FSA-MAGAZIN-1819

mdsport

Ab sofort ist es im Buch- und Zeitschriftenhandel und bei vielen Vereinen für 4,90 Euro erhältlich.
Ein Interview mit dem DDR-Rekordnationalspieler und ehemaligen Zweitligatrainer Joachim Streich leitet das neue Magazin ein. Es enthält erstmals einen Sonderteil zur 2. Bundesliga und – wie gewohnt – die Analysen zur Lage in den Ligen sowie die Ansetzungen bis zur Landesklasse.
Die Vertreter Sachsen-Anhalts in der 2. Bundesliga, der 3. Liga, der Regionalliga Nordost, der NOFV-Oberliga Nord und Süd sowie die Verbandsligisten werden in Wort und Bild vorgestellt. Des Weiteren sind die Aufgebote aller Landesligisten enthalten.
Unsere neue Ausgabe präsentiert darüber hinaus Beiträge zum Landespokal der Frauen und Herren, zum Nachwuchs, zum Freizeit- und Breitensport und zu den Schiedsrichtern.
Ein umfangreicher Statistikteil rundet das 76-seitige Magazin ab.

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2. Bundesliga

Für alle anderen Vereine bedeutete die Nichtqualifikation den Weg

in den Amateur-Bereich. Während der HFC am Ende der Saison

Vierter wurde – die beste Platzierung seit 1971 – und die Zweitliga-Qualifikation

schaffte, belegte der als einer der Meisterschaftsfavoriten

gehandelte 1. FC Magdeburg nur den 10. Platz

und musste in die Relegation.

Gegen Stahl Brandenburg, den FC Berlin und den 1. FC Union

Berlin enttäuschten die Elbestädter auf ganzer Linie und wurden

abgeschlagen mit nur zwei Pluspunkten Letzter.

Der Hallesche FC wurde zur Saison 1991/1992 gemeinsam mit

dem VfB Leipzig, dem FC Carl Zeiss Jena, dem FC Rot-Weiß Erfurt

und dem Chemnitzer FC in die Südstaffel eingeordnet. Nach einer

normalen Spielrunde wurde die Staffel in eine Meistergruppe und

Abstiegsgruppe, in der der HFC um den Klassenerhalt kämpfte,

mit jeweils sechs Mannschaften geteilt. Der Hallesche FC konnte

nach dieser Mammutsaison die Klasse nicht halten und musste

in der Oberliga Nordost – Gruppe Mitte einen Neuanfang starten.

Dort gab es ein Wiedersehen mit dem 1. FC Magdeburg, der in der

Saison 1991/1992 den 2. Platz hinter dem 1. FC Union belegte

und damit die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga verpasste.

Zur Saison 1993/94 wurde die 2. Bundesliga wieder eingleisig.

Der Hallesche FC und der 1. Magdeburg blieben jedoch für mehr

als ein viertel Jahrhundert nur Zaungäste und kamen nicht über

die dritthöchste Spielklasse hinaus.

In der Saison 2006/2007 war der 1. FC Magdeburg dem Aufstieg

in die 2. Bundesliga sehr nahe. Den Schützlingen von Trainer

Dirk Heyne fehlte am Ende ein Tor gegen den FC St. Pauli, um die

Sensation vom Durchmarsch in die 2. Bundesliga zu vollenden.

Nach dem Aufstieg des Halleschen FC 2012 und des 1. FC Magdeburg

2015 in die 3. Liga keimte bei den Fußballfans in Sachsen-Anhalt

wieder die Hoffnung auf, dass ein Team den Sprung

in die 2. Bundesliga schaffen könnte. In seinen ersten beiden

Drittliga-Spielzeiten verpasste der 1. FC Magdeburg jeweils als

Vierter die Relegation nur knapp, aber mit dem Gewinn der Drittliga-Meisterschaft

in diesem Jahr hatte das Warten der Fans der

Blau-Weißen ein Ende. In der neuen Spielzeit geben u.a. die Absteiger

aus der 1. Bundesliga 1. FC Köln und der Hamburger SV

ihre Visitenkarte in Magdeburg ab. In seinem bisher einzigen

Pflichtspiel gegen den 1. FC Köln setzte sich der damalige Oberligist

1. FC Magdeburg am 27. August 2000 im DFB-Pokal sensationell

mit 5:2 durch. Gegen den HSV gab es bisher drei Freundschaftsspiele:

1990 (0:1), 1997 (2:3) und 2016 (1:2).

Dagegen hat der 1. FCM gegen die ehemaligen Erstligisten VfL Bochum,

FC Ingolstadt, SV Darmstadt 98 und SpVgg Greuther Fürth

sowie SV Sandhausen und 1. FC Heidenheim noch nie gespielt.

Wobei Fürth schon vor 104 Jahren in Magdeburg groß aufspielte.

Auf dem Viktoria-Sportplatz gewannen die Mittelfranken am

31. Mai 1914 das Finale um die Deutsche Fußballmeisterschaft

gegen VfB Leipzig mit 3:2 nach Verlängerung. 6.000 Zuschauer

waren bei diesem Spiel auf historischen Boden, wo heute der

1. FCM seine Heimspiele in der MDCC-Arena bestreitet, dabei.

Gegen den DSC Arminia Bielefeld gab es 2010 ein Freundschaftsspiel,

dass in Brake ausgetragen wurde und 1:1 unentschieden

endete. Mit dem SSV Jahn Regensburg, gegen den die Elbestädter

bisher zwei Pflichspiele bestritten, hat der 1. FCM noch eine

Rechnung offen. In der Saison 2016/2017 gewann das Team

Am letzten Spieltag der Saison 2006/2007 hatte es der 1. FC Magdeburg in der Hand, mit einem Sieg gegen den FC St. Pauli in die

2. Bundesliga aufzusteigen. Die Männer um Kapitän Mario Kallnik (l.) – im Kopfballduell mit dem Hamburger Daniel Stendel – kamen

in der ausverkauften neuen Magdeburger Arena über ein 1:1 Unentschieden nicht hinaus und verpassten den Sprung in die zweithöchste

deutsche Spielklasse.

Foto: Ronny Hartmann

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