HEIMATLIEBE-BIGGESEE Augabe 4 Frühjahr 2018

bfree24

Die Ausgabe für die Region Biggesee - Heimatliebe – Dein Magazin, Deine Region, Deine Geschichten.

Attendorn . Olpe . Drolshagen . Wenden . Finnentrop

Leistungssport mit Pfeil und Bogen

Ein Besuch bei den Bogensportfreunden Attendorn-Ennest

Rasanter Blätterteig

Heinz Köster restauriert rare Sportwagen

Zehnkampf in luftigen Höhen

Ludger Hacke ist Zapfenpflücker

Schutzgebühr 3,80 E


Ausgabe 4 – Frühling 2018

5 Editorial

Hier ist

6 Leistungssport mit Pfeil und Bogen

Ein Besuch bei den Bogensportfreunden

Attendorn-Ennest

10 Rasanter Blätterteig

Vom Schrotthaufen zum Juwel –

Heinz Köster aus Lütringhausen

restauriert rare Sportwagen

06

14 Komm, wir wandern!

Die KuLTour am Listersee gehört zu den

schönsten Wanderwegen Deutschlands

zuhause.

16 Zehnkampf in luftigen Höhen

Ludger Hacke ist Zapfenpflücker

20 Plattdeutsche Ansprachen

Die Sauerländer Tradition in die

Zukunft tragen

30 Das, was wir lieben!

Schöne Aussichten & Lieblingsplätze

34 Klettern – so muss Sport sein!

Das Sauerland bietet viele Möglichkeiten

38 Ein PS auf vier Beinen

Holzrückepferd Heidi überzeugt

mit Wendigkeit und Kraft

10

42 Im Gedenken

Shalom 2018

46 Die Fakten müssen auf den Tisch

Drolshagener Geschichtswerkstatt haucht

der Vergangenheit neues Leben ein

Heimat ist dort, wo man

gut beraten ist.

52 Vom Waterland nach Wembley

Studio A unterstützt Nachwuchsband

56 Die Heimat als

musikalische Inspiration

Jazz-Musiker Frederik Köster im Interview

16

20

58 50 Jahre JVA Attendorn

Vom „Luxusknast“ und Holzbaracken

62 In der größten

Spezialbibliothek Deutschlands

Ein Blick in den Bücherschrank

64 Ein Blick auf das alte Neubrücke

Früher/Heute

66 Schubkarre, nicht Caddy

Heimatpflege für die Zukunft

sparkasse-alk.de

58


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Editorial

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die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Eine neue Zeitrechnung ist da!

Im Jahreslauf der Erde ist unsere Nordhalbkugel nun der Sonne zugewandt.

Jetzt geht es wieder raus in die Natur, an die Luft und unter Leute.

Raus – das ist das Stichwort, das auch die HEIMATLIEBE bewegt. Das ganze

Jahr über sind wir unterwegs und lernen viele Menschen und ihre Geschichten

kennen. Wir waren im Drolshagener Land mit einem Rückepferd im Wald und

wir haben uns in einem Olper Forst zeigen lassen, was ein

Zapfenpflücker macht. Viel Spaß hatten wir mit den

Bogenschützen und ihrem boomenden Sport. In Attendorn

beherrscht man ihn buchstäblich meisterlich. Voll im Trend

liegt auch das Klettern. Ein Grund für uns, in den kommenden

Ausgaben in die Vertikale zu steigen. „Mein Oldie und

ich“ heißt eine weitere neue Serie. Dabei geht es nicht um

unseren Vatta, sondern um die Liebe zu alten Autos. In

unsere Heimatliebe-Familie aufgenommen haben wir die

Gemeinde Finnentrop. Hier beginnen wir unsere Reihe

„Früher und heute“.

Die Leidenschaft der Menschen für ihre Sache ist das, was

uns immer wieder begeistert. Darüber lässt sich viel erzählen.

Erzählen konnte auch das Hansestädter Original Toni

Teipel. Er hatte immer ein Vertelleken parat und hielt viele Jahre die plattdeutsche

Ansprache auf dem Alten Markt am Karsamstag. Toni Teipel war jemand, der

seine Heimat liebte, ihre Traditionen und ihre Geschichten. Dem können wir uns

nur anschließen.

Wenn auch Sie eine schöne Geschichte haben, dann schreiben Sie uns doch.

Wie gesagt, wir erzählen gerne darüber…über Ihre Wünsche, Ihre Erinnerungen,

Ihre Erlebnisse und Ihr Tun!

Die HEIMATLIEBE, das regionale Magazin unseres Ländchens, kann man für

nur 12 Euro im Jahr als Abo erhalten. Damit schenken Sie sich selbst nicht nur

wahres Lesevergnügen, Sie unterstützen auch unsere Arbeit, die wir aus Überzeugung

immer wieder gerne tun!

Viele Grüße aus der Attendorner Bieketurmstraße

Ihr Markus Frey und das Heimatliebe-Team

4 5


Leistungssport mit Pfeil und Bogen

Ein Besuch bei den Bogensportfreunden Attendorn-Ennest

Nils Winkelmeyer (rechts) mit dem

Deutschen Jugendmeister Sirko

Stottmeyer aus Olpe.

Gleich mehrfach sind Nils und sein jüngerer Bruder Lukas

(30) schon Deutsche Meister geworden, unter anderem mit

der Bundesliga-Mannschaft des Sherwood BSC Herne. „In

der Bundesliga bin ich aber kein Stammschütze mehr“,

erzählt der Hansestädter. Der Manager im Vertrieb bei

Kirchhoff-Automotive hilft noch in der 2. Mannschaft von

Herne aus. Der in Dortmund wohnende Lukas schießt weiter

in der höchsten deutschen Liga.

„Beim Bogenschießen kann ich nach dem stressigen Job gut

abschalten, gerade draußen“, beschreibt Nils Winkelmeyer

die Vorzüge seines Lieblingssports, zu dem der Attendorner

Nils Winkelmeyer ist beruflich

viel in Asien unterwegs. Auch in

Südkorea, wo die weltbesten

Bogensportler zu Hause sind.

Einen Bogen hat der 32-jährige

Attendorner dort aber noch nie

in die Hände genommen. Dabei

ist der Zwei-Meter-Mann leidenschaftlicher

Bogensportler und

mit diesem Sportgerät auch

ziemlich erfolgreich.

erst im zweiten Anlauf gekommen ist. Nach einer Verletzung

konnte der damals Elfjährige nicht mehr für die SG Dünschede-Helden

Fußball spielen. Die Alternative war das

Bogenschießen bei den Bogensportfreunden Attendorn-

Ennest. Vater Martin Winkelmeyer brachte seine beiden

Söhne regelmäßig zum Training. „Dann hat er gesagt: Wenn

ich schon mal hier bin, will auch selber schießen“, lacht der

DIE APOTHEKE FÜR DIE GANZE FAMILIE

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„Sprint

kann jeder –

wir haben

den Turbo“

Sehr gute Bedingungen finden die Bogensportler

auf ihrer Anlage an der Gutenbergstraße vor.

32-jährige Junior. Inzwischen ist Martin Winkelmeyer

1. Vorsitzender der Bogensportfreunde, Sohn Nils Sportwart

und Lizenztrainer.

An die ersten Jahre des seit 1988 bestehenden Vereins kann

sich Peter Kleine noch gut erinnern. Der 59-Jährige aus

Olpe-Dahl gehört zu den Gründungsmitgliedern und fährt

nach einer längeren Auszeit wieder „ein bis zwei Mal die

Woche“ zu den Trainingsstunden nach Attendorn, die im

Winter in der Rundturnhalle stattfinden.

„Angefangen haben wir im Sägewerk Reuber. Danach waren

wir auf dem Holzweg in Ennest“, blickt Peter Kleine zurück.

Die vorletzte Station war ein Grundstück unterhalb der

Kleingartenanlage Heiderbaum, gegenüber dem Industriegebiet

Biggen. Optimal war das Gelände nicht. „Wir durften

nichts verändern“, berichtet der Olper. „Und nichts

hinzubauen“, ergänzt Nils Winkelmeyer.

Seit dem Umzug der Bogensportfreunde vor einigen Jahren

an die Gutenbergstraße ganz in der Nähe des Industriegebietes

Ennest hat sich die Situation wesentlich verbessert.

„Wir fühlen uns hier sehr wohl und brauchen uns hinter

den großen Vereinen aus dem Ruhrgebiet nicht zu verstecken“,

freut sich Sportwart Nils Winkelmeyer über die

„super“ Bedingungen. Das Vereinsheim mit Toilettenanlage,

einer Küche und einem Mehrzweckraum haben die rund 80

Vereinsmitglieder im Alter von zehn bis 80 Jahren selbst gebaut.

„Nachwuchsprobleme haben wir nicht“, sagt Nils Winkelmeyer.

Zu den hoffnungsvollen Talenten gehört Jakob

Funke. Beim Besuch des Heimatliebe-Magazins in der

Rundturnhalle packte auch der zweifache Deutsche Jugendmeister

Sirko Stottmeyer seinen Bogen aus. So ein Hochleistungs-Sportgerät

aus Aluminium hat keine Ähnlichkeit

mehr mit einem selbstgemachten Bogen, mit dem wir früher

Cowboy und Indianer gespielt haben, und kann schon

ein paar Tausend Euro kosten. Hochwertige Pfeile aus

Carbon bringen es auf 50 bis 60 Euro pro Stück.

So teuer muss es nicht sein: Ein normaler Bogen ist für 300

bis 400 Euro zu haben. Für Anfänger bietet der Verein regel-

Vitamin B12 – Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin B12 zur

Verringerung bei Ermüdung und Müdigkeit.

Unser Vitamin B12 wird tropfenweise mit der beigefügten Pipette

dosiert, lästiges Knopfdrücken und Schütteln wie bei dem bekannten

und teuren Mitbewerber entfällt, außerdem werden die Umwelt und

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6 7


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mäßig Grundkurse an und stellt dabei vereinseigene Sportgeräte

zur Verfügung.

Sirko Stottmeyer ist mit seiner Mutter Daniela nach Attendorn

gekommen. Sie fährt den 16-Jährigen „drei bis vier

Mal die Woche zum Training“. Die Familie ist von Niedersachen

ins Sauerland gezogen. Für den TSV Helmstedt war

Sirko sehr erfolgreich und wurde u.a. 2014 in Hamburg

Deutscher Meister in der U14. „Es gab zwei Vereine zur

Auswahl. In Attendorn habe ich die besten Rahmenbedingungen.

Hier wird Leistungssport betrieben“, begründet

der Schüler am Olper Franziskus-Gymnasium seinen

sportlichen Wechsel in die Hansestadt. Bei den Bogensportfreunden

Attendorn-Ennest will sich Sirko Stottmeyer

wieder für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren.

Für den Verein von Martin und Nils Winkelmeyer spricht

auch, dass sich die Anlage der Bogensportfreunde seit 2017

westfälischer Landesleistungs-Stützpunkt im Bezirk Südwestfalen

nennen darf. Zudem werden hier regelmäßig

Bezirksmeisterschaften durchgeführt. Die Freiluftsaison

dauert von April bis September, danach geht es in die Halle.

Für wenige Tage rückte der Bogensport 2016 bei den

Olympischen Spielen in Rio in den Mittelpunkt. Dort holte

Lisa Unruh mit dem Recurvebogen über die Distanz von

Wir sehen uns zum

Attendorner Osterfrühstück!

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Geschossen wird in der Halle auf eine Entfernung von 18

Metern, draußen auf 70 Meter. Meisterschaften gibt es in

der Hallen- und Freiluftsaison. Zur Auswahl stehen vier

Bogenarten:

Der Recurvebogen ist ein modernes Sportgerät, ausgestattet

mit einer Zielvorrichtung (Visier) und einem Schwingungsdämpfer

(Stabilisator).

Der Blankbogen ist die Mischung aus dem instinktiven

Schießen (ohne Zielvorrichtung) und modernem Bogen.

Anzutreffen sind diese Schützen in Sporthallen, -plätzen

aber auch in Wald und Feld.

Der Compoundbogen ist ein Bogen, der mit dem Flaschenzugprinzip

arbeitet. In der Regel verfügt dieser Bogen über

je eine Rolle am oberen und unteren Wurfarm, über die zwei

Kabel geleitet werden. Hat man den Bogen über einen bestimmten

Punkt hinweg ausgezogen, wird das Zuggewicht

reduziert.

Der Langbogen ist ein traditioneller englischer Bogen, der

stets ohne Visier und sonstige Hilfsmittel geschossen wird.

Dieser Bogen ist von der Form seiner Wurfarme gerade,

verfügt mithin über keinen Recurve und ist hauptsächlich

anzutreffen in Wald und Feld.

Für Anfänger sind Körpergefühl, Konzentrationsfähigkeit und

Geduld wichtig. Wer auf den Geschmack gekommen ist, sollte

Krafttraining betreiben. Vor allem die Schulterpartie wird

ziemlich belastet.

Neben Pfeil und Bogen mit individuellen Zieleinrichtungen

und Stabilisatoren gehören zur Ausrüstung u.a. Finger- und

Armschutz sowie ein Köcher.

70 Metern Silber und damit die erste deutsche Bogenschieß-Medaille

in einem olympischen Einzelwettbewerb.

„Wir sind und bleiben aber eine Randsportart“, weiß

Nils Winkelmeyer.

Sicherheit wird beim Bogenschießen großgeschrieben. Und

passiert ist bei den Bogensportfreunden Attendorn-Ennest

noch nie etwas. Auch beim Besuch unseres Reporters in der

Rundturnhalle gingen die Sportler in der Rundturnhalle erst

dann die 18 Meter zur Zielscheibe mit 40 Zentimeter

Durchmesser, als auch der letzte Schütze seinen Pfeil abgeschossen

hatte. Das wird im Verein draußen von einem

Schießleiter und bei Wettkämpfen von einem Kampfrichter

überwacht.

Für Peter Kleine ist das Bogenschießen „reine Entspannung“.

„Damit kriege ich meinen inneren Schweinehund weg“,

schmunzelt das 59-Jährige Gründungsmitglied aus Olpe-

Dahl. Auch Aktive aus Wenden und Bad Laasphe sind im

Verein. Neben den Bogensportfreunden Attendorn-Ennest

gibt es im Kreis Olpe Bogensportabteilungen beim Schützenverein

St. Sebastianus Olpe und seit 2015 auch beim

TuS 08 Bilstein.

von Martin Droste [Text]

Bogensportfreunde, Birgit Engel [Fotos]

Die Alternative ist ROTH

Heizöl, Diesel und Pellets kauft man im Kreis Olpe bei Kalli Solbach & Alexander Hahn

Seit 40 Jahren haben Kalli Solbach und Alexander Hahn

Erfahrung im Vertrieb von Brenn- und Heizstoffen. Für sie

gibt es nichts, was es nicht gibt: Wenn es um Energie geht,

sind die beiden unwiderlegbar ein unschlagbares Team. Und

weil das so ist, hat der bekannte Energieanbieter ROTH mit

Hauptsitz in Gießen nun sein Versorgungsgebiet um die

hiesige Region erweitert. „Mit ROTH Energie bieten wir

vor Ort eine starke Alternative im Energiebereich“, sagt Kalli

Solbach. „Durch unseren Standort in Gerlingen bewegen

wir uns im Herzen unseres Vertriebsgebietes und garantieren

zeitnahe und sichere Belieferung.“

In Gerlingen verfügt ROTH Energie über eine hochmoderne

Technik im Verladebereich mit insgesamt drei

50.000-Liter-Tanks für Heizöl und Diesel. „Das ist einzigartig

im Umkreis von 100 Kilometern“, sagt Alexander

Hahn. Das freut auch die drei Fahrer des Gerlinger Teams:

Michael Gummersbach, Torsten Kyewski und Frank Quast

sind bekannte und hochgeschätzte Gesichter in ihrem

Metier, stehen zu 100 Prozent für Kundennähe und

Vertrauenswürdigkeit.

ROTH Energie versorgt als traditionelles familiengeführtes

Unternehmen seit nunmehr fast 70 Jahren Privat- und

Gewerbekunden sowie Händler mit allen Leistungen rund

um das Thema Energie in Hessen, Bayern, Nordrhein-Westfalen

und Rheinland-Pfalz. Dazu kommen 25 eigene Tankstellen

– darunter in Gerlingen – und 550 Akzeptanzstellen

der ROTH Tankkarte/Tankpool24.

In Gerlingen jedenfalls freut man sich über einen großen

und stetig wachsenden Kundenstamm. Weil die Kunden

den freundlichen und zuverlässigen Kontakt lieben. So ist

das und nicht anders: Heizöl, Diesel und Pellets kauft man

im Kreis Olpe bei Kalli Solbach & Alexander Hahn!

Adolf ROTH GmbH & Co. KG· Auf dem Ohl 2 · 57482 Wenden-Gerlingen

Telefon: 02762/4075816 · Fax: 02762/4075817 · info@roth-energie.de

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8 9


Rasanter Blätterteig

Vom Schrotthaufen zum Juwel –

Heinz Köster aus Lütringhausen restauriert rare Sportwagen

Wenn man nicht wirklich etwas mit der Technik zu tun hat, kann man sich kaum

vorstellen, was es bedeutet, ein Automobil der 1960er-Jahre komplett instand

zu setzen. Heinz Köster aus Olpe-Lütringhausen hat das schon mehrfach getan –

zurzeit restauriert er bereits den dritten Glas GT, einen fast vergessenen

Sportwagen aus dem niederbayerischen Dingolfing.

Hans Glas hatte als Landmaschinenfabrikant ab 1951 den

Ausritt in die Kfz-Sparte gewagt. Erst mit einem Motorroller,

aber ab 1955 mit dem Goggomobil, einem Miniatur-Auto

mit knapp 14 PS und Platz für zwei Erwachsene und zwei

Kinder. Das traf genau den Nerv der Zeit bei Leuten, die sich

noch keinen VW Käfer leisten konnten. Mehr als 280.000

Stück verkaufte Glas in den folgenden Jahren, ein glänzendes

Geschäft. Doch bald schon träumte man vom richtigen

Automobil und in kürzester Zeit entstanden immer spektakulärere

Modelle – bis hin zu Glas GT und Glas V8 mit italienischen

Karosserien. Dennoch: Im Konzert der Großen ließ es

sich mangels Kapital nicht lange mitspielen – Glas verkaufte

1966 sein Unternehmen an BMW. Am ehemaligen Glas-

Standort in Dingolfing, südlich von Regensburg, werden

bis heute im größten BMW-Werk des Kontinents Automobile

produziert.

Ein Goggomobil Coupé war auch der erste Oldtimer, den

Heinz Köster ab 1980 restaurierte. Dann, auf einem Treffen,

sah er den ersten Glas GT – und es war um ihn geschehen: So

einen musste er haben! 1984 wurde er bei einem Bauern in

Gerlingen fündig. „Eine Jolle war das, durchgerostet an allen

Ecken und Enden. 500 Mark wollten die beiden Söhne

haben, aber er war einfach zu schlecht.“ Heinz Köster muss

schmunzeln. „Die Jungs zogen enttäuscht ab, aber der Vater

blieb, der den Haufen nur noch loswerden wollte.“ „Gif mi

hunderttwentich Mack und nermen mit!“, rief er Köster zu.

