Sachwert Magazin e-Paper Ausgabe 69, Juli 2018

sachwertmagazin

www.sachwert-magazin.de

AUSGABE 69

SACHWERT

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SACHWERT

W I S S E N F Ü R A N L E G E R

M A G A Z I N

e-

Paper

+

5 Mythen

der Altersversorgung

DER

PANZER

KNACKER

FOTO STUDIOFASCHING

03

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WIE MARKUS HABERMEHL MIT DEM PANZERKNACKER-

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Editorial

Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem

inneren Wert zurück. Null.

Voltaire, 1694 - 1778

Martina Schäfer

Redakteurin bei

Sachwert Magazin

Editorial

Weißte nix, kannste nix,

haste nix

Nichts zu wissen ist keine Sünde. Aber zu wissen, dass man nichts weiß, dann

nicht zuzusehen, wo man dieses Wissen herbekommen kann und sich trotzdem

beschweren, dass die Kasse nicht stimmt - da beißt sich der Kater in den

Schwanz. Einer, der dafür sorgt, dass eine gewisse finanzielle Grundbildung für

jedermann zugänglich ist, ist Markus Habermehl mit seinem Podcast „Panzerknacker“.

In dieser Ausgabe erzählt er von seinem Werdegang und worauf es

ihm bei seinem Potcast ankommt.

Thomas Hennings setzt seinen Fokus auf das Altern, oder präziser gesagt, das

Altern in finanzieller Sorglosigkeit. Er gibt Tipps rund um die Absicherung und

warum Sie einigen landläufigen Mythen rund um die Rente besser keinen Glauben

schenken sollten.

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Viel Vergnügen beim Lesen

Ihre Martina Schäfer

Redakteurin

Sachwert Magazin E-Paper

Redaktion/Verlag Backhaus Verlag

EMail: redaktion@sachwert-magazin.de

Redaktion: Martina Schäfer

Layout und Gestaltung: Jessica Wilkens

Onlineredaktion

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Herausgeber, Verleger:

Julien D. Backhaus

Waffensener Dorfstr. 54,

27356 Rotenburg/Wümme

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Anschrift:

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Interview

Finanzielle Grundbildung

für alle

Markus Habermehl bringt mit seinem Panzerknacker-

Podcast fundiertes Wissen unters Volk

Herr Habermehl, wie verlief Ihr beruflicher

Werdegang?

Anfang der Neunziger Jahre, nach Abschluss

meiner mittleren Reife, hatte ich

das Glück, mich gegen 400 Mitbewerber

bei einer lokalen Bank durchsetzen zu

können. Die darauffolgende Ausbildung

zum Bankkaufmann verlief jedoch nicht

so interessant, abwechslungsreich und

erfolgreich wie gedacht, beziehungsweise

geplant. Nach gut zweieinhalb Jahren

brach ich diese Ausbildung ab und das

erste Mal in meinem Leben kam mir der

Gedanke: Was werde ich tun?

Nach kurzer Zeit meldete sich die Bundeswehr

bei mir und ich ergriff die Chance

einen sehr frühen Traum von mir nachzukommen.

Seit jungen Jahren war es

mein Wunsch Soldat zu werden, daher

ist es auch nicht verwunderlich, dass

ich mich hier auch rasch auf acht Jahre

verpflichtet habe. Man kann über die

Armee denken was man möchte, jedoch

bringt sie einem eine Sache unbedingt

bei: Du lernst, dass du unendlich

viel mehr erreichen kannst, als du es

dir selbst zutraust. Sie zeigt dir, dass du

noch mindestens 50 Prozent Energie

hast, wenn du denkst, dass du nicht

weitermachen kannst, wenn du denkst,

du hast bereits alles gegeben.

Nachdem ich über sechs Jahre bei der

Armee gedient habe, hier überwiegend

auch Bürotätigkeiten vollführte, erkannte

ich, dass mir dies zu langweilig war.

Da die Armee ein Wiedereingliederungsprogramm

für länger dienende Soldaten

hat, das dafür sorgen soll, dass sich der

Soldat einfacher wieder in das Zivilleben

einfügen kann, machte ich mir Gedanken,

wie ich das am kreativsten für mich

nutzen konnte. Ich entschied mich, einen

handwerklichen Beruf zu erlernen.

Es störte mich zum damaligen Zeitpunkt

enorm, dass ich vom schaffenden Gewerbe

keinerlei Ahnung hatte. Aus meiner

Sicht konnte ich einfach nichts. Daher

erlernte ich den Beruf des Metallbauers.

Ich lernte Drehen, Fräsen, Schweißen,

Schmieden, Konstruieren und vieles mehr.

Dennoch war es von Anfang an klar, dass

ich in diesem Beruf niemals aktiv sein werde.

Ich war bereits in der Ausbildung auf

der Suche nach einer Symbiose aus meiner

kaufmännischen und meiner handwerklichen

Ausbildung. Nach Abschluss meiner

Ausbildung zum Metallbauer machte

ich daher direkt eine Weiterbildung zum

Laserspezialisten in der ich lernte, Stahl

mit einem Laserstrahl zu schneiden, die

Maschine zu führen, zu programmieren

und zu warten. Dass ich in Deutschland

nur zwölf Euro brutto in einem Jahresvertrag

angeboten bekommen habe, war für

mich nicht akzeptabel, weshalb ich mir

»Die meisten erkennen

Probleme, definieren diese und

warten darauf, dass man ihnen

eine Lösung anbietet. Ich ticke

anders. Wenn ich ein Problem

erkenne, beginnt bei mir bereits

die Lösungssuche.«

nach einem Jahr die Frage stellte, was ich

denn tun müsse, um mehr Geld zu verdienen?

Die Antwort war klar: Entweder

muss ich einen anderen Beruf ausüben

(was ohne Ausbildung nicht möglich ist)

oder ich müsste den Arbeitgeber dahingehend

wechseln, dass ich einen mir angemessenen

Lohn erhalte. Nach kurzer

Überlegung war klar, dass dies eindeutig

nur in der Schweiz möglich war.

Zwei Tage später ging eine einzige Bewerbung

zum Laserspezialisten in die Schweiz

raus. Nach drei Wochen hatte ich den Job

und verdiente nun das Dreifache. Nach

fünf Monaten in der Schweiz wanderte

ich komplett aus Deutschland aus. Ich verbrachte

ein Jahr an der Maschine, jedoch

wurde es mir auch hier wieder recht schnell

zu eintönig. Ich suchte nach Alternativen.

Glücklicherweise bietet die Schweiz ein

deutlich besseres Erwachsenen-Bildungsprogramm

an als in Deutschland üblich.

Hier in der Schweiz hatte ich die Möglichkeit,

berufsbegleitend eine Privatschule

zu besuchen, um mir einen höheren

Bildungsgrad zu verschaffen. Das hatte

selbstverständlich seinen Preis, den ich

jedoch sowohl monetär als auch zeitlich

gerne bereit war zu bezahlen. Während

meines Studiums wechselte ich den Arbeitgeber

innerhalb der Schweiz und

wurde Abteilungsleiter, eine Position, die

meiner Ausbildung natürlich sehr half, jedoch

war auch von Beginn an klar, dass

es nach Beendigung meines Studiums in

dieser Firma keine weiterführende Stelle

für mich geben würde. Nach zwei

Jahren als Abteilungsleiter wechselte

ich in ein weltweit tätiges Umfeld

und wurde Projektleiter. Auf diesem

Posten half ich, Gas- und Dampfturbinenkraftwerke

sowie Kernkraftwerke

zu Verrohren. Doch nach kurzer Zeit

stellte ich fest, dass zwar mein Studium

zum Betriebstechniker abgeschlossen

war, ich jedoch wieder neuen Input

suchte. Ich ließ mich daher, wiederum

berufsbegleitend, auf einer weiteren

Privatschule hier in der Schweiz zum Finanzfachmann

ausbilden. Hier bekam ich

auch den Anstoß, mich nicht mehr auf

ein Angestelltenverhältnis zu verlassen,

sondern Überlegungen anzustellen, mich

selbstständig zu machen. Der Konkurs

meiner damaligen Firma half mir auch

promt bei der Umsetzung des Plans - eigentlich

deutlich rascher als es mir damals

lieb war. Dann nahm ich die Herausforderung

an und begann Pläne für meine Zukunft

zu schmieden. So bin ich auch unter

anderem auf das Podcasten gekommen.

