Stahlreport 2018.03

markushuneke

73. Jahrgang | März 2018

STAHLREPORT

Das BDS-Magazin für die Stahldistribution

3|18

Gut gefahren – Mitarbeiter machen Erfolg


Herausgeber:

Bundesverband Deutscher Stahlhandel

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Bundesverband Deutscher Stahlhandel

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Bundesverband Deutscher Stahlhandel

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Bundesverband Deutscher Stahlhandel

Dipl.-Ing. Jochen Adams

Dr. rer. nat. Peter Drodten

Dipl.-Ing. Jochen Adams

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Bundesverband Deutscher Stahlhandel

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BDS AG – Bundesverband Deutscher Stahlhandel – www.stahlhandel.com


Gut gefahren –

Mitarbeiter machen Erfolg

EDITORIAL

Liebe Leserinnen und Leser,

für Investitionen ist gerade eine gute Zeit

– zumindest mit Blick auf das konjunkturelle

Umfeld. Im vergangenen Jahr hat

das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland

um 2,2 % zugelegt. Davon profitiert auch

der Stahlhandel. „Ein gutes Jahr“, bilanziert

Jörg Feger, Bereichsleiter Research im BDS, in seinem

monatlichen Rückblick (siehe Bericht S. 30). Für das laufende

Jahr rechnet die Bundesregierung gar mit einem noch

höheren Zuwachs (2,4 %).

Wer sich gerade jetzt zu Investitionen entschließt, ist auch

informationstechnisch in einer guten Lage. 2018 ist ein

Messejahr. Gerade ist die Metav in Düsseldorf zu Ende

gegangen – eine der bedeutendsten Messen der Metallverarbeitung

weltweit (siehe Rubrik „Messen und Märkte“ ab

S. 20). Logimat, Hannover Messe und CeMAT folgen in den

nächsten Wochen und Monaten.

Das Highlight aber öffnet im April die Tore: die Doppelmesse

wire und Tube in Düsseldorf. Vom 16. bis 20. April

geht es auf dem gesamten Gelände der Messe Düsseldorf

rund um Draht und Rohre. Rund 70.000 Besucher werden

erwartet. Auch die Unternehmen des Stahlhandels zeigen

Präsenz – unter anderem auf dem BDS-Gemeinschaftsstand

„Treffpunkt Stahlhandel“ (Halle 7, Stand C 25).

Bei so viel Trubel sollten andere Themen aber nicht aus

dem Blick geraten. Ein sehr wichtiges sind die Mitarbeiter,

die für den Erfolg des Unternehmens entscheidend sind –

und zum Beispiel für eine reibungslose Auslieferung sorgen,

im Idealfall über Jahrzehnte. Bei Carl Spaeter in Hamburg

sind nun drei Lkw-Führer für ihre Leistungen ausgezeichnet

worden (siehe S. 9).

Wie immer also spannende Zeiten. Wir wünschen viel Vergnügen

beim Lesen – bei einem hoffentlich wieder interessanten

Stahlreport.

Mit freundlichen Grüßen

Markus Huneke

Redakteur Stahlreport

INHALT

PERSÖNLICHES

4 Kurznachrichten

STAHLHANDEL

6 Stahlo: Doppelt schaffen

9 Besondere Leistung: Carl-Spaeter-Fahrer

ausgezeichnet

10 ESH: Handelsvolumen überschreitet

Milliardengrenze

STAHLPRODUKTION

12 voestalpine: weltweit größte

Wasserstoff-Pilotanlage

ANARBEITUNG & LOGISTIK

13 Mattenschweißanlage für Höchstleistungen

14 Sägen und Lagern: Mehr Unterstützung für

den Bediener

16 Zeifenstersysteme: Verladung besser managen

18 Elektrostapler: Mehr Leistung und Komfort

MESSEN UND MÄRKTE

20 Nortec: Die große Transformation

22 CeMAT und Hannover Messe: Digitales Doppel

24 Interview: Hohe Erwartungen zur wire & Tube

28 METAV 2018: Eine Bühne für die Produktionstechnik

BDS

30 Research: Ein gutes Jahr

32 Berufsbildung: BDS beteiligt sich an

Prüfungswerkstatt

33 Berufsbildung: neuer Jahrgang des

BDS-Fernstudiums ausgeschrieben

34 Recht: die neue EU-Datenschutzgrundverordnung

37 Kommunikation: Save the date – BDS-Gebietsversammlungen,

BDS-Rohrtag 2018 in Düsseldorf

VERBÄNDE & POLITIK

38 Ladungsdiebstähle – Erheblicher Schaden

41 Deutscher Schneidkongress im April

WISSENSWERTES

42 Messe Learntec – Konzepte, Dienstleistugen und

Produkte für das Lernen

44 Neuer Ausbildungsberuf – Kaufleute im E-Commerce

LIFESTEEL

46 Geburtstag – die Rolltreppe wird 125 Jahre alt

48 Lernen lernen – Interview mit Henning Beck

49 Lernen lernen – Interview mit Charles Jennings

50 Impressum

Stahlreport 3|18

3


Persönliches

Kurznachrichten

Foto: Köstner

Felix Pakleppa

ist Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes

des Deutsches Baugewerbes und gehört zu den

Kommentatoren, die dem ausgehandelten Koalitionsvertrag

mehr Licht als Schatten zuweisen –

und so auch die eigene Lobbyarbeit in Berlin

würdigen: „Denn im Kapitel Bauen werden richtige

Investitionsanreize

gesetzt: Dazu

zählen die Wohnraumoffensive,

die Einführung

eines Baukindergelds,

die Fortführung

der Förderung der

energetischen Gebäudesanierung

(inkl.

einer steuerlichen Förderung

derselben), die

Einführung steuerlicher

Anreize im frei finanzierten Wohnungsbau

sowie der Erhalt der Investitionslinie Verkehr bei

rund 14 Mrd. € jährlich. Auf der anderen Seite

werden mit der Verschärfung der Mietpreisbremse

und der Absenkung der Modernisierungsumlage

auf max. 3 €/m 2 die Bemühungen

um höhere private Investitionen konterkariert.

Ohne eine Ausweitung der energetischen

Gebäudesanierung sind jedoch die Klimaschutzziele

nicht zu erreichen.“

Foto: ZDB

Annette Stieve sowie Borries

Schüler und Siegfried Neher

sind vom Aufsichtsrat der Hoffmann-Group,

einem in Europa führenden Handelshaus für

Qualitätswerkzeuge, mit Wirkung zum 1.1.18 zu

Vorstandsmitgliedern bestellt worden. Diese

Berufungen stehen auch im Zusammenhang

mit der Umwandlung der Gruppe in eine Societas

Europaea (SE).

Mike Güther

arbeitet schon die Hälfte seines Lebens bei der

Köstner Stahlzentrum GmbH in Plauen und

konnte dort bereits im vergangenen Herbst sein

25-jähriges Dienstjubiläum feiern. Über den

Teamleiter der Brennabteilung sagte der Plauener

Niederlassungsleiter Felix Windisch (r.) aus

diesem Anlass: „Wenn er was macht, dann

macht er es richtig.“ Den Worten folgten Taten:

Dr. Norbert Teltschik (l.), Vorstandsvorsitzender

der Richard Köstner AG, und Personalleiter Gero

Gembruch kamen zu dem freudigen Anlass vom

Hauptsitz in Neustadt an der Aisch (Mittelfranken)

nach Plauen. (Neben Mike Güther Marcel

Antkowiak, Abteilungsleiter Lager/Logistik) Bei

einem kleinen Frühstück beglückwünschten die

Führungskräfte den Jubilar. Zu Mittag feierte

man mit der gesamten 76-köpfigen Belegschaft.

Holger Bingmann

ist als neuer Präsident des Bundesverbands

Großhandel Außenhandel Dienstleistungen

(BGA) auf der Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung

der Deutschen Arbeitgeberverbände

(BDA) in das Präsidium der BDA gewählt

worden. Als BDA-Präsident fungiert für zwei

weitere Jahre Ingo Kramer, wurde bei dem Treffen

Ende des vergangenen Jahres außerdem

beschlossen.

Lutz Mädler

hat vom Düsseldorfer Max Planck-Institut für

Eisenforschung (MPIE) den Reimar Lüst-Preis

erhalten, der mit 2.500 € dotiert ist. Mit dem

Preis hat das MPIE die Forschungsarbeiten von

Lutz Mädler auf dem Gebiet der mechanischen

Verfahren- und Produktionstechnik gewürdigt.

Er hatte Wechselwirkungen von Nanopartikeln

mit biologischem Gewebe auf metallische Werkstoffe

übertragen. Der Wissenschaftler ist Professor

an der Universität Bremen und zugleich

Direktor für Verfahrenstechnik der außeruniversitären

Einrichtung „Stiftung Institut für Werkstofftechnik“.

2017 hatte Mädler bereits den mit

2,5 Mio. € ausgestatteten Gottfried Wilhelm

Leibniz-Preis erhalten.

Fotos, 2: thyssenkrupp

Sabine Maaßen und

Thomas Schlenz

haben im Vorstand der Stahlsparte von thyssenkrupp

einen personellen Wechsel vollzogen: Dr.

Sabine Maaßen hat zum 1.2.18 die Position des

Chief Human Resources Officer (CHRO) der

thyssenkrupp Steel Europe AG übernommen.

Sie folgte auf Thomas Schlenz, der seine Mandate

aus gesundheitlichen Gründen zum Ablauf

des 31.1.18 niedergelegt hatte. Er war seit 1.

Oktober 2012 Arbeitsdirektor, zuvor lange Jahre

Betriebsrat, Vorsitzender des Betriebsrats und

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats bei mehreren

Konzerngesellschaften. Zudem bekleidete

er verschiedene Aufsichtsratsmandate. Von

2001 bis 2012 war er Vorsitzender des Konzernbetriebsrats.

Sabine Maaßen leitete bei thyssenkrupp

seit 1. Oktober 2016 als CHRO den Personalbereich

der Business Unit Marine Systems

als Teil der Business Area Industrial Solutions.

Davor war sie über zehn Jahre im Vorstand der

IG Metall und dort u.a. als Justitiarin tätig.

Klaus Niederstein

ist im vergangenen Herbst im Alter von 80 Jahren

gestorben. Das hat The Coatinc Company

Holding GmbH bekanntgegeben, die um ihren

Gesellschafter trauert. Der Diplom-Kaufmann

war 1964 in das Familienunternehmen SAG

Siegener Aktiengesellschaft eingetreten, aus

der 1992 die Siegener Verzinkerei Holding hervorgegangen

war und später dann die Coatinc

Company.

Friedhelm Loh

hat 222 Jubilare für ihre Treue zur Unternehmensgruppe

geehrt und die sieben besten Auszubildenden

ausgezeichnet. Der Inhaber und

Vorstandsvorsitzende der Friedhelm Loh Group

betonte bei dieser Gelegenheit die Notwendigkeit

des Lernens: „Sie sind insgesamt 3.450

Jahre in diesem Unternehmen. Und trotzdem

werden Sie nicht müde, sich für die Zukunft fit

zu machen.“ Doch nicht nur Erfolg und Wachstum

zählten, erinnerte Loh. „Ich bin sehr dankbar,

dass wir auch mit sozialem Engagement

Maßstäbe setzen“, sagte er – und meinte damit

auch den traditionellen Rittal Cup. Dieses Fußballturnier

im Siegerland hatte zuletzt eine

Rekordspende in Höhe von 10.000 € ergeben.

Das Familienunternehmen ist mit 18 Produktionsstätten

und 80 internationalen Tochtergesellschaften

global präsent – z.B. als Systemanbieter

für Schaltschränke.

Markus Lermen

ist zum Vizepräsidenten des Forum DistancE-

Learnings (FDL) gewählt worden. Der

Geschäftsführer des Distance and Independent

Studies Centers der TU Kaiserslautern hatte im

Verband in den letzten beiden Jahren bereits die

Aufgabe des Rechnungsprüfers. „Wir freuen

4 Stahlreport 3|18


Foto: Tata

uns, mit Dr. Lermen

einen engagierten

Branchenexperten

gewonnen zu haben,

der in unserem Gremium

und somit auch

im Verband die Interessen

von staatlichen

Hochschulen vertreten

wird“, so FDL-Präsident

Mirco Fretter. Zudem soll Dr. Markus

Lermen den Fachkongress des Verbandes in

den kommenden Jahren inhaltlich gestalten und

koordinieren. Das FDL war als „ Der Fachverband

für Fernlernen und Lernmedien e. V.“ im

November 2003 aus dem seit 1969 bestehenden

Deutschen Fernschulverband hervorgegangen.

Seine zurzeit über 100 Mitglieder, unter

ihnen auch der Bundesverband Deutscher

Stahlhandel, gelten als Experten des mediengestützten

und tutoriell betreuten Lernens.

Foto: FDL

Fritz Eichbauer

hat Ende Januar sein 90. Lebensjahr vollendet.

Der Ehrenpräsident des Zentralverbandes des

Deutschen Baugewerbes (ZDB) hatte 22 Jahre

lang (von 1978 bis 2000) als Präsident den Spitzenverband

der deutschen Bauwirtschaft mit

seinen rund 35.000 Mitgliedern geführt. Daran

erinnerte sich die Branche jetzt in Zeiten, in

denen die Interessen dieses Wirtschaftszweiges

gegenüber der Politik immer schwieriger durchzusetzen

sind. Der Jubilar habe sich in seiner

Zeit als Mann mit Tatkraft und Durchsetzungsvermögen,

als politisch abwägender und handelnder

Bürger einen Namen gemacht, habe

sich als kenntnisreicher sowie stets geschätzter

Gesprächspartner von Politik und Öffentlichkeit

gezeigt. Das hob der ZDB aus Anlass des runden

Geburtstages hervor.

André Hinzmann

verstärkt seit Januar 2018 als Market Development

Manager Colors Coil Sales das Team von

Tata Steel am Standort Düsseldorf. In dieser

Funktion verantwortet der diplomierte Bauingenieur

die Vermarktung der bandbeschichteten

Premiumstähle Colorcoat

Prisma und Colorcoat

HPS200 Ultra in

der Region Deutschland,

Österreich und

Schweiz (DACH). Vor

seinem Einstieg bei

Tata Steel war der 46-

Jährige zuletzt als Technischer

Leiter CEER bei

Foto: IBU

Benchmark Facade Systems und davor als Technischer

Leiter WCE bei Kingspan Insulated

Panels tätig. Insgesamt sammelte er 18 Jahre

Erfahrung in der Beratung, Planung und statischen

Auslegung von Dach- und Wandsystemen

in Stahlleichtbauweise sowie mit architektonischen

VHF-Fassadensystemen. André Hinzmann

hat die neuen Aufgaben von Maik Tietze übernommen,

der das Unternehmen Ende 2017 auf

eigenen Wunsch verlassen hatte.

Christian Kemper

von HOCHTIEF ist in den Sachverständigenrat

(SVR) des Instituts Bauen und Umwelt (IBU)

berufen worden. Der SVR stellt die oberste

fachliche Instanz für die Arbeit des IBU e.V.

und den Betrieb seines internationalen

Umweltproduktdeklarationen-Programms

(EPD) für Bauprodukte dar. In dem Gremium

engagieren sich Experten aus Wissenschaft,

Normung, Bau- und Umweltbehörden, Bauwirtschaft

und Gebäudezertifizierungssystemen,

um das Programm zu überwachen und weiterzuentwickeln.

Nun tagte der SVR Anfang Januar

in Berlin zum fünfzigsten Mal. Aktuell besteht

der Sachverständigenrat aus elf Mitgliedern,

allesamt Experten zu Baustoffkunde, Nachhaltigem

Bauen, Ökobilanzierung oder Normung,

die für das IBU ehrenamtlich ihre langjährigen

Kompetenzen einbringen. IBU-Präsident Prof.

Dr. Horst Bossenmayer (l.) und der Sachverständigenratsvorsitzende

Dr. Frank Werner (r.)

begrüßen in der Hauptstadt Christian Kemper

als neu ernanntes SVR-Mitglied.

Silvius Grobosch

ist neuer Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes

Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik

e.V. (BME). Der 51-Jährige hatte die Führungsaufgabe

am 1.2.18 übernommen. Vorher war

der studierte Unternehmer bereits seit mehreren

Jahren in ehrenamtlichen Führungspositionen

des BME tätig: Seit 2004 ist Dr. Grobosch

Mitglied des Bundesvorstandes und seit 2013

dessen stellvertretender Vorsitzender. Dieses

Amt hat er mit der Bestellung zum Hauptgeschäftsführer

niedergelegt. Der neue BME-Chef

bekleidete in der Vergangenheit über viele Jahre

leitende Funktionen in der thyssenkrupp AG.

Der 1954 gegründete BME ist der Fachverband

für Einkäufer, Supply Chain Manager und Logistiker

in Deutschland. Ihm gehören 9.600 Mitglieder

aus allen Industriebereichen, Sektoren,

aus Dienstleistung und öffentlicher Beschaffung

an. Das Volumen der von den Mitgliedern eingekauften

Waren und Dienstleistungen beträgt

jährlich rund 1,25 Bio. €.

Thorsten Hofmann

ist vom Aufsichtsrat der STILL GmbH mit Wirkung

zum 1.2.18 zum Finanzgeschäftsführer der

Tochter KION Group bestellt worden und übernimmt

ebenfalls die Funktion des Arbeitsdirektors.

Sein Vorgänger, Karl-Heinz Birkner, der

nach 34 Jahren in den Ruhestand gegangen ist,

hatte in zahlreichen leitenden Positionen im

Finanzbereich den

Erfolg und das Profil

der Marke Still sowie

der Kion-Gruppe maßgeblich

mitgeprägt.

Seit Februar 2016 war

Hofmann Mitglied der

Still-Geschäftsführung,

der er bereits

zwischen 2009 und

2011 angehört hatte.

Thorsten Hofmann hatte seine Laufbahn 1991

bei der Linde AG im Controlling begonnen.

1994 wechselte er zu Linde Material Handling

und verantwortete im In- und Ausland verschiedene

leitende Positionen im Bereich Finanzen

und Controlling. 2013 übernahm er die Führung

des konzernweiten Controllings der Kion-

Gruppe.

Berend Denkena

will als neuer Präsident der WGP (Wissenschaftliche

Gesellschaft für Produktionstechnik) das

2-Grad-Klimaziel und die Lehre in den Mittelpunkt

seines Handelns stellen. Der Leiter des

Instituts für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen

der Universität Hannover hatte turnusgemäß

zum 1.1.18 in der WGP die Verantwortung

für zwei Jahre

übernommen. „Die

WGP bekennt sich zu

dem Ziel, die Erwärmung

der Erde auf

maximal zwei Grad zu

begrenzen“, betonte

Prof. Dr. Berend Denkena

während seiner

Antrittsrede.

Foto: STILL

Foto: WGP

Stahlreport 3|18

5


Stahlhandel

Bericht

Am neuen Standort in Gera baut Stahlo

die Verarbeitungskapazitäten für hochund

ultrahochfeste Stähle aus.

Foto: Stahlo

Neues Stahlo-Werk in Gera

Doppelt schaffen

Zumindest gedanklich ist kein Stein auf dem anderen geblieben: Bei der Planung des neuen Stahlo-

Werks haben Guido Spenrath, der Geschäftsführer der Stahlo Stahlservice GmbH & Co. KG, und sein

Team alle Perspektiven beleuchtet – und sich schließlich für den Verbleib am bisherigen Standort Gera

entschieden. 2019 soll dort nun das neue Werk in Betrieb gehen, mit deutlich erweiterter Kapazität.

[ KONTAKT ]

STAHLO Stahlservice

GmbH & Co. KG

35683 Dillenburg

Tel. +49 2771 302-0

www.stahlo.de

„Natürlich haben wir auch die

Standort-Frage gestellt und systematisch

eine Reihe potenzieller

Alternativen geprüft“, erzählt Guido

Spenrath, Geschäftsführer der Stahlo

Stahlservice GmbH & Co. KG. „Gera

hat sich aber am Ende als ideal erwiesen.“

Den Ausschlag dazu hatten

neben der geostrategisch günstigen

Lage auch die Mitarbeiter vor Ort

gegeben. „Wir haben hier ein sehr

erfahrenes Team, auf das wir nicht

verzichten können“, so Spenrath

weiter.

Stahl-Service-Center

stark gewachsen

Doch der Reihe nach: Stahlo, eines

der modernsten und größten werksunabhänigigen

Stahl-Service-Center

in Deutschland, ist in den vergangenen

Jahren stark gewachsen.

Nachdem sich das zur Friedhelm

Loh Group gehörende Unternehmen

über die Jahre vom Ersatzteil- zum

Serienlieferant der Automobilindustrie

weiterentwickelt hat, will man

diese Wachstumsstrategie fortsetzen

– und dazu in einen neuen Standort

investieren. Etwa 45 Mio. €

umfasst der Investitionsplan für das

neue Werk.

Neben dem Stammsitz des Stahl-

Service-Centers im hessischen Dillenburg

ist Gera der zweite Stahlo-

Standort. Während man sich in

Dillenburg eher auf die industriellen

Kunden konzentriert, ist Gera

seit der Gründung 2004 stark auf

die Automobilindustrie ausgerichtet.

Von Beginn an hat Stahlo dabei

die aktuelle Anlagentechnik verwendet

– und mit der damals größten

und modernsten Konturenschneidanlage

Europas gleich ein Zeichen

gesetzt. Auch mit der Spaltanlage

war man in Gera damals einen

Schritt voraus. Die Linie ist in der

Lage, hochfeste und ultrahochfeste

Stähle bis zu 1.400 MPa zu verarbeiten

– damit ist Stahlo eines der wenigen

Stahl-Service-Center, die schon

sehr früh auf den Leichtbau-Trend

der Automobilindustrie reagiert

haben.

Der ostdeutsche Standort erwies

sich dabei schnell als richtige Wahl:

Seine Nähe zu den Automobil-Clustern

im Osten, die Nachbarschaft zu

den angrenzenden Märkten in Tschechien

und Polen, und das engagierte

Team dort waren Gründe, die zu dem

Erfolg des Service-Centers beigetragen

haben.

„Basis für die Überlegungen

einer neuen Produktionsstätte war

der auslaufende Mietvertrag“, so der

Manager. Bislang teilt sich Stahlo

den Standort mit einem weiteren

Unternehmen. Da sich abzeichnete,

dass dieses den Standort künftig

ganz selbst nutzen möchte, hat sich

Stahlo dazu entschieden, in eine

neue Produktionsstätte zu investie-

6 Stahlreport 3|18


en. Glück im Unglück dabei: Das

neue Gelände befindet sich direkt

neben dem bisherigen Werk. Das

erleichtert manche Wege.

Neues Werk ist

ideale Gelegenheit

Die Errichtung des neuen Werks ist

eine ideale Gelegenheit, alle Prozesse

auf den Prüfstand zu stellen,

anzupassen und neu aufzusetzen.

Die Investition passt auch zum

Marktgeschehen. Zwar wird der

europäsiche Markt für Spaltband in

den kommenden Jahren voraussichtlich

nicht wachsen, wie unter anderem

Eurometal prognostiziert. Ursachen

sind unter anderem der Trend

zum Leichtbau sowie die erheblich

geringere Teilezahl – und damit

benötigter Stahl –, die für einen Elektromotor

im Vergleich zum Verbrenner

benötigt werden.

Doch die industriellen Märkte,

allen voran die Automobilindustrie,

befinden sich gerade in einem tiefgreifenden

Wandel. Dem können

sich auch Stahl-Service-Center nicht

entziehen. Da bietet die Möglichkeit,

gerade jetzt Ausstattung und Produktion

an die Erfordernisse anzupassen,

die Chance, den entscheidenden

Schritt voraus zu sein.

Gegenüber den alten Produktionshallen

wächst Stahlo rein flächenmäßig

auf eine Gesamtgrundstücksfläche

von 45.000 m 2 – und damit

Fotos: BDS/mh

Inbetriebnahme voraussichtlich 2019: Guido Spenrath, Geschäftsführer der Stahlo

Stahlservice GmbH & Co. KG, vor dem Baugrund des neuen Werks in Gera.

auf mehr als das Doppelte der bisherigen

Fläche. Aber nicht nur der

Umfang wächst. Der neue Standort

wird auch in seiner Ausstattung

gegenüber dem bisherigen deutlich

erweitert.

Zweite Konturenscheidanlage

der neuesten Generation

Die Automobilindustrie setzt aufgrund

der Notwendigkeit, die Emissionen

ihrer Fahrzeuge drastisch zu

reduzieren, schon länger auf den

Leichtbau. So ist die Verwendung

hoch- und ultrahochfester Werkstoffe

ein Trend seit Jahren. Auch alternative

Werkstoffe werden immer mehr

verwendet. Vor allem Aluminium

spielt für die Stahl-Service-Center

eine Rolle.

Dem kommt Stahlo mit umfangreichen

Investitionen in die Ausrüstung

am neuen Standort entgegen.

So wird in Gera künftig nicht nur

die bisherige Konturenschneidanlage

auf den neuesten Stand der

Technik gebracht, sondern zudem

eine weitere Anlage der neuesten

Generation in Betrieb genommen.

„Die neue Konturenanlage wird

neben Stahl auch Aluminium vearbeiten

können“, so Spenrath. 3

Stahlreport 3|18

7


Stahlhandel

Bericht/Nachricht

3 Spaltband bis 1.900 MPa

Mit der Investition in eine zweite

Längsteilanlage kommt Stahlo dem

Trend zur Verarbeitung immer

höherfesteren Materials nach. Auf

der neuen Linie können Stähle bis

zu 1.900 MPa verarbeitet werden.

„Das ist europaweit einmalig“,

schwärmt Spenrath. „Wir können

zudem breiteres Material einfahren

und schmaler produzieren“, so der

Geschäftsführer weiter. Bis zu 60

Streifen können dann künftig in

einem Arbeitsgang gespalten werden.

Mit dem Aufbau der Kapazität

für hoch- und ultrahochfeste Stähle

schlägt Stahlo gleich mehrere Fliegen

mit einer Klappe. Denn auch bei

der Elektrofahrzeug-Produktion setzt

man auf diese Leichtbau-Materialien.

Bis 2025, davon geht die Unternehmensberatung

McKinsey aus,

werden 25 % aller neuen Zulassungen

weltweit Hybrid- oder reine Elektrofahrzeuge

sein.

Langjährige SAP-Erfahrung

Eine entscheidende Rolle für die Leistungsfähigkeit

des neuen Werks

spielt neben den Anlageninvestitionen

die Planung der Logistik. Hier

liegt vermutlich der größte Vorteil,

den der Neubau mit sich bringt. Alle

Abläufe und Prozesse können ideal

aufeinander abgestimmt werden.

Das beginnt bei der Anlieferung der

Stahl- und Alumimiumcoils über das

Gleis, geht über die Einlagerungs-

rff auf der IRO 2018

Die rff Rohr Flansch Fitting GmbH, Stuhr/Bremen, hat auf dem

Fachforum IRO 2018 Anfang Februar ihr Leistungsspekturm vorgestellt.

