PDF, 815,1Kb - Linde Gas

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PDF, 815,1Kb - Linde Gas

knowhow

Magazin für Kunden und Partner

Der Geschmack des Atlantiks

Abba Seafood setzt bei der Herstellung edler

Fischprodukte auf Spitzentechnik von Linde Gas

� High-Tech-Recycling: Wie aus alten Pneus neue Straßen entstehen

� Jan Hamrefors: „coole“ Trockenreinigung

1|2003


02 Linde knowhow 1/03

“Straßen machen aus neuen Reifen alte Reifen.

Wir machen aus alten Reifen neue Straßen.

Wenn das kein perfekter Kreislauf ist.”

Vasco Pampulim, Geschäftsführer bei Recipneu

in Sines, Portugal (Seite 08)


EDITORIAL INHALT

Technische Gase schaffen faszinierende Möglichkeiten

Wir bei Linde Gas sind überzeugt: Wahre Innovation beginnt

immer beim Kunden. Daher ist der Ausgangspunkt für alles

was wir tun die Nähe zu Ihnen, unseren Kunden. Nur aus dieser

Perspektive heraus gelingt es uns immer wieder, all die

neuen und faszinierenden Anwendungsmöglichkeiten für technische

Gase zu entwickeln, die Ihr Geschäft stärken und Ihre

Wettbewerbsfähigkeit sichern.

Dabei überlegen wir ständig, wie Linde Gas auch Ihnen

helfen kann, noch effizienter, produktiver und profitabler zu

arbeiten. Antworten dazu finden Sie in der neuen knowhow.

Das Heft wurde komplett neu gestaltet und bietet Ihnen

viele interessante Innovationen und Trends in einem noch

attraktiveren Format. Die neue knowhow bringt Berichte,

Nachrichten und Fallstudien aus aller Welt und vermittelt

Ihnen einen Eindruck unserer starken internationalen Ausrichtung.

In dieser Ausgabe erfahren Sie, wie Linde Gas dafür

sorgt, dass Sie die kulinarischen Schätze des Atlantiks frisch

auf Ihren Teller bekommen. Zudem verraten wir Ihnen, wie

im südlichen Portugal dank Spitzentechnik von Linde hochwertige

Fahrbahndecken aus Altreifen entstehen und so die

Umwelt nachhaltig geschont wird. Und Sie dürfen darauf

gespannt sein, wie Linde den technischen Fortschritt auf dem

Gebiet der Energiegewinnung aus Wasserstoff vorantreibt.

Dr. Aldo Belloni

Mitglied des Vorstands der Linde AG

04 08 11

TITEL

CASE STUDY

INTERVIEW

NEWS & TRENDS

04 Der Geschmack des Atlantiks

Abba Seafood setzt bei der

Herstellung edler Fischprodukte auf

Spitzentechnik von Linde Gas

08 Reife Leistung

Wie mit Linde Gas aus alten Reifen

neue Straßen werden

11 „Ich bin besessen!“

Jan Hamrefors, Projektmanager

des WashPoint -Programms bei

Linde Gas

12 Partnerschaft zwischen

Linde und Sonatrach

Gemeinsames Helium-Projekt

in Algerien

Gemeinsam für eine

saubere Zukunft

Wasserstoff als alternativer

Energieträger im Straßenverkehr

13 Flachmann für Flüssigwasserstoff

Platzsparender Wasserstofftank

für Kraftfahrzeuge

Benzin oder Wasserstoff?

Dritte Wasserstofftankstelle

in Deutschland eröffnet

14 Ein strategischer Schritt für Linde

Größte Luftzerlegungsanlage

Österreichs

15 Werden Sie Experte!

Sicherheits-Schulungen für Kunden

und Partnerfirmen

Flexible On-site-Versorgung für

mehr Kunden

Neue Fertigungsstätte für kryogene

On-site-Gaserzeugungsanlagen

in England

16 Neues Testzentrum für

Kaltzerkleinerung in Frankreich

Linde und MICRONIS eröffnen Testzentrum

für kryogene Anwendungen

1/03 Linde knowhow 03


TITEL

04 Linde knowhow 1/03

DER

GESCHMACK

DES ATLANTIKS

Abba Seafood setzt bei der Herstellung edler

Fischprodukte auf Spitzentechnik von Linde Gas

TEXT_DR.-ING. RUDOLF BERGHOFF

MARKTENTWICKLUNG, KUNDENSEGMENT FOOD, LINDE GAS


Anstehen für den Gefrierschock

im Powerfroster.

Kennen Sie auch das Gefühl? Sie sind nach einem harten

Arbeitstag endlich Zuhause – müde und hungrig. Zum Kochen zu

erschöpft – aber Sie haben auch keine Lust auf das typische

Schinken/Käse-Sandwich! Wie wär’s statt dessen mit einem

Meeresfrüchte-Snack? Mit reichlich Omega-3-Fettsäuren, viel

Vitamin B12 und Selen – gesund, schmackhaft und einmal etwas

anderes als die üblichen Stullen.

Lebensmittelhersteller haben es heutzutage nicht leicht: Die

Kunden wünschen abwechslungsreiche, vollwertige Kost, die

sich einfach zubereiten lässt. Zugleich werden Fertigungsprozesse,

Zutaten sowie die Wirkung auf Gesundheit und

Umwelt schärfer denn je überwacht. Doch Abba Seafood hat

einen interessanten und innovativen Weg gefunden, um all

diese Forderungen optimal zu erfüllen.

