der Heide, 23 Vorlaufpunkte; 2. Gert Jan Valk, 30; 3. Mark van Dellen,

27; 4. Anne Bos, 25; 5. Marcel Vlig, 24; 6. Ruben Guikema, 18; 7. Lazar de Vries, 17; 8. Jeffrey

Oppersma, 13; 9. Lorenzo Punter, 10; 10. Joey van Kammen, 6; 11. Niels Broekema, 4; 12. Bas

Homans, 0.

Shorttrack 450cc: 1. Jan Okke Loonstra, 32 Vorlaufpunkte; 2. Reinse de Jong, 24; 3. Wybe Valkema,

25; 4. Frank Hamming, 21; 5. Stef Hamstra, 18; 6. Bert Dijkstra, 21; 7. Olav den Engelsman, 14;

8. Erwin Mulder, 17; 9. Jamie Elsinga, 13; 10. Evert van Til, 9; 11. Youri Jansen, 3; 12. Annelies Veensma,

1.

125cc Jugend: 1. Jesse Jan Stelwagen, 20 Punkte; 2. Jarno Terpstra, 19; 3. Jesse Meindertsma, 14;

4. Tony Blok, 13; 5. Jacco de Jong, 9; 6. Dylan Ottens, 6; 7. Jessica Dijkstra, 2; 8. Leon Meijerink, 1.

Platz 3 für Dave Meijerink

NIEDERLANDE

+

Auch Sie können mit einer kleinen Spende

auf nachfolgend genanntes Konto helfen.

Bahnsport-aktuell-Unfallkonto“ Raiffeisenbank Rodenbach IBAN DE28 5066 3699 0000 0495 57

August '18 BAHNSPORT AKTUELL 41


NOTIZEN

Die Speedway-Legenden

der 1970er-Jahre mit

Mechanikern, Funktionären

und Rennärzten. Dritter von rechts in der

ersten Reihe ist Organisator Clemens Bever

Treff der Speedway-Haudegen

Der Güstrower Clemens Bever lud zum 13. Mal

Fahrer und Mechaniker der 1970er-Jahre ein

Lalendorf. Seit 26 Jahren kommen sie alle zwei Jahre zusammen: DDR-

Speedwayfahrer der 1970er-Jahre, ihre Mechaniker, Funktionäre und

Rennärzte, unter anderem aus Neubrandenburg, Lübbenau, Meißen,

Leipzig, Stralsund, Rostock und Güstrow. Wer möchte, bringt auch seine

Frau, bei manchem damals die Freundin, mit. Zu verdanken haben sie das

Clemens Bever. Dieses Mal suchte er für den 13. Legenden-Treff das Hotel

und Restaurant „Am Wiesengrund“ in Lalendorf aus. Der Güstrower Haudegen

war 16 Jahre lang auf den Speedwaybahnen im In- und Ausland zu

Hause und heimste unzählige Meisterkränze und Medaillen ein. Aber was

danach geschah, behagte dem heute 72-Jährigen überhaupt nicht. „Ja, es

stimmt, wir hörten mit dem Sport auf. Aber müssen denn alle auf Nimmerwiedersehen

auseinanderlaufen?“, fragte er sich. 1992 trommelte er die

alte Garde von einst aus der ganzen Republik das erste Mal zusammen.

Der Teterower Walter Hehl, nach einem schweren Unfall als Fahrer immer

der verlässliche Mechaniker und ruhende Pol in der Bever-Box, erinnert

sich: „Wir trafen uns im Hotel Stadt Güstrow. Vierundzwanzig Mann waren

ein bescheidener Anfang.“ Aber schon zwei Jahre später war die Resonanz

größer und sie nahm stetig zu. In Lalendorf freute sich der Organisator

über 68 Teilnehmer. Darunter waren sieben DDR-Einzelmeister mit

18 Titeln von 1962 bis 1990: Diethelm „Otto“ Triemer (Lübbenau/Güstrow),

Dieter Tetzlaff (Güstrow), Jürgen Hehlert, Herbert Mussehl (beide

Neubrandenburg) und der Organisator, 1975 DDR-Champion und außerdem

mit fünf Vize-Titeln dekoriert.

Auch Joachim Mell kam nach Lalendorf. Er findet die Idee von Clemens Bever,

sich auf diese Weise an alte Zeiten zu erinnern, sehr gut. Der Güstrower

wurde 1989 Einzelmeister. Er verließ noch vor der Wende Güstrow in

Richtung Westen und wurde mit seiner Frau Sabine in Melsungen heimisch.

„Aber es zieht mich schon mehrere Male im Jahr nach Güstrow

oder nach Niegleve, wo ich gern bei Ebensings bin“, erzählte Joachim

Mell, der bei dem Treff seinen 60. Geburtstag feierte.