Das Oldenburger Rohrleitungsforum des Instituts für Rohrleitungsbau

an der Fachhochschule Oldenburg e.V. veranstaltet das

Forum seit vielen Jahren. Im Fokus bei der 32. Auflage der Tagung

(7.-9.2.) stand die Sanierung der öffentlichen Entwässerungs-Infrastruktur,

die von technischem Verschleiß sowie von Alterungserscheinungen

betroffen ist. Besonders in den Innenbereichen größerer

Städte seien in diesen Jahren große Maßnahmen zu erwarten.

Neben dem Neubau gebe es hierbei mittlerweile viele gute, angepasste

Technologien, von grabenloser Verlegung bis zu ausgefeilter

Sanierungstechnik. Die Veranstaltung habe seit Jahren einen festen

Platz im Terminkalender vieler Experten aus dem Rohrleitungsbau.

Auch für rff ist es mittlerweile Tradition, sich zu beteiligen, hieß es

von Seiten des Rohrspezialisten.

Stahlo ist eines der wenigen Stahl-Service-Center, das schon sehr früh auf den Leichtbau-Trend

der Automobilindustrie reagiert hat – unter anderem mit der bei Anschaffung

größten und modernsten Konturenschneidanlage Europas am Standort Gera.

und Transportprozesse und die Verarbeitung

und reicht bis in die Verpackung

und den Versand.

Ein Großteil soll dabei weitgehend

automatisiert werden. Das Coillager

etwa wird im mannlosen

Betrieb laufen. Die Bestückung der

Maschinen erfolgt software-gesteuert

über die Krananlage auf Basis

der Belegungspläne. Hat die Krananlage

gerade nichts zu tun, lagert

sie die Coils sogar eigenständig an

günstigere Lagerorte und macht die

Prozesse so noch effizienter.

Betriebs- und Maschinendaten

werden ab 2019 am neuen Stahlo-

Standort in Gera zudem lückenlos

erfasst. So können Kunden auf

Wunsch über den Status ihres Auftrags

informiert werden. Auch Störungen

der Anlagen können auf

diese Weise besser analysiert werden

– um sie im nächsten Schritt

ganz zu vermeiden.

Auch IT-technisch hat Stahlo von

Beginn an nicht gekleckert. Seit jeher

setzt das Stahl-Service-Center auf

SAP, inklusive Automotive-Modul.

Zudem werden die Prozesse ständig

weiter entwickelt. Zurzeit wird der

Einsatz eines Tools vorbereitet, das

aus der Vielzahl der Lieferpläne, die

Woche für Woche eingehen, nur die

jeweils die Veränderungen zur vorhergehenden

Version filtert. Das

spart den aufwendigen manuellen

Abgleich und eliminiert zugleich

eine potenzielle Fehlerquelle. 2

Foto: rff/Carsten Heidmann Foto: Stahlo

8 Stahlreport 3|18


20 Jahre hervorragender Einsatz als Berufskraftfahrer

Besondere Leistung: Carl-Spaeter-Fahrer ausgezeichnet

Gleich drei Berufskraftfahrer der Carl

Spaeter Gmbh, Hamburg, sind mit dem IRU-

Ehrendiplom ausgezeichnet worden. Die IRU

(International Road Transport) ist eine internationale

Transportvereinigung, der auch

der deutsche Bundesverband für Wirtschaft,

Verkehr und Logistik BWVL angehört. Jedes

Jahr werden dort besonders bewährte Kraftfahrer

des Straßengüterverkehrs ausgezeichnet.

Die begehrte Auszeichnung

besteht aus der Verleihung des IRU-Ehrendiploms

in Form einer Urkunde und einer

Ehrennadel.

Die Fahrer müssen eine mindestens 20-jährige

ununterbrochene Tätigkeit als Kraftfahrer

zur vollen Zufriedenheit des Arbeitgebers,

einen mindestens 5-jährigen Einsatz

im Dienste des derzeitigen Unternehmens

sowie eine Mindestfahrleistung von 1 Mio.

km im nationalen und/oder internationalen

Verkehr als Lkw-Fahrer vorweisen. Der Fahrer

darf zudem während der letzten 20 Jahre

keinen schweren Verkehrsunfall verursacht

haben und soll während der letzten fünf

Freuen sich über die Auszeichnung der besonderen Leistung ihrer Kraftfahrer: Reyk Hagelberg, Betriebsleiter,

Michaela Preuß, Versandleiterin, Andreas Bürkner, Siegfried Henschel und Roland Fricke sowie

der Geschäftsführer der Carl Spaeter GmbH Hamburg, Kim Seidler.

Jahre keine schwerwiegenden Verstöße

gegen Straßenverkehrs-, Zoll- oder Verwaltungsvorschriften

im In- oder Ausland

begangen haben.

Das IRU-Ehrendiplom kann einem Berufskraftfahrer

nur einmal während seiner gesamten

Tätigkeit verliehen werden. Die Carl Spaeter

GmbH, Hamburg, konnte nun gleich drei der

eigenen Fahrer auszeichnen lassen: Andreas

Bürkner, seit 19 Jahren im Unternehmen,

Siegfried Henschel (seit 20 Jahren im Unternehmen)

und Roland Fricke (seit 25 Jahren im

Unternehmen).

Foto: Carl Spaeter GmbH

60 Jahre Universal – das Original.

Wir danken unseren Partnern für 60 Jahre vertrauensvolle Zusammenarbeit.

UNIVERSAL Eisen und Stahl GmbH

Hauptsitz Neuss

Duisburger Straße 26, 41460 Neuss

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Nürnberg Tel.: +49 911 37751-0

Stuttgart Tel.: +49 711 34215-0

Zwickau Tel.: +49 375 35380-0


Stahlhandel

Bericht

Großes Interesse:

Über 170 Teilnehmer

kamen im Dezember

zum 13. Stahl-Forum

des ESH nach Stuttgart.

Für Heinz-Alfred

Liebig, bis Jahresende

Geschäftsführer des

ESH, war es das

letzte Forum seiner

aktiven Zeit.

Rekordbeteiligung beim 13. Stahl-Forum

ESH-Handelsvolumen

überschreitet Milliardengrenze

Die hohe Zahl zeigt die Bedeutung, die der mittelständische Stahlhandel in Deutschland hat: Im

vergangenen Jahr hat das Handelsvolumen des ESH EURO STAHL-Handel – des Segments Stahl im

Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler GmbH (EDE) – die Eine-Milliarde-Euro-Marke überschritten.

Das meldete der Einkaufsverbund Ende des vergangenen Jahres.

Dass es gut läuft für die EDE-Stahlsparte, hat

zum Jahresende auch das große Interesse am jährlichen

Stahl-Forum der ESH gezeigt. Mit über 170 Teilnehmern

verzeichnete die 13. Auflage der Veranstaltung

im Dezember 2017 eine neue Rekordbeteiligung.

Mit dem Rekordergebnis beim Handelsvolumen

positioniert sich das EDE im Bereich Stahl als Marktführer

unter den Einkaufskooperationen. Der Stahlhandel

ist eine wichtige Stütze des Gesamthandelsvolumens

der Gruppe, die 2017 insgesamt rund 6 Mrd. €

Umsatz erzielt hat. Das ist im Vergleich zum Vorjahr

ein Zuwachs von etwa 450 Mio. €. Neben dem guten

Ergebnis des Stahlbereichs sorgten auch neue Mitgliedsunternehmen

sowie „unterschiedliche positive Entwicklungen“

in den einzelnen Geschäftsbereichen für das

Handelsvolumen-Plus.

Tagesgeschäft im Fokus

Beim 13. Stahl-Forum der ESH in Stuttgart standen

Inhalte und Begegnungen im Mittelpunkt. Angeregt

wurde der Austausch der Teilnehmer durch verschiedene

Vorträge, die individuelle Perspektiven zur Entwicklung

des internationalen Stahlmarkts zeigten, etwa

zu Innovationen in der Stahlproduktion, Verbrauchertrends,

die Kapazitätssituation, Anti-Dumping oder Digitalisierung.

Joachim Hiemeyer skizzierte den aktuellen Stand des

Strategie- und Organisationsentwicklungsprozesses

EVOLUTION in der EDE-Gruppe. In diesem Jahr stehen

dabei die vielfältigen Initiativen zur Optimierung des

Händler-Tagesgeschäfts im Fokus. Laut Hiemeyer ganz

oben auf der Agenda: die „digitale Zukunftsfähigkeit von

Prozessen und Geschäftsmodellen“.

Neuer Geschäftsführer

Sein erstes Stahl-Forum erlebte Oliver Schaub. Er leitet

nun das operative Geschäft und bildet gemeinsam mit Joachim

Hiemeyer die ESH-Geschäftsführung. Das Führungsteam

komplettieren Jürgen Laukandt als Prokurist und

Andreas von Helden als Teamleiter. „Damit ist die ESH

für die Zukunft leistungsstark aufgestellt“, so Hiemeyer.

In seiner Antrittsrede warb Schaub um das Vertrauen

der Händler und Lieferanten und skizzierte, wie

er und sein Team die Zusammenarbeit zukunftsorientiert

gestalten möchten: „Die transparente und zielorientierte

Kommunikation zwischen den Partnern ist für

mich elementar. Die Bedürfnisse der lagerhaltenden

Händler stehen stärker denn je im Mittelpunkt. Unsere

Mitglieder geben die Richtung vor. Wir richten uns

danach aus und möchten Sparringspartner oder Einkaufsbegleiter

sein – je nachdem, was benötigt wird.

Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Lie-

10 Stahlreport 3|18


eine strategische Partnerschaft in

Sachen Webshop-Software bekannt

gegeben. Die Lösung des Oelder

Unternehmens steel.shop soll den

Stahlhändlern in der EDE-Gruppe

exakte Daten zu mehr als 400.000

Produkten geben. Die Webshop-Software

sei mit Schnittstellen zu allen

gängigen ERP-Systemen ausgestattet

und könne somit nahtlos in die

Prozessabläufe der Händler integriert

werden, hieß es.

Oliver Schaub stellte sich in Stuttgart den Mitgliedern des ESH als

neuer Geschäftsführer vor.

feranten ist hier ebenso ein entscheidendes

Element.“

Strategische Partnerschaft zur

Digitalisierung

Mit der Stärkung des digitalen Profils

des EDE begann Schaub schon

kurz darauf. Mitte Februar haben

der EDE und die Montanstahl GmbH

Dank an Liebig

Für Schaubs Vorgänger, Heinz-Alfred

Liebig, war die 13. Ausgabe des ESH-

Stahl-Forums der finale Akt seines

erfolgreichen Schaffens in der EDE-

Gruppe. Er ist Ende des Jahres in den

verdienten Ruhestand gegangen

(siehe Interview Stahlreport 1/2

2018, S. 64 ff.). Joachim Hiemeyer

dankte Liebig ausdrücklich: „Unter

den fast 18 Jahren seiner Führung

hat sich die ESH, zuvor UNION-

STAHL, enorm erfolgreich entwickelt.

Das Handelsvolumen hat sich seit

Anfang des Jahrtausends in etwa versechsfacht,

und es freut mich sehr,

dass just zum Abschied die magische

Milliarden-Marke durchbrochen

wurde. Heinz-Alfred Liebig war fast

zwei Jahrzehnte das Stahl-Gesicht

des EDE, er hat den Bereich geprägt.

Dafür gebührt ihm unser Dank und

unser Respekt. Wir wünschen ihm

für den nun anstehenden Lebensabschnitt

alles erdenklich Gute.“ 2


Stahlproduktion

Nachrichten

Foto: voestalpine

„Grüne“ Stahlerzeugung: voestalpine errichtet weltweit größte Wasserstoffpilotanlage in Linz.

Investition in „grüne“ Stahlproduktion

voestalpine: weltweit größte Wasserstoffpilotanlage

unter anderem an den Einsatzmöglichkeiten

von Wasserstoff in den einzelnen Prozessstufen

der Stahlherstellung geforscht werden.

voestalpine stelle mit dieser Pilotanlage endgültig

die Weichen in Richtung Erforschung

echter „Breakthrough“-Technologien“, sagte

Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der

voestalpine AG. Langfristiges Ziel sei es, von

Kohle bzw. Koks über nachfolgende Brückentechnologien

mit Erdgas in den Produktionsprozessen

zur Anwendung von „grünem “

Wasserstoff zu gelangen. Mit einem großindustriellen

Einsatz dieser Prozesse wird aber frühestens

in etwa zwei Jahrzehnten gerechnet.

Zudem könne eine Technologieumstellung nur

unter der Voraussetzung erfolgen, dass erneuerbare

Energie in ausreichendem Umfang und

zu konkurrenzfähigen Bedingungen als Basis

zur Verfügung steht, sagte Eder.

voestalpine hat grünes Licht für den

Bau der weltweit größten Pilotanlage ihrer Art

zur CO 2

-freien Herstellung von Wasserstoff

erhalten. Gemeinsam mit fünf Projektpartnern

lege der Konzern damit den Grundstein für ein

richtungsweisendes Forschungsvorhaben bei

der Dekarbonisierung der Stahlerzeugung, hieß

es.

Mit dem positiven Behördenbescheid fällt der

Startschuss für die Realisierung der neuen

Wasserstoffelektrolyseanlage am Linzer Werksgelände

der voestalpine. Im Detail handelt es

sich dabei um die derzeit größte und

modernste Anlage zur Erzeugung von „grünem“

– sprich CO 2

-freiem – Wasserstoff. Mit dem

EU-geförderten 18-Mio.-€-Projekt soll künftig

Errichtet wird die Pilotanlage in einem neuen

Gebäude in unmittelbarer Nähe des voestalpine-Kraftwerks

am Standort Linz. Kernstück

der neuen Forschungsanlage wird das weltweit

größte PEM („Proton Exchange Membrane“)-

Elektrolysemodul mit 6 MW Anschlussleistung

sein, womit 1.200 m 3 Wasserstoff pro Stunde

produziert werden können.

ArcelorMittal mit bestem

Ergebnis seit 2011

ArcelorMittal hat das Geschäftsjahr 2017 mit

einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und

Abschreibungen (Ebitda) in Höhe von 8,4 Mrd.

USD (6,75 Mrd. €) abgeschlossen und damit

den höchsten operativen Gewinn seit 2011

erzielt. Das Nettoergebnis erreichte 4,6 Mrd.

USD (2016: 1,8 Mrd. USD).

voestalpine übertrifft

Vorjahr bereits jetzt

Der voestalpine-Konzern hat in den ersten

drei Quartalen des Geschäftsjahres 2017/18

bei Umsatz und Ergebnis absolute Spitzenwerte

erzielt. Dank einer „signifikanten

Umsatz- und Ergebnisverbesserung“ stieg der

Neun-Monats-Umsatz um 16,8 % von 8,1 auf

9,5 Mrd. €. Das operative Ergebnis (EBITDA)

erreichte mit 1,41 Mrd. € (+32,5 %) nach nur

drei Quartalen annähernd das Niveau des

gesamten Geschäftsjahres 2016/17 (1,54

Mrd. €). Das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte

sich im Jahresvergleich um 53,1 % von

545 auf 835 Mio. €. Das Ergebnis vor und

nach Steuern lag jeweils um rund 60 % über

der Vorjahresperiode. Der Konzern habe im

bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres

2017/18 von einer außerordentlich hohen

Nachfrage aus seinen wichtigsten Kundensegmenten

profitiert, hieß es. In Verbindung mit

permanenter Innovation und konsequenter

Qualitätsoptimierung sei es gelungen, bereits

zum Abschluss des dritten Quartals ein operatives

Ergebnis auf annähernd dem Niveau des

gesamten Vorjahres zu erzielen.

Bestes Ergebnis

seit Finanzkrise

Die Salzgitter AG hat das Geschäftsjahr 2017

mit dem höchsten Vorsteuerergebnis seit der

Finanzkrise abgeschlossen. Auch die Aussichten

für 2018 seien vielversprechend, teilte der

Konzern Ende Januar mit. Nach vorläufigen

Zahlen wurden im Geschäftsjahr 2017 demnach

238 Mio. € und damit der höchste Vorsteuergewinn

seit 2008 erwirtschaftet. Hierzu

haben die „hervorragenden Resultate“ der

Geschäftsbereiche Flachstahl und Handel

sowie die Umsetzung der konzerninternen

Programme maßgeblich beigetragen, so der

Konzern.Der Außenumsatz des Salzgitter-Konzerns

(9,0 Mrd. €) habe sich vor allem aufgrund

gestiegener Durchschnittserlöse für

Stahlerzeugnisse signifikant erhöht. Der Konzern

erwartet eine mindestens stabile Entwicklung

der Märkte im laufenden Geschäftsjahr.

thyssenkrupp steigert

operatives Ergebnis

thyssenkrupp ist gut ins neue Geschäftsjahr

2017/2018 gestartet. Auftragseingang,

Umsatz und Ergebnis sind in den ersten drei

Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum

gestiegen, teilte der Konzern mit. Dank der

Erholung der Preise und der Maßnahmen zur

Leistungssteigerung habe Steel Europe das

Bereinigte EBIT deutlich auf 160 Mio € gegenüber

dem Vorjahresquartal (28 Mio €) steigern

können. Materials Services konnte das

gute Vorjahresniveau mit 51 Mio € halten. Für

das laufende Geschäftsjahr 2017/2018 bestätigte

thyssenkrupp die Prognose. Das Bereinigte

EBIT soll auf 1,8 bis 2,0 Mrd. € steigen.

Damit einhergehend prognostiziert das Unternehmen

einen deutlich positiven Jahresüberschuss

über dem Vorjahreswert.

12 Stahlreport 3|18


Anarbeitung

XXXXXXXXXX

und Logistik

Bericht

Das neue High-Speed-Modell M-System PowerMesh HS von Progress kombiniert dem

Hersteller zufolge maximale Produktionsgeschwindigkeit und höchste Flexibilität.

Die neue M-System PowerMesh HS von Progress

Mattenschweißanlage für

Höchstleistungen

Die moderne Automatisierungstechnik ermöglicht das Schweißen

von Betonstahlmatten im Längs- und Querbereich bei höchster

Arbeitssicherheit und überschaubaren Kosten. Bewehrungsmatten

mit verschiedenen Rastern, Abmessungen und Drahtdurchmessern

können individuell nach CAD-Vorgaben gefertigt werden. Die neue

M-System PowerMesh HS von Progress ist für maßgeschneiderte

Just-in-time-Produktion von Bewehrungsmatten vom Coil ausgelegt.

Dem Hersteller zufolge zeichnet

sich die neue Linie durch Präzision

und Flexibilität aus. Dank des

modularen Aufbaus der Anlagen

können individuelle Bedürfnisse des

Kunden erfüllt werden, wirbt Progress.

Außerdem sorgen die niedrigen

Stromanschlusswerte durch die

progress-Inverterschweißung sowie

eine Produktion ohne Verschnitt und

aufwendiges Zuschneiden der

Bewehrungsmatten für Effizienz und

Wirtschaftlichkeit. Die auf CAD-

CAM-Vorgaben basierte Herstellung

und Bearbeitung der Matten im

Durchmesserbereich von 4 bis 20

mm ist überdies flexibel und genau.

Produktionshöchstleistungen

dank neuester Technik

Die neu entwickelte M-System

PowerMesh HighSpeed (HS) von Progress

ist auf Produktionshöchstleis-

tung ausgelegt. Die hohe Schnittgeschwindigkeit

der fliegenden Schere,

der Revolverauslauf und die Stabbremse

tragen dazu bei, dass dieses

Maximum an Leistung erreicht wird.

Zudem zeichnet sich das High-

Speed-Modell durch eine hohe Flexibilität

aus: Der Drahtdurchmesserwechsel

erfolgt automatisch, die

Mattengröße ist individuell einstellbar,

und es können auch kleine Losgrößen

produziert werden. Die M-

System PowerMesh HS ist Progress

zufolge eine äußerst effiziente

Anlage in puncto Höchstproduktion,

Höchstgeschwindigkeit sowie Effizienz.

2

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Progress Maschinen & Automation AG

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Stahlreport 3|18

13


Anarbeitung

XXXXXXXXXX

und Logistik

Bericht

Technologische Entwicklung beim Lagern und Sägen

Mehr Unterstützung für den Bediener

Autonome Prozesse, Datenverfügbarkeit, Echtzeit-Information – auch im Maschinen- und Anlagenbau wird

derzeit allenthalben mit Begriffen der „Industrie 4.0“ geworben. Welche Entwicklungen für Anwender

tatsächlich nützlich sind, ist dabei nicht immer gleich erkennbar. Um in Sachen Lagern und Sägen einen

Überblick zu bekommen, haben wir einen der bedeutenden Ausrüster des Stahlhandels, die Kasto Maschinenbau

GmbH & Co. KG, gefragt. Welche Ideen dort derzeit entwickelt werden und welchen Nutzen davon die

Anwender haben, erläutert Sönke Krebber, Mitglied der Geschäftsführung, im Interview mit dem Stahlreport.

Stahlreport: Wenn Sie auf

der grünen Wiese einen idealen

Standort für Stahlprodukte einrichten

könnten: Wie sähe aus Ihrer

Sicht die Prozessgestaltung beim

Lagern und Sägen aus?

Sönke Krebber: Die ideale Prozessgestaltung

gibt es nie. Es kommt

immer auf die – prozessseitigen –

Gegebenheiten an. Für jede Variante

von kundenseitigen Prozessen kann

dann ein ideal passendes Konzept

erarbeitet werden.

Generell kann man aber sagen,

dass darauf geachtet werden sollte,

möglichst direkte Wege zu wählen

und möglichst wenige Schnittstellen

zu haben. Man sollte auch klar Standard-

und Sonderfälle trennen. Die

Standard-Fälle sollten dann möglichst

stark automatisiert werden.

Kasto legt hier zum Beispiel besonderen

Wert auf Lights-Off-Schichten.

Kasto zeigt immer wieder, dass

technologisch beim Sägeprozess

das Ende der Fahnenstange noch

nicht erreicht ist – unter anderem

mit der KASTOwin tube, bei der

die Sägerichtung von unten nach

oben geht. Welche Weiterentwicklungen

haben Sie noch im Köcher?

Richtig, der Sägeprozess entwickelt

sich immer weiter. Es geht um

schnellere Schnittgeschwindigkeiten,

mehr Output pro Zeit, längere

Werkzeugstandzeiten. Die Entwicklungen

unter dem Stichwort Industrie

4.0 eröffnen gute Möglichkeiten

für Automatisierung und

geringere Fehlerquoten. Konkret

sind zum Beispiel unsere Software-

Lösungen KASTOsawconnect und

KASTOapp in der Lage, Fehlbedienungen

des Benutzers zu verhindern

und ihn bei Entscheidungen

zu unterstützen. Im Zusammenspiel

mit automatischen Lägern, Anarbeitung

und Absortierung können Prozesse

vollkommen automatisiert werden

und Fehlbedienungen sogar

gänzlich vermieden werden. Ein großer

Vorteil für den Anwender.

Stichwort Industrie 4.0: Welchen

Einfluss hat die Vernetzung von

Prozessen auf das Produktportfolio

von Maschinenherstellern?

Zunächst werden wohl verstärkt

Lösungen auftauchen, die Daten

ohne Sinn und Verstand anbieten

und veröffentlichen. Die nächste Entwicklung

ist dann wieder der Trend

14 Stahlreport 3|18


zur Reduktion von Daten – bis ein

sinnvolles Maß erreicht ist.

Sicherlich werden einige Hersteller

auch Produkte und Prozesse

außerhalb ihrer eigenen Kernkompetenzen

anbieten. Da Schnittstellen

nach wie vor ein Problem sind, hat

es Vorteile, wenn alles aus einer

Hand kommt. Denn dann sind diese

überflüssig.

Sie bieten bei der Planung, dem

Aufbau und der Inbetriebnahme

Ihrer Lagersysteme unter anderem

einen virtuellen Vorab-Betrieb

an. Was verbirgt sich dahinter?

Unsere Anlagen werden noch vor

dem Aufbau, aber bereits mit echtem

SPS-Code und echter Kopplung zum

Lagerverwaltungssystem, virtuell

betrieben. Dabei kann das Programm

der SPS vor tatsächlicher Inbetriebnahme

auf Fehler geprüft und verbessert

werden. In unserer Lagerverwaltungssoftware

KASTOlogic

können Optimierungsstrategien

getestet und optimiert werden. So

können wir verschiedene Materialflüsse

simulieren und den besten

davon umsetzen. Das hat ganz erhebliche

Vorteile für den Endkunden,

aber auch für den Hersteller.

Sie bieten für die Wartung Ihrer

Anlagen auch eine Datenbrille an.

Wie funktioniert das?

Viele Fehler an der Anlage sind nicht

auf die Mechanik zurückzuführen.

Häufig treten zum Beispiel unvorhergesehene

Bedienungen oder Störungen

von Lichtschranken aufgrund

von überstehendem Material

auf. Solche Dinge können durch den

Bediener selbst mit Leichtigkeit

behoben werden, dafür muss kein

Wartungstechniker anreisen. Oft

fehlt es aber an Wissen, diese Fehler

selbst zu beheben.

Mit der Datenbrille kann ein

Service-Techniker den Bediener,

ohne vor Ort sein zu müssen, durch

die Fehlerbehebung führen. Dabei

muss das Vorgehen nicht aufwendig

mündlich beschrieben werden,

sondern der Service-Techniker sieht

per Kamera an der Brille die Anlage

mit eigenen Augen. Zudem kann er

dem Bediener Hinweise, Markierungen

und andere Informationen

einblenden. So kann die Anlage in

kürzester Zeit wieder in Betrieb

gehen.

Sie bieten mit KASTOwin amc eine

eigene Anlage für die Trennung

3D-gedruckter Teile von der Grundplatte

an. Wieso braucht es dafür

eine besondere Sägemaschine?

Bei diesem Sägevorgang entstehen

Metallstäube, die gesundheitsschädlich

sind. Daher ist bei der Bearbeitung

eine gute Absaugung und Kapselung

nötig. Die KASTOwin amc ist

vollverkleidet und schützt damit vor

Staubpartikeln bis 40 Nanometer,

die inhaliert werden.

Bild: Kasto

Die feinen Stützstrukturen bei diesen

Teilen bedürfen zudem einer

besonders schonenden Zerspanung,

um das Material nicht zu reißen. Die

KASTOwin amc verfügt dafür über

eine Wendevorrichtung, mit der sich

die Werkstücke um 180 Grad drehen

lassen. Die Teile werden damit

kopfüber bearbeitet und das Sägeband

wesentlich geringer belastet,

weil nur wenige Späne mit durch

den Schnittkanal gezogen werden.

Die exakte Schnittpositionierung

sorgt für ein geringes Druckaufmaß.

Das Ergebnis ist ein effizienter,

genauer, werkzeugschonender und

kalkulierbarer Sägevorgang.

KASTO wirbt mit seinem Energierückgewinnungssystem

für die Lagereinheiten.

Wie hat der Markt bisher

auf diese Entwicklung reagiert?

