_flip_joker_2018-08

ArtMediaVerlag2013

August 2018

29. Jahrgang

Einzelne im Mahlstrom der Geschichte

Im Gespräch: Die Schriftstellerin Susanne Fritz

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INHALT

THEATER_____________________ 3

Sommer-Open-Air der Immoralisten

VISION 2025_________________ 8

Kunstvereine im Gespräch: Denzlingen

KUNST______________________ 9

James Turrell im Frieder Burda Museum

KULTOUR___________________ 14

Die Bibliothèque Humaniste in Sélestat

FREIZEIT____________________ 15

Action – Kultur – Natur – Entspannung

NACHHALTIG________________ 30

Nucleoporose in Altmeilern

GESUNDHEIT________________ 31

Hilfe bei Psychischen Störungen

MUSIK______________________ 33

Alpirsbacher Kreuzgangkonzerte

LITERATUR___________________ 37

„Unter Sternen“ in der Spechtpassage

VERANSTALTUNGEN_________ 38

Circus Monti in Basel

Dali_90x135mm_Kulturjoker.pdf 1 13.06.2018 18:26:49

Foto: Burkhard Riegels

Bevor sich Susanne Fritz

(*1964) auf das literarische

Schreiben konzentrierte, hat

sie als Regieassistentin und

Regisseurin an Theatern in

Deutschland, Frankreich

und in der Schweiz gearbeitet

sowie Theater- und Hörstücke

verfasst; sie schreibt

Beiträge für Kulturjournale

und Literaturzeitschriften,

veröffentlichte Romane, Erzählungen

und Essays. Ihre

Stoffe entnimmt sie persönlicher

Erfahrung und der

eigenen Biographie, bettet

all dies jedoch konsequent in

geschichtliche und kulturelle

Zusammenhänge ein. Susanne

Fritz ist auch mit ihrem

Programm „WortMusik“

bekannt geworden, hier tritt

sie in verschiedenen Formationen

Neuer Musik und Jazz

auf und improvisiert auf dem Susanne Fritz

Klavier. Sie erhielt Preise und

Stipendien und ist Mitglied im deutschen P.E.N. Unsere

Mitarbeiterin Cornelia Frenkel

hat sie zu ihrem neuesten

Buch „Wie kommt der Krieg

ins Kind“ befragt.

Kultur Joker: Der Sinn der

Literatur liege nicht nur darin,

Inhalte zu vermitteln, sondern

das Erzählen aufrechtzuerhalten,

weil Menschen Geschichten

brauchen, um überleben

zu können und ihr Leben als

sinnvoll zu empfinden, hat Peter

Bichsel einmal gesagt. Mit

Ihrem Buch „Wie kommt der

Krieg ins Kind“ halten Sie das

Erzählen aufrecht, obwohl Ihnen

dies abverlangt hat, ein

familiäres Schweigegebot zu

übertreten. Was hat Sie zu diesem

Schritt bewegt?

Susanne Fritz: Das Erzählen

aufrecht erhalten, wie schön

von Peter Bichsel formuliert!

Doch auch Tabus sind Teil unseres

Miteinanders. Schweigen,

ein Geheimnis zu hüten verbindet

Menschen mitunter stärker

als zu sprechen. Ich versuche

es einmal so zu sagen: Die Zeit

war reif für diese Erzählung.

Nach dem Tod meiner Mutter,

mit dem Verklingen ihrer Stimme

wuchs in mir das Bedürfnis,

ihre Geschichte festzuhalten.

Die Jahre ihrer Gefangenschaft

als junges Mädchen, ihr

Schicksal als Zwangsarbeiterin,

hatten weitreichende Folgen

für unser Familienleben,

für meine Entwicklung, auch

für meine künstlerische Arbeit.

Indem ich den Schmerz meiner

Mutter, heute würde man

von Traumatisierung sprechen,

aber auch ihre Lebensstrategie

ergründe, lerne ich viel über

mich selbst.

Kultur Joker: Ihre Mutter hat

als Kind psychische und physische

Gewalt erlitten, war

aber dankbar, dass sie überleben

durfte. Sie war vierzehn,

als sie 1945 für vier Jahre in

das Arbeitslager Potulice verbracht

wurde. Der Grund: Sie

hatte 1939, gemeinsam mit

anderen Familienmitgliedern,

die „Deutsche Volksliste“ im

vom NS-System annektierten

polnischen Wartheland unterschrieben.

Was hat Sie an

diesem Schicksal am meisten

schockiert?

Susanne Fritz: Mit der Gefangenschaft

unserer Mutter

waren wir Kinder mehr oder

weniger von klein auf vertraut.

Sie erzählte oft davon, meist

in witzigen Anekdoten, lachte.

Auch das Lager war Teil ihrer

Heimat, ihrer Sehnsucht – es

waren ja die Jahre ihrer Jugend,

die Zeit, in der sie sich

selbst entdeckte, die anderen,

das Leben, Freundschaft! Das

Wort Glatze gehört zu meinem

Grundwortschatz. In diesem

Wort deutete sich das Grauen

an, ein bodenloser Abgrund.

Der Schock kam zeitlich versetzt,

im polnischen Staatsarchiv

in Bydgoszcz/Bromberg.

Als ich ihren Fingerabdruck

sah, den Abdruck ihres linken

Zeigefingers als gefangenes

Kind. Rohheit und Brutalität

sprangen mich an. Eine panische

Angst. Nicht von außen,

nein, aus tiefster Seele.

Durch die Recherchen kam

der Verstand dazu, das historische

Wissen. Die Brutalität

und Grausamkeit des NS-Systems,

die ihrer Internierung

und anschließenden Vertreibung

aus Polen vorausgingen,

schockieren mich immer wieder

aufs Neue.

Kultur Joker: Um zu verstehen,

wo Sie herkommen,

mussten Sie die Geschichte

Ihrer Familie, die vom

deutsch-polnischen Verhältnis

untrennbar ist, über zwei

Weltkriege hinweg erforschen.

Dabei wird ersichtlich, dass

die einzelnen Akteure in den

makro-historischen Konflikten

stetig instrumentalisiert wurden,

aber auch kurzzeitig

Fortsetzung des

Interviews auf

Seite 32

Kultur Joker

Tel.: 0761 / 72 0 72

www.kulturjoker.de


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Barleben-Handspielpuppen

79098 Freiburg, Fischerau 24,

Mo-Sa 10:00-18:00

AUGUST

FREILICHTTHEATER

FREIBURG

"Der hellste Musiker"

Zwei Abende für Felix Mendelssohn Bartholdy

Trio Phaeton

Peter Hörr, Violoncello

Friedemann Eichhorn, Violine

Florian Uhlig, Hammerflügel

und Sebastian Wohlfarth, Viola

Freitag, 14. September, 19:30 Uhr

Vortrag: Dr. Rüdiger Nolte, 18:30 Uhr

Felix Mendelssohn Bartholdy

Auswahl aus "Lieder ohne Worte"

Klaviertrio d-Moll op.49

Variations concertantes für Violoncello

u. Klavier op.17; Klavierquartett h-Moll op.3

Sonntag, 16. September, 17 Uhr

Felix Mendelssohn Bartholdy

Sonate für Violine und Klavier

Klaviertrio c-Moll op.66

Sonate c-Moll für Viola und Klavier

Klavierquartett f-Moll op.2

www.schlosskonzerte-badkrozingen.de

Sie wollen mehr wissen? Auskunft bei Ingrid Hug oder

Carolin Rapp, Tel. 07661 4213 oder kommen Sie einfach vorbei!

Bewerbungen bitteschriftlich an:

Auto Eckert, Hauptstraße 56, 79254 Oberried

oder direkt an c.rapp@auto-eckert.de

Theater der Immoralisten +49.(0)761.3181212

„Unterm Birnbaum“ / Schauspiel: 2./3./4./9./10./11./23./24./25./30./

31. - 20.30 Uhr.

Wallgraben Theater Rathaushofspiele +49.(0)761.2012853

„The Black Rider“ / Musical: 8. - 20.30 Uhr PREMIERE! 9./10./11./12./

14./15./16./16./18./19./21./22./23./24./25./26./28./29./30.31. - 20:30

Uhr.

BASEL

Theaterfestival Basel www.theaterfestival.ch

29. August bis 9. September 2018

Orte: Kasernenareal, Theater Basel, Royxy Birsfelden, Barfüsserplatz,

Neues Theater Dornach

Sulzburg 30.8. - 2.9.2018

Workshops – Konzerte – Vorträge

Literatur/Film -- Gastland Algerien

www.oriental-music-summeracademy.de

ANDERE ORTE

Festspiele Breisach +49.(0)1805-700733 (Reservix)

„Dracula“ / Schauspiel: 11./12./18./19./25./26.. - 20 Uhr.

„Aladin und die Wunderlampe“ / Kinderstück: 19./26. - 15 Uhr, 31.

- 19 Uhr.

Theater im Steinbruch Emmendingen +49.(0)651-9790777

„Die drei Musketiere“/ Schauspiel: 1./3./4. - 19.30 Uhr.

Aquarelle,

Zeichnungen, von

Personen, Autos, etc...

W. G. Hieber

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3 KULTUR JOKER THEATER

Wenn sich im Gras unterm

Birnbaum das Fallobst

sammelt, kann schon auch

mal ein kleiner Wurm drin

sein. So richtig wurmstichig

wird’s in Theodor Fontanes

Kriminovelle von 1885, die

die Freiburger Immoralisten

als diesjähriges Sommer-

Open-Air auf die Bühne

bringen, aber erst unter der

Erdoberfläche im Wurzelbereich,

wo der Wirt Abel

Hradschek (famos: Jochen

Kruß) eine Leiche aus dem

letzten Weltkrieg entdeckt.

Und wieder vergräbt.

Mutter Jeschke, die ihren

Zaun immer schon dabeihat,

um rüber zu geifern, hat ihn

dabei beobachtet. Selbst von

ihrer Schlafstatt aus pflegt

sie das Tun der anderen zu

überwachen (virtuos: Verena

Huber). Umso besser für

Hradschek. Diese Leiche

soll ihm nicht nur als Ideengeber

dienen, sondern auch

als Alibi für einen Mord, den

er kurz darauf an einem reichen

Gast begehen wird, um

mit dessen Geld seine Schulden

zu begleichen: Als er in

Verdacht gerät, gräbt man

auf Mutter Jeschkes Anraten

hin prompt die falsche (alte)

Leiche aus, die ihn somit entlastet.

Die andere indes, das

echte Opfer nämlich, lagert

in seinem Weinkeller.

Dort gehören die Leichen

Die Leichen der Anderen

„Unterm Birnbaum“ von Theodor Fontane beim Sommer-Open-Air der Immoralisten

Florian Wetter und Jochen Kruß

ja auch hin. Irgendwie hat

doch jeder so eine im Keller.

Die Angst vor der Armut

macht die zugezogene Ursel

Hradschek (Chris Meiser)

zur Komplizin ihres Gatten:

„Nur nicht arm sein. Armut

ist das Schlimmste, schlimmer

als der Tod.“ Die nicht

mehr zu ertragende Armut

lässt heutzutage viele Menschen

die Flucht übers Meer

ergreifen. So wie bei Fontane

die Hradscheks nicht in die

Gesellschaft hineingelassen

werden, werden heute die

Flüchtlinge abgeschottet.

Und immer sind es die Leichen

der Anderen, die von

der eigen(tlich)en Leiche

ablenken. So auch im Stück,

das von Manuel Kreitmeier

(Buch und Regie) gekürzt,

im Wortlaut jedoch original

belassen wurde. Nicht die

Schuld des Mordes prangert

er in dieser Inszenierung an,

als vielmehr jenen immer

Foto: Immoralisten

gleichen, brutalen Mechanismus

einer biederen Gesellschaft,

wenn es gilt die

eigenen Pfründe zu sichern.

Damit gelingt den Immoralisten

ein guter Bogen ins

aktuelle Zeitgeschehen, zumal

in Szene gesetzt mit historischer

Tracht und entsprechender

Kulisse.

Bei der Premiere weist das

Stück aber einige Längen auf.

Zu ungestüm zuckt hie und

da der immoralische Zeigefinger

in die Höhe; vielleicht

entfacht durch die schier

endlose Aneinanderreihung

kurzer Sequenzen. Für nur

wenige Sätze werden jeweils

mit Biedermeiersofa, Kreuz

und der Idylle in Öl an der

Wand die Kulissen auf- und

umgebaut (von Manuel Kreitmeier

am Klavier live und

charmant untermalt mit der

(fast) immer gleichen Zwischenmelodie).

Das kappt ab

und an den roten Faden. All

dies mag der kurzen Probenzeit

geschuldet sein und wurde

sicherlich für die nächste

Aufführung bereits behoben.

Zeichnet den Regisseur doch

gerade dies überaus feine

Gespür für eine gelungene

Inszenierung aus.

Bis 8. September. Theater

der Immoralisten. Ferdinand-Weiß-Str.

9-11. www.

immoralisten.de

Friederike Zimmermann

Skurrile Folklore

Das Wallgraben Theater zeigt im Rahmen der 43. Rathaushofspiele das Musical „The Black Rider“

Skurrile Traum- und Sagenwelt

Foto: Hermann Posch

Die Geschichte von Carl Maria

von Webers Oper Der

Freischütz ist bekannt, echte

Folklore. Da geht es um die

scheinbar aussichtslose Liebe

eines Schreibers zur Tochter

eines Försters. Nur ein richtig

guter Schütze soll sie bekommen.

Dem Schreiber hilft da

nur der Pakt mit einem teuflischen

Wesen, fatale Folgen

garantiert. Die eingängige

und doch düstere Geschichte

voller Schauerromantik schien

dem experimentierfreudigen

Beatkünstler William S. Burroughs

und der Blueslegende

Tom Waits gerade recht für

eine ganz eigenwillige musikalische

Interpretation. Zusammen

mit dem Regisseur

Robert Wilson schufen sie das

Musical The Black Rider. Ganz

nahe an Carl Maria von Weber

und in seiner Radikalität doch

ganz anders.

Bereits im Sommer 2017

brachte das Wallgraben Theaters

das Musical auf die Bühne,

mit großem Erfolg. Das

schreit natürlich nach einer

Wiederauflage mit denselben

erfolgreichen Zutaten. Im

Rahmen der 43. Rathaushofspiele

im Innenhof des Freiburger

Rathauses vermengt

das Wallgrabentheater das

ursprüngliche Stück mit echter

Schwarwaldatmosphäre.

Ein Black Forest Rider also.

Zwischen Teufelsstein und

Hexenloch ersteht eine skurrile

Traum- und Sagenwelt, die

vor allem eines ist: lebendig.

Ein echter Ritt mit Spaßfaktor.

Die musikalische Leitung hat

Andreas Binder, dazu musizieren

Markus Lechner und Mike

Schweizer, die Choreografie hat

Stefanie Verkerk gestaltet.

DAS KLEINE SCHAUSPIELHAUS IN FREIBURG

MUSICAL

VON

WILLIAM S.

BURROUGHS

ROBERT

WILSON

UND

TOM

WAITS

Rathausgasse 5a • 79098 Freiburg

Theaterkasse 07 61/2 56 56

Das Stück unter der Regie von

Martin Schurr wird bei den Rathaushofspielen

vom 8. August

bis 2. September, jew. 20.30

Uhr aufgeführt, außer montags.

Infos/Karten: www.wallgrabentheater.com

/ 0761 / 2 56 56.

RATHAUSHOFSPIELE43

The

Black

Rider

08.08.

BIS

02.09.

2018

wallgraben-theater.com


4 KULTUR JOKER THEATER

Blick ins Identitäten-Dickicht

Das Theaterkollektiv Raumzeit feierte im Freiburger Peterhofkeller Premiere

mit „Hanns Kayser auf der Flucht – Eine wahre Lügengeschichte“

Manche kennen Figur und Leben

der Agatha Dietzschin alias

Hanns Kayser schon von den

beiden letzten Bustouren „Hin

und Her“ der feministischen Geschichtswerkstatt.

Jetzt hat das

Theaterkollektiv Raumzeit mit

Förderung von Stadt und Land

aus dem Stoff eine spannende,

knapp einstündige Inszenierung

entwickelt (Text: Jenny Warnecke,

Nic* Reitzenstein, Lena

Drieschner/ Regie: Reitzenstein,

Drieschner), die unter dem Titel

„Hanns Kayser auf der Flucht –

Eine wahre Lügengeschichte“

im Freiburger Peterhofkeller

Premiere feierte.

Nach dem Monolog „Prinzip

Katamaran und andere Identitäten“

ist es ihr zweites Stück,

das sich mit Transgender-Leben

beschäftigt – dieses mal also auf

historischer Grundlage. Wobei,

außer Gerichtsakten und einigen

Fragmenten gibt es da nicht viel

zur unglaublichen Biografie der

Schwarzwälderin Agatha Dietzschin,

die sich nach dem Tod

ihres Ehegatten 1534 als Mann

verkleidete und ein Leben als

Wanderarbeiter begann. Auf

dem Reuhof in Neudingen lernt

sie Anna kennen – acht Jahre

lang sind die beiden ein Paar.

Wirklich ein Paar? Und wenn

ja, aus Not oder aus Liebe? Hier

setzt die Spurensuche an.

Lena Drieschner und Nic Reitzenstein

„Eine lesbische Liebe im 16.

Jahrhundert – das ist doch der

Knaller!“ – mit wild zerzauster

Perücke saust Schauspielerin

Lena Drieschner als Sully

Roecken ebenso angriffslustig

wie energiegeladen über die

malerische Natursteinbühne

und fuchtelt dabei mit einem

Papierbündel durch die Luft:

Es sind Gerichtsakten, um

1986 ausgegraben von ihr, der

Chronistin des feministischen

Foto: Moni Bosch

Widerstands! So ist das in den

90er Jahren wirklich gewesen,

nun aber geht es szenisch und

damit fiktiv weiter: Denn kaum

hat Hanns im Karohemd seinen

schweren Balken abgesetzt, da

überfällt ihn die resolute Anna

schon mit einem leidenschaftlichen

Kuss. Noch kennt sie

sein Geheimnis nicht, ist aber

tief berührt von seiner Aura aus

Melancholie und Paranoia. Nic*

Reitzenstein und Lena Drieschner

erzählen abwechselnd vom

Innenleben ihrer Figuren, von

dieser außergewöhnlichen Ehe

im kleinen Häuschen auf der

Baar. „Raue Lebensumstände,

aber innen drin war gar nichts

rau“, sagt Anna und ist glücklich

mit ihrem Hanns, weil er so

gar nicht herrisch, wenn auch

kauzig ist. Eine Beziehung auf

Augenhöhe, fern patriarchaler

Rollenzuschreibungen. Eine

Utopie mit Abenteuerflair!

Sehr schön, wenn die beiden im

Duo vom armen Käuzchen singen,

das seinen Ast als Ruheort

verloren hat.

Weil es aber so wahrscheinlich

nicht gewesen ist im 16.

Jahrhundert, fallen sie wenig

später bald aus ihren Rollen,

transportieren das Setting in die

Jetztzeit und sind schon mittendrin

in wortgewaltigen Reflexionen

und Transgender-Diskussionen.

Das macht zwar Sinn,

nimmt aber viel Raum und lässt

die Zeitreise samt aufgebauter

Atmosphäre fast verblassen.

Bis Anna ihren Hanns für einen

“richtigen“ Mann verlässt und

ihr Schwager Agatha-Hanns

beim Gericht anzeigt. Immer

wieder gibt es Brüche, werden

Erzählebenen und Zeiten gewechselt

– in Spannung gehalten

wird das Ganze letztendlich

vom großartigen Schauspiel,

wissen die beiden langjährigen

Ensemblemitglieder des Theater

Freiburg doch intensiv zu erzählen.

Ein spannender und sehr

lebendiger Blick ins Identitäten-

Dickicht, halb Historie, halb moderne

Fantasie.

Infos: www.

theaterkollektiv-raumzeit.

de. Weitere Vorstellung: 18.

November, 18 Uhr, Passage

46, Theater Freiburg.

Marion Klötzer

Zwischen den Welten

Die Familienoper „Coraline“ von Mark-Antony Turnage erlebt in Freiburg ihre deutsche Erstaufführung

Im Waldhof 16

79117 Freiburg-Littenweiler

Die Welt der Erwachsenen

nervt. In der neuen, noch nicht

fertig eingerichteten Wohnung

stehen überall Umzugskartons.

Nach draußen darf man nicht,

weil es regnet. Die Eltern haben

keine Zeit. Der Vater ist ein

Kauz, bastelt an einer Müllvernichtungsmaschine

und kocht

nur fades Rübenmus in der Mikrowelle.

Höchste Zeit für das

zehnjährige Mädchen Coraline,

VERANSTALTUNGSPROGAMM August 2018

2.8.: 1. Chorkonzert (Chordirigentenkurs des AMJ, Prof. Hempfling) in der Ev. Kirche Kirchzarten

3.8.: 2. Chorkonzert (Chordirigentenkurs des AMJ, Prof. Hempfling) in der Kath. Kirche Kirchzarten

8.-12.8.: Aquarell-Workshop: Baum-Leben (mit Sigrid Kiessling-Rossmann)

10.-12.8: Wie funktioniert Sehen? „Konzept Auge“ (mit Wilhelm Seibusch)

13.-16.8.: Malkurs: Rost, Patina, Korrosionsprozess (mit Monika Staiger)

17.-19.8.: Sommer-Malkurs: Farbe und Klang (mit Birgit Baeriswyl)

18.8.: Ein Zauberhafter Nachmittag unter Bäumen (Sommerfest mit Führungen im

Park, mit Zaubern, Essen und Trinken, Musik und Vortrag über „Bäume in Mythen und Märchen“)

24.-26.8.: Goldschmiede-Workshop (mit Ulrike Fretter)

24.-29.8.: August-Tanzen: Tänze aus Tschechien und der Slowakei (mit Jitka Safarikova, Linda und Klaus)

31.8.-2.9.: Porträt-Workshop: Köpfe zeichnen und porträtieren leicht gemacht (mit Sigrid Schubert)

Info und Anmeldung:

www.waldhof-freiburg.de

diesen Ort zu verlassen und hinter

einer Tür eine andere Welt zu

entdecken, die gleich aussieht,

aber viel mehr Spaß macht.

Hier sind alle nett, das Essen

schmeckt super und man wird

sogar mit dem richtigen Namen

genannt und nicht Caroline. Im

Frühjahr wurde im Royal Opera

House in London die neue

Oper von Mark-Anthony Turnage

nach dem Fantasy-Roman

von Neil Gaiman uraufgeführt.

Nur wenige Woche später feierte

„Coraline“ ihre deutsche

Erstaufführung am koproduzierenden

Freiburger Theater.

Dabei kommt die Oper im ersten

Teil nur schwer in Gang. Das

liegt an der etwas umständlich

erzählten Geschichte, aber auch

an der noch wenig Atmosphäre

entfaltenden Musik, die beim

Philharmonischen Orchester

Freiburg unter Generalmusikdirektor

Fabrice Bollon in den besten

Händen ist. Samantha Gaul

steht als Coraline von Beginn an

im Mittelpunkt des Geschehens.

Die Sopranistin, die in dieser

Saison bereits in „Hoffmanns

Erzählungen“ und „La Bohème“

brillierte, hat mit ihrer kristallinen,

schlackenlosen Stimme

genau das richtige Timbre für

die anspruchsvolle Titelpartie.

Eindrucksvoll zeichnet die Sängerin

Coralines Weg vom zickigen,

schüchternen Mädchen

zur mutigen Akteurin nach, die

am Ende Verantwortung für ihr

Leben übernimmt. Inga Schäfer,

die sowohl die Mutter als auch

die zunächst verführerisch nette,

dann im zweiten Akt fiese Andermutter

der Gegenwelt mimt,

ist ebenfalls eine echte Sängerdarstellerin

mit großer musikalischer

Gestaltungskraft. John

Carpenter (Vater/Andervater)

überzeugt mit geschmeidigem

Bariton und warmen Stimmfarben.

Mit der Drehbühne gelangt

man in der klaren Inszenierung

von Aletta Collins (szenische

Leitung: Deborah Cohen) reibungslos

von der einen zur anderen

Welt (Bühne: Giles Cadie,

Kostüme: Gabrielle Dalton).

Auch die Nebenrollen sind mit

Roberto Gionfriddo (Mr. Bobo,

2. Geisterkind), Amelie Petrich

(Miss Spink, 1. Geisterkind),

Anja Jung (Miss Forcible) und

Daeho Kim (3. Geisterkind) exzellent

besetzt. Im zweiten Akt

nach der Pause wird das Geschehen

dichter, wenn die Andermutter

ihr wahres Gesicht

zeigt und auch musikalisch mehr

Spannung erzeugt wird. Coraline

besteht die Herausforderung und

kann ihre entführten, in einer

Schneekugel gefangen gehaltenen

Eltern befreien. Am Ende

sind wir wieder am Anfang – nur

die Beziehung zwischen Coraline

und ihren Eltern ist eine andere.

Weitere Vorstellungen:

23./30.9., 4.10.2018, Theater

Freiburg, Großes Haus. Karten

unter www.theater.freiburg.de

oder tel. unter 0761 201 28 53.

Georg Rudiger


THEATER KULTUR JOKER 5

Bram Stokers 1897 veröffentlichter

und in einer

Mischung aus Tagebuch-

Einträgen, Briefen und Zeitungsartikeln

geschriebener

Vampirroman „Dracula“ für

die Bühne? Daran haben sich

schon viele versucht und sind

gescheitert: Gibt es doch um

den blutsaugenden Grafen aus

Transsylvanien ungezählte

Filme und musikalische Adaptionen,

da empfiehlt es sich

den Stoff theatral gegen den

Strich zu bürsten, neu zu interpretieren

oder daraus eine

bizarr-groteske Parodie à la

„Rocky Horror Picture Show“

zu machen.

Regisseur Armin Kuner von

den Breisacher Festspielen

erzählt in seiner Bühnenfassung

mit vielen Kleinszenen

eher brav am Buch entlang:

Zu selten schöpft die rund

zweistündige Inszenierung

die wildromantische Openair-

Kulisse auf dem Schlossberg

wirklich aus und belebt sie mit

dem immerhin 25-köpfigen,

sehr ambitionierten Laienensemble.

Und so strotzt das

Stück zwar vor spitzen Zähnen

und schwanen-weißen

Vampirbräute in schrillen Fantasiekostümen

Bram Stokers „Dracula“ bei den Breisacher Festspielen

Frauenhälsen– bleibt dabei

aber ziemlich blutarm.

Dabei kann sich das Bühnenbild

von Stephanie Breidenstein

sehen lassen: Eine

Graf Dracula und die Vampirbräute

verwinkelte, kalkweiße Burg

mit spitzen Holztoren und

Turm, an dem das bedrohliche

Porträt des historischen Vlad

Țepeș flattert. Linkerhand

befindet sich die Londoner

Irrenanstalt von Dr. Seward

(Andreas Geyler) in Form

eines Käfigs, in dem zwei

Patienten kauern (tolle Nebenrollen:

Simone Engist und

Georg Hermann). Mittig steht

ein Tisch mit Stühlen, rechts

davon eine Chaise Lounge vor

Foto:

dunkelrotem Samtvorhang.

Warum die Schauspieler allerdings

erst auf-, dann wieder

abgehen und aus dem Off

eine Zusammenfassung der

Handlung vorgelesen wird,

erschließt sich nicht – ein behäbiger

Einstieg.

Dafür flirrt nun die eigens

von Coco Buchholz komponierte

und nur stellenweise

passende Musik, während

die blonde Lucy (Alexandra

Laurenat) von Albträumen

geschüttelt wird. Es ist kurz

vor der Georgsnacht und Mrs.

Murray (Patricia Kaiser) stellt

Kerzen und Kruzifixe vor

die Türen um böse Geister

abzuhalten. Hilft aber nichts:

schon muss der junge Rechtsanwalt

Jonathan Harker (Ben

Lambracht) seine Verlobte

Mina (Madlen Kerkermeier)

verlassen und gen Rumänien

zu Graf Dracula (Mirco Lambracht)

reisen. Nun nimmt

das Unheil seinen Lauf.

Für den Ortswechsel breiten

die Spieler flugs riesige

schlammverspritzte Tücher

aus. Ein in Wolfspelz gehüllter

Mann und seltsame

Schattenwesen in schwarzen

Bodysuits schleichen durch

die Gassen und schon gibt es

auf dem Dorffest trotz Knoblauch-Kränzen

das erste Opfer.

Warum die Bevölkerung

osteuropäische Kanaksprache

spricht? Kein besonders pfiffiger

Regie-Einfall. Turbulent

wird es dann erst wieder mit

den drei Vampirbräuten, die

in schrillen Fantasiekostümen

mit nackten Papmaché-Brüsten

und bunten Popos (Kostüme:

Bärbel Albiker) über den armen

Harker herfallen – jetzt

ist sie da, die erotische Komponente.

Davon hätte man

sich mehr gewünscht: Bleibt

es doch sonst nur Zauberei,

warum sich die resolute Mina

in London auf den verjüngten

Dracula einlässt.

Dank großer Bühnenpräsenz

hält Franz Ganz als Allroundwissenschaftler

Van

Helsing dann Erzählfäden und

Publikumsaufmerksamkeit

zusammen, aber da ist Lucie

längst ein Monster und Mina

eine Vampirbraut geworden.

Eine unglückliche Stoffauswahl:

Zu ernst, zu statisch,

zu kleinteilig. Da hat man bei

den Festspielen schon weit unterhaltsamere

Abende wie den

grandiosen Glöckner von Notre

Dame oder Anatevka erlebt.

Weitere Vorstellungen:

11./12./18./19./25./26. August,

1./2./8. September. Beginn jeweils

20 Uhr.

Marion Klötzer

Schöner Starten in die Saison

Vom 29. August bis 9. September findet in Basel das Theaterfestival statt

24. bis 26. August 2018

www.antik-uhrenboerse.eu

Kontinuität sollte man ja nicht

mit Langeweile verwechseln.

Man merkt dem diesjährigen

Programm des Theaterfestivals

Basel an, dass Tobias Brenk sich

auskennt. Brenk, Dramaturg an

der Kaserne und Nachfolger von

Carena Schlewitt als künstlerischer

Leiter des Festivals, hat

bereits die letzten drei Ausgaben

des Theaterfestivals inhaltlich

mitverantwortet Und auch dieses

Festival, das vom 29. August

bis 9. September stattfindet, ist

nah am Zeitgeschehen. Es spiegelt

eine ziemliche Krisenzeit

wider.

Nicht wenige der Produktionen,

die in diesem Jahr auf

dem Kasernenareal, im Theater

Basel, im Roxy Birsfelden,

auf dem Barfüsserplatz und im

Neuen Theater Dornach zu sehen

sind, befassen sich mit dem

Krieg. Mal ganz spielerisch,

indem Jetse Batelaan mit dem

Theater Artemis in der Produktion

„Oorlog 6+/Krieg ab

6“ den Konflikt den Kindern

überlässt, mal als kathartisches

Moment. So erinnert Lola Arias

an einen fast vergessenen Krieg.

1986 standen sich auf den Falklandinseln

ziemlich unversöhnlich

argentinische und

britische Soldaten gegenüber.

Seit der Premiere von „Campo

Minado“ haben sich die sechs

Laiendarsteller aneinander angenähert

und ihre Erinnerungen

abgeglichen. „Campo Minado“

ist ein Minenfeld, auf dem individuelle

Lebensgeschichten

und Heldenmythen verhandelt

werden. Die senegalesische

Performerin Germaine Acogny

geht in ihrem Solo „Somewhere

at the beginning“ dem komplexen

Verhältnis zwischen Afrika

und Europa nach, das auch die

Familie der 70-Jährigen betrifft.

War ihre Großmutter noch eine

animistische Priesterin, arbeitete

ihr Vater für die Kolonialverwaltung.

Und Eszter Salamon

bringt mit „Momento O

– Haunted by Wars (1918-2013)“

ein Jahrhundert des Totentanzes

auf die Bühne und sie fordert zugleich

zur Re-Lektüre des Modern

Dance auf, der etwa den

Kriegstanz aus dem Gedächtnis

des Tanzes gestrichen hat.

Gleich zwei Produktionen

kommen in diesem Jahr aus Ungarn.

Armut und soziale Missstände

greift das Theaterepos

„Imitation of Life“ auf. Der Theaterabend

„Hungarian Acacia“

nutzt hingegen die Steilvorlage

von Viktor Orban, der die Akazie

als besonders schützenswerte

ungarische Pflanze bezeichnete.

Tatsächlich ist die Akazie in Ungarn

wichtig für die Honigproduktion

und für einen Schnaps,

tatsächlich aber auch ist der

Baum dann doch nicht so autochthon,

denn sie wurde vor 300

Jahren eingeführt. Pflanzen sind

während der zweiten Hälfte des

Festivals auch in der Turnhalle

Klingental wichtige Protagonisten

für die Installation des

Frankfurter Kollektivs Mamaza.

So kann die Basler Bevölkerung

ihre Lieblingspflanzen dort für

ein paar Tage abgeben und zusammen

eine Umgebung schaffen

für Yogakurse, Konzerte,

Lectures und Diskussionen.

Nicht minder politisch sind jene

Performances und Stücke, die

sich wie die belgische Gruppe

Ontroerend Goed mit dem Kapitalismus

befassen, mit dem Patriachat

in Spanien (Rebota rebota

y en tu cara explota) sowie

mit den Arbeitsbedingungen in

Mexiko („Tijuana“ von Lagartijas

Tiradas al sol). Eine neue

Sichtweise auf Renaissance und

Barock verspricht die queere

Produktion „Romances Inciertos“

von Nina Laisné & François

Chaignaud. Auch der Altmeister

der belgischen Tanzszene Alain

Platel kommt nach Basel mit

einer Neuinterpretation. Platel

hat zusammen mit dem Komponisten

Fabrizio Cassol Mozarts

„Requiem“ neu interpretiert.

Weitere Informationen www.

theaterfestival.ch

Annette Hoffmann


6 KULTUR JOKER THEATER

Ästhetische Ausgrabung und bezaubernder Blockbuster

„Beatrice Cenci“ und „Carmen“ werden bei den Bregenzer Festspielen bejubelt

Die Opferkerzen auf dem breiten

Glas-Sarkophag brennen, die

Goldmünzen im Inneren glänzen.

Zu den wuchtigen Klängen der

Ouvertüre von Berthold Goldschmidts

1950 komponierter Oper

„Beatrice Cenci“ zur Eröffnung

der Bregenzer Festspiele schafft

Regisseur Johannes Erath mit

seiner Bühnenbildnerin Katrin

Connan zu Beginn ein starkes

Bild für die Verbindung von religiöser

Inbrunst und grenzenlosem

Reichtum. Die Geistlichen kombinieren

ihre zwischen Pink, Violett

und Orange gehaltenen Soutanen

mit Sonnenbrillen. Dekadenz

spricht aus jedem Rockzipfel (Kostüme:

Katharina Tasch).

