ITEBO ganz nah Ausgabe 2018 02

ITEBO.UG

Kundenmagazin der ITEBO-Unternehmensgruppe Aktuelle News zum Thema E-Government in Niedersachsen und spannende Kundenberichte

Ausgabe 2 | 2018

KIDICAP Personalforum

5./6.11.2018, Osnabrück

AUS KUNDENSICHT:

DIGITALER BÜRGERSERVICE IN LÜNEBURG –

KLEINER START IN EIN GROSSES EPAYMENT

TITELTHEMA:

GEMEINSAM FÜR NIEDERSACHSEN

PORTFOLIO:

WENN ENDPOINT PROTECTION UND FIREWALL

MITEINANDER KOMMUNIZIEREN


© istockphoto.com/Kseniya_Milner

Impressum

ITEBO ganz nah

Das Magazin der ITEBO-Unternehmensgruppe

Herausgeber

ITEBO GmbH

Dielingerstraße 39/40

49074 Osnabrück

Tel.: 0541 9631-0

info@itebo.de · www.itebo.de

Verantwortlich für den Inhalt gemäß § 5 Telemediengesetz (TMG): Bernd Landgraf

Redaktion

ITEBO-Unternehmensgruppe

Konzeption, Layout

b2 Werbeagentur, Braunschweig

Texte

Kathrin Sieber, Klaus Steinbrecher, ITEBO-Unternehmensgruppe

Titelbild

© fotolia.de/peshkov/nongkran_ch/VRD

Druck

Individual.Druck, Osnabrück

Erscheinungsweise/Auflage

dreimal jährlich, 2500 Exemplare


INHALTSVERZEICHNIS

4–5

6–7

8–9

10–12

13

14 –15

16–17

18–19

20–21

22–23

AUF EIN WORT

DEN RICHTIGEN KURS HALTEN IST ANGESAGT

PORTFOLIO

WENN ENDPOINT PROTECTION UND FIREWALL

MITEINANDER KOMMUNIZIEREN

UNSER TEAM

KLAUS EXNER STETS AUF DER SUCHE NACH DEM PASSENDEN REZEPT

TITELTHEMA

GEMEINSAM FÜR NIEDERSACHSEN

AUS KUNDENSICHT

STADTWERKE OSNABRÜCK SCHAFFEN NEUES FUNDAMENT

FÜR DIE DIGITALE ZUKUNFT

AUS KUNDENSICHT

DIGITALER BÜRGERSERVICE IN LÜNEBURG –

KLEINER START IN EIN GROSSES EPAYMENT

AUS KUNDENSICHT

MODULAR IN DIE DIGITALE VERWALTUNG:

WIE ES BUDGET UND RESSOURCEN ERLAUBEN

AUS KUNDENSICHT

KINDERGARTEN-ONLINEANMELDUNG

VON HAUS AUS

VERANSTALTUNGEN 2018 – EIN RÜCK- UND AUSBLICK

IM FOKUS

DIETER RIEKEN RESÜMIERT

DIE EU-DATENSCHUTZ-GRUNDVERORDNUNG UND DER BLUTDRUCK

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AUF EIN WORT

© ITEBO GmbH/Philip Loeper

BERND LANDGRAF

DEN RICHTIGEN KURS HALTEN IST ANGESAGT

„Der Startschuss ist gefallen“, so verlautete es bereits

im vergangenen Jahr an dieser Stelle, nachdem 2017

im Bundestag das Onlinezugangsgesetz beschlossen

worden war. Seitdem wurde schon einiges zur schnelleren

Digitalisierung von Verwaltungsdienstleistungen

auf den Weg gebracht. Und die vom Gesetzgeber

vorgegebene Frist, dies vollständig bis 2022

umzusetzen, erzeugt auch

weiterhin den notwendigen

Druck. Gründe dafür offenbart

auch nochmal der in diesen

Tagen von der EU-Kommission

aktualisierte Index für digitale

Wirtschaft und Gesellschaft. Danach liegt Deutschland

bei der Online-Interaktion zwischen Behörden

und Bürgern immer noch viel zu weit hinten. Es lässt

aufhorchen, dass wir mit Platz 25 von 28 Nationen

immer noch auf einem Abstiegsplatz stehen.

Mit nicht nachlassendem Engagement bringt sich

deshalb die ITEBO-Unternehmensgruppe mit Partnern

in die Digitalisierung von Verwaltungsdienstleistungen

ein. Die vier niedersächsischen IT-Dienstleister,

zu denen auch die ITEBO gehört, haben mit

der GovConnect ein mittlerweile etabliertes Gemeinschaftsunternehmen

aufgebaut. Als Plattform für die

unverzichtbare Kooperation bei der Innovation und

Entwicklung neuer Produkte ist die GovConnect ein

zunehmend wichtiger Dreh- und Angelpunkt und

fungiert gleichzeitig als gemeinsames Sprachrohr der

IT-Dienstleister zum Land Niedersachsen.

In diesem Kreis sind wir uns einig, dass auch Niedersachsen

als großes Flächenland einen gemeinsamen

Standard für ein Bürgerportal braucht, der einen

Zugang zu allen On-

line-Verwaltungsdienst-

leistungen ermöglicht.

Mehr als 80 Prozent

dieser Dienstleistungen

erbringt die kommunale Ebene. Deshalb sollten

Städte, Kreise und Gemeinden in diese Prozesse aktiv

eingebunden sein und sich auch Gehör verschaffen.

ONLINE-INTERAKTION ZWISCHEN

BEHÖRDEN UND BÜRGERN

Es wäre toll, wenn das Land auf seine Kreise und

Kommunen hört, die bei der Entwicklung der

Standards zum Bürgerportal gern Unterstützung

leisten und die das Land natürlich auch für eigene

Online-Landesservices übernehmen kann. Die Gov-

Connect hat schon Lösungen geschaffen und stellt

mit dem Produkt pmOnline kommunale Dienstleistungen

digital zur Verfügung. Hierfür liefert die von

der ITEBO entwickelte Portallösung OpenR@thaus

die notwendige integrative Klammer. Nun wäre das

Land am Zug.

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EINE SACKGASSE VERMEIDEN

Das Projekt hat aber nochmal klar und eindeutig bestätigt:

Zentral ausgewählte Bundeslösungen führen

viel zu oft in eine Sackgasse. Dies haben leider auch

die allzu vielen Rückschläge beim Aufbau der zentralen

IT-Infrastruktur im Asylverfahren eindrucksvoll

bewiesen.

Nur ein Wettbewerb um die besten

Digitalisierungslösungen sowie

leistungsfähige kommunale Portale

in Verbindung mit Standards für Interoperabilität und

Datenaustausch lassen ehrgeizige Digitalisierungsziele

auch in Erfüllung gehen.

WETTBEWERB UM DIE

BESTEN LÖSUNGEN

Erfolg und würde das Land in die Lage versetzen, im

föderalen Wettbewerb auf diesem Gebiet in Zukunft

um die Meisterschaft mitzuspielen.

Alles in allem: Es ist noch Luft nach oben, und wir als

ITEBO-Unternehmensgruppe sind gemeinsam mit

unseren Partnern auf einem guten Kurs. Und ich bin

voller Hoffnung, dass es in absehbarer

Zeit hier an dieser Stelle heißen

wird: „Das Engagement hat sich

gelohnt.“

Ihr Bernd Landgraf

Geschäftsführer der ITEBO-Unternehmensgruppe

Das Land Niedersachsen hatte bereits zum Zeitpunkt

der Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie ein

vielversprechendes Projekt gestartet, um niedersächsischen

Kommunen ein zentrales Lösungsangebot

zur Verfügung zu stellen. Leider ist die Vision von

der Online-Gewerbeanmeldung des Fliesenlegers

aus Portugal im Emsland nicht zum Leuchtturm der

Digitalisierung geworden. Wenn es jetzt aber gelingt,

ein standardisiertes Portal mit benutzerfreundlichem

Zugang für kommunale und (Landes-) Onlineservices

in Niedersachsen bereitzustellen, wäre das ein toller

© fotolia.com/j-mel

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PORTFOLIO

© istockphoto.com/matejmo

DAS ENDE DES MANTRAS!

