Ostgrün-17-2

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GRÜNE Debatte

NR. 2, JULI 2017

OSTGRÜN

BULLETIN DER KANTONE SG, TG, GL UND GR

OSTSCHWEIZ

> GRÜNE DEBATTE 2017: MACHT FIT FÜR DIE ZUKUNFT SEITE 05

> GROSSER RAT GRAUBÜNDEN: KASPAR SCHULER KANDIDIERT SEITE 12

> RAPPERSWIL-JONA: GRÜNE STADTRÄTIN WILL STADTENTWICKLUNG SEITE 14

DIE TAX-FREE ZONE:

THURGAU UNTER DRUCK


Editorial

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Es gibt einzigartige Momente im Leben, an die man sich immer gern erinnert.

Für mich war die Wahl zur Parlamentspräsidentin im Januar so ein Moment. Ein

Privileg, das vor mir erst 91 St.Galler und sieben St.Gallerinnen hatten. Als bisher

jüngste Stadtparlamentspräsidentin nutze ich nun die Chance, St.Gallen als

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junge, offene und tolerante Stadt zu repräsentieren.

Was die Bausteine einer konstruktiven parlamentarischen Zusammenarbeit sind,

stellt sich mir auch im Kontext meiner beruflichen Forschung: Wenn viele Roboter

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besonderen Angebot und dem guten Service.

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zusammenarbeiten und gemeinsam ein vorgegebenes Ziel erreichen sollen, dann

setzt man auf die Schwarmintelligenz. Dafür erhalten Roboter zwei Regeln: Jeder

kann seine Richtung ändern, und jeder reagiert auf die Richtungsänderung des

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und dem grossen Medienkatalog mit E-Shop!

Nachbarn. So meistern Roboter gemeinsam Aufgaben, zu denen keiner alleine

fähig wäre.

Auf die Arbeit im Parlament heisst das: Alle können eine Richtungsänderung

vorgeben. Und alle sollen auf die Richtungsänderungen anderer reagieren. Damit

das gelingt, muss man zuhören und bereit sein, andere Ansichten in die eigene

Meinungsbildung miteinzubeziehen.

Diese Regeln alleine machen natürlich noch keine gute Politik. Aber als

ParlamentarierInnen müssen wir uns eine differenzierte Meinung bilden und

zur eigenen Meinung stehen, auch wenn sie sich von der Mehrheitsmeinung

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unterscheidet. Einander zuzuhören und sich auf eine Diskussion einzulassen

bildet die Grundlage für mehrheitsfähige, langfristig wirksame Entscheidungen.

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Für welche Wege wir uns auch entscheiden,

das Ziel ist klar: Wir wollen St.Gallen vorwärts bringen!

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Franziska ist seit 2013 Mitglied des St.Galler Stadtparlaments und präsidiert bereits

als zweite Verteterin der Jungen Grünen im Jahr 2017 das Stadtparlament. Sie forscht

als MSc ETH Maschineningenieur-Wissenschaften in der Robotik.

OSTGRÜN NR. 2/2017

Bulletin der GRÜNEN Ostschweiz

c/o Thomas Schwager

Cunzstr. 19, 9016 St.Gallen

Juli 2017

Erscheint 4 Mal jährlich

Auflage: 1400 Exemplare

Redaktion: Kurt Egger (KEG) , Thomas

Schwager (SCHT), Priska Müller Wahl

(PMW), Rolf Marugg (RMA)

Titelbild: GRÜNE Thurgau

Gestaltung: Thomas Schwager

Druck: Druckerei Walpen, Gossau

02 OSTGRÜN 02 / 2017 OSTGRÜN 02 / 2017

03


Grüne Zukunft

Grüne Zukunft

GRÜNE BLÜHEN AUF:

AUCH IN DER OSTSCHWEIZ

Die GRÜNEN sind seit den eidgenössischen Wahlen 2015 erfolgreich unterwegs.

«Die Grünen haben Rückenwind», titeln die Medien. Oder poetischer:

«Die Grünen blühen auf». Wie blüht es in der Ostschweiz weiter?

DIE GRÜNE DEBATTE 2017

MACHT FIT FÜR DIE ZUKUNFT

Mit dem Projekt #GrüneDebatte17 wollen die GRÜNEN Schweiz als Mitmachpartei ihre anstehenden

Schwerpunkte und Aktionsformen weiterentwickeln. Die Ergebnisse der Diskussionen fliessen

in die Wahlplattform 2019 und in unsere Alltagsarbeit auf allen politischen Ebenen ein.

Nach den Erdrutschsiegen im Wallis,

in Neuenburg und in der Waadt liegen

die GRÜNEN bei den Sitzgewinnen in

Kantonsparlamenten heute auf Platz

zwei aller Parteien (plus 14). Doch das

ist längst nicht alles: Auch in Städten

und Gemeinden konnten wir wichtige

Erfolge verbuchen. Im Solothurn sind

die GRÜNEN ab August 2017 erstmals

in der Kantonsregierung . Und mit Alec

von Graffenried wurde anfangs Jahr

zum ersten Mal ein Grüner zum Präsidenten

der Bundesstadt Bern gewählt.

Bollwerk gegen Rechtspopulismus

Der Erfolg der GRÜNEN hat viele

Gründe. Zuerst einmal spielen die

Grünen als Bollwerk gegen den Rechtspopulismus

eine zentrale Rolle. Der

Durchmarsch von autoritären und nationalistischen

Kräften in den USA, in

Grossbritannien oder in der Türkei hat

gezeigt: Wenn wir unsere Werte von

Demokratie, sozialem Ausgleich, gesellschaftlicher

Öffnung und Klimaschutz

nicht aktiv verteidigen, dann werden

sie von den Rechtspopulisten aller Länder

ausradiert. Heute ist deshalb nicht

mehr die unverbindliche und launische

Mitte gefragt, sondern klare Haltungen

und Werte. Vor allem aber die Leidenschaft

für eine Politik, die den Schutz

der natürlichen Lebensgrundlagen mit

sozialer Gerechtigkeit und der Verteidigung

der demokratischen Grundrechte

verbindet. Also grün.

«Die 46% Ja zum

Atomausstieg öffneten

die Türen zur

Energiestrategie 2050.»

Auch die engagierte Parteiaufbauarbeit

trägt endlich Früchte: Mit zwei

nationalen Initiativkampagnen haben

wir 2016 gar Geschichte geschrieben.

Das hervorragende Resultat von 46%

Ja-Stimmen zur Atomausstiegsinitiative

hat die Türen für die Energiestrategie

2050 weit geöffnet. Ein Kern-Anliegen

der GRÜNEN wurde am 21. Mai

endlich mehrheitsfähig.

Klimaerwärmung: GRÜNE gefordert

Die Arbeit der GRÜNEN in der Energiepolitik

geht nun in die nächste Runde:

Wir müssen den Ausstieg aus dem ältesten

AKW-Park der Welt sicherstellen

und endlich den Durchbruch im Klimaschutz

schaffen. Nach der Kündigung

des Klimaabkommens von Paris durch

die USA ist die Schweiz besonders

gefordert. Denn die Klimaerwärmung

wird gerade die Bergregionen hart

treffen.

Bald wieder ostgrüne NationalrätInnen

Die Grünen sind auch in der Ostschweiz

gut unterwegs. Wir konnten nicht

nur neue Exekutivsitze in Wil oder in

Glarus-Nord gewinnen, sondern haben

die Zusammenarbeit über die Kantonsgrenzen

hinweg verstärkt. Wenn wir

so engagiert dranbleiben, dann sollten

die Ost-Grünen ab 2019 wieder eine

Vertretung ins nationale Parlament

entsenden können.

Doch bereits 2018 finden in Glarus und

Graubünden kantonale Wahlen statt.

Wahlkampagnen bedeuten viel Arbeit.

Sie sind aber auch eine grossartige

Möglichkeit, um über die Ziele und die

Erfolge der GRÜNEN zu diskutieren

und sie mit den Anliegen der Bevölkerung

kurzzuschliessen.

Ich wünsche den GRÜNEN Graubünden

und Glarus deshalb viel Wahl-Elan, Unterstützung

und Bodenhaftung. Wer

wagt beginnt – und gewinnt!

Regula Rytz, Nationalrätin und

Präsidentin GRÜNE Schweiz

Die #GrüneDebatte17 vertieft mit

Workshops und Vernetzungsanlässen

einzelne Themen unserer politischen

Arbeit. Der erste Debattentag mit über

100 Teilnehmenden fand am 24. Juni im

Kultur- & Kongresshaus Aarau statt.

Zweiter Debattentag am 9. September

Der zweite ist angesetzt auf Samstag,

9. September, im Campus Brugg-Windisch.

Mitglieder der GRÜNEN und der

Jungen Grünen diskutieren dabei über

die grossen Fragen der Zeit: Soziale

Gräben, Migration, die «Flexibilisierung»

der Menschen und die prekären

Folgen der Globalisierung. Weitere

Informationen und Anmeldung über

www.gruenedebatte.ch. Die Platzzahl

ist beschränkt.

Side-Events: Das grüne Kursprogramm

Neben den beiden inspirierenden und

motivierenden Debattentagen geht

das Angebot der GRÜNEN Schweiz in

der zweiten Jahreshälfte mit verschiedenen

Side-Events noch viel weiter.

Weiterbildung im Bereich Corporate

Design, Social Media und Rhetorik.

Eine wahre Fundgrube für engagierte

GRÜNE. Einige Beispiele aus dem grünen

Kursprogramm:

04 OSTGRÜN 02 / 2017 OSTGRÜN 02 / 2017

19. August: S.O.S.-Stammtisch

Schlagfertigkeit und Argumentation

verbessern. Oft ärgern wir uns, wenn

andere in komplexen Situationen

mit Pauschalurteilen, populistischen

Sprüchen oder einfachen Rezepten

auffahren. Die geistreiche Erwiderung

fällt uns erst später ein. Auf Verbal-Attacken

witzig zu reagieren und mit

einem Gegenangriff zu kontern, ist

lernbar. Dieser Kurs vermittelt Regeln

der Schlagfertigkeit und Tipps für

verschiedene Gesprächssituationen.

Wann ist diplomatisches, wann direktes

Vorgehen angebracht?

2. September: Social Media

Du bist aktiv in den sozialen Medien,

sei es als grüne Privatperson oder mit

der Betreuung einer grünen (Kampagnen-)Seite.

Du bist vertraut mit

den elementaren Funktionen

von Facebook und Twitter.

Dieser Workshop geht einen

Schritt weiter. Welche Rolle

spielen Social Media in unseren

Kampagnen? Welche Instrumente

und Kanäle sind nützlich?

Wie nutze ich effizient

Facebook- und Twitter-

Werbung?

4. November: Voten, Reden, Referate

Texten und vortragen: Sich in der Öffentlichkeit

mitteilen, will gekonnt

sein, sei es als PolitikerIn im Rat, als

BehördenvertreterIn, an Sitzungen

oder auf dem Podium. Die Teilnehmenden

lernen, wie sie ein Referat oder

ein Votum aufbauen und vortragen

können. Geübt werden die freie Rede,

das Sprechen nach Stichworten sowie

das Verfassen von Reden und Sprechen

ab Manuskript. Die Voten werden aufgezeichnet,

analysiert und allenfalls

verbessert. Ein Einstieg in die Regeln

der Rhetorik, verständliche Sprache,

Aufbau einer Rede, Vorbereitung und

Vortragen von Manuskripten.

Weitere Infos zu diesen und anderen

Side-Events unter www.gruenedebatte.ch.

05


Energiepolitik

Tibet

Bild: Private Office of HH the Dalai Lama

ATOMAUSSTIEG:

WER HAT‘S ERFUNDEN?

Die Delegierten der GRÜNEN Schweiz trafen sich am 29. April zur Versammlung in Frauenfeld.

Als prominenten Gast konnten sie kurz vor der Abstimmung zur Energiestrategie 2050 Jürgen

Trittin gewinnen. Dessen Plädoyer für die weltweite Energiewende überzeugte.

GINA BEIM DALAI LAMA:

EIN REISEBERICHT

Ende März besuchte die parlamentarische Gruppe Tibet den Dalai Lama.

Mit dabei: Die Thurgauer Kantonsrätin und Vizepräsidentin der GRÜNEN

Schweiz Gina Rüetschi. Aus ihrem Reisetagebuch.

Die Reisegruppe mit den beiden

Ostschweizerinnen Gina Rüetschi

und Barbara Gysi, NR SP.

Dass die GRÜNEN an ihrer Delegiertenversammlung

in Frauenfeld einstimmig

die Ja-Parole zur Energiestrategie 2050

beschlossen haben, war kaum ausschliesslich

Jürgen Trittins Verdienst.

Dass sie den Schlussspurt im Abstimmungskampf

für die Energiestrategie

2050 mit noch grösserer Motivation

und Überzeugung angepackt haben,

dafür hat der deutsche Grüne aber

gesorgt.

Kopf der deutschen Energiewende

Jürgen Trittin ist der Kopf der deutschen

Energiewende. Er war von 1998

bis 2005 Bundesminister für Umwelt,

Naturschutz und Reaktorsicherheit,

bevor er zuerst Vize- und schliesslich

Co-Vorsitzender der grünen Bundestagsfraktion

wurde. In Trittins Zeit

wurde im April 2000 das Erneuerbare-

Energien-Gesetz in Kraft gesetzt.17 Jahre,

bevor sich endlich

die Schweiz zu

einem ähnlichen

Schritt entschliessen

würde.

An der Delegiertenversammlung wurde

Brigitte Wyss gefeiert, die erste Grüne

Regierungsrätin im Kanton Solothurn.

In der Bildmitte Felix Wettstein,

Präsident GRÜNE Solothurn

«Energiepolitik ist

global, der Klimawandel

die weltweit drängendste

Herausforderung.»

Botschaft ist angekommen

Trittin stellte eingangs klar, er äussere

sich nicht zur Energiestrategie 2050

im Speziellen – woran er sich hielt,

indem er den Inhalt der Vorlage weder

deutete noch kritisierte. Dennoch war

seine Rede über die Energiewende in

Deutschland, deren positiven Auswirkungen

auf Umwelt, Wirtschaft und

die globale Energiepolitik ein pointiertes

Plädoyer für die Energiestrategie

2050. Der Appell war klar und nachvollziehbar:

Energiepolitik ist global und

der Klimawandel

die weltweit drängendste

Herausforderung.

Ergo muss

auch die Schweiz

ihre Verantwortung

wahrnehmen und mitziehen.

Das Resultat zeigt, dass die Botschaft

angekommen ist.

Das deutliche Ja ist ein Bekenntnis zur

Energiewende und zum Atomausstieg

und damit ein grosser Erfolg für die

Grünen. Wir setzten uns von Anfang an

für eine nachhaltige, sichere und saubere

Energiepolitik ein und haben nicht

zuletzt mit der Atomausstiegsinitiative

den Weg für dieses Bekenntnis

geebnet. Erfreulich, dass die Lügenkampagne

der Gegner nicht fruchtete.

Das macht Mut, den Weg weiterzugehen

und uns weiter zuvorderst für Klimaschutz

und das schnelle Abschalten

der alten Schweizer AKW einzusetzen.

Bastien Girod, Vize-Präsident GRÜNE Schweiz

und Nationalrat

Unsere Reise umfasste eine reich

gefüllte Agenda mit Besuchen des Exilparlamentes,

des Ministerpräsidenten,

der Frauenbeauftragten der Regierung,

verschiedener

NGOs, Schulen,

Museen, Klöster,

Kulturanlässe

und die Schweizer

Botschaft. Immer

wieder erfuhren

wir die grosse tibetische Gastfreundschaft:

Begrüssungsschale (Katas) und

Geschenke, ganz viel Essen und noch

mehr Ingwerhonigtee.

Audienz als Höhepunkt

Der Höhepunkt unserer Reise war die

Audienz bei Seiner Heiligkeit, dem 14.

Dalai Lama. Zuerst besichtigten wir

den weitläufigen Tempel, wo wir den

Mönchen beim Debattieren zuschauen

konnten. Danach wurden wir ins

Allerheiligste gelassen. Der Dalai Lama

begrüsste uns in seinem Audienzsaal.

Es entspannte sich eine freundliche

Diskussion.

Maya Graf wurde als Mitglied unserer

Delegation eine besondere Ehrerbie-

OSTGRÜN 02 / 2017 OSTGRÜN 02 / 2017

«Die Sinisierung Tibets

schreitet unaufhörlich

voran.»

tung erwiesen. Sie ist so etwas wie

eine Ikone für die Tibeter, weil sie es in

ihrer Amtszeit als Nationalratspräsidentin

geschafft hat, den Dalai Lama

ins Bundeshaus

einzuladen. Nach

etwa einer halben

Stunde verabschiedete

sich der Dalai

Lama, nicht ohne

zuvor unsere Katas

zu segnen und für ein Gruppenfoto zu

posieren.

Chancen auf einen Dialog?

Unsere Delegation konnte in den

Gesprächen erfahren, wie sich die tibetische

Gesellschaft im Exil entwickelt.

Gleichzeitig wurden aber auch Schwierigkeiten

im Exil angesprochen und

die Zustände in Tibet selber erläutert.

Die Einschränkungen in der Ausübung

der eigenen Kultur und Religion der

Tibetergemeinschaft in Tibet und das

traurige Thema der Selbstverbrennungen

beunruhigten uns zutiefst.

Es gibt aber auch Chancen, die den

Dialog nach sieben Jahren zwischen

China und Tibet wieder ankurbeln

könnte. In China gibt es über 400

Mio. Buddhisten. Mit dem steigenden

Bildungsstandard werden vermehrt kritische

Fragen gestellt. In Tibet gibt es

nun fünf Flughäfen und weitere grosse

Eisenbahnprojekte: China setzt voll

auf Tourismus. Aber auf einen Tibeter

kommen sieben Chinesen: Die Verdrängung

und Sinisierung Tibets schreitet

unaufhörlich voran.

Die ungekürzte Fassung des Reiseberichts mit

weiteren Bildern ist zu finden unter

www.gruene-tg.ch/download/tibet.pdf

Die Reise wurde organisiert durch die Gesellschaft

Schweizerisch-Tibetische Freundschaft:

www.tibetfocus.com

07


Kanton Thurgau

Kanton Thurgau

Die KAMS-Gründer Harry Mangold,

Jost Rüegg und Oswald Petersen sind für

mehr Fairness am Kreuzlinger Zoll.

DIE TAX-FREE ZONE:

DER THURGAU UNTER DRUCK

Jeden Samstag wiederholt sich das Schauspiel: Autokolonnen, Staus und überfüllte

Parkhäuser, Kreuzlingen und Konstanz sind verstopft. Der Kanton Thurgau wird zur

Tax-Free-Zone. Das muss sich ändern.

VERBESSERN GRÜNE TG

FRANZÖSISCH-UNTERRICHT?

An der Mai-Sitzung des Grossen Rates stand eine von den GRÜNEN unterstützte und erheblich

erklärte Motion zur Debatte, welche die Verschiebung des Französischunterrichts auf die

Oberstufe verlangte. Sind die Thurgauer GRÜNEN gegen den Französisch-Unterricht?

Bild: Donato Caspari

Joe Brägger, Sekundarlehrer

und Fraktionspräsident GRÜNE TG

beim Unterrichten.

KEG. Das kommt nicht von ungefähr:

Nach heutigem Recht können

alle Bewohnerinnen und Bewohner

der Schweiz bei ihren Einkäufen in

Deutschland die deutsche Mehrwertsteuer

zurückfordern. Bei Einfuhren

unter CHF 300 pro Tag und Person ist

die Schweizer Einfuhrsteuer (Mehrwertsteuer)

nicht zu bezahlen, was

einem Rabatt von fast 20% entspricht.

Freigrenze abschaffen

Für die Abschaffung dieser Tax-Free

Zone arbeitet die Kreuzlinger Initiative

gegen die Mehrwertsteuersubvention,

kurz KAMS genannt. « Alle BewohnerInnen

der Schweiz und den Nachbarländern

sollen bei ihren Einkäufen

Mehrwertsteuer bezahlen», finden die

grünen KAMS-Gründer Oswald Petersen,

Harry Mangold und Jost Rüegg.

Konkret verlangt die KAMS, dass die

Einkäufer aus der Schweiz entweder

EINE STANDESINITIATIVE IST IN VORBEREITUNG

die höhere ausländische Mehrwertsteuer

oder die geringere Schweizer

Einfuhrsteuer bezahlen müssen. Viele

Gründe sprechen dafür. Die Last der

Steuern soll möglichst gleich auf alle

verteilt werden. Die grenznahen Orte

in der Schweiz verlangen zu Recht

gleich lange Spiesse im Wettbewerb

gegenüber den Händlern jenseits der

Grenze.

Administrativen Leerlauf stoppen

Der Einkaufstourismus verursacht

zusätzlichen, schädlichen und überflüssigen

Verkehr. Verkehrsreduktion,

Energieeinsparung und Fairness sind

urgrüne Anliegen.

EggK. Die GRÜNEN Thurgau sind an der Ausarbeitung einer

Standesinitiative mit dem Ziel, dass bei allen Einfuhren entweder

die ausländische Mehrwertsteuer oder die Schweizer Einfuhrsteuer

zu entrichten ist. Die Umsetzung scheint sehr einfach:

An der Grenze können die KundInnen an Automaten ähnlich den

Self-Checkout-Kassen in Einkaufszentren die Schweizer Mehrwertsteuer

selbständig und ohne grossen Aufwand bezahlen. Die deutsche Steuer

lässt sich auch unter der neuen Regelung weiter rückerstatten.

08

«Alle sollen

bei Einkäufen die

Mehrwertsteuer bezahlen.»

Schliesslich bringt der Einkaufstourismus

auch einen gewaltigen administrativen

Aufwand. 2016 wurden fast 17

Mio. Ausfuhrscheine allein in Deutschland

ausgestellt. Zoll- und Verkaufspersonal

und nicht zuletzt die Einkäufer

selbst verbringen viel Zeit mit dem

Ausfüllen, Abstempeln und Verwalten

von Rückzahlungen.

Mit der Abschaffung der Freigrenze

wäre nicht mit dem Stopp des Einkaufstourismus

zu rechnen. Ein grosser Teil

der Preisdifferenz ist immer noch auf

den überbewerteten Franken zurückzuführen.

Nicht nur ein SVP-Thema

Die Ziele der KAMS finden zunehmend

Anklang. Kürzlich forderten Coop,

Migros sowie weitere Detailhändler

ein Ende des mehrwertsteuerfreien

Einkaufs.

Im Nationalrat ist eine Motion von

Nationalrat Markus Hausammann

SVP Thurgau zur Reduktion des Freibetrages

von CHF 300 auf CHF 100 im

Mai abgelehnt worden. Im Ständerat

ist eine ähnliche Motion des Glarner

SVP-Ständerats Werner Hösli hängig.

KEG. Nein, weder die GRÜNEN Thurgau

noch andere Fraktionen wollen den

Französisch-Unterricht abschaffen

oder auch nur beschneiden, sondern

verbessern. Das ist dringend notwendig,

denn beim

heutigen Modus

stehen Aufwand

und Ertrag des

Unterrichtes auf

der Mittelstufe in einem schlechten

Verhältnis. Ein auf die Oberstufe

konzentrierter Unterricht mit entsprechend

höherer Lektionszahl brächte

nach unserer Auffassung die besseren

Resultate.

Pro und Contra Frühfranzösisch

Die Regierung lieferte bis einen Tag vor

der Sitzung nur häppchenweise Vorschläge

zur Verbesserung des Frühfranzösisch.

Diese umfassten einfachere

Dispensationen, verstärkter Halbklassenunterricht,

Anpassung der Übertrittsregelung,

bessere Lehrmittel und

schliesslich auch eine Erhöhung der

Lektionenzahl. All diese Massnahmen

sollten kostenneutral und zum Teil

zu Lasten anderer Fächer umgesetzt

werden. Dafür konnten wir uns nicht

richtig begeistern.

Für die Beibehaltung des Frühfranzösisch

sprachen aber die überlastete

OSTGRÜN 02 / 2017 OSTGRÜN 02 / 2017

«Verbessern,

nicht abschaffen.»

Stundentafel der Sekundarschule, die

fehlende Harmonisierung innerhalb

der Deutschschweizer Kantone, aber

auch die – wenn auch spät – vom Departement

in Aussicht gestellten Verbesserungen.

Von der ersten zur

zweiten Lesung

haben einige Grüne

Fraktionsmitglieder ihre Meinung

geändert: Sie stellten die fehlende Harmonisierung

über die pädagogischen

Argumente, die für eine Verschiebung

des Französisch-Unterrichts in die

Oberstufe sprachen. Mit 62 zu 60

Stimmen fiel der Entscheid schliesslich

hauchdünn für die Beibehaltung des

Frühfranzösisch aus.

Sprachenkonzept fehlt weiter

Die Mehrheit der GRÜNEN-Fraktion

hätte einen anderen Weg vorgezogen:

Den Streichungsantrag des Frühfranzösisch

zwar ablehnen, aber anschliessend

das Geschäft zurückzuweisen. So

hätte die Regierung die Möglichkeit

gehabt, in Zusammenarbeit mit den

Bildungsorganisationen ein verbindliches

Sprachenkonzept für die Mittelstufe

auszuarbeiten.

Wie so oft haben die GRÜNEN die

Aufgabe, der Regierung auf die Finger

zu schauen, damit Verbesserungsvorschläge

umgesetzt und mehr Mittel

in die Bildung investiert werden. Wir

bleiben dran!

SITUATION IN SG, GL UND GR

SchT. Im Kanton St.Gallen wird seit

1987 ab der 5. Klasse Französisch

unterrichtet. 2008 kam Englisch ab

der 3. Klasse hinzu. Seit dann sind

zusammen mit Deutsch alle drei Sprachen

notenrelevant, wobei Deutsch

zu 50% und die beiden Fremdsprachen

zu je 25% gewichtet werden. Die

gleiche Regelung gilt auch im Kanton

Glarus.

Im dreisprachigen Graubünden ist

alles eine Spur komplizierter: Erste

Fremdsprache für Italienisch- und

Romanischsprachige ist Deutsch, für

die Deutschsprachigen Italienisch.

SVP-nahe Kreise lancierten eine Initiative

für kantonsweit nur eine

Fremdsprache: Deutsch für die

italienischen und rätoromanischen

Gebiete, Englisch für die Deutschsprachigen.

Der Kantonsrat wollte das

Begehren für ungültig erklären, unterlag

aber Anfang Mai letztinstanzlich

vor dem Bundesgericht. Der Abstimmungstermin

ist noch offen.

09


Kanton St.Gallen

Kanton Thurgau

DAS GRÜNE «WHO IS WHO»

IM KANTON THURGAU

ST.GALLER KANTONSRAT:

DAS IST UNSERE GRÜNE FRAKTI0N

Leider Fake News, es gibt keine Grüne Fraktion im St.Galler Kantonsrat. Die fünf Grünen

politisieren mit 20 SozialdemokratInnen und einem Unabhängigen in der gemeinsamen Fraktion

SP-GRÜNE. Aber warum hat der Kanton St.Gallen keine grüne Fraktion (mehr)? Ein Rückblick.

Bild: Regina Kühne

Vier grüne Musketiere und ihre Lady:

Meinrad Gschwend (Rheintal),

Silvia Kündig-Schlumpf (See-Gaster),

Guido Wick (Wil), Basil Oberholzer

und Thomas Schwager (St.Gallen).

Daniel Anthenien, Verwaltungsrat GVTG

Daniel Anthenien ist 48 Jahre alt, verheiratet

und hat zwei Kinder. Er ist im

Wallis aufgewachsen und wohnt seit

1995 in Romanshorn. Er ist ausgebildeter

Jurist und Rechtsanwalt und beruflich

Leiter des Rechtsdienstes.

Daniel stand fünf Jahre lang dem Grünen

Forum Romanshorn vor. Im Jahre

2012 wählte ihn der Grosse Rat in den

Verwaltungsrat der Gebäudeversicherung

Thurgau (GVTG) als Nachfolger für

Hansruedi Tödtli. Unter der Oberaufsicht

des Grossen Rates ist der Verwaltungsrat

der GVTG als oberstes Organ

zuständig für die strategische Führung

der Gebäudeversicherung Thurgau.

Judith Zimmermann, Schulrätin

Judith ist Jahrgang 1976 und hat bereits

2008, 2012 und 2016 – damals noch als

Parteilose – auf der Liste der GRÜNEN

für die Grossratswahlen kandidiert.

Seit kurzem ist sie auch Mitglied der

GRÜNEN Thurgau.

Judith hat an der ETH in Zürich Informatik

studiert, einen Doktortitel erworben

und arbeitet heute im Stab der

Rektorin als Projektleiterin im Bereich

Lehre. Sie hat eine 14-jährige Tochter

und wohnt mit ihrem Partner in einem

Bauernhaus in Hohentannen.

Judith erzielte das beste Resultat bei

den Schulwahlen Bischofszell am 30.

April 2017. Sie wurde mit 1082 Stimmen

(88% der Stimmen) in die Schulbehörde

gewählt.

SCHT. Im März 2007 stimmten die

St.Galler Stimmberechtigten der

FDP-Volksinitiative zur Reduktion

des Kantonsrats von 180 auf noch 120

Mitglieder klar zu. Ein Entscheid, der

damals im Trend lag: So reduzierten

zuvor schon Kantone wie Aargau,

Luzern oder Bern die Sitzzahl ihrer Parlamente

ebenfalls. Unser Nachbarkanton

Thurgau blieb bei 130 Sitzen (siehe

Kasten).

Parlament auf 120 Sitze verkleinert

Bei den Gesamterneuerungswahlen

2004 erreichten die GRÜNEN zusammen

mit dem LdU einen kantonalen

Stimmenanteil von 6.7%. Das brachte

zehn Sitze ein, allein vier davon im

Wahlkreis Stadt St.Gallen. Je zwei weitere

kamen aus den Wahlkreisen Wil

sowie See-Gaster, und je einer aus dem

Rheintal und dem Toggenburg. In den

Wahlkreisen Rorschach, Werdenberg

und Sarganserland traten keine grünen

Listen zur Wahl an.

Von zehn auf vier Sitze

Vier Jahre später – 2008 – erreichten

grüne Listen nur noch einen Stimmenanteil

von 5.4%: Im verkleinerten Rat

genügte das nur für vier Sitze. Dank

der Verstärkung durch zwei EVPler und

der ersten grünliberalen Kantonsrätin

Karin Ilg wurde die Mindestzahl zur

Bildung einer eigenen Fraktion Grüne/

EVP/GLP trotzdem erreicht.

Seit 2012 keine grüne Fraktion mehr

In der nächsten Wahlrunde konnten

wir GRÜNEN im Wahlkreis St.Gallen

mit Franziska Wenk einen Sitz zulegen.

Für eine eigenständige Fraktion fehlten

aber weiter zwei Sitze. Die beiden

EVP-Vertreter schlossen sich der CVP

an. Und die auf fünf Sitze erstarkte

GLP mochte lieber mit der BDP eine

Fraktion gründen, statt sich auf die

Chance einer Grün-Grünliberalen Kooperation

einzulassen. Ein Entscheid,

der das Verhältnis zwischen den beiden

grünen Parteien bis heute belastet.

GLP geht erneut nach rechts

Und der sich nach den Neuwahlen

2016 wiederholte: Erneut wäre eine

Grün-Grünliberale Fraktion möglich

gewesen, nachdem sowohl die BDP

als auch die EVP aus dem Kantonsrat

verschwanden. Wir GRÜNEN haben

nur ganz knapp einen sechsten Sitz

im Wahlkreis Wil verpasst, während

die GLP um drei auf noch zwei Sitze

eingebrochen ist. Nach intensiven Gesprächen

entschied sich die GLP erneut

für den Schritt nach rechts: Ihre beiden

Kantonsräte arbeiten seit 2016 in der

28köpfigen CVP-GLP-Fraktion mit.

Das Verhältnis zwischen Rot und Grün

in der «Fraktions-WG» ist geprägt

durch eine enge und freundschaftliche

Zusammenarbeit. Und trotzdem: Es

bleibt unser Ziel, bei den nächsten

Gesamterneuerungswahlen 2020 eine

eigene Fraktion zu bilden. Sieben grüne

Sitze – mindestens!

DER THURGAU IST GRÜNER

SCHT. Die Thurgauer GRÜNEN haben

eine eigene Fraktion und stellen mit

neun Mitgliedern fast doppelt soviele

VertreterInnen im Rat wie in St.Galler.

Ein Grund ist ihr höherer Stimmanteil

von 7.4 % (SG: 5,2 %). Der Thurgauer

Kantonsrat umfasst auch zehn Sitze

mehr. Zudem reichen im Thurgau fünf

Sitze für eine eigene Fraktion. Die

Anpassung der minimalen Fraktionsgrösse

ging bei der Verkleinerung des

Rates St.Gallen ‚vergessen...‘.

ImhB. Ursula Brunner wurde 1972 als

erste Frau für die FDP in den Thurgauer

Grossen Rat gewählt. Zwölf Jahre

später wurde sie aus der Partei ausgeschlossen,

weil sie aus Protest gegen

die Wehrschau der Armee in Frauenfeld

ein Friedenscamp organisiert und eine

Gruppe der «Frauen für den Frieden»

gegründet hatte.

Engagement für Fair-Food

1973, durch einen Dokumentarfilm auf

die Missstände beim Anbau von Bananen

in Mittelamerika aufmerksam,

begann sie sich für fairen Handel zu

engagieren. Zusammen mit anderen

Frauen lancierte sie eine Kampagne

mit nationaler Beachtung über die Ungerechtigkeiten

im weltweiten Handel

mit Bananen. Dank ihrem Einsatz für

fairen Handel bekamen sie den Titel

URSULA BRUNNER:

DIE HARTNÄCKIGE BANANENFRAU

«Bananenfrauen». Heute gilt Ursula

Brunner als Pionierin der Fair-Trade-

Bewegung. Max Havelaar Stiftung,

Gebana und viele mehr gründen auf

dem Engagement der Hausfrauen aus

Frauenfeld.

Nica-Bananen

Danach folgten regelmässige Reisen

in die Anbaugebiete in Südamerika. In

den 1980-er Jahren startete dann der

Import von Bananen aus Nicaragua.

Die Nica-Bananen wurden vor allem

in Drittwelt-Läden zu fairen Preisen

verkauft.

Ursula Brunner kam am 7. Januar 1925

in Frauenfeld zur Welt. Die Pfarrersfrau

und Mutter von sieben Kindern verstarb

am 23. März 2017 im Alter von 92

Jahren.

10

OSTGRÜN 02 / 2017 OSTGRÜN 02 / 2017

11


Kanton Graubünden

Kanton Glarus

KASPAR SCHULER:

BEREIT FÜR DEN GROSSEN RAT

Wenn ich mich nach 40 Jahren ausserparlamentarischem

Engagement entschlossen habe, 2018 für den

Grossen Rat zu kandidieren, so geht es mir um etwas:

den Gemeinschaftssinn. Nur wenn wir füreinander

einstehen, werden wir als Gesellschaft bestehen.

Als junger Mann und Rinderhirt prägte

mich der Widerstand gegen ein Pumpspeicherprojekt

zur Atomstromumlagerung

auf unserer Alp in der Val Madris,

am Übergang vom Avers ins Bergell.

Speziell diese Erfahrung bestimmte

mein weiteres Leben und veranlasste

unsere damalige Familie, ganz nach

Graubünden zu ziehen.

Vom Älpler...

So wurde aus dem Kaufmann, leidenschaftlichen

Älpler und kritischen

Freien Journalisten ein energiepolitisch

interessierter Umweltschützer, der

sich beim WWF ehrenamtlich und als

Geschäftsleiter der Vereinigung Bündner

Umweltorganisationen beruflich

engagierte, leider immer mehr hinter

dem Schreibtisch. Neben der Familie

setzte ich mich an den Alpinen Kulturtagen

in Thusis ein und half mit bei

der Gründung der Alpeninitiative. Zur

Jahrtausendwende initiierte ich das

Buch «Graubünden – weiter als das

Auge reicht», worin 35 FachautorInnen

ihre Visionen für unseren Kanton entwarfen.

... zum Greenpeace-Geschäftsleiter

Während der 14 Jahre als Geschäftsund

späterer Kampagnenleiter Klima

& Energie bei Greenpeace Schweiz

beschäftigte mich das Management

von Personen und Finanzen in einer

globalen Dimension. Daran geschnuppert

hatte ich bei der Inbetriebnahme

von Dorfkäsereien in den rumänischen

Karpaten.

«Es gibt allen Grund,

sich als Bergkanton

für den Klimaschutz

einzusetzen.»

Die Bedeutung des Gemeinschaftssinns

wurde mir dabei genauso wie

während der 13 Alpsommer als Senn

und Hirt immer wieder bewusst. Im

Ausland oft auf dramatische Art: Im

brasilianischen Bundesstaat Para

erlebte ich von der Küste immigrierte

Landlose, die sich für ihre Landrechte

gegen mordende Oligarchen im Regenwald

wehrten. In der russischen Region

Tscheljabinsk ging mir die schleichende

Verseuchung durch die nahe gelegene

atomare Wiederaufarbeitungsanlage

Mayak unter die Haut.

Heutzutage dort wie damals hier geht

es um das Gleiche: Sich wider alle

Ängste und Ungewissheiten gegen

übermächtige Partikularinteressen, für

unsere Lebensgrundlagen zu wehren.

Mit der Klimaerwärmung sind diese in

einer neuen Dimension gefährdet, erst

recht im Alpenraum: Trockenheit, Wassermangel,

mehr und heftigere Wetterextreme.

Es gibt allen Grund, sich

als Bergkanton an vorderster Front für

den Klimaschutz einzusetzen.

Heute arbeite ich selbständig als Organisationsentwickler

und Projektmanager

und lebe mit einer zweiten Familie

in Malans. Diesem Kanton, der mich

viel lehrte, gebe ich gerne etwas zurück

und trage dazu bei, dass Graubünden

all seinen BewohnerInnen Sorge trägt

und sich weiterentwickelt: Vom Wasserkraft-

zum hundertprozentig erneuerbaren,

innovativen Energiekanton.

Vom verkrustet ungerechten Majorzzum

fairen, tatsächlich bürgerInnennahen

Proporzsysten. Damit alle in dieser

gebirgigen und weltoffenen, kulturell

vielfältigen und europaverbundenen

Kulturlandschaft ihren Beitrag an die

Gesellschaft leisten können. Ganz im

Sinne von Artikel 3 unserer Kantonsverfassung:

Jede Person trägt Verantwortung

für sich selbst sowie Mitverantwortung

für die Gemeinschaft und für

die Erhaltung der Lebensgrundlagen.

Kaspar Schuler

VERDA – Grünes Graubünden

kaspar.schuler@moeglich-machen.ch

Vereidigung der Glarner Kantonsrichter

mit Andi Kreis ganz rechts.

Priska Müller: Herzliche Gratulation

Andi zur Wahl ins Glarner Gericht. Wir

sind stolz, dass wir eine so qualifizierte

Persönlichkeit in dieses Amt stellen

dürfen. Mit deiner juristischen Ausbildung

und Erfahrung kannst du sicher

Einiges bewirken. Du hast im Vorstand

der GRÜNEN und sechs Jahre im Glarner

Landrat politisch mitgewirkt: Was

war deine Motivation, für dieses Amt

zu kandidieren?

Andi Kreis: Gesellschaftliche Frageund

Problemstellungen interessierten

mich seit jeher. Vom Richteramt

erhoffe ich mir eine stärkere Nähe zum

Rechtsalltag. Ich will beispielsweise

wissen, in welchen Situationen die

Menschen im Glarnerland den Richter

anrufen. Dieser Praxisbezug befruchtet

hoffentlich auch mein Wirken an der

Kantonsschule Glarus, wo ich das Fach

Wirtschaft und Recht unterrichte.

DER ERSTE GRÜNE RICHTER

IM KANTON GLARUS

Co-Präsidentin der GRÜNEN Glarus Priska Müller Wahl interviewt den an der

Landsgemeinde vom 7. Mai neugewählten Kantonsrichter Andi Kreis. Mit ihm

sind die Glarner Grünen erstmals im Gericht vertreten.

Mein Rücktritt aus dem Landrat liegt

bereits fünf Jahre zurück. Meine Kinder

sind schon (fast) erwachsen und auch

«Es spielt eine Rolle,

welche Menschen- und

Gesellschaftsbilder

Richter haben.»

mein Alter (50) «passte»: So waren die

Wahlchancen für das erste Richteramt

der GRÜNEN intakt.

PM: Worauf willst du besonders Wert

legen bei deiner neuen Aufgabe?

AK: Sorgfalt ist mir ein grosses Anliegen.

Mit meinem juristischen Wissen

und meiner Persönlichkeit will ich mich

dafür einsetzen, dass Rechtssuchende

sicher sind, dass die Gerichte sich mit

ihren Anliegen wirklich umfassend

auseinandergesetzt haben. Nicht allen

können wir dabei zur «persönlichen

Gerechtigkeit» verhelfen. Das ist für

mich aber kein Widerspruch.

PM: Wieso ist es wichtig, dass auch

GRÜNE im Gericht vertreten sind?

AK: Bei Gerichtsentscheiden spielt

es immer wieder eine Rolle, welches

Menschen- und Gesellschaftsbild die

einzelnen Richter haben. Ich bin der

Überzeugung, dass möglichst viele

Werthaltungen aus unserer Gesellschaft

auch in den Gerichten vertreten

sein müssen. Deshalb freut es mich

wirklich sehr, dass die Glarner Landsgemeinde

dies wohl ähnlich gesehen hat.

PM: Im Namen des Vorstands wünsche

ich Dir einen guten Start und viel Befriedigung

im neuen Amt!

12 OSTGRÜN 02 / 2017 OSTGRÜN 02 / 2017 13

Bild: glarus24.ch


Kanton St.Gallen

Kanton St.Gallen

STADTENTWICKLUNG

IN RAPPERSWIL-JONA

Mobilität beschäftigt den Menschen seit Urzeiten. Schon

früh etablierten sich Handelswege und förderten so den

Austausch von Waren und Ideen. Die Sesshaftigkeit hat

also nicht dazu geführt, dass wir weniger mobil wurden.

Auch in Rapperswil-Jona beschäftigen

uns Verkehrsfragen schon lange.

Bereits die römischen Siedler und die

mittelalterlichen Herren von Rapperswil

wussten um die verkehrstechnisch

günstige Lage dieses Ortes. Was damals

als besonderer Standortvorteil

galt, wird in den letzten Jahrzehnten

jedoch zunehmend als Belastung wahrgenommen.

Mobilität ist Einstellungssache

Der motorisierte Berufs- und Freizeitverkehr

beansprucht immer mehr

Fläche und dass dabei wertvolles

Grünland verloren geht, ist nur eine der

negativen Folgen unseres Mobilitätsverhaltens.

Mindestens

so ärgerlich ist,

dass wir bei immer

schnelleren Verkehrsmöglichkeiten

immer mehr Zeit für

die Mobilität aufwenden.

Das Thema ist also ein «Klassiker». Als

Stadträtin – die mit dem Trottinett –

möchte ich aufzeigen, dass Mobilität

im Langsamverkehr und mit ÖV auch

Freude machen kann. Denn Mobilität

ist eine Einstellungssache. Mit unserem

persönlichen und alltäglichen Verhalten

können wir die Verkehrsprobleme

zwar nicht lösen, jedoch durchaus

positiv beeinflussen. Dafür sind aber

umfassende Mobilitätskonzepte nötig,

welche zum Umdenken anregen.

Können wir in Rapperswil-Jona

die herkömmlichen dörflichen

Strukturen hinter uns

lassen und uns mit allen Konsequenzen

zu der Kleinstadt

entwickeln, die wir eigentlich

schon sind? Wollen wir die

städtebaulichen Herausforderungen

annehmen, die für

eine Funktion als regionales

Zentrum nötig sind?

«Eine Stadt mit Grünflächen

und Alleebäumen

verbessert das

Wohlbefinden.»

Eine gute Infrastruktur bezüglich

Dienstleistung, Forschung, Wissenstransfer

ist wichtig. Aber auch eine

gute Erschliessung mit dem öffentlichen

Verkehr, sichere Verbindungen für

den Langsamverkehr,

ein vielfältiges

Wohnungsangebot

auch für kleinere

Budgets und

Arbeitsplätze in

verschiedenen

Branchen sind unerlässlich,

um die Distanzen kurz und so

den Verkehr in Grenzen zu halten.

Die Durchgrünung der Stadt

Verkehrs- und Siedlungsentwicklung

lassen sich nicht getrennt betrachten.

Ich setze mich auch dafür ein, dass

die bauliche Entwicklung immer auch

Grün- und Freiräume umfasst, die zu

einer hohen Lebensqualität beitragen.

Die Durchgrünung der Stadt, aber auch

der Erhalt der bestehenden Naturräume

ausserhalb des Siedlungsbereiches,

sind mir ein grosses Anliegen. Dabei

geht es nicht nur um ökologische Aspekte

und den Einfluss auf das Stadtklima,

sondern auch um unser Wohlbefinden.

Eine Stadt mit Grünflächen und

Alleebäumen beeinflusst dies günstig.

Natürlich ist die Stadtentwicklung

nicht das Einzige, was mich als Mitglied

der Behörde umtreibt. Es gibt viele Themen,

mit denen wir uns beschäftigen.

Dies macht die Arbeit so vielfältig und

spannend. Es ist mir wichtig, Entscheide

klar und offen zu kommunizieren

und ein offenes Ohr zu haben für die

Anliegen der Einwohnerinnen und Einwohner

von Rapperswil-Jona.

Tanja Zschokke, Stadträtin

tanja.zschokke@gmail.com

WOHNEN AM DORFRAND

Reiheneinfamilienhaus, 5 1/2-Zimmer

mit 2 Tiefgaragenplätzen in Ernetschwil

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mit schönster Weitsicht, viel Grün,

kaum Lärm und Strahlung. Baujahr

1990 mit guter Ausstattung und stetem

Unterhalt.

Liebhaber können mit Holz feuern.

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Natel 079 607 28 45 (Frau Arnold)

Bild: Regina Kühne

STADTRATSWAHLEN IN ST.GALLEN

SchT. Seit ihrer Kindheit wartet Ingrid

darauf, dass wo sie ihr Leben lebt

Frauen und GRÜNE angemessen in der

Regierung vertreten sind. Die Zeit des

Wartens sei nun vorbei. Darum hat sich

Ingrid zur Kandidatur entschlossen.

Politik mit Erziehungsverantwortung

Ingrid ist alleinerziehende Mutter

eines 13-jährigen Sohnes. Eine Bezeichnung,

die von der GRÜNEN-Kandidatin

ungern gehört wird. Allein erziehen

gehe gar nicht. Sie sei der Stadt St.Gallen

ewig dankbar für das Netzwerk,

das ihrem Sohn erlaube, nicht nur mit

Tel. 081 332 13 61

www.hotel-rhaetia.ch

INGRID JACOBER TRITT AN

Die GRÜNEN und Jungen Grünen wollen nach den Erfolgen in

Wil und Rappswil-Jona auch in St.Gallen überraschen: Am

24. Juni wurde die 49-jährige Ingrid Jacober für die Ersatzwahl

des bisherigen CVP-Sitzes im fünfköpfigen St.Galler Stadtrat

nominiert. Wer nicht wagt, die nicht gewinnt.

seiner Mutter aufzuwachsen. Ingrid

gelang und gelingt es bis heute, ihre

Mutterschaft mit der Erwerbstätigkeit

zu vereinbaren. Das soll sich auch bei

einer allfälligen Wahl nicht ändern. Nur

so gelinge es, mehr Frauen auch in politische

Führungspositionen zu bringen.

Aktiv im Quartierverein

Als langjährige Leiterin der städtischen

Jugendinformation leistete Ingrid mit

ihrem Team schweizweite Pionierarbeit.

Sie verfügt damit über Erfahrung

in einer Verwaltung. Als Stadträtin

möchte sie darauf aufbauen und Dinge

bewegen, um St.Gallen weiter zu bringen.

Als Vorstandsmitglied der Stadtgrünen

und derzeitige Vizepräsidentin

des Quartiervereins Tschudiwies-Centrum

praktiziert sie dies bereits heute.

Klare GRÜNE Positionen

Ingrid will als Stadträtin eine Stadt,

die qualitativ wächst. GRÜNE Politik

verbinde den Schutz der Umwelt mit

nachhaltiger Wirtschaft, städtischer

Lebensqualität und sozialer Gerechtigkeit.

Eine klare Gegenposition zu den

Kandidaturen von CVP und SVP. Ingrid

wagt: Yes, she can!

Wandern im Sommer,

Ski- und Schneeschuhtouren im Winter

St. Antönien im Prättigau ist dafür ein

Paradies und das Rhätia der ideale

Ausgangspunkt.

Geniessen Sie erholsame Momente im

gemütlichen Restaurant, im Hotel und

auf der Sonnenterrasse. Wir verwöhnen

Sie mit feinen Gerichten und Weinen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Regula Strobel und Hubert Zurkinden,

ehemaliger Generalsekretär Grüne Schweiz.

14 OSTGRÜN 02 / 2017 OSTGRÜN 02 / 2017 15


Agenda / Kontakte

FRIEDENSKUNDGEBUNG

ZUM UNO-WELTFRIEDENSTAG

OSTGRÜNE:

ANSCHLUSS FINDEN

Kantonalparteien

• GRÜNE Glarus

Ennetbühlerstr. 3, 8755 Ennenda

www.gruene-gl.ch

sekretariat@gruene-gl.ch

• VERDA Graubünden

Rolf Marugg, Prättigauerstr. 14

7265 Davos Wolfgang

079 415 62 57

www.gruene-graubuenden.ch

pedercapeder@yahoo.de

• GRÜNE St.Gallen

Postfach 207, 9004 St.Gallen

071 577 16 64

www.gruene-sg.ch

info@gruene-sg.ch

• GRÜNE Thurgau

Barbara Imholz, Aspenstr. 6

8580 Sommeri

071 410 06 01

www.gruene-tg.ch

sekretariat@gruene-tg.ch

Redaktion und Inserate OSTGRÜN

• Kurt Egger, Präsident GRÜNE TG

079 207 84 37

kurt.egger@gruene-tg.ch

• Thomas Schwager, Präsident GRÜNE SG

076 456 25 15

thomas.schwager@gruene-sg.ch

Redaktionsschluss nächste Ausgabe:

2. September 2017

Entwaffnen

Zum 4. Mal findet in St.Gallen anlässlich des

UNO-Weltfriendenstags eine Kundgebung

statt. Der Demonstrationszug führt vom

Leonhardspärkli zum Grünigerplatz, wo die

Teilnehmenden ein Programm mit Reden,

Kultur und Musik erwartet. Thema dieses

Jahr: «Entwaffnen». Gefordert wird unter

anderem ein Verzicht auf Investitionen in

die Waffenproduktion.

Details unter

www.frieden-ostschweiz.ch

NETZWERKEN:

AUSTAUSCH PFLEGEN

Die GRÜNEN konnten bei verschiedenen

kantonalen Wahlen seit 2015 zulegen. Trotz

gestärkter GRÜNEN-Fraktionen bearbeitet

in vielen Kantonen eine Person ein thematisches

Dossier alleine. Ein Austausch über

die Kantonsgrenzen oder den «Röstigraben»

hinweg wird einfacher, wenn man die Dossierzuständigen

kennt. «Best practices» und

innovative Lösungen sind oftmals vorhanden

– aber manchmal eben auf der anderen

Seite der kantonalen Grenze.

Voneinander lernen

Ziel dieses Netzwerktreffens ist es, ein Kennenlernen

zwischen kantonalen ParlamentarierInnen

zu ermöglichen, Erfahrungen

auszutauschen und über mögliche weitere

Formen einer institutionalisierten Zusammenarbeit

nachzudenken.

Mit Inputreferaten, Workshops zu spezifischen

Themenbereichen (Energie, Bildung,

Kultur, Gesundheit, Soziales und anderes

mehr) und einer Ideenbörse zu erfolgreichen

kantonalen Vorstössen.

Lassen wir uns von Grenzen nicht begrenzen

und inspirieren wir uns gegenseitig am

11. November, von 10:15 bis 16:15 Uhr im

Kirchgemeindehaus Pauluskirche, Bern.

Weitere Informationen und Anmeldung

unter www.gruenedebatte.ch.

AGENDA OSTGRÜN

Details jeweils auf den Webseiten der entsprechenden

Kantonalparteien.

Glarus

• Samstag 19.8.17 9:30 bis 12.00 Uhr Jubiläumsanlass

«30 Jahre GRÜN bewegt»,

Rathausplatz Glarus

• Samstag 19.8.17 19:30 Uhr Openair-Kino

im Grünen, Rosa Luna Mollis, Film

‚Tomorrow‘. Aktivitäten ab 18.00 Uhr.

• Mittwoch 23.8.17 19:00 Uhr Parolen zu

AHV 2020 und anderen Vorlagen.

• Donnerstag 26.10.17 19:00 Uhr Treffen

der GRÜNEN Frauen, Haglen 4, Glarus

Graubünden

• Freitag 7.+28.7, 19:00 Uhr Unterschriftensammlung

auf der verkehrsfreien

Promenade Davos.

St.Gallen

• Dienstag 5.9.17, 19:30 Uhr MV mit

Parolenfassung nationale Vorlagen mit

GRÜNEN-NR Louis Schelbert im Hotel

Jakob, Rapperswil

• Dienstag 31.10.17, 19:30 Uhr MV im

Katharinensaal, St.Gallen zu aktuellen

Abstimmungsvorlagen.

• Dienstag 30.1.18, 19:30 Uhr MV im Hof

Wil zu aktuellen Abstimmungsvorlagen.

Thurgau

• Donnerstag 17.8.17 19:30 Uhr Bezirk

Münchwilen, Anlass im Zielwies, Balterswil:

Grilladen und Openair-Kino mit dem

Film ‚Tomorrow‘.

• Freitag 18.8.17 Weinfelder Weinweg,

3 Stunden Wandern und gemütliches

Beisammensein. Treffpunkt Bahnhof

Weinfelden 18:00; Rest. Rebe 18:15 Uhr.

• Dienstag 22.8.17 19:15 Uhr Kantonale

Mitgliederversammlung, Frauenfeld

• Dienstag 26.9.17 19:00 Uhr Grüner Stamm

Frauenfeld

• Samstag 30.9.17 9:00 bis 14:00 Uhr

VELOfreundliches Arbon, Treffpunkt

Kappeli, Arbon

• Montag 30.10.17 19:15 Uhr Kantonale

Mitgliederversammlung, Romanshorn

Nationale Programmdebatte 2017

Informationen und Anmeldung unter

SAISONALE UND BIOLOGISCHE KÜCHE

VEGETARISCHE & VEGANE ANGEBOTE

SITZUNGSZIMMER

KULTURVERANSTALTUNGEN

GARTENBEIZ

CATERING

Wilerstrasse 12 | 8570 Weinfelden | 071 622 30 40 | www.frohsinn-weinfelden.ch

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Renten sichern,

AHV stärken.

JA

zur Rentenreform

am 24. September

OSTGRÜN 02 / 2017

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