medizin - Prisma-Online

prisma.online.ch

medizin - Prisma-Online

Die

etwas

andere

Zeitschrift

für Menschen

mit Diabetes.

www.prisma-online.ch

ISSN 1423-9949

[3/04]


aktuell

LERNOMIC

Recherchen der Diabetesberaterin

Brigitte Kieliger-Baumeler ergaben,

dass anschauliche, kinderund

laientaugliche Literatur im

Bereich Diabetes Typ 1 fehlte.

Ergo stellte sie sich dieser Aufgabe

in ihrer Abschlussarbeit für die

Höhere Fachausbildung Stufe I.

Sie wollte ein Lehrmittel schaffen,

das diabetisches Grundwissen auf

möglichst einfache Art und Weise

vermittelt. Damit sollte der Wissensdurst

junger Patienten gestillt

und ihnen ein Hilfsmittel zur Verfügung

gestellt werden, um Diabetes

«in den Griff» zu bekommen.

In Zusammenarbeit mit Dr. med.

Christoph Henzen, Endokrinologe/

Diabetologe am Kantonsspital

Luzern, der als fachlicher Beirat

des Werkes wirkte, ist ein grossformatiges

Büchlein entstanden.

In «Schugi & Co» werden in Form

eines Comics die Erlebnisse von

Tina, Anja, Nino und Lea geschil-

Wettbewerb: 10 x «Schugi & Co» gewinnen

Prisma, als Mit-Sponsorin von «Schugi & Co.», verlost

10 Exemplare des neuen Lerncomics für Kinder und

Jugendliche mit Diabetes mellitus Typ 1. Die Wettbewerbsfrage

finden Sie auf der Leserservice-Karte. Viel Glück!

Witzig und klug!

«Schugi & Co» ist Hilfe zur Selbsthilfe

Kinder und Jugendliche, die sich nach Informationen

über Diabetes mellitus Typ 1 umsehen, werden kaum fündig.

Eine aufgeweckte Diabetesberaterin schaffte Abhilfe.

dert, die per U-Boot durch den

menschlichen Körper reisen und

dort sowohl Panky, die Bauchspeicheldrüse

als auch Schugi, das

schlaue Zuckermolekül entdecken.

Sie lernen verschiedene Körperfunktionen,

vor allem natürlich

den Stoffwechsel kennen. Als Tina

später an Diabetes mellitus Typ 1

erkrankt, erarbeitet sie sich im

Spital das diabetologische Grundwissen

und viele Fertigkeiten

für den täglichen Umgang mit

Diabetes.

«Schugi & Co» umfasst Kapitel wie

Anatomie des menschlichen Körpers,

mit Schwergewicht auf der

Verdauung, Körpersituation beim

Spitaleintritt und bei der Diagnose

Diabetes. Ebenso sind Hyper- und

Hypoglykämie wichtige Themen

und werden anhand der auftretenden

Symptome geschildert.

Weitere Kapitel behandeln die

Bereiche Blutzucker-Selbstmessung,

Ernährung, Insulininjektion

und die Wirkung von Insulin.

Die Form des Comics wurde gewählt,

um das komplexe Thema

auch für Kinder und Jugendliche

ansprechend zu vermitteln. Die

Zeichnungen sind witzig und

werden in einer sachlichen, aber

lockeren Sprache kommentiert.

Mit «Schugi & Co» halten neben

dem jugendlichen Zielpublikum

auch Angehörige, Fachpersonen

und Betreuer ein interessantes

Lehrmittel in den Händen, mit

dem sich die verschiedenen

Zusammenhänge verdeutlichen

lassen. Neben detaillierten Tagesabläufen

gibt ein ausführliches

Glossar am Schluss des Buches

Auskunft über alle wichtigen

Begriffe. Die Illustrationen von

Dominic Burkhalter verleihen der

Geschichte einen trendigen

Schwung.

Der Lerncomic «Schugi & Co»

kann für CHF 25.– bezogen

werden beim:

Sekretariat Endokrinologie/

Diabetologie, Kantonsspital Luzern

6000 Luzern 16

Fax 041 205 52 40

E-Mail schugiundco@gmx.ch

TA


impressum

editorial

PRISMA – DIE ETWAS ANDERE ZEITSCHRIFT FÜR MENSCHEN MIT DIABETES

Liebe Leserin, Lieber Leser

Diese Ausgabe ist schwergewichtig dem Thema Diabetes

und Schwangerschaft gewidmet. Im Medizin-

Artikel geht es um die ärztliche Betreuung vor und

während der Schwangerschaft. Antworten auf Fragen,

die beim Diabetologen oder Gynäkologen nicht angesprochen

werden können, finden Betroffene seit

kurzem bei einer neu gegründeten Selbsthilfegruppe,

die wir unter der Rubrik Portrait vorstellen.

Prismalino, unsere Rubrik für die jüngeren Leser, informiert

Sie über das Sommerlager 2004 der Tessiner

Diabetesgesellschaft, das bereits zum 10. Mal durchgeführt

wurde. Vielleicht können wir damit junge

PRISMA Die etwas andere Zeitschrift für Menschen mit Diabetes

Offizielles Organ der Interessengemeinschaft für Menschen mit Diabetes

5. Jahrgang – Nr. 3/04 – ISSN 1423-9949

Erscheinungsweise 4 Ausgaben pro Jahr in Deutsch, Französisch und Italienisch

Auflage

33’000 Exemplare deutsch, 8’100 Exemplare französisch,

3’000 Exemplare italienisch

Adresse

«PRISMA», Postfach 96, CH-6343 Rotkreuz, postfach@prisma-online.ch

www.prisma-online.ch

Herausgeber Interessengemeinschaft für Menschen mit Diabetes

Chefredaktor Freddy Karrer, «PRISMA», Postfach 96, 6343 Rotkreuz

Product Manager, Roche Diagnostics (Schweiz) AG, 6343 Rotkreuz

Tel.: 041 799 62 60, Fax: 041 799 65 63

Redaktionssekretariat

Daniela Bütler, «PRISMA», Postfach 96, 6343 Rotkreuz

Tel.: 041 799 62 79, Fax: 041 799 65 63

Verlag/Vertrieb

Anzeigenverwaltung

LABOLIFE-Verlagsgemeinschaft, c/o DEGRA AG, Grundstrasse 16,

CH-6343 Rotkreuz, Tel.: 041 790 48 60, Fax: 041 790 53 23,

Mail: verlag@labolife.ch

Produktion

DEGRA AG, Grundstrasse 16, CH-6343 Rotkreuz

Tel.: 041 790 53 53, Fax: 041 790 53 23, Mail: agentur@degra.ch

Verkaufspreise

Jahresabonnement CH / FL: Fr. 10.–

Jahresabonnement Ausland: Fr. 20.–

(Abo-Preise inkl. MWST, Porto und Versandkosten)

Einzel-Nummer: Fr. 3.– (zuzüglich Porto und Versandkosten)

© Copyright by PRISMA, CH-6343 Rotkreuz

[3/04]

Menschen mit Diabetes motivieren, nächstes Jahr auch

an einem Kinderlager teilzunehmen.

Zum Schluss noch eine Bemerkung in eigener Sache:

Die gesamte Prisma Adress-Datenbank musste in diesem

Sommer auf eine neue, leistungsfähigere Software

umgestellt werden. Trotz aller Sorgfalt unsererseits,

können wir leider nicht garantieren, dass gewisse

Adressen nicht korrekt übernommen wurden. Sollte

dies der Fall sein, bitten wir Sie um Entschuldigung

und danken Ihnen für die Rücksendung der Antwortkarte

mit Ihren Korrekturen.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis.

Freddy Karrer

Chefredaktor

Montag, 8. November 2004

19.45 Uhr, Restaurant Rondo Oensingen

Pumpenforum Aargau, Solothurn

Zum zweiten Mal treffen sich Trägerinnen und Träger

einer Insulinpumpe zum gemeinsamen Treffen.