WENN ENDPOINT PROTECTION UND FIREWALL

MITEINANDER KOMMUNIZIEREN

Ein IT-Sicherheitsprodukt-Anbieter für Netzwerk,

einer für Endgeräte und einer fürs Web! Gut verbunden,

gut geschützt! So oder so ähnlich sagt es

die Tradition. Doch inzwischen

sind IT-Sicherheitsprodukte für

MDM, Endgeräte, E-Mail oder

Internet so kompliziert wie die

Netzwerke, die sie schützen

sollen. Administration und

Pflege übersteigen den vertretbaren Aufwand, es

fehlt an Ressourcen und Know-how. Im Ergebnis

zeigen gehackte Behörden, Verwaltungen oder

öffentliche Einrichtungen das größer werdende

Dilemma: IT-Sicherheit benötigt neue Wege.

Seit über einem Jahr testet die ITEBO-Unternehmensgruppe

eine neue innovative Lösung; sie bietet

jede IT-Sicherheitskomponente aus einer zentralen

Plattform. Jede der Komponenten kommuniziert mit

der anderen, lernt voneinander und verbessert somit

Schutz und Reaktionszeiten. „Traditionelle Sicherheitssysteme

öffnen immer mehr Schwachstellen.

Ihnen fehlt die Schwarmintelligenz, sie agieren

getrennt voneinander, können nicht miteinander

kommunizieren oder gar kooperieren. Die Lösung, die

wir neu anbieten, realisiert eine unmittelbare Abstimmung

zwischen Schutzlösungen am physischen oder

virtuellen Netzwerk und den Endpoints“, erklärt Frank

Wehmann, Servicebereichsleiter Rechenzentrum der

ITEBO-Unternehmensgruppe.

Basis ist das neue Produkt Sophos Central, eine strikte

Antwort und Schutz gegen Malware oder neuartige

Angriffe wie Ransomware, Zero-Day-Exploits oder

Stealth-Attacken. Wenn eine der Komponeten

IT-SICHERHEIT

BENÖTIGT NEUE WEGE

schadhafte Verschlüsselungsaktivitäten identifiziert,

unterbricht sie weitere Aktivitäten schon beim einzelnen

User. Schadhaft verschlüsselte Dateien können in

ihren Originalzustand zurückversetzt

werden. Eine Ursachenanalyse zeigt

grafisch auf, an welchem Punkt oder

Klick der Angriff gestartet wurde,

welche Systemteile betroffen sind

und wo die Verschlüsselung entdeckt

und gestoppt wurde. Spyware und tief ins System

eingebettete Malware werden ebenfalls erkannt und

entfernt. Zudem erfolgen Handlungsempfehlungen

für ähnliche Attacken in der Zukunft.

„Das Angebot trifft den Schmerz unserer Kunden“,

sagt Frank Wehmann. Vor allem, weil sich alle

Sicherheitskomponenten der gesamten IT-Infrastruktur,

der Clients und mobilen Endgeräte über eine

einzige Konsole verwalten lassen und dadurch eine

einfache und unkomplizierte Administration erlauben.

Jeder berechtigte Administrator sieht ortsunabhängig

aktuelle Datenstände und hat Zugriff auf die Verwaltung

seiner gebuchten Module. Sicherheitsprobleme

löst die ITEBO für ihre Kunden über Fernwartung

inklusive Monitoring und Reporting.

„Es wird nur eine Internetleitung benötigt, um die

Dienste aus dem Rechenzentrum abzurufen. Ob

Web-Contentfilter, Peripherie- oder Application

Control – es ist alles für den Kunden frei nach Bedarf

konfigurierbar. Jeder Rechner kann von jedem Ort

einfach installiert und administriert werden“,

schwärmt Alexey Bulygin, Fachconsultant des Servicebereiches

Rechenzentrum der ITEBO von den Möglichkeiten

der neuen Security Plattform.

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© ITEBO GmbH/Philip Loeper

NICHT BEZAHLBAR! WIRKLICH?

Ihr Ansprechpartner: Frank Wehmann,

Servicebereichsleiter Rechenzentrum

Von wegen. Die Lösung ist je nach Anforderung

buchbar und wird so bezahlt, wie die Security Produkte

auch wirklich genutzt werden. Nicht pro Gerät,

sondern pro Nutzer und Zeit, pro Monat. Dabei hat

der Kunde selbst die Wahl, je nach Bedarf eines der

angebotenen Module zu buchen, dieses eigenständig

zu variieren bzw. zu down- oder zu upgraden.

„Längere Abwesenheit, Urlaub oder wenn für eine

Abteilung neue gesonderte Sicherheitsanforderungen

umgesetzt werden sollen – auf all das können unsere

Kunden reagieren. Die Kosten werden nach Gebrauch

monatlich berechnet. Ist ein Nutzer zwei Wochen

offline, wird ihm automatisch nichts mehr berechnet.

So hat der Kunde auch keinen Aufwand mehr mit all

den Aspekten, die eine rechtskonforme Lizenzierung

mit sich bringt“, erläutert Alexey Bulygin.

Im letzten Quartal 2017 wurde die Lösung von einem

Pilotkunden auf Herz und Nieren getestet – erfolgreich.

Derzeit ist die Zahl auf fast 10 Kunden und

mehrere hundert Clients gewachsen, Tendenz schnell

steigend. „Wenn Lizenzmodelle oder Supportverträge

auslaufen, denken Kunden darüber nach, was sinnvoll

ist. In den Fokus rücken vorausschauende Sicherheitsstrategien,

die moderne technologische Entwicklungen

einbeziehen und Lösungen ohne hohen Verwaltungsaufwand

bieten. Deshalb entscheiden Kunden

sich für das neue Modell. Meist steigen sie erst mit

der Desktopbetreuung ein, erweitern dann die Server

und die mobilen Geräte. Dieser intelligente Rundumschutz

für Server, Geräte und im Web, die einfache

Betreuung, die eine Menge Zeit und Arbeit spart, und

die Flexibilität in den Kosten überzeugen“, begründet

der Servicebereichsleiter des Rechenzentrums.

IT-SICHERHEIT

Security Desk Zentrale Verwaltung Reporting

DESKTOP

SYSTEM

INTERNET

E-MAIL

MOBILE

Sophos Endpoint

Standard

Sophos Server

Protection Standard

Sophos Web

Content Filter

Sophos E-Mail

Protection

Sophos Mobile

Control Standard

DESKTOP + SYSTEM+ INTERNET + E-MAIL+ MOBILE +

Sophos Endpoint

Advanced

Sophos Server

Protection Advanced

Sophos Web

Sandbox

Sophos E-Mail

Sandbox

Sophos Mobile

Control Advanced

DESKTOP +2

Sophos

Intercept X

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UNSER TEAM

KLAUS EXNER

STETS AUF DER

SUCHE NACH DEM

PASSENDEN REZEPT

Seit dem 1. Januar dieses Jahres zählt Klaus Exner zu

den Mitarbeitern der ITEBO-Unternehmensgruppe.

Und bereits nach den ersten Monaten

fühlt er sich in dem sechsköpfigen

Team des Servicebereiches Datenschutz

und IT-Sicherheit gut aufgenommen

und angekommen. Das liegt seiner

Auffassung nach vor allem an dem

angenehmen Betriebsklima in seinem neuen Arbeitskreis

und der Atmosphäre in seinem Team, die durch

ein zielorientiertes Miteinander bei den gemeinsam

zu lösenden Problemen geprägt ist.

FASZINIERT VON NEUEN

HERAUSFORDERUNGEN

Ursprünglich

wollte der 50-Jährige einmal Lehrer werden.

Doch nach der Ausbildung zum Industriekaufmann

und Unix-Systembetreuer hat

er sich seit 1992 der IT-Branche

voll und ganz verschrieben.

Und das hat seine

Gründe: Bis heute fasziniert

ihn dieses Fachgebiet mit den

Attributen der Schnelllebigkeit und der stets damit

verbundenen neuen Herausforderungen.