Sehr positiv! Seit Einführung wurde

keine Anlage mehr ohne das System

verkauft. 2

Sönke Krebber,

Mitglied der

Geschäftsführung

Kasto

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Anarbeitung

XXXXXXXXXX

und Logistik

Bericht

Zeitfenstermanagement-System TimeSlot

Verladung besser managen

Durch Wartezeiten bei der Anlieferung geht wertvolle Zeit verloren. Eine Lösung bieten Zeitfenster-

Management-Systeme. In kaum einem anderen Bereich der Logistik lassen sich durch Einsatz von

Informationstechnologien so schnell positive Effekte erzielen, heißt es in einer Studie des Anbieters

Cargoclix – einem Unternehmen, das sich seit 1999 mit der Optimierung von Logistikprozessen

beschäftigt und zu den Pionieren auf diesem Gebiet gehört.

Bild: Cargoclix

Eine umgekippte Flasche verdeutlicht

das Logistikproblem: wieviel

und wie schnell das Wasser

herausläuft, hängt von der „kapazitätslimitierenden

Stelle“ ab. Ein solcher

Flaschenhals ist oft das Be- und

Entladen der Lieferungen: Ankommende

Waren werden unpünktlich

geliefert, in Folge stehen die Lkw

alle gleichzeitig um 7 Uhr morgens

auf oder vor dem Hof und warten

darauf, abgefertigt zu werden. Die

„Wartezeiten an der Rampe“, wie es

in der Sprache der Logistiker heißt,

sind ein steter Quell der Ineffizienz

– für den Handel genauso wie in der

Industrie und im Dienstleistungssektor.

ZFM-Systeme

verbessern Ladeprozesse

Eine Lösung sind Zeitfenstermanagement(ZFM)-Systeme,

die sämtlicher

Be- und Entladeprozesse an der

„In kaum einem anderen

Bereich der Logistik stellen

sich so schnell so viele positive

Effekte ein, wie durch den

Einsatz von Zeitfenstermanagement.“

Prof. Dr. Victor Meier, Beratender Gesellschafter

der Cargoclix Dr. Meier & Schmidt GmbH

Laderampe koordinieren. Die Erwartungen

an solche Systeme sind hoch.

Sie reichen von der schnelleren Beund

Entladung an oberster Stelle

über kürzere Wartezeiten, einen

planbaren und transparenten

Buchungsprozess und überhaupt

weniger Bürokratie beim Be- und

Entladen bis hin zu einer besseren

Kommunikation zwischen den Beteiligten.

Das Bundesamt für Güterverkehr

empfiehlt die elektronischen Stundenpläne

in einem Sonderbericht

zur Situation an der Laderampe die

Vergabe von Zeitfenstern sogar als

„erfolgversprechendste“ Maßnahme

zur Entschärfung der Rampenproblematik.

TimeSlot –

in vielen Branchen im Einsatz

Das TimeSlot-System von Cargoclix

gehört mit einem stark wachsenden

16 Stahlreport 3|18


Nutzerkreis von über 30.000 Usern

nicht nur zu den verbreitetsten Zeitfenstersystemen,

sondern mit 50

Cent pro Buchung auch zu den günstigsten.

Es ist branchenübergreifend

in Industrie, Handel und bei Logistikdienstleistern

im Einsatz.

Wie TimeSlot funktionieren die

in der Regel webbasierten ZFM-Systeme

alle wie ein elektronischer Stundenplan

und sind meist ohne große

IT-Unterstützung zu bedienen. Der

Warenempfänger bildet seine freien

Ladetermine und Rampenplätze im

Internet ab, die Spediteure buchen

ihre Wunschablieferzeit und zahlen

pro Slot bis zu 2,50 €. Eine technische

Infrastruktur ist für die Frachtführer

nicht nötig, ein Internetzugang

genügt, um ein Zeitfenster zu

buchen. Für die Rampenbetreiber ist

das System kostenlos. Kosten entstehen

lediglich, falls individuelle

Anpassungen der Software vom Rampenbetreiber

gewünscht werden.

Kein Stau, kein Chaos

Viele Nutzer berichten, dass mit der

Einführung des Zeitfenstermanagementsystems

der Stau und das Chaos

an den Rampen von einem Tag auf

den anderen ein Ende hatten.

Bemängelt wird an solchen Systemen

andererseits, dass die Logistikdienstleister

trotz der gebuchten

Zeitfenster oft lange an den Laderampen

warten. Die Gründe für die

andauernde Durchlauf- und Wartezeitproblematik

an der Rampe sind

laut Cargoclix jedoch selten in der

Zeitfenstervergabe an sich zu

suchen.

Denn kürzere Abfertigungs- und

Durchlaufzeiten seien in der täglichen

Praxis nur durch die Analyse

und Optimierung der gesamten Lieferkette

zu erreichen. Zeitfenstermanagement-Systeme

können diesen

Prozess unterstützen, aber nicht

ersetzen. Es ist deshalb entscheidend,

mit der Einführung von Zeitfenstermanagement

die Slotlänge

und Rampenkapazitäten so ausreichend

zu dimensionieren, dass

gebuchte Zeitfenster auch zuverlässig

und pünktlich bedient werden

können.

Gut informiert –

auch bei Änderungen

Ein weiterer Kritikpunkt an Zeitfenstermanagement-Systemen

sind die

regelmäßig auftretenden Informationsdefizite

bei den Beteiligten – wenn

etwa eine angekündigte Ware nicht

zum vereinbarten Zeitpunkt eintrifft

und keine Informationen vorliegen,

wann mit der tatsächlichen Anlieferung

zu rechnen ist oder wenn der

Lkw wegen überfüllter Ladekapazitäten

nicht abgefertigt werden kann.

Denn kommen Logistikdienstleister

zu spät an die Laderampe, verfällt

häufig das gebuchte Zeitfenster.

Mit der Cargoclix-ETA-App zur

dynamischen Ankunftszeitberechnung

lassen sich auch solche Kommunikationsdefizite

mittlerweile

beheben. Die App berechnet die

genaue Ankunftszeit des Fahrers an

der Rampe. Dabei werden aktuelle

Verkehrsstörungen wie Sperrungen,

Stauprognosen sowie Lenk- und

Ruhezeiten berücksichtigt.

Verspätet sich ein Lkw, wird der

Rampenbetreiber automatisch informiert.

Er kann flexibel reagieren

und wartende Fahrzeuge außerplanmäßig

früher abfertigen und verspäteten

Lkw ein anderes Zeitfenster

zur Verladung zuweisen.

Ein häufig unterschätzter Faktor

für die Akzeptanz und damit in

vielen Fällen den Erfolg von ZFM-

Systemen ist der Buchungspreis. In

der Cargoclix-Studie gaben 72 % der

insgesamt 622 befragten Logistikdienstleister

an, dass sie einen Preis

bis 0,50 € für akzeptabel halten.

Immerhin noch 23 % würden bis zu

1 € akzeptieren. Man könne davon

ausgehen, dass überhöhte Buchungspreise

von deutlich über 1 €, wie sie

vor allem in den Zentrallagern des

Lebensmittelhandels üblich sind,

nicht unmaßgeblich zur kritischen

Haltung der Dienstleister gegenüber

dem Thema Zeitfenstermanagement

beitragen.

So bieten Zeitfenstermanagement-Systeme

eine Reihe von Vorteilen.

Sogar der Umgangston an den

Rampen verbessert sich, wie das

Freiburger Softwarehaus herausfand.

2

Stahlreport 3|18

17

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Anarbeitung

XXXXXXXXXX

und Logistik

Bericht/Nachricht

Die neue RX20-Baureihe

besteht aus

insgesamt 13 Fahrzeugtypen

– davon

sieben Dreirad- und

sechs Vierradstapler

– und ist für Lasten

von 1,4 bis 2 t bei

einem Lastschwerpunkt

von 500 mm

ausgelegt.

Fotos, 3: Still

Runderneuerte Elektrostapler von Still

Mehr Leistung und Komfort

Still hat Anfang des Jahres in Hamburg ihren grundlegend erneuerten Elektrostapler der Baureihe RX20

vorgestellt. Rund 80 % der Bauteile des bereits 2005 eingeführten Fahrzeugs sind für diese veränderte

Auflage überarbeitet worden, teilte der Hersteller mit. Ziele der Innovationen sind demnach ein

erweitertes Einsatzspektrum, eine höhere Umschlagsleistung und mehr Komfort für die Bediener.

Die neue RX 20-Baureihe

besteht aus insgesamt 13 Fahrzeugtypen

und ist für Lasten von 1,4 bis

2 t bei einem Lastschwerpunkt von

500 mm ausgelegt. Die Elektrostapler

sind für den kombinierten Innenbzw.

Außeneinsatz konzipiert und

transportieren Waren mit einer

maximalen Fahrgeschwindigkeit von

20 km/h. Auch beim Stapeln von

Paletten in eine Höhe von bis zu

5.900 mm stellt der RX 20 sein Können

unter Beweis, argumentiert die

Still GmbH.

Mit „mehr Wertigkeit“ fasste Dr.

Henry Puhl, Vorsitzender der

Geschäftsführung, die erfolgten Veränderungen

zusammen, als die überarbeitete

Produktreihe vor Medienvertretern

aus 17 Ländern in der

Hansestadt inszeniert wurde – wie

im Hause Still üblich. Als Beispiel

für mehr Wertigkeit verwies Puhl

auch darauf, dass Kunststoff- durch

Stahlteile ersetzt worden sind.

Gleichzeitig betonte er, dass die Innovationen

von den Still-Produktentwicklern

auf der Basis der Wünsche

von Still-Kunden umgesetzt worden

sind. Dieser Erfahrungsschatz beruht

auf inzwischen etwa 80.000 produzierten

Einheiten der RX-Reihe.

Kompakter, wendiger

Ein Beispiel für den gewählten Entwicklungsweg

ist die Kombi-Pendelachse,

die aus einem Vierrad- de facto

einen Dreiradstapler macht – und in

Verbindung mit einem verkürzten

Fahrzeugrahmen über mehr Kompaktheit

zu einer höheren Wendigkeit

führt. Im Vergleich zum Vorgänger

haben die Dreiradstapler bis zu

29 mm und die Vierradstapler bis

zu 171 mm geringere Arbeits(gang) -

breiten.

Bei der Vorstellung der neuen

Produktreihe legten die Verantwortlichen

zudem großen Wert sowohl

auf der Betonung des Nachhaltigkeitsprinzips,

den durch die Innovationen

sowohl hinsichtlich ökologischer

als auch ökonomischer und

sozialer Aspekte Rechnung getragen

sei, als auch auf die Einbindung

in Logistik- und damit Wertschöpfungsketten:

z Dazu bemühte Thomas A. Fischer,

Mitglied der Still-Geschäftsführung,

gar ein Autorennen aus dem

Jahr 1899, als Porsche in Berlin

die Überlegenheit der umweltfreundlichen

Elektro- gegenüber

Verbrennungsmotoren schon einmal

unter Beweis gestellt habe. Vor

allem aber hob er auf die ökonomischen

Vorteile ab. „Gleichzeitig

haben wir bei den Komponenten

auf niedrige Betriebskosten geachtet,

und so neue Maßstäbe hinsichtlich

der Total Cost of Ownership

gesetzt.“ Und zu den sozialen

18 Stahlreport 3|18


Interne Abläufe verschlankt

W&W Spedition verschmilzt

mit Hergarten

Bereits seit 2015 gehört die W&W Spedition

GmbH mit Sitz im baden-württembergischen

Deizisau zum Stahllogistiker Hergarten.

Seit dem 1. Januar 2018 ist die W&W Spedition

nun vollständig in die Hergarten GmbH Stahlspedition

integriert worden.

Der neue RX 20 ist deutlich kompakter als seine Vorgänger. Für Kunden, die besonders

kompakte Fahrzeuge mit 1,4 oder 1,6 t benötigen, sind die extrem wendigen RX 20-14C

und RX 20-16C die richtige Wahl.

Mit dem Zukauf der W&W Spedition GmbH im

Mai 2015 habe die Hergarten-Gruppe ihre Position

als Spezialistin für die Distribution und den

Transport von Stahlstückgutsendungen im süddeutschen

Raum ausgebaut, hieß es damals

zum Zukauf. „Der Standort Deizisau überzeugte

uns schon damals mit seinen Logistikkonzepten

für Just-in-time-Verkehre und Sonderfahrtlösungen.

Außerdem verfügte er schon immer

über eine hohe Lager- und IT-Kompetenz, was

gut zu unserem Anspruch als Full-Service-

Anbieter und zur zunehmenden Digitalisierung

in unserer Branche passt“, begründete Marcel

Hergarten den damaligen Schritt.

Der RX 20 verfügt auch über bekannte Assistenzfunktionen wie Curve Speed Control,

das automatisch die Geschwindigkeit in Kurven dem Lenkwinkel anpasst.

Aspekten merkte er an, dass die

höhere Ergonomie nicht nur ermüdungsfreieres

sondern auch produktiveres

Arbeiten ermögliche.

z Das STILL EASY Control, eine komplett

neu entwickelte Anzeige- und

Bedieneinheit, fungiert in den

neuen Fahrzeugen als Sicherheitsund

Kommunikationszentrale, um

die Verbindungen in die Logistikketten

zu gewährleisten. Das vollgrafische

Farb-Display mit automatischer

Helligkeitsregelung

informiere den Fahrer nicht nur

über alle Fahrzeugparameter, wie

Fahrgeschwindigkeit, Neigewinkel,

Batteriestatus, Energieverbrauch

etc., sondern der Fahrer

könne – dank menügeführter

Steuerung und Favoriten-Tasten

– auch direkt auf die Fahr- und

Hubprogramme, die Batterie-Restlaufanzeige

und viele weitere

Funktionen zugreifen. Eine Fahrt-

richtungsanzeige im Display

erhöhe zudem die Umschlagleistung

und Sicherheit.

Still hat den Anspruch, maßgefertigte

innerbetriebliche Logistiklösungen

weltweit zu bieten sowie

das intelligente Zusammenspiel von

Gabelstaplern und Lagertechnik,

Software, Dienstleistungen und Service

zu gewährleisten. 1920 von

Hans Still gegründet, hat das Unternehmen

unter diesem Namen eine

weltweit bekannte Marke geschaffen.

Heute sind rund 8.000 Mitarbeiter

aus Forschung und Entwicklung,

Produktion, Vertrieb und

Service daran beteiligt, die Anforderungen

der Kunden zu erfüllen. 2

[ Info ]

Weitere Informationen gibt es im Internet

unter www.still.de oder bei Facebook

unter www.facebook.com/still.

So entwickelte sich die W&W Spedition – auch

wegen der Nähe zum 2016 von Hergarten in

Betrieb genommenen Lager- und Anarbeitungszentrum

Kornwestheim (ebenfalls Baden-

Württemberg) – zu einer wichtigen Tochter der

Gruppe, da sie mit rund 25 Mitarbeitern und

einer Flotte von 22 Lkw mehr Flexibilität bei

der Bereitstellung von Fahrpersonal und Laderaum

ermöglicht.

Der neue Name unterstreiche nicht nur die

Zugehörigkeit zum Unternehmensverbund,

sondern führe auch zu einer Verschlankung

sämtlicher betrieblicher Abläufe und administrativer

Aufgaben. „Das gilt insbesondere für

die Buchhaltung, die durch die Verschmelzung

vereinheitlicht, wesentlich transparenter und

effizienter wird“, erklärte Hergarten.

Josef und Marcel Hergarten, die Geschäftsführung

der Gruppe

Stahlreport 3|18

19


Messen

und Märkte

NORTEC

Foto: Nortec

Die 30. Nortec fand viertägig Mitte Januar in Hamburg statt.

Foto. Kasto

Mit der KASTOwin amc hat Kasto dort ein innovatives Sägekonzept

speziell für die additive Fertigung erstmals vorgestellt.

Was die Nortec in Hamburg geboten hat

Die große Transformation

Megatrends wie Additive Fertigung oder Predictive Maintenance auf die Realität in den mittelständischen

Unternehmen herunterzubrechen, das gehörte zu den Leistungen der Nortec Ende Januar in

Hamburg. Die viertägige Kongressmesse war zudem durch die technischen Anliegen der Metall- und

Kunststoffverarbeitung geprägt sowie die derzeit gute Konjunktur dieser Branchen. Eine wichtige

Rolle bei den angesprochenen Transformationsprozessen spielten die Kompetenzzentren und der

erstmals auf der Messe mit einem eigenen Stand vertretene VDMA.

Wie in Hamburg das Zusammenspiel zwischen

Kongress und Messe geklappt hat, dafür ist die Additive

Fertigung ein Beispiel. Ebenso wie Predictive Maintenance

gehört dieses Thema in den allgegenwärtigen Industrie

4.0-Zusammenhang.

Additive Fertigung

z In der messebegleitenden Konferenz „Additive 2018“

der LZN Laser Zentrum Nord GmbH lag der Fokus auf

dem Wachstumsmarkt der 3D-Druckverfahren. In

Anwendungsbeispielen wurde gezeigt und diskutiert,

wie Bauteile aus Kunststoff- und Metallpulver im Laser-

Sinter- Verfahren schichtweise zu stabilen geometrisch

komplexen Strukturen aufgeschmolzen werden und

wie diese Verfahren in schlanke und wettbewerbsfähige

Produktionsprozesse integriert werden können.

Prof. Dr.-Ing. Claus Emmelmann, Geschäftsführer im

LZN, das sich als Weltmarktführer für den wissenschaftlich-industriellen

Technologietransfer im 3D-Druck

sieht, erläuterte: „In der additiven Fertigung ist der

Paradigmenwechsel hin zur digitalen Industrie 4.0

bereits gelebte Realität. In Zukunft wird es dabei essenziell

sein, die Technologie in bestehende Wertschöpfungsketten

zu integrieren und Fragestellungen vom

Produktdesign über die Prozessentwicklung bis zur

Fabrikplanung und Mitarbeiterschulung ganzheitlich zu

betrachten.“

z Da traf es sich gut, dass gleichzeitig in den Messehallen

die KASTO Maschinenbau GmbH & Co. KG u.a. ihr

innovatives Sägekonzept für die additive Fertigung präsentierte

– erstmals. Mit der KASTOwin amc hat das

Unternehmen einen Hochleistungs-Bandsägeautomaten

speziell für Einzelschnitte additiv hergestellter Bauteile

konzipiert. Das Aggregat ist eigens dafür ausgelegt,

mit additiven Fertigungsverfahren hergestellte

Bauteile aus leicht bis schwer zerspanbaren Werkstoffen

von ihrer Grundplatte zu trennen. Die Bandsäge

verfügt dafür über eine Wendevorrichtung, mit der sich

die Werkstücke um 180 Grad drehen lassen. Der Anwender

gibt die Stärke der Grundplatte über die serienmäßige

Steuerung SmartControl ein, und die Säge trennt

automatisch die Bauteile im entsprechenden Aufmaß

ab. Die Säge ist die neueste Erweiterung der Baureihe

KASTOwin. Diese Maschinen eignen sich für den Einsatz

bei unterschiedlichen Stählen.

Predictive Maintenance

z Branchenübergreifend geht es bei dem Thema der

vorausschauenden Wartung und Instandhaltung

darum, dass über intelligente Gesamtsysteme ein kontinuierlicher

fehlerfreier Betrieb erreicht werden soll.

Hierfür werden die Zustandsdaten einzelner Maschinenkomponenten

oder ganzer Produktionslinien mithilfe

von Sensoren in Echtzeit erfasst und mit den

Parametern eines störungsfreien Betriebs abgeglichen.

Die daraus abgeleitete Prognose der zu erwartenden

Rest-Lebensdauer von Maschinenkomponenten

gilt als präzise. Je nachdem, wie stark die

gemessenen Werte von den optimalen Betriebsparametern

abweichen, werden die passenden Service-

Routinen proaktiv gestartet. Falls erforderlich, können

Bauteile unter kontrollierten Bedingungen

20 Stahlreport 3|18


ausgetauscht werden, bevor der Ausfall einer einzigen

Komponente zum Stillstand einer kompletten Produktionslinie

führt.

z Da traf es sich gut, dass auf der Nortec proALPHA Business

Solutions GmbH ihre entsprechende ERP-Lösung

(Enterprise Ressource Planing) vorstellte. Anhand einer

Live-Präsentation zeigte das Unternehmen, wie über

die grundlegende Vernetzung von Produkten und Anlagen

alle relevanten Daten erfasst, kombiniert und ausgewertet

werden können. In diesem Messe-Sonderfall

waren Funktionsstörungen explizit gewünscht, damit

über das proALPHA ERP System die jeweils nötigen

Wartungsarbeiten angezeigt und eingeleitet werden

können. Andree Stachowski, Chief Sales Officer bei pro-

ALPHA, erläuterte: „Das ERP-System bildet das Rückgrat

der digitalen Transformation im Unternehmen.

Hier laufen die Informationen zusammen. Es sorgt dafür,

die gesammelten Daten auszuwerten, Handlungsempfehlungen

zu geben und weitere Maßnahmen – wie zum

Beispiel das automatisierte Erstellen eines Service-Auftrags

auf Basis von maschinen- oder produktsensorischen

Informationen – in die Wege zu leiten. Ziel ist es

dabei immer, Nutzen für den Kunden zu schaffen.“

join the best:

16–20 April 2018

Düsseldorf, Germany

www.wire.de I www.tube.de

Branchenkonjunktur und Messestruktur

Wenn es nach aktuellen Zahlen aus dem Verband des Deutschen

Maschinen- und Anlagenbaus (VDMA) geht, können

die Maschinen- und Anlagenbauer optimistisch in

das neue Geschäftsjahr 2018 blicken, denn das derzeitige

Geschäftsklima ist so gut wie zuletzt vor fünf Jahren.

Für 2017 meldete der Verband ein reales Produktionsplus

von drei Prozent mit einem Rekord-Wert von

210Mrd. €, und die Prognosen für 2018 sind ähnlich (vgl.

Stahlreport“ 1/2 18, S. 34ff): Der Maschinen- und Anlagenbau

gilt mit etwa 6.000 Unternehmen, die über eine

Million Menschen beschäftigen und einen Umsatz

220Mrd. € erwirtschaften, als wichtigster Industriezweig

in Deutschland. Zwei Drittel der darin produzierenden

Unternehmen zählen mit weniger als 100 Mitarbeitern

zum Deutschen Mittelstand.

Der stand in Hamburg im Fokus von rund 480 Ausstellern

und etwa 12.000 Besuchern, die sich inhaltlich

insbesondere auf die Metall- und Kunststoffbearbeitung

konzentrierten. Dabei ging es auf den Ständen und in

messebegleitenden Konferenzphasen um Teilthemen wie

entsprechende Betriebsausrüstungen und damit verbundene

Dienstleistungen sowie um Betriebssteuerung – bis

hin zu Logistik und Verpackung.

Eine besondere Rolle bei dem so angesprochenen

Transformationsprozess spielte in Hamburg in diesen

Zusammenhängen das System bundesweiter Kompetenzzentren,

die sich genau dieser Aufgabe stellen – als Teil

der Förderinitiative „Mittelstand 4.0- Digitale Produktions-

und Arbeitspozesse.“ Zur diesjährigen Nortec fanden

in Hamburg sowohl interne Besprechungen der 23

dort vertretenen Kompetenzzentren als auch für das Publikum

offene Tagungselemente statt.

Die nächste Nortec ist für die Zeit vom 21.-24.1.20

wiederum für Hamburg geplant. 2

International Wire and Cable Trade Fair

Internationale Fachmesse Draht und Kabel

International Tube and Pipe Trade Fair

Internationale Rohr-Fachmesse

Stahlreport 3|18

21


Messen

und Märkte

Hannover Messe/CeMAT

Die Hannover Messe und die CeMAT

Digitales Doppel

Erstmals seit rund eineinhalb Jahrzehnten begegnen sich Industrie und Logistik vom 23.-27 April 2018

in Hannover wieder auf höchstem Messeniveau – dank Digitalisierung. Es ist dieser Megatrend, der die

Weltleitmesse der Industrie mit der zur Intralogistik erneut vernetzt und um das Querschnittsthema

Energie erweitert hat. Die Deutsche Messe AG als Veranstalter gab jetzt eine Vorschau auf das digitale

Doppel an Messen und machte dabei auch deutlich, warum sich der Handel diesem Event mit besonderer

Aufmerksamkeit widmen sollte.

Quelle: Deutsche Messe AG

Digitales Doppel:

Wie die Hannover

Messe und die

CeMAT sich die

Ausstellungsflächen

teilen.

Die Digitalisierung sei schon heute einer der

wesentlichen Treiber der Logistik. Es gehe darum, komplexe

Prozesse zu beherrschen und effizient zu gestalten.

„Der Kunde möchte alles – und das am liebsten

sofort“, formulierte Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender

des Vorstands der Deutschen Messe AG, die Herausforderung,

vor der die Distribution seiner Meinung nach

aktuell steht. Dort seien die Abläufe bisher kaum automatisiert.

Künftig würden jedoch neue Logistik-Prozesse

notwendig, die der hohen Komplexität von Lieferketten

gerecht werden. Hinzu kommt – auch das

machte die Vorschau deutlich – für den Handel die

generelle Herausforderung, die komplexen Prozesse,

in die eingeliefert werden muss, vor deren Mitgestaltung

erst einmal zu verstehen.

Dazu will das Messedoppel zu Industrie- und Logistikthemen

vielfältige Gelegenheit geben:

Industrie

Die Hannover Messe steht in diesem Jahr unter dem

Leitthema „Integrated Industry“ und sieht sich als globalen

Hotspot für alle Themen rund um die Digitalisierung

der Produktion, die seit der Präsentation in 2011

unter „Industrie 4.0“ firmiert, und der Energiesysteme

(„Integrated Energy“). Die Veranstaltung vereint fünf

Leitmessen an einem Ort: „Industrial Automation“,

„Motion & Drives“, „Digital Factory“, „Energy, Research

& Technology“ sowie die Zuliefermesse „Industrial Supply“.

In letztgenanntem Zusammenhang wird auch der

Leichtbau angesprochen.

In den Hallen 3 bis 5 präsentiert die „Industrial Supply“

u.a. Prozesse zur Massiv- und zur Blechumformung

sowie Produkte bzw. Komponenten u.a. aus Metall

und Kunststoff, z.T. auch spanabhebend gefertigt. Bühnen

für den Leichtbau bieten die „Integrated Lightweight

Plaza“, die ein branchenübergreifendes Forum

bieten soll, sowie die international besetzte Leichtbau-

Konferenz“ am 25.4.18.

Logistik

Die Hallen zu diesen Themen gruppieren sich auf dem

Messegelände in Hannover wie ein Kragen um die Orte

der CeMAT (Centrum für Materialflusstechnik). Angebotsschwerpunkte

sind u.a. die Lager- und Fördertechnik,

Flurförderzeuge und Zubehör, Krane und Hebezeuge

sowie IT. Marktplätze gibt es außerdem in Form

des „Logistic 4.0 Forum“ (Halle 19/20) sowie des „Logistic

Solutions Forum“ in Halle 21.

Gemeinsam mit wichtigen Branchenpartnern will

die CeMAT dort und an anderen Stellen zeigen, welche

Möglichkeiten Logistik-4.0-Konzepte bieten und welche

Best-Practice-Lösungen es bereits heute gibt. Zusammen

mit der Deutschen Messe unterwegs sind diesbezüglich

der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

(VDMA), die Bundesvereinigung Logistik (BVL), das

Fraunhofer IML und das EHI Retail Institute.

