Gazette Schöneberg & Friedenau August 2018

gazette

Gazette für Schöneberg und Friedenau

GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN August 2018

Schöneberg &

Friedenau

550 Jahre

Kammergericht

Berlin

GRATIS ZUM MITNEHMEN

Wie funktioniert die

Verrentung von Immobilien?

Vorträge und individuelle Beratung

in unserem Büro, Teplitzer Straße 17, 14193 Berlin,

Anmeldung bitte unter: ☎ 030/403 664 633

Gutschein

für eine kostenfrei Beratung

zur Verrentung Ihrer Immobilie

HausplusRente Berlin · Teplitzer Straße 17 · 14193 Berlin-Grunewald

berlin@hausplusrente.de · www.hausplusrente.de · Tel 030/403 664 633


Inspektionen & Reparaturen

Neu- und Gebrauchtwagen

Prinzregentenstr. 72 · 10715 Berlin-Wilmersdorf

☎ 030 / 857 57 90 · www.stolarsky.de

Unabhängiger Spezialist für:


2 | Gazette Schöneberg & Friedenau | August 2018

Frauen Power beim Lette Design Award

15 Absolventinnen mit kreativen Ideen

Beim diesjährigen Lette Design

Award by Schindler unter der

Schirmherrschaft von Bezirksbürgermeisterin

Angelika Schöttler

gab es vier Gewinnerinnen. Teilgenommen

haben 15 Absolventinnen

der Ausbildungsbereiche

Fotografie, Grafikdesign und Modedesign

mit sehr unterschiedlichen,

kreativen Ideen. Zum ersten

Mal ging der Publikumspreis an

eine Absolventin, Leonie Grebe,

aus dem Bereich Modedesign. In

den Jahren zuvor hatte sich das

Publikum immer für einen Gewinner

der Kategorie Grafikdesign

entschieden. „Der Lette Verein

Berlin gehört für mich zu den herausragenden

Playern im Bezirk.

Über viele Jahre entwickelte sich

durch gemeinsame Projekte und

Kooperationen eine enge Verbundenheit

mit dem Bezirk. Der Lette

Design Award ist nur ein Beispiel

dafür, dass hier immer etwas Innovatives

entsteht. Die Zusammenarbeit

mit Schindler Aufzüge

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler mit allen Teilnehmern, dem

Lette Verein, Schindler und den Sponsoren,


Foto: Kolja Eckert/Victor Heekeren

entwickelt sich dabei permanent

weiter. Ich freue mich über die Kooperation“,

so Angelika Schöttler.

Kategorie Fotografie:

Gewinnerin: Luise Hamm für Ihre

Arbeit „Soul unlimited“

Preis: Kickstarterprojekt bei Sebastian

Treytnar mit der Kollek.tif,

plus Einkaufsgutschein von Foto

MEYER zusammen mit SONY im

Wert von 1000 Euro

Kategorie Grafikdesign:

Gewinnerin: Klara Troost für Ihr

Design zu „Rootstown“, ein junges

Musik- und Kunstfestival in

Luxemburg

Preis: Kickstarterprojekt bei Florian

Koppelow und Stefan Neumann,

Geschäftsführer bei der Agentur

Yousign, plus Premium-Abo für

das Design-Fachmagazin PAGE

Kategorie Modedesign:

Gewinnerin: Lucia Sofie Cabrera

Pedroso mit der Kollektion „Tell

me I’m dreaming“

Preis: Kickstarterprojekt bei Alexander

Rothe, Make-up Artist bei

Armani Cosmetics, plus Kickstarterprojekt

bei Christian Kratzert

vom Label Kratzert & Pahnke im

Kostümatelier für die nächste

Staffel der Tom Tykwer-Serie mit

X-Filme „Babylon Berlin“ für SKY/

ARD

Publikumspreis:

Gewinnerin: Leonie Grebe für Ihre

Kollektion „Homies“

Preis: 1000 Euro von Schindler,

plus ein Design-Auftrag


WORT DER BEZIRKSBÜRGERMEISTERIN

Liebe Leser_innen,

nachdem uns der diesjährige Sommer schon

so verwöhnt hat, dürfen wir gespannt sein,

wie es im August weitergeht. Der alten Siebenschläferregel

nach, müssten noch wunderbare

Tage kommen. Berlin ist jetzt in den

Sommerferien ruhiger und wir können unsere

Stadt in vollen Zügen genießen.

Das Feld und der ehemalige

Flughafen Tempelhof

Ein wunderbarer Ort für Freizeitaktivitäten in

unserem Bezirk ist das Tempelhofer Feld. Hier

kann man den Blick in den Himmel schweifen

lassen und jede Menge erleben, Sport treiben

oder die Seele baumeln lassen. Nutzen Sie die

schöne Sommerzeit und genießen Sie den unverstellten

Blick über das freie Feld.

Bezirksbürgermeisterin Schöttler auf dem

Tempelhofer Feld.

Foto: Pressestelle Tempelhof-Schöneberg

Wie heute und künftig die denkmalgeschützten

Gebäude des ehemaligen Flughafens genutzt

werden, können Sie beim zweiten „Tag

der offenen Tür“ vom ehemaligen Flughafen

Tempelhof am 1. September 2018 erfahren.

Sie sind bestimmt daran interessiert, wie weit

die Planungen für die Ansiedlung des Alliierten

Museums sind oder welche Unternehmen

sich bereits am Standort angesiedelt haben.

Im letzten Jahr war ich mit den Teilnehmer_

innen des monatlichen Kiezspazierganges

dort zu Gast. Der Besucherandrang und das

Interesse der Berliner_innen und seiner Gäste

waren enorm. Es ist ja auch eines der spannendsten

Projekte in Berlin.

Ich selbst werde am „Tag der offenen Tür“ auf

der politischen Bühne – die ab 14 Uhr eröffnet

wird – am späteren Nachmittag mitdiskutieren.

Geboten werden ein tolles Rahmenprogramm,

Stände, Führungen und vieles mehr.

Nähere Infos können Sie der Internetseite der

Tempelhof Projekt GmbH zeitnah entnehmen:

www.thf-berlin.de

Termin: Sonnabend, den 1. September 2018

ab 11 Uhr

Ort: Platz der Luftbrücke 1, 12101 Berlin

Neues Buch zum Thema

Stadtentwicklungen erschienen

Wer sich für 30 Jahre Stadtentwicklungsplanungen

in unserem Bezirk interessiert, wird

von dem soeben erschienenen Buch „Stadtentwicklungsplanung

in Tempelhof-Schöneberg

1990-2020 – Zwischen City West und

Dorfanger“ begeistert sein.

In diesem Bilder- und Lesebuch haben 40 Autor_innen

mit viel Sachkenntnis verschiedenste

Städtebauthemen aus ihrer Sicht beleuchtet.

Die 48 Beiträge über wichtige Orte im

Bezirk sind mit Fotos und Plänen spannend

aufbereitet. Die Idee zu dieser besonderen

Veröffentlichung hatte der ehemalige Amtsleiter

Siegmund Kroll, der seit 1993 in Schöneberg

und bis Oktober 2017 im Doppelbezirk

Tempelhof-Schöneberg für die Stadtentwicklungsplanung

verantwortlich war. Er hat die

Produktion des Buches koordiniert und selbst

neun inhaltliche Beiträge verfasst. Ihm war

wichtig sein berufliches Credo aufzuzeigen,

dass Stadtplanung das Produkt von verschiedensten

gesellschaftlichen Akteuren ist und

nur durch gute Zusammenarbeit entstehen

kann. Das reich bebilderte und vielseitige

Buch behandelt zehn thematische Schwerpunkte:

vom Denkmalschutz bis zum Wohnungsneubau,

von den bezirklichen Konversionsflächen

bis zur Bürgerbeteiligung.

Die Publikation wird zu einem Stückpreis

von 20 Euro an interessierte Bürger_innen

abgegeben. Verkaufsstellen sind das Stadtentwicklungsamt

(Raum 3008/3009) im

Rathaus Schöneberg und die Museen Tempelhof-Schöneberg.

VHS Programm 2018-2019

Gazette Schöneberg & Friedenau | August 2018 | 3

Erschienen ist zudem das neue Programm

der Volkshochschule von Tempelhof-Schöneberg

sowie das Programm „Deutsch als

Zweitsprache“.