Gegenwärtig findet er diese vor allem bei der Umsetzung

der EU-Datenschutz-Grundverordnung. Hier ist

er rastlos mit seinen Fachkollegen bei den ITEBO-Kunden

im öffentlichen Bereich oder in Wirtschaftsunternehmen

unterwegs, um sich den gewachsenen Anforderungen

eines gut funktionierenden Datenschutzes

zu stellen und Lösungen zu erarbeiten. In erster Linie

gilt es, die Kunden zu beraten, zu schulen, vorhandene

Verträge den aktuellen Erfordernissen anzupassen und

auf viele, viele Fragen zum Umgang mit personenbezogenen

Daten fachkundig Antwort zu geben.

© Foto: privat

Das alles erfordert von ihm als Teammitglied ein

ständiges Lesen und Recherchieren, um kompetent

auf dem Laufenden zu sein und zu bleiben. Zugleich

ist ihm aber der stete Austausch mit Kollegen äußerst

wichtig, um auch links und rechts des Weges nichts

außer Acht zu lassen. Er selbst dazu: „Vor Ort bin ich

beim Kunden allein. Aber bei der Recherche oder zum

Beispiel beim Erstellen von Stellungnahmen ist Teamarbeit

unerlässlich, um alle Aspekte eines Problems

richtig zu beleuchten.“

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© Fotos: privat / fotolia.com/timolina

Seine Stärke ist, dass er es versteht, auf Menschen

zuzugehen, sich auf sie einzustellen und mittels eines

guten persönlichen Kontaktes eine Vertrauensbasis zu

erzeugen, um Projekte gemeinsam voranzubringen. Bei

der Verschiedenartigkeit der Kunden und deren fachlichen

Kenntnissen sieht er sich

manchmal auch als Dolmetscher,

um Normalsterblichen IT-Deutsch

zu übersetzen und Zusammenhänge

begreiflich zu machen. Er selbst bezeichnet dies

mit einer Prise Humor als Umsetzung seines bei ihm

vorhandenen „Helfersyndroms“.

So wie er beruflich an maßgeschneiderten Rezepten

für die jeweiligen Kunden der ITEBO mitarbeitet, sammelt

er als Privatperson auch Rezepte. Hier jedoch für

sein Hobby, das Kochen. Seit mehr als 15 Jahren steht

er gern für seine Familie oder Freunde am Herd und

und bekocht sie mit einer großen Bandbreite an kulinarischen

Gaumenfreuden, von der

bayerischen über die mediterrane

bis hin zur asiatischen Küche.

Doch nicht nur hier findet er den

notwendigen Ausgleich zu den

Anforderungen des beruflichen Alltags. Wenn es seine

Zeit erlaubt, dann hält er sich mit Nordic Walking,

Wandern und Fahrradfahren fit. Eines seiner schönsten

Erlebnisse in der Vergangenheit war zum Beispiel

SEIN HELFERSYNDROM

gemeinsam mit Freunden die Erwanderung des kompletten

Hermannsweges, einer der schönsten Höhenwege

Deutschlands, über den Kamm des Teutoburger

Waldes in acht Etappen mit insgesamt 156 Kilometern

von Rheine nach Horn-Bad Meinberg.

Doch das ist noch nicht alles, was den

Menschen Klaus Exner ausmacht.

Ebenso gern arbeitet er im Garten

oder mit Holz, legt Wert darauf, ausreichend Zeit mit

Freunden zu verbringen oder ein gutes Buch zu lesen.

Seine Literaturinteressen reichen von Science Fiction

über historische Romane bis hin zu Politiksachbüchern.

SEIN BERUFLICHER AUSGLEICH

Und mit seiner Ehefrau geht er auch gern auf Reisen.

Egal ob in Richtung Mittelmeer nach Italien oder Mallorca,

in die nähere Umgebung mit Zielen im Sauerland

oder an die Nord- und Ostsee – die Intention für ihn

und seine Frau ist: „Eigentlich ist es gar nicht so wichtig

für uns, wohin es geht. Es gibt überall viel Interessantes

und Neues zu sehen und zu erleben. Das Entscheidende

ist, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen.“

Eine Einstellung, die bei Klaus Exner

sowohl auf den beruflichen als auch

MIT OFFENEN AUGEN auf den privaten Alltag zutrifft.

DURCH DIE WELT

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TITELTHEMA

© fotolia.de/peshkov/nongkran_ch/VRD

DIE GOVCONNECT

GEMEINSAM FÜR NIEDERSACHSEN

Die vier Rechenzentren Niedersachsens, KDO, KDG,

HannIT und die ITEBO, haben sich unter der Gov-

Connect enger zusammengeschlossen. Mit einem

Schulterschluss für das Land Niedersachsen werden

die Partner ihre Lösungen und

Angebote zusammenführen und

gemeinsam weiterentwickeln, um

die Digitalisierung der Verwaltungen

und die Umsetzung des OZG flächendeckend

voranzubringen. Über Sinn, Zielsetzung und

weitere Aufgaben sprach ITEBO ganz nah mit den

fünf Partnern.

DER AKTUELLE STAND

ITEBO ganz nah: Dr. Beyer, wie sehen Sie den aktuellen

Stand in Sachen OZG in Niedersachsen?

Dr. Beyer: Wir sind – politisch betrachtet – in Niedersachen

doch ganz am Anfang. Es herrscht eine große

Unsicherheit darüber, welche Möglichkeiten und Bedingungen

die politische Entwicklung in Bezug auf die

Digitalisierung der Verwaltungen

bringen wird. Der Bund hat ja berechtigterweise

das Tempo erhöht.

Ich sehe, dass viel im Fluss ist, die

Bereitschaft für die Digitalisierung

hoch ist. Für die Festlegung von

Rahmenbedingungen und der notwendigen Finanzierung

jedoch weniger. Es scheitert derzeit an einem

grundsätzlichen gesetzlichen Rahmen.

UMSETZUNG DES OZG

VERTIEFUNG DER

PARTNERSCHAFT

Wichtig ist, dass unsere Landesgesetzgeber jetzt

konsequent handeln.

ITEBO ganz nah: Warum der Schulterschluss?

Torsten Sander: Die gemeinsame

Aufstellung für das Thema OZG

ist eine großartige Chance, um

unser Angebot wirtschaftlich und praxisorientiert zu

gestalten – und das nicht an den Kommunen und

den Bürgern vorbei. Ich hoffe, dass die fünf Partner

durch die kommenden, gemeinsamen Projekte weiter

zusammenwachsen und noch enger miteinander

arbeiten. Die Erfahrung zeigt ja, dass eine einheitliche

Vorgehensweise, wie in Bezug auf die Einführung des

E-Payment, sich von Vorteil erwiesen hat. Wir sehen,

dass die Kommunen hier Nachfrage entwickeln und

in die Umsetzung gehen. Das erwarte ich jetzt auch

für das Thema Serviceportal: Durch ein gemeinsames

gutes Angebot wird sich die Akzeptanz erhöhen.

ITEBO ganz nah: Was bewegt Sie, mit dem Wettbewerb

an diesem Thema gemeinsam

weiterzuarbeiten?

Dr. Beyer: Die Aufgaben, vor die

uns das OZG stellt, können nicht

von einzelnen Dienstleistern umgesetzt

werden. Diese Aufgaben sind nur großflächig,

überregional, auf Landesebene und vor allem standardisiert

zu lösen. Jedes Stückwerk ist an dieser Stelle

eine Sackgasse, kontraproduktiv und wirtschaftlich

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unsinnig. Es gibt ja bereits Lösungen: Das Servicekonto

des Landes, an dem wir nicht vorbeikommen

werden, das E-Payment der GovConnect, die Portallösung

der ITEBO, die Middleware für Datentransport

der KDO. Eine Postfachlösung und viele, viele

Einzelprozesse. Der Korb für die Kommunen ist gut

gefüllt. Die Aufgabe ist es nun, diese Lösungen in der

Fläche bei den Städten und Gemeinden umzusetzen.

Die Vertiefung unserer Partnerschaft ist daher kein

Zwang, sondern eine Entscheidung aus tiefer Einsicht

und unseren Erfahrungen.

DIE ZUKÜNFTIGEN AUFGABEN

ITEBO ganz nah: Worin bestehen die nächsten und

wichtigsten Aufgaben?

