Zeit für Arbeit? - RegJo Hannover

hannover.regjo.de

Zeit für Arbeit? - RegJo Hannover

Das Magazin für die Region Hannover Ausgabe Nr. 8 II /2011 4,50 €

www.hannover.regjo.de

Zeit für Arbeit?


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Was immer Sie vorhaben,

wir machen es

Ihnen leichter!

Das Unternehmerbüro unterstützt Sie

als Vermittler zwischen Wirtschaft und

Verwaltung. Unser Service umfasst:

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J Flächen- und

Immobilienberatung

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Fördermittelberatung

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in der Region Hannover

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Zeit für Arbeit?

Arbeit als einer der wichtigen Lebensmittelpunkte hat in

Hannover und Region viele Facetten – und Möglichkeiten.

Sie wird verdammt und gefeiert, gefürchtet und als Patentrezept in

den Himmel gelobt. Beim Thema Zeitarbeit scheiden sich die Geister.

Vor knapp 40 Jahren wurde das erste Gesetz zum Thema Zeitarbeit

verabschiedet, heute wird das flexible Modell als moderne

Sklaverei und Motor des jüngsten Wirtschaftsbooms gleichermaßen

gehandelt. Was dran ist an der Zeitarbeit, den Zeitarbeitsunternehmen

in der Region und den Mitarbeitern, die sich als moderne

Söldner längst unverzichtbar gemacht haben in den Betrieben,

haben wir in dieser Ausgabe einmal unter die Lupe genommen.

Zeit für Arbeit ist meistens auch, wenn es um den perfekten

Ort für eine Tagung oder Geschäftsfeier geht. Wie oft legt sich

eine ratlose Sorgenfalte auf die Stirn, weil einem wieder mal nicht

die passende, besondere, aber dennoch arbeitstaugliche Location

einfallen möchte. Dabei bietet die Region Hannover eine Vielfalt

an Tagungs­ und Eventörtlichkeiten, die deutschlandweit ihresgleichen

suchen. Multifunktional modern, idyllisch abgeschieden,

historisch elegant oder einfach aufregend – wir haben eine Auswahl

der besten Locations besucht und zusammengestellt.

Und wieder steht die Arbeit im Vordergrund, wenn wir bei

den „Jungen Wilden“ vorbeischauen und sie uns ihre neuen (und

prämierten) Geschäftsideen präsentieren. Seit Jahren werden Existenzgründer

in der Region Hannover an die Hand genommen und

professionell wie auch finanziell unterstützt. Das zahlt sich aus

– und bringt jede Menge neue Ideen made in Hannover auf den

Markt, wie zum Beispiel die erste Modelinie aus Milch. Doch, Sie

lesen richtig. Kleidung aus Milchfaser ist nicht nur ökologisch eine

glatte Eins, sondern auch besonders verträglich für ihre Träger.

Dies und viel mehr finden Sie in der vorliegenden Ausgabe des

RegJo Hannover, mit der wir Ihnen wieder viel informatives Vergnügen

wünschen.

Stefanie Stüting

Chefredaktion

Cover © Marco Bühl

RegJo HAnnoVeR editoRial 3

QR Code RegJo

Der QR Code („quick response“) kann von allen Smart-Phones

gelesen werden und verlinkt Sie direkt mit der Internet seite

des RegJo Magazins und des Polygo Verlages. Apps für den

QR Code sind in den bekannten App-Stores erhältlich. Der

QR-Code (QR steht für englisch: quick response = schnelle

Antwort) ist ein zweidimensionaler Code (2D-Code), der von

der japanischen Firma Denso Wave im Jahr 1994 entwickelt

wurde. Ursprünglich wurde der QR-Code zur Markierung von

Baugruppen und Komponenten für die Logistik in der Automobilproduktion

eingesetzt.

RegJo Hannover bei Facebook:

www.facebook.com/RegJoHannover


4 inhalt RegJo HAnnoVeR RegJo HAnnoVeR inhalt 5

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32 Metropolregion

Rund vier Millionen Menschen leben in der Metropolregion

Hannover Braunschweig göttingen Wolfsburg, zwei Drittel davon

in ländlichen gebieten.

Wirtschaft

Strahlkraft bis nach Rostock: Inzwischen

zum vierten Mal fand die Wirtschaftsmesse

Wedemark statt – mit positiver Resonanz.

Dienst im Dreieck– der Job auf Zeit: Zeitarbeit

ist eine hochdynamische Branche. Das

Geschäft mit dem Personalverleih boomt.

Zuverlässiger Partner der Wirtschaft: Die

„aktiv personal-service GmbH“ ist in Zeitarbeit

und Personalberatung erfolgreich.

Fachkräfte finden: Die AutoVision sieht

sich als strategischen Partner in der

Fachkräfterekrutierung.

Renditekiller Umsatzsteuer: Alexander

Sichart von Ebner Stolz Mönning Bachem

über die Umsatzsteuer beim Immobilienkauf.

Geschäftsklima: Laut der Studie von Janus

Consultants e.V. hat sich das Geschäftsklima

in der Region Hannover positiv entwi ckelt.

Mutprobe mit Milchmädchen und Minihelikopter:

Anke Domaske und Oliver Jones

haben den Wettbewerb „StartUp-Impuls“ von

hannoverimpuls gewonnen.

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Politik & Soziales

4 Köpfe – Vier Meinungen: Wie würden Sie

dem Aufruf der Kanzlerin zum rascheren Ausbau

erneuerbarer Energien mit Blick auf die

regionalen Gegebenheiten des Standorts Hannover

Folge leisten? Vier Stellungnahmen.

Business for Kids: Martin Kind, Hörgeräte-

Unternehmer und Präsident des Fußballvereins

Hannover 96, übernimmt die Schirmherrschaft

der Spaß-Olympiade für den guten

Zweck am Maschsee.

Mit neuer Energie mobil: Die Metropolregion

Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg

hat sich ehrgeizige Ziele gesteckt. Als

erste Metropolregion Deutschlands will sie

ihren Energiebedarf bis zum Jahr 2050 zu

100 Prozent aus regenerativen Energiequellen

decken.

Gisma Business School: Junge Menschen

mit Existenzgründungsambitionen können

von MBA-Programmen profitieren, insbesondere

bei der realistischen Umsetzung ihrer

Geschäftsideen.

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14 Zeitarbeit

Moderne Sklaverei oder Jobmotor? Zeitarbeit,

Zeitarbeitsunternehmen und ihre Mitarbeiter in

der Region Hannover.

Technik & Wissenschaft

Auf Sparflamme: In Hannover eröffnete AS

Solar ein Plusenergie-Industriegebäude, das

mehr Energie erzeugt, als es verbraucht.

Auch im Weltraum allen voraus: Die TÜV

Nord Gruppe mit Sitz in Hannover geht in

führende Position bei der Prüfung von Bauteilen

für Satelliten sowie für den Zertifizierungsbereich

Luft- und Raumfahrt.

Die Battle beginnt: Seit zwei Jahren steht in

der Geschwister-Scholl-Realschule in Hannover

Rappen auf dem Stundenplan.

Klimaatlas: Ab November sollen Solarflächen

auch in einem Online-Atlas abrufbar sein.

Der Solaratlas wird solartaugliche Dächer in

Hannover grafisch darstellen und Aufschluss

über deren genauen Standort geben.

Klausuren auf dem iPad: Die App „iExam@

Bri-C“ ermöglicht es Studierenden, per Fingertipp

rechtssichere eKlausuren am Tablet-

PC zu schreiben.

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42 Wer tagt, gewinnt!

Die Region Hannover hat sich als eine

leistungsstarke europäische Metropole

für alle Arten von events etabliert.

Land & Umwelt

Im Dienste des Personals: Die Agentur

Mittelpunkt Personal etabliert sich im

Personalmanagement.

In corpore sano: Mit Fitness Coach

Olaf Kramer das innere Gleichgewicht finden.

Der Vermittler: Die DIVA Personalmanagement

GmbH: Model- und Personalmanagement

für Messen und Events.

Arbeitskraft GmbH: Bundespreis für den

Wedemärker Personaldienstleister Arbeitskraft

GmbH.

Wer tagt, gewinnt!: Hannover bietet für

Zusammenkünfte aller Art das richtige Angebot

an Eventlocations und Hotels sowie die

maßgeschneiderte Organisation.

Park Inn Hannover: Das Hotel bietet auf insgesamt

750 Quadratmetern Fläche ideale

Bedingungen für Konferenzen und Meetings.

Im Palast des Maharadschas: Der Erlebnis

Zoo Hannover macht sich als Eventlocation

weit über die Stadtgrenzen hinaus einen

Namen.

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64 Junge Wilde

Kleidung aus Milch? Fotografieren mit der Fotodrohne? –

Zwei innovative Ideen, die beim Hannoveraner gründerwettberb

StartUp-Impuls überzeugten.

Kultur

Modepreis Hannover: Marcella Sewella

gewann mit ihrer Kollektion „Leiden wir an

gutem Geschmack?“ den Modepreis Hannover

2011 und erhält die Goldene Schere sowie

5.000 Euro.

Der Presse-Preis: Zum 22. Mal richtete der

Niedersächsische Jugendredakteure e.V.

(VNJ) den JuniorenPressePreis aus, den landesweiten

Wettbewerb aller Schülerzeitungen

von der Grund- bis hin zur Berufsschule.

Der Ton macht die Musik: Das Musik 21

Festival verspricht in diesem Jahr mit vielfältigem

Musikprogramm, die niedersächsische

Landeshauptstadt Hannover im Spätsommer

zum Schwingen zu bringen.

World of Kitchen: WOK – World of Kitchen

stellt die großen Küchen-Kulturen der

Welt vor und ist damit die erste und größte

Küchenausstellung Europas.

Kurfürst von Hannover: Der Kurfürst von

Hannover war für 123 Jahre auch König von

England. Die Personalunion zwischen England

und Hannover endete 1837.

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Freizeit & Sport

(Black) Beauty: Bei den German Classics vom

20. bis 23. Oktober in Hannover wird erstmals

das Top Horse of the Year, das schönste

Pferd Deutschlands, gekürt.

Born to be wild: Inmitten urwüchsiger Natur

leben im Wisentgehege Springe circa 100,

teilweise seltene Wildarten. Darunter auch

Wölfe, Bären und Luchse.

Polo in Maspe : Zum ersten Mal wurde in

Hannover eine Deutsche Meisterschaft im

Polosport ausgetragen, bei der keine internationalen

Profis mitspielten. Der bekannte Ruf,

den Ball liegenzulassen, „Leave it“ war diesmal

daher nicht zu hören.

Kulturkalender: Die kulturellen und sportlichen

Höhepunkte sowie die wichtigsten Messetermine

des nächsten Vierteljahres in der

Region Hannover.

Grüne Lunge: Rund 11 Prozent der gesamten

Stadtfläche Hannovers sind öffentliche Grünflächen.

Damit ist Hannover die „grünste“

Stadt Deutschlands.

Bilder: Hannover Tourismus, Marco Bühl, Hannover Marketing

& Tourismus gmbH, Qmilch gmbH/Jonas Rothe


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R E C H T I N T E R N A T I O N A L

HERFURTH & PARTNER

HANNOVER

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BRUSSELS

AMERSFOORT

LONDON

PARIS

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MADRID

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COPENHAGEN

HANOVER

ZUG

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BETEILIGUNG & FINANZIERUNG

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LUISENSTRASSE 5

D - 30159 HANNOVER

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4 Köpfe – Vier Meinungen

Auch in der Region Hannover wird das Thema erneuerbare energien derzeit heiß diskutiert. Wie kann

man die geplante energiewende am besten umsetzen? Vier Stellungnahmen.

Bilder: JUH, grüne Ratsfraktion Hannover, SPD-Ratsfraktion, Tom Baerwald

RegJo HAnnoVeR MeinunG 7

Felix Blaschzyk, Vorsitzender der Jungen Union Hannover: „Klimaschutz,

bezahlbare Energie und Versorgungssicherheit für Bürger

und Unternehmen sind für uns wichtige Eckpunkte der Energiepolitik.

Das ist nur mit verstärkter Energieeffizienz zu erreichen. Die

Stadt muss daher durch weitere Maßnahmen bei stadteigenen Gebäuden

größere Anstrengungen zur Energieeinsparung unternehmen

sowie neue Formen der dezentralen Kraft­Wärmekopplung nutzen.

Im Gegensatz zu Rot­Grün setzen wir bei dem Ausbau der erneuerbaren

Energien für Anreize und Überzeugungen und nicht auf staatliche

Gängeleien und Zwangsmaßnahmen. Die Förderung von erneuerbaren

Energien muss daher verstärkt forciert werden.“

Michael dette, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der grünen Ratsfraktion

Hannover: „Mit dem 2008 vom Rat verabschiedeten Klimaschutzaktionsprogramm

wollen wir den lokalen CO2­Austoß bis 2020

um 40 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 senken. Wir begrüßen

den Beschluss der Stadtwerke, bis zum Jahr 2020 590 Millionen Euro

in regenerative Energieerzeugung zu investieren. Damit können bis

2020 alle Privathaushalte komplett mit Strom aus erneuerbarer Energieerzeugung

versorgt werden. Mit der städtischen Kampagne „Eine

Million Quadratmeter Solarstromfläche für Hannover bis 2020“ und

der damit verbundenen Erstellung eines Solaratlas ist Hannover auf

dem Wege, bis 2050 zu einer klimaneutralen Stadt zu werden.“

Christine Kastning, Fraktionsvorsitzende der SPD­Ratsfraktion

Hannover: „Durch die vom Rat 2009 beschlossene Klimaallianz

2020 ist Hannover auf die sich jetzt abzeichnenden Veränderungen

sehr gut vorbereitet. Denn eine CO2­Reduzierung um 40 Prozent

bis 2020 ist ohne eine veränderte Energiepolitik nicht vorstellbar.

Neben dem Ausbau der Nah­ und Fernwärme gehört die Beratung

zum Energiesparen genauso dazu wie die Suche nach neuen

Innovationen beim Ausbau der regenerativen Stromerzeugung und

die Weiterentwicklung des einmaligen hannoverschen proklima­

Fonds, der seit 1998 knapp 50 Millionen an Fördergeldern für Klimaschutzmaßnahmen

bereitgestellt hat.“

Gerd Pommerien, Geschäftsführer von AS Solar: „Wir sind sehr

froh, dass es jetzt einen breiten politischen und gesellschaftlichen

Konsens über den verstärkten Einstieg in erneuerbare Energien

gibt. Zahlreiche Dächer und andere freie Flächen, nicht nur in der

Region Hannover, warten darauf, mit Photovoltaikanlagen bebaut

zu werden. Das alles muss selbstverständlich effektiv geplant sein.

Wildwuchs gilt es zu vermeiden. Um dabei effektiv voranzukommen,

brauchen wir verlässliche Rahmenbedingungen durch die

Politik, mit denen wir dann auch planungssicher arbeiten können.

Leider bietet das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) keine sinnvolle

Vereinbarung für unseren Markt mehr.“


8 MaGazin RegJo HAnnoVeR RegJo HAnnoVeR MaGazin 9

Marcella Sewella ist

die gewinnerin des Modepreis

Hannover 2011

und erhält die goldene

Schere sowie 5.000

euro. Die junge Designerin überzeugte

die Jury mit ihrer Kollektion „Leiden wir

an gutem geschmack?“ – eine Auseinandersetzung

mit optischer Täuschung

und Illusion der Wirklichkeit.

Sigurd lenzen, Direktor

des Instituts für

Klinische Biochemie der

MHH erhielt die Paul-

Langerhans-Medaille für

sein Lebenswerk in der Diabetologie.

gewürdigt wurden seine Arbeiten zur

Inselzellforschung als biochemische

grundlage für die entwicklung neuer

Therapiekonzepte für Typ 1 Diabetes.

alisa Senkel überzeugte

mit ihrer gestalterischen

Idee, ein Logo

für das europäische

Jahr der Freiwilligkeit

zu entwerfen. Die 23-jährige Auszubildende

gewann beim 58. europäischen

Wettbewerb für europäische Bildung

den Preis des Bundestagspräsidenten

und den Landespreis.

anke domaske erhält

für ihre Idee, aus Milch

die erste industriell

gefertigte naturfaser

herzustellen, den mit

20.000 euro dotierten gründungspreis

des Ideenwettbewerbs StartUp-Impuls

von hannoverimpuls. Die 27-jährige

Mikrobiologin hatte damals bereits ihr

Unternehmen „Qmilch“ gegründet.

oliver Jones gewinnt

beim StartUp-Impuls

Ideenwettbewerb von

hannoverimpuls den mit

10.000 dotierten Ideenpreis

für seine innovative Luftbildfotografie

und Videoproduktion mit Hilfe

von ferngesteuerten Multikoptern. So

gelingen ihm Aufnahmen aus neuen,

bemerkenswerten Perspektiven.

S o Z I A L e S

Business for Kids Auf Sparflamme

Martin Kind übernimmt Schirmherrschaft

bei Spaß-olympiade am Maschsee.

Eine Spaß­Olympiade für den guten Zweck

richtet der gemeinnützige Verein Business

for Kids am 28. August auf dem Gelände

des Aspria am Südufer des Maschsees aus.

Als Schirmherrn konnte der Hannoveraner

Verein Martin Kind, Hörgeräte­Unternehmer

und Präsident des Fußballvereins Hannover

96, gewinnen. Etwa 40 Mannschaften

messen sich in sechs Disziplinen aus

den Bereichen Sport, Geschicklichkeit und

Wissen, unter anderem im Fun­Golf, einem

Hannover­Quiz sowie einem Maschseelauf

mit dem Extremsportler Dr. Steve Jones.

Teilnehmen können Mannschaften von

Firmen, Einrichtungen und Privatpersonen.

Den Siegern winkt der Olympiapokal

„Tulifurdum 2011“. Die Teilnahmegebühr

von 300 Euro kommt 1:1 den geförderten

Projekten zugute. Parallel findet eine

Kids­Olympiade (6 bis 12 Jahre) statt. Der

Eintritt ist kostenfrei. In dem Ende 2009

gegründeten Verein Business for Kids engagieren

sich mittlerweile 200 Einzelpersonen

und Unternehmen. 2010 konnte der

Verein rund 34.000 Euro an Spendengeldern

verzeichnen und an Kinderhilfsprojekte

in Hannover weiterleiten. Anmeldungen

für die Olympiade unter Tel. 0511 95 24

084 oder www.business­for­kids.de AA

W I R T S C H A F T

Bilder: Michael Wallmüller, Qmilch gmbH, Janto Trappe, JaMedia, AS Solar gmbH

Wie ein Firmengebäude in Hannover

mehr energie erzeugt als es verbraucht.

Seit Mai 2011 ist der Traum vom Energiesparen

in Großgebäuden Wirklichkeit

geworden. In Hannover wurde eine Industrieruine

in ein Firmengebäude verwandelt,

das nun mehr Energie erzeugt als es

verbraucht. Entwickelt wurde der umweltfreundliche

Gebäudekomplex vom Hannoveraner

Fachgroßhandel für Solartechnik

und Pelletsys teme AS Solar. Das Plusenergie­Gebäude

verfügt über eine auf reduzierte

Lastenverhältnisse angepasste Heizungsanlage

sowie Photovoltaik­ und

Solarthermieanlagen. Mit 136 Mitarbeitern

nutzt die Firma AS Solar das Gebäude.