Mit dem Meißener Peter Liebing war der DDR-Speedwaymeister von 1969

dabei. Außerdem gehörte er zu den ersten Eisspeedway-Piloten in der

DDR. Gern folgte er der Einladung von Clemens Bever: „Ich bin seit zehn

Jahren immer dabei und finde es gut, dass dieser Sport auch auf diese

Weise nicht in Vergessenheit gerät“, lobte der 79-Jährige das Engagement

von Clemens Bever, der ihn 1973 in der Einzelmeisterschaft auf den

3. Platz verwiesen hatte. Liebing war außerdem zweimal Mannschaftsmeister

und einmal mit Jochen Dinse Paar-Meister. Für Dinse, mit 15 Meistertiteln

und einer Weltfinalteilnahme im Londoner Wembley-Stadion einer

der erfolgreichsten Stahlschuh-Drifter der DDR, erhoben sich alle für

eine Schweigeminute. Der Meißener war im Dezember 2016 gestorben.

Schnell löste sich nach dem Essen die Platzordnung auf, um mit dem oder

mit dem in alten Erinnerungen zu kramen, darunter der Güstrower

Dr. Klaus Düwel. Er war 1965 der erste Rennarzt beim MC Güstrow. „Kein

Vergleich zu heute. Die Bande waren Strohballen und bei Stürzen war es

kreuzgefährlich. Meine medizinische Ausrüstung war eher primitiv. Trotzdem

half ich immer so gut, wie ich es konnte“, berichtete der 81-Jährige.

Er ließ sich auch nicht lumpen und griff in die Anekdoten-Kiste. An seinem

Tisch saß auch Bruno Bülau, einer der ersten Speedwayfahrer, der dem

MC Güstrow zu vorderen Plätzen verhalf. „Bruno war ein Draufgänger“,

schilderte Düwel. „Deshalb hatte ich ihm vor jedem Rennen im Krankenhaus

schon ein Bett reservieren lassen“, erzählte er und Bruno Bülau

lachte mit.

Für Clemens Bever sind diese Begegnungen ein Zeichen dafür, wie gern

alle zu diesem Treff kommen. Dann sind für ihn die ungezählten Stunden

vergessen, in denen er diese Zusammenkünfte organisiert. In zwei Jahren

erhält er Hilfe. Bever: „Dietmar Tripke hat sich bereit erklärt, den nächsten

Treff in Leipzig zu veranstalten. Das finde ich sehr gut und darauf freuen

sich jetzt schon alle.“ • Text u. Fotos: Hans-Jürgen Kowalzik

Im Gespräch (v.l.): Norbert Gümmer (Meißen/1984 DDR-Speedway-Vizemeister),

Dr. Klaus Düwel und Peter Liebing

42 BAHNSPORT AKTUELL August '18


Da ist es,

das

Altriper Ei:

Karl-

Martin

Gensinger

zeigt die

Rennbahn

auf der

Karte

Altrip-Chef Karl-Martin Gensinger

erhält Landesehrennadel

für vielfältigen Einsatz

Wenn Karl-Martin Gensinger sich ehrenamtlich engagiert, dann macht er

das mit vollem Einsatz und über viele Jahre hinweg – sei es bei der Organisation

des Sandbahnrennens für den MSC Altrip oder in der Politik. Dafür

wurde der 74-jährige Altriper am 28. Juni im Bürgerhaus Alta Ripa mit

der Landesehrennadel ausgezeichnet.

„Ich kenne sie alle, habe alle Speedwayweltmeister schon beim Sandbahnrennen

in Altrip da gehabt“, sagt Karl-Martin Gensinger. Er sei halt

ein bisschen umtriebig und gut vernetzt. Seit 44 Jahren ist er Vorstand

des MSC und organisiert das Sandbahnrennen auf dem Altriper Ei. Die

Liebe zum Motorradsport hat er schon als Jugendlicher entdeckt. „Wir waren

eine Jugendclique und haben mit unseren Mopeds Ausfahrten in der

Region gemacht“, erinnert er sich. Rennen ist er im Gegensatz zu einigen

seiner Freunde, die beim Sandbahnrennen in den Seitenwagen saßen,

persönlich nie gefahren, aber bei der Organisation des Altriper Sandbahnrennens

hat er mitgeholfen. 1968 wurde er Revisor im MSC. „Auf diesem

Posten bekommt man den besten Einblick in einen Verein“, sagt er.

Später wurde er Festkassier, dann Schatzmeister und 1974 übernahm er

den Vereinsvorsitz von Heinz Hochlehner, der das Amt berufsbedingt

nicht mehr weiterführen konnte. „1974 war ein ereignisreiches Jahr. Es

war an der Zeit, sich zu engagieren, alles lief parallel“, erzählt Gensinger.

Im gleichen Jahr übernahm er den Ortsvorsitz der CDU, den er bis 2001 innehatte.

Wer Rennen organisiert, muss sich in der Welt des Motorsports gut auskennen.

Heute ist Informationsbeschaffung über das Internet einfacher.

Früher sei das über Fachzeitschriften und persönliche Kontakte gelaufen.

