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onexmagazin

AUSGABE 8 AUGUST 2018

IM SPITAL

Regina Metzger & Nicole Marti

Die Ärztin und die Expertin für Intensivpflege

geben einen Einblick in ihre Arbeit im Spital

SRO in Langenthal.

IM GESPRÄCH

Die Geschäftsführer

vom SC Langenthal

und EHC Olten.

AUTO IM ABO

Wenn man sich nur

noch ums Benzin

kümmern muss.

VERGESSENE INSEL

Wer Mayotte besucht,

macht eine Reise in

die Zukunft.


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EDITORIAL / INHALT

Liebe Leserin,

lieber Leser

Gehören Sie auch zu jenen Menschen,

bei denen die Vorstellung an ein Spital

negativ behaftet ist? Zu jenen, die damit

Krankheit, Verletzung und Tod in Verbindung

bringen? Ich gebe es offen zu:

Auch ich konnte nicht anders. Ich sagte

mir, Spitäler seien nach Möglichkeit zu

meiden. Doch im Februar dieses Jahres

erwischte es mich. Ich verbrachte einige

Tage auf der Intensivstation des Spitals

in Langenthal. Seither ist meine Wahrnehmung

eine andere. Dies hat einen

ganz einfachen Grund: Es geht mir seither

bedeutend besser als vor dem Aufenthalt.

Mein Leben hat deutlich an

Qualität gewonnen.

Selbstverständlich ist es nach wie vor

mein Ziel, die Institution Spital möglichst

nicht in Anspruch nehmen zu

müssen. Aber die Assoziation ist eine

andere. Meine Gedanken verbinden das

Spital nicht mehr in erster Linie mit

Krankheit und Tod, sondern mit Rettung

und Heilung. Klar, in einem Spital wird

auch gestorben. Es gibt dort viel schweres

Leid. Aber es wird dort auch geboren.

Und es wird uns geholfen. Nach

meinem Aufenthalt in der Intensivstation

nahm es mich wunder, was diejenigen

erleben, die dort arbeiten und dafür

sorgen, dass wir wieder auf die Beine

kommen, wenn uns eine Krankheit oder

ein Unfall ereilt hat. Herausgekommen

ist ein spannendes Interview.

Viel Spass beim Lesen

Ihr Bruno Wüthrich

IMPRESSUM

Herausgeber: s’Positive AG,

St. Urbanstrasse 31, 4914 Roggwil

Tel. 062 929 24 25

info@spositive.ch

Redaktion: Bruno Wüthrich,

Klaus Zaugg

Geschäftsleitung:

Sebastian Wüthrich

Layout: tnt-graphics AG,

www.tnt-graphics.ch

Auflage: 75 000 Exemplare

Erscheinung: monatlich

Druck: Swissprinters AG,

4800 Zofingen

Versand: Die Post

22

4

4 INTENSIVE ARBEIT

Ärztin Regina Metzger und

Pflegeexpertin Nicole Marti

erzählen aus ihrem Arbeitsalltag

im Spital SRO in Langenthal.

14 SCHLIMMER KATER?

Ist es tatsächlich so, dass

die Folgen des Alkoholkonsums

schmerzhafter sind,

wenn man verschiedene

Getränkearten durcheinandertrinkt?

16 PARADIESISCH

Europa liegt im Indischen

Ozean. Zumindest gilt dies

für die Insel Mayotte, die

als Übersee-Departement

zu Frankreich gehört.

14

16

22 MOBILITÄT

Ein Auto im Abo nutzen,

statt es zu kaufen oder leasen:

Die junge Oberaargauer

Firma Carvolution bietet

eine neuartige Möglichkeit,

an ein Auto zu kommen.

28 RIVALEN

Gian Kämpf, Geschäftsführer

des SC Langenthal, und

Peter Rötheli, sein Konterpart

vom EHC Olten sprechen

im Doppel-Interview

über ihre Klubs und Eishockey

in der Schweiz.

38 DIE SEITE DER LESER

Leserbriefe und Veranstaltungen.

00 28

s’Positive 8 / 2018 3


INTERVIEW

Regina Metzger (l.)

und Nicole Marti

im Spital Region

Oberaargau (SRO).

4 s’Positive 8 / 2018


Es gibt Momente,

die sehr nahegehen

Waren Sie schon einmal auf einer Intensivstation eines

Spitals? Der Name ist Programm. Hier ist alles intensiv:

für PatientInnen, Angehörige, aber auch für die ÄrztInnen

und PflegerInnen.

TEXT: BRUNO WÜTHRICH; FOTOS: PIUS KOLLER

Wer sie noch nie in Anspruch

nehmen musste, kennt sie

höchstens aus Arzt- und Spitalserien

im Fernsehen. Ich

selbst war zu Beginn dieses Jahres fünf

Tage lang Patient auf der Intensivstation

im Spital SRO in Langenthal. Da hat es

mich gepackt. Ich will wissen, was da abläuft

und unterhalte mich deshalb mit Dr.

Regina Metzger, der ärztlichen Leiterin

und Nicole Marti, der pflegerischen Leiterin

der SRO AG (Spital Region Oberaargau).

Herausgekommen ist ein Gespräch

über Freuden und Leiden, Intensivmedizin,

Überwachung, Pflege, Genesung,

aber auch über das Sterben.

s’Positive: Wie kommt es, dass Sie auf

einer Intensivstation arbeiten?

Dr. Regina Metzger: Ärztinnen und

Ärzte erhalten nach dem Studium die

Möglichkeit, in verschiedenen Fachbereichen

zu arbeiten und diese besser

kennenzulernen. Während meiner Weiterbildung

faszinierte mich die Arbeit

auf der Intensivstation. Die Betreuung

schwerkranker Patientinnen und Patienten,

die technischen Geräte und das Umgehen

mit akut lebensbedrohlichen Situationen

wollte ich lernen. Beizutragen,

dass sich Patienten nach einem solchen

Zustand erholen und wieder selbständig

lebensfähig werden, faszinierte mich.

Deshalb wollte ich Fachärztin für Intensivmedizin

werden.

Nicole Marti: In einem vierwöchigen

Praktikum während meiner Grundausbildung

erhielt ich Einblick in die Intensivpflege.

Mich reizten die Pflege, der Umgang

mit technischen Geräten und das

Wissen der Pflegenden auf dieser Station.

In anderen Spezialbereichen, beispielsweise

auf dem Notfall, im Rettungsdienst

oder in der Anästhesie befindet sich ein

Patient oft nur wenige Stunden. Auf der

«Unsere Patienten werden

kontinuierlich überwacht.

Da sie kranker

sind als Patienten auf

der Bettenstation, benötigen

sie mehr Betreuung.»

DR. REGINA METZGER

Intensivstation kann ich eine andere Beziehung

zu den Patienten, aber auch zu

den Angehörigen aufbauen und erlebe

den Verlauf der Krankengeschichte mit.

Dieser kann positiv, aber auch negativ

sein. Es ist faszinierend zu erleben, wie

ein zuvor schwerkranker Patient auf eigenen

Beinen das Spital wieder verlassen

kann. Um auf einer Intensivstation arbeiten

zu können, absolviert eine Pflegefachperson

nach der Grundausbildung eine

zweijährige Weiterbildung in Intensivpflege.

Was unterscheidet eine Intensivstation

von einer normalen Pflegeabteilung?

Metzger: Unsere Patienten sind immer

am Monitor, das heisst, sie werden kontinuierlich

herz- und kreislaufüberwacht.

Da sie kranker sind als Patienten auf der

normalen Bettenstation, benötigen sie

auch viel mehr Betreuung. Bei uns betreut

eine Pflegeperson oft einen, selten

zwei Patienten. So können wir sofort reagieren,

wenn sich der Zustand eines Patienten

verschlechtert. Auf einer Intensivstation

ist jederzeit ein Arzt verfügbar.

Marti: Pflege und Betreuung der Patienten

ist intensiver als auf einer Bettenstation.

Nebst pflegerischen Tätigkeiten wie

waschen, Betten machen, lagern, essen,

trinken, mobilisieren etc. ist die Überwachung

ein wichtiger Bestandteil der Arbeit.

Es kommen diverse technische Geräte

zum Einsatz, z. B. ein Beatmungsgerät.

Diese Geräte können auf einer Bettenstation

nicht bedient werden. Ein weiterer

Unterschied besteht darin, dass auf einer

Intensivstation andere Medikamente verabreicht

werden können und höhere Dosierungen

zur Anwendung kommen.

s’Positive 8 / 2018 5


INTERVIEW

Auf der Intensivstation

werden

mitunter auch

die wartenden

Angehörigen der

Patienten

betreut.

ZUR PERSON

Dr. med. Regina Metzger

Regina Metzger ist im

Toggenburg geboren

und aufgewachsen.

Nach der Handelsmittelschule

arbeitete sie bei

einer PR-Agentur und

holte auf dem zweiten

Bildungsweg die Matura

nach und ergriff das

Medizinstudium. Dieses

schloss sie 2000 in Bern

Metzger: Wir haben oft Patienten, die ohne

unterstützende Geräte wie Beatmungsmaschinen

oder Nierenersatzgeräte vorübergehend

gar nicht lebensfähig sind.

Solche Zustände erfordern zusätzliche

Überwachung und Behandlungen und damit

auch mehr Personal.

Wer ist auf einer Intensivstation für

was zuständig? Wo hört die Zuständigkeit

des Arztes auf und wo beginnt die

Zuständigkeit des Pflegepersonals?

Marti: In vielen Bereichen ist die Abgrenzung

schwierig. Klar geregelt ist der pflegerische

Bereich, hier kann das Pflegepersonal

Entscheidungen selber treffen.

Therapien und die Medikamentenabgabe

bedürfen einer ärztlichen Verordnung.

Das Pflegepersonal darf nicht selbst entscheiden,

welche Geräte in Betrieb genommen

werden, auch beim Legen von

speziellen Kathetern braucht es häufig

einen Arzt oder die ärztliche Verordnung.

Metzger: Unser Pflegepersonal ist absolut

kompetent im Umgang mit all unseren

Geräten und kann viele Einstellungen

selbst vornehmen. Dennoch liegt die Endverantwortung

immer beim Arzt. Wichtig

ist, dass wir uns im Team stets gut absprechen

und am gleichen Strick ziehen.

Welche Art von Patienten betreuen

Sie?

Metzger: Wir betreuen ganz verschiedene

Krankheitsbilder. Sobald Organe zu

versagen drohen und vorübergehend unterstützt

werden müssen, sei es mit Medikamenten

oder mit einem Spezialgerät,

braucht es die Intensivmedizin. Dies kann

nach schweren Unfällen, grossen Operationen,

schweren Infektionen oder auch

schweren Komplikationen, die im Rahmen

einer komplexen Therapie entstanden

sind, der Fall sein.

Damit wird klar, weshalb eine Intensivstation

mehr Personal erfordert ...

Marti: Es gibt Vorgaben der Schweizerischen

Gesellschaft für Intensivmedizin.

ab. Während ihrer Spezialisierung

zur Fachärztin

Innere Medizin

und Intensivmedizin arbeitete

sie an verschiedenen

Spitälern im

Raum Zürich als Assistenzärztin.

Für beide

Spezialgebiete besitzt

sie den Facharzttitel der

FMH. Auf der Intensivstation

der Universitätsklinik

des Inselspitals

Bern ergänzte sie als

Oberärztin ihre Kenntnisse.

Seit Januar 2018

ist sie die ärztliche Leiterin

der interdisziplinären

Intensivstation an

der SRO AG. Sie wohnt

mit ihrem Partner in

Langenthal.

Die Intensivstation der SRO AG ist von

dieser Gesellschaft zertifiziert. Daraus

ergeben sich Stellenschlüssel, die es einzuhalten

gilt. Es ist klar geregelt, zu welcher

Tages- und Nachtzeit wie viele Ärzte

und Pflegefachpersonen vor Ort sein

müssen. Auf einer normalen Bettenstation

ist eine Pflegefachperson zusammen

mit einer Pflegehilfe für rund 25 Patienten

zuständig. Auf einer Intensivstation

ist diese Zuteilung vom Pflegeaufwand

und dem Schweregrad der Krankheit

oder Verletzung abhängig. Es kann vorkommen,

dass ein Patient zwei Pflegefachpersonen

für mehrere Stunden beschäftigt.

Von der SGI wird vorgeschrieben,

dass bei einem 6-Bettenbetrieb pro

Schicht im Minimum drei Pflegefachpersonen

und davon eine mit Zusatzausbildung

anwesend sein müssen.