Ich weiß, dass die neuen Programme immer

heiß ersehnt werden, denn mehr Angebotsvielfalt

für „Hobby, Fortbildung und Lernen“ als mit

den umfangreichen VHS-Programmen in Berlin

geht meines Erachtens nicht. Das vorgelegte

Programm ist so breit aufgestellt, dass Sie sicher

einen oder gleich mehrere Kurse für sich finden

werden. Suchen Sie sich Ihr neues Hobby aus

oder bauen Sie auf Erlerntem auf. Nur weil man

einmal einen Sprachkurs in der Vergangenheit

abgebrochen hat, heißt das noch lange nicht,

dass der Traum von einer fließenden Bestellung

im Restaurant am Urlaubsort in Landessprache

für immer perdu ist.

Sehr empfehlenswert sind u. a. die Tanzkurse,

Exkursionen und thematischen Stadtrundgänge.

Die Jahresprogramme 2018/2019

liegen in der Volkshochschule, den Stadtbibliotheken

und Bürgerämtern zur kostenfreien

Mitnahme bereit. Anmeldungen zu den

neuen Kursen ist persönlich, schriftlich wie

auch online möglich: www.berlin.de/vhstempelhof-schoeneberg/

Kiezspaziergang im August

Abschließend möchte ich Sie und Ihre Familien

zum gemeinsamen Kiezspaziergang mit

mir einladen. Ich hoffe der Wettergott wird

uns gewogen sein, wenn es wieder mit viel

Enthusiasmus durch den Kiez geht. Welchen

Bereich wir genau erkunden werden, entnehmen

Sie bitte zeitnah dem Internet.

Der Kiezspaziergang ist kostenfrei; eine Anmeldung

ist nicht erforderlich.

Termin: Sonnabend, den 18. August 2018 von

14 – 16 Uhr

Startpunkt und weitere Infos: www.berlin.de/

ba-tempelhof-schoeneberg/kiezspaziergang

Bis dahin wünsche ich Ihnen alles Gute!

Herzlichst Ihre

Angelika Schöttler, Bezirksbürgermeisterin

Tempelhof-Schöneberg

30

Jahre

Albestraße 31

12159 Berlin

Telefon: 030-85 00 03-0

Telefax: 030-85 00 03-98

verwaltung@ev-seniorenheim.de

www.ev-seniorenheim.de

Das Heim im Friedenauer Kiez

Zögern Sie nicht, uns anzurufen

… in Geborgenheit leben

Wir wollen unseren Bewohnern die

Gewissheit geben: Jemand ist für mich da

– Menschen, die mich kennen. Meine

Persönlichkeit wird geachtet, geliebt und

gefördert. Ich finde eine Umgebung vor,

die Rücksicht nimmt auf mich und meine

Bedürfnisse. Dies entspricht unserem

christlichen Selbstverständnis.

Das persönliche Gespräch ist ein

unersetzliches Gut. Gerne vereinbaren

wir mit Ihnen einen Termin zur

Hausbesichtigung.


4 | Gazette Schöneberg & Friedenau | August 2018

Richter im Kerker und eine Loge für den Kaiser

Kammergericht in Berlin wird 550 Jahre alt

Es ist das älteste Gericht in

Deutschland, das noch heute

als solches aktiv ist: Die erste

Erwähnung des Kammergerichts

stammt aus dem Jahr

1468. Sein Sitz war zunächst im

Stadtschloss, dann von 1698 bis

1735 in Cölln, der selbständigen

Stadt, die erst 1710 nach Berlin

eingegliedert wurde. 1735 zog

das Gericht in das neue Kollegienhaus

in Berlin. Das barocke

Haus war das erste große Verwaltungsgebäude,

das Friedrich

Wilhelm I. errichten ließ. Heute ist

das Gebäude Teil des Jüdischen

Museums. Der heutige Sitz im

Kleistpark wurde 1913 erbaut.

Unabhängige Richter

Die Unabhängigkeit des Gerichts

von den preußischen Herrschern

stellten die Richter schon früh

klar. Als König Friedrich Wilhelm

III. der Ansicht war, die Stadt Berlin

sollte das Pflastern der Wege

bezahlen, scheiterte er damit vor

Ansicht vom Kleistpark aus....

dem Gericht. Sein Vorfahr Friedrich

der Große löste Probleme mit

der Justiz auf seine Art. Anlass

war der Fall des Müllers Christian

Arnold. Dieser konnte seine

Mühle nicht mehr betreiben, da

...und Rückansicht des

Kammergerichtsgebäudes.

ihm von dem Landrat, der weiter

flussaufwärts lebte, im wahrsten

Sinne des Wortes das Wasser

abgegraben wurde. Der Müller

konnte daraufhin keine Zahlungen

mehr an seinen Landesherrn,

den Grafen von Schmettau leisten.

Dieser übernahm daraufhin

die Mühle. Der Müller klagte auf

Schadensersatz und Friedrich II.

KUNST & BAU

G L A S E R E I

Die Sicherheit zu Hause ist kostbar.

Sie sollten sie einem Profi überlassen!

ISchlösser

ISchlüssel

ITresore

IZylinder

IAlarmanlagen

IVideoüberwachung

ISchließanlagen

IZutrittskontrollen

Rehbein - seit 1890 in Berlin

Schmiljanstraße 16 in Friedenau · Reichsstraße 21 in Westend

030 / 859 655 00

www.rehbein.berlin

Cicerostraße 35

10709 Berlin

Parkplätze auf dem Hof

Mo-Do: 07:00-15:30 Uhr

Fr: 07:00-13:00 Uhr

Tel.: (030) 826 39 08

Fax: (030) 893 16 40

post@glaserei-daub.de

www.glaserei-daub.de

Unsere Leistungen:

• Reparaturverglasungen

• Schaufenster- u. Isolierverglasungen

• Glasschleiferei

• Spiegelanfertigung nach Maß

• Glasmöbel, Vitrinen

• Bleiverglasung

• Ganzglas-Anlagen

• Duschabtrennungen nach Maß

Neu

Autoglas-

Reparatur

24 Std. Notdienst Berlin und Umland

Mobil: 0172 32 82 411 oder 0171 12 23 669

★★★ SUPERIOR

Doppelzimmer

pro Person

Inkl.

Frühstücksbuffet

35,-

ab €

Sonntags großes

Frühstücksbuffet

10,- €

Familienfeiern

ab 20 Personen

Landhausstil-Lampen und Spiegel,

bis zu 60% reduziert!

ALLES MUSS RAUS

wir ziehen um ! RIESENAUSWAHL!!!

TIFFANY-Lampen nur auf

Ausstellungsware bis zu 20% reduziert!

Beispiele

Hauptstr. 135 · 10827 Berlin · (030) 780 966-0 · www.hotel-schoeneberg.de

Fa. STIL-EXCLUSIV ∙ Inh. Alfred Sobczak ∙ Tel. 030 / 211 82 60

Hohenzollerndamm 17 ∙ 10717 Berlin-Wilmersdorf ∙ nur freitags 12-17 Uhr

www.stil-exclusiv-shop.de (rund um die Uhr) ∙ info@stil-exclusiv.de


Gazette Schöneberg & Friedenau | August 2018 | 5

Innenansicht von Berlins höchstem Gericht.

unterstützte ihn dabei. Die Richter

des Kammergerichts sahen

das anders und wiesen die Klage

ab. Das Urteil empfand der König

als ungerecht und ließ die Richter

in den Kerker werfen. Der König

selbst sprach dem Müller den

Schadensersatz zu.

Beeindruckendes Gebäude

Das heutige Gerichtsgebäude,

das am 18. September 1913 eröffnet

wurde, ist so gewaltig,

dass sich der Besucher klein

fühlt. Das 135 Meter lange Haus

beherbergt 540 Räume auf fünf

Stockwerken. Kaiser Wilhelm II.

ließ eigens eine Loge für sich

bauen, von der aus er die Prozesse

verfolgen konnte. Diese wurde

… wenn das Haus nasse Füße hat …

Planung + Ausführung:

Innen-/Außenabdichtung

Schimmelbeseitigung

Innendämmung

Altbausanierung

Um-/Aus- und Neubau

Wärmebildaufnahmen

Statik / Gutachten

0 800 / 0 33 55 44

info@batrole.de

nie genutzt, da bald nach der Eröffnung

des Gebäudes der Erste

Weltkrieg ausbrach. Das Haus

erlebte finstere Zeiten: 1944

und Anfang 1945 sprach hier der

Volksgerichtshof unter dem berüchtigten

Richter Roland Freisler

seine Urteile. Auch die Beteiligten

am Attentat vom 20. Juli 1944

verurteilte er hier zum Tode. Kurz

nach Kriegsende sollen russische

Soldaten in dem Gerichtsgebäude

Schweine gehalten haben.

