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ROTOR

Hubschrauber-Modellflug

kompetent I informativ I seriös

AUSGABE 8/2012

Weitere Themen

in dieser Ausgabe:

• F3C

– Auf den Punkt gebracht

• T-Rex 500EFL Pro

• Matt Black


VORSTELLUNG Micro-

3D-Heli

BLUE ARROW 1.8 3D

ROBBE

robbe Blue Arrow 1.8 3D

3D im Wohnzimmer?

Noch vor wenigen Jahren waren Micro-Helis mehr oder weniger

schwerfällige Flugobjekte, die hauptsächlich dazu dienten, Einsteigern

unser Hobby näher zu bringen. Inzwischen gibt es aber auch

in dieser Gattung 3D-taugliche Modelle. Eines davon ist der Blue

Arrow 1.8 3D, den Tobias Wilhelm im wahrsten Sinn des Wortes

unter die Lupe genommen hat.

Wohnzimmer-3D? Vor einigen Jahren war

das noch undenkbar. Durch die immer kleiner

und leichter werdenden RC-Komponenten

war es aber nur eine Frage der Zeit, bis

die ersten Helis auf dem Rücken durchs

Wohnzimmer schwebten. Schnell ergriff eine

regelrechte Micro-3D-Manie um sich. Die

Vorteile solcher Winzlinge liegen klar auf der

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Hand: Aufgrund ihres geringen Gewichts

sind sie nahezu crashresistent. Und geht

wirklich einmal etwas zu Bruch, kann man

sich über sehr günstige Ersatzteilpreise freuen.

Allerdings haben viele Modelle ein großes

Manko: Leistungsmangel. Dazu kommt,

dass sie oft mit einem separaten Motor für

die Heckrotorsteuerung daher kommen, was

zwar inzwischen recht gut funktioniert, aber

dennoch niemals an die Performance eines

»normalen« Heckrotors heranreichen kann.

Ein Heli mit angetriebenem Heck hingegen

ist konstruktiv bedingt etwas größer und auch

Die beiliegende Fernsteuerung XS-J6 vermittelt

ein gutes Steuergefühl. Ein Schiebeschalter auf

der Rückseite ermöglicht die Umstellung des

Stickmodes.

TOBIAS WILHELM

Der Vergleich mit der XS-

J6 verdeutlich die Größe

des Blue Arrow 1.8 3D.

Das Set enthält abgesehen von den Einwegbatterien

für den Sender alles, was man zum Fliegen braucht.

Der praktische Karton mit Tragelasche kann später

auch für den Transport genutzt werden.

schwerer. Dazu kommt, dass die Leistung des

Hecks natürlich von der zur Verfügung stehenden

Gesamtleistung des Modells abgeht. Wird

das Heck belastet, wird Leistung aus dem System

gezogen, was zum Absinken der Drehzahl

mit wiederum weniger Leistung am Heck führen

kann. Dem kann man mit stärkeren Motoren

abhelfen, die jedoch etwas schwerer sind

und den Heli somit träger machen. Wie Sie sehen,

ist die Sache also recht knifflig. Dennoch

haben die Hersteller die Herausforderung angenommen.

Eines der ersten Modelle dieser

Bauart war der 4G6 von Walkera, mit dem ich

schon selbst Erfahrungen sammeln konnte,

und der dem hier vorgestellten Blue Arrow in

seiner Bauart stark ähnelt. Ich war also ge-

8I2012 ROTOR

Die Mechanik besteht nur aus

wenigen Teilen. Sie ist robust

und dennoch leicht.

spannt, ob der Heli von robbe eine Weiterentwicklung

des Konzepts oder einfach nur ein

ähnliches Modell darstellt.

Lieferumfang

Der Blue Arrow 1.8 3D kommt im RTF-Set

mit der 2,4-GHz-Computerfernsteuerung XS-

J6, einem 220-Volt-Ladegerät mit einstellbarer

Stromstärke, einem 1s-LiPo-Akku und einem

kleinen Schraubendreher zum Kunden. Im

Prinzip ist also alles enthalten, was man

braucht, um den Arrow in die Luft zu bekommen.

Aber denkste! Nimmt man den Sender

in die Hand, fällt sofort das geringe Gewicht

auf. Statt einen ordentlichen Senderakkus,

hat man es vorgezogen, einen Träger für acht

Mignonzellen, die noch selbst beschafft werden

müssen, zu verbauen. Warum dieses Billigmaterial

immer noch von vielen Herstellern

verwendet wird, ist mir schleierhaft. Ein halbwegs

vernünftiger Senderakku kostet sicher

nicht die Welt und würde die Betriebssicherheit

erheblich steigern.