Diese Richtlinien können eingehalten

werden?

Marti: Das müssen wir. Es wäre sonst

sehr schwierig, die Aufgaben zu erfüllen.

Ich stelle mir das schwierig vor. Was

passiert etwa, wenn nach einem grossen

Unfall mehrere neue Patienten

gleichzeitig eingeliefert werden?

Metzger: In solchen Fällen gibt es einen

Katastrophenplan mit einem Prozess, wie

das erforderliche Personal aufgeboten

wird. Wir arbeiten eng mit dem Notfalldienst

zusammen, damit Patienten, die

vom Notfall zu uns verlegt werden, zuvor

dort betreut und stabilisiert werden, bis

bei uns genügend Personal verfügbar ist.

Wird auch mit andern Spitälern zusammengearbeitet?

Metzger: Ja, das ist in einem solchen Fall

unbedingt notwendig.

6 s’Positive 8 / 2018


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INTERVIEW

Sie können also von anderen Spitälern

Personal anfordern?

Metzger: Nein, das nicht, aber wenn unsere

Kapazitäten erschöpft sind, fragen

wir jeweils die umliegenden Spitäler in

Olten, Solothurn oder Bern an, ob sie Patienten

von uns übernehmen können.

Umgekehrt helfen wir natürlich auch anderen

Spitälern, wenn diese an ihre Grenzen

stossen. Die Anzahl der Betten auf

den Intensivstationen sind ja begrenzt.

Welche Art Mensch muss man sein, um

auf einer Intensivstation arbeiten zu

können?

Marti: Man muss belastbar sein. Wir erleben

viel Schönes, aber haben eben auch

anderes zu bewältigen. Die Pflegenden

brauchen eine Strategie, um mit dem Erlebten

umgehen zu können. Neben dem

Fachwissen und dem Flair in der Bedienung

von technischen Geräten braucht es

Einfühlungsvermögen. Nicht nur für die

Patienten, sondern auch für die Angehörigen.

Je nach Situation benötigen die

Angehörigen fast mehr Betreuung als die

Patienten. Es braucht Flexibilität, wie

überall in der Pflege, und in hektischen

Situationen muss man den Überblick behalten

und rasch handeln können.

Metzger: Gleiches gilt auch bei den Ärzten.

Besonders in Situationen, die lebensbedrohlich

sind, ist es wichtig, dass Ruhe

bewahrt wird und das Team gut zusammenarbeitet.

Mit belastenden Situationen

muss man umgehen können und eine

Strategie haben, diese auch verarbeiten

zu können.

Modernste Gerätschaften im

Behandlungszimmer.

ZUR PERSON

Nicole Marti

Nicole Marti ist im Seeland geboren,

heute wohnt sie in Biberist.

Nach der Ausbildung zur Pflegefachperson

HF absolvierte sie die

Weiterbildung zur Expertin Intensivpflege

NDS HF am Bürgerspital

Solothurn. In den letzten 10 Jahren

war sie in leitenden Funktionen am

Bürgerspital Solothurn tätig. Seit

Februar 2018 ist sie Bereichsleiterin

Pflege der interdisziplinären Intensivstation

an der SRO AG.

Wer spricht mit den Angehörigen? Der

Arzt? Die Pflegerin? Oder sind sogar

Psychologen im Einsatz?

Metzger: Das macht in der Regel der Kaderarzt

mit seinem Assistenzarzt. Wenn

immer möglich, ist auch die zuständige

Pflegefachkraft dabei. Vor allem bei

schwerkranken Patienten ist es wichtig,

dass wir wiederholt und mitfühlend mit

den Angehörigen sprechen. Wenn die Situation

sehr belastend ist, können wir

auch einen Seelsorger oder einen Psychiater

beiziehen. Die Angehörigen erhalten

die Telefonnummer der Pflege, damit sie

sich jederzeit über den Zustand des Patienten

erkundigen können.

Marti: Bei Telefonanrufen von Angehörigen

ist meist die Pflege am Apparat. Wir

geben über die pflegerische Situation

Auskunft, wie beispielsweise die Nacht

verlaufen ist oder wie es dem Patienten

aktuell geht. Aber über Diagnosen dürfen

Pflegepersonen nur bedingt informieren.

Dies ist eine ärztliche Angelegenheit.

Gibt es unter den Angehörigen auch

Besserwisser?

Metzger: Bei uns sind Extremsituationen

an der Tagesordnung. Viele Angehörige

sind damit überfordert und hilflos. Sie

informieren sich heute auch im Internet

oder hören irgendwelche Therapiemöglichkeiten

von Bekannten. Kritische Fragen

gibt es daher immer wieder, aber das

hat nichts mit Besserwisserei zu tun. Es

ist ein Ausdruck der Sorgen und Ängste.

Wir versuchen immer, das Gespräch einfühlsam

und konstruktiv zu führen. Es

kann jedoch auch mal zu schwierigen Situationen

kommen. Glücklicherweise ist

es aber sehr selten, dass kein Vertrauensverhältnis

zustande kommt.

Sie erwähnten, dass Intensivpatienten

länger auf der Station verbleiben als

normale Patienten. Wachsen sie einem

deshalb ganz besonders ans Herz?

Marti: Das gibt es. Aber dies hängt nicht

mit der Liegedauer zusammen, sondern

eher mit der Intensität der Betreuung.

Man kann zu jemandem, der uns über

mehrere Monate beschäftigt, eine weniger

intensive Beziehung aufgebaut haben

als zu einem Patienten, der nur eine Woche

hier ist. Wenn uns ein Patient in Richtung

Rehabilitation verlässt, interessiert

uns, wie sein weiterer Weg verläuft. Es

kommt auch vor, dass uns ehemalige Patienten

besuchen. Das sind dann die schönen

Momente, in denen wir sehen, dass

sich unser Einsatz gelohnt hat.

Gibt es auch schwierige Patienten?

Marti: Auch die gibt es, teilweise über

Wochen oder Monate. Wir schauen jeweils

im Team, dass wir einander ablösen,

so dass nicht immer die gleiche Person

den Patienten betreuen muss. Eine Pflegeperson

kann auch mitteilen, wenn die

Tagesform nicht passt, um diesen Patienten

zu betreuen.

Es gibt ja auch weit belastendere Situationen

zu bewältigen. Auf Intensivstationen

wird auch gestorben. Oder Sie

müssen jemandem eröffnen, dass der

Tod nicht mehr abzuwenden ist oder

die Person gelähmt bleiben wird. Wie

gehen Sie in solchen Fällen vor?

Metzger: Das Führen von schwierigen

Gesprächen und die Eröffnung schlechter

Nachrichten werden in unserer Ausbildung

geschult. Wichtig ist, dass wir ehrlich

sind und den Betroffenen und Angehörigen

nichts vormachen. Es versteht

8 s’Positive 8 / 2018


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Montag

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Ruhetag


INTERVIEW

sich von selbst, dass es auch für uns

schwierig ist, solche Mitteilungen zu

überbringen. Diese Situationen sind für

beide Seiten äusserst belastend, und dennoch

müssen wir uns dabei professionell

verhalten. Es gibt Momente, die uns sehr

nahegehen. Aber das gehört zum Beruf

des Intensivmediziners.

Die Konstellation ist ja nach der Eröffnung,

dass jemand sterben wird, nicht

mehr die gleiche wie zuvor. Inwieweit

verändert sich Aufgabe und Befindlichkeit

für die Pflegefachpersonen?

Marti: Wir lernen mit solchen Situationen

umzugehen. Diese Herausforderung

gehört zur Grundausbildung einer Pflegefachperson.

Für den Patienten und/

oder die Angehörigen kommt häufig die

Eröffnung dieser Tatsache überraschender

als auf einer normalen Station. Einer

Pflegefachperson helfen die Berufs- und

Lebenserfahrung. Jüngere Berufsleute

haben damit oft noch mehr Mühe. Wir

sprechen untereinander darüber, oft auch

mit den Ärzten. Auch haben wir die Möglichkeit,

uns mit einem Seelsorger, Psychologen

oder Psychiater zu unterhalten.

Jede Person muss ihre eigene Strategie

zur Bewältigung entwickeln.

Wie ist Ihre Strategie?

Marti: Ich mache regelmässig Yoga und

Fitness. Das hilft mir und ist weder von

der Jahreszeit noch vom Wetter abhängig.

Ich bin regelmässig in der Natur, aber

auch Fernsehschauen, lesen oder mit Kollegen

«eis ga zie» helfen. Es braucht auch

mal etwas anderes als nur Spital.

Metzger: Sport ist allgemein sehr gut

zum Abschalten. Für mich sind es die Marathonläufe.

Sie laufen 42 Kilometer, um den Kopf

zu lüften?

«Das Schöne an meinem

Beruf ist es, dass wir immer

wieder Menschen

über eine akut lebensbedrohliche

Situation

hinweghelfen können.»

DR. REGINA METZGER

Metzger: Ja, das hilft sehr. Hier wird die

Ausdauer auf einer anderen Ebene trainiert

als im Spital. Wenn ich trainiere und

so vor mich hin trabe, kommen mir oft die

besten Ideen, wie ich ein Projekt realisieren

oder vorwärtsbringen kann.

Erhielten Sie schon mal während eines

Marathonlaufs einen Anruf aus dem

Spital?

Metzger: Nein, da nehme ich mir jeweils

frei. Bis jetzt habe ich alle Marathonläufe

im Ausland gemacht.

Wo sind Sie schon Marathon gelaufen?

Metzger: Ich lief bisher neun Marathons.

Darunter die sechs grössten Städtemarathons,

die sogenannten «Six World Marathon

Majors». Diese finden in Boston,

New York, Chicago, Berlin, Tokyo und

London statt.

Wann kamen Sie in Ihren Berufen letztmals

an Ihre persönlichen Grenzen?

Metzger: Ich habe die Abteilung erst zu

Beginn dieses Jahres übernommen. Wenn

man eine Intensivstation neu übernimmt,

verlangt die Schweizerische Gesellschaft

für Intensivmedizin eine Re-Zertifizierung.

In meinem Fall musste ich dazu

sämtliche Unterlagen wie z. B. die Baupläne

der neuen Intensivstation, die Organisations-

und Stellenpläne, Reglemente,

Fachschemen etc. innerhalb von nur

drei Monaten einreichen. Zudem war die

Funktion als Leiterin der Station für mich

noch ganz neu. Dies war eine äusserst intensive

Zeit und ich war überaus erleichtert,

als wir Ende März termingerecht

sämtliche Unterlagen eingereicht hatten.

Marti: Auch ich bin neu in meiner Aufgabe.

Ich übernahm die Leitung der Pflege

Anfang Februar dieses Jahres, im Laufe

des vorhergehenden Monats wurden die

neuen Räumlichkeiten bezogen. Wie immer,

wenn ein Umzug stattfindet, findet

man gewisse Dinge nicht mehr, und alles

muss sich neu einspielen. Da ich neu in

Langenthal war, kannte ich mein Team

noch nicht. Die angesprochene Re-Zertifizierung

und der damit verbundene zusätzliche

Druck betrafen mich ebenfalls.

Alles in allem war dies eine intensive Zeit.

Ihre Station hat also neue Räumlichkeiten.

Sozusagen eine neue Heimat.

Wo liegt der Unterschied zu früher?

Metzger: Alle Behandlungszimmer sind

mit den medizinisch modernsten Gerätschaften

ausgerüstet. Die ganze Abteilung

ist viel grosszügiger und wir haben

mehr Platz. Jeder Patient kann heute in

einem Einzelzimmer behandelt werden.

Dies ist sowohl für die Patienten wie auch

für uns von Vorteil. Wir können eine bessere

Betreuung gewährleisten, was jedoch

– und dies muss man sich bewusst

sein – mit mehr Arbeit verbunden ist. Wir

sind nach wie vor daran, die Abläufe zu

optimieren. Durch die grössere Station,

die entferntere Lage zum Notfall, Operationstrakt

und Röntgenabteilung sind

unsere Wege aber auch weiter geworden.

In der Wirtschaft läuft es normalerweise

genau andersrum. Wenn man in der

Wirtschaft neue Räumlichkeiten bezieht,

erfolgt dies in der Regel auch aus

dem Grund, Rationalisierungseffekte

zu erzielen, Abläufe zu straffen, je

nach dem wird sogar Personal eingespart.

Dass man durch einen Umzug

zusätzliche Kilometer absolviert und

mehr Arbeit hat, ist eher unüblich. Wo

liegen da die Gründe?

Metzger: Wir haben genaue Vorgaben zu

erfüllen, die eine zertifizierte Intensivstation

erfüllen muss. Uns wird ganz klar

vorgeschrieben, wie gross unsere Räumlichkeiten

sein müssen und wie sie ausgerüstet

sein müssen. Baulich waren diese

Vorgaben in der alten Intensivstation

nicht mehr realisierbar. Der Ausbau des

medizinischen Standards war unumgänglich,

auch wenn dieser teilweise mit

einem Mehraufwand verbunden ist.

10 s’Positive 8 / 2018


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INTERVIEW

Was kann man in den neuen Räumlichkeiten,

was man in den alten nicht

konnte?

Marti: Sowohl medizinisch wie auch

pflegerisch gibt es keine Unterschiede.

Doch die Platzverhältnisse waren prekär.

Man kam zuweilen fast nicht aneinander

vorbei. Wir haben heute bezüglich Patientenüberwachung

ganz andere Möglichkeiten.

Die Abteilung ist nicht mehr

derart verwinkelt wie früher, zudem erfolgt

die Überwachung per Kamera. So

habe ich die Patienten besser im Blick und

kann demnach schneller reagieren.

Metzger: Zudem haben wir in den neuen

Räumlichkeiten viel bessere Lichtverhältnisse,

was auch für unsere Patienten positiv

ist. Viele sind bekanntlich verwirrt

oder sogar im Delirium. Da ist es wichtig,

den Tag-Nacht-Rhythmus mitzuerleben,

Stichwort Tageslicht. Es ist hier viel ruhiger

und angenehmer als zuvor. Dies fördert

die Genesung. Auch unter hygienischen

Gesichtspunkten war der Neubau

zwingend.

Merken die Patienten, wer da sonst

noch auf der Intensivstation liegt?

Metzger: Nein. Die Privatsphäre ist hier

zu 100 % gewährleistet. Auch dies ist ein

wichtiger Punkt.

Wir haben es bereits angesprochen. Es

wird auch gestorben auf Ihrer Abteilung.

Und es müssen Entscheide in diese

Richtung gefällt werden. Irgendjemand

muss entscheiden. Wie ist da die

Vorgehensweise? Nach welchen Kriterien?

Wer ist in diesen Prozess involviert?

Und welche Entscheide werden

letztendlich gefällt?

Metzger: Für uns ist der Wille des Patienten

absolut wichtig. Manchmal existiert

eine Patientenverfügung oder der Patient

kann sich noch selbst mitteilen. Andernfalls

versuchen wir über die Angehörigen

herauszufinden, welche Entscheidung

der Patient treffen würde, wenn er sich

noch äussern und selber entscheiden

könnte. Falls die Situation aussichtslos ist,

versuchen wir die Angehörigen darüber

aufzuklären, was medizinisch noch sinnvoll

ist und was nicht. Der letzte Entscheid

liegt dann aber beim Arzt.

Wenn man die Therapie abbricht und

den Patienten gehen lässt: Wie handhabt

man danach diese Situation?

Dann ist ja klar, dass dieser Patient in

den nächsten Stunden oder Tagen sterben

wird. Ist dies nicht sehr belastend

für die Personen, die mit ihm zu tun

haben?

Marti: Für mich ist es danach oft einfacher.

Der Entscheid ist gefällt und man

kann den Patienten gehen lassen. Der

Kampf um sein Leben ist vorbei und wir

können dafür sorgen, dass der Sterbende

«Wir haben eine der

modernsten Intensivstationen

schweizweit.

Hochtechnische Medizin

wie die Zentrumsspitäler

bieten wir aber nicht

an. » NICOLE MARTI

so friedlich wie möglich gehen kann. Dazu

gehört es, den Angehörigen die Möglichkeit

zu bieten, Abschied zu nehmen,

dass sie dabei sein können – sofern sie

dies wollen und es zeitlich möglich ist.

Nach Abbruch der Therapie kann es

schnell gehen, oder auch noch mehrere

Tage dauern, bis der Tod eintritt. Dies

hängt nicht zuletzt auch vom Patienten

selbst ab. Oft staunt man, was im ersten

Moment passiert, wenn die Geräte abgestellt

werden.

Es kommt also noch Gegenwehr von

den Patienten?

Metzger: Nicht Gegenwehr, aber der Prozess

kann durchaus auch länger dauern

als von uns erwartet. Dann ist es beispielsweise

besonders wichtig, dass wir

sicherstellen, dass der Patient nicht leidet.

Er soll keine Schmerzen, keine Atemnot

und auch keine Angst in dieser Phase

haben. Das ist jeweils auch für die Angehörigen

sehr hilfreich.

Wie ist es, wenn Sie einen jüngeren Patienten

gehen lassen müssen?

Metzger: Das kommt zum Glück nur ganz

selten vor. Wir können im Spital SRO in

Langenthal nicht das ganze Spektrum der

heutigen Intensivmedizin anbieten. Wir

haben hier beispielsweise keine Herz-

Lungenmaschine. Wenn sich eine solche

Situation bei uns abzeichnet, treten wir

gerade bei jungen Patienten bereits frühzeitig

mit dem Zentrumsspital in Kontakt.

Wenn dort eine geeignete Therapie zur

Verfügung steht, verlegen wir diese Patienten.

Das Personal auf den Intensivstationen

ist knapp. Wie würden Sie einer interessierten

Person die Aufgabe schmackhaft

machen?

Marti: Wir haben aktuell eine der modernsten

Intensivstationen schweizweit.

Wir bieten zwar nicht die hochtechnische

Medizin an wie in den Zentrumsspitälern,

dafür ist es hier ländlich und etwas

weniger hektisch. Es kommt auf die individuellen

Interessen der Person an. Bei

uns in Langenthal ist Teilzeitarbeit gut

möglich, und auch Pflegefachpersonen

ohne Weiterbildung in Intensivpflege

werden beschäftigt.

Was ist für Sie das Schöne an Ihrem

Beruf?

Marti: Zu erleben, welchen Weg ein Patient

geht, ihn dabei zu unterstützen, in

welche Richtung auch immer.

Metzger: Zu erleben, dass wir hier immer

wieder Menschen über eine akut lebensbedrohliche

Situation hinweghelfen können

und diese zu ihren Angehörigen zurückkehren

können.

12 s’Positive 8 / 2018


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WUSSTEN SIE SCHON

WUSSTEN

SIE SCHON?

WIE WIRD ES GEMACHT?

So wird Stahl rostfrei

Stahl ist einer der vielseitigsten Konstruktionswerkstoffe

und ist unbegrenzt

rezyklierbar. Im Register europäischer

Stähle sind über 2400 Stahlsorten aufgelistet.

Doch der eisenhaltige Werkstoff

verrostet, weil er an der Oberfläche mit

dem Sauerstoff der Luft reagiert. Damit

Stahl weitgehend immun gegen Rost ist,

darf er höchstens über einen Kohlen-

stoffgehalt von 1,2 Prozent verfügen.

Dafür müssen ihm mindestens 10,5 Prozent

Chrom beigemengt werden. Chrom

bildet auf der Stahloberfläche eine

Chrom oxidschicht aus, die als unsichtbarer

Schutz wirkt und den Stahl vor der

Luft abschirmt. Unter Umständen kann

dieser Schutz aber noch nicht ausreichend

sein, zum Beispiel, wenn Chlor im

1

Spiel ist. In solchen Fällen werden weitere

Elemente wie Nickel, Molybdän, Mangan

und Niob zur Mischung hinzugefügt,

die ebenfalls Schutzschichten bilden.

Einen dauerhaft sicheren Schutz gibt es

jedoch nicht, denn mit der Zeit beginnt

die Oxydschicht durchlässig zu werden.

Selbst der beste rostfreie Stahl bekommt

irgendwann braune Stellen.

14 s’Positive 8 / 2018


AUF DEN PUNKT GEBRACHT

So ist die UNO organisiert

Sie stehen für die Sicherung des Weltfriedens,

die Einhaltung des Völkerrechts,

den Schutz der Menschenrechte und humanitäre

Hilfe. Doch wie ist die Organisation

der Vereinten Nationen organisiert?

Geleitet wird sie von einem Generalsekretär.

Seit dem 1. Januar 2017 ist

dies Antonio Guterres. Das Sekretariat ist

das Verwaltungsorgan mit etwa 40 000

Mitarbeitenden. Das sind etwas mehr als

drei Mal so viel, wie der Kanton Bern beschäftigt.

Der Hauptsitz ist in New York.

Aussenstellen gibt es in Genf, Wien und

Nairobi.

Neben dem Sekretariat gibt es vier

weitere Hauptorgane: Die Generalversammlung

ist das Plenum, in dem der

Etat verabschiedet wird. Jeder Mitgliedstaat

hat hier eine Stimme. Der Sicherheitsrat

ist das mächtigste Hauptorgan.

Er besteht aus fünf ständigen und zehn

temporären Mitgliedern und beschliesst

über Sanktionen und Friedensmissionen

der «Blauhelme». Die fünf ständigen Mitglieder

sind die USA, Russland, China,

Frankreich und Grossbritannien. Die temporären

Mitglieder werden vom Plenum

jeweils für zwei Jahre gewählt. Weitere

Hauptorgane sind der Internationale Gerichtshof

in Den Haag, der über Rechtsstreitigkeiten

zwischen den Staaten urteilt,

und der Wirtschafts- und Sozialrat,

2

der für die Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem

und sozialem Gebiet zuständig

ist. Eine Stufe tiefer rangieren die sogenannten

Nebenorgane, wie zum Beispiel

das Kinderhilfswerk Unicef und das

Flüchtlingshilfswerk sowie eine Reihe

von Sonderorganisationen wie die Weltgesundheitsorganisation

WHO und die

Unesco, die Organisation für Erziehung,

Wissenschaft und Kultur.

FOTOS: SHUTTERSTOCK.COM/MARIAN WEYO/ZHAO JIAN KANG/DROP OF LIGHT

Simmt diese Behauptung?

Man soll nicht

durcheinandertrinken

Wer nicht nacheinander unterschiedliche

Alkoholika trinke, halte die Folgen

von Alkohol geringer, heisst eine der vielen

Weisheiten rund ums Trinken. Doch

einen wissenschaftlichen Beleg hierfür

gibt es nicht. Denn der Promillewert und

die Wirkung hängen nicht vom Mix ab,

sondern von der konsumierten Menge

reinen Alkohols. Je mehr also davon getrunken

wird, desto stärker sind die Folgen.

Der Leber, die das im Alkohol enthaltene

Ethanol abbauen muss, ist es

völlig egal, aus welchen Drinks der Stoff

in den Körper gelangte. Doch ganz ohne

ist das Durcheinandertrinken trotzdem

nicht. Bleibt man nämlich den ganzen

Abend beim gleichen Getränk, wird es

für die Geschmacksnerven langweilig,

weswegen tendenziell langsamer und

weniger getrunken wird. Immer wieder

neue Getränke sorgen für neue Reize

und bereiten Lust auf mehr.

3

s’Positive 8 / 2018 15


REISEBERICHT

Reise mit

Einblick

in das Europa

von 2090

Mayotte, die entfernteste

Ecke der EU ist ein vergessenes,

zerrissenes Paradies. Aber

wir können, wenn wir denn

wollen, hier auch eine Antwort

auf die Frage finden, wie Europa

2090 aussehen könnte.

TEXT: KLAUS ZAUGG; FOTOS: WANDA FRISCHKNECHT

Es gibt sie doch, die Zeitmaschine.

Ich habe sie gefunden. Auf der Insel

Mayotte. Das 101. Departement

Frankreichs. Am Ende der

Welt. Zehn Flugstunden südöstlich von

Paris. Am nördlichen Rand der Strasse

von Mosambik im Indischen Ozean zwischen

der Nordspitze von Madagaskar

und dem afrikanischen Festland.

Zuerst geht die Reise zurück zum Anbeginn

der Zeiten. Genau so muss es am

Abend des 5. Schöpfungstages in Europa

gewesen sein. Als Gott die Vögel und die

Tiere des Wassers erschaffen hatte und

sah, dass es gut war. Fahler Mondschein.

Ein urweltliches Geschöpf kriecht aus

dem Wasser und hinterlässt im Sand eine

Spur wie ein Panzerfahrzeug. Und dann

noch eines. Es sind Meeresschildkröten,

die ihre Eier im Sand vergraben werden.

Am Tag kommen die freundlichen

Geistertiere. Die Maki und Lemuren. Sie

sind heilig. Weil in ihnen die Seelen jener

weiterleben, die keine ewige Ruhe finden

können. Die Maki sind nicht frech wie

Affen. Sie bleiben höflich im Türrahmen

unseres Bungalows stehen, fragen in

einer gurrenden Sprache, die an Aliens

gemahnt, ob der Herr daran gedacht hat,

wiederum verbotenerweise vom Frühstück

eine Banane mitzubringen. Er hat.

Und ein riesiger Flughund hängt kopfunter

im Geäst des Baumes, blinzelt schlau

als wolle er sagen: Na, hat der Herr heute

Morgen seine Yoga-Übungen auch schon

gemacht?

DIE FREMDENLEGION SINGT

Der tiefe Süden von Mayotte ist ein Paradies.

Vom Tourismus praktisch unberührt.

Mit nur einem wirklich guten Hotel: Dem

«Jardin Maoré» am Strand von Ngouja bei

16 s’Positive 8 / 2018


Der Strand von

Ngouja – einer der

100 Plätze der

Erde, die man,

gesehen haben

sollte.

MAYOTTE

Mozambique

Madagskar

AFRIKA

Kani Keli. Ein Garten Eden unter Palmen

direkt am Strand einer der grössten von

einem Korallenriff begrenzten Lagunen

der Erde. Einer jener 100 Orte, die man im

Leben gesehen haben sollte.

Die Reise geht aber auch weit hinein in

die kommenden Jahre. Der Ausflug in die

Zukunft beginnt hier im Garten Eden des

Südens. 29 Mann der Fremdenlegion

kommen zur Erholung in den «Jardin Maoré».

Sie lagern in Zelten unter Palmen

hinter der Hotelanlage. Zum Essen rücken

sie ins Restaurant ein. Bald ist es mit

der himmlischen Ruhe vorbei. Kilometerweit

hallen raue Soldatenlieder aufs Meer

hinaus. Meine Freundin, sie ist wirklich

taff, geht zum Tisch hinüber und mahnt

energisch zivilisatorisches Benehmen an.

Augenblicklich wird es still. Zehn Minuten

später steht Eric, der Kommandant an

unserem Tisch. Mit einer Flasche edelstem

Wein. Er setzt sich zu uns, entschuldigt

sich höflich und flüstert verschwörerisch:

«Welch ein Glück Monsieur, dass

nicht Sie reklamiert haben. Sie würden

sich jetzt gefesselt und geknebelt in

einem Boot weit, weit draussen in der Lagune

wiederfinden.»

Der Abend endet in einem Trinkgelage

mit den Fremdenlegionären. An der Hotelbar.

Der Barkeeper ist längst geflüchtet.

Aber Kommandant Eric achtet darauf,

dass alles korrekt abgerechnet wird. Wir

singen zur Soundanlage melancholische

Lieder von Elvis Presley oder Joe Dassin,

spendieren auch eine Runde und tauchen

ein in eine Welt, so bizarr wie Hollywood.

Die Männer erzählen von der Magie einer

Kameradschaft, von der sie nie mehr loskommen.

Weil sie im richtigen Leben

nicht existiert. Diese absolute Verlässlichkeit

in Todesgefahr. In Afghanistan. In

s’Positive 8 / 2018 17


REISEBERICHT

Lieber vier Frauen als nur eine oder

keine – die Vielehe gehört zur Kultur

Die Maki haben keine Angst vor Menschen

und Chronisten.

Mali. An der Elfenbeinküste. Sie kommen

aus der Ukraine, Nepal, Ungarn, Südafrika,

der Mongolei, China und Frankreich.

Jeder bekommt den französischen Pass

und zweitens eine komplett neue Identität.

Wer gesündigt hat und es schafft, in

die Fremdenlegion aufgenommen zu

werden, ist fortan vor Verfolgung sicher.

Über ihre militärischen Vorbilder und politischen

Überzeugungen legen wir den

Mantel des Schweigens.

ZUSATZINFOS

Mayotte und die Komoren

Frankreich besetzte

1841 Mayotte und 1886

die restlichen drei Inseln

der Komoren. 1958

entschieden sich bei einer

Volksabstimmung

alle vier Inseln zum

Verbleib bei Frankreich.

Entkolonialisierung befeuerte

jedoch die Bestrebungen

nach Unabhängigkeit.

1974 stimmten 95 Prozent

der Bewohner der

vier Inseln für die Unabhängigkeit

– aber auf

May otte hatten 63 Prozent

für einen Verbleib

mit Frankreich votiert.

Aus den drei Inseln

Grande Comore, Anjouan

und Moheli ist nach

dieser Abstimmung am

6. Juli 1975 die «Union

der Komoren», ein unabhängiger

Staat in

Form einer Islamischen

Bundesrepublik entstanden,

der seither

vergeblich versucht,

auch Mayotte zu übernehmen

und schon von

gut und gerne 20 Militärputschs

erschüttert

worden ist. Die Bewohner

von Mayotte (Fläche

374 Quadratkilometer

– ein bisschen grösser

als der Kanton Zug)

wollen sich lieber vom

8000 Kilometer weit

entfernten Paris regieren

lassen als von ihren

Brüdern und Schwestern

von den anderen

Inseln. Sie haben später

in einer weiteren Abstimmung

erneut den

Wunsch nach der Zugehörigkeit

zu Frankreich

bekräftigt.

Arme Nachbarn

Mit gutem Grund: Während

Mayotte als ein

Teil Frankreichs und seit

2014 auch der EU die

Segnungen des Sozial-,

Item, als die letzten Schildkröten wieder

ins Meer zurückgekehrt sind, so gegen

03.00 Uhr, verabschieden wir uns. Feierabend

an der Bar war offiziell 23.00 Uhr.

Ich hatte Eric gefragt, was die Fremdenlegion

in diesem Paradies zu schaffen

habe. Es kann ja wohl nicht sein, dass seine

Männer zur Erholung an dieses schöne

Ende der Welt geflogen werden. Es muss

sich um einen Einsatz handeln. Er raunt

knurrig «les immigrants».

Bildungs-, Verwaltungsund

Gesundheitssystems

nach europäischem

Muster samt

Euro als Zahlungsmittel

schätzen gelernt hat,

gehören die drei anderen

Inseln, mit ihrem

strengen sunnitischen

Islam als Staatsreligion

heute nach den Standards

der UNO zu den

am wenigsten entwickelten

und ärmsten

Ländern der Welt. Fast

die Hälfte der Kinder

stirbt vor dem 4. Lebensjahr,

beinahe 90

Prozent der Einwohner

leiden an Malaria und

es kommt nach wie vor

zu Lepra-Erkrankungen.

Die Lebenserwartung

liegt bei Männern und

Frauen unter 70 Jahren.

Grössere Gegensätze als

zwischen den Komoren

und Mayotte sind fast

nicht mehr vorstellbar.

Ich bin kein Zyniker und rapportiere nur,

was ich sehe und was man mir erzählt.

Man zeihe mich also nicht der politischen

Unkorrektheit. Im Jahre 1974 stimmen

die Bewohner der vier Komoren-Inseln

über den Verbleib bei der Kolonialmacht

Frankreich oder die Selbständigkeit ab.

Drei votieren für die Unabhängigkeit und

bilden heute die Union der Komoren. Nur

Mayotte bleibt bei Frankreich, bekräftigt

später in einer weiteren Abstimmung

noch einmal den Willen, zu Frankreich zu

gehören und ist deshalb heute das 101.

Departement Galliens und seit dem 1. Januar

2014 als OMR («Outermost Region»)

ein Teil der EU.

DIE SEGNUNGEN DES MUTTERLANDES

Mayotte profitiert reichlich von den Segnungen

des «Mutterlandes». Die anderen

Inseln sind in Armut versunken. Wer

kann, entflieht dem Elend und versucht

ins gelobte Land nach Mayotte zu gelangen.

Am Strand treffe ich einen Arzt aus

Paris. Er ist mit seiner Familie hier und

erzählt, er komme jeweils für zwei Monate

im Sommer hierher um in der Geburtenabteilung

des Spitals in der Hauptstadt

Mamoudzou zu arbeiten. «Weil

Kinder, die hier geboren werden, automatisch

die französische Staatsbürgerschaft

bekommen, setzen die Frauen von den

anderen Inseln alles daran, zu uns zu

kommen.» Eine Überfahrt – die nächstgelegene

der drei Komoreninseln ist weniger

als 50 Kilometer entfernt – sei für den

Gegenwert einer Ziege zu organisieren.

Und wenn das Kind einmal zur Welt gekommen

sei, könne gleich der Antrag für

Familiennachzug gestellt werden.

MATRIARCHAT AUF MAYOTTE

Die illegale Immigration ist auf May otte

offenbar ein zentrales Problem. Ein Drittel

der Einwohner seien «sans papiers».

18 s’Positive 8 / 2018


Montag

& Dienstag

Ruhetag

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PREISE

bis 19.00 Uhr: CHF. 7.–

ab 19.00 Uhr: CHF. 9.–

bis 16 Jahre: CHF. 6.–

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einmalig: CHF 2.–

ÖFFNUNGSZEITEN

Februar bis Oktober:

Mi & Do: 14.00–23.00 Uhr

Freitag: 14.00–24.00 Uhr

Samstag: 14:00–24.00 Uhr

Sonntag: 10.00–20.00 Uhr

November bis Januar:

Mi & Do: 14.00–23.00 Uhr

Freitag: 14.00–02.00 Uhr

Samstag: 14.00–02.00 Uhr

Sonntag: 10.00–20.00 Uhr

Bowlingcenter AG Langenthal | Lotzwilstrasse 66 | 4900 Langenthal | Tel. Bowlingreservation 062 919 01 14

Tel. Eventanfrage 062 919 01 15 | events@gastro-elemaent.ch | www.bowling-langenthal.ch


REISEBERICHT

Und es werden immer mehr. Tatsächlich

wird die Fremdenlegion eingesetzt, um

regelmässig die Insel nach ungebetenen

Gästen zu durchkämmen und sie auf die

Nachbarinseln zurückzubringen. Wie das

geht, kann oder mag partout niemand erzählen.

Eric, der Kommandant der Fremdenlegionäre

hatte mir anvertraut, die

Polizei könne das nicht machen, die wäre

nicht taff genug und überfordert. Im März

ist bei einer solchen Aktion tatsächlich ein

Fremdenlegionär ums Leben gekommen.

Frankreichs Elite-Truppen gegen Immigranten.

Ist das das Europa von 2090?

Die dominierende Religion auf Mayotte

ist ein folkloristischer Islam, gewürzt

mit Tanz, Fröhlichkeit, Wein und viel Erotik.

Zwar gilt für Recht und Gesetz der

«Code civil». Wie in Frankreich. Aber im

Alltag wird nach altem Brauch gefuhrwerkt.

Das Matriarchat (= Herrschaft der

Frau) ist die traditionelle hiesige Gesellschaftsform.

Die Frau gebietet über den

Familienbesitz. Vererbt wird von der Mutter

auf die Tochter. Weil die Frau den

Mann einfach vom Hof jagen kann, wird

die Polygamie (= Vielehe) praktiziert. Damit

der Mann im Krisenfall stets irgendwo

ein Dach über dem Kopf hat, heiratet er

mehrere Frauen. Offiziell kann er aber

nur eine heiraten und so sind die vielen

nach EU-Recht unehelichen Kinder ein

Problem geworden.

Die Behörden haben grosse Sorgen.

Die Kriminalität rund um die Hauptstadt

Mamoudzou (hier leben 60 000 der etwas

Die Frau gebietet über

den Familienbesitz, den

sie der Tochter vererbt.

Der Mann kann jederzeit

vom Hof gejagt werden.

mehr als 200 000 Einwohner) nehme zu.

Vieles, was nicht niet- und nagelfest ist,

manchmal sogar Motorroller und Autos,

werde zu den anderen Komoreninseln

abtransportiert. Der Druck durch die illegale

Einwanderung provoziert ein politisches

Reizklima und Rassismus. Die soziale

Ungerechtigkeit löst ab und an wochenlange,

wilde Streiks aus.

Auch deshalb komme der Tourismus

nicht in Gang. Luc, der aus Frankreich

hierhergekommen ist und sich mit einem

Café einen Traum verwirklicht hat, klagt,

er könne nur noch überleben, weil er das

Café mit seiner Familie betreibe und keine

Löhne zahlen müsse. Die illegalen Einwanderer

werden jedoch für die Parfumindustrie

gebraucht. Die Blüten des

Ylang-Ylang-Baumes müssen von Hand

gepflückt werden. Und dafür eignen sich

die illegal eingereisten Arbeitskräfte. Sie

können elendiglich untergebracht und

miserabel bezahlt werden.

FASZINIERT, SCHÖN UND ZERRISSEN

Wer jedoch den französischen Pass besitzt,

dem geht es formidabel und profitiert

von den Segnungen des europäischen

Sozialstaates. Alle freuen sich, dass

ab 2020 endlich auch auf Mayotte die

gleichen Ansätze für Arbeitslosenentschädigungen

und Sozialhilfe gelten sollen

wie in Frankreich.

Wir reisen aus dem Norden zurück in

den paradiesischen Süden. Und als am

nächsten Morgen der Maki wieder

freundlich fragt, ob der Herr verbotenerweise

eine Banane vom Frühstück mitgebracht

habe, denke ich: Ein «Folklore-Islam»

als wichtigste Religion, die absolute

Herrschaft der Frau, Elite-Soldaten gegen

Immigranten, immer grössere soziale Gegensätze,

paradiesische Flecken und

Elend auf kleinstem Raum, immerwährender

Sommer – was für eine faszinierende,

zerrissene, gegensätzliche, verwirrende,

widersprüchliche Welt. Der Kulturpessimist

Rolf Peter Sieferle («Finis

Germania») hätte wahrscheinlich gesagt:

Das Europa im Jahre 2090.

QUASTENFLOSSER

Der seltsame Fisch

Der Quastenflosser

Die freundlichen Maki

(Lemuren) sind die Kuscheltiere

der Komoren,

die Flughunde die Könige

der Lüfte. Doch das

seltsamste Tier lebt im

Wasser. Der Quastenflosser.

Ein Fisch, von

dem man aufgrund von

Fossilienfunden weiss,

dass er schon vor 400

Millionen Jahren lebte

und längst als ausgestorben

galt wie die Dinosaurier.

1938 wurde

zum ersten Mal ein Exemplar

gefunden. Aber

erst Ende des letzten

Jahrhunderts konnte

dieses Urweltgeschöpf

vor den Komoren aus

einem Forschungs-

U-Boot heraus in freier

Natur und lebend beobachtet

werden. Dieses

«lebende Fossil» nimmt

In der Evolution der

Wirbeltiere als Übergangsform

vom Fisch

zum Landtier eine wichtige

Rolle ein: Der Quastenflosser

hat beinartige

Flossen, die es ihm

ermöglichen, sich auf

dem Meeresgrund fortzubewegen.

Diese Raubfische

werden bis zu

zwei Meter lang und

100 Kilo schwer, Sie

blieben so lange unentdeckt,

weil sie in Tiefen

von bis zu 700 Metern

leben. Sie können in der

Dunkelheit der Tiefsee

trotz ihrer hochempfindlichen

Augen nur

noch Tag und Nacht

voneinander unterscheiden,

verfügen jedoch

über ein spezielles

elektrisches Organ, mit

dem sie ihre Beute, ausschliesslich

Fische, erkennen

können und

dann blitzschnell zuschnappen.

Von dieser

schnellen Bewegung abgesehen,

sind die Quastenflosser

sehr träge. In

Ruhephasen haben sie

den niedrigsten Stoffwechsel

unter allen

Wirbeltieren.

Die Flughunde

sind

die Könige

der Lüfte.

FOTO: SHUTTERSTOCK.COM/ATYPEEK DSGN

20 s’Positive 8 / 2018


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WIRTSCHAFTSSTANDORT

Luis Wittwer

Geburtstag: 04.02.1985

Heimatort: Winterthur

Wohnort: Zürich

Studium: Marketing an der HSG

Interessen: Tennis, Wintersport,

Oldtimer, Kochen & Essen

Léa Miggiano

Geburtstag: 28.11.1994

Heimatort: Basel

Wohnort: Gelterkinden & Madiswil

Studium: BWL Bachelor an der HSG

Interessen: Springreiten, Snowboarden,

Städtetrips, Mobilität, Start-Ups

«Ich kannte

die Region

vorher nicht»

Autos im Abo. Das ist neu und unbekannt.

Interessant ist, dass sich das

Startup Carvolution Bannwil als Firmensitz

ausgesucht hat. Dabei wohnen ihre

Chefs in Basel und Winterthur.

TEXT: BRUNO WÜTHRICH; FOTOS: MIRKO STRUGALOVIC

Kaufen, Leasing, Kaufen auf Kredit

oder Mieten: Das waren bisher

die Möglichkeiten, um an ein Auto

zu kommen. Neu kann man

sein Fahrzeug auch im Abo halten. Die

Idee ist in Bannwil beheimatet. Wie es

dazu kam, was dahintersteckt, und weshalb

gerade Bannwil als Standort gewählt

wurde, erfahren Sie im folgenden Interview

mit Léa Miggiano und Luis Wittwer.

s’Positive: Sie wohnen in Zürich und

Basel, gründen aber in Bannwil eine

Firma, wo aus Sie auch arbeiten. Wie

kommt das?

Léa Miggiano: Natürlich ist Bannwil,

betrachtet man unsere Wohnorte, etwas

abgelegen. Betrachtet man aber die ganze

Schweiz, so liegt Bannwil ziemlich

zentral. Wir haben eine grosse Halle zur

Verfügung, in der wir uns ausbreiten und

hoffentlich erfolgreich arbeiten können.

Luis Wittwer: Es sind sowohl die Erreichbarkeit

als auch die Logistik, die für die-

22 s’Positive 8 / 2018


Das Carvolution-

Team präsentiert

sich in der geräumigen

Halle in Bannwl.

sen Standort sprechen. Unser Firmensitz

liegt ja direkt beim Bahnhof. Wir

sind also per ÖV und mit Individualverkehr

gut erreichbar.

Pendeln Sie täglich?

Miggiano: Ich reise zuweilen auch von

Madiswil an. Doch auch von Basel aus

ist Bannwil gut erreichbar.

Wittwer: Ich reise täglich von Zürich

aus an. Doch zuweilen haben wir auch

Termine ausserhalb, zum Beispiel in

Zürich. Da ist der Weg dann weniger

weit. Ausserdem kann ich während der

Reise sehr gut arbeiten. Ich muss ja nur

einmal umsteigen.

Sie reisen mit der Bahn?

Wittwer: Ja.

Obwohl Sie Autos vermieten?

Wittwer: So ist es.

Miggiano: Aber Auto fahren kann er

schon (lacht).

Sie entwickelten ein spezielles Modell

der Mobilität mit dem Auto. Erklären

Sie.

Wittwer: Die Idee ist, dass man ein Auto

nicht mehr besitzt, wie dies bis heute in

der Regel der Fall war. Es wird nicht mehr

gekauft, sondern im Abonnement gemietet.

Und zwar auf längere Zeit. Wir kennen

dies bisher von Kurzzeitmieten z. B.

für ein Auto in den Ferien. Wir aber wollen

die Fahrzeuge für den Alltagsgebrauch

vermieten. Der Vorteil ist, dass

man dabei die Kosten im Griff hat. Man

zahlt eine fixe monatliche Gebühr. Und

wenn man das Auto für längere Zeit nicht

benötigt oder sich die Lebensumstände

ändern, gibt man es einfach zurück.

Und wo liegen die Vorteile?

Miggiano: Es ist mega einfach. Man bestellt

das Auto, und es wird vor die Haustüre

geliefert. Wir kümmern uns um den

ganzen Unterhalt, den Service, die Pneus

etc. und auch um die Versicherungen. Der

Fahrer zahlt neben der Abogebühr nur

noch den Treibstoff und kann das Auto

zurückgeben, wenn er beispielsweise für

ein halbes Jahr ins Ausland verreist. Das

Ganze ist so viel flexibler als ein Fahrzeugkauf

oder ein Leasing.

Dies ist schwer vorstellbar. Wie können

Sie das finanzieren? Bei einem Leasing

hat man eine feste Laufzeit und den

Preis des Fahrzeugs. Auf diesen beiden

Komponenten errechnet sich der monatliche

Preis. Sie aber wissen nie,

wann das Auto zurückgegeben wird

und müssen deshalb tote Zeiten einkalkulieren.

Miggiano: Sie haben recht. Das ist eine

Herausforderung. Doch es ist unsere Aufgabe,

dafür zu sorgen, dass unsere Fahrzeuge

vermietet sind. Dafür arbeiten wir.

Wittwer: Wichtig ist, dass wir eine Auslastung

erreichen, die möglichst nahe bei

100 Prozent liegt. Die Herausforderung

liegt auch in der Preisfindung. Der Preis

muss für den Kunden attraktiv sein, obwohl

auch Kosten für Ausfallzeiten eingerechnet

sein müssen. Dabei ist klar, dass

ein Fahrzeug, das zurückgegeben wird,

nach Möglichkeit kurzfristig weitervermietet

wird.

Wie kamen Sie auf die Idee?

Miggiano: Die Idee existiert schon lange

und wird in anderen Branchen auch bereits

praktiziert. Man mietet etwas dann,

wenn man es braucht, und gibt es zurück,

wenn man es nicht mehr braucht. Wir

suchten also Investoren, sprachen mit Lieferanten

und stellten ein Team zusammen.

Arbeiten Sie mit einem oder mehreren

Autoherstellern oder Importeuren zusammen?

Wittwer: Wir haben Verträge mit mehreren

Herstellern und Importeuren. Dies

Carvolution

Das Unternehmen Carvolution AG

wurde im März 2018 von Léa Miggiano

und Luis Wittwer gegründet.

Der Firmensitz befindet in Bannwil.

Adresse:

Carvolution AG

Neufeldweg 2

4913 Bannwil

www.carvolution.ch

erlaubt es uns, benötigte Autos in kurzer

Zeit und zu spannenden Konditionen beziehen

zu können.

Miggiano: Die Markenvielfalt ist uns sehr

wichtig. Wir haben keinen Konzern, der

uns diktiert, welche Marken wir beziehen

müssen, sondern sind diesbezüglich frei,

und damit auch unsere Kunden.

Was haben Sie gemacht, bevor Sie die

Firma gründeten?

Miggiano: Ich kam frisch von der Uni. Ich

studierte in St. Gallen Betriebswirtschaft

und machte den Bachelor. Während des

Studiums absolvierte ich Praktikas in Berlin

und Basel, probierte Verschiedenes

aus, von Sponsoring bis Customer Relations.

Jetzt bin ich hier, doch irgendwann

will ich noch den Master machen.

Wittwer: Ich habe einen vielfältigen Hintergrund

und bezeichne mich als Generalist.

Ich absolvierte eine Lehre als Informatiker

bei einer Bank. Daher kommt

meine Affinität zur Computerwelt. Danach

arbeitete ich bei Porsche in Deutschland

und später bei Swisscom. Privat bin

ich ein sehr grosser Autofan. Ich wollte

schon immer mal in einem kleinen oder

mittleren Betrieb arbeiten oder sogar etwas

Eigenes aufbauen. Diese Gelegenheit

hat sich jetzt ergeben.

Wenn die Firma erfolgreich ist, wird es

aber nichts mit Ihrem Master.

Miggiano: Doch, doch. Das will ich unbedingt.

Ich erachte meine Ausbildung noch

nicht als abgeschlossen. Zwar lerne ich

hier täglich unglaublich viel, vermutlich

sogar mehr als an der Uni. Doch ich studiere

gerne.

Weshalb die Firma in Bannwil ihren

Sitz hat, haben wir bereits angesprochen.

Was halten sie persönlich von

der Region, vom Oberaargau?

Miggiano: Ich bin gerne in Langenthal

und habe mittlerweile auch Kollegen

hier. Mein bester Freund wohnt in Madiswil.

Ich fühle mich hier schon ein wenig

wie zuhause. Ich fühle mich sehr

wohl.

s’Positive 8 / 2018 23


WIRTSCHAFTSSTANDORT

Ihr neuer

Arbeitsort liegt

im Oberaargau:

Léa Miggiano und

Luis Wittwer.

Wittwer: Ich kannte die Region vorher

nicht, habe aber viele Kollegen in Bern.

Deshalb fühlte ich mich hier nie fremd.

Dies schätze ich sehr. Zudem habe ich

hier nie den Eindruck, weit weg zu sein

von Zürich oder Winterthur.

Was denken Sie: Werden Sie mit Ihrer

Idee die Autobranche in der Schweiz

verändern?

Miggiano: Wir sind auf dem besten Weg

dazu (lacht).

Wittwer: Die Autobranche wird sich deswegen

vermutlich nicht wesentlich verändern.

Aber wir beobachten, dass in

gewissen Bereichen ein Umdenken stattfindet.

Weg vom Besitz, hin zur Nutzung.

Wir möchten dieses neue Bedürfnis mit

unserem Service bedienen. Wer auf diese

Weise Zugriff auf ein Fahrzeug haben

möchte, dem bieten wir eine Lösung an.

Miggiano: Die Autobranche verändert

sich sowieso ständig. Immer wieder kommen

neue Ideen, technische und andere

Innovationen. Wir sind mit unserer Idee

ein Teil davon.

Ihr seid beide Autofans?

Miggiano: Das würde ich von mir aus

nicht behaupten. Ich fahre nicht gerne mit

der Bahn. Deshalb ist es mir wichtig, dass

ich mit dem Auto von A nach B komme.

Aber dabei geht es mir nicht ums Auto an

sich, sondern um die Art der Mobilität.

Dann fahren sie bestimmt nicht zusammen

mit der Bahn ...

Wittwer: Das eher weniger. Aber trotz

meiner täglichen Anreise mit der Bahn

bin ich ein Autofan. Das war ich schon,

bevor ich hier anfing. Dies unterstützte

sicher auch meine Entscheidung, hier anzufangen.

Es hilft meines Erachtens im

geschäftlichen Alltag, wenn man eine gewisse

Affinität zu Autos hat. Man kann

sich Dinge besser merken, hat einen besseren

Bezug zur Technik.

Wie haben Sie sich gefunden?

Miggiano: Ich wurde von den Investoren

damit betraut, ein Team zusammenzustellen.

Benötigt wurden unterschiedliche

Kompetenzen. Bei Luis lief dies über

mehrere Ecken und auf Empfehlung. Wir

kannten uns vorher nicht.

«Ein Auto-Abo ist nicht

primär für Firmen oder

Privatpersonen, die

sich kein Auto leisten

können. Vielmehr geht

es um Flexibilität.»

Léa Miggiano

Sie sprechen von Investoren. Ist es einer

oder sind es mehrere?

Miggiano: Es sind mehrere.

Wie läuft der Kontakt mit den Investoren?

Miggiano: Die sind sehr hilfsbereit.

Wichtig ist sicher die Ehrlichkeit. Wir reden

nichts schön, wo wir noch Probleme

haben.

Wittwer: Wobei sich Investoren immer

mehr für Lösungen als für Probleme interessieren.

Investoren haben oft den Ruf,

dass sie sich nur für Zahlen interessieren.

Dies ist bei uns nicht der Fall. Sie interessieren

sich auch für das operative Geschäft.

Das ist sehr motivierend für uns.

Kommen die Investoren aus dem

Oberaargau?

Miggiano: Die sind sehr verstreut. Doch

wir haben auch Investoren aus dem

Oberaargau.

Wie setzt sich Ihr Kundenstamm zusammen:

Sind dies eher Privatpersonen

oder Firmen?

Miggiano: Zu Beginn waren es eher Privatpersonen.

Doch mittlerweile werden

wir auch von Firmen entdeckt und geschätzt.

Diese müssen ja ihre Fahrzeugflotte

effizient managen. Da ist unser

System sehr hilfreich. So wie es derzeit

aussieht, sind wir sowohl für Privatpersonen

wie auch für Firmen interessant.

Wittwer: Wichtig ist, dass ein Auto-Abo

nicht primär für Firmen oder Privatpersonen

gedacht ist, die sich keinen Autokauf

leisten können. Vielmehr geht es um Flexibilität.

Unternehmen müssen beispielsweise

kein Kapital binden und können

immer auf Veränderungen im Geschäftsumfeld

reagieren. Es gibt Firmen, die aus

saisonalen Gründen nicht immer gleich

viele Fahrzeuge benötigen. Hier können

wir helfen.

Wenn ich Sie jetzt konkret frage, was

Sie selbst an Ihrem Service cool finden:

Was antworten Sie?

Miggiano: Als Person, die weiss, wie es

ist, wenn man eigentlich keine Ahnung

von Autos hat, stehe doch vor den Fragen:

Wo kaufe ich mein Auto? Wie läuft das mit

den Versicherungen? Welche Kosten kommen

für Service, Pneus und Reparaturen

auf mich zu? Wenn ich auf unsere Homepage

gehe, sehe ich das Auto, ich sehe den

Preis und ich weiss, dass ich mich ausser

um das Benzin um nichts kümmern muss.

Und ich kann das Auto wieder zurückgeben,

wenn sich meine Situation verändert.

Ich komme also ohne Probleme wieder

aus dem Vertrag raus. Dies ist ein

wesentlicher Vorteil gegenüber dem Leasing,

bei dem der Vertrag ungeachtet meiner

veränderten persönlichen Situation

weiterläuft. Also ich selbst wäre sofort

Kunde von Carvolution.

Wittwer: Ein Vorteil ist die Kalkulierbarkeit

des Angebots. Ich weiss genau, welche

Kosten auf mich zukommen. Das wissen

die Kunden zu schätzen.

24 s’Positive 8 / 2018


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DAS EIDGENÖSSISCHE

Alle drei Jahre halten die Hornusser ihr «Eidgenössisches»

ab. So auch in diesem Sommer während

zwei August-Wochenenden in Walkringen.

Auf dem Festgelände, mehr als 100 Fussballfelder

gross und in 32 Spielfelder aufgeteilt, duellierten

sich 250 Mannschaften in verschiedenen Stärkeklassen.

Dabei dominierte Höchstetten A aus dem

Oberaargau die Konkurrenz nach Belieben und

wurde – wie bereits drei Jahre zuvor in Limpach –

erneut Festsieger. Höchstetten stellt mit Lukas

Wälti auch den neuen Schlägerkönig. Er bezwang

im Final seinen favorisierten Mannschaftskameraden

Stefan Studer. Bemerkenswert: Sechs der

zwölf besten Schläger am diesjährigen Eidgenössischen

sind Höchstetter. Auf dem 12. Rang finden

wir Simon Erni, den Schlägerkönig von 2015.

Ebenfalls ein Höchstetter!

Das nächste Eidgenössische findet 2021 in

Thörigen und Bleienbach statt. s’Positive ist als

offizieller Vermarkter an vorderster Front dabei.

26 s’Positive 68 / 2018


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s’Positive 8/ 2018 27


SWISS LEAGUE EISHOCKEY

Peter Rötheli (45) managt

den EHC Olten seit 2006 als Geschäftsführer.

Der Jurist mit abgeschlossenem

Studium war kein

aktiver Nationalliga-Spieler. Er

kommt aus Hägendorf, hat Heimatort

Hägendorf – wie Klotens

Trainer André Rötheli, der als

Spieler in Olten gross geworden

ist. Aber die beiden sind nicht

miteinander verwandt.

So ticken die Rivalen

aus dem Mittelland

Das heisseste Derby im deutschschweizer Eishockey findet in

der zweithöchsten Swiss League zwischen dem SC Langenthal

und dem EHC Olten statt. Die Geschäftsführer der beiden

Rivalen erklären uns, wie die beiden Vereine ticken.

TEXT: KLAUS ZAUGG, BRUNO WÜTHRICH; FOTOS: PIUS KOLLER

28 s’Positive 8 / 2018


Gian Kämpf (36) war Stürmer

beim SC Langenthal. Seit

2006 managt er den SC Langenthal

nach verletzungsbedingtem

Karrierenende als Geschäftsführer.

Wie Marc Kämpf – er wechselte

letzte Saison von Langenthal

zum SCB und hat sich in

Bern in der ersten Mannschaft

durchgesetzt – stammt der Betriebsökonom

aus Davos. Aber

die beiden sind nicht miteinander

verwandt.

Gian Kämpf (SC Langenthal) und Peter

Rötheli (EHC Olten) stellten

sich zum Doppel-Interview. Es entwickelte

sich ein interessantes, engagiertes

Gespräch.

s’Positive: Keine Rivalität in unserem

Hockey ist so gross wie die zwischen

Langenthal und Olten. Woher kommt

das?

Peter Rötheli: Diese Rivalität hat durch

viele dramatischen Spiele eine reiche Tradition.

Die Rivalität ist aber nicht mehr so

gross wie früher und von Hass kann schon

gar keine Rede sein.

Gian Kämpf: Das sehe ich auch so. Aber

es ist nach wie vor eine grosse Rivalität.

Das habe ich in Langenthal vom ersten

Tag an gespürt. Ohne das Derby gegen

Olten würde einfach etwas fehlen.

So, nun haben wir Ihre Sonntagsreden

gehört. Diese Rivalität geht tiefer als

Sie beide zugeben. Wenn wir nur daran

denken, was da vor gut acht Jahren los

war, als Ihnen Langenthal die Ausländer

«gestohlen» hat.

Rötheli: Also Diebstahl im Sinne der Entwendung

einer Sache war das nicht. Aber

es hat weh getan, und es ist nicht vergessen.

Brent Kelly und Jeff Campbell haben

den Langenthalern zu zwei Meistertiteln

verholfen.

Wie war denn das möglich?

Rötheli: Die Langenthaler waren cleverer,

wir sind falsch vorgegangen.

Was haben Sie falsch gemacht?

Rötheli: Wir sind damals mit einem zu

kleinen Budget in die Verhandlungen um

die Vertragsverlängerungen eingestiegen.

Als uns klar wurde, dass die Langenthaler

dran sind, war es zu spät. Aber der Sport

lebt ja auch von solchen Geschichten.

Wäre Olten mit Jeff Campbell und

Brent Kelly Meister geworden geworden?

Rötheli: Das lässt sich so nicht sagen. Es

ist, wie es ist: Langenthal ist in dieser Zeit

zweimal Meister geworden. Unsere Chancen

wären sicherlich mit den beiden grösser

gewesen, vor allem damals im Finale

2015 gegen Langnau. Auf der andern

Seite haben wir gegen Langenthal mit

den beiden noch jede Playoff-Serie gewonnen.

Sie haben also den Oltnern einfach mit

viel Geld die beiden besten Spieler abgeworben?

Kämpf: Ganz so ist es nicht. Wir hatten

Brent Kelly und Jeff Campbell ebenfalls

bereits früher auf dem Radar. Doch

s’Positive 8 / 2018 29


SWISS LEAGUE EISHOCKEY

Die Vertragsverhandlungen

waren bereits weit fortgeschritten,

doch auch uns war

aufgefallen, wie Kelly und

Campbell in Olten eingeschlagen

hatten. Wir hatten Kenntnis

davon, dass die Verträge

noch nicht verlängert waren.

Da setzten wir alles daran,

gleich beide zu verpflichten.

uns fehlte der Mut, gleich zwei Kanadier

direkt aus der dänischen Meisterschaft

zu verpflichten. Also holten wir die Kanadier

Ash Goldie und Cory LaRose. Auf

die darauf folgende Saison wollten wir

eigentlich Alexandre Tremblay und Eric

Himelfarb verpflichten. Die Vertragsverhandlungen

waren bereits weit fortgeschritten,

doch auch uns war aufgefallen,

wie Kelly und Campbell in Olten

eingeschlagen hatten. Wir hatten Kenntnis

davon, dass die Verträge noch nicht

verlängert waren. Da setzten wir alles

daran, gleich beide zu verpflichten. Übrigens:

beide verdienen bis heute genau

gleich viel.

Wie viel haben Sie geboten?

Kämpf: Etwas mehr als Olten.

Rötheli: Fakt ist, dass wir zu wenig boten

und es damit verpassten, die Verträge

rechtzeitig zu verlängern, bevor die Langenthaler

ins Spiel gekommen sind.

Die Langenthaler haben also ein höheres

Salär offeriert. Bedeutet das, dass

der SCL reicher ist als der EHCO?

Rötheli: Zumindest damals hatten die

Langenthaler mehr Möglichkeiten als wir.

Ist das heute anders?

Kämpf: Es ist einfach so, dass wir damals

über mehrere Jahre kein Glück mit unseren

Ausländern hatten. Wir wollten deshalb

endlich Ruhe reinbringen. Wegen

der Offerten an Kelly und Campbell sparten

wir anderswo etwas ein. Aber reicher

als Olten waren wir weder damals, noch

sind wir es heute.

Was hoch ist Oltens Budget für die

neue Saison?

Rötheli: Etwas über sechs Millionen inklusive

unserer höchsten Juniorenmannschaft.

Und in Langenthal?

Kämpf: Wir haben ein Budget von rund

4,5 Millionen und investieren eine weitere

Million in unsere Nachwuchsorganisation.

Oh, das ist ja fast ein Unterschied wie

zwischen dem armen Langnau und

dem reichen SCB.

Kämpf: Wir wollen nicht übertreiben. Olten

hat sich bessere wirtschaftliche und

infrastrukturelle Voraussetzungen erarbeitet

als wir sie in Langenthal haben. Wir

zahlen mit 400 000 Franken netto nach

wie vor die höchsten Eismieten aller

Klubs in der NLB.

Wie viel zahlt Olten?

Rötheli: Alles in allem rund 350 000

Franken.

Kämpf: Aber für ein ganz anderes Stadion.

Aus rein wirtschaftlichen Aspekten

tausche ich unseren Schoren sofort gegen

euer Kleinholz.

Rötheli: Langenthal und wir zahlen ligaweit

die höchsten Abgaben.

Wie ist mit der politischen Vernetzung

in der Stadt? Der ehemalige EHCO-

Präsident Benvenuto Savoldelli sitzt

heute ja in der Stadtregierung

Rötheli: Das stimmt. Aber der Stadt Olten

geht es finanziell nicht gut. Jede Investition

wird zum umstrittenen Politikum.

Auch in Olten sind nicht alle Menschen

Hockeyfans. Wer nur fürs Eishockey politisiert,

kommt nicht weit.

Kämpf: Olten hat uns etwas voraus: Der

EHCO spielte bereits in der NLA, im grossen

Hockeygeschäft, und hat dadurch eine

andere Geschichte. Diese gros se Zeit

prägt eure Kultur. Der Klub wird von der

Öffentlichkeit anders wahrgenommen als

der SCL. Drei Viertel unserer Geschichte

haben wir in der Amateurliga verbracht.

Erst in den letzten zehn, zwölf Jahren ist

der SCL zu einem erfolgreichen Nationalliga-Club

mit professionellen Strukturen

geworden. Deshalb haben wir noch nicht

die gleiche politische Bedeutung in der

Stadt wie der EHCO in Olten.

Rötheli: Das stimmt. Wir haben durch

Aufstiege, Abstiege und Fast-Konkurse

die Menschen mehr bewegt als die Langenthaler.

Wir haben auch den Vorteil,

dass wir in unserem Einzugsgebiet im

Dreieck Olten-Aarau-Zofingen weniger

durch andere Hockeyclubs konkurrenziert

werden als der SCL. Nach dem Abstieg

des FC Aarau in die NLB haben wir

in unserem Einzugsgebiet auch keinen

erstklassigen Fussball-Club mehr.

Liegt Oltens Zukunft in der NLA?

Rötheli: Es ist zwar eine gewagte Aussage,

aber ich stehe dazu: Ja, wir möchten in die

NLA. Wir wissen, wie schwierig es ist. Aber

Langnau und zuletzt die Lakers haben gezeigt,

dass es möglich ist. Der Standort

Olten ist nicht schwächer als das Seeland,

die Leventina oder das Emmental.

30 s’Positive 8 / 2018


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SWISS LEAGUE EISHOCKEY

Und doch ist der EHC bei seinen Ausflügen

in die oberste Spielklasse zweimal

fast Konkurs gegangen.

Rötheli: Ich masse mir im Rückblick kein

Urteil an. Aber es ist ganz einfach: Damals

ist mehr Geld ausgegeben als eingenommen

worden.

Das ist heute anders?

Rötheli: Ja. Unsere Verwaltungsräte sind

Unternehmer und dazu in der Lage, wirtschaftliche

Risiken abzuschätzen.

Gian Kämpf, sehen Sie Olten in der

NLA?

Kämpf: Nun ja ... (denkt lange nach), erst

einmal müsste der Klub Meister werden

und im Stress der Liga-Qualifikation bestehen.

Wir mussten uns bereits zweimal

konkret mit dem Aufstieg auseinandersetzen.

Sie weichen einer klaren Antwort aus.

Kämpf: Ich weiss nicht, ob dem

EHCO in der NLA die Finanzierung gelingen

würde.

Wir meinen die sportliche Substanz

des Teams.

Kämpf: Olten hat das Potenzial um NLB-

Meister zu werden.

Es heisst jetzt Swiss League.

Rötheli: Ja, ja, aber an diese Bezeichnung

kann ich mich nicht ge wöhnen. Auch für

mich heisst es einfach Nati B.

Kämpf: Es dauert wohl eine Generation,

bis man sich an Swiss League gewöhnt hat.

Peter Rötheli, wie schätzen Sie den SCL

sportlich ein?

Rötheli: Wenn die Langenthaler ihren

Lauf haben, ist erneut der Titel möglich.

Könnten sich die Langenthaler aus Ihrer

Sicht die NLA leisten?

Rötheli: Wenn der Aufstieg gelingen

sollte, dann müsste es doch möglich sein,

die NLA zu finanzieren. Langenthal hat

mehr grosse Unternehmen, die einen

engen Bezug zur Stadt haben als wir in

Olten. Es wäre nicht gut, wenn die besten

NLB-Teams nicht mehr die Chance hätten,

aufzusteigen und das Abenteuer NLA

zu bestehen.

Wie wäre es mit einer Aufstockung der

NLA auf 14 Teams?

Rötheli: Wir begrüssen alles, was den Aufstieg

erleichtert. Ich bin jetzt seit 13 Jahren

dabei, aber den Gedanken an eine

14er-Liga darf man nicht einmal laut denken.

Die Sache ist politisch völlig chancenlos.

Die NLA hat die Stimmenmehrheit

und lehnt bei den Ligaversammlungen jede

Aufstiegserleichterung ab. Wir bringen

nicht einmal den Heimvorteil für den NLB-

Meister in der Ligaqualifikation durch.

Kämpf: Ich kann mit dem Gedanken einer

14er-Liga nichts anfangen. Wir haben in

der Schweiz nicht das Potenzial für 14

NLA-Teams. Ich wäre sogar eher dafür,

die obersten beiden Spielklassen auf je

zehn Mannschaften zu beschränken.

Rötheli: Was ebenfalls völlig unrealistisch

ist. Die NLA-Klubs werden niemals einer

Reduktion auf zehn Teams zustimmen.

Kämpf: Der Graben zwischen den zwei

Ligen darf einfach nicht zu gross werden.

In den letzten Jahren haben die NLA-

Klubs daran gearbeitet, diesen Graben

grösser zu machen.

Ist der Modus mit dem Aufstieg über

die Liga-Qualifikation gegen den Playout-Verlierer

der NLA noch zeitgemäss?

Rötheli: Die Frage ist eine andere: Ist er

aus sportlicher Perspektive fair? Die

Chancen des Unterklassigen sind nicht

nur durch den Heimvorteil des Oberklassigen

eingeschränkt.

Kämpf: Es ist ein Angsthasenmodus. Dabei

zeigen die Beispiele Langnau und Rapperswil,

dass ein Abstieg kein Unglück

sein muss. Es ist möglich, nach einem Abstieg

wirtschaftlich und sportlich stärker

wieder in die NLA zurückzukehren.

Rötheli: Diese Angstmacherei vor dem

Abstieg kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen.

Im Sport kann man nicht immer

gewinnen. Gerade im deutschen Fussball

sehen wir, dass der Auf- und Abstieg die

Leute so bewegt und ins Stadion lockt wie

ein Titelkampf.

Wer zahlt eigentlich die höheren Löhne?

Olten oder Langenthal?

Rötheli: Die Löhne der Topspieler sind in

Langenthal höher, die der Ausländer sowieso.

Kämpf: Bei den Ausländern stimme ich

zu. Bei den Schweizern hingegen nicht.

Marco Truttmann spielt jedenfalls auch

nicht einfach aus reiner Liebe beim

EHCO.

Rötheli: Doch, doch! So wie jeder andere

unserer Spieler auch.

Ist Marco Truttmann der teuerste

Schweizer Spieler in der Oltner Hockeygeschichte?

Rötheli: Er hat einen guten Vertrag.

Diese Angstmacherei vor dem

Abstieg kann ich ebenfalls

nicht nachvollziehen. Im

Sport kann man nicht immer

gewinnen. Gerade im deutschen

Fussball sehen wir, dass

der Auf- und Abstieg die Leute

so bewegt und ins Stadion

lockt wie ein Titelkampf.

32 s’Positive 8 / 2018


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SWISS LEAGUE EISHOCKEY

Ist er teurer als Stefan Tschannen in

Langenthal?

Rötheli: Ich weiss es nicht. Wir hatten mit

unserem Angebot an Stefan Tschannen

jedenfalls keine Chance.

Kämpf: Dafür verdient Truttmann in Olten

mehr, als wir ihm offerieren wollten.

Wir haben von aussen den Eindruck,

dass Oltens Kultur emotional ist, Langenthal

hingegen in allen Bereichen

rationaler wirkt.

Rötheli: Wenn es um die Finanzen geht,

sind wir in Olten ebenso rational wie die

Langenthaler. Trotzdem täuscht Ihr Eindruck

nicht. Der EHCO wird von emotionalen

Menschen geführt. Unser Umfeld

reagiert sogar sehr emotional. Wir haben

in Olten auch kritischere und engagiertere

Medien.

Kämpf: Ja, wir Langenthaler sind rationaler.

Wir müssen sogar aufpassen, nicht

plötzlich als allzu steril wahrgenommen

zu werden.

Es ist zu ruhig in Langenthal.

Gian Kämpf: Der Erfolg der vergangenen

Jahre gibt uns recht. Wir setzen auf Kontinuität,

werden aber von den Medien

Wir suchen gar

nicht die gleichen

Schweizer Spieler,

wir sind einander

in diesem Bereich

kaum je ins Gehege

gekommen. GIAN KÄMPF

nicht so eng begleitet und so kritisch beurteilt

wie Olten. Wir schafften unsere

Sanierung intern mit Kernaktionären und

weniger mit dramatischen Aktionen

übers Publikum. Diese Rationalität zeigt

sich bei uns auch auf dem Eis. Wir spielen

mehr ein von Taktik geprägtes rationales

Eishockey. Dies entspricht mehr unserer

Unternehmenskultur.

Rötheli: Emotional und rational müssen

sich nicht ausschliessen. Aber es ist so,

dass wir einfach ein emotionaleres Umfeld

haben.

Sie sagten vorhin, dass der EHCO auch

intern emotional ist. Fliegen die Fetzen

in Ihrem Büro?

Rötheli: Nein, nein. Aber wir bekennen

uns bewusst zur Emotionalität, sei es unserer

eigenen oder jeder des Sportgeschäfts.

Unser Präsident ist stärker im

Tagesgeschäft involviert als Stephan Anliker

beim SCL. Unser Präsident ist ja

nicht auch noch Präsident eines Fussballklubs.

Wäre Peter Rötheli als Geschäftsführer

in Langenthal denkbar?

Rötheli: Nein! Mein Herz hängt am EHC

Olten. Ich könnte nicht mit der gleichen

Leidenschaft in Langenthal arbeiten.

Und Gian Kämpf in Olten?

Kämpf: Ich würde dort wohl nicht lange

überleben.

Rötheli: So schlimm ist es bei uns auch

wieder nicht.

Kämpf: Ich bin zwar nicht in Langenthal

aufgewachsen. Doch ich bin seit 14 Jahren

mit dem SCL verbunden und habe

den ganzen Aufbau von einem Amateurclub

zu einem professionellen Hockeyunternehmen

mitgemacht. Auch bei mir ist

viel Herzblut dabei.

Einmal Olten, immer Olten, einmal

Langenthal, immer Langenthal?

Kämpf: Wir könnten ja mal eine Woche

tauschen um das herauszufinden.

Rötheli: Es ist einfach so, dass unsere Arbeit

nur mit viel Herzblut möglich ist.

Man muss auch Fan sein.

Stellen wir uns vor, ein Spieler Ihres

EHCO behauptet, ein konkretes Angebot

aus Langenthal zu haben: Rufen

Sie dann Gian Kämpf an und fragen

ihn, ob das stimme?

Rötheli: Nein, eher nicht, aber grundsätzlich

müsste man es ja schon so machen,

um die Preise herunterzubringen. Aber es

geht um den sportlichen Wettkampf.

Und im umgekehrten Fall?

Kämpf: Wir suchen gar nicht die gleichen

Schweizer Spieler, wir sind einander in

diesem Bereich kaum je ins Gehege gekommen.

Unser Vorteil ist, dass wir durch

die Zusammenarbeit mit dem SCB, mit

Langnau und Biel Zugriff auf Spieler aus

den Nachwuchsorganisationen dieser

Klubs haben. Zudem gelingt es uns immer

wieder, Spieler aus unserem eigenen

Nachwuchs in die erste Mannschaft zu

inte grieren.

Letzteres ist in Olten nicht möglich. Hat

Olten den Nachwuchs vernachlässigt?

Rötheli: Wir können zurzeit tatsächlich

keine eigenen Nachwuchsspieler in die

erste Mannschaft einbauen. Mit dem Projekt

«Nordwestschweiz» wollen wir einerseits

die Jungen in den Kantonen der beiden

Basel, Solothurn und Aargau fürs

Eishockey gewinnen und andererseits

Juniorenmannschaften auf der höchsten

Leistungsstufe etablieren. Derzeit sind wir

jedoch noch nicht so weit.

Gian Kämpfs

Quali-Tipp:

1. Olten

2. EHC Kloten

3. Langenthal

4. Ajoie

5. La Chaux-de-Fonds

6. Visp

7. Thurgau

8. Zug Academy

9. GCK Lions

10. Winterthur

11. Ticino Rockets

Peter Röthelis

Quali-Tipp:

1. Olten

2. Langenthal

3. Kloten

4. Ajoie

5. La Chaux-de-Fonds

6. Visp

7. Thurgau

8. Winterthur

9. Zug Academy

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34 s’Positive 8 / 2018


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SWISS LEAGUE EISHOCKEY

Dann ist also Oltens teuerster

Spieler Marco Truttmann

teurer als Stefan Tschannen,

der bestverdienende Spieler

in Langenthal? Kämpf: Ja.

Rötheli: Nein. Kämpf: Doch, es

ist so, Sie wissen es genau.

Rötheli: Nein, es ist nicht so.

Kämpf: Wir nehmen unsere Nachwuchsspieler

früh unter Vertrag. Sie gehen dann

zwar für eine noch gezieltere Ausbildung

auf der höchsten Stufe oft nach Langnau,

Biel oder Bern. Aber nur auf Leihbasis, so

bleibt die Ausbildungseinheit bei uns.

Wie viele Junioren hat Olten in seiner

Nachwuchsorganisation und wie viel

Geld wird investiert?

Rötheli: Derzeit sind es rund 140 Junioren.

Die jährlichen Investitionen belaufen

sich auf 400 000 bis 450 000 Franken.

Und Langenthal?

Kämpf: Mit Hockeyschule sind es rund

300, und wir investieren eine Million in

unseren Nachwuchs.

In Olten wird also nur halb so viel in

den Nachwuchs investiert?

Rötheli: Für halb so viele Spieler. Wir

können aus der eigenen Nachwuchsabteilung

nicht mehr wie früher Spieler in die

erste Mannschaft integrieren. Mit dem

Projekt «Nordwestschweiz» wollen wir

dieses Problem nach und nach lösen.

Aber das braucht Zeit.

Rechnen sich diese Investitionen in die

Nachwuchsorganisation?

Kämpf: Wenn wir die jährlichen Investitionen

mit den Ausbildungsentschädigungen

in Relation setzen, dann rentiert sich

die Nachwuchsarbeit nicht. Doch wir müssen

weiterdenken. Die Nachwuchs arbeit

gehört zur DNA unseres Unternehmens.

Wir haben viele Partner, die uns vor allem

deshalb finanziell unterstützen, weil sie

unsere Jugendarbeit als Mission betrachten.

Für einige ist die Nachwuchsarbeit

sogar wichtiger als ein Meistertitel der ersten

Mannschaft. Sven Bärtschi ist bei uns

ausgebildet worden und hat es in die NHL

geschafft. Das hat unseren Junioren einen

enormen Motivationsschub gegeben.

Verdienen die Spieler in der NLB eigentlich

zu viel?

Rötheli: Der Markt bestimmt den Preis. Es

gibt Spieler, die zu viel und andere, die zu

wenig verdienen. Aber die Entwicklung

geht bei den Löhnen in eine heikle Richtung.

Als ambitioniertes B-Team die Einnahmen

entsprechend der Personalkosten

zu steigern, wird immer schwieriger.

Kämpf: Wenn ich sehe, was unsere Spieler

leisten, stimmt das Lohngefüge zwischen

National League und Swiss League

nicht. Der Aufwand in der zweithöchsten

Liga ist fast gleich hoch. In der Swiss League

verdienen die Spieler nicht zu viel.

Wie gross ist der Durchschnittslohn?

Kämpf: Rund 60 000 Franken.

Rötheli: Ja, das dürfte stimmen.

Dann verdient Marco Truttmann aber

überdurchschnittlich viel.

Rötheli: Er kann auch mehr leisten als der

Durchschnitt.

Kämpf: Wenn er motiviert und nicht verletzt

ist.

QUALIFIKATION 2018/19

Die Derbys

Samstag, 15. September

Olten – Langenthal

Samstag, 22. September

Langenthal – Olten

Sonntag, 14. Oktober

Olten - Langenthal

Samstag, 3. November

Langenthal – Olten

Freitag 7. Dezember

Langenthal – Olten

Sonntag. 9. Dezember

Olten – Langenthal

Dienstag, 8. Januar

Olten – Langenthal

Mittwoch, 13. Februar

Langenthal – Olten

Dann ist also Oltens teuerster Spieler

Marco Truttmann teurer als Stefan

Tschannen, der bestverdienende Spieler

in Langenthal?

Kämpf: Ja.

Rötheli: Nein.

Kämpf: Doch, es ist so, Sie wissen es genau.

Rötheli: Nein, es ist nicht so.

Welches Eishockey dürfen wir von Olten

in der neuen Saison erwarten?

Rötheli: Schnelles, spektakuläres und

emotionales Hockey. Wir haben hohe Erwartungen

und sind zuversichtlich, dass

wir diesen Erwartungen gerecht werden.

Kämpf: Ja, ihr seid vorwärts schnell.

Und was erwartet uns in Langenthal?

Kämpf: Ein gut strukturiertes, eher taktisch

geprägtes Spiel. Wir haben in der

Verteidigung durch die Abgänge von

Claudio Cadonau, Aurélien Marti und

Mike Völlmin Gewicht und Wasserverdrängung

verloren. Dafür sind wir etwas

schneller und wohl auch aggressiver in

der Offensive geworden.

In Langenthal gehen goldene Jahre zu

Ende. Acht Jahre lang ist die Mannschaft

von der gleichen ersten Linie mit

Jeff Campbell, Brent Kelly und Stefan

Tschannen getragen worden.

Kämpf: Ja, das ist so. Wir stehen vor einem

Umbruch. Es wird wohl nie mehr

eine solche Linie geben. Es macht wenig

Sinn, Nachfolger für die drei zu suchen.

Wir bleiben unserem Grundsatz treu, in

Spitzenspieler zu investieren und ein taktisches,

rationelles Hockey zu spielen und

dafür ein etwas weniger breites Kader zu

unterhalten. Dies auch wegen unseren

wirtschaftlich limitierten Mitteln im Vergleich

zu den anderen Spitzen teams.

Rötheli: Wir haben die Phase des Umbruchs

hinter uns und ich hoffe, dass die

Automatismen nun gut funktionieren.

36 s’Positive 8 / 2018


Jeden Sonntag im

«gastro elemänt»,

Bowlingcenter Langenthal.

Reservationen unter

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NATURIDYLL

Mit einem alten VW-

Bus bereisten wir den

Süden Skandinaviens.

AUF DER KIPPE

Dominique Aegertes

Zukunft im Moto2-

Sport ist ungewi s.

AUSGABE 7 JULI 2018

FINANZFIASKO

Wie es auch im

Ober argau zu

Bankenpleiten kam.

WIRRWARR

Warum Unordnung

durchaus wirksam

sein kann.

WOHNSTÄTTE

Das Stöckli: ein Teil

der ländlichen Kultur

im Oberaargau.

AUSGABE 6 JUNI 2018

Ein Kult-Coach am

Wendepunkt.

WESENSZUG

Der Geissbock wird

oft missverstanden –

und daher gemieden.

WALD TUT GUT

Warum der Aufenthalt

im Wald wohltuend

und heilsam ist.

HOCKEYHOFFNUNG

Yannick Rathgeb und

Sven Bärtschi starten

ka rieremä sig durch.

HOLZINDUSTRIE

Die Lanz AG schrieb

eine eindrückliche

Wirtschaftsgeschichte.

AUSGABE 5 MAI 2018

IN EIGENER SACHE

Leserbriefe & Veranstaltungen

Seit ich s’Positive entdeckt habe

Sehr geehrte Damen und Herren

Redaktoren

Ja, tatsächlich. s’Positive gefällt mir.

Besondere Geschichten und Schicksale

von Stöckli über Geissbock bis Pedro

Lenz oder Aegerter – eine schöne Vielfalt,

die in üblichen Medien kaum vorkommt.

Besonders gefallen mir die

Vielfalt, die Besonderheiten und dass

es sich nicht um das übliche Zeitungskurzfutter

handelt.

Anfänglich schenkte ich ihm, dem

s’Positive, wenig Beachtung; einfach

noch so eine Broschüre, die unbestellt

ins Haus geschneit kommt – neben

«Migros-Magazin», «Coop-Zeitung»,

«Reformiert», Hilfswerk-Berichten usw.

Seit ich mir aber die Mühe nehme, die

Broschüre wirklich zu lesen, seither

gefällt sie mir. Also danke für das Lesevergnügen,

bei dem ich noch etwas

dazulerne ohne Stöhnen und Kummerfalten.

Mit freundlichem Gruss

Walter Roth

DER

AUTOR

BIN IG

PEDRO LENZ

Im Interview erklärt er, wie

ihn seine Lehre als Maurer

zur Schriftstellerei brachte.

Herz‐

Mensch

Kevin Schläpfer

Claudia Komminoth

Gute Fee

Mit viel Engagement hilft sie Kindern in

Kambodscha – aus der Schweiz und vor Ort.

An die Redaktion s’Positive

Ich wollte schon seit Langem mal

schreiben an s’Positive. Wenn das Heft

per Post kommt, lese ich es jedes Mal.

Es ist sehr interessant. Ich bin nämlich

auch eine halbe Bernerin. Meine Mutter

war von Wasen (Bärhegen). Als ich

noch jung war, bin ich auch mal bei einer

Familie Bösiger gewesen in Steckholz.

Die hatten zwei Knaben. Ich

weiss nicht mehr, wie sie hiessen. Im

Berner sagen sie eben «Gattig». Bin

auch noch eine Luzernerin (Wikon).

Dort bin ich aufgewachsen. Jetzt wohne

ich in Rothrist. Und so vergehen die

Jahre im Flug.

Mit lieben Grüssen

Esther Rüegger

VERANSTALTUNG

Vivaldiana – Gruss aus Venedig

Das Grenzklang Barockensemble bringt

in der Besetzung mit Barockoboe,

Blockflöte, Streicher und Cembalo im

Festsaal des Klosters St. Urban eine

Palette von kurzweiligen Vivaldi-

Konzerten zur Aufführung.

Musikalische Gewitter, Meeresrauschen,

schlechte und gute Träume,

tiefer Schlaf: All das hat Antonio Vivaldi

in Konzerte verarbeitet. Seine farbigen

Bilder für die Ohren faszinieren

uns auch heute.

Meeresrauschen in St. Urban:

Sonntag, 9. September, 17.00 Uhr

Festsaal Kloster St. Urban

PROFITIEREN

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KALENDER

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interessieren könnten? Oder haben

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Dann schreiben Sie uns. Ab der kommenden

Ausgabe reservieren wir Platz

für Sie. Oder möchten Sie über ein Thema,

das wir noch nicht gebracht haben,

mehr erfahren? Wir können Ihnen zwar

keinen Artikel darüber garantieren.

Aber prüfen werden wir Ihren Vorschlag

ganz bestimmt.

Wir wissen noch nicht, was auf uns zukommt,

wenn wir die Möglichkeit zu

Leserreaktionen bieten. Möglich, dass

keine einzige kommt. Ebenfalls möglich,

dass wir nicht alle Ihre E-Mails

und Briefe publizieren können, und

deshalb eine Auswahl treffen müssen.

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müssten wir Ihren Beitrag eventuell

kürzen.

Beiträge mit beleidigenden, diffamierenden,

rassistischen und sexistischen

Inhalt werden nicht veröffentlicht.

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Auktionsstart: ab sofort bis 07.09.2018, 15.00 Uhr

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