Das Gerichtsgebäude im Kleistpark

wurde zwischen 1945 und

1990 von den Alliierten für Verwaltungszwecke

genutzt. Das

Kammergericht war in dieser Zeit

in der Witzlebenstraße in Charlottenburg

untergebracht.

Batrole

Ingenieurgesellschaft mbH & Co. KG

Potsdamer Straße 16

14532 Stahnsdorf OT Güterfelde

Telefon: 0 33 29/ 69 96 0-0

Telefax: 0 33 29/ 69 96 0-29

Viele kleine Lampen bringen die Kuppel zum Leuchten.

Höchstes Berliner Gericht

autotechnik koy

TÜV · AU · BREMSEN · UNFALL · ELEKTRIK · REIFEN

Peter Koy

Inhaber

Kfz-Werkstatt

Albestraße 35 · 12159 Berlin

am Rathaus Friedenau

Tel. 030/852 23 50

Fax 030/852 48 98

www.autotechnik-koy.de

Seit 1997 befindet sich das Kammergericht

wieder am Kleistpark.

Es ist dort nicht allein – auch der

Berliner Verfassungsgerichtshof,

mehrere Berufsgerichte und die

Berliner Generalstaatsanwaltschaft

haben dort ihren Sitz. Der

Name „Kammergericht“ wurde in

Berlin aus historischen Gründen

beibehalten. In anderen Bundesländern

ist die Bezeichnung

„Oberlandesgericht“. Verhandelt

werden Straf- und Zivilangelegenheiten.

Als oberstes Gericht

kann das Kammergericht Urteile

und Beschlüsse aufheben, die in

anderen Gerichten gesprochen

wurden.

Anlässlich des Jubiläums erschien

das Buch „Das Kammergericht

in Berlin“ von Michael

Bienert im vbb-Verlag.

Ihr Auto in

besten Händen


6 | Gazette Schöneberg & Friedenau | August 2018

Die Herr’n von der Tankstelle

20er-Jahre-Show „Bitte sehr, bitte gleich!“

Am Donnerstag, den 30. August

2018 um 20 Uhr präsentieren

die Herr’n von der Tankstelle ihre

20er-Jahre-Show „Bitte sehr, bitte

gleich!“ in der Bezirkszentralbibliothek

„Eva-Maria-Buch-Haus“,

Götzstr. 8/10/12, 12099 Berlin. Der

Eintritt ist frei!

Das Setting ist fein ersonnen: Drei

Männer, erfahren in Tanz, Gesang

und Schauspiel, tragen wunderbar

altmodische, braun karierte

Anzüge und im Gesicht einen

herrlich blasierten Ausdruck, verteilen

formvollendete Handküsse

und versprühen nostalgischen

Charme.

Die Musik? Bekannte Hits aus alten

UFA-Filmen ertönen, der gute

alte Schlager wird wieder zum Leben

erweckt, manchmal auch im

Grammophon-Sound. Das Trio,

bestehend aus Martin Stange,

Reinhard M. Neumann und Peter

Wieth, verfügt dabei über eine gesunde

Portion Selbstironie. Sie tragen

die Hits ganz ohne Bierernst

Das Trio: Die Herr‘n von der Tankstelle

vor, sondern bringen ihre eigenen

Versionen. So kann es sein, dass es

beim Tango „Donna Clara“ in den

Strophen etwas sächselt…

Viele Ohrwürmer erklingen: „Der

Wind hat mir ein Lied erzählt“, „Ich

brech‘ die Herzen der stolzesten

Frau‘n“ oder auch „Mein kleiner

grüner Kaktus“.

Begonnen hat alles an der Komischen

Oper Berlin. Dort begegneten

sich die drei jungen,

enthusiastischen Tänzer, Sänger

Foto: Martin Stange

und Musiker erstmals. Nach Studien

zum Beispiel an der Stage-School

of Music, Dance and

Drama Hamburg und Mitwirkung

in verschiedenen Tanzensembles,

u. a. im Friedrichstadtpalast Berlin

und gesammelten Erfahrungen in

Bereichen wie Volksmusik, Kreuzschifffahrt,

Theater, Pantomime,

Showtanz und Eisballett trafen die

drei erneut zusammen und gründeten

das Trio „Die Herr‘n von der

Tankstelle“.

U-Bahnhof

Yorckstraße soll

schöner werden

Ungeflieste Betonwände, die mit

Graffiti versehen sind – der 1971

in Betrieb genommene U-Bahnhof

Yorckstraße bietet keinen

schönen Anblick. Doch das kann

sich bald ändern. Der untere

Bahnhofsbereich – übrigens einer

der Bahnhöfe mit dem höchsten

Fahrgastaufkommen der Stadt –

soll im kommenden Jahr saniert

werden. Die orangeroten Fliesen,

mit denen Architekt Rainer

G. Rümler die Wände verzieren

ließ, werden nicht ersetzt. Geplant

ist, die Wände zu streichen

und als Schmuckelement den

geschwungenen Buchstaben Y

für Yorckstraße mit reflektierenden

Lamellen anzubringen. Für

ein großzügigeres Raumgefühl

wird die Zwischendecke entfernt.

Auch bei der Decke sollen

Lamellen zum Einsatz kommen.

Gemeinsam mit der neuen Beleuchtung

soll der Anschein einer

gewölbten Decke erzeugt

werden.

Seit über 30 Jahren

Schlüssel- und Schlossdienst

Eingetragen in der

polizeilichen Errichterliste

Bundesverband

Sicherungstechnik Deutschland

Mitglied der

Handwerkskammer Berlin

Türöffnungsnotdienst

· Beratung

· Reparatur

· Montage

Auf den Zahn gefühlt...

mit Prophylaxe, Zahnerhaltung und Ästhetik.

Neu: Spätsprechstunde

Donnerstag, 14–21Uhr

Trautenaustraße 16 · 10717 Berlin

Tel. 030 / 873 50 50 · mail@sicherheitstechnik-eichhorst.de

www.sicherheitstechnik-eichhorst.de

Besuchen Sie auch die Galerie 16

Aus Wissen und Erfahrung

entsteht Können.

Master of Science in

Oral Implantology

Motzstraße 22 · 10777 Berlin · Tel.: 214 20 78 · www.zahnarzt-albrecht.de

Ballett • Jazz • Hip Hop • Pilates

Int. Dance Academy Berlin / Ausbildungsstätte für Bühnentanz Ergänzungsschule nach § 102 / BAFÖG berechtigt

AM MEXIKOPLATZ

Lindenthaler Allee 11

14163 Zehlendorf

Tel. 030-873 88 18

STEGLITZ

Rheinstr. 45-46

12161 Berlin

Tel. 030-873 88 18

www.ballettschulen-hans-vogl.de

STAHNSDORF

Ruhlsdorfer Str. 14-16

14532 Stahnsdorf

Tel. 03329/ 645 262


BezirksTOUR:

„Die Arbeit ist unsere Ehre“

Gazette Datei: 2018-08-Schöneberg & Friedenau | | Gazette August | 2018 2016 | 7

Blick auf die Bebauung am Kleistpark

Hunold & Co.

Bestattungen GmbH

Erd- und Feuerbestattungen

Bestattungsvorsorge

Gestaltung von Trauerfeiern

Drucksachen

Überführungen

Versicherungsdienst

Hunold & Co.

Bestattungen GmbH

Koburger Straße 9

10825 Berlin

Telefon 030 | 781 16 85

(Tag und Nacht)

Fax 030 | 782 50 88

Mobil 0151 | 22 63 09 18

Geschäftsführerin

Martina Jacobsohn-Sehring

E-Mail hunoldco@aol.com

www.hunold-bestattungen.de

Foto: zera berlin

Der Heinrich-von-Kleist-Park und

seine Randbebauung weisen

eine vielfältige Geschichte auf.

Einst „Königlicher Botanischer

Garten“ vor den Toren der Residenz

Berlin, wurde er seit Anfang

des 20. Jahrhunderts bevorzugter

Verwaltungsstandort nahe

des Zentrums der Hauptstadt.

