Kurier_2-18_web

pullipull

Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft FKG 1 e.V.

1

Vereinskurier der

Traditionsgemeinschaft

Flugkörpergeschwader 1 e.V.

Landsberg am Lech

Ausgabe 02/2018 August 2018

Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1 e.V.

Postfach 10 17 02

86887 Landsberg am Lech

http://www.tradgem-fkg1.de


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Titelseite: Marita und Bernd Urbschat vor der „Heidnischen Kirche am Mooserboden“

in Kaprun auf 2040 m Höhe (Bild: P. Wodniok)

Rückseite: Renate und Dieter Sponseil in der „Kitzlochklamm“ bei Taxenbach

(Bild: P. Wodniok)

Unser Vereinslokal: Der Gasthof

„Zur Brücke“ (Brückenwirt), Brückenring 1, 86916 Kaufering Ost.

beginnend an der Autobahnausfahrt LANDSBERG Nord

2


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Inhalt

In eigener Sache 5

Die Frau als Hausärztin - Einführung heranreifender Kinder in sexuelle Angelegenheiten 6

Wer weiß es? Viel Glück! Wer wusste es? - Lösung 01/18 9

50/50 - PERSHING/PATRIOT 10

TradGem Reise 2018 - Salzburger Land - 14

Feldberichte von Karl Kathan (5) 16

Die Vorstandschaft 23

Nachruf24

Geburtstage25

In eigener Sache 28

Mitgliederversammlung 2018 29

In eigener Sache (Mitgliederliste) 30

Änderungsmeldung31

Traditionsgemeinschaft FKG 1 im Web PERSHING im Web 32

K. W. Staben, ein Ehemaliger meldet sich 33

Wie alles seinen Anfang nahm 34

Stele mit Gedenktafel in der ehemaligen Saarburgkaserne 36

Die TradGem FKG 1 e. V. wurde volljährig! 38

Wer erinnert sich noch? 39

Das neue Transportflugzeug der Luftwaffe - A400M - (Teil 17) 40

Termine, Spenden 43

Skygofree – eine filmreife Spyware 44

Verschlüsselung47

Herausgeber,

Gesamtherstellung

und verantwortlich f.

d. Inhalt:

Grafik und Layout:

Bilder:

Impressum

Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1 e.V.

Postfach 10 17 02

86887 Landsberg am Lech

E-Mail: info@fkg1.de

www.tradgem-fkg1.de

Peter Wodniok

AIRBUS Defence & Space, Bundeswehr, K. Carius, Google Earth, F. Kathan, H. Lichnowski,

Microsoft, K. H. Staben, P. Wodniok

3


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Achtung!

Schnell zugreifen - Noch verfügbar

Bildband

„Flugkörpergeschwader 1 - 1963 - 1991“

Preis: € 12,- zuzügl. Versand

Video CD (2 VCDs) mit

Rundgang Saarburgkaserne

Fahnenweihe TradGem FKG 1

Exercise Black Jack

Jahresschießen PERSHING

Waffensystem PATRIOT

Einsatzgeschwader 1 Lw

Flying Display EUROFIGHTER

Preis: € 12,- zuzügl. Versand

Beide Artikel, Bildband wie auch VCDs, sind über jedes Vorstandsmitglied erhältlich.

Wir bieten außerdem an:

Hochwertige Baumwoll-Cap - TradGem FKG 1

Preis f. Mitglieder: 5,- €

Preis f. Nicht-Mitglieder: 10,- €

Farbe navy-blau, 6 Segmente jeweils mit Lüftungsloch,

8 Ziernähte, verstellbar durch Metallschnalle mit

Druckknopf und Stofföse hinten.

Direkteinstickung mit FKG1-Wappen in Farbe vorne, hinten

„www.tradgem-fkg1.de“ in Gold.

Die Ausrüstung der Bundeswehr 2009

Taschenbuch mit jeweils ein- bis zweiseitigen Beiträgen

über die eingeführte bzw. in Entwicklung befindliche

Ausrüstung der Bundeswehr (544 Seiten).

Sonderpreis für TradGem Mitglieder: € 13,--

excl. Versand in BRD

4


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

In eigener Sache

Liebe Mitglieder,

Fischer, freuen wir uns, dass dort Anfang

Juli gefeiert werden konnte: 100 Jahre im

Familienbesitz!

bei unserer Gruppenreise 2018 mit 24 Teilnehmern

ins Salzburger Land (Seiten 14+15)

hatten wir Glück mit dem Wetter und ein

prima Hotel ausgesucht. Vom „Restgeld“

spendeten die Teilnehmer 240 € an die „Sorgenkinder

im BwSW“.

Mein Dank gilt den Mitorganisatoren (die

schon wieder am Planen sind … !)

Landsberger Wies’n: Dass beim Abend der

Vereine auch noch ein Deutschlandspiel der

Fußball-WM im Festzelt übertragen wurde,

war nicht so positiv angekommen. Die Lautstärke

war enorm, sodass es nur wenige

Teilnehmer etwas länger ausgehalten hatten.

Zusammen mit der Einladung hatte ich allen

Mitgliedern auch Informationen zum geänderten

Datenschutzrecht in der EU (DS-GVO)

versandt und um Rücksendung der ergänzten

Einverständniserklärung gebeten.

Da uns bisher erst eine Rücklaufquote von ca.

60 % erreicht hat, bitte ich die restlichen Mitglieder

um baldige Rücksendung (Post, eMail,

Fax). Beachten Sie hierzu auch Seite 28.

Mit unserem „Brückenwirt“, der Familie

Von einem Mitglied erhielt ich als Spende

einen Modellbausatz P1a mit Zugmaschine

und Trailer im Maßstab 1:32. Wer daran

Interesse hat, möge bitte Kontakt mit mir

aufnehmen.

Die nächste Mitgliederversammlung findet

am Samstag, 13.10.2018 ab 15 Uhr in

Kaufering-Ost beim Brückenwirt (Gasthof

zur Brücke) statt. Beachten Sie bitte die Einladung

auf Seite 29 und auch die anderen

Termine auf Seite 43.

Bis dann,

Ihr Hans Lichnowski

5


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Die Frau als Hausärztin -

Einführung heranreifender Kinder in sexuelle Angelegenheiten

Ein glücklicher Umstand während meines USA-Aufenthalts führte

dazu, dass ich in den Besitz eines 1928 erschienen Buches mit dem

Titel: „Die Frau als Hausärztin“ gelangte.

Es liest sich wie ein interessanter, gleichsam amüsanter Fortsetzungsroman.

Vergleichen Sie selbst! Ich werde immer wieder einen

Ausschnitt veröffentlichen.

Um Missverständnissen vorzubeugen,

soll zugleich betont werden,

dass es sich nicht um Einführung

von Kindern in sexuelle Gebiete

handelt, die noch unbefangen in ihrer

kindlichen Welt leben, sondern

um die Aufklärung heranwachsender,

denkender, junger Menschen,

die auf die rechte Bahn geleitet und

vor Verirrungen, die in unserer Zeit

leider schon sehr frühzeitig beginnen,

bewahrt werden sollen. Sie forschen

und fragen bereits, ihre Neugierde

ist durch Erwachsene oder frühreife,

im falschen Sinne aufgeklärte

Schulgenossen geweckt. Es ist daher

an der Zeit, ihnen Rede zu stehen

und unverstandenen Gebieten den

Reiz des Geheimnisvollen oder gar

Verlockenden zu nehmen.

Auf die Frage, in welchem Alter die

Belehrung zu beginnen habe, antworten

wir, dass dieses nach der Individualität

der Kinder sehr verschieden

ist. Im Allgemeinen gelte der Rat,

erst dann zielbewusst anzufangen,

wenn das Kind selbst mit bestimmten

Fragen kommt und wenn wir bemerken,

dass es zu suchen beginnt.

Man greife also niemals vor, noch

viel weniger stoße man den kindlichen

Geist gleichsam darauf. Ist der

Geist des Elternhauses ein reiner,

wird das Kind niemals durch hässliche

Schimpfreden, frivole Späße, die

lebhafte Kinder sich mitunter besonders

gut merken, oder freie, unfeine

Verhältnisse Erwachsener beiden

Geschlechts auf geschlechtliche Angelegenheiten

hingewiesen. Besitzt

die Mutter das Vertrauen ihrer Kinder,

so werden sie an allem Gemeinen

unberührt vorübergehen und es wird

sich bei hygienischer und vernünfti-

6


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

ger Erziehung niemals die sexuelle

Frühreife, mit Neugierde und Genäschigkeit

gepaart, entwickeln, die

man bei seelisch vernachlässigten,

nervösen Kindern der großen Städte

so häufig findet. Unbefangenheit

des Kindes ist seelische Gesundheit!

Denkende, reine Kinder aber, die

gute Schulbildung genießen, stellen

oft schon mit 10 Jahren Fragen, die

eine ängstliche und mit Naturwissenschaften

nicht vertraute Mutter in

arge Verlegenheit stürzen und die sie

daher meist nicht beantworten kann.

Diese Verlegenheit hat dann die bekannten

Märchenlügen gezeitigt, die

bei gescheiten Kindern sehr bald ein

schädliches Misstrauen erregen und

nur gefährliche Neugier wecken.

Von Befruchtung und Begattung

darf man nur dann sprechen, wenn

das Kind die nötige Vorbereitung

besitzt und mit den Vorgängen in

der Pflanzenwelt genügend vertraut

ist. Ferner nur dann, wenn es

durch eigenes Denken und logischen

Schluss vor der letzten Ursache suchend

und fragend steht. Dann ergibt

sich alles gleichsam von selbst.

Das langsam in die Sache hineinwachsende

Kind erstaunt und entsetzt

sich niemals, sondern ist von

Ehrfurcht erfüllt von den großartigen

Vorgängen in der Natur. Mit

reinem Sinn betrachtet es dann auch

die Vorgänge im menschlichen Leben

und ganz von selbst, ohne dass man

daran gerührt, kommt es allein zum

letzten Schluss. Den warte man ruhig

ab!

Wir haben also nur die richtige Vorbereitung

zu geben und für wissenschaftliche

Grundlagen zu sorgen.

Unbeschreibbare Vorgänge bespricht

man nicht. Fein erzogene, keusch

wirkende Kinder fragen auch nicht

nach dem Letzten, wenn sie fühlen,

dass man Heiliges nicht dreist berühren

dürfe. Man bringe ihnen nur

Ehrfurcht vor dem Wesen der Liebe

bei, wenn sie in das gefährliche Alter

von 14 Jahren eingetreten sind und

überlasse bei fortgesetzter Pflege der

Naturwissenschaften alle weiteren

Schlüsse ihnen selbst.

