Nr. 22 (III-2018) - Osnabrücker Wissen

kreativkompass

Nr. 22 (III-2018) - Osnabrücker Wissen

Wir beantworten Fragen rund um die Osnabrücker Region. Alle drei Monate als Printausgabe. Kostenlos! Und online unter www.osnabruecker-wissen.de

Nr. 22 · kostenlos · Ausgabe III / 2018

August · September · Oktober

AUFGEWECKT DURCH STADT UND LANDKREIS

KOSTENLOS!

12

STADT- & LANDGESCHICHTEN

1968: Wie kam der Protest nach Osnabrück?

Wer kocht denn noch selbst?

Was bietet die Gastronomie?

Lieber Slow- oder Fast Food?

28

NATUR & UMWELT

Ist Staub wirklich so gefährlich?

33

SPORT & GESUNDHEIT

Wo kann man Quidditch spielen?

42

HINTER DEN KULISSEN

Wie kommt die Wurst in die Pelle?

WIE ISST OSNABRÜCK?

Seite 4


IMPRESSUM

EDITORIAL

Ein Verlagsprojekt der Medienagentur

KreativKompass, einer Marke der

sinus Wirtschaftsmanagement GmbH

Gartenkamp 19

49492 Westerkappeln

Telefon: +49 5404 / 95 750 20

E-Mail: kontakt@kreativkompass.de

Internet: www.kreativkompass.de

REDAKTION

Chefredakteur:

Dr. Thorsten Stegemann

Weitere Redaktionsmitglieder

dieser Ausgabe:

Ebba Ehrnsberger

Daniela Ben Said

Yörn Kreib

Heiko Schulze

Michael Luttmer

Dr. Hermann Queckenstedt

Dr. Volker Issmer

Sina-Christin Wilk

Michael Hafermann

Redaktionsbeiträge

Gastbeiträge in dieser Ausgabe:

Barbara Kahlert

Museum Industriekultur Osnabrück

Judith Franzen / Axel Friederichs

Stadt- und Kreisarchäologie

Svenja Vortmann

Zoo Osnabrück

Beatrice le Coutre-Bick

Literaturbüro Westniedersachsen / Osnabrück

Carina Sander

Schüler-Forschungs-Zentrum Osnabrück

Jan Hendrik Hoerner

Museum am Schölerberg

Leitung Vermarktung & Mediengestaltung

Stephan Buchholz

Mediengestaltung

Laura Fromm

Projektmanagement & Vermarktung

Igor Hafner

Projektmanagement & Distribution

Sebastian Buchholz

TITELBILD:

© opolja, Fotolia.de

FOTOGRAFEN

Jana Lange · www.jana-fotografiert.de

Stefan Schmidt · www.osna-copter.de

Marlen Rasche · www.mara-fotografie.jimdo.com

Oliver Schratz · www.blendeneffekte.de

sowie siehe Bildnachweise

DRUCK & PRODUKTION

Levien-Druck GmbH

Eduard-Pestel-Straße 16

49080 Osnabrueck

Telefon: +49 5 41 / 9 59 29-0

Internet: www.levien.de

REDAKTIONSSCHLUSS:

August 2018

COPYRIGHT

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Veröffentlichung im Internet

oder Vervielfältigung auf Datenträgern nur nach vorheriger

schriftlicher Genehmigung der Medienagentur KreativKompass.

Trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr für eventuelle Druckfehler.

Unsere Redaktion ist selbstverständlich bemüht, alle

Ansprüche im Bereich der Urheberrechte (insbesondere der

Bildrechte) vor Drucklegung zu klären und zu berücksichtigen.

Sollte uns trotzdem mal ein unbeabsichtigter Fehler unter-

laufen, wenden Sie sich bitte direkt per E-Mail an: redaktion@

osnabruecker-wissen.de, damit wir umgehend eine einvernehmliche

Lösung finden.

AUFGEWECKT DURCH STADT UND LANDKREIS

Nr.

Weitere Highlights dieser Ausgabe

Gibt es wirklich

Schatzkarten in der Archäologie?

Wo lebten Fokko,

Hicko und Dudo?

Wer geht mit Schnorchel

und Panzer tauchen?

2

09

Wie führt man ein

konstruktives Konfliktgespräch?

Wo wird bereits seit zehn Jahren

an MINT-Themen geforscht?

22

10

16

25 26

38

Was tauschte Georg Christoph

von Hammerstein mit Fürstbischof

Ernst-August?

Wer mordet bei

Download?

47

Foto © Jana Lange

„Wenn ihr gegessen und getrunken habt,

seid ihr wie neu geboren; seid stärker,

mutiger, geschickter zu eurem Geschäft.“

Luxusrestaurant oder Lieferservice? Wenn die eigene Küche kalt bleibt,

gibt es in Zeiten von Smartphone und Internet viele Möglichkeiten.

Auch in Osnabrück läuft die Entscheidung nicht mehr zwingend auf

den klassischen Restaurantbesuch hinaus, obwohl die heimische Gastronomie

wahrlich viel zu bieten hat. Wer was warum isst - und wo man

echte kulinarische Überraschungen erleben kann, lesen Sie in unserer

Titelgeschichte.

Außerdem unternehmen wir eine kleine Zeitreise ins Jahr 1950, als das

beliebteste aller Osnabrücker Kinos seine Pforten öffnete. Wir wollen

aber auch wissen, wo Fokko, Hicko und Dudo lebten und wann sich ein

Weltherrscher für eine Mühle an der Düte interessierte.

In anderen Artikeln geht es hingegen um brennend aktuelle Themen.

Wir fragen, wie gefährlich Staub ist und warum wir die permanente

Lichtverschmutzung als Schattenseite der Erleuchtung begreifen sollten.

Zu guter Letzt lädt uns Osnabrücks Kult-Karikaturist Fritz Wolf zu zwei

Gläsern Goethe ein.

Wir wünschen Ihnen nun viel Spaß beim Stöbern und Entdecken –

und einen sonnigen Start in den Herbst mit „Osnabrücker Wissen“!

Stephan Buchholz

Herausgeber

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 832),

Zitat aus dem Schauspiel „Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand"

Liebe Leserinnen & Leser,

Dr. Thorsten Stegemann

Chefredakteur

Jetzt auch online noch mehr Fragen zur Region entdecken!

Einfach „liken“ und regelmäßig weitere spannende Antworten finden:

www.osnabruecker-wissen.de/facebook

Wir bringen Sie auf „Touren“

17. März bis 17. November 2018

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Osnabrück

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Osnabrück

von oben entdecken!

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Buchungen und Infos unter:

www.swo.de/stadtrundfahrten

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In eigener Sache:

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Wir sind der Meinung: Wissen sollte frei verfügbar sein!

Deshalb ist „Osnabrücker Wissen“ seit der ersten Ausgabe

bis heute für interessierte Leserinnen und Leser kostenlos

an ausgewählten Vertriebsstellen erhältlich.

Aufwendungen wie z.B. für die Redaktion, Gestaltung,

Logistik und den Druck werden durch Werbeeinnahmen

refinanziert und ermöglichen so erst die regelmäßige

Erscheinung dieser Printpublikation. Neben klassischen

Werbeanzeigen werden auch zum Teil „bezahlte Beiträge“

von Unternehmen veröffentlicht. Um Ihnen als Leser hier

größtmögliche Transparenz zu gewährleisten, markieren

wir alle diese Beiträge deutlich mit dem Wort „Anzeige“.

Darüber hinaus werden einige Rubriken und Artikel von

Unternehmen „präsentiert“, d.h. sie haben keinerlei Einfluss

auf die Inhalte selbst, unterstützen das Projekt aber

ebenfalls finanziell und können ihr Unternehmen im

Gegenzug in der jeweiligen Rubrik z.B. durch ihr Logo

und die Kontaktdaten werblich darstellen.

Wir bedanken uns bei allen treuen Werbepartnern für das

Vertrauen und die Unterstützung dieses Projektes!

3


Tellergericht, Apfel in Pfanne © Carl Schäffer GmbH & Co. KG / Gruppe kocht © Restaurant Friedrich / Gaststube © Christa Henke / Brötchen Tüte © Morgengold / RB Westkamp GmbH / Weinprobe © Restaurant Friedrich / Suppe © Christa Henke / Portrait Thomas

Bühner © Restaurant la vie / Mobiler Kaffeestand © Sierp Event GmbH / Pommesgabell © VRD, Gabel © grey; fotolia.de

„Die Bedeutung von Restaurants, Bars und Cafés für

die Anziehungskraft von Innenstädten steigt momentan

stark an. Zum einen können die Menschen ihre

Einkäufe online erledigen und tun dies auch zunehmend

– Essen gehen kann man aber nicht online. Zum

anderen hat sich das Konsumverhalten grundsätzlich

verändert“, sagt Prof. Dr. Martin Franz, Wirtschaftsgeograph

an der Uni Osnabrück. Laut Gesellschaft für

Konsumforschung nehmen die Deutschen heute jährlich

rund drei Milliarden Mahlzeiten mehr außer Haus zu

sich als dies noch vor einem Jahrzehnt der Fall war. Für

Innenstädte wie Osnabrück sei das erstmal eine gute

Nachricht, meint Franz.

Tagesbesucher oder Städteurlauber wollen das Einkehren

in keinem Fall missen. „Insofern erwarten die

Gäste eine breite Angebotspalette und verbinden Essen

gehen, Kultur und Shopping zu einem ganzheitlichen

Innenstadterlebnis“, weiß Petra Rosenbach, Geschäftsführerin

der OMT.

Wohin wandelt sich die Gastronomie?

Gastronomiebetriebe schließen im Umland, aber im

Zentrum werden neue eröffnet. Laut aktuellem Handelsmonitor

ist ihr Anteil in der Innenstadt im letzten

Jahr um vier Prozent gestiegen, in einzelnen Innenstadtquartieren

sogar um bis zu acht Prozent. Im Bereich Nicolaiort

und Domhof sind mittlerweile 35 Prozent des

Besatzes Gastronomieunternehmen, erläutert Franz gegenüber

Osnabrücker Wissen“.

Auffällig sei dabei, dass es sich bei den neuen Unternehmen

größtenteils um Systemgastronomen handelt, also

Restaurant- und Caféketten, die momentan in allen größeren

Städten expandieren. „Das finde ich bedenklich,

weil diese Ketten einerseits die alteingesessene Gastronomie

verdrängen können und andererseits dazu beitragen,

dass die Innenstadt immer austauschbarer wird“,

TOPTHEMA

Wie isst Osnabrück?

Gemeinsam kochen und in entspannter Runde essen: Je hektischer unser Alltag wird,

desto wichtiger sind diese Erfahrungen für uns. Denn Essen ist mehr als Nahrungsaufnahme.

Kulinarik wird in Szene gesetzt und kommt immer öfter als kommunikatives

Event daher.

betont Franz. Diese Gefahr sieht auch Petra Rosenbach

und freut sich deshalb besonders über individuelle, moderne

Konzepte, die oft von kreativen Inhabern umgesetzt

werden. Aufgrund der hohen Ladenmieten in der

City siedeln sich diese Betriebe eher in den Neben- und

Zufahrtsstraßen an. „So finden sich schöne Cafés und

Restaurants z.B. im Bereich Redlingerstraße und Hansekogge

oder jetzt neu in der Herrenteichsstraße. Auch

in der Altstadt, der Hasestraße und der Lotter Straße

haben sich kreative und hochwertige Gastronomiekonzepte

etabliert, oft in stilvoll und liebevoll gestalteten

Räumlichkeiten. Davon wünschen wir uns noch mehr“,

so Rosenbach.