Torsten Sander: In Niedersachsen wird sowohl vom

Land als auch von den kommunalen Datenzentralen

ein stark modularer Ansatz bevorzugt. Einige

der zukünftig benötigten Komponenten, wie zum

Beispiel das Servicekonto, sollen

sinnvollerweise zentral in Niedersachsen

angeboten und betrieben

werden. Bei anderen Modulen wie

Online-Formularen mit Antragsassistenten

und deren Anbindung

an Fachverfahren spricht nichts gegen Wettbewerb.

So plant das Land Niedersachsen mit dem Niedersächsischen

Antragssystem für Verwaltungsleistungen

Online (NAVO) ein entsprechendes Angebot für

die Landesbehörden aufzubauen. Die GovConnect

und ihre Gesellschafter favorisieren das gemeinsame

EIN STARK MODULARER

ANSATZ

Produkt OpenR@thaus als Klammer um die einzelnen

Module. Die große Herausforderung besteht darin,

dass die gut funktionierenden Komponenten, die für

die Umsetzung des OZG gebraucht werden und die

es bereits gibt, zusammenfinden und miteinander

kommunizieren. Das Ziel kann nur eine technisch und

funktional sinnvolle Lösung sein, die für die Kommunen

wirtschaftlich abbildbar ist, auch im Hinblick auf

die Folgekosten und das Hosting. Dabei sollte aber

immer im Fokus stehen, dass die Services auch bei

Bürgern, sowie bei Organisationen Akzeptanz finden

müssen.

ITEBO ganz nah: Was genau bedeutet die Kooperation

in Bezug auf das OZG?

Bernd Landgraf: Unsere Partnerschaft besteht aus

Dienstleistern, die bewiesen haben, dass sie Anforderungen

hören, verstehen und umsetzen. Mit

OpenR@thaus und pmOnline sind attraktive Angebote

entstanden. Wir haben die Lösungen zusammengeführt:

OpenR@thaus ist nun

Teil von pmOnline oder pmOnline

die Ergänzung von OpenR@thaus.

Gemeinsam mit unseren vier Partnern

können wir ein Spektrum an

standardisierten Basisdiensten und

Services bieten, die wir mit hohem Tempo und den

dafür notwendigen Ressourcen zukunftsfähig weiterentwickeln

müssen. Dafür bringen alle fünf Partner

breite, aber auch unterschiedliche Kompetenzen

mit. Neben den technologischen Aspekten geht es

auch um organisatorische Fragestellungen sowie um

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TITELTHEMA

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DIE GOVCONNECT

GEMEINSAM FÜR NIEDERSACHSEN

Beratung und Begleitung der Verwaltungen. Unsere

Partner ergänzen sich, sodass wir gemeinsam ein rundes

Angebot für Niedersachen bereitstellen können.

Wir sind sehr stolz auf diesen Meilenstein.

ITEBO ganz nah: Was meinen Sie mit organisatorischen

Aspekten?

DIE ORGANISATION

Stefan Eilert: Es ist nur ein Teil, ein innovatives Portal

zu entwickeln und zu vertreiben. Die besten Prozesse

sollten auf E-Government-Tauglichkeit und -Würdigkeit

bewertet und optimiert werden. Aber in jedem

Projekt stellen wir die Organisation der Verwaltungen

auf den Kopf, rühren in den Prozessen herum. Das

muss respektvoll und verantwortlich

begleitet werden. Gute

Organisationsberatung und die

Koordination aller Beteiligten ist

gefragt. Darin liegt methodisch

unsere Stärke. Mit dieser Partnerschaft

besteht nach mehr als 20 Jahren ein Verbund

mit Schlagkraft, der eine sinnvolle Lösung gestaltet,

in der sich Föderalismus nicht in Technologie wiederspiegelt.

ITEBO ganz nah: Wie sehen Sie die gemeinsame

zentrale Portallösung?

Dirk Musfeldt: Wir schaffen ein Angebot, das für alle

attraktiv ist. Ein Angebot, hinter dem die GovConnect

und die vier Datenzentralen im Land gemeinsam

ZENTRALE OZG-LÖSUNG

IN BAUKASTENFORM

stehen und dem die Kommunen vertrauen. Technologisch

gibt es jede Menge gute Lösungen und Bausteine.

Nun gilt es, die Anforderungen des OZG umzusetzen.

Von der Partnerschaft erhoffe ich mir, dass wir

gemeinsam ein flächendeckendes Angebot erarbeiten,

das Tempo der Umsetzung erhöhen und eine

zentrale OZG-Lösung in Baukastenform schaffen. Ein

Baukasten, der eine hohe Quantität der Verwaltungsaufgaben

mit hoher Qualität abdeckt und in dem jede

Kommune für sich das passende Angebot findet.

ITEBO ganz nah: Das klingt nach Aufbruch oder nach

mehr. Was fehlt?

Bernd Landgraf: Nun, jetzt wäre das Land am Zug,

die Standards für die Bedingungen und Zusammenarbeit

zu regeln. Das zu übernehmen,

was gut und richtig ist und mit uns

gemeinsam nach vorn zu gehen.

Idealerweise hört das Land auf

seine Kommunen und Rechenzentren,

unterstützt die Entwicklung

dieser Standards und übernimmt diese für eigene

Landesservices. Nur gemeinsam kann es gelingen,

die Anforderungen des OZG zu erfüllen, zeitnah ein

Portal mit leichtem Zugang für ganz viele (kommunale!)

Online-Services in Niedersachsen bereitzustellen

– und somit Niedersachsen im Wettbewerb der

Bundesländer weiter um die Meisterschaft mitspielen

zu lassen …

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AUS KUNDENSICHT

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STADTWERKE OSNABRÜCK SCHAFFEN NEUES

FUNDAMENT FÜR DIE DIGITALE ZUKUNFT

Seit dem 1. Januar 2018 betreut die ITEBO-Unternehmensgruppe

die gesamte IT-Infrastruktur der

Stadtwerke Osnabrück AG. „Alles außer SAP“, bringt

es André Carstens, Leiter IT-Architektur der Stadtwerke

Osnabrück, auf den Punkt. Die Stadtwerke Osnabrück

gehören mit ca. 1.200 Mitarbeitern innerhalb der gesamten

Unternehmensgruppe,

davon 14 in der zentralen IT,

zu den größten Kunden der

ITEBO. Nun stellen sie sich auf

einem soliden Fundament mit

innovativen Themen für die

Zukunft auf.

Großer Kunde, großes Projekt. Vom hauseigenen

Rechenzentrum über das Netzwerk, das Datenmanagement,

die Clients, sämtliche Softwareapplikationen

bis hin zu allen mobilen Endgeräten umzuziehen,

ist wie der Bau eines neuen Hauses. Da gilt es, einen

gut gefüllten IT-Bestand zu transportieren und zu

ordnen sowie Raum und Leistung zu erweitern. Klingt

kompliziert, ist es auch. Acht Monate Vorbereitung

waren notwendig, um eine reibungslose Übernahme,

die das Tagesgeschäft an den über 1.000 Arbeitsplätzen

kaum beeinträchtigte, zu ermöglichen.

„Das Projekt lief dank der Erfahrung der ITEBO

problemlos. Neu war und ist für uns die enorme

Flexibilität, die die ITEBO

bietet – angefangen bei einer

24/7-Erreichbarkeit des Service-Desks

über die Unterstützung

der kompetenten Fachteams bis hin zu den

kurzen Wegen direkt vor Ort in Osnabrück“, betont

Michael Vanheiden, Leiter Informationstechnologie

der Stadtwerke Osnabrück.

SOLIDES FUNDAMENT MIT

INNOVATIVEN THEMEN

ENORME FLEXIBILITÄT

Nun gilt es weiter, die eingeschwungenen Prozesse

der Stadtwerke zu optimieren. „Und mit Themen,

die wir noch nicht geschafft haben, zu erweitern. Wir

planen Cloud-Modelle, wie die Einführung von Office

365. Ein großes Thema sind neue intelligente IT-

Sicherheitskonzepte, wofür die ITEBO eine zukunftsfähige

Toollösung bietet“, sagt

André Carstens.

