Altlandkreis Ausgabe September/Oktober 2018 - Das Magazin für den westlichen Pfaffenwinkel

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Erfüllter Kindheitstraum: Freizeit-Baggerpark bei Burggen - Charly Walter auf der Roten Couch. Ein Künstler, Musiker und Businessmann, der Schongau mitgeprägt hat - Life Kinetik: Gehirntraining mit Bewegung: am Anfang hat jeder Probleme - Bunte Bilder: Wein und Musik/Allerlei im Altlandkreis - Einsatzmonitoring bei Feuerwehren: ein Quantensprung in Sachen Alarmierung - Altenstadt feiert 200 Jahre Eigenständigkeit - Die türkische Leberkässemmel: Döneressen im Altlandkreis - Sattlerei Linder in Forst: Ausstatter der Münchner Brauereirösser - Das 158. Schongauer Volksfest: mit Riesenrad und Almhüttenbar - Die Stadt der Friseure: Schongau und die Friseurflut - Heißbegehrte Winterklamotten bei den Kinderkleiderbasaren in der Region - Peiting ist jetzt offizieller "Genussort", der einzige in der Region - Mit Hartnäckigkeit zur handgemachten Hirschlederhose: Besuch bei Trachten Stöger und seinem Auszubildenden - Mit Vollgas Richtung Herbst: Unser Veranstaltungskalender für September und Oktober

Ausgabe 49 | September / Oktober 2018

.de

Eine Produktion von

Titelbild: C. Bredschneijder/Trachtenverein Reichling

Blick auf Reichling mit Bergpanorama

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate

Auf der Roten Couch

Multitalent Charly Walter erzählt

Pädagogisches Graben?

Der Freizeit-Baggerpark bei Burggen


Seit über 28 Jahren schaffen wir als unabhängige,

erfolgreiche Unternehmensgruppe Lösungen rund um die

Blech- und Rohrbearbeitung. Wir bieten unseren

namhaften Kunden aus verschiedensten Branchen mit

unserem hochmodernen Maschinenpark individuelle und

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Regional, filigran, international

Gedrechselte Hohlgefä-

ße

aus Holz mit derart

dünnen Wänden,

dass sogar

Licht durchstrahlt?

Dahinter steckt

harte Arbeit und

verdammt viel Tüftlerei

über viele Jahre

hinweg, gepaart mit

Auge fürs Detail, herausragender

agen

Technik und ex-

trem

viel Gefühl im Umgang

mit Werkzeug und

Material. Ernst Gamperl heißt dieser

außergewöhnliche Drechslermeister, geboren in

München, aufgewachsen in Steingaden, sesshaft geworden

am Gardasee und seit einigen Jahren wieder

zurück im Altlandkreis. Sein Kunsthandwerk wurde

jüngst mit dem höchstdotierten Preis ausgezeichnet.

Wo es seine Werke zu kaufen gibt? Über Galeristen

in den größten und renommiertesten Städten dieser

Welt, unter anderem in München, Hamburg, London,

Tokio, Hong Kong und Seoul. Umso dankbarer waren

wir, als uns Ernst Gamperl tatsächlich das Tor zu

seinem Anwesen – irgendwo zwischen Peiting und

Steingaden – aufgemacht hat.

Künstler einerseits, Kämpfer und Revoluzzer andererseits,

war und ist Charly Walter aus Schongau.

Weil er die Malerei nicht lassen kann, lädt er Ende

September mal wieder ins Ballenhaus, um dort

seine neuesten und schönsten Bilder in Acryl und

Aquarell auszustellen. Zu diesem Anlass haben

wir den inzwischen 75-Jährigen auf die Rote Couch

gebeten, woraus ein sehr emotionales Interview

wurde. Es ging um harte Arbeit bei Hoerbiger, um

„Jugend forscht“, um in der Öffentlichkeit verpönte

Tanz- und Musikveranstaltungen, um nervenaufreibende

Maler-Reisen und die schmerzliche Frage:

„Warum ausgerechnet ich?“

Über den Sinn des Lebens macht sich auch Bayram

Onat regelmäßig Gedanken. Dabei hat er seine Bestimmung

längst gefunden: Döner kreieren und servieren.

Vom sechsjährigen Erstklässler über Unternehmer

bis zur 80-jährigen Oma – sie alle kommen

regelmäßig bei ihm vorbei, um zu Mittag oder Abend

das wohl gesündeste und schmackhafteste Fast-Food

im Altlandkreis mitzunehmen. Wir haben mit dem

früheren Hochland-Mitarbeiter nicht nur über Inhalt

und Entwicklung der „türkischen Leberkässemmel“

im Schongauer Altlandkreis gesprochen. Apropos

Entwicklung: Die Anzahl der Dönerläden im Schongauer

Land ist relativ überschaubar, während es

Friseursalons an beinahe jeder Ecke gibt. Das trifft

zumindest auf die Schongauer Altstadt zu, wo sich

die etablierten Friseurinnen wie beispielsweise Gaby

Settele selbst verwundert die Augen reiben und sich

in Sachen Angebot und Nachfrage fragen: Wie kann

das funktionieren?

Letztere Frage bekommen die Ausbilder hiesiger Betriebe

sehr häufig gestellt. Allen voran ab Montag,

3. September, wenn für viele Schulabgänger der

sogenannte Ernst des Lebens beginnt. Passend zum

Ausbildungsstart stellen wir mit Säcklerei und Kirchenmalerei

zwei sehr seltene Lehrberufe vor. Außerdem

durften wir ausführlich eine junge, kompetente

Försterin über die Bedeutung des Waldes für

Mensch, Tier und Klima befragen. Dass es zunehmend

heißer wird, spielt hierbei eine ganz gewichtige

Rolle. Ausreichend trinken, den neuen „altlandkreis“

lesen und beim Heimaträtsel mitmachen, rät

an dieser Stelle,

Ihr Johannes Schelle

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> > > AUS DEM INHALT

Seite 4

Erfüllter Kindheitstraum?

Freizeit-Baggerpark

bei Burggen

Seite 9

Nehmen Sie Platz! Charly

Walter im großen Interview

auf der Roten Couch

Seite 16

Life Kinetik — Gehirntraining

mit Bewegung: Am Anfang hat

jeder Probleme

Seite 20

Bunte Bilder, Wein

und Musik: Allerlei aus

dem Altlandkreis

Seite 30

Ein Quantensprung in Sachen

Alarmierung: Einsatz-

Monitoring bei Feuerwehren

Seite 34

Glückwunsch!

Altenstadt feiert 200 Jahre

Eigenständigkeit

Seite 42

Die türkische

Leberkässemmel:

Döneressen im Altlandkreis

Seite 44

Sattlerei Lindner in Forst,

Ausstatter der Münchner

Brauereirösser

Seite 46

Mit Riesenrad und

Almhüttenbar: 158. Auflage

des Schongauer Volksfestes

Seite 52

Große Salondichte in

Schongau — die Altstadt der

zwölf Friseure

Seite 54

Heißbegehrte Winterklamotten

bei den Kinderkleiderbasaren

in der Region

Seite 64

Freistaat zeichnet

Marktgemeinde aus: Peiting,

ein Ort für Genießer

Seite 73

Mit Hartnäckigkeit

zur handgemachten

Hirschlederhose

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september / oktober 2018 | 3


Freizeit-Baggerpark bei Burggen

Erfüllender Kindheitstraum

mit pädagogischem Wert

Burggen | Ingenieure, die beim

Bau der Münchner Allianz-Arena

dabei waren. Aufgeweckte Kindergartenkinder

und Grundschüler.

Die 75-jährige Omi aus dem Nachbardorf.

Und eine wildgewordene

Horde „gaggernder“ Frauen, die

den Junggesellinnenabschied ihrer

besten Freundin feiern. Bagger-

Park-Inhaber Stefan Zech hat sie

schon alle dagehabt auf seiner kiesigen

Fläche, nur wenige Meter von

der Erbenschwanger Mülldeponie

entfernt. Mit der Eröffnung des

Baggerparks ist der aus Marktoberdorf

stammende Maschinenbau-

Techniker in eine Art Marktlücke

gestoßen. Denn deutschlandweit

gibt es hiervon gerade mal „zwei,

drei Stück“. Wie der Allgäuer überhaupt

auf diese außergewöhnliche

Idee gekommen ist? „Relativ unspektakulär“,

sagt er. Durch Zufall

habe er eine Doku über einen

Bagger-Freizeitpark im Fernsehen

gesehen, parallel schon länger mit

dem Gedanken der Selbstständigkeit

gespielt. „Ohne genau zu wissen,

in welche Richtung es gehen

könnte.“ Nach umfassender Recherche

fand Zech heraus, dass er

mit einem Baggerpark nahezu konkurrenzlos

wäre. Dass er selbst bis

dato noch nie Bagger gefahren ist,

hält ihn nicht davon ab, alle notwendigen

Schritte für die Errichtung

und Eröffnung in die Wege zu

leiten. Sechs Jahre gingen von der

Idee und Planung bis zum offiziellen

Anbaggern ins Land. Nun, rund

zwei Jahre nach der Eröffnung, ist

Zech zufrieden mit der Bilanz. „Der

Andrang ist sogar etwas größer als

gerechnet und bisher waren auch

alle Kunden, darunter auch sehr

viele Frauen, sehr angetan“, sagt

er. Am meisten freuen ihn regelmäßige

Besuche der unmittelbaren

Nachbarn aus zum Beispiel Burggen,

Bernbeuren, Erbenschwang

und Ingenried. „Es zeigt mir, dass

der Baggerpark von den Einheimischen

nicht nur gerne angenommen,

sondern auch akzeptiert

wird.“ Einige Besucher, ob Urlauber

oder Einheimische, sprechen

sogar „von hohem pädagogischen

Wert“. Beim Baggerfahren?

Auch Kinder

dürfen baggern

Zwei baugleiche Mini-Bagger,

zugelassen auf zwei Tonnen, 30

Liter Baggerschaufel-Fassungsvermögen

und zweieinhalb Metern

Armlänge dürfen bereits von

Kindern ab sechs Jahren alleine

gesteuert werden. „Vorausgesetzt,

mindestens ein Erziehungsberechtigter

bleibt währenddessen am

Gelände dabei und unterschreibt

eine Haftungserklärung“, sagt

Zech. Der große Bagger, zugelassen

auf 21 Tonnen, besitzt eine

1000 Liter große Schaufel und eine

Armlänge von zehn Metern. „Ein

klassischer, großer Bagger, wie er

im Hoch- und Tiefbau täglich zum

Einsatz kommt.“ Keller-Aushübe

für den Bau neuer Häuser oder das

Abtragen für den Bau neuer Umgehungsstraßen

sind zwei gängige

Praxis-Beispiele, die mit einem

solch monströsen Bagger betrieben

werden. In der Regel von absoluten

Spezialisten, die Jahre und

Jahrzehnte nichts anderes machen.

Im Baggerpark von Stefan Zech dagegen

darf im Grunde jeder ran an

diesen Riesen. Genaugenommen

Kinder ab 14 Jahren mit Einverständniserklärung

eines Elternteils.

Und nach kurzer Einweisung

von Zech persönlich geht’s auch

schon los – wenn auch in leicht

abgeschwächter Form. „Aus Sicherheitsgründen

bleiben die Bagger

immer auf der gleichen Stelle

stehen.“ Heißt: Vor- und Zurückfahren

mittels Kettenantrieb ist für

die Freizeitbaggerer nicht erlaubt.

Geschicklichkeitsspiele

erfordern viel Gefühl

Dafür dürfen sich die Gäste innerhalb

eines abgegrenzten Bereichs

umso mehr austoben: Ausgraben,

zuschaufeln. Autoreifen aufstapeln

oder eine an einer Kette befestigten

Eisenstange aus der Verankerung

heben und gegenüberliegend

wieder einpendeln – eine richtig

schwierige Aufgabe, die enormes

Fingerspitzengefühl, sehr viel Geduld,

höchste Konzentration und

vor allem koordinative Fähigkeiten

voraussetzt. „Deshalb pädagogisch

wertvoll“, sagt Zech. Denn so gewaltig

der große Bagger von außen

und auch innen sitzend wirkt,

so viele Kräfte er auch besitzt – er

reagiert auf jede noch so kleine

Bewegung an den Steuerhebeln

zentimetergenau. Wer zu ruckartig

oder aggressiv steuert, bringt

den Bagger ein ums andere Mal

zum Ruckeln und wird ordentlich

durchgeschüttelt. „Was übrigens

überhaupt nichts ausmacht, weil

die Dinger bombenfest auf dem


Baggerpark-Inhaber Stefan Zech

arbeitet hauptberuflich bei Fendt.

Boden stehen und nicht umfallen

können.“ Einzig bei voller Schaufelladung

des großen Baggers bittet

er seine Kunden, den Arm nicht

auf die maximalen zehn Meter

auszufahren, „weil die Belastung

dann doch enorm hoch ist“.

Zwei Griffe mit acht

Funktionen

Doch der Reihe nach. Angefangen

wird auf dem Burggener Baggerpark

in der Regel in einem der beiden

Kleinen, die gewerblich oft für

Arbeiten an Plätzen genutzt werden,

wo kaum Platz zur Verfügung

steht. „Zum Beispiel für den Bau

von Drainagen zwischen Hauswand

und Hecke.“ Um den Arm

des Minibaggers nach oben oder

unten zu bewegen, muss der Griff

zur Rechten des Fahrersitzes nach

vorne gedrückt oder nach hinten

gezogen werden. Wird der gleiche

Hebel nach rechts bewegt, macht

die Schaufel auf, nach links zu. Mit

dem Hebel zur linken des Fahrersitzes

wird der Baggerarm aufoder

zugemacht – also gestreckt

oder zusammengezogen. Außerdem

beim Betätigen nach links

oder rechts der komplette Bagger

in die jeweilige Richtung gedreht.

Mehr Funktionen braucht es nicht

zum Arbeiten mit einem Bagger.

Doch gerade für Anfänger ist diese

Herausforderung mehr als groß

genug. Vor allem beim Versuch,

mehrere Funktionen gleichzeitig

zu betätigen, um schneller, effektiver

und fließender zu arbeiten.

Zum Auftakt ist der Minibagger

ideal geeignet, weil er nicht ganz

so fein reagiert, darüber hinaus

aufgrund seiner Kompaktheit besten

Überblick bietet für die erste

Ausgrabung, das erste Aufstapeln

von Autoreifen oder das Umsetzen

der an einer Kette befestigten Eisenstange.

Im großen Bagger sind

die Funktionen exakt dieselben,

nur dass alles gewaltiger, und die

Technik deutlich sensibler wirkt.

Zwei Stunden vergehen

wie im Flug

Gebaggert wird meistens am

Samstag zu den gewohnten Öffnungszeiten

oder nach Terminvereinbarung

(siehe www.freizeit-baggerpark.de).

15 Minuten

Minibagger kosten 20 Euro, 30

Minuten 35 Euro und 60 Minuten

60 Euro. Der große Bagger kostet

die gleichen Zeiten 35, 60 oder

120 Euro. Die meisten Bagger-

Park-Kunden buchen jedoch ein

Paket: 30 Minuten Minibagger und

30 Minuten großer Bagger für 95

Euro. Oder 60 Minuten Minibagger

und 60 Minuten großer Bagger

für insgesamt 170 Euro. Auf die

Frage, ob zwei Mal eine Stunde

nicht zu lange seien, meint Zech.

„Überhaupt nicht.“ Es gebe sogar

einige Kunden, die zwei oder sogar

drei Stunden baggern möchten.

In der Tat vergeht die Zeit in

den mechanischen Kraftprotzen

sprichwörtlich wie im Flug. „Man

ist so sehr auf die Steuerung sowie

das Ausbaggern oder die Spielereien

mit Reifen oder Eisenstange

fokussiert, dass man um sich herum

wirklich alles vergisst.“ Das gilt

übrigens bei jedem Wetter – alle

drei Bagger haben komplett verschließbare

Kabinen, sodass auch

bei Regen geübt werden kann. Apropos

üben: Während sich Vater,

Mutter und die älteren Geschwister

an den großen Maschinen

versuchen, können die Kleinsten

sich im großen Sandkasten von

nebenan oder am elektrischen

Bagger mit Münzwurf austoben.

Außerdem gibt’s eine urgemütliche,

westernähnliche

Blockhütte aus Holz

zum Pausieren, dahinter

eine WC-Anlage und dank

enger Zusammenarbeit

mit dem Wichtelteam von

nebenan sogar lecker

Kaffee und Kuchen sowie

dem Wetter angemessene

Getränke.

js

Dieser Mini-Bagger dient

als ideale Vorbereitung

für den großen Bagger.

september / oktober 2018 | 5


Ernst Gamperl und seine preisgekrönten Holzgefäße

Ein Drechsler von

internationaler Klasse

Auf dem Lagerplatz schneidet Ernst Gamperl

die Baumstämme mittels Motorsäge grob vor.

Steingaden | Drechsler gibt es viele

im Schongauer Altlandkreis.

Einer aber fällt mit seinem Können,

seiner Art zu arbeiten, seinen

Auszeichnungen und Preisen und

seinen formvollendeten Arbeiten

besonders auf: Ernst Gamperl, 53,

geboren in München, nach dem

Abitur einige Jahre in Steingaden

und Umgebung lebend, ließ sich

später oberhalb des Gardasees

nieder und ist nun seit sechs Jahren

wieder zuhause im Altlandkreis

auf einem ehemaligen, wunderschön

hergerichteten Bauernhof

fernab der Zivilisation, irgendwo

zwischen Peiting und Steingaden.

Mit Frau, Kindern, Hunden und einem

herrlich angelegten, naturbelassenen

Garten lebt er dort seinen

Traum. Wobei das Wort „träumen“

an dieser Stelle eher irreführend

klingt. Harte Arbeit trifft es besser,

was den Drechslermeister international

so erfolgreich macht.

Nach ausgiebigem Frühstück und

E-Mails lesen steht Ernst Gamperl

ab 9 Uhr in seiner neben dem

Wohnhaus gebauten Werkstätte –

und verlässt diese nicht selten erst

wieder gegen 22 Uhr. „Es gibt viel

zu tun“, sagt er. Die Anfragen von

großen und renommierten staatlichen

und privaten Museen und

Sammlungen dieser Welt, zum

Beispiel aus Städten wie Madrid,

Tokio, London und Seoul, häufen

sich. Hinzu kommen private Interessenten

und Sammler, die die Arbeiten

von Ernst Gamperl schätzen

und bewundern.

Rohstoffe

aus der Region

Als Rohstoff verwendet Ernst Gamperl

in der Regel Eiche, Ahorn oder

Esche aus der Region. Je älter die

Bäume sind, desto besser. „Ich profitiere

oft von Unwettern oder vom

Befall durch Krankheit“, sagt Gamperl,

der das Holz nicht selten nach

Windwürfen oder Fällung aufgrund

von Käfer- oder eben Krankheitsbefall

kauft. Jedoch extra einen

gesunden Baum zu fällen, würde

ihm nicht in den Sinn kommen. Seit

neun Jahren begleitet ihn zum Beispiel

eine Eiche aus Rott am Inn mit

2,50 Meter starkem Durchmesser,

die einem Sturm zum Opfer gefallen

ist. Ein enormes, langjähriges

Projekt, dessen „erstes Kapitel“ er

Ende Mai 2019 im Gewerbemuseum

Winterthur zeigen wird. Weitere

„Kapitel“ sind auch in London

und Korea geplant. Die monströsen

Baumabschnitte wurden damals

vor Ort für den Transport in mittelgroße

Stücke geschnitten und

sind jetzt auf Gamperls Grundstück

zwischen Zaun und Werkstätte

draußen im Freien gelagert.

Die wichtigste Arbeit

beginnt auf seinem

Holzplatz –

nämlich bei

der konkreten

Auswahl des

Baumstammes,

bei der er erken-

6 | altlandkreis


nen muss, welches Gefäß in ihm

steckt. Dann schneidet Gamperl

den Holzrohling mittels Motorsäge

auf eine bestimmte Größe zurecht,

um ihn später in eine der neun (!)

Drechselbänke einzuspannen. Der

Rohling wird an der Drechselbank

zunächst grob vorgeschruppt,

dann die Form von außen gedreht

und geschnitten, später von innen

ausgehöhlt und anschließend die

Oberflächentextur eingearbeitet –

alles mit verschiedensten, meist

selbst hergestellten Werkzeugen.

„Für mich gibt es nichts Schlimmeres,

als durch Maschinenumstellung

aus dem Arbeitsfluß zu

kommen“, sagt Ernst Gamperl auf

die Frage, warum er gleich neun

verschiedene Drehbänke besitzt.

Ein bis zwei

Wochen pro Gefäß

Wie lange er für ein Gefäß braucht,

hängt ganz von dessen Größe und

Material ab. „Für ein großes Gefäß

bin ich im Schnitt ein bis zwei

Wochen ausschließlich mit reiner

Drechselarbeit an der Drehbank

beschäftigt“, sagt er, geht in den

kleinen Ausstellungsraum von

nebenan und nimmt eines seiner

fertigen Werke in die Hand. „Das

Stück war ursprünglich mal 400 Kilogramm

schwer, jetzt wiegt es um

die drei Kilo.“ Bis die Arbeit dann

wirklich fertig dasteht, er zufrieden

mit Form und Oberfläche und das

Stück vollständig ausgetrocknet ist,

dauert es nochmals viele Wochen.

Neben klassischeren Gefäßen und

Schalen aus Eiche bearbeitet Ernst

Gamperl seine Hohlgefäße auch

derart filigran, dass sie letztlich nur

noch wenige Millimeter Wandstärke

besitzen. Seine ersten Gefäße

aus hellem Ahorn aus den frühen

1990er Jahren erreichen eine

Wandstärke von minimalistischen

eineinhalb Millimetern. Heißt:

Gamperls Werke sind so dünn,

dass Licht hindurchstrahlt – ein genialer

Effekt.

Dass Ernst Gamperl bei dieser filigranen

Arbeit – wenn überhaupt –

nur Ausschuss „beim Ausprobieren

neuer Techniken“ produziert,

zeigt, wie sehr er sein Handwerk

beherrscht. Dabei hat er vor rund

30 Jahren ganz klein und verhältnismäßig

einfach angefangen:

Während seiner Schreinerlehre

in Trauchgau gerät er über die

Berufsschule an ein Buch über

Drechselarbeiten – der Beginn einer

ungebrochenen Liebe. „Eine

Arbeit, die sehr schwierig ist und

mich deshalb von Beginn an fasziniert

hat.“ In einem 16 Quadratmeter

großen Raum bei Trauchgau

drechselt Gamperl erst nebenher

Schalen und Dosen, sowohl als Objekte

als auch zum Gebrauch. Dann

vergrößert er seine Drechslerei

Schritt für Schritt und zieht mit seiner

Werkstätte nach Bidingen um.

Weil er mit seiner Frau keinen geeigneten,

finanzierbaren alten Hof

in der Region findet, verschlägt es

ihn nach Italien in ein altes Rustico.

Dort macht er sich sesshaft, gründet

eine Familie. Diese alltagstauglichen

Schalen sind zu dieser Zeit

längst Vergangenheit. Stattdessen

fertigt Gamperl immer größere,

schönere und wertvollere Hohlgefäße.

Und er entwickelt – übrigens

bis heute – ständig neue Techniken

und Werkzeuge, die ihm im Detail

immer wieder neue Optiken und

Formen ermöglichen. Letztlich, so

sagt er, „waren es sehr viele harte

Jahre unermüdlicher Tüftlerei, bis

ich mit meiner Arbeit so gut und

eigenwillig war, um mich von

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september / oktober 2018 | 7


Alles für Ihre Holzoberflächen

anderen Arbeiten international

habe abheben können“.

Zusammenarbeit mit

berühmten Designern

Ein „großer“ Bewunderer von

Gamperls Werken war und ist

Michele De Lucchi, weltberühmter

Designer und Architekt aus

Mailand, der unter anderem die

in nahezu jedem Büro installierte

„Tolomeo-Leuchte“ designte. „Die

Bewunderung beruht auf Gegenseitigkeit

und unsere Zusammenarbeit

gipfelte in einer wunderbaren

gemeinsamen Ausstellung im

Studio von Michele de Lucchi.“ In

der Zeit in Italien begegnete Ernst

Gamperl vielen weiteren Designern

und Künstlern von Welt, aus

denen fruchtbare gemeinsame

Projekte und auch Freundschaften

entstanden sind, die bis heute

bestehen. Während Gamperl früher

noch selbst auf Messen seine

Werke präsentierte, hat er sich

aus diesem Bereich mittlerweile

vollständig zurückgezogen und

überlässt diesen Part professionellen

Galerien in Hamburg, Zug und

Genf (Schweiz), Knokke (Belgien)

sowie Tokio, Seoul, London, Santa

Barbara und Hong Kong. Diese Galerien

sind auch die Schnittstellen

für die immer häufiger werdenden

Anfragen von Museen und Kunstausstellungs-Häusern,

die Gamperls

Gefäße für ihre Sammlungen

ankaufen. Heißt: Ernst Gamperl

zählt zu den weltweit ganz wenigen

Kunsthandwerkern, die von

ihrer hochwertigen Arbeit gut und

Wird eins mit dem Material: Ernst Gamperl besitzt die Fähigkeit, sich

regelrecht hineinzufühlen in seine edlen Werkstücke aus Holz.

vor allen Dingen hauptberuflich leben

können.

Moderne und Natur

in Einklang bringen

Belohnt wurde Gamperls herausragendes

Können an der Drechselbank

durch zahlreiche Preise und

Auszeichnungen, die er für seine

Arbeiten verliehen bekommen

hat. Angefangen in den 1990er

Jahren mit dem hessischen und

bayerischen Staatspreis über den

Danner Preis bis zum LOEWE Craft

Prize im Jahre 2017 – der derzeit

renommierteste Preis für internationales

Kunsthandwerk, dotiert mit

50 000 Euro. Ernst Gamperl wurde

hierfür unter knapp 4 800 (!) Teilnehmern

von einer hochkarätig

besetzten Jury in der spanischen

Hauptstadt Madrid zum Sieger

gekürt. Dass er trotz aller Erfolge

ein in sich gekehrter, ruhiger und

sehr bodenständiger Mensch geblieben

ist, macht den ehemaligen

Trail-Profi sowie Kletter-Experten

(Routen im zehnten Schwierigkeitsgrad

und 60 Erstbesteigungen)

umso sympathischer. Dass er

ganz nebenbei mit Englisch, Italienisch,

Deutsch und Boarisch vier

Sprachen beherrscht, ist für ihn bei

diversen Vernissagen und Pressekonferenzen

ein riesen Vorteil. Die

wohl mit wichtigste Frage, die ihm

immer wieder gestellt wird: Was

er mit seiner Kunst ausdrücken

möchte? Seine Antwort: „Meine

Aufgabe sehe ich darin, durch

meine handwerkliche Arbeit den

Menschen die Natur wieder näher

zu bringen, sprich die Moderne

und die Natur wieder in Einklang

zu bringen.“ Gamperls Handwerk

repräsentiere den Part der Natur,

der trotz moderner Fertigungsweisen

dennoch den Menschen, seine

Hand und seine Empfindungen

brauche. „Denn die digitale Welt,

die vollkommen ihre Berechtigung

hat, kann uns eine Hilfestellung

sein, sie sollte aber nicht unser

Leben dominieren.“ Letztlich führt

Gamperl mit jedem Stück Holz

eine Art Dialog, den er beherrscht

wie kein Zweiter.

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Galerien in den größten Städten

dieser Welt präsentiert.

8 | altlandkreis


Auf der Roten Couch

Künstler, Kämpfer,

Revoluzzer

Lässig, wie Charly Walter hier auf unserer Roten Couch sitzt, die wir oberhalb

seines Wohnhauses in den Wiesen der Dornau platziert haben. Das von ihm gemalte

Bild verrät nur einen kleinen Teil seines ereignis- und schicksalreichen Lebens.

Foto: Johann Jilka

september / oktober 2018 | 9


Schongau | Charly Walter, geboren

im tschechischen Teplice, kommt

im Alter von drei Jahren nach Peiting.

Mit 18, kurz vor dem Abitur,

verliert er seinen Vater. Ein halbes

Jahr später begeht seine Mutter

Suizid. „Das hat mich ganz schön

mitgenommen“, sagt der heute

75-jährige Schongauer, der sich

vom Zeitpunkt dieser Schicksalsschläge

an alleine durchzubeißen

hat. Täglich fährt er mit dem ersten

Zug nach München, studiert

Grafik und Design. Nachmittagsvorlesungen

lässt er bewusst

sausen, um Geld zu verdienen als

Zeichner bei Architekt Ulmer, am

Abend dann als Eisdielen-Kellner,

Sänger und Schlagzeuger. Karriere

macht der preisgekrönte Hobby-

Künstler schließlich bei Hoerbiger,

wo er es als Kommunikationsleiter

und „Jugend forscht“-Initiator sogar

zum „Mr. Hoerbiger“ schafft.

Einen mit viel Sport und Leben

erfüllten Ruhestand hätte er sich

nach einem harten Arbeitsleben

mit vielen Geschäftsreisen, unzähligen

14-Stunden-Tagen und stets

dunkelblauen Augenringen mehr

als verdient. Doch sein Rentnerdasein

dauert keine zwei Wochen,

ehe das Schicksal erneut einprügelt

auf den begnadeten Aquarellmaler.

Seither folgt eine schwere

Krankheit der nächsten. Und noch

immer stellt sich Charly Walter

an manchen Tagen die Sinnfrage:

„Warum? Warum ich?“ Aufgeben

ist für den Kämpfer aber keine

Option. Ehefrau, Sohn, Enkelkinder,

Musik und Malerei halten den

1960er-Revoluzzer bei Laune.

Herr Walter, Sie lieben Kunst. Warum?

Während des Studiums in Grafik

und Design habe ich alle Maltechniken

gelernt und in diesem Fach

auch sehr gut abgeschnitten. Die

damals zu erreichende Höchstpunktzahl

war 15, ich habe 15 plus

zwei bekommen. Mit diesem Ergebnis

konnte ich nach dem Studium

auch gleich Geld verdienen

10 | altlandkreis

Zeigt, wie es geht: Die meisten Bilder malt Charly Walter bei sich zuhause im Atelier. Hier bekommt

„altlandkreis“-Redakteur Johannes Schelle einen kurzen Crashkurs zum Thema Farblehre.

bei einem amerikanischen Unternehmen.

Wie viele Bilder haben Sie in ihrem

bisherigen Leben gemalt?

Das ist eine gute Frage. Neulich

bin ich an den Computer, weil alle

meine Werke abfotografiert und

digitalisiert sind, und habe angefangen

zu zählen. Bei rund 700

hörte ich auf. Aber ich denke, dass

es knapp 1 000 sein dürften von

Jugend an.

Wow. Wie lange brauchen Sie für

ein Bild?

Das kommt unheimlich auf das

Motiv und die Malart an. Wichtig

ist, sich nicht zu vergraben, nicht

anzufangen, mit sich zu hadern

oder ständig hin und her zu überlegen.

Die schnellsten Bilder sind

oft die schönsten.

Welche Motive bevorzugen Sie?

Landschaftsbilder, allen voran

Wald. Der lässt hoffen, gibt Kraft

und Ruhe. Wobei ich auch sehr

gerne architektonische Motive

wähle – Großstädte aus aller Welt.

Und nicht zu vergessen: Tiere. Zum

Beispiel Hunde von ziemlich vielen

Leuten in der Region. Hierfür

muss ich mindestens einen halben

Tag mit dem Vierbeiner zusammen

sein, damit ich weiß, ob es

eher ein frecher oder gemütlicher

Hund ist.

Ihr selbstgemaltes Lieblingsbild?

„Der Hummer“, ein Aquarell.

Weil ich sehr gerne koche, habe

ich auch viele Gourmet-Bilder

gemacht. An dieser Stelle fällt

mir auch der Salatkopf ein. Nur

der Kopf mit Wasserperlen. Meine

Frau und ich bereuen es noch

heute, dieses geniale Bild verkauft

zu haben. Abnehmer war damals

ein Franzose.

Können Sie den durchschnittlichen

Wert ihrer Bilder beziffern?

Ein Münchner hat mal freiwillig

mehr bezahlt, weil er sagte, in

München müsste er das Doppelte

oder Dreifache bezahlen. Heißt:

Kunst ist immer so viel Wert, wieviel

die Liebhaber bereit sind, dafür

auszugeben. Der Wert meiner

Werke liegt heute zwischen 100

und 1 500 Euro.

Lieber Aquarell oder Acryl?

Aquarell ist viel anspruchsvoller.

Das Weiß im Aquarell ist das Papier,

worauf Schicht für Schicht

aufgebaut wird. Manches Mal 14,

15, 16 Lasuren. Das ist entsprechend

schnell totgemalt. Da noch

ein bisserl was, da noch ein bisserl

was. Für die Aquarellmalerei muss

man sich echt disziplinieren, das

Bild richtig aufbauen. Goldener

Schnitt, goldener Schnitt, goldener

Schnitt. Das habe ich meinen

Schülerinnen und Schülern immer

wieder vor Augen gehalten und

gepredigt. Außerdem ganz wichtig:

Weniger ist meist mehr. Und

schließlich den weißen Hintergrund

fleckweise um alles in der

Welt freihalten. Ja, Aquarellieren

ist oft ein steiler, steiniger Weg.

Aber je höher man kommt, desto

mehr sieht man.

Trotzdem haben Sie Aquarell immer

bevorzugt…

Gerade deshalb. Ich habe früher

auch gerne mal spöttisch über Acrylmalerei

geredet.

Warum?

Wenn meinen Schülern Aquarell

zu schwer war, haben sie oft

gewechselt auf Acryl, worauf ich

sie durchaus mal als „ihr Farbpantscher“

kritisiert habe. Acryl

erlaubt einfach mehr Fehler. Wenn

der Ton hier nicht gefällt? Wieder

eine Schicht drauf, und noch eine,

und noch eine. Beim Aquarell

dagegen reicht ein kleiner Fehler

aus, und das komplette Bild ist tot.

Sie sprechen von Schülern?

Ich habe viele Jahre als Dozent

für Aquarellmalerei gearbeitet.

Angefangen mit Kursen bei den

Volkshochschulen in Schongau,

Garmisch und Weilheim. Als ich

schließlich einen deutschlandweiten

Preis gewonnen habe, entwickelte

sich meine Arbeit als Dozent

zum Selbstläufer. Hohenaschau

am Chiemsee, St. Pölten, Wien –

ich habe an diversen Kunstakademien

unterrichtet, was mir sehr

gefallen hat. Malreisen dagegen

waren oft recht anstrengend.

Was war denn an den Malreisen so

furchtbar?

Nur ein Beispiel: Ich bin mit 16

Mädels im Schlepptau nach Prag.

Rein in die Trambahn, raus aus

der Trambahn. Rein ins Lokal, raus

aus dem Lokal. Fürchterlich. Meine

Frau war immer dabei, musste die

Seelen trösten. Dann kamen die

Mädels am allerletzten Tag dieser

Reise auch noch auf die Idee, da

hinten im Judenviertel zu malen.

Ich sagte mehrmals: „Da kann

man nicht malen, da gibt es keine

guten Plätze, keinen Schatten, keinen

guten Sonnenstand – ihr wollt

da doch nur zum Shoppen hin.“


Letztendlich war ich überredet.

Plötzlich fingen einige der Mädels

an zu kreischen: „Oh, siehe

da, da vorne ist eine grüne Wiese,

ein Baum.“ Wie wild sind sie auf

diesen scheinbar bedeutungslosen

Grünstreifen zugesteuert und

haben ihre Staffeleien aufgebaut.

Und dann?

Es hat nicht lange gedauert, da

kam ein fescher Mann mit schwarzer

Dogge vorbei und sagte zu

den Mädels: „What are you doing

here? That’s the dog‘s toilet!“ Alle

Rucksäcke, Taschen und Koffer

waren in Hundekacke gestanden.

Und das Schlimmste: Wir sind

noch am selben Tag zurückgereist,

konnten nichts mehr waschen. Wir

haben vielleicht gestunken auf der

Heimreise … Wahnsinn. Ein anderes

Mal ging die Reise nach Mallorca.

Normalerweise ist auf der

Insel schönes Wetter. Aber dort

angekommen regnete es zehn

Tage bis zum Abflug. Gemalt haben

wir im Dachgeschoß des Hotels

nach Postkarten und anderen

Vorlagen. Das kostete Nerven.

Trotzdem haben die Mädels von Ihnen

gelernt.

Ich maße mir an zu sagen, dass

von all denen, die meinen, nicht

malen zu können, 70 bis 80 Prozent

sehr wohl malen könnten.

Wenn einer fotografieren kann,

sich bisschen Mühe gibt in Sachen

Bildausschnitt, ist das schon

fast die halbe Miete. Material

und Ausrüstung kann ich kaufen.

Der Rest ist Fleiß, Farblehre und

handwerkliches Können, das man

komplett erlernen kann. Im Allgemeinen

werden Bilder von Juroren

immer nach vier Punkten beurteilt:

Formalkompositorisches, inhaltliche

Aussage, Einzigartigkeit

und handwerkliche Fertigkeit. Wer

nach diesen Kriterien malt, kann

so viel nicht falsch machen.

Sie haben für Ihre Bilder viele Preise

gewonnen. Ihr bedeutendster?

Sicherlich der Deutsche Aquarell-

Preis, den ich im Schloss Faber-

Castell in Nürnberg überreicht

bekommen habe. Und zwar für

ein Bild, das „gehackte Grün“, das

ich ehrlich gesagt gar nicht so toll

fand. Aber alle vier oben genannten

Kriterien wurden bei diesem

Werk voll erfüllt, was die hochrangig

besetzte Jury, unter anderem

mit Oskar Koller, vollends überzeugt

hatte. Immerhin haben die

besten Aquarellisten Deutschlands

für diese Auszeichnung ihre Werke

eingereicht, und ich habe den ersten

Preis bekommen. Das hat mich

schon sehr gefreut. Ein für mich

ähnlich bedeutender Preis wurde

hier im Pfaffenwinkel verliehen.

Alle Maler der Region haben in

diversen Schaufenstern über längeren

Zeitraum ihre besten Bilder

ausstellen dürfen. Über das

schönste Bild entschieden hat hier

keine Jury, sondern das Einkaufspublikum,

weshalb für mich dieser

Preis einen großen Wert hatte.

Man könnte nach den ersten Gesprächsminuten

meinen, dass Sie

ihr ganzes Leben nur mit Kunst

verbracht haben. Dabei waren Sie

hauptberuflich 40 Jahre bei Hoerbiger.

Meine Frau las eine Stellenanzeige,

wonach Hoerbiger einen Grafiker

am Standort Schongau suchte. Ich

habe zu Beginn Messestände konzipiert,

die bisschen anders ausgesehen

hatten als bisher. Das schien

der Konzernleitung gefallen zu haben.

In manchen Jahren beschickten

wir bis zu 50 Messen. Schließlich

war ich verantwortlich für alle

Printsorten und die gesamte Öffentlichkeitsarbeit.

Dann habe ich

mich Schritt für Schritt nach oben

gearbeitet, bis ich zum Schluss im

Management des Gesamtkonzerns

saß. Leider Gottes, muss ich sagen.

Hier ging es nur noch um Zahlen,

Zahlen, Zahlen, ums große Geld.

Meine eigentlichen Fähigkeiten

und Leidenschaften als Grafiker

und Designer konnte ich da nicht

mehr viel einbringen. Außer im

Aufgabenbereich „Events aller

Art“. Da gehörten auch Tagungen,

Meetings und Großveranstaltungen

dazu. Zum Beispiel bei unserem

100-jährigen Firmenjubiläum. Da

gab‘s in Schongau ein Fest für 2 500

Mitarbeiter mit Familie und Gästen,

einschließlich einem separaten

Kinderzelt mit Programm. Alle

drei Jahre organisierte ich auch ein

dreitägiges Meeting in verschiedenen

Städten. Zu dem wurden die

Geschäftsführer aller Länder mit

ihren Damen geladen. Mehrmals in

Wien, zuletzt 2008 in Budapest mit

glamourösem Rahmenprogramm.

Die meiste Zeit aber waren Sie

Kommunikationsleiter des gesamten

Hoerbiger-Konzerns.

september / oktober 2018 | 11


Wie sah Ihr Arbeitsalltag in dieser

Funktion aus?

Ich habe in Schongau ein großes

Team gehabt, die damals noch

hauseigene Druckerei in Wien

sowie jeweils zwei Leute in Fort

Lauderdale und Singapur. Ich war

überwiegend hier in Schongau,

regelmäßig in der Schweiz, ab und

an in Wien und zwischendrin immer

wieder auf beruflicher Weltreise.

Das Schöne an meinem Job

war die Zusammenarbeit mit jungen

Leuten, ob in meinem Team,

ob bei der Mitarbeiter-Schulung,

ob bei Messen und später bei „Jugend

forscht“.

Wie viele Sprachen beherrschen

Sie?

Deutsch, Französisch, Englisch

und ein wenig Russisch. Englisch

war unumgänglich für meinen

Beruf – und anfangs auch meine

Achillesferse. Ich habe dann

über Hoerbiger einen Crashkurs

bekommen, um das Ganze zu intensivieren.

Der fand in San Diego,

USA, statt. Eine schöne Zeit.

Ihr prägendster Moment aus Ihrer

Zeit bei Hoerbiger mit Hauptsitz in

Zug, aktuell drei Werken in Schongau,

140 Werken in 50 Ländern

weltweit, 7 300 Mitarbeitern und

einem Jahresumsatz von mehr als

einer Milliarde Euro?

Definitiv meine Abschiedsfeier Auf

der Gsteig, zu der alle Vorstände

und Verwaltungsräte mit ihren

Frauen, Bürgermeister der Gemeinden

aus der Region sowie

Landrat, Schulleiter und Geschäftsführer

einiger Firmen gekommen

sind. Das allerschönste an diesem

Abend war die Rede von Herrn Dr.

Komischke, dem aktuellen Präsidenten

des Verwaltungsrates des

Hoerbiger Konzerns. Er hat derart

wunderbare Worte gewählt, dass

ich den Tränen nahe war. Und

dann haben Kollegen auch noch

einen alten Bauernschrank herein

gerollt, vollgepackt mit Büchern.

Ich dachte erst, was soll das denn?

Bis ich erkannte, dass es nicht irgendwelche

Bücher waren, sondern

114 Kunstbücher aus aller

Welt. Genau genommen aus fast

allen Ländern, in denen Hoerbiger

einen Standort hat.

Eine rein regionale Geschichte ist

„Jugend forscht“, dessen Regionalwettbewerb

„Alpenvorland“ seit

vielen Jahren von Hoerbiger veranstaltet

wird. Erzählen Sie…

Dr. Komischke hatte stets unglaublichen

Weitblick und mich gefragt,

ob der Firma „Jugend forscht“ gut

zu Gesicht stehen würde. Ich sagte

sofort: Besser geht’s nicht. Vor

allem, weil es das hier in unserer

Gegend weit und breit nicht gab,

sondern nur in den großen Städten

wie München, Augsburg oder

Dingolfing. Als wir allerdings Interesse

bekundet hatten bei den

Verantwortlichen, machten die

großen Firmen wie BMW dicht.

Es hieß: „Wir haben genug Firmen

als Paten, was will denn der

kleine Hoerbiger dort draußen in

der Provinz von uns.“ Das hat mich

dazu animiert, nach Hamburg zu

Frau Dr. Uta Krautkrämer-Wagner,

ehemalige Geschäftsführerin

von „Jugend forscht“, zu fliegen.

Der habe ich sprichwörtlich ein

bisschen Honig um den Mund

geschmiert, sie später auch nach

München zum Essen eingeladen

und im Rahmen guter Gespräche

erreichen können, dass sie eine

Sondersitzung mit allen Landesdelegierten

des Bewerbs einberufen

hatte. Dort wurde dann demokratisch

abgestimmt: Für oder gegen

Hoerbiger? Weil faktenmäßig

überhaupt nichts gegen unser Engagement

gesprochen hatte, wurde

tatsächlich für uns gestimmt.

Wir haben dann unter dem

Eigennamen „Voralpenland“ –

von Oberstdorf über Rosenheim

bis nach Starnberg – dieses große

Gebiet bekommen, das wir seit

2005 bist heute erfolgreich mit

unserem Regionalwettbewerb abdecken.

Heißt: Ohne Sie gäbe es hier kein

„Jugend forscht“?

Ganz genau. Ich bin nach der Zusage

der Delegierten überall in

unserer Region hingefahren, um

Teilnehmer zu gewinnen.

Warum haben Sie sich damals so

sehr ins Zeug gelegt für die „Erfinder

von morgen“?

Die jungen Menschen, die da dabei

sind – gigantisch. Wie die an

einer Sache Blut lecken und dann

am Ball bleiben, sich bis zur Präsentation

durchbeißen auf Biegen

und Brechen. Das sind alles Macher,

meist hochintelligent. Da

sind immer wieder unvorstellbar

geniale Erfindungen von zum Teil

sogar extrem jungen Menschen

dabei. Das hat mich von Beginn an

fasziniert und mir sehr viele prägende

Momente beschert. Unter

anderem habe ich mal gemeinsam

mit meiner Frau einen Schüler

aus Polling zum Bundesfinale

begleitet, wo – ganz nebenbei

bemerkt – der damalige Bundespräsident

Horst Köhler eine ziemlich

schlechte Rede gehalten hat.

Jedenfalls waren das Erlebnisse,

die ich nie vergessen werde.