Zum Stichtag 30. Juni 2017 waren in der Stadt

Osnabrück 1.945 sozialversicherungspflichtig

Beschäftigte in der Gastronomie

bei der Bundesagentur für Arbeit

registriert. „Die Bezahlung im

Gastgewerbe ist im Vergleich zum

Rest der Wirtschaft als eher prekär

zu bezeichnen“, betont Sebastian

Zöppel von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten.

Was zeichnet die kulinarische

Szene Osnabrücks aus?

Thomas Bühner, Küchenchef des kürzlich geschlossenen

Restaurants La Vie, findet sie „sehr vielfältig“. In Osnabrück

gebe es ein breites Gastronomiespektrum. Denn

auch ohne das ehemalige 3-Sterne-Restaurant La Vie hat

Osnabrück eine vielfältige, oft „ausgezeichnete“ Küche:

z.B. im Walhalla, im Friedrich, Tatort Engels, Fricke

Blöcks und dem Wilde Triebe am Sutthauser Bahnhof.

Das sieht Rosenbach ähnlich. Osnabrück biete eine ganze

Bandbreite von Einkehrmöglichkeiten. Osnabrücker

Spitzenköche legen Wert auf regionale Produkte, ver-

Th omas Bühner

5


TOPTHEMA

TOPTHEMA

Blick in die Küche der Schäffer Kochschule

wenden z.B. das Bad Essener Urmeersalz,

und kaufen ihre Zutaten samstags frisch

auf dem schönen Osnabrücker Wochenmarkt.

Was gibt’s zwischen

Nase und Schwanz?

Doch wie ist es eigentlich um das Ernährungsbewusstsein

der Osnabrücker

bestellt? Thomas Bühner attestiert den

Osnabrückern in Sachen Gastronomie

ein sehr hohes Qualitätsbewusstsein.

Edgar Klinger, Sprecher der Osnabrücker

Slow Food Gruppe, ist sich da nicht

so ganz sicher und sieht zumindest noch

einen erheblichen Informationsbedarf in

Sachen Ernährung: „Das Wissen um die

Zusammenhänge bei der Herstellung von

Lebensmitteln sowie das Wissen um die

gute Zubereitung schwinden. Viele Osnabrücker

sind ohne ein Kochbuch gar nicht

mehr in der Lage, selbst die einfachsten

Gerichte zu kochen.“

Außerdem seien manche Lebensmittel

mittlerweile mit einem „I-Faktor“ gebrandmarkt

und würden nicht mehr gegessen.

Dies gelte z.B. für Zunge und Nierchen.

Klinger berichtet von einem Besuch

der Slow Food Gruppe bei der Fleischerei

Soestmann in Bramsche, die früher etwa

50 % der Innereien noch im Laden verkauft

hätten. Heute seien es gerade noch

Das Verhältnis von Restaurant-Gründungen

und -Abmeldungen ist mittelfristig deutlich positiv:

Gründungsjahr Stadt Osnabrück Landkreis Osnabrück

2018 31 /3 39/2

2017 61/9 72/10

2016 33 /3 45/ 10

2015 24 /4 38/6

2014 23 / 8 41/3

2013 20 /6 38/7

2012 25 /8 19/3

2011 15 /2 20/7

2010 16 /5 19/9

2009 14 /5 25/3

2008 20 /2 18/4

(Erklärung: Die Zahl vor „/“ gibt die Gründungen, die hinter „/“ die Abmeldungen an.

Quelle: IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim)

10 % - der Rest lande in

der Tierkörperbeseitigung

in Icker. Wenn

schon Fleisch, dann

sollten wenigstens die

kompletten Tiere sinnvoll

verwertet (d.h. gegessen)

werden – das sogenannte

„Nose to tail“-Prinzip.

Wer kocht denn noch selbst?

Immer mehr Menschen nehmen sich

immer weniger Zeit fürs Essen. Man isst

nebenbei, während Whats App und Facebook

gecheckt werden. Zehn Minuten

nach dem Essen könne sich niemand

mehr erinnern, was gegessen wurde (=

Fast Food), beklagt Klinger. Hoffnungslos

sei er aber ganz und gar nicht. Viele

junge Osnabrücker setzen sich kritisch

mit Lebensmitteln auseinander, kochen

gemeinsam – und vor allem bewusst! Die

soziale Komponente des Essens sei bei

vielen doch noch vorhanden. Wer kennt

das nicht: Enden doch viele Partys/Feiern

damit, dass sich ein Großteil der Gäste

irgendwann in der Küche trifft.

Wo wird gemeinsam gekocht?

Essen und Kochen als gemeinsames Event

ist durchaus angesagt, was die große Zahl

der Kochkurse in Osnabrück belegt. Denn

es macht offenbar in Gesellschaft

mehr Spaß,

am Herd zu stehen. Der

Ernährungsreport 2018

stellt fest, dass 75 Prozent

der Menschen, die

in Drei-Personen-Haushalten

leben, gern kochen. In

Singlehaushalten gibt es hingegen

mehr „Kochmuffel“ – nur 68 Prozent von

denjenigen, die allein leben, haben Spaß

an der Sache. Da bieten Kochkurse natürlich

ein willkommenes Angebot. Seit

zehn Jahren werden in der Kochschule

von Schäffer am Nikolaiort Kochkurse

durchgeführt. „Ich glaube, wir waren die

erste Kochschule in Osnabrück“, sagt Geschäftsführerin

Vanessa Waldvogel. Das

Angebot umfasst im Schnitt drei Kurse

pro Woche. Absolute Renner seien die

Wok- und Tapas-Kurse sowie die Grillkurse.

Über mangelnde Nachfrage kann

sich auch Sven Ötzel von der Kochschule

in der Friedrich-Genussakademie am Kirchenkamp

nicht beschweren. Die etwa 50

Kurse pro Jahr seien immer komplett ausgebucht.

Hinzu kämen noch ca. 75 Gruppenbuchungen.

„Sehr gerne möchten wir

alle ansprechen. Deshalb bieten wir von

Studentenkochkursen bis zum Gourmetkurs

alles an“, sagt Oetzel.

Tellergericht, Hanna Börger © Christa Henke / Kochschule Carl Schäffer © GmbH & Co. KG / Fferdi Spätzle © Sierp Event GmbH / Hintergrund © asignarts, fotolia.de

Wo wird draußen gegessen?

Draußen gemeinsam unterschiedlichste

kulinarische Eindrücke genießen, stößt

auch in unserer Region auf großes Interesse.

Sabrina Kwiaton von der

Sierp Event GmbH erklärt: „Es

ist gerade die Besonderheit

der Streetfoods/Foodtrucks,

dass sie beweglich sind und

somit auch die Möglichkeit

haben, Orte oder Plätze zu

beleben, die vielleicht in

Vergessenheit geraten sind

und denen ein Event gut tut.“

Es gibt keine versteckten Küchen,

alles passiert vor den Augen

des Gastes, und wenn sich Köche auch

noch an Gerichte oder Zutaten wagen,

die der Gast eventuell gar nicht kennt,

dann wird es umso spannender. Aus diesem

Grund ist Streetfood nicht nur aus

kulinarischer Sicht ein Highlight, sondern

ein Gesamtpaket aus Speisen und

Unterhaltung.

© kreativkompass.de

Genießen auf bayerisch

direkt in Osnabrück!

„Currywurst und

Pommes sind nicht

erwünscht. Es wird

versucht, einen

Querschnitt durch

das vielfältige gastronomische

Angebot der

Wo isst Osnabrück gut?

Seit etwa 30 Jahren, davon die letzten 14

Jahre unter der Regie des Alando, heißt es

für einige Tage auf dem Osnabrücker

Marktplatz

„Osnabrück isst

gut“. Jedes Jahr

genießen etwa

15.000 Besucher

das ausgewählte

gastronomische

Angebot.

Stadt Osnabrück (und zum Teil auch darüber

hinaus) aufzuzeigen. Es kann auch

als werbewirksame Plattform für neue Restaurants

gelten. Die Teilnehmer müssen

Lust auf diese Außenveranstaltung haben

und diese neben ihrem täglichen Betrieb

auch ´händeln´ können“, beschreibt Frederik

Heede das besondere Angebot.

Was hängt denn

da an meiner Tür?

Wohl jeder ist ihnen bereits begegnet: den

oft rasant durch die Osnabrücker Innenstadt

kurvenden Radkurieren

mit riesigen Isoliertaschen

auf dem Rücken. Es bedarf

nur eines Klicks, die

Pizza wird in den Ofen

geschoben und kurze

Zeit später steht der

Essens-Kurier mit ihr

vor der Tür. „Essen auf

Rädern“ wird inzwischen

von allen Altersgruppen ge-

Dienstag bis Sonntag von 11 bis 24 Uhr

Montag Ruhetag

Hakenstraße 4a · 49074 Osnabrück

Telefon 05 41 / 2 22 92

www.posthalterei-os.de

6

7


TOPTHEMA

STADT- & LANDGESCHICHTEN

schätzt. Und wer morgens keine Lust auf

den Gang zum Bäcker hat, lässt sich sein

Frühstück von der Firma „Morgengold

Frühstücksdienste“ an sieben Tagen die

Woche morgens bis 6.30 Uhr an die Haustür

bringen.

Eine Gefahr für die Gastronomie sieht

Hanna Börger, Köchin und Inhaberin des

Restaurants „Wilde Triebe“ in Sutthausen,

in den Lieferdiensten jedoch nicht unbedingt:

„Die Osnabrücker sind gerne draußen

und unter Leuten.“ Gerade in diesem

Sommer lasse sich gut beobachten, dass

Biergärten und Außengastronomie vielen

wichtiger seien, als den Lieferdienst

nach Hause zu bestellen.

Wie essen

Osnabrücker morgen?

Bleiben die Osnabrücker Wochenmärkte?

Kommen bald nur Insektenburger

der Osnabrücker Bugfoundation

GmbH auf den Grill? Werden Lieferdienste

und Systemgastronomie die inhabergeführten

Restaurants ins wirtschaftliche

Abseits drängen? Die Food-Szene in

Osnabrück ist auf jeden Fall in Bewegung,

spannende Akteure präsentieren

neue Konzepte. Martin Franz sieht hier

aber auch die Stadt Osnabrück in der Verantwortung.

„Wirtschaftsförderung und

Stadtmarketing sollten Gastronomie für

sich zum Thema machen. Gastronomie ist

nicht nur für die Anziehungskraft der Innenstadt

und den Tourismus wichtig, sondern

als weicher Standortfaktor auch für

die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes.

Gleichzeitig könnte den einheimischen

Gastronomen und möglichen Gründern

von neuen Gaststätten das Leben leichter

gemacht werden, indem ihnen mehr Hilfestellung

bei den Genehmigungsverfahren

gegeben wird. Inhabergeführte Unternehmen

sind hier im Nachteil gegenüber den

großen Ketten, weil ja meist eine Person

alles alleine klären muss.“

Die Stadt Osnabrück benötigt also dringend

ein Konzept für den Umgang mit

und die Förderung von Gastronomie und

Nachtleben. | Yörn Kreib

Anzahl der Restaurants * in

Osnabrück Stadt und Landkreis

STADT OSNABRÜCK

Herkömmliche Restaurants : 216

Restaurants mit Selbstbedienung: 13

Imbisse : 113

Café s: 46

Eisdielen : 17

LANDKREIS OSNABRÜCK

Herkömmliche Restaurants: 322

Restaurants mit Selbstbedienung: 19

Imbisse: 189

Cafés: 68

Eisdielen: 20

* ohne Restaurants innerhalb eines

Hotelbetriebs, Stand: 2017;

Quelle: IHK Osnabrück - Emsland -

Grafschaft Bentheim

Bilder © Ebba Ehrnsberger

Orte in Stadt und Land (15)

Wo lebten Fokko, Hicko und Dudo?