Eine der wichtigsten Anforderungen

an die ITEBO ist die Einführung

eines neuen Service-Management-

Systems. „Wir möchten als Nächstes unsere Tickets

über ein zentrales Tool um ein Vielfaches schneller

bearbeiten können, inklusive einer dynamischen Leistungserrechnung

auf Ebene einzelner Clients“, beschreibt

André Carstens. „Mittels Self-Service sollen

dabei auch für die Mitarbeiter alle IT-Serviceprozesse,

auch für Non-IT Assets, in einem Service Katalog

abgebildet werden. Dazu müssen die notwendigen

Leistungsscheine für alle unsere Serviceprozesse und

Freigabeprozesse erarbeitet und hinterlegt werden,

damit die eventuell mehrstufigen Genehmigungsprozesse

weitgehend digital ablaufen und eine standardisierte

Beschaffung erfolgen kann.“ Bis zum Ende

des Sommers sollen hier bereits wichtige Meilensteine

zurückgelegt werden.

ITEBO und die Stadtwerke

Osnabrück freuen sich gleichermaßen

über die Zusammenarbeit. Die

Stadtwerke haben hohe Anforderungen

und viele Ideen, die eine partnerschaftliche

Zusammenarbeit erfordern“, so Bernd Landgraf,

Geschäftsführer der ITEBO-Unternehmensgruppe.

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AUS KUNDENSICHT

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DIGITALER BÜRGERSERVICE IN LÜNEBURG

KLEINER START IN EIN GROSSES EPAYMENT

Die Hansestadt Lüneburg ist auf dem Weg in ein

umfassendes ePayment mit einer kleinen Fachanwendung

gestartet. Seit April 2018

ermöglicht sie säumigen Bürgern,

Mahnungen digital zu bezahlen: ein

erfolgreicher Test mit einem überschaubaren

Verfahren für weitere

und größere Projekte.

Eigentlich wollte die Hansestadt die digitalen Zahlungen

bereits 2016 im Bürgerservice für zum Beispiel

das Melderegister oder die Parkausweise einführen.

Doch in Folge von Ressourcenengpässen wurde das

Projekt immer wieder verschoben. Frau Katrin Wolter

kam 2017 neu in die Stadtkasse, rollte das Projekt

erneut auf und brachte es in Zusammenarbeit mit der

ITEBO-Unternehmensgruppe schnell erfolgreich auf

die richtige Spur.

DIGITALES BEZAHLEN

VON MAHNUNGEN

Testphase bereits im März, seit April nutzt die Stadt

Lüneburg den ePayment-Manager im Echtzeitbetrieb.

Bis zu 1.500 Mahnungen pro Monat

versendet die Hansestadt. Diese

enthalten nun einen QR-Code, der

säumige Bürger motivieren soll,

offene Rechnungen schnell online zu

begleichen. „Wir sind sehr überrascht,

dass es auf Anhieb gut funktioniert“, freut sich

die Projektleiterin.

Aus dem Finanzwesen Infoma newsystem wird der

QR-Code mit den zahlungsrelevanten Daten direkt in

den Beleg der zu begleichenden Mahnung eingefügt.

Als Kernstück des Online-Bezahlprozesses übernimmt

anschließend der ePayment-Manager die Aufbereitung

der Zahlungsaufforderung, die per Upload im pmPayment-Portal

der GovConnect bereitgestellt wird.

EPAYMENT-MANAGER

Lüneburg entschied sich für den ePayment-Manager in

Infoma newsystem. Dieses integrierte Modul unterstützt

sowohl klassische papiergebundene Verwaltungsprozesse

als auch elektronische Zahlungen. Als

Bezahlplattform wird pmPayment, eine übergreifende

Lösung der GovConnect, angebunden. Nach Vertragsunterzeichnung

im Dezember 2017 erfolgte die

Gezahlt werden kann in Lüneburg nun mit verschiedensten

Zahlungsarten, wie zum Beispiel paydirekt,

SEPA-Lastschrift, Kreditkarte, giropay und auch

mit paypal.

„pmPayment bietet die Möglichkeit, die marktüblichen

Bezahlsysteme zu nutzen. Bei der Koordination und

den Verhandlungen mit den einzelnen Bezahldienstleistern

hat uns die GovConnect sehr unterstützt, all unsere

Antragsverfahren vereinheitlicht, und nicht zuletzt

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stellt die GovConnect ja auch die Internetplattform“,

so Katrin Wolter.

Die Forderungen werden nach erfolgter

Online-Zahlung per Download in

Infoma newsystem als bezahlt gekennzeichnet

und die Rechnungen im Rahmen

des ePayment-Tagesabschlusses

ausgeglichen. Dabei wird ein entsprechender

Schwebeposten für die weitere Kassentätigkeit

gebildet. Bei der Hansestadt Lüneburg wurde für das

ePayment ein separates Bankkonto angelegt. Auf

diese Weise wird zusätzlich Transparenz gewährleistet,

und die Kasse kann ohne zusätzlichen Aufwand

ihrem Tagesgeschäft nachgehen. Bei Zahlungseingang

über den Bezahldienstleister kann der Schwebeposten

ausgebucht werden. Die Abrechnungsintervalle liegen

je nach Vereinbarung zwischen einem Tag und einem

Monat.

ANBINDUNG WEITERER

FACHBEREICHE

Mit der Einführung im Frühjahr 2018 schuf die Hansestadt

Lüneburg die Voraussetzung für die Anbindung

weiterer Fachbereiche an das ePayment. „Die ITEBO

hat das Projekt kompetent, schnell und für unsere

Mitarbeiter ohne viel Aufwand umgesetzt. Gleichzeitig

VIELFÄLTIGE EINSATZ-

MÖGLICHKEITEN

konnten im Projekt auch bereits erste Schritte für die

Einführung des Rechnungsworkflows in Bezug auf

die kommende E-Rechnung erarbeitet werden. Wir

sind überzeugt, dass ePayment

schnell durch den Bürger umfänglich

genutzt werden wird. Und die

Einsatzmöglichkeiten sind in der

Verwaltung vielfältig gegeben. Das

haben auch schon die Kollegen

erkannt, die jetzt gern auch ePayment umsetzen

möchten“, resümiert Frau Wolter.

ePayment versteht die ITEBO-Unternehmensgruppe

als einen verwaltungsweiten und verfahrensübergreifenden

Gesamtprozess, der sich nach Bedarf

standardisiert in die digitalen Prozesse der einzelnen

unterschiedlichen Fachverfahren integrieren lässt. In

diesem Sinn treibt auch Katrin Wolter ihre Themen

schrittweise weiter. „Wir werden als nächstes prüfen,

welche Rechnungen und Bescheide mit dem QR-Code

versehen werden können. Und auch dort, wo im Laufe

des Jahres einmalige Gebühren oder Zahlungen mit

gleichen Beträgen und gleichen Fälligkeiten anfallen,

soll das Verfahren weiter ausgebaut werden. Themen

rund um das Melderegister, Verwarngelder für das

Falschparken und Gebühren aus dem Ordnungsrecht

stehen jetzt als Erstes auf der Agenda.“

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PORTFOLIO

AUS KUNDENSICHT

© istockphoto.com/D3Damon

AM ANFANG STAND BEI UNS DIE STEUERAKTE

MODULAR IN DIE DIGITALE VERWALTUNG:

WIE ES BUDGET UND RESSOURCEN ERLAUBEN

Bereits seit den 80er-Jahren ist die Gemeinde Twist

Kunde der ITEBO-Unternehmensgruppe. Seit dieser

Zeit genießt die Gemeinde IT-Dienstleistungen

aus einer Hand, von der Betreuung der zentralen

Infrastruktur und des Netzwerkes, über die Fachapplikationen

bis hin zur Bereitstellung eines externen

Datenschutzbeauftragten. Gut unterstützt geht

die Gemeinde nun neue Wege in die digitalisierte

Verwaltung. Schritt für Schritt, einer klaren Strategie

folgend.

„Die Digitalisierung ist nicht aufzuhalten und wirtschaftlich

notwendig. Bürger haben

einen Anspruch darauf, dass

ihre Gemeindeverwaltung modern

aufgestellt ist und Services

bietet. Auch unsere Mitarbeiter

legen Wert darauf, schnell und

effizient arbeiten zu können. Deshalb haben wir einen

festen Plan erarbeitet, den es umzusetzen gilt. Die

Politik steht hinter dieser Strategie. Darum werden

neben dem rechtlichen Rahmen auch finanzielle Mittel

bereitgestellt“, formuliert Ernst Schmitz, Bürgermeister

der Gemeinde Twist, die im mittleren Emsland

unmittelbar an der niederländischen Grenze liegt.

Doch so wie für viele kleinere Gemeinden ist auch

für Twist, mit knapp 10.000 Einwohnern und 28

Mitarbeitern in der Verwaltung, die Einführung eines

vollständigen Dokumentenmanagementsystems

(DMS) nicht sofort umsetzbar, weil u. a. die erforderlichen

finanziellen und personellen Ressourcen nicht

zur Verfügung stehen. „Ein komplettes DMS können

wir nicht auf einmal umsetzen. Aber das müssen wir

auch nicht. Dank der ITEBO ist das modular möglich.

Damit können wir so planen und investieren, wie

es das Budget und unsere Ressourcen erlauben oder

wie es der Gesetzgeber verlangt“, so Stefan Holt,

IT-Verantwortlicher aus dem Fachbereich Allgemeine

Verwaltung.

Die ITEBO-Unternehmensgruppe, gut mit den unterschiedlichsten

Herausforderungen und Rahmenbedingungen

vergleichbarer Gemeinden

und Kommunen bekannt, entwickelt

MODERNE GEMEINDE- seit ein paar Jahren eine modular integrierbare

Lösung. Auf der Basis von

VERWALTUNG

enaio ® von Optimal Systems,

einer umfassenden Enterprise-Content-Management

(ECM)-Software, realisiert der

IT-Dienstleister kundenspezifische Anforderungen.

„Wobei es völlig egal ist, mit welchem Modul gestartet

wird, oder was bereits vorhanden ist. Jeder Weg

führt zur E-Akte. Wichtig ist eine klare Strategie der

Gemeinde. Wir haben für die jeweilige Integration

jedes Moduls standardisierte Abläufe entwickelt, die

die Projekte vereinfachen, sodass die Gemeinde nur

mit wenig Aufwand rechnen muss“, erläutert Ralf

Hörnschemeyer, Geschäftsbereich Vertrieb. „Außerdem

nutzen wir Schnittstellen, die eine Anbindung

der Fachanwendungen und Abläufe schnell und

unkompliziert erlauben.“

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© ITEBO GmbH/Philip Loeper

Ihr Ansprechpartner: Ralf Hörnschemeyer,

Geschäftsbereich Vertrieb

DIE E-STEUERAKTE

Auf dem Weg zur vollständigen E-Akte startete die

Gemeinde Twist mit der Einführung der E-Steuerakte,

mit dem Modul Steuern und Abgaben. Seit letztem

November, nach einer Projektdauer von nicht einmal

drei Monaten, bearbeiten nun die

Sachbearbeiterinnen die rund 8.600

Akten der Gemeinde in enaio ® . „Das

Projekt hat enorme Verbesserungen

gebracht. Das hat sich in unserer

Verwaltung herumgesprochen. Das

macht es natürlich sehr leicht, andere Mitarbeiter

für die Digitalisierung der Abläufe in ihren eigenen

Fachbereichen zu begeistern. Das geht dann irgendwann

nicht mehr schnell genug“, lächelt Stefan Holt.

In Twist arbeitet ein überwiegend junges Team in der

Verwaltung, das die älteren Mitarbeiter unterstützt

und mitnimmt.

UMSETZUNG DER

E-RECHNUNG BIS 2019

Problem sofort den richtigen Ansprechpartner ohne

lange Wartezeiten“, formuliert Stefan Holt. Und Bürgermeister

Ernst Schmitz erklärt abschließend: „Ziel ist

es, in den nächsten Jahren den Aufbau einer modernen

digitalen Verwaltung fortzuführen. Die nächsten

großen Projekte sind die vollständige Umsetzung

der E-Rechnung bis 2019, das

Zusammenführen unserer Papierakten

mit den digitalen und 2020

dann die Einführung der digitalen

Bauakte. Weitere Schritte sollen

folgen!“

Weitere Informationen über enaio ® und die

Lösungsschalen der ITEBO-Unternehmensgruppe

finden Sie in unserem Produktflyer "Enterprise-

Content-Management".

Anfang Juni hat die Gemeinde Twist mit einem

weiteren Modul – Kasse und Anordnung – die Arbeit

aufgenommen. Die Etablierung eines zentralen Rechnungseinganges,

der Aufbau einer Scanstrecke, wie

auch die Integration eines medienbruchfreien elektronischen

Rechnungsworkflows mit Schnittstellenanbindung

zum Kassenarchiv in enaio ® folgen, wie auch

die Einbindung aller Fachbereiche. „Mit der ITEBO

haben wir einen zuverlässigen und kompetenten

Partner an der Seite. Es ist für uns ein großer Vorteil,

alles aus einer Hand zu beziehen. So gibt es für jedes

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AUS KUNDENSICHT

© istockphoto.com/pixelparticle / fotolia.de/scusi

DOPPELTES DEBÜT

KINDERGARTEN-ONLINEANMELDUNG

Mit der Einführung der Softwarelösung NH Kindergartenverwaltung

bei der Gemeinde Wallenhorst

gelang der ITEBO-Unternehmensgruppe erstmals die

erfolgreiche Umsetzung einer trägerübergreifenden

Online-Anmeldung

für Betreuungsplätze in Kindergärten

und Kindertagesstätten. Die große

Herausforderung bestand jedoch

darin, dies nach den Anforderungen

der EU-DSGVO und des §14 KitaG umzusetzen.

Gelungen ist dies durch ein von der ITEBO entwickeltes,

am Markt einzigartiges Konzept.

EIN EINZIGARTIGES

KONZEPT

der ITEBO-Unternehmensgruppe führte die Gemeinde

die Softwarelösung NH Kindergartenverwaltung ein.

„Gleichzeitig die einrichtungsspezifischen Prozesse von

acht Einrichtungen unterschiedlicher Träger abzubilden,

mit den Prozessen der Gemeinde zu

verbinden, alle Beteiligten zu einem

Konsens zu führen und die neuen

Anforderungen der EU-Datenschutz-

Grundverordnung zu erfüllen, hat das

Projekt sehr speziell, aber auch spannend gemacht“,

erklärt Jan Grabowsky, Servicebereichsleiter Bürgermanagement

bei der ITEBO-Unternehmensgruppe.

Die Gemeinde Wallenhorst verwaltet insgesamt 865

Betreuungsplätze in acht Kindertagesstätten und

Kindergärten. Eigene Plätze stellt sie keine. Träger der

Einrichtungen sind die evangelische und katholische

Kirche. Das Anmelden der Kinder für den „richtigen“

Platz erforderte bisher nicht nur von den Eltern viel Initiative,

sondern stellte auch für die Tageseinrichtungen

einen enormen Zeitaufwand dar. „In der Vergangenheit

meldeten Eltern ihre Kinder in bis zu fünf Einrichtungen

gleichzeitig an. Jede Einrichtung führte eigene Daten,

verbrachte viel Zeit mit Elterngesprächen“, erinnert

sich Petra Lanwert, zuständig für den Fachbereich

Bürgerservice und Soziales der Gemeinde Wallenhorst.

„Wir haben als Gemeinde keine Hoheit über die Platzvergabe

und den Anmeldeprozess, aber wir benötigen

eine verlässliche und tagesaktuelle Sicht auf Bedarf und

freie Plätze.“

Anfang 2017 entschloss sich Wallenhorst, die Daten

zentral zu kanalisieren, Doppelanmeldungen zu vermeiden,

den Anmeldeprozess zu erleichtern und für

die Eltern transparent zu gestalten. Gemeinsam mit

MEHRFACHANMELDUNGEN

WERDEN VERMIEDEN

Seit November 2017 stellt die Gemeinde den zentralen

Service für alle Beteiligten zur Verfügung. Eltern können

mit der neuen Onlineplattform Anmeldungen für einen

Krippen- oder Kindergartenplatz bequem über das Gemeindeportal

oder die Einrichtung vornehmen. Einfach,

zu jeder Zeit, auch sonntags beim Familienfrühstück.