Thema des Abends: Ernährung

mit Simon Mühlemann, Ernährungsberater

Organisation und Unterstützung:

Roche Diagnostics (Schweiz) AG und Solothurner

Diabetes-Gesellschaft


Die ärztliche Betreuung

bei Schwangerschaft mit Diabetes

Eine diabetische Stoffwechsellage bietet in der Schwangerschaft einige Herausforderungen

für die Mutter, das werdende Kind und das Fachteam. Ein Diabetes wird häufig erstmals

während einer Schwangerschaft erkannt. Diabetologe Dr. med. Frank Achermann erklärt,

worauf Sie achten müssen, wenn bei Ihnen ein Schwangerschaftsdiabetes festgestellt wird,

oder wenn Sie bereits mit Diabetes leben und gerne schwanger werden möchten.

Wir unterscheiden zwei unterschiedliche

Ausgangslagen, wenn

Schwangerschaft und Diabetes

zusammen treffen:

1. Den Schwangerschafts- oder

Gestationsdiabetes: Bei einer

schwangeren Frau wird

während der Schwangerschaft

ein Diabetes festgestellt.

2. Die Schwangerschaft einer

Diabetikerin: Die Frau lebt

bereits mit Diabetes und

möchte schwanger werden.

In beiden Fällen werden

besondere und teils

unterschiedliche

Massnahmen

getroffen.

Für das Fachteam und die werdenden

Eltern stehen folgende Zielsetzungen

im Vordergrund einer

optimalen Behandlung:

➥ ein gesundes Kind ohne Missbildungen

➥ eine komplikationslose Geburt

für das Kind

➥ eine komplikationslose Geburt

für die Mutter

➥ eine langfristige Gesunderhaltung

der Mutter

➥ eine langfristige Gesundheitsprognose

für das Kind

Im Folgenden werden wir die

beiden Fälle – Schwangerschaftsdiabetes

und Schwangerschaft bei

bestehendem Diabetes – sowie die

jeweils erforderlichen Massnahmen

genauer betrachten.

Ich bin schwanger,

und es wurde ein Diabetes

festgestellt

Bei Diabetes ist der Energiestoffwechsel

des Körpers gestört, der

Blutzucker ist zu hoch. Dafür

kommen zwei Ursachen in Frage:

Diagnose Schwangerschaftsdiabetes

in der 25. bis 28. Schwangerschaftswoche (SSW)

(bei Risikopatientinnen bereits erstmals in der 14. SSW)

Es besteht Verdacht:

➥ falls die Messung des Nüchtern-Blutzuckers einen Wert über 4.8 mmol/L

ergibt;

➥ falls über einen Suchtest mit einem 50 g Traubenzucker-Trunk der Wert

nach einer Stunde über 7.8 mmol/L liegt

Die Sicherung der Diagnose wird über einen 75g Traubenzucker-Trunk

gemacht, wobei der Blutzucker nüchtern sowie 1 und 2 Stunden danach

gemessen wird.


Schwangerschafts-Planung und -Ablauf

1. Der Körper produziert zu

wenig Insulin oder

2. das produzierte Insulin bewirkt

eine ungenügende Blutzuckersenkung.

Ein erhöhter Blutzucker wird meistens

durch eine routinemässige

Blutzuckerbestimmung in der

25. bis 28. Schwangerschaftswoche

festgestellt (ausser bei einem

hohen diabetischen Risiko – der

Test erfolgt dann bereits in der

14. Schwangerschaftswoche; siehe

Tabelle 1). Nur in seltenen Fällen

wird so ein vorbestehender und

schwangerschaftsunabhängiger

Diabetes festgestellt. Bei der Mehrheit

der Frauen mit erhöhten Blutzuckerwerten

ist diese Erhöhung

auf hormonelle Einflüsse zurückzuführen,

denn in dieser Phase der

Schwangerschaft werden vom

Mutterkuchen (der Plazenta) und

der Mutter Hormone produziert

mit dem Ziel, die Schwangerschaft

zu erhalten. Die Bauchspeichel-

medizin

SCHWANGERSCHAFT MIT DIABETES medizin

5

Woche Normale Schwangerschaft Neu entdeckter Schwangerschaftsdiabetes Diabetikerin, schwanger

–12 Vorbereitung mit optimaler

Stoffwechselkontrolle

–8 Funktionelle Insulintherapie

erlernen resp. repetieren

–4 Folsäure täglich, wenn Schwangerschaft geplant wird

Kontrolle beim Augenarzt, Microalbuminurie,

HbA1c, Blutbild Folsäure täglich

0 Befruchtung

4–5 Ausbleiben der Menstruation, Brustspannen, Übelkeit, positiver Schwangerschaftstest, Information, vaginale Kontrolle, Abstriche

10 –12 Erster Ultraschall, Blutentnahme für Toxoplamose, Röteln, Lues, evt. Suchtest Genfehler, Aids

13 –15 Bei Risikokonstellation: Blutzuckerbestimmungen nach Traubenzuckertrunk Engmaschige Kontrollen

17– 20 Normale Schwangerschaftskontrolle

21–22 Ultraschall: Organentwicklung Spezialultraschall: Herz und Gefässe –

Ausschluss von Missbildungen

Engmaschige Kontrollen des Stoffwechsels

25–27 Antikörpersuchtest, Rhesuskonstellation Nüchtern-Blutzucker/ Blutzuckerbestimmungen

nach Traubenzuckertrunk

Falls positiv: Ultraschall, Grösse

Diabetologe/Team:

· Information Schwangerschaft und Diabetes

· Blutzucker-Selbstkontrolle

· Ernährungsberatung

28 Normale Schwangerschaftskontrolle Normale Schwangerschaftskontrolle Normale Schwangerschaftskontrolle

evt. Blutzuckerbestimmungen Engmaschige Kontrollen

nach Traubenzuckertrunk repetieren Diabetologe/Gynäkologe

(bei Grenzwert des vorherigen)

32 Ultraschall: Wachstum, Lage, Hepatitis B-Suchtest zusätzlich Cardiotokogramm

36–39 Geburtsprozedere, Periduralanästhesie, Kaiserschnitt bei grossem Kind

Wunschkaiserschnitt, Beckenendlage

40 Geburt Geburt bei gutem Stoffwechselverlauf

drüse muss in dieser Schwangerschaftsphase

rund dreimal so viel

Insulin produzieren, um den Blutzucker

zu normalisieren.

Welche Folgen hat eine diabetische

Stoffwechsellage

Erhöhte Blutzuckerwerte sind

sowohl für die Mutter als auch für

das heranwachsende Kind schädlich.

Wenn dies bei Ihnen der Fall

ist, sollten Sie folgende Zusammenhänge

verstehen.

Tabelle 1


medizin

SCHWANGERSCHAFT MIT DIABETES

Der Zucker (Glukose) im Blut der

Mutter gelangt über den Mutterkuchen

in den Blutkreislauf des

Kindes und ins Fruchtwasser. Die

Bauchspeicheldrüse des Kindes

muss also vermehrt Insulin produzieren,

um diese Glukose als Fett

zu speichern. Das Ungeborene

nimmt so stark an Gewicht zu.

Ausserdem nimmt es beim «Trinken»

des süssen Fruchtwassers

laufend zu viel Glukose und Aminosäuren

auf. Als Folge wächst ein

übergewichtiges und übergrosses

Kind heran. In Fachkreisen wird

vermutet, dass auf diese Weise bereits

jetzt Erbanlagen aktiviert

werden, die später zu Übergewicht

und Diabetes mellitus Typ 2 oder

einem metabolischen Syndrom

führen (s. Kasten). Die Geburt

durch die enge Scheide ist für ein

übergrosses Kind ein fast unüberwindbares

Hindernis. Geburtsver-

letzungen, Sauerstoffmangel

während der verlängerten Geburt

und schwere Unterzuckerungen in

den ersten Stunden nach der Geburt

(die Bauchspeicheldrüse des

Kindes produziert ja zu viel Insulin)

führen zu erheblich erschwerten

Startbedingungen ins Leben.

Auch die Mutter erleidet so vermehrt

Komplikationen und Verletzungen

im Gebärkanal. Mütter

mit einem nicht ausreichend

kontrollierten Schwangerschafts-

Metabolisches Syndrom

diabetes und einem grossen Kind

werden deshalb meist vor dem

Termin durch Kaiserschnitt entbunden.

Wie erziele ich einen

normalen Blutzuckerstoffwechsel

bei Schwangerschaftsdiabetes?

