Biometrische Risiken 2011 - WMD Verlag GmbH

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Biometrische Risiken 2011 - WMD Verlag GmbH

+ Berufsunfähigkeit + Krankenversicherung + Pflegeversicherung +

Biometrische Risiken

2011

Welche Absicherung gegen biometrische Risiken für

Versicherungsnehmer empfehlenswert sind

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Editorial

Liebe Leserinnen

und Leser,

die Absicherung biometrischer Risiken rückt bei

deutschen Lebensversicherern verstärkt in den

Mittelpunkt des Interesses. So rechnen laut einer

Studie des Rückversicherers RGA, über 90 Prozent

der Versicherer mit einer deutlichen Absatzsteigerung

und planen die Entwicklung und Einführung

neuer biometrischer Produkte. Was macht diese

Produktsparte so interessant? Der Begriff selbst,

stammt von dem griechischen Wort „bios“ ab

und bedeutet „Leben“. Unter biometrischen

Risiken versteht man die das Leben und den Lebensunterhalt

betreffenden individuellen Risiken

wie Erwerbsunfähigkeit, Pflegebedürftigkeit,

Langlebigkeit und vorzeitiger Tod. Viele Menschen

unterschätzen diese Risiken nach wie vor, wie die

Continentale kürzlich in ihrer aktuellen Berufsunfähigkeitsstudie

feststellte. So ist beispielsweise

nur jeder Fünfte im Falle einer Berufsunfähigkeit

ausreichend abgesichert. Dabei wird statistisch

gesehen bereits jeder vierte Bundesbürger

berufs- oder erwerbsunfähig! Da die staatliche

Hilfe im Ernstfall zudem bei Weitem nicht ausreicht,

ist eine private Absicherung von Krankheit,

Editorial | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Pflegefall, Berufsunfähigkeit und Tod unabdingbar.

Doch was kann man sich noch leisten und gibt

es die optimale Absicherung biometrischer Risiken

überhaupt auf den jeweiligen Beratungsfall bezogen?

Wo lauern eventuelle Fallstricke in den Versicherungsbedingungen

und auf welche Leistungen

kommt es besonders an? Wie sieht die gesetzliche

Versorgung im Krankheits- oder Pflegefall

zukünftig aus und welche privaten Möglichkeiten

hat man zur Abdeckung der Versorgungslücken?

Die Antworten auf diese und weitere interessante

Fragen zu den wichtigsten Absicherungsthemen,

lesen Sie hier, in der aktuellen Print- Ausgabe des

wmd-brokerchannel „Biometrische Risiken 2011“.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre,

gute Entscheidungen und viel Erfolg!

Ihr Team vom wmd-brokerchannel

Friedrich A. Wanschka, Astrid Klee,

Matthias Heß, Maren Richter, Martin Witt

und Tobias Strenk

Täglich aktuelle Informationen, Fachartikel und Video-Interviews

unter www.wmd-brokerchannel.de

3


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Inhaltsverzeichnis

4

Marktinformationen

8 Versicherer setzen verstärkt auf

biometrische Deckungen

10 Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Produkt- und Markt-Interviews

12 Interview mit Heiko Reddmann,

Vertriebsdirektor, Skandia Lebensversicherung AG

12 Interview mit Benedikt Chiandetti,

Vertriebsleiter, Vertrieb ONTOS

13 Interview mit Holger Roth,

CSO, PrismaLife

16 Interview mit Dr. Peter Schmidt,

Vorstandsvorsitzender,Vereinigten Post. Die Makler AG

16 Interview mit Jörg Lübkemann,

Abteilungsleiter Vertrieb, HEK

18 Interview mit Rüdiger R. Burchardi,

Vorstand für Vertrieb und Marketing,

Dialog Lebensversicherungs-AG

20 Interview mit Rene Wördemann,

Leiter Verkaufsförderung Leben im Maklervertrieb,

Gothaer

21 Interview mit Heinz-Gerhard Wilkens,

Leitung Unternehmenskommunikation,

HanseMerkur Versicherungsgruppe

22 Interview mit Marlies Tiedemann,

Leitung Produktmanagement, MONEYMAXX

24 Interview mit Jürgen Hansemann,

Direktor Produktförderung,

NÜRNBERGER Versicherungsgruppe

26 Interview mit Michael Mebesius,

Vertriebsvorstand,

Ageas Deutschland Lebensversichrung AG

26 Interview mit Andrea Schölermann,

Abteilungsleiterin Produktmanagement, Condor

Lebensversicherungs-AG

27 Interview mit Philipp J.N. Vogel,

Vorstand der DFV Deutsche Familienversicherung AG

28 Interview mit Beate Heidrich,

Produktmanagerin,

Helvetia schweizerische Lebensversicherungs-AG

29 Interview mit Heike Rotermund,

Bereichsleiterin Vertrieb, Marketing und Kommunikation,

Janitos

30 Interview mit Rainer M. Jacobus,

Vorstandsvorsitzender, IDEAL Versicherungsgruppe

30 Interview mit Josef Kiener,

Leiter Unternehmenskommunikation, Swiss Life

31 Interview mit Rolf Schünemann,

Vertriebsvorstand,

Lebensversicherung von 1871 a. G. München

32 Interview mit Michael Traub,

Marketingleiter, SDK

32 Interview mit Sandra Fäth,

Produktmanagerin und Aktuar (DAV),

Stuttgarter Lebensversicherung a.G.

34 Interview mit Christian Schröder,

Abteilungsleiter Produktmanagment Leben im

Marketing, Volkswohl Bund

34 Interview mit Alexandra Weier,

Abteilungsleiterin Marketing/Makler Service Vorsorge,

Württembergische Vertriebsservice GmbH

35 Interview mit Prof. Hans-Wilhelm Zeidler,

Vorstand für den Bereich Makler Leben,

Zurich Gruppe Deutschland

36 Interview mit Carsten Beck,

Produktmanagement, Konzept und Marketing GmbH

38 Interview mit Peter Schilinski,

Organisationsdirektor Makler, INTER Versicherungsgruppe

39 Interview mit Jürgen A.Junker,

Vertriebsvorstand, VHV Versicherungen

40 Interview mit Björn Schmeling,

Leiter Vertriebspartner, Hannoverschen Lebensversicherung

Risikolebensversicherung

41 Neue Risikoabsicherung von AXA

honoriert gesunde Lebensweise

Unfallversicherung

42 70 Prozent aller Unfälle sind nicht durch die

gesetzliche Unfallversicherung abgesichert

43 Für alle ab 50: VOLKSWOHL BUND bringt

Unfall-Rente PLUS auf den Markt

Berufsunfähigkeitsversicherung

44 Continentale-Studie zur Berufsunfähigkeit:

Bevölkerung unterschätzt das eigene Risiko

und ist erschreckend schlecht informiert

45 BU: Sehr gut - mit Preisunterschieden von

mehr als 1.000 Euro

46 PremiumCircle zu Vergleichstest Finanztest

07/2011

47 MORGEN & MORGEN legt neues

BU-Rating vor

50 Die beste BBV-BU aller Zeiten

52 BU-Schutz und Invaliditätsvorsorge

54 WWK auch 2011 mit Bestnote ausgezeichnet

55 Stuttgarter modernisiert

Berufsunfähigkeitsschutz

56 Beim Eigenheimkauf an die Arbeitskraft

denken

57 Generali:

Neue Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Grundfähigkeitsversicherung

58 Canada Life: Noch mehr Schutz in Schwere

Krankheiten Vorsorge und Grundfähigkeitsversicherung

Krankentagegeldversicherung

60 Biometrische Risiken: Seriöses Konzept

deckt Einkommenssicherung lückenlos ab

62 VOLZ bietet optimierten Existenzschutz für

Selbständige

Krankenzusatzversicherungen

63 Krankenkassen: Wechselbereitschaft aufgrund

attraktiverer Kooperationsangebote steigt an

64 Umfrage:

40 Prozent der Gesetzlich Krankenversicherten

setzen auf Ergänzungsversicherungen

Private Krankenversicherung

65 Neues MORGEN & MORGEN Rating entlarvt

mehr Beitragssünder in der PKV

66 Privat krankenversichert für 100 Euro im Monat?


66 PKV-Verband: Solides Wachstum in der privaten Krankenversicherung

Gesetzliche Krankenversicherung

70 Zusatzbeiträge bei Krankenkassen:

Fast jede 12. verlangt einen Aufschlag

71 Krankenkassen aus Kundensicht: Im Service top, in der Leistung eher flopp

72 Kassen bezahlen mehr als viele Versicherte wissen

73 Patienten wollen erst ab 19 Euro die Kasse wechseln

Pflegeversicherung

74 Achtung Pflegefall:

Sparbuch weg, Elternhaftung und zum Schluss Hartz IV!

77 Große Qualitätsunterschiede bei Pflegerenten

78 PKV steht zum Aufbau einer ergänzenden kapitalgedeckten

Pflegezusatzversicherung bereit

78 Verdoppelung der Pflegebedürftigen bis 2030

80 Pflegefall: Jüngere sind sich der Wichtigkeit privater Vorsorge

besonders häufig bewusst

Technische Beratungsunterstützung

81 SDK-App / Beschreibung und Symbol

81 App / mit Bedarfsrechner für Berufsunfähigkeits- und Todesfallschutz

82 IDEAL OnlineService jetzt auch für das iPhone

82 HanseMerkur bietet Leistungsregulierung 2.0

Erste RechnungsApp optimiert Kundenservice in der Privaten

Krankenversicherung

Advertorial

7 Risikoversicherungen für den Todesfall „Luft nach oben“

14 Flexibel umschalten + Job absichern = FlexiJob

19 HEK – Die Business-K(l)asse

Ein starker Partner im Bereich der GKV

23 „Hohe Renten – niedrige Beiträge“

25 Lebensentwürfe versichern!

Impressum

48 Impressum

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Biometrische Risiken 2011 | Advertorial

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Risikoversicherungen für den Todesfall

„Luft nach oben“

Nachgefragt bei Klaus Dauner (52)

Vorstand der Deutsche Lebensversicherungs-AG (DLVAG)

– Konzerntochter der Allianz Leben

Ihre Produkte verkaufen sich

immer besser. Obwohl die

DLVAG bei Risiko-Lebensversicherungen

die attraktivsten

Preise bietet, bleibt

der Marktanteil der Allianz

Gesellschaften in diesem Segment

mit momentan 11,4 Prozent

aber deutlich hinter den

rund 18 Prozent zurück, die

sie im übrigen Lebensgeschäft

insgesamt inne haben. Woran

liegt das?

Dauner: Das Neugeschäft der

DLVAG läuft wirklich sehr erfreulich.

Im Jahr 2009 waren wir

– gerechnet nach Bestandsversicherungssumme

– der Lebensversicherer

mit dem höchsten

Zuwachs. Unser Marktanteil hat

sich in den letzten beiden Jahren

fast verdoppelt. Dass die Steigerung

nicht noch höher ausgefallen

ist, hat verschiedene

Gründe: Zum einen fahren wir

unsere preisagressivere Strategie

erst seit zwei Jahren. Zum anderen

machen wir kaum Werbung

und sind als Marke bei weitem

nicht so bekannt wie die Allianz.

Durch eine Reihe von Auszeichnungen,

die wir in diesem

Jahr erhalten haben, etablieren

wir uns allerdings immer besser.

Schließlich muss man beim Thema

Marktanteile auch sehen,

dass die Risiko-Lebensversicherung

die einzige Vertragsart ist,

die in Deutschland mit nennenswerten

Stückzahlen auch über

das Internet verkauft wird. Das

Tortenstück ist für die Service-

versicherer damit von vornherein

etwas kleiner als im übrigen Geschäft.

Können Sie Ihre Preisstrategie

näher erläutern?

Dauner: Im Jahr 2008 entschlossen

wir uns, unsere Tarife

noch konkurrenzfähiger zu kalkulieren.

Die Differenz zwischen

dem Bruttobeitrag und dem Nettobeitrag

sollte im Wettbewerbsvergleich

sehr gering ausfallen.

Das ist gelungen. Sowohl beim

Bruttobeitrag wie beim Nettobeitrag

können wir heute selbst mit

den besten Direktversichern locker

mithalten. Nicht selten sind

wir sogar noch etwas günstiger.

Interessant ist hier übrigens auch

der Aspekt, dass die Nettobeiträge

marktweit jeweils nur für ein

Jahr im Voraus garantiert sind.

Da wir als Allianz Leben-Tochter

zu den fi nanzstarken Anbietern

gehören, ist der Kunde bei uns

vor bösen Überraschungen in

Form gravierender Beitragserhöhungen

sicher.

Was machen Sie auf der tariflichen

Seite sonst noch anders

als die Konkurrenz?

Dauner: Beim Thema der Risikoeinschätzung

sind wir Trendsetter

und stufen nach Berufsgruppen

ein. Außerdem tarifi eren wir

zwischen Rauchern und Nichtrauchern

unterschiedlich. Damit

erreichen wir eine sehr gute

Presseresonanz und erste Plätze

Advertorial | Biometrie 2011

Advertorial | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

in verschiedenen Marktvergleichen.

Nachlesen kann man das

beispielsweise im Focus-Money-

Booklet über die besten Risiko-

Policen. Hier konnten wir alle

getesteten Laufzeit-Kategorien

für uns entscheiden.

Könnte man aus Ihren Zuwächsen

deuten, dass bei den

Allianz Kunden das Risikobewusstsein

ebenfalls gestiegen

ist?

Dauner: Im Marktdurchschnitt

liegen die Todesfallsummen bei

etwa 70.000 Euro. Bei der DLVAG

sind es deutlich mehr, nämlich

125.000 Euro. Wir führen das vor

allem darauf zurück, dass wir vermehrt

Immobiliendarlehen absichern.

Seit dem Umstieg von der

Kapitallebensversicherung auf die

Rentenversicherung als Standardprodukt

der Eigenvorsorge geht

die Gesamtversicherungssumme

der Allianz aber eher zurück. Damit

können wir uns nicht zufrieden

geben. Ich glaube, dass wir

als Versicherer gefordert sind,

neben der Altersvorsorge auch

die existentiellen persönlichen Risiken

wieder stärker in den Fokus

zu rücken. Hier gibt es noch sehr

viel Luft nach oben. Nur äußerst

selten ist beispielsweise der Haupternährer

einer Familie tatsächlich

mit dem vier- bis fünffachen Jahresbruttoeinkommen

versichert,

wie das auch Verbraucherschützer

empfehlen._lo

7


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

8

Marktinformationen

Versicherer setzen verstärkt auf biometrische Deckungen

RGA-Marktbefragung gibt Aufschluss über neue Produktstrategien in

der Lebensversicherung

Die Absicherung biometrischer Risiken rückt bei

deutschen Lebensversicherern verstärkt in den Mittelpunkt

des Interesses: Ob Schutz gegen Berufsunfähigkeit,

Todesfallabsicherung oder Pflegeversicherung

– über 90 Prozent der Versicherer rechnen mit

einer deutlichen Absatzsteigerung und planen die

Entwicklung und Einführung neuer biometrischer

Produkte1. Dies ergab eine Befragung unter Erstversicherungsunternehmen

und größeren Vertriebsgesellschaften,

mit deren Durchführung der

in Deutschland tätige Lebensrückversicherer RGA

International Reinsurance Company Limited, Niederlassung

für Deutschland das Beratungsunternehmen

Towers Watson beauftragt hat².

Die größte Wachstumsdynamik innerhalb des Segments

der biometrischen Produkte sehen die Versicherer

bei der Pflegeversicherung, der selbstständigen

Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) sowie

bei Zielgruppenprodukten, etwa für bestimmte

Berufsgruppen oder Kunden in bestimmten Lebensphasen.

Dabei ist eine weitere Ausdifferenzierung

des Produktangebotes zu erwarten – sowohl hinsichtlich

der Kundengruppen als auch der Vertriebswege

und der Produktkomplexität. „Die Resonanz

der Befragten ergab eine Marktabdeckung nach

Prämieneinnahmen von mehr als 45 Prozent“, erklärt

Dr. Klaus Mattar, Hauptbevollmächtigter der

deutschen RGA-Niederlassung. „Das bestätigt uns

die aktuell hohe Relevanz dieses Themas.“

Neuartige biometrische Produkte in der

Entwicklung

„Die Produktschmieden vieler Versicherer sind zurzeit

wieder sehr aktiv“, sagt Ulrich Wiesenewsky,

bei Towers Watson für die Marktumfrage im Auftrag

von RGA verantwortlich. „Einige Gesellschaften

planen konkret die Einführung neuer Produkte in

der Pflegeversicherung und der Grund-Erwerbsfähigkeitsversicherung

sowie von Kombinationsprodukten

aus biometrischer Deckung und fondsgebundener

Versicherung.“

Ein Großteil der Unternehmen erwartet, dass auch

neuartige biometrische Risikoprodukte eine steigende

Bedeutung haben werden. Dazu gehören

unter anderem standardisierte Versicherungen, die

sich gut über den Bankschalter, im Direktvertrieb

oder im Annexvertrieb verkaufen lassen. Wichtige

Produkt-Features seien vor allem die Flexibilität der

Produkte (Zusatzbausteine) sowie der Verzicht oder

die Einschränkung der Risikoprüfung. Wiesenewsky:

„89 Prozent der befragten Versicherer gehen davon

aus, dass die Geschwindigkeit der Produktzyklen

stark steigen und der deutsche Markt damit Entwicklungen

nachvollziehen wird, die im angelsächsischen

Raum bereits weiter fortgeschritten sind.“

Zentrale Herausforderungen hinsichtlich der Produktinnovation

sehen die Versicherer in der Geschwindigkeit

der Produkteinführung („Time to market“)

und in der Automatisierung der Prozesse. Die befragten

Vertriebe sehen zudem hohe Chancen im

Bereich der Rentenauszahlungsphase (z. B. erhöhte

Rentenzahlungen bei schwerer Krankheit).

Effizienzsteigerung ist langfristige strategische

Herausforderung

Die Erweiterung des Produktportfolios durch Einführung

von Innovationen sind für Versicherer kurzfri-


stig die wichtigste Aktivität zur Steigerung ihrer

Wettbewerbsposition: 63 Prozent sehen dies als

eine ihrer drei wichtigsten Aufgaben in den nächsten

ein bis zwei Jahren. Andere wichtige Herausforderungen

werden in der Standardisierung und

Verschlankung der Prozesse (53 Prozent) sowie

in der Investition in bestehende Vertriebswege

(47 Prozent) gesehen. Langfristig steht dagegen

die Steigerung der Effizienz und Produktivität

im Vordergrund. Auf die Frage, welche strategischen

Themen in den nächsten fünf Jahren

im eigenen Unternehmen die höchste Relevanz

haben, rangiert die Steigerung der vertrieblichen

Effizienz mit 8,2 Punkten im Schnitt auf einer

Skala von 0 bis 10 an erster Stelle, gefolgt von

Kostenmanagement und Produktinnovation mit

je 7,8 Punkten.

Rückversicherer als spezialisierte Partner

gefragt

Produktinnovationen sowie die zunehmende Geschwindigkeit

bei Produkteinführungen und im

gesamten Produktzyklus erhöhen auch die Anforderungen

der Erstversicherer an die Leistungsfähigkeit

und Kompetenz ihrer Rückversicherungspartner.

So ist bereits heute für 65 Prozent

der befragten Erstversicherer eine klare Fokussierung

auf das Leben-Geschäft ein wichtiges oder

sehr wichtiges Entscheidungskriterium bei der

Auswahl des Rückversicherers. „Gerade bei den

komplexen biometrischen Risikoprodukten dürften

spezialisierte Lebensrückversicherer von der

Marktentwicklung profitieren“, so Wiesenewsky.

Die Rückversicherer spielen eine wichtige Rolle

bei der Entwicklung neuer Produkte: „Wir informieren

über Produkttrends aus internationalen

Märkten und stellen die notwendigen Kalkulationsgrundlagen

zur Verfügung“, so RGA-Manager

Mattar. „Darüber hinaus unterstützen wir

Versicherer bei der Produktentwicklung sowie

der Risikoannahme und Leistungsprüfung.“

1 Biometrische Produkte: Alle Produkte/-kategorien, die keine

reinen Sparprodukte sind, sondern sich mit der Absicherung

von Lebensrisiken wie Berufsunfähigkeit, Krankheit

oder Pflege beschäftigen.

² Die Erhebung fand zwischen Dezember 2010 und Februar

2011 statt.

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BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

10

Marktinformationen

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

– so lässt sich das Prinzip des Biometrie-Rechners

vom Institut für Vorsorge und Finanzplanung auf

den Punkt bringen

Beitrag von Michael Hauer,

Geschäftsführer, Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP)

Unfall oder schwere Erkrankungen ziehen häufig

einschneidende Folgen nach sich: von langen

Krankenhausaufenthalten über Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeit

bis hin zur dauerhaften Pflege.

Im schlimmsten Fall bezahlt der Betroffene gar mit

seinem Leben. All diese Gefahren zählen in der Finanz-

und Vorsorgebranche zu den so genannten

biometrischen Risiken. Risiken, die unmittelbar mit

dem Leben einer zu versichernden Person verknüpft

sind. Die Biometrie gewinnt in der Branche zunehmend

an Bedeutung. Exklusiv für Canada Life hat

das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP)

eigens einen Biometrie-Rechner entwickelt.

Was genau ermittelt der Biometrie-

Rechner vom IVFP?

Der Biometrie-Rechner vom IVFP analysiert sieben

biometrische Risiken: Absicherung gegen Pflegebedürftigkeit,

gegen Unfall, schwere Krankheiten, Berufs-

und Erwerbsunfähigkeit, Verlust der Grundfähigkeiten

(sehen, sprechen, hören, sich orientieren

etc.), Absicherung im Todesfall sowie der Bedarf von

Krankentagegeld.

Bevor mit dem Programm alle relevanten persönlichen

Kundendaten im Detail – Familienstand,

Kinder, Berufsgruppe – sowie persönliche Absicherungswünsche

erfasst werden, kann sich der Inte-

ressent umfassend über die einzelnen „Lebensrisiken“

(in Verbindung mit statistischen Angaben)

informieren.

Daran schließen sich 16 Fragen an, um eine optimale

Bedarfsanalyse zu vollziehen. Etwa: Gehen Sie in

Ihrer Freizeit extremen Hobbys nach oder sind Sie

beruflich besonderen Risiken ausgesetzt? Können

Sie auch bei gesundheitlichen Einschränkungen Ihren

Lebensstandard halten? Wären Sie im Fall einer

Berufsunfähigkeit bereit, einen anderen als Ihren

derzeitigen Beruf auszuüben? Etc.

Anschließend ermittelt der Biometrie-Rechner den

Gesamtwert des Brutto- bzw. Nettoeinkommens

bis zum Rentenbeginn. Der Interessent weiß jetzt,

wie sich eine mögliche Arbeitsunfähigkeit in absoluten

Beträgen auswirken würde. Besonders bei

Berufseinsteigern können hier selbst bei durchschnittlichen

Einkommen mehrere Millionen Euro

„verloren“ gehen. So würde ein heute 25-Jähriger

mit einem Bruttoeinkommen von 40.000 Euro – bei

einer unterstellten durchschnittlichen Gehaltssteigerung

von zwei Prozent bis zum Rentenbeginn – über

2,5 Millionen Euro verlieren, wenn er nicht mehr

arbeiten kann. Informationen zum Einkommen

dienen also dazu, die jeweiligen Lebensumstände

möglichst exakt abzubilden – eine wichtige Voraussetzung,

um Kunden optimal und vor allem auch

ganzheitlich beraten zu können. So kann der Berater

mit dem Biometrie-Tool neben der Berufsgruppe


des Interessenten zur exakten Abbildung auch dessen

reale Sozialversicherungsdaten berücksichtigen.

Zusätzlich kann er die persönliche Lohnsteuerklasse

eines sozialversicherungspflichtig-beschäftigten

Arbeitnehmers erfassen. In einer Art Ampelsystem

zeigt das Programm schließlich auf, gegen welche

biometrischen Risiken der Interessent eine Absicherung

in Betracht ziehen sollte. Basis hierfür sind

die erfassten persönlichen Daten, das ermittelte

Lebenseinkommen sowie die hinterlegten Absicherungswünsche.

Dabei unterscheidet der Rechner

zwischen folgenden Kategorien: hohem, mittlerem

und niedrigem/kein Absicherungsbedarf.

Im nächsten Schritt weist der Rechner auf Basis der

bereits erfassten persönlichen Situation die empfohlene

Höhe der Absicherung für alle sieben biometrischen

Risiken aus. Sollte hier eine Anpassung

der Versicherungssumme nach oben oder unten

gewünscht werden, ist dies jederzeit möglich. An

dieser Stelle können auch bereits bestehende Versorgungen

berücksichtigt werden. Auf diese Weise

soll der Interessent darin bestärkt werden, dass er

sich bereits vorab Gedanken um die Absicherung

von biometrischen Risiken gemacht hat. Gleichzeitig

wird ihm aber verdeutlicht, dass die Höhe der Absicherung

oftmals nicht ausreicht, wie dies häufig bei

Berufsunfähigkeit der Fall ist: Zwar besitzen schon

sehr viele Deutsche eine derartige Versicherung,

allerdings würden die Deckungssummen in zahlreichen

Fällen nicht ausreichen, um im Leistungsfall

den bisherigen Lebensstandard auch nur annähernd

aufrechterhalten zu können.

Im letzten Schritt des Biometrie-Rechners erhält der

Interessent – unter Berücksichtigung bereits vorhandener

Versorgung sowie des ermittelten Absicherungsbedarfs

– eine abschließende Empfehlung, für

welche Risiken ein hoher, mittlerer oder niedriger/

kein Absicherungsbedarf besteht. Auf dieser Basis

kann er sich den monatlichen Vorsorgebeitrag ermitteln

lassen, den er investieren sollte, um sich optimal

abzusichern.

Wofür überhaupt ein Biometrie-Rechner?

Die optimale Beratung zeichnet sich dadurch aus,

dass der Finanzexperte den Interessenten einer individuellen

Bedarfsanalyse unterzieht. Hierzu zählt

auch die Berücksichtigung spezifischer Gefahrenpo-

Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

tenziale: Übt die Person ein gefährliches Hobby aus?

Ist sie Alleinverdiener? Hat die Person dauerhafte

finanzielle Verpflichtungen, wie etwa die Tilgung

eines Kredits? Gibt es unter den Familienangehörigen

oder Verwandten schwere Erkrankungen? Etc.

Antworten auf diese Fragen nehmen entscheidend

Einfluss auf die persönliche Absicherung und Vorsorge.

Hinzu kommt der Aspekt, dass die durchschnittliche

Lebenserwartung innerhalb der Bevölkerung kontinuierlich

steigt. Was im ersten Moment durchaus

positiv klingt, hat jedoch auch einen Pferdefuß: Parallel

zum Anstieg des Lebensalters erhöht sich die

Wahrscheinlichkeit, schwer zu erkranken. Dazu zählen

etwa arthritische Erkrankungen, Krebs, Multiple

Sklerose, Parkinson sowie diverse Leber- und Lungenkrankheiten.

Wer schwer erkrankt, muss häufig

tief in die Tasche greifen – nicht alle Kosten für

Behandlungen und Spezialmaßnahmen sowie für

Medikamente werden von den Krankenkassen (vollständig)

übernommen. Die Folge: der Betroffene

muss entweder mit seinen eigenen Ersparnissen einstehen

oder – schlimmer noch – deutliche Abstriche

bei der Behandlung machen.

Mit der steigenden Lebenserwartung erhöht sich

auch die Zahl der Pflegefälle. Das hier die gesetzlichen

Leistungen bei weitem nicht ausreichen, ist

hinlängst bekannt. Schon jetzt gibt es in Deutschland

über zwei Millionen Pflegebedürftige, Tendenz

steigend. Wer darauf finanziell nicht vorbereitet ist,

läuft Gefahr, unzureichend betreut zu werden. Daher

gilt: Je früher mögliche Risikopotenziale erkannt

werden, desto besser kann man sich dagegen absichern.

Diese Aspekte mit in die Vorsorgeberatung

zu integrieren, ermöglicht der neue Biometrie-Rechner

vom Institut für Vorsorge und Finanzplanung.

Mit dem neuen Biometrie-Rechner hat das Institut

für Vorsorge und Finanzplanung ein weiteres, wichtiges

Programm entwickelt, die es Finanzexperten

ermöglicht, noch präziser und individualisierter zu

beraten.

11


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Interview

12

Produkt- und Markt-Interviews

Interview mit Heiko Reddmann,

Vertriebsdirektor der Skandia Lebensversicherung AG

wmd: Welche Produktangebote Biometrischer

Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders

nachgefragt?

Heiko Redmann: Als Anbieter von Vorsorge-

und Investmentlösungen sind bei uns in erster Linie

fondsgebundene Rentenversicherungen gefragt.

Daneben bieten wir allerdings auch die Skandia

Dread Disease Police an, eine Versicherung zur finanziellen

Absicherung bei schweren Krankheiten.

wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses

Thema und in welchen Bereichen biometrischer

Risiken entwickeln Sie neue Produkte? Gibt es in

Ihrem aktuellen Angebot Produkte die eine besondere

Marktstellung einnehmen?

Heiko Redmann: Mit unserer Dread Disease Police

sind wir aktuell einer der wenigen Anbieter auf

dem deutschen Markt zur finanziellen Absicherung

bei schweren Krankheiten. Die Dread Disease Versicherung

hat aus unserer Sicht ein großes Marktpotenzial,

das bislang nicht ausgeschöpft wurde, denn

sie ist im Gegensatz zu einer Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung

in Deutschland noch wenig

bekannt. Aber die Argumente sprechen für sich:

Allein alle 3 Minuten erleidet in Deutschland ein

Mensch einen Schlaganfall, oftmals ohne jedes Vorzeichen.

Das sind pro Jahr mehr als 200.000 Fälle.

Interview mit Benedikt Chiandetti,

Vertriebsleiter, Vertrieb ONTOS

wmd: Welche Produktangebote biometrischer

Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders

nachgefragt?