„Vox“, erklärt der Lateinlehrer, heißt „Stimme“. Und „vox populi“ ist die Stimme des Volkes, also

die öffentliche Meinung. Manche vermuten, dass der Ortsname Voxtrup darauf zurückzuführen

ist. Aber mit Latein kommen wir hier nicht weiter.

Voxtrup geht auf drei alte Siedlungen zurück,

Düstrup und Hickingen gehörten

von Anfang an dazu. Bis zur Eingemeindung

1972 war das Dorf im Südosten von

Osnabrück eine selbstständige Gemeinde.

Als Stadtteil hat Voxtrup heute 7.138 Einwohner.

Schon in vorgeschichtlicher Zeit war der

Ort besiedelt, ein Zeugnis dieser Epoche

sind die Teufelssteine in der Haseaue, ein

Großsteingrab aus der Jungsteinzeit. 2016

kam beim Bau eines Regenrückhaltebeckens

östlich der Sandforter Straße ein

Kupferschatz zum Vorschein, der nach

Einschätzung der Archäologen etwa 5.000

Jahre alt ist.

Voxtrup könnte eine sächsische Gründung

aus dem 3. oder 4. Jahrhundert sein. Allerdings

war der Ort noch nicht unter diesem

Namen bekannt. Als sicher gilt jedoch,

dass die Siedlung schon lange vorhanden

war, als Karl der Große 780 Osnabrück

gründete.

Wann wurde der Name Voxtrup zum

ersten Mal urkundlich erwähnt?

Der Heimatforscher Heiner Mönstermann

verweist auf das Jahr 1088. In einer Urkunde

für Bischof Benno II. ist von einem

Gerichtsplatz mit dem Namen „loco Voccastorp“

die Rede. Das Dokument ist allerdings

verloren gegangen und die Schreibweise

hat sich verändert: 1090 wird ein

Buchstabe hinzugefügt („Voccasthorp“),

ab 1365 spricht man von „Voxthorpe“, bis

1651 der endgültige Name „Voxtrup“ auftaucht.

Was aber mag damit gemeint sein? Die

zweite Silbe ist schnell erklärt. Mit dem

Suffix „trup“ oder „thorp“ wird ein Dorf

bezeichnet. Im Präfix, der Vorsilbe „vox“,

steckt ein gewisser Fokko, der vermutlich

einer Großfamilie mit mindestens drei Generationen

vorstand. Er ist nicht der einzige

Siedler, der um das 8. Jahrhundert als

Namenspatron in die Geschichte des Ortes

eingegangen ist. Eine zweite Sippe mit dem

Familienoberhaupt Hicko oder Hecko gab

der Bauerschaft Hickingen ihren Namen,

auf einen dritten mit ihrem Anführer

Dudo geht das benachbarte Düstrup zurück.

Alle drei sind heute im Stadtteil Voxtrup

vereint.

An Fokko erinnert ein 2,6 km langer Wanderweg,

der durch den Ort führt. Wer dem

Mühlenbach folgt, kann einen Blick auf

das Gut Sandfort werfen, dessen Torturm

von 1662 das älteste Gebäude Voxtrups ist.

Nebenan steht die Mühle, deren Ursprünge

noch weitaus älter sind.

Wer die Nachkommen von Fokko, Hicko

und Dudo kennt, weiß, dass bei ihnen der

Zusammenhalt noch etwas zählt. Man

kennt sich und man hilft sich. Das ist Voxtruper

Tradition. | Ebba Ehrnsberger

8

Landstraße in Voxtrup

9


STADT- & LANDGESCHICHTEN

Der „Schlüsselbart“ war stets ungefähr nach Osten ausgerichtet,

nicht überhügelt und diente als „Vorhof“ wohl zur

Durchführung von Bestattungszeremonien.

Gibt es wirklich

Schatzkarten in der Archäologie?

Helden, die sich voller Tatendrang in gefährliche Abenteuer stürzen, mit Hilfe alter Karten auf

Schatzsuche gehen, um sagenumwobenen Geheimnissen hinterher zu jagen, sind uns hinlänglich

aus Kinofilmen und Romanen bekannt. Nicht immer aber enthüllen historische Karten lang

verborgene Rätsel, führen als Wegweiser zu unvorstellbaren Reichtümern oder markiert ein

Kreuz tatsächlich den Fundort von vergrabenen Schätzen.

Vielmehr können alte Karten und Pläne

die Arbeit der Archäologen sinnvoll ergänzen,

sind sie doch meist unverzichtbar,

wenn es darum geht, Fundstellen (wieder)

zu entdecken oder konkreter zu interpretieren.

Ein wahres Juwel erreichte die Osnabrücker

Archäologen im letzten Jahr, als eine

lange verschollen geglaubte Kartierung

des „Düstruper Gräberfeldes“ von 1911

wieder auftauchte. Das Düstruper Gräberfeld

war ursprünglich einer der größten

Bestattungsplätze seiner Art in Nordwestdeutschland

und datiert in die jüngere

Bronze- bzw. frühe Eisenzeit zwischen

1.200 und 500 v. Chr. Das Areal erstreckte

sich auf der Düstruper Heide in Voxtrup

über eine Fläche von etwa 20 bis 30 ha. Im

Bereich der „Düstruper Straße“ sind von

den einstmals mehr als 400 Grabhügeln

heute etwa 25 erhalten geblieben.

Für damalige Verhältnisse dokumentierte Graf Münster seine Ausgrabungen

geradezu vorbildlich. Er zeichnete Urnen und andere Fundstücke wie Vasenkopfnadeln,

Haarzangen (Pinzetten) und Rasiermesser.

Was verbirgt sich unter den Hügeln?

Nach und nach über mehrere Generationen

hinweg errichtet, sind sie Zeugnisse

einer Zeit, der ein radikaler Wandel im

Bestattungsritus unmittelbar vorausgegangen

war: Von der Körper- zur Brandbestattung.

Man war dazu übergegangen,

die Toten zu verbrennen und in Urnen,

manchmal zusammen mit Grabbeigaben,

unter Erdhügeln zu begraben. Als Urnen

dienten meistens Tongefäße, aber auch Behältnisse

aus Stoff, Holz oder Leder. Ganz

selten wurde die Knochenasche auch in

kleinen Steinkammern oder Steinsetzungen

ausgestreut.

Zu den Beigaben gehörten neben kleinen

Tongefäßen auch filigrane Gegenstände

aus Bronze wie Nadeln, Rasiermesser und

Pinzetten. Die Grabhügel waren meist

rund mit einem Durchmesser von 5-10 m

und selten höher als 1 m. Einige der Hügel

waren von umlaufenden Gräben in Kreis-,

aber auch in Schlüssellochform eingefasst.

Zeichnungen © Friederichs, Axel / Schatzkarte © santiago silver; fotolia.de

Wer hat das Gräberfeld schon untersucht?

Einer der bekanntesten Ausgräber des frühen 19. Jahrhunderts

war Graf Münster zu Langelage. Graf Münster beschrieb

und zeichnete 1807 zahlreiche vorgeschichtliche

Denkmäler in unserer Region. In Osnabrück-Voxtrup fand

er „die Gegend wie besät mit Totenhügeln“ vor. Sein Manuskript

zu den Untersuchungen am Düstruper Gräberfeld ist

unter dem Titel „Die altdeutschen Grabhügel auf der Düstrupper

Heide an der Hase“ erhalten geblieben.

Einen Teil seiner Funde überließ er 1853 dem damaligen

Provinzial-Museum in Hannover. Weitere Untersuchungen

führte um 1900 der

damalige Besitzer des

Gutes Sandfort, der

Ökonomierat Siegfried

Julius Jaffé,

durch. 1911 wurde

der noch vorhandene

Bestand von ungefähr

200 Grabhügeln

auf Veranlassung von

Jaffé genau vermessen

und kartiert.

Dieser nun wieder entdeckte Gräberfeldplan ist von unschätzbarem

Wert, lässt sich doch so rekonstruieren, wo

wie viele der Hügel vor über 100 Jahren noch existierten.

Die an den Rändern stark vom Zahn der Zeit in Mitleidenschaft

gezogene Blaupause präsentiert mehr als 210

Grabhügel des Düstruper Gräberfeldes mit genauer Lage,

Größe und Form – somit gut 130 mehr, als bislang nach

Ausgrabungen in den 1970er Jahren konkret lokalisierbar

waren. Ein absoluter Schatzfund für die Archäologie!

| Judith Franzen / Axel Friederichs

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Redaktionsumfeld von „Osnabrücker Wissen“.

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Erzählen Sie uns Ihre Story -

wir machen Ihnen kreative Vorschläge!

Ausgabe 23 ( November 2018

bis Januar 2019 ) :

Freitag, 5 . Okt. 2018

Redaktion „Osnabrücker Wissen

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Osnabrücker Wissen“ ist ein Verlagsobjekt der

sinus Wirtschaftsmanagement GmbH

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11


STADT- & LANDGESCHICHTEN

1968: Wie kam der Protest nach Osnabrück?

„Achtundsechzig“: Dieses Jahr ist bis heute mit einer unvergessenen Aufbruchstimmung verbunden,

die vor 50 Jahren junge Menschen in den unterschiedlichsten Staaten eng zusammenschmiedete.

Selbst das provinziell anmutende Osnabrück erwachte anno 1968 aus dem Tiefschlaf.

Projektleiter Reiner Wolf und „Osnabrücker Wissen“-Mitarbeiter Heiko Schulze arbeiteten

gemeinsam mit einer Fülle von Autorinnen und Autoren am Lesebuch „Protest und Aufbruch. 68

in Osnabrück“.

Was machte das

Universelle der Revolte aus?

Es geschah in Washington, an US-Universitäten

wie Berkeley, auf den Straßen

von Paris oder im „Prager Frühling“,

Nach dem Impuls aus 68: häufige Lehrlingstreffen im Haus der Jugend (Aufnahme von 1971)

der den weit über die Landesgrenzen mit

Sympathie getragenen Aufbruch zum

„Sozialismus mit menschlichem Antlitz“

beschwor: Neue Botschaften drangen seinerzeit

bis in die tiefste Provinz: Aufstand

gegen selbstgefällig Regierende, gegen das

wirtschaftliche und politische Establishment,

autoritäre Eltern und Lehrer, für

neue Inhalte in Schulen und Universitäten,

für lange Haare, das Ende sexueller

Verklemmtheit, last but not least das Hören

frisch komponierter Rock-Musik mit

Rhythmen und Texten, welche ältere Bevölkerungsgruppen

zur Weißglut trieben.

Hinzu kamen die Rufe nach einem Ende

des Vietnamkriegs und der Hinterfragung

von hochgerüsteten Militärbündnissen.

Warum „APO“?

Die Abkürzung für „Außerparlamentarische

Opposition“ wurde allein schon

deshalb gewählt, weil es mit Ausnahme

der sehr wenigen FDP-Abgeordneten keine

wirkliche parlamentarische Opposition

gegen die erste, aus Union und SPD seit

1966 gebildete „Große Koalition“ gab. Die

Kontroversen wurden buchstäblich „auf

die Straße“ verlegt.

Lehrlingstreffen © Kurt Löckmann, Archiv Haus der Jugend, Wahlveranstaltung © Privatarchiv Wolfgang Albers, Flugblatt unten links © Reiner Wolf, Privatarchiv

Der Aufbruch von 1968 zeigte sich spätestens in einem politisierten

Bundestagswahlkampf des Folgejahres 1969

Um was ging es

in der Bundesrepublik?