Mit seiner Frau Ilse und Freunden war er ständig auf Achse, ist in der Saison

fast jedes Wochenende zu einem Speedwayrennen gefahren, auch

heute ist er noch viel unterwegs. Oft ging es dabei nach Bayern, da dort

die wichtigsten deutschen Rennen stattfinden. Daraus habe sich so manche

nette Tradition ergeben: Nach dem Eisspeedway in Inzell ging es dann

immer zum Skifahren und auf dem Weg zum Speedwayrennen in Plattling

stand der Oktoberfestbesuch an.

Schon in den 1970er-Jahren fuhr Gensinger zu Rennen nach England, Polen

und in die Tschechoslowakei, wo bis zu 100.000 Besucher kamen. Für

Deutschland leider völlig undenkbar, bedauert Gensinger. Auf diesen

Rennen hat er nicht nur die Größen des Rennsports persönlich kennengelernt,

sondern auch so manche gute Idee aufgeschnappt. So sei man in

Altrip immer ein bisschen neidisch auf die vielen Besucher beim jährlichen

Rennen in Olching an Fronleichnam gewesen. Bis der MSC dann 1977

beschloss, das Sandbahnrennen selbst von Pfingsten auf Fronleichnam

zu verlegen. „Es kamen zwischen 8000 und 9000 Besucher. Wir waren begeistert

und träumen heute noch von diesen Zahlen.“

Für die Organisation des Sandbahnrennens im Altriper Ei zieht sich Gensinger

wochenlang in seinen Bunker – so nennt er sein Keller-Büro – zurück.

„Das ist wahnsinnig viel Arbeit“, erzählt er. Er müsse viele Genehmigungen

einholen und etliches mit Behörden absprechen. Erst dann könne

er das Rennen ausschreiben für nationale und internationale Fahrer, solo

und im Gespann, und dann die Fahrer verpflichten. Für die nationalen Fahrer

gebe es ein festes Startgeld, bei den internationalen sei das Verhandlungssache.

„Das ist wie ein Kuhhandel. Das geht hin und her und es wird

viel gefeilscht“, erklärt er.

Für das Rennen muss er jedes Jahr 300 bis 400 Helfer zusammenbekommen.

Am schlimmsten sei der Aufbau der Sicherheitsvorkehrungen, denn

seit einigen Jahren werden Airfences gefordert, die erstens teuer zu mieten

und zweitens mühsam aufzubauen seien. „Es war immer eine Supermannschaft.

Einer allein kann das ja nicht machen, aber man braucht einen

Chef“, sagt Gensinger.

Neben dem Motorradsport engagiert sich Gensinger seit fast 50 Jahren

politisch. Er hat 1970 die Junge Union in Altrip mit gegründet, war langjähriger

CDU-Vorsitzender, sitzt seit 1974 im Gemeinderat Altrip, ist seit

44 Jahren mit fünf Jahren Unterbrechung Kreistagsmitglied, seit 1994 Erster

Beigeordneter der Gemeinde Altrip, seit 2015 zweiter Beigeordneter

der Verbandsgemeinde Rheinauen. Für sein politisches Engagement bekam

er 2014 die Freiherr-von-Stein-Medaille verliehen. Beruflich war Gensinger

selbstständiger Handelsvertreter der Firma Meto. • Quelle: Christine

Kraus/Die Rheinpfalz Ludwigshafener Rundschau, Nr. 149 vom 30. Juni 2018

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Clubfahrer Mitch Godden mit Beifahrer Paul Smith aus England

11./12.8. RASTEDE

BAHNSPORTELITE AM START

Bereits zum 54. Mal wird die internationale Bahnsportelite am 11. und 12.

August in Rastede zu Gast sein, um den zahlreichen Bahnsportfans Spitzensport

zu präsentieren.

Rastede liegt im Landkreis Ammerland im Nordwesten von Niedersachsen

und befindet sich 12 Kilometer nördlich von Oldenburg und etwa

25 Kilometer von der Nordsee entfernt. Rastede liegt in der Region des

ADAC Weser-Ems. Fünf Tage sind die vielen fleißigen Helfer des Rasteder

Automobil-Clubs in Aktion, um die Rennbahn herzurichten. Da es sich um

eine nicht permanente Rennbahn handelt, sind unter anderem 1200 Meter

Sicherheitsplanke aufzubauen, einmalig in Deutschland!

Die Anlage im Schlosspark hat sich in diesem Jahr zum Vorteil der Bahnsportfans

verändert. Der Multifunktionshügel im Innenfeld wurde abgetragen,

sodass jetzt die Rennbahn deutlich besser einzusehen ist. Die Besucher

dürfen sich bereits am Samstag auf einen Lauf zur Europäischen

Veteranen-Langbahn-Serie (EVLS) freuen. Des Weiteren werden Fahrer

der internationalen und nationalen Klassen den Tag zum freien Training

nutzen. Am Abend wird der Speedway GP in Mallila im Festzelt übertragen.

Einige Fahrer haben bereits ihr Kommen zugesagt und werden im

Festzelt Sprecher Lars Klimek für Fragen aller Art zur Verfügung stehen.