Christoffer Riemer von AS Solar: „Wir

haben das sanierte Gebäude unter dem

Motto ‚Alternativen für Heute‘ eingeweiht,

weil wir zeigen wollen, dass eine vollständige

Energieversorgung auf Basis der regenerativen

Energien sowohl im Wärme­ als

auch im Elektrizitätsbereich in Altgebäuden

möglich ist. In der Energieeinsparung

und Ressourcenschonung durch die fachgerechte

Sanierung von Altbauten sehen

wir die größte Herausforderung. Und dieser

haben wir uns gestellt.“ JR

Weitere Informationen über AS Solar finden

Sie im Internet unter as-solar.com

W I R T S C H A F T

Auch im Weltraum allen voraus

Die TÜV nord gruppe mit Sitz in Hannover erhält führende Position bei der Prüfung von

Bauteilen für Satelliten sowie für den Zertifizierungsbereich Luft- und Raumfahrt.

Nationale Raumfahrtagenturen, die Satellitenherstellerindustrie

sowie Zulieferer beispielsweise

in Japan, China, Indien, Brasilien

und Argentinien werden künftig zu

den Kunden des TÜV Nord gehören. Denn

mit der Übernahme der Alter Technologie

Group (ATG) steigt das Unternehmen mit

Sitz in Hannover in das Raumfahrt­ und

Satellitengeschäft ein. Satellitentechnik

soll in Zukunft helfen, den stark zunehmenden

Verkehr auf der Straße, den Schienen,

zu Wasser und in der Luft zu bewältigen.

„Sichere und zuverlässige Bauteile sind

dabei entscheidend. Deswegen ist dies ein

globaler Zukunftsmarkt“, so Volker Klosowski,

Vorstandsmitglied des TÜV Nord.

Zudem hat das Unternehmen die Führungsposition

unter den in Deutschland

akkreditierten Gesellschaften für den Zertifizierungsbereich

Luft­ und Raumfahrt

übernommen.

Die Luft­ und Raumfahrt gehört in

Deutschland zu den Wachstumsbranchen.

Mehr als 850.000 Arbeitsplätze hängen

in der Bundesrepublik vom Luftverkehr

ab, über 40 Milliarden Euro investiert die

Privatwirtschaft in Flughäfen und Flugzeuge.

Besonders kleine und mittelständische

Unternehmen, die als Zulieferer für

Bilder: eSA, Björn Vofrei

die Luftfahrtindustrie tätig sind, profitieren

von dieser Entwicklung. Hierzu gehören

vor allem materielle Güter, Wartungsdienstleistungen

und Instandhaltung oder

Handels­ und Lagerhaltungsdienstleistungen

für luftfahrtrelevante Produkte.

TÜV Nord ist seit vielen Jahren in der

Luft­ und Raumfahrt als Anbieter von Prüf­

und Zertifizierungsleistungen tätig und hat

sich konsequent in Richtung Marktführerschaft

entwickelt. Insgesamt hat das Unternehmen

national und international bislang

knapp 170 Zertifikate vergeben. Neben dem

deutschen Markt sind vor allem die internationalen

Märkte in Indien, Polen und

Großbritannien wichtig. Aufgrund der

prognostizierten Wachstumsraten für die

Luftfahrtindustrie und einer sich weiter

internationalisierenden Herstellung von

Flugzeugen erhofft sich das Unternehmen

ein Andauern dieses Trends.

Die ATG ist nach eigenen Angaben

international führend in der Auswahl,

Beschaffung, Prüfung und Zertifizierung

von Elektro­Komponenten. Das Unternehmen

erreicht 2011 voraussichtlich einen

Umsatz von 60 Millionen Euro und ist an

Satellitenprojekten der European Space

Agency (ESA) beteiligt. AA

B I L D U n g

Die Battle beginnt

An einer Realschule in Hannover steht

das Rappen auf dem Stundenplan.

„Beweis mal, was in dir steckt“, spricht

Lehrer Spax und die Battle im Klassenraum

beginnt. Seit zwei Jahren lernen

die Schüler der Geschwister­Scholl­Realschule

in Hannover, sich mit klaren Worten

zu artikulieren. 18 bis 20 Schüler führt

Lehrer Spax halbjährlich an die Kunst des

Rappens heran: „Alle Kinder finden Batteln

klasse, nur merken sie schnell, dass es

dafür eines vernünftigen Textes bedarf.“

Auch für Spax, mit richtigem Namen Rafael

Szulc­Vollmann, ist das Klausuren korrigieren

und Hausaufgaben verteilen neu. Früher

stand er als Freestyle Rapper auf der

Bühne, heute schreibt er Theaterstücke

und will den Jugendlichen mit diesem ausdrucksstarken

Musikstil neue Werte und

Ausdrucksformen vermitteln.

„Rappen ist ein Selbstbewusstsein

stärkendes Tool, mit dem die Kinder die

Auseinandersetzung mit sich selbst erlernen.

Worte besitzen einen besonderen

Ausdruck und genau diesen Wert wollen

wir den Kindern vermitteln.“ Trotz des

Zuspruchs von Lehrern und Schülern ist

die weitere Finanzierung des Wahlpflichtfaches

nicht gesichert. Spax hofft, dass der

Rap Unterricht als AG auch in Zukunft weiterhin

bestehen bleibt. JR


10 MaGazin RegJo HAnnoVeR RegJo HAnnoVeR MaGazin 11

L A n D & U M W e LT

Klimaatlas

Ab november sind Solarflächen auch im

Internet in einem online-Atlas abrufbar.

Mit erneuerbaren Energien die regionale

Wirtschaft ankurbeln: Mit dieser Kampagne

hat der hannoversche Umweltausschuss

Anfang Juni 2011 die Veröffentlichung

des digitalen Solaratlas angekündigt.

Die Kampagne, die nicht nur dem Klimaschutz,

sondern auch der regionalen Wirtschaft

zugute kommen soll, richtet sich an

Gebäudebesitzer und an Betriebe mit solargeeigneten

Flachdachhallen. Mittelfristiges

Ziel ist es, bis 2020 eine Million Quadratmeter

Photovoltaik­Paneele auf Hannovers

Dächern zu installieren. Durch die Errichtung

von Solaranlagen sollen langfristig

alle Investoren, die Vermieter geeigneter

Dächer sowie der Solarhandel und die

Handwerksbetriebe der Region profitieren.

Der Solaratlas wird solartaugliche

Dächer in Hannover grafisch darstellen

und genauen Aufschluss über deren Standort

geben. Die Stadt will mit zusätzlichen

Informationsveranstaltungen die Suche

nach möglichen Investoren und Hauseigentümern

vorantreiben. Auf positive Resonanz

stieß der Solaratlas bereits in Städten

wie Braunschweig und Osnabrück. JR

Weitere Informationen finden Sie im Internet

unter www.hannover.de

S P o R T

(Black) Beauty

Die Kür zum Top Horse of the Year

bei den german Classics 2011.

Die Suche gleicht der Nadel im Heuhaufen.

Wer hat das schönste Pferd im ganzen

Land? Seit Ende Juni hat sich eine Reihe

von Schönheiten für den Top Horse of the

Year Contest aufstellen lassen. Unter den

1.900 teilnehmenden Pferden kann jeder

Besucher der Homepage der Initiative

„Vorreiter Deutschland“ sein persönliches

Voting für ein Pferd abgeben. Die ersten

fünf dürfen unter dem Dach der German

Classics um die Gunst einer Jury werben.

Die vom 20. bis 23. Oktober 2011 stattfindenden

German Classics zählen zu den

Top­Reitsportevents in Niedersachsen. In

der Messehalle 2 kämpfen die internationalen

Spitzenreiter im Springsattel um

hohe Siegprämien und wertvolle Punkte

für Deutschlands bedeutendste Reitsportserie,

die DKB­Riders Tour. Mit der Dressur

bis zur Königsklasse Grand­Prix und dem

FEI Welt­Cup der Vierspänner beherbergt

das einzigartige Event gleich drei hochkarätige

Disziplinen unter einem Dach. Am

21. Oktober ist es dann soweit: Pferdefans

von überall können dem schönsten Pferd

Deutschlands zujubeln. JR

Weitere Informationen finden Sie im Internet

unter www.german-classics.com

L A n D & U M W e LT

Der Presse-Preis

niedersachsens traditionsreicher Schülerzeitungswettbewerb

wird 22 Jahre alt.

Journalistischen Nachwuchs fördern und

das kreative Potential Niedersachsens ausschöpfen,

das hat sich der Verband der

Niedersächsischen Jugendredakteure e.V.

(VNJ) auf die Fahne geschrieben. Zum

22. Mal richtet der Medienverband den

JuniorenPressePreis aus, den landesweiten

Wettbewerb aller Schülerzeitungen

von der Grund­ bis hin zur Berufsschule.

Schirmherr der Veranstaltung ist Ministerpräsident

David McAllister. Auch die Jury

ist mit dem Kultusminister und führenden

Köpfen der niedersächsischen Medienbranche

hochkarätig bestückt. Neu dieses

Jahr: die Ausschreibung der besten

Online­Schülerzeitung.

„Die journalistische Realität spielt sich

verstärkt im Internet ab, Schülerblogs und

multimediale Projekte werden da immer

beliebter“, so der VNJ­Landesvorsitzende

Tim Mittelstaedt. Da sich der Verband aus

Spenden finanziert, werden auch dieses

Jahr wieder starke Partner gesucht! Infos,

wie man den JuniorenPressePreis und den

VNJ unterstützen kann, finden Sie unter

www.pressepreis.de TM

Weitere Informationen finden Sie im Internet

unter www.vnj.de

P e R S o n A L M A n A g e M e n T

Im Dienste des Personals

Die Agentur Mittelpunkt Personal etabliert sich im Personalmanagement für mittelständische

Unternehmen. Die kreativen Ansätze treffen die Probleme der Zeit.

Jens Schomburg ist bereits gut herumgekommen.

Nach einem Studium der Wirtschaftspädagogik

an der Bundeswehruniversität

in Hamburg war er sechs Jahre als

Marineoffizier tätig, bevor er in die Privatwirtschaft

wechselte und das Handwerkszeug

lernte, mit dem er sich vor zwei

Jahren selbständig gemacht hat: Personaltransfers.

„In Frankfurt habe ich größere

Transfers für einen mittelständischen

Anbieter abgewickelt. Später zurück in Göttingen

waren es dann Vermittlungsprojekte

der Arbeitsagentur und verschiedene

Projekte an der VHS“, fasst es Schomburg

kurz zusammen. Nach sieben Jahren Praxis

dann der Schritt in die Selbständigkeit,

„Mittelpunkt Personal“ heißt seine Agentur

heute, spezialisiert auf ganzheitliches Personalmanagement

für Unternehmen.

Im Grunde sind es vier Geschäftsfelder,

in denen er tätig ist. „Arbeitnehmerüberlassung

mit Equal Pay zu angemessenen

Stundenlöhnen“, ist Schomburgs

Ansatz zur fairen Entlohnung, was zwar

von einigen Unternehmen schon gut angenommen

wird, aber durchaus noch ausbaufähig

sei. Daneben engagiert sich der gebürtige

Göttinger in der Personalgewinnung,

sprich nach passendem Personal zu suchen.

Bilder: Rama, german Classics, Verband der niedersächsischen Jugendredakteure e.V. Bilder: Mittelpunkt Personal, Thomas Hennig/Wisentgehege Springe

Dafür wurde online bereits ein eigener Stellenmarkt

eingerichtet. Bereich drei umfasst

verschiedene Aspekte der Personalentwicklung

wie Qualifizierungsmaßnahmen,

Potenzialanalysen von Mitarbeitern

und, was insbesondere vor dem Hintergrund

des Fachkräftemangels spannend

wird, wie man Mitarbeiter in seiner Firma

hält und weiterqualifiziert. Damit einher

geht die Organisationsberatung zum Beispiel

bei Kurzarbeit, wo in enger Kooperation

mit der Arbeitsagentur und dem Unternehmen

Weiterqualifizierungsmaßnahmen

abgestimmt werden.

Auf dem bisherigen Konzept basierend

wird gegenwärtig noch ein fünfter

Bereich aufgebaut, „Transfergesellschaft

und Outplacement“, so Schomburg. Dabei

geht es um den Transfer von Mitarbeitern,

die abgebaut werden sollen, denen

aber weiterhin eine Chance in der Region

geboten werden soll. „Es wird intern und

extern immer sehr positiv wahrgenommen,

wenn sich eine Firma um ihre Mitarbeiter

kümmert“, beschreibt es Jens Schomburg.

„Gerne unterstützen wir die Unternehmer

mit unserem ganzheitlichen Ansatz bei

sämtlichen Aufgabenstellungen der Personalarbeit.“

VS

Born to be wild

Inmitten urwüchsiger

natur leben

im Wisentgehege

Springe

circa 100, teilweise seltene Wildarten.

Przewalskipferd, Vielfraß und Mesopotamisches

Damwild sind hier genauso

zuhause wie Wölfe, Bären, Luchse, elche,

Biber und greifvögel. Auf über 90 Hektar

Wald- und Parkfläche bietet das gehege

seinen wilden Bewohnern eine natürliche

und artgerechte Umgebung. Rund

120.000 bis 180.000 Besucher gehen

hier pro Jahr auf tierischen Streifzug. Der

Ursprung des Wisentgeheges, das 1928

gegründet wurde, ist die erhaltungszucht.

Der Wisent, europas größtes Säugetier,

war in den 20er Jahren vom Aussterben

bedroht. Damals gab es weltweit nur

noch 56 Tiere in gefangenschaft, in freier

Wildbahn waren alle Bestände erloschen.

Mittlerweile wurden über 300 Wisente in

Springe geboren. Das Wisentgehege hat

damit einen wichtigen Beitrag dazu geleistet,

dass es heute wieder etwa 3.500

Wisente in aller Welt gibt.

In den 50er Jahren begann die entwicklung

zu einem Wildgehege. „Im Laufe

der über 80 Jahre sind neue Arten dazu

gekommen“, erklärt gehegeleiter Thomas

Hennig. Heute werden zahlreiche europäische

Tierarten gehalten, gezüchtet

und dem Besucher präsentiert. Darunter

auch ein Wolfsrudel. neben den täglichen

Präsentationen des Rudels gibt es die

Möglichkeit, den Tieren als „Wolfspfleger

auf Zeit“ hautnah zu kommen und so

für drei Stunden hinter die Kulissen zu

blicken. Packende Flugvorführungen erwarten

den Besucher im Falkenhof. Zum

aktuellen Programm gehören Bussard,

Schwarzmilan, Sakerfalke, Uhu, Steppenadler

und Lannerfalken. Und stetig

wächst das gehege. So konnte ostern

dieses Jahres eine Waschbärenanlage in

Betrieb genommen werden und noch in

diesem Sommer soll eine Anlage für den

europäischen nerz fertiggestellt werden.

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ehrengäste zur feierlichen eröffnung: Wirtschaftsminister Jörg Bode (3. v.l.) und Hannovers

Regionspräsident Hauke Jagau (3. v.r.) beim Durchschneiden des Messe-Bandes.

Strahlkraft bis nach Rostock

Zum inzwischen vierten Mal fand mit dem „Bauern- und gewerbemarkt 2011“ die Wirtschaftsmesse

Wedemark statt. ein ereignis, das vom ehrenamt lebt und überregional ausstrahlt.

Text und Fotografie: Sven grünewald

Dass da Anfang Juni in Elze, Gemeinde Wedemark, im

Norden Hannovers kein Dorffest stattfand, zeigte die Präsenz

von Wirtschaftsminister Jörg Bode und Regionspräsident

Hauke Jagau auf dem „Bauern­ und Gewerbemarkt

2011 – Wirtschaftsmesse Wedemark“. Die Politprominenz

adelte damit das große ehrenamtliche Engagement der drei

Gewerbeverbände der Gemeinde Wedemark – IBK Bissendorf,

MPM Mellendorf und Gewerbezentrum Elze – sowie

der Mittelstandsvereinigung Wedemark und der Wirtschaftsförderung

der Gemeinde, die gemeinsam seit 2005

alle zwei Jahre eine Verbrauchermesse für Unternehmen

und Produzenten der Region auf die Beine stellen. Bereits

zur Premiere erschienen etwa 20.000 Besucher, um sich die

Stände der 150 Aussteller anzuschauen, aber vor allem um

sich im persönlichen Gespräch zu informieren.

Nach der äußerst erfolgreichen Messe 2009 mit über

200 Ausstellern und 30.000 Besuchern waren die Erwartungen

für 2011 hoch und wurden auch nicht enttäuscht:

Die Ausstellerzahl des Vorjahres wurde wieder erreicht und

obwohl diesmal bei tropischen Temperaturen „nur“ etwa

20.000 Besucher ihren Weg nach Elze fanden, bewerteten

die Aussteller die Messe als vollen Erfolg. „Viele Aussteller

nutzen durch die etwas entspanntere Besucheratmosphäre

viel mehr Zeit für gute Gespräche sowohl mit den

Besuchern als auch untereinander“, sagt Carsten Niemann,

Wirtschaftsförderer der Wedemark, Mit­Initiator der Messe

und Gründungsmitglied der ersten Stunde.

In Zeiten großer PR­Etats für ausgefeilte Messekonzepte

mit Werbung und eigenem Organisationsstab hebt

RegJo HAnnoVeR PoRtRait 13

sich die Wedemarksche Wirtschaftsmesse deutlich ab –

allerdings nicht in Sachen Professionalität, denn sowohl

Stände als auch die Organisation mit Hallen, großem

Außengelände und umfassendem Rahmenprogramm verrieten

großes und vor allem routiniertes Know­how. Gänzlich

ohne kommunale Zuschüsse, ohne Sponsoring und

eigens dafür abgestelltes Personal wurde die Messe quasi

„nebenbei“ organisiert und Kosten in der Größenordnung

bis 70.000 Euro gestemmt. Wie Tjark Bartels, Bürgermeister

der Wedemark und Schirmherr der Messe es beschreibt:

„Das Geheimnis, ist, dass die Messe vollständig selbst organisiert

ist. Da werden die Ärmel hochgekrempelt und alle

Höhen und Tiefen durchschritten. Das ist der besondere

Geist, der sich in der Veranstaltung wiederfindet.“

Der Erfolg der regionalen Eigeninitiative ist aber letztlich

nicht nur die Ausstellerzufriedenheit. „Uns prägte vor

Jahren eine Kirchturmpolitik, jeder Ort, jeder Verband

gegen den anderen. Heute steht das „Gemeinsame“ im Vordergrund.

Da für die heimische Wirtschaft die Kommunalgrenzen

nicht entscheidend sind, haben wir die Messe

zudem auch für Betriebe und Verbände aus den Nachbarkommunen

Langenhagen, Burgwedel und Isernhagen

geöffnet“, sagt Carsten Niemann. „Wir reden inzwischen

vom Wirtschaftsraum in der nördlichen Region Hannover.“

Dass dieser durchaus auch weiter weg bemerkt wird, erlebt

der GZE­Vorsitzende Michael Mertens im betrieblichen Alltag.

„Beim Kundenbesuch in Rostock wurde ich gefragt:

‚Machen Sie nicht die Wirtschaftsmesse Wedemark?’ Das

macht uns alle natürlich stolz.“


14 zeitaRBeit RegJo HAnnoVeR RegJo HAnnoVeR zeitaRBeit 15

Dienst im Dreieck:

der Job auf Zeit

Befürworter sehen in der Zeitarbeit einen leistungsstarken

Jobmotor und die Chance auf den festen Arbeitsplatz,

gegner kritisieren sie als moderne Sklaverei. Doch wie man

diese Art der Beschäftigung auch betrachtet – die Branche

mit dem Personalverleih boomt.