Eine gute Blutzuckereinstellung

lohnt sich für Mutter und Kind,

um die oben beschriebenen Komplikationen

zu vermeiden. Sie

orientiert sich an folgenden Sollwerten:

Die Zusammenarbeit mit dem gynäkologischen und dem diabetologischen

Fachteam ist das oberste Gebot bei einem Schwangerschaftsdiabetes.

Dazu gehört auch die gemeinsame Planung der Geburt.

Das metabolische Syndrom ist Ausdruck verschiedener Stoffwechselstörungen,

die in vermehrter Arteriosklerose enden. Zeichen sind:

➥ grösster Bauchumfang über 88cm (beim Mann über 102 cm)

➥ Übergewicht (BMI über 25)

➥ erhöhter Blutdruck

➥ Fettstoffwechselstörung

➥ Blutzuckerstoffwechselstörung

➥ 3.8 bis 4.8 mmol/L nüchtern

oder vor den Mahlzeiten

➥ bis maximal 7.4 mmol/L nach

einer Mahlzeit.

Bei einem Diabetes ist die Energiebilanz

im Körper gestört. Übergewichtige

Frauen sind denn auch

auffallend häufiger von einem

Schwangerschaftsdiabetes betroffen.

Das Therapieziel ist eine optimierte

Balance zwischen Energiezufuhr

(Nahrung) und Energieverbrauch

(Bewegung). Vielleicht erstaunt es

Sie zu hören, dass eine Schwangerschaft

in den 280 Tagen nur rund

36000 Kcal zusätzlich «benötigt»:

Diese Energie wird zum Beispiel

durch zwei dl Milch oder ein

Yoghurt oder zwei Äpfel zusätzlich

pro Tag bereits aufgenommen.

Ganz wichtig ist während einer

Schwangerschaft eine ausgewogene,

vitamin- und nährstoffreiche Ernährung

mit viel frischem Gemüse,

Obst und Eiweissen (Fisch, fettarmes

Fleisch, Milchdrink, Käse,

Bohnen etc.) sowie Vollkornprodukten.

Zur Vermeidung von hohen

Blutzuckerwerten nach dem

Essen sollten Sie auf Süsses und

Nahrungsmittel mit hoch raffinierten

Kohlenhydraten (z.B.

Weissbrot) ganz verzichten. Ihre

Ernährung soll aber stets auf die

Blutzuckerwerte abgestimmt

werden. Beobachten Sie auch Ihre

Gewichtszunahme, und besprechen

Sie diese mit Ihrem Gynäkologen

und Ihrem Diabetologen.

Eine Gewichtszunahme von

über 13 kg sollten Sie unbedingt

vermeiden. Besondere Beachtung

verdient, wie erwähnt, die

Bewegung. Intensive Intervallsportarten

sowie solche mit

Verletzungsgefahr


(Handball, Judo, Snowboarding)

sind ungünstig. Bevorzugen Sie

daher Ausdauersportarten: ausgedehnte

Spaziergänge, Wandern,

Walken, Joggen, Langlauf,

Schwimmen, Biken etc. Und:

Rauchen ist nicht nur für Ihre

Gesundheit schädlich, sondern

auch für Ihr ungeborenes Baby

und somit unverantwortbar!

Wird Schwangerschaftsdiabetes

mit Medikamenten

behandelt?

Oberstes Ziel der Behandlung ist

die Normalisierung Ihrer Blutzuckerwerte.

Lässt sich diese durch

eine gesunde Ernährung und vermehrte

Bewegung nicht erzielen,

ist eine Behandlung mit Insulin

unumgänglich. Insulin ist ein natürliches

Eiweiss, das der Körper bei

einem Schwangerschaftsdiabetes

nicht mehr ausreichend selber

produzieren kann. 20–25 % der

betroffenen Frauen benötigen eine

Insulintherapie, um die Entwicklung

des Kindes in der Norm zu

halten. Diese sollte individuell

gestaltet und von einem diabetologischen

Team geführt werden.

Tabletten können nicht zur Senkung

des Blutzuckers verwendet

werden.

Welche Kontrollen sind bei

Schwangerschaftsdiabetes

notwendig?

Da die Schwangerschaft möglichst

normal verlaufen sollte, müssen

Sie selber Kontrollen durchführen

und regelmässig die Entwicklung

Ihres Kindes von Fachleuten überprüfen

lassen. Dazu gehören:

➥ Blutzuckerkontrolle vor und

nach jeder Mahlzeit

➥ Kontrolle des Gewichtsverlaufs

➥ Blutdruckkontrolle bei jedem

Arztbesuch, bei erhöhtem Blutdruck

täglich

➥ Eiweiss im Urin bei der Arztkontrolle

➥ Ultraschall gemäss Verlauf

Und was geschieht nach der

Geburt?

Beim Stillen wird Ihr Baby optimal

mit Nahrung und lebenswichtigen

Nährstoffen versorgt. Es

lohnt sich also, möglichst lange zu

stillen. Auch in dieser Zeit sollten

Sie die während der Schwangerschaft

erlernte Ernährung

beibehalten. Nach einem

Schwangerschaftsdiabetes besteht

ein Risiko von rund 50% für das

erneute Auftreten von Störungen

in der folgenden Schwangerschaft.

Dieses lässt sich aber durch einen

gesunden Lebensstil erheblich

minimieren. Dazu gehören

eine dauerhafte Gewichtskontrolle

(gösster Bauch-

medizin

SCHWANGERSCHAFT MIT DIABETES medizin

7

umfang unter 88cm/BMI unter

25) nach der Geburt und eine

vermehrte tägliche körperliche

Aktivität.

Das Blutzuckerverhalten wird zwei

bis drei Monate nach dem Abstillen

erneut getestet. Wenn dieser Test

normal ausfällt, sind später noch

jährliche Blutzuckerkontrollen

angezeigt.

Studien belegen, dass zehn Jahre

nach einem Schwangerschaftsdiabetes

für die betroffenen Frauen

ein Risiko von 40–50 % besteht,

dauerhaft an Diabetes Typ 2 zu

erkranken. Dieses Risiko hängt

aber wiederum massgeblich vom

Lebensstil nach der Geburt ab und

lässt sich durch Ernährung und

Bewegung vermindern oder gar

ausschliessen.

Ich bin Diabetikerin und

möchte schwanger werden

Grundsätzlich ist dieser Wunsch

ohne gesundheitliche Folgen für

das Kind oder die Mutter erfüllbar.

Es müssen aber wichtige Bedingungen

eingehalten werden. Die

Organentstehung beim Baby erfolgt

in den ersten sechs bis zehn

Wochen nach der Empfängnis.

Blutzuckerschwankungen oder

dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte

können deshalb zu Missbildungen

führen. Meist wird ja eine Schwangerschaft

in den ersten Wochen

nicht bemerkt. Wenn Sie schwanger

werden möchten, müssen Sie

dies also rechtzeitig bewusst planen.


medizin

SCHWANGERSCHAFT MIT DIABETES

Wie alle anderen Frauen mit Kinderwunsch

sollten auch Sie bereits

vor Eintritt der Schwangerschaft

Folsäure (z.B. 0.4 mg/Tag) einnehmen,

um Neuralrohrdefekte zu

vermeiden. Genau so wichtig ist

die optimale Stoffwechseleinstellung

vor der Empfängnis. Deshalb

sollten Sie in Zusammenarbeit

mit Ihrem Hausarzt mindestens

drei Monate vor der geplanten

Schwangerschaft ein diabetologisches

Team beiziehen. Das Diabetesteam

führt Sie in die funktionelle

Insulintherapie ein oder repetiert

diese mit Ihnen. Ihre Insulinmenge

berechnen Sie dabei nach aktuel-

lem Blutzuckerwert, Art und Menge

der Kohlehydrate und körperlicher

Aktivität. Eine Repetition

der Diabetesfachberatung und der

Ernährungsberatung lohnt sich

auf jeden Fall.

Da es in der Schwangerschaft oft

zu Übelkeit oder unregelmässiger

Nahrungszufuhr kommt, vereinfacht

die Insulinpumpentherapie

die Stoffwechselkontrolle. Im

Verlauf der Schwangerschaft verändert

sich die pro Tag und pro

10 g Kohlenhydrate benötigte

Insulinmenge laufend und nimmt

zum Schluss ständig zu. Mit der

Pumpe lässt sich die jeweils benö-

tigte Menge einfach und genau

dosieren. Ein weiterer Vorteil:

Dank den in der Pumpe festgehaltenen

Injektionszeiten und Insulindosen

zusammen mit den im

Blutzuckermessgerät oder Palm

gespeicherten Daten kann der

Stoffwechselverlauf auch später

genau analysiert und optimiert

werden.