Der Sonntagmorgen beginnt mit dem freien Training aller Klassen. Starten

werden die Klassen B-Lizenz Solo 500 ccm, I-Lizenz Solo 500 ccm sowie

die I-Lizenz Seitenwagen. Kommentiert wird dieses Spitzenevent vom

Sprecherduo Egon Müller und Lars Klimek. Das Fahrerlager wird für die

Zuschauer jederzeit zugänglich sein, sodass der direkte Kontakt zu den

Fahrern möglich ist.

Ein Höhepunkt des Renntages wird wieder der Angriff auf den Grasbahn-

Weltrekord sein. Dieser wird seit 14 Jahren (!) vom Engländer Kelvin Tatum

mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 143,255 km/h gehalten.

Auch die Gespannfreunde kommen in diesem Jahr wieder voll auf ihre

Kosten. Insgesamt zehn Teams werden versuchen, auf der schnellen, anspruchsvollen

Bahn am Ende auf dem Siegerpodest zu stehen.

Der Campingplatz Hahn-Lehmden (www.camping-rastede.de) wird in diesem

Jahr erstmals einen Shuttle-Service zur Rennbahn anbieten. Die

Übernachtung im Wohnmobil inklusive zwei Personen kostet dort 15,- Euro.

Das ist kein Druckfehler!

Hinweisen möchte der Club auf das Glasflaschenverbot, das in diesem

Jahr erneut umgesetzt wird. Es ist nicht gestattet, Glasflaschen mit aufs

Veranstaltungsgelände zu nehmen.

Der Rasteder AC wünscht allen Besuchern ein spannendes Rennwochenende.

Termin: 11./12. August 2018

Int. 54. ADAC-Grasbahnrennen Rastede

Start zum ersten Bandtraining

am Sonntagmorgen

• Fotos: Ingo Lange

1./9. CLOPPENBURG

DEDDENS UND LAMBERT

VERTRETEN CLUBFARBEN

7. Auflage der „Night of the Fights“ verspricht Action und Spannung

in gewohnter Manier • Start von Fienhage noch fraglich

Wenn die „Night of the Fights“ am 1. September erstmals nach drei Jahren

wieder um 19:00 Uhr an einem Samstagabend startet, können sich die

Fans wieder auf ein Speedway-Spektakel der Extraklasse mit einem renommierten

internationalen Fahrerfeld freuen.

Alle Hoffnungen der Cloppenburger Fans liegen in diesem Jahr auf den erfahrenen

René Deddens und Robert Lambert aus England. Die Clubfahrer

des MSC kennen die Heimbahn aus dem Effeff und brennen darauf, sich

vor heimischem Publikum und lauter Kulisse zu beweisen. Deddens fährt

als Kapitän des neu geschaffenen Teams der MSC Cloppenburg Fighters

eine starke Saison. Robert Lambert befindet sich in seinen jungen Jahren

wahrscheinlich schon jetzt in der Form seines Lebens. Gerade erst wurde

er britischer U21-Meister und zugleich britischer Meister in der Seniorenklasse,

was bislang zuvor keinem jemals gelang. Mit der Nationalmannschaft

holte er in diesem Jahr die Silbermedaille in der Weltmeisterschaft

und in den europäischen Top-Ligen in England und Polen punktet Lambert

konstant zweistellig. Die Teilnahme des jungen Cloppenburger Shooting-

Stars Lukas Fienhage war bei Redaktionsschluss noch fraglich, da eine

Nominierung für die Teamweltmeisterschaft auf der Langbahn als aussichtsreich

gilt und zeitgleich im französischen Morizes stattfindet.

Lokalmatador René Deddens

will alles geben für die Fans

Die Konkurrenz der Lokalmatadoren ist aber auch in diesem Jahr wieder

groß. Das verantwortliche Team des MSC hat schon jetzt wieder ganze Arbeit

geleistet und Top-Piloten aus dem In- und Ausland für die NOTF verpflichtet.

Ein Altbekannter ist der Bayer Martin Smolinski, der die begehrte

Trophäe in Cloppenburg bereits 2016 gewinnen konnte. Mikkel Bech

aus Dänemark holte den Pokal im letzten Jahr in atemberaubender Manier

und will seinen Titel unbedingt verteidigen. Damit stehen die Sieger der

letzten beiden Jahre wieder am Band und Bech sowie Smolinski gelten als

aussichtreiche Favoriten. Ein Wörtchen mitzureden haben auch der

Schwede Tomas H. Jonasson und Adrian Gala aus Polen. Jonasson kommt

mit Grand-Prix-Erfahrung und Gala mit einem Sieg in Teterow 2017 sowie

ausgezeichneten Leistungen in der polnischen Liga. Mit Patryk Dudek hat

bereits ein echter Kracher und aktueller Grand-Prix-Pilot sein Kommen zugesagt.

Der Pole mischt aktuell oben in der Speedwayweltmeisterschaft

mit und zählt zu den Top-Ten-Fahrern der Welt. Luke Becker gilt als hoffnungsvoller

Nachwuchsfahrer aus den USA. Steve Worrall aus England,

der Finne Timo Lahti und Max Dilger sind bereits bekannte Gesichter in

Cloppenburg mit bislang beachtlichen Leistungen. Worrall schaffte 2016

den Einzug ins Finale und Lahti holte sich erst im letzten Jahr den 3. Platz.