Benedikt Chiandetti: Als Direktversicherer der

RheinLand Versicherungsgruppe Neuss hat sich

ONTOS innerhalb des Konzerns auf Lebensversicherungen

spezialisiert und bietet neben der klassischen

Risikoleben auch Zusatzversicherungen in

Ebenfalls mehr als 200.000 Menschen jährlich trifft

ein Herzinfarkt und rund 430.000 erkranken an

Krebs (Stand: 2009). Die finanziellen Risiken einer

solchen Erkrankung – wie längere Einkommensausfälle,

aufwändige Rehabilitationsmaßnahmen oder

behindertengerechte Umbauten im eigenen Zuhause

– sind durch eine Kranken- oder Berufsunfähigkeitsversicherung

häufig nicht ausreichend abgedeckt.

Hinzu kommt: Wir sind der einzige Anbieter

in Deutschland, bei dem der Versicherungsschutz

mit geringen Einschränkungen auch für eine zweite

schwere Erkrankung bestehen bleibt. Ein weiteres

Plus bei der Skandia ist die automatische Mitversicherung

von Kindern, ohne dass dafür zusätzliche

Beiträge gezahlt werden müssen.


den Segmenten Berufs- und Erwerbsunfähigkeit an.

wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses

Thema und in welchen Bereichen biometrischer

Risiken entwickeln Sie neue Produkte?

Benedikt Chiandetti: Wir wollen auch künftig

zu den besten Anbietern im Markt gehören! Angesichts

unserer bereits sehr guten Ausgangsposition

verfolgen wir das Ziel, unsere Stellung langfristig

Interview mit Holger Roth,

CSO der PrismaLife

wmd: Welchen Stellenwert hat die Absicherung

biometrischer Risiken bei PrismaLife?

Holger Roth: Neben unserer Expertise im Bereich

fondsgebundener Versicherungen haben wir die

Bedürfnisse unserer Kunden stets umfassend im

Blick. Die Absicherung existentieller Risiken ist unser

zweites Standbein, wir sehen sie als wichtige Grundlage

für eine sichere Altersvorsorge. Denn wer schon

heute mit finanziellen Problemen kämpft, wird auch

den Ruhestand nicht frei davon genießen können.

Wir helfen unseren Kunden, finanzielle Ungewissheiten

zu begrenzen und sowohl das Heute als auch

das Morgen auf eine sichere Basis zu stellen.

wmd: Welche Produkte zum Schutz vor biometrischen

Risiken sind bei PrismaLife besonders nachgefragt?

Holger Roth: Sowohl unsere Risikolebensversicherung

PrismaVita als auch der Berufsunfähigkeitsschutz

durch die PrismaBU finden großes Interesse.

Unsere Kunden schätzen die Vorteile unserer

leistungsstarken Produkte. Wir zeichnen uns nicht

zuletzt durch vergleichsweise niedrige Kosten für

Interview | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

als profilierter Lebensversicherer zu behaupten und

weiter auszubauen. Neuentwicklungen sind in diesem

Zusammenhang nicht geplant, da unsere bisherige

Produktstrategie unsere Kernkompetenz in

idealer Weise widerspiegelt.

wmd: Gibt es in Ihrem aktuellen Angebot Produkte

die eine besondere Marktstellung einnehmen?

Benedikt Chiandetti: ONTOS punktet mit überdurchschnittlichem

Leistungsumfang und Service,

was von Fachmedien und in Verbrauchertests regelmäßig

bestätigt wird. Insbesondere die Risikoleben

kann in Preis und Leistung nachweislich eine

Spitzenstellung beanspruchen. Die Zusatzversicherungen

werden unter diesen Vorzeichen kontinuierlich

weiterentwickelt.

die umfassende Absicherung ihrer Risiken aus. Im

Wettbewerb sind wir mit unseren Produkten damit

einen Schritt voraus!

wmd: Ihre PrismaBU gilt als besonders innovativ,

wodurch genau hebt sie sich vom Markt ab?

Holger Roth: Die wichtigste Besonderheit unserer

PrismaBU ist die Beitragsberechnung: Eine risikoadäquate

Kalkulation zu Beginn ermöglicht den frühen

Einstieg in die BU-Vorsorge zu extrem niedrigen

Preisen. Und ab dem 40. Lebensjahr hält die Umstellung

auf konstante Beiträge die Absicherung der

Arbeitskraft auf Dauer günstig. Wir nutzen beide

Kalkulationsmodelle zum Vorteil unserer Kunden.

13


Biometrische Risiken 2011 | Advertorial

14

Flexibel umschalten + Job absichern = FlexiJob

Die innovative Produktneuheit der SIGNAL IDUNA

Das Einkommen ist der Ertrag der Arbeitskraft und

damit die Basis des derzeitigen Lebensstandards.

Diese Basis gilt es zu schützen.

Jeden kann es treffen

Viele Kunden fragen sich, wie sie ihren Lebensstandard aufrechterhalten

können, wenn sie plötzlich berufs- oder erwerbsunfähig

werden.

Denn:

• Etwa jeder fünfte Arbeitnehmer scheidet wegen Erwerbsminderung

vorzeitig aus dem Arbeitsleben aus.

• Nicht Unfälle, wie häufig vermutet wird, sondern ganz

normale Krankheiten sind die häufigsten Ursachen für eine

Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit (BU/EU).

38 % Psychische Erkrankungen

15 % Skelett, Muskeln und Bindegewebe

14 % Krebs

10 % Herz- und Kreislauferkrankungen

2 % Unfälle

21 % Sonstige Ursachen

Quelle: Deutsche Rentenversicherung, 2009

Innovativ und individuell: FlexiJob

Die kombinierte Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsversicherung

zur individuellen Absicherung

der Arbeitskraft

Mit FlexiJob kann jetzt ganz individuell die Absicherung der

Arbeitskraft gestaltet werden.

Anfangs wird bei FlexiJob mit einer preisgünstigen Absicherung

gestartet, da dann z. B. die Erwerbsunfähigkeitsabsicherung im

Vordergrund steht.

Je nach Lebensphase bestimmt der Kunde, wann und in welcher

Höhe die Erwerbsunfähigkeitsabsicherung ganz oder teilweise in

eine finanzielle Absicherung bei Berufsunfähigkeit im Rahmen der

Ausbaugarantie umgewandelt werden soll. In jedem Fall erhält er

bereits bei Berufsunfähigkeit immer die volle Beitragsbefreiung

seines Vertrages.

FlexiJob kurz zusammengefasst:

• Gestaltung des Preis-/Leistungsniveaus der BU/EU-

Absicherung je nach Lebensphase.

• Bedarfsgerechte BU/EU-Rente individuell berechnet

• Nahtloser Übergang des BU/EU-Schutzes sowie der

BU/EU-Leistungen in die Altersrente durch Versicherungs-

und Leistungsendalter 67 Jahre

• Flexible und einfache Anpassungen des BU/EU-

Schutzes innerhalb eines Vertrages durch die Ausbaugarantie

FlexiJob als passgenaue Absicherung

Besonders sinnvoll ist FlexiJob in folgenden Berufssituationen:

Junge Leute

Gerade in jungen Jahren lassen die finanziellen Verhältnisse oft

nicht die Absicherung des vollen Berufsunfähigkeitsrisikos zu.

Hier bietet FlexiJob mit der Startdynamik eine interessante

Alternative.

Während der bis zu drei Jahren dauernden Startphase wird das

Risiko der Erwerbsunfähigkeit (EU) zu einem attraktiven Preis

abgesichert.

In den folgenden (wahlweise bis zu 10) Jahren wird der EU-

Schutzes jedes Jahr gleichmäßig in Berufsunfähigkeitsschutz

umgetauscht (siehe Grafik).

Rentenhöhe

100 %

90 %

80 %

70 %

60 %

50 %

40 %

30 %

20 %

10 %

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15

Versicherungsjahre

Damit steigt der Beitrag nur in kleinen Stufen an und ist bei

zumeist steigendem Einkommen dann auch bezahlbar.

Und durch die vielfältigen Möglichkeiten der Ausbaugarantie

kann der Versicherungsschutz an sich ändernde Lebensumstände

angepasst werden.

Arbeitnehmer mit körperlich belastenden Tätigkeiten

Insbesondere viele handwerkliche Berufe sind mit hohen körperlichen

Belastungen verbunden. Die Absicherung der Berufsunfähigkeit

ist in diesen Fällen oft recht kostspielig.

FlexiJob bietet hier die Möglichkeit, den Beitrag mit einem

angepassten Verhältnis zwischen Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsabsicherung

bezahlbar zu machen.

Arbeitnehmer mit qualifizierten Bürotätigkeiten

Die ein oder andere qualifizierte Bürofachkraft hat sicher auch

schon mal gedacht: „Wenn ich meinen Beruf nicht mehr ausüben

kann, dann kann ich auch keine andere Tätigkeit mehr

ausführen.“

In diesem Fall gibt FlexiJob die Möglichkeit, mit einem höheren

Erwerbsunfähigkeitsanteil den Versicherungsschutz noch preiswerter

zu gestalten.

Fazit: FlexiJob bietet die bedarfsgerechte Lösung!

BU-Schutz

EU-Schutz


Genießen Sie

das gute Gefühl,

das Richtige

getan zu haben.

Mit den individuellen und vielseitigen Angeboten der SIGNAL IDUNA können Ihre

Kunden bestens vorsorgen. Sie erhalten für Ihre Kunden bedarfsgerechte und

maßgeschneiderte Lösungen zu attraktiven Konditionen. Sprechen Sie uns an!

Gut zu wissen, dass es SIGNAL IDUNA gibt.

SIGNAL IDUNA Vertriebspartnerservice AG ● Joseph-Scherer-Str. 3 ● 44139 Dortmund

Telefon: (02 31) 1 35 77 33 ● Telefax: (02 31) 1 35 77 55 ● E-Mail: info@si-vp.de ● Homepage: www.si-vp.de


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Interview

16

Produkt- und Markt-Interviews

Interview mit Dr. Peter Schmidt,

Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Post. Die Makler AG

wmd: Welche Produktangebote Biometrischer

Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders

nachgefragt?

Dr. Peter Schmidt: Gerade für die BU-Beratung

geben wir den Maklern und Vermittlern ein am

Markt einzigartiges Online-Risikoprüfungstool an

die Hand. Eine Risikoprüfung direkt beim Kunden

ermöglicht eine fallabschließende BU-Entscheidung.

Und falls die BU nicht geht, erhält er ein Alternativangebot.

Hier handelt es sich um unsere erweiterte

Grundfähigkeitsabsicherung VPV Vital. Mit unserem

„Sofort-Check“ erhöht der Berater seine Abschlusschance.

wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses

Thema und in welchen Bereichen biometrischer

Risiken entwickeln Sie neue Produkte?

Dr. Peter Schmidt: Dies ist ein sehr wichtiges

Thema. Daher hat die VPV letztes Jahr die erweiterte

Grundfähigkeitsabsicherung VPV Vital eingeführt.

Diese kombiniert die Leistungskomponenten:

Unfall, Organschäden, schwere Krebserkrankung,

Verlust der Grundfähigkeit und Pflegebedürftigkeit

zu einem umfassenden Rundum-Schutz.

Zum 01.10.2011 führen wir die VPV Vital auch für

Kinder ab 6 Monaten mit weiteren Highlights, wie

z.B. Familienschutz, ein.

Interview mit Jörg Lübkemann,

Abteilungsleiter Vertrieb, HEK

wmd: Wie steht es um die Beitragsstabilität und

welche Leistungen sprechen besonders für die HEK?

Jörn Lübkemann: Die Finanzstärke der HEK wurde

im Juli erneut von der unabhängigen Rating-

Agentur Assekurata mit „exzellent“ bewertet. Ausdruck

der ausgezeichneten Finanzsituation: Die HEK

erhebt auch in 2012 garantiert keinen Zusatzbeitrag.

Die HEK bietet ihren Kunden einen exzellenten Ser-

wmd: Gibt es in Ihrem aktuellen Angebot Produkte

die eine besondere Markteinstellung einnehmen?

Dr. Peter Schmidt: Dies ist die VPV Power+BU

mit echter Chance auf Rückzahlung der vollen Beiträge,

wenn der Kunde gesund bleibt. Zusätzlich

ist die VPV mit der VPV Power-Linie über alle drei

Schichten der Altersvorsorge gut aufgestellt. Bei

der Power-Linie handelt es sich um ein dynamisches

3-Topf Hybridprodukt mit bis zu 110 % Beitragsgarantie.

Die Beitragsgarantie ist gerade in bewegten

Börsenzeit ein wichtiges Verkaufsargument.


vice sowie ein umfassendes Leistungsangebot.

Zu den besonderen Angeboten der HEK zählen beispielsweise:

• Ein attraktives Bonusprogramm mit dem Gesund-Leben-Bonus

für Erwachsene und dem

HEK-Juniorsparbuch für Kinder und Jugendliche

• Der Sofortservice bei Leistungsanträgen – Bearbeitung

der Kundenanliegen am selben Tag

• Die Kostenbeteiligung an allen Impfungen, auch

an Reiseimpfungen

• Die Behandlung auch in Privatkliniken

wmd: Warum sollten Versicherte zur HEK wechseln?

Jörn Lübkemann: Da immer mehr Krankenkassen

Zusatzbeiträge erheben müssen, legen die Kunden

auch Wert auf die Finanzsituation einer Kasse.

So ist das Leben:

70 % aller Deutschen haben

keine Risikoabsicherung.

www.partner.canadalife.de

Interview | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Deshalb lohnt sich ein Wechsel zur HEK, denn sie

steht nicht nur für exklusi-ven Service und umfassende

Leistungen, sondern auch für ausgezeichnete

Finanzstärke.

wmd: Wie kooperiert die HEK mit den freien

Finanzdienstleistern?

Jörn Lübkemann: Die HEK arbeitet bereits seit

vielen Jahren erfolgreich mit Finanzdienstleistern

zusammen. Sie ist für alle unabhängigen Vermittler

ein starker Partner im Bereich der GKV. Für die Vermittlung

von Neukunden an die HEK erhalten Vermittler

ein einmaliges Verkaufsprogramm und eine

attraktive Aufwandsentschädi-gung. Gleichzeitig

können Vermittler mit dem Verkaufsprogramm der

HEK ihr Zusatzgeschäft steigern.

So ist Canada Life:

Wir bieten den passenden

Schutz für Ihre Kunden.

Schwer erkranken oder Grundfähigkeiten

verlieren: Beides bedeutet oft erhebliche

finanzielle Einbußen.

Mit der Schweren Krankheiten Vorsorge

und der Grundfähigkeitsversicherung

von Canada Life bieten Sie Sicherheit bei

klar definierten Leistungsfällen. Und

Zahlung auch bei beruflicher Tätigkeit. Ihr

persönliches Plus: Unser Telefoninter-

view, das Ihnen die Arbeit erleichtert und

eine schnelle Policierung ermöglicht.

Sie sind interessiert?

Dann informieren Sie sich jetzt:

06102-30619-00

17


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Interview

18

Produkt- und Markt-Interviews

Interview mit Rüdiger R. Burchardi,

Vorstand für Vertrieb und Marketing der Dialog Lebensversicherungs-AG

wmd: Welche Produktangebote biometrischer

Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders

nachgefragt?

Rüdiger R. Burchardi: Entsprechend unserem

Produktportfolio werden bei uns Risikolebensversicherungen

und Berufsunfähigkeitsversicherungen

besonders nachgefragt. Auf der Basis unserer hohen

Expertise in der Risikobeurteilung bieten wir in

unserer Risikoleben-Produktreihe RISK-vario® über

zwanzig verschiedene Tarifvarianten an. Damit kann

der Vermittler für jeden seiner Kunden eine Lösung

entwickeln, die genau dessen individuellem Bedarf

entspricht. Steigender Nachfrage erfreut sich unsere

Keyman-Versicherung. Als einziges Unternehmen

am Markt bieten wir eine verbundene Risikolebensversicherung

für bis zu neun Personen an.

wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses

Thema, und in welchen Bereichen biometrischer

Risiken entwickeln Sie neue Produkte?

Rüdiger R. Burchardi: Im Maklermarkt ist die

Dialog mit einem Marktanteil von 22,9 Prozent der

führende Risikolebensversicherer. Vor wenigen Wochen

gewannen wir zum zweiten Mal auf der Basis

einer repräsentativen Maklerbefragung mit großem

Abstand den AssCompact-Award in der Todesfallabsicherung.

Bei einer so hervorragenden Marktposition

ist uns dieses Thema natürlich extrem wichtig.

Wir werden daher in naher Zukunft mit weiteren

Tarifverbesserungen auf den Markt kommen. Ein

Bereich, für den wir derzeit den Einstieg mit einer

Produktentwicklung vorbereiten, ist die Pflegeversicherung.

wmd: Gibt es in Ihrem aktuellen Angebot Produkte,

die eine besondere Marktstellung einnehmen?

Rüdiger R. Burchardi: Eine besondere Marktstellung

nimmt unsere Berufsunfähigkeitsversicherung

SBU-solution® ein. Dieser Tarif ist altersabhängig

kalkuliert und somit immer risikoadäquat. Junge

Leute kommen dadurch von Anfang an zu einem

vollwertigen Berufsunfähigkeitsschutz gegen Beiträge,

die der Markt sonst nicht zu bieten hat. Es

handelt sich hierbei nicht um ein Einsteigerprodukt,

sondern um einen vollwertigen, mit Bestnoten bewerteten

Tarif, der Sicherheit für das ganze Berufsleben

gibt.


HEK – Die Business-K(l)asse

Ein starker Partner im Bereich der GKV

Die HEK – Hanseatische Krankenkasse hebt sich als

zuverlässiger und attraktiver Partner deutlich vom

Gros der gesetzlichen Krankenversicherungen ab.

1826 wurde die Hanseatische Krankenkasse (HEK) von

Hamburger Kaufleuten gegründet. Stärker denn je zeichnet

sich die HEK als Business-K(l)asse durch Finanzstärke

und Exklusivität aus. Nutzen Sie diese und viele weitere

Vorteile für Ihr Vermittlergeschäft und bauen Sie Ihr Neukundengeschäft

durch eine Partnerschaft mit der HEK

erfolgreich aus.

Eine Zusammenarbeit mit der HEK lohnt sich

Seitdem immer mehr Krankenkassen Zusatzbeiträge erheben

müssen, legen die Kunden auch Wert auf die Finanzsituation

einer Krankenkasse. Daher lohnt sich eine Zusammenarbeit mit

der Business-K(l)asse besonders, denn die HEK steht nicht nur

für exklusiven Service und umfassende Leistungen, sondern

auch für ausgezeichnete Finanzstärke. Das bestätigt die unabhängige

Rating-Agentur ASSEKURATA und zeichnet die HEK

dieses Jahr wieder mit dem Qualitätsurteil „exzellent“ für ihre

Finanzstärke aus. Dank ihrer ausgezeichneten Finanzsituation

garantiert die HEK auch für 2012 keinen Zusatzbeitrag zu erheben!

Und in der Gesamtbewertung erhält die HEK von ASSEKURATA

zum ersten Mal und als erste Krankenkasse Deutschlands sogar

die Bestnote „exzellent“ (A++).

Die HEK ist also gerade unter den aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen

ein attraktiver und zuverlässiger Partner in

der Krankenversicherung – mit vielen Alleinstellungsmerkmalen

für den Verkauf.

Advertorial | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

„Profitieren auch Sie von einer

Kooperation mit der HEK und

Steigern Sie Ihr Zusatzgeschäft.

Werden Sie Business-Partner!“

Vertriebsführungskräfte der HEK

HEK fördert Ihr Zusatzgeschäft

Immer mehr Menschen denken über den Abschluss einer Krankenzusatzversicherung

nach. Viele würde für ein attraktives

Angebot bei einer anderen gesetzlichen Krankenkasse sogar

die eigene Kasse verlassen. Die HEK geht auf diese Kundenwünsche

ein: HEK-Neukunden erhalten im Rahmen des Bonusprogramms

300 Euro, die beispielsweise für den Abschluss

einer KV-Zusatzversicherung verwendet werden können.

Dadurch können Sie Ihr Zusatzgeschäft bei Bestandskunden

steigern. Und Sie profitieren von der Vermittlung einer HEK-

Mitgliedschaft sogar doppelt, neben der Provision für die neu

abgeschlossene Zusatzversicherung belohnt auch die HEK die

Neukundenvermittlung mit einer attraktiven Aufwandsentschädigung.

Zusätzlich erleichtert dieser „Türöffner“ im Bereich der

Zusatzversicherung auch das Neukundengeschäft für Vermittler.

Kundenbestand langfristig sichern

Die HEK garantiert Ihnen einen Bestandsschutz Ihrer Kunden.

Wenn also Ihre Kunden bei der HEK versichert sind, werden

keine Zusatzversicherungen durch andere GKV/PKV-Kooperationen

in Ihrem Kundenbestand verkauft (Cross-Selling). So können

Sie eine Kundenabwerbung durch einen Kassenwechsel

ihrer Kunden zu der HEK aktiv verhindern.

Fazit

Die HEK ist für alle unabhängigen Vermittler ein starker Partner

im Bereich der GKV. Über den „Paketverkauf“ (GKV/Ergänzung

PKV) steigern Sie Ihr Zusatzgeschäft und sichern Ihren Bestand.

Gern stellt Ihnen ein Außendienstmitarbeiter die HEK und das

Verkaufsprogramm in einem persönlichen Gespräch vor. Wenden

Sie sich bitte an Frau Hoppe, sie nennt Ihnen gern Ihren

zuständigen HEK-Vertriebsleiter.

Kontakt

HEK – Hanseatische Krankenkasse:

Ansprechpartnerin: Beate Hoppe

0211/906 07 48 oder beate.hoppe@hek.de

Internet: www.hek.de

19


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Interview

20

Produkt- und Markt-Interviews

Interview mit Rene Wördemann,

Leiter Verkaufsförderung Leben im Maklervertrieb der Gothaer

wmd: Welche Produktangebote Biometrischer

Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders

nachgefragt?

Rene Wördemann: Besonders nachgefragt wird

Gothaer Perikon – die finanzielle Absicherung bei

schweren Krankheiten, unsere klassische Risikoversicherung,

die "gesund leben" belohnt und hierdurch

besonders bei höheren Versicherungssummen ein

hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis bietet.

Weiter stark nachgefragt sind unsere 5-Sterne-

Berufsunfähigkeitszusatzversicherung Classic und

Fonds und zunehmend auch unsere fondsgebundene

Pflegerente Gothaer PflegeRent Invest.

wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses

Thema und in welchen Bereichen biometrischer

Risiken entwickeln Sie neue Produkte?

Rene Wördemann: Eine der Kernaufgaben

eines Versicherers ist es, bedarfsgerechten Versicherungsschutz

für die Wechselfälle des Lebens zu

bieten. Deshalb ist uns eine gute Positionierung im

Markt besonders wichtig. Die Bedeutung, die wir

dem Thema biometrische Risiken zuweisen, spiegelt

sich auch in den Verkaufsförderungsmaßnahmen

wie der Biometrie-Roadshow, den BioDays mit ausgesuchten

Maklern unter der Leitung von Prof. Dr.

Claus Kriebel sowie regionalen Workshops zu diesem

Thema wieder.

Neben unseren konventionellen Produkten setzen

wir aber auch verstärkt auf fondsgebundene Lösungen,

die besonders im Hinblick auf die Absenkung

des Rechnungszinses ab 2011 ein sehr gutes

Preis-Leistungsverhältnis aufweisen können. Unabhängige

Ratingagenturen bzw. Fachzeitschriften

haben unsere Produktlösungen für biometrische

Risiken bereits mehrfach ausgezeichnet. Wir entwickeln

unsere erfolgreichen bestehenden Produkte

ständig weiter und passen diese an die sich ändernden

Anforderungen des Marktes an.

wmd: Gibt es in ihrem aktuellen Angebot Produkte

die eine besondere Marktstellung einnehmen?

Rene Wördemann: Hier ist vor allem Gothaer Perikon

zu nennen. Bei der Absicherung von schweren

Krankheiten sind wir inzwischen Marktführer beim

Neugeschäft und bieten ein hervorragendes Preis-

Leistungsverhältnis. Außerdem kann eine vollwertige

BU-Absicherung integriert werden. Auch für

die Absicherung des Pflegefalles und die Berufsunfähigkeit

bieten wir fondsgebundene Produkte an

und positionieren uns somit als der Anbieter fondsgebundener

biometrischer Lösungen.


Interview | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Interview mit Heinz-Gerhard Wilkens,

Leitung Unternehmenskommunikation, HanseMerkur Versicherungsgruppe

wmd: Welche Produktangebote Biometrischer

Risiken, bzw. privater Krankenversicherung sind

bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt?

Heinz-Gerhard Wilkens: Wenn man denn die

PKV wegen ihrer Alterungsrückstellungen unter die

Produktangebote biometrischer Risiken einreihen

will, da es eine starke Abhängigkeit der Krankheitskosten

wegen des Langlebigkeitsrisikos Alter gibt,

so werden bei uns stark Einsteigerprodukte für

Selbständige und Freiberufler nachgefragt, die eine

spätere, unkomplizierte Wechseloption in einen höherwertigeren

Tarif ermöglichen. Im Altersvorsorgebereich

sind es besonders die Berufsunfähigs- und

Rentenversicherungen aller drei Schichten.

wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses

Thema und in welchen Bereichen biometrischer

Risiken entwickeln Sie neue Produkte?

Heinz-Gerhard Wilkens: Da die Absicherung

biometrischer Risiken zur Kernkompetenz eines

Personenversicherers wie der HanseMerkur gehört,

steht das Thema bei uns ganz oben auf der

Agenda. Neue Produkte in diesem Jahr sind:

a) unsere Risikolebensversicherung Risiko Care, die

einen Nichtraucherbonus ebenso vorsieht wie günstigere

Beiträge, wenn der Kunde privat krankenversichert

ist;

b) unsere Berufsunfähigkeitsversicherung Profi Care

mit einer Einsteigeroption zu günstigen Beiträgen

für die ersten fünf Jahre;

c) unsere Rentenversicherung Vario Care. Sie reicht

von einer klassischen Variante über eine Fondseinla-

ge, die der Kunde selbst bestimmt (Hybridprodukt)

bis zu einer rein fondsgebundenen Lösung und bietet

damit ein Höchstmaß an Flexibilität.

wmd: Gibt es in ihrem aktuellen Angebot Produkte

die eine besondere Marktstellung einnehmen?

Heinz-Gerhard Wilkens: Mit unserer Direktversicherung

RiesterMeister (www.riestermeister.de)

bietet die HanseMerkur24 die derzeit höchste

garantierte Rente bei klassischen Riester-Rentenversicherungen

zu sehr niedrigen Kosten.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung Profi Care liegt

mit ihrer Einsteigeroption (abschließbar bis Eintrittsalter

35 Jahre), die gleiche Leistungen bei bis zu 50

Prozent vergünstigten Beiträgen in den ersten fünf

Jahren garantiert, ganz vorne im Markt.

Und die neue Risikolebensversicherung Risiko Care

dürfte mit ihrem Bonus für privat Krankenversicherte

ebenfalls keinen Wettbewerbsvergleich scheuen.

21


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Interview

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Produkt- und Markt-Interviews

Interview mit Marlies Tiedemann,

Leitung Produktmanagement, MONEYMAXX

wmd: Welche Produktangebote Biometrischer

Risiken, bzw. privater Krankenversicherung sind

bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt?

Marlies Tiedemann: MONEYMAXX hat sich auf

fondsgebundene Versicherungslösungen spezialisiert.

Unsere leistungsstarken Produkte kombinieren

hohe Renditechancen und bedarfsorientierte Flexibilität

– für die Altersvorsorge, Einkommens- und

Familienabsicherung. Infolge der Schwankungen an

den Kapitalmärkten in den letzten Jahren spüren wir

eine unverändert starke Nachfrage nach Produkten

mit Garantiekomponenten.

wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses

Thema und in welchen Bereichen biometrischer

Risiken entwickeln Sie neue Produkte?

Marlies Tiedemann: Da das Sicherheitsbedürfnis

von Kunde zu Kunde sehr unterschiedlich ist,

haben wir unsere Produkte sowohl als reine Fondspolicen,

als auch als dynamische Hybridprodukte

ausgestaltet. Das aktuelle Thema Garantien darf

aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass noch eine

Vielzahl weiterer Punkte im Rahmen einer bedarfsgerechten

Altersvorsorge entscheidend sind. Um

der Vielzahl von persönlichen Bedürfnisse gerecht

zu werden, haben wir bei der Produktentwicklung

einen Schwerpunkt auf die Flexibilität, sowohl in der

Ansparphase, aber auch in der Verrentungsphase

gelegt und gehen mit unserer kostenlosen Pflege-

Option sogar noch einen Schritt weiter.

wmd: Gibt es in Ihrem aktuellen Angebot Produkte

die eine besondere Marktstellung einnehmen?

Marlies Tiedemann: Seit dem Frühjahr ist unser

neues Kindervorsorgeprodukt „MONEYMAXX Family“

am Markt.

Das Produkt bietet dem Kunden individuelle Passgenauigkeit,

nach dem Motto „Alles kann – nichts

muss!“. MONEYMAXX Family kann auf der einen

Seite mit einem Minimum an Absicherung ausgestaltet

werden und somit als Alternative zu einer

Investmentdirektanlage fungieren, kann aber auch

um Absicherungsbausteine wie z.B. eine Versorgermitversicherung

gegen Tod und/oder Berufsunfähigkeit,

Garantiebausteine zum Ausbildungsbeginn

und Rentenbeginn ergänzt werden.


„Hohe Renten – niedrige

Beiträge“

Bezahlbarer Berufsunfähigkeitsschutz dank

altersgerechter Kalkulation

Die Marktdurchdringung der Berufsunfähigkeitsversicherung

hinkt in dramatischem Ausmaß dem Bedarf

hinterher. Nicht einmal jeder vierte Arbeitnehmer ist gegen

dieses elementare Risiko abgesichert. Neben einer

fehlenden Sensibilisierung oder Verdrängung des unangenehmen

Themas spielt das Geld die Hauptrolle: BU-

Versicherungen haben ihren Preis, vor allem junge Leute

verzichten wegen ihrer begrenzten Liquidität auf diesen

Schutz oder vereinbaren als schlechten Kompromiss eine

zu niedrige Rente. Dabei sind es gerade junge Menschen,

die auf eine ausreichende BU-Absicherung in besonderer

Weise angewiesen sind: In der Regel fehlen finanzielle

Reserven, so dass bei einer plötzlich eintretenden Berufsunfähigkeit

eine existenzbedrohende Situation entsteht.