16 zeitaRBeit RegJo HAnnoVeR RegJo HAnnoVeR zeitaRBeit 17

„In DeutschlanD gIbt es 16.000

zugelassene zeItarbeItsunternehmen.

etwa 200 von Ihnen

sInD In Der nIeDersächsIschen

lanDeshauptstaDt unD Der

regIon aktIv.“ Lutz Martens

Lutz Martens, Sprecher des Bundesverbandes Zeitarbeit (BZA) und geschäftsführer

der „Maximum Personalmanagement gmbH“ im gespräch.


18 zeitaRBeit RegJo HAnnoVeR RegJo HAnnoVeR zeitaRBeit 19

ein gutes Beispiel für die Treue zur Zeitarbeit

ist Peter nandzik. Der gelernte elektrotechniker

ist seit 1988 ohne Unterbrechung

bei der DIS Ag unter Vertrag

und während dieser Zeit bei zahlreichen

renommierten Unternehmen beschäftigt

gewesen. Doch auch für ihn hat diese

Arbeitsform ihre nachteile. Peter nandzik:

„gerade dann, wenn ich mich in der neuen

Firma gerade bewährt und eine gewisse

Position erreicht hatte, musste ich schon

wieder gehen, die Kollegen verlassen

und mich beim nächs ten Chef aufs neue

beweisen.“


20 zeitaRBeit RegJo HAnnoVeR RegJo HAnnoVeR zeitaRBeit 21

Text: Angela Andresen-Schneehage Fotografie: Marco Bühl

In deutschen Enzyklopädien erscheint der Begriff „Zeitarbeit“ erst auf den letzten

Seiten, doch bei den aktuell geführten Diskussionen über Trends auf dem Beschäftigungsmarkt

nimmt das Thema eine der Spitzenpositionen ein. Und dabei polarisiert

die zeitlich begrenzte Überlassung von Personal gewaltig. Gewerkschaften

kritisieren Lohndumping und beschwören ein Bild massiver Prekarisierung des

deutschen Arbeitsmarktes herauf. Für die Arbeitgeber hingegen ist die Zeitarbeit

ein unverzichtbarer Beschäftigungsmotor, der der Konjunktur und damit auch

der Sicherung von Stammarbeitsplätzen dient.

Ob von Personalleasing oder Arbeitnehmerüberlassung die Rede ist, ob von

Zeit­ oder Leiharbeit – gemeint ist immer dasselbe: eine Beschäftigungsform im

Dreiecksverhältnis. Der Arbeitnehmer wird von einem Zeitarbeitsunternehmen

sozialversicherungspflichtig eingestellt und an einen Entleihbetrieb überlassen,

um dort seinen Job zu machen. Geregelt wird diese Form der Beschäftigung durch

das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG). In 19 Paragraphen regelt das 1972 in

Kraft getretene und mehrfach überarbeitete AÜG die Rahmenbedingungen der

Zeitarbeitsbranche. Die letzte einschneidende Novellierung mit der Gleichstellung

der Zeitarbeitnehmer gegenüber dem Stammpersonal sowie der Aufhebung

der Überlassungshöchstdauer erfolgte 2003 im Rahmen der Hartz­Gesetze. Im

Anschluss hat sich die Leiharbeit in Niedersachsen fast verdreifacht. Nach einem

krisenbedingten Rückgang im Jahr 2009 zieht sie nun, parallel zur konjunkturellen

Erholung, wieder deutlich an.

Zeitarbeit ist eine hochdynamische Branche. Zahlen der Agentur für Arbeit

belegen dies: Zwischen Januar 2010 und Januar 2011 gab es in Niedersachsen

einen Zuwachs der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung von insgesamt

drei Prozent. Im gleichen Zeitraum nahm die Leiharbeit um ganze 28 Prozent zu.

Eine Studie des „Instituts der deutschen Wirtschaft Köln“ kommt zu dem Ergeb­

Lutz Martens: „Die Zeitarbeitsfirmen in Hannover bieten rund 14.000 Menschen ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis. Das

bedeutet für die Region einen relativ hohen Anteil an Zeitarbeitnehmern von vier Prozent. Im Bundesdurchschnitt sind es gut zwei Prozent.“

Hannovers „Lokalmatador“: Die Tina Voß gmbH gibt es nur im Pelikanviertel, und nur einmal. Bild: Tina Voß im gespräch.

nis, dass über die Hälfte aller deutschen Unternehmen Zeitarbeitnehmer einsetzt.

Weiterhin resümiert die Studie: „Die Zeitarbeit hat den Unternehmen geholfen, die

Wirtschafts­ und Finanzkrise ohne Massenentlassungen zu meistern und hat die

für den nachfolgenden Aufschwung benötigten Personalressourcen schnell bereitgestellt.

Die Krise hätte ohne Zeitarbeit wahrscheinlich schwerwiegendere Folgen

für die deutsche Wirtschaft gehabt und länger angedauert.“ Der wichtigste Grund

für den Einsatz geleasten Personals sei den Untersuchungen zufolge die damit einhergehende

Erhöhung der personalpolitischen Anpassungsfähigkeit. Dank der

Tätigkeit durch Zeitarbeiter können Betriebe ihre Schwankungen im Arbeitsaufkommen

schnell ausgleichen. Und für Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte

sei die Zeitarbeit eine Brücke in den ersten Arbeitsmarkt, behaupten die Unternehmerverbände

Niedersachsen (UVN) und fordern einen Verzicht auf weitergehende

gesetzliche Regelungen. Neue Beschränkungen der Zeitarbeit würden den

Unternehmen die notwendigen Flexibilitätsreserven nehmen. Dies hätte über

die Zeitarbeit hinaus negative Folgen für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Ganz anders sehen das die Gewerkschaften: Für sie beschränkt sich die Zeitarbeit

längst nicht mehr auf die Abdeckung vorübergehender Personalbedarfe

durch Auftragsspitzen, sondern diene zunehmend dazu, einen Niedriglohnsektor

in den Betrieben zu etablieren. So verlangt die niedersächsische IG Metall deutliche

Verbesserungen der Bedingungen für die Leiharbeiter und erwartet von der

Politik, das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz für Leiharbeitsbeschäftigte zu verbessern

und einen Mindestlohn für sie zu schaffen.

Doch so kontrovers Arbeitgeber und Gewerkschafter die Debatte um Lohngerechtigkeit

und Stellenwert der Beschäftigten auch führen, das Image der Zeitarbeit

habe sich deutlich gewandelt. So beobachtet es Rainer Keßler, langjähriger

Sprecher der Agentur für Arbeit in Hannover: „Die Leiharbeit ist in den vergange­


22 zeitaRBeit RegJo HAnnoVeR RegJo HAnnoVeR zeitaRBeit 23

nen Jahren gesellschaftsfähig geworden“, sagt Keßler. Dieser Bereich

des Arbeitsmarktes sei – wie so viele andere Themen der Region auch –

durch die Weltausstellung vorangebracht worden: Mit der Expo 2000

habe sich bei der Leiharbeit einiges verändert. Damals durften sich

nur Unternehmen mit gültigen Tarifverträgen für öffentliche Aufträge

bewerben. Für die Zeitarbeitsbranche war das ein Novum und

nur die größten Personaldienstleister konnten sich erlauben, an den

Ausschreibungen teilzunehmen. In der Folge aber zogen die anderen

nach, die Bedingungen verbesserten sich. „Wer Zeitarbeit heutzutage

noch als moderne Sklaverei bezeichnet, der wird ihr nicht

gerecht. Mitarbeiter gnadenlos auszubeuten, das kann sich angesichts

der konjunkturellen Erholung kein Unternehmen mehr erlauben.

Die Arbeitnehmer sind mündiger geworden und qualifizierte Arbeitskräfte

werden sich künftig nicht unter Wert verkaufen.“ Die Zeitarbeitsbranche

ist der größte Anbieter auf dem Stellenmarkt. Mehr als

40 Prozent der offenen Stellen werden dem gemeinsamen Arbeitgeberservice

von Arbeitsagentur und Jobcenter Hannover von den

Vermittlern für Leiharbeit gemeldet. „Eine Auswertung des ersten

Halbjahrs 2010 ergab, dass zwei Drittel der neu abgeschlossenen Zeitarbeitsverhältnisse

mit Personen geschlossen wurden, die direkt davor

keine Beschäftigung ausübten“, betont Rainer Keßler. Entsprechend

eng ist die Kooperation zwischen Arbeitsagentur und Zeitarbeitsunternehmen.

Gemeinsam führen sie schon seit einigen Jahren sehr

erfolgreich eine Zeitarbeitsmesse für die Region durch. Interessierte

Arbeitssuchende können ihre Bewerbungsunterlagen sichten lassen,

das Angebot an Fachvorträgen nutzen und sich über die jeweils rund

30 vertretenen Zeitarbeitsunternehmen informieren. „Dabei können

die Besucher der Messe feststellen, dass der Zeitarbeitsmarkt in Hannover

äußerst vielfältig ist. Die meis ten Zeitarbeitsunternehmen sind

keine Allrounder mehr, sondern haben sich auf bestimmte Branchen

wie Büro oder Lager, Handel oder Gesundheit spezialisiert.“

In Deutschland gibt es 16.000 zugelassene Zeitarbeitsunternehmen.

„Etwa 200 von ihnen sind in der niedersächsischen Landeshauptstadt

und der Region aktiv“, weiß Lutz Martens, Sprecher des

Bundesverbandes Zeitarbeit (BZA) für den Bezirk Hannover. „Sie bieten

rund 14.000 Zeitarbeitnehmern ein sozialversicherungspflichtiges

Beschäftigungsverhältnis. Das bedeutet für die Region einen relativ

hohen Anteil an Zeitarbeitnehmern von vier Prozent. Im Bundesdurchschnitt

sind es gut zwei Prozent. Zu den Schwerpunktbranchen,

die Zeitarbeitnehmer beschäftigen, gehören im Raum Hannover unter

anderem der Bereich Logistik und das Versicherungsgewerbe.“ Der

Aufschwung am Arbeitsmarkt und die große Nachfrage nach qualifizierten

Fachkräften wirken sich inzwischen auch in der Zeitarbeitsbranche

aus. „Bewerberzahlen gehen zurück und die Suche nach

geeigneten Mitarbeitern wird für uns schwieriger. Zeitarbeitsunternehmen

müssen deshalb auch gesellschaftspolitisch aktiv werden

und zur zukunftstauglichen Qualifikation ihrer Mitarbeiter beitragen“,

so Verbandssprecher und Geschäftsführer der „Maximum Personalmanagement

GmbH“ Lutz Martens. „Mit unserer eigenen Initiative

‚Wer will – kann’ beispielsweise verhelfen wir Hauptschülern zu

einem Ausbildungsplatz.“ Zu den in der Region tätigen Zeitarbeits­

Tina Voß: „Vor drei Jahren haben

wir als einzelfirma bereits problemlos

den Mindestlohn eingeführt

und waren gemeinsam mit unseren

Verbänden immer dafür, diesen

im gesetz zu verankern, um die

Mitarbeiter vor Dumpinglöhnen zu

schützen.“


Meik Syssenguth (Bild rechts) vertritt

derzeit die niederlassungsleiterin der

DIS Ag, Cathrine Kniep,

firmen gehören international agierende Branchenriesen, die

über ein weltweites Netz von Filialen verfügen. Das amerikanische

Unternehmen Manpower, der in Holland gegründete

Personaldienstleister Randstad und die adecco­group mit

Hauptsitz in der Schweiz sind mit ihren Niederlassungen in

Hannover vertreten. Das im Lünendonk­Branchen­Ranking

für führende deutsche Personaldienstleis ter gleich dahinter

auf Platz 5 rangierende Zeitarbeitsunternehmen ist hingegen

ein „originaler Niedersachse“: die AutoVision GmbH. Mit

der Firmenzentrale in Wolfsburg, sechs Standorten in Niedersachsen

und weiteren zwölf Niederlassungen im gesamten

Bundesgebiet hat das Unternehmen seinen Ursprung

– Name und Stammsitz lassen es vermuten – in der Automobilindustrie.

Als Tochter des Volkswagen Konzerns gehörten

zunächst überwiegend klassische Personaldienstleistungen

für VW zum Kerngeschäft. Doch schon bald nach der Gründung

nutzten auch andere Unternehmen das Angebot der

AutoVision. „Wir kombinieren qualifiziertes Personal, Prozess­Know­how

und innovative Software, um unsere Kunden

schnell und erfolgreich zu unterstützen – entlang der gesamten

Wertschöpfungskette“, erklärt Oliver Woschny, Niederlassungsleiter

in Hannover. „Das Spektrum reicht vom Bewerbungsmanagement

über Arbeitnehmerüberlassung bis hin

zu Ingenieurs­ und IT­Dienstleistungen. Als Prozessdienstleister

übernimmt die AutoVision Einzelaufgaben genauso

wie gesamte Projekte.“

Mit ihrem Stammsitz ist auch die Zeitarbeits­Gesellschaft

GmbH (ZAG) in der Landeshauptstadt zuhause.

Seit 1984 werden hier erfolgreich maßgeschneiderte Personalkonzepte

für Unternehmen entwickelt. Mit mehr als

90 Geschäftsstellen und über 13.000 Mitarbeitern ist die

ZAG heute im ganzen Bundesgebiet aktiv. Darüber hinaus

übernimmt sie mit der gemeinnützigen ZAG­Stiftung „Pro

Chance“ seit vier Jahren auch Verantwortung für die persönliche

und berufliche Unterstützung von Kindern und

Jugendlichen. Als eine der größten privaten Stiftungen im

Raum Hannover hilft sie, sozial benachteiligten Kindern aus

strukturschwächerem Umfeld einen guten Start ins Leben

zu ermöglichen.

Ganz ohne Zweigstellen kommt Hannovers „Lokalmatador“

aus: Die Tina Voß GmbH gibt es nur im Pelikanviertel,

und nur einmal. „Der Job mit dem Personal hat etwas

mit einem Menschenbild zu tun. Und das lässt sich nicht vervielfältigen“,

so die Überzeugung der erfolgreichen Unternehmerin

ohne nationalen oder gar internationalen Expansionsdrang.

„Im Prinzip soll es doch am Ende des Tages

jedem Menschen, dem man begegnet ist, besser gehen als

vorher.“ Um ihre Arbeit gut zu machen – „die Stadt ist zu

klein für einen schlechten Ruf“ – engagiert Tina Voß sich

bei der Kontroverse zwischen Gewerkschaftern und Unternehmern

intensiv um gemeinsame Gespräche, einvernehmliche

Lösungen und konstruktive Regeln. „Die Grabenkämpfe

gegen Zeitarbeitsfirmen münden gelegentlich in fragwürdige

RegJo HAnnoVeR zeitaRBeit 25

„wIr nehmen

Dem betrIeb

DIe suche nach

personal ab

unD kümmern

uns gezIelt um

DIe weIterbIl­

Dung.“

Studien, die die Leiharbeit verzerrt darstellen. Wünschens­ Cathrine Kniep


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denn sie stellt mir erstklassige Facharbeiter zur Verfügung

– schnell und unkompliziert.

wert ist doch aber vielmehr, dass es Arbeitslosen auch weiterhin

ermöglicht werden kann, über die Zeitarbeit wieder

ins Arbeitsleben zu springen. Vor drei Jahren haben wir als

Einzelfirma bereits problemlos den Mindestlohn eingeführt

und waren gemeinsam mit unseren Verbänden immer dafür,

diesen im Gesetz zu verankern, um die Mitarbeiter vor Dumpinglöhnen

zu schützen.“

Qualifizierte Mitarbeiter, die ihr Know­how in ein

Unternehmen einbringen, sind unentbehrlich und dementsprechend

stark umworben. Es gibt Prognosen, die besagen,

dass zukünftig immer mehr Unternehmen in zeitlich

RegJo HAnnoVeR zeitaRBeit 27

DIS Ag: regelmäßige Auszeichnung als einer von „Deutschlands Besten Arbeitgebern“ durch das great Place to Work® Institute.

begrenztem Umfang auf Expertenwissen zurückgreifen müssen,

um dauerhaft hohe Personalkosten zu vermeiden. In diesem

Bereich wird der Zeitarbeitbranche daher ein besonders

großes Wachstumspotenzial zugeschrieben. Auf die Vermittlung

von hochqualifizierten Fach­ und Führungskräften hat

sich die zu den größten deutschen Personaldienstleistern zählende

DIS AG spezialisiert. Über ein Fünftel der Beschäftigten

sind Hochschulabsolventen, mehr als 70 Prozent haben

einen qualifizierten Berufsabschluss. Zu den spezialisierten

Geschäftsfeldern zählen Finance, Office & Management,

Industrie und IT. Um den steigenden Bedarf an Fach­ und

Führungskräften decken zu können, investiert die DIS AG

konsequent in die Qualifizierung und Weiterbildung ihrer

Mitarbeiter und bietet zusammen mit Partnerunternehmen

sogar Lehrstellen für eine Erstausbildung an.

Am Standort Hannover konzentriert man sich in der

Niederlassung Industrie insbesondere auf den Luftverkehr.

Cathrine Kniep, Niederlassungsleiterin der DIS AG: „Wir pflegen

eine enge Kooperation mit dem deutschen Triebwerkhersteller

MTU, der in seinem Werk am Flughafen Langenhagen

ein Zentrum für die Instandhaltung und Reparatur

von Triebwerken betreibt. Hier besteht ein großer, allerdings

schwankender Bedarf an besonders qualifizierten Mechanikern.

Wir nehmen dem Betrieb die Suche nach geeignetem

Personal ab und kümmern uns außerdem ganz gezielt um die

entsprechenden Weiterbildungsmaßnahmen für unsere Zeitarbeitnehmer“,

so Cathrine Kniep, die den Facharbeitskreis

„Luftfahrttechnische Berufe“ leitet. „Zur Qualifikation initiieren

wir umfangreiche Lehrgänge zum Fluggerätmechaniker

mit diversen Spezialisierungen inklusive abschließender

Zertifikate, mit denen die Teilnehmer sich eine echte berufliche

Perspektive erarbeiten können. Ein Konzept, bei dem

alle Beteiligten profitieren.“

Um langfristig als Pool für nachgefragte Zeitarbeitnehmer

zu fungieren, müssen die Personaldienstleister ihre qualifizierten

Mitarbeiter individuell betreuen, kontinuierlich

fördern und angemessen vermitteln. Dass dies der DIS AG

gelingt, beweist nicht zuletzt die regelmäßige Auszeichnung

als einer von „Deutschlands Besten Arbeitgebern“ durch

das Great Place to Work® Institute. Daneben zeugt die hohe

Zahl an langjährig beschäftigten Mitarbeitern von der hohen

Attraktivität des Unternehmens. Eines der besten Beispiele

für die Treue zur Zeitarbeit ist Peter Nandzik. Der gelernte

Elektrotechniker ist seit 1988 ohne Unterbrechung bei der

DIS AG unter Vertrag und während dieser Zeit bei zahlreichen

renommierten Unternehmen beschäftigt gewesen. Seine

Arbeit führte ihn nicht nur quer durch Deutschland, er durfte

im Auftrag seiner Entleihbetriebe sogar exotische Länder

wie Brasilien und Malaysia kennenlernen. Am Anfang seiner

Tätigkeit galt für ihn noch die gesetzliche Befris tung des

jeweiligen Einsatzes auf drei Monate, später ein halbes Jahr.