Bericht: Peter Wodniok

7


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Wer weiß es?

Lösung einsenden an:

Traditionsgemeinschaft FKG 1 e. V.

Postfach 10 17 02

D-86887 Landsberg am Lech

oder info@tradgem-fkg1.de

Aufgabe eingereicht von Gernot Stratenberg

Das Waffensystem Pershing1 nutzte das

Kettenfahrzeug M474 E2 für den Transport

der Waffensystemhauptkomponenten. Die

beiden Ketten hatten mit Hartgummiplatten

belegte Kettenglieder. Wie viele Kettenglieder

hatten die Ketten?

1 Linke und rechte

Kette

2 Linke und rechte

Kette

3 Linke Kette

Rechte Kette

je 65 Glieder

je 66 Glieder

65 Glieder

66 Glieder

Senden Sie Ihren Lösungsvorschlag (Zahl) bis spätestens 15.09.2018 per Post oder E-Mail

an einen der Vorstände (siehe rechts oben).

Bei richtiger Lösung erhalten bis zu 3 (ggf. ausgeloste) Teilnehmer die Hälfte ihres bezahlten

Jahresmitgliedsbeitrages zurückerstattet.

Viel Glück!

Viel Glück!

8


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Wer wusste es? - Lösung 01/18

5 Gangster

8 Polizisten

1 Busfahrer

26 Schüler

6 Räuber

1 Obdachloser

3 Pfadfinder

1 Kapitän

83 Mannschaften

134 Darsteller

Bezüglich „Darsteller“ war die richtige

Lösung 134 Darsteller

Uli Sawrun

Wolfgang Pscheidl

Herzlichen Glückwunsch!

Es gingen leider nur 3 Antworten ein.

Antonello Taranto, Uli Sawrun,

Wolfgang Pscheidl

Mitgliederzahl

Stand: 10. August 2018

279 Mitglieder

davon 2 passive Mitglieder

Männer der ersten Stunde.

Vorne links sitzend ist der Eigentümer des Bildes, Herr

K. W. Staben (Bild), rechts neben ihm Herr Gohlke.

K. W. Staben war Soldat von 1962 bis 1968 und wechselte

dann zur Kriminalpolizei.

9


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

50/50 - PERSHING/PATRIOT

In unregelmäßigen Abständen berichten wir hier unter der Rubrik:

„Was ist aus ihnen geworden?“ über den Werdegang von

Mitgliedern während und nach ihrer PERSHING-Zeit.

In dieser Ausgabe über Kurt CARIUS, der den Bericht selbst

verfasst hat.

In Kaufbeuren, im schönen Allgäu, bin ich

aufgewachsen. Mein Vater, der im 2. Weltkrieg

bei V1 gedient hatte, war 1956 in die

Bundeswehr eingetreten und 1957 sind wir

von Eckernförde nach Kaufbeuren umgezogen.

Nach meinem Realschulabschluß und abgeschlossener

Lehre als Maschinenschlosser,

ging es zum 01.10.1967 in die Grundausbildung

zur 7./LAR 4 nach Mengen.

Die Versetzung nach der Grundausbildung

erfolgte auf eigenen Wunsch zur

Versorgungsstaffel der Flugkörpergruppe

13 nach Kaufbeuren. Ein Grund für diesen

Wunsch war eine angestrebte Ausbildung

als FKGerMechMeister mit einer Ausbildung

in den USA.

Vom Juli 1963 bis zum September 1964 war

ich bereits mit meinen Eltern, aufgrund der

Ausbildung meines Vaters, mit in den USA

gewesen und hatte dort die High School in

Huntsville, AL, sowie in Lawton, OK, besucht.

Als damaliger Teenager hat mir diese Zeit in

Amerika sehr gut gefallen und irgendwie

hatte ich nichts dagegen, in die „Fußstapfen“

meines Vaters zu treten.

Nach erfolgter Ausbildung in den USA zum

FKGerMechMstr kam meine weitere Verwendung

in der Versorgungsstaffel FKG1 in

der Flugkörpergeräteinstandsetzung. 1974

erfolgte ein Dienstpostenwechsel auf die

Teileinheit in das Triebwerklager Dornstetten.

Aufgrund der dort auszuübenden Tätigkeit

musste ich einen weiteren Lehrgang in den

USA zum FK-Feldwebel absolvieren. Dies

erfolgte von November 1975 bis Juni 1976.

Mittlerweile zum Berufssoldaten ernannt,

wechselte ich im August 1980 auf den

Dienstposten als TE-Führer der FKGerInst in

die Halle 11 in der Saarburgkaserne. Diesen

Dienstposten hatte ich bis zum August 1983

inne.

Zum 1. September 1983 hatte ich mich auf

einen Dienstposten in den USA, beim damals

neu eingerichteten Deutschen Verbindungsoffizier

zum PERSHING Projekt Manager‘s

Office (LwVO zum PPMO), im Redstone Arsenal,

AL, beworben. Auf diesem Dienstposten

habe ich von 1983 bis 1988 Dienst getan.

10


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

LwVO zum PPMO wurde ich im September

1988 zurück nach Deutschland in meine neue

Tätigkeit beim Materialamt der Luftwaffe in

Köln-Wahn versetzt.

Zu diesem Zeitpunkt stand bereits fest, dass das

neu eingeführte Waffensystem PERSHING II

der US Army, sowie das Waffensystem P1a

der Deutschen Luftwaffe aufgrund der SALT

Die damaligen Verbindungsoffiziere waren

OTL Wolfgang Buttler und später OTL Horst

Helbig. Meine Hauptaufgabe bestand darin,

dem Verbindungsoffizier bei seiner täglichen

Arbeit unter die Arme zu greifen und aus

technischer Sicht, die logistische Versorgung

des Waffensystem P1a der Deutschen Luftwaffe

zu unterstützen. Zusätzlich zu dieser

Kernaufgabe beim LwVO zum PPMO wurden

Projekte im Bereich der Herstellung von

Trainerstufen, Blitzschutz, Vorbereitung von

Jahresschießen usw. gesteuert und angeleitet.

Es bestand eine enge Zusammenarbeit mit

dem Materialamt der Luftwaffe, Abteilung

IV A5 in Köln-Wahn.

Die US Army hatte in diesem Zeitraum bereits

begonnen, das Waffensystem PERSHING II

einzuführen.

Nach dieser sehr interessanten Tätigkeit beim

- Gespräche abgerüstet werden sollten.

Zur gleichen Zeit befand sich das Flugabwehrraketensystem

PATRIOT in der Einführung

in die Luftwaffe. Das WaSys PATRIOT

wurde im gleichen Dezernat beim MatALw

betreut, wie das WaSys P1a. Die direkte

logistische Betreuung für das PATRIOT

Waffensystem wurde jedoch durch eine

Waffensystempartnerschaft bei der NAMSA

(NATO Maintenance and Supply Agency), in

Capellen, Luxembourg durchgeführt. Heute

heißt diese Agentur NATO Support and Procurement

Agency = NSPA.

Für das bei der NAMSA in Capellen neu

eingerichtete Programm wurde technisches

Personal mit Kenntnissen in den logistischen

Verfahren der US Army, dem US Government

und der US Industrie gesucht. Die 5 Jahre im

LwVO zum PPMO und die Zusammenarbeit

11


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

mit dem US Army Missile Command (USAMI-

COM), hatten mich in gewisser Weise spezialisiert

und man bot mir an, mich auf einen

Posten im PATRIOT Programm in Capellen,

Luxembourg, zu bewerben.

Eine spezifische technische PATRIOT-Ausbildung

war nicht Voraussetzung, so dass ich

im Eigenstudium und in Kurzeinweisungen

„PATRIOT“ kennen lernte.

Nach erfolgreich bestandenem Interview bei

der NAMSA in Capellen, Luxembourg im Juli

1989, wurde ich auf eigenen Antrag zum

30. Oktober 1989 vom aktiven Dienst in der

Bundeswehr, unter Wegfall der Geld- und

Sachbezüge, beurlaubt und trat am 2. November

1989, als „Zivilist“, im Interesse der

Bundesrepublik Deutschland meinen Dienst

als „Technician“ beim PATRIOT Programm in

Capellen, Luxembourg an.

Im November 1990 haben meine Frau und

ich unseren Wohnsitz von Lohmar nach Luxembourg

verlegt.

Die Beurlaubung für eine Verwendung auf

einem Dienstposten bei der NAMSA für Soldaten

war damals in der Regel auf 3 Jahre

festgesetzt. Danach konnte jedoch eine weitere

Beurlaubung beantragt/ausgesprochen

werden, die jedoch unter einer Maximaldauer

von 10 Jahren bleiben sollte.

Im Rahmen meiner Tätigkeit für die logistische

Betreuung des Waffensystems PATRIOT

war ich für das Ground Support Equipment

(GSE,Bodengeräte) zuständig. Meine Hauptaufgabe

bestand darin, Spezifikationen für

Verträge aus technischer Sicht vorzubereiten

und später zu betreuen.

Vornehmlich wurden Verträge mit der Industrie

und zivilen Firmen in den Partnerländern

der Waffensystempartnerschaft abgeschlossen.

Damals bestand diese Partnerschaft aus

den USA, den Niederlanden und Deutschland.

Bei den PATRIOT Verbänden aus den USA

handelte es sich jedoch lediglich um die

Betreuung der in Deutschland stationierten

Verbände. Später wurde diese Partnerschaft

noch zu meiner Zeit um die Griechische Luftwaffe

erweitert.

Neben der Betreuung der Waffensystem-

Bodengeräte wurden u. A. Betreuungs-/

Instandhaltungs-/Instandsetzungsverträge

abgeschlossen wie z.B. für elektronische

Teststationen, die der Fehleranalyse von Waffensystemkomponenten

dienten. Hierbei handelte

es sich z.B. um die GETS 1000 B1 und

B1M, die bei der Niederländischen Luftwaffe

sowie bei der Deutschen Luftwaffe eingesetzt

waren. Der Hersteller dieser Teststation war

die Firma Lockheed Martin, vormals Martin

Marietta.

Weiterhin wurden Nachbeschaffungs-/Neubeschaffungs-/Modifizierungsprojekte

mit

der Industrie eingeleitet.

