Aktuelle Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH)

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Aktuelle Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH)

F 12047

Erscheinungsort Meißen

Die Zeitschrift des Sächsischen Lehrerverbandes

2 2009 2 2009

20. Jahrgang

Sonderteil Einkommensrunde 2009


Inhalt

Editorial

Ende gut – Alles gut!? 3

Aus den Fachverbänden

Prozessorientierte Bewertung 4

am Gymnasium

Projekttage „Mathematik zum Anfassen“ 8

Bildung

10. Sommerakademie – Tradition in den 12

Sommerferien

Der SLV vertritt Ihre Interessen 14

Sonderteil Einkommensrunde 2009

Einkommensrunde 2009 17

Das war bewegend! 18

Erfahrung Arbeitskampf 19

Streikbereitschaft auch im Erzgebirge 20

Warnstreiks im Bereich der RS Zwickau 20

Warnstreikreminiszenzen aus der 21

Regionalstelle Leipzig

Aus den Kreisverbänden

Sportlicher Jahresauftakt 24

im Muldentalkreis

Beim Bowling Kräfte gemessen 25

Bildungsreise

Vietnam – Im Land der aufgehenden 26

Sonne

7

Burgstädter Schüler eroberten den Lichtensteiner

„Olymp“

13

„Sieben auf einen Streich“ – Der 7. Zwickauer

Lehrertag

10

Bildungschancen sind Lebenschancen

17

Einkommensrunde 2009

Der SLV spricht den Hinterbliebenen

sein Mitgefühl aus

Die sächsischen Lehrer sind von dem Amoklauf

und seinen schrecklichen Folgen eines ehemaligen

Schülers der Albertville-Realschule in Winnenden

geschockt.

Wir haben ein tiefes Mitgefühl mit den Opfern

und Hinterbliebenen. Wieder war es laut Medienberichten

ein unauffälliger Schüler, dessen

Tat seine Mitmenschen unvorbereitet getroffen

hat.

Die Ursachen gilt es nun zu analysieren, Schlussfolgerungen

sind zu ziehen. Erziehung ist laut

Grundgesetz in erster Linie Aufgabe der Eltern.

Wir wissen jedoch, dass die Lehrerinnen und Lehrer

immer häufiger diese Rolle übernehmen. Um

dem Anspruch gerecht zu werden, benötigen die

Kolleginnen und Kollegen an den Schulen mehr

Zeit für die persönliche Zuwendung. Nur so kann

eine Vertrauensbasis aufgebaut werden, die es den

Lehrkräften ermöglicht, in die Sorgen und Probleme

der Schüler Einblick zu gewinnen und erzieherisch

zu wirken.

Es gibt mehrere Arbeitszeitstudien, die belegen,

dass Lehrer 55 Stunden in der Woche arbeiten, und

sie beklagen selbst, dass unter diesen Umständen

erzieherische Momente nicht im ausreichenden

Maße umzusetzen sind. Die Wiedereinführung

der Klassenleiterstunde ist unbedingt notwendig.

Zusätzlich ist es eine wichtige Forderung des

Sächsischen Lehrerverbandes, dass an Brennpunktschulen

Sozialpädagogen tätig werden.

„Das sächsische Schulgesetz schreibt dies z. B.

für Schüler im Berufsvorbereitungsjahr vor. Bislang

wurde dies jedoch nur ansatzweise umgesetzt.“,

so Doreen Stockmann vom SLV.

Schärfere Kontrollen oder Überwachungen von

Schulen sind nach Meinung des SLV keine geeigneten

Mittel, um Gewalt an Schulen einzudämmen.

Das wäre lediglich an sozialen Brennpunkten

denkbar.

Wichtiger ist ein umfassendes Waffenverbot.

Darüber hinaus müssen die Herstellung und

Verbreitung von Gewalt verherrlichenden Medien

(Computerspiele, Filme usw.) innerhalb

klar definierter Grenzen geregelt werden.

Jens Weichelt

Landesvorsitzender des Sächsischen

Lehrerverbandes im VBE

2 1/2009 +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++


Ende gut – Alles gut!?

Die Tarifrunde 2009 für die Beschäftigten

der Länder und damit auch für die Mitglieder

des Sächsischen Lehrerverbandes im

VBE liegt hinter uns.

Zuerst möchte ich die Gelegenheit nutzen, allen

Mitgliedern des SLV, die sich aktiv an den vielen

Aktionen beteiligt haben, recht herzlich für ihren

Einsatz zu danken.

In Sachsen fanden im Zusammenhang mit dieser

Einkommensrunde die bundesweit größten Warnstreiks

und Demonstrationen statt. Dieser Dank

gilt auch im Besonderen den Mitarbeiterinnen unserer

Landesgeschäftsstelle, die in diesen Wochen

Hervorragendes geleistet haben.

Wir sind gemeinsam mit der dbb tarifunion in diese

Verhandlungen gegangen. Die aufgestellten

Forderungen waren klar:

8 % mehr Entgelt oder

mindestens 200 Euro mehr monatlich.

Es galt, den Abschluss bei Bund und Kommunen

aus dem Jahr 2008 auch auf die Länder zu übertragen.

Damit sollten der Einkommensrückstand für

die Beschäftigten der Länder aufgeholt und einheitliche

Bezahlbedingungen für den öffentlichen

Dienst geschaffen werden.

Wir kennen inzwischen alle das Ergebnis und sind

sicherlich nicht unbedingt glücklich darüber. Ist

doch die schwer erkämpfte Einkommenserhöhung

relativ weit weg von unserer ursprünglichen Forderung.

Aber Tarifverhandlungen waren noch nie

ein Wunschkonzert, sondern sind von Kompromissen

geprägt.

Mit dem vorliegenden Abschluss ist es zum mindesten

gelungen, die bestehende Einkommenslücke

zu den Beschäftigten von Bund und Kommunen

zu schließen. Außerdem steht die Angleichung Ost

an West zum 1.1.2010 nun endgültig fest.

Unseren Vertretern in der Tarifkommission der

dbb tarifunion ist es nicht leicht gefallen, dem vorliegenden

Angebot der Arbeitgeber zuzustimmen.

Die Fragen für alle Beteiligten aber waren, wie

lange kann ein „echter“ Streik durchgehalten werden

und was erreichen wir damit letztendlich? Diese

Fragen kann im Nachgang niemand beantworten.

Aber einen langen Streik durchzuführen

bedeutet auch große finanzielle Verluste für die

beteiligten Kolleginnen und Kollegen.

Hätten wir diese Verluste durch einen wahrscheinlich

nur geringfügig besseren Abschluss ausgleichen

können? Wie hätte sich die öffentliche Meinung

bei einem unbefristeten Streik und der

derzeitigen wirtschaftlichen Lage entwickelt?

Ich kann die Kolleginnen und Kollegen verstehen,

die sich aktiv bei den verschiedenen Aktionen eingebracht

haben und jetzt mit dem vorliegenden Ergebnis

nicht vollkommen zufrieden sind.

Ich habe aber auch keinerlei Verständnis Nichtorganisierte,

die jetzt nörgeln und meinen, man

hätte etwas Besseres herausholen können. Dazu

wäre eben eine noch größere Beteiligung, vor allem

von Nichtmitgliedern, nötig gewesen.

Der 1. Vorsitzende der dbb tarifunion, Frank

Stöhr, sagte dazu: „Erst die massiven Warnstreiks,

Demos und Mahnwachen der letzten Wochen haben

uns in die Lage versetzt, der Tarifgemeinschaft

deutscher Länder (TdL) diesen Abschluss

abzuringen. Wir haben erreicht, dass es bei der Bezahlung

keinen Öffentlichen Dienst erster und

zweiter Klasse gibt. Und einen großen Anteil an

diesem Ergebnis haben die Kolleginnen und

Kollegen im Lehrkräftebereich, die ihre Forderungen

in den vergangenen Wochen wieder und

wieder auf die Straßen getragen haben!“

Ich möchte in diesem Zusammenhang auch ausdrücklich

die gute Zusammenarbeit mit der GEW

hervorheben. Nach anfänglichen Schwierigkeiten

haben wir uns gemeinsam dem Arbeitgeber entgegengestellt,

um im Interesse aller Beschäftigten

bessere Arbeits- und Einkommensbedingungen

zu erzielen.

Neben der sicherlich nicht voll befriedigenden

prozentualen Erhöhung der Gehälter wurden aber

auch positive Ergebnisse, speziell in Sachsen, erreicht.

Dazu gehört, dass nun endlich der vorenthaltene

Strukturausgleich für die anspruchsberechtigten

Kolleginnen und Kollegen rückwirkend gezahlt

werden muss.

Weiterhin wird zukünftig das Referendariat mit

6 Monaten auf die Stufenlaufzeit angerechnet. So

kommen neu eingestellte Lehrkräfte ein halbes

Jahr früher in die Stufe 2 ihrer Entgeltgruppe.

Aber besonders haben wir gegenüber dem Finanzund

Kultusministerium gezeigt, welches Potenzial

in unserem Verband steckt und welchen Rückhalt

wir bei unseren Mitgliedern haben.

Diese Kraft müssen wir für die zukünftigen Verhandlungen

zur Eingruppierung von Lehrkräften

im Sommer dieses Jahres, bei den Verhandlungen

zur Vollzeitbeschäftigung von Lehrern an Mittelschulen

und Gymnasien bei der Forderung nach

neuen Altersübergangsmodellen und bei den auf

Landesebene stattfindenden Verhandlungen zur

Jahressonderzahlung nutzen.

Deshalb rufe ich schon jetzt alle Kolleginnen und

Kollegen auf, uns weiterhin bei unserer Arbeit zu

unterstützen. Nur gemeinsam können die Arbeitsbedingungen

der Lehrerinnen und Lehrer, ganz

speziell in Sachsen, verbessert werden.

Das Finanzministerium und auch das Kultusministerium

fordern wir auf, endlich ein Gesamtkonzept

mit den Lehrergewerkschaften zu entwickeln,

welches die Arbeits- und Bezahlbedingungen der

Lehrkräfte zukünftig deutlich verbessert.

Dazu wird allerdings weiterer Druck durch alle

Lehrerinnen und Lehrer notwendig sein, um den

Arbeitgeber von unseren Forderungen zu überzeugen.Wir

haben es also selber in der Hand, um zukünftig

auch ohne Fragezeichen zu sagen:

Ende gut – Alles gut!

Steffen Winkler

Tarifverantwortlicher im SLV

+++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++

Editorial

Steffen Winkler

2/2009 3


Aus den Fachverbänden

Prozessorientierte Bewertung am Gymnasium

Im Zuge der Erarbeitung der aktuellen sächsischen

Lehrpläne ergaben sich Überlegungen

zur Neuorientierung in der Bewertungskultur,

die im Begriff der „ prozessorientierten

Bewertung“ ihren Ausdruck findet. Seitdem stellen

sich sächsische Lehrer dieser Herausforderung

und erleben dabei nicht selten aus unterschiedlichsten

Gründen und trotz aller Aufgeschlossenheit

gegenüber Neuem auch Momente der Überforderung

und stoßen an Grenzen in ihren Möglichkeiten

zur Umsetzung der Forderung nach einer

veränderten Bewertungskultur. Es erscheint

notwendig, die Motivation aufrechtzuerhalten

und dies über die Vermittlung von Anregungen

und den Austausch von Erfahrungen zu bewirken.

Diesem Ziel fühlt sich nachfolgender Artikel verpflichtet.

Warum prozessorientierte Bewertung?

Den aktuellen Lehrplänen liegt ein verändertes

Lern- und Leistungsverständnis zugrunde.

Dieses orientiert auf einen komplexen Kompetenzerwerb

in inhaltlich-fachlichen, methodischstrategischen,

sozial-kommunikativen und persönlichen

Lernbereichen.

Damit verknüpft, ergeben sich Zielstellungen wie

die nach der Förderung der Selbstverantwortung

bzw. Selbststeuerung der Lernenden, der Lernprozessorientierung

sowie schüleraktivierende und

offene Lernarrangements als Ausdruck einer modernen

Lernkultur.

Methoden und Unterrichtsformen dieser neuen

Lernkultur, die häufig auch mit einer Öffnung von

Unterricht verbunden sind, kollidieren nicht selten

mit traditionellen Formen der Leistungsermittlung

und -bewertung. Diese zielen einerseits in der Regel

auf eine punktuelle Leistungsüberprüfung und

berücksichtigen andererseits oft nur den inhaltlichfachlichen

Lernbereich und die kognitiven Leistungen.

Allerdings ermöglicht nur die Einbeziehung des

Lernprozesses die Würdigung praktischer, sozialkommunikativer

und methodisch-strategischer

Kompetenzen, auf die die Lehrpläne in den Zielstellungen

orientieren.

Zudem erfolgt die Leistungserbringung im Rahmen

eines prozessorientierten Bewertungsverfahrens

nicht in einer „künstlichen“ Prüfungssituation,

sondern in einer für die Lernenden bedeutungsvollen

(d.h. sinnträchtigen) Anwendungssituation.

Außerschulische, längerfristig angelegte und gemeinschaftlich

erbrachte Leistungen können berücksichtigt

werden.

Die Lernenden praktizieren Formen der Selbsteinschätzung

und werden über diese an der Bewertung

beteiligt.

Die Aufmerksamkeit wird auf das Können und die

Stärken der Lernenden gelenkt, anstatt das zu ahnden,

was noch nicht beherrscht wird. Die Beurteilung

wird in den Dienst der Diagnose, Beratung

und Förderung gestellt./1/ Eine prozessorientierte

Bewertung ist daher vordergründig im Sinne des

Schülers! Schon allein deshalb lohnt es sich, diese

Herausforderung anzunehmen und nach Strategien

zu suchen, wie prozessorientierte Bewertungsverfahren

bewältigt werden können.

Überlegungen zur Umsetzung

Voraussetzungen

Für die erfolgreiche Durchführung eines prozessorientierten

Bewertungsverfahrens sollten folgende

Voraussetzungen gegeben sein:

1. Ein stabiler Unterricht

Dies impliziert vornehmlich einen störungsfreien

Unterricht sowie ein entspanntes, vertrauensvolles

Lehrer-Schüler-Verhältnis.

2. Die Fähigkeit der Schüler, weitgehend selbstständig

nach vertrauten Regeln zu arbeiten

Die Schüler müssen Erfahrungen gewonnen haben

in der Partner- bzw. Kleingruppenarbeit,

feststehende Regeln sollten fachübergreifend

trainiert und verinnerlicht worden sein.

3. Einschätzungskompetenz der Schüler

Die Schüler müssen zunächst Verfahren der

Selbst- und Fremdbeurteilung geübt haben, bevor

diese bewertungsrelevant eingesetzt werden.

Das heißt, sie sollten in kleinen Schritten

immer wieder zur Selbsteinschätzung bzw. Beurteilung

eines Mitschülers angehalten werden.

4. Beobachtungskompetenz und diagnostische

Fähigkeiten des Lehrers

Auch hier geht es wie bei den Schülern um ein

entsprechendes Training. Der Lehrer sollte sich

Beobachtungsgelegenheiten planen, in denen er

zunächst ohne den Druck einer angekündigten

Bewertung den Umgang mit Beobachtungsbögen

probt und ausprobiert, wie die „Instrumente“

konzipiert sein müssen, dass er seine Beobachtungen

aussagekräftig festhalten und dabei

auch die Vielzahl der Schüler ins Auge fassen

kann.

5. Ausreichender zeitlicher Rahmen

In der Regel werden sich Möglichkeiten der

prozessorientierten Bewertung im Zusammenhang

mit projektorientierten Unterrichtsvorhaben

oder dem fächerverbindenden Unterricht

ergeben. In diesem Kontext lässt sich auch eine

überschaubare Bewertungskonzeption erarbeiten.

Sicherlich wäre eine prozessorientierte Bewertung

auch als Langzeitprozess über ein Schuljahr

hinweg in Bezug auf die Entwicklung spezieller

Kompetenzen im Fachunterricht denkbar

(z. B. in Bezug auf Schreibkompetenz, Lesekompetenz,

die Vorbereitung, Durchführung

und Auswertung von Experimenten).

Verunsicherungen, Vorbehalte und Überforderungserleben

im Zusammenhang mit prozessorientierter

Bewertung ergeben sich meines Erachtens

in zwei Zusammenhängen:

- Der Lehrer sieht sich außer Stande, eine ganze

Klasse zu beobachten und den Stand der Kompetenzentwicklung

zu erfassen.

- Es entstehen Zweifel an der Bereitschaft und der

Fähigkeit der Schüler zu kritischer Fremd- und

Selbstbeurteilung.

Beide Aspekte sind ernst zu nehmen und sollen

nicht bagatellisiert werden.

Letztlich ergeben sich Entlastungsmöglichkeiten

in Bezug auf den ersten Aspekt aus meiner Sicht

vor allem im persönlichen Trainieren außerhalb

des „Ernstfalles“ und dahin gehend, dass Lehrer

„Teamarbeit“ praktizieren. Eine sinnvolle prozessorientierte

Bewertungskultur kann meines Erachtens

nur entfaltet werden, wenn die Fachlehrer

einer Klasse als Team arbeiten und sich z. B. zu

Beginn eines Schuljahres über die wesentlichen

Schwerpunkte der Kompetenzentwicklung verständigen.

Dabei geht es darum, fächerverbindend

und fachübergreifend Schwerpunkte in der Kompetenzentwicklung

festzustellen und deren Förderung

gemeinsam zu planen. Es muss nicht jeder

Lehrer in seinem Fachunterricht seine Gruppenarbeitsregeln

einführen. Dies kann z. B. koordiniert

erfolgen und so schneller zu einer Verinnerlichung

führen. Fächerverbindender Unterricht kann

(muss?) so geplant werden, dass mindestens zwei

Lehrer in der Klasse agieren, so dass die Beobachtungstätigkeit

aufgeteilt werden und anschließend

ein Austausch stattfinden kann.

Die Entwicklung von Beobachtungsbögen und

Kriterienrastern kann innerhalb der Fachbereiche

erfolgen und so dem einzelnen Lehrer Sicherheit

vermitteln und Entlastung verschaffen.

Vorbehalte in Bezug auf die Bewertungskompetenz

der Schüler sind sicherlich zum Teil berechtigt.

Aber auch hier gilt der „Trainingsfaktor“.

Auch hier sollten Schüler zunächst außerhalb des

„Ernstfalles“ Beurteilungskompetenz trainieren.

Aus meiner Erfahrung heraus meine ich, dass

Schüler oft wesentlich kritischer sind in der Beurteilung

der eigenen Leistung oder der ihrer Mitschüler

als wir Lehrer. Garant für ein gelingendes

Praktizieren dieser Beurteilungsverfahren wird

immer die Lehrer-Schüler-Beziehung und die

Schüler-Schüler-Beziehung sein. Wenn diese

„stimmen“, wird es möglich sein, zu einer annähernd

objektiven Bewertung zu gelangen. Letztlich

geht es ja auch nicht darum, dass Schüler

Noten erteilen, sondern dass sie uns ihre Einschätzungen

zuarbeiten, die wir in den Bewertungsprozess

einbeziehen.

4 2/2009 +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++


Erarbeitung einer Bewertungskonzeption

Die prozessorientierte Bewertung ist ein komplexer

Bewertungsprozess, der folgende Komponenten

umfasst (siehe Grafik):

Vorarbeiten des Lehrers:

- Formulierung klarer Zielstellungen in Bezug

auf die einzelnen Lernbereiche.

Hierbei geht es um eine sinnvolle Auswahl und

eine Akzentuierung. Die erfolgreiche Umsetzung

des Bewertungsprozesses kann u.a. dadurch

gesichert werden, dass mit den Schülern

gemeinsam die Zielvereinbarungen formuliert

werden.

- Überlegungen, in welcher konkreten Form die

Bausteine Berücksichtigung finden sollen und

mit welchem „Gewicht“ sie in die Gesamtbewertung

eingehen sollen. (vgl. Material 1)

- Erarbeitung von Beobachtungs- und Bewertungs

„instrumenten“

Es gibt in der Fachliteratur eine Reihe von Beispielmaterialien,

die hilfreich sein können.

Letztlich ist es aber wichtig, diese für sich selbst

und das konkrete Unterrichtsvorhaben „passend

Leistungsbeobachtung

Dabei finden folgende Bausteine Berücksichtigung:

Prozessbewertung

- Beobachten von Lernverhalten

- Beobachtg. von Gruppenprozessen

- schriftlicher Prozessbericht

- Lerntagebuch Portfolio

- Arbeitsmappe u. a.

zu machen“. Dabei sollten die Indikatoren für

einzelne Kompetenzbereiche so eindeutig wie

möglich formuliert werden, damit sie in der Beobachtung

auch erfassbar sind. (vgl. Material 2)

Die dem Artikel angefügten Beispiele für Beobachtungs-

und Bewertungsbögen wurden im

Deutschunterricht einer 6. Klasse eingesetzt. Die

Schüler erarbeiteten projektorientiert in Kleingruppen

eine Literaturzeitung zu einem aktuellen

Jugendbuch. Zu den Bewertungsbausteinen zählten:

der Arbeitsprozess (Beobachtung in jeder

Stunde durch den Lehrer und die Mitschüler in der

Leistungsbeschreibung

Präsentationsbewertung

- Referat

- Gruppenpräsentation

- Rollenspiel

- Lernende als Lehrende

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Aus den Fachverbänden

Leistungsbewertung

Produktbewertung

- künstlerisches Produkt

- schriftliche Dokumentation

eines Vortrags

- Hausarbeit

- Lernplakat

- Hörspiel, Film

Gruppe), ein Arbeitsprozessbericht jedes Schülers,

die Präsentation der Arbeitsergebnisse und die Literaturzeitung

selbst.

Christine Kieres

Lehrerin an der Thomasschule zu Leipzig,

Lehrbeauftrage für Pädagogik

an der Sächsischen Bildungsagentur,

Regionalstelle Leipzig, Lehrerausbildungsstätte

2/2009 5


Fortsetzung von Seite 5

Aus den Fachverbänden

6 2/2009 +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++


Aus den Fachverbänden

Burgstädter Schüler eroberten den Lichtensteiner „Olymp“

Bundesweiter Wettbewerb führt Gymnasiasten ins Daetz-Centrum

Schüler der 12. Klasse des Gymnasiums

Burgstädt pilgerten mit Eltern, Freunden

und Verwandten am Samstag, dem 7. Februar,

vormittags zum Lichtensteiner Daetz-Centrum.

In einer einmaligen Performance haben die

jungen Leute den Gästen ihre eigene Sicht auf die

dortigen Kunstwerke ermöglicht. Mit dieser erlebnisorientierten

Sonderführung für alle anwesenden

Gäste beteiligten sich die Burgstädter an dem

bundesweiten Wettbewerb „Kinder zum Olymp“.

Diese Bildungsinitiative der Kulturstiftung aller

Bundesländer möchte die Zusammenarbeit zwischen

Kindern und Jugendlichen auf der einen Seite

und der Kultur auf der anderen stärken. Neue

Konzepte werden angeregt und ein Netzwerk zwischen

den jungen Menschen und den Kulturschaffenden

aufgebaut.

Innovativ sind die Teilnehmer des Wahlgrundkurses

„Denken-Sprache-Wirklichkeit“ in jedem Fall.

Sie setzten sich kritisch mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung

auseinander. Kunst, insbesondere

die Bildhauerkunst, setzte Gespräche mit

dem Betrachter oder der Betrachterin in Gang.