In der Bundesrepublik Deutschland bildeten

die Große Koalition, eine aufkommende

NPD, die Notstandsgesetze, die

fast eingestellte Aufarbeitung der NS-Zeit

und überkommene Rituale einer verspießerten

Gesellschaft die wichtigsten Angriffspunkte.

Die Kleidung, die Musik,

aber auch die eigene Lebensgeschichte in

der NS-Zeit waren Gegenstand zahlloser,

zumeist lautstark ausgetragener Familiendispute.

Gab es Schauplätze

in Osnabrück?

Insbesondere an Gymnasien wie dem

Rats, dem Mädchengymnasium am Wall

oder im neu benannten Graf-Stauffenberg-Gymnasium

brodelte es. Pennäler

begehrten gegen eine verknöchert erscheinende

Lehrerschaft, gegen ihre Erziehungsmethoden

und Lerninhalte auf.

Redaktionen von Schülerzeitungen wie

der „Rostra“ schreckten nicht vor dem erhobenen

Zeigefinger ihrer Schulleitungen

zurück. Ein Unabhängiger Sozialistischer

Schülerbund und ein Republikanischer

Club machten von sich reden. Innerhalb

christlicher Gemeinschaften wie der Evangelischen

Studentengemeinde wurde die

Autorität der Amtskirchen in Frage gestellt.

APO ohne Uni?

Zugleich gab es im Schloss-Gebäude eine

Pädagogische Hochschule. Dort wurden

immerhin einige hundert zukünftige

Lehrer ausgebildet. Eine rege studentische

Vertretung besaß auch die spätere Fachhochschule

als Ausbildungsstätte für Ingenieure.

Mit dem Sozialdemokratischen

Hochschulbund und den beiden Allgemeinen

Studentenausschüssen bestanden feste

Anker einer heimischen APO. Dadurch

war auch für die Beteiligung an bundesweiten

Aktionen gesorgt.

War 68 nur „politisch“?

Als politisch begriff sich restlos alles, obwohl

dies nicht immer im engeren Sinne

zutraf. Rock und „Beat-Musik“ schufen

sich feste Foren. Das Haus der Jugend wurde

zum Szene-Treffpunkt. Als progressiv

empfanden es nicht wenige, Hasch oder

LSD zu konsumieren. Kneipen wie das

„Deutsche Haus“ begannen damit, sich zu

„Szene“-Treffpunkten zu entwickeln.

Wo wurde demonstriert?

Demonstrationen gehörten vor 1968 keineswegs

zur Tagesordnung. Sie galten

vielerorts als schiere Provokation. Unzufriedenheit

und Ungehorsam wurden im

„Wirtschaftswunder-Deutschland“ nicht

gern gesehen. Trotzdem liefen plötzlich

auch in Osnabrück salopp gekleidete junge

Menschen mit selbst bemalten Transparenten

durch die Innenstadt und verteilten

eng beschriebene, in Eigenregie auf Matrizen

produzierte Flugblätter.

Vom Vietnamkrieg über die Notstandsgesetze,

bis zu örtlichen Fahrpreiserhöhungen,

vom Pressemonopol der Neuen OZ bis

zum Anti-NPD-Protest, vom Ja zum „Prager

Frühling“ bis zum Fackelzug nach dem

Attentat auf Rudi Dutschke: Es gab kaum

ein bundesweites APO-Thema, das nicht

auch in Osnabrück aufgegriffen wurde.

| Heiko Schulze

WISSEN KOMPAKT

AUSSTELLUNGEN ZU

„ACHTUNDSECHZIG

Neben der Hauptausstellung

im Stadtgalerie-Café

(12.8.

bis 7.10.) gibt es Nebenausstellungen

im Haus der Jugend

sowie in der Galerie

„Stichpunkt“. Ergänzt

wird alles mit

Begleitveranstaltungen

und entsprechenden

Detailinformationen.

Protest &

Aufbruch

68

in

Osnabrück

Ausstellung und

Veranstaltungsreihe

12. 8. bis 7. 10. 2018

StadtGalerieCafé/Haus der Jugend

Ausstellung:

Protest & Aufbruch – „68“ in Osnabrück

12

13

1. 9. bis 18. 10. 2018

Galerie Stichpunkt

Ausstellung:

Ein T-Shirt namens – „Che“ Facetten einer Ikone

21. 10. bis 25. 11. 2018

Ausstellung:

Bluejeans – die Revoluzzerhose der 68er?

Eintritt frei

Die Ausste lung wird gefördert durch:

altung: joseph design + medien, Foto: Kurt Löckmann


STADT- & LANDGESCHICHTEN

AUFGEWECKT DURCH STADT UND LANDKREIS

Wann interessierte sich ein

Weltherrscher für eine Mühle an der Düte?

Philipp II. (1527-1598) aus dem Hause Habsburg war als König von Spanien der mächtigste Herrscher

seiner Zeit. Vom Vater Kaiser Karl V., in dessen Reich „die Sonne nicht unterging“, hatte

er außer den Kolonien in Amerika auch die Herrschaft über die Niederlande geerbt. Fand der

Monarch trotzdem Zeit, um über die Heringer Mühle nachzudenken?

Dass Philipp irgendwann um 1570 herum

von einem Landadligen aus unserer

Region Post bekam, interessierte den Osnabrücker

Schriftsteller und Historiker

Volker Issmer, der für „Osnabrücker Wissen

die historischen Hintergründe seines

Briefromans „Mein herzliebster Bruder

im Fleisch und in Christo! – Armada“

schildert.

Miguel Fitzgerald de Cordura ist die

Hauptfigur des Romans. Der Sohn eines

spanischen Hauptmanns und einer Frau

aus Irland wächst in der Festung Lingen

auf. Dort sind spanische Soldaten stationiert,

die gegen die niederländischen

„Ketzer“ kämpfen sollen. Miguel macht

eine unliebsame Bekanntschaft mit Cord,

dem Sohn von Otto Grothaus aus dem

Osnabrücker-Tecklenburger Raum, der

wegen eines Mühlenstreits Zuflucht bei

den Spaniern gesucht hat.

Was geschah wirklich?

Der Adelige Otto Grothaus hinterließ in

der Geschichte der Region einige Spuren.

Der Eigentümer des Meyerhofs zu

Heringen in Hellern kehrte Mitte des 16.

Jahrhunderts nach längerer Abwesenheit

in die Heimat zurück. Er ließ die zerfallene

Mühle des Hofs wieder aufbauen, um

Buchautor: Volker Issmer

damit Geld zu machen. Das aber missfiel

anderen Mühlenbesitzern an der Düte, zu

denen auch ein Osnabrücker Bürgermeister

gehörte. Sie erhoben Einspruch, Grothaus

wehrte sich, die Sache kam schließlich

sogar vors Reichskammergericht.

Grothaus ließ weiterbauen, seine Gegner

zerstörten die Mühle, und Grothaus erklärte

Stadt und Bischof den Krieg. Die

„Grothausfehde“ nahm ihren

blutigen Lauf. Schließlich zog

der Gekränkte aber den Kürzeren

und suchte Zuflucht

bei den Spaniern in der Festung

Lingen. Von dort aus

schrieb er an Philipp und bat

um Hilfe. Und da der König

sich sämtliche Bittschriften,

die Reichsangelegenheiten

betrafen, persönlich vorlegen

ließ, erhielt er auf diese

Weise auch von der Heringer

Mühle am Rande unserer

Stadt Kenntnis.

Otto Grothaus starb im

Exil, sein Sohn aber führte

die Fehde fort. Im Roman

kreuzt sich sein Lebensweg

immer wieder mit jenem

der Hauptfigur des Romans,

Miguel. Dieser ergreift

wie sein Vater den Soldatenberuf, gelangt

auch nach Irland, der Heimat der Mutter,

wo die Spanier einen Aufstand der

katholischen Einheimischen gegen die

protestantischen Engländer unterstützen.

Miguel nimmt schließlich am Flottenunternehmen

der Armada teil (1588), mit

dem König Philipp versucht, die englische

Herrscherin Elisabeth I. vom Thron zu

Volker Issmer Bild © Privat / Gedenktafel © https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Blutbad_am_Gehn_Gedenktafel_Balkum.jpg / Gemälde © Unbekannter Maler / HIntergrund © abbiesartshop fotolia.de

Gedenktafel zum Blutbad

am Gehn

stoßen und England wieder dem katholischen

Glauben zuzuführen. Das

Unternehmen scheitert kläglich, mit

Mühe rettet Miguel sein Leben.

Wie endete

die Grothausfehde?

Miguel will noch einmal Lingen besuchen

– die Stadt, in der er geboren

wurde. Auf dem Weg über Osnabrück

und Bramsche wird er am Höhenzug

des Gehn Zeuge eines Massakers,

das von spanischen Freischärlern

verübt wird. Zu ihren Anführern

gehört Cord Grothaus. „Das ist die

Rache für die Heringer Mühle!“, soll

er ausgerufen haben, während seine

kampferprobten Männer an die 300

nahezu wehrlosen Bauern eines Osnabrücker

Aufgebots niedermetzelten.

Mit dem „Blutbad im Gehn“ betreten

wir wieder historisches Terrain. Das

Massaker beendete am 29. März 1591

die Grothausfehde. Heute erinnert

eine Gedenktafel an dieses Ereignis.

| Volker Issmer

WISSEN KOMPAKT

DAS BUCH

Volker Issmers Roman „Mein

herzliebster Bruder im Fleisch und

in Christo! – Armada“ erschien

2015 (Vechta-Langförden). In seinem

jüngst erschienen Zukunftsroman

„Alparslan“, der teilweise

in Osnabrück spielt, schildert er,

wie ein junger Mann deutsch-türkischer

Abstammung unter Erneuerung

autoritärer Strukturen in

Deutschland an die Macht gelangt

(Vechta-Langförden, 2017).

Das Magazin

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Oder direkt online bestellen:

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AUSBILDUNG & KARRIERE

Wo wird bereits seit zehn

Jahren an MINT-Themen geforscht?

Roboter-Weltmeisterschaften in Brasilien und Singapur, Bau eines Moonbuggys, solarbetriebene Fahrzeuge,

Herstellen von Kosmetikprodukten, Bau von Seifenkisten und Tischgrill: Diese Beispiele zeigen, dass die

Liste der Projekte des Schüler-Forschungs-Zentrums (SFZ) Osnabrück lang ist. In diesem Jahr feiert das SFZ

Osnabrück 10-jähriges Jubiläum und die Schülerinnen und Schüler forschen weiterhin fleißig an tollen Ideen.

Welche Projekte wurden

erfolgreich umgesetzt?

Der Bereich Robotics hat im SFZ Osnabrück

die längste Tradition. Dementsprechend

lang ist auch die Liste der Erfolge

und Wettbewerbsteilnahmen. Neben der

technischen Seite kam jedoch auch die Kreativität

nicht zu kurz. Beispielsweise ging

es mit „Aladin und die Wunderlampe“,

Deine Rechte

Deine Vergütung

Deine Gewerkschaft

einem Bühnenstück, in dem neben den

Schülerinnen und Schülern vor allem

die selbst gebauten und programmierten

Roboter eine Rolle spielen, nach Brasilien

zur Roboter-Weltmeisterschaft. Im

Bereich Mobilität wird an technischen

Grundlagen und der Fahrzeugtechnik

geforscht. Hier wurde beispielsweise ein

Moonbuggy gebaut, angelehnt an die Anforderungen

des NASA Moonbuggy Race.