Hochwertige Nahrung aus dem Ozean . . .

Abba Seafood AB ist einer der größten Hersteller von Fischprodukten

in Europa. Das schwedische Traditionsunternehmen

ist seit über 150 Jahren erfolgreich auf dem skandinavischen

Seafood-Markt tätig und erwirtschaftete 2002 mehr als 203

Millionen Euro Umsatz.

Um das gestiegene Verbraucherinteresse nach einfachen und

gesunden Kurzmahlzeiten zu stillen, kreierte Abba eine neue

Sandwich-Kultur – mit delikaten Brotaufstrichen in den

Geschmacksrichtungen Thunfisch, Makrele, Schellfisch und

Lachs. „Die Verbraucher würden gerne mehr Fischprodukte

essen, zumal Fisch und dessen Fettsäuren wichtig für eine

gesunde Ernährung sind. Deshalb bringen wir frische

Nahrung aus dem Meer so schnell und einfach wie möglich

auf den Tisch des Verbrauchers,“ sagt Joel Oresten, Technischer

Leiter bei Abba Seafood. Aus Umweltschutzgründen

betreibt Abba Seafood bestandsschonenden Fischfang. Daher

kommt der Fisch für das neue Brotaufstrichsortiment aus

den reichhaltigen, kalten Gewässern des Nordatlantiks. Die

kurze Haltbarkeit und besondere Empfindlichkeit von Fischpaste

erfordern eine schnelle und wirkungsvolle Kühlung.

Nur so kann das bakterielle Risiko minimiert und eine gleichbleibend

hohe Produktqualität gewährleistet werden.

. . . frisch auf den Tisch des Konsumenten

Um den Kunden stets Spitzenqualität zu bieten, also die Aufstriche

ohne Feuchtigkeitsverlust und Qualitätseinbußen

schnellstmöglich abzukühlen, kam für Abba Seafood nur kryogenes

Frosten in Frage. Die Lösung der Wahl, stellte sich schnell

1/03 Linde knowhow 05


heraus, war ein leistungsstarkes, kryogenes Gefriersystem

von Linde Gas. Mit einem Linde-Spiralfroster vom Typ

CRYOLINE ® CS und Flüssigstickstoff wird die Fischpaste für

Transport und Auslieferung möglichst rasch von +70 °C auf

+8 °C abgekühlt. Die innovative Spitzentechnik dieser neuen

Generation von Spiralfrostern nutzt die besonders tiefe

Temperatur von Flüssigstickstoff für noch schnelleres und

zugleich besonders schonendes Frosten.

Höchste Qualität

Kryogenes Frosten und Kühlen eignet sich bestens für nahezu

alle Lebensmittel – ob Fleisch-Patties, Würstchen, Fisch(filets),

Kuchen, Eiscreme, Backwaren, Pizza und Fertiggerichte – auch

in großen Mengen. Bei dieser kryogenen Kühlanlage wird tiefkalt

verflüssigter Stickstoff mit -196 °C auf die Produkte

gesprüht und die Kühlleistung durch Ventilatoren verstärkt.

Diese erzeugen Strömungen, wodurch das noch sehr kalte Gas

gezielt an den Produkten vorbeigeführt wird und diesen so

weitere Wärme entzieht. Dieses speziell designte Kaltgas-

Zirkulationssystem gewährleistet eine maximale Kühlwirkung.

Da Stickstoff inert ist, beeinflusst er weder Geschmack

noch Aussehen der Paste. Der flüssige Stickstoff verdampft

spontan, sobald er auf die Produkte trifft. Bei diesem

06 Linde knowhow 1/03

Kryogene Kühltechnik von Linde entschärft bakterielle Risiken.

Vorgang wird dem Produkt 20-30 mal mehr Wärme entzogen,

als durch Kühlung mit Ventilatoren allein (obwohl diese auch

zur Vorkühlung der Produkte eingesetzt werden).

Dazu Joel Oresten: „Beim Kühlprozess vermehren sich

Bakterien am schnellsten zwischen 20 und 50 Grad Celsius.

Genau diesen Temperaturbereich durchläuft der Froster von

Linde äußerst rasch. Dies verringert bakterielle Risiken und

garantiert somit maximale Hygiene sowie optimale Qualität

für unsere Kunden.“

Kompakte Maße

Ein weiterer enormer Vorteil: der geringe Platzbedarf des Spiralfrosters.

Abba Seafood konnte die Kühlungskapazität erweitern

und benötigt trotzdem weniger Stellfläche. Das wäre mit

dem vorher verwendeten Tunnelfroster nicht möglich gewesen.

Mit 3,5 m Länge, 2,5 m Breite und 3,1 m Bauhöhe ist der

CRYOLINE ® CS erheblich kompakter als vergleichbare Froster.

Das patentierte, selbststapelnde Transportband im Inneren

erspart eine Trägerkonstruktion. Die gestapelten Spiralwendeln

stabilisieren einander und sind um eine Drehtrommel

gelegt, die zugleich als Bandantrieb dient. Statt der normalerweise

bis zu 12 Ventilatoren benötigt man hier nur noch einen

einzigen, der zentral innerhalb der Trommel angeordnet ist.


„Die Verbraucher würden gerne mehr Fischprodukte essen, zumal

Fisch und dessen Fettsäuren wichtig für eine gesunde Ernährung sind.

Deshalb bringen wir frische Nahrung aus dem Meer so schnell und

einfach wie möglich auf den Tisch des Verbrauchers.”