Hier wäre z.B. eine Nachbeschaffung der PA-

12


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

TRIOT Radar Shroud zu erwähnen, die über

die Firma GORE in Schottland nachbeschafft

wurde.

Bei einer deutschen Firma in Rosenheim

wurde u. A. aufgrund von Überalterung eine

Weiterverwendung bei der NATO bis zur

damaligen Altersgrenze von 65 Jahren.

Während meiner beurlaubten Verwendung

bei der NATO wurde ich zum 30. 09. 1999

von der Bundeswehr pensioniert.

Am nächsten Tag habe ich meinen Dienst

unter einem Direktvertrag zwischen der NATO

und mir auf meinem alten Dienstposten

wieder aufgenommen.

Am 30. September 2011 wurde ich dann

neue automatische „solid state“ Ausrichteinheit

für die Startlafette des WS PATRIOT

neu entwickelt und in das System eingebaut.

Mittlerweile findet dieser neue „level sensor“

in allen PATRIOT Startlafetten Verwendung.

Während meiner fast 22 jährigen Tätigkeit in

der GSE Sektion des PATRIOT Programmes,

waren sehr viele Dienstreisen in die USA sowie

auch innerhalb Europas durchzuführen.

Es fanden wiederkehrende Besprechungen

statt, die entweder bei der Industrie oder aber

bei nationalen militärischen Dienststellen

abgehalten wurden.

Ich hatte das Glück, dass ich weitere Verlängerungen

auf meiner Position bei der

NSPA bekam. Dies brachte mich einerseits

näher an die Pensionierung von der Bundeswehr,

andererseits auch über die magische

Zahl von 10 Jahren Verwendung bei einer

NATO-Dienststelle und damit in den Genuss

einer unbegrenzten Übernahme und

auch von der NSPA in den Ruhestand geschickt.

Meine Frau und ich sind Ende April 2016

wieder von Luxembourg in die „alte Heimat“,

ins Allgäu zurückgekehrt und wohnen jetzt

in Bad Wörishofen.

Die Tätigkeit bei der NSPA war sehr interessant

und Luxembourg ist

ein herrliches Land zum

Leben.

Eines ist jedoch sicher,

ohne die vorherige Zeit bei

PERSHING wäre ich wohl

nie in diese Verwendung

bei der NATO gekommen.

PERSHING war die größere Liebe!

13


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

TradGem Reise 2018 - Salzburger Land -

Schon im zehnten Jahr führt die TradGem

FKG 1 ihre Jahresfahrten durch.

Diesmal war das Salzburger Land unser Ziel.

Anreisetag war Sonntag, der 27.05. Es ging

nach Bruck an der Großglocknerstraße in den

Krössenbacherhof, ein Haus des Bundeswehr

Sozialwerkes.

Am darauffolgenden Montag stand ein

Besuch der Kaprun Stauseen auf dem Programm.

Sehr beeindruckend, was da in

2040 m Höhe von Menschenhand geschaffen

wurde.

Der Dienstagvormittag war angefüllt mit einem

Besuch des Wehrhistorischen Museums

in der Schwarzenbergkaserne in Salzburg.

14


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Nachmittags führte uns eine Kulturhistorikerin

durch das historische Salzburg inklusive

Besichtigung des Salzburger Doms. Müde,

gleich weiter zu unserem Nachmittagsziel,

dem Ort Embach, wo ein Berggolfparcours

jedoch begeistert ob der vielen Eindrücke

erreichten wir am Abend mit dem Bus wieder

unser Domizil in Bruck.

Am Mittwoch war Kondition gefragt. Morgens

fuhren wir gleich nach dem Frühstück

nach Taxenbach in die Kitzlochklamm, welche

die meisten von uns auch bis zum Ende

„durchstiegen“. Ein Paar wanderte sogar

auf seine Bezwingung wartete.

Und schon war alles wieder vorbei. Am Donnerstag

mussten bis um zehn Uhr die Zimmer

geräumt sein. Ein Abschiedsphoto, ein

Umarmen und ab gings wieder nach Hause.

Drei unvergessliche Tage und der Wunsch, im

nächsten Jahr wieder mit dabei zu sein. Egal,

wo auch immer es hingeht!

Bericht und Bilder: Peter Wodniok

15


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Feldberichte von Karl Kathan (5)

Fritz Kathan hat die Feldberichte und Bilder

seines Vaters Karl, der den ersten Weltkrieg von

Beginn an bis zum bitteren Ende durchlebt und

überlebt hat, der TradGem FKG 1 zur Veröffentlichung

zur Verfügung gestellt.

- Geschichtsunterricht zum Nachdenken! -

16


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Metz, Pfingsten 1915.

Noch hat sich an meiner Lage nichts geändert und so verbringe ich eben die Feiertage

schlecht und recht im Lazarett, zehrend von den Erinnerungen aus den Pfingsttagen

1914: Wasserburg - Gars - Haag und Ebenhausen. Ich sehne mich wieder arg

hinaus an die Front. Die Ruhe will mir gar nicht recht gefallen. Die langen Wintermonate

über ist der Arbeitsteufel in mich gefahren, ich kann nicht mehr faulenzen.

Und doch vergeht hier Tag um Tag und so auch der heutige, der Pfingstsonntag.

Früh war Kirche. Zum Kaffee gab es Kuchen. Sonst unterscheidet nichts den Tag

von den anderen. Wann geht´s heimzu? Ein neuer Gegner hat sich uns gestellt -

ist’s Verzögerung oder Beschleunigung? Auf gut Glück gehen meine Pfingstgrüße

hinaus. Ich weiß nicht, wer mir welche schickte.

31. Mai.

Mein hiesiger Aufenthalt zieht sich noch in die Länge (10 - 14 Tage!)

2. Juni.

Hier nichts Neues. Wir haben jetzt fast täglich Cabarett-Abende mit reichhaltigem

Programm.

9. Juni.

In wenigen Tagen werde ich wieder zur Front entlassen. Wir haben jetzt schönsten

Sommer, gestern war erstes Gewitter. Auch durfte ich gestern erstmals mit ausgehen.

Der glückliche Zufall fügte es, dass Theaterbesuch traf. Wir gingen also

um 2 Uhr vom Lazarett weg durch die schönen Moselanlagen nach Metz hinein,

dann durch verschiedene Straßen zum

Stadtplatz, ins Residenztheater, das

eigentlich Statthaltertheater heißen

müsste. Soviel ich dabei von Metz

gesehen habe, ist es eine sehr schöne

Stadt. Das Theater ist unserem Hoftheater

täuschend ähnlich. Es wurde

die „spanische Fliege“ gegeben. Das

Stück endete unter dem rauschenden

Beifall des überfüllten Theaters.

Aber wer waren die Zuschauer alle?

Ja, da sah man alles Kriegselend beisammen. Man stelle sich das Theater vor, gefüllt

mit Krüppeln, Lahmen, Kranken aller Art, Offiziere ebensogut wie Mann-

17


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

schaften. Nach der Vorstellung ging ich wieder heimzu denselben Weg; zum Einkehren

kamen wir leider nicht.

Ich habe jetzt schon wieder Kräfte für ein halbes Kriegs Jahr, obwohl ich hoffe,

dass eher Schluss wird.

Metz, 11.Juni.

Wenn Euch diese Karte trifft, bin ich bereits wieder im Feld bei der Truppe. Hab

soeben meine Lazarettentlassung erfahren. Robert soll nicht triumphieren können.

15. Juni.

Am 12. vom Lazarett entlassen, kam ich an die Sammelstelle nach Longeville. Am

Sonntag, den 13. war Stadturlaub, konnte also Metz und seine Biere gründlich beachten.

14. früh ging es zum Bahnhof und über Conflans - Chambley nach Benoit,

von dort gestern abends hierher zum Zug. Alles beim Alten. Nur schöner ist es mit

dem Sommer geworden. Bald mehr!

18. Juni.

Wir haben hier das reinste Naturparadies bis auf das Schießen, das sich mit der

Hitze steigert bis zur Ungemütlichkeit. So hab ich den schönsten Dienst:

Jede 2. Nacht 6 Stunden, tagsüber immer frei. Noch bin ich auf die Knöpfe gespannt.

Toni Osterried tut mir wirklich herzlich leid. Ebenso seine Eltern. Sprecht ihnen

Grüße und Beileid aus. Ich bring´s nicht fertig.

Was nützt da alle Beförderung und Auszeichnung, wenn man bis zur Unkenntlichkeit

zusammengeschossen wird?

20. Juni.

Mit übermorgen trete ich ein neues Lebensjahr an. Es ist dies wohl der am meisten

stürmische Geburtstag meines Lebens. Wir haben gerade jetzt die schlimmste Zeit

durch eine Unmenge von plötzlichen Feuerüberfällen auf die Ortschaft. Für alle

lieben Glückwünsche innigen Dank.

Tonis Tod geht mir sehr nahe, wenn ich der vielen Stunden gemeinsamen glücklichen

Jugendtreibens denke! Ich finde nicht die Worte, um seinen Eltern zu schreiben

und bitte, für mich einzutreten. Im Lazarett traf ich einen Kameraden Osterrieds

von Germersheim her, erfuhr aber nichts Wesentliches.

Mein Dienst ist wie in den Tagen meines Wegganges: ich bin Stationsältester und

habe als solcher 6 Stunden Dienst in jeder zweiten Nacht, abwechselnd von 8-2

18


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

oder 2-8; tagsüber erhole ich mich oder gehe mit auf Leitungspatrouille. In Drillichhose

und Schlappschuhen, mit aufgestülpten Hemdsärmeln kann ich stundenlang

im Garten am wärmsten Fleck sitzen, ohne gestört zu werden. Im Lazarett haben

wir oft mit geringen Einsätzen Schafkopf gespielt, hier aber bin ich nicht gerne

dabei. Manchmal spielen wir „Dreck‘’, ein Kompositionsspiel. An Essen mangelt

es auch nicht. „So leben wir, so

leben wir“ etc.

Beim gestrigen Pferdeappell,

der nebenbei in Buxieres stattfand,

und wohin von hier aus

je ein Mann ein Pferd hin- und

zurückführte, bei schuhhohem

Staub, war der ganze Stab

der F.A. 3 versammelt. Nebst

anderen rief auch mich der

Hauptmann nachher zu sich,

um folgendes zu sagen: „Ich

mache Sie darauf aufmerksam,

dass Sie wegen Überfüllung bei uns nie Reserve-Offiziers-Aspirant werden

können, auch besteht bei anderen Fernsprechabteilungen gar keine Aussicht hiezu.