Aber auch mit ganz alltäglichen Fragen

beschäftigten sich die Forschungsprojekte:

Können Taucher unter Wasser einen

Sonnenbrand bekommen? Wie stabil sind

Spaghetti? Welche Unterschiede gibt es bei

der Bruchsicherheit von Geodreiecken?

Wie schützen verschiedene Materialien

vor Handystrahlung?

Herzlich willkommen an alle neuen

Auszubildenden in der Region Osnabrück

Bilder © SFZ Osnabrück

Welche Themenbereiche

sind neu?

Im Bereich Chemie findet der

Einstieg ins Experimentieren und

Forschen über anwendungsbezogene

Alltags-Chemie statt: Wie

lassen sich Wasser und Öl in einer

Creme überhaupt vermischen?

Wie funktioniert ein Waschmittel?

Können wir Kosmetikprodukte

auch selber herstellen?

Auch Nachhaltigkeitsaspekte stehen

auf der Agenda der Schülerinnen

und Schüler. In der Solarmobilität

werden solarbetriebene

Fahrzeuge konzipiert und gebaut,

die bei einem Wettbewerb gegen

andere Fahrzeuge an den Start gehen

und möglichst effizient fahren

müssen.

Wer kann mitmachen?

Im SFZ Osnabrück sind generell

alle interessierten und neugierigen

Schülerinnen und Schüler

ab der 5. Klasse

willkommen. Einige

Kurse verlangen jedoch

eine bestimmte

Jahrgangsstufe.

Das Motto ist: Einfach

vorbeikommen

und ausprobieren!

| Carina Sander

Robotics-Gruppenfoto

WISSEN KOMPAKT

FORSCHUNGSZENTREN

Bundesweit nimmt die Zahl

der Schülerforschungszentren

gerade aktuell immer weiter

zu. Das SFZ Osnabrück wurde

2008 gegründet und ist damit

eines der älteren SFZ's in

Deutschland. Das Ziel des SFZ

ist die Förderung von Schülerinnen

und Schülern in einem

außerschulischen Lernort, vor

allem in den MINT-Fächern.

MINT steht für Mathematik,

Informatik, Naturwissenschaft

und Technik. Aktiv in der Betreuung

sind dabei aktive und

angehende Lehrkräfte sowie

wissenschaftliche Betreuungspersonen

aus den Hochschulen,

Studierende und Ehrenamtliche.

Die Jubiläumsfeier findet am

24. Oktober 2018 statt. Infos

und Anmeldung unter:

www.sfz-os.de

AUSBILDUNG BEI DER ITH TECHNIK GMBH

Du interessierst dich für kreative Ideen und neuste Techniken in

der deutschen und europäischen Automobilindustrie?

Wir von der ITH Technik GmbH glauben, dass die Ausbildung

eine wichtige Phase im Leben ist, in der sich unsere Auszubildenden

fachlich und menschlich weiterentwickeln können.

Dafür bieten wir stets die Möglichkeiten, etwas Neues zu lernen

und zukünftig Verantwortung übernehmen zu können.

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Aktuell offene

Ausbildungsstellen


WIRTSCHAFT & TECHNIK

WIRTSCHAFT & TECHNIK

Ohne Navi und Smartphone:

Wie und wohin ging

eine Reise in den

1950er Jahren?

Sommerzeit, Reisezeit: Unsere aktuellen Exponate aus dem Depot des Museums

Industriekultur wiesen vor über einem halben Jahrhundert den richtigen Weg.

Entsprechend der wirtschaftlichen Entwicklung

in den Nachkriegsjahren nahm

der westdeutsche Tourismus nach Gründung

der Bundesrepublik allmählich zu.

1952 hatte nur ein Viertel der erwachsenen

Bevölkerung in den vorangegangenen Jahren

eine Urlaubsreise unternommen. 1955

gab bereits die Hälfte an, auf eine oder mehrere

Reisen gegangen zu sein. Mit steigendem

Einkommen, einem Rückgang der Arbeitslosigkeit

und zunehmender Kaufkraft

wuchs der Lebensstandard der Menschen.

Die Forderung des Wirtschaftsministers

Ludwig Erhard „Wohlstand für alle“ schien

in greifbare Nähe zu rücken. Konnte man

sich zuvor nur das Lebensnotwendigste anschaffen,

standen immer mehr Mittel zur

Verfügung, sich Wünsche zu erfüllen. Einer

davon war das Reisen. Einen bedeutsamen

Einfluss auf die sich entfaltende Reiselust

hatten die Motorisierung und der damit

einsetzende Ausbau des Straßennetzes. Von

1950 bis 1960 wuchs der Motorisierungsgrad

jährlich um 21%,

die Investitionen

in den Straßenbau verzehnfachten

sich. Zeitgleich konnten sich immer

mehr Deutsche ein Auto leisten. Obgleich

Bahn- und Busunternehmen mit preiswerten

und gut organisierten Reisen warben,

träumten immer mehr Bundesdeutsche

von einer Urlaubsfahrt mit dem eigenen

Automobil. Von 1954 bis 1960 verdoppelte

sich der prozentuale Anteil der PKW

als Verkehrsmittel für Urlaubsreisende.

Wo liegt die heile Welt?

Und wohin ging die Reise? Als die Deutschen

wieder verreisen konnten, wagten die wenigsten

von ihnen einen Urlaub im Ausland.

Sie steuerten lieber die reizvollen deutschen

Landschaften an, die vom Krieg weitestgehend

verschont worden waren: die Idylle

der Bayrischen Alpen, des Schwarzwaldes

oder des Bodensees. Fremdenverkehrsämter

lockten in ihrer Werbung mit einer „heilen

Welt“, die den Deutschen nur zu gut aus

ihren Heimatfilmen vertraut war. War das

Urlaubsziel auserkoren, konnte die Planung

der selbst organisierten Fahrt beginnen.

Neben der gängigen Reiseliteratur standen

dafür spezielle „Autoführer“,

die in den 1950er

Jahren zunehmend

zu haben waren, sowie zahlreiche

Straßenkarten als Ratgeber parat. Auch die

Mineralölgesellschaften reagierten auf den

wachsenden Autotourismus. Die BV-Aral

Aktiengesellschaft (BV = Benzol-Verband)

verkaufte beispielsweise Straßenkarten mit

Tourenvorschlägen für Autoreisende. In der

Ausgabe „Oberbayern“ wurde unter anderen

die Tour „Klassische Alpenfahrt“ präsentiert.

Die Esso A.G. stellte sogar eine Panoramakarte

„Deutsche Alpen“ zur Verfügung.

Schließlich war dies laut Herausgebers „Ein

Paradies der Autotouristik“ und das Panorama

gab „(…) einen guten Überblick über

diese Welt voll autotouristischer Wunder

zwischen Bodensee und Königsee, zwischen

Lindau und Berchtesgaden.“ Und seinerzeit,

1950, hatten die Reisenden damit nicht

nur eine wunderschöne Übersicht über das

geplante Reiseziel in den Händen, sondern

auch viel Zeit, ihre Autotour geruhsam zu

genießen. Letztendlich raubten weder Navi

noch Smartphone die Aufmerksamkeit und

damit Freiheit der reisenden „Automobilisten“.

| Barbara Kahlert

BV-Tourenkarte © BV-Aral Aktiengesellschaft (Hg.), Bilder Kempen; © Stadtwerke Panoramakarte Osnabrück © Esso A.G. (Hg.), Münche

Bilder © ICO

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Das Seedhouse-Team: Tim Siebert

(Start-up-Manager) und Tamara Bauer

(Back-Office)

Wo wachsen Ideen?

DIE UNTERSTÜTZUNGSLANDSCHAFT FÜR START-UPS IN OSNABRÜCK IST GRÖSSER GEWORDEN: DAS SEEDHOUSE

HILFT, DIE ERFOLGSCHANCEN FÜR GESCHÄFTSIDEEN ZU ERHÖHEN – UND DAS IN KURZER ZEIT! DAS SEEDHOUSE

IST DAS NEUE START-UP-ZENTRUM IN OSNABRÜCK. HIER WERDEN JUNGE GRÜNDERTEAMS INDIVIDUELL BERATEN

UND INTENSIV GECOACHT, UM DEN ENTWICKLUNGSPROZESS VORANZUTREIBEN. DIES GESCHIEHT IM RAHMEN

EINES ACCELERATOR-PROGRAMMS DES INNOVATIONSCENTRUMS OSNABRÜCK.

WAS IST EIN ACCELERATOR?

In einem Accelerator (von engl. accelerate

= beschleunigen) sollen Jungunternehmen

schneller wachsen. Dabei

wird ein Start-up über einen begrenzten

Zeitrahmen betreut und kofinanziert. Die

Start-ups bauen einen ersten Prototypen

und erstellen für ihre

Idee ein tragfähiges

Geschäftsmodell. Dies

geschieht in der Regel

in wenigen Monaten.

Am Ende des Aufenthaltes

werden oftmals

Investoren eingeladen

und die Start-ups erhalten

die Möglichkeit, ihr Produkt oder ihre

Dienstleistung zu präsentieren. Ziel ist es,

die Marktreife zu beschleunigen sowie die

Erfolgschancen der Gründung und die

Etablierung am Markt zu verbessern.

Mittlerweile bieten viele Unternehmen

jeder Branche eigene Acceleratoren-Programme

an, um Start-ups in ihr Unternehmen

zu bringen, von deren Innovationsstärke

zu profitieren und neue

Märkte zu erschließen. Im Seedhouse sind

die Start-ups nicht an ein einzelnes Unternehmen

bzw. an einen Konzern gebunden,

sondern erhalten Zugang zu einem

Netzwerk aus potenziellen

Kunden, Investoren,

Partnern und Gründern.

Neben Wissen und Erfahrung

wird Infrastruktur

zur Verfügung gestellt.

Um an dem Programm

teilnehmen zu können, ist

das Einreichen einer Bewerbung

notwendig.

WER KANN SICH BEWERBEN?

Gründungsinteressierte mit Ideen, die

bevorzugt aus den Branchenschwerpunkten

Agrar- und Ernährungswirtschaft

oder Digitalisierung stammen. Mit dem

Start-up-Zentrum werden speziell Gründer/-innen

angesprochen, die am Anfang

ihrer Idee stehen bzw. in der Frühphase

ihrer Unternehmensentwicklung

stecken (sog. Seedstage = Vorgründungsphase

und Start-up-

Stage = Frühphase).

WANN GEHT ES LOS?

Der erste Durchgang hat im

Juni 2018 mit drei Teams

begonnen. Der zweite Batch

startet im Januar 2019. Hier kann man

sich bewerben: www.seedhouse.rocks

| Wiebke Vollbrecht (ICO)

Kontakt

ICO InnovationsCentrum Osnabrück GmbH

Albert-Einstein-Straße 1

49076 Osnabrück

fon +49 541 202 80 - 0

info@ico-os.de | www.ico-os.de

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19


WIRTSCHAFT & TECHNIK

Schlagzeilen

des Jahres 1950

8. Februar

In der DDR wird das Ministerium für

Staatssicherheit gegründet.

1. April

Startschuss für die Neckermann Versand

KG, die zu einem Zugpferd des Wirtschaftswunders

wird.

9. Juni

BR, HR, RB, SDR, SWF und NWDR rufen

unter Beratung von RIAS Berlin die ARD

ins Leben.

präsentiert: Osnabrück in den 50er und 60er Jahren

In welchem Theater wurden Filme gezeigt?

Vom 13. August 1949 bis zum 13. Januar 1950 entstand auf dem Trümmergrundstück an der

Ecke Lotter Straße/Bergstraße ein Gebäude, das weit über Osnabrück hinaus für Schlagzeilen

sorgte. Das neue „Ritz“ wollte kein simples Kino sein. Es präsentierte sich als gediegenes

Filmtheater, bot 1.000 Zuschauern Platz und war schon am Premierenabend restlos ausverkauft.