In diesem Jahr sind alle drei hungrig auf mehr.

Um 19:00 beginnt am Rennabend die Fahrervorstellung und um 19:30 Uhr

werden die Hauptrennen gestartet. Nach dem letzten Zieleinlauf gibt es in

diesem Jahr wieder ein großes Feuerwerk. Die Siegerehrung mit anschließender

großer After-Race-Party startet im Anschluss direkt am Fahrerlager.

Die Hauptkassen eröffnen um 12:00 Uhr und direkt danach starten

auch schon die Vorläufe der Junioren. Hier sind bei den C-Junioren Jonny

Wynant, Michelle Köhler, Kevin Lück, Fabian Heinemann, Jan Meyer und

Jason Sobolewitsch aus Cloppenburger Reihen mit dabei. Bei den Junioren

A wird Carl Wynant die Vereinsfarben des MSC vertreten.

44 BAHNSPORT AKTUELL August '18


Noch ein Sicherheitshinweis für alle Zuschauer: Bitte keine Glasflaschen

oder andere Behältnisse aus Glas mit ins Stadion nehmen. Ebenso sind

Laserpointer, Pfefferspray, Mikrofone und jegliche Art von Waffen nicht

gestattet. Dies wird am Einlass kontrolliert.

Der Vorverkauf fürs Rennen bei der Tourist-Info Cloppenburg (Tel. 04471

15-256, E-Mail: tourist-info@lkclp.de) startet am Montag, 6. August, und

läuft bis Freitag, 24. August. Sitzplatz-Tickets kosten 25,- Euro (inklusive

Programmheft). Hier empfiehlt es sich, besonders schnell zu sein, da die

Plätze erfahrungsgemäß schnell vergriffen sind. Stehplätze gibt es für

18,- Euro, Jugendliche bis 16 Jahre und Schwerbehinderte mit Ausweis

zahlen ermäßigt 10,- Euro, Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt. Der

MSC empfiehlt allen Zuschauern frühzeitig zu kommen. Einlass ist schon

ab 10:00 Uhr.

Alle Infos zum Cloppenburger Flutlichtrennen finden Interessierte im Internet

unter www.msc-cloppenburg.de. Campingplätze mit Strom- und

Wasseranschluss stehen in diesem Jahr nicht in unmittelbarer Nähe des

Stadions zur Verfügung. Camper nutzen bitte die öffentlichen Campingplätze

der Stadt Cloppenburg am Stadtpark oder am Museumsdorf.

• Text: Presseteam Cloppenburg; Foto: Daniel Sievers

Termin: 1. September 2018

Int. ADAC-Speedwayrennen Cloppenburg „Night of the Fights“

4./5.8. MELSUNGEN

ES IST ANGERICHTET

Ein Leckerbissen jagt den nächsten! Also ein „Muss“ für jeden Grasbahnfan.

Vom 3. bis 5. August 2018 ist es wieder soweit, dann findet wieder das

Motorsport-Weekend auf dem Rennplatz an der St.-Georgs-Brücke in Melsungen

statt. Höhepunkt natürlich das 58. Internationale ADAC-Grasbahnrennen

am 4. und 5. August 2018. Die Vorbereitungen laufen auf

Hochtouren. Rennsport vom Feinsten möchte der MSC Melsungen auch

dieses Jahr wieder bieten, mit vielen Rad-an-Rad-Kämpfen, ein unvergessliches

Rennwochenende, mit Rennsport, Show und Action. Ein Highlight

jagt das andere.

Freitag „Start ins Weekend“

Bereits am Freitag, 3. August, wird das Motorsport-Weekend im Festzelt

an der Rennstrecke eröffnet. Durchs Programm wird locker wie gewohnt

der einzige deutsche Speedwayweltmeister und mehrmalige Langbahnweltmeister

Egon Müller führen. Eine lustig gemischte Runde aus dem Inund

Ausland, mit ehemaligen und noch aktiven Fahrern, die bereits angereist

sind, mit vielen „Methanolgesprächen“ aus Vergangenheit und Gegenwart

sollen zum Gelingen des Abends beigetragen. Sie, liebe Besucher,

sind auch dieses Jahr wieder herzlich eingeladen.

Rennen der Gespanne

„Rennen der Gespanne“, diesem Slogan wird der MSC auch in diesem

Jahr wieder mit dem bisher verpflichteten Fahrerfeld gerecht. Am Start die

ersten drei der Europameisterschaft. Allen voran der Multi-Champion und

amtierende Europameister William Matthjissen mit seiner Beifahrerin

Sandra Mollema aus den Niederlanden sowie Markus Venus mit Beifahrer

Markus Heiß und Markus Brandhofer mit seinem Beifahrer Tim Scheunemann

werden in Melsungen am Start sein. Hinzu gesellen sich der Ex-Europameister

aus den Niederlanden Sven Holstein mit Beifahrerin Bonita

van Dijk sowie der Ex-Europameister aus England Josh Goodwin mit Beifahrer

Liam Brown und der Altmeister aus dem Odenwald, Karl Keil. Die

nationale Seitenwagenklasse ist wieder Europa-offen ausgeschrieben

und wird auch wieder tollen Gespannsport zeigen. Mit drei Clubgespannen

ist der MSC Melsungen in dieser Klasse stark vertreten, und zwar mit

den Masters-Siegern von 2017 Udo Poppe und Martin Weick, Clubneuling

Maximilian Klaas mit Beifahrer Myron McNeil sowie den englischen Senkrechtstartern

James Hogg mit Beifahrer Scott Goodwin.