Ich kann Ihnen nur zum wiederholten Mal raten (zum 3.Mal), sich zu einer anderen

Waffengattung zu melden. Um Unteroffizier zu werden, müsste der Krieg 2-3 Jahre

dauern, zum Gefreiten kann ich Sie eventuell machen.“

Dies die wörtliche Wiedergabe. Ich meinerseits bin allerdings nicht gewillt, so ruhig

zuzusehen und hinzuwarten, bis es „endlich was wird”, anderseits auch nicht

gewillt, mein ruhiges Dasein mit ungewohntem Schützengrabenleben zu vertauschen

und noch dazu beim 3. Corps, also unter lauter Fremden. Ich glaube aber,

dass es sich machen ließe, über das Ersatzbataillon in ein Münchner Regiment oder

auch ein anderes überzutreten, vorausgesetzt, dass irgendwelche Sicherheit geboten

wäre, unterzukommen. Ich nehme dabei an, dass mich Hauptmann Drechsler als

Gefreiter entlassen würde, heim aber nur dann, wenn eben schon Unterkommen

da wäre. Ich muss gleich hinzusetzen: für Infanterie zeige ich verflucht wenig Neigung,

auch Pioniere ließe ich gerne links liegen. Nun kommt noch eins: Ich habe

immer noch die Absicht, dabei zu bleiben, müsste also als Fahnenjunker übertreten

können. Andernfalls kann ich bis 7. August warten, wo ich, vorausgesetzt, dass der

Krieg gar ist, als Gefreiter der Reserve entlassen werde. Dann hieße es von neuem

wählen und dem ersten Entschluss zu entsagen. Immerhin hätte ich das Bewusst-

19


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

sein, um 2 Jahre allen anderen voraus zu sein.

24. Juni.

Wir gehen jetzt jeden 3. Tag zum Ausasten der Leitungen, was jedes Mal ein ganz

schöner Spaziergang ist.

3. Juli.

Gegenwärtig bewegte Zeit, aber auch schöner Erfolg bei uns! Im übrigen Sommerfrische

ohne Neuigkeit.

5. Juli.

Ich stehe seit heute wieder in ärztlicher Behandlung wegen immer wieder frisch

erscheinender Furunkel, mache aber weiter Dienst. Auch bin ich vom 1. zum 4.

Trupp versetzt.

10. Juli.

In den letzten Tagen sehr viel zu arbeiten gehabt. Strategisches zu schreiben ist

verboten. Auf allen Briefen liegt schwere Zensur. Das macht das Schreiben unangenehm.

19. Juli.

Wir hatten jetzt eine fast endlose Reihe stürmischer Tage, eine strenge Arbeitszeit:

Stationsdienst, Leitungsbau und Patrouillen lösen sich rasend ab.

Die warme Jahreszeit hat an meiner Krankheit nichts gebessert; ja sie verschlechtert

sich von Tag zu Tag mehr. Ich bin jetzt bei voller Dienstleistung in ärztlicher

Behandlung. Ich beabsichtige, da in unserem Feldlazarett so viel wie nichts daran

gemacht wird, nach St. Benoit zu wandern zu unserem Arzt zwecks Überweisung

an einen Heilplatz. Das andauernd schöne Wetter macht unser W. zu einem gemütlichen

Sommeraufenthalt. Je länger wir da sind, desto traulicher wird´s. Wir haben

jetzt doch schon 3/4-jährigen Aufenthalt dahier.

22. Juli.

Seit heute wieder im gleichen Revier wie im Frühjahr. Bleibe wegen der Furunkelgeschichte

voraussichtlich 14 Tage hier. Es scheint dies bei mir eine bleibende

Krankheit zu werden, die mit kurzen Besserungen immer deutlicher hervortritt.

Diese Zeit muss ich also jetzt als Sommererholung betrachten.

20


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

28. Juli.

Gestern bin ich von unserem Arzt zur Operation hierher nach Chambley-Kriegslazarett

überwiesen und heute auf der rechten Seite des zum Sitzen dienenden Körperteiles

geschnitten worden. Ich bin also jetzt zum 2. Mal im Lazarett und hoffe

daraufhin auf kurze Zeit heimzukommen. Brief folgt, sobald ich bessere Schreiblage

einnehmen kann.

30. Juli.

Wir führen hier im Lazarett unter Aufsicht und Bedienung eines Sanitäters ein

Schlemmerleben:

„Schlafen und Essen“ nicht wie in Metz, wo wir alles selbst tun mussten. Es gibt

hier reichliche und gute Kost. Alle paar Tage wird man zum Verband getragen.

Schmerzen habe ich nicht, nur wird die Heilung längere Zeit in Anspruch nehmen.

Möglicherweise werde ich bald nach Mars-la-Tour verlegt, wohin immer die

Transportfähigen kommen. Von Robert schon länger keine Nachricht mehr. Wie

geht es ihm?

Dass Fritzl sich nicht unterhält, ist selbstverständlich. Ich habe aber eine Medizin

dafür: Er ist groß genug für Sport, er soll turnen, schwimmen oder sich auf mein

Rad schwingen und herumkutschieren.

Soll zu Schneller gehen, der ihm gerne an die Hand geht.

Ich hätte auch schon früher anfangen sollen, mich mehr zu bewegen, dann bräuchte

ich jetzt vielleicht nicht an Furunkulose zu leiden.

Sollte ich wirklich auf eine Woche heimkommen, so weiß man schon, woran ein

Monatlicher Feldzugsmagen sich besonders erfreut. Jetzt kommt das Abendessen:

Suppe, Fleisch und Kartoffel.

11. August.

Von Chambley nach Ingolstadt

mit Lazarettzug und nun in das

Vereinslazarett Osterhofen, Niederbayern

verlegt. In langer

Fahrt kamen wir über Regensburg

und Plattling hierher. Ich

werde bald wieder ganz geheilt

sein. Tägliche Besuchszeit von

1-3. Wir dürfen aber auch Nachmittags

über spazieren gehen.

21


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Osterhofen, 14. August.

Meine beiden Karten aus Ingolstadt Buch nicht zugekommen? Hoffe in aller kürzester

Zeit ganz gesund zu werden und nach Hause zu kommen. Von Urlaub kann

keine Rede sein. In Anbetracht der lieben Pflege und der reichlichen Verköstigung

bitte von Sendungen abzusehen.

Nötig habe ich hier an Wäsche gar nichts. Aufenthalt dauert ja keine Ewigkeit. Wir

sind auch jetzt ziemlich nahe beisammen.

18. August.

Von den hiesigen Sommerferien“ „bei guter Laune und schlechtem Wetter viele

herzliche Grüße. Bis Ende dieses Monats werde ich gesund zum Ersatzbataillon

entlassen.

Text und Bilder: Fritz Kathan

wird fortgesetzt

22


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Die Vorstandschaft

1. Vorsitzender: Hans Lichnowski

Hauptfeldwebel d.R.

geboren am 28.06.1952;

Personalhauptverwalter, Informationsmeister und Spieß im Stab/FKG 1

5 ½ Jahre in der Vorstandschaft UHG Saarburgkaserne.

2. Vorsitzender und zugl. Geschäftsführer: Helmut Staebler

Oberstleutnant a.D.

geboren 1947

in verschiedenen Verwendungen im FKG 1 und FKG 2

sowie in versch. Stabsverwendungen beim BMVg und beim WBK.

Schriftführer: Werner Madey

Hauptmann a.D.

geboren am 10. Januar 1939.

Nach Schulabschluss von 1955 - 1961 im Bergbau tätig.

Am 1. April 1961 freiwillig zur Bundeswehr.

Am 1. April 1992 mit dem Dienstgrad Hauptmann in Pension.

Kassenverwalter: Helmut Dudla

Hauptmann d.R.

geboren 11.10.1955

Nachschubmeister bei S4 im Stab/FKG 1

Beamter des gehobenen Dienstes bei der Bundeswehrverwaltung

Medienbeauftragter: Peter Wodniok

Hauptmann a.D.

geboren 25.08.1944

VersStff/FKGrp 13 u. VersStff/FKG 1, Stab und StabsStff II./FKG1,

6. und 8. Inspektion RakSLw USA, II. Zug, 2./FKG 1 und FmOffz TSLw 1.

23


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Nachruf

Wir trauern um unsere verstorbenen Mitglieder und

Angehörigen des Flugkörpergeschwaders 1!