Der Ausbau wurde nach 1933

intensiviert, und bis heute sind

„steinerne Zeugen“ des „Dritten

Reiches“ erhalten geblieben. Die

Zerstörungen Berlins durch Albert

Speers Planungen zur Neugestaltung

der Reichshauptstadt

hätten die Umgebung des Kleistparks

durch den Bau der Nord-

Süd-Achse unmittelbar betroffen.

Die Führung mit Bodo Förster ist

am 5. August 2018 um 14 Uhr. Der

Treffpunkt wird bei der Anmeldung

bekannt gegeben. Da die

Teilnahme begrenzt, daher bitte

anmelden:

www.museen-tempelhofschoeneberg.de/termineinzelseite/130.html.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (rechts) und

Integrationsbeauftragte Dr. Lisa Rüter bei der Einbürgerungsfeier.


Foto: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

Einbürgerungsfeier

Am 21. Juni fand eine offizielle

Feierstunde für die neu Eingebürgerten

in Tempelhof-Schöneberg

statt. Bezirksbürgermeisterin Angelika

Schöttler und Bezirksverordnetenvorsteher

Stefan Böltes

freuten sich, dass die neu Eingebürgerten

sich dafür entschieden

haben, die deutsche Staatsbürgerschaft

anzunehmen.

Erst die Einbürgerung bringt die

vollen staatsbürgerlichen Rechte

und Pflichten. Unter anderem

bietet sie die Möglichkeiten der

politischen Teilhabe in Form des

aktiven und passiven Wahlrechts.

Ein Helfer in der Not

Neuen Lebensmut zu schenken

und denen zu helfen, die schon

ganz unten angekommen sind:

Das hat sich Ernst Kurz zu seiner

Aufgabe gemacht. Seit vielen

Jahren engagiert er sich mit

ganzem Herzen für den Verein

BSTW e. V. (Betreuung, Soziales

Training und Wohnen). Für dieses

Engagement wurde Ernst

Kurz mit dem Bundesverdienstkreuz

ausgezeichnet. Der Verein

hilft wohnungslosen Menschen

in betreuten Wohngemeinschaften

den Weg zurück in die Gesellschaft

sowie Arbeitswelt zu

finden und eine erneute Teilhabe

zu ermöglichen. Viele von ihnen

sind alkohol abhängig – ihnen

werden Therapie- und Trainingsmaßnahmen

vermittelt. Ein weiteres

Angebot beim BSTW e. V. ist

eine reine Wohngemeinschaft für

Frauen und eine für Frauen mit

Kindern.

Kontakt zum BSTW e. V. und

Ernst Kurz bekommen Sie über

das Galerie-Café

Bundesplatz 8,

10715 Berlin

☎ 0172-3071307

Bezirksbürgermeisterin Angelika

Schöttler betonte hierzu: „Es ist

mir sehr wichtig, dass Sie Ihre

neugewonnenen Rechte zur politischen

Beteiligung nutzen, die

Sie mit dem deutschen Pass erhalten

haben.“

Vom 17. Februar bis 18. Mai 2018

sind 184 Personen im Bezirk

Tempelhof-Schöneberg eingebürgert

worden. Alle wurden zur

Einbürgerungsfeier eingeladen.

Von ihnen sind 48 zur Einbürgerungsfeier

erschienen; die Älteste

wurde im Jahr 1942 geboren, die

Jüngsten im Jahr 2015.

Anzeige


8 | Gazette Schöneberg & Friedenau | August 2018

Little America

Ausstellung im AlliiertenMuseum gibt Einblicke in eine verschlossene Welt

Es war eine eigene Welt, die die

US-Streitkräfte an ihren militärischen

Stützpunkten im Nachkriegsdeutschland

errichteten.

Neben der notwendigen militärischen

Infrastruktur deckten die

als Little Americas bezeichneten

Militärstandorte nahezu alle Bereiche

des öffentlichen Lebens

ab, von Krankenhäusern und

Schulen über Einkaufszentren,

Tankstellen und Kultureinrichtungen

bis hin zu Freizeit- und

Sportstätten. Die amerikanische

Infrastruktur sollte den Soldaten

und ihren Familien das Leben in

der Fremde erleichtern. Zudem

sicherte sie die Autarkie der Militär-Communities.

Erstmals gewährt nun eine

umfangreiche Fotoausstellung

Einblicke in diese abgeschottete

Welt. Anhand von 200 Fotografien

zeigt die Ausstellung

„LITTLE AMERICA. Leben in der

Militär-Community in Deutschland“

den beruflichen und privaten

Alltag der nach dem Zweiten

Weltkrieg in Deutschland stationierten

US-Soldaten und erinnert

damit an ein wichtiges Kapitel

in der Geschichte des Kalten

Krieges.

Den exklusiven Blick in die Welt

des amerikanischen Militärs ermöglicht

die 220.000 Aufnahmen

umfassende private Fotosammlung

des Technikhistorikers John

Provan, die das AlliiertenMuseum

2016 übernahm. Die Fotos

aus den 1940er bis 1990er Jahren

stammen aus zahlreichen

Militär- und Redaktionsarchiven

einstiger sowie noch bestehender

US-Standorte in Deutschland

und wurden von Militärfotografen

im Auftrag des US-Militärs

angefertigt. In der Ausstellung

werden 200 der aussagekräftigsten

Bilder der Sammlung

Provan präsentiert und in dreizehn

Themenbereiche aufgegliedert.

Vier Themenkomplexe

treten dabei besonders hervor:

Der militärische Alltag in Little

America, die Herausforderungen

der Auslandsstationierung, das

Privat- und Familienleben der GIs

sowie die Begegnungen mit der

deutschen Bevölkerung. Da sich

ein Großteil der amerikanischen

Soldatenkinder während einer Militärparade, Luftstützpunkt

Landstuhl, 1954, AlliiertenMuseum, Sammlung Provan. © US Army

Standorte im Südwesten der

Bundesrepublik befand, stammen

viele Bilder aus dieser Region.

Aber auch West-Berlin und

Süddeutschland sind prominent

in der Ausstellung vertreten.

Inspektion der Flugzeugturbinen,

Luftstützpunkt Bitburg, 1981.

Rauchende und Cola trinkende

GIs, Grafenwöhr, 1950.

Waffeninspektion, Nürnberg, 1960.


AlliiertenMuseum, Sammlung Provan © US Army

Soldat nach seinem

Einkauf im Supermarkt

Commissary, Wiesbaden, 1970,

AlliiertenMuseum, Sammlung

Provan.

© US Army

Ein besonderer Reiz der Fotografien

liegt darin, dass sie

nicht für die Außendarstellung

gedacht waren, sondern der

internen Imagepflege dienten.

Die Bilder spiegeln die Innenperspektive

der amerikanischen

Militär-Communities wieder und

wurden allenfalls in amerikanischen

Militärzeitschriften veröffentlicht.

Der Außenwelt waren

die Aufnahmen ebenso wenig

zugänglich wie die Militärstandorte

selbst. Die Fotoausstellung

bietet daher zum ersten Mal

die Möglichkeit, einen umfassenden

Einblick in die Welt der

Little Americas in Deutschland

zu bekommen.

Wie sich die Fotoproduktion in

der Nachkriegszeit überhaupt

gestaltete, zeigt die Ausstellung

am Ende des Rundgangs.

Eine bei den Militärfotografen

beliebte Kamera, ein verstellbares

Vergrößerungsgerät und

andere wichtige Utensilien einer

Dunkelkammer demonstrieren

hier den zeitintensiven Herstellungsprozess

eines analogen Fotos.

Zudem haben die Besucher

die Möglichkeit, sich mit den

verschiedenen analogen Fotomedien

wie Negativen, Dias und

Abzügen vertraut zu machen.

Fotoausstellung „LITTLE AMERICA.

Leben in der Militär-Community in

Deutschland“

21. März 2018 bis 3. März 2019 täglich

außer montags von 10 bis 18 Uhr

AlliiertenMuseum – Outpost

Clayallee 135, 14195 Berlin

www.alliiertenmuseum.de


Gazette Schöneberg & Friedenau | August 2018 | 9

70 Jahre Luftbrücke

Die drei West-Alliierten versorgten Berlin aus der Luft

Das britisches Transportflugzeug Hastings TG 503 kann im

Alliiertenmuseum besichtigt werden. Es gehört zu den Flugzeugen der

Luftbrücke.

stand in diesem Jahr auf der anderen

Seite. Der Winter 1948/49

blieb mild. Der Lärm, über den

heute geklagt wird, beruhigte

die Menschen damals. Solange

die Motoren der Flugzeuge über

der Stadt dröhnten, solange war

ihre Versorgung gesichert. Am

12. Mai 1949 endete die Blockade.

Der Freiheitswille und der Zusammenhalt

zwischen Berlinern und

West-Alliierten hatten gesiegt.