„Es ist möglich, mehrere Einrichtungen in einer Wunschreihenfolge

sowie die Betreuungszeiten anzugeben.

Geplant ist auch die Einrichtung von Wartelistenplätzen,

sofern die gewünschte Einrichtung nicht über freie

Plätze verfügt“, erklärt Petra Lanwert.

Nach Eingabe werden die Daten zentral zusammengeführt

und Dubletten sichtbar gemacht. Jede der Einrichtungen

kann nur den für sie bestimmten Erstwunsch

unter Angabe der vollständig eingetragenen, personenbezogenen

Daten sehen und bearbeiten. Eine automatische

Eingangs-Bestätigungsmail eröffnet den Eltern

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den Überblick über den Status der Kindesanmeldung.

Bei Aufnahme werden die Daten aus dem System in die

Datensätze der jeweiligen Kita integriert

und der Platz als nicht mehr verfügbar gekennzeichnet.

Bei Nichtaufnahme erfolgt

im Tool eine Statusänderung, sodass für

die nächstfolgende Wunscheinrichtung

die vollständigen Anmeldedaten für die Bearbeitung

sichtbar werden.

„Aus der Elternschaft hat es bereits positives Feedback

auf das neue Verfahren gegeben. Wir in der Gemeindeverwaltung

sind jedoch noch nicht ganz am Ziel. Unser

Blick auf die Daten ist noch sehr eingeschränkt. Resultierend

daraus sind die Auswertungen für die Planung und

der Service, den wir den Eltern bei Nachfragen und der

Unterstützung bei der Platzvermittlung bieten können,

noch nicht zufriedenstellend. Diese Einschränkungen

liegen jedoch nicht an den Möglichkeiten der Softwarelösung

oder der Umsetzung, sondern an den Datenschutzanforderungen

der neuen EU-DSGVO“, gibt

Petra Lanwert einen Einblick in den Stand des Projektes.

SICHERE DATEN-

ÜBERTRAGUNG

eine trägerübergreifende Verarbeitung von Kindes- und

Elterndaten, garantiert und gleichzeitig der EU-DSGVO

und dem §14 KitaG entspricht“, sagt Jan

Grabowsky.

Der Herausforderung sind sich auch die

Gemeinde und die Träger der Einrichtungen

bewusst, in deren Hoheit die Verwaltung und

Vergabe der begehrten Betreuungsplätze fällt. Dementsprechend

sorgfältig wurden seitens der Gemeinde

Verfahrensbeschreibungen und Verträge für die gemeinsame

Datennutzung mit den Trägereinrichtungen vorbereitet.

„Das muss nun noch mit den Datenschutzbeauftragten

der Träger abgestimmt werden. Die derzeitige

Situation bietet jedoch nicht die beste Verhandlungsbasis.

Die Beauftragten haben alle Hände voll zu tun.

Es gibt zur EU-DSGVO bisher nur einen Gesetzestext,

keine Ausführungsbestimmungen und keine Praxis,

die Orientierung bieten. Da treffen unterschiedliche

Philosophien auf eine Umbruchstimmung, die sehr viel

Unsicherheit verbreitet“, erklärt Thomas Remme, der

das Projekt technisch seitens der Gemeinde Wallenhorst

betreut. „Aber das ist nur noch eine Frage der Zeit.“

HÖCHSTE ANFORDERUNGEN

AN DEN DATENSCHUTZ

Die ITEBO begleitet ihre Kunden bei der rechtskonformen

Umsetzung der EU-DSGVO. „Die Verwaltung

von personenbezogenen Daten Minderjähriger stellt

ganz besondere Anforderungen an den Datenschutz.

Um dem zu begegnen, haben wir gemeinsam mit

den Datenschutzbeauftragten großer Trägerverbände

und dem Softwarehersteller lange an einem Konzept

gearbeitet, das die sichere Datenübertragung, auch für

Mit NH Kindergartenverwaltung, dem Modul Onlineanmeldung

und der NH Tagespflege bietet die ITEBO-

Unternehmensgruppe innovative Softwarelösungen

für Kindertagesstätten an. Der Full-Service umfasst den

Betrieb nach höchsten Sicherheitsstandards aus dem

eigenen Rechenzentrum, Schulungen, Einrichtungsunterstützung

sowie den Support mit einer eigenen Hotline.

Hersteller der Softwarelösungen ist die Nordholz

EDV-Planungsbüro GmbH.

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VON HAUS AUS

© istockphoto.com/Rawpixel

VERANSTALTUNGEN 2018

EIN RÜCK- UND AUSBLICK

JANUAR 2018:

ANWENDERFORUM MYIPAV HR

Neben der routinierten Darstellung der Änderungen

in Tarifverträgen erhielten die Kunden von myIPAV HR

Informationen zum Umgang mit Datenlöschungen.

Eine Überraschung hielt das Team zum Abschluss der

Veranstaltung bereit: Pünktlich zum 01.01.2019 wird

eine Ablöse von myIPAV HR zum Kommunalmaster

HR der ITEOS AöR erfolgen. „Das Leben ändert sich,

vor allem in der IT“, so Jürgen Brandes. „Mit der

Umstellung auf den Kommunalmaster überführen die

ITEOS AöR und die ITEBO-Unternehmensgruppe das

Know-how über die Tarifrechte von Niedersachsen

und Sachsen-Anhalt mit in den Kommunalmaster HR.“

E-TRENDS

Auch die E-Trends 2018 stand im Zeichen der

Veränderung: Mit dem OZG (Onlinezugangsverbesserungsgesetz)

stehen die Kommunen vor neuen

Herausforderungen und Digitalisierungsaufgaben

mit dem Ziel, 2022 auch Ergebnisse vorzuweisen.

OpenR@thaus als Portallösung der ITEBO-Unternehmensgruppe

stellt fertige Onlineprozesse, Basisdienste

wie E-Payment und eine Kommunikationsplattform

für Bürger und Verwaltung bereit. Es befindet sich

bereits im praktischen Einsatz. Das Servicekonto der

Länder kann integriert werden.

„Alte und neue Wege sind zu verbinden.“, ist Benjamin

Schock, Geschäftsbereich Innovation und strategische

Projekte, überzeugt. Oft stünden bei Veränderungen

zur digitalen Arbeitsweise im Wesentlichen die technischen

Komponenten im Vordergrund. Doch seien

„besonders die Mitarbeiter im Prozess des Wandels

einzubinden, zu überzeugen und zu begleiten“, so

Schock. Die ITEBO-Unternehmensgruppe bietet

hier mit der TOM-Methode ® (Technik-Organisation-

Mensch) einen Beratungsansatz, der auch die

Mitarbeiter von Verwaltungen in die Digitalisierung

einbezieht.

MÄRZ 2018:

01. RIS-ANWENDERFORUM

Aktuelle Entwicklungen in Session, SessionNet und

Mandatos standen für fast 30 Kunden der ITEBO-Unternehmensgruppe

im Fokus. Positiv kam vor allem

die neue Session App an. Mit ihrer Hilfe können

Freizeichnung von Beschlüssen und Umlaufmappen

mobil erteilt werden. Die direkte Anbindung an das

Sitzungsmanagement übermittelt die Eingaben an alle

anderen Mitarbeiter in Echtzeit.

MAI 2018:

VOIS-INFOTAG

Die Integration des Gewerbewesens in die VOIS-

Plattform und die künftig noch engere Zusammenarbeit

zwischen der HSH und der ITEBO-Unternehmensgruppe

standen im Fokus der VOIS-Infotage.

Über 80 Kunden besuchten die Veranstaltung und

ließen sich das Konzept VOIS erklären, erlebten

VOIS|GESO im Look-and-Feel von VOIS. Im vierten

Quartal soll die Integration für die ersten Kunden

freigegeben werden.

Ein weiterer Schwerpunkt des Tages war die Zusammenarbeit

zwischen der HSH und ITEBO-Unternehmensgruppe

im Bereich der Onlineanwendungen.

ITEBO bietet mit OpenR@thaus eine Portallösung

zur Umsetzung des OZG. „Die Integration der

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Online-Bürgerservices der HSH in OpenR@thaus

erlaubt das Once-Only-Prinzip bei der Anmeldung

des Bürgers und damit die lückenlose Integration der

Online-Dienste“, so Ronny Kirchner, Vertriebsleiter

der ITEBO-Unternehmensgruppe.

Mit Grundlagenseminaren und speziellen Schulungen

für die Erstellung von Berichten, Kontenschemata

sowie betriebswirtschaftliche Auswertungen finden

regelmäßige Weiterbildungstermine an den Standorten

der ITEBO-Unternehmensgruppe in Braunschweig

und Osnabrück statt.

JUNI 2018:

14. NSYS-FORUM

Auch das nsys-Forum setzte den Fokus auf die Themen

Digitalisierung und mobiles Arbeiten. Immer

mehr Angebote und ausgereifte Techniken stürmen

den Markt und ermöglichen eine Auswahl der besten

Tools. Praktisch demonstrierte dies Katrin Wolter von

der Hansestadt Lüneburg mit der Integration des

Payment-Managers in Infoma newsystem.

Einen anderen Fokus setzte Nils Köberlein mit dem

mobilen Arbeiten im Bauhof: von einer Schadensmeldung

über die Auftragserteilung, das digitale Erfassen

der geleisteten Stunden und Materialien durch den

ausführenden Mitarbeiter bis hin zur automatischen

Synchronisierung mit der Abrechnungsstelle im Rathaus

– alles digital mit dem Mobile Working Konzept

von Infoma newsystem.

VERANSTALTUNGEN IM

2. HALBJAHR 2018

• OK.EWO Infotag

12. September 2018, Osnabrück

• my IPAV HR Infotag

Herbst 2018, Braunschweig

• Personalforum KIDICAP

5./6. November 2018, Osnabrück

• Schnupperkurs VOIS | MESO

7. November 2018, Osnabrück

• Schnupperkurs VOIS | MESO

14. November 2018, Braunschweig

WEBINARE UND SCHULUNGEN

Kurz und knackig präsentiert sich in diesem Jahr der

Servicebereich Datenschutz und IT-Sicherheit: Mit

45-minütigen Webinaren sensibilisieren die Kollegen

Mitarbeiter in Verwaltungen, Kirchen und Kitas für

die Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO).

Anmeldung und weitere aktuelle Termine unter

www.itebo.de/veranstaltungen

Schulungen für newsystem und NH Kindergartenverwaltung

finden Sie unter www.itebo.de/schulungen

Vor-Ort-Schulungen bevorzugen dagegen Nutzer von

NH Kindergartenverwaltung und Infoma newsystem.

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IM FOKUS

© fotolia.de/kras99

DIETER RIEKEN RESÜMIERT

DIE EU-DATENSCHUTZ-GRUNDVERORDNUNG

UND DER BLUTDRUCK

Stellen Sie sich bitte einmal folgendes Szenario vor:

Gegen Ende einer ITEBO-Veranstaltung unterhalten

wir uns über nichts Geringeres als das Schicksal Ihrer

Verwaltung und stellen fest, dass es Gesprächsbedarf

gibt. Sie überreichen mir Ihre Visitenkarte, damit

wir die Diskussion in den nächsten Tagen telefonisch

fortsetzen können.

Gut gelaunt verabschieden wir uns

als plötzlich zwei Datenschutz-Polizisten

aus ihrer Deckung springen – und

mich verhaften. Auf mein „Watt?“

hin – das ist die ostfriesische Form nachzufragen, ob

jemand freundlicherweise erklären könnte, was hier

vor sich geht – teilt man mir mit, dass ich schon bei

der Entgegennahme Ihrer Visitenkarte hätte erklären

müssen, was ich mit den darauf befindlichen

persönlichen Daten zu tun gedenke. Absurd? Na

klar. Aber nur, weil ich ein klein wenig überzeichnet

habe. Im Kern hält der Bitkom e. V. eine derartige

Informationspflicht „bei strenger juristischer Auslegung“

jedoch für schlüssig. Solche Statements sind

nicht hilfreich und führen höchstens zu Überschriften

wie dieser. Die DSGVO als streng homöopathisches,

pardon, bürokratisches Mittel gegen zu geringen

Blutdruck.

DIE FOLGEN DER

DSGVO

Nebenwirkungen statt auf die erhoffte Heilung zu

stürzen. Und dafür muss man gar nicht lange suchen.

Faz.net liefert unter der Überschrift „DSGVO: Was

der neue Datenschutz angerichtet hat“ eine vielsagende

Sammlung. Da ist die Rede von mehreren

hundert Websites (häufig private Blogs), die vom

Netz genommen wurden, weil die

Betreiber fürchteten, die DSGVO

nicht regelkonform umsetzen zu

können.

Weiter geht es mit nicht mehr zugänglichen

Videospielen und amerikanischen Medien,

die europäische Leser aussperren oder jetzt werbefreie,

aber teurere EU-Abos anbieten – dicht gefolgt von

der Erzdiözese, die ihre eigenen Datenschutzregeln

an die DSGVO angepasst hat und nun keine Gottesdienste

mehr im Internet überträgt. Dazu müsste jetzt

jeder Gottesdienstbesucher schriftlich der Übertragung

zustimmen. Mein persönliches Highlight: „Wer

smarte Lampen oder Glühbirnen von Yeelight hat, hat

jetzt ein Problem: Eigentlich waren die dazu gedacht,

per Smartphone-App gesteuert zu werden. Doch die

App funktioniert in Europa nicht mehr. Herkömmliches

An- und Abschalten geht wohl noch, die Zusatzfunktionen

aber sind weg.“

Irgendwie scheint es in den Medien aber gerade

angesagt zu sein, sich mit Macht auf die Risiken und

(Quelle: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/skurrile-folgen-der-dsgvo-15609815.html)

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OH – WIE – SCHRECKLICH!

Und dann ist da ja noch die Abmahnwelle, die sich

von dunklen Wolken begleitet am Horizont abzeichnet.

Rollt sie jetzt an oder vielleicht doch nicht?

Und ist das vielleicht die gleiche Welle, die seit der

Impressumspflicht aus dem Jahr 2007

auf uns zurast und die zu unser aller

Erstaunen noch nicht dazu geführt

hat, dass das Internet abgeschaltet

wurde? Wir wissen es nicht.

DIE ABMAHNWELLE

Auskunftsrechte etc. eingehen. Das können unsere

Datenschutzbeauftragten viel besser. Ich möchte aber

deutlich sagen, dass es hier um den Schutz unserer

persönlichen Daten geht und ich hoffe sehr, dass es

(noch) genügend Menschen gibt, die diesen Schutz

wertschätzen.

Ich finde die DSGVO gut. Es sei

denn, ich werde doch noch verhaftet.

Ich will hier sicher nicht die Sorgen und Nöte Einzelner

oder einzelner Gruppen kleinreden, und natürlich

wird noch einiges zu schärfen und vieles zu klären

sein. Aber im Kern geht es doch nicht um Visitenkarten

oder nicht mehr übertragene Gottesdienste – was

ich übrigens sehr bedaure. Es geht darum, wie wir

den sozialen Netzwerken dieser Welt, die ungeachtet

aller Datenskandale mit unseren persönlichen Daten

machen, was sie wollen, Einhalt gebieten können.

Und es geht darum, wie wir uns in den nächsten

Jahren angesichts der Möglichkeiten von Big Data,

KI, flächendeckender Sensorik und sich schnell

entwickelnder Targeting-Methoden vor automatisch

generierten, manipulativen Botschaften schützen

wollen. Die DSGVO der EU hat jetzt einen Rechtsrahmen

geschaffen, der eine deutliche Sprache spricht.

Ich will gar nicht erst auf Informationspflichten,

Ihr Ansprechpartner: Dieter Rieken,

Geschäftsbereich Innovation & strategische Projekte

© ITEBO GmbH/Peter Gürtler

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