Höchste Standards für Hygiene und Sicherheit

Um die strengen Hygiene-Auflagen der Lebensmittelindustrie

zu erfüllen, verfügt der Froster über ein automatisches Reinigungssystem:

CIP (Cleaning-In-Place). Damit lässt er sich

zwischen den Produktionsdurchläufen einfach aber dennoch

gründlich reinigen – ohne ihn zu zerlegen oder zu betreten.

Da das CIP auch schwer zugängliche Stellen sicher erreicht,

kann ein durchgängig hoher Hygienestandard garantiert werden.

Ebenfalls wichtig: die Betriebssicherheit. Pneumatische

Türdichtungen verriegeln den Froster sicher und verhindern

das Austreten von Gas. Dies ermöglicht gleich bleibend gute,

reproduzierbare Kühlergebnisse. Die optimale Isolierung des

Frostergehäuses verhindert Kälteverluste und führt so zu hoher

Wirtschaftlichkeit. Zudem sorgen automatische Kontrolleinrichtungen

für einen einfachen und sicheren Betrieb.

Das Netz weiter auswerfen

Bei Abba Seafood weiß man, dass neben vernünftiger Fangpolitik

und hochwertiger Verarbeitung auch Spitzentechnik

unentbehrlich ist, um Nährwert und Frische der Rohprodukte

aus dem Atlantik zu bewahren. „Unsere Kunden achten auf

zwei Dinge“, so Joel Oresten. „Sie legen Wert darauf, dass

unsere Fanggründe in bestandsreichen, sauberen Gewässern

Joel Oresten, Technischer Leiter bei Abba Seafood

Erfolg und Tradition haben bei Abba Seafood viele Gesichter.

liegen. Gleichzeitig bestehen Sie auf modernste Verarbeitungsprozesse,

damit Frische und Qualität erhalten bleiben.

Unsere kryogene Frosterlösung von Linde ist genau die Art

von Technologie, mit der sich größtmögliches Kundenvertrauen

erzielen lässt.“ Die Fischpasten von Abba Seafood besitzen

eine Haltbarkeit von rund 12 Wochen. Nach dem Öffnen muss

man sie kühl lagern und innerhalb weniger Tage verzehren.

Für viele Verbraucher sind sie eine willkommene Alternative

zu herkömmlichen Brotaufstrichen. Die Markteinführung in

Schweden hat gezeigt, dass sich die neuen Pasten erfolgreich

verkaufen. Deshalb will man sie demnächst auch auf anderen

Märkten anbieten. �

Dr.-Ing. Rudolf Berghoff, Marktentwicklung Food, Linde Gas

rudolf.berghoff@linde-gas.com

FISCHVERARBEITUNG MIT LINDE

– Durch kryogene Kühlung bleiben Frische

und Nährwert bestmöglich erhalten

– Maximale Produktqualität durch minimale

bakterielle Gefährdung

– Hervorragende Hygiene dank CIP (Cleaning-in-Place)

1/03 Linde knowhow 07


CASE STUDY

08 Linde knowhow 1/03

REIFE

LEISTUNG

Wie mit Linde Gas aus alten Reifen neue Straßen werden

TEXT_JORGE DE SOUSA, ANWENDUNGSTECHNIK,

LINDE SOGÁS, PORTUGAL


In Portugal fallen jährlich rund

52.000 Tonnen Altreifen an.

„Reibungsloser Betrieb erfordert

zuverlässige und preisgünstige

Gaslieferungen. Sobald wir rund

um die Uhr arbeiten, darf es keine

Lieferunterbrechungen geben.“

Vasco Pampulim

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wo Ihre

abgefahrenen Autoreifen jetzt sein könnten?

Nun, möglicherweise fahren Sie gerade darüber.

Die portugiesische Recyclingfirma Recipneu

suchte eine wirkungsvolle Methode, die gigantisch

wachsenden Altreifenstapel zu entsorgen.

Mit Hilfe von Linde Gas fand man einen intelligenten

Weg, um dieses Umweltproblem ökologisch

sinnvoll und zugleich profitabel zu lösen.

Mehr als nur eine Geschäftsidee

Allein in Portugal fallen jährlich 52.000 Tonnen

Altreifen an – Tendenz steigend. Die

Entsorgung stellt eine gewaltige Herausforderung

dar. Mülldeponien sind meist schon

überfüllt. Einfach draußen herumliegen lassen

kann man die unansehnlichen Reifenstapel

auch nicht – das verbietet sich schon wegen

der Brandgefahr. Und wer will schon Berge

von Altreifen in seiner Nachbarschaft? Verfeuern

hingegen wäre bedenklich für Umwelt

und Gesundheit. Vasco Pampulim, Gründer

und kreativer Motor von Recipneu, ging das

Problem von einer völlig anderen Seite an. Als

Chemiker und Spezialist für Polymere forschte

er nach einer Möglichkeit, Gummiabfall in

nützliche Produkte umzuwandeln und damit

auch noch Geld zu verdienen. „Gummi ist ein

äußerst vielseitiger Wertstoff. Ich war mir

sicher, dass es dafür zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten

gibt – eine schonende Verarbeitung

vorausgesetzt – bei der die Materialeigenschaften

erhalten bleiben,“ erläutert

Pampulim. Er entwarf 1996 einen Geschäftsplan,

sicherte die Finanzierung und bekam

von den portugiesischen Straßenverkehrsbehörden

1998 freie Fahrt. 2000 wurden die

technischen Anlagen in Sines errichtet, und

2001 nahm Recipneu den Betrieb auf. 1999

gründete Pampulim zusammen mit zwei

Kollegen die Schwesterfirma Recipav, die als

führender Spezialist für Gummiasphalt die

Bauindustrie beliefert.