Herr Fw a.D. W. Schönmüller, verstorben am 23. Mai 2018

Herr Oberst a.D. M. Günter, verstorben am 5. August 2018

Herr OFw a.D. A. Ermschel, verstorben am 6. August 2018

24


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Geburtstage

September 2018

am 1. Herrn Reindl, Dieter zum 78. Geburtstag

am 6. Herrn Stürmer, Kurt zum 84. Geburtstag

am 7. Herrn Hawlik, Karlheinz zum 75. Geburtstag

am 12. Herrn Taranto, Antonello zum

55. Geburtstag

am 18. Herrn Carius, Kurt zum

72. Geburtstag

am 18. Herrn Stübiger, Wolfgang zum

72. Geburtstag

am 24. Herrn Hefele, Edmund J. zum

82. Geburtstag

am 25. Herrn Körner, Joachim zum

50. Geburtstag

am 25. Frau Römer, Karin zum

72. Geburtstag

am 26. Herrn Zwick, Siegfried zum

65. Geburtstag

am 27. Herrn Friederichs, Peter zum

75. Geburtstag

am 29. Herrn Wex, Alfred zum

70. Geburtstag

am 30. Herrn Illner, Helmut zum

82. Geburtstag

Oktober 2018

am 4. Herrn Bohlmann, Klaus zum 81. Geburtstag

am 4. Herrn Busse, Hermann zum 76. Geburtstag

am 7. Herrn Sachs, Hans zum 84. Geburtstag

am 10. Herrn Scheurich, Joachim zum

50. Geburtstag

am 11. Frau Pillep, Enzia zum

77. Geburtstag

am 14. Herrn Geida, Rüdiger zum

74. Geburtstag

am 14. Herrn Nimesheim, Georg zum

76. Geburtstag

am 15. Herrn Holtappels, Karl-Heinz zum 72. Geburtstag

am 15. Herrn Jensbach, Peter zum

60. Geburtstag

am 23. Herrn Binek, Herbert zum

74. Geburtstag

25


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

am 24. Herrn Urbschat, Bernd zum

am 27. Herrn Hafenrichter, Volker zum

79. Geburtstag

73. Geburtstag

November 2018

am 3. Herrn Häringer, Christian zum 55. Geburtstag

am 9. Herrn Zichert, Gerhard zum 72. Geburtstag

am 17. Herrn Rosenblatt, Wolf-Dieter zum 79. Geburtstag

am 21. Herrn Lang, Gerhard zum

80. Geburtstag

am 23. Herrn Wölfel, Herbert zum

77. Geburtstag

am 25. Herrn Beckmann, Walter zum

81. Geburtstag

am 27. Herrn Schanderl, Michael zum

81. Geburtstag

am 27. Herrn Wintergerst, Hermann zum 76. Geburtstag

Dezember 2018

am 2. Herrn Metzner, Rudolf zum 74. Geburtstag

am 3. Herrn Bohm, Klaus zum 79. Geburtstag

am 4. Frau Luermann, Elke zum 77. Geburtstag

am 11. Herrn Balthasar, Karl zum

70. Geburtstag

am 12. Herrn Werner, Wofgang zum

65. Geburtstag

am 15. Herrn Löhr, Volker zum

80. Geburtstag

am 16. Herrn Denter, Paul zum

75. Geburtstag

am 17. Herrn Fischer, Heinrich zum

65. Geburtstag

am 19. Herrn Sauter, Wolfgang zum

72. Geburtstag

am 20. Herrn Adamek, Franz zum

73. Geburtstag

am 20. Herrn Voß, Peter-Jürgen zum

77. Geburtstag

am 25. Herrn Kemmler, Gerhard zum

70. Geburtstag

am 25. Herrn Kraushaar, Dieter zum

79. Geburtstag

am 26. Herrn Stratenberg, Gernot zum

75. Geburtstag

am 28. Herrn Zehetner, Rudolf zum

70. Geburtstag

am 31. Herrn Klas, Horst zum

74. Geburtstag

26


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Januar 2019

am 6. Herrn Galla, Martin zum 70. Geburtstag

am 9. Herrn Krüger, Peter zum 70. Geburtstag

am 10. Herrn Madey, Werner zum

80. Geburtstag

am 19. Herrn Knöpfle, Anton zum

55. Geburtstag

am 21. Herrn Braun, Bernhard zum

65. Geburtstag

am 24. Herrn Rott, Hermann zum

90. Geburtstag

am 24. Herrn Widmann, Peter zum

60. Geburtstag

am 25. Herrn Haase, Werner zum

87. Geburtstag

Februar 2019

am 1. Herrn Rathenow, Aribert zum 74. Geburtstag

am 2. Herrn Friederich, Volker zum 77. Geburtstag

am 5. Herrn Schwarz, Jürgen zum 78. Geburtstag

am 5. Herrn Wende, Gerhard zum 84. Geburtstag

am 10. Herrn Bopp, Helmut zum

71. Geburtstag

am 19. Herrn Ladig, Wolfgang zum

76. Geburtstag

am 23. Frau Rappolder, Elisabeth zum

75. Geburtstag

am 26. Herrn Stühler, Dieter zum

65. Geburtstag

am 28. Herrn Kratz, Manfred zum

77. Geburtstag

Die Vorstandschaft der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1 e.V.

wünscht darüber hinaus allen anderen Geburtstagskindern Gesundheit, Glück, Erfolg und Gottes

Segen für das neue Lebensjahr!

27


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

In eigener Sache

Die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung, die am 25.5.2018 in

Kraft trat, ist ein Hammer!

Verstöße gegen das Datenschutzrecht werden mit der neuen Datenschutz-

Grundverordnung richtig teuer. Bis zu 20 Millionen Euro dürfen abkassiert

werden. Von international operierenden Unternehmen sogar bis zu 4 % des

weltweiten Umsatzes.

Aus diesem Grund haben Sie mit der Einladung zur Landsberger Wies´n auch eine neue

Datenweitergabe-Einverständnis-Erklärung erhalten. Außerdem wurde der Mitgliedsantrag

entsprechend angepasst. Wir als Verein tun uns immer schwerer, über die Aktivitäten innerhalb

des Vereins rechtskonform zu berichten.

Lassen Sie sich diesen Artikel mal auf der Zunge zergehen. Er stammt

aus einer gut gemeinten Handreichung für Vereine, die die neue EU-

Datenschutz-Grundverordnung TRANSPARENT machen soll. Dort heißt

es wörtlich (und tatsächlich ohne jede Zwischenüberschrift und ohne

jeden Zwischensatz):

„Das Internet bietet für Vereine und Verbände große Chancen zur Selbstdarstellung, birgt aber

auch Risiken für die betroffenen Vereinsmitglieder. Die Veröffentlichung von personenbezogenen

Daten im Internet ohne Passwortschutz stellt datenschutz-rechtlich eine Übermittlung

dieser Daten an Jedermann dar. Sie ist nicht zuletzt wegen der weltweiten Verbreitung der

Informationen, weil dieses Medium nichts mehr vergisst, wegen der elektronischen Recherchierbarkeit

und weil die Möglichkeit der Auswertung von Internetinformationen für Zwecke

der Profilbildung und Werbung besteht, grundsätzlich nicht unproblematisch. So besitzt die

Information, dass jemand z.B. eine bestimmte Sportart ausübt, einer bestimmten Altersgruppe

zuzurechnen ist oder ein unfallträchtiges Hobby hat, u.U. auch für andere Stellen Relevanz

(Arbeitgeber, Werbeindustrie). Auch können diese Daten in Staaten abgerufen werden, die

keine der DS-GVO vergleichbare Schutzbestimmungen kennen. Ferner ist die Authentizität

der Daten nicht garantiert, da diese einfach verfälscht werden können. Deswegen ist die

Veröffentlichung personenbezogener Daten durch einen Verein im Internet grundsätzlich

unzulässig, wenn sich der Betroffene nicht ausdrücklich damit einverstanden erklärt hat.“

28


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Mitgliederversammlung 2018

Einladung zur Mitgliederversammlung 2018

Der Vorstand der Traditionsgemeinschaft

Flugkörpergeschwader 1 e. V. lädt ein zur

Mitgliederversammlung und anschließendem Kameradschaftstreffen.

Die Versammlung findet am Samstag, den 13. Oktober 2018 um 15:00 Uhr im Saal

(Obergeschoß) des Gasthofs „Zur Brücke“, Brückenring 1, 86916 Kaufering, statt.

Tagesordnung:

1. Eröffnung, Begrüßung und Feststellen der Beschlussfähigkeit durch den

1. Vorsitzenden

2. Geschäftsbericht des 2. Vorsitzenden / Geschäftsführer

3. Kassenbericht des Kassenverwalters

4. Bericht der Kassenprüfer

5. Entlastung des Vorstandes

6. Anträge der Mitglieder

7. Wünsche, Anregungen und Sonstiges

8. Kameradschaftstreffen

Nach § 10, Abs. 3.0 unserer Satzung müssen Anträge zur Mitgliederversammlung spätestens

1 Woche vor der Versammlung schriftlich bei einem Vorstandsmitglied eingereicht werden.

Die Vorstandschaft bittet um zahlreiches Erscheinen.

Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1 e. V. D-86887 Landsberg am Lech

Hans Lichnowski, 1. Vorsitzender

29


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

In eigener Sache (Mitgliederliste)

Unser Aufruf, die Mitgliederliste auf unserer Webseite mit aktuellen Bildern (Passfoto) zu

ergänzen, trifft weiter auf gute Resonanz! Die 100er Grenze ist bereits überschritten!

Bis jetzt sind es schon 158 Mitglieder, also weit über die Hälfte unserer Mitglieder, von denen

wir ein Bild anbieten können.

Wenn sie es bisher noch nicht getan haben, senden Sie uns bitte ein aktuelles Passfoto/Foto,

egal wie, also entweder elektronisch oder in Papierform zu.

Wir werden es dann entsprechend bearbeiten und auf der Seite einbinden.

Man verändert sich halt doch im Lauf der Jahre!

Wir warten auf Ihr Konterfei!

FALLS Sie mit der Veröffentlichung Ihrer

Daten und/oder Ihres Fotos nicht, bzw. nicht

mehr einverstanden sein sollten, genügt der

Widerspruch in Textform.

Illigner

Harald

Illner

Helmut

Jaksch

Josef

Jensbach

Peter

Euer Webmaster und Medienbeauftragter: Peter Wodniok

30


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Änderungsmeldung

Name: ................................................................................................

Mitgliedsnummer (Mandatsreferenz)..............................................

Vorname: ...........................................................................

Strasse: ...........................................................................

PLZ: ........................ Ort: ............................

Neue Anschrift:

Strasse: ...........................................................................

PLZ: ........................ Ort: ............................

FON: ...........................................................................

E-Mail: .......................................................................................

FAX: ........................... Mobil: .........................................

Neue Bankverbindung:

BLZ: ........................Konto Nr.: ........................................

Bank: ...........................................................................

BIC: .......................................................................................

IBAN: ...........................................................................

Gläubiger-Identifikationsnummer: DE73ZZZ00000143476

Mit meiner Unterschrift erteile ich weiterhin die Erlaubnis, den fälligen Jahresbeitrag

im Lastschrifteinzug von meinem Konto abzubuchen.

........................................... .....................................

(Ort / Datum)

(Unterschrift)

31


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Traditionsgemeinschaft FKG 1 im Web

Gehören sie immer noch zu denen, die keinen Internetanschluss

haben? Dann wird es Zeit, sich einen einzurichten. Nur mit ihm und

dem Besuch unserer Webseite sind Sie immer „up to date“! Bisher

schon weit über 95.700 Besucher!

Falls Sie also neu im „WEB“ sind, hier unsere Anschrift: Sie finden

uns unter der Adresse: http://www.tradgem-fkg1.de

Den QR-Code rechts mit einem Smartphone und der passenden QR

App „einscannen“ und schon sind Sie bei uns!

Nur für den Kontakt unserer Mitglieder mit uns

und untereinander haben wir die Seiten „Kontakt“

und „Mitgliederliste“ eingerichtet,

Text

1

www.tradgem-fkg1.de

welche die Adressdaten der Vorstandschaft,

ihrer Organe und die aller Mitglieder auflistet.