Kunst ist nicht nur Medium, das einen Menschen

beeinflusst – Kunst ist notwendig, um mit Lebensproblemen

kreativ und kritisch umzugehen. Die

Holzkunst des Daetz-Centrums ist anregend und

fordert die Schüler zu spektakulären Leistungen

heraus. Unter dem Thema „Kunst ist schön, noch

schöner ihr Betrachter“ setzten die Burgstädter

Schüler diese Kunst-Begegnungen kreativ um.

Mit Gedichten, eigenen Bildern bis hin zu pantomimischen

Darstellungen haben sie die ausgewählten

Kunstobjekte in Lichtenstein in Szene gesetzt.

Schon dafür sind ihnen die Ehren des

sächsischen Olymps sicher.

Interessierte Besucher der Dauerausstellung

„Meisterwerke in Holz“ dürfen sich am Montag,

dem 20. April 2009, gern den Exponatvorstellun-

Anne Weinhold und Maria Vieweg setzten die

Skulptur „Sehnsucht“ von Bruno Walpoth pantomimisch

um

gen der Schüler anschließen. Aufgrund der Publikumsresonanz

in Lichtenstein werden Auszüge ihres

Programms nun noch einmal im Rahmen der

Burgstädter Kulturwoche in der dortigen „Alten

Spinnerei“ zu sehen sein (18.00 Uhr, Raum 11).

Die Ausstellung in Lichtenstein wird mit freundlicher

Unterstützung der Sparkasse Chemnitz präsentiert.

Die Sammlung mit mehr als 550 Kunst-

„Schützt unsern Globus“ – der Titel der Skulptur

regte Nadine Niebel und Rahel Scheffler zu

einem Rollenspiel über den Zustand des Planeten

und unserer Gesellschaft an

+++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++

werken aus 35 Ländern kann täglich von 10 – 18

Uhr besucht werden.

Mario Schubert (Daetz-Centrum)

Wolfgang Mohn (GY Burgstädt)

Mit einem Poster sowie Kurzgeschichten und Tagebucheinträgen

setzten sich die Abiturienten

zum Thema Kindesmissbrauch anhand der

Skulptur „Guten Tag, Onkel“ von Aron Demetz

auseinander

2/2009 7


Aus den Fachverbänden

Projekttage „Mathematik zum Anfassen“

An zwei Tagen im ersten Schulhalbjahr

lernten die Schüler und Schülerinnen der

Grundschule Nordwest Torgau nach einem

besonderen Stundenplan. Die Mathematik, der

kindliche Alltag und der Spaß standen im Mittelpunkt.

Viele Stationen, an denen „Mathematik zum Anfassen“

entdeckbar war, konnten von den Kindern

aufgespürt, nach eigenem Ermessen allein oder

mit Freunden absolviert werden.

So lud der „Kaufmarkt“ zum Einkaufsbummel

ein, die Baustelle bot Platz für das Erbauen des

Traumhauses oder eines Schlosses, in der Knobelburg

rauchten die Köpfe und wetteiferten die Denker

und beim Bodenleger konnte der Fußboden

Mit Beginn des Jahres 2009 wurde im SMK

ein neues Fachreferat, Kinderbetreuung und

soziale Berufe, eingerichtet. Damit folgte

das Land Sachsen dem bundesweiten Trend, dieses

Fachgebiet aus dem Verantwortungsbereich

des Sozialministeriums in das Ministerium für

Kultus überzuleiten. In 9 von 16 Bundesländern ist

das bereits geschehen. Referatsleiter im Ministerium

ist Herr Arnfried Schlosser.

Am 10.3.2009 waren Herr Renner, stellv. Landesvorsitzender,

und Frau Ringel, Referentin für frühkindliche

Bildung, zu einem ersten Gespräch bei

Herrn Schlosser. Wir erfuhren, dass in Sachsen

derzeit 230.000 Kinder von 22.000 Erzieherinnen

in Kindertagesstätten betreut werden. Aufgaben

des Referates sind:

• rechtliche Grundlagen für die Arbeit in den Kitas

zu schaffen,

• Voraussetzungen für die inhaltliche Arbeit in

den Einrichtungen zu erstellen,

• die Ausbildung der Erzieherinnen und Erzieher

zu begleiten,

• die Landesfördermittel zu verwalten und

• die Fördermittel des Bundes umzusetzen.

fürs eigene Zimmer angefertigt werden. Auch

„Kunst und Mathematik“ standen im Mittelpunkt.

Es wurden tolle Kunstwerke gestaltet.

Auf einem Laufzettel wurde jede Station der zwei

Tage vermerkt. So manches Kind vergaß gar die

Zeit, sich beim Frühstück zu stärken.

Nach Meinung der Erwachsenen erwies sich die

Durchführung des Pilotprojektes „Mathematik

zum Anfassen“ als tolle Idee und gelungene Veranstaltung.

Und so sahen es die Kinder:

Alex:

Der Kaufmarkt war toll, weil man dort aufpassen

musste, dass man nicht zu viel kauft.

Jeder hatte nur 10 €oder 20 €. Aber ich konnte

auch den Verkäufer spielen.

Elisa:

Ich fand die Spieleoase sehr gut.

Auch in der Knobelburg war es sehr schön.

An den zwei Tagen fand ich aber manches schwer

und anderes leicht.

Irina:

Beim Kaufmarkt musste man sich das Geld gut

einteilen, sonst hatte man am Ende nicht genügend,

um an der Kasse bezahlen zu können. Und in

der Bastelstube konnte man einen Würfel aus acht

Teilen bauen. Bei dem Fußbodenlegen musste

man eine Skizze von einer Tapete malen.

Die Referatsleiterin für frühkindliche Bildung im SLV informiert über ein ...

... Gespräch mit dem Referatsleiter im SMK

Der Sächsische Bildungsplan ist ein Leitfaden für

die pädagogischen Fachkräfte in den Kindertageseinrichtungen.

Das SMK war an der Erarbeitung

beteiligt und begleitet die Weiterentwicklung

des Planes. Dieser ist bewusst sehr offen

geschrieben. Als verbindlicher Rahmen soll er die

pädagogische Praxis in den sächsischen Kindertageseinrichtungen

qualitativ voranbringen und zugleich

genug Spielraum bieten, eigene Ideen einzubringen

und zu verwirklichen. Von den Fachberatern

wurde er in der vorliegenden Form gut

angenommen. Im Mai 2009 wird dazu eine Evaluierung

ausgeschrieben. Die Ergebnisse sollen

Ende 2010 auf dem Tisch liegen. Zur Qualitätsentwicklung

soll ein Netz von Beratungsstellen in den

Landkreisen eingerichtet werden. Schon jetzt gibt es

zahlreiche Projekte, die die Umsetzung des Bildungsplanes

unterstützen. Hier einige Beispiele:

• „Haus der kleinen Forscher“ – ein naturwissenschaftliches

Projekt, das von der Industrie unterstützt

wird.

• „Bewegte Kita“ – soll ähnlich wie die „Bewegte

Grundschule“ geführt werden

• „Kita für alle Sinne“

Lukas:

Das Projekt war schön, weil ich Mathematik sehr

schön finde. Es war leicht, außer der Bastelstube

und der Station Mathekünstler. Ich habe alles geschafft.

Stefanie:

Beim Projekt „Mathematik zum Anfassen“ fand

ich am besten die Station „Kaufmarkt“. Denn man

konnte dort verkaufen und einkaufen. Natürlich

mit Spielgeld.

Es gab viele Stationen und ich glaube, jedes Kind

hat viel geschafft. Mir hat es gefallen!

Frau Gaßmann

Lehrerin der GS Nordwest Torgau

Im Fachreferat ist man sich bewusst, dass mit dem

derzeitigen Personalschlüssel von 1:13 in Sachsen

nicht alle Forderungen in hoher Qualität erfüllt

werden können. Defizite bei der Umsetzung der

Aufgaben Beobachtung/Dokumentation von Entwicklungsprozessen

sowie Evaluation, Qualitätsentwicklung

und -sicherung sind bekannt. Die

Verbesserung des Personalschlüssels ist auch eine

Zielsetzung für Herrn Schlosser, die im nächsten

Doppelhaushalt Berücksichtigung finden muss.

Zur Berufsausbildung für soziale Berufe erfuhren

wir, dass eine gemeinsame Ausbildung mit Studiengängen

zur Grundschulpädagogik diskutiert

wird. Die Fachschulausbildung bleibt aber auch

erhalten. Von 2007 bis 2010 verdreifacht sich die

Anzahl der Absolventen, denn junge Fachkräfte

werden in allen Teilen Sachsens dringend gebraucht.

Dieses erste Gespräch war für uns sehr

aufschlussreich. Es werden weitere folgen. Für

Fragen und Anregungen unserer Mitglieder wären

wir sehr dankbar.

Elke Ringel

Referentin für frühkindliche Bildung

8 2/2009 +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++


Personalrätekonferenzen

Liebe Mitglieder der Personalräte an den

Schulen des Freistaates Sachsen,

wir möchten Sie hiermit ganz herzlich zur Personalräteschulung

einladen.

Die Wahl des Termins berücksichtigt die laufende

Personalplanung für das Schuljahr 2009/2010.

Die Ergebnisse der Tarifverhandlungen, die Interpretation

des Verhandlungsergebnisses und die

Forderungen, die nun auf Landesebene geklärt

werden müssen, stehen im Mittelpunkt des anschließenden

Meinungsaustausches.

Personalräteschulungen

Die geplanten landesweiten Personalräteschulungen

sollen die Verbindung zwischen den Interessenvertretungen

der Lehrer, den Mitgliedern der

Stufenpersonalräte (LHPR, LBPR) und den Lehrerpersonalräten,

vertiefen, um in konzertierter

Vorgehensweise eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen

der Lehrerinnen und Lehrer zu erwirken.

Der Unkostenbeitrag beträgt pro Teilnehmer

25,– €. Die Dienststelle (Regionalstelle der SBA)

ist verpflichtet, diesen Betrag sowie die Fahrtkosten

zu übernehmen.

Das Personalvertretungsrecht soll – ganz

allgemein gesagt – den Beschäftigten ermöglichen,

über die von ihnen gewählten

Vertretungen Einfluss auf die Entscheidungen ihrer

Vorgesetzten nehmen zu können. In Angelegenheiten

der einzelnen Schule ist dies der örtliche

Personalrat. Ist eine Entscheidung einer Regionalstelle

der SBA notwendig, handelt der Bezirkspersonalrat

und bei Maßnahmen des SMK muss der

Lehrerhauptpersonalrat wirksam werden. Allen

drei Vertretungen ist gemeinsam, dass sie aus

Sicht der Beschäftigten agieren. Kein Personalrat

An dieser fachgruppenspezifischen Personalräteschulung

sollte von jeder Schule (mindestens) ein

Mitglied des Lehrerpersonalrates teilnehmen, unabhängig

von einer Mitgliedschaft im SLV oder

einer anderen Interessenvertretung.

Bitte fassen Sie einen Entsendungsbeschluss im

Personalrat und informieren Sie Ihren Schulleiter.

Im Zuge der Fahrtkostenabrechnung reichen Sie

den Entsendungsbeschluss zusammen mit einem

Dienstreiseantrag, der Fahrtkostenabrechnung sowie

dem Konzept der Schulung über den Schulleiter

an die zuständige Regionalstelle der SBA ein.

Die vollständigen Unterlagen werden an alle

Schulen versendet. Sie finden diese auch als

download auf unserer Homepage unter www.slvonline.de

-> Fachverbände-> (bitte Fachverband

wählen) -> Veranstaltungen.

für Grundschulen

am 13. Mai 2009, Siebenlehn, Hotel „Schwarzes

Roß“, , Freiberger Straße 9, 10.00 – 14.00 Uhr

Tagesordnung:

1. Begrüßung

+++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++

Information

Am Schulungstag erhalten Sie zur Unterzeichnung eine Abtretungserklärung. Sie ersparen sich mit der Unterschriftsleistung vor Ort die Auslage

der Teilnahmegebühr in Höhe von 25,- EUR. Der SLV kann die Kosten damit direkt in der jeweiligen RS der SBA geltend machen.

Anmeldecoupon

(Rückmeldung bitte bis 7 Tage vor Veranstaltungsbeginn an die SLV- Geschäftsstelle)

Anmeldung ist möglich: per Fax: 0351 / 8392213 oder

per E-Mail: SLV.eV@t-online.de

Name: Vorname:

Tel. Nr. (priv.): Schule:

An der Personalratsschulung in: nehme ich am verbindlich teil.

(Ort der Schulung) (Datum der Schulung)

Ort, Datum: Unterschrift:

Dauerbrenner Personalvertretungsrecht

aber ist „Vorgesetzter“ einer anderen Personalvertretung;

Stufenvertretungen sind keine übergeordneten

Stellen. Doch ist deren Existenz zweckmäßig,

weil sonst der Leiter einer höheren Dienststelle

alle Personalräte der ihm untergeordneten

Dienststellen bei bestimmten Entscheidungen einzeln

hinzuziehen müsste. Das könnte dann – vom

Zeitaufwand her gesehen – ganze Generationen

beschäftigen! Wichtig und hilfreich ist auch, dass

bei einer Nichteinigung auf einer bestimmten

Ebene die Stufenvertretung angerufen werden

kann. Dabei erhält der anrufende PR Gelegenheit

2. Informationen zur AG Grundschule

3. Personalplanung 2009/2010

4. Aktuelle Entwicklungen im Tarifrecht

5. Anfragen und Meinungen zu verschiedenen

Sachgebieten der Personalratstätigkeit

Renate Eichele

KV Vorsitzende Grundschulen im SLV

für Philologen

am 22.04.2009 in Klipphausen/Sora „Zur Ausspanne“

12.00 – 16.30 Uhr

für Mittelschullehrer

am 29.04.2009 in Siebenlehn, Hotel „Schwarzes

Roß“, 10.00 – 14.00 Uhr

für Förderschullehrer

am 06.05.2009 in Dresden, Hotel „Bergwirtschaft“,

12.00 – 16.00 Uhr

für Berufsschullehrer

am 14.05.2009 in Siebenlehn, Hotel „Schwarzes

Roß“, 9.30 – 14.30 Uhr

Die Einladungen mit den ausführlichen Unterlagen

sind an alle Schulen versandt worden.

zur Äußerung. Die Stufenvertretung kann nach

Beratung durchaus zu einer anderen Auffassung

gelangen; sie ist an die Meinung des ÖPR oder

BPR nicht gebunden. Aber welche Möglichkeiten

hat der HPR, sollte es auch auf der SMK-Ebene zu

keiner Einigung kommen? Für diesen Fall ist eine

Einigungsstelle vorgesehen, auf die an dieser Stelle

nicht näher eingegangen werden soll. Ein anderer

Weg wäre der Gang zum Gericht – auch das

kommt schon mal vor.

Was darf und muss der ÖPR tun? Darüber gibt das

Sächsische Personalvertretungsgesetz Auskunft.

2/2009 9


Information/Bildung

Der SLV führte und führt dazu zahlreiche, gut besuchte

Schulungen durch. Von besonderer Bedeutung

für die Tätigkeit aller Personalvertretungen

sind die §§ 73 bis 78, 84 Abs. 1 bis 5, 85 und 86.

Über die Beteiligung der Bezirkspersonalräte und

des Hauptpersonalrates gibt § 87 Auskunft. Da

sich aber die geneigte Leserin / der geneigte Leser

nicht unbedingt sofort aufmacht, das Gesetzbuch

zu studieren, sollen hier einige Aufgaben bzw. Aktivitäten

des Lehrer-Hauptpersonalrates näher benannt

werden. Beachten: Diese folgende Reihenfolge

ist keine Rangfolge!

Der HPR vertritt die allgemeinen Interessen aller

Lehrerinnen und Lehrer, die aber trotzdem manchmal

sehr ins Detail gehen können. Ziel ist, ein Optimum

für die Beschäftigten „herauszuholen“.

Zahllose Erörterungen mit Vertretern des SMK

beschäftigten sich mit Schulschließungen oder

Zusammenlegungen. Hier gab es unsererseits

kaum „Einsicht in die Notwendigkeit“.

Ein anderes Kapitel sind Verwaltungsvorschriften:

z. B. Datenschutz beim Umgang mit personenbezogenen

Daten an Schulen, Durchführung

von Schulfahrten, Unterrichtsverpflichtung,

Schuljahresablauf, Klassen- und Gruppenbildung,

Bedarfsberechnung für die Unterrichtsversorgung,

Fachberater und -leiter und deren Abminderungsstunden,

Frauenbeauftragte, Leistungsprä-

Eine begabungsgerechte Gliederung ist der

erste Schritt zur individuellen Förderung

unserer Kinder. Diese Erkenntnis zog sich

wie ein roter Faden durch das schulpolitische Forum

der Lehrerverbände im sbb (SLV im VBE,

PVS, LVBS, KEG gemeinsam mit der CDU-

Landtagsfraktion), an dem 150 Eltern-, Schülerund

Lehrervertreter aus Sachsen teilnahmen.

„Nicht jedes Kind gleicht dem anderen. Während

der eine gern musiziert und Naturwissenschaften

spannend findet, nimmt der andere lieber den

Hammer in die Hand oder trommelt im Spielmannszug“,

so Gerhard Pöschmann, Stellvertretender

Landesvorsitzender des sbb.

In seinem Impulsreferat verwies der Kultusminister,

Prof. Dr. Wöller, auf den Zusammenhang von

mien, Lehrerfort- und Weiterbildung, Schulen in

freier Trägerschaft, Schwerbehinderte, BTV, Sonderurlaub,

Sportlehrer, Beurteilungen, Wiedereingliederung

Langzeitkranker, Lehrerfragebögen,

Arbeits- und Gesundheitsschutz, Betriebsärzte,

Haftung von Lehrkräften, Beurteilungsrichtlinien,

Abschluss von Dienstvereinbarungen ... Dies alles

waren Maßnahmen und Entscheidungen des SMK,

an denen der Hauptpersonalrat zu beteiligen war.

Ein wichtiges Ereignis im LHPR-Leben ist das

Vierteljahresgespräch, an dem vonseiten des Arbeitgebers

fast ausschließlich Staatssekretär HansjörgKönig

und Ministerialdirigent Matthias Hüchelheim

teilnehmen. Hier werden alle oben

genannten Fragen und Probleme vorgetragen und

besprochen. Sachverständige werden nach Bedarf

hinzugezogen. (Die Anwesenheit des jeweils aktuellen

Ministers hält sich sehr in Grenzen.)

Was die Mitglieder des LHPR besonders und gern

pflegen, sind die Kontakte zu den einzelnen Schulen.

Dabei arbeiten wir eng mit den Bezirkspersonalräten

zusammen. Wo und wann es nur irgend

möglich ist, kommen wir den Einladungen zu Personalversammlungen

an den Schulen nach.

Sie können sich dabei gern an die Vertreter der Gemeinsamen

Liste im Lehrerhauptpersonalrat wenden.

Da diese im Lehrerkalender des SLV nicht

genannt werden und in vielen Lehrerzimmern kein

entsprechender Aushang zu finden ist, hier noch

einmal zur Information ihre Namen:

Grundschulen: Elke Liebing, Vera Weiße

Mittelschulen: Rita Kiriasis, Birgitt Noack,

Wolfgang Renner

Gymnasien/Kollegs: Katrin Mulcahy, Carola

Damme, Jens Weichelt,

Gerhard Pöschmann

Förderschulen: Karin Kolodzej

Berufsschulen: Reinhard Plicka

Ein kleines Jura-Studium wäre für die Genannten

und alle anderen Personalvertreter sehr von Nutzen:

BGB, KSchG, SGB, VwV, SächsFFG, ... Bis

es so weit ist, danken wir unserer Juristin, Frau

Raum, für ihre Beratung in jeder Lebenslage!

Zum Schluss noch ein Vorschlag: Es dürfte für

viele Vorgesetzte – hier denke ich besonders an

Schulleiterinnen und -leiter – sehr hilfreich sein,

wenn auch sie eine Schulung in Sachen Personalvertretungsrecht

erhalten würden. Damit wären

bestimmt viele Unklarheiten und Diskussionen

von vornherein zu vermeiden!

Vera Weiße

Mitglied des Lehrerhauptpersonalrates

Fachgruppe Grundschule

Bildungschancen sind Lebenschancen

Bildungsforum der Lehrerverbände im sbb

Bildung und späterem Leben. Er stellte fest: „Unser

sächsisches Schulsystem hat sich vom Erfolgsmodell

zum Exportschlager entwickelt. Sachsen

ist dort, wo andere hinwollen.“ Der Minister bekräftigte,

dass es mit der CDU in Sachsen im Interesse

unserer Kinder keine verlängerte Grundschule

geben wird.

Insbesondere die Ergebnisse der PISA-E-Studie

zeigen, dass die Länder mit einem gegliederten

Schulsystem auch international ganz vorn mitspielen.

„Was mich in der Diskussion überrascht, ist,

dass man hier überhaupt über das Schulsystem redet.

Ich finde, in Sachsen gibt es keinen Grund,

über das Schulsystem zu sprechen“, äußerte Prof.

Prenzel, Nationaler Projektmanager für PISA

2006.

„Was den Zeitpunkt der Differenzierung betrifft,

so sagen die Fakten und alle namhaften Studien für

Deutschland eindeutig aus: Sechsjährige Grundschule

oder integrierte Orientierungsstufe bringen

nichts – weder kognitiv noch sozial“, so Josef

Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes,

und er zitiert einen der frühen Säulenheiligen des

Gesamtschulwesens, Heinrich Roth, der eingestehen

musste:

„Die Denkbegabung und das Denkbedürfnis

bricht im zehnten/elften Lebensjahr in so verschiedenen

Stärken durch, dass die Unterschiede ... das

Auffälligste sind, was man in diesem Alter betrachten

kann. Hier hilft keine romantisch-pädago-

gische Verbrämung! ... Im Interesse der Höchstausbildung

aller Begabungsgrade kommen wir um

die Trennung nach dem Grad der Begabung im

zehnten/elften Lebensjahr nicht herum.“

10 2/2009 +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++

Gerhard Pöschmann

Rita Kiriasis


Information

Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zu Teilleistungsstörungen

Das Bündnis 90/DIE GRÜNEN informierten

am 04.03.2009 auf einer Pressekonferenz

zu ihrem Gesetzesentwurf zur Gleichstellung

von Schülerinnen und Schülern mit

Teilleistungsstörungen beim Lesen und Rechtschreiben

(Legasthenie) oder Rechnen (Dyskalkulie)

in Sachsen.

Sie wollen dazu beitragen, dass Schülern mit diesen

Störungen geholfen wird. Etwa 4 Prozent aller

Schüler in Deutschland (in Sachsen etwa 18.000)

sind nach Schätzungen des Bundesverbandes für

Legasthenie und Dyskalkulie allein von LRS betroffen.

Man geht von etwa der gleichen Anzahl

Schülerinnen und Schüler aus, die eine Teilleistungsstörung

im Rechnen haben.

Die Fraktion möchte der vorliegenden Verwaltungsvorschrift

zur Legasthenie und den Empfehlungen

zur Förderung von Schülern mit Dyskalkulie

einen gesetzlichen Rahmen verleihen. Das

heißt, es soll ein gesetzlich verankerter Anspruch

geschaffen werden, durch den diese Schüler einen

grundgesetzlichen Rechtsanspruch auf individuelle

Entwicklung und Förderung erhalten.