Der Kreislauf schließt sich

Pampulims Idee ist genial einfach – gemeinsam

mit Recipav schließt Recipneu den

Gummikreislauf: Aus alten Reifen wird

neuer Asphalt. Statt den Gummi bei Umgebungstemperatur

zu zerkleinern, wählte man

ein kryogenes Verfahren. Linde Gas sollte

hierfür den Flüssigstickstoff liefern sowie

die technische Betreuung und den Kundendienst

bereitstellen. „Die beim herkömmlichen

Zerkleinern unter Normaltemperatur

verwendeten Elektromotoren, Klingen und

Mahlwerke bewirken eine enorme Hitze und

damit auch den chemisch bedingten Zerfall

der Polymerketten“, so Pampulim. „Genau

das aber wollten wir vermeiden. In Machbarkeitsuntersuchungen

versprach das Kaltzerkleinern,

selbst bei Berücksichtigung der

Zusatzkosten für den Flüssigstickstoff, einen

immensen Wettbewerbsvorteil – und obendrein

merkliche Kostenvorteile sowohl beim

Betrieb als auch bei der Entsorgung. Hinzu

kam das beträchtliche Marktpotenzial für

Gummiasphalt.“ Das Kaltzerkleinern eignet

sich gut für Kunststoffe, elastische und hitzeempfindliche

Materialien, insbesondere

wenn sehr kleine Teilchengrößen gefordert

sind. Die Vorteile: geringere Zerkleinerungskosten,

kleinere Partikel und keine hitzebedingte

Verschlechterung der Materialqualität.

Da Gummi bei großer Kälte brüchig wird,

benötigt das Kaltzerkleinern weniger Ener-

1/03 Linde knowhow 09


CASE STUDY

Mit leistungsfähigen Hammermühlen

lässt sich der spröde Gummi bei

Recipneu leicht zerkleinern.

„Die Polymerverbindungen und

Chemikalien im Gummiabfall sind

zum Verfeuern oder Wegwerfen

viel zu wertvoll. Ich suchte nach

einer kostengünstigen, umweltfreundlichenRückgewinnungsmöglichkeit,

um diese Stoffe

sinnvoll zu verwerten.“

Vasco Pampulim, Geschäftsführer

bei Recipneu

10 Linde knowhow 1/03

gie, was größere Fertigungsmengen ermöglicht.

Noch wichtiger für Recipneu: Das Kaltzerkleinern

erschließt ein denkbar breites

Einsatzspektrum, weil damit nicht nur kleine

Körnungen, sondern auch Feinstaub hergestellt

werden kann. „Endlich begreift man,

dass wiederverwerteter Gummi ein wertvoller

und vielseitiger Grundstoff ist, der sich für

viele neue Einsatzzwecke eignet – für Straßen

ebenso, wie für Sport- und Spielplätze,“ fügt

Pampulim hinzu. „Zwar geht unser Ausstoß

größtenteils an Recipav, aber wir liefern auch

erhebliche Mengen Gummigranulat für

andere Bauvorhaben wie etwa kunststoffbeschichtete

Fußballfelder. Da unser “Kryo-

Gummi“ so gut wie geruchsfrei ist, eignet er

sich ideal dafür. Zudem verbessert er die

Abflusseigenschaften und garantiert optimale

Bespielbarkeit.“ Bei der kryogenen Verarbeitung

werden die Reifen in kleine Chips

vorgeschnitten, diese auf minus 80°C gekühlt,

in leistungsstarken Hammermühlen

zerkleinert und anschließend in feine Kügelchen

zermahlen. Nach dem Entfernen von

Fremdstoffen (Metall durch Magnete, Textilfasern

durch Absaugen) werden die Kügelchen

der Größe nach gesiebt. Die Gummigranulat-

und Gummistaubsorten werden an

Recipav verkauft, dort in einer speziellen Vorrichtung

gemischt und mit Bitumen versetzt,

um Gummiasphalt zu erzeugen. Dieser wird

dann an Straßenbaufirmen geliefert und als

Straßenbelag verarbeitet.

Ein zuverlässiger Partner

Recipneu ist 2001 in Betrieb gegangen und

wird seither schrittweise auf volle Kapazität

hochgefahren. „Wir setzen“, so Pampulim,

„was Gasversorgung und Kundendienst

betrifft, voll auf Linde.“ Mit dem SECCURA ® -

Service von Linde werden die Gasvorräte bei

Recipneu fernüberwacht und der Nachschub

automatisch nachbestellt. Die Fertigung rund

um die Uhr verschafft zusätzliche Wettbewerbsvorteile.

Besondere Bedeutung besitzen

für Recipneu auch die technische Unterstützung

und der Kundendienst durch Linde-

Experten, deren regelmäßige und gründliche

Wartung für maximale Anlageneffizienz und

Betriebssicherheit sorgen.

Vielversprechende Zukunft

Derzeit ist Recipav die einzige Firma in

Europa, die Gummiasphalt direkt vor Ort

fertigt und einsetzt: Bislang wurden bereits

mehr als 300 Straßenkilometer – meist in

Portugal – gebaut. Aber auch in Spanien und

Deutschland wurden 2002 schon die ersten

Bauvorhaben fertiggestellt. Der effiziente

Bitumen/Gummi-Misch- und Reaktionsprozess

gibt den Straßenbelägen eine besonders

hohe Qualität. Ausführliche Tests der portugiesischen

Straßenbehörden haben dies

bestätigt.