Die Oper erzählt die wahre

Geschichte des brutalen, von der

Kirche gedeckten Machthabers

Francesco Cenci im Rom der

Spätrenaissance. Die von ihm

vergewaltigte Tochter Beatrice

und die ebenfalls von Francesco

gepeinigte zweite Ehefrau Lucrezia

lassen den Tyrannen ermorden

– und werden am Ende selbst hingerichtet.

Berthold Goldschmidt

(1903-1996) hatte die Oper 1950

im Londoner Exil komponiert,

in das der jüdische Dirigent und

Komponist 1935 aus Nazideutschland

geflohen war. Zuvor war die

Berliner Premiere seiner 1932 in

Mannheim uraufgeführten ersten

Oper „Der gewaltige Hahnrei“

durch die Nationalsozialisten

verboten worden. Anders als in

seinem Opernerstling zeigt sich

Goldschmidt in „Beatrice Cenci“

milder. Der Brutalität der Vorlage

geht er aus dem Weg. Seine immer

noch tonal gebundene Musik

mäandert zwischen Monumentalität

und kammermusikalischer

Intimität, zwischen kontrapunktischen,

eher spröde klingenden

Barockallusionen und spätromantischer

Üppigkeit, zwischen

dunklen Orchesterfarben und

süßlichen Violinsoli. Damit war er

in der vom Serialismus geprägten

Herausgeber:

Helmut Schlieper (V.i.S.d.P.)

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Art Media Verlagsgesellschaft mbH

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Nike Luber

Fabian Lutz

Georg Rudiger

Claus Weissbarth

Friederike Zimmermann

Terminredaktion:

Valentin Heneka

„Beatrice Cenci“ (Foto oben u. rechts), „Carmen“ (Foto links) bei den Bregenzer Festspielen

Nachkriegs-Avantgarde ein Außenseiter

und verfiel in ein langes

kompositorisches Schweigen, ehe

er Ende der 1980er-Jahre wieder

entdeckt wurde. 1992 wurde

„Der gewaltige Hahnrei“ in Berlin

aufgeführt, 1994 folgten Aufführungen

von „Beatrice Cenci“ in

Berlin (konzertant) und Magdeburg

(szenisch) in der englischen

Originalfassung.

Für die österreichische Erstaufführung

im Bregenzer Festspielhaus

entschied man sich erstmals

Layout :

Christian Oehms

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Nachdruck, auch nur auszugsweise, nur mit

schriftlicher Genehmigung des Verlages.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte,

Fotos, Vorlagen und für Programmhinweise

kann keine Garantie übernommen werden,

sie sind aber herzlich willkommen.

für die vom Komponisten angefertigte

deutsche Textversion.

Allerdings vermag auch sie nicht,

dem Stoff klarere Konturen zu

geben. Es fehlt den Figuren vor

allem an musikalischer Identität.

Dramatische Entwicklungen

werden abgebrochen, bevor sie

sich überhaupt entfalten können.

Die Abgründe bleiben verborgen

oder sind seltsam distanziert. Als

Belcanto-Oper hatte der Komponist

sein Werk bezeichnet und

damit die gesanglichen Linien

gemeint, mit denen er die Hauptpartien

gestaltete. Diese können

auch in stratosphärische Höhen

reichen, die Gal James als Beatrice

sicher bewältigt. Ihr zunächst

zu eindimensionaler, stark vibrierter

Sopran gewinnt im Laufe

des Abends mehr Zwischentöne.

Trotzdem bleibt diese geschändete

Frau mit ihrer roten Perücke und

dem Puppenkleid seltsam distanziert.

Christoph Pohl schenkt

dem dauergeilen, brutalen Vater

weiche Kantilenen und selbstbewusste

Posen. Dieser selbstgefällige

Francesco Cenci mit

seinem nackten Oberkörper und

dem goldenen Penisschutz erhält

noch am ehesten Profil. Dshamilja

Kaiser gefällt als Stiefmutter Lucrezia

mit sattem, farbenreichem

Mezzo. Michael Laurenz singt

den intriganten Prälaten Orsino

mit leuchtendem Tenor, Christina

Bock macht aus Beatrices Bruder

Bernardo einen ebenfalls puppenhaften

Leidensgenossen. Per Bach

Nissen ist ein klangmächtiger, in

der Tiefe schwachbrüstiger Kardinal.

Regisseur Johannes Erath

versucht es erst gar nicht, den

Figuren Leben einzuhauchen,

sondern stellt sie in ästhetischen,

aber nur selten zwingenden Bildern

zusammen. Eine Abendmahlsszene

wird zur Orgie, ein

Kerzentisch zum gläsernen Sarg.

Da sorgt auch das runde, an ein

Kameraobjektiv erinnerndes

Bühnenzentrum, in dem sich

Beatrice und Lucrezia verlieren,

für zu wenig Tiefenschärfe. Diese

fehlt auch den Wienern Symphonikern

unter ihrem Dirigenten Johannes

Debus. Zwar widmet sich

das Orchester durchaus mit hoher

klanglicher Qualität und einer

guten Balance der vielschichtigen

Partitur, aber mitunter fransen

die Ränder aus und sind Einsätze

nicht zusammen. Die Musik

entwickelt keine Sogwirkung,

was aber auch der zwischen den

Stilen changierenden, häufig auf

der Stelle tretenden Komposition

anzukreiden ist. Wenn Dmitri

Schostakowitsch ein Xylophon bei

Ausdruckshöhepunkten verwendet,

dann erzeugt es Gänsehaut –

bei Goldschmidt eher ein Schulterzucken.

Am Ende schreitet der

Prager Philharmonische Chor in

schwarzen 20er-Jahre-Kostümen

aus der Tiefe des Raums nach vorne

und stimmt ein Requiem für

die beiden exekutierten Frauen

an. Ein Quantum Trost beschließt

den düsteren, rätselhaften Abend

– und Bernardo zündet eine letzte

Kerze an.

„Carmen“

Im letzten Jahr saßen die Premierenbesucher

von „Carmen“

auf der Bregenzer Seebühne im

Regen und konnten sich unter

ihren knisternden Capes nur mit

viel Fantasie das hitzige Geschehen

in Sevilla vorstellen. Bei der

Wiederaufnahme der mit 193 000

Fotos: Karl Forster

Besuchern höchst erfolgreichen

Produktion des Jahres 2017

stimmt alles. Der Himmel ist an

diesem lauen Sommerabend so

rosa wie die 20 Meter hohen, tätowierten

Arme, die neben den

fliegenden Spielkarten die Bühne

von Es Devlin prägen. Auch

die von Regisseur Kasper Holten

überarbeitete Personenführung

wirkt noch schlüssiger bis zum erschütternden

Ertränken Carmens

im Bodensee. Dirigent Antonino

Fogliani wählt bei einzelnen

Nummern wie der Habanera gemäßigtere

Tempi als Paolo Carignani

im Vorjahr, ohne dabei den

musikalischen Fluss der Wiener

Symphoniker zu verlieren. Der

neu besetzte Kostas Smoriginas

als kräftiger, aber nicht dröhnender

Escamillo und Cristina

Pasaroiu als durchaus selbstbewusste

Micaëla überzeugen. Nur

Daniel Johansson (Don José)

kämpft sich mit wechselndem Erfolg

und immer wieder forcierter

Stimmgebung durch den Abend.

Dafür ist Gaëlle Arquez erneut

eine überragende, vielschichtige

Carmen, die viele Nuancen auf

die Seebühne zaubert.

Bregenzer Festspiele, noch bis

20. August 2018, Tickets unter

www.bregenzerfestspiele.com

Georg Rudiger


8 KULTUR JOKER VISION 2025

Kunstvereine im Gespräch (6):

Der Denzlinger Kulturkreis

Kunstvereine spielen eine

wichtige Rolle im Kulturleben

von Städten und Gemeinden –

gerade auch in unserer Region.

Aber wie sieht das im Einzelnen

aus? Die Serie über die Kunstvereine

Südbadens geht dem

nach. Der sechste Teil widmet

sich der Initiative in Denzlingen.

Der „Denzlinger Kulturkreis“

wird seit 2014 geleitet von Gabriele

Kniesel, der Musikerin

und Gesangspädagogin; ihre

Stellvertreterin ist Brigitte Liebel,

die Bildende Künstlerin.

Beide erteilten Auskunft über

Geschichte, Bedeutung und

künftige Projekte des gemeinnützigen

Vereins, der konstant

etwa 120 Mitglieder zählt. Der

„dk“ kommt ohne öffentliche

Zuschüsse aus. Er finanziert

sich über die Eintrittsgelder

und Abos der Konzertveranstaltungen,

Mitgliedsbeiträge,

private Spenden, und lokale

Sponsoren.

Der „dk“ gehört zu den ältesten

Initiativen seiner Art in der

Region. „Als erster Arbeitskreis

entstand der „Förderkreis Bildende

Kunst“, der bereits im

Herbst 1966 eine erste große

Ausstellung realisierte. Eine

dabei treibende Kraft war der

weit über Denzlingen hinaus

bekannte Maler Theodor Zeller

(1900–1986).“ Dennoch lautete

der anfängliche Impuls, ein

breites Bildungsangebot zu ermöglichen

– später dann von

der Volkshochschule geleistet.

Je nach Stärken und Vorlieben

Es ist fast wie mit Mesut Özil:

der macht zwar dummes Zeug (das

Erdoğan-Foto), redet sich im Zuge

seines Rücktritts aus der Bundeself

obendrein um Kopf und Kragen.

Aber auch dann, wenn er sich

schlauer und geschickter verhalten

hätte – geht bei Fußballern halt

nicht unbedingt –, am Ende wäre

doch alles irgendwie falsch gewesen.

Linke Kritiker hätten ihn ebenso

gegeißelt, rechte Fremdenfeinde

nähmen ihn weiterhin ins Visier.

Ganz ähnlich wird seit Monaten

der Freiburger Gemeinderat

und diesmal mit ihm die Stadtverwaltung

vorgeführt und vor

sich hergetrieben – von (zu Recht)

kritischen Initiativen und von

den jüdischen Gemeinden in der

Stadt. Was auch immer auf dem

neuen Zentrumsplatz, der so breit

angenommen wird, passiert: es

darf irgendwie nicht richtig sein.

Ist es nun ein Aufenthalts- und Versammlungsort

für die BürgerInnen

– ohne grundsätzlich und auf jedem

Quadratmeter historische

Erinnerung zu pflegen? Soll und

muss die gesamte große Fläche zur

Gedenkstätte werden? Oder nur ein

Teil dessen, dort wo einst die Synagoge

stand – aber wie könnte dieser

Part ‚markiert‘ werden, ohne das

Ensemble insgesamt zu sprengen?

Weitere Tafeln mit historischer

Information, gar digitale Installationen,

doch noch die Trümmerwüste

der bei der Freilegung gefundenen

alten Bauteile – alles scheint

denkbar, alles wird diskutiert. Ob

es wirklich hilft und am Ende die

Beteiligten zufrieden stellt, erscheint

mindestens fraglich.

Da könnte nun tatsächlich ein

(übrigens nahezu kostenfreier)

Eingriff helfen, der längst auf dem

Plan stand – niemals aber wirklichen

Eingang in die Debatte fand.

Der Archäologe Immo Beyer hatte

schon am 30.11.2010 (!) schriftlich

gegenüber der Stadtverwaltung den

Vorschlag geäußert und begründet,

eine Umbenennung in „Platz der

Zerstörten Synagoge“ vorzunehmen.

Im KULTURJOKER (Sept.

2015) wurde darüber ausführlich

berichtet. In der Folge hat Beyer

dies u.a. mit Prof. Bernd Martin

besprochen, dem Vorsitzenden der

Galerie im Alten Rathaus

„Platz der Zerstörten Synagoge“!

Eine öffentliche Debatte wird längst zur Zwickmühle – hier kann die Umbenennung jetzt helfen

Die Seiten „Kulturhauptstadt“

werden unterstützt von:

der ehrenamtlichen Akteure haben

sich die Schwerpunkte der

Arbeit im Lauf der Jahre naturgemäß

immer auch verschoben.

Die Bildende Kunst stellt seit

längerem die eine wichtige Säule:

„Drei Ausstellungen finden

pro Jahr statt“, berichtet Liebel,

und zwar in den schönen und gut

geeigneten Räumen“ in der Galerie

im Alten Rathaus. Ein besonderer

Erfolg war zweifellos

das Projekt „Leergut“, das 2015

eine Förderung aus dem Innovationsfonds

des Landes BaWü erhielt.

An Kunstverkäufen während

der Ausstellungen ist der

Verein mit 25 % beteiligt. Wie

andernorts tut auch hier Verjüngung

not: „Wir möchten das

z. B. durch unser neues quicklebendiges

Gesprächsformat

„Kunst oder Käse...?“ erreichen,

zu dem die Kunsthistorikerin

Dr. Caroline Yi in die jeweils aktuelle

Ausstellung einlädt.“ Die

absichtlich provokante Formel

soll auch Schüler oder Eltern mit

ihren Kindern anlocken.

Für das Musikprogramm gibt

es seit 2003 mit dem Lothar-Fischer-Saal

im Erdgeschoss einen

adäquaten Veranstaltungsort.

Gabriele Kniesel betont besonders

den sozialen Aspekt: „Neben

der hohen professionellen

Qualität der Konzerte, die in jedem

Jahr unter einem programmatischen

Titel stehen, sind

bewusst niedrige Eintrittspreise

ein besonderes Merkmal, da

sie es, nicht zuletzt wegen des

freien Eintritts für Kinder bis zu

16 Jahren, auch ganzen Familien

erlauben teilzunehmen.“ 70

Euro kostet das Abonnement der

fünf Saison-Konzerte.

Ambitionierte interdisziplinäre

Projekte sind ab Herbst vorgesehen,

unter stärkerer Einbindung

auch der Literatur-Sparte.

Höhepunkt ist das Sonderkonzert

am 16. November (20 Uhr):

„Pierrot Lunaire“ von Arnold

Schönberg, „ein Schlüsselwerk

der Moderne“, wie Kniesel ausführt.

Der Belgier Albert Giraud

schrieb den Gedichtzyklus, Otto

von Hartleben übersetzte ins

Deutsche, Arnold Schönberg

vertonte (Uraufführung 1913 in

Prag). Echt europäische Kulturarbeit!

Nächste Ausstellung: „Mitternachtsspitzen

– Hymnen an die

Nacht“, Vernissage: 5. Oktober

2018, 19 Uhr. Galerie im Alten

Rathaus, Hauptstraße 118, 79211

Denzlingen

Beginn der Konzertsaison

2018 / 2019: 19. Oktober, 20 Uhr:

„Kammermusik für Bläser“ –

die Professoren der Musikhochschule

Freiburg M. Caroli, K.

Herold, D. Chenna, B. Schneider

und E. Le Sage spielen Werke

von Mozart, Beethoven und Poulenc.

Bürgerhaus Denzlingen,

Stuttgarter Str. 30.

Denzlinger Kulturkreis

e.V. Markgrafenstraße 24,

79211 Denzlingen, www.

denzlinger-kulturkreis.de;

Kontakt:gabriele.kniesel@

me.com /info@brigitteliebel.de

Martin Flashar

städtischen Straßennamen-Kommission.

Martin machte sich die

Idee zu eigen und favorisierte sie

fortan gegenüber der Stadtverwaltung,

zuerst öffentlich in der Gemeinderatssitzung

am 15.11.2016.

Am 26.09.2017 hat der Gemeinderat

den Sachstand dieser Debatte

zur Kenntnis genommen, mehr

nicht. Zum Hintergrund dessen,

dass vor einem Jahr weiterer Mut

der Politiker fehlte, gehört auch,

dass sich Irina Katz, die Vorsitzende

der Freiburger Israelitischen

Gemeinde, damals gegen

den Vorschlag wandte, ebenso

Uni-Rektor Hans-Jochen Schiewer.Ich

finde, es lohnte tatsächlich,

angesichts der Diskussionen

der letzten Wochen und Monate,

das noch einmal aufzusetzen!

Wäre die Situation nicht schon

teil-entschärft, wenn der Platz jetzt

genau diesen Namen trüge? Damit

wäre ein Teil der ‚historischen

Information‘ tatsächlich bereits

in die Namensgebung integriert –

und würde den einen oder anderen

Schritt nun wohl leichter machen.

Vielleicht müsste hierüber doch

noch einmal das Gespräch mit Frau

Katz und Herrn Schiewer (der sein

Votum seinerzeit lediglich über die

Presse verlautbart hatte) geführt

werden.

Denn was wäre das für ein Name?

Klar, deutlich, offen, ehrlich, nur im

ersten Moment verstörend – dann

aber Neugier weckend und Informationsinteresse

provozierend.

Solch ein Name passte

just zu Freiburg sehr gut!

Und, wenn ich es richtig sehe, gibt

es in der gesamten Republik keine

Straße / keinen Platz mit dieser

Bezeichnung – obwohl die Synagogen

doch allerorts zerstört sind.

Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal

also zudem!

Martin Flashar


KUNST KULTUR JOKER 9

Die Magie des Lichts

Im Museum Frieder Burda in Baden-Baden kann man in James Turrells magische Lichträume eintauchen

Aus Licht und Farbe zaubert

der us-amerikanische

Künstler James Turrell meditativ

wirkende, schwerelose

Kunstwerke. Im Museum

Frieder Burda in Baden-Baden

kann man bis zum 28.

Oktober in Turrells magische

Lichträume eintauchen. „The

Substance of Light“ heißt die

Ausstellung, die mit Licht

ebenso spielt wie mit der

Wahrnehmung des Betrachters.

Hier scheint ein Dreieck im

Raum zu schweben, dort materialisiert

sich eine in Orange-Tönen

leuchtende Ellipse,

deren Ränder bei längerem

Hinschauen verschwimmen.

Überhaupt lebt Turrells Kunst

vom längeren Hinsehen, von

der Entschleunigung der Besucher.

In den verschiedenen

Lichträumen hat das Museum

Frieder Burda deshalb Bänke

aufgestellt. „The Substance

of Light“ ist nichts für Eilige,

sondern entfaltet ihre ganze

Wirkung nur für diejenigen,

die sich Zeit nehmen.

Dafür kann man sich wie

inmitten einer Sinfonie von

Beethoven fühlen. So wie

Beethovens Werke „per aspera

ad astra“, also „durch das

Dunkel zum Licht“ führen

sollen, geht der Besucher

durch einen finsteren Gang,

an dessen Ende schon der

Lichtschein des Kunstwerks

winkt. Oder wenigstens die

Taschenlampe des Museumspersonals.

Turrell inszeniert

seine Kunst spannend, mit

James Turrell: „Stone Sky - Stonescape“ 2005

einem sanften kleinen Appell

an menschliche Urinstinkte.

Das Dunkel ist bedrohlich,

das Licht dagegen verspricht

mehr als nur Sehen, es steht

auch für Erkenntnis oder für

den Kosmos.

Eigens für diese Ausstellung

und den anschließenden

Verbleib in der Sammlung

Frieder Burda schuf Turrell

„Accretion Disk“. Der Titel

dieses Kunstwerks stammt

aus der Astrophysik. Eine

Akkretionsscheibe besteht

aus Gas oder interstellarem

Staub und rotiert um einen

neugeborenen Stern. Ein

bisschen esoterisch, aber das

gehört zum Charme dieser

Ausstellung.

Ganz eintauchen kann man

in „Apani“. Ein paar Stufen,

und schon mutiert der Betrachter

zum Teil des Kunstwerks.

Raffiniert hat Turrell

auch hier dafür gesorgt,

dass die optischen Grenzen

fließend sind, der Raum am

Boden keine scharfe Kanten

hat, die Ecken wie in

einem leichten Bodennebel

verschwinden. Dazu changiert

das Licht in Farbe und

Intensität, Turrell hat dafür

eine Lichtsequenz komponiert,

ähnlich wie ein Komponist

Töne zu Klängen und

Harmonien zusammensetzt.

Spätestens hier wird aus der

Kunstbetrachtung ein meditatives

Erlebnis.

James Turrells größtes

Kunstwerk kann man nur in

Modellen und auf Fotografien

sehen. Es befindet sich

in einem erloschenen Vulkan

in der Wüste Arizonas.

Durch ausgeklügelte Hallen,

Schächte und Stollen macht

Turrell darin das Licht des

Himmels zu einem Ereignis,

was entfernt an Stonehenge

erinnert. Den Himmel durch

einen gebauten Rahmen zu

einer speziellen Erfahrung zu

machen ist auch die Grundlage

von Turrells „Sky Spaces“.

Da er diese „Himmelsräume“

in die Landschaft oder in bestehende

Gebäude baut, kann

man deren Faszination nur

anhand von Aufnahmen erahnen.

Zum umfassenden Einblick

in Turrells Lichtkunst gehört

auch ein Werk aus der Wedgework-Reihe.

Natürlich werden

hier keine Körbe geflochten.

Raffinierte Lichtprojektionen

gaukeln dem Betrachter

verschiedene, aufeinander

folgende Räume vor, die

nicht real sind. Die kleineren

Hologramm-Arbeiten tun erst

gar nicht so, als seien sie begehbar.

Dafür erschließen sie

sich erst, wenn man langsam

an ihnen vorbei geht, sie mal

Foto: Florian Holzherr

aus diesem und mal aus jenem

Blickwinkel betrachtet.

„The Substance of Light“

zeigt in den ausgewählten

Kunstwerken aus fünf Jahrzehnten

nicht nur, wie James

Turrell Licht zu etwas fast

Greifbarem macht, sondern

auch, welche Gedankenwelt

hinter dieser Kunst steht.

„The Substance of Light“,

Museum Frieder Burda,

Lichtentaler Allee 8b, Baden-Baden,

Di-So 10-18 Uhr.

www.museum-frieder-burda.

de

Nike Luber

Sommerausstellung 2018

Video- und Soundarbeiten von David Claerbout im Kunsthaus Bregenz

David Claerbout: The Pure Necessity, Installationsansicht

Fassade Kunsthaus Bregenz Foto: Markus Tretter

Als Sommerausstellung

2018 präsentiert das Kunsthaus

Bregenz mit David

Claerbout einen der wichtigsten

Künstler der Gegenwart.

Noch bis zum 7. Oktober

zeigt der in Antwerpen und

Berlin ansässige Künstler

Video- und Soundarbeiten

im Kunsthaus Bregenz. David

Claerbouts Werke sind

Ausdruck seiner Faszination

für die Zyklen der Natur

und seiner Wahrnehmung

von Ferne und Fokus, Ruhe

und Vergehen, Licht und

Schatten.

Wenn die Ausstellung

abends schließt, erwacht die

KUB Fassade mit der Außenprojektion

zum Leben.

Der Videoarbeit Claerbouts

„Die reine Notwendigkeit /

The Pure Necessity“ (2016)

liegt der Filmklassiker „Das

Dschungelbuch“ (1967) zugrunde.

Die Filminstallation

auf der Fassade des

Kunsthaus Bregenz wird

täglich ab Einbruch der

Dunkelheit zu sehen sein.

Zusätzlich zu der verlängerten

Öffnungszeit im August

(täglich 10-20 Uhr) finden

während der Laufzeit der

Bregenzer Festspiele (18.

Juli – 20. August) jeden

Tag um 18 Uhr kostenlose

Kurzführungen für die

Besucher/innen der KUB

Sommerausstellung statt.

David Claerbout, Kunsthaus

Bregenz. Bis 7. Oktober.


10 KULTUR JOKER KUNST

Zwischen Freiheit und Kontrolle

„Auf der ganzen Linie! Positionen zeitgenössischer Zeichnung“

Wenn im Kunstraum Alexander

Bürkle eine Ausstellung

über die Möglichkeiten der Linie

gezeigt wird, reizt das nicht

alles aus. „Auf der ganzen Linie!

Positionen zeitgenössischer

Zeichnung“ bleibt sozusagen vor

allem auf der Linie der Sammlung.

Ein Künstler wie Raymond

Pettibon mit seinen am Comic

orientierten Zeichnungen hätte

hier - wie auch andere figurative

oder narrative Ansätze keinen

Platz. Die thematische Schau

widmet sich einem sehr lebendigen

Medium, dessen Vitalität

jedoch gerade in der Gleichzeitigkeit

von abstrakt und figurativ

beruht.

Was bleibt, wenn man sich

ganz auf die Abstraktion konzentriert,

ist eine Art Selbstorganisation

des Zeichengrundes.

Das kann in Regeln beruhen, die

Künstlerinnen und Künstler sich

selbst setzen. So hat die jüngst

verstorbene Marcia Hafif in stupender

Regelmäßigkeit Striche

aufs Papier gesetzt. Diese Zeichnungen

aus den frühen 1970er

Jahren werden als Übergang

zu ihrer monochromen Malerei

gesehen. Nicht weniger konsequent

sind die Arbeiten von

Sebastian Rug, der mit Bleistift

oder der Radiernadel Strukturen

schafft, die auf Linien beruhen.

Rug verdichtet diese horizontalen

und vertikalen Linien. Es

ist wohl kein Zufall, dass diese

Striche an Gewebe und an

Stoffliches erinnern. Beschränkt

man sich auf die elementarsten

Komponenten, wird es zwangsläufig

elementar. Dann wird

der Rhythmus wichtig, das Abwägen

zwischen Freiheit und

Kontrolle. Vielleicht ist das

die eigentliche Paradoxie der

Ausstellung, je autonomer und

selbstreflexiver es wird – und

im Selbstverständnis moderner,

desto näher sind die Arbeiten

alten Kulturtechniken wie dem

Weben.

Der erste Raum der Ausstellung

legt noch eine andere

Fährte. Sie besteht in der wirklich

radikalen Formulierung

der Linie. So bildet das Entree

dieser Schau eine Gegenüberstellung

von Fred Sandback und

Norbert Kricke. Während Sandback

1972 einen weißen Acrylfaden

diagonal übers Eck laufen

lässt, verformt Norbert Kricke

weiß bemalten Stahl zu einer

Linienführung. Das geschieht

gerade einmal vier Jahre später

und ist zugleich eine intensive

Auseinandersetzung mit dem

Raum. Innerhalb der Ausstellung

bleiben diese beiden Positionen

singulär. Es überwiegt

eine Beschäftigung mit dem

Material, meist mit dem Papier

oder eine Beschäftigung mit der

Zeit und dem Prozess. Katharina

Hinsberg, deren Arbeiten im

Raum 2 gezeigt werden, greift

in das Papier ein. Bis auf eine

Grafitzeichnung handelt es sich

bei ihren Arbeiten um Papierschnitte,

sie selbst nennt den

Werkkomplex „Ajouré“. „Ajouré

meint, was hier zu sehen ist:

Beate Terfloth: o.T., 2018

eine durchbrochene Struktur;

doch selbst hier ist das Textile

nicht weit in Form des gleichnamigen

Lochmusters. Sowohl

Thomas Müller als auch Stephan

Baumkötter verankern

sich auf bereits bestehenden Arbeiten,

indem sie frühere Werke

umdrehen und sich an deren

Strukturen abarbeiten. Bei der

jungen, 1979 geborenen Künstlerin

Caroline Kryzecki finden

sich andere Normierungen. Sie

zeichnet mit Kugelschreiber und

daher mit dem üblichen industriellen

Farbspektrum. Mitunter

erinnern diese Kompositionen

an Felder von Brettspielen, immer

wieder kommt es zu Überlappungen

und Verschiebungen

von Hell und Dunkel. Das ist

reizvoll, zumal ihre Arbeiten

erstmals im Kunstraum Alexander

Bürkle zu sehen sind. Nichts

jedenfalls scheint komplexer zu

sein als eine Linie zu ziehen.

Auf der ganzen Linie! Positionen

zeitgenössischer Zeichnung

Kunstraum Alexander Bürkle,

Robert-Bunsen-Str. 5, Freiburg,

Dienstag bis Freitag und

Sonntag 11 bis 17 Uhr. Bis 16.

September 2018.

Annette Hoffmann

Familienführungen, Kids-

Quiz, Workshops: Der

Kunstraum Alexander Bürkle

baut sein Angebot für

Kinder und Familien aus.

Zur aktuellen Sonderausstellung

„Auf der ganzen

Linie! Zur Expansion der

Zeichnung“ (bis 16. September

2018) wird es am 26.

August, von 14 bis 16.30 Uhr

einen Familienworkshops

und Führungen geben.

Getreu der zentralen Frage

der Ausstellung „Was die

Linie alles kann?“ können

Erwachsene und Kinder von

6 bis 12 Jahren in der Kreativwerkstatt

unter Anleitung

der Freiburger Künstlerin

Hilde Bauer zeichnerisch

kreativ werden.

Wahlverwandtschaften

Städtische Museen Freiburg zeigen japanische Holzschnitte aus der Sammlung Ernst Grosse

Wahlverwandtschaften

Städtische Museen zeigen japanische

Holzschnitte aus der

Sammlung Ernst Grosse

Utagawa Hiroshige! Katsushika

Hokusai! Und das sind nur die bekanntesten

Vertreter der aktuellen

Schau in der Graphischen Sammlung

der Städtischen Museen Freiburg

mit japanischen Holzschnitten,

die Ernst Grosse um 1900 für

die Mäzenin Marie Meyer und die

Städtische Sammlung erworben

hatte. Wunderbar, was durch den

Neubau des Augustiner Museums

mit seinen schönen Ausstellungsräumen

unter einem Dach

möglich geworden ist: Synergien

zu schaffen, thematische Bezüge

in verschiedenen Ausstellungen

herbeizuführen und dadurch neue

Blickwinkel zu eröffnen; – wie

derzeit mit den japanischen Holzschnitten,

einer Initiative vom

Freiburger Museum Natur und

Mensch, die sich auf die im Sonderausstellungsbereich

gezeigten

Werke Julius Bissiers bezieht,

welche wiederum das Museum für

Neue Kunst realisiert hat.

Mit den zum Teil raren und kostbaren

Exponaten, wie der Zürcher

Kurator und Ostasienspezialist

Hans Bjarne Thomsen im Zuge

der Vorbereitungen feststellte,

wird das Graphische Kabinett

erneut zur Schatzkammer. Was

sich in der europäischen Kunst

um die vorletzte Jahrhundertwende

als sogenannter „Japonismus“

etabliert hatte – jene Faszination

an der ostasiatischen Kunst nämlich,

die durch die Übernahme

von japanischen Bildelementen in

der (vornehmlich französischen)

Kunst zu ganz neuen Stilrichtungen

führte –, erleben wir nun

quasi umgekehrt, indem sich die

vertrauten Bildelemente wieder

auf ihren japanischen Ursprung

rücküberführen lassen.

Während die japanische Holzschnitttechnik

zunächst der Verbreitung

buddhistischer Texte

diente, wurde sie ab dem 16. Jahrhundert

mehr und mehr zur Propagierung

von profaner Literatur,

Werbung oder auch mit Gedichten

und Motiven verzierten Ankündigungen

von Familienfesten

genutzt. Letztere, die sogenannten

Surinomos, weisen häufig

hochwertige Prägedruckverfahren

mit kostspieligen Metallpigmenten

auf erlesenem Papier auf.

Auch anmutige Frauen aus allen

Gesellschafts schichten in hinreißend

schönen Gewändern gilt es in

diesem Konvolut aus 59 Blättern

zu entdecken, sowie expressive

Theaterszenen oder dynamische

Kampfszenen mit Sumoringern

und Samuraihelden. Und nicht zu

vergessen die exquisiten Landschaftsdrucke;

darunter einige der

berühmten Ansichten des Berges

Fuji oder der Landeshauptstadt

Edo, dem heutigen Tokio, aus

der Hand der eingangs

erwähnten Künstler Hiroshige

und Hokusai.

Sprichwörtlich wurde

der „Hiroshige-Regen“,

der in der westlichen

Kunst reichlich „Niederschlag“

finden sollte.

War er doch der Erste,

der die Regenfäden

nicht parallel, sondern

diagonal gekreuzt und

in unterschiedlicher

Strichstärke anordnete,

was eine deutlich reellere

Wirkung zeitigte.

Dies sei jedoch nur als

ein Merkmal der Wahlverwandtschaften

zwischen

den ostasiatischen

Vorbildern und der westlichen

Avantgardekunst um 1900

erwähnt. Und damit wären wir

wieder bei jener Parallelausstellung

mit Julius Bissier, in dessen

Werken sich unzählige weitere

Utagawa Hiroshige: „Abendschauer

über der Großen Brücke

in Atake“

Foto: Alex Kilian

finden lassen.

Graphische Sammlung, Augustinermuseum

Freiburg, Di-So,

10-17 Uhr. Noch bis 30. September.

Friederike Zimmermann


KUNST KULTUR JOKER 11

Ein Meister surrealer Phantasien

„Dalí – Der Zauber des Genies“ – Ausstellung in der Kunsthalle Messmer in Riegel a.K.

Seine surreale Phantasie hat

sich dem Publikum eingeprägt,

Salvador Dalí (1904-1989) gehört

zu den bekanntesten Künstlern

des 20. Jahrhunderts, auch

weil sich viele Geschichten um

ihn ranken, denn er liebte bekanntlich

den Klamauk. Rund

140 Werke vermitteln derzeit

in der Kunsthalle Messmer in

Riegel einen Einblick in seine

Produktion; gezeigt werden

Grafiken, Farbholzschnitte und

einige Skulpturen. Den Beginn

des Ausstellungsparcours bilden

Exponate aus Dalís Frühzeit,

zart-feine Illustrationen (1934)

zu Lautréamonts „Les Chants

de Maldoror“; mit Ausnahme

von einigen 1956 geschaffenen

Lithografien zu „Don Quijote“

folgen sodann Werke aus den

1960er und -70er Jahren. Hier

lassen sich überall typische Dalí-

Motive finden, darunter verformte

Uhren, weiche Steine, Spiegeleier,

entflammte Giraffen,

abgetrennte Gliedmaßen sowie

menschliche Gestalten, die Löcher,

Fenster und Schubladen

aufweisen.

Von 1940-48 lebte Dalí in den

USA, war Mitarbeiter bei Lifestyle-Zeitschriften

und entwarf

für die Modedesignerin Elsa

Schiaparelli Parfums, Schmuck

und andere Accessoires; damals

erhielt er den Beinamen Avida

Dollars (gierig nach Dollars).

1948 kehrte er nach Spanien

zurück, wendet sich alsbald religiösen

und mythologischen Themen

sowie skurrilen Naturstudien

zu und illustriert Texte der

Weltliteratur, z.B. Dantes „Göttliche

Komödie“. In der Folgezeit

greift er Motive anderer Künstler

auf und verfremdet etwa Goyas

„Los Caprichos“; ab Ende der

1960er Jahre folgen Arbeiten

zu Goethes „Faust“, Ronsards

„Amouren für Cassandra“, Rabelais‘

Romanzyklus „Gargantua

und Pantagruel“ oder zum

„Hohen Lied“ aus dem Alten Testament.

Exponate aus all diesen

Zyklen sind in Riegel zu sehen;

deren Auflagenzahl ist allerdings

selten ersichtlich, ebenso wenig

ihre Leihgeber.