Bei Frauen, die seit ihrer Kindheit

mit Diabetes leben und bereits an

mikrovaskulären Komplikationen

leiden (diabetische Retinopathie,

diabetische Nephropathie), ist die

optimierte Stoffwechselkontrolle

ohnehin ein Muss. Eine Schwan-

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gerschaft ist trotz dieser Komplikationen

möglich, erfordert

aber eine verstärkte Kontrolle mit

häufigeren Arztbesuchen. Falls

bereits zusätzlich makrovaskuläre

Komplikationen vorliegen (vgl.

Kasten), ist eine mögliche Schwangerschaft

erst zu besprechen.

Bestehende arteriosklerostische

Veränderungen können nämlich

zu einer mangelhaften Durchblutung

des Mutterkuchens führen

und so die Entwicklung des Kindes

gefährden.

Mit einer optimierten Einstellung

und diesen Vorabklärungen steht

einer Schwangerschaft nichts mehr

im Weg.

Das Kindswachstum nach den

ersten zehn Schwangerschaftswochen

unterliegt den gleichen

Bedingungen wie oben für den

Schwangerschaftsdiabetes erwähnt.

Auch hier gilt also: Je besser die

Werte, umso geringer ist das Risiko,

dass Ihr ungeborenes Baby zu

gross und zu schwer wird. Dies

erreichen Sie durch regelmässige

Blutzuckerkontrollen, das Abwägen

der Nahrung und zwei bis vier

wöchentliche Besprechungen mit

dem Diabetologen oder der Diabetologin.

Bei einem schweren Diabetes

muss die Koordination zwischen

Diabetologe, Gynäkologe und

Fachteam (dazu gehören auch

Hebammen und Gebärzentrum)

frühzeitig erfolgen, da es sich um

eine Risikogeburt handelt. Die

gynäkologische Kontrolle ist in

diesem Fall erweitert und engmaschig.

Das Schema auf Seite 5

orientiert Sie über einen möglichen

Ablauf der Kontrollen.

Die Geburtsplanung ist bei Diabetikerinnen

sehr wichtig. Die

Zur langfristigen Nachsorge nach einem Schwangerschaftsdiabetes

gehören eine ausgewogene Ernährung, die regelmässige Kontrolle von

Gewicht und Bauchumfang sowie ausreichend Bewegung.

Geburt sollte in einem Spital mit

einer gut eingerichteten Neonatologie

stattfinden. Hausgeburten

sind nicht möglich, da eine intensive

Kontrolle und Nachsorge erforderlich

ist.

Vor allem im letzten Schwangerschaftsdrittel

treten bei Diabetikerinnen

vermehrt Komplikationen

auf, die als «Schwangerschaftsvergiftung»

(EPH-Gestose, HELLP-

Syndrom) bezeichnet werden.

Durch eine engmaschige Kontrolle

von Gewichtsverlauf, Blutdruck,

Leberwerten, Blutplättchen und

Eiweissausscheidung lässt sich diese

Entwicklung frühzeitig erkennen.

Die Geburt verläuft nach einem

normalen Schwangerschaftsverlauf

medizin

SCHWANGERSCHAFT MIT DIABETES medizin

9

in der Regel komplikationslos. Das

Neugeborene wird zur Feststellung

möglicher Unterzuckerungen

(je nach Blutzuckerschwankungen

in den Wochen vor der Geburt)

einige Tage laufend kontrolliert.

Falls die Entwicklung des Ungeborenen

nicht der Normkurve

entspricht oder andere Komplikationen

eintreten, wird ein Kaiserschnitt

durchgeführt.

Als Mutter sind Sie Verpflichtungen

gegenüber Ihrem neugeborenen

Kind eingegangen. Langfristiges

Ziel ist also auch die Erhaltung

Ihrer eigenen Gesundheit, denn

nur so können Sie dieses Versprechen

einlösen und Ihre Aufgaben

als Mutter erfüllen. Eine möglichst

normnahe Stoffwechsellage sichert

Ihnen und Ihrem Baby auch lange

nach der Geburt eine Mutterschaft

im Einklang mit Ihren Bedürfnissen

und denjenigen Ihres Kindes.

Dr. med. Frank Achermann-Bieri

Schwerpunktpraxis Diabetes

Weggisgasse 40, 6000 Luzern 5

Tel.: +41 41 418 6 418

Fax: +41 41 418 6 416

Email: diabetes@bluewin.ch

Komplikationen bei Diabetes mellitus

Die wichtigsten Komplikationen des Diabetes mellitus betreffen die Gefässe:

➥ mikrovaskuläre Komplikationen: Die ganz kleinen Gefässe leiden am

meisten unter den hohen Blutzuckerwerten. Sichtbar ist dies (für den

Augenarzt) im Augenhintergrund. Messbar sind die Schäden an der Ausscheidung

von geringen Mengen Eiweiss im Urin.

➥ makrovaskuläre Komplikationen: Die grösseren Gefässe werden durch

den Diabetes mellitus ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Es entsteht eine

vermehrte Arterienverkalkung.


Fribourg liegt am Mittelmeer

Als sich Oskar Frei mit der Diagnose Diabetes konfrontiert

sieht, stellt er um. Zuerst seinen eigenen Ernährungsplan,

dann das Menü in seinem Restaurant «Pied de Cochon».

Natürlich war es gar nicht so

einfach, aus der typischen Westschweizer

Brasserie ein Restaurant

mit leichter, mediterraner Küche

zu machen. Doch was sich Wirt

und Koch Oskar Frei in den Kopf

setzt, das zieht er auch durch.

Schritt für Schritt. Als er vor zwei

Jahren im Alter von 56 Jahren ins

Kantonsspital Fribourg eingeliefert

wurde, musste er nach der Diagnose

Diabetes seine Essgewohnheiten

überdenken. Dabei half ihm eine

der dort beschäftigten Ernährungsberaterinnen,

Françoise Drexel-

Huber. Sie vermittelte Oskar Frei

alles Wissenswerte, um mittels

richtiger Ernährung seinen Diabetes

zu kontrollieren. Im gelernten

Koch, der seit 28 Jahren am Boulevard

de Pérolles in Fribourg sein

Restaurant führt, weckte sie eine

neue Leidenschaft. Kaum aus dem

Spital entlassen, vertiefte sich Oskar

Frei in Kochbücher über leichte

Küche, las über mediterrane Ernährung,

machte sich schlau über

Öle und ihre Fettsäuren. Je mehr

er selbst an Körpergewicht verlor,

desto mehr nahm sein Plan Gestalt

an: Er wollte sein Restaurant umzustellen

– und zwar komplett und

gründlich. Weg von der schweren

Brasserie-Karte mit ihren Schweinsfüssen,

Mayonnaise-Saucen und

fetttriefenden Fleisch- und Wurstspezialitäten,

hin zur leichten

Mittelmeerküche.

Nach einem halben Jahr war es

soweit: Das Restaurant erstrahlte

nach dem Umbau in frischem

Weiss mit türkisfarbenen Akzenten,

die Hälfte der Plätze war für

Nichtrauchende reserviert worden,

in der Küche stand unter anderem

ein neuer Steamer. Vor allem aber

die neue Menükarte hatte es in

sich: Da standen leichte Fleischund

vor allem Fischgerichte zur

Wahl, raffinierte Gemüsebeilagen,

leichte Salate. Butter, Fett und

Mayonnaise waren dagegen fast

ganz verbannt oder durch Quark

und Joghurt ersetzt worden. Bis

heute gibt Oskar Frei auf der Karte

zu den Gerichten nicht nur die

Kalorienzahlen an, sondern nennt

auch die verwendeten Öle. Die

Auswahl reicht vom hochwertigen

Oliven- und Rapsöl über kaltgepresstes

Nussöl bis zu orientalischem

Sesamöl.

Zweimal wöchentlich deckt sich

Oskar Frei ganz in der Nähe auf

dem Markt mit frischen Salaten

und Gemüse ein. Sein Salatbuffet

präsentiert sich denn auch entsprechend

reichhaltig und knackfrisch,

mit einer Auswahl an leichten,

raffinierten Saucen.