Das Angebot stimmte. Bei Firma Ohm&Häner auf der

Kernsand-Halde nahm er das Coupé auseinander und strahlte

es mit Sand, bis nur noch Fragmente übrig blieben. Wie

Blätterteig fielen ganze Partien auseinander. Heinz Köster

machte sich an die Arbeit, immer begleitet von gut gemeinten

Ratschlägen: „Nimm doch einen Besseren!“, „Das lohnt doch

nicht!“ und so weiter. „Und je mehr sie unkten, desto wilder

war ich entschlossen“, wie sich der Unruheständler heute gern

1

1) Wie ein Jongleur:

Heinz Köster mit abgetrennten

Karosserieteilen, die alle wieder

exakt zueinander passen

2) Das Glas 1300 GT Cabriolet von 1965 wurde vor einigen

Jahren bereits fertig. Nun kommt ein 1700 GT von 1966 dazu.

3) Ganze Partien sind nur noch löchriger Schrott. Die Karossen

wurden einst in Turin gebaut und im niederbayrischen

Dingolfing komplettiert.

2 3

4 5

erinnert. Bei Ohm&Häner war er übrigens 38 Jahre beschäftigt

– und auch heute noch steht ihm dankenswerterweise der

Betrieb offen, wenn es mal nötig ist. Irgendwann ging das so

weit, dass Köster Negativ-Formen massiv aus Alu goss, um

komplizierte Karosserieteile darin aus Tiefziehblech nachzuklopfen.

Kurz: das Glas GT-Coupé wurde fertig, entsprach aber nicht

mehr seinen Erwartungen nach diesen Lehrjahren. Köster

verkaufte den Wagen, der bis heute bei einem Clubkameraden

fährt, auch noch über 30 Jahre seit der Totaloperation! Etwa

6.500 Glas GT Coupés waren einst entstanden. Wie wenige

das sind, wird einem erst bewusst, wenn man bedenkt, dass

VW täglich mehr als 5.000 Golf produziert …

Aber den GT gab es auch als Cabriolet! Genau 366 Mal. 1994

konnte Köster endlich einen an Land ziehen. Und wieder gab

es Blätterteig an allen Ecken. Das aber war für Köster nichts

4) Das wird mal der Verdeckkasten. Im Detail

braucht es schon etwas Fantasie, die Karkasse

eines Cabriolets zu erkennen.

5) Interessanter Einblick: Eine selbsttragende

Karosserie sieht so ohne Beplankung aus.

Neues mehr. Um zu verstehen, was es bedeutet, ein solches

Auto aus den 1960er-Jahren wirklich in den Neuzustand zu

versetzen, muss man den damaligen Stand der Technik beachten,

der den heutigen Karosserien schon recht ähnlich ist.

Blechprofile werden so verschweißt, dass sie eine stabile

Gesamtstruktur bilden, an der man ohne schwere Hilfsrahmen

die mechanischen Komponenten, wie Achsen, Motor und

Getriebe, befestigen kann. Auf dieses „Untergerippe“ werden

die sichtbaren Partien der äußeren Karosserie geschweißt. Will

man das Auto rostfrei haben, muss alles auseinander gebohrt

werden: jede einzelne Punktschweißung. Selbst Türen und

10 11


6) Italienischer Chic von Frua in Turin, gepaart mit dem

ersten Zahnriemen-Motor der Technikgeschichte. Fast

200 km/h machten den Glas GT in den 1960er-Jahren

zum echten Sportwagen.

7) Klassischer Uhrenladen. So hatte ein Sportwagen-

Interieur auszusehen!

6

Heinz Köster sucht übrigens immer nach Glas-Ersatzteilen.

Falls bei wem noch was im Keller schlummert,

würde er sich sehr darüber freuen.

7

Klappen werden so getrennt in Blechrahmen und äußere

Haut – eine Sisyphusarbeit mit tausend Tücken, denn alles

soll ja hinterher wieder passen! So bleibt vom Auto nur ein

Gerippe auf einem selbstgebauten, drehbaren Ständer. Bleche

werden eingesetzt, alle Hohlräume geöffnet, schließlich werden

Seitenteile und Kotflügel, ebenfalls mit ganzen neuen

Partien versehen, wieder mit dem „Unterteil“ verschweißt –

und zwar so, dass alle Türen und Klappen wieder perfekt

passen, mit allen Abständen und in der Flucht. Ja, das

ist schnell geschrieben. Aber so etwas muss man erst einmal

können!

So entstand also in jahrelanger Arbeit das Glas 1300 GT

Cabriolet aus Trümmern neu. Aber was macht ein notorischer

Schlosser und Feinblechner, wenn er fertig ist? Genau.

Nächstes Projekt. Den GT gab es auch als 1700er, mit größerer

Maschine. So einen hat Heinz Köster endlich 2015 in die

Finger gekriegt. Blätterteig, natürlich, wie wohl fast alle italienischen

Karosserien dieser Epoche. Motor, Achsen und

Getriebe hat er bereits komplett überholt, mit der Karosserie

kommt er bereits in die letzte Phase, mittlerweile tatkräftig

unterstützt von Sohn Uwe, der auch schon ganze Karosserieteile

nachdengelt.

Knappe 120 Stück soll es weltweit vom GT Cabriolet noch

geben. Demnächst fahren gleich zwei davon in Olpe.

von Achim Gandras [Text und Fotos]

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12 13


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Stimmen Sie für die

KuLTour in Drolshagen ab!

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KulTour

Das K steht für Kunst,

das L für Landschaft.

Die KuLTour startet in

der Lingemicke unweit

von Gut Kalberschnacke.

Über sieben Kilometer geht

es dann in einer Schlaufe

rund um das Dumicker

Gnick (433m) mit seinen

wunderbaren Fernsichten.

11) Grüne Planeten

Aus Stäben geschmiedet,

gefüllt mit Erde, umhüllt mit

Leinen und bewachsen mit

Waldpflanzen liegen sie in

einer Schlüse, der Zeugin eines

alten Handelsweges.

8) Lolli-Bäume

Holzscheiben mit Holzstielen

befestigt tanzen die Baumstämme

hoch und entwickeln

ihre ganz eigene Dynamik.

9) Pilze mit Stil

Pilze von gefällten Bäumen

neu in Szene gesetzt:

Auf Torstahl machen sie

eine tolle Figur.

11

W

7

7) Galoppierende Strohhaufen

Ausgedroschene und trockene Halme

werden lebendig und springen durch

den Buchenhain. Die Installation

gehört zu den ersten KuLTour-

Kunstwerken.

W) Weggefährten

Mehr als 20 verlässliche Begleiter aus

Moos, Holzscheiben, Wurzelresten,

Blättern und Ästen weisen an Kreuzungspunkten

und Gabelungen

dem Wanderer den Weg.

Komm,

wir

wandern!

Die KuLTour am

Listersee gehört zu

den schönsten Wanderwegen

Deutschlands

W

Eine Jury des „Wandermagazins“

hat die KuLTour für „Die

schönsten Wanderwege Deutschlands

2018“ nominiert. Über 160

Bewerbungen gingen ein. Dabei ist

die KuLTour auch der einzige Wanderweg

aus NRW, der es unter die

Besten schaffte.

„Da ist man ein bisschen stolz“, sagt

Regine Rottwinkel von Drolshagen

Marketing. Inspiriert von dem britischen

Land-Art-Künstler Andy Goldsworthy

haben sie und ein Dutzend

Frauen vor zehn Jahren ihre Köpfe

zusammengesteckt und einen rund

sieben Kilometer langen Rundweg mit

verschiedensten Objekten und Skulpturen

realisiert. Die Materialien sind

vorderhand aus der Natur, im Zusammenspiel

mit anderen Werkstoffen verfremdet

und in der Landschaft installiert.

Insgesamt 25 Kunstwerke finden

sich heute auf dem Weg. Manche sind

von Anfang an dabei, andere längst

vergangen. Das ist durchaus gewollt,

denn die KuLTour ist ein Prozess! Und

während manche Kreationen ganz

offensichtlich ihren Platz behaupten,

muss man bei anderen schon genau

hinschauen. „Das Zusammenspiel von

Kunst und Landschaft ist eine Aufforderung

zum Entdecken“, sagt

Regine Rottwinkel. „Es ist eine Idee

mit Herzblut, die wirkt.“

von Birgit Engel [Text]

Drolshagen Marketing [Fotos]

14 15


4) Ob die Zapfen die erhofften Samen

enthalten, entscheidet sich oben.

3) Es geht hoch hinaus: Der Job ist gefährlich.

Ein Absturz tödlich.

2) Mutig und sportlich muss der Pflücker

sein, um sich durch das Geäst zu turnen.

1) Viele Jahrzehnte benutzten die Zapfenpflücker

Steigeisen. Bei Wertholzstämmen,

die nicht beschädigt werden sollen, klettern

sie heute in rein seilunterstützter Technik.

Zehnkampf in

luftigen Höhen

Ludger Hacke ist Zapfenpflücker

Was ein Zapfenpflücker zu tun hat, erklärt sich

fast von selbst: Er pflückt Zapfen. Aber warum,

wie und für wen überhaupt? Ludger Hacke aus

Lennestadt ist der Mann, der die Antworten weiß.

Der 58-jährige Forstwirt steigt seit mehr als drei

Jahrzehnten hoch in die Wipfel der Bäume,

um ihre Samen zu ernten und so für den Forst

von morgen zu sorgen. Da Theorie zwar gut,

Praxis aber besser ist, war die

HEIMATLIEBE mit ihm unterwegs.

Es ist bitterkalt an diesem Morgen.

Die Temperaturen liegen unter null.

Immerhin scheint die Sonne – und das

ist selten: Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen

ist es nie so trüb und grau

gewesen wie in diesem Winter. „Zapfen

pflücken ist wie ein Zehnkampf“,

sagt Ludger Hacke und meint damit

die herbe Mischung aus Gefahr

und Herausforderung, Adrenalin

und Glücksmoment.

Die Fichte, die Ludger Hacke besteigen

will, ist etwa 30 Meter hoch. „Es

geht auch höher. In Douglasien hocke

ich auf 50 Meter“, erzählt er, während

er eine Menge Zeugs aus dem Kofferraum

seines Gelände-Allradlers räumt:

Helm und Funktionskleidung, Kletterund

Auffanggurte, Sicherungsgeräte,

Seile, Pflückstock und Pflücksack.

Eine gute halbe Stunde dauert es, bis

Ludger Hacke aus der Krone winkt.

Stück für Stück hat er sich durch das

Geäst geturnt, um seinen luftigen,

nicht ganz ungefährlichen Arbeitsplatz

zu erreichen. Zweifelsohne: Ein Zapfenpflücker

muss topfit und mutig

sein. Der Job erfordert nicht nur

Technik, sondern Bewegungskreativität

und viel Übung. Ein Absturz ist

halsbrecherisch. „Erfahrung und eine

gute Ausrüstung sind meine Lebensversicherung“,

sagt Ludger Hacke. Geerntet

wird, wenn die Samen reif, aber

noch im Zapfen verschlossen sind.

Denn sind die erst einmal geöffnet

oder liegen sie am Boden, ist das

Genmaterial verloren. „Wald- und

Forstbäume produzieren in der Regel

alle sieben Jahre Samen. Bei Stress,

Trockenheit oder Nährstoffmangel

auch alle drei oder vier Jahre, um ihre

Art zu erhalten“, erklärt Ludger Hacke.

Mitte der 1980er-Jahre hat sich der

Forstwirt zum Zapfenpflücker weitergebildet.

Es war die Zeit des Waldsterbens.

Und es war der Anfang des

neuen Bewusstseins, wie wichtig die

Erhaltung und Förderung von hochwertigem

Vermehrungsgut und forstgenetischer

Vielfalt für die Stabilität

des Ökosystems Wald ist. In Deutschland

wird diese Arbeit seit 1985

von einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe

koordiniert. In Arnsberg entstand

1987 die erste eigenständige Forstgenbank

Europas. „Wir haben die gesamte

Palette unserer Baum- und Straucharten

im Visier. Zapfenpflücker sind dabei

ein wesentlicher Bestandteil“, sagt

Martin Rogge, Teamleiter in Sachen

Forstvermehrungsgut. Dabei gehe es

aber nicht nur um die Bäume, die

heute von hohem wirtschaftlichen

Wert sind. „Der Gedanke geht viel

4

3

2

16 17

1


7

5 6

weiter und richtet sich auch auf zukünftige Nutzungsmöglichkeiten.

Nicht nur zur Holzgewinnung, sondern

beispielsweise für die Pharmazie“, sagt Rogge und spricht

von Pflanzen, die im Mittelalter enorme Bedeutung hatten,

wie das Pfaffenhütchen oder die Weide.

Zurück zu den Zapfenpflückern: Ihre Zahl bewegt sich im

unteren Hunderter-Bereich. Für viele ist es ein Nebenerwerb.

Auftraggeber sind zumeist Baumschulen und

Saatguthändler. „Ein Waldbesitzer darf die Samen seiner

Bäume nur im eigenen Wald nutzen. Ist die Herkunft

bekannt und die Qualität gut, kann er den Bestand anerkennen

lassen und sie vermarkten“, erklärt Ludger Hacke. Von

der Waldfläche in Deutschland ist weniger als ein Prozent

anerkannt. „Wichtiger als die Fläche ist die Beerntungsqualität

und -intensität“, sagt Rogge. Geerntet wird fast das

5–7) In der Krone prüft der Pflücker, ob der

Zapfen Samen enthält. In diesem Fichtenzapfen

ist nur wenig zu finden. Die Samen

der Fichte sind 3 bis 6 Millimeter klein.

Ein gelblich glänzender Flügel trägt sie

durch die Luft.

ganze Jahr – beginnend im Mai mit der Ulme bis zum März

mit der Lärche –, die Hochzeit ist indes im Spätsommer und

Herbst. Dann ist auch die Douglasie dran, an die man in

Zeiten des Klimawandels hohe Erwartungen knüpft.

Gepflückt wird im Akkord; bis zu 200 Kilogramm schafft

ein Mann am Tag. „Es ist ein harter Job. Bis zu zehn

Stunden in der Krone, schmerzende Knochen und jede

Menge Harz“, sagt Martin Rogge. „Die Atmosphäre und der

Ausblick sind unschlagbar“, sagt Ludger Hacke.

von Birgit Engel [Text und Fotos]

18 19


Plattdeutsche Ansprachen

Die Sauerländer Tradition in die Zukunft tragen

Früher wurde es allerorten gesprochen und ein jedes Dorf im Sauerland hatte seine eigene,

ganz individuelle Ausprägung: Plattdeutsch war die erste Sprache in vergangenen Zeiten,

wenn man es sich auch heute kaum mehr vorstellen kann.

Neben der Osterzeit prägte Toni Teipel

auch die Begrüßung und Verabschiedung

bei der Plattdeutschen Messe an der

Kapelle in Waldenburg.

Foto: Bruno Maiworm-Dolf

Ein anderes großes Brauchtum am

Karsamstag in Attendorn ist das

Semmelsegnen, hier noch mit dem

leider 2015 verstorbenen Pfarrer

Domkapitular Josef Vorderwülbecke.

Foto: Achim Gandras

Das Hochdeutsch in den Schulen machte der alten Mundart

jedoch seit der Nachkriegszeit systematisch den Garaus –

Plattdeutsch galt bald schon als minderwertiger Makel, der

gefälligst zu verschwinden hatte. Und so sind es heute nicht

mehr sehr viele, die es noch wirklich beherrschen, und es

liegt in der Natur der Dinge, dass diese Personen zumeist

den ältesten Semestern angehören. Nun, gerade in der

Osterzeit birgt dieser Umstand inzwischen besondere

Herausforderungen für die Mitglieder des Attendorner

Osterfeuervereins mit ihren vier Po(or)ten. So hatte der alte

Sparkassendirektor und Heimatforscher Josef Hüttemann

in den 1930er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts noch

eine Chronik des Osterbrauchtums in der Hansestadt verfasst,

wo es heißt: „Selbstredend wird bei allen Verrichtungen

nur die Heimatsprache, das Sauerländische Platt, gesprochen.“

In den folgenden Jahren wurde das aber immer seltener, bis

sich schließlich 1978, also vor 40 Jahren, ein besonderes

Gespräch in der alten Attendorner Traditionsgaststätte

„Jägerhaus“ ereignete: Am Stammtisch klönten die drei

Urgesteine Toni Schulte, Ede Prentler und Toni Teipel in

schönster Manier op Platt und der Wirt Dieter Auert sowie

sein Gast Klaus-Walter Hoberg hatten die größten Schwierig-

keiten, von den gehörten Vertellekes auch nur einen Bruchteil

richtig zu verstehen. So zumindest ist es überliefert.

Das war das Initial für den Plattdeutschen Kreis in Attendorn,

der von den alten Semestern auch tatkräftig unterstützt

wurde.

So wurde im Dezember 1980 die erste Plattdeutsche Messe

im Sauerländer Dom zelebriert und ab 1984 kam eine Plattdeutsche

Messfeier am Pfingstmontag an der Wallfahrtskapelle

Waldenburg hinzu.

Eine wirklich alte Tradition ist außerdem die plattdeutsche

Ansprache am Karsamstag auf den Kirchentreppen am

Alten Markt in der Hansestadt. Dann präsentieren die vier

· Schinken von regional

ausgesuchten Schweinen

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Beimischung von Meersalz

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Der 1921 in Attendorn geborene Toni Teipel verstarb

90-jährig im Januar 2012. Foto: Achim Gandras

Po(or)ten die frisch gefällten Stämme ihrer Osterkreuze zum

Vermessen, denn eine gesunde Konkurrenz – wer hat den längsten?

– gehört natürlich immer dazu.

1979 übernahm Toni Teipel diese Aufgabe vom leider verstorbenen

„Korkes Ernst“ Maiworm und wurde endgültig zur

Institution: 26 Jahre lang drückte er mit viel Sprachwitz und

Können diesem Schauspiel seinen ganz persönlichen Stempel

auf. Dann, mit 85 Jahren, reichte er den Zeremonienstab an Uli

Lingemann weiter, der ebenfalls dem Plattdeutschen Kreise

angehört. In den letzten Jahren nun stand Dieter Auert am

Mikrofon, der aber inzwischen auch schon jenseits der 80 ist.

Nun stellt sich also die Frage, wie es mit der plattdeutschen

Ansprache in den kommenden Jahren weitergehen wird. Und

so kam beim Attendorner Verein für Orts- und Heimatkunde

die Idee auf, diese große Tradition vielleicht ganz gezielt in die

Grundschulen der Hansestadt zu tragen. So könnte man schon

die Jüngsten noch intensiver in das alte Brauchtum einbinden,

das sie natürlich schon auf den Köppen beim Holzstellen kennenlernen.

Aber wäre es keine schöne Idee, eine Klasse würde

den Text lernen, der mit mithilfe des Plattdeutschen Kreises

entstünde, und dieser würde dann von den Schülern gemeinsam

am Karsamstag auf dem Alten Markt vorgetragen? Dann

müsste niemand Lampenfieber haben und auch ein Bock dürfte

dabei ruhig einmal geschossen werden.

von Achim Gandras [Text]

Fotonachweise am Bild

Die Tage werden länger, die Temperaturen milder:

Das Frühjahr ist für Hausbesitzer der optimale Zeitpunkt,

den eigenen vier Wänden eine Fassadenrenovierung

zu spendieren, weiß Maler- und Lackierermeister Hendrik

Schmitt, Inhaber des Attendorner Meisterbetriebs

„Der Buiterling“.

Hendrik Schmitt, der im Juni 2017 die Nachfolge des

Attendorner Maler- und Lackierermeisters Siegmund

Bittnerowski angetreten hat, setzt bei der Fassadenrenovierung

insbesondere auf die Vorteile, die mineralische

Anstrichsysteme bieten. „Diese schützen langfristig

vor Pilz- und Algenbefall und sind zudem hoch atmungsaktiv“,

betont der kompetente Ansprechpartner in Sachen

Fassadenbeschichtung. „Das ist das Beste, was Sie Ihrem

Haus antun können“, fügt er hinzu.