1. Salvador Dalí: Bewegungslosigkeit der Zeit, 1975,

Farblithografie

©messmer foundation

Für seine Holzschnitte, Kaltnadelradierungen

und Lithografien

hatte Dalí oft durch Zeichnungen

die Vorlage geschaffen, Graveure

setzten diese dann auf Druckplatten

um. Er selbst gab gerne schauspielernd

Anleitungen im weißen

Kittel, zwirbelte an seinem Antennenbärtchen

und schleuderte

mit Prophetenblick Farbbeutel

von sich. Mittels seiner sogenannten

„paranoisch-kritischen

Methode“, zwischen Skandal und

inszenierter Liebe zu seiner Muse

Gala, stilisierte er sich selbstherrlich

zum Autokraten. Von Kind

an habe sein „Ehrgeiz ständig zugenommen“,

sagte er von sich; so

wurde ihm das Malen ebenso zum

Vehikel seiner exhibitionistischen

Zwänge wie das Glasieren seiner

Haare und das Auflösen von

Geldscheinen im Whiskyglas. Zu

seiner Zeit musste die schnöde

Wirklichkeit schließlich dringend

aufgemischt werden, wozu jeder

Superlativ willkommen war.

„Dalí – der Zauber des Genies“.

Kunsthalle Messmer.

Grossherzog-Leopold-Platz 1.

Riegel a.K. Di-So 10-17 Uhr.

Führungen sonntags um 14.30

Uhr, jeden zweiten Mittwoch im

Monat um 17 Uhr u. n. Vereinbarung.

Bis 14. Oktober 2018. www.

kunsthallemessmer.de.

Cornelia Frenkel

Wechselspiel aus Farben und Formen

Vier neue Shows bei den Schlosslichtspielen in Karlsruhe

Wenn es im August dunkel wird

in Karlsruhe, fängt das Schloss an

zu leuchten. Unterlegt von Klängen,

verwandelt sich die Fassade

der ehemaligen großherzoglichen

Residenz in ein Wechselspiel aus

Farben und Formen, die ineinander

übergehen und immer neue

Eindrücke kreieren. Auch die

vierte Saison der Schlosslichtspiele

wird vom ZKM Zentrum

für Kunst und Medientechnologie

kuratiert. Der Fantasie der

eingeladenen Künstler sind bis

zum Finale der Schlosslichtspiele

Karlsruhe am 9. September keine

Grenzen gesetzt. Hinter den

faszinierenden Bildern steckt

modernste Technik. Der Eintritt

zu der ausgesprochen populären

Lichtshow ist frei.

Rund eine Million Zuschauer

hatten sich in den letzten drei

Jahren auf dem Schlossplatz eingefunden,

um die raffinierte optische

Auflösung barocker Architektur

zu erleben.

Auch in diesem Sommer werden

Tausende abends mit Klappstühlen

und Picknickkörben zum

Schlossplatz wandern oder sich

auf dem Rasen niederlassen, um

das Schauspiel

zu genießen.

Vier neue Shows

stehen auf dem

Programm. Unangefochtener

Publikumsliebling

seit den ersten

Schlossfestspielen

2016 ist

das ungarische

Künstlerkollektiv

Maxin10sity. Ihre

Show 2018 heißt „I’MMORTAL“,

eine Wortspiel, das sowohl „unsterblich“

wie „Ich bin sterblich“

bedeutet. Dafür arbeitete Maxin10sity

mit Akrobaten der Recirquel

Company aus Budapest

zusammen. Sie schlüpfen in verschiedene

Rollen, unter anderem

die Rolle eines Zirkusartisten,

der nach einem Sturz unsterblich

wird.

Das Künstlerkollektiv Global

Illumination erzählt in „The Object

of the Mind“ die Geschichte

von Apparaten, Maschinen und

Codes nach, die von der analogen

Ära zur Digitalisierung führten.

Klingt abstrakt, aber dank virtuosen

Video-Mappings gelingen

László Zsolt Bordos macht aus dem Karlsruher Schloss einen imaginären

Speicherort für seine persönlichen Erinnerungen

© Bordos

originelle Eindrücke, die zugleich

einen Erkenntnisgewinn vermitteln

sollen.

Der ungarische Künstler Laszlo

Zsolt Bordos spielt mit Erinnerungen.

In „Memories“ macht der

3-D-Künstler aus dem Karlsruher

Schloss einen imaginären Speicherort

für seine persönlichen

Erinnerungen. Die allerdings

bruchstückhaft sind. Bordos zielt

in „Memories“ auch auf die Visualisierung

des Vergessens ab, ein

ebenso ambitioniertes wie aufregendes

Unterfangen.

Jonas Denzel wird dagegen

handgreiflich. Der Film- und Medienkünstler

bespielt in seiner

Show „hands on“ die Schlossfassade

als sei sie ein Instrument.

Aus den Fenstern erscheinen Hände,

die auf die Fassade klopfen,

reiben und klatschen. Auch die

Zuschauer sollen mitmachen und

so Teil des mitreißenden Rhythmus

werden. Der Sound entsteht

ausschließlich durch Elemente des

Schlosses wie Fenster, Regenrinnen

und Wände. Kunst soll nicht

nur zum Nachdenken anregen, sie

kann und darf auch Spaß machen.

Nur bei der Karlsruher Museumsnacht

am 4. August fallen die

Schlosslichtspiele aus.

Schlosslichtspiele 2018: ab 3.

August um 21:30 Uhr, ab 17. August

um 21 Uhr, ab 31. August

um 20:30 Uhr. www.schlosslichtspiele.info

Nike Luber


12 KULTUR JOKER KUNST

Zwei, die sich verstärken

„Wargames“ ist der gemeinsame Nenner von Hito Steyerl und

Martha Rosler im Kunstmuseum Basel

Wer Hito Steyerl zu einer

Ausstellung einlädt, geht ein gewisses

Risiko ein. Als sie 2013

zu Gast bei der Instanbul Biennale

war, hielt sie eine Lecture

Performance, in der sie Museen

mit Schlachtfeldern kurzschloss.

Ihre Arbeit „Is the Museum a

Battle-field?“ ist jetzt auch in

ihrer gemeinsamen Ausstellung

mit Martha Rosler im Kunstmuseum

Basel/Gegenwart auf zwei

Bildschirmen zu sehen. Wie

manche ihrer Arbeiten nimmt

auch diese Videoinstallation

der 1966 in München geborenen

Hito Steyerl ihren eigentlichen

Anfang im Tod ihrer Kommilitonin

Andrea Wolf, die Ende der

1990er Jahre im Kampf für die

PKK in den türkischen Bergen

getötet wurde. Steyerl verfolgt

das Projektil, das sie dort bei

Dreharbeiten gefunden hatte,

zurück zu seinem Ursprung und

streift dabei Ausstellungen, bei

denen der Rüstungskonzern als

Sponsor auftrat.

Schaut man sich in den Sälen

der Ausstellung um, kann man

sich bald auf kontaminiertem

Gelände wähnen. Überall lassen

sich „seltsame Zusammenhänge“,

so Kurator Søren Grammel,

ausmachen. Seltsam, weil beide

Künstlerinnen die nonchalante

Vermischung von zivilen, genauer

wirtschaftlichen Interessen

mit militärischen aufdecken

oder weil sie zeigen, wie dünn

der zivilisatorische Firnis unserer

Welt ist. Martha Roser, mit

74 Jahren eine Generation älter,

wurde bekannt, indem sie diese

Übereinkunft zerstörte. Zwischen

1967 und 1972 collagierte

die Amerikanerin Hochglanzfotos

aus Magazinen oder Innendesignkatalogen

mit Kriegsbildern.

Die Wirklichkeit des Vietnamkrieges

drang in saubere und

durchgestylte Wohnzimmer und

Küchen ein und verdeutlichte,

dass der Wohlstand mit der Unterdrückung

anderer Länder erkauft

wurde. Heute bekommt sie

ihre Bilder aus den Kriegen im

Iran und in Afghanistan.

Die titelgebenden Kriegsspiele

werden auch auf anderen

Schlachtfeldern geführt. Mitte

der 1970er Jahre beginnt sich

Martha Rosler für die Gentrifizierungsprozesse

in New York

zu interessieren. Heruntergekommene

Viertel werden von

Spekulanten entdeckt, dem Verfall

und Drogenszenen preisgegeben,

um deren Bewohner letztlich

mit Restriktionen verfolgen

zu können. In ihrer Fotoarbeit

„The Bowery in two inadequate

descriptive systems“ stellt sie die

verrammelten Fassaden von Ladengeschäften

einer Ansammlung

von Wörtern, die Rauschzustände

beschreiben paarweise

gegenüber. Ein anderes Minenfeld

ist die Instrumentalisierung

des weiblichen Körpers, so befasst

sich die in Brooklyn lebende

Künstlerin mit dem Fall der

Mary Beth Whitehead aus den

80er Jahren, die zuerst einen

Vertrag auf Leihmutterschaft

schloss, dann jedoch ihren Sohn

nicht weggeben wollte.

Was diese Ausstellung wie

einen Dialog wirken lässt, ist

eine ähnliche Auffassung der

Künstlerinnen von ihrer gesellschaftliche

Rolle. Beide verstehen

sich als Kommentatoren

und Warner. Die Missstände,

Vernissage der Ausstellung „Wargames“ mit Arbeiten von Martha Rosler und

Hito Steyerl

JÜRGEN BRODWOLF

17.06. -16.09.2018

artplosiv GALLERY

Talhauserstr.15

79285 Ebringen

Sa 15-17 / So 11-13 / T 07664.6441

www.artplosiv.de

die sie aufgreifen, aber auch die

Medien, in denen sie sich ausdrücken,

sind immer zumindest

zeitgemäß, wenn nicht gar in die

Zukunft weisend. So bedient

sich Hito Steyerl in „The Tower“

der gleichen Technologie,

auf der das Geschäftsmodell des

Firmengründers Oleg Fonaryov

in Charkiw beruht. Während die

Tonspur ein Interview mit Fonaryov

wiedergibt, lösen die Bilder

das Erzählte ein. So gleicht die

Ästhetik der von Program-Ace

produzierten Computerspiele,

jenen Renderings, die zur

Vermarktung von Immobilien

dienen sollen, wie diese einmal

im Grenzgebiet zwischen der

Ukraine und Russland entstehen

sollen. Es sind die Bilder,

die Welten erschaffen – oder

sie ausklammern. So ignoriert

die Apple-Software Siri konsequent

die Fragen der Erzählerin

in Steyerls Videoessay „Robots

Today“ nach den Urhebern der

Kriegszerstörungen, der Vertreibungen

und Enteignungen.

Was nicht vorkommen soll, wird

offiziell totgeschwiegen.

Martha Rosler & Hito Steyerl,

Wargames. Kunstmuseum Basel,

Gegenwart, St. Alban-Rheinweg

60, Basel. Dienstag bis Sonntag

11 bis 18 Uhr. Bis 2. Dezember.

Annette Hoffmann

MUSEEN / AUSSTELLUNGEN

FREIBURG 0761/

Archäologisches Museum

Colombischlössle

- „Eisen, Macht, Reichtum - Kelten

am südl. Oberrhein” b.a.w.

- „Kultur - Umwelt - Wandel:

Steinzeit und Bronzezeit am südl.

Oberrhein” b.a.w.

Augustinermuseum

- „Japanische Holzschnitte aus der

Sammlung Ernst Grosse” (Haus der

Graphischen Sammlung)

-23.09.

CENTRE CULTUREL FRANÇAIS

- „Attractions#2018 - Biennale de

la Photographie Mulhouse”

-30.08.

DEUTSCHER ALPENVEREIN

- „Korsika - Gebirge im Meer”

-08.09.

ELISABETH-SCHNEIDER-STIF-

TUNG

- „Amin El Dib: Under Skies of

Blue and Grey” -22.9.

Galerie Claeys

- „Gisel Reich & Ulrike Gerst -

Sommerzeit” -14.09.

HILDA 5 / KUlturaggregat

- „Mr. Woodland - Beautiful Darkness”

-14.09.

KUNSTRAUM ALEXANDER

BÜRKLE

- „Auf der ganzen Linie! Zur

Expansion der Zeichnung - Werke

von Maria Hafif, Rudolf de Crignnis

u.a.“ -16.09.

MOrat Institut

- „Arman Vahanyan - Visuelle

Formationen” -15.09.

- „Stephan Hasslinger - Paisley”

-08.09.

Museum Für Neue Kunst

- „Im Raum meiner Imagination

- Julius Bissier und Ostasien”

-23.09.

- „Your North Is My South - In

Kooperation mit La Kunsthalle

Mulhouse” -07.10.

MUSEUM F. STADTGESCHICHTE

- „#freiburgsammelt - Erinnerungen

für morgen” -16.09.

Museum Natur und Mensch

- „Mensch Biene! - Mitmach-Ausstellung”-10.02.19

Stiftung für Konkrete

KunsT Roland Phlebs

- „Roland Phlebs - Schwünge und

Tänze”-02.10.

Universitätskinderklinik

- „Birgit Staub: Schicht um

Schicht - Malerische Abstraktionen”-22.09.

Waldhaus

- „Wild und Jagd - Grenzgänge

zwischen Kultur und Natur”-22.09.

BASEL 0041 61/

aNTIKENMUSEUM

- „Die Griechen und ihre Welt -

Identität und Ideal” (Dauer)

Fondation Beyeler

- „Bacon - Giacometti”-02.09.

- „Sammlung Beyeler - Nature +

Abstraktion”-12.08.

- „Sammlung der Klassischen

Moderne”

(Dauer)

HAUS DER ELEKTRONISCHEN

KÜNSTE

- „Eco-Visionairies” 30.08.-11.11.

- „Lynn Hershman Leeson - Anti-

Bodies”-05.08.

KUNSTHALLE BASEL

- „Luke Willis Thompson - _Human”

-19.08.

- „Raphaela Vogel - Ultranackt”

-12.08.

KUNSTHAUS BASELLAND

- „Vittorio Brodmann - Jahresaussenprojekt

2018”-31.12.

KUNSTMUSEUM BASEL

- „Kunst.Geld.Museum - 50 Jahre

Picasso-Story”-12.08.

- „Maria Lassing - Zwiegespräche

-26.08.

- „Martha Rosler, Hito Steyerl -

War Games-02.12.

- „Sam Gilliam - The Music of Color-30.09.

- „Thaster Gates - The Black

Madonna”-21.10.

Museum Tinguely

- „Gauri Gill - Traces”-01.11.

- „Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger

- Too Early To Panic“-23.09.

Schaulager

- „Bruce Nauman - Retrospektive”

-26.08.

SPIELZEUG MUSEUM WELTEN

- „Exquisite Kostüme venezianischer

Karnevalsbälle” -07.10.

ANDERE ORTE

AACHEN

Ludwig Forum f. Internationale Kunst

- „Flashes of the Future - Die

Kunst der 89er oder Die Macht der

Ohnmächtigen” -19.08.

ALBSTADT

Kunstmuseum

- „Im Felsenmeer der Schwäbischen

Alb” -16.09.

- „Katharina Krenkel - Faden,

Stein, Papier” -16.09.

- „Otto mit + ohne Farbe - Otto

Dix, der Pinsel und der Zeichenstift”

-24.02.19

Amsterdam

Foam Fotografiemuseum

- „Samuel Gratacap - Les Invisbles”

-09.09.

- „Thomas Albdorf - Recommended:

Olympus Fellowship” -09.09.

Kahmann Gallery

- „Renato D’Agostin - Metropolis”

-15.09.

Moco Museum

- „Iranian Street Artists Icy

and Sot - A Moment Of Clarity”

-15.01.19

Antwerpen

MAS - Museum aan de Stroom

- „Michaelina - Eine außergewöhnliche

Künstlerin” -02.09.

AUGSBURG

Galerie Noah

- „A. R. Penck” -09.09.

Baden-Baden

Museum LA8

- „Gediegener Spott - Bilder aus

Krähwinkel”-09.09.

Museum Frieder Burda

- „James Turrell - The Substance

of Light“-28.10.

Staatliche Kunsthalle

- „Alina Szapocznikow - Menschliche

Landschaften“ -07.10.

BAD-KRozingen

Mediathek

- „Mixed Media” 04.08.-13.10.

BADENWEILER

Kurhaus

- „Stanislawski-Projekt - Ein

neues Theater braucht das Land”

-02.09.

Barcelona

Museu Nacional d‘Art de Catalunya

- „Gala Salvador Dalí” -14.10.

BERLIN

FinArts

- „7:1 Begegnung Brasilien

Deutschland” -12.09.

Gropius Bau

- „Philippe Parreno” -05.08.

- „Welt ohne Außen - Immersive

Räume seit den 60er Jahren”-05.08.

Kunstraum Kreuzberg/Bethanien

- „An Atlas of Commoning: Orte

des Gemeinschaffens - ifa in Zusammenarbeit

mit ARCH+“ -16.09.

Museum für Kommunikation

- „Oh Yeah! - Popmusik in Deutschland“

-16.09.

Schwules Museum

- „Lesbisches Sehen - Lesbian

Visions“ -20.08.

BERN

Alpines Museum der Schweiz

- „Baustelle Fortschritt - Emil

Zbinden und der Staumauerbau

Grimsel-Oberaar” -19.08.

- „Matterhorn Stories - Eine Ausstellung

über den größten Bücher-

Berg” -28.10.

- „Schöne Berge - Eine Ansichtssache”

-06.01.19

Kunstmuseum

- „Etel Adnan” -07.10.


KUNST KULTUR JOKER 13

Bernau

Hans-Thoma-Kunstmuseum

- „Eva Früh - Linie.Fläche.Raum“

12.08.-14.10.

BIETIGHEIM-BISSINGEN

Städtische Galerie

- „Drehmoment - Produktionskunst

made by Nándor Angstenberger,

Joachim Fleischer und Pia

Lanzinger” -14.10.

BoNN

LVR-LandesMuseum Bonn

- „Masoud Sadedin - Preisträger

Rheinischer Kunstpreis des

Rhein-Sieg-Kreises” -30.09.

BREGENz

Kunsthaus

- „David Clearbout” -07.10.

- „Lili Reynaud Dewar - Oops, I

think I may have lost my lighter

somewhere on the ground...

Could someone please be so kind

to come and help me find it?”

-21.10.

Kornmarktplatz

- „Die Welt steht Kopf - Camera

Obscura am Kornmarkt” -08.10.

Voralbergmuseum

- „Herbert Meusburger - Zeichensetzungen

in Stein, Form und

Farbe” -16.09.

- „Wacker im Krieg - Erfahrungen

eines Künstlers” -17.01.19

breisach

Museum für Stadtgeschichte

- „Ausstellung zur Geschichte der

Stadt Breisach am Rhein”b.a.w.

BrUCHSAL

Schloss Bruchsal

- „Photo.Raum.Kunst - Vier Elemente:

Archäologie der Zukunft”

-02.09.

Brüssel

Atomium

- „Magritte - Retrospektive”-30.09.

Bottrop

Josef Albers Museum Quadrat Bottrop

- „Bernd und Hilla Becher - Bergwerke“

-16.09.

Buggungen

Galerie Bild Skulptur

- „Malerei trifft Skulptur“

11.08.-02.09.

Colmar

Musée Unterlinden

- „Corpus Baselitz“-29.10.

DENZLINGEN

Galerie im Alten Rathaus 02.09.

- „Künstlerkreis Freeart“ -31.08.

Donaueschingen

Museum Art.Plus

- „Dorothy Fratt: Colorful - Farbenfroh“-20.01.19

- „Ulrich Möckel“ -14.10.

Dresden

Deutsches Hygienemuseum

- „Rassismus - Die Erfindung von

Menschenrassen” -06.01.19

DÜREN

Leopold Hoesch Museum & Papiermuseum

- „Manuel Graf - Mixed Use“ -09.09.

DÜSSELDORF

Museum Kunstpalast

- „Giovanni Battista Beinaschi”

-07.10.

- „Spot On: 1937 - Die Aktion

‘Entartete Kunst’ in Düsseldorf”

-Sommer 2018

DUDELANGE (LU)

CNA Centre national de

l‘audioviduel

- „Michel Medinger’s photographic

universes” -16.12.

DURBACH

77770 Sammlung Hurrle/ Museum

für Aktuelle Kunst

- „Giodo Kucznierz - Voré”

-25.11.

- „Profile in der Kunst am Oberrhein

- Guido Kucznierz & Vorè”

-25.11.

- „Das Lied der Dinge - Stillleben

im Wandel der Kunst” -04.10.

EMMENDINGEN

Galerie im Tor

- „Robert Schad - Linear” -05.08.

Jüdisches Museum

- „Quelle lebendigen Wassers -

Mekor Majim Chajim” -30.11.19

Rathaus-Foyer

- „Markt - Platz - Geschichten”

-16.11.

Engstingen-Haid

Militärhistorisches Museum

- „Der erste Weltkrieg - Abschiede

und Grenzerfahrungen” -30.10.

Erfurt

Kunsthalle

- „In einem anderen Land - Transformationsprozesse

an Beispielen

zeitgenössischer Fotografie in

Deutschland” -30.09.

ETTENHEIMMÜNSTER

Galerie Linda Treiber

- „Dorothee Rocke und Günter

Walter” -16.09.

FRANKFURT am main

Caricatura Museum

- „Otto - Die Ausstellung” -02.09.

DZ Bank Kunstsammlung

- „Die Zahl als Chiffre in der

Kunst“-20.10.

Museum für Moderne Kunst

- „Primary Structures - Meisterwerke

der Minimal Art” (MMK 2)

-13.08.

- „RAY 2018: Extreme, Nomads

- Cao Fei, Richard Mosse, Paulo

Nazareth”-09.09.

- „Soziale Fassaden - Dialog der

Sammlungen des MMK und der

Deka Bank” (MMK 1) -09.09.

Städel Museum

- „Ursula Schulz-Dornburg - The

Land In-Between” -09.09.

Gengenbach

Museum Haus Löwenberg

- „Infantes - Iwajla Klinke” -04.11.

GRAFENAU

Galerie Schlichtenmaier

- „40 Jahre Gallerie in Schloss

Dätzingen” -22.09.

Hamburg

Deichtorhallen

- „Astrid Klein” (Sammlung Falckenberg)

-02.09.

Haus der Photographie

- „7. Triennale der Photographie”

-07.10.

Museum für Kunst und Gewerbe

- „7. Triennale der Photographie -

Delete” -07.10.

Hannover

Sprengel Museum

- „Kleine Geschichte(n) der Fotografie

#1” -02.09.

HARTHEIM

Galerie für handwerkliche Kunst

- „Hartheimer Kunstausstellung -

Leben in der Stadt” -01.10.

Witha’s Werkhof

- „Wen Mao - Interpretationen japanischer

Ukiyo-e-Figuren“-31.08.

HEIDELBERG

Sammlung Prinzhorn

- „Unruhe und Architektur” -26.08.

HEILBRONN

Kunsthalle Vogelmann

- „Halb Frau, halb Künstlerin - Käte

Schaller-Härlin und Marthilde

Vollmoeller-Purrmann” - 2 6 . 0 8 .

HINTERZARTEN

Residenz Bergfried

- „Peter Gaymann macht Heimaturlaub”

-08.08.

Hüfingen

Stadtmuseum Hüfingen

- „Alexandra Centmayer & Rolf

Behringer - sunWorks”-19.08.

- „Florian Schwarz - Deep Dark,

Pale Blue”-19.08.

Innsbruck

Schloss Ambras

- „Kunst & Macht - Drei Frauen

aus dem Hause Habsburg”

-07.10.

Kandern

Galerie Robert Keller

- „Max Laeuger - Frauen und

Landschaften” -09.09.

Karlsruhe

Bad. Landesmuseum/ Schloss

- „Island Hopping” -30.12.

- „Revolution! - Für Anfänger*innen”

-11.11.

- „Zweck fremd?! - Den Dingen

auf der Spur” -05.08.

Museum beim Markt

- „Südwestdeutscher Keramikpreis”

-06.01.19

Naturkundemuseum Karlsruhe

- „Flusspferde am Oberrhein - Wie

war die Eiszeit wirklich?” -27.01.19

Staatliche Kunsthalle

- „Anatomie- und Antikenstudium

- Philipp Jakob Becker als

Zeichner -26.08.

- „Farbe querfeldein (Junge Kunsthalle)-21.10.

- „Sean Scully - Vita Doplex-26.08.

Städtische Galerie

- „Blickkontakt - Gesichter einer

Sammlung” -04.11.

- „Mit Karl Weysser unterwegs”

- Frühjahr 2019

- „Umgehängt 2018 - Facetten der

Malerei 1960-2010” - Frühjahr 2019

ZKM

- „Dia-Logos - Ramon Llull und

die Kunst des Kombinierens”

-05.08.

- „Durch den schalldichten

Vorhang - Das Experimentalstudio

des Polnischen Rundfunks”

-06.01.19

- „Dieter Hacker: Alle Macht den

Amateuren - 1971-1984” -16.09.

- „Kunst in Bewegung - 100

Meisterwerke mit und durch

Medien: Ein operationaler Kanon”

-05.08.

- „Open Codes - Leben in digitalen

Welten” -05.08.

kassel

Caricatura Galerie für Komische Kunst

- „Beck” 25.08.-04.11.

- „Die 68er in Cartoons” -12.08.

Kenzingen

Galerie Thomas Menzel

- „Gruppenausstellung 2018

-25.08.

KIEL

Kunsthalle zu Kiel

- „Alicja Kwade - Ambo” -16.09.

- „Globalocal - Sammlungspräsentation

mit Gästen” -13.01.19

KIRCHZARTEN

Kunstverein

- „Werner Berges - In Memoriam”

-05.08.

KÖLN

Drei

- Julia Scher - I’ll Be Gentle, No

Consent” -25.08.

Lahr

Innenstadt

- „Jörg Bach - Neuland” -16.09.

LÖRRACH

Dreiländermuseum

- „Schweizerreise - Johann Peter

Hebel unterwegs als Aufklärer”

-02.09.

- „Zeitenwende 1918/19” -03.02.19

LondOn

Tate Gallery of Modern Art

- „All Too Human - Bacon, Freud

and a Century of Painting Life“

-27.08.

- „Joan Jonas“ -05.08.

- „The EY Exhibition: Picasso 1932

- Love, Fame, Tragedy“ -09.09.

LUDWIGSHAFEN AM RHEIN

Wilhelm-Hack-Museum

- „Bild und Blick - Sehen in der

Moderne” 11.08.-07.07.19

- „Kabinettstücke - Make Love not

War” 11.08.-18.11.

- „Thomas Scheibitz - Masterplan\

Kino”-12.08.

Mannheim

Kunsthalle Mannheim

- „Jeff Wall - Appearance” -09.09.

Reiss-Engelhorn-Museen

- „Ägypten - Land der Unsterblichkeit”

(Museum Weltkulturen, D5)

Dauer, geschlossen bis 31.08.

- „Einfach tierisch! - Spaß mit

Dino, Panda & Co.” (Museum Weltkulturen,

D5) -10.03.19

- „Haubitz + Zoche: Postkoloniale

Erleuchtung - Kirchen u. Kinos in

Süditalien” (Zephyr) -26.08.

- „Vom Pulverdampf und Schlachtidyll

- Weißes Gold aus der Frankethaler

Manufaktur” (Museum

Zeughaus C5) geschlossen bis

31.08. -02.12.

Markdorf

Stadtgalerie

- „Herbert Maier - Komplementär”

-31.08.

MARSEILLE

Mamo

- „Olivier Mosset - Untitled”-31.08.

Merzhausen

Forum, Schaufenstergalerie

- „Carola Faller-Barris - Anatomie

des Unbewussten”-31.08.

METZ (F)

Centre Pompidou Metz

- „Couples Modernes”

- „Moderne Paare” -20.08.

Mistelbach

Nitsch Museum

- „Hermann Nitsch - Leben und

Werk”-05.05.19

MOSKAU

Lumiere Brothers Center for Photographie

- „Sasha Gusov - Bolshoi Ballet”

-23.09.

MÜNCHEN

Haus der Kunst

- „Blind Faith - Zeitgenössische

Kunst zwischen Intuition und

Reflexion” -19.08.

- „Sarah Sze - Centrifuge” -12.08.

- „Vivian Sundaram - Dijunctures”

-07.10.

Museum Brandhorst

- „Cy Wombly - In the Studio“

-26.08.

Museum Villa Stuck

- „José Antonio Suárez Londono”

-16.09.

NEUENBÜRG

Schloss Neuenbürg

- „Faszination Drachen”

-11.11.

OFFENBURG

Städtische Galerie

- „Carolin Jörg - Zeichnung”

-07.10.

OOSTENDE (B)

Mu.zee

- „Flouquet, L. Kassák und J. Léonard

- Die Architektur der Bilder

während der Zwischenkriegszeit”

-04.11.

PARIS

Fondation Cartier pour l’Art contemporain

- „Junya Ishigami - Freeing Architecture”

-09.09.

Mémorial de la Shoa

- „August Sander - Verfolgt /

Verfolger: Menschen des 20. Jahrhunderts”

-15.11.

Musée d’art moderne de la Ville de

Paris

- „Zao Wou-Ki - L’espace est

silence” -06.01.19

REUTLINGEN

Kunstmuseum

- „Dieter Mammel - Tiefer Schlaf”

-04.11.

RHEINFELDEN

Haus Salmegg

- „Fritz und Arnold Schneider -

Wie die Kunst nach Rheinfelden

kam” -26.08.

RIEGEL

Galerie Messmer

- „André Evard - Farben der

Natur” -09.09.

Rottweil

Forum Kunst

- „Klasse Cordula Güdemann”

-19.08.

Kunst Raum

- „Im Dialog - Römerzeit trifft

Gegenwart” -30.12.

SINGEN

MAC Museum Art & Cars

- „Starke Frauen” -28.10.

SPEyer

Historisches Museum der Pfalz

- „Das Sams und die Helden der

Kinderbücher” -06.01.19

ST. Gallen

Kunstmuseum

- „Caro Niederer - Good Life Ceramics”

-26.08.

- „Maria Lassnig - Be-Ziehungen”

-26.08.

- „Nina Canell” 24.08.-25.11.

- „Olaf Nicolai” -11.11.

- „Roman Signer - Spuren” -12.08.

ST. Peter-Ording

Strandkorbhalle

- „Life Is A Beach - Künstlerische

Vielfalt an der Nordseeküste”

-09.09.

STAUFEN

Haus der Modernen Kunst (gesclossen

zw. 06. und 26.08.)

- „Kunstsommer“ -16.09.

Keramikmuseum

- „Antje Scharfe - Still leben

Gefäße” 24.08.-07.10.

- „Magische Kristalle” -30.11.

- „Mathies Schwarze - Ästhetik in

der Gefäßkeramik” -19.08.

STUTTGART

Kunstmuseum

- „Frischzelle_24: Ann-Kathrin

Müller” -07.10.

- „Mixed Realities - Virtuelle und

reale Welten in der Kunst” -26.08.

Kunststiftung Baden-Württemberg

- „Wenzel Stählin - Plus Ultra”

-15.09.

Museum der Alltagskultur

- „Mein Name ist Hase - Redewendungen

auf der Spur” -09.09.

Schacher

- „Bittersweet Bird of Youth - Foto-

Schau” -11.08.

Trier

Stadtmuseum & Rheinisches Landesmuseum

Trier

- „Karl Marx 1918-1883 - Leben.

Werk. Zeit“ -21.10.

Tuchfabrik

- „Geldrausch - Das Kapital ruft

zum MoneyFest“ -05.08.

TÜBINGEN

Kunsthalle Tübingen

- „Almost Alive - Hyperrealistische

Skulptur in der Kunst” -21.10.

WALDENBUCH

Museum der Alltagskultur Schloss

Waldenbuch

- „Mein Name ist Hase - Redewendungen

auf der Spur”

-09.09.

WEIL AM RHEIN

Vitra Design Museum

- „Bas Princen - Image and Architecture”

-05.08.

Vitra Design Museum

- „Night Fever - Design und Clubkultur

1960-heute” -09.09.

- „Ron Arad - Yes to the Uncommon”

-14.10.

Ulm

Galerie am Saumarkt

- „Erich Hauser & Jürgen Knubben”

-04.08.

Kunsthalle Weishaupt

- „Warum Kunst?” -12.08.

Vaduz (LI)

Liechtensteinisches Landesmuseum

- „Eleganz und Genießen - Alltagsleben,

Weisheiten und Kunst

in der chinesischen Kultur” -21.10.

WEILBURG

Rosenhang Museum

- „deutscher alltag - Hans-Hendrik

Grimmling” -24.09.

Wien

21er Haus

- „Günter Brus - Ich bewege mich”

-12.08.

Belvedere

- „Kopf oder Zahl - Lisa Pahlke &

Richard Leue” -12.08.

- „Klimt ist nicht das Ende - Aufbruch

in Mitteleuropa” -26.08.

Crone

- „From The Outside to the Inside”

-16.09.

Jüdisches Museum

- „Arnstein, Todesco, Zuckerkandl

- Gastgeberinnen und ihre Salons

zwischen Kunst und Politik”-30.09.

Kunsthaus Wien

- „Visions of Nature”-13.01.19.

Kunsthistorisches Museum Wien

- „Stairway to Klimt” -02.09.

Leopold Museum

- „Egon Schiele - Die Jubiläumsshow”

-04.11.

- „Machen Sie mich schön, Madame

d‘Ora - Die Fotografin d‘Ora 1907-

1957” -29.10.

WOLFSBURG

Kunstmuseum Wolfsburg

- „Facing India” -07.10.

ZELL am Harmersbach

Arthus Galerie

- „Raphael Rack - Malerische

Farblandschaften“ -20.09.

Museum Villa Haiss

- „Zhang Jie & He Jinwei - The

Sublimity of Wild Grass” -20.09.

ZÜRICH

Kunsthaus

- „Koki Tanaka - Vulnerable Histories

(A Road Movie)” 25.08.-11.11.

- „Magritte, Dietrich, Vallotton -

Visionäre Sachlichkeit” -02.09.

- „Robert Delauney und Paris”

31.08.-18.11.

- „Werkpräsentation in dre Etappen

- Etappe 1” -14.10.

Migros Museum für Gegenwartskunst

- „Imi Knobel & Till Velten”

-02.09.

- „Teresa Burga - Aleatory Structures”

-12.08.

Museum Haus Konstruktiv

- „Till Velten - Wenn die kognitive

Ordnung zerbricht” -02.09.


14 KULTUR JOKER KULTOUR

Ein Highlight für Bücherfreunde und Architekturliebhaber

Die Bibliothèque Humaniste in Sélestat

Die Bibliothèque Humaniste,

Humanisten-Bibliothek in Sélestat

(Schlettstadt), gehört seit

2011 zum Weltdokumentenerbe

der UNESCO. In vierjähriger

Bauzeit wurde die 1552 gegründete

Institution durch den

Architekten Rudy Ricciotti

umgestaltet, erweitert und der

Öffentlichkeit wieder zugänglich

gemacht. Die wertvolle

Büchersammlung umfasst 550

Inkunabeln aus der Zeit vor

1500, über fünfhundert mittelalterliche

und neuzeitliche

Handschriften sowie kostbare

Druckwerke aus späteren

Jahrhunderten. Der neo-romanische

Kornspeicher, in

dem die Bibliothek seit 1889

untergebracht war, wurde nun

räumlich geöffnet, mit einem

Neubau versehen sowie durch

einen großzügigen Vorplatz

mit dem „Musée du pain“

verbunden.