Eine frühzeitige Absicherung ist daher dringend geboten,

wobei junge Leute einen wesentlichen Vorteil haben: Die

Gesundheitsprüfung gestaltet sich wegen des in der

Regel einwandfreien Gesundheitszustands in den

meisten Fällen unproblematisch.

Die Lösung des Problems: SBU-solution®

Die Dialog Lebensversicherung hat auf der Basis ihrer

Expertise als Spezialversicherer für biometrische Risiken

die Lösung für das Problem entwickelt: die altersgerechte

und damit stets risikoadäquate Kalkulation. Dadurch

kommen Berufsanfänger, Existenzgründer und junge

Familien zu einem Berufsunfähigkeitsschutz gegen Beiträge,

die der Markt sonst nicht zu bieten hat. Angesichts der

sehr günstigen Prämien verbleibt dem jungen Versicherungsnehmer

noch genügend Liquidität, um mit

dem Aufbau einer eigenen Altersvorsorge zu beginnen.

Entsprechend der altersgerechten Kalkulation steigt der

Beitrag mit den Jahren moderat an. Dies steht aber im

Einklang mit der allgemeinen altersabhängigen Einkommensentwicklung.

Top-Bedingungen, Top-Bewertungen

SBU-solution® ist kein Einsteigerprodukt mit abgespeckten

Leistungen, Karenzzeiten oder dgl. Von Anfang an

erhält der Versicherungsnehmer einen hochwertigen

BU-Schutz, der bis zum Ende des Berufslebens Sicherheit

Advertorial | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Dialog-Vertriebsvorstand Rüdiger R. Burchardi:

„Bezahlbarer Berufsunfähigkeitsschutz als Gebot der Stunde“

gibt. Die namhaften Rating-Agenturen und Finanztest

bewerten den Tarif mit Bestnoten. Die Verbraucherverbände

empfehlen ihn als „intelligentes Produkt, das dem

Lebenszyklus besser gerecht wird als die starren Normaltarife“.

SBU-solution® zeichnet sich durch Spitzenbedingungen

mit wichtigen Alleinstellungsmerkmalen aus. Besonders

hervorzuheben sind das „Lebensphasenmodell“ und die

„Überbrückungshilfe“. Mit dem Lebensphasenmodell

kann die Rente bei finanziellen Engpässen, z.B. bei Arbeitslosigkeit

oder während der Elternzeit, auf den Mindestbetrag

reduziert und später ohne erneute Gesundheitsprüfung

wieder auf das Ausgangsniveau angehoben

werden. Eine – nicht rückzahlbare – Überbrückungshilfe

in Höhe der BU-Rente wird über einen Zeitraum von max.

sechs Monaten dann gezahlt, wenn der private Krankenversicherer

die Krankentagegeldzahlung wegen Berufsunfähigkeit

einstellt, die Leistungsprüfung beim BU-Versicherer

aber, z.B. wegen ausstehender Unterlagen, noch

nicht abgeschlossen ist. Nimmt der Versicherungsnehmer

eine neue berufliche Tätigkeit auf, zahlt die Dialog eine

Wiedereingliederungshilfe in Höhe von sechs Monatsrenten

(max. 10.000 Euro). Und anders als im Markt heute üblich,

verzichtet die Dialog gegen eine geringe Mehrprämie auf

das Recht zur Beitragserhöhung nach § 163 VVG.

Großer Markterfolg

Seit seiner Einführung vor zwei Jahren hat sich der Berufsunfähigkeitstarif

SBU-solution® zu einem Renner im

Markt entwickelt. Die steil ansteigenden Verkaufszahlen

beweisen, dass eine bezahlbare Berufsunfähigkeitsversicherung

das Gebot der Stunde ist und die Fokussierung

auf den Abschluss in jungen Jahren den sozialpolitischen

Erfordernissen entspricht.

Internet: www.dialog-leben.de

Telefon: 0821 - 319 1260

23


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Interview

24

Produkt- und Markt-Interviews

Interview mit Jürgen Hansemann,

Direktor Produktförderung der NÜRNBERGER Versicherungsgruppe

wmd: Welche Produktangebote Biometrischer

Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders

nachgefragt?

Jürgen Hansemann: Besonders stark nachgefragt

werden aktuell Produkte zur Absicherung

der Arbeitskraft. Bei der Absicherung des Langlebigkeitsrisikos

über Rentenversicherungen sind

Steigerungen insbesondere bei den konventionellen

und fondsgebundenen Tarifen mit Garantien

zu beobachten. Beim biometrischen Risiko

der Pflegebedürftigkeit verzeichnen wir – wenn

auch auf vergleichsweise niedriger Basis – im ersten

Halbjahr 2011 dreistellige Zuwachsraten.

wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses

Thema und in welchen Bereichen biometrischer

Risiken entwickeln Sie neue Produkte?

Jürgen Hansemann: Die Absicherung biometrischer

Risiken ist die Geschäftsgrundlage der

Lebensversicherer. Die NÜRNBERGER bietet hier

bedarfsgerechte, leistungsstarke und innovative

Produktlösungen. Im Jahr 2012 werden wir im

Rahmen der Rechnungszinsänderung auch Neuerungen

einführen. Details hierzu möchten wir

aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt

geben.

wmd: Gibt es in ihrem aktuellen Angebot Produkte

die eine besondere Marktstellung einnehmen?

Jürgen Hansemann: Die NÜRNBERGER ist der

zweitgrößte Berufsunfähigkeits-Versicherer in

Deutschland. Mit Produkten zur Absicherung der

Arbeitskraft wie der NÜRNBERGER Investment Berufsunfähigkeitsversicherung

wurden neue Wege

eingeschlagen. Aber auch im Bereich der Altersvorsorge

nimmt die NÜRNBERGER eine besondere

Marktstellung ein. So war sie es, die in Deutschland

als eine der ersten Gesellschaften die Fondsgebundene

Lebensversicherung auf den Markt

brachte. Die NÜRNBERGER zeichnet sich heute

durch eine breitgefächerte, innovative

Produktpalette in allen drei Schichten der

Altersvorsorge aus.


Lebensentwürfe versichern!

PrismaLife bietet individuellen Schutz bei

Berufsunfähigkeit für jedes Budget

PrismaLife bietet individuellen Schutz bei Berufsunfähigkeit

für jedes Budget

Eine neues Auto, die Traumwohnung, Urlaub unter Palmen

oder nur ein gutes Essen im noblen Restaurant.

Große wie auch kleine Pläne brauchen ein festes finanzielles

Standbein. Und im Normalfall ist das ein regelmäßiges

berufliches Einkommen. Doch was passiert, wenn

die Gesundheit nicht mehr mitspielt und die berufliche

Karriere plötzlich vor dem Aus steht?

Dann gerät der gesamte Lebensentwurf sehr schnell ins

Wanken. Die Absicherung der Arbeitskraft gehört daher

zu den wichtigsten Vorsorgebausteinen. Mit PrismaBU

schützen Sie Ihre Kunden klug vor den Folgen einer Berufsunfähigkeit.

Die Produktvarianten Eco, Kompakt und

Exxellent bieten hochwertigen Schutz für jedes Budget.

Die Exxellent-Variante sichert zudem die Folgen einer

schweren Erkrankung (Dread Disease) mit einer Einmalzahlung

ab.

Das Beste zweier Welten

Herkömmliche BU-Produkte beinhalten oft hohe Hürden.

Viele Interessenten finden sie schlicht zu teuer und

schrecken vor einem Abschluss zurück. Doch niemand

sollte auf den wichtigen Schutz verzichten müssen.

PrismaLife setzt in den Anfangsjahren daher auf risikogerechte

Beiträge. Zum Vorteil von Berufseinsteigern und

jungen Familien. Denn der frühzeitige Einstieg in eine

umfassende Absicherung der Arbeitskraft ist mit PrismaBU

für sie deutlich günstiger zu haben.

Auch auf lange Sicht bleibt die Absicherung der Arbeitskraft

mit der PrismaBU günstig: Denn ab dem 40. Lebensjahr

stellt PrismaLife auf konstante Prämien um. So

bleibt der ausgezeichnete Risikoschutz für alle Versicherten

dauerhaft bezahlbar. PrismaBU verbindet die Vorteile

konstanter und risikogerechter Beiträge und bietet das

Beste dieser zwei Welten.

Höchste Zeit für ausgezeichneten Schutz!

Rund ein Viertel der Berufstätigen wird heute vor dem

Ruhestand berufsunfähig. Und die staatliche Hilfe ist

Holger Roth, Chief Sales Officer der PrismaLife

mit maximal 34 Prozent des letzten Bruttolohns zu gering.

Damit ihre Pläne im Ernstfall gesichert sind, bedarf

es einer zusätzlichen Absicherung. Den Weg dahin hat

PrismaLife absolut vermittler- und kundenfreundlich gestaltet.

Die Gesundheitsfragen beantworten Ihre Kunden wie branchenüblich

direkt auf dem Antrag oder ganz diskret per Telefon

mit dem fachlich geschulten Personal der PrismaLife.

Nach der Antragsprüfung bzw. nach dem Tele-Interview

kann PrismaLife sofort vorläufigen Versicherungsschutz

gewähren. Ihre Kunden genießen ab dann bereits erstklassigen

Schutz mit maximaler Flexibilität. Eine Nachversicherungsgarantie

ist anlassbezogen (Hochzeit, Geburt

etc.) und alle fünf Jahre ereignisunabhängig möglich.

Und finanzielle Engpässe lassen sich durch reduzierte

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60 und 67 Jahren ist zudem das Endalter flexibel

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geben Sie Ihren Kunden die Gewissheit, dass Ihr Lebensentwurf

auch morgen noch Bestand hat.

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Telefon: +423 237 05 00

25


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Interview

26

Produkt- und Markt-Interviews

Interview mit Michael Mebesius,

Vertriebsvorstand, Ageas Deutschland Lebensversichrung AG

wmd: Welche Produktangebote biometrischer

Risiken bzw. privater Krankenversicherung sind

bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt?

Michael Mebesius: Besonders nachgefragt wird

unsere selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung.

myLife Berufsunfähigkeit ist als Netto-Produkt

konzipiert und vollständig frei von Provisionen und

vertrieblichen Abschlusskosten. Unsere große Palette

u.a. an biometrischen Netto-Produkten wird von

Honorar-Finanzberatern nachgefragt.

wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses

Thema und in welchen Bereichen biometrischer

Risiken entwickeln Sie neue Produkte?

Michael Mebesius: Biometrische Risiken sind für

uns ein sehr wichtiges Thema. Als einer von wenigen

Lebensversicherern in Deutschland stammen

mehr als 50 Prozent der Bruttobeitragseinnahmen

von biometrische Produkten, die wir ständig aktualisieren

und erweitern. Zurzeit arbeiten wir an einer

Absicherung des Pflegefall-Risikos. Auch dieser Tarif

wird speziell für Honorarberater entwickelt, d.h. es

wird ein kostenoptimierter Netto-Tarif sein.

wmd: Welche Produktangebote Biometrischer

Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders

nachgefragt?

Andrea Schölermann: Unser am stärksten

nachgefragtes Produkt zur Absicherung biometrischer

Risiken ist unsere Berufsunfähigkeits-

Zusatzversicherung (BUZ).

wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses

Thema und in welchen Bereichen biometrischer

Risiken entwickeln Sie neue Produkte?

wmd: Gibt es in Ihrem aktuellen Angebot Produkte,

die eine besondere Marktstellung einnehmen?

Michael Mebesius: Bei myLife Berufsunfähigkeit

und myLife Risiko können statt konstanter Prämien

optional natürliche, jährlich kalkulierte Beiträge gewählt

werden. Dank flexibler Wechseloption kann

bereits nach Ablauf des ersten Versicherungsjahres

von den sehr günstigen, aber jährlich steigenden natürlichen

Beiträgen auf konstante Beiträge gewechselt

werden. Besonders junge Kunde profitieren so

von Beginn an von einem vollwertigen Schutz mit

ausgezeichneten Versicherungsbedingungen.

Interview mit Andrea Schölermann,

Abteilungsleiterin Produktmanagement, Condor Lebensversicherungs-AG


Andrea Schölermann: Die BUZ ist für Condor

ein äußerst wichtiges Produkt. Das sieht man allein

schon an den vielen Neuerungen, die wir laufend

auf den Markt bringen. Hintergrund ist der wachsende

Stellenwert des BU-Schutzes. Aufgrund der

steigenden Zahl an BU-Fällen hat die Absicherung

der Arbeitskraft für viele Makler inzwischen oberste

Priorität im Kundengespräch. Alternative Lösungen

zur BU-Versicherung haben sich bislang nicht durchgesetzt,

so dass wir weiterhin auf diese Form der

Existenzabsicherung setzen. Die Resonanz unserer

Vermittler auf unsere Comfort-BUZ und die hohen

Wachstumsraten im BU-Geschäft bestärken uns in

unserer Arbeit.

wmd: Gibt es in ihrem aktuellen Angebot Produkte,

die eine besondere Marktstellung einnehmen?

Interview mit Philipp J.N. Vogel,

Vorstand der DFV Deutsche Familienversicherung AG

wmd: Welche Produktangebote Biometrischer

Risiken, bzw. privater Krankenversicherung sind

bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt?

Der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung

nimmt stetig zu, Die Vorsorge vor Pflege-Kosten hat

sich zu einem absoluten Top-Thema im Kranken-Zusatzgeschäft

entwickelt. Die DFV Deutsche Familienversicherung

AG ist mit der DFV-DeutschlandPflege

hervorragend aufgestellt.

wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses

Thema und in welchen Bereichen biometrischer

Risiken entwickeln Sie neue Produkte?

In der finanziellen Absicherung von biometrischen

Risiken sehen wir als Deutsche Familienversicherung

eine unserer Kernkompetenzen. Ein gutes Beispiel

ist die Absicherung von pflegebedürftigen Demenzpatienten

in der Pflege-Zusatzversicherung. Viele

Mitbewerber blenden dieses wichtige Thema aus

und zahlen bei Demenz nur geringe oder gar keine

Leistungen. Wer sich mit biometrischen Risiken

beschäftigt, der muss dieses Thema ernst nehmen.

Die DFV-DeutschlandPflege deckt neben dem Pfle-

Interview | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Andrea Schölermann: Ja, die Condor Comfort-

BUZ nimmt mit ihren herausragenden Bedingungen

sicherlich eine Sonderstellung im deutschen Markt

ein. Die Leistung bei Arbeitsunfähigkeit ist dabei

das Highlight und eine Besonderheit am deutschen

Markt: Danach erhalten Kunden nicht nur

bei Nachweis des 50-prozentigen BU-Grads eine

Leistung, sondern auch, wenn sie nachgewiesen

länger als sechs Monate durchgehend arbeitsunfähig

sind. Übrigens kann die Comfort-BUZ jetzt auch

mit Zahlung eines Einmalbeitrags abgeschlossen

werden. Der Vorteil: Sie ist deutlich günstiger und

Kunden erhalten hier in jedem Fall eine Auszahlung

– entweder im Leistungsfall in Form einer BU-Rente

oder nach Ablauf der Vertragslaufzeit in Form einer

Rückzahlung.

ge- auch den Demenzfall ab. Geleistet wird bereits

ab der Betreuungsleistung 1 – das ist einzigartig auf

dem Assekuranzmarkt.

wmd: Gibt es in ihrem aktuellen Angebot Produkte

die eine besondere Marktstellung einnehmen.

Mit unserer DFV-DeutschlandPflege nehmen wir in

der Tat eine besondere Marktstellung ein. Der Versicherte

erhält immer 100 % des vereinbarten Pflege-

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BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Interview

28

Produkt- und Markt-Interviews

geldes, egal ob die Pflege zu Hause oder stationär

organisiert wird – und das weltweit. Eine vollständige

Beitragsfreiheit wird bereits ab der Betreuungsleistung

I und bei eintretender Arbeitslosigkeit

und Arbeitsunfähigkeit gewährt. Eine finanzielle

wmd: Welche Produktangebote Biometrischer

Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders

nachgefragt?

Beate Heidrich: Besonders nachgefragt wird unsere

Berufsunfähigkeits- und Todesfallabsicherung

im Rahmen der Fondspolice CleVesto Allcase.

wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses

Thema und in welchen Bereichen biometrischer

Risiken entwickeln Sie neue Produkte?

Beate Heidrich: Das Thema Berufsunfähigkeitsabsicherung

ist ein sehr wichtiges, welches wir

insbesondere in Hinblick auf Berufseinsteiger mit

einem neuen Konzept vermarkten möchten.

wmd: Gibt es in ihrem aktuellen Angebot Produkte,

die eine besondere Marktstellung einnehmen?

Beate Heidrich: Mit der Fondspolice CleVesto Allcase

inklusive Berufsunfähigkeitsabsicherung lässt

sich ein hervorragendes Konzept für Berufseinsteiger

erstellen. Es wird eine anfängliche Versicherungsdauer

von 20 Jahren angenommen, die zu

günstigen Anfangsbeiträgen führt. Der Kunde

sichert sich somit nicht nur vor den finanziellen

Folgen einer Berufsunfähigkeit ab, sondern tut

Soforthilfe im Pflegefall gibt es in jedem Tarif. Die

DFV-DeutschlandPflege bietet ein umfassendes, einfaches

und preiswertes Vorsorgekonzept mit dem

die finanziellen Risiken einer Pflegebedürftigkeit

entscheidend gemindert werden können.

Interview mit Beate Heidrich,

Produktmanagerin, Helvetia schweizerische Lebensversicherungs-AG

gleichzeitig etwas für seine Altersvorsorge.

Der Clou an dem Konzept ist: Sollte die Wertentwicklung

stimmen, ist auch nach den 20 Anfangsjahren

keine Beitragsanpassung nötig und der

Schutz kann unter den bestehenden Bedingungen

fortgeführt werden. Natürlich gibt es keine erneute

Gesundheitsprüfung. Eine weitere Besonderheit ist,

dass im Falle von bestimmten schweren Krankheiten

die vereinbarte Berufsunfähigkeitsleistung erbracht

wird, ohne dass der Kunde berufsunfähig sein muss.

Somit hat der Kunde die Freiheit und Flexibilität sich

voll auf seine Genesung zu konzentrieren.


Interview mit Heike Rotermund,

Bereichsleiterin Vertrieb, Marketing und Kommunikation, Janitos

wmd: Welche Produktangebote Biometrischer

Risiken, bzw. privater Krankenversicherung sind

bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt?

Janitos: Unsere Unfallversicherung wurde im April

2011 per Innovationsupdate für unsere Kunden

verbessert, was zu einer deutlichen Nachfragesteigerung

geführt hat. Alle Verbesserungen gelten

übrigens ohne Prämienerhöhungen auch für unsere

Bestandskunden. Auch großen Anteil an unserem

Erfolg hat unsere Janitos Multi-Rente, welche Personen

gegen die finanziellen Folgen von Unfall und

Krankheit absichert. Der Schutz greift bei klar definierten

Einschränkungen körperlicher Leistungsfähigkeit

in 4 Bereichen: Unfall-Invalidität, Organschädigungen,

Verlust von Grundfähigkeiten und

Pflegebedürftigkeit.

Und bei den Krankenzusatzversicherungen ist vor

allem unser Tarif JA dental plus zu erwähnen, welcher

sehr gut vom Markt angenommen wurde.

wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses

Thema und in welchen Bereichen biometrischer

Risiken entwickeln Sie neue Produkte?

Janitos: Den Bereich der Absicherung biometrischer

Risiken, als eine unserer beiden strategischen

Säulen, ist uns sehr wichtig. Wir möchten

diesen kontinuierlich stärken und weiter am Markt

etablieren. Wir setzen hier auf unsere ganz klaren

Interview | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Stärken: hohe Servicequalität, Fachkompetenz und

Freundlichkeit unserer Mitarbeiter sowie unsere

Prozessorientierung. Für 2012 ist zudem ein neuer

Unfalltarif mit individuellen Gestaltungsmöglichkeiten

geplant.

wmd: Gibt es in ihrem aktuellen Angebot Produkte

die eine besondere Marktstellung einnehmen?

Janitos: Unsere Janitos Multi-Rente hat am Markt

der funktionellen Invaliditätsabsicherung derzeit

nur drei Mitbewerber und kann dabei nach wie vor

das beste Preis-Leistungsverhältnis aufweisen. Da

unabhängig von einer Berufsunfähigkeit geleistet

wird, ist sie eine sinnvolle Ergänzung bzw. Alternative

zur BU.

29


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Interview

30

Produkt- und Markt-Interviews

Interview mit Rainer M. Jacobus,

Vorstandsvorsitzender, IDEAL Versicherungsgruppe

wmd: Welche Produktangebote biometrischer

Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders

nachgefragt?

Rainer M. Jacobus: Die Nachfrage steigt im Moment

besonders bei unseren Pflegerenten deutlich

an. Da nur weniger als zwei Prozent der Bevölkerung

über eine freiwillige private Pflegeversicherung

verfügt, ist dies auch nicht überraschend, sondern

dringend notwendig. Aber auch Sterbegeldversicherungen

werden weiter stark nachgefragt. Seit das

gesetzliche Sterbegeld 2004 abgeschafft wurde, hat

das Interesse an einer rechtzeitigen Absicherung der

eigenen Bestattungskosten spürbar zugenommen.

wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses

Thema und in welchen Bereichen biometrischer

Risiken entwickeln Sie neue Produkte?

Rainer M. Jacobus: Die IDEAL Versicherungsgruppe

hat sich als Seniorenversicherer ganz auf

die Absicherung biometrischer Risiken älterer Menschen

spezialisiert. Hierzu zählen Pflegeversicherungen,

Senioren-Unfallversicherungen, Sterbegeld-

und Rentenversicherungen. Neu entwickelt haben

wir kürzlich das IDEAL PflegeKonto, eine Rentenversicherung

per Einmalbeitrag mit einem hohen Maß

an Flexibilität. Das Produkt eignet sich besonders für

Interview mit Josef Kiener,

Leiter Unternehmenskommunikation der Swiss Life

wmd: Welche Produktangebote biometrischer

Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders

nachgefragt?

Josef Kiener: Der Schwerpunkt liegt bei Swiss Life

eindeutig auf der Berufsunfähigkeitsversicherung

sowohl als SBU, als auch als Zusatzversicherung.

Hinzu kommen hier noch alle Varianten unserer

Rentenversicherung, also von klassisch über fondsgebunden

bis hin zu Variable Annuities.

Kunden, die über einen größeren Geldbetrag verfügen

oder frei werdende Gelder erwarten, etwa aus

einer Abfindung oder einer Erbschaft. Wichtig ist

dabei eine Option auf den späteren Abschluss einer

Pflegerente ohne Gesundheitsfragen.

wmd: Gibt es in Ihrem aktuellen Angebot Produkte,

die eine besondere Marktstellung einnehmen?

Rainer M. Jacobus: Mit der IDEAL PflegeRente

sind wir seit Jahren Marktführer bei Pflegerenten.

Das Produkt steht bei uns besonders im Mittelpunkt,

da Pflegebedürftigkeit eines der größten Risiken von

Senioren ist. Die IDEAL PflegeRente erhält auch immer

wieder Spitzenbewertungen, zuletzt u.a. von

der Stiftung Warentest und von Morgen & Morgen.


wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses

Thema und in welchen Bereichen biometrischer

Risiken entwickeln Sie neue Produkte?

Josef Kiener: Weil die BU bei uns einen bedeutenden

Anteil im Neugeschäft ausmacht ist es uns

wichtig, hier laufend neue Impulse zu setzen und

unsere sehr gute Wettbewerbsposition zu halten. So

gab es Anfang August wieder einige Neuerungen

bei unserer BU:

http://www.swisslife.de/slde/de/home/presse___aktuelles/newsitem.DE01082011.html

Aber auch unsere Rentenversicherungen entwickeln

wir weiter und passen sie den Bedürfnissen der Kunden

an: Zuletzt haben wir im Januar dieses Jahresunsere

Champion-Produktfamilie um eine Riester-

Variante ergänzt.

http://www.swisslife.de/slde/de/home/presse___aktuelles/newsitem.de10012011.html

Interview mit Rolf Schünemann,

Vertriebsvorstand der Lebensversicherung von 1871 a. G. München

wmd: Welche Produktangebote biometrischer

Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders

nachgefragt?

Rolf Schünemann: Insbesondere die Absicherung

der finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit

ist derzeit gefragt. Als Spezialanbieter hat die

LV 1871 auf diesen Bedarf frühzeitig reagiert. Eine

Startoption macht zum Beispiel die Golden BU der

LV 1871 auch für Berufseinsteiger, Studenten oder

Unternehmensgründer möglich. Sie zahlen in den

ersten fünf Jahren einen im Schnitt um 20 Prozent

günstigeren Beitrag im Vergleich zum Normaltarif.

wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses

Thema und in welchen Bereichen biometrischer

Risiken entwickeln Sie neue Produkte?

Rolf Schünemann: Wir setzen auch in Zukunft

auf die bedarfsgerechte Absicherung biometrischer

Risiken. Aktuell konzentrieren wir uns bei der Produktentwicklung

auf die Kombination von Vorsorge-

und Risikoabsicherung wie BU oder Pflege.

Interview | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

wmd: Gibt es in Ihrem aktuellen Angebot Produkte

die eine besondere Marktstellung einnehmen?

Josef Kiener: Um beim Thema zu bleiben: Mit unseren

BU-Produkten erreichen wir seit vielen Jahren

Top-Ratings bei den verschiedenen Rating-Häusern.

Wir sind einer der wenigen Versicherer, der hier von

Anfang an durchgehend Spitzenbewertungen aufweisen

kann.

wmd: Gibt es in Ihrem aktuellen Angebot Produkte,

die eine besondere Marktstellung einnehmen?

Rolf Schünemann: Die Absicherung biometrischer

Risiken anhand von Kriterien, die der Kunde

selbst beeinflussen kann, liegt im Trend. Dazu gehört

zum Beispiel eine gesunde Lebensweise oder

die Ausbildung. Das ermöglicht die Delta Direkt,

der Spezialist für Risikolebensversicherungen der LV

1871. Der Vorteil für den Kunden: Beiträge und Versicherungssumme

richten sich bei der Delta Direkt

ganz nach seinem persönlichen Risiko.

31


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Interview

32

Produkt- und Markt-Interviews

Interview mit Michael Traub,

Marketingleiter der SDK

wmd: Welche Produktangebote Biometrischer

Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders

nachgefragt?

Michael Traub: Seit Jahren ist die Pflegezusatzversicherung

bei unseren Kunden sehr gefragt. Seit

2005 hat sich unser Bestand vervierfacht. Wir gehen

davon aus, dass sich das Bedarfsfeld weiterhin rasant

entwickelt. Immer mehr Menschen erkennen,

dass es bei einem Pflegefall in der Familie schnell an

das angesparte Vermögen geht. Bei der Süddeutschen

Lebensversicherung können wir mit unserer

selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherung

punkten.

wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses

Thema und in welchen Bereichen biometrischer

Risiken entwickeln Sie neue Produkte?

Michael Traub: Wir haben erst vor kurzem unsere

neuen Pflegetarife auf den Markt gebracht. Damit

wollen wir eine flexible und individuelle Absicherung

ermöglichen. In jeder Pflegestufe kann der Kunde ein

individuelles Pflegegeld festlegen und damit selbst

entscheiden, über wie viel Geld er bei ambulanter

oder stationärer Pflege verfügen will. Neu ist auch,

wmd: Welche Produktangebote Biometrischer

Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders

nachgefragt?

Stuttgarter: Das Bewusstsein, sich gegen die

größten biometrischen Risiken wie Tod, Berufsunfähigkeit,

Invalidität, schwere Erkrankungen und

Pflegebedürftigkeit abzusichern, ist in den letzten

Jahren konsequent gestiegen. Die Stuttgarter bietet

in allen Segmenten ein Produktportfolio mit ausgezeichnetem

Tarif- und Bedingungswerk an, mit dem

sich Versicherungsnehmer vor den Konsequenzen

dass ab Pflegestufe 1 keine Beiträge mehr zu zahlen

sind. Das erweiterte Dynamisierungsrecht ohne erneute

Gesundheitsprüfung kann auf Wunsch auch

nach Eintritt der Pflegebedürftigkeit gelten. Das

heißt: Keine Beiträge bezahlen, aber trotzdem die

Leistungen erhöhen! Wer möchte, kann mit dem

neuen Angebot auch Demenz absichern.

wmd: Gibt es in ihrem aktuellen Angebot Produkte

die eine besondere Marktstellung einnehmen?

Michael Traub: Die Pflegeversicherung nimmt

mit einem Marktanteil von 4,6 Prozent unter den

privaten Krankenversicherern sicher eine besondere

Marktstellung ein. Auch in diesem Jahr verkauft sich

die Pflegeversicherung sehr gut.

Interview mit Sandra Fäth,

Produktmanagerin und Aktuar (DAV), Stuttgarter Lebensversicherung a.G.


aus biometrischen Risiken absichern können. Hiervon

am stärksten nachgefragt werden Risiko-Lebensversicherungen,Berufsunfähigkeitsversicherungen

und Unfallversicherungen.

wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses

Thema und in welchen Bereichen biometrischer

Risiken entwickeln Sie neue Produkte?

Stuttgarter: Das Thema ist hochaktuell, zum einen

weil das Risikobewusstsein der Gesellschaft in

den letzten Jahren gestiegen ist, zum anderen aber

auch, weil z. B. im Bereich der BU-Absicherung nach

wie vor eine starke Unterversorgung herrscht. Heutzutage

wird etwa jeder vierte Berufstätige vor dem

regulären Rentenbeginn berufsunfähig. Nicht zuletzt

vor dem Hintergrund der unlängst getroffenen

Regierungsentscheidung, das Renteneintrittsalter

mit Übergangsfrist bis 2029 auf 67 Jahre anzuheben,

ist davon auszugehen, dass die Nachfrage nach

bezahlbaren Produkten zum persönlichen Berufsunfähigkeitsschutz

auch weiterhin ansteigen wird. Wir

entwickeln unser Produktportfolio kontinuierlich

weiter. Zum Beispiel im Zuge der Rechnungszinsabsenkung

2012 bereiten wir weitere Produktneuerungen

vor.

wmd: Gibt es in ihrem aktuellen Angebot Produkte,

die eine besondere Marktstellung einnehmen?