Um diese Daten für Unbefugte unzugänglich

zu machen, sind diese Seiten passwortgeschützt. Wenn Sie diese Seiten aufrufen, werden Sie nach

Benutzername und Passwort gefragt. Diese werden jeweils zu Beginn der Mitgliedschaft und alljährlich

mit dem „Weihnachtsbrief“ allen Mitgliedern bekannt gegeben.

Bei Verlust genügt eine E-Mail an webmaster@tradgem-fkg1.de mit dem Stichwort: Benutzername

und die Daten gehen Ihnen nach Prüfung der Rechtmäßigkeit erneut zu.

PERSHING im Web

Ed Palmer, ein Historiker und Mitglied der Pershing Professionals Association hat eine hoch

informative Webseite ins Netz gestellt (Englisch). Vor allen Dingen ist die „Timeline“ von

1956 bis 1991 interessant. Aber schauen Sie selbst!

https://sites.google.com/site/pershingmissilesources/home

Euer Medienbeauftragter und Webmaster: Peter Wodniok

Den QR-Code rechts mit einem Smartphone und der passenden

QR-App „einscannen“ und schon sind sie auf Ed Palmers Webseite!

32


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

K. W. Staben, ein Ehemaliger meldet sich

Anfang des Jahres erhielten wir elektronische-/ und Briefpost mit Bildern

von einem Ehemaligen. Sein Name: K. W. Staben.

Als pensionierter Kriminalbeamter wollte er, dass kein aktuelles Bild

von ihm im Kurier erscheint. Die „bösen Buben“ warten nur, meinte er!

Unten die überlassenen Bilder:

Na, erkennen Sie sich selbst oder jemand anderen wieder?

33


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Wie alles seinen Anfang nahm

Vor 60 Jahren entstand am Kaufbeurer Fliegerhorst der erste Flugkörperverband

der Luftwaffe

Mit dieser Überschrift erschien am 24. März 2018 der folgende Artikel von Matthias Tietje

in der Allgäuer Zeitung. (Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Allgäuer Zeitung)

Zum Tag der offenen Tür am Fliegerhorst Kaufbeuren im Jahr 1963 wurde der Lenkflugkörper Matador erstmals der

Öffentlichkeit präsentiert

Das heute weitgehend unbekannte Waffensystem

Matador könnte als Randnotiz der

Geschichte der Bundeswehr betrachtet werden

– hätte es nicht den Beginn des Besitzes

der atomaren Trägersysteme der Luftwaffe

eingeleitet und Kaufbeuren zur Wiege der

Fernlenkwaffen der Luftwaffe gemacht.

Im März 1958 fasste der Deutsche Bundestag

den entscheidenden Beschluss zur Nutzung

und Stationierung atomarer Trägersysteme,

was vor allen Dingen die Waffensysteme der

Luftwaffe betraf. Galt doch damals noch die

NATO-Doktrin der „massive retaliation“,

der „Massiven Vergeltung“. Das bedeutete,

dass ein Angriff auf die europäischen

Natostaaten – egal ob konventionell oder

nuklear – in jedem Fall mit einem nuklearen

34


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Vernichtungsschlag beantwortet wird.

Zeitgleich zur Debatte im Bundestag über die

prinzipielle Nutzung von atomaren Trägersystemen

1958 wurde im gleichen Haus über

die Beschaffung einer taktischen, atomar

bestückbaren Mittelstreckenrakete diskutiert.

Unmittelbar nach der Beschlussfassung

des Parlamentes, dass Nuklearwaffenträger

auf dem Hoheitsgebiet der Bundesrepublik

Deutschland von der jungen Bundeswehr

genutzt und stationiert werden sollen, trat

das Verteidigungsministerium – unter dem

damaligen Minister Franz Josef Strauß – mit

den USA in Verhandlung, um das bodengebundene

Waffensystem TM-61C Matador zu

übernehmen.

Im vierten Quartal des Jahres 1958 stand

fest, dass Ausbildung und Stationierung

des Waffensystems Matador an der Technischen

Schule 1 in Kaufbeuren erfolgen

sollte, zunächst jedoch noch als „Verlegbarer

Taktischer Ausbildungszug“. Denn das

Waffensystem Matador war lediglich für

Ausbildungszwecke beschafft worden. Es galt

Erfahrung im Umgang und Einsatz mit Fernlenksystemen

zu sammeln und sich mit den

Eigentümlichkeiten der Technik und Führung

von Fernlenkkörpern vertraut zu machen.

Die „Missile Gruppe 11“, die später in

Flugkörpergruppe 11 umbenannt wurde,

wurde im Mai 1959 in Kaufbeuren aufgestellt

und war von 1959 bis 1963 mit dem

Waffensystem TM-61C Matador ausgestattet.

Die Gruppe gliederte sich in den Stab mit

Stabszug, der Missile-Staffel (1. Staffel) mit

zwei Zügen, der Fernmelde- und Lenkstaffel

(2. Staffel) und der Versorgungsstaffel

(3. Staffel). Während die 1. Staffel für den

Flugkörper und seinen Start verantwortlich

war, waren die Berechnung der Flugbahn und

die Flugüberwachung Aufgabe der 2. Staffel.

Zum Jahresbeginn 1961 schied die

Flugkörpergruppe 11 aus dem Unterstellungsverhältnis

der Technischen Schule 1 aus und

wurde der Luftwaffenunterstützungsgruppe

in Karlsruhe zugeordnet.

Der Matadorverband selbst blieb bis zu seiner

Auflösung im Mai 1964 weiterhin am Fliegerhorst

in Kaufbeuren stationiert. Ab Mitte der

1960er Jahre erfolgte dann die Aufstellung

der beiden Pershinggeschwader in Landsberg

und Geilenkirchen.

Abschließend bleibt noch anzumerken, dass

die nuklearen Gefechtsköpfe und deren

Einsatz damals wie heute unter US-amerikanischer

Verwaltung stehen und niemals in

Kaufbeuren lagerten.

Anmerkung des Medienbeauftragten:

Es ist richtig, dass der Geschwaderstab

FKG 1 und die Flugkörpergruppe 12 ab

Mitte der 60er Jahre in Landsberg am Lech

stationiert wurden. Die Flugkörpergruppe

13 blieb jedoch bis 1969/70 in Kaufbeuren

und wurde erst danach zusammen

mit der Flugkörpergruppe 12 zum

Flugkörpergeschwader 1 in Landsberg

am Lech.

Das Flugkörpergeschwader 2 bestand ab

1965 aus zwei Gruppen, der FKGrp 21 in

Nörvenich und der FKGrp 22 in Wuppertal.

Auch der Geschwaderstab war bis 1968 in

Wuppertal stationiert. Erst nach Zulauf des

Waffensystemgeräts erfolgte im August

1968 die Verlegung der Gruppen und des

Stabes nach Geilenkirchen-Teveren.

35


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Stele mit Gedenktafel in der ehemaligen Saarburgkaserne

Am 08.12.2017 schrieb Dieter Schöndorfer im LT: „Es soll

eine Erinnerungstafel an einer Stele angebracht werden,

die der von September bis Dezember 1945 für das damalige

DP-Lager („Displaced Persons“) verantwortliche

US-Offizier im Jahr 1989 gestiftet hatte. “.

Am 11.04. 2018 war es dann soweit!

Nur wenige Meter entfernt von der Irving-

Heymont-Straße, wurde eine Erinnerungstafel

an einer Stele angebracht, die der

von September bis Dezember 1945 für das

damalige DP-Lager („Displaced Persons“)

verantwortliche US-Offizier im Jahr 1989

gestiftet hatte. Heymont wollte mit der

Tafel an die damaligen Zustände erinnern.

Zunächst war sie am Eingang der früheren

Saarburgkaserne angebracht. Seit der

Konversion der Militärliegenschaft in ein

Wohngebiet (Katharinenanger) hing die Tafel

nur schlecht sichtbar an einer Hausecke

der Grundschule Katharinenvorstadt in der

Saarburgstraße.

(siehe auch Foto im Kurier 01/2017 auf Seite

15)

Eine 1,50 Meter hohe Erinnerungstele aus

Muschelkalk trägt nun die Tafel. Die Inschrift:

„Gestiftet von Colonel Irving Heymont,

36


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

verantwortlicher Offizier im DP-Lager

Landsberg im Jahr 1945.“

Zur feierlichen Einweihung erschienen der

Oberbürgermeister der Stadt Landsberg

am Lech, Herr Mathias Neuner, einer seiner

Vorgänger im Amte, Alt-Oberbürgermeister

Franz-Xaver Rößle, der auch von der Holocaustgedenkstätte

Stiftung zum Projektleiter

bestimmt wurde und der letzte Kommodore

des Flugkörpergeschwaders 1,

Herr Oberst d. R. Kurt Stürmer. Ebenfalls

anwesend waren einige Mitglieder der

Traditionsgemeinschaft FKG 1 e.V.

Bericht und Bilder: Peter Wodniok

37


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Die TradGem FKG 1 e. V. wurde volljährig!

Am 8. April 2000 gründeten 60 ehemalige

Angehörige und Kameraden des Flugkörpergeschwaders

1 im Offizierheim des Fliegerhorstes

Penzing die Traditionsgemeinschaft

Flugkörpergeschwader 1, nachdem im Vorfeld

und bei allen bisherigen Kameradschaftstreffen

immer wieder der Wunsch laut geworden

war, doch endlich einen derartigen Verein ins

Leben zu rufen.

Der formellen Gründung ging

eine Diskussion über die abzustimmende

Satzung voraus,

die vom Kameraden W. Lübker

im Entwurf erstellt worden war.

Diese Satzung fand - bis auf wenige

noch durchzuführende Änderungen

- breite Zustimmung,

so dass die offizielle Gründung

des Vereins in sehr kurzer Zeit vollzogen

werden konnte. Aber auch die Wahl einer Vorstandschaft

war sehr schnell abgeschlossen,

denn das Vorbereitungsgremium, bestehend

aus den Kameraden Herrn Gernot Kopf, Herrn

Helmut Kurz, Herrn Dieter Sponseil und Herrn

Wolfgang Lübker waren bereits im Vorfeld

tätig gewesen. Die Wahl der Vorstandsmitglieder

ergab folgendes Ergebnis:

1. Vorsitzender: Herr Gernot Kopf

2. Vorsitzender: Herr Wolfgang Lübker

Kassenverw.: Herr Wolfgang Hohensee

Schriftführer: Herr Helmut Kurz

Pressebeauftragter: Herr Walter Barth/Herr

Gerhard Krader

Als Kassenprüfer wurden bestimmt: Herr

Hans Lichnowski und Herr Dieter Sponseil.