Wer sich für eine Fassadenrenovierung interessiert, kann

bei Hendrik Schmitt ganz unverbindlich ein Angebot

einholen. Zur umfassenden Beratung zählt neben einem

hohen Maß an Ideenreichtum des Experten auch das

Erstellen digitaler Farbentwürfe direkt vor Ort. „In jedem

Angebot ist der Aufbau eines entsprechenden Gerüsts

bereits enthalten“, betont Schmitt, der sich nicht nur mit

der fachgerechten Gestaltung von Außenwänden auskennt,

sondern auch mit hochwertigen Malerarbeiten

innerhalb der eigenen vier Wände seiner Kunden. Zur

Expertise des Handwerksmeisters zählen neben der

Raumgestaltung und Bodenverlegearbeiten auch Lackierarbeiten

sowie das Erstellen hochwertiger metallähnlicher

Oberflächen und Sichtbetonflächen.

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https://www.facebook.com/koester07/

Björn Bernhardt [Fotos]


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Hallo Frühlingsgefühle!

Anke Schulz ist die Inhaberin des Creativstudios

in Attendorn. Handarbeiten und Basteln sind seit jeher

ihre Leidenschaften. Als sie vor 20 Jahren ihr „Creativstudio“

im Herzen der Hansestadt eröffnete, erfüllte sie sich damit

einen Traum.

KREATiV

Beton-Ei

ANKE

SCHULZ

So wird´s gemacht:

Sie benötigen:

· Kreativbeton

· Kerzengießform „Ei“

· Deco Metall Anlegemilch

· Deco Metall Flocken

· Schleifpapier

· Pinsel

· Bastelhölzer

Rund um das Frühjahr

häufen sich verschiedene

Mythen. Aber egal, ob die

Frühjahrsmüdigkeit oder

die Frühlingsgefühle

gerade an der Tagesordnung

sind, mit unseren

Basteltipps heißen Sie

den Frühling willkommen.

· Loch der Gießform innen mit Klebeband zukleben

· Innenfläche der Gießform mit Speiseöl einpinseln, beide Teile der Form zusammenfügen

· 20 ml Wasser in ein Kunststoffgefäß füllen und 200 g Kreativ-Betonpulver langsam einrieseln lassen

· Mischung mit Bastelholz rühren, bis eine gleichmäßige, gießfähige Masse entstanden ist

· Gießmasse in vorbereitete Form füllen, 1 – 2 Minuten ruhen lassen, dabei immer wieder leicht gegen die Form

klopfen, damit Luftbläschen aus der Betonmasse entweichen können

· über Nacht aushärten lassen, aus der Form holen und durchtrocknen lassen (nicht in der Form komplett trocknen lassen)

· nach 1 – 2 Tagen ist das Ei komplett durchgetrocknet

· evtl. mit Schleifpapier abschleifen und mit Deco Metall verzieren

Material:

· Styroporform „Vario“

in verschiedenen Größen

· Filzwolle in Ihrer Wunschfarbe

· Dekofedern

· Drahtfüße

· Bastelpackung „Birdies“

· Filzgerät mit 7 Nadeln

· Filzgerät mit 3 Nadeln

· Schaumstoffunterlage

· Niedrigtemperatur-Klebepistole

· Klebesticks

So wird´s gemacht:

· Filzwolle in dünnen Schichten auf die Styroporform legen und mit dem Filzgerät feststupfen

· die Flügel mit einer anderen Farbe gestalten

· Augen mit schwarzer und weißer Filzwolle mit einer einzelnen Filznadel auf den Körper filzen

· den Schnabel mit weißer Filzwolle auf einer Schaumstoffunterlage gestalten und diesen in Form schneiden

· den Schnabel auf dem Körper befestigen

· zum Schluss werden die Füße und die Federn am Vogelkörper mit Heißkleber befestigt

Ihr Fachgeschäft für Basteln und Handarbeiten

Ennester Str. 15 · 57439 Attendorn · Telefon: 02722/929999

Öffnungszeiten: Mo - Fr 9.00 - 18.00 Uhr · Sa 9.00 - 13.00 Uhr

www.creativstudio-attendorn.de

Birdies

aus Filz

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Voll im Trend –

Stadtbummel mit Flair

Attendorn

Lederwaren-Kiste

Kurze Wege, Service, Beratung, Qualität und immer ein nettes Gespräch

„Ich glaube an unsere Stadt“, sagt Jan Otterbach, Inhaber

der Augenmeisterei in Attendorn. Damit steht der 46-jährige

Augenoptikermeister im Schulterschluss mit Michael Schuster

vom gleichnamigen Modehaus, Andrea Blüm von der Lederwaren-Kiste,

Sandra Deimel vom Juweliergeschäft attendo sowie

Klaus-Walter Hoberg vom gleichnamigen Schuhhaus. Die inhabergeführten

Geschäfte als Markenzeichen der Stadt zeigen

mit Wir-Gefühl, was alles geht. Und das ist eine ganze Menge.

„Wir sind immer neu und immer aktuell!“

Julia, Mona und Laura haben das

gefunden, was sie suchen: modische

Kleidung mit Stil und zu allem das

richtige Accessoire, diese unverzichtbare

Nebensache, die dem Gesamtbild

erst die eigene persönliche Note verleiht.

Eine Stadt, in der die Geschäfte

in engagierter Familienhand liegen,

hat doch vieles richtig gemacht. Es

gibt mehr als einen guten Grund,

hier einzukaufen. Für Kinder, Teens

und Twens, Damen und Herren in

Freizeit und Business.

Die Stadt Attendorn ist im Umbruch.

Und sie ist im Aufbruch. Abseits aller

Baumaßnahmen ist die alte Hansestadt

auch heute schon attraktiv und fit für

die Zukunft. Hier findet man einen

traditionsreichen und innovativen Einzelhandel,

der mit einem breit gefächerten

Angebot ganz gezielt auf persönliche

Wertschätzung und individuelle

Beratung setzt. Wie das gelingt,

zeigen unsere Models Julia, Mona und

Laura auf ihrem Einkaufs-Trip durch

die Innenstadt. Mit einem tollen Fazit:

Attendorn ist ein schönes Fleckchen

mit Shopping-Flair und liegt damit

voll im Trend.

Erste Station von Julia, Mona und

Laura ist das Modehaus Schuster. Hier

gibt es schöne Mode in großer Auswahl.

Angesagte Lieblingsstücke sind da

schnell gefunden. Ein perfekter Auftritt

ohne den passenden Schuh? Das geht

gar nicht. Also nichts wie hin zu

Hoberg. Seit 1854 am gleichen Platz

hat das Haus mit hochwertigem

Schuhwerk überregionale Strahlkraft.

Zum vollkommenen Glück braucht es

dann noch die richtigen Accessoires.

Kein Problem mit Taschen aus der

Lederwaren-Kiste, Schmuck von attendo

und Brillen aus der Augenmeisterei.

„Wer will, kann viel entdecken. Wir

sind eine tolle Stadt“, sagen die Inhaber.

Und was sagen die Mädels? Shoppen

in Attendorn – aber klar doch!

Björn Bernhardt [Fotos]

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Vor fünf Jahren hat Augenoptikermeister Jan Otterbach sein

Geschäft in Attendorn eröffnet und bündelt hier all seine

Erfahrungen und sein Wissen aus seinen Lehr- und Wanderjahren.

Dabei setzt er ganz besonders auf nachhaltig produzierte

Brillen nach europäischen ökologischen und sozialen

Standards. Beispielsweise mit Produkten des Österreichers

Andy Wolf oder der deutschen Funk-Manufaktur. „Eine

gute Brille ist so individuell wie der Kunde selbst“, sagt Jan

Otterbach und genau das spürt man in seiner Augenmeisterei:

ehrliche Beratung mit ehrlichen Brillen, die so wunderbar

anders sind.

Ein ausdrucksstarkes Foto sagt mehr

als tausend Worte: Wer durch die

Stadt läuft, erlebt den Wandel täglich.

An kosmetischen Bauarbeiten

gibt es noch viel zu tun. Dabei

hat Attendorn bewahrt, was es immer

war: eine interessante und spannende

Einkaufsstadt. Man muss sie

nur entdecken.

Attendorn

Lederwaren-Kiste

Aunts & Uncles ist ein Label vom Niederrhein, das mit

Authentizität und Respekt für Mensch und Material ganz

groß geworden ist. Werte, die auch für Andrea Blüm eine

große Rolle spielen. Und weil das so ist, hat die Lederwaren-Kiste

die wohl größte Auswahl an Taschen von Aunts

& Uncles in der Region. „Transparenz ist mir wichtig. Wer

Qualität gespürt hat, weiß sie zu schätzen“, sagt Andrea

Blüm, die ein beeindruckendes Sortiment führt. Darunter

auch Produkte von Bogner, Joop und Picard sowie

Accessoires der Marke Roeckl.

Hoberg ist mehr als ein Geschäft. Hoberg ist eine Offenbarung.

„Wir lieben und wir leben Schuhe“, sagt Inhaber

Klaus-Walter Hoberg, der für vier Generationen Kompetenz

und Leidenschaft steht. Bei dem Vollsortimenter findet

garantiert jeder das richtige Schuhwerk. Mit ausgewählten

Herstellern wie Gabor, Paul Green, Unisa oder Kennel &

Schmenger für die Dame oder Lloyd, Camel und Bugatti für

den Herrn. Und auch Kinder finden hier das Beste für ihre

Füße. Dazu gibt es die hauseigene Servicewerkstatt.

„Kaum ein Schmuckstück erzählt so viele wunderbare

Geschichten wie ein Ring“, sagt Sandra Deimel. Seit fast

zwei Jahrzehnten führt sie ihr Juweliergeschäft attendo in

Attendorn. Besonders bekannt ist sie für ihre große Auswahl

an Freundschaftsringen, Partnerringen, Verlobungsringen

und Trauringen und liegt damit voll im Trend. Genauso wie

mit den anderen vielen herrlichen Schmuckstücken und

Mode-Pieces. „Schmuck kann verändern, er macht glücklich

und ganz einfach ganz besonders“, sagt Sandra Deimel.

Aktuelle Mode, aufeinander abgestimmte Kollektionen und

ein ausgeprägter Servicegedanke: Das ist das Modehaus

Schuster ProFashion. „Qualität ist, wenn der Kunde wiederkommt

und nicht die Ware“, sagt Inhaber Michael Schuster.

Seit mittlerweile zehn Jahren bietet er auf 450 barrierefreien

Quadratmetern ein breites Spektrum angesagter Oberbekleidung

für Sie & Ihn, Teens, Kind und Baby. Dass sich

zwischen Mainstream und Basics genauso gut auch Außergewöhnliches

findet, garantieren Labels wie Garcia, Khujo,

EDC oder Blue Monkey.

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Schöne Aussichten & Lieblingsplätze

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Dann schreiben Sie an

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57439 Attendorn.

Wir freuen uns!

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Grün in all seinen feinen Nuancen und

frisches Blau – das sind die Farben

unserer Heimat!

Sie belohnt uns überall mit herrlichen

Aussichten. So wie der Bigge-Blick, ein

charmantes Plätzchen am Bigge-Lister-

Wanderweg unweit des Dörfchens

Voßsiepen. Hauptdarsteller ist die

Natur, ein Stein dient als Möbel für

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Das Leben im Dorf | Wohnen im Dorfhotel | Dorfkochschule

Püttmann´s Frühlingswanderung

Samstag, 14. April 2018, ab 14.00 Uhr

Wir wandern mit Ihnen eine ca. 8 km lange Strecke mit zwei Stationen

im Wald und anschließendem Buffet im Lokal.

Treffen am Dorfhotel: ab 14.00 Uhr | Abmarsch: 14.15 Uhr | Eintreffen: 17.3o Uhr | Ende:

offen ... Preis p. Person 38,50 E (Speisen bei der Wanderung und das Buffet) Info´s und

Anmeldung Tel.: 02761/61104

Sommerwanderung

Samstag, 02. Juni 2018, ab 14.00 Uhr

(Ablaufplan siehe Frühlingswanderung)

Ihre Familie Schnüttgen und die „guten Geister“ des Hauses!

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in Schach

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Mordwanze

Rote Mauerbiene

Körniger Laufkäfer

Regenwurm

Alles hat seine Geschichte. Und jede Geschichte hat ein

Gesicht. Bei dem Mitläufer ist das Sandra Schulte aus Niederhelden.

Irgendwann ins Sauerland gekommen und inzwischen

längst heimisch, liebt die Diplom-Biologin alles, was wächst,

kriecht und fliegt, kann wunderbar zeichnen und genauso

schön erklären.

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Nr. 18 in der

Westentasche!

Netzwerken

mit Nützlingen

TEIL2

„Die Grundidee des Mitläufers

ist, einen Einblick

in die heimische Natur zu geben – wissenschaftlich

nicht überfrachtet, aber

korrekt“, sagt Sandra Schulte. Weil es

im Kreis Olpe keine biologische Station

gibt und damit keine zentrale Anlaufstelle,

hat sie mit Sabine Melzer-Baldus

von der Stadt Olpe das Format entwickelt

und damit auch die Reihe

„Olpe biologisch“, die inzwischen mit

einer Vielzahl von Veranstaltungen von

sich reden macht.

Im Jahr 2006 erschien der erste Mitläufer.

Der wetterfeste Folder für die

Westentasche richtet sich an Naturfreunde

und Wanderer und informiert

anschaulich und verständlich

über Flora und Fauna. „Ich möchte die

Menschen mitnehmen. Mit praktischen

Tipps und interessanten Details.

Mit Klasse statt Masse“, sagt Sandra

Schulte. Vögel, Bäume, Frühlingsboten,

Wildkräuter und Nachtjäger

sind nur eine Auswahl der Themen,

mit denen der Mitläufer bis heute herausgekommen

ist. Nun ist eine neue

Auflage da und erscheint sogar mit

zwei Ausgaben. „Netzwerken mit

Nützlingen“, so der Titel.

Blattlaus

Erdkröte

Marienkäfer

„Es ist doch schade,

dass viele Menschen

mehr über eine Boa

constrictor wissen als

über einen Regenwurm.

Dabei ist der mindestens genauso interessant.

Oder ein Ohrenkneifer“, findet

die Biologin und kommt ins Erzählen.

Davon, dass der Ohrenkneifer seine

Jungtiere beschützt. Oder von der Assel,

die wie ein Känguru einen Brutbeutel

hat. Wie sämtliche Tierchen im Garten

leisten sie als nützliche Helfer unschätzbare

Dienste. Die Assel ernährt sich von

Pflanzenresten, ist somit Abfallentsorger.

Des Ohrenkneifers Leibspeise sind

Blattläuse, er ist also Schädlingsbekämpfer.

Und die Geringelte Mordwanze

lauert in Blüten auf blütenbesuchende

Insekten. „Wenn man toleranter

wird, was Tiere im Garten betrifft, stellt

man fest, dass sich natürliche Regulationsmechanismen

und ein stabiles

Gleichgewicht einstellen“, sagt

die Biologin. Ein wichtiges

Thema in Zeiten eines dramatischen

Insektensterbens und

alarmierenden Vogelschwunds.

Und weil das

so ist, zeigt der neue Mit-

Honigbiene

läufer die vielen kleinen unscheinbaren

Tierchen, die den Garten in Schwung

halten, und darüber hinaus die Bedingungen,

unter denen sie sich ansiedeln.

„Auf den ersten Blick nicht sonderlich

sympathische Tiere wie die Mordwanze

sieht man dann mit anderen Augen“,

findet Sandra Schulte.

„Es gibt so viel Erstaunliches

und Interessantes

direkt vor

der Haustür. Je mehr

man weiß, desto interessanter

ist un-

Igel sere Natur.“

32 33


Wir leben in einem

Kletter-Eldorado

Das Sauerland bietet viele Möglichkeiten

Klettern – so muss

Sport sein!

Die Hauswand zum Garten hat Frank Burghaus zur Kletterwand

umfunktioniert. Seine kleinen Söhne erklimmen sie

mit Elan. Weil ihr Papa ihnen die Begeisterung fürs Klettern

in die Wiege gelegt hat. Der 39-Jährige ist seit frühester

Kindheit mit seinen Eltern in die Alpen gereist, hat dann das

alpine Klettern, später das Sportklettern für sich entdeckt.

Heute gibt der Stadtoberinspektor der Stadt Attendorn

Seminare und Workshops in Sachen Klettern. Und das in

den tollen Felsklettergebieten direkt vor unserer Haustür.

Die HEIMATLIEBE hat sich mit ihm getroffen, um mehr über

sein liebstes Hobby zu erfahren. Im Heimatliebe-Sommer

geht‘s dann mit Frank Burghaus in die Wand, im

Heimatliebe-Winter in die Halle.

Hey Frank, was bedeutet dir

das Klettern?

Klettern ist für mich der beste Ausgleich.

Ich bin dann vollkommen fokussiert

und konzentriert und schalte

dadurch den Alltag und Stress aus. So

muss Sport sein.

Was fasziniert dich dabei?

Die Vielfältigkeit dieses Sportes. Klettern

beansprucht Koordination, Konzentration,

Mut, Überwindung, Vertrauen,

Kraft, Technik, Motivation,

Flexibilität, Körperbeherrschung und

vieles mehr. Mir ist kein anderer Sport

bekannt, der so viel Abwechslung bietet.

Und das auf unterschiedlichstem Leistungsniveau.

Jeder klettert in seiner

Schwierigkeit und man motiviert

sich gegenseitig.

Wofür begeisterst du dich mehr, für

das Fels- oder das Hallenklettern?

Bei Schlechtwetter nutze ich gerne

Hallen, damit ich fit bleibe. Klettern in

freier Natur ist für mich die Königsdisziplin.

Selbst im Winter zieht es mich

seit ein paar Jahren zum Eisklettern

nach draußen.

Und wo kletterst Du?

Regelmäßig in den Alpen. Im Sauerland

gibt es ebenfalls unzählige Felsklettergebiete

in allen Schwierigkeitsgraden.

Von leichten Anfängerrouten

bis zu der schwersten Route in Nordrhein-Westfalen

ist rund um Attendorn

alles zu Hause.

… ein Beispiel?

Ich klettere gerne am Elberskamp in

Heggen. Die Zuwegung ist kurz, die

Routen sind abwechslungsreich. Der

Steinbruchcharakter birgt natürlich

Gefahren. Man sieht oft Anfänger, die

nur die festen Griffe der Kletterhalle

gewohnt sind. Ich empfehle jedem vor

der ersten Felserfahrung einen entsprechenden

Outdoor-Kurs.

Du kletterst relativ schwierige

Routen. Spielt auch die Angst eine

Rolle?

Die Schwierigkeit der Route ist eigentlich

unwichtig. Grundsätzlich gilt: Je

schwerer die Route, desto sturzfreundlicher

das Gelände. Wer mit Sicherungssystem

und Sturzverhalten vertraut

ist, kann die Angst auf ein Minimum

reduzieren.

Was brauche ich, wenn ich mit

dem Klettern anfangen will?

Motivation und Ehrgeiz. Viele denken,

sie könnten nicht klettern, weil sie einfach

zu wenig Kraft in den Armen

haben. Das ist Unsinn. Die Fortbewegung

nach oben erfolgt wie beim Treppensteigen

zunächst nur aus den Füßen.

Viele Kraftpassagen können mit etwas

Übung auch technisch gelöst werden.

Hier zeigt sich wieder die Vielfältigkeit

des Sports.

Und die Ausrüstung?

Das hängt von der Art des Klettersports

ab. Beim Bouldern kann ich ohne große

Ausrüstung sofort starten. Beim Hallenklettern

brauche ich schon etwas mehr

Material, wie Hüftgurt und Sicherungsgerät

sowie Sicherungskenntnisse. Beim

Felsklettern kommen dann noch Helm

34 35


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richtig. Für Anfänger gilt grundsätzlich: Das beste Training für

das Klettern ist das Klettern.

„Der Laden“, der pures Glück verspricht, ist umgezogen.

Das wird ja immer schöner!

und Seil – in der

Halle hängen die

Seile ja schon – sowie Zwischensicherungen und Karabiner

dazu. Außerdem braucht man beim Felsklettern erweiterte

Sicherungskenntnisse wie Vorstieg-Klettern.

Ab welchem Schwierigkeitsgrad spielt die richtige

Auswahl der Kleidung überhaupt eine Rolle?

Ich habe schon bestens ausgestattete Anfänger mit den teuersten

Profischuhen gesehen, die die einfachsten Routen nicht

schaffen. Andersrum habe ich aber auch schon gute Kletterer

gesehen, die mit ausgetretenen Anfängerschuhen die schwierigsten

Routen klettern. Jeder sollte für sich entscheiden, mit

welchem Schuh und welcher Ausrüstung er gut klarkommt

und sich sicher fühlt.

Dein Tipp für´s Training?

Wenn man regelmäßig bouldern oder klettern geht, spürt

man schnell eine Leistungssteigerung. Auch technische Bewegungen

prägen sich intuitiv schnell ein. Gerade Kinder brauchen

kaum Technikschulungen, sie machen intuitiv vieles

Hast Du eigentlich Vorbilder?

Ich bewundere viele Klettersportler in den unterschiedlichen

Arten dieses Sports und ziehe den Hut vor vielen außergewöhnlichen

Leistungen. Ob Free-Solo in den schwierigsten

Wänden der Dolomiten wie Alex Huber, ob ohne Sauerstoff

auf einen 8.000er wie Reinhold Messner oder ob mit über

70 Jahren noch einmal durch die Eigernordwand wie Peter

Habeler. Aber auch hier in der Region gibt es viele Klettersportler,

deren Leistungen ich wirklich bewundere.

Wie sehen deine Pläne aus?

Mein konkretes Ziel für die nächsten fünf Jahre ist eine

schwierige Route am Elberskamp im 9. Schwierigkeitsgrad,

die sogenannte Basilisk-Route. Versuche habe ich schon

mehrere gestartet, bisher leider ohne Erfolg. Auch wenn

meine bisher schwierigste gekletterte Route im 8. Grad war,

ist der Weg bis dahin noch weit und erfordert viel Training.

von Birgit Engel [Text]

Björn Bernhardt, ehrenberg-bilder | fotolia [Fotos]

Björn Bernhardt [Foto]

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Eva-Marie Koch ist „Der Laden“. Damit hat sie sich einen

Namen gemacht, der weit über die Region hinausgeht. Weil

sie die Dinge liebt, die sie verkauft. Weil sie jedes traumhafte

Stück selbst aussucht und abseits des Mainstreams

denkt. Weil sie weiß, dass Schönes das Leben ganz einfach

großartig macht!

Die Wege von Dreck und Staub sind unergründlich. Das

weiß jeder, der schon einmal renoviert hat. Davon kann

auch Eva-Marie Koch ein mitreißendes Lied singen. In der

Ennester Straße, da wo früher Berge von Wäsche gereinigt,

gemangelt und gebügelt wurden, ist jetzt ihr neuer Laden.

Einer, der mit unschlagbarer Wohlfühlatmosphäre rund

ums Wohnen, Kochen, Schenken und Genießen pures

Glück verspricht.

„Mit dem Umzug werde ich Teil des neu gestalteten Stadtkerns,

bin sozusagen mittendrin“, sagt Eva-Marie. Und

nicht nur das. Das Geschäft hat sich in seiner Größe mehr

als verdoppelt. Damit ist noch mehr Platz für all die schönen

Produkte, ausgefallenen Accessoires, Raritäten und Stehrümmchen,

die Eva-Marie

Koch auf Messen und

Märkten entdeckt. Die

Auswahl ist genauso vielfältig,

wie ihre Ideen. Und

weil das so ist, hat es der

Laden buchstäblich in

sich und Eva-Marie ihr

Sortiment nochmals erweitert.

Beispielsweise um das Interieur, das die Vasen, Kerzenhalter,

Leuchten und all die vielen anderen herrlichen Dinge präsentiert.

Wenn also das Sofa ebenso gefällt wie das Plaid oder

das Tischchen genauso gut wie die Lampe darauf, dann ist

das doch kein Problem, sondern vielmehr ganz wunderbar.

Nehmen Sie einfach beides.

Der Laden – Eva Marie Koch

Ennester Straße 2 · 57439 Attendorn

Telefon: 02722/6344492

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36 37


Ein PS auf vier Beinen

Holzrückepferd Heidi überzeugt mit Wendigkeit und Kraft

Viele Männer hegen eine große Leidenschaft für Pferdestärken –

da ist Christian Weuste aus Hützemert keine Ausnahme.

Etwas unterscheidet ihn dann aber doch von der breiten Masse:

Dem 44-Jährigen nämlich reicht eine einzige Pferdestärke,

um einem Hobby nachzugehen, das mit massig Power daherkommt:

dem Holzrücken per Pferd. Dabei immer an seiner Seite:

die zwölfjährige Kaltblutstute Heidi.

Wer Christian Weuste und seinem

Westfälischen Kaltblut Heidi im Wald

zufällig über den Weg läuft, der staunt

nicht schlecht und hält vielleicht

sogar für einen kurzen Moment lang

den Atem. Denn neben dem 750

Kilogramm schweren Vierbeiner wirkt

selbst ein gestandener Mann wie

Christian Weuste nahezu zierlich –

und damit nicht genug: Die Kraft, die

Heidi an den Tag legt, wenn sie sich

auf Kommando in Bewegung setzt

und dabei lange, sperrige Stämme aus

dem dichten Forst auf den Waldweg

zieht, ist gewaltig – das merkt man

schon beim bloßen Zusehen. Heidi ist

mit einer einzigen Pferdestärke in der

Lage, bis zu einem Festmeter Holz zu

ziehen – „allerdings nur im Ausnahmefall“,

wie Weuste betont. Schließlich

wolle er das Pferd nicht überfordern.

„Durchschnittlich zieht sie einen halben

Festmeter“, führt er aus.

Das Holzrücken per Pferd hat gegenüber

der Arbeit mit großen Maschinen

gleich mehrere Vorteile: „Zum einen

ist die Arbeit mit dem Pferd viel

bestandsschonender, als wenn man mit

großem Gerät zu Werke geht“, berichtet

Weuste, der im Hauptberuf als

Serviceleiter eines Autohauses tätig ist.

„Gerade bei der Erstdurchforstung

steht der Bestand meist so dicht, dass

es viel zu eng ist für Maschinen“, weiß

der erfahrene Holzrücker. Zudem lasse

sich Heidi auch in Schlenkern

und Kurven durch den Forst lenken,

was mit großen Fahrzeugen natürlich

schwierig sei.

Wenn Christian Weuste und Heidi

einen Auftrag bekommen, geht es mit

Geländewagen und Pferdeanhänger

zum Einsatzort. „Pro Einsatz kann

man etwa fünf bis sechs Stunden mit

dem Pferd arbeiten – natürlich mit

genügend Pausen. Denn dass es Heidi

bei unserer Arbeit gut geht und sie

dabei genauso viel Freude hat wie ich,

steht für mich an erster Stelle“, betont

der 44-Jährige, der schon als Kind zu

seiner außergewöhnlichen Leidenschaft

38 39


Die Ausbildung von Heidi

ist das A und O für eine

erfolgreiche Teamarbeit.

fand: „Mein Vater ist seit meiner Kindheit mit einem eigenen

Forstbetrieb selbstständig und hatte früher neben seinen

Maschinen immer auch Pferde im Einsatz“, erinnert sich

Christian Weuste. Die Kaltblüter seien so gut ausgebildet

und routiniert gewesen, dass sie ganz ohne Zügel allein auf

Stimm-Kommando hin wussten, was von ihnen verlangt

wurde. „Bis das bei Heidi klappt, ist es noch ein langer Weg.

Aber das kann man ihr nicht verübeln, sie ist schließlich erst

sein eineinhalb Jahren in der Ausbildung. Und dafür schlägt

sie sich wirklich gut“, sagt Weuste schmunzelnd.

Diesen Eindruck hat auch Gerd Ringsdorf aus Obersteimel,

bei dem Christian Weuste und Heidi kürzlich den Bestand

durchforstet haben. „Christian hat sich meinen Forst angeschaut

und vorgeschlagen, dass er mit Pferd statt mit

Maschinen kommt, weil die Bäume hier sehr dicht stehen“,

berichtet der Waldbesitzer. Dass Christian und Heidi ein

eingeschworenes Team sind, habe er sofort gemerkt. Dabei

ist die Ausbildung des Pferdes das A und O für die erfolgreiche

Teamarbeit – und natürlich auch, um Unfälle im Wald

zu vermeiden. „Ich muss unbedingt darauf vertrauen können,

dass Heidi stehenbleibt, wenn ich ihr das Kommando

dazu gebe“, betont Weuste. Ein Pferd, das für die

Forstarbeit ausgebildet werde, müsse von der Grundkonstitution

einen besonders ruhigen Charakter haben. Natürlich

muss auch Heidi ihrem Mentor vertrauen. Zu Beginn der

Ausbildung müsse dem Pferd – naturgemäß ein Fluchttier –

zunächst einmal die Angst vor dem sperrigen Geschirr

genommen werden, das es hinter sich herziehen soll. „Vor

allem das Klappern des Zugscheids, an dem später die

Stämme befestigt werden, macht vielen Pferden erst einmal

Angst“, weiß Weuste.

Den väterlichen Forstbetrieb mit Sitz in Attenbach bei

Drolshagen wird einmal Christians Bruder Daniel übernehmen.

„Das Holzrücken per Pferd ist allerdings mein

Steckenpferd“, sagt Christian Weuste, der das inzwischen

schon seit 20 Jahren macht. „Die Arbeit mit Heidi im Wald

ist einfach ein guter Ausgleich für mich“, sagt der dreifache

Vater, während er den stattlichen Vierbeiner zurück in den

Forst lenkt.

von Silke Clemens [Text und Fotos]

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Shalom 2018

Im Gedenken


Färberstraße

Heldener Straße

1 „ Villa Zion“, das Wohnhaus der Familie Julius Ursell im Waldenburger Weg 11.

2 Fa. A. A. Ursell, Kölner Straße 75; heute Verwaltungsgebäude Muhr & Söhne.

3 Direktorenhaus der Firma Ursell. Heute eine der vier Verlegestellen der Stolpersteine.

4 Jüdischer Friedhof am Himmelsberg.

5 Kaufhaus Ursell, Niederste Straße 5. Heute Café und Konditorei Harnischmacher.

6 Früheres Kaufhaus Böheimer, Breite Techt 1.

7 Kaufhaus Cohn, Wasserstraße 4, gegenüber der heutigen Drogerie Rossmann.

8 Kaufhaus Lenneberg, Wasserstraße 1. Heute Drogerie Rossmann.

9 Betraum im Hause Cohn, Breite Techt 7. Eine Gedenktafel am Haus erinnert.

10 Metzgerei Guthmann, Bleichergasse.

11 Villa Hermann Stern, Ostwall 93.

12 Wohnhaus Betty und Emil Stern, Südwall 67.

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Shalom 2018

Ehemalige jüdische Bürger in Attendorn, deren Leben und Tod

für viele andere steht.

Das Kaufhaus des Raphael Lenneberg,

das Hermann Stern als alleiniger Inhaber

von seinem Schwiegervater übernahm,

galt als das erste Haus am Platze. Hier

gab es den ersten Aufzug und es war das

Kaufhaus im Südsauerland schlechthin.

Im November 1938 wurde es arisiert

und firmierte alsdann unter dem Namen

Scholl & Co. Das Foto zeigt Hermann

Stern, Tochter Gertrud und Sohn Kurt

aus der Ehe mit Henriette Lenneberg,

deren Schwester Emilie und Bruder

Max Lenneberg (v. l.).

Die Familien Lenneberg & Stern

Günther Ursell war der erste von zwei

Söhnen von Albert und Else Ursell. Vater

Albert Ursell starb 1928 auf einer

Geschäftsreise. Günther verzog bereits

1937 nach Frankfurt, später nach München.

Else Ursell und ihr jüngster Sohn

Herbert meldeten sich 1940 ebenfalls

nach München ab. Um eine letzte Ausreisemöglichkeit

nutzen zu können, heiratete

Else dort den Geschäftsmann Max

Kaufmann. Es sollte nicht gelingen. Else

und Max Kaufmann wurden 1942 nach

Theresienstadt, später nach Auschwitz

deportiert. Herbert starb 1942 im Alter

von 16 Jahren im KZ Lublin. Günther

starb, ebenso wie seine Mutter und

sein Stiefvater, in Auschwitz. Er wurde

19 Jahre alt.

Ein Familienfest im Garten der „Villa

Zion“ der Familie Julius Ursell im

Waldenburger Weg im Jahr 1930.

Hinten v. l.: Nana Kahn, Erich Ursell,

Otto Kahn und Julius Ursell. Mittlere

Reihe v.l.: Julia Kahn und Martha

Ursell. Vorne v. l.: Lisa Ursell, Grete

Kahn und Margret Ursell.

1939, drei Jahre, nachdem Julius Ursell

gestorben war, verließ seine Witwe

Martha Ursell, geborene Kahn, Attendorn

mit dem Ziel Berlin. Die Ursell-

Töchter Margret und Lisa befanden

sich derzeit bereits in England, Sohn

Erich war schon 1932 nach Südwestdeutschland,

später nach Berlin verzogen.

Martha wurde 1942 in das KZ

Trawniki (Lublin) deportiert. Den

Kindern Margret, Lisa und Erich

gelang die Überfahrt in die USA.

Emilie Stern

Erna Falk

Nana Stern mit Eva

Günther Ursell

Familie Ursell

Martha Ursell

Emilie Lenneberg heiratete 1939 im

Alter von 59 Jahren ihren Schwager

Hermann Stern, den Mann ihrer 1928

verstorbenen Schwester Henriette. Der

Grund war die Hoffnung auf bessere

Ausreisemöglichkeiten; es war ein Rat

der Söhne Kurt, Walter und Gabriel

aus der Ehe mit Henriette. Dazu sollte

es nicht mehr kommen. Beide wurden

deportiert: Emilie starb 1942 in Theresienstadt,

Hermann gilt als „verschollen“;

Deportationsziel war Minsk.

Erna Falk, Tochter des Kaufmanns

Edmund Cohn, und ihre fünfjährige

Tochter Reha Mathel wurden 1944

ermordet. Erna war verheiratet mit

Richard Falk aus Beckum. Richard Falk

ging 1939 nach England, Erna blieb

mit ihrer kleinen Tochter bei ihrer an

Krebs erkrankten Mutter. Als diese

1941 starb, war keine Ausreise mehr

möglich. Sie wurden nach Theresienstadt

und schließlich nach Auschwitz

deportiert. Ernas Neffe, der 1937 geborene

Hans Edmund (John) Cohn,

wurde in seiner Wiege von den Nazis

misshandelt. Er lebt heute in London

und besitzt mehrere Immobilien in der

Attendorner Innenstadt.

Nana Kahn, die Adoptivtocher von

Otto Kahn, der in Rom als Korrespondent

arbeitete, lebte bei ihrer Tante

Martha Ursell in Attendorn. Sie war

das erste Mädchen, das am Rivius-

Gymnasium das Abitur machte. 1935

heiratete sie Kurt Stern, 1937 wurde

Tochter Eva geboren. Sie wohnten im

Haus von Hermann Stern am Ostwall

93. Kurt Stern wurde 1938 nach

Sachsenhausen deportiert, später wieder

entlassen. Der kleinen Familie

gelang es, nach England zu emigrieren,

1940 dann nach Amerika.

Ein Bild gesellschaftlicher Integration:

Es zeigt Ari Böheimer als Mitglied der

Attendorner Schützengesellschaft im

Jahr 1914. Ab wann jüdische Mitbürger

den Schützen in Attendorn angehörten,

ist nicht klar. Sicher ist, dass A. A.

Ursell 1808 dem Verein eine Gedenkplakette

widmete. Die letzten jüdischen

Schützenbrüder waren 1933

Julius Ursell und Hermann Stern.

Ari Böheimer

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Die Fakten müssen

auf den Tisch

Drolshagener Geschichtswerkstatt

haucht der Vergangenheit

neues Leben ein

Jeder Ort hat seine Geschichte – und auch seine Geschichten.

Dafür, dass die Historie, aber auch die Erzählungen, die rund um

die Stadt Drolshagen überliefert sind, nicht in Vergessenheit geraten,

setzt sich seit mittlerweile sechs Jahren die Drolshagener

Geschichtswerkstatt ein. Inzwischen haben die engagierten Heimatforscher,

die dem Drolshagener Heimatverein angeschlossen

sind, bereits drei Publikationen herausgebracht, die ihre wertvolle

Recherchearbeit auch einem breiten Publikum zugänglich macht.

ls die Geschichtswerkstatt im Jahr 2012

aus der Taufe gehoben wurde, war die

Skepsis, ob sich eine solche Runde fest in der Vereins- und

Veranstaltungslandschaft der Stadt etablieren könnte,

zunächst groß, erinnert sich ihr Gründer Dr. Peter Vitt.

Schnell habe sich dann aber gezeigt, dass es eine ganze Reihe

geschichtsinteressierter Bürger gibt, die sich gemeinsam

dafür stark machen wollen, die Geschichten der Stadt und

ihrer 56 Ortschaften für die Nachwelt zu konservieren.

Dazu befassen sich die Mitglieder der Geschichtswerkstatt

einzeln oder in Gruppen mit Persönlichkeiten und Gegebenheiten

ihrer Heimat, die den Verlauf der Geschichte

prägten. An jedem letzten Donnerstag der ungeraden

Monate werden die Ergebnisse der teils recht umfangreichen

Recherchen schließlich ab 19 Uhr im Drolshagener Heimathaus

vorgestellt. Damit aber nicht genug: Im Jahr

2015 kam der erste Teil der Heftreihe

„DROLSHAGENER GESCHICHTEn“ heraus,

die die Recherchearbeiten der engagierten

Geschichtsforscher nun auch der breiten

Öffentlichkeit zugänglich macht. „In der ersten

Ausgabe haben wir Drolshagener Persönlichkeiten

vorgestellt, die nicht nur in ihrer Heimatstadt

selbst, sondern häufig auch in fremden Orten und

Ländern Spuren hinterlassen haben“, berichtet Dr.

Peter Vitt, der im Anschluss an sein Berufsleben noch

in Geschichte promovierte.

Themen, mit denen sich die Mitglieder befassen, sind etwa

Vereins- oder Dorfchroniken, Sachthemen wie Straßen,

Post, Eisenbahn, Elektrifizierung, Wasserversorgung,

Kirche, Kloster, Handwerk, Industrie, Wüstungen und

Bevölkerungsentwicklung, aber auch das Leben und Wirken

hiesiger Persönlichkeiten – angefangen bei den Rittern von

Drolshagen bis zu Personen aus dem 20. Jahrhundert, seien

es Pfarrer, Bürgermeister, Lehrer, Handwerker oder

Geschäftsleute. Aktuell befasst sich etwa Regina Stahlhacke-

Schmandt mit der Verlegung der Epilepsieabteilung des

Drolshagener Gerhardus-Hospitals im Jahr 1943. Damals

wurde auf Anordnung der Regierung im Gerhardus-Haus

ein Lazarett für verwundete Soldaten eingerichtet und ein

Teil der Bewohner, nämlich 78 Epileptiker und psychisch

Kranke, mit dem Zug von Drolshagen

in ein betreutes Haus nach Niedermarsberg

gebracht. Dabei hätten

sich teils herzzerreißende Szenen

abgespielt, als die Patienten –

offenkundig gegen ihren Willen –

gezwungen wurden, zu Fuß durch

Drolshagen zum Zug zu marschieren,

wo sie schließlich einen

Lokale Geschichtsarbeit ist wertvoll

für die Gegenwart und die

Zukunft. Sie erhöht das Engagement

für das geschichtsträchtige

Drolshagener Land,

weiß Dr. Peter Vitt.

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TIPPS & INFORMATIONEN

DES SAUERLAND-TOURISMUS

Vereinsartikel

BESONDERE WANDERWEGE: SAUERLAND- u. ROTHAARSTEIG-SPUREN

Konzipiert als Halb- oder Ganztagestouren und zertifiziert als Qualitäts- oder

Premiumwege, machen die Rothaarsteig- und Sauerland-Spuren besonders

reizvolle lokale Rundtouren zu einem sinneorientierten Erlebnis. Die „Spuren“

führen meist über naturnahe Wege durch die schönsten Landschaften

der Region und erschließen Wandergästen schöne Aussichten, dichte Wälder

und natürliche, geologische Höhepunkte. Ein Beispiel der „Spuren“ ist die:

Sonderwaggon besteigen mussten, der sie nach Obermarsberg

bringen sollte. „Ich suche Menschen, die sich noch an diesen

Vorgang erinnern können“, erklärt Regina Stahlhacke-

Schmandt. Zeitzeugen, die die Recherche mit ihren persönlichen

Eindrücken bereichern wollen, können sich per

E-Mail an regina.stahlhacke-schmandt@gmx.de wenden.

„Lokale Geschichtsarbeit macht Spaß, ist für die Gegenwart

und Zukunft wertvoll und erhöht die Liebe sowie das Engagement

für unser schönes, geschichtsträchtiges Drolshagener

Land“, schreiben Dr. Vitt und Dr. Stephan Schlösser,

Vorsitzender des Drolshagener Heimatvereins, im

Vorwort zum ersten Teil der „DROLSHAGENER

GESCHICHTEn“. Wer selbst Lust hat, in Sachen

Geschichtsforschung aktiv zu werden, ist herzlich eingeladen,

an einem der regelmäßigen Treffen teilzunehmen.

„Das Einzige, was man mitbringen sollte, ist Neugierde“,

sagt Dr. Schlösser. Das Handwerkszeug geben die erfahrenen

Heimatforscher neuen Mitglieder gern mit an die

Hand: „Wir erklären bei Bedarf, wie man wissenschaftliche

Texte verfasst, oder geben eine Anleitung, wie man Bibliotheken

oder Archive nutzt, um Informationen systematisch

aufzuarbeiten oder beispielsweise einen Familienstammbaum

zu erstellen“, sagt Dr. Vitt. Denn: „Wir können nicht allein

von der Erinnerung der Leute leben. Die Fakten müssen auf

den Tisch – und dazu müssen wir ins Archiv!“

von Silke Clemens [Text]

neirfy | fotolia, Silke Clemens [Fotos]

„ROTHAARSTEIG-SPUR „WISENTPFAD“

Der Wisentpfad startet in Schmallenberg-Jagdhaus

und führt von dort zum Besucherzentrum

der Wisent-Wildnis, einem in Westeuropa

einzigartigen Artenschutz-Projekt. Eine Herde

Wisente lebt dort in einem Schaugehege,

das über einen Erlebnispfad zu erkunden

ist. Die Gastronomie der Wisent-Wildnis ist

zudem eine idealer Rastpunkt. Weiter führt

die Rothaarsteig-Spur Wisentpfad ins Tal

nach Wingeshausen in Wittgenstein. Vorbei

am Klettergebiet „Kapplerstein“ geht es dann

über Pfade im Bockeshorntal und durch das

malerische Tal der Ihrige über den Rothaarkamm zurück nach Jagdhaus.

Markiert ist die 12,9 km lange Rundtour mit einem weißen, liegenden R auf

schwarzem Grund.

Viele weitere Sauerland- u.

Rothaarsteig-Spuren finden

Sie unter folgenden Links:

Burg Schnellenberg

Hotel und Restaurant

www.sauerland.com/erleben/

wandern

und

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Höhenburg aus dem 13. Jahrhundert

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13. April 2018 Kriminal Bankett

Das Amulett des Kreuzritters

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01. Juni 2018 Wein und mehr

Weinkulinarische Themenreihe

· 4-Gang-Menü

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· Beginn 19.00 Uhr

· € 59,50 pro Person

18. Mai 2018 Kulinarische Burgführung 19. Oktober 2018 Rum Tasting

Ein Rundgang mit dem Stadtarchivar Otto Höffer

R(h)um um die Welt, Inselrundreise

durch die Gemäuer der Burg, Geschichte, Genuss

· 4-Gang-Menü (Gin oder Rum)

und Feinsinn.

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· geführte, kulinarische Burgführung

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Aus der Region – für die Region

Mitten im 1. Weltkrieg schlug am 20. Februar 1916 die Geburtsstunde der Bäuerlichen Bezugsund

Absatzgenossenschaft Attendorn. Aus der „Bäuerlichen“, wie die von 45 Bürgern gegründete

Genossenschaft heute noch genannt wird, ist die Raiffeisen Sauer-Siegerland eG geworden:

ein modernes, mittelständisches Unternehmen, das seit Jahren auf Wachstumskurs liegt.

Seit 1995 gehört der Standort Drolshagen dazu, Schönholthausen seit 2012. Durch die jüngste

Fusion mit der Raiffeisen Kreuztal, Olpe und Wenden wurde die Geschäftsgrundlage 2014 auf

rund 1.500 Anteilseigner und ca. 45.000 Kunden erweitert.

Björn Bernhardt [Fotos]

v. l.: Andrea Boerger, Vertrieb Heizöl/Diesel, Andrea Schulte-Kremer,

Leitung Energie, Lukas Bogdanski, Vertrieb Heizöl/Diesel,

Sven Stump, Vertrieb Flüssiggas/Pellets, Timo Bogdanski, Kundenkarten

Geschichte

Wer sich ausführlich über die „Raiffeisen-Genossenschaft

Attendorn und die Geschichte aller von ihr übernommenen

Genossenschaften“ informieren will, liegt beim gleichnamigen

Jubiläumsbuch von Dr. Peter Vitt richtig (erhältlich in der

Niederlassung Attendorn). Derzeit arbeiten 150 Mitarbeiter

in den Geschäftsbereichen Energie, Landwirtschaft, Baustoffe,

Groß- und Einzelhandel, Haustier- und Gartenmärkte.

„Wir kommen aus der Region und arbeiten für die Region.“

So beschreibt Geschäftsführer Josef Hesse die Firmenphilosophie

der Raiffeisen Sauer-Siegerland eG mit ihren fünf

Gartencentern, drei Waschstraßen und neun eigenen Tankstellen.

Am 1. Juni kommt in Rothemühle eine weitere

Tankstelle hinzu.

Josef Hesse hat 1986 seine Ausbildung zum Kaufmann für

Groß- und Außenhandel begonnen und nach erfolgreichen

Fort- und Weiterbildungen ist er seit 13 Jahren Geschäftsführer

des Unternehmens.

Ausbildung

Ausgebildet wird bei Raiffeisen auch in folgenden Berufen:

Fachlagerist/in, Fachkraft für Lagerlogistik, Kauffrau/Kaufmann

im Einzelhandel, Verkäufer/in und Berufskraftfahrer/in.

Derzeit sind an allen Standpunkten 12 Auszubildende in den

verschiedenen Bereichen tätig.

Energie

Seit über 100 Jahren versorgt die „Bäuerliche“ ihre Mitglieder

und Kunden mit Energie. Die Zeit, als Kohle noch von Hand

gesackt und bis in den Keller der Kunden geschleppt wurde,

ist lange vorbei.

Heute umfasst der moderne Fuhrpark zwölf Lkw, davon sieben

für den Mineralöltransport. Mit Tankzügen wird der

Kraftstoff an der Raffinerie in Köln abgeholt und sowohl zu

den eigenen als auch Kundentankstellen gebracht. „Wir beliefern

Spediteure, Landwirte und Bauunternehmen“, sagt die

für den Vertrieb Heizöl/Diesel zuständige Andrea Schulte-

Kremer. Die erfahrenen und zuverlässigen Fahrer von

Raiffeisen Sauer-Siegerland versorgen auch Baustellenfahrzeuge

direkt vor Ort. Viele private Stammkunden halten ihrem

Raiffeisen-Markt die Treue und werden oftmals bereits seit

Jahren von demselben Fahrer mit Heizöl beliefert. Zum

Energiegeschäft des 102 Jahre alten Unternehmens gehört

auch die Versorgung mit Holzpellets, Gas sowie Festbrennstoffen

wie Briketts und Holzbriketts.

AdBlue Anlagen

AdBlue ganz neu: Wegen der großen Nachfrage wurden nach

hohen Investitionen die firmeneigenen Tankstellen in Attendorn

und Drolshagen mit Adblue-Anlagen nachgerüstet. Mit

dieser Harnstofflösung kann der Ausstoß von Stickoxid bei

Dieselmotoren um bis zu 90 Prozent reduziert werden, um die

Euro-6-Abgasnorm zu erfüllen.

An allen Tankstellen der Raiffeisen Sauer-Siegerland eG und

weiteren 750 Tankstellen deutschlandweit, die dem TND-

Netz angehören, kann rund um die Uhr bargeldlos mit der

Raiffeisen-Tankkarte abgerechnet werden. Weiterer Vorteil ist

das bargeldlose Einkaufen sowie das Benutzen der Waschstraßen

in unseren Raiffeisen-Märkten.

Raiffeisen Warengenossenschaft Sauer-Siegerland eG

Standort Attendorn · Am Eckenbach 37/39 · 57439 Attendorn

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VOM WATERLAND

NACH WEMBLEY

World

Flags

Studio A unterstützt Nachwuchsband

„Ich bin begeistert. Das ist eine tolle Location.“

Wie Simon Eickhoff aus Halberbracht geht es

den meisten Besuchern, die zum ersten Mal

das Studio A betreten. Wo in der Halle an der

Kölner Straße noch vor ein paar Jahren Autos

ausgestellt wurden, steht jetzt ein Bücherregal

neben dem anderen. Der Lesestoff dürfte

Hausherr Alfred Knebel nicht ausgehen.

Um die 60.000 (!) Bücher hat der Attendorner

unten in seinem Antiquariat und oben in der

Halle gesammelt, dazu kommen noch 1.300

Schallplatten und mehr als 600 Spiele.

„Die Fleischpeitschen“ proben jeden Samstag in einer

Scheune im Waterland bei Ennest und freuen sich auf

ihre erste CD.

„Der Sound ist sehr gut“, ist Simon Eickhoff schon nach

dem ersten Check der Instrumente und der Tonanlage überzeugt.

Der Student spielt mit seiner Band „The Oak Yard“

an diesem Abend das erste Mal im Studio A. „Uns gibt es

seit drei Jahren. Wir spielen Punkrock mit Folk“, beschreibt

der Sänger und Gitarrist die Musikrichtung der Lennestädter

Band. Zur Gruppe gehören noch Freundin Irina Daum

(Geige/Gitarre), David Bremerich (Gesang/Piano), Henner

Siebeneich (Bass/Gesang) und Hubi Sonntag am Schlagzeug.

Das Studio A in Attendorn kannten die Musiker von „The

Oak Yard“ vorher gar nicht. „Wir sind angeschrieben worden“,

sagt Simon Eickhoff. „Wir wollen Bands die

Möglichkeit geben, aufzutreten“, betont Rainer Müller,

neben Alfred Knebel einer der Macher des Studio A. Der

gelernte Steuerfachgehilfe Knebel hat lange in Berlin gelebt

und ist vor zwölf Jahren zurückgekehrt – mit vielen Ideen

für ein zusätzliches kulturelles Angebot in seiner Heimatstadt.

Die Rechnung scheint aufgegangen zu sein. Mittlerweile ist

der Veranstaltungsort an der Kölner Straße – integriert im

Attendorner Kulturbüro – nicht nur im Kreis Olpe zum

Geheimtipp geworden. Auch von weit weg kommen die

Besucher zu den Konzerten und Lesungen zwischen

Büchern, Schallplatten und Spielen. Von Rock bis Klassik

wird musikalisch fast alles geboten. Der Auftritt von „The

Oak Yard“ war schon das 25. Konzert in der ehemaligen

Ausstellungshalle für Autos.

Rainer Müller und seine Freunde achten darauf, dass alles

im Rahmen bleibt. „Wir halten das bewusst klein“, betont

Müller, der wie Michael Gatsch auch zum Team des Krankenhausrundfunks

„KRA 2“ gehört. Von Fahnen dort stammt die

Ton- und Lichtanlage. Die Einladungen erfolgen durch

Mundpropaganda und über Online-Gästelisten. Die Konzerte

dauern von 20 bis 22 Uhr, dann ist Schluss. „Wir

Flaggen

wollen keine Nachbarn belästigen“, sagt Müller. Eintrittsgeld

wird nicht genommen. Das Alter spielt keine

Banner

Rolle: weder bei den Musikern noch bei den Besuchern.

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Die Macher vom Studio A in Attendorn freuen sich

über jedes Konzert in der ehemaligen Ausstellungshalle

für Autos.

Zu den Stammgästen im Studio A gehören Timo Keseberg

und seine Freunde. „Wir haben fast kein Konzert verpasst.

Das ist unser zweites Zuhause“, erzählt der 18-Jährige. Der

junge Sänger ist mit seiner Band schon zwei Mal aufgetreten.

Die fünf Kumpel aus Ennest und Attendorn nennen

sich „Die Fleischpeitschen“. Ihre Musikrichtung ist Punk

und Deutschrock. Das Quintett weiß, dass der Bandname

gewöhnungsbedürftig ist. Aber anzüglich sollte er gar nicht

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Darlehen wird geführt bei der Augsburger Aktienbank AG, 86150 Augsburg oder einer anderen

Gesellschaft der LVM Versicherung aG, 48126 Münster.

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57439 Attendorn

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sein. „Das war eine Schnapsidee beim Ennester Feuerwehrfest

2016“, berichten die jungen Musiker. Da wollten Timo

Keseberg und seine Kumpel Phil Schröder, Noah Koch,

Tim Glänzer und Lukas Koch beim Menschenkicker-Spiel

an den Start gehen und brauchten einen Namen. „Die

Fleischpeitschen“ waren geboren. Gewonnen haben die vier

Ennester und ein Attendorner damals nicht. Der Name ist

geblieben. „Unsere Eltern haben sich kaputtgelacht“, erzählen

die fünf bei der Probe im Waterland.

Dort üben Sänger Timo, die beiden Gitarristen Phil und

Lukas, Bassist Noah sowie Schlagzeuger Tim einmal die

Woche – immer samstags. Und da kann es in der Scheune

ganz schön laut werden. „Das hört man bis zum Holzweg“,

lachen „Die Fleischpeitschen“. Musikalische Vorbilder der

Freunde, die schon als Schulband an der Gemeinschaftshauptschule

zusammengespielt haben, sind Metallica,

Foo Fighters, ACDC, Die Toten Hosen oder Kraftklub.

Berührungsängste haben die jungen Musiker nicht. So wird

auf Feiern auch schon mal deutscher Schlager gespielt. Leadsänger

Timo Keseberg, der mit seiner Familie einige Jahre in

den USA gelebt hat und 2016 zur Band gestoßen ist, singt

beim MGV Sauerlandia in Attendorn und findet das auch

gut. „Das hilft mir bei der Ausbildung der Stimme.“ Der

18-Jährige, der auch Mitglied der Ennester Feuerwehr ist,

hat damit kein Problem.

Im Sommer wollen die fünf ein komplettes Album aufnehmen.

Ihr Repertoire umfasst 15 Lieder: fast ausnahmslos

eigene Songs, geschrieben in deutscher Sprache und komponiert

hauptsächlich von Timo und Lukas. Dazu gehören

der Premierensong „Gehörschaden“ und „Schrei rum“.

Einen Manager haben die Jungs mit Marvin Vogt auch

schon. Um die Technik kümmert sich Rene Fuhrmann.

Der kleine Fanclub wird angeführt von Emily Koch und

Sophie Keseberg.

Beim Besuch des Heimatliebe-Magazins standen zwei weitere

Projekte im Mittelpunkt. Mit Unterstützung des Studio

A nehmen „Die Fleischpeitschen“ beim Attendorner Multitalent

Lennart Jakobs ihre erste CD auf. Und dann freuen

sich alle sieben auf das Konzert in der Ennester Schützenhalle

und träumen von der „Welttournee 2030“ mit einem Gig

im Londoner Wembley-Stadion.

von Martin Droste [Text und Fotos]

Herzlich willkommen! Das ist das Credo im

Landhotel Repetal. Altes Gebälk und moderner

Komfort erzählen von traditioneller Gemütlichkeit

in zeitgemäßem Ambiente. Das familiengeführte

Hotel-Restaurant in Attendorn-Niederhelden ist ein

kleines Zuhause auf Reisen.

In den 1990er-Jahren nahmen Anette und Georg Breuer das

Traditionshaus in die Hand. Dessen Geschichte reicht bis in

die Anfänge des letzten Jahrhunderts. Bereits die Großeltern

führten eine kleine Pension. „Es war eine andere Welt. Die

Gäste schickten ihre Koffer vor, reisten mit dem Zug an und

blieben mehrere Wochen. Es gab vier Mahlzeiten am Tag.“

Der geschichtsträchtige Aufenthaltsraum wurde zum Restaurant,

die Zimmer sind von Grund auf renoviert. Dazu kamen

drei großzügige Suiten, die Tradition und Moderne für alle

Ansprüche verbinden. Absorbierender Lehmputz und Wandheizungssysteme

sorgen für ein gesundes Raumklima, das

Interieur verspricht wohligen Wohn- und Schlafkomfort über

Ein Zuhause

auf Reisen

Behaglich und komfortabel für

Geschäftsreisende und Erholungsuchende

zwei Etagen. Dazu kommt beste Ausstattung an Sanitär und

Technik. „Die Gästestruktur hat sich bis heute geändert. Der

Geschäftstourismus hat sich verstärkt, Urlauber beschränken

sich auf das Wochenende“, sagt Anette Breuer. Und weil das

so ist, ist das Restaurant ein reiner Abendbetrieb. „Unsere

Urlauber setzen auf den Abend, ebenso wie die Geschäftsleute,

die nach einem stressigen Arbeitstag Entspannung und eine

gute Mahlzeit suchen.“ Das Landhotel Repetal bietet eine

abwechslungsreiche saisonale Küche mit beliebten Klassikern,

raffinierten Arrangements und typischen heimischen Gerichten.

Kräuter und Gemüse wachsen im hauseigenen Garten.

Edle Weine, Brände und bestes Fleisch kommen von namhaften

Produzenten.

Ja, so ist das im Sauerland: viel Ruhe, jede Menge Komfort

und ein behagliches familiäres Umfeld. Das hat man gerne,

wenn man unterwegs ist. Als Erholungsuchender in unserer

tollen Landschaft und als Geschäftsreisender in einer der

stärksten Industrieregionen Deutschlands.

Landhotel Repetal – Familie Breuer · Dünscheder Str. 8 · 57439 Attendorn-Niederhelden

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Die Heimat

als musikalische

Inspiration

Jazz-Musiker Frederik Köster

im Interview

Goethe an, der gesagt hat, wir müssen unseren Kindern Wurzeln

und Flügel mitgeben. Ihnen also unsere Traditionen vermitteln

und sie trotzdem ermutigen, wegzugehen und neue

Dinge zu entdecken. Deshalb beginnt das Stück auch mit einem

Blech-Blas-Ensemble, stellvertretend für meine Zeit im

Blasorchester. Dann gehe ich immer weiter dahin, wo es mich

hingetragen hat, also bis in die Improvisation, die dann mit

meiner Band „Die Verwandlung“ dargestellt wird. Das sind

so ein paar ganz spezielle Punkte, an denen man genau festmachen

kann, warum das Album „Homeward Bound Suite“

heißt, Rückreise sozusagen.

„Heimat hat auch immer

etwas Emotionales.“

Herr Köster, Sie kommen ursprünglich aus dem

Sauerland, leben aber nun schon seit gut 15 Jahren

in Köln. Kommen Sie oft in Ihre Heimat zurück?

Ja, relativ oft. Ich bin nicht nur zu den Feiertagen hier, wie

vielleicht viele andere, sondern habe ein paar bestimmte

Rituale, die ich alljährlich pflege. Zum Beispiel mache ich

jeden Sommer ein paar Tage lang eine Radtour mit meinem

Vater. Aber ich bin auch sonst oft da: meine Familie lebt hier,

einige Freunde, und ich hab noch Verbindungen zu meinem

alten Blasorchester, in dem ich früher gespielt habe.

Und was, glauben Sie, halten die Sauerländer

von Jazz-Musik?

Ich glaube, die halten nicht mehr und nicht weniger davon als

die Leute woanders. Man könnte natürlich darüber reden, ob

es einen Unterschied gibt zwischen ländlicheren Gebieten und

der Stadt. Ich finde es außerdem gar nicht so wichtig, darüber

Heimat und Musik. Das klingt nach Volksmusik,

Schützenfesten und Bands, die dort spielen. Aber ein

Heimat-Thema in der Jazz-Musik? Der sauerländische

Jazz-Trompeter Frederik Köster hatte da ganz eigene,

einzigartige Ideen und revolutioniert so gleichsam die

Assoziationskette zwischen Heimat und Musik:

Am Anfang des Jahres hat er sein neues Album

„Homeward Bound Suite“ veröffentlicht. Darin setzt

er sich mit Gefühlen und Erlebnissen aus der Heimat

auseinander und verbindet sie mit seiner Leidenschaft,

der Musik. Auf seiner Tour machte er auch Halt in der

KulturSchmiede in Arnsberg, wo er ein faszinierendes

und überwältigendes Konzert hinlegte. Heimatliebe-

Redakteurin Julia Bankstahl hat ihn dort getroffen und

gefragt, was Heimat für ihn bedeutet und wie er sie in

seinem neuen Album aufarbeitet.

nachzudenken, ob das jetzt Jazz ist, was ich mache. Viel wichtiger

ist doch, dass es Musik ist, auf die man sich einlassen

kann. Es kommt einfach darauf an, wie offen die Leute sind.

Und die Sauerländer sind sehr offene Menschen.

Wann und warum haben Sie sich dazu entschieden,

Jazz zu studieren?

Ursprünglich hatte ich mich dazu entschlossen, Musik auf

Lehramt zu studieren. Während des Studiums hab ich dann

relativ schnell gemerkt, dass Jazz total interessant ist. Man

kann ganz kreativ arbeiten, viel improvisieren, also kann man

ganz viel von sich selbst in diese Musik hineinfließen lassen.

Das hat mich gereizt. Deshalb habe ich mit 25 Jahren noch

mal angefangen, Jazz, Trompete und Komposition zu studieren.

Nebenbei unterrichte ich noch an zwei Hochschulen. So

habe ich einerseits den normalen Arbeitsalltag, andererseits

aber auch noch dieses freiberufliche Musiker-Dasein.

Als Sie Ihr Album geschrieben haben, haben Sie da

an etwas Spezielles aus Ihrer Heimat gedacht?

Es gibt einen Film, der heißt „The Sound of Heimat“. Der

ist von einem neuseeländischen Saxophonisten und dieser hat

im Rahmen des Films mal erwähnt, dass es in vielen Sprachen

gar keine Übersetzung für das Wort „Heimat“ gibt. In dem

Zuge habe ich darüber nachgedacht, was Heimat eigentlich

für mich bedeutet. Heimat ist auf der einen Seite das, wo

man herkommt. Bei mir war das aber auch zu einem großen

Teil die Natur. Verschiedene Naturaspekte habe ich in dem

Stück „Land der tausend Berge“ verarbeitet. Zum Beispiel hört

man in Figuren, die vom Klavier und vom Streicher gespielt

werden, wie die Ruhr sich durch das Ruhrtal schlängelt. Es

gibt aber auch Persönliches, das ich verarbeitet habe, wie in

dem Stück „Wurzeln und Flügel“. Das spielt auf ein Zitat von

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Wenn Sie eine Definition für den Begriff „Heimat“

finden müssten – was würde Ihnen dazu einfallen?

Heimat hat immer etwas total Emotionales. Ich habe versucht,

genau das in das Leitmotiv der Suite reinzupacken. Dass es ein

Thema ist, was auf der einen Seite sehr schön ist, wo aber auf

der anderen Seite auch ein bisschen Wehmut drinsteckt.

Gibt es etwas, das Sie außerdem noch an Ihrer

Heimat schätzen?

Natürlich der Landstrich, die Menschen mit ihrer Mentalität,

aber auch meine Familie und Freunde. Das sind super individuelle

Empfindungen, die man theoretisch ja auch überall

anders haben kann, aber bei mir ist das immer noch im

Sauerland verwurzelt. Ich bin vor ein paar Monaten 40 geworden

und habe das Gefühl, einen Punkt erreicht zu haben, an

dem man wieder zurückkommt und sieht, wie schön es zu

Hause doch eigentlich ist.

E-Mail: info@werner-bischoff.de

Internet: www.werner-bischoff.de

von Julia Bankstahl [Text]

Ralf Litera [Fotos]

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Foto damals: Das Bild zeigt das ehemalige Barackenlager

des Ruhrtalsperrenvereins.

Foto heute: ein aktueller Blick auf das Hauptgebäude des

ehemaligen Gut Ewig.

50 Jahre JVA Attendorn

Vom „Luxusknast“ und Holzbaracken

Es waren die frühen 1970er-Jahre. Im Radio – damals natürlich SWR 3 –

wurde der Song „Der Mörder ist immer der Gärtner“ rauf und runter

gespielt. Noch heute läuft mir ein leichter Schauer über den Rücken,

wenn ich das Lied von Reinhard Mey höre. Denn damals arbeitete bei

uns in der Stesse, nur wenige Hundert Meter Luftlinie entfernt von der

Justizvollzugsanstalt Attendorn, im Garten ein richtiger „Knacki“, wie

wir damals despektierlich sagten.

So stellten sich die Wagenbauer des SV 04 Attendorn 1981

das vermeintliche Knast-Luxusleben vor.

Der Mann war mir unheimlich. Denn hinter vorgehaltener

Hand wurde erzählt, dass er seine Frau umgebracht hätte.

Ob das stimmt, weiß ich bis heute nicht. Der Gärtner war

einer von mehreren Freigängern, die im Bauunternehmen

meines Vaters gearbeitet haben. Morgens wurden die Männer

mit dem Firmenbus in Ewig abgeholt und nach Feierabend

wieder dort hingebracht, in Anstaltskleidung. Passiert ist

nie etwas.

An die seit 1968 bestehende erste offene Vollzugsanstalt des

Landes Nordrhein-Westfalen hatten sich die Attendorner zu

diesem Zeitpunkt langsam gewöhnt. Das sah ein paar Jahre

zuvor noch ganz anders aus. „Bei dem Vorhaben, eine Justizvollzugsanstalt

in dem Ausflugs- und Erholungsgebiet zu

errichten, waren zunächst vielfältige Widerstände der Bevölkerung

... abzubauen“, heißt es im Heft „Ewig. Vom Kloster

zum Knast.“ Damit haben die Autoren bestimmt nicht

übertrieben. Vor allem im nahen Neu-Listernohl gab es

große Vorbehalte gegen das neue Gefängnis. Später arbeiteten

dann viele Einheimische in der zuvor noch unheimlichen

Nachbarschaft und mit dem SC Listernohl 3

nahm sogar eine Mannschaft mit reichlich Knast-Erfahrung

am Meisterschaftsbetrieb teil.

Hinzu kamen Klischees und Übertreibungen. Schnell war

von einem „Luxusknast“ die Rede, mit Tennisplatz. Neugierige

versuchten, vom nahen Bahndamm einen Blick auf das

Gelände zu werfen. 1981 ließen die Wagenbauer des SV 04

Attendorn im Veilchendienstagszug einen riesigen „Knacki“

durch die Innenstadt ziehen, der es sich im ehemaligen Gut

Ewig gut gehen ließ. Mit einer dicken Zigarre in der Hand

saß der Inhaftierte im Häftlingskostüm gemütlich vor dem

Fernsehgerät. So stellte man sich damals das Leben hinter

Gefängnismauern vor. Die Wirklichkeit sah ganz anders aus.

Bis in die 1980er-Jahre waren die Gefangenen teilweise in

alten Holzbaracken untergebracht, jeweils vier Mann in einer

kaum schall- und wärmeisolierten Zelle. Die Baracken hatte

der Ruhrtalsperrenverein beim Bau der Biggetalsperre auf

dem Grundstück von Gut Ewig errichtet. In diesem Lager

lebten ab 1956 zahlreiche Arbeitskräfte. Zwischen 1978

und 1988 entstand dann in drei Bauabschnitten und mit

Millioneninvestitionen die moderne Justizvollzugsanstalt

Attendorn. Nach der Schließung der Zweiganstalt Siegen

kam 2011 ein weiterer Neubau mit dem geschlos-

senen Vollzug hinzu. Eine Welt für sich im ehemaligen

Gut Ewig, mit hohen Mauern, Stacheldraht und scharfen

Sicherheitsvorkehrungen.

Anfangs wurden sogenannte „Fahrlässigkeitstäter“ in der

ersten offenen Vollzugsanstalt des Landes untergebracht.

Auch der eine oder andere Attendorner soll hier seine Strafe

wegen einer Trunkenheitsfahrt verbüßt haben. Später kamen

schwere Jungs hinzu. Für Schlagzeilen sorgten immer wieder

prominente Inhaftierte. So wurde 2004 der wegen notorischen

Fahrens ohne Führerschein zu 17 Monaten Gefängnis

verurteilte Schauspieler Martin Semmelrogge („Das Boot“)

nach Attendorn in den offenen Vollzug verlegt.

Felgenzar Rüdiger Höffken, die Iserlohner Eishockey-Legende

Heinz Weifenbach, Fußball-Sponsor Erhard Goldbach

(„Goldin-Tankstellen“) oder der als Bankräuber verurteilte

ehemalige Schalker Fußballer Willi Kraus sollen ebenfalls in

Attendorn Strafen verbüßt haben. Verbürgt ist, dass Ex-Bundestrainer

Rudi Völler und Michael Meier, ehemaliger Manager

von Borussia Dortmund und dem 1. FC Köln, hier hinter

schwedischen Gardinen saßen. Allerdings nur kurz und als

Gäste von Gefängnisseelsorger Werner Schrage.

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Seit dreieinhalb Jahren leitet Ulf Borrmann (Foto oben) die

Justizvollzuganstalt am Biggesee. Das Heimatliebe-Magazin

sprach mit dem gebürtigen Kiersper, der im Verlaufe seiner

Ausbildung schon 1980 in der JVA Attendorn gearbeitet

hat. Damals standen hier noch die alten Baracken als Unterkunft

für die Gefangenen.

Wie wird das Jubiläum „50 Jahre JVA

Attendorn“ gefeiert?

Der zentrale Festakt findet am 25. Mai statt. An diesem Tag

werden auch Ausschnitte aus einem Dokumentarfilm

gezeigt, den wir mit eigenen Mitteln gedreht haben. Dabei

konnten wir auf umfangreiches Bild- und Filmmaterial

zurückgreifen, u.a. von Uli Burghaus. Wir haben Interviews

mit ehemaligen und aktuellen Mitarbeitern geführt. Auch

Dr. Klaus Koepsel, der Anstaltsleiter von 1968, kommt

zu Wort. Den Film hat unser Mitarbeiter Manuel Fahl

zusammengestellt, der aus der Werbebrache kommt.

Die Uraufführung ist für Ende April, Anfang Mai im

Lennestädter Kino geplant. Der Film wird auf DVD käuflich

zu erwerben sein.

Parkplätze direkt

vor dem Geschäft!

Wie sehen Sie die Akzeptanz der JVA

Attendorn heute?

Wir sind als Bestandteil der Stadt Attendorn akzeptiert, das

funktioniert einwandfrei. Es gibt immer wieder Projekte, bei

denen wir mit der Stadt zusammenarbeiten. So bauen wir

den Weihnachtsmarkt auf. Wir sind auch ein Wirtschaftsfaktor.

Bei uns gibt es über 170 Arbeitsplätze, die Inhaftierten

geben bei ihren Ausgängen in der Stadt den einen oder

anderen Euro aus. Im offenen Vollzug könnten wir noch

mehr Leute beschäftigen. Die Attendorner Industrie hat

nach wie vor einen hohen Bedarf an Arbeitskräften.

Was hat sich seit dem Neubau mit dem geschlossenen

Vollzug in der Anstalt geändert?

Das ist eine völlig autarke Einrichtung. Es prallen hier zwei

Vollzugsphilosophien aufeinander. Beim geschlossenen Vollzug

steht die Sicherheit an erster Stelle. Beim offenen Vollzug

geht es vor allem darum, die Gefangenen auf die Freiheit

vorzubereiten. Wir haben nun auch viel mehr Personal.

Vorher waren es 110 bis 120 Mitarbeiter, jetzt sind es

fast 180.

Gibt es weitere Neuerungen in der

JVA Attendorn?

Im ehemaligen Übergangshaus sind seit Dezember 30 lebensältere

Insassen untergebracht, die mehr Ruhe brauchen. In

Attendorn arbeiten wir zudem mit der JVA Köln an einem

Pilotprojekt, Inhaftierte mit psychischen Problemen – meist

nach langem Drogenmissbrauch – besser helfen und behandeln

zu können.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Der größte Wunsch eines Anstaltsleiters ist es natürlich, von

besonderen Vorkommnissen verschont zu bleiben. Hier

lernt man unheimlich viel über das Leben. Ich bin überzeugt,

dass wir gute Arbeit leisten.






www.linne-attendorn.de

Viktor Linne GmbH | Ostwall 106 | 57439 Attendorn | Telefon: 02722/2447

von Martin Droste [Text]

Wolfgang Simon, Martin Droste, JVA [Fotos]

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© Heinz-Dieter Wurm

In der größten Spezialbibliothek

für Südwestfalen

Ein Blick in den Bücherschrank

Karin Müller ist ein glücklicher Mensch. Sie hat ihren Traumberuf. Sie arbeitet

da, wo unsere Vergangenheit für unsere Zukunft gesammelt wird. Oder besser:

Karin Müller sammelt sie und das seit mehr als drei Jahrzehnten.

Die Diplom-Bibliothekarin ist Sachverwalterin der südwestfälischen Regionalgeschichte,

Mittlerin von Erinnerungen und dem Heute und Morgen. „Bereits in

meinem Studium habe ich Spezialbibliotheken schätzen gelernt. Hier kann ich

mir meinen Wunsch erfüllen, in einer solchen zu arbeiten“, sagt sie. Die mehr

als 140 Jahre alte Landeskundliche Bibliothek des Märkischen Kreises in Altena

bietet etwa 110.000 Bücher sowie 1.100 Zeitschriftentitel und ist eine wahre

Fundgrube, wenn es um die Geschichte unserer Heimat geht.

Was macht die Landeskundliche

Bibliothek des Märkischen Kreises

so besonders?

Ihre lange Sammeltradition und ihr

gewachsener Bestand. Sie ist über

Generationen gehegt und gepflegt worden

und für südwestfälische Geschichte

einzigartig. Besonders stolz sind wir auf

unsere Kostbarkeiten, also auf die

Bücher, die zwischen 1520 und 1850

gedruckt wurden. Vor diesem Hintergrund

ist sie die größte Spezialbibliothek

für Südwestfalen.

Was ist die konkrete Aufgabe

der Bibliothek?

Sie sammelt Bücher und Zeitschriften

über die fünf Kreise von Südwestfalen

und über die ehemalige Grafschaft

Mark, die bis 1609 eine wichtige Rolle

in der europäischen Politik gespielt hat.

Ihr Augenmerk liegt auf Orts-, Familien-,

Industrie- und Technikgeschichte.

Welche Besucher kommen

zu Ihnen?

Schüler schreiben ihre Facharbeiten

über die Drahtindustrie oder das

Schützenwesen, Studenten ihre Bachelor-

oder Masterarbeiten über die Rolle

der Frauen im Ersten Weltkrieg oder

die Literaturgeschichte der Nachkriegszeit.

Autoren von Büchern oder Aufsätzen

recherchieren über die Geografie

oder Geologie des Sauerlandes oder die

Kunst in südwestfälischen Kirchen.

Heimatforscher suchen Informationen

über Familien, Häuser und Höfe.

Schülern bieten wir übrigens gern ein

Praktikum an, in dessen Verlauf sie das

Recherchieren von Literatur lernen.

Was ist das älteste Schriftstück?

Eines unserer ältesten Bücher ist gleichzeitig

eines meiner Lieblingsstücke. Es

stammt aus der Sammlung des Süderländischen

Vereins für Orts- und Heimatkunde

und wurde von dem Naturforscher

Conrad Gessner 1587 veröffentlicht.

Es heißt „Historiae animalium“

und beschreibt die Tierwelt aus

Erschließen, betreuen,

managen: Karin Müller

ist Diplom-Bibliothekarin

für Südwestfalens größte

Spezialbibliothek.

damaliger Sicht. Seien es Insekten,

Schlangen oder Löwen – die Zeichnungen

lassen mich immer wieder

schmunzeln …

Wie kommt die Literatur in

die Bibliothek?

Das A und O ist das Lesen von Verlagsverzeichnissen

und Internetportalen.

Ich erfahre so, welche Verlage welche

landeskundlichen Bücher aktuell veröffentlicht

haben. Daneben durchforste

ich alle unsere Zeitschriften auf wichtige

Neuerscheinungen hin. Wichtig sind

unsere Tageszeitungen. Sie geben Informationen

über Jubiläen von Firmen,

Vereinen oder Kirchengemeinden.

Ob es eine Festschrift gibt – sie sind für

uns besonders wichtig –, erfahre ich

entweder aus der Zeitung oder durch

gezielte Nachfragen.

Der Märkische Kreis liegt im

äußersten Westen von Südwestfalen.

Kann ich mich über den

Bibliotheksbestand auch im

Internet informieren?

Der elektronische Katalog der Bibliothek

OPAC (Online Public Access

Catalogue) informiert über sämtliche

© Foto privat

Zeitschriften und die Mehrzahl unserer

Bücher. Außerdem stehen unsere Literaturlisten

– beispielsweise zum 200.

Geburtstag der südwestfälischen Kreise -

im Netz.

Wie wichtig ist Ihnen ein

digitales Angebot?

Über eine Digitalisierung unserer

Bücher denken wir intensiv nach.

Ebenso – das ist noch Vision – über

den Nachweis unserer Bestände in einer

Metadatenbank.

Können Sie die Atmosphäre der

Bibliothek in Worten beschreiben?

Vor allem der Lesesaal besticht durch

seine besondere Atmosphäre, eine

Mischung aus Gediegenheit und

Modernität: Stuckdecke und Holzvertäfelung

auf der einen und die problemlose

Nutzungsmöglichkeit von

privatem Laptop und Handscanner auf

der anderen Seite.

Ihr Wunsch für die Zukunft?

Die Landeskundliche Bibliothek ist seit

mehr als 140 Jahren eine feste Größe in

der märkisch-westfälischen Geschichtsforschung.

Ich wünsche mir, dass das

auch in Zukunft so bleibt.

von Birgit Engel [Text]

Fotos [Nachweis am Bild]

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Ein Blick auf das alte Neubrücke

HEUTE

im Vordergrund und machte Platz für

das große Finnentroper Bahnbetriebswerk,

das ebenfalls längst Geschichte ist.

Hier befindet sich heute der Lennepark

mit seinen weitläufigen Grünanlagen.

Die Schornsteine hinterm Berg gehören

zur Firma Wolf Netter & Jacobi, 1867

als Dampfwalzwerk von Anton Bonzel

gegründet und 1895 von dem Berliner

Konzern übernommen. Heute Sitz eines

Werkes der Thyssen-Krupp AG.

Die Position des Fotografen von vor

rund 90 Jahren ist leider heute vom

Wald über der Lennestraße verschluckt

worden. Dennoch lässt sich die Situation

doch ganz gut wiedererkennen.

von Achim Gandras [Text]

Fotonachweise am Bild

FRÜHER

Grobbel [Foto]

Achim Gandras [Foto]

Bei einem Blick auf Neubrücke kann man auch heute noch

vieles gut wiedererkennen. Hier ist also der Finnentroper

Bahnhof um 1930 zu sehen, also zu einem Zeitpunkt, da der

ganze Ort gerade einmal 100 Jahre alt geworden ist. Im frühen

19. Jahrhundert waren immer wieder schwere Unfälle beim

Überqueren der Lenne zu beklagen gewesen, weshalb man ab

1810 versuchte, mithilfe der Bezirksregierung in Arnsberg

Gemeinsam

ist einfach.

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eine Brücke zu bauen. Über ein Vierteljahrhundert sollte es

dauern, bis 1838 eine erste Brücke fertiggestellt werden sollte.

1861 eröffnete zudem die Ruhr-Sieg-Eisenbahnlinie, womit

Neubrücke sich zum interessanten Industriestandort mit bester

Anbindung entwickeln sollte. Auf diesem alten Foto ist die

„Neubrücker Hütte“, ein Eisenwerk mit drei Hochöfen, schon

längst wieder Geschichte. Es stand von 1858 bis 1907 mittig

Nirgends wird

Gemeinschaft so

gelebt wie in unseren

Vereinen.

Durch unsere Förderung

steigern wir die Lebensqualität

der Menschen in

unserer Region.

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Frischer Wind in alten Mauern

Der beliebte Attendorner Fasskeller hat mit Dimitrios

Archontakis einen neuen Wirt gefunden. Damit kommt

frischer Wind in die alten Mauern: Der Pächter, der das

Lokal seit vergangenem Oktober gemeinsam mit seiner Frau

Katharina und seinem Sohn Georgios betreibt, lockt

die Gäste mit ausgewählten griechischen Speisen

und mit sortenreinen Kaffeebohnen, die der

gelernte Barista eigens für den Fasskeller

rösten lässt.

Dimitrios Archontakis ist in der Hansestadt

kein Unbekannter: Schon mit der Diskothek

„Flair“, die er von 2000 bis 2006

betrieb, hat sich der gebürtige Grieche einen

guten Namen gemacht. „Der neue Fasskeller versteht sich

nicht als klassisches Restaurant, sondern als gemütliches

Lokal, in dem man sich abends auch auf ein Bier oder einen

Cocktail treffen kann“, erklärt Dimitrios Archontakis. Der

Fasskeller öffnet täglich um 11 Uhr seine Pforten.

Dann stehen neben griechischen Vorspeisen

und Hauptgerichten auch zwei Tagesgerichte

zur Auswahl. Für Kaffeeliebhaber ein

besonderes Schmankerl: Der Wirt lässt

für sein Lokal eigens sieben verschiedene

Kaffeesorten und einen Espresso Blend

rösten, die aus exotischen Ländern wie

Kenia, Mexiko, Äthiopien oder Guatemala

kommen. „Die Resonanz seit unserer Eröffnung

ist überwältigend. Dafür möchte ich mich

schon jetzt bei allen Gästen bedanken“, betont der

erfahrene Gastronom.

Schubkarre, nicht Caddy

Heimatpflege für die Zukunft

Die einen gehen Bagger gucken, die anderen golfen. Im Alter den Ruhestand zu genießen, ist doch etwas

Schönes. Und für viele Menschen der Start in ein aktives Leben. So ist es auch für die Windhauser

Rentnergemeinschaft. Eine Truppe, hinter der viel mehr steckt als der Name vermuten lassen könnte.

Vor zehn Jahren ist in dem 600-Einwohner-Dorf am Rande des Sauerland-Höhenflugs hoch über Attendorn

aus einer Idee etwas Großartiges entstanden. „Wir wollten keinen Verein gründen und wir wollten kein

,Muss‘, um etwas zu bewegen“, sagt Helmut Damm.

Beeindruckend lang ist die Liste, was seitdem geschafft und geschaffen wurde. Mit Bello, Spaten und

Schubkarre sind die Ruheständler im selbst auferlegten Auftrag dauernd unterwegs, um die Wohn- und

Lebensqualität ihrer Heimat voranzutreiben. Mit Einzelaktionen wie dem Bau von Nisthilfen, Dauermaßnahmen

wie Wanderwegepflege und Großprojekten wie dem Bau einer Schutzhütte am Weidenkamp –

der höchsten Schutzhütte der Stadt Attendorn – oder der Wiederbelebung der nunmehr fast 100 Jahre

alten Dorfschänke.

Dabei nimmt sich die silberne Generation von Windhausen immer noch Zeit, über den eigenen Tellerrand

hinwegzuschauen. Über 10.000 Kilometer weiter östlich ist sie bekannt. Als 2013 der Taifun Haiyan den

philippinischen Inselstaat verwüstete, spendete sie Geld für ein Versorgungsboot. Nun werden im Westpazifik

mit der „Windhausen“ Waren zum Markt, Post zu den Empfängern oder Kinder zur Schule gebracht.

Ein mehr als schöner Gedanke!

von Birgit Engel [Text und Foto]

Fasskeller · Alter Markt 6 · 57439 Attendorn · Telefon: 02722 6567105

Björn Bernhardt [Fotos]

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David Bock [Foto]

Neue Räume am Askay 48

Meisterbetrieb Fliesen Bogdanski

Der Meisterbetrieb Fliesen Bogdanski ist umgezogen.

Seit Oktober 2017 hat der Fachbetrieb für Fliesenarbeiten,

komplette Badsanierung und Planungsarbeiten

neue Räumlichkeiten am

Askay 48 im gleichnamigen Industriegebiet

bei Ennest bezogen. Auch hier

legen Fliesenlegermeister Sascha Bogdanski

und sein siebenköpfiges Team

aus Fachleuten großen Wert auf die

kompetente Beratung bei Fliesenarbeiten,

Bau und Sanierung von Komplettbädern

sowie der Gestaltung von

Björn Bernhardt [Foto]

Sauna- und Wellnessbereichen. Zum bewährten Angebot

gehören das Verlegen großformatiger Fliesen (bis 300 x 100

cm), die Errichtung fugenfreier Duschen und Badezimmer

sowie die Koordination aller Gewerke. Dank moderner

Handwerkskunst lassen sich für den Innen- und Außenbereich

attraktive Gestaltungslösungen erarbeiten. In den neuen

Räumlichkeiten können sich die Kunden ein Bild davon

machen, was in Sachen Fliesen im Bad alles möglich ist. Das

fängt beim Waschtisch an und hört bei

der Duschkabine auf. Bei Planung und

Bau im Duschbereich arbeitet der seit

zwölf Jahren bestehende Meisterbetrieb

Fliesen Bogdanski mit einem Glasexperten

zusammen. Individuelle Lösungen

und Wünsche werden großgeschrieben.

Dabei setzt der Meisterbetrieb auf

moderne Raumplanung mit CAD und

Video. Die gesamte Planung und

Durchführung liegt in einer Hand. Der Meisterbetrieb Fliesen

Bogdanski freut sich auch am neuen Standort am Askay 48

darauf, die Wünsche seiner Kunden umzusetzen. Termine

nehmen wir gerne nach Vereinbarung entgegen.

Am Askay 48 · 57439 Attendorn · Tel.: 02722/632868

info@fliesen-bogdanski.de · www.fliesen-bogdanski.de

Björn Bernhardt [Fotos]

Neuer Standort Askay

Fachgeschäft Elektro Hippauf ist umgezogen

Von der Kölner Straße 20 zum Askay 24: Den Umzug mit

ihrem Fachgeschäft vom beliebten und bewährten Standort am

Kölner Tor – und dabei ganz nah zur Innenstadt – hinauf zum

Industriegebiet Askay hätte sich das Ehepaar Bock von Elektro

Hippauf vor ein paar Jahren nicht vorstellen können. Freiwillig

sind Inhaber Hubert Bock, Ehefrau Margot und ihre fünf

Mitarbeiter auch nicht gegangen. „Mit zwei weinenden Augen.

Wir wären sehr gerne geblieben“, verraten die Bocks kein

Geheimnis. Aber alle Bemühungen, in der Innenstadt eine neue

Bleibe zu finden, blieben erfolglos.

„Uns gibt es nach wie vor und wir sind wie immer für unsere

Kunden da“, gibt sich Hubert Bock in den neuen Geschäftsräumen

kämpferisch und weist anderslautende Gerüchte entschieden

zurück. Der Attendorner hat sein Handwerk von der

Pike auf gelernt, begann 1969 bei Elektro Hippauf die Lehre als

Elektroinstallateur, arbeitete dort schließlich als Meister und

übernahm den bekannten Fachbetrieb 1997.

„Bei uns kann man in Sachen weiße Ware alles kaufen, was das

Herz begehrt. Vieles andere mehr können wir beschaffen“,

verweist Hubert Bock auf die große Auswahl von Elektrogeräten

wie Waschmaschinen, Kühlschränken oder Trocknern. Mindestens

so wichtig wie der Verkauf sind für ihn die Fachberatung,

der Service und die Wartung von Markengeräten. Auch am

neuen Standort gilt die Devise: „Wir schreiben Kundenzufriedenheit

groß.“

Vor allem Margot Bock freut sich im neuen Ladenlokal auf

viele Kunden. Auch wenn an der Kölner Straßen noch ihr

Herzblut hängt, hat das Ehepaar Bock die Herausforderung

angenommen und viel Arbeit in die neuen Geschäftsräume

gesteckt.

Elektro Hippauf – Hubert Bock

Am Askay 24 · 57439 Attendorn

Telefon: 02722.2284 · Fax: 02722.630185

info@hubertbock.de · www.hubertbock.onlineelektro.de

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Du kannst auch

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Ausstellungen 2018

17. März – 18. November

Kammer des Wissens

1 | Leonardo da Vinci

Bewegende Erfindungen

2 | Die Kammer des Wissens

interDuck Duckomenta

3 | Hieb § Stich

Dem Verbrechen auf der Spur

Einen Riesenspaß für die ganze Familie

verspricht die DUCKOMENTA-Ausstellung

„Kammer des Wissens“. Die amüsante

Schau legt die Annahme zugrunde, die

Menschheit verdanke all ihr Wissen einer

mysteriöse Entensippe mit Namen „inter-

Ducks“, die parallel zur Menschheit gelebt

habe. Die schlauen, fachkundigen Enten – so

die der Schau zugrunde liegende Legende –

habe unter anderem die Tempel in Ägypten

resse, Buchlesungen oder

ssen.

© Guido Michallik

Clevere Kriminalisten,

schlaue Enten und

bewegende Erfindungen

GALILEO-PARK wartet 2018 mit einem interessanten

Programm für Jung und Alt auf

Der GALILEO-PARK in Meggen hat sich längst bis weit über die

Grenzen des Sauerlands hinaus einen Namen als bewährter

Wissenschafts- und Rätselpark sowie als gefragtes Seminarund

Kongresszentrum gemacht. In vier von insgesamt sieben

Pyramiden begeistert DER GALILEO-PARK seine Gäste mit interessanten

und außergewöhnlichen Ausstellungen. Auf anspruchsvolle,

dabei aber unterhaltsame Art und Weise wird Wissen vermittelt

und Interesse an neuen Themen geweckt. Sowohl wissenschaftliche

als auch „rätselhafte“ Themen werden sachlich, objektiv, offen

und wertungsfrei präsentiert. Auch in diesem Jahr wartet der

GALILEO-PARK mit einer Reihe interessanter Ausstellungen auf.

Diese können vom 17. März bis zum 18. November 2018 jeweils

dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr besucht werden. In den

Ferien in NRW täglich geöffnet.

© Roman Mensing

Leonardo da Vinci

In der Ausstellung „Leonardo da Vinci –

Bewegende Erfindungen“ dreht sich alles

um den berühmten Maler, Bildhauer,

Architekten, Anatom, Mechaniker, Ingenieur

und Naturphilosophen. Die Besucher werden

die technischen Raffinessen Leonardo

da Vincis ganz handfest erleben, denn alle

Modelle können angefasst und bewegt werden.

Ideen, Funktionen und technische

Neuerungen des Universalgenies lassen sich

so ganz konkret nachvollziehen, die faszinierenden

Werke lassen sich aus allen

Blickwinkeln betrachten und begreifen. Die

Modelle für diese Ausstellung wurden von

Studierenden hergestellt. An jedem Modell

lässt sich anhand der Originalskizze Leonardos

ablesen, welche Grundlage die

Studenten für ihre Forschung und die

Umsetzung zur Verfügung hatten. Die spannende

Auseinandersetzung mit dem technischen

Entwicklungsstand der Renaissance

und die Verknüpfung mit der aktuellen

Technik spiegeln sich dabei in den Ausstellungsobjekten

wider. Als interaktive Ausstellung

wandern diese Modelle bereits seit

2007 durch Deutschland und Europa.

erbaut, um alles Wissen darin niederzulegen:

Erkenntnisse über Alchemie und Astronomie,

über Mathematik, Magie und Medizin.

Hinter dieser unterhaltsamen Umdeutung

der Weltgeschichte steht die Berliner

Künstlergruppe „interDuck“, die sich seit

1986 in immer neuen Facetten dem Enten-

Universum widmet. Die Künstler malen

seit vielen Jahren für die DUCKOMENTA,

und zwar mit unglaublicher Liebe zum

Detail und auf höchstem Niveau. Inzwischen

umfasst der Enten-Kosmos knapp

500 Exponate.

Hieb § Stich

Die Ausstellung „Hieb & Stich“ befasst sich

mit der Kriminalarbeit rund um den gewaltsamen

Tod durch Hieb- und Stichverletzungen.

Rechtsmediziner und Kriminalisten

verfügen über ganz eigene Analysetechniken,

um Spuren zu deuten und Verbrechen

erfolgreich aufzuklären. Neben der Obduktion

geht es in der Rechtsmedizin um

postmortale Computertomografie, genetische

Untersuchungen und Gifttests, während

die Kriminalpolizei Spürhunde einsetzt,

Blutspurenmusteranalysen anfertigt und

ballistische Untersuchungen durchführt. Die

Besucher der Ausstellung sind eingeladen,

den Weg zu verfolgen, den Kriminalisten

und Rechtsmediziner vom ersten Anzeichen

eines Verbrechens bis hin zur erfolgreichen

Lösung eines Falls beschreiten. Zunächst

finden die Ausstellungsbesucher Spuren an

zwei konkreten Tatorten: mitten im Wald

sowie in einem Wohnzimmer. Kriminalisten

und Rechtsmediziner nehmen an dieser

Stelle die Spurensuche auf und nehmen den

Besucher mit auf eine spannende Reise

durch ihre Ermittlungen.

GALILEO-PARK | Sauerland-Pyramiden 4-7 | 57368 Lennestadt | info@galileo-park.de | 02721 60077-10 | www.galileo-park.de

© Patrik Budenz

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Heimatliebe | Da ist was los ...

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Aufeinander achten!

In Sachen Senioren gibt es viel zu tun – der Seniorenrat Attendorn macht´s!

„Nicht mehr die Jüngsten – aber mitten im Leben“, so lautet

der Leitsatz des Seniorenrates der Stadt Attendorn. 16 engagierte

Bürger gehören ihm an und vertreten die Interessen

der über 60-Jährigen in Sachen Lebensqualität in allen

Bereichen der Kommunalpolitik und des öffentlichen

Lebens. Mehr als zehn Jahre ist er nun schon alt und agiler

als je zuvor.

Seniorenarbeit ist ein weites Feld. Vieles ist auf den Weg

gebracht und viel gibt es noch zu tun. Wer mit offenen

Augen durch die Wälder und über die Wiesen wandert, dem

werden sie aufgefallen sein: die Ruhebänke, die mit wetterfesten

Notfallschildern ausgestattet sind. „Im Notfall braucht

man nur die Banknummer angeben. Genau diese Zahl kann

Leben retten“, sagt der Vorsitzende des Attendorner Seniorenrates

Walter Müller und hat noch weitere Beispiele in

petto: Die Notfallboxen für den Kühlschrank sind umgesetzt

ebenso wie das Rivius-Patenprojekt „Jung hilft Alt“

rund um digitale Fragen.

Im kommenden August veranstaltet der Seniorenrat eine

Seniorenmesse: Mit Vorträgen, Beratungen, Aktionen und

Aktivtests zu einer Fülle von Themen: Wohnen und Pflege,

Fitness und Gesundheit, Kriminalität und Sucht, Straßenverkehr

und Gefahrenabwehr sowie Hören, Sehen und

Fortbewegung, beispielsweise mit einem Fahrzeugsimulator.

Passend zum Motto „Nicht mehr die Jüngsten – aber mitten

im Leben“ sorgt eine Oldie-Band für Unterhaltung und

auch alle Hilfsorganisationen präsentieren sich vor Ort.

Natürlich gibt es eine Tombola mit tollen Gewinnen und

selbst ein kostenloser Shuttleservice hilft, bequem in die

Stadthalle zu kommen.

„Lebenssituationen können sich von heute auf morgen

ändern. Deshalb ist es ratsam, nicht zu warten, bis das

Problem vor der Tür steht, sondern frühzeitig über alles

informiert zu sein. Dafür stehen wir als Seniorenrat“, sagen

die stellvertretenden Vorsitzenden Renate Jung und

Wolfsgang Dröge.

• www.attendorn.de/seniorenrat

Anfragen gerne an: seniorenrat-attendorn@t-online.de

• Seniorenmesse: 25. August 2018 in der Stadthalle

• Alltags-Fitness-Test am 07.04.2018

in der Hallenbadturnhalle

Optik Niedergesäss

„Erzählen Sie uns von Ihren Wünschen, wir machen eine Brille daraus“

Im modern-gemütlichen Fachgeschäft Optik

Niedergesäss am Alten Markt in Attendorn

begrüßen den Kunden ausgewählte Designer-Kollektionen

und Brillenfassungen in allen

Preisbereichen.

Seit nun bereits 20 Jahren werden die Kunden

hier zu sämtlichen Themen rund um das „optimale

Sehen“ stilsicher und fachkundig beraten.

Ob Brillen, Sonnenbrillen, Kontaktlinsen oder

Spezialsehhilfen, bei Optik Niedergesäss gibt

es Experten für alle Bereiche.

Um stets trendige Modelle anzubieten, reisen die Expertinnen

von Optik Niedergesäss regelmäßig auf Messen. Erst

kürzlich ist Christiane Graf von der internationalen Messe

für Optik und Design, der opti in München, zurückgekehrt

und hat die neuen Frühjahrs- und Sommerkollektionen im

Gepäck. „Das ist immer ein spannendes Erlebnis. Bei der

Vielzahl von Ausstellern und Brillenfassungen geht jedem

Augenoptiker das Herz auf“, zieht Christiane Graf Bilanz.

Mittlerweile sind die neuen Modelle auch schon eingetroffen,

sodass die Kunden sich auf viele tolle Inspirationen

freuen dürfen.

Optik Niedergesäss bietet das Komplettangebot rund ums

perfekte Sehen in bester Lage in Attendorn. Dass man dabei

die Kunden in der Regel mit Namen kennt, ist für das engagierte

Team selbstverständlich.

SONNENBRILLE

Betriebsleiterin Christiane Graf und ihr gesamtes Team verbinden

gekonnt die modischen Aspekte des Augenoptikerhandwerks

mit bester Beratungsleistung und neuester Technologie.

„Dabei steht das Wohl des Kunden immer im

Vordergrund. Ein leckerer Kaffee und ein Stück Schokolade

gehören genauso dazu wie eine professionelle und

freundliche Beratung“, so Graf, die schon manch kniffligen

Fall lösen und so ihren Kunden neue Lebensqualität zurückgeben

konnte.

„Darüber hinaus ist uns eine große und breite Auswahl

natürlich besonders wichtig, denn eine Brille ist einerseits

eine Frage des optimalen Sehens, andererseits aber auch des

persönlichen Stils. Die Fassung kann ein modisches Statement

sein oder auf klassische Eleganz setzen – ganz wie sich

der Träger das wünscht“, so Graf.

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Abgebildete Brillen

modellähnlich.

Attendorn | Alter Markt 3

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erbert Knebels Affentheater

Jürgen B. Hausmann

Männer ohne Nerven“

„Wie jeht et? Et jeht!“

HANSE

2017

2017

15 09

WIRTSCHAFT BRAUCHTUM NATUR

3

6

2017

15

04

anse Beats No. 2

19

10

2017

Heimatliebe | Da ist was los ...

Beats

1. Attendorner Poetry Slam –

Road to NRW Slam

06

05

No.2

09

VERANSTALTUNGSTIPPS

20

04

Mark Gillespie‘s Kings of Floyd

A Tribute to Pink Floyd

05

11

© Anna-Lisa Konrad

2017

Völkerball

A Tribute to Rammstein

12

05

10

04

05

Hannes Wader live

„Macht’s gut!“

09

11

2017

Markus Maria Profitlich

„Schwer verrückt!“ – PREMIERE

16

05

Markus Krebs

„Permanent Panne“

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3. ATTENDORNER KULTURSOMMER

den guten alten Rock’n’Roll. Nunmehr mit einem

Plattenvertrag ausgestattet, startet „TIL“ 2018 bereits

die zweite große Deutschlandtournee. Das

Innenstadtfinale des Kultursommers bilden am

8. August 2018 die „Echoes of Swing“ am Mehrgenerationenplatz.

Die zwei Bläser, der Schlagzeuger

und der Pianist schöpfen ohne jede museale

Nostalgie aus dem Fundus des swingenden Jazz

von Getz bis Gershwin. Wer nach diesen vier

Veranstaltungen immer noch nicht genug hat,

kann mit dem neu kreierten Attendorner Kultursommer

„on Tour“ eine weitere Veranstaltung auf

An fünf Mittwochabenden in den Sommerferien werden fünf verschiedene

Künstler und Bands wieder für beste Unterhaltung sorgen. Art findet am Mittwoch, 15. August 2018, auf dem Dorfplatz in

den Dörfern im Stadtgebiet erleben. Die erste Veranstaltung dieser

Los geht es am 18. Juli 2018 auf dem Marktplatz. Die beliebte Neu-Listernohl mit dem Singer/Songwriter Norman Keil statt. Seit

Kölsche Kultband „Bläck Fööss“ aus der Domstadt kommt nach 2008 wirkt der im thüringischen Erfurt geborene Musiker und

Klein Colonia. Eine Woche später, am 25. Juli 2018, kommt der Producer als Gitarrist, Songschreiber und Ideengeber bei der „Fury

Bielefelder Comedian Ingo Oschmann mit seiner Live-Show In The Slaughterhouse“-Nachfolgeband „Wingenfelder“. Eine weitere

Änderung in der Konzeption des Kultursommers wird es im Vor-

„Wunderbar – Es ist ja so!“ auf die Burg Schnellenberg. Ohne Pause

nimmt der 3. Attendorner Kultursommer weiter Fahrt auf und präsentiert

am 1. August 2018 auf dem Klosterplatz die Sauerländer des Musikzuges Ennest sein und bei „TIL“ bildet die Musikschulband

programm geben. Bei den „Bläck Fööss“ wird das „Die Nachtschicht“

Nachwuchsband „TIL“. Dennis, Jona und Eniz haben sich nicht „Attakarma“ das Vorprogramm. Die Top-Acts beginnen jeweils um

trendgesteuert für Elektro oder Hip-Hop entschieden, sondern für 20.00 Uhr, und der Eintritt ist wie immer frei.

he Johnny Cash Show

2017

5

1

Manfred Mann‘s Earth Band

Lydia Benecke

Hansefrühstück

„Die Psychologie des Bösen“

resented by the Cashbags

18

05

artin Rütter

Freispruch!“ - Warm Up

„Remember the Time“

Michael Jackson Tribute Live Experience

TICKETS

ATTENDORN

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ATTENDORN

TICKETS

ATTENDORN

tickets.attendorn.de

tickets.attendorn.de

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08

06

NightWash live

„Im Licht der Berge“

Multivisionsvortrag mit Alexander Huber

22

11

Der Postillon - Live

08-09

06

Weinfest

Tickets erhältlich: Tourist-Information am Rathaus · Bürgerbüro Attendorn

Tickets Tickethotline erhältlich: 0180 / 60 50 Tourist-Information 400 (0,20 E/Minute Festnetz, am Rathaus • Bürgerbüro Attendorn • Tickethotline 0180 / 60 50 400

(0,20 max. €/Minute 0,60 E aus Festnetz, allen Mobilfunknetzen) max. 0,60 € aus allen Mobilfunknetzen) www.tickets.attendorn.de • an allen bekannten Vorverkaufsstellen

www.tickets.attendorn.de · an allen bekannten Vorverkaufsstellen

www.attendorn.de

2017

„Servus Peter“

Eine Hommage an Peter Alexander

09

12

2017

„God save the Queen“

Queen Revival Band

VIP-TICKET

STADTHALLE ATTENDORN

In der Stadthalle der Hansestadt Attendorn haben Besucher in diesem

Jahr die Möglichkeit, Live-Erlebnisse der besonderen Art zu

genießen. Ab sofort sind für ausgewählte Events VIP-Arrangements

erhältlich. So können die Gäste entspannt in den Abend starten und

ihr Auto auf dem reservierten Parkplatz abstellen. Jacken und Mäntel

lassen sie, ohne zu bezahlen, an der Garderobe. Als exklusives

Zusatzangebot gibt es die Möglichkeit, sich zwei Stunden vor Beginn

der Veranstaltungen im Stadthallenrestaurant „Lobby“ mit kulina-

rischen Leckerbissen am Buffet zu stärken. Getränke wie Wasser,

Softdrinks, Bier und Wein sind ebenfalls darin enthalten. Auch

während der Pause haben die Gäste Gelegenheit, von diesem

Angebot Gebrauch zu machen. Auf reservierten Sitzplätzen der ersten

Kategorie können die Zuschauer während der Vorstellungen das

Programm verfolgen. Bei einigen Events gehört sogar eine Führung

hinter den Kulissen der Stadthalle zum Live-Erlebnis dazu. In

Einzelfällen sind auch Treffen mit den Stars möglich. Zunächst wurden

diese VIP-Pakete für drei Events geschnürt. Zum Auftakt bietet

„ABBA GOLD –The Concert Show“ am 22. März 2018 dieses

Arrangement an. Auch für die Premiere von Markus Maria Profitlichs

neuem Programm „Schwer verrückt“ sind einige VIP-Karten im

Angebot. Und auch wenn das Ensemble der „Michael Jackson

Tribute Live Experience“ am 18. Mai 2018 mit der neuen Produktion

„Remember the Time“ ein Bühnenspektakel zu Ehren des King of

Pop liefert, können VIP-Gäste live dabei sein. Die VIP-Tickets sind

ab sofort an den örtlichen Vorverkaufsstellen im Bürgerbüro, in

der Tourist-Information am Rathaus und online unter www.tickets.

attendorn.de erhältlich.

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Heimatliebe | Da ist was los ...

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Planet Erde

Ausstellungsdauer:

08.07.2018–28.10.2018

© Gaby Gerster

Heimat ist da, wo du angekommen bist

Das Geheimnis meiner

Zufriedenhei t:

Brauche Buch=

Kaufe Buch

Brauche Weichspuler= ..

Kaufe Buch

Brauche nichts=

Kaufe Buch = =

Leonie Müller liest in Attendorn

Leonie Müllers Leben spielte sich zwischen ihrem Studienplatz in Tübingen,

ihrem Freund in Köln, ihrer Mutter in Berlin und ihrer Großmutter in Bielefeld

ab. 2015 wagte sie ein ungewöhnliches Experiment: Sie tauschte ihre Wohnung

gegen eine BahnCard 100 und lebte anderthalb Jahre im Zug.

Über ihre Erlebnisse hat sie ein Buch geschrieben: „Tausche Wohnung gegen

BahnCard“. Erscheinungstermin ist der 24. Mai.

Am 3. Juni liest sie auf Einladung des Vereins KULTURa e.V. zum ersten Mal

aus ihrem Buch. Eine Premiere also!

Leonie Müller ist immer schon viel durch die Welt gereist. Auch in Attendorn

war sie zur Zeit ihrer Kindheit und mit diesem Aufenthalt verbindet sie ein

nachhaltiges Erlebnis, über das sie sicher auf der Lesung berichten wird.

Die Frage „Was und wo ist eigentlich Heimat?“ hat sie sich oft gestellt. „Heimat

kann mehr als nur Zuhause sein“, sagt Leonie Müller. „Heimat ist, wenn du

irgendwo angekommen bist“.

Auf ihrer Lesung wird sie mehr erzählen – über Heimat und über die Eindrücke

und Erfahrungen, die sie auf Tausenden von Bahnkilometern gewonnen hat.

„Tausche Wohnung gegen BahnCard“ · Lesung mit Leonie Müller

So., 3. Juni 2018 · 16:00 Uhr · Hotel zur Post, Niederste Straße, Attendorn

Eintritt: 8,-/6,- Euro

08.07.2018 · 15.00 Uhr

Eröffnung der Ausstellung

„Planet Erde“

AUGUST 2018

Wechselausstellung: Planet Erde

12.08.2018 · 15.00 Uhr

Familienführung

Ein Streifzug durch die

Sonderausstellung

Die vielseitige Ausstellung führt den

Besucher durch Krisen und Katastrophen.

Sie nimmt ihn mit auf eine

Zeitreise durch die Erdgeschichte und

stellt typische Lebewesen der drei großen

Erdzeitalter vor. Sie vermittelt

einen Eindruck der Vielfalt und wie

Tiere ausgesehen haben, von denen

nur noch Versteinerungen erhalten

blieben. Dazu gehören u.a. Rekonstruktionen

von Flug- und Raubsauriern.

Ennester Str. 16 · 57439 Attendorn

Telefon: 02722/2838

hoffmann.buecher@t-online.de

www.buchhandlung-isabell-hoffmann.de

Kartenvorverkauf:

Buchhandlung Hoffmann, Ennester Str. 16, Attendorn, Tel.: 02722/2838

Bürgerbüro Attendorn im Rathaus, Tel.: 02722/64100 (+VVG)

Touristinformation Attendorn am Rathaus, Tel.: 02722/64140 (+VVG)

online: www.tickets.attendorn.de (+VVG)

www.kultura-attendorn.de

SÜDSAUERLANDMUSEUM ATTENDORN · Alter Markt 1 · 57439 Attendorn

Telefon: 0 27 22- 37 11 · Telefax: 0 27 22- 63 19 67

info@suedsauerlandmuseum.de · www.suedsauerlandmuseum.de

Öffnungszeiten: Di. – Fr. von 11.00 – 18.00 Uhr · Sa. 11.00 – 15.00 Uhr · So. 13.00 – 18.00 Uhr

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Heimatliebe | Da ist was los ...

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Olper Kultursommer

Kabarett & Konzert

Frühjahr bis Herbst

Donnerstags auf dem Marktplatz

Open-Air im August

Deutscher Mühlentag

Mehr als 25 Jahre nach der friedlichen Revolution der DDR sind heute bereits viele Erinnerungen an

die Zeiten des „real existierenden Sozialismus“ verblasst. Dennoch wirkt das Regime, das 40 Jahre

lang den östlichen Teil Deutschlands prägte, in vieler Hinsicht bis in die Gegenwart nach.

Diese Ausstellung lenkt den Blick auf entscheidende Aspekte

von Staat und Gesellschaft in der DDR, von ihrer Gründung

im Zeichen Stalins bis zu ihrem Ende 1989/90. Auch das

Alltagsleben in der DDR, die Nischen des privaten Glücks,

sind Gegenstand der Ausstellung.

Größere Themenbereiche sind Sowjetarmee, Staat und Partei,

Widerstand und Staatssicherheit, Grenze und Mauer sowie

Gesellschaft und Alltag.

im Museum Wendener Hütte

21.05.2018 · 11.00 Uhr

Eröffnung der Ausstellung „Die DDR“,

Schlaglichter auf Staat und Alltag

11–18.00 Uhr: Schmieden im Hammerwerk

15.00 Uhr: Hüttenführung mit Michael Thon

11.00–18.00 Uhr: Cafeteria

Museum Wendener Hütte · Hochofenstraße 6 · 57482 Wenden

Telefon: 0 27 61-814 01 o. 0 27 61-814 56 · Telefax: 0 27 61-94 50 34 01

info@wendener-huette.de · www.wendener-huette.de

Öffnungszeiten: Di. – So. von 15.00 – 18.00 Uhr und nach Vereinbarung

Sonntag | 15.04.2018 | 17.00 Uhr | Stadthalle Olpe

100 JAHRE LEONARD BERNSTEIN

Das Kokopelli-Quartett erinnert uns 2018 an einen

ganz besonderen Geburtstag: LEONARD BERNSTEIN

wäre 100 Jahre alt geworden. Freuen Sie sich auf seine

größten Hits, unter anderem aus dem Weltmusical

„WEST SIDE STORY“.

Normalpreis 15,00 € / Schüler & Studenten: 7,50 €

Donnerstag | 19.04.2018 | 20.00 Uhr | Stadthalle Olpe

BENEFIZKONZERT HEERESMUSIKKORPS KOBLENZ

Das musikalische Repertoire des Orchesters beinhaltet Kompositionen

klassischer Art bis hin zu zeitgenössischen Werken

sowie Bearbeitungen aus dem Bereich der modernen

Unterhaltungsmusik. Der Reinerlös des Konzerts

ist für den Verein Frauenwürde NRW e.V. bestimmt

(Beratungsstelle Mirjam, Olpe).

Normalpreis 12,00 € / Schüler & Studenten: 8,00 €

Freitag | 31.08.2018 | 20.00 Uhr | Stadthalle Olpe

AL AIN FREI - MACH DICH FREI Mit

seinem dritten Erfolgsprogramm „Mach Dich Frei“

meldet sich Alain Frei zurück! Der Gewinner zahlreicher

Comedypreise gehört zur neuen Stand-Up Generation

und ist der Senkrechtstarter der deutschen

Comedyszene. Bekannt wurde er vor allem durch

Rebell Comedy und die 1 Live „Generation Gag“.

Normalpreis 15,00 € / Schüler & Studenten: 12,00 €

Donnerstag | 06.09.2018 | 20.00 Uhr | Stadthalle Olpe

GÖTZ ALSMANN... IN ROM! Die musikalische Reise führt nach Italien,

in das Mutterland des mediterranen Schlagers.

Der bekannte Sound zwischen Swing, Exotica und

latein-amerikanischen Rhythmen, geht eine fruchtbare

Verbindung ein mit Klassikern von großartigen

italienischen Musikfreunden wie z.B. Fred Buscaglione.

Typisch italienisch? Typisch Alsmann!

Normalpreis 18,00 € / Schüler & Studenten: 12,00 €

Samstag | 10.11.2018 | 20.00 Uhr | Stadthalle Olpe

GÜNNA TRIFFT MIA: GÜNNA KNUST & L IOBA AL BUS

Bruno „Günna“ Knust und Lioba Albus (in ihrer Paraderolle

als „Mia Mittelkötter“) versetzen das Publikum

mit Witz, Improvisationstalent und deftigem Humor

garniert mit stechenden Spitzen gekonnt in Höchststimmung.

Die Sauerländer Kabarettistin trifft auf den

Donnerstag | 02.08.2018 | 19.00 Uhr | EINTRITT FREI!

DIE 3 L IKÖRE

3 SÄNGER, 3 FLIEGEN, 3 FREUNDE

Das sind die 3 Liköre! Elegant und stilsicher präsentieren

sie auf den Bühnen Swing-Klassiker, Crossover

-Hits und Songs ihrer Heimatstadt Köln. Mit einer

guten Portion Selbstironie und viel Charme wird der

Marktplatz in„Broadway-Feeling“ getaucht!

Donnerstag | 09.08.2018 | 19.00 Uhr | EINTRITT FREI!

80s AL IVE Das musikalische und optische

Spiegelbild der 1980er Jahre: Vielseitig, abwechslungsreich,

bunt und extrem. In kaum einem anderen

Jahrzehnt trafen so viele verschiedene musikalische

Richtungen aufeinander. 80s Alive hat sie alle zu

einer großen 80er Jahre Kultshow vereint.

Donnerstag | 16.08.2018 | 19.00 Uhr | EINTRITT FREI!

THE NATIVES „Musik für alle!“ - Das Hammerprogramm

quer durch die Rock- und Popgeschichte.

Bei dieser Covertruppe darf auch mal live mitgewünscht

werden, wozu man rocken, Feuerzeuge

anmachen oder einfach nur abtanzen will. Rock, Pop,

Hardrock und auch deutsche Musik - Spaß pur!

Donnerstag | 23.08.2018 | 19.00 Uhr | EINTRITT FREI!

KL ASSIK - DIE PL ATIN SCAL A

Die Platin Scala erhielt ihren Namen vom einzigen

deutschen Platin Stollen in dessen unmittelbarer

Nähe sie 1991 gegründet wurde. Die Musik der

großen Komponisten aus Klassik & Unterhaltung, aus

dem Bereich Oper, Operette, Lieder und Musical wird

auf höchstem Niveau interpretiert.

TICKET-SERVICE

Ticket Ticket

Rufen Sie uns einfach an unter 02761 - 830,

schicken Sie uns eine Email an kultur@olpe.de oder schauen

Sie online unter www.olpe.de, hier finden Sie im Veranstaltungskalender

die einzelnen Veranstaltungen detailliert

beschrieben und den Link zum Webshop

Kulturabteilung der

80

ehemaligen Stadionsprecher des BVB.

Normalpreis 18,00 € / Schüler & Studenten: 12,00 €

Kreisstadt Olpe

81


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Montag bis Samstag 11.00 – 21.30 Uhr

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Auflage: 7.500

Die nächste Ausgabe erscheint im August 2018

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