Stuttgarter: Aktuell hat die Stuttgarter im Juli

2011 eine umfassend modernisierte Berufsunfähigkeitsversicherung

(BU) vorgestellt. Damit hat das

Unternehmen seinen BU-Schutz konsequent den

gestiegenen Anforderungen einer wachsenden Berufsvielfalt

angepasst. Das Besondere an der neuen

Stuttgarter BU liegt darin, dass sie sich mit Top-Prämien

speziell für mittelständische Berufe positioniert:

Die Beiträge zum Beispiel für selbstständige

Handwerker, leitende Angestellte, IT-Mitarbeiter

und Landwirte liegen jetzt zum Teil mehr als 30 Prozent

unter dem Marktdurchschnitt. Zudem bietet

die Stuttgarter mit der neuen BU eine Erweiterung

der Berufsliste auf mehr als 6.000. Als einziger Versicherer

im Markt ist bei der Stuttgarter eine differenzierte

Einstufung in insgesamt 10 Berufsgruppen

ohne Zusatzfragen möglich. Damit können sich

Berufstätige noch individueller gegen den Verlust

ihrer Arbeitskraft absichern. Wichtiger Aspekt im

reformierten BU-Universum ist außerdem, dass kei-

Interview | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

ne Höchstgrenze mehr für die versicherbare Rente

besteht. Zudem bietet die Stuttgarter eine Ereignis

unabhängige Nachversicherungsgarantie ohne

erneute Gesundheitsprüfung in den ersten fünf

Jahren nach Abschluss. Dadurch ist eine nach individuellen

Bedürfnissen und Ansprüchen definierte

Jahresrente planbar.

Bei den BU-Zusatzversicherungen (BUZ) hat die

Stuttgarter die optionalen Dynamikmodelle angepasst.

Bislang konnte der Versicherte mit einer

Beitragsdynamik und einer garantierten Rentensteigerung

Inflationsschutz erhalten. Jetzt hat er

zusätzlich die Möglichkeit, unabhängig von einer

gewählten Beitragsdynamik, eine Dynamisierung

der Hauptversicherung bei Berufsunfähigkeit bis zu

10 Prozent p.a. zu vereinbaren. Damit ist ein voller

und flexibler Inflationsschutz gewährleistet.

33


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Interview

34

Produkt- und Markt-Interviews

Interview mit Christian Schröder,

Abteilungsleiter Produktmanagment Leben im Marketing, Volkswohl Bund

wmd: Welche Produktangebote Biometrischer

Risiken, bzw. privater Krankenversicherung sind

bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt?

Christian Schröder: Berufsunfähigkeitsversicherungen

sowie Renten-, Pflege- und Unfallversicherungen,

aber immer mehr auch die Altersvorsorge

mit Biometrie wie zum Beispiel unsere Riester-Rente

mit BU-Beitragserstattung.

wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses

Thema und in welchen Bereichen biometrischer

Risiken entwickeln Sie neue Produkte?

Christian Schröder: Als Versicherungsunternehmen

sind wir auf Biometrische Risiken spezialisiert,

wir arbeiten deshalb laufend an unseren Produktangeboten.

Produktinnovationen entwickeln wir auf

allen Gebieten, denn wir möchten unseren Partnern

immer nur das Beste bieten. Erst vor wenigen Tagen

ist unsere neue Berufsunfähigkeitsversicherung auf

den Markt gekommen, die mit mehr Berufsgruppen

arbeitet und noch günstigere Prämien für Akademiker

bietet. Sie können auch in den nächsten Monaten

mit weiteren spannenden Neuerungen aus dem

Bereich Biometrische Risiken von uns rechnen.

wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen das

Thema Biometrie, und in welchen Bereichen biometrischer

Risiken entwickeln Sie neue Produkte?

Alexandra Weier: Die verstärkte Ausrichtung

auf biometrische Risiken startete die Wüstenrot &

Württembergische-Gruppe (W&W) bereits 2010.

Im vergangenen Jahr überarbeitete die Württembergische

ihre leistungsstarken Pflegetagegeldtarife

und verbesserte damit auch deren preisliche Positionierung.

Eine Innovation brachte das Unternehmen

wmd: Gibt es in Ihrem aktuellen Angebot Produkte,

die eine besondere Marktstellung einnehmen?

Christian Schröder: Aktuelles Thema bei den

Maklern ist unsere Rente PLUS, die wir für alle

Schichten der Altersvorsorge anbieten und die bei

den Kunden außerordentlich gut ankommt. Bei

der Rente PLUS hat der Kunde außer der regulären

Rente einen Anspruch auf eine erhöhte Leistung im

Pflegefall – ganz ohne Zusatzbeitrag und Gesundheitsprüfung.

Den Anspruch behält er auch, wenn

er erst während des Rentenbezugs pflegebedürftig

wird. Je nach Rentenart ist mittlerweile jeder dritte

Vertrag, der bei uns eingeht, eine Rente PLUS.

Interview mit Alexandra Weier,

Abteilungsleiterin Marketing/Makler Service Vorsorge, Württembergische Vertriebsservice GmbH


mit dem noch immer einzigartigen Krankenzusatztarif

AKG im Sommer 2010 auf den Markt. Im selben

Jahr konzipierte die Württembergische einen Risikolebensversicherungstarif,

der gesundheitsbewusstes

Verhalten mit einem günstigen Beitrag belohnt.

Zudem wurden die bereits mehrfach ausgezeichneten

Berufsunfähigkeitsversicherungen Anfang

2011 preislich überarbeitet. Prämienreduzierungen

von bis zu 20 Prozent bringen die BU-Tarife auch im

Preis-Ranking weiter nach vorne. Ergänzt wird die

Biometrie-Strategie der Württembergischen durch

die Komplettierung der Produktfamilie des Fondsprodukts

Genius um Tarife für die 2. Schicht.

wmd: Gibt es in Ihrem aktuellen Angebot Produkte,

die eine besondere Marktstellung einnehmen?

Interview | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Alexandra Weier: Im Rahmen der Absicherung

von biometrischen Risiken ist unter anderem der

AKG zu nennen. Es handelt sich hierbei um einen

Kostenerstattungstarif, der den gesetzlich versicherten

Kunden im Falle einer schweren Erkrankung

alle Vorteile gewährt, die Privatpatienten im

ambulanten Bereich besitzen. Und das nicht nur für

die auslösende schwere Erkrankung, sondern für

sämtliche Krankheiten und Beschwerden. Auch unser

Fondsprodukt Genius nimmt mit seiner einzigartigen

Wertsicherungsstrategie eine Alleinstellung

am Markt ein. Zum Juli 2011 wurde das Produkt

durch eine Erweiterung der Fondspalette um Fonds

unter anderem aus den Bereichen „Rohstoffe“ und

„Schwellenländer“ noch attraktiver.

Interview mit Prof. Hans-Wilhelm Zeidler,

Vorstand für den Bereich Makler Leben bei der Zurich Gruppe Deutschland

wmd: Welche Produktangebote Biometrischer

Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders

nachgefragt?

Prof. Hans-Wilhelm Zeidler: Derzeit registrieren

wir eine starke Nachfrage bei der Berufsunfähigkeitsversicherung.

Die Berufsunfähigkeitsabsicherung

schützt, wenn der oder die Versicherte zum

Beispiel wegen einer Krankheit oder eines Unfalls

berufsunfähig wird. Statistisch tritt dies bei jedem

Vierten im Verlauf seines Erwerbslebens ein. Unverzichtbar

ist die Berufsunfähigkeitsversicherung

gerade für die nach dem 1. Januar 1961 Geborenen.

Im Vergleich zu Älteren gilt für sie nur noch ein

eingeschränkter Schutz im Rahmen der gesetzlichen

Erwerbsunfähigkeitsabsicherung. Wir merken, dass

die Notwendigkeit solch einer essenziellen Absicherung

immer bewusster wird. Großen Zuwachs verzeichnen

wir auch bei unserem Produkt Eagle Star.

Diese Risikolebensversicherung mit garantierten Beiträgen

bietet den Hinterbliebenen oder Geschäftspartnern

die finanzielle Absicherung im Todesfall

der oder des Versicherten.

wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses

Thema und in welchen Bereichen biometrischer

Risiken entwickeln Sie neue Produkte?

Prof. Hans-Wilhelm Zeidler: Die Absicherung

biometrischer Risiken ist zentral für unsere Produktpalette

als Versicherer. In neuen Kombinationsprodukten

verknüpfen wir die Absicherung biometrischer

Risiken - wie Langlebigkeit, Pflege im Alter,

Berufsunfähigkeit, aber auch den Todesfall und die

damit verbundene Hinterbliebenenabsicherung -

mit der Altersvorsorge.

wmd: Gibt es in Ihrem aktuellen Angebot Produkte,

die eine besondere Marktstellung einnehmen?

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BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Interview

36

Produkt- und Markt-Interviews

Prof. Hans-Wilhelm Zeidler: Mit unserer selbständigen

Erwerbsunfähigkeitsversicherung mit

begrenzter Berufsunfähigsrente bieten wir als einer

der wenigen Lebensversicherer insbesondere

Berufseinsteigern und Studenten für den Fall des

Falles eine monatliche Grundversorgung zu einem

attraktiven Preis. Die angesprochenen Personen haben

in der Regel keine gesetzliche Absicherung bei

Erwerbsunfähigkeit. Für sie ist die private Vorsorge

entscheidend. Der Vorteil unserer Alternative: obwohl

auf Basis einer Erwerbsunfähigkeit kalkuliert,

erhält der Kunde auch dann seine Rente wenn er

berufsunfähig wird. Im Unterschied zur vollstän-

Interview mit Carsten Beck,

Produktmanagement, Konzept und Marketing GmbH

wmd: Welche Produktangebote Biometrischer

Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders

nachgefragt?

Carsten Beck: Die Konzept & Marketing GmbH

steht für die Entwicklung moderner Versicherungsprodukte

im SUH-Bereich für Privatkunden. Aus diesem

Grund stehen unsere drei Unfallversicherungstarife

U4 Konzept basic, advanced und complete bei

unseren Vertriebspartnern besonders im Fokus.

wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses

Thema und in welchen Bereichen biometrischer

Risiken entwickeln Sie neue Produkte?

Carsten Beck: Anhand unserer Historie und Kernkompetenzen

lässt sich leicht erkennen, dass gerade

der Bereich der Personenversicherung in unserem

Unternehmen sehr hohen Stellenwert genießt.

Nicht zuletzt deswegen sind unsere Unfallkonzepte

advanced und complete in der Spitze des Unfallversicherungsmarktes

angesiedelt. Aber wir möchten

den Kunden auch eine weitere Variante anbieten

und haben deshalb einen optimalen Unfallgrundschutz

mit dem basic-Tarif abgebildet.

Selbstverständlich beobachten wir die Entwicklung

der Ansprüche und der Bedürfnisse unserer Kunden.

Deshalb sind wir stets darauf bedacht unsere Tarife

weiterzuentwickeln. Jedoch liegt es sozusagen auch

in der „Natur“ von K&M, dass wir völlig neue

digen Berunfsunfähigkeitsabsicherung ist die Rente

allerdings auf eine Dauer von drei Jahren begrenzt.

In der Regel ist der Kunde nach dieser Zeit wieder

im Erwerbsleben. Denn die meisten Ursachen von

Berufsunfähigkeiten wie Bandscheibenvorfälle, Depressionen

etc. führen bei jungen Menschen zwar

zu langen Arbeitsausfällen aber in der Regel nicht

zum endgültigen Ausfall der Arbeitskraft. Erst wenn

nach Ablauf der drei Jahre auch eine Erwerbsunfähigkeit

besteht, wird die Rente in gleicher Höhe weiterbezahlt.

Zudem kann diese Versicherung vor dem

Leistungsfall jederzeit in eine vollständige Berufsunfähigkeitsversicherung

umgewandelt werden.

Ansätze finden und so Konzepte erarbeiten, die es

am Markt noch nicht gibt.

wmd: Gibt es in ihrem aktuellen Angebot Produkte

die eine besondere Marktstellung einnehmen?

Carsten Beck: Wie bereits erwähnt, befinden

sich unsere beiden Hochleistungstarife advanced

und complete in der Spitze des Unfallversicherungsmarktes.

Anfang Juli haben wir erst unseren Tarif

advanced erneut verbessert und „Unfälle“ durch

Eigenbewegungen eingeschlossen. In diesen beiden

Tarifen werden umfangreiche Unfallbegriffe mit

einer hervorragenden Gliedertaxe sowie sehr guten

Progressionsverläufen für den Verbraucher zu einem

tatsächlichen Mehrwert verbunden.


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BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Interview

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Produkt- und Markt-Interviews

Interview mit Peter Schilinski,

Organisationsdirektor Makler, INTER Versicherungsgruppe

wmd: Welche Produktangebote von privaten

Krankenversicherungen sind bei Ihrem Unternehmen

besonders nachgefragt?

Peter Schilinski: Ganz klar sind dies unsere Medizinertarife

für Ärzte und Zahnärzte. Individuell und

mit bestem Preis-/ Leistungsverhältnis zeichnen sich

diese Produkte durch ein vielseitiges Angebot aus.

Seit einiger Zeit haben wir einen Tarif für angestellte

Ärzte, den JAK, im Angebot, der hervorragend angenommen

wird. Mit diesem Produkt sprechen wir

insbesondere jüngere Humanmediziner an, die ein

günstiges Preis-Leistungsverhältnis wünschen, mit

der Option in einen höherwertigen Tarif zu wechseln.

wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses

Thema und in welchen Bereichen biometrischer

Risiken entwickeln Sie neue Produkte?

Peter Schilinski: Natürlich ist uns dieses Thema

sehr wichtig. Im Bereich der Ärzte- und Zahnärzte

sind die Tarife speziell auf die Bedürfnisse dieser

ausgelegt. Unsere neu entwickelten Lebenszyklusmodelle

für Human- und Zahnmediziner zeigen auf

einen Blick, wie wichtig es ist, die jeweilige Berufsphase

passend abzusichern. Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung

bieten wir einen Bonus für Ärzte.

Diese leistet bereits dann, wenn der Arzt zwar arbeiten

könnte, also keine Berufsunfähigkeit im

Sinne der Allgemeinen Versicherungsbedingungen

besteht, er aber aufgrund von Bestimmungen, z.B.

ein Tätigkeitsverbot aufgrund des Infektionsschutzgesetzes,

den Beruf vorübergehend nicht ausüben darf.

wmd: Gibt es in Ihrem aktuellen Angebot Produkte

die eine besondere Marktstellung einnehmen?

Peter Schilinski: Wie schon erwähnt nehmen

unsere Medizinertarife im Bereich der Krankenversicherung

einen hohen Stellenwert ein: 10 % der

Humanmediziner in Deutschland sind bei uns krankenversichert.

Damit gehören wir klar zu den Top

Anbietern im Deutschen Markt.


Interview mit Jürgen A.Junker,

Vertriebsvorstand der VHV Versicherungen

wmd: Welche Produktangebote Biometrischer

Risiken, bzw. privater Krankenversicherung sind

bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt?

Jürgen A. Junker: Als klassischer Kompositversicherer

bietet die VHV im Bereich der biometrischen

Risiken ausschließlich private Unfallversicherungen an.

wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses

Thema und in welchen Bereichen biometrischer

Risiken entwickeln Sie neue Produkte?

Jürgen A. Junker: Die Unfallversicherung ist ein

wichtiger Schutz, der nachhaltig und umfassend

sein muss. Daher ist sie kein Produkt, das sich mal

schnell verkaufen lässt. Wenn ein Unfall passiert ist,

kommt es darauf an, ob, wie viel, wie schnell oder

auch wie lange gezahlt wird. Da unterscheiden sich

die Produkte am Markt erheblich. Bevor wir im April

Interview | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

letzten Jahres unser neues Unfallprodukt KLASSIK

GARANT auf den Markt brachten, haben wir uns

in der Produktentwicklung intensiv mit Vorteilen

und Kritikpunkten aus Verbraucher- und Maklersicht

an der Unfallversicherung auseinander gesetzt

und dementsprechend das Leistungsspektrum gestaltet.

Die VHV Unfallversicherung bietet jetzt für

alle Lebenssituationen weit überdurchschnittliche

Leistungen, wie z. B. eine besondere Progressionsstaffel,

eine erweiterte Gliedertaxe oder eine starke

Erweiterung des Unfallbegriffs. All dies sind in der

Praxis echte Mehrwerte in der Leistung für den Unfallgeschädigten.

Als erster Versicherer überhaupt

haben wir im Baustein EXKLUSIV sogar vollständig

auf die Anrechnung einer Mitwirkung verzichtet.

wmd: Gibt es in ihrem aktuellen Angebot Produkte,

die eine besondere Marktstellung einnehmen?

Jürgen A. Junker: Unser Unfallprodukt KLASSIK

GARANT und der Baustein EXKLUSIV. Vorher spielte

die VHV im Unfallgeschäft so gut wie keine Rolle.

Es war daher ein mutiger Schritt, solch ein neues

Unfall-Produkt im Markt einzuführen, dass aus unserer

Sicht Maßstäbe setzen sollte. Stichwort Verzicht

auf Anrechnung eines Mitwirkungsanteils. So

etwas hat es zuvor noch nicht gegeben. Fazit: Die

VHV ist mit einem Schlag wirklich präsent auf dem

Unfallmarkt geworden. Wer eine Unfallversicherung

vermittelt, muss sich mit unserem Angebot zumindest

beschäftigen.

39


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Interview

40

Produkt- und Markt-Interviews

Interview mit Björn Schmeling,

Leiter Vertriebspartner bei der Hannoverschen Lebensversicherung

wmd: Welche Produktangebote im Bereich Biometrischer

Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt?

Björn Schmeling: Was auf den ersten Blick bei

einem Direktversicherer erstaunt, ist, dass bei Vermittlern

unsere RLV sehr hoch im Kurs steht. Aber

diese ist für sie ein prima Türöffner. So kann der Vermittler

seine Kompetenz unter Beweis stellen, hochwertige

Produktlösungen zu kleinen Preisen bieten.

Das schafft Vertrauen und damit die Basis für eine

weitergehende Beratung.

wmd: In welchen Bereichen biometrischer Risiken

entwickeln Sie neue Produkte?

Björn Schmeling: Wir haben Anfang des Jahres

unser RLV-Angebot mit der Risikoversicherung Plus

um eine attraktive Premiumvariante erweitert. Mit

der Bündelung neuer und erweiterter Leistungen

bietet der Tarif im Vergleich zur klassischen RLV dem

Kunden einen deutlich verbesserten und flexibleren

Schutz. Vermittler haben mit der Risikoversicherung

Plus ein Produkt im Portfolio, das sich hervorragend

als Vertriebsinstrument eignet und zusätzliche Beratungsanlässe

schafft.

wmd: Gibt es in ihrem aktuellen Angebot Produkte,

die eine besondere Marktstellung einnehmen?

Björn Schmeling: Aus Vermittlersicht betrifft

das unsere RLV als „Liebling der Makler“ (procontra-Vermittlerstudie

8/9-2011, 1. Platz Sparte RLV).

Hier überzeugen wir auch bei der Vertriebsunterstützung.

Die Abläufe bei der Policierung und das

Schnittstellenangebot sind auf einem sehr hohen

Niveau. Unsere Partner profitieren somit nicht nur

von einem preisgünstigen Produkt, sondern auch

von den schlanken Prozessen eines Direktversicherers.


Risikolebensversicherung

Im neuen Jahr gehen die drei Lebensversicherer des

AXA Konzerns - die AXA Lebensversicherung AG,

die DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung

AG und die Deutsche Ärzteversicherung

AG - mit einer deutlich verbesserten Risikolebensversicherung

an den Start. Neben den bisher üblichen

Kriterien „Alter“ und „Geschlecht“ der versicherten

Person bestimmt bei der neuen Risikoabsicherung

von AXA maßgeblich eine gesunde Lebensweise die

Höhe der zu zahlenden Beiträge. Hierzu zählen der

sogenannte Body-Mass-Index (BMI), der Beruf sowie

insbesondere das Rauchverhalten der Kunden, das

Nichtrauchern deutlich günstigere Beiträge ermöglicht.

Lebensweise und Beruf bestimmen den

Preis

Nichtraucher-Kunden, die seit mindestens einem

Jahr, aber weniger als 10 Jahren nicht rauchen, profitieren

bereits von günstigen Beiträgen.

Als erster Anbieter am Markt belohnt AXA mit dem

„Nichtrauchertarif Premium“ darüber hinaus gezielt

eine dauerhaft gesundheitsbewusste Lebensweise.

Kunden, die seit mindestens 10 Jahren Nichtraucher

sind, ein günstiges Berufsrisiko und einen BMI

zwischen 18,5 und 30 haben, bietet AXA umfangreichen

Risikoschutz zu besonders niedrigen Beiträgen.

Diese liegen teilweise deutlich unter den für

Nichtraucher üblichen Prämien.

Gleichbleibende Versicherungssumme

oder Anpassung möglich

Über dynamische Erhöhungsoptionen kann der Kunde

den Hinterbliebenenschutz an steigende Lebenshaltungskosten

oder geänderte Lebensumstände,

etwa bei Heirat, Geburt eines Kindes oder Immobilienerwerb,

ohne erneute Gesundheitsprüfung anpassen.

Ist der Risikoschutz für die Sicherung eines

Kredites vorgesehen, kann die Versicherungssumme

– angepasst an die Tilgung – zudem auch sinken.

Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Neue Risikoabsicherung von AXA honoriert gesunde

Lebensweise

Langjährige Nichtraucher profitieren von besonders günstigen

Beiträgen

Zusätzlicher Schutz bei Berufsunfähigkeit

Zur Absicherung der finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit

kann auch die neue Risikolebensversicherung

mit einer Berufsunfähigkeitsvorsorge

kombiniert werden. Dieser Schutz von AXA wurde

erst vor wenigen Monaten von den Analysehäusern

„Franke und Bornberg“ wie auch „Morgen & Morgen“

als „hervorragend“ und „ausgezeichnet“ prämiert.

Die wichtigsten Vorteile im Überblick:

• Besonders günstige Tarife für Langzeit-Nichtraucher

• Konstante oder sinkende Todesfallsumme möglich

• Umfangreiche Erhöhungsoptionen ohne erneute

Gesundheitsprüfung

• Kombinierbar mit dem ausgezeichneten

Berufsunfähigkeitsschutz von AXA

41


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

42

Unfallversicherung

70 Prozent aller Unfälle sind nicht durch die gesetzliche

Unfallversicherung abgesichert

Inter bietet spezielle Tarife und Boni für Heilberufe und Handwerker

Alle sechs Sekunden geschieht nach Angaben des

Bundesamtes für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

(BAuA) in Deutschland ein Unfall, 70 Prozent davon

während der Freizeit – beispielsweise beim Sport

oder im Haushalt. Das heißt, die gesetzliche Unfallversicherung

leistet in dieser Zeit nicht. Wie groß die

Notwendigkeit einer privaten Unfallversicherung ist,

stellen viele Betroffene oft erst fest, wenn es teuer

wird. Dann ergeben sich aufgrund langwieriger

Heilungsverläufe oder notwendiger Umbauarbeiten

in ihrem Lebensumfeld außerordentliche finanzielle

Belastungen – die nicht selten existenzbedrohende

Größenordnungen erreichen. In diesen Fällen hilft

nur eine private Unfallversicherung.

Die INTER Versicherungsgruppe bietet den privaten

Schutz für die Zeiten abseits der Arbeit in drei Varianten

an. „Je nach gewünschtem Leistungsumfang

können Kunden in unseren gestaffelten Tarifen vergleichsweise

hohe Invaliditätsgrade vereinbaren und

ihren ganz persönlichen Bedarf decken“, sagt Peter

Thomas, Vorstandsvorsitzender der INTER Versicherungsgruppe.

Unfall ist nicht gleich Unfall

In welchen Unglücksfällen ein Versicherer eintritt

und in welchem Umfang variiert von Unternehmen

zu Unternehmen: So deckt die INTER beispielsweise

in der PREMIUM-Variante auch Vergiftungen

durch Einnahme schädlicher Stoffe durch die Speiseröhre

ab – ohne Altersgrenze. Andere Versicherer

beschränken sich hier meist auf das Kindesalter.

Oftmals ist nach einem schweren Unfall eine psychologische

Betreuung notwendig, diese unterstützt

die INTER mit bis zu 5.000 Euro sowie Kur- und

Reha-Maßnahmen mit bis zu 10.000 Euro.

Neben der individuell vereinbarten Absicherung bietet

die INTER ihren Versicherten eine Vielzahl beitragsfreier

Leistungen in allen drei Tarifvarianten:

Mitversichert sind unter anderem Infektionen durch

Zeckenbisse oder unfallbedingte Flugrückholkosten

mitversichert. Für Eltern ist gut zu wissen, dass ihr

Neugeborenes zunächst beitragsfrei mitversichert

ist und dass die INTER im Falle des Todes eines Versicherungsnehmers

die dazugehörige Kinderunfallversicherung

beitragsfrei weiterführt. Darüber

hinaus werden die Kosten für ein Kindermädchen

oder eine Haushaltshilfe übernommen.

Besonderheiten für Heilberufe und Handwerker

In Heilberufen Tätige können eine höhere Gliedertaxe

wählen, um ihre finanziellen Einbußen in Folge

eines Unfalls abzufangen. Bei Verlust oder Funktionsuntüchtigkeit

einer Hand oder eines Armes zum

Beispiel gilt für sie ein Invaliditätsgrad von 100 Prozent.

Darüber hinaus übernimmt die INTER für diese

Berufsgruppe neben der Absicherung von Röntgenunfällen

auch Behandlungskosten von 5.000

Euro aufgrund einer HIV- oder Hepatitis-B-Infektion.

Handwerker mit Mitgliedschaft in einem Versorgungswerk

erhalten bei Verlust oder völliger

Funktionsuntüchtigkeit der Hand oder eines Armes

zusätzlich fünf Prozent Invaliditätsleistung zu ihrer

vereinbarten Grundabsicherung.


Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Für alle ab 50:

VOLKSWOHL BUND bringt Unfall-Rente PLUS auf den Markt

Doppelte Rente bei Pflegebedürftigkeit

Mit der neuen Unfall-Rente PLUS bietet die VOLKS-

WOHL BUND Sachversicherung AG jetzt eine Unfallversicherung,

die es in sich hat: Eine lebenslange

Rente, doppeltes Geld im Pflegefall, dazu wertvolle

Hilfe für den Haushalt und viele Vorteile mehr. Ab

sofort und für alle ab 50.

Die Unfall-Rente PLUS leistet ab 50 Prozent Invalidität

nach einem Unfall, und das ein Leben lang. Wird

der Kunde durch den Unfall oder auch später zum

Pflegefall, erhält er die doppelte Rente. Dabei spielt

es keine Rolle, ob die Pflegebedürftigkeit eine Folge

des Unfalls ist oder nicht.

Doch auch bei Invaliditätsgraden unter 50 Prozent

steht der Kunde nicht mit leeren Händen da. Bereits

ab einer Invalidität von 20 Prozent gibt es eine einmalige

Kapitalleistung in Höhe von zehn Monatsrenten.

Die gibt es als Sofortleistung auch bei einem

Oberschenkelhalsbruch oder Armbruch. Ganz egal,

ob die Ursache für den Bruch ein Unfall war oder

nicht.

Dazu kommt eine zehnjährige Rentengarantiezeit:

Stirbt der Kunde innerhalb von zehn Jahren ab Beginn

seiner Unfall-Rente, zahlt der VOLKSWOHL

BUND diese Rente für den Rest der Garantiezeit an

seine Hinterbliebenen aus.

Außerdem hat der Kunde nach einem Unfall Anspruch

auf die umfangreichen Assistance-Leistungen

durch das Fachpersonal der Malteser – auch ohne

Invalidität. Die Hilfen reichen vom Menüservice über

die Wohnungsreinigung bis hin zu Fahrdiensten.

Bei der Unfall-Rente PLUS zahlen Männer und

Frauen das Gleiche. Einmal abgeschlossen, gibt es

keine altersbedingten Beitragsanpassungen im Bestand.

Ein Beispiel: 500 Euro Unfall-Rente, 500 Euro

Unfall-Pflegerente, 5000 Euro einmalige Kapitalleistung,

5000 Euro Sofortleistung und dazu die Hilfe

durch die Malteser gibt es schon ab 34,76 Euro

brutto pro Monat.

Übrigens: Die Rentenzahlung ist kein Muss. Wer

möchte, kann statt der Unfall-Rente eine Einmalleistung

wählen. Dann zahlt der VOLKSWOHL BUND

eine Summe von bis zu 120 Monatsrenten aus.

Die neue Unfall-Rente PLUS finden VOLKSWOHL

BUND-Vertriebspartner ab sofort im aktuellen PC-

Angebotsprogramm.

43


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

44

Berufsunfähigkeitsversicherung

Continentale-Studie zur Berufsunfähigkeit:

Bevölkerung unterschätzt das eigene Risiko und ist erschreckend

schlecht informiert

Nur 13 Prozent der Berufstätigen in Deutschland

sehen für sich persönlich das Risiko, berufsunfähig

zu werden. Eine erschreckend geringe Zahl, die

nichts mit der Realität zu tun hat, denn: Jeder

fünfte Arbeitnehmer scheidet heute vorzeitig aus

dem Arbeitsleben aus, weil er aus gesundheitlichen

Gründen den Anforderungen nicht mehr gewachsen

ist. Dazu kommt, dass nur 27 Prozent wissen, dass

psychische Erkrankungen mittlerweile die Hauptursache

für Berufsunfähigkeit sind. Und dies sind nicht

die einzigen Wissenslücken rund um das existenzielle

Risiko, wie die aktuelle repräsentative Bevölkerungsbefragung

„Continentale-Studie zur

Berufsunfähigkeit“ zeigt.

75 Prozent der Deutschen sorgen nur unzureichend

gegen Berufsunfähigkeit vor - aus zwei Gründen:

Sie unterschätzen das Risiko, persönlich betroffen

zu werden, und sie sind über die einzig sinnvolle

Vorsorgemöglichkeit, die Berufsunfähigkeitsversicherung,

falsch informiert.