Was waren ihre größten Siege und

größten Niederlagen?

Mein größter Sieg ist sicherlich, dass ich

es durch mein unbedingtes Durchhaltevermögen

geschafft habe, einen top


Interview

2016 war

Markus Habermehl

mit seinem Podcast

„Panzerknacker“

erfolgreichster Podcast

Newcomer im Bereich

Geldanlage.

Bilder: Studiofasching


Interview

platzierten Podcast zu erschaffen. Als

pro aktiver Mensch bin ich sehr gut in der

Lage, Projekte unter Anleitung durchzusetzen.

Ich denke, dass ich eine andere

Denkweise habe als die meisten Menschen.

Die meisten erkennen Probleme,

definieren diese und warten darauf, dass

man ihnen eine Lösung anbietet. Ich ticke

anders. Wenn ich ein Problem erkenne,

beginnt bei mir bereits die Lösungssuche.

Als Projektleiter und Betriebstechniker

habe ich gelernt, dass ich mich gegebenenfalls

mit Lösungen zufriedengeben

muss, auch wenn ich keine 100 Prozent

Erfolg erreichen kann. In diesem Fall

muss ich einfach die Lösung finden die

am nächsten an die 100 Prozent herankommt.

Während meines Angestelltendaseins sah

ich es immer als Niederlage an, mich nicht

in den Beruf einfinden zu können, beziehungsweise

mich nicht mit dem Beruf

finden zu können. Damals dachte ich, das

wäre meine große Schwäche, bis ich erkannte,

dass ich einfach immer kreativen

neuen Input benötige. Das ist im Angestelltendasein

aber leider nicht möglich.

Mein erster Versuch mich selbstständig

zu machen basierte darauf, In meiner alten

Technikerschule Microsoft Office Unterricht

zu geben. Der Vizedirektor der

Schule hatte mich damals sogar dazu angeregt.

Da diese Schule in der gesamten

deutschen Schweiz vertreten ist, hatte ich

einen großen und unbedienten Markt vor

mir. Ich erstellte also eine Webseite, gründete

eine Firma, bereitete meine Kurse

vor und fragte nach 3-4 Monaten bei der

Schule an, ob sie mir helfen mögen, meine

Plakate anzubringen. Daraufhin erhielt

ich die Antwort, dass die Schule an keiner

weiteren Zusammenarbeit interessiert sei,

da sie entschieden hatten, dieses Angebot

selbst auszuarbeiten. Somit beendete ich

meine erste Selbstständigkeit mit einem

Tiefschlag.

Eine weitere nennenswerte Niederlage ist

sicherlich die Tatsache, dass ich auf die Zusammenarbeit

mit einem Betrüger hereingefallen

bin, der anschließend sogar noch

versuchte, mir meinen Podcast wegzunehmen.

Ein Versuch, der an Lächerlichkeit

nicht zu überbieten war. Doch habe

ich auch daraus viel gelernt.

Wie sind sie auf die Idee gekommen

einen eigenen Podcast zu machen?

Wie ich bereits beschrieben habe, war mir

recht schnell klar, dass ich mein Leben auf

meinen eigenen Beinen bestreiten möchte.

Wie viele Menschen in meiner damaligen

Situation, stieß ich recht schnell auf

das Thema Online-Marketing. Es war mir

klar, dass es ohne ein gewisses Mindestfachwissen,

in diesem Bereich unglaublich

schwer ist, finanziell erfolgreich zu werden.

Daher begann ich mich auf diesem

Sektor weiterzubilden. Währenddessen

hatte ich mehrere Schlüssel erlebnisse.

Das erste Schlüsselerlebnis bescherte mir

Gerald Hörhan in seiner Investment Punk

Academy. Dort sprach er von „Digital

Illiterracy“. Er prophezeite denen, die sich

hier nicht auskennen, den Untergang. Da

ich diesen Begriff nicht kannte, begann

ich nachzuforschen und kam zu der Erkenntnis,

dass ich um eine Markenbildung

nicht herumkommen werde. Dadurch eröffnete

sich natürlich die Frage, wie ich

diese Marke bilde.

Die ursprüngliche Idee war, YouTube Videos

zu drehen. Zwar besorgte ich mir die

komplette Ausrüstung (Kamera, Mikrofon,

Markus Habermehl ist

Finanzcoach, Podcaster,

Podcasttrainer und

Unternehmer.

Beleuchtung, Green Screen und Software)

und hatte auch den Content, jedoch kam

ich hier auch anderthalb Jahre nicht ins

Tun. Dies war mir selbst unbegreiflich. Obwohl

ich einerseits sehr umsetzungsstark

bin, habe ich es nicht geschafft, diese Videos

zu drehen und ich konnte mir nicht

erklären, weshalb das so ist.

Die Erkenntnis kam erst später, als nämlich

ein guter Freund von mir mich anrief

Bilder: Studiofasching


Interview

Strategische

Metalle . . .

und mich aufforderte, an einem Webinar

zum Thema Podcast teilzunehmen. Zu

diesem Zeitpunkt hatte ich das Wort Podcast

noch nie gehört. Trotzdem nahm ich

am selben Abend an diesem Webinar teil.

Bereits nach fünf Minuten war mir klar,

weshalb ich keine YouTube Videos produzieren

konnte: ich war nämlich kein

Youtuber, sondern Podcaster! Ich buchte

auf diesem Webinar eine dreitägige Ausbildung,

besuchte diese auch zwei Wochen

später und setzte dann innerhalb

von zwei Wochen das komplette Gelernte

in die Tat um. Es fiel mir unendlich leichter

in ein Mikrofon zu sprechen, als in eine

Kamera. So wurde der Panzerknacker geboren.

Über welche Themen sprechen Sie im

Panzerknacker Podcast und was wollen

Sie damit beim Zuhörer erreichen?

Der Panzerknacker richtet sich an Menschen,

die nach finanzieller Grundbildung

suchen. Da auch ich jahrelang auf der Suche

danach war, weiß ich sehr gut, wie

wichtig es ist, ein fundiertes Fachwissen

auf diesem Gebiet zu haben. Ich möchte

damit erreichen, dass

meine Hörer einerseits

ihre Denkweise über

Geld ändern, beziehungsweise

anpassen

oder auch einfach nur

erweitern. Auf der anderen

Seite bin ich ein großer Freund von

Sachwerten. Diese biete ich meinen Hören

als Investitionsmöglichkeit in einer größtmöglichen

Zahl an. Es geht mir darum,

ein möglichst breites Spektrum dieser

Anlageform vorzustellen. Einige gute Beispiele

sind sicherlich die Interviews über

Vintage Luxus Uhren, Trading Card Games,

Lego oder Eukalyptus Plantagen in

Paraguay, um nur einige zu nennen.

Die Basis des Themas stellen hierbei immer

die vier Bereiche Mindset, Edelmetalle,

Firmenbeteiligungen und Immobilien

dar. Auf dieser Basis verlange ich von

jedem Interviewpartner mindestens drei

neue Lernerfolge pro Interview für meine

Hörer, sodass in jeder Folge immer ein hohes

Mindestmaß an Content vorhanden

ist.

»Ich möchte erreichen,

dass meine Hörer

ihre Denkweise

über Geld ändern.«

Was sind die wichtigsten Dinge, die

Sie über die Jahre von ihren Gästen

gelernt haben?