Gedenkfeier am

Luftbrückendenkmal

Der Anfang war klein, fast unmerklich,

fast harmlos: Bereits im

Januar 1948 begannen die sowjetischen

Alliierten, die Binnenschifffahrt

von Westdeutschland

nach Berlin verstärkt zu kontrollieren.

Züge wurden aufgehalten,

bereits erteilte Durchfahrtgenehmigungen

für Kraftfahrzeuge

widerrufen. Ein Zug von Berlin

nach Bielefeld, in dem englische

Militärangehörige und Deutsche

saßen, wurde erst 11 Stunden

festgehalten, dann mussten die

Deutschen nach Berlin zurück.

Um die Bevölkerung zu verunsichern,

wurden Gerüchte über einen

bevorstehenden Abzug der

West-Alliierten gestreut.

Sieg für die Freiheit

Am 24. Juni 1948 setzte dann ein,

was viele zwar befürchteten, aber

doch nicht für möglich gehalten

hatten. Die Westsektoren Berlins

wurden von der Versorgung auf

dem Land- und Wasserweg komplett

abgeschnitten. Doch der

Luftraum wurde nicht gesperrt

und so verständigten sich die drei

West-Alliierten darauf, Berlin aus

der Luft zu versorgen. Am 26. Juni

landete die erste US-amerikanische

Maschine in Tempelhof.

Zuerst konnten nur Gatow und

Tempelhof angeflogen werden. In

einem einmaligen Kraftakt wurde

im französischen Sektor der Flughafen

Tegel ab dem 5. August erbaut.

Bereits am 15. September

landete dort die erste Maschine

der Luftbrücke. Die Bevölkerung

und die in Berlin stationierten Militärangehörigen

wurden bis zum

Ende der Blockade aus der Luft

versorgt. Die Sowjets hatten den

Freiheitswillen der Berliner unterschätzt.

Die Schlagzeile aus dem

Neuen Deutschland vom 20. Juli

1948: „Luftbrücke gegenstandslos

– Berliner können ihre Rationen

künftig im Ostsektor kaufen“

bewirkte wenig. Nur 21 802 Berliner

ließen sich im sowjetischen

Sektor registrieren. Die Sowjets

hofften auf einen strengen Winter,

damit die Bevölkerung einknickte.

Aber Väterchen Frost

Als Erinnerung an die tapferen Piloten

der Luftbrücke wurde 1951

am damaligen Flughafen Tempelhof

das Luftbrückendenkmal aufgestellt,

von den Berlinern schnell

in „Hungerharke“ umgetauft. Eine

Inschrift erinnert an die Ereignisse

und auch an die Menschen,

die während der Luftbrücke ums

Leben kamen, darunter sowohl

Flug- als auch Bodenpersonal.

Am 7. August findet am Luftbrückendenkmal

eine Gedenkfeier

mit Veteranen, Bezirkspolitikern

und geladenen Gästen statt. Bezirksbürgermeisterin

Angelika

Schöttler: „Noch heute verbinden

die Berliner/innen große

Dankbarkeit und Freundschaft

mit den Nationen und Menschen,

die das Überleben in Freiheit und

Demokratie durch die Luftbrücke

ermöglichten. Es ist mir eine

besondere Ehre, die Helden der

Luftbrücke zum 70. Jahrestag in

unserem Bezirk begrüßen zu können.

Mit Ihrem unermüdlichen

Einsatz haben Sie die Herzen der

Berliner/innen gewonnen!“

Luftbrückendenkmal am

Flughafen Tempelhof.

Foto: BA


10 | Gazette Schöneberg & Friedenau | August 2018

AKTIV IM ALTER

Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege und mehr

Alternativen zur häuslichen Pflege

Zwei Drittel aller Pflegebedürftigen

werden zu Hause betreut.

Manchmal ist es aber nicht möglich

– etwa bei Erkrankung der

Pflegeperson, bei notwendigen

Umbauten in der Wohnung. Andererseits

kann für den Betroffenen

Abwechslung im Alltag hilfreich

sein. Die Pflegeversicherung

bietet ab Pflegegrad 2 einige Unterstützungsmöglichkeiten:

Die Verhinderungspflege

Sie ist für Zeiten vorgesehen, in

denen der pflegende Angehörige

verhindert ist. Das können ein

längerer Urlaub, eine Erkrankung

oder auch berufliche Termine sein.

Zur Finanzierung der Ersatzpflegekraft

stellt die Pflegeversicherung

bis zu 1.612 Euro pro Jahr

für maximal sechs Wochen zur

Verfügung. Die Verhinderungspflege

kann, muss aber nicht

zu Hause stattfinden. Die Mittel

sind so auch für einen Urlaub in

einem Pflegehotel einsetzbar. Ob

Auch pflegende Angehörige brauchen hin und wieder eine Auszeit. Die Pflegeversicherung hilft bei der

Finanzierung einer Ersatzpflegekraft.

Foto: Wiltrud Zweigler/be.p

das Pflegegeld in voller Höhe oder

nur zur Hälfte gezahlt wird, hängt

davon ab, ob die eigentliche Pflegeperson

mehr oder weniger als

acht Stunden am Tag verhindert

ist. Die Höhe der Bezahlung der Ersatzpflegekraft

wiederum ist vom

Verwandtschaftsgrad abhängig.

Die Kurzzeitpflege

Diese kommt zum Beispiel in Betracht,

wenn nach einem Krankenhausaufenthalt

die Pflege zu

Hause noch nicht sichergestellt

werden kann, weil noch Umbauten

nötig sind. Die Unterbringung

des Pflegebedürftigen

erfolgt dann ganztätig in einer

Werner-Bockelmann-Haus

Seniorenzentrum

www.hoerimpuls.de

Tagespflege

■ Abholung durch

eigenen Fahrdienst

Pflegeeinrichtung

■ Alle Pflegegrade

■ 70 Einbettzimmer,

22 Doppelzimmer

Senioren-Wohnhaus

Service-Wohnen

■ 108 Ein-Zimmer-

Wohnungen

mit 35 m2

■ 32 Zwei-Zimmer-

Wohnungen

mit 47 m2

■ Wir führen eine

Warteliste

Werner-Bockelmann-Haus

Seniorenzentrum

Bundesallee 48b-50

10715 Berlin

☎ 030/863 91 69-0

www.werner-bockelmann.de

■ zentrale Lage neben dem Volkspark

■ helle, komfortable Zimmer

■ hauseigene Küche, Wahlmenüs

■ Festsaal, Räume auch für private Feiern

■ Ambulanter Pflegedienst im Haus

■ Internistische und orthopädische Praxis

■ Fußpflege, Friseur

■ Kosmetikstudio

Angebote im Haus

■ Gymnastik, Hundetherapie, Seniorenkurse

■ Kreatives Gestalten, Handarbeiten

■ Chor, Musiktherapie, Konzerte, Theater

■ Wander-, Koch-, Kegel-, Literaturgruppe

STELLENANGEBOT

Sind Sie in der Pflege tätig und suchen eine neue

Herausforderung? Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung:

job@werner-bockelmann.de

HÖRGERÄTE HANKEL

• Hörsysteme aller Hersteller

• Hörberatung

• technisches Zubehör

• Reparaturen

• Hausbesuche

Testwochen

Grunewaldstraße 46 10825 Berlin ☎ 030 / 236 075 03


vollstationären Einrichtung. Für

die pflegebedingten Aufwendungen

zahlt die Pflegeversicherung

bis zu 1.612 Euro pro

Jahr für maximal acht Wochen.

Unterkunft, Verpflegung und

Investitionskosten muss der Betroffene

selbst zahlen. Das Pflegegeld

wird für den ersten und

den letzten Tag des Aufenthaltes

in voller Höhe, für die übrigen

Tage zur Hälfte gezahlt.