Damit könnte man die Situation für Betroffene

verbessern, denn es gäbe einen Anspruch auf Unterstützung,

was Eltern, Schülern und Lehrern

gleichsam zugute käme. Nach anerkannter Behinderung,

die durch speziell ausgebildete Diagnostiker

festgestellt werden muss, stehen dann verschiedene

spezielle Fördermöglichkeiten zur

Verfügung.

Da die Ursachen der Dyskalkulie noch nicht abschließend

geklärt sind und diese somit in Sachsen

nicht vollumfänglich als Teilleistungsstörung anerkannt

werden, haben es die Betroffenen besonders

schwer, eine maßgeschneiderte Förderung zu erhalten.

Das soll nun durch das Gesetz geändert werden.

Die möglichen Maßnahmen könnten z. B. das Aussetzen

bei der Notengebung sein, die Reduzierung

Hinweise zum

Strukturausgleich

Für alle Mitglieder, die nach der Tabelle in der

Anlage zum § 12 TVÜ-L berechtigt sind, stellen

wir rein vorsorglich ein Formular zur Geltendmachung

der Ansprüche ab dem 01.11.2008 zur

Verfügung. Nach wie vor geben die Bezügestellen

des FS keine befriedigende Antwort zum

Umgang und zur Regulierung dieser Ansprüche

berechtigter Kollegen. Man müsse auf die Umsetzungshinweise

des Sächsischen Staatsministeriums

der Finanzen warten. Haben Sie auf diese

Geltendmachung Antwort erhalten, so rufen

Sie bitte zur Absprache der weiteren Vorgehensweise

unter Tel. 0351 8392217 an. Bitte beachten

Sie, dass der Anspruch für den November

2008 spätestens am 29. Mai 2009 (postzugehend

bei der Regionalstelle und nachrichtlich postzugehend

bei der Bezügestelle) schriftlich durch

Sie persönlich gem. § 37 TV-L geltend gemacht

sein muss.

Claudia Raum

Juristin

der Anzahl von Aufgaben bei Arbeiten oder das Gewähren

von mehr Arbeitszeit und das Zurverfügungstellen

passender Hilfsmittel. Dies wird zurzeit

bei anerkannter LRS heute schon praktiziert. Das

würde den Druck on den Schülern nehmen und sie

hätten Erfolge, was sich positiv auf die Entwicklung

auswirkt.

Frau Günther-Schmidt von der Grünen Fraktion

erklärte: „Es dürfe nicht zur Diskriminierung der

Kinder führen. Auf den Zeugnissen darf also nicht

vermerkt werden, dass der Schüler aufgrund seiner

Teilleistungsstörung keine Note erhält. Das stigmatisiert

ja die Betroffenen.“ Die konkrete Umsetzung

der Diagnostik, wer diese durchführen kann

+++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++

und soll, steht noch nicht fest. Vorgesehen sind die

Schulpsychologen – die zurzeit zahlenmäßig überhaupt

nicht für anstehende Aufgaben ausreichen,

und speziell weitere Lehrer, vor allem aus dem

Grundschulbereich. Denn den Betroffenen muss

schnell geholfen werden. Es kann nicht hingenommen

werden, dass „diese still vor sich hin leiden“,

so die Politikerin. Vorreiter ist der Freistaat Bayern,

der dies bereits erfolgreich praktiziert.

Der Gesetzentwurf wird im März ins Parlament

eingebracht. Warten wir das Ergebnis ab.

Sabine Schneider

Mitglied des Lehrerbezirkspersonalrates Bautzen

2/2009 11


Bildung

10. Sommerakademie Tradition in den Sommerferien

Seit Jahren bilden sich Lehrerinnen und Lehrer

traditionell in den ersten drei Tagen der Sommerferien

weiter. Viele sind schon das 9. Mal Teilnehmer

der Sommerakademie, herzlichen Dank!

Auch dieses Jahr wird die Sommerakademie des

Sächsischen Lehrerverbandes im VBE vorbereitet.

Seminare mit interessanten Themen und hervorragenden

Referenten sind für Sie wieder vorgesehen.

Die Sommerakademie findet vom

29.06.2009 bis 01.07.2009

im Erlebnisgasthof und Hotel Braugut

in Hartmannsdorf

(www.braugut.de) bei Chemnitz statt.

Liebe Mitglieder des SLV, ich lade Sie recht

herzlich dazu ein. Zum 10. Mal werden sich Kolleginnen

und Kollegen aus ganz Sachsen zu einer

qualitativ hochwertigen Fortbildung unseres

Anmeldecoupon

Ich möchte an der 10. Sommerakademie teilnehmen:

Name: Vorname:

Telefon:

Adresse: PLZ: Ort:

Straße:

Schule/Schulart::

Verbandes mit vielen abwechslungsreichen Themen

treffen.

Wir wollen aber auch unser Verbandsleben in den

drei Tagen mit Kultur und guter Laune gestalten

Zimmerwunsch: EZ DZ

(Zuschlag 10,00 Euro) (wenn möglich, Mitbewohner benennen)

Meine Teilnahme ist verbindlich: Unterschrift:

Tradition in den Sommerferien

Folgende Themen und Gesprächsrunden sind geplant:

1. Dienstrecht und Schulrecht, Teil 3

- Lehrerdienstrecht, Orientierungsrahmen, Fortbildung, Erfassung des Stundenausfalls,

Haftung u. a. im Schulbereich

- Datenschutz im Schulbereich

- Aktuelles Tarifrecht, u. a. Strukturausgleich, Anfragen und Probleme der Teilnehmer

Referentin: Frau Claudia Raum, Juristin unseres Verbandes

2. Entspannung – Theorie und Praxis

- Entspannungsübungen und Entspannungstechniken für Schüler und Lehrer

Referent: Vertreter der Barmer Ersatzkasse

3. Ziele und Aufgaben des Schuljahres 2009/2010 – Aktuelle Probleme und Anfragen

Referenten: Mitglieder des Landesvorstandes

4. Mentaltraining für Kinder und Lehrer, Teil 2 (Weiterführung aus der 9. Sommerakademie)

Referentin: Frau Jeanette König, Lehrerin am Chemnitzer Schulmodell,

Lern- und Gedächtnistrainerin

5. Eine Reise quer durch Chemnitz!

- Wissenswertes, Schulisches, Ansehenswertes und Essbares

(Lassen Sie sich wieder überraschen!)

6. Persönlichkeitstraining für Schüler und Lehrer

- Hirngerechtes Lernen

- Pubertät – wichtiger Faktor

- Klassenleiter, Arbeit mit Eltern

- Ganztagsangebote

- Prüfungsvorbereitung – Berufsvorbereitung

Referentin: Frau Annett Kermer, Fachberaterin MS Gablenz Chemnitz,

Coach für Kommunikation – Lern- und Gedächtnistrainer

7. Unfallkasse Sachsen

- Was muss ich als Lehrer alles wissen?

- Unfälle – Wie verhalte ich mich?

- Sicherheitsbestimmungen u. v. m.

8. Bowlingabend und Spaß am Sport (Schuhe mitbringen)

und somit den Übergang in die wohlverdienten

Sommerferien vorbereiten.

Unser Tagungshotel und Erlebnisgasthof Braugut

in Hartmannsdorf ist uns wohlbekannt für

Gastlichkeit, tolles Ambiente und gutes Essen.

Die Route muss nicht mehr angegeben werden,

die Autos finden den Weg von allein, denn viele

Teilnehmer werden das 3. Mal im „Braugut“

einchecken.

Das Konzept steht – die Referenten sind bestellt

– nun warte ich nur noch auf Ihr Kommen!

Ich bitte um Ihre Teilnahmemeldung bis zum

05.06.2009 an die SLV-Landesgeschäftsstelle

in Radebeul (auch per Fax 0351/83922-13 möglich).

Der Teilnehmerbeitrag beträgt 75,00 Euro.

Sobald Sie sich angemeldet haben, erhalten Sie

die Tagungsunterlagen sowie die Daten des Verbandskontos,

um den Betrag einzuzahlen. (Mindestteilnehmerzahl

32 Personen)

Ich freue mich auf Ihr Kommen

Ihre Ingrid Büttner

12 2/2009 +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++


„Sieben „Sieben auf auf einen einen Streich“ Streich“ –

Der Der 7. Zwickauer Zwickauer Lehrertag

Lehrertag

Die Zahl 7 soll auch eine Glückszahl sein. Und

wir hatten Glück mit unserem 7. Zwickauer Lehrertag,

der an einem 7. – nämlich dem 7. März

2009 – stattfand.

Kurz nach 7.00 Uhr waren bereits die Organisatoren

vor Ort, um die letzten Vorbereitungen zu

erledigen. Die Pestalozzi-Mittelschule in Wilkau-Haßlau

bot wie immer einen würdevollen,

angenehmen Rahmen für unsere Fortbildungsveranstaltung.

Sieben Themen standen den rund

100 Teilnehmern zur Verfügung. Es waren sehr

lebendige, praxisnahe sowie beratende Vorträge

der Referenten Frau Prof. Dr. Rosenbaum, Frau

König, Frau Richter, Frau Böttger, Herrn Wolf,

Frau Klinder als Ansprechpartnerin der Schwerbehindertenvertretung

sowie der Mitglieder des

SLV im LBPR. Sie verstanden es in hohem Maße,

ihre Zuhörer zu begeistern, sodass in allen

Räumen eine richtige schöpferische Atmosphäre

zu spüren war. An den Pädagogen selbst liegt

es nun, wie sie die interessanten und vielfältigen

Inhalte für ihre Arbeit nutzen und in ihrer Arbeit

umsetzen. Dazu gehört auch das 7. Thema, das

an diesem Tag in der „Außenstelle“ im Daetz-

Centrum Lichtenstein stattfand.

Vertreter von 7 Verlagen, Schullandheimen und

der BARMER präsentierten vor Veranstaltungsbeginn

und in der Pause ihre Angebote.

Natürlich standen in altbewährter Weise zur Stärkung

zwischendurch lecker belegte Brötchen,

Obst sowie Getränke allen Teilnehmern zur Verfügung.

Sieben Mal vielen Dank den Referenten, den Ausstellern,

dem Team der Pestalozzi-Mittelschule

Wilkau-Haßlau, den Organisatoren und allen Teilnehmern,

die an diesem 7. März zum Gelingen des

7. Zwickauer Lehrertages beigetragen haben.

Regina Schädlich

KV Zwickau

Die „Außenstelle“ des

7. Zwickauer Lehrertages

Kunst und Handwerk

Auf den ersten Blick war es zum Zwickauer Lehrertag

ein außergewöhnliches Thema: „Wo Holz

lebendig wird – Meisterwerke internationaler

Holzbildhauerkunst“. Auch der Ort dieser Veranstaltung

lag etwas außerhalb von Zwickau, im

Daetz-Centrum Lichtenstein. Holzgestaltung in

einer einzigartigen Perfektion, einer inhaltlichen

Vielfalt und einer gelungenen Inszenierung – so

könnte man nüchtern gesehen den Besuch dieser

Dauerausstellung betrachten.

+++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++

Bildung

Es war aber deutlich mehr, was unsere kleine,

aber interessierte Besuchergruppe in den Bann

gezogen hat. Es baute sich eine ungewöhnlich

emotionale Beziehung zu diesen Unikaten, bestehend

aus dem scheinbar toten Werkstoff Holz,

auf. Vielleicht lag es an der thematischen Reise

durch fünf Kontinente oder an der Ausprägung

völlig unterschiedlicher Techniken und Zeitabschnitten

der Bearbeitung, sicher lag es aber auch

an der gelungenen Führung durch Markus Maurin

vom Daetz-Centrum Lichtenstein.

Die Fülle der Informationen, die geschichtlichen

und sozialen Hintergründe der Exponate und

nicht zuletzt die aktive Einbeziehung von uns

Teilnehmern machten den besonderen Reiz dieser

Veranstaltung aus. Zur Nachahmung empfohlen

– und da waren sich alle Beteiligten einig –

ist dieses Erlebnis mit Lehrern und Schülern in jedem

Falle. Themenbezogene Angebote des Veranstalters

sind auf spezielle Altersgruppen zugeschnitten

und flexibel zu vereinbaren.

So gesehen war dieses besondere Angebot innerhalb

des diesjährigen Zwickauer Lehrertages eine

echte Bereicherung und sollte im besten Sinne

Schule machen.

Joachim Hübner

Vors. KV Aue-Schwarzenberg

2/2009 13


Einkommensrunde 2009

Der SLV vertritt Ihre Interessen

Mitgliederbefragungen haben für uns eine hohe Bedeutung

Wir arbeiten mitgliederorientiert!

Der erste Mitgliederbrief in meiner Funktion als

Landesvorsitzender enthielt neben wichtigen aktuellen

Informationen auch einen Fragebogen zur

Einkommensrunde 2009. Noch bevor ein Gespräch

zur Tarifpolitik mit Frank Stöhr, dem Vorsitzenden

der dbb tarifunion, am 7. Januar in Dresden

stattfand, sollten die Meinungen zur Einkommensrunde

2009 und zu weitergehenden tarifpolitischen

Forderungen erfragt werden. Die Mitgliederbefragung

hatte einen so großen Zuspruch

gefunden, wie noch nie zuvor. Das Ergebnis spiegelte

auch eindeutig die Unzufriedenheit mit den

derzeitigen Arbeitsbedingungen in Sachsen wider

und war zugleich der Auftrag an den SLV als Lehrergewerkschaft,

schnellstens aktiv zu werden.

Auch wenn mittlerweile die Einkommensrunde

2009 Geschichte ist, so soll deren Ausgangspunkt

noch einmal in Erinnerung gerufen werden.

• 96 Prozent sprachen sich für Protestkundgebungen,

z. B. vor dem sächsischen Finanzministerium,

aus, wenn die Verhandlungen

keine Erfolge zeigen.

• 89 Prozent waren der Auffassung, dass sich

auch die sächsischen Lehrer an Warnstreiks/Streiks

beteiligen müssen.

• Nur 7 Prozent würden ein unbefriedigendes

Verhandlungsergebnis akzeptieren

anstelle von Arbeitskampfmaßnahmen wie

Warnstreiks/Streiks.

Das war ein klares Votum unserer Mitglieder!

Auch weitere tarifpolitische Positionen des SLV

(siehe Diagramm) wurden in der Mitgliederbefragung

als wichtige Forderungen eingestuft.

Ost-West-Angleichung der Jahressonderzahlung

lineare Einkommenserhöhung (8-Prozent-

Förderung)

Vorziehen der Ost-West-Angleichung

der Entgelttabellen

Strukturausgleich auch für Eingruppierungen

nach 1995

Weiterführung ATZ

tarifliche Eingruppierung

tarifgemäße Zulage bei Übertragung

höherwertiger Tätigkeit

1 = besonders wichtig, 6 = überhaupt nicht wichtig

In Potsdam wurden die Weichen

gestellt

Bereits bei den Tarifverhandlungen in Potsdam

haben wir zusammen mit der dbb tarifunion

durchsetzen können, dass der Strukturausgleich

auch für Lehrer gezahlt wird, die nach 1995 eine

höhere Vergütungsgruppe erlangt haben. In der

Anlage zum Tarifabschluss heißt es:

„Bei aus dem Geltungsbereich des BAT-O übergeleiteten

„Erfüller“-Lehrkräften mit Ausbildungen

nach dem Recht der ehemaligen DDR wird,

sofern sie nach dem 1. Juli 1995 im Wege der Hö-

hergruppierung eine Vergütungsgruppe erreicht

haben, die für vergleichbare Lehrkräfte mit Ausbildungen

nach bundesdeutschem Recht das Eingangsamt

darstellt, diese Vergütungsgruppe als

für den Strukturausgleich maßgebliche Vergütungsgruppe

angesehen.“

Wir sind damit einer weiteren Diskriminierung der

DDR-Abschlüsse entschieden entgegengetreten,

auch wenn diese Regelung nur für bestimmte Altersgruppen

von Lehrkräften Bedeutung hat und

die Ausgleichsbeträge eine relativ geringe Höhe

aufweisen. Hier geht es ums Prinzip! Seit nunmehr

fast 19 Jahren hat das Sächsische Finanzministerium

die Lehrerausbildung der DDR zur Grundlage

von Einsparmodellen gemacht. Spätestens die

2008 veröffentlichte PISA-Studie offenbarte anhand

des Abschneidens der ostdeutschen Länder,

insbesondere der drei mitteldeutschen, dass unsere

Lehrer Spitze sind und die Ausbildung keine Degradierung

der Abschlüsse rechtfertigt.

Diese objektiven Tatsachen müssen auch bei der

Entgeltordnung für die Beschäftigten der Länder

(tarifliche Eingruppierung), die nach den Sommerferien

verhandelt wird, Grundsatz sein. Der

SLV hat diese Forderung bereits vor Jahren erho-

ben und gemeinsam mit der dbb tarifunion haben

wir in Potsdam durchgesetzt, dass die Verhandlungen

nach den Sommerferien beginnen werden.

Punkt 7 des Tarifabschlusses besagt: „Es wird vereinbart,

unverzüglich nach den Sommerferien

Verhandlungen zur Entgeltordnung (einschließlich

des Lehrerbereichs) aufzunehmen.“

Auf den Personalrätekonferenzen des SLV im

Frühjahr 2008 haben wir erste Eckpunkte zur Diskussion

gestellt. Diese Aussprachen werden nun

verstärkt fortgesetzt, damit wir mit überzeugenden

Argumenten in die Verhandlungen gehen können.

14 2/2009 +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++

1,34

1,35

1,65

1,79

1,83

1,87

2,23

1 2 3 4 5 6


Wir haben endlich die Chance, durch bundesweit

verbindliche Regelungen die Abwertung unserer

Abschlüsse zu beenden. Die angestrebte tarifliche

Eingruppierung ist zugleich Voraussetzung, dass

bei der vorübergehenden Übertragung einer

höherwertigen Tätigkeit auch im Lehrerbereich

eine Zulage gezahlt werden muss, die der Tarifvertrag

(TV-L) schon längst vorsieht: „Wird Beschäftigten

vorübergehend eine andere Tätigkeit übertragen,

die den Tätigkeitsmerkmalen einer

höheren Entgeltgruppe entspricht, und wurde diese

Tätigkeit mindestens einen Monat ausgeübt, erhalten

sie für die Dauer der Ausübung eine persönliche

Zulage rückwirkend ab dem ersten Tag

der Übertragung der Tätigkeit.“ (TV-L § 14, entspricht

zudem BAT-O § 24)

Der Freistaat Sachsen hat seit nunmehr über 10

Jahren in Größenordnungen die Aufgaben von

Schulleitern, stellvertretenden Schulleitern, Oberstufenberatern

usw. an Lehrkräfte übertragen, ohne

dass dafür nur ein Cent mehr Einkommen gezahlt

wurde. Rechtsgrundlage dafür bildete ein

Urteil des Bundesarbeitsgerichts, das eine Besserstellung

von Angestellten gegenüber Beamten

nicht zugelassen hatte. Vor dem Hintergrund, dass

es in Sachsen keine verbeamteten Lehrkräfte gibt,

ist diese Rechtsauffassung unverständlich. Seitdem

werden Schulleitungsaufgaben etc. in großem

Stil für die Dauer von ca. 3 Jahren an Lehrkräfte

„vorübergehend übertragen“ und danach

kommt nicht selten der nächste Lehrer in diesen

„Genuss“.

Eine neue Altersteilzeitregelung

wird gebraucht

Zum Ende des Kalenderjahres läuft der Tarifvertrag

zur Altersteilzeit aus. Bereits jetzt werden

durch die Sächsische Bildungsagentur immer häufiger

Anträge auf Altersteilzeit abgelehnt bzw.

nicht mehr im Blockmodell genehmigt. Viele

Lehrkräfte können es sich jedoch nicht vorstellen,

bis zur Erreichung des Rentenalters vor einer Klasse

zu stehen. Derzeit gibt es in allen Schularten

Verpflichtungen zum Abbau von Lehrerstellen, an

Mittelschulen, Gymnasien und den meisten

Grundschulen arbeiten Lehrer deshalb in Teilzeit.

Sachsen steht vor der Tatsache, dass in den Jahren

2013 bis 2020 von den jetzt 35.000 Lehrkräften

15.000 in Rente gehen werden. Die Absicherung

des Unterrichts ist dann ernsthaft in Gefahr, wenn

nicht schon jetzt eine zukunftsweisende Personalentwicklung

auf den Weg gebracht wird. Die Lösungsansätze

müssen beiden Erfordernissen gerecht

werden: vorzeitiger Altersübergang und

Unterrichtsversorgung. Eine Verlängerung bzw.

Neuauflage des Bundesgesetzes zur Altersteilzeit

würde einen neuen Altersteilzeittarifvertrag erleichtern,

denn die Zuschüsse des Bundes zum

Einkommen und den Rentenbeiträgen sind dringend

notwendig. Parallel dazu führt der SLV Gespräche,

um spezielle Lösungen für den Schulbereich

in Sachsen zu finden.

Mitglieder fordern eine einheitliche

Jahressonderzahlung für Ost und West

20 Jahre nach der friedlichen Revolution ist es

nicht mehr vermittelbar, dass es bei gleicher Arbeit

noch Unterschiede bei der Bezahlung zwischen

Ost und West gibt. Zur Erinnerung: Der Einigungsvertrag

sah die Angleichung bis spätestens

1996 vor!

Aus vielen Gesprächen mit den sächsischen Lehrerinnen

und Lehrern weiß ich, dass es bei der Forderung

nach Ost-West-Angleichung nicht in erster

Linie ums Geld geht. Die hervorragenden Leistungen,

dokumentiert durch das erfolgreiche Abschneiden

bei PISA oder IGLU, müssen anerkannt

werden, und solange es monetäre Abstufungen

gibt, sind alle anerkennenden Worte letztlich Lippenbekenntnisse,

die bekanntlich nichts kosten.

Das zeigt beispielsweise auch das Ergebnis der

Mitgliederbefragung: Die Unterschiede bei der

Jahressonderzahlung sind betragsmäßig geringer

als die Angleichung der monatlichen Bezüge, dennoch

stehen sie an erster Stelle. Die Angleichung

der Entgelttabellen Ost an West wurde im Punkt 2

des Tarifabschlusses von Potsdam nochmals bekräftigt:

„Soweit im Tarifgebiet Ost die Tabellenentgelte

(einschließlich der Beträge aus einer individuellen

Endstufe sowie der Tabellenwerte für

die Entgeltgruppen 13 Ü und 15 Ü) noch nach ei-

+++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++

Einkommensrunde 2009

nem Bemessungssatz von 92,5 v.H. berechnet

sind, tritt an die Stelle dieses Bemessungssatzes ab

1. Januar 2010 ein Bemessungssatz von 100 v.H.“

Im Gegensatz dazu bleiben die Unterschiede bei

der Jahressonderzahlung (vorerst) bestehen.

Höhe der Jahressonderzahlung

gemäß § 20 TV-L

Tarifgebiet Tarifgebiet

West Ost

E 1 bis E 8 95 v.H. 71,5 v.H.

E 9 bis E11 80 v.H. 60 v.H.

E 12 bis E 13 50 v.H. 45 v.H.

E 14 bis E 15 35 v.H. 30 v.H.