Ein bewachter Fahrradparkplatz, ein Kassenpavillon

und fünf Glastüren; Blumen

im Foyer, flauschige Teppiche, gediegene

Gardinen und Ölgemälde; ein goldener

Lorbeerkranz und weinrote Polstersessel:

Das Team um den Architekten Fritz Stahlenburg

hatte es an nichts fehlen lassen.

Kein Wunder also, dass die Osnabrücker

am 13. Januar 1950 in Scharen zur Eröffnung

des Kinos strömten, über dessen Gestalt

und Inneneinrichtung seit Monaten

Gerüchte kursierten. Auf dem Programm

stand der englische Ballettfilm „Die roten

Schuhe“, doch zunächst erklang die Ouvertüre

zu Carl Maria von Webers Oper

„Oberon“, gespielt vom städtischen Symphonieorchester.

Anschließend wandte

sich der Architekt an das Publikum, ehe

Josef Struchtrup das Wort ergriff. „Ich

habe es als mein Lebenswerk betrachtet,

Osnabrück, meiner Heimatstadt, ein

neuzeitliches Lichtspieltheater zu geben“,

KINO-BOOM

Josef Struchtrups Vorstoß kam

zur rechten Zeit. 1950 existierten

in Westdeutschland rund 4.000

Kinos – etwa so viel wie vor dem

Krieg. Bis zum Ende des Jahrzehnts

sollte sich diese Zahl fast

verdoppeln. Neue Formate spielten

dabei eine wichtige Rolle.

Am 7. September 1950 feierte

„Schwarzwaldmädel“, eine Adaption

der Operette von Leon

Jessel, Premiere. Die erste Farbfilmproduktion

nach dem Zweiten

Weltkrieg, in der Sonja Ziemann

und Rudolf Prack die Hauptrollen

spielten, löste eine ganze Welle

von Heimatfilmen aus.

Bilder © G. Bosselmann , Museum Industriekultur Osnabrück / Filmrolle © alexlmx, fotolia.de

Gemaltes Filmplakat am Ritz

erklärte der Kino-Pionier, der im „Ritz

Cinema“ der englischen Besatzungsmacht

bereits Film-Vorführungen organisiert

hatte. Später übernahm er mit „Rosenhof“

und „Roxy“ noch zwei Kino-„R“s.

Nach Struchtrup gab es weitere Reden

und musikalische Darbietungen, ehe das

„Ritz“ seiner eigentlichen Bestimmung

nachkam. Auch „Die roten Schuhe“ fanden

ein begeistertes Echo, was sicher nicht

für jedes Werk galt, das in den folgenden

Jahrzehnten über die große Leinwand

flimmerte. Trotzdem blieb das opulente

Lichtspieltheater das repräsentativste und

beliebteste Kino der Stadt, an das all jene,

die es erlebt haben, bis heute gerne zurückdenken.

Das „Ritz“ bot nicht nur große

Premieren, sondern auch handfeste Skandale

– etwa um den legendären Hildegard

Knef-Film „Die Sünderin“ -, und obendrein

nationale und internationale Stars,

die dem Publikum ihre Filme persönlich

präsentierten.

Für die meisten

Osnabrücker war

es aber vor allem

ein Symbol des

Wiederaufbaus.

Gut möglich,

dass sie hier deshalb

nicht ins Kino, sondern tatsächlich

ins Theater gingen. Umso größer war die

Wehmut, als das „Ritz“ im September

1971 seine Tore schloss. Schon im Februar

1972 wurde es abgerissen.

| Thorsten Stegemann

21. Juli

Ein Elefant namens „Tuffi“ springt aus der

Wuppertaler Schwebebahn.

8. Oktober

Der Bundesgerichtshof nimmt in Karlsruhe

seine Arbeit auf.

WISSEN KOMPAKT

RASANTES WACHSTUM

Zwischen 1950 und 1960 war

die wirtschaftliche Entwicklung

Deutschlands besonders dynamisch.

Das Bruttoinlandsprodukt

von zunächst 97 Milliarden DM

konnte praktisch verdoppelt

werden. Die durchschnittliche

Wachstumsrate belief sich auf 8,2

Prozent.

Das „Wohnzimmer“ im Osnabrücker acrona LIVING,

20 eingerichtet im original Stil der Wirtschaftswunderzeit.

21


WIRTSCHAFT & TECHNIK

Tabakarbeiter in einem Manufakturbetrieb - Gemälde von

Johannes Marx aus dem Jahre 1889

Wann gab es die ersten

Osnabrücker Gewerkschaften?

Gewerkschaften besitzen auch in Osnabrück eine lange Geschichte. Jahrzehnte bevor sie sich,

wie heute, in einzelnen Wirtschaftsbereichen organisierten, prägte zuerst der jeweilige Berufsverband

den Alltag.

Auch in der Hasestadt bestanden unter

jungen „wandernden“ Handwerkern sogenannte

Gesellenbruderschaften, die sich in

selbstverwalteten Herbergen versammelten.

Derartige, mit Handwerkstolz geschmiedete

Zusammenschlüsse erkämpften sich

feste Regelungen über Arbeitsvergütungen,

Kündigungsbestimmungen bis hin zu

frei gewählten „Altgesellen“. Im Jahre 1801

wurde ein Streik von Osnabrücker Handwerksgesellen

– es gab zehn Tote - brutal

von hannoverschen Soldaten niedergeschlagen.

Die Folgejahre waren auch außerhalb

Osnabrücks von einem massiven Abbau der

Gesellenrechte gekennzeichnet.

Wer organisierte

sich zuerst?

Als auch im wirtschaftlich rückständigen

Königreich Hannover im Zuge der

1848er-Revolution das freie Vereinigungsund

Versammlungsrecht verkündet wurde,

schossen erste Formen gewerkschaftlicher

Interessenvertretung in die Höhe. Besonders

eng war der Zusammenhalt unter den Zigarrenarbeitern.

Sie stellten um 1848 herum

den größten Berufsstand. Die Gesamtzahl

bemaß sich auf bis zu 600. Ihr Zusammenschluss

nannte sich seit Ende Juli 1848 „Cigarrenmacher-Vereinigung

zu Osnabrück“,

die schon 1850 rund 110 Mitglieder organisierte.

Konkurrenz im eigenen Lager entstand

durch die “ Cigarrenarbeiter-Assoziation“.

Die Osnabrücker Buchdrucker wollten

den Tabakverarbeitern in nichts nachstehen

und gründeten den „Gutenbergbund“.

Osnabrück vor der industriellen Revolution – Gemälde im Osnabrücker Rathaus

Gab es einen Osnabrücker

Gründungsvater?

Besonders bekannt wurde der Tischlergeselle

Johann Heinrich Schucht, der 1849 nach

Osnabrück kam und eine Art Dachorganisation

aller Arbeitervereinigungen schuf. Der

von ihm gegründete Arbeiterbildungsverein

(ABV) besaß Grundzüge einer Gewerkschaft.

Zugleich kam auch so etwas wie ein

Partei-Charakter zum Tragen. Insbesondere

Zigarrenarbeiter, Buchdrucker und Handwerksgesellen

aller Gewerke schlossen sich

dem ABV an, der überregional der „Allgemeinen

Deutschen Arbeiterverbrüderung“

beitrat. Das erste Statut des Vereins benannte

die „Vertretung von Arbeiterinteressen“

als zentrales Ziel. Vor allem sollten auch

„Arbeiterinteressen in öffentlichen Versammlungen“

besprochen werden.

Wer musste

vertreten werden?

Zigarrenarbeiter gab es um 1850 etwa 500

bis 600, was angesichts einer Einwohnerzahl

von rund 12.000 beachtlich war. Rund

200 waren als Knappen auf dem Piesberg

mit dem Kohleabbau befasst. Die Textilfabrik

Wilhelm von Gülichs zählte rund 150

Beschäftigte. Carl Goslings diverse Produktionsstätten

für Seife, Branntwein, Ziegel

oder Mineralwasser etwa 100. In Quirlls

Papiermühle dürften – ebenso wie in der

Papiermühle Siegfried Gruners – jeweils gut

100 Arbeiter ihren Lohn bekommen haben.

Hinzu kamen die wachsenden Belegschaftszahlen

der Weymannschen Eisengießerei

und rund 450 Handwerksgesellen.

Bilder © privat, Buchcover © Geest-Verlag

Welche Rolle spielten Handwerker?

Die ersten Industriearbeiter, deren Zahl sich im wirtschaftlich

rückständigen Osnabrück ohnehin erst allmählich steigerte,

waren aufgrund ihrer schweren Arbeit und Arbeitszeiten

von bis zu 12 Stunden kaum für gewerkschaftliche Arbeit zu

gewinnen. Bei Handwerkern war dies anders: Hier herrschte

gemeinhin ein gewisser „Handwerkerstolz“, was gepflegte Rituale

bis hin zum Liedgut ausdrückten. Eine besonders wichtige

Funktion besaßen „Vorleser“: Wenn in einer Stube sechs für

sieben arbeiteten, wurde der siebte Kollege dazu abgestellt, den

Arbeitsprozess durch Lesen interessanter Schriften erträglicher

zu machen. Sobald zur Lektüre auch demokratische und sozialistische

Schriften gehörten, entstanden hier die Grundlagen

der Arbeiterbildung.

Was hemmte die

gewerkschaftliche Betätigung?

Die Obrigkeit, aber auch zahllose Unternehmer wachten mit

Argusaugen über die Aktivitäten der spärlich entlohnten Beschäftigten.

Seit den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts wurden

Arbeiterorganisationen systematisch zerschlagen. Eine unrühmliche

Rolle spielte dabei auch Johann Carl Bertram Stüve.

Der Osnabrücker Bürgermeister und preußische Innenminister

zeigte sich immer wieder als vehementer Gegner von Demokraten

und Arbeitervereinen.

Erst in den 60er und 70er Jahren des 19. Jahrhunderts gab es

zarte Versuche, Gewerksgenossenschaften zu gründen. Nach

der Reichsgründung von 1871 setzte Kanzler Otto von Bismarck

aber das „Sozialistengesetz“ durch, wonach sozialdemokratische

wie gewerkschaftliche Betätigung von 1878 bis 1890

bei Strafe verboten war. | Heiko Schulze

WISSEN KOMPAKT

OSNABRÜCKER GEWERKSCHAFTS-

PIONIER ALS ROMANFIGUR

Die Frühgeschichte der Osnabrücker

Gewerkschaften

steht im Mittelpunkt von

Heiko Schulzes Roman „Mit

Feder und Hobel. Johann

Heinrich Schucht und die

Osnabrücker Arbeiterverbrüderung

1849 – 1851“.

Das Buch ist 2009 im Geest-

Verlag erschienen, weiterhin

lieferbar und kostet

12,50 EUR.

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und andere coole Drucksachen professionell

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hast Du bereits grafische Vorerfahrungen

und Basiswissen. Spätere Übernahme in Teiloder

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von unserem Basiscamp in Westerkappeln aus

(inkl. Social-Media-Aktivitäten).

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mit dabei zu sein? Du verfügst bereits über erste

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kleiner Videoclips? Dann geht's los - lass uns

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«

Eintrittskarte des Arbeiterbildungsvereins Osnabrück

23

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Telefon: 0 54 04 / 95 750 20


NATUR & UMWELT

Geschichte(n) aus dem

Wer geht mit

Schnorchel und

Panzer tauchen?