Die Mittel der Verhinderungsund

Kurzzeitpflege sind unter

bestimmten Umständen kombinierbar:

So kann der für die Verhinderungspflege

vorgesehene

Betrag um bis zu 806 Euro auf

2.418 Euro aufgestockt werden,

wenn die Kurzzeitpflege noch

nicht genutzt wurde. Wird hingegen

die Verhinderungspflege

nicht beansprucht, kann der für

die Kurzzeitpflege vorgesehene

Betrag auf maximal 3.224 Euro

verdoppelt werden.

Die teilstationäre Tagesund

Nachtpflege

Der Pflegebedürftige kann tagsüber

einige Stunden in einer

entsprechenden Einrichtung

betreut werden und dort an

AKTIV IM ALTER

Veranstaltungen und Ausflügen

teilnehmen. Das verschafft

ihm Abwechslung und entlastet

die pflegenden Angehörigen.

Die Tagespflege kommt in Frage,

wenn der Pflegebedürftige

nicht alleine zu Hause bleiben

kann oder will. Die Nachtpflege

in einem Pflegeheim kann dann

in Betracht kommen, wenn der

Betroffene sehr unruhig schläft

und professioneller Betreuung

bedarf. Die Pflegeversicherung

finanziert die pflegebedingten

Aufwendungen sowie die Hinund

Rückfahrt. Die Zuschüsse,

die jeden Monat neu zur Verfügung

stehen, hängen vom

Pflegegrad ab: So sind es bei

Pflegegrad 2 bis zu 689 Euro, bei

Pflegegrad 3 bis zu 1.298 Euro

monatlich. Selbst zu zahlen sind

Verpflegung, Unterkunft und Investitionskosten.

Über die einzelnen Varianten

sollte man sich ausführlich informieren

lassen. Zuständig sind bei

gesetzlich Versicherten die Pflegekasse

oder ein Pflegestützpunkt,

bei privat Versicherten

bundeseinheitlich die Compass

Pflegeberatung.


Uwe Strachovsky

Gazette Schöneberg & Friedenau | August 2018 | 11

Entlastung für pflegende Personen

Wer Pflegekosten für nahe Angehörige

trägt, kann außergewöhnliche

Belastungen geltend machen.

Bedingung für die Anerkennung

durch das Finanzamt ist, dass alle

Einzelausgaben nachgewiesen

werden können, z. B. für die Inanspruchnahme

von Pflegediensten.

Pflege-Pauschbetrag

Wer sich entscheidet, seine Angehörigen

selber zu pflegen, kann

alternativ zu den außergewöhnlichen

Belastungen in seiner Steuererklärung

den sogenannten

Pflege-Pauschbetrag geltend machen.

Dieser beträgt 924 Euro im

Jahr. Der Pflege-Pauschbetrag soll

für den pflegenden Steuerpflichtigen

eine Erleichterung schaffen.

Bedingung ist, dass die Pflege unentgeltlich

erfolgt und keine Einnahmen

aus gesetzlichen oder

privaten Pflegeversicherungen

fließen. Nimmt ein Angehöriger

den Pflege-Pauschbetrag in Anspruch,

kann er keine weiteren

außergewöhnlichen Belastungen,

die ihm durch die Pflege entstehen,

geltend machen. Er muss

sich also entscheiden, was für ihn

günstiger ist: der Pflege-Pauschbetrag

oder die außergewöhnlichen

Belastungen mit Nachweis

der Einzelausgaben.

Haushaltsnahe Dienstleistungen

Wenn die Betreuung oder die

Pflege im Haushalt der zu pflegenden

Person erfolgt oder die zu

pflegende Person in einem Heim

untergebracht ist und dort einen

eigenen Haushalt führt, kann für

sie anstelle des Ansatzes einer außergewöhnlichen

Belastung eine

Steuerermäßigung für haushaltsnahe

Dienstleistungen in Betracht

kommen. Hier können 20 Prozent

der Aufwendungen, höchstens

aber 4.000 Euro steuerlich geltend

gemacht werden. Dabei

ist zu beachten, dass es sich bei

haushaltsnahen Dienstleistungen

um entgeltliche Dienstleistungen

handelt. Die Lohnaufwendungen

können anteilig von der Steuer

abgezogen werden. Das bedeutet,

ein pflegender Angehöriger

müsste für seine Pflege entlohnt

werden, damit der Gepflegte das

Geld im Rahmen seiner Steuererklärung

geltend machen kann.

◾ Ambulante Krankenpflege

◾ Dienstleistungen und Hilfe

im Haushalt

◾ Wohngemeinschaft für Menschen

mit Demenz

◾ Entlastungs- und

Betreuungsleistungen

◾ Soziale Beratung und

Kostenklärung zusätzlich

Tagespflege in Friedenau in der Stierstraße

☎ 70 72 47-0

Hauptstraße 47, Haus III

10827 Berlin

PFLEGE HEISST

VERTRAUEN

VERTRAUEN HEISST

DIAKONIE

www.diakoniestation-schoeneberg.de


12 | Gazette Schöneberg & Friedenau | August 2018

RATGEBER

Rauchmelder retten Leben

Senioren sind Risikogruppe Nummer eins


Foto: Jo Neander / Rauchmelder retten

Die Initiative „Rauchmelder retten

Leben“ hat auf der 64. Jahresfachtagung

der Vereinigung

zur Förderung des Deutschen

Brandschutzes e. V. (vfdb) am

24. Mai in Bremen eine Vollausstattung

sämtlicher Wohnräume

in Deutschland mit Rauchmeldern

für die Rettung von Senioren

im Brandfall empfohlen.

Der Grund: Nach Angaben des

Statistischen Bundesamtes sind

in Deutschland 61 Prozent der

Brandtoten über 60 Jahre alt.

Das Risiko bei einem Wohnungsbrand

zu sterben, ist für Senioren

damit doppelt so hoch wie für die

restliche Bevölkerung. Der Einsatz

von Rauchmeldern in sämtlichen

Wohnräumen könnte dieses Risiko

deutlich senken.

In den meisten Bundesländern

sind Rauchmelder nicht im Wohnzimmer

vorgeschrieben, obwohl

die Brandgefahr durch Kerzen

und elektrische Geräte hier besonders

hoch ist. Der Rauchmelder

schlägt im Brandfall also erst

Alarm, wenn der Rauch im Flur

oder Schlafzimmer ankommt.

Das ist besonders für physisch

eingeschränkte Menschen viel

zu spät“, berichtet Claudia Groetschel

von „Rauchmelder retten

Leben“ in ihrem Vortrag auf der

Jahresfachtagung. Für viele Senioren,

die Gehhilfen als Hilfsmittel

bräuchten oder krank und bettlägerig

seien, werde dann die Zeit

knapp, die Wohnräume rechtzeitig

zu verlassen. Denn im Brandfall

blieben in der Regel nur vier

Minuten Zeit zur Flucht.

Derzeit leben 95,6 Prozent der

Senioren in privaten Haushalten.

Diese Menschen werden durch

die aktuelle Rauchmelderpflicht

nicht ausreichend geschützt.

Ein wichtiger Schritt für einen

verbesserten Brandschutz wäre

eine gesetzlich vorgeschriebene

Vollausstattung der Wohnung,

ausgenommen Küche und Bad,

in allen Bundesländern, so wie

in Berlin und Brandenburg bereits

in der Landesbauordnung

verankert. Damit ließe sich die

automatische Branddetektion

näher an potentielle Zündquellen

bringen. So entstünde durch

frühzeitigere Alarmierung mehr

Zeit für die Selbstrettung. Wünschenswert

wäre für die Zukunft

auch eine küchentaugliche Detektionseinrichtung

im Rahmen

der Rauchmelderpflicht. Auch

funkvernetzte Melder oder zusätzliche

an die Rauchmelder

gekoppelte Warneinrichtungen

würden helfen, Senioren früher

über einen Brandausbruch zu

informieren.

