Pflanz einen Baum und trink aus ihm. - Berliner Zeitung

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Pflanz einen Baum und trink aus ihm. - Berliner Zeitung

UMWELTFESTIVAL

20 Jahre nach Rio:

Die Grüne Liga lädt ein.


3. JUNI 2012 AM BRANDENBURGER TOR

•••••••••••••••••••••••••••••••••••••• •••••••••••••••••••••••••••••••••••••• EEINE I N E VERLAGSBEILAGE V E R L A G S B E I L A G E DER D E R BERLINER B E R L I N E R ZEITUNG

Z E I T U N G

Rhythmische Wortfetzen:

Der Ökoslammer tritt auf.

Kräuter im Hinterhof:

Der Städter gärtnert.

OTOLIA


2 I UMWELTFESTIVAL FREITAG, 1. JUNI 2012 I VERLAGSBEILAGE

T I P P S

Begrünte Fassaden spenden

Sauerstoff und bieten Tieren

Schutz und Nahrung.Für alle,

die um ihren Putz fürchten, gibt

es die „Living Wall“: Das heißt,

an einem Metallgestell, das an

der Fassade angebracht wird,

befindet sich synthetischer

Vlies. Darin finden dann die

Wurzeln der Pflanzen Halt.

Hochbeete eignen sich gut für

Dachterrassen und versiegelte

Flächen. Aufgrund ihrer Höhe

lassen sie sich leicht bearbeiten.

Sie erwärmen sich im Frühjahr

schneller und ermöglichen

eine effektive Nutzung von Gartenabfällen.

Als Einfassung

kann man verschiedenste Materialien

verwenden: Es kann

klassisch gemauertwerden,

aber auch Zaunelemente aus

Holz, Naturweide und Kunststoff

oder Betonkästen sind

möglich.

Die Kräuterspirale ist eine etwa

ein Meter hohe gewundene

Steinmauer,die mit Erde aufgefüllt

wird. Sie wird den Ansprüchen

von Kräuternaus verschiedenen

Länderngerecht. Im

oberen Teil herrscht trockenwarmes

Mikroklima, unten ist

die Temperatur niedriger und

die Feuchtigkeit höher.

Mit Kübelpflanzen lassen sich

auch nicht entsiegelbare Flächen

begrünen. Für einen kleinen

Balkon sind eher schwachwachsende

Stauden optimal,

wie beispielsweise Bleiwurz,

Storchschnabel und Salbei.

Man sollte darauf achten, dass

die Topfblumen winterhartsind

oder während der kalten Jahreszeit

ein frostfreies Quartier im

Keller bekommen.

Literatur zum Thema:Wie die

Berliner ihre Stadt begrünen,

darum geht es im neuen Buch

„Berlin gärtnert–Kübel, Beet

und Samenbombe“ (Terra-Verlag,14,80

Euro). Die ersten

zehn Leser,die beim Umweltfestival

ab 11 Uhr am Stand der

Grünen Liga an der Hauptbühne

danach fragen, bekommen ein

Buch gratis.

Weitere Informationen zu dem

Thema stehen in der Broschüre

zum Wettbewerb „Grüne Höfe

für ein gutes Klima“, die an den

Ständen der Grünen Liga auf

dem Umweltfestival erhältlich

sind. (suh.)

Weitere Infos unter:

www.grueneliga-berlin.de

M

Mit Kräuterngegen den Klimawandel

Grüne Oasen in Hinterhöfen und auf Brachflächen wirkenpositiv auf Mensch und Umwelt

etropolen wie Berlin sind

besonders vom Klima-

wandel betroffen. Das

Potsdam Institut für Klimaforschung

prognostiziert für Berlin einen

Temperaturanstieg von durchschnittlich

2,5 Grad Celsius bis

zum Jahr 2050. Die innerstädtischen

Zonen werden sich stärker

erwärmen als das Umland. Die Berliner

müssen sich auf zunehmende

Hitzeperioden, tropische Nächte

und heiße Tage einstellen.

Orte der Erholung

Diese Entwicklung kann jedoch positiv

beeinflusst werden. Entsiegelte

Flächen wirken beispielsweise

ausgleichend auf das

Stadtklima. Sie schaffen Lebensraum

für Pflanzen und Tiere. Grüne

Oasen in Höfen und auf Freiflächen,

aber auch Dachgärten tragen

dazu bei, dass sich die Luft abkühlt

und die Stadt durchlüftet

wird. Für die Menschen sind das

Orte der Erholung.

Begrünte Höfe sorgen auch für

ein gutes soziales Klima in der

Stadt. In ganz Berlin gibt es inzwischen

viele solcher versteckter Oasen.

Die Grüne Liga und die Senatsverwaltung

für Stadtentwicklung

riefen dazu einen Wettbewerb ins

Leben. Mit „Grüne Höfe für ein gutes

Klima“ wurden solche Orte vor-

GRÜNE LIGA

Grün zu sein, bedarf es wenig: Utensilien für eine Kräuter- und Gemüsekiste.

Geerdet: Hier werden Radieschensamen in Reihen versenkt.

GRÜNE LIGA

Salat aus Wiesenbocksbart

mit Blüten

100 gjunge Wiesenbocksbartstängel

und -blätter

50 gZwiebellauch

40 ml saure Sahne

Meersalz

Gänseblümchenblüten

Die Stängel und Blätter des Wiesenbocksbarts

mit dem Holzfleischklopfer

bearbeiten und 30

Minuten liegen lassen. Das

ganze Grün schneiden, mit saurer

Sahne vermischen und mit

Meersalz abschmecken. Mit den

Blüten garnieren.

gestellt und Hofbegrüner für ihr Engagement

ausgezeichnet. Die

Broschüre zum Wettbewerb dokumentiert

diese und liefert damit

auch allen anderen BerlinernIdeen

für viele neue Hofprojekte. Da gibt

es beispielsweise ein Sommerwohnzimmer

im Obstgarten an der

Weißenseer Herbert-Baum-Straße,

das im Stil eines Klostergartens,

Hochbeete für Stauden und Gemüse

enthält. Aber auch Obstbäume,

Beerensträucher und Weinreben.

Dazu gibt es Sitzplätze,

einen Buddelkasten und einen be-

R E Z E P T E

Der Goldene Schnitt: Noppenfolie eignet sich als Dichtungsmaterial.

Paste aus Wiesenbocksbartund

Sauerampfer

100 gjunge Wiesenbocksbartblätter

und -stängel

100 gSauerampferblätter

Meersalz

Pfeffer

Muskat

Den Wiesenbocksbartmit dem

Holzfleischklopfer bearbeiten,

ein bis zwei Minuten in kochendes

Wasser tauchen. Zusammen

mit dem Sauerampfer in einem

Mixer pürieren. Mit den Gewürzen

abschmecken.

(Elisabeth Westphal/Grüne Liga)

grünten Fahrradunterstand. In der

Weißenseer Bernkasteler Straße

wurde ein ehemaliger Schulhof entsiegelt

und eine Streuobstwiese angelegt.

Geld vom Amt

Das Bezirksamt Pankow fördert

auch in diesem Jahr die Begrünung

von Hinterhöfen in Gründerzeitquartieren.

Auch Bewohner, deren

Höfe nicht in einem der Sanierungsgebiete

liegen, haben nun die

Chance auf Förderung. Wettbewerbsunterlagen

gibt es bei der

GRÜNE LIGA

GRÜNE LIGA

Junges Gemüse: Nach ein bis zwei Wochen keimen Radieschen und Salat.

Grünen Liga, Tel. 4433910. Einsendeschluss

ist der 15. September

2012.

In der Stadt gibt es viele Brachen,

die von urbanen Gärtnern in

Besitz genommen werden. Das gemeinschaftliche

Gärtnern stärkt

auch die nachbarschaftlichen Beziehungen.

Ein Beispiel gemeinschaftlichen

Gärtnerns ist das Allmende-Kontor

auf dem Tempelhofer

Feld. Dortkann man sich samstags

und sonntags von 14 bis 18 Uhr im

Schaugarten informieren und

selbst mitmachen.

Die Grüne Liga berät ebenfalls

bei Gestaltung von Höfen oder Gärten.

Bei Führungen auf ihrem Musterhof

an der Prenzlauer Allee wird

unter anderem gezeigt, welche

Komponenten einer Hofbegrünung

sich positiv auf das Stadtklima

auswirken. Workshops vermitteln

Kenntnisse zum Bau eines Hochbeets,

theoretische Hintergründe

und praktische Erfahrungen zum

Gemüse-, Obst- und Kräuteranbau.

Die Teilnahme ist kostenlos. (ag.)

Termine/Anmeldung: Am 12. und

13. Juni, jeweils von 16 bis 19 Uhr.

Allmende Kontor auf dem Tempelhofer

Feld, Tel.: 030-44 33 91-0,

hofberatung.berlin@grueneliga.de

www.grueneliga-berlin.de


FREITAG, 1. JUNI 2012 I VERLAGSBEILAGE UMWELTFESTIVAL I 3

D

„Von Zufriedenheit kann keine Rede sein“

Vor20Jahren wurde das Konzept der nachhaltigen Entwicklung beschlossen –der große Durchbruch blieb bislang aber aus

as Konzept der nachhaltigen

Entwicklung feiert Ge-

burtstag: 1992 wurde es

auf der Klimakonferenz der Vereinten

Nationen in Rio de Janeiro beschlossen.

20 Jahre später,sei die

Bilanz ernüchternd, meint Sandra

Kolberg.Seit Jahren engagiertsich

die 34-Jährige, die als Projektmanagerin

beim Bundesverband Solarwirtschaft

arbeitet, in der Grünen

Liga. Im Herbst 2011 wurde

sie in den Vorstand des Landesverbands

Berlin gewählt.

Frau Kolberg, mit Spannung blickt

die Welt auf die diesjährige UN-Klimakonferenz

in Rio de Janeiro. Was

kann man von dieser Konferenz erwarten?

Ich habe ehrlich gesagt keine

besondershohen Erwartungen. Im

Vorfeld habe ich gelesen, dass das

Hauptthema „Green Economy“

sein wird. Also grüne Wirtschaft im

Kontext nachhaltiger Entwicklung.

Ich sehe das problematisch, hierauf

den Fokus zu legen. Eine „grünere

Wirtschaft“, die sich konsequent

an Nachhaltigkeitskriterien

orientiert, ist zwar zentraler Bestandteil

von nachhaltiger Entwicklung.Aber

die Gefahr besteht doch,

dass die Wirtschaft nur ein grüneres

Mäntelchen bekommt und viele

grundsätzliche Debatten außen vor

bleiben.

Das klingt nicht sehr optimistisch.

Dabei ist Rio ein historischer Ort.

Hier wurde das Konzept der nachhaltigen

Entwicklung beschlossen.

Aus meiner Sicht ist das, was

damals von den 178 Staaten zustande

gebracht wurde, wirklich

ein beachtliches Ergebnis gewesen.

Zum ersten Mal wurde der

dringende Handlungsbedarf zur Erhaltung

der ökologischen Lebensgrundlagen

definiert. Man hat festgehalten:

Entwicklung muss in

bestimmten Grenzen stattfinden.

Und: Entwicklung muss den Bedürfnissen

der heutigen Generation

entsprechen, ohne dabei aber

die Bedürfnisse der künftigen Generation

zu gefährden. Bei der Konferenz

in Rio hat man sich zum ersten

Mal dem großen Ganzen

gewidmet. Das wareinmalig.

Rio war sozusagen die erste große

Gemeinschaftsleistung in Sachen

Umweltschutz?

Ja. Ich denke, das war das Besondere.

Und deshalb ging auch so

eine große Strahlkraft von ihr aus.

In der Gesellschaft gab es eine Art

von Aufwachen. Es gab die Einsicht,

dass wir so nicht weitermachen

können und dass jeder etwas

tun muss –und kann. Denn wir alle

sind Teil des Problems –und wir

sind auch Teil der Lösung.

