stahlmarkt 8.2018 (August)

stahlmarkt.magazin

Steel International, Rohre, Profile, Flansche, Sägen, Strahlen, Trennen

jbd Gesellschaft für Medien

und Kommunikation mbH

Graf-Recke-Straße 82, 40239 Düsseldorf

PVSt, Deutsche Post AG

Entgelt bezahlt, 3018 , ISSN 0178-6571

Informationen aus Stahlindustrie,

Stahlhandel und Stahlverarbeitung

8

August 2018

Steel International – Neue Zukunftsperspektiven entwickeln



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Editorial 3

Wachstum durch Robotik

und Innovation

Liebe Leserinnen und Leser,






















stahlmarkt 8.2018


INHALT 8.2018

SEITENBLICK

6 Den Datenschatz heben

STEEL INTERNATIONAL

8 US-Schutzzölle auf Metallimporte zeigen Wirkung auch in den USA

10 Mantella gewinnt schwedischen Stahlpreis 2018

11 Produktion von Leichtbau- und Stahldesignrädern in China

16 Entfernte Horizonte und enge Grenzen

STAHLSTANDORT DEUTSCHLAND

18 Netzwerk für das Saarland

19 Mittelbandspezialist für Managementleistung gewürdigt

BRANCHENBERICHT

20 Robotik und Automation: Rasches Wachstum setzt sich fort

ROHRE, PROFILE, FLANSCHE

24 Stahlmarkt-Sommer 2018

25 Nahtlosrohr extrem

27 Festkörperlaser trifft auf Rohrbearbeitung in XXL

SÄGEN, STRAHLEN, TRENNEN & CO.

32 Individuelle und effiziente Lösungen für die Bearbeitung von Stahl

40 Modernisierung eines der größten Stahlherstellers in Südafrika

AUS DEN UNTERNEHMEN

42 Wenn der Computer mit dem Computer spricht

48 Das letzte Luftschiff

RUBRIKEN

50 Fachmedien

51 StahlTermine

52 Veranstaltungen / Inserentenverzeichnis

53 Firmenschriften

54 Personalien

55 Vorschau / Impressum

stahlmarkt 8.2018


worldsteel 5

Weltrohstahlproduktion 1) im Juni 2018

10

STEEL INTERNATIONAL

Der von SSAB traditionell ausgelobte

Stahlpreis geht im Jahr 2018

an den italienischen Lkw-Hersteller

Mantella. Die Vorteile von hochfestem

und verschleißbeständigem

Stahl kommen nach Angaben der

Jury besonders gut zur Geltung.

19

STAHLSTANDORT DEUTSCH-

LAND

Mit dem Ludwig-Erhard-Preis werden

ganzheitliche Managementleistungen

gewürdigt, die den wirtschaftlichen

Erfolg, die Wettbewerbsfähigkeit

und die soziale Verantwortung

von Unternehmen

berücksichtigen.

25

ROHRE, PROFILE, FLANSCHE

Beständiger, resistenter gegen Hitze

oder bruchsicherer: Die Anforderungen

an Stahlrohre steigen fortlaufend.

Mit wegweisenden Innovationen

reizt der Stahlrohrhersteller

Vallourec die physikalischen

Grenzen aus – und bietet den Kunden

neue Möglichkeiten.

SÄGEN, STRAHLEN, TRENNEN

& CO.

Das wirtschaftliche und effiziente

Trennen von Stahl ist eine Herausforderung.

Hierbei haben die

Maschinenhersteller neben der

technischen Anlagenauslegung

auch immer die Kundenanforderungen

im Blick

1)

Die an worldsteel berichtenden Länder

repräsentieren etwa 99 % der

Weltrohstahlproduktion 2017 in 1.000 t.

2)

nur HADEED

3)

Teildaten, 75 % des Gesamtbetrages

e – geschätzt

32

Fotos: SSAB, thyssenkrupp Hohenlimburg, Vallourec, Wolfang Simlinger

Juni

2018

Juni

2017

% Veränd.

Juni 18/17

6 Monate

2018 2017

Veränderung

in %

Belgien 670 614 9,0 4.039 3.954 2,2

Bulgarien 62 61 1,8 347 347 -0,2

Deutschland 3.770 e 3.603 4,6 22.455 22.220 1,1

Finnland 345 333 3,7 2.114 2.085 1,4

Frankreich 1.267 1.325 -4,4 7.979 7.917 0,8

Griechenland 125 e 129 -3,1 761 689 10,4

Großbritannien 681 610 11,6 3.876 3.845 0,8

Italien 2.135 2.103 1,5 12.806 12.369 3,5

Kroatien 10 e 0 --- 54 0 --

Luxemburg 185 e 199 -6,9 1.155 1.103 4,7

Niederlande 582 604 -3,5 3.532 3.442 2,6

Österreich 474 655 -27,7 3.750 4.084 -8,2

Polen 840 853 -1,6 5.223 5.128 1,9

Schweden 378 372 1,6 2.438 2.407 1,3

Slowakei 424 423 0,2 2.566 2.482 3,4

Slowenien 57 53 6,7 352 316 11,3

Spanien 1.295 e 1.253 3,4 7.462 7.384 1,1

Tschechien 433 380 14,0 2.506 2.436 2,9

Ungarn 165 155 6,2 996 912 9,2

Weitere EU-Länder. (28) (e) 495 e 488 1,4 2.926 2.878 1,7

Europäische Union (28) 14.393 14.214 1,3 87.337 85.998 1,6

Bosnien-Herzegowina 1 60 -97,6 239 360 -33,6

Mazedonien 37 0 --- 131 106 24,0

Norwegen 53 52 1,7 298 319 -6,8

Serbien 180 102 76,0 997 696 43,3

Türkei 3.043 3.021 0,7 18.893 18.215 3,7

Europa außer EU 3.314 3.236 2,4 20.558 19.696 4,4

Kasachstan 370 e 389 -4,9 2.291 2.244 2,1

Moldawien 55 e 43 27,9 307 153 100,7

Russland 6.120 e 5.618 8,9 36.066 35.070 2,8

Ukraine 1.711 1.591 7,5 10.391 10.235 1,5

Usbekistan 60 e 58 3,4 338 322 5,0

Weißrussland 220 e 218 0,9 1.146 1.153 -0,6

C.I.S. (6) 8.536 7.917 7,8 50.539 49.177 2,8

El Salvador 10 e 7 42,9 52 45 14,2

Guatemala 25 e 23 8,7 147 142 3,9

Kanada 985 e 1.121 -12,1 6.479 6.633 -2,3

Kuba 20 e 16 25,0 109 101 8,3

Mexiko 1.685 e 1.698 -0,8 10.372 10.045 3,3

USA 6.847 6.793 0,8 41.849 40.677 2,9

Nordamerika 9.572 9.658 -0,9 59.008 57.642 2,4

Argentinien 414 372 11,1 2.550 2.122 20,1

Brasilien 2.590 e 2.649 -2,2 16.862 16.715 0,9

Chile 80 e 92 -13,5 543 579 -6,2

Ecuador 50 e 46 8,7 293 279 5,2

Kolumbien 90 e 110 -18,3 553 639 -13,5

Paraguay 1 e 2 -33,3 7 8 -6,8

Peru 100 e 97 3,2 608 600 1,4

Uruguay 5 e 4 13,6 29 26 8,7

Venezuela 60 e 30 97,5 298 256 16,4

Südamerika 3.390 3.403 -0,4 21.742 21.224 2,4

Ägypten 610 e 571 6,9 3.767 3.331 13,1

Libyen 36 17 116,0 184 210 -12,4

Südafrika 547 e 458 19,5 3.197 3.078 3,9

Afrika 1.193 1.045 14,2 7.148 6.620 8,0

Iran 2.080 e 1.785 16,5 12.516 9.947 25,8

Katar 225 207 8,7 1.316 1.298 1,4

Saudi-Arabien 2) 460 401 14,5 2.545 2.519 1,0

Vereinigte Arabische Emirate 279 268 4,0 1.585 1.729 -8,3

Mittlerer Osten 3.044 2.662 14,3 17.962 15.493 15,9

China 80.196 74.624 7,5 451.157 425.420 6,0

Indien 8.739 8.136 7,4 52.831 50.291 5,1

Japan 8.760 8.410 4,2 52.980 52.324 1,3

Pakistan 360 e 315 14,3 2.432 2.294 6,0

Südkorea 6.122 5.931 3,2 36.066 34.794 3,7

Taiwan, China 1.660 e 1.817 -8,6 10.141 11.509 -11,9

Thailand 290 e 345 -15,9 2.088 2.152 -3,0

Vietnam 3) 1.252 880 42,3 6.215 4.849 28,2

Asien 107.378 100.458 6,9 613.910 583.634 5,2

Australien 507 448 13,1 2.923 2.549 14,6

Neuseeland 52 55 -6,3 327 326 0,1

Ozeanien 559 504 10,9 3.250 2.876 13,0

Gesamt (64 Länder) 151.379 143.096 5,8 881.455 842.360 4,6

stahlmarkt 8.2018


6

SEITENBLICK

Den Datenschatz heben

Big Data wird immer mehr zu einem wichtigen Faktor im Wettbewerb.

Unternehmen, die in der Lage sind, große Datenmengen schnell und

treffsicher für Entscheidungen jeder Art aufzubereiten, sind klar im Vorteil.

Dennoch machen sich vor allem Mittelständler erst zögerlich daran, ihre

Datenschätze zu heben.

Das ist zum Beispiel der Fall der Spedition

aus Duisburg und des Leasingunternehmens

aus Hamburg: Mehrere Jahre hatte der

Logistiker seine Fahrzeugflotte per Leasing

finanziert, pünktlich und zuverlässig. Der

Leasinggeber hatte keinen Grund gehabt,

»

Die möglichen Einsatzgebiete von Big Data umfassen

faktisch alle Bereiche, in denen größere Datenmengen

verarbeitet werden.

argwöhnisch zu sein. Dann verlegte das

Ruhrgebietsunternehmen seinen Sitz nach

Frankfurt an der Oder und vergrößerte in der

Folge seinen Fahrzeugbestand erheblich. Es

dauerte nicht lange, dann stellte die Spedition

ihre Zahlungen ein und die Lkw verschwanden

auf Nimmerwiedersehen. Ein

Betrugsmanöver. Der Leasinggeber hatte

keinen Verdacht geschöpft, weil die Auskünfte,

die er regelmäßig über seinen Kunden

eingeholt hatte, stets tadellos gewesen

waren. Das Problem: Diese Auskünfte basierten

lediglich auf der Bilanzqualität und den

Zahlungsgewohnheiten des Logistikunternehmens.

Wären diese Informationen mit

Geodaten verknüpft gewesen, wären beim

Leasinggeber vermutlich frühzeitig alle

Warnlampen angegangen. Denn der neue

Firmensitz in Frankfurt/Oder war ein kleines

Einfamilienhaus.

Das Beispiel macht das Datendilemma im

Digitalzeitalter deutlich: Es gibt eine Fülle qualitativ

hochwertiger Informationen aus unterschiedlichen

Quellen – aber sie alleine stellen

noch keinen Wert dar. Es kommt darauf an,

diese Daten mit speziellen Techniken so aufzubereiten

und auszuwerten, dass sich Trends

und Muster erkennen lassen, die wiederum

Grundlage für Geschäftsentscheidungen sind.

Und das mit guter Treffgenauigkeit und in

hoher Geschwindigkeit. Bei der Auswertung

der Datenmengen helfen neuartige Datenbanken,

linguistische Analysen und Visualisierungstools.

Zusammen mit immer leistungsstärkeren

Superrechnern und Breitbandnetzen

sowie Speichermöglichkeiten in der Cloud

entstehen Big-Data-Anwendungen.

Wer das beherrscht (Stichwort: Big Data),

besitzt einen enormen Wettbewerbsvorteil. Er

kann zum Beispiel Absatzprognosen für

Wochen im Voraus erstellen und seine Fertigungskapazitäten

entsprechend auslasten.

Oder er kann Lieferprozesse verschlanken und

seine Flotten effizienter managen. »Die möglichen

Einsatzgebiete von Big Data umfassen

faktisch alle Bereiche, in denen größere

Datenmengen verarbeitet werden: von

betriebswirtschaftlichen Anwendungen über

die wissenschaftliche Forschung bis hin zur

Medizin«, sagt Dieter Kempf, Präsident des

Digitalverbandes Bitkom.

In einer von der Commerzbank initiierten

Untersuchung im Mittelstand gaben vor Kur-


dass sie Big Data für relevant halten. Aller-


bereits Daten systematisch erfassen, analysieren

und Nutzen daraus ziehen. Dieses

Ergebnis deckt sich mit Studien von Bitkom,

wonach nur die wenigsten Unternehmen die

Daten nutzen, die ihnen technisch zur Verfügung

stehen. Warum agieren vor allem

viele Mittelständler bei diesem Thema so

zögerlich?

Ein sensibler Punkt ist das Thema Datenschutz.

Das Datenschutzrecht verlangt, dass

Kunden ausdrücklich darüber informiert werden

müssen, welche Angaben von ihnen wie

und wofür genutzt werden – worin sie dann

wiederum explizit einwilligen müssen. Auch

ermittelte Standortdaten dürfen für Auswertungen

grundsätzlich nur anonymisiert oder

mit Einwilligung des Kunden genutzt werden.

Das alles ist aufwendig und übersteigt

die Kapazitäten vieler Unternehmen. Hinzu

kommt die Unsicherheit, gegen Vorschriften

zu verstoßen. Seit Gültigkeit der EU-Datenschutzgrundverordnung

Ende Mai 2018 sind

die Dinge in vielen Punkten noch komplizierter

geworden. Viele Unternehmen fürchten

aber auch Kritik ihrer Kunden, wenn sie zu

viele Informationen über sie nutzen – selbst

wenn sie sich dabei im rechtlich zulässigen

Bereich bewegen.

Möglicherweise hat die abwartende Haltung

vieler Unternehmen beim Thema Big

Data auch mit schlechten Erfahrungen zu tun.


befragten Unternehmen mussten bereits erleben,

wie Viren und Trojaner ihre IT schädigten.


wurden von digitalen Betrügern geschädigt,

ebenso viele wurden ausgespäht.

Die größte Hürde auf dem Weg zu einer

intensiveren Nutzung ihres Datenschatzes ist

für viele Unternehmen jedoch der Mangel

an Experten in diesem IT-Bereich. Aber es

führt kein Weg daran vorbei: Wer sich nicht

darum kümmert, verfügbare Daten so aufzubereiten,

dass er effizienter arbeiten und

bessere Entscheidungen treffen kann, wird

im Wettbewerb zurückfallen.

(180806398)

stahlmarkt 8.2018


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8 Steel International

US-Schutzzölle auf Metallimporte zeigen

Wirkung auch in den USA

Von Brigitte Lebens-Nacos*

New York. Bei seinem Besuch im Mittleren Westen zu Beginn des Sommers begeisterte Präsident Trump eine

Gruppe von Arbeitern mit einer wunderbaren Nachricht: Der Chef von U.S. Steel habe ihn angerufen und informiert,

dass sein Unternehmen sechs große Werke wieder in Betrieb nehmen oder vergrößern werde. Ein paar Tage später

sagte Trump im Weißen Haus, U.S. Steel habe gerade angekündigt, dass sechs Werke gebaut oder erweitert werden.

Tatsächlich jedoch hatte das U.S.-

Steel-Management weder in einem Telefonat

mit Trump noch in einer öffentlichen Bekanntmachung

die Wiedereröffnung, den Bau oder

die Erweiterung von sechs großen Stahlwerken

angezeigt.

Wie oft vor und während seiner Präsidentschaft

erfand Donald Trump eine Story,

um neue Luft in seinen »Make America

Great Again«-Luftballon zu pumpen. Die

wahren U.S.-Steel-Pläne waren weniger

spektakulär: Im Frühling kündigte das

Unternehmen an, dass man innerhalb der

nächsten Monate einen stillgelegten Hochofen

im Granite- City-Werk im Bundesstaat

Illinois wieder anblasen werde; im Juni

wurde bekannt gemacht, dass im Herbst

ein zweiter Hochofen im gleichen Werk

wieder in Betrieb genommen werden soll.

Beides sollte zur Wiedereinstellung von ca.

800 U.S.-Steel-Arbeitern führen.

Unwahrheiten vonseiten des Präsidenten

über die positiven Auswirkungen seiner

Handelspolitik und oftmals stündlich

wechselnde Positionen seiner Wirtschaftsund

Handelsberater über das Für und

Wider von Strafzöllen gegen Amerikas traditionelle

Freunde und Feinde verursachten

in den letzten Wochen steigende Unsicherheit

nicht nur bei Stahlherstellern und

ihren Kunden, sondern auch in der

Gesamtwirtschaft. Das gleiche galt für

Gerüchte, wonach Trump den Austritt der

Vereinigten Staaten aus der Welthandelsorganisation

WTO plane. All das spiegelte

sich nicht nur in drastischen Kursschwankungen

an der Wall Street wider, sondern

auch in der Unternehmensstrategie einzelner

Firmen.

Produktionsverlagerung

und Werkschließungen in den USA

Der bekannte Motorradhersteller Harley-Davidson

beispielsweise entschied, einen Teil

seiner Produktion vom Bundesstaat Wisconsin

nach Europa zu verlegen, um die negativen

Konsequenzen der Handelsfehde zwischen

Washington und der EU zu mindern.

Harley-Davidson war doppelt betroffen: Die

von Trump verhängten Strafzölle gegen

Stahl- und Aluminiumimporte aus der EU

sorgten einerseits für höhere Preise von

Inlands- und Auslandsstahl und verteuerten

die Produktionskosten daheim in Wisconsin.

Obendrein wurden Motorräder mit der

»Made in USA«-Marke in Europa preislich

weniger attraktiv, weil die EU hohe Gegenzölle

gegen diese Importe verhängte. Als

Konsequenz zeichneten sich in den US-Fabriken

von Harley-Davidson größere Jobverluste

ab als die im Granite-City-Werk von

U.S. Steel wiedergewonnenen Arbeitsplätze.

Für Trump waren die von Harley-Davidson

erklärten Realitäten überhaupt nicht relevant.

Obwohl er das Unternehmen bei einem Empfang

seiner Manager und Belegschaftsvertreter

im Weißen Haus als amerikanisches Ideal

gelobt hatte, drohte er nun »beispiellose

Steuern« als Straf- und Vernichtungswaffe

an. Nicht klar war zu Beginn dieser Kontroverse

die Reaktion der amerikanischen Fangemeinde

von Harley-Davidson-Motorrädern.

Für viele dieser Fans waren und bleiben Harley-Davidson-Motorradclubs

ein wesentlicher

Teil ihres Lebensstils. Viele von ihnen waren

seit dem Wahlkampf 2016 Anhänger von

Trump und fuhren gemeinsam von einer

Wahlkundgebung zur anderen. Der Präsident

behauptete in einer Twitterattacke, dass die

Kunden von Harley-Davidson bereits »sehr

ärgerlich sind«. Tatsache war zu diesem Zeitpunkt

nur, dass der Kurswert dieser Unternehmensaktien

an der Börse sank.

Weniger bekannte Unternehmen wie Harley-Davidson

reagierten ebenfalls auf die

Konsequenzen der neuen Zölle gegen Metallimporte.

Im Bundesstaat Missouri beispielsweise

entließ Mid-Continent Nail, der größte

Hersteller von Nägeln im Land, 60 Arbeiter

und warnte, dass die Schließung der Fabrik

mit 500 Beschäftigten innerhalb weniger

Monate wahrscheinlich sei. Weil die Firma

Stahl für die Herstellung von Nägeln importiert,

stiegen die Produktionskosten drastisch

an. Infolge der notwendigen Preissteigerungen

sank das Auftragsvolumen. Offensichtlich

gehörte Mid-Continent Nail nicht zu den

wenigen Unternehmen, deren Anträge auf

die Streichung der Stahl importzölle vom

US-Handelsministerium genehmigt wurden.

Ausnahmegenehmigungen

für Stahlzölle werden nicht


Ende Juni gewährte das Ministerium die ersten

Ausnahmen von den Stahlzöllen für die

Produkte von sieben Unternehmen, während

die Anträge von elf Firmen abgelehnt

wurden. Die Zahl dieser Entscheidungen war

minimal im Vergleich zu den ca. 20.000

Exklusionsanträgen, die für bestimmte Produkte

eingereicht wurden. Ein Grund für das

langsame Tempo des Amtsschimmels in diesen

für viele Unternehmen existenziellen

Entscheidungen ist der Mangel an Personal

im Handelsministerium, das die eingereichten

Dokumente lesen und beurteilen kann.

Erst in der zweiten Junihälfte begann ein

* Korrespondentin in New York

stahlmarkt 8.2018


Steel International 9

Schnelltraining für 30 »Schiedsrichter«, die

in Zukunft diese Anträge bearbeiten werden.

Ein Problem war, dass die neuen Arbeitskräfte

keine besonderen Kenntnisse oder Erfahrungen

in Sachen Stahlherstellung oder Handel

hatten. Andererseits war Expertise am

Ende gar nicht notwendig. Ausschlaggebend

schien letztendlich der Einfluss der

Stahllobby, die die Hersteller von Stahl –

nicht die Stahl verwendenden Unternehmen

– vertritt. Die wenigen bereits entschiedenen

Exklusionsanträge enthüllten nämlich, dass

alle abgelehnt wurden, wenn Stahlunternehmen

wie Nucor oder U.S. Steel gegen die

Aufhebung der Strafzölle Einspruch einlegten.

Wenn es keine Opposition aus den Reihen

der einheimischen Stahlproduzenten

gab, fielen die Entscheidungen zugunsten

der Antragsteller aus.

Die Klagen gegen Stahlimportzölle


120 Unternehmen, die Importstahl verarbeiten,

sind Mitglieder des American Institute

for International Steel (AIIS), ein Interessenverband,

der Ende Juni eine Klage gegen die

von der Trump-Administration verhängten

Importzölle beim U.S. Court of International

Trade einreichte. Das Handelsgericht muss

nun entscheiden, ob die in Sachen der Stahlund

Aluminiumzölle entscheidende Gesetzesvorlage

232 verfassungswidrig ist wie die

Klage behauptet. Dieses Gesetz gibt dem

US-Präsidenten das Recht, Schutzzölle zu

verhängen, wenn die nationale Sicherheit

seiner Meinung nach bedroht ist. Da Präsident

Trump mit dem gleichen Argument der

nationalen Sicherheit Autoimporte aus der

EU – insbesondere aus Deutschland – mit

hohen Zöllen belegen will, würde ein Sieg

für AIIS nicht nur Stahl-, sondern auch Autoeinfuhren

betreffen.

Die US-Autoindustrie wartete indessen

nicht auf das Urteil des Handelsgerichts, sondern

protestierte gegen die bereits verhängten

Stahlimportzölle und die angedrohten

Zölle auf importierte Autos. Vor dem Beginn

einer Anhörung im Handelsministerium

warnte das Management von General

Motors in einer Eingabe, dass diese protektionistischen

Schritte den Preis eines Automobils

um Tausende von Dollars erhöhen

und insbesondere die Käufer der niedrigen

Preisgruppen treffen würden. Sinkende

Nachfrage, so General Motors, würde die

Produktion drosseln, das Unternehmen

schrumpfen und die Zahl der Arbeitsplätze

reduzieren.

(180806421)

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stahlmarkt 8.2018


10 Steel International

Mantella gewinnt schwedischen

Stahlpreis 2018


Stockholm. Der von SSAB traditionell ausgelobte Stahlpreis geht im Jahr 2018 an den italienischen Lkw-Hersteller

Mantella. Die Vorteile von hochfestem und verschleißbeständigem Stahl kommen nach Angaben der Jury bei dem

präsentierten Stratosphere-3.0-Hinterkipp-Sattelauflieger besonders gut zur Geltung.

(Fotos: SSAB)

-




Mit diesem Wettbewerbsbeitrag verwiesen

die Italiener die drei anderen Finalisten

auf die Plätze. Die italienische CTE hatte sich

mit einer vielseitig einsetzbaren Arbeitsbühne,

die finnische JAK Metalli mit einem

Schneidegerät für die Reinigung von Straßenvegetation

beworben. Trufab Global aus Australien

war mit einem modular aufgebauten

Kornschneckenwagen ins Rennen gegangen.

Mantella erhielt für den Sieg eine Statue

des Bildhauers Jörg Jeschke sowie eine Geldprämie

von 100.000 schwedischen Kronen

für einen wohltätigen Zweck. Der schwedische

Stahlerzeuger SSAB vergab den Stahlpreis

bereits zum 19. Mal. Er will innovative

Ideen für den Einsatz hochfester und verschleißbeständiger

Stahlerzeugnisse fördern.

»Mantella entwickelte eine einzigartige

Konstruktion, die eine völlig neue Generation

bei Kipper- und Karosserielösungen darstellt«,

sagte Juryvorsitzende und SSABs

Forschungs- und Entwicklungsleiterin Eva

Petursson. Qualifizierte Konstruktionsarbeit,

intelligente Produktionsverfahren und die

volle Nutzung der Vorteile von hochfestem

und verschleißbeständigem Stahl hätten dies

ermöglicht.

Die Italiener konstruierten ein Fahrgestell

mit dem Gewicht eines Aluminiumrahmens,

aber besseren mechanischen Eigenschaften.

Der Stratosphere 3.0 verfügt über ausgezeichnete

Verschleißbeständig- und

Ermüdungsfestigkeiten und weist eine

Gewichtsreduzierung um rd. 30 % im Vergleich

zu früheren Anhängerfahrgestellen

auf.

Das Fahrwerk besteht aus hochfestem

Stahl mit umgeformten Z-Trägern anstelle

der herkömmlich geweißten I-Profile. Das

Eliminieren der geschweißten Träger verbessert

Ermüdungsresistenz und Produktionseffizienz.

Trotz des geringeren Gewichtes stieg

die Nutzlast. Die aus verschleißbeständigem

Stahl gefertigte Karosserie des Kipplasters

garantiert außerdem eine lange Haltbarkeit.

Nutzer loben SSAB zufolge zudem eine

bessere Straßenlage, eine Reduzierung des

Kraftstoffverbrauchs und einen geringeren

Reifenabrieb.


(180806375)

stahlmarkt 8.2018


Steel International 11

Produktion von Leichtbau- und

Stahldesignrädern in China

thyssenkrupp Steel Europe plant Joint Venture mit chinesischen Partnern

Duisburg. thyssenkrupp Steel Europe hat Mitte Juni Verträge für ein Joint Venture zur Produktion von Leichtbauund

Stahldesignrädern für die Fahrzeugindustrie in China unterzeichnet. Die Partner des geplanten

Gemeinschaftsunternehmens werden der führende chinesische Stahlräderhersteller Jingu sowie der Stahlproduzent



Artikelnr_Weiß

Ziel des Joint Ventures ist es, mit innovativen

Produkten Marktpotenziale für

Leichtbau- und Stahldesignräder zu erschließen.

thyssenkrupp Steel Europe bringt dazu

technologisches Know-how ein: Im Rahmen

des InCar-plus-Projekts gelang es den

thyssenkrupp-Entwicklern vor allem über

den Weg der Warmumformung, erhebliche

Leichtbauerfolge zu erzielen. Die so entwickelten

Räder waren im Ergebnis nicht nur

leichter als vergleichbare Aluminiumräder,

sondern zugleich auch deutlich günstiger,

bei Einhaltung höchster Sicherheitsstandards.

Die Räder können aus einem einheitlichen

Grund träger mit Felge und zusätzlicher

Designschale aufgebaut werden.

Durch diese besondere modulare Bauweise

sind neue Designfreiheiten möglich. Die

gerade in den Bereichen Warmumformung

und Leichtbau bewiesene Expertise war für

die chinesischen Partner einer der ausschlaggebenden

Gründe, thyssenkrupp

Steel Europe für das Gemeinschaftsprojekt

zu gewinnen.

»Wir freuen uns außerordentlich, heute

gemeinsam mit unseren Partnern Jingu und

Ansteel das Startsignal für dieses Joint Venture

geben zu können«, erklärt Dr. Heribert

Fischer, Produktionsvorstand bei thyssenkrupp

Steel Europe. »Es gibt auf den wichtigen

globalen Fahrzeugmärkten einen klaren

Trend hin zu Leichtbaukonzepten. Diese

Potenziale gilt es zu heben. Wir haben nun

mit Jingu und Ansteel genau die richtigen

Partner, um unser Know-how im Segment

Räder gemeinsam in überzeugende Produkte

für die Kunden umzusetzen.« Die Planungen

sehen vor, nach dem Closing mittelfristig

Produktionszahlen im niedrigen

einstelligen Millionenbereich

zu erreichen.

Mit Ansteel, einem der beiden

Joint-Venture-Partner, ist


erfolgreich verbunden: Seit

2002 produzieren die beiden

Unternehmen über ihr Joint

Venture Tagal hochwertige

feuerbeschichtete Bleche für

den chinesischen Automobilmarkt.

Der vor Ort ansässige

Stahlhersteller Ansteel wird die

Vormaterialversorgung für die

Räderproduktion sicherstellen.

Die Ansteel Iron and Steel

Group mit Sitz in Anshan ist mit einer Kapa-


Stahlproduzenten weltweit.

Jingu, Hauptanteilseigner des geplanten

Joint Ventures, ist chinesischer Marktführer


und fünf Produktionsstandorten.

Das

Foto: thyssenkrupp Steel Europe

Auf den wichtigen globalen Fahrzeugmärkten gibt es einen

Trend hin zu Leichtbau- und Stahldesignrädern. Diese Potenziale

will thyssenkrupp Steel Europe heben.

CNC-Laserschneiden

von MINI bis XXL

Jahre

Erfahrung

in Metall www.schages.de

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Unternehmen verfügt

zudem über

modernste Forschungs-

und

Testeinrichtungen.

Ein klarer Entwicklungsschwerpunkt

wird im Rahmen

des Joint Ventures

auf warmumgeformten

Stahlrädern

für den chinesischen

Markt liegen.

Die Produkte des Joint Ventures sollen

über eigene Marken vertrieben werden.

Dazu ist auch eine E-Commerce-Plattform

geplant.

www.thyssenkrupp-steel-europe.com

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stahlmarkt 8.2018


12 Steel International

Tangshan erweitert Condition Monitoring

London.Der chinesische Stahlerzeuger Tangshan Iron and Steel Group Co. Ltd. baut das Condition-Monitoring-


(180806419)

Den Auftrag hat Primetals Technologies

erhalten, die das System implementiert hatte.

Zukünftig soll das erweiterte System

auch zur Zustandsüberwachung zweier neuer

von Primetals Technologies gelieferter

Konti-Verzinkungslinien eingesetzt werden.

Das CMS dient bereits seit 2017 zur Überwachung

einer bestehenden Verzinkungslinie,

einer Kontiglühe und einer gekoppelten

Beiztandemstraße im Kaltwalzwerk Nr. 2

sowie einer Warmbandstraße. Mithilfe des

CMS sollen die Verfügbarkeit der Anlagen

erhöht, die Instandhaltungskosten gesenkt,

die Produktionsplanung optimiert und eine

gleichbleibend hohe Produktqualität sichergestellt

werden. Mit der anlagenübergreifenden

Zustandsüberwachung unternimmt

Tangshan einen wichtigen Schritt auf dem

Weg zu Industrie 4.0. Das erweiterte CMS

soll Ende 2018 in Betrieb gehen.

Das CMS überwacht neben den mechanischen

Ausrüstungen auch mechatronische

Systeme und technologische Regelungen,

Prozessmodelle sowie Systeme von

Drittanbietern. Für die Erweiterung des

Zustandsüberwachungssystems liefert Primetals

Technologies Sensorpakete, Server

und spezielle Softwarepakete. Dazu gehören

jeweils eine dreistellige Anzahl von fest

installierten und mobilen Paketen zur

Schwingungsmessung und -analyse, Pakete

zur schnellen Anbindung von lokalen

CPUs, Pakete für die Überwachung der

Rollgänge und für das Monitoring von

Daten aus der Basisautomatisierung (Level

1).

Die erhobenen Daten stehen sowohl zentral

in einem Maintenance Center als auch

an Bedienstationen oder remote zur Verfügung.

Ein Interface zum ERP-System für

(Foto: Primetals Technologies)

Kaltwalzwerk von Primetals Technologies bei

der Tangshan Iron and Steel Group Co. Ltd.

Maschinendatensynchronisation, Arbeitsaufträge

und Reparaturrückmeldungen

wurde ebenfalls implementiert.

www.primetals.com

Tata Steel Packaging – Neues Leitsystem

IJmuiden. Kürzlich wurde die Kontiglühlinie CA 12 bei Tata Steel Packaging in IJmuiden modernisiert

und mit neuer Elektro- und Automatisierungstechnik wieder in Betrieb genommen.

Verarbeitung eines Coils auf der

Durchlaufglühlinie CA 12 von Tata Steel

Packaging, die kürzlich mit neuer Elektround

Automatisierungstechnik von Primetals

Technologies modernisiert wurde.

Ziel des Modernisierungsprojektes war ein

1:1-Austausch des vorhandenen Leitsystems

samt der Human-Machine-Interfaces (HMIs) und

Antriebe. Die neue Technik soll den einwandfreien

Betrieb der Glühlinie, auf die etwa die Hälfte

(Foto: Primetals Technologies)

der Glüh- und Sekundärkaltwalzkapazität von

Tata Steel Packaging entfällt, für die nächsten 20

Jahre sicherstellen. Das Projekt wurde vom Auftrag

bis zur Leistungsprüfung in nur 14 Monaten

von Primetals Technologies realisiert.

Tata Steel Packaging liefert ein umfassendes

Produktportfolio von Hochleistungsstählen für

anspruchsvolle Dosenherstellungsprozesse. Die

Produktpalette umfasst Weißblech, zinnfreie

Stähle (ECCS), Schwarzblech und den laminierten

Protact-Stahl. Hierzu gehören wiederum

reine Stähle für die Dosenherstellung durch

Tiefziehen und Abstreckgleitziehen, hochfeste

umformbare Stähle für Aufreißdeckel sowie

beschichtete Stähle. Die Glühlinie CA 12 ist für

-


Primetals Technologies lieferte das Leitsystem

der kompletten vollautomatischen Linie mit Einlaufstrecke,

Bandreinigung, Ofen, zweigerüstiger

Sexto-Dressierstraße sowie Auslaufstrecke

mit magnetischer Bandübergabe. Zusätzlich

wurden 239 Motorantriebe geliefert und 153

Getriebemotoren ausgetauscht. Eine separate

Sicherheitssteuerung wurde als Ersatz für das

vorhandene System installiert.

Zum Abschluss wurde eine mehrwöchige

detaillierte Endabnahmeprüfung durchgeführt,

um den ordnungsgemäßen Betrieb der neuen

Anlagen und Systeme sicherzustellen und die

Programmierung vor der tatsächlichen Abschaltung

zu überprüfen.

Die Bediener wurden auf der simulierten

Automatisierungsplattform geschult. Die komplette

Ausrüstung wurde während einer dreiwöchigen

Stillstandsphase installiert und geprüft.

Nach der Wiederaufnahme der Produktion

konnte mit einer erfolgreichen Anlaufkurve

innerhalb von drei Wochen wieder das ursprüngliche

Produktionsniveau erreicht werden.

www.primetals.com

(180806412)

stahlmarkt 8.2018


Steel International 13

Neue Schweißanlage

Uckange

Blanks Lorraine in Uckange.

Die neue Anlage ist das Ergebnis

einer Investition von 7 Mill. € und wird

die weltweit erste Installation und

Anwendung einer Technologie sein, die

es ermöglicht, zwei Schlüsselprozesse –

Schweißen und partielle Abtragung – bei

der Herstellung von lasergeschweißten

Rohlingen (Laser Welded Blanks – LWB)

gleichzeitig durchzuführen. Dies wird bei

Produktionsbeginn – voraussichtlich im

September 2019 – zu einer Kapazitäts-

trag

für die Lieferung der Anlage hat

Andritz Soutec erhalten.

Lasergeschweißte Rohlinge sind eine

innovative Möglichkeit für Automobilhersteller,

um die Crash- und Sicherheitsperformance

zu erhöhen und gleichzeitig

den Kraftstoffverbrauch des Fahrzeugs zu

senken. Durch das Zusammenschweißen

von Stahlsorten mit unterschiedlichen

Beschichtungen und Dicken sorgen LWB

dafür, dass die Festigkeit dort konzentriert

werden kann, wo sie für die Crashresistenz

am meisten benötigt wird, während

duktilere Stähle im gleichen Bauteil zur

Kontrolle der Verformung verwendet werden

können. Mit LWB wird die Gesamtmaterialstärke

reduziert, wodurch

Gewicht und Emissionen gesenkt werden.

Das bedeutet einen deutlichen Rückgang

bei den Herstellungs-, Material- und

Transportkosten.

Die Entscheidung, die neue Schweißanlage

in Uckange anzusiedeln, basiert

(Foto: Andritz Soutec)

Souspeed-AB-Anlage von Andritz Soutec für den Einsatz bei ArcelorMittal Tailored Blanks

Lorraine in Uckange.

auf der geografischen Nähe zur Anlieferung

von presshärtbarem Stahl, der für

die Herstellung von Tailored Blanks aus

den ArcelorMittal-Werken in Florange

und Mouzon benötigt wird. Uckange ist

auch für die Lieferung und den Vertrieb

zu den wichtigsten Automobilkunden

von ArcelorMittal Tailored Blanks günstig

gelegen.


Schweißanlage wurde mit Unterstützung

der lokalen Gemeinschaft von Tailored

Blanks Lorraine und der staatlichen Akteure

getätigt. Die Region Grand Est wird


verbundenen FuE-Kosten übernehmen und

die Gemeinde Val de Fensch wird ebenfalls

in die neue Anlage investieren. ArcelorMittal

wird für bestimmte Teilaspekte des Projekts

Aufträge an lokale Unternehmen vergeben.

http://europe.arcelormittal.com

(180806411)

stahlmarkt 8.2018


14 Steel International

Jetzt wird es persönlich – SSAB entwickelt mobile Applikation

SmartSteel 1.0

Stockholm

SSAB SmartSteel

Die SSAB AB hat mit der Entwicklung

der Applikation SmartSteel 1.0 eigenen

Angaben zufolge den ersten Schritt hin zum

lang ersehnten Internet der Dinge getan, in

dem Kunden den gesamten Fertigungsprozess

verfolgen können. SSAB Special Steels

und SSAB Europe markieren in ihren Werken

ab sofort alle Erzeugnisse und laden die

Daten in Cloud-Servern hoch. Künftig will

der Stahlerzeuger diesen Service auch für

andere Konzernprodukte anbieten.

SmartSteel 1.0 verleiht Erzeugnissen eine

digitale Identität. Das Programm stellt Daten

und Anweisungen zu jedem Artikel unabhängig

von seinem Einsatzort zur Verfügung.

Mit der SmartSteel-App können Kunden

georderte Erzeugnisse identifizieren,

Materialeigenschaften prüfen, Materialzertifikate

herunterladen und Feedback geben.

Jedes Glied der Produktionskette kann diese

Daten verwenden und ergänzen.

Größte Vorteile für die Kunden sind die

Rückverfolgbarkeit der Erzeugnisse und die

automatische Dokumentation. Der wahre

Wert dieser Anwendung liegt SSAB zufolge

aber in der Vernetzung aller Beteiligten.

(Quelle: SSAB)

SSAB will die Idee des intelligenten

Stahls weiterentwickeln. SmartSteel soll

Teil einer Plattform werden, auf der verschiedene

Akteure Daten austauschen und

Probleme gemeinsam lösen. Diese Transformation

sei vergleichbar mit der voranschreitenden

Fabrikautomation in den vergangenen

Jahrzehnten. Der Unterschied

bestehe nun in der über Unternehmensgrenzen

hinausgehenden digitalen Verbreitung.

»Künftig wird Stahl in der Lage sein,

seine Eigenschaften und Verarbeitungsanweisungen

der Maschine zu übermitteln,

die ihn verarbeitet«, sagte Niko Korte, Leiter

von SSAB Digital Business Development.

Die Anlage werde sich automatisch

anpassen, schneller arbeiten und weniger

Abfall erzeugen.

Weitere Akteure könnten beispielsweise

zusätzliche Services für das Supply-Chain-

Management oder die Wiederverwendung

der Erzeugnisse bereitstellen. Auch die

Wiederverwertung und das Recycling von

Strukturen, Bauteilen und Materialien

erforderten neue Wege der Materialidentifikation,

Kennzeichnung und Datenverwaltung.

www.ssab.com

(180806376)

STEEL TICKER

180806374

SALZGITTER MANNESMANN

VERSTEIGERT ERZEUGNISSE IM

INTERNET

Salzgitter. Die Salzgitter Mannesmann

lisierung

ihrer Geschäftsprozesse weiter ausgebaut

und die Versteigerungsplattform

den

im Internet Stahlerzeugnisse in einem

liche

Verfolgen der aktuellen Gebote auf der

digitalen Handelsplattform bezeichnet der


Salzgitter Mannesmann will künftig aber nicht

nur Produkte des lagerhaltenden Handels ver-


mit innovativen Leistungen noch erweitern. So

sern

und die Effizienz steigern.

»Die e-AUCTION-Plattform ist ein weiteres Bei-

netzung

nicht nur unsere industriellen Fertigungspro-


«

rung

Salzgitter Mannesmann Stahlhandel und Mitglied

der Konzerngeschäftsleitung. Die fortschreiten-


gen

seien Sicherheit und Integrität der Daten.

Salzgitter Mannesmann Stahlhandel richtet ihre


Angaben zufolge an den Bedürfnissen und der



Just-in-Time-Vernetzungen mit Logistikketten von

Automobilzulieferern.


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16 Steel International

Entfernte Horizonte und enge Grenzen

Europäische Stahlindustrie entwickelt neue Zukunftsperspektiven

Brüssel. Vielversprechende Forschungs- und Entwicklungsprogramme in Europa und Schutzmaßnahmen gegen die

Strafzölle aus den USA standen im Mittelpunkt des europäischen Stahltages am 7. Juni 2018 in Brüssel. Die im

europäischen Stahlverband EUROFER zusammengeschlossenen Unternehmen und Organisationen diskutierten

intensiv über Zukunftsperspektiven für eine kohlenstoffarme Stahlerzeugung sowie die von den USA verhängten

Strafzölle auf die Einfuhr von Stahl.

EUROFER hatte die Jahrestagung mit

dem Titel »Steel, Sustainability and

Low-Carbon Innovation« versehen und

damit die zentralen Botschaften der europäischen

Stahlindustrie hervorgehoben. Der

Verband ist überzeugt, dass der Wechsel

hin zu einer kohlenstoffarmen Stahlerzeugung

gelingen kann. Vorausgesetzt, es werden

innovative Technologien entwickelt und

hoher Wert auf Nachhaltigkeit und Investitionen

gelegt.

Führende Vertreter der europäischen

Stahl industrie präsentierten im Brüsseler

Tagungscenter Concert Noble ihre innovativen

Forschungsansätze zur Reduzierung des

Treibhausgases, wie den intelligenten Kohlenstoffeinsatz

(Smart Carbon Use – SCU)

und die direkte Vermeidung von CO 2

-Emissionen

(Carbon Direct Avoidance – CDA),

und zeigten die speziellen Herausforderungen

ihrer Vorhaben auf. Außerdem erörterten

die Teilnehmer der Tagung, wie sich

Nachhaltigkeitsaspekte innerhalb der Kreislaufwirtschaftskonzepte

noch verbessern

lassen.

Stahlerzeuger forschen im stillen

Kämmerchen

Herbert Eibensteiner, Leiter der Stahlsparte

der voestalpine AG, berichtete von dem im

österreichischen Linz geplanten Bau der

weltweit größten Pilotanlage zur Herstellung

von grünem Wasserstoff und der Grundlagenforschung

zur alternativen Gewinnung

von Rohstahl aus Eisenerz.

Einen Überblick über das Projekt Salcos, in

dem beispielsweise der für die Stahlerzeugung

eingesetzte Kohlenstoff schrittweise

durch Wasserstoff ersetzt wird, gab Heinz

Jörg Fuhrmann, Vorstandsvorsitzender der

Salzgitter AG.

Andreas J. Goss, Vorstandsvorsitzender der

thyssenkrupp Steel Europe AG, berichtete von

dem Vorhaben Carbon2Chem, dessen Ziel es

ist, das bei der Stahlerzeugung entstehende

CO 2

für die Herstellung von Chemikalien wie

Ammoniak und Methanol einzusetzen.

Das im Gemeinschaftsunternehmen Hybrit

zusammengefasste Projekt des schwedischen

Stahlerzeugers SSAB, des Energieerzeugers Vattenfall

und des Bergbaukonzerns LKAB präsentierte

Martin Pei, Executive Vice President und

Chief Technology Officer von SSAB. Die Partner

errichten im nordschwedischen Luleå die weltweit

erste Pilotanlage zur fossilfreien Stahlerzeugung

und wollen dort Eisenerz mithilfe von

Wasserstoff zu Eisen reduzieren und nicht wie

üblich mit Kohle und Koks.

Unternehmen wünschen sich

Kooperationen

Die Manager waren sich einig, dass für die

kommerzielle Realisierung kohlenstoffarmer

beziehungsweise kohlenstofffreier Stahlerzeugungsanlagen

in Europa zunächst einmal

die gesamte Energieversorgung ausgebaut

werden müsste. Es reiche nicht aus, nur hie

und da weitere regenerative Erzeugungsanlagen

zu schaffen. Benötigt würden auch

stabile Energienetze und Speichersysteme.

Für das Schaffen dieser Rahmenbedingungen

sehen die Industriellen vor allem die Gesetzgeber

in der Verantwortung. Außerdem müssten

die Politiker einen Wandel in der Gesellschaft

einleiten, damit diese die technischen Veränderungen

unterstütze und akzeptiere.

Fotos: Fred Guerdin

Herbert Eibensteiner Jörg Fuhrmann Andreas J. Goss

stahlmarkt 8.2018


Steel International 17

Die Stahlerzeuger beklagten zudem bestehende

Compliance-Regeln. Sie würden unternehmensübergreifende

Kooperationen bei

Forschung und Entwicklung verhindern. Dabei

wären diese nicht nur wünschenswert, sondern

würden viel Zeit und Geld sparen. »Die

Entwicklung bahnbrechender Technologien ist

keine Frage des Wollens«, sagte Heinz Jörg

Fuhrmann. Sie bedürfe aber bestimmter Rahmenbedingungen,

die die Politiker schaffen

müssten.

Andreas J. Goss wies darauf hin, dass bei der

Diskussion um die CO 2

-Reduzierung nicht vergessen

werden dürfe, dass die europäischen

Stahlerzeuger den Klimawandel nicht alleine

aufhalten könnten. Auch die Anbieter außerhalb

des Binnenmarktes stünden hier in der

Verantwortung und müssten Beiträge liefern.

»Horizont Europa« könnte

Forschung intensivieren

Auf sehr positives Echo traf das von der Europäischen

Union geplante Rahmenförderprojekt

»Horizont Europa«, das nahtlos an das bestehende

Programm »Horizont 2020« anschließen

soll. Das in der Gesetzgebung befindliche

Vorhaben mit einer geplanten Laufzeit von

2021 bis 2027 und einem Budget von


technologische Entwicklung und Innovation in

der Gemeinschaft unterstützen. Die bereits

vorgesehenen Projekte für kohlenstoffarme

und saubere Industrien sowie Kreislaufwirtschaften

sind nach Angaben des EUROFER-Direktors

Axel Eggert eindeutige Hinweise, dass

die Europäische Kommission der Reduzierung

der industriellen Emissionen hohe Bedeutung

beimesse.

»Die europäische Stahlindustrie ist Vorreiter

bei der Entwicklung kohlenstoffarmer Innovationen«,

sagte Eggert. Gleichwohl stoße sie

nun an technische und thermodynamische

Grenzen. Aus diesem Grund müssten mit Blick

auf die ambitionierten Klimaziele der Europäischen

Gemeinschaft bahnbrechende Technologien

zur weiteren Reduzierung der CO 2

-Emissionen

entwickelt werden.

»Der industrielle Einsatz von Innovationen ist

aber sehr kostenintensiv«, sagte Eggert. Zur

Finanzierung dieses Aufwands und zur Realisierung

von Pilotprojekten biete das Programm

»Horizont Europa« den richtigen Rahmen.

»Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem

wir hierauf nicht verzichten können«, sagte

Eggert. Die europäischen Stahlerzeuger rechneten

für die Entwicklung innovativer Technologien

in den nächsten zehn bis 15 Jahren mit


nicht aus eigener Kraft decken.

Der europäische Stahlverband hatte seine

technischen Vorschläge für die weitere Reduzierung

von CO 2

-Emissionen bereits im Jahr

2017 veröffentlicht. Die Verfasser des Dokumentes

»Auf dem Weg zu einem europäischen

Masterplan für eine kohlenstoffarme und wettbewerbsfähige

europäische Stahlwertschöpfungskette«

kommen zu dem Ergebnis, dass

der Einsatz von SCU- und CDA-Projekten die

CO 2

-Emissionen der Stahlindustrie um bis zu


diese Verfahren auch bestimmte Risiken bergen

und könnten scheitern.

»Es gibt keine Innovationen ohne Risiko«,

sagte Eggert. Eine Industrie, die sich in einem

schwierigen und teuren Forschungsumfeld

befinde und in einem sehr wettbewerbsintensiven

Markt arbeite, benötige Unterstützung,

um erfolgreich zu sein. Das alternativ wählbare

Business-as-usual-Szenario würde nur kleinere,

vereinzelte Projekte hervorbringen, die wegen

zu geringer realer Verfügbarkeiten dem Untergang

geweiht seien.

Mit Blick auf die Entwicklung einer kohlenstoffarmen

Stahlindustrie forderte EUROFER

alle EU-Institutionen auf, einer breit angelegten

Initiative – einer gemeinsamen technologischen

Initiative – zuzustimmen. Der sicherste

Weg zu diesem Ziel sei eine institutionalisierte

europäische Partnerschaft zwischen Industrie

und Politik, betonte Eggert.

EUROFER-Präsident Geert van Poelvoorde

forderte die Europäische Union auf, endlich

industriefreundliche Rahmenbedingungen zu

schaffen. Hierzu zähle auch der Zugang zu

günstiger Energie. Außerdem müssten Gesetzgebungsverfahren

beschleunigt werden, damit

die Mitgliedstaaten neue Vorgaben schnell in

nationales Recht umsetzen könnten. Van Poelvoorde

ersuchte die Politiker auch zur Überarbeitung

der Kartellgesetze, da diese im Zeitalter

der Globalisierung nicht mehr aktuell seien,

unternehmens übergreifende Kooperationen

oft verbiete und die Bildung europäischer Vorzeigeunternehmen

verhindere.

Harsche Kritik

an den US-Schutzzöllen

Die Verbandsmitglieder befassten sich während

der Tagung auch mit den von den USA verhängten

Schutzzöllen auf die Einfuhr von Stahl. Van

European Steel Day 2018

Poelvoorde kritisierte den von US-Präsident

Donald Trump eingeschlagenen Weg. »Diese

protektionistische Handelsmaßnahme ist absurd

und trifft die Verbündeten der USA am stärksten«,

sagte er. EUROFER rechne mit einem

hohen Verlust von Marktanteilen in den USA.

päischen

Stahlexporte in die USA gingen.

Die USA prognostizieren künftig eine Reduzierung

des europäischen Importvolumens von

zung

als konservativ und befürchtet ein weitaus

größeres Volumen.

Der EUROFER-Präsident will die Diskussion mit

den USA über die wahren Gründe dieses Handelsstreits,

die globalen Stahlüberkapazitäten,

unbedingt fortsetzen. »Wir müssen mit den

Ländern zusammenarbeiten, die die Stahlerzeugung

für den Export subventionieren«, betonte

er. Hierfür existierten internationale Foren. Einseitige

Maßnahmen seien nicht zielführend.

Abgesehen davon forderte er die Europäische

Union erneut auf, so schnell wie möglich Sicherheitsmaßnahmen

zu entwickeln. »Je länger wir

zögern, desto größer wird der Schaden für die

europäische Stahlindustrie ausfallen«, sagte van

Poelvoorde. Er glaubt, dass infolge der US-Im-


aus Asien, Russland und der Türkei nach Europa

umgeleitet würden.

EUROFER verlangte aber auch Schutz gegen

Importe aus anderen Ländern, in denen Stahlerzeuger

kein Geld für die Reduzierung des Kohlenstoffausstoßes

und die Steigerung der Nachhaltigkeit

ausgeben, sondern ausschließlich in

die Entwicklung von Produkten und Prozessen

investieren. »Wir benötigen den Schutz vor

Importen aus Ländern, die keinen vergleichbaren

Druck wegen der Einhaltung von Umweltschutzauflagen

haben«, sagte van Poelvoorde.

kibi

www.europeansteelday.eu

(180806377)

stahlmarkt 8.2018


18 Stahlstandort Deutschland

Netzwerk für das Saarland

Innovationsforum Stahl 4.0 in Saarbrücken

Saarbrücken. Das Saarland hat sich als moderner Industriestandort, aber

auch als führende Informatikplattform in Europa etabliert. Welches Knowhow

durch die vorhandenen IT-Kompetenzen im Kontext Stahlindustrie und

Zulieferer im kleinsten Flächenland bereits vorhanden ist und welche

weiteren Kooperations- und Vernetzungsmöglichkeiten hier bestehen,

wurde in den letzten Monaten seit November 2017 im Rahmen von

unterschiedlichen Workshops des Innovationsforums Stahl 4.0 aufgezeigt.

Projektleiter Dr. Marc Schaber, Staatssekretär

Jürgen Barke, Antje Otto vom Verband der

Saarhütten, Dr. Carsten Meier (IHK), Dr. Jörg

Rupp und Prof. Dr. Philipp Slusallek vom DFKI

(Foto: IHK Saarland)

Die Präsentation dieser Ergebnisse

sowie weitere Vorträge zum Thema Stahl 4.0

gab es im Rahmen eines zweitägigen Inno-


Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik

(ZeMA) in Saarbrücken. An

zwei Veranstaltungstagen waren jeweils rd.

70 Teilnehmer aus Industrie, Verbänden und

Forschung vor Ort. Mit dabei waren auch

zahlreiche Topsprecher aus Industrie und

Forschung: Prof. Dr. Rainer Müller (ZeMA),

Prof. Dr. Tilmann Beck (TU Kaiserslautern),

Prof. Dr. Philipp Slusallek (DFKI Saarbrücken),

Dr. Cord Fricke-Begemann (Fraunhofer- Institut

für Lasertechnik (ILT)) und Prof. Dr. Cornelius

König (Universität des Saarlandes)

präsentierten Ergebnisse aus unterschiedlichen

Gebieten der aktuellen Forschung.

Albert Hettrich, der Präsident des Verbandes

des Saarhütten, Stephan Drautz (Saarstahl

AG) und Michael Hecht (AG der Dillinger

Hüttenwerke) präsentierten neueste Ergebnisse

und Projekte im Kontext Industrie 4.0

aus den saarländischen Stahlunternehmen.

Vertreter von kleinen und mittleren Unternehmen

(KMU) aus dem Saarland und über

die Landesgrenzen des Saarlandes hinaus

stellten ihre zukunftsgerichteten Lösungsansätze

dar. In Gesprächsrunden und einer

Führung durch das ZeMA wurden neue Kontakte

geknüpft und die innovativen Projektideen

vertieft.

Das Innovationsforum Stahl 4.0 ist als

interdisziplinäre Plattform ausgestaltet mit

der Perspektive, daraus ein dauerhaft im

Saarland angesiedeltes Netzwerk kleiner und

mittlerer Unternehmen zu entwickeln.

Gefördert wird es durch das Bundesministerium

für Bildung und Forschung. Die Verbindung

neuester Erkenntnisse aus der künstlichen

Intelligenz, der Sensorik sowie der

Materialforschung mit den modernen Produktionsprozessen

der Stahlindustrie macht

»

Das Innovationsforum Stahl 4.0 bietet vor allem für KMU aus der

Stahlzulieferindustrie und der IT-Branche die Chance, in interdisziplinären

Workshops und Arbeitsgruppen im engen Austausch mit den Stahlherstellern

die Basis für zukünftige Innovationsprojekte zu schaffen.

Dr. Jürg Rupp, Geschäftsführer der Dorucon – Dr. Rupp Consulting GmbH

es möglich, bislang nicht fassbare Datenvolumina

zu analysieren, die während der

Stahlproduktion und den vorangelagerten

Prozessen anfallen. Dies erfolgt mittels

modernster Methoden des Maschinellen Lernens,

wie z. B. Deep-Learning. Dadurch werden

die Produktionsprozesse sowie das Produkt

selbst – der Stahl – ständig verbessert.

um

für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr

des Saarlandes erklärte auf dem Innovationsforum

Stahl 4.0 in Saarbrücken: »Das

Saarland ist ein hochmoderner Stahlstandort

und IT-Hochburg zugleich und bietet damit

beste Voraussetzungen für das Innovationsforum

Stahl 4.0. Im Saarland werden bereits

heute die Handlungsfelder Produktion, Verarbeitung

und Werkstoffe mit künstlicher

Intelligenz und Big Data erfolgreich zusammengebracht.

In diesem Prozess müssen wir

insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen

im Saarland unterstützen, damit

auch sie die Gestaltungschancen der digitalen

Transformation wirkungsvoll nutzen können.

Als interdisziplinäre Plattform liefert das Innovationsforum

den KMU wertvolle Kontakte

und Impulse auf dem Weg zur Industrie 4.0.«

Ein besonderer Fokus des Innovationsforums

liegt daher auf der Beteiligung mittelständischer

Unternehmen bzw. KMU, die häufig

als Innovationstreiber und Zulieferer am

Markt tätig sind. Die Akteure stammen dabei

sowohl aus der Stahlindustrie als auch aus den

Bereichen Sensorik, IT und Industrie 4.0. Das

Projekt wird geleitet von Dorucon – Dr. Rupp

Consulting GmbH aus Saarbrücken. »Das

Innovationsforum Stahl 4.0 bietet vor allem für

KMU aus der Stahlzulieferindustrie und der

IT-Branche die Chance, in interdisziplinären

Workshops und Arbeitsgruppen im engen

Austausch mit den Stahlherstellern die Basis

für zukünftige Innovationsprojekte zu schaffen.

Es entstehen neuartige Projektansätze

und Impulse für Forschungs-, Entwicklungsund

Erprobungsprojekte in unterschiedlichsten

Akteurskonstellationen. Unsere Region nimmt

damit bundesweit eine Vorreiterrolle ein«,

erklärte der Geschäftsführer der Dorucon – Dr.


zusammen mit Projektleiter Dr. Marc Schaber

für das Innovationsforum verantwortlich ist.

www.stahl4null.de

(180806388)

stahlmarkt 8.2018


Stahlstandort Deutschland 19

Mittelbandspezialist für Managementleistung

gewürdigt

thyssenkrupp Hohenlimburg erhält Ludwig-Erhard-Preis

Duisburg. Mit dem Ludwig-Erhard-Preis werden ganzheitliche Managementleistungen gewürdigt, die, ganz im

Sinne des ehemaligen Wirtschaftsministers und Bundeskanzlers, den wirtschaftlichen Erfolg, die

Wettbewerbsfähigkeit und die soziale Verantwortung von Unternehmen berücksichtigen. Diese Prämierung hat der

Mittelbandspezialist von thyssenkrupp nun erhalten.

Der Stahlverarbeiter in Hagen-Hohen-




Kaltwalz- und Automobilzulieferindustrie.

Die Fertigung des Stahlbandes am Produkti-

-

-


hergestellt. Diese automatisierte Fertigung


Bestellung auch noch kurzfristig beeinflussen.

Mittelständischer Auftritt, exzellentes

Management

Zu den Erfolgen, mit denen sich der Stahlver-


Ludwig-Erhard-Preis (auch bekannt als „Deutscher

Excellence-Preis“) qualifiziert hat, zählen

nicht nur digitale Innovationen wie die »Industrie

4.0«-Lösung. Das Unternehmen hat auch



laufend seine Produktionsanlagen.

»

Wir überprüfen regelmäßig, ob wir im Kundenservice unserer meist mittelständischen

Kunden, bei der Mitarbeiterführung, im Umweltschutz und bei der

Modernisierung unserer Anlagen bis hin zur Forschung und zur Digitalisierung

nachhaltig wirtschaften.

Dr. Heike Denecke-Arnold, Geschäftsführerin von thyssenkrupp Hohenlimburg

»nung«,

sagt Dr. Heike Denecke-Arnold,


limburg. »Sie bestätigt uns auf dem Weg,

unser unternehmerisches Handeln auch wei-


ßig,

ob wir im Kundenservice unserer meist

-



Forschung und zur Digitalisierung nachhaltig

wirtschaften.«

Der Preisverleihung ging ein Assessment-


zahlreicher Kriterien, mit denen die Jury die


begutachtet hat. Vertreter der Initiative Ludwig-Erhard-Preis

e.V. haben das Unterneh-



»


etwas Besonderes. Auch wenn die abgefrag-


-



im Fokus«

Excellence.

www.thyssenkrupp.com

(180806416)



Automobilzulieferindustrie.

stahlmarkt 8.2018


20 Branchenbericht

Robotik und Automation:

Rasches Wachstum setzt sich fort

VDMA: »Sicherheit für den Menschen muss vorgehen«

Frankfurt/Main. Im Zuge zunehmender Verwirklichung von Industrie 4.0 kommen die Maschinenbauer der



»

Der weltweite Trend zur Automatisierung und die Digitalisierung der

Fertigung sorgen für anhaltende Wachstumsimpulse in unserer Branche.

Dr. Norbert Stein, Vorsitzender des Vorstands im Fachverband VDMA Robotik + Automation

Trotz möglicherweise eskalierender

Handelsstreitigkeiten, verbunden mit weltweiten

Konjunkturkrisen, bleiben die Unternehmen

der exportstarken Branche, die als

Schrittmacher der Digitalisierung gilt, zumindest

für dieses Jahr noch zuversichtlich. »Der

weltweite Trend zur Automatisierung und

die Digitalisierung der Fertigung sorgen für

anhaltende Wachstumsimpulse in unserer

Branche«, zeigt sich Dr. Norbert Stein, Vorsitzender

des Vorstands im Fachverband

VDMA Robotik + Automation, überzeugt.

Klar erkennbar sei, dass Autohersteller und

Zulieferer verstärkt in Elektro- und Hybridantriebe

investieren. Stein: »Die erforderlichen

Komponenten, vor allem Batterien, benötigen

neue Fertigungsanlagen, wofür unsere

Maschinen unabdingbar sind. Die Automatisierung

der Elektronikindustrie wird 2018

weitere Wachstumsdynamik generieren.«

Die ungewöhnlich starke Nachfrage nach

Technologien der Robotik und Automation

im Jahr 2017 habe die Lieferzeiten für die

Systeme verlängert und beeinflusse den

Umsatz noch weit bis in das Jahr 2018 positiv.

»Trotz protektionistischer Tendenzen und

makroökonomischer Risiken rechnen wir für

2018 mit einem Branchenwachstum von

«, prognostiziert Stein,

hauptberuflich Geschäftsführer der Victronic

Dr.-Ing. Stein Bildverarbeitungssysteme

GmbH, Wiesbaden.

»Bereits 2017 war für unsere Industrie ein

sehr starkes Jahr«, bekräftigt Stein. »Schon

im Jahresverlauf konnten wir unsere Prognose

deutlich erhöhen.« Im Herbst wurde sie




»Dass unsere Erwartungen erneut übertroffen

wurden, zeugt von der außergewöhnlichen

Marktdynamik in der Automatisierung.

Zwischen 2010 und 2017 wuchs die Branche

doppelte

in diesem Zeitraum nahezu ihren

Umsatz.« Hauptwachstumstreiber im Jahr

2017 war der Export – insbesondere nach

Asien. Die Lieferungen nach China wuchsen


Damit baute China seine Stellung als wichtigster

Markt für die Robotik und Automation

deutlich aus. Große Investitionen der

Elektronikindustrie in die Automatisierung

sorgten hier für eine starke Nachfrage. Die

Exporte in alle anderen asiatischen Länder

schnittlich.

Zudem setzte sich das dynamische

Wachstum in Nordamerika fort. Exporte

in die europäischen Länder erhöhten sich

nur moderat, machten aber immer noch den

größten Anteil innerhalb der Regionen aus.

-






Maschinen sprechen die gleiche

Sprache

Wohin Zukunftstrends bei den Unternehmen

derzeit zielen, macht Stein an einigen

Beispielen deutlich: Gemeinsam mit den

Mitgliedsfirmen schafft VDMA Robotik +

Automation die Voraussetzung für eine

interoperable Kommunikation in der Smart

Factory: Die Fachabteilungen Industrielle

Bildverarbeitung, Integrated Assembly

-



mationsmodelle

entwickelt. »Damit sprechen

die Maschinen künftig die gleiche

Sprache und können direkt miteinander –

und mit den Arbeitern – kommunizieren.«

Die intelligente Kombination komplementärer

Stärken von Mensch und Maschine

sind ebenfalls ein wichtiges Zukunftsthema

der Automatisierung. Statt einen

manuellen Vorgang durch Maschinen eins

zu eins abzubilden, werden Prozesse von

Grund auf neu gedacht, um bessere Ergebnisse

zu erzielen. Bei den sogenannten

»Fusion Skills« verstärken die eingesetzten

Technologien die Fähigkeiten der Menschen,

während die Menschen die Technologien

warten, überprüfen und weiterentwickeln.

Naturgemäß sind die Diskussionen um

den »Jobkiller Roboter« noch in vollem

Gange. Die Befürchtungen vieler Arbeitnehmer

sind verständlich. Die jüngste Studie

des Zentrums für Europäische Wirtschafts-

-

geführt

wurde, versucht dagegenzuhalten:

Die Roboterdichte in der deutschen Fertigungsindustrie

ist in den letzten Jahren mit

309 Einheiten pro 10.000 Arbeitnehmer

weltweit auf Rang drei geklettert. Gleich-

stahlmarkt 8.2018


Branchenbericht 21

»

Die Ergebnisse der ZEW-Studie für den Arbeitsmarkt bestätigen,

was wir in den großen Industrienationen weltweit bei der Automation

mit Industrierobotern beobachten.

Junji Tsuda, Präsident der International Federation of Robotics

zeitig erreichte die Zahl der Beschäftigten

sonen

in Deutschland den höchsten Stand

seit der Wiedervereinigung. Die rasante

Ausrüstung mit Industrierobotern habe

damit in den Betrieben eine positive Jobbilanz

gebracht: Neben Aufgaben, die

heute von Maschinen erledigt werden,

sind neue Tätigkeiten für die Mitarbeiter

entstanden.

ZEW: Gesamtzahl der Beschäftigten

steigt eher

»Die Ergebnisse der ZEW-Studie für den

Arbeitsmarkt bestätigen, was wir in den

großen Industrienationen weltweit bei

der Automation mit Industrierobotern

beobachten,« sagt Junji Tsuda, Präsident

der International Federation of

Robotics. »Die Modernisierung der Produktion

führt dazu, dass insbesondere

gefährliche, gesundheitsschädliche und

monotone Arbeiten von Maschinen

übernommen werden. In der großen

Mehrzahl der Fälle sind von der neuen

Arbeitsteilung zwischen Mensch und

Maschine nur einzelne Tätigkeiten eines

Arbeitsplatzes betroffen und nicht das

ganze Arbeitsspektrum eines Mitarbeiters.«

Komme es aber zu Stellenstreichungen

– laut ZEW wurden innerhalb


ersetzt – würden diese in der Gesamtbilanz

durch neue Beschäftigung ausgeglichen.

In Deutschland habe der

verstärkte Maschinen einsatz dazu

geführt, dass die Zahl der Arbeitsplätze

se

Entwicklung dürfte sich in Zukunft

fortsetzen, so das ZEW. Auf Basis der

Angaben der befragten Betriebe schätzt

das ZEW, dass die weitere Automation

und Digitalisierung in den Betrieben bis

2021 Prozesse auslösen wird, die zu

einer Erhöhung der Beschäftigung um

lung

decke sich mit den historischen

Erfahrungen, die ab den 1990er-Jahren

Robotik und Automation

Robotik und Automation – so sieht sich die Branche selbst – senkt bei

produzierenden Unternehmen nicht nur die Kosten, sondern ermöglicht auch

ein hohes Qualitätsniveau, steigert die Produktivität und ermöglicht die

Serienfertigung von miniaturisierten Produkten mit hoher Funktionsdichte. Sie

trägt maßgeblich dazu bei, dass die Hersteller insbesondere von konsumnahen

Produkten wettbewerbsfähig bleiben. War das Thema Automatisierung lange

Zeit eher den großen Unternehmen vorbehalten, gehen mittlerweile auch viele

kleine und mittelständische Unternehmen dazu über, ihre Produktion zu

automatisieren.

Im VDMA vertritt der Fachverband Robotik + Automation die Interessen von rd.

280 Unternehmen, die Hersteller von Industrieller Bildverarbeitung, Integrated


Technologien ergänzen sich gegenseitig und finden häufig in Kombination

Verwendung. So sind die Technologien in eigenen Fachabteilungen organisiert,

die eng miteinander kooperieren und wertvolle Synergien erzeugen. Insgesamt



drei Fünftel im Ausland realisiert. Mit Abstand größte Exportregion außerhalb

Europas ist Asien vor Nordamerika. Hauptabnehmer sind die Automobil- und die

Elektronikindustrie, aber auch in der Metallindustrie, in der Lebensmittel- und

Getränkeindustrie sowie in der Pharmaindustrie finden die Produkte zunehmend

Verwendung.

stahlmarkt 8.2018


22 Branchenbericht

»

Schon bald werden an vielen Stellen Roboter im Einsatz

sein, die den Menschen unmittelbar, also ohne den bislang

üblichen Schutzzaun, bei seinen Aufgaben unterstützen.

Prof. Dr.-Ing. Markus Glück, Chief Innovation Officer (CINO) und

Geschäftsführer Forschung und Entwicklung der SCHUNK GmbH &

Co. KG

mit dem Siegeszug des Computers

gemacht wurden. Der massenhafte Einsatz

von EDV in Betrieben habe zwar klassische

Stellen in der Sachbearbeitung

überflüssig gemacht, nach Berechnungen

des ZEW stieg die Beschäftigung von


Jahr.


untersuchte kürzlich mit der Studie

»Robots at Work« den Einsatz von Industrierobotern

zwischen 1993 und 2007 in

17 entwickelten Volkswirtschaften. Auf

einer Pressekonferenz der Fachmesse

Automatica 2018 in München fasste

LSE-Forschungsleiter Guy Michaels die

wichtigsten Ergebnisse zusammen:

»Durch den Einsatz von Industrierobotern

hat sich die Produktivität der Arbeit um rd.


Anteil gering qualifizierter Beschäftigung,

und die Löhne stiegen leicht an. Der Einsatz

von Industrierobotern zeigt keinen

signifikanten Effekt auf die Zahl der

Beschäftigten insgesamt«, stellte Michaels

fest. Was zugestandenermaßen kein Trost

für die Beschäftigten sein kann, die ihren

Arbeitsplatz in einem weniger qualifizierten

Job verlieren.

»Der Mensch muss den Fortschritt

lenken«

Noch ein anderes, aber verwandtes Thema

wird in Sachen Fortschritt und künstliche

Intelligenz zum Teil heftig diskutiert.

Der VDMA bejaht den Gedanken, dass

eine Zukunft anzustreben ist, in der der

Mensch den Fortschritt lenkt und

beherrscht, nicht umgekehrt. Doch die

Arbeitswelt stehe ohne Frage an einem

Wendepunkt – auch in der industriellen

Produktion. »Schon bald werden an vielen

Stellen Roboter im Einsatz sein, die

den Menschen unmittelbar, also ohne

den bislang üblichen Schutzzaun, bei seinen

Aufgaben unterstützen. Aus dem

bislang üblichen Nebeneinander wird ein

unmittelbares Miteinander von Mensch

und Roboter. Diese Mensch-Roboter-Ko-


zweifellos eine der tragenden Säulen der

Arbeitswelt 4.0«, so Prof. Dr.-Ing. Markus

Glück. Die MRK führe die Stärken von

Menschen und Robotern synergetisch

zusammen und ermögliche eine erheblich

flexiblere Produktion. Menschen und

Maschinen würden sich in Zukunft immer

häufiger ihren Arbeitsplatz teilen und

täglich neue Formen der Interaktion zwischen

Mensch und Maschine erleben.

Von der unmittelbaren Zusammenarbeit

im Prozess, bei dem beispielsweise die

Maschine ihr Verhalten individuell an

unterschiedliche Bediener anpasst, bis hin

zu ganz neuen Formen der Interaktion,

bei denen die Maschine wesentliche

Bearbeitungsschritte übernimmt und an

den Menschen anstatt der Mitarbeit im

Prozess verstärkt Funktionen der Überwachung,

Qualitätskontrolle sowie unmittelbare

Eingriffe zur Beseitigung von Störungen

des Routineablaufs übertragen

würden.

MRK sei ein wesentliches Element zur

Gestaltung des demografischen Wandels

und diene dem verantwortungsbewussten

Erhalt der Leistungsfähigkeit alternder

Belegschaften. Glück: »Bis zum Jahr


schen an den Produktionslinien, die älter


re Fachkräfte wird immer schwieriger.«

»

Bis zum Jahr 2025 verdoppelt sich die Zahl der Menschen

an den Produktionslinien, die älter als 55 Jahre sind.

Ein Ersatz durch jüngere Fachkräfte wird immer schwieriger.

Prof. Dr.-Ing. Markus Glück

Mit der MRK stehe eine neue Generation

von Robotern zur Verfügung, die nicht

nur »niedere« Arbeiten verrichten, sondern

vielmehr direkt am Arbeitsplatz die

Menschen unterstützten und diese von

monotonen, sich wiederholenden, körperlich

und psychisch belastenden

Arbeitsschritten entlasten. Darüber hinaus

seien die neuen Produktionshelfer

teilweise mobil einsetzbar und könnten

wechselnde Aufgaben übernehmen. So

könnten sie beispielsweise am Fließband

aushelfen und die dort eingesetzten

Arbeiter unterstützen oder die Aufgaben

eines erkrankten Kollegen kurzfristig

übernehmen. Die Roboterdichte in

Deutschland sei noch ausbaubar. Zudem

sei der Robotereinsatz heute noch in der

Hauptsache auf wenige Branchen der

Elektronik-, Automobil- und Automobilzuliefererindustrie

beschränkt.

Die »kraftvollen Gehilfen«

dürfen nicht gefährlich werden

Durch die stärkere Einbindung von Robotern

in den Produktionsprozess, die sich bis

hin zum unmittelbaren Miteinander von

Mensch und Roboter erstreckt, steige aber

auch das Gefahrenpotenzial für Bediener,

Service- und Instandhaltungspersonal. Um

ein sicheres Arbeiten für diesen Personenkreis

zu ermöglichen, unterliegen die Konstruktion

MRK-fähiger Roboter und die

Konzeption von MRK-Montagearbeitsplätzen

nach Darstellung des VDMA einer Vielzahl

an Richtlinien und Normen. Es müsse

sichergestellt sein, dass die »kraftvollen

Gehilfen« ihren menschlichen Kollegen

nicht gefährlich würden oder sie gar aus

Versehen verletzten. Voraussetzungen

dafür seien unter anderem eine leistungsfähige

Umgebungserkennung, kurze Reaktionszeiten

sowie eine hohe Intelligenz der

Steuerungssysteme, um die Gefahren für

Mensch und Maschine auf ein Minimum zu

reduzieren, ohne die Produktionseinrichtungen

in ihrer Funktion und Bedienbarkeit

mehr als erforderlich zu beschränken. Das

Positionspapier »Sicherheit bei der

Mensch-Roboter-Kollaboration« beispielsweise,

das der VDMA in Zusammenarbeit

mit der Wissenschaftlichen Gesellschaft für

Montage, Handhabung und Industrierobo-


Lösungsansätze zu MRK. kv 180806396

stahlmarkt 8.2018


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Eine Marke der jbd Gesellschaft für Medien und Kommunikation mbH

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24

Stahlmarkt-Sommer 2018

(Foto: Harms)

Von Frank Harms

Düsseldorf. Die seit zweieinhalb Jahren andauernde Erholung der

Rohölpreise von kurzzeitig unter 30 auf je nach Sorte inzwischen wieder 70

bis 80 USD je Fass hat für eine Wiederbelebung der Explorationsaktivitäten

der Energieindustrie und damit für eine Normalisierung der Nachfrage nach

Stahlrohren und Rohrzubehör gesorgt.

Frank Harms


Die Fachvereinigung Stahlflanschen e.V. (FVSF) vertritt die Interessen der


Öffentlichkeit. Zentrale Themen sind Fragestellungen auf den Gebieten Technik

und Normung sowie die Beschaffung und Auswertung von statistischen Daten und

Brancheninformationen. Diese Informationen werden exklusiv den

Verbandsmitgliedern zur Verfügung gestellt. Der in Düsseldorf ansässige Verband


Geschäftsführer Ist Frank Harms.


Die Wirtschaftsvereinigung Stahlrohre e.V. (WVSR) vertritt die Interessen der

deutschen Stahlrohrindustrie gegenüber der übrigen Wirtschaft, der Öffentlichkeit


Stahlrohrproduktion. Der Verband wurde im Jahr 2009 im Rahmen einer Fusion

der damals noch selbstständigen drei deutschen Stahlrohrverbände gegründet.


Stahlrohrverband e.V. und Mitglieder des Verbandes der freien Rohrwerke e.V. Die

Verbandsgeschichte der Gründungsmitglieder reicht weit über 100 Jahre zurück.

Vorsitzender des Vorstandes ist Dr. Dirk Bissel. Geschäftsführer ist Frank Harms.

Die Märkte für Stahlrohre und Rohrzubehör

werden in hohem Maße von der weltweiten

Energienachfrage beeinflusst. Stahlrohre,

Flansche und Fittings sind unverzichtbar für

die Exploration sowie für das Fortleiten und

Verarbeiten von Öl und Gas. Hohe Ölpreise

sind Anreiz für die Energieindustrie, ihre

Bohraktivitäten zur Erdöl- und Gasförderung

zu verstärken. Insbesondere der Frackingindustrie

in Nordamerika kommt in diesem

Zusammenhang seit einigen Jahren eine

besondere Bedeutung zu. Auch die Nachfrage

nach Stahlrohren für regenerative Energieerzeugung

wie z.B. durch Offshorewindkraft ist

in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

Die weltweite Stahlrohrproduktion ist im Jahr


das drittstärkste Stahlrohrjahr überhaupt

erreicht. Das bisherige Allzeithoch wurde mit


die Nahtlosrohrproduktion erholt sich erwartungsgemäß,

besonders in Nordamerika.

Besonders deutliche Zuwächse erzielten mit


die Hersteller in den USA. Die Stahlrohrproduk-

tion

der deutschen Hersteller stieg besonders

aufgrund einer guten Auslastung des Großrohr-



Deutschland im Jahr 2017 leicht auf insgesamt

-

gleich

noch deutlich. In der zweiten Jahreshälf-


dem Vorjahresniveau. Die Meldungen der Mitgliedswerke

der Fachvereinigung Stahlflanschen

e.V. wiesen eine deutlich erfreulichere

Entwicklung aus, sind im Vergleich zum

Gesamtmarkt allerdings im Vorjahr auch stärker

eingebrochen. Der Absatz der Mitglieds-


des Vorjahres bestätigt sich im laufenden Jahr.

Die Stahlrohr- und Flanschenindustrie ist

der „old economy“ zugeordnet, stellt dabei

aber neben Standard- und Normteilen auch

-

nen.

Beispiele dafür hat zuletzt der Bericht

eines Flanschenherstellers aus dem Ruhrgebiet

mit seinem Onlineshop für Spezialanfertigungen

gebracht. In dieser Ausgabe zeigt

der Bericht der Vallourec Deutschland

GmbH, eines der Mitglieder der Wirtschaftsvereinigung

Stahlrohre e.V., beeindruckende

Beispiele innovativer Fertigungs- und

Anwendungstechniken.

KONTAKT

Wirtschaftsvereinigung Stahlrohre e.V.

Kaiserswerther Str. 137

40474 Düsseldorf

Tel. +49 211 4564-131

www.wv-stahlrohre.de

Fachvereinigung Stahlflanschen e.V.

Kaiserswerther Str. 137

40474 Düsseldorf

Tel. +49 211 4564245

www.flanschenverband.de

(180806397-1)

stahlmarkt 8.2018


Nahtlosrohr extrem

Vallourec punktet mit wegweisender Forschung und Entwicklung

Düsseldorf. Beständiger, resistenter gegen Hitze oder bruchsicherer: Die Anforderungen an Stahlrohre steigen

fortlaufend. Mit wegweisenden Innovationen reizt der Stahlrohrhersteller Vallourec die physikalischen Grenzen aus

– und bietet den Kunden neue Möglichkeiten.


und neueste Walztechnologien: Damit verfügt

Vallourec über den nötigen Handlungsspielraum

für wegweisende Forschung und

Entwicklung. Eine Leistung, die angesichts

von Überkapazitäten der Branche noch an

Bedeutung gewinnt. Denn Innovationskraft

ist essentiell, um sich Zugänge zu neuen

Märkten zu eröffnen und die Zukunft des

Unternehmens zu sichern. »Vallourec blickt

auf eine große Forschertradition zurück«, so

Dr. Dirk Bissel, Leiter des Vertriebs in der

Region Europa Afrika. »-


den

sehr, da sie ihnen ermöglicht, ihrerseits

neue Geschäftsfelder zu erschließen und

bessere Leistungen anzubieten.« Dazu ein

Blick auf die Extreme.


Rohr ist nicht gleich Rohr – das stellt Vallou-


Beweis. Bestes Beispiel: Sechseckige


Innovation entstand 2017 auf Anfrage

eines Spezialisten für große Infrastruktur-


Hohlprofile mit sehr engen Toleranzen,

einer außerordentliche Oberflächenqualität

sowie hervorragenden statischen Werten.

»Bis heute hatten wir kreisförmige, recht-


«, so Dirk Bissel. »Doch uns war

klar, dass wir uns der Herausforderung stel-


knapp einer Woche eine Zusage erteilen.«

Innerhalb von nur acht Wochen entwickelte

das Unternehmen spezielle Walzgerüste




stahlmarkt 8.2018


26

struktion

von Bauteilen.


(Fotos: Vallourec)


Bis zu 27 t können die Stahlblöcke wiegen,

die das Werk Reisholz im Süden Düsseldorfs

zu Rohren weiterverarbeitet. Die kleinste


bereits seit mehr als 100 Jahren dickwandige

Rohre mit großen Durchmessern – die weltweit

größten nahtlosen Stahlrohre. Ein klei-

recht

stehen. Vorrangig kommen die


Einsatz.

Im vergangenen Jahr hat das Werk sein


einen entstehen am Standort nun auch ecki-



im Schwerlastkranbau sowie im Hochbau zur

Verbesserung der Erdbebensicherheit eingesetzt,

besonders belastbar in hochfesten

rec

nach zwölf Jahren intensiver Forschung


Atommüll unter speziellen geologischen

Gegebenheiten entwickelt.


Mit Erfolg: Im vergangenen Jahr verließen


Düsseldorf-Rath.

Nicht nur im Stahlbau, sondern auch im

ponenten

wie Antriebswellen, Zylinderlaufbuchsen

oder Hydraulikzylinder produziert

Vallourec Rohre in Sondergeometrien (siehe

vorherige Seite Bild unten). Das heißt: Der

tenintensiven

Bearbeitungsschritte wie Drehen,

Bohren oder Schweißen und erhält einen

individuellen Rohling mit der größtmöglichen

Nähe zur endgültigen Abmessung. Möglich

machen es das Radial-Schmiede- sowie ein





-



und im Maschinenbau interessant. Der Vor-


Anschlussfläche an angrenzende Bau- oder

Montageteile. Das sorgt für mehr Stabilität,



schwer, sind in höchstem Maße korrosionsbeständig

und sicher für Jahrtausende –

ebenfalls made in Reisholz.

Während Atommüllbehälter aus hochrei-


Strahlung und Hitze widerstehen müssen,

sind die Stahlrohre bei Geothermieprojekten

hohem Druck – bis 700 bar – und großen

Temperaturschwankungen ausgesetzt. Spe-


dafür, dass die zum Einsatz kommenden

Mantel- und Förderrohre diesen mechanischen

und thermischen Belastungen stand-


Großraum München beliefert, der verstärkt

auf Fernwärme aus Geothermie setzt.


Forschung und Entwicklung zahlen sich aus.

Und es geht weiter, so Dirk Bissel: »Wir sind

überzeugt: Nur, wenn wir gemeinsam mit

dern,

erreichen wir Außergewöhnliches.«

www.vallourec.com

(180806397_2)

stahlmarkt 8.2018


27

Festkörperlaser

trifft auf Rohrbearbeitung in XXL


Ditzingen. Die TruLaser Tube 7000

fiber von Trumpf bearbeitet Rohre

mit Durchmessern von bis zu 254

mm. Ihr Festkörperlaser und die

Funktion RapidCut verleihen ihr

hohe Schnittgeschwindigkeiten.

Filigrane Rohre für Büromöbel oder große

Profile für Landmaschinen – die neue TruLaser

Tube 7000 fiber bearbeitet beides. Bei der Rohrschneidanlage

treffen die hohen Geschwindigkeiten

des Festkörperlasers auf ein breites Bearbeitungsspektrum.

Sie schneidet Rohre und



sowie hochwertige Schrägschnitte bis 45°.


Das Herzstück der Maschine ist der 4-kW-

Scheibenlaser TruDisk 4001. Die Strahlquelle

ist robust und erreicht die für Festkörperlaser

typischen hohen Schnittgeschwindigkeiten.

Die Funktion RapidCut erhöht die Produktivität

der Maschine zusätzlich. Überlagerte

Bewegungen der Rohrachse und des Schneidkopfes

steigern die Dynamik. Die hohen Vorschübe

des Festkörperlasers machen sich

bereits bei kleinen Konturen bemerkbar. Den

Einstechvorgang beschleunigt PierceLine. Diese

Option ist ein Beispiel für Funktionen, die

Trumpf von der Blech- auf die Rohrbearbeitung

übertragen hat.



Lasersicherheit ist besonders bei Maschinen

mit Festkörperlaser ein wichtiges Thema. Der

Strahlschutz der TruLaser Tube 7000 fiber ist

so konstruiert, dass der Bediener uneingeschränkten

Zugang zur Be- und Entladeseite

der Maschine hat. Mit dem LoadMaster Tube

arbeitet die TruLaser Tube 7000 fiber vollautomatisch.

Das Rohrmagazin der Beladeein-

-


des Festkörperlasers auf ein breites Bearbeitungsspektrum.

(Fotos: Trumpf)

Die überlagerte Bewegung der Rohrachse und des Schneidkopfes steigert die Dynamik

der Maschine um mehr als das Vierfache.

Master Tube nimmt alle notwendigen Einstellungen

automatisch vor und verkürzt damit

die Rüstzeiten. Vor dem Beladen vergleicht

eine Software die Geometrie der Rohre und

Profile mit den hinterlegten Daten der Steuerung.

Ein Greifersystem übergibt die Rohre

aus dem Magazin an die Maschine. Materialschonende

Spannfutter positionieren und

halten das Rohr. Sensoren überwachen die

Spanntechnik und sorgen dafür, dass sie sich

an jede Rohr- und Profilgeometrie automatisch

anpasst. Damit Kunden auch sinkende

Losgrößen wirtschaftlich fertigen können,

setzt Trumpf auf flexible Automatisierungslösungen.

Die TruLaser Tube 7000 fiber hat die

Schnittstelle Central Link, mit der sich die

Maschinendaten erheben und auswerten lassen.

So kann der Kunde den Produktionsplan

seiner Anlage optimal gestalten und auch

kleinere Losgrößen effizient einlasten.


Trumpf GmbH + Co. KG

Johann-Maus-Str. 2

71254 Ditzingen

www.trumpf.com

Tel. +49 7156 303-0

(180806385)

stahlmarkt 8.2018


28

Onlineportal ausgebaut

. Die Digitalisierung von Prozessen schreitet weiter voran. Von einem Geschäftspartner wird

heutzutage ein modernes Onlineangebot erwartet.

(Foto: Carsten Heidmann)

Mit dem Upgrade seines Onlineportals bietet

rff seinen Kunden neue Möglichkeiten.

Mit dem Upgrade des Kundenportals

»Mein rff« hat die rff Rohr Flansch Fitting

Handels GmbH erstmals ihre neugestaltete

Version auf der Tube in Düsseldorf präsentiert.

Auf zwei Bildschirmen zeigten die Mitarbeiter

von rff ihren Kunden und Interessenten

die neue Version des Portals »Mein rff

2.0«. Das moderne Design und die intuitive

Menüführung sorgten für eine positive

Resonanz seitens der Besucher. Insbesondere

die benutzerfreundliche Bedienung mittels

übersichtlicher Kacheloptik sorgt für

eine komfortable Handhabung.

Die Freischaltung der einzelnen Funktionen

erfolgt nach den individuellen Anforderungen

der Kunden, sodass das Portal in

seiner Anwendung übersichtlich bleibt und

nicht mit zusätzlichen Inhalten überfrachtet

wird.

Die Messebesucher konnten sich davon

überzeugen, dass das Handelsunternehmen

aus Stuhr bei Bremen viel Engagement und

Know-how in dieses Upgrade investiert hat.

So können die Kunden ab sofort ihre Artikel,

für die im Vorfeld eine Preisvereinbarung

getroffen wurde, bequem per Mausklick

bestellen.

Auch der Abruf und die Verwaltung von

Rahmenaufträgen und Konsignationslägern

wird deutlich einfacher. Neue Abrufe oder

Entnahmen sind schnell und einfach erledigt

und eine übersichtliche Verwaltung der

Restmengen sorgt für bestmögliche Planungssicherheit

bei der Disposition der Artikel.

Es ist kein Wunder, dass Geschäftsführer

Michael Allexi nach der Tube ein positives

Fazit zieht. Ȇber das umfassende Update

unseres Onlineportals »Mein rff« sind wir

mit vielen unserer Kunden ins Gespräch

gekommen. Insbesondere die zusätzlichen

Funktionen werden dazu führen, dass die

Auftragsverwaltung und Abwicklung in

Zukunft noch einfacher wird. Die Kunden

fragen heute gezielt nach solchen digitalen

Lösungen«, so Allexi.

www.rff.de

Codierung von Rohren sorgt für nachhaltigen Plagiatschutz

. Das Unternehmen REA JET, Mühltal, bietet robuste Lösungen für die berührungsfreie, industrielle

Beschriftung an.

Die Codierung von Rohren z.B. macht

diese zu rückverfolgbaren Unikaten und

sorgt für nachhaltigen Plagiatschutz. Außerdem

werden durch maschinenlesbare Codes

Fabrikation, Lager und Logistik transparent

und viele Prozesse automatisierbar, was die

Effizienz steigert und Kosten reduziert.

Die Tinten-, Laser- und Signiersysteme

markieren Rohre selbst bei schwierigen

Verhältnissen zuverlässig und effektiv, so

das Unternehmen. Die gesamte Kennzeichnungstechnologie

von REA JET wird

mit der Titan-Plattform gesteuert. Das einheitliche

Be dienkonzept für alle Module

spart nach Firmenangaben Zeit, Geld,

reduziert Anwendungsfehler und wird

daher ab sofort auch bei Signierblöcken

verwendet. Diese können besonders große

Texte, Logos und Codes applizieren und

Rohrinnenbeschriftung mit Klartext und Data Matrix Code – REA JET DOD mit weiß

pigmentierter Tinte

Oberflächen kennzeichnen, die eine Tem-


Zum Portfolio gehört auch der optimierte

DOD-2.0-Großschrift-Tintenstrahldrucker,

der alphanumerische Zeichen, Grafik und

2-D-Matrix-Codes generiert. Dank pigmentierter

Tinten entsteht eine gut lesbare, haltbare

Beschriftung auf glatten oder saugfä-

(Foto: REA JET)

stahlmarkt 8.2018


29

higen Oberflächen, selbst wenn diese mit Öl beaufschlagt oder

verzundert sind.

Für die fälschungssichere, dauerhafte Kennzeichnung hat das

Unternehmen Faser- und CO 2

-Laser im Programm. Die unverlierbare

Markierung bleibt selbst bei extremer Beanspruchung über

den gesamten Lebenszyklus der Rohre hinweg erhalten. Auch der

Continuous-Inkjet-Kleinschriftdrucker SC 2.0 verfügt über moderne

Schnittstellen und kennzeichnet in hohem Tempo glattes, nichtsaugendes

Material mehrzeilig in einer vertikalen Auflösung von

48 Pixeln. Die haftfeste Beschriftung trocknet sofort und ist von

hoher Qualität.

(180806386)

KURZMELDUNGEN


Gazoldo degli Ippoliti Mantova/Italien. Die Marcegag-


in Turin ansässigen Unternehmen, das sich auf die Produktion von kaltgezogenen

Rohren spezialisiert hat, abgeschlossen.



der Marcegaglia-Gruppe, einem Marktführer in der Stahlverarbeitung, der


-


« in drei Jahren auf mehr als

-

180806381

www.marcegaglia.com



Düsseldorf

RSC Röhrenhandel GmbH in Wesseling übernommen.

RSC - Rohr-Service-Center wurde 1987 gegründet und beschäftigt sich

hauptsächlich mit dem Vertrieb und der Anarbeitung von nahtlosen und


RSC umfasst vor allem Automobilzulieferer, aber auch Möbelhersteller und

Hersteller von Förderlogistiksystemen. Das Unternehmen beschäftigt am

Standort Wesseling ca. 40 Mitarbeiter.

»Wir erhoffen uns durch diese Transaktion eine signifikante Stärkung

unserer Position im deutschen Markt für Rohranarbeitung«, so die


»Zusammen mit der Tochtergesellschaft MUT Automotive in Tschechien

sehen wir uns nun für die weitere Expansion im Geschäftsbereich Anarbeitung

gut aufgestellt. Die bereits vorhandenen Anarbeitungsmöglichkeiten

der Hoberg & Driesch Gruppe in Deutschland sollen zeitnah am Standort

Wesseling konzentriert werden.« 180806393

Am Puls der

Digitalisierung

25. INTERNATIONALE TECHNOLOGIEMESSE

FÜR BLECHBEARBEITUNG

23. HANNOVER


• Handling

• Umformen

• Fertigprodukte,

Zulieferteile,

Baugruppen

• Trennen, Schneiden

• Fügen, Schweißen

• Flexible

Blechbearbeitung




• Werkzeuge

• CAD/CAM/CIM-Systeme /

Datenverarbeitung

www.hoberg-driesch.de

www.rsc-roehren.de

stahlmarkt 8.2018

www.euroblech.de

Veranstalter:


30

Fast-Track bewährt sich


Die Herstellung hochwertiger längsnahtgeschweißter

Rohre aus Edelstahl ist

seit der Entwicklung von nichtrostenden

Stählen Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit

Für einen finnischen Kunden wurden

zwei Rohrabmessungen innerhalb der

geforderten fünfwöchigen Lieferzeit

»Fast Track«-produziert.

(Foto: Butting)

von Butting. Längsnahtgeschweißte Edelstahlrohre

in kleinen Bestellmengen sowie

in Sonderabmessungen oder Sonderwerkstoffen

aus Blechtafeln gefertigt, stellt Butting

seit Kurzem an den beiden Standorten

Knesebeck und Könnern her. Mit dem weiteren

Produktionsstandort in Könnern ist

das Familienunternehmen gut aufgestellt.

Durch die zusätzlichen Kapazitäten kann es

auf die Wünsche der Kunden deutlich flexibler

reagieren als in der Vergangenheit. Aufgrund

der schlanken Prozesse am Standort

Könnern ist eine Lieferung innerhalb kürzester

Zeit nach Blecheingang jederzeit realisierbar.

Die ersten dieser sogenannten

»Fast-Track«-Aufträge konnte Butting

bereits zur vollsten Zufriedenheit der Kunden

realisieren.

So wurden für einen finnischen Kunden

zwei Rohrabmessungen innerhalb der geforderten

fünfwöchigen Lieferzeit produziert.

Für das Vormaterial konnte auf das Blechlager

vom verbundenen Unternehmen in

Schwedt zurückgegriffen werden. Am Fer-




produziert. Die Abnahme erfolgte nach DIN

EN 10217-7 TC 1. Den weiteren Bedarf über


konnte direkt aus dem Lagerbestand geliefert

werden. Michael Fürstenberg, Verkauf

CRA pipes, erläutert: »Nachdem wir vor

einigen Monaten unser Rohrlager um

ISO-Abmessungen erweitert haben, können

wir zukünftig auch schneller und flexibler

auf die Wünsche unserer Kunden reagieren.«

www.butting.com

(180806387)

Schoeller Werk nimmt Ziehlinien in Betrieb


mit der Inbetriebnahme von vier neuen State-of-the-Art-Ziehlinien.

Das Schoeller Werk hat seine Produktionskapazitäten im Bereich der nachgezogenen

Präzisionsrohre um vier neue Conti-Ziehlinien erweitert.

Der Spezialist für längsnahtgeschweißte

Edelstahlrohre erweitert damit die Fertigungskapazitäten

für nachgezogene Präzisionsrohre

und steigert gleichzeitig die Effizienz

seiner Produktion.

Die vier neuen Conti-Ziehlinien wurden

in enger Zusammenarbeit mit spezialisierten

Maschinenbauern auf die Bedürfnisse

des Traditionsunternehmens aus der Eifel

zugeschnitten. So sorgt beispielsweise

die Integration von einzelnen Arbeitsschritten,

wie das Trennen, die Reinigung

der Rohroberfläche und das Wickeln der

Rohre zu Coils, für einen deutlichen Effizienzgewinn.

Zahlreiche Prüfmöglichkeiten

bilden die neuen Anlagen direkt im

laufenden Umformprozess ab. Der Materialausschuss

wird so reduziert.

Das Schoeller Werk stellt jeden Monat rd.

1,5 Mill. m gezogene längsnahtgeschweißte

Edelstahlrohre her. Die neuen Hochleistungsziehlinien

kommen vor allem bei der

Fertigung von hochbelastbaren Control-Line-

und Chemical-Injection-Rohren in

der Offshoreindustrie sowie von Kraftstoffleitungen

für die Automobilindustrie zum

Einsatz.

www.schoellerwerk.de

(Foto: Schoeller Werk)

(180806402)

stahlmarkt 8.2018


31

KURZMELDUNGEN


Essen. thyssenkrupp Schulte, ein Unternehmen

der Business Area Materials Services, hat im Rahmen

eines Projekts für die Siemens Power & Gas

Division neuartige Cooling Tubes zur Wasserküh-


zwei Jahren Entwicklung sind die neuen Edelstahlrohre

nun serienreif.

remen

Belastungen stand, besonders im Bereich

der Streck- und Dehngrenze sowie des Biegewerts.

Auftragsziel war es, die bislang verwendeten

nahtlosen Rohre durch leistungsstärkere

geschweißte Rohre zu ersetzen. »Die große Herausforderung

war es, ein Produkt zu entwickeln,


zierung

mit sich bringt«, erklärt Vertriebsleiter

Gerald Mulot.

Die Siemens Power & Gas Division bietet Versorgungsunternehmen

wie auch der Öl- und

Gasindustrie u.a. leistungsstarke Generatoren zur

Stromerzeugung, die über Rohre gekühlt werden

müssen. Hierzu entstanden von thyssenkrupp


innovative Spezialrohre aus Edelstahl, die die

Erwärmung der Generatoren deutlich begrenzen.

Zum Serienstart 2018 werden alle Siemens-Standorte

damit beliefert. 180806392

www.thyssenkrupp.com



Lahti. Stalatube, ein Hersteller von Edelstahlhohlprofilen,

bringt Stalafit Pro auf den Markt,

eine weiterentwickelte Version der im vergangenen

Jahr veröffentlichten mobilen Stalafit-App.

Diese App umfasst doppelt so viele

Funktionen. Stalafit Pro wird für den Entwurf

von Säulen- und Trägerstrukturen verwendet,

die aus den Stalatube RHS- und I-Trägern bestehen.

Vielen Strukturanalyseprogrammen fehlen

häufig die Funktionen, um Edelstahl zu berücksichtigen.

Um diesem Bedarf gerecht zu werden,

hat das Unternehmen im Bereich »Design

Tools« auf der Website Tools für Designer lanciert,

und hier wird auch Stalafit Pro zu finden


und dem Softwareunternehmen Avenla entwickelt.

Ausgangspunkt war die Entwicklung einer

Design-App, die den Grenzzustand der Tragfähigkeit

und Gebrauchstauglichkeit sowie die Tragwerksbemessung

für den Brandfall gemäß Euro-

tionen

können Designer nun auch auf das Sortiment

von Edelstahl-RHS-Messungen zugreifen.

Individuelle Fertigung ist möglich.180806409

www.stalatube.com

60 Jahre Universal – das Original.

Wir danken unseren Partnern für 60 Jahre vertrauensvolle Zusammenarbeit.

UNIVERSAL Eisen und Stahl GmbH

Hauptsitz Neuss

Duisburger Straße 26, 41460 Neuss

Tel.: +49 2131 185-0

Fax: +49 2131 185-444

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Hannover Tel.: +49 511 21996-0

Nürnberg Tel.: +49 911 37751-0

Stuttgart Tel.: +49 711 34215-0

Zwickau Tel.: +49 375 35380-0

stahlmarkt 8.2018


32 Sägen, Strahlen, Trennen & Co.

Individuelle und effiziente Lösungen für die

Bearbeitung von Stahl

Von Annedore Bose-Munde*

Das wirtschaftliche und effiziente Trennen von Stahl ist eine Herausforderung. Ob beim Sägen, Brennen, Lasern

oder Wasserstrahlschneiden – die Maschinenhersteller haben neben der technischen Anlagenauslegung auch

immer die Kundenanforderungen im Blick.

Bewährte Lösungen für die Metallbearbeitung

gibt es viele. Doch Vorschläge für

neue Lösungsansätze, wie beispielsweise der

Einsatz des Wasserstrahlschneidens, werden

auch in der Stahlbranche nicht unkritisch

aufgenommen. Das weiß Jürgen Moser,

Geschäftsführer der STM Stein-Moser

GmbH: »Gerade Lohnschneider sind anfangs

sehr unspezifisch, was ihre Anforderungen

entspricht.« So wusste Eisen Neumüller, ein

Stahl- und Schrotthändler aus dem niederösterreichischen

Ennsdorf, nur, dass man

damit auch Rechteckrohre schneiden kann.

»Nachdem das kein größeres Problem für

uns war und wir ihnen noch viel mehr Vorzüge

präsentieren konnten, waren sie von

der Flexibilität unserer Wasserstrahl-Schneidsysteme

ganz begeistert«, sagt er. STM mit

Sitz in Eben im Pongau (Österreich) und

Schweinfurt in Deutschland entwickelt seit

1992 Wasserstrahl-Schneidanlagen unter

anderem für die Stahl-, Aluminium-, Metall-,

Kunststoff-, Verbundstoff-, Stein- und Glasindustrie.

Bild 1: Die Wasserstrahl-Hochleistungssysteme von STM sind für Schneidaufgaben mit hohen

Genauigkeitsanforderungen und hohen Geschwindigkeiten sowie für die Rohrbearbeitung

bestens geeignet.

(Foto: Wolfang Simlinger)

Wasserstrahlsysteme für

individuelle Schneidlösungen

»Die Testschnitte haben gezeigt, dass man

mit diesem System äußerst energie- und kostensparend

nahezu alle Materialien schneiden

kann und es auch unsere primäre

Schneidanforderung erfüllt. Hinzu kommt

natürlich, dass es – im Gegensatz zu Laser

oder Plasma – ein kalter Schnitt ist und es zu

keinen thermischen Verformungen beziehungsweise

Materialverhärtungen kommt«,

sagt Simon Schuster, Marketing- und IT-Leiter

bei Eisen Neumüller. »Die unterschiedlichsten

Produkte für den Stahlbau bieten

wir ja schon lange an, das ist nichts Neues

für uns. Sehr oft sind aber auch Kunden mit

Stahlschneidewünschen an uns herangetreten,

deren Anforderungen so spezifisch

waren, dass wir die Aufträge schlussendlich

außer Haus geben mussten. Das war für uns

der eigentliche Anstoß, über eine Verbreiterung

unseres hausinternen Dienstleistungsangebots

nachzudenken«, erzählt er.

Das im Jahr 1966 von Herma und Johann

Neumüller gegründete Unternehmen hat

sich zu einem der modernsten Stahlhändler

und Entsorgungsbetriebe Österreichs entwickelt.

Die aktuell etwa 110 Mitarbeiter schlagen

auf einer Gesamtfläche von rd.


erwirtschaften damit einen Umsatz von


Die konkrete Wahl für die oft sehr individuellen

Anforderungen fiel schlussendlich

auf ein großformatiges STM-Premium-

Cut-Wasserstrahl-Hochleistungssystem mit

Vollausstattung, das für Schneidaufgaben

mit hohen Genauigkeitsanforderungen

und hohen Geschwindigkeiten sowie für

die Rohrbearbeitung bestens geeignet ist

(Bild 1).

*Dipl.-Ing. Annedore Bose-Munde ist Fachredakteurin für Wirtschaft und Technik

stahlmarkt 8.2018


Sägen, Strahlen, Trennen & Co. 33

(Foto: Behringer)

(Foto: STM Stein-Moser GmbH)

Bild 2: »Wir passen die Maschinen sehr


an«, sagt Jürgen Moser, Geschäftsführer STM.

Bild 3: Insbesondere Materialbündel und -pakete, aber auch dünnwandige Rohre werden bei


Baukastensystem und kurze Wege

sind großer Vorteil

»Ein nicht ganz unwesentlicher Aspekt war

für uns auch, dass das Unternehmen in

Österreich sitzt und die Wege kurz sind.

Zudem ist die Bedienung dank einer ausgeklügelten

Software unglaublich einfach«,

erläutert Schuster. STM-Smart Cut nennt

sich das Herzstück jedes STM-Wasserstrahl-Schneidsystems.

Die Software ist im

Grunde ein Komplettprogramm zum Erstellen

oder Importieren von Zeichnungen sowie

zum Einstellen verfahrensspezifischer Parameter

für den Wasserstrahl – bis hin zur Kostenberechnung.

Sie übernimmt zudem die

komplette Steuerung, vom Pumpendruck

über die Abrasivdosierung bis hin zur

Schnittgeschwindigkeit, wobei sie hier von

einer kontinuierlich upgedateten Materialdatenbank

unterstützt wird. »Ein Teil dieser

Software, nämlich das User-Interface, ist eine

Eigenentwicklung von uns«, erklärt Moser.

Damit habe man auf Markterfordernisse

reagiert, da viele Anwender eine sehr flexible

Software zu schätzen wissen: So können

beispielsweise alle Parameter innerhalb der

grafischen Benutzeroberfläche intuitiv eingestellt

werden.

Ein intelligentes Baukastensystem verbindet

zudem die Vorteile von Standardbauteilen

mit einem möglichst hohen Individualisierungsgrad.

Da die einzelnen Komponenten

darauf ausgelegt sind, modular eingesetzt

zu werden, können alle Wasserstrahl-Schneidsysteme

an die jeweiligen

Erfordernisse angepasst werden. Das hat

den Vorteil, dass diese Systeme später problemlos

auf- oder umgerüstet werden können

– ohne hohe Zusatzkosten.

»Da wir die Maschinen sehr spezifisch an

die Anwenderbedürfnisse anpassen,

bekommen unsere Kunden auch wirklich

nur das, was sie brauchen und auch haben

möchten. Das spart Kosten. Da es sich

außerdem um Standardkomponenten handelt,

sind diese in der Folge natürlich auch

leichter zu warten und servicieren«, fasst

Moser die Vorteile zusammen (Bild 2). Sehr

spezifisch war übrigens auch der Rohrschneidewunsch

bei Eisen Neumüller. Dafür

hat man bei STM ein eigenes Rohrschneidemodul

entwickelt, das nicht nur der Größe

der Anlage gerecht wird, sondern auf diese

bei Bedarf auch flexibel aufgesetzt werden

kann.

Bearbeitung von Rohren mit

minimaler Reststücklänge

Sägemaschinenhersteller Behringer präsentierte

eine Anlage, die durch ihre neue

Schnittdrucksteuerung zum Sägen von Roh-

Bild 3) aus

der Dynamic_Baureihe.

»Stetig steigenden Marktanforderungen

nach immer effizienteren, wirtschaftlicheren

und präziseren Sägemaschinen trägt die

HBE-Dynamic Rechnung. Eine Steigerung

der Leistungsfähigkeit bei gleichzeitiger Senkung

des Energieverbrauchs, geringer Platzbedarf,

kompromissloser Arbeitsschutz und

dennoch einfaches Handling waren nur einige

der Maßgaben für die Entwicklung«,

blickt Geschäftsführer Christian Behringer

zurück. Die Baureihe ist in verschiedenen



oder Gehrungsmaschine erhältlich und

deckt damit ein umfangreiches Anwen-

stahlmarkt 8.2018


Sägen, Strahlen, Trennen & Co.

(Foto: Behringer Eisele)

sägemaschine

PSU 450 M von

Behringer Eisele zeichnet sich durch ihre

Variabilität aus: Die neu entwickelte Steuerung

ermöglicht es, die PSU 450 M sowohl um eine

automatische Gehrungseinstellung als auch um

eine Nachschubzange zu ergänzen.

dungsfeld im Stahlhandel, Maschinen- und

Werkzeugbau und im Metallhandwerk ab.

Serienmäßig sind Features, die die Schnittleistung

und Standzeit beim Sägen von Rohren

und Profilen deutlich erhöhen. Ermöglicht

wird dies durch die Auto-Feed-Control

mit Schnittdrucksteuerung, die direkt am

Sägeband den anliegenden Schnittdruck

erfasst und den Vorschub entsprechend der

Eingriffslänge dynamisch regelt. »Im Vergleich

zu Maschinen ohne Schnittdrucksteu-

standzeiten

bei höherer Schnittleistung

erreicht werden«, heißt es von Behringer.

Möglichst geringe Reststücklängen sind

bei hohen Materialpreisen ein weiteres

wichtiges Argument. »Damit dies

nicht zulasten einer sicheren

Spannung geht, hat die HBE

Dynamic-Baureihe serienmäßig

einen Doppelspannstock.

Denn weniger Bewegung

während der Bearbeitung,

bessere Ausrichtung

und Winkligkeit

sowie eine gleichmäßigere

Spannung bedeuten einen präziseren

Schnitt. Insbesondere

Materialbündel und -pakete,

aber auch dünnwandige Rohre

werden optimal fixiert. Ein Reststückanschlag

ermöglicht es, Reste

nahezu komplett aufzusägen und

damit teures Material zu sparen«, so

Behringer weiter.

Flexible Konstruktion eröffnet

neue Möglichkeiten

Auch die Unterflur-Kreissägemaschine PSU


durch ihre Variabilität aus. Basierend auf der


automaten wird die Anlage durch eine neu

entwickelte Steuerung erweitert. Diese


eine automatische Gehrungseinstellung als

auch um eine Nachschubzange zu ergänzen

(Bild 4). »Dadurch entsteht eine flexible

Maschinenkonzeption, die insbesondere im

Einstangen-Automatik-Betrieb neue Maßstäbe

setzt«, heißt es vom Unternehmen.

Grundlage dieses modularen Konzepts ist

ein robuster und stabiler Maschinenunterbau,

der für einen schwingungsgedämpften

und geräuscharmen Sägeablauf sorgt. Ein

Schneckengetriebe mit dem eigens von

Behringer Eisele entwickelten Rotationsausgleich

ermöglicht hervorragende Schnittleistungen

und hohe Sägeblattstandzeiten.

Besonderes Augenmerk richtet das Unternehmen

auf die langjährige Verfügbarkeit

von Ersatzteilen für die gesamte PSU-Baureihe.

»Das Thema genießt bei uns im

Unternehmen einen hohen Stellenwert«, so

Manfred Grüninger, Vertriebsleiter bei

Behringer Eisele. »Zehn Jahre sind Standard;

mechanische Teile sind noch wesentlich länger

verfügbar. Schließlich wurde die erste

lestrategie

sowie Komponenten beispielsweise

der Steuerung oder des Antriebs

jeweils immer vom selben Hersteller ergeben

sich enorme Vorteile für unsere Kunden.

Gleichzeitig muss nur eine überschaubare

Menge an Ersatzteilen vorgehalten

werden.«

ven

und übersichtlichen Touchsteuerung. Für

sich wiederholende Sägeaufgaben stehen

Programmspeicherplätze zur Verfügung.

Darin können sowohl die Abschnittlängen,

die Winkel rechts und links sowie die Stückzahlen

je Auftrag abgespeichert werden. Die

Gehrungseinstellung ist mit einer elektronisch

geregelten Gehrungsachse erhältlich.

Für einen schnellen und präzisen Materialtransport

sorgt der mit einem Einfach-

schubgreifer.

Um das Schnittgut während des Sägeprozesses

fest in der richtigen Position zu

halten, steht der Unterflur-Kreissägemaschine

eine hydraulische Spanneinrichtung

horizontal und vertikal vom Sägeblatt

zur Verfügung. Mithilfe der stufenlos

einstellbaren Spanndruckreduzierung

(Foto: Bystronic Laser AG)


stahlmarkt 8.2018


Sägen, Strahlen, Trennen & Co.


ist auch das Absägen von Profilen möglich.

Neue Laseranlage punktet mit

Schnelligkeit und Wirtschaftlichkeit

Die Asco Anlagenbau Consulting GmbH mit

Sitz in St. Andrä in Kärnten steht für Kompetenz

und Qualität im Stahlbau. Das Leistungsprogramm

umfasst die Bereiche Stahl-, Hallen-

und Mastbau sowie Stahlservice. Auf

dem Gebiet der Handymasten ist das Unternehmen

Marktführer in Österreich. Mehr als

80 bestens ausgebildete Mitarbeiter verarbei-


das Unternehmen in eine Hightechlaseranlage

und erweitert damit sein Angebot: Mit


Asco Stahl- und Edelstahlbleche mit bis zu

den

(Bild 5).

Mit der Neuanschaffung reagiert Asco auf

die Wünsche von Kunden nach mehr Flexibilität

bei der Metallverarbeitung und erhöht

zudem die Kapazitäten und kann so noch

schneller auf Kundenwünsche reagieren.


Asco einen hohen Teileausstoß und eine

erstklassige Schnittqualität. Dank der Laserquelle,

dem Fiber 6000, können extrem

dicke Bleche verarbeitet werden. Bei Baustahl

kann eine Blechstärke von bis zu


geschnitten werden. Im Dünnblechbereich

ergeben sich kürzere Durchlaufzeiten.

Hochleistungskreissäge trennt

Stäbe, Drähte und Rohre von

geringer Größe

Die Werkzeugmaschinenhersteller Bomar und

Exact Cut, ein Tochterunternehmen von Bomar,

stellten während der saw expo im Juni die Hoch-

»Diese

Kreissäge wurde aufgrund der ständig wachsenden

Anfrage nach einer Trennanlage für

Stäbe, Drähte und Rohre von geringen Größen


Die manchmal unzureichende Qualität dieser

Materialien nach dem Scheren ist einer der

Hauptgründe, um auf das Sägen umzusteigen.

Die Leistung der Maschine ermöglicht ein vielfaches

Trennen von mehreren Stäben zur gleichen

Zeit. Die Größe und Maße der einzelnen

Bündel sind durch die Abmessungen, Form,

Materialzu sammensetzung und den Beschickungsforderungen

gegeben. Ein gleichzeitiges

(Foto: MicroStep Europa GmbH)

Bild 6: Die Traditionswerft Blohm+Voss vertraut auf eine Plasmaschneidanlage der


von großformatigen Blechtafeln aus Stahl, Aluminium und Edelstahl.

messer

wird ermöglicht«, beschreiben die Anlagenhersteller

die Motivation für die Entwicklung

und das Leistungsspektrum.

Die kompakte Ausführung der Maschine

mit Fördereinheit verfügt unter anderem

über einen Linearmotor, Werkstückspanner

mit kurzem Hub und einen optimierten

Sägeblattantrieb. Eine präzise Positionierung

sorgt für eine hohe Längengenauigkeit. Die

Materialzuführung der Kreissäge ist in ihrer

Grundausführung mit einem modularen

Taschenförderer ausgestattet. Dieser

Exact-Quertaschenförderer besteht aus einer

leichten Aluminiumkonstruktion und sorgt

für die Vereinzelung der Stäbe und deren

Einbringung in die Maschine. Eine weitere

Möglichkeit für die Zuführung von Materialien

mit kleinen Abmessungen besteht im

Wechsel des Taschenförderers gegen ein

Rollenrichtsystem. »

bietet eine einfache Bedienung und einen

problemlosen Zugang zu allen Maschinenkomponenten.

Die Verwendung von

Sägeblättern HM beziehungsweise HSS von

-


Materialverschnitt«, so die Unternehmen.


Plasmaschneidanlage

MicroStep zählt zu den weltweit führenden

Herstellern CNC-gesteuerter Schneidsysteme.

Das Unternehmen entwickelt und produziert

Plasma-, Autogen-, Laser- und Wasserstrahl-Schneidanlagen

– von kleinen CNC-Maschinen

für Schulen und Werkstätten bis hin zu

maßgeschneiderten Fertigungsstraßen für

Schiffswerften, Stahlcenter oder die Automobil-

und Luftfahrtindustrie. Auf die Kompetenz

von MicroStep setzt nun auch die Schiffswerft

Blohm+Voss aus Hamburg. Seit 2016 gehört

die Traditionswerft zur Lürssen Gruppe.

Bei Blohm+Voss werden vor allem komplexe

Neubau-, Reparatur- und Refitprojekte verschiedener

Schiffsklassen durchgeführt.

Oberste Priorität hat dabei die fristgerechte

Umsetzung der Kundenwünsche bei höchsten

Qualitätsstandards. Zur Beplankung der Schiffe

war die Werft nun auf der Suche nach einer

geeigneten Schneidlösung, mit der sich großformatige

Bleche exakt im Mehrschichtbetrieb

schneiden lassen. Nach den guten Erfahrungen,

die die Lürssen Gruppe mit den Technologien

von MicroStep gemacht hatte, nahm

das Entscheidungsgremium die Schneidanlagen

im automatisierten Plasmaschneiden

unter die Lupe. Letztendlich entschied man

sich für eine Plasmaschneidanlage der Baureihe

MG mit einer Bearbeitungsfläche von

Bild 6). Diese ist nun

seit Ende 2017 reibungslos im Zweischichtbetrieb

im Einsatz und dient zur Bearbeitung von

Stahl und Edelstahl wie auch Aluminium. Dank

der großen Arbeitsfläche können Platten mit

ten

werden. Dabei hat Blohm+Voss die Möglichkeit,

an den Blechkanten Fasen – zum Bei-

stahlmarkt 8.2018


36 Sägen, Strahlen, Trennen & Co.


anzuarbeiten und durch eine integrierte Tintenstrahlmarkiereinheit

das Material auch präzise

und schnell zu beschriften. Zumeist wer-


geschnitten, in Ausnahmefällen wird sogar 80

mm dickes Material bearbeitet.

Bild 7: Robotergestützte Systeme übernehmen im Anschluss an den Sägeprozess immer mehr

Arbeitsschritte – von der Entnahme der Abschnitte über Entgraten, Wiegen, Zentrieren und

Markieren bis zum Sortieren und Stapeln.

Bild 8: Für die Ausklinkungen der Werkstücke der Schuler-Gruppe sind sehr unterschiedliche

Schnitthöhen, -breiten und -tiefen zu realisieren.

(Foto: Kasto)

(Foto: Jebens GmbH)

Produktiver Sägen mit Roboter-Unterstützung

Ob im Stahlhandel, der Automobil- und

Zulieferindustrie oder im Maschinen- und

Anlagenbau: Metall verarbeitende Unternehmen

quer durch sämtliche Branchen

sehen sich seit Jahren steigenden Anforderungen

gegenüber. Kunden erwarten eine

immer höhere Fertigungsflexibilität, von Losgröße

Eins bis zur Großserie.

Die Sägetechnik als zentraler Bestandteil

der Metallverarbeitung bietet dabei großes

Optimierungspotenzial. Immer mehr Anwender

vertrauen darauf, einzelne Arbeitsabläufe

rund um den Sägeprozess intelligent zu

vernetzen und mit Roboterunterstützung zu

automatisieren. Die Vorteile liegen auf der

Hand: Industrieroboter arbeiten schnell,

zuverlässig und präzise – wenn es sein muss


Zutun. Zudem sind sie mit den entsprechenden

Werkzeugen äußerst vielseitig. »Wir

können mittlerweile nicht nur verschiedene

Handhabungs- und Transportaufgaben, sondern

auch zahlreiche Bearbeitungsschritte

effizient robotergestützt realisieren«, sagt

Volker Bühler, Gruppenleiter TB Robotik beim

Säge- und Lagertechnikspezialisten Kasto.

Die Automatisierung fängt dabei schon bei

der Materialzuführung an: Mithilfe der passenden

Fördertechnik, zum Beispiel Rollenbahnen

oder Magazinen, gelangt das zu

sägende Rohmaterial in die Maschine. Das

vermeidet mühsames Heben und Tragen und

verringert die Verletzungsgefahr für die Mitarbeiter.

Der Sägevorgang selbst läuft bei entsprechender

Ausstattung der Maschine ebenfalls

mannlos ab – unterstützt durch einen

automatischen Materialvorschub und eine

intelligente Maschinensteuerung, die anhand

der Auftragsdaten sämtliche Parameter wie

Abschnittlänge oder Schnittgeschwindigkeit

selbstständig einstellt. Moderne Produktionssägen

können so verschiedene Aufträge mit

unterschiedlichen Materialien und Durchmessern

nacheinander erledigen und auch über

einen längeren Zeitraum autonom arbeiten.

stahlmarkt 8.2018


Sägen, Strahlen, Trennen & Co. 37

Entnehmen, bearbeiten, stapeln –

alles automatisch

Beim Handling und der weiteren Bearbeitung

der fertigen Abschnitte bieten Industrieroboter

weiteres großes Potenzial. Sie können zum Beispiel

die gesägten Teile aus der Maschine entnehmen,

sodass auch dieser immer wiederkehrende

Arbeitsschritt für die Mitarbeiter entfällt.

Zudem lassen sich die Roboter mit den entsprechenden

Werkzeugen unter anderem zum Entgraten,

Fasen, Markieren, Zentrieren oder Messen

der Werkstücke einsetzen (Bild 7). Die

Abschnitte können gewogen, nach Größe oder

Auftrag sortiert und auf Paletten oder in Behälter

gestapelt werden. Auch die nahtlose Übergabe

an ein fahrerloses Transportsystem ist

möglich. »Für komplexe Abläufe mit verschiedenen

Arbeitsschritten nutzen wir auch Kombinationen

aus mehreren Robotern und Spannvorrichtungen«,

erklärt Kasto-Fachmann Bühler.

Mit den passenden Komponenten lassen sich

Säge-, Automatisierungs- und Robotertechnik

zu komplexen und hoch integrierten Systemen

kombinieren, die nahtlos in einen durchgängigen

Materialfluss eingebunden sind. Dazu zählen

nicht nur die anschließenden Handhabungsund

Bearbeitungsschritte, sondern auch die

vorherige Lagerung: Kasto etwa realisiert für

seine Kunden kombinierte Lager-Säge-Systeme,

in denen vom Einlagern des Rohmaterials bis zur

Kommissionierung der Abschnitte sämtliche

Lager-, Handling-, Säge-, Markier-, Palettier- und

Bündelungsprozesse vollautomatisch ablaufen.

Die Steuerungssoftware kann dabei an vorhandene

ERP-Systeme wie SAP angebunden werden,

was die Transparenz und Effizienz zusätzlich

erhöht. Mit weiteren Fertigungsmaschinen,

etwa zum Drehen oder Fräsen, lassen sich die

Sägesysteme zu einer durchgängig digitalisierten

und automatischen Produktion verketten,


selbstständig organisiert.

Durch Brennschneiden hohe

Abtragsraten realisieren

Gerade bei der Fertigung von Großbauteilen

bedeuten Schnelligkeit und Wirtschaftlichkeit

bares Geld. Als Spezialist für große, schwere

Brennteile, mechanische Bearbeitung und komplexe

Schweißbaugruppen setzt die Jebens

GmbH aus Korntal-Münchingen deshalb bei

hohen Abtragsraten immer häufiger auf Brennen

statt Fräsen.

»Die Technik des Brennschneidens erlaubt in

vielen Fällen die deutliche Reduzierung bis hin

zum vollständigen Wegfall von Fräszeiten und

bietet dadurch hohes Rationalisierungspotenzial«,

so Jebens. Ein Beispiel aus der Praxis ist ein

Gehäuse für Heizkörperpressen, das das Unternehmen

für die Schuler-Gruppe aus Baustahl in

-




fertigen und dafür große Segmente

mit engen Radien

abzutragen. Diese Ausklinkungen

waren in sehr

unterschiedlichen Schnitthöhen,

-breiten und -tiefen

zu realisieren (Bild 8). Ganz

ohne Fräsen fertigte der Brennschneidspezialist

nur mit der Flamme die

aufwendigen Geometrien exakt nach

Kundenvorgabe.

Für den Dickenabtrag kam eine

Sato-Brennschneidmaschine zum Einsatz, ein

Fasroboter übernahm anschließend das Finishing

der komplizierten Geometrien auf verschiedenen

Ebenen. Zuvor wurde die exakte

Schnittführung anhand von 3-D-Modellen

simuliert, um zu gewährleisten, dass der Schnitt

auch wirklich auf Anhieb präzise passte. Fest

steht: Bei diesem Verfahren gibt es bei einem

versehentlich zu großen Abtrag keinen zweiten

Versuch.

Die Alternative Brennen statt Fräsen ist bei

Jebens inzwischen gefragt, um so große

Abtragsraten auch bei anspruchsvollen Geometrien

effizient zu realisieren. Eine finale mechanische

Bearbeitung wird dadurch zwar nicht

immer ersetzt, aber der Hauptteil des abzutragenden

Materials kann so mit deutlich weniger

Zeitaufwand entfernt werden. Schnellere Fertigung,

sichere Prozesse und geringere Werkstückkosten

erschließen bei der Bearbeitung

großer Bauteile wirtschaftlich interessante Perspektiven.

(Foto: Walter AG)

Bild 9: Das für alle Werkstoffe

geeignete MX-System ermöglicht

Stechbreiten von 0,8 bis 3,25 mm und Stechtiefen

bis zu 6 mm.

Prozesssicher Gewindedrehen bei

beengten Platzverhältnissen

Auch im Bereich Werkzeuge reagieren die

Hersteller flexibel auf die Kundenanforderungen.

So komplettiert die Walter AG mit der

A60- und AG60-Geometrie für kleine beziehungsweise

mittlere Steigungen ihr

MX-Stechplattenprogramm. Wie die beste-


AG60-Platten mit vier Schneiden ausgelegt.

profil-Außengewinden

in einem breiten Stei-


besonders für Gewindedrehoperationen auf

engstem Raum, zum Beispiel nahe an einer

Schulter und Abgreifspindel. Hinzu kommen

laut Walter generelle Systemvorteile wie die

hohe Wirtschaftlichkeit oder universelle Einsetzbarkeit

aller Platten auf demselben Halter

– links wie rechts.

Das für alle Werkstoffe geeignete

MX-System (Bild 9) ermöglicht Stech-

-

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stahlmarkt 8.2018


38 Sägen, Strahlen, Trennen & Co.




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-


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Schneidwerkzeug mit ultraharter

Beschichtung für die

Stahlbearbeitung



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KURZMELDUNGEN

»SCHRITT ZU STÄHLEN DER DRITTEN

GENERATION VOLLZOGEN«

Stockholm. Hochfesten feuerverzinkten Stahl für

die Automobilindustrie hält das Unternehmen SSAB

vor. Hier wurde die Produktlinie kürzlich um feuerverzinkte,

metallbeschichtete, sogenannte Stähle der

dritten Generation erweitert, und mit Docol 600DH-GI

stellt SSAB den ersten Vertreter dieser Art vor.

»Wir haben den Schritt zu Stählen der dritten

Generation mit der verzinkten Docol DH Produktfamilie

vollzogen«, so Matti Säily, Produktmanager

Metallbeschichtete Produkte, von SSAB Europe.

Mit Docol 600DH-GI wurde eine Zugfestigkeit


noch in diesem Jahr weitere Produkte mit Zugfes-

bar.



-

2

O 3




-

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-


-

-









-


-



Säily betont.

Das Unternehmen plant, jährlich den Anteil der

Premiumstähle für die Automobilindustrie zu




dabei die Stähle der dritten Generation, denn sie

sind ähnlich belastbar wie bereits Existierendes

aus der ersten bzw. zweiten Generation, weisen

aber im Vergleich zur ersten und zweiten Generation

eine hohe Formbarkeit und bessere Nutzbarkeit

auf. a

www.ssab.com (180706335)

IN DIESEM FACHBEITRAG WERDEN

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UNTERNEHMEN ANGESPROCHEN:

ASCO Anlagenbau Consulting GmbH

Framrach 35

9433 St.Andrä, Lavanttal

Österreich

Tel. +43 4358 28120

www.asco.co.at

Behringer GmbH

Maschinenfabrik und Eisengießerei

Industriestr. 23

D-74912 Kirchardt

Tel. +49 72 66207-0

www.behringer.net

BOMAR Germany GmbH

Augustastr. 85

D-58452 Witten

Tel. +49 2302 9840741

www.bomar-germany.de

Jebens GmbH

Daimlerstr. 35-37

70825 Korntal-Münchingen

Tel. +49 711 8002-0

www.jebens.de

KASTO Maschinenbau GmbH & Co. KG

Industriestr. 14

77855 Achern-Gamshurst

Tel. +49 7841 61-0

www.kasto.com

KYOCERA Fineceramics GmbH

Fritz-Müller-Str. 27

73730 Esslingen

Tel.+49 711 93934-0

www.kyocera.de

MicroStep Europa GmbH

Messerschmittstr. 10

86825 Bad Wörishofen

Tel. +49 8247 96294-00

www.microstep-europa.de

STM Stein-Moser GmbH

Gasthof Süd 178

5531 Eben im Pongau

Österreich

Tel. +43 6458 20014

www.stm.at

Walter AG

Derendinger Str. 53

72072 Tübingen

Tel. 07071 701-0

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stahlmarkt 8.2018


Sägen, Strahlen, Trennen & Co. 39

Sandstrahlverfahren als Finish für edelmatte Sonnenschutzblenden

Hagen

Berufskollegs wurden mit Sandstrahltechnik bearbeitet und fertiggestellt.

Großformatige Sonnenschutzblenden aus

Lochblech machen die Fensterfront eines

Wuppertaler Berufskollegs jetzt zum Blickfang.

Die optisch sehr gelungenen edelmatten Lichtschutzobjekte

benötigen für ihre Wirkung eine

makellose Oberfläche. Der Lochblechhersteller

hat die gebeizten Rohteile daher bei KST

Kugel-Strahltechnik GmbH sandstrahlen lassen.

Richtungsfreie, wolkenlose


»Wir hatten die Aufgabe, durch das ferritfreie

Sandstrahlen eine richtungsfreie, wolkenlose

und blendfreie edelmatte Oberfläche

zu schaffen«, erklärt KST-Geschäftsführer

Marco Heinemann. Das manuelle Strahlen

der speziell geformten Konstruktionsteile

erforderte Erfahrung im Umgang mit

hochsensiblen Flächen. Vor dem

Finish-Strahlen wurden zunächst die im Produktionsprozess

entstandenen Bearbeitungsspuren

entfernt, denn durch das

Lochen, Kanten und Schweißen entstehen

unter anderem Blauverfärbungen. Als

Strahlmittel wurde Garnet der Korngröße


-


maße.

Zur Bearbeitung hat KST Kugel-Strahltechnik

die massiven Werkstücke beim Beizbetrieb

in Wilnsdorf abgeholt. Nach dem

Sandstrahlen in Hagen brachten die Mitarbeiter

die Lochblechteile direkt zur Baustelle

nach Wuppertal. Der Auftraggeber reduziert

durch den logistischen Zusatzservice neben

dem Zeitaufwand auch sein Transportrisiko.

www.kst-hagen.deg

(Foto: KST)

Auffallende Sonnenschutzblenden aus

Lochblech machen die Fensterfront des


Strahltechnik hat die Werkstücke beim

Beizbetrieb abgeholt, gestrahlt und direkt zur

Berufsschule gebracht.



Solingen. Die Beschichtung von Oberflächen kann je nach Einsatzbereich unterschiedliche Ziele haben:


Die KTL (Kathodische Tauchlackierung)-Beschichtung

bei der Oftec Oberflächentechnik

GmbH & Co. KG in Hagenbach bietet z.B. einen

besonders guten Korrosionsschutz, hohe Kratzfestigkeit

und hohe Beständigkeit gegen Säuren,

Laugen, Steinschlag und Salzwasser. Sie eignet

sich daher für Bauteile aus unterschiedlichsten

Branchen und kann anschließend auch mit gängigen

Pulverlacken und Nasslack lackiert werden.

Oftec bietet seinen Kunden nun die Bauteilreinigung,

KTL-Beschichtung und anschließende

Pulverbeschichtung für mittlere Serien als

Paket an. Dadurch ergeben sich Vorteile für die

Kunden, wie z. B. geringerer Logistikaufwand,

nur ein Ansprechpartner, optimal abgestimmte

Prozesse, insgesamt kürzere Produktionszeiten

und ein geringerer Verwaltungsaufwand. Zur

Reinigung der Bauteile steht bei Oftec eine

Schleuderstrahlanlage zur Verfügung, die durch

das Strahlen mit Kugelgraphit Verunreinigungen

an den Bauteilen wie Zunder, Schweißperlen,

Schweißschmauch sowie Laserkanten entfernt

und somit die Bauteiloberfläche verbessert.

Dadurch erhöht sich auch die Lackhaftfestigkeit

beim anschließenden KTL-Prozess und

somit der Korrosionsschutz. Die folgende

KTL-Beschichtung ist ein elektrochemisches Verfahren,

bei dem Bauteile in einem Tauchbad mit

elektrisch leitfähigem, wässrigem Tauchlack

beschichtet werden. Die Schichtdicke, mit der

der Lack auf dem Bauteil abgeschieden wird, ist

abhängig von der Teilegeometrie und der Höhe

der angelegten Spannung. Am Ende wird die

Beschichtung in einem Durchlaufofen bei Tem-

brannt.

Die anschließende Pulverbeschichtung

dient entweder Dekorzwecken oder der zusätzlichen

Aufbringung einer Funktionsoberfläche,

um z. B. eine Beständigkeit gegen UV-Strahlung

zu erreichen. Bei einer maximalen Teilegröße für

(Foto: Ebbinghaus-Verbund)

Oberflächenveredelung bei Oftec





aus unterschiedlichsten Bereichen (Nutzfahrzeuge,

PKW, Landmaschinen, braune und weiße

Ware etc.) beschichtet werden.

www.ebbinghaus-verbund.de


stahlmarkt 8.2018


40 Sägen, Strahlen, Trennen & Co.

Modernisierung eines der größten

Stahlherstellers in Südafrika

Rollbahn-Strahlanlage von AGTOS vervollständigt Anlagenpark

Emsdetten. Steel Services & Allied Industries ist einer der größten Stahlverarbeiter in Südafrika. Während der

letzten Jahre durchlief das Unternehmen ein großes Modernisierungsprogramm. Dessen Kern war es, in

technologisch fortschrittliche Anlagen zu investieren. Dabei wurden bestehende Maschinen auf- und umgerüstet

und innovative Verfahrens- und Materialumschlagsprozesse eingeführt.

Eine der ersten Investitionen, die Steel Services und Allied Industries auf ihrer Innovationsreise getätigt haben, war die Installation einer Peddinghaus

3-Achsen-Bohrlinie mit zwei Peddinghaus-Bandsägen. Die Maschine ist zum Bohren und Markieren von Strukturträgern, Flachmaterial, Kanal,

Rechteckrohr und Winkel bestimmt. Im Hintergrund die Rollbahn-Strahlanlage RT 26 von AGTOS.

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Phase Eins

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bestimmt.


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»


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stahlmarkt 8.2018


Sägen, Strahlen, Trennen & Co. 41



-

«,






-






Phase zwei



-


Der höchste Förderturm Südafrikas



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nen«

KONTAKT

AGTOS GmbH

Gutenbergstr. 14

48282 Emsdetten

Tel. +49 2572 96026-0

www.agtos.de


Die Rollbahn-Strahlanlage RT 26 von AGTOS ist ebenfalls strategisch in das



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»

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Mit 87 Metern Höhe ist der Stahl-Förderturm

zu dieser Zeit der höchste der südlichen

Hemisphäre. Er wurde über dem bestehenden

Lüftungsschacht bei South Deep im

Witwatersrand-Becken installiert und wiegt

1.900 Tonnen.

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stahlmarkt 8.2018


42 Aus den Unternehmen

(Fotos: Günther + Schramm)

Bei der Bestellung via EDI hinterlegt das System automatisch

alle Daten. Die optimierte Abwicklung sorgt für eine Entlas-



Wenn der Computer

mit dem Computer spricht

EDI bei Günther + Schramm

Oberkochen. Trotz überzeugender Vorteile erfolgt der Einsatz von Electronic Data Interchange (EDI) im

Stahleinkauf immer noch recht zögerlich. Laut einer aktuellen Studie von Günther + Schramm setzen nur





die Prozesskosten.

Günther + Schramm bietet die elektronische

Übermittlung von Daten seit den

90er Jahren an. Der Systemlieferant für

Stahl, Edelstahl und Aluminium wickelt

über das System bereits knapp 50.000 Positionen

im Jahr elektronisch ab. »Das ist

schon eine beachtliche Menge, aber es

könnten noch mehr Kunden von den Vorteilen

durch EDI profitieren«, erklärt Jörg

Mayer, Leiter Material- und Prozesslogistik

bei Günther + Schramm. »Während die Prozessabwicklung

via EDI bereits fester

Bestandteil der vertrieblichen Abläufe in

vielen Unternehmen ist, sehen wir vor allem

auch für den Einkauf noch ein großes

Potenzial.« Der elektronische Datenaustausch

führt zu einer deutlichen Standardisierung

und Verbesserung von Geschäftsprozessen.

Anstatt manuell Bestellungen zu

erfassen, per Fax oder E-Mail zu versenden,

Auftragsbestätigungen zu kontrollieren und

zu archivieren sowie Wareneingänge und

Rechnungen zu buchen, läuft der Prozess

mit EDI wesentlich schneller und sicherer

ab. Der Kunde initiiert eine Bestellung entweder

manuell, oder sie erfolgt automatisch

nach Erteilung eines Fertigungsauftra-

stahlmarkt 8.2018


Aus den Unternehmen 43

ges. Sofort werden die Bestell informationen

im ERP-System erfasst und der Lieferant

informiert. Automatisch bestätigt das System

des Lieferanten die Bestellung. Dabei

ist die Übertragung der Daten zu jeder Uhrzeit

und sieben Tage in der Woche möglich.

Nach der Lieferung der Ware erhält der

Kunde einen Datensatz, der (auf Wunsch)

automatisch den Wareneingang vormerkt.

Die Rechnungsstellung erfolgt ähnlich. Der

Kunde wird direkt über den Eingang der

Rechnung informiert und prüft diese

abschließend auf Plausibilität.

Datenfehler minimieren

und Prozesskosten senken

Vor allem auch im Hinblick auf immer komplexere

Beschaffungsvorgänge und die

geforderte Flexibilität bei häufig kleinen Losgrößen

überzeugt die effektive elektronische


Ablauf Bestell-


Projektabwicklung. »Unser EDI-System

unterstützt alle gängigen Nachrichtenformate

und Übertragungsstrukturen«, so Jörg

Mayer. Durch den Abgleich von Stammdaten,

eine eindeutige Zuordnung von Artikeln

und automatische Abläufe sind Datenfehler

nahezu ausgeschlossen. Sind logistische Prozesse

festgelegt, wirtschaftliche Rahmenbedingungen

geklärt und kompatible IT-Systeme

bei beiden Partnern vorhanden, steht

einer erfolgreichen Umsetzung von EDI

nichts mehr im Weg.

KONTAKT

Günther + Schramm GmbH

Heidenheimer Str. 65

73447 Oberkochen

Tel. +49 7364 24-0

www.gs-stahl.de

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stahlmarkt 8.2018


44 Aus den Unternehmen


Bad Marienberg



Die Fertigung anspruchsvoller Feuerfestformteile aus Stahl und Edelstahl erfolgt bei Rübsamen

vorrangig auf modernen CNC-Maschinen.

Spezialisiert auf die Herstellung solcher

Feuerfestformteile aus temperaturbeständigem

Stahl- und Edelstahlblech ist das deutsche

Zulieferunternehmen Helmut Rübsamen

GmbH & Co. KG, Bad Marienberg. Es

nutzt dazu vorrangig die Metalldrücktechnologie,

mit der sich insbesondere kleine

und mittlere Stückzahlen von hitzefesten

Präzisionsbauteilen fertigen lassen.

Einbaufertige Feuerfestkomponenten aus

temperaturbeständigen Werkstoffen gehören

für viele Anlagen- und Maschinenbauer

in Stahlerzeugung, Gießereiwesen, Chemieund

Energietechnik zu den unverzichtbaren

Zulieferteilen. Die Fertigung solch

anspruchsvoller Blechformteile aus Stahl

und Edelstahl oder aus Aluminium, Kupfer,

Messing und Reinzink ist eine der Kernkompetenzen

von Helmut Rübsamen. Bereits seit

mehreren Jahrzehnten setzt der mittelständische

Umformtechnikspezialist dafür die

Metalldrücktechnik ein, die mancherorts

auch unter der Bezeichnung Fließformen

bekannt ist.

Dieses Verfahren wird bei Rübsamen vorrangig

auf modernen CNC-Maschinen praktiziert

und erfreut sich derzeit reger Nachfrage.

Der Grund dafür: Es handelt sich

hierbei um ein spanloses Kaltumformverfahren,

mit dem sich energieeffizient und ressourcenschonend

Blechformteile in kleinen

und mittleren Serien realisieren lassen. Insbesondere

eignet es sich nach Firmenangaben

zur kostengünstigen Produktion rotationssymmetrischer

Geometrien von hoher

Genauigkeit. Zu den weiteren Vorteilen

gedrückter Blechformteile gehört es, dass

sie sich nahtlos herstellen lassen, exzellente

Festigkeitswerte erreichen und zudem

dünnwandig ausgeführt werden können.

Da die Metalldrücktechnik ohne die Bereitstellung

aufwendiger Formwerkzeuge auskommt

und auch keine thermische Unterstützung

benötigt, erweist sie sich vielfach

als wirtschaftlich.

Aktuell fertigt Rübsamen für Feuerfestanwendungen

in verschiedenen Branchen beispielsweise

einbaufertige Kassetten, Kegel,

(Foto: Helmut Rübsamen)

Bandagen, Wechselausgüsse oder Spüler

aus temperaturbeständigen Stahl- und Edelstahllegierungen.

Für viele Anlagen- und

Maschinenbauer – etwa in der Hochofentechnik

oder in der Kraftwerkstechnik –

gehört das Unternehmen nach eigenen

Angaben mittlerweile zu den gelisteten

Dauerlieferanten feuerfester Komponenten.

Zudem sichert es für seine Kunden die

Ersatzteilversorgung, da die Feuerfestbauteile

aufgrund der hohen Temperaturdauerbelastung

naturgemäß einem hohen Verschleiß

unterliegen und regelmäßig ausgetauscht

werden müssen.

In vielen Fällen begleitet das Unternehmen

die Anlagenbauer von Beginn an bei

ihrer Arbeit an Konstruktionsoptimierungen

oder Neuentwicklungen. Hierfür bietet der

eigene Werkzeugbau und eine modern ausgestattete

3-D-CAD-Konstruktion des

Unternehmens großes Potenzial. Für die

Herstellung von Klein- und Musterserien

verfügt Rübsamen außerdem über die Kompetenz,

die Metalldrückteile auch halbautomatisch

oder gar manuell zu fertigen.

Über das Metalldrücken hinaus erstreckt

sich das Leistungsspektrum des Unternehmens

über eine große Palette mechanischer

Bearbeitungsverfahren (Laserschneiden, Prägen,

Stanzen, Lochen u.a.) und beinhaltet

auch die Schweißtechnik und die

Oberflächenver edelung. Außerdem bietet

das nach DIN ISO 9001 zertifizierte Unternehmen

als umformtechnische Verfahrensalternative

das Tiefziehen an. Für den Kunden

bedeutet das: Er profitiert von den

Vorteilen des Metalldrückens etwa bei der

Fertigung zylindrischer Hohlkörper oder

Halbschalen, kann aber – beispielsweise für

die Großserienproduktion flächiger Gehäuseteile

– am gleichen Ort die Tiefziehtechnik

in Anspruch nehmen. Oft lassen sich auch

durch die prozesstechnische Kombination

beider Umformverfahren besonders innovative

Lösungen realisieren.

www-helmut-ruebsamen.de

(180806414)

stahlmarkt 8.2018


Aus den Unternehmen 45


Zürich


(1808064074)

In der Metallverarbeitung werden die zu

verarbeitenden Rohstoffe auf die jeweiligen

Werkstoffparameter geprüft, um ihre Prozesseignung

sicherzustellen. Hierfür hat die

3R Technics GmbH mit der Total Quality Control

TQC ein Messsystem entwickelt, das alle

gängigen Werkstoffparameter inline und

zerstörungsfrei messen kann. Somit lassen

sich Abweichungen im Fertigungsprozess in

Echtzeit unmittelbar erkennen und sofort

korrigieren. Aufgrund der variablen Abmessungen

und Formen der integrierten Sensoren

eignet sich das Verfahren für großformatige

Karosseriebleche ebenso wie für kleine

Präzisionsteile. Die reproduzierbare Messung

erfolgt ohne Stillstandzeiten. Total Quality

Control (TQC) berechnet inline alle für die

Produktion relevanten Werkstoffparameter,

sodass ein schnelles Adaptieren der Verarbeitungsprozesse

erfolgen kann und die Qualität

des Produktes gesichert ist. Auf Grundlage

der multifrequenten Wirbel strommessmethode

erfasst das Programm in Echtzeit

und vollautomatisch die Kennwerte des

Metalls. So können die mechanischen Werkstoffeigenschaften

über den gesamten Herstellungsprozess

lückenlos protokolliert und

inline ausgewertet werden. Um genaue

Ergebnisse erzielen zu können, werden 24

verschiedene Prüffrequenzen in Serie gesetzt.

Für jede Frequenz wird der Real- und Imaginärteil

der Impedanz des Werkstücks ermittelt.

Die Messdauer liegt unter einer Sekunde;

wird ein Doppelkopf eingesetzt, ist eine


den elektrischen Werkstoffeigenschaften die

mechanischen Kennwerte zu berechnen,

nutzt 3R Technics den Zusammenhang aus

Gefügezustand und Materialeigenschaften

des Metalls. So lassen sich alle mechanischen

Kenngrößen wie Streckgrenze, Zugfähigkeit,

Härte und Gleichmaßdehnung, aber auch

einzelne Gefügebestandteile wie Kohlenstoffanteil,

Ferrit oder Austenit ermitteln.

www.3r-technics.com

(Foto: 3R Technics)

Für die Messung werden 24 verschiedene


unterschiedliche Tiefen des Materials

eindringen und einen „Fingerabdruck“ des

Werkstoffes erstellen.


Baden-Baden»«


Schneller, effizienter, zuverlässiger:

Die Anforderungen an die Produktion von

heute sind hoch. Bei der Richt- und Entgrattechnik

setzt Arku deshalb auf automatisierte

Abläufe und führte dies auf

den Arku-Infotagen »Richten und Entgraten«

den Besuchern vor. Im Fokus stand

eine neue Lösung zur Optimierung der

Blechbearbeitung: die Präzisionsrichtmaschine

FlatMaster ® 88 200 mit dem Ebenheitskontrollsystem

FlatJack und einem

vorgeschalteten Pick-and-Place-Roboter.

Dank der modernen Kameratechnik

EasyEye erkennt der selbstlernende Roboter

Teile unterschiedlicher Dicken und


hebt er auf die Einlaufrollenbahn der


um die Steuerung der Anlage kümmern. [Die Anlagen und die Bediener sind im laufenden Betrieb durch

einen Schutzzaun voneinander getrennt, um die Sicherheit der Bediener zu gewährleisten. Zur besseren

Sichtbarkeit der Anlage wurde der Zaun aus diesem Bild wegretuschiert.]

(Foto: ARKU)

(180806404)

stahlmarkt 8.2018


46 Aus den Unternehmen

Richtmaschine. Der Roboter eignet sich

auch für die Entnahme der Teile. Er entlastet

damit die Bediener, was der Schlüssel

für Prozesssicherheit und hochwertige

Teile ist. Von der Automatisierung profitieren

auch die Kunden in der Lohnfertigung:

Stabile Prozesse bedeuten Bleche

in gewohnt hoher Qualität. Entgratmaschinen

lassen sich ebenfalls mit dem

Roboter ausrüsten.

Neues Ebenheitskontrollsystem

FlatJack

In Kombination mit dem FlatMaster präsentiert

Arku eine neue Variante des FlatJack ® .

Das Ebenheitskontrollsystem ist nun auch für

Richtmaschinen mit Durchlassbreiten von

-

Jack wurde in die Steuerung des FlatMaster

88 200 integriert. So lassen sich beide

Maschinen über ein Panel bedienen. Häufige

Ortswechsel und somit lange Laufwege bleiben

den Bedienern erspart. Neben den

Livevorführungen zeigte Arku einzelne

Maschinen wie die Entgratmaschinen Edge-

Breaker 2000 und 4000 für dickere Blechteile,

die Präzisionsrichtmaschine FlatMaster 55

oder die Teilerichtmaschine EcoMaster in

Aktion.

www.arku.com


Düsseldorf




Standorten auf die gruppeneigenen Kompetenzen:

Am Hauptsitz in Emmenbrücke in

der Schweiz arbeitet der Blankstahlhersteller

bereits mit dem Prüflabor des Schwesterunternehmens

Swiss Steel zusammen.

Mit dem Umstieg von Steeltec von einem

externen Dienstleister auf das Prüflabor der

DEW, das in Krefeld angesiedelt ist, bündeln

die beiden Schmolz + Bickenbach-Töchter

seit April 2018 ihre Werkstoffkompetenzen.

Sämtliche Werkstoff- und Gefügeuntersuchungen

kann Steeltec nun sowohl in Düsseldorf

als auch in Emmenbrücke gruppenintern

durchführen lassen. Dank der Zusammenarbeit

mit dem DEW-Prüflabor stehen

zahlreiche zusätzliche Untersuchungsmethoden

und -geräte für die fertigungsbegleitende

Qualitätssicherung und für Sonderprüfungen

zur Verfügung. Beispielsweise

hat Steeltec – wie zuvor bereits in Emmenbrücke

– nun auch in Düsseldorf Zugriff auf

ein Raster elektronenmikroskop im benachbarten

Krefeld.

Als Lösungsanbieter anwendungsspezifischer

Spezialstähle prüft Steeltec jeden neu

entwickelten Werkstoff vor der Auslieferung

an Kunden. So gewährleistet das Unternehmen

die hohe Qualität seiner Stähle. Zweimal

täglich bringt ein Shuttle-Transporter Proben

aus der Steeltec-Produktion in Düsseldorf ins

Prüflabor in Krefeld. Die Prüf anforderungen

aus dem Auftragsverwaltungssystem von



Steeltec werden automatisch in das Laborinformationssystem

der DEW eingespielt. So

kann die DEW sämtliche Proben gemäß

Steeltec-Anforderungen untersuchen. Im

Anschluss werden die Ergebnisse zurück ins

Auftragsverwaltungssystem der Steeltec

übertragen und dort mit den kundenspezifischen

Vorgaben abgeglichen. Nach der Freigabe

erfolgt schließlich der Versand an den

Kunden. Die Durchlaufzeiten dieser fertigungsbegleitenden

Qualitätsprüfungen sind

als Leistungskennzahlen vorgegeben.

Die gruppeneigenen Prüfressourcen nutzt

Steeltec auch für Entwicklungsprojekte und

kundenindividuelle Machbarkeitsklärungen

sowie für Sonderprüfungen auf Kundenwunsch.

Einmal mehr trägt der Blankstahlanbieter

mit der Verlagerung der Prüfkompetenzen

dazu bei, diese in der Gruppe

zu bündeln und Synergien zu nutzen.

(Foto: Deutsche Edelstahlwerke)

180806413

stahlmarkt 8.2018


Aus den Unternehmen 47

Zentrierbohrvorrichtung erleichtert die Anarbeitung

Achim


(Foto: Krause)

• Zentrierbohrung kann in Sekunden gefertigt

werden (direkt nach dem Sägen an

der Maschine)

• Sämtliche Bauteile werden in Deutschland

gefertigt

• Es können herkömmliche Zentrierbohrer

verwendet werden, dabei entstehen

keine zusätzlichen Folgekosten.

KONTAKT

Krause Maschinenhandels & Service

GmbH

Am Bürgerpark 28

28832 Achim

Tel.: +49 421 4899707-0

verkauf@machine-trade.de

www.machine-trade.de

180806429

Zentriervorrichtung

Das Unternehmen hat im August die

Zentrierbohrvorrichtung »Mobile Quick

Centering« auf den Markt gebracht, die

es dem Stahlhandel ermöglicht, Anarbeitungsanforderungen

der Kunden schnell

und kostengünstig zu erledigen.

Der Qualitätsstahlhandel ist gezwungen,

seine Anarbeitungs schritte den

Kundenanforderungen ständig anzupassen.

Bekommt der Kunde nicht diese

Leistung von seinem Stahlhandelspartner,

geht er meistens woanders

hin. Die Menge wäre somit an den

Mitwettb ewerber verloren. Die Zentrierbohrung

stirnseitig einzubringen,

wird dabei im täglichen Ablauf häufig

in den Leistungen nachgefragt.

Natürlich gibt es dafür Maschinen

und komplette Anlagen. Aber meistens

reichen die angefragten Mengen nicht

aus, um solche Investitionen zu rechtfertigen.

Hier kommt die neue Zentrierbohrvorrichtung

»Mobile Quick Centering«

ins Spiel, für die das Unternehmen

von der NBank gefördert wurde

und die seit August bestellbar ist.

Die Vorteile des neuen Geräts im Überblick:

• Mobil einsetzbar ohne Kabel


• messer

• Keine zusätzlichen Materialbewegungen,

somit werden Krankapazitäten

und Mannstunden eingespart

• In Sekunden einsatzbereit

Mein rff 2.0


ist online. Mit neuen Funktionen bieten wir Ihnen auch

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stahlmarkt 8.2018


48 Aus den Unternehmen

Die Skulptur »Das letzte Luftschiff« von Michael Ehlers auf der Landesgartenschau 2018 in Würzburg.

Das letzte Luftschiff

The Coatinc Company veredelt Kunst- und Medieninstallation

Siegen. Der Traum vom Fliegen ist so alt wie die Menschheit selbst. Mit dem ersten Zeppelin war der moderne

Mensch im frühen 20. Jahrhundert der Luft so nahe wie kaum zuvor. Doch die Ära der Luftschiffe war nur von

kurzer Dauer und wurde schnell durch andere Innovationen ersetzt. Trotzdem hat der Zeppelin bis heute

symbolische Bedeutung und bietet Potenzial für künstlerische Konzepte. Die Landesgartenschau 2018 in Würzburg

bietet Platz für Ideen – The Coatinc Company hilft bei der Umsetzung.

Im April startete die diesjährige Landesgartenschau

(LGS) in Würzburg. Hier

fand sie zuletzt im Jahr 1990 statt. Im

Rahmen eines Wettbewerbs konzipierte

der Künstler Michael Ehlers die Kunstund

Medieninstallation »Das letzte Luftschiff«

für die LGS 2018.

Am 6. August 1939 landete die LZ 130


– das letzte Luftschiff seiner Art. Ehlers

erkannte den geschichtlich-künstlerischen

Mehrwert und gewann mit seinem

Konzept den Künstlerwettbewerb der


wurde der Entwurf jetzt umgesetzt.

Im aufgebauten Zustand ist die geome-


hoch. Zusätzlich wird sie am Bug auf


entsteht eine dynamische Gesamtwirkung.

Die prozessorientierte Installation

verweist auf die Halbwertszeit techni-

keit

wieder zerfallen und von der Natur

zurückerobert werden.

Um eine lange Lebensdauer des Werks

-


Bauwerks. Das Besondere an diesem

Standort der international tätigen Grup-


der Veredelung von Kunst aus Stahl

gesammelt hat. »Mit Fachwissen und viel

stahlmarkt 8.2018


Aus den Unternehmen 49

Für stets aktuelle Informationen

zum »Letzten Luftschiff« wurde

eine entsprechende Internetseite

online geschaltet. Hier kann die

gesamte Entstehung – vom Gerüst

bis zum bewachsenen Kunstwerk

– per installierter Webcam beobachtet

werden. Die Installation

kann im Rahmen der Landesgar-



hinaus aber noch Jahrzehnte dau-


Raum im Park des neuen Stadtteils

Würzburg-Hubland ausgestellt.

www.dasletzteluftschiff.de

(Fotos: Janosch Gruschczyk)

Susanne Kolb

Liebe zum Detail wurde jedes einzelne

Tragwerkselement mittels der Feuerverzinkung

von uns perfekt vor Korrosion

geschützt«


el

Ehlers Kunstprojekt. Diese Leistung

schuf die Basis für den letzten Kunstgriff:

Das fertige Objekt aus Stahl wurde mit

schnell wachsenden Kletterpflanzen wie

etwa Hopfen und Kapuzinerkresse


werden damit in einem einzigen Projekt

vereint. So ist »das letzte Luftschiff« ein

Sinnbild für Vergänglichkeit – aber dennoch

nachhaltig geschützt und setzt

gleichzeitig Impulse für die Zukunft.

Echte Kunst und wahre Werte – The

gen

Beitrag für diese visionäre Installation.

www.coatinc.com


Neues Sandwichpaneelen-Werk für SAB-profiel

Geldermalsen. SAB-profiel, ein Tochterunternehmen von Tata Steel und Hersteller von Stahlprofilen und

Sandwichpaneelen für die Bauindustrie, fertigt ab 2019 im niederländischen Geldermalsen.

(Foto: Tata Steel)

Ab 2019 fertigt SAB-profiel, ein Tochterunternehmen von Tata Steel, einen Teil seiner

Stahlprofile und Sandwichpaneele für die Bauindustrie in seinem neuen Werk in Geldermalsen.

»Der Markt für Stahl-Sandwichpaneele


tiger

Gebäudesanierungen und den verpflichtenden

Austausch von Asbestdächern.

Mit der neuen Produktionsstätte reagieren

tigungskapazitäten

ausbauen und unseren

Kunden einen noch besseren Service bieten

«

Steel Netherlands. Der Neubau mit zwei Produktionsanlagen

in Geldermalsen bietet aus-


sehr gut an das niederländische Autobahnnetz

angeschlossen. Beim Entwurf des

Gebäudes spielte Nachhaltigkeit eine wichtige

Rolle. Wärmepumpen ersetzen Erdgas

und auf dem Dach werden Solarpaneele

installiert. Darüber hinaus kommen energiesparende

Technologien wie LED-Beleuch-


Geräteabschaltung zum Einsatz. Stahl-Sandwichpaneele

aus dem SAB-Lieferprogramm

dienen der Wärmeisolierung der Fassade und

sind recycelbar. Die Fassade des neuen Werks


von SAB-Sandwichpaneelen und Profilen in

-


www.tatasteelconstruction.com


stahlmarkt 8.2018


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Informationsstelle Edelstahl Rostfrei.

Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung

Z-30.3-6 vom 5. März 2018. »Erzeugnisse,

Bauteile und Verbindungsmittel aus

nichtrostenden Stählen«

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Handeln als Schlüssel zum Erfolg

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Dr. Schambach, Bärbel. Schweißtechnik

3: Begriffe, Zeichnerische Darstellung,

Schweißnahtvorbereitung, Bewertungsgruppen

(DIN-DVS-Taschenbuch 145)

DVS Media GmbH, Düsseldorf 2018 (10. Aufl.), 696 S., ISBN:

978-3-96144-033-7, Preis: 223,00 € (auch als E-Book erhältlich)

Sonderdruck 862

Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung

Z-30.3-6 vom 5. März 2018

„Erzeugnisse, Bauteile und Verbindungsmittel

aus nichtrostenden Stählen“

Informationsstelle Edelstahl Rostfrei

Hiermit liegt eine aktualisierte Neuausgabe der

allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung ABZ

Z-30.3-6 des Deutschen Instituts für Bautechnik

für Erzeugnisse, Verbindungsmittel und Bauteile

aus nichtrostenden Stählen vor. Diese ist gültig

bis zum 1. Mai 2022 und umfasst u.a. allgemeine

und besondere Bestimmungen, Herstellung,

Eigenschaften und Zusammensetzung der

Erzeugnisse, Verbindungsmittel und Bauteile,

Stahlsorten, Erzeugnisformen, Festigkeitsklassen,

Erzeugnisse ohne oder nach der Kaltverfestigung,

Eignung zum Schweißen, Zusatzwerkstoffe

sowie Schweißverbindungen oder -zusätze.

Hinzu kommen weiterhin Korrosionsschutz der

Bauprodukte, Korrosionsschutz der Bauteile oder

Verbindungsmittel in Schwimmhallen sowie

Schutz vor Korrosion an Verbindungsstellen mit

anderen Metallen, Schutz vor flüssigmetallinduzierter

Spannungsrisskorrosion und Schutz vor

Korrosion von Verankerungen im Stahlbetonbau

und Mauerwerksbau. Ferner geht es um Verpackung,

Transport und Lagerung und Kennzeichnung

der Bauprodukte sowie Brandschutz des

Baustoffes, Kalt- oder Warmformgebung und

Durchführung von Schweißarbeiten.

Kleine Vorhaben – das klingt nach einer Erledigung

nebenher und weckt Assoziationen

von Unwichtigkeit. Treten aber Verzögerungen,

z.B. in Form von Störungen, auf, lässt

sich das – z.B. bei einer Durchlaufzeit von

ca. vier Monaten – meist nicht mehr einholen.

Daher gilt, auch kleine Projekte dezidiert

vorzubereiten und situativ umzusetzen, beispielsweise

mit einer Planungsklausur und

einer anschließenden konsequenten Realisierung.

Daher liefert dieses Buch einen »Projektmanagement-Kompass«

(PM-Kompass), der

über alle Ebenen, vom Projektstart über die

Planung und Umsetzung bis zum Projektende

Orientierung und Information liefert. Je

Segment werden zwei wesentliche Aspekte

fokussiert; einerseits geht es um strukturiertes

Arbeiten, die Anwendung von Vorgehensweisen,

Methoden oder Templates,

andererseits steht zielgerichtetes Verhalten

sowie überlegtes Handeln der Projektleitung

im Vordergrund. Zielgruppe sind Projektleiter

und Führungskräfte, die kleine und kompakte

Projekte auf den Weg bringen.

Damit eine Schweißnaht in guter Qualität

gelingt, ist nicht nur der reine Vorgang des

Schweißens bedeutsam, sondern auch die

Schweißnahtvorbereitung und anschließend

eine Kontrolle. Dieses Taschenbuch enthält

dazu wichtige DVS-Merkblätter in Volltextversionen

und aktuelle DIN-(EN)-(ISO)-Normen.

Diese umfassen u.a. Begriffe und Verfahren,

Zeichnerische Darstellung, Schweißnahtvorbereitung,

Bewertungsgruppen und Unregelmäßigkeiten.

Dabei wurden z.B. die DIN

32520:2016-04 mit Bildzeichen für Lichtbogenschmelzschweißen

sowie die DVS-Merkblätter

DVS 0703:2016-08 und DVS

3214:2017-06 aktualisiert. Hinzu kommt der

DIN-Fachbericht ISO/TR 581:2007-04, der allgemeine

Grundlagen zur Schweißbarkeit von

metallischen Werkstoffen liefert.

Dieses Taschenbuch kann als umfassendes

Nachschlagewerk genutzt werden, eignet

sich aber auch für eine schweißtechnische

Ausbildung. Es wendet sich an Schweißtechniker,

schweißtechnische Betriebe,

Schweißfachingenieure, Studierende, Praktiker

und auch Auszubildende.

(180706339)

www.edelstahl-rostfrei.de

www.expertverlag.de (180706348)

www.dvs-media.eu (180706343)

stahlmarkt 8.2018


Stahl Termine 51

Termin / Ort Thema Veranstalter Info / Kontakt

4.-5.9.2018

Duisburg

10.-15.9.2018

Chicago

11.-12.9.2018

Aachen

12.-15.9.2018

Istanbul

18.-20.9.2018

Helsinki

18.-22.9.2018

Stuttgart

Stahlkauf kompakt

Bundesverband Materialwirtschaft,

Einkauf und Logistik e.V. (BME)

Akademie

Bundesverband Deutscher Stahlhandel

(BDS AG)

+49 69 30838-0

www.bme.de/stahleinkauf

Hannover Messe USA Deutsche Messe AG +49 511 89-0

www.messe.de

22. Business Forum Qualität Fraunhofer IPT www.bfq-aachen.de

Metal Expo Eurasia Istanbul 2018 Sky Trade Fairs +90 212 886 1919

www.metalexpo.com.tr

International Stainless and Special

Steel Summit

SMR Events – Steel & Metals

Conferences and Seminars GmbH

+43 5672 72737

www.stainless-conference.com

www.metalbulletin.com/events

AMB 2018 Messe Stuttgart +49 711 18560-0

www.messe-stuttgart.de/amb

19.-21.9.2018

Leipzig

ZVO-Oberflächentage 2018

Zentralverband Oberflächentechnik

e.V.

+49 2103 255621

www.zvo.org

26.-27.9.2018

Frankfurt/Main

26.-29.9.2018

Shanghai

8.-9.10.2018

Hamburg

8.-11.10.2018

Stuttgart

9.-13.10.2018

Mailand

11.-12.10.2018

Duisburg

Stahl Tag 2018

Martin Brückner Infosource GmbH

& Co. KG

+49 69 271076011

www.mbi-infosource.de/stahltag-2018

wire China und Tube China 2018 Messe Düsseldorf GmbH www.wirechina.net

www.tubechina.net

Steel Net Forum & International

Steel Trade Day

Eurometal +352 26259026

www.eurometal.net

Motek P. E. Schall GmbH & Co. KG +49 7025 9206-0

www.motek-messe.de

31. BI-MU EFIM-ENTE fiere italiane macchine

spa

+3902262551

www.bimu.it

39. Deutscher Stahlbautag 2018 bauforumstahl e.V. +49 211 6707-800

www.deutscher-stahlbautag.com

17.-19.10.2018

Kemayoran

indometal 2018

Messe Düsseldorf Asia PT. Wahana

Kemalaniaga Makmur (WAKENI)

+65 63329642

www.indometal.net

23.-25.10.2018

Stuttgart

23.-26.10.2018

Hannover

19.-20.11.2018

Düsseldorf

27.-29.11.2018

Mumbai

4.-5.12.2018

Duisburg

5.-8.2.2019

Leipzig

1.-5.4.2019

Hannover

parts2clean 2018 Deutsche Messe AG www.parts2clean.de

EuroBLECH Mack Brooks Exhibitions Ltd. +44 1727 814-400

www.euroblech.com

Strategische Stahl- und Rohstoffbeschaffung

Wire India, Tube India und

Metallurgy India 2018

Stahlkauf kompakt

Bundesverband Materialwirtschaft,

Einkauf und Logistik e.V. (BME)

Akademie

Messe Düsseldorf GmbH

Bundesverband Materialwirtschaft,

Einkauf und Logistik e.V. (BME)

Akademie Bundesverband Deutscher

Stahlhandel (BDS AG)

+49 69 30838-0

www.bme.de/stahl_

rohstoffbeschaffung

www.wire-india.com

www.tube-india.com

www.metallurgy-india.com

+49 69 30838-0

www.bme.de/stahleinkauf

Intec und Z 2019 Leipziger Messe www.messe-intec.de

www.zuliefermesse.de

Hannover Messe 2018 Deutsche Messe AG www.hannovermesse.de

10.-12.4.2019

Villingen-Schwenningen

Dreh- und Spantage Südwest (DST)

SMA Südwest Messe- und Ausstellung-GmbH

+49 7720 9742-0

www.südwest.de

14.-16.5.2019

Mailand

14.-17.5.2019

Basel

15.-19.5.2019

Brno

21.-24.5.2019

Stuttgart

Made in Steel 2019 Made in Steel srl +39 030 2548 520

www.madeinsteel.it

PRODEX SWISSTECH Exhibit & More AG SMM/MSM +41 44 806 33 55

www.prodex.ch

www.swisstech-messe.ch

Stainless 2019

Verlag Focus Rostfrei GmbH BVV

Trade Fairs Brno

+49 2801 9826-0

www.stainless2019.com

Moulding Expo 2019 Landesmesse Stuttgart GmbH +49 711 18560-0

www.moulding-expo.de

stahlmarkt 8.2018


52 Veranstaltungen

VERANSTALTUNGEN

VOM SMART DEVICE ZUM

DIGITAL TWIN

Aachen. Das Qualitätsmanagement bildet das

Bindeglied zwischen physischer und virtueller

Welt. Im „Business Forum Qualität“ am 11. und

12. September 2018 stellen das Fraunhofer-Institut

für Produktionstechnologie IPT und das Werkzeugmaschinenlabor

WZL der RWTH Aachen die

neuen Potenziale der Digitalisierung für das Qualitätsmanagement

zur Diskussion. Die Vortragsthemen

umfassen u.a. den Einsatz von Smart

Devices sowie den Nutzen des Digitalen Zwillings.

www.bfq-aachen.de 180806400

HERAUSFORDERUNGEN IM

STAHLHANDEL

Basel. Zu einem International Steel Distribution

& Trade Day lädt Eurometal am 8. und 9. Oktober

2018 ins Empire Riverside Hotel nach Hamburg

unter dem Titel „Steel Distribution & Trade Sailing

Rough Waters“. Diese Konferenz umfasst u.a. Herausforderungen

für die Zuliefererketten sowie

auch Entwicklungen im EU-Stahl-Im- und Export,

EU-Stahlhandelspolitik, den Einfluss des Brexit und

Stahl-Protektionismus versus fairen Stahlhandel.

www.eurometal.net 180806410

INDOMETAL 2018

Düsseldorf. Für die internationale Metall- und

Stahlmesse für Südostasien, die vom 17. bis

bei JI Expo, Kemayoran, stattfindet,

sind die Aussichten sehr vielversprechend.


Gießereimaschinen und -anlagen, Druckgussmaschinen

und Schmelzanlagen, Industrieöfen,

industrielle Wärmebehandlungsanlagen, thermische

Verfahren, Gießmaschinen und -einrichtungen.

Organisatoren sind die Messe Düsseldorf Asia


Makmur (WAKENI).

www.indometal.net (180406084)

AM PULS DER DIGITALISIERUNG

St Albans. Rund 1.400 Aussteller aus 38 Ländern

haben sich schon ihre Standfläche gesichert

– auf der EuroBLECH 2018, 25. Internationale

Technologiemesse für Blechbearbeitung. Diese

findet vom auf dem

Messegelände in Hannover statt. Organisiert von

Mack Brooks Exhibitions, präsentieren sich hier

Lösungen und Maschinen für die Blechbearbeitung.

Die digitale Transformation liefert das diesjährige

Motto »Am Puls der Digitalisierung« denn

Industrie 4.0 ist auch in der Blechbearbeitung ein

wichtiges Thema.

www.euroblech.de(180706345)

INTEC UND Z 2019

Leipzig. In den ungeraden Jahren, diesmal vom

in Leipzig, sind Intec und

Z der Branchentreff für die Metall bearbeitende

Industrie. Gehalten von der Leipziger Messe, sind

Kernbereiche der Intec Werkzeugmaschinen, Systeme

für die automatisierte Produktion sowie die

Fertigungstechnik für die Metallbearbeitung. Die

Z gehört zu den führenden Zuliefermessen. Ihr


Dienstleistungen – richtet sich an Abnehmer aus

dem Maschinen-, Anlagen- und Werkzeugbau

sowie der Fahrzeugindustrie.

www.messe-intec.de

www.zuliefermesse.de

www.leipziger-messe.de (180506169)

THE BRIGHT WORLD OF METALS

Düsseldorf. Das Messe-Quartett GIFA, METEC;

THERMPROCESS und NEWCAST steht in den

Startlöchern: Die Aussteller-Einladungen sind im

Markt, ab sofort können sich Unternehmen aus

aller Welt für »The Bright World of Metals«

anmelden und sich die besten Platzierungen

sichern. Vom wird sich

dann in den Messehallen 3 bis 5 und 9 bis 17

unter dem Motto »The Bright World of Metals«

alles um das Themenspektrum Gießereitechnik &

Gussprodukte, Metallurgie und Thermoprozesstechnik

drehen.

www.gifa.com

www.newcast.com

www.thermprocess.com

www.metec.com (180505994)

Inserentenverzeichnis »stahlmarkt« Heft 8.2018

BEHRINGER GmbH 43

BOBE Industrie-Elektronik 37

COILTEC Maschinenvertriebs GmbH 49

GIMA e.K. 13

Handels & Transportbedrijf Reijnders b.v. 9

jbd Gesellschaft für Meiden und Kommunikation mbH 23



Krause Maschinenhandels & Service GmbH 2

Mack Brooks Exibitions Ltd. 29

Peter Drösser GmbH 21



54

Salzgitter Mannesmann Handel GmbH 1

Schages GmbH & Co. KG 11

SSB Schienensysteme Brandt GmbH 49

Stahlrohr GmbH 7

StaRo Stahlrohrhandelsgesellschaft mbH

15, Beilage

Universal Eisen und Stahl GmbH 31

WALZSTAHLHANDEL ESSEN GmbH 41

WANKO Informationslogistik GmbH 38

stahlmarkt 8.2018


Firmenschriften 53

BGH Edelstahlwerke GmbH

Drösser Stahlhandel

More Than 550 Years of Premium Steel

20 Seiten, englisch

Spezialstähle und Nickellegierungen in

Abmessungen von weniger als ein zehntel

Millimeter bis mehr als ein Meter im

Durchmesser stellt das Unternehmen BGH

her. Mit umfangreicher Erfahrung sind sie

tätig für Unternehmen des Energiesektors,

Mobilität, der Medizin und des Umweltbereiches.

Für die Förderung, den Transport

und der Verarbeitung von beispielsweise

Öl und Gas als Rohmaterial hält das

Unternehmen Materialien vor, die den höchsten Standards entsprechen.

Ferner sind sie Partner der Automobilindustrie.

Bauelemente

24 Seiten, deutsch

Garagentore als Sektional- oder

Schwingtore oder mit Torpr!mus 750

und 1.000-Torantrieb sowie Torantriebe

SupraMatic E und P Serie 3 und

Novomatic Typ 423 und Typ 563 S stellt

das Unternehmen Drösser in diesem

Katalog vor. Weiterhin finden sich hier

Stahltüren wie die Multifunktionstür OD

oder NovoPorta Premio, auch Rohrrahmentüren

und Haustüren oder

Stahlfenster, Zaunsysteme und freitragende Tore, Gitter- und

Industrieroste, Gitterrost-Treppenstufen und Laufrohrsysteme.

a180806381

BGH Edelstahlwerke GmbH

Am Stahlwerk 1, 01705 Freital

Tel. +49 271 701-0

E-Mail: info.werke@bgh.de, www.bgh.de

Drösser Stahlhandel

Ackerstraße 144, 51065 Köln

Tel. +49 221 6789-0, Fax +49 221 6789-260

E-Mail: info@droesser.de, www.droesser.de

a180806380

GoGas Ecothermal Engineering

Innomax

a180806378

Bestes Klima für Ihre Hallen

4 Seiten, deutsch

Bestes Klima für Ihre Hallen Komfortable Beheizung von Hallen ist der

Bereich von GoGas. In ihrem Portfolio finden

sich dazu das Dunkelstrahlersystem DSF, das

Trigomax-Brennwertsystem sowie der

Hellstrahler. Hinzu kommt der Variomax-Terrassenstrahler,

der wetterfest den Sommer

GO.FUTURE

verlängert. Neu ist die Warmlufterzeugerserie

Premix, die für eine moderne Beheizung

gewerblicher und industrieller Räume sorgt.

Ferner zählen die Solar-Luftsysteme Lubi

Wall dazu, AirVolution und Aisin Gasmotorwärmepumpen.

GoGas Ecothermal Engineering

GoGas Goch GmbH & Co. KG

Zum Ihnedieck 18, 44265 Dortmund

Tel. +49 231 46505-0, Fax +49 231 46505-88

E-Mail: info@gogas.com, www.gogas.com

Wasserstrahlschneiden

12 Seiten, deutsch

Präzises abrasives Wasserstrahlschneiden

ist die Kompetenz der Innomax AG. Sie

sind auch die Zentrale für Verkauf,

Service und Anwendungsberatung der

Wasserstrahlschneidanlagen der Omax

Corporation, einem Technologieführer

des Segmentes. Sie schneiden komplexe

Flachteile aus nahezu jedem Material. Im

Vergleich zu Laser-, Plasma- und

Brennschneiden bietet Wasserstrahlschneiden

die größte Leistungsbreite. Sie eignen sich für Plot-, Einzelsowie

Kleinserienfertigung.

Innomax AG

Marie-Bernays-Ring 7a, 41199 Mönchengladbach

Tel. +49 2166 62186-0, Fax +49 2166 62186-99

E-Mail: info@innomaxag.de, www.innomaxag.de

a180806382

Stahl & Fittings

Ihr Partner für Rohre und Rohrzubehör

aus C-Stahl und Edelstahl

4 Seiten, deutsch

Seit 1985 ist dieses Handelsunternehmen

als Servicedienstleister für den

Energie-, Chemie-, Industrieanlagenund

Rohrleitungsbau im In- sowie

Ausland tätig und hält ein großes

Lieferprogramm vor. Dies umfasst Rohre

aus C-Stahl wie Siede-, Kessel- oder

Profilrohre sowie Rohre aus Edelstahl,

nahtlos und geschweißt, Hohlstahl oder

Getränkeleitungsrohre, Rohrbogen, Schweiß- und Gewindefittings,

Flansche, Zubehör, Sonderteile und Armaturen.

Walzwerke Einsal

We shape it

12 Seiten, deutsch

Über 340 Jahre zählt die Südwestfalener

Firmengeschichte, die 1675 mit der

Errichtung des Helbecker Hammers begann.

Seit damals nahm das Unternehmen eine

konstante stetige Entwicklung und weist

heute 25.000 t pro Jahr an innovativen

Lösungen in Stahl und Edelstahl auf. Einige

der Anwendungen, die mit Einsal-Produkten

abgedeckt werden, beziehen sich auf u.a.

den Maschinenbau, Umwelttechnologien,

Kraftwerksbau, Bau- und chemische Industrie, Medizintechnik, Automotive,

Luft- und Raumfahrt, Elektrotechnik und Defence.

a180806383

Stahl & Fittings Schäfer GmbH

Gelleper Straße 20, 47809 Krefeld

Tel. +49 2151 570085, Fax +49 2151 570310

E-Mail: stahl-fittings@t-online.de, www.stahl-fittings.de

Walzwerke Einsal GmbH

Altenaer Straße 85, 58769 Nachrodt

Tel. +49 2352 332-0, Fax +49 2352 332-192

E-Mail: info@einsal.com, www.einsal.comS

a180806379

stahlmarkt 8.2018


54 Personalien

VIP-Seite

Guido Kleinschmidt »

(Foto: Messe Düsseldorf)

Dr. Guido Kleinschmidt neuer Präsident

der METEC 2019

Neuer Präsident der METEC, Internationale

Metallurgie Fachmesse mit Kongressen,

vom 25. bis 29. Juni 2019 ist Dr.-Ing. Guido

Kleinschmidt, Mitglied der Geschäftsführung

der SMS group GmbH. Der

49-Jährige wurde auf der jüngsten Präsidiumssitzung

des Messequartetts GIFA,

METEC, THERMPROCESS, NEWCAST einstimmig

gewählt. Diese Wahl war notwendig,

nachdem der frühere METEC-Präsident

Marcel Fasswald die SMS Group

verlassen hatte und als Chief Operating

Officer zur thyssenkrupp Industrial Solutions

AG gewechselt ist.

180806422

180806424

Personelle Veränderungen im

Geschäftsfeld Stahl Service Center

Der Vorstand der Knauf Interfer SE hat mit Wirkung

zum 16.07.2018 Thomas Niederhofer in

die Geschäftsführung der Knauf Interfer Stahl

Service Center GmbH und in die Leitung des

Geschäftsfelds Stahl Service Center berufen. Er

folgt damit Guido Müller-Späth nach, der das

Unternehmen verlässt.

Thomas Niederhofer wird die Stahl Service

Center der Knauf Interfer Gruppe künftig

gemeinsam mit Ralf Henkelmann führen. Der

studierte Maschinenbau-Ingenieur bringt 27

Jahre Branchenerfahrung in das Unternehmen

ein. Unter anderem hatte er zuvor Führungspositionen

in Vertrieb, Produktion und Management

der Stahl Service Center von namhaften

nationalen und internationalen Unternehmensgruppen

inne.

Thomas Niederhofer » (Foto: Knauf Interfer)

»Wir freuen uns, dass wir mit Thomas Niederhofer

einen erfahrenen Stahl-Service- &

Flachstahlspezialisten gewinnen konnten«, so

Matthias Kessel-Knauf, Vorsitzender des Vorstands

/ CEO der Knauf Interfer SE. »Gemeinsam

werden wir die seit Januar dieses Jahres

in einem Unternehmen gebündelten Aktivitäten

unserer Stahl Service Center noch

zukunftsfähiger ausrichten. Unser Dank gilt

Guido Müller-Späth, der die Entwicklung

unserer Stahl Service Center über viele Jahre

erfolgreich mitgeprägt hat und dazu beigetragen

hat, dass das Geschäftsfeld im Zuge eines

richtungsweisenden Projektes neu organisiert

werden konnte.«

Professor Schleifenbaum übernimmt

die ACAM-Geschäftsführung

Seit dem 1. Juni 2018 hat Professor Johannes

Henrich Schleifenbaum die Geschäftsführung

der ACAM Aachen Center for Additive

Manufacturing GmbH inne. Schleifenbaum

leitet den Lehrstuhl »Digital Additive Production

DAP« und das Kompetenzfeld »Additive

Manufacturing and Functional Layers« am

Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT. Er

Zum Einbau fertig!

löst den bisherigen Geschäftsführer Dr.

Johannes Witzel ab. 180806423

Johannes Schleifenbaum » (Foto: Fraunhofer)

Seinen 90. Geburtstag feiert am 13.

August Prof. Dr. rer. nat. Dr.-Ing. e.h. Winfried

Dahl, Institut für Eisenhüttenkunde an

der Rheinisch-Westfälischen Technischen

Hochschule Aachen. 18080642

Am 14. August vollendet Dr.-Ing.

Hans-Werner Zoch, geschäftsführender

Direktor Leibniz-Institut für Werkstofforientierte

Technologien sein 65. Lebensjahr.

Rohr-(Kolbenstangen), Zylinderrohre,

Maschinenteile und Spezialkolbenstangen

gehärtet · geschliffen · vernickelt · verchromt · auch in Edelstahl

Einzel- oder Serienfertigung, Fix- oder Herstellungslängen,

Abnahme durch GL, TÜV, Norske Veritas etc.

einbaufertig – nach Zeichnung oder Muster

Seinen 80. Geburtstag feiert am 26.

August Ing. Rainer Thiemen, früher Vorsitzender

der Geschäftsführung der Wilhelm

Karmann GmbH. 180806427

180806426

RSK Stahl- und Fertigteile Produktions- und Vertriebs GmbH

Hasenkamp 1 · 25482 Appen · Tel. 04101-54 52 0 · www.rsk-stahl.de

Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. Volker Schwich,

Managing Director CoNIMET UG, vollendet

am 28. August sein 65. Lebensjahr

180806428

stahlmarkt 8.2018


Vorschau / Impressum 55

VORSCHAU 9.2018

Steel International

• Stahlmarkt USA

Branchenbericht

• Hüttentechnik wartet auf höhere Investitionen der Stahlbranche

Stahl & Automobil/Fahrzeuge

• Autoindustrie auf dem Weg in die Zukunft

• Stahl-Aluminium-Mischverbindungen mit dem Laser schnell und sicher

fügen

• Werkzeugstahl Thermodur 2383 Supercool für effizienteres Presshärten

Fertigungstechnik Teil 3: Metallbearbeitung

• Aktuelles aus der Metallbearbeitung - ein Übersichtsartikel

Logistik & Handhabung, Lagertechnik

• Hintergründe und Dynamik der branchenweiten Preiserhöhungen

• Kapazitätsengpässen mit digitalen Transportlogistiklösungen entgegenwirken

Aus den Unternehmen

• Artur Naumann Stahl AG jetzt in Neuss

• Bisher größte Konservierungslinie für den Schiffsbau geht nach Finnland

und vieles mehr!

Impressum

Herausgeber und Verlag:

jbd Gesellschaft für Medien und Kommunikation mbH

Graf-Recke-Straße 82, 40239 Düsseldorf

E-Mail: stahlmarkt@stahleisen.de

Internet: www.stahleisen.de

Geschäftsführung:

Joachim Berendt

Redaktion: Petra Jung

Tel. +49 211 6707-538, Fax +49 211 6707-436

E-Mail: petra.jung@stahleisen.de

Ständige Mitarbeiter in Berlin, Warschau, New York

Anzeigenleitung: Katrin Küchler

Tel. +49 211 6707-563, Fax +49 211 6707-436

E-Mail: katrin.kuechler@stahleisen.de

Leserservice:

Tel. +49 211 6707-542, Fax +49 211 6707-923 542

Herstellung / Layout: Mike Reschke

Tel. +49 211 6707-574,

E-Mail: mike.reschke@stahleisen.de

Druck: Kraft Premium GmbH

Industriestraße 5-9

76275 Ettlingen

Erscheinungsweise: jeweils zum Monatsanfang.

Bezugspreise: Einzelheft 15,– €, im Jahresabonnement

(12 Ausgaben) 112,– € einschl. Zustellgebühr und

Mehrwertsteuer. Ausland 126,– € einschl. Porto.

Kündigungsfrist bis zum 15. November zum

31. Dezember des jeweiligen Jahres. Zur Zeit gültige

Anzeigenpreisliste Nr. 67.

Copyright: Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen

Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich

geschützt. Jede Verwertung außerhalb der durch das

Urheberrechts gesetz festgelegten Grenzen ist ohne

Zustimmung des Verlags unzulässig. Das gilt

insbesondere für Vervielfälti gungen, Übersetzungen,

Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und

Verarbeitung in elektronischen Systemen.

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Gewalt und andere vom Verlag nicht verschuldete

Umstände (z. B. Streik) können keine Entschädigungsansprüche

von Abonnenten und/oder Inserenten

geltend gemacht werden. Für unverlangt eingesandte

Manuskripte keine Gewähr.

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Foto: DEW

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Handelsnamen oder sonstigen

Kennzeichnungen in dieser Zeitschrift berechtigt nicht

zu der Annahme, dass diese von jedermann frei benutzt

werden dürfen. Vielmehr handelt es sich häufig um

eingetragene Warenzeichen oder gesetzlich geschützte

Kennzeichen, auch wenn sie als solche nicht eigens

gekennzeichnet sind.

Urheberrecht für Autoren: Mit Annahme des

Manuskripts gehen das Recht zur Veröffentlichung

sowie die Rechte zur Übersetzung, zur Vergabe von

Nachdruckrechten, zur elektronischen Speicherung

in Datenbanken, zur Herstellung von Sonderdrucken,

Fotokopien und Mikrokopien an den Verlag über. In

der unaufgeforderten Zusendung von Beiträgen und

Informationen an den Verlag liegt das jederzeit

widerrufliche Einverständnis, die zugesandten Beiträge

bzw. Informationen in Datenbanken einzustellen,

die vom Verlag oder von mit diesem kooperierenden

Dritten geführt werden.

Erfüllungsort Düsseldorf

© 2018 jbd Gesellschaft für Medien

und Kommunikation mbH, Düsseldorf

Gedruckt auf vollkommen chlorfrei gebleichtem Papier

(TCP) mit schwermetallfreien Farben.

Printed in Germany

ISSN 0178-6571

stahlmarkt 8.2018


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