Leichte Küche – für Menschen

mit Diabetes geeignet

Françoise Drexel-Huber war nicht

schlecht überrascht, als sie die

Einladung zur Neu-Eröffnung des

«Pied de Cochon» erhielt. Oskar

Frei hatte zwar immer wieder

angetönt, dass er sein Restaurant

umstellen wolle. Inzwischen ist sie

zu einer wichtigen Motivationsstütze

im Team geworden. Koch

Frei stöbert in seiner stetig wachsenden

Kochbuch-Bibliothek.

Er ist fast unablässig auf der Suche

nach neuen Rezepten, nach Anre-


gungen für seine Kreationen.

Françoise Drexel-Huber hält fest,

dass die heutigen Empfehlungen

für die Diabetiker-Küche in Richtung

mediterrane Ernährung gingen.

Sie berät ihre Patienten nach

dem Grundsatz, dass die Ernährung

das erste Medikament sei

und damit eine wichtige Säule neben

Bewegung und medikamentöser

Therapie. Ausgewogene, leichte

Küche, wie sie im Restaurant von

Oskar Frei weit herum ihresgleichen

sucht, sei für alle Menschen

bekömmlich und trage viel dazu

bei, die Gesundheit zu erhalten.

Ein solcher Ernährungsplan sieht

vor, dass die Hälfte der Mahlzeiten

aus Früchten, Gemüse und Salat

besteht, was dem bei Diabetikern

erhöhten Bedarf an Vitaminen

und Mineralstoffen entgegenkommt.

Ein Sechstel der Mahlzeit

ist Eiweiss, am besten Fisch, Tofu

oder Geflügel ohne Haut. Ein

Drittel sollen Kohlenhydrate ausmachen.

Neben der Verwendung

von hochwertigem Oliven- oder

Rapsöl das reich ist an wertvollen

Omega3-Fettsäuren, kommen in

der mediterranen Küche häufig

Kräuter zum Einsatz. Die Hinweise

mehren sich, dass Küchenkräuter

wie Thymian nicht nur

zum guten Geschmack der Gerichte

beitragen, sondern auch eine

positive, antibakterielle Wirkung

entfalten.

Heute besucht eine zunehmende

Stammkundschaft aus linien- und

gesundheitsbewussten Geniessern

die gemütliche Brasserie, einige

reisen aus den umliegenden Dörfern,

ja sogar aus Bern an. Wie viele

davon Menschen mit Diabetes

sind, weiss Oskar Frei nicht genau.

Aber es kommt immer wieder vor,

dass er seinen Gästen Zubereitungsund

Rezepttipps gibt.

Das «Pied de Cochon» entspricht

den Richtlinien der «Fourchette

verte» einer Westschweizer Organisation

zur Gesundheitserziehung,

welche die gesunde Restaurantküche

fördert. Neben der

mediterranen Karte stellt Oskar

Frei seinen langjährigen Brasserie-

Gästen eine kleine Karte zur Auswahl.

Nicht alle lassen sich so

schnell überzeugen, schmunzelt er

und hat Verständnis für diejenigen,

die von Kutteln, Schweinsfüssen

und geräuchertem Schüblig

noch nicht auf seinen mit nur

ganz wenig Olivenöl angerichteten

«salade de poissons» umsteigen

mögen.

Wochenmenü mit

1500 Kalorien pro Tag

«Au Pied de Cochon» ist täglich

geöffnet. Das Wochenmenü

stellt Oskar Frei jeden Montag

nicht nur auf die Speisekarte,

sondern auch ins Internet (unter

www.aupieddecochon.ch). Es

11

reportage

FRIBOURG LIEGT AM MITTELMEER

dominieren Fischgerichte, wie sie

auch dem Patron am besten

schmecken. Jedes Menü wird mit

einem Dessert abgerundet, wo vor

allem Früchte und Quarkspeisen

zum Zug kommen. Dass es seinen

Gäste mit einem «Apfel» zum

Dessert nicht langweilig wird,

dafür hat Oskar Frei vorgesorgt.

Der Apfel präsentiert sich in Form

eines raffinierten Schwans.

Im vergangenen Jahr hat der

unermüdliche Koch in einem

Kurs die Kunst des Früchte- und

Gemüseschnitzens

erlernt.

TA


ATD-Kinderlager 2004:

10 Jahre Kinderlager!

10 Jahre Engagement, 10 Teilnehmerjahrgänge mit Kindern, die inzwischen Jugendliche

oder junge Erwachsende sind, 10 Jahre Bekanntschaft mit wunderbaren Menschen –

Ärzten, Pflegenden, Lagerleitern und all den anderen unverzichtbaren und einsatzfreudigen

Helfenden –, 10 Jahre

der Perfektionierung und

Ausreifung:

10 unvergessliche Jahre !

Das ist nun das zehnte Kinderlager,

das die ATD* für Kinder und

Jugendliche mit insulinabhängigem

Diabetes aus dem Kanton

Tessin veranstaltet. Aufgrund des

Bekanntheitsgrades, den unsere

Kinderlager mittlerweile erlangt

haben, und in Ermangelung

vergleichbarer Initiativen nehmen

jedoch auch Kinder und medizinisches

Fachpersonal aus der

kantonsnahen Umgebung teil.

Eigentlich liesse sich unser Kinderlager

mit zwei Gefühlseindrücken

beschreiben: der Anerkennung

und Wertschätzung gegenüber

uns allen, die Erica ausdrückte, indem

sie mir – stellvertretend für

alle Kinderlager-Mitarbeitenden –

*Associazione Ticinese per i Diabetici, Tessiner Diabetesgesellschaft

beim Fest zum zehnjährigen Jubiläum

einen selbstgebastelten

Strauss Papierblumen überreichte,

und dem Glück, das ich empfand,

als ich unsere Kinder im Gardaland

so glücklich und sorglos herumtollen

sah, als sie ihren Diabetes

vergassen und Adrenalin-, aber

auch Blutzuckerspiegel, schwindelnde

Höhen erreichten. Glück

gibt es wirklich: Man muss sich

nur einen Augenblick lang der

Vorstellung hingeben, dass unsere

Kinder uns entgegenlaufen und

uns zurufen, dass sie geheilt sind.

Vom «einfachen» Ferienlager hat

sich unsere Veranstaltung mit zunehmender

Erfahrung und unter

Berücksichtigung neuer Theorien

regelrecht zu einer aktiven Schule

der angewandten Diabetologie gemausert.

Ohne den ursprünglichen

Gedanken einer Freizeitveranstaltung

aufzugeben, hat das

Kinderlager darüber hinaus auch

einen Schulungscharakter angenommen.

Im Wesentlichen orientieren wir

uns an vier Zielen, zusammengefasst

in der pädagogischen

Schrift «La scuola di diabetologia

dell’ATD» (Die ATD-Diabetesschule):

➥ Den kleinen Diabetes-Patienten

soll im Hinblick auf ihre

Krankheit und die erforderlichen

Therapie- und Kontrollmassnahmen

eine vertiefte

Kenntnis vermittelt werden, aus

der sich ein wirklich autonomer

Umgang mit dem Diabetes

entwickeln kann.

➥ Weiterbildung von Mitarbeitenden

aller Stufen des Gesundheitswesens.

Ärzten, Pflegepersonal

und Ernährungsberaterinnen

bietet das Lager die einzigartige

Gelegenheit, ganztägig und vor

allem auch nachts eine grössere

Anzahl von Kindern mit Dia-


etes zu beobachten und zu untersuchen.

Sie lernen hier definitiv

viel umfassenderer

als im Spital oder aus Büchern,

was Diabetes eigentlich ist.

➥ Entlastung der Eltern von ihrem

beschwerlichen Alltag:

Mindestens vierzehn Tage lang

wird ihnen ihr Kind, das mit

seiner chronischen Erkrankung

häufig Grund für Entbehrungen,

Ängste und psychische Belastungen

ist, abgenommen.

➥ Einflussreichen Stellen soll vor

Augen geführt werden, dass

Jugendliche mit Diabetes junge

Menschen wie andere auch

sind, dass man ihnen Verantwortung

übertragen und einen

Arbeitsplatz überlassen kann;

Damit soll auch einer ungerechtfertigten

Ausgrenzung entgegengewirkt

werden.