Wie zufrieden sind Sie mit der Entwicklung

der vergangenen Jahre?

Von Zufriedenheit kann natürlich

keine Rede sein. Denn ganz

nüchtern betrachtet, ergibt sich

kein gutes Bild. Auch 20 Jahre später

schreitet der Artenschwund dramatisch

voran. Der Klimawandel

hat sich weiter verschärft, die Produktion

der Treibhausgase hat sich

nicht reduziert. Die Folgen des Klimawandels

sind bereits spürbar.

Wir haben es nicht geschafft, den

Material- und Ressourcenverbrauch

zu begrenzen. Dieser übersteigt

nach wie vor die Tragfähigkeit

des Planeten. Die Schere

PRIVAT

Ist seit vergangenem Jahr im Vorstand der Grünen Liga tätig: Sandra Kolberg.

zwischen Arm und Reich geht weiter

auseinander,Wälder werden gerodet,

es gibt Krieg und Vertreibung.

Insgesamt bietet sich

wirklich kein positives Bild. Auf nationaler

und internationaler Ebene

ist der große Erfolg bislang nicht

angekommen. Die Wende zu einer

Politik der Nachhaltigkeit ist noch

nicht gelungen.

Also alles eine schöne Idee –ohne

Wirkung?

Nein, nicht ganz. Das Konzept

ist ja etabliert–inder Politik, in der

Wissenschaft und der Wirtschaft.

Der Klimawandel und die globale

Ungerechtigkeit sind im öffentlichen

Bewusstsein angekommen.

Vielleicht muss man den Blick stärkerauf

die Teilerfolge richten.

G R Ü N E L I G A

Ein Kind der Wende: Im Februar

1990 gründeten Umweltschutzgruppen,

die bereits in der DDR

aktiv gewesen waren, das Netzwerk

ökologischer Bewegungen

in Buna. Im Gründungsaufruf

heißt es: „Das Wissen um den

Ernst und die Dringlichkeit der

globalen und lokalen ökologischen

Probleme führte uns zusammen.“

Schnell wurde die

Grüne Liga bekannt und erhielt

auch Sitz und Stimme am Zentralen

Runden Tisch in Berlin.

Etwa25Gruppen sind heute in

der Grünen Liga Berlin organisiert.

Sie haben etwa50000

Mitglieder.

Zur besseren Koordination gibt

es mehrere Regionalbüros in

den neuen Bundesländernund

eine Bundesgeschäftsstelle.

Der Berliner Landesverband

sitzt in der Prenzlauer Allee 8.

Die Geschäftsstelle hat Mo bis

Do von 9bis 17.30 Uhr und freitags

von 9bis 15 Uhr geöffnet.

Tel.: 030/44 33 91-0.

Der Rabe Ralf:Soheißt die von

der Grünen Liga herausgegebene

Umweltzeitung,sie erscheint

alle zwei Monate.

Der Ökomarkt der Grünen Liga

Berlin findet am Kollwitzplatz jeden

Donnerstag von 12 bis 19

Uhr statt.

Natour organisiertökologische

Reisen für Kinder und Jugendliche

wie auch Seminarfahrten.

www.grueneliga-berlin.de

Und wo sollte man da hinschauen?

Zum Beispiel auf die Rolle der

Kommunen. Da bin ich schon der

Meinung,dass da viel passiertist.

Neue Steuerungsmodelle wurden

erprobt, Managementprozesse für

mehr Nachhaltigkeit wurden entwickelt.

In den Kommunen gibt es viel

innovative Kraft. Auf dieser Ebene

haben sich viele Akteure erfolgreich

der Herausforderung gestellt.

Warum scheint es im Kleinen zu

funktionieren und im Großen nicht?

Ich denke, auf internationaler

Ebene wird zu viel zerrieben und

verwässert. Und es mangelt an

konsequenter Umsetzung der bestehenden

Beschlüsse. Da gibt

es zu viele Einzelinteressen. Ich

war zum Beispiel beim Klimagip-

fel 2009 in Kopenhagen dabei.

Es war interessant und gleichzeitig

erschreckend, wie viel Zeit

und Energie und Kosten kleine

Detailfragen in Anspruch nehmen.

Dass wirtschaftliches Agieren

in die Leitplanken der Ökologie

gestellt werden muss, wird

leider zu oft aus den Augen verloren.

Stattdessen zerreibt man

sich an Detailfragen.

Sind Umweltgipfel dann also im

Prinzip verschenkte Zeit?

Die Konferenz 2009 in Kopenhagen

war eine große Ernüchterung.

Die Erwartungen an diesen

Gipfel waren enorm, denn jeder

wusste, es müssen wegweisende

Beschlüsse für das Kyoto-Nachfolgeprotokoll

gefasst werden. Aber

diese Erwartungen wurden bitter

enttäuscht. In Cancun 2010 und

dann in Durban 2011 wurden zumindest

Vorbereitungen getroffen,

um den politischen Prozess wieder

aufzunehmen. Dennoch, die beschlossenen

Reduktionsziele reichen

aus ökologischer Sicht bei

Weitem nicht aus, denn mit diesen

steuernwir auf einen vier Grad wärmere

Welt hin.

Während die Politik sich zerreibt,

waskann man im Privaten tun?

Ich bin da ein bisschen ambivalent.

Ich glaube, dass die Bürger

großen Einfluss haben. Und dass

sie den auch nutzen sollten. Die

täglichen Entscheidungen, was

man kauft, wie man sich ernährt,

wie man sich durch die Stadt bewegt,

sind wichtige Stellschrauben.

Es macht Sinn, dass die Menschen

darauf achten, dass

Lebensmittel ökologisch verträglich

hergestellt sind, fair gehandelt

wurden oder regional produziert

sind. Damit kann man viel erreichen.

Aber erreicht man damit genug?

Ein anderer Punkt sind die ressourcenintensivenKonsumbereiche

wie Mobilität. Zum Beispiel der

Flug in den Urlaub –der ist eben

normal. Da kann man noch so viel

Bio einkaufen, das steht in keinem

Verhältnis. Ich übertreibe natürlich.

Aber ich finde, dass die Bürger

oft auch sehr alleingelassen sind

mit ihren Zielkonflikten. Es müssten

tatsächliche Handlungsalternativen

bereitgestellt werden. In

dem sehr ressourcenintensiven

Bereich Bauen und Wohnen hat

man als Individuum noch weniger

Einfluss. Und da sehe ich klar die

Politik in der Verantwortung.

Das Interviewführte Stefanie Paul.


4 I UMWELTFESTIVAL FREITAG, 1. JUNI 2012 I VERLAGSBEILAGE

V

Bügel statt Baum

Mobile Fahrradständer und bewachtes Parken bei Großveranstaltungen macht das Anreisen per Rad für viele attraktiver

erkehrschaos, fehlende

Parkplätze, Stress. So sieht

häufig die Anfahrt zuGroß-

veranstaltungen aus. Um Umwelt

und Nerven zu schonen, gibt es

seit einigen Jahren Abhilfe: mobile

Fahrradständer.

„Zur Fußballweltmeisterschaft

wurden Anlehnbügel angeschafft,

von denen danach auch einige in

den Besitz der Berliner Bezirke

übergingen“, sagt Ulrike Saade,

Geschäftsführerin des Fahrraddienstleistersvelo:konzept.

Deutschlandweit sind die Stahlgebilde

eine beliebte Alternative zu

hart umkämpften Stellplätzen an

Bäumen oder Straßenschildmasten:

Beim Kirchentag in Bremen,

beim Museumsuferfest in Frankfurt

amMain, aber auch beim Umweltfestival

der Grünen Liga kamen

die Bügel in den vergangenen Jahren

zum Einsatz.

In diesem Jahr ist das anders.

Abstellgitter statt Bügel lautet am

Name, Vorname:

Geburtsdatum:

Die mobilen Fahrradständer,die 2006 zur Fußballweltmeisterschaft angeschafft wurden, gingen danach in den Besitz der Berliner Bezirke über.

3. Juni die Devise: Die Senatsverwaltung

hat die mobilen Fahrradständer

an die Deutsche Bahn verpachtet,

die sie an der Baustelle

am Ostkreuz aufgestellt hat. „Es

ist ein Jammer, dass die schönen

Bügel nun für zwei Jahre wegfallen“,

sagt Frau Saade. Damit ge-

hen den Radlernbeim Umweltfestival

zwar die komfortablen

Anstellplätze verloren, aber der

kostenlose Service bleibt: Auch in

diesem Jahr gibt es wieder bewachtes

Fahrradparken.

Dass kein Drahtesel wegkommt,

darum kümmern sich nun

Telefon:

E-Mail:

PLZ, Ort:

Datum/Unterschrift:

Mit einer Lastschrifteinzugsermächtigung sparen Sie Zeit und helfen uns, Verwaltungskosten

gering zuhalten. Bei unberechtigter Belastung Ihres Kontos haben Sie sechs

Wochen Widerspruchsrecht.

Lastschrifteinzugsermächtigung:

Konto-Nr.:

Wenn Sie jetzt Mitglied der GRÜNEN LIGA werden, schenken wir Ihnen aus

Anlass des 17. Umweltfestivals ein Abo der Umweltzeitung DER RABE RALF

und das Buch „Berlin gärtnert“.

Wir brauchen Sie! Werden Sie Mitglied der

GRÜNEN LIGA Berlin –aktiv für unsere Umwelt!

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per Fax an 030 -443391-33oder online www.grueneliga-berlin.de

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zum fünften Mal in Folge die Auszubildenden

von Joachim Strobel,

Leiter des Fachbereichs Metall und

Elektro der bbw Berufsvorbereitungs-

und Ausbildungsgesellschaft:

„Die jungen Leute sind

ganz heiß darauf zu helfen“, sagt

Strobel. Von10bis 19 Uhr werden

B

erlin ist mit 2500 öffentlichen

Grünanlagen eine der

grünsten Großstädte der

Welt. Hier gibt es vielfältige Erholungsmöglichkeiten

–neben klassischen

Parksund Gärten auch viele

ökologisch genutzte grüne Flächen

und Landschaftsschutzgebiete wie

Bachlandschaften, öffentliche Familiengärten,

begrünte Hinterhöfe

oder interkulturelle Gärten. Bekannt

sind unter anderem „Die Gärten

der Welt“ in Marzahn oder der

Mauerpark zwischen Wedding und

Prenzlauer Berg.

Wer Berlin erkunden will, kann

auf den Internet-Stadtführer „Berlin

goes green“ der Grünen Liga zurückgreifen,

der gerade überarbeitet

wird. In ihm finden Einheimische

und Besucher auch Bio-Restaurants

und Hotels, Museen, Gebäude,

die erneuerbare Energien

und nachwachsende Rohstoffe nutzen,

sowie Informationen zu Stadtführungen,

die auch für Kinder

spannend sind.

„Berlin goes green“ führt je

nach Zeit, Geldbeutel, Lust und Interesse

durch die Stadt. Dabei erfährt

man zum Beispiel, wo der älteste

Baum steht, was sich hinter

dem Namen „PinkePanke“ verbirgt

oder wie man die Wasserwege mit

Solarbooten erkunden kann.

Berlin hat ein weitverzweigtes

Nahverkehrsnetz mit S- und U-Bah-

VELO:KONZEPT

sie auf der Straße des 17. Juni aufpassen.

Für etwa200 Fahrräder ist

Platz. Bei den Jugendlichen sind

sie in guten Händen. In der Vergangenheit

sei noch nie etwas weggekommen,

sagt Joachim Strobel. Im

Gegenteil: „Einmal waren sogar

drei Räder übrig.“ (suh.)

Ohne Auto mobil

Mit einem neuen Stadtführer im Internet kann man

umweltfreundlich auf Entdeckungsreise gehen

nen, Regionalzügen, Straßenbahnen,

Stadtbussen und Personenfähren.

Ausflugslinien gibt es

schon seit 1907. Der Berliner kann

sich also umweltfreundlich durch

die Stadt bewegen, wenn ihn nicht

gerade eine Baustelle aufhält. Es

gibt viele Möglichkeiten, Berlin

ohne Auto zu „erfahren“ –zuFuß,

mit dem Fahrrad, mit Bus, Bahn

oder Solarboot. Die Macher des

Stadtführers bauen auf ihre Leser

und deren Tipps und Anregungen,

um die Seiten stets aktualisieren

und ergänzen zu können. (ag.)

Die neue Seite findet man auf:

www.berlingoesgreen.de

BERLINER VERLAG

Der älteste Baum Berlins: die „dicke

Marie“ im SchlossparkTegel ist 900

Jahre alt.


FREITAG, 1. JUNI 2012 I ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG UMWELTFESTIVAL I 5

S

Energiewende mit Hilfe der Verbraucher

Neues Modell des ok-power-Labels: Versorger investieren kontinuierlich in den Ausbau erneuerbarer Energien

eit 1999 können sich Energiekunden

ihren Stroman-

bieter selbst aussuchen.

Obwohl ein Großteil der Bevölkerung

gegen Atom- und Kohlekraft

ist, beziehen nur 20 Prozent der

Konsumenten tatsächlich Ökostrom.

Das ergab die im Februar

vorgestellte Studie „Potenziale für

Ökostrom in Deutschland“, in der

die DIW econ GmbH Verbraucherpräferenzen

für Ökostrom und das

Engagement deutscher Energieversorger

beim Ausbau erneuerbarer

Erzeugeranlagen untersuchte.

Die Studie ergab auch, dass die

Investitionen im Hinblick auf die

Wirtschaftskraft der deutschen

Energieversorgungsunternehmen

sehr unterschiedlich sind. Die vier

großen Energieversorger Eon,

RWE, Vattenfall und EnBW hatten

zwar im Jahr 2010 die größten Erzeugungskapazitäten

bei den erneuerbaren

Energien, anteilig an

den Gesamtkapazitäten liegen sie

jedoch deutlich unter dem Engagement

der reinen Ökostromanbieter

oder regionaler Ökostromanbieter

wie Entega/HSE (Heag Südhessische

Energie AG). Die Energiewende

kann keinesfalls vollzogen

werden, wenn die Unternehmen

nicht genügend in den Ausbau der

Anlagen investieren.

Verbrauch deutlich senken

Die beste Energie ist die, die nicht

verbraucht wird. Denn um die

Wende –weg von Atomstrom und

Kohle, hin zu regenerativer Energie

–schaffen zu können, muss der

Energieverbrauch deutlich gesenkt

und Energie effizienter genutzt werden.

Entega bietet seinen Kunden

unter anderem eine individuelle

Energieberatung und den kostenlosen

Verleih von Strom-Messgeräten

an. Experten unterstützen bei

der energetischen Komplettmodernisierung

und beim Umsetzen der

dafür erforderlichen Maßnahmen.

GETTY IMAGES

Ökostrom trägt zum Ausbau neuer

Anlagen bei.

Mit sparsamem Energieverbrauch

und klimafreundlich erzeugtem

Ökostrom, dessen Anbieter den

Ausbau der Erzeugungsanlagen für

erneuerbare Energien fördern, können

die Verbraucher zur Energiewende

beitragen. „Ein Umweltnutzen

entsteht erst, wenn durch

einen Ökostromtarif konventioneller

Strom vom Markt verdrängt

wird“, so Frank Dinter, Geschäftsführer

des Ökostromanbieters Entega.

„Ökostrom nur zu kaufen und

zu verkaufen, ändert also nichts.

Wir brauchen stattdessen Energieversorger,

die selbst in erneuerbare

Anlagen investieren.“ Dinter

nimmt während des Umweltfestivals

ab 14.20 Uhr an einer Diskussionsrunde

auf der Hauptbühne

am Brandenburger Torteil.

In Öko-Anlagen investieren

Entega investiert gemeinsam mit

der Muttergesellschaft HSE bis

2015 mehr als eine Milliarde Euro

in den Ausbau erneuerbarer Energien.

Mitte 2011 wurden bereits

mehr als 260 Megawatt Leistung

aus regenerativen Quellen auf den

Weg gebracht, 450 Megawatt sollen

es werden. Das Unternehmen

hat seine Ökostromtarife rückwirkend

zum 1. Januar 2011 nach

Für erneuerbare

Energien. Weil die Welt

nicht erneuerbar ist.

dem ok-power-Initiierungsmodell

zertifizieren lassen und trägt nun

als eines der ersten Energieunternehmen

in Deutschland das Gütesiegel.

Das ok-power-Label nach

dem Initiierungsmodell wird von

der EnergieVision e.V.vergeben.

Entscheiden sich mehrere Kunden

für ein Angebot mit diesem Siegel,

muss der Energieerzeuger

nicht nur mehr Ökostrom bereitstellen,

sonderngleichzeitig in den

Ausbau der eigenen Anlagen investieren.

Die Höhe der Investitionen,

also wie viel Kraftwerksleistung

neu entstehen muss, wird anhand

des Ökostromabsatzes berechnet.

Die Kunden lösen also mit ihrer

Entscheidung für Ökostrom mit

dem neuen Gütesiegel weitere Investitionen

in Anlagen zur Ökostrom-Erzeugung

aus.

Weitere Informationen auf:

www.ok-power.de

Die Energiewende steht an–esgilt, den Umstieg auf erneuerbare Energien so schnell wie möglich zu

schaffen. Dieser Herausforderung stellen wir von ENTEGA uns gerne: Schon seit Anfang 2008 verzichten

wir auf den Vertrieb von Atomstrom. Und setzen stattdessen vor allem auf Ökostrom und den Ausbau

der Erzeugungskapazitäten für regenerative Energie. Dafür investieren wir gemeinsam mit unserer

Muttergesellschaft HEAG Südhessische Energie AG (HSE) bis 2015 rund eine Milliarde Euro. Und damit

leisten auch unsere Kunden schon heute einen wichtigen Beitrag zur Energiewende.


6 I UMWELTFESTIVAL FREITAG, 1. JUNI 2012 I VERLAGSBEILAGE

S

treuobstwiesen gehören zu

den artenreichsten Bioto-

pen in unseren Breitengra-

den. Obstbäume stehen dabei

„verstreut“ auf der saftigen Wiese,

die auch als Weideland dienen

kann. 3000 Obstsorten gibt es in

Deutschland, davon mehr als

1200 Apfelsorten.

Einige eignen sich besonders

als Tafelobst, andere sind besonders

gut lagerfähig, wiederum andere

sind resistent gegen Pilze und

Schädlinge. Aus manchen Sorten

lassen sich besonders schmackhafte

Marmeladen oder Säfte herstellen.

WasApfelsaft mit Naturschutz zu tun hat

Die Grüne Liga will Kinder und Jugendliche für die Bedeutung von Streuobstwiesen sensibilisieren

Jonagold, Granny Smith oder

doch Braeburn? Dank der Apfelerlebniskiste

der Grünen Liga können

junge Entdecker nun herausfinden,

um welche Sorte es sich

handelt. Mit dem Projekt „Von der

Wiese zum Saft“ sollen Kinder und

Jugendliche für den Naturraum

Streuobstwiese sensibilisiert und

zum Nachdenken über gesunde Ernährung

angeregt werden.

Die Erlebniskiste enthält eine

umfangreiche Materialsammlung

rund um das Thema Streuobstwiese.

Der Theorieteil umfasst das

Kennenlernen des Lebensraums

Streuobstwiese und vermittelt Zu-

Verpackungsrecycling in Berlin spart

jährlich 34.000 Tonnen CO₂. Danke.

TrenntstadtBerlin isteineInitiativeder Berliner Stadtreinigung mitden

Partnern ALBA,Berlin Recycling undder Stiftung Naturschutz Berlin.

sammenhänge von Verbraucherverhalten,

Lebensstilen und deren

Auswirkungen auf unsere Umwelt.

Der Praxisteil erklärt das Ernten

und das Weiterverarbeiten des

Obstes. Eine kleine Saftpresse,

die ebenfalls in der Kiste enthalten

ist, ermöglicht es, selbst Apfelsaft

zu pressen und dann zu probieren.

Das Projekt ist so konzipiert,

dass Pädagogen und Eltern eseigenständig

durchführen können.

Schulen oder Kindertageseinrichtungen

zum Beispiel, die den Apfel

zum Mittelpunkt von Thementagen

machen wollen, können sich bei Interesse

an die Grüne Liga wenden.

Auf Anfrage unterstützen auch Mitarbeiter

des Netzwerks die Pädagogen

bei einer solchen Aktion.

Bedrohte Biotope

Die Grüne Liga, die seit vielen Jahren

gegen den Artenschwund angeht,

hat die Apfelkiste ins Leben

gerufen, um wertvolle Biotope wieder

ins Bewusstsein zu rücken.

Streuobstäcker zum Beispiel.

Diese waren Anfang des 20. Jahrhunderts

vor allem auf ehemaligen

Weinbaulagen weit verbreitet.

Heute kommen sie nur noch im

südlichen Brandenburg, in Sachsen-Anhalt,

Franken und Südbaden

vor. Auch hochstämmige Obstalleen,

Bäume in Hausgärten oder

Einzelbäume in der freien Landschaft

gehören zum Streuobstbau.

Weil kaum Dünger und Pestizide

eingesetzt werden, können

auf Streuobstwiesen mehr als

5000 Tier- und Pflanzenarten nebeneinander

existieren. Je nach

Bodentyp wachsen unterschiedliche

Pflanzen. Typisch ist zum Beispiel

die Glatthaferwiese. Neben

dem Glatthafer wachsen dort Wiesen-Labkraut,Wiesen-Storchschnabel

oder Wiesen-Glockenblume.

Die unterschiedlichen

Pflanzenarten locken wiederum

viele Tierarten an: Insekten, Amphibien,

Reptilien und Säugetiere.

Ein Kleinbiotop reiht sich an

das andere. Wohnen in den oberen

Etagen Vögel wie Steinkauz, Wendehals,

Grün- und Buntspecht, nisten

in der Rinde Hornissen. Grasfrosch

und Erdkröte gehören zu

den Amphibien, Mäuse, Eichhörnchen,

Siebenschläfer und Steinmarder

zu den Säugern. Imker platzieren

ihre Bienen oft neben

Streuobstwiesen, weil diese gern

DPA/PATRICK PLEUL

auf Apfelblüten fliegen. Honig ist

also ein typisches Produkt der

Streuobstwiesen. Für die Menschen

sind sie wertvolle Erholungsund

Naturerlebnisorte.

Im Vergleich zu Plantagen ist

die Ernte auf der Wiese mühseliger,

denn das Obst wird zu unterschiedlichen

Zeiten reif. Auch

muss mindestens zweimal im Jahr

die Wiese gemäht werden. Das

führte in den vergangenen Jahrzehnten

zu Rodungen, die Platz für

Plantagen und Bauland machten.

Viele heimische Tierarten verschwanden

dadurch.

Seit Anfang der 1980er-Jahre

bemühen sich Naturschützer,

Landwirte, öffentliche Hand und

Keltereien vermehrtumSchutz der

Streuobstbestände. So gibt es in

Brandenburg ein Programm zur Förderung

umweltgerechter landwirtschaftlicher

Produktionsverfahren

und zur Erhaltung der Kulturlandschaft.

(ag.)

Die Apfelerlebniskiste wird gegen

eine Schutzgebühr von 20 Euro

und eine Kaution von 100 Euro verliehen.

Tel.: 030-443391-0

apfel@grueneliga.de

www.grueneliga-berlin.de


FREITAG, 1. JUNI 2012 I VERLAGSBEILAGE UMWELTFESTIVAL I 7

B

„Wenn die Zivilisation ihren Halt verliert“

Ökoslammer Marko Ferstdichtet beim Umweltfestival über Themen wie schmelzende Pole oder Castortransporte

eim Ökoslam des Umweltfestivals

über Ökologie und

nachhaltige Lebensstile

fliegen die Wortfetzen. Auch Marco

Ferst (42) wird am 3. Juni mit seinen

Gedichten an den Startgehen.

HerrFerst, beim Ökoslam treten Gemüsebeet-Rapper

und Blumentopf-

Poeten gegeneinander an. Welche

Artvon Dichter sind Sie?

Politischer Autor und Umweltdichter

trifft es am besten. Angefangen

habe ich schon zu Schulzeiten

und war in der DDR in

verschiedenen Zirkeln und Poetenseminaren.

Damals ging es mir

darum, wie man in der DDR eine Perestroika

verwirklichen könnte. Mit

der Wende schlug ich, angestoßen

durch die DDR-Regimegegner Rudolf

Bahro und Robert Havemann,

eine ökologische Richtung ein.

Warum dichten Sie über schmelzende

Pole oder Tschernobyl?

Ich bin bei Castor-Transporten

dabei gewesen und habe gesehen,

wie die Demonstranten von der

Straße gefegt wurden. Seit 20 Jahren

beschäftige ich mich mit Klimaforschung

und schrieb viele Umweltartikel.

Ich studierte

Politikwissenschaft und arbeitete

lange bei der linkspolitischen ökologischen

Plattformmit.

Wollen Sie dichtend dieWelt retten?

Warum dichten Sie?

Poesie ist eine Form, umunbekanntes

Areal zu erkunden und

Themen so zu beschreiben, wie

man es in einem Artikel nie könnte.

Ich hoffe, meine Gedichte stoßen

andere zum Nachdenken an. Mit

Gedichten können sich Türen öffnen,

die man sonst übersieht.

Welche sind das zum Beispiel?

In meinem Poem zur ökologischen

Rettung ist aufgespannt,

waspassiert, wenn die Zivilisation

ihren Halt verliert. Wenn der Untergang

nicht mehr aufgehalten werden

kann, höchstens um ein paar

Jahre gebremst: Wasfolgt dann?

Lässt sich daran nichts ändern?

Dafür bräuchten wir einen Kulturwandel.

In diesem Zusammenhang

ist Erich Fromm interessant,

der früh eine deutliche Konsumkritik

artikulierte: Er wollte die Werte

des Seins über die des Habens gestellt

sehen. Heute müssten wir

uns von der Wachstumsideologie

verabschieden und unsere Material-

und Energieverbräuche zurücknehmen.

In drei, vier politischen

Anläufen könnte ein ökologisches

Gesellschaftssystem zum Durch-

AP/BISWARANJAN ROUT

Dürre in Indien: „Es ist zu spät, den Klimawandel aufzuhalten“, sagt Ferst.

bruch kommen. Die Politik muss

handeln, wirkungslose Klimagipfel

helfen uns nicht weiter.

Wie müsste sie handeln?

Im Solarbereich so heftig die

Förderung zu kürzen, ist ein Frevel.

Bis 2030 müssten 100 Prozent erneuerbare

Energien erreicht sein.

Eine ökologische Steuerreform

sollte schrittweise den größten Teil

aller staatlichen Einnahmen auf

Ressourcenverbrauch erheben.

Und was kann der Ottonormalverbraucher

tun?

Echten Ökostrom beziehen und

nicht jedes Jahr mit dem Flugzeug

verreisen. Aber nur der individuelle

Pfad funktioniert nicht: Wir haben

hohe Preise im öffentlichen Verkehr,

die nicht sein müssen, und

niedrige Preise fürsFliegen.

Also doch keine Rettung?

Es sind schon einige Kulturen

untergegangen, weil sie die Umwelt

übernutzten oder falsch auf verändertes

Regionalklima reagierten.

Der Evolutionsbiologe Jared Diamond

analysierte dies unter anderem

bei den Majas und Polynesiern.

Verfolgt man die ökologische Trägheit

von Politik über Jahrzehnte,

müssen Zweifel aufkommen, ob wir

rechtzeitig handeln, bevor die

Chose ins Rutschen gerät.

Trainieren Sie schon für Ihren Auftritt

beim Ökoslam?

Ich suchte Gedichte heraus, die

man gut vortragen kann. In meinen

Stücken kommen auch surreale

Elemente vor,aber ich schreibe verständlich

fürs Publikum und nicht

kryptisch. Erich Fried inspirierte

mich zu dieser Form von Dichtung,

auch von Tucholskyund Brecht fließen

einige Formeffekte ein.

Woran arbeiten Sie im Moment?

Ich sitze an einem Romankapitel,

in dem es um Eisbären in der

Arktis geht. Durch ein unfallbedingtes

Schmerz- und Erschöpfungssyndrom

sind mir leider Grenzen

gesetzt. Außerdem schreibe ich

eine lustige Kindergeschichte für

meinen Neffen. Darin retten Teufel,

Hexen und Zauberer die Welt: Sie

versuchen, alle ökologischen Untaten,

die wir so treiben, zu stören.

Das Interviewführte Susanne Hörr.

Der Ökoslam findet um 15 Uhr auf

Bühne 2des Umweltfestivals statt.

Das Finale ist um 17 Uhr auf der

Hauptbühne, wo Ferstum13.25

Uhr zur Einstimmung Gedichte liest.

K O S T P R O B E

Wendländische Impressionen

Bewehrt

rücken Polizisten vor

die eigene Würde zur Seite

vieltausendmal

friedlichen Protest

und meterweise

spülen Wasserwerfer

Demokratie

von der /Straße

Es zählt nur Vernunft

erbaut auf

blind geglaubter Sicherheit

in atomares Spalten

diktiertvon den

Abkassierern

und den harten Worten

im Namen

des Rechtsstaats

im Namen

rasender Blaulichtkolonnen

und dem Kriegsgeschrei

der Hubschrauber

und an jeder /Straßenecke/

folgenschwere /Vernunft

IMs verrichten Spitzeldienst

manchmal auch mehr

um die Regierung

zu schützen

vor ihrer eigenen Enttarnung

doch wergräbt

hier die Grube

und werfällt hinein?

Wieviel Courage

werden wir erst brauchen

sollen nicht nur Castorwege

unpassierbar sein

sondernauch

unser tödlicher Lebensstil

und wird der Widerstand je

reichen

alle Barrikaden

fortzuräumen

und werwird

welche Vernunft /schützen?

Marko Ferst, 1997

PRIVAT

Marko Ferst,42, lernte Tischler,

studierte Politikwissenschaften,

veröffentllichte Poesiebände

und gewann 2006 den

deutsch-polnischen Literaturpreis

für Gedichte.

www.umweltdebatte.de


8 I UMWELTFESTIVAL FREITAG, 1. JUNI 2012 I VERLAGSBEILAGE

Lageplan zum Umweltfestival

Produkte aus biologischem Anbau

Kinder, Spaß, Aktionen

Grüne Liga

Das 17. Umweltfestival findet am

Sonntag,3.Juni, von 11 bis 19 Uhr

auf der Straße des 17. Juni vor dem

Brandenburger Torstatt. Es werden

rund 100 000 Besucher erwartet.

Mehr als 200 Aussteller präsentieren

auf Europas größter ökologischer

Erlebnismeile Projekte des

Umwelt- und Naturschutzes. Das

Essen stammt aus ökologischem

Anbau und artgerechter Tierhaltung.

„Rio+20 –Zukunft leben!“ lautet

das Motto in diesem Jahr. ImVorfeld

des Gipfels in Rio de Janeiro

liegt der Schwerpunkt des Festivals

auf nachhaltigem Konsum und

klimafreundlichen Innovationen.

Auf zwei Festivalbühnen sorgen

Talkrunden, eine Kochshow,ein PoetrySlam,

Kindertheater und junge

Musiker für Unterhaltung.

Kinder ab drei Jahren werden kostenfrei

eine Stunde lang im Globetrotter

Verkehrsgarten betreut, wo

Roller und Rikscha bereit stehen.

Die Fahrradfahrer der Sternfahrt

des ADFC Berlin werden gegen 14

Uhr auf dem Umweltfestival erwartet.

Für Räder stehen kostenlose

bewachte Fahrradparkplätze zur

Verfügung.

Veranstalter des Festivals ist die

Grüne Liga Berlin e. V. ,Prenzlauer

Allee 8, 10405 Berlin.

Tel.: 030 /4433910

E-Mail: berlin@grueneliga.de

Weitere Informationen auf:

www.umweltfestival.de

STRASSE DES 17. JUNI

Grüne Liga

Backstage Zelt Bühne I 160

Backstage Zelt Bühne II 43

Berliner Hofgärten 159

Chillout-Zone 164

Das Geschirrspülmobil 8

Global Classroom 45

Information 163

Kindersammelstelle 162

Toben im Heu 180

Klimafreundliche Mobilität

ADFC Berlin 203

AOKNordost –Mit dem Fahrrad zur

Arbeit 201

autofrei leben! 152

Bewachtes Fahrradparken 205

BUND,Berlin 15

cambio Carsharing 197

DB Rent, Deutsche Bahn 187

Fahrradreisen –Weltweit 49

Fahrradstation 141

Feine Räder Berlin 144

FUSS –

Fachverband Fußverkehr 120

Grüne Radler Berlin/

AG Gleisdreieck 72

Hofrad 204

Ortlieb Sportartikel 202

Peter Busse

Sicherheitstechnik 146

Radhaus 55

Radhaus Kreuzberg 200

Senatsverwaltung für

Stadtentwicklung

und Umwelt 5

Stadtmobil Berlin 75

Tourismusverband

Niederlausitz 143

Tourismusverband

Seenland Oder-Spree 115

Tourismusverein Berlin

Treptow-Köpenick 67

TwikeinBerlin 154

Urbix 129

••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••• Yitzhak-Rabin-Straße

205 Mobiles Fahrradparken

205

204

Utopia Velo 168

VBB Verkehrsverbund

Berlin-Brandenburg 37

VCD Nordost 153

Zweirad-Center Stadler 191

Umwelt- und Naturschutz

Bergwaldprojekt 94

Berliner Artenschutz Team

(BAT) 107

Bundesministerium

für Umwelt, Naturschutz

und Reaktorsicherheit 167

Deutscher Alpenverein,

Sektion Berlin 195

Freilandlabor Britz,

Förderverein

zur Naturerziehung

im Britzer Garten 121

Greenpeace Infoservice 40

GRÜNE LIGA

Berlin IInformation 163

Hochschule für Nachhaltige

Entwicklung Eberswalde 142

Initiative zur Abschaffung

der Jagd 21

Landesamt für Umwelt,

Gesundheit und

Verbraucherschutz/Nationale

Naturlandschaften

in Brandenburg 131

NABU Blumberger Mühle 127

NABU Landesverband Berlin 126

Naturfreunde Berlin 130

NSZ ÖkowerkBerlin 123

save our nature foundation 60

Schutzgemeinschaft

Deutscher Wald 59

Stiftung Naturschutz Berlin 76

Verbund Ökohöfe Nordost 74

Gärtnerninder Stadt

GRÜNE LIGA Berlin

Berliner Hofgärten 159

Allmende-Kontor 158

WC/Behinderten-WC

58

57

56

Grüne Liga

ADFC

203

159

158

157

156

155

154

••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••• 202

55

54

53

52

51

118

117

116

115

114

113

112

111

153

201

200

199

198

197

152

151

150

50

149

49

48

47

46

110

109

108

107

106

105

104

196

195

194

193

192

Tiergarten

Rund 100 000 Besucher informierten sich auf dem Umweltfestival 2011 rund um

Bioland Rosenschule

Uckermark 174

Himmel &Erde –Biosaatgut 11

Erneuerbare Energien

und ökologisch Bauen

ABW oikoartec -anders

bauen &wohnen 175

Anti Atom Berlin-ausgestrahlt 134

B5 Solar -DEMEX-Park 73

Berliner Energietisch 80

Bundesverband Windenergie 56

BürgerEnergie Berlin 116

Büro für Projektleitung

und Planung 136

cleverer Kiez 54

CO2ntraEndlager 29

co2-online 27

einleuchtend 41

Ökologische E

••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••• Sowjetisches

Ehrenmal

45

44

Bühne

2

191

43

42

41

40

39

38

103

102

101

100

99

98

97

96

148

147

146

145

190

189

188

37

144

187

36

143

142

186

185

A U S S T

ENTEGA 170

FEE Fördergesellschaft

Erneuerbare Energien 182

ForumUmwelt &Entwicklung/

klima-allianz deutschland 48

GASAGBerliner Gaswerke AG 14

Ingenieurbüro

für Energieoptimierung 25

KFT-Wärmepumpenfachhandel 93

Lehmdiscount –Handel

mit Naturbaustoffen 122

Lichtblick 63

Lichtblick 196

Natur Bau LarsWernicke 145

Naturstrom 101

Recool-X 199

Solarpolis media 198

Stadtvertrag Klimaschutz c/o

Handwerkskammer Berlin 10

W

•••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••


35

34

141

FREITAG, 1. JUNI 2012 I VERLAGSBEILAGE UMWELTFESTIVAL I 9

rlebnismeile

C/Behinderten-WC

140

33

95

94

93

139

32

31

30

138

184

183

182

181

180

92

91

90

29

28

27

26

25

24

89

179

88

87

86

178

E L L E R V E R Z E I C H N I S

das Thema „Klimaschutz bewegt“.

Produkte aus biologischem Anbau

AlbertWeblus 128

Bäckerei Beumer &Lutum 151

Berliner Honighaus 96

Bioland Imkerei

an der Probstheide 64

Bioland-Imkerei

Bienen-Schulze 133

Brotgarten 132

cate-berlin 150

Cocktail Kombinat Berlin 9

Crepes et Galettes 42

Das Licht in uns 17

Eiscafé Cadillac 192

Eiscafé Cadillac 2

Flämingherzen 184

Hipp &Stew 4

Hof Töpferberge 68

Imkerei im StadtGut 138

STRASSE DES 17. JUNI

Trocken-WC WC

••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••• 137

177

176

23

22

21

20

19

18

17

16

15

85

84

83

82

81

80

79

78

77

76

75

74

73

136

175

136

135

134

133

132

174

173

172

171

SEBASTIAN SCZEPANSKI

Tiergarten

Kreuterey 171

Mammas &Pappas,

Fabio Bortolazzi 82

Märkisches Landbrot 70

Markt-Café Umbach 6

mind sweets 62

Naturpark-Spezialitäten 61

NaturSinn International 114

Ökohof Teltower Rübchen 36

Ökologisches Weingut

Theo Schütte 71

ONE WORLD VERLAG 50

Paresüd 165

Regiotopia 65

RiCE UP onigiri 33

SCHWARZERPFEFFER 97

Spice for Life 156

Tannenwälder –

Die Wurstbraterei 189

WC WC

131

14

130

129

128

72

71

70

Grüne Liga

170 169 168 167 166 165 164 163

••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••• 13

127

126

12

11

10

125

9 8

7 6

69

68

67

66

65

64

63

62

61

60

59

124

123

122

121

120

119

Tannenwälder –

Die Wurstbraterei 1

taz -tazpressomobil 190

ufa Fabrik Berlin 79

Veganz –Wir lieben Leben 38

Voelkel Säfte 1

Wiener Strudel Manufaktur 166

Wilde Gärtnerei 7

Mode und Deko–öko und fair

AZIZAM 110

Dieter Holweger 92

GINNUTH 111

GreenVision 39

Hanfhaus-Kreuzberg 103

Hirschkind/Supermarché 90

ia io –Biobettwäsche 91

Inge Klink 16

Ion Kozuch-Naturwaren 20

jiladesign 22

Kaethe Maerz

K.&K.Wieschenkämper 106

Kashmir Traum 83

Livio Vaca 104

Pegasus Schmuck 147

Prachtvibe 148

Südstern 23

Teichmann und Pieper 149

Trzcinski –only linen 30

Schmuckdesign

Der Perlenengel 19

Stimme &Stein 100

Sinnesschön 155

BlindenhilfswerkBerlin 98

Lütjes Haushaltswaren 102

Dienstleistung und Beratung

BI Schutz

vor technischer Strahlung 53

Bioenergie Beratung Bornim 87

BSR Berliner

Stadtreinigungsbetriebe 185

Bundesamt

für Strahlenschutz 169

EM-Berlin 173

••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••• 5

4

3

2

Ebertstraße

Bühne

VIP- und

Presse

Ebertstraße

Fachverband

Kartonverpackungen für

flüssige Nahrungsmittel 3

Grüne Karriere –

Messe für Umweltberufe 140

Holm Kranzusch –

Nachhaltiges Investment 105

Integrale Medizin 95

Nachhaltige Beratung 78

Naturfinanz 24

nowato 178

Oikocredit

Förderkreis Nordost 176

Papierwende NetzwerkBerlin 66

sri concepts 118

StrackeBest Water 51

tetrateam –

Nachhaltige Konzepte 198

Veolia Wasser 124

Verbände, Parteien

und Institutionen

Aktionsgemeinschaft

Solidarische Welt (ASW) 47

AlbertSchweitzer Stiftung

für unsere Mitwelt 89

Amnesty International 135

ASNAI 193

Berlin 21 86

Berliner Wassertisch 1 81

Berliner Wassertisch 2 99

berlin-vegan 88

Biologische Beratung 194

Bündnis 90/Die Grünen 35

Bürgerbewegung für Kryorecycling,

Kreislaufwirtschaft

und Klimaschutz 52

Bürgerstiftung Berlin 12

Europäischer

Tier- und Naturschutz 172

Förderverein der Deutschen

Schafhaltung 177

GegenStrömung 46

genanet –Leitstelle Gender,

Umwelt, Nachhaltigkeit 34

1

161

••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••• 160

Backstage

Kindersammelstelle

162

Brandenburger

Tor

Pariser Platz

GIH Bundesverband 69

GLS-Gemeinschaftsbank 119

Inkota Netzwerk 85

Jugendwerk Aufbau Ost JAO 182

LAGUmwelt –Die LINKE Berlin 26

NABU

Landesverband Berlin 126

NETZWERK CUBA 28

Neuland 32

Nichtraucherbund

Berlin/Brandenburg 113

Ökologisch-Demokratische

Partei (ÖDP) 112

Partei Mensch Umwelt

Tierschutz 157

Senatsverwaltung

für Stadtentwicklung 125

Tier &Mensch 108

Tierschutzverein für Berlin 31

Umwelt- und Naturschutzamt

Lichtenberg 77

WSPA

Welttierschutzgesellschaft 84

Kinderspaß und Aktionen

ABOINUDI –Die Fadenspieler 183

Anna Chkolnikova 18

BOS Deutschland

Borneo Orang-Utan Survival 137

Demokratische Schule X 188

Farbenküche &Steinreiberey 181

Globetrotter Ausrüstung 179

Grüne Liga Berlin

Toben im Heu 180

Grüne Liga Berlin

Kindersammelstelle 163

Lausitzer Wege 139

Sozialmanufaktur /Lebensweg 186

Medien

BB RADIO Länderwelle

Berlin/Brandenburg 13

Berliner Büchertisch 109

neues deutschland 117

taz –tazpressomobil 190


10 I UMWELTFESTIVAL FREITAG, 1. JUNI 2012 I VERLAGSBEILAGE

D

Vonallen Seiten zum Großen Stern

Auf 19 Routen kommen am 3. Juni Radfahrer aus dem Berliner Umland über Avus und Autobahn-Südring zum Umweltfestival

ie 36. Fahrradsternfahrt

am 3. Juni ist die weltweit

größte Fahrraddemonstra-

tion. Alle, die sich dafür an diesem

Tagaufs Rad schwingen, demonstrieren

für die Anerkennung des

Fahrrades als vollwertiges Verkehrsmittel

und für mehr Verkehrssicherheit

in der deutschen Hauptstadt.

Die Sternfahrtsteht traditionell

in jedem Jahr unter einem bestimmten

Motto, in diesem Jahr

heißt es: „Berlin auf der Radspur!“

Weil der Anteil der Radfahrer am

Gesamtverkehr steigt, fordern die

Teilnehmer, mehr Radspuren an

Hauptverkehrsstraßen einzurichten

und diese für Radfahrer freizuhalten.

Aber sie wollen die Berliner

auch dazu animieren, öfter aufs

Fahrrad zu steigen.

Immer wieder parken Autofahrer

auf Radwegen. Dadurch entstehen

gefährliche Situationen für die

Radler.Nicht immer bekommen die

Autofahrer gleich ein Knöllchen,

weil das Parken auf Radwegen oft

noch als Kavaliersdelikt gilt.

Unterschiedliches Tempo

Auf 19 Routen kommen die Radfahrer

bei der Sternfahrt in die

Stadt. Außerhalb von Ortschaften

fahren sie 15 bis 18 Kilometer pro

Stunde, in den Orten 13 bis 15 Kilometer

pro Stunde. Dieses Tempo

schaffen auch ungeübte Radler.

Auf der Kinderroute, die um

12.30 Uhr am S- und U-Bahnhof

Jannowitzbrücke beginnt, fahren

Eltern mit Kindern imkindgerechten

Tempo von sechs Kilometern

pro Stunde.

Die Expressroute von Frankfurt

(Oder) nach Eberswalde wird Radlernempfohlen,

die auf 40 Kilometern

mit einer durchschnittlichen

Geschwindigkeit von Tempo 25 fahren

können. Schnellere Radler sollten

sich dem Tempo anpassen, damit

die Gruppe zusammenbleibt.

Von Eberswalde aus startet

eine Gruppe des polnischen Fahrradclubs

Rowerowy Szczecin. Wer

zusammen mit der polnischen Radgruppe

von Szczecin nach Eberswalde

fahren möchte, findet auf deren

Internetseite Abfahrtsortund

-zeit (etwa1Uhr nachts).

Die Sternfahrt endet gegen 14

Uhr beim Umweltfestival der Grünen

Liga am Brandenburger Tor.

Es wird empfohlen, zur Anreise

zu den jeweiligen Treffpunkten mit

dem Rad den öffentlichen Nahverkehr

zu nutzen. (ag.)

Weitere Informationen auf:

www.adfc-berlin.de

www.rowerowy.szczecin.pl

Treffpunkte der Fahrrad-Sternfahrt amSonntag

Bhf. Birkenwerder

9.40

S-Bhf. Hermsdorf

10.25

Bhf. Wittenau

Bhf. Oranienburg

9.00

S-Bhf. Bergfelde

9.55

10.40

S-Bhf. Wilhelmsruh

11.00

Bhf. Nauen

9.00

Bhf. Brieselang

9.45

Bhf. Falkensee

10.30

Bhf. Albrechtshof

10.50

Brandenburg

(Havel) Hbf.

7.00

Bhf. Staaken

11.00

Bhf. Wannsee

12.20

Potsdam

Hbf.

11.30

Bhf. Werder

10.00

S-Bhf.

Babelsb.

11.40

S-Bhf. Frohnau

10.00

S-Bhf.

Heiligensee

10.10

Bhf.

Hennigsd.

10.20

Bhf. Spandau

11.20

S-Bhf.

Pichelsberg

11.50

AVUS

Bhf. Potsdam-

Rehbrücke

11.15

U-Bhf.

Neu-Westend

11.35

A115

S-Bhf. Zehlendorf

12.00

S-Bhf. Tegel

10.30

U-Bhf.

Rohrdamm

11.10

GROSSER

STERN

14.00

Bhf.

Bundesplatz

10.15

Bhf.

Rathaus Steglitz

10.30

S-Bhf. Lankwitz

10.45

Kleinmachnow

Th.-Müntzer-Damm/

Zehlendorfer Damm

11.40

S-Bhf. Bornholmer Str.

11.25

U-Bhf. Turmstr.

10.45

A100

UMWELT-

FESTIVAL

11.00 -19.00

Bhf.

Lichterfelde Ost

10.55

Bhf. Ludwigsfelde

10.15

SÜDRING

U-Bhf. Osloer Str.

11.15

Bhf. Wedding

11.00

Bhf. Jungfernheide

10.30

Teltow

Ruhlsdorfer Platz

11.20

U-/S-Bhf.

Jannowitzbrücke

12.30

U-Bhf.

Moritzplatz

12.05

Kinderroute (6 km/h)

U-Bhf. Kottbusser

Tor

12.10

Bhf. Zossen

10.00

S-Bhf. Buch

10.20

Bhf. Pankow

11.25

S-Bhf. Prenzlauer

Allee

11.40

Bhf.

Alexanderplatz

11.55

S-Bhf.

Lichtenrade

11.40

Bhf. Basdorf

9.25

Bhf.

Lichtenberg

Während alle Wege nach Rom führen, kommt man bei der Sternfahrtdes ADFC Berlin immerhin von 70 Treffpunkten aus zum Ziel an der Siegessäule. Frühaufsteher

können bereits ab 6.45 Uhr in die Pedale treten und die Expressroute ab Frankfurt(Oder) nehmen, wo das Tempo bei etwa25km/h liegt.

Treffpunkte Kinderroute am Sonntag

Bellevue

Großer

Stern

14.00 Uhr

Paulstr.

Spreeweg

Hauptbahnhof

Hauptbahnhof/

Washingtonplatz

13.40 Uhr

Alt-Moabit

Spree

Straße des 17. Juni

Kapelleufer

S-Bhf.

Messe

Nord/ICC

13.20

UMWELT-

FESTIVAL

11.00 Uhr -19.00 Uhr

Bhf. Zoo

13.35

S-Bhf.

Oranienburger Str.

13.20 Uhr

Oranienburger

Tor

Reinhardtstr.

Ziegelstr.

Friedrichstr.

U-Bhf.

Grenzallee

12.40

U-Bhf.

Alt-Mariendorf

12.10

U-Bhf.

Alt-Tempelhof

11.45

Tucholskystr.

U-Bhf.

Hermannplatz

12.20

Bhf. Rangsdorf

10.35

Torstr.

Rosenthaler

Platz

Hackescher

Markt

Spree

Ostbahnhof

12.00

S-Bhf.

Ostkreuz

12.10

S-Bhf. Baumschulenweg

12.20

11.55

U-Bhf. Rudow

12.10

Bhf. Mahlow

11.25

Bhf. Blankenfelde

11.05

Torstr.

R.-Luxemburg-Str.

Alexanderplatz

Bhf. Wandlitzsee

9.00

Bhf. Hohenschönhausen

11.15

S-Bhf.

Landsberger Allee

11.45

S-Bhf.

Springpfuhl

11.30

Bhf. Bernau

10.10

S-Bhf. Raoul-

Wallenberg-Str.

11.10

S-Bhf.

Spindlersfeld

11.45

FEZ

Wuhlheide

11.50

Alexanderplatz

START: S+U-Bhf.

Jannowitzbrücke

12.30 Uhr

U-Bhf.

Rosa-

Luxemburg-

Platz

13.00 Uhr

U-Bhf.

Hellersdorf

11.05

S-Bhf. Grünau

11.40

Alexanderstr.

Bhf. Biesenthal

9.15

S-Bhf. Ahrensfelde

11.00

S-Bhf.

Mahlsdorf

10.45

S-Bhf. Friedrichshagen

11.15

Bhf. Eberswalde

8.00

Expressroute

(25 km/h)

Altlandsberg

Marktplatz

9.30

Bhf. Strausberg

8.30

Bhf.

Erkner

10.30 Bhf.

Fürstenwalde

8.45

Frankfurt (Oder)

6.45

S-Bhf. Zeuthen

11.00

Bhf. Königs

Wusterhausen

10.30

BERLINER ZEITUNG/ANJA KÜHL

TREFFPUNKTE

Startpunkte der Sternfahrt

nach Berlin sind Werder,Brandenburg

(Havel), Nauen, Heiligensee,

Frohnau, Jungfernheide,Oranienburg,Wandlitzsee,

Eberswalde, Ahrensfelde,

Strausberg,Frankfurt(Oder),

Königs Wusterhausen, Zossen,

Alt-Tempelhof, Bundesplatz,

Ludwigsfelde, Potsdam-Rehbrücke,

S- und U-Bahnhof Jannowitzbrücke.

Es wird erwartet,

dass die Avus von der Spanischen

Allee bis zum Dreieck

Funkturmbefahrbar ist. Die Aufund

AbfahrtamHüttenweg

kann nicht benutzt werden.


FREITAG, 1. JUNI 2012 I VERLAGSBEILAGE UMWELTFESTIVAL I 11

V

Neben dem Sportplatz beginnt die biologische Vielfalt

Ein Wettbewerb soll helfen, Jugendliche für die Natur neben Fußballfeld oder Stadion zu begeistern

ielen Großstadtkindern ist

die Natur fremd. Zwischen

Straßen und Wohnblocks lie-

gen zwar grüne Oasen und manchmal

hoppelt dort auch ein Kaninchen

oder ein Hase vorbei, guckt

ein Eichhörnchen vom Baum. Doch

die Vielfalt der heimischen Tierund

Pflanzenwelt lässt sich so

nicht erkunden.

Die Grüne Liga und das Bundesamt

für Naturschutz haben darum

den bundesweiten Wettbewerb

„Auf die Plätze, fertig, Vielfalt! –

Biologische Vielfalt auf Sportanlagen“

ins Leben gerufen. Junge

Sportlerinnen und Sportler, Vereinsmitglieder

und Trainer sollen

ermutigt werden, die heimische

Natur im Umfeld ihres Sportvereins

oder Sportplatzes zu erleben.

„Wir möchten Vereine, Kommunen

und Schulen dazu anregen, neben

ihren Sportaktivitäten Tiere und

Pflanzen in der Umgebung ihrer

Sportstätte zu entdecken und sich

gemeinsam im Verein für die Artenvielfalt

zu engagieren“, so Gudrun

Vinzing, die Leiterin des Projekts

bei der Grünen Liga. „Kinder und

Jugendliche in Schulen und Vereinen

sind eingeladen, gemeinsam

zu überlegen, wo man im eigenen

Umfeld neue Möglichkeiten zum Erhalt

der biologischen Vielfalt schaffen

kann. Sportanlagen eignen

sich hierfür besonders gut“, sagte

Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes

für Naturschutz beim

Startdes Wettbewerbs im Februar.

Dort, wo die Kunststofflaufbahnen enden, sollen sich Vereinsmitglieder um Biotope kümmern.

Deutschlands grüne Bank

Geld anlegen bei der UmweltBank lohnt sich doppelt.

Neben attraktiven Zinsen geben wir Ihnen eine in

Deutschland einzigartige Garantie: Mit Ihrem Geld

finanzieren wir ausschließlich ökologische Projekte

wie Ökohäuser, Solaranlagen oder Windkraft.

Unsere Produktpalette: Vomgebührenfreien Tagesgeldkonto

über individuelle Solarfinanzierung

bis hin zur ökologischen Baufinanzierung.

IMAGO/INSADCO

Nutzen Sie die Erfahrung und Kompetenz unserer grünen

Experten –wir beraten Sie gerne individuell.

Beispiel UmweltSparvertrag:

Sie wollen für die Zukunft Ihrer Kinder vorsorgen? Schon ab

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oder rufen Sie uns an: Telefon 0911 /5308-123.

Die Vereinten Nationen haben die

internationale UN-Dekade Biologische

Vielfalt bis 2020 ausgerufen.

Biologische Vielfalt ist die Grundlage

einer langfristig gesicherten

Existenz des menschlichen Lebens

auf der Erde.

Am bundesweiten Wettbewerb

teilnehmen, können alle Sportvereine

mit ihren Sportanlagen, egal,

ob diese vereinseigen sind oder

der Kommune gehören. Jugendabteilungen

sind besonders gefragt.

Auch alle Schulen mit ihren Sportanlagen

und Städte und Gemeinden

mit ihren Sportstätten sind

aufgerufen, sich zu beteiligen.

Mitmachen, lohnt sich –für die

Natur und auch für den Sport. Zu

gewinnen gibt es nämlich Preise im

Wert von insgesamt 20000 Euro.

Die Bewerbungsfrist endet am

15. September 2012. Bewerbungen

kann man einreichen für Preise

in den Kategorien gute Praxisbeispiele,

Newcomer und Ideen/Konzepte.

(ag.)

Informationen zum Wettbewerb:

Sportplatzdschungel c/o

Grüne Liga Berlin e.V.,

Prenzlauer Allee 8, 10405 Berlin.

Tel. 030-443391-0, E-Mail:

Sportplatzdschungel@grueneliga.de;

www.grueneliga-berlin.de;

www.sportplatzdschungel.de

Dort findet man auch zahlreiche

Tipps zum Neugestalten von Grünflächen,

Fassaden, Dächern.


12 I UMWELTFESTIVAL FREITAG, 1. JUNI 2012 I ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG

R

„Wir wollen für einen nachhaltigen Konsum werben“

FKN-Geschäftsführer Michael Brandl über vorbildliche Waldwirtschaft und das FSC-Label auf Getränkekartons

ichtig einkaufen für einen

naturnahen Wald? Michael

Brandl, Geschäftsführer

des Fachverbands Kartonverpackungen

für flüssige Nahrungsmittel

(FKN) über das Logo des Forest

Stewardship Councils (FSC).

Herr Brandl, auf Getränkekartons

wird mit dem Zeichen des Forest

Stewardship Councils (FSC) geworben.

Wofür steht dieses Siegel?

Es bestätigt, dass alle in diesen

Packungen verarbeiteten Holzfasernaus

FSC-zertifizierten, vorbildlich

bewirtschafteten Wäldernoder

anderen kontrollierten Quellen

stammen. Es garantiert, dass der

Weg der Zellstofffasern nach den

Normen des FSC rückverfolgbar ist

–vom Wald bis zum letzten Unternehmen

der Wertschöpfungskette.

Also kein grünes Mäntelchen?

Dass wir es ernst meinen, sehen

Sie schon daran, dass wir viel

50 Prozent der deutschen Getränkekartons tragen das FSC-Label.

FKN

Geld und Engagement investiert

haben, um bereits heute 50 Prozent

aller in Deutschland verkauften

Getränkekartons mit dem Forest

Stewardship Council-Label

auszeichnen zu können. Bis 2015

sollen es 85 Prozent sein. Nur

durch eine entsprechende Nachfrage

und gemeinsame Anstrengungen

von Herstellern, Handel

und den Verwendern von Papierund

Holzprodukten kann die Zertifizierung

der Wälder vorangebracht

werden. Derzeit sind lediglich rund

fünf Prozent der weltweiten Nutzwaldbestände

FSC-zertifiziert.

Warum engagieren sich die Hersteller

für den Schutz der Wälder?

Wir wollen unsere Rohstoffquelle

nachhaltig sichern und einen

Beitrag dazu leisten, dass Wälder

trotz wirtschaftlicher Nutzung

in ihrer ursprünglichen Artenzusammensetzung

erhalten bleiben.

Etwa 75 Prozent unserer Verpa-

Pflanz einen Baum

und trink aus ihm.

Den natürlichsten Klimaschutz liefern

nachwachsende Rohstoffe, wie z. B.

Holz. Getränkekartons bestehen überwiegend

aus Holz.

Mehr als 40% aller Kartons tragen

bereits das Label des Forest

Stewardship Council (FSC ® ) –

2015 sollen es 85% sein. Dieses

Label steht für die Verwendung

von Holz aus vorbildlich bewirtschafteten

Wäldern und anderen

kontrollierten Quellen.

Verantwortungsvolle

Waldwirtschaft

FSC ® N001582

www.fsc.org

Getränkekartons verursachen zwei

bis drei mal weniger CO 2 als Einweg-

Plastikflaschen.

Und: Holz wächst nach –Ölnicht!

Das Umweltbundesamt empfiehlt

den Kauf von Mehrwegflaschen

und ökologisch vorteilhaften

Getränkekartons.

Natürlich Klima schützen!

Fachverband Kartonverpackung für flüssige Nahrungsmittel e.V.

www.getränkekarton.de

Geschäftsführer Michael Brandl

FKN

ckungen bestehen aus Karton, der

aus Holz hergestellt wird. Es geht

aber auch darum, mit dem FSC-Siegel

für einen nachhaltigen Konsum

zu werben und dem Verbraucher

eine Orientierungshilfe zu geben.

Getränkekartons haben beim

Klima- und Ressourcenschutz

deutliche Vorteile im Vergleich zu

Einweg-Plastikflaschen, die aus einem

endlichen, klimawirksamen

Rohstoff hergestellt werden.


FREITAG, 1. JUNI 2012 I ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG UMWELTFESTIVAL I 13

S

Die Vegetarier unter den Autos

Sie sind nicht nur umwelt- sondernauch geldbeutelschonend: Immer mehr Hersteller bringen Erdgasfahrzeuge auf den Markt

ie sind die Vegetarier unter

den Autos: mit Erdgas be-

triebene Fahrzeuge. Zumin-

dest jene, die mit Erdgas-Bio20

betankt werden, dem Kraftstoff

also, bei dem mindestens ein Fünftel

des Gases aus nachwachsenden

Rohstoffen stammt. Bereits

seit 2009 bezieht der Berliner

Energieversorger Gasag Bio-Erdgas

aus dem brandenburgischen

Rathenow für seine Erdgastankstellen.

Die dortige Biogasanlage

produziert Bio-Erdgas aus Pflanzensilage

und speist es in das naheliegende

Erdgasnetz ein.

Allgemein sind Erdgas-Fahrzeuge

umweltschonend: Im Vergleich

zu Diesel- oder Benzinfahrzeugen

sehen ihre

Abgasemissionen vorbildlich aus.

Schwefeldioxid und Rußpartikel

strömen fast gar nicht aus dem Auspuff.

Auch der Kohlenwasserstoffausstoß

ist 80 Prozent niedriger,

der von Kohlenmonoxid 75 Prozent.

Vergleicht man den Energiegehalt

der verschiedenen Kraftstoffe,

steht Erdgas als kleiner

Kraftprotz da: ein Kilogramm Erdgas

(vom Typ„H-Gas“– es hat einen

höheren Methangehalt als

das sogenannte „L-Gas“) leistet

so viel wie eineinhalb Liter Benzin.

Das wirkt sich auch auf den Geldbeutel

aus.„Wir halten es für notwendig,

dass die Preise von Super,

Diesel, Autogas und Erdgas

endlich auf einen Blick für die Verbraucher

vergleichbar werden. Nur

so wird deutlich, welcher Kraftstoff

der günstigste ist. Das ist

und bleibt Erdgas“, sagt Gasag-

Vorstand Andreas Prohl. Erdgas

ist in Berlin mit einem Durchschnittspreis

von 1,20 Euro je Kilogramm

günstiger als Kraftstoffe,

die auf Erdöl basieren. Rechnet

man über seine Dichte die Kilowattstunden

eines Kilos Erdgas

aus, lässt sich der Energiegehalt

mit dem eines Liters Superbenzins

vergleichen: Demnach würde

ein Liter Erdgas 77 Cent kosten.

Benzin nur für den Notfall

Wersich für den Kauf eines Erdgas-

Autos entschieden hat, kann mittlerweile

aus einer immer größer

werdenden Fahrzeugflotte wählen.

Grundsätzlich kann man zwei verschiedene

Typen unterscheiden:

Bivalente Fahrzeuge fahren mit Erdgas

oder Benzin, wobei man Letzteres

im Alltag streng vermeiden

möchte. Bei monovalenten Fahrzeugen

ist der Antrieb auf Erdgas

optimiert. Der Benzintank, der maximal

15 Liter fassen darf, ist nur

R E G I O N A L E R K R A F T S T O F F

Die erste Bio-Erdgas-Anlage der

Greengas Rathenow GmbH, an

der die Gasag-Gruppe beteiligt

ist, erzeugt seit September

2009 jährlich rund 45 Millionen

Kilowattstunden Bio-Erdgas. Als

Substrate werden nachwachsende

Rohstoffe von Feldernin

einem Umkreis von durchschnittlich

20 bis 25 Kilometern

verwendet. Auf diese Weise wird

nicht nur das Klima geschont,

sondernauch die regionale Wirtschaft

angekurbelt. Die Anlage

in Schwedt produziertjährlich

rund 60 Millionen Kilowattstunden

Bio-Erdgas.

Formulare für den Antrag auf Förderung

von Erdgasfahrzeugen

gibt es auf der Gasag-Homepage.

Dortfindet man neben Informationen

rund ums Erdgas-Auto

auch eine Übersicht mit Autohäu-

Der VW Passat TSI EcoFuel verbraucht lediglich 4,3 Kilogramm Erdgas auf 100 Kilometer.

GASAG

Die Bio-Erdgas-Anlage im brandenburgischen

Schwedt.

sern, die eine Probefahrtmit einem

Erdgas betriebenen Fahrzeug

anbieten.

Weitere Auskünfte erteilt das

Gasag-Service-Center unter

Tel.: 030/70 72 00 00 0

www.gasag.de

auf den Notbetrieb und für wenige

Fahrten mit Benzin ausgelegt.

Ob normaler Pkw, Kastenwagen,

Transporter oder Lkw die Modellpalette

der Serienfahrzeuge

verschiedener Anbieter wächst.

Auch deutsche Automobilherstel-

ERDGAS MOBIL GMBH/DANNY KURZ PHOTOGRAPHY

ler sind mit Erdgas-Fahrzeugen auf

dem Markt. Die Reichweite der Autos

schwankt zwischen 290 und

520 Kilometern bei einem Tank,

der zwischen zwölf und 37 Kilogramm

Erdgas fasst. Auch ihr CO 2-

Ausstoß ist vorbildlich. Erdgas-

Zeichen setzen für den Klimaschutz:

Überholen, der Umwelt zuliebe.

Unsere Kraftstoffeder Zukunft: Erdgas, Bio-Erdgas

und Strom aus GASAG-Klimakraftwerken.

Die Umwelt sagt:Tankeschön.

gasag.de/innovation

Fahrzeuge haben reduzierte

Kohlendioxid-Emissionen und gewinnen

dadurch auch politisch zunehmend

an Bedeutung. Aus diesem

Grund ergeben sich für

Erdgas-Autofahrer finanzielle Vorteile,

wie etwa durch Ermäßigungen

bei der Kfz-Steuer.

Gasag-Förderung

Wer plant, sich ein Erdgas-Fahrzeug

zu kaufen oder sein jetziges

Auto umzurüsten, kann auf eine

Förderung der Gasag zurückgreifen:

333 Euro gibt das Energieunternehmen

dazu. Mit 111 Euro werden

diejenigen unterstützt, die sich

ein gebrauchtes Fahrzeug kaufen

wollen, das bereits mit Erdgas

fährt. Auch für Berliner Taxen und

Gewerbekunden gibt es ein spezielles

Förderungsprogramm der

Gasag. InBerlin sorgen derzeit 19

Tankstellen dafür,dass Erdgasfahrer

Gas geben können –imwahrsten

Sinne des Wortes. (suh.)


14 I UMWELTFESTIVAL FREITAG, 1. JUNI 2012 I VERLAGSBEILAGE

Z

Zeitzeichen

setzen

Deutscher Lokaler

Nachhaltigkeitspreis neu

ausgeschrieben

um sechsten Mal verleiht

der Netzwerk21Kongress

den Deutschen Lokalen

Nachhaltigkeitspreis Zeitzeichen(N).

Bewerben können sich Initiativen,

die einen Beitrag für nachhaltige

Entwicklung auf

kommunaler Ebene leisten, die lokale

Akteure vernetzen und Modellcharakter

besitzen. Vergeben wird

die Auszeichnung in den Kategorien

Initiativen, Unternehmen,

Kommunen, Jugend, Internationale

Partnerschaften und Zeitzeiche(N)Ideen.

Sie ist mit 10 000

Euro dotiert, zudem gibt es Sachpreise

im Wert von 4000 Euro. Die

Preisverleihung ist beim Netzwerk21Kongress

am 15. Oktober

in Erfurt. (suh.)

Bewerbungsschluss ist der 19. August.

Weitere Informationen unter

www.netzwerk21kongress.de

IMPRESSUM

Berliner Verlag GmbH

Anzeigenleitung: Mathias Forkel

Redaktion: Peter Brock (verantwortlich),

Angelika Giorgis, Susanne Hörr

Anzeigenverkauf: Karla Semmelmann,

Tel. 03023275324

sonderprojekte@berliner-verlag.de

ArtDirection: Jane Dulfaqar,

Annette Tiedge

Layout: Martin Langkabel

Die Berliner Umweltzeitung

Unkonventionelles,

Hintergründiges

und Skurriles aus

der Umweltszene

mit aktuellen

Tipps, Terminen &Adressen

Kostenlos in Bibliotheken,

Bio-, Kiez- und Umweltläden

oder per Abo nach Hause

für 20 Euro/Jahr.

Kostenlose Probenummer:

DER RABE RALF

Prenzlauer Allee 8

10405 Berlin

raberalf@grueneliga.de

www.grueneliga-berlin.de

B

Omabesuch statt Internet-Chat

Ein Projekt hilft Schülernauf der ganzen Welt, ein Gefühl für Ökologie zu bekommen

litzlichtgewitter, händeschüttelnde

Politiker und

jede Menge Worthülsen. So

kommen Umweltgipfel meist in den

Wohnzimmernder Bevölkerung an.

Auch vom 20. bis 22. Juni ist es

wieder so weit, wenn in Rio de Janeiro

die Rio+20 Folgekonferenz

zum Erdgipfel von 1992 stattfindet.

Dann wird wieder diskutiert:

über ökologisches Gleichgewicht,

wirtschaftliche Entwicklungen und

globale Gerechtigkeit.

VonBerlin bis Tadschikistan

Dass Themen wie „nachhaltiger

Konsum“ und „nachhaltige Lebensstile“

nicht nur etwas für Politiker

sind, sondern uns alle betreffen,

möchte die Grüne Liga Berlin

mit einem Schulprojekt verdeutlichen.

Im Rahmen von „Rio+20 –

Global Classroom“ setzen sich

Schüler rund um den Globus damit

auseinander,wie Nachhaltigkeit im

eigenen Alltag funktionieren

könnte: Berliner 10. Klassen sind

dabei, wie auch Schüler aus Grönland,

Brasilien, Lesotho, Madagaskar,Polen

oder Tadschikistan.

„Im Rahmen des Projekts können

die Schüler international und

interdisziplinär denken, diskutieren

und arbeiten – und Vorbild

sein“, sagt Ulrich Nowikow,Verantwortlicher

für das Projekt bei der

LYZEUM EŁK

Polen: „Kann man sich noch gesund ernähren?“, fragen sich diese Schüler.

Grünen Liga. Ausgangspunkt sei

das eigene Umfeld: von der Schule

über Freizeit und Urlaub bis hin zu

Handy und Co.

Fast wie Robinson Crusoe

NADEET

Namibia: In der Wüste lernen Kinder,wie man sich umweltfreundlich verhält.

Die Schüler des Heinrich-Schliemann-Gymnasiums

in Pankow haben

sich dem Thema mittels eines

Selbstversuchs genähert. Die Devise

lautete: Nicht ganz wie Robinson

Crusoe, aber den Konsum auf

jeden Fall reduzieren, wo es geht.

Den Teilnehmern wurde während

der einwöchigen Versuchszeit ein

Berater aus der Klasse zur Seite

gestellt. Er fand heraus, wo Bioäpfel

zu kaufen sind, oder er achtete

beim Shopping auf die Herkunftsländer

der Kleidung.

An einem Punkt aber stießen

die Schüler an ihre Grenzen: bei

Twitter und Facebook. Den täglichen

Energiekonsum hier zu reduzieren,

schafften nur die wenigsten.

„Die meisten kommen nach

Hause und schalten dann erst einmal

den Computer an“, sagt Nowikow.

Ein Schüler habe sich von den

sozialen Netzwerken nur fernhalten

können, weil er sich den Tagmit

Terminen zugepflastert hatte: Auf

diese Weise hat ihn immerhin

seine Oma mal wieder gesehen.

Die Schüler des Lessing-Gymnasiums

in Berlin-Mitte sind die

Berlin: „Konsum reduzieren“ lautete bei diesen Schülerndie Devise.

Nachhaltigkeit in ihrem Alltag über

einen Fragebogen angegangen:

Darin wollten sie von ihren Lehrern

und Mitschülern wissen, wie sie

zur Schule kommen und ob ihre Mobilität

nachhaltiger gestaltet werden

kann. Wie oft wird das Auto genommen?

Hätte man auch zu Fuß

gehen können oder das Fahrrad

oder den Bus benutzen können?

Ist Car-Sharing eine Alternative?

„Das Bewusstsein in diesem Bereich

ist unterschiedlich, aber

längst nicht so hoch wie wir es uns

wünschen würden“, sagt Nowikow

über die Ergebnisse.

Mülltrennung in Namibia

Das Schul-Umwelt-Zentrum in

Mitte beschäftigte sich mit dem

Bienensterben: Als Bestäuber von

Kulturpflanzen sichern Bienen unsere

Nahrungsgrundlage. Laut einem

Uno-Bericht werden 70 der

100 wichtigsten Nutzpflanzen von

Bienen bestäubt. Damit dies auch

so bleibt, versuchten die Schüler

herauszubekommen, warum so

viele der Tiere sterben und wie eine

nachhaltige Landwirtschaft dem

entgegenwirkenkann.

Über den deutschen Tellerrand

blickte die Schülerfirma Namaste

Nepal S-GmbH am Geschwister-

Scholl-Gymnasium in Freiberg

(Sachsen), die das nepalesische

NAMASTE

Nepal: „Helfen macht einfach Spaß!“, sagen die Jugendlichen aus Sachsen.

ULRICH NOWIKOW

Bergdorf Gati unterstützt. Die Schüler

des „Grünen“ Lyzeums aus Ełk

(Polen) wiederum fragten sich, ob

man sich noch gesund ernähren

und ökologisch pflanzen kann.

Die Teilnehmer aus Grönland

versuchten in ihrem Projekt, die

neu eingeführten Glascontainer

bei der Bevölkerung populär zu machen.

Denn bisher war die daran

gewöhnt, alles in den Restmüll zu

werfen. In Brasilien ging es um das

Thema Abfallvermeidung, inNamibia

um Mülltrennung,während sich

die Schüler in Lesotho damit beschäftigten,

mit welchen regionalen

Produkten gekocht wird und

aus welchen Stoffen Kleidung und

Baumaterialien sind. „Wie die

Schüler sich mit nachhaltigem Konsum

beschäftigen, ist natürlich von

Land zu Land völlig unterschiedlich“,

so Nowikow. Während einige

sich fragen, ob ein neues Handy

wirklich sein muss, kämpfen andere

ums tägliche Überleben.

Wie ein nachhaltiger Lebensstil

aus ihrer Sicht aussieht, präsentieren

die Schüler nun auf dem Umweltfestival:

Ganz konkret –ohne

Händeschütteln, Blitzlichtgewitter

und Worthülsen. (suh.)

Weitere Informationen auf:

www.umweltfestival.de


FREITAG, 1. JUNI 2012 I ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG UMWELTFESTIVAL I 15

Nach der Party: BSR-Mitarbeiter räumen nach dem Christopher-Street-Day-Umzug auf.

Couch gegen Fanta

Wie man Abfall vermeiden kann: Projekte und Tricks

D

ie Partyist aus. Wasbleibt,

sind schöne Erinnerungen

und jede Menge Müll. Die

Grüne Liga Berlin hat deshalb im

vergangenen Jahr ein Pilotprojekt

zum Thema abfallarme Großveranstaltungen

gestartet. Ziel ist es,

Veranstaltern zu zeigen, wie sie

große Abfallmengen vermeiden

können. Finanziertwird das Projekt

durch „Trenntstadt Berlin“, einer

Initiative der Berliner Stadtreinigung

(BSR), Berlin Recycling, Alba

und der Stiftung Naturschutz.

Mit gutem Beispiel geht das

Umweltfestival voran: 65 600 Einwegbecher,76800

Pappteller und

76 800 Plastikgabeln wurden

2011 dort nicht verbraucht. Denn

es herrscht Flyer- und Papptellerverbot.

Ein Spülmobil säubert das

Mehrweggeschirr, der Ketchup

kommt aus dem Spender und der

Abfall landet im richtigen Eimer.

„So kann man den Müll, den eine

Person durchschnittlich auf einer

Großveranstaltung verursacht, von

386,3 auf 39,1 Gramm reduzieren“,

sagt Ulrich Nowikow von der

Grünen Liga.

Einen Beitrag zur Abfallvermeidung

kann jeder leisten und auf der

Gartenparty anstelle von PappbechernundPapptellernGeschirrverwenden.

„Recyceln ist gut, aber

besser ist es, wenn der Müll gar

nicht erst anfällt“, sagt Sabine

Thümler, Sprecherin der BSR. Um

Abfallberge zu vermeiden, bietet

die BSR einen besonderen Service:

den Tausch- und Verschenkmarkt.

Auf der BSR-Internetseite

können jene kostenlos inserieren,

die etwas abgeben möchten, das

ihnen zu schade zum Wegwerfen

ist. Vom Computerspiel über den

Ergometer bis hin zum Standventilator

findet man dort alles: „Blaue

Couch gegen Kasten Fanta“ heißt

es zum Beispiel in einem der 2168

Inserate. Vor allem zu Frühjahrsputz-Zeiten

werde die Plattform

stark genutzt: Dann kommt die

Seite auf etwa 100 000 Besucher

im Monat. „Müll entsteht meist

durch Zeitmangel und Gedankenlosigkeit“,

sagt Thümler, die bei der

Anschaffung von Elektrogeräten

empfiehlt, auf Reparaturfreundlichkeit

zu achten. Das Gerät ist

dann vielleicht etwas teurer, letztlich

zahle sich die Investition aus.

Manches Ausgediente findet

auch in anderer Form einen neuen

Besitzer: Petra Schultz zum Beispiel

stellt Wohnaccessoires aus

Olivenöl-Kanistern her. Wosich in

Berlin Läden befinden, die Derartiges

anbieten, ist auf der Trenntmap

verzeichnet. Sie wird zum Umweltfestival

im Internet freigeschaltet.

Letztlich sind wir es, die definieren,

wasAbfall ist. (suh.)

Weitere Informationen:

www.BSR.de/verschenkmarkt

www.Trenntstadt-Berlin.de

BSR


16 I UMWELTFESTIVAL FREITAG, 1. JUNI 2012 I VERLAGSBEILAGE

D

as abwechslungsreiche

Programm auf der großen

Bühne am Brandenburger

Torund auf der kleinen Bühne vor

dem sowjetischen Ehrenmal, sowie

im Zelt der Grünen Liga neben

der kleinen Bühne soll auch in diesem

Jahr wieder Jung und Alt zur

Festmeile am Brandenburger Tor

locken. Die Organisatoren der Grünen

Liga Berlin geben vor allem jungen

Musikern eine Chance, Kostproben

ihres Könnens zu liefern.

Außerdem gibt es Kochshows, Diskussionsrunden

und einen Ökoslam.

(ag.)

11 Uhr: Eröffnung,Stefan Richter

(Grüne Liga)

11.05 Uhr: Tomatenklang (Rock)

11.35 Uhr: Neue Energie, Talk mit

Stefan Taschner (Sprecher des

Volksbegehrens)

11.45 Uhr: 48h (Pop)

12.15 Uhr: Sportplatzdschungel,

Talk mit Gudrun Vinzing (Grüne

Liga)

12.35 Uhr: Randori pro, Kung-Fu

12.45 Uhr: Clown Ruuudi

13.25 Uhr: Marko Ferst, Warm-Up

zum Ökoslam

Umsonst und draußen

Musik, Poesie, Theater,Sportund Mode –das Bühnenprogramm des Umweltfestivals

FFunkoff spielt ihre wilden Rhythmen um 18.15 Uhr auf der Hauptbühne am Brandenburger Tor.

G R O S S E B Ü H N E

13.35 Uhr: KiteaLike(Beat)

14.20 Uhr: Rio wird 20! Talk mit

Olaf Tschimpke(Nabu), Frank Dinter

(Entega), Torsten Ehrke (Grüne

Liga)

14.35 Uhr: Radio Moskau (Rock)

14.40 Uhr: Begrüßung der Sternfahrt,

Talk mit Michael Müller (Umweltsenator),

Leif Miller (Grüne

Liga), Eva-Maria Scheel (ADFC)

14.50 Uhr: Radio Moskau (Rock)

14.55 Uhr: Rio+20 Talk mit Andreas

Prohl (Gasag), Michael Müller

(Umweltsenator), Stefan Richter

15.10 Uhr: Radio Moskau (Rock)

15.30 Uhr: Biokoch Tino Schmidt

15.50 Uhr: Mit dem Fahrrad zur Arbeit,

Talk

16 Uhr: Flashmob

16.05 Uhr: Rapper Suspekt One

16.30 Uhr: Hofgärten, Talk

16.40 Uhr: Kochshow

17 Uhr: Ökoslam Finale

18.05 Uhr: Quizauswertung

18.15 Uhr: FFUNKOFF Konzert

18.55 Uhr: Abschlussrede

Sandra Kolberg (Grüne Liga)

11.30 Uhr: Eröffnung

11.35 Uhr: Toxic Coffee –Rockmusik

12 Uhr: Rio+20 Global Classroom,

Talk mit Schülernund Stefan

Richter (Grüne Liga) und Edgar

Göll (IZT)

12.20 Uhr: Trio Scho –Musik aus

der Ukraine

12.45 Uhr: Rio+20 Global Classroom,

Schülerpräsentationen

13.30 Uhr: TrioScho

14 Uhr: Zuckertraumtheater Wi-

Wa-Waldtraum –für Kinder ab

zwei Jahren

Sonntag, 3. Juni 2012 ·11-19 Uhr

Europas größte ökologische Erlebnismeile auf der Straße des 17. Juni

www.grueneliga-berlin.de ·www.umweltfestival.de

FFUNKOFF

K L E I N E B Ü H N E

I M Z E L T

12 Uhr: Festivalbesucher

schreiben ihre Vision für

Rio+20 auf die Leinwand

12.20 Uhr: Rio+20 Global

Classroom, Schülerinnen aus

aller Welt präsentieren ihre Arbeiten

13.30 Uhr: Kunst-Stoffe,

Schmuckbasteln aus Recyclingmaterial

14.30 Uhr: Tanzschule Nataraj,

die indische Tanzgruppe

15 Uhr: Ökoslam –Der Grüne-

Liga-Poetry-Slam zum Festival

16.15 Uhr: Rio+20, Talk zum Projekt

„Global Classroom“

16.30 Uhr: culturissma –Modenschau

17 Uhr: Zuckertraumtheater Wi-

Wa-Waldtraum

17.30 Uhr: Kreuzverhör,Schülerrockband

aus Berlin spielt Blues

und Metal

17.55 Uhr: Abschlussrede Ulrich

Nowikow (Grüne Liga)

Wir danken allen Sponsoren und Förderern!

GREENALITY

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