Sélestat als kulturelles

Zentrum am Oberrhein im

Spätmittelalter

Im 15. und 16. Jahrhundert

war Sélestat für mehrere Jahrzehnte

ein geistiges Zentrum

in Europa, hier entwickelte

sich eine der wichtigsten

Schulen für humanistische

Studien, die u.a. Beatus

Rhenanus (1485-1547) besuchte;

der Philologe vererbte

seiner Geburtsstadt schließlich

eine wertvolle Bibliothek, die

er an seinen Studien- und Wirkungsorten

Straßburg, Basel

und Paris zusammengetragen

hatte. Diese blieb vollständig

erhalten und bildet, zusammen

mit der Bücherei der örtlichen

Lateinschule, die sich vielen

Stiftungen verdankt, den Kern

der Humanisten-Bibliothek. In

einer neuen Dauerausstellung,

ausgestattet mit interaktiven

Terminals, lässt sich in zahlreichen

ihrer Bücher blättern, darunter

ist das „Merovingische

Lektionarium“ (7. Jh.), „Le

Livre des Miracles de Sainte-

Foy“ (11. - 13. Jh), „La Bible

de la Sorbonne“ (13. Jh.), das

Basel | Rosentalanlage

15. – 26. August | circus-monti.ch

pk_monti_A5.indd 3 13.06.18 14:02

In der mit einem Neubau versehenen Bibliothèque

Humaniste sind zahlreiche Kostbarkeiten ausgestellt

„Cahier d‘écolier de Beatus

Rhenanus“, die „Cosmographiae

Introductio“ oder „Acte

de Baptême de l‘Amérique“

(1507) von Martin Waldseemüller

und Matthias Ringmann,

„Le livre d‘architecture

de Vitruve“ (9. Jh.) u.v.a..

Schlettstadt verfügte bereits

seit dem 13. Jahrhundert über

klösterliche Bildungseinrichtungen,

im Jahr 1441 ernannte

der Magistrat aber den engagierten

Pädagogen Ludwig

Dringenberg zum Leiter der

örtlichen Lateinschule; er

entwickelte die Institution zu

einem Ort, an dem humanistisches

Denken unterrichtet

wurde. Nachfolgende Lehrer,

etwa Hieronymus Gebwiler

(1501-1509) und Hans Sapidus

(1510-1525), sorgten ebenfalls

für zunehmende überregionale

Attraktivität. 1514 hatte

Erasmus von Rotterdam, der

mit seiner Satire „Lob der

Torheit“ (1509) zu einem führenden

Kopf der Bewegung

in Europa geworden war,

Schlettstadt besucht und eine

Hymne auf die Stadt verfasst,

das „Encomium Selestadii“.

Foto oben: Ville de Selestat. Foto unten : Agence A Kiko

„Studia humanitatis“ –

Erfindung der Philologie

und Textkritik

Ihr Bildungsstreben bezeichneten

die damaligen

Gelehrten als „Studia humanitatis“,

womit sie sich systematisch

um eine Rückbesinnung

auf die Kultur und

Sprachen der Antike, Latein,

Griechisch und Hebräisch bemühten;

zudem galt ihr Interesse

den Naturwissenschaften

und der Kritik an kirchlichen

Dogmen. Unter der Devise

„Ad fontes“ suchten die Humanisten

Quellen zugänglich

zu machen und Originaltexte

von scholastischen „Fehlinterpretationen“

zu reinigen,

sie erstellten neue Übersetzungen,

Erläuterungen und

Editionen. Latein war ihre

Sprache, das Buch ihr Medium,

die Lettern und die Kunst

des Buchdrucks ihre Muse –

wobei sie die Philologie und

Textkritik ins Leben riefen.

Das Oberrheingebiet, zwischen

den geistigen Zentren

Italien und Niederlande situiert,

entwickelte sich hier zu

einer Drehscheibe.

Nicht zuletzt förderten Drucker

die Bewegung, indem

sie Grammatiken, Lexika,

Traktate und Florilegien herausgaben

und griechische

und römische Klassiker neu

edierten. In Straßburg waren

seit Johannes Gutenberg

rund zwanzig Drucker aktiv.

Zudem wurde in Basel das

Druckhandwerk mit Lust

gepflegt, im Atelier von Johann

Froben entstand u.a.

eine Allegorie der „Humanitas“;

diese sitzt lesend auf

einem Triumphwagen, den

antike Gelehrte - Vergil, Cicero,

Homer - schieben, sie

„befördern“ sozusagen die

Vervollkommnung. Doch die

Zeit des kritischen Denkens

war begrenzt: Rasch endeten

vielerorts die fortschrittlichen

Verhältnisse, die von einem

starken Bürgertum und

vom geistigen Aufbruch der

Reformation geprägt waren,

auch in Sélestat; Jean Sapidus

wechselte 1526 in das protestantisch

orientierte Straßburg,

im katholisch gebliebenen Sélestat

war er isoliert. Als weiterführende

Lektüre sei an

dieser Stelle ein klassischer

Essay von Stefan Zweig empfohlen,

soeben neu aufgelegt:

„Erasmus von Rotterdam &

Montaigne“ (Die Andere Bibliothek

2017).

Ein grenzüberschreitendes

Forschungsprojekt verschiedener

Universitäten der Region

hat sich zwar 2007-2013

mit Zeugnissen des humanistischen

Erbes beschäftigt,

eine Datenbank blieb jedoch

aus. Die Schätze der Bibliothèque

Humaniste werden

nun aber weitgehend nach

modernen Kriterien erfasst

und konserviert. Einen ausgezeichneten

Zugang zum

Kern der Thematik bietet

die neue Dauerausstellung,

mit Schaukästen, Bild- und

Texttafeln (in drei Sprachen)

sowie Touchscreens, die das

Blättern in digitalisierten Büchern

ermöglichen; zudem

steht für weitere Recherchen

ein Lesesaal zur Verfügung,

der sogenannte „Trésor“ im

wohltemperierten Glashaus.

Sélestat ist ein Highlight für

Geisteswissenschaftler, Bücherfreunde

und Architekturliebhaber.

Bibliothèque Humaniste.

Trésor de la Renaissance. F-

Sélestat. Mai-Sept. u. Dez.,

tägl. außer Mo: 10-12.30 Uhr

und 13.30-18 Uhr. Febr.-Apr.

andere Öffnungszeiten. www.

bibliotheque-humaniste.fr

Cornelia Frenkel


SPEZIAL

FREIzeitplaner

Art Media Verlag Freiburg August 2018

Programm-Highlights beim CHI

Das 62. Internationale S.D. Joachim zu Fürstenberg-Gedächtnistunier in Donaueschingen

Das CHI Donaueschingen

hat als Treffpunkt der Elite

des Pferdesports längst

Tradition. Auch das 62.

Int. S.D. Fürst Joachim zu

Fürstenberg Gedächtnisturnier

findet im prachtvollen

Fürstlich Fürstenbergischen

Schlosspark Donaueschingen

statt. Vom 16. bis 19.

August wartet ein breites

Programm zwischen Freizeitvergnügen

und spannendem

Wettkampf auf neugierige

BesucherInnen.

Am 16. August wird zum

Auftakt auch nicht gezögert.

Schon ab 10 Uhr beginnt

der Wettkampf der

Gespannfahrer bei den

Dressurprüfungen, die erste

Wertungsprüfung der Deutschen

Meisterschaften. Ab

12 Uhr kommen die Dressurreiter

zum Zug. Ab 15 Uhr

sind dann die Nachwuchspferde

gefragt. In der Einlaufprüfung

des Nürnberger

Burgpokals wird ihr Können

unter Beweis gestellt. Anschließend

messen sich die

Junioren im Viereck.

Die traditionelle Eröffnung

des CHI findet um 17.30 Uhr

statt. Ein bunter Festumzug

führt durch die Donaueschinger

Innenstadt. Ganz

früh geht es bereits um 9.30

Uhr auf dem Springplatz zur

Sache. Zum bewährten Geländereiten

tritt dieses Jahr

eine kombinierte Wertung

aus Springen und Gelände.

Vormittags sind dabei die

Vielseitigkeitsreiter gefragt,

ab 18.30 Uhr die Nachwuchstalente.

Um 20 Uhr dann das

Highlight, die Geländeprüfung.

Am folgenden Freitag treten

auf dem Springplatz unter

anderem die 7-jährigen

Nachwuchshoffnungen an.

Auch findet die 1. Qualifikation

für den Großen

Preis statt. Ein Highlight

ist das traditionelle Mannschaftsspringen

der regionalen

Vereine am Abend.

Gespannfahrerin Marijke Hammink aus den Niederlanden

Für die Gespannfahrer wiederum

gilt es im Hindernisfahren

zu bestehen, die

zweite Wertungsprüfung

der Deutschen Meisterschaften.

Auf dem Dressurviereck

kommen am Freitag die

Nachwuchspferde und -reiter

zum Zug. Beginnend mit

einem furiosen Grand Prix

und endend mit einer Ponydressurprüfung.

Der Veranstaltungssamstag

bringt die

ersten Finals.

Auf dem Dressurviereck

finden die Finale der U21-

Reiter, der Junioren und der

U25-Reiter statt. Außerdem

qualifizieren sich die Besten

zum Nürnberger Burgpokal.

Ferner findet der Grand Prix

der Großen Tour statt. Ganz

traditionell dann die Dressurkür

für Vereinsmannschaften

am Abend. Der Preis der

Freunde- und Förderer und

das Championat von Donaueschingen

rahmen die

Wettkämpfe im Springstadion

ein, die zweite Qualifikationsprüfung

zum Großen

Preis. Der Abend bietet

schließlich eindrucksvolle

Showeinlagen. Ein Highlight

am Samstag sind die Marathonfahrten

der Gespannfahrer

im Fürstlich Fürstenbergischen

Schlosspark, die

sogar feuchtfröhlich durch

die Brigach fahren.

Am Sonntag entscheiden

sich die Deutschen Meisterschaften

im Gespannfahren

in der vierten Wertungsprüfung,

dem Standardhindernisfahren.

Im Großen Preis,

Maxin10sity, „STRUCTURES OF LIFE“, 2017, Schlosslichtspiele, © Photo: Uli Deck

dem S.D. Fürst Joachim zu

Fürstenberg-Gedächtnispreis,

gibt es nicht nur Ruhm

zu erlangen, sondern einen

glänzend neuen Mercedes.

Im Dressurstadion warten

der Meggle-Preis, ein Grand

Prix Special, die Ponyküren

und die Qualifikanten zum

Louisor-Preis. Nicht zuletzt

gehen die Jüngsten in den

Jugendreiterprüfungen an

den Start.

SCHLOSSLICHTSPIELE

Karlsruhe—28. Juli bis 9. September 2018—Eintritt frei!

www.schlosslichtspiele.info

EINTRITT FREI!

Foto: Stefan Lafrentz

Für ein geselliges Beisammsein

sorgt auch dieses

Jahr wieder der „Brunch

unter Freunden“ am 18., 19.

August im Logenzelt direkt

am Parcours. Sport trifft auf

kulinarische Köstlichkeiten.

Auf Kids wartet das NaturEnergie

Kinderland.

Weitere Infos:

www.escon-marketing.de

Aufgepasst:

Wir verlosen für das CHI

in Donauseschingen jeweils

für Donnerstag, Samstag

und Sonntag je 2x5 Eintrittskarten.

Schicken Sie uns

eine Mail mit Name, Adresse,

dem Stichwort „CHI“

und ihrem Tageswunsch

an: redaktion@kulturjoker.

de Nennen Sie dabei bitte

auch Ihre Telefonnummer,

damit wir Sie über Ihren Gewinn

benachrichtigen können.

Viel Glück! Einsendeschluss:

8. August 2018.

Datenschutz-Hinweis:

Ihre Daten werden lediglich zur

Abwicklung der Verlosung erhoben.

Nach Abschluss der Verlosung

werden Ihre Daten gelöscht.

Durch Ihre Teilnahme erklären

Sie sich damit einverstanden.

Die Schlosslichtspiele finden am Samstag, 4. August 2018,

aufgrund der Karlsruher Museumsnacht (KAMUNA) nicht statt.


16 KULTUR JOKER FREIZEIT

Die Bankenmetropole setzt neue Akzente

Vom 28. bis 30. September findet die offizielle Eröffnung des Dom-Römer-Quartiers in Frankfurt am Main statt

Über der Platanenformation,

rechts und links des Mainufers,

erheben sich die vielgestaltigen

Türme von Banken und Business,

während sich am Mainufer

die Frankfurter entspannen,

als säßen sie am Meeresstrand.

Vorsicht – eine Horde von Radlern

saust in hohem Tempo zwischen

die Spaziergänger.

Der Römer – der historisch

bedeutsamste Platz in Frankfurt,

bekommt mit einem europaweit

einzigartigen Bauprojekt

einen Teil seiner Geschichte

zurück. Auf den historischen

Grundrissen zwischen Kaiserdom

und Römer ist bereits

in den vergangenen Jahren

Frankfurts Altstadt wieder auferstanden.

Mit großem handwerklichen

Können wurden alte

Stadthäuser rekonstruiert, die

die typischen Stilelemente der

Entspannung am Mainufer

Wirtshaus in Alt-Sachsenhausen: hier gibt‘s den berühmten Ebblewoi

Frankfurter Altstadt aufgreifen.

Die offizielle Eröffnung des

Dom-Römer-Quartiers findet

vom 28. – 30. September statt.

Die Metropole am Main wird

mit Sicherheit neue Besucher

anlocken.

Eine bedeutende Reihe von

Museen erweitern den Horizont,

wie z. B. das Senckenberg-Naturmuseum,

das die

heutige Vielfalt des Lebens

und die Entwicklung der Lebewesen

aufzeigt sowie die Verwandlung

unserer Erde über

Millionen Jahre hinweg. Die

derzeitige Sonderausstellung

titelt „Korallenriffe – bedrohte

Schätz der Ozeane“, zu sehen

bis 10. Februar 2019.

Oder das Städel mit seinen

prunkvollen Räumen. Im

Jahr 1815 von dem Bankier

und Kaufmann Johann Friedrich

Städel begründet, gilt

das Städel-Museum als älteste

Museumsstiftung Deutschlands

und beherbergt eine der

international bedeutendsten

Kunstsammlungen. Im ersten

Obergeschoss ist er zu entdecken,

der große Sohn dieser

Stadt – Johann Wolfgang von

Goethe in der römischen Campagna

– in beeindruckendem

Format. Wer das Goethe-Haus

nicht kennt, sollte zum Großen

Hirschgraben wandern. Im

2. Weltkrieg wurde es bis auf

die Grundmauern zerstört und

konnte bereits 1951 wieder originalgetreu

rekonstruiert werden.

Eine erstaunliche Leistung

für die junge Bundesrepublik.

Bei einer Stadtrundfahrt fällt

der Blick auf die Alte Oper

Frankfurt – ein strahlend weißer

Palazzo, den man auch von

innen erleben sollte.

Im vornehmen Westend-Viertel

liegt der Botanische Garten,

eine grüne Insel mit den

historischen Gewächshäusern,

Palmen und Kakteen werden

sorgfältig gepflegt. Die Stiftung

Palmengarten und Botanischer

Garten unterstützt Projekte, die

dazu beitragen, die Qualität der

Gärten für kommende Generationen

zu sichern.

Ja, und da gibt es noch den Ebbelwoi

– ein Kontrast zur internationalen

Geschäftswelt.

In Alt-Sachsenhausen existieren

10-20 Gaststätten – so genau

wissen es die Frankfurter selbst

nicht. Doch die Suche lohnt

sich in der Tat. In Alt-Sachsenhausen,

inmitten von hohen

Wohngebäuden, weisen vor den

Hofdurchgängen romantische

Wirtshausschilder den Weg.

Da sitzen sie, dicht gedrängt an

Holztischen und Bänken, solide

gekleidet bei fröhlicher Stimmung.

Ebbelwoi und Grüne

Soß mit Kartoffeln und hartgekochtem

Ei sind die Lieblingsspeisen

aller Besucher. Auch

Goethe hat die grüne Soß sehr

geschätzt. Die Stadt Frankfurt

bietet fürwahr ein spannungsreiches

Programm.

Ingrid Hepperle

Kurpark-Meeting und Grand Prix Ball

Party- und Gourmetmeile im Rahmen der Internationalen Galopprennwochen in Baden-Baden

Zu einer großen Party- und

Gourmetmeile verwandelt sich

DIE SÄULEN

DER HOFFNUNG

15.-19. AUGUST 2018

21 UHR

der Kurgarten vor dem Kurhaus

Baden-Baden beim legendären

Domfestspiele

St. Blasien

www.domfestspiele-stblasien.de

Infos & Ticket-Hotline: +49 (0)7652-12068550 Mail: stblasien@hochschwarzwald.de

CARMINA

Carl Orff

BURANA

17. bis 19. AUGUST 2018

DOMPLATZ ST. BLASIEN

OPEN AIR

17 UHR

Kurpark-Meeting vom 24. August

bis 2. September. Anlässlich der

Internationalen Galopprennwochen

gibt es ein großes kulinarisches Angebot

Baden-Badener Gastronomen

sowie ein hochklassiges Musikprogramm

im Konzertpavillon vor dem

Kurhaus – und das alles im ganz besonderen,

sommerlichen Ambiente

des Kurgartens. Unter freiem Himmel

wandeln die Besucher zu Livemusik

die Gourmet-Meile entlang

und kosten, was die Baden-Badener

Gastronomen zu bieten haben. Ein

eleganter Hochgenuss – und ein

schöner Ausklang eines Renntages.

Geboten wird ein Musik-Mix von

Jazz über Groove bis hin zu Funk.

Eintritt frei.

Grand Prix Ball

Zum Grand Prix Ball, am 1.

September, 19 Uhr, im Kurhaus

Baden-Baden rollt die Kultur- und

Bäderstadt den Roten Teppich aus.

Die Besucher erleben im Bénazetsaal

mit Gastgeberin Judith Rakers

das gesellschaftliche Highlight des

Edles Ambiente vor dem Kurhaus

Jahres. Die Eröffnung des Grand

Prix Balls übernimmt die Philharmonie

Baden-Baden gemeinsam

mit den Debütanten der Tanzschule

Gutmann. Das Björn Vüllgraf Orchestra

und die Casino Band Baden-

Baden locken die Gäste auf‘s Tanzparkett.

Anna Melnikova & Victor

da Silva präsentieren eine spektakuläre

Tanzshow und „Night Fever

Foto: BBE

– The Very Best Of The Bee Gees“

katapultiert die Besucher bei der

Mitternachtsshow in die Disco-Ära

zurück. Ein 4-Gang-Gala-Dinner

von 2-Sternekoch Martin Herrmann

sowie das Höhenfeuerwerk über den

Dächern Baden-Badens runden diese

rauschende Ballnacht ab.

Weitere Infos: www.badenbadenevents.de.


FREIZEIT KULTUR JOKER 17

Die Säulen der Hoffnung

Bei den Domfestspielen St. Blasien gestalten fast 300 Mitwirkende ein mystisches Historienspiel

„Die Säulen der Hoffnung“: Gesamtensemble mit rund 300 Mitwirkenden bei den Domfestspielen St. Blasien

Foto: Presse

Vom 15. bis 19. August verschwinden

abends zu einem bestimmten

Zeitpunkt nach 21 Uhr

die Türme des Doms in St. Blasien

mit der größten Kuppel nördlich

der Alpen. Die Glockentürme

ziehen sich hinter eine beeindruckende,

bei den Domfestspielen

St. Blasien noch nie dagewesene

Videoprojektion zurück.

Rund 300 Mitwirkende präsentieren

bei den diesjährigen Domfestspielen

unter dem Titel „Die

Säulen der Hoffnung“ auf, hinter

und neben der Bühne vor der majestätischen

Domfassade Geschichte

und Geschichten aus dem benediktinischen

und auch nachklösterlichen

Jahrtausend St. Blasiens im

kirchenpolitischen, philosophischen

und europäischen Zusammenhang.

Auch führende Persönlichkeiten

der Region (der Landrat von Waldshut,

der Direktor des Jesuitenkollegs

St. Blasien, der Bürgermeister der

Stadt St. Blasien und seine Kollegen

aus den Nachbargemeinden) wirken

als aktive Laienschauspieler mit.

Die vom St. Blasier Ehrenbürger

Wolfgang Endres verfasste und

inszenierte Collage aus elf Bildern

befasst sich mit der Idee des berühmtesten

und genialsten St. Blasier

Klostervorstehers, des Fürstabts

Martin Gerbert, die abgebrannte,

barocke Klosterkirche durch das

„Pantheon im Schwarzwald“ zu

ersetzen. Tanzgruppen, Soldaten,

Mönche, Nonnen, Bauern,

Pestvögel, Hildegard von Bingen,

Nostradamus/Dr. Schnabel u. a.

bilden für die Lebensstationen des

Fürstabts den zeitgeschichtlichen

Rahmen.

Die Inszenierung verknüpft die

Kernhandlung mit anspruchsvollen

und eindrucksstarken Bildern.

Bei allen Katastrophen, die Feuersbrunst

in der fürstäbtlichen Geburtsstadt

Horb, die Brandkatastrophe

im Kloster St. Blasien, der Ausbruch

der Pest und die Untergangsvisionen

des Nostradamus sind die

Säulen des Kuppelbaus das, was

dem Stück den Namen gab: „Die

Säulen der Hoffnung“.

Tickets: Tourist Informationen

der Hochschwarzwald Tourismus

GmbH, oder T.: 07652 1206-8550

oder www.reservix.de

Theater vor historischer Kulisse

„Der Glasvogt Melchior“ bei den Jostäler Freilichtspielen

Jodok Melchior Theodora Fotos: Jostäler Freilichtspiele

Die Jostäler Freilichtspiele stehen

seit 30 Jahren für historisches

Freilichttheater in alemannischer

Mundart. Noch bis zum 12. August

wird jeweils am Samstag und

Sonntag um 20 Uhr das Stück „Der

Glasvogt Melchior“ gezeigt, das

sich mit der Geschichte, dem Alltag

und dem Schicksal der Bewohner

des Weilers Glashütte bei St. Märgen

um das Jahr 1700 beschäftigt.

Als Kulisse dient die Öhlermühle

in der Schildwende, einem Seitental

des Jostals. Ihr charakteristischer

Hochschwarzwälder Stil trägt dazu

bei, die Zuschauer bei den Vorstellungen

von „Der Glasvogt Melchior“

in die Zeit am Ende des 17. und

zu Beginn des 18. Jahrhunderts zurückzuversetzen.

Das Theaterstück

erzählt die Geschichte der Glashütte,

die einst bei St. Märgen betrieben

wurde, und beschreibt das Leben

und Arbeiten der eingeschworenen

Glasmacher-Gesellschaft mit

all ihren Eigenheiten. Mehr als 60

DarstellerInnen verwandeln sich in

Glasmacher, Schleifer, Glasträger,

Köhler und andere Figuren – Gewerbe,

die die einstige Wildnis des

Schwarzwalds erst urbar machten.

Die Jostäler Freilichtspiele werden

präsentiert von der Chorgemeinschaft

MGV Titisee/Eckbach-

Jostal/Hinterzarten. Aufführungen:

4./5./11./ 12. August, jew. 20 Uhr,

Einlass ab 18 Uhr. Bei unsicherem

Wetter können Besucher an den

Aufführungstagen ab 17 Uhr unter

Tel. 07651/988198 oder unter www.

jostaelerfreilichtspiele.de erfahren,

ob die Vorstellung stattfindet.


18 KULTUR JOKER Freizeit

Eine Reise ins Firmament

Sommer Spezials im Mitmachmuseum Vaisseau in Strasbourg

Über allen Wipfeln

Der Baumkronenweg im Naturerlebnispark

Waldkirch

In rund 27 Meter Höhe lädt

der Baumkronenweg Waldkirch

dazu ein, die Natur aus

einer neuen Perspektive zu

entdecken. Ausgangspunkt

ist ein 1,2 Kilometer langer

Wanderweg, der als Sinnesweg

angelegt ist. Verschiedene

Stationen laden zum Fühlen,

Hören, Tasten, Riechen und

Sehen ein. Hier bietet sich die

Gelegenheit, den Wald und vor

allem die Baumwipfel sowie

die verschiedenen Baumarten

zu erkunden. Dies geschieht

auf einem rund 200 Meter langen

Weg – bestehend aus einer

Holz-Stahl-Konstruktion – wo

man von einem Aussichtsturm

zum nächsten laufen kann.

Von den Plattformen breitet

sich ein großartiger Ausblick

aus auf die umliegende Berglandschaft

des Schwarzwalds,

das Elztal, den Breisgau und

bei entsprechender Wetterlage

die Vogesen in Frankreich. Direkt

vor der Nase zeigt sich allerdings

die faszinierende Flora

und Fauna in luftiger Höhe.

Den Rückweg aus den Wipfeln

des Waldes kann man über die

185 Meter lange Highspeed-

Röhrenrutschbahn wählen,

schnurstracks ist man wieder

beim Ausgangspunkt des

Baumkronenwegs Waldkirch.

Infos: www.baumkronenwegwaldkirch

Das Mitmachmuseum Vaisseau

in Strasbourg hat sich für seine

Besucher wieder etwas ganz Besonderes

für die Sommermonate

ausgedacht. In den Erlebnis- und

Themenwelten und dem tollen

Garten kann man wieder mit viel

Freude die Welt und auch den

Himmel erkunden.

Gewöhnlich ist es im Erlebnismuseum

um 18 Uhr Zeit, sich auf

den Heimweg zu machen. Am

4. August beim „Festiz“, geht es

dann aber erst so richtig los. Bis

22 Uhr können BesucherInnen

ein festliches Sonderprogramm

genießen, bei dem Witz, Spannung

und Überraschung ganz

groß geschrieben werden. In

Spielen, Animationen und Forscherstationen

wird der Himmel

aus allen Blickwinkeln untersucht.

Groß und Klein erleben

unvergessliche Momente mit der

Astronomie, dem Wetter, ja sogar

mit fliegenden Fahrgeräten, bis

dass die Sonne untergeht. Das

Vaisseau holt für seine Gäste sozusagen

die Sterne vom Himmel!

Ab 18 Uhr vor dem Eingang

werden die Besucher von zwei

verträumten Schlafwandlern empfangen,

die gerne ihre Instrumente

und viele andere Klangkörper vorstellen

und auch mal ausleihen.

Im Garten gibt es Gelegenheit

mehr über die verschiedenen

Sternbilder, ihre Bedeutung und

welche Geschichte hinter ihnen

steckt zu erfahren.

Dank einer Drohne kann

man das Vaisseau, bequem im

Liegestuhl sitzend mit Video-

Brille ausgerüstet, aus der Vogelperspektive

betrachten. Und

wer schon immer mal einen

Sturm hervorrufen wollte, eine

Wolke oder einen Regenbogen

fabrizieren möchte, ist beim

Workshop „Das Wetter spielt

verrückt“ gut aufgehoben, ab 4

Jahren.

Von 18.30 bis 19.15 Uhr, erfahren

Neugiernasen in der

Vorstellung: „Les mystères des

météorites“ (auf Französisch)

so einiges über Meteoriten. In

der neuen Episode von „Kosmos

Science Power” erklären

Professor Bouldanof und sein

Doktorand alles oder zumindest

fast alles über die Steine

aus dem Weltall. Mehr Infos/

Karten: www.levaisseau.com

Kulinarische Geschmackssafari

African Food Festival im Europa-Park in Rust

Anita Roux schwingt als Gast-Köchin beim African Food Festival selbst den Kochlöffel

Eine Geschmackssafari der

besonderen Art können BesucherInnen

des Europa-Park in

Rust vom 28. Juli bis 19. August

beim African Food Festival

täglich ab 18 Uhr erleben. Das

Restaurant „Spices – Küchen

der Welt“ neben dem Colonial

House im Europa-Park lädt dazu

ein, den kulinarischen Reichtum

Afrikas, der so vielfältig wie der

Kontinent selbst ist, zu genießen.

Mit Original-Rezepturen aus ihrer

Heimat Südafrika zaubert die

Gastköchin Anita Roux außergewöhnliche

Gaumenfreuden.

Exotische Gewürze verleihen

den Fleischgerichten und vegetarischen

Kreationen wie beispielsweise

Bobotie, Wildbredi

oder Cape Malay Chicken Curry

ihren typischen Geschmack

und vermitteln die einzigartige

Esskultur des Schwarzen Kontinents.

Ausgewählte Rot- und

Weißweine aus der jeweiligen

Region runden die Gerichte ab.

Erneut wird die südafrikanische

Spitzenköchin Anita Roux mit

ihren Zubereitungen für einen

unvergesslichen Abend in

Deutschlands größtem Freizeitpark

sorgen.

Vom 28. Juli bis 19. August

können Tische ab 18 Uhr reserviert

werden. Das African Food

Festival ist für Kinder von 0 bis

5 Jahren gratis.

Tickets sind in den Hotels, im

Europa-Park oder telefonisch

unter der Nummer 078 22/77 66

97 erhältlich.


FREIZEIT KULTUR JOKER 19

Kulturstadt mit Charme und Herz

Das sonnige Bad Krozingen ist eine Stadt mit vielen Facetten und bietet im Sommer Vergnügen und Erholung

Bad Krozingen steht für

Gesundheit und eine hohe

Lebensqualität, ob man nun

dort wohnt oder seinen Urlaub

verbringt. Zahlreiche

Angebote bieten Abwechslung

und gerade der Sommer

zeigt Bad Krozingen von seiner

lebhaftesten und schönsten

Seite.

kostbar ausgestatteten Schlosssaal

finden regelmäßig Konzerte

statt, die ein großes Publikum

anziehen. So werden

am 14. und 16. September auch

wieder die Festlichen Tage Alter

Musik veranstaltet, dieses

Mal mit Werken Felix Mendelssohn

Bartholdys, vom Trio

Phaeton gespielt.

Badespaß im aquarado

Die Bad Krozinger Innenstadt bei Nacht

Zwischen Rhein, Schwarzwald

und im sonnigen Dreiländereck

mit den Städten

Freiburg, Basel, Mulhouse und

Colmar liegt Bad Krozingen.

Eine echte Gesundheitsstadt

– so befinden sich dort nicht

nur verschiedene Kliniken und

viele Erholungs- und Spaßangebote

rund um die Kur &

Bäder GmbH, sondern auch

das renommierte Universitäts-

Herzzentrum Freiburg-Bad

Krozingen, das längst einen

internationalem Ruf genießt

und zu den größten Herzzentren

Deutschlands gehört. Aber

auch kulturell hat der Kurort

viel zu bieten.

Sehenswürdigkeiten und

Kultur

Als alte, traditionsreiche

Stadt besitzt Bad Krozingen

viele Sehenswürdigkeiten.

Ein echtes Urgestein bildet

dabei die Pfarrkirche St. Alban,

die schon 1144 errichtet

wurde und auf die frühen Ursprünge

der Stadt verweist.

Die 1578-79 errichtete Propstei

des Klosters St. Blasien ist

über die Jahrhunderte zum Bad

Krozinger Schloss gewachsen.

Das Schloss, das sich heute im

Besitz der Familie Gombert

/ von Gleichenstein befindet,

war ursprünglich eine Kapelle,

die den Äbten bei ihren Aufenthalten

in Bad Krozingen als

Das Pfirt‘sche Schlösschen

Andachtsraum diente und zu

speziellen Anlässen besichtigt

werden kann. Hier befindet

sich auch die Sammlung Historischer

Tasteninstrumente Fritz

Neumeyer, Rolf Junghanns und

Bradford Tracey. Ausgestellt

werden Tasteninstrumente aus

der Zeit von 1600 bis 1860 wie

Spinette, Cembali, Tafelklaviere

oder kostbare Hammerflügel

der berühmtesten Meister.

Diese sind bis heute alle

bespielbar, eine Besonderheit

der Krozinger Sammlung. Im

Foto: Stadtverwaltung

Foto: Stadtverwaltung

Ein kleiner Stadtrundgang

Am Lammplatz, wo sich

auch die gemütliche, helle Fußgängerzone

befindet, steht das

Außenbecken der Vita Classica Therme Foto: Kur und Bäder GmbH

Pfirt‘sche Schlösschen. Bei

einem Spaziergang fällt das

mächtige Gebäude mit seinem

großen Walmdach sofort ins

Auge. Früher war dort der Sitz

der Ortsherrschaft, heute befindet

sich die Volksbank in den

altehrwürdigen Mauern. Gebäude

wie die mit Wandmalereien

versehene Glöcklehofkapelle,

die Hofmann-Mühle, die

Schloss- und Fridolinskapelle

lassen tief in die Geschichte des

Kurorts blicken und sind einen

Besuch wert. Unverzichtbarer

Bestandteil des Ortes ist auch

die Nepomukbrücke, die nach

einer Sprengung 1945 wieder

erbaut wurde. Die beiden

wertvollen Statuen der Immaculata

und des heiligen Nepomuk

konnten dabei erhalten

werden. Zuletzt beweist das

eindrucksvolle Litschgihaus in

der Hauptstraße nicht nur die

wechselvolle Geschichte eines

Baus über die Jahrhunderte, in

ihm ist auch das Stadtmuseum

beheimatet, das in mehreren

Abteilungen die Vor- und Frühgeschichte

der Stadt sowie das

Leben der in Bad Krozingen

wohnhaften lettischen Schriftstellerin

Zenta Maurina (1897-

1978) präsentiert. Im Innenhof

des Litschgihaus-Komplexes

befindet sich ein Eingang zum

Statt-Theater Bad Krozingen.

Evangelische

Stadtmission

Freiburg e.V.

Zeit für mich!

Tagespflege-Angebot im Haus Siloah Bad Krozingen

Weitere Informationen unter

Tel. 07633/ 1006-31, tagespflege-siloah@stadtmission-freiburg.de

oder www.stadtmission-freiburg.de/tagespflege


www.universitaets-herzzentrum.de

Wenn Spitzenmedizin

und Nähe zählen

1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 22.000 Patienten

pro Jahr, 43.000 Ambulanzbesuche und der Anspruch,

jeden Tag aufs Neue universitäre Hochleistungsmedizin mit

gelebter Patientennähe zu verbinden.


FREIZEIT KULTUR JOKER 20

Kleinkunst, Kinderveranstaltungen

und Jazz warten dort auf

BesucherInnen. Darüber hinaus

gibt es abends im Litschgi-Keller

Jazz in stilvollem Ambiente.