Herr Barth trat im Juli 2000 auf eigenen

Wunsch vom Amt des Pressebeauftragten

zurück, so dass Herr Krader von der Vorstandschaft

als Vertreter eingesetzt werden musste.

Mit der Gründung der

Traditionsgemeinschaft

Flugkörpergeschwader 1 und

der Wahl eines Vorstandes

war zwar die formelle Gründung

eines Vereins vollzogen,

aber keiner der Beteiligten

wusste, wie die Zukunft der

Traditionsgemeinschaft aussehen

sollte. Die gewählten Vorstandsmitglieder

glänzten durch Unwissenheit und die

geringen Kenntnisse über Vereinsführung

und Vereinsverwaltung waren aus Büchern

und einschlägiger Lektüre entnommen. Die

Vorstandschaft hielt jedoch eine Satzung in

den Händen, die Rechte und Pflichten für die

Vereinsorgane und Mitglieder im Innen - und

Außenverhältnis regelte, aber die Satzung

stellt nur den Rahmen dar, der letztlich mit

Leben erfüllt werden sollte.

Erfreulich ist, dass von den 60 Gründungsmitgliedern

noch 31 leben und uns immer

noch die Treue halten.

38


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Wer erinnert sich noch?

Im April erreichte uns der Brief eines

Herrn Striegnitz mit einem kurzen

Anschreiben und drei Bildern, zwei

davon sehen Sie auf dieser Seite. Er

kann sich nicht mehr daran erinnern,

wer die Personen auf den Bildern

waren; vielleicht können Sie uns/ihm

dabei helfen. Wahrscheinlich wurden

die Bilder während eines Truppenübungsplatzaufenthalts

„geschossen“.

Wir freuen uns auf eine Antwort!

39


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Das neue Transportflugzeug der Luftwaffe

- A400M - (Teil 17)

Dieser Artikel setzt die Reihe „Waffensysteme der Luftwaffe“ - A400M - fort.

Der Autor erarbeitete im Auftrag von EADS eine Vortragsreihe über Geschichte,

Anforderungen und Technik für dieses neue Flugzeugmuster.

Es soll in Zukunft die Transall C160 ersetzen.

Auslieferung soll bis ca. 2021 abgeschlossen sein!

Heute ein weiterer Zwischenbericht zum Stand der Entwicklung/Fertigstellung/

Zertifizierung, Auslieferung und Einsatz.

Februar 2018

89 deutsche Soldaten sind in Mali

gestrandet

Ihr Einsatz ist seit Tagen beendet, doch sie

kommen nicht aus Mali weg: 89 Bundeswehr-Soldaten

sitzen im Krisenstaat fest.

Grund ist ein Airbus A400M. Der ist defekt

und kann vorerst weder starten noch landen.

Probleme mit dem Militärtransporter

A400Mi

Der europäische Flugzeughersteller Airbus

steckt eine neuerliche Milliardenbelastung

für den Militärtransporter A400M gut weg.

Nach einer Grundsatz-Einigung mit Deutschland

und den sechs weiteren Käufern des Militärflugzeugs

auf einen neuen Auslieferungs-

Zeitplan schreibt der französisch-deutsche

Konzern noch einmal 1,3 Milliarden Euro auf

den Airbus A400M ab.

40

März 2018

Airbus kündigt Stellenabbau bei A380- und

A400M Produktion an

Nach den bereits angekündigten Änderungen

der A400M-Auslieferungspläne

bestätigt Airbus die Anpassung der Produktionsraten.

Der neue Produktionsplan, der

heute dem Europäischen Betriebsrat vorgelegt

wurde, sieht ab 2020 die Fertigung

von acht A400M pro Jahr vor. Nach Produktionsraten

von fünfzehn A400M im Jahr

2018 und elf im Jahr 2019. Diese Anpassung

basiert auf Gesprächen mit den A400M-

Erstkundennationen. Airbus verfolgt Exportmöglichkeiten,

die dieses Auslastungsniveau

anheben könnten.

April 2018

Verteidigungsministerium kritisiert massive

Probleme beim A400M

Airbus scheitert einem vertraulichen Bericht

des Verteidigungsministeriums zufolge

weiter daran, wesentliche Probleme beim

Militärtransporter A400M abzustellen. Weil

die zahlreichen IT-Systeme zur Einsatzplanung

nicht vernetzt seien, müssten vor jedem Flug

umfangreiche Daten etwa zum Spritverbrauch

von Hand zwischen den einzelnen Anwen-


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

dungen ausgetauscht werden, heißt es im

vertraulichen Teil des Rüstungsberichts, der

Reuters vorliegt.

„Dies kann für einen Hin- und Rückflug bis

zu über 50 Mann-Stunden Vorbereitungszeit

in Anspruch nehmen, was aus operationeller

Sicht nicht akzeptabel ist und deutlich verkürzt

werden muss.“

Technische Erprobung von Militär-Airbus

A400M geht voran

Der A400M geriet wegen zahlreicher Pannen

immer wieder in die Schlagzeilen. Der

Luftwaffen-Standort Wunstorf hat bereits

knapp die Hälfte seiner Militärtransporter

A400M im Dienst. Die technische Erprobung

geht dort jetzt zügig voran!

Lange Zeit wurde vor allem über Pannen

berichtet, nun kommt die Bundeswehr bei

der technischen Erprobung des Militärtransporters

A400M voran: Inzwischen sind mehr

als ein Drittel der bestellten 53 Maschinen

von Airbus ausgeliefert worden. Auf dem

Fliegerhorst Wunstorf steht die Auslieferung

der 19. Maschine bevor.

Keine Pläne mehr zum Weiterverkauf

Insgesamt wollte die Bw von den bestellten

53 Maschinen im Wert von 7,1 Milliarden

Euro zunächst nur 40 behalten, 13 sollten

weiterverkauft werden. Diese Flugzeuge sollen

nach jüngsten Planungen nun aber doch

selbst genutzt und eventuell auf einem Standort

südlich von Augsburg stationiert werden.

Der Standort Wunstorf hat bereits knapp

die Hälfte seiner künftigen A400M-Flotte von

insgesamt 40 Maschinen übernommen.

Mai 2018

Deutsche Militärtransporter am Salzburger

Airport

Mission „top secret“ - aber irgendwie nicht

zu übersehen: Zwei gewaltige Airbus A400M-

Maschinen, ausgerüstet für große Militär-

Transporte, machten mit Genehmigung des

Österr. Ministeriums am Flugfeld des Salzburger

Airports Station.

Die Mission: 110 Soldaten mitsamt 120 Tonnen

Material - von Waffen bis zu Fernmeldegeräten

- nach Tallin (Estland) zu bringen.

Dort findet ein NATO-Manöver statt, an dem

sich auch das bayerische Gebirgsjägerbataillon

(Mittenwald) und die deutsche Luftwaffe

beteiligen.

Juli 2018

A400M am Himmel über Altenstadt

und Schongau

Der neue Airbus A400M der Bundeswehr

kommt seit Montag, dem 16 Juli zu Testflügen

nach Altenstadt. Bis Freitag werden die

Tests andauern. Bei den Überflügen in rund

41


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

400 Metern Höhe wird nach Angaben von

Presseoffizier Christoph Hartung die Zusammenarbeit

der Flugleiter am Boden mit der

Crew an Bord des Militär-Airbus geprobt. In

Zukunft soll der Riesenflieger mit 42-Meter-

Spannweite regelmäßig nach Altenstadt

kommen, um bis zu 1000 Kilogramm schwere

Lasten und Fallschirmspringer abzusetzen.

Der Termin der nächsten Übung in Altenstadt

steht schon fest:

Juli 2018

A400M erstmals erfolgreich auf einen

Routineflug nach Afghanistan geschickt.

Jetzt landete erstmals ein A400M auf dem

Flugplatz Masar-i-Scharif im Norden Afghanistans.

Und dies nicht zu einem Testflug,

sondern mit 75 Soldaten in einem Routinetransport

aus Deutschland. Möglich wurde

dies, weil die eingesetzte Maschine mit einer

speziellen Schutzausstattung gegen Beschuss

gesichert ist. Ohne dieses „Armoring Kit“

hätte der Airbus aus Sicherheitsgründen nicht

an den Hindukusch entsandt werden dürfen.

August 2018

Einsatz als Lazerettflugzueg

Jetzt kann das Militärflugzeug Schwerverletzte

aus Krisengebieten bringen. Die A400M

kann künftig in ihrem Laderaum bis zu sechs

Module „fliegende Intensivstation“ aufnehmen,

die jeweils einem kompletten intensivmedizinischen

Versorgungsplatz entsprechen.

Nach der Landung in Masar-i-Scharif

Texte: Peter Wodniok, Airliners.de, Epoch Times

Flugrevue

Bilder: Airbus Defence & Space, DAG, Interessengemeinschaft

Deutsche Luftwaffe e.V.

42


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Termine

Nicht vergessen:

Stammtische

15.09., 24.11.2018

26.01., 09.03., 04.05., 06.07.,14.09.,23.11., 2019

jeweils 15:00 Uhr im Gasthof „Zur Brücke“,

beim Brückenwirt,

Brückenring 1, 86916 Kaufering

Mitgliederversammlung:

Samstag 13.10.2018, 15:00 Uhr

(MV 2019: 12.10.)

Volkstrauertag am So., 18.11.2018 ab 10:00 Uhr,

Katharinenkirche in Landsberg

Spenden

Hr. Micheler 10,00 €

Hr. Sündermann 42,50 €

Hr. Ladig 50,00 €

Hr. Stürmer 32,00 €

NN 10,00 €

Hr. Fritsch 20,00 €

Hr. Komanns 14,00 €

Hr. Kroha 20,00 €

Hr. Schwarz 31,00 €

unsere Bankverbindung:

Ein - licher Dank an alle Spender!