Allgemein liegt die Steuerung sehr gut in

der Hand und die Knüppelaggregate machen

einen wertigen Eindruck. Auf der Rückseite

befindet sich, unter einer Abdeckung

verborgen, ein Schalter, mit dem zwischen

den Stickmodes 1 und 2 gewählt werden

kann. Neben der elekronischen Umschaltung

werden auch die neutralisierenden Federn

der Knüppel entsprechend aktiviert

bzw. deaktiviert, so dass man das Gehäuse

nicht öffnen muss. Eine wirklich clevere Lösung

– solange man Mode 1 oder 2 nutzt. Piloten

mit Mode 3 oder 4 müssen dann doch

den Sender öffnen und die Stecker der jeweiligen

Knüppelaggregate tauschen. Zu beachten

ist dann jedoch, dass die Trimmungen

dabei nicht mit getauscht werden, also

an der ursprünglichen Position verbleiben.

Behält man das im Hinterkopf, ist ein problemloser

Betrieb möglich.

Aufbau

Das Chassis des Blue Arrow besteht im Grunde

aus einem einzigen kompakten Kunststoffteil,

an dem alle wichtigen Bauteile oder Befes-

ROTOR 8I2012

tigungspunkte angeformt sind. Eine wagerechte

Platte bildet das Grundgerüst. An ihr befinden

sich Anformungen zur Befestigung des

Heckauslegers, der Taumelscheibenservos,

die Lagersitze für die Rotorwellenlager, der Motorträger

und im vorderen Bereich eine etwas

tiefer liegende Plattform für die Montage der

Kombination aus Stabi-System und Empfänger

sowie des Reglers. Von unten wird dann lediglich

noch das Kufengestell, das gleichzeitig

auch als Akkuhalter dient angeschraubt. Motor

und Getriebe sitzen direkt unter der Plattform.

Damit sind alle Komponenten nah am Schwerpunkt

untergebracht.

Anders als bei den meisten Helis dieser

Größe kommt kein Innen-, sondern ein bürstenloser

Außenläufer zum Einsatz. Eine gute

Wahl, hat doch ein Außenläufer durch die

Schwungmasse der drehenden Motorglocke

mehr Drehmoment, was bei kleinen Helis eigentlich

nur von Vorteil sein kann – Leistung

ist hier in der Regel ohnehin nicht im Überfluss

vorhanden. Das Hauptzahnrad besteht

aus Kunststoff und verfügt über ein angespritztes

Tellerrad für den Heckabtrieb. Es

macht einen sehr robusten Eindruck, besonders

das Tellerrad erscheint für einen Heli

dieser Größe ungewohnt massiv. Im Flugbetrieb

dürfte es kaum zu zerstören sein und

selbst etliche Crashs schadlos überstehen.

Der Antrieb der CfK-Antriebswelle erfolgt

dann mit einem Kegelrads, das dann leider

auch den Schwachpunkt des Heckantriebs

darstellt. Es ist deutlich filigraner und wei-

Ein clever konstruiertes

Kunststoff-Element

nimmt den größten Teil

der Elektronik und des

Antriebs auf.

Der Flybarless-Rotorkopf ist für ein Modell dieser

Größe üppig dimensioniert. Die Rotorwelle hat einen

Durchmesser von 3 mm.

Der Heckrotor ist spielfrei und leichtgängig. Leider

war die Grundeinstellung nicht optimal.

cher als das Tellerrad und gibt bei leichten

Bodenberührungen sofort nach. Auf der Welle

wird es durch simples Aufschieben und

Kleben arretiert.

Die gesamte Konstruktion des Heckauslegers

ist meiner Meinung nach sehr clever gelöst,

obwohl sie nicht wirklich neu ist und in

ähnlicher Form bereits beim 4G6 zum Einsatz

kam. Der Heckausleger, ein 4-mm-CfK-

Rohr, in dem die Welle ohne jegliche Lagerung

läuft, ist im vorderen Bereich an seinen

Seiten abgeflacht, wird einfach in eine passende

Vertiefung in der Grundplatte gedrückt

und mit einer zweiten Lagerplatte am

Chassis verschraubt. Damit ist das Heckrohr

entsprechend steif und gegen ein Verdrehen

gesichert an der Mechanik befestigt.