Wir kümmern uns um Ihre Reise

... aus gutem Grund

Ihr Partner in Schöneberg

„rund ums Reisen“

Aktuelle Angebote unter

www.reformhaus-hoefeler.de

Bayerischer Platz 7 · 10779 Berlin

Tel: 030/853 40 50

Reisebüro Ehlert Bayerischer Platz 9 · 10779 Berlin

☎ 030/780 97 76 · www.derpart.com/ehlert

Betty‘s Haar-Stübchen

Damen 30,- €

Waschen, Schneiden, Föhnen

Herren 18,- €

Waschen, Schneiden, Föhnen

auch Hausbesuche ☎ 852 19 63

Betty Kaluza

Moselstraße 3

12159 Berlin Friedenau

Mo 13.00 – 18.00 Uhr

Di – Fr 9.30 – 18.00 Uhr

Sa 9.00 – 13.00 Uhr

Meisterbetrieb

Gregor Römhild

Andrea Kuhr

Dr. Axel von Stein-Lausnitz

Zahnärzte am Bundesplatz

Bundesallee 55

10715 Berlin

Wir

bieten Ihnen in

allen Bereichen

der Zahnmedizin

eine kompetente

und moderne

Behandlung.

Tel. 030 853 51 13

www.zahnaerzteambundesplatz.de


RATGEBER

Mehr Rechte für Urlauber

Seit 1. Juli gilt die neue EU-Pauschalreise-Richtlinie

Gazette Schöneberg & Friedenau | August 2018 | 13

Am 1. Juli 2018 traten umfassende Änderungen

des Reiserechts für Pauschalreisen in

Kraft. Ziel ist es, die zunehmende Buchung

von Reisen über das Internet zu berücksichtigen

und den Verbraucherschutz zu verbessern.

Laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH

gilt das Pauschalreiserecht künftig unter

bestimmten Voraussetzungen auch für mehrere,

beim gleichen Anbieter gebuchte Einzelleistungen.

Außerdem verlängern sich unter

anderem die Fristen, um Mängelansprüche

geltend zu machen.

Das Reiserecht gehört zum Zivilrecht und ist

in einem eigenen Abschnitt im Bürgerlichen

Gesetzbuch geregelt. Die Europäische Union

(EU) hat seit Jahren an einer neuen Pauschalreise-Richtlinie

gearbeitet, die diesen Rechtsbereich

in allen EU-Staaten vereinheitlichen

und verbraucherfreundlicher machen soll.

Nun ist das Projekt abgeschlossen und der

deutsche Gesetzgeber hat die EU-Vorschriften

in nationales Recht umgesetzt.

Erweiterter Geltungsbereich

Die neuen Vorschriften erweitern den Geltungsbereich

des Pauschalreiserechts. Jetzt

fallen nicht mehr nur klassische Pauschalreisen

unter den Schutz dieser Regelungen. Sie

kommen nun beispielsweise auch zur Anwendung,

wenn Urlauber mindestens zwei

einzelne Reiseleistungen für die gleiche Reise

– etwa Flug und Hotel – über das gleiche

Internetportal gebucht haben. Das Internetportal

gilt dann juristisch als Reiseveranstalter

und haftet dementsprechend. Auch die

Haftung von Reisebüros verschärft sich: Sie

gelten nun in mehr Fällen als bisher als Reiseveranstalter.

Etwa dann, wenn sie ein Paket

selbst zusammengestellter Einzelleistungen

als „Pauschalreise“ anbieten.

Längere Frist für Ansprüche


Künftig verlängert sich außerdem die Frist,

innerhalb der Reisende bei einer mangelhaften

Reiseleistung Ansprüche gegen den Reiseveranstalter

geltend machen können. Bisher

musste dies innerhalb von einem Monat

nach Reiseende passiert sein, künftig haben

Reisende dafür zwei Jahre Zeit.

Erweiterte Haftung

Der Reiseveranstalter kann seine Haftung

nicht mehr auf den dreifachen Reisepreis beschränken,

wenn es um körperliche Schäden

geht und der Veranstalter den Schaden verschuldet

hat. In solchen Fällen zählt ein Verschulden

der einzelnen Leistungsträger, wie

etwa des Hotels, als Verschulden des Veranstalters.

Wenn Reisende in Zukunft wegen außergewöhnlicher,

unabwendbarer Ereignisse,

beispielsweise einer Naturkatastrophe, nicht

nach Hause fliegen können, muss der Reiseveranstalter

ihnen für bis zu drei Nächte eine

Unterkunft besorgen. Diese sollte möglichst

dem Standard der gebuchten Unterkunft

entsprechen. In besonderen Fällen – etwa bei

Foto: Jürgen Fälchle / Fotolia

Schwangeren – gilt dies auch über drei Nächte

hinaus. Außerdem sind Reiseveranstalter ab

1. Juli bei solchen außergewöhnlichen Ereignissen

zu weiteren Beistandsleistungen verpflichtet

– wie der Herstellung von Telefonverbindungen

oder der Suche nach alternativen

Reisemöglichkeiten.

Anpassung Reisepreis

Allerdings hat der Veranstalter nun auch das

Recht, den Reisepreis nach der Buchung um

bis zu acht Prozent zu erhöhen. Dies ist allerdings

an einige Voraussetzungen geknüpft,

zum Beispiel muss der Veranstalter sich diese

Möglichkeit vertraglich offen gehalten haben.

Die Preiserhöhung muss er bis spätestens

20 Tage vor Reisebeginn mitteilen.

Nach wie vor gilt: Reisende müssen Mängel

vor Ort unverzüglich dem Veranstalter melden

und Abhilfe verlangen – sonst haben sie

keine Ansprüche (Bundesgesetzblatt 2017

Teil I Nr. 48 vom 21. Juli 2017).

Impressum Gazette Schöneberg & Friedenau

August Nr. 8/2018 · 23. Jahrgang

Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Schöneberg &

Friedenau sowie Steglitz, Zehlendorf, Charlottenburg und Wilmersdorf.

Online-Ausgaben www.gazette-berlin.de

Verlag

Gazette Verbrauchermagazin GmbH

Badensche Str. 44 · 10715 Berlin

☎ (030) 407 555 47

Redaktion

Karl-Heinz Christ · redaktion@gazette-berlin.de

Anzeigen

Daniel Gottschalk

☎ (030) 323 38 54 · anzeigen@gazette-berlin.de

Druck

Druckhaus Humburg · 28325 Bremen

Nächste Ausgabe September Nr. 9/2018

Anzeigen-/Redaktionsschluss 20.08.2018

Erscheinung 06.09.2018


14 | Gazette Schöneberg & Friedenau | August 2018

Samurai Art Museum

Die private Sammlung Janssen Berlin und ihre Schätze

Als Peter Janssen in den 70er-Jahren

Stück für Stück der außergewöhnlichen

Schätze aus der Samurai-Kunst

zu sammeln begann,

hätte er wohl nie gedacht, dass er

damit einmal das größte private

Museum zu diesem Thema füllen

würde. Auf der neu bebauten Anlage

des ehemaligen Oskar-Helene-Heims

gewährt der Sammler

nun seit Oktober 2017 im Untergeschoss

seiner Senioreneinrichtung

„Villa Clay“ Einblick in eine

Auswahl dieser ebenso beeindruckenden

wie einzigartigen Exponate

längst vergangener Tage des

japanischen Kriegeradels.

Die Samurai und ihre

Kunst entdecken

Den schlicht-eleganten Eindruck

des Museums-Hinweisschildes

am Eingang der Villa Clay

setzt das in zurückhaltendem

Grau-Beige gehaltene Ambiente

des runden Ausstellungsraumes

geschickt fort. Tageslicht

Montierung für ein Schwertpaar (daisho), mittlere Edo-Zeit (18. Jhd.).


Foto: SAM Manfred Sackmann

fällt unaufdringlich durch ein

rundes Oberlicht und vermischt

sich mit der indirekten Beleuchtung

der Vitrinen, in denen die

eigentlichen Hauptdarsteller

der Ausstellung präsentiert werden:

Masken, Schwerter, Helme,

Rüstungen und Accessoires des

8. – 19. Jahrhunderts entführen

in die Welt der Samurai, für die

Peter Janssen vor über 30 Jahren

auf einer Japanreise sein Herz

entdeckte. Er lernte Karate und

tauchte über einen japanischen

Freund tiefer in die Thematik

der Samurai ein. Bald besaß er

den ersten Helm und die erste

Rüstung, sein erstes Schwert erstand

er am Ernst-Reuter-Platz

auf dem Flohmarkt. – Nicht in

bestem Zustand war es. Doch im

Laufe seiner Sammlerjahre lernte

er, den Zustand eines Stückes erfahren

zu beurteilen. Heute zählt

die Sammlung rund 600 Objekte,

wozu 45 Rüstungen sowie jeweils

etwa 160 Helme und Masken gehören.