Gut siebzehn Kinder und Jugendliche

waren dieses Jahr mit von der

Partie und haben dazu beigetra-

gen, dass das Kinderlager im Hinblick

auf diese Ziele ein Erfolg war.

Dank der Betreuung durch eine

gleich grosse Zahl hervorragender

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

kam es weder zu Unfällen noch zu

gravierenden Unterzuckerungen.

Auch das Team hat somit im Sinne

des Kinderlagers seine Ziele erreicht.

Der Tagesablauf in der herrlichen

Unterkunft «La Perfetta» in Arzo

wurde bestimmt durch Blutzuckermessungen,

Spritzen, Zwischen-

und Hauptmahlzeiten. Im

Lager sind die normalerweise gefürchteten

Unterzuckerungen

praktisch kein Thema mehr: Nach

anstrengenden Fussballturnieren

und dem Spielen im Wasser fällt

der Blutzucker zwar auf die minimal

tolerierbaren Werte, wird jedoch

stets gut von Ärzten und

Pflegepersonal kontrolliert; die Insulindosen

können bisweilen um

dreissig Prozent reduziert werden.

Aus Anlass der Zehnjahresfeier

waren alle bis zum Freitagabend

prismalino

DIE KINDERSEITE prismalino

13

beschäftigt mit der Einübung eines

besonderen Liedes zur Melodie

von «Montagne verdi». Die Aufführung

war dann ein grosser Erfolg

– ein bewegender Moment,

gekrönt von viel Applaus und diversen

Zugaben.

Auf dem Programm standen ausserdem

Schwimmbadbesuche in

Carona und Mendrisio, ein Ausflug

zum Aquarium nach Genua,

einschliesslich Baden im Meer von

Varazze und überreichlichem

Pizzagenuss (zum grossen Ärger

der Ernährungsberaterin; sie hatte

aber – jetzt darf man es ja sagen –

vollkommen Recht) am Strand,

vor einem grossartigen, romantischen

Sonnenuntergang. Für mich

bedeutete das die Einhaltung eines

oft wiederholten und nie eingelösten

Versprechens, aber auch eine

Art, die vergangenen zehn Jahre

zu feiern.

Dann kam der Tag mit den Eltern

und der traditionellen, ganz besonderen

Heiligen Messe mit Don

Laim.


prismalino 4prismalino

DIE KINDERSEITE

Der Ausflug nach Gardaland gehörte

auch dieses Mal wieder zum

Programm. Dieser perfekt organisierte

Tag war gewissermassen eine

Prüfung für Ärzte, Pflegende und

Ernährungsberaterinnen, nicht

zuletzt aber auch für die Jugendlichen

selbst. Nun mussten im

Feld, fern der schützenden «Perfetta»,

alles Gelernte und alle

Empfehlungen der vorangegangenen

Woche ausgetestet werden:

Aufstehen und Blutzucker messen

morgens um halb fünf! Ein eher

lustloses Frühstück, dann herumtoben

im Gardaland. Hohe Adrenalin-

und Blutzuckerspiegel trotz

der starken körperlichen Aktivität.

Mittagessen im Restaurant, diesmal

ohne die verhassten Waagen,

nur nach Augenmass. Und nachmittags

ging’s weiter wie gehabt,

um möglichst oft mit dieser oder

jener Attraktion zu fahren. Noch

einmal Blutzucker messen, und

abends stürzten sich alle mit

Heisshunger auf die Lasagne. Im

Bus kehrte schliesslich ein bisschen

Ruhe ein. Die abschliessende

Kontrolle fand bei der mitter-

nächtlichen Ankunft in der «Perfetta»

statt. Peinlich genaue Blutzuckermessung,

und die Werte…

okay.

Die Nächte verliefen stets ruhig,

doch unter sorgfältiger Aufsicht

des medizinischen Fachteams. Die

letzte Blutzuckermessung vor der

Nachtruhe fand jeweils um 22.00

Uhr statt. Je nach Ergebnis wurde

dabei entschieden, bei welchen

Kindern eine weitere Messung um

zwei oder vier Uhr morgens angezeigt

war. Falls dies erforderlich

war, wurde so sanft vorgegangen,

dass die Kinder kaum etwas davon

merkten. Schliesslich der Abschied

– schweren Herzens, denn alle

wollten noch bleiben. Doch jetzt

heisst es, das neu Erlernte in die

Praxis umzusetzen und die bekannten

Regeln, die im Laufe der

Monate in Vergessenheit geraten

waren, einfach wieder zu beachten.

Mit Blick auf die Zukunft

stellt unser Kinderlager eine wichtige

Investition in die Gesundheit

dieser Kinder dar. Was sie hier gelernt

haben, verhilft ihnen bei

entsprechender Umsetzung zu einem

besseren Umgang mit dem

Diabetes und zu einem Mehr an

Lebensqualität.

Zum Erfolg des Kinderlagers tragen

all jene bei, die mit viel ehrenamtlichem

Engagement und ganzem

Herzen mitarbeiten und

teilweise grosse Verantwortung

auf sich laden. Ein grosses Dankeschön

an all diese immer seltener

werdenden Menschen.

10 unvergessliche,

10 wiederholenswerte Jahre!

Prof. Enzo Pfister


Haben Sie gewusst, dass…

… Accu-Chek Sensor Comfort Teststreifen

riesig sind und eine praktische, seitliche

Einbuchtung aufweisen?

Damit werden sowohl das Teststreifen-Handling

als auch der Blutauftrag erheblich vereinfacht.

… Accu-Chek Sensor einen Speicher für

480 Blutzuckerwerte hat?

Somit können Sie die Verlaufskontrolle Ihrer

Blutzuckerwerte kontrollieren und diese wenn

nötig verbessern.

… Sie den Accu-Chek Sensor bei der

Blutzuckermessung

so halten können,

wie es Ihnen am bequemsten

ist?

Das Blut wird automatisch

in den

Teststreifen eingesogen.

… Accu-Chek Compact nicht codiert

werden muss?

Mit dem Einlegen der innovativen Teststreifentrommel

wird das Blutzucker-Messgerät

automatisch codiert. Das bedeutet maximale

Sicherheit für Sie.

… Accu-Chek Compact mit einer

einzigen Taste bedient werden

kann?

Teststreifen ausfahren, Messung

durchführen, Teststreifen auswerfen

– einfacher geht es wirklich nicht!

… mit Accu-Chek Compact

das Handling mit einzelnen

Teststreifen der

Vergangenheit angehört?

Einfach die Teststreifen-

Trommel mit 17 integrierten

Teststreifen einsetzen, und

schon ist das Gerät für 17 Messungen bereit.

Wann und wo Sie wollen.

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Diese Geräte erhalten Sie bei Ihrem

Arzt, in Ihrer Apotheke, bei Ihrer

Diabetesgesellschaft oder direkt bei

Roche Diagnostics (Schweiz) AG

(siehe Leserservice-Karte).


Swiss Alpine Marathon 2004

Alle Insulinpumpentragende haben den Swiss Alpine Marathon 2004

erfolgreich absolviert

Tolles Wetter und die Bündner Bergwelt von ihrer schönsten Seite. Vor dieser Kulisse boten

die beiden Swiss Pumpers Teams sportlich hochstehende Leistungen und beendeten

den diesjährigen Swiss Alpine Marathon erfolgreich. Es war nicht nur ein positives sport-

liches Erlebnis, sondern auch die Stimmung war ausgezeichnet. Spass, Lebensfreude

und Bewegung prägten das Wochenende. Die Pumpentragende hatten ihre Einstellungen

unter Kontrolle und

bewiesen sich und anderen

Diabetes-Betroffenen, dass

Sport auch auf hohem Niveau

mit Diabetes möglich ist.

Samstagmorgen, 7.50 Uhr in

Davos: Bei Postkartenwetter werden

175 Teams auf die 81.5 km lange

Strecke rund um Davos geschickt.

Darunter befinden sich auch zwei

gemischte Teams mit Diabetes-

Betroffenen, mehrheitlich mit

einer Insulinpumpe. Alle sind top

motiviert und gut vorbereitet.