Energie und Sensorik

Unterdessen haben die Messemacher für dieses Jahr zu

ihrem Leitthema „Connect & Collaborate“ analysiert,

22 Stahlreport 3|18


Foto: Still

Eines der Themen auf der kommenden Hannover Messe/

CeMAT: die intralogistische Beratung von Still.

dass bei „Logistik 4.0 meets Industrie 4.0“ die Grenzen

zwischen beiden Bereichen verschwimmen und das

Energiethema diese neu verbindet.

Ein weiterer Aspekt, der sich als Klammer immer

mehr in den Vordergrund schiebt, ist die Sensorik, die

für das Sammeln einer Fülle von Daten sorgt und Basis

für eine intelligente Auswertung wird. Sensorenintelligenz

für die Fabrik von morgen präsentiert im April

in Hannover u.a. die nahe Freiburg im Breisgau beheimatete

SICK AG.

Um die künftigen Anforderungen von Industrie 4.0

zu erfüllen, bedarf es vor allem technologischer Entwicklungen

in den Bereichen Sensorik, Kommunikation

und Data Science. Zu diesem Ergebnis kommen die

„Technologie Roadmaps Intralogistik 2025“, die das

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik für

den VDMA-Fachverband Fördertechnik und Intralogistik

erarbeitet hat und die im Rahmen der CeMAT 2018

am ersten Messetag der Fachöffentlichkeit vorgestellt

werden.

Die beiden genannten Entwicklungen in den Bereichen

Energie und Sensorik konkretisieren sich auf

der kommenden Hannover Messe beispielhaft auch

am Angebot der STILL GmbH. Der Hamburger Anbieter

setzt für seine Flurförderzeuge technisch sowohl

auf die Elektromobilität als auch darauf, mit seiner

Flotte die heutzutage erforderlichen Daten zu sammeln.

Entsprechend bündelt Still auch seine Lösungskompetenz

im Bereich des Flottenmanagements in

zwei Säulen: Nummer Eins besteht aus intelligenten

Softwaretools, mit denen Kunden die Effizienz ihrer

Fahrzeuge endgeräteunabhängig von überall auf der

Welt steuern können. Säule Nummer zwei ist die intralogistische

Beratung, in der ein Expertensystem von

Still Flotte und Anforderungen des Kunden genau analysiert

und anschließend Lösungsansätze sowie Handlungsempfehlungen

aufzeigt. 2

gegründet 1969

Besuchen Sie uns auf der Tube Düsseldorf

16. - 20. April 2018, Halle 07, Stand 70C26

Bepro Blech und Profilstahl GmbH & Co. KG

Consolstraße 11, D-45889 Gelsenkirchen

Tel. +49(0)209/98251-10, Fax +49(0)209/98251-31

info@bepro.de, www.bepro.de


Messen

und Märkte

wire/Tube

Interview mit Messechef Friedrich-Georg Kehrer

Hohe Erwartungen zur wire und Tube

Friedrich-Georg Kehrer ist Global Portfolio Director Metals and Flow Technologies bei der Messe

Düsseldorf GmbH. Er verantwortet mit seinem Team das internationale Maschinen- und Anlagenportfolio

für den wachsenden Bereich der Metallmessen. Derzeit sind das weltweit mehr als 30

Veranstaltungen. In diesen Sektor gehören auch die in diesem April anstehende Draht- und Rohrmesse.

Was ihm zur wire und Tube (16.-20.4.18, Düsseldorf) besonders wichtig ist, erläuterte der

Messechef bereits im Vorfeld der beiden Events der Presseabteilung der Messe Düsseldorf GmbH.

Er formulierte dabei hohe Erwartungen.

Foto: Messe Düsseldorf GmbH

Hohe Erwartungen

an die wire und die

Tube im April in Düsseldorf:

Messechef

Friedrich-Georg

Kehrer.

Was gibt es Neues auf den Weltleitmessen für

Draht, Kabel und Rohre 2018?

Friedrich-Georg Kehrer: Die beiden No-1-Messen ihrer

Branchen bilden erneut das gesamte Spektrum von der

Drahtherstellung und -veredelung über die Prozessautomatisierung,

die Bereiche Mess-, Steuer- und Regeltechnik,

die Kabeltechnologien, den Bereich Rohrherstellung,

Rohrbearbeitung, Rohrmaterialien, Rohrhandel,

Pipelines und die OCTG-Technologie bis hin zu Profilen,

Gebrauchtmaschinen und Plastikrohren in 16 Messehallen

ab.

Dazwischen ist Platz für weitere Spezifizierungen

und angewandte Technologien – das Thema Industrie

4.0 bestimmt auch 2018 weiterhin das Messegeschehen

der beiden Leitmessen. Mit über 70.000 Fachbesuchern

an fünf Messetagen erwarten wir erneut die

gesamte Fachwelt hier am Standort Düsseldorf.

Neu ist 2018 die Hallenaufteilung. Der südliche Teil

unseres Messegeländes wird zum Rhein hin erweitert

und bildet mit der zukünftigen Halle 1 und einem neuen,

lichtdurchflutet gestalteten Eingangsbereich Süd das

neue Erscheinungsbild Richtung Innenstadt. So kommt

es, dass die wire 2018 in den Hallen 9 bis 16 und Teilen

der temporären Halle 18 stattfindet, die Tube

erstreckt sich über die Messehallen 3 bis 7.0 sowie die

Hallen 16, 17 und ebenfalls Teilen der Halle 18.

Halle 16 bildet also Schnittstelle und Übergang zwischen

wire 2018 und Tube 2018, Halle 18 kommt als

temporäre Halle hinzu. Zusätzlich zu den Eingängen Süd,

Ost und Nord wird es einen temporären Eingang in der

Halle 17 geben. Die Shuttlebusse werden alle vier Eingänge

anfahren.

Welche Schwerpunkte ergeben sich in den Hallen?

Zur wire: In den Hallen 9 bis 14 und einem Teil der Halle

16 befinden sich Draht- und Kabelmaschinen, Drahtund

Kabelproduktion sowie -handel und die Glasfasertechnologien.

Halle 13 hat die Schwerpunkte Gitterschweißmaschinen

und Federfertigungstechnik. In der Halle 15 befinden

sich Verbindungs- und Befestigungstechnologien,

die Halle 16 schließt sich mit dem Bereich „meet china’s

expertise“ an.

Es hat sich in der Vergangenheit bewährt und ist

erneut Wunsch unserer Aussteller aus China, ihre Innovationen

kompakt und übersichtlich in einer Halle zu

präsentieren.

Zur Tube: Die Rohrherstellung, Profile und der Rohrhandel

präsentieren ihre Produkte in den Hallen 3, 4,

7 und 16. Die Rohrumformtechnik findet in der Halle

5 statt, Rohrbearbeitungsmaschinen befinden sich in

den Hallen 6 und 7a. Maschinen und Anlagen folgen

in der Halle 7a, in den Hallen 16 und 17 befindet sich

der Bereich Rohrzubehör, Profile sind in den Hallen 3

bis 7a und 16 und 17 vertreten.

Die chinesischen Tube-Aussteller des meet china’s

expertise präsentieren sich –wie bei der wire 2018 –

ebenfalls in der Messehalle 16. So teilen sich die Aussteller

aus China die Messehalle 16, präsentieren sich,

aber sind innerhalb der Halle getrennt.

24 Stahlreport 3|18


®

Wie beeinflusst die Weltkonjunktur beide Veranstaltungen?

Die gesamte Industrie erlebt, trotz weltweiter Krisen

in den letzten Jahren, derzeit einen globalen Aufschwung.

Das Konjunkturklima lädt zu Investitionen ein, nicht

nur in Europa.

In Südostasien, in einigen südamerikanischen Ländern

und in Teilen Afrikas wird kräftig in Infrastruktur,

Bau- und Automobilindustrie investiert.

Auch die deutsche Wirtschaft befindet sich seit einigen

Jahren in einem Aufschwung. Private Haushalte

steigern ihren Konsum, die Bauindustrie profitiert vom

Wunsch vieler Deutscher nach dem eigenen Heim und

Grund. Steigende Exporte sorgen für einen Anstieg des

Bruttosozialproduktes.

Dabei spielen die Draht- und Kabelindustrien und

der Bereich Rohre eine wesentliche Rolle. Wir blicken

also optimistisch auf das Frühjahr 2018.

Erläutern Sie bitte den Begriff Global Portfolio?

Seit Mitte der 1980er-Jahre wachsen wire und Tube am

Standort Düsseldorf. Die Keyplayer der Branchen treffen

sich alle zwei Jahre auf dem Düsseldorfer Messegelände.

Die Nachfragen nach Maschinen, Anlagen und Produkten

aus der Draht-, Kabel- und Rohrindustrie wachsen

auch in anderen Ländern und so haben wir inzwischen

Messe-Satelliten von wire und Tube in Russland,

Indien, China, Thailand und Brasilien. wire und Tube

go global, und das in einer Zeit globaler Umbrüche.

Denn ohne Draht, Kabel und Rohre funktioniert keine

Industrie.

Der Erfolg gibt uns Recht, die Ausrichtung nicht

ausschließlich auf die heimischen und europäischen

Märkte zu richten, sondern eine weltweite Orientierung

und das Erschließen immer neuer Märkte zu verfolgen.

Das macht uns als Marke wire und Tube – join

the best – stark.

Gibt es eine Verschiebung bei den Herkunftsländern

von Ausstellern und Besuchern?

Unsere starken Aussteller- und Besucherländer sind

auch 2018 wieder unsere europäischen Nachbarn, aber

auch viele Unternehmen aus Übersee.

Stark vertreten auf wire und Tube sind Aussteller

aus Italien, Großbritannien, Frankreich, der Türkei, den

Niederlanden, Belgien, Spanien, der Schweiz, Schweden,

Österreich, Polen und Deutschland. Aus Übersee

reisen viele Aussteller aus den USA, Indien, Taiwan,

Südkorea und China an. Wir erwarten rund 70.000

Fachbesucher an fünf Messetagen.

Die meisten Messegäste (Besucher) werden aus den

starken Produktions- und Abnehmerländern wie Italien,

Belgien, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden,

Spanien, der Schweiz, Österreich, Russland,

der Türkei und Deutschland kommen. Aus Übersee

erwarten wir verstärkt Fachleute aus den USA, Brasilien,

Indien und China. 2

16.-20.04.2018

Gemeinschaftsstand

BDS

Halle 7/C25

ONLINE

TOOL

BOX

einfach, online, schnell

24/7

Sendungsverfolgung

– dann wenn Sie sie brauchen

und die Tool Box bietet mehr:

Infos über Verfügbarkeit,

Anfragen und Bestellungen aufgeben,

Integration in Ihre Warenwirtschaft u.v.m.!

Voß 11

Voß/Voss: 11 x vertreten in Europa und darüber

hinaus, unterstützt durch 220 Mitarbeiter

Voß Edelstahlhandel GmbH & Co. KG

Telefon: +49 0 40 700165-0

www.voss-edelstahl.com

Stahlreport 3|18

25

NUR FÜR DEN FACHHANDEL


Messen

und Märkte

Tube

Gemeinschaftsstand auf der Tube 2016

Foto: BDS AG

BDS und Mitglieder auf der Messe Tube 2018

Treffpunkt Stahlhandel:

Ein Gemeinschaftsstand

Vom 16. bis 20. April 2018 findet in Düsseldorf die Tube & wire, die internationale Rohrfachmesse,

statt. Zahlreiche unserer Mitglieder werden wieder mit eigenen Ständen vertreten sein. Nach dem

großen Erfolg mit dem ersten Gemeinschaftsstand im Jahr 2016 präsentieren sich ebenfalls unter

einem Dach und unter dem bekannten Motto „TREFFPUNKT STAHLHANDEL“ zum zweiten Mal

der BDS und sechs seiner Mitglieder auf einem Gemeinschaftsstand.

Treffen Sie uns!

Halle 7, Stand

C25/26!

Auf den rund 180 m 2 in Halle

7, Stand-Nr. C25/26, stellen folgende

Unternehmen aus:

z BDS AG - Bundesverband Deutscher

Stahlhandel

z BEPRO Blech und Profilstahl Handelsgesellschaft

m.b.H. & Co. KG

z Drösser Stahlhandel GmbH, Köln

z MCB Deutschland GmbH, Dormagen

z RHB Voß GmbH, Düsseldorf

z Rohrhandel – Brunzel GmbH, Düsseldorf

z Voß Edelstahlhandel GmbH & Co.

KG, Neu Wulmstorf

Abgerundet wird die Messepräsentation

durch einen Standabend am

Dienstag.

Die teilnehmenden Unternehmen

verfügen durch das Stand-im-Stand-

Konzept über einen individuellen

eigenen Bereich und profitieren von

allgemeinen zentralen Lounge-Bereichen.

Internationale Kontakte, viele

Gespräche, großes Kaufinteresse

und tatsächliche Abschlüsse sowie

die Erwartung auf ein interessantes

Nachmessegeschäft prägten die

Stimmung auf den Messen der vergangenen

Jahre. Ziel des BDS ist es,

seinen Mitgliedern die Möglichkeit

anzubieten, sich ebenfalls auf dieser

wichtigen Leitmesse dem nationalen

und internationalen Publikum

zu präsentieren. Damit spricht der

Verband in erster Linie die Unternehmen

an, die bisher nicht mit einem

eigenen Stand auf der Messe vertreten

waren. Durch die konzertierte

Organisation war es möglich, die

Messeteilnahme auf einem interessanten

Preisniveau anzubieten. 2

Info

Bereiche für alle BDS-Mitglieder

nutzbar

Für alle ordentlichen BDS-Mitglieder

besteht ebenfalls die

Möglichkeit, die Lounge-Bereiche

auf dem Messestand zu nutzen,

um Ihre Kunden zu Gesprächen

einzuladen.

Vorläufiger Entwurf des Gemeinschaftsstands

auf der Tube 2018

26 Stahlreport 3|18


Stahl,

Das Schoeller Werk

präsentiert auf der

tube sein Produktportfolio

an längs-

Edelstahl,

nahtgeschweißten

Edelstahlrohren.

Aluminium,

NE-Metalle

Umfangreiches Produktportfolio

Was Schoeller auf der

Tube präsentiert

Das Schoeller Werk präsentiert auf der Tube sein hochwertiges

Profil rund um die Produktion von längsnahtgeschweißten

Edelstahlrohren. Am Messestand G03 in Halle 3 soll die hohe

Fertigungs- und Werkstoffkompetenz des Traditionsunternehmens

aus der Eifel im Mittelpunkt stehen. Mit anwendungsspezifischen

Produktentwicklungen und erweiterten Fertigungskapazitäten

will der weltweit agierende Hersteller den steigenden Marktanforderungen

gerecht werden.

...alles aus

einer Hand

Um dauerhaft einen Wettbewerbsvorteil

zu erzielen, benötigen

Unternehmen aus den Branchen

Automotive, Industrie und Energie

individuelle Edelstahlrohrlösungen

in zuverlässig hoher Qualität. Das

Schoeller Werk investiert deshalb

strategisch in die Erweiterung und

Optimierung der Fertigungskapazitäten

sowie die Automatisierung der

Produktion, um noch schneller auf

die Kunden- und Marktanforderungen

reagieren zu können.

Alternative zu Nickel-Basis-Rohren

Ein weiterer Fokus liegt auf dem

Ausbau des Werkstoffportfolios: Der

Spezialist für längsnahtgeschweißte

Edelstahlrohre arbeitet kontinuierlich

an der Weiterentwicklung seiner

Werkstoffkompetenz. So ist zum

Beispiel ab sofort die VDM-Werkstoffgüte

Alloy 31Plus ® /2.4692 als

längsnahtgeschweißtes, kalibriertes,

nahtgeglättetes und lösungsgeglühtes

Rohr darstellbar. Anwender

erhalten damit eine wirtschaftliche

Alternative zu Rohren aus höherpreisigen

Nickel-Basis-Legierungen

für den Apparate- und Anlagenbau.

Darüber hinaus präsentiert das

Unternehmen auf der Tube in Düsseldorf

sein breites Produktportfolio

rund um längsnahtgeschweißte

und nachgezogene Edelstahlrohre.

Das Schoeller Werk gilt als einer

der international führenden Hersteller

von längsnahtgeschweißten

Edelstahlrohren. Das 1827 gegründete

Unternehmen hat seinen Sitz

in Hellenthal in der Eifel und

beschäftigt dort über 1.000 Mitarbeiter.

Das Produktportfolio umfasst

WIG- und lasergeschweißte Edelstahlrohre,

nachgezogene Präzisionsrohre

in geraden Herstell- und

Fixlängen sowie Ringrohre. Das

Unternehmen entwickelt seine Anlagentechnologie

und sein Produktportfolio

entsprechend den Kundenund

Marktanforderungen kontinuierlich

weiter. Grundlage für die

qualitativ hochwertige Herstellung

der Produkte ist ein moderner

Maschinenpark. Jährlich werden

darauf rund 90 Mio. m Edelstahlrohre

hergestellt und in den verschiedensten

Anwendungen der

Bereiche Automotive, Industrie

sowie Energie eingesetzt. 2

Stahlreport 3|18

27

Besuchen Sie uns

auf der Tube!

16. bis 20. April 2018

Halle 7.0, Stand C26

www.mcb.eu


Messen

und Märkte

METAV 2018/LogiMAT

Die Metallbearbeitung

stand bei der

METAV 2018 im Mittelpunkt

– traditionelle

Verfahren

ebenso wie aktuelle

4.0-Lösungen. Erstmals

wurde auch ein

Anwenderforum

Sägetechnik im Rahmen

der Messe

durchgeführt.

Bild: Behringer

METAV 2018

Eine Bühne für die

Produktionstechnik

Die 20. Messe für Technologien der Metallbearbeitung, die vom

20. bis 24. Februar 2018 in Düsseldorf stattfand, zeigt Produkte

und Lösungen der gesamten Wertschöpfungskette. Im Mittelpunkt

standen die klassischen Themen der Metallbearbeitung:

Werkzeugmaschinen, Fertigungssysteme, Präzisionswerkzeuge,

automatisierter Materialfluss, Computertechnologie,

Industrieelektronik und Zubehör.

Wie innovativ die klassische

Metallbearbeitung ist, zeigte die

METAV anhand der neuesten Technologien

in den traditionellen Fertigungstechniken

ebenso wie mit aktuellen

Lösungen zu Industrie 4.0. Die

METAV richtete sich dabei an zahlreiche

Anwenderbranchen, darunter die

Automobil- und Zulieferindustrie, den

Maschinenbau, die Eisen-, Blech und

Metallverarbeitende Industrie, aber

auch an Medizintechnik und Flugzeugbau,

Elektrotechnik und Elektronik.

Das zur METAV 2016 eingeführte

Konzept, die Messe thematisch in sogeannte

„Areas“ aufzuteilen, führte die

aktuelle Messeveranstaltung fort. Zwei

Areas widmeten sich Spezialthemen

der Produktionstechnik, zwei weitere

hatten besondere Branchen im Fokus.

Areas machen Synergien in der

Produktionstechnik sichtbar

Im Zeitalter der digitalen Transformation

gewinnt Qualitätssicherung noch

mehr an Gewicht. Die Quality Area

zeigte, wie eng die Messtechnik mit

der industriellen Fertigung verbunden

ist. Die Area Additive Manufacturing

dagegen verdeutlichte, dass neue

4.0-Fertigungsverfahren ihren festen

Platz in den Fabriken bereits etabliert

haben. In der Moulding Area drehte

sich alles um den Werkzeug-, Formenund

Modellbau. Die Medical Area

stellte als die zweite anwenderbezogene

Area die Medizintechnik in den

Mittelpunkt.

METAV traf den Nerv der Praktiker

Die digitale Transformation hat die

Innovationszyklen der industriellen

Produktion so beschleunigt, wie es

sich vor nur einer Generation kaum

jemand hätte vorstellen können. Mitarbeiter

müssen heute über die

gesamte Belegschaft hinweg technologisch

auf der Höhe der Zeit agieren

und denken. Entsprechend wichtig ist

es, Kompetenz und ein Gespür für

technologische Trends in den Werkshallen

zu verankern. Fast 40 % der

METAV-Besucher stammten aus Fertigung,

Produktion oder Qualitätskontrolle,

so der Veranstalter.

Die METAV: Dicht am Markt, nah

an der Innovation

Die METAV spannte einen großen

Bogen rund um zahlreiche Aspekte

der Produktionstechnik. Ihr Fokus

blieb die ganze Bandbreite der Metallbearbeitung,

ein Bereich, der mit der

digitalen Transformation noch einmal

ganz erhebliches Innovationspotenzial

hinzugewonnen hat. Gleichzeitig

zeigte die METAV die Verbindungen

zu den zahlreichen angrenzenden

industriellen Themen, die maßgeblich

Produktionstechnik mitbestimmen –

und das in einer Zeit, in der Industrie

4.0 dazu antreibt, Wertschöpfung

immer umfassender, durchgängiger

und vernetzter zu denken.

Anwenderforum Sägetechnik

Die METAV 2018 bot neben der Ausstellung

selbst ein umfangreiches

Informationsprogramm rund um die

Produktionstechnik. So fand am 20.

Februar erstmals ein Anwendungsforum

zur Sägetechnik statt. Gezeigt

wurden neueste Entwicklungen und

anwendungsnahe Lösungsansätze für

den einfachen Einzelzuschnitt im

Werkstattbetrieb bis hin zum Massenzuschnitt.

Durchgeführt wurde das

Forum gemeinsam vom VDW (Verein

Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken)

und dem Fraunhofer-Institut für

Produktionstechnik und Automatisierung

(IPA), Stuttgart, das Anwendungsforum

Sägetechnik.

In den drei Themenblöcken Sägemaschinen,

Sägewerkzeuge und Prozessoptimierung

stellten das IPA

und unterschiedliche Marktführer

der Sägebranche anwendungsnahe

Lö sungsansätze vor. Die Teilnehmer

der Veranstaltung informierten sich

über aktuelle Trends bei den Sägeverfahren,

aber auch bei den eingesetzten

Werkzeugen und in den

Fertigungs- und Automatisierungsprozessen.

Weitere Veranstaltungen des Rahmenprogramms

waren unter anderem:

z Internationale Fachkonferenz „Inside

3D Printing“ der Rising Media

z Workshops zur Qualitätssicherung

der Deutschen Gesellschaft für Qualität

(DGQ) und der Deutsche Gesellschaft

zur Zertifizierung von Managementsystemen

(DQS)

z 7. Dortmunder Schleifseminar

„METAV Spezial 2018“ des Instituts

für Spanende Fertigung (ISF) der Technischen

Universität Dortmund 2

28 Stahlreport 3|18


Edelstahl Rostfrei Convent in Essen

Trend für nicht-rostende

Stähle zeigt nach oben

Einen positiven Ausblick für den

Markt nicht-rostender Stähle gab es

Anfang Februar in Essen. Nach eher

schwachen Jahren der Rostfrei-Branche

sah Analyst Markus Moll von SMR Steel

& Metals Market Research auf dem Edelstahl

Rostfrei Convent 2018 die Branche

auf dem Erholungskurs. Dem britischen

Informationsdienst MEPS zufolge wurden

2017 rund 48 Mio. t Edelstahl produziert

– ein Wachstum im Vergleich zum Vorjahr

um 4,9 %. Für das laufende Jahr

rechnete Markus Moll mit einer weiteren

Zunahme der Produktion. Ursache dieses

positiven Trends ist dem Experten

zufolge die erfreuliche Entwicklung wichtiger

Abnehmerbranchen von nicht-rostenden

Stählen wie der Erdöl-, der Automobil-

sowie der chemischen Industrie.

Eine Einschätzung aktueller Marktentwicklungen

und Einblicke in einen der

bedeutenden Rostfrei-Produzenten gab

auf der gut besuchten Veranstaltung des

Verlags Focus Rostfrei.

Geführter Messerundgang auf der LogiMAT

Logistik für Marketing-Experten

Am Eröffnungstag der LogiMAT 2018

(13.-15.3., Stuttgart) veranstaltet der Bundesverband

Industrie Kommunikation e.V.

(bvik) in Kooperation mit der Fachzeitschrift

LOGISTIK HEUTE einen Messerundgang

mit Marketing-Fokus.

Das Format liefert den Teilnehmern exklusive

Einblicke in die Messekommunikation

verschiedener Aussteller. Die Veranstaltung

am 13. März 2018 in den Stuttgarter Messehallen

richtet sich an Marketingverantwortliche

aus jungen und etablierten Industrieunternehmen,

die sich rund um die

Themen Messekommunikation und -marketing,

Standkonzeption und Leadgenerierung

informieren wollen.

Während des Rundgangs besuchen die Teilnehmer

die Stände der langjährigen Logi-

MAT-Aussteller Interroll, SSI Schäfer, Jungheinrich

und Still. Messeexperten aus diesen

Unternehmen berichten ausführlich vor

Ort, wie der jeweilige Messeauftritt vorund

nachbereitet wird.

Beginn des rund zweieinhalbstündigen

Messerundgangs am 13. März ist um

14.30 h. Eine Teilnahme ist nur mit Anmeldung

möglich, die Zahl der Teilnehmer ist

limitiert. Für Mitglieder des bvik ist die Teilnahme

kostenlos, von Nichtmitgliedern

erhebt der bvik einen Kostenbeitrag in

Höhe von 185,- € zzgl. MwSt.

[ Info ]

Nähere Infos unter https://www.bvik.org

Anmeldung unter

geschaeftsstelle@bvik.org

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Wir danken unseren Partnern für 60 Jahre vertrauensvolle Zusammenarbeit.

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BDS

Research

Neueste Zahlen aus dem Bereich Research

Ein gutes Jahr

Das Bruttoinlandsprodukt hat in Deutschland im vergangenen Jahr um 2,2 % zugelegt. Dies ist das

stärkste Wachstum seit sechs Jahren. Hiervon hat auch die Stahldistribution profitiert. Nach einem

mengenmäßig eher durchschnittlichen Start ins vergangene Jahr konnte im März 2017 erstmals ein

ungewöhnlich hoher Lagerabsatz erzielt werden. Auch der vergangene Mai war außerordentlich gut.

Die Sommermonate Juni, Juli und August verliefen ebenfalls sehr passabel, und auch im Herbst gab es

mengenmäßig keinen Grund zur Klage. Der Ende 2016 gestartete Preisaufbau hat sich in den ersten

Monaten des Jahres 2017 fortgesetzt und dann eine Pause eingelegt. Ab dem Sommer zogen die

Preise bei allen Produkten wieder an, besonders stark war dies bei Langprodukten der Fall.

Foto: privat

Jörg Feger, Bereichsleiter

Research im

Bundesverband

Deutscher Stahlhandel

(BDS), berichtet

zusammenfassend

angesichts der ihm

für das vergangene

Jahr vorliegenden

Zahlen. Wie üblich,

hat er seinen monatlichen

und kommentierenden

Bericht

anhand der Kriterien

Lagerabsatz,

-bestand, -reichweite

und -verkaufspreise

gegliedert.