Weiter geht es mit der Befestigung der Servos.

Auch hier hat man sich einige clevere,

gewichtsoptimierte Lösungen einfallen las-

71


Das vorn an den Seiten abgeflachte Heckrohr sitzt in

einer passgenauen Aufnahme im Hauptchassis.

Das Hauptzahnrad mit angespritztem Heckabtrieb

dürfte auch einen Crash schadlos überstehen.

sen. Die Halterung des Heckservos zum Beispiel

wird einfach über das Rohr geschoben

und mit zwei Zapfen im Chassis arretiert. Das

Nickservo wird liegend auf einer Art Podest

verschraubt. Dazu greift ein Bügel, an dem

auch die Taumelscheibenführung und Haubenbolzen

angespritzt sind, in die Befestigungslaschen

des Servos. Die hinteren Befestigungslaschen

der vorderen Servos greifen

in Schlitze in der Grundplatte ein, die

vorderen Laschen werden von einem Bügel

gehalten, der auf einem Steg zwischen den

Servos verschraubt wird. Eine einzige

Schraube genügt also zur Befestigung.

Ein weiteres cleveres Detail findet sich am

Höhenleitwerk, das gleichzeitig Heckstreben-Aufnahme

und Führung für die Heckanlenkung

ist. Das Heckrohr an sich macht einen

soliden Eindruck. An seinem hinteren

Ende ist es waagerecht abgeflacht, so dass

das entsprechend geformte Heckgetriebe

gegen Verdrehen gesichert ist. Sein Gehäuse

erweist sich als leichte und funktionelle

Konstruktion. Es nimmt neben den Kugellagern

für Antriebs- und Heckrotorwelle auch

den Winkelhebel und die Heckfinne auf. Anlenkung

und Schiebehülse sind übrigens erstaunlich

spielfrei. Der Heckrotor verfügt

über eine Alunabe und ist pro Blatthalter mit

einem Miniaturkugellager versehen.

Kommen wir abschließend noch zum Rotorkopf.

Bei einer ersten Betrachtung wirkt er

fast ein wenig überdimensioniert. Mit einem

Durchmesser von 3 mm ist die Rotorwelle für

einen Heli dieser Größe recht kräftig geraten

72

und auch Taumelscheibe, die Blatthalter sowie

das Zentralstück wirken sehr massiv. Bedenkt

man aber, dass eben diese Teile bei einem

eventuellen Crash die größten Belastungen

wegstecken müssen, so macht diese

Auslegung durchaus Sinn. Positiv überrascht

hat mich die ausreichend dimensionierte

Dämpfung. Gerade in diesem Bereich

bin ich von Micro-Helis anderes gewohnt. Eine

zu weiche Dämpfung führt vor allem bei

solchen Winzlingen zu einem sehr schwammigen

und schlecht kontrollierbaren Flugverhalten.

Größe als auch Härte der Dämpfung

sind beim Blue Arrow jedoch gut gewählt.

Die Taumelscheibengestänge werden vom

Zentralstück über angeformte Gabeln mitgenommen.

Weniger gefallen konnte die Tatsache,

dass das Zentralstück nur über einen

Stift auf der Welle gesichert wird. Bei häufigerem

Wechsel der Rotorwelle könnte diese

Befestigung verschleißen und das Zentralstück

unbrauchbar machen.

Flugerprobung

Da sich der Blue Arrow auch an Einsteiger

bzw. Fortgeschrittene richtet, habe ich mir

vor den ersten Flügen zunächst einmal die

Bedienungsanleitung angesehen. Auf den

ersten Seiten findet man, quasi als Einführung

in die Helifliegerei eine Erläuterung der

wichtigsten Fachbegriffe, wie z. B. »Pitch«

oder »Dual-Rate«, die in der Anleitung verwendet

werden – für den Neuling, der zu Beginn

ohnehin mit den vielen neuen Begriffen

überfordert sein dürfte eine nützliche Hilfe.

Weiterhin enthält die Anleitung gute Tipps

zum Flugbetrieb und der Wartung des Helis.

Auch für die Schalterbelegung am Sender

findet sich eine Darstellung.

Vermisst habe ich allerdings eine Erklärung

der Wirkung der einzelnen Schalter. Mit der

bloßen Benennung der zugehörigen Funktion

kann ein Einsteiger eher wenig anfangen.