Die häufigen Wechsel waren für ihn nicht immer einfach:

„Gerade dann, wenn ich mich in der neuen Firma gerade

bewährt und eine gewisse Position erreicht hatte, musste ich

schon wieder gehen, die Kollegen verlassen und mich beim

nächsten Chef aufs Neue beweisen.“ Manches Mal hätte er

gerne zur Stammbelegschaft gehört und ein bisschen mehr

verdient. In den frühen 90er Jahren stand er kurz vor einer

Übernahme, doch wegen außenpolitisch begründeter Auftragsstornierungen

in seinem damaligen Betrieb musste er

den Arbeitsplatz erneut wechseln.

Bei der heutigen konjunkturellen Lage wäre eine

Anstellung außerhalb der Zeitarbeit möglich, doch mit inzwischen

60 Jahren hält Peter Nandzik sich dafür zu alt. Aktuell

arbeitet er bei einem Hersteller von Schaltanlagen in Hannover

und ist, wenn er sein bisheriges Arbeitsleben resümiert,

recht zufrieden. „Viele unterschiedliche Betriebe kennenzulernen,

ist ja auch sehr interessant, alle arbeiten nach ganz

eigenen Prinzipien. Und auch wenn ich die Entleihfirmen

häufig wechseln musste – es war immer besser, eine Arbeit

zu haben als zuhause herumzusitzen.“


28 MaGazin RegJo HAnnoVeR RegJo HAnnoVeR MaGazin 29

P e R S o n A LT R A I n I n g

In corpore sano

Mit Fitness Coach olaf Kramer das innere

gleichgewicht finden.

Die Suche nach der inneren Balance: In

Zeiten von Stress und Hektik im Alltag

kein leichtes Unterfangen. Die gesundheitlichen

Auswirkungen kennt Diplom­

Sportwissenschafter und Personal Fitness

Coach Olaf Kramer zur Genüge. Er weiß,

wo der Schuh drückt und wie man dagegen

angeht. Frei nach der Devise „ein gesunder

Geist braucht einen gesunden Körper“

bietet Olaf Kramer regelmäßige Bewegungs­

und Sportprogramme an. Namhafte

Firmen wie LOOK, Deutsche Telekom,

NGSmbH sowie Rechtskanzleien und Steuerbüros

in Hannover nehmen seine Dienste

bereits seit Jahren in Anspruch. Nicht nur

im Rahmen betrieblicher Gesundheitsförderung

leitet er individuelle Bewegungs­

und Rückenprogramme. Auch private

Kunden lassen sich von ihm leistungsfähiger

machen. Neben dem Abschluss als

Diplom­Sportlehrer hat Olaf Kramer noch

die Ausbildung zum Surf­ und Skilehrer

sowie zum Leichtathletiktrainer, Rückenschulleiter

und Herzsportgruppenleiter

absolviert. Es scheint, als hätte er damit

sein Hobby zum Beruf gemacht. JR

Weitere Informationen finden Sie im Internet

unter www.ok-personaltraining.de

Bilder: olaf Kramer, Stefanie Stüting

Z e I TA R B e I T

Zuverlässiger Partner der Wirtschaft

Seit 23 Jahren ist das Unternehmen „aktiv personal-service gmbH“ in den Bereichen

Zeitarbeit und Personalberatung erfolgreich – seit drei Jahren auch in Hannover.

Im Jahr 1988 hat Nikolaus Wolf, Gesellschafter

und Geschäftsführer der aktiv personal­service

GmbH, das Unternehmen in

Berlin gegründet. Heute ist die Gesellschaft

bundesweit an 27 Standorten, unter anderem

auch seit drei Jahren in Hannover,

aktiv und hat sich in den Bereichen Zeitarbeit

und Personalberatung zu einem wichtigen

Partner der Wirtschaft entwickelt.

Als Personaldienstleistungsunternehmen

beschäftigt aktiv personal­service

GmbH in Hannover mehr als 300 Mitarbeiter.

Viele ihrer Beschäftigten werden von

Kundenunternehmen aus der Zeitarbeit in

eine feste Anstellung übernommen. „Das

liegt nicht zuletzt an den hohen Qualitätskriterien,

die wir an unsere Zeitarbeitskräfte

stellen und an unserer Sorgfalt in

der Vermittlungsarbeit“, sagt Peter Möller,

Niederlassungsleiter in Hannover.

„Wir stellen hohe Ansprüche an

unsere Mitarbeiter, aber wir haben auch

eine Menge zu bieten: zum Beispiel unbefristete

Arbeitsverträge mit allen üblichen

Sozialleistungen, ein breites Spektrum

an interessanten Tätigkeitsfeldern

und einen hohen Standard beim Arbeit

und Gesundheitsschutz unserer Mitarbeiter.“

Dass von diesem Anspruch sowohl die

Arbeitgeber als auch die Arbeitnehmer profitieren,

steht für Peter Möller außer Frage.

Schließlich sei die Wirtschaft auf ebenso

qualifiziertes wie motiviertes Personal

angewiesen. Und die Mitarbeiter der aktiv

personal­service GmbH hätten in einem

sozial abgesicherten Arbeitsverhältnis die

Möglichkeit, vielfältige Berufschancen zu

nutzen.

Die Geschäftsführung bekennt sich

uneingeschränkt zur Qualität und den

Anforderungen an den Arbeits­ und

Gesundheitsschutz. Qualität ergibt sich

nicht von selbst, sie muss erarbeitet werden,

jeden Tag von jedem Mitarbeiter aufs

Neue. „Die hohe Qualität unserer Dienstleistungen

unter Berücksichtigung des

Arbeits­ und Gesundheitsschutzes, die

enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden,

einschließlich der Erfüllung spezieller

Kundenanforderungen sowie die Zufriedenheit

unserer Kunden definieren wir als

unsere obersten Unternehmensziele.“ KL

Weitere Informationen: aktiv personal-service gmbH, Königstr. 55, 30175 Hannover,

Tel. 0511 89 84 38 0, Fax: 0511 89 84 38 22, e-Mail: hannover@aktivpersonalservice.de

P e R S o n A L M A n A g e M e n T

Der Vermittler

Die DIVA Agentur: Model- und Personalmanagement

für Messen und events.

Seit dem Jahr 2000 zählt die DIVA Personalmanagement

GmbH zu den großen

deutschen Personaldienstleistern für Messen,

Tagungen, Kongresse und Events.

Geschäftsführer Daniel Delic skizziert die

Agentur mit eigenen Worten: „Wir haben

uns darauf spezialisiert, Ausstellern auf

Messen und Kongressen sowie Events jeglicher

Art kompetentes und charmantes Personal

zur Verfügung zu stellen.“ Nicht der

einzige Bereich, indem DIVA tätig ist. Delic

ergänzt: „Seit 2006 stehen wir zusätzlich,

mittels unserer stets wachsenden internationalen

Datenbank von inzwischen über

1.500 Modelprofilen, auch für flexible und

professionelle Vermittlung von Models für

Messen und Events sowie für TV­, Werbe­

und Fotoproduktionen. Durch ansprechendes

Aussehen, schnelle Auffassungsgabe,

sehr gute Umgangsformen und umfangreiche

Sprachkenntnisse überzeugt unser

Personal in allen Bereichen.“

Mit Sitz in Hannover ist die DIVA Personalmanagement

GmbH bundesweit und

auch international für zahlreiche namhafte

Unternehmen tätig. HK

Weitere Informationen im Internet unter

www.diva-agentur.de

Bilder: DIVA Personalmanagement gmbH, AutoVision, Arbeitskraft gmbH

FA C H K R ä F T e M A n g e L

Fachkräfte finden

Die AutoVision sieht sich als strategischer

Partner in der Fachkräfterekrutierung.

Der Fachkräftemangel stellt Unternehmen

vor enorme Herausforderungen. Hier

unterstützt die AutoVision GmbH. Beispiel

Bewerbungsmanagement. Die AutoVision

unterstützt ganzheitlich den Prozess des

Bewerbungsmanagements – von der individuellen

Prozessentwicklung über die

Bewerberadministration bis zur Einstellung

der richtigen Bewerber. Ein speziell auf die

Kundenbedürfnisse ausgerichtetes Bewerbungsmanagement­System

gewährleistet

eine schnelle und zuverlässige Bewerberauswahl.

Dabei entscheidet der Kunde, ob

er den gesamten Prozess oder nur einzelne

Prozessschritte abwickeln lassen möchte.

Von der Fachpersonal­Rekrutierung

über Zeitarbeit bis hin zu Ingenieurs­ und

IT­Dienstleistungen – ihr Spektrum bildet

die AutoVision auf einer eigens entwickelten

Online Prozess­Plattform ab, auf

die der Kunde flexiblen Zugriff hat. Neben

Effizienz und Qualität in der Personalrekrutierung

entfällt so der eigene Zeit­ und

Kostenaufwand. Die AutoVision GmbH

ist bundesweit an insgesamt 18 Standorten

vertreten und international in Ungarn,

Portugal, Belgien und der Slowakei aktiv.

Der Stammsitz der Volkswagen­Tochter ist

Wolfsburg. Sg

A U S Z e I C H n U n g

Arbeitskraft GmbH

Bundespreis für den Wedemärker Personaldienstleister

Arbeitskraft gmbH.

„Individueller Mehrwert kann nur durch das

passende Konzept erzielt werden“, mit dieser

Philosophie setzen Ralf Holthaus und Karin

Jahnke, beide Geschäftsführer der Arbeitskraft

GmbH, auf Kontinuität und Nachhaltigkeit

genauso wie auf Flexibilität und innovative

Lösungen. (Bild: Karin Jahnke (li.) und

Ralf Holthaus (re.) mit einem ihrer Mitarbeiter

im Alter 50plus.) Ende 2010 sind Jahnke,

Holthaus und ihr Team als eine von rund 60

Firmen in Deutschland als „Unternehmen mit

Weitblick“ ausgezeichnet worden. Das Bundesministerium

für Arbeit zeichnet damit

Geschäftsmodelle aus, die mit ihrer Personal­

und Unternehmenspolitik Wege in eine

altersgerechte Arbeitswelt aufzeigen. Gemeinsam

mit dem Beschäftigungspakt „Generation

Gold“ hat die Arbeitskraft GmbH zusammen

mit Arbeitgebern innovative Weiterbildungsangebote

für über 50­jährige Menschen ausgearbeitet.

„Es gibt keine zu alten Beschäftigten

– nur falsch gewählte Arbeitsplätze. Die

Werte der älteren Generation sowie deren

Lebens­ und Berufserfahrung stellen ein

wichtiges Kapital für jedes Unternehmen dar“,

sind sich die Arbeitskraft­Chefs sicher. HK

Weitere Informationen im Internet unter

www.arbeitskraft.de


30 WiRtSChaFt RegJo HAnnoVeR RegJo HAnnoVeR WiRtSChaFt 31

„wIchtIg beIm abschluss von ImmobIlIenverträgen:

eIn besonDeres augenmerk auf rechtsIchere

steuer­ unD haftungsklauseln zu legen.“

Renditekiller Umsatzsteuer

Investitionen in Immobilien sind seit jeher eine beliebte Anlageform. Alexander Sichart ist Steuerexperte bei ebner Stolz

Mönning Bachem in Hannover. er erklärt, warum die Umsatzsteuer dabei schnell zum Renditekiller werden kann.

Text: Alexander Sichart, Steuerberater Fotografie: ebner Stolz Mönning Bachem

„Umsatzsteuerliche Fragestellungen berühren in vielfältiger Hinsicht

die Investition in Immobilien. Deren frühzeitige Beachtung

durch alle Phasen vom Erwerb bzw. Bau über die Besitzzeit bis hin

zum Verkauf kann unmittelbare Auswirkungen auf die Rendite

der Immobilie haben. Eine Nichtbeachtung kann zum Teil signifikant

die kalkulierte Rendite schmälern. Schon beim Erwerb bzw.

der Herstellung einer Immobilie sind wichtige umsatzsteuerliche

Weichenstellungen zu beachten. So ist mit dem Verkäufer zu klären,

ob die Immobilie steuerfrei, steuerpflichtig oder im Rahmen

einer „Geschäftsveräußerung im Ganzen“ erworben werden soll.

Umsatzsteuerfreier oder -pflichtiger Erwerb Gesteuert

wird diese Entscheidung vor allem durch die beabsichtigte Nutzung

des Gebäudes durch den Erwerber. Ein Verzicht auf die Steuerbefreiung

(Option) macht nur Sinn, wenn beabsichtigt ist, das

Alexander Sichart

Objekt zumindest überwiegend umsatzsteuerpflichtig zu vermieten.

Hierdurch kann sich der Erwerber die Vorsteuer aus allen Eingangsrechnungen

im Zusammenhang mit der Immobilie vom Finanzamt

erstatten lassen. Wird nur teilweise umsatzsteuerpflichtig vermietet,

entfällt der Vorsteuerabzug für die umsatzsteuerfreie Vermietung

(z.B. an einen Arzt) anteilig.

Erwerber übernimmt Umsatzsteuer Bei einer Option zur

Umsatzsteuerpflicht greift die sogenannte Umkehr der Steuerschuldnerschaft

nach § 13b UStG. In diesen Fällen übernimmt der

Erwerber die Anmeldung und Abführung der Umsatzsteuer für den

Verkäufer bzw. Leistenden. Wird die Umkehr der Steuerschuldnerschaft

nicht beachtet, könnte schlimmstenfalls der Erwerber

vom Finanzamt für entgangene Umsatzsteuer in Haftung genommen

werden.

Der geschäftssitz der Wirtschaftsprüfer ebner Stolz Mönning Bachem in Hannover.

Vereinfachung durch Geschäftsveräußerung im Ganzen

Handelt es sich bei dem Erwerb um eine sogenannte „Geschäftsveräußerung

im Ganzen“, so ist der Erwerb nicht steuerbar. Der Erwerber

tritt aber mit allen umsatzsteuerlichen Rechten und Pflichten

in die Fußstapfen des Vorbesitzers. Dies gilt insbesondere für eventuelle

Überwachungs­ und Korrekturzeiträume nach § 15a UStG.

Die Übergabe einer entsprechenden § 15a UStG Dokumentation

sollte daher unbedingt vertraglich vereinbart werden. Denn wer

weiß schon, wie hoch das umsatzsteuerliche Risiko aus Maßnahmen

des Vorbesitzers ist!

Nach § 15a UStG sind für Grundstücke des Anlagevermögens

in Abzug gebrachte Vorsteuern innerhalb von zehn Jahren zeitanteilig

zu korrigieren, wenn sich in diesem Zeitraum die Verhältnisse

zwischen steuerfreier und steuerpflichtiger Vermietung ver­

ändern. Zu beachten ist ferner, dass bestimmte Maßnahmen am

Gebäude immer wieder eigene Korrekturzeiträume auslösen, sodass

eine detaillierte Dokumentation aller Maßnahmen und Zeiträume

dringend zu empfehlen ist. Die Erfahrung zeigt, dass eine Dokumentation

nachträglich nur noch unter großem Zeit­ und Kostenaufwand

rekonstruierbar ist. Zudem sind die Finanzämter gehalten,

diese § 15a UStG Dokumentationen auch außerhalb einer normalen

Betriebsprüfung zu prüfen.

Von Beraterseite lautet die Empfehlung beim Abschluss von

Immobilienverträgen daher, ein besonderes Augenmerk auf rechtsichere

Steuer­ und Haftungsklauseln zu legen, um unliebsamen

Überraschungen vorzubeugen.“

Weitere Informationen unter www.ebnerstolz.de


32 MetRoPolReGion RegJo HAnnoVeR RegJo HAnnoVeR MetRoPolReGion 33

Mit neuer Energie mobil

Die Metropolregion Hannover Braunschweig göttingen Wolfsburg hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt.

Als erste Metropolregion Deutschlands will sie ihren energiebedarf bis zum Jahr 2050 zu 100 Prozent

aus regenerativen energiequellen decken.

Bilder: Bernd neumann, Sven grünewald, Hannover Tourismus


Bilder: Jan grothklags, VW, Hannover Tourismus Service

Rund vier Millionen Menschen leben in

der Metropolregion Hannover Braunschweig

göttingen Wolfsburg, zwei Drittel davon

in ländlichen gebieten.

Text: Katrin Langemann

Anders als in Hamburg oder München gibt es in der Metropolregion

Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg

keine Ausrichtung auf eine einzelne Großstadt. Das Gebiet

reicht von Nienburg im Norden bis zur hessischen Landesgrenze

und umfasst neben urbanen Ballungsräumen

auch ländliche Regionen. Rund um die Städte Hannover

Braunschweig Göttingen Wolfsburg, auf einer Fläche

von 19.000 km², leben rund vier Millionen Menschen. In

Großstädten über 100.000 Einwohner ist nur rund ein

Drittel der Bevölkerung zuhause. Geschäftsführer Raimund

Nowak: „Bei uns geht es auch um die Gestaltung

der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land. Wir wollen

Vorhaben realisieren, die sowohl den urbanen Zentren

als auch dem ländlichen Raum nutzen.“

Das ehrgeizige Ziel, als erste Metropolregion Deutschlands

ihre Energie für Strom, Wärme und Mobilität zu 100

Prozent aus regenerativen Energiequellen zu decken, ist

ein solches Vorhaben. „Mit unserem Ziel, den Energiebedarf

bis zum Jahr 2050 komplett über erneuerbare Energien

darzustellen, haben wir ein ideales Stadt­Land­Projekt

konzipiert. Die Energieerzeugung bietet dem ländlichen

RegJo HAnnoVeR MetRoPolReGion 35

Raum neue wirtschaftliche Perspektiven.“ Das Energiekonzept

beinhaltet die Nutzung und den Ausbau der lokalen

Potentiale von Wind­, Bio­ und Sonnenergie, Wasserkraft

und Geothermie sowie eine Stärkung der Kraft­Wärme­

Kopplung, einen weiteren Ausbau der Energieeffizienzdienstleistungen

und die Implementierung intelligenter

Netze und Zähler.

Doch lassen sich die oftmals sehr unterschiedlichen

Interessen und Bedürfnisse von Stadt und Land in einer

Gemeinschaft wie einer Metropolregion unter einen Hut

bringen oder bieten sie nicht eher einen idealen Nährboden

für Konkurrenz und Missgunst? Raimund Nowak

klärt auf: „Die Konkurrenzsituationen können Sie nie

ganz abschaffen. Wäre sicher auch nicht sinnvoll. Dort,

wo der interne Wettbewerb uns schwächt, müssen wir ihn

vermeiden. Die Fähigkeit, schnell die richtigen Allianzen

zu schmieden, gehört zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren

moderner Standortpolitik. Ich denke, da haben die einzelnen

Städte und Regionen mittlerweile ein gutes Gespür

dafür, wann man kooperieren und wann man konkurrieren

sollte.“

Bild: Metropolregion gmbH


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RegJo Hannover

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Das Magazin für die Region Hannover Zeitarbeit Metropolregion Geschäftsklima Tagen in der Region Junge Wilde

Das Magazin für die Region Hannover Ausgabe Nr. 8 II /2011 4,50 €

Zeit für Arbeit?

www.hannover.regjo.de

www.facebook.com/RegJoHannover

Bild: Julia Wolffson

Bereits 2005 gegründet, erfuhr die Metropolregion unter

der Beteiligung des Landes Niedersachsen und mit dem

Engagement der Wirtschaft im Jahr 2009 eine organisatorische

und inhaltliche Neuausrichtung. Die jeweiligen

Gesellschaftergruppen der Metropolregion GmbH formieren

sich in drei unterschiedlichen Vereinen, in denen Kommunen,

Wirtschaft und Wissenschaft ihre Interessen bündeln.