Lagerabsatz

Insgesamt verlief der Lagerabsatz bei Walzstahlfertigerzeugnissen

im Jahr 2017 positiv. In den meisten

Monaten konnte mehr Menge als im jeweiligen Vormonat

abgesetzt werden. Am erfreulichsten gestaltete sich

das Geschäft im März und im Mai. In beiden Monaten

konnte über 1 Mio. t. abgesetzt werden. Auch der November

zeigte sich als sehr starker Monat. Der Dezember

verlief dafür mit einem Absatz von 616.000 t etwas

schwächer. Grund hierfür war jedoch nicht ein Nachlassen

der Nachfrage, sondern vielmehr die vorgezogene

Inventur bei vielen Händlern vor den Weihnachtsfeiertagen.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 11,05 Mio.t

Walzstahlfertigerzeugnisse abgesetzt, so viel wie seit

2012 nicht mehr. Besonders dynamisch verliefen die

Lagerabsätze bei Betonstahl sowie Bandblech und oberflächenveredeltem

Blech. Das Geschäft bei Quartoblech

gestaltete sich hingegen schwächer als in der Vorjahresperiode.

Der Absatz von Trägern und Stabstahl entwickelte

sich ebenfalls leicht rückläufig.

Lagerbestand

Nach dem üblichen Lagerabbau zum Jahresende 2016

legten die Lagerbestände im Januar und bei den meisten

Produkten auch im Februar 2017 spürbar zu. Schon

im März kam es zu einem Lagerabbau, der sich bis in

den Juni hinein fortsetzte. Im Juli wurde ein leichter

Lageraufbau beobachtet. Im August wurden die Läger

dann kräftig und zwischen September und Dezember

moderat zurückgefahren.

Zum 31. Dezember 2017 wurden von der deutschen

Stahldistribution 2,12 Mio. t Walzstahlfertigerzeugnisse

bevorratet. Dies ist der niedrigste Bestand

seit Dezember 2015. Er liegt knapp 5 % unter dem

Wert, der vor zwölf Monaten gemeldet wurde.

Lagerreichweite

Wenige Auslieferungstage im Dezember führen trotz

sehr niedriger Bestände zu einer rechnerisch hohen

Lagerreichweite. Sie lag im Dezember bei 3,4 Monaten

bzw. 102 Tagen.

Aufschlussreicher als diese Stichtagsanalyse ist

jedoch der Blick auf das Gesamtjahr 2017. Hier betrug

die durchschnittliche Lagerreichweite 2,5 Monate. Dies

entspricht 75 Tagen (vgl. Abb. 1).

Lagerverkaufspreise

Den Angaben des BDS-Marktinformationsverfahrens für

durchschnittliche Verkaufspreise im kleinlosigen Bereich

zufolge setzte sich der starke Preisanstieg, der Ende des

Jahres 2016 angefangen hatte, im ersten Quartal 2017 fort.

Dieser fiel bei Flachprodukten sowie Quadrat- und Rechteckrohren

noch deutlich ausgeprägter als bei Langprodukten

aus. Im Laufe des Frühjahrs ebbte dieser Preisauftrieb

von Produkt zu Produkt unterschiedlich ab, und es wurden

auch wieder fallende Preise im Markt festgestellt. Ab

dem Sommer zogen die Werkspreise, teilweise sehr spürbar,

wieder an. Besonders stark war der Preisaufbau diesmal

bei Langprodukten und nahtlosen Rohren.

Auch im Handel konnten spürbare Preissteigerungen verzeichnet

werden. Das Preisniveau lag Ende Dezember 2017

deutlich über dem des Vorjahres (vgl. Abb. 2 und 3). 2

[ Info ]

Fragen zu den genannten statistischen Größen beantwortet im

Bundesverband Deutscher Stahlhandel (BDS) Jörg Feger,

Bereichsleiter Research: Feger-BDS@stahlhandel.com

30 Stahlreport 3|18


Quelle Bild 2 u. 3: BDS Quelle: Statistisches Bundesamt/BDS

lagerAbsatz und Lagerreichweite der Stahldistribution Abb. 1

140

120

100

80

60

40

20

0

Preisentwicklung bei Langprodukten Abb. 2

160

150

140

130

120

110

100

90

Index (Januar 2010 = 100)

Formstahl Breitflanschträger Stabstahl Betonstahl in Stäben Betonstahlmatten

Preisentwicklung bei Flachprodukten und Rohren Abb. 3

Index (Januar 2010 = 100)

150

140

130

120

110

100

90

80

n Absatzindex (2007 = 100)

n Lagerreichweite in Tagen

200

180

106

160

101

91 92

92

140

89 90

92

96

92

98

100

86

94 91 91

120

68

100

80

62

60

81 84 78 78 75 99 78 81 69 84 72 72 75 69 72 72 66 102

40

20

0

Ø

2013

Ø

2014

Ø

2015

Ø

2016

Ø

2017

Dez.

2016

Jan.

2017

Feb.

2017

Mär.

2017

Apr.

2017

Mai

2017

Juni

2017

Juli.

2017

Aug.

2017

Sep.

2017

Okt.

2017

Nov.

2017

Dez.

2017

1. Q. 2010

2. Q. 2010

3. Q. 2010

4. Q. 2010

1. Q. 2011

2. Q. 2011

3. Q. 2011

4. Q. 2011

1. Q. 2012

2. Q. 2012

3. Q. 2012

4. Q. 2012

1. Q. 2013

2. Q. 2013

3. Q. 2013

4. Q. 2013

1. Q. 2014

2. Q. 2014

3. Q. 2014

4. Q. 2014

1. Q. 2015

2. Q. 2015

3. Q. 2015

4. Q. 2015

1. Q. 2016

2. Q. 2016

3. Q. 2016

4. Q. 2016

1. Q. 2017

2. Q. 2017

3. Q. 2017

4. Q. 2017

1. Q. 2010

2. Q. 2010

3. Q. 2010

4. Q. 2010

1. Q. 2011

2. Q. 2011

3. Q. 2011

4. Q. 2011

1. Q. 2012

2. Q. 2012

3. Q. 2012

4. Q. 2012

1. Q. 2013

2. Q. 2013

3. Q. 2013

4. Q. 2013

1. Q. 2014

2. Q. 2014

3. Q. 2014

4. Q. 2014

1. Q. 2015

2. Q. 2015

3. Q. 2015

4. Q. 2015

1. Q. 2016

2. Q. 2016

3. Q. 2016

4. Q. 2016

1. Q. 2017

2. Q. 2017

3. Q. 2017

4. Q. 2017

Quartoblech Bandblech Kaltgewalztes Blech OV Blech Quad. & RE-Rohr Nahtloses Rohr

Absatz und Lagerreichweite

der

Stahldistribution

Preisentwicklung

bei Langprodukten

Preisentwicklung bei

Flachprodukten und

Rohren

Stahlreport 3|18

31


BDS

Berufsbildung

Themenwoche Berufliche Bildung des Bundespräsidenten

Der BDS kann sich mit einer

innovativen Prüfungswerkstatt beteiligen

Der BDS kann sich an der „Themenwoche Berufliche Bildung“ beteiligen, die Bundespräsident Frank-

Walter Steinmeier für die Zeit vom 16.-20.4.18 ausgerufen hat – mit der „Prüfungswerkstatt“ für den

Fernstudienjahrgang 2017 vom 20.-22.4.18 in Rösrath bei Köln. Diese Veranstaltung zur Vorbereitung

auf die über drei Jahre gestreckten Prüfungen des digitalisierten Studienangebots und auch die

Themenwoche finden erstmals statt.

Fotos GENO

Im GENO-Hotel in Rösrath

bei Köln findet die innovative

Prüfungswerkstatt im

Fernstudium statt.

Ziel dieser Initiative des Bundespräsidenten

ist es, den Stellenwert

der beruflichen Bildung öffentlichkeitswirksam

herauszustellen. Deshalb wird

es eine Landkarte von Deutschland

geben, in die dazu passende Aktionen

eingetragen sind. Zudem hat Frank-

Walter Steinmeier angekündigt, in der

angegebenen Woche einige der dort

aufgeführten Projekte zu besuchen.

Dabei dürfte es nicht nur darum

gehen, die berufliche Bildung gegenüber

Schulen und Hochschulen und

deren Angeboten aufzuwerten. Auch

trifft der Bundespräsident auf allseits

vertretene Digitalisierungstendenzen,

die alle Formen von Bildung nachhaltiger

werden lassen – also ökologisch,

ökonomisch und sozial voranbringen

können. Das gilt in besonderer Weise

für Fernstudiengänge.

Dieser Meinung ist nicht nur der

Bundesverband Deutscher Stahlhandel

(BDS), sondern auch der Verband

Deutscher Metallhändler (VDM) und

der Wirtschaftsverband Großhandel

Metallhalbzeug (WGM). Diese drei Verbände

bieten derzeit gemeinsam dreijährig

ein berufsbegleitendes Fernstudium

an, in dessen Rahmen die

innovative Prüfungswerkstatt nun erstmals

durchgeführt wird.

Zur inhaltlichen Begründung

haben die drei verbandlichen Akteure

bei ihrem Antrag über die entsprechenden

Dachverbände darauf verwiesen,

dass die dreitägige Veranstaltung in

Rösrath für die berufliche Bildung

gleich unter mehreren Aspekten relevant

und innovativ ist:

Das angesprochene Fernstudium

ist aus- und weiterbildungsbezogen,

schlägt es doch anhand des Deutschen

Qualifikationsrahmens die Brücke

von einer erfolgreichen Ausbildung

(Zulassungsvoraussetzung) bis

hin zu einem Abschluss als Betriebswirtin/Betriebswirt,

die/der dann

auch über die Ausbildereignung nach

der Ausbilder-Eignungsverordnung

(AEVO) verfügt.

Für diesen Weg vom Auszubildenden

zum Ausbilder übernimmt die Digitalisierung

eine wichtige Funktion: Für

das Fernstudium wird in dem aktuellen

Jahrgang erstmals die elektronische

Bildungsplattform OPAL genutzt.

Entsprechend ist dieses Berufsbildungsangebot

von der Staatlichen Zentralstelle

für Fernunterricht vorläufig zugelassen.

Der dadurch vorgeschriebenen Evaluierung

entspricht der nach DIN EN

ISO 9001:2015 zertifizierte Anbieter

auch durch dieses neue Angebot einer

Prüfungswerkstatt. In ihrem Verlauf

sollen Prüflinge und Prüfer auf der

Basis der bisher gemachten Erfahrungen

des ersten Studienjahres gemeinsam

die bis 2020 anstehenden weiteren

Tests zu den Lern- und Lehrerfolgen

zu optimieren versuchen. 2

Bundesweiter Fernstudientag

Der BDS beteiligt sich mit einem aktuellen Interview

Einmal im Jahr initiiert das Forum DistancE-Learning den Bundesweiten

Fernstudientag, in diesem Jahr am 2. März. Fernunterrichts -

anbieter und Fernhochschulen sind aufgerufen, sich mit eigenen Veranstaltungen

an diesem Aktionsprogramm zu beteiligen. Am Ende

sollen weit mehr als 100 Veranstaltungen in ganz Deutschland Weiterbildungsinteressierte

über alle Fragen im DistancE-Learning informieren.

Der BDS ist an diesem Tag mit einem besonderen Interview vertreten,

das im „Stahlreport“ 4/18 veröffentlicht wird.

Alle, die sich für eine flexible Weiterbildung interessieren, bekommen

am 2. März 2018 deutschlandweit ein vielfältiges Programm

geboten, um sich über die Möglichkeiten eines Fernlehrganges oder

Fernstudiums ganz allgemein zu informieren. Die Zahl der auf

www.fernstudientag.de eingetragenen Veranstaltungen wuchs

zuletzt täglich. Mehr als 80 Aktionen waren es Anfang Februar. Weit

über 100 sollen es am Ende werden, versprechen die Veranstalter

vom Forum DistancE-Learning (FDL), dem auch der Bundesverband

Deutscher Stahlhandel (BDS) angehört. Der BDS bietet seit mehr als

20 Jahren ein branchenbezogenes Fernstudium an – derzeit mit

einem Abschluss als Betriebswirtin/Betriebswirt.

Anbieter von Fernunterricht und Fernstudium, die sich an diesem

einzigartigen Branchen-Aktionstag beteiligen wollen, konnten sich

auf der Fernstudientags-Website registrieren und eigene Veranstaltungen,

Aktionen und Rabattangebote kostenfrei einstellen. Erlaubt

war jede Form von öffentlicher Aktion bzw. Info-Veranstaltung – ob

virtuell oder vor Ort –, die Fernlern-Interessierte erreichen kann und

die über das übliche Beratungsangebot hinausgeht. Dies konnte zum

Beispiel ein „Tag der offenen Tür“ sein, der einen Blick hinter die

Kulissen einer Fernschule erlaubt, oder genauso gut eine in die

Abendstunden hinein verlängerte telefonische Beratungszeit, ein

spezielles Webinar oder auch ein Chat mit Fernstudierenden.

32 Stahlreport 3|18


Neuer Jahrgang im Fernstudium ausgeschrieben

Karriereangebot für künftige

Stahlhandelsbetriebswirte

Wer „Betriebswirt/-in Stahlhandel BDS“ werden will, hat dazu

ab 1.7.18 eine neue Chance. Dann beginnt der Jahrgang 2018

sein dreijähriges berufsbegleitendes und seit 2017 digitalisiertes

Fernstudium. Es umfasst fünf Präsenzseminare, rund 60 Selbstlernmodule

und vier Prüfungseinheiten, denen kontinuierliche Tests

vorgeschaltet sind.

Personeller Wechsel

Arbeitskreise des

Stahlhandels im Norden

Die Arbeitskreise der Jungkaufleute des

Stahlhandels in Hamburg, Schleswig-Holstein

und Mecklenburg-Vorpommern stehen vor einem

personellen Wechsel: Im Leitungsteam wird

Michael Vorwerk Helmer Blikslager ab 1.4.18

ersetzen. Das geht aus der Tagesordnung hervor,

mit der zum diesjährigen Ausbildungsleitertreffen

für den 27.2.18 nach Hamburg eingeladen

worden ist.

Studienfächer sind die Technik

(mit Werkstoff- und Produktkunde

nebst Anarbeitung), die Wirtschaft

(mit Themen der kaufmännischen

Kompetenz und der

Führungskompetenz) sowie die

Methoden, mit deren Hilfe die Absolventen

das neue Wissen erfolgreich

umzusetzen lernen.

Zulassungsvoraussetzungen

sind eine abgeschlossene Ausbildung

sowie – zum Zeitpunkt der

Abschlussprüfung im Juni 2021 –

eine mindestens fünfjährige Tätigkeit

im Stahlhandel, davon während

des Fernstudiums drei Jahre berufsbegleitend.

Über Ausnahmen entscheidet

der Prüfungsausschuss.

Das Fernstudium des Bundesverbands

Deutscher Stahlhandel

(BDS) ist von der Staatlichen Zentralstelle

für Fernunterricht (ZFU)

vorläufig zugelassen, markenrechtlich

geschützt und orientiert sich –

nach Selbsteinschätzung anhand der

Kriterien von Forum DistancE-Learning

– an der siebten Stufe des Deutschen

Qualifikationsrahmen (DQR).

Der fasst in acht Stufen alle schulischen,

hochschulischen und beruflichen

Bildungsabschlüsse zusammen,

macht sie vergleichbar und

führt auf der akademischen Ebene

auf Stufe sieben den Masterabschluss

auf.

Die Präsenzseminare und -prüfungen,

die im Studienablauf festgelegt

sind und in der Regel etwa ein

Jahr vorher konkret terminiert werden,

sind Pflichtveranstaltungen –

ebenso die virtuellen Klassenzimmer,

die zu jedem Modul angeboten

und – zur späteren Nutzung – aufgezeichnet

werden. Das erste Präsenzseminar

ist die Einführungsveran-

Sie bringen Motivation mit?

Wir liefern das Know-how!

Machen Sie berufliche Karriere

durch ein berufsbegleitendes Fernstudium

fern-studium

Betriebswirt Stahlhandel (BDS)

Betriebswirt Metallhandel (WGM)

Betriebswirt Metallhandel (VDM)

Mit diesem Flyer haben BDS, VDM

und WGM zuletzt für das Fernstudium

geworben.

staltung vom 1.-5.7.18 in Soltau. Ein

zweites Mal kommen die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer dann zur Prüfungswerkstatt

zusammen – im II.

Quartal 2019.

Der BDS hat die aktuellen Fassungen

der Studien- und der Prüfungsordnung

veröffentlicht

(www.stahlhandel.com) und sendet

diese Unterlagen Interessenten

zusammen mit weiterem Informationsmaterial

auch gerne per Post zu:

Wynands-BDS@stahlhandel.com.

Anmeldeschluss für den neuen Jahrgang

ist der 31.5.18, die Mindestteilnehmerzahl

beträgt 15 Personen.

Sein Fernstudium bietet der BDS

seit über 20 Jahren an, zuletzt auch

– für den Bereich der NE-Metalle

sowie des Schrotts – gemeinsam mit

dem Verband Deutscher Metallhändler

bzw. dem Wirtschaftsverband

Großhandel Metallhalbzeug, und kann

deshalb auf inzwischen rund 500

erfolgreiche Absolventen blicken. 2

Arbeitskreise des Stahlhandels sind in dieser

Branche seit vielen Jahrzehnten bewährte Einrichtungen

der überbetrieblichen Ausbildungsbegleitung,

die von Unternehmen vor Ort

getragen und vom Bundesverband Deutscher

Stahlhandel (BDS) unterstützt werden. Vor

diesem Hintergrund werden beispielweise in

Hamburg und Schleswig-Holstein regelmäßig

im zweiten Halbjahr Programme mit branchenrelevanten

Vorträgen und Betriebsbesichtigungen

angeboten.

Diese Programme werden bei den jährlichen

Treffen der Ausbildungsleiter vorgeschlagen

und besprochen. Der diesjährige Termin dafür

ist der 27.2.; eingeladen ist in die Berufliche

Schule Stahl- und Maschinenbau. Dort wird

die Arbeitskreisleitung aus Helmer Blikslager

und Stefan Jungblut über den vergangenen

Kursjahrgang berichten und anschließend

über die Planungen für das zweite Halbjahr

2018 informieren. Das neue Programm werden

Stefan Jungblut und Michael Vorwerk

gestalten, da Helmer Blikslager sein Amt in

den Arbeitskreisen aus Altersgründen aufgibt.

Das Treffen der Ausbildungsleiter gibt immer

auch Gelegenheit, die Zahl der neuen Ausbildungsverhältnisse

zu prognostizieren und

damit das Interesse an den kostenpflichtigen

Arbeitskreisangeboten. Bisher ging es in der

Ausbildung des Stahlhandels dabei vorwiegend

um angehende Kaufleute im Groß- und

Außenhandel, jetzt ist mit den Kaufleuten zum

E-Commerce eine neue Ausbildungsvariante

dazugekommen. Auf der anderen Seite intensivieren

konkurrierende Branchen wie das

Handwerk ihre Werbung und versuchen, im

Kampf um die Köpfe junge Menschen mit

kompletten Karriereplänen zu punkten.

[ info ]

Weitere Auskünfte zu den Arbeitskreisangeboten

im Norden und zum Treffen der Ausbildungsleiter

gibt es per E-Mail: st.jungblut@gmx.de.

Stahlreport 3|18

33


BDS

Recht

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung in Unternehmen

Die Rechte Ihrer Mitarbeiter und Kunden

Neben den im vergangenen Stahlreport (Ausgabe 01/02.2018) dargestellten erweiterten Pflichten

der Unternehmen ordnet die Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) auch umfangreiche Rechte

für die betroffenen Personen ein. Die Verordnung zielt mit diesen Vorschriften auf die Stärkung der

Betroffenenrechte ab – insbesondere auf den Schutz der personenbezogenen Daten von Kunden

und Mitarbeitern.

Nach der Begriffsbestimmung

der DS-GVO sind personenbezogene

Daten alle Informationen,

die sich auf eine identifizierte oder

identifizierbare natürliche Person

– genannt „betroffene Person“ –

beziehen. „Als identifizierbar wird

eine natürliche Person angesehen,

die direkt oder indirekt, insbesondere

mittels Zuordnung zu einer

Kennung wie einem Namen, zu

einer Kennnummer, zu Standortdaten,

zu einer Online-Kennung

oder zu einem oder mehreren besonderen

Merkmalen, die Ausdruck

der physischen, physiologischen,

genetischen, psychischen, wirtschaftlichen,

kulturellen oder sozialen

Identität dieser natürlichen Person

sind, identifiziert werden kann“.

Betroffene Personen sind damit

in erster Linie Kunden und Mitarbeiter

der Unternehmen. Im B2B-

Geschäft können Kunden, beispielsweise

eine GmbH, als juristische

Personen keine personenbezogenen

Daten innehaben. In diesem

Fall sind jedoch betroffene Personen

regelmäßig die jeweiligen Ansprechpartner,

personenbezogene Daten

also deren individuelle Informationen

wie E-Mailadresse, persönliche

Durchwahl etc.

Recht auf Auskunft

Ein Recht auf Auskunft sah das

bisherige Datenschutzrecht für

Betroffene zwar vor. Art. 15 DS-

GVO verlangt jedoch künftig von

Unternehmen das Zur-Verfügung-

Stellen von weitergehenden und

umfassenderen Informationen. Um

die von der DS-GVO geforderte

Transparenz und den höchstmöglichen

Schutz personenbezogener

Daten gewährleisten zu können,

sollen Betroffene ihr Auskunftsrecht

ungehindert und in angemessenen

Abständen wahrnehmen können.

Als betroffene Person haben

sie haben das Recht, eine Bestätigung

darüber zu verlangen, ob

Daten über sie verarbeitet werden.

Ist dies der Fall, so haben sie ein

Recht auf Auskunft über die personenbezogenen

Daten und auf folgende

Informationen:

z die Verarbeitungszwecke

z die verarbeiteten Daten in Form

von Kategorien personenbezogener

Daten, die verarbeitet werden

z Empfänger oder Kategorien von

Empfängern, gegenüber denen die

personenbezogenen Daten offengelegt

worden sind oder noch

offengelegt werden, insbesondere

bei Empfängern in Drittländern

oder bei internationalen Organisationen

z die geplante Speicherdauer oder,

falls dies nicht möglich ist, die

Kriterien für die Festlegung dieser

Dauer

z Betroffenenrechte, insbesondere

das Bestehen eines Rechts auf

Berichtigung, Löschung, auf Einschränkung

der Verarbeitung

durch den Verantwortlichen, den

Widerspruch sowie das Recht auf

Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde

z Herkunft der Daten; sofern personenbezogene

Daten nicht bei

der betroffenen Person erhoben

werden, müssen diesen alle verfügbaren

Informationen über die

Herkunft dieser Daten zur Verfügung

gestellt werden

z das Bestehen automatisierter

Entscheidungsfindung nebst

Informationen über die Logik,

Tragweite und Auswirkungen dieser

Verarbeitung

z bei der Übermittlung personenbezogener

Daten in Drittländer,

d.h. in Länder außerhalb der Europäischen

Union, sind die geeigneten

Garantien zum Schutze dieser

Daten mitzuteilen

34 Stahlreport 3|18


Recht auf Kopie der

verarbeiteten Daten

Außerdem müssen Unternehmen auf

Verlangen der betroffenen Personen

eine Kopie personenbezogener Daten

zur Verfügung stellen. Dieses Recht

darf hingegen nicht die Rechte und

Freiheiten anderer Personen beeinträchtigen.

Sofern die Anfrage auf

elektronischem Wege erfolgt und der

Betroffene nicht ausdrücklich auf das

Format „Kopie“ besteht, ist auch das

Zur-Verfügung-Stellen in einem gängigen

elektronischen Format möglich.

Vor diesem Hintergrund sollten

Unternehmen stets darauf vorbereitet

sein, solche Dokumentationen vornehmen

zu können.

Recht auf Berichtigung

Bei dem Recht der Betroffenen auf

Berichtigung gilt nach wie vor, dass

bei einer unrichtigen Verarbeitung

personenbezogener Daten die betroffene

Person unverzüglich deren

Berichtigung verlangen kann. Darüber

hinaus kann die betroffene

Person auch bei unvollständigen personenbezogener

Daten die Vervollständigung

verlangen.

Recht auf Vergessenwerden

Das Recht auf Vergessenwerden der

Betroffenen basiert auf der Pflicht

für Unternehmen, personenbezogene

Daten bei Vorliegen von Löschgründen

nach Art. 17 Abs. 1 DS-GVO

– die nunmehr umfassender sind –

zu löschen. Sofern eine solche Löschpflicht

besteht, haben Unternehmen

zusätzliche Schritte vorzunehmen.

Vor allem aber sind die verfügbaren

technischen Maßnahmen zu ergreifen,

um das Recht der betroffenen

Person auf Vergessenwerden umzusetzen.

Recht auf Einschränkung der

Verarbeitung, Art. 18 DS-GVO

Betroffene Personen können von

Unternehmen die Einschränkung

ihrer personenbezogenen Daten verlangen.

Dies ist möglich, sofern die

Richtigkeit der Daten durch die betroffene

Person selbst bestritten wird,

ein Widerspruch gegen die Verarbeitung

eingelegt wurde oder die Verarbeitung

unrechtmäßig erfolgt ist. Ferner

kann die Verarbeitung auch

eingeschränkt werden, wenn der Verantwortliche

die personenbezogenen

Daten für die ursprünglich mit der

Verarbeitung verfolgten Zwecke nicht

mehr benötigt, die betroffenen Personen

jedoch zur Geltendmachung,

Ausübung oder Verteidigung von

Rechtsansprüchen benötigt.

Recht auf Datenübertragbarkeit

Vollständig neu im Zuge der Datenschutzrechtsreform

ist das Recht auf

die Datenübertragbarkeit. Hierbei

haben betroffene Personen das

Recht, die sie betreffenden personenbezogenen

Daten, die sie einem

Verantwortlichen zur Verfügung

gestellt haben, in einem strukturierten,

gängigen und maschinenlesbaren

Format zu erhalten. Soweit es

technisch möglich ist, können Betroffene

auch verlangen, dass ihre Daten

unmittelbar an einen anderen Verantwortlichen

übermittelt werden.

Zu beachten ist in diesem Zusammenhang,

dass dieses Recht sich nur

auf solche Daten bezieht, welche die

betroffene Person einem Verantwortlichen

bereitgestellt hat. Das Recht

gilt damit nicht, wenn die Verarbeitung

auf einer anderen Rechtsgrundlage

als einer Einwilligung oder eines

Vertrages erfolgt.

Widerspruchsrecht

Betroffene haben ferner das Recht,

jederzeit der die Verarbeitung der

sie betreffenden personenbezogenen

Daten zu widersprechen. Nach

der Einlegung eines solchen Widerspruchs

dürfen Unternehmen diese

Daten nicht mehr verarbeiten. Dieses

Verarbeitungsverbot gilt jedoch

dann nicht, wenn zwingende schutzwürdige

Gründe für die Verarbeitung

vorliegen. Die Beweislast für

das Vorliegen solcher Gründe liegt

bei dem Unternehmen. Eine weitere

Ausnahme von einem solchen Verarbeitungsverbot

nach einem Widerspruch

liegt vor, wenn eine Verarbeitung

der Geltendmachung,

Ausübung oder Verteidigung von

Rechtsansprüchen dient.