Ehrenpreis der Stadt Melsungen

Erneut konnte ein ansprechendes Fahrerfeld bei den internationalen Solisten,

die um den Ehrenpreis der Stadt Melsungen kämpfen, zusammengestellt

werden. Allen voran konnte Martin Smolinski für den Start in Melsungen

gewonnen werden. Aus Tschechien kommt der schnelle und

sympathische Martin Malek, der sich bereits für den Langbahn-GP 2019

qualifiziert hat. Weiter am Start der amtierende Europameister James

Shanes aus England, der im letzten Jahr schon für viel Action gesorgt hat.

Sicher auch ein heißer Anwärter auf den Sieg, Vize-Europameister Andrew

Appleton aus England und langjähriger Clubfahrer des MSC. Und

auch der „Catman“ Stephan Katt will sicher wieder um die Podestplätze

kämpfen. Mit Christian „Hülse“ Hülshorst aus Lüdinghausen ist ein weiterer

Grasbahnspezialist am Start. Mit Paul Cooper aus England wird ein

weiterer Clubfahrer erwartet, der sehr gut drauf ist. Die Fahrerverhandlungen

laufen noch. Mal schauen, wer noch den Weg nach Melsungen findet.

Allen diese Saison gestürzten Fahrern wünscht der MSC schnelle und

gute Genesung, allen voran Vorjahressieger Romano Hummel, der auch in

diesem Jahr wieder gestartet wäre. Er hat jetzt schon seine Startzusage

für 2019 gegeben, um dann wieder für Action zu sorgen. Die nationale Soloklasse

ist wieder Europa-offen ausgeschrieben. Hier können sich deutsche

Nachwuchsfahrer mit Fahrern anderer Nationen messen. Aus England

reist Clubfahrer Gareth Hickmott nach einer längeren Verletzungspause

an.

Rennsport, Show und Action

Es ist wieder „angerichtet“ für ein unvergessliches Motorsport-Weekend

in Melsungen. Highlight natürlich das 58. Internationale ADAC-Grasbahnrennen.

Volker Hermsdorf wird einiges aus dem Motorradtrialsport zeigen.

Es gibt Livemusik von den MSC-Freunden aus Würzburg, die am

Samstag mit ihrer Musik wieder das Festzelt zum Kochen bringen werden.

Die Dance Devils der MT Melsungen werden wieder für Stimmung sorgen

und vieles mehr. An der ein oder anderen Überraschung wird noch gearbeitet.

Freestyle Show Highlight: Sicher ein weiteres Highlight die atemberaubende

Freestyle-Motocross-Show, vielen sicher aus dem Fernsehen bekannt,

in Melsungen können sie sie live erleben. Im letzten Jahr haben die

FMXer für eine super Stimmung bei ihren Auftritten in der Startkurve gesorgt.

Die Freestyler springen mit ihren Maschinen von einer Startrampe

ab und zeigen in der Luft waghalsige Sprünge und Überschläge, bevor sie

wieder auf einer Rampe landen.

Kombi-Wochenendticket

Der MSC Melsungen bietet auch wieder ein kombiniertes Wochenendticket

mit Übernachtung und Eintritt an. Mehr dazu finden Sie in der Anzeige

auf Seite 47.

Campingmöglichkeit „neu mit Strom“

Natürlich sind auch die Camper wieder herzlich in Melsungen willkommen.

Es besteht wieder die Möglichkeit, wie in den letzten Jahren auch

schon, auf der vom MSC angemieteten Wiese am Renngelände zu campen.

Es handelt sich aber „nur“ um eine extra angemietete Wiese für die

Zuschauer, keinen voll ausgestatteten Campingplatz, sondern wie in den

letzten Jahren auch mit aufgestellten Toilettenhäuschen und einer Wasserzapfstelle

in der Nähe. In diesem Jahr hat der MSC allerdings die Möglichkeit,

Strom anzubieten. Wenn genug Abnehmer da sind, wird der THW

gegen eine kleine Gebühr für Strom sorgen. Anmeldungen an orga@mscmelsungen.de.

Wer mehr braucht, dem sei der in der Nähe gelegene Campingplatz

in Obermelsungen empfohlen.

Weitere Infos ...

... finden Sie unter www.msc-melsungen.de und auf facebook. Also vom

3. bis 5. August auf zum Motorsportweekend in Melsungen. Melsungen –

immer eine Reise wert!