Derzeit gehören dem Verein Kommunen 49 Städte,

Landkreise, Gemeinden, die Region Hannover, der Zweckverband

Großraum Braunschweig und weitere kommunale

Verbünde an. Der Verein Wirtschaft zählt 36 Unternehmen.

Darunter Konzerne wie Volkswagen, Siemens oder

Continental, aber auch mittelständische Unternehmen

sowie die Unternehmerverbände Niedersachsen, die Handwerkskammern

und der Deutsche Gewerkschaftsbund.

Im Vorsitz des 17­köpfigen Aufsichtsrats wechseln sich die

Oberbürgermeister von Hannover und Braunschweig ab,

beide stellen auch die Geschäftsführung der Metropolregion

GmbH.

Nowak über die Entwicklung der Metropolregion:

„In den ersten Jahren galt unsere Metropolregion bundesweit

als Negativbeispiel. Inzwischen wird man auch schon

mal als Best­Practice­Modell für die Zusammenarbeit von

Kommunen und Wirtschaft vorgeführt. Wir formieren die

Zusammenarbeit in einem Gebiet mit starken regionalen

Identitäten und zum Teil sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen.

Die Einsicht des gemeinsamen Nutzens ist

in den letzten beiden Jahren enorm gewachsen. Leider ist

die Identifizierung der einzelnen Städte mit der Metro­

RegJo HAnnoVeR MetRoPolReGion 37

„wer nur aus

seIner örtlIchen

betroffenheIt

heraus argumentIert,

hat Den

sInn InnovatIver

projektarbeIt

nIcht verstanDen.“

Raimund nowak,

geschäftsführer Metropolregion gmbH.

polregion noch sehr unterschiedlich.“ Kräfte bündeln,

unproduktive Konkurrenzen abbauen und Plattformen

für Kooperationen von Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunen

und Land schaffen – das hat sich die Metropolregion

Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg auf die

Fahnen geschrieben. Zu den Kernthemen zählen Mobilität

und Energie, die Förderung eines zukunftsfähigen Verkehrsnetzes,

Fahrzeugbau, die Wissensvernetzung und in

Zukunft auch die Gesundheitswirtschaft. „Die wichtigste

aktuelle Aufgabe liegt derzeit im Bereich der E­Mobilität,

dem Schlüssel für eine klimafreundliche Umgestaltung des

Verkehrssektors. Unsere Metropolregion muss dabei sein,

wenn Deutschland einzelne Regionen als „Schaufenster für

E­Mobilität“ ausweist. Hier geht es um die Gewinnung von

Finanzierungsmöglichkeiten innovativer Lösungen, aber

auch um eine Imagefrage.“

Immer wieder kommt die Frage nach dem etwas sperrigen

Namen auf: Metropolregion Hannover Braunschweig

Göttingen Wolfsburg. Nowak räumt Bedenken aus dem

Weg: „Der Namen zeigt, wir sind ein Konsensprojekt in

einem großen Gebiet mit mehreren starken Teilregionen.

Ich rate zu mehr Souveränität. Sowohl beim Umgang mit

dem Vier­Städte­Namen als auch mit der Option der Kürzung.

Ich führe eine Liste mit Namensvorschlägen, die an

uns herangetragen werden. Wenn ich die verlese, ist die

Diskussion über eine Umbenennung meist beendet.“

Die Metropolregion Hannover Braunschweig göttingen Wolfsburg

im Internet: www.metropolregion.de


Über 100 Musterbäder –

in klimatisierten Räumen.

Bilder (2): Dirk Meussling

Alltagsleben trifft auf Vokal- und Instrumentalmusik.

Mit dabei: Das im Jahre

1984 gegründete nomos-Quartett (Bild

oben) und der Kammerchor Hannover

unter der Leitung von Stephan Doorman

(Bild rechts).

Der Ton macht die Musik

Das Musik 21 Festival verspricht in diesem Jahr mit vielfältigem Musikprogramm, die niedersächsische

Landeshauptstadt Hannover zu spätsommerlicher Zeit zum Schwingen zu bringen.

„Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“ – Diese Worte

Friedrich Nietzsches bringen den Grundgedanken des

Musik 21 Festivals so ziemlich auf den Punkt. Stephan

Meier, künstlerischer Leiter: „Musik ist ein Erlebnis, das

es zu teilen gilt. Mit diesem Event versuchen wir, aktuelle

Musik aller musikalischen Genres zu Gehör zu bringen.“

Unter dem aktuellen Motto „Vielstimmigkeit“ treten

vom 19. bis 21. August in der Hannoveraner Innenstadt

mehr als 20 internationale und niedersächsische Künstler

an Orten des täglichen Lebens wie Innenhöfen und Durchgangspassagen

auf. „Es gibt eine Vielzahl verschiedenartiger

musikalischer Richtungen und das soll auch unsere

Botschaft sein. Wir bieten klassische Formate, frei improvisierte

Musik sowie optische Performances. Mit dabei sind

RegJo HAnnoVeR KultuR 39

auch recht junge Komponisten, die zum Entstehen neuer

Stilrichtungen beitragen“, beschreibt Stephan Meier das

diesjährige Programm. Zu den Höhepunkten des Musik

21 Festivals 2011 gehören das Eröffnungskonzert des Ives

Ensembles aus Amsterdam sowie das Festival „The Night of

the Unexpected“ am Samstagabend (20. August).

„Mit den Darbietungen in Fußgängerzonen wird

der undurchschaubare Bereich des banalen, alltäglichen

Lebens einer durchaus vielfältigen Gesellschaft wiedergegeben.

Wir wollen dem Publikum deutlich machen, dass

man das in der Musik tatsächlich hörend wiederfinden und

erleben kann“, so Stephan Meier.

Mehr Informationen unter www.musik21niedersachsen.de


Bild: David Hohmann

40 WiRtSChaFt RegJo HAnnoVeR RegJo HAnnoVeR WiRtSChaFt 41

Positives Geschäftsklima

Bereits zum dritten Mal in Folge hat sich laut der neuen Studie von Janus Consultants e.V.

das geschäftsklima in der Region Hannover positiv entwickelt und befindet sich mit 106,7 Punkten

derzeit auf einem Rekordniveau.

„DIe unternehmen Der

regIon hannover stehen

auf eIner solIDen grunDlage.

DIe regIon befInDet

sIch auf eInem konstanten

weg hIn zu eIner

verstärkten branchen­

DIversIfIzIerung.“

Die Stimmung in der niedersächsischen Hauptstadt ist gut – auf jeden Fall,

was das Geschäftsklima angeht. Das belegt die jüngs te Studie der studentischen

Unternehmensberatung Janus Consultants e.V. Bereits zum dritten Mal

in Folge hat sich das Geschäftsklima in der Region Hannover laut der Studie

positiv entwickelt und befindet sich mit 106,7 Punkten derzeit auf einem

Rekordniveau (104,2 im November 2010). Die Unternehmen der Region beurteilen

sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch ihre Geschäftserwartungen

für die kommenden sechs Monate so positiv wie noch nie, seit Beginn

der Geschäftsklimastudie. Nennenswerter Optimismus also, der Mut macht.

Im Vergleich zur vorangegangenen Studie vom November 2010 ist insbesondere

bei der Geschäftserwartung ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Ein

Großteil der Befragten schätzt die wirtschaftliche Entwicklung im nächsten

halben Jahr als „eher günstiger“ (45 Prozent) bzw. „etwa gleichbleibend“ (49

Prozent) ein. Lediglich sechs Prozent der befragten Unternehmen erwarten

eine „eher ungünstigere“ Entwicklung.

Hans Mönninghoff, Wirtschaftsdezernent der Stadt Hannover, kommentiert

den zu beobachtenden Positivtrend mit unverkennbarer Freude. „Es ist

hervorragend, dass sich der Geschäftsklimaindex in der Region Hannover seit

2009 bis heute kontinuierlich positiv entwickelt und dies die Entwicklung der

vergangenen Jahre gleichmäßig fortsetzt.“. Eine Entwicklung, die auch den

Ergebnissen bundesweiter Studien entspricht.

So gab das Ifo­Institut für Wirtschaftsforschung e.V. vor kurzem mit dem

aktuellen Geschäftsklimaindex bekannt, dass auch die gesamtdeutsche Wirtschaft

einen eindeutigen Aufwärtstrend verzeichnet. Nicht nur die Betriebe

profitieren von der aktuellen wirtschaftlichen Hochstimmung, auch auf dem

Arbeitsmarkt kommt die Konjunkturwelle an. So gaben 20 Prozent der Unternehmen

an, in den vergangenen sechs Monaten einen steigenden Personalbestand

zu verzeichnen, nur sechs Prozent dagegen verbuchen einen Rückgang

in diesem Zeitraum. Besonders in der Industrie ist der Bedarf an Arbeitnehmern

gestiegen. In dieser Branche stellten laut eigenen Angaben rund 39 Prozent

neues Personal ein, 48 Prozent der Indus trieunternehmen planen sogar,

in den kommenden sechs Monaten noch mehr Personal einzustellen. Ähnliche

Ergebnisse sind auch bei der Investitionsentwicklung und ­planung zu

beobachten: So sehen 28 Prozent der Befragten ein steigendes Investitionsvolumen

im kommenden Halbjahr, nur neun Prozent rechnen mit einer Verringerung

der Investitionen. Im Vergleich zur vorigen Geschäftsklimastudie

sind die Veränderungen nur marginal und die Ergebnisse befinden sich auf

einem stabilen Niveau.

Primär investieren die Unternehmen laut eigenen Angaben vor allem in

Kapazitätserweiterungen, Ersatzbedarf und Produktions­ und Verfahrenstechnologien,

obwohl in der Bau­ und Energiebranche ebenso Umweltschutz

und Rationalisierung eine bedeutende Rolle spielen. Bei solchen Ergebnissen

ist es auf den ersten Blick kaum überraschend, dass die Unternehmen der

Region Hannover durchaus Vertrauen in die deutsche Wirtschaft haben und

diese bei der Frage nach der Entwicklung des unternehmerischen Umfeldes

am besten bewertet wird.

63 Prozent der Befragten prognostizieren einen anhaltenden Aufwärtstrend

für die deutsche Wirtschaft. So positiv die Stimmung in Bezug auf die

Region Hannover oder auch die gesamtdeutsche Wirtschaft ausfällt, so negativ

stellt sich das Bild bei der Frage nach der Weltwirtschaft und ihrer weiteren

Entwicklung dar. Mittlerweile geht jedes vierte Unternehmen von einer

deutlichen Verschlechterung an den Weltmärkten aus. Insgesamt wurde die

Entwicklung der Weltwirtschaft seit dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise

2008/2009 nicht mehr so negativ bewertet wie in der vorliegenden Studie.

Beim Vergleich mit dem überaus positiven regionalen Geschäftsklima lässt

sich leicht erahnen, dass die Rolle internationaler Geschäftsbeziehungen bei

den befragten Unternehmen eine eher kleine ist.

Woher aber kommt die große Zuversicht für die Region, während die

Weltwirtschaft eher kritisch betrachtet wird? David Hohmann von Janus Consultants

e.V. erklärt das so: „Wie bereits unsere vorangegangenen Geschäftsklimastudien

gezeigt haben, können die Unternehmen der Region Hannover

auf einer soliden Grundlage aufbauen. So verfügt die Region über eine hervorragende

Infrastruktur sowie erstklassige Forschungseinrichtungen und befindet

sich auf einem konstanten Weg hin zu einer verstärkten Branchendiversifizierung.

Diese Tatsache hat bereits während der Finanzkrise der Jahre 2008

und 2009 dazu geführt, dass die Auswirkungen bei weitem nicht so gravierend

ausfielen wie in anderen Metropolregionen. Allerdings ist auch anzumerken,

dass die Wirtschaftsstruktur der Region in erster Linie durch einen

großen Dienstleistungssektor und Betriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern

geprägt ist, bei denen die angespannte Weltwirtschaftslage zwar zur Kenntnis

genommen wird, aber für das eigene Tagesgeschäft eine eher untergeordnete

Rolle spielt.“

Janus Consultants e.V. ist eine studentische Unternehmensberatung und

zeichnet sich dementsprechend sowohl beim Projekt der Geschäftsklimastudie

als auch bei externen Beratungsprojekten für Kunden vor allem durch

seine ausgeprägte Interdisziplinarität aus. So ermöglichen die Studenten verschiedenster

Studienrichtungen die Erarbeitung individueller Lösungsansätze

aus unterschiedlichsten Perspektiven. Der theoretische Hintergrund

wird dabei durch die Studieninhalte und den unmittelbaren Zugang zu aktuellen

Forschungsentwicklungen sichergestellt. Professionalität, frische Ideen

und unkonventionelle Lösungen sowie ein Höchstmaß an Flexibilität sind in

diesem Zusammenhang der Anspruch von Janus Consultants e.V.

„DIe ergebnIsse Der

5. geschäftsklImastuDIe

für DIe regIon hannover

sInD sehr erfreulIch,

Denn sIe belegen eInen

wIrtschaftlIch stabIlen

aufwärtstrenD für DIe

unternehmen In Der regIon.

DIe befragten fIrmen

repräsentIeren auch DIe

mItglIeDerstruktur Des

förDervereIns pro hannover

regIon. somIt spornt

DIe günstIge prognose

für DIe kommenDen sechs

monate geschäftsentwIcklungen

an, von Denen auch

mItglIeDsunternehmen unserer

netzwerkplattform

profItIeren werDen.“

David Hohmann, Janus Consultants e.V. Hannover Weitere Informationen unter www.janus-consultants.de

Bärbel Jacob, geschäftsführerin Pro Hannover Region

Bild: HR Pro Hannover


Bild: Inselfestung Wilhelmstein

42 taGunG RegJo HAnnoVeR

Wer tagt, gewinnt!

ob Meeting im kleinen Kreis oder internationaler Kongress, aufsehenerregende Produktpräsentationen

oder Incentives zur Mitarbeitermotivation – Hannover bietet für Zusammenkünfte aller Art das richtige

Angebot an eventlocations und Hotels sowie die maßgeschneiderte organisation.

RegJo HAnnoVeR taGunG 43

Inselfestung Wilhelmstein im Steinhuder Meer. Vor genau 250 Jahren ließ graf Wilhelm zu

Schaumburg-Lippe den grundstein für die Aufschüttung der künstlichen Insel legen.


44 taGunG RegJo HAnnoVeR RegJo HAnnoVeR taGunG 45

Am Bahnhof Leinhausen hielten zu Beginn des vorigen

Jahrhunderts die Dampflokomotiven. Inzwischen ist die

denkmalgeschützte Station mit viel Liebe zum Detail in ein

Veranstaltungszentrum umgestaltet worden.

Bild: Bahnhof Leinhausen


46 taGunG RegJo HAnnoVeR RegJo HAnnoVeR taGunG 47

Die vier Pavillons und Freiflächen unter der spektakulären Holzkonstruktion des

expo-Dachs definieren einen ort, der sich für Konzerte, Ausstellungen und events

eignet, die vor kleinem oder großem Publikum, im Innenbereich oder dem wettergeschützten

Außenraum präsentiert werden können.

Bild: Marc Theis


Bilder (2): Hannover Marketing & Tourismus gmbH

Herrenhäuser gärten: Für elegante Festlichkeiten eignen sich der freskengeschmückte Saal und die reichverzierten

früheren gemächer der Kurfürstin Sophie im galeriegebäude, ebenso die orangerie und das Hardenbergsche Haus,

eines der letzten Barockgebäude der Stadt.

RegJo HAnnoVeR taGunG 49


Bilder (4): Cavallo Königliche Reithalle

einen einzigartigen Rahmen für gesellschaftliche Highlights, Businessevents

und Medienereignisse stellt das Loftambiente im „Cavallo – Königliche Reithalle“,

der letzten erhaltenen Reithalle der königlichen Kavallerieschule, dar.

RegJo HAnnoVeR taGunG 51


Bilder (2): nils günther

Wunderschön und betrieben von der Stiftung Kulturregion Hannover:

das Weserrenaissance-Schloss Landestrost in neustadt am Rübenberge.

RegJo HAnnoVeR taGunG 53

Text: Angela Andresen-Schneehage

Im abgeschlossenen Jahr 2010 fanden in Deutschland rund 2,7 Millionen Veranstaltungen

mit der Rekordzahl von mehr als 320 Millionen Teilnehmern statt

– das ergab das Meeting­ und EventBarometer 2011, die maßgebliche jährliche

Studie zum Veranstaltungsmarkt. Ihr Resümee: Der Optimismus der Branche ist

zurückgekehrt; die Zukunftsprognosen sind vielversprechend.

Das gilt erst recht für einen so exzellenten Standort wie die niedersächsische

Landeshauptsstadt. Dank seiner zentralen Lage, der modernen Infrastruktur, vielen

einzigartigen Locations und einem umfassenden Service hat die Region Hannover

sich zu einer leistungsstarken europäischen Metropole für alle Arten von

Veranstaltungen etabliert. Tagungsgäste finden optimale Voraussetzungen – von

der geeigneten Unterkunft über die benötigte Kongresstechnik bis zu umfassenden

Dienstleistungen. Darüber hinaus überzeugen die vielfältigen Möglichkeiten

zur Freizeitgestaltung sowie das überzeugende reichhaltige Kulturprogramm

in der Region.

Reibungslose Abläufe und eine entspannte Atmosphäre während Tagung

oder Kongress garantiert die professionelle Organisation durch das Team der

HannoverKongress, dem Kongressservice der Hannover Marketing und Tourismus

GmbH. „Wir stehen unseren Gästen in allen Fragen und Wünschen rund

um den Wirtschaftstourismus zur Verfügung“, versichert Veranstaltungsexpertin

Melanie Reiffen. „Mit maßgeschneiderten Lösungen und außergewöhnlichen

Ideen unterstützt ‚HannoverKongress’ bei der Organisation einer perfekt

inszenierten Veranstaltung. Wir vermitteln nicht nur Hotelzimmerkontingente

und dem Anlass entsprechende Tagungsorte, sondern kümmern uns darüber

hinaus um ablaufrelevante Themen wie Shuttleservice, Catering oder Ticketing.

Außerdem gestalten wir gerne das Rahmenprogramm für Kongressteilnehmer

und Begleitpersonen. Von den ersten Anfragen über die Preisverhandlungen bis

zum Veranstaltungsvertrag wollen wir den Veranstaltern zuverlässige Partner

sein. Dabei ist der Service von HannoverKongress unabhängig und kostenfrei.“

Die Beratung durch die ortskundigen Mitarbeiter von HannoverKongress spart

den Veranstaltern Arbeit, Zeit und Geld. Denn: Wer sich für die Region Hannover

als Austragungsort seines Events entscheidet, hat die Qual der Wahl – sowohl

bei den vielen unverwechselbaren Locations wie auch bei über 500 Hotelbetrieben

aller Klassifizierungen.

Die beiden Hauptakteure in Hannovers Messe­ und Kongressszene sind die

Deutsche Messe AG und das Hannover Congress Centrum (HCC). In einer Kooperation

unter dem Motto „Hannover: The Meeting Planet – Tag und Nacht hellwach“

bündeln beide künftig ihre Aktivitäten, um die niedersächsische Metropole

als Kongressstandort noch weiter zu stärken. Auf der diesjährigen IMEX,

der wichtigsten deutschen Veranstaltungsmesse, zeigten sie gemeinsam, wie man

in Hannover erfolgreich tagen und ungewöhnlich feiern kann. „Kongresse und

Tagungen sind neben dem Reisetourismus und den großen Messen das stärkste

Standbein für den Tourismus in Hannover“, so Hans Nolte, Geschäftsführer der

Hannover Marketing und Tourismus GmbH (HMTG). „Veranstaltungen wie die

IMEX tragen dazu bei, Hannover als Messe­ und Kongressstadt noch bekannter

zu machen.“

Hannovers Messegelände genießt seit langem höchs te Anziehungskraft bei

Ausstellern und Besuchern – nicht zuletzt wegen seiner innovativen Architektur.

Und ein wahres Raumwunder ist das weltweit größte Ausstellungsgelände oben­


Bild: HCC

Umgeben vom Stadtpark und der eilenriede liegt das HCC mitten im grünen, gleichzeitig aber zentrumsnah und verkehrsgünstig.

Sieben Säle, darunter der wunderschöne Kuppelsaal in der fast 100 Jahre alten Stadthalle, stehen hier u.a. zur Verfügung.

drein: 26 Ausstellungshallen und Pavillons mit einer Fläche

von mehr als 460.000 Quadratmetern und dazu 58.000

Quadratmeter Freiflächen bieten nahezu grenzenlose Möglichkeiten

für die Ausrichtung von Veranstaltungen. Doch

hier werden nicht nur Großereignisse inszeniert: Das futuristisch

anmutende Convention Center lässt sich mit seinen 35

Räumen und Sälen für Gruppen von 10 bis 1.300 Personen

konfigurieren. Und die vier Pavillons und Freiflächen unter

der spektakulären Holzkonstruktion des Expo­Dachs definieren

einen Ort, der sich für Konzerte, Ausstellungen und

Events eignet, die vor kleinem oder großem Publikum, im

Innenbereich oder dem wettergeschützten Außenraum präsentiert

werden können.

Direkt am Messegelände befindet sich mit dem Expo­

Park ein hochmoderner Standort mit renommierten Event­

Locations. Zu den größten Veranstaltungshallen Norddeutschlands

gehört die TUI­Arena. Mit ihren flexiblen

Bühnenstandorten, einer im Boden eingelassenen hauseigenen

Eisanlage und einem Fassungsvermögen von bis zu

14.000 Zuschauern eignet sie sich nicht nur als Konzertbühne

für internationale Künstler und als Austragungsort

von Sportereignissen, sondern auch für große Aktionärs­

und Mitabeiterversammlungen. Der Arena direkt gegenüber

befindet sich der Deutsche Pavillon, hinter dessen hohen

Glasfassaden sich Kongresse, Symposien oder Arbeitstagungen

in einem eleganten und transparenten Rahmen abhalten

lassen. Die Empfangsbereiche bieten eine Kapazität von

mehr als 7.000 Personen. Zu den größten Räumen gehört

das Amphitheater, hinter dessen Kulissen sich komfortable

Räume für Dolmetscher, Präsentatoren oder Kommentatoren

befinden.

Zu den traditionsreichsten Tagungsadressen der Landeshauptstadt

gehört das Hannover Congress Centrum. In ihm

verbinden sich hochmoderne Veranstaltungstechnik und

historisches Flair. Umgeben vom Stadtpark und der Eilen­

RegJo HAnnoVeR taGunG 55

riede liegt das HCC mitten im Grünen, gleichzeitig aber zentrumsnah

und verkehrsgünstig. Sieben Säle, darunter der

wunderschöne Kuppelsaal in der fast 100 Jahre alten Stadthalle,

vier multifunktionelle Hallen und 30 Tagungsräume

ermöglichen individuelle Lösungen von der kleinen Firmenfeier

bis zum Parteitag. Traditionell hoch ist die Reputation

des HCC bei medizinischen Kongressen und großen

Verbands­ und Firmenevents. Das Serviceangebot beinhaltet

auch eine Gastronomie mit einer Bankettkapazität von bis

zu 3.000 Gästen. Räumlich verbunden ist das HCC mit dem

Vier­Sterne­Congress­Hotel am Stadtpark.

Fürstlich feiern und stilvoll tagen lässt es sich in den

Herrenhäuser Gärten. Für elegante Festlichkeiten eignen sich

der freskengeschmückte Saal und die reich verzierten früheren

Gemächer der Kurfürstin Sophie im Galeriegebäude,

ebenso die Orangerie und das Hardenbergsche Haus, eines

der letzten Barockgebäude der Stadt. Die Schlossküche Herrenhausen,

die mit Restaurant, Bankettraum, Biergarten

und Terrasse im Feigengarten vielfältigen Raum bietet, kreiert

auf Wunsch sogar ein Picknick.

Eine Location „zum Abheben“ bietet der Hannover Airport.

Im Restaurant Skylight genießen Gäste nicht nur eine

exklusive Küche, sondern auch die beeindruckende Kulisse

aus Vorfeld, Start­ und Landebahn. Von Mai bis September

steht eine Kleinflugzeughalle für Veranstaltungen bereit,

zwischen November und Februar können einzelne Wartelounges

mit Vorfeldblick bespielt werden. Für informative

und unterhaltsame Erlebnisse sorgt die Ausstellung „Welt

der Luftfahrt“ mit ihrer Gastronomie „Gate 66“ auf der Aussichtsterrasse

und vielen interaktiven Exponaten sowie

einem Flugsimulator. Darüber hinaus sind Kombinationen

der Veranstaltung mit einer Flughafentour oder einem

Rundflug im historischen Antonov­Doppeldecker möglich.

Für eine „weiche Landung“ nach erfolgreich absolviertem

Event sorgen die Flughafenhotels Holiday Inn Hannover Air­


Tagen im Herzen Hannovers

In 12 Veranstaltungsräumen einschließlich des 180 m² großen

Georgssaals finden Sie alles, was perfekte Präsentationen und

Tagungen brauchen, was aus Festen Events macht und Veranstaltungen

unvergesslich werden lässt.

Unser Bankett-Team unterstützt Sie gerne von der Planung bis zum

Abschluss der Veranstaltung. Moderne Technik und geschulte Mitarbeiter

helfen Ihnen bei der Durchführung Ihrer Veranstaltung.

Die perfekte Lage im Zentrum der Stadt machen die An- und Abreise

Ihrer Gäste besonders leicht.

Michael Rupp

Direktor

TAGUNGSPAUSCHALEN:

Economy

(Raum/Technik/Getränke/2 Pausen/Imbiss) ab € 47,-

Business I

(Raum/Getränke/WLAN Referent/Technik/

Beamer/2 Pausen/Menü oder Buffet) ab € 57,-

Business II

(Raum/Getränke/WLAN Referent/Technik/

Beamer/2 Pausen/Menü oder Buffet/Extras) ab € 60,-

Premium

(Raum/Getränke/WLAN Referent/Technik/Beamer/

3 Pausen/Upgrade Menü oder Buffet/Extras) ab € 67,-

Fordern Sie zum Vergleich unsere Pauschalen in der Übersicht an!

Telefon: 0511 30 44 814 oder 0511 30 44 815

Luisenstraße 1-3 . 30159 Hannover · bankett@kastens-luisenhof.de · www.kastens-luisenhof.de

Im Herzen der natur, direkt

am Ufer eines romantischen

Teichs, liegt das Seefugium

in Isernhagen. Wohltuende

Weite und Ruhe lassen nicht

nur Managern Raum für neue

Perspektiven und Impulse.

port und das Maritim Airport Hotel mit ihrem vielfältigem

Zimmerkontingent.

Werden neue Nutzungen in alten Gemäuern untergebracht,

dann sorgt das immer für besonderen Reiz und

eine unvergessliche Atmosphäre. Auch Hannover verfügt

über Veranstaltungsorte mit solch ausgefallenem Charme.

Einen einzigartigen Rahmen für gesellschaftliche Highlights,

Businessevents und Medienereignisse stellt das Loftambiente

im „Cavallo – Königliche Reithalle“, der letzten erhaltenen

Reithalle der königlichen Kavallerieschule, dar. Wurden

hier einst Pferde gehalten, so hielten am Bahnhof Leinhausen

zu Beginn des vorigen Jahrhunderts die Dampflokomotiven.

Inzwischen ist die denkmalgeschützte Station mit viel

Liebe zum Detail in ein Veranstaltungszentrum umgestaltet

worden. Einzigartig ist der Event­Bahnsteig mit eigenem

Zugang zum Objekt; Veranstalter haben hier sogar die Möglichkeit,

ihre Gäste mit einer historischen Eisenbahn oder

im ICE anreisen zu lassen.

Doch Hannover besticht nicht nur durch seine attraktiven

Locations. Auch zahlreiche als Tagungshotels ausgewiesene

Häuser unterstreichen die Bedeutung der Stadt als

Kongressmetropole im Norden. Neben einem technisch gut

ausgestatteten Tagungsbereich bieten sie den Veranstaltern

eine professionelle Betreuung des Meetings sowie individuelle

Verpflegungsleistungen. Informationsmaterial, Angebotsprocedere

und Abrechnungsprozesse sind standardisiert und

erleichtern die Abwicklung von Geschäftsreisen. Wie beliebt

die Hotellerie in Hannover für Tagungen und Kongresse ist,

zeigt eine Auswertung von Buchungen, die der größte deutsche

Veranstaltungskonzern, die MICE AG, durchgeführt

hat: Unter den Top 7 der deutschlandweit meistgebuchten

Tagungshotels im ersten Quartal 2011 sind allein vier Häuser

RegJo HAnnoVeR taGunG 57

aus der Landeshauptstadt: das Best Western Premier Parkhotel

Kronsberg in direkter Nachbarschaft zur TUI­Arena, das

Mercure Hotel Hannover Mitte nahe der lebendigen Innenstadt,

das in eine historische Fabrikkulisse eingebettete

Novotel Hannover und das Radisson Blu Hotel mit moderner

Architektur direkt an der Expo Plaza.

Konzentriert tagen lässt es sich jedoch auch in ländlicher

Umgebung, wenn die Infrastruktur stimmt. Im Herzen

der Natur, direkt am Ufer eines romantischen Teichs, liegt

das Seefugium in Isernhagen. Wohltuende Weite und Ruhe

lassen nicht nur Managern Raum für neue Perspektiven

und Impulse. Mit umfassender Bewirtung und moderns ter

Tagungstechnik lassen sich Entscheidungen leichter fällen.

Eine weitere wunderschöne Räumlichkeit betreibt die Stiftung

Kulturregion Hannover: das Weserrenaissance­Schloss

Landestrost in Neustadt am Rübenberge. Ein großer Festsaal

und aufwendig restaurierte historische Räume eignen sich

für Tagungen, Bankette, Seminare oder Konzerte. Die nach

altem Vorbild gestaltete Gartenanlage des Schlosses bietet

einen entspannenden Aufenthalt mit Aussicht auf die Leineauen.

Wem dieses Idyll noch nicht abgeschieden genug ist,

der findet in der Nähe Hannovers sogar einen Tagungsort

mit Insellage: die Inselfestung Wilhelmstein im Steinhuder

Meer. Vor genau 250 Jahren ließ Graf Wilhelm zu Schaumburg­Lippe

den Grundstein für die Aufschüttung der künstlichen

Insel legen. Heute beherbergt das 1,2 Hektar große

Eiland neben Museum und Café auch Übernachtungs­ und

Tagungsräume. Das Seminarhaus bietet Platz für bis zu 20

Teilnehmer, im Clubhaus können bei Firmenfeiern, Schulungen,

Seminaren und Tagungen bis zu 60 Gäste empfangen

werden. Die Anreise zur Insel erfolgt von der Ortschaft

Steinhude aus mit Segel­ oder Motorbooten.

Im Restaurant Skylight genießen gäste nicht nur eine exklusive Küche, sondern auch den beeindruckenden Blick auf Vorfeld,

Start- und Landebahn. Von Mai bis September steht eine Kleinflugzeughalle für Veranstaltungen bereit.

Bild: Seefugium

Bild: skylight Hannover Airport


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Bilder (3): Park Inn by Radisson Hannover

60 PoRtRait RegJo HAnnoVeR RegJo HAnnoVeR PoRtRait 61

Das Park Inn by Radisson Hannover verfügt über acht Tagungsräume – alle mit

modernster Tagungstechnik ausgestattet, mit Tageslicht, ebenerdig mit Terrasse,

barrierefrei und befahrbar.

Park Inn by Radisson Hannover

Das Park Inn by Radisson Hannover im norden der Leinestadt bietet mit acht Tagungsräumen auf insgesamt 750 Quadratmetern

Fläche ideale Bedingungen für Konferenzen, Meetings und Festivitäten aller Art.

Tagungen, Konferenzen und Meetings sind aus dem heutigen

Geschäftsleben nicht mehr wegzudenken. Für den Erfolg solch

einer Veranstaltung nicht unerheblich: die Wahl der richtigen

Location. Ideale Bedingungen für Events aller Art bietet das Park

Inn by Radisson Hannover im Norden der Leinestadt – egal ob

Seminare, Schulungen, Vorträge, Ausstellungen, Tagungen, Konferenzen,

Meetings, Hausmessen, Lesungen oder Festivitäten.

Der komplett renovierte Tagungs­ und Konferenzbereich verfügt

auf einer Fläche von insgesamt 750 Quadratmetern über acht

Tagungsräume. Zusätzlich stehen drei individuell veränderbare

Hotelzimmer zur Verfügung, die in wenigen Handgriffen zu Gruppenarbeitsräumen

verändert werden können. Die Tagungsräume

haben eine Größe zwischen 17 und 385 Quadratmetern und bieten

Platz für bis zu 450 Personen. Der größte, der Veranstaltungsraum

Europa, kann in vier Sektionen zu je 100 Quadratmetern

unterteilt werden. Alle Räumlichkeiten verfügen über Tageslicht

und sind mit modernster Tagungstechnik ausgestattet. Weiterhin

verfügt der Bereich über eine Terrasse, die sich ideal für Gruppenarbeiten

und Kaffeepausen eignet, ist ebenerdig, sodass even­

tuell notwendige Anlieferungen leicht über die Terrasse abgewickelt

werden können, barrierefrei und befahrbar.

Die Küchenbrigade ist diätisch geschult, sodass das Park Inn

by Radisson Hannover hervorragend auch auf Gäste mit Lebensmittelunverträglichkeiten

eingestellt ist. So können unter anderem

auch lactose­ und glutenfreie Speisen angeboten werden.

Bei mehrtägigen Tagungen finden die Teilnehmer im Park

Inn by Radisson Hannover beste Übernachtungsmöglichkeiten.

Das designorientierte Vier­Sterne­Hotel verfügt über 150 teilweise

renovierte, modern und frisch eingerichtete Zimmer, davon 27

Economy­ und 15 Superior Zimmer. Jedes der 150 Zimmer ist mit

Schreibtisch, W­LAN, Selbstwahltelefon, Hosenbügler, Föhn, Pay­

TV sowie Satellitenfernsehen, Minibar und individuell verstellbarer

Klimaanlage ausgestattet. Entspannung und Erholung bietet

nach einem anstrengenden Tagungstag das Restaurant „Innside“,

die Bar „FairLight“ oder ein Besuch in der Sauna.

Weitere Informationen über die Tagungsmöglichkeiten im Park Inn by

Radisson Hannover finden Sie unter www.park-inn-hannover.de


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Tagen über den

Dächern Hannovers.

Das Mercure Hotel Hannover Mitte ist

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Veranstaltungsetage im 6. Stock und

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Dächer von Hannover.

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Bild: erlebnis-Zoo Hannover

Zu gast im Prunksaal des Maharadschas: ein prächtiger, reich verzierter, indischer Festsaal mit original-indischen

Malereien und gemälden.

Im Palast des Maharadschas

ob private geburtstagsfeier oder exotische gala mit über 1.000 gästen. Der erlebnis Zoo Hannover macht sich

als eventlocation weit über die Stadtgrenzen hinaus einen ebenso professionellen wie schillernden namen.

Text: Stefanie Stüting

Beinahe 2.300 Events, Tagungen, Feiern und Partys sind es,

die jedes Jahr im Erlebnis Zoo Hannover abgehalten werden.

Zwischen 10 und 1.500 Personen finden in den schillernden

und unvergesslichen Erlebniswelten Platz. Inspirierender

Pluspunkt ist sicherlich die Vielfalt der möglichen

Event räume in den verschiedenen Themenwelten des Zoos.

Der Prunksaal des Maharadschas und die indische Palast­

halle bieten das Ambiente aus 1001 Nacht. Hier werden Firmenjubiläen

und Messepartys ausgerichtet. Die Palasthalle

wird als beliebter Ort für Hochzeiten, Geburtstage und Firmenevents

gemietet, da sie mit Platz für rund 100 Gäste

überschaubarer ist. Für die ganz große Show mit über 1.000

Personen kann auch die gesamte Tempelanlage gemietet

werden (indoor und outdoor). Ein indischer Märchen­

abend, unvergesslich mit einem entsprechenden Programm

von Tempeltänzerinnen, Fakiren und einer Feuershow auf

der Elefantenanlage. Die wenigsten Menschen wissen, dass

der Erlebnis Zoo Hannover ein hausinternes Catering und

Eventmanagement auf sehr hohem Niveau betreibt. Gäste

erhalten alle Leis tungen für ihre Veranstaltung aus einer

Hand, was sich bewährt hat und extrem gut ankommt.

RegJo HAnnoVeR PoRtRait 63

Echt, typisch und niedersächsisch gemütlich geht es im

Bier­ und Kaffeegarten des Gasthaus Meyer zu. Das Gasthaus

Meyer befindet sich in einem herrlichen Fachwerkhaus

aus dem Jahre 1669, mit dicken Eichenbalken, alten

Familienfotos und einem offenen Kamin. Regionaltypische

Küche und urgemütliche Atmosphäre sind hier – in

der Festscheune, der alten Werkstatt und den Kammerfächern

– garantiert.

Wer lieber im nordischen Ambiete Kanadas feiert, ist

in Yukon Bay gut aufgehoben. Hier, in der „kanadischen

Wildnis“, ist auch die Yukon Market Hall eine gefragte

Location für Gruppen mit bis zu 450 Teilnehmern. Kleinere

Gruppen (bis 46 Personen) finden im Captain‘s Room

Platz, neu und ganz exklusiv kann unter Wasser, im Bauch

der Yukon Queen, mit Blick auf Robben und Pinguine gefeiert

werden. Perfekt für laue Sommernächte ist die romantische

Safari­Atmosphäre am Ufer des Sambesi. Der Duft

gebratener Grillsteaks und afrikanischer Köstlichkeiten verbreitet

sich, nicht selten geben sich Hochzeitspaare am Fluss

Sambesi in Hannover das Ja­Wort. Und haben damit den

perfekten Wedding­Planner gleich an ihrer Seite.


Bild: Qmilch gmbH

64 JunGe Wilde RegJo HAnnoVeR RegJo HAnnoVeR JunGe Wilde 65

Mutprobe

mit Milchmädchen und Minihelikopter

Über Innovationsfrust kann sich in Hannover wohl kaum jemand beklagen. Seit acht Jahren prämiert der Ideenwettbewerb

StartUp-Impuls von hannoverimpuls die besten gründungsideen. Wie sehr sich originelles gedankengut dabei auszahlt,

haben zwei Kreativköpfe dem RegJo berichtet.

Bild: Jonas Rothe


Bild Qmilch gmbH

Stars wie Mischa Barton, Ashlee Simpson, nazan eckes, Frauke Ludowig und Annemarie Warnkross schätzen ihre Kollektionen.

„In meInen oberteIlen sInD

DurchschnIttlIch sechs lIter

mIlch verarbeItet.“

Anke Domaske

„Ich habe mIch von hannoverImpuls

beraten lassen unD wurDe so auf

Den wettbewerb aufmerksam.“

oliver Jones

Flugdrohne mit Hightech-Kamera: Die erfindung des jungen

zweiköpfigen Unternehmens CoPTogRAPH ähnelt von weitem

einem Miniatur-Hubschrauber.

RegJo HAnnoVeR JunGe Wilde 67

Bild: Jonas Rothe


Bilder (2): Qmilch gmbH

68 JunGe Wilde RegJo HAnnoVeR

Text: Juliette Rahn

Ob ökologische Funktionsfaser aus Milch oder Luftaufnahme mittels

ferngesteuerter Schwebeplattform: der Kreativität junger Wissenschaftler

und Firmengründer sind scheinbar kaum Grenzen

gesetzt. Trotz genialer Geschäftsideen können die meisten unter

ihnen in Zeiten wirtschaftlicher Krisen und staatlicher Kürzungen

aber nur sehr schwer in der Unternehmenswelt Fuß fassen. In

der Regel fehlt es den jungen Unternehmern und denjenigen, die

es noch werden wollen, an Startkapital, jeder Menge unternehmerischer

Erfahrung und einem lebenswichtigen Unternehmensnetzwerk.

Die regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft hannoverimpuls

greift jungen Unternehmensgründern seit 2003 mit

verschiedenen Leistungen unter die Arme. Die Bilanz kann sich

sehen lassen: Im Rahmen des Ideenwettbewerbs StartUp­Impuls

hat hannoverimpuls allein 450 jungen Unternehmen auf die Beine

geholfen. Schätzungsweise 800 Mitarbeiter wurden so in Lohn

und Brot gebracht. Im Vergleich zum Gründungsmonitor der KfW

Bankengruppe, der jährlich über Struktur und Entwicklung des

Gründungsgeschehens in Deutschland Aufschluss gibt, zeigt sich

der Erfolg der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. „Die Insolvenzquote

der von hannoverimpuls betreuten Gründungen liegt laut

einer Untersuchung von Prof. Dr. Günter Hirth (Fachhochschule

Hannover) deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. In den Jahren

zwischen 2005 und 2008 betrug sie bundesweit 10,5 Prozent,

in Hannover allerdings nur 6,75 Prozent“, erklärt Andrea Masurek

Projektleiterin des Wettbewerbs von hannoverimpuls. Wie ausgefallen

und faszinierend diese Innovationspotenziale bisweilen

sein können, schildert Andrea Masurek: „Die Unternehmenskonzepte

sind manchmal so besonders, dass es schwerfällt, nur ein

Konzept für jeweils eine von den vier ausgelobten Kategorien zu

nominieren. Obwohl die Ideen aus bereits bekannten Branchen

kommen, sind die Techniken oft derart ausgefeilt, dass die Erfindungen

eindeutig als Nischenprodukt herausstechen.“ Von den

ab Mitte September des vergangenen Jahres bis Anfang Januar

2011 eingegangenen 135 Geschäftsideen wurden vier Preisträger

in den Kategorien Ideenpreis, Gründungspreis, Wissenschaftspreis

Stilvoll und zeitlos ist ihre Mode, die

vom Tragekomfort an Seide erinnert.

gesäuert, getrocknet und erhitzt

wird aus der Milch die hautverträgliche

Biofaser gewonnen. Zu finden

ist Anke Domaskes Kollektion unter

www.mcc-style.com

RegJo HAnnoVeR JunGe Wilde 69

und Branchenpreis proKlima prämiert. Zu den Preisträgern zählen

auch Oliver Jones und Anke Domaske.

Wie viel Milch steckt eigentlich in deinem Oberteil? Diese

Frage muss sich die 27­jährige Mikrobiologin und Modedesignerin

Anke Domaske des Öfteren anhören. Wohl auch am 24. Februar

2011 als sie mit selbstentworfenenem Oberteil aus hauseigener

Milchfaser die Auszeichnung für die beste Gründungsidee in der

Region Hannover entgegennahm. Qmilch heißt ihr Unternehmen,

das Garn aus Milchfaser herstellt. Die Preisträgerin überzeugte die

Jury mit der Ansicht, dass man Milch nicht nur trinken kann. Mit

ihrem unweltverträglichen Herstellungsverfahren für Milchfasern,

aus der sie Kleidung herstellt, erhält sie den Gründungspreis

in Höhe von 20.000 Euro. Obwohl das Verfahren seit 80 Jahren

bekannt ist, gelang es Anke Domaske, einige wichtige Schritte im

Herstellungsprozess zu verbessern. „Unser Verfahren ist das erste,

das eine industrielle Naturfaser herstellt, welche keine Chemikalien

enthält“, beteuert Anke Domaske und erklärt ihr Herstellungsverfahren

genauer: „Wenn die Milch sauer wird, beginnt das

aminosäurehaltige Casein oben zu schwimmen. Dieses wird im

Anschluss abgeschöpft und getrocknet. Eine Maschine mit zwei

Spiralen erhitzt und dreht es durch eine Art Fleischwolf. Endprodukt

ist dann eine weiche Proteinfaser.“ Ihre Haute­Couture aus

Milch verspricht noch weitere Vorzüge für den Träger. Wegen der

fehlenden Pestizide ist das Material für Allergiker äußerst verträglich.

Die Biofaser wirkt in hohem Maße antibakteriell und antiall

ergisch. „Die im Casein enthaltenen Aminosäuren sind sanft zur

Haut und verursachen keinerlei zusätzlichen Reizungen“, so Anke

Domaske über die positiven Eigenschaften ihrer Faser aus Milch.

Ein weiterer Clou macht die Erfindung ihrer Meinung nach noch

einzigartiger: „Qmilch verwertet Milch, welche nicht der Milchverordnung

entspricht und damit nicht für den Verzehr und Verkauf

geeignet ist. Kolostralmilch von Kühen, die erst kürzlich

gekalbt haben oder nicht nach Vorschrift wärmebehandelte Milch

wird bei uns nicht weggeschüttet, sondern zur Milchfaser verarbeitet.“

Noch vor einigen Jahren schien sich bei ihr noch ein ganz


Bild: Qmilch gmbH

70 JunGe Wilde RegJo HAnnoVeR RegJo HAnnoVeR JunGe Wilde 71

ob Kleidung aus Milch oder Fotos vom Minihelikopter: Über mangelnden erfinderreichtum kann sich Hannover wohl kaum beklagen.

anderer Weg als der zum Milchfaserunternehmen anzudeuten.

Bereits während des Studiums der Mikrobiologie begann Anke

Domaske unter ihrem Label Mode zu entwerfen. Diese Gabe sei

ihr, wie sie selbst sagt, „von der Großmutter in die Wiege gelegt

worden“. Bei der Suche nach hochwertigem Bekleidungsmaterial

für ihre Kollektion stößt sie schließlich auf die Milchfaser.

Obwohl sich ihr sechsköpfiges Unternehmen nach wie vor auf die

Herstellung von Kleidung aus Milchfaser konzentriert, bekunden

bereits andere Branchen Interesse an der neuartigen Bio­Faser.

„Man kann sich kaum vorstellen, was alles, wenn es aus Milchfaser

bestehen würde, verträglicher gemacht werden könnte: beispielsweise

die Polsterbezüge im Auto, im medizinischen Bereich

genutzte Watte, Binden, Windeln, Bettwäsche, sogar die Stuhlpolsterungen

im Sitzbereich“, weiß Anke Domaske. Trotz des ganzen

Trubels und dem geplanten Ausbau der Milchfaserproduktion

möchte sie ihre Leidenschaft, eigene Mode zu kreieren nicht aus

den Augen verlieren. „Man benötigt viel Kraft, Durchsetzungsvermögen,

Optimismus und keine Uhr. Keiner wird so viel Zeit und

Liebe investieren wie man selbst. Von Rückschlägen sollte man

Bild: CoPTogRAPH

sich nicht aufhalten lassen, sondern daraus lernen und dann einfach

von vorne anfangen“, rät sie anderen jungen Gründungswilligen.

Nicht nur einfallsreiche Verfahrenstechniken begeistern die

Jury von StartUp­Impuls, auch kreative Tüftler und Erfinder wie

Oliver Jones aus Hannover kommen voll auf ihre Kosten.

Der Golfplatz aus Sicht eines Golfballs, eine Familienfeier aus

der Perspektive eines Vogels. Wer hätte gedacht, dass diese ungewöhnlichen

Perspektivaufnahmen auch bald ohne großen Kostenfaktor

und Zeitaufwand möglich sein würden. Das fliegende Auge

von Oliver Jones kann das und muss dabei keine Mindestflughöhe

einhalten. Ob über Wasser schwebend oder über einem Festival,

der neuartige Minihelikopter erreicht im stabilen Schwebeflug

auch sehr entlegene und schwer zugängliche Orte in zehn, 50 oder

100 Metern Höhe. Die GPS­unterstützte Drohne hat ausreichend

Leistung um eine professionelle Spiegelreflex­ oder Videokamera

in luftige Höhen zu tragen. Mit einer Spannweite von 110 Zentimetern

ist sein sogenannter Multikopter mit sechs Elektromotoren

ausgestattet. Scheinbar schwerelos hebt die ferngesteuerte

Schwebeplattform mit seiner Spiegelreflexkamera und nur drei

Ideenwettbewerb StartUp-Impuls 2010: 135 eingereichte geschäftskonzepte, zwölf nominierte und vier prämierte gewinner.

Kilogramm Eigengewicht ab. Für Oliver Jones ein entscheidender

Vorteil, wenn man bedenkt, dass Aufnahmen aus der Luft bisher

nur mit großen Kamerakränen, Hochstativen, Steigeplattformen

oder Gerüsten möglich waren. Sein wendiger COPTOGRAPH

passt hingegen in jeden Kofferraum und ist innerhalb von zehn

Minuten einsatzbereit. Oliver Jones erklärt das Besondere an seiner

Erfindung: „Im Gegensatz zu bemannten Fluggeräten können

wir sehr viel wirtschaftlicher, sprich kostensparender, arbeiten.

Wir schließen die Lücke zwischen Bodenaufnahmen mit Hochstativen

und klassischen Luftbildern von Hubschraubern oder Flugzeug.“

Eher zufällig kam der gelernte Chemikant zur ferngesteuerten

Fotodrohne.

„Als begeisterter Modellbauer interessiere ich mich für alles,

was fliegt. Mein Geschäftspartner Janto Trappe wollte seinen Kunden

Luftbilder anbieten, war jedoch gelangweilt von Aufnahmen

aus großer Höhe. So kam eines zum anderen und bei einer feierlichen

Fahrradtour um den Maschsee beschlossen wir, eine Foto­

Drohne zu bauen.“ Für diesen Einfall erhält Oliver Jones Anfang

Mai dieses Jahres den mit 10.000 Euro dotierten Ideenpreis. Die­

sen finanziellen Ideenbonus nutzte er und gründete mit seinem

Partner und fünf weiteren freien Mitarbeitern im März 2011 das

Unternehmen „COPTOGRAPH“. Neben Immobilienmaklern, der

Industrie, Journalisten sowie Event­ und Werbeagenturen sind die

hochwertigen Luftaufnahmen zudem für Geologen, Unweltschützer

und Behörden von besonderer Bedeutung. Inzwischen nutzen

auch Privatkunden die Dienste des COPTOGRAPHEN für Gruppenaufnahmen

aus besonderer Perspektive. Oliver Jones Erfolgsrezept:

„Eine gute Idee, die entsprechenden Fähigkeiten, diese

umzusetzen sowie Mut und Selbstbewusstsein.“

Zwei Geschäftsideen, die wohl unterschiedlicher kaum sein

können geben Aufschluss über die Ideenvielfalt junger Leute in

der Region Hannover. Es herrscht Gründungsstimmung. Bewiesen

wäre mit den beiden Preisträgern einmal mehr, dass Erfinderreichtum

sich durchaus auszahlen kann.

Weitere Informationen über hannoverimpuls, Qmilch und CoPTogRAPH

finden Sie im Internet unter www.hannoverimpuls.de, www.qmilk.eu

und www.coptograph.com

Bild: Helge Krückeberg


Berufsbegleitende Weiterbildung (IHK) in Hannover:

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Bild: gisma Business School

Absolventen des gISMA-Vollzeitprogramms vor der Leibniz Universität Hannover.

Neue Perspektiven mit dem MBA

Junge Menschen mit existenzgründungsambitionen können von MBA (Master of Business Administration)-

Programmen profitieren, insbesondere bei der realistischen Umsetzung ihrer geschäftsideen.

„Wir haben pro Jahrgang eine Handvoll Teilnehmer, die

ihr Studium bewusst mit der Möglichkeit einer späteren

Selbständigkeit abschließen“, erklärt Anette Tronnier,

Geschäftsführerin der GISMA in Hannover. Das sei bisher

ein kleiner Prozentsatz, der Erfolg spräche allerdings für

sich: „Alle, die dieses Ziel angestrebt oder sich im Anschluss

an ihr Studium spontan zu einer Unternehmensgründung

entschlossen haben, sind erfolgreich mit ihrer Idee“.

Eine pfiffige, zukunftsträchtige Geschäftsidee ist nur

der Anfang, zu einem späteren Erfolg gehört das Wissen

um betriebswirtschaftliche Grundlagen. Viele scheitern,

weil sie ein Unternehmen nicht managen oder keinen entsprechend

qualifizierten Geschäftspartner finden können.

Ein MBA­Programm an der GISMA Business School

kann Abhilfe leisten. Neben der Vermittlung klassischer

Managementmethoden schärft sich auch das eigene Unternehmerprofil.

Unternehmensgründung, die effiziente

Nutzung von Ressourcen sowie die Identifizierung von

Marktchancen und Geschäftsideen und deren Umsetzung

bündeln sich unter dem Oberbegriff Entrepreneurship.

„Deshalb ist das bei uns ein fester Bestandteil des Lehrplans.

Mit einem MBA eröffnen sich ganz neue Perspektiven

– unabhängig davon, ob man in Zukunft eine eigene

Geschäftsidee verfolgt oder Unternehmer im Unternehmen

werden möchte“, betont Tronnier.

Das MBA­Studium für Akademiker mit Berufserfahrung

richtet sich daher in erster Linie an Teilnehmer, die in

ihren Unternehmen Führungsaufgaben übernehmen wollen.

Auch junge Berufstätige, die sich ohne Unterbrechung

RegJo HAnnoVeR PoRtRait 73

ihrer Karriere entsprechend weiterqualifizieren möchten,

werden zum Beispiel durch den Wochenend­MBA angesprochen.

Dieses Format ist speziell auf die Bedürfnisse von

Berufstätigen angelegt, der Unterricht findet an Wochenenden

(Freitag und Samstag) statt, sodass sich berufliche

Herausforderung und Studium problemlos verbinden lassen.

Das erlernte Wissen findet eine Entsprechung in der

alltäglichen Arbeit der Teilnehmer und bildet das Fundament

für neue Herausforderungen im Management.

Die MBA­Angebote der GISMA vermitteln allesamt

generalistisches Managementwissen und bieten durch

Wahlkurse die Möglichkeit zur Spezialisierung. Ein großer

Vorteil an diesem englischsprachigen Studium ist

seine Internationalität. Neben den Teilnehmern aus über

20 Nationen und den internationalen Dozenten zeichnet

es sich durch das Angebot zahlreicher Austauschprogramme

aus. Eine einwöchige Präsenzphase an der Partnerschule,

der Purdue University in den USA, ist fest in den

Programmplan integriert. Darüber hinaus können die Studenten

auch an Lehreinheiten in Asien, Südamerika und

Europa teilnehmen. Für Anette Tronnier macht das den

Wert eines guten MBA­Studiums aus: „Durch ein internationales

Programm lernt man, sicher auf dem globalen

Markt zu agieren. Das ist sowohl für die Unternehmen mit

solchen Mitarbeitern als auch für jeden einzelnen MBA­

Absolventen ein Qualitätssiegel.“

Weitere Informationen zur gISMA Business School finden Sie

unter www.gisma.com


Bild: Norbert Steffen

74 sport Regjo HANNoveR Regjo HANNoveR sport 75

Polo in Maspe – no more „Leave its“

Zum ersten Mal wurde in Hannover eine Deutsche Meisterschaft im Polosport ausgetragen, bei der keine internationalen

Profis mitspielten. Der bekannte Ruf, den Ball liegenzulassen, „Leave it“ war diesmal daher nicht zu hören.

Bild: Marco Bühl

„Die Deutsche Polomeisterschaft

2011 in masPe war ein

voller erfolg. Polo ist ein

faszinierenDer sPort, Denn

er forDert höchste Präzision

unD viel geschick Der sPieler.

Doch nicht nur Der sPort

hat Die Polomeisterschaft zu einem erlebnis

gemacht – auch Die atmosPhäre am ranDe Des

sPielfelDs war ganz besonDers, ja ‚very british‘.

für Die hervorragenDe organisation Danke ich

Dem nieDersächsischen Polo-club unD seinem

vorsitzenDen wolfgang kailing. es war mir eine

grosse freuDe, schirmherr Dieser veranstaltung

gewesen zu sein.“ David McAllister, Ministerpräsident des Landes Niedersachen


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Fotografie: Norbert Steffen, Marco Bühl, Stefanie Stüting, Anika Rinck, Dr. Uwe Winarsky

Text: Stefanie Stüting

„Wir haben ein Experiment gewagt – und es hat funktioniert“,

Wolfgang Kailing, Veranstalter der Deutschen Meisterschaft

im Medium Goal 2011 sieht sein Konzept bestätigt.

Gastspieler mit astronomischen Handicaps suchte man vergeblich

bei dieser Polo Meisterschaft in Hannover/Maspe.

Argentinische Spieler? Fehlanzeige. „Man hat nie den

sonst allgegenwärtigen Ruf ‚Leave it’ gehört, das ist das beste

Zeichen. Alle waren im Spiel und die Ergebnisse sind durchweg

denkbar knapp ausgefallen, was wiederum eine Bestätigung

für die Ergebnisse der Handicap­Kommission ist.

Erstaunlich viele Nachwuchsspieler wurden hochgesetzt, die

ihre Leis tungen auch erbrachten. Welch positive Entwicklung

für den nationalen Polosport.“ Doch dies nur am Rande.

Es war ein knappes, spannendes und enthusiastisches

Finale, das die wetterresistenten Zuschauer bei strömendem

Regen bis zum Schluss bejubelten. Nachdem die Spiele um

die Plätze nur durch Penalty­Schießen ausgetragen worden

waren, um den Boden zu schonen, traten die Teams Isern­

Regjo HANNoveR sport 77

Polo Medium goal Meisterschaft in Hannover

Maspe 2011: spannender Sport, mieses

Wetter und hervorragende Laune. Mitte

links: alle Spieler der Deutschen Meisterschaft

in den Teamjacken des Niedersächsischen

Polo-Clubs.

Mitte rechts: Das eU-geförderte Projekt

„PFeRDestärken LANgeNHAgeN“ war

mit einem Infostand in Maspe vertreten.

Clubpräsident, veranstalter und Polospieler,

Wolfgang Kailing mit Minis terpräsident

David McAllister.