Fazit

Unternehmen müssen entsprechend

ihrer Informationspflichten nach Art.

13 und 14 DS-GVO Betroffene auf

das Bestehen der oben genannten

Rechte hinweisen. Sofern Betroffene

ein solches Recht geltend machen,

müssen Unternehmen spätestens

nach einem Monat auf deren Anfragen

reagieren. Diese Monatsfrist ist

nur in Ausnahmefällen auf drei

Monate verlängerbar.

Obwohl keine Formvorschriften

für die Geltendmachung der Ansprüche

für Betroffene vorgeschrieben

sind, ist es zur Erleichterung der

Betroffenen ratsam, elektronische

Dokumente zur Durchführung solcher

Anträge zur Verfügung zu stellen.

Auch für Unternehmen bestehen

keine Formvorschriften hinsichtlich

der Erfüllung der Ansprüche. Zur

besseren Beweisbarkeit ist jedoch

eine schriftliche/elektronische Dokumentation

ratsam.

Unternehmen sollten stets

darauf bedacht sein, dass sie vor

allem nach außen hin – im Hinblick

auf Wettbewerber und die Aufsichtsbehörden

– die Einhaltung der Vorgaben

der DS-GVO sichtbar darstellen.

Eine Datenschutzerklärung ist

hierbei unumgänglich und dringend

zu empfehlen. Vor allem aber die

Bußgelder bei Verstößen gegen die

Rechte der Betroffenen in Höhe von

bis zu 20 Mio. € oder von bis zu 4 %

des weltweit erzielten Jahresumsatzes

gilt es zu vermeiden. 2

Info

Ab dem 25.05.2018 gilt in der Europäischen Union

die Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) und

enthält strengere Bestimmungen und Vorgaben für den

Umgang der Unternehmen mit personenbezogenen

Daten ihrer Mitarbeiter und Kunden. Im Zuge der

Reform wird auch das noch geltende Bundesdatenschutzgesetz

(BDSG) durch das neue Bundesdatenschutzgesetz

(BDSG-neu) ersetzt, welches die genannte

Verordnung ergänzt. Die E-Privacy-Verordnung,

ebenfalls ab dem 25.05.2018 geltend, soll an die

DS-GVO anknüpfen und deren Regelungsbereich

spezifisch für die Nutzung elektronischer Kommunikationsdienste

und -vorgänge komplettieren.

Anlässlich der Reform des Datenschutzrechtes ab

Mai 2018 sollen die wichtigsten Änderungen und damit

einhergehenden praktischen Anforderungen in Unternehmen

in der monatlich veröffentlichten Reihe „Die

EU-Datenschutz-Grundverordnung in Unternehmen“

von Rechtsanwalt Dr. Thorsten Hauröder und Rechtsanwältin

Bahar Beyaz von Henseler & Partner Rechtsanwälte

mbB dargestellt werden.

Stahlreport 3|18

35


BDS

Recht/Kommunikation

Oberflächenveredelte Stähle aus China betroffen

Endgültiger EU-Antidumpingzoll

auf Flacherzeugnisse eingeführt

Nach der Einführung eines vorläufigen Antidumpingzolls im vergangenen Jahr (11.8.2017)

hat die EU-Kommission nun seit dem 9.2.2018 einen endgültigen Antidumpingzoll auf die

Einfuhren bestimmter korrosionsbeständiger Stähle realisiert.

Betroffen davon sind flachgewalzte

Erzeugnisse aus Eisen oder

nicht legiertem Stahl, aluminiumberuhigte,

mit Zink und/oder Aluminium

– jedoch nicht mit anderen

Metallen – schmelztauchbeschichtete,

Erzeugnisse, chemisch passivierte

sowie solche mit einem Kohlenstoffgehalt

von 0,015 bis 0,170

Gewichtshundertteile (GHT), einem

Aluminiumgehalt von 0,015 bis

0,100 GHT, einem Niobgehalt von

0,045 GHT oder weniger, einem

Titangehalt von 0,010 GHT oder

weniger sowie einem Vanadiumgehalt

von 0,010 GHT oder weniger.

Auch Bleche, die sowohl aufgerollt,

als auch auf Länge zugeschnitten

und als Schmalband („narrow strip“)

angeboten werden, sind betroffen.

Nicht betroffen sind Erzeugnisse

aus nicht-rostendem Stahl, aus Silicium-Elektrostahl

und aus Schnellarbeitsstahl

sowie nur warm- oder

nur kaltgewalzte Erzeugnisse.

Die betroffene Ware hat ihren

Ursprung in der Volksrepublik China

und wird derzeit unter folgenden

KN-Codes eingereiht:

ex 7210 41 00, ex 7210 49 00,

ex 7210 61 00, ex 7210 69 00,

ex 7212 30 00, ex 7212 50 61,

ex 7212 50 69, ex 7225 92 00,

ex 7225 99 00, ex 7226 99 30 und

ex 7226 99 70 (TARIC-Codes:

7210410020, 7210490020,

7210610020, 7210690020,

7212300020, 7212506120,

Kreislaufsysteme und Recyclingtypen

Unternehmen

Hesteel Co., Ltd Handan Branch

Handan Iron & Steel Group Han-Bao Co., Ltd

Hesteel Co., Ltd Tangshan Branch

Tangshan Iron & Steel Group High Strength

Automotive Strip Co., Ltd

Beijing Shougang Cold Rolling Co., Ltd

Shougang Jingtang United Iron and Steel Co., Ltd

Zhangjiagang Shagang Dongshin Galvanized Steel

Sheet Co., Ltd

Zhangjiagang Yangtze River Cold Rolled Sheet Co., Ltd

Andere, im Anhang der Verordnung aufgeführte

mitarbeitende Unternehmen

Alle übrigen Unternehmen

7212506920, 7225920020,

7225990022, 7225990035,

7225990092, 7226993010,

7226997094).

Folgende Zollsätze auf den Nettopreis

frei Grenze der Europäsichen Union

gelten für die von den aufgeführten

Unternehmen hergestellten betroffenen

Produkte (siehe Tabelle). 2

Vorläufiger

Zollsatz (in %)

27,8

27,8

23,5

27,8

17,2

17,2

27,9

27,9

26,1

27,9

TARIC-

Zusatzcode

C227

C158

C159

C228

C229

C164

C230

C112

C231

C999

GTAI und Durchführungsverordnung (EU) 2018/186 der Kommission vom 7.2.2018 zur Einführung

eines endgültigen Antidumpingzolls auf die Einfuhren bestimmter korrosionsbeständiger Stähle

mit Ursprung in der Volksrepublik China; Amtsblatt L 34 vom 8.2.2017, S. 16.

Info

Für die Anwendung der unternehmensspezifischen

Zollsätze muss den Zollbehörden

eine gültige Handelsrechnung vorgelegt werden.

Diese wiederum muss eine Erklärung

enthalten, die von einer dafür zuständigen,

mit Name und Funktion ausgewiesenen Person

des rechnungsstellenden Unternehmens

datiert und unterzeichnet wurde und

deren Wortlaut wie folgt lautet:

„Der/Die Unterzeichnete versichert, dass

die auf dieser Rechnung aufgeführten und

zur Ausfuhr in die Europäische Union verkauften

[Mengenangabe] [betroffene Ware]

von [Name und Anschrift des Unternehmens]

([TARIC-Zusatzcode]) in [betroffenes

Land] hergestellt wurden und dass die Angaben

auf dieser Rechnung vollständig und

richtig sind.“

Wenn eine solche Handelsrechnung nicht

vorgelegt werden kann, findet der für alle

übrigen Unternehmen geltende Zollsatz

Anwendung. Die Überführung der betroffenen

Ware in den zollrechtlich freien Verkehr

in der Union ist von der Leistung einer

Sicherheit in Höhe des vorläufigen Zolls

abhängig.

36 Stahlreport 3|18


BDS-Gebietsversammlungen 2018

Märkte –

Unternehmen –

Verband

In der zweiten Septemberwoche finden turnusgemäß

wieder die BDS-Gebietsversammlungen statt.

Hierzu lädt der Bundesverband Deutscher Stahlhandel

seine Mitgliedsunternehmen für den

10. September nach Soltau,

11. September nach Brehna,

12. September nach Merklingen,

13. September nach Groß-Gerau und

14. September nach Duisburg ein.

Starten werden die alle zwei Jahre stattfindenden Versammlungen

jeweils um 10 Uhr, das Ende ist für ca.

13 Uhr geplant. Neben aktuellen marktrelevanten Themen

und juristischen Fragen werden auch betriebliche

Optimierungsmöglichkeiten erörtert. Außerdem finden

Wahlen zu den Gebietsvorständen statt. Die Teilnahme

ist kostenlos und BDS-Mitgliedsunternehmen vorbehalten.

Bitte notieren Sie sich schon einmal den für Ihre

Region relevanten Termin. Der BDS würde sich freuen,

möglichst viele Vertreter seiner Mitgliedsunternehmen

begrüßen zu können. 2

BDS-Rohrtag 2018, 1. März 2018

Fachtagung mit Ausstellung in Düsseldorf

Am 1. März 2018 findet der BDS-Rohrtag im

Van der Valk Airporthotel in Düsseldorf statt. Diese

Veranstaltung richtet sich an Mitglieder und Nicht-

Mitglieder. Der BDS erwartet rund 120 Teilnehmerinnen

und Teilnehmer aus Industrie, Handel und Verarbeitung.

Folgende Unternehmen präsentieren sich begleitend

zur Tagung in einer Ausstellung:

z Behringer GmbH, Kirchardt

z Fehr Lagerlogistik AG, CH-Winterthur

z KASTO Maschinenbau GmbH & Co., Achern

z Messe Düsseldorf GmbH / Tube, Düsseldorf

z MEBA Metall-Bandsägemaschinen GmbH, Westerheim

z Montanstahl GmbH, Oelde

z OttComputer GmbH, Langenfeld

z PFEIFER Seil- und Hebetechnik GmbH, Memmingen

z Scheffer Krantechnik GmbH, Sassenberg

z verticalgalva Voigt & Müller, Kissing

z WESPA Metallsägenfabrik Simonds Industries

GmbH, Düsseldorf 2

[ Info ]

Weitere Informationen und das detaillierte

Veranstaltungsprogramm finden Sie unter:

www.stahlhandel.com/rohrtag2018

Stahlreport 3|18

37


Verbände

und Politik

Berichte/Nachricht

Ladungsdiebstähle im Fokus

Erheblicher Schaden

Das Ausmaß von Ladungsdiebstählen war in Deutschland bisher kaum

zu beziffern: Die Polizei führt keine Statistik, zudem sind viele der hier

ausgeraubten Lkw im europäischen Ausland registriert und dort

versichert. Wie groß das Problem tatsächlich ist, zeigen jetzt erstmals

erstellte gemeinsame Berechnungen mehrerer Wirtschaftsverbände

unter Beteiligung des BGA: jährlich 2,2 Mrd. €. Entsprechend hoch

fallen die Forderungen an Politik und Behörden aus.

Nach diesen Quellen werden

hierzulande jährlich Ladungen von

nahezu 26.000 Lkw gestohlen; statistisch

schlagen Kriminelle in Deutschland

also alle 20 Minuten zu. Allein

die gestohlenen Güter haben einen

Wert von 1,3 Mrd. €, weitere Schäden

von 900 Mio. € entstehen durch Konventionalstrafen

für Lieferverzögerungen,

Reparaturkosten sowie Umsatzeinbußen

und Produktionsausfälle bei

den eigentlichen Abnehmern.

Angesichts dieser Zahlen haben

einige Wirtschaftsverbände eine

gemeinsame Initiative gestartet. Diese

„Arbeitsgemeinschaft Diebstahlprävention

in Güterverkehr und Logistik“

will die Sicherheit der Transportlogistik

insbesondere durch höhere Sicherheitsstandards

und Investitionen in

Ortungstechnik, Diebstahlwarnanlagen,

Wegfahrsperren und gesicherte

Parkplätze erhöhen.

Von den Behörden fordern die Verbände

dringend mehr Unterstützung

durch einen höheren Fahndungsdruck

auf die international und professionell

agierenden kriminellen Organisationen.

Die Polizei müsse zudem auf

Autobahn-Rastplätzen häufiger präsent

sein, spezialisierte Polizeieinheiten

und Schwerpunktstaatsanwaltschaften

sollten zur Optimierung der

länderübergreifenden Strafverfolgung

beitragen. Um gezielte präventive und

repressive Maßnahmen ergreifen zu

können, müssten die Ermittlungsbehörden

das Delikt „Ladungsdiebstahl“

besser statistisch erfassen und die

Voraussetzungen für eine bundesweit

einheitliche Anzeigenaufnahme

schaffen. Personalmangel, schlechte

Vernetzung und geringe Spezialisierung

würden die Ermittlungen verzögern,

bemängelt die Arbeitsgemeinschaft.

Zu ihr gehören neben dem Bundesverband

Großhandel, Außenhandel,

Dienstleistungen (BGA) die Verbände:

ASW Bundesverband – Allianz

für Sicherheit in der Wirtschaft, Allianz

für Sicherheit in der Wirtschaft

Norddeutschland (ASWN), BDSW

BUNDESVERBAND DER SICHER-

HEITSWIRTSCHAFT, BDGW Bundesvereinigung

Deutscher Geld- und

Wertdienste, Bundesverband Güterkraftverkehr

Logistik und Entsorgung

(BGL), Bundesverband Paket und

Expresslogistik (BIEK), Bundesverband

Wirtschaft, Verkehr und Logistik

(BWVL). Deutscher Speditionsund

Logistikverband (DSLV), Gesamtverband

der Deutschen Versicherungswirtschaft

(GDV), Transported

Asset Protection Association (TAPA),

Verband Chemiehandel (VCH), Verband

der Chemischen Industrie (VCI)

sowie der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen

(VDV). 2

Neues Wegekostengutachten erst

nach Regierungsbildung

Keine Änderung

der Mautsätze

Das Bundesverkehrsministerium

klargestellt, dass es bis auf weiteres zu

keiner Änderung der Mautsätze kommen

wird. Dies bedeutet, dass ab

1. Juli 2018 die bisherigen Mautsätze

auch auf die dann zusätzlich mautpflichtig

werdenden 40.000 km Bundesstraßen

angewandt werden. Damit

reagierte das Ministerium auf eine

Initiative hat auf die Initiative der

Verbände bvse, BDSV und VDM.

Hintergrund ist, dass Deutschland

gemäß der einschlägigen EU-Richtlinie

bei der Festlegung der Mauthöhe nicht

autonom ist. Die Maut muss sich auf

die Kosten beziehen, die ein Lkw verursacht,

wenn er öffentliche Straßen

nutzt. Dies wird durch ein wissenschaftliches

Wegekostengutachten

festgestellt. Das bisher zugrundeliegende

Wegekostengutachten betrachtete

den Zeitraum 2013 bis 2017. Eine

Neubewertung wäre also nun eigentlich

fällig. Von dieser Aufgabe hat das

Bundesverkehrsministerium aber nun

offensichtlich Abstand genommen.

Das Bundesverkehrsministerium verweist

hierzu auf die noch ausstehende

Regierungsneubildung. Aufgrund des

Zeitbedarfs für ein Gesetzgebungsverfahren

könne bis zum 1. Juli 2018 kein

Änderungsgesetz zum Bundesfernstraßenmautgesetz

mehr erlassen werden.

Im Klartext: Mit einer Mautänderung

ist zu rechnen – aber mit dem Gesetzgebungsverfahren

wird erst begonnen,

wenn eine neue Regierung handlungsfähig

ist.

38 Stahlreport 3|18


Reaktionen auf BDI-Studie

Klimapfade der

Industrie

Der Bundesverband der Deutschen Industrie hat im

Januar in Berlin die Ergebnisse seiner Studie

„Klimapfade der Industrie“ vorgestellt, in der

mögliche Wege zur Erfüllung einer langfristigen

Treibhausgasminderung volkswirtschaftlich

untersucht werden. Kurz darauf haben sich die

Wirtschaftsvereinigung Stahl sowie die

Energieintensiven Industrien in Deutschland (EID)

zu dem Thema zu Wort gemeldet.

„Das Gutachten bestätigt, dass die Umsetzung der

langfristigen Klimaziele die Stahlindustrie vor massive

technische und wirtschaftliche Herausforderungen stellt und

erhebliche Risiken mit sich trägt“, erklärte Hans Jürgen

Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl. „Weitreichende

Vorkehrungen zum Erhalt der internationalen

Wettbewerbsfähigkeit, wie etwa eine ausreichende kostenfreie

Zuteilung von Emissionszertifikaten und Belastungsbegrenzungen

bei den Strom- und Energiekosten, sind unerlässliche

Voraussetzungen, um drastische Verluste der

industriellen Wettbewerbsfähigkeit und Produktionsverlagerungen

zu vermeiden.“

Dies sei auch elementarer Bestandteil der Studie. Nur

unter diesen Annahmen und Voraussetzungen komme

sie zu dem Ergebnis, dass in Deutschland ein Klimaziel

von 80 % erreicht werden könne, stellte Kerkhoff klar.

„Für den Klimaschutz wäre nichts gewonnen, wenn der

Stahl stattdessen in anderen Ländern mit höheren Emissionen

produziert würde.“

Die langfristigen Klimaziele stellten außer Stahl auch

die Branchen mit energieintensivem Energieeinsatz,

Baustoffe, Chemie, Glas, Nichteisenmetalle und Papier

vor besondere Herausforderungen, da diese durch ihre

Vorleistungen für die gesamte industrielle Wertschöpfungskette

einen Großteil des nötigen Energieeinsatzes

und der Treibhausgasemissionen schultern. Sie seien

bereits heute durch den Emissionshandel und zusätzliche

Kosten für die nationale Energiewende stark belastet,

stellte Utz Tillmann, Sprecher der Energieintensiven

Industrien in Deutschland (EID) fest.

Die Energieintensiven Industrien in Deutschland

beschäftigen nach EID-Angaben rund 830.000 Mitarbeiter

– oder 14 % der Beschäftigten des Verarbeitenden

Gewerbes. Jeder Arbeitsplatz in der energieintensiven

Grundstoffproduktion sichert etwa zwei Arbeitsplätze in

anderen Industriezweigen und im Dienstleistungssektor.

2

Die Klöckner & Co Deutschland GmbH fertigt für

anspruchsvolle Kunden aus Industrie und Handwerk

Vorprodukte und Baugruppen aus Stahl und Metall. Das

flächendeckende Standortnetz, das lückenlose Sortiment,

der schnelle Lieferservice und die maßgeschneiderten

Mehrwert-Dienstleistungen machen die Gesellschaft

außerdem zu einem der führenden Werkstoffhändler

des Landes. Durch die Zugehörigkeit zur Klöckner & Co SE

profitiert das Unternehmen von der produzentenunabhängigen,

weltweiten Beschaffung und der wirtschaftlichen

Stabilität dieses global tätigen Konzerns.

Mit rund 1.100 Mitarbeitern in Deutschland erfüllt

Klöckner Tag für Tag das Leistungsversprechen:

„Wir machen den Mehrwert.“

Zur Verstärkung unserer Teams in den

Niederlassungen Hagen, Mannheim und

Regensburg haben wir zum nächstmöglichen

Zeitpunkt jeweils folgende Stelle zu besetzen:

Digitalisierungsbeauftragter (m/w)

Ihre Aufgaben:

• Unterstützung des Shop Managements für

den eigenen Online-Shop

• Unterstützung bei der Betreuung und

Umsetzung von Marketing-Strategien

• Aufbau und Pflege von Kundenbeziehungen

• Überwachung und Kommunikation der

digitalen Umsätze

• Entwicklung und Steuerung der Maßnahmen

zum Onboarding von Zielkunden

• Wettbewerbs- und Branchenanalysen

Ihr Profil:

• Erfolgreich abgeschlossenes Studium oder

vergleichbare Ausbildung im Bereich digitale

Medien, Marketing oder digitale Kommunikation

• Berufserfahrung im Bereich E-Commerce;

idealerweise in der Stahlbranche

• Vertriebserfahrung

• Erste Erfahrung im Bereich Online-Vertrieb

und in Web-Shop-Management-Systemen

• Gute SAP- und Microsoft-Office-Kenntnisse

• Ausgeprägte Affinität zu digitalen Vertriebswegen

• Kreativität und Durchhaltevermögen

• Kundenorientiertes Denken und Handeln

• Gespür für neue (digitale) Trends

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• Eine spannende, herausfordernde Aufgabe in

einem netten Team

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wir uns auf Ihre Online-Bewerbung über unser

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Stahlreport 3|18

39


Verbände

und Politik

Berichte/Nachrichten

Verband mit neuem Geschäftsführer

Mit Fernunterricht voran

Mit der Anstellung eines Geschäftsführers hat der Fachverband Forum DistancE-Learning, dem

auch der BDS angehört, auf die gestiegenen Herausforderungen an die Branche reagiert. Michael

Lammersdorf hat seit Anfang des Jahres diese Position besetzt und will den Verband gemeinsam

mit Mitgliedern und Vorstand in eine sichere Zukunft führen – und von Hamburg nach Berlin.

Foto: FDL

Neuer FDL-

Geschäfts führer:

Michael Lammersdorf

Bereits im November 2017

hatte die Mitgliederversammlung

des Forum DistancE-Learning (FDL)

die Weichen gestellt, um erstmals

in der fast 50-jährigen Geschichte

des Verbandes einen Geschäftsführer

zu berufen und somit die Verbandsführung

weiter zu professionalisieren.

„Wir freuen uns, mit

Michael Lammersdorf einen erfahrenen

Branchenkenner für diese

Position gefunden zu haben“, so Verbandspräsident

Mirco Fretter.

Der 64-jährige Lammersdorf war

langjähriger Geschäftsführer der

Fernschulen und Fernhochschulen

der Bildungskonzerne Klett und Cornelsen

und ist mit der Fernunterrichtsbranche

bestens vertraut. Auch

Verbandsarbeit ist kein Neuland für

ihn. So blickt er beispielsweise auf

eine mehrjährige Tätigkeit als Vizepräsident

der European Association

for Distance Learning (EADL) zurück

und engagierte sich als ehrenamtliches

Vorstandsmitglied des Deutschen

Fernschulverbands, aus dem

2003 das Forum DistancE-Learning

hervorging. Später übernahm er dort

die Leitung der Fachgruppe Hochschulen.

In den letzten drei Jahren

war er als selbstständiger Unterneh-

mensberater und Interimsmanager

tätig.

Michael Lammersdorf wird den

Verband in politischen und wirtschaftlichen

Belangen vertreten und

die Leitung der Geschäftsstelle übernehmen.

Um die Nähe zum politischen

Geschehen auch in der Öffentlichkeit

deutlich zu signalisieren,

soll er zudem die Verlegung der

Geschäftsstelle von Hamburg nach

Berlin koordinieren und begleiten.

Mehr Zusammenarbeit

Der ehrenamtlich tätige Vorstand

des Forum DistancE-Learning hat

die Entscheidung für die neue Struktur

des Verbandes vorangetrieben,

um ihn für aktuelle und zukünftige

Herausforderungen fit zu machen

und sein Profil zu schärfen. Lammersdorf

stellt sich der Aufgabe,

nicht nur neue Mitglieder für den

Verband zu gewinnen, sondern auch

den Austausch und die Zusammenarbeit

zwischen ihnen zu stärken.

Auch das Serviceportfolio für die

Mitglieder soll sich zukünftig in einer

veränderten Verbandslandschaft den

wechselnden Bedürfnissen anpassen.

Zudem will er durch die Fortführung

etablierter und die Verankerung

neuer Verbandsprojekte die

Methode Fernunterricht/Fernstudium

weiter stärken.

„Ich möchte in den kommenden

Jahren an die erfolgreiche Verbandsarbeit

der letzten Jahrzehnte anknüpfen

und weiterhin ein selbstbewusstes

und einzigartiges Bild unserer

Branche in die Öffentlichkeit tragen“,

kündigte Michael Lammersdorf

an. „Dabei gilt es, gemeinsam

mit den Mitgliedern den besten Weg

zwischen Innovation und Tradition

zu finden, ohne dabei das eine voranzutreiben

und das andere damit zu

vernachlässigen.“

Das FDL war im November 2003

aus dem seit 1969 bestehenden Deutschen

Fernschulverband e. V. (DFV)

hervorgegangen. Seine zurzeit über

100 Mitglieder, zu denen auch der Bundesverband

Deutscher Stahlhandel

(BDS) gehört, sind Experten des

mediengestützten und tutoriell betreuten

Lernens – seien es Unternehmen,

Institutionen oder Privatpersonen.

Damit bietet der Verband eine gemeinsame

Gesprächs- und Aktionsplattform

für die DistancE-Learning-Branche.

Insgesamt beträgt der Marktanteil

der im Fachverband organisierten

Fernlehrinstitute über 80 %. 2

40 Stahlreport 3|18


Deutscher Schneidkongress in Essen

Kompendium an Fachwissen

Der Deutsche Schneidkongress vom 17.-19.4.18 im Congress Center

Süd der Messe Essen steht unter dem Motto „Schneiden ist erst der

Anfang“. Er bietet u.a. 39 Referate – und damit ein Kompendium an

Fachwissen, das speziell für die Schneidwelt entwickelt worden ist.

Eines der Themen des Deutschen

Schneidkongresses ® lautet:

Greifbares – Industrie 4.0 für die

Schneidindustrie.

„Uns hat der Hype um Industrie

4.0 veranlasst, unter die ‚Motorhaube‘

der I4.0-Erfolgsmeldungen zu schauen.

Wir stellten fest, dass sich noch nicht

viele Experten mit den Abläufen im

Zuschnittbetrieb wirklich auseinandergesetzt

haben. Schneidbetriebe und

-abteilungen verfügen in der Regel über

eine andere Komplexität in den Abläufen,

die Anarbeitungstiefe ist geringer,

die Randbedingungen unterscheiden

sich von denen in Großkonzernen.“ So

formuliert es Veranstalter Dipl.-Ing.

Gerhard Hoffmann.

Und er stellt Fragen, um Antworten

zu geben: „Wie muss man in dieser

Branche vorgehen, was sind die

richtigen Massnahmen, welche Fragen

sind hier zu stellen, wenn man

I4.0 einführen möchte? Ohne differenzierte

Konzepte, die auf die Besonderheiten

jedes Unternehmens individuell

eingehen, wird man hier kaum

nennenswerte Digitalisierung erreichen.

Um die Akzeptanz zu erhöhen,

müssen Vorteile, Wirtschaftlichkeiten,

Geschäftsmodelle, Abläufe und konkrete

greifbare Maßnahmen diskutiert

und erarbeitet werden. Auch dürfen

die Augen nicht vor den Risiken und

den rechtlichen Konsequenzen rund

um das Thema Datenschutz, Ideen-

Diebstahl etcetera verschlossen werden.