Wer tiefer in die Geschichte der

Stadt eintauchen möchte, kann

dies im anschaulichen und informativen

Archäologiepark

im Kurgarten. Hier wurden bei

Ausgrabungen 2011 bis 2015

unter anderem ein steinzeitliches

Kammergrab aus der Zeit

um 3500 vor Christus und ein

römischer Gutshof aus dem 1.

bis 3. Jahrhundert nach Christus

freigelegt.

Ganz modern präsentiert sich

das 2015 eröffnete Joki-Kino

am Bahnhof. Als technisch

und inhaltlich avanciertes Kino

bietet es sechs Tage die Woche

ein abwechslungsreiches Programm,

prominente Gastbesuche

miteingeschlossen. Wer

darüber hinaus nach Medien

sucht, findet in der modern ausgestatteten

und auch familienfreundlichen

Mediathek Bad

Krozingen unter 24.000 Medien

sicher auch das, was er sucht.

Massage oder die Abhyanga-

Massage, Fitnesstherapien und

Sprudelbädern in angenehmer

Atmosphäre. Ein Highlight

sind auch die exklusiven und

authentischen Private Spas:

das Indische Bad, das Türkische

Bad, das Japanische Bad

und das Marokkanische Bad.

Bis zum 31. August finden im

Wohlfühlhaus noch die Sommerwochen

statt. Gäste genießen

entspannende Massagen

oder einen Sommertag inklusive

Therme zu vergünstigtem

Preis. Und wer gerne durch die

herrlichen Winzerorte und in

Rheinnähe radeln will, erhält

vom 8. bis 22. August geführte

E-Bike Touren.

Temperamentvoll geht es im

Spaß- und Erlebnisbad aquarado

zu. Eine 80 Meter Röhrenrutsche,

eine Trio-Slide-

Rutsche, eine Sprung- sowie

eine Trampolinanlage, ein

Kletterturm und ein Kinder-

Matschspielplatz bieten Spaß

und Spannung für Kids, Jugendliche

und Familien. Am

12. August sorgt das Spielmobil

aus Freiburg zusätzlich für

gute Laune und am 2. September

gibt es für Groß und Klein

Spiel und Spaß mit lustigen

Wasserspielen.

Kultur und Natur im Kurpark

Ein Zentrum des kulturellen

Lebens bildet der Bad Krozinger

Kurpark mitsamt Kurhaus.

Tagungen, Feste örtlicher Vereine

sowie kulturelle Veranstaltungen

werden dort abgehalten

und formen den Herzschlag der

Stadt. Die Kur & Bäder GmbH

veranstaltet hier jährlich das

bekannte „Open Air im Park“

mit internationalen Musikgrößen,

Klassikveranstaltungen

und nicht zuletzt das prachtvolle

Lichterfest. Ein weiteres

Highlight findet vom 24. bis 26.

August im Kurpark statt: das

Vita Classica Springturnier.

Mit 500 Reitern aus Deutschland,

der Schweiz und Frankreich

ist das Event das größte

Springtunier in der Regio.

Inmitten eines idyllischen

Naturambientes, rund um den

Phantasievolle Blumenarrangements im Kurpark

Foto: Kur und Bäder GmbH

Das Vita Classica Springturnier vom 24. bis 26. August

Kurpark-See bieten Übungsgolfanlage,

Kinderspielplatz,

Café, Radwege und Minigolf

Zerstreung und Spaß. Zur

Erholung nach einem satten

Foto: Achim Keller

Sommertag in Bad Krozingen

eignet sich schließlich ein Glas

Gutedel in einem der zahlreichen

Cafés oder Restaurants

mit der sprichwörtlichen badischen

Gastlichkeit. Der edle

Tropfen gedeiht in den idyllischen

Reben des Markgräflerlandes

besonders gut. Die

feinen Gutedel-Weine eignen

sich ideal zur Begleitung eines

leichten Sommergerichts und

stehen für Frische und Herzhaftigkeit

der ganzen Stadt. Ein

Besuch in Bad Krozingen lohnt

sich also allemal.

Weitere Infos:

www.bad-krozingen.de

Fabian Lutz

Therme und Wasserspaß

Wer nach all den Erlebnismöglichkeiten

entspannen

will, ist in Bad Krozingen besonders

richtig. Die Kur & Bäder

GmbH bietet mit der Vita

Classica, dem Kurpark und

aquarado Orte zwischen Erholung

und Spaß. Die Vita Classica

ist längst mehr als nur eine

Therme, vielmehr ein echter

Badepalast. Mit der römisch

anmutenden Kuppelhalle im

Zentrum erstreckt sich die Vita

Classica von einem Freiluftbereich

über die Sprudelgrotte bis

zu einem vielgestaltigen Saunaparadies.

Ein weiteres Herzstück

bildet das Wohlfühlhaus

mit seinen zahlreichen, teils

exotischen Massageangeboten

wie die Aroma-Energie-

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22 KULTUR JOKER FREIZEIT

Gaukler, Musikanten und Kunsthandwerk

16. Bräunlinger Straßenmusiksonntag

Straßenmusikanten in Bräunlingen

Von überallher reisen

Gaukler, Spaßmacher und

Musikanten an, verhängen

den Ausnahmezustand

über Bräunlingen, pflanzen

Nostalgie, Tempo und gute

Laune ins idyllische Ambiente

des Zähringer-Stadtkerns.

Beim 16. Bräunlinger

Straßenmusiksonntag

am 26. August wird die Altstadt

zum Mekka der Straßenkunst:

Um 11 Uhr geht´s

los, ohne Pause bis 19 Uhr.

Buchstäblich an allen Ecken

werden die Sinne gefesselt:

Hier die Gaukler mit halsbrecherischen

Jonglagen,

da die Klampfenmänner, denen

Fernweh aus allen Knopflöchern

weht. Dort duelliert

sich Dixie-Musik mit mittelalterlichen

Instrumenten,

gegenüber hält man sich die

Bäuche vor Lachen über

Pantomines Streiche. Über

die ganze Altstadt verteilt

locken Festlauben mit Kühlung

und Gaumenfreuden.

Tolle Pausen-Oasen im

turbulenten Festgetümmel,

alle taufrisch aufgerüstet

mit Verlockungen, von denen

man sich überraschen

lassen sollte. Für Kinder

spielt nicht nur Musik auf

der Straße sondern auch

Clowns, Zauberer und Mitmach-Theater.

Auch das Kunsthandwerk

bekommt am Bräunlinger

Straßenmusiksonntag seine

Plattform: Beim Fest-Slalom

entdeckt man Töpfer

und Holzschnitzer bei der

Arbeit, die Puppenkleider-

Schneiderin zeigt Tricks

und Kniffs und Künstler

lassen ihre Phantasien auf

Seide fließen.

Am 25. August startet

die „Musiknacht mit Budenzauber“

um 18 Uhr mit

dem Eröffnungs-Top-Act

„Gogol & Mäx“ – Humor in

Concert auf der Hauptbühne

vor dem Rathaus. In den

Hütten und Lauben sorgen

die Bräunlinger Vereine &

Gastronomen bis tief in die

Nacht für Stimmung und

Unterhaltung.

Weitere Info: www.strassenmusiksonntag.de

Grandiose Disco-Glitzerszenen

Schwäbisch Haller Freilichtspiele bringen das Musical „Saturday Night Fever“ auf die Treppe

Mieses kleines Alltagsleben

unter vielen Zwängen, glitzerndes

Wochenend-Delirium

mit Sex, Drogen und Gewalt –

der US-amerikanische Tanzfilm

„Saturday Night Fever“ ist auch

nach über vierzig Jahren so weit

nicht von der Realität vieler Jugendlicher

entfernt. Selbst das

Naturerlebnis Baumkronenweg

Barfuß- & Abenteuerpfad

Europas längste Röhrenrutsche

Sinnesweg mit Erlebnis-Stationen

Eunuchen-Falsett der Bee Gees

scheint wieder im Kommen, hört

man all die Heulbojen im Radio

schmachten. Auch im Portal der

Schwäbisch Haller Michaelskirche

hängt eine von vielen riesigen

Disco-Kugeln, mit Live-Musik

(Leitung: Heiko Lippmann) und

einem jungen, energiegeladenen

www.baumkronenweg-waldkirch.de

und international besetzten Ensemble

(Regie und Choreografie:

Christopher Tölle) werden die 53

steilen Stufen der 1667 gebauten

Freitreppe zur Diskothek „2001

Odyssee“ in Manhattan. Seit 1925

wird hier zwischen Kirche und

Rathaus professionelles Theater

gespielt, jetzt gehen die Freilichtspiele

unter der neuen Intendanz

von Christian Doll mit dem vielfach

ausgezeichneten Musical

„Saturday Night Fever“ in ihre 93.

Saison (Robert Stigwood, Bill Oakes,

Neufassung Ryan McBryde.

Uraufführung in London, 1998).

„Ich scheiß auf die Zukunft!“,

brüllt der 19-jährige Italo-Amerikaner

Tony Manero (Roy Goldman)

und lässt sich vom Chef

einen Vorschuss geben. Zuhause

ist es klaustrophobisch-bieder:

Vater arbeitslos und Trinker,

Mutter bigott, Bruder Priester.

Dafür sprühen die Kumpels vor

Testosteron – für sie sind Frauen

Freiwild, Tanzen und die Frisur

oberwichtig. Der Rest der Geschichte

ist ein melodramatischer

Cocktail aus Liebe, Sozialdrama,

rüden Macho-Sprüchen und

Banden-Gekloppe – in Schwung

gehalten von DJ Monty (David-

Michael Johnson) und grandiosen

Disco-Glitzerszenen. Letztere

sind ein musikalisches und tänzerisches

Erlebnis, auch wenn man

sich mehr Hingucker in Sachen

Schlaghosen und 80er Frisuren

gewünscht hätte (Bühne und Kostüme:

Walter Schütze).

Mitreißende Choreografien, artistische Einlagen

„Stayin´ Alive“, „Night Fever“,

„Tragedy“ – es ist ein

Abend der Ohrwürmer, es gibt

mitreißende Choreografien

samt artistischen Einlagen,

schließlich ist es eine besondere

Herausforderung in Highheels

kreuz und quer über die Treppe

zu wirbeln. Überhaupt ist dieses

Musical eine Hommage an

das Tanzen – Teenie-Schwangerschaft,

Vergewaltigung,

Selbstmord und Schlägereien

geben lediglich den rauen, aber

marginalen Subtext. Schließlich

geht es um den Gewinn beim

Universal Disco-Dance Contest

– dafür trainiert Tony erst mit

dem Nachbarmädchen Annette

(Dorothea Maria Müller),

die er für eine Schlampe hält –

dann mit der blonden Stephanie

(Maja Sikora), die endlich raus

will aus Brooklyn-Bay Ridge.

Ob die beiden sich kriegen? Eine

rasante Musicalinszenierung in

mittelalterlicher Kulisse und auf

einer sehr spannenden Openair-

Bühne, die dank ihres Anstiegs

nicht nur ein enorm breites, sondern

auch vertikales Panorama

bietet.

Ab 3. August auf der Großen

Treppe: 20er Jahre Revue – „In

der Bar zum Krokodil“ und

„Don Camillo und Peppone“.

Infos: www.freilichtspiele-hall.de

Marion Klötzer


FREIZEIT KULTUR JOKER 23

Waldbaden im Hochschwarzwald

Natürliche Wellness- und Gesundheitsoasen im Hochschwarzwald

Naturwellness Foto: Hochschwarzwald Tourismus GmbH Riesenbühlturm Schluchsee Foto: Hochschwarzwald Tourismus GmbH

Den Wald bewusst mit allen

Sinnen erleben – das ermöglicht

ab sofort der neue Rundwanderweg

„Wäldersinn“ in

Grafenhausen-Rothaus. Als

besondere Attraktion laden

am Wegesrand speziell gefertigte

Holzliegen zum Waldbaden

ein. Die reine Luft und

die Duftstoffe insbesondere

der Nadelbäume fördern nicht

nur das subjektive Wohlgefühl,

sondern können auch zur

Stärkung des Immunsystems

beitragen. Die Wälder des

Hochschwarzwaldes, auf Höhen

von 800 bis 1.500 Meter

gelegen, werden so zu natürlichen

Wellness- und Gesundheitsoasen.

Eine dieser Oasen ist über

den Rundwanderweg „Wäldersinn“,

ganz in der Nähe des

Schluchsees, zu erreichen. An

mehreren Erlebnisstationen an

der rund sieben Kilometer langen

Strecke können Wanderer

ihre Sinne testen und dabei

den Wald bewusst hören, riechen,

sehen und spüren. Nahe

der Danieltanne, der dicksten

Tanne im Schwarzwald, besteht

auf fünf Liegeplätzen für

Einzelne, Paare oder für die

ganze Familie die Möglichkeit

zum Waldbaden.

Die Holzliegen wurden

vom Bauhof der Gemeinde

konstruiert und im Rahmen

eines Freiwilligenprojekts mit

Jugendlichen aus vielen verschiedenen

Ländern im Wald

aufgestellt. Weitere Infos:

www.hochschwarzwald.de/

waldbaden

Gladiatoren, Musik und Tanz

In Hüfingen wird ein großes Römerfest gefeiert

Spannende Schaukämpfe in Hüfingen

Große und kleine Besucher /

Innen können beim großen

Römerfest am 1./2. September

in Hüfingen durch das römische

Lager in Brigobannis

wandeln und dabei die Geschichte

der Römer hautnah

miterleben am originalen

Schauplatz der römischen

Badruine. Beim Hüfinger Römerfest

werden verschiedene

römische und alamannische

Gruppen ihr Lager aufschlagen.

Ihren Mut und ihr Können

werden sie in spannenden

Schaukämpfen zur Schau

stellen. Neben den verschiedenen

Gladiatorenauftritten

wird es Musik- und Tanzdarbietungen

zur Unterhaltung

geben.

Über 200 Mitwirkende aus

verschiedenen Ländern zeigen

ihre antiken Künste beim

Handwerken, Kochen, Kämpfen

und Exerzieren. Mit Hagen

Pätzold und anderen römischen

und alamannischen

Gruppierungen konnte die

Stadt Hüfingen gemeinsam

mit Organisator Helmut Vogel

Aussteller gewinnen, die

bereits auf bekannten Römerfesten

gastierten.

Spannung und Unterhaltung

bieten auch verschiedene

Mitmachaktionen für

Alt und Jung, ein Tiergehege,

interessante Vorträge zum römischen

Leben und natürlich

Kostümführungen durch die

Römische Badruine.

Ein Stand der Römerstraße

Neckar Alb Aare informiert

interessierte BesucherInnen

über Fakten zur Römerzeit.

Auch kulinarisch orientiert

sich das Fest an der römischen

Antike. Die Stadtmusik

Hüfingen wird die Gäste

mit authentischen Speisen

und Getränken versorgen.

Geöffnet ist das Römerfest

am 1. September von 11 bis

20 Uhr und am 2. September

von 10 bis 17 Uhr. Weitere Infos:

www.huefingen.de.


24 KULTUR JOKER FREIZEIT

Ein Markt, ein Platz und viel Geschichte

In Emmendingen feiert das Marktrecht seinen 600. Geburtstag –

eine Jubiläumsfeier mit einem breiten Wochenendprogramm

Das Emmendinger Marktleben heute

Nicht so oft darf man von

einem dreistelligen Jubiläum

erfahren, erst recht nicht,

wenn es sich dabei um ganze

600 Jahre handelt. In Emmendingen

ist es 2018 aber

so weit, gefeiert werden 600

Jahre Marktrecht und das mit

einem abwechslungsreichen

Programm. Schon im Juli informierten

viele Angebote

über die Geschichte des Emmendinger

Marktwesens, nun

kommt vom 10. bis 12. August

ein pralles Jubiläumswochenende.

Mit einem Festakt auf

dem Marktplatz, Festspielaufführungen

auf dem Schlossplatz

und einer Ausstellung im

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Rathaus soll dieses Ereignis

gebührend gefeiert werden.

Marktrecht bedeutete im

Mittelalter das Recht, an

einem bestimmten Platz einen

Markt abzuhalten. Für

die städtische Wirtschaft ein

wesentliches Element, um

Wachstum und Vielfalt der

Stadt zu garantieren. In Emmendingen

war es am 10. August

1418 so weit. König Sigismund

verlieh den beiden in

der Markgrafschaft Hachberg

gelegenen Dörfern Emmendingen

und Eichstetten das

Recht auf die Abhaltung eines

Marktes. Die Bedeutung war

nicht zu unterschätzen. Nur so

konnte Emmendingen schließlich

vom Dorf zur Großen

Kreisstadt werden. Also kein

kleiner Anlass zum Feiern

und dementsprechend ein

breites Programm. Im Zentrum

steht dabei das Emmendinger

600 Jahr’-Marktspiel

„Vom Handeln im Wandel“

unter Leitung des in Emmendingen

lebenden Regisseurs,

Autors und Schauspielers Dieter

E. Neuhaus, das am 11./12.

August, jew. um 17.30 Uhr

und 20 Uhr auf dem Schlossplatz

gezeigt wird. Zahlreiche

Menschen aus der Stadt und

der Region bringen hier ihre

Erfahrungen und Ideen auf

die Bühne. Der historische

und doch lebendige Blick fällt

auf das Leben in Emmendingen

vor 600 Jahren und auf

die Welt damals überhaupt,

aber auch auf die Entwicklung

des Zusammenlebens bis

heute. Kompetente Unterstützung

erhalten die Theaterleute

dabei von Stadtarchivar Hans-

Jörg Jenne.

Bereits am 10. August zeigt

das Jubiläumswochenende die

unterschiedlichen Facetten der

Feierlichkeiten auf. Frühaufsteher

werden dabei belohnt

– ganz klassisch erwartet sie

von 8 bis 13 Uhr der heutige

(!) Wochenmarkt auf dem

Marktplatz. Zu bester Bewirtung

gibt es abends auf dem

Marktplatz um 19 Uhr dann

den ersten, großen Festakt

zu bestaunen. Ganz regional

und mit Schwung wird echte

Emmendinger Stadtmusik

zu hören sein, ergänzt durch

das Quintett Goschehobel,

eine alemannische Folk-Rock

Musikgruppe. Die heizen erst

einmal ein, ehe eine Lichtinstallation

am späten Abend

für große Augen sorgt.

Am folgenden Samstag zeigt

sich der Marktplatz von 11 bis

18 Uhr in Kinderhand. Der

Freiburger Verein Spieldrachen

setzt auf ein umfang-

C

M

Y

CM

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CY

CMY

K

MEHR ALS KÜCHEN.

LEBENSRÄUME.


FREIZEIT KULTUR JOKER 25

Der Emmendinger Marktplatz als Sammelplatz für Manöver-Truppen, 1912

Foto: Stadtarchiv Emmendingen

Das Emmendinger Marktleben damals (Nachbildung)

reiches Spaßprogramm von

früh bis spät. Deutlich ruhiger,

aber ebenso den ganzen Tag

von 11 bis 18 Uhr lässt sich die

Ausstellung „Markt – Platz –

Geschichte(n)“ im Emmendinger

Rathaus besichtigen. Am

Samstag wie auch am Sonntag.

In Bild und Text geht es

hier noch einmal weit bis nah

in die Vergangenheit. Zu den

Öffnungszeiten des Rathauses

ist die Ausstellung noch bis

16. November zu besichtigen.

In der Landvogtei erklingt

Musik bei Bewirtung zwischen

Waldschänke und Flammenkuchenstand.

Hier gibt es

um 15 Uhr ein Platzkonzert

mit der Trachtenkapelle Glottertal

und abends um 20 Uhr

Musik mit dem Quartett Augustinum.

Der Sonntag schließlich beginnt

um 11 Uhr ebenfalls auf

dem Schlossplatz. Hier steht

Vielfalt auf dem Programm.

Die unterschiedlichen, in

Emmendingen ansässigen

Religionen und Konfessionen

stellen sich vor, dazu gibt es

Musik. Ganz praktisch geht es

auf dem Marktplatz zu. Vormittags

werden hier Mähdrescher,

Pflüge und Traktoren zu

sehen und zu erleben sein. Zu

Bewirtung in der Landvogtei

gibt der Musikverein Maleck

ein Platzkonzert um 15 Uhr.

Um 20 Uhr spielt dann das

Duo Bächlesörfer. Mittanzen

erwünscht! Schließlich

kommt auch das große 600

Jahr’-Marktspiel wieder zur

Aufführung.

Wer dann noch etwas Zeit

hat, dem sei ein Abstecher ins

Jüdische Museum empfohlen

mit seiner Dauerausstellung

„Quelle des lebendigen Wassers

– Mekor Majim Chajim“.

Eine anschauliche Betrachtung

eines ehemaligen Ritualbades,

ergänzt durch Fotografien.

Das jüdische Museum ist

jeden Mittwoch und Sonntag

von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Und vom 17. bis 18. August

wartet dann auch noch das traditionelle

und beliebte, nunmehr

47. Breisgauer Weinfest

in Emmendingens Innenstadt

auf zahlreiche Gäste. Das und

noch so manches schöne Detail

gibt es zu entdecken in

der bis heute lebendigen Stadt

Emmendingen.

Weitere Infos:

www.emmendingen.de

Fabian Lutz


26 KULTUR JOKER FREIZEIT

Unterm Blätterdach

Sommerprogramm am Theater im Hof

in Kandern-Riedlingen

Im idyllischen

Kandern-Riedlingen

findet jährlich

das Sommerprogramm

des Theaters

im Hof statt.

Dieses Jahr warten

vom 28. Juli bis 12.

August spannende

Aufführungen

auf die ZuschauerInnen

unter dem

Blätterdach der

großen Kastanie.

Am 1. August, 20.30 Uhr stehen

Lesung und Gespräch zum

Buch Von Bienen und Menschen

von Ulla Lachauer auf

dem Programm. Lachauer hat

angesichts des Bienensterbens

mit Imkern aus ganz Eruopa

gesprochen und eine intensive

wie auch empathische Reflexion

über Natur und Gesellschaft

geschrieben. Ganz und gar

düster wird es am 4. August,

20.30 Uhr mit „Zackebuh“,

einem Abend mit Schauerballaden

von den Liederdichtern

und Sprachkomponisten

Timo Brunke und Sebastian

Krämer. Ganz jenseits lustiger

Bühnenkunst gibt es sprachund

klanggewaltige Blicke

ins Dunkel. Voll frischer Luft

hingegen das Konzert „Jütz,

Alpine Bergtonreisen“ am 10.

August, 20.30 Uhr. Die Vokalalpinisten

Isa Kurz, Daniel

Woodtli und Philipp Moll bringen

gewitzt und gekonnt echte

JÄGER DES

LICHTS

Arndt/Hettich/Mauthe/Römmelt/Schulz

Sa 27.10. | Seepark

ISLAND

Dirk Bleyer

Fr 16.11. | Schluchsee

SÜDTIROL

Steffen Hoppe

Mo 26.11. | Seepark

Weitere Vorträge,

Seminare, Infos & Tickets:

Claudia Adrario und Lukas Jösel

Programmauszug:

WANDERN

IN DEUTSCHLAND

Klaus-Peter Kappest

So 4.11. | Denzlingen

BALTIKUM

Dirk Bleyer

So 25.11. | Denzlingen

KORSIKA

Walter Steinberg

Di 27.11. | Seepark

alpine Klanglandschaften. Traditionelle

Folklore trifft moderne

Improvisation.

Am 11. August, 20.30 Uhr

gibt es dann die Lesung mit

Gespräch von Margret Greiner

zu Werk und Leben der Malerin

Charlotte Salomon, deren

Malerei immer auch Schutz

vor dem war, was ihr schließlich

auch drohte: Die Ermordung

durch die Nationalsozialisten

1943. Magret Greiner

lauscht und dokumentiert.

Abschließend, am 12. August,

15.30 Uhr die musikalisch-literarische

Afrika-Reise

Karibu Katoto mit Claudia

Adrario (Text) und Lukas Jösel

(Percussion). Die poetische

Geschichte über das einsame,

kleine Gnu berührt im Text

wie auch durch die Klänge von

afrikanischen Instrumenten

aus Tansania. Für Kinder ab 5

Jahren.

Infos: www.theaterimhof.de

SKANDINAVIEN

Klaus-Peter Kappest

So 4.11. | Denzlingen

NEUSEELAND

Zwerger-Schoner

So 25.11. | Denzlingen

TRANSSIB

Holger Fritzsche

Mi 28.11. | Müllheim

MUNDOLOGIA.DE

Holzduft liegt in der Luft

23. Intern. Holzbildhauersymposium in St. Blasien

Würziger Holzduft liegt

in der Luft, Späne fliegen

– die Bildhauerwoche in St.

Blasien hat begonnen. Vom

27. August bis zum 2. September

können BesucherInnen

durch die Straßen

St. Blasiens schlendern, 15

Bildhauern aus fünf Nationen

bei ihrer Arbeit über

die Schulter schauen und

hautnah miterleben, wie

aus einem Baumstamm ein

Kunstwerk entsteht. Vorgestellt

werden die Künstler

und ihre Skulpturen am 1.

September, 15 Uhr auf dem

Domplatz, ab 16 Uhr spielt

die Coverband Unit5 Hits

der 60er- und 70er-Jahre,

um 21 Uhr präsentieren

dann Pialeto ihre Feuershow.

Zum Abschluss des Symposiums

folgt am 2. September

die öffentliche Versteigerung

der Kunstwerke

auf dem Domplatz, moderiert

von Hansy Vogt.

Uhrmacherkunst im Blick

Viel Wissenwertes rund um die Zeitmesser bei der Internationalen

Antikuhrenbörse in Furtwangen

Einmal im Jahr treffen sich

Antik-Uhrenfreunde bei der

Antikuhrenbörse in Furtwangen.

Der Großherzog

von Baden hatte mit Weitblick

1850 in Furtwangen

die erste Uhrmacherschule

Deutschlands unter der Leitung

des Ingenieurs Robert

Gerwig eingerichtet.

Heute werden an der mittlerweile

firmierenden HFU-

Hochschule Furtwangen

University, mit zwei Außenstellen

in VS-Schwenningen

und Tuttlingen mehr

als 6000 Studenten unterrichtet.

Während der Semesterferien

findet in diesem Jahr

vom 24.-26. August die Antikuhrenbörse

bereits zum

34. mal in den Räumlichkeiten

der HFU statt.

Das Angebot bei Pendeluhren

reicht zurück bis in

die Anfänge der Uhrmacherei

im 17. oder 18. Jahrhundert,

bei Taschen- und

Armbanduhren bis ins 19.

Jahrhundert. Für jedes Sammelgebiet

sind Angebote

vorhanden für größere und

kleinere Geldbeutel.

Die Antikuhrenbörse geht

einher mit einem der größten

Trödelmärkte Südbadens,

der zusammen mit

Aus einem Baumstamm wird ein Kunstwerk

einem Stadtfest durchgeführt

wird.

Mit dem Eintritt in die

Uhrenmesse hat man gleichzeitig

die Möglichkeit, das

Deutsche Uhrenmuseum zu

besichtigen. Auch die Gründung

des Museums geht auf

Robert Gerwig zurück. Er

legte schon zu Beginn der

Uhrmacherausbildung 1850

eine Lehrmittelsammlung

an, um einen Gedankenaustausch

für Lehrlinge, aber

auch für Uhrenmanufakturen

anzuregen.

Antik-Uhrenbörse Furtwangen:

24. bis 26. August.

Infos: www.antik-uhrenboerse.eu

Die Geschäfte in St. Blasien

öffnen an diesem Tag

ihre Türen beim verkaufsoffenen

Sonntag ab 11 Uhr,

zudem gibt es einen Kunsthandwerkermarkt.


FREIZEIT KULTUR JOKER 27

Ein Dorf im Zeichen von Heil- und Wildkräutern

Drei Klimazonen bescheren Oberried am Schauinsland seltenen Reichtum an Kräuterarten – am 17. August findet

wieder der große Kräuter- und Bauernmarkt rund um die Klosterscheune statt

Es begann in Oberried vor

nunmehr 20 Jahren mit Kursen

und Vorträgen der Kräuterexpertin

und Gründerin der

Freiburger Heilpflanzenschule

Ursel Bühring in gemeindeeigenen

Räumen der ehemaligen

Klosteranlage. Das Interesse

war groß, im Dorf noch traditionell

vorhandenes Kräuterwissen

wurde aufgefrischt und

im Laufe der Jahre entwickelte

sich aus diesen Anfängen

durch vieler Hände Mitarbeit

eine Erfolgsgeschichte für das

gesamte Dorf und Oberried

kann sich heute mit Fug und

Recht Kräuterdorf nennen.

Der Kräutergarten

In den genannten Kursen

keimte 1999 die Idee, im Klostergarten

ein Kräuterareal

Die Vereinsgründung

Im Mai 2014 markierte die

Gründung des Vereins „Kräuterdorf

Oberried“ einen weiteren

Entwicklungsschritt.

In seiner Satzung heißt es:

„Der Verein hat die Aufgabe

und das Ziel, das traditionelle

Wissen um die Kultur güter

Kräuter, Wildkräuter sowie

Bauerngärten zu erhalten und

weiterzuent wickeln“ und er

sichert „die Unterstützung der

auf diesem Gebiet ehrenamtlich

tätigen Bürgerinnen und

Bürge r“ zu. Über den Verein

wurden und werden übers Jahr

unterschiedlichste zum Teil

mehrtägige Seminare mit namhaften

Expertinnen wie Ursel

Bühring, Andrea Tellmann

oder Michaela Girsch über die

Verwendung von Heil- und

Kräuterpädagogin Irmhild Haite-Voss bei einer

Führung durch den Kräutergarten

anzulegen, um der grauen

Theorie praktisches Handeln

folgen zu lassen. Ein gutes

Dutzend Freiwillige - Weiblein

wie Männlein - werkelte fleißig

auf der durch die Gemeinde

von der Kirche gepachteten

Fläche und es entstand ein

schmucker Kräutergarten, in

dem heute mehr als 200 überwiegend

einheimische Heilund

Kräuterpflanzen wachsen.

Einzelne aus diesem Kern, wie

Irmhild Haite-Voss und Ulrika

Tröscher vom Altenvogtshof,

haben sich mit der Zeit zu

Kräuterpädagoginnen ausgebildet

und geben ihr Wissen

bei gut besuchten Führungen

durch den Garten weiter. Der

Garten ist offen zugänglich

und die einzelnen Kräuter sind

durch Infotäfelchen gekennzeichnet.

Auf dem Altenvogtshof

hat Ulrika Tröscher einen

weiteren Kräutergarten angelegt

und widmet sich gerne

den Fragen von interessierten

Besuchern.

Wildkräutern in der Hausmedizin

oder Küche veranstaltet.

Das jährliche Highlight jedoch

ist der große Kräuter- und Bauernmarkt

rund um die Klosterscheune,

in diesem Jahr am 17.

August. Mittlerweile besuchen

um die 2000 Gäste aus nah und

fern den Event und erleben das

breitgefächerte Angebot von

Kräutern und Kräuterprodukten

zahlreicher Aussteller

und genießen die daraus bereiteten

kulinarischen Köstlichkeiten.

Einmalig: Das Binden

von Kräuterbüscheln durch die

Oberrieder Landfrauen. Die

Büschel werden nach altem

Brauch geweiht, um Böses von

Hof und Heim fernzuhalten.

Der Kräutererlebnispfad

Im Ortsteil Hofsgrund, der

450 Meter höher als der Ortskern

unter dem Gipfel des

Schauinslands liegt (dieser

Höhenunterschied bedingt

die drei Klimazonen), initiierte

der Verein in 2016 die

Über 200 Heil- und Würzkräuter gedeihen im Kräutergarten

Anlage eines Kräutererlebnispfades

von 4.5 km Länge,

beginnend an der Hofsgrunder

Laurentius-Kirche. Der Pfad

führt den Wanderer auf dem

Schauinsland durch eine typische

Schwarzwaldlandschaft

im Wechsel von Bergwiesen,

Weiden und Bergwäldern mit

einem ganz besonderen Reichtum

an Kräutern und Heilpflanzen.

Wem die Informationstafeln

nicht reichen, kann

fachkundige Führungen auf

einer großen und einer kleinen

Tour buchen.

Die Gartenstube

Als jüngste Aktivität seit

einem Jahr betreibt der Kräuterdorfverein

die Öffnung der

Gartenstube bei der Klosterscheune

für den Publikumsverkehr

als Infozentrum für

Kräuterinteressierte. Vereinsvorsitzende

Martha Riesterer

war auch hierbei wieder unermüdliche

Initiatorin und Motor.

Die zahlreichen Besucher und

Feriengäste des Ortes erhalten

zu bestimmten Öffnungszeiten

die Woche über kompetente

Beratung und Informationen

über alle obengenannten Aktivitäten

und darüber hinaus

über Wander- und Erlebnismöglichkeiten

rund um Oberried

und im Dreisamtal. Auf

Anfrage zeigt Vorstandsmitglied

Jürgen Müller gerne auch

das historische Kräuterbuch

aus dem Jahre 1602 in der ehemaligen

Klosterbibliothek.

Das Besondere

All diese Aktivitäten basieren

auf dem freiwilligen

ehrenamtlichen Engagement

vieler Oberrieder und sind von

kommerzieller Routine unberührt

und deshalb vollkommen

authentisch. Allein diese Seltenheit

ist einen Besuch wert.

Weitere Informationen:

www.kraeuterdorf-oberried.de

www.kraeutergarten-oberried.

de

www.kraeuter-erlebnispfadoberried-hofsgrund.de

Erich Krieger


28 KULTUR JOKER NACHHALTIG

Photovoltaik leicht gemacht

Syril Eberhart wird Stromrebell 2018

Im Rahmen des Stromseminars

in Schönau küren die

Elektrizitätswerke Schönau

jährlich den Stromrebellen. Ein

Preis, der an jene geht, die sich

engagiert und innovativ für

Nachhaltigkeit einsetzen. Dieses

Jahr wurde der Schweizer

Syril Eberhart ausgezeichnet.

Der heute 30-Jährige gründete

im Jahr 2013 in Spiez die Energiewendegenossenschaft.In

nur kurzer Zeit etablierte Eberhart

ein Selbstbaukonzept für

Photovoltaikanlagen und löste

damit einen regelrechten Solarboom

in der Schweiz aus.

Schon früh interessierte sich

Eberhart dabei für die Energiewende

und engagierte sich auch

auf diesem Gebiet. Der Ausbau

der Erneuerbaren Energien

ging ihm jedoch längst nicht

schnell genug. Selbstermächtigung

wurde daher zu seinem

Prinzip. Menschen sollten in

der Lage sein, ihre Photovoltaikanlage

selbst aufs Dach zu setzen.

Neben der offensichtlichen

Kostenerspartnis wird die genutzte

Solartechnik so auch

greifbarer. Zur Unterstützung

der Eigeninitiative gründete

er die Energiegenossenschaft.

Mitglieder erhalten beim Bau

der PV-Anlage Unterstützung

von anderen Mitgliedern, die

bereits Erfahrung im Selbstbau

gemacht haben. Diese Mitglieder

helfen im Umkehrschluss

dann anderen. Das Interesse

war enorm: Mittlerweile hat die

Genossenschaft mehr als 200

Anlagen installiert. Drei weitere

Genossenschaften sind entstanden,

zwei sind in Gründung.