Termin: 4./5. August 2018

Int. ADAC-Grasbahnrennen Melsungen

Martin Smolinski kommt nach Melsungen:

Spektakel garantiert! • Foto: Ubbo Bandy

August '18 BAHNSPORT AKTUELL 45


TERMINE AUGUST/SEPTEMBER/IMPRESSUM

AUGUST

- alle Termine ohne Gewähr -

4.8. ADAC-Speedwayrennen Güstrow

Speedway-DM

MC Güstrow e.V. im ADAC, Plauer Chaussee 4, 18273 Güstrow

Tel./Fax 03843 684685, E-Mail: info@mcguestrow.de

www.mcguestrow.de

4.8. ADAC-Speedwayrennen Moorwinkesldamm

Speedway - Liga Nord + ADAC Cup

MSC Moorwinkelsdamm, e.V., Heinrich Wilhelms, Flidder 51

26340 Zetel, Tel. 04453 4737, E-Mail: mscm@mscm.de, www.mscm.de

4./5.8. 58. Int. ADAC-Grasbahnrennen Melsungen

Grasbahn - offene Veranstaltung

MSC Melsungen e.V. im ADAC

Thüringer Str. 2, 34212 Melsungen, Fax 05661 50911

E-Mail: orga@msc-melsungen.de, www.msc-melsungen.de

5.8. 7. Parchimer Speedwayrennen

Speedway - offene Veranstaltung

MC Mecklenburgring Parchim e.V. im ADMV, Postfach 1243

19362 Parchim, Tel. 0172 3130631

E-Mail: behncke.heiko@gmail.com, mc-mecklenburgring.de.tl

10.8. ADMV-Speedwayrennen „Ostseepokal“ Heidering Wittstock

Speedway - offene Veranstaltung

MSC „Wölfe“ Wittstock e.V. im ADMV

Finkenkruger Str. 49 a, 14612 Falkensee

E-Mail: MSC-Woelfe@speedwayteam-wittstock.de

www.speedwayteam-wittstock.de

10./11.8. 46. Int. DMV-Flutlicht-Grasbahnrennen Hertingen

Grasbahn - offene Veranstaltung

MSC Rebland Hertingen e.V. im DMV

Mühlenstr. 5/1, 79415 Hertingen

E-Mail: frank.fredrich@msc-rebland-hertingen.de

www.msc-rebland-hertingen.de

11.8. Int. ADMV-Speedwayrennen „Ostseepokal“ Stralsund

Speedway - offene Veranstaltung

MC Nordstern Stralsund e.V., Bartherstr. 58

18437 Stralsund, Tel. 03831 292777

Fax 03831 207263, E-Mail: torstenberger@mcn-stralsund.de

www.mcn-stralsund.de

11.8. ADAC-Speedwayrennen Dohren

Speedway Team Cup

MSC Dohren e.V. im ADAC, Hauptstr. 8, 49770 Dohren

Tel. 05962 1535, E-Mail: info@msc-dohren.de

www.msc-dohren.de

11./12.8. Int. 54. ADAC-Grasbahnrennen Rastede

Grasbahn + EVLS - offene Veranstaltung

Rasteder AC e.V. im ADAC, Nethener Weg 17, 26180 Rastede

Tel. 04402 6956, E-Mail: info@rasteder-ac.org

www.rasteder-ac.de

11./12.8. DMV-Quad- und Grasbahnrennen Heringen/Werra

Langbahn- offene Veranstaltung +

Shorttrack-Quad-Meisterschaft

AMCC Heringen e.V. im DMV, In der Aue 1, 36266 Heringen

E-Mail: doris.koertzel@web.de

15.8. ADAC-Speedwayrennen Landshut - Bundesliga

Deutsche Speedway-Mannschaftsmeisterschaft

AC Landshut e.V. im ADAC, Kirchgasse 250

84028 Landshut, Fax 0871 9637722

E-Mail: info@ac-landshut.de, www.speedway-landshut.de

17.8. Int. ADAC-Speedwayrennen 15. Schildbürgerpokal Teterow

Speedway - offene Veranstaltung (Flutlichtrennen)