In erster Linie war ich überrascht, wie

hilfsbereit Menschen sind, wenn man

sie nur darum bittet. Außerdem ist doch

auffällig, dass viele sehr erfolgreiche Interviewpartner

unabhängig voneinander

ähnliche Denkmuster und Verhaltensweisen

aufweisen. Beispielsweise habe ich so

oft über die Jahre hinweg das Gesetz der

Anziehung vermittelt bekommen, dass ich

mich als nicht spiritueller Mensch dennoch

damit auseinandersetzen musste und es

auch aktiv anwende. Ein weiterer gemeinsamer

Punkt ist, dass diese Menschen

nicht mehr dem Geld hinterher jagen, sondern

ihrem Glück. Es ist auffällig, dass diese

Menschen bereits sehr glücklich und,

daraus resultierend, auch sehr höflich

sind. Dasei spielt sicher auch eine Rolle,

dass sie sich von negativen Menschen in

ihrem Umfeld getrennt haben. Auch diesen

Punkt habe ich umgesetzt.

Außerdem habe ich von meinen Gästen

gelernt, dass ich der Gemeinschaft gerne

und viel zurückgeben soll.

Was bieten Sie außerhalb des Podcasts

an?

Ich bin inzwischen einer der erfolgreichsten

Podcast-Technik- Coaches und Positionierungsfachmann

im deutschsprachigen

Raum. Jeder, der ein Business aufbauen

möchte, beziehungsweise

sein Business

skalieren möchte, hat

bei mir die Möglichkeit,

in einem dreitägigen

Workshop seinen

eigenen Podcast

zu erstellen. Ich persönlich baue in dieser

Zeit den Podcast mit meinen Schülern

strategisch auf. Schneller und einfacher

kann man sich meines Erachtens. nach

nicht positionieren!

Basierend auf meiner inzwischen jahrelangen

Erfahrung und meinem Studium begleite

ich auch Menschen aus dem Angestelltenverhältnis

in die Selbstständigkeit.

Und selbstverständlich kann man sich

auch mit sämtlichen finanziellen Fragen

an mich wenden.

Ein weiteres Angebot, das mit den oben

genannten Themen nun wirklich gar nichts

zu tun hat, sind meine Survivalkurse. Seit

Jahren gehe ich mit meinen Schülern in

den Wald und zeige Ihnen, was sie dort

zur Befriedigung der vier Grundbedürfnisse

des Menschen: Essen, Schlafen, Trinken,

Feuer, wissen und können müssen.

Paradoxerweise hilft dies über 90 Prozent

meiner Schüler dabei ihr Glück zu finden.

Es zeigt sehr anschaulich, was wir eigentlich

nicht zum Glück brauchen, womit wir

uns jedoch täglich umgeben. So gesehen

runden meine Survivalkurse meine anderen

Angebote dann doch wieder ab.

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der Zukunft.

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Wirtschaft

Target 2 ist volkswirtschaftliche

Schadensmaximierung!

Die Tragweite der Target2-Salden nimmt immer skurrilere Ausmaße an

von Marc Friedrich und Matthias Weik

(friedrich-weik.de)

Interessanterweise ist Target2 aktuell

in aller Munde. Zuvor hatte sich die

Forderung der Deutschen Bundesbank

gegenüber den anderen Notenbanken

in der Eurozone klammheimlich auf

einen neues Rekordniveau entwickelt

(976 Milliarden Euro!) und zwar ohne

das die Presse groß darüber berichtet

hatte. Um so erstaunlicher ist es nun

für uns, dass auf einmal aus verschiedenen

Richtungen (Spiegel, Die Zeit)

eine regelrechte Flut an Artikeln geschrieben

werden, um die Allgemeinheit

zu beruhigen. Als Ökonomen

können wir über die dort gemachten

Aussagen und Beschwichtigungen nur

den Kopf schütteln und warnen die

Target2 Forderungen auf die leichte

Schulter zu nehmen.

Bereits 2014 haben wir diesem Thema

in unserem zweiten Buch „Der Crash

ist die Lösung“ ein Kapitel gewidmet.

Die Problematik ist dieselbe – nur die

Dimension ist noch größer geworden:

Target2 - was ist darunter eigentlich zu

verstehen? Kurz gesagt geht es da um die

Verrechnung wechselseitiger Forderungen

der Zentralbanken der Euro-Zone. Aha.

Reden wir zum besseren Verständnis, aus

aktuellem Anlass, kurz über Fußball.

Nicht nur über dem spanischen Staat und

den dortigen Banken kreist der Pleitegeier.

Mehr als ein Dutzend spanische Proficlubs

mussten sich für zahlungsunfähig erklären

und Gläubigerverfahren einleiten. Wie

das gesamte Land leben auch seine besten

Fußballvereine seit Jahren über ihre Verhältnisse:

Sie geben im Jahr 2,1 Milliarden

Euro aus, nehmen aber nur 1,8 Milliarden

ein. Nachhaltiges Wirtschaften sieht anders

aus. Die Clubs der Primera Division werden

daher auch von einem Schuldenberg von

insgesamt 3,5 Milliarden Euro erdrückt, die

Verbindlichkeiten aller spanischen Profivereine

zusammen werden auf 5 Milliarden

Euro geschätzt. Alle sind mittlerweile so

gravierend verschuldet, dass der Liga der

Ruin droht. Die Zeitung El País fragte sich:

„Muss die EU nun auch den spanischen

Fußball retten?“ Dummerweise zahlten

viele Vereine zudem jahrelang ihre Steuern

nicht. Die Finanzämter beziffern die Ver-


Wirtschaft

Jahr für Jahre stehen höhere

Differenzen in den Büchern

der EZB.

bindlichkeiten der Proficlubs gegenüber

dem Staat auf weitere 750 Millionen Euro.

Sie stellen sich jetzt bestimmt die berechtigte

Frage: Was haben Spanien, der

spanische Fußball und irgendwelche komischen

Zentralbank-Forderungen mit mir

zu tun? Die erste Antwort klingt vermutlich

ein bisschen knifflig. Aber mithilfe des Fußballs

lässt sich das alles ganz gut begreifen.

Das „Trans-European Automated Real-time

Gross settlement Express Transfer

system” ist an sich etwas furchtbar

Technisches. In jeder Sekunde werden im

Euroraum Abermillionen von Zahlungsvorgängen

abgewickelt. Sehr viele davon

innerhalb einzelner Länder und ausschließlich

zwischen verschiedenen Geschäftsbanken

oder Sparkassen. Aber eben auch sehr

viele grenzüberschreitende Zahlungen.

Und damit dabei nicht die Übersicht verloren

geht, die nicht zuletzt für die Erfassung

von Zahlungs- und Leistungsbilanzen

wichtig ist, schalten sich die nationalen

Zentralbanken und die EZB dazwischen,

die all die transnationalen Überweisungen

bündeln. Das Target2-System erledigt das

in Echtzeit.

Argumenten davon aus, dass in diesem an

sich rein technischen Abwicklungssystem

sehr reale Forderungen aufgelaufen sind.

Andere sehen in den Target-Salden nur

eine theoretische Verrechnungseinheit, da

die eigentlichen Waren- und Geldflüsse ja

1:1 abgewickelt worden seien. Das ist auch

der offizielle Standpunkt der Deutschen

Bundesbank. Klar ist: Der deutsche Händler

hat fast immer sein Geld, und der Spanier

sein Auto bekommen. Vom Werk bis zum

Endkunden werden alle Forderungen früher

oder später glattgestellt. Aber das ist

sozusagen nur die betriebswirtschaftliche

Seite der Sache. Volkswirtschaftlich wird es

spannend, wenn die Spanier weit mehr in

Deutschland einkaufen als sie uns liefern.