Mit seiner Wiederverwertungskapazität von

22.000 Tonnen entlastet Recipneu die

Umwelt in Portugal um nahezu 50 Prozent

der jährlich anfallenden Altreifen – eine

beeindruckende Leistung! Dementsprechend

groß ist das öffentliche Interesse

mit breiter Berichterstattung in der Landespresse.

Bleibt zu wünschen, dass sich bald

weitere Länder Europas diesem Beispiel

anschließen. �

Jorge de Sousa, Anwendungstechnik, Linde Sogás Portugal

jorge.sousa@pt.linde-gas.com


INTERVIEW

“ICH BIN

BESESSEN!“

Jan Hamrefors, Projektmanager

des WashPoint -Programms bei

Linde Gas

Kürzlich ging Linde Gas mit

dem britischen Chemieunternehmen

ICI und Herstellern

von Trockenreinigungsanlagen

eine Kooperation ein, um das

umweltgerechte Trockenreinigungsverfahren

WashPoint

auf breiter Basis zu vermarkten.

Wir haben mit Jan Hamrefors

über die Vorzüge dieser

Technik gesprochen.

Was ist das Besondere an WashPoint ?

WashPoint revolutioniert die Trockenreinigung.

Hoch wirksam und zugleich umweltfreundlich,

ist es die erste echte Alternative

zu herkömmlichen Trockenreinigungs-

Lösungsmitteln. Das ist eine aufregende Entwicklung

und für mich persönlich ein ungeheuer

spannender Bereich. Ich bin buchstäblich

von meiner Arbeit besessen.

Wie funktioniert WashPoint genau?

WashPoint ist ein Gemisch aus CO 2 und

einem neuen Reinigungsverstärker. Dies

bewahrt Mitarbeiter in Trockenreinigungsbetrieben,

wie auch deren Kunden, vor jeglichem

Kontakt mit chlorierten Lösungsmitteln

wie z. B. Perchlorethylen.

Aber gerade CO 2 bewirkt doch den Treibhauseffekt?

Verschärfen Sie damit nicht die

Umweltprobleme?

Ganz im Gegenteil – das CO 2 in WashPoint

ist ein Nebenprodukt aus Prozessen der chemischen

Industrie, muss also nicht zusätzlich

erzeugt werden. Und der Reinigungsvorgang

hinterlässt keine gefährlichen Abfallprodukte.

Kann man WashPoint für jede Art von

Bekleidung verwenden?

Ja, für fast alles – egal, ob Wolle, Seide,

Leder, Wildleder oder Pelze. Die niedrigeren

Temperaturen sowie das weniger aggressive

Lösungsmittel schonen optimal die Farben.

Was war der Grund für die Partnerschaft mit ICI?

Linde beobachtet sehr aufmerksam die Bedürfnisse

der Verbraucher. Diese sind verständlicherweise

zunehmend besorgt über

die Risiken chlorierter Lösungsmittel für

Gesundheit und Umwelt. WashPoint ist ein

perfektes Beispiel dafür, wie verschiedene

Unternehmen ihre Kräfte und Visionen

bündeln können, um auf die veränderten

Verbraucherbedürfnisse angemessen zu

reagieren und dabei zu einer sauberen und

sicheren Umwelt beitragen.

Welche Anreize gibt es für Betreiber von

Trockenreinigungsanlagen, auf WashPoint

umzusteigen?

Eines der nachhaltigsten Argumente ist das

starke Kundeninteresse – die meisten Verbraucher

würden lieber heute als morgen eine

umweltfreundliche Reinigungsalternative

nutzen. Mit WashPoint haben die Betreiber

von Trockenreinigungsanlagen klare Wettbewerbsvorteile:

Einerseits nutzen sie den

Vorzug, als Erste auf die kommenden Emissionsverordnungen

optimal vorbereitet zu sein.

Zum anderen entfallen Entsorgungskosten,

was wiederum die Betriebskosten senkt.

Wie sehen Sie die Zukunft CO 2-basierter

Reinigungsverfahren?

Uns stehen glänzende Zeiten bevor. Je schärfer

die Gesetzeslage wird – gerade, was Stoffe

wie Perchlorethylen angeht, das bereits in

einigen US-Staaten verboten ist – umso mehr

Firmen werden nach umweltfreundlichen

Alternativen für Reinigungszwecke suchen.

Allerdings kümmern wir uns auch um ganz

neue Einsatzmöglichkeiten für die CO 2gestützte

Präzisionsreinigung, so etwa in

Medizin und Maschinenbau. �

Jan Hamrefors, Projektmanager WashPoint , Linde Gas

jan.hamrefors@linde-gas.com

1/03 Linde knowhow 11


NEWS & TRENDS

Eine ähnliche Wasserstoff-

Tankstelle wie am Flughafen

München, die dort seit Jahren in

Betrieb ist (Foto), wird nun auch

in Berlin gebaut. Hierfür wird

Linde den Flüssigwasserstoff liefern

und den LH 2-Speichertank

mit Umfüllpumpe sowie LH 2-

Zapfsäule bereitstellen. Die

Anlage ermöglicht das Betanken

von Fahrzeugen mit flüssigem

sowie gasförmigem Treibstoff.