Swiss Pumpers Speed setzt sich aus

erfahrenen Sportlern und Sportlerinnen

zusammen, die nicht das

erst Mal eine Startnummer tragen

und den Wettkampf leistungsorientiert

absolvieren möchten.

Die Mitglieder von Swiss Pumpers

Easy wollen die Herausforderung

hingegen locker angehen und in

guter Verfassung ins Ziel kommen.

Den Rempeleien auf den ersten

paar hundert Metern auszuweichen

und das Feld aufzurollen,

war die Renntaktik der beiden

Startbiker. Dies gelang nur Roland,

da Sara durch mehrere Defekte an

der Schaltung gebremst wurde

und die ganze Strecke praktisch

nur in einem Gang zurücklegen

konnte. Umso grösser ihre Leistung:

Sie kämpfte sich bis ins

Ziel und ermöglichte den

übrigen Teammitgliedern das

Weitermachen.

Zwei wettkampferprobte

Inline-Skater erlebten zwischen

Alvaneu Bad und Bergün,

dass man auch Passstrassen

mit Skates erklimmen kann;

die Haltung nicht mehr

aerodynamisch, dafür kraftvoll.

Patrick Sieber wuchtete

sich in der hervorragenden

viert schnellsten Abschnittszeit die

Rampe nach Bergün hinauf.

Auf der nächsten Teilstrecke von

Bergün zur Keschhütte waren

Berglauffähigkeiten gefragt, mussten

doch nicht weniger als 1300

Höhenmeter bewältigt werden.

Ungewohntes Terrain für die

Triathletin Astrid und den Ersatzmann

Peter, der nur wenige Tage


vor dem Lauf wegen Krankheit

einer Teilnehmerin in das Team

Easy nachrutschte. Zuerst durch

das malerische Val Tuors stetig

aufwärts, und dann ab Chants die

brutale Steigung zur Keschhütte

hinauf. Um die zwei Stunden

waren die beiden unterwegs, bevor

sie an Daniel und Selma übergeben

konnten.

Die beiden «liefen sich warm»,

indem Sie zuerst zu Fuss zur

Keschhütte auf 2632 m.ü.M. aufsteigen

mussten. Die alpine Teilstrecke

führte von der Keschhütte

über den Scalettapass auf 2606

m.ü.M. nach Dürrboden ins

Dischmatal. Beide schätzten Ihre

Fähigkeiten richtig ein und kamen

ohne Leistungseinbruch mit

einem Lächeln in Dürrboden an.

Daniel war mit der Topzeit von

1:05:08 sogar der dritt schnellste

Läufer auf den 12 km Bergwegen.

Angefeuert von zahlreichen

Zuschauern, liefen dann Christina

und Peter durch das Dischmatal

die 14.5km nach Davos. Ein bleibendes

Erlebnis war der Stadioneinlauf:

tosender Applaus, fetzige

Musik, und jeder Finisher fühlte

sich wie ein Champion.

Pumpeneinstellungen der

Teilnehmenden

Da der Körper während der Anstrengung

weniger Insulin benötigt,

reduzierten alle Teilnehmenden

ihre Basalraten während des Wettkampfs

oder stellten die Pumpe

während der Etappe ganz ab. Das

Herausfinden der optimalen persönlichen

Einstellung erfordert

Erfahrung, die zuvor im Training

erworben werden muss.

Swiss Pumpers Club

Der Swiss Pumpers Club ist eine

Plattform für Insulinpumpenträgerinnen

und -träger aus der

Schweiz, die sich sporadisch und

informell zu gemeinsamen sportlichen

oder kulturellen Aktivitäten

treffen. Ziel ist, gemeinsam tolle

Swisspumpers Speed

Roland Rieder, Bike

Patrick Sieber, Inline

Astrid Koller, Lauf 1

Daniel Thöny, Lauf 2

Christina Ranft, Lauf 3

Gesamtzeit 6:40:01

Rang 25 von 82

aktiv

SWISS ALPINE MARATHON 2004 aktiv

17

Stunden zu verbringen und von

Gleichgesinnten zu lernen, die

Pumpe wie selbstverständlich in

das tägliche Leben zu integrieren.

Mehr Infos unter www.swisspumpers.ch.

Sponsoring

Die Teilnahme der Teams wurde

durch die Roche Diagnostics

(Schweiz) AG/Disetronic unterstützt.

Mit dem Blutzuckermessgerät

Accu-Chek Compact und

den Disetronic Insulinpumpen

D-TRONplus sowie H-TRONplus

bietet die Firma Geräte an, die

auch den hohen Anforderungen

eines Swiss Alpine Marathons

gewachsen sind.

PJ

Swisspumpers Easy

Sara Banholzer, Bike

Lukas Brassel, Inline

Peter Schüpbach, Lauf 1

Selma Rothenberger, Lauf 2

Peter Baetschi, Lauf 3

Gesamtzeit 8:14:11

Rang 80


ganz ohne Gummi - keine drückenden Nähte - schneiden nicht ein - rutschen nicht - speziell für empfindliche Füsse

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Waren zurückgenommen.


Feine Mousse au Chocolat

Zubereitung

120g Lindt Diät Milch-Schokolade

in einem Topf im Wasserbad bei

schwacher Hitze schmelzen. Eier

trennen und die Eigelbe unter die

warme Schokolade rühren. Das

Eiweiß sehr steif schlagen. Den

Rahm ebenfalls steif schlagen.

Danach Eischnee und Rahm mit

einem Löffel unter die Schokoladenmasse

heben. 30 g Lindt Diät

Milch-Schokolade in kleine Stücke

hacken. Gemahlenen Zimt, sowie

gehackte Schokolade unterrühren

und die noch zähflüssige Mousse

in ein Gefäß füllen. Etwa drei

Stunden abgedeckt im Kühlschrank

kalt stellen. Zum Portionieren

einen Esslöffel in heißes

Wasser tauchen und Nocken aus

der Mousse au Chocolat stechen.

Zutaten (für 9 Nocken à 39 g)

120g Lindt Diät

Milch-Schokolade

30 g gehackte Lindt Diät

Milch-Schokolade

3 Eier

80 g Vollrahm 35%

1 MSP gemahlener Zimt

Zubereitungszeit

ca. 35–45 Minuten

Angaben je Stück

670 kJ

161 kcal

3,5 g Eiweiß

9 g Kohlenhydrate

12,5 g Fett

Tipp

Sollten sich beim Schmelzen der

Schokolade kleine Klümpchen

bilden, gießen Sie die Schokolade

einfach durch ein feines Sieb.


Schwanger mit Diabetes?

Frauen vernetzen sich.

Eine Schwangerschaft mit Diabetes wirft unzählige Fragen auf: Wird mein Kind gesund?

Muss ich meine Ernährung umstellen? Wie kann ich zu starke Blutzuckerschwankungen

vermeiden? Neun Monate Unsicherheit, Spannung und noch stärkere Achtsamkeit für den

eigenen Körper … Einige Frauen fühlten sich in dieser Zeit trotz optimaler medizinischer

Betreuung recht alleine und gründeten eine Selbsthilfegruppe. Schwangere Frauen mit

Diabetes gehen – wenn

das Projekt weiterhin so gut

läuft – bald online.

Alles begann 1996, als Regula Buri

ihr erstes Kind erwartete. Die Lehrerin

aus dem Berner Oberland

freute sich auf diese Zeit, fühlte

sich aber, wie sie sagt, oftmals

nicht wirklich ernst genommen.

Für viele Gesprächspartnerinnen

auch im Freundeskreis waren ihre

Bedenken und Anliegen zu kompliziert

oder unbegründet, schwer

nachvollziehbar. Auch einschlägige

Literatur fand sie kaum. Die Betreuung

durch den Diabetologen

und die Gynäkologin war zwar

fachlich ausgezeichnet, doch

manches konnte sie in der Sprechstunde

nicht wirklich ansprechen.

Ausser Arzt und Ärztin war aber

niemand da, der ihre Fragen hätte

beantworten können, sie motiviert

hätte, bei dem sie hätte auftanken,

sich austauschen und erfahren

können, wie andere Frauen diese

sensible Phase meistern. «Hoffentlich

ist alles gut», die bange Hoffnung

bleibt auch bei optimalen

Blutzuckerkontrollwerten und

wird vor dem Besuch bei den Ärzten

wieder ganz akut, vor allem,

wenn auch sie besorgt sind.