MC Bergring Teterow e.V. im ADAC, Appelhäger Chaussee 1

17166 Teterow, Tel. 03996 172935, Fax 03996 183193

E-Mail: bergring-teterow@gmx.de, www.bergring-teterow.de

18.8. ADMV-Speedway-Flutlichtrennen Ludwigslust

Speedway - EU offen

MC Ludwigslust e.V. im ADMV, Postfach 1160

19288 Ludwigslust, Tel. 038757 33410, Fax 038757 33410

E-Mail: mc-ludwigslust@gmx.de

www.speedway-ludwigslust.de

18.8. 13. DMV-Flutlicht-Grasbahnrennen Bad Hersfeld

Langbahn - DM Seitenwagen

MSC Bad Hersfeld e.V. im DMV, Raiffeisenstr. 1

36251 Bad Hersfeld, Tel. 06621 795974, Fax 06621 795975

E-Mail: carounddennis@gmx.de

www.msc-bad-hersfeld.de

25./26.8. DMV-Kronen-Race-Days Berghaupten

25.8.: Speedway Team Cup

26.8.: Grasbahn - offene Veranstaltung

MSC Berghaupten e.V. im DMV, Postfach 1127

77792 Berghaupten, Tel. 07803 1557, Fax 07803 1534

E-Mail: info@msc-berghaupten.de

www.msc-berghaupten.de

SEPTEMBER

1.9. Int. ADAC-Speedwayrennen Cloppenburg

„Night of the Fights“

Speedway - offene Veranstaltung

MSC Cloppenburg e.V. im ADAC, Postfach 1430

49644 Cloppenburg, E-Mail: info@msc-cloppenburg.de

www.msc-cloppenburg.de

1./2.9. Deutsche DMV-Shorttrack-Quadmeisterschaft Bad Hersfeld

MSC Bad Hersfeld e.V. im DMV, Vorm Laufholz 1

36251 Bad Hersfeld, Tel. 06621 66102

E-Mail: Elona.Schaefer-Hablesreiter@msc-bad-hersfeld.de

www.msc-bad-hersfeld.de

2.9. 68. ADAC-Grasbahnrennen Schwarme

Langbahn - offene Veranstaltung

MSC Schwarme e.V. im ADAC, Kirchweg 3

27327 Schwarme, Tel. 04258 1576, Fax 04258 983138

E-Mail: marc.wessel@msc-schwarme.de

www.msc-schwarme.de

2.9. 57. Int. ADAC-Grasbahnrennen Zweibrücken

Offene Veranstaltung

MSC Zweibrücken e.V. im ADAC, Kirrberger Str. 6

66482 Zweibrücken, Tel. 06346 2790669

E-Mail: H.Zeiter@gmx.de, www.msc-zweibruecken.de

Bahnsport aktuell 9/2018 erscheint am 27. August 2018

IMPRESSUM

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Layout: Brigitte Geyer-Bernhardt

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Andreas Fahldiek, Rudi Hagen,

Volker Linke, Wolfgang Radszuweit,

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Fotografen: Ubbo Bandy, Niklas Breu,

Georg Dobes, Ralf Dreier,

Sascha Geißler, Klaus Goffelmeyer,

Rudi Hagen, Jens Körner,

Wolfgang Radszuweit, Jens Schwarz,

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Geschäftsführer: Stefan Ziegler

Gesamtanzeigenleitung:

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Redaktion. Namentlich

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46 BAHNSPORT AKTUELL August '18


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mit dem Profi-Trainer Marko Barthel

TERMINE 2018

AUGUST

02.-05. Kids & Jugend Sommer Camp

10.-12. EnduroPROjekt -freies Fahren-

25.-26. Endurotraining Viernau

SEPTEMBER

08.-09. eXtrem-Endurotraining Meltewitz

22. Endurotraining

23. eXtrem-Endurotraining

28.-30. EnduroPROjekt -freies Fahren-

mce10

OKTOBER

27. Endurotraining

28. eXtrem-Endurotraining

56,00 €

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LEASINGBEISPIEL VON DER BMW BANK GMBH:

MINI ONE CLUBMAN

Anschaffungspreis:

30.480,02 EUR

Leasingsonderzahlung:

2.000,00 EUR

Laufleistung p.a.:

10.000 km

Laufzeit:

36 Monate

Sollzinssatz p.a.*: 2,49 %

Effektiver Jahreszins: 2,52 %

Gesamtbetrag:

8.444,00 EUR

36 monatliche Leasingraten á: 179,00 EUR

Zzgl. 990,00 EUR ARNOLD Starter Paket.

Ein unverbindliches Leasingbeispiel der BMW Bank GmbH, Heidemannstr. 164, 80939 München; alle Preise inkl. 19 % MwSt.; Stand 06/2018. Ist der Leasingnehmer

Verbraucher, besteht nach Vertragsschluss ein gesetzliches Widerrufsrecht. Nach unseren Leasingbedingungen besteht die Verpflichtung, für das Fahrzeug eine

Vollkaskoversicherung abzuschließen. * gebunden für die gesamte Vertragslaufzeit. Wir vermitteln Leasingverträge ausschließlich an die BMW Bank GmbH, Heidemannstr. 164,

80939 München.

Kraftstoffverbrauch innerorts: 7,2 l/100 km, außerorts: 4,9 l/100 km, kombiniert: 5,8l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert:

131,0 g/km. Die Angaben zu Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren VO (EU)

2007/715 in der jeweils geltenden Fassung ermittelt. Die Angaben berücksichtigen bei Spannbreiten Unterschiede in der gewählten

Rad- und Reifengröße. Energieeffizienzklasse: B. Fahrzeug ausgestattet mit Schaltgetriebe.

DER MINI ONE CLUBMAN.

MIT MINI CONNECTED PAKET.

Autohaus

ARNOLD

www.MINI-ARNOLD.com

Hermann ARNOLD GmbH

Industriestraße 1-3

63768 Hösbach

Tel. 06021/5990-0

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