Statistisch entsteht dann ein Leistungsbilanzdefizit.

Monetär entsprechen diesem

Defizit die Target-Salden. Deutschland hat

mehr Forderungen an Spanien oder Griechenland

als umgekehrt. Der Punkt ist,

dass diese transnationalen Forderungen

geschrieben. Die spanische Nationalbank

aber hat der EZB bislang bloß Bescheid

gesagt, dass sie das Geld bitte überweisen

soll. Die Kohle des spanischen Autokäufers

hat sie, sehr salopp gesagt, aber noch

nicht rübergeschoben. Und so stehen Jahr

für Jahr höhere Differenzen in den Büchern

der EZB.

Und da sind wir wieder beim Fußball. Laut

Rolf von Hohenhau, dem Präsidenten des

Bundes der Steuerzahler in Bayern und der

Taxpayers Association Europe, nimmt die

Tragweite der Target2-Salden immer skurrilere

Züge an. Denn auch im Fußball kommt

das Eurosystem zum Tragen. „Letztlich laufen

die Ablösesummen spanischer Clubs

für Spieler wie beispielsweise für Sami Khedira

über die Bundesbank und erhöhen die

Target-2-Forderungen“, warnt von Hohenhau.

Der Fußballstar war 2010 gegen eine

Ablösesumme von 14 Millionen Euro vom

VfB Stuttgart zu Real Madrid gewechselt.

Doch eigentlich wurde der Transfer von

Bilder: Depositphotos.com/ pandionhiatus3, AllaSerebrina

Die Süddeutsche Zeitung hat das System

im August 2012 anschaulich erklärt: „Verkauft

zum Beispiel ein deutscher Händler

ein Auto nach Spanien, fließt das Geld

folgenden Weg: Der Spanier geht zu seiner

Hausbank, um die Überweisung nach

Deutschland in Auftrag zu geben. Die

Hausbank wendet sich an die spanische

Zentralbank, die der Europäischen Zentralbank

EZB Bescheid gibt. Die EZB meldet

die Summe der Bundesbank, die dann

das Geld an die Hausbank des deutschen

Autohändlers zahlt. Der Deutsche sieht es

dann auf seinem Konto und schickt das

Auto an den Spanier. Eigentlich ein gutes

Geschäft – nur senden sich die spanischen

und die deutschen Notenbanken kein Geld

hin und her, denn Zentralbanken erschaffen

quasi Geld aus dem Nichts. Die Bundesbank

erhält somit ‚nur’ eine virtuelle

Forderung, die an den Mittler der Euro-Zone

gerichtet ist, an die EZB.“

Wir wissen, dass es rund um das Thema

Target2 eine kontroverse Debatte unter

den Ökonomen gibt. Einige, vorneweg der

ehemalige Chef des Münchner ifo-Instituts,

Hans-Werner Sinn, gehen mit guten

der Zentralbanken gegeneinander in der

Summe eben leider nicht alle beglichen

worden sind. Denn im Gegensatz zu allen

Geschäftsbanken sowie jenen Zentralbanken,

die nicht am Euro-System teilnehmen,

müssen die Euro-Zentralbanken ihre Forderungen

und Guthaben nicht täglich um

24:00 Uhr auf Euro und Cent abrechnen.

Die Hausbank des deutschen Autohändlers

hat von der Bundesbank via EZB Geld bekommen

und dies ihrem Kunden auch gut-

der Deutschen Bundesbank bezahlt. Die

grenzüberschreitende Zahlungsverrechnung

erfolgte über das System Target2.

Hierzu erteilte die spanische Nationalbank

der Bundesbank den Auftrag, 14 Millionen

Euro an den VfB (bzw. dessen Bank)

auszuzahlen, was zweifelsfrei auch geschehen

ist. Zum „Ausgleich“ erhielt die

Bundesbank Papierforderungen gegen

die EZB (= positive Target-2-Forderungen).

Und irgendwie hatten im selben Zeitraum


Wirtschaft

die deutschen Vereine eben nicht so viel

Geld übrig wie die verschwenderischen

spanischen Clubs, weshalb sie auch nicht

ganz so viele und nicht ganz so teure Stars

in Spanien einkaufen konnten.

Auf diese simple Weise ist die Deutsche

Bundesbank 2014 um insgesamt rund 510

Milliarden Euro von den „Südländern“

(Spanien, Griechenland, Italien usw.) gerupft

worden. Heute sind es bereits 976

Milliarden Euro. Das sind 12.000 Euro pro

Einwohner in Deutschland. Das Geld dürfte

in Anbetracht der volkswirtschaftlichen

Lage in Spanien wohl unwiederbringlich

weg sein. Wohl gemerkt: unser gutes Geld!

Denn die Bundesbank gehört letztlich den

Bürgern der Bundesrepublik Deutschland.

Sie werden als Steuerzahler einspringen

müssen, wenn die Buchhalter der EZB

eines Tages mit den Schultern zucken, weil

die Bundesbank ihre Forderungen auch

mal gutgeschrieben bekommen möchte.

Somit haben wir im konkreten Fall Khedira

auch dem VfB Stuttgart 14 Millionen Euro

in Form vermutlich wertloser EZB-Schuldscheine

gepumpt. Jetzt sagen Sie Khedira

ist bereits lange wieder weg aus Spanien

was interessiert mich das, das ist ja ewig

her. Toni Kroos ist jedoch noch immer (seit

2014) bei Real Madrid und hat bereits drei

Mal in Folge die Champion League gewonnen.

Manch einer unserer Top-Fußballer

kickt im Ausland und macht unter anderem

auch deutschen Clubs die Fußballwelt

schwer – so schafft man sich selbst Wettbewerb.

Als Ökonomen wie als bekennende

Fußballfans stellen wir uns natürlich

die Frage: Wie blöd sind wir eigentlich?

Wo stehen wir heute 500 Milliarden

Euro später?

In der aktuellen Kolumne in „Die Zeit“

wird die Gefahr der Target2 Salden heruntergespielt

und in die beliebte populistische

Ecke gestellt: Das Ganze sei ein Angriff auf

Europa. Es handle sich lediglich um eine

rein virtuelle Forderung, alles sei halb so

wild und die Argumentation, dass das Geld

verloren sei wäre purer Populismus. Dies

sehen wir komplett anders. Die wertlosen

Target2 Forderungen sind Vermögen der

Bürger welches Ländern geliehen wurde,

um unseren eigenen Export zu finanzieren

bzw. zu subventionieren. Die bedeutet

nichts anderes als das ein beachtlicher Teil

der deutschen Exporte durch die Deutsche

Bundesbank finanziert wird. So ein

Geschäftsmodell ist in sich krank und keinesfalls

nachhaltig! Vor allem

wenn man es an Länder verleiht

von denen ein jeder weiß, dass

diese Länder, gelinde gesagt,

nicht kreditwürdig, wenn nicht

sogar bankrott sind. Diese Forderungen

werden Italien, Spanien…

niemals zurückführen.

Wenn es tatsächlich wie in

„Die Zeit“ behauptet, rein virtuelle

Buchungen sind, könnte

man sie doch einfach streichen,

oder? Wird aber nicht gemacht.

Wieso nur? Selbst der Euro-Hüter

Mario Draghi sagt, dass

beim Austritt eines Landes aus

der Eurozone die Target2 Forderungen

zu begleichen sind. Viel

Spaß beim eintreiben. Der volkswirtschaftlich

Schaden wäre enorm.

Wenigstens wird in der Meinungskolumne

richtig erkannt, daß im Extremfall es

zu einem Kollaps kommen würde, was wir

genauso sehen. Fazit: Nicht das Aufzeigen

eines kranken Systems wird Europa zerstören

sondern eine falsche Politik und das

jetzt schon gescheiterte Währungsexperiment

Euro zerstört Europa!

Hoffnung macht einem die FAZ. Sie hat die

Brisanz erkannt und warnt völlig zurecht

vor der tickenden Zeitbombe Target2. Der

geniale Blog Querschuesse bringt es poin-

Marc Friedrich und Matthias Weik sind

studierte Ökonomen und vierfache

Bestseller-Autoren.

tiert auf den Punkt: „Beim Konstrukt des

Euroraumes handelt es sich eindeutig um

einen dysfunktionalen Währungsraum,

statt Konvergenz produziert die Realität

immer mehr Divergenz. Die Ungleichgewichte

schaukeln sich immer weiter auf

und dies ist zwingend, denn die Target2

Salden zeigen auf, wie viel Milliarden aufgebracht

werden müssen, um das Fehlkonstrukt

Euro künstlich am Leben zu halten,

bis zu dem Tag, an dem die Währungsunion

implodieren wird.“ Dieser Chart zeigt

das die Eurozone nicht funktioniert:

Bild: Friedrich&Weik Grafik: querschuesse.de


03

Sachwert Magazin 3/2018

Nr. 03 l 2018 www.sachwert-magazin.de

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Seit 7. Juni 2018 ist die neue Ausgabe des Sachwert Magazins

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Investment heute

MARC FRIEDRICH &

MATTHIAS WEIK

Euro am Ende

Bilder: Friedrich & Weik, Stöferle, Investment Punk Akademie, Mü ler, Müller

Die neuen EU-Datenschutz-

Grundverordnung

Eine Schlangengrube für Immobilienmakler,

WEG- und Miethausverwalter

Von Helge Ziegler

Am 25.05.2018 tritt die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung

(DSGVO)

europa weit in Kraft – und zwar für alle

Unternehmer, gleich welcher Branche

oder Größe!

Durften sich kürzlich Immobilienmakler

über die Erleichterungen bei der Identifizierung

ihrer Vertragspartner nach

dem Geldwäschegesetz freuen, so wird

sie die DSGVO schockieren. Schlimmer

konnte es nicht mehr kommen.

Die neuen datenschutzrechtlichen Bestimmungen

haben gravierenden Auswirkungen

den beruflichen Alltag. Sie

kann zu Recht als „Schlangengrube“

bezeichnet werden. Man kann nämlich

nur alles falsch machen, wenn man die

missachtet.

Es wird Sie wenig trösten, dass große

Organisationen wie Banken, Versicherungen

oder Ärztekammern sich schon

seit Monaten, wenn nicht sogar schon

seit Jahren, auf die Integrierung der

neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung

(DSGVO) und ihre Abläufe vorbereiten.

Das verschlingt Millionen!

Zum Glück sind die von Immobilienunternehmern

zu verarbeitenden und

damit auch gespeicherten Daten bei

weitem nicht so umfangreich. Dies

entbindet sie aber keineswegs von der

Pflicht, die DSGVO zu kennen, ihre Formulare,

ihre Webseite sowie ihre innere

Organisation anzupassen. Nach der

Umstellung auf eine gesetzeskonforme

Erhebung und Speicherung der Daten

sowie die Aktualisierung der Formulare

und Webseiten wird in den Immobilienunternehmen

der größte personelle wie

auch finanzielle Aufwand in der Implementierung

des Datenschutzes und die

Anpassung der betrieblichen Abläufe

bestehen.

Obwohl oder gerade weil viele Bürger

recht freizügig mit ihren persönlichen

Daten umgehen, will der Gesetzgeber...

Mehr über die neue Datenschutzverordnung

können Sie im aktellen

Sachwert-Magazin nachlesen.

Ferienimmobilien kaufen

Was Sie beim Kauf im In- und Ausland beachten

sollten

Von Martina Schäfer

Sommer, Sonne, Urlaubszeit, mal raus

aus dem Alltagstrott, neue Erfahrungen

sammeln. Dazu gehört für viele auch,

zu verreisen. Etwa 58 Prozent der Bundesbürger,

nämlich 54,1 Millionen,

verreisten laut der von der Stiftung für

Zukunftsfragen erstellten „Tourismusanalyse

2017“ für mindestens fünf

Tage. Im Durchschnitt dauerte eine Urlaubsreise

13 Tage. 1200 Euro pro Person

ließen sich die Reisenden den Jahreshaupturlaub

kosten. Aufgrund der

politischen Geschehnisse in den letzten

Jahren ging der Trend bei den deutschen

Urlaubern dazu, eher im europäischen

Ausland oder im deutschsprachigen

Raum Erholung zu suchen. 33 Prozent

erholten sich innerhalb der deutschen

Grenzen, neun Prozent urlaubten in Bayern,

siebeneinhalb Prozent genossen

die Reize Mecklenburg-Vorpommerns.

Jeden siebten Deutschen zog es nach

Spanien, danach folgten Italien und

Österreich als beliebteste EU-Urlaubsländer.

Daneben reisten 13,1 Prozent

in ferne Länder wie China, die Karibik,

Sri Lanka oder die Malediven. Die Prognosen

für 2018 sehen ähnlich aus mit

Aussichten auf leichte Zuwächse.

Doch egal ob das Ziel Nordseeinsel,

Großstadt, Alpendorf oder Mittelmeerküste

heißt, wer nicht zu Hause logiert,

braucht eine Unterkunft in der Fremde.

So nächtigten laut Statista im letzten

Jahr 48 Prozent der Urlauber in Hotels

und Gasthöfen, 25 Prozent mieteten

sich eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus

und sechs Prozent campten.

Hier wird es für Investoren interessant.

Warum nicht in Ferienimmobilien investieren,

wenn doch über 13 Millionen

Deutsche als Bleibe für Urlaubszeit eine

Wohnung oder ein Ferienhaus bevorzugen?...

Mehr über Ferienimmobilien und

den Kauf im In- und Ausland erfahren

Sie im aktuellen Sachwert-

Magazin.

Bild: Depositphotos.com/ IgorVetushko


Kurzmeldungen

Twitter: Kampf gegen

Fake-Accounts

Einige der größten Nutzer verlieren möglicherweise

bald viele Follower, aber auch

kleinere Privatpersonen können von dem

neuen Vorgehen von Twitter betroffen

sein. Twitter wird am Donnerstag Millionen

verdächtige Konten löschen und

von den Followern der Nutzer entfernen.

Damit erhofft sich das US-amerikanische

Unternehmen das Vertrauen der Nutzer

wiederzuerlangen.

Die Reform zielt auf eine weit verbreitete

Form des Betrugs ab. Viele Accounts

haben ihre Follower auf Twitter oder anderen

Plattformen mit automatisierten

oder gefälschten Konten aufgebläht und

somit den Anschein gekauft, einen sozialen

Einfluss zu haben. Gründe dafür

gibt es viele. Einige Nutzer sehen eine

Notwendigkeit darin, ihren politischen

Aktivismus, ihre Geschäftsbestrebungen

oder Unterhaltungskarrieren mit einer

großen Anzahl an Followern zu unterstützen.

Laut Twitter soll damit jetzt

Schluss sein.

Ob Sie die Änderung bemerken oder

nicht, hängt wahrscheinlich davon ab,

wie viele Follower Sie haben. Twitter

sagt, dass die meisten Leute vier oder

weniger Follower verlieren werden. Größere

Accounts könnten in den nächsten

Tagen und Wochen weit mehr verlieren.

Hacker erbeutet Kryptowährung im

Wert von 13 Millionen US-Dollar

Erneut wurde eine Exchange-Plattform

von Kryptowährungen das Ziel von Kriminellen.

Bei der dezentralen Plattform

Bancor wurde eine Sicherheitslücke ausgenutzt

und Kryptowährungen im Wert

von 13,5 Millionen US-Dollar gestohlen.

Das israelische Start-Up teilte den Nutzern

am Montag mit, dass ihr Netzwerk angegriffen

wurde und es zu einem Diebstahl

von Ethereum im Wert von 12,5 Millionen

US-Dollar und der weniger bekannten

Währung Pundi X im Wert von einer Milli-

on US-Dollar gekommen ist.

Kurz nach dem Vorfall hat Bancor seine

Dienste offline gestellt und führt nun eine

Untersuchung durch. Wann der normale

Betrieb wieder aufgenommen wird, ist

noch nicht bekannt. In den letzten 24

Stunden mussten die bekanntesten Kryptowährungen

einen merklichen Wertverlust

verkraften. Bitcoin sank dabei um 6

Prozent, Ethereum verlor fast 7,7 Prozent

seines Wertes und Pundi X hat es mit

knapp 15 Prozent am härtesten getroffen.

Will Smith kauft deutsches Unternehmen

Will Smith und der deutsch-schweizerische

Filmregisseur Marc Forster haben sich zusammengetan,

um die Telepool GmbH zu

erwerben, eine deutsche Lizenz- und Vertriebsgesellschaft.

Im Rahmen des Kaufes

soll das Unternehmen zu einem Entwicklungs-,

Finanzierungs- und Vertriebspartner

für die Filme von Smith und Forster

werden.

Telepool veröffentlicht, verkauft und vermarktet

Filme, betreibt Merchandising und

Video-on-Demand-Portale im deutschsprachigen

Raum. Obwohl die Telepool GmbH

in den USA wenig bekannt ist, existiert das

Medienunternehmen bereits seit mehr als

fünf Jahrzehnten und ist eines der führenden

Vertriebsgesellschaften in Europa.

„Marc und ich haben Telepool genau unter

die Lupe genommen und eine Firma entdeckt,

die einen unglaublichen Ruf und viel

Potenzial hat. Wir freuen uns darauf, mit

dem Telepool-Team zusammenzuarbeiten

und einzigartige Möglichkeiten und Inhalte

zu schaffen, um das Geschäft strategisch

auszubauen“, sagte Smith am Dienstag.

Bilder: Depositphotos/ leungchopan, Mkaliva


Kurzmeldungen

Apple erneut mit Sammelklage

konfrontiert

Haben Sie das Gefühl, dass Ihr altes iPhone

über die Jahre langsamer geworden ist? Damit

könnten Sie nicht ganz Unrecht haben.

Nachdem bekannt wurde, dass Apple ältere

Modelle der iPhones vorsätzlich verlangsamte

und es eine Entschuldigung des Unternehmens

gab, hagelte es nur so von Klagen

der betroffenen Kunden. Noch immer muss

das in Kalifornien ansässige Technologieunternehmen

mit dieser Kontroverse kämpfen,

auch wenn nach Apple zufolge die Probleme

behoben wurden. Insgesamt haben

nun 78 weitere Personen eine Klage gegen

das Unternehmen eingereicht

Der Grund hinter der Drosselung der Prozessoren

auf den älteren iPhones ist ganz

simpel. Würde die Leistung weiterhin auf

dem gleichen Level wie vorher betrieben

werden, könnten die alternden Akkus nicht

mehr mit dem Stromverbrauch mithalten.

Aus diesem Grund entschied sich Apple

dafür, den Benutzern eine längere Akkulaufzeit

zu bieten, auf Kosten einer stark reduzierten

Leistung. Die klagenden Kunden

sind allerdings nicht zufrieden damit, dass

sie davon nichts mitbekommen haben.

Netflix erreicht

Meilenstein

Die Zeiten sind vorbei, als man noch hoffen

musste, dass etwas Gutes im Fernsehen

läuft. Zumindest für den Großteil

der Amerikaner. Laut einer Umfrage der

Investmentfirma Cowen & Co. ist Netflix

die beliebteste Plattform für Videoinhalte

in den USA geworden und überholt damit

das klassische Kabelfernsehen.

In der Umfrage wurden die Teilnehmer gefragt,

welche Plattform sie am häufigsten

verwenden, um Videoinhalte zu schauen.

27 Prozent der Befragten antworteten mit

dem Streaming-Service Netflix. Bei der

Zielgruppe der Erwachsenen im Alter von

18 bis 34 Jahren ist das Ergebnis weitaus

drastischer ausgefallen. Von ihnen sind

40 Prozent Kunden von Netflix, während

YouTube an zweiter Stelle mit 17 Prozent

gelandet ist.

Netflix-Aktien haben sich in diesem Jahr

mehr als verdoppelt, nachdem das Unternehmen

Massen an Abonnenten dazugewinnen

konnte. Die Studie geht davon

aus, dass Netflix dieses Jahr 13 Milliarden

US-Dollar in seine eigenen Filme und Serien

investieren wird. Damit wird traditionelles

Fernsehen wohl nicht mithalten

können.

Bilder: Depositphotos/ Mactrunk, TKKurikawa

HTC entlässt fast ein Viertel

seiner Mitarbeiter

Es sieht nicht gut aus für den taiwanischen

Smartphone-Hersteller. HTC

kündigte am Montag an, dass in diesem

Jahr 1500 Arbeitsplätze in der Produktion

gestrichen werden, was etwa einem

Viertel der derzeitigen Belegschaft entspricht.

Der Stellenabbau sei Teil einer

Neuausrichtung der Ressourcen innerhalb

der Organisation, heißt es in einer

Stellungnahme.

Im hart umkämpften Markt der Smartphones

sieht das Unternehmen seine Anteile

stetig fallen, während Konkurrenten

wie Apple oder Samsung weiter wachsen.

Im ersten Quartal dieses Jahres hatte

HTC einen Marktanteil von 0,3 Prozent,

vor sieben Jahren waren es noch knapp

10 Prozent.

HTC und Google haben letztes Jahr einen

Deal im Wert von 1,1 Milliarden US-Dollar

abgeschlossen. Im Rahmen der Vereinbarung

wird die Hälfte des HTC-Forschungs-

und Entwicklungsteams, etwa

2000 Menschen, von nun an für Google

arbeiten.


Kurzmeldungen

Walmart als neuer Konkurrent

für Netflix und Amazon

Als gäbe es nicht schon genug Streaming-Dienste,

will sich nun auch Walmart

in das Geschäft um Netflix und Amazon

Prime Video einkaufen, hieß es in einem

veröffentlichten Bericht des Unternehmens.

Walmart ist als weltweit tätiger Einzelhandelskonzern

in der Liste der Fortune

Global 500 auf Platz eins der umsatzstärksten

Unternehmen der Welt verzeichnet,

das nötige Vermögen für dieses Vorhaben

hätte Walmart also schon mal.

Walmart sieht offenbar die Möglichkeit,

die Preisgestaltung bestehender Streaming-Dienste

zu unterbieten und will damit

Teile der Bevölkerung erreichen, die

bisher noch bei keinem Anbieter Kunden

sind. Nach dem Bericht zufolge soll Wal-

mart den Service für 8 US-Dollar anbieten

wollen, was billiger als Netflix und Amazon

sein würde. Es ist noch unklar, ob

der geplante Streaming-Dienst eigenen

Content erstellt oder ein bestehendes Studio

erwerben will.

Auch wenn es mit dem Streaming-Dienst

nicht klappen sollte, will Walmart seine

digitalen Geschäfte verändern und verbessern,

um mit anderen Online Shops zu

konkurrieren. Am Dienstag hat Walmart

im Rahmen eines Fünfjahresvertrags angekündigt,

seine Nutzung der Cloud-Dienste

von Microsoft zu verstärken und mit der

Technologiefirma an Projekten für künstliche

Intelligenz und maschinelles Lernen

arbeiten.

Google erlaubt externen Firmen

Zugriff auf Ihre E-Mails

Nachdem vom Wall Street Journal berichtet

wurde, dass Mitarbeiter von externen

Firmen Zugriff auf E-Mails von Nutzern

haben, gibt es nun eine Antwort von

Google selbst. Google bestätigt nun die

Funde, dass einige Softwareentwickler

die Posteingänge von Gmail-Konten lesen

und analysieren können. Diese externen

Apps von Drittanbietern werden jedoch

überprüft, um sicherzustellen, dass nur

relevante Daten angefordert werden.

Der Bericht des WSJ Anfang dieser Woche

geht davon aus, dass Google Hunderte

von externen Softwareentwicklern Millionen

von E-Mails der Nutzer scannen lässt.

Diese Nutzer haben sich für E-Mail-basierte

Dienste wie Preisvergleiche oder Reiseplaner

angemeldet und so den Drittanbietern

den Zugriff auf ihre E-Mails erlaubt.

„Die automatisierte Verarbeitung der Daten

hat dazu geführt, dass einige fälschlicherweise

spekulieren, dass Google Ihre

E-Mails liest. Niemand bei Google liest

Ihre E-Mails, außer in ganz bestimmten

Fällen, in denen Sie uns die Erlaubnis geben

oder aus Sicherheitsgründen, z. B.

bei der Untersuchung eines Fehlers oder

Missbrauchs“, schrieb Google in einem

Blogpost am Dienstag.

Bilder: Amazon Inc., Depositphotos.com++/ wolterke, alexey_boldin


Kurzmeldungen

Warum Amazon Sie dafür bezahlt

ein eigenes Business zu gründen

Bilder: Depositphotos/ Mactrunk, actionsports

Wollen Sie ihr eigener Boss sein und dabei

noch mit dem größten amerikanischen Online-Versandhändler

zusammenarbeiten?

Genau das wird in den USA jetzt möglich

sein, für nur 10.000 US-Dollar Startkapital.

Ab Donnerstag können Sie ihr eigenes Unternehmen

gründen und für Amazon Pakete

ausliefern, inklusive Lieferwagen und

Uniformen.

Amazon will den Neuunternehmern eine

Unterstützung bieten. Damit sind Rabatte

auf Versicherungen, Geräten und andere

Dienstleistungen gemeint. Die Unternehmen

werden für das Personal selbst verantwortlich

sein und Amazon wird als Kunde

für die Lieferungen bezahlen. Es sollen hunderte

Unternehmen beauftragt werden, die

wiederum selbst zehntausende Fahrer in

den USA beschäftigen sollen.

„Die Nachfrage der Kunden ist höher als je

zuvor und wir müssen mehr Kapazität aufbauen“,

sagte Dave Clark, Senior Vice President

of worldwide operations bei Amazon.

Trump verweigert China

Mobile den Zugang zum

US-Markt

Die Trump-Regierung erklärte am Dienstag,

dass sie China Mobile, einer der

weltweit größten Telefongesellschaften,

keinen Zugang zum US-Markt geben

wollen. China Mobile wollte Mobilfunkund

andere Kommunikationsdienste

zwischen den Vereinigten Staaten und

anderen Ländern anbieten. Bereits 2011

hat das Unternehmen einen Zulassungsantrag

bei den US-Aufsichtsbehörden

gestellt. Sollte es zu einer Zulassung

kommen, würde es zu einem inakzeptablen

Risiko für die nationale Sicherheit

kommen, sagte die US-Regierung.

Das US-Handelsministerium hat den

zuständigen Behörden empfohlen, die

Lizenzanfrage abzulehnen. „Nach einer

langen Zusammenarbeit mit China

Mobile konnten Bedenken hinsichtlich

erhöhter Risiken für die US-amerikanischen

Strafverfolgungsbehörden und

nationale Sicherheitsinteressen nicht gelöst

werden“, sagte David J. Redl, Sprecher

des Handelsministeriums.

Schon im Februar warnten US-Senatoren

davor, dass China mithilfe von Telekommunikationsunternehmen

einen

Zugang zu US-amerikanischen Technologien

und geistigem Eigentum suchen

könnte


Gold

Jetzt beginnt die beste

Jahreszeit für Gold

Gold steigt regelmäßig von Juli bis Januar

Zahlreiche Märkte zeigen eine ausgeprägte

Saisonalität. Das heißt, die Kurse

bewegen sich zu bestimmten Jahreszeiten

oder in bestimmten Monaten

auffällig oft in dieselbe Richtung. Offenbar

sind gute und schlechte Zeiten an

den Börsen nicht ganz zufällig verteilt.

An manchen Märkten wie zum Beispiel

den Agrarrohstoffen sind die Gründe,

die für einen Einfluss der Jahreszeiten

auf das Marktgeschehen sprechen, offensichtlich.

An anderen Märkten sind

die Muster zwar ebenfalls unverkennbar,

aber die Gründe bleiben eher im

Verborgenen. Tatsache ist: Das Phänomen

der Saisonalität ist bei weitem nicht

auf Agrarrohstoffe beschränkt. Es zeigt

sich auch an den Aktienmärkten und bei

den Edelmetallen.

Der folgende Balkenchart veranschaulicht

Ihnen die Saisonalität von Gold.

Die Balken geben die durchschnittliche

prozentuale Veränderung pro Kalendermonat

an. Wie Sie sehen, waren die

Zeit von Juli bis Januar gewöhnlich besonders

gute Zeiten für Gold, während

Februar bis Juni unterdurchschnittliche

Ergebnisse geliefert haben.

Ein wichtiger Einflussfaktor auf den

Goldpreis ist die Hochzeitssaison in

Indien, da hier Gold als Hochzeitsgeschenk

traditionell eine große Rolle

spielt. Deshalb steigt im bevölkerungsreichen

Indien gewöhnlich ab August

die Goldnachfrage, was zumindest einen

Teil der ausgeprägten Saisonalität

erklärt.

Durchschnittliche Goldpreisveränderung pro Kalendermonat in %

Bilder: Depositphoto.com, BrianAJackson, shinobi, Vogt: privat, Grafik: sentimentrader.com

Im Juli beginnt die beste Jahreszeit für Gold (siehe grüne Balken).


Gold

Große Kaufgelegenheit bei Gold und

anderen Edelmetallen

Wie auch immer dem sei, Tatsache ist,

dass bei Gold eine deutliche Saisonalität

beobachtet werden kann. Das deutet

darauf hin, dass sich Ihnen im gerade

begonnenen Monat Juli eine hervorragende

Kaufgelegenheit für Gold und

mehr noch für Goldminenaktien bietet.

Wichtiger noch: Neben der Saisonalität

kommen auch meine auf anderen Faktoren

basierenden Analysen trotz oder

gerade wegen aller Unkenrufe zu dem

Ergebnis, dass die Edelmetalle am Beginn

einer Aufwärtswelle stehen.

Die jetzige Phase ist trotz des Kursanstiegs

von den Tiefs bei 1.050 $ pro

Unze, die Ende 2015 erreicht wurden,

selbst für hartgesottene Goldanleger

schwierig. Sie erinnert mich sehr stark

an das Jahr 2000, als Anleger noch an

den niemals endenden Boom der Technologiewerte

glaubten.

Auch damals waren die Medien voll mit

„ermutigenden“ Meldungen zu Gold:

• 26.03.2000: „Müde Geschäfte mit

Edelmetallen“

• 24.05.2000: „Die Kraft des Goldes

schwindet wieder“

• 01.06.2000: „Die Nachfrage

nach Gold ist gering“

• 14.07.2000: „Goldpreis unter

Druck“

• 07.10.2000: „Die Verschwörungstheorie

am Goldmarkt ist

abwegig und falsch“

• 31.10.2000: „Kaum Aussichten

auf höheren Goldpreis“

• 05.11.2000: „Der Glanz des Goldes ist

verblasst“

• 14.11.2000: „Die Goldnachfrage sinkt

im 3. Quartal deutlich“

Nur kurze Zeit später, Anfang 2001, begann

der Goldpreis bei einem Kurs von

260 US-Dollar pro Unze zu steigen. Diese

Hausse endete erst im Jahr 2011 bei

einem Kurs von 1.920 US-Dollar pro Unze.

Der Autor

Claus Vogt ist Finanz analyst und

Autor des Börsenbriefs „Krisensicher

investieren“. Den von ihm

entwickelten Gold-Preisbänder-

Indikator nutzt er für Prognosen

für die Investition vor allem im

Gold- und Edelmetallsektor.


Vorsorge

Thomas Hennings ist Experte

für Sachwertlösungen und

Makroökonomie. Er ist Inhaber

des Sachwert-Center Bremen.

Die fünf Mythen der

Altersversorgung

Mythos Nr.1: Die gesetzliche Rente ist

sicher und reicht aus!

Immer noch glauben die Menschen, dass

die gesetzliche Rente ausreicht beziehungsweise

auch noch der Höhe und Qualität

nach sicher wäre. Wir haben den demographischen

Wandel, das heißt, immer mehr

Menschen werden älter und es folgt immer

weniger Nachwuchs. Obendrein reduziert

sich das Rentenniveau auch noch nach unten.

Wo also soll hier etwas noch sicher und

der Höhe nach auch noch „gut“ sein? Es

werden dramatische Einschnitte vorgenommen

werden müssen. Die gesetzliche Rente

wird mit enormer „Flickschusterei“ am Leben

gehalten, extrem hohe Steuereinnahmen

werden zur gesetzlichen Rente umgeleitet,

damit hier unsere heutigen Rentner

überhaupt noch angemessene Renten im

Umlageverfahren erhalten. Wohin soll also

dieses in der Zukunft führen? Experten

gehen davon aus, dass es zukünftig nur

noch einheitliche Rentenbezugsgrößen auf

Mindestniveau geben wird. Das bedeutet

für jeden zukünftigen Rentenempfänger

starke Leistungseinschnitte. Renten auf Sozialhilfeniveau

werden wohl leider Standard

werden.

Fazit: Jeder Bürger sollte unbedingt rechtzeitig,

also frühzeitig, sinnvolle Sparvorgänge

beginnen, um der Altersarmut zu entrinnen.

Mythos Nr. 2: Garantie- und Zinsprodukte

dienen der Altersversorgung!

Der deutsche Verbraucher und Sparer ist einer

der lethargischsten Menschen in Europa,

wenn es um das Sparen und Investieren

geht. Man wurde in jungen Jahren so „erzogen“,

dass die Produkte der Banken zum

Sparen sinnvoll sind und völlig ausreichend

sind für „später“. Daher erfolgen fast achtzig

Prozent aller Sparmaßnahmen der Verbraucher

über Festgelder, Anleihen, Rentenpapiere,

Sparbücher, Bausparverträge,

hinzu kommen noch die renditeschwachen

Kapitallebens- und Rentenversicherungen.

Die Verzinsungen solcher „Sparprodukte“

sind seit längerem so niedrig bis hin zur

Nullnummer. Dazu kommen die stets steigenden

Lebenshaltungskosten sowie die Inflation

noch negativ hinzu. Die Erträge bzw.

Zinsen dieser genannten „Mainstreamprodukte“

reichen nachweislich nicht aus, um

sinnvoll und ertragreich für das Alter vorzusorgen.

Fazit: Mit renditeschwachen Massenpro-


Vorsorge

dukten kann man eine Altersversorgung

nicht gewinnbringend und nachhaltig für

sich aufbauen. Man muss hier als Verbraucher

über den Tellerrand schauen, sich etwas

Zeit für die Sparmaßnahmen nehmen

und dann diversifiziert in renditestärkere

und inflationsgeschützte Lösungen investieren.

Mythos Nr.3: Aktien und Unternehmensbeteiligungen

sind nur etwas für

vermögende Anleger!

Der deutsche Verbraucher wird weder in

der Schule, noch danach im Bereich Finanzen,

Geld und Finanzsysteme ausgebildet

bzw. geschult. Das ist systematisch so gewollt.

Man wird hier zu Lande „erzogen“,

dass Garantien und Zinsen (wenn auch

gering) besser sind als unternehmerisches

Denken und Handeln. Falsch! Genau das

geht unseren Sparern und Anlegern in der

Regel „ab“, eine Aufteilung der Sparvermögen

auch hinsichtlich von gemischten

Aktienwerten und unternehmerischen Investitionen

sind enorm wichtig zur Optimierung

der eigenen Anlagerenditen und zur

finanziellen Stärkung des Mittelstandes. Die

durchschnittlichen Aktienrenditen liegen je

nach Laufzeiten bei über fünf bis zu dreizehn

Prozent. Die Deutschen haben hier

immer noch viel zu wenig Kapital investiert.

Fazit: Wer attraktive Renditen für den Aufbau

der Altersversorgung wünscht und benötigt,

sollte in gemischte Unternehmenswerte

investieren, das heißt, Aktien und

unternehmerische Beteiligungen.

Mythos Nr. 4: Ich habe ja nicht so viel

Geld zum Sparen, daher lasse ich es

gleich sein!

So und so ähnlich denkt insbesondere die

„jüngere Generation Y“. Der Konsumverzicht

fällt enorm schwer in der heutigen

Gesellschaft. „Wozu sparen, ist ja noch

sehr lange hin bis zur Rente“, so heißt es

oftmals. Wer aber bereits in jungen Jahren

kleine Beträge monatlich zur Seite legt und

sinnvoll anspart (also nicht in Zinsprodukte

von Banken etc.), der wird über die Jahre

und Jahrzehnte ein beträchtliches Vermögen

zur Verfügung haben.

Fazit: Der Zinseszinseffekt bzw. die Wertzuwächse,

sowie Cost-Average-Effekte bei

ratierlichen Sparvorgängen (auch mit kleineren

Beträgen) sind wichtig und bringen

enormen Nutzen gerade auch für die jüngeren

Sparer. Es gelten die drei Faktoren

„Beitrag x Zeit x Wertzuwachs gleich „stattliches

Vermögen“.

Mythos Nr. 5: Eigenes Wohneigentum

ist die beste Altersversorgung!

Die eigene Immobilie (ob Haus oder Wohnung

spielt hierbei keine Rolle) wird in der

Regel mit einem Bankkredit finanziert und

mit Zins und Tilgung zurückgeführt an die

Bank. Die meisten Finanzierungen sind

knapp bemessen. Der Wunsch und Traum

nach dem „Eigenheim“ überwiegt und es

werden diverse „finanzielle Opfer“ dafür

gegeben (weniger Urlaub, kein neues Auto

und weniger Lebensqualität in vielen Bereichen).

Eigentum verpflichtet, dazu muss

man stets unerwartete und einkalkulierte

Kosten berücksichtigen, die laufend (Wartung,

Reparaturen etc.) bei einer Immobilie

anfallen. Die selbstgenutzte Immobilie ist

kaufmännisch gesehen keine gute Altersversorgung,

rechnerisch sehr einfach belegbar.

Emotional ist sie aber eine gute Lösung.

Fazit: Die „Assetklasse Immobilien“ ist für

die Altersversorgung grundsätzlich sehr gut

geeignet und sollte im eigenen Portfolio

immer zusätzlich zum Eigenheim oder als

Mieter berücksichtigt werden. Man sollte

hierbei aber auf die Investitionsmöglichkeiten

achten, ob man in Kapitalanlageimmobilien,

Fonds oder in eine direkte oder

indirekte Beteiligungen investiert. Auch gilt

es wohnwirtschaftliche oder gewerbliche

Möglichkeiten zu unterscheiden, sowie Investitionen

national und/oder international.

Bilder: Depositphotos.com/ nito103, Rawpixel, Hennings: Privat


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