NATUR & UMWELT

Museum am Schölerberg

Natur & Umwelt - Planetarium -

Umweltbildungszentrum

Klaus-Strick-Weg 10

49082 Osnabrück

Telefon: 0541 56003-0

Öffnungszeiten:

Montag: geschlossen · Dienstag: 9 bis 20 Uhr

Mittwoch bis Freitag: 9 bis 18 Uhr

Samstag: 14 bis 18 Uhr · Sonntag: 10 bis 18 Uhr

www.museum-am-schoelerberg.de

Was ist die Schattenseite der Erleuchtung?

Das Licht ist in unserer Kultur innig mit dem Leben verbunden: Es werde Licht, das Licht der Welt erblicken -

Licht wird stets positiv mit Ideenreichtum, Genialität und Erleuchtung attribuiert. Seit Beginn der Industrialisierung

schreitet jedoch die künstliche Beleuchtung unaufhörlich voran, heute mit etwa 2,2 % pro Jahr (weltweit).

Sie gilt als Zeichen für Unabhängigkeit, Fortschritt

und Urbanisierung. Doch neue Forschungen

offenbaren auch Schattenseiten.

Während andere schädliche Emissionen inzwischen

strengen Umweltgesetzen unterliegen,

mangelt es hier an Problembewusstsein. Im

Gegenteil: Dunkelheit wird als etwas Bedrohliches

empfunden.

Das Ausmaß der Lichtverschmutzung (die

künstliche Aufhellung des Nachthimmels) ist

sogar aus dem Weltraum sichtbar: 99 % der Europäer

leben unter einem lichtverschmutzten

Himmel. Die Hälfte von ihnen kann daher die

Milchstraße nicht mehr erkennen.

Wer stört den Puls des Lebens?

Ein Überfluss an künstlicher Beleuchtung stellt

ein Umweltproblem und eine mögliche

Gefährdung für die Gesundheit

des Menschen dar. Besonders

das energiereiche

blaue Spektrum aus

Hormonhaushalt und damit die Schlafqualität

und Regenerationsfähigkeit. Sogar die Tumorentwicklung

verschiedener Krebserkrankungen

kann laut Studien begünstigt werden.

Wie viele Insekten sterben

durch Straßenlaternen in Osnabrück?

Berechnungen zufolge sterben pro Straßenlaterne

und Sommernacht 150 Insekten. Hochgerechnet

auf die rund 23.800 öffentlichen Leuchten

in Osnabrück würde dies gut 3,5 Millionen

getötete Insekten pro Nacht bedeuten. Diese

Lebewesen fehlen für wichtige Ökosystemdienstleistungen

wie die Bestäubung unserer

Kulturpflanzen und die natürliche Schädlingsbekämpfung

(Fraß von Blattläusen), aber auch

als Ressourcen im Nahrungsnetz (Rückgang

der Vogelpopulationen).

Beleuchtungskonzepte

mit

LED sind allgegenwärtig,

die hohe Effizienz verspricht

viel Licht für

des Rebound-Effekts, dass mehr Licht verwendet

wird, als notwendig ist. Daher sollte

der tatsächliche Lichtbedarf (Intensität,

Dauer, Lichtlenkung, spektrale Zusammensetzung)

genau ermittelt werden. Eine Reduzierung

ist häufig möglich, spart Kosten

und leistet einen wichtigen Beitrag zu den

strategischen Zielen der Stadt Osnabrücks.

| Hendrik Hoerner

WISSEN KOMPAKT

EXPERTE ZUM THEMA

Dr. Andreas Hänel, der Leiter

des Planetariums im Museum

am Schölerberg, beschäftigt

sich seit Jahren intensiv mit der

Lichtverschmutzung und beantwortet

auch gern Fragen zum

Thema:

Bild oben © www.nasa.gov/feature/goddard/2017/new-night-lights-maps-open-up-possible-real-time-applications, Sternenhimmel unten © Dr. Andreas Hänel

Bilder © Zoo Osnabrück; Bild unten © OutdoorPhoto, fotolia.de

Irgendwie sieht diese Schildkröte merkwürdig

aus – die Chinesische Weichschildkröte hat

anstatt des typischen starren Panzers einen

glänzenden, weichen Rückenschild und ihre Nasenspitze

ist zu einem kleinen Schnorchel ausgebildet. Im

Zoo Osnabrück lebt sie im Tetra-Aquarium neben dem

Rochenbecken.

Die Chinesische Weichschildkröte

stammt ursprünglich aus Japan, China,

Korea und Vietnam. Dort verbringt sie

den Großteil ihres Lebens im Wasser und

verlässt dieses nur zum Sonnen und zur

Eiablage. Sie lebt in Seen, Teichen, Überschwemmungsgebieten

und langsam fließenden

Gewässern. Mit einer Länge von

rund 15 bis 25 Zentimetern werden die

Weibchen deutlich größer als ihre nur

etwa 15 Zentimeter großen männlichen

Artgenossen.

Warum hat die

Weichschildkröte einen Schnorchel?

Um sich in den Uferregionen vor Fressfeinden

zu schützen, gräbt sich die Weichschildkröte

im Schlamm ein. Um dort

lange verharren zu können und dennoch

Luft zu bekommen, lässt sie nur noch

den Rüssel herausschauen. Zwischen ihren

Zehen hat sie außerdem Häute, die

sie zu einer extrem guten Schwimmerin

machen.

Gibt es die Weichschildkrote

nur in Asien?

Insgesamt gibt es etwa 30 unterschiedliche

Arten der Weichschildkröte.

Diese kommen nicht nur in

den Binnengewässern Süd- und Ostasiens

vor, sondern auch in Afrika und Nordamerika.

Von dort stammt auch die Florida-Weichschildkröte,

die Besucher im

Zoo Osnabrück ebenfalls entdecken können.

Sie lebt gemeinsam mit verschiedenen

Schmuckschildkröten gegenüber vom

Karpfenbecken im Tetra-Aquarium. Laut

der Weltnaturschutzorganisation IUCN

gelten einige Arten der Weichschildkröte

als gefährdet: Ihr natürlicher Lebensraum

wird zerstört und sie werden teilweise

stark bejagt. In China und Taiwan gelten

die Tiere als Delikatesse und werden für

die traditionelle Chinesische Medizin genutzt.

Friedliche Faulenzer oder

„Krawall-Kröten“?

Weichschildkröten sind reine Einzelgänger

und mitunter sehr bissig: Durch ihren

langen Hals können die Reptilien sogar

rückwärts über ihren Panzer schnappen.

Darum leben die beiden Weichschildkröten

im Osnabrücker Zoo auch nicht zusammen:

In ihrem Territorium dulden sie

zwar andere Schildkrötenarten, Weichschildkröten

gegenüber verhalten sie sich

hingegen mitunter extrem aggressiv. |

Svenja Vortmann

kaltweißen Lichtquellen

(wie LED) stört den

wenig Geld (Energie).

Dies birgt die Gefahr

Tel.: 05 41 / 56 00 326

Mail: haenel@osnabrueck.de

24

Sternenhimmel der Rhön

« 25

von Dr. Andreas Hänel


MOMENTAUFNAHMEN

Was tauschte Georg Christoph von Hammerstein mit Fürstbischof Ernst-August?

Seine Geschichte reicht bis ins 12. Jahrhundert

zurück, seit 354 Jahren ist Schloss

Gesmold in Familienbesitz. Denn 1664

vereinbarte der Osnabrücker Fürstbischof

Ernst August I. mit seinem Hofmarschall

Georg Christoph von Hammerstein einen

bis heute folgenreichen Tausch. Hammerstein

trat seine Güter Scheventorf und

Schleppenburg ab und erhielt dafür das

repräsentative Anwesen in der Nähe von

Melle. Dass der evangelische Hausherr damit

auch das Patronat für die katholische

Gemeinde übernahm, war im ökumeneerprobten

Osnabrücker Land offenbar

kein Problem. | Redaktion

Foto: Marlen Rasche

www.mara-fotografie.jimdo.com

27


«

NATUR & UMWELT

Dr. Föcking (rechts) auf der

Osnabrücker Veranstaltung

„Zukunftforum Luft“

Ist Staub wirklich so gefährlich?

Die Atemluft ist in der Hasestadt ja schon lange ein Thema, auch wenn es in letzter Zeit fast ausschließlich

um die Emissionen, das berüchtigte Stickstoffdioxid (NO2), durch den Straßenverkehr

geht. Aber es liegt noch viel mehr in der Luft: Jede Menge Stäube, die in ihrer gesundheitsgefährdenden

Wirkung meist komplett unterschätzt werden.

„Hier müssen wir alle zusammen deutlich wachsamer sein.“, erklärte

der Betriebsmediziner Dr. med. Ludwig Föcking auf dem

Zukunftsforum Luft in Osnabrück. Um

die Wichtigkeit seines Anliegens

zu demonstrieren, verwies Dr.

Föcking darauf, dass jeder

Mensch in seinem Leben

durchschnittlich

350.000 Kilogramm

Luft verbraucht. An

Nahrung verbraucht

ein Mensch nur ein

Zehntel, also 35.000

Kilogramm. Luft ist

somit die wichtigste

Grundlage des Lebens,

aber es ist nicht

so gut um sie bestellt.

Jedes Jahr sterben weltweit

3,3 Millionen Menschen vorzeitig

an den Folgen von Luftverschmutzung.

Diese Zahl könnte sich bis 2050 verdoppeln, wenn

die Emissionen ähnlich ansteigen wie bisher, stellten Spezialisten

des Max-Planck-Instituts bereits vor einiger Zeit fest. Die Hauptquellen

für schlechte Luft sind überraschenderweise nicht Industrie

und Verkehr, sondern häusliche Kleinfeuer wie Öfen, Kamine

oder Feuerstellen und die Landwirtschaft.

Als Ursache für die Luftbelastung haben Wissenschaftler die

Freisetzung von Ammoniak aus Viehzucht und Düngung identifiziert.

Ammoniak entweiche durch die Zersetzung von Gülle

und durch die Düngung von Nutzpflanzen in die Atmosphäre

und reagiere dort mit anderen anorganischen Stoffen wie Schwefel-

und Salpetersäure zu Ammoniumsulfat und Nitratsalzen.

Hieraus entstehen nun wiederum Feinstaubpartikel. Die Berechnungen

des Max-Planck-Institutes zeigen weiter auf, dass eine

Reduzierung aller landwirtschaftlichen Emissionen um etwa die

Hälfte weltweit eine Abnahme von rund acht Prozent der durch

Luftverschmutzung verursachten vorzeitigen Sterbefälle bewirken

würde.

Würde man die gesamten Ammoniakemissionen stoppen können,

könnten weltweit geschätzte 800.000 Menschen vor dem

Bilder rechts oben / unten / Portrait Hoffmann © Michael Hafemann; Staubwolke © srady, Handwerker links © Photographee.eu, Schleifen © ANNA BERDNIK; fotolia.de

Tod durch Krankheiten bewahrt werden,

die durch Luftverschmutzung ausgelöst

werden. Aber auch in der Produktion, an

den Arbeitsplätzen herrscht „dicke Luft!“.

Die Belastung durch Stäube hat sich in

der jüngsten Vergangenheit deutlich verändert.

Produktions- und technologiebedingt

werden die Staubpartikel immer

kleiner, so Dr. Föcking auf der Osnabrücker

Veranstaltung. Warnten die Mediziner

vor Jahren noch vor lungengängigen

Stäuben, sind einige Stäube inzwischen

zellgängig, d.h. sie können aufgrund ihrer

geringen Größe Zellwände oder Membranen

durchdringen. Nanomaterialien gelangen

über die Atemwege in den Körper

und überwinden innerhalb des Körpers

wichtige Schutzbarrieren. Schädigungen

am Erbgut, Entzündungen und Organschäden

können die Folge sein. Schon unter

normalen Bedingungen kann Staub je

nach Art, Größe der Partikel und Ort der

Ablagerung zu Reizungen und Erkrankungen

der Atemwege, der Haut und der

Augen führen.