Optimale Zielwerte

Während der Schwangerschaft

sind die Zielwerte der Blutzuckermessungen

erheblich tiefer angesetzt:

Das HbA1c sollte zwischen

4.0 und 6.5% liegen, nach dem

Essen sollte der Blutzucker nicht

über 7.4 mmol/L klettern. Trotz

eiserner Disziplin kam es jedoch

bei Regula Buri immer wieder zu

Blutzuckerwerten, für die sie keine

Erklärung fand. «Die Stoffwechsellage

ist zu Beginn der Schwangerschaft

sehr stabil, weil hormonelle

Einflüsse einen Gegendruck zum

Insulin erzeugen. Erst im letzten

Drittel wird die Stoffwechsellage

instabil», erklärt Regula Buri. «Der

Insulinbedarf steigt dann stetig an,

die Diabetikerin hat jedoch keine

genauen Anhaltspunkte, wann er

um wie viel ansteigt. Es muss also

nun laufend ein neues Gleichgewicht

gefunden werden.» Auch die

Ärzte müssen sich in dieser Phase

jeweils neu und ganz individuell

auf die Patientin einstellen und

können sich kaum auf Messwerte

der Vergangenheit abstützen.

Solidarität und Vernetzung

Regula Buri erlebte diese Zeit sehr

bewusst und achtete auf eine optimale

Einstellung. Alles verlief gut,

und sie gebar ein gesundes Kind.

Erst 1998, als sie zum zweiten Mal

schwanger wurde, machte sich die

junge Mutter auf die Suche nach

gleich Gesinnten. An einem Diabetes-Seminar

lernte sie eine Frau

kennen, mit der sie inzwischen


eine Freundschaft verbindet. Die

beiden taten sich zusammen, um

eine Selbsthilfegruppe zu gründen.

Die Vorarbeiten dazu dauerten

über ein Jahr, bis 2001 die erste

Gruppe offiziell gegründet wurde.

Später gab es häufig Wechsel unter

den Teilnehmerinnen, denn die

Phase der eigentlichen Betroffenheit

ist jeweils kurz: Bestenfalls

dauert sie neun Monate. Also durchlief

die Gruppe mehrere Phasen,

um sich auch immer stärker zu

festigen und eine jeweils angemessene

Form des Austausches und

der Zusammenarbeit zu finden.

Im Januar 2003 wurde eine neue

Erfahrungsgruppe gegründet. Frau

traf sich fortan jeden fünften bis

sechsten Samstag zum Erfahrungsaustausch.

Aus dieser Gruppe

formierte sich im Juni 2003 ein

Projektteam, das sich vermehrt der

Öffentlichkeitsarbeit widmen will.

Neu: Die Website für

schwangere Diabetikerinnen

Seit Januar 2004 engagiert sich

diese Arbeitsgruppe sehr zielgerichtet.

Drei Frauen arbeiten zusammen

mit Regula Buri an der Aufschaltung

einer Internetseite mit

einem Forum für den gegenseitigen


Erfahrungsaustausch. Schwangere

Frauen erhalten dort eine Plattform,

in der sie ihre eigenen

Erfahrungen einem breiten Publikum

zugänglich machen können.

Die Veröffentlichung dieser persönlichen

Berichte erfolgt auf

Wunsch anonym, und das Projektteam

bietet Hilfestellungen beim

Abfassen. Weiter soll die Internetseite

schwangeren Diabetikerinnen

Adressen und Links bieten und

durch Eingabe einschlägiger

Suchbegriffe – z.B. «Diabetes+

Schwangerschaft» – von gängigen

Suchmaschinen geortet werden

können. Bewirtschaftet wird die

Website voraussichtlich von der

Berner Diabetesgesellschaft.

Frau Buri bekräftigt, dass ihnen

auch der Dialog mit dem medizinischen

Fachpersonal weiterhin

wichtig ist: Für Pflegende wird

deshalb eine Broschüre erstellt, die

ihnen prägnant und klar die besonderen

Bedürfnisse diabetischer

Wöchnerinnen in Erinnerung

ruft. Schwangere Frauen können

diese beim Eintritt ins Spital

auch selber abgeben.

Schön wäre, wenn

sich möglichst viele

Betroffene an dem

portrait

SCHWANGER MIT DIABETES? portrait

21

Ich fühlte mich oft alleine gelassen

mit meinen Zweifeln.


Internetprojekt beteiligen würden,

auch solche, die ihre Schwangerschaft

längst hinter sich haben.

Nur so können auch andere von

ihren Erfahrungen profitieren.

Auch Frauen, die eine Schwangerschaft

in Erwägung ziehen, könnten

sich dort eingehender informieren.

Die zweifache Mutter ist

sich aber bewusst, dass jeder

Diabetes wieder anders verläuft

und der Vergleich nur

bedingt sinnvoll ist. Sie

achtet und respektiert den

Umgang der anderen Frauen

mit ihrem Diabetes und

würde keine fachlichen

Ratschläge erteilen.

Als Ansprechpartnerin

möchte sie

die Frauen

vielmehr

ermutigen,

selbstverantwortlich

ihren

eigenen

Weg zu


portrait 2portrait

SCHWANGER MIT DIABETES?

gehen, wohl in enger Zusammenarbeit

mit den Fachleuten, stets

aber auch im Bewusstsein, dass es

eben nur bedingt allgemein verbindliche

Gesetzmässigkeiten gibt.

Diese respektvolle Haltung und

ihr Engagement für andere Betroffene

verdankt Regula Buri letztlich

ihrer langjährigen Vertautheit mit

dem Diabetes. Der 35jährigen Emmentalerin

wurde die Diagnose im

Alter von dreieinhalb Jahren gestellt.

Bis vor zehn Jahren hat sie

regelmässig die Diabetikerlager

der Berner Diabetesgesellschaft

mitgeleitet. Heute arbeitet sie im

Behindertenbereich und legt Wert

auf eine ausgewogene und aktive

Lebensführung auch für ihre

Kinder Joanna und Sebastian, die

beide gesund sind. Viel Bewegung

in der Natur ist ihr wichtig. So

stiess vor zwei Jahren auch die

Frau, Schwanger, Mutter sein mit Diabetes

Mit Diabetes schwanger und Mutter zu sein, stellt an uns hohe Anforderungen.

Die speziellen Probleme und Bedürfnisse mit anderen zu teilen tut gut.

Deshalb möchten wir Informationen zu Schwangerschaft, Wochenbett und

Mutterschaft mit Diabetes für viele zugänglich machen.

Wir planen, eine Website mit gesammelten Erfahrungen und weiteren Punkten

zum Thema zu erstellen.

Bist Du interessiert? Möchtest Du Deine Geschichte auch weitergeben?

Für Näheres melde Dich doch bei einer von uns:

Regula Buri, Seemattenweg 2, 3700 Spiez,

Telefon 033 654 31 74, E-Mail buri.ramseier@bluewin.ch

Ute Grewel, Nassackerstrasse 8, 8903 Birmensdorf,

Telefon 01 777 72 63, E-Mail ugrewel@freesurf.ch

Simone Leuppi, Kreuznagelweg 9, 4132 Muttenz,

Telefon 061 463 06 21, E-Mail sleuppi@bluemail.ch

Bergamaskerhündin Aresa zur

Buri-Familie, die allen den gesundheitsförderlichen

Auslauf ermöglichen

soll.

Neben Familien-, Erwerbs- und

Vernetzungsarbeit bleibt der

Naturliebhaberin sicher wenig Zeit

zum Reisen. Darum freut sie sich

auf die virtuellen Treffen mit anderen

Frauen und hofft, dass das

Projekt, in das sie seit fünf Jahren

so viel Lebensenergie steckt, auf

breites Interesse stossen wird.

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Teststreifen dürfen überall angefasst werden und führen ihren Finger sicher

zur Blutentnahme. Mit Accu-Chek Sensor bekommen Sie die tägliche Routine

der Blutzucker-Selbstkontrolle in den Griff.

Fragen? Rufen Sie uns unter der Diabetes Hotline 0800 803 303 an (gebührenfrei)

oder besuchen Sie uns im Internet unter: www.roche-diagnotics.ch.

Roche Diagnostics (Schweiz) AG

6343 Rotkreuz

www.roche-diagnostics.ch

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