12 Linde knowhow 1/03

Aus der Wüste Algeriens stammt

das heliumreiche Erdgas, aus dem

in Skikda reines Helium gewonnen

werden soll.

Gemeinsam für eine

saubere Zukunft

Für den Einsatz von Wasserstoff

als alternativem Energieträger

engagiert sich Linde

unter anderem auch im

Rahmen der Clean Energy

Partnership (CEP) – ein gemeinsames

Projekt von Aral,

BMW, BVG, DaimlerChrysler,

Ford, GHW, Linde, MAN

und Opel, das im Sommer

letzten Jahres gestartet

wurde, um die Alltagstauglichkeit

von Wasserstoff zu

erproben.

Ein Beispiel für die Aktivitäten

der CEP ist die geplante

Eröffnung einer zweiten Wasserstoff-Tankstelle

in Berlin.

Die beteiligten Automobilunternehmen

werden im Rahmen

der CEP eine Testflotte

Partnerschaft zwischen

Linde und Sonatrach

Linde erweitert seine Kernkompetenz

im Bereich technischer

Gase durch ein

Jointventure mit dem algerischen

Unternehmen Sonatrach.

Bei diesem Produktions-

und Vertriebs-Jointventure,

genannt HELISON,

hält Linde jeweils 51 Prozent

der Anteile. Mit diesem strategischen

Schritt ergänzt

Linde sein Portfolio an technischen

Gasen, die in eigener

Regie hergestellt und vertrieben

werden, um das Edelgas

Helium. Das Unternehmen

ist nun ideal aufgestellt, um

sich als bedeutender Anbieter

im weltweiten Heliummarkt

zu positionieren. Dieser

wächst jährlich um fünf

bis zehn Prozent.

In Skikda, an der Ostküste

Algeriens, wird Linde eine

Heliumverflüssigungs-Anla-

mit bis zu 30 Fahrzeugen betreiben.

Dabei soll sich zeigen,

ob der Wasserstoffantrieb

alltagstauglich ist und

wie die neuen Betankungstechnologien

vom Kunden

angenommen werden. Die

von der Bundesregierung

geförderte CEP ist Teil der nationalenNachhaltigkeitsstrategie

zur Entwicklung

erneuerbarer Energieträger.

Sie soll zukunftsweisende

Technologien unterstützen

und die Voraussetzungen

für den Einsatz alternativer

Kraftstoffe im Straßenverkehr

aufzeigen. �

ge mit einem Gesamtinvestitionswert

von rund 84 Millionen

Euro bauen. Die

Anlage soll 2005 in Betrieb gehen

und wird jährlich 17

Millionen Kubikmeter Helium

erzeugen. Das entspricht

bis zu zehn Prozent der jährlichen

Weltproduktion. Über

das Vertriebs-Jointventure soll

das in Algerien gewonnene

Helium weltweit vermarktet

werden.

Das Edelgas Helium wird für

unterschiedlichste wissenschaftliche

und medizinische

Anwendungen benötigt, beispielsweise

zur Erzeugung

tiefster Temperaturen nahe

dem absoluten Nullpunkt, für

die Supraleitung (z. B. in

der Kernspintomographie),

in der Glasfasertechnologie

oder beim Bau von elektronischen

Schaltkreisen. �

Die dritte Wasserstoff-Tankstelle

ihrer Art in Deutschland wird

zunächst von BVG-Bussen

mit Brennstoffzellenantrieb

genutzt werden.


Flachmann für

Flüssigwasserstoff

Wasserstoffantrieb für Kraftfahrzeuge

gilt als ernsthafte

Alternative zu den heutigen

Benzin- oder Dieselmotoren.

Der Einsatz von Flüssigwasserstoff

verringert die Umweltbelastung

und ermöglicht

mittlerweile eine vergleichbare

Reichweite und

Leistung wie herkömmliche

Kraftstoffe. Die größte Hürde

für den breiten Einsatz war

bislang der Platzbedarf für

den Kraftstoffbehälter – denn

wer kauft gern ein Auto, bei

dem der Kofferraum fast komplett

von einem riesigen Tank

ausgefüllt wird? Die Lösung:

formoptimierte Flüssigwasserstofftanks

von Linde. Dank

ihrer platzsparenden Form

sind sie einbaufreundlich und

fassen dennoch genug Treibstoff.

Bereits seit 1989 arbeitet

Linde eng mit der Auto-

Benzin oder

Wasserstoff?

Vermutlich ist die Frage gar

nicht so weit hergeholt.

Schließlich gilt Wasserstoff

allgemein als heißer Kandidat,

wenn es um eine abgasfreie

Zukunft geht. Zwar fehlt es

noch an einer leistungsstarken

Infrastruktur, die es mit

dem herkömmlichen Tankstellennetz

aufnehmen kann,

doch das muss nicht so bleiben.

Das denkt man jedenfalls

bei Linde – und tut auch

etwas dafür. Ein wichtiger

Schritt in diese Richtung war

die offizielle Eröffnung einer

Wasserstoff-Tankstelle in Berlin

am 23. Oktober 2002 – die

dritte ihrer Art in Deutschland.

Mittlerweile beliefert

mobilindustrie zusammen

und entwickelt Prototypen

und Vorserienmodelle für

den sich rasch ändernden

Bedarf an Flüssigwasserstoff-

Tanksystemen. Die von Linde

nach speziellen Kundenanforderungen

gefertigten

Systeme sind heute weltweit

erfolgreich im Einsatz.