Bemessungsgrundlage ist das monatliche Entgelt,

das den Beschäftigten in den Kalendermonaten Juli,

August und September durchschnittlich gezahlt

wird. Die Angleichung der Entgelttabellen von

92,5 % auf 100 % im Januar 2010 führt also nicht

zur Angleichung der Jahressonderzahlung.

Der § 20 TV-L, in dem die Jahressonderzahlung

und damit auch die Ost-West-Unterschiede festgeschrieben

sind, kann auf landesbezirklicher Ebene

mit einer Frist von drei Monaten zum Ende eines

Kalenderjahres gekündigt werden. Es besteht also

Handlungsbedarf in Sachsen, um die Ost-West-

Angleichung der Jahressonderzahlung zu erreichen.

Jens Weichelt

Landesvorsitzender des Sächsischen

Lehrerverbandes im VBE

Impressum

Die „Neue Sächsische Lehrerzeitung“ erscheint

im 20. Jahrgang als Mitteilung des

Sächsischen Lehrerverbandes e.V. im VBE.

Der Bezugspreis ist für Mitglieder im

Mitgliedsbeitrag enthalten. Offizielle Äußerungen

des Sächsischen Lehrerverbandes

e.V. werden als solche gekennzeichnet. Alle

übrigen Beiträge drücken die persönliche

Meinung des Verfassers aus.

ISSN:1435 – 2516

Herausgeber

Der Geschäftsführende Vorstand des

Sächsischen Lehrerverbandes e.V. im VBE

Meißner Str. 69, 01445 Radebeul

Telefon (03 51) 8 39 22-0

Telefax (03 51) 8 39 22 13

Internet www.slv-online.de

Redaktion

Jens Weichelt (kommissarisch)

Verlag, Herstellung und

Anzeigenverwaltung:

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2/2009 15


Einkommensrunde 2009

16 2/2009 +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++


Einkommensrunde 2009

Die Einkommensrunde für den öffentlichen

Dienst der Länder liegt hinter uns. Die sächsischen

Lehrerinnen und Lehrer haben beispiellos

für eine 8-prozentige Tariferhöhung gekämpft

und hätten das auch weiter getan. Wir

haben am 1. März 2009 in Potsdam ein Verhandlungsergebnis

erzielt, das von allen Seiten als

Kompromiss bezeichnet wird und so ist es auch zu

bewerten.

Mitgliederbefragung

In der anschließenden Mitgliederbefragung haben

sich 95 Prozent der Mitglieder des Sächsischen

Lehrerverbandes im VBE für die Annahme des

Verhandlungsergebnisses ausgesprochen, trotz

der Enttäuschung, dass es keine 8 Prozent geworden

sind.

Es war nicht die Höhe des Verhandlungsergebnisses

oder die mangelnde Streikbereitschaft unserer

Lehrer, die für dieses klare Votum ausschlaggebend

waren, sondern die Abwägung der bundesweiten

Erfolgsaussichten eines unbefristeten Arbeitskampfes.

Einschätzung der aktuellen

Warnstreiks

Nach übereinstimmenden Gewerkschaftsangaben

befanden sich in den drei Tagen vor der Verhandlungsrunde

bundesweit 100.000 Beschäftigte im

Warnstreik, davon 54.000 im Osten. In Düsseldorf,

Landeshauptstadt von NRW (18 Mio. Einwohner),

demonstrierten 10.000 Beschäftigte, in

Sachsen (4 Mio. Einwohner) waren es 18.000.

Die Streikwirkung beschränkte sich im Allgemeinen

auf den Schulbereich von Sachsen und

Sachsen-Anhalt, auf die Länder, die sowieso keine

Mehrheit in der „Tarifgemeinschaft deutscher

Länder“ haben und auch nicht als „finanzstark“

gelten.

Ver.di bringt ihre Lage im Flugblatt 04/2009

(www.verdi.de) auf den Punkt:

„Werte Nichtmitglieder, ein ehrliches Wort zur

richtigen Zeit: Uns stinkt, dass ihr uns bei den

Warnstreiks und Mobilisierungen allein gelassen

habt. Denn gemeinsam hätten wir ohne Zweifel für

uns alle mehr rausholen können. Also kommt jetzt

bloß nicht auf die Idee, eure Nichtmitgliedschaft

mit den Schwächen des Kompromisses zu rechtfertigen.

Denn dafür tragt ihr die Verantwortung.“

Ein Erzwingungsstreik bedeutet auch finanzielle

Einbußen für die Streikenden. Keine Gewerkschaft

kann über mehrere Wochen den vollen Nettolohnausgleich

zahlen. Diese finanziellen Verluste

für die Beschäftigten muss ein besserer Tarifabschluss

zusätzlich noch ausgleichen, sonst ist er

nichts wert. Bei der derzeitigen wirtschaftlichen

Talfahrt und der im Westen geringen Beteiligung

an Warnstreiks auf ein besseres Ergebnis nach einem

unbefristeten Streik zu spekulieren, ist zumindest

riskant.

Für die Moral der Streikenden ist es wichtig, die

öffentliche Meinung hinter sich zu wissen. Bei

den ersten Warnstreiks standen 78 Prozent der Bevölkerung

hinter den PISA-Siegern. Der SLV hat

in den Medien immer wieder betont, dass eine bessere

Bezahlung der Lehrer auch zur Gewinnung

des Lehrernachwuchses notwendig ist. Wir haben

die Bürger hinter uns gehabt – aber wie lange

noch? Tagtäglich ereilen uns Meldungen über Entlassungen

und Firmenpleiten – das hat sich in den

Wochen seit dem Tarifabschluss fortgesetzt.

In diesem kurzen Schuljahr stehen bald die Abschlussprüfungen

an, auf die Schüler auch vorbereitet

werden müssen. Das Opfer für den bundesweiten

Erfolg der Einkommensrunde würden bei

einem Streik nur die Schüler in den ostdeutschen

Ländern bringen, die Lehrer nicht oder in geringem

Maße verbeamtet haben. Letztlich müssen

sich diese Schüler bei Hochschulzulassung oder

Ausbildungsplatzsuche gegen Mitbewerber aus

anderen Ländern durchsetzen.

„Langwierige Streiks hätte in dieser Krisen-Zeit

ohnehin niemand recht verstanden – es sei denn,

sie wären auf die Finanzämter beschränkt geblieben.

Die öffentlich Bediensteten wären zudem […]

im Tarif-Kampf nicht sehr weit gekommen. Zum

einen können sie nur in den Ost-Schulen, wo es

mehr Angestellte und weniger Beamte gibt, wirkungsvoll

streiken. Zum anderen hätte den Gewerkschaften

jede weitere Woche Verzögerung die

Begründung für noch höhere Löhne in der Krise

schwieriger gemacht.“ (Sächsische Zeitung-online,

1.3.2009)

Wir haben durch Ihre hohe Beteiligung an den

Streiks erreicht, dass der Tarifabschluss erstmals

zeitgleich auch für den Osten gilt.

Für den SLV ist das 20 Jahre nach der friedlichen

Revolution in der ehemaligen DDR selbstverständlich,

für die ostdeutschen Vertreter der Arbeitgeber

war es das nicht!

Der Landesvorsitzende des SLV auf der Sitzung

der Bundestarifkommission am 28. Februar

2009 in Potsdam

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Einkommensrunde 2009

Der Abschluss in Eckpunkten:

• eine Einmalzahlung in Höhe von 40 €

• eine Erhöhung des Tabellenentgelts um 40

Euro (Ost: 92,5 % = 37 €)* zum 1.3.2009

(entspricht ca. 1 bis 2 % je nach Brutto-Tabellenentgelt)

• eine anschließende Erhöhung um 3 Prozent

zum 1.3.2009

• die Angleichung der Entgelttabellen Ost an

West zum 1.1.2010 (100%) steht fest, das

wurde nochmals festgehalten und gilt auch

für individuelle Endstufen à + 7,5 Prozent

• eine Erhöhung um 1,2 Prozent zum

1.3.2010

• Besitzstandszulagen der Überleitung aus

dem BAT-O (z. B. Kinderanteil des Ortszuschlages)

werden auch um 3 % bzw. 1,2 %

erhöht

• diese Besitzstandszulagen bleiben auch bei

Sonderurlaub wegen Pflege von Familienangehörigen

oder längerer Krankheit von

Kindern erhalten

• Lehrkräfte, die über der höchsten Stufe ihrer

Entgeltgruppe liegen, erhalten bei Entgelterhöhungen

mindestens den Betrag der

höchsten Stufe

• eine Laufzeit von 24 Monaten bis zum

31.12.2010

* Unterschied wird mit der Ost-West-Angleichung

beseitigt, d.h. zum 1.1.2010

Frank Stöhr, Verhandlungsführer der dbb tarifunion,

gibt am 1. März 2009 in Potsdam das Verhandlungsergebnis

bekannt

Die sogenannte „leistungsorientierte Bezahlung“

wurde auf Initiative der Arbeitgeberseite

zum 1.1.2009 gestrichen und wird mit diesem

Abschluss Entgeltbestandteil, im Klartext: es

gibt im Dezember kein „Leistungsentgelt per

Gießkanne“ mehr und das ist unterm Strich ein

Einkommensverlust von knapp 1 Prozent.

Genau davor hat der SLV immer gewarnt. Deshalb

sind wir für einen landesbezirklichen Tarifvertrag

zum Leistungsentgelt eingetreten und

haben mitverhandelt. Das Geld ist weg und der

Tarifabschluss klingt gut.

2/2009 17


Einkommensrunde 2009

Unterm Strich bedeutet das für die oberen Entgeltgruppen

des öffentlichen Dienstes keine wesentliche

Verbesserung gegenüber dem 4,2-Prozent-

Angebot. Besser sieht es für Brutto-Einkommen

unter 2.000 Euro aus: eine Erhöhung des Tabellenentgelts

um 40 Euro sind mehr als zwei Prozent,

worauf die weiteren Steigerungen aufbauen.

Die Einkommensschere zu Bund und Kommunen

konnte geschlossen werden und es gibt kein

Jahr mit Nullrunde

In der Tabelle (rechts oben) sind die tabellenwirksamen

Erhöhungen seit den getrennten Tarifabschlüssen

genannt, Einmalzahlungen und Ost-

West-Angleichung sind nicht berücksichtigt.

Fazit

Ein bundesweit besserer Abschluss in der linearen

Einkommensentwicklung konnte 2009 nicht gelingen.

Bereits seit Beginn der Tarifverhandlungen

haben SLV und dbb tarifunion zielgerichtet Verbesserungen

für die sächsischen Lehrer gefordert,

die auf dieser Ebene durchgesetzt werden können.

Hier haben wir etwas bewegt:

Der Strukturausgleich für die Lehrer mit

DDR-Abschluss, die ab 1995 in eine höhere

(d.h. dem Westniveau nahekommende) Vergütungsgruppe

eingruppiert wurden, muss gezahlt

werden. Dafür hat der SLV seit Ende

2008 gekämpft.

Nähere Informationen zum Strukturausgleich waren

dem Mitgliederbrief vom Dezember 2008 zu

entnehmen.

Nach den Sommerferien werden Verhandlungen

zur tariflichen Eingruppierung von Lehrkräften

aufgenommen. In einer für alle Bundesländer

einheitlichen Eingruppierung besteht

Das war bewegend!

03.02.2009 – Dezentrale Veranstaltungen in Chemnitz, Dresden und Leipzig

Leipziger Lehrer im Warnstreik!

Ungefähr 100 der 140 Leipziger Schulen

waren dem Aufruf des Sächsischen Lehrerverbandes,

der dbb tarifunion und der GEW Sachsen gefolgt.

3.000 Leipziger Lehrer trafen sich zum

Warnstreikfrühstück am Leipziger Volkshaus und

protestierten gegen die starre Haltung der Arbeitgeber

bei den aktuellen Tarifverhandlungen für den

öffentlichen Dienst der Länder.

Helmut Overbeck, stellvertretender Vorsitzender

der dbb tarifunion, forderte in seiner Rede

die Arbeitgeber auf, endlich ein vernünftiges

Angebot vorzulegen. „Für die sächsischen Lehrer

muss bei den Verhandlungen zur Entgeltordnung

eine leistungsgerechte tarifliche Eingruppierung

vereinbart werden.“

endlich die Chance, die Benachteiligungen der

sächsischen Lehrkräfte durch die Eingruppierungsrichtlinie

des sächsischen Finanzministeriums

von 1995 zu beenden. Wir fordern ein tarifliches

Eingruppierungsrecht, das die Diskriminierung

der DDR-Abschlüsse beendet und neben

der Ausbildung auch Erfahrungen und Tätigkeiten

anerkennt.

Bund/Kommunen Länder

2005 bis 2007 0 0

2008 + 50 €, anschließend + 3,1 % + 2,9 %

2009 + 2,9 % + 40 €, anschließend + 3,0 %

2010 ? 1,2 %

Vollständige Entgelttabellen mit den prozentualen Steigerungen finden Sie unter www.slv-online.de .

Steffen Winkler, Tarifverantwortlicher des Sächsischen

Lehrerverbandes und Mitglied der Bundestarifkommission,

sagte in seiner Rede auf der

Leipziger Kundgebung:

„Wir finden es absurd, dass wegen der schlechten

Bedingungen in Sachsen immer noch viele

gut ausgebildete junge Kolleginnen und Kollegen

Sachsen in Richtung Westen verlassen!

Auch das wollen wir nicht weiter hinnehmen.

Chemnitzer Lehrer im Warnstreik!

Ungefähr 80 Prozent der Chemnitzer Schulen waren

dem Aufruf des Sächsischen Lehrerverbandes,

der dbb tarifunion und der GEW Sachsen gefolgt,

darunter alle beruflichen Schulzentren.

1.000 Chemnitzer Lehrer trafen sich zum Warnstreikfrühstück

am Chemnitzer Neumarkt und

Das Referendariat wird künftig mit sechs Monaten

auf die Stufenlaufzeit der Stufe 1 angerechnet,

das heißt: ab 1. März 2009 neu eingestellte

Lehrkräfte erhalten nach einem halben Jahr die

Stufe 2.

Jens Weichelt

Landesvorsitzender des Sächsischen

Lehrerverbandes im VBE

protestierten gegen die starre Haltung der Arbeitgeber

bei den aktuellen Tarifverhandlungen für

den öffentlichen Dienst der Länder.

Vereinzelt wird den Lehrern vorgeworfen, dass sie

bei dieser Einkommensrunde nur an ihr Gehalt

denken und ihre Verantwortung gegenüber den

Schülern vergessen.

„Wir denken auch an unsere Schüler, wenn

wir jetzt dafür Sorge tragen, dass in 5 bis 6 Jahren

genügend junge Lehrer zur Verfügung stehen“,

erwidert Jens Weichelt, Landesvorsitzender

des SLV.

Dresdner Lehrer im Warnstreik!

Ungefähr 85 Prozent der Dresdner Schulen waren

dem Aufruf gefolgt. Es trafen sich 2.000 Dresdner

18 2/2009 +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++


Lehrer zum Warnstreikfrühstück auf dem Schützenplatz.

„Diese Forderung nach einer Erhöhung des

Entgeltes ist mehr als gerechtfertigt angesichts

eines Reallohnverlustes der Beschäftigten von

über 7 % in den letzten 2 Jahren“, so Rita Kiriasis

vom Sächsischen Lehrerverband.

Die Einkommensverluste bei Lehrkräften sind

aufgrund der Teilzeitbeschäftigung noch um ein

Vielfaches höher, sie liegen bei ca. 20 Prozent.

Günter Steinbrecht, Vorsitzender des sbb beamtenbund

und tarifunion sachsen, brachte es

in seiner Rede auf den Punkt: „Wir erwarten,

dass Herr Möllring die Blockadehaltung aufgibt.

Kein Angebot zu unterbreiten, kommt einer

Arbeitsverweigerung gleich.“

Protestkundgebung am 4. Februar

in Dresden

Höhepunkt des zweiten Warnstreiktages bildete

die Protestkundgebung vor dem Finanzministerium

in Dresden. Mehr als 11.000 Streikende waren

dem Aufruf der dbb tarifunion gefolgt. Sie kamen

mit Bussen aus ganz Sachsen in die Landeshauptstadt.

In einem anschließenden Protestmarsch zogen die

Lehrer über die Augustusbrücke in Richtung Finanzministerium.

Auf dem nahezu überfüllten

Kundgebungsplatz machten die Lehrer ihren Forderungen

Luft. Auf zahlreichen Plakaten und

Transparenten verlangten sie u.a. eine sofortige

Angleichung der Ostgehälter an das Westniveau

sowie akzeptable Arbeitsbedingungen, um das

Abwandern hoch qualifizierter Lehramtsabsolventen

aus Sachsen zu verhindern.

Jens Weichelt, Landesvorsitzender des Sächsischen

Lehrerverbandes, traf in seiner Rede besonders

den Nerv der sächsischen Lehrerschaft, indem

er sagte: „Bevor die Staatsregierung

Berechnungen verkündet, was ein Prozent Einkommenserhöhung

den Freistaat kostet, sollte

auch der Ehrlichkeit halber genannt werden,

was auf Kosten der Lehrer gespart wurde ...

mit jedem Prozent Teilzeit!“

Höhepunkt des Warnstreiks –

Kundgebung am 27. Februar

in Dresden

Die Warnstreikaktionen der sächsischen Lehrer hatten

am 27. Februar ca. 1.000 sächsische Schulen erfasst.

Am stärksten waren Gymnasien, Mittelschulen

und Berufsbildende Schulen betroffen. Die Zahl

der Grundschulen, die dem Warnstreikaufruf des

Sächsischen Lehrerverbandes, der dbb tarifunion

und der GEW gefolgt waren, hatte sich gegenüber

den Warnstreiks Anfang Februar erhöht.

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Einkommensrunde 2009

Höhepunkt des Warnstreiktages bildete die Protestkundgebung

vor dem Finanzministerium in

Dresden. 18.000 Lehrer, Polizisten, Verwaltungsangestellte

und Hochschullehrer haben gemeinsam

mit Landesbeamten für die Forderungen der

Gewerkschaften demonstriert. Sie kamen mit

mehr als 240 Bussen aus ganz Sachsen in die Landeshauptstadt.

In einem Sternmarsch zogen die Demonstranten

aus drei Richtungen vor das Finanzministerium.

„Wir fordern eine gerechte Bezahlung – für

Pädagoginnen und Pädagogen wie für alle Beschäftigten

des öffentlichen Dienstes auch in

Sachsen. Wir erwarten endlich ein verhandlungsfähiges

Angebot“, sagte Frank Stöhr,

Verhandlungsführer in Potsdam und Vorsitzender

der dbb tarifunion, zu der auch der

Sächsische Lehrerverband gehört.

„Der Sächsische Lehrerverband hat in den vergangenen

Tagen unzählige Gespräche mit Lehrerinnen

und Lehrern geführt. Immer häufiger

wurden wir gefragt, warum wir so viel Geduld

mit Herrn Möllring haben. Seine 4,2-Prozent-

Mogelpackung sind eine Diskriminierung der

Lehrer und des gesamten öffentlichen Dienstes

der Länder“, bekräftigte Jens Weichelt, Vorsitzender

des SLV, der an den Verhandlungen in

Potsdam teilnahm.

Liebe Mitglieder,

jeder, der bei einer der Veranstaltungen dabei war,

kennt dieses bewegende Gefühl, wenn man so eine

breite Masse hinter sich weiß. Ja, wir haben gekämpft

und nicht mehr, aber auch nicht weniger,

als einen Kompromiss erzielt.

Quellen: Zusammenstellung aus den Pressemeldungen

des SLV.

Sandra Müller

Geschäftsführerin des SLV

2/2009 19


Einkommensrunde 2009

Streikbereitschaft auch im Erzgebirge

„Je höher man ins Gebirge kommt, desto

niedriger wird die Streikbereitschaft“, das

waren die Worte einer Kollegin nach zahlreichen

Anrufen an Schulen des oberen Erzgebirges.

Dem entgegen stand aber die Streikteilnahme

an den Schulen aus den Regionen Olbernhau, Marienberg

und Zschopau. Alle Gymnasien, Mittelschulen

(mit einer Ausnahme), Förderschulen und

mehr als die Hälfte der Grundschulen streikten an

beiden Tagen. Auch ein BSZ beteiligte sich am

zweitenWarnstreik.

Aus Gesprächen mit unseren Ansprechpartnern an

den Schulen wissen wir, dass es nicht immer einfach

war, die Kollegen von der Notwendigkeit der

Streiks zu überzeugen und für die Demonstrationen

zu mobilisieren. Positiv bewerteten viele unserer

Obleute die Unterstützung durch die Schulleiter.

Der überwiegende Teil der streikenden Kollegen

entschied sich, mit zu den Kundgebungen nach

Dresden zu fahren. Jeweils 4 Busse mit knapp 200

Kollegen rollten aus unserer Region an beiden Tagen

trotz Stau und Panne in die Landeshauptstadt

und erlebten dort eindrucksvolle Kundgebungen.

In den Bussen saßen auch „Einzelkämpfer“, die

sich entgegen dem Widerstand ihrer Kollegen für

Warnstreiks im Bereich der RS Zwickau

„Allein der Anblick des langen Demonstrationszuges

vom Carolaplatz über die Augustusbrücke

bis hin zum Landtag entschädigte

für das verspätete Eintreffen am Kundgebungsort.“

Mit diesen Worten brachte eine Zwickauer

Kollegin ihre Eindrücke auf den Punkt. Ihr

erging es wie weiteren Lehrerinnen und Lehrern

im Freistaat Sachsen, die am 27. Februar 2009 dem

Aufruf des Sächsischen Lehrerverbandes und weiterer

Gewerkschaften gefolgt waren. Ein unfallbedingter

Stau auf der A4 verzögerte oder verhinderte

gar die Anreise zum Kundgebungsort, dem

Finanzministerium. Doch die Erkenntnis, dass

auch die sächsischen Lehrerinnen und Lehrer wie

auch andere Beschäftigte des Freistaates gemeinsam

und nachdrücklich ihre berechtigten Forderungen

in der Tarifrunde 2009 anmeldeten, wog

die Verspätung eindeutig auf.

die Streikteilnahme entschlossen haben. Durch die

gute Stimmung entstand ein gewisses Zusammengehörigkeitsgefühl.

So hatten selbst in anderen Gewerkschaften

organisierte Kollegen kein Problem

damit, sich die SLV-Streikwesten überzuziehen

und mit unseren Fahnen zu demonstrieren. Im Zuge

der Streikvorbereitung konnten uns auch Anrufe

von Finanzämtern nicht schocken, denn es waren

nur Anfragen, ob einige von deren Mitarbeiter in

unseren Bussen nach Dresden mitfahren könnten.

Nach ersten Rücksprachen mit unseren Obleuten

sowie örtlichen Personalräten über die Verhandlungsergebnisse

in Potsdam kam weitgehend zum

Ausdruck, dass die Kollegen nicht in Jubel ausgebrochen

sind, aber dennoch den Kompromiss für

akzeptabel halten. Vielleicht konnten wir auch die

Kollegen zum Nachdenken anregen, die sich nicht

am Streik beteiligt haben, denn auch sie werden

von den Ergebnissen des Tarifabschlusses profitieren!

Danken möchten wir allen streikbereiten Lehrern,

die mit ihrer Teilnahme ein deutliches Signal nach

Dresden gesendet haben. Mein besonderer Dank

gilt noch einmal allen unseren Ansprechpartnern,

Mitstreitern und Busverantwortlichen, die durch

Zu dieser Dresdner Kundgebung starteten über 20

vom SLV bereitgestellte Busse aus dem Bereich

der Regionalstelle Zwickau. Viele Lehrerinnen

und Lehrer erkannten die Notwendigkeit der zentralen

Kundgebung – denn schließlich muss der

Protest auch den Adressaten erreichen. Die Zahl

der „Demobusse“ wurde im Vergleich zur ersten

Kundgebung am 04. Februar erheblich übertroffen.

Auch insgesamt stieg die Streikbereitschaft

der Lehrerinnen und Lehrer in unserem Regionalstellenbereich,

was sich in einer größeren Zahl bestreikter

Schulen niederschlug.

Im Regionalstellenbereich Zwickau bildeten die

Warnstreiks am 04. Februar den Auftakt. Dazu

zählen auch die Kundgebungen in Zwickau und

Plauen, auf denen die Vertreter des SLV neben anderen

Gewerkschaftsvertretern sprachen. Hans-

Jürgen Schneider erklärte auf dem Zwickauer

ihren persönlichen Einsatz den Streikerfolg in unserer

Erzgebirgsregion erst ermöglichten und für

eine reibungslose Organisation in den Bussen

sorgten.

Katlen Worotnik

KV Marienberg, Mitglied des Landesvorstandes

Georgenplatz: „Die Beschäftigten des öffentlichen

Dienstes stehen für einen funktionierenden öffentlichen

Dienst. Auch die Lehrer an den Schulen

Sachsens stehen ihren Mann und ihre Frau und geben

ihr Bestes. Dies zeigen nicht nur die Ergebnisse

der Pisa-Studien. Für gute, ja sehr gute Arbeit

haben wir auch einen guten Lohn bzw. gerechtes

Entgelt verdient.“ In Plauen sagte Michael Schäfer:

„ Wir stehen hier wegen einer besseren Bezahlung,

aber wir streiken auch für bessere Arbeitsbedingungen.

Wie Ihr wisst, komme ich aus der

Förderschule. Dort fällt planmäßig Unterricht in

Größenordnungen aus. Seit Jahren werden die Arbeitsbelastungen

schleichend erhöht. Da werden

Schulfremdenprüfungen, Ganztagesangebote,

Präsenztage und vieles weitere von uns erwartet,

ohne dass im Gegenzug Abminderungsstunden

ausgereicht werden. Und das alles noch in

Zwangsteilzeit.“

Olaf Schrader-Uhlig

Verantwortlicher RS-Bereich Zwickau

20 2/2009 +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++


Warnstreikreminiszenzen aus der

Regionalstelle Leipzig

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen!

Das war im wahrsten Sinne des Wortes ein

bewegter Monat Februar, mussten doch die

Kollegen an drei Tagen im Rahmen eines Warnstreiks

ihren Forderungen nach 8 % mehr Gehalt

Nachdruck verleihen. Dabei ging es nicht nur um

diese längst fällige Gehaltserhöhung, sondern auch

um weitere tarifpolitische Forderungen, wie z. B.

- die Beseitigung der Ost-West-Unterschiede bei

der Jahressonderzahlung,

- ein tarifliches Eingruppierungsrecht und

- das Gewähren des Strukturausgleichs für benachteiligte

Lebensaltersstufen.

Inhalt unseres Warnstreiks war es aber auch, die

vorfristige Rückkehr zur Vollbeschäftigung in allen

Schularten anzumahnen – denn der Lehrerberuf

kann von seinem Anspruch her kein Teilzeitjob

sein.

Helmut Overbeck, Elke Ringel, Christine

Schmerwitz, Dagmar Hauptvogel am 3. Februar

2009 vor dem Volkshaus in Leipzig

Dabei fiel es vielen Kollegen nicht leicht, sich diesem

Warnstreik anzuschließen. Doch nach Jahren

des Gehaltsverzichts und unfreiwilliger Teilzeit an

Grundschulen (Trendwende erst seit Schuljahr

2008/09 ), Mittelschulen und Gymnasie war nun

für die sächsischen Lehrer der Leidensdruck so

groß, dass die Kollegen zum Warnstreik entschlossen

waren. Denn vor dem Hintergrund weltweiter

wirtschaftlicher Krisen gestalteten sich die

Tarifverhandlungen 2009 besonders problematisch.

Wenn aber zur Sanierung von Banken in

Deutschland Hunderte Milliarden Euro zur Verfügung

gestellt werden können, dann müssen ganz

einfach für die Angestellten des öffentlichen

Dienstes auch finanzielle Mittel da sein.

Kollegen des BSZ 9 am 4. Februar 2009 in Dresden

vor der Streikaktion

Mit Busnummer 3 zum Warnstreik am 27. Februar

2009 nach Dresden

Marsch über die Augustusbrücke am 4. Februar

2009

So fanden in den einzelnen Regionen Sachsens am

3. Februar Warnstreiks statt. In Leipzig versammelten

sich ca. 3.000 Lehrer aus rund 200 Schulen

vor dem Volkshaus. Am 4. Februar fuhren die

Kollegen mit Bussen nach Dresden, um vor dem

sächsischen Finanzministerium ihren Forderungen

Nachdruck zu verleihen. Selbst die Zahl von

Präsenz des SLV vor dem SMF

11.000 Demonstranten des gesamten öffentlichen

Dienstes Sachsens reichte dem Arbeitgeber noch

nicht , um auf unsere o.g. Forderungen einzugehen.

Aus diesem Grund einigten sich die Spitzengewerkschaften

auf den 27. Februar, um nochmals

sachsenweit zu einem Warnstreik aufzurufen.

An diesem 27. Februar befanden sich nun

nicht nur Lehrer im Warnstreik, sondern auch alle

angestellten Beschäftigten des öffentlichen Dienstes.

Breite Unterstützung bei diesen Warnstreiks

erfuhren wir durch die Medien, durch die Eltern,

durch Spitzenvertreter der dbb tarifunion, durch

den Vorsitzenden und den Tarifverantwortlichen

des SLV. Kollegen, wie Antje Stolle, Elke Ringel,

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Einkommensrunde 2009

Gerhard Pöschmann vom PVS am 27. Februar

2009 vor dem SMF

Bei der Rede von Prof. Unland, Staatsminister

für Finanzen, hielt man sich die Ohren zu.

Nichts Neues aus dem SMF – das haben wir

schon zu oft gehört.

Warnstreik geschafft – jetzt geht es zurück nach

Leipzig

Christine Schmerwitz und Volker Sommer, waren

gefragte Interviewpartner bei Funk und Fernsehen.

Nur durch unser Engagement, unsere Präsenz „auf

den Straßen“ Sachsens konnten wir die starre Haltung

der Arbeitgeberseite in diesem Tarifkonflikt

aufbrechen und am 28. Februar in Potsdam einen

Erfolg erzielen, der einen beiderseitigen Kompromiss

darstellt – dafür herzlichen Dank an alle Kollegen.

Christine Schmerwitz

Verantwortliche für die Regionalstelle Leipzig

2/2009 21


Einkommensrunde 2009

Erfahrung Arbeitskampf auch in Ostsachsen

Vor drei Jahren, als es um den BTV-Abschluss

ging, stand ich mit Megaphon inmitten

meiner Kollegen auf dem Fußweg vor

dem Schulgelände.

Aufgefädelt wie eine Perlenschnur hatten wir uns

an die verkehrsreiche Straße gestellt. Unsere Forderungen

waren auf selbst gebastelten Plakate und

Transparente geschrieben. Viele vorbeifahrende

Fahrzeuge hupten uns zu. Sie verstanden unsere

Forderungen. Danach zogen wir gemeinsam mit

Schülern durchs Wohngebiet. Zwei Stunden

Warnstreik waren schnell vorüber. Eigentlich

dachte ich damals, diese Erfahrung sei einmalig,

aber knapp drei Jahre später wurde die Tarifsituation

für uns noch ernster: Eine Differenz zu den Angestellten

des öffentlichen Dienstes von Bund und

Sehr geehrte Mitglieder

des Sächsischen Lehrerverbandes,

die Einkommensrunde 2009 liegt nun hinter uns.

Der Dank gilt all denjenigen, die mit ihrem persönlichen

Einsatz diese begleitet haben. Viele Betroffene

waren anfänglich vom Verhandlungsergebnis enttäuscht

und der Sächsische Lehrerverband hat in

seinen öffentlichen Darstellungen nie versucht, das

Ergebnis zu schönen – sind wir doch selbst alle Lehrer

und damit betroffen. Der ehrliche und kritische

Umgang mit dem Verhandlungsergebnis sowie die

Erläuterungen der Rahmenbedingungen wurden Ihnen

in Form eines Mitgliederbriefes zugestellt. Darüber

hinaus enthielt der Brief eine Mitgliederbefragung.

Bis zum Redaktionsschluss gingen die Meinungen

von knapp 18 Prozent der Mitglieder des

SLV, die im aktiven Dienst stehen, ein.

Auswertung:

92 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer, die sich an

der Mitgliederbefragung beteiligten, votierten für

die Annahme des Verhandlungsergebnisses.

92 %

(Graphische Auswertung [Stand 12.03.2009]:

Karsten Höink, KV Weißwasser )

Kommunen und noch immer keine Gleichstellung

der Lehrer in den östlichen mit den westlichen

Bundesländern tat sich vor den Verhandlungen der

dbb tarifunion und verdi zu Beginn des Jahres

2009 auf.

Unsere Forderung nach 8 % Lohnerhöhung wurde

vom Arbeitgeber ignoriert.

So hieß es, sich zu formieren!!!

Das erste Mal stand die Herausforderung, einen

vollen Unterrichtstag die Arbeit ruhen zu lassen.

Der Aufruf vom SLV und anderen dbb-Gewerkschaften

zog uns nach Dresden.

So hieß es, Kollegien zu mobilisieren, Buslogistik

zu betreiben und einen reibungslosen Ablauf der

regionalen Demonstration in Bautzen gemeinsam

mit den Vertretern der GEW zu planen.

An meiner Seite fand ich engagierte Kreisvorsitzende

unseres Verbandes sowie LBPR- Mitglieder

der gemeinsamen Liste der Lehrerverbände im

sbb. Gemeinsam planten wir den Ablauf des 04.

Februar. Im Mittelpunkt standen der Protestmarsch

und die Kundgebung vor dem Sächsischen

Finanzministeriums in Dresden.

Internet und Telefon waren uns wichtige Helfer

bei der Koordinierung und Absprache.

Die Rückmeldung der beteiligten Kollegen aller

Schularten schlug sofort an.

Mehrere Hundert Lehrerinnen und Lehrer standen

dann 9.00 Uhr in Bautzen auf dem Platz am Rei-

Die dbb tarifunionhatte einen bundesweit einheitlichen

Fragenkatalog erstellt. Die Mitglieder des

SLV hatten Gelegenheit, den Tarifkompromiss

einzuschätzen. Hier die wichtigsten Ergebnisse:

1. Haben Sie an Demos und Warnstreikaktionen

im Zusammenhang mit der Einkommensrunde

2009 teilgenommen?

Ich habe an Demos und Warnstreikaktionen

teilgenommen

89 %

2. Halten Sie den erzielten Kompromiss – tabellenwirksame

Erhöhung von durchschnittlich 5,8 Prozent

und 40 Euro Einmalzahlung – in der aktuellen

Situation für angemessen?

Abschluss ist in derzeitiger Situation

angemessen

72 %

8 % 28 %

3. Halten Sie es für richtig, dass alle Gewerkschaften

die Einkommensrunde 2009 gemeinsam für

Beamte und Arbeitnehmer geführt haben?

Gemeinsame Verhandlungen für Beamte

und Arbeitnehmer

4. Sind Sie über den Stand der Verhandlungen

während der zurückliegenden Wochen informiert

gewesen?

Gut informiert über Verhandlungsstand

22 2/2009 +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++

11 %

chenturm. Herr Preuß (GEW) und Petra Müller,

stellvertretende Landesvorsitzende des SLV, sprachen

zu ihnen. Die Worte von Frau Müller fanden

viel Beifall und akustische Unterstützung durch

Trillerpfeifen bei kritischen Formulierungen, die

an die Arbeitgeber gerichtet waren.

Am Ende ihrer Rede forderte sie die Teilnehmer

auf, in die bereitgestellten Busse nach Dresden zu

steigen, um an der „richtigen“ Stelle noch einmal

lautstark die Tarifforderungen kundzutun! So eingestimmt,

kamen wir in der Landeshauptstadt an

und reihten uns mit grün-weißen SLV Fahnen,

magentaroten Transparenten des dbb und mit den

leuchtenden gelben Warnwesten in den langen

Demonstrationszug ein.

Jeder, der dabei war, erinnert sich an die bewegenden

Momente, einer von 11.000 Teilnehmern aus

ganz Sachsen gewesen zu sein.

Lob und Dankeschön der Kollegen bestätigten,

dass uns an diesem Tag eine organisatorische

Meisterleistung gelungen war. Gemeinsam wussten

wir, dass wir den nächsten Warnstreik gestärkt

in Angriff nehmen können, wenn es so weit ist. Es

sollte gar nicht lange dauern, denn am 27. Februar

wartete auf uns „warnstreikerfahrene“ Lehrer die

nächste Bewährungsprobe.

Annette Wagner

Verantwortliche für den RS-Bereich Bautzen

83 %

98 %

17 %

2 %


5. Halten Sie es für ein wichtiges Ziel, die Tarifverhandlungen

im Länderbereich zukünftig möglichst

wieder gemeinsam mit Bund und Kommunen

durchzuführen?

Künftig Verhandlungen mit Bund/

Kommunen

91 %

... am 06.06. – 07.06.2009 ein.

Reiseprogramm:

Sonnabend, 06.06.2009

9 %

Abfahrt:

• 6.30 Uhr Lichtenberg

• 6.40 Uhr Weißenborn/EDEKA

• 6.50 Uhr Brand-Erbisdorf/Zuger Str.

• 7.00 Uhr Freiberg/Wernerplatz

• Fahrt nach Landsberg

• Besuch der Doppelkapelle St. Crucis einer

romanischen Burgkapelle

Unsere traditionelle

Ausfahrt

in diesem Jahr in den

Forstbotanischen Garten

Tharandt

Viele Kolleginnen und Kollegen nutzten die

Chance, über die Abfragepunkte hinausgehende

Meinungen zu äußern. Uns erreichten viele Hinweise,

die der Geschäftsführende Vorstand sehr

aufmerksam zur Kenntnis nahm. Viele der genannten

Probleme hat der Geschäftsführende Vorstand

bereits in seine bevorstehenden Arbeitsaufgaben

eingearbeitet.

Der Auftrag ist klar: Auch wenn es nach der Sommerpause

Verhandlungen zum tariflichen Eingruppierungsrecht

geben wird, hat der Sächsische

Lehrerverband auf Landesebene u.a. nachstehende

Arbeitsschwerpunkte:

- vorfristige Rückkehr zur Vollbeschäftigung in

allen Schularten

- Verhandlungen zur Schaffung neuer Altersübergangsmodelle,

die an den bestehenden Altersteilzeittarifvertrag

anschließen – Forderung:

weiterhin Blockmodell und Bewirtschaftung

der Stellen der in der Freistellungsphase befind-

• 08.30 Uhr Führung auf 4 Etagen bis 09.30 Uhr

• Weiterfahrt ca. 10.00 Uhr nach Petersberg

• Augustinerstiftskirche St.Petrus mit Führung

durch Bruder Lucas bis 12.00 Uhr

• Mittag bis 13.30 Uhr

• Weiterfahrt nach Wettin zur Burg

(500 m lang und 100 m breit)

• Treff: ca.14.00 – 14.30 Uhr an der Saale

von dort 107 Stufen hinauf zur Burganlage,

mit Führung

• danach Weiterfahrt nach Bernburg zum Hotel

Unterkunft: Bernburg, Askania Hotel

• 1 x Übernachtung/Halbpension

• alle Zimmer mit DU/WC

• Hotel mit Sauna/Solarium

• Abendessen und Übernachtung

+++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++

Aus den Kreisverbänden

Der Kreisverband Freiberg lädt Sie zur Wochenendausfahrt

Der Kreisverband Annaberg informiert:

Foto/TUD/Eckold

Programm:

• Fahrt mit dem Bus ab Annaberg

• Gemeinsame Kaffeetafel

• Besuch des Forstbotanischen Gartens

• Gemütliches Beisammensein zum Abendessen

in der historischen Brauerei Rechenberg –

Bienenmühle

Termin: Samstag, 16.05.2009

Abfahrt: 13.00 Uhr ab Busbahnhof Annaberg

Unkostenbeitrag:

15,00 € (SLV-Mitglieder)

18,00 €(Nichtmitglieder)

Anmeldetermin: 01.05.2008

Anmeldungen über:

Beate Müller, Tel.: 03742/7285

E-Mail: BeateMueller62@t-online.de

lichen Kollegen in allen Schularten, um einen

Einstellungskorridor für junge Lehrkräfte zu

schaffen

- Erweiterung des anrechnungsrelevanten Arbeitsaufwandes

(BELL, Facharbeiten in Kl. 10/11)

- zeitlicher Ausgleich für Lehrkräfte, die in Prüfungskommissionen

– speziell BS – mitarbeiten

bzw. in der Referentenbetreuung im Zuge der

Bachelor-Masterstudiengänge-Ausbildung tätig

sind

- Erhöhung der Anrechungsstunden im Zuge der

Durchsetzung der verbesserten Schuleingangsphase

-> Berücksichtigung bei der Personalplanung

und Analyse der frühkindl. Erziehung

- Integration – Anrechnungsstunden und eine

verbesserte Umsetzung

- Senkung des Regelstundenmaßes

- Anerkennung der Klassenleitertätigkeit

Auswertung: Karsten Höink

Sonntag, 07.06.09

• Frühstück im Hotel

• Abfahrt nach Halberstadt

• 10.30 Uhr Stadtrundfahrt in Halberstadt

bis 12.00 Uhr

• Mittagessen

• Dom Halberstadt – DOM und Domschatz,

mit Führung: 13.30 Uhr – 15.00 Uhr

• danach Heimfahrt

Es stehen ca. 20 Doppelzimmer zur Verfügung.

Die Reservierung und Teilnahmebestätigung erfolgt

in der Reihenfolge Ihrer Anmeldungen.

Verbindliche Anmeldungen nur per E-Mail bitte

bis zum 18. April 2009 an:

Renner_Wolfgang@web. de

Foto: TUD

Foto: TUD/Stein

2/2009 23


Aus den Kreisverbänden

Beim Bowling Kräfte gemessen

Der Kreisverband Plauen/Oelsnitz führt immer

kurz vor den Winterferien ein Bowlingturnier

für Lehrkräfte von Grund-, Förderund

Mittelschulen sowie Gymnasien durch. In diesem

Jahr fand dieses am 31. 01. 2009 auf den

sechs Bahnen des Freizeitcenters „Number One“

in Plauen/V. statt. Es war bereits das 13. vom

Sächsischen Lehrerverband organisierte Bowlingturnier

der Lehrer des Vogtlandes.

... ist es wie eine Bescherung, wenn die Mitglieder

der Bischofswerdaer SLV-Gruppe

eingeladen werden zu Kulinarischem und

Kunstgenuss.

Mit dem Bus ging es am Mittwoch, dem 10.12.08,

in erwartungsvoller Stimmung durch das leicht

verschneite Land nach Dresden. In einem griechischen

Restaurant konnten wir ein überaus

Aus Krankheitsgründen konnten nur sieben

Mannschaften aus Neundorf, Oelsnitz, Pausa,

Plauen bzw. Treuen um den vom SLV gestifteten

Wanderpokal „Vogtländische Bowling-Elite“

kämpfen. In drei Durchgängen wurde um Bestleistungen

gerungen, denn es gab sowohl Einzel- als

auch Mannschaftssieger. Am besten bowlten R.

Hadlich von der SG der Grundschulen aus Pausa

und Neundorf (166 Pins), H.-P. Arnold von der

Plauener Friedensschule (160

Pins) und J. Ungethüm vom

Oelsnitzer „J. Mosen“-Gymnasium

mit 159 Pins.

„Alle Jahre wieder ...“

Beim Einspielen räumte das

Oelsnitzer Gymnasium am

meisten Pins ab (713). Im folgendenMannschaftswettbewerb

bestimmte von Anfang

an die Spielgemeinschaft der

Grundschulen aus Neundorf

und Pausa das Geschehen.

Um Platz zwei kämpften das

Oelsnitzer Gymnasium und

reichliches und wohlschmeckendes Abendmenü

genießen und dabei in kleinen Runden angenehm

plaudern.

Andrew Lloyd Webbers Rock-Oper „Jesus Christ

Superstar“ stellte den Höhepunkt des Abends dar.

In der Inszenierung der Staatsoperette Dresden erlebten

wir die „wichtigsten Ereignisse aus den letzten

sieben Tagen im Leben Jesus“ aus der Sicht

von links nach rechts: Frau Hommel, Frau Kunack, Frau Walpert, Frau Schumann, Frau Schäfer

die 2. Mannschaft der Plauener Friedensschule.

Letztere hatte den Wanderpokal im Vorjahr gewonnen

und wollte ihn ein weiteres Jahr behalten.

Nach etwa 15 Frames zeichnete sich jedoch ab,

dass nur das Gymnasium den zweiten Platz erreichen

konnte.

Am Ende siegte die Spielgemeinschaft aus Neundorf

und Pausa mit dem neuen Rekordwert von

insgesamt 1397 Pins ganz überlegen vor dem

Gymnasium aus Oelsnitz (1311 P.) und der zweiten

Mannschaft der Friedensschule, die es auf

1286 Pins brachte.

Bei diesem Turnier erhielten der SLV materielle

Unterstützung von der Sternquellbrauerei Plauen,

dem Veranstalter „Number One“, der IKK Sachsen

sowie der Volksbank Vogtland e.G. Dafür

danken wir allen Sponsoren recht herzlich gedankt.

D. Zimmermann

i. A. des SLV (KV Plauen/Oelsnitz)

A. L. Webbers und seines Librettisten Tim Rice

bezogen auf ihre eigene Zeit, die späten 60er Jahren

des letzten Jahrhunderts. Stimmungsgeladene

und zugleich emotional bewegende Musik, dargebracht

von einem gut besetzten Aufgebot an Sängern,

Tänzern und Musikern, hielten uns eineinhalb

Stunden in Spannung. Der Applaus am Ende

bewies, dass das Publikum begeistert war.

Beeindruckt und froh gelaunt fuhren wir dann

durch die weihnachtlich geschmückte Stadt wieder

heimwärts.

An dieser Stelle möchten wir uns bei den Organisatoren

dieses gelungenen Abends, Frau Schäfer,

Frau Walpert und Frau Schumann, ganz herzlich

bedanken. Wie uns mitgeteilt wurde, werden die

letzten beiden aus unterschiedlichen Gründen von

ihrer Funktion zurücktreten. Ihnen gilt unser herzlicher

Dank für die langjährige Tätigkeit im SLV-

Kreisverband.

Alle SLV-Mitglieder, die sich zu der Ausfahrt getroffen

hatten, waren sehr froh, dass unsere Bischofswerdaer

SLV-Gruppe weiter bestehen wird,

dank der Bereitschaft von Frau Schäfer, Frau

Hommel und Frau Kunack, die unsere Interessen

zukünftig im SLV vertreten werden. Wir wünschen

den drei einstimmig Gewählten alles Gute

für ihre ehrenamtliche Tätigkeit und hoffen auf eine

jährliche Wiederkehr einer interessanten und

genussreichen Veranstaltung im Sinne von „Alle

Jahre wieder“.

Angela Schäfer

KV-Vorsitzende

24 2/2009 +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++


Der Vorstand hatte zu einem Bowlingabend

am 23.1.09 in den Sportpark Tresenwald

nach Machern eingeladen. Die sportliche

Betätigung stand an erster Stelle. Auf den Sieger

wartete ein „flüssiger“ Pokal. Eine ehemalige aktive

Keglerin stellte alle Teilnehmer in den Schatten.

Brigitte Guduszeit, Erzieherin im Kindergarten

Nerchau, holte sich beim Bowling den Sieg.

Es folgte ein geselliges Abendessen, bei dem der

Veranstaltungsplan für unseren Kreis erstellt wurde.

In den Winterferien haben alle Mitglieder diesen

Plan per Post erhalten.

Wir würden uns freuen, bei allen Veranstaltungen

viele Mitglieder begrüßen zu können.

Im Namen des Vorstandes

Elke Ringel

Kreisvorsitzende MTL

Aus den Kreisverbänden

Sportlicher Jahresauftakt im Muldentalkreis

Bitte einen kleinen Augenblick auf dieser Seite verweilen, ...

...denn die Fachverbände Förderschulen und

Mittelschulen laden zum Spaziergang in den Mai

mit Igeltour ein! – dieses Mal nach Leubnitz-Neuostra

Thema: „Leubnitz-Neuostra – Der Doppelort im Süden Dresdens“

Datum: 15.05.2009

Uhrzeit: 14.30 Uhr

Dauer: ca. 2 Std.

Treff: Haltestelle der Buslinie 75, Altleubnitz/Spitzwegstraße

Wir bitten um Anmeldung bis 08.05.2009 in der Geschäftsstelle

des SLV in Radebeul!

Freundliche Grüße

P. Buchhage, K. Roßdeutscher

+++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++

15.05.2009

2/2009 25


Bildungsreise

Vietnam – Im Land der aufgehenden Sonne

Termin:10.– 23.Oktober 2009

Kein Land Indochinas entwickelt sich so rasant

wie Vietnam, das Land zwischen Rotem

Fluss und Mekong. Der „Tiger“ hat

zum Sprung angesetzt in eine wirtschaftlich erfolgreiche

Zukunft.

Vom fruchtbaren Delta des Mekong südlich der

pulsierenden Metropole Saigon bereisen Sie die

schönsten Winkel des Landes: das pittoreske Hoi

An, die alte Kaiserstadt Hue, die malerische Halongbucht

im Norden, unweit der chinesischen

Grenze, und die noch sehr traditionell wirkende

Hauptstadt Hanoi.

Zeugnisse altindischer wie auch fernöstlicher Kulturen,

Kunst und atemraubende Landschaften,

aber auch die heitere Lebensart der fleißig-geschäftstüchtigen

und gastfreundlichen Menschen

machen diese Vietnamreise zu einem unvergesslichen

Erlebnis.

So reisen Sie:

1 / Abflug nach Vietnam

Individuelle Anreise nach Frankfurt. Um 14.40

Uhr Linienflug mit Vietnam Airlines nach Ho-

Chi-Minh-Stadt, wie Saigon offiziell heißt (nonstop,

Flugdauer ca. 12,5 Stunden).

2 / Ankunft in Vietnam / A

Gegen 8.00 Uhr landen Sie in Saigon. Nach einer

Erholpause im Hotel vermittelt ein nachmittäglicher

Stadtrundgang erste Eindrücke.

2 Übernachtungen.

3 / Boomtown Saigon, die niemals schläft / F / A

Heute erkunden Sie das wirtschaftliche Herz des

Landes. Ho-Chi-Minh-Stadt ist keine traditionsreiche,

in Jahrhunderten gewachsene Metropole

wie Hanoi und nicht mal eine typisch asiatische.

Mehr als 100 Jahre haben Ausländer das Geschick

der Stadt bestimmt: von 1859 bis 1954 die Franzosen,

bis 1975 die Amerikaner. Die Vergangenheit

schimmert noch vereinzelt durch: koloniale Schätze

wie die Kathedrale Notre Dame von 1880 (Sitz

des Erzbischofs) neben dem Hauptpostamt (dem

schönsten des Landes) aus dem Jahr 1891, dessen

Deckenkonstruktion aus Eisen und Glas übrigens

Gustave Eiffel entwarf. Beeindruckend das Hôtel

de Ville, ein Rathaus, das eigentlich auch irgendwo

in der französischen Provinz stehen könnte.

Ein Blick auf den Hochseehafen darf natürlich

nicht fehlen. Sie besuchen den Zentralmarkt im

quicklebendigen und lauten Chinesenviertel Cholon.

Nirgendwo im Land wird mehr angeboten,

verkauft, geschoben und transportiert wie hier.

Je nach verfügbarer Zeit: Fahrt nach Cu Chi, ein

mehrstöckiges, ausgeklügeltes Tunnelsystem der

Vietkong von mehr als 250 km Länge.

4 / Die südliche Reiskammer Vietnams / F / M / A

Morgens Fahrt vorbei an kleinen Orten, endlosen

Feldern und Obstplantagen in das faszinierende

Delta des gewaltigen Mekong. Seine neun Mündungsarme

sind der Mittelpunkt des bescheidenen

Lebens im Süden, das zum großen Teil auf dem

Wasser stattfindet. Can Tho ist die Hauptstadt des

dicht bevölkerten Deltas, dessen fruchtbares

Schwemmland intensiv landwirtschaftlich genutzt

wird. Diese Region ist das Herz Vietnams, hier

wird die Zeit immer noch vom Fluss und von der

Reisernte diktiert. Mit kleinen Booten tuckern Sie

hinein in das unübersehbare Netz von Wasserkanälen

und stillen Seitenarmen, an denen die Einheimischen

ihre Fischzuchtfarmen betreiben und

ihre Obstplantagen bestellen.

2 Übernachtungen in Can Tho.

5 / Schwimmende Märkte, Dörfer und Reisfelder

im Delta / F / A

Lassen Sie sich im Boot zum Morgenmarkt auf

dem Mekong treiben – ein farbenprächtiges Ereignis

der besonderen Art: Hunderte kleiner Boote

kommen aus der Umgebung hierher, übervoll beladen

mit den Produkten des Deltas. Anschließend

Ausflug nach Soc Tran, Hauptstadt der gleichnamigen

Provinz, in der etwa ein Drittel der Bevölkerung

Khmer sind. Die Khleng Pagode vermittelt den Eindruck,

als sei sie von Kambodscha hierher versetzt

worden. Das Museum gegenüber ist der Geschichte

der vietnamesischen Minderheit der Khmer gewidmet

und wird als Kulturzentrum genutzt. Die chinesische

Familie Ngo erbaute vor über 200 Jahren eine

Pagode, deren Innenausstattung aus Lehm modelliert

wurde. Von der Bat Pagode bieten sich wunderschöne

Ausblicke ins Delta.

6 / Can Tho – Saigon – Da Nang – Hoi An /F / A

Rückfahrt nach Saigon. Gegen Mittag Flug in die

Provinzhauptstadt Da Nang. Sie entwickelte sich

vom Fischerdorf zur bedeutenden Hafenmetropole

und ist heute die viertgrößte Stadt des Landes.

Sie besuchen das Museum, in dem die weltweit

größte Sammlung faszinierender Statuen und

Flachreliefs der „Urbevölkerung“ Zentralvietnams

ausgestellt ist. Die Cham galten nicht nur als

mutige Krieger und ausgezeichnete Seefahrer, sondern

auch als geschickte Handwerker und Künstler,

insbesondere im Sakralbau und in der Steinbildhauerei.

Ein Spaziergang entlang dem Han Fluss

und über die beiden quirligen Märkte Cho Han und

Cho Con schließt sich an. Gegen Abend erreichen

Sie das idyllische Städtchen Hoi An.

2 Übernachtungen.

7 / Hoi An und Vietnams „verlorene“ Zivilisation

in My Son / F / A

Am Vormittag nehmen Sie sich Zeit für Hoi An,

das einstige Hafenstädtchen Faifo, das jahrhundertelang

einer der wichtigsten Seehäfen Südostasiens

war. Heute ist die Stadt ein Stück unzerstörte

Geschichte in einem Land, in dem Kriege so viel

vernichtet haben. Das Viertel, das im Süden an das

Ufer des Thu Bon grenzt, wurde als eine Art historisches

Schmuckkästchen restauriert und steht inzwischen

unter dem Schutz der UNESCO. Bei einem

Streifzug durch die malerischen Gassen des

Fisch- und Gemüsemarktes erleben Sie das geschäftige,

knallbunte und doch völlig normale Alltagsleben,

wie überall in Vietnam. Nach dem Besuch

der Versammlungshallen der Seefahrer aus

China unternehmen Sie eine kleine Bootsfahrt

durch den Archipel

zu Fischerdörfern.

Am Nachmittag Ausflug

in die Tempelstadt

My Son. Das

von hohen Bergen

umkränzte Tal hatte für die Cham dieselbe Bedeutung

wie Angkor für die Khmer, auch wenn es nie

die Ausmaße und Pracht der Hauptstadt ihrer westlichen

Nachbarn erreichte. Vom 4. – 12. Jahrhundert

entstanden unzählige Tempel, zunächst aus

Holz, später aus Stein. Den modernen Waffen des

Vietnamkriegs allerdings vermochten sie nicht zu

trotzen. Von rund 70 Bauten sind deshalb heute

nur noch 20 gut erhalten. Ausführliche Besichtigung

der Tempelstadt, an deren Restaurierung seit

einigen Jahren mit Unterstützung der UNESCO

gearbeitet wird. Der stille Ort in seiner majestätischen

Abgeschiedenheit inmitten des Dschungels

nimmt jeden Besucher gefangen.

8 / Hoi An – Da Nang – Hue / F / A

Heutiges erstes Ziel ist der sogenannte Marmorberg

mit fünf imposanten bis zu 100 m hohen bewaldeten

Gipfeln eines Kalksteingebirges, die

südlich von Da Nang unvermittelt aus der Ebene

ragen. Ihre Grotten und Pilgertempel waren einst

den Cham heilig gewesen. Die Vietnamesen nennen

sie Ngu Hanh Son („Berge der fünf Elemente“)

und ordnen jedem der Berge ein Element zu:

Wasser, Metall, Holz, Feuer, Erde.

Danach beeindruckende Fahrt auf der Nationalstraße

Nr. 1, der alten Mandarin Road, Richtung

„Wolkenpass“ (Deo Hai Van). Diese Strecke gehört

zu den spektakulärsten und historisch wichtigsten

des Landes. Sie ist das Nadelöhr der Verbindung

zwischen dem Norden und dem Süden,

denn an keiner Stelle Vietnams reichen die Ausläufer

des Truong-Son-Massivs, der“Vietnamesischen

Kordillere“ so nahe und so erhaben ans

Meer heran. Der „Wolkenpass“ ist Wetterscheide

und Kulturgrenze zugleich. Er trennt Vietnams

tropische Region im Süden von der subtropischen

im Norden. Kilometerlang führt die Straße durch

Alleen von Eukalyptusbäumen, entlang malerischer

Buchten, Sandstrände und Lagunen. Ihr Tagesziel

ist Hué, die schönste Stadt Vietnams. Sie

war von 1802 – 1945 Hauptstadt unter 13 Kaisern

26 2/2009 +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++

Bildmaterial: Andreas Wenzel


der Nguyen-Dynastie. Hier hielt sich die Identifikation

mit der Monarchie und dem Konfuzianismus

am längsten, hier standen aber auch immer

Bildung und die schönen Künste im Vordergrund.

2 Übernachtungen

9 / Kaiserstadt Hue / F / A

Der Huong Giang teilt die Stadt mit in zwei Hälften:

Am Nordufer liegen die Zitadelle und der geschäftige

Markt, am Südufer breitet sich die von

großzügigen Alleen aus der Kolonialzeit durchzogene

Beamten- und Geschäftsstadt aus. Hier

treffen Sie auf die besinnliche, spirituelle und

ruhige Seite der vietnamesischen Kultur. Bei einer

Bootsfahrt auf dem kaiserlichen „Fluss der

Wohlgerüche“ besuchen Sie die Thien-Mu-Pagode

vor den Toren der Stadt, Ur-Pagode und Wahrzeichen

Hues, im Vietnamkrieg Ort zahlreicher

buddhistischer Widerstandskämpfer. In den Wäldern

der Umgebung Hues betteten sich die Kaiser

zur ewigen Ruhe. Die Pyramiden Ägyptens kopierend,

schufen sie Grabmäler von gewaltigen

Dimensionen.

10 / Hue – Flug nach Hanoi / F / A

Den Vormittag widmen Sie den imposanten Bauten

und Ruinen des letzten vietnamesischen Kaiserreiches.

Größenwahn und Imponiergehabe (gegenüber

dem Kaiserhof in Peking) schufen die

gewaltigen Bauten der „Verbotenen Stadt“. In den

Kriegen teilweise zerstört, aber durch die Hilfe der

UNESCO neu erstehend, bietet sie mit ihren Palästen

und Toren, ihren Parks und Teichen einen Einblick

in die Pracht vergangener Zeit.

Nachmittags fliegen Sie nach Hanoi. Am Abend

erster Stadtspaziergang. 2 Nächte.

11 / Kulturelle Perle des Nordens / F

Sie erleben die Hauptstadt des Landes, die unter

dem Namen Thang Long („Aufsteigender Drache“)

im Jahre 1010 erstmals als Kapitale des Reiches

erwähnt wurde. Morgens erweisen Sie dem

im Mausoleum aufgebahrten und hochverehrten

Revolutionsführer Ho Chi Minh die Ehre und spazieren

durch den malerischen Präsidentengarten.

Eine Busfahrt führt zum Westlake, zur Einsäulenpagode,

zum Tempel der Literatur Van Mieu und

macht Sie mit den repräsentativen Bauwerken der

französischen Kolonialzeit bekannt. Anschließend

streifen Sie durch die malerische Altstadt. Wie im

Europa des Mittelalters sind die Stadtviertel nach

Handwerkergilden eingeteilt. Buntes Handelstreiben,

exotische Gerüche und 1000 Jahre Geschichte

sind unverändert lebendig. Rest des Nachmittags

zur freien Verfügung. Am Abend besuchen

Sie eine Aufführung im Wasserpuppentheater.

Hierbei handelt es sich um eine traditionsreiche

Kunstform Vietnams, deren Wurzeln nicht genau

zu ergründen sind, vermutlich aber bis nach Indien

reichen.

12 / Hanoi – Haiphong – Halong / F / A

Busfahrt durch das fruchtbare Delta des Song

Hong („Roter Fluss“) zum Golf von Tonkin. Die

Hafenstadt Haiphong war und ist ein wichtiger

Knotenpunkt für den Schiffshandel. Bei einem

Stadtbummel besuchen Sie den schönsten der vielen

buddhistischen Tempel, den Blumenmarkt und

imposante Kolonialbauten. Gegen Abend Ankunft

in der Halongbucht. Übernachtung.

13 / Die Zauberwelt der Halongbucht – Hanoi –

Rückflug nach Europa / F / M

Zum Abschluss dieser Reise erwartet Sie ein unvergessliches

Erlebnis: Mehrstündige Bootsfahrt

durch die überwältigende Kulisse der Halong-

Bucht, die seit 1994 zum UNESCO Naturerbe

zählt. Aus dem grün-blauen Wasser ragen Tausende

von Kalksandsteinfelsen, durchfurcht von Höhlen

und skurrilen Felsgebilden, um die sich Mythen

und Geschichten ranken. Unterwegs Beobachtung

der Boatpeople, die, oft schon seit Generationen, fischend

das ganze Jahr auf dem Wasser leben. Flora

und Fauna entwickeln sich wild und unberührt. Unter

Wasser schaffen das warme Klima und große

Mengen an Plankton ideale Verhältnisse für mehr

als 1000 Fischsorten und 160 Korallenarten. Ein

Paradies für Fotografen und Naturliebhaber! An

Bord Ihrer sanft dahin gleitenden Dschunke wird

das Mittagessen mit frischen Meeresfrüchten zubereitet.

Und für diejenigen, die keinen Fisch mögen,

wird knusprig gebratenes Schweinefleisch mit Gemüse

serviert. Nach der Ankunft in Halong Rückfahrt

nach Hanoi. Im Hotel sind einige Tageszimmer

reserviert. Gestalten Sie die freie Zeit nach

Ihren Wünschen bis zum abendlichen Flughafentransfer.

Um 23.45 Uhr startet Ihr Flug nach Europa

(nonstop, Flugdauer ca. 11 Stunden).

14 / Ankunft in Frankfurt um 06.00 Uhr.

Individuelle Heimreise.

Änderungen vorbehalten.

Reisepreis ab/bis Frankfurt €2.595,–

Zuschlag Einzelzimmer € 495,–

Im Reisepreis eingeschlossen:

• Linienflüge mit Vietnam Airlines in der Economy

Class Frankfurt – Saigon, Saigon – Da Nang,

Hue – Hanoi und Hanoi – Frankfurt

• Flughafen- und Sicherheitsgebühren (ca. €200,–)

• 11 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad

oder Dusche/WC

• Einige Tageszimmer im Hotel in Hanoi am 13.

Tag

• Mahlzeiten wie im Programm spezifiziert (F =

Frühstück / M = Mittagessen / A = Abendessen)

• Transfers, Ausflüge und Rundreise in landesüblichen

Reisebussen mit Klimaanlage

• Bootsfahrten laut Programm

• Eintrittsgelder

• DUMONT Reiseführer Vietnam aus der Reihe

„Richtig Reisen“

• Visumgebühr (ca. €35,–) und Visabesorgung

• Reise-Rücktrittskosten-Versicherung und Sicherungsschein

• Örtliche, deutsch sprechende, fachlich qualifizierte

Reiseleitungen in Süd-, Zentral- und Nordvietnam

Nicht im Reisepreis eingeschlossen:

• Getränke bei den Mahlzeiten

• Persönliche Trinkgelder im Hotel

• Trinkgelder für örtliche Reiseleiter und Busfahrer

Teilnehmer: mindestens 16, höchstens 20

Ihre Hotels

(Kategorie nach offizieller Einteilung des Landes.

Änderungen vorbehalten):

+++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++

Bildungsreise

SAIGON: Majestic ****(*), 2 Nächte / CAN

THO: Victoria ***(*), 2 Nächte / HOI AN: Hoi

An ***, 2 Nächte / HUE: Saigon Morin ****,

2 Nächte / HANOI: Horison ****(*), 2 Nächte /

HALONG: Saigon Ha Long ****, 1 Nacht

Möglichkeiten der An- und Abreise Frankfurt-

Flughafen:

• Lufthansa-Flüge ab/bis Dresden

10. Oktober

Dresden – Frankfurt 11.10 – 12.15 Uhr

23. Oktober

Frankfurt – Dresden 09.25 – 10.25 Uhr

Preis pro Person (Stand Februar 2009):

€240,– inkl. Flughafen- und Sicherheitsgebühren.

Preiserhöhungen bei den Gebühren bleiben vorbehalten

Rail & Fly: €45,– pro Person für Bahnreise

2. Klasse ab/bis jedem DB-Bahnhof

Reisepapiere: Ihr Reisepass muss die Gültigkeit

des beantragten Visums um mindestens einen Monat

übersteigen.

Visum – Impfungen: Für die Einreise in Vietnam

brauchen Sie ein Visum, das vom Veranstalter besorgt

wird. Die Kosten sind im Reisepreis enthalten.

Details folgen rechtzeitig.

Impfungen sind derzeit nicht vorgeschrieben. Ein

gültiger Schutz gegen Tetanus, Diphtherie und Polio

wird dringend empfohlen.

Bitte beachten Sie:

• Nach Ihrer Ankunft in Saigon am 2. Tag ist, je

nach Auslastung des Hotels, der Check-in erst

um die Mittagszeit möglich.

• Am 12. Tag bleibt Ihr großes Gepäck im Hotel in

Hanoi. Für die Übernachtung an der Halongbucht

nutzen Sie bitte ein praktisches Handgepäckstück.

Das Besondere an dieser Reise

• Kompakte Reise zu allen wesentlichen Besichtungspunkten

• Nonstop-Flüge ab/bis Frankfurt mit Vietnam

Airlines

• Hoi An, Hue und die Bucht von Halong zählen

zu den außergewöhnlichen Kultur- bzw. Naturdenkmälern

in Vietnam, die die UNESCO in die

Liste des Welterbes aufgenommen hat

• Ausflug zu den Schwimmenden Märkten im

Mekong-Delta

• Halb- und Vollpension, auf den Programmverlauf

abgestimmt, unter häufiger Einbeziehung

der schmackhaften und bekömmlichen vietnamesischen

Küche in lokalen Restaurants

• Besuch einer Schule geplant

• Im Hotel in Hanoi einige Tageszimmer bis zum

abendlichen Flughafentransfer

Anmeldeschluss: Samstag, 30. Mai 2009

Veranstalter:

Haarmann Themenreise GmbH

85640 Putzbrunn

2/2009 27


Information

Neujahrsempfang des Kreisverbandes

Glauchau/Hohenstein-Ernstthal

Da wir in der Vorweihnachtszeit keinen

Termin für eine Weihnachtsfeier gefunden

hatten, entschlossen wir uns, einen Neujahrsempfang

durchzuführen. Die Überlegungen

gingen dahin, einmal etwas anderes anzubieten.

Wir trafen uns am 08.01.09 in Meerane, um die unterirdischen

Gänge zu besichtigen. Bei einer wunderschönen,

abwechslungsreichen und kurzweiligen

Führung durch Herrn Höbald hatten wir viel

Spaß und haben interessante und wissenswerte

Dinge erfahren. Zur Geschichte genauso wie zu

vielen „Sagen“, zum Beispiel zu dem Drachen und

der Ziege. lm Untergrund von Meerane gab es

dann den versprochenen Sekt, natürlich bei Kerzenschein,

einfach ein herrliches Erlebnis.

Zum Tagesausklang gab es Abendessen in den

„Russischen Stuben“, wobei die Gespräche in lus-

Auf Einladung des Realschullehrerverbandes

NRW besuchte Volker Sommer, Vorstandsmitglied

des Fachverbandes Mittelschule,

die Zentrale in Düsseldorf. Mitten in der

närrischen Zeit und der heißen Arbeitskampfphase

wurde er herzlich von der neu gewählten Vorsitzenden,

Frau Brigitte Balbach, und ihren Mitarbeitern

herzlich begrüßt. Gleich am ersten Tag wurden

die aktuellen gewerkschaftspolitischen Ereignisse

tiger Runde fortgeführt wurden. Leider haben aufgrund

des Wetters nur wenige Mitglieder den Termin

wahrgenommen, alle Nichtteilnehmer haben

echt etwas verpasst.

Petra Schade

Kreisvorsitzende

Bald Regelschule in Nordrhein-Westfalen?

Volker Sommer (Mitte) wurde herzlich begrüßt

vom Schatzmeister Ulrich Brambach (li.) und

der Landesvorsitzenden Brigitte Balbach (re.)

in Sachsen und NRW erörtert. Auch dort wurde

bemängelt, dass es leider beim 1. Warnstreik keine

richtige Geschlossenheit zwischen den Arbeitnehmervertretungen

gegeben hatte, trotz aller Bemühungen.

Die Beteiligung der zumeist verbeamteten

Lehrer konnte sich auch dort sehen lassen.

Aber auch andere Sorgen plagen die Vertreter der

Realschullehrerinnen und -lehrer. Der Ministerpräsident

des Landes NRW, Jürgen Rüttgers

(CDU), plädiert für die Abschaffung der Real- und

Hauptschulen. In einer ersten Protestaktion und

Kampagne „Rüttelt den Rüttgers“ konnten die interessierten

Gewerkschaften die Landesregierung

davon abhalten. Unterschwellig bleibt dieses Bemühen

des Landes NRW in Zeiten des Wahlkampfes

erhalten. Der Begriff „Regionalschule“

(vergleichbar mit unserer Mittelschule) macht die

Runde. Real- und Hauptschule unter einem Dach –

wie soll das gehen? Die Beschreibung unserer

Schulstruktur in Sachsen, insbesondere die Organisation

der Mittelschule, löste schon Verwunderung

und gleichzeitig ein anbahnendes Interesse

aus. Der zweite Tag stand im Zeichen der Verbandsarbeit,

wobei die Medien des Verbandes im

Mittelpunkt standen. Der Gedankenaustausch mit

Vorankündigung weiterer

Kreisveranstaltungen des KV

Glauchau/Hohenstein-E.

Termin: April 2009

• Frühjahrswanderung für Senioren und interessierte

Mitglieder

• Einladung erfolgt über Aushang und Herrn

Urban

Termin: Freitag, 05.06.2009

• Jahresabschlussfahrt zum Cospudener See

mit Fahrt auf dem See – Einladung erfolgt

über Aushang

dem Pressesprecher, Herrn Smets, war sehr aufschlussreich

und anregend.

In der Retrospektive profitierten beide Seiten von

diesem Arbeitsbesuch. Ein regelmäßiger Gedankenaustausch

wurde vereinbart. Über den eigenen

Tellerrand zu schauen ist manchmal auch sehr hilfreich.

Volker Sommer

FV Mittelschule

Im Dienstzimmer der Vorsitzenden, Jochen

Smets (Pressesprecher), Brigitte Balbach (Vorsitzende)

und Volker Sommer (SLV)

28 2/2009 +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++


Aktuelle Entscheidung des Europäischen

Gerichtshofes (EuGH) zur Abgeltung von

Erholungsurlaub bei Erkrankung

Bundesrechtlich ist die Frage des Urlaubes

im Bundesurlaubsgesetz (BurlG) geregelt.

Für die Beschäftigten des TVöD oder des

TV-L ist nunmehr eine nähere Gestaltung im § 26

TVöD oder TV-L erfolgt.

Danach ist der Erholungsurlaub an das Kalenderjahr,

(Achtung Lehrkräfte – nicht das Schuljahr)

gebunden. Muss Urlaub aus betrieblichem Grund

oder wegen Erkrankung in das folgende Kalenderjahr

übertragen werden, so ist dieser bis zum

31. März anzutreten. Ist dies wegen betrieblicher

Gründe oder Erkrankung nicht möglich, so muss

der Urlaub bis zum 31. Mai begonnen werden. Im

anderen Fall, z.B. bei andauernder Erkrankung,

verfällt der Urlaub ersatzlos.

So weit die Meinung nach dem Bundesurlaubsgesetz

bzw. den Tarifverträgen.

Nunmehr hat der EuGH in einer interessanten Entscheidung

im Fall eines langzeiterkrankten Arbeitsnehmers,

welcher nach andauernder Erkrankung

unmittelbar und direkt in eine Erwerbsminderungsrente

gehen musste ,wie folgt ausgeführt:

„Ein Arbeitnehmer, der im gesamten Urlaubsjahr

bzw. auch noch im Übertragungszeitraum krank

geschrieben war, verliert hierdurch jede Möglichkeit

der Inanspruchnahme seines Urlaubs.“ Der

Gerichtshof kommt deshalb zu dem Ergebnis, dass

der Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub jedenfalls

dann nicht erlöschen darf, wenn der Arbeitnehmer

während des gesamten Zeitraumes erkrankt

war und seine Arbeitsunfähigkeit bis zum

Neues zum Urheberrecht an Schulen

Am 03./07. und 12./13.11.2008 wurde der

Gesamtvertrag zwischen den Ländern der

Bundesrepublik Deutschland und der Verwertungsgesellschaft

Wort, der Verwertungsgesellschaft

Musikedition, zusammengefasst in

der Verwertungsgesellschaft bürgerlichen Rechts

„Zentralstelle Fotokopieren an Schulen“, sowie

definierten Verlagen für die Möglichkeiten einer

Vervielfältigung für den Unterrichts- und Prüfungsgebrauch

aus urheberrechtlich geschützten

Werken, geschlossen.

Dieser Vertrag hat eine Gültigkeit bis zum

31.12.2010. Die Länder zahlen an die Rechteinhaber

pauschaliert kalenderjährlich eine Vergütung.

Diese sichert, dass für den Unterrichts- und Prüfungsbereich

urheberrechtlich geschützte Werke

wie folgt vervielfältigt werden dürfen:

Ende des Arbeitsvertragsverhältnisses fortdauerte.

Der Arbeitnehmer im entschiedenen Fall war unmittelbar

und direkt in die Erwerbsminderungsrente

eingetreten. Deshalb wurde ihm der Anspruch

auf Abgeltung in Form von Entgelt

zugestanden.

In der Praxis hören wir oft von Lehrkräften, die infolge

§ 44 TV-L (Urlaub nur in der unterrichtsfreien

Zeit) auch den Urlaubsanspruch verlieren, da

im Übertragungszeitraum bis zum 31.05. des Folgejahres

gar nicht genügend unterrichtsfreie Tage

mehr zur Verfügung stehen.

Ob diese aktuelle Rechtsprechung hier auch anzuwenden

ist, wird zurzeit gerade rechtlich geprüft.

Rein vorsorglich sollten Sie jedoch, so Sie von der

Problemstellung betroffen sind, den Entgeltanspruch

auf Bezahlung schriftlich, z. B. gegenüber

der Sächsischen Bildungsagentur gem. § 37 TV-L

geltend machen. Erfolgt keine Bezahlung, so wollen

Sie sich bitte unter Tel.0351/ 8392217 mit mir

in Verbindung setzen.

§ §

Claudia Raum

Juristin

„1. Im Sinne dieses Gesamtvertrages gelten als

a) kleiner Teil eines Werkes maximal 12 % eines

Werkes, jedoch nicht mehr als 20 Seiten,

b.) Werk geringen Umfangs

- eine Musikedition mit maximal 6 Seiten;

- ein sonstiges Druckwerk (mit Ausnahme

von für den Unterrichtsgebrauch

bestimmten Werken) mit maximal

25 Seiten;

- alle vollständigen Bilder, Fotos und sonstigen

Abbildungen.

Für den Unterrichtsgebrauch bestimmte Werke

dürfen niemals vollständig kopiert werden.

Für diese Werke gilt ausschließlich lit. a).

+++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++

Rechtsberatungen

des SLV im VBE

Recht

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich, Ihnen die Rechtsberatung

anbieten zu können. Folgende Termine gebe

ich dafür bekannt:

Radebeul

SLV-Landesgeschäftsstelle,

Meißner Straße 69 in 01445 Radebeul

20.04.2009 – 12.00 bis 16.00 Uhr

18.05.2009 – 12.00 bis 16.00 Uhr

15.06.2009 – 12.00 bis 16.00 Uhr

Chemnitz

SLV-Geschäftsstelle,

Straßburger Straße 3 in 09120 Chemnitz

(Nähe Regionalstelle)

21.04.2009 – 13.00 bis 15.00 Uhr

19.05.2009 – 12.00 bis 16.00 Uhr

16.06.2009 – 12.00 bis 16.00 Uhr

Für eine vorherige telefonische Anmeldung

über die Landesgeschäftsstelle unter Telefon

0351/ 8392217 bedanke ich mich. Dies hilft,

unnötige Wartezeiten zu vermeiden. Bitte

bringen Sie zur Rechtsberatung alle erforderlichen

Unterlagen in Ihrer Angelegenheit, wie

z. B. Arbeitsverträge, Änderungsverträge,

Bezügemitteilungen, Schriftsätze des Arbeitgebers

usw., mit. Selbstverständlich haben Sie

die Möglichkeit, in der Landesgeschäftsstelle

anzurufen und einen persönlichen Termin zu

vereinbaren. Ich freue mich über Ihren Anruf.

Bei Notfällen stehe ich Ihnen auch gern unter

den Telefonnummern 0351 / 8363580 (auch

Fax) oder 0160 / 7178199 zur Verfügung.

Claudia Raum

Juristin

2. Pro Schuljahr und Schulklasse darf ein Werk

maximal in dem in Absatz 1 festgelegten Umfang

vervielfältigt werden.

3. Eine digitale Speicherung über den Kopiervorgang

hinaus und ein digitales Verteilen

sind durch den Gesamtvertrag nicht erfasst.“

Auch wenn dadurch die große Gefahr des Urheberrechtsverstoßes

erst einmal für den Bereich des

Unterrichts und der Prüfungen gebannt scheint,

sind die Grenzen trotzdem sehr eng gezogen.

Claudia Raum

Juristin

2/2009 29


Recht

Bundesarbeitsgerichtsurteile

Az.: 8 AZR 660/07 vom18. Dez. 2008

Kein Widerspruchsrecht der Beschäftigten

im öffentlichen Dienst gegen gesetzliche

Überleitung ihres Arbeitsverhältnisses

auf private Arbeitgeber

Durch Landesgesetze kann geregelt werden, dass

Rechtsträger des öffentlichen Dienstes auf einen

privaten Arbeitgeber übergeleitet werden, ohne

dass den Beschäftigten ein Recht zum Widerspruch

gegen den Übergang ihres Arbeitsverhältnisses

zusteht. Ein solches Widerspruchsrecht ergibt

sich auch nicht aus § 613a Abs. 6 BGB, da es

an dem hierfür erforderlichen Rechtsgeschäft

fehlt.

Pressemitteilung Nr. 8/09 / Gewerkschaftswerbung

per E-Mail

Eine tarifzuständige Gewerkschaft darf sich an Arbeitnehmer

über deren betriebliche E-Mail-Adressen

mit Werbung und Informationen wenden. Dies

gilt auch, wenn der Arbeitgeber den Gebrauch der

E-Mail-Adressen zu privaten Zwecken untersagt

hat. Die Entscheidung einer Gewerkschaft, Arbeitnehmer

auf diesem Weg anzusprechen, ist Teil ihrer

durch Art. 9 Abs. 3 Satz 1 GG geschützten Betätigungsfreiheit.

Soweit dabei Grundrechte des

Arbeitgebers berührt werden, sind die kollidierenden

Rechtspositionen gegeneinander abzuwägen.

Das durch Art. 14 Abs. 1 GG geschützte Eigentumsrecht

des Arbeitgebers und sein von Art. 2

Abs. 1 GG erfasstes Recht am eingerichteten und

ausgeübten Gewerbebetrieb haben gegenüber der

gewerkschaftlichen Betätigungsfreiheit zurückzutreten,

solange der E-Mail-Versand nicht zu nennenswerten

Betriebsablaufstörungen oder spür-

baren, der Gewerkschaft zuzurechnenden wirtschaftlichen

Belastungen führt. Auf Persönlichkeitsrechte

der Arbeitnehmer kann sich der Arbeitgeber

im Rahmen eines deliktischen Unterlassungsanspruchs

gegenüber der Gewerkschaft

nicht berufen.

Der Erste Senat des Bundesarbeitsgerichts wies deshalb

– anders als die Vorinstanzen – die Klage eines

Dienstleistungsunternehmens auf dem Gebiet der

Informationstechnologie ab, mit der dieses der Gewerkschaft

ver.di die Versendung von E-Mails an

die betrieblichen E-Mail-Adressen seiner Mitarbeiter

untersagen lassen wollte. Störungen des Betriebsablaufs

oder messbare wirtschaftliche Nachteile

hatte die Arbeitgeberin nicht vorgetragen.

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 20. Januar 2009

– 1 AZR 515/08 –

Pressemitteilung Nr. 10/09/

Diskriminierung wegen des Alters –

Entschädigung

Beschränkt ein öffentlicher Arbeitgeber die Auswahl,

welche Beschäftigte er einem sog. „Personalüberhang“

zuordnet und dann zu einem sog.

Stellenpool versetzt, auf Beschäftigte einer bestimmten

Altersgruppe, so führt das zu einer unzulässigen

unterschiedlichen Behandlung wegen des

Alters iSd. § 10 AGG, wenn er seine Vorgehensweise

lediglich damit rechtfertigt, sie sei zur Herstellung

einer ausgewogenen Personalstruktur erforderlich,

ohne dass er im Einzelnen darlegt,

welche konkreten Personalstrukturen er schaffen

will sowie aus welchen Gründen und mit welchen

Maßnahmen dies geschehen soll. Ein dadurch unzulässig

benachteiligter Beschäftigter hat An-

Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung

2009

Der Bundesrat hat auf seiner Sitzung am 28.

November 2008 die Verordnung über maßgebende

Rechengrößen der Sozialversicherung

für 2009 (Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung

2009) passieren lassen.

Mit der Verordnung werden die Rechengrößen der

Sozialversicherung aktualisiert, die sich an der

Lohn- und Gehaltsentwicklung im Jahre 2007

orientieren. Für die Fortschreibung der Werte wird

auf die durch das statistische Bundesamt ermittelten

Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer ohne

Personen in Arbeitsgelegenheiten mit Entschädigungen

für Mehraufwendungen zurückgegriffen,

die in den alten Ländern 1,55 % und in den

neuen Ländern 1,43 % betrug.

Demgemäß werden in der Verordnung festgelegt:

• Die Beitragsbemessungsgrenze im Jahr 2009

in der allgemeinen Rentenversicherung beträgt

64.800 Euro jährlich und 5.400 Euro monatlich,

• die Beitragsbemessungsgrenze (Ost) im Jahr

2009 in der allgemeinen Rentenversicherung beträgt

54.600 Euro jährlich und 4.550 Euro monatlich,

• die bundeseinheitlich geltende Jahresarbeitsentgeltgrenze

(Versicherungspflichtgrenze) in der

gesetzlichen Krankenversicherung beträgt für

das Jahr 2009 48.600 Euro,

• die ebenfalls bundeseinheitliche Jahresarbeitsentgeltgrenze

für Arbeitnehmer, die am

31.12.2002 wegen Überschreitens der an diesem

Tag geltenden Jahresarbeitsentgeltgrenze versicherungsfrei

und bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen

versichert waren, beträgt

44.100 Euro,

spruch auf eine angemessene Entschädigung in

Geld wegen des erlittenen Schadens, der sich nicht

als Vermögensschaden darstellt.

Die Klägerin war als Erzieherin in einer vom beklagten

Land betriebenen Kindertagesstätte beschäftigt.

Mit dem Stellenpoolgesetz vom 9. Dezember

2003 errichtete das beklagte Land den sog.

Stellenpool als Landesbehörde. Zu dieser wurden

die Landesbeschäftigten versetzt, die von ihrer

Dienst- oder Personalstelle dem „Personalüberhang“

zugeordnet worden waren. Die Auswahl der

zuzuordnenden Beschäftigten erfolgte aufgrund

einer Verwaltungsvorschrift anhand eines Punkteschemas.

Für die in einem Eigenbetrieb zusammengefassten

Kindertagesstätten war die Auswahl

auf Erzieherinnen beschränkt, welche am 1. Oktober

2006 das 40. Lebensjahr vollendet hatten. Die

Klägerin, die zum Stichtag älter als 40 Jahre war,

wurde dem Personalüberhang zugeordnet und ab

1. Januar 2007 zum Stellenpool versetzt. Sie hat

wegen einer unzulässigen Benachteiligung aufgrund

ihres Alters ein angemessenes Schmerzensgeld

verlangt. Das Landesarbeitsgericht hat das

beklagte Land zur Zahlung einer Entschädigung

von 1.000,00 Euro verurteilt. Der Achte Senat des

Bundesarbeitsgerichts hat die Revision des beklagten

Landes zurückgewiesen. Dieses hat nichts

dargelegt, was die unterschiedliche Behandlung

der Klägerin wegen ihres Alters rechtfertigt. Allein

die Berufung auf das Erfordernis der Herstellung

einer ausgewogenen Personalstruktur genügte dazu

nicht. Das beklagte Land hätte konkret darlegen

müssen, wie diese Personalstruktur aussehen sollte,

warum sie erforderlich war und wie sie aufgrund

der vorgenommenen Personalauswahl hätte

erreicht werden sollen.

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 22. Januar 2009

– 8 AZR 906/07 –

• die einheitliche Beitragsbemessungsgrenze in

der Kranken- und Pflegeversicherung beträgt für

das Jahr 2007 44.100 Euro jährlich bzw. 3.675

Euro monatlich,

• das Durchschnittsentgelt in der Rentenversicherung

für das Jahr 2007 beträgt 29.951 Euro, das

vorläufige Durchschnittsentgelt für das Jahr

2007 wird auf 30.879 Euro festgesetzt,

• die Bezugsgröße in der Sozialversicherung gem.

§ 18 Abs. 1 SGB IV beträgt im Jahr 2009 30.240

Euro jährlich und 2.520 Euro monatlich,

• die Bezugsgröße (Ost) im Jahr 2009 beträgt

25.620 Euro jährlich und 2.135 Euro monatlich.

Quelle: dbb Info Nr.: 92/2008

30 2/2009 +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++

Peter Heesen

Bundesvorsitzender


Recht

Sächsische Anstalt für kommunale Datenverarbeitung

eröffnet das Kommunale Kernmelderegister (KKM) auch für

private Nutzer

Seit dem 01.01.2009 konnten Teile der

Meldedaten der sächsischen Bürger für Behörden,

d.h. insbesondere Polizeidienststellen,

Gerichte, Staatsanwaltschaften, Ausländerbehörden

u. a., im KKM elektronisch abgefragt

werden.

Seit dem 02.02.2009 steht das KKM unter

https://www.kkm-sachsen.de auch den privaten

Nutzern im Online-Verkehr offen. Die Auskünfte

sind mit einer Gebühr in Höhe von fünf Euro verbunden.

Bei einer regulären Melderegisterauskunft müssen

neben dem Vor- und Zunamen weitere zwei Merkmale

angegeben werden können. Das kann z. B.

die Angabe des Geburtsdatums, des Geburtsortes,

des bisherigen Wohnortes, des Geschlechtes sein.

Sind diese Angaben hinlänglich bestimmend für

eine Person, erhält der Anfragende sodann die aktuelle

Anschrift.

Jeder Bürger in Sachsen kann die Bekanntgabe

seiner Meldedaten mittels der Online-Auskunft

durch Widerspruch verhindern. Es erfolgt dann ei-

+++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++

ne Bearbeitung der Meldeanfrage weiterhin durch

die jeweilige Meldestelle, ggf. mit zusätzlichen

Gebühren. Eine mögliche Übermittlungssperre erreichten

Sie, indem Sie zum Beispiel anliegendes

Formular, welches die Stadt Radebeul ihren Bürgern

zur Verfügung gestellt hat, an ihre Meldestelle

gesendet haben. Der Sächsische Datenschutzbeauftragte

kann jederzeit die Abrufprotokolle der Datenbank

einsehen.

Claudia Raum

Juristin

2/2009 31


Recht

Personalentwicklung im öffentlichen Dienst:

Ohne Nachwuchs keine Zukunft

Auf den ersten Blick klingt diese Feststellung

banal. Auf den zweiten Blick aber wird

deutlich, dass sich dahinter drängende Fragen

verbergen, auf die die Politik und Gesellschaft

bisher noch keine überzeugende Antwort haben.

Zum Beispiel die Frage, wie angesichts einer

schrumpfenden und zugleich alternden Bevölkerung

gewährleistet werden kann, dass Unternehmen

und Behörden in Deutschland auch in Zukunft

noch genügend qualifizierten Nachwuchs

finden.

Auch wenn dies angesichts der gegenwärtigen

Wirtschaftskrise, die die Aufwärtsentwicklung am

Arbeitsmarkt fürs Erste gestoppt hat, leicht übersehen

wird: Die Nachwuchs-Frage stellt sich nicht in

irgendeiner fernen Zukunft, sondern schon heute.

Das Potenzial derer, die einer Arbeit nachgehen

können, sinkt bereits. Laut Institut für Arbeitsmarkt-

und Berufsforschung (lAB) dürfte das Angebot

an Arbeitskräften in diesem Jahr um rund

130.000 zurückgehen – wobei von diesem Trend

erstmals auch Westdeutschland betroffen sei. Dieser

Rückgang wird sich in den kommenden Jahren

noch beschleunigen – mit entsprechenden Folgen

für den Arbeitsmarkt. Viele Unternehmen der Privatwirtschaft

scheinen sich dieser Herausforderung

endlich bewusst geworden zu sein. Darauf

deutet hin, dass die jüngste negative Entwicklung

auf dem Arbeitsmarkt, anders als in der Vergangenheit,

den Ausbildungsmarkt noch nicht erfasst

hat.

Die Firmen bilden auch in diesen schwierigen Zeiten

weiter aus, weil sie wissen, dass sie den Nachwuchs

spätestens dann, wenn die Krise überwunden

ist, dringend brauchen werden.

Dem sich abzeichnenden Wettbewerb um Nachwuchskräfte

muss sich aber nicht nur die Privatwirtschaft

stellen, sondern auch und gerade der öffentliche

Dienst, „Verschlankung“ lautet dort seit

Längerem die personalpolitische Devise; in den

vergangenen 15 Jahren fielen mehr als zwei Millionen

Stellen weg. Die Folgen: Weniger Neueinstellungen

und ein öffentlicher Dienst, der schon

jetzt Gefahr läuft, zu überaltern. Bei 44 Jahren lag

hier 2007 das Durchschnittsalter – Tendenz steigend.

Viele Rentner sind beunruhigt durch Äußerungen

in den Medien, wonach sie schon in

der Vergangenheit hätten Steuern bezahlen

müssen. Von bis zu 1,5 Mio. Verfahren der Finanzbehörden

war die Rede. Das halten Fachleute

wie der Vorsitzende der Deutschen Steuergewerkschaft,

Dieter Ondracek, für weit übertrieben. Sie

Geradezu angst und bange wird einem, wenn man

bestimmte Bereiche näher unter die Lupe nimmt.

Während beispielsweise überall das hohe Lied der

Bildung gesungen wird und die Kanzlerin die Bildungsrepublik

ausruft, sehen die, die unsere Kinder

und Jugendlichen aus- und fortbilden sollen,

im wahrsten Sinne des Wortes alt aus: Deutschlands

Lehrerkollegien gehören, auch im internationalen

Vergleich, zu den Oldies; viele Lehrer

werden in den kommenden Jahren in den Ruhestand

gehen.

Nachwuchs? Vielfach Fehlanzeige. Den gibt es

entweder gar nicht oder er orientiert sich in Richtung

Privatwirtschaft, wo attraktive Perspektiven

und bessere Bezahlung geboten werden. Hektisch

und mit zum Teil untauglichen Mitteln wird jetzt

versucht, die personellen Löcher an den Schulen

zu stopfen. Selbst wenn man berücksichtigt, dass

die Schülerzahlen auf mittlere Sicht sinken werden,

droht ein in Teilen dramatischer Mangel an

Lehrkräften. Ähnlich die Lage bei der Polizei, in

Krankenhäusern und Pflegeheimen. Es sind also

gerade diejenigen, die der Hilfe und Unterstützung

am dringendsten bedürfen – die Kinder und Jugendlichen,

die Kranken und Alten – die den

Nachwuchs- und damit den Personalmangel am

stärksten zu spüren bekommen werden.

Hier offenbart sich das Dilemma, in dem der öffentliche

Dienst seit geraumer Zeit steckt und das

auch in der laufenden Länder-Tarifrunde aufs

Neue sichtbar wird: hier die finanziellen Grenzen

staatlicher Einrichtungen, da die berechtigten Ansprüche

derjenigen, die für diesen Staat arbeiten.

Es ist illusionär zu glauben, dass es einen einfachen

Ausweg aus diesem Dilemma gibt. Zumindest

so lange nicht, wie jene Schizophrenie fortbesteht,

die mit Blick auf den öffentlichen Dienst fast

jeden Bürger befällt: Einerseits die steigende Erwartung,

als Bürger im Bedarfsfall auf leistungsfähige

und -bereite Vertreter des öffentlichen Dienstes

zu treffen, andererseits die Klage als Steuerund

Gebührenzahler über die Kosten, die diese

Dienste verursachen.

Ohnehin wurde und wird die Debatte darüber, wie

viel und welchen öffentlichen Dienst wir wollen,

häufig zu einseitig mit zweifelsohne wichtigen

vertreten die Ansicht, das ein „Nur-Rentner“ im

Allgemeinen keine Verfahren dieser Art befürchten

muss.

Anders könnte es allenfalls sein, wenn die Rente

mit weiteren Einkünften wie Betriebsrenten, Kapitalerträgen

oder Einkünften aus Erwerbstätigkeit

zusammentrifft.

Kosten-Argumenten geführt. Dabei gerät leicht

aus dem Blick, dass diesen Kosten auch ein beträchtlicher

Ertrag gegenübersteht, der den Bürgern

ebenso zugute kommt wie den Unternehmen.

Eine funktionierende Verwaltung, ein gut ausgestattetes

Bildungssystem oder eine Polizei, die den

Bürgern das nötige Gefühl der Sicherheit vermittelt,

sind unabdingbare Säulen unserer Gesellschaft

und Wirtschaft, auch wenn sich der Ertrag

nicht direkt in Euro und Cent ablesen lässt. Wenn

der öffentliche Dienst eine Zukunft haben soll,

muss der Horizont dieser Debatte dringend erweitert

werden. Ein öffentlicher Dienst, der angesichts

der Sparzwänge der vergangenen Jahre in Teilen

schon Symptome einer gefährlichen Magersucht

aufweist, taugt jedenfalls nicht als Zukunftsvision.

Vielmehr muss der öffentliche Dienst (wieder) an

Attraktivität gewinnen. Die nach wie vor hohe Sicherheit

des Arbeitsplatzes, das sollte bei allen

Klagen nicht übersehen werden, bildet dafür eine

gute Grundlage. Hinzukommen müssen Aufstiegschancen

und eine Entlohnung, die von potenziellen

Bewerbern als auskömmlich und einigermaßen

gerecht empfunden werden. Deshalb

gilt es, darauf zu achten, dass der Lohnabstand

zwischen Privatwirtschaft und öffentlichem

Dienst nicht zu groß wird. Sonst hat Letzterer im

Wettbewerb um gute (junge) Köpfe keine Chance.

Gerade für junge Mitarbeiter könnte dabei ein Entlohnungssystem,

das über die bisher sehr bescheidenen

Ansätze hinaus noch stärker die Leistung

des Einzelnen honoriert, zusätzliche Anreize bieten.

Quelle: dbb magazin

32 2/2009 +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++

Dr. Ralf Joas

Der Autor (46) ist stellvertretender Leiter des Ressorts

Politik/Zeitgeschehen bei der in Ludwigshafen/Rhein

erscheinenden Tageszeitung ,,Die

Rheinpfalz“. Zu seinen Schwerpunkten gehören

die Arbeitsmarkt- und Tarifpolitik.

Ab welchem Betrag ist von der Rente

Steuer zu zahlen?

Die nachstehende Berechnung stellt den Rentenbetrag

dar, der derzeit noch steuerfrei ist. In der

obersten Tabelle werden die steuerfreien Beträge

aufgeführt. Daraus wird in den drei Tabellen, die

sich anschließen: Alleinstehende/Verheiratete

(beide Rentner) / Verheiratete (nur einer Rentner),

der „Pauschfreibetrag“ errechnet, der gleich bleibt,


soweit nicht der Grundfreibetrag, wie derzeit erörtert,

auf gut 8.000 Euro angehoben werden sollte.

In den Tabellen werden nach „Kohorte“ (= Jahr

des erstmaligen Rentenbezuges) der steuerfreie

Anteil, der alljährlich um zwei Prozent sinkt, und

der verbleibende Betrag, der noch steuerfrei ist,

aufgeführt.

Grundfreibetrag

Werbekostenpausch.

Vorsorgekostenpausch.

zusammen

Kohorte

2005

2006

2007

2008

2009

2010

Rente

18.532,00 €

17.819,23 €

17.159,26 €

16.546,43 €

15.975,86 €

15.443,33 €

Alleinstehende

7.664,00 €

102,00 €

1.500,00 €

9.266,00 €

Pauschfreibetrag

9.266,00 €

9.266,00 €

9.266,00 €

9.266,00 €

9.266,00 €

9.266,00 €

Verheiratete,

beide sind

Rentner

steuerfreier

Rententeil

9.266,00 €

8.553,23 €

7.893,26 €

7.280,43 €

6.709,86 €

6.177,33 €

15.328,00 €

204,00 €

3.000,00 €

18.532,00 €

Alleinstehende/-r höchstmögliche steuerfreie Rente

Quelle: BRH aktuell, März 2009, S. 15

Beispiel für das Jahr 2009 (Verheiratete, beide

Rentner): höchstmögliche Jahresrente = 31.951,72

Euro, steuerfrei 42 Prozent = 13.419,72 Euro.

Prozentsatz

Verheiratete, von

denen nur einer

Rentner ist

Probe

50 %

48 %

46 %

44 %

42 %

40 %

15.328,00 €

102,00 €

3.000,00 €

18.430,00 €

Betrag

9.266,00 €

8.553,23 €

7.893,26 €

7.280,43 €

6.709,86 €

6.177,33 €

Der Lehrerkalender für

das Schuljahr 2009/2010

kommt im Mai!

Der Lehrerkalender des Sächsischen Lehrerverbandes für

das Schuljahr 2009/2010 wird im Mai erscheinen. Alle Mitglieder

werden ihn, wie in den vergangenen Jahren auch, per Post

erhalten. Sollte dies nicht der Fall sein, melden Sie sich bitte in der

Landesgeschäftsstelle.

Arbeitslose Lehrer und Rentner, die gern einen Lehrerkalender erhalten

möchten, rufen bitte in der Landesgeschäftsstelle an. Ihnen

wird dieser dann umgehend zugesandt.

Nichtmitglieder können auch in diesem Jahr den Lehrerkalender zu

einem Preis von 4,00 Euro käuflich erwerben (bei Versand 5,50 Euro).

Die Versendung des Lehrerkalenders erfolgt nach dem Zahlungseingang

auf unserem Konto: 3120119864, Bankleitzahl: 85050300 bei

der Ostsächsischen Sparkasse.

Verheiratete (beide Rentner)

Kohorte

2005

2006

2007

2008

2009

2010

Verheiratete (nur einer Rentner)

Kohorte

2005

2006

2007

2008

2009

2010

+++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++

Rente

37.064,00 €

35.638,46 €

34.318,52 €

33.092,86 €

31.951,72 €

30.886,67 €

Rente

36.860,00 €

35.442,31 €

34.129,63 €

32.910,71 €

31.775,86 €

30.716,67 €

Recht/Informationen

Die höchstmögliche steuerfreie Rente sinkt also

von 37.064 Euro (2005) auf 30.886,67 Euro

(2010).

Darstellung der „Pauschfreibeträge“, die bei Steuerberechnung

zu berücksichtigen sind:

Pauschfreibetrag

18.532,00 €

18.532,00 €

18.532,00 €

18.532,00 €

18.532,00 €

18.532,00 €

Pauschfreibetrag

18.430,00 €

18.430,00 €

18.430,00 €

18.430,00 €

18.430,00 €

18.430,00 €

steuerfreier

Rententeil

18.532,00 €

17.106,46 €

15.786,52 €

14.560,86 €

13.419,72 €

12.354,67 €

steuerfreier

Rententeil

18.430,00 €

17.012,31 €

15.699,63 €

14.480,71 €

13.345,86 €

12.286,67 €

Prozentsatz

Prozentsatz

Probe

50 %

48 %

46 %

44 %

42 %

40 %

Probe

50 %

48 %

46 %

44 %

42 %

40 %

Betrag

18.532,00 €

17.106,46 €

15.786,52 €

14.560,86 €

13.419,72 €

12.354,67 €

Betrag

18.430,00 €

17.012,31 €

15.699,63 €

14.480,71 €

13.345,86 €

12.286,67 €

2/2009 33


Information

Schullandheim Reibitz

Das Schullandheim Reibitz entstand nach

1990 aus einer ehemaligen Station „Junger

Techniker und Naturforscher“ und wurde

konsequent und zielgerichtet zu einer Bildungseinrichtung

mit landwirtschaftlichen und naturkundlichen

Projekten entwickelt und hat sich darüber

hinaus der Pflege und Bewahrung ländlichbäuerlicher

Handwerke und Lebensweisen verschrieben.

Über die eigentliche Schullandheimarbeit hinaus

werden im Rahmen von Freizeitangeboten, Tagesprojekten,

Ferienlagern, öffentlichen Veranstaltungen

und Wochenendkursen in Zusammenarbeit

mit der „ Ländlichen Erwachsenenbildung“

und der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft

entsprechende Bildungsinhalte vermittelt.

Dazu ist eine agrarhistorische Begegnungsstätte

angeschlossen.

Die Einrichtung ist Bestandteil eines kommunalen

Eigenbetriebes des Landkreises Nordsachsen und

liegt in den Ausläufern der Dübener Heide inmitten

großflächiger Naturschutzgebiete, zwischen

den Städten Delitzsch und Bad Düben, ca. 20 km

nördlich von Leipzig und ist mit Bahn und Bus gut

zu erreichen.

Das eingezäunte Gelände umfasst eine Fläche von

ca. 7 ha und beinhaltet einen Teich, welcher eigenverantwortlich

zum Baden und Boot fahren genutzt

werden kann.

Die Gebäude sind der Landschaft angepasst, im

Bungalowstil erbaut und mit jeweils zwei Zimmern

mit je vier Doppelstockbetten eingerichtet.

Lehrer und mitreisende Betreuer sind in separaten

Bungalows, in Drei- bis Vierbettzimmern untergebracht.

Diese sind auch mit Kühlschränken, Radios

und TV ausgestattet.

Die Sanitäreinrichtungen befinden sich außerhalb

der Unterkunftsräume in unmittelbarer Zuordnung.

Für Begleitpersonen und Behinderte stehen

separate Einrichtungen zur Verfügung. Die Kapazität

der Einrichtung umfasst ganzjährig 90 Betten,

ist sehr gut ausgelastet und erfordert für die Sommermonate

eine langfristige Anmeldung.

Die Verpflegung erfolgt über eine Ausgabeküche

in Vollpension mit drei Haupt- und zwei Zwischenmahlzeiten

täglich sowie einem ganztägig

bedarfsdeckenden Getränkeangebot. Nach Ab-

sprache ist teilweise auch Selbstversorgung möglich.

Darüber hinaus wird täglich ein Kioskverkauf

angeboten.

Die Betreuung bei den vielfältigen Projekten und

Freizeitangeboten erfolgt fast ganztägig durch Pädagogen

und Beschäftigte der Einrichtung. Das

Programm wird auf Anforderung geplant und vorbereitet

und bei Anreise der Gruppen mit diesen

abgestimmt. Fach- und Klassenlehrer können natürlich

auch fächerübergreifend entsprechende

Unterrichtstunden gestalten. Dazu notwendige

Unterrichtsmaterialien sowie Schreibzeug sind

mitzubringen. Projektmaterial wird bereitgestellt

und ist bis auf weniges Material für einzelne Projekte

kostenlos bzw. in den Gebühren enthalten.

Jeder Gruppe steht ein separater Unterrichts- und

Aufenthaltsraum zur Verfügung.

Die Einrichtung bietet mit Volleyballplatz, Tischtennis,

Spielplatz, Backhaus, Dorfschmiede,

Bockwindmühle, Sattlerstube, Spinnzimmer,

Wasserpumpe, verschiedenen Lehrpfaden, Museumsscheune,

Besenbinder- und Korbflechterwerkstatt,

Naturkundekabinett, Lagerfeuerstelle

mit Grillplatz und Schlangenzucht ausreichend

Projekt- und Freizeitmöglichkeiten. In einem Kinderbauernhof

werden mehrere seltene und vom

Aussterben bedrohte Haustierarten gehalten. Gegen

eine kleine Spende ist Kinderreiten auf dem

Pferd möglich. Ausflüge mit dem Pferde Kremser

können vermittelt werden. Die Umgebung lädt

zum Wandern und zu einer Führung mit einem

Förster ein. Eine Exkursion zur Biberburg im Reibitzer

Holz wird empfohlen. Ausflüge in die Stadt

Delitzsch mit seinem Barockschloss und -garten

und einer interessanten Dauerausstellung im Wasserwerk

und nach Bad Düben auf die Burg mit

Heide- und Naturkundemuseum können von uns

organisiert und eigenverantwortlich durchgeführt

werden. Die Messe- und Bachstadt Leipzig liegt

geradezu vor der Tür und der Freizeitpark „Belantis“

lädt ebenfalls zu einem Besuch ein.

Empfehlenswert ist weiterhin die Bergbaufolgelandschaft

um das ehemalige Industriezentrum Bitterfeld-Wolfen.

Eine Schifffahrt auf dem „Bitterfelder

Meer“, der Pegelturm und das Bernsteinmuseum,

die Stadt aus Eisen „Ferropolis“, der „Bitterfelder

Bogen“, der Irrgarten in Jeßnitz und die

Spaß- und Erholungsbäder in Wolfen, Bad Düben

und in Bad Schmiedeberg lassen keine Langeweile

aufkommen. In Eilenburg können interessierte

Gruppen die Sternwarte besuchen und im Heimatmuseum

Unterricht in einer historischen Schulstube

erleben. Bei entsprechender Klassenkasse oder

Taschengeld kann sich auch der Besuch des Geschäfts-

und Sportflugplatzes in unmittelbarer Nähe

lohnen. Wer möchte, kann dort „in die Luft gehen“

und kommt auch meist wieder runter. Die

„Lutherstadt“ Wittenberg mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten

zu Luther und der Reformation

lässt Geschichte hautnah erlebbar werden.

Schullandheim des Landkreises Nordsachsen

04509 Reibitz

Badrinaer Straße

04509 Reibitz

E-Mail: schullandheim@gmx.de

www.schullandheim-delitzsch.de

34 2/2009 +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++


Zum Geburtstag Jubilare Februar 2009

Name Vorname 60 Jahre Ort

Müller Galina 03.02.1949 Langebrück

Klunker Christine 04.02.1949 Hartha

Bauer Angela 05.02.1949 Annaberg-Buchholz

Ernstberger Ursula 06.02.1949 Wittgensdorf

Uhlmann Regine 06.02.1949 Hohenstein-Ernstthal

Süß Karin 07.02.1949 Lichtenstein

Teschmit Regina 07.02.1949 Stauchitz

Grimser Matthias 11.02.1949 Kirchberg

Bleyer Claus 12.02.1949 Chemnitz

Petzold Marion 13.02.1949 Radebeul

Brunn Gudrun 14.02.1949 Dresden

Zumpf Brigitte 15.02.1949 Crandorf

Skupch Martin 16.02.1949 Falkenstein

Seiler Christine 19.02.1949 Zwönitz

Fluhr Hannelore 20.02.1949 Werdau

Herzog Marlene 21.02.1949 Naundorf

Stange Ursula 24.02.1949 Wilthen

Pupke Hans-Jörg 25.02.1949 Riesa

Franke Annerose 26.02.1949 Friedersdorf

Schwammekrug Sigrid 26.02.1949 Schneeberg

Sandig Ingrid 28.02.1949 Chemnitz

Name Vorname 65 Jahre Ort

Kratz Elena-Maria 03.02.1944 Chemnitz

Schilde Hannelore 03.02.1944 Chemnitz

Weigel Monika 05.02.1944 Erla-Crandorf

Münster Wolfgang 11.02.1944 Taucha

Petsch Heidrun 11.02.1944 Auerbach

Jehmlich Rainer 12.02.1944 Moritzburg

Gloger Christine 14.02.1944 Oederan

Koch Wally 14.02.1944 Dresden

Grimmer Stefanie 20.02.1944 Chemnitz

Neubert Günter 24.02.1944 Aue

Sauer Sieglinde 25.02.1944 Malschwitz

Mittelbach Christine 26.02.1944 Gröditz

Sagmeister Angelika 28.02.1944 Chemnitz

Name Vorname 70 Jahre Ort

Fikentscher Gisela 01.02.1939 Dohma

Thomas Helmut 02.02.1939 Dresden

Bucklisch Gert 10.02.1939 Chemnitz

Groß Gisela 12.02.1939 Auerbach

Kojtschke Ursula 12.02.1939 Langburkersdorf

Leis Erika 15.02.1939 Chemnitz

Günther Rolf 19.02.1939 Crimmitschau

Denecke Ilse 20.02.1939 Sebnitz

Postor Christian 20.02.1939 Dresden

Köhler Waldtraut 22.02.1939 Dresden

Günther Annemarie 23.02.1939 Schwarzenberg

Mudrick Gudrun 26.02.1939 Tirpersdorf

Name Vorname 75 Jahre Ort

Wagner Charlotte 16.02.1934 Marienberg

Name Vorname über 75 Jahre Ort

Wünsche Manfred 05.02.1928 Eppendorf

Claus Günter 16.02.1929 Dresden

Blechschmidt Doris 21.02.1933 Grünbach

Reuter Egon 21.02.1930 Demitz-Thumitz

Zschalig Günter 24.02.1926 Pfaffroda

Jubilare März 2009

Name Vorname 60 Jahre Ort

+++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++ SLV im Internet: www.slv-online.de +++

Jubilare

Proske Gabriele 01.03.1949 Wilkau-Haßlau

Franke Inge 03.03.1949 Markneukirchen

Münch Karl 04.03.1949 Wilsdruff

Linke Christina 05.03.1949 Liebstadt

Strehle Birgit 05.03.1949 Bertsdorf-Hörnitz

Winkler Traude-M. 05.03.1949 Schwarzenberg

Reiche Evelyn 08.03.1949 Markneukirchen

Höferth Martina 10.03.1949 Dresden

Pekarek Andreas 10.03.1949 Schneeberg

Glaser Albrecht 11.03.1949 Sebnitz

Moosdorf Volker 11.03.1949 Frankenberg

Welinga Heidrun 12.03.1949 Nossen

Hellwig Erika 13.03.1949 Hoyerswerda

Schönitz Gabriele 14.03.1949 Hohenleipisch

Hunger Helge 17.03.1949 Sohland

Kulus Annemarie 19.03.1949 Chemnitz

Weinke Sonntraud 20.03.1949 Coswig

Ak-Azzawy Karola 22.03.1949 Leipzig

Lissack Barbara 23.03.1949 Dresden

Brennig Christina 24.03.1949 Mülsen

Ahr Bernfried 26.03.1949 Chemnitz

Viertler Sigrid 27.03.1949 Taucha

Simon Hans-Ulrich 29.03.1949 Crimmitschau

Illing Maria 31.03.1949 Johanngeorgenstadt

Name Vorname 65 Jahre Ort

Kröber Siegfried 01.03.1944 Freiberg

Görner Gabriele 06.03.1944 Leipzig

Kauk Rosemarie 06.03.1944 Glauchau

Zachoval Gudrun 08.03.1944 Leutersdorf

Lorenz Heidrun 09.03.1944 Falkenstein

Fischer Ute 11.03.1944 Chemnitz

Holz Brigitte 11.03.1944 Dresden

Walther Edelgard 13.03.1944 Oelsnitz/Erzgeb.

Hellmich Barbara 15.03.1944 Schlema

Schneeweiß Reinhard 15.03.1944 Schlegel

Ebert Elke 16.03.1944 Dresden

Stauche Ursula 16.03.1944 Pirna

Simon Karla 17.03.1944 Zwickau

Grötzschel Birgit 21.03.1944 Radebeul

Schütz Elke 23.03.1944 Sebnitz

Kassmann Jochen 27.03.1944 Lauta

Leistner Heidi 27.03.1944 Rodewisch

Trojovsky Christine 28.03.1944 Neukirch

Sehm Ute 29.03.1944 Thalheim/Erzgeb.

Name Vorname 70 Jahre Ort

Günther Ingrid 02.03.1939 Torgau

Bachmann Friedrich 07.03.1939 Langebrück

Friedrich Jörg 07.03.1939 Waldenburg

Habich Alfred 12.03.1939 Nossen

Schweighofer Wolfgang 13.03.1939 Marienberg

Pieper Gisela 17.03.1939 Chemnitz

Hofmann Gertraude 23.03.1939 Chemnitz

Riedel Brunhild 24.03.1939 Beilrode

Mälzer Bernd 30.03.1939 Bertsdorf-Hörnitz

Name Vorname 75 Jahre Ort

Meier Wolfgang 08.03.1934 Neufahrn

Flach Gerda 19.03.1934 Neukirchen

Name Vorname über 75 Jahre Ort

Köhler Hermengilde 04.03.1932 Dresden

Renner Karl-Heinz 13.03.1930 Chemnitz

Geigner Lothar 22.03.1932 Langenberg

von Ryssel Manfred 25.03.1933 Großwaltersdorf

Wende Siegfried 28.03.1930 Radeberg

2/2009 35


Sehr geehrte Mitglieder,

ich möchte Sie darauf hinweisen, dass die Deutsche Post den bisher

kostenlosen Service bezüglich des Rücklaufes unzustellbarer Post

einstellt. Ich bitte Sie daher, alle Änderungen, die Ihre Anschrift betreffen,

sowie Änderungen des Status (Arbeitszeitumfang, Eingruppierung

u. Ä.) umgehend der Landesgeschäftsstelle anzuzeigen. Nur so

können wir den Service für Sie vollumfänglich gewähren.

Die Landesgeschäftsstelle erreichen Sie zu den üblichen Bürozeiten

Montag bis Donnerstag von 8–17 Uhr und freitags von 8 –12 Uhr.

Sandra Müller

Geschäftsführerin

Der Wettbewerb für engagierte und kreative

Lehrerinnen und Lehrer an deutschen Schulen

Lehrkräfte präsentieren Ideen für innovativen Unterricht –

und Schülerinnen und Schüler reden mit

www.lehrerpreis.de

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