Wer die Ursachen nicht kennt, macht sich

keine Sorge:

Dies sind nur zwei Kernergebnisse der „Continentale-

Studie zur Berufsunfähigkeit“, zu der die Continentale

Lebensversicherung AG in Zusammenarbeit mit TNS

Infratest 936 Berufstätige befragt hat. Ein Grund für

die eklatante Fehleinschätzung des persönlichen

Risikos liegt darin, dass die Ursachen für Berufsunfähigkeit

nicht bekannt sind: So nennen 43 Prozent

der Befragten Rückenleiden und 37 Prozent Unfälle

als Hauptauslöser. Tatsächlich scheiden aber nur 17

Prozent wegen Rückenleiden aus dem Berufsleben

aus, aufgrund von Unfällen nur 5 Prozent. Dass die

Hauptursache psychische Erkrankungen mit 33 Prozent

aller Fälle sind, wissen nur 27 Prozent.

Völlig falsches Bild von Berufsunfähigkeit:

„Es herrscht offenbar das falsche Bild vor, dass Berufsunfähigkeit

durch physische Belastungen oder

Unfälle verursacht wird. Dies führt dazu, dass das

persönliche Risiko unterschätzt wird: Wer nicht körperlich

arbeitet, sondern am Schreibtisch sitzt, der

macht sich keine Sorgen“, so Dr. Dr. Michael Fauser,

zuständiges Vorstandsmitglied im Versicherungsverbund

Die Continentale. Für diese Einschätzung

spricht auch, dass als größte Angst „der Verlust

von Lebensqualität“ genannt wird (38 Prozent). Vor

dauerhafter Arbeitslosigkeit – in der Regel eine Folge

von Berufsunfähigkeit – fürchten sich dagegen

nur 31 Prozent. Angst vor einem sozialen Abstieg,

der ohne den Schutz durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung

oft eine bedauerliche Folge ist, haben

lediglich 30 Prozent der Befragten. „Die Tragweite

von Berufsunfähigkeit ist also vielen nicht klar“, erläutert

Dr. Dr. Michael Fauser, „wahrscheinlich ein

weiterer Grund dafür, dass nur ein Viertel der Deutschen

sinnvoll gegen dieses Risiko vorgesorgt hat.“

Ebenso realitätsfern ist auch die Einschätzung geeigneter

Vorsorgemaßnahmen. Zwar sagen 65 Prozent,

eine Berufsunfähigkeitsversicherung sei als Schutz

geeignet. Eben so viele meinen dies aber auch von

der Unfallversicherung. Mit 68 Prozent halten die

meisten Befragten „Sparen“ für eine geeignete Vorsorgeform,

64 Prozent den Erwerb von Immobilien,

54 Prozent den Abschluss einer Lebensversicherung

und 45 Prozent den Abschluss einer Krankenzusatzversicherung.


Gekauft wird ein Fallschirm, der vor dem

Ertrinken retten soll:

„Dies ist ein alarmierendes Ergebnis, denn fast die

Hälfte der Befragten sagt ebenfalls, sie hätten bereits

auf andere Weise als mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung

vorgesorgt. Offenbar glauben

viele, dass allgemeine Vorsorgemaßnahmen wie

eine irgendwie geartete Versicherung, Immobilienbesitz

oder der Sparstrumpf gegen alle möglichen

Risiken absichern. Im übertragenen Sinn kaufen sich

die Menschen also einen Fallschirm und sind dann

davon überzeugt, dass er auch gegen Ertrinken

hilft“, so Dr. Dr. Michael Fauser.

In anderen wesentlichen Punkten ist die Bevölkerung

ebenso schlecht informiert – weiß es aber

nicht. So hat die Continentale Berufstätige ohne

Versicherungsschutz gefragt, warum sie sich nicht

abgesichert haben. Nur 27 Prozent geben Informationsmangel

als Grund an. Und nur 19 Prozent sagen,

sie hätten noch keine ausreichende Beratung

gefunden. Dies ist erstaunlich, denn: 41 Prozent der

Berufstätigen sind der Ansicht, eine Berufsunfähigkeitsversicherung

zahle nicht bei selbstverschuldeten

Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Unfällen. 35 Prozent sagen, private und gesetzliche

Leistungen würden miteinander verrechnet. Beide

Aussagen sind aber falsch.

Ein weiterer Grund, der aus Sicht von mehr als der

Hälfte der Nicht-Versicherten gegen den Abschluss

einer Berufsunfähigkeitsversicherung spricht, ist der

Preis. Relativiert wird diese Einschätzung allerdings

durch die konkrete Abfrage der Ausgabebereitschaft:

So sagen immerhin 35 Prozent, dass sie 25

Euro oder mehr pro Monat für eine Berufsunfähigkeitsversicherung

auszugeben bereit wären.

„Das hohe Maß an Fehlinformationen zu den Themen

Berufsunfähigkeit und Berufsunfähigkeitsversicherung

ist besorgniserregend. Es zeigt aber auch,

dass Versicherer und Vermittler die wichtige Aufgabe

haben, die Bevölkerung zum Thema Berufsunfähigkeit

noch intensiver zu beraten und sie für die

Problematik stärker zu sensibilisieren“, so das Fazit,

dass Dr. Dr. Michael Fauser aus den Ergebnissen

zieht.

Info: Die gesamte Studie sowie Grafiken finden Sie

als Download unter www.continentale.de/studien.

BU: Sehr gut - mit Preisunterschieden von mehr als 1.000 Euro

Finanztest prüft Berufsunfähigkeitsversicherungen

Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung kann

den finanziellen Absturz bei Invalidität verhindern.

Jeder, der nicht von einem Vermögen leben kann,

braucht sie. Die 52 besten und günstigsten Tarife

hat die Zeitschrift Finanztest der Stiftung Warentest

in ihrem Test ermittelt. Bei sehr ähnlicher Qualität

sind die Preisunterschiede riesig.

Eine Diplomkauffrau zahlt für einen Vertrag mit

2000 Euro Monatsrente bis zum Alter von 67 Jahren

zwischen 870 Euro netto und 2282 Euro pro Jahr.

Einen Altenpfleger kostet eine Rente von 1000 Euro

bei einer Laufzeit bis zum 65. Lebensjahr in den getesteten

Tarifen zwischen 645 und 1742 Euro jähr-

lich. Längere Vertragslaufzeiten werden Berufsgruppen

mit höherem Risiko häufig nicht angeboten.

Das beste Angebot für die Modellkunden hatte die

AachenMünchener. Eine Reihe weiterer Verträge

waren ebenfalls „sehr gut“ – besonders preisgünstig

darunter die Tarife von Huk24 und Huk-Coburg.

Doch längst nicht jeder, der sich versichern will,

erhält den gewünschten Vertrag. Wer Vorerkrankungen

hat oder einem Beruf mit erhöhtem oder

hohem Risiko nachgeht, etwa Kfz-Mechaniker oder

Krankengymnastin, zahlt mehr für den Versicherungsschutz

oder wird gar nicht erst versichert. Fi-

45


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

46

Berufsunfähigkeitsversicherung

nanztest rät, gleichzeitig bei mehreren Anbietern

anzufragen. Schon mit einer Ablehnung bekommt

man woanders viel schwerer einen guten Vertrag.

Zum Gesundheitszustand müssen viele Fragen beantwortet

werden. Werden hier Fehler gemacht,

verweigern Versicherer oft die Rente. Das zeigt eine

Onlineumfrage, die Finanztest zusätzlich durchgeführt

hat.

Wie man trotz aller Widrigkeiten einen günstigen

Vertrag finden kann und Schritt für Schritt zum

Abschluss kommt, zeigt der ausführliche Test in

der Juli-Ausgabe von Finanztest – oder online unter

www.test.de/berufsunfaehigkeit.

Vergleichstest Berufsunfähigkeit der Zeitschrift Finanztest,

Ausgabe 7/2011

PremiumCircle Deutschland warnt vor verzerrten Ergebnissen

In regelmäßigen Abständen – wie aktuell in der

Finanztest, Ausgabe 7/2011 – bewerten und ranken

Zeitschriften Versicherungen zur Absicherung

gegen die Folgen einer Berufsunfähigkeit. Solche

Versicherungstests suggerieren eine verlässliche

Entscheidungshilfe für Verbraucher bei der Auswahl

ihrer Versicherung und motivieren auch Versicherungsvermittler

ohne eigene Überprüfung der Testkriterien

zur einfachen Vermittlung durch bloßen

Verweis auf Testsieger.

Unzulängliche Bewertungsgrundlagen oder fehlinterpretierte

Bedingungsaussagen führen oftmals

zu einem verzerrten Ergebnis, das für den Leser bei

der Auswahl seines Versicherungsschutzes defizitäre

Folgen haben kann. Allerdings: Kein Tester haftet

für die Folgen dieser Einschätzungen gegenüber

dem Verbraucher wie ein Versicherungsvermittler/berater

bei einer Falschberatung.

Die PremiumCircle Deutschland GmbH hat es sich

zur Aufgabe gemacht, die Bewertungen von Versicherungen

an objektiven Maßstäben auszurichten.

Sie analysiert seit 2005 die Allgemeinen Versicherungsbedingungen

(AVB) der Privaten Kranken- und

Berufsunfähigkeitstarife auf klar erkennbare vertraglich

garantierte Aussagekraft, Schlüssigkeit und

Konsistenz. Das Produkt dieser Arbeit bildet sie in

einer Analysesoftware ab, die die Unterschiede der

Bedingungen im Detail wiedergibt.

Derzeit gibt es aus unserer Sicht im Bereich der Berufsunfähigkeitsabsicherung

19 „Mindestkriterien“,

die zwingend kumuliert erfüllt sein müssen, um

ein Tarifwerk bei der Abschlussauswahl überhaupt

einem Versicherungsinteressenten weiterempfeh-


len zu können, sofern dieser nach umfassendem

Versicherungsschutz verlangt. Diese „Mindestkriterien“

werden aktuell nur von 3 Tarifen erfüllt. Der

schlechteste aller Tarife erfüllt gerade einmal 10

dieser Mindestkriterien. Hinzu kommen in der Folge

weitere Leistungskriterien sowie Optionen, die additiv

zu derzeit insgesamt 54 relevanten Leistungskriterien

führen. Der beste Tarif erreicht dabei 47,

der schlechteste gerade einmal 20 erfüllte Kriterien

(Quelle: PremiumSoftware, AVB-Analyse). Von einer

ausreichenden Anzahl von guten Angeboten kann

unter diesen Gesichtspunkten derzeit keine Rede sein.

Im vorliegenden Test von Finanztest wurden etwa

im Bewertungskomplex „Bedingungen“ Unterscheidungsmerkmale

von Tarifen zu folgenden Thematiken

nicht berücksichtigt, obgleich die Art und

Weise der Erfüllung dieser Merkmale für den Versicherungsnehmer

mitunter existentielle Bedeutung

haben kann:

1. Versicherte Ereignisse

2. Arztanordnungsklausel

3. Umorganisationsklausel

4. Konkrete Verweisung

5. Nachprüfung

Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Im Übrigen sind eine Vielzahl von Versicherern aus

unterschiedlichen Gründen bei diesem Test nicht

vertreten.

Der Preis einer Versicherung sowie vergangenes Leistungsverhalten

können nach unserer Einschätzung

im Rahmen der Entscheidung für einen Versicherungstarif

zudem dann keine Rolle spielen, wenn

die inhaltlichen Leistungsbeschreibungen rechtlich

unverbindlich sind. Die Beratung eines Versicherungsinteressenten

sowie die Auswahl eines Anbieters

sollte weder auf Werbeaussagen noch auf

guten Erfahrungen begründet sein, sondern auf der

Basis der Versicherungsbedingungen.

MORGEN & MORGEN legt neues BU-Rating vor

Kompetenz und Preis sind heute entscheidend

Die Spezialisten von MORGEN & MORGEN stellen

fest: Der BU-Markt hat sich entscheidend verändert:

Der Bedingungswettbewerb im BU-Geschäft

ist ausgereizt. Heute profitieren Kunden beim BU-

Abschluss durch Top-Bedingungen. Die neuen Herausforderungen

sind Preis und Kundenservice. Aufgrund

dieser Veränderungen am Markt hat M&M

für das aktuelle Rating „Berufsunfähigkeit“ neue

Benchmarks gesetzt. M&M hat die Anforderungen

an die Kompetenz der BU-Versicherer erhöht, mit

der Folge, dass jetzt die Höchstwertung von 5 Sternen

seltener als im Vorjahr vergeben wurde. Insbesondere

das Teilrating BU-Kompetenz hat M&M

komplett überarbeitet, um die Professionalität in der

Leistungsregulierung, Antragsprüfung sowie Prozesse

und Abläufe bei der Policierung detaillierter

zu erfassen. Die Top-Tarife sind auch in der neuen

M&M-App „TopBU“ enthalten, die gratis im App-

Store zum Download zur Verfügung steht.

47


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

48

Preis und Kompetenz trennen die Spreu vom Weizen

Der heutige Wettbewerb in der BU findet über Preis und Service statt.

Dabei ist die BU-Kompetenz zum Wettbewerbsfaktor geworden, denn

bei Weitem nicht alle Versicherer sind so kompetent im BU-Bereich, wie

sie es dem Kunden glauben machen. Interessanterweise bedeutet dies

nicht, dass ein 5-Sterne-Tarif unbedingt teurer ist als ein 3-Sterne-Tarif.

Vermittler, die einen bedarfsgerechten 4- oder 5-Sterne-Tarif vermitteln,

sind auf der sicheren Seite. Wer hingegen schlechter bewertete

Tarife vermittelt, sollte dies im Beratungsprotokoll gut begründen, damit

er haftungssicher die richtige Wahl für den Kunden getroffen hat.

Die Highlights des BU-Ratings von M&M

• 34 Versicherer sind „5-Sterne-Versicherer“: (Vorjahr: 44), also Versicherer

mit mindestens einem 5-Sterne-Tarif

• 12 Absteiger und 2 Aufsteiger • Von insgesamt 365 untersuchten

BU-Tarifen erzielten im M&M Gesamtrating 109 Tarife die Höchstbewertung

von fünf Sternen • Rund 10 Prozent der BU-Versicherer

zeigten sich trotz der neuen Anforderungen äußerst kompetent

und erzielten die Bestbewertung im M&M Teilrating BU-Kompetenz

Die Ergebnisse des aktuellen BU-Ratings

• Der Bedingungswettbewerb ist ausgefochten. Thematiken wie altersentsprechender

oder nicht altersentsprechender Kräfteverfall,

Infektionsklausel oder ABC-Klauseln sind „Nebelgranaten“, die

keinen wirklichen Mehrwert an Bedingungsqualität darstellen.

• Bei den Teilratings „Bedingungen“ und „Antragsfragen“ gibt es

keine Änderungen am Bewertungsverfahren.

• Beim Teilrating „Solidität“ wurden die Zahlen des aktuellen Bilanzjahrgangs

berücksichtigt, am Bewertungsverfahren gab es keine

grundlegenden Veränderungen.

• Die Ratinganforderungen hinsichtlich Kompetenz sind deutlich gestiegen,

deshalb gibt es weniger 5-Sterne-Bewertungen.

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BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

50

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BBV-BU liefert noch mehr überzeugende

Argumente für die Kundenansprache und

mehr Beratungssicherheit.

Herz der Verbesserungen ist die in den vergangenen

Monaten vorgenommene intensive Überarbeitung

der Berufsklassen. Damit wollen wir den aktuellen

Entwicklungen bei den einzelnen Berufsbildern

noch besser gerecht werden. Denn auch Grafiker

erledigen heute den größten Teil ihrer Arbeit am PC,

ebenso setzen die Berufsbilder von Elektrikern und

Mechanikern heute nicht mehr jene überwiegend

körperliche Arbeit voraus. Nicht zuletzt durch das

weitgehende Rauchverbot in Restaurants und Kneipen

unterliegt das dort tätige Service-Personal nicht

mehr den gesundheitlichen Risiken wie noch vor

wenigen Jahren. Nur einige Beispiel von vielen. Das

Service-Personal wurde von Berufsklasse 5 um zwei

Klassen nach 3 „befördert“, und die Einstufung von

Grafikern wurde sogar von der alten Berufsklasse 6

in die neue Berufsklasse 2 gesetzt, wodurch diese

nun nicht mehr nur eine EU-Versicherung, sondern

endlich auch eine BU abschließen können.

Über 1.000 Berufe günstiger

Beitrag von Georg Mehltretter,

Vertriebsdirektor Makler, Bayerischen Beamten Versicherungen

So wurden fast 1.000 Berufe in eine bessere und

damit günstigere Klasse eingestuft. Allein in der Berufsklasse

4 wurden insgesamt 550 Berufe günstiger

eingestuft, das entspricht fast 30 % aller Berufe dieser

Berufsgruppe. Und auch in der Berufsklasse 3

sind noch einmal 22 % oder 177 Berufe verbessert

worden. Das beschert Ihren Kunden einen satten

Beitragsvorteil und verschafft Ihnen ein noch größeres

Verkaufspotenzial bei diesen Berufsgruppen.

BU-Leistungen jetzt schon ab einem Pflegepunkt

Pflegebedürftigkeit ist ein Thema, das nicht ausschließlich

ältere Menschen betrifft. Auch Jüngere

können z.B. durch einen Unfall oder schwere Krankheiten

zum Pflegefall werden. Die Folgen können

neben der Berufsunfähigkeit hohe Kosten wie beispielsweise

die Unterbringung im Pflegeheim sein.

Deshalb erhalten Kunden der BBV Neue Leben

nun schon ab nur einem von sechs Pflegepunkten

Leistungen in voller Höhe. Das heißt, dass es jetzt

ausreicht, wenn EINE als Hilfsbedarf näher definierte

Verrichtung vom Pflegebedürftigen nicht mehr erbracht

werden kann. Die BBV ist damit eine der wenigen

Gesellschaften im Wettbewerbsvergleich, die

so früh in vollem Umfang leistet – die meisten Unternehmen

leisten in der Regel erst ab drei von sechs

bzw. ab einem von vier Pflegepunkten. Ein weiteres

Plus mit dem Sie punkten können.

Verbesserung bei der Definition der

„Berufsunfähigkeit“

Und noch eine Verbesserung: Bei der Definition

des Begriffs der Berufsunfähigkeit entfällt bei

einem Kräfteverfall“ die Einschränkung „mehr als

altersentsprechend“. Ab sofort liegt vollständige


Berufsunfähigkeit vor, „wenn die versicherte Person

infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls,

die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich

sechs Monate ihren zuletzt ausgeübten Beruf – so

wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet

war – nicht mehr ausüben kann und auch

sonst keine andere Tätigkeit konkret ausübt.“ Damit

beugen wir einer möglichen Verunsicherung Ihrer

Kunden vor und bieten Ihnen mehr Sicherheit bei

der Beratung.

Wenn aus „sehr gut“ „noch besser“ wird

Dank Nachversicherungsgarantie, Beitrags- und Leistungsdynamik,

Infektionsklausel für Ärzte, Dienstunfähigkeitsklausel

für Beamte und dem Vorsorge-

ABS gehört unsere BU seit geraumer Zeit zu den

besten Produkten am Markt: Nicht ohne Grund werden

die Berufsunfähigkeitstarife der BBV seit Jahren

von unabhängigen Agenturen mit Top-Ratings ausgezeichnet.

Mit den neuen Anpassungen ist unser

Angebot nun noch einmal ein Stück besser geworden–

die beste BBV-BU aller Zeiten eben.

Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Ein weiteres Argument: unser Vorsorge-ABS

Nur bei der BBV und bis 31. Dezember 2011verlängert.

Im Falle einer vorübergehenden Arbeitslosigkeit

werden die Beiträge der Berufsunfähigkeits-/

Erwerbsunfähigkeitsabsicherung in den ersten fünf

Vertragsjahren bis zu ein Jahr lang weiterbezahlt.

Damit Ihr Kunde rundum abgesichert ist, gilt dieses

„Vorsorge-Antiblockier-System“ auch für eine Arbeitsunfähigkeit.

Und zwar genau ab dann, wenn

die Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber endet.

-27%

-33%

-46%

51


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

52

Berufsunfähigkeitsversicherung

BU-Schutz und Invaliditätsvorsorge

Versicherungslösungen der Barmenia zur

Absicherung des Invaliditätsrisikos

Verbraucherschützer und Versicherer sind sich einig:

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine der wichtigsten

Versicherungen. Das Statistische Bundesamt

hat ermittelt, dass 43 Prozent der heute 20-jährigen

Männer bis zu ihrem 65. Lebensjahr berufsunfähig

werden. Der gesetzliche Schutz der Rentenversicherung

ist oftmals nicht ausreichend, um den

gewohnten Lebensstandard zu erhalten. Dennoch

hat lediglich nur jeder fünfte Arbeitnehmer private

Vorsorge getroffen. Diese geringe Quote bei einem

vergleichbar hohen Risiko ist darin begründet, dass

die Menschen sich in jungen Jahren nur unfreiwillig

mit Themen wie Krankheit oder Tod beschäftigen

möchten. Da aber der Berufsunfähigkeitsschutz in

jungen Jahren günstiger ist, sollte dieser frühzeitig

vereinbart werden. Ein weiteres Argument ist das

steigende Krankheitsrisiko mit fortschreitendem Alter.

Das Durchschnittsalter bei BU-Fällen unter Barmenia-Versicherten

liegt bereits bei 40,53 Jahre. Bei

Beantragung einer Berufsunfähigkeitsversicherung

werden Gesundheitsfragen gestellt. Ist das Risiko zu

hoch, erfolgt eine Annahme mit Beitragszuschlag

oder es kommt sogar zu einer Ablehnung. Falls ein

BU-Schutz nicht mehr vereinbar ist, sollte zumindest

das Invaliditätsrisiko abgesichert werden.

Optimaler Versicherungsschutz

– BU-Versicherung

Beitrag von Dr. h. c. Josef Beutelmann,

Vorstandsvorsitzender der Barmenia Versicherungen

Die SoloBU und die StarBUZ der Barmenia schützen

den Kunden vor den finanziellen Folgen, wenn

der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Nach

aktuellem Stand sind die häufigsten medizinischen

Ursachen der Berufsunfähigkeit bei der Barmenia

Beeinträchtigungen des Bewegungsapparates (Knochen)

mit 25 Prozent, gefolgt von geistigen bzw.

psychischen Störungen mit 22 Prozent, Tumoren mit

18 Prozent und Herz- und Kreislauferkrankungen

mit 5 Prozent. Bereits ab einer 50-prozentigen Berufsunfähigkeit

- unabhängig vom Krankheitsbild

- wird die vereinbarte Leistung gezahlt und zwar

sofort oder ggf. rückwirkend, d. h. ab Beginn der

Berufsunfähigkeit. Auch bei einer Pflegebedürftigkeit

erhält der Kunde die vollständigen Leistungen.

Neben der monatlichen BU-Rente bietet die Barmenia

einen echten Mehrwert mit der Zahlung einer

Übergangshilfe von sechs Monatsrenten an. Dieses

Geld wird oftmals benötigt, um durch die Krankheit

notwendig gewordene Umbauten in der Wohnung

oder im Haus schnellstmöglich vornehmen zu können.

Die Barmenia-Berufsunfähigkeitsversicherungen verzichten

auf die abstrakte Verweisung. Die Nachversicherungsgarantie

berücksichtigt die lange Laufzeit

einer BU-Versicherung. Ändern sich die Lebensumstände,

was bei einer jahrzehntelangen Vertragsdauer

durchaus realistisch ist, kann der Versicherungsschutz

unter bestimmten Voraussetzungen


ohne Gesundheitsprüfung erhöht werden.

Die Barmenia-Berufsunfähigkeitsversicherungen

SoloBU und StarBUZ wurden von Franke und

Bornberg, Morgen & Morgen sowie Stiftung Warentest

mit den Höchstnoten und sehr guten Test-

Ergebnissen ausgezeichnet.

Opti5Rente - der erweiterte Invaliditätsschutz.

Für den Personenkreis, der ausschließlich das Invaliditätsrisiko

absichern möchte, bietet die Barmenia

ihren erweiterten Invaliditätsschutz – die

Opti5Rente - an. Die Opti5Rente ist preislich attraktiv

und mit notwendigen Leistungsbausteinen

ausgestattet. Die Leistungszahlung der vereinbarten

Rente erfolgt ausschließlich ab einer 50-prozentigen

Invalidität durch einen Unfall, bei einer

schweren Schädigung eines wichtigen Organs,

bei Eintritt der Pflegebedürftigkeit (ab Pflegestufe

1) und bei Verlust von Grundfähigkeiten wie

beispielsweise Sehen, Hören oder Sprechen. Zusätzlich

wird bei Eintritt einer Krebserkrankung

eine Rente von bis zu 60 Monaten gezahlt. Die

Leistungsdauer hängt von der Schwere der Erkrankung

ab. Die medizinischen Kriterien für

den Leistungsfall sind eindeutig. Die Zahlung der

vereinbarten Rente erfolgt, sobald einer der fünf

Leistungsbausteine greift. Für die Rentenzahlung

ist es egal, welcher der Bausteine zutrifft. Sie

wird immer in voller Höhe gezahlt. Treffen jedoch

mehrere Leistungsbausteine gleichzeitig zu, wird

die Rentenzahlung nur einmal fällig. Ohne Gesundheitsprüfung

wird die Nachversicherungsgarantie

angeboten.

Die Opti5Rente wurde vom Versicherungsmagazin

im Oktober 2010 als Produkt des Monats ausgezeichnet.

Fazit: Der Kunde sollte über das hohe Risiko einer

Berufsunfähigkeit informiert werden. Die

Versicherungslösung kann eine SoloBU oder die

StarBUZ der Barmenia sein. Sprechen finanzielle

Gründe dagegen, nur den BU-Schutz zu vereinbaren,

kann eine Kombination von BU-Vorsorge

und der Opti5Rente gewählt werden. Generell

ist die Opti5Rente ein sehr guter Versicherungsschutz,

um das Invaliditätsrisiko abzusichern.

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BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

54

Berufsunfähigkeitsversicherung

WWK auch 2011 mit Bestnote ausgezeichnet

5 Sterne beim Morgen & Morgen BU Rating

Die von der WWK Lebensversicherung a. G. angebotene

„WWK Berufsunfähigkeitsversicherung

Komfort“ (SBU Komfort/ BUZ-Komfort) erzielte

beim Morgen & Morgen BU-Rating 2011 erneut

die Bestbewertung „ausgezeichnet (5-Sterne)“.

Rainer Gebhart, Vertriebsvorstand der WWK Versicherungsgruppe,

zeigte sich zufrieden: „In unseren

Kernbereichen Fondspolicen und Biometrie sind wir

sehr gut aufgestellt. Das beweist einmal mehr die

Auszeichnung durch Morgen & Morgen.“

Mit der modular aufgebauten Produktlinie WWK

BioRisk bietet die WWK seit dem Jahr 2007 eine

neue Qualität an Versicherungsschutz. Je nach Vorsorgementalität

und vorhandenem Budget kann

aus den vier Vorsorgevarianten Berufsunfähigkeitsversicherung

Komfort, Berufsunfähigkeitsversicherung

Basis, Erwerbsunfähigkeitsversicherung und

Grundfähigkeitsversicherung gewählt werden. Mit

Ausnahme der Basis- BU besteht bei den selbstständigen

Tarifen die Möglichkeit, durch die Produktvariante

Complete den Versicherungsschutz auch mit

der Option auf eine lebenslange Altersrente abzuschließen.

Der Versicherungsschutz greift auch bei

Pflegebedürftigkeit.

Bei der Prämiengestaltung für die Berufsunfähigkeitsversicherung

bei der Berufsgruppe „Akademiker

mit überwiegender Bürotätigkeit“ hat sich die

WWK bereits seit längerer Zeit an der Spitze der Serviceversicherer

am deutschen Versicherungsmarkt

positioniert. So muss beispielsweise eine 25-jährige

Frau mit einem akademischen Abschluss, wie Bachelor,

Master oder Diplom in Wirtschaftswissenschaften

mit überwiegender Bürotätigkeit für eine

monatliche Rente von 1.000 € beim Überschusssystem

Sofortverrechnung in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Komfort lediglich einen Monatsbeitrag

von 28,68 € aufwenden (Endalter 65 Jahre, Versicherungsbeginn

01.04.2011).

Der Schutz vor dem Verlust der Arbeitskraft wird

nach Einschätzung der WWK immer wichtiger. Jeder

vierte Bundesbürger scheidet mittlerweile aus gesundheitlichen

Gründen vorzeitig aus dem Erwerbsleben

aus. Die gesetzlichen Rentenkassen bieten

in solch einem Fall nur unzureichenden Schutz, da

sich der Staat aus der Absicherung der Arbeitskraft

weitgehend zurückgezogen hat. Jeder Berufstätige,

der auf sein Gehalt angewiesen ist, sollte sich daher

zusätzlich privat absichern.


Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Stuttgarter modernisiert Berufsunfähigkeitsschutz

Top-Beiträge für mittelständische Berufe

Seit dem 1. Juli 2011 ist die umfassend modernisierte

Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) der Stuttgarter

auf dem Markt. Das Unternehmen passt damit

seinen BU-Schutz den gestiegenen Anforderungen

einer wachsenden Berufsvielfalt an. Die Stuttgarter

positioniert ihre neue BU mit Top-Prämien speziell

für mittelständische Berufe: Die Beiträge zum Beispiel

für selbstständige Handwerker, leitende Angestellte,

IT-Mitarbeiter und Landwirte liegen jetzt zum

Teil mehr als 30 Prozent unter dem Marktdurchschnitt.

Das Unternehmen bietet mit der neuen BU eine Erweiterung

der Berufsliste auf mehr als 6.000. Als

einziger Versicherer im Markt ist bei der Stuttgarter

eine differenzierte Einstufung in insgesamt 10

Berufsgruppen ohne Zusatzfragen möglich. Damit

können sich Berufstätige noch individueller gegen

den Verlust ihrer Arbeitskraft absichern. Wichtiger

Aspekt im reformierten BU-Universum ist außerdem,

dass keine Höchstgrenze mehr für die versicherbare

Rente besteht. Zudem bietet die Stuttgarter eine

ereignisunabhängige Nachversicherungsgarantie

ohne erneute Gesundheitsprüfung in den ersten

fünf Jahren nach Abschluss. Dadurch ist eine nach

individuellen Bedürfnissen und Ansprüchen definierte

Jahresrente planbar.

Bei den BU-Zusatzversicherungen (BUZ) hat die

Stuttgarter die optionalen Dynamikmodelle angepasst.

Bislang konnte der Versicherte mit einer Beitragsdynamik

und einer garantierten Rentensteigerung

Inflationsschutz erhalten. Jetzt hat er zusätzlich

die Möglichkeit, unabhängig von einer gewählten

Beitragsdynamik, eine Dynamisierung der Hauptversicherung

bei Berufsunfähigkeit bis zu 10 Prozent

p.a. zu vereinbaren. Damit ist der volle Inflationsschutz

gewährleistet. Die Umwandlung einer BU-

Zusatzversicherung ist jetzt in eine selbstständige

BU, zum Beispiel bei Zahlungsschwierigkeiten, ohne

Gesundheitsprüfung möglich.

Ralf Berndt, Vorstand Vertrieb und Marketing, zu

den Produktneuerungen: „Das Risiko der Berufsunfähigkeit

betrifft alle Erwerbstätigen. Gerade im

Mittelstand können die Folgen daraus verheerend

sein. Die neue Stuttgarter BU ist unsere aktive Antwort

auf die Bedürfnisse des Marktes. Als mittelständisches

Unternehmen mit über 100-jähriger

Tradition positionieren wir uns mit der neuen Stuttgarter

BU überzeugend als der BU-Versicherer für

den Mittelstand.“

Bereits heute wird etwa jeder vierte Berufstätige vor

dem regulären Rentenbeginn berufsunfähig. Nicht

zuletzt vor dem Hintergrund der aktuell getroffenen

Regierungsentscheidung, das Renteneintrittsalter

mit Übergangsfrist bis 2029 auf 67 Jahre anzuheben,

ist davon auszugehen, dass die Nachfrage nach

bezahlbaren Produkten zum persönlichen Berufsunfähigkeitsschutz

auch weiterhin ansteigen wird.

55


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

56

Berufsunfähigkeitsversicherung

Beim Eigenheimkauf an die Arbeitskraft denken

Berufsunfähigkeit und Todesfall absichern

So mancher Verbraucher überlegt derzeit aufgrund

des niedrigen Zinsniveaus, sich den Traum vom Eigenheim

zu erfüllen. Bei dem „Lebensprojekt“ ist

die Absicherung des Einkommens mindestens genau

so wichtig, wie die Wahl der Immobilie, des Kaufvertrages

oder Finanzierungsplanes. Die uniVersa

Versicherungen aus Nürnberg raten, vor allem das

Nettoeinkommen bei Arbeits- und Berufsunfähigkeit

sowie die Restschuld im Todesfall abzusichern.

Krankentagegeld bei Arbeitsunfähigkeit

Bei Arbeitsunfähigkeit zahlt der Arbeitgeber während

der ersten sechs Wochen das Nettogehalt weiter.

Danach erhalten gesetzlich Krankenversicherte

70 Prozent ihres Bruttoverdienstes, maximal jedoch

90 Prozent vom Nettogehalt, als Krankengeld. Bei

freiwillig Versicherten ist es auf 2.598,75 Euro im

Monat begrenzt. Abgezogen werden noch Sozialversicherungsbeiträge

von 12,425 Prozent sowie

bei Kinderlosen zusätzlich 0,25 Prozent. Unter dem

Strich fehlen also bei einer längeren Arbeitsunfähigkeit

monatlich bis zu 21,41 Prozent im Geldbeutel.

Die Lücke sollte mit einer Krankentagegeldversicherung

möglichst vollständig geschlossen werden, da

gerade am Anfang der Immobilienfinanzierung die

Abhängigkeit vom Nettogehalt in der Regel sehr

hoch ist.

Berufsunfähigkeit und Todesfall absichern

Kann der Beruf krankheitsbedingt auf Dauer nicht

mehr ausgeübt werden, steht das gesamte Einkommen

und damit der Traum vom Eigenheim auf dem

Spiel. Von der gesetzlichen Rentenversicherung gibt

es nur eine niedrige Erwerbsminderungsrente von

durchschnittlich 692 Euro. Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung

lässt sich die Einkommenslücke

individuell schließen. Für privat Krankenvollversicherte

bietet die uniVersa über das Einkommenssicherungskonzept

„unisafe“ einen nahtlosen Übergang

vom Krankentagegeld zur Berufsunfähigkeit

an. Dort kann es sonst durch unterschiedliche Regelungen

in den Versicherungsbedingungen zu einer

unerwarteten Versorgungslücke kommen. Mit einer

Risikolebensversicherung sollte das Todesfallrisiko

und damit die Hinterbliebenen abgesichert werden.

Für die Immobilienfinanzierung empfiehlt es sich, einen

Vertrag zu wählen, der sich mit einer fallenden

Versicherungssumme an der Restschuld orientiert.

Das schont den Geldbeutel und sichert Hinterbliebene

gleichzeitig bedarfsgerecht ab.


Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Zum Jahresbeginn 2011 haben die Generali Versicherungen

eine eigenständige Erwerbsunfähigkeitsversicherung

auf den Markt gebracht: Nun kann sich

jeder bis zum Alter von 67 Jahren gegen Erwerbsunfähigkeit

absichern. Generali-Vertriebsvorstand

Dr. Karsten Eichmann: "Die wenigsten Wettbewerber

bieten ein vergleichbares Produkt überhaupt an,

schon gar nicht ohne konkrete Gesundheitsfragen."

Die neue Erwerbsunfähigkeitsversicherung richtet

sich an alle, die sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung

nicht leisten können oder sich aufgrund ihres

beruflichen Risikos bisher nicht versichern konnten.

Das sind beispielsweise Menschen mit einem unfallgefährdeten

Beruf oder niedrigem Einkommen sowie

Künstler und Kreative.

Der Gesetzgeber selbst schützt Arbeitnehmer nur

unzureichend, wenn sie zum Beispiel dauerhaft

krank und damit erwerbsunfähig werden: Durchschnittlich

gewährte die gesetzliche Rentenversicherung

im Jahr 2009 eine Erwerbsminderungsrente

von 643 Euro (West). Selbstständige genießen gar

keinen gesetzlichen Schutz.

Es ist davon auszugehen, dass von den heute

20-Jährigen nur jeder Zweite bis zum Rentenbeginn

gesundheitlich uneingeschränkt arbeiten können

wird. Dabei ist jede dritte Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit

psychisch bedingt, betrifft also auch Büro-

oder Kreativberufe. Sich gegen Berufsunfähigkeit

und - wo das nicht möglich ist - wenigstens gegen

Erwerbsunfähigkeit abzusichern, wird deshalb immer

wichtiger.

Die neue Erwerbsunfähigkeitsversicherung der

Generali wird wie die Berufsunfähigkeitsversicherung

in den Varianten "klassik" und "smart" angeboten.

Die "smart"-Variante richtet sich vor allem

an Berufsanfänger. Sie bezahlen für einen Vertrag

mit Endalter zwischen 60 bis 64 Jahren in den ersten

fünf Versicherungsjahren nur einen Startbeitrag

von 50 Prozent. In den nächsten fünf Jahren wer-

Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Generali: Neue Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Versicherungsschutz für nahezu alle

den 75% und erst ab dem elften Versicherungsjahr

100% des "smart"-Beitrags erhoben.

Ein Beispiel: Eine Bankkauffrau zahlt in der Variante "klassik"

monatlich rund 25 Euro, in der Variante "smart" sind

es etwa 15 Euro Startbeitrag. Beim Gerüstbauer sind es

monatlich 29 bzw. 18 Euro (Berechnungsgrundlage:

28 Jahre Eintritts- und 60 Jahre Endalter, Nichtraucher,

Beitragssofortabzug, Tarifstufe N). Dafür erhalten sie im

Fall der Fälle 1.000 Euro monatliche Rente.

Die neue Erwerbsunfähigkeitsversicherung verzichtet

auf eine ausführliche Gesundheitsprüfung. Der

Kunde muss lediglich zwei Risikofragen beantworten.

Außerdem greift der Schutz bei unfallbedingter

Erwerbsunfähigkeit sofort und ohne Wartezeit, und

die Versicherung leistet auch bei Pflegebedürftigkeit

und Demenz. Und: Die Police schließt zum Vertragsablauf

eine Garantieoption für den Abschluss einer

aufgeschobenen Pflegerentenversicherung ohne

Gesundheitsprüfung ein.

57


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

58

Grundfähigkeitsversicherung

Canada Life:

Noch mehr Schutz in Schwere Krankheiten

Vorsorge und Grundfähigkeitsversicherung

Beitrag von Bernhard Rapp,

Direktor Marketing und Produktmanagement bei Canada Life

Über 900.000 Menschen erleiden in Deutschland

jährlich einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder

eine Krebserkrankung 1 . Ein Schicksalsschlag, der

die Betroffenen oft auch finanziell an ihre Grenzen

bringt. Denn spezielle Behandlungs- oder Rehabilitationsmaßnahmen,

Pflegebetreuung oder ein Umbau

von Haus, Wohnung oder Auto sind teuer.

Dennoch denken laut einer aktuellen Studie von tns

Infratest 2 rund zwei Drittel der Deutschen, dass eine

Unfall- oder Lebensversicherung sie ausreichend gegen

den Verlust ihrer Arbeitskraft absichert. Auch

die staatliche Absicherung erscheint Vielen noch als

ausreichend. Für die meisten Vermittler ist dies wohl

keine Überraschung. Aber zumindest in puncto Produkte

gibt es Neues: Canada Life, Marktführer bei

der Absicherung von schweren Krankheiten und

Grundfähigkeiten, hat ihre Risikoprodukte weiter

verbessert. Ein paar Argumente mehr, um Kunden

die Absicherung ihrer Arbeitskraft ans Herz zu legen.

Schwere Krankheiten Vorsorge jetzt mit

43 versicherten Erkrankungen

Die Schwere Krankheiten Vorsorge von Canada Life

bietet Versicherten bei bestimmten gravierenden

Erkrankungen im Leistungsfall finanzielle Soforthilfe

per Einmalzahlung. Die Police gehört zu den aus

dem angelsächsischen Raum stammenden Dread

Disease-Versicherungen. Herzinfarkt, Schlaganfall

und Krebsleiden gehören zu den typischen abgesicherten

Erkrankungen. Zusätzlich hat Canada Life

den Leistungskatalog der Schwere Krankheiten

Vorsorge um das Intrakranielle Aneurysma und die

Progressive Supranukleäre Blickparese ergänzt. Kunden

können sich nun gegen die finanziellen Folgen

von insgesamt 43 schwerwiegenden Krankheiten

absichern. Das Intrakranielle Aneurysma gehört zu

den schweren Gefäß-Erkrankungen. Meist handelt

es sich um eine Gefäßerweiterung im Schädel, die

beispielsweise zu Lähmungserscheinungen, Sprach-

und Sprachverständnisstörungen führen kann.

Die Progressive Supranukleäre Blickparese ist eine

schwere Nervenerkrankung, die der Parkinson’schen

Krankheit ähnelt.

Zudem wurde der Leistungsrahmen der Schweren

Krankheiten Vorsorge für mehrere Erkrankungen

verbessert. Zum Beispiel ist neben einer schweren

Verbrennung künftig auch eine schwere Erfrierung

oder Verätzung im Versicherungsschutz eingeschlossen.

Bei Taubheit oder Blindheit muss für einen

Leistungsfall künftig nicht mehr der endgültige

und vollständige Verlust der Hör- oder Sehfähigkeit

gegeben sein. Auch bei Schlaganfall, Herzinfarkt

oder einer Bypass-Operation wurde der Leistungsrahmen

erweitert.


Vereinfachte Leistungsbedingungen in der

Grundfähigkeitsversicherung

Die Grundfähigkeitsversicherung von Canada Life

sieht eine Rente für Kunden vor, die durch Krankheit,

Kräfteverfall oder einen Unfall bestimmte

täglich benötigte Fähigkeiten verloren haben. Der

Kunde erhält diese Rente dann bis zum gewählten

Endalter. Nun haben es Versicherte leichter, in einigen

Fällen schon bei geringerer körperlicher Beeinträchtigung

die vertraglich festgelegte Rente zu erhalten.

Zum Beispiel bei der Grundfähigkeit „Knien

oder Bücken“: So liegt jetzt schon ein Verlust der

Grundfähigkeit vor, wenn ein Betroffener nicht

fähig ist, niederzuknien und den Boden zu berühren.

Die Grundfähigkeit „Auto fahren“ wurde zu

Gunsten der Kunden großzügiger definiert.

Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Zeitgemäß: Risikoschutz einfach und passgenau

aufstocken

Sowohl für die Schwere Krankheiten Vorsorge als

auch für die Grundfähigkeitsversicherung von Canada

Life gelten über die ab dem 22. August 2011

zur Verfügung stehenden neuen Produkttarife erweiterte

Möglichkeiten, den Versicherungsschutz zu

erhöhen. Kunden können ihn nun unter bestimmten

Voraussetzungen nicht nur bei einem Ereignis wie

einer Heirat oder der Geburt eines Kindes, sondern

auch zum 5. und zum 10. Jahrestag des Vertrags

ohne erneute Gesundheitsprüfung individuell aufstocken.

Diese Option erleichtert es Kunden, ihren

Risikoschutz an ihre individuellen Bedürfnisse

anpassen. Canada Life ist der erste Versicherer in

Deutschland, der Kunden diese Möglichkeit bietet.

„Die Absicherung der Arbeitskraft ist wichtiger denn je. Viele Menschen halten die staatliche Vorsorge

immer noch für ausreichend – das ist fatal. Schon deshalb sollten Vermittler ihren Kunden immer die

Möglichkeiten von Dread Disease- und Grundfähigkeitsversicherungen aufzeigen. Unsere attraktiven

Produkt-Neuerungen liefern hier einen zugkräftigen Aufhänger: Erweiterter Schutz zum gleichen Preis,

dazu können Kunden die Versicherungssumme nun passgenau aufstocken – das ist ein zeitgemäßes

Zugeständnis an ihre individuellen Bedürfnisse.“

Für wen eignen sich Schwere Krankheiten Vorsorge und Grundfähigkeitsversicherung?

Da sich der Staat mehr und mehr aus der Vorsorge für den Verlust der Arbeitskraft zurückzieht, ist die

Schwere Krankheiten Vorsorge grundsätzlich für alle Berufstätigen und für Menschen interessant,

die ihre Familien absichern wollen. Im Leistungsfall erhalten Kunden die individuell vereinbarte

Kapitalauszahlung – im Gegensatz zu Berufsunfähigkeitsversicherungen unabhängig davon, ob sie

noch arbeiten können oder nicht. Da Erwerbstätigkeit keine Zugangsvoraussetzung darstellt, können

sich auch Nichtberufstätige mit der Schweren Krankheiten Vorsorge versichern. Damit eignet sich der

Schutz für auch Hausfrauen und ältere Menschen, die ihren Lebensstandard im Pflegefall halten möchten.

Als Keyperson-Absicherung kann die Police von Unternehmen speziell für Mitarbeiter abgeschlossen

werden, die als Leistungsträger in Schlüsselpositionen tätig sind.

Auch die Grundfähigkeitsversicherung ist eine erwerbsunabhängige Vorsorgeform. Nichtberufstätige

wie Hausfrauen, Kinder oder Jugendliche erhalten ebenso Versicherungsschutz wie Berufstätige.

Zudem leistet die Police unabhängig davon, ob die Versicherten künftig noch einen Beruf ausüben

oder ausüben können. Das macht die Grundfähigkeitsversicherung zu einem für breite

Bevölkerungsschichten zugänglichen und unkomplizierten Risikoschutz. Das gilt auch für Menschen

mit physisch anspruchsvollen Berufen – sie haben es in der Regel schwer, eine Berufsunfähigkeitsversicherung

abzuschließen. Die Grundfähigkeitsversicherung ermöglicht ihnen jedoch die Absicherung

ganz bestimmter Fähigkeiten zu einem attraktiven Preis, wovon zum Beispiel für Handwerker oder

Künstler profitieren.

1 Quellen: Robert Koch-Institut, 2010; Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, 2004; Augsburger Herzinfarktregister, 2001

2 Continentale-Studie zur Berufsunfähigkeit von tns Infratest, Juli 2011

59


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

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Krankentagegeldversicherung

Biometrische Risiken:

Seriöses Konzept deckt Einkommenssicherung

lückenlos ab

Beitrag von Carsten Mathè,

Bereichsleiter Produktmarketing der Plansecur KG

Wer bei der Einkommenssicherung nur an die finanziellen

Folgen einer Berufsunfähigkeit denkt, lässt

wichtige Aspekte außer Acht. Aus Sicht des Finanzmaklers

Plansecur ist nur ein Gesamtpaket sinnvoll,

das dem Kunden einen lückenlosen Übergang von

der Krankentagegeld- zur Berufsunfähigkeitsversicherung

bietet und auch erhöhte Kosten im Pflegefall

berücksichtigt.

Manchmal fängt es ganz harmlos an: mit einer

Krankschreibung. Wird daraus eine längerfristige

Erkrankung, greift bis zum Eintritt einer Berufsunfähigkeit

(BU) das Krankentagegeld. Glücklicherweise

kann man konstatieren, dass nur wenige gesundheitliche

Beeinträchtigungen von Dauer sind und in

eine Berufsunfähigkeit münden. Sollte dies geschehen,

ist es elementar, eine Lücke beim Übergang

vom Krankentagegeld zur BU-Rente zu vermeiden.

Dies ist mitunter schwierig, weil die Anbieter von

Krankentagegeld- auf der einen und BU-Versicherungen

auf der anderen Seite den Begriff „Berufsunfähigkeit“

unterschiedlich definieren.


Doch der Markt hält Lösungen bereit, die einen

nahtlosen Übergang der Einkommenssicherung für

den Kunden bieten. In der Praxis hat der Berater

aber häufig das Problem, dass bei einem jüngeren

Kunden, zum Beispiel im Alter zwischen 20 und 30

Jahren, die Einsicht fehlt, sich bereits frühzeitig gegen

ein solches Risiko abzusichern. Auch fehlendes

Einkommen kann ein Grund sein, auf diesen Schutz

anfänglich verzichten zu wollen. Im fortschreitenden

Alter ist häufig genügend Geld vorhanden, den BU-

Schutz abzusichern. Dafür liegen oft erste gesundheitliche

Einschränkungen vor, die dies erschweren.

Weitere Möglichkeit:

Absicherung über den Betrieb

Wer zu lange mit der eigenen BU-Vorsorge gewartet

hat und aufgrund erster gesundheitlicher Beeinträchtigungen

Versicherungsschutz nur noch eingeschränkt

oder zu einer höheren Prämie bekommt,

hat später eventuell noch über seinen Arbeitgeber

die Möglichkeit, biometrische Risiken abzusichern.

Voraussetzung hierfür ist, dass der Arbeitgeber den

Solidaritätsgedanken in der Belegschaft fördern

möchte und möglichst alle Arbeitnehmer in eine betriebliche

Versorgungsordnung einbezieht. Nur das

ermöglicht eine vereinfachte Gesundheitsprüfung,

für die häufig eine Dienstobliegenheitserklärung

des Arbeitgebers ausreicht. Es ist allerdings riskant,

auf diese Ausnahmeregelung zu vertrauen. Besser

ist es, den Grundstein zur Einkommenssicherung in

jungen, gesunden Jahren selbst zu legen.

Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Erhöhte Pflegekosten werden nicht in der Versorgungslücke

im BU-Fall berücksichtigt und bedürfen

einer separaten Absicherung. Ein vollständiger

Schutz der Einkommenssicherung schließt die Pflegevorsorge

ein. Bundesgesundheitsminister Rösler

hat 2011 zum „Pflegejahr“ ausgerufen, an einer

Reform der Pflegepflichtversicherung wird gearbeitet.

Dies ist ein guter Anlass, die Kunden auf die

Wichtigkeit anzusprechen, das Arbeitseinkommen

umfassend abzusichern.

Das Pflegerisiko absichern

Bei der privaten Vorsorge für den Pflegefall sind

vor allem die Pflegerenten- und die Pflegetagegeldversicherung

zu nennen. Die Plansecur

empfiehlt die Pflegerentenversicherung, weil

sie die Rente im Leistungsfall dynamisch auszahlt

und am Markt die höchsten Leistungen

bei Demenz bietet. Die Leistung ist frei verwendbar

und die Beiträge sind über die gesamte

Vertragszeit hinweg stabil. Zudem bleibt

der Versicherungsschutz bei Zahlungsschwierigkeiten

teilweise erhalten und wenn der Pflegefall

eintritt, greift meist eine Beitragsbefreiung.

Diese Vorteile bedeuten allerdings eine

höhere Prämie. Deshalb werden in der Praxis

häufig Pflegetagegeldversicherungen vermittelt.

Bei beiden Produkten ist darauf zu achten,

dass sie bereits in der Pflegestufe 1 eine möglichst

hohe Leistung erbringen.

Fazit: Mit einer gründlichen Bestandsanalyse, die

die Ziele, Wünsche und Möglichkeiten des Kunden

berücksichtigt, ist der erste wichtige Schritt getan.

Nur wenn die Bausteine „Krankentagegeld, BU und

Pflege“ sorgfältig aufeinander abgestimmt werden,

sind Verbraucher für den Fall der Fälle finanziell optimal

versorgt.

61


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

62

Krankentagegeldversicherung

VOLZ bietet optimierten Existenzschutz

für Selbständige

Während übliche Angebote von Krankentagegeldern

den Einkommensausgleich übernehmen, geht

EKS über diesen Ansatz hinaus und bietet zudem

einen finanziellen Ausgleich für die laufenden Betriebsausgaben

Nicht jeder Freiberufler oder Selbständige verfügt

über genügend finanzielle Rücklagen, um im Falle

einer längeren Krankheit ausreichend abgesichert

zu sein. Für diesen Fall empfiehlt sich der Abschluss

einer Krankentagegeldversicherung, die krankheitsbedingte

Einkommensverluste ausgleicht. Da bei

diesem Personenkreis der benötigte Umsatz zumeist

ebenfalls von dessen Arbeitsleistung abhängig ist,

entfallen im Krankheitsfall schnell einmal Einnahmen

für das Unternehmen, ohne dass die betriebsbedingten

Kosten zurückgehen. Ausgaben wie Miete,

Personalkosten, Abschreibungen, Schuldzinsen

und andere laufen auch während der Krankheit weiter

und führen so schnell zu einem Liquiditätsengpass

für den Erkrankten.

Hier greift das Konzept „EKS Einkommenssicherung“,

das die Volz Unternehmensgruppe bereits

vor zehn Jahren gemeinsam mit der Generali Österreich

entwickelt hat und das eine sinnvolle Ergänzung

des Krankentagegeldes ist. Während übliche

Angebote von Krankentagegeldern den Einkommensausgleich

übernehmen, geht EKS über diesen

Ansatz hinaus und bietet zudem einen finanziellen

Ausgleich für die laufenden Betriebsausgaben. EKS

ist somit eine sinnvolle Ergänzung, um die gesamte

wirtschaftliche Situation speziell von Freiberuflern

und Selbständigen zu schützen. „Schon aus

Haftungsgründen sollten Makler ihren Kunden in

dieser Zielgruppe EKS anbieten, denn die meisten

kleineren Firmen halten Krankheitsphasen des Entscheiders

nur kurze Zeit durch und dieses Risiko lässt

sich eben durch EKS ausschließen“, meint Volz-Vorstand

Christian Wetzel.

Die bereits 1952 gegründete Volz-Unternehmensgruppe

hat sich darauf spezialisiert, als modernes

Systemhaus für Versicherungen und Finanzdienstleistungsunternehmen

Vertriebs-, Steuerungs- und

Verwaltungsmaßnahmen zu optimieren. Zudem bietet

Volz im Rahmen seiner Softwareanwendungen

auch Spezialangebote an, so beispielweise EKS in

Zusammenarbeit mit Generali Österreich.

Der Anspruch auf die EKS Einkommenssicherung

läuft dabei im Krankheitsfall bis zu 24 Monate und

bietet als Besonderheit, dass nicht nur Krankheitsfälle

abgedeckt werden. „Der Kunde erhält den

versicherten Tagessatz nicht nur bei Krankheit oder

Unfall, sondern auch bei Sachschäden, beispielsweise

in Folge von Brand, Explosion, Austritt von Leitungswasser,

Sturm, Hagel, Schneedruck oder Einbruchdiebstahl

inklusive Vandalismus. Hinzu kommt

der Schutz vor Ausfällen beim Tod des Ehepartners,

der Eltern oder Kinder, bei Flugverspätungen oder

Flugausfall sowie bei Unruhen im Ausland“, erklärt

Andreas Glaser, Versicherungsexperte bei Volz. Als

weiterer Vorteil ist der Kündigungsverzicht während

der vereinbarten Laufzeit zu nennen. Ist beispielsweise

eine Vertragsdauer von zehn Jahren vereinbart,

so verpflichtet sich Generali zur Einhaltung

des Vertrages – auch bei Häufung von Schäden.

Dabei besteht selbst bei vereinbarter zehnjähriger

Vertragsdauer die Möglichkeit der jährlichen Kündigung.

Der Kunde muss für diesen Fall lediglich den

Vorteil der günstigeren Prämie im Vergleich zum

jährlichen Vertragsabschluss erstatten.

Zum 1. April hat Volz die Bedingungswerke für die

Tarife noch einmal überarbeitet und angepasst.

Heraus kam eine Prämiensenkung von 15 Prozent

im Grundtarif. Für Millionen von Freiberuflern und

Selbständigen bietet sich mit EKS Einkommenssicherung

damit ein wichtiger Baustein einer zielgerichteten

Versorgung im Krankheitsfall oder bei

Betriebsausfall.


Krankenzusatzversicherungen

Krankenkassen:

Aktuelle Finanzmarktstudie Abschlusspotenzial für

Krankenzusatzversicherungen 2011

Gesetzliche Krankenkassen sind immer häufiger

Ansprechpartner und Informationsquelle in Sachen

private Krankenzusatzversicherung. Und auch die

Bereitschaft, wegen attraktiverer Kooperationsangebote

mit privaten Krankenversicherern die Kasse

zu wechseln, stieg in den vergangenen Jahren an.

Lediglich bei der Kenntnis um die konkreten Kooperationspartner

und -angebote der Krankenkassen

besteht weiterhin großer Nachholbedarf: nur jeder

Fünfte weiß um das Angebot seiner Kasse.

Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Abschlusspotenzial

für Krankenzusatzversicherungen

2011" des Marktforschungs- und Beratungsinstituts

YouGovPsychonomics AG. Im Rahmen der Studie

wurden im Frühjahr 2011 1032 Abschlussbereite

befragt.

Den Ergebnissen zufolge stieg der Anteil der generell

abschlussbereiten Befragten, die es vorziehen

würden, eine private Krankenzusatzversicherung

über die eigene Krankenkasse abzuschließen, in

den vergangenen zwei Jahren deutlich an. Ihr Anteil

kletterte von 55 auf inzwischen 70 Prozent. Makler

gerieten bezüglich der Vertriebswegeakzeptanz

dagegen etwas ins Hintertreffen, Versicherungsver-

Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Wechselbereitschaft aufgrund attraktiverer Kooperationsangebote

steigt an

mittler konnten ihre Positionierung halten. „Den

Krankenkassen gelingt es immer besser, sich als

ganzheitliche Gesundheitsberater zu positionieren:

Gesetzlich Krankenversicherte sehen Ihre Krankenkasse

als Beratungspunkt nicht nur zu Gesundheitsfragen,

sondern auch zu Fragen der zusätzlichen

privaten Absicherung"; interpretiert Studienleiterin

Melanie Harz. Besonders häufig informierten sich

Interessierte zuletzt bei den Kassen AOK und TK.

Ebenfalls häufig genutzt wurden BKK, BARMER

GEK und DAK.

Wissen um die Kooperationsangebote der

Kassen eher gering

Die Daten belegen darüber hinaus, dass die Bereitschaft

ansteigt, der derzeitigen Kasse aufgrund attraktiverer

Kooperationsangebote anderer Kassen

den Rücken zu kehren. Inzwischen benennt jeder

dritte Abschlussbereite dies als möglichen Wechselimpuls.

Unter denjenigen, die einen Abschluss innerhalb

der nächsten drei Monate planen, sind es

sogar mehr als die Hälfte.

Die tatsächliche Kenntnis über die Kooperationspartner

der jeweiligen Kasse fällt allerdings mager

aus – wie bereits 2009. Lediglich 21 Prozent der

generell abschlussbereiten Befragten wissen, mit

welchem privaten Versicherer die eigene Kasse kooperiert.

„Ein Co-Branding mit einer etablierten

Marke für private Zusatzabsicherung ist wirksamer,

als die Platzierung einer unbekannten Eigenmarke",

erläutert Studienleiterin Harz. Vergleichsweise häufig

informiert über die privaten Zusatzangebote sind

die Mitglieder der BARMER GEK, DAK und IKK (in

alphabetischer Reihenfolge). Als wichtigste Mehrwerte

einer solchen Kooperation benennen die Befragten

Preisvorteile und das Service-Angebot aus

einer Hand.

Weitere Informationen zur Studie unter:

www.psychonomics.de/article/articleview/1982/1/4/

63


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

64

Krankenzusatzversicherungen

Umfrage: 40 Prozent der Gesetzlich Krankenversicherten

setzen auf Ergänzungsversicherungen

Zahnzusatz ist am beliebtesten

40 Prozent der gesetzlich krankenversicherten Bundesbürger

sichern sich über private Ergänzungsversicherungen

bessere Gesundheitsleistungen. Das

ergab eine im Juli 2011 durchgeführte Befragung

durch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK)

im Auftrag der Gothaer Versicherung unter 1.000

repräsentativ ausgewählten Bundesbürgern. Laut

Umfrage sind aktuell elf Prozent der Deutschen über

eine Private Krankheitskostenvollversicherung abgesichert.

86 Prozent der Bundesbürger wiederum

sind – je nach eigener zusätzlicher privater Absicherung

– mehr oder weniger stark von den drastischen

Einschnitten des Gesetzgebers in die Leistungen der

Gesetzlichen Krankenversicherung betroffen.

Die beliebteste Ergänzungsversicherung ist mit 24 Prozent

aller abgeschlossenen Tarife eine Zahnergänzungsversicherung.

Es folgen Krankentagegeldtarife

mit 18 Prozent, Tarife für stationäre Leistungen mit

15 Prozent, Private Pflegeergänzungsversicherungen

mit 11 Prozent und Tarife für ambulante Ergänzungsleistungen

mit 8 Prozent.

Private Ergänzungsversicherungen schließen die

Lücken, die in der gesetzlichen Krankenversicherung

bestehen. Sylvia Gimmler, Krankenversiche-

rungsexpertin der Gothaer, erläutert: „Die gesetzliche

Krankenversicherung zahlt für Zahnersatz nur

einen Festzuschuss, einen Teil der Kosten müssen

die Versicherten selbst tragen. Je höherwertiger die

Versorgungsform für Zahnersatz ist, desto höher

ist der Eigenanteil des Versicherten. Durch private

Zahnergänzungsversicherungen, wie zum Beispiel

Gothaer MediDent, können gesetzlich Versicherte

ihren Eigenanteil deutlich reduzieren – auch Implantate

und Inlays sind dann bezahlbar“.

Eine Lücke besteht zum Beispiel auch beim Krankengeld.

Grundsätzlich gilt: Wer als Arbeitnehmer

krank und dadurch arbeitsunfähig wird, hat in der

Regel zunächst für sechs Wochen Anspruch auf

Lohnfortzahlung durch seinen Arbeitgeber. Anschließend

gibt es für gesetzlich Versicherte Krankengeld

von der gesetzlichen Krankenkasse. Das

Krankengeld beträgt 70 Prozent des Bruttogehalts

bis zur Beitragsbemessungsgrenze, jedoch maximal

90 Prozent des letzten Nettogehalts. Vom geringeren

dieser beiden Beträge werden dann noch die

anteiligen Beiträge zur Sozialversicherung abgezogen

– lediglich der Rest wird als Krankengeld ausgezahlt.

Dabei ist die finanzielle Lücke in der Regel

umso größer, je höher das Bruttoeinkommen ist.

Gimmler: „Hier schafft der Gothaer Krankentagegeldtarif

‚TG’ Abhilfe.“

Auch im stationären Bereich können gesetzlich Versicherte

an den Vorzügen privater Ergänzungstarife

teilhaben. „‚Gothaer MediClinic’, unser stationärer

Ergänzungsschutz, ermöglicht die Chefarztbehandlung,

das Zweibettzimmer – bei Unfall auch das Einbettzimmer

– und ambulante Operationen“, erläutert

Gimmler.

Zusätzliche detaillierte Zahlen, die auch nach Geschlecht,

Alter, Haushaltsgröße, Beruf, Einkommen,

Bundesland oder Bildung unterscheiden, können

über die Abteilung „Presse und Kommunikation“

der Gothaer Versicherung bezogen werden.


Private Krankenversicherung

3500 PKV-Tarife wurden auf ihre Beitragsentwicklung

über fünf und zehn Jahre hinweg geprüft

Wenngleich das Niveau der Beitragsanpassungen

in der Privaten Krankenversicherung von 2010

auf 2011 stabil geblieben ist, verstärken sich doch

merklich die Extreme. Die Zahl der instabilen Tarife

mit nur einem Stern im Rating hat sich mehr als verdoppelt.

Gleichzeitig nahm die Zahl der Top-Bewertungen

um 40 Prozent zu.

Die Schere der Beitragssteigerungen in der PKV geht

merklich weiter auf. Für den Neuabschluss, aber

auch für den Wechsel innerhalb der PKV, stellen

deshalb die tarifindividuellen Ergebnisse des neuen

M&M Rating Beitragsstabilität eine elementare Entscheidungshilfe

dar. Denn bei Beitragserhöhungen

geht es für den Versicherten im Zweifel um viel Geld.

Vermeintlich gleiches Niveau

Aktuell haben die KV-Experten von MORGEN &

MORGEN über 3500 PKV-Tarife auf ihre Beitragsentwicklung

über fünf und zehn Jahre hinweg geprüft.

Das durchschnittliche Anpassungsniveau von 4,9 Prozent

entspricht zwar dem Ergebnis des letzten Jahres.

Doch was auf den ersten Blick beruhigend erscheint,

stellt sich auf den zweiten Blick wesentlich

differenzierter dar.

Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Neues MORGEN & MORGEN Rating entlarvt mehr

Beitragssünder in der PKV

Neue Verteilung

Die Verteilung der Tarifbewertung hat sich in Richtung

der Extreme verschoben. Das Lager der „Beitragssünder“

mit nur einem Stern im Rating hat um

60 Prozent zugenommen. „Hier sprechen wir von

durchschnittlich 7,63 Prozent Anpassung pro Jahr.

Im extremen Einzelfall aber durchaus von 12,7 Prozent

pro Jahr, die insgesamt über zehn Jahre mit

3428 Euro zu Buche schlagen“, warnt Dr. Zsohar,

Aktuar und Geschäftsführer von MORGEN & MORGEN.

Das Mittelfeld hingegen ist um zehn Prozent geschrumpft.

Während die Top Performer mit fünf

Sternen um 40 Prozent gewachsen sind und

durchschnittlich ihre Beiträge um nur 2,76 Prozent

pro Jahr erhöhten. Die Wahrscheinlichkeit, einen

besonders schlechten oder einen besonders guten

Tarif zu treffen, ist damit gestiegen. „Die Wahl eines

PKV-Tarifs ohne die Betrachtung der tarifindividuellen

M&M Ratingbewertung gleicht damit zunehmend

einem Russisch Roulette“, zieht Dr. Zsohar

den Vergleich.

65


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

66

Private Krankenversicherung

Privat krankenversichert für 100 Euro im Monat?

Stiftung Warentest: Manche Lockangebote haben massive

Leistungsmängel

„Nicht krank werden“ empfiehlt die April-Ausgabe

der Zeitschrift Finanztest angesichts der Leistungslücken,

die manche private Krankenversicherung in

besonders preiswerten Tarifen aufweist. Arzthonorare

werden beispielsweise nur bis zu einem niedrigen

Gebührensatz erstattet. Berechnet der Arzt

mehr, zahlt der Patient drauf. Für die Zähne gibt es

niedrige jährliche Obergrenzen, eine Psychotherapie

ist oft nicht drin, oder Heilmittel wie Krankengymnastik

werden nicht übernommen.

Privat krankenversichert für 100 Euro im Monat? Das

kann man haben, hat aber zum Teil gefährliche Abstriche

bei den Leistungen. Sich einzureden, man sei

ja gesund und brauche keine umfassenden Versicherungsleistungen

wie zum Beispiel Krankentagegeld

ist menschlich, aber falsch, schreibt Finanztest. Wer

nur auf den Beitrag achtet, läuft Gefahr, im Fall der

Fälle kräftig draufzuzahlen. Denn alle Leistungen,

die die Versicherung nicht übernimmt, muss der

Patient aus eigener Tasche bezahlen. Leistungen im

PKV-Verband:

Das Neugeschäft der privaten Krankenversicherung

(PKV) hat sich 2010 auf gutem Niveau stabilisiert.

„Die PKV ist für immer mehr Menschen in diesem

Land das Versicherungssystem der Wahl. Das galt

auch 2010 – trotz der Bremsspuren der Gesundheitsreform

von Ulla Schmidt. Deren Regelungen

wie die Drei-Jahres-Wartefrist für Arbeitnehmer, die

in die PKV wechseln wollten, waren noch bis Jahresende

in Kraft“, erklärte der Vorsitzende des Verbandes

der privaten Krankenversicherung, Reinhold

Krankheitsfall nachzuversichern ist nicht möglich.

Auch einen hohen Selbstbehalt können Versicherte

später in der Regel nicht mehr senken, wenn sie

erkrankt sind.

Und auch der günstigste Tarif bleibt auf Dauer nicht

so günstig wie beim Vertragsschluss. Da sich die Beiträge

im Laufe der Zeit vervielfachen werden, rät Finanztest,

nur in die Private zu wechseln, wenn man

regelmäßig so viel Geld sparen kann, dass man die

hohen Beiträge auch im Alter aufbringen kann. Um

gefährliche Leistungslücken zu vermeiden, sollte

auch ein günstiger Tarif mindestens die Leistungen

im Umfang der gesetzlichen Krankenkassen enthalten.

Solides Wachstum in der privaten Krankenversicherung

Schulte, bei der Vorstellung der vorläufigen Branchenzahlen

für das Geschäftsjahr 2010 in Berlin.

Gute Aussichten für das Neugeschäft

Insgesamt waren in der PKV zum Jahresende 8,9 Millionen

Menschen vollversichert, ein Plus von 1,0 Prozent

gegenüber dem Vorjahr. Der Netto- Neuzugang betrug

mit 84.700 Personen zwar nur knapp die Hälfte

des Zugangs im Vorjahr. Der verhältnismäßig hohe


Neuzugang im Jahr 2009 beruhte aber vor allem auf

einem Sondereffekt: Zum Jahresanfang trat eine allgemeine

Pflicht zur Versicherung in Kraft und führte

dazu, dass Tausende vormals Unversicherte eine

private Krankenversicherung abgeschlossen haben.

Ohne diesen Sondereffekt ist der Neuzugang für

2010 durchaus mit dem von 2009 vergleichbar. „Im

laufenden Jahr 2011 dürfte das Neugeschäft noch

besser ausfallen“, so Schulte. „Denn im Zuge der

jüngsten Gesundheitsreform ist die Drei- Jahres-

Wartefrist wieder abgeschafft worden.“

155 Milliarden Euro Vorsorge für Generationengerechtigkeit

Die Alterungsrückstellungen in der PKV erhöhten

sich bis Jahresende auf insgesamt rund 155 Milliarden

Euro (plus 6,7 Prozent). Sie verteilten sich mit

133,5 Milliarden Euro auf die Krankenversicherung

(plus 6,9 Prozent) und mit 21,5 Milliarden Euro auf

die Pflegeversicherung (plus 5,4 Prozent). „Damit

Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

zeigt sich ein weiteres Jahr in Folge, dass unser

nachhaltiges Prinzip der Kapitaldeckung auch in den

Nachwehen der Bankenkrise gut und stabil funktioniert“,

erklärt Schulte.

Zuwachs auch in der Zusatzversicherung

Solides Wachstum gab es auch bei der Zusatzversicherung:

2010 wurden 427.800 neue Verträge abgeschlossen,

sodass zum Jahresende 21,9 Millionen

Zusatzversicherungen bestanden (plus 2,0 Prozent).

Vor allem die Pflegezusatzversicherung verzeichnete

einen großen Zuwachs um 201.700 Personen (plus

13,4 Prozent). Die Notwendigkeit einer zusätzlichen

Absicherung für den Pflegefall rückt auch angesichts

der aktuellen politischen Debatte über die

Zukunft der Pflege zunehmend ins Bewusstsein der

Menschen. Mit 1,7 Millionen Verträgen gibt es bezogen

auf die Gesamtbevölkerung aber nach wie

vor großen Nachholbedarf zur besseren Absicherung

der Pflege.

Kostenentwicklung deutlich über allgemeiner

Preissteigerung

Die Beitragseinnahmen in der Kranken- und Pflegeversicherung

stiegen 2010 auf 33,3 Milliarden Euro

(plus 5,8 Prozent). Die ausgezahlten Versicherungsleistungen

erhöhten sich in der Krankenversicherung

auf 21,20 Milliarden Euro (plus 3,7 Prozent).

Damit hat sich die Kostenentwicklung im Vergleich

zum Vorjahr leicht abgeschwächt 2009: plus

4,6 Prozent). Sie liegt aber noch immer deutlich

über der allgemeinen Preissteigerung. In der privaten

Pflegeversicherung stiegen die Leistungen

auf 0,72 Milliarden Euro (plus 7,8 Prozent).

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BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

70

Gesetzliche Krankenversicherung

Zusatzbeiträge bei Krankenkassen:

Fast jede 12. verlangt einen Aufschlag

Verbraucherzentrale NRW:

Wann man wechseln kann!

Seit dem 1. Januar 2011 gilt für alle gesetzlichen

Krankenkassen der einheitliche Beitragssatz von

15,5 Prozent. Jede Kasse darf außerdem einen Zusatzbeitrag

in unbegrenzter Höhe erheben, wenn

sie mit den ihr zu Verfügung stehenden finanziellen

Mitteln nicht auskommt. Dieser Beitrag ist allein

vom Versicherten unabhängig vom Einkommen zu

tragen.

Der Gesetzgeber hat jedoch ein Sozialausgleich für

den Fall vorgesehen, dass die Belastung eines Versicherten

durch den Zusatzbeitrag zwei Prozent des

beitragspflichtigen Einkommens übersteigt. Als Rechengrundlage

gilt dabei nicht der tatsächlich von

der eigenen Krankenkasse eingezogene Betrag,

sondern ein statistischer Wert – der durchschnittliche

Zusatzbeitrag – der im Voraus jeweils für das

Folgejahr ermittelt wird (im Jahr 2011 beläuft sich

dieser Wert auf null). Verlangt eine Kasse mehr als

den Durchschnitt, erhalten ihre Versicherten für die

Mehrkosten keinen Ausgleich.

Erhebt eine Krankenkasse erstmals einen Zusatzbeitrag

oder erhöht diesen, haben alle Mitglieder der

Kasse ein Sonderkündigungsrecht und können zu

einem günstigeren Konkurrenten wechseln.

Ein Wechsel ist auch möglich, wenn eine bisher

gewährte Prämienzahlung an den Versicherten reduziert

wird oder ganz wegfällt. Dieses Sonderkündigungsrecht

gilt auch dann, wenn Versicherte erst

kürzlich Mitglied in einer anderen Kasse geworden

sind. Es setzt die übliche achtzehnmonatige Mindestbindung

nach Beitritt zu einer Krankenkasse

außer Kraft.

Jede Kasse muss ihre Versicherten spätestens einen

Monat, bevor sie den Zusatzbeitrag erhebt (Fälligkeitstermin)

oder die Prämie reduziert, auf das Son-

derkündigungsrecht aufmerksam machen. So ist

gesichert, dass bei einer fristgerechten Kündigung

durch den Versicherten keine zusätzlichen Belastungen

anfallen.

Kommt die Krankenkasse ihrer Hinweispflicht gegenüber

einem Mitglied verspätet nach, verschiebt

sich für dieses Mitglied die Erhebung des Zusatzbeitrags

und die Frist für die Ausübung des Sonderkündigungsrechts

um den entsprechenden Zeitraum.

Achtung: Einige Kassen verlangen die Zusatzbeiträge

auch rückwirkend, das heißt: am Fälligkeitstermin

werden auch Beiträge für vorangegangene

Monate eingezogen. Wer sein Kündigungsrecht

fristgerecht nutzt, muss jedoch auch in diesen Fällen

keinen Zusatzbeitrag zahlen.

Ausnahmen: Das Sonderkündigungsrecht gilt

nicht für freiwillige gesetzlich Versicherte, die einen

speziellen Wahltarif zur Absicherung ihres Krankengeldes

abgeschlossen haben.

Versicherte, die bereits 18 Monate einer Kasse angehören,

können mit einer zweimonatigen Kündigungsfrist

zum Monatsende auch ohne Berufung

auf ihr Recht zur Sonderkündigung die Kasse wechseln.

Sonderregelungen gelten für Versicherte, die

sich für einen Wahltarif entschieden haben.


Unterschiedliches Leistungsspektrum

In einigen Punkten bieten die gesetzlichen Kassen

weiterhin unterschiedliche Leistungen an. Wer in

eine andere Kasse wechseln möchte, sollte deshalb

nicht nur Kosten und Prämien zum Maßstab machen,

sondern unbedingt auch auf das Leistungs-

Krankenkassen aus Kundensicht:

Krankenkassen verstehen sich zunehmend als moderne

Dienstleistungs-Gesellschaften. Sie erweitern

ihr Leistungsangebot, stärken ihren Kundenservice

und fördern die Gesundheitsprävention. Doch

wie bewerten die Versicherten das Ergebnis dieser

Bemühungen? ServiceValue hat 25 der größten

deutschen Krankenkassen auf den Prüfstand gestellt

und hinsichtlich acht Leistungs-Dimensionen

miteinander verglichen. Schaffen es die meisten

Krankenkassen, im Kundenservice zu überzeugen,

so besteht aus Sicht der Versicherten insbesondere

bei Bonusprogrammen, Wahltarifen und Erweiterung

gesetzlicher Mindestleistungen noch Verbesserungsbedarf.

Dies zeigt die aktuelle Krankenkassen-Studie der

unabhängigen ServiceValue GmbH, für die 2.305

Kundenurteile zu über 30 Service- und Leistungsmerkmalen

eingeholt wurden.

BKK Vor Ort, Bahn-BKK, KKH-Allianz und

IKK Südwest meist vorne

Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

spektrum achten. Beispiele wie Kostenübernahmen

von Impfungen, Angebote von alternativen Heilmethoden

und Unterschiede beim Kundenservice – wie

etwa eine Geschäftsstelle vor Ort oder eine gut erreichbare

Hotline – können für viele Patienten entscheidende

Faktoren sein, die eine Kassenwahl mit

bestimmen sollten.

Im Service top, in der Leistung eher flopp

Studie: Nur wenige Krankenkassen überzeugen ihre Versicherten

ganz und gar

Im „Kundenservice“ (Beratungsqualität, Anliegenbearbeitung,

Hilfsbereitschaft der Kundenbetreuer

etc.) führt das Ranking die BKK Vor Ort an. Auf den

Plätzen folgen BKK Mobil Oil, Bahn-BKK, Techniker

Krankenkasse, BarmerGEK, Siemens Betriebskrankenkasse

und AOK NordWest, bei denen ebenfalls

mehr als 60 Prozent der Kunden von der Beratung

und Betreuung begeistert sind. Schlusslichter dagegen

sind die Deutsche BKK und AOK Sachsen-Anhalt.

In der „Erreichbarkeit“ (telefonisch, örtlich, digital

etc.) liegen AOK Sachsen-Anhalt und AOK Baden-

Württemberg sowie IKK Südwest auf den ersten

drei Plätzen. Das Spitzentrio beim „Preis-Leistungs-

Verhältnis“ wird ebenfalls von der IKK Südwest angeführt,

es folgen BKK Mobil Oil und die Siemens

Betriebskrankenkasse (SBK).

Beim „Bonusprogramm“ (Schutzimpfungen, Präventionskurse,

Zahnreinigung etc.) wie auch bei den

„Wahltarifen“ (Selbstbehaltsprogramm, Hausarzt-

71


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

72

Gesetzliche Krankenversicherung

tarif, Kostenübernahme oder Kostenerstattung etc.)

und bei der „Erweiterung gesetzlicher Mindestleistungen“

(zusätzliche häusliche Pflege, Vorsorgeuntersuchungen

etc.) steht die BKK Vor Ort im Ranking

ganz vorn. Beim Bonusprogramm folgen die Bahn-

BKK, KKH-Allianz und auch Vereinigte IKK; bei den

Wahltarifen wiederum die KKH-Allianz wie auch die

IKK Südwest und die AOK Nordost; und bei der Erweiterung

von Mindestleistungen die Bahn-BKK wie

auch die mhplus BKK.

Bei der „Individuellen Gesundheitsförderung“

(Ernährungskurse, Suchtpräventionsmaßnahmen,

Autogenes Training etc.) kann die KKH-Allianz ihre

Versicherten am besten überzeugen. Auf den Plätzen

folgen die SBK und die BKK Vor Ort. Und bei

den „Service-Zusatzleistungen“ (Versorgungsmanagement,

Vermittlung von Arztterminen, Vorsorgeerinnerungsservice

etc.) führt die Bahn-BKK vor

BKK Vor Ort und KKH-Allianz. Die letzten Plätze im

Ranking werden hier von der pronova BKK und der

DAK eingenommen.

Kassen bieten Abnehmkurse oder Rückentrainings

an, übernehmen homöopathische Behandlungen

beim Arzt und zahlen Zuschüsse für Reiseimpfungen

oder professionelle Zahnreinigung. Nur die

wenigsten gesetzlich Versicherten wissen davon. Die

Stiftung Warentest hat das Angebot von 93 gesetzlichen

Krankenkassen getestet. Der Test erschien in

der Juni-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest.

Rund 600 Euro pro Kopf haben die Deutschen im

vergangenen Jahr für ihre Gesundheit zusätzlich

zu ihren Krankenkassenbeiträgen ausgegeben. Das

waren Ausgaben beispielsweise für Vorsorgeuntersuchungen,

Zahnersatz oder alternative Behandlungen.

Manche dieser Kosten würde aber die Kasse

übernehmen. Die Versicherten müssten nur davon

wissen und die Extras einfordern.

Die differenzierte Betrachtung der Service- und Leistungsmerkmale

zeigt bei vielen Krankenkasse teilweise

deutliche Unterschiede, bei einigen aber auch

gleichbleibende Qualitäten: So liegen beispielsweise

BKK Vor Ort, Bahn-BKK, KKH-Allianz und IKK Südwest

auf allen acht Dimensionen im überdurchschnittlichen

Bereich. Dennoch können insgesamt

die Angebote der Krankenkassen im Leistungsbereich

die Versicherten mehrheitlich noch nicht begeistern.

„Die Krankenkassen stehen unter einem starken

Wettbewerbsdruck“, kommentiert Stefan Heinisch,

Studienleiter bei der ServiceValue GmbH, „umso

mehr gilt es, die Erwartungshaltung der Kunden

nicht zu enttäuschen und sich am Markt über Service

und Leistung zu differenzieren.“

Der über 250-seitige „ServiceAtlas Krankenkassen

- Wettbewerbsanalyse zu Servicequalität und Servicewert“

basiert auf einer im März 2011 durchgeführten

repräsentativen Online-Befragung und

umfasst Benchmarks mit Einzelprofilen von 25 gesetzlichen

Krankenversicherungen. Die Studie kann

über die ServiceValue GmbH bezogen werden.

Kassen bezahlen mehr als viele Versicherte wissen

Finanztest prüft gesetzliche Krankenkassen

Die aktuelle Finanztest-Untersuchung zeigt, dass

sich diese Mühe lohnt, denn Versicherte können bei

manchen Kassen mehrere 100 Euro im Jahr sparen.

Drei von vier Kassen im Test bezahlen beispielsweise

auch homöopathische Behandlungen oder unterstützen

Vorsorgeuntersuchungen. Auch an der

Zahnpflege beteiligen sich rund 40 Kassen im Test.

Sie bieten ein- bis zweimal jährlich eine professionelle

Zahnreinigung an oder übernehmen teilweise

die Kosten dafür. Fazit der Finanztest-Experten: Besser

versorgt werden am ehesten die Menschen, die

sich selbst informieren und nachfragen.

Der ausführliche Test gesetzliche Krankenkassen ist

in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und

online unter www.test.de veröffentlicht.


Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Patienten wollen erst ab 19 Euro die Kasse wechseln

Umfrage: Kaum Wettbewerb durch Zusatzbeiträge

Zusatzbeiträge haben bisher kaum zu Wettbewerb

zwischen den gesetzlichen Krankenkassen geführt.

Nur wenige gesetzlich Versicherte Arbeitnehmer

verlassen ihre Kasse, wenn diese Zusatzbeiträge fordert.

Das ergibt eine repräsentative Arbeitnehmerbefragung

der IW-Consult, einer Tochtergesellschaft

des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im

Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

(INSM) und der WirtschaftsWoche.

Nur rund jeder siebte gesetzlich versicherte Arbeitnehmer

gab in der Umfrage an, bereits einmal die

Kasse gewechselt zu haben, um Zusatzbeiträge zu

sparen. Seit Einführung des Gesundheitsfonds 2009

dürfen die gesetzlichen Krankenkassen zusätzlich zu

den regulären lohnabhängigen Beitragszahlungen

auch lohnunabhängige Beiträge erheben, um ihre

Ausgaben zu decken. Die Höhe dieses monatlichen

Zusatzbeitrage war bis Ende 2010 maximal 1 Prozent

des beitragspflichtigen Einkommens begrenzt;

seit Anfang diesen Jahres können die gesetzlichen

Krankenkassen diese Zusatzbeiträge frei und ohne

Obergrenze festsetzen. Mit den Zusatzbeiträgen

war auch die Erwartung verbunden, dass die Versicherten

zum jeweils günstigsten Anbieter wechseln

und damit der Preis-Leistungs-Wettbewerb zwischen

den Kassen steigt.

Aus der Umfrage geht hervor, dass die meisten Versicherten

erst ab einem Zusatzbeitrag von durchschnittlich

19 Euro die Kasse wechseln würden

"Die Zusatzbeiträge sind zu gering, um für mehr

Wettbewerb zu sorgen. Mit den Überschüssen aus

dem Gesundheitsfonds sollten die lohnabhängigen

Beiträge so weit wie möglich gesenkt werden. Reichen

die Einnahmen in Zukunft nicht aus, muss jede

Krankenkasse die Finanzierungslücke durch Zusatzbeiträge

selbst schließen. So entsteht Wettbewerb",

kommentiert Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer

der INSM die Umfrage. Lohnunabhängige Prämien

seien gerechter und transparenter. "Wettbewerb

verbessert Leistung und Effizienz und senkt die Kosten

- das gilt auch für die bürokratielastigen gesetzlichen

Krankenkassen", so Pellengahr.

Auch in Zukunft versprechen Zusatzbeiträge kaum

eine Verschärfung des Wettbewerbs. Nur etwa jeder

fünfte gesetzlich Versicherte, der schon heute

Zusatzbeiträge entrichtet, zieht aktuell einen Kassenwechsel

in Erwägung. "Das Gesundheitssystem

muss von Grund auf reformiert werden", fordert Pellengahr.

Die steigenden Kosten des medizinischen

Fortschritts und der Alterung der Bevölkerung dürften

nicht wie bisher auf die Lohnkosten umgelegt

werden. "Wenn wir Arbeit verteuern, verlieren wir

Jobs. Arbeitsplätze auf die Deutschland nicht verzichten

sollte. Es sei denn, man gibt das Vollbeschäftigungsziel

auf."

Im Rahmen des IW-Arbeitnehmervotums wurden

1.000 Arbeitnehmer zwischen dem 17. und 24.

Mai online befragt. Die Stichprobe der Arbeitnehmer

zwischen 16 und 65 Jahren ist repräsentativ

für Deutschland und nach Schulbildung, Geschlecht

und Altersgruppen geschichtet. Arbeitnehmer ohne

Schulbildung sind nicht berücksichtigt. Die Umfrage

ist Teil des Deutschland-Checks, einer Dauerstudie

im Auftrag der INSM und der WirtschaftsWoche.

Mehr Informationen im Internet unter:

www.deutschland-check.de

73


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

74

Pflegeversicherung

Achtung Pflegefall:

Sparbuch weg, Elternhaftung und zum Schluss

Hartz IV!

Der Staat sorgt doch vor! Mir passiert das nicht!

Und wenn – Ich bin doch pflegeversichert! So oder

so ähnlich wird oft gedacht und argumentiert. Doch

der Staat, das sind wir alle! Geburtsfehler oder geistige

Behinderung bei Kindern, Krankheiten wie

Schlaganfall, Hirninfarkt, bösartige Tumore in den

Atemwegen, Brust, Dickdarm oder Prostata, Herzschwäche,

Krankheiten des Bewegungsapparates

und psychiatrische Erkrankungen wie Depressionen,

Demenz, Alzheimer oder Parkinson können jeden

Erwachsenen treffen. Die Folgen solcher Krankheitsbilder

machen oft eine Pflege notwendig.

„Dafür gibt es doch die Pflegeversicherung“

werden jetzt innerlich die meisten erwidern.

Was in diesem Zusammenhang bei nüchterner Betrachtung

jedoch oft vergessen wird: Das Thema

Gesundheit im Allgemeinen und das Thema Pflege

im Besonderen ist ein Milliardenmarkt für Leistungserbringer,

Finanzierer und Produktgeber. Es geht in

diesem Geschäft immer um Euros, um sehr viele Euros.

Pflegefall-Was nun?

Beitrag von Gerd Güssler,

Geschäftsführer der KVpro.de GmbH

Eine Pflege kann je nach Fall das Vermögen einer

Lebensleistung verbrauchen. Kinder werden nach

einem BGH-Urteil aus dem Jahr 2010 im Rahmen

der Elternhaftung für eine Pflegefinanzierung der

Eltern mit herangezogen. Erst wenn alle privaten

Mittel wie Einkommen, Rente und Vermögen

nach § 2 SGB XII verbraucht sind (einzusetzen ist

dabei das gesamte verwertbare Vermögen), hilft der

Staat – also jeder einzelne, steuerzahlende Bürger.

Die wirtschaftlichen Folgen eines solchen möglichen

Pflegefallrisikos kann jeder schlicht und einfach mit

Geld mildern. Dazu braucht es jedoch einen privaten

Finanzplan, so wie ihn jedes gute Unternehmen

auch aufstellt. Doch die meisten Betroffenen

haben keinen!

Betreuung kostet!

Pflege im Alter (wissenschaftlich beginnt Alter per

Definition mit 55+) ist statistisch wahrscheinlicher

als in jungen Jahren. Laut statistischem Bundesamt

nimmt die stationäre Langzeitpflege jedoch zugunsten

der häuslichen Pflege deutlich ab. Die Heimbewohner

kommen immer später und die Verweildauer

wird immer kürzer. Daraus lässt sich jedoch nicht

pauschal ein geringeres Pflege- und Kostenrisiko

ableiten. Zu unterschiedlich sind die finanziellen

Lebensläufe und der erforderliche Kapitalbedarf.

Die heutigen Gesamtkosten einer stationären Vollzeitpflege

von z.B. 3.400 Euro monatlich unterteilen

sich in Pflegekosten, Hotelkosten und Instandhaltungskosten.

Die Pflegeversicherung übernimmt die

Pflegekosten bis maximal 1.510 Euro. Die verbleibenden

1.890 Euro Hotel- und Instandhaltungskosten

trägt der Pflegebedürftige zu 100 Prozent


selbst. Er finanziert dies aus Rente, Vermögen und

Elternhaftung.

Zieht man hiervon die durchschnittlichen Rentenansprüche

ab (bei Männer 1.050 Euro und Frauen

530 Euro), so ergibt sich bei diesem Musterfall eine

monatliche Versorgungslücke von 840 Euro bei

Männern und 1.360 Euro bei Frauen. Der private

Kapitalbedarf bei einer Verweildauer in der Pflege

von vier Jahren liegt in diesem Musterbeispiel zwischen

41.000 und 66.000 Euro. Dabei sollte man

wissen, dass Demenz Pflegestufe 0 als betreuungsbedürftig

und nicht als pflegebedürftig eingestuft

wird, jedoch von den Kosten her mit Pflegestufe 3

vergleichbar ist.

Eines ist klar: Jeder Fall liegt anders. Eine Beitragsbefreiung

im Leistungsfall, Dynamik der Leistung, Leistung

bei Demenz verbunden mit einer individuellen

Euroleistung je Pflegestufe 0,1,2,3 oder Demenz.

Gerade letzteres ist extrem aufwändig und kostenintensiv.

Ein an Demenz Erkrankter ist nicht zwingend

gleichzeitig Pflegefall, benötigt aber die Zuwendung

und Kosten wie bei einer vollstationären Pflege.

Trend zur ambulanten Pflege

Auch in der ambulanten häuslichen Pflege setzt sich

der Trend zur professionellen Pflege durch Dritte

weiter fort. Die familiäre häusliche Pflege, die bisher

vorwiegend durch die weiblichen Angehörigen

erbracht wird, geht zurück. Bei der Pflege durch Angehörige

lässt sich heutzutage Erwerbstätigkeit und

Pflegetätigkeit oft nur schwer vereinbaren, zumal

die pflegende Person eigene Einbußen bei Einkommen

und Rente hinnehmen muss. Die Abfederung

durch die staatliche Anerkennung der Pflegetätigkeit

bei Einkommen und Rente ist zwar gegeben,

reicht aber bei weitem nicht aus.

Die Aufwände für einen ambulanten Pflegedienst

Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

werden nach einem Punktesystem abgegolten. Die

Kosten für Teilwaschung, duschen, betten, einkaufen,

Wäsche waschen, Wohnung reinigen etc. addieren

sich leicht auf 50 Euro je Pflegetag. Pro Monat

kommt also durchaus eine Summe von 1.500 Euro zusammen.

Nur 440 Euro davon übernimmt die Pflegeversicherung.

Es ergibt sich entsprechend eine

Versorgungslücke von 1.060 Euro im Monat oder

35 Euro am Tag - leicht nachzurechnen mit einem

Pflegerechner z.B. unter http://www.sozialstationhochzoll.de/sites/pflegerechner.htm.

Eigenvorsorge und Eigenverantwortung

sind ein Muss – auch in jungem Alter

Es kann jeden treffen, unabhängig vom Alter! Verantwortung

sich und anderen gegenüber durch

einen gesunden Lebensstil, ausreichend Schlaf, bewusste

Ernährung ohne Übergewicht sowie

Bewegung für Geist und Körper sind die beste Eigenvorsorge.

Finanzielle Lücken lassen sich durch

kluge Entscheidungen mildern.

Wer über eine gute Altersvorsorge verfügt, braucht

entsprechend weniger als ein junger Mensch, der

noch kaum Rücklagen oder Anwartschaften hat. So

sind nach dem Pflegereport 2009 des statistischen

Bundesamts immerhin 66.674 Personen unter

15 Jahren (5,2 % mehr als 2007) und insgesamt

256.336 Personen (1,7 % mehr zu 2007) pflegebedürftig.

Die betroffenen Familienmitglieder erleiden

selbst teils große finanzielle Einbußen und unterliegen

starken psychischen Belastungen.

Auch Neugeborene können durch Geburtsfehler

oder angeborene Anomalien Pflegefälle sein. Pech,

wenn dann die PKV-versicherten Eltern selbst keine

Pflegezusatzversicherung haben. Schließlich kann

ein Kind im Rahmen der Kindernachversicherung

nur innerhalb von zwei Monaten ohne Gesundheitsprüfung

i. d. R. in gleichwertige, aber nicht höherwertige

Tarife der Eltern versichert werden.

Was bedeutet das in der Praxis? Haben die Eltern

keine Pflegeversicherung, ist ein Abschluss für das

neugeborene Kind kaum möglich. Die Kosten für

einen auskömmlichen Pflegeschutz liegen nach Untersuchungen

von KVpro.de zwischen vier und zehn

Euro im Monat. Eine Pflegezusatzversicherung von

der Oma / des Opas oder der Patin / des Paten als

75


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

76

Pflegeversicherung

Geschenk für das Neugeborene könnten im Fall

des Falles vieles lindern. Schließlich weiß vorher

niemand, ob nicht schon in jungen Jahren der Pflegefall

eintritt - wie uns erst vor Kurzem der Unfall

des jungen Mannes bei „Wetten dass“ drastisch

vor Augen führte.

Kluges und zeitiges Vorsorgen gefragt!

Wie auch in der privaten Altersvorsorge gilt im Fall

einer Pflegeversicherung die Prämisse: Je früher,

desto preiswerter! Es ist schon ein deutlicher Unterschied

ob ein 30-jähriger Mann insgesamt 21.384

Euro investiert, oder ob er erst mit 60 Jahren eine

Pflegeversicherung kauft und 38.797 Euro an Beitrag

für die gleiche Versicherungsleistung aufbringen

muss. Eine Beitragsdifferenz von 17.413 Euro!

Der kluge 30-jährige Langzeitplaner hat so seine

eigene Pflegeabsicherung, kann bei der Kindernachversicherung

die Pflege ggf. mit Oma oder

Patentante einrichten und den ersparten Beitrag

anderweitig investieren.

Rechenbeispiel aus dem KVpro.de-Pflegeseminar:

Übrigens: Wer freiwillig in der GKV bleibt, kann

nach SGB XI § 22 innerhalb von drei Monaten

entscheiden, ob er die SPV (soziale Pflegepflichtversicherung)

oder die PPV (private Pflegepflichtversicherung)

kauft. Die Ersparnis liegt bei 50 Euro

ausgehend vom Höchstsatz von 72,39 Euro der

sozialen Pflegepflichtversicherung. Unser 30-, 40-

oder 45-Jähriger könnte so zum Nulltarif einen Pflegezusatz

finanzieren. Die Kranken-Tagegeld-Lücke

die der GKV-Versicherte nach 6 Wochen hat, darf

man dabei vergessen.

Behutsamer Umgang ist notwendig

Generell sollte der Verkaufsansatz beim Thema

Pflege sehr behutsam erfolgen, denn der Themenbereich

ist hoch emotional besetzt. Insoweit sind

folgende Fragen unbedingt in die Beratung mit einzubeziehen:

• Gibt es bereits Pflegefälle in der Familie / Verwandtschaft

/ Bekannten?

• Kennen Sie solche Fälle, falls ja wie verlaufen

diese?

• Wie haben Sie das Thema Pflege in der Familie

besprochen?

• Wie möchte die Mutter / der Vater gepflegt werden

/ und wo?

• Wie wird das organisiert, wer pflegt?

• Wer hört auf zu arbeiten, wer reduziert sein Einkommen?

• Wie werden die finanziellen Einbußen ausgeglichen?

• Sind Verfügungsvollmachten eingerichtet?

• Wird die Wohnung umgebaut oder soll / muss

umgezogen werden?

• Wie weit reicht die Rente / das Ersparte aus, bevor

Unterhaltszahlungen anstehen?

Bei jüngeren Menschen lässt sich anhand der demographischen

Entwicklung und des familiären Umfelds,

mit konkreten Beispielen, Erfahrungen und

Erlebnissen, ein Zugang zum Thema finden.

Pflegeversicherung ist nicht gleich Pflegeversicherung!

Augen auf beim Policenkauf, denn es drohen Leistungsfallen.

Auf Lockvogelangebote fällt nur derjenige

nicht herein, der weiß, dass Demenz nicht

pflegebedürftig, sondern betreuungsbedürftig bedeutet,

dass Demenz i. d. R. vor einer Pflegestufe

eintritt und wenn, dann vor Pflegestufe 1 und der

weiß, dass Pflegestufe 1 i. d. R. länger andauert, als

Pflegestufe 3. Versicherungsprodukte, die zwar bei

Demenz 100 Prozent leisten, allerdings erst dann,

wenn der Betreffende auch Pflegestufe 3 hat, gehen

am Bedarf vorbei - sind dafür jedoch sehr billig. Die

Folge: In Vergleichsprogrammen mit „drin“ oder

„nicht drin“ Ja/Nein Filter erscheinen solche preisgünstigen

Tarife dann auf Platz 1. Den tatsächlichen

Bedarf des Pflegebedürftigen decken diese Tarife

nicht ab!


Qualifizierte Beratung dringend empfohlen!

Welche Strategie und welche Produktentscheidung -

Pflegerente, Pflegetagegeld oder Pflegekosten - die

Richtige ist, – muss jeweils individuell betrachtet werden.

Zu unterschiedlich sind die finanziellen Möglichkeiten,

die zu erwartenden Renten, Vermögen

und die möglichen Versorgungslücken.

Fakt ist: Die soziale Pflegepflichtversicherung der

GKV oder die private Pflegepflichtver-sicherung der

PKV sind nur ein winziger Teilkaskoschutz im Vergleich

zu den tatsächlichen Kosten. Eine Entscheidung

sollte in jedem Fall zusammen mit einem

Experten getroffen werden. Eine qualifizierte, strategisch

ausgerichtete Beratung schließt in der Krankenversicherung

- neben der Wahl der passenden

PKV oder GKV + Zusatz - auch die Absicherung der

Arbeitskraft durch Verdienstausfall (KTG – BU – DD)

sowie Pflege und Rente mit ein.

Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Über den Autor:

Gerd Güssler ist Geschäftsführer der KVpro.de-GmbH

in Freiburg.

Das Unternehmen ist einer der renommiertesten

Informationsdienstleister rund um den deutschen

Krankenversicherungsmarkt. Als neutrales Analysehaus

sammelt und analysiert KVpro.de seit 2001

die Tarif- und Versicherungsbedingungen privater

und gesetzlicher Krankenversicherer und stellt diese

Informationen verschiedenen Anwendern zur

Verfügung. Hauptzielgruppe sind Makler und Vertriebsgesellschaften,

die das softwarebasierte Informationssystem

für Tarif- und Leistungsvergleiche

in der Kundenberatung und im Vertrieb einsetzen.

Darüber hinaus nutzen private Versicherungsunternehmen

den Datenpool für interne Auswertungen,

etwa Wettbewerbsvergleiche und Produktanalysen.

Ein weiteres „Kundensegment“ bilden Verbraucher

und Medien, die an den Ergebnissen der Leistungsvergleiche

interessiert sind bzw. darüber berichten.

Große Qualitätsunterschiede bei Pflegerenten

MORGEN & MORGEN untersucht Gesamtmarkt

Eine aktuelle Analyse der Bedingungen der Pflegerentenversicherungstarife

bringt große Qualitätsunterschiede

ans Licht. „Die Unterschiede sind

gewaltig“, so Geschäftsführer Dr. Martin Zsohar:

„So bieten beispielsweise lediglich 49% der Tarife

eine Leistung ab Pflegestufe I und nur 71% leisten

ab Pflegestufe II“. Eine Garantie auf einen Pflegeplatz

binnen 24 Stunden im Rahmen der Assistance-

Leistungen bieten immerhin 22% der Tarife.

Überraschend: Lediglich ein einziger Versicherer

sieht bei einer diagnostizierten Demenz die Einstufung

und Leistung der Pflegestufe III vor.

Untersucht wurde der komplette Markt der Pflegeversicherungstarife,

die von Lebensversicherungsgesellschaften

angeboten werden, diese sind derzeit

43 Tarife von 15 Anbietern. Die vollständige Analyse

wird im Zuge der Veröffentlichung des neuen M&M

Pflegerenten-Ratings Ende März zur Verfügung

stehen.

77


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

78

Pflegeversicherung

PKV steht zum Aufbau einer ergänzenden

kapitalgedeckten Pflegezusatzversicherung bereit

Anlässlich der PKV-Jahrestagung 2011 erklärt der

Vorsitzende des Verbandes der privaten Krankenversicherung,

Reinhold Schulte:

„Die PKV hat das Thema Pflege zum Schwerpunkt

ihrer Jahrestagung 2011 gemacht. Wir wollen damit

auf den großen politischen Handlungsdruck hinweisen:

Angesichts der Alterung unserer Bevölkerung

ist zusätzliche Vorsorge unabweisbar nötig. Noch

ist es früh genug, um in die ergänzende Kapitaldeckung

einzusteigen – so, wie im Koalitionsvertrag

von Union und FDP vorgesehen.

Der Höhepunkt des demografischen Problems bei

der Pflege wird etwa in den Jahren 2050 bis 2060

erreicht. Bis dahin kann Kapitaldeckung zu durchaus

überschaubaren Beiträgen aufgebaut werden.

Jedes weitere Zögern der Politik aber macht es am

Ende für alle teurer. Wenn das neue Element der

Kapitaldeckung eine gute Wirkung entfalten soll,

muss der Kapitalstock jedoch unbedingt außerhalb

Bis zu 50 Prozent mehr Pflegebedürftige in den

nächsten 20 Jahren sagt eine aktuelle Modellrechnung

des Statistischen Bundesamtes voraus. Ursache

für die Zunahme ist die steigende Zahl älterer

Menschen. „Vier von zehn Bundesbürgern haben

jetzt schon Erfahrung mit Pflegefällen aus ihrem

privaten Umfeld“, weiß Sylvia Knittel, Pressesprecherin

der SV SparkassenVersicherung (SV). Umso

erstaunlicher ist es, dass gerade einmal sieben Pro-

des staatlichen Einflussbereiches, also auch außerhalb

der gesetzlichen Krankenkassen, angelegt werden.

Nur so würde die Politik vor der Versuchung

bewahrt, die Geldreserven für aktuelle Ziele in anderen

Bereichen aufzubrauchen, anstatt damit nachhaltig

für die Pflege vorzusorgen. Beispiele für solche

‚Zweckentfremdungen‘ gibt es viele. Die private

Krankenversicherung ist mit 25 Jahren Erfahrung

in der Kalkulation von Pflegezusatzversicherungen

bestens dafür geeignet, die Verantwortung für den

Aufbau eines kapitalgedeckten Zusatzelementes zu

übernehmen.

Kontinuierlich baut die PKV zudem ihre Kompetenz

in der Pflegeberatung und -qualität aus. Die Pflege

wird eine immer wichtigere Säule unseres Sozialsystems.

Zur Sicherung der Lebensqualität einer

alternden Bevölkerung müssen wir stärker auf den

Dreiklang aus Finanzierungssicherung, Qualitätssicherung

und Qualitätsentwicklung setzen. Die PKV

steht der Politik in allen diesen Bereichen als starker

Partner zur Verfügung.“

Verdoppelung der Pflegebedürftigen bis 2030

Zusatzversicherung deckt Pflegerisiko ab

zent eine private Zusatzversicherung gegen dieses

Risiko haben. Das belegt eine Studie von TNS Infratest

für die SV zum Thema Pflegeversicherung.

Als Hauptgründe zum Abschluss einer Zusatzpolice

werden mangelnde gesetzliche Absicherung und

der Wunsch nach einer finanziellen Vorsorge für

den Pflegefall genannt. Als wichtigste Leistungen

erwarten die Befragten einen ambulanten Pflegedienst

und die Bereitstellung einer Haushaltshilfe.


Man möchte also – so lange es geht – in den eigenen

vier Wänden die Pflegeleistungen erhalten.

Nach Schätzungen von Finanztest (Heft 02/2011)

sind über die Leistungen der gesetzlichen Kasse

hinaus monatlich rund 1.200 Euro nötig, wenn

jemand in Pflegestufe II zuhause von einem professionellen

Pflegedienst gut versorgt werden möchte.

„Man sollte sich in jedem Fall im ersten Drittel des

Berufslebens gedanklich mit einer Pflegezusatzversicherung

auseinandersetzen“, sagt Knittel. Denn

die Höhe der Beiträge ist abhängig vom Alter des

Versicherten. „Für Personen ohne Kinder ist die

Zusatzversicherung besonders wichtig. Sie sind im

Pflegefall oft auf sich allein gestellt und werden

durch drohende Finanzierungslücken im schlimmsten

Fall zu Sozialfällen“, so Knittel weiter. Gibt es

Familienangehörige, werden diese vom Sozialamt in

die Pflicht genommen.

Pflegetagegeld empfehlenswert

Es gibt drei Grundmodelle der Pflegezusatzversicherung.

Die Pflegerentenversicherung zahlt je

nach Hilfsbedarf (Pflegestufe) eine monatliche

Rente, sobald man pflegebedürftig wird. Bei der

Pflegekostenversicherung werden die gesetzlichen

Leistungen um einen vertraglich festgelegten Prozentsatz

aufgestockt. Bei der Pflegetagegeldversicherung

wiederum gibt es je nach Pflegestufe einen

individuell vereinbarten Tagessatz – unabhängig von

den tatsächlich entstandenen Kosten. Dieses Modell

empfiehlt auch die SV. Sie bietet ihr Produkt zusammen

mit der Union Krankenversicherung (UKV) unter

dem Namen PflegeVorsorge an. Die Beiträge für

das Pflegetagegeld werden über eine sofort beginnende

Rente gegen Einmalbeitrag finanziert. Damit

eignet sich die PflegeVorsorge auch für diejenigen,

die in jungen Jahren noch nicht vorgesorgt haben

oder eine sofortige Absicherung gegen Pflegebedürftigkeit

ohne Ansparzeiten wünschen. Tritt der

Pflegefall dann ein, gibt es neben dem Pflegetagegeld

auch noch die vereinbarte Rente.

Der Staat bietet nur eine Grundabsicherung

Seit dem 1. Januar 1995 besteht die Pflegeversicherung

in Deutschland als Grundabsicherung für

Pflegefälle. Jedes Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse

ist automatisch Mitglied einer Pflegeversi-

Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

cherung. Für privat Versicherte gilt die Pflicht eine

Pflegezusatzversicherung abzuschließen. Die staatliche

Leistung stellt – je nach Pflegestufe – eine

Grundversorgung von maximal 1.510 Euro (1.918

bei Härtefällen) sicher. Da aber ein Platz im Pflegeheim

heute über 3.000 Euro im Monat kosten kann,

entsteht oft eine Finanzierungslücke, die in vielen

Fällen die Familienangehörigen schließen müssen.

Die gesetzliche Pflegeversicherung kann also nur

eine Grundversorgung bieten. Zudem ist nicht vorherzusagen,

wie sich die gesetzliche Pflegeversicherung

in den kommenden Jahren entwickelt.

Derzeit hat die Versicherung zwar noch einen Überschuss,

dieser wird nach aktuellen Berechnungen

aber spätestens 2014 aufgebraucht sein. Daher

plant das Bundesministerium für Gesundheit eine

Reform der staatlichen Absicherung. Wie auch immer

die Reform ausfallen wird: Pflegebedürftige

werden auch in Zukunft einen Teil der Pflegekosten

mit ihrer Rente oder Vermögen bezahlen müssen –

oder mit dem Geld aus einer privaten Pflegerentenzusatzversicherung.

79


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

80

Pflegeversicherung

Pflegefall:

Jüngere sind sich der Wichtigkeit privater Vorsorge besonders

häufig bewusst

Aktuelle Finanzmarktstudie Pflegespiegel 2011

Die Absicherung durch eine private Zusatzversicherung

für den Pflegefall halten besonders die 30-

bis 39-Jährigen für wichtig. Doch die vermeintlich

hohen Kosten bremsen ihre Abschlussbereitschaft

oftmals aus. Grundlage hierfür ist häufig bloße Unkenntnis.

Denn viele kennen die auf Jüngere zugeschnittenen

Angebote überhaupt nicht und wissen

dementsprechend auch nicht, dass diese oftmals

innerhalb einer von ihnen als akzeptabel geltenden

Preisspanne lägen. Zu diesem Ergebnis kommt die

aktuelle Marktstudie „Pflegespiegel 2011" des

Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov-

Psychonomics AG. Diese untersucht die Such- und

Entscheidungsprozesse sowie spezifische Produktpräferenzen.

Im Rahmen der Studie wurden über

1000 Bundesbürger ab 20 Jahren bevölkerungsrepräsentativ

befragt.

Demnach fällt das generelle Kundenpotenzial größer

aus, als die aktuelle Marktabdeckung möglicherweise

vermuten lässt: Von den 92 Prozent aller

Befragten, die aktuell noch keine private Pflegezusatzversicherung

abgeschlossen haben, gibt die

überwiegende Mehrheit an, auch in den kommenden

zwölf Monaten keine abschließen zu wollen.

Fast die Hälfte dieser Personen hält eine private Pflegezusatzversicherung

aber für wichtig und kann daher

als zukünftige Potentialgruppe verstanden werden.

Und was das Potential weiter stärken dürfte:

Befragte, die eine pflegebedürftige Person kennen,

schätzen die Pflegequalität bei privat Zusatzversicherten

schon jetzt deutlich positiver ein als bei

allein gesetzlich Versicherten.

20 bis 39-Jährige interessiert, aber schlecht

informiert

Gerade die 20 bis 39-Jährigen schätzen die Wichtigkeit

einer privaten Pflegezusatzversicherung

überdurchschnittlich hoch ein. Sie zeigen sich da-

bei aber auch verhältnismäßig schlecht informiert,

schätzen gesetzliche Bestimmungen oftmals falsch

ein und neigen zudem dazu, die Absicherung durch

die gesetzliche Pflegeversicherung zu überschätzen.

Überschätzt werden auch die Kosten für eine private

Absicherung. Denn viele marktübliche Preise

für Abschlussbereite aus dieser Altersgruppe lägen

de facto sogar am eher unteren Rand der Preistoleranzspanne

und wären damit akzeptabel.

Dementsprechend gehören die 20 bis 29-Jährigen

zu den potentialstärksten Gruppen. Denn schon

jetzt erwägt fast jeder Sechste langfristig den Abschluss

einer privaten Pflegezusatzversicherung.

Eine klarere Sicht auf Anbieter, Preise, Konditionen

und Absicherungsmöglichkeiten dürfte diese Offenheit

sogar noch weiter heben. Bei der selbständigen

Suche nach Informationen werden dabei überdurchschnittlich

häufig die Internetseiten von Krankenkassen

und auch von privaten Anbietern als

favorisierte Informationskanäle genannt.

20 bis 29-Jährige:

Abweichungen im Relevant Set

Interessant ist auch die abweichende Werbewahrnehmung

der 20 bis 29-Jährigen. Sie nehmen Werbung

für Pflegeversicherungsprodukte insgesamt

etwas seltener wahr als die 50 bis 69-Jährigen. Und

sie ziehen andere Anbieter in Betracht: So werden

im Relevant Set der 20 bis 29-Jährigen die Versicherer

AachenMünchener, Allianz, AXA, Debeka,

DEVK, ERGO, ERGO Direkt, HUK-Coburg und Signal

Iduna (in alphabetischer Reihenfolge) besonders

häufig genannt.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie unter

www.psychonomics.de/trade/productview/272


Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Technische Beratungsunterstützung

SDK-App

Beschreibung und Symbol

Die kostenlose App “Gesund & fit” der SDK und

Onmeda, einem der führenden Gesundheitsportale

Deutschlands, bietet leicht verständliche Informationen

und Services zu den Themen Gesundheit,

Wohlbefinden und Medizin. SDK-Interessierte und

Versicherte finden vielfältige Inhalte und Hilfestellungen

rund um das Thema Krankenversicherung.

Nutzer können überall und jederzeit eine Auslandskrankenversicherung

abschließen und mobil ihre

Adresse und Bankverbindung ändern.

Die App liefert Nutzern zahlreiche nützliche Tipps

und Tools. Sie helfen dabei, fit zu bleiben und die

Gesundheitsvorsorge zu organisieren. Interaktive

Körperfiguren helfen dem medizinischen Laien, Beschwerden

zu lokalisieren. Ein Pillenalarm erinnert

an die Einnahme von Tabletten und der interaktive

BMI-Rechner erlaub, die indivduelle Body-Mass-Index

Kurve zu speichern. So unterstützt die App beim

App

Die Dialog Lebensversicherungs-AG bietet ihren

Vertriebspartnern in Deutschland seit 2010 einen

mobilen Internetauftritt an. Jetzt hat der Spezialversicherer

für biometrische Risiken sein Angebot erweitert

und stellt eine neue „Bedarfsrechner-App“

zur Verfügung.

Dieses Tool soll eine wertvolle Unterstützung für den

Vertriebspartner in seiner Vorsorgeberatung darstellen.

Die neue App umfasse einen Bedarfsrechner für

die Berufsunfähigkeitsversicherung („BU-Bedarfsrechner“)

und einen Bedarfsrechner für die Risikolebensversicherung

(„RLV-Bedarfsrechner“). Damit

der Lebensstandard auch langfristig erhalten bleibt

Mit dem BU-Bedarfsrechner lasse sich mit wenigen

Eingaben die Lücke berechnen, die sich im Falle der

Berufsunfähigkeit ergäbe, wenn der bisherige Le-

dauerhaften Abnehmen.

Weitere Gesundheits-

und Selbsttests

sind der Waist-to-Hip-

Rechner, der Kalorienverbrauchschek,

Tests zum biologischen Alter und

zur geistigen Fitness. Individuelle Notfalldaten kann

der Nutzer hinterlegen, wie Blutgruppen, Unverträglichkeiten

und Allergien gegen gewissen Stoffe

oder Medikamente. Zudem enthält die Anwendung

Checklisten für die Haus- und Reiseapotheke, praxisnahe

Anleitung für Sportarten, Vorbeugeübungen

sowie Informationen zu über 500 Symptomen,

Krankheiten und Behandlungen.

Link zum iTunes Store:

iPhone

http://itunes.apple.com/de/app/gesund-fit/id435944286?mt=8

iPad

http://itunes.apple.com/de/app/gesund-fit-furs-ipad/id437206023?mt=8

mit Bedarfsrechner für Berufsunfähigkeits- und Todesfallschutz

bensstandard aufrechterhalten werden solle. Damit

werde der Kapitalbedarf ermittelt, der mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung

der Dialog abgesichert

werden könne.

Ähnlich verhalte es sich mit dem RLV-Bedarfsrechner,

der mit ebenfalls nur wenigen Eingaben für den Todesfall

die Ermittlung der finanziellen Lücke bei den

Hinterbliebenen ermögliche. Daraus ergäbe sich die

Versicherungssumme, die erforderlich sei, um mit

einer Risikolebensversicherung des Unternehmens

die Versorgungslücke zu schließen.

Mit dem Ergebnis des so ermittelten individuellen

Versicherungsbedarfs könne über den verlinkten

Online-Tarifrechner sofort ein passendes Angebot

berechnet werden.

81


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

82

Technische Beratungsunterstützung

IDEAL OnlineService jetzt auch für das iPhone

Ab sofort bietet die IDEAL Versicherungsgruppe ihren

Vertriebspartnern einen mobilen Zugang zum

IDEAL OnlineService. Hierfür wurde eine iPhonegerechte

Website entwickelt, mit der Symbole für

jeden Tarifrechner auf dem iPhone, dem iPod oder

dem iPad angelegt werden können.

Unter der Adresse www.ideal-versicherung.de/iPhone

müssen nur der Benutzername und das Passwort

Im ersten Schritt lädt der Nutzer die Applikation aus

dem App Store herunter und registriert sich. Von

Seiten der HanseMerkur erfolgt die Verifizierung

des Vertragsverhältnisses mit anschließender Freischaltung

für das Verfahren. Dabei ist die Nutzung

der RechnungsApp für den Kunden ganz unkompliziert.

Mit Hilfe seines Smartphones kann er den 2-D-

Barcode, der sich auf ambulanten und stationären

Arztrechnungen befindet, abfotografieren und so

schnell und bequem an die HanseMerkur übermitteln.

Der Sicherheitsschlüssel der App garantiert

eine Codierung der dabei übertragenen Daten im

gesamten Prozess.

Zudem können sich Abonnenten der App über die

Funktion Rechnungsübersicht jederzeit und überall

einen Überblick über den Bearbeitungsstand ihrer

Rechnungen verschaffen. Unter Rechnungsdetails

erhalten sie zudem Informationen zur erfolgreichen

digitalen Übermittlung und zum Eingang der Rechnung.

„Wir sind der erste Versicherer, der seinen Kunden

diesen Service anbietet“, freut sich Folke Tedsen, Leiter

der Leistungsabteilung der HanseMerkur. „Auf diese

Weise wird der Weg der Leistungsabrechnung vereinfacht

und der Kunde bekommt so schneller seine

Auslagen erstattet“. Entwickelt hat die App das

des IDEAL Vertriebssystems IPOS eingegeben werden.

Anschließend wird Schritt für Schritt und anschaulich

erklärt, wie die einzelnen IDEAL OnlineServices

eingesetzt werden können. Alle Produkte der

IDEAL sowie die Pflegeanalyse können so auf dem

Home-Bildschirm abgelegt werden. Zu den Services

zählen Bedarfs- und Tarifrechner der verschiedenen

Seniorenprodukte.

HanseMerkur bietet Leistungsregulierung 2.0

Erste RechnungsApp optimiert Kundenservice in der Privaten

Krankenversicherung

Technologieunternehmen IBM. „Die RechnungsApp

bietet dem Versicherten der HanseMerkur einen

gut durchdachten, papierlosen Service zur Belegeinreichung“,

erklärt Ronald Fritz, Executive Architect

bei IBM Global Business Services, und fügt hinzu:

„Die Rechnungsinhalte werden in einem zertifizierten

und in hohem Maß zuverlässigen Verfahren

unter Nutzung des IBM Insurance Service Hubs (ISH)

übertragen“. Für die grafische Umsetzung war die

Berliner Agentur Novamondo verantwortlich.

Der neue Service der HanseMerkur gilt für ambulante

und stationäre Arztrechnungen, die über Privatärztliche

Verrechnungsstellen (PVS) ausgestellt werden.

Aktuell nehmen knapp 38.000 niedergelassene Ärzte

und Zahnärzte sowie leitende Krankenhausärzte an

dem Verfahren teil, und es werden kontinuierlich weitere

Partner für die Teilnahme gewonnen.

Die kostenlose App mit kurzer Unternehmensdarstellung

und Newsletter-Bestellfunktion ist unter

folgender URL im App Store erhältlich:

http://itunes.apple.com/de/app/hansemerkurrechnungsapp/

id453734866?mt=8

Unter www.hansemerkur.de/presse stehen Screenshots

der RechnungsApp zum Download bereit.


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