RECITAL der ROMANTIK - christine vallon

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RECITAL der ROMANTIK - christine vallon

MIGNON-LIEDER

01 Franz Schubert

02 Robert Schumann

03 Peter I.Tschaikowsky

(Piano Christoph Schanze)

GUSTAV MAHLER

04 Ich bin der Welt abhanden

gekommen

05 Um Mitternacht

06 Ich atmet’ einen linden Duft

(Piano Guido Mödersheim)

JOSEF RHEINBERGER

07 Das verlassene Kind

08 Die Schwalben

09 Regenwetter

10 Die kranke Mutter

11 Wer kauft nun das Schlösslein

(Piano Guido Mödersheim)

CAMILLE SAINT-SAËNS

12 Amour, viens aider ma faiblesse

13 Mon cœur s’ouvre à ta voix

(Piano Christoph Schanze)

GIACOMO PUCCINI

14 O mio babbino caro

(Piano Christoph Schanze)

Copyright: © 2006.The copyright in this sound recording is owned by Christine Vallon.

Recording: Ludwigsburg, Pädagogische Hochschule

Cover Design:Vera Umbrecht

Producer: House of Audio

www.christine-vallon.de

RECITAL der ROMANTIK

CHRISTINE VALLON

MIGNON-LIEDER – Franz Schubert, Robert Schumann, Peter I.Tschaikowsky

GUSTAV MAHLER – Rückert-Lieder

JOSEF RHEINBERGER – Liederbuch für Kinder, op. 152

CAMILLE SAINT-SAËNS – Samson et Dalila, op. 47

GIACOMO PUCCINI – O mio babbino caro

Piano: Guido Mödersheim, Christoph Schanze


Mignon-Lieder

Franz Schubert (1797-1828)

01. Lied der Mignon, Op.62. Nr.4

Nur wer die Sehnsucht kennt,

weiß, was ich leide!

Allein und abgetrennt

von aller Freude,

seh ich ans Firmament

nach jener Seite.

Ach! der mich liebt und kennt,

ist in der Weite.

Es schwindelt mir,

es brennt mein Eingeweide.

Nur wer die Sehnsucht kennt,

weiß, was ich leide!

Robert Schumann (1810-1856)

02. Mignon Op.79. Nr.29

Kennst du das Land,

wo die Zitronen blühn,

im dunklen Laub

die Goldorangen glühn,

ein sanfter Wind

vom blauen Himmel weht,

die Myrthe still

und hoch der Lorbeer steht,

kennst du es wohl?

Dahin möcht’ ich mit dir,

o mein Geliebter, ziehn.

Kennst du das Haus?

Auf Säulen ruhn sein Dach,

es glänzt der Saal,

es schimmert das Gemach,

und Marmorbilder stehn

und sehn mich an:

was hat man dir,

du armes Kind getan?

Kennst du es wohl?

Dahin möcht’ ich mit dir,

o mein Beschützer, ziehn.

Kennst du den Berg

und seinen Wolkensteg?

Das Maultier sucht

im Nebel seinen Weg;

in Höhlen wohnt

der Drachen alte Brut,

es stürzt der Fels

und über ihn die Flut.

Kennst du ihn wohl?

Dahin geht unser Weg!

o Vater, laß uns ziehn!

Peter I.Tschaikowsky (1840-1893)

03. Lied der Mignon, Op.6. Nr.6

Nur wer die Sehnsucht kennt,

weiß, was ich leide!

Allein und abgetrennt

von aller Freude,

seh ich ans Firmament

nach jener Seite.

Ach! der mich liebt und kennt,

ist in der Weite.

Nur wer die Sehnsucht kennt,

weiß, was ich leide!

Allein und abgetrennt

von aller Freude!

Es schwindelt mir,

es brennt mein Eigeweide.

Nur wer die Sehnsucht kennt,

weiß, was ich leide!

Rückert-Lieder

Gustav Mahler (1860-1911)

04. Ich bin der Welt abhanden gekommen.

Ich bin der Welt abhanden gekommen,

Mit der ich sonst viele Zeit verdorben;

Sie hat so lange nichts von mir vernommen,

Sie mag wohl glauben, ich sei gestorben!

Es ist mir auch nichts daran gelegen,

Ob sie mich für gestorben hält.

Ich kann auch gar nichts sagen dagegen,

Denn wirklich bin ich gestorben der Welt.

Ich bin gestorben dem Weltgetümmel

Und ruh’ in einem stillen Gebiet.

Ich leb’ allein in meinem Himmel,

In meinem Lieben, in meinem Lied.

05. Um Mitternacht

Um Mitternacht

Hab’ ich gewacht

Und aufgeblickt zum Himmel;

Kein Stern vom Sterngewimmel

Hat mir gelacht

Um Mitternacht.

Um Mitternacht

Hab’ ich gedacht

Hinaus in dunkle Schranken.

Es hat kein Lichtgedanken

Mir Trost gebracht

Um Mitternacht.