Marlis Toneatti, Präsidentin

der Energiewendegenossenschaft,

nahm den Preis am

7. Juli zusammen mit ihrer

Tochter stellvertretend für Syril

Eberhart entgegen. Dieser

befindet sich aktuell noch auf

Weltreise.

Kade und Marlis Toneatti vor dem Bild des Preisträgers

Foto: Elektrizitätswerke Schönau

Schwarzwald trifft Kaiserstuhl

Regionalmarkt auf dem Augustinerplatz Freiburg

Weingut Hess Fotos: Maik Uhlig Ölmühle Fessinger

Die Stadt Freiburg, der Naturpark

Südschwarzwald, der

Naturgarten Kaiserstuhl sowie

regionale Akteure und Institutionen

laden am 4. August

bereits zum 16. Mal gemeinsam

auf den Augustinerplatz

in Freiburg ein.

Unter dem Motto „Schwarzwald

trifft Kaiserstuhl“ werden

an zahlreichen Marktständen

Produkte wie Wein, Edelbrände,

Gemüse, Säfte, Marmelade,

Käse, Kräuter, Öle,

Walnusstorten sowie andere

Erzeugnisse aus dem Kaiserstuhl

und dem Schwarzwald

zum Verkauf angeboten.

Dass die Erzeuger über

Herkunft und Qualität informieren

und auch kleine Kostproben

geben, versteht sich

mittlerweile von selbst.

Touristische Ziele, die Projekte

des Naturparks Südschwarzwald,

die Themen

Umweltschutz und Forstwirtschaft

sowie gesunde

Ernährung werden an den

verschiedenen Infoständen

vorgestellt.

Der Regionalmarkt beginnt

um 10 Uhr und dauert bis 17

Uhr.

Lieber gleich zum FACHMANN

„Die Uhrenwerkstatt“

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Rettet die Dreisam!

Ein feuchtfröhliches Filmprojekt für Kinder und Jugendliche

Am 20. Mai durften die ZuschauerInnen

des Kurzfilms

Dreisamlibellen im Kommunalen

Kino in die unweite Zukunft

blicken. Der Film, der im

Rahmen des Projekts „Traumflug

und Libellenschlag“ der

Pakt e.V. während der Aktionswoche

Wasser gedreht wurde,

zeigt die Dreisam im Jahre

2030. Weltweit sind alle Flüsse

verseucht und so soll die saubere

Dreisam an einen Investor

versteigert werden. Doch Jugendliche

setzen sich aktiv gegen

den Verkauf ihres Lebensraumes

ein. Ein Protest, eine

Entführung und viele schwimmende

Euros sind das Resultat

des großen Filmprojekts. Da ist

der Kurzfilm erst der Anfang.

Bei den Dreharbeiten waren

bisher 37 Kinder und Jugendliche

beteiligt, gefördert vom

Kulturamt Freiburg, der Sparkasse

Freiburg, der Inta-Stiftung

und der Oberlestiftung.

In den Sommerferien sollen im

Rahmen des Projekts „Traumflug

und Libellenschlag“ nun

weitere Szenen gedreht werden.

Während der Aktionswoche

Erde werden vom 20. bis 24.

August noch neugierige Kinder

und Jugendliche zwischen

9 bis 15 Jahren gesucht. Wer

also Lust hat, einmal in der

Dreisam zu baden, Filmkostüme

aus Lehm zu bauen und

eigene Ideen einzubringen, der

ist herzlichst zur Mitgestaltung

des nächsten Kurzfilms eingeladen.

Vesper, Trinken und

Badesachen sind ebenso erwünscht

wie die Lust an zwei

Besuchen des Planetariums.

Auch wird eine Tanzszene präsentiert.

Die Aktion findet vom 20. bis

24. August, jew. 10 bis 14 Uhr,

Dienstags und Donnerstags bis

16 Uhr statt. Um Anmeldung

wird gebeten.

Weitere Infos: www.pakt-ev.de


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auf die Fahne geschrieben hat?

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Dass sich aus Abfallprodukten

Energie gewinnen lässt, zeigt die

Nullenergiekäserei Monte Ziego.

GEOWINDOW

Im Riesen-Reagenzglas „geowindow“

können Naturphänomene

eindrucksvoll nachgestellt werden.

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30 KULTUR JOKER NACHHALTIG

Nucleoporose in Altmeilern

Leise, schleichend und unbemerkt wie eine Osteoporose. Und schlimmer als ein Beinbruch. Ruckartige Veränderungen

können zum „überraschenden“ Durchbruch führen

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Es klingt wie eine Sensation:

Der französische Reaktorbauer

Framatome hat ein

„wissenschaftlich-technisches

System entwickelt, um mögliche

Veränderungen bei Rissen

verfolgen zu können.“ Es

geht um Risse in sicherheitsrelevanten

Großkomponenten

in AKWs. In Fessenheim,

Doel und Tihange sorgen Materialfehler

immer wieder für

Schlagzeilen. „Wir sind dabei,

einen Roboter zu entwickeln,

der die Reparaturen vornehmen

soll“ so die vollmundige

Ankündigung des Nukleargiganten,

der darüber hinaus

prahlte: „Theoretisch haben

wir beide Probleme gelöst, das

Erkennen der Risse und die

Reparatur“ um dann mit dem

satirischen Sahnehäubchen

zu schließen: „Was bis heute

nicht gelöst ist, das ist die Frage,

wie dieser Roboter gebaut

werden soll. Aber wir haben

ja noch sechs bis acht Jahre

Zeit. Wir werden bestimmt

früher fertig sein. Wir haben

überhaupt starke Zweifel, dass

wir die Roboter je benutzen

müssen. Wir werden sie aber

gerne unseren Kollegen überall

in der Welt zur Verfügung

stellen, die vielleicht ähnliche

Probleme haben werden.“ Obgleich

dieses ungewollt-humoristische

Feuerwerk schon fast

40 Jahre alt ist, hat es offenbar

nichts an Aktualität verloren.

Um die Risse, die in den

Reaktordruckbehältern der

belgischen Reaktoren Doel

3 und Tihange 2 2012 für internationale

Schlagezeilen

sorgten, hätte sich mit den

fiktiven Wunder-Robotern von

Framatome nicht der aktuelle

Expertenstreit entfachen müssen,

sondern es hätte zweifelsfrei

geklärt werden können,

ob die Risse nun gewachsen

sind oder nicht. Stattdessen

bekommt man den Eindruck,

dass Wachstum oder Stillstand

der Risse weitgehend

von den Personen abhängt, die

sie betrachten und begutachten.

2012 wurden die beiden

Blöcke von der Atomaufsicht

FANC unter Willy de Roovere

bis auf Weiteres stillgelegt.

Man habe die Mikrorisse nur

dank modernster Technik

aufspüren können, behauptete

der FANC-Direktor seinerzeit

gegenüber der Zeitung der

Morgen. Diese Falschaussage

konterte die Zeitung mit dem

Beleg aus dem eigenen Archiv:

De Roovere hatte 1979

im Auftrag von Electrabel den

Bau und die Inbetriebnahme

des Reaktors Doel 3 geleitet,

als dieser wegen eben dieser

Risse in die Schlagzeilen

geriet. War es der Gedächtnisschwund

oder die Après-

Drehtür-Position, die ihn erst

2012 veranlasste, eine weltweite

Warnung ob der Risse

auszusprechen?

Anfang 2013 wechselte ein

weiterer Electrabel-Kollege

aus Doel durch die Drehtür in

die Atomaufsicht, deren desaströses

Image die Süddeutsche

mit „Wie auf dem Misthaufen“

beschrieb. Der neue Leiter

Jan Bens ließ die Bröckelreaktoren

im Juni 2013 wieder

anfahren. Zum Verdruss des

umstrittenen Atomaufsehers

stellte der Werkstoffexperte

Walter Bogaerts von der KU

Leuwen in einem Gutachten

2015 fest, daß Größe und Anzahl

der Risse zunehmen. Der

renommierte Professor vermutet

als Ursache radiolytischen

bzw. elektrolytischen Wasserstoff,

einem äußerst diffusionsfreudigen

Gas, welches

also bei den kerntechnischen

Prozessen innerhalb des

Druckbehälters entsteht und

in die Stahlwand übertritt.

Atomaufseher Bens bekräftigte

2017 nochmals, dass die

Reaktoren „zu 101 Prozent

sicher“ seien, nachdem ein

weiteres Gutachten der KU

Leuwen zeigen konnte, dass

die Risse wachsen. Der Wissenschaftler

Dr. René Boonen

legte dar, dass mit der Hypothese

von Electrabel, die besagt,

dass Anzahl und Größe

der Risse seit der Herstellung

unverändert seien, „maximal

1.000 bis 1.500 Risse erklärt

werden können. Aber dass

die zusätzlichen 10.000 Risse

Universitäts-Professor, Diplom-Physiker, Volljurist und ehemaliger Chef der

deutschen Atomaufsicht, Wolfgang Renneberg, analysierte im April 2018 auf

der öffentlichen INRAG-Konferenz in Aachen, in welche Widersprüche sich die

belgische Atomaufsicht FANC verstrickt hat, um die Riss-Reaktoren Doel 3 und

Tihange 2 vor dem Aus zu bewahren. Aus vielen Parallelen zu Fessenheim lässt

sich Relevantes fürs Dreiländereck ableiten

bei der Herstellung des Reaktordruckbehälters

entstanden

sein sollen, das ist unmöglich.“

Anhand von Materialspezifischen

Daten belegte er,

dass die Menge an Wasserstoff,

die bei der Herstellung

in den Stahl gelangen konnte,

nicht ausreicht, um ein derart

großes Volumen an Anomalien

zu füllen: „Sie können

auch mit einem Glas Bier

keinen Eimer füllen.“ Darüber

hinaus konnte er für 2014

höhere Riss-Zahlen liefern, als

für 2012.

Der Atomsicherheitsexperte

Dr. Wolfgang Renneberg

legte im April 2018 auf der

INRAG-Atomsicherheitsexperten-Konferenz

den Finger

in die Wunde:“ Wenn die

Auffassung der FANC richtig

ist, dass die Risse herstellungsbedingt

seien, hätten sie

in der Genehmigungs-Dokumentation

auftauchen müssen.“

Diesen Nachweis kann

die FANC nicht bringen. Die

Herstellungsdokumente sind

auf wundersame Weise verschwunden

und es gibt keine

lückenlose Dokumentation der

Rissentwicklung. „Dies begründet

den Verdacht, dass die

Dokumentationen über diese

Risse vom Betreiber/Hersteller

unterdrückt worden sind.

Alleine diese Tatsache müsste

zur vorläufigen Einstellung

des Betriebs der Anlage führen“

urteilt Renneberg, einst

Deutschlands oberster Atomaufseher.

Stattdessen versucht Electrabel

das Schlimmste zu

verhindern, indem man das

Notkühl(!)Wasser bis auf

45°C vorwärmt. Gegenüber

den Atomsicherheitsexperten

brachte Renneberg es auf den

Punkt: „Die Frage, wann die

Risse entstanden sind, ist eine

Kernfrage für den Weiterbetrieb“.

Um die Blöcke weiterlaufen

zu lassen, musste also

eine Expertise her, die bestätigt,

dass die Risse immer

schon da waren und nach 40

Jahren unter hohem Druck,

hohen Temperaturen, Neutronenbeschuss

und permanenter

Wasserstoffbildung unverändert

sind. Diese Expertise hat

nun ausgerechnet die deutsche

Reaktor-Sicherheitskommission

(RSK), welche die Bundesregierung

berät, geliefert. Hier

beißt sich die Katze abermals

in den Schwanz, da die Bundesregierung

im Juli 2017

befand, aus ihrer Sicht „sind

Schmiederinge, bei denen

solche Anzeigen bei der Fertigung

(wie bei Tihange 2/ Doel

3) festgestellt werden, bereits

bei der Fertigung zu verwerfen.“

Das RSK-Gutachten hat

einen weiteren faden Beigeschmack,

denn zwei Mitarbeiter

des Atomkonzerns Framatome

saßen in dem Ausschuss,

der eben dieses Gutachten

ausgearbeitet hatte.

Neben dem vorgewärmten

Notkühlwasser gibt es eine

weitere bemerkenswerte Parallele

zu Fessenheim: Auch

dort wurden vor der Inbetriebnahme

Anomalien im

Herzstück gefunden. Mit

bloßem Auge fanden Framatome-Ingenieure

Risse an den

Ein- und Auslass-Stutzen (hot

leg nozzles), also den am stärksten

belasteten Komponenten,

auf denen das gesamte

Gewicht des Reaktorkerns

ruht. So berichtete der Framatome-Sicherheitsexperte

Shoja Etemad 1979 gegenüber

dem WDR-Magazin Monitor

(https://www.youtube.

com/=RRold92Syr0&t=335s).

Der Framatome-Wunder-

Roboter ist offenbar Fiktion

geblieben, eine Dokumentation

zur Entwicklung dieser

Risse ist nicht in Sicht. Man

könnte also – nach belgischer

Logik – auf die verrückte Idee

kommen, dass die seit 40 Jahren

bekannten Risse ein Sicherheitsgarant

für die AKW

wären. Es ist ja schließlich

(noch) nichts passiert. Sollten

jedoch die Druckbehälter nach

dem Osteoporose-Prinzip

– leise, schleichend und unbemerkt

– verspröden, dann

merken wir es erst, wenn es

kracht. Vieles deutet darauf

hin, dass die „Nucloeporose“

in den Fessenheimer Reaktordruckbehältern

weiterhin Zeit

bekommt, um sich unbemerkt

auszudehnen. Am 25. Juli gab

EDF offiziell eine weitere Verzögerung

der Inbetriebnahme

von Flamanville auf Ende

2019 / Anfang 2020 bekannt.

Reflexartig gab die französische

Regierung die Zügel

aus der Hand und kündigte

weitere Verzögerungen bei der

Stilllegung von Fessenheim

an. Es lohnt sich also, doch

noch mal nachzufragen, wie

sich die Risse Jahrgang 1979

in Fessenheim entwickeln.

Eva Stegen


GESUNDHEIT KULTUR JOKER 31

Das Anfang 2017 vom Sigma-

Zentrum Bad Säckingen in den

Räumen der Jugendstilvilla Hüssy

eröffnete Früherkennungszentrum

für psychische Störungen

erweitert sein Informationsangebot.

Das Kompetenzzentrum

ist eine Anlaufstelle für alle,

die einen niederschwelligen und

diskreten Zugang zur Beratung

im Bereich psychischen und psychosomatischen

Unwohlseins

suchen und setzt ganz bewusst

der laienhaften Suche zur Selbstdiagnostik

etwas entgegen, die

aufgrund von Irrtümern oft zu

einer Verschlechterung der psychischen

Verfassung führt

Die auch Online abrufbaren

Informationen wurden ergänzt

um die Themen „Frauenpower

wiedergewinnen“, „Stressfest

im Job?“ und „Mitten im

Leben: Zeit des Wechsels“. So

beschreibt beispielsweise die

Hilfe bei Psychischen Störungen

Informationen zum Früherkennungszentrum

Der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Christoph Bielitz im

Patientengespräch

Foto: Sigma-Zentrum

Professor Dr. Thorsten Vowinkel

(46) ist ab 1. August

der neue Chefarzt der Klinik

für Allgemein-, Viszeral- und

Gefäßchirurgie im RKK Klinikum

St. Josefskrankenhaus.

Er war zuletzt an der Universitätsklinik

in Münster tätig,

wo er im Oktober 2017 zum

außerplanmäßigen Professor

der Chirurgie ernannt wurde.

„Wir freuen uns, dass wir mit

Professor Vowinkel unseren

Wunschkandidaten für diese

herausragende Position gewinnen

konnten. Ein besonderer

Dank gilt Dr. Rudolf

Häring, der die Klinik nach

dem Ausscheiden von Professor

Dr. Stefan Kersting kommissarisch

geleitet hat und

als Leitender Oberarzt auch

in Zukunft eine zentrale Rolle

in der Klink spielen wird“,

freut sich RKK Klinikum-

Geschäftsführer Bernd Fey.

Nach dem Medizinstudium

an der Julius-Maximilians

Universität in Würzburg

wechselte Professor Vowinkel

an die Klinik für Allgemeinund

Viszeralchirurgie im

Universitätsklinikum Münster.

Nach einem zweijährigen

Forschungsaufenthalt

an der Louisiana State University

in Shreveport/USA

und einer Tätigkeit an der

Klinik für Allgemein- und

Unfallchirurgie des Herz-

Jesu-Krankenhauses Hiltrup

erwarb er zurück in Münster

den Facharzt für Chirurgie,

jüngste Veröffentlichung, dass

die Mitte des Lebens und die

natürliche Umstellung ihres

Körpers von Frauen sehr unterschiedlich

erfahren wird. Psychische

Störungen bis hin zu

Depressionen sind in der Zeit der

Menopause aber keine Seltenheit.

Viele Frauen erleben in den

Wechseljahren Gemütsschwankungen,

Niedergeschlagenheit

oder auch Ängstlichkeit. Eine

einfühlsame Beratung tut dann

oft Not. Die umfassende Patienteninformation

trägt der Tatsache

Rechnung, dass es gerade

bei Beschwerden in der Zeit der

Menopause wichtig ist, den Ursachen

für die Beschwerden auf

den Grund zu gehen und auszuschließen,

dass über die normalen

körperlichen Veränderungen

hinaus eine ernstzunehmende

somatische oder eine psychische

Ursache vorliegt.

Neuer Chefarzt im St. Josefskrankenhaus

Prof. Dr. Thorsten Vowinkel wechselt aus Münster

Professor Dr. Thorsten Vowinkel

Foto: KK Klinikum

die Zusatzbezeichnungen

Proktologie und Notfallmedizin

sowie die Schwerpunktbezeichnung

Spezielle

Viszeralchirurgie. Auf die

Habilitation folgte die Berufung

zum Funktionsoberarzt

und Oberarzt.

„Dank der umfangreichen

interdisziplinären Kompetenzen

im RKK Klinikum

kann Patienten zusammen

mit den niedergelassenen

Partnern schnell und zuverlässig

geholfen werden“, ist

Professor Vowinkel überzeugt.

Die Klinik bietet das

In der neu erschienenen Patienteninformation

wird beschrieben,

wie im Sigma-Zentrum Bad

Säckingen Betroffene dabei unterstützt

werden ihre bio-psychosoziale

Gesundheit zu erhalten. In

der eigens eingerichteten Spezialsprechstunde

für medizinischpsychologische

Beratung und

Gesundheitschecks wird die ganz

persönliche gesundheitliche und

psychische Situation aufgenommen

und gegebenenfalls die Abklärungen

körperlicher Ursachen

angebahnt. Das Früherkennungszentrum

ist bestimmt durch einen

aus dem Sigma-Konzept abgeleiteten

ganzheitlichen und interdisziplinären

Ansatz, nach dem der

Mensch in einer stetigen Wechselbeziehung

von biologischen

und sozialen Einflüssen, physikalischem

Umfeld, seelischem und

geistigem Erleben verstanden wird.

Infos: www.frueherkennung.de

gesamte Spektrum moderner

Behandlungs- und Operationsverfahren

von Erkrankungen

und Tumoren des

Hals- und Bauchraums, der

Bauchorgane, der endokrinen

Organe (z. B. Schilddrüse)

und der Weichteilgewebe.

Erklärter Anspruch des neuen

Chefarztes ist die große Tradition

des St. Josefskrankenhauses

im Bereich der minimalinvasiven

Chirurgie aufzunehmen

und das Leistungsangebot

kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Besonders

beeindruckt zeigt sich Professor

Vowinkel neben der

hochmodernen Ausstattung

der Operationssäle und der

Intensivstationen im Neubau

des St. Josefskrankenhauses

von dem auf der Station IDA

(Interdisziplinäre Altersmedizin)

verfolgten interdisziplinären

Behandlungsansatz

und den sich daraus ergebenden

Perspektiven für die

ganzheitliche Versorgung

älterer Patienten. In der einzigen

Einrichtung dieser Art

im Großraum Freiburg kann

dank der engen Verzahnung

frührehabilitativer Maßnahmen

mit akutmedizinischen

Interventionen in vielen

Fällen eine Pflegebedürftigkeit

vermieden werden. Als

Notfallmediziner schätzt der

neue Chefarzt auch den am St.

Josefskrankenhaus angesiedelten

größten Notarztstandort

in Baden-Württemberg

mit Bestwerten in Schnelligkeit

und Versorgungsqualität.


32 KULTUR JOKER INTERVIEW

Fortsetzung des Interviews:

zu den Gewinnern gehörten.

Gab es Handlungsspielräume

und wurden diese genutzt?

Susanne Fritz: Ja, das

deutsch-polnische Verhältnis

ist wahrhaft ein verrücktes,

vertracktes. Großvater Georg

ist in seinem kurzen Leben

nicht einmal umgezogen, hat

immer im selben Haus und

zugleich in drei höchst unterschiedlichen

Staaten gelebt,

zweimal die Nationalität gewechselt,

in zwei Weltkriegen

gekämpft und vier Uniformen

getragen. Hatte er die Wahl? Er

hatte drei Kinder, eine schwerkranke,

pflegebedürftige Frau

und mehrere Angestellte, Polen

und Deutsche, mit seiner

kleinen Bäckerei zu ernähren.

Viel Raum für freie Entscheidung

war da vermutlich nicht.

Er war pflichtbewusst, fleißig,

hat sich mit den wechselnden

Herrschaftsverhältnissen arrangiert.

Während des Krieges

und der deutschen Besatzung

florierte sein Betrieb, u.a. weil

er ein RAD-Lager belieferte.

Er behielt seine polnischen

Angestellten, lebte mit ihnen

unter einem Dach in einem

kleinen Haus. Überliefert ist,

dass er – trotz offiziellen Verbots

– weiterhin polnisch mit

ihnen sprach, trat aber 1941

der NSDAP bei und wurde

ein Jahr später zur Schutzpolizei

eingezogen. Natürlich

gehe ich im Buch auch der

Frage nach seiner möglichen

schuldhaften Verstrickung

nach, frage mich, ob er seine

kleine Machtposition nutzte,

um zu helfen. Eine Antwort

darauf habe ich nicht. Das

persönliche, politische und

moralische Dilemma, in dem

meine Vorfahren lebten, hat

mich tief bewegt.

Kultur Joker: Obwohl Ihre

Mutter als junges Mädchen

aus dem Lager schrieb „Wenn

es doch endlich so weit wäre,

dass wir uns alles erzählen

könnten“, lebte sie dann zeitlebens

defensiv, in der Angst,

ihre schambehaftete Geschichte

könne ans Licht kommen.

In Ihrem Buch holen Sie

die nicht erzählte Geschichte

Ihrer Mutter gewissermaßen

stellvertretend nach. Erfüllen

Sie eventuell einen unbewussten

Auftrag?

Susanne Fritz: Wer hätte ihre

Geschichte hören wollen? Als

Flüchtling und Vertriebene

war sie in ihrer Zufallsheimat

im Schwarzwald schon fremd

und verdächtig genug. Meine

Mutter reagierte zwar auf meine

schriftstellerische Tätigkeit

mit extremer Ablehnung und

Angst, hat aber selbst Briefe

aus dem Lager und ein Tagebuch

hinterlassen. Es ging

ihr also durchaus darum, eine

Spur zu ihrer Geschichte zu

hinterlassen. Für uns Kinder

ein großer Schatz! Zugleich

sind es wichtige zeithistorische

Dokumente, die ich mit

größtmöglicher Diskretion

im Buch zur Sprache bringe.

Inzwischen kenne ich einige

Zeitzeugen, die darunter leiden,

dass ihre Erfahrung als

deutsche Zwangsarbeiter und

Zwangsarbeiterinnen in der

öffentlichen Wahrnehmung

nicht vorkommt. Sie selbst

verschwiegen ihr Schicksal

aus Scham, aber auch aus

Angst, dass man ihnen nicht

glaubte oder ihnen eine Mitschuld

an ihrem Unglück gab.

Oft kamen diese Vorwürfe von

ihren eigenen Kindern. Nach

dem Motto, wenn du oder deine

Eltern nichts verbrochen

hätten, hätte man dich auch

nicht jahrelang eingesperrt.

In der DDR mussten sie ihr

Schicksal gut möglichst verbergen.

Auch ihnen wollte ich

eine Stimme geben.

Kultur Joker: Sie haben den

mutigen Weg eingeschlagen,

Heikles und Tabuisiertes zur

Sprache zu bringen, dem Trauma

ihrer Mutter und dessen

Auswirkungen auf Sie selbst

konsequent nachzugehen.

Fühlen Sie sich danach freier?

Susanne Fritz (lacht): Sich

durch Kunst zu befreien, ist

ein Mythos, sagt der Philosoph

Boris Groys. Wer Freiheit

sucht, sollte lieber Drogen

nehmen, Sex haben, Verbrechen

begehen. Nein, im Ernst.

In den Jahren der Arbeit am

Buch fühlte ich mich alles

andere als frei. Ich habe mich

immer wieder gefragt, warum

tu ich mir das an? Was gehen

mich all diese Menschen an,

die ich nie persönlich kennengelernt

habe und denen

ich, wie im Fall der Nazis und

Kriegsverbrecher Greiser oder

Reinefath, Frank oder Himmler,

nie freiwillig hätte begegnen

wollen? Trotzdem musste

ich mich ausgiebig mit ihnen

beschäftigen. Ich habe mir die

Freiheit genommen, verstehen

zu wollen, aber zudem über

eigene Verletzungen und Ängste

zu sprechen. Das ist kein

einmaliger „Befreiungsakt“.

Doch ja, diese Lust und Notwendigkeit,

Tabuisiertes und

Unsägliches zur Sprache zu

bringen, hält an. Hinterfragen,

formulieren, gestalten – das

ist schön und wirkt durchaus

befreiend, hoffentlich auch auf

andere, die das Buch lesen.

Kultur Joker: Wie ließen sich

die Auswirkungen beschreiben,

die Ihre Familienherkunft

auf Ihre Existenz hatte

und hat?

Susanne Fritz: Manchmal

frage ich mich, was hätte sich

für mich verändert, wäre ich in

einer vielleicht weniger belasteten

Familie aufgewachsen,

ohne all diese biographischen

Brüche. Doch anders gesehen:

Diese Brüche sind allgegenwärtig,

sie sind längst Teil

unserer Identität und haben

mich für die historischen und

politischen Zusammenhänge

sensibilisiert. Durch die Beschäftigung

mit dem deutschpolnischen

Verhältnis und die

Auswirkungen auf meine Familie

ist mir deutlich geworden,

wie sehr jeder einzelne

von uns von den gesellschaftlichen

Bedingungen abhängt.

Unsere freiheitlich demokratische

Grundordnung ist unendlich

kostbar, die Öffnung

Deutschlands zu Europa und

umgekehrt ein riesiges Geschenk,

und die Beziehungen

zu unseren großen Nachbarländern

Polen und Frankreich

gilt es täglich zu pflegen und

zu vertiefen. Für den Dialog

mit Polen wird leider viel zu

wenig getan, dabei verbindet

Berlin und Warschau unendlich

viel.

Kultur Joker: Wenn es um die

Frage der NS-Vergangenheit

geht, so teilen viele Deutsche,

laut einer Umfrage, die Überzeugung

„Opa war kein Nazi“

(Buchtitel von Harald Welzer).

Rund zwei Drittel der Befragten

gaben an, unter ihren

Vorfahren seien keine „Täter

des Zweiten Weltkrieges“ gewesen,

vielmehr hätten diese

Opfern geholfen und seien

selbst Opfer.

Susanne Fritz: Das historische

Erbe und die persönliche

Gegenwart zusammenzudenken

erfordert eine gewisse

Anstrengung, da fühlt

man sich schnell überfordert.

Mir kommt es ein bisschen

so vor, als hätten wir gesellschaftlich

diese Anstrengung

ausgelagert, delegiert: Ob

die einerseits wichtige und

vorbildliche, aber auch recht

grobkörnige, überritualisierte

deutsche Erinnerungskultur

dazu beigetragen hat, dass offenbar

immer mehr Menschen

die Rollen ihrer eigenen Familien

verkennen und zu beschönigen

versuchen? Viele geben

sich überdrüssig, sagen, jetzt

ist’s doch mal genug, wissen

aber eigentlich nichts, und

wollen auch nichts wissen.

In der AfD wird aus dieser

Haltung eine politische Forderung.

Die deutsche Schuld

ad Acta legen, umschreiben

zur Heldengeschichte, zum

kitschigen Rührstück! Opferund

Täterschaft gehören im

Nationalsozialismus zusammen,

Expansion, Krieg und

Vernichtung waren die erklärten

Ziele. Schuld, Scham

und eigenes Leid sind in der

deutschen Geschichte heillos

miteinander verquickt, ein

psychologisches Desaster.

Kultur Joker: Wie war der

diesbezügliche Tenor in Ihrer

Familie?

Susanne Fritz: Meine Eltern

waren unglücklich mit der

deutschen Geschichte, auch

der Nachkriegsgeschichte,

der Wiederbewaffnung

Deutschlands. Als Kinder und

Jugendliche waren sie von

Hitler fasziniert, schwärmten

von den Sommerlagern der

Hitlerjugend. Die Frage der

Mitwisser- oder gar Mittäterschaft

unserer „Opas“ war

kein Thema, wurde in einer

Art Schwebe gehalten, „eher

kein Nazi“, „eher nicht in der

Partei.“ Heute weiß ich es ein

bisschen besser, dank erhaltener

Parteibücher im Bundesarchiv

Berlin. Ich kann

nur dazu ermuntern, es ist gar

nicht so schwer, etwas mehr

über seine Ahnen zu lernen.

Die Vergangenheit lebt in uns.

Wenn wir uns selbst ein bisschen

besser kennenlernen und

begreifen wollen, kommen

wir nicht an ihr vorbei. Der

Wahrheit ein Stückchen näherkommen,

macht das eigene

Leben heller und ehrlicher.

Sie fragten mich vorhin danach:

Und damit freier.

Kultur Joker: F. C. Delius

hat in seinem Buch „Die Zukunft

der Schönheit“ eine

Idee vom Schönen verteidigt,

die „nichts beschönigt, nicht

flieht vor dem Schrecklichen

und Lügen nicht verkleistert“.

Ihr Buch entspricht m.E. dieser

Vorstellung. Ich bedanke

mich für das Gespräch.

Susanne Fritz. Wie kommt der

Krieg ins Kind. Wallstein-Verlag

2018

Kaltenherberg. Geschichten

auf der Schwelle, Erzählungen

und Hörbuch. Klöpfer

& Meyer 2012

Die Hitze ließ nur die Dinge.

Klöpfer & Meyer 2009

Heimarbeit. Klöpfer & Meyer

2007 und: www.susannefritz.

de


MUSIK KULTUR JOKER 33

Orient triff Okzident

8. Orientalische Musik-Sommerakademie in Sulzburg

„Die Menschen sind die Feinde

dessen, was sie nicht kennen“

(Ali Ibn Abi Talib, 598 -

661). Unter diesem Motto

wird auch in 2018 wieder

die Orientalische Musik-

Sommerakademie in Sulzburg

stattfinden. Geboten

werden vom 30 August

bis 2. September Workshops

in orientalischer

Musik auf orientalischen

Insrumenten wie Aoud,

Rahmentrommeln, Nay, Kanun,

Violine/Djoze und Gesang sowie

Konzerte rund um die orientalisch-arabische

Musik. Dozenten

sind allesamt erfahrene, professionelle

Musiker und Lehrer. In

diesem Jahr wird das Gastland

Algerien sein. Ein besonderes

Konzert steht am 1. September,

20 Uhr auf dem Programm. Die

Cembalistin Angelika Moths

Jour fixe musical

Bruno Ganz fördert das Blaue Haus in Breisach

Die Alpirsbacher Kreuzgangkonzerte

starteten Ende Juni

mit dem Eröffnungskonzert

unter dem Motto „Bach und

Söhne“ mit viel Barock. Das

Abschlusskonzert am 4. August,

20.30 Uhr, des Festivals gestaltet

das Concilium Musicum

Wien unter Leitung von Christoph

Anger. Im sommerlichbeschwingten

Programm ist

„Tanzmusik aus dem kaiserlichen

Wien“ zu hören, Tänze

und das traditionelle algerische

Taht Ensemble unter Leitung

von Imène Sahir werden eine

musikalische Gegenüberstellung

und Begegnung beider Musikkulturen

präsentieren. Die Musik

als internationale Sprache ist das

Medium dieses interkulturellen

Begegnungsprojektes. In 9 verschiedenen

Workshops gibt es

Unterricht für alle Leistungsstufen,

auch Einzelunterricht. Darüber

hinaus werden sich kleine

Tanzmusik aus Wien

Alpirsbacher Kreuzgangkonzerte

von Haydn, Beethoven, Mozart,

Schubert und Johann Strauß.

True Irish-Folk-Punk

Die Dropkick Murphys in Freiburg

Wer nach irischer, folkiger und

auch noch punkiger Musik

sucht, kommt um die Dropkick

Murphys unmöglich herum.

Zu den punktypischen

Instrumenten Gitarre, Bass

und Drums treten Dudelsack,

Akkordeon, Mandoline und

Tin Whistle. Dieser klassische

Irish-Folk-Punk bringt schnelle,

leidenschaftliche Songs übers

Trinken, den Kater danach, Liebe

und das Leid. Dazwischen

auch immer wieder traditionelle

irische Folklore-Lieder. Laute

Partymusik für durchzechte

Nächte ist das. Auch das jüngste

Album 11 Short Stories Of Pain

& Glory bringt die beliebten

Murphy-Zutaten zusammen,

mal in laut, mal in leise, aber

immer mit unbändiger Leidenschaft.

Am 9. August kommen

die Dropkick Murphys auf die

Ensembles bilden, die in ihrer Arbeit

von den Dozenten unterstützt

und angeleitet werden.

An folgenden Abenden

gibt es Konzerte in St.

Cyriak in Sulzburg:

Am 30.8., 20 Uhr, stellen

Dozenten sich und

ihre Musik vor. Am

31.8., 20 Uhr, konzertiert

„Imène Sahir und

Ensemble“ Al-Andalus

Musik aus Algerien.

Und am 4. September, 20 Uhr findet

in der ehemaligen Synagoge

in Sulzburg ein algerischer Literaturabend

bzw. Filmabend statt.

Bereits am 28. August, 20 Uhr

wird im Augustinum in Freiburg

syrische Musik erklingen. Dort

wird auch eine Fotoausstellung

zu Palmyra zu sehen sein.