Zudem ist daraus auch nicht ersichtlich, in

welcher Position die Funktion aktiviert ist.

Gerade bei der vorprogrammierten 3D-Gaskurve

könnte so etwas z. B. zu unschönen

Überraschungen führen. Glücklicherweise

verfügt der Sender über eine Warnfunktion,

die das Senden verhindert, sofern 3D-Gaskurve

oder der Autorotation beim Anschalten

Das Heckrotorservo sitzt

am Heckrohr. Um die Performance

am Heck zu verbessern,

hat der Autor

den Kugelbolzen am Servohebel

weiter nach außen

gesetzt.

aktiv sind. Der aktuelle Dual-Rate-Wert wird

permanent im Display angezeigt. Die im Sender

hinterlegten Werte sind 100% bzw. 80 %.

Beim Schalter für die Gyro-Empfindlichkeit

wird es da schon schwieriger. Die Anzeige

auf dem Display lässt eigentlich nicht erkennen,

ob man gerade mit einer hohen oder

niedrigen Empfindlichkeit fliegt. Durchläuft

man die Einstellparameter im Sender, stößt

man irgendwann auf die hinterlegten Werte

von 25% bzw. 75%. Auch eine Erklärung zum

Drehregler für das Schwebegas habe ich vermisst.

Eine Anleitung für den Sender kann

man übrigens auf der Homepage von robbe

herunterladen. Ich würde jedoch von eigenen

Programmierversuchen abraten, da die

Menüführung nicht unbedingt übersichtlich

gestaltet wurde und der Heli mit der Grundeinstellung

einwandfrei fliegt.

Nach so viel Theorie und Anleitung lesen

musste es jetzt aber dringend in die Luft gehen.

Gespannt, wie der Winzling sich wohl

bei seinen ersten Flügen verhalten würde,

wurde er auf eine ebene Unterlage gestellt

und das Gas langsam erhöht. Hierbei durchläuft

der Blue Arrow eine leichte Bodenresonanz.

Man sollte sich davon jedoch nicht abschrecken

lassen und das Gas/Pitch wieder

reduzieren. Das Phänomen ist absolut harmlos

und von vielen kleineren Helis bekannt.

Einfach zügig weiter Gas reinschieben bis

der Heli schließlich abhebt. Verfährt man so,

schwebt der Heli nach einer kurzen Trimmphase

(Achtung: Bei Mode 3 bzw. 4 an die

vertauschten Trimmungen von Heck und

Roll denken) sehr stabil vor dem Piloten. Die

Schwebeflugeinstellung ist recht zahm, also

mit viel Dual-Rate und Expo. Für einen Einsteiger

passt das optimal.

Bei den ersten Pirouetten war ich allerdings

etwas enttäuscht von der Heckleistung. Die

Drehraten waren nicht wirklich hoch und dazu

noch extrem unterschiedlich. Mit der Hoffnung

auf eine Verbesserung in der »hohen«

3D-Gaskurve wurde besagter Schalter umgelegt.

Mit Erstaunen musste ich jedoch feststellen,

dass die Drehzahl sich nicht änderte,

sondern nun lediglich Gas auch im negativen

Pitchbereich vorhanden war. Die ersten vorsichtigen

Flips über Roll und Nick bestätigten

dann, dass das Heck in dieser Konfigura-

8I2012 ROTOR

tion nicht besonders gut hält. Also wurde gelandet

und der Heckrotor genauer unter die

Lupe genommen.

Beim Steuern wurde dann klar, warum die

Drehraten so unterschiedlich waren. Das

Heck hatte in einer Richtung fast keinen Ausschlag,

das Gestänge schlicht falsch eingestellt

war. Nachdem die Länge angepasst

wurde, konnte immerhin ein symmetrischer

Heckweg abgefahren werden. Dieser er erschien

mir allerdings immer noch sehr gering.

Daher entschied ich mich, den Kugelbolzen

am Servohebel von ganz innen in die

Mitte zu versetzen. Das ergibt zwar eine etwas

geringere Auflösung, aber eben auch

mehr Weg und Geschwindigkeit.

Neugierig ob meine kleine Tuningmaßnahme

den gewünschten Erfolg bringen würde,

startete ich zum zweiten Erstflug. Diesmal

war das Heck kaum wiederzuerkennen. Mit

den angewählten 75% Empfindlichkeit für

die 3D-Gaskurve hält das Heck wunderbar.

Pirouetten können jetzt in beide Richtungen

gleich schnell geflogen werden und auch

das Abstoppverhalten ist einwandfrei. Rückwärtsfliegen

ist ohne Probleme machbar.

Hier sollte man es allerdings nicht übertreiben.

Für Rückwärts-Speedorgien ist der Heli

nicht konstruiert worden. Lediglich bei Vollpitch

und gleichzeitigen großen zyklischen

Eingaben neigt das Heck ein wenig zum Ausbrechen.

Wenn man mit einem Heli dieser

Größe Kunstflug betreiben möchte, sollte

man sich aber ohnehin daran gewöhnen,

Pitch vorsichtig und dosiert einzusetzen.

Apropos Pitch: Beim Testen der Heckwirkung

wurde ich zunächst durch die heftige

Wirkung von Negativ-Pitch überrascht. Bei

kurzen »Pitch-Pumps«, mit denen die Wirkung

überprüft werden sollte, schoss der Blue Arrow

raketenartig Richtung Boden und konnte

selbst mit Maximum-Pitch nur gerade noch so

abgefangen werden. Nach der Landung war

schnell klar, was für dieses unerwartete Manö-

ROTOR 8I2012

AUF EINEN BLICK

gefallen hat:

ansprechendes Design

Konstruktion

Flugeigenschaften

nicht ganz überzeugen konnte:

Einwegbatterien im Sender

Sendersoftware

Grundeinstellung nicht einsteigergerecht

ver verantwortlich war. In Neutralstellung standen

am Rotorkopf etliche Grad Negativ-Pitch

an. Nachdem die Gestänge zwei Umdrehungen

herausgedreht waren, war auch diese Marotte

abgestellt und der Heli verhielt sich von

nun an mustergültig. Wenn man dem Arrow

kurze Verschnaufpausen zwischen den Figuren

gönnt und nicht ständig mit dem Pitchknüppel

am Anschlag fliegt, macht er alles

klaglos mit. Flips, Rollen, Loops, Turns, Piro-

Flips oder auch Funnels sind mit ihm gut fliegbar.

Rückenschweben in Ameisenkniehöhe

macht besonders viel Spaß, und durch den

leisen Antrieb eignet er sich hervorragend für

kleine abendliche Turnübungen im heimischen

Garten oder Stadtpark.

Das im Empfänger

integrierte Flybarless-System

wusste

zu gefallen.

TECHNISCHE DATEN

robbe Blue Arrow 1.8 3D

Länge 360 mm

Breite 30 mm

Kufenabstand 60 mm

Höhe 118 mm

Hauptrotordurchmesser 318 mm

Heckrotordurchmesser 80 mm

Hauptrotordrehrichtung rechts

Motor Brushless Außenläufer

Akku 1s, 680 mAh

Taumelscheibenanlenkung CCPM 120°

Empfänger/Flybarless-System robbe NE-RX650

Abfluggewicht 105 g

RC-System robbe XS-J6 2,4 GHz

Preis € 259,90

Hersteller/Vertrieb robbe

(www.robbe.de)

Bezug Fachhandel

Fazit

Mit dem Blue Arrow 1.8 3D hat robbe einen

soliden Micro-Heli im Programm, der durch

seine Verarbeitung, seine gutmütigen Flugeigenschaften

und seine gefällige Optik überzeugen

konnte. Weniger überzeugen konnte

leider die Grundeinstellung von Heck und

Pitch, was bei einem Modell, das sich auch

an Einsteiger richtet, natürlich besonders ärgerlich

ist. Mit den angeführten Änderungen

macht der Heli seinen Job aber ausgezeichnet.

Die Abstimmung von Antrieb, Flybarless-

System und Rotorkopf sowie die Konstruktion

des Heckantriebs sind gelungen.

Die Tatsache, dass das vordere Kegelrad

recht empfindlich ist, würde ich dem Arrow

nicht unbedingt negativ anrechnen, da es

eher als Sollbruchstelle anzusehen ist. Ein

Zahnradsatz fürs Heck ist sehr günstig und

zudem noch schnell gewechselt. Und sollte

man mal länger auf die bei robbe bestellten

Ersatzteile warten müssen, kann man

auch auf die von Nine Eagles zurückgreifen,

die zu 100% kompatibel und weit verbreitet

sind.

Umgeschaltet auf die 3D-Gaskurve sind alle gängigen

Kunstflugmanöver drin. Man sollte allerdings etwas

Gefühl am Pitchknüppel haben.

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