Um Mitternacht

Nahm ich in acht

Die Schläge meines Herzens;

Ein einz’ger Puls des Schmerzes

War angefacht

Um Mitternacht.

Um Mitternacht

Kämpft’ ich die Schlacht,

O Menschheit, deiner Leiden;

Nicht konnt’ ich sie entscheiden

Mit meiner Macht

Um Mitternacht.

Um Mitternacht

Hab’ ich die Macht

In deine Hand gegeben!

Herr! über Tod und Leben

Du hälst die Wacht

Um Mitternacht!

06. Ich atmet’ einen linden Duft.

Ich atmet’ einen linden Duft!

Im Zimmer stand

Ein Zweig der Linde,

Ein Angebinde

Von lieber Hand.

Wie lieblich war der Lindenduft!

Wie lieblich ist der Lindenduft!

Das Lindenreis

Brachst du gelinde!

Ich atme leis

Im Duft der Linde

Der Liebe linden Duft.


Liederbuch für Kinder, Op. 152

Joseph Rheinberger (1839-1901)

07. Das verlassene Kind

Ein Blümlein steh ich einsam da,

so einsam ach, allein;

es sehnt sich fort, o weit fort,

bei Fremden muß es sein, muß es sein!

Sie rissen mich vom lieben Heim,

und führten mich daher.

Wie soll’s in fremder Erde blühn,

in Sehnsucht immermehr immermehr?

O Mutterliebe weiss es fern

und muss verlassen sein.

O Mütterlein so weit von dir

muss ich verkommen allein,

verkommen allein!

08. Die Schwalben

Die Schwalben halten zwitschernd

auf dem Thurme Rath;

die älteste spricht bedenklich:

der Herbst hat sich genaht;

schon färben sich die Blätter,

die Felder werden leer,

bald tanzt kein einzig Mücklein

im Strahl der Sonne mehr.

Seid ihr zur Reise fertig?“

die Alten zwitschern „ja!“

die Jungen fragen lustig:

wohin? „nach Afrika!“

Nun schwirrt es durch die Lüfte,

verlassen steht das Nest;

doch alle hält die Liebe

an ihrer Heimath fest.

Wol ist’s viel hundert Meilen

von hier bis Afrika,

doch kommt der Sommer wieder,

sind auch die Schwalben da.

Dannschwirrt es durch die Lüfte

behaglich ist das Nest

und alle hält auf’s Neue

die Lieb’ zur Heimath fest.

09. Regenwetter

Regen, Regen, immer Regen,

wär’ das Regnen doch vorbei –

wenn das immerfort so schüttet,

giebt’s ‘ne große Wasserei!

Wollte heut spazieren gehen,

Blümchen pflücken auf der Au.

Grauer Himmel, finstrer, böser,

zeig dich doch mal wieder blau!

Aber wenn es lang noch regnet’,

gäb es bald ein kleines Meer,

könnte dann wohl Schifflein fahren,

o, das freute mich so sehr!

Schifflein hätt’ gar schöne Flagge,

hätt’ der langen Ruder vier;

meine Brüder müssten rudern,

und das Steu’r gehörte mir!

Machten dann zu Schiff Besuche

bei Marei, bei Amelein;

o wie würden die wohl gucken,

führen wir zum Fenster ‘nein!

Aber ach, jetzt scheint die Sonne

und das Regnen ist vorbei;

aus ist’s mit dem Schiffchen Fahren,

trocken wird die Wasserei!

10. Die kranke Mutter

Im kühlen Schatten, auf sonn’gen Höhn,

wie blüht ihr Blümlein so wunderschön!

Euch hat ein Engel so reich bemalt,

dass ihr in Farben des Himmels strahlt.

O lasst euch pflücken, die Sonne glüht;

ihr seid am Abend ja doch verblüht.

Der kranken Mutter bring ich den Strauss,

trag’ ihr den Frühling in’s stille Haus.

Im Kühlen Schatten, auf sonn’gen Höhn,

wie blüht ihr Blümlein so wunderschön!

Nun freu’ dich wieder, mein Mütterlein,

dich heilen Blumen und Sonnenschein.

11. Wer kauft nun das Schlösslein

Zwei Rösslein am Wagen,

drei Heller an Geld,

so will ich durchjagen

die weit, weite Welt.

Nur flink, meine Röslein,

ich weiss mir ein Land,

dort kauf’ ich ein Schlösslein,

mein Geld in der Hand.

Die Peitsche macht Beine,

fort geht es im Flug;

o weh, dass am Steine

sich alles zerschlug!

Der Wagen, die Rösslein,

o Jammer und Graus!

Wer kauft nun das Schlösslein?

mein Liedchen ist aus.

Samson & Dalila, Op. 47

Camille Saint-Saëns (1835-1921)

12.Amour, viens aider ma faiblesse

Amour, viens aider ma faiblesse!

Verse le poison dans son sein!