Sie mussten als 18-Jähriger verdammt

viel wegstecken, haben Ihr

ganzes Leben hart gearbeitet, gehen

in wohlverdienten Ruhestand

und bekommen nach nur 14 Tagen

die Schockdiagnose „Gehirntumor“

mitgeteilt. Wie haben Sie diese

harte Nachricht aufgefasst?

Ich habe mich gefragt: Was habe

ich verbrochen? Ist das der Lohn

für all die Jahre harter Arbeit? Ich

habe wirklich viel gearbeitet. Acht,

zehn, 14 Stunden am Tag. Und ich

war immer gesund gewesen, habe

meine Arbeit auch immer gerne

gemacht. Es hat mir nichts ausgemacht.

Nicht mal dann, als ich für

Hoerbiger 17 Städte in nur 15 Tagen

mit elf Gepäckstücken bereist

habe, um bei Firmen und Kunden

mit der großen Kamera zu drehen.

München, Frankfurt, New York, Mt.

Halten zusammen wie Pech und Schwefel: Charly Walter mit Ehefrau Barbara

und einem edlen Tropfen Weißwein.

Vernun, Fort Lauderdale, Robstown,

Houston, Los Angelos, San

Francisco, Hawaii, Tokio, Narita,

Osaka, Nagoya, Singapur, Bangkok,

Frankfurt, München. Mein

Sohn war als „Gepäckträger“ und

Kameraassistent dabei und hat wie

ich überhaupt nichts gesehen von

diesen prachtvollen Städten. Wir

sind raus aus dem Flughafen, rein

ins Taxi, zur Firma gefahren, ins

Hotel, Tagebuch führen und Akkus

laden, am Abend noch zum Kundenessen

und dann nach ein paar

Stunden Schlaf ging’s auch schon

wieder zum Flughafen und auf zur

nächsten Stadt. Von daher habe

ich mit Beginn der Rente auch

keinen großartigen Drang zum

Verreisen verspürt. Aber: Ich hätte

natürlich sehr gerne viel Sport

gemacht. Golfen habe ich kurz vor

der Gehirntumor-Diagnose angefangen.

Beim Bund war ich Skilehrer

gewesen. Da habe ich mir

natürlich oft die Frage gestellt, als

ich beim Fenster hinausgeschaut

habe: Der fährt regelmäßig zum

Skifahren, der zum Golfen, und

mir ist es versagt. Warum ich? Warum,

warum, warum? Natürlich

darf ich mir diese Frage nicht stellen.

Aber es gibt halt doch immer

wieder Tage, an denen alles hochkommt

– und meine Frau natürlich

auch mitleidet, was mir schon

sehr schwerfällt und auch wehtut.

Der „Gehirntumor“ wurde erfolgreich

operiert, doch die Liste anderer

schwerer Krankheiten wurde

seither immer länger, ist inzwischen

seitenlang. Unter anderem leiden

Sie an MS und Parkinson und haben

sich bei einem Sturz den Halswirbel

gebrochen. Wie verändern diese

ständigen Rückschläge einen so begabten,

lebensfrohen und wissbegierigen

Menschen wie Sie es sind?

Kranke Leute, denen man es vielleicht

nicht ansieht, werden oft

ungerecht und fordernd. Wenn ich

was will, möchte ich es gleich. Da

ist meine Frau manchmal einem

ganz schönen Hagel ausgesetzt.

Wir sind jetzt seit 53 Jahren verheiratet,

haben also die Goldene

Hochzeit schon hinter uns. Und

trotzdem brauche ich meine Frau

von Tag zu Tag mehr als je zuvor.

Socken anziehen, Unterhose anziehen.

Das kann ich nur noch

mit ihrer Hilfe. Ist das geschafft,

ist meistens alles gut. Wir bekom-

12 | altlandkreis


men Besuch oder raffen uns zu

einem Café-Besuch auf. Die Leute

sagen dann meistens: Charly, du

schaugst aber guad aus.

Das baut natürlich auf. Gibt es

trotzdem Momente, in denen Sie

sagen: Ich pack das nicht mehr?

Meine Frau, 74, geht Gott sei Dank

nach wie vor an vier Tagen die

Woche ein paar Stunden arbeiten,

ist also unter Leuten, was ihr sehr

guttut. Und ich freue mich dann

umso mehr, wenn sie mittags

heimkommt und mir was vom Boneberger

mitbringt. Kurzum: Diese

schweren Krankheiten schweißen

ungemein zusammen. Darüber hinaus

geben mir mein Sohn, meine

Schwiegertochter und meine zwei

Enkelkinder sehr viel Kraft. Mein

Sohn ist in der gleichen Branche

tätig wie ich es war und stellt mir

immer wieder fachliche Fragen.

Das Gefühl, gebraucht zu werden,

hält meinen Geist frisch und gibt

mir Kraft.

Vermutlich gibt Ihnen auch die Malerei

viel Kraft. 2014 hieß es: Die

letzte Vernissage von Charly Walter.

Kommenden September, vom

21. bis 23., folgt im Schongauer

Ballenhaus die insgesamt zwölfte.

Werden neue Bilder zu sehen sein?

In diesem Falle sehr viele neue Acryl-Werke

und weniger Aquarelle.

Insgesamt werden circa 100 Bilder

ausgestellt. Unter anderem eine

Serie „Schöne Städte Europas“.

Beginnend mit Schongau. Dann

München, Prag, Wien. Außerdem

wird sehr viel Abstraktes zu sehen

sein, wobei ich das so verstanden

haben möchte, dass ich auf die

Themen zuarbeite. Diese Acryle

haben also nichts mit „Farbpantscherei“

zu tun.

Wird es diesmal tatsächlich ihre

letzte Ausstellung werden?

Ich sage lieber, dass es diesmal

wirklich die letzte Ausstellung

sein wird. Aber wenn mir es meine

Gesundheit erlaubt, nochmals

eine zu machen, schäme ich mich

nicht, meine Meinung zu ändern.

Was bedeutet Ihnen die Malerei

heute?

Heute ist sie ein sehr angenehmer

Zeitvertreib, den ich sitzend und

damit trotz meiner Krankheiten

ausüben kann. Was mir noch unheimlich

hilft, mich abzulenken,

ist die Musik. Schlagzeugspielen

geht natürlich nicht mehr. Aber

das Singen.

Es gibt einen YouTube-Clip von

Ihnen, in dem Sie „Fly me to the

moon“ von Bart Howard singen.

Geniale Stimme!

Danke. Musik war immer mein Leben.

Als 15-Jähriger habe ich angefangen,

auf der Bühne zu stehen

als Schlagzeuger und Sänger. Und

als Student bereits eine Schallplatte

mit drei Singles aufgenommen.

Später haben wir sehr viel im Saal

der Blauen Traube in Schongaus

Altstadt gespielt. Ich sage nur: Die

Nacht der tiefen Dekolletés. Mein

Gott, da war vielleicht was los …

Entschuldigen Sie: Nacht der was?

Der tiefen Dekolletés. Davon gab

es nicht nur dutzende Titelseiten

in den Zeitungen. Ich habe anonyme

Anrufe erhalten, über die

mir 500 Mark angeboten wurden,

damit ich es absage. Die Firma

Bellinda hatte ihren Mitarbeitern

sogar verboten, dort hinzugehen.

Der Pfarrer hat gepredigt, dass

die „Schäfchen“ dort nicht hingehen

sollen. Und die Damen haben

bei der Schneiderei Stolz heimlich

Kleider nähen lassen, denn die

Frau mit dem tiefsten Dekolleté

hat als ersten Preis einen Brillantring

bekommen.

Ein probates Lockmittel für eine anzügliche

Party …

Um neun, halb zehn, waren wir

mit unserer Band noch dringesessen

im leeren Saal. Um zehn

war es brechend voll. Da haben

wohl alle gedacht – um diese Zeit

würde man sie nicht mehr sehen

auf dem Weg zum Ball. Das war

wirklich der Hammer. Faschingswagen

wurden über diese Nacht

gestaltet. Und ich hatte Probleme

mit dem Ordnungsamt, musste

auf dem Plakat statt der „tiefen“

die „schönsten“ Dekolletés

überkleben. Kurzum: Das war die

Zeit um 1966, die Zeit der Aufklärungsfilme.

Da gab’s noch keine

Zeitschriften wie später die Bravo.

Deshalb haben wir unsere eigenen

Veranstaltungen organisiert.

Wo haben Sie mit Ihren Bands –

Red Jackets, Lovers, Bavarian Jazz

Friends – noch gespielt?

Häufig im Bayerischen Hof in München,

dessen Besitzer damals auch

die Tenne in Kitzbühel gekauft hatte.

Er war großer Fan von uns und

sagte: Ihr müsst’s unbedingt in der

Tenne spielen, Sommer wie Winter,

vor allem an Silvester. Er meinte,

dass er Stars wie Max Greger

oder Jochen Brauer auch nehmen

könnte. Die seien berühmt und

würden super Songs spielen. Aber

richtig voll sei die Bude nur bei

uns. Und es war tatsächlich immer

brechend voll, obwohl wir nur Coversongs

gespielt haben.

Das klingt nach einer wilden Zeit.

War es. Wobei wir das immer wieder

auch für wohltätige Zwecke

gemacht haben. Für die Aktion

Sorgenkind haben wir beispielsweise

am Schongauer Lido unten

mit unserer Band „Die Lovers“ zu

„Die Lovers bitten zum Strand“ eingeladen.

Aber klar: In dieser Zeit

des „Sex, Drugs und Rock ’n’ Roll“

ging’s ganz schön zu, was für mich

neben der Malerei so etwas wie

der perfekte Ausgleich zum intensiven

Berufsleben war.

js

WZ_18/04-018








In der Klinik Oberammergau helfen wir unseren Patienten, alle Kräfte zu

mobilisieren, wieder Mut zu fassen und neue Perspektiven zu sehen –

ambulant und stationär:

Abteilung für Internistische Rheumatologie

Abteilung für Rheumaorthopädie und Handchirurgie

Abteilung für Anästhesie und interventionelle Schmerztherapie

Rehabilitation – Orthopädie und Rheumatologie

Geriatrische Rehabilitation

Und wir wollen mehr sein als Ihr Gesundheitspartner.

Wir wollen, dass Sie sich bei uns wohlfühlen.

Fast wie zu Hause.

Sicherheit geben.

Den Menschen im Blick.

Klinik Oberammergau

Zentrum für Rheumatologie, Orthopädie und Schmerztherapie

D-82487 Oberammergau | Telefon: +49 (0) 8822 914-0

www.klinik-oberammergau.de






Ein Stück Leben.






september / oktober 2018 | 13


Auszeichnung für ept und Eirenschmalz

Bayerische Topunternehmen

aus Peiting und Schwabsoien

Peiting / Schwabsoien | Die mittelständischen

Industriebetriebe

Eirenschmalz in Schwabsoien und

ept in Peiting wurden nach 2015 bereits

zum zweiten Mal mit dem renommierten

Staatspreis „Bayerns

Best 50“ ausgezeichnet. Damit gehören

beide Unternehmen zu den

stärksten im kompletten Freistaat.

„Wir sind sehr stolz über die Auszeichnung,

die das Erfolgsprodukt

unserer täglichen Arbeit und allen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

zu verdanken ist“, sagt Anton Eirenschmalz,

Geschäftsführer der

Eirenschmalz Unternehmensgruppe.

Hauptkriterium für die Auszeichnung

durch den Bayerischen

Wirtschaftsminister Franz Josef

Pschierer waren Wachstum von

Umsatz und Mitarbeiterzahlen im

Zeitraum von 2013 bis 2017. Die Unternehmensgruppe

Eirenschmalz

mit aktuell knapp 400 Mitarbeitern

steigerte in diesen fünf Jahren den

Umsatz auf 50 Millionen Euro, ept

mit weltweit 1170 Mitarbeitern sogar

um 135 Prozent auf 133 Millionen

Euro. Weitere Kriterien für den

Gewinn des Best-50-Preises waren

„nachhaltige Ertragslage“ und

„wirtschaftliche Stabilität“. Eine

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

führte für

die Ermittlung der erfolgreichsten

bayerischen Mittelstands-Unternehmen

eine neutrale und unabhängige

Bewertung durch.

Elektronische

Steckverbinder für Airbags

Gegründet wurde ept mit den

bayerischen Standorten in Peiting,

Buching und Augsburg sowie internationalen

Niederlassungen

in Tschechien, USA und China im

Jahre 1973 von Bernhard Guglhör.

Heute führen das Unternehmen

seine Söhne Thomas Guglhör

(Geschäftsführer) und Claus Guglhör

(Vertriebsleiter). Damals wie

heute ist der Betrieb spezialisiert

auf Entwicklung, Produktion und

Vertrieb elektronischer Steckverbinder,

die überwiegend in der

Automobilindustrie, aber auch

in der Telekommunikation sowie

Industrieelektronik stark gefragt

sind. Konkret verbaut sind diese

Steckverbinder unter anderem in

Airbag-Systemen von Autos, Mobilfunkmasten

für flächendeckendes

Handynetz oder in leistungsstarken

PCs. Im Gründungswerk

Buching arbeiten erfahrene Werkzeugmechaniker

und Ingenieure

überwiegend an der Entwicklung

und dem Bau hauseigener Verarbeitungsmaschinen

und Werkzeuge.

Im Hauptsitz in Peiting sowie

im Standort Augsburg befindet

sich der Großteil der Serienproduktion

für Steckverbinder und

elektronische Kontaktelemente,

die durch die Fertigungsverfahren

„Stanzen“, „Spritzgießen“

und „Galvanisieren“ hergestellt

werden.

Sonderpreis für

Ausbildungs-Engagement

Die im Jahre 1990 gegründete

Firma Eirenschmalz steht für ein

starkes, familiäres Betriebsklima

und zählt mit den Standorten in

Schwabsoien und Augsburg zu

ept GmbH

Bergwerkstraße 50

86971 Peiting

Telefon 08861 – 25 010

www.ept.de

Gründung: 1973 • Mitarbeiter: ca. 1 170

Standorte: Peiting (Zentrale), Buching, Augsburg, Svatava (CZ),

Chester (USA), Shanghai (China)

MANN-

SCHAFTS-

GEIST

KOMM IN

UNSER TEAM

Infos unter eirenschmalz.de

Eirenschmalz Maschinenbaumechanik

und Metallbau GmbH

Altenstadter Straße 4

86987 Schwabsoien

Telefon: 08868 – 18 000

www.eirenschmalz.de

Gründung: 1990

Mitarbeiter: ca. 400

Schwabsoien, Augsburg

14 | altlandkreis


den führenden Anbietern in der

modernen Blech- und Rohrbearbeitung.

Laserschneiden in 2D

und 3D, Laserschweißen, Rohrlasern,

Roboterschweißen, Pulverbeschichten,

Abkanten und

Baugruppenmontage sind die

Fertigungsverfahren des Betriebes,

die von kompetenten, überwiegend

selbstausgebildeten

Mitarbeitern schnell, präzise und

qualitativ hochwertig beherrscht

werden. Apropos Ausbildung:

Auch dieses Kriterium war dem

Freistaat sehr wichtig für die Top-

50-Auszeichnung – und auch das

erfüllten beide Betriebe in hohem

Maße. Die Unernehmensgruppe

Eirenschmalz lehrt unter anderem

den Beruf des Industriemechanikers.

Werkzeugmechaniker,

Mechatroniker, Technischer Produktdesigner,

Industriekaufleute,

Verfahrensmechaniker, Fachinformatiker,

Oberflächenbeschichter

sowie Fachkräfte für Lagerlogistik

sind die Ausbildungsberufe

bei ept. Aufgrund dieser breiten

Ausbildungsmöglichkeiten, einer

hauseigenen Lehrwerkstätte und

eigenem Ausbildungsteam sowie

jährlich immer mehr werdenden

Azubis – aktuell sind es 125 –

wurde ept zusätzlich mit einem

Claus und Thomas Guglhör (v.l.) bekamen von Wirtschaftsminister Franz

Josef Pschierer und Wirtschaftsprüfer Dr. Christian Eschner den „Bayerischen

Löwen“ überreicht. Rechts zu sehen: Der ept-Hauptsitz in Peiting.

Sonderpreis für überdurchschnittliches

Ausbildungsengagement

ausgezeichnet.

Großbauprojekte und

Mitarbeiter-Suche

Auf diesen bisherigen Erfolgen

ausruhen wollen und werden sich

sowohl die Unternehmensgruppe

Eirenschmalz als auch die ept

GmbH nicht. Die Umsatzzahlen

beider Unternehmen steigen auch

im Jahr 2018 weiter an. Darüber

hinaus wird in beiden Betrieben

weiterhin fleißig ausgebildet,

kontinuierlich nach neuen Mitarbeitern

gesucht (Stellenangebote

sind auf den Internetseiten www.

ept.de und www.eirenschmalz.de

beschrieben) und gebaut. Bereits

2013 verdoppelte ept die Werk- und

Produktionsstätte in Buching um

das Doppelte. Auch in Augsburg,

im tschechischen Habartov sowie

im US-amerikanischen South

Chesterfield wurde die vergangenen

Jahre in großem Stile an- und

neugebaut. Insgesamt steigerte

ept seit 2012 die Produktionsflächen

weltweit um 70 Prozent, die

Büroflächen um 40 Prozent. Doch

nicht genug: Seit Anfang Juli bis

voraussichtlich September 2019

wird nun auch das Hauptwerk in

der Peitinger Marktgemeinde für

Stanzerei, Lager, Lehrwerkstätte,

Kantine sowie Büro- und Besprechungsräume

um mehr als 3 000

Quadratmeter erweitert. Noch wesentlich

größer ist das derzeitige

Bauprojekt der Unternehmensgruppe

Eirenschmalz am Hauptsitz

in Schwabsoien. Dort werden Produktions-

und Logistikflächen mit

einer neuen 90 auf 90 Meter großen

Halle inklusive Tiefgarage für

Mitarbeiter-Parkplätze um mehr

als das Doppelte (!) vergrößert —

es handelt sich um das größte

Bauprojekt in der Geschichte des

Schwabsoier Unternehmens. js

Haben allen Grund zur Freude: Anton und Alexandra Eirenschmalz (li.) bei der Überreichung des „Bayerischen

Löwen“ im Schloss Schleißheim. Oben ist das Hauptwerk der Unternehmensgruppe in Schwabsoien zu sehen.

september / oktober 2018 | 15


Life Kinetik – Gehirntraining mit Bewegung

„Am Anfang hat

jeder Probleme“

Schongau | Man nimmt je einen

Ball in je eine Hand, wirft diese

gleichzeitig in die Luft und fängt

sie schließlich wieder auf. Eine

Übung, die nach einigen Versuchen

so gut wie jeder auf die

Reihe bekommt. Schwieriger wird

es dann mit dem zweiten Schritt:

Nachdem die Bälle gerade nach

oben geworfen wurden, werden

die Hände überkreuzt und die Bälle

mit der jeweils anderen Hand

gefangen. Anschließend wirft man

die Bälle mit überkreuzten Händen

nach oben und bringt seine

Arme wieder in Ausgangsposition,

um die Bälle erneut aufzufangen.

Klingt kompliziert? Ist es auch.

So beschreiben die Bälle anfangs

zumeist statt einer geraden Flugbahn

eher jene einer Parabel. Hat

sich nach einigen Versuchen – bei

den ersten sieht übrigens wirklich

keiner richtig professionell aus –

der Erfolg eingestellt, wird die

Übung erschwert. Dann kommt

16 | altlandkreis

neben dem bereits koordinativ

anspruchsvollen Wurf-Fang-Spiel

eine Bewegung mit den Beinen

hinzu. Vom Überkreuzen der Füße

während des Abwerfens über eine

bestimmte Schrittfolge kann diese

durchaus variieren. Genau diese

Einsteiger-Übung „Parallelball“

beschreibt das Trainingsprinzip

von Life Kinetik ganz gut. „Man

kann Life Kinetik kurz als Gehirntraining

mit Bewegung beschreiben“,

sagt David Schmoldt, einer

der wenigen im Altlandkreis, der

sich lizensierter Life-Kinetik-Trainer

nennen darf. Der 36-Jährige,

in der Region, vielen als erfolgreicher

Handball-Spieler und

-Trainer bekannt, erklärt, dass

der Botenstoff Dopamin, das umgangssprachliche

Glückshormon,

eine große Rolle spielt. „Dopamin

ist unter anderem fürs Lernen und

die Motivation verantwortlich. Je

mehr Spaß es macht, desto mehr

gelingt, desto mehr lernt man.“

Auf die-

ser Grundlage

baut das

Life-Kinetik-Training inet

ik-T

-Tra

inin

ing auf.

Funktioniert

eine

Übung zwei- bis

viermal

hintereinander ohne größere Probleme,

wird sie sofort erschwert,

um einen neuen Reiz zu setzen.

Unterstützung für

alltägliche Situationen

Es sind alltäglich Situationen, die

jeder kennt: Man trifft auf der Straße

eine Person, die man kennt,

aber deren Namen partout nicht

einfallen will. Oder man geht in

den Keller und unten angekommen

weiß man nicht mehr, was

man eigentlich wollte. Ganz zu

schweigen vom Merken diverser

Geburtstage oder gar Telefonnummern.

Genau dabei kann Life Kinetik

hilfreich sein. Jeder Mensch

nutzt seine rund 100 Milliarden

Gehirnzellen, die er seit Geburt

hat, anders, schöpft dieses riesige

vorhandene Potential aber mit

nur zehn Prozent nicht mal annähernd

aus. Mit Life Kinetik werden

entsprechende Synapsen so angesprochen,

damit neue Verbindungen

generiert werden, um so

die Leistungsfähigkeit des Gehirns

zu steigern. Obwohl Life-Kinetik-

Erfinder und Diplom-Sportlehrer

Horst Lutz die Methode einst für

Sportler kreiert hatte, ist sie keineswegs

ausschließlich für Spitzenathleten

gedacht. Ganz im

„Es macht jedem brutal Spaß“,

verspricht David Schmoldt (re.).


Gegenteil:

eil:

Generell ist Life Kinetik für alle geeignet,

Übungen werden einfach

auf die motorischen Fähigkeiten

der Teilnehmer runter gebrochen,

so dass vom Kind bis zum Senior

ein jeder profitieren kann.

Welchen Effekt hat das Training

tatsächlich? „Unter anderem

bessere Wahrnehmung, Fehlerreduzierung,

Verbesserung der

Aufmerksamkeit, eine höhere

Handlungsschnelligkeit und erhöhte

Stressresistenz“, verspricht

David Schmoldt. Kurzum: „Nach

einigen Wochen ist man viel konzentrierter.“

Studien wie etwa von

der Universität in Köln oder dem

Central Institute of Mental Health

in Mannhaben haben die Wirkungsweise

von Life Kinetik bereits

nachgewiesen.

Konkret kann das Training in so

gut wie allen Lebenslagen helfen.

In der Schule, in der Arbeit,

insbesondere in jenen Bereichen,

in denen die Reizüberflutung zugenommen

hat. Darüber hinaus

kann Life Kinetik einen Teil zur Prävention

in Sachen Demenz leisten,

auch wenn es sicherlich nicht als

alleiniges Allheilmittel verstanden

werden darf. „Je fitter das Gehirn,

desto besser wird es genutzt – bis

ins hohe Alter“, versichert David

Schmoldt. Und dafür reicht eine

Stunde pro Woche für ein effektives

Training aus, viel mehr sollte

es gar nicht sein. Die Einheiten

können sowohl am Stück absol-

viert, als auch auf täglich einige

Minuten aufgeteilt werden, was es

besonders

für Unternehmen inter-

essant macht, in den Arbeitsalltag

zu integrieren – für leistungsfähigere

Mitarbeiter. „Die Kunst besteht

in

der Regelmäßigkeit“, so

Schmoldt.

Kurse und

Erlebnispräsentation

Er selbst ist zum Thema gekom-

men,

weil er als Handball-Trainer

neue

Impulse setzen wollte, hatte

dementsprechend bereits einzelne

Aspekte e ins Mannschaftstraining

integriert. Die positiven Auswirkungen

spiegelten auch die Ergebnisse

wider, weshalb er die Ausbildung

zum Life-Kinetik-Trainer voll

motiviert in Angriff nahm. Mittlerweile

bietet David Schmoldt seine

Kurse zumeist im sechs-Wochen-

Rhythmus an. „Ideal wären zwölf

Wochen, aber man hat gesehen,

dass sich viele nicht so lange binden

wollen.“ Deshalb hat er die

jeweils sechswöchigen Zyklen in

einen Starter- und einen Folgekurs

aufgeteilt. Nach den Sommerferien

starten zwei Erwachsenen- und

ein spezieller Kinderkurs, da hier

ebenso die Nachfrage stieg. Wer

sich zunächst unverbindlich über

das Thema informieren möchte,

dem sei eine kostenfreie Erlebnispräsentation

ans Herz gelegt,

die David Schmoldt regelmäßig

anbietet. Die nächste ist am Donnerstag,

25. Oktober, ab 19.15 Uhr

im Bauforum Oberland. Sämtliche

Termine, Anmeldeformulare und

auch die Möglichkeiten für Sportvereine

sowie Firmen hält seine

Internetseite bereit (www.schmoldt-lifekinetik.de).

„Es macht wirklich

jedem brutal Spaß“, verspricht

David Schmoldt, vor allem wenn

sich rasch die ersten Lernerfolge

einstellen. Egal welches Alter, egal

welcher Fitnesszustand, schließlich

„hat am Anfang ohnehin jeder

Probleme“.

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september / oktober 2018 | 17


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Körper braucht Wasser wie Luft zum Atmen

Trinkt, auch ohne

Durstgefühl!

Altlandkreis | Alte Menschen trinken

viel zu häufig viel zu wenig.

Einerseits, weil mit zunehmendem

Alter das Durstgefühl nachlässt,

sozusagen die Lust auf Saft und

Wasser ausbleibt. Andererseits

aufgrund diverser anderer, altersbedingter

Beeinträchtigungen:

Zum Beispiel Inkontinenz, bei der

Betroffene sehr häufig bewusst

weniger trinken, um nicht noch

öfter auf Toilette rennen zu müssen.

Aber auch aufgrund motorischer

Störungen, mit denen sich

die Trinkflasche nicht mehr öffnen,

das Glas Leitungswasser nicht

mehr festhalten lässt. Oder

weil sich das soziale Umfeld

verändert, Gewohnheiten

wie gemeinsames Essen

und Trinken morgens,

mittags und abends

nicht mehr auf der Tagesordnung

stehen. Die Folgen von zu wenig

Flüssigkeitsaufnahme: Stürze,

Thrombosen, Embolien, Sprachstörungen,

verlangsamtes Denken

bis hin zu Verwirrtheit. „Die Arbeit

der Niere wird bei zu wenig Flüssigkeitsaufnahme

extrem beeinflusst

– es kommt zum Rückhalt

von Substanzen, die normalerweise

mit Urin wieder ausgeschieden

werden, stattdessen aber zu einer

Art Vergiftung des Körpers führen,

wodurch eben zahlreiche

Beeinträchtigungen ausgelöst

werden können“,

sagt Martin Kayser,

Allgemeinmediziner aus

Schongau. Im schlimmsten

Falle führe das „zu wenig

Trinken“ sogar zum Tod – allen

voran bei Hitzewellen, die

im Hochsommer

auch regelmäßig

den Schongauer

Altlandkreis

schwitzen lassen.

„Weil durch die

Wärme und somit

höhere Körpertemperatur

mehr

Flüssigkeit über

die Haut verdunstet

und die Wärme zu

einer Versackung

des Blutes in den

Beinen führt. Dadurch

werden Gehirn

und andere

Organe nicht mehr

richtig durchblutet,

was letztlich zum

Tod durch zum Beispiel

Herzstillstand oder Schlaganfall

führen kann.“

Mindestens

1,5 Liter am Tag?

Dass der Mensch Wasser wie die

Luft zum Atmen braucht, ist seit

jeher unbestritten. Aber warum

eigentlich? „Weil es für ganz viele

wichtige physiologische Vorgänge

im Körper wichtig ist“, sagt Martin

Kayser. Transport von Atemgasen

im Blut, Ausscheidung in der Niere

oder Regulierung der Körpertemperatur

sind nur drei essentielle

Beispiele. Noch deutlicher unterstreicht

die Wasser-Wichtigkeit im

Körper folgende Tatsache: Rund

zwei Drittel des menschlichen

Körpers bestehen aus Wasser, das

im Grunde für nahezu alle auf

Zellebene stattfindenden Prozesse

gebraucht wird. Heißt im Umkehrschluss:

Selbst ein kerngesunder,

sich im besten Alter befindlicher

Mensch würde nach nur drei bis

fünf Tagen ohne Trinken sterben

durch Verdursten. Allerdings signalisieren

Geist und Körper jungen

Menschen rechtzeitig, dass sie am

Tag mindestens die empfohlenen

1,5 Liter zu sich nehmen. „Wobei

die Aussage, wie viel ein Mensch,

ob jung oder alt, generell trinken

sollte, sehr schwierig zu treffen

ist“, sagt Martin Kayser. Sportler

oder Bauarbeiter brauchen durch

ständiges Schwitzen logischerweise

wesentlich mehr Flüssigkeitszufuhr

als zum Beispiel eine acht

Stunden lang sitzende Bürokraft.

Ein Triathlet benötigt sogar acht bis

18 | altlandkreis


Ein Glas Wasser für die Dame: Angehörige und Pflegekräfte sollten stets

darauf achten, dass pflegebedürftige Menschen ausreichend trinken.

zehn Liter am Wettkampftag. „Als

Faustregel für einen normalen,

gesunden Menschen gilt jedoch,

dass er nicht mehr als fünf Liter

pro Tag trinken sollte.“ Der wohl

beste Indikator für einen gesunden

Flüssigkeitshaushalt ist letztlich

die Farbe des Urins, die jeder

selbst regulieren kann. Hellgelber

Urin steht für einen ausgeglichenen

Flüssigkeitshaushalt. Je gelber

und bräunlicher der Urin ist,

desto mehr sollte man trinken –

und zwar möglichst gesund.

Glas Wasser

zu jeder Mahlzeit

Alkohol in größeren Mengen ist

alles andere als gesund. Beispiel

Bier: „Nach einer gewissen Menge

verspüren die meisten einen verstärkten

Harndrang, der wiederum

zu einer verstärkten Ausscheidung

von sehr vielen Elektrolyten und

damit letztlich zur Austrocknung

des Körpers führt“, sagt Martin

Kayser. Auch pure Säfte sowie stark

gesüßte Getränke wie Eistee, Spezi

Zum gemütlichen Kartenspiel

am Nachmittag sollte immer ein

volles Glas Wasser parat stehen.

oder Fanta erzeugen diesen Effekt.

Auf der Getränke-Empfehlungsliste

dagegen ganz oben stehend: Wasser.

„Egal ob aus der Leitung oder

Mineralbrunnenflasche, egal ob

mit oder ohne Kohlensäure, egal

ob als Saftschorle, Tee oder Kaffee.“

Auch das Vermischen von

Wasser mit Minze, Erdbeeren oder

anderen frischen Früchten sorgt

für leckeren Geschmack – der bei

fehlendem Durstgefühl gar nicht

erst zur Geltung kommt? Damit

alte Menschen trotzdem ausreichend

Flüssigkeit zu sich nehmen,

empfiehlt Martin Kayser Trinkrituale.

„Also feste Gewohnheiten

wie ein bis zwei Gläser Wasser zu

jeder Mahlzeit, ein Glas nach dem

Frühstück, das übrigens für die

Verdauung sehr förderlich ist, ein

Glas während dem Fernsehschauen.“

Es gibt dutzende Möglichkeiten,

ein Glas voll Mineralwasser

in den Tagesplan mit einzubauen.

„In Summe kommt man dann locker

über einen Liter.“ Hilfreich sei

auch das Platzieren großer Wasserflaschen

oder Karaffen an einem

Tisch, an dem sich Opa oder

Oma sehr häufig aufhalten. Darüber

hinaus gibt es Dutzend weitere

Möglichkeiten, sich ans Trinken

zu erinnern: Wecker, Signal einer

Handy-App oder an der Wand klebende

bunte Zettel mit Bildern und

Aufschriften. „Hilfreich finde ich

auch, wenn das Auge mittrinkt“,

sagt Martin Kayser. Ein Plätzchen

oder Stück Schokolade zum Kaffee

aus einer Tasse mit Enkelkinder-

Bildern drauf? „Das macht definitiv

mehr Lust und Laune zum Trinken.“

Und verhindert speziell an den heißesten

Sommertagen im Jahr, dass

altersgeschwächte Menschen an

Schwindel leiden, umkippen oder

im allerschlimmsten Falle sogar

sterben.

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stationäre, Kurzzeit- und Tagespflege

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september / oktober 2018 | 19


ALLERLEI IM ALTLANDKREIS

Bunte Bilder, Wein und Musik

Erste Schongauer Wein-Nacht

Schongau | Zwei verschiedene Sorten Rotwein, einen Rosé und zwei verschiedene

Weißweinsorten – so die Auswahl bei der ersten Schongauer

Wein-Nacht, veranstaltet vom SPD-Ortsverein am Dienstag, 2. Oktober, ab

19 Uhr im Jakob-Pfeiffer-Haus. Trotz des Namens wird sich der Abend nicht

ausschließlich um den Rebensaft drehen, wie die beiden Hauptorganisatoren

Daniel Blum, SPD-Ortsvorsitzender, und Vorstandsbeisitzerin Regina Haugg

versprechen. Ein abgestimmtes kulinarisches Angebot wird serviert und auch

Musik und Show stehen im Vordergrund. Die Partyband „Tohuwabohu“ wird

sowohl Rock 'n' Roll-Beats als auch Walzer, Schunkelmusik sowie Partyschlager

dabei haben und für Stimmung bei Alt und Jung sorgen. Die Company

der Ballettschule Schongau wird ebenso zu Gast sein wie Conny Färe und

Emma Ginär, laut Organisatoren die Schongauer Antwort auf die beiden fränkischen

Damen „Waltraud und Mariechen“. Blum übernimmt die Moderation

des Abends, kennt allerdings selbst nicht alle Details zum Ablauf. Unter anderem

wird es eine Art Challenge geben, bei der er verschiedenste Aufgaben

erfüllen muss, welche er erst direkt in der Show mitgeteilt bekommt. Wer

selbst Teil des Abends werden möchte und passenderweise noch eine Überraschung

für seine Liebsten plant, kann sich mit seiner Idee bei den Organisatoren

bis Mitte September bewerben. Karten

für den kurzweiligen Abend können unter

08861 / 9336028 oder daniel.blum@spdschongau.de

reserviert werden – Überraschungsideen

gehen an selbige Kontaktdaten.

Der nächste offene Kartenvorverkauf ist

am 15. September ab 14 Uhr in der Blauen

Traube, hier können zudem die

reservierten Karten abgeholt

werden.

tis

Acryl und Aquarell von Charly Walter

Schongau | Charly Walter, der in dieser

„altlandkreis“-Ausgabe als „Künstler, Kämpfer und

Revoluzzer“ auf der Roten Couch sitzt, lädt vom

21. bis 23. September alle Freunde, Bekannten

und Kunstliebhaber aus Nah und Fern zu seiner

Ausstellung ins Schongauer Ballenhaus. Gezeigt

werden rund 100 seiner Werke, Acryl und Aquarell,

die von ihm die vergangenen Wochen, Monate und

Jahre gemalt wurden. Am Samstag und Sonntag ist

die Ausstellung jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Die Vernissage am Freitag, 21.

September, beginnt um 19 Uhr und wird unter anderem musikalisch veredelt von

Hans Enzensperger und anderen Spitzenmusikern.

js

Pfaffenwinkel-Kalender für 2019 – und einen guten Zweck

Altlandkreis | Renate Dodell, ehemalige Landtagsabgeordnete, liebt den Pfaffenwinkel – und

die Fotografie. Für 2019 hat sie einen Bildkalender mit Motiven aus der Region herausgebracht.

Ihr Ziel mit „Pfaffenwinkel 2019“: Menschen berühren. Und helfen. Pro verkauftem

Exemplar geht ein Euro direkt an die Stiftung des Hospizvereins im Pfaffenwinkel. Erhältlich

ist der Kalender für 12,95 Euro bei Rente Dodell unter E-Mail renate.dodell@t-online.de. js

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Der „altlandkreis“ verlost drei Exemplare von „Pfaffenwinkel

2019“. Schicken Sie uns bis Samstag, 15. September, eine Postkarte

mit dem Stichwort „Dodell“ an „altlandkreis“, land 40, in 86971 Peiting. Oder eine E-Mail an info@

altlandkreis.de. Das Los entscheidet. Viel Erfolg!

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Bunter Gottesdienst mit Schlagzeug,

Gitarre und Bass

Altenstadt | Katholische Gottesdienste

sind meist ruhig

und andächtig gestaltet.

Bei „Songs in the night“ am

Samstag, 6. Oktober, kehrt

in Altenstadts Basilika jedoch

so richtig Leben ein.

Dann nämlich tritt die Young

People Band aus Reichling

mit insgesamt 30 Akteuren

an Schlagzeug, Gitarre, Bass, Keyboard, Gesangsmikrophon und

vielen weiteren Instrumenten auf. Passend zur Musik wird die Kirche

mit wechselnden Farben bunt ausgeleuchtet. Außerdem gibt

Pfarrer Karl Klein unter dem Motto „viel Musik, wenig Text“ immer

wieder mal kurze Impulse. Heißt: Die Musik steht bei „Songs in

the night“ ganz klar im Vordergrund, und trotzdem handelt es sich

nicht um ein klassisches Konzert. Selbstverständlich werden die

Besucher zu Pop, Reggae, aber auch ruhigen Stücken

zum Mitklatschen, Mitsingen und Mitgrooven ermutigt.

Beginn bei freiem Eintritt ist um 20 Uhr.

js

Auf den Spuren der Römer und Welfen

Schongau-Peiting | Ein neuer, knapp 14 Kilometer weiter Rundweg

zwischen Peiting und Schongau lädt Jung und Alt auf eine abenteuerliche

Entdeckungsreise ein. An sechs Erlebnisstationen rund

um den Lech wird jede Menge Wissen spielerisch, bildlich und textlich

über Römer und Welfen vermittelt. Idealer Ausgangspunkt des

Erlebnis-Wanderweges „Römer & Welfen“ ist beispielsweise der

seitliche Parkplatz zwischen Lido und Stufe 6 in Schongau. Von dort

geht’s gegen den Uhrzeigersinn

hinauf ins Forchet, über

die Umgehungsstraße und

nach einer kleinen Schleife

über die Lechtalbrücke nach

Peiting zur Villa Rustica.

Von dort weiter über das

Weinland hoch auf den Kalvarienberg,

weiter auf den

Schlossberg und über den Kannenwald vorbei an UPM und über die

Staustufe wieder zurück zum Parkplatz. Rund vier Stunden Gehzeit

sollten eingeplant werden. Mittelfestes Schuhwerk, Brotzeit oder

Geld für eine Einkehr im Bootshaus oder in den Lokalen am Peitinger

Hauptplatz sind zu empfehlen. Nähere Informationen, auch zu

speziellen Führungen und anderen Touren in der Gegend, geben

die Tourist-Informationen in Schongau (08861 / 214 -181

oder touristinfo@schongau.de) und Peiting (08861/ 6535

oder touristinfo.peiting@t-online.de).

js

Deutschlands größter Kaltblut-Fohlenmarkt

Rottenbuch | Immer am ersten Freitag im September, heuer also

am 7. September, findet in Rottenbuch der traditionsreiche Fohlenmarkt

statt. Rund 100 Züchter aus der weiten Umgebung werden

mit ihren Kaltblutstuten und deren Nachkommen bereits morgens

ab acht Uhr am Marktplatz erwartet. Ab neun Uhr beginnt die Vorstellung

der Fohlen im Ring und Bewertung durch eine Jury. Der

schlagfertige Auktionator Michael Walser waltet dann ab Mittag

wieder seines Amtes und versucht mit netten Sprüchen die Fohlen

meistbietend zu versteigern. Zahlreiche Zuschauer verfolgen die

Vorstellung und Versteigerung am großen Ring. Daneben bieten

verschiedene Marktstände alles rund ums Pferd und dessen Halter.

Ein Pferdemarkt kann in Rottenbuch bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgt

werden. Durch die Technisierung in der Landwirtschaft

wäre der Markt in der Nachkriegszeit beinahe eingeschlafen, doch

dann ergriffen einige Rottenbucher Trachtler und Musiker die Initiative

und sorgen seither für ein entsprechendes Drumherum. So

konnte der Markt in Rottenbuch nicht nur erhalten bleiben, sondern

sich zu Deutschlands größtem Kaltblut-Fohlenmarkt entwickeln.

Den ganzen Tag

über kümmern sich die

Trachtler um die Verpflegung

der Gäste. Ab

16 Uhr spielt im großen

Festzelt die Rottenbucher

Musikkapelle zum

geselligen

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september / oktober 2018 | 21


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Abgefahrene Geschenkidee im Oberland

Der Original Sommer-Christbaum

Oberhausen | Manch einer wird

sich die Augen reiben und sich fragen

wie einst Franz Beckenbauer:

„Ja ist denn heut schon Weihnachten?“.

Die Rede ist von Plakaten

und Anzeigen, die aktuell in der

Region zu finden sind, auf denen

eine wahrlich skurrile Geschenkidee

beworben wird: Der „Sommerchristbaum“

von Gut Achberg.

Der Forstgutshof, urkundlich erstmals

um 1700 erwähnt und im

vorletzten Jahrhundert von der

Münchner Brauerfamilie Pschorr

gekauft, ist nun seit drei Generationen

im Besitz der Familie Pfütze,

die das Areal als klassischen

Forst- und Jagdbetrieb auch mit

Leben füllt. Man kommt nicht umhin,

ein bisschen an „Forsthaus

Falkenau“ zu denken, wenn man

sich auf dem Gut umschaut. Herrliche

Natur, alte, weit ausladende

Bäume, Hirsche und Rehe im

Gehege, ein Kinderspielhaus

und ein Jäger, der über den

Hof läuft – nämlich Eigentümer

Florian Pfütze.

Er war es auch, der die Idee mit

dem Sommerchristbaum geboren

hat. „Wir wollten etwas Neues

anbieten. Aber etwas sinnvolles

Neues“, erklärt er leidenschaftlich.

„Und einen Christbaum

kann doch jeder brauchen!“ Warum

sollte man ihn dann nicht

einfach das ganze Jahr über als

schicken Gutschein verschenken

können? Showdown ist dann ab

dem zweiten Advent, wenn täglich

der seit vielen Jahren weitum

bekannte Christbaumverkauf

auf Gut Achberg läuft – und die

Gutscheine eingelöst werden

können. Neben dem täglichen

Verkauf direkt auf dem Gutshof

ist an den Wochenenden volles

Zusatzprogramm geboten. Unter

anderem mit Kesselfleisch, Blasmusik

und weiteren kulinarischen

Highlights. „Da kann sich dann

jeder Beschenkte den Baum raussuchen,

den er möchte – und

mit dem Gutschein gibt’s

sogar noch einen Glühwein

oder Punsch oben

drauf“, sagt Florian Pfütze, der

sich an dieser Stelle ein Grinsen

nicht verkneifen kann.

Christbaumgespräche

bei 30 Grad

Warum? Am Tag des Gesprächs

mit dem „altlandkreis“ misst das

Thermometer 30 Grad Außentemperatur

– und es wird über Christbäume

und Glühwein gesprochen.

„Irgendwie bizarr.“ Aber auch

sympathisch, diese Idee: ein Gutschein

für einen Christbaum, den

man auch im Sommer als Geburtstagsgeschenk,

als Mitbringsel, als

Kundengeschenk für Firmen und

vieles mehr nutzen kann – einzulösen

im Advent. „Zweifelsohne

originell, und die großen Augen

der Beschenkten sind garantiert“,

sagt Florian Pfütze. Die Bäume,

Nordmanntannen der Handelsklasse

1 und 2, werden auf einer

speziellen Plantage für Christbäume

gezüchtet und von Florian

Pfütze regelmäßig inspiziert.

„Wir legen großen Wert darauf,

bayerische Bäume anzubieten“,

kommt bei ihm der Forstwirt

durch. Das erkläre zugleich, dass

man bei diesen Bäumen schon

mit einem Preis von 30 bis über

50 Euro rechnen müsse – dafür

seien sie aber heimisch und aus

kontrolliertem Anbau. „Damit

der Baum im Wohnzimmer auch

seinen Zweck erfüllt, sind etliche

Maßnahmen während des

Wachstums nötig“, erklärt Pfütze

weiter. Die Nordmanntanne wird

gedüngt, damit die Nadeln später

frisch duften und die saftig dunkelgrüne

Farbe erreichen. Zusätzlich

werden die Tannen auch in

Form geschnitten und der Trieb

reguliert, damit ein optimaler

Baumwuchs garantiert ist. Das

Wichtigste aber sei, dass jeder

dieser Wunschbäume naturbezogene

Pflegemaßnahmen gegen

Unkraut, Wildwuchs und Baumkrankheiten

genießt. Dazu zählt

auch eine monatliche Kontrolle

auf Wildbiss.

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Zwar überhaupt nicht passend zur Jahreszeit, aber weil wir die

Idee so spannend wie skurril finden, verlosen wir für unsere Leser

drei Sommerchristbäume im Wert von je 55 Euro (siehe auch unter

www.sommerchristbaum.de).

Schreiben Sie uns einfach, auf welchem Gut es den Sommerchristbaum

gibt. Entweder per Postkarte an „altlandkreis“, Birkland 40,

in 86971 Peiting. Oder mittels E-Mail an info@altlandkreis.de. Einsendeschluss

ist der 15. September. Unter allen richtigen Einsendungen

werden drei Leser einen Christbaum mit Glühwein ab dem

zweiten Advent abholen können. Wie immer entscheidet das Los,

der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wir wünschen viel Glück!

september / oktober 2018 | 23

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Das sagen die unabhängigen

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mit nach Terminvereinbarung


Dr. Peter Baumann, Chefarzt der Gefäß- und Endovaskularchirurgie

Einen neuen

Meilenstein gesetzt

Sonderveröffentlichung der

Weilheim / Schongau | Seit August

2016 ist Dr. Peter Baumann Chefarzt

der Klinik für Gefäß- und Endovaskularchirurgie

bei der Krankenhaus

GmbH Weilheim-Schongau. Bereits

von Anfang an nahmen Patienten

das Angebot der Abteilung hervorragend

an. Waren es im abgelaufenen

Jahr rund 700, prognostiziert

Dr. Baumann für heuer bereits 800

Patienten. Warum diese steigende

Tendenz? „Weil die Menschen älter

werden“, erklärt der Chefarzt und

fügt hinzu: „Und weil wir uns mit

unseren Patienten viel Mühe geben.“

Im „altlandkreis“-Interview

spricht Dr. Baumann über Risikofaktoren

für Gefäßkrankheiten, das

Leistungsspektrum bei der GmbH

und über die erste „fenestrierte

Aortenprothese“, die kürzlich in

Weilheim einem Patienten eingesetzt

wurde – ein echter Meilenstein

für das Krankenhaus, auf den

Dr. Peter Baumann zurecht stolz ist.

Dr. Baumann, können Sie uns einen

Einblick in die Gefäßchirurgie

geben?

In der Gefäßchirurgie behandeln

wir sämtliche Gefäßerkrankungen,

seien es Schlagadererkrankungen

oder Erkrankungen der Venen,

invasiv – also operativ. Mittlerweile

immer mehr über minimalinvasive

Katheterverfahren. Bei

Gefäßchirurgie fällt den meisten

zunächst die Krampfader ein, die

natürlich dazugehört, aber nur ein

sehr kleiner Teil unseres Spektrums

ist. Schwerpunkte sind Durchblutungsstörungen,

vornehmlich

der Beine – die berühmte Schaufensterkrankheit.

Oder auch die

Halsschlagaderenge, wodurch ein

Patient vom Schlaganfall bedroht

ist. Und natürlich das sogenannte

Bauchaortenaneurysma.

Bauchaortenaneurysma?

Eine krankhafte Aussackung der

Bauchschlagader. Hauptgefahr ist,

wenn die Aussackung immer größer

wird, dass diese irgendwann

platzt und die Patienten in kürzester

Zeit verbluten. Eine hochakute

Sache.

Wie behandelt man ein solches Aneurysma?

Früher musste man die Bauchschlagader

offen operieren. Heißt:

Über einen großen Bauchschnitt

wurde die Bauchschlagader durch

ein künstliches Blutgefäß ersetzt,

was natürlich sehr belastend für

die Patienten war. Sie waren lange

auf der Intensivstation und brauchten

anschließend eine ganze Weile,

um sich zu erholen. Heute gibt es

elegantere Methoden, nämlich die

der Stent-Prothesen. Das ist nichts

anderes als ein Rohrsystem, das

über zwei kleine Schnitte in den

Leisten in die Schlagader eingesetzt

wird. Ziel ist also nicht, das Aneurysma

zu entfernen, sondern den

Druck wegzunehmen, es abzudichten.

Das Blut läuft somit nicht mehr

durch das Aneurysma, sondern

durch das Rohrsystem daran vorbei.

Das konnten wir in Weilheim

schon von Beginn an anbieten.

Im Juli haben Sie einem Patienten

in Weilheim die erste „fenestrierte

Aortenprothese“ eingesetzt. Was

hat es damit auf sich?

95 Prozent aller Bauchschlagaderaneurysmen

sind Standard-Aneurysmen.

Diese mit Stent-Prothesen

auszuschalten gehört heutzutage

zum Repertoire eines jeden Gefäßchirurgen.

Wenn es allerdings

kompliziert wird, müssen an diese

Prothese auch die Eingeweideschlagadern

angeschlossen werden.

Nicht ganz so einfach, weil die

bei jedem Patienten woanders liegen,

man also nur Prothesen verwenden

kann, die für den Patienten

einzeln angefertigt werden. Auch

dieses System, das aus fünf bis

sieben Einzelteilen besteht, wird

über zwei kleine Leistenschnitte

zusammengesetzt und damit das

Aneurysma abgedichtet. Vor Kurzem

haben wir erstmals auch hier

in Weilheim einen Patienten mit

so einem Aneurysma erfolgreich

behandelt und damit einen neuen

Meilenstein in der Gefäßchirurgie

gesetzt.

Beschreiben Sie das Gefühl nach der

gelungenen OP.

Gerade mein Kollege, Michael

Schierlinger, und ich haben das

schon vorher jahrelang an einer

anderen Klinik praktiziert. Wenn

man aber solch eine Methode praktisch

neu in ein Haus wie Weilheim

einführen kann, macht einen das

schon stolz. Das ist Gefäßchirurgie

„highend“. Noch höher kann man

derzeit eigentlich kaum kommen.

Ergänzen in den nächsten Jahren

weitere solcher „highend“-Be-


handlungen das Leistungsspektrum

der Gefäßchirurgie?

Wir bleiben natürlich am Ball und

die Entwicklung bleibt nicht stehen.

Ungefähr jedes halbe Jahr

kommt eine Methode auf den

Markt, wobei viele das Rad einfach

ein viertes oder fünftes Mal erfinden.

Aber alle paar Jahre gibt es

wieder einen Durchbruch und wir

tun alles, damit wir das unseren

Patienten bieten können.

Allgemein zur Gefäßchirurgie: Wie

viele Menschen leiden unter Gefäßkrankheiten?

Im Prinzip haben wir Patienten

jeglichen Alters. Bei jüngeren

Menschen überwiegen Dinge wie

Krampfadern, bei älteren sind es

eher Durchblutungsstörungen.

Dazu kommen zuckerkranke Patienten

mit diabetischem Fuß oder

Patienten, die eben wegen Durchblutungsstörungen

Probleme beim

Laufen haben. Stichwort Schaufensterkrankheit.

Wenn das immer

schlimmer wird, geht irgendwann

das Gewebe an den Beinen kaputt,

die Zehen sterben ab und das Bein

ist praktisch von der Amputation

bedroht. Und das wird mehr werden

und zwar um einiges.

Warum?

Die Ateriosklerose ist nichts anderes

als eine Art Verschleißerscheinung.

Wie bei den Gelenken, da

ist die Arthrose bekannt. Und das

Gleiche passiert bei den Gefäßen

in Form der Arteriosklerose. Die

Menschen werden einfach älter.

Früher erlebte man seine Arteriosklerose

schlicht nicht mehr. Heute

haben wir Patienten, die sind 80,

85, 90 oder 95 Jahre alt. Im Prinzip

ganz gesunde Menschen, aber

die Gefäße sind alt. Und deshalb

sehen wir immer mehr Durchblutungsstörungen.

Wo liegen weitere Gefahren einer

Gefäßkrankheit?

Wenn etwa Krampfadern viele

Jahre bestehen, dann droht einem

Patienten das offene Bein, was vielen

ein Begriff ist. Also chronische

Wunden, die ganz schlecht oder

gar nicht mehr abheilen wollen.

Das passiert nicht von heute auf

morgen, ist aber eine klassische

Folge. Bei Durchblutungsstörungen

ist es eben so, dass wenn es

immer schlimmer wird, Gewebe

unterversorgt ist und zum Beispiel

Wunden an den Füßen auftreten

oder gar ganze Zehen absterben.

Und das ist oft nur die Spitze des

Eisbergs, weil dann das ganze Bein

bedroht ist, wenn es nicht entsprechend

behandelt wird. Bei der

Halsschlagaderenge hingegen ist

die Hauptgefahr, dass das Schlaganfallrisiko

ab einem gewissen

Engegrad deutlich steigt. Deshalb

behandeln wir Patienten schon

vorneweg, um Schlaganfälle von

der Halsschlagader zu verhindern.

Aber auch Patienten, die schon

Schlaganfallsymptome zeigen,

können wir oft noch operieren und

Schlimmeres verhindern.

Aneurysmen wiederum kommen

nicht nur an der Bauchschlagader,

sondern überall im Körper vor. Das

Gefährlichste ist das Platzen. Unentdeckt

bleiben oft Aneurysmen

in der Knieschlagader. Das sind

nicht einfach blutgefüllte Blasen,

sondern in dieser Blase lagern sich

Blutgerinnsel ab. Und wenn jetzt

Bewegung da rein kommt, können

diese Gerinnsel wegschießen und

machen dann im Bein die Gefäße

zu. Das geht ab und zu ganz schleichend

über viele Jahre hinweg.

Welche Risikofaktoren für Gefäßkrankheiten

gibt es?

Das sind dieselben wie beim

Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Einer der Hauptfaktoren ist das

Alter. Wir sehen weniger junge

Menschen. Und wenn es junge

Menschen sind, dann wegen

einem der anderen Risikofaktoren:

dem Rauchen. Es ist einfach

schlecht für Gefäße. Aber auch

genetische Faktoren spielen rein.

Dazu Bluthochdruck, Cholesterin,

Ernährung allgemein. Bewegung

ist eine wichtige Sache, denn sobald

unsere Gefäße altern, kann

ich durch Bewegung dafür sorgen,

dass die Gefäße, die noch da sind,

sich weiten und noch mehr Blut

durchlassen. Die Gefäße

werden sozusagen

trainiert.

Sie sind mittlerweile

seit gut zwei Jahren

bei der Krankenhaus

GmbH. Wie zufrieden

sind Sie seither mit

der Entwicklung der

Gefäßchirurgie?

Ich bin sehr zufrieden.

Meine Abteilung

wurde dankenswerterweise

von

Anfang an sowohl

Hier zeigt Dr. Peter Baumann anhand eines maßstabgetreuen

Modells, wie eine fenestrierte Aortenprothese

samt Instrument zum Einführen aussieht.

Im Juli behandelte Dr. Baumann und sein Team erstmals in Weilheim

einen Patienten mit einer fenestrierten Aortenprothese.

> > > KONTAKT

von den Patienten als auch von

den niedergelassenen Kollegen

sehr gut angenommen. Unsere

Patientenzahlen steigen, was

zeigt, dass wir es nicht ganz falsch

machen.

Man gibt mir hier auch sehr gute

Arbeitsbedingungen, vom Material

sind wir top ausgestattet. Da

geht einem Chirurgen das Herz

auf, wenn man so etwas zur Verfügung

gestellt bekommt. Nur

deshalb haben wir im Übrigen erst

die Möglichkeit, Patienten solch

hochmoderne Verfahren wie beim

Bauchaortenaneurysma anbieten

zu können.

tis

Klinik für Gefäß- & Endovaskularchirurgie

– Interdisziplinäres

Zentrum für Shuntchirurgie

Sekretariat Weilheim

Samantha Meissner

Telefon: 0881 / 188-673

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Sekretariat Schongau

Sarah Schmid

Telefon: 08861 / 215-292

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september / oktober 2018 | 25


Mehrgenerationenhaus mit Angebot für Analphabeten

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Raus aus dem

gesellschaftlichen Tabu

Weilheim-Schongau | Laut leo.-Studie

(Level-One Studie) von 2011 sind

in Deutschland mehr als 14 Prozent

der erwerbsfähigen Bevölkerung

von Funktionalem Analphabetismus

betroffen. Das entspricht einer

Größenordnung von rund 7,5

Millionen Menschen. Kurzum: Laut

Statistik dürfte jeder in seinem Bekanntenkreis

eine oder mehrere

Personen haben, die nicht richtig

lesen und schreiben können – zumeist

ohne davon mitzubekommen.

Denn das Thema Analphabetismus

ist noch immer mit einer derart

hohen Schamschwelle behaftet

wie kaum ein anderes. Von Funktionalem

Analphabetismus spricht

man im Übrigen bei Unterschreiten

der sogenannten Textebene. Heißt:

Eine Person kann zwar einzelne

Sätze lesen oder schreiben, nicht

jedoch zusammenhängende Texte.

Man kann sich vorstellen, was dies

für alltägliche Dinge wie etwa Arbeitsanweisungen

oder Handyverträge

bedeutet.

Sonderschwerpunkt beim

Mehrgenerationenhaus

Analphabetismus im engeren

Sinne betrifft in Deutschland immer

noch mehr als vier Prozent

der Bevölkerung. Davon wird bei

Unterschreiten der Satzebene gesprochen,

wenn Personen zwar

einzelne Wörter verstehen und

schreiben können, nicht jedoch

ganze Sätze. Experten gehen davon

aus, dass die Dunkelziffer noch

weitaus höher sein könnte, schließlich

hält die Scham viele Betroffene

Das „Alfa-Mobil“ zu Gast in Weilheim: Die Öffentlichkeitsarbeit zum

Thema Analphabetismus ist enorm schwierig, gezielte Aktionen daher

umso wichtiger.

davon ab, sich Hilfe zu suchen.

Das bestätigt auch Eva Kaletsch-

Lang, Koordinatorin des Weilheimer

Mehrgenerationenhauses,

einer Einrichtung vom Caritasverband

Weilheim-Schongau.

Gemeinsam mit ihren Kollegen

versucht sie seit Frühjahr diesen

Jahres, das Tabu Analphabetismus

zu brechen. Im Rahmen der sogenannten

Alpha-Dekade wollen

Bund und Länder in Kooperation

mit weiteren Partnern Maßnahmen

umsetzen, die die Anzahl von

deutschen Erwachsenen, welche

Schwierigkeiten mit dem Lesen,

Schreiben oder auch Rechnen

haben, deutlich verringern. Das

Mehrgenerationenhaus Weilheim

hatte sich für diesen Sonderschwerpunkt

beworben und letztlich

einen Förder-Zuschlag erhalten.

Mit verschiedenen Aktionen,

Vorträgen, einer wöchentlichen

Sprechstunde und Sensibilisierungsschulungen

soll Betroffenen

geholfen werden. „Funktionaler

Analphabetismus geht oft mit

unzureichenden Kompetenzen in

anderen Grundbildungsbereichen

einher“, erklärt Eva Kaletsch-Lang.

Dazu zählen unter anderem ma-

26 | altlandkreis


thematische Kenntnisse, digitale

und finanzielle Grundbildung

oder auch soziale Kompetenzen.

Genau aus diesem Grund bietet

das Mehrgenerationenhaus regelmäßig

Vorträge an, die Themen

der Grundbildung behandeln.

Wie etwa „Geld regiert die Welt –

Grundlagen aus dem Finanzwesen“

am Montag, 8. Oktober, ab

19 Uhr, oder „Bewegung und Gesundheit“,

Montag, 5. November,

18 Uhr. „Vielleicht haben wir so die

Möglichkeit, Zugang zu Personen

mit Lese- und Schreibschwäche zu

bekommen“, erhofft sich Kaletsch-

Lang, die sich um die Schwere

der Aufgabe durchaus bewusst

ist. „Dabei ist es keine Schande,

häufig nicht mal eigenes Verschulden“,

sagt die Koordinatorin

der Caritas-Einrichtung über die

Ursachen. Es sei sogar möglich,

das Lesen und Schreiben wieder

zu verlernen, sofern man in einem

Umfeld unterwegs ist, in dem

es kaum eine Rolle spielt. Doch

wie kann es heutzutage noch zu

Analphabetismus kommen? Und

vor allem, dass dieser häufig vom

Bekanntenkreis unbemerkt bleibt?

Ein häufiger Grund ist, wenn Erstklässler

verpassen, die Buchstaben

zu verschleifen, also flüssig

zu kombinieren. Private Probleme

wegen Scheidung der Eltern,

Krankheit oder schlicht die fehlende

Unterstützung, könnten hierfür

Faktoren sein. „Den Prozess des

Verschleifens holt man während

der Schullaufbahn nicht so leicht

nach“, erklärt Kaletsch-Lang. Deshalb

eignen sich bereits Kinder

Strategien an, um ihre Schwäche

> > > INFORMATION

zu verbergen. „Sie haben eigentlich

eine extrem hohe Kompetenz“,

sagt Kaletsch-Lang über

Betroffene, die sich eine Vielzahl

an Bildern merken können und zu

schier unglaublichem Auswendiglernen

fähig sind. Viele schaffen so

den Schulabschluss oder die Führerscheinprüfung.

Nicht mal ein Prozent

nimmt Angebote wahr

Mittlerweile gibt es nahezu flächendeckende

Angebote der

Alphabetisierung und Grundbildung,

beispielsweise an Volkshochschulen.

Allerdings nehmen

diese weniger als ein Prozent der

Betroffenen wahr. Eben das soll

sich im Rahmen der Nationalen

Dekade bis 2026 ändern. Das Ziel:

Im Zeitraum von zehn Jahren den

Funktionalen Analphabetismus

bei Erwachsenen spürbar zu verringern

und das Grundbildungsniveau

zu erhöhen. Ein lang angelegtes

Projekt, wofür viel Geld in

die Hand genommen wurde. „Erste

Ergebnisse der neuen leo.-Studie

sollen Anfang des Jahres 2019

veröffentlicht werden und werden

bereits mit Spannung erwartet“,

berichtet Eva Kaletsch-Lang. Um

das Thema der Gesellschaft immer

wieder in Erinnerung zu rufen,

startet das Mehrgenerationenhaus

Weilheim gezielte Aktionen

zur Öffentlichkeitsarbeit. Wie etwa

mit dem „Alfa-Mobil“ Anfang diesen

Jahres auf dem Weilheimer

Kirchplatz. Unter anderem berichtete

hier ein Betroffener, wie

er in seiner Kindheit unter einem

Das Mehrgenerationenhaus Weilheim vom Caritasverband Weilheim-Schongau

bietet wöchentlich eine unverbindliche Sprechstunde

für Betroffene an.

Frau Eva Kaletsch-Lang ist jeden Mittwoch von 14 bis 15 Uhr unter

der 0881 / 90959014 zu erreichen. Alternativ über die Mailadresse

mehrgenerationenhaus@caritas-wm-sog.de.

Sprachfehler litt – er stotterte extrem.

Von Mitschülern dafür gehänselt,

nahmen sich auch seine

Lehrer aufgrund Zeitmangels dem

Problem nicht wirklich an. Die Folge:

er verstummte. Mit kreativen

Techniken schaffte er dennoch den

Schulabschluss und schloss direkt

eine Dachdeckerlehre an. Seinem

Meister war die Problematik bekannt,

der wiederum nicht auf

seinen handwerklich talentierten

Lehrling verzichten wollte. Er

nahm ihm die Prüfung mündlich

ab, was in einzelnen Fällen erlaubt

ist. Nach rund 20 Jahren im Betrieb

meldete die Firma Insolvenz

an, der Dachdecker-Geselle stand

vor großen Problemen. Anschaulich

beschrieb er, wie er bei alltäglichen

Dingen trickste, etwa wenn

er beim Arzt ein Formular ausfüllen

musste. „Zufällig“ hatte er seine

Brille vergessen oder band sich

in weiser Voraussicht schon zuvor

seinen „verletzten“ Arm ein. „Und

auch wenn der Anfang sicherlich

schwer war, machte ihm das

Lernen mit der Zeit immer mehr

Spaß“, so Kaletsch-Lang.

Werbung erweist sich

als äußerst schwierig

Eine besondere Schwierigkeit

stellt beim Analphabetismus die

Form der Werbung dar. Normalerweise

machen Bekannte auf solcherlei

Angebote, wie jenes vom

Mehrgenerationenhaus, aufmerksam,

was schwierig ist, wenn das

Umfeld vom Problem der Betroffenen

nicht Bescheid weiß. Werbung

in schriftlicher Form ist natürlich

keine Option, bleiben Radio

oder Fernseher. Dabei ist der erste

Schritt in jedem Fall entscheidend,

was unter anderem ein unverbindlicher

Anruf beim Mehrgenerationenhaus

vom Caritasverband

Weilheim-Schongau sein kann.

Dabei wird besprochen, wie es

für jeden individuell weitergehen

kann – natürlich völlig anonym,

falls gewünscht.

tis

september / oktober 2018 | 27


Made in Peißenberg: der Olympia Looping

Die größte reisende Achterbahn der Welt

Wendelin Stückl zeigt voller Stolz den Olympia Looping bei Nacht.

Peißenberg | Diesen Freitag im

Juni 1989 wird Wendelin Stückl nie

vergessen. „Die Anspannung war

enorm“, sagt er. Niemand habe

gewusst, ob sie durch die kritischen

Stellen kommt, den Belastungen

standhält und obendrein attraktiv

genug sei. Kurzfristig haben er

und seine Mitarbeiter die komplette

Strecke noch mit Bohnerwachs

eingerieben, „um die Reibung auf

ein Minimum zu reduzieren, damit

der Zug am Scheitelpunkt eines

Loopings auf gar keinen Fall stehen

bleibt und wieder zurückrollt“.

Dann wird grünes Licht erteilt

für die Jungfernfahrt der größten

transportfähigen Achterbahn der

Welt. Zum Schutz für Leib und Leben

„echter“ Testpersonen werden

die sieben Wagen mit Sandsäcken

gefüllt. 75 Kilogramm pro Sitzplatz,

ein realistischer Wert. Stückls

Puls ist trotzdem auf Anschlag,

als die Bahn zum Startpunkt hinaufschleicht.

Dann lässt sie aus,

nimmt im „freien Fall“ maximale

Geschwindigkeit auf und rauscht

direkt auf den ersten und zugleich

größten Looping zu – und durchfährt

diesen exakt so, wie es sich

Projektleiter Stückl vorstellt: Makellos

und in idealem Tempo. Tonnenweise

Last fallen in dieser Sekunde

von seinen Schultern, schließlich

gilt der direkt neben ihm stehende

Kunde, Rudolf Barth, bis heute als

Deutschlands größter und erfolgreichster

Schausteller, als einer

der knorrigsten und schwierigsten

seiner Zunft. Und viel Zeit bis zum

Münchner Oktoberfest bleibt nicht

mehr, falls Änderungswünsche geäußert

würden. Doch es scheint gut

zu passen. Jetzt gilt es „nur“ noch

herauszufinden, wie der Olympia

Looping bei „echten“ Menschen

ankommt. Die zweite Testfahrt ist

Chefsache. Wendelin Stückl und

Rudolf Barth sitzen nebeneinander

– und sind hellauf begeistert.

Der Olympia Looping bietet Action

pur, fährt gleichzeitig jedoch so

ruhig, dass der Passagier keinerlei

gesundheitlicher Gefahren ausgesetzt

ist. Kurzum: Wendelin Stückl

und seine 132 Mitarbeiter der damaligen

Peißenberger Firma BHS,

Sparte Stahlbau, haben hervorragende

Arbeit geleistet.

Der Olympia Looping ist bis heute

die größte transportfähige Achterbahn

der Welt. Sie wiegt 900 Tonnen,

ist maximal 38,5 Meter hoch,

misst eine Schienenlänge von

1 250 Metern und eine Spurbreite

von 950 Millimetern. Ihr Markenzeichen

sind fünf Loopings in drei

verschiedenen Größen, zwischen

zwölf und 20 Metern hoch. Gefahren

wird mit mehreren Zügen

gleichzeitig, die jeweils aus fünf

bis sieben Wagen bestehen, somit

maximal 28 Gäste pro Fahrt befördern

können.

Testphase neben

Industrieanlage

Geplant und gezeichnet wurde

die Anlage für rund eine Million

D-Mark zwischen 1983 und 1985

vom renommierten Ingenieurbüro

Stengel. Gebaut von Oktober

1988 bis Juli 1989 für rund neun

Millionen D-Mark von der Firma

BHS in Peißenberg. Laut Wendelin

Stückl dürfte die Achterbahn mit

Beleuchtung, Farbanstrich, Zügen

und „allem Drumherum“ insgesamt

rund zwölf Millionen D-Mark

gekostet haben. Weltpremiere feiert

der Olympia Looping 1989 auf

dem Münchner Oktoberfest, was

laut Stückl ursprünglich gar nicht

erlaubt gewesen wäre. In den Statuten

für Wiesn-Schausteller steht

nämlich geschrieben, dass neue

Fahrgeschäfte nur dann Berechtigung

finden, sofern sie bereits auf

einer anderen öffentlichen Veranstaltung

erfolgreich in Betrieb waren.

Für den Olympia Looping aber

wird im Juli und August 1989 eine

Ausnahme in Form einer zweimonatigen

Testphase gemacht –

auf dem freien Gelände neben

der Industrieanlage von BHS in

Peißenberg. „Das war für unsere

Mitarbeiter ein riesen Highlight“,

erzählt Stückl. Vor allem am Tag

des BHS-Sommerfestes, als auch

die Familienangehörigen der Arbeiter

diese Achterbahn von Welt

auf Herz und Nieren ausprobieren

durften. Erfolgreich und unfallfrei,

„obwohl das Gelände um die Bahn

nicht eingezäunt war, dort jeder

hätte herumklettern können“.

Auf dem Münchner Oktoberfest

ist der Olympia Looping, heuer

zum 30. Mal am Start, selbstverständlich

gut abgeschirmt von den

vorbeiströmenden Menschenmas-

28 | altlandkreis


Der Olympia Looping steht jährlich

auf der Wiesn.

sen. Auch die Bahn selbst steht

für höchste Sicherheit. Damit die

einzelnen Züge unter keinen Umständen

aufeinander auffahren,

greifen vollautomatische Bremsen,

die auch bei Stromausfall funktionsfähig

sind. Kräfte wirken bei

maximal 100 Kilometern pro Stunde

bis zu 5,2 G in vertikaler Richtung

– also das rund Fünffache

des Körpergewichts. Seitlich wirken

nur 0,5 G, was vor allem zum

Schutze der Halswirbelsäule von

großer Bedeutung ist. „Wir haben

bei der BHS schon mal eine Achterbahn

von einem anderen Hersteller

entschärfen müssen, weil

sich an dieser sehr viele Leute aufgrund

zu ruckartiger Richtungswechsel

verletzt haben“, erinnert

sich Wendelin Stückl, der im Zuge

dessen den damals einzigartigen,

verstellbaren Schulterbügel konstruiert

hatte, „so dass der Kopf

während der Fahrt aufrecht und

stabil bleibt“. Auch für den

Bau des Olympia Loopings

wurden umfangreiche Tests

und Messungen für die Sicherheit

durchgeführt. Gemeinsam mit der

medizinischen Abteilung der Luftwaffe

der Deutschen Bundeswehr

in Fürstenfeldbruck wurden diese

5,2 G vertikal und 0,5 G horizontal

berechnet, die seither für alle Achterbahnen

dieser Welt als Richtwert

für Maximalbelastung gelten.

Egal ob Japan, Schweden oder

Deutschland – BHS-Achterbahnen

stehen überall. Dabei hatte das

Unternehmen nie vorgehabt, die

„Könige“ unter den Fahrgeschäften

komplett selbst zu bauen. Weil

der frühere Achterbahn-Pionier

Anton Schwarzkopf aufgrund wirtschaftlicher

Schwierigkeiten seinen

Betrieb einstellte, bekam die

BHS, die bis dato nur einzelne Teile

für Achterbahnen produzierte,

nach und nach immer mehr Anfragen

für den kompletten Bau. „Wir

haben dafür extra eine Biegemaschine

für Stahlrohre entwickelt“,

sagt Stückl, der mit dieser am

liebsten noch viele weitere Achterbahnen

für die größten Rummelplätze

dieser Welt gefertigt hätte.

Doch es kam anders.

Ab 22. September auf

dem Oktoberfest

BHS steht für Bayerische Berg-,

Hütten- und Salzwerke. Das 1927

vom Freistaat gegründete Unternehmen

führte unter anderem

die Kohlenbergwerke in Peiting

und Peißenberg, die 1971 mit 1800

Mitarbeitern geschlossen wurden.

Die Industrieanlage in Peißenberg

atmete

aber weiter

in den Sparten

Medizintechnik, Lufttechnik

und Stahlbau. Letztere war laut

Stückl jedoch die einzige Abteilung,

die schwarze Zahlen schrieb.

„Ich wünschte mir so sehr, dass

wir ausgegliedert werden.“ Doch

der damalige Vorstandsvorsitzende,

ein ehemaliger Politiker, sei

weder am Erfolg der Firma interessiert

gewesen noch habe er

fachliche Ahnung gehabt. Letztlich

wurde das Gesamtunternehmen

aufgrund anhaltender Verlustgeschäfte

1991 an ein Chemieunternehmen

verkauft, dessen neuer

Geschäftsführer die einzelnen

Geschäftsfelder sanierte, veräußerte

oder stilllegte – das Ende

von BHS Stahlbau war besiegelt.

Stückl, inzwischen 76 Jahre, ärgert

sich bis heute darüber: „Weil der

Bau von Achterbahnen momentan

boomt wie nie zuvor, wir obendrein

ein super Team hatten, das

mit größter Freude und Leidenschaft

Achterbahnen auch weiterhin

gebaut hätte.“ Stückl blieb

seiner Leidenschaft treu, machte

sich selbstständig und konstruierte

für eine andere Firma weitere

Achterbahnen. Die stehen bis

heute festverankert in den größten

und berühmtesten Parks dieser

Welt. Nur der Olympia Looping

nicht. Der kann dank Konus-Kegel-

Verbindung in wenigen Tagen von

zehn Monteuren und zwei Kränen

abgebaut, mittels 50 Sattelschleppern

oder Zugwaggons abtransportiert

und an anderer Stelle

wieder aufgebaut werden. Aktuell

steht die Achterbahn „Made in Peißenberg“

auf dem Prater in Wien.

Ab 22. September dann wieder auf

dem Münchner Oktoberfest. js

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september / oktober 2018 | 29


Einsatz-Monitoring bei Feuerwehren und Luftrettung

„Ein Quantensprung in

Sachen Alarmierung“

Schwathe GmbH & Co. KG

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Durch die neuinstallierte Software

gehört die Fax-Ableserei der Vergangenheit

an. Die von der ILS

eingehenden Einsatzdaten – seit

Umrüstung auf digitalen Funk

werden diese als SDS (Short Data

Service) rausgeschickt – werden

automatisch und in Bruchteilen

von Sekunden von der Funkzentrale

im Feuerwehrhaus auf einen

PC übertragen, und von diesem

auch gleich auf einen großen Bild-

Verblechungen

CNC-

Plasmaschneiden

Treppen

Metallkonstruktionen

Metallmöbel

Tore

Türen

und vieles

mehr...

Einsatzmonitoren in Fahrzeughallen zeigen die wichtigsten Daten bei

Bränden und Unfällen. Sebastian Jahn installierte die Software.

Altlandkreis | Im Jahre 2013 haben

drei ehrenamtliche Feuerwehrmänner

aus Eschborn bei Frankfurt

eine geniale Software entwickelt –

die Feuerwehrsoftware. Nach

und nach installieren auch immer

mehr Wehren im Oberland dieses

oder vergleichbare Programme.

„Weil sie ein Quantensprung in

Sachen Aufbereitung von Einsatzdaten

sind“, sagt Sebastian

Jahn, Online-Beauftragter der

Schongauer Feuerwehr. Er hat

diese Software Schritt für Schritt

in die Zentralen mehrerer Wehren

in der Region installiert und ist

vom Ergebnis hellauf begeistert.

Um die Vorteile der Neuerung

verständlich darzustellen, blickt

der hauptberufliche Fotograf und

Kammermann zunächst auf das

alte System zurück: Angenommen,

auf der B17 zwischen Peiting und

Schongau auf Höhe Lechtalbrücke

passiere ein schwerer Verkehrsunfall,

gehe zunächst ein Notruf bei

der Integrierten Leitstelle in Weilheim

ein. Der dort abnehmende

Disponent nehme alle wichtigen

Daten vom Notrufer auf, erstelle in

Windeseile ein Meldebild und informiere

anhand dieser Informationen

– schwerer Verkehrsunfall,

B17, Lechtalbrücke, eine Person

eingeklemmt – die Schongauer

Feuerwehr. Wie? „Primär bekommen

wir immer ein Signal auf

unseren Piepser, im besten Falle

mit einer mündlichen Durchsage.“

Was die Sekundär-Alarmierung

betrifft, ändere sich jedoch eine

ganze Menge. Bisher ging dieses

Meldebild in der Zentrale des Feuerwehrhauses

auch als Fax ein.

Heißt: Um nochmals alle wichtigen

Einsatzdaten ins Gedächtnis zu rufen,

müssen schwarz auf weiß

geschriebene Kürzel und Kurzbeschreibungen

vom als erstes im

Feuerwehrhaus ankommenden

Kommandanten, Gruppen- oder

Zugführer unter höchstem Zeitdruck

gelesen und an die Kollegen

weitergegeben werden. „Das

ist vor allem dann sehr wichtig,

wenn es über den Piepser keine

mündliche Durchsage gibt, wenn

Einsatzkräfte die Durchsage nicht

mitbekommen haben oder für

Neumitglieder, die noch keinen

Piepser besitzen, aber trotzdem

gebraucht werden für den Einsatz.“

Der komplette Einsatztrupp

war bisher also abhängig von den

Ansagen des Fax-Lesers.

Fax-Ableserei ist

Geschichte

30 | altlandkreis


schirm projiziert. Der Bildschirm

hängt in der Fahrzeughalle des

Feuerwehrhauses, wo im Falle

eines Einsatzes alle Kräfte ohnehin

vorbei müssen – und auf

einen Blick Folgendes zu sehen

bekommen: Auf einer Landkarte

mit Satellitenbild den markierten

Einsatzort und alle sich in der

Nähe befindenden Hydranten.

Das hat den großen Vorteil, dass

wir auf einen Blick sehen, wo wir

unsere Fahrzeuge am besten platzieren

können, wo wir, falls notwendig,

Wasser abzapfen können

und wo genau sich der Einsatzort

befindet.“ Auf einer klassischen

Google-Maps-Landkarte direkt

daneben ist die kürzeste Route

vom Feuerwehrhaus zum Einsatzort

eingezeichnet. „Und

zwar immer die aktuelle

Route, die mögliche Straßensperrungen

aufgrund Baustellen

berücksichtigt.“ Über diesen

Landkarten steht in dicker, roter

Schrift die Art des Einsatzes.

Zum Beispiel „Brand Bauernhof“,

„Verkehrsunfall, Person eingeklemmt“

oder „Brandmeldeanlage

Industriehalle“. Direkt darunter

sind noch detailliertere Angaben

zu lesen. Zum Beispiel „Feuer auf

dem Balkon“ oder „Gefahrenstoff

ausgelaufen“. Die genaue Adresse

des Einsatzortes mit Straße, Hausnummer

und Ort steht unter den

Landkarten geschrieben. Darüber

hinaus können je nach Einstellung

der Software viele weitere,

für Einsatzkräfte sehr interessante

und wichtige Daten angezeigt oder

visualisiert werden. Zum Beispiel

der konkrete Name des betroffenen

Objekts wie „Esso-Tankstelle“

oder die Rückrufnummer des

Mitteilers (Notrufers). „Wobei das

zwei Beispiele sind, die aufgrund

der neuen Datenschutzgrundverordnung

noch genau geregelt werden

müssen, da persönliche Daten

nicht an Dritte gelangen dürfen.“

Informationen

direkt aufs Handy

Definitiv angezeigt werden darf ein

Ticker, der ab Eingang des Notrufes

läuft. „Somit wissen wir stets,

wie viele Minuten seit Eingang des

Notrufes vergangen sind.“ Auch

sehr interessant und auf dem Bildschirm

links zu sehen: Welches

Einsatzfahrzeug für den jeweiligen

Einsatz in Frage kommt. „Das spielt

für kleine Feuerwehren, die in der

Regel immer mit allen Fahrzeugen

ausrücken, keine Rolle.“ Bei einer

großen Wehr wie der Weilheimer

oder Schongauer sei es jedoch

entscheidend, ob beispielsweise

die Drehleiter gebraucht wird oder

nicht. Am Beispiel Verkehrsunfall

B17 wird auf dem Bildschirm

sicherlich keine Drehleiter angezeigt,

stattdessen Kommandanten-

Fahrzeug, Rüstwagen mit Spreizer,

Schere, Löschfahrzeug. Neben

den Fahrzeugen sind auch alle

Mitglieder der Feuerwehr na-

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september / oktober 2018 | 31


mentlich und in ihrer Funktion im

Programm hinterlegt. In diesem

Zusammenhang kommt ein weiteres

Highlight ins Spiel: Eine Handy-

App, ebenfalls an dieses System

geknüpft. Heißt: Alle Einsatzdaten,

die visualisiert auf diesem großen

Bildschirm im Feuerwehrhaus zu

sehen sind, kann der Einzelne auch

auf seinem Handy abrufen. Und

beim Drücken auf die Farbfelder in

rot, gelb oder grün signalisieren,

ob er sofort zum Einsatz kommen

kann, ob er nachkommen kann,

oder aufgrund zu großer Entfernung

gar nicht kommen kann. „Das

ist vor allem für Kommandanten,

Gruppen- und Zugführer wichtig,

die für die Einsatzkoordination ja

immer gebraucht werden“, sagt

Sebastian Jahn und zeigt in dieser

Sekunde nochmals auf den großen

Bildschirm im Feuerwehrhaus, wo

diese drei Farbfelder angezeigt

werden.

Luftrettungsstation

Murnau auch ausgestattet

Die Luftrettungsstation in Murnau, direkt neben der Unfallklinik, setzt

nun auch auf Feuerwehrsoftware und Einsatz-Monitoring.

Die sogenannte Push-Nachricht

aufs Handy nutzen bislang nur

wenige Feuerwehren. Die Visualisierung

auf einem großen Bildschirm

jedoch sehr viele. Neuerdings

auch die Luftrettungsstation

„Christoph Murnau“, wo nun auch

alle relevanten Einsatzdaten nicht

mehr vom Blatt Papier abgelesen

werden müssen, sondern visuell

und optimal aufbereitet dargestellt

sind. Der bis dato noch

einzige Nachteil aus Sicht von

Sebastian Jahn: „Über das Fax bekommen

wir von der ILS auch die

exakten Koordinaten des Einsatzortes

mittgeteilt, über dieses SDS

nicht.“

Technisch sei dies in Jahns Augen

jedoch definitiv umsetzbar. „Das

hätte den großen Vorteil, dass

wir bei Einsätzen, bei denen wir

keine exakte Adressangabe bekommen,

dank der Koordinaten

trotzdem wissen, wo genau sich

der Einsatzort befindet.“ Auch am

Beispiel Verkehrsunfall B17 wäre

das von Vorteil, weil die Angaben

oft lauten: Zwischen Schongau

und Altenstadt, was einen eher

schwammigen Bereich von einigen

100 Metern beschreibt. Außerdem

denkt Sebastian Jahn an

dieser Stelle noch einen weiteren

Schritt voraus: „Mein mittel- und

langfristiges Ziel ist, dass wir die

Visualisierung von Einsatzdaten

auf ein Tablet übertragen.“ Das

wiederum könne man ins Einsatzfahrzeug

mitnehmen und mittels

Navi zum Einsatzort fahren – auch

ein Vorteil bei Einsätzen in unbekannteren

Gegenden. Und für

frischhergezogene Mitglieder, die

nicht jedes Eck im Einsatzgebiet

in- und auswendig kennen. js

32 | altlandkreis


Landtags- und Bezirkstagswahl 2018

Wer soll den Freistaat

künftig regieren?

Altlandkreis | Am Sonntag, 14. Oktober,

finden in Bayern wieder Wahlen

statt – die Landtags- und Bezirkstagswahlen.

Wahlberechtigt

ist an diesem Tag jeder Deutsche,

der das 18. Lebensjahr vollendet

und seit mindestens drei Monaten

seinen Wohnsitz in Bayern gemeldet

hat. Außerdem hat jeder Wähler

vier Stimmen – zwei für den

Landtag, zwei für den Bezirkstag.

Mit der Erststimme für den

Landtag wird mittels „Kreuzerl“

der Direktkandidat einer Partei

oder Wählergruppe gewählt. Im

Schongauer Raum wären das zum

Beispiel Susanne Enders von den

Freien Wählern oder Harald Kühn

von der CSU. Mit der Zweitstimme

kann einer der zahlreichen

Kandidaten aus den sogenannten

Listen gewählt werden, wobei im

Altlandkreis nur Kandidaten aus

Oberbayern wählbar sind. Für

den Bezirkstag gilt im Grunde das

Gleiche: Die Erststimme bekommt

der lokale „Spitzenkandidat“ einer

Partei oder Wählergruppe,

die Zweitstimme wiederum ein

Politiker oder eine Politikerin aus

der Liste, wiederum allesamt aus

Oberbayern stammend.

Um was kümmern sich

Land- und Bezirkstag?

Doch wer sind überhaupt dieser

Landtag und Bezirkstag? Einfach

beschrieben trifft der Landtag alle

Entscheidungen, die in einem

Bundesland, in diesem Falle in

Bayern, zu treffen sind: Gesetze

machen. Regierung kontrollieren.

Ministerpräsidenten wählen.

Deutschlandweit einzigartig

ist dagegen der Bezirkstag, den

es nur in Bayern, also in keinem

anderen deutschen Bundesland

gibt. Er ist funktional vergleichbar

mit Gemeinde-, Stadt- oder

Kreisräten und wird gerne als

„dritte kommunale Ebene“ bezeichnet.

Aufgeteilt in den sieben

bayerischen Regierungsbezirken –

Oberbayern, Niederbayern, Schwaben,

Oberpfalz, Oberfranken,

Mittelfranken und Unterfranken –

kümmert sich der Bezirkstag um

Gesundheit, Bildung, Kultur, Umwelt,

Heimatpflege und Soziales.

Psychiatrische Einrichtungen wie

das Marienheim in Peiting, die

KBO-Lech-Mangfall-Klinik in Peißenberg

oder das Diakoniedorf

Herzogsägmühle, Kultureinrichtungen

wie das Freilichtmuseum

Glentleiten oder Bildungseinrichtungen

wie das Agrarbildungszentrum

in Landsberg am Lech

werden beispielsweise vom Bezirk

Oberbayern verwaltet oder finanziell

unterstützt.

Briefwahl

immer beliebter

Gewählt wird an diesem Sonntag,

14. Oktober, zwischen 8 und

18 Uhr in allen Ortschaften Bayerns,

die je nach Einwohnerzahl

und Fläche ein oder mehrere

Wahllokale bereitstellen. Wer am

Tag der Wahl keine Zeit oder Lust

hat, kann ab Mitte September im

örtlichen Rathaus Unterlagen für

eine Briefwahl beantragen – und

zwar entgegen früherer Zeiten

ohne Angabe eines Grundes.

Hierfür ist lediglich die Wahlbenachrichtigung

mitzunehmen, die

im Vorfeld jeder wahlberechtigte

Bürger Bayerns per Post zugesandt

bekommt. Generell werden

Briefwahlen seit geraumer Zeit

immer beliebter. Ein gewichtiger

Grund hierfür: Der Faktor Zeit, um

sich über Parteien und Kandidaten

ein genaueres Bild machen zu

können, bevor letztlich die jeweils

zwei „Kreuzerl“ gesetzt werden.

Teilnehmende Parteien sind 2018:

Christlich-Soziale Union Bayerns

(CSU), Sozialdemokratische Partei

Deutschlands (SPD), Freie Wähler,

Die Grünen, Freie Demokratische

Partei (FDP), Bayernpartei (BP),

Ökologisch-Demokratische Partei

(ÖDP), Piratenpartei Deutschlands

und Alternative für Deutschland

(AfD).

Wir als Ihr Regionalmagazin

möchten unsere Leserinnen und

Leser darin bestärken, zur Wahl

zu gehen. Nur wer sein Wahlrecht

wahrnimmt, kann letztendlich

auch wirklich mitbestimmen, wie

eine künftige politische Arbeit in

Bayern aussehen wird. Extrem

knappe Entscheidungen bei vergangenen

Kommunal- oder Bundestagswahlen

zeugen davon, wie

wichtig jede einzelne Stimme am

Ende sein kann.

js

september / oktober 2018 | 33

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I L

2018

I E N S C O U T 2 4


Festabend mit Buchvorstellung in Turnhalle

Altenstadt feiert 200

Jahre Eigenständigkeit

Altenstadt | Die Orts- und Siedlungsgeschichte

der Gemeinde

Altenstadt reicht bis 1300 vor

Christus zurück. Funde aus der

Bronze- und späteren Urnenfelderzeit

belegen das. Auch die Anwesenheit

der Römer bis 68 nach

Christus ist dank ausgegrabener

Messing- und Bronzemünzen,

Sichel sowie Bruchstück einer Tegula

(ein Dach aus Ziegel) wissenschaftlich

erwiesen. Vor allem der

nahliegende Burglachberg sowie

die vorbeiführende Heeres- und

Handelsstraße Via Claudia sind

die Hauptgründe für eine römische

Niederlassung in Altenstadt

gewesen. Als sich der Untergang

des römischen Reiches im 7. und

8. Jahrhundert anbahnte, erlebte

auch Altenstadt eine wahrlich

dunkle Zeit. Erst mit Beginn des 9.

Jahrhunderts ging es mit der Entwicklung

des Ortes wieder bergauf.

Im Ammergau und Lechrain

folgte schließlich die Welfenherrschaft

durch Herzog Welf IV. Der

taufte die damals markante Siedlung

mit dem Namen „Scongoe“,

zu Deutsch Schongau. Zurückzuführen

ist dieser Name, passend

zum Fluss, auf den Schönachgau.

Heißt: Das heutige Altenstadt war

viele Jahre Schongau – und für die

Welfen eine Art Reststation für

Heeresabteilungen. Darüber hinaus

galt „Scongoe“ zur damaligen

Zeit als Stapel- und Umschlagplatz

für Warenzüge, wodurch der Ort

reichlich an Bedeutung und Wohlstand

gewann.

Basilika als

Verhandlungsort

Im 12. Jahrhundert muss „Altschongau“

sogar eine regelrechte

wirtschaftliche und religiöse Blütezeit

erlebt haben. Daran erinnern

bis heute zwei Gebäude, die

zu dieser Zeit bei weitem nicht in

jeder Ortschaft errichtet wurden:

Zum einen die St. Lorenzkirche,

seit 1812 zu einem bäuerlichen

Wohnhaus umgestaltet. Und zum

anderen die Basilika St. Michael,

die mit ihrem unverwechselbaren

34 | altlandkreis


alpenländisch-romanischen Baustil

bis heute als unangefochtenes

Markenzeichen der Gemeinde

Altenstadt gilt. Gebaut wurde sie

im letzten Viertel des 12. Jahrhunderts

als Stadtpfarrkirche, woraus

Historiker schließen, dass auch

der Ort um das Gotteshaus herum

ursprünglich eine richtige Stadt

hätte werden sollen. Unabhängig

davon wurden in der Basilika

nicht nur Gottesdienste gefeiert,

sondern wichtige Verhandlungen

durchgeführt und Streitereien

ausgetragen. Unter anderem ein

Zehentstreit (zehnprozentige Steuer

in Form von Geld oder Sachgegenständen)

zwischen dem Kloster

Rottenbuch und dem Pfarrer von

St. Lorenz. Oder ein Streit um die

Zughörigkeit der Böbinger Kirche.

Als die Staufer das neue

Schongau gründeten

Als Anfang des 13. Jahrhunderts

durch die Staufer – ein Adelsgeschlecht,

das vom 11. bis 13. Jahrhundert

mehrere schwäbische

Herzöge und römisch-deutsche

Könige und Kaiser hervorbrachte –

die neue Stadt Schongau auf dem

einstigen Lechumlaufberg gründeten,

begann zwischen Schongau

und dem heutigen Altenstadt eine

sehr lange, gemeinsame Zeit, die

langfristig kein gutes Ende für Altenstadt

nahm. Denn während das

neue Schongau am Wachsen war

und einen wirtschaftlichen Aufschwung

erfuhr, verlor das alte

„Scongoe“ zunehmend an Bedeutung

und Einfluss. Letztlich bestand

die „alte Stadt“ damals nur

noch als Stadtteil beziehungsweise

Pfarrdorf. Und an die einstigen

Glanzzeiten erinnerten nur noch

die Basilika und St. Lorenzkirche.

Und auch die Bürger waren in ihrem

Tun stark eingeschränkt – für

sie galt das von der neuen Stadt

beschlossene Recht der „Altenstädter“.

Letztlich währte diese

„Liaison“ dennoch stolze 600 Jahre

lang. Erst mit dem Gemeindeedikt

vom 17. Mai 1818 endete die

Gemeinschaft zwischen Altenstadt

und Schongau wieder. Seit gut 200

Jahren also wird Altenstadt nun als

politisch eigenständige, selbstverwaltete

Gemeinde geführt, obwohl

der Name „Altenstadt“ bereits

1406 urkundlich erwähnt wurde.

Heute werden in Altenstadt rund

1 500 Haushalte mit rund 3 200

Einwohnern geführt.

Gefeiert wird

am 2. Oktober

Zur Gemeinde dazu gehört außerdem

seit der Gebietsreform im

Jahre 1978 der Ortsteil Schwabniederhofen.

Darüber hinaus ist die

Schönachgemeinde Teil der Verwaltungsgemeinschaft

mit Hohenfurch,

Ingenried, Schwabbruck und

Schwabsoien. Neben der Basilika,

dem unangefochtenen „steineren

Wahrzeichen“ des Ortes, ist Altenstadt

vor allem wegen der Franz-

Josef-Strauß-Kaserne weit über

die Altlandkreis-Grenze hinaus

bekannt. Das Jubiläum zu 200 Jahre

eigenständige Gemeinde wird

allerdings weder in der Kaserne

noch in der Basilika gefeiert. Am

Dienstagabend, 2. Oktober, lädt

Bürgermeister Albert Hadersbeck

auf 19 Uhr alle Interessierten zu

einem Festabend in die örtliche

Turnhalle. Dort wird, dem Anlass

geschuldet, eine neue Chronik

über die Ortsgeschichte der vergangenen

200 Jahre präsentiert.

Außerdem spielt eine Besetzung

der Blaskapelle klangvoll auf. js

JENOPIK

Power Systems

gratuliert der

Gemeinde

Altenstadt

zum

200-Jährigen

Jubiläum!

Die Basilika (li.) gilt als „steinernes Wahrzeichen“ der Schönachgemeinde,

die auch aufgrund der Franz-Josef-Strauß-Kaserne im Norden

des Ortes überregional bekannt ist. Oben zu sehen: Das Rathaus.

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Ein geniales Tier, aber immer größere Schäden

Zum Schießen,

dieser Biber

Altlandkreis | Anfang der 1970er

Jahre wurde im Altlandkreis der

einst ausgerottete Biber wieder

ausgesetzt. Offiziell waren es damals

sechs Stück, laut Experten-

Schätzung jedoch wesentlich

mehr. Das war auch gut so und

störte die ersten Jahre niemanden.

Denn der Biber, maximal 30 Kilogramm

schwer, knapp einen Meter

lang und bis zu 20 Jahre alt, ist ein

äußerst schönes, interessantes und

intelligentes Tier, das zweifelsohne

seine Berechtigung auf ein Leben

hier in der Region hat. Sein Fell

beispielsweise ist das dichteste

aller Tiere weltweit – kein anderes

Lebewesen trägt so viele Haare,

bis zu 230 pro Quadratmillimeter,

am Körper. Weitere Markenzeichen

sind seine relativ großen Füße

mit Schwimmhäuten sowie sein

lederner, abgeplatteter Schwanz,

genannt Kelle. Letzteren braucht er

nicht nur zum Schwimmen, sondern

auch zum Errichten von Bau

und Staudämmen. Der Bau des Bibers

befindet sich immer am Ufer

eines Gewässers und ist so gewieft

angelegt, dass der Ein- und

Ausgang stets unter Wasser ist.

Hierfür braucht der Nager einen

gleichbleibend ruhigen Wasserpegel.

Ist dieser von Natur aus nicht

gegeben, leitet der Biber durch

den gezielten Bau von Staudämmen

das wilde Wasser um seinen

Eingangsbereich herum. „Ein sagenhafter

Baumeister“, schwärmt

Florian Pfütze, Vorsitzender des

Kreisjagdverbandes Weilheim, der

den Biber als „faszinierendes Tier“

bezeichnet. Das Problem seit einigen

Jahren aber ist: Die Population

des Bibers hat hier in der Gegend

extrem zugenommen, was sich

immer häufiger und immer stärker

mit land- und forstwirtschaftlichen

Nutzflächen sowie Naherholungsgebieten

von uns Menschen beißt.

Und weil der Biber keinem natürlichen

Feind ausgesetzt ist, hinterlässt

er Nacht für Nacht ein immer

größeres Bild der Verwüstung.

Verwüstung an Ammer

und Staffelsee

Wer am nordseitigen Ufer der

Ammer, beginnend am Kalkofensteg

bei Peiting, flussabwärts spaziert,

findet ein regelrechtes Bild

der Verwüstung vor. Unzählige

Bäume aller Arten und Größen

wurden dort unten von Bibern

angefressen. Gleiches Bild: einige

Kilometer weiter östlich auf Höhe

des Ammer-Campingplatzes bei

Peißenberg. „Das hat unvorstellbare

Ausmaße angenommen,

aber niemand kümmert sich“, sagt

Campingplatzbetreiber Manfred

Fischer, der sich seit geraumer

Zeit ernsthafte Sorgen um seine

Gäste macht. „Ein Spaziergang

entlang der Ammer ist mittlerweile

lebensgefährlich.“ Jederzeit

könnte einer dieser angefressenen

Bäume, die teilweise nur noch auf

einem zweifingerdicken „Sturfel“

stehen, umknicken und auf den

Weg fallen. „Nicht auszumalen,

wenn eine junge Familie in den

Wald geht und ein Kind von einem

angenagten Baum erschlagen

wird“, setzt Pfütze in Sachen

realistische Tragödien noch einen

drauf. Vor allem hinsichtlich der

Tatsache, „dass ein Forstarbeiter

einen angesägten Baum aus Sicherheitsgründen

keine Nacht lang

stehen lassen darf“. Dieses Gefahrenpotential

und Bild der Verwüstung

gilt auch für den Uferbereich

rund um den Staffelsee, wo nicht

nur „irgendwelche Bäume“ vom

Herausgeber und ©: CARAT Systementwicklungs- und Marketing GmbH & Co. KG, Am Victoria-Turm 2, 68163 Mannheim •

Gestaltung und Layout: MAKOM GmbH, Basler Str. 24 B, 79100 Freiburg • 10/2017

36 | altlandkreis


Biber umnagen auch dicke Baumstämme so

lange, bis sie ihrer eigenen Last zum Opfer

fallen – hier an einem Zufluss der Ammer.

Biber beschädigt wurden. „Wir reden

hier von riesigen Eichen und

Buchen, die weit über 100 Jahre alt

sind“, sagt Florian Pfütze. Es handelt

sich um Bäume, die im Sinne

der Naturschützer seit jeher geschützt

werden sollen. Nur nicht,

wenn der Biber ihn zum Fressen

braucht? Pfütze spricht von einem

„gesunden Miteinander“ zwischen

Mensch, Pflanze und Tier,

das beim Thema Biber schlichtweg

nicht mehr möglich sei. Die

einzige Lösung: Regelmäßige

Entnahmen, was im Detail betrachtet

heißt: Den Biber erst mittels

esstischgroßer Lebendfalle –

Äpfel dienen als Lockmittel – einfangen,

um ihn dann mit einem

gezielten Revolverschuss zu töten.

Für naturfremde Menschen, von

denen es hier in der Region nicht

wenige gibt, mag dieses „Entnehmen

von Bibern“ grausam klingen.

Laut Florian Pfütze hat diese Vorgehensweise

nicht ansatzweise etwas

mit Ausrotten oder willkürlichem

Töten zu tun. „Der Biber hat sich

bei uns zu 100 Prozent

als Wildtier etabliert, ist

inzwischen nicht anders

zu betrachten als Rehe

und Wildschweine.“

Zwar steht der Nager

offiziell noch auf der

Artenschutzliste. „Dort

wird er aber in absehbarer

Zeit runter müssen,

weil er schon lange

nicht mehr vom Aussterben

bedroht ist.“

Wie viele Biber derzeit

in der Region existieren,

ist ganz schwer zu

sagen. Fakt ist nur: Die klassischen

„30 Stück“, die immer wieder aus

vielen Gemeindehäusern für bestimmte

Seen- oder Flussgebiete

zu hören sind, seien laut Florian

Pfütze eine geradezu lächerlich

geringe Zahl. Allein rund um den

Staffelsee zählte ein Experte rund

37 Burgen. Und in einer dieser

Burgen leben in der Regel zwischen

sechs und zehn Biber, was

hochgerechnet weit über 200 Stück

wären – nur am Staffelsee! Im von

Flüssen, Seen und Bächen geprägten

Gebiet zwischen Weilheim und

Garmisch-Partenkirchen sind es

derzeit rund 150 Burgen. „Und im

Frühjahr kommt wieder ein ganzer

Schwung Junge dazu“, sagt Florian

Pfütze.

Der Biber

befindet sich überall

Zwischen ein und vier Biberbabys

bringt eine Mutter pro Frühjahr

zur Welt. Die Neugeborenen leben

zunächst gemeinsam mit den

Biberkindern vom Vorjahr in einer

Großfamilie. Wachsen die Neugeborenen

den älteren Brüdern und

Schwestern zu Kopfe, müssen diese

die Familie verlassen, sich ein

eigenes Reich suchen und eine

Familie gründen. Nur wo? „Es gibt

bei uns in der Region keinen einzigen

Fleck mehr, der von Bibern

unbesetzt ist“, sagt Florian Pfütze,

der sich und seine Jägerkollegen

in Sachen Entnahme fern halten

möchte vom Biber. „In meinen

Augen ist es ganz klar Aufgabe der

Naturschützer, für die notwendige

Entnahme der Biber zu sorgen.“

Wie das funktionieren könnte,

zeigte jüngst das Beispiel in Seehausen,

wo in Abstimmung mit

Bürgermeister und zuständigem

Landrat ein Mann für die Entnahme

von dortigen Bibern beauftragt

wurde. Das Problem: Weil es Anfang

2018 eisigkalt war, blieb der

Biber lieber in seinem kuscheligen

Bau, ernährte sich von seinem aufgestauten

Essensvorrat und kam

gar nicht erst auf die Idee, in eine

von Äpfeln gefüllte Lebendfalle zu

tappen. Und ab dem Frühjahr darf

der nachtaktive Fellträger ohnhin

nicht entnommen werden. Weder

beim genüsslichen Nagen an Bäumen,

noch beim Grasen draußen

auf dem Feld. Auf dem Feld? „Der

Biber ist reiner Vegetarier und

frisst nicht nur das Kambium unter

den Rinden der Bäume, sondern

schwärmt aus auf die umliegenden

Felder und wird sozusagen

zur Kuh“, sagt Florian Pfütze. Ein

in der Tat faszinierendes Tier. Nur

entgegen der 1970er Jahre viel zu

stark vertreten.

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Modellbauverrückte Familie aus Forst

Schlafende Flitzer

in Miniatur

Forst | Jeden Donnerstagabend haben

sich „zehn bis zwölf Verrückte“,

wie Christian Riedl es positiv

gemeint ausdrückt, im ehemaligen

Schulhaus in Wessobrunn getroffen.

Die Enthusiasten aus Forst,

Apfeldorf und Wessobrunn im Alter

zwischen zehn und 50 Jahren

duellierten sich oft stundenlang,

„meistens von 19 bis 23 Uhr“. Es

wurde geschimpft, geflucht, gelacht,

gejubelt. „Und danach hat

dir alles weh getan.“ Die Augen

vom konzentrierten Schauen. Der

Nacken vom langen Stehen am

Streckenrand. Der rechte Zeigefinger

vom Gas geben, stoppen,

bremsen. Dass hinter dieser „Belastung“

wenige Gramm schwere,

gerade mal handflächengroße

Modellautos mit Elektro-Motor

stehen, erklärt Riedls Wortwahl

des „Verrücktseins“ wohl ganz gut.

„Mini Z“ heißt die Klasse dieser

Flitzer im Maßstab 1:43 offiziell. Die

standardmäßigen Autos der japanischen

Firma „Kyosho“ fahren mit

rund 25 Stundenkilometer über

spezielle Bahnen. Bei entspreechendem

Tuning aber erreichen

reic

die Mini-Z-Autos mit rund 60

Stundenkilometern

mehr als doppelt

pe

so hohe Geschwindigkeiten. ite

n. „Was

die Gefahr birgt, dass man schnell

die Lust am Fahren verliert, ert,

weil

man mit Steuern, Schauen und

Einschätzen nicht mehr hinterherkommt,

mehr in der Bande hängt

als auf der eigentlichen Strecke“,

sagt Nikolas Riedl, 23, von Vater

Christian früh infiziert von diesem

speziellen Hobby, das neben dem

eigentlichen Rennenfahren sehr

stark von Bastlerei und Tüftlerei

lebt.

Buntlackierte Alufelgen

und Carbon-Einsätze

Angefangen hat die Liebe zur Mini-

Z-Klasse vor mehr als acht Jahren

im ganz kleinen Rahmen, bei

Riedls Spezl im Dachboden. „Mit

standardmäßigen Autos und auf

einer Strecke aus Nadelfilz.“ Doch

wie es bei Hobbys, die Spaß machen,

so ist, entwickelte sich

bei

allen Beteiligten recht rasch ein

gewisser Ehrgeiz – der Fahrer-Kreis

wurde stets erweitert, das Equipment

professionalisiert. „Die einfachen

Akku-Batterien haben wir

durch leistungsstärkere ersetzt.“

Der Auflade-Prozess wurde dahingehend

optimiert, indem die Batterien,

egal wie leer oder voll sie

nach den Rennen waren, erst komplett

entladen wurden, dann „mit

voller Power“ wieder aufgeladen.

„So konnten wir mit den Autos

über sehr lange Zeit Vollgas fahren,

während der einfache Akku zu unseren

Anfangszeiten nach nur zehn

Minuten stark nachgelassen hat.“

Doch nicht nur das perfekte Laden

des Akkus entwickelte sich für Vater

und Sohn Riedl sowie die anderen

Mistreiter zur Wissenschaft für sich.

„Die Autos selbst wurden selbstverständlich

auch immer weiter

aufgemotzt.“ Knallfarbene Federn

in unterschiedlichen Stärken, hochwertige

Kugellager für weniger

Rollwiderstand, Felgen aus buntlackiertem

Aluminium, Carbon-Einsätze

im Inneren zur Reduzierung

des Gewichts oder Gummireifen

in unterschiedlichen Härtegraden

mit unterschiedlichem Profil.

Nikolas und Christian (rechts) Riedl

mit ihrem im Werkzeugkoffer verstauten

3 000-Euro-Spielzeug.

38 | altlandkreis


„Je

nachdem,

ob wir

auf

hartem oder

weichem

em

Untergrund gefahren sind, ob wir

totalen Gripp oder mehr Driftphasen

wollten.“ Die Tuning-Liste der

Riedls ist mehrere Seiten lang. Und

der Fuhrpark? „Der besteht inzwischen

aus sechs Mini-Z-Autos und

dürfte samt Fernbedienungen und

Ersatzteillager um die 3000 Euro

wert sein.“ Die Prunkstücke: Ferrari,

Porsche und Lamborghini in Rot,

Gelb und Grün, die ohne Zubehör

mehr als 600 Euro wert sind.

Riedl sucht nach

neuem Raum

Die größte Schwierigkeit beim

Steuern dieser Mini-Flitzer, das übrigens

mittels Funk-Pistole erfolgt,

sei laut Nikolas Riedl ständiges

Umdenken. „Beim richtigen Autofahren

betrachtet man die Situation

immer vom gleichen Sichtwinkel –

vom Fixpunkt Fahrersitz mit Blick

durch die Windschutzscheibe.“

Beim Fernsteuern der Mini-Flitzer

fahre man erst vom Körper des Piloten

weg, dann auf ihn zu. „Bei 60

Stundenkilometern und zahlreichen

Kurven definitiv eine Herausforderung.“

Insbesondere dann, wenn

alle zwölf „Verrückten“ gleichzeitig

starten, mit Highspeed nach

Streckenrekorden (unter acht (!)

Sekunden die Runde) jagen und

als erster über die Ziellinie fahren,

oder nach vorgegebener Zeit die

meisten Runden

schaffen möchten.

Festgehalten en wird alles

les

Dank

in den Autos integrierter

rter

Transponder nder

und

einer am Laptop angeschlossenen

senen

Zeitmessanlage, direkt angebracht

am

Streckenrand. Zwischen den

Duellen gibt’s Pausen bei Bier,

Spezi und Pizza. Außerdem hat

jeder Pilot einen kleinen Arbeitstisch

zum Reparieren, Akkuladen

und Aufmotzen. Die Strecke selbst,

20 Meter lang und einen Meter

breit, besteht aus einer weichen

und einer harten Gummiseite.

Heißt: „Wir konnten wählen, mit

viel oder eher weniger Gripp zu

fahren“, sagt Christian Riedl, der

dieser leidenschaftlichen Zeit

heute sichtlich nachtrauert. Denn

seit zwei Jahren schläft das 3000

Euro schwere Mini-Z-Equipment,

detailliert verstaut in einem Werkzeugkoffer.

Warum? „Weil damals

der leer stehende Raum in Wessobrunn,

wo wir uns jeden Donnerstag

duelliert haben, seit Ende 2015

zum heutigen Gemeindehaus hergerichtet

wurde.“ Mit Gründung

des „Abarth Club Bavaria“ sowie

anderweitigen Modellbauten sind

die Riedls in ihrer Freizeit zwar

voll ausgelastet. „Sollte sich trotzdem

ein geeigneter Raum finden,

würden wir das Mini-Z-Duellieren

sicherlich wieder aufleben lassen.

40 Quadratmeter sind notwendig“,

sagt Christian Riedl, der sich

über Raumvorschläge (08809/ 706)

der „altlandkreis“-Leser selbstverständlich

ebenso sehr freuen würde

wie sein Sohn Nikolas und die

anderen Mini-Z-Enthusiasten aus

Forst, Apfeldorf und Wessobrunn. js

St k

– Lohnhäckseln

– Hackgutankauf

– Rindenmulch

– Hackschnitzel

– Brennholz

– Forstmulcher

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september / oktober 2018 | 39


Jubiläumsfest am 15. und 16. September

90 Jahre Hintermeyer in Schongau

Firmengründer Johann Hintermeyer

mit Sohn Hans.

Schongau | Weit vor dem Zweiten

Weltkrieg, im Jahre 1928, gründete

Hans Hintermeyer die erste

Fahrschule in Schongau samt

Werkstätte und Verkauf für DKW-

Motorräder und etwas später auch

DKW-Autos. Heute ist der Name

Hintermeyer noch immer ein

fester Begriff in den Köpfen der

„altlandkreis“-Leser. Nur dass sich

in 90 Jahren Firmengeschichte

einiges getan hat. DKW beispielsweise

gibt es längst nicht mehr,

wurde damals von Audi übernommen.

Und auch die Automobilvertretung

NSU, eingeführt im Jahre

1963, gehört der Vergangenheit an.

Stattdessen wurde Hintermeyer im

Jahre 1966 Partner des französischen

Autoherstellers Peugeot –

damals noch ein in Deutschland

total unbeschriebenes Blatt, was

sich dank Hintermeyer in der Region

jedoch sehr schnell änderte.

Denn Verkauf und Reparatur von

Peugeot entwickelten sich regelrecht

zum Renner im Schongauer

Land – auch nach dem Generationenwechsel.

Seit 1991 führen Hintermeyers

Enkel Peter und Hans

Junior den Familienbetrieb in dritter

Generation, inzwischen aufgeteilt

in Autohaus und Motorräder.

Peter entschloss sich deshalb,

mit „seiner“ Motorradabteilung

nach Bernbeuren umzuziehen.

Hans Junior blieb mit den Autos

am Gründerstandort in der Nähe

des Schongauer Bahnhofs. Diese

beiden, komplett eigenständigen

Firmen namens Hintermeyer

existieren bis heute: Das Autohaus

Hintermeyer, inzwischen an

der Augsburger Straße 2 bis 4 in

Hans Hintermeyer noch am alten Standort nahe Schongauer Bahnhof.

Schongau und seit 52 Jahren spezialisiert

auf Peugeot. Und Motorrad

Hintermeyer, seit 2004 / 2005

als GmbH geführt, inzwischen

wieder in Schongau, Schwabbrucker

Straße 11, und aktuell Partner

der renommierten Motorradmarken

Yamaha, Suzuki und Triumph.

Verkauf, Service und

Reparatur

Was beide Betriebe noch immer

eint: Ausgeprägte Fachkompetenz,

Kundenfreundlichkeit und Zuverlässigkeit

sowohl im Verkauf als

auch in der Reparatur. Autohaus

Hintermeyer mit derzeit zehn Mitarbeitern

verfügt seit dem Umzug

ins ehemalige Becher-Gebäude

über sieben Hebebühnen, auf

denen die Kfz-Fachkräfte vom

standardmäßigen Reifenwechsel

über AU, HU, kleinen und großen

Serviceleistungen bis hin zum

großen Unfallschaden im Grunde

alles reparieren, was draußen auf

den Straßen kaputt gehen kann.

Und zwar nicht nur bei Autos vom

Partner Peugeot, sondern auch

nahezu allen anderen gängigen

Automarken, die von den Bürgern

der Region gefahren werden.

„Wir sind inzwischen auch

Teil der Euro-Repair-Kette, über

die wir von nahezu allen Automarken

die neuesten technischen

Informationen bekommen“, sagt

Hans Hintermeyer Junior. Im Verkaufs-

und Ausstellungsraum sind

stets zahlreiche Topmodelle aller

Größen zum Anschauen und Pro-

Das Autohaus befindet sich mittlerweile in der Augsburger Straße.


Die Werkstätte im Autohaus ist mit sieben Hebebühnen ausgestattet.

befahren direkt vor Ort. Gleiches

gilt für Motorrad Hintermeyer mit

derzeit 15 Mitarbeitern, wo neben

zahlreichen Neufahrzeugen zuvor

genannter Marken auch werkstattgeprüfte

Gebrauchtmotorräder an

Mann und Frau gehen. Darüber

hinaus: TÜV, Reifenservice, Instandsetzung

in der topausgestatteten

Meisterwerkstätte, originale

Ersatzteile über Nacht sowie jede

Menge Bekleidung und Zubehör –

eben alles, was das Motorradfahrer-Herz

höherschlagen lässt.

Jubiläumswochenende

mit Probefahrten

Wer sich selbst davon überzeugen

möchte: Am Wochenende des 15.

Motorrad Hintermeyer in der Schwabbrucker Straße.

und 16. September öffnen beide

Betriebe jeweils von 10 bis 17 Uhr

ihre Pforten und laden zu einem

bunten Jubiläumsfest ein. Bei Autohaus

Hintermeyer in der Augsburger

Straße spielt Live-Musik,

tritt ein Zauberer auf, gibt’s ein

Preisausschreiben mit nützlichen

Gewinnen sowie die Präsentation

des nigelnagelneuen Peugeots

Rifter aus der Kategorie Mini-Van,

die speziell bei Sportlern oder

jungen Familien, die reichlich

Stauraum immer gut gebrauchen

können, besonders beliebt

ist. Bei Motorrad Hintermeyer in

der Schwabbrucker Straße gibt

es ein auf die Firmenchronik abgestimmtes

Ratespiel, Bewirtung

der Weinstube Schongau, jede

Menge Rabatte auf Zubehör und

Kleidung sowie die Möglichkeit

auf Probefahrten der neuesten

Suzuki-Modelle. „Die werden mit

einem großen Truck angeliefert“,

sagt Peter Hintermeyer, der nun

gemeinsam mit Bruder Hans auf

regen Andrang von Jung und Alt

sowie ein rundum gelungenes Jubiläumswochenende

hofft. js

Dieser Verkaufsraum lässt Motorradfahrer-Herzen höher schlagen.

> > > DIE HINTERMEYER-CHRONIK

1928 Gründung des Betriebes 1928 durch Hans Hintermeyer mit

einer Fahrschule (Erste Fahrschule in Schongau), BP-Tankstelle

und DKW-Motorräder, später DKW-Automobile

1963 Übernahme der NSU-Automobilvertretung

1966 Einführung der PEUGEOT-Automobile in Landkreis Schongau

1980 Übernahme der Vertretung von YAMAHA-Motorrädern

1989 Übernahme der Vertretung von SUZUKI-Motorrädern

1991 Aufteilung der Firmen in Motorrad Hintermeyer und

Autohaus Hintermeyer

Peter Hintermeyer übernimmt die Motorrad-Abteilung und zieht

nach Bernbeuren

Hans Hintermeyer übernimmt die Automobil-Abteilung und führt

den elterlichen Betrieb weiter

2004/2005 Gründung der Motorrad Hintermeyer GmbH

2007/2008 Umzug von Motorrad Hintermeyer zurück nach Schongau

Übernahme der TRIUMPH Motorrad Vertretung und MotoPort Store

2017 Umzug vom Autohaus Hintermeyer in die Augsburgerstr. 2 – 4


Döneressen im Altlandkreis

Die türkische Leberkässemmel

Altlandkreis | Fünf Liter Trinkwasser

und drei frische T-Shirts braucht

Bayram Onat an einem Arbeitstag.

„Eines zum Anfangen, das zweite

nach Mittag und das dritte für den

Abend“, sagt er. Insbesondere an

brütendheißen Hochsommertagen

rinnt dem seit 1988 in Deutschland

lebenden Türken schier ununterbrochen

der Schweiß von der

Stirn. Nicht wegen der gut 30 Grad

Außentemperatur. Es ist vor allem

die vom Dönergrill abstrahlende

Hitze, rund 300 Grad, die ihm sieben

Tage die Woche zwischen 10

und 23 Uhr zu schaffen macht. Und

zwar seit März 1999, der Gründung

von „Döner Onat“ an der Ecke

Ramsauer Straße und Azamstraße

in Peiting. „Eigentlich aus einem

Spaß heraus“, erinnert sich Bayram

Onat. Sein Bruder führte damals im

Hof des Areals, das nach wie vor in

Besitz der Kfz-Familie Schaumberger

ist, einen Döner-Imbisswagen,

hörte damit aber wieder auf. Bayram

Onat sagte damals nur spaßhalber

zum Grundstücksbesitzer:

„Vermiete mir einen Raum, und ich

mache einen richtigen Dönerladen

auf.“ Dass Schaumberger ohne mit

der Wimper zu zucken ja sagen

würde, „hätte ich mir nie gedacht“.

Doch warum eigentlich nicht? Nach

elf Jahren Hochland kündigte Bayram

Onat und wagte den Schritt

zur Selbstständigkeit – und hat sie

seither nicht mehr aus den Händen

gegeben. Sein Döner ist gefragt von

Montag bis Sonntag, bei Jung und

Alt, bei Reich und Arm. Der sechsjährige

Grundschüler kaufe bei

ihm ebenso regelmäßig ein wie

die 80-jährige Oma oder diverse

Geschäftsführer hiesiger Unternehmen.

Im Schnitt sind es 50 bis

60 Döner, die pro Tag über die Ladentheke

gehen.

Extravagante Zutaten

und Gewürze?

Ein originaler Döner besteht aus

weißem Fladenbrot, Lammfleisch,

Joghurt-Soße, Zwiebeln, Gurken,

Tomaten sowie Salat. Deutschlandweit

aber gibt es mittlerweile

Döner mit allen möglichen

Fleischsorten und Gemüsezutaten.

Rind, Schwein, Hühnchen oder

Hack. Onat beispielsweise verwendet

seit jeher reines Putenfleisch.

Das ist mit dem muslimischen

Glauben vereinbar und somit der

türkischen Esskultur sehr nahe“,

sagt er. Außerdem schmecke ihm

der Putenfleisch-Döner schlichtweg

am besten. Zumindest so,

wie er ihn zubereitet: Nämlich

ohne extravaganten Fertigsoßen,

Gewürzen, Gemüsesorten. Außerdem

setzt er auf ein eher dünnwandiges,

dafür knusprigeres Brot,

das er vor dem Servieren für rund

zwei Minuten in einen Toaster legt.

Kollegen aus zum Beispiel Schongau

setzen vermehrt auf ein eher

fluffigeres Brot, dessen Zustand

unter anderem mittels Aufwärmen

in der Mikrowelle erreicht wird.

Andere wiederum, zum Beispiel

die „jungen Wilden“ von Döner

King in Schongaus Altstadt, backen

das Brot neuerdings sogar selbst.

Kurzum: Jeder „Dönermann“ im

Altlandkreis hat im Detail seinen

eigenen Zubereitungsstil sowie

einen optisch und geschmacklich

eigenen Döner gefunden – und

damit, Geschmäcker sind bekanntlich

verschieden, hat auch jeder

seine eigene Stammkundschaft an

sich gebunden.

80 Prozent sagen:

„Zum Mitnehmen bitte“

Die Kunden von Bayram Onat bestellen

den Döner zu 80 Prozent

zum Mitnehmen. Der Rest verköstigt

Döner, Dürüm oder Dönerteller,

das bei vielen Anbietern auch

mit Reis, Pommes oder Beilagensalat

serviert wird, im Lokal oder

überdachten Außenbereich. Vier

Euro verlangt Onat für seinen Döner,

4,50 Euro für sein Dürüm. Brot

sowie das 20 Kilogramm schwere

Fleisch am Spieß, bei Bayram bereits

trocken gewürzt, bekommt

er zweimal die Woche von einem

Großhändler aus Augsburg geliefert.

Frisches Gemüse kommt

mehrmals die Woche aus Marktoberdorf.

Besonders beliebt sind

Dürüm und Döner mit Käse, der

Fenster, Türen, Linoleum,

Kork, Parkett, Laminat,

Paneele, Profilbretter,

Landhausdielen, Insektenschutz,

Beschattung

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42 | altlandkreis

Frisch geschnittene Zutaten: Tomaten, Gurken, Zwiebeln und

Krautsalate bezieht Bayram Onat von einem Gemüsehändler aus

Marktoberdorf. Das Putenfleisch bekommt er aus Augsburg.


Bayram Onat nimmt die äußerste, gar gebruzzelte und noch sehr saftige

Putenfleischschicht mittels elektrischem Fleischschneider ab.

bei Onat meistens schon gegen

Mittag vergriffen ist. 20 Kilogramm

Kuhmilch-Käse, hergestellt bei

seinem alten Arbeitgeber Hochland,

bietet er seinen Kunden pro

Woche an. „Eine Art Feta, ziemlich

mild, was in Kombination mit den

vielen anderen Zutaten sehr gut

passt.“ Wer es trotzdem würziger

möchte, bestellt das türkische

Fast-Food zum Mitnehmen leicht,

mittel oder „richtig“ scharf. Dann

nämlich greift Bayram Onat zum

in Silberbüchse verstauten Chili-

Peperoni-Gewürz. Wichtig sei

ihm im Rahmen der Bestellungen

nur, „die Wünsche rechtzeitig zu

sagen“. An dieser Stelle könnte

Bayram Onat dutzende nette bis

nervige Anekdoten erzählen. Ein

Klassiker: „Döner mit allem“, der

letztendlich in den seltensten Fällen

tatsächlich mit allem über die

Ladentheke geht. Warum? Während

Onat das aufgeschnittene Fladenbrot

mit Zange routinemäßig

sehr schnell und flink befüllt, heißt

es von Seiten des Kunden plötzlich:

Aber bitte ohne Zwiebeln!

Und bitte doch nicht mit Tomate!

Und den lilafarbenen Krautsalat

bitte auch nicht! „Oft muss ich die

Hälfte wieder runtermachen.“ Was

Onat noch auffällt: „Bevor ich mein

Dönergeschäft aufgemacht habe,

konnte ich wesentlich fließender

Deutsch sprechen als jetzt.“ Der

Grund: Kommen die waschechten

Deutschen zu ihm in den Laden,

sprechen sie plötzlich nur noch gebrochen,

was teilweise fast schon

beleidigend ist für einen seit 30

Jahren in Peiting lebenden, vollintegrierten

Türken. Doch Onat

nimmt’s mit Humor. Einzig die

„Möchtegern-Muslime“, wie er sie

nennt, nerven ihn manchmal wirklich.

Gemeint sind in Deutschland

lebend Ausländer, „die im Supermarkt

alle deutschen Produkte

kaufen und Zuhause auch ohne

schlechtes Gewissen essen, dann

aber hierher zu mir kommen und

alles bis ins kleinste Detail hinterfragen:

Ist in deinem Fleisch auch

wirklich kein Schwein? Woher beziehst

du deine Ware? Arbeitest

du nach reinstem, muslimischen

Gewissen?“

Vorbild in Sachen

Integration

Beim Thema Politik, Religion und

Integration vertritt Bayram Onat

eine ganz klare Meinung: Leute,

die hier leben, hätten sich auch an

die hier geltenden Regeln zu halten

und diese zu respektieren. Dass

in Deutschland lebende Türken bei

Wahlen in der Türkei teilnehmen

dürfen, halte er für einen schlechten

Witz. „Weil die hier lebenden

Türken überhaupt keine Ahnung

darüber haben, wie schlimm die

Zustände für viele Menschen in

der Türkei unter Erdogan wirklich

sind.“ Hartz IV bekomme dort sicher

niemand. Bayram Onat, dessen

zwei Söhne mittlerweile im

Schichtbetrieb bei ept arbeiten,

zählt sicherlich zu den Positiv-Beispielen

in Sachen Integration. Das

gilt übrigens auch für alle anderen,

auffallend aufgeschlossenen

und freundlichen Dönerverkäufer

im Altlandkreis, von denen es

momentan zehn Stück gibt: Drei in

Schongaus Altstadt, zwei in Schongau-West,

zwei in Peiting, einen

in Lechbruck, einen in Herzogsägmühle

sowie einen in Steingaden.

Der erste im Schongauer Land war

übrigens nicht Bayram Onat oder

sein Bruder, sondern Kollege Bilal

Ucar mit „Orient Döner“ in Schongaus

Christophstraße, der bereits

Mitte der 1990er sein Fast-Food-

Restaurant eröffnete.

Wer hat den „deutschen“

Döner erfunden?

Der allererste Döner, wie wir Deutsche

ihn kennen, wurde übrigens

von einem in Berlin lebenden Türken

kreiert. Er führte bereits ein

Restaurant mit türkischen Spezialitäten

und musste beim Blick aus

dem Fenster zunehmend feststellen,

dass Essen zum Mitnehmen,

zum Beispiel belegte Semmeln,

extrem gut ankommt beim immer

stressgeplagteren Volk. Dass

Fleisch und Gemüse nicht neben

dem Fladenbrot auf dem Teller,

sondern zusammengemischt im

Brot sich zu einem derartigen

Renner entwickeln würde, hätte

sich der Mann damals wohl selbst

nicht gedacht. Auch Bayram Onat

kann vom Verkauf seiner „türkischen

Leberkässemmeln“, wie er

sie passend zur Region liebevoll

nennt, gut leben. Spätestens Ende

Oktober eröffnet er in der Poststraße

einen neuen Laden.

js

september / oktober 2018 | 43


Sattlerei Lindner in Forst

Ausstatter der Münchner

Brauereirösser

NACHHALTIGE MODE FÜR DIE MODERNE FRAU


Forst | Echte Handwerker, allerlei

Werkzeuge wie Nähmaschine und

Schnitzmesser, drei gut gelaunte

Familienmitglieder, die eifrig an

ihren Werkstücken arbeiten und

ein ländliches Idyll drumherum,

auf dem Anwesen außerhalb von

Forst. Derzeit hat die Sattlerei

Lindner viel zu tun, denn sie hat

fast alle Münchner Brauereien mit

Festtagsgeschirren für ihre Pferde

ausgestattet und jetzt, kurz vor der

Wiesn, müssen diese auf Hochglanz

gebracht werden. „Die Geschirre

werden zwei Wochen sehr

intensiv genutzt, da gibt es jedes

Jahr etwas zu reparieren“, weiß

Sattlermeister Hans Lindner. Gerade

haben sie die weiß-blauen Geschirre

von Hofbräu in Arbeit, die

vor dem Oktoberfest gewaschen

und geputzt werden. „Die Tradition

wird in München hoch gehalten“,

lobt der Senior die dortigen

Brauereien.

Wiesn-Gespanne mit

Lindner-Geschirr

Zu seinem 60. Geburtstag wurde

Hans Lindner von Hofbräu zum

Wiesn-Einzug eingeladen, wo er

mit auf dem Kutschbock sitzen durfte.

Ansonsten bleibt der Handwerker

lieber im Hintergrund, schaut

im Zirkus Krone nach dem Rechten,

wo die Pferde während des Oktoberfestes

untergebracht sind und

verfolgt den Festzug unbemerkt

am Straßenrand. Die Brauereigespanne,

alle mit sechs Pferden,

sind nicht nur beim Wiesn-Einzug

oder dem großen Schützen- und

Trachtenzug zu sehen – sie steuern

jeden Tag ihr jeweiliges Festzelt an

und sorgen damit für Aufsehen bei

den Besuchern. Die Lindners wissen

selbstverständlich auch, wo die

Pferde das restliche Jahr über stehen:

Augustiner hält seine Rösser

im Bayerischen Wald, Löwenbräu

und Hacker nutzt die Kaltblutpferde

eines Züchters am Irschenberg, die

Paulaner-Rösser stehen in Mittenwald

und Hofbräu hat die prächtigen

Vierbeiner vom Urthaler Hof.

Doch wie kam der kleine Handwerksbetrieb

aus Forst dazu, die

Münchner Brauerei-Rösser auszustatten?

Neben einer kleinen

Landwirtschaft begann Urgroßvater

Hans Lindner 1911 mit der

Sattlerei. Auch der Großvater,

wieder mit Namen Hans, sorgte

als Sattlermeister für die Ausstattung

der Rösser mit Arbeits- und

Festtagsgeschirr. Allerdings schritt

nach dem Krieg die Technisierung

in der Landwirtschaft voran und

ALTSTADT SCHONGAU

ECKE WEINSTRASSE/

AMTSGERICHTSTRASSE

ÖFFNUNGSZEITEN

MO-FR 9.30 - 18 UHR

SA 9.30 - 14 UHR

Löwenbräu-Kaltblutpferde

mit dem prächtigen Geschirr

der Sattlerei Lindner.

44 | altlandkreis


Das Festtagsgeschirr von Hofbräu wird von Christian und Hans (rechts)

Lindner vor der Wiesn auf Hochglanz poliert.

die Pferde wurden immer weniger

gebraucht. Ein Pferdeliebhaber

aus Fendt bei Peißenberg ließ sich

Anfang der 1960er Jahre noch ein

schönes Festtagsgeschirr für die

Leonhardifahrt machen. „Das wird

mein letztes sein“, dachte sich

Hans Lindner und gab sich deshalb

besonders viel Mühe für diesen

Auftrag. Durch Zufall waren dann

Brauereivertreter von Löwenbräu

bei der Leonhardifahrt in Peißenberg,

sahen das schöne Geschirr

und standen wenig später in Lindners

Werkstätte. So wurde 1964 das

erste sechsspännige Geschirr für

Löwenbräu gemacht. Es folgten in

den weiteren Jahrzehnten Paulaner,

Hofbräu, Hacker-Pschorr und

Augustiner. Auch deutschlandweit

haben die Forster mittlerweile einige

Brauereien ausgestattet. „Die

Tendenz ist hier aber rückläufig“,

stellt Hans Lindner fest.

Traditionsreicher

Familienbetrieb

Mit in der Werkstatt ist Tochter Regina,

die heuer im Frühjahr ihren

Meister absolviert hat und stolz

das Meisterstück, ein Kummet mit

aufwendiger Stickerei, präsentiert.

„Sattler ist ein schöner Beruf, weil

er so vielseitig ist“, schwärmt Regina

Lindner von ihrer Tätigkeit.

Ihr Bruder Christian ist Sattlergeselle,

strebt aber auch irgendwann

den Meister an. „Wir sind eine der

ältesten Sattlereien in Bayern und

der älteste Handwerksbetrieb in

Forst“, ist der 20-Jährige stolz auf

seine Familientradition, die er

zusammen mit seiner Schwester

weiterführen möchte. „Der Sattler

ist derzeit in“, weiß Christian

Lindner aus seiner Berufsschulzeit

in Mainburg in der Hallertau. Vor

allem die Reitsportsattlerei nimmt

wieder zu, hier sehen sich die

Lindners allerdings der „Billig-

Konkurrenz“ aus dem Ausland

ausgesetzt. Von den Brauereigeschirren

können die drei längst

nicht leben, sie fertigen alles was

man fürs Pferd braucht, vom Festtagsgeschirr

bis zur Arbeitsausstattung

im Wald.

Flexible

Handwerker

Daneben führen sie Polsterarbeiten

aus oder nähen Planen ganz

individuell für Anhänger, Autos

und dergleichen. „Man muss flexibel

bleiben“, sagt Hans Lindner,

der mit seinem vielseitigen Handwerk

und seinen beiden engagierten

Kindern optimistisch in die

Zukunft blickt. Die drei ergänzen

sich in ihrer täglichen Arbeit – Vater

Hans übernimmt am liebsten

das Sticken, Tochter Regina fertigt

gerne die festlichen Kummete. In

der Werkstatt mit herrlichem Blick

auf die Alpenkette geht es lustig

zu, denn bei der Frage nach der

Lieblingsbeschäftigung an Christian

gerichtet, kommt von den

anderen beiden prompt: „Brotzeit

machen!“ Doch das will Christian

so nicht stehen lassen. Nähen und

sticken mag er gern, außerdem

kümmert er sich um das Kaufmännische

und betreut die Internetseite.

Die Zukunft des alten

Handwerksbetriebs dürfte damit

gesichert sein.

rg

Regina Lindner zeigt stolz ihr Meisterstück, es handelt sich um ein aufwändig

gefertigtes Kummet.

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Die Lehre von Mitgefühl und Weisheit kennenlernen,

in Meditation erfahren, im Alltag anwenden





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september / oktober 2018 | 45


158. Auflage des Schongauer Volksfestes

Mit Riesenrad und Almhüttenbar











Schongau | Ein Riesenrad auf dem

Schongauer Volksfest? Das hat es

bisher noch nicht gegeben – noch

nicht. Denn heuer wird dieses

traditionelle Fahrgestell erstmals

über das Gelände ragen, wenn

von Donnerstag, 6. September,

bis Montag, 10. September, Jung

und Alt zum bereits 158. Volksfest

in Schongau eingeladen werden.

Wie immer ist der Eintritt an allen

fünf Feststagen frei. Darüber hinaus

wartet Schausteller und Organisator

Ronny Grubart wieder mit

einem bunten Rahmenprogramm

auf, das weit über Festzelt- und

Fahrgeschäftsbetrieb hinausreicht.

Das allerwichtigste war mir immer

schon, dass ein Volksfest in

Sachen Programm nicht einschläft

und jedes Jahr gleich aufgezogen

wird.“ Programmänderungen im

Detail wie eine neue Band, andere

Fahrgeschäfte und Mitmachaktio-

nen seien ihm sehr

wichtig.

ig.

Doch

der

Reihe

nach: Beginn

ist am Donnerstagabend,

6. September, um

18 Uhr mit einem traditionellen

Festzug von Schongaus Altstadt

hinunter zum Volksfestplatz. Am

Umzug beteiligen werden sich

Stadtkapelle, Trachtler, zahlreiche

weitere Vereine sowie die von

Kaltblütern gezogene Ehrenkutsche

von Familie Reßle. Im mittelgroßen

Festzelt angekommen,

wird Schongaus Bürgermeister

Falk Sluyterman sein Bestes geben

beim Fassanstich, ehe die Schongauer

Stadtkapelle mit traditioneller

bayerischer Blasmusik Vereinsmitglieder

und Besucher aus Nah

und Fern durch einen feuchtfröhlichen

Auftaktabend begleitet.

Musik zum

Feuerwerk

Am darauffolgenden Freitag, 7.

September, beginnt ab 12 Uhr

der „Tag

der

Betriebe“. ebe“

e“. Hiesii-

ge

Firmen können im

Vorfeld Tische servieren ren und

re-

profitieren mittels Essensmarken

von vergünstigten Preisen bei Maß

Bier und Schweinsbraten. „Vor

allem der Freitagabend wurde

von den Firmen im vergangenen

Jahr sehr gut angenommen“, sagt

Ronny Grubart, der an dieser Stelle

vor allem auf dieses Highlight

hinweisen möchte: Ein Musikhöhenfeuerwerk,

das ab Punkt 22

Uhr am besten vom Zentrum des

Volksfestplatzes zu beobachten

sein wird. „Weil das Feuerwerk

abgestimmt auf Rhythmen von

Musik abgefeuert wird – und die

Musik unter anderem auch aus

allen Lautsprechern der aufgebauten

Fahrgeschäfte ertönt.“ Vor

und nach dem Feuerwerk sorgt die

hierzulande sehr beliebte Partyund

Stimmungsband „Dreisam“

(ab 19 Uhr) für Explosivität im

Festzelt, das übrigens erstmals mit

einer urigen Almhütten-Bar für

Hochprozentiges ausgestattet sein

wird. Am Samstag, 8. September,

öffnet das Festzelt erneut um 12

Uhr, der Fahrgeschäfts-Betrieb um

14 Uhr. Das Highlight am Familentag

aber beginnt um 14.30 Uhr im

Rahmen einer Kinder-Olympiade,

organisiert von der Schongauer

SPD. Die Jungs und Mädels sind

dann sowohl sportlich als auch

geistig gefordert – unter anderem

mit Wissensfragen zu Schongau

und Umgebung. Parallel zur Kinder-Olympiade

zeigen die Aktiven

der Tanzschule „Dance & More“

ihr Können an verschiedenen Plätzen

des Volksfestplatzes. Hip-Hop

und Cheerleading sind unter anderem

Teil des Tanz-Repertoires.

Am Abend, genaugenommen ab

19 Uhr, ist schließlich wieder Party

im Festzelt angesagt – die Dirndlund

Lederhosenparty mit der Band

„KZWOA“, bekannt vom Straubinger

Gäubodenfest sowie der Canstatter

Wasn in Stuttgart.

Frühschoppen mit

Polit-Prominenz

Am Sonntag, 9. September, wird’s

politisch, wenn zum Frühschoppen

ab 10.30 Uhr die Spitzenpolitiker

Jens Spahn und Alexander

Dobrindt ihre Reden schwingen.

Mittags spielt die Blechmusi original

bayerische Volksmusik.

Und um 15 Uhr steigt der große

Volksfest-Wettkampf: Vierer-Teams

duellieren sich in urbayerischen

Disziplinen wie zum Beispiel

Maßkrug-Stemmen, wobei dank

Heimat-Quiz auch kluge Köpfchen

gefragt sein werden. Ab 18

Uhr zeigt schließlich die Schongauer

Big Band ihr musikalisches

Können, ehe sich auf 21 Uhr alle

Gäste nach draußen bewegen

sollten. Dann nämlich erfolgt

eine spektakuläre Show professioneller

Feuer-Akrobaten, die

unter anderem Flammen spucken

und mit brennenden Seilen hüpfen.

Der Montag, 10. September,

steht inklusive Kinder- und Seniorennachmittag

mit Gratis-Kuchen

und auf dem kompletten Gelände

vergünstigten Preisen für einen

sowohl gemütlichen als auch

actionreichen Volksfestausklang.

Die hervorzuhebenden Highlights

am letzten Tag sind sicherlich ein

Kasperltheater ab 14.30 Uhr sowie

die Bürgermeistersprechstunde –

was Kinder schon immer mal vom

Gemeindeoberhaupt wissen wollten

– ab 16 Uhr. Das komplette

Volksfestprogramm mit allen Attraktionen

ist unter www.schongauer-volksfest.de

aufgelistet. js

46 | altlandkreis


Ein Blick hinter die Kulissen

des Schongauer Krankenhauses und der Pflegeschule

Sonderveröffentlichung der

Willkommen zum

Tag der offenen Tür

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Patientinnen und Patienten,

Thomas Lippmann Dr. Wilhelm Fischer

Klaus Fenzl

über 16 000 Patienten versorgen

die beiden Krankenhäuser in Weilheim

und Schongau jährlich. Wir

sind an 365 Tagen 24 Stunden für

Sie da, ob im Notfall oder für eine

geplante Operation. Am Samstag,

20. Oktober, öffnen wir Ihnen unser

Krankenhaus – lernen Sie also

am Tag der offenen Tür unseren

eigenen kleinen Kosmos kennen.

Gleichzeitig findet der Tag der offenen

Tür in unserer Pflegeschule

statt. Schülerinnen und Schüler

unserer Krankenpflegeschule nehmen

Sie in Empfang und informieren

nicht nur über ihre Ausbildung.

Lassen Sie sich zudem Ihre Vitalparameter

messen und üben Sie sich

in der Händehygiene, das A & O im

Krankenhaus und im OP.

Viele Abteilungen stellen sich am „Tag der offenen Tür“ vor:

• Leben beginnt: Wie sieht der Kreißsaal aus?

• Rundgang durch die Endoskopie

• Selbst operieren in Schlüssellochtechnik

• Wie wird auf der Geriatrie gepflegt?

• Schockraum — Notfallversorgung

• Vorträge greifen Themen aus allen Bereichen auf

• Aktuelle gesundheitliche Themen werden im Forum diskutiert

Das Rote Kreuz präsentiert sich u.a. mit einem Rettungswagen

• Für Kinder gibt es eine Teddyklinik

u.v.m.

Für Ihr leibliches Wohl wird gesorgt!

Wir wünschen Ihnen einen informativen und interessanten Tag der

offenen Tür in unserem Schongauer Krankenhaus und in den Berufsfachschulen

für Krankenpflege.

Wir arbeiten für Ihre Gesundheit!

Thomas Lippman Klaus Fenzl

(Geschäftsführer) (Schulleiter)

Dr. Wilhelm Fischer

(Ärztlicher Direktor)

Samstag, 20. Oktober 2018

von 11.00 bis 16.00 Uhr

september / oktober 2018 | 47


„Tag der offenen Tür“ im Schongauer Krankenhaus

Erdgeschoss:

1 Notarzt/BRK

11.00 – 16.00 Uhr

Besichtigung

Notarztwagen

2 Krankenhaus GmbH

11.00 – 16.00 Uhr

(zu jeder vollen Stunde)

Allgemeine Informationen

Führungen

3 Krankenhaus GmbH

11.00 – 16.00 Uhr

Erstmal Hände desinfizieren!

Krankenhauskeime – was, wie, wo?

4 Küche

10.00 – 17.00 Uhr

Kiosk, Kaffee und Kuchen

(1 Euro), Grill, Popcorn

5 Betriebsrat der

Krankenhaus GmbH

11.00 – 16.00 Uhr

Information

AOK

11.00 – 16.00 Uhr

Aktivitätscenter

6 Selbsthilfegruppen

Krebs/Alzheimer

11.00 – 16.00 Uhr

Information

7 Qualitätsmanagement

11.00 – 16.00 Uhr

Was ist Ihnen am Schongauer

Krankenhaus wichtig?

8 Kassenärztliche Vereinigung

(KVB)

11.00 – 16.00 Uhr

Ihr Hausarzt im Krankenhaus

9 Hospizverein im

Pfaffenwinkel e.V.

11.00 – 16.00 Uhr

Information

10 Akutgeriatrie

11.00 – 16.00 Uhr

Was ist Akutgeriatrie?

Aromaprodukte/Aroma-

Handmassage

11 Seelsorge

11.00 – 16.00 Uhr

Information

Angebot Seelsorgegespräch

Tee

12 Akutgeriatrie

11.00 – 16.00 Uhr

Wie geht Akutpflege?

13 Akutgeriatrie

11.00 – 16.00 Uhr

Beschäftigungsangebot

ERDGESCHOSS

Hubschrauber-

Landeplatz

20

21

18

19

14 Kunst im Krankenhaus

11.00 – 15.00 Uhr

Ausstellung – hier können Sie

mitsteigern!

15 BRK Schongau

11.00 – 16.00 Uhr

Information

16 Kreißsaal

11.00 – 16.00 Uhr

Geboren in

Schongau –

Informationen,

Kreißsaalführungen

17 Pflege

11.00 – 16.00 Uhr

Stationsalltag – Pflege auf

einer interdisziplinären Station

KRANKENPFLEGESCHULE

15

16

17

14

22

8

Gynäkologie

11.00 – 16.00 Uhr

Inkontinenz

18 Industrie

11.00 – 16.00 Uhr

Ausstellung

9

Aufzüge

Treppe

10

7

11

5

19 Klinik für Unfallchirurgie

und Orthopädie

11.00 – 16.00 Uhr

Information

6

Caféteria

4

12

Klinik für Gefäß- und

Endovaskularchirurgie

11.00 – 16.00 Uhr

Anmeldung Halsschlagader-

Screening

20 Klinik für Gefäß- und

Endovaskularchirurgie

11.00 – 11.45 Uhr

12.45 – 15.00 Uhr

Halsschlagader-

Screening

3

2


Eingang

13

Parkplatz

21 Klinik für Unfallchirurgie

und Orthopädie

12.30 und 14.00 Uhr

„Live dabei – Hüft-OP“

Filmvorführung

1

Physiotherapie

11.30 und 15.00 Uhr

Entspannung trainieren

22 Forum

11.00 – 16.00 Uhr

Programm siehe nächste Seite

48 | altlandkreis


Lagepläne und Programm

Untergeschoss:

23 Geriatrische Rehabilitation

11.00 – 16.00 Uhr

Sturzprophylaxe

Viel trinken

Ernährung im Alter

25 Klinik für Innere Medizin

11.00 – 16.00 Uhr

Wie sieht es in mir aus?

Bronchoskopie,

Gastroenterologie

28 Klinik für

Allgemein- und

Viszeralchirurgie

11.00 – 16.00 Uhr

Operieren –

Probieren

29 Ernährung

11.00 – 16.00 Uhr

Gesunde Ernährung –

Ernährungspyramide

31 Tagesklinik für Schmerztherapie

11.00 – 16.00 Uhr

Ausstellung der

Kreativprojekte aus der

Schmerztherapie

33 Tagesklinik für Schmerztherapie

12.00 und 13.00 Uhr

„Rückenfit zum Ausprobieren“

14.00 und 15.00 Uhr

„Achtsamkeit gegen

Stress und Schmerz“

34 Vorträge

11.00 – 16.00 Uhr

Programm siehe nächste Seite

24 Physiotherapie

11.00 – 16.00 Uhr

Präsentation der Therapieräume

Beratung zum Thema Stauungsödeme/Lymphdrainage

„Selbsterfahrung in unserem

Trainingsraum“

Einblicke in die Ergotherapie

26 Klinik für Innere Medizin

11.00 – 16.00 Uhr

Wie sieht es in mir aus?

Echokardiographie, PH-Metrie

27 Klinik für Innere Medizin

11.00 – 16.00 Uhr

Wie sieht es in mir aus?

Ultraschall

30 Physiotherapie

11.00 – 16.00 Uhr

Gesund durch Bewegung

Angebote für Kinder

Atemtherapie für Erwachsene

32 Tagesklinik für Schmerztherapie

11.00 – 16.00 Uhr

Schmerz beherrschen –

Information

35 Klinik für Unfallchirurgie

und Orthopädie

13.00 und 15.00 Uhr

Schockraum-Management

Obergeschoss:

OP

11.00 – 16.00 Uhr

Kinderklinik

(Details nächste Seite)

KRANKENPFLEGESCHULE

UNTERGESCHOSS

Anästhesie

11.00 – 16.00 Uhr

Intubation

35

25 28 26

27

31

32

34 30 29

33

Aufzüge

Treppe

23

24

Bus-Shuttle vom bzw. zum Bahnhof Schongau:

Ab Bahnhof jede volle Stunde (11.00 – 15.00 Uhr)

Ab Krankenhaus jede Stunde (11.30 – 15.30 Uhr)

Sonderveröffentlichung der

september / oktober 2018 | 49

Änderungen und Fehler vorbehalten!


„Tag der offenen Tür“ im Schongauer Krankenhaus

Sonderveröffentlichung der

KRANKENPFLEGESCHULE

Uhrzeit Thema Ort

10.00 – 15.00 Uhr Krankenpflegeschüler präsentieren Pflegetätigkeiten wie das Praxisräume

Anlegen von Verbänden, Vitalzeichen messen sowohl manuell

als auch elektronisch – Mitmachen erwünscht

10.00 – 15.00 Uhr Fotoaktion: So sehen Sie in Pflegekleidung aus. Klassenzimmer 2 (Raum S2)

Selfie mit Mundschutz und OP-Haube

10.00 – 15.00 Uhr Alterssimulation – Nichts ist mehr, wie es war Klassenzimmer 2 (Raum S2)

10.00 – 15.00 Uhr Beantworten Sie alle Quizfragen und gewinnen Sie Bogen am Eingang

einen von drei Amazon-Gutscheinen der Schule/Pflegerrallye

10.00 – 15.00 Uhr Praktikum, Bewerbung, Ausbildung, Studium: Lehrerbüros (Raum S4)

Alles, was Sie schon immer wissen wollten

10.00 – 15.00 Uhr Tischtennis und Kicker gegen die Lehrer Schülerlounge (Raum S5)

ab 10.30 Uhr Schulbankdrücken: Probeunterricht Krankenpflege – Klassenzimmer 1 (Raum S1)

(zu jeder halben Stunde) Nicht alle Theorie ist grau!

ab 11.00 Uhr Schulbankdrücken: Probeunterricht Anatomie und Klassenzimmer 1 (Raum S1)

(zu jeder halben Stunde) Krankheitslehre – Begehbarer Kreislauf!

PATIENTENFORUM IM ERDGESCHOSS

Uhrzeit Thema

11.00 – 12.00 Uhr Anästhesie unter der Geburt – PDA im Kreißsaal

13.00 – 14.00 Uhr Würdevoll sterben

13.00 – 14.00 Uhr Das Alter ist nichts für Feiglinge (Herausforderungen im Alltag)

14.00 – 15.00 Uhr Mein Innenleben — Spiegel der Gesundheit

15.00 – 15.30 Uhr Sturzprophylaxe

15.30 – 16.00 Uhr Kunstauktion – Versteigerung alter Meister

VORTRÄGE IM UNTERGESCHOSS

Uhrzeit Thema Referent Abteilung

11.00 Uhr Wirbelsäulenchirurgie am Krankenhaus Schongau Dr. Florian Soldner/Dr. Bernd Höpfl Klinik für Wirbelsäulenchirurgie

11.30 Uhr Endoprothetik für Hüfte und Knie Dr. Thomas Löffler Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie

12.00 Uhr Die enge Halsschlagader – ein behandelbares Schlaganfallrisiko Dr. Peter Baumann Klinik für Gefäß- und Endovaskularchirurgie

12.30 Uhr Schonende Operation bei Darmkrebs Dr. Rolland Rosniatowski Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

13.00 Uhr Geriatrische Reha? „Was soll das denn?“ Dr. Hans Christian Sänger Zentrum f. Altersmedizin/Geriatrische Rehabilitation

13.30 Uhr Warum haben Schmerztherapeuten Bauchschmerzen, wenn es heißt: Dr. Eva Mareen Bakemeier Tagesklinik für Schmerztherapie

„Wir arbeiten für Ihre Gesundheit?“

14.00 Uhr Angst vor der Narkose – muss das sein? Dr. Hans Michel Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin

14.30 Uhr Was ist eine Akutgeriatrie? Sebastian Mühle Zentrum für Altersmedizin – Akutgeriatrie

15.00 Uhr Möglichkeiten der Schmerzbehandlung und Anästhesie unter der Geburt Dr. Karin Kirschner Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin

15.30 Uhr In guten Händen – Erkrankungen der Hand und Therapiemöglichkeiten Wenzel Dimroth Unfallchirurgie und Orthopädie

50 | altlandkreis

Krankenhaus für Kinder

Diesmal ist es kein Notfall: Kinder

können am Tag der offenen Tür

im Krankenhaus spielend leicht

operieren, den Notarzt mit seinem

Rettungswagen kennenlernen, das

Kuscheltier (bitte mitbringen) in

der Teddyklinik verarzten lassen,

Blutdruck messen, im Magen nach

Gummibären suchen oder den

Teddy in der Radiologie durchleuchten.

Dies und vieles

mehr erwartet kleine

und große Kinder

am Tag der offenen Tür

im Krankenhaus Schongau

– hereinspaziert.

gesundheitsversorger2020.de


Aus der Geschäftswelt

BAUMEISTERVALUE – MANUFAKTUR FÜR MANAGEMENT

Als „Top Consultant“ ausgezeichnet

Schongau | Seit 2011 begleitet Josef

X. Baumeister Unternehmen, insbesondere

solche, die sich in einer Krise

oder einem Umbruch befinden. Einen

Namen in der Branche machte sich

Baumeister, der viele Jahre im Bankenund

Automobilsektor tätig war, mit

seinem Berater-Team „baumeistervalue

– Manufaktur für Management“,

vor allem in den Bereichen Neuausrichtung

und Weiterentwicklung von

Unternehmen, Strategie- und Organisationsentwicklung

sowie Finanzierungsmodelle

für den gehobenen

Mittelstand. „Bei inhabergeführten,

mittelständischen Unternehmen ist es

wie bei Menschen: Wenn sie wachsen,

verändern sie sich. Menschen passen

dann nicht mehr in ihre alten Kleider,

Unternehmen oftmals nicht mehr in

alte Strukturen“, so Baumeister über

die Anforderungen seiner Projekte.

In nur wenigen Jahren entwickelte

sich „baumeistervalue – Manufaktur

für Management“ zu einer etablierten

Top-Management-Beratung für

inhabergeführte Unternehmen in der

DACH-Region (Deutschland, Österreich,

Schweiz) – und wurde dafür

nun ausgezeichnet. Seit Ende Juni darf

sich das Schongauer Unternehmen mit

dem Titel „Top Consultant“ schmücken

und zählt damit zu den besten 35 Beratern

für mittelständische Unternehmen

in Deutschland. Grundlage der

Auszeichnung ist ein wissenschaftliches

Verfahren. Die Urkunde beim 5.

Deutschen Mittelstand-Summit in Ludwigsburg

bekamen Josef X. Baumeister

und Gattin Karin Baumeister von

Christian Wulff, Bundespräsident a.D.,

überreicht.

tis

Christian Wulff (Mitte) gratuliert Karin

und Josef X. Baumeister. Flankiert

werden die drei von den Baumeister-

Söhnen Michael und Lucas.

SPENGLEREI HEIN ZOG NACH KINSAU – UND FEIERT NUN 20-JÄHRIGES

Dächer und Fassaden aus Aluminium,

Kupfer und Edelstahl

Kinsau | Christian Hein wollte schon immer

seine eigene Firma gründen. Nachdem der

gelernte Spengler erfolgreich seine Meisterprüfung

ablegte, zögerte er nicht lange. So

entstand 1998 die in Epfach geborene Spenglerei

Hein. Inzwischen sind seit der Gründung

20 Jahre vergangen. „Das werden wir natürlich

feiern“, sagt der heute 47-Jährige. Ganz

gemütlich im kleinen Kreise der Mitarbeiter.

Das sind genaugenommen vier, mit Hein

fünf. Und die haben seit Jahren Arbeit ohne

Ende. „Ich könnte sofort zwei neue Mitarbeiter

einstellen und würde liebend gerne jedes

Jahr einen Azubi nehmen und meinen Betrieb

vergrößern“, sagt Hein. Doch die Realität

verwehrt ihm diesen Wachstums- und Ausbildungswunsch.

„Es finden sich schlichtweg

keine Leute.“ Nicht mal durch Anreize wie

das Bezahlen des Auto- und Anhängerführerscheins.

Dabei ist der Beruf des Spenglers, der

selbstständiges Arbeiten voraussetzt, äußerst

abwechslungsreich und künstlerisch wertvoll.

Speziell was die Gestaltung von Fassaden betrifft,

„geht unsere Arbeit stark in Richtung

Kunsthandwerk“. Hein und seine Mitarbeiter

sind im Umkreis von bis zu 100 Kilometer unterwegs.

Ihr Spezialgebiet: Die Gestaltung und

Montage von Blechdächern, Flachdächern,

Dachbegrünung und Fassaden. Darüber hinaus

besitzt Christian Hein Maschinen, die sonst

in der Gegend kaum ein Zweiter besitzt. Zum

Beispiel eine mit sechs Metern extrem lange

Abkant-Bank, „weshalb zu uns sehr viele andere

Handwerker zum Blechbiegen kommen“.

Gleiches gilt für seine Profilier-Maschine. Beide

Exemplare stehen inzwischen im neuen Firmengebäude.

Aus Platzgründen zog Hein im

Juni 2018 nach Kinsau, Apfeldorfer Straße 19.

Wer sich dort mal vorstellen möchte: Christian

Hein, erreichbar unter Telefon 0176 / 68099907

oder hein.spengler@googlemail.com, würde

noch heuer einen Azubi einstellen, der pünktlich

zum 3. September eine Ausbildung zum

Spengler anfangen könnte.

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DAS EINKAUFSERLEBNIS FÜR DIE GANZE FAMILIE!








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september / oktober 2018 | 51


Größte Salondichte ist in Schongau

Die Altstadt der

zwölf Friseure

Schongau | Eine Faustregel besagt:

Pro 1 000 Einwohner ein Friseursalon.

In Schongau sind es bei

aktuell knapp 12 000 Einwohnern

20 (!) Friseursalons. Noch auffallender:

Davon befinden sich ganze

zwölf in Schongaus Altstadt. „Verhältnismäßig

hat es in Schongau

schon immer viele Friseure gegeben,

aber so viele wie aktuell? Das

dürfte der absolute Spitzenwert

sein“, sagt Gabriele Settele, 68,

Inhaberin zweier Salons in Schongaus

Münzstraße und aktuell

diejenige, die am längsten in der

Altstadt schneidet, färbt und frisiert

– nämlich seit 1986. Auch ihr

fällt dieser „Trend“ seit geraumer

Zeit auf. „So richtig erklären kann

ich ihn mir aber nicht.“ Allein

aufgrund der wenigen Parkplätze

„würde ich mich heute wohl eher

in einem Wohn- oder Gewerbegebiet

selbstständig machen – in

jedem Falle dort, wo nicht schon

an nahezu jeder Ecke ein anderer

Salon offen hat“. Settele versucht

sich bei diesem Gedanken beratschlagend

in die jungen, frischselbständigen

Kollegen und Kolleginnen

hineinzuversetzen, denn

sie selbst hat dank jahrzehntelanger

guter Arbeit einen sehr guten

Ruf und sich einen großen Kundenstamm

aufgebaut. „Wir haben

aktuell eher zu viel als zu wenig

Arbeit und suchen sogar ein bis

zwei gute Mitarbeiter.“ Dass allerdings

alle zehn anderen Altstadt-

Salons ähnlich stark ausgelastet

sind, ist allein aufgrund dieser

Faustregel nicht nur schwer nachzuvollziehen,

sondern beinahe

unmöglich. „Auch wenn die Kunden

nicht nur aus Schongau, sondern

auch aus den umliegenden

Dörfern oder von weiter her kommen.“

Settele hat sogar Stammkunden

aus Kempten, München,

Augsburg. „Leute, die in Schongau

geboren und aufgewachsen sind,

dann aus familiären oder beruflichen

Gründen weggezogen sind.“

Heißt: Wer einmal seinen „Friseur

des Vertrauens“ gefunden hat,

kommt immer wieder.

Fußballprofis

setzen den Trend

Wie oft Herren und Damen generell

zum Friseur gehen, „hängt

ganz stark vom jeweiligen Typ ab“.

Manch einer komme alle drei Wochen,

andere alle sechs Wochen

und wieder andere nur drei Mal

im Jahr. Die Preisspanne für einen

Herrenschnitt liegt in etwa zwischen

20 und 30 Euro. „Je nachdem,

ob mit oder ohne Kopfmassage,

mit oder ohne Bartpflege,

mit oder ohne Färben.“ Demnach

unterschiedlich lange sitzen die

Kunden bei ihrem Friseur. „Herren

im Schnitt zwischen 30 und 60 Minuten“,

sagt Settele, die logischerweise

nur für sich sprechen kann.

Damen, die sich ihre Haare färben

lassen, sitzen allein der „Trocknung“

wegen schon mindestens

zwei Stunden. Kaffee trinken,

Zeitung lesen und ratschen sind

dann die beliebtesten Methoden,

die Zeit vergehen zu lassen. Apropos

Ratschen: Gute Gespräche

sowie Offenheit und Toleranz für

Menschen aus allen Schichten

und Kulturen gehören ebenso zum

Friseur-Handwerk wie das Schneiden,

Frisieren und Färben an sich.

„Für viele Kunden sind wir der

Gaby Settele besitzt zwei Friseursalons in der Münzstraße. Sie schneidet,

frisiert und färbt bereits seit 1986 in der Schongauer Altstadt.

52 | altlandkreis


einzige Ansprechpartner, nicht

selten auch Seelenklempner.“

elenklempner.“

Speziell ältere Damen und Herren,

die zuhause use niemanden

mehr haben, freuen sich

umso mehr, sich mit

ihrem Friseur

über „Gott

und die Welt“

unterhalten zu

können. Heißt: Der

Beruf des Friseurs rs ist

wesentlich

en

umfassender und anspruchsvoller,

svol

ler,

als sein häufig vorauseilender er Ruf

es besagt.

Eigenschaften eines

guten Friseurs?

rs?

Ruhige Hände, Kreativität, tät, t Schneide-

und Färbetechniken aus dem

FF beherrschend sowie der richtige

Blick, da schließlich nicht jede

Frisur auf jeden Kopf passt, sondern

ganz individuell dem Kunden

angepasst werden muss, sind die

mit wichtigsten Eigenschaften des

Friseurhandwerks. Für gutes Gelingen

entscheidend ist auch die

Ausstattung wie Scheren, Kämme,

Föhne, Lockenwickler, komfortable

Stühle, Waschbecken, Schutzumhänge

und vieles mehr. Allen voran

die Scheren sind dem Friseur

heilig. „Die geben wir auf gar keinen

Fall aus der Hand“, sagt Settele.

In der Regel gibt es zwei verschiedene

Modelle: Die klassische

Haarschneide-

arsc

schere. Und die zum

Ausdünnen,

nen,

n, genannt

nt

Effilierschere. re. „Die

ha-

ben wir dann

in verschiedenen

Größen und

mit

an

unsere Hände angepassten asst

sten

Griffe.“

Gabriele Settele el

e schneidet mit

600-Euro-Scheren 0-

-Sch

en eines es

Schweizer

Herstellers. „Deren Schneiden

sind besonders langlebig, nutzen

sich nicht so schnell ab.“

35 Friseursalons in

Peiting und Schongau

Die Friseure im Altlandkreis sind

somit nicht nur zahlreich vertreten,

sondern auch handwerklich

und technisch bestens aufgestellt.

Und aus Sicht der Kunden hat das

vermeintliche Überangebot in

Schongaus Altstadt in jedem Falle

den Vorteil, dass keiner der dort

Tätigen nachlassen darf in Sachen

Qualität. Settele spricht von regelmäßigen

Schulungen in München,

Augsburg oder der Schweiz.

Außerdem präsentiert der Zentralverband

des Deutschen Friseurhandwerks,

kurz ZV, zwei Mal im

Jahr die neuesten Frisurentrends

für Männer und Frauen. „Die sollten

wir natürlich auch Jahr für Jahr

beherrschen.“ Wobei die meisten

Trends ohnehin die Stars von Welt

setzen. „Gerade bei jungen Männern

sind Frisuren von Fußballern

sehr stark gefragt.“ Seitlich kurzrasiert,

oben langelassen zum

nach oben oder zur Seite stylen –

diese Frisur ist seit einigen Monaten

schon ein regelrechter Renner.

Mädels und junge Frauen bevorzugen

ganz individuelle Frisuren.

„Farbe ist immer beliebt, solange

es typgerecht bleibt.“ Bei wem die

Damen ihre Traumfrisur machen

lassen? Letztlich haben Jung und

Alt die Qual der Wahl. Neben 20

Friseuren in Schongau gibt es 15

in Peiting, sowie mindestens zwei

bis drei Salons in jedem kleineren

Altlandkreis-Dorf.

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www.spenglerei-hein.de

MEISTERBETRIEB

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FLACHDACH

Zwölf Friseursalons befinden sich

aktuell in der Schongauer Altstadt.

Wir haben die konkreten Standorte

— zumindest ungefähr — mit

gelben Fähnchen markiert.

Apfeldorfer Straße 19

86981 Kinsau

Tel.: +49(0)176/68099907

hein.spengler@googlemail.com

september / oktober 2018 | 53


Kinderkleiderbasare im Altlandkreis

Heißbegehrte

Winterklamotten

Altlandkreis | Allein im Schongauer

Land können Eltern in den

nächsten Wochen auf acht verschiedenen

Kleiderbasaren Ausschau

nach Kinderbekleidung für

den Herbst und Winter halten. Für

viele Familien ist es eine prima

Gelegenheit, günstig an gut erhaltene

Bekleidung und Zubehör

zu kommen. Die Veranstalter behalten

in der Regel zehn Prozent

des Umsatzes und spenden das

Geld an Kindergruppen im eigenen

Ort oder Einrichtungen für

Kinder in der Umgebung. Für die

Organisatoren ist es im halbjährlichen

Turnus aber auch ein riesiger

Arbeitsaufwand, der viele fleißige

Helfer benötigt.

Die „Klamottenkiste“ in Denklingen

gehört zu den ältesten Basaren

in der Region. Jetzt im Herbst

werden dort bereits zum 57. Mal

die Türen geöffnet. Regelmäßig

sind die Anfragen so stark, dass

die Organisatoren bei 270 vergebenen

Chiffre-Nummern einen

Stopp machen. Bei maximal 50

Teilen, die jeder Verkäufer anliefern

darf, ist die Mehrzweckhalle

dann mit rund 13 000 Artikeln

gefüllt. „Wir bieten alles, vom

Kleinkind bis zum Erwachsenen“,

sagt Angela Jäger vom Organisationsteam.

„Bei uns sind auch mal

eine Lederhose oder Fußballschuhe

für Männer im Angebot“, weiß

Christine Horber von ganzen Familien,

die sich in der Klamottenkiste

umschauen. Obwohl die Verkaufszeit

eigentlich nur drei Stunden

beträgt, gehen in Denklingen bis

zu 5 000 Teile über die Kasse.

Nur ein halbes Jahr später hat offensichtlich

die „Klamottenkiste“

in Verklärung Christi in Schongau

gestartet. Sie findet nämlich

im September zum 56. Mal statt.

Acht Frauen zählen zum festen

Organisationsteam, wobei mit

Elisabeth Kapfer immer noch ein

Gründungsmitglied dabei ist. Für

die beiden Haupttage benötigen

sie rund 30 Helfer und dazu meint

Andrea Cieslak: „Wir sind immer

auf der Suche nach jungen Leuten,

die mithelfen.“ Der Vorteil

für die Helfer ist natürlich, dass

man sich für die eigenen Kinder in

Ruhe etwas aussuchen kann. Damit

der Saal von Verklärung Christi

nicht aus allen Nähten platzt, wird

auch hier beim Winterbasar ein

Cut bei 230 Verkäufern gemacht.

„Die Organisation wird immer

mehr“, berichtet die langjährige

Mitstreiterin Andrea Cieslak weiter.

„Wir haben seit einigen Jahren

einen Schwangerenverkauf, eine

Security und jetzt müssen wir auch

die neue Datenschutzverordnung

beachten.“

Der Steingadener Kinderkleiderund

Spielzeugbasar kann inzwischen

auf 25 Jahre zurückblicken.

1993 wurde der Basar über den

Förderverein angefangen, mittlerweile

ist es ein eigenes Team. In

dieser langen Zeit haben sich die

Märkte natürlich weiterentwickelt,

in Steingaden kann man über die

Homepage des Kindergartens die

Chiffre-Listen und Etiketten runterladen,

was die Bearbeitung

sowohl für die Verkäufer als auch

für das Basarteam erleichtert.

Angenommen werden maximal

200 Verkäufer in der Turnhalle,

wobei für den kommenden Basar

besonders die Winterbekleidung

sowie Wintersportartikel im Fokus

Eine riesige Auswahl an gebrauchter Kinderbekleidung mit rund 13 000

Artikeln steht in der Denklinger Klamottenkiste bereit.

54 | altlandkreis


stehen. „Man kann nie fest planen,

denn es kommen jedes Mal

andere Sachen rein, weiß die erfahrene

Organisatorin Birgit Hipp

und nennt als Beispiele Dirndl,

Kommunionkleider oder Computerspiele.

Im Peitinger Kinderkleider-Basar

kann man sich mit Kinderbekleidung,

Sportartikeln, Kinderwagen,

Autositzen und dergleichen

sowie Schulmaterial eindecken.

Dies alles in der großzügigen

Schloßberghalle, noch dazu sind

Spielwaren auf einen separaten

Markt im November ausgelagert.

Der Hohenpeißenberger Kinderkleidermarkt

kann mit dem schönen

Saal im Haus der Vereine

punkten. Birgit Weingartner ist

schon seit zwölf Jahren im Organisationsteam

und kann feststellen,

„dass der Verkauf nach wie vor

sehr gut läuft, nur die Helferzahl

ist rückläufig“. Außerdem liefern

die Verkäufer neben der Bekleidung

auch immer mehr Spielzeug

an. Die Markterlöse spenden die

Hohenpeißenberger regelmäßig

an das Haus St. Monika, eine Mutter-Kind-Einrichtung

in Garmisch-

Partenkirchen. Daneben werden

auch im Dorf selbst verschiedenste

Kindergruppen sowie Aktivitäten

für Kinder gefördert.

Auch der Rettenbacher Kinder-

Kleiderbasar kann in der Weichberghalle

einen großzügigen Rahmen

bieten. „Das gefällt unseren

Kunden immer, dass bei uns alles

so übersichtlich ist“, sagt Michaela

Olbrich vom zehnköpfigen

Organisationsteam. Dazu werden

noch einige Helfer benötigt, die

die angelieferten Kisten mit maximal

50 Teilen vor dem Basar auf

die Tische sortieren und hinterher

wieder einräumen.

Ein bisserl kleiner und übersichtlicher

nennt Sigrid Dittl den Kinsauer

Basar. Hier werden maximal

130 Verkäufer angenommen,

denn mehr haben in der Turnhalle

keinen Platz. Neben der Kinderbekleidung

bieten sie auch eine

Teenie-Ecke mit Größen bis XS

oder S sowie einen Tisch mit neuer

sowie gebrauchter Tupperware

an. Dadurch ist das Publikum des

Basars bunt gemischt. Spielzeug

kann dann beim separaten Spielzeugflohmarkt

verkauft werden.

Eher kleiner und gemütlicher definiert

Andrea Huber die Reichlinger

Schatzkiste im örtlichen

Pfarrheim. „Bei 60 Verkäufern ist

aber auch genügend Auswahl da“,

ergänzt sie. Erstaunlich ist schon,

dass sich diese Basare seit fast 30

Jahren halten und noch immer

größter Beliebtheit erfreuen – obwohl

ein sehr großer Organisations-

und Arbeitsaufwand dahintersteckt.

Letztendlich profitieren

die Kinder aus der kompletten Region

am meisten davon, da die Erlöse

vielseitig für den Nachwuchs

eingesetzt werden.

rg

> > > DIE KINDERKLEIDERMÄRKTE IM SCHONGAUER LAND

Markt / Ort Anlieferung Verkaufszeiten

Klamottenkiste Schongau, Verklärung Christi Fr, 21.09., 15 – 16.30 Uhr Sa, 22.09., 9 – 12 Uhr

Einlass für Schwangere und Menschen mit Behinderung bereits am Fr, 18 – 19 Uhr

Kinder-Kleiderbasar Peiting, Schloßberghalle Fr, 21.09., 15 – 17 Uhr Sa, 22.09., 10 – 12.30 Uhr

Einlass für Schwangere bereits am Sa, ab 9 Uhr

Kinderkleider- und Spielzeug-Basar Steingaden Fr, 28.09., 16 – 18 Uhr

Turnhalle der Mittelschule

Sa, 29.09, 9.30 – 11.30 Uhr

Kinder-Kleidermarkt Hohenpeißenberg, Fr, 28.09., 14 – 17 Uhr Sa, 29.09., 9 – 12 Uhr

Haus der Vereine

Einlass für Schwangere bereits am Fr, 19 – 20 Uhr

Rettenbacher Kinder-Kleiderbasar Fr, 28.09., 17 – 18.30 Uhr Sa, 29.09., 9 – 11 Uhr

Weichberghalle

Kinsauer Basar, Mehrzweckhalle Fr, 5.10., 9.30 – 11.30 Uhr Fr, 5.10., 17 – 19 Uhr

Einlass für Schwangere bereits ab 16.30 Uhr

Klamottenkiste Denklingen, Mehrzweckhalle Fr, 12.10., 16 – 18 Uhr Sa, 13.10., 9 – 12 Uhr

Einlass für Schwangere bereits ab 8.30 Uhr

Reichlinger Schatztruhe Fr, 19.10., 15 – 16 Uhr Fr, 19.10., 18 – 20 Uhr

Kindergarten im Pfarrheim

september / oktober 2018 | 55


56 | altlandkreis


„Sound in the City“ am 20. Oktober

Von Rock bis Karibik

Schongau | „Besseres Wetter.“

Das ist die knappe

Antwort von Franz Köpf,

gemeinsam mit Hermann

Gleich Hauptorganisator

der zweiten Auflage

von „Sound in the City“,

auf die Frage, was er sich

im Vergleich zur Premiere

wünscht. Ansonsten

dürfe laut Veranstaltern

am Samstag, 20. Oktober,

gerne alles wieder so ablaufen

wie im vergangenen

Jahr. Heißt: Eine Vielzahl

an friedlich-feierenden Menschen,

gepaart mit jeder Menge erstklassiger

Live-Musik-Unterhaltung.

Kurzer Rückblick: Der Schongauer

„Nightgroove“ war über ein Jahrzehnt

fest verankert im Terminkalender

der Lechstadt. Nachdem

sich der Organisator, ein externer

Eventmanager, zurückgezogen

hatte, fiel das Event einmal aus,

ehe es von Köpf und Gleich letztes

Jahr wiederbelebt wurde – mit Erfolg.

Die Musiknacht, mittlerweile

mit neuem Namen und komplett

„made in Schongau“, hat letztes

Jahr vollends eingeschlagen, weswegen

Köpf auch heuer mit rund

2000 Besuchern rechnet. „Dann

wären wir absolut zufrieden.“

Mr. Hill spielt bei „Sound in the

City“ im Ballenhaus-Saal.

die nicht in der Altstadt sind. Der

Bus fährt durchgehend und hält

am Rathaus, Moritz, Eulenspiegel

sowie Bistro Valentin beziehungsweise

Pizzeria La Perla. Letztere

ist gemeinsam mit der Sparkasse

Oberland (Münzstraße) eine von

zwei neuen Örtlichkeiten im Vergleich

zum vergangenen Jahr, wohingegen

das Brauhaus und der

Lechwirt nicht mehr dabei sind.

Während die Organisatoren hinsichtlich

Ablauf und Struktur auf

Bewährtes setzen, ist in Sachen

Bands mit Neuigkeiten zu rechnen.

Im Gasthaus Lindauer ist beispielsweise

„Karbik Tropical“ zu Gast,

eine temperamentvolle karibische

Tanz-Band, die das Lebensgefühl

der Südsee für einen

Abend in den Altlandkreis

holt. In der Sparkasse

wird die Rockabilly-Band

„Red Stixx“ zu hören sein,

im La Perla, passend zum

italienischen Flair, Musiker

Valerio Zamboni. Die

kubanische Band „Con

Leche Trio“ schlägt im

Café Huterer auf, während

„Take Off“, diesmal

als Duo, im Café Müller

Rock-Klassiker aufleben

lässt. „Bis auf zwei Bands

sind es im Vergleich zum letzten

Jahr lauter neue“, verspricht Franz

Köpf. Karten für „Sound in the

City“ gibt es ab Anfang Oktober

bei Köpf Euronics und den Schongauer

Nachrichten im Vorverkauf

für 12 Euro, an der Abendkasse in

den einzelnen Lokalen für 15 Euro.

Die Konzerte beginnen um 20

Uhr, wobei „Pura Vida“ mit ihrer

Street-Style-Samba-Show bereits

ab 19 Uhr durch die Altstadt ziehen

werden, um die Feierwütigen in

Stimmung zu bringen. Die Live-

Auftritte enden in den Gaststätten

und Bars um 1 Uhr, wobei im Moritz,

Lagerhaus und Schlabber Five

mit DJ-Sound bis tief in die Nacht

gefeiert wird.

tis

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Partytreff, Bus-Shuttle

und zwei neue Locations

Auch diesmal gibt es am Marienplatz

den Partygängertreff, wo sich

Musik-Fans die ganze Nacht über

das Geschehen informieren können,

etwa, wie viel in den einzelnen

Lokalen los ist. Der kostenlose

Shuttle-Service garantiert wieder

einen entspannten Ortswechsel,

insbesondere zu jenen Locations,

> > > TICKETS ZU GEWINNEN

Der „altlandkreis“ verlost für „Sound in the City“ 3 x 2 Eintrittsgutscheine,

die am Abend der Musiknacht gegen Partybänder eingetauscht

werden können. Senden Sie uns bis 15. September eine

Postkarte mit dem Stichwort „Musiknacht“ an „altlandkreis“, Birkland

40, 86971 Peiting. Oder eine E-Mail an info@altlandkreis.de.

Die Tickets werden per Post zugesandt, daher Absenderadresse nicht

vergessen. Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Alle Infos zur Musiknacht gibt es unter www.soundinthecity.de.

september / oktober 2018 | 57


Kurse und Training bei Sandra Zunterer

Das Pferd ist dein

Spiegel“

Rottenbuch | Persönlichkeitsentwicklung

ist im

Trend. Immer mehr Menschen

möchten mehr aus

sich herausholen, sich

selbst und ihre Grenzen

noch besser kennenlernen

und sich deshalb weiterentwickeln.

Dafür gibt es viele

Möglichkeiten: Coaches,

Pilgerreise, Meditation.

Oder mit Pferden? Sandra

Zunterer aus Rottenbuch

unterrichtet nicht nur Pferde

in Zirkusakrobatik, sondern

zeigt auch vielen Menschen,

wie sie sich mittels

Training mit Pferden persönlich

weiterentwickeln. Zunterer hat die

Trainer-B-Lizenz Leistungssport

der FN, der Deutschen Reiterlichen

Vereinigung. „Das heißt, ich

darf Pferd und Mensch ausbilden“,

erklärt sie. Das Seminar zur Persönlichkeitsentwicklung,

das sie

in Rottenbuch am Schmauzenberg

gibt, trägt den Titel „Das Pferd

ist dein Spiegel". Der Kurs ist für

alle Menschen geeignet, die sich

einerseits selbst erleben, andererseits

erfahren möchten, wie

sie auf anderen wirken. Zunterer

verfolgt dabei eine simple, aber

sehr effektive Taktik: Die Teilnehmer

müssen ohne Hilfestellung die

Pferde dazu bringen, gewisse Aufgaben

zu erledigen. Zum Beispiel

sollen die Tiere einen Fußball in

ein Tor treten, Pylonen oder Tonnen

umwerfen und punktgenau

auf einem Teppich in der Reithalle

stehen bleiben. „Wir bringen den

Menschen dabei kein ‚pferdisch‘

Sandra Zunterer reitet t auch ohne Sattel und Halfter

auf ihren Pferden. Bild: Sabine Grosser, München

bei, sie bekommen also keine

Hilfestellung und müssen selbst

eine Lösung finden", beschreibt

Sandra Zunterer die Herausforderung.

So lernt der Mensch zu

führen und stellt manchmal auch

fest, wo seine Grenzen sind und in

welchen Bereichen er sich

weiterentwickeln kann.

Denn wenn mit zu wenig

Überzeugung oder Selbstvertrauen

an die Aufgabe

rangegangen wird, denken

die Pferde nicht im

Traum daran, sie nach

Plan zu erledigen. „Pferde

sind Herdentiere und wollen

geführt werden."

Durch diese Selbsterkenntnis

sowie das Führen

der Tiere eignet sich der

lf Kurs auch hervorragend

für Führungskräfte. „Denn

eine Führungskraft muss

in der Lage sein, Dinge so zu vermitteln,

dass es für jeden verständlich

ist.“ Heißt: Wenn es ein Pferd

versteht, versteht’s der Mensch

mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit

auch. Darüber hinaus können

Führungskräfte lernen, wie man

Im Kurs „Das D Pferd ist dein Spiegel“ müssen die Teilnehmer die Pferde

dazu bringen, Aufgaben zu erledigen. Hier: Mit den Vorderbeinen im

Ring stehen bleiben.

58 | altlandkreis


motiviert und auch mal auf andere

Lösungsansätze als üblich kommt.

Geeignet ist diese Art von Kursen,

die in der Regel über zwei Tage

gehen, für kleinere Gruppen von

sechs bis zehn Personen.

Heimlich das erste

Pferd gekauft

Die Leidenschaft für Pferde war

bei der in Garmisch-Partenkirchen

geborenen Sandra Zunterer schon

sehr früh da. Bereits als Kind wollte

sie ein eigenes Pferd, bekam

aber nie eins, da ihre Mutter den

Plan nicht wirklich ernst nam. So

hat sie, sobald sie konnte, jeden

möglichen Ferienjob angenommen

und kaufte sich bereits mit 16

Jahren ihr erstes Pferd. Eingeweiht

waren in das Vorhaben nur ihr damaliger

Freund und dessen Vater –

Zunterer versteckte ihren Vierbeiner

namens „My fair Lady“ vor

ihren Eltern in einem selbstgebauten

Stall bei Mittenwald und

versorgte die schwarze Stute ganz

alleine. Nach etlichen Reitstunden

und einigen weiteren Tieren,

kam sie endlich zu ihren jetzigen

Pferden: Diego und Seniorito. Die

Idee zu ihrem heutigen Schaffen

(www.spassmitpferd.de) kam ihr

schließlich während einer einjährigen

Zwangspause, weil Diego

sich einen Griffelbruch zugezogen

hatte und somit an Reiten nicht zu

denken war. „So habe ich ihn einfach

nur beobachtet und mit ihm

gespielt. Dabei habe ich bemerkt,

dass er gefordert werden, Neues

erlernen und richtige Kunststücke

ausprobieren wollte. Tricks und

Lektionen, die ich ihm so nie zugetraut

hätte."

Traumpferdetour ein halbes Jahr

unterwegs." Und auch heute noch

unterrichtet sie Pferde und Menschen

in Zirkuslektionen. Da wird

beispielsweise mit Regenschirm,

Fahnen, Ball und Klappersack geritten.

Die Pferde müssen durch

einen Tunnel reiten und werden

dann mit Bällen und Reifen beworfen.

Das ist nichts Brutales,

das dient nur der Gelassenheit.“

Dabei sind immer mehrere Pferde

in der Halle – und jedes Pferd hat

Angst vor anderen Dingen. „Doch

die Tiere bekommen mehr Sicherheit,

wenn ein Artgenosse in der

gleichen Bahn ist", erklärt die Trainerin.

Reizüberflutung heißt an

dieser Stelle das Zauberwort: „Die

Pferde wissen dann nicht mehr, vor

was sie sich fürchten sollen und

haben am Ende vor nichts Angst.“

Ist die Angst abgelegt, geht es für

die künftigen Zirkuspferde ans

Eingemachte: Sie lernen Kopfschütteln

und Nicken, Küsschen

geben, Zunge herauszustrecken

sowie viele andere spaßige Dinge,

die der Besucher gerne im Zirkus

sieht. Am Ende im sogenannten

Action-Kurs. Hier springen die

Pferde durch eine Papierwand und

werden durch Feuer geritten.

Sogar Menschen mit Angst vor

Pferden bringt Sandra Zunterer

bei, mit den Tieren umzugehen.

„Sie werden langsam an die

Pferde gewöhnt und bekommen

anfangs Hilfestellung von mir, in

dem ich sie aktiv bei den Übungen

begleite", sagt Sandra Zunterer.

Nach und nach verlieren die meisten

Menschen ihre Angst vor den

Tieren, sobald sie sich aneinander

gewöhnt haben. Und genau darauf

liegt auch der Fokus im Rahmen

ihrer Kurse: „Wenn man mit Freude

dabei ist und dran bleibt, stellt

sich der gemeinschaftliche Erfolg

mit dem Pferd mühelos ein.“ Ein

Effekt, der letztlich auf alle Lebensbereiche

übertragbar ist. ww





















Papier-Wand-Springen

und Feuer-Reiten

Vor der Umsetzung ihrer Idee,

entwickelte Sandra Zunterer aus

den Trainings mit Pferden Zirkuslektionen.

„Ich bin auch im Zirkus

aufgetreten und war mit der

september / oktober 2018 | 59


Energieberatung bei der Verbraucherzentrale Bayern

Kompetent & bezahlbar

Peiting | Steigende Energiepreise,

schwindende Ressourcen, Belastungen

für Klima und Umwelt.

Die Forderungen nach einem

sparsameren und effizienteren

Energieeinsatz sind bekannt und

weitestgehend unstrittig. Sobald es

jedoch für jeden Einzelnen an die

Umsetzung geht, wird es kompliziert.

Dabei unterstützen will die

Verbraucherzentrale Bayern, die

allen Verbrauchern kompetenten

und unabhängigen Rat in Energiefragen

anbietet. Das Beste daran:

die Beratung ist hochwertig

und gleichzeitig preisgünstig. Vom

Stromsparen über Wärmedämmung

bis hin zur Heiztechnik, aber

auch bei Themen wie erneuerbare

Energien, Förderprogramme oder

Heizkostenabrechnungen sind die

Energieexperten der Verbraucherzentrale

geeignete Ansprechpartner.

Seit 1978 wird sie vom Bundesministerium

für Wirtschaft und

Energie gefördert. In bundesweit

über 750 Einrichtungen engagieren

sich rund 550 Architekten, Ingenieure

und andere Experten für die

Energieberatung der Verbraucherzentrale.

Einer dieser Experten

ist Wolfgang Haas, seit 2006 als

Energieberater tätig. Zunächst nebenberuflich,

seit 2009 in Vollzeit

und seit 2014 unter anderem für

die Verbraucherzentrale an ihrem

Standort in Peiting. Ursprünglich

kommt Haas aus dem Elektrotechnikbereich,

leitet ein Ingenieurbüro

für Energieberatung in Peißenberg

und hat sämtliche Zusatzausbildungen,

um Fördermittel beantragen

zu dürfen.

Stationäre Beratung

und Checks vor Ort

Das Angebot der Verbraucherzentrale

gliedert sich grob in zwei

Bereiche: Einerseits die stationäre

Beratung, auf der anderen Seite

die Beratung vor Ort, also am Objekt.

Die stationäre Beratung erfolgt

in Form einer wöchentlichen

Sprechstunde an einem festen

Platz. In Peiting etwa im Bauamt

(Hauptplatz 4), wo Wolfgang Haas

jeden ersten Donnerstag im Monat

von 13.30 bis 18 Uhr anzutreffen ist,

wobei eine vorherige telefonische

Anmeldung nötig ist. „Die stationäre

Beratung ist zum Klären von

Grundsatzfragen absolut ideal“,

sagt Wolfgang Haas. Und mit 7,50

Euro für eine dreiviertel Stunde

ausführlicher Einzelberatung zudem

bezahlbar. Bei den Energie-

Checks vor Ort hingegen analysiert

der Energieberater die Situation

fachmännisch und arbeitet passende

Verbesserungen aus. „Rund

vier Wochen nach dem Termin

erhalten die Ratsuchenden einen

vier- bis fünfseitigen Bericht über

den Ist-Zustand samt Verbesse-

60 | altlandkreis


Solar-Checks gehören

zum Leistungsspektrum

der Energieberatung.

rungsvorschlägen“, erklärt Haas.

Der Basis-Check, für Haus- und

Wohnungseigentümer geeignet,

dauert rund eine Stunde und kostet

zehn Euro. Für zwei Stunden

Gebäude-Check sind 20 Euro zu

entrichten, für Heiz- und Solarwärme-Check

je 40 Euro. Ebenso

viel kostet der Detail-Check, bei

dem ein spezifisches Energieproblem

geklärt wird, wie etwa Schimmelbefall.

Einsparpotential in

sämtlichen Bereichen

„60 bis 70 Prozent der Heizkostenabrechnungen

wären sicherlich

anfechtbar“, sagt Wolfgang Haas.

Dennoch sei dies in ländlichen Gegenden

eher ein untergeordnetes

Thema, „weil die Wohnstruktur

anders ist, viele in ihrem Eigenheim

wohnen und es nicht so

viele Mieteinheiten gibt wie etwa

in München, wo sich die Berater

hauptsächlich mit genau der Problematik

rumschlagen“. Dennoch

ist auch er auf Heizkostenabrechnungen

vorbereitet, wirft im

Rahmen eines Beratungstermins

gerne einen Blick darauf. Weitaus

öfter suchen ihn jedoch Menschen

auf, die sich im Vorfeld eines

Neu- oder Umbaus informieren

möchten und Unterstützung benötigen.

Beim Heiz-Check, natürlich

vorrangig im Winter angefragt,

hängt Haas einen Datenlogger an

die Heizung und nimmt über 24

Stunden deren Funktionstüchtigkeit

auf. „Wir nennen es das EKG

der Heizung. Es gibt Aufschluss

über die Effizienz, so dass wir

individuelles Einsparpotential erkennen.“

Rund 100 Beratungen

pro Jahr nimmt Wolfgang Haas im

Rahmen seiner Tätigkeit bei der

Verbraucherzentrale vor. „Die Einstiegsschwelle

ist äußerst gering“,

so Haas über einen der Vorteile

einer Beratung bei der Verbraucherzentrale.

„Gerade beim Thema Heizung

liegt viel im Argen. Ich würde sagen,

dass 70 bis 80 Prozent der

Heizungen, auch neu eingebaute,

nicht optimal funktionieren. Mit

den 24-Stunden-Messungen kann

man ganz viel rausholen – bis

zu 30 Prozent einsparen“, meint

Haas. Führt man sich das am Beispiel

eines 3000-Liter-Öl-Tanks

und einem Literpreis von rund 70

Cent vor Augen, entspräche das einer

jährlichen Ersparnis von weit

über 600 Euro. „Auch bei Solaranlagen

ist es mitunter ernüchternd.

Ich habe schon erlebt, dass gar

keine Solarflüssigkeit drin war, die

Anlage also nie funktioniert hat.“

Solche extremen Beispiele sind

sicherlich die Ausnahme, dennoch

gibt es viel Potential in Sachen

sparsamerer und effizienterer

Energieeinsatz. „Ich bin absolut

überzeugt vom Konzept der Verbraucherzentrale,

deshalb mache

ich es auch gerne“, so Wolfgang

Haas.

Vom Angebot kann sich jeder

selbst überzeugen – einfach telefonisch

einen Termin vereinbaren

unter 0800 / 809802400.

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Landtag, 14. Oktober:

Anders wählen,

Enders wählen

Krankenschwester Susann Enders,

Landtagskandidatin der Freien

Wähler, will kleine Kranken-


notstand lindern und den

ländlichen Raum stärken.

Was läuft schief in der Gesundheitspolitik,

was wollen Sie ändern?

Enders: Aktuell liegt der Fokus nur auf Rentabilität.

Wir brauchen aber eine lobbyfreie

Gesundheitspolitik, die sich nur am Patientenwohl

orientiert. Die medizinische Grundversorgung

ist eine Hauptaufgabe der Kommunen,



Enders:

ser bezahlen, deren Arbeitsbedingungen und

gesellschaftliches Ansehen verbessern. Der

„Import“ ausländischer Kräfte hilft da nicht.

Den ländlichen Raum fördern, bedeutet...?

Enders: Barrierefreiheit für Alle in allen Bereichen,

Tradition & Brauchtum bewahren,

Förderung dezentraler Lösungen bei erneuerbarer

Energie, die bäuerliche Landwirtschaft

stärken, gute medizinische Grundversorgung

vor Ort... Dafür bitte ich um Ihre Stimme!

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september / oktober 2018 | 61

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Wohnzimmerkonzert mit „Monobo Son“

Live-Musik zum Anfassen

in der Käsküche

So geht Holzbau heute

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Besuchen Sie uns in der

Niederlassung Eresing

und erleben Sie das ange-



Bernbeuren | Normalerweise

schafft die Bühne eine gewisse

räumliche Distanz zwischen Künstlern

und Publikum. Nicht so bei

einem Wohnzimmerkonzert, dem

Live-Musik-Erlebnis der besonderen

Art, mittlerweile durchaus

bekannt aus dem einen oder anderen

Fernsehformat. So nah dran

ist man bei einem Konzert eher

selten, auf Tuchfühlung mit der

Band, wenn man so will. Dazu in

entspanntem Ambiente den Klängen

lauschen, im Takt mitwippen

oder gar mitsingen. Die Käsküche

in Bernbeuren veranstaltet, nach

der erfolgreichen Premiere mit

den Oberammergauern „Kofelgschroa“

vor rund zwei Jahren,

nun ihr nächstes Wohnzimmerkonzert:

Am Dienstag, 2. Oktober,

„Monobo Son“ sind am 2.10. in der Käsküche zu

Gast. Dann wird es ähnlich kuschelig wie hier

bei „Kofelgschroa“.

wird ab 20 Uhr „Monobo Son“ zu

Gast sein. „Der Reiz des Abends

ist, dass es mit nur rund 120 Besuchern

in einer besonderen Atmosphäre

stattfindet“, versprechen

die Veranstalter Sarah und Michael

Schilling von der Käsküche.

Frische Genre-Mixtur und

liebevolle Erzählungen

„Monobo Son“, das ist die Band

rund um Sänger Manuel Winbeck,

auch bekannt als Posaunist

der vielleicht aktuell bekanntesten

bayerischen Heimatsound-Band

„La Brass Band“. Nach einem Jahr

Bühnenpause zeigt sich „Monobo

Son“ mit neuem Bandmitglied und

einer extrem frischen Mixtur aus

Hip Hop, Blasmusik, Folkrock, Latin-Grooves,

Pop und einem besonderen

Gespür für liebevolle Erzählungen

von einer neuen Seite. Trotz

aller Veränderungen ist „Monobo

Son“ eines geblieben: eine herausragende

Live-Band. Tickets gibt

es im Vorverkauf (www.love-yourartist.de/de/unterhaltungsreederei/)

für 16,50 Euro oder direkt per

Mail über die Käseküche (mail@

kaeskueche-bernbeuren.de). An

der Abendkasse – soweit noch

vorhandenfür 18 Euro. Schnell

zuschlagen lohnt sich, schließlich

dürfte das Kontingent angesichts

von 120 Plätzen rasch ausgeschöpft

sein. Für 2019 haben die Käsküche-

Inhaber übrigens bereits weitere

Events in Planung – selbstverständlich

dann ebenfalls in einzigartiger

Wohnzimmer-Atmosphäre. tis

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62 | altlandkreis


KARTEN ZU GEWINNEN

Der „altlandkreis“ verlost 2 x 2 Karten für das

Wohnzimmerkonzert von „Monobo Son“ in der

Käsküche Bernbeuren.

Wer diese gewinnen möchte, schickt bis 15.

September eine Postkarte mit dem Stichwort

„Wohnzimmer“ an „altlandkreis“, Birkland 40,

86971 Peiting. Oder eine E-Mail an info@altlandkreis.de.

Bitte Absenderadresse nicht vergessen,

da die Tickets per Post zugesandt werden. Wie

immer entscheidet das Los, der Rechtsweg ist

ausgeschlossen.

Wir wünschen allen Teilnehmern viel Erfolg!

Armin Haf

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september / oktober 2018 | 63


Freistaat zeichnet Marktgemeinde aus

Peiting – ein Ort für Genießer

Peiting | Die Marktgemeinde Peiting

ist vom Freistaat Bayern zum

Genussort ausgezeichnet worden.

Angestoßen und federführend

durchgeführt wurde die Aktion

vom Bayerischen Staatsministerium

für Ernährung, Landwirtschaft

und Forsten. Ziel der Aktion:

Allen Ortschaften Bayerns

die Möglichkeit eröffnen, auf

dorfeigene Stärken, Qualitäten

und Alleinstellungsmerkmale öffentlichkeitswirksam

hinzuweisen.

Praktisch umgesetzt wurde die

Aktion mit einem 22 Seiten starken

Bewerbungskatalog, den jede

freiwillig teilnehmende Gemeinde

bestmöglich auszufüllen hatte.

Gefragt waren neben den standardmäßigen

Ortsangaben wie

Lage, Fläche und Einwohnerzahl

unter anderem Aspekte wie kulinarischer

Stellenwert, Wandermöglichkeiten,

landwirtschaftliche

Produktionsbedingungen sowie

regionale Selbstvermarktung. Bewertet

wurden die Bewerbungsunterlagen

der Dörfer und Städte

von einer fachkundigen, 16-köpfigen

Jury aus den Bereichen Kultur,

Kirche, Wissenschaft, Tourismus,

Gastronomie, Landwirtschaft, Lebensmittel,

Handwerk, Verbraucherschutz

und Medien. Letztlich

wurden unter allen Teilnehmern

bayernweit nur 100 Ortschaften

mit dem Titel „Genussort“ ausgezeichnet.

Selbstvermarktung

größter Pluspunkt

Aus dem Regierungsbezirk Oberbayern

wurden nur sieben Gemeinden

zum „Genussort“ ausgezeichnet,

darunter auch Murnau

und Ettal. Aus dem Landkreis

64 | altlandkreis

Lebensmittel-Reichtum: Peiting hat mit Bäckerei, Metzgerei, Gärtnerei,

Käserei, Fischerei und Brauerei jede Menge regionale, selbsterzeugte

und selbstvermarktete Produkte zu bieten. Auch dank Herzogsägmühle.

Weilheim-Schongau einzig und

allein die Peitinger, die im Punktesystem

über das Bewerbungsverfahren

generell sehr stark

abgeschnitten haben – 460 von

insgesamt 500 Punkten wurden

erreicht. Und zwar nicht, weil Peiting

in einer Sache sich abhebt

von allen anderen Gemeinden,

sondern weil das Gesamtsystem

des Ortes in sich stimmig ist.

Und weil Herzogsägmühle als

Teil der Marktgemeinde ein einzigartiges

Vorzeigebeispiel für

regionale Selbstvermarktung ist.

Zum Beispiel die dortige Gärtnerei

bepflanzt, bewirtschaftet und

verkauft alles aus eigener Hand.

Gleiches gilt für Landwirtschaft in

Herzogsägmühle, bekannt für die

Zucht und Schlachtung von Angusrindern,

deren Fleischprodukte im

dorfeigenen Mühlenmarkt über

die Ladentheke gehen. Doch auch

die Peitinger Landwirte, Gastronomen

und Gewerbetreibenden

außerhalb von Herzogsägmühle

hatten großen Anteil an der Genussort-Auszeichnung.

Peitinger Rezepte

in Italien präsentiert

Selbstgemachter Heumilchkäse

von Familie Schelle im Weinland,

dorfeigene Backrezepte aus „Peiting

backt“, Brote der Bäckerei

Sesar, die mit Roggen vom benachbarten

Bio-Bauer Ressle

aus Schongau gebacken werden,

selbstgebrautes Bier der Brauerei

Sparifankerl, regelmäßige Reisen

in die italienische Partnerstadt

Calvi, wo die Peitinger mit

Kochen, Backen und Musizieren

die bayerische Kultur im Ausland

repräsentieren sowie vieles mehr.

Letztlich haben sich am Projekt

„Genussort“ mehr als ein Dutzend

Peitinger beteiligt, um den Obrigkeiten

des Freistaates zu zeigen:

Peiting kann was, Peiting hat viel

zu bieten.

„Den Leuten zeigen,

was es hier gibt“

Und kann nun in einem Atemzug

mit großen Städten wie Deggendorf

oder Nürnberg genannt

werden, die ebenfalls am Bewerb

teilgenommen haben. Mit am

Interessantesten sind sicherlich

Dorfprojekte wie das im oberfränkischen

Kleintettau, wo durch

Abwärme subtropische und tropische

Früchte, Gemüsesorten und

Gewürze in zertifizierter Bioqualität

angebaut werden – ein europaweit

einzigartiges Pilotprojekt.

Was der Marktgemeinde selbst

diese Auszeichnung, von schickem

Pokal und schicker Urkunde mal

abgesehen, nun bringt? „Schon

eine ganze Menge“, sagt Andrea

Deibler von der Tourist-Information.

„Mit dieser Auszeichnung

haben wir nun etwas Festes in der

Hand, womit wir über Werbung

und mithilfe der lokalen Presse

den Leuten da draußen zeigen

können, was wir als Gemeinde

wirklich zu bieten haben.“ Deibler

ist sich sicher, „dass sehr viele

Menschen, sowohl Einheimische

als auch Bürger aus den umliegenden

Gemeinden, nicht wissen,

welche Produktvielfalt aus dorfeigener

Hand hier herrscht.“ js


Wir, das Team der Business Unit Power Systems am Standort Altenstadt, stehen für die Entwicklung und Herstellung von elektrischen Energieversorgungssystemen,

die wir als Systemlieferant den individuellen Kundenwünschen anpassen. Wir arbeiten gemeinsam als engagiertes Team in einem hochmodernen

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september / oktober 2018 | 65


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> > > DAS MAKING-OF DER ROTEN COUCH

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Schongau | Für das Fotoshooting mit

Künstler Charly Walter haben wir die Rote

Couch auf den über Schongau liegenden

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Telefon: 08869 / 91 22-16

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Mail: info@altlandkreis.de

Stand bei Drucklegung im August 2018.

Änderungen und Fehler vorbehalten.

Auflage: 28000 Exemplare

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine

Erscheinungsgewähr übernommen.

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe November / Dezember

2018: Freitag, 26. Oktober 2018 (Anzeigenschluss: 8. Oktober 2018)

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine

Erscheinungsgewähr übernommen.

Herausgeber: Peter Ostenrieder

Redaktion: Johannes Schelle, Tim Schmid, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Rosi Geiger, Wennaël Würmli

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler, Tim Schmid, Johannes Schelle

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock,

Irmgard Gruber, Jeannine Echtler

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, Martin-Moser-Str. 23, 84503 Altötting

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8, 82362 Weilheim

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung

an alle Haushalte im Altlandkreis Schongau und einzelnen

angrenzenden Gemeinden

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie Erscheinungstermine

und weitere technische Angaben finden Sie auf unserer

Webseite www.altlandkreis.de.

Fotos: C. Bredschneijder/Trachtenverein Reichling, Johann Jilka, Johannes

Schelle, Peter Ostenrieder, Tim Schmid, Kurt Zarbock, Jeannine Echtler,

Rosi Geiger, Stefan Zech, Ernst Gamperl, ept GmbH, Eirenschmalz

Unternehmensgruppe, David Schmoldt, Gemeinde Rottenbuch, Renate

Dodell, Helmut Bernhardt, Tourist-Info Peiting, Gut Achberg/Florian Pfütze,

Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau, Mehrgenerationenhaus Weilheim,

wikipedia/Andreas Steinhoff, BSE-pictures, Autohaus Hintermeyer,

Motorrad Hintermeyer, Christian Lindner, Ronny Grubart, KD Busch/

compamedia, Spenglerei Hein, Christine Horber, www.mrhill.de, Sabine

Zunterer, Sabine Grosser München, Energieberatung der Verbraucherzentrale,

caifa/shutterstock, Pavel Vakhrushev/shutterstock, Felix Pitscheneder,

Michael Schilling, Maschinenring Oberland, Engel & Paric, Blutspendedienst

BRK, ifb/Stefan Schütz, fotolia

66 | altlandkreis


DAS ALTLANDKREIS-HEIMATRÄTSEL

Im Lech stehende

Mauern

Altlandkreis | Der Lech ist 256 Kilometer

lang. Er entspringt auf

1 840 Metern Höhe im österreichischen

Vorarlberg und fließt durch

die Täler Tirols Richtung Bayern.

Vorbei an Füssen, Schwangau

und Roßhaupten schlängelt er

sich dank einiger großer Kurven

regelrecht durch den Schongauer

Altlandkreis hindurch – und

damit durch unser Verteilgebiet,

das vom Lech betrachtet südlich

von Prem beginnt, und nordöstlich

von Denklingen aufhört.

Weiter Richtung Landsberg und

Augsburg mündet er bei Rain in

die Donau, die wiederum ins

Schwarze Meer fließt.

Somit ist der Lech nach

Inn (283 km) und Isar

(295 km) der drittlängste Nebenfluss

der Donau.

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts galt

der Lech als Wildfluss, der wertvollen

Lebensraum für zahlreiche

Tiere und Pflanzen bot. Heute erinnern

überwiegend der Tiroler

Teil sowie wenige ausgewiesene

Naturschutzflächen in Bayern und

Schwaben an die Ursprünglichkeit

des Flusses.

24 Stauseen und die damit verbundenen

Staumauern, auch

Wehre genannt, verhindern nicht

nur die Wanderungen artenbedrohter

Fische, sondern auch den

Austausch wertvoller Biotope. Ob

die Stromgewinnung durch Wasserkraft

tatsächlich wertvoller ist

als die wilde Natur? Darüber werden

Naturschützer, Vertreter der

Wirtschaft sowie Politiker sicherlich

noch sehr häufig streiten. Fakt

ist: Auch im Altlandkreis ist der

Lech heute geprägt von zahlreichen

Staumauern. Passend dazu

möchten wir im Rahmen unseres

neuen Heimaträtsels von Ihnen

wissen: Wie viele Lech-Staumauern

befinden sich im Verteilgebiet

des „altlandkreis“?

Schicken Sie uns eine Postkarte

mit der Lösung und dem Stichwort

„Heimaträtsel“ an „altlandkreis“,

Birkland 40, in 86971 Peiting.

Oder eine E-Mail an info@

altlandkreis.de. Zu gewinnen gibt

es wieder fünf Familienkarten für

einen Badeausflug ins Schongauer

Plantsch. Viel Erfolg

js

DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG

Über welchem See befindet sich dieser Steg? Diese

Rätsel-Frage galt es in der Juli / August-Ausgabe

zu beantworten. Aufgrund des eher knapp

gewählten Bildausschnittes sowie wenigen Anhaltspunkten

auf dem Wasser sowie Ufer-Bereich

im Hintergrund war es nicht leicht, den korrekten

See ausfindig zu machen. Trotzdem haben uns

zahlreiche Einsendungen mit der richtigen Lösung

„Grubsee“ erreicht. Die korrekte Antwort

gewusst und obendrein Losglück hatten diesmal

Erna Häuserer (Peiting), Thomas Lenge (Peiting),

Walter Kummer (Peiting), Jasmin Reinsdorf

(Schongau) und Nicole Feiel (Schongau).

Herzlichen Glückwunsch!

september / oktober 2018 | 67


Maschinenring Oberland und sein Aufgabengebiet

Alles für Pferd und Reiter

Englisch und Western

• Pferdedeckenwäsche, Pferdedeckenwaschservice

Reparatur

• Gebrauchte und Reitartikel Reparatur

• Gr. Sortiment Gebrauchte an Pferdefutter Reitartikel

• Pferdegebissverleih

• Top-Marken Großes Sortiment (Spooks, BR, an Pferdefutter

etc.)

68 | altlandkreis

Die Agentur für

Landwirtschaft

Peiting | Im Zuge der Industriealisierung

haben viele hiesige

Landwirte ihre Knechte und Mägde

an die besser zahlenden Mittelständler

verloren. Gleichzeitig

sind damals aber auch die Bauernhöfe

gewachsen – Ställe für

mehr Milchvieh wurden gebaut

und Nutztiere wie das Süddeutsche

Kaltblut endgültig durch immer

größere und immer teurere

Maschinen ersetzt. Den Betrieb

erweitern, neue Maschinen kaufen,

aber gleichzeitig Mitarbeiter

verlieren? Ein für sich stehender

Widerspruch. Aus dieser landwirtschaftlichen

Not heraus wurde 1967

der Maschinenring gegründet,

eine Art Beratungs- und Vermittlungsagentur

für die Bedürfnisse

der Landwirte im Pfaffenwinkel.

Heute besteht der Maschinenring

Oberland mit 8,4 Millionen Euro

Umsatz im Jahr 2017 aus zwei

Sparten und einem Verein. Der

Oberland AG mit 15 Festangestellten

Mitarbeitern in Voll- oder Teilzeit,

Urlaub auf dem Bauernhof

sowie MR Oberland e.V. Nur dass

sich der Zuständigkeitsbereich mit

den kompletten Landkreisen Weilheim-Schongau

und Garmisch-

Partenkirchen im Vergleich zum

Gründungsjahr deutlich vergrößert

hat. Was seither jedoch relativ

gleichgeblieben ist: Die Kernarbeit

des Maschinenrings, die darin besteht,

Landwirten bei Bedarf Betriebshelfer

zu vermitteln. „Rund

70 000 Betriebshelferstunden waren

es vergangenes Jahr, Tendenz

steigend“, sagt Geschäftsführer

Georg Saur. In der Regel immer

dann, wenn ein Landwirt krankheits-

oder urlaubsbedingt länger

ausfällt, oder zu bestimmten

Jahreszeiten besonders viel Arbeit

anfällt. Zum Beispiel in Sachen

Heuernte im Sommer, Holzarbeiten

im Winter sowie Gülle fahren

oder Weidezäune errichten. „Hier

geht es aber auch sehr viel um

soziale und bürokratische Hilfe“,

sagt Saur. Beispiel neue Düngeverordnung,

deren Regelungen

dutzende Seiten und Paragraphen

im klassisch komplizierten Beamtendeutsch

umfasst – selbst Experten

müssen diese drei oder viermal

sehr detailliert lesen, um wenigstens

den Großteil zu verstehen.

Riesiger Pool an

Arbeitern und Maschinen

Aktuell gehören dem Verein des

Maschinenrings Oberland 1 930

Mitglieder an. „Wobei auch Nichtmitglieder

über uns die Möglichkeit

haben, Betriebshelfer oder

anderweitige Hilfe zu bekommen“,

sagt Saur, der das Konzept des insgesamt

sehr weitreichenden und

ganzheitlichen Angebotsspektrum

wie folgt beschreibt: „Im Grunde

sind alle unsere Vereinsmitglieder

sowie alle Festangestellten in der

AG Teil eines großen Pools, auf

den wir in Sachen Betriebshelfer

und Vermittlung von Maschinen

zurückgreifen.“ Um beim Beispiel

neue Düngeverordnung zu bleiben:

Die schreibt für die Zukunft vor,

dass nur noch bodennah geodelt

werden darf. Heißt: Beinahe jeder

Landwirt ist mehr oder weniger

gezwungen, ein neues Güllefass zu

kaufen, was bei rund 60 000 Euro

eine unfassbar große Investition

wäre. Der Maschinenring versucht

nun finanziell zu entlasten, indem

er zwei, drei verschiedene Betriebe

an einen Tisch holt und mittels

klaren Regelungen es schafft, dass

diese Betriebe fortan gemeinsam

die gleichen Maschinen nutzen.

„Wichtig ist an dieser Stelle, dass

die Landwirte menschlich gut zusammenpassen,

gleichzeitig die

Höfe in der Größe unterschiedlich

sind.“ Intensiver Großbetrieb und


Familienberatung schützt vor Generationenkonflikten.

beschaulicher Nebenbetrieb – eine

meist ideale Kombination. Dieses

Teilen großer Maschinen ist generell

ein immer stärker aufkommender

Trend. Landwirtschaftliche

Lohnunternehmen, die mit ihren

Maschinen für mehrere Landwirte

arbeiten und auch vom Maschinenring

sehr stark eingebunden

werden, gibt es auch hier in der

Region immer mehr.

Wie soll der Hof künftig

geführt werden?

Ein weiteres wichtiges Tätigkeitsfeld

des Maschinenrings Oberland

ist die Unternehmensberatung. Es

geht um Entwicklungskonzepte für

sinnvolle und effektive Erweiterungen

oder Modernisierungen eines

landwirtschaftlichen Betriebes. Es

geht um Optimierung der Arbeitsprozesse,

um Kosten nachhaltig

zu senken. Und es geht um Familienberatung,

die in Saurs Augen

„leider in sehr vielen Fällen viel

zu spät angenommen wird“. Gemeint

ist unter anderem das sehr

häufige Problem, dass Senior und

Junior aufgrund unterschiedlicher

Ansichten zerstritten sind, teilweise

über Jahre hinweg kein Wort

miteinander reden. „Oder oft ist

es so, dass die Altbäuerin mit der

eingeheirateten Jungbäuerin nicht

klarkommt.“ Eifersucht, Neid –

auf Familienbetrieben, auf denen

mehrere Generationen unter einem

Dach wohnen, menschelt es

gewaltig. „Deshalb ist es von größter

Wichtigkeit, sich rechtzeitig,

also weit vor der Hofübergabe, Gedanken

zu machen, wie der Betrieb

in Zukunft geführt werden soll und

wer welche Aufgaben übernimmt.“

Alte Strukturen aufbrechen? „Gar

nicht so leicht, wenn Altbauer und

-bäuerin oft 30 oder 40 Jahre nach

ihrem besten Gewissen gearbeitet

haben, im Grunde ihr ganzes Leben

in die Landwirtschaft investiert haben,

und dann die Jungen plötzlich

alles oder zumindest vieles anders

machen möchten.“ Hier helfe nur

ein offenes, intensives Gespräch

mit allen Betroffenen am gleichen

runden Tisch, um die Rollen

zeitgemäß neu zu verteilen sowie

Wünsche und Bedürfnisse unterschiedlicher

Generationen unter

> > > TAG DER OFFENEN TÜR

einen Hut zu bringen. Schließlich

gehe es um wertvolle Existenzen –

nicht selten ist die Problematik des

Höfesterbens eng umwoben mit

einem handfesten Generationenkonflikt,

weniger mit mangelnder

wirtschaftlicher Perspektive.

Urlaub auf dem

Bauernhof boomt

Schließlich gibt es dutzende

Möglichkeiten, sich neben dem

alltäglichen Betrieb gutes Geld

dazuzuverdienen. Sei es als Subunternehmer

im gewerblichen

Bereich durch die Maschinenring

Oberland AG. Als Betriebshelfer

über den Maschinenring, über den

übrigens dank Massenbestellungen

von zum Beispiel Diesel für

Traktoren oder Silomais als Futtermittel

auch kostengünstig eingekauft

werden kann als Mitglied.

Oder mittels Ferienwohnung. Um

Urlaub auf dem Bauernhof kümmert

sich Sylvia Neumeier. Sie

spricht von aktuell 250 Betrieben

im kompletten Oberland, die sich

an diesem Projekt beteiligen – und

zwar erfolgreich: „Urlaub auf dem

Bauernhof boomt, weil einerseits

aufgrund Terror und politischer

Unruhen viele nicht wegfliegen,

gleichzeitig ein Trend zurück zur

Natur und zur Regionalität immer

stärker zu verspüren ist.“ Die Ferien

zwischen Milchkuh, Gebirge

und herrlichen Badeseen einen

idealerweise beide Bedürfnisse –

und füllen die Ferienwohnungen

hiesiger Landwirte.

js

Am Freitag, 7. September, laden der Maschinenring Oberland, die

Waldbauvereinigung Schongau sowie Urlaub auf dem Bauernhof

zwischen 9 und 16 Uhr alle Interessierten zum Tag der offenen

Tür in die Zentrale am Hauptplatz 12 in Peiting ein. Geboten sind

Führungen durch die neuen Büroräume, Aktionen für Kinder sowie

diverse Infos rund um die Arbeit des Maschinenrings. Parallel

findet draußen auf der Straße der Peitinger Bauernmarkt mit regionalen

und überregionalen Schmankerln statt.

september / oktober 2018 | 69


Berufliches Schulzentrum Schongau

Von Kinderpflege bis

Elektrotechnik

Schongau | Einen Mix an Ausbildungswegen

bietet das berufliche

Schulzentrum Schongau an. Mehr

als die Hälfte der Schüler absolviert

eine kaufmännische Ausbildung,

die überwiegend Mädchen

anstreben. Dagegen ist der Bereich

der Elektrotechnik mehr bubenlastig.

Außerdem können Jugendliche

an den Berufsfachschulen

einen Abschluss in Kinderpflege,

Ernährung und Versorgung, Sozialpflege

oder als kaufmännischer

Assistent erlangen. Und es gibt

die Berufsintegrationsklassen sowie

die Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz,

die in Schongau

mit intensiver Betreuung beschult

werden. So sind nicht nur die

Lerninhalte an der Schule sehr

unterschiedlich – auch die Schüler

sind in Sachen Geschlechter, Religionen

und Vorbildungen bunt

gemischt. „Wir sind es gewohnt,

mit heterogenen Situationen umzugehen“,

sagt Schulleiter Thomas

Schütz über diesen „Mix“.

Berufsschule

existiert seit 1867

Fachliche Ausbildung neben der

Praxis hat in Schongau eine lange

Tradition. Schon im Jahr 1867 wurde

eine gewerbliche Fortbildungsschule

gegründet, die damals

noch als Sonntagsschule besucht

wurde. Später gab es an der Karmeliterstraße

eine Verbandsschule

und mit dem Spatenstich 1960

fand die Berufsschule ihre jetzige

Heimat an der Wilhelm-Köhler-

Straße. Zur damaligen Zeit wurden

alle Berufszweige des Landkreises

in Schongau unterrichtet. In den

1990er Jahren erfolgte dann ein

Wandel hin zu Kompetenzzentren.

In Weilheim ist der gewerblichtechnische

Bereich samt Agrarwirtschaft,

während in Schongau

die kaufmännischen Berufe, Elektrotechnik

sowie die Berufsfachschulen

angesiedelt sind. Damit

hat das Schulzentrum auch ein

größeres Einzugsgebiet, das die

Landkreise Weilheim-Schongau,

Landsberg und Garmisch-Partenkirchen

umfasst. „Das duale Ausbildungssystem

erfreut sich nach

wie vor großer Beliebtheit“, stellt

Thomas Schütz fest. Obwohl viele

Jugendliche heutzutage einen

Hochschulabschluss anstreben,

liegen die Zahlen am beruflichen

Schulzentrum Schongau in den

vergangenen zehn Jahren konstant

zwischen 1200 und 1300 Schülern.

Zwar sind die Bankkaufleute

von zwei Klassen pro Jahrgang auf

eine geschrumpft, dafür werden

die Industriekaufleute durch die

zahlreichen großen Wirtschaftsbetriebe

in der Region immer mehr.

„Im Einzelhandel waren wir mal

vierzügig“, bemerkt der stellvertretende

Schulleiter Andreas Streinz

eine weitere Veränderung. Viele

Betriebe finden keine Auszubildenden

und die Abbrüche werden

mehr, sodass hier meist nur noch

zwei Klassen übrigbleiben.

Die Elektrotechniker werden in Praxis und Theorie in sogenannten integrierten

Fachräumen unterrichtet.

Industrie 4.0 ein Thema

der Elektrotechnik

Auch bei den Lerninhalten muss

eine Berufsschule immer am Ball

der wirtschaftlichen Trends sein.

So steht für die Elektroniker eine

70 | altlandkreis


Die Schulleiter Thomas Schütz (rechts) und Andreas Streinz sehen für das

duale Ausbildungssystem positiv in die Zukunft.

Photovoltaikanlage im Hof. Und

im Haus können sämtliche Automatismen

– von der Alarmanlage

über elektrische Rollos bis zur modernsten

Küchentechnik – erarbeitet

werden. Andreas Streinz spricht

auch von der Weiterentwicklung

der Elektrotechnik und Vernetzung

im Sinne von „Industrie 4.0“.

Relativ konstant sind in Schongau

die Schülerzahlen an den Berufsfachschulen.

In zweijährigem

Vollzeitunterricht mit viel Praxisanteil

können die Jugendlichen hier

einen Abschluss zum Kinderpfleger,

Sozialpfleger oder in Ernährung

und Versorgung erlangen.

Für das Schuljahr 2018/19 konnte

kurzfristig eine zweite Kinderpflegeklasse

geschaffen werden, in die

man noch bis Oktober einsteigen

kann. Außerdem ist eine private

Berufsfachschule integriert, die

kaufmännische Assistenten ausbildet.

Das ist hauptsächlich für

Schüler, die noch nicht wissen,

was sie wollen“, nennt Thomas

Schütz die Beweggründe für diese

Fachschüler. Soziale Schwachstellen,

Sprachbarrieren oder geistige

Defizite führen jährlich bis zu 180

Jugendliche in die sogenannten

JoA-Klassen (Jugendliche ohne

Ausbildungsplatz) oder werden in

einem Berufsintegrationsjahr gefördert.

„Wir haben eine Vermittlungsquote

von 80 bis 90 Prozent“,

so Andreas Streinz, der dieses

Berufsintegrationsjahr als vollen

Erfolg bezeichnet. Da die Jugendsozialarbeit

hier sehr gute Dienste

leistet, wünschen sich die beiden

Schulleiter eine Aufstockung von

zwei auf drei halbe Stellen.

Für Mittelschüler bis

Abiturienten

Mit den Mittelschulen der Region

steht das berufliche Schulzentrum

in enger Kooperation, regelmäßig

sind Schüler und Lehrer zu Praktikumstagen

im Austausch. Die

Berufsfachschulen laden jedes

Jahr im März zu einem „Tag der

offenen Tür“ ein und auch an der

Oberlandausstellung präsentiert

sich die Schule. Auf Anregung der

Agentur für Arbeit bemüht sich die

Schulleitung um die Ansiedlung

einer Berufsfachschule für Physiotherapie,

was nach Einschätzung

von Thomas Schütz aber noch

dauern wird. Entwicklungsmöglichkeiten

sehen die beiden Schulleiter

besonders bei den höheren

Bildungsabsolventen, denn das

duale Ausbildungssystem gewinnt

weiter an Attraktivität. „Wir

brauchen Abiturienten, die beispielsweise

einen Elektrotechnik-

Betrieb führen können“, blickt

Thomas Schütz für das berufliche

Schulzentrum optimistisch in die

Zukunft.

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Erleben Sie mit Ihrer ganzen Familie

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Besuchen Sie uns am 15.09.2018 ab

10:00 Uhr in Denklingen.

Für unsere kleinen Besucher haben wir

neben einer Hüpfburg und einem Fahrsimulator

auch ein Glücksrad mit

Tollen t Preisen vorbereitet.

Für das Leibliche Wohl ist natürlich

auch gesorgt .

> > > INFORMATION

Ausbildungsberufe am Beruflichen Schulzentrum Schongau

WIRTSCHAFT:

Bankkaufleute

Kaufleute im Großhandel

Industriekaufleute

Kaufleute für

Büromanagement

Automobilkaufleute

Einzelhandelskaufleute

ELEKTROTECHNIK:

Grundstufe

Elektroniker Betriebstechnik

Elektroniker

Energie-/Gebäudetechnik

BERUFSFACHSCHULEN:

Berufsfachschule für

Ernährung und Versorgung

Berufsfachschule für Kinderpflege

Berufsfachschule für Sozialpflege

Berufsfachschule für

kaufmännische Assistenten

JoA-Klassen

Berufsintegrationsklassen


Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Ihr Autohaus Lensch Team

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september / oktober 2018 | 71


UPM Schongau produziert mit rund 540 Mitarbeitern jährlich bis zu 740.000 Tonnen Rollendruckpapiere und zählt zu den größten Wiederverwertern von

Altpapier weltweit.


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UPM führt die Bio- und Forstindustrie in eine neue und nachhaltige

Zukunft. Unsere Produkte werden aus erneuerbaren

Rohstoffen hergestellt und sind wiederverwertbar. Für unsere

Ausbildungsstellen sind wir stetig auf der Suche nach neuen

Talenten, die unsere Vision teilen und diese mit uns verwirklichen

möchten. UPM – The Biofore Company – www.upm.de.

UPM GmbH, Werk Schongau

Sonja Reichhart

sonja.reichhart@upm.com

Telefon: + 49 8861 213-391

www.upmpaper.de


Trachten Stöger bildet Oberallgäuer aus

Mit Hartnäckigkeit zur

handgemachten Hirschlederhose

Peiting | Die wichtigste Botschaft

an alle Schulabgänger da draußen:

Hartnäckigkeit wird belohnt!

Paradebeispiel hierfür ist die Geschichte

von Daniel Lochbihler, 22,

gelernter Werkzeugmacher aus

Engelbolz, ein 50-Seelen-Dorf

am Fuße des Grünten im tiefsten

Oberallgäu. Als er seine Ausbildung

bei Bosch in Immenstadt

erfolgreich abschließt, lässt er

sich als Lohn für seine erfolgreich

bestandene Gesellenprüfung eine

maßgeschneiderte Hirschlederhose

fertigen – das absolute Nonplusultra

in Sachen Tracht. Was

ihm dabei auffällt: Im kompletten

Allgäu gibt es mittlerweile keinen

hundertprozentigen Säckler mehr.

„Es gibt zwei, die handgemachte

Lederhosen herstellen, aber keine

gelernten Säckler sind“, sagt

er. Hergestellt werden die Lederhosen

aber letztlich in größeren

Produktionsstätten, überwiegend

maschinell.

Abgeschlossene

Ausbildung bei Bosch

Im Rahmen einer Praktikumswoche schaute Säcklermeister Hans Stöger

seinem künftigen Azubi ganz genau auf die Finger.

Lochbihler arbeitet im

4 000-Mann-Betrieb von Bosch

nun als Werkzeugmacher-Geselle

und merkt mit jedem weiteren

Arbeitstag, dass er sich beruflich

gerne verändern, nochmals was

Neues, was komplett anderes

erleben möchte. Als begnadeter

Ziachspieler und Plattler im Trachtenverein

– die komplette Familie

und Verwandtschaft, im Grunde

das komplette Allgäu, ist stark verwurzelt

mit bayerischem Brauchtum

– kommt er auf die zündende

Idee, doch einfach selbst dieses

schier vom Aussterben bedrohte

traditionelle Säcklerhandwerk zu

erlernen. Und, sofern alles nach

Plan läuft, eine „echte“ Säcklerei

in seiner Heimat aufzumachen.

Nur wo? Daniel Lochbihler recherchiert

und recherchiert und muss

feststellen: Einen Säckler-Ausbildungsplatz

zu finden ist nahezu

unmöglich. Er werkelt trotzdem

nebenher in einem Lederatelier

und sucht bayernweit immer weiter

nach möglichen Lehrplätzen.

Irgendwann fällt der Name Stöger,

gleichnamiges Trachtengeschäft

in Peiting. Dort werden nicht nur

originale, maßgeschneiderte und

komplett von Hand gemachte

Hirschlederhosen hergestellt. Dort

wurde bis vor einem Jahr sogar

ein junger Bursche zum Säckler

ausgebildet.

Daniel Lochbiehler macht Nägel

mit Köpfen, um bei den Stögers

zumindest für eine Woche reinzuschnuppern.

Er darf sticken, steppen,

nähen und kommt erstmals

mit diesem so wertvollen, mit

Dorschtran gegerbten Hirschleder

in Berührung. Und er ist hellauf

begeistert von diesem Handwerk,

erfährt darüber hinaus

von Säcklermeister Hans Stöger

und dessen Sohn Simon Stöger,

seit rund einem Jahr ebenfalls

frischgebackener Säckler, wie

die Ausbildung abläuft. Dauer:

Drei Jahre mit Verkürzungsoption

auf zweieinhalb. Ort:

Werkstätte im Meisterbetrieb

sowie blockweise über je zwei

bis drei Wochen Berufsschule

mit Wohnheimübernachtung

im niederbayerischen Mainburg.

Ausbildungsgehalt: Von

545 Euro brutto im ersten Lehrjahr

über 630 Euro im zweiten

bis 730 Euro im dritten. Dass

man als Säckler-Azubi nicht

reich wird, war Daniel Lochbihler

schon vorher bewusst.

Ein sauberer und gerader Scherenschnitt h ist i für das Herstellen einer

handgemachten Hirschlederhose nur eine Grundvoraussetzung.

september / oktober 2018 | 73


Nachhaltige Ausbildung durch

Ausrichtung an technischen

Trends und Marktimpulsen

Dass Trachten Stöger als klassischer

Familienbetrieb mit kleiner

Werkstätte und kleinem Verkauf

nicht schon wieder Platz und Zeit

für einen Lehrling hat, wird Lochbihler

auch mitgeteilt. An dieser

Meinung ändert Hans Stöger auch

nach der Praktikumswoche nichts,

obwohl er schnell bemerkt: „Ehrgeiz,

handwerkliches Geschick sowie

der richtige Blick für Form und

Größe dieses seltenen Handwerks

scheinen zu stimmen.“ Und weil

der junge Oberallgäuer einfach

nicht locker lässt, immer wieder

anruft und höflich darum bittet,

nicht doch eine Chance als Azubi

zu bekommen, wird sein Wunsch

dann doch erhört. „Zwischenmenschlich

passt es auch super

gut, und weil er wirklich sehr ehrgeizig

und geschickt ist, haben wir

uns umentschieden“, sagt Hans

Stöger, der sich bei allem Arbeitspensum

– er und sein Sohn

Simon sind bis Oktober 2019 restlos

ausgebucht in Sachen handgemachte

Hirschlederhosen –

nun freut auf seinen insgesamt

zweiten Säckler-Azubi.

Und Daniel Lochbihler? Der kann

sein Glück kaum fassen. Und den

Simon Stöger absolvierte ebenfalls die Säcklerausbildung. Inzwischen

fertigt er maßgeschneiderte Hirschlederhosen ohne väterliche Hilfe.

Ausbildungsstart kaum erwarten.

Los geht es für ihn am Montag, 3.

September. Ein Tag, „an dem für

mich ein komplett neuer Lebensabschnitt

beginnen wird“. Vom

Dreh- und Fräsmaschine programmieren,

um Flach- und Rundstahl

aufs Hundertsel genau zu bearbeiten,

hin zum Leder ausschneiden,

vernähen und besticken. Aus einer

mit 4 000 Mitarbeitern prallgefüllten

Industrie-Hochburg in einen –

mit Teilzeitkräften – beschaulichen

Vier-Mann-Betrieb in einer nur 16

Quadratmeter großen Werkstätte.

Und erstmals für längere Zeit weg

von Zuhause – unter der Woche

wohnt Lochbihler in einer Ferienwohnung,

fünf Fußminuten von

den Stögers entfernt. Aufgrund

seiner Werkzeugmechaniker-Ausbildung

nimmt er die Lehrzeitverkürzung

auf zweieinhalb Jahre an,

kann auch außerfachliche Berufsschulfächer

wie Deutsch, Religion

und Sozialkunde abwählen, stattdessen

die Zeit für unter anderem

Material-, Werkzeug-, und Fertigungskunde

nutzen. Schließlich

möchte er so schnell wie möglich

Wir, das Team der Business Unit Power Systems am Standort

Altenstadt, stehen für die Entwicklung und Herstellung von elektrischen

Energieversorgungssystemen, die wir als Systemlieferant

den individuellen Kundenwünschen anpassen.

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74 | altlandkreis


in der Lage sein, komplett eigene

Lederhosen von Hand herzustellen.

„Im Grunde bleibt mir auch

gar nichts anderes übrig, weil es

bei bayernweit 20 Säcklern keine

einzige freie Stelle gibt und geben

wird.“ Rund 35 Stunden braucht

ein erfahrener Säckler wie Hans

Stöger für eine maßgeschneiderte

Hirschlederhose, die er — je nach

Machart, Stickereien und Extrawünschen

der Kundenfür 1 100

bis 1 500 Euro verkauft. Ein stolzer

Preis. „Gemessen am Arbeitsaufwand,

Seltenheitswert, dieser

Langlebigkeit und an den Materialkosten

jedoch immer noch zu

niedrig“, sagt Hans Stöger. Denn

die handgemachte und auf Maß

geschneiderte Hirschlederhose —

das sämisch gegerbte Leder beziehen

die Stögers von Gerbereien im

deutschsprachigen Raum, diese

wiederum ihre Ware von riesigen

Hirschzuchtfarmen aus Neuseeland

kaufen — ist nochmals eine

deutliche Stufe besser als maschinell

hergestellte, die für einige

100 Euro günstiger zu haben sind.

Allein die von Hand gemachten

Nähte „sind wesentlich stabiler

und langlebiger“. Nicht umsonst

gilt die Handgemachte als „Gwand

fürs Leben“, die bei anständiger

Pflege sogar mehrere Generationen

problemlos übersteht. Auch

Daniel Lochbihler besitzt ein Erbstück

seines Großvaters — ein

schier unverwüstliches Unikat, das

aussieht wie neu.

js

Unsere Ausbildungsplätze 2019

Jetzt

bewerben!

Als weltweit führender Spezialist für Maschinen zur Blechbearbeitung

entwickeln wir, die Hans Schröder Maschinenbau GmbH, Lösungen für

Industrie und Handwerk. Unsere hochmoderne Fertigung ist ein wichtiger

Schlüssel zum Erfolg. Wir suchen junge Technik begeisterte Menschen mit

Potenzial und Visionen, die sich in unserem Team entwickeln wollen.

Für das Jahr 2019 bieten wir Ihnen folgende Ausbildungsberufe an:

Kaufmann für Büromanagement (w/m)

Feinwerkmechaniker (w/m)

Mechatroniker (w/m)

Elektroniker für Betriebstechnik (w/m)

Fachinformatiker für Systemintegration (w/m)

Simon Stöger zeigt Daniel Lochbihler hl (vorne) das präzise Arbeiten an

einer der leistungsstarken Industrienähmaschinen.

Bewerbungen richten Sie bitte an:

Hans Schröder Maschinenbau GmbH I Feuchten 2 I 82405 Wessobrunn-Forst

Tel.: +49 8809 9220-0 I E-Mail: bewerbung@schroedergroup.eu

www.schroedergroup.eu

september / oktober 2018 | 75


Ausbildung zur Kirchenmalerin und Stuckateurin

„Man muss

kein Picasso sein“

Mit über 800 Mitarbeitern ist ZARGES Europas führender Hersteller von Produkten

der Steigtechnik und Innovations führer wenn es um Verpacken, Transportieren

und Speziallösungen aus Aluminium geht.

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zentralen Anliegen. Erfahrene Ausbilder und ein ausgefeiltes Ausbildungsprogramm

garantieren optimale Bedingungen für unsere Azubis. Durch unsere breite

Produktpalette und unser hoch modernes Fertigungsprogramm bist Du ganz

vorne dabei in einer zukunftsweisenden Branche.

Zum Ausbildungsbeginn 01.09.2019 suchen wir Dich als Nachwuchs in den Ausbildungsberufen

Industriekaufmann (m/w)

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Du bist interessiert? Dann freuen wir uns auf Deine aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen

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ZARGES GmbH | Zargesstraße 7 | 82362 Weilheim | Tel. +49 881 687 237 | www.zarges.com

Peiting | Nach der Hauswirtschaftsschule

wollte Kathi Barnsteiner

sich beruflich nochmals

verändern, etwas anderes lernen.

Nur was? „Ich hatte ehrlich gesagt

keine Ahnung, bis eine Freundin

von mir diese Stellenanzeige im

Kreisboten gelesen hatte.“ Ausbildung

zur Kirchenmalerin und

Stuckateurin? „Das könnte zu mir

passen“, dachte sich die heute

21-jährige Peitingerin. Nach einer

76 | altlandkreis

erfolgreichen Praktikumswoche

bestätigte sich ihr Bauchgefühl.

Noch am selben Wochenende

schrieb sie eine Bewerbung und

bekam auch gleich die Zusage,

um standesgemäß zum 1. September

(2015) bei Engel & Paric

in Wessobrunn anzufangen.

Barnsteiner könnte als gelernte

Hauswirtschafterin von drei auf

zweieinhalb Lehrjahre verkürzen.

„Wollte ich aber nicht, weil ich vor

allem im Handwerklichen bis dato

noch nie richtig gearbeitet habe,

deshalb die volle Lehrzeit nutzen

wollte.“ Arbeit und Berufsschule

erfolgen im blockweisen Wechsel.

„Meistens drei bis vier Monate im

Betrieb.“ Dann für drei Wochen

am Stück Theorie und handwerkliche

Techniken in einer Klasse,

die es für diesen seltenen Beruf

deutschlandweit nur ein einziges

Mal gibt: An der Berufsschule für

Farbe und Gestaltung in München,

„womit ich aus geographischer

Sicht großes Glück gehabt habe“.

Ihre Mitschüler kommen aus beinahe

allen Bundesländern, sogar

bis aus Hamburg. Neben den angehenden

Kirchenmalern besetzen

das Klassenzimmer auch Vergolder

und Wachszieher. Einige

kommen im Wohnheim der Schule

unter. Barnsteiner übernachtet

bei in der Landehauptstadt lebenden

Freunden oder pendelt. „Das

war eine geniale Erfahrung, so

viele unterschiedliche neue Leute

und Dialekte kennenzulernen.“

Baustellen

in ganz Bayern

Die dreijährige Lehrzeit ist seit

Anfang Juli für Kathi Barnsteiner

vorbei, die Prüfung erfolgreich

bestanden. Und nun? „Möchte ich

auf jeden Fall bei meinem Lehrbetrieb

bleiben, dort arbeiten und

Geld verdienen.“ Schon während

der Ausbildung war Kathi Barnsteiner

mit ihren sechs Kollegen

und den beiden Chefs ständig

dabei auf den Baustellen in Kirchen

und denkmalgeschützten

Häusern. „Learning by doing“, so

das Motto. Unterwegs ist die Firma

Engel & Paric in ganz Bayern,

„weshalb wir meistens von Montag

bis Donnerstag auf Montage

sind und erst am Freitag wieder

nach Hause kommen“. Seit Januar

beispielsweise in Dillingen, wo

Barnsteiner und ihre Kollegen gemeinsam

mit anderen Firmen ein

Großprojekt in Angriff genommen

haben: Die Restaurierung der

Basilika St. Peter. Das Gerüst ist

rund 20 Meter hoch, Schwindelfreiheit

und Trittsicherheit absolute

Grundvoraussetzung. Darüber

hinaus körperliche Fitness. „Viele

meinen, dass Kirchenmaler nur

feine, filigrane Arbeiten machen –

aber das ist bei weitem nicht so.“

Meistens beginnen die Projekte

mit knochenharten Aufgaben wie

das Abschlagen alter Wände, das

Sportlich fit und frei von Höhenangst sollte man als Kirchenmalerin und

Stuckateurin sein. Die Gerüste sind oft 20 Meter hoch.


Den Pinsel vor Augen: Katharina Barnsteiner i überarbeitet b an der Decke

einer katholischen Kirche ein renovierungsbedürftiges Fresko.

in großen Kirchen oft mehrere

Monate andauert. „Kleine Fresken

retuschieren oder vergolden ist

meistens die finale Arbeit“, sagt

Kathi Barnsteiner, die trotz monatelanger

ähnlicher Arbeiten von

einem insgesamt sehr abwechslungsreichen

Job spricht.

Und einem sehr speziellen. Denn

um denkmalgeschützte Gebäude

in ihrem Urzustand zu wahren,

werden jahrhundertealte Techniken,

Werkzeuge und Materialkombinationen

verwendet. „Wir

arbeiten absolut frei von chemisch

hergestellten Farben und Mitteln“,

sagt Barnsteiner. Farben für

die Malerei beispielsweise werden

eigenhändig mittels natürlichen

Pulvern zusammengemischt.

Der wichtigste Grundstoff sei Kalk.

Das Weiß aller Kirchenwände ist

Kalk.“ Als probates Bindemittel

dient beispielsweise Eiweiß. „Natürlich

wäre es einfacher, chemische

Mittel, die es für jeden Zweck

feinabgestimmt gibt, zu kaufen.“

Aber das sei nicht im Sinne eines

Kirchenmalers, nicht im Sinne

des Denkmalschutzes und darüber

hinaus ungesund sowie alles

andere als umweltfreundlich.

Auch Werkzeuge werden im Detail

individuell auf die jeweilige

Aufgabe abgestimmt, wobei die

Ausstattung grob betrachtet relativ

schlicht ist: Kübel, Kalkbürste,

Schwamm, Schleifflies und Pinsel.

Leiter, Lineale, Bleistift, Meterstab

und Klebeband. Und eben Rohstoffe

wie natürliche Farbpigmente,

Kalk und von Stein abgeschlagene

Kreide.

Spaßfaktor

steht über Geld

Wer Kirchenmaler werden möchte,

müsse laut Kathi Barnsteiner

kein Picasso sein. „Weil wir nicht

die sind, die ein Bild malen, sondern

die, die es restaurieren.“ Ein

Gespür sowie der richtige Blick

für Farbe, räumliches Denkvermögen,

eine ruhige Hand, handwerkliches

Geschick, Kraft, Geduld

und Ausdauer sowie künstlerische

Veranlagungen sollten dennoch

vorhanden sein. „Der Rest

ist Handwerk, das man mit viel

Fleiß und Übung lernen kann.“

Reich werde man – wie in den

allermeisten Handwerksberufen –

auch als Kirchenmaler nicht. Warum

Kathi Barnsteiner es trotzdem

macht? „Weil mir der Spaß am

Job wesentlich wichtiger ist als

das Geld.“ Und den hat die junge

Peitingerin an einem der seltensten

Berufe Deutschlands definitiv

gefunden.

js

september / oktober 2018 | 77


Das BiZ bei der Agentur für Arbeit in Weilheim

Weniger Qual

bei der Wahl

Wir bilden dich aus.

Feinwerkmechaniker/-in

Kraftfahrzeugmechatroniker/-in

Metallbauer/-in

Als größter deutscher Hersteller für Forsttechnik umfasst

das Produktprogramm heute neben Forstseilwinden

und Rückeanhängern auch Ladekrane und Forstspezialtraktoren.

Derzeit werden am Produktionsstandort in Rettenbach

im Allgäu rund 140 Mitarbeiter beschäftigt.

www.pfanzelt-maschinenbau.de

78 | altlandkreis

Weilheim-Schongau | Studium oder

Ausbildung? Lieber ein duales Studium

oder in Vollzeit? Oder vielleicht

doch erstmal im Ausland arbeiten?

Eine berufliche Ausbildung

wäre sicherlich nicht schlecht, aber

in welchem Bereich? Es gibt da

aber auch noch ein Freiwilliges Soziales

Jahr – womöglich wäre ja das

etwas? Die Möglichkeiten für junge

Menschen nach bestandenem

Schulabschluss sind heutzutage

schier grenzenlos. Wohl dem, der

angesichts der Fülle an Optionen

den Überblick behält. Oder besser

noch: genau weiß, was er in der

Zukunft tun möchte. Für alle anderen

– und das dürfte zweifelsohne

die Mehrheit sein – hält die Agentur

für Arbeit in Weilheim mittlerweile

seit 1988 das Berufsinformationszentrum

(BiZ) bereit. Hier kann

sich jeder umfassend informieren,

natürlich auch alle, die schon länger

aus der Schule sind und sich

beruflich neu orientieren möchten.

Das BiZ wurde 2014 nach dreimonatiger

Umbauzeit aufwendig saniert,

war es doch ein wenig in die

Jahre gekommen. Es wurde sowohl

an die technischen Entwicklungen

als auch an strategische Neuausrichtungen

in den Berufsausbildungen

angepasst. Darüber hinaus

mussten die grundlegenden Veränderungen

von Informationsangeboten,

Möglichkeiten und Mediennutzungsverhalten

mit einkalkuliert

werden. Ulrike Herz-Steinrötter,

eine von zwei Sachbearbeiterinnen

und bereits seit 1994 im BiZ tätig,

spricht liebevoll von „meinem BiZ“.

Verständlich, schließlich waren

die BiZ-Mitarbeiterinnen am Umbau

maßgeblich beteiligt, durften

selbst gestalten und ließen so ihre

Erfahrungen mit einfließen. Deshalb

sagt Ulrike Herz-Steinrötter

auch mit einem leichten Schmunzeln:

„Kritik kann ich keine äußern,

da bin ich vielleicht die falsche Ansprechpartnerin.

Ich finde es mittlerweile

wirklich optimal.“

Gegliedert in

vier Themeninseln

Generell ist das BiZ für alle, die

vor einer beruflichen Entscheidung

stehen, sich über Bildung, Beruf

und Arbeitsmarkt informieren

möchten, die richtige Anlaufstation.

Die Räumlichkeiten, die direkt

im Gebäude der Agentur für Arbeit

integriert sind, wurden im Zuge

der Umgestaltung in vier verschiedene

Themeninseln unterteilt. In

einem speziellen Bewerbungsbereich

können sich „Kunden“, wie

Ulrike Herz-Steinrötter Besucher

nennt, professionell auf offene

Stellen bewerben. Es stehen drei

Bewerber-PCs bereit, die allesamt

mit entsprechenden Vorlagen ausgestattet

sind. Man hat zudem die

Möglichkeit, Fotos zu bearbeiten,

Unterlagen einzuscannen, auszudrucken

oder auf einen USB-Stick

zu speichern – wie alles im BiZ völlig

kostenlos. Für Fragen rund um

die Technik, etwa bei Einfügen eines

Fotos, stehen die BiZ-Mitarbeiter

stets mit Rat und Tat zur Seite.

Ulrike Herz-Steinrötter betont allerdings:

„Natürlich schreiben nicht

wir die Bewerbung.“ Neben den

PCs steht zudem ein Arbeitgebertelefon

für einzelne Anrufe oder auch

Telefoninterviews zur Verfügung.

Eine weitere Insel behandelt die

Themen „Ausbildung und Studium“

und richtet sich vorwiegend

an Schulabgänger. Die Medien

dieser Insel helfen bei der Berufswahl,

egal ob nach der Schule eine

2014 wurden die Räumlichkeiten des BiZ

nach dreimonatiger Umbauphase neu eröffnet.


Ulrike Herz-Steinrötter arbeitet bereits

seit 1994 im Weilheimer BiZ.

Ausbildung oder ein Studium angestrebt

wird. Bei einem digitalen

Selbsterkundungstool kann eruiert

werden, wo die eigenen Stärken

und Schwächen liegen und vor allem

in welchen Bereichen die eigenen

Interessen gefragt sind. Im Bereich

der Insel „Arbeit und Beruf“

finden sich hingegen Informationen,

die einen bei der Planung des

Berufslebens unterstützen. Egal ob

Weiterbildung, Arbeitsmarkt- und

Berufsinformationen, Existenzgründung,

Familie und Beruf oder

neue Berufsanforderungen.

Die frühere Themeninsel „Ausland“

wird derzeit in „International“ umbenannt

und ein wenig umgestaltet.

Hintergrund der Umstrukturierung

ist der steigende Bedarf an

Informationen für die Zielgruppe

Menschen aus dem Ausland. So

sollen sowohl Menschen, die aus

dem Ausland nach Deutschland

> > > INFORMATION

Das BiZ in Weilheim ist Montag,

Dienstag und Donnerstag

jeweils von 8.00 bis 16.00 Uhr

geöffnet, Mittwoch und Freitag

von 8.00 bis 12.30 Uhr.

kommen, als auch junge Menschen

in Deutschland, die einen Auslandsaufenthalt

planen, angesprochen

werden.

Digitale Medien und

Online-Angebote

Innerhalb der Themeninseln sind

digitale Medien mit Online-Angeboten

an den Internetarbeitsplätzen

und Printmedien in den

Regalen kombiniert. So kann jeder

das Informationsangebot nutzen,

welches ihm zusagt. Neben den

drei Bewerber-PCs gibt es 32 weitere

internetfähige Computer im

Weilheimer Berufsinformationszentrum.

„Wir sind allerdings kein

Internetcafé“, stellt Ulrike Herz-

Steinrötter fest. Genau deshalb ist

das Surfen auch nur auf bestimmten

Seiten möglich. Will man sich

auf Homepages von potentiellen

Arbeitgebern informieren oder

E-Mails versenden, ist eine kostenfreie

Tageskennung nötig. Um dem

eigenen Bildungsanspruch gerecht

zu werden, veranstaltet das BiZ regelmäßige

Vorträge wie etwa kürzlich

„Existenzgründung“ mit einem

externen Referenten der IHK oder

„Studieren im Ausland“ am 24.

September, der per Skype-Schaltung

von einem Experten der Zentralen

Auslands- und Fachvermittlung

in Bonn gehalten wird. Kleine

Besucher dürfen in der eigens eingerichteten

Kinderspielecke die

Zeit überbrücken, bis sich die

Eltern ausreichend informiert haben.

Auch wenn „man merkt, dass

der Arbeitsmarkt derzeit sehr gut

läuft“, wie Ulrike Herz-Steinrötter

berichtet, sei das BiZ das ganze

Jahr über gut besucht. Insbesondere

Schulklassen, zumeist in ihrem

vorletzten Schuljahr, nutzen das

Angebot regelmäßig und informieren

sich im Klassenverbund. Sicherlich

nicht die schlechteste Idee

angesichts der Vielzahl an Optionen.

Die Qual bei der Berufswahl

ist Dank des BiZ definitiv etwas

weniger.

tis

september / oktober 2018 | 79

WITH QUALITY

TO EXCELLENCE

Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker (m/w)

ab 1. September 2019

Sie lernen bei uns:

• Einrichten von Dreh-/Fräsmaschinen sowie von

Werkzeugen und Vorrichtungen

• Ausrichten und Spannen von Werkzeugen, Werkstücken

und Vorrichtungen an Dreh-/Fräsmaschinen

• Bedienen und Überwachen von Dreh-/Fräsmaschinen

und Bearbeitungszentren

• Erstellen, Eingeben und Optimieren von Programmen

sowie Herstellen der Werkstücke auf computergesteuerten

Werkzeugmaschinen (CNC)

• Prüfen der Werkstücke und Sichern der geforderten

Qualität

• Scharfschleifen, Überwachen und Instandsetzen aller

verwendeten Werkzeuge

Sie bringen mit:

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Ansprechpartner:

Daniela Neubauer

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Interview mit Forstingenieurin Silvia Thien

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Unsere Passion: Die Entwicklung und der Bau komplexer

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Vorabfragen beantworten wir Ihnen gerne unter der

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„Die Buche wird auch in

100 Jahren gut dastehen“

Schwabbruck | Silvia Thien, 27,

ist Forstingenieurin bei der Bayerischen

Forstverwaltung. Mit

Geländewagen, Laptop und Markierungsspray

tourt sie durch insgesamt

acht Gemeinden zwischen

Bernbeuren und Peißenberg,

um die dortigen Wälder ins ökologische

Gleichgewicht zu bringen.

Wir haben mit ihr über die

Bedeutung des Waldes für uns

Menschen, Ausbildungsinhalte,

die Wichtigkeit der Jagd sowie

Auswirkungen des Klimawandels

gesprochen.

Frau Thien, wie wichtig ist der

Wald für uns Menschen?

Sehr wichtig. Für die Luft, das

Wasser, für das ganze ökologische

Gleichgewicht. Außerdem ist er

gerade in der immer stressigeren

Zeit ein idealer Ort der Erholung

für uns Menschen. Und für die

Waldbesitzer ist ihr Wald auch ein

wirtschaftliches Standbein. Und er

verbindet Generationen.

Warum wurden Sie Försterin?

Mein Vater, Stadtförster in Schongau,

hat mich als Kind immer mit

in den Wald genommen und das

Interesse an der Natur stark vorgelebt.

Offenbar hat sich das auf

mich übertragen.

Trotzdem studierten Sie zunächst

Chemie?

Für ein Jahr. Mich faszinieren seit

jeher die Zusammenhänge des

großen Ganzen, also wie unsere

Welt funktioniert. In der Chemie

sind das die Zusammenspiele der

80 | altlandkreis

kleinen Atome, die mich nach wie

vor stark interessieren. Im Wald

dagegen sind es andere extreme

Abläufe und zig verschiedene Faktoren,

die ineinandergreifen, was

mich letztlich noch mehr begeistert.

Wo haben Sie die Ausbildung zur

Forstingenieurin, wie es offiziell

heißt, absolviert?

An der Hochschule in Weihenstephan-Triesdorf

über sieben Semester

bis zum Bachelor. Daran

angeknüpft habe ich eine einjährige

Anwärterzeit fürs Staatsexamen

für den gehobenen technischen

Forstdienst. Die ist notwendig, um

letztlich für die Bayerische Forstverwaltung

arbeiten zu können.

Wie sah das Studium inhaltlich aus?

Neben den theoretischen Fächern

und klassischen Vorlesungen gab

es immer wieder Praxisübungen

draußen im Wald, sowie insgesamt

eineinhalb reine Praxissemester.

Diese Zeit habe ich als Waldarbeiterin

bei der Stadt Landsberg

genutzt, so richtig mit Schnittschutzhose

und Motorsäge – eine

körperlich extrem anstrengende

Arbeit, insbesondere für eine Frau,

die mir aber sehr viel gebracht hat.

Seither weiß ich, was Waldarbeiter

körperlich leisten. Dann war ich für

zwei Monate im Schwarzwald sowie

zweieinhalb Monate im Sägewerk

bei Pröbstl in Asch. Zwischen

Studium und Anwärterzeit habe

ich bei der Stadt Schongau bei der

Sturmholzaufarbeitung gearbeitet

und zwischen Anwärterzeit und

meinem Job jetzt bei dem Säge-

Morgens sitzt Försterin Silvia Thien meistens am PC, um unter anderem

E-Mails zu checken und den Tag durchzuplanen.


werk Ilim Timber Bavaria in Landsberg.

Voraussetzungen und Eigenschaften

fürs Studium zum Forstingenieur?

Mindestens Fachabitur oder eine

abgeschlossene Ausbildung mit

mehrjähriger Berufserfahrung und

einem Empfehlungsschreiben. Darüber

hinaus sollte man stark interessiert

sein an der Natur, am großen

Ganzen, man sollte sportlich

fit sein und vor allem auch gut mit

den Menschen, die mit dem Wald

zu tun haben, umgehen können.

Wo können Förster generell arbeiten?

Zum Beispiel als Revierleiter bei

der Bayerischen Forstverwaltung

oder bei den Bayerischen

Staatsforsten. Aber auch bei den

Waldbesitzervereinigungen, die

privaten Waldbesitzern beim Bewirtschaften

helfen, gibt es Beschäftigungsmöglichkeiten.

Man

kann auch im Sägewerk als Holzeinkäufer

oder in anderen Industriebetrieben

arbeiten, weil man

im Rahmen des Studiums sehr gut

lernt, Zusammenhänge zu verstehen,

Dinge zu organisieren und

auch der kaufmännische Bereich

kommt nicht zu kurz.

Wie begehrt, wie rar gesät sind

Förster-Jobs?

Es gibt überall Wald, deshalb

braucht man auch überall Förster.

Aber im Schnitt halt pro Stadt

oder größerer Gemeinde auch

nur einen. Aber unsere Aufgaben

nehmen eher zu, gerade wenn ich

zum Beispiel an das Thema Waldnaturschutz

denke. Arbeitslos ist

von den ausgebildeten Förstern,

die ich kenne, jedenfalls keiner.

Trotzdem braucht man Glück und

muss zur richtigen Zeit am richtigen

Ort sein.

So wie es bei Ihnen der Fall war?

Kann man so sagen. Ich bin seit

Februar 2017 bei der Bayerischen

Forstverwaltung im Amt für Ernährung,

Landwirtschaft und

Forsten Weilheim angestellt. Dort

bin ich zuständig als Sachbearbeiterin

zur Unterstützung zweier Reviere

im Schongauer Raum, genaugenommen

für acht Gemeinden

von Bernbeuren über Schwabsoien

bis nach Peißenberg. Deshalb

sitze ich auch im Verwaltungsgebäude

in Schongaus Altstadt, bin

sozusagen wieder in der Heimat

angekommen.

Wie sieht Ihr klassischer Arbeitsalltag

aus?

Sehr abwechslungsreich. Meistens

bin ich in der Früh kurz im

Büro, Mails checken und den Tag

durchplanen. Letztlich kann ich

mir meine Arbeit aber relativ gut

selbst einteilen, was auch stark

vom Wetter abhängt. Mein Handy

klingelt zudem sehr oft. Ich

habe viele Beratungstermine mit

Waldbesitzern. Und die acht Gemeindewälder

muss ich natürlich

regelmäßig kontrollieren. Gerade

jetzt im Sommer ist die Borkenkäferkontrolle

sehr entscheidend.

Außerdem gilt es herauszufinden,

wo ich im Herbst und Frühjahr

welche Pflanzen setzen kann. Außerdem

zeichne ich mittels Farbspray

die Baum-Bestände aus, die

durchforstet werden können oder

sollten.

Stichwort Beratung: Die häufi gsten

Fragen?

Wir haben hier in der Gegend

sehr viele kleinstrukturierte Waldflächen.

Wie es hier weitergehen

soll, fragen die meisten Besitzer.

Meine Antwort: Wiederaufforstung

mit Risikostreuung. Sprich,

den Boden anschauen und analysieren,

welche Baumarten dort

gut wachsen können. Aber immer

unter Berücksichtigung der Wünsche

des Waldbesitzers. Letztlich

wollen wir versuchen, einen gesunden

Mischwald zu erzeugen.

Tannen, Buchen, Fichten sind die

wichtigsten Baumarten.









Denn nach der Schulausbildung geht die Karriere weiter !

Die Firmengruppe Kaes ist ein erfolgreiches Handelsunternehmen mit

Sitz im Allgäu. Wir betreiben im südbayerischen Raum eine Filialkette

mit V-Märkten, Mode- und V-Baumärkten.

Wir wachsen weiter und bilden ab sofort

oder für Herbst 2019 in folgenden Ausbildungsberufen

aus:

Kaufmann/-frau im Einzelhandel (verschiedene Bereiche)

Verkäufer/-in (verschiedene Bereiche)

Fachverkäufer/-in für Feinkost (Bereich Fleisch, Wurst, Käse)

Wir bieten:

– Weihnachts- und Urlaubsgeld

– eine umfassende fachliche Ausbildung

– unterstützende, innerbetriebliche Schulungen/Training, E-Learning

– „Learning by doing“ – Aufgaben selbstständig/eigenverantwortlich lösen

– Bereitstellung eines Tablets während der Ausbildung

– Übernahme nach der Ausbildung bei guten Leistungen





BEWIRB

DICH

JETZT!

Bewerben Sie sich bitte online unter www.bewerbung-v-markt.de oder gerne auch schriftlich bei der Firma

Georg Jos. Kaes GmbH, Am Ring 15, 87665 Mauerstetten, z. Hd. Frau Szymanski, E-Mail: ausbildung@v-markt.de

september / oktober 2018 | 81


Wir bilden aus!

Zum 1.9.2019 stellen wir Auszubildende in folgenden Bereichen ein:

• Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik

• 1 Kaufmann/-frau für Büromanagement

info@LKG-elektro.de

www.LKG-elektro.de

82 | altlandkreis

Perfekte Lösungen.

Seit über 60 Jahren arbeiten wir daran,

Ihnen den Alltag etwas komfortabler

zu gestalten. Unzählige zufriedene

Kunden profitieren bereits davon.

Wir sind Ihr zuverlässiger Partner,

wenn für Sie Professionalität und Zuverlässigkeit

unverzichtbar sind!

• Elektrotechnik

• Sicherheitstechnik

• Kundendienst & Beratung

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• Gebäudesystemtechnik (EIB/KNX)

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Licht- und Kraftanlagen GmbH

Weinstr. 7-11 Rudolf-Diesel-Str. 5

Schongau Landsberg

08861 23660 08191 478805

NEUBAU • UMBAU • RENOVIERUNG

Der aktuell geeignetste Baum?

Das kommt immer auf den Standort

an. Aber eine sehr wichtige

Baumart ist: Die Tanne, die im

Klimawandel deutlich besser abschneiden

wird als die Fichte, weil

sie mit der Trockenheit und Hitze

besser klarkommt. Sie wurzelt tief,

wodurch sie robuster gegen Windwurf

ist und gleichzeitig auch länger

Wasser ziehen kann.

Sie sind ständig im Dickicht, deshalb

auch gegen Zeckenbisse geimpft?

Für uns Förster ist es keine Pflicht.

Letztlich muss das jeder für sich

selbst entscheiden. Viele vertragen

Impfungen ja nicht. Aber Zecken

sind in der Tat ein echtes Problem

für uns. Ich habe fast wöchentlich

eine und bin auch dagegen geimpft.

FSME und vor allem Borreliose

können zum echten Problem

werden, vor allem wenn das Ganze

chronisch wird.

Die größten Probleme in hiesigen

Wäldern momentan?

Wir merken den Klimawandel

extrem und müssen die Entwicklungen

sehr sorgfältig im Auge

behalten. Die Bäume, die wir jetzt

ernten, sind vor mindestens 100

Jahren angepflanzt worden. Heißt:

Die Bäume, die wir jetzt setzen,

müssen in 100 oder noch mehr

Jahren hier in der Region noch gut

funktionieren. Wir planen diesbezüglich

so lange voraus wie vermutlich

kein anderer Wirtschaftsbetrieb

auf diesem Planeten.

Wie viel Lotterie steckt in diesen

Vorausplanungen?

Wenig bis gar nicht. Wenn man

die richtigen Baumarten auf den

richtigen Boden setzt, sinnvoll

durchforstet und ein bisschen

Glück hat, kann das auf lange Sicht

sehr gut funktionieren. Die Tanne

aber auch Buche wird in 100 Jahren

sicherlich gut dastehen bei

uns, selbst wenn die Temperaturen

im Schnitt um nochmals zwei,

Eine zentrale Aufgabe für Silvia Thien: Die Bäume mittels Schepser und

geschultem Blick auf Käferbefall untersuchen.

drei Grad höher sind. Wobei wir

inzwischen auf Sonderstandorten

auch schon überlegen, exotischere

Baumarten bei uns anzupflanzen.

Zum Beispiel die Esskastanie, die

aus dem Mittelmeerraum stammt

und sehr gut mit Hitze klarkommt.

Wie wichtig ist Wald generell in Sachen

Klimaschutz?

Bäume und Wälder produzieren

sozusagen als „Abfallstoff“ bei

der Photosynthese Sauerstoff und

binden das Treibhausgas Kohlendioxid

im Holz. Dies ist ein ganz

wichtiger Aspekt beim globalen

Klimaschutz. Darüber hinaus haben

Wälder sehr positive Auswirkungen

auch auf das Regionalund

Lokalklima, gerade in der

Nähe von größeren Siedlungen

oder Städten. Die Temperaturunterschiede

zwischen Wald und

Stadt bewirken einen ständigen

Luftaustausch. Gleichzeitig filtern

Blätter und Nadeln Staub, Ruß

und gasförmige Verunreinigungen

aus der Luft heraus, das Ergebnis

ist eine kühle und gereinigte Luft.

Wälder können auch große Mengen

Wasser speichern, was zum

einen für eine nachhaltige Trinkwasservorsorge,

aber auch für den

Hochwasserschutz bei den zu erwartenden

Extremwetterlagen von

sehr großer Bedeutung ist.

Wie gut vertragen sich momentan

Wald und Wild?

Ich will keinen Wald ohne Wild,

das gehört zum ökologischen

Gleichgewicht schlichtweg dazu.

Alle Tierarten haben eine Berechtigung,

sind sinnvoll. Bei uns sind

die Wälder allerdings oft nicht im

Gleichgewicht, weshalb wir vor

allem wegen des Klimawandels

unsere oft Fichten-lastigen Wälder

unbedingt zu Mischwäldern umbauen

müssen. Hierfür sind die

Tanne und Buche sowie andere

Baumarten sehr wichtig. Die werden

im Gegensatz zur Fichte aber

vom Wild bevorzugt verbissen und

können bei den zum Teil sehr hohen

Wildbeständen dann nicht in

ausreichenden Mengen wachsen.

Heißt: der Wunsch nach mehr guten

Jägern ist groß?

Ganz genau. Wenn die Jagd

stimmt, geht alles andere viel

einfacher. Es heißt nicht umsonst:

Jagd ist Waldbau. Ansonsten dauert

alles länger und kostet viel

mehr Geld.

js


SEPTEMBER/


Veranstaltungskalender

1. September bis 31. Oktober 2018

SA 01.09.

SCHONGAU

9.00 bis 18.00 Uhr

Fleischi's Sportkisten-Cup, Vorbereitungsturnier

der Handballer in

der Lechsporthalle

10.00 bis 16.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der Altstadt-

Passage

PEITING

14.00 bis 16.00 Uhr

Besichtigung der Villa Rustica

WIES

19.00 Uhr

Musik und Wort — Geistliche

Impulse mit festlicher Kirchenmusik

zum Schutzengelfest in der

Wieskirche

LUDENHAUSEN

8.00 Uhr

Flohmarkt im Happerger

SO 02.09.

SCHONGAU

9.00 bis 18.00 Uhr

Fleischi's Sportkisten-Cup, Vorbereitungsturnier

der Handballer in

der Lechsporthalle

14.00 und 16.00 Uhr

Erlebnis Flößerei — mit dem historischen

Fernhandelsfloß auf Fahrt.

Start: Bootshaus. Kosten: 15 € / 10 €

(Kinder). Anmeldung bei der

Tourist-Info unter 08861 / 214-181

SCHWABSOIEN

10.00 Uhr

Waldfest mit der Musikkapelle

Sachsenried am Waldbahnhof

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Sonntagskonzert der Blaskapelle

am Kirchplatz. Bei schlechtem

Wetter im Dorfstadl. Eintritt frei

MO 03.09.

LECHBRUCK

17.00 Uhr

Führung „Land-Lech-Leute“ mit

der Ratschkatl. Treffpunkt am Rathaus.

Anmeldung bis 12 Uhr bei der

Tourist-Info unter 08862 / 987830

BAD BAYERSOIEN

18.00 Uhr

Schautorfstechen beim Torfstich

am Haselbachweg. Teilnahme

kostenlos, nur bei guter Witterung

ROTT

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Volksschule

PEISSENBERG

19.00 bis 21.30 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in der

Bücherei

DI 04.09.

SCHONGAU

14.00 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4 €.

Anmeldungen bei der Tourist-Info

unter 08861 / 214-181

LECHBRUCK

17.00 Uhr

Floßfahrt auf dem Lech. Anmeldung

bei der Tourist-Info unter

08862 / 987830

19.00 Uhr

Alphornblasen auf dem Floß am

Bootshafen

MI 05.09.

BAD BAYERSOIEN

20.30 bis 21.00 Uhr

Weisenblasen am Soier See

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Brotzeitmusi live im Schlossbrauhaus.

Mit Grillabend — all you can

eat. Öffnungszeit Schlossbrauhaus:

14 - 23 Uhr. Siehe Anzeige Seite 87

DO 06.09.

SCHONGAU

16.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz.

Traditioneller Festeinzug mit der

Stadtkapelle und dem Trachtenverein,

anschl. Faßanstich und

Abend der Heimat und Vereine im

Festzelt. Infos auf Seite 46

ALTENSTADT

14.30 bis 16.30 Uhr

Treff für Menschen nach Schlaganfall,

deren Angehörige und

Interessierte im MIZ, Bürgerzentrum.

Infos unter 08861 / 9091583

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Golf-Schnupperkurs Auf der

Gsteig. Infos unter 08862 / 987830

oder 08862 / 987750

17.00 Uhr

Floßfahrt auf dem Lech. Anmeldung

bei der Tourist-Info unter

08862 / 987830

20.00 Uhr

Dämmerschoppen am Musikpavillon

STEINGADEN

17.00 Uhr

Führung durch den Klostergarten

St. Johannes. Anmeldung bis 5.9.

(16.30 Uhr) bei der Tourist-Info.

Kosten: 4 €

BAD BAYERSOIEN

15.30 bis 16.30 Uhr

Vorlesenachmittag für Senioren in

der Bücherei

FR 07.09.

SCHONGAU

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

12.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz. Tag

der Betriebe mit ermäßigtem

Mittagstisch. Großes Musikhöhenfeuerwerk,

Infos auf Seite 46

> > > BLUTSPENDETERMINE IM ALTLANDKREIS

Mo, 3. Sep. 16.00 bis 20.00 Uhr Rott, Volksschule

Di, 11. Sep. 16.00 bis 20.00 Uhr Altenstadt, Grundschule

Mo, 17. Sep. 16.30 bis 20.00 Uhr Lechbruck, Lechhalle

Do, 20. Sep. 17.00 bis 20.00 Uhr Rottenbuch, Gemeindehalle

Do, 27. Sep. 16.30 bis 20.00 Uhr Steingaden, Grundschule

Fr, 28. Sep. 16.00 bis 20.00 Uhr Fuchstal, Mittelschule

16.00 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4 €.

Anmeldungen bei der Tourist-Info

unter 08861 / 214-181

16.00 bis 18.00 Uhr

Treffen der Krebs-Selbsthilfegruppe

im evang. Pfarrheim

PEITING

8.30 bis 12.00 Uhr

Bauernmarkt am Hauptplatz

9.00 bis 16.00 Uhr

Tag der offenen Tür „Grünes Zentrum

in Peiting“ beim Maschinenring

Oberland. Weitere Infos auf

Seite 68 / 69

LECHBRUCK

10.00 Uhr

Führung „Folgen Sie den Spuren

der Flößer“. Treffpunkt am Rathaus.

Anmeldung bis Vortag (16.30

Uhr) unter 08862 / 987830

ROTTENBUCH

8.00 Uhr

Deutschlands größter Kaltblutfohlenmarkt

am Fohlenmarktplatz.

Siehe Seite 21

10.00 Uhr

Führung entlang des Pfaffenwinkler

Milchwegs. Treffpunkt an

der Schönegger Käsealm. Kosten:

5 € / 2,50 € (Kinder). Keine Anmeldung

erforderlich

september / oktober 2018 | 85


WALD, GEBIRG

UND KÖNIGSTRAUM

MYTHOS

BAYERN

BAYERISCHE LANDESAUSSTELLUNG

3. MAI – 4. NOVEMBER 2018

Kloster Ettal, täglich 9 – 18 Uhr // www.hdbg.de

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Brauchtumsabend mit der Blaskapelle

im Bayersoier Hof. Einlass

ab 19 Uhr

SA 08.09.

SCHONGAU

10.00 bis 14.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der Altstadt-

Passage

12.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz. Familientag

mit ermäßigtem Mittagstisch

uvm. Abends 3. Dirndl- und

Lederhosenparty mit der Band

„KZWOA“, Infos auf Seite 46

13.30 Uhr

Schongauer Orgelsommer —

Wanderung mit Kunst, Geschichte,

Musik, Geselligkeit. Treffpunkt in

der Stadtpfarrkirche Verklärung

Christi

14.00 Uhr

Erlebnis Flößerei — Spezielle

Fahrt für Kinder. Start: Bootshaus.

Kosten: 15 € / 10 € (Kinder). Anmeldung

bei der Tourist-Info unter

08861 / 214-181

PEITING

14.00 bis 16.00 Uhr

Besichtigung der Villa Rustica

FÜSSEN

10.00 bis 16.00 Uhr

Tag der offenen Tür beim Autohaus

Heuberger. Siehe Anzeige

Seite 84

SO 09.09.

SCHONGAU

10.30 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz.

Politischer Frühschoppen des CSU

Kreisverbands Weilheim-Schongau

im Festzelt u.a. mit: Alexander

Dobrindt und Jens Spahn,

Bundesminister für Gesundheit.

Nachmittags Gaudi-Wettkampf

uvm. Infos auf Seite 46

14.00 und 16.00 Uhr

Erlebnis Flößerei — mit dem historischen

Fernhandelsfloß auf Fahrt.

Start: Bootshaus. Kosten: 15 € / 10 €

(Kinder). Anmeldung bei der

Tourist-Info unter 08861 / 214-181

HERZOGSÄGMÜHLE

9.00 bis 12.00 Uhr

Tauschtag der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. für

Briefmarken, Münzen und Ansichtskarten

in der Decker-Halle

LECHBRUCK

9.00 Uhr

Vogelkundliche Wanderung am

Oberen Lechsee. Treffpunkt am

Rathaus. Kosten: 5 € / 2 € (Kinder

6-15 Jahre) / LBV-Mitglieder

kostenlos

MO 10.09.

SCHONGAU

12.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz.

Kinder- und Seniorennachmittag.

Bürgermeistersprechstunde für

Kinder mit Falk Sluyterman uvm.

Infos auf Seite 46

16.30 Uhr

Erlebnisführung „Mit dem Spießbürger

auf die Stadtmauer und in

den Polizeidienerturm“. Für Kinder

von 8 - 12 Jahren. Kosten: 3 €. Infos

unter 08861 / 214-181

PEITING

15.00 Uhr

Vorlesenachmittag in der Gemeinde-

und Pfarrbücherei

BAD BAYERSOIEN

18.00 Uhr

Schautorfstechen beim Torfstich

am Haselbachweg. Teilnahme

kostenlos, nur bei guter Witterung

DI 11.09.

SCHONGAU

14.00 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4 €.

Anmeldungen bei der Tourist-Info

unter 08861 / 214-181

ALTENSTADT

16.00 bis 20.00 Uhr

Bluspenden in der Grundschule

BERNBEUREN

14.30 bis 17.00 Uhr

Rentnerhoagart in der Honeleshofstube

im Auerbergmuseum

LECHBRUCK

17.00 Uhr

Floßfahrt auf dem Lech. Anmeldung

bei der Tourist-Info unter

08862 / 987830

19.00 Uhr

Alphornblasen auf dem Floß am

Bootshafen

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Der Kartlbauer“ im

Bayersoier Hof. Eintritt: 4 bis 10 €.

VVK bei der Tourist-Info

MI 12.09.

PEITING

14.30 Uhr

Treffen der Selbsthilfegruppe

„Schlaganfallbetroffene im

Pfaffenwinkel“ im Alpenhotel

Pfaffenwinkel

BÖBING

15.00 Uhr

Stammtisch mit dem VdK im Gasthof

Haslacher

86 | der altlandkreis


STEINGADEN

ROTTENBUCH

ROTT

BAD BAYERSOIEN

20.30 bis 21.00 Uhr

Weisenblasen am Soier See

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Brotzeitmusi live im Schlossbrauhaus.

Mit Grillabend — all you can

eat. Öffnungszeit Schlossbrauhaus:

14 - 23 Uhr. Siehe Anzeige rechts

DO 13.09.

SCHONGAU

19.00 bis 21.00 Uhr

Sepsis-Tag im Krankenhaus

RETTENBACH

19.00 Uhr

85 Jahre Rettenbacher Blasmusik

e.V. — Gautrachtenumzug mit

Gaukönigsehrung im Bierzelt

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Golf-Schnupperkurs Auf der

Gsteig. Infos unter 08862 / 987830

oder 08862 / 987750

17.00 Uhr

Floßfahrt auf dem Lech. Anmeldung

bei der Tourist-Info unter

08862 / 987830

19.30 Uhr

Dämmerschoppen am Musikpavillon

15.00 Uhr

Führung in der Kirche St. Maria

Magdalena in Urspring (oder

durch den historischen Ortskern),

anschließend in Kreuzgang und

Klostermuseum. Anmeldung bis

12.9. (16.30 Uhr) bei der Tourist-Info.

Kosten: 4 €

BAD BAYERSOIEN

19.00 bis 22.00 Uhr

Luftgewehrschießen für Gäste im

Schützenhaus. Ohne Anmeldung

FR 14.09.

SCHONGAU

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

16.00 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4 €.

Anmeldungen bei der Tourist-Info

unter 08861 / 214-181

SCHWABBRUCK

20.00 Uhr

Konzert der Lehererband „Notenschluss“

im Kuhstall. Eintritt frei.

Einlass ab 19 Uhr

RETTENBACH

14.45 Uhr

85 Jahre Rettenbacher Blasmusik

e.V. — Sternmarsch, anschließend

Bierzeltparty mit den Blaskapellen

Huttenwang, Aitrang und

Rettenbach

LECHBRUCK

10.00 Uhr

Führung „Folgen Sie den Spuren

der Flößer“. Treffpunkt am Rathaus.

Anmeldung bis Vortag (16.30

Uhr) unter 08862 / 987830

13.00 Uhr

Floßfahrt auf dem Lech. Anmeldung

bei der Tourist-Info unter

08862 / 987830

10.00 Uhr

Führung entlang des Pfaffenwinkler

Milchwegs. Treffpunkt an

der Schönegger Käsealm. Kosten:

5 € / 2,50 € (Kinder)

KINSAU

15.00 Uhr

Jugendprogramm des Gartenbauvereins

im Gemeindehaus

APFELDORF

19.30 Uhr

Handarbeitstreff in der Schlossbergstube

SA 15.09.

SCHONGAU

9.30 bis 14.00 Uhr

Faires Frühstück beim Weltladen

10.00 bis 14.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der Altstadt-

Passage

10.00 bis 17.00 Uhr

Jubiläumswochenende bei Autohaus

Hintermeyer und Motorrad

Hintermeyer. Siehe Seite 38 / 39

PEITING

14.00 bis 16.00 Uhr

Besichtigung der Villa Rustica

RETTENBACH

20.00 Uhr

85 Jahre Rettenbacher Blasmusik

e.V. — Party pur und spitzen Stimmung

mit Waidigel im Bierzelt

LECHBRUCK

19.30 Uhr

Folksmusik aus dem keltischen

Kulturkreis „Ballads & Tunes“ im

Flößermuseum. Eintritt frei

STEINGADEN

19.00 Uhr

Fischerfest am Zimmerstadl

21.00 Uhr

End of Summer-Party am Seehäusl

KINSAU

10.00 Uhr

2. US-Car Treff im Gewerbegebiet

mit Bewirtung und DJ. Eintritt frei

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Musik-Kabarett „Bairisch Diatonischer

Jodelwahnsinn“ in der

Tiefstollenhalle. Siehe Anzeige

Seite 46

SO 16.09.

SCHONGAU

10.00 bis 17.00 Uhr

Jubiläumswochenende bei Autohaus

Hintermeyer und Motorrad

Hintermeyer. Siehe Seite 38 / 39

14.00 und 16.00 Uhr

Erlebnis Flößerei — mit dem historischen

Fernhandelsfloß auf Fahrt.

Start: Bootshaus. Kosten: 15 € / 10 €

(Kinder). Anmeldung bei der

Tourist-Info unter 08861 / 214-181

BURGGEN

10.15 Uhr

Feldmesse mit Stadelfest oberhalb

der Litzauer Schleife. Anschließend

stimmungsvolle Blasmusik,

Kesselfleisch und Spezialitäten

aus der Gulaschkanone und vom

Erdäpfeldämpfer uvm.

RETTENBACH

10.00 bis 17.00 Uhr

85 Jahre Rettenbacher Blasmusik

e.V. — Festgottesdienst, Frühschoppen

mit der Musikkapelle

Surheim und gemütlicher Festausklang

mit der Jugendblaskapelle

Rettenbach

september / oktober 2018 | 87

Jeden Mittwoch

Grillabend

all-you-can-eat

mit der Brotzeitmusi live

6.10., 20 Uhr

Spirit of Smokie

Live

& Acoustic Tour

21.9. / 12.10.

Brauerabend

mit SchlossBrauSound live

Bei schönem Wetter täglich geöffnet

Gipsmühlweg 5

87645 Schwangau

Tel. 08362/92 64 68 - 0

www.schlossbrauhaus.de


STEINGADEN

9.00 bis 17.00 Uhr

Herbstmarkt am Marktplatz

11.00 Uhr

Fischerfest am Zimmerstadl

ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Kirchenführung in der Pfarrkirche

11.30 bis 14,00 Uhr

Frühschoppen mit dem „Marketa

Duo“ im Kunstcafé am Tor

WEILHEIM

18.00 Uhr

Symphonie-Konzert in der

Stadthalle. VVK beim Kreisboten-

Ticketservice in der Sparkasse.

Siehe Anzeige Seite 86

MO 17.09.

LECHBRUCK

16.30 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Lechhalle

DI 18.09.

SCHONGAU

14.00 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffp.

am Rathaus. Kosten: 4 €. Anm. bei

der Tourist-Info unter 08861 / 214-181

LECHBRUCK

17.00 Uhr

Floßfahrt auf dem Lech. Anmeldung

bei der Tourist-Info unter

08862 / 987830

19.00 Uhr

Alphornblasen auf dem Floß am

Bootshafen

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Ein Traum von einem

Mann“ im Bayersoier Hof. Karten:

4 bis 10 €. VVK bei der Tourist-Info

MI 19.09.

SCHONGAU

20.30 Uhr

Abendlicher Streifzug mit kleinem

Umtrunk durch die Altstadt.

Kosten: 7 € inkl. Umtrunk. Infos

und Anmeldung bei der Tourist-Info

unter 08861 / 214-181

BAD BAYERSOIEN

20.30 bis 21.00 Uhr

Weisenblasen am Soier See

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Brotzeitmusi live im Schlossbrauhaus.

Mit Grillabend — all you can

eat. Öffnungszeit Schlossbrauhaus:

14 - 23 Uhr. Siehe Anzeige Seite 87

DO 20.09.

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Golf-Schnupperkurs Auf der

Gsteig. Infos unter 08862 / 987830

oder 08862 / 987750

17.00 Uhr

Floßfahrt auf dem Lech. Anmeldung

bei der Tourist-Info unter

08862 / 987830

19.00 Uhr

Dämmerschoppen am Musikpavillon

STEINGADEN

17.00 Uhr

Führung durch den Klostergarten

St. Johannes. Anmeldung bis 19.9.

(16.30 Uhr) bei der Tourist-Info.

Kosten: 4 €

ROTTENBUCH

17.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Gemeindehalle

FR 21.09.

SCHONGAU

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

14.00 bis 18.00 Uhr

Lungentag im Krankenhaus

16.00 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4 €.

Anmeldungen bei der Tourist-Info

unter 08861 / 214-181

18.00 bis 19.00 Uhr

Klamottenkiste in der Pfarrei

Verklärung Christi. Einkauf für

Schwangere und Menschen mit

Behinderung. Siehe Seite 54 / 55

19.00 Uhr

Vernissage zur Ausstellung „Acryl

und Aquarell“ von Charly Walter

im Ballenhaus. Musikalisch untermalt

von Hans Enzensperger.

Eintritt frei. Siehe Seite 20

PEITING

19.30 Uhr

Preissschafkopfen mit der KAB im

Pfarrsaal

HOHENPEISSENBERG

19.30 Uhr

5. Kunstausstellung im Haus der

Vereine. Vernissage und Stehempfang,

umrahmt von der Knappschafts-

und Trachtenkapelle.

Eintritt frei

88 | der altlandkreis


SCHWABBRUCK

20.00 Uhr

Kulturherbst mit „love is quiet“

vom Sarah Straub Duo im Kuhstall.

VVK beim Schäferwirt, den

Schongauer Nachrichten, Buch am

Bach (Peiting) und Buch am Lech

(Lechbruck)

LECHBRUCK

10.00 Uhr

Führung „Folgen Sie den Spuren

der Flößer“. Treffpunkt am Rathaus.

Anmeldung bis Vortag (16.30

Uhr) unter 08862 / 987830

ROTTENBUCH

10.00 Uhr

Führung entlang des Pfaffenwinkler

Milchwegs. Treffpunkt an

der Schönegger Käsealm. Kosten:

5 € / 2,50 € (Kinder). Keine Anmeldung

erforderlich

WILDSTEIG

21.00 Uhr

EinfachSo-Party im Festzelt in

Morgenbach. Partysound mit DJ

Firebird. Eintritt: 5 €

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Brauerabend mit Schlossbrau-

Sound live im Schlossbrauhaus.

Eintritt frei. Siehe Anzeige Seite 87

SA 22.09.

SCHONGAU

9.00 bis 12.00 Uhr

Klamottenkiste in der Pfarrei Verklärung

Christi. Siehe Seite 54 / 55

10.00 bis 14.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der Altstadt-

Passage

11.00 bis 18.00 Uhr

Ausstellung „Acryl und Aquarell“

von Charly Walter im Ballenhaus.

Eintritt frei. Siehe Seite 20

16.00 Uhr

Erlebnisführung „Verborgenes,

Verschwundenes und kleine Juwelen“.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

7 € mit Umtrunk. Anmeldung bei der

Tourist-Info unter 08861 / 214-181

PEITING

8.00 Uhr

SPD-Flohmarkt an der Eishalle

10.00 Uhr

Kinderkleiderbasar in der Schloßberghalle.

Einlass für Schwangere

bereits ab 9 Uhr. Siehe Seite 54 / 55

14.00 bis 16.00 Uhr

Besichtigung der Villa Rustica

19.00 Uhr

Live-Musik mit Ro Clausman im

Xaver

HERZOGSÄGMÜHLE

19.30 Uhr

Konzert „Lawaschkiri“ im Rainer-

Endisch-Saal. Eintritt: 10 € / 5 €

(ermäßigt). Einlass um 19 Uhr

HOHENPEISSENBERG

10.00 bis 19.00 Uhr

5. Kunstausstellung mit musikalischer

Umrahmung von Günter

Dorn im Haus der Vereine. Ab

17.30 Uhr Lesung „Gedichte aus

dem Leben“ von Barbara Aspelmeyer.

Eintritt frei

ALTENSTADT

19.00 Uhr

Festlicher Sommer in der Wies —

Konzert des Bayerischen Landjugendchores

in Kooperation mit

dem Bayerischen Musikrat unter

Leitung von Gerd Guglhör in der

Basilika. VVK bei der Tourist-Info

Schongau

WILDSTEIG

20.00 Uhr

Weinfest mit der Dachbodenmusi

im Festzelt in Morgenbach.

Eintritt: 6 €

ROTT

10.00 Uhr

Herbstmarkt mit Flohmarkt am

Dorfplatz

POLLING

11.00 bis 17.00 Uhr

Tag der offenen Tür in den

Oberland Werkstätten und im

Wohnheim

SO 23.09.

SCHONGAU

11.00 bis 18.00 Uhr

Ausstellung „Acryl und Aquarell“

von Charly Walter im Ballenhaus.

Eintritt frei. Siehe Seite 20 und

das große Interview auf der Roten

Couch ab Seite 9

14.00 und 16.00 Uhr

Erlebnis Flößerei — mit dem historischen

Fernhandelsfloß auf Fahrt.

Start: Bootshaus. Kosten: 15 € / 10 €

(Kinder). Anmeldung bei der

Tourist-Info unter 08861 / 214-181

HOHENPEISSENBERG

10.00 bis 17.00 Uhr

5. Kunstausstellung mit musikalischer

Umrahmung von Günter

Dorn im Haus der Vereine. Eintritt

frei

WILDSTEIG

10.00 Uhr

Oldtimertreffen am Festzelt in

Morgenbach. Frühschoppen mit

der „Wiesmahd Musi“, Fahrzeugsegnung

und Rundfahrt sowie

Ausklang mit „Alpenrausch“

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Sonntagskonzert der Blaskapelle

Altenau am Kirchplatz. Bei

schlechtem Wetter im Dorfstadl.

Eintritt frei

in Schongau und im Pfaffenwinkel

an der Romantischen Straße

• Stadt-Führungen:

Mai – Oktober, Freitag, 16.00 Uhr

zusätzlich im Juli und September, Dienstag, 14.00 Uhr

• Themen-Führungen:

- Mit der Henkerstochter durch das mittelalterliche Schongau

- Schongaus Stadt- und Lechgeschichten

- „Schongauer Biergeschichten“ und „Anna Gerberin“

• Führungen im Pfaffenwinkel

• Kinder-Führungen

Tourist Information Schongau . Tel. 08861 214-181 . www.schongau.de

september / oktober 2018 | 89


WEILHEIM

18.00 Uhr

Theater „Zwei Goldies beim

Poetry Slam“, ein Gastspiel vom

Turmtheater Regensburg im

Stadttheater. Karten beim Veranstaltungsbüro

und KB-Ticketservice

in der Sparkasse. Siehe Anzeige

Seite 88

DI 25.09.

SCHONGAU

14.00 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4 €.

Anmeldungen bei der Tourist-Info

unter 08861 / 214-181

16.00 Uhr

Figurentheater „Mascha und

der Bär“ im Jakob-Pfeiffer-Haus.

Eintritt: 8 € / 7 € (ermäßigt). Karten

nur an der Tageskasse

LECHBRUCK

17.00 Uhr

Floßfahrt auf dem Lech. Anmeldung

bei der Tourist-Info unter

08862 / 987830

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Der Kartlbauer“ im Bayersoier

Hof. Eintritt: 4 — 10 €. VVK

bei der Tourist-Info

WEILHEIM

19.30 Uhr

Vortrag „Erbrecht für Eheleute,

Patchworkfamilien und Landwirte“

von Caroline Kistler im Dachs

Bräustüberl. Siehe Anzeige Seite 89

MI 26.09.

SCHONGAU

19.00 Uhr

Info-Veranstaltung „Wenn das

Knie schmerzt“ mit Dr. Thomas

Löffler im Krankenhaus

BAD BAYERSOIEN

20.30 bis 21.00 Uhr

Weisenblasen am Soier See

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Brotzeitmusi live im Schlossbrauhaus.

Mit Grillabend — all you can

eat. Öffnungszeit Schlossbrauhaus:

14 - 23 Uhr. Siehe Anzeige Seite 87

DO 27.09.

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Golf-Schnupperkurs Auf der

Gsteig. Infos unter 08862 / 987830

oder 08862 / 987750

FR 28.09.

SCHONGAU

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

16.00 bis 17.45 Uhr

Repair Café im Haus4You

16.00 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4 €.

Anmeldungen bei der Tourist-Info

unter 08861 / 214-181

PEITING

17.00 Uhr

Führung am Walderlebnispfad.

Treffpunkt: Schützenhaus. Anmeldung

bis einen Tag zuvor bei der

Tourist-Info unter 08861 / 59961

HOHENPEISSENBERG

19.00 bis 20.00 Uhr

Kinder-Kleider-Markt im Haus der

Vereine. Verkauf für Schwangere.

Siehe Seite 54 / 55

SCHWABBRUCK

20.00 Uhr

Kulturherbst mit „Folk Rock“ von

IRXN im Kuhstall. VVK beim Schäferwirt,

den Schongauer Nachrichten,

Buch am Bach (Peiting) und

Buch am Lech (Lechbruck)

der Schönegger Käsealm. Kosten:

5 € / 2,50 € (Kinder). Keine Anmeldung

erforderlich

APFELDORF

19.30 Uhr

Handarbeitstreff in der Schlossbergstube

FUCHSTAL

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Mittelschule

SA 29.09.

SCHONGAU

10.00 bis 14.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der Altstadt-

Passage

PEITING

14.00 bis 16.00 Uhr

Besichtigung der Villa Rustica

HOHENPEISSENBERG

9.00 bis 12.00 Uhr

Kinder-Kleider-Markt im Haus der

Vereine. Siehe Seite 54 / 55

ALTENSTADT

14.00 Uhr

Dorfschießen für alle im Schützenheim

17.00 Uhr

Floßfahrt auf dem Lech. Anmeldung

bei der Tourist-Info unter

08862 / 987830

STEINGADEN

16.30 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Grundschule

BAD BAYERSOIEN

19.00 bis 22.00 Uhr

Luftgewehrschießen für Gäste im

Schützenhaus. Ohne Anmeldung

LECHBRUCK

10.00 Uhr

Führung „Folgen Sie den Spuren

der Flößer“. Treffpunkt am Rathaus.

Anmeldung bis Vortag (16.30

Uhr) unter 08862 / 987830

19.30 Uhr

Songs und Geschichten „Storytellers“

mit Harald Oberle im

Flößermuseum. Eintritt frei

ROTTENBUCH

10.00 Uhr

Führung entlang des Pfaffenwinkler

Milchwegs. Treffpunkt an

INGENRIED

20.00 Uhr

Weinfest im Feuerwehrhaus

BERNBEUREN

19.30 bis 22.00 Uhr

2. WeinLese in der Bücherei

RETTENBACH

9.00 Uhr

Basar für Kinderkleider und Tupperware

in der Weichberghalle.

Siehe Seite 54 / 55

90 | der altlandkreis


STEINGADEN

9.30 bis 11.30 Uhr

Kinderkleider- und Spielzeugbasar

in der Turnhalle der Mittelschul.

Siehe Seite 54 / 55

BAD BAYERSOIEN

7.00 bis 16.00 Uhr

Floh- und Trödelmarkt am Festplatz

KINSAU

20.00 Uhr

Herbstliches Singen und Musizieren

des Gartenbauvereins in der

Mehrzweckhalle

SO 30.09.

SCHONGAU

14.00 und 16.00 Uhr

Erlebnis Flößerei — mit dem historischen

Fernhandelsfloß auf Fahrt.

Start: Bootshaus. Kosten: 15 € / 10 €

(Kinder). Anmeldung bei der

Tourist-Info unter 08861 / 214-181

PEITING

17.30 Uhr

Michaeli-Stanmdkonzert der

Knappschafts- und Trachtenkapelle

am Rathausplatz

SCHWABBRUCK

19.30 Uhr

Kulturherbst mit „Chansons

d'amour... et d'automne“ von

Stefan Edelmann & Band im

Kuhstall. VVK beim Schäferwirt, den

Schongauer Nachrichten, Buch am

Bach (Peiting) und Buch am Lech

(Lechbruck)

RETTENBACH

10.30 Uhr

Pfarrfest auf dem Kienberg

LECHBRUCK

11.00 Uhr

Herbst-Brunch im Hotel Auf

der Gsteig. Reservierung unter

08862 / 98770

WIES

16.00 Uhr

Benefizkonzert des Bundespolizeiorchesters

München zugunsten

der Bürgerstiftung Steingaden in

der Wieskirche

WILDSTEIG

10.00 Uhr

Feier zu 150-Jahre Krieger- und

Veteranenverein am Kriegerdenkmal/Pfarrkirche

BAD BAYERSOIEN

14.00 Uhr

9. Mountainbike Dorfmeisterschaft.

Start und Ziel am Sportplatz

EPFACH

10.00 Uhr

Tag der Volksmusik im Lechgau

mit Gottesdienst, anschließend

Frühschoppen/Hoagart in der

Pfarrkirche und Gasthaus zur

Sonne

MO 01.10.

SCHONGAU

9.00 Uhr

Vorverkaufsstart zu „Schongau

Classics — Musical Highlights“ mit

der Stadtkapelle bei Uhren Zwack.

Konzerttermin: 10.11., 19.30 Uhr

PEITING

15.00 Uhr

Vorlesenachmittag in der Gemeinde-

und Pfarrbücherei

PEISSENBERG

19.00 bis 21.30 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in der

Bücherei

DI 02.10.

SCHONGAU

19.00 Uhr

1,. Schongauer Wein-Nacht im

Jakob-Pfeiffer-Haus. Siehe Seite 21

ALTENSTADT

19.00 Uhr

Festabend anlässlich 200 Jahre

Altenstadt in der Turnhalle. Siehe

Seite 34 / 35

BURGGEN

20.00 Uhr

Weinfest der Eislaufabteilung am

Eisplatz

BERNBEUREN

20.00 Uhr

Wonzimmerkonzert mit Manuel

Winbeck, Posaunist von La Brass

Banda und seiner Band „MONOBO

SON“ in der Käsküche. Einlass ab

19 Uhr. Tickets unter www.loveyour-artist.de.

Siehe Seite 62 / 63

STEINGADEN

20.00 Uhr

Festabend anlässlich „20 Jahre

Bürgerstiftung“ in der Turnhalle

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Ein Traum von einem

Mann“ im Bayersoier Hof. Karten:

4 bis 10 €. VVK bei der Tourist-Info

MI 03.10.

Tag der Deutschen Einheit

BURGGEN

8,30 Uhr

Dorfmeisterschaft der Stockschützen

am Stockplatz

LECHBRUCK

9.00 Uhr

Flohmarkt am Fristo-Parkplatz

WIES

19.00 Uhr

Musik und Wort — Geistliche

Impulse mit festlicher Orgelmusik

zum Tag der Deutschen Einheit

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Brotzeitmusi live im Schlossbrauhaus.

Mit Grillabend — all you can

eat. Siehe Anzeige S. 87

DO 04.10.

ALTENSTADT

14.30 bis 16.30 Uhr

Treff für Menschen nach Schlaganfall,

deren Angehörige und

Interessierte im MIZ, Bürgerzentrum.

Infos unter 08861 / 9091583

www.boeglmueller.com

Golf-Indoor-Anlage

• 18-Löcher-Golfanlage „Auf der Gsteig“

• Öffentlicher 3-Löcher-Kurzplatz

• 150 qm Golf-Indooranlage mit Golfsimulator

(Full Swing) und Indoor-Putting-Grün

• 18 Golf-Carts

Auf der Gsteig GmbH · Gsteig 1 · 86983 Lechbruck am See · Tel. 0 88 62-98 77-50 · info@aufdergsteig.de · www.aufdergsteig.de

Golfen mit besten Aussichten...

september / oktober 2018 | 91


BAD BAYERSOIEN

15.30 bis 16.30 Uhr

Vorlesenachmittag für Senioren in

der Bücherei

ROTT

10.00 Uhr

Handarbeitstreff im Pfarrhof

FR 05.10.

SCHONGAU

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

16.00 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4 €.

Anmeldungen bei der Tourist-Info

unter 08861 / 214-181

16.00 bis 18.00 Uhr

Treffen der Krebs-Selbsthilfegruppe

im evang. Pfarrheim

17.00 Uhr

Erlebnisführung „Schongauer

Biergeschichten“. Kosten: 10 €.

Anmeldungen bei der Tourist-Info

unter 08861 / 214-181

PEITING

8.30 bis 12.00 Uhr

Bauernmarkt am Hauptplatz.

Besuch vom „Kaiserpaar“ Sissi &

Franz zum 25-jährigen Jubiläum

15.00 Uhr

Erwachsenenkleiderbörse in der

Schloßberghalle

ALTENSTADT

20.00 Uhr

Buchvorstellung für Jugendliche

und Erwachsene in der Bücherei

ROTTENBUCH

10.00 Uhr

Führung entlang des Pfaffenwinkler

Milchwegs. Treffpunkt an

der Schönegger Käsealm. Kosten:

5 € / 2,50 € (Kinder). Keine Anmeldung

erforderlich

18.00 bis 24.00 Uhr

Lange Nacht der Kirche in der

Pfarrkirche

KINSAU

17.00 bis 19.00 Uhr

Basar in der Mehrzweckhalle.

Einlass für Schwangere ab 16.30

Uhr. Infos auf Seite 54 / 55

FORST

18.00 Uhr

Schnupperschießen im Schützenheim

SA 06.10.

SCHONGAU

17.00 Uhr

Führung „Mit der Henkerstochter

durch das mittelalterliche Schongau“.

Treffpunkt am Rathaus.Kosten:

10 € inkl. Trunk und Spezerei.

Anmeldung unter 08861 / 241-181

HOHENPEISSENBERG

10.00 Uhr

Herbstflohmarkt am Dorfplatz

ALTENSTADT

20.00 Uhr

Songs in the night „Grateful to the

Lord“ mit der Young People Band

in der Basilika. Siehe Seite 21

SCHWANGAU

20.00 Uhr

Live-Konzert „Spirit of Smokie —

Live & Acoustic Tour“ im Schlossbrauhaus.

Tickets ab 25 € unter

www.reservix.de. Siehe Anzeige

Seite 87

SO 07.10.

HOHENPEISSENBERG

10.00 Uhr

Herbstflohmarkt am Dorfplatz

16.00 Uhr

Orgelkonzert in der Wallfahrtskirche.

Mit Andreas Rupp an der

Orgel und Texten von Gemeindereferentin

Tatjana Hämmerle

SCHWABSOIEN

19.30 Uhr

Kulturherbst mit „Von Bally zu

Dolly“ von Konstanze Kraus mit Titus

Waldenfels & Silvia Maria Jung

im Kuhstall. VVK beim Schäferwirt,

den Schongauer Nachrichten, Buch

am Bach (Peiting) und Buch am

Lech (Lechbruck)

Einlagen – Schuhreparatur – Schuhe

Flip-Flop nach Maß


Benjamin Schwarz




WIES

16.00 Uhr

Alpenländisches Erntedanksingen

in der Wieskirche

ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Kirchenführung in der Pfarrkirche

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Sonntagskonzert der Blaskapelle

am Kirchplatz. Bei schlechtem

Wetter im Dorfstadl. Eintritt frei

MO 08.10.

BAD BAYERSOIEN

7.00 Uhr

Erntedankgang zur Wieskirche.

Start um 7 Uhr am Kirchplatz,

10 Uhr Gottesdienst in der Wies

DI 09.10.

BERNBEUREN

14.30 bis 17.00 Uhr

Rentnerhoagart in der Honeleshofstube

im Auerbergmuseum

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Der Kartlbauer“ im Bayersoier

Hof. Eintritt: 4 bis 10 €. VVK

bei der Tourist-Info

MI 10.10.

PEITING

14.30 Uhr

Treffen der Selbsthilfegruppe

„Schlaganfallbetroffene im Pfaffenwinkel

im Alpenhotel

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Brotzeitmusi live im Schlossbrauhaus.

Mit Grillabend — all you can

eat. Öffnungszeit Schlossbrauhaus:

14 - 23 Uhr. Siehe Anzeige Seite 87

DO 11.10.

APFELDORF

20.00 Uhr

Fachvortrag „Obstbäume in kleinen

Gärten“ im Gasthaus Kölbl

FR 12.10.

SCHONGAU

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

16.00 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4 €.

Anmeldungen bei der Tourist-Info

unter 08861 / 214-181

PEITING

20.00 Uhr

Konzert mit Austrian Project in

der Schloßberghalle. VVK bei der

Tourist-Info (08861 / 59961)

SCHWABBRUCK

20.00 Uhr

Kulturherbst mit „Kapitel“ von

„3 Männern nur mit Gitarre“ im

Kuhstall. VVK beim Schäferwirt, den

Schongauer Nachrichten, Buch am

Bach (Peiting) und Buch am Lech

(Lechbruck)

ROTTENBUCH

10.00 Uhr

Führung entlang des Pfaffenwinkler

Milchwegs. Treffpunkt an

der Schönegger Käsealm. Kosten:

5 € / 2,50 € (Kinder). Keine Anmeldung

erforderlich

APFELDORF

19.30 Uhr

Handarbeitstreff in der Schlossbergstube

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Brauerabend mit Schlossbrau-

Sound live im Schlossbrauhaus.

Eintritt frei. Siehe Anzeige Seite 87

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Kabarett „Absolute Weltklapse“

mit Ludwig Müller in der Tiefstollenhalle.

Siehe Anzeige Seite 46

WEILHEIM

20.00 Uhr

Weilheimer Festspiele „Der

Besuch der alten Dame“ im Stadttheater.

VVK beim Veranstaltungsbüro

und Kreisboten-Ticketservice

in der Sparkasse. Siehe Anzeige

Seite 88

92 | der altlandkreis


SA 13.10.

ALTENSTADT

14.00 Uhr

Feier zum 70-jährigen Jubiläum

des VdK im Gasthof Haslacher

SCHWABSOIEN

20.00 Uhr

Herbstfest mit der Musikkapelle

Sachsenried im Gemeindezentrum

STEINGADEN

19.00 Uhr

Weinfest im Feuerwehrhaus

ROTTENBUCH

20.00 Uhr

Jubiläumskonzert „Blasmusik für

Freunde“ der Schönegger Almmusikanten

im Fohlenhofsaal. Weitere

Infos siehe Anzeige Rückseite

ROTT

20.00 Uhr

Weinfest im Sportheim

DENKLINGEN

9.00 bis 12.00 Uhr

Klamottenkiste in der Mehrzweckhalle.

Einlass für Schwangere ab

8.30 Uhr. Siehe Seite 54 / 55

FORST

21.00 Uhr

Ballermann-Party im Festzelt

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Konzert „Flying Carpet“ von Quadro

Nuevo in der Tiefstollenhalle.

Siehe Anzeige Seite 46

WEILHEIM

20.00 Uhr

Weilheimer Festspiele „Der Besuch

der alten Dame“ im Stadttheater.

VVK beim Veranstaltungsbüro

und Kreisboten-Ticketservice in der

Sparkasse. Siehe Anzeige Seite 88

SO 14.10.

SCHONGAU

16.00 Uhr

Musik im Pfaffenwinkel mit Werken

aus Klassik und Romantik in

Mariae Himmelfahrt. Eintritt frei

HERZOGSÄGMÜHLE

9.00 bis 12.00 Uhr

Tauschtag der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. für

Briefmarken, Münzen und Ansichtskarten

in der Decker-Halle

LECHBRUCK

9.00 Uhr

Vogelkundliche Wanderung am

Oberen Lechsee. Treffpunkt am

Rathaus. Kosten: 5 € / 2 € (Kinder

6-15 Jahre) / LBV-Mitglieder

kostenlos

11.00 Uhr

Goldener Oktober-Brunch im

Hotel Auf der Gsteig. Reservierung

unter 08862 / 98770

MO 15.10.

DENKLINGEN

9.00 bis 18.00 Uhr

20 Jahre Inge's Handarbeitstreff

KINSAU

14.30 Uhr

Kirchweih-Hoagart des Gartenbauvereins

im Schützenheim

DI 16.10.

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Ein Traum von einem

Mann“ im Bayersoier Hof. Karten:

4 bis 10 €. VVK bei der Tourist-Info

DENKLINGEN

9.00 bis 18.00 Uhr

20 Jahre Inge's Handarbeitstreff

WEILHEIM

17.00 Uhr

Info-Veranstaltung „Wenn Hals,

Speiseröhre oder Magen brennen“

mit Prof. Dr. Reinhold Lang im Veranstaltungszelt

am Krankenhaus

MI 17.10.

SCHONGAU

19.00 Uhr

Vortrag „Mietrecht für Vermieter“

in der Mittelschule

DENKLINGEN

9.00 bis 18.00 Uhr

20 Jahre Inge's Handarbeitstreff

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Brotzeitmusi live im Schlossbrauhaus.

Mit Grillabend — all you can

eat. Öffnungszeit Schlossbrauhaus:

14 - 23 Uhr. Siehe Anzeige Seite 87

DO 18.10.

DENKLINGEN

9.00 bis 18.00 Uhr

20 Jahre Inge's Handarbeitstreff

FR 19.10.

SCHONGAU

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

16.00 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4 €.

Anmeldungen bei der Tourist-Info

unter 08861 / 214-181

HERZOGSÄGMÜHLE

19.30 Uhr

Kabarett mit Margret Gilgenreiner

im Rainer-Endisch-Saal. Eintritt:

14 € / 7 € (erm.) Einlass ab 19 Uhr

SCHWABBRUCK

20.00 Uhr

Kulturherbst mit „Homage to Cash

& Countrymusic“ von der Folsom

Prison Band im Kuhstall. VVK beim

Schäferwirt, den Schongauer Nachrichten,

Buch am Bach (Peiting)

und Buch am Lech (Lechbruck)

REICHLING

18.00 bis 20.00 Uhr

Kleidermarkt des Kindergartens

im Pfarrheim. Siehe Seite 54 / 55

DENKLINGEN

9.00 bis 18.00 Uhr

20 Jahre Inge's Handarbeitstreff

WEILHEIM

18.00 Uhr

Weilheimer Festspiele „Der

Besuch der alten Dame“ im Stadttheater.

VVK beim Veranstaltungsbüro

und Kreisboten-Ticketservice

in der Sparkasse. Siehe Anzeige

Seite 88

september / oktober 2018 | 93


SA 20.10.

SCHONGAU

11.00 bis 16.00 Uhr

Tag der offenen Tür des Krankenhauses

und der Pflegeschule.

Siehe Seiten 47 - 50

20.00 Uhr

Sound in the City in 17 Lokalen.

19 bis 20 Uhr Vorglühen mit Pura

Vida – Street-Style-Samba. Kosten:

12 € (VVK)/ 15 € (AK). VVK bei

Euronics Köpf und den Schongauer

Nachrichten). Siehe Seite 57 und

Anzeige Seite 93

www.soundinthecity.de

PEITING

20.00 Uhr

Weinfest mit „Blech und Schwefel“

anlässlich 65 Jahre Landjugend

in der Zechenschenke.

LECHBRUCK

19.30 Uhr

Konzert mit Angie Lang im Flößermuseum.

Eintritt frei

DENKLINGEN

9.00 bis 12.00 Uhr

20 Jahre Inge's Handarbeitstreff

17.30 Uhr

Kesselfleischessen beim Feuerwehrhaus

SO 21.10.

PEITING

12.00 Uhr

Entenessen im Kleingartenverein.

Anschließend Kaffee und Kuchen

BURGGEN

13.00 Uhr

Dorfflohmarkt in der Turnhalle

LECHBRUCK

9.45 Uhr

Wendelinsritt zur St. Wendelinskirche

WILDSTEIG

10.15 Uhr

Leonhardiritt mit Messe auf der

Schulwiese, Aufstellung um 9.45

MO 22.10.

SCHWABSOIEN

12.00 Uhr

Kesselfleischessen im Zollhaus

DI 23.10.

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Der Kartlbauer“ im Bayersoier

Hof. Eintritt: 4 bis 10 €. VVK

bei der Tourist-Info

MI 24.10.

SCHONGAU

19.00 Uhr

Vortrag „Vorsorgevollmacht

und Patientenverfügung“ in der

Mittelschule

19.00 Uhr

Info-Veranstaltung „Bauchzentrum“

mit Dr. Jochen Dresel im

Krankenhaus

ALTENSTADT

19.45 Uhr

Vortrag „Rente“ mit Ingrid Hör im

Pfarrsaal

BAD BAYERSOIEN

14.30 bis 18.00 Uhr

Seniorennachmittag im Pfarrheim

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Brotzeitmusi live im Schlossbrauhaus.

Mit Grillabend — all you can

eat. Öffnungszeit Schlossbrauhaus:

14 - 23 Uhr. Siehe Anzeige Seite 87

DO 25.10.

WEILHEIM

20.00 Uhr

Weilheimer Festspiele „Der

Besuch der alten Dame“ im Stadttheater.

VVK beim Veranstaltungsbüro

und Kreisboten-Ticketservice

in der Sparkasse. Siehe Anzeige

Seite 88

FR 26.10.

HEUTE ERSCHEINT DER

NEUE ALTLANDKREIS

SCHONGAU

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

16.00 bis 17.45 Uhr

Repair Café im Haus4You

16.00 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4 €.

Anmeldungen bei der Tourist-Info

unter 08861 / 214-181

19.30 Uhr

Vortrag „bergsüchtig“ von Hans

Kammerlander im Jakob-Pfeiffer-

Haus. Eintritt: 18 € / 15 € (Mitglieder

der AV-Sektionen Peiting,

Schongau). VVK im AV-Vereinsheim

Schongau oder Peiting

SCHWABBRUCK

20.00 Uhr

Kulturherbst mit „Gerne wider“

von Matthias Matuschik im

Kuhstall. VVK beim Schäferwirt, den

Schongauer Nachrichten, Buch am

Bach (Peiting) und Buch am Lech

(Lechbruck)

APFELDORF

19.30 Uhr

Handarbeitstreff in der Schlossbergstube

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Kabarett „… und?“ von Alfred

Dorfer in der Tiefstollenhalle. Infos

siehe Anzeige Seite 46

WEILHEIM

20.00 Uhr

Weilheimer Festspiele „Der

Besuch der alten Dame“ im Stadttheater.

VVK beim Veranstaltungsbüro

und Kreisboten-Ticketservice

in der Sparkasse. Siehe Anzeige

Seite 88

SA 27.10.

INGENRIED

20.00 Uhr

Rockfete in der Mehrzweckhalle

BURGGEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Gartenmarkt und Tauschbörse im

Alten Gemeindehaus

TANNENBERG

20.00 Uhr

Weinfest der Burgschützen im

Schützenheim

ROTTENBUCH

19.30 Uhr

Musikalischer Abend mit „Fat

Strings“ im Kunstcafé am Tor

BAD BAYERSOIEN

7.00 bis 16.00 Uhr

Floh- und Trödelmarkt auf dem

Festplatz

ROTT

20.00 Uhr

Blasmusik zur Kirchweih im

Pfarrheim

EPFACH

21.00 Uhr

Halloweenfete im Landjugendheim

WEILHEIM

20.00 Uhr

Weilheimer Festspiele „Der

Besuch der alten Dame“ im Stadttheater.

VVK beim Veranstaltungsbüro

und Kreisboten-Ticketservice

in der Sparkasse. Siehe Anzeige

Seite 88

SO 28.10.

SCHONGAU

10.00 Uhr

Herbstmarkt in der Altstadt

SCHWABBRUCK

20.00 Uhr

Kulturherbst mit „Horch a Moll“

von der Dreieckmusi. VVK beim

94 | der altlandkreis


Schäferwirt, den Schongauer Nachrichten,

Buch am Bach (Peiting)

und Buch am Lech (Lechbruck)

LECHBRUCK

11.00 Uhr

Schlemmer-Brunch im Hotel Auf

der Gsteig. Reservierungen unter

08862 / 98770

WEILHEIM

18.00 Uhr

Weilheimer Festspiele „Der

Besuch der alten Dame“ im Stadttheater.

VVK beim Veranstaltungsbüro

und Kreisboten-Ticketservice

in der Sparkasse. Siehe Anzeige

Seite 88

MI 31.10.

BURGGEN

20.00 Uhr

Weinfest der Fußballabteilung im

Sportheim

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Brotzeitmusi live im Schlossbrauhaus.

Mit Grillabend — all you can

eat. Öffnungszeit Schlossbrauhaus:

14 - 23 Uhr. Siehe Anzeige Seite 87

Änderungen und Fehler vorbehalten

> > > PFERDESEGNUNGEN IN DER UMGEBUNG

> > > SO ERREICHEN SIE DEN „ALTLANDKREIS“

Anschrift

„altlandkreis“

Birkland 40

86971 Peiting

Tel.: 08869 / 91 22-16

Fax: 08869 / 91 22-17

www.altlandkreis.de

Ritte & Fahrten 2018

Sonntag, 14.10 9.30 Uhr Colomansritt Schwangau

Sonntag, 21.10 9.45 Uhr Wendelinsritt Lechbruck

10.15 Uhr Leonhardiritt Wildsteig

Sonntag, 28.10. 9.30 Uhr Leonhardifahrt Peißenberg

9.45 Uhr Leonhardiritt Unterammergau

Samstag, 03.11. 9.30 Uhr Leonhardiritt Reichling

10.00 Uhr Leonhardiritt Schongau

Sonntag, 04.11. 9.00 Uhr Leonhardiritt Utting a. Ammersee

10.00 Uhr Leonhardiritt Rottenbuch

10.15 Uhr Leonhardifahrt Pähl

Dienstag, 06.11. 9.00 Uhr Leonhardiritt Forst

9.00 Uhr Leonhardifahrt Murnau

9.00 Uhr Leonhardifahrt Bad Tölz

Sonntag, 02.12. 10.15 Uhr Eligiusritt Burggen

Email

Redaktion: redaktion@altlandkreis.de

Termine: veranstaltungen@altlandkreis.de

Anzeigen: anzeigen@altlandkreis.de

Anregungen / Kritik: info@altlandkreis.de

Das Impressum finden Sie auf Seite 66.

> > > DIE GEWINNER AUS DER ALTLANDKREIS-AUSGABE 48

Für den stimmungsvollen Blasmusikabend mit

Stribrnanka und den Schönegger Almmusikanten

verlosten wir in der Juli/August-Ausgabe insgesamt

3 x 2 Karten. Die Gewinner: Josef Arnold aus Burggen,

Martin Geiger aus Schwabbruck sowie Marlene

Fichtl aus Altenstadt. Hingegen durften wir

Petra Kula aus Schongau, Ulrich Weiß aus Peiting

und Ulrike Kölbl aus Apfeldorf je zwei Tickets für

den Liederabend der Spitzenklasse mit Anna-Magdalena

Perwein und Lesungen von Henkerstochter-

Autor Oliver Pötzsch überraschen. Den begehrten

„EMTB-Führer“ schickten wir Jürgen Möhrle aus

Schongau, Otto Weizbauer aus Lechbruck und Sabine

Schleich aus Rottenbuch zu.

tis

september / oktober 2018 | 95


96 | der altlandkreis

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