FSA-MAGAZIN-1819

mdsport

Ab sofort ist es im Buch- und Zeitschriftenhandel und bei vielen Vereinen für 4,90 Euro erhältlich.
Ein Interview mit dem DDR-Rekordnationalspieler und ehemaligen Zweitligatrainer Joachim Streich leitet das neue Magazin ein. Es enthält erstmals einen Sonderteil zur 2. Bundesliga und – wie gewohnt – die Analysen zur Lage in den Ligen sowie die Ansetzungen bis zur Landesklasse.
Die Vertreter Sachsen-Anhalts in der 2. Bundesliga, der 3. Liga, der Regionalliga Nordost, der NOFV-Oberliga Nord und Süd sowie die Verbandsligisten werden in Wort und Bild vorgestellt. Des Weiteren sind die Aufgebote aller Landesligisten enthalten.
Unsere neue Ausgabe präsentiert darüber hinaus Beiträge zum Landespokal der Frauen und Herren, zum Nachwuchs, zum Freizeit- und Breitensport und zu den Schiedsrichtern.
Ein umfangreicher Statistikteil rundet das 76-seitige Magazin ab.

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Verbandsliga Sachsen-Anhalt

BSV Halle Ammendorf 1910 zum 2. Mal Landesmeister

Vizemeister Zorbau freut sich auf die Oberliga

Bei der Frage, wer wohl in der Saison

2017/2018 zu den Favoriten gehört,

wurde der BSV Halle Ammendorf 1910 von

den Trainern und Journalisten am häufigsten

genannt. Der Landesmeister von 2014

erwies sich schon in der Spielzeit zuvor als

beste Rückrundenmannschaft und wurde

mit nur einem Punkt Rückstand auf den

1. FC Lok Stendal Vizemeister.

Was aber kaum jemand prognostiziert

hatte: Der SV Blau-Weiß Zorbau – wurde in

der Spielzeit zuvor als Neuling Sechster –

mauserte sich zum Titelaspiranten.

Während die Ammendorfer zum Abschluss

der Hinrunde mit sechs Punkten Rückstand

auf den Spitzenreiter nur auf dem 4. Platz

lagen, sicherten sich die Zorbauer mit

vier Punkten Vorsprung auf den überraschend

starken Aufsteiger SG Rot-Weiß

Thalheim 31 die Herbstmeisterschaft. Auf

dem 3. Platz lag der SV Edelweiß Arnstedt

mit einem Punkt Rückstand in Lauerstellung.

Der SV Blau-Weiß Zorbau blieb als

einzige Mannschaft in der 1. Halbserie

ungeschlagen.

Am 20. Spieltag kam Zorbau im Heimspiel

gegen den SV Blau-Weiß Dölau über ein

0:0 Unentschieden nicht hinaus und musste

die Tabellenführung an den BSV Halle

Ammendorf 1910 abgeben.

So blieb es bis zum Saisonabschluss. Das

Team von Trainer Christian Kamalla gewann

in der 2. Halbserie bis zum 29. Spieltag

alle Spiele und machte die Meisterschaft

vorzeitig perfekt. Das Unentschieden am

letzten Spieltag gegen Zorbau änderte

nichts an der ausgezeichneten Rückrundenbilanz.

Beide Teams waren vor allem zu

Hause eine Macht und blieben als einzige

Mannschaften in der gesamten Saison vor

heimischer Kulisse ungeschlagen.

Für den SV Blau-Weiß Zorbau war der verdiente

Lohn die Vizemeisterschaft und der

Aufstieg in die NOFV-Oberliga Süd.

Auf dem 3. Platz landete der SV Edelweiß

Arnstedt mit einem Punkt Vorsprung auf

den VfB IMO Merseburg. Bester Aufsteiger

war die SG Rot-Weiß Thalheim 31 als Fünfter,

Platz 13 sprang für den SV Eintracht

Elster heraus.

Der BSV Halle Ammendorf 1910 verzichtete

wie bereits 2014 auf sein Aufstiegsrecht.

Dem Team um Präsident Lutz Schülbe,

der einst mit dem heutigen Halleschen

FC in der DDR-Oberliga und 1991/92 in der

2. Bundesliga kickte, sollte man hoch anrechnen,

dass sie verantwortungsbewusst

handeln.

In den 28 Jahren nach der deutschen

Wiedervereinigung haben wir immer wieder

erfahren müssen, was aus Vereinen wird,

bei denen die sportlichen Ambitionen

(Träume) groß waren, aber die Wirtschaftlichkeit

nicht nachgewiesen werden konnte.

In der NOFV-Oberliga können kaum

höhere Einnahmen erzielt werden, aber die

Kosten werden um einiges höher. Nicht wenige

ehemalige Oberligisten aus Sachsen-

Anhalt, haben das zu spüren bekommen.

Der FSV Barleben hatte in der letzten Saison

die Oberliga zwar sportlich gehalten,

zog sich aber aus wirtschaftlichen Gründen

zurück und spielt in der neuen Saison

wieder in der Verbandsliga. Auch hier wurde

vernünftig gehandelt.

Am letzten Spieltag der Verbandsliga-Saison 2017/2018 trennten sich der neue Meister BSV Halle Ammendorf 1910 und der Vizemeister

SV Blau-Weiß Zorbau im Stadion der Waggonbauer Halle (Saale) 2:2 unentschieden. Vor dem Spiel stellten sich die Teams

gemeinsam den Fotografen.

Foto: Stephan Gräfe

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