Fais que, vaincu par mon adresse,

Samson soit enchaîné demain!

Il voudraît en vain de son âme

pouvoir me chasser, me bannir!

Pourrait-il éteindre la flamme

qu’alimente se souvenir?

Il est à moi! C’est mon esclave!

Mes frères craignent son courroux;

moi seule, entre tous, je le brave;

et le retiens à mes genoux!

Amours, viens aider ma faiblesse! etc.

Contre l’amour, sa force est vaine,

et lui, le fort parmi les forts,

lui, qui d’un peuple rompt la chaîne,

succombera sous mes efforts!


Samson & Dalila, Op. 47

Camille Saint-Saëns (1835-1921)

13. Mon cœur s’ouvre à ta voix

Mon cœur s’ouvre à ta voix,

comme s’ouvrent les fleurs

aux baisers de l’aurore!

Mais, ô mon bien-aimé,

pour mieux sécher mes pleurs,

que ta voix parle encore!

Dis-moi qu’à Dalila

tu reviens pour jamais;

redis à ma tendresse

les serments d’autrefois,

ces serments que j’aimais!

Ah! réponds à ma tendresse!

Verse-moi l’ivresse!

Ainsi qu’on voit des blés

les épis onduler

sous la brise légère,

ainsi frémit mon cœur,

prêt à se consoler,

à ta voix qui m’est chère!

La flèche est moins rapide

à porter le trépas,

que ne l’est ton amante

à voler dans tes bras!

Ah! réponds à ma tendresse!

Verse-moi l’ivresse!

Arie

Giacomo Puccini (1858-1924)

14. O mio babbino caro.

O mio babbino caro,

mi piace, è bello, bello;

vo’andare in Porta Rosa

a comperar l’anello!

Si, si ci voglio andare!

e se l’amassi indarno,

andrei sul Ponte Vecchio,

ma per buttarmi in Arno!

Mi strugo e mi tormento!

O Dio, vorei morir!

Babbo, pietà, pietà!

babbo, pietà, pietà!

RECITAL der ROMANTIK

Christine Vallon

Konzertsängerin und Hochschuldozentin

Die Stuttgarter Altistin Christine Vallon

studierte nach dem Abitur Schulmusik für

das Lehramt am Gymnasium, Diplom-

Gesangspädagogik und Künstlerische Ausbildung

in Trossingen, St. Gallen und

Stuttgart.

Ihre Lehrer waren Prof. Josef Sinz für

Gesang, Prof. Wolfgang Kübler für Liedgestaltung

und Adelheid Krauss für Oper.

Später studierte sie bei Alois Treml und

Kammersängerin Helene Schneiderman,

beide bei der Staatsoper Stuttgart.

Nach einer Tutorentätigkeit an der Musikhochschule

Trossingen lehrt sie seit 1999 als

Hochschuldozentin für Gesang und Stimmbildung

an der Pädagogischen Hochschule

Ludwigsburg.

Als Konzertsängerin mit Schwerpunkt Lied

und Oratorium trat sie als Altsolistin bei der

Uraufführung der Kantate Alenberg von

Brent McCall in Donaueschingen, ebenso

in Opernproduktionen wie Der bekehrte

Trunkenbold von Gluck und in zahlreichen

Kirchenkonzerten, Hochschulkonzerten und

Liederabenden in Deutschland und im europäischen

Ausland auf.

Im Jahr 2006 veranstaltet „Die Zeit“ eine

große „Exklusiv-Lese-Konzert-Reise“ mit

ihr, die sie von München über Bozen, Bardolino

und Verona nach Venedig führt.

Guido Mödersheim

Pianist

Guido Mödersheim studierte an der

Musikhochschule Freiburg, der Eastman

School of Music in Rochester, New York und

der Ecole Normale de Musique Alfred

Cortot in Paris. Er spielte Konzerte in verschiedenen

Ländern Europas und den USA

und trat als Solist u.a. mit den Bamberger

Symphonikern auf. Er widmete sich besonders

der Erarbeitung von selten zu hörendem

Repertoire und spielte neben zahlreichen

Rundfunkaufnahmen auch CDs mit

Werken von Marcel Dupré und Jehan Alain

ein. Als Dozent für Klavier wirkte er an der

Musikhochschule Freiburg, der Justus-Liebig-

Universität Giessen und der Pädagogischen

Hochschule Ludwigsburg.

Christoph Schanze

Pianist & Dirigent

Christoph Schanze, geboren 1982 in

Tübingen, studiert seit seinem Abitur 2001

Germanistik an der Universität Tübingen

sowie Schulmusik an der Staatlichen Hochschule

für Musik in Trossingen mit den

Hauptfächern Klavier bei Gernot Hanschke

und Gesang bei Prof. Andreas Reibenspies.

Bei zahlreichen Konzerten im süddeutschen

Raum sowohl als Pianist als auch als Dirigent

hat er sich in den letzten Jahren einen guten

Ruf erworben.

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