Weitere Infos: www.orientalmusic-summeracademy.de

Das „Blaue Haus“ in

Breisach ist eine Gedenk- und

Bildungsstätte unter der Trägerschaft

des Vereins Ehemaliges

Jüdisches Gemeindehaus

Breisach. Dirk Nabering wurde

nun als ehrenamtlicher Musikkurator

an das Blaue Haus

berufen. Ihm obliegt die Planung

eines „Jour fixe musical“

zum Thema „Verfolgung – Widerstand

– Exil. Musikalische

Raritäten“. Der Jour fixe wird

ab September am jeweils zweiten

Sonntag eines Monats von

18 bis 19 Uhr bei freiem Eintritt

durchgeführt. Der Kreis

der Mitwirkenden reicht von

Studenten-Ensembles hin zu

Berühmtheiten, zu denen Alfred

Brendel (Lesung), Peter

Serkin (Klavier) und Mitglieder

der Berliner Philharmoniker

zählen. Aus Begeisterung

für Naberings Initiative werden

Bruno Ganz und Kirill

Gerstein einen Benefiz-Abend

(5. Dezember im Historischen

Kaufhaus Freiburg) mit Melodramen

für Rezitator und

Klavier gestalten. Weitere Infos:

www.BronislawHuberman

Forum.com

Das Concilium musicum Wien

wurde 1982 von Paul und Christoph

Angerer gegründet, um

Werke des 18. Jahrhunderts authentisch

zu musizieren. Seither

erweitert sich das Repertoire

kontinuierlich und das Ensemble,

dessen Erscheinungsform

vom Duett bis zum Orchester

variiert, ist heute für sein

umfangreiches musikalisches

Spektrum bekannt. Karten:

www. kreuzgangkonzerte.de

Fürstenberg Festivalbühne auf

dem Freiburger Messegelände,

Start: 17.30 Uhr.

Foto: Gregory Nolan

Trompete und Orgel

Festliches Konzert in St. Landelin

Seit über 20 Jahren lockt die Reihe

Konzerte an der Silbermann-Orgel

mit renommierten Instrumentalsolisten

zahlreiche Musikfreunde in

die Wallfahrtskirche Ettenheimmünster.

St. Landelin birgt wertvolle

Kunstschätze, so eine der seltenen

Orgeln von Johann Andreas

Silbermann aus dem Jahre 1769.

Hier verbinden sich vollendeter,

strahlender Orgelklang und barocke

Architektur zu einer außergewöhnlichen

Atmosphäre. Am 12.

August, 17 Uhr präsentieren der

renommierte Klassiktrompeter

Bernhard Kratzer (Stuttgart) und

der Organist Paul Theis (Stuttgart)

im Rahmen ihrer festlichen

Trompetengala die Höhepunkte

aus ihrem Konzertrepertoire,

glanzvolle Trompetenkonzerte

und virtuose Orgelwerke u.a. von

Baldassare, Torelli, Telemann, J.

S. Bach und Puccini.

Musikalische Umarmung

William Russ Jr. in Baden-Baden

Die Rhythm & Blues Veranstaltungsreihe

im Kurhaus Baden-

Baden ist in über dreizehn Jahren

zu einer festen Institution im Programm

der Baden-Baden Events

geworden. Ihr künstlerischer

Leiter und Schlagzeuger der Band

The Voyagers, Ralf Heinrich, lädt

zu jedem Konzert Solisten ein.

Jeder Abend der Bluesreihe wird

so zu einem musikalischen Unikat.

Am 2. August, 20 Uhr wird

William Russ Jr. zu Gast sein.

Seine kraftvolle,

samtig-entspannte

Stimme

wirkt wie

eine liebevolle

Umarmung

und

lässt das

Publikum

begeisternd von Song zu Song

gleiten – oder tanzen. Karten:

www.badenbadenevents.de

Gartenkonzerte im ChaBah

Strawberry Pickers und Dr. Vielgut

Am 12. August, 11 Uhr, sind die

Strawberry Pickers mit heißen

New-Orleans-Klängen zu Gast

im ChaBah in Kandern. Im

Quartett präsentieren die Musiker

um Trompeter Bernd Vetter

Originals aus New Orleans der

20er sowie Swing und Blues. Der

starke Bläsersatz sorgt für jede

Menge Abwechslung und musikalische

Hochspannung. X-Mal

haben sie den ChaBah besucht,

stets für eine volle Hütte und

jede Menge Stimmung gesorgt.

Rhytm’n’Blues, Rock’n’Roll

und Soul sind ihre Wurzeln. Die

Musik haben sie im Blut, seit sie

in den 60ern des vorigen Jahrhunderts

mit den G-Men Kultstatus

erlangten. Gemeint sind

Dr. Vielgut, die mit Spielfreude

und Energie am 26. August, 11

Uhr dem Publikum im ChaBah

einheizen werden.

Die Großen der Klassik

Geiger des Bolschoi-Theaters in Freiburg

Zwölf große Geiger aus dem

Bolschoi-Theater kommen in der

Herz-Jesu-Kirche zusammen und

bieten am 1. September, 14 Uhr

ein beeindruckendes Konzert in

prachtvoller Umgebung. Die Künstler

aus dem berühmten Moskauer

Theater führen die großen Stücke

der Klassik aus dem Repertoire der

Komponisten Grieg, Brahms, Liszt,

Rachmaninov und Tchaikovsky

auf. Die zwölf besten Geiger des

Orchesters sind schon lange erfolgreich

auf Tournee und begeistern

weltweit ihr Publikum. Ein Konzert

als einmaliges Erlebnis.


34 KULTUR JOKER MUSIK

Rock bis ins All

Thirty Seconds To Mars in Freiburg

Mittlerweile sind die Thirty

Seconds To Mars schon zwei

Jahrzehnte alt. Ihr Sound klingt

aber weiterhin modern und

erinnert immer wieder bandnamengerecht

an Ausflüge ins

All. Dazu gibt es treibenden,

effektvollen Alternative Rock

und viel Bühnenleistung. Jared

Leto, der sich auch längst als

Schauspieler einen Namen

gemacht hat, singt kraftvoll

The Kelly Family

Fürstenberg Festivalbühne Freiburg

Angelo, Jimmy, Joey, John,

Kathy, und Patricia Kelly

sowie „Special Guest“ und

Gründungsmitglied Paul Kelly

präsentieren am 11. August,

20 Uhr, auf der Fürstenberg

Festivalbühne auf dem Messegelände

in Freiburg ein Feuerwerk

ihrer großen Hits, wie „I

can´t stop the love“, „Why Why

Homecoming – Konzert

Boogie Connection in Waldkirch

Eine Punk-Institution

Die Toten Hosen wieder in Freiburg

Jeder kennt die Toten Hosen

und obwohl sie nicht jeder

liebt, bleiben sie im Gespräch.

Als ewige Punker mischen sie

sich ein, bringen die Leute

zum Nachdenken, Lachen

oder Weinen. Der Spaß, das

Ungestüme bleiben natürlich

immer Teil der erfolgreichen

Mischung. Auch auf ihrem

neuen Album Laune der Natur

bieten Sound und Texte pure

und unermüdlich. So schaffte

es die Band mit ihrer This Is

War-Tournee mit 309 Shows

in zwei Jahren sogar ins Guinness-Buch

der Rekorde. Zu

ihrem neuen Studioalbum A

Day in the Life of America

haben sie auch einen ästhetisch

kraftvollen Dokumentarfilm

geschaffen. Am 27. August,

20 Uhr kommen sie nun in die

Messehalle 2 in Freiburg.

Why“, „An Angel“, „Nanana“,

„Who’ll come with me“ um nur

einige zu nennen. Aber auch

neue Songs wie „We Got Love“,

„Keep on singing“ oder auch

„Brothers and Sisters“ werden

dabei sein und das Konzert

zu etwas ganz Besonderem

machen, das Generationen

verbindet.

Am 4. August, ab 19.30 Uhr ist

es wieder soweit. Boogie Connection

tritt zum schon zur Tradition

gewordenen und über die

regionalen Grenzen bekannten

Open Air auf dem Waldkircher

Marktplatz an. Die Band, gerade

vom berühmten Ascona Jazzfestival

zurückgekehrt, spielt ihr

Homecoming – Konzert wieder

mit ihrem speziellen Sound und

der Musikrichtung aus Boogie

Woogie, Blues und Rock‘n Roll

und freut sich auch in diesem

Jahr auf zahlreiche Gäste. Der

Eintritt ist wie immer frei.

Vielfalt, eben alle Facetten des

Lebens, auch wenn man nicht

mehr zu den Jüngsten gehört.

Vielmehr treffen sich auf den

Hosen-Konzerten mittlerweile

Jung und Alt. Am 18. August,

17.30 Uhr kommen die Düsseldorfer

auch zum Open-Air auf

das Freiburger Messeglände

mit den Beatsteaks, The Fratellis

und The Living End als

Gästen.

Opern in der Natur

Das Festival in Rümlingen lädt zur Wanderschaft mit Musiktheater

Unter dem Motto „all you

need to be“ wird vom 3. bis 5.

August bei der 24. Ausgabe

von Nature One gefeiert. Auf

der Raketenbasis Pydna bei

Kastellaun (Hunsrück) spielen

über 350 DJs auf 23 Floors. Mit

dabei sind u.a. Stars wie „Boris

Brejcha“, „Neelix“, „Nina

Kraviz“, „Paul van Dyk“, „Sam

Feldt“ und „Sven Väth“. Vier

Tage und drei Nächte Camping,

Party und elektronische Beats

unter freiem Himmel erwarten

die rund 55.000 Besucher. Die

meisten Fans reisen bereits am

Donnerstag in das 100 Hektar

große „CampingVillage“. Das

mitgebrachte Equipment muss

Landschaft und Oper harmonieren

gut, meist schlicht

per Bühnendekor. Wie aber,

wenn man Oper nun wirklich

auf Landschaft treffen

lässt? Ein Festival in Rümlingen

(Schweiz) am 17. und

18. August setzt sieben Landschaftsopern

in Szene, echtes

Musiktheater vor echter Kulisse.

Von Oper zu Oper wird

dabei gewandert, am 17. August

von 17 bis 23 Uhr und am

18. August von 16 bis 23 Uhr.

Die Strecke reicht von Rümlingen

bis nahe Hof Homberg.

In Rümlingen bildet ein Musiktheater

in der Tonhalle vom

15. bis 18. August den Auftakt.

Die Wanderung am 17. und 18.

August führt dann zunächst

zum Aufstieg und danach

gleich zur Erholung mit dem

Lauschlabor Let‘s Sit Down

And Enjoy Ourselves. Beim

Flugfeld Birch gibt es dann

Die Perfekte Passivität zu

bestaunen, dort wird das akustische

Potential eines Rollkoffers

erkundet. In unwestlicher

Atmosphäre und mit Weitblick

bringt die Hörsituation Nicht-

Westliches Hören transzendierende

Hörerfahrungen. Am

„All you need to be“

24. Ausgabe des Nature One Festivals

aber nicht kilometerweit getragen

werden wie bei anderen

Waldrand folgt dann ein Neues

Werk, ein feines Kunstwerk im

Halbdunkel der Bäume. Ganz

Licht und Schatten verbunden

auch Die Sonne hat sich inzwischen

weitergedreht, das

im Wald stattfindet und Klang

und Bewegungskunst verbindet.

Auf der Lichtung dann

der Abschluss mit Paesaggio

Opera, das mit klingenden

Kostümen, Sopran und Akkordeon

Oper fremd und bekannt

begreifbar macht.

Weitere Informationen:

www.neue-musik-ruemlingen.

ch

Festivals. Gecampt wird direkt

beim Auto. Den Kontrast zu den

Headfloors liefern die Clubfloors

mit ihrem „Underground-

Feeling“. Präsentiert werden

diese von Veranstaltern, Labels

und Clubbetreibern. Neben

international bekannten DJs

legen hier auch Residents und

Newcomer auf. Der schwul-lesbische

Floor „Gayphoria“ feiert

in diesem Jahr sein 20-jähriges

NatureOne-Jubiläum. Neu mit

dabei ist hingegen der Floor

„Ragnarøk/Polygon/TKR“, der

vielseitigen Techno-Sound aus

Berlin mitbringt.

Mehr Infos/Katen: www.nature-one.de

Kammermusikalische Werke

Konzert in der Pauluskirche Badenweiler

Im Rahmen der Konzertreihe

„Klänge & Worte“ findet am

4. August, 20.15 Uhr in der

Evang. Pauluskirche Badenweiler

ein Abend zu Ehren

des berühmten Barockkomponisten

Georg Friedrich Händel

statt. Im Wechsel mit der Musik

werden inspirative Texte

und Lesungen eingestreut.

Den Schwerpunkt in Händels

Schaffen bilden Oratorien

wie „Der Messias“, Geistliche

Bach-Trompeten-Gala

Sommerkonzert in St. Cyriakkirche

Werke und Solokantaten, aber

auch Opern- und Bühnenmusik

und Kammermusikalisches.

In der Pauluskirche

werden kammermusikalische

Werke erklingen, ein Ausschnitt

aus seinem Schaffen,

wie „Konzerte für Orgel und

Orchester“, die Händel als

Zwischenmusiken seiner eigenen

Opernaufführungen

schrieb, sowie Orgelmusik und

Choralbearbeitungen, Solokonzerte

für Gesangsstimme

und Instrumente, Sonatensätze.Als

Ausführende sind zu

hören die Instrumentalisten

des Kammerorchesters Prima

La Musica, die Altistin Elisabeth

Mertens sowie Horst

K. Nonnenmacher als Solist

an der Orgel. Texte und Gedanken

werden gelesen von

Pfarrerin und Kurseelsorgerin

Telse Jungjohann-Bader.

Eintritt frei.

Die Konzerte in der romanischen

St. Cyriakkirche in

Sulzburg sind stets ein besonderes

Erlebnis. Andächtige

Stille, dann erhebt sie sich, diese

göttliche Musik, inmitten

der Harmonie von Trompeten,

Pauken, Orgel und Kirchenraum.

Am 11. August, 19 Uhr

ist erstmals das renommierte

Trompetenensemble Stuttgart

in St. Cyriak zu Gast. In einer

festlichen Bach-Trompeten-

Gala präsentieren die vier

exzellenten Musiker glanzvolle

Trompetenkonzerte,

meditative Werke für Corno

da caccia und virtuose Orgelmusik

u. a. von J. J. Mouret, A.

Scarlatti, G. Ph. Telemann, J.

S. Bach und F. Mendelssohn-

Bartholdy.


veranstaltungen KULTUR JOKER 35

Mi 1. August

Freiburg

Musik

20 h: Tamburi Mundi – Night of Drumming. Eintritt

frei. Mensa Rempartstraße, Mensagarten

20 h: UST Singers + Soulfamily – Vokalmusik.

Herz-Jesu-Kirche

20 h: ZMF 2018: Tom Jones – Pop, Rock, Soul.

ZMF Freiburg, Zirkuszelt

21 h: ZMF 2018: Lola Marsh – Folk-Pop. ZMF

Freiburg, Spiegelzelt

Vorträge & Gespräche

19:30 h: Sizilien – Multimediashow mit Ralf Adler.

Augustinum Seniorenresidenz Freiburg

andere Orte

Colmar

20 h: Foire aux Vins: Scorpions – Rock. Parc

des Expositions

Emmendingen

19:30 h: Die drei Musketiere – Abenteuerstück

nach Alexandre Dumas père. Theater im

Steinbruch

Kandern

20:30 h: Ulla Lachauer: Von Bienen und

Menschen – Eine Reise durch Europa. Lesung

und Gespräch. Theater im Hof Riedlingen

Lörrach

20 h: Stimmen 2018: San2 & His Soul Patrol –

Rhythm and Blues. Burghof Lörrach

Fr 3. August

Freiburg

Literatur

21:30 h: Unter Sternen – Thomas Gsella: Das

Allerbeste aus 50 Jahren. Lesung. Veranstalter:

E-Werk, Vorderhaus. Spechtpassage, Innenhof

Musik

18 h: Tamburi Mundi: Russian Drum Fever – Solo

Percussion mit Andrey Tanzu. E-Werk Freiburg,

Kammertheater

20 h: Tamburi Mundi Special – Groovistan. E-Werk

Freiburg, Saal

20 h: ZMF 2018: Dieter Thomas Kuhn & Band –

Schlager. ZMF Freiburg, Zirkuszelt

20:30 h: ZMF 2018: Isolation Berlin + Gurr – Indie,

Punk, Rock‘n‘Roll. ZMF Freiburg, Spiegelzelt

Theater & Tanz

20 h: Ab in den Urlaub: ein Zirkusstück zum

Abfliegen – Jojo-Zentrum für Artistik und Theater.

Freie Waldorfschule Freiburg-Wiehre

20:30 h: Unterm Birnbaum – Schauspiel von

Theodor Fontane. Open-Air. Theater der

Immoralisten

Partys

23 h: I Love 80s – 80s music nonstop. Jazzhaus

Freiburg

23:30 h: ZMF 2018: Clubnight – Irrlicht Konzepte.

Techno, House. ZMF Freiburg, Spiegelzelt

Feste & Hocks

18 h: Freiburger Weinkost 2018 – Mit Freiburger

Wein und Winzersekt. Historisches Kaufhaus

Freiburg

Vorträge & Gespräche

19:30 h: Lasst uns die Bäume lieben – Vortrag

von Steffen Hartmann. Waldorfkindergarten

Sonnenblume St. Georgen

12 h: Orgel-Musik – Studierende der MH Freiburg.

Augustinermuseum

20 h: Tamburi Mundi – Lange Nacht der Trommeln.

E-Werk Freiburg

20 h: ZMF 2018: Äl Jawala – Balkan Big Beat.

ZMF Freiburg, Spiegelzelt

20 h: ZMF 2018: Dieter Thomas Kuhn & Band –

Schlager. ZMF Freiburg, Zirkuszelt

21 h: Lich King + Condition Critical + Exit Smashed

– Thrash Metal. Slow Club

Theater & Tanz

18 h: Ab in den Urlaub: ein Zirkusstück zum

Abfliegen – Jojo-Zentrum für Artistik und Theater.

Freie Waldorfschule Freiburg-Wiehre

20:30 h: Unterm Birnbaum – Schauspiel von Theodor

Fontane. Open-Air. Theater der Immoralisten

Partys

23 h: Inthemix – Die 2000er Party. Jazzhaus Freiburg

Feste & Hocks

18 h: Freiburger Weinkost 2018 – Mit Freiburger

Wein und Winzersekt. Historisches Kaufhaus

Freiburg

Basel

Musik

21 h: Imfluss Festival: Andrea Bignasca – Rock.

Oberer Rheinweg

Partys

17 h: Sun.Set – DJs: Recondide + Yare. Fondation

Beyeler, Berower Park

andere Orte

Historix-Geburtstag

Längst haben die Freiburger

Stadtführungen der Historix-

Tours selbst Geschichte geschrieben.

Bereits seit zwanzig

Jahren begeistern die unterhaltsam

geführten Touren Freiburger

und Touristen. Bevor der Geburtstag

im Oktober gebührend

gefeiert wird, führt am eigentlichen

Jahrestag, dem 3. August,

Historix-Tours-Mitbegründer

„Ab in den Urlaub“

Freiburg

Hartmut Stiller die drei Ur-

Touren an einem Tag mehr oder

minder hintereinander durch –

und das zum Sonderpreis von 3

Euro pro Tour und Teilnehmer/

In. Wer zu mindestens zwei Touren

kommt, bekommt zudem die

dritte Tour geschenkt. Darüber

hinaus findet im August ein sattes

Ferien-Programm statt. Infos/

Anm. www.historixtours.de

Freiburg

Do 2. August

Freiburg

Literatur

20:30 h: Grether Nach(t)lese – Heinzl Spagl:

Bleiben ist keines, nirgendwo. Vorstellung des

Hörbuchs von Mohammed Jabur. Grethergelände,

Kleiner Grether-Innenhof

Musik

19:30 h: ZMF 2018: Freundeskreis & Joy

Denalane – Hip-Hop, Rap, Soul. ZMF Freiburg,

Zirkuszelt

20 h: Bonecrusher – Rock‘n‘Roll, Punkrock.

Freizeichen (Artik in ehem. Schmitz Katze)

20 h: Tamburi Mundi: Preisträger-Konzert –

Christine Hübner und Santino Scavelli. E-Werk

Freiburg, Saal

20:30 h: ZMF 2018: Bausa – Hip-Hop, Rap. ZMF

Freiburg, Spiegelzelt

Theater & Tanz

20:30 h: Unterm Birnbaum – Schauspiel von

Theodor Fontane. Open-Air. Theater der

Immoralisten

Feste & Hocks

18 h: Freiburger Weinkost 2018 – Mit Freiburger

Wein und Winzersekt. Historisches Kaufhaus

Freiburg

Sommernachts-Kino

Im Schwarzen Kloster Freiburg

27. Juli – 2. September 2018

www.sommernachts-kino.de

Basel

Musik

20 h: Stimmen 2018: Indra Rios-Moore – Jazz.

Reithalle Wenkenpark

21 h: Imfluss Festival: James Gruntz – Singer/

Songwriter. Oberer Rheinweg

Vorträge & Gespräche

19 h: Der Körper als Werkzeug – Werkgespräch

mit Zina Vaessen und Simone Flüeler. Schaulager

andere Orte

Bad Krozingen

20 h: Open Air im Park 2018: Justus Frantz und

der Philharmonie der Nationen – Klassik. Kurpark

Bad Krozingen

Baden-Baden

20 h: The Voyagers feat. William Russ Jr. –

Rhythm & Blues. Kurhaus Baden-Baden

Colmar

20 h: Foire aux Vins: Rag‘n‘Bone Man + Beth

Ditto – Soul, Pop, Rock. Parc des Expositions

Basel

Musik

21 h: Imfluss Festival: DelaDap – Pop, Jazz,

Folklore. Oberer Rheinweg

Film

22 h: Openair-Filmscreening – Lynn Hershman

Leeson: Tania Libre. In engl. Sprache. Haus der

elektronischen Künste Basel

andere Orte

Arlesheim

20 h: Stimmen 2018: Fat Freddy‘s Drop + D/

troit – Reggae, Soul, Funk, Hip-Hop. Domplatz

Arlesheim

Bad Krozingen

20 h: Open Air im Park 2018: Klaus Doldingers

Passport & Jocelyn B. Smith – Jazz. Kurpark

Bad Krozingen

Baden-Baden

20 h: Sommer-Milonga – Tango unter freiem

Himmel. Eintritt frei. Kurhaus Baden-Baden,

Kurpark

Badenweiler

20:15 h: Der Mann, der Bäume pflanzte und

Die Botschaft der Baumfrau – Lesung. Das

LiteraTheater. Lustschlösschen Belvedere

Colmar

20 h: Foire aux Vins: Santana – Rock, Latin. Parc

des Expositions

Emmendingen

19 h: African Music Festival Emmendingen –

Salsos + Rueda con Chocolate + Son con Ron.

Salsa, Latin. Schlossplatz Emmendingen

19:30 h: Die drei Musketiere – Abenteuerstück

nach Alexandre Dumas père. Theater im

Steinbruch

Staufen

20 h: Geliebter Lügner – Komödie von George

Bernhard Shaw. Auerbachs Kellertheater

Sa 4. August

Freiburg

Literatur

21:30 h: Unter Sternen – Franz Dobler: Ein

Schlag ins Gesicht. Lesung. Veranstalter: E-Werk,

Vorderhaus. Spechtpassage, Innenhof

Musik

11:30 h: Orgelmusik zur Marktzeit – Mit Felix

Ketterer. Freiburger Münster

Alpirsbach

20:30 h: Alpirsbacher Kreuzgangkonzert

– Concilium Musicum Wien. Klosterkirche

Alpirsbach, Kreuzgang und Garten

Arlesheim

20 h: Stimmen 2018: The New Power Generation

– Prince-Tribute. Domplatz Arlesheim

Baden-Baden

20 h: Sommer-Milonga – Tango unter freiem Himmel.

Eintritt frei. Kurhaus Baden-Baden, Kurpark

Badenweiler

20:15 h: Kammerorchester Prima La Musica –

Klänge & Worte. Werke von Händel. Eintritt frei.

Ev. Pauluskirche Badenweiler

Colmar

17 h: Foire aux Vins: Kids United – Pop. Parc

des Expositions

23:45 h: Foire aux Vins: Martin Solveig + Kungs +

Ofenbach + Sound of Legend – Elektro-Pop, EDM,

Rock, House. Parc des Expositions

Emmendingen

19 h: African Music Festival Emmendingen –

Andrew Tosh + Treesha & The Evolution Band +

Soulfamily. Reggae, Gospel, Soul. Schlossplatz

Emmendingen

19:30 h: Die drei Musketiere – Abenteuerstück

nach Alexandre Dumas père. Theater im

Steinbruch

Kandern

20:30 h: Zackebuh – Schauerballaden von und

mit Timo Brunke und Sebastian Krämer. Theater

im Hof Riedlingen

Rust

19 h: Music@Park – Mit Nico Santos, Sasha und

Alvaro Soler. Pop. Europa-Park

St. Blasien

20:15 h: Angelicus-Ensemble – Werke von

Kukuzel, Tschaikowski, Rachmaninow u.a. Dom

St. Blasien

Staufen

20 h: Geliebter Lügner – Komödie von George

Bernhard Shaw. Auerbachs Kellertheater

Titisee-Neustadt

20 h: Jostäler Freilichtspiele 2018 – Der Glasvogt

Melchior. Öhlermühle

Wolfach

18 h: Moosenmättle Open Air 2018 – Mommoth

Mammoth + Von Welt + Bloodflowerz u.a. Rock.

Hochplateau Moosenmättle

So 5. August

Freiburg

Musik

11 h: Konzerte im Freien – Akkordeon-Gilde

Freiburg. Musikpavillon im Stadtgarten

11 h: Konzerte im Freien – Rathausmusik

Freiburg. Waldsee Gaststätte

Am 3. und 4. August kommt

der diesjährige Abschlussjahrgang

des Jojo Zentrum für Artistik

und Theater in Oberspitzenbach

in die Waldorfschule

Freiburg-Wiehre und präsentiert

seine Abschlussinszenierung mit

dem Titel Ab in den Urlaub.

Passend zu den Ferien steht

die Urlaubszeit im Fokus der

Am 25./26. August finden sich

zum vierten Mal zahlreiche Food

Trucks auf dem Messeboulevard

und im Freigelände zusammen,

um die Besucher für eine breite

Facette an internationalen Speisen

und Getränken zu begeistern. Ergänzt

wird der Street Food Market

durch eine Beach Area, ein breites

lustigen, berührenden und kreativen

Zirkusnummern. Geboten

werden Jonglage, Clownerie und

Körpertheater wie auch Artistik,

Akrobatik und Improvisation.

Langweilig wird es bei diesem

sommerlichen Programm also

nie. Die Aufführungen finden

am 3. August, 20 Uhr und am 4.

August, 18 Uhr statt.

4. Street Food Market Freiburg

Sommerlesungen

Fluchtgeschichten

Die tragische und doch hoffnungsvolle

Lebensgeschichte,

die der palästinensische

Flüchtling Mohammed Jabur

im Hörbuch Bleiben ist keines,

nirgendwo erzählt, hat viele

Menschen beeindruckt. Zur

musikalischen Lesung im SWR

im vergangenen Januar kamen

Angebot an verschiedenen Craftbieren

sowie ein umfangreiches

Programm für Kinder. DJ Buddy

Belpaso sorgt außerdem für die

passende Lounge Atmosphäre.

Die Food Trucks öffnen ihre Verkaufsklappen

am Samstag, von

11 bis 23 Uhr und am Sonntag

von 11 bis 20 Uhr.

Freiburg

Die Herdermer Sommerlesungen

laden am 30. August, 19.30 Uhr

zum vierten Abend im Sommer

2018 ein. Antigone Kiefner,

Schriftstellerin und Moderatorin

im Literaturhaus Freiburg wird

Kurzgeschichten und Gedichte

lesen: Atmosphärisch dicht und

federleicht zugleich, eine traumwandlerisch

sichere Gratwanderung

zwischen Wahrnehmung

und Wirklichkeit. Kiefner ist

Stipendiatin des Förderkreises

deutscher Schriftsteller in Baden-

Württemberg. Ihre Texte sind in

zahlreichen Anthologien veröffentlicht.

Eintritt frei, Spende fürs

Autorinnenhonorar erwünscht.

Freiburg

viele BesucherInnen. Im Rahmen

der Grether Nach(t)lese am

2. August, 20.30 Uhr wird es

daher eine weitere Lesung auf

dem kleinen Grether Innenhof

geben. Lesen wird der Hörbuchsprecher

und Schauspieler

Heinzl Spagl, begleitet von

arabischer Livemusik.


36 KULTUR JOKER veranstaltungen

11 h: Welte-Konzert – Welte Mignon.

Augustinermuseum

15 h: Konzerte im Freien – Rathausmusik

Freiburg. Seebühne im Seepark

19:30 h: CityChurch Wohnzimmerkonzert – Mit

Luise Gramsch. Eintritt frei, Spenden erbeten.

City Church Freiburg

20 h: Tamburi Mundi: Meets Classic – Mit

Camerata Academica Freiburg. E-Werk Freiburg,

Saal

20:30 h: Agnostic Front – Hardcore. Walfisch

20:30 h: ZMF 2018: Wallis Bird – Irish Folk, Rock,

Jazz, Singer/Songwriter. ZMF Freiburg, Spiegelzelt

Kabarett & Comedy

20 h: ZMF 2018: Atze Schröder – Turbo. ZMF

Freiburg, Spiegelzelt

Feste & Hocks

18 h: Freiburger Weinkost 2018 – Mit Freiburger Wein

und Winzersekt. Historisches Kaufhaus Freiburg

Historix Tours Freiburg

Historische Stadtführungen

365 Tage im Jahr, bei jedem Wetter

www.historix-tours.de

andere Orte

Colmar

17 h: Foire aux Vins: Ghost + Powerwolf + Doro

+ H.E.A.T – Rock, Metal. Parc des Expositions

Emmendingen

17:30 h: African Music Festival Emmendingen

– Mokoomba + Ma Belle Chérie + Ballet

Djiby Kouyate. Afrobeat, Afropop, High-Life.

Schlossplatz Emmendingen

Lörrach

20 h: Stimmen 2018: Fink – Singer/Songwriter,

Trip Hop. Burghof Lörrach

Titisee-Neustadt

20 h: Jostäler Freilichtspiele 2018 – Der Glasvogt

Melchior. Öhlermühle

Mo 6. August

Freiburg

Feste & Hocks

18 h: Freiburger Weinkost 2018 – Mit Freiburger

Wein und Winzersekt. Historisches Kaufhaus

Freiburg

Basel

Musik

21 h: Imfluss Festival: Chica Torpedo – Latin,

Rock, R‘n‘B. Oberer Rheinweg

Di 7. August

Freiburg

Allgemein

18:30 h: Veggie-Treffen – Vegetarierbund

Deutschland. Restaurant Adelhaus

Musik

20:15 h: Internationale Orgelkonzerte – Mit László

Fassang. Werke von Frescobaldi, de Grigny, Bach

u.a. Freiburger Münster

Feste & Hocks

18 h: Freiburger Weinkost 2018 – Mit Freiburger Wein

und Winzersekt. Historisches Kaufhaus Freiburg

Basel

Musik

21 h: Imfluss Festival: Roli Frei & Soulful Desert

– Soul, Blues, Rock. Oberer Rheinweg

andere Orte

St. Blasien

20:15 h: Prof. Stefan Palm – Werke von Bruhns,

Bach, Franck u.a. Dom St. Blasien

Mi 8. August

Freiburg

Theater & Tanz

20:30 h: The Black Rider – Musical von William

S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson.

Wallgraben Theater, Rathausinnenhof

Feste & Hocks

18 h: Freiburger Weinkost 2018 – Mit Freiburger

Wein und Winzersekt. Historisches Kaufhaus

Freiburg

Basel

Musik

21 h: Imfluss Festival: Dada Ante Portas – Rock.

Oberer Rheinweg

Theater & Tanz

19 h: Der Prozess – Die Abschiedsproduktion der

TheaterFalle. Basel (verschiedene Orte)

Do 9. August

Freiburg

Literatur

20:30 h: Grether Nach(t)lese – Daniel Suarez: Bios.

Lesung mit Cornelia Holfelder. Grethergelände,

Kleiner Grether-Innenhof

Musik

17:30 h: Dropkick Murphys + Special Guest – Irish

Folk, Punkrock. Messe Freiburg, Fürstenberg

Freilichtbühne

Theater & Tanz

20:30 h: The Black Rider – Musical von William

S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson.

Wallgraben Theater, Rathausinnenhof

20:30 h: Unterm Birnbaum – Schauspiel von

Theodor Fontane. Open-Air. Theater der

Immoralisten

Feste & Hocks

18 h: Freiburger Weinkost 2018 – Mit Freiburger Wein

und Winzersekt. Historisches Kaufhaus Freiburg

Basel

Musik

21 h: Imfluss Festival: Naturally 7 – A capella.

Oberer Rheinweg

Partys

17 h: Open Air Basel 2018 – Nomidance mit

Turbo Audio Posse. Reggae, Dub. Eintritt frei.

Kaserne Basel

Vorträge & Gespräche

19 h: Das Unbehagen des Betrachters –

Werkgespräch mit Katharina Bochsler und

Katharina Rüegg. Schaulager

andere Orte

Bollschweil

20:30 h: Sommerbühne: Stimmband – Pop, Rock.

Bolando Dorfgasthaus

Fr 10. August

Freiburg

Literatur

21:30 h: Unter Sternen – Severin Groebner: Mich

hätten Sie sehen sollen! Lesung. Veranstalter:

E-Werk, Vorderhaus. Spechtpassage, Innenhof

Musik

19 h: Alt-J + Honne – Indie-Rock. Messe Freiburg,

Fürstenberg Freilichtbühne

19:30 h: Von Bach bis Piazzolla – Marimbakonzert

mit Katarzyna Mycka und Conrado Moya.

Augustinum Seniorenresidenz Freiburg

Theater & Tanz

20:30 h: The Black Rider – Musical von William

S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson.

Wallgraben Theater, Rathausinnenhof

20:30 h: Unterm Birnbaum – Schauspiel von

Theodor Fontane. Open-Air. Theater der

Immoralisten

Feste & Hocks

18 h: Freiburger Weinkost 2018 – Mit Freiburger

Wein und Winzersekt. Historisches Kaufhaus

Freiburg

Basel

Musik

19 h: Open Air Basel 2018 – Unknown

Mortal Orchestra + Faber + Stereo Luchs

& The Scrucialists. Psychedelic Rock,

Funk, Singer/Songwriter, Dancehall, Dub.

Kaserne Basel

20:30 h: Imfluss Festival: The Original Blues

Brothers Band – Blues, Soul, R‘n‘B. Oberer

Rheinweg

andere Orte

Bad Krozingen

19 h: Der Charmeur von Bad Krozingen –

Erlebnistour. Anm.: T.07633 4008163. Vita

Classica

Baden-Baden

20 h: Sommer-Milonga – Tango unter freiem

Himmel. Eintritt frei. Kurhaus Baden-Baden,

Kurpark

Badenweiler

20:15 h: Berta, das Ei ist hart – Humorvolles von

Loriot. Kurhaus Badenweiler, Naturbühne Burg

Badenweiler

Emmendingen

11 h: 600 Jahre Marktrecht in Emmendingen

– Jubiläumswochenende. Emmendingen

(verschiedene Orte)

Eschbach

20 h: Vokaldente – Vokalmusik. Weinstetter Hof

Kandern

20:30 h: Jütz – Alpine Musik. Theater im Hof

Riedlingen

Weil am Rhein

20:15 h: 68er Spätlese – Musikalische Komödie.