Immer neue Teile kommen

dazu, die Reihe der Meister zu

erweitern. In zwei Lagerräumen

hinter dem Museum warten sie

darauf, im Wechsel vor die Augen

der Besucher positioniert zu

werden.

Während Peter Janssen nur sporadisch

im Museum anwesend ist,

indessen Sammlerleidenschaft

und -wissen im Kreise Gleichgesinnter

in verschiedenen „Societies“

pflegt, wacht vor Ort die

charmante Kuratorin Martyna

Lesniewska über die Schätze. Als

Doktorandin am Lehrstuhl ostasiatischer

Kunstgeschichte der Freien

Universität Berlin promoviert

sie über Rüstungsgeschichte, hat

ein Jahr Japan hinter sich und beantwortet

mit viel Fach- und Hintergrundwissen

die Fragen der

Museumsbesucher jeden Alters.

Die lernen von ihr beispielsweise,

dass es sich hier um Exponate aus

dem Kreis der hochgestellten Samurai-Kaste

handelt, dass der niedere

japanische Krieger hingegen

einfach und weniger geschützt in

den Kampf zog und dass die wie

MEINE LIEBLINGSFARBEN:

WEISSE HÄUSER UND BLAUES HEER.

PREMIUM ALLES INKLUSIVE

ÖSTLICHES MITTELMEER

MIT ZYPERN

Mein Schiff 3

22.10.-01.11.2018

10 Nächte · Innenkabine

Inklusive Flug

Aufpreis Außenkabine 200 € p.P.

Aufpreis Balkonkabine 300€ p.P.

Athen

Piräus

ab1.695 €

Antalya

Alexandria

INKLUSIVE

FLUG

ZYPERN

Haifa

Ashdod

Ihr Urlaub ist

unsere Leidenschaft!

Besuchen Sie uns im

Reiseland am Bayerischen Platz.

Wir bringen Sie an Ihr Traumziel, denn

Ihr Urlaub ist unsere Leidenschaft!

Reiseland am Bayerischen Platz

Grunewaldstr. 47 • 10825 Berlin

Tel.: 030 2128060 • Fax: 030 21280620

E-Mail: berlin.bayerischerplatz@reiseland.de

www.passat-reisen.de

Öffnungszeiten:

Montag-Freitag

09:00-18:00 Uhr

Samstag

09:00-14:00 Uhr


Gazette Schöneberg & Friedenau | August 2018 | 15

große Knöpfe aussehenden, reich

verzierten Schwertstichblätter

dem Schutz der Hände vor der

scharfen Schwertklinge, der Seele

des Samurai, dienten.

Die Rüstung ein Statussymbol

Von Generation zu Generation

wurden die kunstvoll gestalteten

Samurai-Rüstungsexponate in Familien

weitergegeben, ergänzt,

ausgebessert und mit Wappen

und Clanzeichen für hohes Ansehen

stehend in Ehren gehalten.

Die ältesten Objekte in Zehlendorf

sind um etwa 1200 Jahre

alt, die jüngsten stammen aus

dem 19. Jahrhundert. Ihr nahezu

perfekter Erhaltungszustand begeistert.

Drei Restauratoren aus

England und Belgien sorgen sich

darum.

Schwertklingen, die überarbeitet

werden müssen, werden nicht

selten nach Japan geschickt, wo

sie von den Meistern ihres Fachs

mithilfe spezieller Poliersteine

wieder neuen Glanz und gewünschte

Schärfe erhalten.

Betrachtet man die kunstvollen

Ausstellungsobjekte genauer,

vermag man nur im Ansatz zu

erahnen, wie viel meisterliches

Eiserne Rüstung mit Treibarbeiten

der Myochin-Schule, Edo-Zeit

(18./19. Jhd.).

Foto: SAM Manfred Sackmann.

Können, Schweiß und Kosten mit

ihrer Fertigung einst verbunden

waren:

Getriebene Metallarbeiten, kunstvoll

filigrane Seiden-, Leder-, Lackund

Schmiedearbeiten stehen für

das kunsthandwerkliche Können,

das in den jeweiligen Gilden die

Meister ihres Faches an Rüstung,

Helm und Schwert bewiesen.

Jedoch die Verzierung eines Helmes

mit italienischem Glas gibt

sogar den Fachleuten Rätsel um

seine Herkunft auf.

Feine Montierungen, aber auch

kuriose Verzierungen mit Bärenfell,

Hörnern oder dämonenhaften

Fratzen, die vielerlei Symbolik

und nicht selten furchteinflößende

Ausdrucksformen zeigen, verführen

dazu, tiefer in Leben und

Kunst der Samurai einzutauchen.

Die Seele der Samurai

Einschüchternd sollten die einzigartiegen

Masken der hohen

Samurai-Krieger wirken, die als

Visier das Gesicht schützten. Mit

künstlichen Bärten versehen

und Kunsthaar am Helm wirkte

so mancher zu dieser Zeit nur

um die 1,55 Meter „große“ japanische

Krieger abschreckend

auf den Feind. Die Rüstung wog

etwa 25 Kilo. Kuratorin Martyna

Lesniewska, die Rüstung und

Helm im „Eigenversuch“ anprobierte,

erklärt: „Die eigentliche

Belastung war wohl der Helm.

Er erforderte eine trainierte Halsmuskulatur.“

– Und die dürfte der

seit früher Jugend trainierte Samurai

wohl gehabt haben.

Ursprünglich Soldaten des Adels

und der Kaiser, wurden die Samurai

im 12. Jahrhundert mit

Entstehung der Militäraristokratie

zur regierenden Kaste, die

künftig Einfluss auf Politik, Kultur

und Kunst nahm und Waffenund

Kriegerkult pflegte.

Hervorgegangen daraus ist eine

Vielzahl beeindruckender Kunstobjekte,

die Peter Janssen mit

seinem Museum der Öffentlichkeit

präsentiert, unweit der nach

Berlin-Mitte verlegten Dahlemer

Museumszene und als ganz besondere

Bereicherung des Berliner

Südwestens.

Einzigartige Museumskultur,

die auch den jugendlichen Museumsbesucher

ansprechen

dürfte.


Jacqueline Lorenz

Samurai Art Museum

In der Villa Clay, Clayallee 225 D,

14195 Berlin-Zehlendorf

Öffnungszeiten: Mi/Fr/So 14 – 18 Uhr

☎ 030 – 213 00 27 80

Weitere Informationen,

Veranstaltungen und Ticketbuchung

unter www.samurai-artmuseum.com

Anlässlich der „Langen Nacht der

Museen“ öffnet das Museum auch am

25. August 2018 von 18 – 0 Uhr seine

Türen!

Die Filmbar in Schöneberg

Potsdamer Str. 157

10783 Berlin

Öffungszeiten: Di - Sa ab 19.00 Uhr

www.facebook.com/BartonFink.Berlin

Apotheke

Am Bayerischen

Platz

Kompetenz für Gesundheit

und Wohlbefinden

Apotheken

Siegel

91 Punkte

sehr gut

Für unsere pharmazeutische Beratungsqualität wurde uns nach einem anspruchsvollen

Prüfverfahren (Ergebnis: „sehr gut“) das ApothekenSiegel verliehen.

Kompetenz für Gesundheit

und Wohlbefinden seit 95 Jahren

Bayerischer Platz 6, 10779 Berlin

Tel.: 030 - 218 27 65

www.apotheke-am-bayerischen-platz.de


16 | Gazette Schöneberg & Friedenau | August 2018

Rechtsanwälte in Bürogemeinschaft

NEU ab 1. Juli 2018 am Breslauer Platz

Rechtsanwalt Dr. Tomasz J. Liczbański

Familienrecht, Erbrecht, Zivilrecht

Telefon (030) 69 20 97 78-0

Fax (030) 69 20 97 78-9

E-Mail info@liczbanski.de

Rechtsanwalt Kai Lenwerder

Verkehrsrecht, Versicherungsrecht, Vertragsrecht

Telefon (030) 80 90 60 26

Fax (030) 80 90 60 27

E-Mail lenwerder@gmail.com

Rechtsanwältin und Steuerberaterin

Sabine Starita M.A.

Fachanwältin für Steuerrecht

Telefon (030) 80 90 60 26

Fax (030) 80 90 60 27

E-Mail info@stb-starita.de

Lauterstraße 14/15, 12159 Berlin-Friedenau, direkt am Breslauer Platz

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine