Mittendrin statt außen vor - Karlshöhe Ludwigsburg

karlshoehe

Mittendrin statt außen vor - Karlshöhe Ludwigsburg

Evelin Rauschmaier, Künstlergruppe „Geistreich“

Karlshöhe Ludwigsburg

Schirmherrin: Eva Luise Köhler Berichte – Einblicke – Informationen

hier können noch ein paar

Zitate aus der jeweiligen

Epoche stehen

Jahresbericht

2007


Zum Titel

Das Titelbild „Tänzerin“ ist von Evelin Rauschmeier. Sie gehört zur Künstlergruppe

„Geistreich“. Dort engagiert sich der Grafiker Andreas Lochmann, der es in besonderer

Weise versteht, geistig oder körperlich behinderten Menschen verborgene Talente zu

entlocken. In mehreren Ausstellungen, zuletzt beim Bürgerfest im Ortsteil Sonnenberg,

wurden die erstaunlichen Ergebnisse bereits gezeigt.

Wenn Sie festgestellt haben...,

...dass Sie die Karlshöher Publikationen nicht mehr benötigen, können Sie uns dies auf

beiliegender Postkarte oder info@karlshoehe.de mitteilen. Ebenso können Sie uns informieren,

wenn sich Ihre Adresse geändert hat oder Sie mit einer Kurzversion einverstanden

sind.

Impressum

Herausgeber: Pfarrer Frieder Grau, Direktor

Redaktion: Diakon Jörg Conzelmann, Marianne Raden

Satz und Layout: coxorange – all media publishing, Mundelsheim

Repro und Druck: Reichert GmbH, Kornwestheim

Stand: September 2007


Inhaltsverzeichnis

Seite 2 Impressum

Seite 4 Vorwort des Verwaltungsratsvorsitzenden

Schwerpunkt: Mittendrin statt außen vor

Seite 5 Mittendrin statt außen vor – Frieder Grau

Seite 8 Suchet der Stadt Bestes – Werner Spec, Frieder Grau

Seite 10 Auf dem Weg zur Inklusion – Gerhard Gasser

Seite 13 Karlshöhe 2014 – Strategische Rahmenziele des Vorstands

Seite 14 Das Altenpflegeheim der Karlshöhe – Bruno Kneisler

Seite 16 Diakonie im geistlichen Leben der Kirchengemeinden – Klaus-Dieter Kottnik

Seite 21 Mittendrin – nicht außen vor

Die Abteilungen im Jahresrückblick

Seite 23 Diakonische Einrichtungen

Seite 27 Diakonische Bildung

Seite 28 Diakonieverband

Seite 29 Zentrale Abteilungen

Streiflichter aus den Jahren 2006 und 2007

Seite 33 August bis Dezember 2006

Seite 36 Januar bis Juli 2007

Seite 41 Zahlen und Fakten

Seite 44 Anschriften und Leitung


Foto: Privat

Vorwort

Liebe Leserin, lieber Leser,

es ist der christliche Auftrag der Karlshöhe,

Menschen vom Rand in die Mitte

der Gesellschaft zu führen, so dass auch

sie Teil des Ganzen werden. Viele Menschen

erleben Tag für Tag, was es bedeutet,

außen vor zu sein und nicht dazu zu

gehören. Sie sind ohne Arbeit, haben kaum

Geld, sind krank, pflegebedürftig oder

behindert, es fehlt ihnen an einem sozialen

Beziehungsnetz.

Genau da setzt die Karlshöhe an.

Sie will aber auch den Menschen, die mittendrin

sind, die Angst nehmen vor denen,

die noch draußen stehen. Diese Aufgabe

kann die Karlshöhe nicht allein bewältigen,

sie braucht dafür starke Verbündete

(Kostenträger, Spender, Ehrenamtliche,

Vereine usw.), deren Herz für die Schwächeren

schlägt und die wissen, dass eine

Gesellschaft nur so stark ist wie ihr

schwächstes Mitglied. Das schwache Mitglied

muss deshalb als allererstes gestärkt

werden!

Die Karlshöhe und die von ihr betreuten

Menschen brauchen Gegenüber, die nicht

bei den ersten Anzeichen einer konjunkturellen

Abschwächung sofort den Sozialhaushalt

zusammenstreichen, sondern

sich auch in solch einer Situation persönlich

einsetzen.

Die Karlshöhe braucht vor allem Freunde

und Unterstützer – wie Sie.

Ich selbst bin seit über 25 Jahren im Verwaltungsrat

der Karlshöhe, davon 15 Jahre

stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender

(derzeit Vorsitzender) und Vorsit-

zender im Finanzausschuss. In diesem

Zeitraum hat es immer wieder schwierige

Fragen gegeben, die zu lösen waren.

Gerade aber das hat die Aufgabe interessant

gemacht. In diesen Monaten wird das

fast vierzig Jahre alte Haus auf der Wart

saniert. Hier werden Menschen mit besonderen

sozialen und psychischen Schwierigkeiten

betreut. Derzeit sind es 40 Männer

und Frauen.

Die Karlshöhe braucht Partner, die ihr helfen,

benachteiligte Menschen in ihre Mitte

zu nehmen.

Roland Zirn

Vorsitzender des Verwaltungsrates

Am 27. September 2007 wird Roland Zirn als Mitglied

und Vorsitzender des Verwaltungsrats verabschiedet.

Die Entwicklung der Karlshöhe in den

letzten 25 Jahren ist ohne ihn nicht denkbar.


Von Frieder Grau

Theologischer Leiter

Foto: Michael Fuchs

Schwerpunkt:

Mittendrin statt außen vor

Auf den folgenden Seiten gehen Frieder Grau, Gerhard Gasser, Bruno Kneisler und der

Präsident des Diakonischen Werkes der EKD, Klaus-Dieter Kottnik, der Frage nach, was

es bedeutet, benachteiligte Menschen auf ihrem Weg in die Mitte zu begleiten.

„Sie steht mitten im Leben“ – so sagt man

von einer Frau, die erfolgreich, kontaktfreudig,

leistungsstark und gesund ihr Leben

gestaltet. Man muss ja nicht ganz im

Mittelpunkt stehen. Teilhaben am Leben,

dabei sein, mit gestalten – das macht das

Leben lebenswert. „Er ist außen vor“ – wer

ist das gerne. Schon zu der Apostel Zeiten

gehörte es zu den größten Kränkungen,

übersehen zu werden, an den Rand zu geraten

(Apostelgeschichte 6, 1).

Die Erfahrung, an den Rand zu geraten

oder gedrängt zu werden, machen viele

Menschen in unserer Gesellschaft, auch

solche, die einmal mittendrin waren. Ob

und in wie weit diese Menschen sich selbst

nach „außen vor“ manövriert haben oder

Opfer sind, darüber lässt sich streiten.

Jedenfalls haben sie dann keinen Anteil

an Bildung, Wohlstand, gesellschaftlicher

Teilhabe. Das sind

• Kinder, die von Verwahrlosung oder

Armut bedroht sind,

• Jugendliche, die keinen Hauptschulabschluss

schaffen, vor allem solche mit

Migrationshintergrund,

• Jugendliche mit einer Körperbehinderung,

die bei der Ausbildung außen

vor bleiben, weil sie später kaum vermittelbar

sind auf dem Arbeitsmarkt,

• Langzeitarbeitslose, die auch bei boomender

Konjunktur keinen Arbeitsplatz

bekommen oder durchhalten,

• Wohnsitzlose und therapieresistente

Suchtkranke, die mitten in unseren

Städten anzutreffen sind, und doch

vollkommen außen vor bleiben,

• ältere Menschen mit Pflegebedarf, die

nicht zu den fitten Alten gehören, und

empfinden, überflüssig zu sein und

der Gemeinschaft zur Last zu fallen.

Für die Diakonie, für die Karlshöhe Ludwigsburg,

gehören diese Menschen in die

Mitte. Diakonie wendet sich nicht nur den

an den Rand Geratenen mildtätig zu, sondern

holt sie in die Mitte. Was heißt das?

Diakonie macht sich den Blickwinkel

Gottes zu eigen:

Bei Gott hat jeder Mensch eine in seiner

Geschöpflichkeit und Gottesebenbildlichkeit

begründete unzerstörbare Würde (1.

Mose 1, 27). Nicht zufällig beginnen viele

Heilungsgeschichten im Neuen Testament

damit, dass ein Mensch vom Rand in die

Mitte geholt oder gebracht, angesehen

und angesprochen wird. Den Armen und

den Letzten gehört zuerst das Reich Gottes.

Im Reich Gottes nehmen sie einen

Ehrenplatz ein.

„Wir stellen uns an die Seite von Menschen,

deren Würde bedroht ist. Dabei

trägt und inspiriert uns die Verkündigung

von Jesus Christus. Gottes Zuwendung

zu uns macht uns stark für Menschen

in Notlagen. Sein Geist gibt uns

Hoffnung, die weiter reicht als unsere

Möglichkeiten.“

aus dem Karlshöher Leitbild


Schwerpunkt:

Mittendrin statt außen vor

Diakonie versteht sich als Anwalt

der an den Rand Geratenen:

Kürzlich hat ein Politiker uns gebeten,

dieses noch viel radikaler und deutlicher

zu tun. Solche Deutlichkeit ist nicht zu

verwechseln mit einem Verbalradikalismus

von vollmundigen Verlautbarungen

oder mit billigen Anklagen an gesellschaftliche

Institutionen wie Sozialämter

oder Arbeitsagenturen. Solche Radikalität

stellt sich beharrlich und unmissverständlich

an die Seite der von Wohlstand, Bildung

und Arbeit Ausgeschlossenen.

Die diakonische Arbeit der Karlshöhe

ist ausgerichtet auf Teilhabe

(Inklusion), nicht nur auf Fürsorge:

Was das konkret heißt, können Sie ab Seite

10 im Beitrag von Gerhard Gasser lesen.

Unsere Gesellschaft braucht Arbeitsplätze

auch für leistungsschwächere

Menschen:

Gewiss, sie braucht auch gestaltungsaktive

Mitglieder und Diakonie muss gestalterisch

und leistungsstark am Sozialmarkt

präsent sein, um ihre Arbeit erfolgreich

zu tun. Aber würde es den Starken nicht

gut tun, immer wieder aus der Mitte heraus

zu treten, um denen, die nach Gottes

Willen zuerst in die Mitte gehören, Platz

zu machen? Würde es der Diakonie nicht

gut tun, solche Menschen so in die Mitte

zu holen, dass sie im Bereich des Möglichen

in unseren Unternehmen Beschäftigung

und damit Bestätigung finden?

„12.241 Euro an Spenden sind 2006 für

das Karlshöhen-Projekt ‚Arbeit neu

begreifen’ zusammengekommen...Seit

Ende Januar wäre Oleksandr Dimerli arbeitslos,

hätte es die Spendenaktion der

Karlshöhe nicht gegeben.“

Stuttgarter Zeitung, 16. Februar 2007

Diakonie weiß: Der Mensch zuerst!

Auch Diakonie ist den Gesetzen der Fallpauschalen,

Leistungsstandards usw. unterworfen:

Diese Standards wurden ja im

Interesse der betroffenen Menschen eingeführt.

Sie drohen aber ein Eigenleben zu

gewinnen, so dass die Erfüllung des Standards

und die Dokumentation der Leistung

wichtiger wird als der konkrete Mensch.

Barrierefreie Sprache?

Die Rehabilitationsträger nach § 6 Abs.

1 Nr. 1 bis 5 vereinbaren gemeinsame

Empfehlungen zur Sicherung und

Weiterentwicklung der Qualität der

Leistungen, insbesondere zur barrierefreien

Leistungserbringung, sowie

für die Durchführung vergleichender

Qualitätsanalysen als Grundlage für

ein effektives Qualitätsmanagement

der Leistungserbringer. §13 Abs. 4 ist

entsprechend anzuwenden. Die Rehabilitationsträger

nach §6 Abs. 1 Nr. 6 und 7

können den Empfehlungen beitreten

(SGB IX - § 20 Qualitätssicherung)

Bei der Nachmittagsveranstaltung „Mittendrin

statt außen vor“ des Jahresfestes

berichtete eine Bewohnerin aus der Wohntrainingsgruppe

Aldinger Straße vom selbständigen

Einkaufen und Weg zur Arbeit,

vom eigenverantwortlichen Putzen und

gemeinsamen Ausfüllen von Formularen.

„Wie eine Politikerin im Fernsehen“, gratulierte

ihr ein Mitbewohner. Sie konnte stolz

sein auf ihre Leistungen und auf ihr erstes

Interview: Mittendrin statt außen vor!

Freude am Leben: Kinder brauchen gute

Erlebnisse, gemeinsame Erfahrungen, echte

Vorbilder, Freiheit und Grenzen, um sich selbst

zu entdecken und andere zu respektieren


Foto: Karlshöhe / Jugendhilfe


Mitten in der Stadt: Die Karlshöhe kommt

mit immer mehr Angeboten in die Stadt

und die Region

„Suchet der Stadt Bestes“

Auszüge aus der Dialogpredigt im Festgottesdienst

am Jahresfest in der Karlshöher

Kirche von Oberbürgermeister

Werner Spec und Pfarrer Frieder Grau.

Grau: „Suchet der Stadt Bestes“ – das ist

Gottes klarer Befehl an uns Christen. Also

nicht „Hauptsache unser geistliches Leben

stimmt“ oder „Hauptsache wir als Karlshöhe

können unsere diakonische Arbeit

ungehindert machen“, sondern unser

geistliches Leben stimmt, wenn wir der

Stadt Bestes suchen. Zu unserer diakonischen

Arbeit als Karlshöhe gehört essentiell,

dass wir uns für das soziale Gesicht

unserer Stadt Ludwigsburg einsetzen. Aber

was ist das Beste für Ludwigsburg? Dazu

müssen wir in den Dialog mit den Verantwortlichen

der Stadt treten.

Foto: Jörg Conzelmann

Suchet der Stadt Bestes, dahin ich

euch habe wegführen lassen, und

betet für sie zum HERRN; denn

wenn‘s ihr wohlgeht, so geht‘s

auch euch wohl.

Jeremia 9,

Spec: Zu den größten Herausforderungen

für unsere Stadt gehört die Integration von

Menschen mit Migrationshintergrund. Für

viele dieser Menschen ist ihre Religion ein

wichtiger Bestandteil ihrer Identität –

gerade im fremden Umfeld. Sie suchen

Halt in ihrer Religion, um nicht in der Liberalität

der westlichen Konsumgesellschaft

den Halt zu verlieren. Oft wird die Religion

dann – gewollt oder ungewollt – zu einem

Instrument der Abgrenzung und Abschottung.

Wie sehen das die Kirchen?

Grau: Die Haltung der Christen unterscheidet

sich oft kaum von der übrigen Gesellschaft:

Entweder ist man tolerant, wird

zuweilen indifferent und beliebig, oder

man ist abgrenzend und schürt subtil die

Ängste vor Überfremdung. Christen sollten

die Herausforderung des echten Dialogs

aufgreifen. Bei aller Unterschiedlichkeit

zwischen Islam und Christentum – der

Glaube an einen Gott, die Bedeutsamkeit

des Glaubens als Lebenshalt bildet eine

Brücke. Der Evangelischen Fachhochschule

auf dem Karlshöher Gelände bin ich sehr

dankbar für das Bemühen um den Dialog

zwischen den beiden Religionen. So

könnten die Kirchen viel mehr zur Integration

auch in unserer Stadt beitragen.


9 Partner am Zug: Mit diesen Plakatmotiven (s. a. S. 10 und 11 unten)

wirbt die Karlshöhe in S-Bahnzügen für ihre Arbeit;

Wensauer & Partner haben die Motive entworfen, die S-Bahn

Stuttgart die Plakate in die Wagen gebracht – kostenlos!


Von

Gerhard Gasser

Diakonischer Leiter

0

Foto: Michael Fuchs

Mittendrin statt außen vor

– auf dem Weg zur Inklusion

Das Motto des Jahresfestes „Mittendrin statt außen vor“ beschreibt, wie sich innerhalb

des Evangelischen Fachverbandes Behindertenhilfe im Diakonischen Werk

Württemberg die Eingliederungshilfe in der Bundesrepublik weiterentwickelt: Vom

Ort zum Leben der Einrichtungsdiakonie zum Leben im Ort – mittendrin.

Um was geht es bei der Inklusion?

Der in Deutschland relativ neue Begriff

„Inklusion“, der allerdings von der Ev. Fachhochschule

Reutlingen-Ludwigsburg schon

seit Jahren gebraucht wird, reicht über die

Normalisierungs-, Selbstbestimmungs- und

Integrationsdiskussion hinaus und ist zu

verstehen als ein Anknüpfungspunkt für

eine notwendige gesamtgesellschaftliche

Entwicklung auch in der Bundesrepublik.

Inklusion kann wörtlich mit „Einschluss /

Einbeziehen“ übersetzt werden. Dabei geht

es nun nicht um ein neues pädagogisches

Konzept oder neue heilpädagogische Maßnahmen.

Inklusion steht vielmehr für

• eine Betrachtung gesellschaftlicher

Gegebenheiten,

• eine neue Sichtweise auf Behinderung

und

• einen daraus folgenden Perspektivenwechsel

in der Sozial- und Rehabilitationspolitik.

Behinderte müssen sich demnach nicht

einfach in gesellschaftliche Strukturen einpassen,

vielmehr müssen auch Strukturen,

die Barrieren darstellen und dadurch

Behinderung und Ausgrenzung erst produzieren,

so verändert werden, dass Teilhabe

für Menschen mit Behinderung möglich

ist. Die Stärkung ambulanter Unterstützungselemente

ist dabei ein wichtiger

Schritt auf dem langen Weg zur Inklusion.

Damit dieser Weg überhaupt gelingen

kann sind alle – Bund, Länder und Kommunen

– gefordert, eine Inklusionskultur und

die Aufnahmebereitschaft unserer Gesell-

schaft für benachteiligte Menschen nachhaltig

weiterzuentwickeln.

Es ist also das Ziel, dem „Selbstbestimmungsrecht

für Menschen mit Behinderung“

mehr Spielräume zu eröffnen und ihnen

einen Platz in der Mitte der Gesellschaft zu

sichern. Eben wie es das Jahresmotto formuliert:

Mittendrin statt außen vor“.

Mit eigenen Händen: Im Wohntraining lernen

Menschen mit einer geistigen Behinderung, Schritt

für Schritt selbständiger zu werden

Foto: Jörg Conzelmann


Beim Projekt „Leben im Ort“...

... geht es hauptsächlich um die Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit einer geistigen

Behinderung am „ganz normalen Leben“. Als Teil des Gemeinwesens sollen sie Zugang und Kontakt

zu Bürgern, Unternehmen und Vereinen haben.

Das Projekt läuft seit 00 und noch bis 00 und wurde vom Ev. Fachverband Behindertenhilfe im

Diakonischen Werk Württemberg zunächst konzipiert und jetzt betreut. Grundlage bei der modellhaften

Weiterentwicklung ist die Konzeption „Vom Ort zum Leben zum Leben im Ort“ des Fachverbandes

Behindertenhilfe. „Leben im Ort“ wird derzeit an Orten in Stadt- und Landkreisen in

Württemberg erprobt, wissenschaftlich begleitet von der Evang. Fachhochschule Reutlingen-Ludwigsburg.

Die Karlshöhe Ludwigsburg ist am Projekt „Leben im Ort“ mit dem Angebot „Wohntraining“ in der

Aldinger Straße beteiligt.

Was bedeutet der Weg zur Inklusion im

Blick auf die Entwicklung der Stiftung

Karlshöhe?

Perspektiven 2014

Der Vorstand hat zur Weiterentwicklung

der Stiftung Karlshöhe Ludwigsburg Rahmenziele

für 2014 erarbeitet, die der Verwaltungsrat

mittlerweile bestätigt hat.

„Teilhabe und Selbstbestimmung“ spielen

dabei eine wichtige Rolle, insbesondere im

Hinblick auf die Arbeit der Jugendhilfe

und Behindertenhilfe oder die Sterbegleitung

im Altenpflegeheim.

Teilhabe am Leben „mittendrin statt außen

vor“, möglichst selbstbestimmt in der

jeweiligen Lebenssituation als Kind,

Jugendlicher, Erwachsener oder pflegebedürftiger

Mensch im Altenpflegeheim: Das

ist der „Rote Faden“ der konzeptionellen

Weiterentwicklung in allen diakonischen

Einrichtungen der Stiftung Karlshöhe.

Wie sieht diese Teilhabe konkret aus?

Die politische Entscheidung, uns an der

„Sozialen Stadt Grünbühl / Sonnenberg /

Karlshöhe“ zu beteiligen, macht deutlich,

dass wir uns nicht als „Getto oder Insel“

hinter dem Salonwald verstehen, sondern

als Teil, als Stadtteil von Ludwigsburg.

Seit Jahren sind wir schon in unterschiedlichen

Stadtteilen, so auch in Grünbühl /

Sonnenberg tätig. Die Jugendhilfe bietet

im Sonnenberg soziale Gruppenarbeit an

und ist in der Schule in Grünbühl mit dem

Migrationsprojekt „Oase“ beteiligt.

Mit der Außenwohngruppe, dem Ambulant

Betreuten Wohnen und Büroräumen

ist das Wohnheim für Menschen mit geistiger

Behinderung ebenfalls im Sonnenberg.

Im Rahmen des Projekts „Leben im

Ort“ finden Integrationsbemühungen mit

den dortigen Angeboten der Kirchengemeinde,

des Sportvereins und beim bürgerlichen

Engagement dieser Teilgemeinde

statt. Mitarbeiter der Jugendhilfe

und des Wohnheims für Menschen mit

geistiger Behinderung waren aktiv bei der


Mit Leib und Seele:

Karlshöhe-Bewohner

Salvatore Pugliese

spielt in der Brenz-

Band und ist immer

mittendrin

Mittendrin statt außen vor

– auf dem Weg zur Inklusion

Vorbereitung des zweiten Stadtteilfestes

dabei, Jugendliche aus der Jugendhilfe und

behinderte Menschen beteiligten sich am

Programm des Sommerfestes. Im Gegenzug

nahm die Stadt Ludwigsburg am Jahresfest

der Karlshöhe teil und informierte

die über 3000 Besucher über das Vorhaben

Soziale Stadt. An zusätzlichen Projekten

für die Soziale Stadt wirken die Jugendhilfe,

das Therapeutische Reiten und das

Haus auf der Wart mit.

Über das Engagement bei der Sozialen

Stadt hinaus setzen sich verschiedene Diakonische

Einrichtungen der Karlshöhe in

der Stadt Ludwigsburg und im ganzen

Landkreis mit eigenen Projekten und Kooperationen

für die gesellschaftliche Teilhabe

ein. Wir wirken an unterschiedlichen

Entwicklungsprozessen und bei der

Zukunftswerkstatt der Stadt Ludwigsburg

mit. Wir sind bei der Weiterentwicklung

des gemeindepsychiatrischen Verbundes

im Landkreis beteiligt, haben Schulsozial-

arbeiter an den städtischen Schulen, gehören

zur Liga der Freien Wohlfahrtspflege

im Landkreis und sind in verschiedene

Fachverbände impulsgebend eingebunden.

Das Engagement in allen Bereichen soll

zur Verbesserung der Teilhabe und der

Ausgestaltung eines selbstbestimmten

Lebens für Menschen in Not beitragen.

Auch in Zukunft wollen wir mithelfen, die

notwendigen Rahmenbedingungen zu

schaffen. Dann können Menschen in ihrer

jeweiligen Lebenssituation möglichst

selbstständig am gesellschaftlichen Leben

teilnehmen.

Wir sind dankbar für Kooperationspartner

und Weggefährten auf diesem langen Weg

einer konzeptionellen Weiterentwicklung

zur Betreuung und Versorgung alter, pflegebedürftiger

und behinderter Menschen

in Baden-Württemberg.

Foto: Reiner Pfisterer


Am 21. April 2007 legte der Vorstand der Karlshöhe dem Verwaltungsrat die Rahmenziele

für 2014 vor. Sieben Jahre sind ein zugleich symbolischer und überschaubarer

Zeitraum. Die Gliederung orientiert sich an den acht Herausforderungen des Leitbilds.

Nach ausführlicher Diskussion fanden diese Rahmenziele die einhellige Unterstützung

des Verwaltungsrats.

In diesen Rahmenzielen heißt es unter anderem:

– Das Ziel „Inneres Wachstum geht vor äußere Expansion“ hat die Marktstellung der

Karlshöhe Ludwigsburg als diakonisches Unternehmen gestärkt.

– Die Bereiche „Diakoniewerk, Diakonieverband und Diakonische Bildung“ sind in

der Kombination ausgewiesenes Markenzeichen der Karlshöhe.

– Die Karlshöhe Ludwigsburg beobachtet aufmerksam den Markt. Sie ist in allen Arbeitsfeldern

offen für ein behutsames Wachstum. Weiterentwicklungen neuer Angebote

erfolgen projektbezogen und in strategischen Kooperationen mit geeigneten

Partnerinnen und Partnern.

– Die Karlshöhe Ludwigsburg als Teil der örtlichen Kirchengemeinde gestaltet den

Austausch zwischen Diakonie und Kirchengemeinden aktiv mit.

– Die Karlshöhe Ludwigsburg ist in der Stadt Ludwigsburg integriert und spielt eine

bedeutende Rolle als Impulsgeber, Dienstleister und Initiator von Projekten zur Integration

von Menschen mit Migrationshintergrund und zur Verbesserung des sozialen

Miteinanders. Sie leistet wichtige Beiträge zum kulturellen Leben.

Klares evangelisch-diakonisches Profil

Professionell vernetzt

Gesundes Wachstum

Hohe, gesicherte Qualität

Vielfalt als Stärke

Zeitgemäß innovativ

Attraktiver Lebens- und Arbeitsraum

Ein Modell bundesweit

Starker diakonischer Imageträger

An der Spitze der Entwicklung

Karlshöhe 2014

Strategische Rahmenziele des Vorstands

In die Gesellschaft eingebettet und initiativ

Mit nebenstehenden elf Punkten fasst

Christa van Winsen, qualifizierte externe Beraterin,

ihr Zukunftsbild der Karlshöhe zusammen


Von Bruno Kneisler

Leitender Kreisverwaltungsdirektor

Foto: Privat

Mittendrin:

Das Altenpflegeheim der Karlshöhe

Im Jahr 1879 entstand auf der Karlshöhe ein Männerheim, das für chronisch Kranke

und alte Offiziere, Beamte und Pfarrer sorgte. Aus diesem „Männerheim am Salon“ ist

heute ein modernes Altenpflegeheim „Haus am Salon“ geworden, das mit seiner

gerontopsychiatrischen Ausrichtung zur Versorgung Demenzkranker moderne und

innovative Wege in der Pflege geht.

Auch in Ludwigsburg werden die Menschen

immer älter und in manchen Fällen ist es

nicht mehr möglich, die notwendige Pflege

und Versorgung im häuslichen Bereich zu

erbringen. Den Angehörigen oder Freunden

bleibt dann oft nichts anderes übrig, als

nach einem Pflegeplatz zu suchen. Hier hat

die Karlshöhe mit ihrem Angebot einen guten

Ruf, eingebettet in verschiedenartige

Einrichtungen, mit einem eigenen Gemeindeleben,

aber auch mit einer großen Öffnung

ins Gemeinwesen nach außen. Bemerkenswert

ist, dass es schon seit Jahrzehnten

zur Konzeption der Karlshöhe gehört, Ehrenamtliche

ins Haus reinzubitten, die Arbeit

der Pflegekräfte transparent zu machen

und auf Wünsche und Anregungen

der Bewohner, der Angehörigen und Ehrenamtlichen

einzugehen. Ein offenes Haus also,

in dem auch der seelsorgerische Bereich

und das menschliche Miteinander nicht zu

kurz kommen. Schon vor vielen Jahren hat

mich besonders beeindruckt, dass auch am

Ende des Lebens niemand allein ist. Dies ist

in der heutigen Zeit leider nicht selbstverständlich,

dass das Sterben „mittendrin“ in

der Gemeinschaft ermöglicht wird und

nicht außen vor bleibt. So erlebte ich es

auch im privaten Bereich und es erfüllte

mich mit großer Dankbarkeit.

Durch die Einführung der Pflegeversicherung

haben sich die Strukturen der Pflegeheime

grundlegend geändert. Anerkannte

Pflegebedürftigkeit ist Voraussetzung für

Leistungen der Pflegeversicherung. Oft ziehen

die Menschen mit äußerst schwierigen

gesundheitlichen Zuständen ins Heim ein.

Die Verweildauer im Haus wird immer kür-

zer. Dies stellt hohe Anforderungen an das

Personal und an die ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen.

Auch vor diesem Hintergrund

ist es sehr wichtig, dass ein Haus für alte

Menschen, die Hilfe und Pflege benötigen,

nach außen geöffnet ist. Die Aufgabe der Altenpflege

in unserer Gesellschaft wird hier

gemeinsam getragen. Das Pflegeheim der

Karlshöhe gehört in das Bild der Stadt Ludwigsburg

und gehört zum Bild der Karlshöhe.

Bei der Struktur und der menschlichen

Zuneigung, die die hilfebedürftigen Menschen

in diesem Haus erfahren, kann nicht

davon geredet werden, dass hier alte Menschen

in ein Heim abgeschoben werden. Die

täglichen Besuche der Angehörigen, Freunden

und Nachbarn zeigen, dass die hochbetagten

Menschen mittendrin stehen und leben,

aber nicht auf eine grüne Wiese abgeschoben

wurden. Das Gemeinwesen selbst,

das sind auch die Bürgerinnen und Bürger

in der Nachbarschaft, sehen die Notwendigkeit

der Einrichtung und unterstützen das

Angebot.

Aus Sicht eines Kostenträgers, aber auch

eines Mitgliedes des Verwaltungsrats der

Stiftung Karlshöhe, wünsche ich mir, dass

das Altenpflegeheim der Karlshöhe auch in

Zukunft von sich und seinen Bewohner/innen

behaupten kann, dass sie mittendrin im

Leben sind und auf keinen Fall außen vor.

Um das zu erhalten, richte ich die Bitte an

die Bevölkerung, weiterhin das Altenpflegeheim

„Haus am Salon“ als ihr Haus zu betrachten.

Nur gemeinsam kann die Aufgabe

der Altenpflege auch künftig gelingen. Die

Mitarbeiter/innen werden dies dankbar aufnehmen

und den Bewohner/innen einen gesegneten

Lebensabend ermöglichen.

Raus ins Leben: Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen

im Altenheim sorgen für behutsame Abwechslung

-– Gespräche, Ausflüge, Spaziergänge gehören dazu


Foto: Karlshöhe/Altenheim


Von

Klaus-Dieter Kottnik

Platz für Kirche:

Gottesdienste, Andachten,

Musik und Veranstaltungen

machen die Karlshöher

Kirche zum lebendigen

Ort für die christliche

Gemeinschaft

Foto: Anke Jacob / DWEKD

Diakonie im geistlichen

Leben der Kirchengemeinden

Bei der Auftaktveranstaltung zum Jahresfest

ging der Präsident des Diakonischen

Werkes der EKD in seinem hier

gekürzt wiedergegebenen Vortrag auf

das Zusammenspiel zwischen Diakonie

und Kirchengemeinde ein.

1. Mittendrin statt außen vor – Wer ist

gemeint?

(...) Ursprünglich hieß das Thema einmal:

„Welche Bedeutung haben Ortsgemeinden

für das geistliche Leben in diakonischen

Diensten und Einrichtungen?“ Daraus

wurde dann „Gemeinde braucht Diakonie

– Diakonie braucht Gemeinde“ und im Flyer

steht jetzt: „Mittendrin statt außen vor

– Diakonie im geistlichen Leben der Gemeinden“.

Dieser Entwicklungsprozess

wirft eine ganz typische Frage für das Verhältnis

zwischen Diakonie und Gemeinde

bzw. Kirche auf:

Wer muss eigentlich auf wen zugehen?

Wer braucht den Anderen eigentlich nötiger?

Wer ist drinnen? Wer ist draußen?

Die Diakonie, mittendrin im Leben, in der

Wirtschaft, in der Medizin, in allen sozialpolitischen

Fragen, aber auch Anwalt für

Menschen, die eher am Rand der Gesell-

Foto: Jörg Conzelmann


schaft leben... Die großen Einrichtungen,

oft am Rande der großen Städte, als Gegenentwurf

zur normalen Welt.

Die Kirche, mittendrin im Leben, in jedem

Dorf, in den wesentlichen Lebensetappen

eines Menschen: Taufe, Konfirmation,

Hochzeit, Beerdigung – jedenfalls hier in

Württemberg. In Berlin sieht das schon

ganz anders aus. Da wird Kirche zur Minderheit,

muss ihre Relevanz für das Leben

von Menschen ganz anders plausibel machen,

da bekommt man schon auch das

Gefühl von „außen vor“. (...)

2. Sind Diakonie und Kirche nicht nur

zusammen christliche Gemeinde?

Einer der für mich wesentlichen Grundtexte

für die Diakonie ist das Gleichnis

vom Gastmahl (Lk. 14,15-24; Mt. 22,1-14):

Ein Mann lädt zu einem Festmahl, doch

die Eingeladenen versetzen ihn, lassen

sich am Tag des Festes wegen anderer dringender

Termine entschuldigen. Als der erste

Ärger verflogen ist, schickt er seinen

Diener, anstelle der Eingeladenen die Menschen

von den Hecken und Zäunen zu holen:

Arme, Verkrüppelte, Blinde und Lahme

(Lk. 14,21). Das Besondere an diesem

Gleichnis ist, dass es auf einen begeisterten

Ausruf antwortet. Einer, der mit Jesus

zusammen war, stellt folgenden Satz in

den Raum: „Selig ist, wer im Reich Gottes

am Mahl teilnimmt!“ (Lk. 14,15). Das Gleichnis

ist also eine Antwort auf diesen steilen

Satz: Die Seligen sind möglicherweise noch

ganz Andere als die, mit denen Du rechnest!

Mittendrin und außen vor wird völlig

umgedreht!

Und in der Matthäus-Fassung stellt Jesus

folgenden Satz voran: „Mit dem Himmelreich

ist es wie mit einem König...“. Hier ist

es ein Ereignis der Verkündigung. Es erzählt

von Gott, vom Himmelreich, ist Got-

tes Wort. (...) Eine Gemeinschaft, in der Verkündigung

und Tun auseinander fallen,

wäre jedenfalls nicht die Gemeinschaft,

die Jesus mit seinen Jüngern lebte.

Sich um Arme kümmern und zugleich das

Wort Gottes verkündigen – schon in frühen

Stadien der Kirche hat man das als

Überforderung empfunden. In der Apostelgeschichte

(6,1-7) wird erzählt, dass sich

die Apostel ärgerten, weil sie sich ständig

um Arme kümmern mussten, also dauernd

mit Fragen des Organisierens beschäftigt

waren, so, dass sie gar nicht mehr zum

Verkündigen kämen. Also wählte man sieben

Männer, die sich vorrangig um die Armenpflege

kümmern sollten. Im Rückblick

meint man schon eine Trennung zwischen

Predigtamt und Armenfürsorge zu erkennen.

Vielleicht sogar eine Über- und Unterordnung.

Allerdings erleben wir Stephanus

– einen der gewählten Diakone – gleich

danach als großen Prediger (7, 1-53). Ein

Auseinanderfallen von Diakonie und Verkündigung

wird damit gerade ausgeschlossen.

Das Wort der frohen Botschaft und

das befreiende, aufhelfende Handeln erklären

sich gegenseitig. (...)

3. Diakonie ist rechtlich Teil der Kirche

(...) In drei bedeutenden Urteilen des Bundesverfassungsgerichts

wurde grundsätzlich

geklärt, dass das Engagement in einer

diakonischen Initiative oder die Arbeit einer

diakonischen Einrichtung prinzipiell

Religionsausübung sei und die Diakonie

bzw. die Caritas an den besonderen Verfassungsrechten

der Kirchen partizipiere. Alle

besonderen Freiheiten in der Diakonie,

wie der dritte Weg im Tarif- und Streikrecht,

die Rechte als Tendenzbetrieb, hat

die Diakonie nur als Teil der Kirche.


Kirche am Markt: Die Stadtkirche in Ludwigsburg

Diakonie im geistlichen Leben

der Kirchengemeinden

4. Ausdifferenzierung der Funktionssysteme:

Fluch der Autopoiesis

An Appellen zu mehr Miteinander mangelt

es nicht. Oft hören wir dabei noch den

berühmten Satz von Johann Hinrich Wichern:

„Die Liebe gehört mir wie der Glaube“.

Dabei wird allerdings meistens nicht

gesagt, dass Wichern mit seinem Programm

der Inneren Mission die Kirche

nicht zu einer diakonischeren Kirche reformieren

wollte, sondern sein Programm

mit ganz neuen Strukturen startete – nicht

gegen die Kirche, aber auch nicht unbedingt

in der Kirche. (...)

Foto: Jörg Conzelmann

Der Soziologe Niklas Luhmann hat versucht,

solche Prozesse zu analysieren und

sie in einer Systemtheorie zu beschreiben.

(...) Die erste Erkenntnis von Luhmann war

es, dass gesellschaftliche Systeme nicht

aus Menschen bestehen, aber sie sind auch

keine Summe von Menschen. Sie sind vielmehr

eine Art bestimmter gesellschaftlicher

Muster, die sich ganz unabhängig

von den Menschen im System immer wieder

ausbilden. Eine wesentliche Eigenschaft

jedes Systems ist die Eigenschaft,

seinen eigenen Fortbestand zu sichern.

Dieses Phänomen nennt Luhmann Autopoiesis.

Im Austausch mit seiner Umwelt

reproduziert sich ein System permanent

selbst. Nach innen differenziert sich ein

System in Subsystemen aus, in sogenannte

Funktionssysteme, die – wie der Name

schon sagt – für das übergeordnete System

eine bestimmte Funktion erfüllen. So verästelt

sich z. B. ein gesellschaftliches System

in immer weitere Funktionsbereiche:

in das Wirtschaftssystem oder das Rechtssystem,

das politische System, auch in ein

religiöses System.

Solche Subsysteme teilen sich dann intern

noch einmal in die Funktionen Kommunikation,

Leistung und Selbstreferenz auf. So

hat im religiösen System die Kirche eine

kommunikative Funktion für die Gesellschaft,

die Diakonie erbringt bestimmte

Leistungen für das soziale System, die Theologie

reflektiert die Funktionen nach innen.

(...) Es wird plausibel, warum eine diakonische

Initiative aus der Gemeinde, die

sie einmal angestoßen hat, heraus tritt,

schließlich anfängt ein gewisses Eigenleben

zu führen und später oft ihre Wurzeln

ganz vergisst. Umgekehrt ganz genauso.

(...) Ein Miteinander von Kirche und Diakonie

ist dieser Theorie zufolge alles andere

als erwartbar. Viel wahrscheinlicher ist es,

dass das „Subsubsystem“ Diakonie wiederum

ein „Subsubsubsystem“ zur spirituellen

Erneuerung in der Diakonie ausbil-


9

det, als dass es auf eine Kirchengemeinde

zugeht. Oder ein „Subsubsubsystem“ für

diakonische Theologie gründet, als auf bestehende

Fakultäten zuzugehen. (...)

Diesen Prozess kann man nicht durch Formeln,

wie etwa der von der „Diakonie als

Lebens- und Wesensäußerung der Kirche“,

noch durch gut gemeinte Appelle „man

müsste doch“ stoppen. Oft ist man versucht,

in den beteiligten Personen die

Schuld zu suchen, etwa in einem an Diakonie

völlig uninteressierten Pfarrer einer

Kirchengemeinde oder in einem kaufmännischen

Vorstand einer Einrichtung, der

überhaupt kein Verständnis für Kirche hat.

Aber genau das ist ein analytischer Holzweg.

Systeme bestehen nicht aus Menschen,

sondern sind Muster die sich einstellen.

Ganz genau wie sich etwa bei

einem Bergkristall ein bestimmtes Kristallgitter

immer wieder herausbildet.

(...) Wenn etwa ein evangelisches Krankenhaus

in einem Kirchenkreis oder einer Kirchengemeinde

um Mitarbeiter/innen

wirbt, dann denken Entscheidungsträger

der Gemeinden schnell: die wollen uns unsere

Ehrenamtlichen wegnehmen. Oder

wenn kirchliche Vertreter meinen, aus den

Gewinnen etwa einer Diakonie-Sozialstation

ein Projekt finanzieren zu wollen, dann

wird auf diakonischer Seite durchaus auch

gedacht: Was gehen die unsere Gewinne

an? (...)

5. Die Geschichte vom 12. Kamel: Ausbruch

aus der Autopoiesis

Ein wohlhabender Beduine hatte die Erbfolge

unter seinen drei Söhnen testamentarisch

geregelt. Es ging um die Aufteilung

seiner Kamelherde. Der Älteste, Achmed,

sollte die Hälfte des Bestandes erhalten.

Für den zweiten Sohn, Ali, war ein Viertel

vorgesehen. Dem Jüngsten, Benjamin, war

Foto: Jörg Conzelmann

nur ein Sechstel zugedacht. Uns mag das

ungerecht vorkommen. Doch niemand der

Söhne protestierte, weil der Älteste doch

zuerst für die Fortführung des Geschlechtes

verantwortlich war.

Nun hatte Krankheit kurz vor dem Tod des

Vaters die Zahl der Kamele beträchtlich dezimiert.

Als der Vater starb, waren noch 11

Kamele am Leben. Wie sollte geteilt werden?

Achmed beanspruchte unter Berufung

auf das ohnehin anerkannte Vorrecht

des Ältesten sogleich 6 Kamele. Aber das

war mehr als die Hälfte und so kam es zum

Streit und man traf sich vor dem Richter

wieder.

Würde man genau teilen, stünden Achmed,

dem Ältesten, genau 5,5 Kamele zu,

Ali, dem Mittleren, 2,75 Kamele und Benjamin,

dem Jüngsten, 1,8333 Kamele. Man

hätte 2 Kamele schlachten müssen. Doch

man brauchte ihre Kraft zum Tragen, ihren

Dung zum Feuern, ihre Milch als Nahrung

und ihre Wolle für die Kleidung. Tot

waren sie viel weniger wert. Der Richter

machte folgendes Angebot. Er sagte: „Ich

gebe Euch eines meiner Kamele. Dann

teilt. Und falls etwas übrig sein sollte, so

gebt es mir wieder.“

Nun waren es 12 Kamele. Achmed bekam

12 Kamele geteilt durch 2 = 6 Kamele anstelle

von 5,5 Kamelen. Ali bekam 3 Kamele


0

Diakonie im geistlichen Leben

der Kirchengemeinden

anstelle von 2,75 Kamelen und Benjamin

erhielt 2 Kamele anstelle von 1,8333 Kamelen.

Jeder bekam also ein lebendiges Kamel

mehr. Und 2 + 3 + 6 Kamele sind 11 Kamele

– ein Kamel war übrig: man konnte es dem

weisen Richter wieder zurück geben.

Wenn wir einmal von der mathematischen

Spitzfindigkeit des Vaters beim Aufteilen

der Herde absehen, liegt der Clou der Geschichte

in folgendem: der auf sich fixierte

Blick der drei Brüder lässt sie alle verlieren.

Der geweitete Blick macht alle zu Gewinnern.

Auf unsere Fragestellung übertragen

bedeutet das: ein System, das nur in

seinen eigenen Gesetzmäßigkeiten operiert,

steht in der Gefahr zu verlieren. Es

verliert seine Anschlussfähigkeit. (...) Das

sieht man wirklich nicht, trotz aller Anstrengungen,

trotz noch soviel guten Willens.

Es muss einen geben, der einem von

außen die Augen öffnet. Dass ein System

unter Absehung seiner Selbsterhaltungstendenzen

paradoxerweise nicht verschwindet,

sondern stärker wird, das ist eine

Paradoxie, die uns in Jesu Worten immer

wieder begegnet (Mk 8,35; Lk 18,29;

Mt 6,33).

Jesus gibt eine völlig andere Gesetzmäßigkeit

zu erkennen, ein ganz anderes Kristallgitter,

das im normalen Alltag meist

verdeckt ist. (...)

7. Kirche und Diakonie haben eine gemeinsame

Funktion für andere

(...) Die Rolle der Diakonie in der Kirche der

Zukunft ist es, Bewährungsort für Glaube

zu sein. Denn hier sind wir mit allen relevanten

Fragen in Kontakt: mit Krankheit,

Sterben, mit Sucht, mit Einsamkeit, mit

Armut und Ausgegrenztsein. (...) In diakonischen

Situationen zeigt sich, wie alltagstauglich

der Glaube wirklich ist. Weiterhin:

in der Diakonie ist der Glaube mit den

wesentlichen Wissenschaften im Gespräch:

Medizin, Psychologie, Soziologie

und natürlich auch mit der Ökonomie. Diakonie

ist so etwas wie Realitätsbezug der

Kirche zur Welt. Ohne Diakonie hätte Kirche

ein Relevanzproblem (das sie ja durchaus

auch schon hat). Wo Menschen aus

Ortsgemeinden Diakonie erfahren, wird

Theologie wieder lebendig. (...)

Die Rolle der Gemeinde wäre es, sich als

Ort zur Verfügung zu stellen, an dem Menschen

wieder mit „normaler“ Gesellschaft

in Kontakt kommen. Eine der wesentlichen

Aufgaben von Diakonie ist es für mich,

Menschen von den Rändern der Gesellschaft

wieder in ihre Mitte zu bringen.

Wenn Kirchengemeinden für diese Aufgaben

wach werden, in Diakonie Möglichkeiten

ehrenamtlichen Engagements finden,

wo Diakonie sich wiederum auf die

Interessen von freiwillig Engagierten einlässt,

da gewinnen beide ein sehr zukunftsträchtiges

Profil. (...)

Der Gewinn wird sein, dass wir hinter den

Ausdifferenzierungsstrukturen des Systems

Gesellschaft Spuren des Reiches Gottes

entdecken werden und diakonische Spiritualität

entsteht. Damit meine ich jetzt

nicht lediglich religiöse Formen, sondern

„Teilhabe an dem Geschehen des Reiches

Gottes“ (Arndt Hollweg). (...)

Wir schaffen solche Augenblicke nicht aus

uns, aber wir können Menschen zusammen

bringen, Räume schaffen, in denen

sich solche Zeichen des Reiches Gottes ereignen

können, in denen der Geist Gottes

ungehindert fließt. Und genau darum geht

es letztlich, wenn wir nach dem Verhältnis

von Diakonie und Kirche fragen.


Mittendrin – nicht außen vor

„Nachdem wir endlich alle Busse gefunden haben, die Leute alle verladen waren, sind wir mit unserer Karawa-

ne Richtung Stuttgart zum Mercedes-Benz Museum gerast. Dort sind wir durch das Restaurant reingegangen

und sind zu den Aufzügen gelaufen, die uns nach oben in den 1. Stock zum Empfang bringen sollten, um dann

mit dem nächsten Aufzug in den 8. Stock zu fahren, wo die Ausstellung ihren Anfang hat. Gleich auf der zwei-

ten Ebene habe ich mein Traumauto gefunden. Ein schöner roter Mercedes. Der große WM-Bus hat mich sehr

beeindruckt, den hätte ich am liebsten mit nach Hause genommen. Aber der war ja riesengroß. ”

Aus dem Bericht von Benjamin Dick über den Heimbeiratsausflug ins Mercedes-Benz Museum

Foto: Christoph Roß


Frage nach der Zukunft:

Die Azubis der KaufmännischenAusbildung

müssen sich auf

dem Arbeitsmarkt

doppelt bewähren

„In meinem Privatleben fühle ich mich als körperbehinderter Mensch eher mitten-

drin. In Bezug auf die Arbeitswelt ist es anders: Da fühle ich mich in meiner Arbeits-

losigkeit eher ausgeschlossen, bei allem, was man tun will, muss man irgendwie

Rechenschaft ablegen und die finanziellen Mittel für Aktivitäten sind nur sehr

begrenzt vorhanden. Durch die fehlende Tagesstruktur fällt einem da schon schnell

die Decke auf den Kopf. Die Arbeitssuche ist aufgrund von Barrieren für behinderte

Menschen schwerer als für Nichtbehinderte. Ein anderer Punkt ist die Anwesen-

heitspflicht bei Arbeitslosigkeit: Da kann ich Ludwigsburg nur selten verlassen, um

auswärtige Kontakte zu pflegen.“

Absolventin der Kaufmännischen Ausbildung im Ambulant Betreuten Wohnen des

Karlshöher Körperbehindertenzentrums

Foto: Michael Fuchs


Die Abteilungen

im Jahresrückblick

Diakonische Einrichtungen Haus auf der Wart

(Hilfen für Menschen mit besonderen sozi-

Alten- und Altenpflegeheim

Im Jahr 2006 erzielte die Einrichtung ein

ausgeglichenes Wirtschaftsergebnis. Nach

Verhandlungen mit den Kostenträgern

konnte im Januar bei den Vergütungen

eine Steigerung von 1,45 % erreicht werden.

Dabei wurde in einer konzertierten

Aktion gemeinsam mit einem Großteil

der Altenhilfeträger im Landkreis Ludwigsburg

zu Einzelverhandlungen aufgefordert,

nachdem der Kreis den Antrag auf

eine kreisweite prozentuale Erhöhung der

Vergütungen abgelehnt hatte.

Der gerontopsychiatrische Wohnbereich

im Erdgeschoss wurde mit € 35.000 aus

Spenden des Freundeskreises komplett

umgebaut. Freundliche Farben, eine

offene Wohnküche und ein neues Lichtkonzept

haben die Lebensqualität der

Senior/innen spürbar verbessert.

Mit der Diakonie-Sozialstation Ludwigsburg

und der Stiftung Evangelisches

Altenheim e.V. wurden Kooperationsverträge

geschlossen. Es sind gemeinsame

Arbeitskreise, Fortbildungen und Zusammenarbeit

in Bereichen der Öffentlichkeitsarbeit

geplant.

Mitarbeiter/innen: 91*

Bewohner/innen: 108

Altersspanne der Bewohner: 51 -98 Jahre

* Mitarbeiter/innenzahlen beinhalten neben den

Vollzeitkräften auch Teilzeitkräfte, ZDL, FSJ, Azubis

und Praktikant/innen. (s. a. S. 41)

Foto: Jörg Conzelmann

alen Schwierigkeiten, mit psychischer Behinderung

und für arbeitslose Menschen)

Das 1968 eingeweihte und stark abgewohnte

Haus erhielt nach Jahren des Wartens

die Finanzierungszusage zur umfangreichen

Modernisierung. Zunächst sollten

die Bewohner in den benachbarten Sonnenberg

umziehen. Dies stieß bei den Bürgern

auf Vorbehalte, so dass mit der Stadt

nach Lösungen in Ludwigsburg gesucht

wurde. Jetzt sind sie an fünf Standorten

mitten in der Stadt, was eine umfangreiche

konzeptionelle Planung erforderte.

Die stationäre Arbeit mit Frauen in besonderen

sozialen Schwierigkeiten wurde um

eine Wohngruppe ausgeweitet, so dass

jetzt elf Plätze angeboten werden können.

Im Bereich der psychisch kranken Menschen

will der Landkreis die Finanzierung

von der Pauschal- auf die Fachleistungsstunden-Abrechung

umstellen, was einen

enormen Aufwand bedeutet. Für zwölf

stationäre Plätze bei chronisch mehrfach

abhängigen Menschen (CMA) erhielt das

Haus auf der Wart den Zuschlag, während

die Verhandlungen für die ambulante Betreuung

von CMA und Menschen mit Doppeldiagnose

andauern.

Mitarbeiter/innen: 38*

Betreute: 200

Altersspanne der Betreuten: 22-65 Jahre

Foto: Jörg Conzelmann


Kinder- und Jugendhilfe

Ein neues Haus und viele neue Herausforderungen

– so kann man das Jahr 2006

überschreiben. Das Haus aus der Gründerzeit,

von dem aus die Jugendhilfe-Verwaltung

die Aktivitäten im ganzen Landkreis

organisiert, bedurfte einer grundlegenden

Sanierung und wurde im Oktober

2006 eingeweiht.

Das Prinzip „ambulant vor stationär“

brachte mehrere neue Projekte und

schwierigere Fälle in die seltener werdende

stationäre Betreuung. Durch Schulungen

(z. B. das Familien-Stabilisierungsprogramm

oder das Freiburger Antigewalttraining)

konnten wir dem veränderten

Bedarf gerecht werden. Ein

Schwerpunkt war die Vernetzung zwischen

Schule und Jugendhilfe. Dabei werden

mittlerweile 1500 Schüler erreicht.

Die Projekte „Startblock“ zur Verbesserung

der Ausbildungsreife für die achten

und neunten Klassen an Hauptschulen

und die „Individuelle Lernbegleitung“, bei

der Ehrenamtliche einzelne Schüler/innen

beim Übergang von der Schule in den

Beruf begleiten, sind Beispiele dafür.

In Kooperation mit Karlshöher Abteilungen,

externen Kooperationspartnern

und der ARGE Ludwigsburg haben junge

Menschen unter 25, Menschen mit Migrationshintergrund

und schwerer Vermittelbarkeit

in den Arbeitsmarkt ein Beschäftigungsangebot

mit sozialpädagogischer

Begleitung erhalten.

Mitarbeiter/innen: 90*

Betreuungen: ca. 160

Altersspanne der Betreuten: 0-21 Jahre

Foto: Karlshöhe/ Jugendhilfe

Körperbehindertenzentrum

Das Körperbehindertenzentrum, das sich

seit über dreißig Jahren mit der beruflichen

Rehabilitation körper- und mehrfach

behinderter junger Menschen befasst,

geriet zunehmend unter Druck.

Der erste Arbeitsmarkt bietet behinderten

Jugendlichen kaum noch Chancen. Marktwirtschaftliche

Gesichtspunkte stehen

bei der Vergabe von Bildungs- und Reha-

Maßnahmen im Vordergrund. Innerhalb

eines Ausbildungsjahres gingen unsere

Anmeldungen um ca. 20% zurück.

Durch verschiedene neue Angebote gelang

es uns weitgehend, die Ausfälle aufzufangen.

So haben wir unser Ausbildungsange-

bot bei den Bürokaufleuten und Verkäufer/innen

für psychisch behinderte Menschen

geöffnet. Die Sonderberufsschule

bietet im Berufsvorbereitungsjahr zusätzliche

Förderangebote. Verstärkt nehmen

wir an Ausschreibungen der Arbeitsagenturen

teil. Außerdem wird in einem separaten

Bereich des Internats ein neuer Personenkreis

aufgenommen.

Mitarbeiter/innen: 70*

Betreute: ca. 101

Altersspanne der Betreuten: 17-30 Jahre

Foto: Karlshöhe/KBZ


Zirkus statt Alltag: Der

Wohnheimzirkus zeigt, wie

Menschen mit geistiger

Behinderung ihre Fähigkeiten

ins Spiel bringen

können – das Publikum am

Jahresfest war begeistert.

Die Abteilungen

im Jahresrückblick

ISAK gGmbH

(Initiative zur Schaffung von Arbeitsplätzen

für Körperbehinderte gGmbH)

Die ISAK, 1991 von Manfred Renk ins

Leben gerufen, feierte im Herbst 2006 ihr

15-jähriges Jubiläum. Während ihres

Bestehens erlebte die ISAK gute und

schwierige wirtschaftliche Perioden.

Die Umstrukturierung und Konsolidierung

der ISAK gGmbH wurde 2006/07 fortgesetzt.

Das Betriebsergebnis zeigt, dass

die eingeleiteten Maßnahmen greifen und

somit die Arbeitsplätze der schwerbehinderten

Beschäftigten nachhaltig sicherer

werden. Unterstützt wird diese Tendenz

durch den beispielhaften Einsatz des Leitungsteams

von ISAK. Die Zertifizierung

nach DIN ISO 9001/2000 hat weiterhin Bestand,

nachdem die Überprüfungsaudits

2006 und 2007 erfolgreich durchgeführt

wurden. Die Identifikation der schwerbehinderten

Beschäftigten mit ISAK ist

bemerkenswert und trägt maßgeblich

zum Erfolg bei. Es ist klar: Hohe Kundenzufriedenheit

sorgt für gute Auslastung

und somit für eine Sicherung der Arbeitsplätze.

Verwaltungs-/Regiemitarbeiter/innen: 9*

betreute Mitarbeiter/innen: 100

Wohnheim für Menschen mit geistiger

Behinderung

Das Jahr 2006/07 war und ist geprägt

durch zwei Angebote: Zum einen die Eingliederung

des Käthe-Koch-Hauses, einem

Haus für die Pflege schwerstbehinderter

Menschen, in die Gesamtabteilung. Zum

anderen die Weiterentwicklung des Wohntrainings

im Ortsteil Sonnenberg, das sich

mit 13 Frauen und Männer erfolgreich im

zweiten Jahr befindet.

Am 2. August 2006 haben wir die wesentlichen

abteilungsspezifischen Elemente

des QM-Handbuches unseren Kooperationspartnern

und der Mitarbeiterschaft

vorgestellt. Am 23. Mai 2007 wurde das

Handbuch von einem externen Institut

erstmals unter die Lupe genommen, so

dass das Wohnheim jetzt vollends auf die

Zertifierung hinarbeiten kann.

Das Wirtschaftsjahr wurde mit einem

positiven Ergebnis abgeschlossen. Allerdings

zeichnen sich wieder enger werdende

finanzielle Spielräume ab.

Erfreulich war das Schreiben des Sozialministeriums

vom 25. April 2007. Darin

wurde uns mitgeteilt, dass das Bauvorhaben

für die Tagesbetreuung der Senioren

in das Förderprogramm 2007 aufgenommen

wurde.

Mitarbeiter/innen: 108*

Bewohner/innen: 154 stationär, 9 ambulant

(inklusive Käthe-Koch-Haus)

Altersspanne der Bewohner: 18-80 Jahre

Foto: Karlshöhe / Wohnheim für Menschen mit geistiger Behinderung


Weg vom Streß:

Der Lauchbühl ist für

viele Menschen zum

Refugium auf Zeit

geworden - Urlaub

alleine, in der Gruppe

unter Kolleg/innen oder

mit Freunden inmitten

einer atemberaubenden

Landschaft

Die Abteilungen

im Jahresrückblick

Sachspenden und Gebrauchtwaren

Dieser Bereich konnte seine Arbeit mit

Spenden aus der Bevölkerung und deren

Verkauf im Laden und beim Flohmarkt

erfolgreich fortsetzen. Durch einen Anbau

wurde mehr Raum für die Spendenanlieferung

geschaffen.

Mitarbeiter/innen: 9* und Ehrenamtliche

Diakonische Bildung

Berufsbegleitende Ausbildung zur Diakonin/

zum Diakon

17 Teilnehmer/innen des zweiten Kurses

sind mit hoher Motivation und persönlichem

Engagement dabei. Im Blick auf

die Rahmenbedingungen haben sich zwei

wichtige Veränderungen ergeben: 1) Dem

Antrag von mehreren diakonischen Trägern,

die Zugangsmöglichkeiten zum Ausbildungsgang

auszuweiten, wurde vom

Oberkirchenrat im Februar 2007 nach

intensiven Beratungen zugestimmt.

Damit können sich für die Teilnahme am

dritten Kurs, dessen Beginn für Januar

Erholungseinrichtung

Lauchbühl/Grindelwald

Die einzigartige Gebirgslandschaft fand

2006 großen Anklang bei zahlreichen

Gruppen und Einzelreisenden.

Mitarbeiter/innen: 1* und Ehrenamtliche

2008 geplant ist, auch Mitarbeitende der

Diakonie z.B. mit einer betriebswirtschaftlichen

oder handwerklichen Fachausbildung

bewerben.

2) Die Evang. Fachhochschule Reutlingen-

Ludwigsburg (efh) hat sich in einer Kooperationserklärung

mit der Stiftung Karlshöhe

Ludwigsburg bereit erklärt, in eine

gemeinsame Trägerschaft dieses Bildungsangebots

einzusteigen. Dies stärkt die

Position der efh in der diakonischen Bildungslandschaft.

Die Geschäftsführung

bleibt bei der Karlshöhe.

Foto: Christel Gerstenäcker


Mitten ins Leben:

Neu eingesegnete Diakon/

innen hoffen auf einen

sicheren Arbeitsplatz in

ihrer Kirche; Einsegnungsjahrgang

2007

Diakonische Bildung

„Diakonie kompakt. Wurzeln, Wissen,

Wege“

Eine Arbeitsgruppe aus Theolog/innen

und Diakon/innen hat im Jahr 2006 ein

neues hochwertiges diakonisch-theologisches

Fortbildungsangebot für Mitarbeitende

in Diakonie und Kirchengemeinden

entwickelt. Als trägerübergreifendes Angebot

will es die Kräfte und Ressourcen

bündeln für die große Aufgabe, die christliche

Identität der diakonischen Unternehmen

– unter den Bedingungen des

Sozialmarkts – zu stärken. Der Verbandsrat

des Diakonischen Werks hat im März

2007 beschlossen, die Karlshöhe Ludwigsburg

ab Frühjahr 2008 mit der Geschäftsführung

zu beauftragen.

Grundständige Diakonenausbildung

Im Wintersemester 2006/07 hat an der efh

der erste Jahrgang mit dem modularisierten

Studium begonnen. In neun Semestern

erreichen die Studierenden ihren

„Doppelbachelor“ in Sozialer Arbeit/Diakoniewissenschaft

oder in Religionspädagogik/Sozialer

Arbeit. – Für heftigen Diskussionsstoff

sorgt weiterhin die Höhe der

Studiengebühren: 570 Euro auch im Praxissemester

– das ist für viele zu viel!

Auch personellen Wechsel gab es: Im Oktober

2006 wurde Dr. Annette Noller als

Nachfolgerin von Rainer Merz zur Ausbildungsleiterin

für das Studium der Diakone

und Diakoninnen gewählt. Zum

Nachfolger von Dr. Christian Rose, der

zum Prälaten in Reutlingen berufen

wurde, wählte der Erweiterte Senat am 27.

Juni 2007 Dr. Norbert Collmar.

Karlshöhe und Diakonieverband haben

gemeinsam mit den Studierenden ein

intensives Begleitkonzept „Entwicklung

meiner Existenz als Diakon und Diakonin“

inklusive Vorbereitung auf die Einsegnung

entwickelt. An sieben Studientagen

werden die Studierenden auf ihre

Berufung ins Diakonenamt vorbereitet.

Welche Erwartungen bestehen wechselseitig

zwischen Landeskirche und angehenden

Diakon/innen? Was ist das Diakonische

Werk? Welche spirituelle Kompetenz

wird von mir als Diakon/in erwartet?

Was bedeutet Berufung? Diese und viele

andere Fragen werden zwar nicht beantwortet,

aber einer Klärung zugeführt. Die

„Aktuellen Runden“ des Diakonieverbands

und die Angebote der Hochschulgemeinde

ergänzen diese Studientage.

Mitarbeiter/innen: 5*

Foto: Christof Mayer


Studieren und Wohnen:

Das Brüderhaus ist eines

von mehreren Gebäuden

für Studierenden-WGs

Die Abteilungen

im Jahresrückblick

Studienwohnheim

„Suche Zimmer“ – die große Nachfrage

nach Plätzen im Studienwohnheim ist ungebrochen.

Das Miteinander in einer WG,

in der noch spät nachts theologische Fragestellungen

gewälzt oder gemeinsam

gefeiert wird, ist und bleibt attraktiv. Dies

gilt, obwohl es Umbaumaßnahmen im

WG-Alltag zu verkraften gab: Die Renovierung

im Erdgeschoss des Rupphauses entwickelte

sich zur Balkensanierung zwischen

Erdgeschoss und 1. Stock. Nun sind

nicht nur Bad, WC, Küche und Flur im EG

neu, sondern auch noch das Bad im ersten

Obergeschoss. Und in der neuen gemütlichen

Küche kann eben jenes Miteinander

gelebt werden.

Studienwohnheimplätze: 96

Hochschulgemeinde

Jeden Mittwoch treffen sich 40 – 70 Studierende

für 20 Minuten in einem Hörsaal

zur Andacht, gestaltet von Studierenden,

Lehrenden oder dem Leiter der HSG. Dreimal

im Semester bereiten Studierende

einen besonderen Gottesdienst mit fetziger

Musik, kreativen Ideen, einfühlsamen

Aktionen vor. Immer wieder donnerstags

treffen sich Studierende, um

Glauben und Lehre in z. T. kontroversen

Diskussionen zusammen zu bringen, um

miteinander Spaß zu haben und Leben zu

teilen. Ein kleines Stück Reich Gottes.

Mitarbeiter/innen SWH + HSG: 7*

Foto: Jörg Conzelmann

Diakonieverband

Der Diakonieverband tritt für die Diakon/

innen in Kirche und Diakonie ein. Durch

Stellenstreichungen wird die Situation

insbesondere im Bereich der Gemeindediakonie

und der Religionspädagogik immer

prekärer. Der Verband engagiert sich

gegenüber dem Oberkirchenrat für deren

Erhaltung, um den Diakonat der Kirche

zu sichern und um das diakonische Profil

der Gemeinden zu schärfen. Durch die

Stellenstreichungen sieht er mittelfristig

die Diakonenausbildung der Landeskirche

gefährdet. Vor dem Hintergrund einer

Studie der Evangelischen Kirche in

Deutschland beschäftigen sich die Gremien

des Diakonieverbandes mit dem Beitrag

der Diakone und Diakoninnen für die

Kirche in der Zukunft.

Treffpunkt Jahresfest: Geschäftsführer Eberhard

Seyfang im Gespräch mit Dr. Wilfried Brandt,

Direktor i. R. und Renate Brandt

Mitarbeiter/innen: 4*

Mitglieder: 957 (+94 Witwen)

Im Dienst/Familienphase o. ä.: 597

Im Ruhestand: 360

Foto: Christof Mayer


9

Zentrale Abteilungen

Rechnungswesen

Die Anzahl der Hilfeangebote mit Regelfinanzierung

auf der Karlshöhe geht immer

weiter zurück. Feste Tages-/Monatssätze

der Kostenträger werden durch Projektfinanzierungen

auf Zeit abgelöst. Das bedeutet

erheblich mehr Abrechnungsaufwand

für die Leistungsabrechnung im

Rechnungswesen. Dafür wurde im Jahr

2006 eine personelle Verstärkung geschaffen.

Der Generationenwechsel im Bereich

der Finanzbuchhaltung ist mit der Einarbeitung

der neuen Mitarbeiterin sehr gut

gelungen.

Mitarbeiter/innen: 9*

EDV

Im Jahr 1999 war es ein EDV-Server, der das

Netzwerk von der B27 bis zum Haus auf

der Wart steuerte. 2007 sind es bereits acht

mit den verschiedensten Aufgaben. Zur

Sicherung der Server wurde ein großer

Geräteschrank angeschafft und als Schutz

gegen Überhitzung eine Klimaanlage eingebaut.

Die Softwareunterstützung in der

Betreuung durch Dokumentationsprogramme

und DV-gestützte Dienstpläne

schreitet weiter voran.

Mitarbeiter/innen: 3*

Foto: Jörg Conzelmann

Qualitätsmanagement (QM)

Aktuell werden die Kundenumfragen

unserer fünf diakonischen Abteilungen

ausgewertet, mit denen u. a. deren Zufriedenheit

abgefragt wurde. Die internen

Auditoren beginnen mit der systematischen

Überprüfung und Bewertung der

im Qualitätsmanagement beschriebenen

Prozesse und Verfahren. Neue Themen im

zentralen Handbuch sind: Ehrenamtliche

Mitarbeiter/innen, Geistliches Leben und

Diakonische Gottesdienste, Gender-Orientierung,

Einführung neuer Zivildienstleistender,

Festlegung des Jahresthemas.

Zunehmend beschäftigen uns Fragen zur

Zertifizierung verschiedener Bereiche.

Fortbildungsreferat (FB)

Im Jahr 2006 nahmen 103 Mitarbeiter/

innen an externen Schulungen und 939

Personen an 38 internen Kursen teil. Diese

Veranstaltungen beinhalteten auch die

jährlichen zentralen Bausteine für neue

Mitarbeiter/innen: Einführungstag, Aufbauseminar

und Step-In. Weitere regelmäßige

Kurse gab es zur Ersten Hilfe und

zum Infektionsschutzgesetz. Dazu kamen

Themen wie Powerpoint und Outlook,

Moderation, Lust auf Leitung (mit hoher

Beteiligung externer Teilnehmer/innen),

Guter Ton am Telefon, FitMix für den Job

und Moderne Korrespondenz.

Mitarbeiter/innen QM/FBR: 2*

Foto: Marianne Raden


0

Die Abteilungen

im Jahresrückblick

Spenden machen glücklich: Das Fundraising-Team

der Karlshöhe freut sich über steigende Spenden

und für die Menschen, denen diese Spenden helfen

Fundraising

„Menschen unterstützen die Karlshöhe

Ludwigsburg!“ Dieser kurze Satz

beschreibt nur bedingt all die unzähligen

Aktionen, ohne die vieles nicht möglich

wäre. Eine gespendete Küche für Menschen

mit Behinderung, die Erlöse aus

dem Catering bei einer großen Reitveranstaltung

oder einer Messe-Tombola sind

nur wenige Beispiele dafür. Ehrenamtliche

unterstützten uns durch Sach- und

Zeitspenden, Stiftungen, Firmen und Einzelpersonen

spendeten großzügig an

Geburtstagen, Jubiläen oder anderen

Anlässen für benachteiligte Menschen.

Viele persönliche Anfragen, sei es zum

Thema Erbschaften oder unseren Jahresspendenprojekten

zeigen uns, wie wichtig

unsere Arbeit für viele ist, die in ihrem

Rahmen helfen möchten. Kleine und

große Spenden sind für die Karlshöhe sehr

wichtig und wir freuen uns, dass die Zahl

der Spendenprojekte erneut angestiegen

ist (siehe auch S. 43).

Mitarbeiter/innen: 2*

Foto: Marianne Raden

Mitarbeiter/innenvertretung (MAV)

Die MAV beobachtet eine zunehmende

Arbeitsverdichtung. Aus diesem Grund

war „Die (Be)Last(ung) der Arbeit“ das

Schwerpunktthema bei der Mitarbeiter/

innen-Versammlung. Dazu hatte die MAV

Martin Zahner als Betriebsseelsorger eingeladen.

Dieser machte deutlich, wo die

Ursachen für den steigenden Arbeitsdruck

liegen und zeigte auf, wie eine größere

Arbeitszufriedenheit geschaffen werden

kann. Wichtige Neuregelungen gab es im

Tarifwerk. Die Landessynode änderte das

Arbeitsrechtsregelungsgesetz. Die Änderungen

ermöglichen den Arbeitgebern

ein Wahlrecht zwischen AVR Württemberg

und AVR DWEKD.

Gewählte Mitglieder: 9*

Der Zauber der Karibik: Das (alkoholfreie) Mitarbeiterfest

brachte über 200 Mitarbeiter/innen ins

Schwitzen

Foto: Marianne Raden


Öffentlichkeitsreferat

Die Schirmherrschaft Eva Luise Köhlers

hat ebenso wie das Engagement des Freundeskreises

das Interesse an der Karlshöhe

Ludwigsburg spürbar ansteigen lassen

und eine neue Dynamik in die Öffentlichkeitsarbeit

gebracht, die sich im Arbeitsalltag

deutlich bemerkbar macht. Darüber

hinaus wirken sich die veränderten

Angebotsstrukturen der Karlshöhe – mehr

Projekte und Kooperationen in kürzeren

Zeiträumen – deutlich aus: Die Öffentlichkeit

muss häufiger und intensiver informiert

werden als noch vor einigen Jahren,

der Bedarf an Printmedien steigt, neue

Formen der Werbung sind gefragt. Besonders

erfreulich ist die gute Zusammenarbeit

mit der regionalen Presse. Als wichtiges

Medium hat sich das Internet etabliert,

das von Redakteuren in den Einrichtungen

auf dem aktuellen Stand gehalten

wird und dessen Zugriffszahlen nach wie

vor deutlich ansteigen.

Mitarbeiter/innen: 3*

Gastfreundschaft mit allen Sinnen: Mit zauberhaften

Ideen macht die Hauswirtschaft

jede Festtafel zum Kunstwerk

Foto: Jörg Conzelmann

Personalabteilung

Weitere Veränderungen haben die Abläufe

in der Personalverwaltung noch effizienter

werden lassen. Dazu gehört die Einführung

der EDV-gestützten Urlaubs- und

Fehlzeitenverwaltung genauso wie die

Umstellung der Soldabrechnung für Zivildienstleistende

auf eine neue Software.

Im Zuge des Qualitätsmanagements hat

eine Evaluation des Verfahrensablaufs der

Probezeit und der darin enthaltenen Feedback-Gespräche

stattgefunden. Mitarbeitenden

wurden neue Möglichkeiten der

betrieblichen Altersversorgung eröffnet:

Durch den Abschluss von Rahmenverträgen

können sie bei der Umwandlung von

Gehaltsanteilen unter verschiedenen

Anbietern wählen und eine rentable

Altersversorgung aufbauen. Zahlreiche

gesetzliche Änderungen im Arbeitsrecht

und in der Lohn- und Gehaltsabrechnung

wurden umgesetzt.

Mitarbeiter/innen: 3*

Technische Abteilung

Der erfreuliche Trend in der Betriebswerkstatt

hat angehalten. Die Auslastung ist so

gut, dass einige Umbauarbeiten an externe

Firmen vergeben werden mussten. Mitarbeiter

der Betriebswerkstatt haben zum

Beispiel den Westteil des Wernerhauses

gemeinsam mit der Grauen Gruppe und

externen Firmen für den Einzug von Menschen

mit einer seelischen Behinderung

vorbereitet. Neu im Team der Betriebswerkstatt

ist seit September 2006 Tobias

Breckle, welcher die Nachfolge von Peter

Ernst angetreten hat.

Mitarbeiter/innen: 11* (mit Telefonzentrale)


Die Abteilungen

im Jahresrückblick

Zentralküche

Küche unter freiem Himmel: Im Juli tischten

die Karlshöher Köche zum Mittag erstmals ein

Barbecue auf

Im Sommer 2006 war die Karlshöhe Gastgeberin

von Katimavik, einem Treffen von

geistig behinderten und nicht behinderten

Menschen. Die Veranstaltung war eine

große Herausforderung für die Küche, die

drei Tage lang für alle Mahlzeiten sorgte.

Über hundert zufriedene Gäste waren der

Lohn für ein äußerst engagiertes Küchenteam,

das flexibel auf spontane Anforderungen

reagierte. In unserer Aktionswoche

haben wir uns dieses Jahr auf „eine

kulinarische Reise von Nord- nach Süditalien“

begeben. Für die Qualität der Karlshöher

Küche spricht auch die verstärkte

Nachfrage durch Schulen und Kindertagesstätten

in Ludwigsburg. Ein Fit- und

Wohlfühlkurs hat den Teamgeist und das

Wohlbefinden als wichtige Voraussetzung

für eine gelingende Arbeit der Mitarbeiter/innen

gefördert. Neuer Küchenleiter

ist seit Herbst 2006 Michael Bauer.

Foto: Jörg Conzelmann

Dienstleistungszentrum

Hauswirtschaft

Die vielfältigen Dienstleistungen der

Hauswirtschaft werden von allen Bereichen

der Karlshöhe abgerufen und

geschätzt. Das große Wissen und Können,

das sich ansammelte, wird mittlerweile

auch bei Fortbildungsveranstaltungen

weitergegeben. Ein Beispiel für aufmerksamen

Service und ideenreiche Dekoration

war die Zentrale Weihnachtsfeier. Die

hoch motivierten und flexiblen Mitarbeiterinnen

sorgten für eine stimmungsvolle

Atmosphäre, zu der die Tischwäsche, die

extra in unserer Nähstube angefertigt

wurde, ebenso beitrug wie die liebevollen

Weihnachtsgestecke und sonstige Dekorationen,

die Tische und den Raum zierten.

Bei dem großen Angebot auf dem Kuchenbüfett

im Südsaal und durch den Service

bei der Getränkeversorgung konnten sich

die Mitarbeiter/innen und Ehemaligen

gleichermaßen verwöhnen lassen.

Mitarbeiter/innen – Zentralküche und Hauswirtschaft:

21*

Kantorei

Mit der Aufführung von Mozarts c-moll-

Messe in der Stadtkirche Besigheim und

dem unter die Haut gehenden Duruflé-

Requiem nur zwei Wochen später in der

Kirche der Karlshöhe bewies die Kantorei

erneut ihre musikalische Leistungsfähigkeit

und ihren Zusammenhalt. Frischer

Wind auch sonst: mit Birgit Nachfolger-

Bollacher wurde eine professionelle

Stimmbildnerin gefunden, als neue Mitarbeiterin

im Kantorat konnte Brigitte Müller

begrüßt werden. Nach dem krankheitsbedingten

Ausfall Anfang 2006 ging für

Dirigent Tobias Horn ein lang gehegter

Wunsch in Erfüllung: Im Juli 2007 dirigierte

er Mendelssohns Elias.

Sänger/innen: 100

Mitarbeiter/innen: 3*


Quelle: Rolling Stone, August 2006

Streiflichter aus

dem Jahr 2006/07

August 2006

2006

Nach fünf Jahren Arbeit stellen die

Wohnheime für Menschen mit geistiger

Behinderung ihr Qualitätsmanagement-

Handbuch vor. Das Werk sorgt dafür, dass

die Arbeitsprozesse nicht dem Zufall überlassen

werden. Beispiel: Die Aufnahme

neuer Bewohner/innen oder die Einweisung

ins Krankenhaus sind so beschrieben,

dass Missverständnisse oder Verfahrensfehler

so gut wie ausgeschlossen bleiben.

Die Stuttgarter Zeitung titelt zweideutig:

„Auf der Karlshöhe steht die

Qualität im Regal“.

Die Brenz-Band erscheint im Rolling

Stone, der weltweiten Nr. 1 unter den

Musikzeitungen. Gleich neben Folk-Rock-

Legende Neil Young wird über die Musiker

berichtet, die mindestens so ausgebucht

sind wie sonst nur Weltstars.

Die Karlshöhe ruft gleichzeitig mit der

Vorlage des Jahresberichtes über die Presse

zu Spenden für die Schaffung von Arbeitsplätzen

auf. Mit einem Spendenfonds soll

zunächst dafür gesorgt werden, dass ein

Mitarbeiter angestellt werden kann, der

sonst keine Chance auf dem Arbeitsmarkt

hätte. € 16.000 sind das Ziel.

Bis August haben die Mitarbeiter der

Therapeutischen Werkstätten mit ihrem

Chef und Imker Hans-Martin Syring insgesamt

276 kg reinen Karlshöher Bienenhonig

geerntet. Der süße Nektar hat sich mittlerweile

zum Verkaufsschlager entwickelt.

September 2006

Erstmals wird auf der Karlshöhe ein

Gottesdienst mit Tieren gefeiert. Anlass

ist das Jubiläum des Therapeutischen Reitens,

das auf der Karlshöhe keine Mode-

Erscheinung, sondern ein seit 30 Jahren

bewährtes Konzept ist. Was im Ehrenamt

von Diakon Emil Schäfter begonnen

wurde, betreibt der Reitstall Kassiopeia

heute mit elf Tieren auf professionellem

Niveau mit Jugendlichen und behinderten

Menschen.

Viele Kinder genießen das Karlshöher

Reit- und Bastelangebot beim erstmals

gemeinsam gefeierten Stadtteilfest von

Grünbühl, Sonnenberg und Karlshöhe.

Anlass ist das Stadtentwicklungsprogramm

„Soziale Stadt“, in dessen Förderung

aus Bundesmitteln die Karlshöhe mit

einbezogen ist.

Fünf Kleinbarsche haben ein neues

Gewässer. Nachdem im Altenheim-Aquarium

zu viele Fischkinder schwammen,

hat sich Haus-auf-der-Wart-Bewohner

Eberhard Salbreiter fünf Tiere in einen

Eimer geangelt und den kleinen Schwarm

in sein Aquarium gesetzt.


Streiflichter aus

dem Jahr 2006

Oktober 2006

Der Landkreis gibt grünes Licht für ein

verbessertes stationäres Angebot für psychisch

kranke Menschen. Zu den vorhandenen

32 Plätzen sollen 30 weitere hinzukommen,

darunter auch auf der Karlshöhe,

die schließlich 12 Plätze erhält.

Das für € 600.000 überwiegend aus

Fördermitteln sanierte ehemalige Schulhaus

aus der Gründerzeit und jetzige Verwaltungsgebäude

der Jugendhilfe wird

eingeweiht. Die Klinkerfassade wurde

erhalten, innen eröffnet das moderne

Raumkonzept neue Möglichkeiten und

flexible Lösungen für die sich ständig in

Bewegung befindliche Jugendhilfe-Arbeit.

Foto: Jörg Conzelmann

Beim Karlshöher Flohmarkt sorgen

rund 4.500 Besucher für ein Rekordergebnis

und damit gute Einnahmen für die

Arbeit der Karlshöhe. Die Faustregel: Jeder

Schnäppchenjäger lässt durchschnittlich

€ 10 in die Kassen der mit großem Steh-

und Durchsetzungsvermögen ausgestatteten

ehrenamtlichen Helfer/innen fließen.

Mit einem Empfang würdigte die Karlshöhe

am 6. Oktober den 70. Geburtstag

von Professorin Dr. Liselotte Mattern. Die

Pfarrerin hat auf der Karlshöhe Generationen

von Diakon/innen in ihrem theologischen

Denken geprägt. Bis heute ist sie

als Lehrbeauftragte in Vorlesungen zum

Neuen Testament an der efh zu hören.

Rund 160 Gespräche haben ehrenamtlich

engagierte Rechtsanwälte zwischen

2001 und 2006 geführt. Anwältin Petra

Sorg hatte die Idee des von der Karlshöhe

getragenen Projekts „Anwälte für Kinder

und Jugendliche“ und brachte es im Mai

2001 auf den Weg. Inzwischen beraten 13

Kolleg/innen Mädchen und Jungen bei

deren Fragen.

Foto: Jörg Conzelmann


November 2006

Horst Leins, Wohnheimbewohner,

macht es am 3. November auf die Titelseite

des Magazins der Süddeutschen Zeitung.

Im gleichen Monat sind nach ihm

Jack Nicholson und Michael Schumacher

im mehrfach preisgekrönten Heft vorne

drauf. Vom Münchener Fotografen Hubertus

Hamm sind zwei weitere Karlshöher/

innen im Innenteil zu sehen. Dazu eine

ausgezeichnete Reportage von Bastian

Obermayer über die gesellschaftlichen

und emotionalen Auswirkungen der pränatalen

Diagnostik.

Bei der Entdeckungswerkstatt „Wir

sind reicher als gedacht“ zur diakonischen

Unternehmenskultur haben 120 Mitarbeiter/innen

herausgefunden, was ihnen an

der Karlshöhe gefällt, womit sie Schwierigkeiten

haben und an was sie weiterarbeiten

wollen: Die Vernetzung der Abteilungen,

die christliche Kultur und die

Führung durch Vertrauen und Zielvereinbarung

waren ihnen wichtig.

Beim Verbandstag des Karlshöher Diakonieverbandes

beklagt Geschäftsführer

Eberhard Seyfang den eklatanten Stellenabbau

bei Diakon/innen. Besonders betroffen

sind Gemeindediakone und Religionspädagogen.

Das Amt werde mehr und

mehr zur kirchenökonomisch motivierten

Verfügungsmasse.

Der 2005 gegründete Freundeskreis

der Karlshöhe überreicht erstmals eine

Spende: Mit € 35.000 unterstützen die

über 120 Mitglieder das Altenheim. Durch

das Geld konnte der Demenzbereich auf

den neuesten Stand gebracht werden.

Dezember 2006

„Die Entdeckungswerkstatt hat gezeigt: Bei uns auf der Karlshöhe

steht ‚Diakonie’ nicht nur drauf. Bei uns ist ‚Diakonie’ drin.“

(Frieder Grau)

Foto: Robin Schuster

Ulrich Ruetz, Freundeskreis-Vorsitzender, überreicht

zur Einweihung symbolisch einen Hefezopf-Schlüssel

der Kornwestheimer Bäckerei Hessenthaler

Am 3. Dezember verstirbt Irmgard

Lorch, geb. Schmid, im Altenheim knapp

vier Wochen vor ihrem 96. Geburtstag.

1936 heiratete sie Theodor Lorch, der im

April 2006 gestorben war.

Der Büchermarkt im Haus auf der Wart

schließt nach 15 Jahren. Wohl geordnet

wie in einer Bücherei warteten tausende

gespendeter Bücher auf lesehungrige

Kundschaft und mittendrin der „Herr der

Bücher“, Dr. Winfried Fischer, der für sein

Engagement das Kronenkreuz der Diakonie

in Gold erhält. In

dieser Zeit erwirtschaftete

er mit seinen

Ehrenamtlichen

rund € 120.000 –

alles Geld floss in

internationale humanitäre

Projekte.

Foto: Jörg Conzelmann

Foto: Karlshöhe


„War net schlecht, hat

Spaß gemacht – ich

habe am Schluss wie

ein Puderzuckerstreuer

ausgesehen.“

Jugendlicher der Jugendhilfe

Streiflichter aus

dem Jahr 2006/07

Bundespräsident Horst Köhler und

Schirmherrin Eva Luise Köhler besuchen

den Heilgabend-Gottesdienst der Karlshöhe.

Erst kurz vorher war der private

Besuch im Kreise der Familie bekannt

geworden. Wie die anderen Besucher nehmen

auch die Köhlers eine Christrose zum

Verschenken mit auf den Nachhauseweg,

ein Zeichen der Verbundenheit mit den

Schwachen und Einsamen.

Bereits zum vierten Mal haben Kinder

und Jugendliche der Jugendhilfe auf dem

Weihnachtsmarkt einen Tag lang Waffeln

gebacken, Punsch ausgeschenkt und

Selbstgebasteltes verkauft. Das Haus auf

der Wart hat an der Stadtkirche mit großem

Engagement der Ehrenamtlichen

und Mitarbeiter/innen vier Wochen lang

den Karlshöher Werkstatt-Stand betrieben.

Der Gebrauchtwarenmarkt der Karlshöhe

verkauft eine Stunde lang für die

Weihnachtsaktion der Ludwigsburger

Kreiszeitung „Helfen geht uns alle an“.

Auf diese Weise fließen € 1173 zurück in

die Spendenkasse der Zeitung, die mit

dem Geld neben vielen wohltätigen Organisationen

in Ludwigsburg immer wieder

die Karlshöhe bedenkt.

„Ein guter, ein stimmiger Tag.

Aber es zählt letztendlich nur, was umgesetzt wird.“

(Mitarbeiterin zur Entdeckungswerkstatt)

Foto: Jörg Conzelmann

Tolle Auszeichnung für Elisabeth

Knoß, Leiterin des 1987 gegründeten Seniorenclubs

im Altenheim: Sie erhält von OB

Werner Spec die Ludwigsburg-Medaille

für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement.

Januar 2007

2007

Die Karlshöhe Ludwigsburg übernimmt

die Jugendberatung von der Diakonischen

Bezirksstelle. Sie hilft jungen Leuten

den Schulabschluss zu schaffen und

den Weg ins Berufsleben zu finden. Damit

passt das Angebot in die Palette bereits

bestehender ähnlicher Angebote.

Der Sturm „Kyrill“ reißt auf der Karlshöhe

einen Baum am Hahnhaus um und

blockiert den Paulusweg. Er verursacht

aber keine schweren Schäden, obwohl an

einigen Häusern Reparaturen notwendig

werden.

Foto: Robin Schuster


Januar 2007

Auszubildende des Körperbehindertenzentrums

besuchen einen Tag lang den

Südwestrundfunk und genießen am

Abend ihren Besuch bei der Sendung info.

markt, wo sie als Zuschauer immer wieder

im Bild sind.

Mit 180 Teilnehmer/innen übertrifft der 2.

Karlshöher Diakonietag „Keine Angst vor

Methusalem“ alle Erwartungen. Ein mitreißendes

Referat des Alternsforschers

Andreas Kruse (Heidelberg) hält die Besucher

in Atem und inspiriert die Diskussionen

in den vielfältigen Arbeitsgruppen.

Teamarbeit macht Spaß: Der Diakonietag wurde

durch viele Mitarbeiter/innen zum vollen Erfolg

Februar 2007

Der Karlshöher Diakon und scheidende

Leiter der Diakonischen Bezirksstelle in

Ludwigsburg Horst Krank erhält das Bundesverdienstkreuz

am Bande. Der 65-Jährige

wurde nach einem vierjährigen Aufenthalt

in Indonesien 1976 Leiter der

Bezirksstelle, die er zu einer der größten

in Württemberg ausbaute. Krank ist Mitglied

der Evangelischen Landessynode.

Auch sein Nachfolger Martin Strecker ist

Karlshöher Diakon.

Foto: Karlshöhe

Karlshöher helfen Unternehmensgründern:

Auf der Internetplattform www.

lupex.ludwigsburg.de, einem Ergebnis der

städtischen Zukunftskonferenz im letzten

Jahr, können die frischgebackenen Firmeninhaber

ihr Unternehmen und ihr

Angebot darstellen und Interesse wecken.

Eingepflegt werden die Inhalte von Auszubildenden

des Körperbehindertenzentrums.

Der Geronto-Garten des Altenheims

wird verbessert: Ein neuer Brunnen, ein

mediterranes Kräuterbeet, ebenere Wege

und ein hochgelegtes Beet zum Mitpflanzen

machen das grüne Fleckchen attraktiver

für die an Demenz erkrankten

Bewohner/innen.

März 2007

Jetzt helfen ehrenamtliche Erwachsene

Schüler/innen beim Übergang vom

Klassenzimmer an den Arbeitsplatz. Mit

vier Schulen initiiert die Jugendhilfe die

„Individuelle Lernbegleitung“. In dem

vom Land geförderten Projekt werden

Freiwillige geschult und dann mit einem

Jugendlichen zusammengebracht, dem sie

beim Lernen, bei Bewerbungen, der Vorbereitung

von Vorstellungsgesprächen helfen

– oder ihnen einfach als Gesprächspartner

zur Verfügung stehen und sie

motivieren.

Neue Impulse für die Markt- und Personalpolitik

der Karlshöhe: Die Klausurtagung

der Abteilungsleiter/innen resultiert

in konkreten Empfehlungen an die Leitung.

Genannt werden u. a. die Überprüfung

der Leitungsstrukturen, die Verbesserung

abteilungsübergreifender Kooperationen,

der flexible Einsatz von Mitarbeiter/

innen, der Ausbau des Qualitätsmanagements

oder die verstärkte Integration liturgisch-spiritueller

Elemente in den Karlshöher

Alltag.


Chr. Schröter;

Im Felsenspalt – bis Gott

vorübergeht, 2005

© Christusbruderschaft,

Buch- und Kunstverlag,

Selbitz

Streiflichter aus

dem Jahr 2007

Die Evangelische Kirchengemeinde

Bissingen/Enz ordert 250 Gläser Karlshöher

Honig, um sie an ehren- und hauptamtliche

Mitarbeiter zu verschenken.

Einige Mitarbeiter/innen der Karlshöhe

nehmen in ihrer Freizeit an Protesten

gegen Änderungen des Tarifrechts in

der Diakonie teil, als die Synode der Evangelischen

Landeskirche den diakonischen

Arbeitgebern ein Wahlrecht unter verschiedenen

Tarifmodellen einräumt, um

deren Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

April 2007

Dr. Gottfried Claß, Leiter der Diakonischen

Bildung der Karlshöhe, wird nach

sieben Jahren auf der Karlshöhe zum

Direktor der Evangelischen Diakonissenanstalt

Stuttgart berufen.

„Nichts ist zu Ende gesagt“ heißt die

Ausstellung von Schwester Christamaria

Schröter (Selbitz) im Altenheim. Die in der

christlichen Kunstszene renommierte

Absolventin der Akademie der Bildenden

Künste in Nürnberg und Architekturmalerin

beabsichtigt in ihren selten ausgestellten

Werken „alles in Beziehung zu

bringen mit Dem, der von sich sagt: ‚Ich

lebe und ihr sollt auch leben!’“. Sie leitet

ihre Kunstwerke aus biblischen Texten,

christlicher klassischer Musik oder aktuellen

Bezügen ab.

Verlag Christusbruderschaft Selbitz

Stehende Ovationen gab’s für ein

selbstverfasstes Stück von Jungs und

Mädels aus der Wohngruppe im Unteren

Haus. In Ditzingen hat das Publikum für

das 10-Minuten-Stück im Rahmen der

„Woche für das Leben“ begeistert Beifall

geklatscht.

Mai 2007

Mittendrin statt außen vor“ mit

Rekordbesuch: Noch nie wurden bei einem

Jahresfest so viele Essensportionen verkauft

wie jetzt. Rund 2500 Mittagessen

werden aufgetischt. Aber auch die vielen

anderen Angebote – darunter Kinderliedermacher

Harald Beck – finden großen

Anklang. Zur Auftaktveranstaltung „Diakonie

im geistlichen Leben der Kirchengemeinde“

am Freitag ist Diakonie-Präsident

Klaus-Dieter Kottnik zu Gast.

Kein Märchen: Trotz seiner spastischen

Behinderung konnte Olaf Paplovski, Bürofachhelfer-Absolvent

des Behindertenzentrums,

eine Ausbildung als Hörbuchsprecher

und Vorleser an der Fachschule für

Logopädie in Heidelberg absolvieren. Beim

Jahresfest stellte er mit dem Märchen „Der

kleine Muck“ sein Können unter Beweis,

sonst ist er in Kindergärten, Schulen und

Altenheimen sowie bei Kultur- und Benefizveranstaltungen

engagiert.

Foto: Karlshöhe/Jugendhilfe


Leben im Fluss:

Solche Erfahrungen

machen die Gemeinschaft

stark

9

Mai 2007

Für 15 Uhr war Bischof July am Nachmittag

des 9. Mai für die angehenden Diakon/innen

angesagt. Um 15.20 Uhr stand

er noch im Stau am Aichelberg. Das

Gespräch absagen? Um 15.55 Uhr erschien

er dann schon im Ostsaal und stellte sich

einer engagierten Diskussion zur Zukunft

von Diakon/innen in der Landeskirche.

Man nehme: 15 hoch motivierte Studierende,

fünf hervorragende Paddelprofis,

eine Küchenfee und einen Gesamtleiter,

dazu tolles Wetter und einen wilden Vorderrhein.

Ergebnis: Die zweite Paddelfreizeit

der Hochschulgemeinde, die hinterlässt

so lauter begeisterte Menschen. Ob

beim morgendlichen Austausch über Gott

und die Welt, im Kajak, Trekking- oder

Raftboot – überall werden neue Fähigkeiten

gelernt, Grenzen ausgetestet und

Adrenalin in rauhen Mengen produziert.

Juni 2007

Filmautor Jochen Loebbert berichtet in

der SWR-Landesschau unterwegs am 9.

Juni von Heimkindern in den 50er- und

60er-Jahren. Im halbstündigen Beitrag

kommen drei Zeitzeugen zu Wort, von der

Karlshöhe Wolfgang Bahr, der von 1958 bis

1967 hier wohnte. Auf der Karlshöhe hatte

sich bereits im Februar eine Projektgruppe

aus ehemaligen Bewohner/innen und Mitarbeiter/innen

sowie heute Verantwortlichen

gebildet, die sich mit dieser Zeit

auseinandersetzt.

Foto: Christof Mayer


Locker am Ball:

Eva Luise Köhler beim

Golfclub Schloss Monrepos

am 23. Juni 2007

0

Eva Luise Köhler ist für die Karlshöhe

unterwegs. Aus Anlass einer Benefiz-Matinee

des Freundeskreises zugunsten des

Hauses auf der Wart reist sie aus Berlin an

und nimmt bereits tags zuvor Spenden

vom Golfclub Schloss Monrepos sowie der

Deutschen Bahn und Wensauer + Partner

entgegen. Bahn und Werbeagentur statten

mehrere S-Bahn-Züge mit Aufsehen

erregenden Karlshöhe-Plakaten aus. Überraschend

fährt die Schirmherrin noch zur

Karlshöhe, um sich einen Eindruck vom

Haus auf der Wart zu verschaffen. Einen

zufällig vorbeikommenden Bewohner

begrüßt sie mit den Worten: „Guten Tag,

ich bin Ihre Schirmherrin!“, was dieser

verdutzt und doch gelassen registriert.

Foto: Jörg Conzelmann

Foto: Jörg Conzelmann

Dr. Norbert Collmar, letzter Rektor der

Karlshöher Fachhochschule vor der Fusion

mit Reutlingen 1999, wird nach der Berufung

von Dr. Christian Rose als Reutlinger

Prälat zum Rektor der Evang. Fachhochschule

Reutlingen-Ludwigsburg gewählt.

Juli 2007

„Ich bin mit Herz und Seele

überzeugt davon,

dass die Karlshöhe eine ganz

wunderbare Arbeit macht.“

Eva Luise Köhler

Die Delegiertenversammlung des Diakonieverbandes

wählt Jörg Beurer zum

neuen Geschäftsführer des Karlshöher

Diakonieverbandes ab dem 1. Januar 2008.

Er tritt die Nachfolge von Eberhard Seyfang

an.

Eine Delegation der christlichen

Jugendorganisation Young Life besucht

nach einem Mittagessen mit dem Landesbischof

die Karlshöhe und verschafft sich

einen Eindruck von der Diakonie in Württemberg.

Die Besucher gehören zum

deutsch-amerikanischen Komitee der seit

32 Jahren währenden Partnerschaft zwischen

Evangelischer Landeskirche und

Young Life, zu deren tragenden Säulen die

Karlshöhe zählt.


Hilfen für Menschen mit

besonderen sozialen

Schwierigkeiten inkl.

Arbeitshilfen: 38

Erholungseinrichtung

Lauchbühl: 1

Körperbehindertenhilfe: 70

Zahlen

und Fakten

Kinder- und

Jugendhilfe: 90

Altersstruktur der Mitarbeitenden 2006

bis 30 Jahre: 30%

31 bis 40 Jahre:

20%

Die folgenden grafischen Darstellungen zeigen die wichtigsten Daten aus dem Lagebericht

2006 zur Mitarbeiterschaft und zur wirtschaftlichen Situation der Karlshöhe Ludwigsburg.

Mitarbeitende in den Abteilungen 2006 (484)

41 bis 50 Jahre: 32%

Diakonische Bildung: 5

Diakonieverband: 4

über 50 Jahre:

18%

Studienwohnheim: 7

Sachspendenmarkt: 9

Direktion, Verwaltung

Öffentlichkeitsreferat: 29

Geistigbehindertenhilfe: 108

Art der Anstellung 2005/2006

2006 2005 2006 2005

177

166

Vollzeit

165 162

Teilzeit

2006 2005

51 53

geringfügig

beschäftigt

Zentrale

Hauswirtschaft: 21

Technik: 11

Altenhilfe: 91

2006 2005

91 87

Azubis, ZDL,

Praktikanten,

FSJ


Zahlen

und Fakten

G + V 2006 – Betrieblicher Aufwand

Personalaufwand:

74%

Erholungseinrichtung Lauchbühl

Diakonieverband

Studienwohnheim

Diakonenausbildung und Aufbauausbildung

Wohnheim Käthe-Koch-Haus

Hilfe für Menschen mit besonderen sozialen

Schwierigkeiten

Körperbehindertenhilfe

Kinder- und Jugendhilfe

Altenhilfe

Geistigbehindertenhilfe

Erträge in ausgewählten Arbeitsfeldern [in T�] 2006

2.876

3.123

3.687

3.777

4.050

Lebensmittel: 4%

Wasser, Energie, Brennstoffe: 3%

116

255

294

399

681

Wirtschaftsbedarf

Verwaltungsbedarf: 10%

Steuern, Abgaben

Versicherungen: 1%

Mieten, Pacht, Leasing : 3%

Instandhaltungen : 4%

Zinsen und ähnliche

Aufwendungen : 1%


Betriebliche Erträge

2004 bis 2006

21.144.000�

+ 496.00�

+ 2,3%

Spenden

2004 bis 2006

Wirtschaftliche Kennzahlen

Anlagendeckung

21.640.000�

2004 2005 2006

259.000�

+ 27.000�

+ 10,4%

286.000�

+ 425.000�

+ 2,0%

+ 33.000�

+ 11,5%

22.065.000�

319.000�

2004 2005 2006

Bilanz 2005 und 2006

Aktiva [in T�]

31.12.2006 31.12.2005

Anlagevermögen .0 , . ,0

davon Anlagen im Bau 381,8 221,1

Umlaufvermögen . , . ,

Rechnungsabgrenzung ,9 ,9

Summe 32.263,8 31.695,6

Passiva [in T�]

Verhältnis Eigenkapital sowie mittel- und langfristiges Fremdkapital

zum Anlagevermögen

Eigenkapital . , .9 9,

Sonderposten 0. , 0. 0 ,

Rückstellungen . , .999,9

Verbindlichkeiten . 9, . ,

Rechnungsabgrenzung 9, ,0

Summe 32.263,8 31.695,6

2006 2005

0, % 9, %

Eigenkapitalquote Anteil Eigenkapital und Sonderposten an der Bilanzsumme 9, % 9, %

Personalaufwandsquote Personalaufwand [in T�] . T� . 09 T�

Anteil Personalaufwand an Betrieblichem Aufwand (in %) ,9% ,9%


Stiftung

Karlshöhe

Ludwigsburg

Hausadresse,

Verwaltung, Zentrale

Hauswirtschaft:

Auf der Karlshöhe

Ludwigsburg

Postfach 9

0 Ludwigsburg

Telefon (0 71 41) 965-0

Telefax: (0 ) 9 - 99

Öffentlichkeitsarbeit

Referent: Diakon

Jörg Conzelmann

Telefon (0 ) 9 -

Telefax: (0 ) 9 -

Fundraising/Sponsoring

Projektleitung: Diakon

Jochen Brühl

Telefon (0 ) 9 -

Telefax: (0 ) 9 -

www.karlshoehe.de

info@ karlshoehe.de

Bankverbindung und

Spendenkonto

Kreissparkasse

Ludwigsburg

Konto: 55

Bankleitzahl: 604 500 50

Anschriften

Diakonische Einrichtungen

Alten- und Altenpflegeheim

Leitung: Diakon Jörg Schaber

Paulusweg

Telefon: (0 ) 9 - 0 • Fax: - 9

altenheim@karlshoehe.de

Körperbehindertenzentrum

Leitung: Diakon Hubert Gaus

Wichernstraße -

Telefon: (0 ) 9 - • Fax: - 9

behindertenzentrum@karlshoehe.de

Haus auf der Wart

Leitung: Diakonin Ursula Eberwein

Bodelschwinghstraße

Telefon: (0 ) 9 - 0 • Fax: - 99

hausaufderwart@karlshoehe.de

Kinder- und Jugendhilfe

Leitung: Diakon Hans Fischer

Auf der Karlshöhe

Telefon: (0 ) 9 - 0 • Fax: - 9

jugendhilfe@karlshoehe.de

Wohnheim für Menschen mit

geistiger Behinderung

Leitung: Diakon Günter Bernhardt

Theodor-Lorch-Weg -

Telefon: (0 ) 9 - 0 • Fax: - 9

wfmmgb@karlshoehe.de

Gebrauchtwarenmarkt/Sachspenden

Leitung: Diakon Jürgen Diehl

Mößnerweg (Ecke Königinallee)

Telefon: (0 ) 9 - • Fax: -

sachspenden@karlshoehe.de

ISAK gGmbH

Leitung: Diakon Manfred Renk

Siemensstraße

Sachsenheim

Telefon: (0 ) 9 90-0 • Fax: - 9

info@isakggmbh.de

Diakonische Bildung

Verantwortlich von Seiten der Karlshöhe

Pfarrer Frieder Grau, Direktor

Auf der Karlshöhe

Telefon (0 ) 9 - 00 • Fax: - 99

grau@karlshoehe.de

Aufbauausbildung, Berufsbegleitende Ausbildung

für Diakoninnen/Diakone

Leitung: Pfarrer Dr. Dietmar Merz (ab . . 00 )

Auf der Karlshöhe

Telefon: (0 ) 9 - 0 • Fax: - 99

Studienwohnheim

Leitung: Diakon Christof Mayer

Auf der Karlshöhe

Telefon: (0 ) 9 - 0 • Fax: -

studienwohnheim@karlshoehe.de

In Trägerschaft der Evang. Landeskirche

Evangelische Fachhochschule RT-LB

Rektor: Prof. Dr. Norbert Collmar

Auf der Karlshöhe

Telefon: (0 ) 9 - 00 • Fax: - 0

n.collmar@efh-reutlingen-ludwigsburg.de

Diakoninnen- und Diakonenausbildung

Ausbildungsleiterin: Prof. Dr. Annette Noller

Auf der Karlshöhe

Telefon (0 ) 9 - • Fax: -

a.noller@efh-reutlingen-ludwigsburg.de

Erholungseinrichtung

Lauchbühl Grindelwald

Leitung: Diakon Harald Reith

Grindelwald / Schweiz

Telefon (0 ) 9 -

reith@karlshoehe.de

Karlshöher Diakonieverband

Leitung: Diakon Eberhard Seyfang (bis 0.

Diakon Jörg Beurer (ab . . 00 )

Auf der Karlshöhe

. 00 )

Telefon: (0 ) 9 - 90 • Fax: - 99

diakonieverband@karlshoehe.de


Vorsitzender

Roland Zirn, Ludwigsburg

Direktor i. R. (Mitglied von 9 bis Herbst 00 )

Stellv. Vorsitzender

Hans-Ulrich Schulz, Ludwigsburg

Vorstand i. R. (seit 00 )

Werner Baur, Stuttgart

Oberkirchenrat ( 00 )

Pfarrer Helmut Beck, Stuttgart

OKR, Vorstandsvorsitzender DWW ( 00 )

Dr. Wolfgang Frank, Ludwigsburg

Rechtsanwalt ( 00 )

Anita Klett-Heuchert, Ludwigsburg

Kunsterzieherin ( 00 )

Bruno Kneisler, Ludwigsburg

Leitender Kreisverwaltungsdirektor ( 990)

Werner Link, Mundelsheim

Abteilungsdirektor ( 00 )

Helmut Mäule, Ludwigsburg

Geschäftsführer i. R. ( 99 )

Claus-Dieter Meyer, Ludwigsburg

Apotheker ( 99 )

Margarete Ritter, Ludwigsburg

Erwachsenenbildnerin ( 9 0 bis Herbst 00 )

Dr. Ulrich Rommelfanger, Kornwestheim

Oberbürgermeister i. R. ( 000 bis Herbst 00 )

Prof. Dr. Christian Rose, Sachsenheim

Prälat ( 00 )

Werner Spec, Ludwigsburg

Oberbürgermeister ( 00 )

Diakon Friedrich Weissinger, Öhringen

Vorsitzender des Karlshöher Diakonieverbandes

( 00 )

Die Leitung

Verwaltungsrat und Vorstand

Beratend nehmen an den Sitzungen

des Verwaltungsrates neben dem Vorstand teil:

Diakonin Ursula Eberwein

Leiterin des Haus auf der Wart

Diakon Eberhard Seyfang (bis 0. . 00 )

Geschäftsführer Diakonieverband

Diakon Georg Voigtländer

Vorsitzender der Mitarbeitervertretung

Vorstand

Theologischer Leiter

Pfarrer Frieder Grau,

Direktor

Tel. (0 71 41) 965-100

Diakonischer Leiter

Diakon Gerhard Gasser

Tel. (0 71 41) 965-102

Wirtschaftliche Leiterin

Heide-Rose Weber

Tel. (0 71 41) 965-104

alle Fotos: Michael Fuchs


Helfen ist ganz einfach,

man braucht nur das zu tun

was man am Besten kann.

Wie Sie die Karlshöhe Ludwigsburg

unterstützen können:

u Sie unterstützen uns mit Zeit-, Sach- oder Geldspenden

u Sie spenden für uns aus besonderen Anlässen, z. B. bei Geburtstagen oder Familienfeiern

u Sie sind Unternehmer/in und stellen uns Praktikumsplätze zur Verfügung

u Sie informieren sich über die Möglichkeit der Zustiftung oder eines Vermächtnisses

u Sie werden Mitglied in unserem Freundeskreis e.V.

u Sie kaufen in unseren Ludwigsburger Läden ein

Zeichen setzen

Vielen Menschen ist es ein wichtiges Anliegen die Arbeit

der Karlshöhe Ludwigsburg zu Lebzeiten und über den Tod

hinaus zu unterstützen.

Mit einem Vermächtnis oder einem Nachlass zu Gunsten der

Karlshöhe Ludwigsburg setzen Sie ein wirksames Zeichen

der Nächstenliebe und Hilfe.

Informationen geben

Es fällt vielen Menschen nicht leicht, sich zu Lebzeiten mit

dem Tod und Sterben auseinanderzusetzen.

Trotzdem ist es gut, schon frühzeitig alles zu ordnen und

das Notwendige vorbereitet zu haben. Daher wollen wir Sie

in unserer Broschüre mit den Themen Testament, Nachlass

und Erbschaft vertraut machen.

Sie haben weitere Fragen zu diesem Thema?

Dann melden Sie sich bei uns und fordern kostenlos unsere Broschüre „Dauerhaft Zeichen

setzen, auch über das Leben hinaus“ an.

Mit unseren

Spendendosen

können Sie Geld für die Karlshöhe

sammeln: in Ihrem Ladengeschäft,

bei einer Geburtstagsfeier oder bei

sonstigen Anlässen.

Spendenkonto 55, Kreissparkasse Ludwigsburg, BLZ 604 500 50

Ihr Ansprechpartner Diakon Jochen Brühl, Tel. (0 ) 9 -

www.karlshoehe.de


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Klassik hilft!

Der Freundeskreis der Karlshöhe und die Stiftung

Karlshöhe Ludwigsburg laden am 1. November 2007

ins Forum am Schloßpark ein. Unter der Schirmherrschaft

von Eva Luise Köhler und I.K.H. Erbgräfin

Mathilde von Waldburg-Zeil sind u. a. Künstler des

Staatsballetts Stuttgart, der John-Cranko-Schule,

der Bayerischen Staatsoper und das Landesjugendsinfonieorchester

zu sehen und hören.

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Herzliche Einladung

13. Oktober 2007

➛ Herbstflohmarkt

1. November 2007

➛ Benefizveranstaltung im

Forum am Schloßpark zu

Gunsten der Karlshöhe

im März 2008

➛ Frühlingsflohmarkt

27. April 2008

➛ . Jahresfest

2. März / 27. Juli 2008

➛ Einsegnung der

Diakoninnen und Diakone

Praktikum – Zivildienst

Freiwilliges Soziales Jahr, Vorpraktikum, Zivildienst.

Die Karlshöhe bietet jungen Menschen

ideale Möglichkeiten, in den diakonischen

Einrichtungen unter fachlicher Begleitung

Aufmerksamkeit für soziale Probleme zu entwickeln,

sich selbst soziale Kompetenzen anzueignen

und dadurch Schlüsselqualifikationen

für den späteren Beruf zu erwerben.

Kontakt: Marc Schaaf

Tel. (0 ) 9 - 0 / schaaf@karlshoehe.de

Besuchergruppen

Gäste sind auf der Karlshöhe willkommen.

Wenn Sie sich mit uns in Verbindung setzen,

vereinbaren wir gerne einen Termin mit Ihnen

und überlegen gemeinsam, welches Angebot

passend ist für Sie und Ihre Gruppe.

Kontakt:

Tel. (0 ) 9 - / info@karlshoehe.de


Foto Luftbild: Riemann Aerophoto

Foto: Marianne Raden

Karlshöhe Ludwigsburg

Auf der Karlshöhe

Ludwigsburg

Tel. (0 ) 9 - 0

Fax (0 ) 9 - 99

info@karlshoehe.de

www.karlshoehe.de

September 2007 | design – www. coxorange.de

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