So nutzt zum Beispiel der

rechteckige Flachtank – breiter

und flacher als ein herkömmlicher

Zylinder-Tank –

den im Fahrzeug verfügbaren

Innenraum erheblich besser

Linde 18 der weltweit 19 bestehendenFlüssigwasserstoff-Tankstellen.

Die neue

EU-geförderte Wasserstoff-

Tankstelle wird von den

Berliner Verkehrsbetrieben

(BVG) und TotalFinaElf in

Zusammenarbeit mit Linde,

MAN und Opel betrieben

und stellt einen wichtigen

Meilenstein auf dem Weg

zum abgasfreien öffentlichen

Nahverkehr dar. Die Bereitstellung

des Flüssigwasserstoffs

bis hin zur Zapfsäule

wird dabei vollständig

durch Linde gewährleistet.

Bereits nächstes Jahr sollen

drei BVG-Busse mit Brennstoffzellenantrieb

die neue

Wasserstoff-Tankstelle nutzen

– weitere sollen hinzukommen.

Eine Tankfüllung

aus, weil er sich problemlos

im Bodenbereich einbauen

lässt. Bei Bussen kann man

den Flachtank einfach auf

dem Dach montieren.

Linde steht gegenwärtig mit

verschiedenen Automobilherstellern

in Kontakt, um jeweils

bedarfsgerechte und

passgenaue Tankformen zu

spezifizieren. Mit seinem

äußerst flexiblen und effizienten

Konzept kann Linde

für praktisch jede Anforderung

die richtige Lösung

bieten. �

mit Flüssigwasserstoff reicht

bei einem Fahrzeug mit

Brennstoffzellenantrieb in

etwa so weit, wie eine Füllung

mit Benzin bei einem normalen

Fahrzeug. �

NEWS & TRENDS

Mehr Platz für Fahrzeuginsassen

dank neuer LH 2-Flachtanks

von Linde.

Dr. Joachim Wolf, Leiter Hydrogen

Solutions, Linde AG, demonstriert,

wie einfach, schnell und sicher das

Zapfen an der neuen Berliner

Wasserstoff-Tankstelle geht.

1/03 Linde knowhow 13


INTERVIEW

14 Linde knowhow 1/03

Linde installiert die größte Luftzerlegungsanlage

in Österreich.

Ein strategischer

Schritt für Linde

Vor einigen Monaten errichtete

Linde in Linz, am Hauptsitz

des Metallurgie-Unternehmens

voestalpine AG,

für 65 Mio. Euro die bislang

größte Luftzerlegungsanlage

Österreichs. Die voestalpine

AG ist als international

führender Konzern auf die

Erzeugung und Veredelung

von Stahl zur Herstellung

von Produkten bzw. Komplettlösungen

vorwiegend

für die Automobilindustrie

und Hausgerätehersteller

sowie zum Bau von Bahnstrecken

spezialisiert.

Für seine vielfältigen Aktivitäten

benötigt der Konzern

ein breites Spektrum an

technischen Gasen. Der Luftzerleger

erzeugt Sauerstoff,

Stickstoff und Argon sowohl

gasförmig (zur Verwendung

bei voestalpine) als auch in

flüssiger Form. Ebenfalls als

Flüssigprodukt hergestellt

wird – erstmals in Österreich

– Roh-Krypton/Xenon. Die

Ein großer Tag für Linde Gas:

die Einweihung der neuen

Luftzerlegungsanlage für

voestalpine am 27.09.2002 –

von links nach rechts: Dr. Hans-

Hermann Kremer, Geschäftsführer

Flüssigprodukte werden an

zahlreiche weitere Verbraucher

in nahezu sämtlichen

Branchen der österreichischen

Wirtschaft – von der

Lebensmittel- bis hin zur Elektronikindustrie

– geliefert.

Damit ist diese Anlage für

Linde von besonderer strategischer

Bedeutung, da der

österreichische Markt zusätzlich

mit einem großen Volumen

von Flüssigprodukten

versorgt werden kann.

Die Zusammenarbeit mit

voestalpine reicht bis in die

50er Jahre zurück; damals

installierte Linde mehrere

Luftzerleger. Als Ergebnis

der langen und erfolgreichen

Partnerschaft übernahm

Linde 1993 die Komplettbetreuung

aller Gaseproduktionsanlagen

des Kunden

am Linzer Standort. �

Linde Gas Österreich; Olaf

Reckenhofer, Geschäftsführer

Linde Gas Deutschland; Dr. Rainer

Goedl, Mitglied des Bereichsvorstands

Linde AG, Unternehmensbereich

Gas und Engineering.


Werden Sie Experte!

Der Name Linde steht überall

auf der Welt für höchste

Sicherheits- und Qualitätsstandards

sowie für umweltbewusste

Prozesse bei Fertigung,

Transport und Nutzung

von technischen Gasen. Dieses

Engagement endet dabei

keineswegs mit der Anlieferung

eines Gasbehälters.

Um maximale Sicherheit für

Mensch und Umwelt auch

beim Kunden vor Ort zu gewährleisten,

hat Linde Gas

Deutschland ein neues Schulungsseminar

für alle Kunden

und Partnerfirmen entwickelt,

die mit der Handhabung von

Industriegasen und Hochdruck-Equipment

zu tun

haben. Die Teilnehmer

dieser Schulung werden zu

“Sachkundigen für Gasanlagen”

ausgebildet und erhalten

ein entsprechendes Zertifikat.