VR-Bank Landsberg-Ammersee eG

Kontonummer: 1 12 96 78

BLZ: 700 916 00

BIC: GENODEF1DSS

IBAN: DE 4170 0916 0000 0112 9678

Gläubiger-Identifikationsnr.: DE 73ZZ Z000 0014 3476

43


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Skygofree – eine filmreife Spyware

Euer Medienbeauftragter

Peter Wodniok

Im Grunde genommen sind die meisten Trojaner gleich: Nachdem sie

sich in ein Gerät eingeschleust haben, stehlen sie die Zahlungsinformationen

des Eigentümers, schürfen Kryptowährung für die Angreifer

oder verschlüsseln Daten und fordern ein Lösegeld von den Opfern.

Es gibt allerdings auch Trojaner, die Funktionen aufweisen, die eher

an einen Hollywood-Spionagefilm erinnern

Vor Kurzem wurde ein hollywoodreifer Trojaner

namens Skygofree entdeckt (nein, er

hat nichts mit dem gleichnamigen Service

„Sky“oder „Sky Go“ zu tun, sondern wurde

nach einer der verwendeten Domains benannt).

Skygofree weist unglaublich viele

fortschrittliche Funktionen auf, denen man

zuvor noch nicht begegnet ist. Dazu zählt

beispielsweise die Möglichkeit, standortbasierte

Audioaufnahmen zu machen, wenn

ein infiziertes Gerät an einen bestimmten

Ort gelangt.

Zudem kann die Spyware eine heimliche

Verbindung eines infizierten Smartphones

oder Tablets zu einem von den Angreifern

kontrolliertem WLAN-Netzwerk herstellen,

die selbst dann möglich ist, wenn der Besitzer

des Geräts alle WLAN-Verbindungen

auf dem Gerät deaktiviert hat. Dadurch

kann der Datenverkehr des Opfers gesammelt

und analysiert werden. Mit anderen

Worten: Irgendwo auf der Welt kann genau

zurückverfolgt werden, welche Seiten besucht

und welche Benutzernamen, Passwörter und

Kartennummern eingegeben wurden.

Eine weitere Besonderheit ist, dass der Schädling

den bei führenden Geräteherstellern

eingebauten Batteriesparmodus umgehen

kann: Das Implantat fügt sich automatisch in

die Liste der „geschützten Apps“ ein, so dass

es bei ausgeschaltetem Bildschirm nicht automatisch

beendet wird und weiterlaufen kann.

Zudem kann die Malware beliebte Apps

wie Facebook Messenger, Skype, Viber und

44


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Text: Kaspersky Lab Bilder Pw. Wodniok

WhatsApp überwachen. In letzterem Fall

nutzt die Spyware die Verwendung von Zugangsdiensten,

um WhatsApp-Nachrichten

zu entwenden. Es handelt sich hierbei um

eine Art „digitales Auge“, das genau mitliest,

was auf dem Bildschirm angezeigt wird und

in diesem Fall WhatsApp-Nachrichten sammelt.

Die Verwendung von Zugangsdiensten

erfordert die Erlaubnis des Benutzers;

Skygofree verbirgt die Anfrage allerdings

hinter einer anderen, scheinbar unschuldigen

Anfrage.

Zu guter Letzt kann Skygofree die Frontkamera

unbemerkt einschalten und eine

Aufnahme machen, wenn der Nutzer das

Gerät entsperrt – darüber, was die Kriminellen

mit den Fotos vorhaben, kann man nur

spekulieren.

Abgesehen von den sehr fortschrittlichen

Funktionen, haben die Entwickler des innovativen

Trojaners aber auch nicht auf banale

Funktionen verzichtet: Skygofree kann zudem

Anrufe, SMS-Nachrichten, Kalendereinträge

und andere Benutzerdaten abfangen.

Skygofree wurde Ende 2017 entdeckt.

Analysen haben allerdings gezeigt, dass die

Android-Spionage-Malware seit dem Jahr

2014 aktiv ist und seitdem stetig verbessert

wurde. In den letzten drei Jahren hat sich

die Malware von einer einfachen Malware

zu einer vollwertigen, multifunktionalen

Spyware entwickelt.

Verbreitet wird die Spyware über Internetseiten,

die Seiten führender Mobilfunknetzbetreiber

imitieren sollen. Wenn ein Benutzer

in die Falle tappt und den Trojaner herunterlädt,

wird eine Benachrichtigung angezeigt,

dass das angebliche Setup im Gange ist,

während der Trojaner weitere Anweisungen

vom Command-Server anfordert. Abhängig

von der Antwort kann er eine Vielzahl von

Nutzdaten herunterladen.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Bis zum jetztigen Zeitpunkt konnten nur

einige wenige Infektionen in Italien aufgezeichnet

werden. Das bedeutet allerdings

nicht, dass sich Nutzer in anderen Ländern

nicht schützen können und sollten. Die Verbreiter

von Malware können ihre Zielgruppe

schließlich jederzeit wechseln. Die gute

Nachricht ist, dass man sich auch vor diesem

fortgeschrittenen Trojaner schützen kann:

1. Installieren Sie Apps nur über offizielle

Stores. Es ist ratsam, die Installation von

Apps aus Quellen von Drittanbietern zu

deaktivieren; das können Sie in Ihren

45


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Smartphone-Einstellungen tun.

2. Im Zweifelsfall besser keinen Download

starten. Achten Sie auf falsch geschriebene

App-Namen oder dubiose Berechtigungsanfragen

– all das sollte die

Alarmglocken bei Ihnen klingeln lassen.

3. Installieren Sie eine zuverlässige Sicherheitslösung.

So wird Ihr Gerät vor

bösartigen Apps und Dateien, verdächtigen

Websites und gefährlichen Links

geschützt.

Ich will hier keine Empfehlung geben, jedoch

seitdem ich Kaspersky Internet Security for

Android installiert habe, gab es keinen einzigen

Fall von eingedrungenen Viren, Trojanern

oder Malware.

Es gibt zwei Versionen, eine kostenlose und

eine kostenpflichtige. In der kostenlosen

Version müssen Scans allerdings manuell

durchgeführt werden. Bei der kostenpflichtigen

Version geschieht dies automatisch.

Die Wahl eines geeigneten Virenschutzprogramms

ist bei Windows-basierten Systemen

besonders wichtig.

Für einen hinreichenden Schutz des Systems

gegen Computer-Viren und andere Schadprogramme

kommen für Privatanwender

sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige

Varianten von Virenschutz-Software infrage.

Letztere verfügen unter Umständen über

mehr Funktionen.

Sofern die sinnvollen, zusätzlichen Funktionen

der kostenpflichtigen Lösungen, wie

beispielsweise

• Kinderschutzfilter

• Überwachung von Browser- und E-Mail-

Aktivitäten auf Schadprogramme

• erweiterte, verhaltensbasierte Erkennung

von Schadsoftware

dennoch nicht benötigt werden, sind kostenlose

Virenschutzprogramme ausreichend.

Dazu zählen zum Beispiel:

• Avira Free Antivirus (http://www.

free-av.de/)

• avast! Free Antivirus (https://www.

avast.com/de-de/free-antivirus-download)

• AVG Anti-Virus Free (http://free.avg.

com/de-de/startseite)

Diese Virenschutzprogramme verfügen über

eine deutschsprachige Benutzeroberfläche.

Sie lassen sich einfach in das Windows-

Betriebssystem integrieren, nutzen automatische

Updates und haben eine gute

Erkennungsrate.

Auch der Hersteller des Betriebssystems

selbst bietet mit Microsoft Security Essentials

ein kostenloses und inzwischen

sehr gutes Virenschutzprogramm an.

Bild: Microsoft

46


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Verschlüsselung

Datenverschlüsselung

Verschlüsselung kann aus verschiedenen

Gründen sinnvoll sein: Auf einem gemeinsam

genutzten Computer kann sie Daten für die

Mitbenutzer unlesbar machen. Gleiches gilt

für Personen, die sich unberechtigt Zugang

zu Ihrem Computer verschaffen. Informationen

auf mobilen Geräten wie Notebooks

und USB-Speichermedien geraten nicht in

falsche Hände, wenn das Gerät gestohlen

wird oder verloren geht und die Daten darauf

verschlüsselt sind.

Verschlüsselung im Betriebssystem

Microsoft Windows: EFS

Das Betriebssystem Windows bietet mit dem

Encrypted File System (EFS) die Möglichkeit,

Dateien und Ordner zu verschlüsseln, die auf

Festplatten mit dem Dateisystem NTFS gespeichert

sind. Mit welchem Dateisystem eine

Festplatte arbeitet, können Sie beispielsweise

feststellen, indem Sie die Eigenschaften des

Datenträgers aufrufen.

Hierzu klicken Sie auf „Windows-Explorer“

> Laufwerksbuchstabe (meistens Buchstabe

C:) > rechte Maustaste > Eigenschaften >

Allgemein.

EFS ist seit Windows XP in den aktuellen

Versionen von Windows enthalten, allerdings

unterstützen die Home-Versionen der

Microsoft-Betriebssysteme EFS nicht.

Dateien und Ordner verschlüsseln

Nach einem Rechtsklick auf eine Datei oder

einen Ordner lassen sich die Eigenschaften

aufrufen, dort besteht unter „Erweitert“ die

Möglichkeit zur Verschlüsselung. Auf diese

Weise verschlüsselte Objekte können nur

von dem Benutzer geöffnet werden, der

sie verschlüsselt hat. Andere Benutzer des

Computers, die von ihren Benutzerkonten

aus darauf zugreifen wollen, bekommen eine

Fehlermeldung angezeigt. Allerdings ist es

möglich, weiteren Computerbenutzern den

Zugriff auf die Daten explizit zu gewähren.

Details zum Vorgehen erläutert der Hersteller

Microsoft auf seiner Website für Anwender

von Windows 10 https://support.microsoft.

com/de-de/help/4026312/windows-10-howto-encrypt-a-file.

Die hier beschriebene

Vorgehensweise ist auf alle Versionen des

Betriebssystems übertragbar.

Bericht und Bild: Peter Wodniok

47


Abenteuer

erlebt man nicht

auf der Couch

.. aber bei der

TradGem FKG 1 e.V.

Ihr Sport ist Ihnen wichtig und Sie

möchten kompetent beraten werden?

Dann kommen Sie zu uns. Wir bieten Ihnen

umfassenden Service, große Auswahl und

jede Menge praktischer Tipps. Von Menschen,

die wissen, wovon sie sprechen. Und die in

Ihrer Nähe sind.

Denn Ihr Sport ist uns so wichtig wie Ihnen.

PI O

Pio's Sport-Shop OHG

Augsburger Straße 72 · 86899 Landsberg am Lech

08191 / 500 60

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine