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kunst:stück magazin c/o Bremen/Oldenburg + Hannover, Sept/Okt 2018

Ausgabe für September + Oktober 2018 | Das Kunst- und Kultur Magazin im Taschenformat für die Region Bremen/Oldenburg + Hannover.

. lingen Georgia Gardner

. lingen Georgia Gardner Gray, Payment in Butter, 2017, Öl auf Leinwand, 140 x 160cm Courtesy die Künstlerin / Privatsammlung New York / Croy Nielsen, Wien Georgia Gardner Gray Arbeiten 2015 bis 2018 Lingener Kunstpreis 2018 15. September bis 11. November Kunsthalle Lingen | www.kunsthallelingen.de Bereits zum 23. Mal wird in diesem Jahr der etablierte und renommierte Lingener Kunstpreis vergeben. Seit 1983 widmet er sich ausschließlich Künstlerinnen und Künstlern, die im Medium Malerei arbeiten, bisherige Preisträgerinnen und Preisträger waren u.a. Karin Kneffel (1994), Antje Majewski (1998), Cornelius Völker (2004), Birgit Megerle (2010) und Marieta Chirulescu (2014), 2016 erhielt ihn Éder Oliveira. In diesem Jahr erhält ihn die amerikanische Künstlerin Georgia Gardner Gray. Sie wurde 1988 in New York geboren, lebt heute in Berlin und schloss ihr Studium der freien Kunst 2011 an der Cooper Union School for the Advancement in Science and Art ab. Ihre Arbeiten wurden aktuell im Rahmen der Statements auf der Art Basel gezeigt, präsentiert von der Wiener Galerie Croy Nielsen. Unter anderem nahm Georgia Gardner Gray an Gruppenausstellungen wie Monday is a Day between Sunday and Tuesday, Tanya Leighton Galerie, Berlin (2017) und New Theater: Selected Plays, Whitney Museum of American Art, New York (2015) teil. Georgia Gardner Gray arbeitet hauptsächlich im Medium Malerei, präsentiert ihre Bilder aber immer auch in Korrespondenz mit Objekten. In ihren farbenreichen Werken reflektiert Georgia Gardner Gray Codes des Benehmens anhand der Charaktere auf der Leinwand und hinterfragt hierüber gesellschaftliche Konventionen. Hierüber stehen ihre Arbeiten in der Tradition des klassischen Genrebildes, denn sie malt alltägliche Szenen und konfrontiert mit gegenwärtigen Lebensstilen unterschiedlicher Charaktere wie Punks, Groupies oder Straßenmusiker. Weiterhin verhandelt Georgia Gardner Gray in ihren Werken Hierarchien zwischen den Geschlechtern, männliche und weibliche Laster und eigentlich feste Rollenzuweisungen. Die Künstlerin vermittelt die unkonventionelle Haltung der Bohème als beispielhaft für die aktuelle Entwicklung einer Gesellschaft, die experimentelle Lebensformen bevorzugt und mit der Ambivalenz zwischen Selbstbestimmung, Haltung und Freiheit operiert. Die Ausstellung präsentiert Werke aus den Jahren 2015 bis 2018. Die Kunsthalle Lingen präsentiert außerdem Werke von Peter Fjodoroff, Helmut Berninger und Jürgen von Hündeberg im Wasserturm. Kunsthalle Lingen Kaiserstraße 10a, 49809 Lingen 42 kunst:stück

. bremen . lingen Erika Hock Installationsansicht Marta Herford ’Salon Tactile’ Courtesy COSAR HMT Erika Hock Hotel Atlantik 14. September (Eröffnung 19 Uhr) bis 11. November Kunsthalle Lingen | www.kunsthallelingen.de Erika Hock wurde 1981 in Dshangi – Dsher, Kirgisistan geboren, ist in Lingen (Ems) aufgewachsen und lebt heute in Köln. Sie studierte an den Kunstakademien in Münster und Düsseldorf und am HISK in Gent (Belgien). Sie präsentierte ihre künstlerische Arbeit in Einzelausstellungen u.a. im Salzburger Kunstverein und im Wilhelm Lehmbruck Museum in Duisburg und nahm an Gruppenausstellungen u.a. im Kunstverein in Braunschweig, der Kunsthalle Düsseldorf und im Centraal Museum in Utrecht teil. „Erika Hock arbeitet hauptsächlich im Medium Skulptur und verknüpft in ihrer künstlerischen Arbeit Elemente der Moderne aus der Zeit um 1900 mit Elementen der Postmoderne aus der Zeit um 1980 und zeigt dabei einen Weg auf, wie die Errungenschaften beider Epochen analysiert und für die Gegenwart fruchtbar gemacht werden können. Auf einer narrativen Ebene verbindet sie die Intimität eines privaten Möbels mit der ausgeleuchteten Öffentlichkeit einer Ausstellung. Auch hier erzeugt der Widerspruch sowohl Humor als auch rhetorische Übersteigerung. Erika Hock setzt gerne Spots und inszeniert die Gegenstände im Raum wie Filmstars.“ (Auszug aus einem Text von Markus Heinzelmann) Der Titel der Ausstellung in der Kunsthalle Lingen lautet „Hotel Atlantik.“ Der Trend der Promis sich dauerhaft in Hotels einzuquartieren ist der Ausgangspunkt dieser Ausstellung. Erika Hock befragt das Konzept Hotel als öffentlichen Ort und Rückzugsraum, kommentiert und untersucht sowohl den Kurzaufenthalt als auch das Phänomen des dauerhaften Wohnens in Hotels. Neben älteren Arbeiten aus der Serie „Elbows & Knees“, die den menschlichen Körper imitierenden Möbelobjekten gewidmet ist, werden auch neue Arbeiten zu sehen sein. Geplant ist beispielsweise eine Serie von Kofferständern und Leuchten, die beispielsweise das ambivalente Verhältnis des Hotelgastes zum Pagen als Störenfried und Helfer aufgreifen werden. Vorhänge und Leuchten werden den Raum sowohl strukturieren als auch unterteilen und eine Serie neuer Skulpturen rahmen. Die Kunsthalle Lingen dankt der OLB Stiftung für die großzügige Unterstützung. Ebenfalls dankt sie dem MWK Niedersachsen, dem Landkreis Emsland, der Stadt Lingen(Ems), der Kulturstiftung Kampmann und RWE. Kunsthalle Lingen Kaiserstraße 10a, 49809 Lingen kunst:stück 43

kunst:stück magazin c/o Bremen/Oldenburg + Hannover, Nov/Dez 2018
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