Auswirkungen auf die Belegschaft

und neue Vertriebskonzepte stehen

ebenfalls zur Diskussion. Der Deutsche

Schneidkongress will damit einen

Beitrag in der Adaption von I4.0 in der

Schneidindustrie beisteuern, damit die

Teilnehmer für ihr Konzept der Zukunft

eine neutrale Entscheidungsgrundlage

erhalten“, so beschreibt Gerhard Hoffmann

eine Zielsetzung des Events.

Neben dem Thema Industrie 4.0,

Internet-of-things sowie dem Daten-

Bildmarke des Deutschen Schneidkongresse

schutz sollen auch die Schneidtechnik,

3D-Verfahren und neue Forschungsergebnisse

sowie ein spezifisches

Businesscoaching nicht zu kurz

kommen, verspricht der Veranstalter.

Der Kongress findet zeitgleich als

Partnerveranstaltung der neuen Cutting

World ® -Messe statt. Kongressteilnehmer

haben auch die Möglichkeit,

die Ausstellung auf der Cutting World

zu besuchen.

Neben Stahl werden diesmal auch

Kunststoffe, CFK, GFK, Glas und andere

Stoffe im Fokus des Schneidens stehen.

Vertiefende Anarbeitungsthemen,

wie Fasen, Engraten werden ebenso

vorgestellt, wie ein neues Lokalisierungssystem,

ein innovatives Markierverfahren,

eine Lean Management-Prozessoptimierung

und vieles mehr.

Der Cutting Award ® für Auszubildende

in den Schneidtechnologien

Autogen, Laser, Plasma, Wasserstrahl

wird von den Schirmherren Handwerkskammer

Koblenz und Tibb e.V.

verliehen. 2

[ Info ]

Anmelde- und weitere Informations -

möglichkeiten gibt es unter

www.schneidkongress.de.

America First

Verbände kritisieren

US-Präsident Donald Trump

Die Rede des amerikanischen Präsidenten

Donald Trump vor dem Weltwirtschaftsforum im

Januar in schweizerischen Davos hat in der deutschen

Verbändelandschaft heftige Reaktionen

ausgelöst – u.a. im Bundesverband Großhandel,

Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) sowie im

Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

(VDMA).

Zum Auftritt von US-Präsident Donald Trump und

seines Handelsministers im Rahmen des Weltwirtschaftsforums

in Davos erklärte BGA-Präsident

Dr. Holger Bingmann:„Das Verhängen fragwürdiger

Strafzölle trägt sicherlich nicht zur Förderung

eines fairen Welthandels bei. Die Administration

Trumps hat offensichtlich nicht verstanden, dass

die Zeiten passé sind, in denen eine Wirtschaftsmacht

eine andere mit derartigen Maßnahmen im

Alleingang in die Knie zwingen kann. Handelspolitik

macht man heutzutage mit dem Skalpell und

nicht mit dem Vorschlaghammer. Die Weltordnung

von heute ist multipolar und selbst eine große

Volkswirtschaft wie die USA ist am Ende auf die

Spielregeln einer WTO angewiesen. Eine starke,

globale Handelsordnung schützt schließlich auch

maßgeblich die Interessen amerikanischer Unternehmen

vor unfairen Handelspraktiken.“

Aus dem gleichen Anlass sagte VDMA-Hauptgeschäftsführer

Thilo Brodtmann: „Auch durch häufiges

Wiederholen wird die Botschaft des amerikanischen

Präsidenten Donald Trump nicht besser. Der

,America First‘-Ansatz ist nichts anderes als die

Rückkehr zum Frühkapitalismus. Der Welthandel

ist kein Nullsummenspiel, bei dem das eine Land

gewinnt und das andere verliert.“

Der BME zieht um

Der Bundesverband Materialwirtschaft Einkauf

und Logistik e.V. (BME) zieht Mitte Juni dieses Jahres

von seinem bisherigen Standort in Frankfurt-

Höchst nach Eschborn. „Dort haben wir zwei Etagen

eines Büroturms in der Frankfurter Straße 27

angemietet. Damit schlägt unser Verband ein

neues Kapitel in seiner mehr als 60-jährigen

Geschichte auf“, teilte Dr. Silvius Grobosch, inzwischen

BME-Hauptgeschäftsführer, im Januar in

Frankfurt mit. Der BME will seine Mitglieder und

Geschäftspartner rechtzeitig über das genaue

Umzugsdatum sowie die neuen Eschborner

Telefonnummern informieren. Die neue Postanschrift

lautet künftig: BME, Frankfurter Straße 27,

D-65760 Eschborn.

Stahlreport 3|18

41


Wissenswertes

Bericht/Nachricht

Fotos, 2: KMK

Die Learntec war auch in diesem Jahr der Treffpunkt für alle, die sich für die Trends der

digitalen Bildung interessieren.

Keynote von Ulrich Dietz, Vizepräsident des BITKOM e.V., zum Thema

„Bildung im Zeitalter der digitalen Gesellschaft“.

Learntec in Karlsruhe

Regie geführt

Wer eigentlich führt in Zeiten der Digitalisierung in der beruflichen Bildung Regie – die Technik oder

die Didaktik? Auf diese Frage konnte bzw. kann man Antworten Ende Januar auf der „Learntec“ in

Karlsruhe und etwa einen Monat später auf der „Didacta“ in Hannover (vgl. 4/18) suchen. Auf dem

erstgenannten Event konnten beide Aspekte punkten, denn im Badischen wurde klar: Die technisch

dominierte Art des neuen Lernens kommt den menschlichen Möglichkeiten zum Kompetenzerwerb

sehr entgegen und bietet damit eine optimale Didaktik.

Diese Erkenntnis erschloss

sich in Karlsruhe aber nur durch die

Zusammenführung zweier Eventteile:

In den Hallen der Messe präsentierten

302 Aussteller (2017: 257) aus

gut einem Dutzend Nationen erstmals

mehr als 10.000 Fachbesuchern

(2017: etwa 7.500) ihre Produkte

sowie Dienstleistungen, und im dortigen

Kongresszentrum boten an

ebenfalls drei Tagen zahlreiche Referenten

in etwa 100 Programmpunkdafür.

Das Themenspektrum dazu

reichte auf der einen Seite von Akademischen

Abschlüssen über mobile

Endgeräte bis hin zu Wissensdatenbanken

und auf der anderen Seite

von der Keynote „Bildung im Zeitalter

der digitalen Gesellschaft“ über

das „70:20:10-Konzept“ von Charles

Jennings bis hin zum „Weg des Wissens

zu den Nervenzellen“, den Neurowissenschaftler

Dr. Henning Beck

aufzeigte. Sozusagen als Bindeglied

zwischen Messe und Kongress fungierten

in den Hallen die Vortrags-

programme im An wender-, Branchenund

Trendforum.

Messe

Auf der Messe wurden neben Hardund

Software auch Konzepte und

Services vorgestellt. Es wurden beispielsweise

Lernmanagementsysteme

(LMS), Lernportale, Autorentools,

virtuelle Klassenzimmer und

Lernprogramme gezeigt; aber auch

Lösungen zu Talent Management,

Performance Support, Online-Akademien

und Anbietern von Virtuell

Reality- und 3D-Lern-Welten.

Dabei erhob die Präsentation den

Anspruch, Anwendungen, Programme

und Lösungen für die digitale

Bildung in Schule, Hochschule

und der beruflichen Bildung zu bieten.

Tatsächlich hatte die Messeregie

aber nur dafür gesorgt, dass die

Bereiche school@LEARNTEC sowie

university@LEARNTEC ohne Probleme

zu erkennen und zu lokalisieren

waren.

Kongress

Sechs Keynotes, 66 Vorträge und

sechs interaktive Workshops erwarteten

die Besucher auf dem Kongress

der Learntec. Dieser widmete sich

dem Thema „Bildung als Motor der

Digitalisierung“ und wollte sowohl

Einsteigern als auch E-Learning-

Experten gebündeltes praxisnahes

Wissen bieten. Behandelt wurden

Themen wie selbstorganisiertes und

informelles Lernen, VR- und 3D-

Lernwelten, Digital Leadership,

Modern Learning, Big Data, Learning

Analytics und Adaptive Learning

sowie Performance Support.

Open-Space-Sessions, gemeinsames

Brainwriting und offene Diskussionsrunden

förderten den Austausch

zwischen den Referenten und Teilnehmern.

Als Highlights des Kongresses

hatten die Veranstalter, die Karlsruher

Messe- und Kongress GmbH

(KMK), die Keynotes von Charles Jennings,

Co-Founder, 70:20:10 Insti-

42 Stahlreport 3|18


tute (UK), zum Thema „Exploiting Learning in the Workplace:

informal learning and the 70:20:10 model“, sowie von

Dr. Henning Beck „Lernst Du noch oder verstehst Du schon

– der Weg des Wissens zu den Nervenzellen“ angekündigt:

z Charles Jennings vertrat darin die These, dass informelles

Lernen durch Arbeit (70 %) und Kontakt mit Kollegen

(20 %) deutlich wichtiger ist als formelles Lernen (10 %).

Vor diesem Hintergrund kritisierte er die kurszentrierte

Praxis der Unternehmen, die Möglichkeiten des informellen

Lernens nicht oder zu wenig nutzen.

z Dr. Henning Beck erläuterte seinen Zuhörerinnen und

Zuhörern, wie das Gehirn Informationen speichert – nämlich

als Netzwerk. Deshalb dürfte man Lernende nicht in

eine passive Rolle drängen. In diesen Zusammenhängen

äußerte sich der Wissenschaftler auch kritisch gegenüber

den Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz.

(Vom Veranstalter KMK geführte Interviews mit beiden

Keynote-Speakern sind am Ende dieses Hefts in gekürzter

Form abgedruckt.)

Ideeller Träger des Karlsruher Bildungsevents war auch

in diesem Jahr der Bundesverband Informationswirtschaft,

Telekommunikation und neue Medien e. V. (BITKOM). Dessen

Vizepräsident, Ulrich Dietz, referierte auf dem Kongress

zu dem Thema „Bildung im Zeitalter der digitalen

Gesellschaft“. 2

[ Info ]

Die nächste Learntec findet vom 29.-31.1.19 wiederum in Karlsruhe statt.

Tragende Rolle

Stahl von Tata im Louvre Abu Dhabi

Das Universalmuseum der Vereinigten Arabischen Emirate,

der im Dezemberheft 2017 vorgestellte Louvre in Abu

Dhabi (S. 50), beherbergt nicht nur hunderte berühmte

Gemälde. Es ist mit seinem gitterartigen Kuppeldach auch

selbst ein Kunstwerk. Die Grundlage für die Konstruktion des

an nur vier Stützen aufliegenden Riesen-Baldachins aus Metall

bildet das Tragwerk aus Premium-Hohlprofilen von Tata Steel,

wie der Stahlhersteller jetzt bekanntgegeben hat.

Zusammen mit vielen weiteren Schichten aus Drei-, Vier- und

Achtecken aus Edelstahl und Aluminium war auf dieser Basis

ein kompliziertes Muster entstanden, das an ein Blätterwerk

erinnert. Dieser Aufbau schützt seine Besucher vor Hitze und

versorgt die 55 Räume bzw. Galerien gleichzeitig über zigtausende

Öffnungen mit natürlichem Licht. Eine Komposition, die

der Pariser Architekt Jean Nouvel als „Lichtregen“ beschreibt.

Der Louvre Abu Dhabi ist das erste Universalmuseum in der

arabischen Welt, das durch eine internationale Vereinbarung

zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Frankreich

entstand. Es zeigt sowohl antike als auch zeitgenössische

Kunst, die weltweit großen historischen, kulturellen und soziologischen

Wert hat.

Die Klöckner & Co Deutschland GmbH fertigt für

anspruchsvolle Kunden aus Industrie und Handwerk

Vorprodukte und Baugruppen aus Stahl und Metall.

Das flächendeckende Standortnetz, das lückenlose

Sortiment, der schnelle Lieferservice und die maßgeschneiderten

Mehrwert-Dienstleistungen machen die

Gesellschaft außerdem zu einem der führenden Werkstoffhändler

des Landes. Durch die Zugehörigkeit zur

Klöckner & Co SE profitiert das Unternehmen von der

produzentenunabhängigen, weltweiten Beschaffung

und der wirtschaftlichen Stabilität dieses global tätigen

Konzerns. Mit rund 1.100 Mitarbeitern in Deutschland

erfüllt Klöckner Tag für Tag das Leistungsversprechen:

„Wir machen den Mehrwert.“

Zur Verstärkung unserer Teams in den

Niederlassungen Bremen, Duisburg, Frechen,

Kassel, Regensburg und Zwickau suchen wir

zum nächstmöglichen Termin

Vertriebsmitarbeiter (m/w)

im kombinierten Innen- und

Außendienst

In diesen Positionen betreuen Sie einen

definierten Kundenstamm, entwickeln nachhaltige

Kundenbeziehungen und führen im

kombinierten Innen- und Außendienst auch

Kundenbesuche vor Ort durch. Zentrale Aufgaben

sind zudem die Bearbeitung von Anfragen

sowie das Erstellen und Nachhalten von

Angeboten. Sie wickeln Aufträge ab, akquirieren

Neukunden und beteiligen sich an vertriebsfördernden

Aktivitäten.

Zusätzlich suchen wir für die Niederlassungen

Kassel und Hannover

Mitarbeiter (m/w) Backoffice

im Innendienst

Für beide Stellen haben Sie nach einer erfolgreich

abgeschlossenen kaufmännischen Ausbildung

bereits einschlägige Berufserfahrung

gesammelt. Zudem besitzen Sie gute kaufmännische

Kenntnisse und sind mit SAP und MS

Office vertraut. Ihre Aufgaben im kombinierten

Innen- und Außendienst erfordern einen PKW-

Führerschein. Starke Kundenorientierung,

Flexibilität und überzeugende Kommunikationsfähigkeit

zählen zu Ihren persönlichen Stärken.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann freuen

wir uns auf Ihre Online-Bewerbung über unser

Stellenportal unter

www.kloecknerdeutschland.de

Stahlreport 3|18 3|18

43

43


Wissenswertes

Berichte

Kaufleute im E-Commerce

Neuer Ausbildungsberuf

Der Erfolg hat immer viele Väter: Weil der Online-Handel boomt, wird es ab dem 1.8.18 das

duale Ausbildungsangebot „Kaufmann/Kauffrau im E-Commerce“ geben, den ersten neuen

kaufmännischen Ausbildungsberuf seit zehn Jahren. Darauf haben mit dieser Begründung

als Hauptakteure das BIBB sowie der BGA und der HDE hingewiesen.

Dabei wird immer wieder

gemeinsam der branchenübergreifende

Ansatz dieser innovativen Ausbildungsmöglichkeit

betont: E-Commerce-Kaufleute

sind in Unternehmen

tätig, die Waren oder Dienstleistungen

online vertreiben – nicht nur im

Groß- und Außenhandel, im Einzelhandel

oder der Tourismusbranche,

sondern auch bei Herstellern und

Dienstleistern.

Nach der Hälfte der Ausbildungszeit

werden im ersten Teil der

Gestreckten Abschlussprüfung in den

Bereichen Sortimentsbewirtschaftung

und Vertragsanbahnung die Inhalte

der ersten 15 Ausbildungsmonate

schriftlich geprüft. Das Ergebnis geht

mit 25 % in die Gesamtnote ein. Der

zweite Prüfungsteil umfasst dann die

Bereiche Geschäftsprozesse, Kundenkommunikation,

Wirtschafts- und

Sozialkunde sowie ein Fachgespräch

zu einem projektbezogenen Prozess

im E-Commerce.

Das neue Ausbildungsangebot

richtet sich an Schülerinnen und Schüler

mit Hauptschulabschluss, mittleren

und höheren Schulabschlüssen.

Hilfreich für einen Erfolg sind eine

Medienaffinität und das Interesse,

sich ständig mit neuen Entwicklungen

im Online-Vertrieb und in den Vertriebskanälen

auseinanderzusetzen.

Die Sozialpartner beabsichtigen,

in nächster Zeit auch eine Fortbildungsregelung

zu erarbeiten, um weiterführende

Karrierewege für Kaufleute

im E-Commerce aufzuzeigen.

Die Akteure

Der branchenübergreifende Ausbildungsberuf

eröffne im stetig wachsenden

Online-Geschäft die Möglichkeit,

so das Bundesinstitut für Berufsbildung

(BIBB), Auszubildende systematisch an

neue Anforderungen heranzuführen,

die mit der Digitalisierung und verändertem

Kundenverhalten einhergehen.

Da projektbezogenes Arbeiten ein

wesentliches Merkmal im E-Commerce

sei, würden Auszubildende von Anfang

an mit projektorientierten Arbeitsweisen

vertraut gemacht. Sie lernten darüber

hinaus, sich ständig mit dem Wandel

der Vertriebskanäle und Strukturen

des E-Commerce auseinanderzusetzen.

Dabei seien ihr Wissen und ihre Erfahrung

insbesondere an den externen und

internen Schnittstellen gefragt – z.B.,

wenn es um Werbung, Logistik, IT oder

Rechts- und Controlling-Aspekte geht.

Im Einzelnen gehöre zu ihren Aufgaben

neben der Auswahl und dem Einsatz

von Online-Vertriebskanälen sowie

der Mitarbeit bei der Gestaltung und

Bewirtschaftung des Waren- und Dienstleistungssortiments

auch die Vertragsanbahnung

und -abwicklung im Online-

Vertrieb, ferner die Unterstützung bei

der Beschaffung. Weitere wichtige Aufgaben

seien die Kundenkommunikation,

die Entwicklung und Umsetzung

des Online-Marketings sowie die kaufmännische

Steuerung und Kontrolle,

schließt das BIBB seine Argumentationskette

ab. In der BIBB-Reihe „Ausbildung

Gestalten“ wird voraussichtlich

im Frühjahr 2018 eine Umsetzungshilfe

zur Unterstützung der Ausbildungspraxis

erscheinen.

Unterdessen bietet der Handelsverband

Deutschland (HDE) neben dem

bereits seit Ende des vergangenen Jahres

bekannten Flyer sowie auf seiner

Homepage (www.einzelhandel.de) weitere

Informationen und ein von ihm

produziertes Erklärvideo an. Es wendet

sich an junge Leute, die sich für eine

Ausbildung in diesem neuen Beruf

interessieren.

Und auch der Bundesverband Großhandel,

Außenhandel, Dienstleistungen

(BGA) hat die neuen Ausbildungsmöglichkeiten

begrüßt. „Mit dem

E-Commerce-Kaufmann steht nun erstmals

ein maßgeschneiderter dualer

Ausbildungsberuf für den Vertrieb von

Waren und Dienstleistungen über das

Internet zur Verfügung.“ Dies erklärte

Dr. Holger Bingmann, Präsident BGA

in Berlin anlässlich der Verkündung

der Verordnung über die Berufsausbildung

zum Kaufmann und zur Kauffrau

im E-Commerce.

Die Initiative für einen besonderen

E-Commerce-Beruf kam nach Angaben

des BGA schon 2012 aus dem klassischen

Versandhandel und führte 2016

zu einer gemeinsamen, branchenübergreifenden

Initiative. 2

44 Stahlreport 3|18


Expertentipp:

Auf die Personalverantwortlichen kommt es an

Die Digitalisierung stellt Unternehmen wie Mitarbeiter gleichermaßen vor eine große Herausforderung.

Denn die Digitalisierung verändert nicht nur Branchen und Geschäftsmodelle grundlegend, sondern

auch die Art und Weise, wie Mitarbeiter arbeiten und Manager führen. Es liegt deshalb in der

Hand der Personalverantwortlichen, die Voraussetzungen für die Digitalisierung der Unternehmen zu

schaffen; ein Thema für Marcus Reinhard.

Wer Führungskräfte sowie Mitarbeiter

optimal entwickelt und einsetzt,

wird am Ende der digitalen

Transformation die Nase vorn haben

– so die These. Personalentscheidungen

würden damit zum A und O für

den Erfolg eines Unternehmens. Das

stelle vor allem die Personalverantwortlichen

vor neue Herausforderungen.

Bei der Frage nach den Fähigkeiten

von Morgen seien viele

Personalabteilungen aber überfordert.

Bei der Reaktion auf diese zentrale

Herausforderung können nach

Überzeugung von Marcus Reinhard

externe Partner im Personalmanagement

wertvolle Hilfestellung geben.

Gerade Beratungsunternehmen, die

auf eine lange, erfolgreiche Tradition

zurückblicken können, hätten durch

ihre Fähigkeit, sich selbst immer wieder

neu zu erfinden, sich den ständig

verändernden Bedingungen anzupassen

und neue Wege zu beschreiten,

sowohl ihre Innovationskraft als auch

-fähigkeit unter Beweis gestellt: Mit

Kompetenzmodellierung und Potenzialanalysen,

mit Development und

Assessment Centern und mit ausgefeilten

Coaching-Ansätzen trügen sie

dazu bei, dass Unternehmen für die

Herausforderungen der Zukunft bestens

gerüstet sind.

Nach Ansicht von Marcus Reinhard

stehen Führungskräfte heutzutage

vor ganz neuen Herausforderungen,

denn: Es geht bei der Digitalisierung

nicht zuerst um erlerntes Wissen,

wie z.B. eine spezielle Programmiersprache.

Vielmehr zählen

Softskills und das Erfahrungswissen

in der Anwendung moderner Technologien,

um mit der zunehmenden

Informationsflut umzugehen. Im digitalen

Zeitalter sind demnach analytische,

konzeptionelle und kognitive

Fähigkeiten genauso gefragt wie IT-

Affinität, Innovationsgeist, Kreativität,

Flexibilität, emotionale Intelligenz,

Offenheit und Lernbereitschaft.

Die Fähigkeit, sich zu vernetzen, sei

eine universelle Eigenschaft, die in

der Personalauswahl und -entwicklung

zunehmend ins Gewicht falle. 2

Foto: GBS

Seit dem 2016 leitet

Marcus Reinhard als

Partner die Düsseldorfer

Niederlassung der

SELECTEAM Deutschland

GmbH. Marcus Reinhard

hat sich neben den klassischen

Tätigkeiten eines

Headhunters als Berater

sowohl auf Interimsmanagement

als auch auf

(Out-)Placement

spezialisiert.

Buchtipp

Digital und human

Konsumenten genießen die Vorzüge der Digitalisierung täglich.

Hält diese indes in die Arbeitswelt Einzug, macht sich große Verunsicherung

breit. Die Beschwörung der neuen Möglichkeiten kann

der Angst vieler Mitarbeiter, in der neuen Arbeitswelt überflüssig

zu werden, häufig nichts entgegensetzen. Kurz: Die Digitalisierung

hat ein Motivationsproblem, dem sich Bettina Volkens und Kai

Anderson in ihrem Buch zuwenden, das Digitales und Humanes

zusammenbringen will.

Erfolg werde die Digitalisierung

in Deutschland erst haben, wenn sich

die Betroffenen nicht mehr nur fragen,

wie wir mit digitaler Technik noch besser

rationalisieren, sondern wie die

Menschen mit Digitalisierung noch

glücklicher werden können. Die Autoren

plädieren in ihrem Buch daher für

eine menschenzugewandte, humane

Digitalisierung.

Bettina Volkens und Kai Anderson

zeigen deshalb, wie das Projekt der

humanen Digitalisierung am besten zu

bewerkstelligen ist und beantworten

die drängendsten Fragen:

z Was bedeutet die Digitalisierung für

Unternehmen, deren Geschäftsmodell

in Gefahr ist?

z Oder denen die Digitalisierung Chancen

auf neue Produkte oder Services

ermöglicht?

z Und wie erschließt man die digitalen

Chancen überhaupt?

Unterstützt wurden die Autoren bei

ihrer Arbeit von zahlreichen renommierten

Experten wie Christoph Keese

(Axel Springer SE), Stefan Ries (SAP)

oder Clemens Fuest (ifo-Institut).

Gemeinsam dokumentieren sie den

aktuellen Stand der Erkenntnisse sowie

Erfahrungen und loten das Spektrum

der Digitalisierung aus. Als übereinstimmendes

Ziel formulieren sie eine

menschliche Digitalisierung als Alternative

zu einem technologiegetriebenen

Ansatz, aber auch als Alternative

zu einem zögerlichen, im Industriezeitalter

verharrenden Denken.

Zum Kreis der Unterstützer des

Projektes gehörte auch der Vorstandsvorsitzende

der Klöckner & Co, Gisbert

Rühl. Das (Stahl-)Handelshaus gilt als

einer der Vorreiter der Digitalisierung

in der Werkstoffdistribution.

Die Autoren:

z Dr. Bettina Volkens ist seit dem 1. Juli

2013 Arbeitsdirektorin der Deutschen

Lufthansa AG und als Vorstandsmitglied

verantwortlich für das Ressort

Personal und Recht.

z Kai Anderson gehört zu den gefragten

Veränderungsexperten Deutschlands.2

[ Info ]

Volkens, Bettina/

Anderson, Kai; Digital

human. Der

Mensch im Mittelpunkt

der Digitali-

sierung;Campus-

Verlag; 2017;

39,95 €; ISBN 978-3-

593-50835-1

Stahlreport 3|18

45


Lifesteel

Bericht

Foto: WZV/KONE

Rund 80 m misst die längste Fahrtreppe Westeuropas aus Edelstahl Rostfrei

in Hamburgs Elbphilharmonie – und kein Ende ist in Sicht.

Foto: WZV Schindler Deutschland

Bis zu 1.400 mm breite, horizontale Fahrsteige werden

zunehmend an Flughäfen eingesetzt.

Rolltreppen und Fahrsteige werden 125 Jahre alt

Als die Stufen das Laufen lernten

Der Drang nach oben ist so alt wie die Menschheit. Wenn der Weg dorthin sogar unbeschwerlich ist, ist

der Ansturm programmiert. Und wenn schon nicht nach oben, dann sollte es wenigstens möglichst

schnell vorwärts gehen. Was sich liest wie der Karriereplan eines Berufsanfängers, ist die Geschichte

der Rolltreppe – offiziell Fahrtreppe oder (ohne Stufen) Fahrsteig genannt. Diese Historie ist jetzt 125

Jahre alt und seit rund einem Jahrhundert eng mit dem Werkstoff Edelstahl Rostfrei verbunden.

Die erste Rolltreppe, die sich

1893 an der New Yorker U-Bahn-Haltestelle

„Cortlandt Station“ in Bewegung

setzte, war gerade mal 13 m lang

und überwand 6 m Höhenunterschied.

Damit begann eine ganz besondere

und globale Mobilitätsbewegung.

Allein in Europa sind heute rund

136.000 Rolltreppen installiert; jedes

Jahr kommen etwa 5.500 hinzu. Weitere

besondere Aspekte dieser Entwicklungsgeschichte,

die der Warenzeichenverband

Edelstahl Rostfrei e.V.

zusammengetragen hat, sind prominente

Beispiele sowie Sicherheit, Optik

und Komfort. Und auch die Zukunft

lässt grüßen.

Beispiele

Heute misst die längste durchgehende

Rolltreppe der Welt 137 m und führt

im russischen St. Petersburg an der

Admiralteiskaja-Station 86 m unter

die Erde.