TAM Theater am Mühlenrain


veranstaltungen KULTUR JOKER 37

Sa 11. August

Freiburg

Literatur

20:30 h: Charlotte Salomon: Es ist mein ganzes

Leben – Lesung mit Margret Greiner. Theater im

Hof Riedlingen

21:30 h: Unter Sternen – Patricia Hempel:

Metrofolklore. Lesung. Veranstalter: E-Werk,

Vorderhaus. Spechtpassage, Innenhof

Musik

11:30 h: Orgelmusik zur Marktzeit – Mit Sunjae

Lee. Freiburger Münster

12 h: Orgel-Musik – Studierende der MH Freiburg.

Augustinermuseum

19 h: The Kelly Family – Pop. Messe Freiburg,

Fürstenberg Freilichtbühne

Theater & Tanz

20:30 h: The Black Rider – Musical von William

S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson.

Wallgraben Theater, Rathausinnenhof

20:30 h: Unterm Birnbaum – Schauspiel von

Theodor Fontane. Open-Air. Theater der

Immoralisten

Partys

21 h: Wave Comic DJ Night – DJs: Kämpfer &

Bleakphil. Gothic, Wave. Slow Club

22 h: SchwuLesDance Sommer Special – DJs: DJ

Larry X, Robert Sun. Waldsee Gaststätte

23 h: Connected – Die 90er Party. Jazzhaus

Freiburg

Feste & Hocks

18 h: Freiburger Weinkost 2018 – Mit Freiburger

Wein und Winzersekt. Historisches Kaufhaus

Freiburg

Basel

Musik

17:45 h: Open Air Basel 2018 – Mount Kimbie

+ Altin Gün + Joan As Police Woman u.a.

Electronica, Blues-Rock, Pop, Funk. Kaserne

Basel

20:30 h: Imfluss Festival: Stiller Has – Mundart.

Oberer Rheinweg

Feste & Hocks

10 h: Sommerfest – Mit der Indie-Electronic Band

!!! (Chk Chk Chk). Eintritt frei. Fondation Beyeler

andere Orte

Baden-Baden

20 h: Sommer-Milonga – Tango unter freiem Himmel.

Eintritt frei. Kurhaus Baden-Baden, Kurpark

Breisach

20 h: Dracula – Schauspiel nach Bram Stoker.

Festspiele Breisach

Emmendingen

11 h: 600 Jahre Marktrecht in Emmendingen

– Jubiläumswochenende. Emmendingen

(verschiedene Orte)

18 h: Come Together – Benefiz Open-Air-Festival.

Eintritt frei, Spenden willkommen. Tafelberg

Eschbach

20 h: Graceland – Simon & Garfunkel Tribute

meets Classic. Weinstetter Hof

Staufen

20 h: Geliebter Lügner – Komödie von George

Bernhard Shaw. Auerbachs Kellertheater

Sulzburg

19 h: Festliche Bach-Trompetengala – Tönet, ihr

Pauken, erschallet, Trompeten! Klosterkirche St. Cyriak

Titisee-Neustadt

20 h: Jostäler Freilichtspiele 2018 – Der Glasvogt

Melchior. Öhlermühle

Weil am Rhein

20:15 h: 68er Spätlese – Musikalische Komödie.

TAM Theater am Mühlenrain

So 12. August

Freiburg

Theater & Tanz

20:30 h: The Black Rider – Musical von William

S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson.

Wallgraben Theater, Rathausinnenhof

Feste & Hocks

18 h: Freiburger Weinkost 2018 – Mit Freiburger Wein

und Winzersekt. Historisches Kaufhaus Freiburg

andere Orte

Badenweiler

16 h: Seine Majestät Großherzog Friedrich I.

lässt bitten – Historisch-Schauspielerische Parkund

Stadtführung. Das LiteraTheater. Kurhaus

Badenweiler, Treffpunkt

Breisach

20 h: Dracula – Schauspiel nach Bram Stoker.

Festspiele Breisach

Emmendingen

11 h: 600 Jahre Marktrecht in Emmendingen

– Jubiläumswochenende. Emmendingen

(verschiedene Orte)

Ettenheimmünster

17 h: Festliche Trompetengala – Im Glanz von

Trompete und Orgel. Werke von Baldassare,

Torelli, Telemann u.a. Wallfahrtskirche St.

Landelin

Kandern

11 h: Strawberry Pickers – Swing, Blues. ChaBah,

Garten

Staufen

20 h: Geliebter Lügner – Komödie von George

Bernhard Shaw. Auerbachs Kellertheater

Titisee-Neustadt

20 h: Jostäler Freilichtspiele 2018 – Der Glasvogt

Melchior. Öhlermühle

Di 14. August

Freiburg

Musik

20:15 h: Internationale Orgelkonzerte – Mit Daniel

Beilschmidt. Bach und Franck. Freiburger Münster

Theater & Tanz

20:30 h: The Black Rider – Musical von William

S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson.

Wallgraben Theater, Rathausinnenhof

Basel

Allgemein

18 h: 38. Basler Rheinschwimmen – Am Kleinbasler

Rheinufer. Basel, Schaffhauserrheinweg 93

Mi 15. August

Freiburg

Theater & Tanz

20:30 h: The Black Rider – Musical von William

S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson.

Wallgraben Theater, Rathausinnenhof

Do 16. August

Freiburg

Hauptsache Lesen

„Unter Sternen“ mit einem bunten Panorama an Texten

Literatur

20 h: Sebastian Lehmann: Elternzeit – Lesung.

Cala Theater

Theater & Tanz

20:30 h: The Black Rider – Musical von William

S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson.

Wallgraben Theater, Rathausinnenhof

Severin Groebner Foto: DerekHenthorn Josefine Rieks Foto: Tim Bruening

Man könnte im August natürlich

auch verreisen. Doch wer

seine Urlaubspläne in den September

verschiebt oder überhaupt

schon weg war, kann in

der Reihe „Unter Sternen“ in

der Spechtpassage in diesem

Monat ein abwechslungsreiches

Programm von Lesungen erleben.

Und schon mal gedanklich

unterwegs sein. Auf ein Motto

haben die beiden Veranstalter,

das Vorderhaus ‒ Kultur in der

Fabrik ‒ und das E-Werk, verzichtet,

und stattdessen auf Belletristik,

Sachbuch und Kabarett

gesetzt.

Zum Lockermachen übernimmt

Thomas Gsella am 3. August

den Start. Der 1958 geborene

Gsella wurde vor allem als

Titanic-Chefredakteur bekannt.

Eigentlich aber sollte Gsella,

dem man nachsagt er sei Lyriker

mit der Haltung eines Straßenmusikers,

für seine Gedichte

bekannt sein, die sehr nonchalant

auf Umwegen Wahrheiten

verkünden. Der darauffolgende

Samstag gehört der Prosa und

was könnte prosaischer sein als

ein Krimi. Franz Dobler kommt

in die Spechtpassage, um zu

erzählen, wie es mit Robert

Fallner weiter geht. Fallner ist

mittlerweile bei der Polizei ausgestiegen,

er arbeitet jetzt für

einen Sicherheitsdienst, der sich

um eine gestalkte Diva kümmert.

Für den Vorgängerroman

„Ein Bulle im Zug“ wurde Dobler

2015 mit dem Deutschen Krimi

Preis ausgezeichnet. Patricia

Hempel hat mit „Metrofolklore“

einen Roman geschrieben, den

die taz als „lesbischen Campusroman“

betitelte. Vor allem ist

er meta und eine Satire auf den

Metropolroman (11.8.). Noch

mehr Prosa gibt es mit Madeleine

Prahs zweiter Veröffentlichung

„Die Letzten“. Hatte sich

die Leipziger Autorin in ihrem

Debütroman noch mit der Nachbarschaft

befasst, kreist sie diese

nun enger ein. Die Letzten leben

im letzten unsanierten Haus in

der Hebelstraße und protestieren

auf ihre Weise gegen Gentrifizierung.

Die Idee von Josefine

Rieks‘ Roman „Serverland“

fanden alle toll, die Umsetzung

diskussionswürdig. Kein Wunder,

„Serverland“ ist ein Sci-Fi-

Roman oder ein sehr nostalgischer:

eine Welt ohne Internet

(25.8.). Der Schweizer Autor

Michael Stauffer ist ein Meister

der kleinen Form. Neben Prosa

schreibt er Theaterstücke, Lyrik

und Hörspiele. Lautlesen hält er

für komplett unwichtig, Hauptsache

irgendwie lesen.

„Mich hätten Sie sehen sollen!“

heißt das neue Programm

von Severin Gröbner, der in

Freiburg mit seinen Kolumnen

und Geschichten auftritt. Der

Kabarettist und Wiener gilt als

ungemein produktiv und sehr

witzig (10.8.). Ambitioniert ist

die Lesung von Ulrich Chaussy,

der anlässlich des 1968er Jubiläums

seine Rudi Dutschke-

Biografie aus dem Jahr 1983

überarbeitet hat (18.8.) und mit

nach Freiburg bringt. Wem das

zu intellektuell ist, der sollte

vielleicht zum Lesungskonzertprojekt

mit Gottfried Haufe,

Robert Wolf und Danny McClelland

gehen (17.8.). Die Musiker

und Autoren proben den Wechsel

von Wort und Ton und lesen

nach Auftritten im Café Ruf und

Café Pow jetzt das erste Mal in

der Spechtpassage.

3. bis 31. August, Beginn jeweils

21.30 Uhr, Einlass ab 20

Uhr, Spechtpassage. Weitere

Infos unter www.vorderhaus.de,

www.ewerk-freiburg.de

Führungen

18 h: Erlebnisweinprobe – Mit Schauspielerin

Annette Dresse. Staatsweingut Freiburg

Basel

Vorträge & Gespräche

19 h: Schritt für Schritt – Werkgespräch mit

Christina Thurner und Anna Francke. Schaulager

andere Orte

St. Blasien

21 h: Domfestspiele St. Blasien – Die Säulen der

Hoffnung. Domplatz St. Blasien

Fr 17. August

Freiburg

Literatur

21:30 h: Unter Sternen – Nachhall:

Lesungskonzertprojekt. Lesung. Veranstalter:

E-Werk, Vorderhaus. Spechtpassage, Innenhof

Musik

19 h: Feine Sahne Fischfilet + Enraged Minority

– Punkrock. Jazzhaus Freiburg

Theater & Tanz

20 h: Die Wunderübung – Komödie von Daniel

Glattauer. Cala Theater

20:30 h: The Black Rider – Musical von William

S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson.

Wallgraben Theater, Rathausinnenhof

Basel

Musik

18 h: Em Bebbi sy Jazz – Jazzfest in der Basler

Innenstadt. Basel (verschiedene Orte)

andere Orte

Baden-Baden

20 h: Sommer-Milonga – Tango unter freiem

Himmel. Eintritt frei. Kurhaus Baden-Baden,

Kurpark

Badenweiler

20:15 h: Kleine Eheverbrechen – Komödie von

Eric Emmanuel Schmitt. Das LiteraTheater.

Kurhaus Badenweiler, Naturbühne Burg

Badenweiler

Emmendingen

10 h: 47. Breisgauer Weinfest – Mit Breisgauer

Weingüter, Live-Musik und mehr. Emmendingen

(verschiedene Orte)

Eschbach

20 h: Le Clou – Cajun Swamp Groove.

Weinstetter Hof

St. Blasien

21 h: Domfestspiele St. Blasien – Die Säulen der

Hoffnung. Domplatz St. Blasien

Sa 18. August

Freiburg

Literatur

21:30 h: Unter Sternen – Ulrich Chaussy:

Rudi Dutschke. Die Biographie. Lesung.

Veranstalter: E-Werk, Vorderhaus.

Spechtpassage, Innenhof

Musik

11:30 h: Orgelmusik zur Marktzeit – Mit Eiko

Yoshimura. Freiburger Münster

12 h: Orgel-Musik – Studierende der MH Freiburg.

Augustinermuseum

17:30 h: Die Toten Hosen + Beatsteaks + The

Fratellis + The Living End – Rock, Punkrock.

Messe Freiburg, Open Air

Theater & Tanz

20 h: Die Wunderübung – Komödie von Daniel

Glattauer. Cala Theater

20:30 h: The Black Rider – Musical von William

S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson.

Wallgraben Theater, Rathausinnenhof

Partys

23 h: Inthemix – Die 2000er Party. Jazzhaus

Freiburg


38 KULTUR JOKER veranstaltungen

Basel

13 h: Jungle Street Groove – Musikparade

durch Basel. Basel (verschiedene Orte), Start:

Theodorsgraben

andere Orte

Augst

20 h: Grand Poetry Slam – Mit Patti Basler,

Kilian Ziegler, Renato Kaiser u.a. Augusta

Raurica

Baden-Baden

20 h: Sommer-Milonga – Tango unter freiem

Himmel. Eintritt frei. Kurhaus Baden-Baden,

Kurpark

Breisach

20 h: Dracula – Schauspiel nach Bram Stoker.

Festspiele Breisach

Colmar

20 h: Devildriver u.a. – Metal. Le Grillen

Emmendingen

10 h: 47. Breisgauer Weinfest – Mit Breisgauer

Weingüter, Live-Musik und mehr. Emmendingen

(verschiedene Orte)

Eschbach

20 h: LinkMichel und Frank Sauer – Frisch

Dressiert und Mit Vollgas in die Sackgasse.

Weinstetter Hof

Pratteln

19:30 h: Popa Chubby + Videlli – Blues.

Konzertfabrik Z7

St. Blasien

17 h: Domfestspiele St. Blasien –

Staatsphilharmonie Brest & Festspielchor:

Carmina Burana. Werk von Carl Orff. Domplatz

St. Blasien

17 h: Domfestspiele St. Blasien –

Staatsphilharmonie Brest & Festspielchor:

Carmina Burana. Werk von Carl Orff. Domplatz

St. Blasien

21 h: Domfestspiele St. Blasien – Die Säulen der

Hoffnung. Domplatz St. Blasien

Staufen

20 h: Geliebter Lügner – Komödie von George

Bernhard Shaw. Auerbachs Kellertheater

Waldkirch

19:30 h: Chapelle de la Vigne – Waldkircher

Abendmusiken. Stiftskirche St. Margarethen

Weil am Rhein

20:15 h: Der Froschkönig – Märchenabend für

Erwachsene. TAM Theater am Mühlenrain

So 19. August

Freiburg

Musik

16:30 h: Chapelle de la Vigne – Bachkantaten.

Martinskirche Freiburg

Theater & Tanz

20:30 h: The Black Rider – Musical von William

S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson.

Wallgraben Theater, Rathausinnenhof

andere Orte

Breisach

20 h: Dracula – Schauspiel nach Bram Stoker.

Festspiele Breisach

Emmendingen

10 h: 47. Breisgauer Weinfest – Mit Breisgauer

Weingüter, Live-Musik und mehr. Emmendingen

(verschiedene Orte)

St. Blasien

17 h: Domfestspiele St. Blasien –

Staatsphilharmonie Brest & Festspielchor:

Carmina Burana. Werk von Carl Orff. Domplatz

St. Blasien

Staufen

18 h: Geliebter Lügner – Komödie von George

Bernhard Shaw. Auerbachs Kellertheater

Mo 20. August

andere Orte

Emmendingen

10 h: 47. Breisgauer Weinfest – Mit Breisgauer

Weingüter, Live-Musik und mehr. Emmendingen

(verschiedene Orte)

Di 21. August

Freiburg

Musik

20:15 h: Internationale Orgelkonzerte – Mit Silvius

von Kessel. Werke von Bach, de Grigny, Widor

u.a. Freiburger Münster

Theater & Tanz

20:30 h: The Black Rider – Musical von William

S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson.

Wallgraben Theater, Rathausinnenhof

Mi 22. August

Freiburg

Musik

19:30 h: Kammermusikensembles Laubenheim

– Sommerserenade. Eintritt frei. Historisches

Kaufhaus Freiburg

Theater & Tanz

20:30 h: The Black Rider – Musical von William

S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson.

Wallgraben Theater, Rathausinnenhof

andere Orte

Weil am Rhein

16 h: Büchertauschbörse – Eintritt frei.

Stadtbibliothek Weil am Rhein

Do 23. August

Freiburg

Theater & Tanz

20:30 h: The Black Rider – Musical von William

S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson.

Wallgraben Theater, Rathausinnenhof

20:30 h: Unterm Birnbaum – Schauspiel von Theodor

Fontane. Open-Air. Theater der Immoralisten

Vom 15. – 26. August gastiert

der Circus Monti in der Rosentalanlage

in Basel. Das 14-köpfige

Artistenensemble entführt in

der aktuellen Monti-Inszenierung

die Zuschauerinnen und

Zuschauer in die Villa Monti,

in das Wohnzimmer einer fantastischen

Wohngemeinschaft.

Die Herausforderungen und

Freuden des Zusammenlebens

bilden den roten Faden, verbinden

die hochstehenden, artistischen

Darbietungen und sorgen

für heitere, atemberaubende und

andere Orte

Weil am Rhein

18:30 h: Up on the Down Stroke – Talk mit Akoaki.

In engl. Sprache. Eintritt frei. Vitra Campus, Vitra

Schaudepot

Fr 24. August

Freiburg

Literatur

21:30 h: Unter Sternen – Madeleine Prahs:

Die Letzten. Lesung. Veranstalter: E-Werk,

Vorderhaus. Spechtpassage, Innenhof

Theater & Tanz

20 h: Die Wunderübung – Komödie von Daniel

Glattauer. Cala Theater

20:30 h: The Black Rider – Musical von William

S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson.

Wallgraben Theater, Rathausinnenhof

20:30 h: Unterm Birnbaum – Schauspiel von

Theodor Fontane. Open-Air. Theater der

Immoralisten

andere Orte

Baden-Baden

16 h: Kurpark-Meeting – Party- und Gourmetmeile.

Eintritt frei. Kurhaus Baden-Baden, Kurgarten

Badenweiler

20:15 h: Alt Liebe – Von Elke Heidenreich

und Bernd Schroeder. Das LiteraTheater.

Lustschlösschen Belvedere

Eschbach

20 h: Brenda Boykin & Jan Luley Trio – Swing,

Blues, Gospel. Weinstetter Hof

Pratteln

20 h: Flogging Molly – Irish Folk, Punkrock.

Konzertfabrik Z7

Riegel

20 h: Hutch Hensle & La Dolce Coro – Pop, Rock,

Latin. Theater Kumedi

www.kulturjoker.de

Sa 25. August

Freiburg

Allgemein

11 h: 4. Street Food Market Freiburg – Foodtrucks,

Craftbeer und Kinderprogramm. Messe Freiburg

Literatur

21:30 h: Unter Sternen – Josefine Rieks:

Serverland. Lesung. Veranstalter: E-Werk,

Vorderhaus. Spechtpassage, Innenhof

Musik

11:30 h: Orgelmusik zur Marktzeit – Mit Hyo-Jong

Kim. Freiburger Münster

Theater & Tanz

20 h: Clowntheater – Abschlussstück der

Clownfortbildung 2018. Jojo Zentrum für Artistik

und Theater. Theater Hans Dürr

20 h: Die Wunderübung – Komödie von Daniel

Glattauer. Cala Theater

20:30 h: The Black Rider – Musical von William

S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson.

Wallgraben Theater, Rathausinnenhof

20:30 h: Unterm Birnbaum – Schauspiel von

Theodor Fontane. Open-Air. Theater der

Immoralisten

Partys

23 h: Connected – Die 90er Party. Jazzhaus

Freiburg

andere Orte

Auggen

12 h: 15. Brunnenbuck-Rock – Jamie Clarke‘s

Perfect + Rockabilly Tendencies + Blindfall u.a.

Rock, Blues, Folk, Rockybilly. Sternen

Augst

10 h: Römerfest – Gladiatorenkämpfe, Theater-

Spektakel und Mitmachstationen. Augusta

Raurica

Baden-Baden

12 h: Kurpark-Meeting – Party- und Gourmetmeile.

Eintritt frei. Kurhaus Baden-Baden, Kurgarten

Breisach

20 h: Dracula – Schauspiel nach Bram Stoker.

Festspiele Breisach

Eschbach

20 h: Boogie Woogie Connection – Boogie

Woogie. Weinstetter Hof

Atemberaubend und zauberhaft

Circus Monti mit Villa Monti in Basel

Das Monti Ensemble

zauberhafte Momente. Für Konzept

und Regie zeichnen Sabine

Schindler und Christian Vetsch

verantwortlich.

Mit Villa Monti bietet die innovative

Circusfamilie Muntwyler

zum 34. Mal ein komplett

neues Circuserlebnis und bestätigt

damit ihren wegweisenden

Platz in der vielseitigen

Schweizer Kulturszene. Montis

Programme sind ein Mosaik aus

artistischem Spektakel, visueller

Inszenierung und musikalischem

Genuss für alle Sinne.

Ein fabrikneues Bogenmastenzelt

löst das bisherige, über

10-jährige Monti-Chapiteau ab.

Somit stören im Zeltinnern

keine Masten mehr und es gibt

freie Sicht von allen Plätzen.

Circus Monti, Rosentalanlage,

Basel. 15. – 26. August 2018

Vorstellungen: 15./17./18./21./

22./24./25.8., jew. 20 Uhr;

18./19./22./26.8., jew. 15 Uhr;

16./23.8., jew. 14 Uhr; 20.8. ist

spielfrei. Infos/Karten: www.

circus-monti.ch

Straßburg

17 h: Longevity Festival 2018 – DJs: Daniel Bell,

Thomas Melchior, XDB, Eli Verveine u.a. House,

Techno. Jardin des deux rives

Weil am Rhein

11 h: Grenzenlos Electronic Music Festival

2018 – DJs: Dirty Doering, Enrico Sangiuliano,

Karotte u.a. Tech-House, Techno, Psytrance.

Dreiländergarten

So 26. August

Freiburg

Allgemein

11 h: 4. Street Food Market Freiburg – Foodtrucks,

Craftbeer und Kinderprogramm. Messe Freiburg

Musik

11 h: Welte-Konzert – Welte Mignon: Franz

Schubert. Augustinermuseum

Theater & Tanz

20:30 h: The Black Rider – Musical von William

S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson.

Wallgraben Theater, Rathausinnenhof

Basel

Führungen

14 h: 24-Stops: Rehberger-Weg – Geführter

Spaziergang. Anm.: www.24stops.info. Fondation

Beyeler, Treffpunkt

andere Orte

Augst

10 h: Römerfest – Gladiatorenkämpfe, Theater-

Spektakel und Mitmachstationen. Augusta

Raurica

Baden-Baden

12 h: Kurpark-Meeting – Party- und Gourmetmeile.

Eintritt frei. Kurhaus Baden-Baden, Kurgarten

Breisach

20 h: Dracula – Schauspiel nach Bram Stoker.

Festspiele Breisach

Kandern

11 h: Dr. Vielgut – Rhythm‘n‘Blues, Rock, Soul.

ChaBah, Garten

Straßburg

17 h: Longevity Festival 2018 – DJs: Losoul, Point

G, Varhat u.a. House, Techno. Jardin des deux rives

Mo 27. August

Freiburg

Musik

20 h: Thirty Seconds To Mars – Rock. Sick-Arena

andere Orte

Baden-Baden

16 h: Kurpark-Meeting – Party- und Gourmetmeile.

Eintritt frei. Kurhaus Baden-Baden, Kurgarten

Di 28. August

Freiburg

Musik

19:30 h: Syrischer Abend – Ein Konzert im

Rahmen der Ausstellung Palmyra. Augustinum

Seniorenresidenz Freiburg

20:15 h: Internationale Orgelkonzerte – Mit

Matthias Havinga. Werke von Sweelinck, Bach,

Mendelssohn u.a. Freiburger Münster

Theater & Tanz

20:30 h: The Black Rider – Musical von William

S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson.

Wallgraben Theater, Rathausinnenhof

andere Orte

Baden-Baden

16 h: Kurpark-Meeting – Party- und

Gourmetmeile. Eintritt frei. Kurhaus Baden-

Baden, Kurgarten


veranstaltungen KULTUR JOKER 39

Mi 29. August

Freiburg

Theater & Tanz

20:30 h: The Black Rider – Musical von William

S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson.

Wallgraben Theater, Rathausinnenhof

Basel

20:30 h: Theaterfestival Basel 2018: Eszter

Salamon – Monument 0: Haunted by wars (1913

- 2013). Kaserne Basel, Reithalle

andere Orte

Baden-Baden

16 h: Kurpark-Meeting – Party- und Gourmetmeile.

Eintritt frei. Kurhaus Baden-Baden, Kurgarten

Basel

18 h: Theaterfestival Basel 2018: Begüm Erciyas

– Voicing Pieces. Kaserne Basel, Rossstall 1

19:30 h: Theaterfestival Basel 2018: Eszter

Salamon – Monument 0: Haunted by wars (1913

- 2013). Kaserne Basel, Reithalle

andere Orte

Baden-Baden

16 h: Kurpark-Meeting – Party- und Gourmetmeile.

Eintritt frei. Kurhaus Baden-Baden, Kurgarten

Bollschweil

20:30 h: Sommerbühne: Sticky Wicket – Swing.

Bolando Dorfgasthaus

Sulzburg

20 h: 8. Orientalische Musik-Sommerakademie

– Dozenten stellen sich und ihre Musik vor.

Klosterkirche St. Cyriak

20:30 h: Unterm Birnbaum – Schauspiel von

Theodor Fontane. Open-Air. Theater der

Immoralisten

Partys

23 h: Panda Party – DJs: Freez, Deejay Namean.

HipHop, Trap, Dancehall, Funk, Reggae.

Jazzhaus Freiburg

Film

20:30 h: Unerwartete Begegnungen Le Havre –

Spielfilm. Augustinum Seniorenresidenz Freiburg

Basel

Theater & Tanz

18 h: Theaterfestival Basel 2018: Begüm Erciyas

– Voicing Pieces. Kaserne Basel, Rossstall 1

19 h: Campo Minado / Minefield – Lola Arias.

Dokumentartheater. Theater Basel, Kleine Bühne

andere Orte

Zauberhafter Nachmittag

Freiburg

Do 30. August

Freiburg

Kunst

10 h: Kunst in Freiburgs Oberer Altstadt – Freilicht-

Kunsterlebnis. Freiburg (verschiedene Orte)

Literatur

19:30 h: Herdermer Sommer-Lesung – Antigone

Kiefner: Rauchzeichen. Bei schlechtem Wetter

im Jugendforum Herdern. Herdermer Kirchplatz

Theater & Tanz

20:30 h: The Black Rider – Musical von William

S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson.

Wallgraben Theater, Rathausinnenhof

20:30 h: Unterm Birnbaum – Schauspiel von Theodor

Fontane. Open-Air. Theater der Immoralisten

Fr 31. August

Freiburg

Kunst

10 h: Kunst in Freiburgs Oberer Altstadt – Freilicht-

Kunsterlebnis. Freiburg (verschiedene Orte)

Literatur

21:30 h: Unter Sternen – Michael Stauffer:

Jeden Tag das Universum begrüßen.

Lesung. Veranstalter: E-Werk, Vorderhaus.

Spechtpassage, Innenhof

Theater & Tanz

20 h: Der perfekte Mann – Schauspiel von Morten

Feldmann. Cala Theater

20:30 h: The Black Rider – Musical von William

S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson.

Wallgraben Theater, Rathausinnenhof

Baden-Baden

16 h: Kurpark-Meeting – Party- und Gourmetmeile.

Eintritt frei. Kurhaus Baden-Baden, Kurgarten

Badenweiler

20:15 h: Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit

– Komisches Ehe-Drama von Eric Assous. Das

LiteraTheater. Lustschlösschen Belvedere

Rheinfelden

20 h: Jazz à Bichon – Jazz. Schützen Kulturkeller

Sulzburg

20 h: 8. Orientalische Musik-Sommerakademie

– Imène Sahir und Ensemble. Klosterkirche

St. Cyriak

www.schwarzwaldimpressionen.de

Viele Freiburger kennen ihn gar

nicht – den Waldhof im Stadtteil

Littenweiler, der als Akademie

für Weiterbildung jedermann

und jederfrau ein interessantes

Bildungangebot macht. Er liegt

oben an der Sonnenbergstraße,

links in einer kleinen Gasse,

die nach ihm benannt ist („Im

Waldhof“).Seit 1950 finden in der

Gründerzeitvilla Veranstaltungen

der Erwachsenenbildung statt;

die Kursteilnehmer können im

Waldhof übernachten und die gute

Küche genießen.

Um das Haus und vor allem den

schönen Park mit altem Baumbestand

bekannter zu machen, lädt

der Förderverein des Waldhofs am

18. August ein zu einem „Zauberhaften

Nachmittag unter Bäumen“.

Ab 15 Uhr starten die ersten Führungen

mit Werner Kästle durch

das Arboretum des Waldhofs. Für

Essen und Trinken wird gesorgt –

und dabei wird sogar gezaubert!

Später am Nachmittag erzählt

die Märchenforscherin Sabine

Wienker-Piepho von „Bäumen in

Mythen und Märchen“. Willkommen

sind alle, die den Waldhof

noch nicht kennen, und natürlich

ebenso alle, die ihn kennen und

gern wiedersehen.

Mi 1. August

Freiburg

18 h: Tamburi Mundi: Kids4Kids – Benefizkonzert.

Eintritt frei. Spenden erbeten. E-Werk Freiburg,

Saal

Fr 3. August

Freiburg

15 h: Lillis Reise zum Mond – Für Kids ab 5

Jahren. Planetarium Freiburg

Basel

10 h: Ferienpass – Im Zukunftslabor. Für

Kids zwischen 12 und 16 Jahren. Eintritt frei.

Anm.: www.basler-ferienpass.ch. Haus der

elektronischen Künste Basel

Bad Krozingen

17 h: Kasper und der Pirat der sieben Meere –

Freiburger Puppenbühne. Für Kids ab 4 Jahren.

Mediathek Bad Krozingen

Sa 4. August

Freiburg

14:30 h: ZMF 2018: Äl Jawala: Kinder- und

Jugendkonzert – Für Kids ab 4 Jahren. ZMF

Freiburg, Spiegelzelt

So 5. August

Freiburg

15 h: Der Regenbogenfisch und seine Freunde

– Für Kids ab 5 Jahren. Planetarium Freiburg

Mo 6. August

Baden-Baden

10 h: Ferienprogramm: Weltenbummler 1 –

Workshop für Kids zwischen 7 und 10 Jahren.

Toccarion Kinder-Musik-Welt

Di 7. August

Baden-Baden

10 h: Ferienprogramm: Weltenbummler 2 –

Workshop für Kids zwischen 7 und 10 Jahren.

Toccarion Kinder-Musik-Welt

Baden-Baden

10 h: Ferienprogramm: Weltenbummler 3 –

Workshop für Kids zwischen 7 und 10 Jahren.

Toccarion Kinder-Musik-Welt

Do 9. August

Basel

11 h: Ferienpass – Bananen-Beat und Pommes-

Trommel. Für Kids zwischen 9 und 14 Jahren.

Eintritt frei. Anm.: www.x-island.ch. Haus der

elektronischen Künste Basel

Baden-Baden

10 h: Ferienprogramm: Weltenbummler 4 –

Workshop für Kids zwischen 7 und 10 Jahren.

Toccarion Kinder-Musik-Welt

Fr 10. August

Freiburg

15 h: Lillis Reise zum Mond – Für Kids ab 5

Jahren. Planetarium Freiburg

Basel

11 h: Ferienpass – Bananen-Beat und Pommes-

Trommel. Für Kids zwischen 9 und 14 Jahren.

Eintritt frei. Anm.: www.x-island.ch. Haus der

elektronischen Künste Basel

Baden-Baden

10 h: Ferienprogramm: Weltenbummler 5 –

Workshop für Kids zwischen 7 und 10 Jahren.

Toccarion Kinder-Musik-Welt

So 12. August

Freiburg

15 h: Der Regenbogenfisch und seine Freunde

– Für Kids ab 5 Jahren. Planetarium Freiburg

Kandern

20:30 h: Karibu Katoto – Afrikanische Geschichte

für Kids ab 5 Jahren. Theater im Hof Riedlingen

Mi 15. August

Freiburg

11 h: Abenteuer Planeten – Für Kids ab 5 Jahren.

Planetarium Freiburg

Fr 17. August

Freiburg

15 h: Lillis Reise zum Mond – Für Kids ab 5

Jahren. Planetarium Freiburg

So 19. August

Freiburg

14 h: Geschichten aus dem römischen Geldbeutel

– Familiennachmittag. Für Familien mit Kids ab 6

Jahren. Archäologisches Museum Colombischlössle

15 h: Der Regenbogenfisch und seine Freunde

– Für Kids ab 5 Jahren. Planetarium Freiburg

Breisach

15 h: Aladin und die Wunderlampe – Junges

Theater Breisach. Festspiele Breisach

Weil am Rhein

16 h: Hans im Glück – Mitspiel-Theater. TAM

Theater am Mühlenrain

Der einzigartige HALLENSPIELPLATZ in Freiburg!

Hüpfburg „Wabbelberg“

Fr 24. August

Freiburg

15 h: Lillis Reise zum Mond – Für Kids ab 5 Jahren.

Planetarium Freiburg

So 26. August

Freiburg

15 h: Der Regenbogenfisch und seine Freunde

– Für Kids ab 5 Jahren. Planetarium Freiburg

Basel

10 +11:30 + 14:30 h: Basel Sinfonietta – Für

Klangfüchse Nr. 1. Markthalle Basel

Breisach

15 h: Aladin und die Wunderlampe – Junges

Theater Breisach. Festspiele Breisach

Fr 31. August

Freiburg

15 h: Lillis Reise zum Mond – Für Kids ab 5 Jahren.

Planetarium Freiburg

Breisach

19 h: Aladin und die Wunderlampe – Junges

Theater Breisach. Festspiele Breisach

NEU!

Do 2. August

Freiburg

14:30 h: ZMF 2018: Clownduo Alex und Joschi –

Für Kids ab 3 Jahren. ZMF Freiburg, Spiegelzelt

Mi 8. August

Freiburg

11 h: Abenteuer Planeten – Für Kids ab 5 Jahren.

Planetarium Freiburg

Di 14. August

Kleinkindbereich

Hüpfburg „Rakete“

UfoTwister

Basel

18 h: Junges Haus – Neuschneetreffen. Eintritt

frei. Theater Basel, Treffpunkt Bühneneingang Basler Landstr. 17 79115 Freiburg Tel. 0761 / 401 408 00 kinder-galaxie.de

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