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Vereinszeitung für die Mosel - August 2018

Vereinszeitung für die Mosel - August

VEREINS- Dienstag, 14. August 2018 Vereinszeitung für die Mosel Ein Produkt des Trierischen Volksfreunds ZEITUNG Über Stock und Stein Die Reiterfreunde Gornhausen sind auf vielfältige Art und Weise aktiv Seite 4 Rund um die Biene Der Kreisimkerverband organisiert sieben Ortsvereine und 222 Imker Seiten 8/9 In der Halle statt auf Sand Der Beachvolleyballclub Thalfang hat trotz Platznot viel Zulauf Seite 13 Zwölf Nationen am Brett vereint Der Schachclub Wittlich ist gerade in der Nachwuchsförderung sehr engagiert – Fantasie, Konzentration und Geduld stehen besonders hoch im Kurs. I nsgesamt sind es 84 Mitglieder, davon 33 Kinder und Jugendliche, das jüngste fünf, das älteste 82 Jahre alt. Nicht weniger als zwölf Nationen sind im Verein vertreten. An den aktuellen Zahlen ist deutlich ablesbar: Die Jugendarbeit ist ein Hauptanliegen des Schachclubs Wittlich, fast die Hälfte der Mitglieder sind Kinder und Jugendliche. Hier steht der Spaß am Sport im Mittelpunkt, weniger der Leistungsgedanke. Derzeit findet das Kinder- und Jugendtraining in fünf Gruppen statt, geleitet von den vier C-Trainern (Elke Klink, Udo Klink, Armin Müllen und Jürgen Müllen. Eric Berres, Daniel Stiltz und Frank Wissen absolvieren zurzeit die C-Trainer- Ausbildung). „Wie sind die Spiegelregeln?“, „Wie ziehen die einzelnen Figuren?“, „Wie setzt man matt?“ „Worauf muss ich achten, wenn ich eine Partie spiele?“. Vor allem mit diesen Fragen beginnt der Einstieg ins Schachspiel. Sind die ersten Hürden genommen, kann, wer will, auch schon in der vereinsinternen Schülermeisterschaft oder in der C-Klasse erste Wettkampferfahrung sammeln. Im weiteren Verlauf lernt man die verschiedenen Stadien einer Schachpartie kennen: Eröffnung, Mittelspiel und Endspiel und deren Besonderheiten, übt taktische Mittel und beschäftigt sich mit taktischen, strategischen und positionellen Feinheiten. Schachspielen fördert Fantasie, Konzentration und Geduld, und stärkt die allgemeine wie die schulische Leistungsfähigkeit. Klaus Schmitz Stadtmeister Bruno Comes: Ein Pfarrer ist der stärkste Spieler Bruno Comes ist Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Wittlich und zurzeit der stärkste Spieler des SC. Den Titel des Stadtmeisters hat er 2015, 2016 und 2018 gewonnen. „Ich spiele Schach, weil es mir Spaß macht, mit Jung und Alt gemeinsam zu spielen“, lautet seine Begründung für seine Passion Schach. Der Titel als Stadtmeister berechtigt ihn, zu einem Simultanturnier einzuladen. Er spielt dabei gleichzeitig gegen mehrere Gegner. Das hat er auch in diesem Jahr gemacht. Ziel ist es immer, so viele Partien wie möglich zu gewinnen. Für ihr besonders spannend dabei: „Wer sind die Gegner, wie sind sie drauf, nutzen sie ihre Chancen?“ In diesem Jahr war die Gruppe bunt gemischt. Mit dabei 20 Ob Jung, ob Alt: Schach ist ein generationenübergreifender Sport und fordert viele Eigenschaften. Der Spaß kommt aber in keinem Fall zu kurz. „Gegner“, der Jüngste zehn, die Älteste 80 Jahre alt. So läuft die Partie ab: Die Spieltische sind im Raum an den Außenwänden aufgestellt. Die Spieler sitzen nach außen, Comes bewegt sich in der Mitte von Tisch zu Tisch. Er erklärt den Ablauf und die Regeln vor dem Start so: „Es gibt keine Uhr, wie beim Spiel eins gegen eins, um die Bedenkzeit zu begrenzen. Die Gegner dürfen ihre Züge erst tätigen, wenn ich bei ihnen bin, um den einzelnen Zug zu verfolgen.