Hamburgs neues Wahrzeichen,

die Elbphilharmonie, setzt auch in

Sachen Rolltreppe neue Maßstäbe:

80 Meter misst dort die längste Fahrtreppe

Westeuropas. Sie transportiert

jeden Besucher des Konzerthauses

die ersten 20 m durch eine große

Röhre nach oben – mit 7.600 schillernden

Glaspailletten an den hell

verputzten Wänden und eleganten

Verkleidungen sowie Antrittsflächen

aus Edelstahl gebührend in Szene

gesetzt. Dabei wartet sie auch mit

einer Weltneuheit auf: Als erste

Bogentreppe weltweit hat sie eine

Neigung, die von 26,5 Grad zu Beginn

auf acht Grad zum Ende hin abnimmt.

Dadurch verwehrt sie den Nutzern

den Blick auf das jeweils andere Ende.

So rollen die Besucher erwartungsvoll

in die wunderbare neue Welt der

Elbphilharmonie.

In der Zeche Zollverein, ihres Zeichens

UNESCO-Welterbe, bringt die

mit 58 Metern längste freischwebende

Rolltreppe Deutschlands die Besucher

binnen 90 Sekunden zur 24

Meter höher gelegenen ehemaligen

Kohlewäsche.

Auch unter Wasser kennen Rolltreppen

keine Grenzen. So in Taiwan

im gläsernen Tunnel im Farglory

Ocean Park auf dem Weg durch die

faszinierende Welt des Ozeans.

Rund 55 m lang ist die mobile Treppe

im Fußgängertunnel unterhalb des

Nord-Ostsee-Kanals.

Sicherheit

Zimperlich in puncto Belastung und

Einsatzort ist das weltweit eingesetzte

Massenverkehrsmittel nicht. Denn

anders als bei dem nicht minder populären

Aufzug für den ganz steilen Weg

nach oben gibt es bei der Rolltreppe

i.d.R. weder Halt noch Wartezeiten

wegen Überfüllung oder witterungsbedingter

Einsatzbeschränkungen.

So erfüllt sie ihren Dienst ebenso

zuverlässig wie leistungsstark an Eingängen

zu U-Bahn-Stationen wie in

der Severinstraße in Köln, in Meeresnähe

wie im Hafen von Zhuhai an der

Hongkong-Zhuhai-Macau-Brücke in

China oder in Skigebieten mit extremer

Witterung. Robust und sicher

meistert sie jede Beförderungsbedingung.

Auch abstürzen kann man mit

ihr nicht. Sollte sie einmal ausfallen,

geht es eben zu Fuß auf ihr weiter.

Ihrem technischen Grundprinzip

– Endlosbänder mit beweglichen Stufen

sowie Handlauf mit eigenem

46 Stahlreport 3|18


Foto: WZV/Günther Fotodesign

LED-beleuchtete Handläufe oder Stufenbänder sorgen an Rolltreppen für zusätzliche

Lichtblicke.

Antrieb und Auslaufbereichen am

jeweiligen Ende – ist die Rolltreppe

seit 125 Jahren treu geblieben. Trotzdem

ist sie stets mit der Zeit gegangen.

Energieeffiziente Antriebe, stufenlose

Geschwindigkeitsregulierung

je nach Passagieraufkommen, Fahrtrichtungsanzeiger

oder beheizbare

Antrittsflächen machten sie im Laufe

der Jahre und Jahrzehnte immer besser

und sicherer.

Jüngste Modelle verhindern durch

einen seitlichen Stufenabschluss, der

fest mit der Stufe verbunden ist und

mitfährt, dass Kleidung oder Schuhe

zwischen der fahrenden Stufe und

feststehender Sockelinnenverkleidung

eingezogen werden. Dieses

Risiko reduzierten bislang auch schon

sogenannte Sockelabweiserbürsten;

jetzt kann es gänzlich ausgeschlossen

werden. Längst rollen auf Rolltreppe

und Fahrsteig die Menschen nicht

nur mit Einkaufstüte. Koffertrolleys,

riesige Einkaufswagen oder auch die

komplette Skiausrüstung sind auf

Fahrsteigen – mit oder ohne Stufen,

geneigt oder horizontal – gang und

gäbe.

Optik

Und auch ihr Äußeres passen Rolltreppe

und Fahrsteig höchst wandlungsfähig

den Gegebenheiten an.

Das in ihren Anfangsjahren für Stufen

und Wangen eingesetzte Holz

wich dem Anfang des 20. Jahrhunderts

entdeckten Edelstahl. Der nichtrostende,

temperaturbeständige,

extrem robuste und nahezu wartungs-

freie Werkstoff hatte alles, was die

Rolltreppe auf ihrem steilen Erfolgsweg

brauchte.

Neben seinen herausragenden

mechanischen und Verarbeitungseigenschaften,

welche die Konstrukteure

zu immer neuen Gestaltungen

motivierte, glänzt Edelstahl Rostfrei

mit seiner attraktiven Ästhetik. Vielfältige

Möglichkeiten der Oberflächenbearbeitung

– matt geschliffen,

spiegelpoliert, mustergewalzt, gebürstet,

strukturgeätzt, als Lochblech oder

Gewebe, naturbelassen oder farbig –

geben Stadtplanern und Ladendesignern

nahezu unbegrenzten Freiraum

für individuelle Gestaltungskonzepte.

Sockel- und Balustradenverkleidungen

mit passender Handeinlaufbox,

Stufenband, Auslaufbereiche, Frontplatten

oder auch richtungsanzeigende

Säulen aus Edelstahl Rostfrei

mit Qualitätssiegel halten auch in

extrem stark frequentierten Bereichen,

was ihre Optik verspricht. LEDbeleuchtete

Handläufe oder Stufenbänder

sorgen häufig für zusätzliche

Lichtblicke.

Komfort

Als zentraler Bestandteil der Gesamtarchitektur

werden Rolltreppen standortspezifisch

nicht nur gestalterisch

für optimalen Komfort und Verkehrsfluss

konzipiert: Ihre Auslegung

erfolgt anhand der Planungsparameter

Gebäudeart und Verkehrsaufkommen.

Neben Balustradensteifigkeit,

Handlaufgeometrie und Synchronisation

der Bewegung von Stufen und

Handlauf entscheiden vor allem

Breite, Geschwindigkeit und Neigung

über den Fahrkomfort.

So fährt der Handlauf bis zu 2 %

schneller als die Stufen, damit die

Passagiere bei einem abrupten Stopp

nicht stolpern. Balustraden mit einer

Höhe von 900 mm geben auch kleinen

Kindern guten Halt am Handlauf.

Gängigste Stufenbreiten für Rolltreppen

sind 60, 80 und 100 cm. Geneigte

Fahrsteige dürfen laut EU-Norm DIN

EN 115 bis 1.100 mm breit sein, horizontale

sogar 1.400 mm. Letztgenannte

werden zunehmend in Flughäfen

eingesetzt, damit Nutzer an

Passagieren mit Koffertrolleys vorbeigehen

können.

Zwischen 0,5 und 0,75 m/sec.

dürfen die Rolltreppen je nach Neigung

fahren, damit bringen sie es auf

1,8 bis 2,7 km/h. Eine 60 cm breite

Rolltreppe, die einen halben Meter

pro Sekunde zurücklegt, kann bei

mittlerer Personendichte 2.700 Personen

je Stunde befördern, bei dichtem

Gedränge sogar 3.600 Menschen.

Höchsten Fahrkomfort bieten Modelle

mit einer 30-Grad-Neigung, wirtschaftlichste

Lösung ist eine 35-Grad-

Neigung. Diese ist jedoch bei mehr

als sechs Meter Länge laut EU-Norm

nicht mehr zulässig.

Zukunft

Einen zukunftsweisenden Weg zeigen

die im Flughafen Toronto eingesetzten

Hochgeschwindigkeitslaufbänder,

welche die Lücke zwischen

Fahrsteig und Bussen schließen. Mit

einer Geschwindigkeit von bis zu

12km/h bewegen sich die Passagiere

auf diesem neuen Fahrsteigtyp mit

Wangen aus nichtrostendem Stahl.

Er funktioniert auf Basis der Linearmotortechnologie,

die für die Magnetschwebebahn

Transrapid entwickelt

wurde. Allerdings hat der

neuartige Bandtyp – abweichend von

diesem Konstruktionsprinzip – nicht

nur ein bewegliches Element. Unabhängige

Antriebssysteme des in mehrere

Abschnitte aufgeteilten Bandes

steuern hunderte, eng übereinanderliegende

bewegliche Paletten an. So

hält die Rolltreppe mit ihrem Bruder,

dem Fahrsteig, auch 125 Jahre nach

ihrer Erfindung alles im Fluss. 2

Stahlreport 3|18

47


XXXXXXXXXX

Lifesteel

Interview

Foto: ©Marc Fippel

Sein Thema: „Lernst Du noch

oder verstehst Du schon – der Weg

des Wissens zu den Nervenzellen“.

Das Interview führte Kirsten Seegmüller,

freie Journalistin, im Auftrag

der Karlsruher Messe-und Kongress

GmbH.

Dr. Henning Beck

Lernen lernen (1)

Interview mit Henning Beck

Wie das menschliche Gehirn Informationen speichert – das erläuterte

Dr. Henning Beck (Biochemiker, Neurowissenschaftler – und

Deutscher Meister im Science Slam) mit einer Keynote auf der

Learntec in Karlsruhe (vgl. ges. Bericht in diesem Heft). Bereits vor

der Messe und dem Kongress hatte er dem Veranstalter dazu und

damit zu Themen, die auch ganze Jahrgängen von fernstudierenden

Stahlhändlern bewegt haben bzw. bewegen, ein Interview gegeben,

das nachfolgend – um einige Fragen und Antworten gekürzt –

wiedergegeben wird: Lernen lernen.

Kirsten Seegmüller: Wie speichert

das Gehirn Informationen?

Henning Beck: In der Architektur

des Gehirns ist verborgen, was und

wie wir denken können – also Informationen,

Gedanken, Emotionen

oder Ideen. Aber Informationen sind

nicht „irgendwo“ im Gehirn vorhanden,

es sind keine Objekte, die man

in einem Regal ablegt und bei Bedarf

wieder hervorholt. Bei Computern

werden Datensätze auf der Festplatte

gespeichert, im Gehirn ist Information

ein Zustand, den das Gehirn

annehmen kann. Es ist die Art und

Weise, wie Nervenzellen miteinander

verbunden sind und wie das

Gehirn als Netzwerk aktiv ist. Und

je besser sich das Netzwerk anpassen

kann, desto besser kann das

Gehirn lernen.

Woher weiß ich dann, welche Informationen

vorhanden sind?

Sie müssen sich das vorstellen wie

bei einem Orchester: Wenn man von

außen hineinschaut, kann man keine

Musik finden. Sie wird jedes Mal neu

erzeugt, wenn das Orchester spielt.

Man sieht auch nicht, welche Musikstücke

sie spielen können, bis sie

anfangen. Ebenso wenig weiß man,

was ein Gehirn alles denken kann,

wenn man nur die Architektur, also

das Netzwerk, anschaut.

Wie wandelt das Gehirn Informationen

in Wissen um?

Wissen ist die Fähigkeit, Informationen

zu verarbeiten und in

Zusammenhänge zu stellen. Daten

sind das einfachste Niveau und für

sich genommen wertlos. Erst Informationen

beschreiben einen Sachverhalt,

und Wissen bedeutet,

Informationen neu zusammenzustellen.

Das heißt: Wenn ich Informationen

verstehe, erhalte ich Wissen.

Es ist die Fähigkeit, anhand

von Informationen die persönliche

Sicht zu verändern. Verstehen ist

der Übergang von Information zu

Wissen. Das heißt: Wenn man Wissen

abfragt, fragt man auch das

Verständnis ab.

Wie können die neuesten Erkenntnisse

der Hirnforschung für das Lernen

genutzt werden?

Wenn man Wissen dauerhaft verankern

will, darf man Lernende nicht

in eine passive Rolle degradieren.

Die meisten Vokabeln, die ich nur

aus einem Vokabelheft auswendig

gelernt habe, habe ich wieder vergessen.

Wenn ich sie jedoch in einem

Kontext gehört habe und sie zu einer

Problemlösung beigetragen haben,

hat sich das Erfolgserlebnis eingebrannt.

Denn ich habe sie verstanden,

nicht nur auswendig gelernt.

Das Gehirn passt sich schnell an und

kann das Wissen – die Vokabel –

jederzeit abrufen.

Aber man kann nicht alles aus einem

Kontext heraus lernen. Manche

Dinge muss man einfach „pauken“.

Dann sollte aber die Frage am

Anfang stehen: „Wozu brauche ich

das?“ In der Schule steht diese wichtige

Frage oft am Ende. Dann müssen

die Schüler erst etwas auswendig

lernen und erfahren dann, wozu

es nützlich ist. Wenn man ihnen

zuerst den Grund liefert, warum sie

etwas Bestimmtes lernen sollen,

kann man den Lernerfolg steigern.

Wie lassen sich Lernprozesse

unterstützen und beschleunigen?

48 Stahlreport 3|18


Um etwas dauerhaft zu behalten,

muss man sich Lösungen selbst erarbeiten.

Gute Wissensvermittlung ist

wie ein Weihnachtsgeschenk: Man

schreibt einen Wunschzettel, dann

packt man die Geschenke ein, der

andere packt sie aus, und dann findet

man das Geschenk, das man sich

gewünscht hat. Auf die Bildung übertragen

heißt das: Der Lehrer oder

Schulungsleiter stellt eine Frage oder

Aufgabe und präsentiert die Antwort

als verpacktes Geschenk. Die

Schüler und Teilnehmer müssen das

Geschenk selbst auspacken, also

unterschiedliche Lösungsansätze

ausprobieren und sich die Antwort

selbst erarbeiten. Die Lehrkraft muss

natürlich am Ende dafür sorgen, dass

das Wissenspaket ausgepackt ist,

die Lösung muss klar und robust

kommuniziert werden und dann

müssen auch Übungsaufgaben kommen.

Man kann nicht einfach Wissen

bereitstellen und hoffen, dass

die Menschen es verstehen. Das wird

der Art und Weise, wie wir lernen,

nicht gerecht. Das wusste schon Goethe:

„Erquickung hast Du nicht

gewonnen, wenn es Dir nicht aus

eigener Seele quillt.“

Wird künstliche Intelligenz jemals

das menschliche Gehirn an Lernund

Leistungsfähigkeit überholen?

Ich weiß zwar nicht, was in 300 Jahren

ist, aber zu unseren Lebzeiten

wird das nicht passieren. Der Begriff

„Künstliche Intelligenz“ ist missverständlich,

denn es handelt sich um

eine reine Mustererkennung. Computer

können Schach, Go und Poker

lernen, Bilder und Gesichter erkennen,

Big Data auswerten, etc. Doch

Intelligenz ist nicht alles, denn der

Mensch kann aus seinem Wissen

neue Ideen entwickeln, mit anderen

austauschen und kooperieren. Deshalb

wird ein Computersystem das

Gehirn so schnell nicht in den Schatten

stellen. 2

Foto: KMK

Sein Thema war das 70:20:10-

Konzept. Das Interview führte im Auftrag

der Karlsruher Messe-und Kongress

GmbH (KMK) Kirsten Seegmüller.

Kirsten Seegmüller: Was steckt hinter

Ihrem 70:20:10-Konzept?

Charles Jennings: Die Zahlen stehen

für drei unterschiedliche Lernformen,

die sich aber oft überlappen: Die ‚70‘

steht für Lernen durch Arbeit – das

beinhaltet Erfahrungen, Praxis und

Reflexion. Die ‚20‘ steht für Lernen

von und mit anderen – etwa Kollegen,

Vorgesetzten, Leistungsträgern, Mitgliedern

von Communities oder dem

Partner und Kindern. Die ‚10‘ ist das

formelle Lernen, dazu gehören unter

anderem Kurse, E-Learning und

Bücher. Das Modell ist eine Struktur,

innerhalb derer sich Lernen und Entwicklung,

das ‚Learning & Development‘

(L&D) an den Geschäfts- und

Organi- sationszielen ausrichtet.

Charles Jennings

Lernen lernen (2)

Interview mit Charles Jennings

Wie das menschliche Gehirn Informationen speichert – das

erläuterte Charles Jennings (Co-founder 70:20:10-Institute, UK) mit

einer Keynote auf der Learntec in Karlsruhe (vgl. ges. Bericht in

diesem Heft). Bereits vor der Messe und dem Kongress hatte er dem

Veranstalter dazu und damit zu Themen, die auch ganze Jahrgängen

von fernstudierenden Stahlhändlern bewegt haben bzw. bewegen,

ein Interview gegeben, das nachfolgend – um einige Fragen und

Antworten gekürzt – wiedergegeben wird: Lernen lernen.

Warum glauben Sie, dass informelles

Lernen wichtiger ist als formelles Lernen?

Es ist erwiesen, dass wir mehr aus unserer

eigenen Arbeit und von Arbeitskollegen

lernen als von formellen Schulungen.

Professor Andries de Grip

beispielsweise veröffentlichte im Juni

2015 einen Report zur „Bedeutung von

informellem Lernen am Arbeitsplatz“.

Er geht davon aus, dass 98 % der Zeit,

die wir auf das Lernen verwenden, informell

ist. Und je näher das Lernen am

Einsatzort stattfindet, desto effektiver

ist es.

Welche Themen eignen sich für informelles

beziehungsweise formelles

Lernen?

Ich habe bisher noch kein einziges

Thema gefunden, das sich nicht dafür

eignet. Da alles Lernen in einem Kontext

erfolgt, liefert das 70:20:10-Modell

die Möglichkeit, sich kontextbezogen

auf die Performance zu fokussieren. 3

Stahlreport 3|18

49


XXXXXXXXXX

Lifesteel

Interview

3 Wenn man beispielsweise herausragende

Musiker, Designer oder Architekten

betrachtet, haben fast alle mit formellem

Lernen begonnen. Aber

Qualifikationen allein bringen weder

Höchstleistung noch Kreativität hervor.

In meiner Zeit als Chief Learning

Officer bei der Nachrichtenagentur Reuters

habe ich nicht einen einzigen Kandidaten

nur aufgrund seiner Qualifikationen

eingestellt.

Lernen wir in einer ruhigen Umgebung

nicht besser, wenn wir uns auf

formelles Material konzentrieren und

es Schritt für Schritt durcharbeiten

können?

Ja, manchmal schon. Wenn wir Zeit

haben, uns ohne Ablenkung auf neue

Ideen und Informationen zu konzentrieren,

ist das hilfreich. Aber in der

Medizin beispielsweise haben Studien

gezeigt, dass längere Erfahrung und

Praxis zu weniger Komplikationen führt.

Lernen im täglichen Arbeitsablauf hat

einen sehr großen Effekt.

Welche Lernkonzepte treffen Sie in

den Unternehmen an?

Viele Unternehmen planen ihr L&D mit

einer – wie ich es nenne – kurszentrierten

Mentalität, wo alles in Kurse, Programme

und Curricula gepackt wird.

Auf informelles Lernen wird kaum Wert

gelegt. HR- und Weiterbildungsverantwortliche

sehen ihre Aufgabe vor allem

darin, Content und Kurse zu planen, zu

entwickeln und zu verteilen. Aber wir

wissen, dass Höchstleistung nicht nur

von formalem Wissen und Fertigkeiten

abhängt, sondern auch vom richtigen

Arbeitsumfeld und den richtigen

Arbeitsinstrumenten. Manche Unternehmen

schaffen den Einstieg in die

Wissensära, doch die meisten E-Learning-Angebote

sind noch viel zu contentlastig.

Sogar das Micro-Learning und

die Learning Nuggets, die sogenannten

Wissensbissen, stellen den Content in

den Mittelpunkt und basieren auf Informationen

und Wissenstransfer‘.

Was haben Sie ge gen den Begriff „Wissenstransfer“

?

Wir können nicht wirklich Wissen transferieren.

Man kann anderen helfen, ihr

eigenes Wissen aufzubauen, aber es ist

kein Eimer, den man weiterreicht. Das

Wissen von Leistungsträgern ist größ-

tenteils implizit. Es kann demnach

nicht ‚erfasst und verpackt‘ werden.

Diese Menschen treffen ständig Entscheidungen

innerhalb eines stetig

wechselnden Umfelds. Wir müssen

unser Denken und Handeln weniger

dem Wissenstransfer widmen als vielmehr

der Unterstützung von Mitarbeitern

in ihren täglichen Arbeitsabläufen.

Das bedeutet eine Verlagerung

von „course to ressource“.

Wie sollten Arbeitsplätze strukturiert

und gestaltet werden, um ein

effektives Lernen zu unterstützen?

Man braucht nicht unbedingt eine physikalische

Veränderung von Gebäuden

und Arbeitsplätzen. Man muss

stattdessen an der Lernkultur der Organisation

arbeiten. Ein Beispiel ist das

Lernen aus Irrtümern und Fehlern.

Die Luftfahrt beispielsweise ist deutlich

sicherer als die Medizin, denn sie

pflegen eine Kultur, aus Fehlern zu

lernen. Wenn Piloten einen Fehler

machen, berichten sie darüber, denn

sie sind gesetzlich vor Entlassung

geschützt. Die Fluglinien teilen ihre

Reports und Erkenntnisse mit anderen,

sodass jeder davon profitieren

kann.

Haben Mitarbeiter beim informellen

Lernen mehr Einfluss darauf, was

und wie sie lernen?

Ja, auf jeden Fall. Aber es gibt auch Einschränkungen.

Was unabhängige Lerner

zu lernen haben, wird von ihrer

Arbeit bestimmt. Das heißt, ihre Vorgesetzten

haben einen Einfluss darauf,

was und wie oft ihre Mitarbeiter lernen.

Verständnis und Führung durch

das Management sind wichtig bei fast

jeder Form informellen Lernens.

Sind Mitarbeiter gewillt und kompetent

genug, um das Lernen in die

eigenen Hände zu nehmen?

Ja, das sind sie. Wir dürfen nicht vergessen,

dass Mitarbeiter erwachsene

Menschen sind. Eines der Probleme

liegt darin, dass viele L&D- und HR-

Experten sie als ‚Lerner‘ betrachten

und dabei ‚Schüler‘ oder gar ‚Kinder‘

meinen. Die meisten Erwachsenen

wissen sehr wohl, welche Fähigkeiten

sie benötigen. 2

Impressum

STAHLREPORT

Das BDS-Magazin für die Stahldistribution

Stahlhandel | Stahlproduktion |

Stahlverarbeitung

Offizielles Organ des BDS-Fernstudiums

Herausgeber:

Bundesverband Deutscher Stahlhandel

Max-Planck-Straße 1

40237 Düsseldorf

Redaktion:

Dr. Ludger Wolfgart (Chefredakteur)

Telefon (02 11) 8 64 97-11

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Markus Huneke

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BDS AG

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Layout:

auhage|schwarz, Leichlingen

Druck:

Hellendoorn, Bad Bentheim

Erscheinungsweise: monatlich (10 Hefte/Jahr)

Bezugspreis:

Jährlich 65 € im Inland und 70 € im Ausland

zuzüglich Versandspesen und Mehrwertsteuer.

Abbestellungen sind lediglich unter Einhaltung

einer dreimonatigen Kündigungsfrist zum Jahres -

ende möglich. Für die Mitglieder des BDS und die

Teilnehmer im BDS-Fernstudium ist der Bezug

eines Exemplars der Fachzeitschrift „Stahlreport

im Mitgliedsbeitrag bzw. in der Studien gebühr

enthalten. Ein Nachdruck ist nur mit ausdrücklicher

Genehmigung der Redaktion gestattet.

Anzeigenpreis: Zur Zeit gilt die Preisliste Nr. 35.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte oder

Fotos übernehmen Herausgeber, Redaktion und

Verlag keine Gewähr. Namentlich oder mit Initialen

gekennzeichnete Beiträge vertreten eine vom

Herausgeber unabhängige Meinung der Autoren.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird mitunter

auf die gleichzeitige Verwendung mänlicher

und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche

Personenbezeichnungen gelten gleichwohl

für beiderlei Geschlechter.

Außerdem bittet die Redaktion um Verständnis,

dass insbesondere Firmennamen je Artikel in der

Regel nur einmal in ihrer werbeorientierten Form

verwendet und entsprechende Begriffe häufig

eingedeutscht werden.

International Standard Serial Number:

ISSN 0942-9336

Diese Zeitschrift wurde aus umwelt schonendem

Papier hergestellt.

Beilagenhinweis:

Dieser Ausgabe liegen Beilagen vom Bundesverband

Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V.

(BME) bei.

50 Stahlreport 3|18


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Fernstudium – in drei Jahren berufsbegleitend zum „Betriebswirt Stahlhandel (BDS)“

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Bundesverband Deutscher Stahlhandel

(BDS AG)

Max-Planck-Straße 1

40237 Düsseldorf

Telefon: 0211 86497-0

www.stahlhandel.com


BDS-Berufsbildung

Seminare und sonstige (BDS-)Veranstaltungen

2018

Seminarthema Termin Tagungsort

Rohrtag 01.03. Düsseldorf

Rohre und Rohrzubehör (Seminar) 05.-07.03. Paderborn

Qualitäts- und Edelstahl (Seminar) 15.-16.03. Nürnberg

Blankstahl (Seminar) 10.-11.04. Ludwigsburg

Betonstahl (Seminar) 24.-25.04. Kehl

Stahleinkauf (Kooperation) (Seminar) 24.-25.04. Duisburg

Trägertag 07.06. Düsseldorf

Flacherzeugnisse – Feinbleche –

Oberflächenveredelung (Seminar) 11.-12.06. Duisburg

Einführung Fernstudium 01.-06.07. Soltau

Stahlkunde (Seminar) 22.-24.08. Gröditz

Stahleinkauf (Kooperation/Seminar) 04.-05.09. Duisburg

Verkauf (Seminar/Webinar) 11.-12.09. Soltau

Gebietsversammlungen 10.-14.09. bundesweit

Nichtrostende Stähle (Seminar) 17.-18.09. Wetzlar

Werkstoff- und Produktkunde (Lernteam/Webinar) 05.-06.11. Kehl

Verkauf (Lernteam/Webinar) 08.11. Hamburg

Grobbleche (Seminar) 19.-20.11. Wernigerode

Stahleinkauf (Kooperation/Seminar) 04.-05.12. Duisburg

Stahlkunde (Seminar) 05.-07.12. Gengenbach

Diese Übersicht gibt den Stand der Planungen für Lernteam- und Seminarveranstaltungen

und zum Fernstudium sowie zu entsprechenden Kooperationen wieder.

Änderungen jeder Art sind vorbehalten, vor allem Ergänzungen. Über weitere Details sowie zu

den Anmeldemöglichkeiten informieren Sie sich bitte im Internet (www.stahlhandel.com) oder

wenden sich telefonisch bzw. elektronisch an den

BUNDESVERBAND DEUTSCHER STAHLHANDEL (BDS)

Max-Planck-Straße 1 · 40237 Düsseldorf

Telefon: 0211/86497-19 · Telefax: 0211/86497-22

E-MAIL: WYNANDS-BDS@STAHLHANDEL.COM

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