Untere Reihe von links: Die neuen Deutschen

Meister Alexander Schwarz, Mickey

Keuper, Marco Kiesel und Peter Ristic mit

Wolfgang Kailing; Mitte: Sylvia gädeke vom

Berliner Polo Club und Carlito velazquez

vom Polo Club Ising; rechts: die Schiedrichter

Henry Stevens und Chris Kiesel.

häger mit Peter Ristic, Marco Kiesel, Mickey Keuper und

Alexander Schwarz gegen das Team Robinson mit Emanuele

Boni, Gregor Gerlach, Federico Heinemann und Christopher

Kirsch zum Finale in voller Länge gegeneinander an. Gleich

im ersten Chukka gelang Christopher Kirsch, der insgesamt

ein herausragendes Spiel ablieferte, zwei sehenswerte Treffer

für das Team Robinson. Pünktlich zu Beginn des zweiten

Chukkas öffnete der Himmel seine Schleusen und es

begann bis auf weiteres in Strömen zu regnen.

Kein Anlass jedoch für die Zuschauer, den Platz zu räumen.

Immer wieder ermuntert von Moderator Hugh Pierson

harrten die Regenschirme am Spielfeldrand aus und feuerten

die Teams an („Never before habe ich so viele Umbrellas

hier in Hannover gesehen.“).

Der Platz, mittlerweile extrem aufgeweicht durch den

Dauerregen, hielt erstaunlich gut, wie die Spieler bestätigten.

Mit einem 5:4 gewann das Team Isernhäger gegen das

Team Robinson.


78 KalendeR RegJo HAnnoVeR RegJo HAnnoVeR KalendeR 79

Ein Sommernachtstraum

Shakespeares Bühne in Hannover: Das Autorenteam

Heinz Rudolf Kunze und Heiner Lürig präsentieren am

11. August eine Musical-Trilogie frei nach dem berühmten

englischen Dichter.

Klassik, Ballett Theater, Kabarett, Musical

17. bis 23. September 2011

la traviata – oper von giuseppe Verdi unter

musikalischer Leitung von gregor Bühl

19.00 Uhr, opernhaus Hannover

18. September 2011

otello – mit einem wilden orkan bricht giuseppe

Verdis vorletzte oper los

18.30 Uhr, opernhaus Hannover

21. September 2011

la Piaf– Ballett von Mauro Bigonzetti über

das Leben von edith Piaf

19.30 Uhr, opernhaus Hannover

24. bis 30. September 2011

die hochzeit des Figaro – oper von Wolfgang

Amadeus Mozart unter musikalischer

Leitung von Mark Rohde

19.30 Uhr, opernhaus Hannover

25. September 2011

Münchner Philharmoniker – unter Leitung

von Lorin Maaze

20.00 Uhr, Hannover Congress Centrum

15. oktober 2011

lady in the dark– Musik von Kurt Weill, neu

inszeniert von Matthias Davids

19.30 Uhr, opernhaus Hannover

03. bis 07. August 2011

der Sturm – dritte Shakespeare-Adaption

von Heinz Rudolf Kunze

20.00 Uhr, gartentheater Herrenhäuser

gärten

11. August bis 04. September 2011

ein Sommernachtstraum – Musical á la

Shakespeare von Heinz Rudolf Kunze und

Heiner Lürig

20.00 Uhr, gartentheater Herrenhäuser

gärten

13. August 2011

team Poetry Slam – die besten Akteure der

deutschen Live-Literatur-Szene laden zum

open Air Slammen an der Parkbühne ein

20.00 Uhr, Parkbühne Hannover

bis 28. August 2011

talents – einheit der Vielfalt: grandios kombiniertes

Varieté von Knut gminder, moderner

Zeitgeist trifft auf klassischen „Conférencier“

goP Varieté Hannover

08. bis 24. September

träume, trauma, tod ein Kriminalfall –

Tannöd von Andrea Maria Schenkel, inszeniert

von Tim von Kietzell

20.00 Uhr, Theater in der List

Team Poetry Slam

europas größte Poetry-Slam-Szene sucht

am 13. August in niedersachsen nach neuen

Herausforderungen.

10. September 2011

nanas schwingen, Perlen singen – von Pop

bis Klassik, ernst und heiter, schräg oder brilliant

– Chorkonzept exklusiv für Frauen

20.00 Uhr, Theater am Aegi Hannover

16. bis 18. September 2011

taK Kabarett Gala – nach 19 Jahren

gibt es einen Wechsel in der Theaterleitung,

ausgelassene Verabschiedung- und

Willkommensfeier

19.00 Uhr, Teater am Aegi Hannover

02. bis 29. oktober 2011

der letzte Vorhang – Theaterleckerbissen

von Jan Bodinus, unter anderem mit Sibylle

Brunner und Willi Schlüter

20.00 Uhr, Theater in der List

09. oktober 2011

Kaya yanar – präsentiert sein brandneues

und viertes Bühnenprogramm „All Inclusive!“,

ironisch und augenzwinkernd

20.00 Uhr, AWD-Hall Hannover

17. oktober 2011

Mit helge Schneider und Band – wieder

typisch Helge: Ab in die spezielle Welt der

Tanzakademien „Buxe voll!“

20.00 Uhr, AWD-Hall Hannover

Lee Friedländer

Präsentiert werden Werke wie „new York City“ aus self-portraits

bei der Ausstellung Photography Calling, die ab dem

09. oktober im Sprengelmuseum zu sehen ist.

Ausstellungen

bis 14. August 2011

niedersachsen und die innerdeutsche

Grenze 1945-1990 – im Anschluss wird die

Ausstellung in der gedenkstätte Deutsche

Teilung Marienborn zu sehen sein

Historisches Museum Hannover

27. August bis 06. november 2011

Markus Schinwald – seine Arbeiten gehen

weit über die visuelle Wahrnehmung hinaus

Kunstverein Hannover

bis 09. oktober 2011

Siegfried neuenhausen – thematisiert

gesellschaftliche Widersprüche und stellt

Werke aus der Reihe „Bürger von B“ vor

Sprengelmuseum Hannover

09. oktober 2011 bis 15. Januar 2012

Photography Calling! – Ausstellung in

Kooperation mit der niedersächsischen

Sparkassenstiftung

Sprengelmuseum Hannover

bis 06. november 2011

lost! die Ägypten-Sammlung und ihre

(Kriegs-)Verluste – Unausstellbares wird

ausstellbar: Besucher werden mit objekten

bekannt gemacht, die nicht mehr existieren

kestnergesellschaft Hannover

Jazz, Rock, Pop, Schlager

05. bis 07. August 2011

Fährmannsfest 2011 – mit Tito & Tarantula,

Werner nadoly’s Jane, Cryptex

15.30 Uhr, Fährmannsinsel Hannover

06. August 2011

Maschseefest 2011 – Schlagerparty mit Rex

Richter Quintett und open Air Disco

16.00 Uhr, Löwenbastion Hannover

13. September 2011

laBrassBanda – definieren Pop neu, indem

sie gitarren durch Bläser ersetzen

20.00 Uhr, Capitol Hannover

21. September 2011

Cassandra Steen – präsentiert mit ihrer

Soulstimme ihr neues Album „Mir So nah“

20.00 Uhr, Capitol Hannover

24. September 2011

Chris de Burgh & Band – der irische Sänger,

gitarrist und Pianist präsentiert „Moonfleet

And other Stories“

20.00 Uhr, Capitol Hannover

30. September 2011

Knorkator – präsentiert das neue

Studioalbum

20.00 Uhr, Capitol Hannover

Fotografie: Hannover Concerts, Hannover Concerts, Lee Friedländer/Sprengel Museum Hannover, Capitol Hannover

Knorkator

Die Berliner Rockband, die sich durch die

Personifizierung des Begriffs „knorke“ auszeichnet,

ist zu gast in Hannover.

30. September bis 02. oktober 2011

the autumn Ball Festivals 2011 – vier

Live-Acts: „Letzte Instanz“, „Corvus Corax“,

„Zeraphine“ und „Staubkind“

Capitol Hannover

12. oktober 2011

Bob Geldof– „How to compose popular

songs that will sell Tour 2011“

20.00 Uhr, Theater am Aegi Hannover

13. oktober

Roxette – das schwedische Duo geht auf

Tour mit ihrem Studioalbum „Charm School“

20.00 Uhr, TUI Arena Hannover

17. oktober 2011

Mairegen – von Reinhard Mey mit 13 klingenden

Kurzgeschichten

20.00 Uhr, Theater am Aegi Hannover

19. oktober 2011

Klee – die Band Klee präsentiert ihr neues

Album „Aus lauter Liebe“

20.00 Uhr, Capitol Hannover

31. oktober 2011

Mogwai – die Post-Rock-Koryphäen aus

glasgow sind wieder live on Tour

20.00 Uhr, Capitol Hannover


Sommerferien-Extra

Zur Show „Talents“ lädt das GOP je ein

Kind bis einschl. 14 Jahren in Begleitung

eines vollzahlenden Erwachsenen

kostenlos in unser Haus ein!

Erleben Sie die

Ausnahmetalente

der internationalen

Artistikszene.

13. Juli bis 28. August

Von dieser Show spricht

ganz Europa – endlich

auch in Hannover!

GOP Varieté-Theater Georgspalast Hannover · Georgstraße 36 · 30159 Hannover · Tickethotline: (05 11) 30 18 67 10 · variete.de

City Hannover | 19. – 21. August

Musik 21 Festival 2011

V I E L S T I M M I G K E I T

∞ VVK: Vorverkaufskasse im Künstlerhaus

Tel. 0511.168-41222 · www.vvk-kuenstlerhaus.de

Hannover Marketing und Tourismus GmbH · Tourist Information

Tel. 0511.12345-222 · tickets@hannover-tourismus.de

∞ www.musik21niedersachsen.de

PRÄSENTIERT VON PRÄSENTIERT VON

wir sind die show

Dieses akrobatische

Ensemble ist

atemberaubend!

31. August bis 30. Oktober

Neue Ecken und Talente entdecken!

HANNOVER

Erlebnisreise in die Welt des Varietés

- 1 Übernachtung im komfortablen

Einzel- oder Doppelzimmer im

Mercure Hotel Hannover Mitte*** S

- Reichhaltiges Frühstücksbuffet

- 2-Gang-Überraschungsmenü im Hotel

- Eintrittskarte der bestmöglichen Preis-

kategorie für das GOP Varieté-Theater

Weitere Angebote & Buchung:

Tourismus Region Hannover e.V.

Tel. 0511 / 36 61-9 90

www.kleine-erlebnisse.de

€ 89,- p. P. im

Doppelzimmer

€ 134,- p. P. im

Einzelzimmer

IdeenExpo 2011

Vom 27. August bis 04. September weckt Deutschlands

größtes naturwissenschafts- und Technikevent wieder

den Forschergeist bei Kindern und Jugendlichen.

Sport

08. bis 11. August

hdi Gerling German PGa Championship

– zwölf Damen und 144 Herren gehen bei der

Deutschen Meisterschaft der golfprofessionals

an den Abschlag

golfplatz gleidingen, Hannover

28. August 2011

olympia am Maschsee-Südufer – Verein

„Business for Kids“ sammelt geld für

Kinderhilfsprojekte

10.30-18.00 Uhr, Maschsee-Ufer, Hannover

04. September 2011

24. entdeckertag der Region – Sportvereine

und -verbände bieten Mit-Mach-Programme

und Informationsstände

georgsplatz Hannover

08. oktober 2011

Wrestling Festival 2011 – european Wrestling

Promotion in Hannover

20.00 Uhr, Hangar no. 5 Hannover

20. bis 23. oktober 2011

German Classics – hochkarätiger Pferdesport

in der niedersächsischen Landeshauptstadt,

erstmals wird das Top Horse of the

Year gekürt

Messehalle 2, Hannover

Fotografie: Ideenexpo, Kohn

Messetermine

27. August bis 04. September 2011

ideenexpo – größtes naturwissenschafts-

und Technikevent, das den Forschergeist von

Kindern und Jugendlichen entfacht

Messegelände Hannover

19. bis 24. September 2011

eMo hannover – die globale Leitmesse

präsentiert die ganze Welt der Metallbearbeitung

in ihrer faszinierenden Vielfalt

Messegelände Hannover

07. bis 08. oktober 2011

azubi & studientage – Messe für Ausbildung

und Studium, kostenlose

Informationsveranstaltung

Messegelände Hannover

11. bis 13. oktober 2011

Biotechnica – europe‘s no. 1 in Biotechnology

and Life Sciences: Trends, Innovationen,

Forschungsansätze oder Produkte für Biotechnologie

und Life Sciences

Messegelände Hannover

15. bis 16. oktober 2011

Modellbahn Messe – die Welt der Modellbahnen

und Autos: Ausstellung, Schau, Handel

und neuheiten

Halle 27, Messegelände Hannover

Musik 21 Festival

Vom 19. bis 21. August 2011 werden Musikdarbietungen

unter dem Motto der Vielstimmigkeit

an alltäglichen orten stattfinden.

Sonstiges

RegJo HAnnoVeR KalendeR 81

bis 07. August 2011

Märchenpicknick – Märchenerzählerinnen

tragen geschichten von schönen Prinzessinnen

und mutigen Helden vor

12.00 Uhr, Herrenhäuser gärten, Hannover

16. bis 21. August 2011

Musik 21 Festival – mehr als 20 Künstler

treten an orten des täglichen Lebens auf

Hannover City

19. bis 21. August 2011

BootBoohook – das Hannoveraner Kultfestival

geht in die vierte Runde mit über 30

Bands, unter anderem mit „Wir sind Helden“

Faustgelände Hannover

20. bis 21. August 2011

13. internationale Großmodell-Flugtage –

Piloten zeichnen mit großmodellen außergewöhnliche

Figuren in den Himmel

Flugplatz Bussard Lehrte/Steinwedel

13. Septemer 2011

Christina eibl – deckt das gesicht des Moskauer

geschäftslebens auf: eibl liest aus

ihrem Buch „nicht alle Russen haben goldzähne,

sind immer betrunken und auch nicht

jeder russische Beamte ist korrupt“

19.30 Uhr, Buchhandlung Leuenhagen & Paris


82 land & uMWelt RegJo HAnnoVeR

Wussten Sie, dass ...

Wissenswertes aus der Region – von Klausuren auf dem iPad, der ersten Küchen-

ausstellung europas, der grünen Lunge Hannovers und dem König von england.

Bilder: Dr. med. vet. Andreas Briese, Thomas Leiss, Landeshauptstadt Hannover, Wikipedia / Sir godfrey Kneller

... man als Student mittlerweile Klausuren

auf dem iPad schreiben kann?

Die App „iExam@Bri­C“ ermöglicht es

Studierenden, per Fingertipp rechtssichere

eKlausuren am Tablet­PC zu schreiben.

Während der Klausur kann der Dozent

bereits die Leistungsstärke seines Studenten

feststellen. Im Anschluss hilft ihm der

Rechner, die Klausurergebnisse auszuwerten.

Der Sarstedter Entwickler Andreas

Briese: „Erste Tests an Universitäten in

Freiburg und Österreich laufen gut.“

... es in Hannover die erste und größte

Küchenausstellung Europas gibt?

Als erste Ausstellung dieser Art stellt WOK

– World of Kitchen die großen Küchen­Kulturen

der Welt vor. Insgesamt gibt es vom

Mittelalter bis zur Neuzeit 20 Küchen zu

entdecken. Der Aufbau 40 weiterer Modelle

ist bereits geplant. Bei diesem Streifzug

durch die historische Kochkultur kann der

Besucher auch selbst zum Kochlöffel greifen

und längst vergessene Kochtraditionen

aufleben lassen.

... seine „grüne Lunge“ Hannover zur

grünsten Stadt Deutschlands macht?

Rund 11 Prozent der gesamten Stadtfläche

Hannovers sind öffentliche Grünflächen.

Die Stadt besitzt 396 Spiel­ und 143

Bolzplätze, zehn Spielparks und mehr als

42.000 Straßenbäume. Mit seinen 20.000

Kleingärten trägt Hannover den Titel „Stadt

der Gärten“. Jährliche Veranstaltungen wie

die „Hannoverschen Pflanzentage“ repräsentieren

das Hannoversche Bild von einer

grünen Stadt.

... der Kurfürst von Hannover für 123

Jahre auch König von England war?

Alles begann damit, dass der Hannoversche

Kurfürst Georg Ludwig durch entfernte

verwandtschaftliche Beziehungen

im Jahre 1714 auch König von England

wurde. Die Personalunion zwischen England

und Hannover endete 1837, weil das

Königreich Hannover die weibliche Thronfolge

nicht anerkannte. Während Königin

Viktoria fortan England regierte, wurde ihr

Onkel der neue König von Hannover.

impressum

3. Jahrgang, 8. Ausgabe

herausgeber

Polygo Verlag gmbH

Verlag

Polygo Verlag gmbH

Haus der Wirtschaftsförderung

Prinzenstraße 12

30159 Hannover

Tel.: 0511 16 99 69-0

Fax: 0511 16 99 69-21

internet und e-Mail

www.hannover.regjo.de, hallo@regjo.de

herausgeber

Thomas Wirth (wirth@polygo.de)

Chefredaktion

Stefanie Stüting (stueting@polygo.de)

Redaktion

Katrin Langemann, Tim Mittelstaedt, Hannah Kroft,

Juliette Rahn

autoren

Annegret Adam, Angela Andresen-Schneehage,

Sven grünewald, Alexander Sichart

Fotografie

Tom Baerwald, Dr. med. vet. Andreas Briese,

Marco Bühl, Lee Friedländer/Sprengel Museum

Hannover, Jan grothklags, Sven grünewald, nils

günther, Thomas Hennig/Wisentgehege Springe,

David Hohmann, olaf Kramer, Helge Krückeberg,

Thomas Leiss, Dirk Meussling, Bernd neumann,

Anika Rinck, Jonas Rothe, norbert Steffen,

Stefanie Stüting, Marc Theis, Janto Trappe, Björn

Vofrei, Michael Wallmüller, Dr. Uwe Winarsky, Julia

Wolffson, Arbeitskraft gmbH, AS Solar gmbH,

AutoVision, Bahnhof Leinhausen, Capitol Hannover,

Cavallo Königliche Reithalle, CoPTogRAPH, DIVA

Personalmanagement gmbH, ebner Stolz Mönning

Bachem, erlebnis-Zoo Hannover, eSA, german

Classics, gisma Business School, grüne Ratsfraktion

Hannover, Hannover Concerts, Hannover

Marketing & Tourismus gmbH, Hannover Tourismus,

HCC, HR Pro Hannover, Ideenexpo, Inselfestung

Wilhelmstein, JaMedia, JUH, Kohn, Landeshauptstadt

Hannover, Metropolregion gmbH, Mittelpunkt

Personal, Park Inn by Radisson Hannover, Qmilch

gmbH, Rama, Seefugium, skylight Hannover

Airport, SPD-Ratsfraktion, Verband der niedersächsischen

Jugendredakteure e.V., VW, Wikipedia / Sir

godfrey Kneller

art direktion, layout & illustration

Iris Becker, Ines erdmann, Margareta nawrocka

lektorat

Mirjam Schröder

Marketingleitung

John D. Swenson (swenson@regjo.de)

Verlagskoordination Region hannover

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Abonnement eUR 20,- inkl. Mehrwertsteuer und

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wenn es nicht zum Ablauf gekündigt wird.

RegJo ist eine eingetragene Marke (nr. 39867052)

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