“ Mit dem Handschlag als Begrüßung beim ersten Zug geht es los. In den drei Stunden fließt auch beim Stadtmeister viel Schweiß. Am Ende ist er zufrieden. Nur dreimal hat er bei den insgesamt 20 Partien verloren . (ks) Im jährlichen Kalender des Schachclubs stehen einige Turniere und Veranstaltungen. Teilnehmen können daran auch immer wieder jene, die zwar am Schach interessiert, aber (noch) kein Vereinsmitglied sind. Kontakt über den Vorsitzenden Armin Müllen, Telefon 06571/ 6321 oder via Internet: www.schachclub-wittlich.de. Der Spielbetrieb beim Schachclub Mannschaften: Die Saison 2018/2019 wird der Verein wieder mit neun Mannschaften bestreiten: Erste Mannschaft in der 2. Rheinland-Pfalz Liga, zweite Mannschaft Bezirksliga, dritte, vierte und fünfte Mannschaft in der A- Klasse. Die Teams sechs, sieben, acht und neun in der B-und C-Klasse sind überwiegend mit Kindern und Jugendspielern besetzt. Turniere: Der Schachclub selbst veranstaltet Turniere, an denen auch Nicht-Mitglieder teilnehmen können: Wittlicher Stadtmeisterschaft, Schnell – und Blitzschach, Säubrenner Schnellschach Open, Zwei-König-Turnier, Kandzia-Pokal und Sommerturnier. Schon seit 40 Jahren aktiv „Ohne Elke Klink und Armin Müllen wäre der Verein nicht so erfolgreich.“ Das sagt Bernd Bömer, der Pressewart des SC. Elke Klink ist seit 2008 die Vorsitzende der Gesellschaft zur Förderung des Schachspiels; Müllen seit zwei Jahrzehnten der Vorsitzende. Drei Fragen an den Vereinsvorsitzenden Armin Müllen: Was ist Schach? Müllen Schach ist eines der ältesten und komplexesten Brettspiele. Gespielt wird von zwei Spielern auf einem Brett mit 64 Feldern, 32 weiße und 32 schwarze Felder, die abwechselnd in einem Quadrat von acht mal acht Feldern angeordnet sind. Mit 16 weißen und 16 schwarzen Figuren, je ein König, eine Dame, zwei Türme, zwei Läufer, zwei Springer und acht Bauern beginnt Weiß das Spiel aus der Grundstellung. Ziel des Spiels ist es, den gegnerischen König matt zu setzen. Wie kamen Sie zum Schach? Müllen Ich habe das Schachspielen von meinem großen Bruder gelernt. In den Club kam ich durch einen Schulfreund und meinen Mathelehrer Reinhold Kasper. Ich spiele jetzt fast 40 Jahre Schach und es macht mir immer noch viel Spaß. Wie ist es Ihnen möglich, jetzt seit 20 Jahren den SC mit seinen neun Mannschaften, den vielen Einzelturnieren, dem Vereinshaus und fast täglichem Training zu führen? Müllen Mit der Zeit bekommt man Routine für gewisse Abläufe. Oft gebe ich 100 Prozent und investiere viel Zeit in den Club. Fotos (3): Klaus Schmitz Sie sind zwei der Leistungsträger im Verein: Elke Klink und Armin Müllen. Doch meist lohnt sich die ehrenamtliche Arbeit, wenn ich sehe wie gerne viele Schach spielen. Natürlich habe ich auch ein gutes Team im Vorstand und auch im gesamten Club finden sich meist viele helfende Hände. Für die neun Mannschaften sind die einzelnen Mannschaftsführer zuständig. Bei den vereinseigenen Turnieren ist Udo Klink meist Turnierleiter. Unser Mann für die Öffentlichkeitsarbeit ist Bernd Bömer. Für unsere Finanzen ist seit fünf Jahren Hubert Fuchs zuständig, der darauf achtet, dass der Schachclub weiterhin schwarze Zahlen schreibt. Frank Wissen als Jugendleiter kümmert sich um den Schachnachwuchs, damit auch in Zukunft in Wittlich noch Schach gespielt wird. Interview: Klaus Schmitz