Mit dieser Qualifikation

sind alle, die beruflich

Umgang mit Gasen haben,

für ihre Tätigkeit bestens

Linde fördert Problembewusstsein

und Sicherheitsstandards beim

Kunden.

vorbereitet. Da die beiden ersten

Seminare großen Anklang

gefunden haben, wird

dieser Kurs ein drittes Mal angeboten,

und zwar am 15. und

16. Oktober 2003.

Die Schulung vermittelt fundierte

Kenntnisse über Gase

sowie deren Eigenschaften

und Gefahren. Erklärt

werden zudem Montage,

Ausrüstung und der sichere

Betrieb von Gasanlagen

(Flaschen, Bündel und

Tanks), wie auch die Bedeutung

regelmäßiger Wartung

und Sicherheitsprüfungen.

Weitere Einzelheiten zu den

in Deutschland angebotenen

Seminaren erfahren Sie

bei Klaus Tech per E-Mail:

Klaus.Tech@de.linde-gas.com.

Unsere holländische Niederlassung,

Hoek Loos, bietet

ähnliche Kurse zum Thema

Sicherheit. Einzelheiten zu

diesen Seminaren erfahren

Sie bei Ben Valk per E-Mail:

bvalk@hoekloos.nl. �

Flexible On-site-

Versorgung für mehr

Kunden

Mit der Eröffnung einer

neuen Fertigungsstätte für

kryogene Standard-Gaserzeugungsanlagen

vom Typ

CRYOSS ® in Aldershot (England)

wird Linde mit seiner

britischen Tochtergesellschaft

CryoPlants Ltd. künftig noch

besser auf das wachsende Interesse

nach flexiblen Gasversorgungskonzepten

im

Bereich On-site-Produktion

reagieren können.

Die Kombination robuster

Modulbauweise mit ausreichend

Spielraum für indivi-

NEWS & TRENDS

Die neue Linde-Fertigungsstätte

für CRYOSS ® -Anlagen in Aldershot

senkt erstmals die untere Volumengrenze

für eine wirtschaftliche Onsite-Versorgung

mit kryogen erzeugtem

Stickstoff von bisher 2.000 m 3 /h

auf weniger als 200 m 3 /h.

duelle Anpassungen macht

aus der CRYOSS ® -Anlage

eine perfekte Ergänzung der

ECOVAR ® -Produktpalette

von Linde und stellt die

Vorteile der On-site-Gaserzeugung

einem größeren

Kundenkreis zur Verfügung.

Für größtmögliche Effizienz

sind die montagefertig gelieferten

CRYOSS ® -Anlagen

zudem mit einem Fernüberwachungs-

und Fernsteuerungssystemausgestattet.


1/03 Linde knowhow 15


NEWS & TRENDS

Das neue Testzentrum in

Frankreich zeigt Kunden unter

realistischen Bedingungen die

Vorteile des Kaltzerkleinerungsverfahrens

auf.

16 Linde knowhow 1/03

Ein Spezialist für kryogene

Anwendungen untersucht im

neuen französischen Testzentrum

die Partikelgrößen.

Neues Testzentrum

für Kaltzerkleinerung

in Frankreich

Mit dem neuen Test-Zentrum

für Kaltzerkleinerungsverfahren

in Agen

(Frankreich), das als Gemeinschaftsprojekt

mit dem

französischen Unternehmen

MICRONICS in Betrieb genommen

wurde, unterstreicht

Linde seinen Anspruch,

den Lebenszyklus

einer Lösung in allen Phasen

zu unterstützen – von der Konzeption

über die Implementierung

bis zur Betreuung im

laufenden Betrieb und der

kontinuierlichen Optimierung.

Als einer der führenden

Anbieter von technischen Gasen

für kryogene Anwendungen

besitzt Linde auf diesem

Gebiet fast 35 Jahre

Erfahrung – MICRONIS verfügt

über 30 Jahre Praxis bei

der Herstellung von Zerkleinerungsanlagen.

Durch die

neue Partnerschaft können

potenzielle wie auch bestehende

Kunden auf das

kombinierte Spezialwissen

und das langjährige Anwendungs-Know-how

im Bereich

der kryogenen Zerkleine-

rungsverfahren beider Firmen

zurückgreifen. Das neue Test-

Center bietet umfassende Beratungsleistungen

für ein

breites Materialspektrum –

von Gewürzen, über Verbundwerkstoffe

bis hin zu

Textilien (z. B. Polyamide).

So können Interessenten unter

realistischen Bedingungen

und noch vor der Anschaffung

einer Produktionsanlage

klären, ob sich

die Kaltzerkleinerung für

eine neue Anwendung bzw.

zur Optimierung bestehender

Prozesse vorteilhaft

nutzen lässt. �

IMPRESSUM

HERAUSGEBER

Linde AG

Geschäftsbereich Linde Gas

Seitnerstraße 70

82049 Höllriegelskreuth

Deutschland

www.linde-gas.de

REDAKTION

Dr. Thomas Hagn

Telefon: +49 (0)89 7446-11 58

Telefax: +49 (0)89 74 46-12 30

thomas.hagn@linde-gas.com

Capella & McGrath GmbH, München

KONZEPT UND DESIGN

Pro Design, München

FOTOGRAFIE

Oliver Jung, München

DRUCK

Pinsker Druck und Medien, Mainburg

Für einen kostenlosen Bezug der

knowhow wenden Sie sich bitte an:

thomas.hagn@linde-gas.com

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