Wie wird die Staubbelastung

ermittelt?

Prof. Dr. Jörg Hoffmann von der Osnabrücker

Hochschule gilt als führender

Fachwissenschaftler in diesem Bereich.

Auf dem „Zukunftforum Luft“ erklärte

er: „Es wird in Öffentlichkeit und Politik

viel über Staubbelastung gesprochen und

es werden Messergebnisse veröffentlicht

und diskutiert. Und dann damit Politik

gemacht. Aber womit eigentlich? Es gibt

keine standardisierten Messverfahren und

somit keine vergleichbaren Messergebnisse!“

Es existiere somit keine wirkliche wissenschaftliche

Grundlage für politisches

Handeln. Es muss also mehr Forschung

geben, die den politisch

Handelnden Daten

und Erkenntnisse

liefern,

auf deren

«

Grundlagen sie die richtigen Entscheidungen

treffen können.

Die Osnabrücker Sozialwissenschaftlerin

Prof. Andrea Lenschow wurde noch

deutlicher und verwies darauf, dass viele

Entscheider in Politik und Verwaltung in

Sachen Luftverschmutzung einen deutlichen

Nachholbedarf in puncto Fachwissen

hätten. Der Grund liege in der fehlenden

Kommunikation zwischen Forschung,

Technik und politischer Verwaltung. Alle

Fachteilnehmer des Zukunftsforums kamen

überein, dass es wichtig wäre, an der

Wissensvermittlung zu arbeiten und dass

Osnabrück, sowohl wissenschaftlich als

auf auch von der Unternehmensseite, der

richtige Ort dafür sei. | Michael Hafemann

WISSEN KOMPAKT

WAS IST STAUB?

Wikipedia weiß: Staub (Mehrzahl

Stäube, bei unterschiedlichen

Sorten) ist die Sammelbezeichnung

für feinste feste

Partikel verschiedener Größe

und verschiedenen Ursprungs,

die einen gewissen Zeitraum

in Gasen, insbesondere in

der Luft, suspendiert bleiben

können. Es werden Schwebstaub

und Staubniederschlag

unterschieden. Je nach Notwendigkeit

wird Staub nach der

Partikelgröße oder nach der

Staubart unterteilt. Staubteilchen

können aus organischen

(Blütenpollen, Bakterien, Pilzsporen)

oder anorganischen

Materialien (Gesteinsstaub,

Mineralfasern) bestehen. Eine

allgegenwärtige Form des

Staubes, der aus organischem

und anorganischem Material

besteht, ist Hausstaub.

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NATUR & UMWELT

ESSEN & TRINKEN

Die besten

lebensmittel

der

region

Wo liegen David und Goliath?

Vor rund 200.000 Jahren schoben sich aus Skandinavien

gewaltige Eismassen durch den Norden Europas. Was

ihnen im Weg stand, wurde mitgeschleift – darunter auch

gigantische Felsbrocken.

Einer dieser Findlinge strandete nach

etwa 1.200 Kilometern am Glandorfer

Hülsberg, wo er 1979 bei Flurbereinigungsmaßnehmen

entdeckt wurde. Am

2. Oktober des Jahres konnte der 65 Tonnen-Koloss

geborgen werden. Er zerbrach

dabei jedoch in zwei Teile, deren Größenunterschied

einen biblischen Vergleich

provozierte.

„David und Goliath“ gehören zu den

größten Findlingen, die je in der Region

entdeckt wurden. Sie liegen heute unter

Essen ist fertig!

großen Eichenbäumen

im Glandorfer

Ortsteil

Averfehrden

– nur 200

Meter von

ihrem Fundort entfernt.

Die Straße, die das Naturdenkmal

(abzweigend von der B 475) umkurvt,

trägt passenderweise den Namen „Zum

dicken Stein“. | Thorsten Stegemann

Das Team begrüßt Sie täglich ab

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Bilder © Paul Stegemann

Bild unten links © Thorsten Stegemann; Bild oben © Thomas Francois, Bild Zutaten unten rechts

© Andie_Alpion, Bild MHitte © oxie99; fotolia.de

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Hilft Hühnersuppe gegen Erkältung?

präsentiert das Kochrezept:

Wenn der Herbst vor der Tür steht, dauert es nicht mehr lange, bis gegen die Krankheiten

der kalten Jahreszeit wieder die alten Hausmittel ins Feld geführt werden.

Eins der beliebtesten ist Hühnersuppe, denn sie hilft angeblich gegen Erkältungen.

„Wenn Schleim auf deinen Bronchien liegt;

Wenn Grippe dich schon unterkriegt;

Wenn grüner Schnotten zäh verweilt:

Heiße Hühnersuppe heilt“,

dichtete Wiglaf Droste.

Wissenschaftlich

beweisen lässt

sich die wohltuende

Wirkung nicht

so einfach, auch wenn Verfechter

der Suppe auf Antioxidanzien

im Hühnerfleisch, Vitamine im Gemüse

oder die simple Tatsache verweisen, dass

Wärme die Durchblutung fördert. Hühnersuppe

schmeckt am besten, wenn sie frisch

zubereitet wird – und dazu braucht es nicht

einmal das sprichwörtliche Suppenhuhn in

voller Größe. Die Zutaten lassen sich beliebig

variieren und der Arbeitsaufwand

hält sich

in überschaubaren

Grenzen.

Das sind doch starke

Argumente für die

gute, alte Hühnersuppe

– auch wenn

es noch nicht im Hals

kratzt … | Redaktion

Hühnersuppe

(für 5 Personen)

Wasser in einen großen Topf füllen. Die Hühnerbrust

gründlich abwaschen, in den Topf geben

und mit dem Salz und dem klein geschnittenen

Suppengemüse zum Kochen bringen.

Schaum abschöpfen und 90 Minuten köcheln

lassen.

Derweil die gewürzten Eier in einer Plastikschale

verrühren. Die Schale in einen mit etwas

Wasser gefüllten Topf stellen, diesen mit einem

Deckel schließen und das Wasser etwa zehn

Minuten kochen lassen. Den Eierstich auf einem

Küchenbrett kalt werden lassen.

Anschließend die Nudeln bissfest kochen.

Nach 90 Minuten die Hühnerbrust herausnehmen,

Knochen und Haut entfernen und in kleine

Stücke schneiden. Das Fleisch, den in kleine

Würfel geschnittenen Eierstich und die Nudeln

wieder in den Topf geben.

Wir wünschen Guten Appetit!

Zutaten Hühnersuppe:

3 l Wasser

1 Hühnerbrust mit Haut und Knochen

Suppengemüse (Karotten, Lauch, Sellerie)

3 Eier (gerührt mit Salz, Pfeffer und einer

Prise Muskat)

300 Gramm Buchstaben- oder Muschelnudeln

1 EL Salz

2 EL Hühnerbrühe

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Wo ist drin, was draufsteht?

Seit 2009 klappert sie wieder. Die Wassermühle im Nettetal zählt zu den ältesten Mühlen im Osnabrücker

Land. Ihre Gründung geht vermutlich auf die Zeit Karls des Großen zurück. Die Wasserund

Staurechte wurden erstmals 1253 erwähnt. Ein Teil der hier gemahlenen Vollkornmehle

bildet die Grundlage für das Mühlenbrot der Bäckerei Brinkhege.

Der regionale Bezug ist dem Familienbetrieb

sehr wichtig. „Wir sind ein Unternehmen

aus der Region für die Region“, betont

Marketingleiterin Wiebke Schwegmann.

Wo es geht, arbeitet das Traditionsunternehmen

eng mit regionalen Partnern zusammen.

Beliebtes Ergebnis einer solchen

Kooperation ist das Osnabrücker Landbrot.

Wesentliche Bestandteile sind Dinkel

vom Hof Horstmann in Glandorf sowie

pflanzliches Griebenschmalz der Firma

Rau aus Hilter.

Veranstaltung zur Auszeichnung des Springbrotes zum

Kulinarischen Botschafter Niedersachsens

Wer ist „Kulinarischer Botschafter

Niedersachsens“?

Nicht nur bei der Auswahl der Backzutaten,

sondern auch bei manchen Rezepturen

spielt der regionale Bezug eine

entscheidende Rolle. Um ein derartiges

Backwerk handelt es sich bei dem weltweit

einzigartigem Springbrot, einer Osnabrücker

Spezialität, die es nur bei Brinkhege

gibt. Diese Hommage an die seit

über 100 Jahren in der Region Osnabrück

gebackenen Springbrötchen wurde am

12. Juni in Hannover zum „Kulinarischen

Botschafter Niedersachsens“ gekürt. „Die

Auszeichnung steht für die herausragende

Vielfalt regionaltypischer Spezialitäten

und für Genuss aus unserem Land“, sagte

Ministerpräsident Stephan Weil im Rahmen

der Prämierungsveranstaltung.

Wofür steht „Der 12. Mann“?

Mit dem gleichnamigen Mehrkornbrot

kommuniziert Brinkhege die langjährige

enge Verbundenheit mit dem VfL Osnabrück

und seinen leidenschaftlichen Fans.

Neben der Kooperation

mit

dem Traditionsverein

und dem

Osnabrücker Zoo

steht aber auch das soziale

Engagement ganz oben auf

der Agenda.

Das Familienunternehmen unterstützt

soziale Projekte wie

die Osnabrücker Wärmestube oder die

Osnabrücker Tafel und Kindertafel nämlich

nicht nur mit Backwaren. In diesem

Jahr freuten sich die Organisationen über

Spendengelder in Höhe von insgesamt

5.800 Euro. | Yörn Kreib

05402-60 80 90

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SPORT & GESUNDHEIT

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Wer kümmert sich um die

medizinische Versorgung

von Erwachsenen mit

Behinderungen?

Mit dem neuen „Medizinischen Zentrum für Erwachsene mit Behinderungen“

(MZEB) hat das Klinikum Osnabrück eine interdisziplinär

strukturierte Behandlungseinrichtung geschaffen. Sie sorgt für

eine spürbare Verbesserung der medizinischen Versorgung von

Patienten aus dieser Personengruppe.

In der ambulanten Einrichtung können

Erwachsene mit geistigen oder

schweren Mehrfachbehinderungen in

enger Abstimmung mit ihren Angehörigen,

Hausärzten und Therapeuten eine

qualifizierte medizinische Behandlung bei allen

Erkrankungen erhalten, die über den Umfang

der Regelversorgung weit hinaus geht.

Während es für Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsstörungen

und Behinderungen vorgesehen ist, dass

sie bis zu ihrem 18. Lebensjahr zusätzlich zur hausärztlichen

Versorgung in einem Sozialpädiatrischen Zentrum

(SPZ) - wie in Osnabrück im Kinderhospital am

Schölerberg - medizinisch betreut werden, war für die

erwachsenen Patienten aus dieser Personengruppe bisher

keine ergänzende Behandlungsstruktur vorgesehen.

Bilder © Klinikum Osnabrück / Zelle © psdesign1; fotolia.de

Diesen Mangel sollen die neuen

Zentren beheben, die nun

in allen Bundesländern eingerichtet

werden.

„Mit dem MZEB wird eine

Versorgungslücke geschlossen.

Bei Menschen mit geistigen

oder schweren Mehrfachbehinderungen

treten, wenn

sie älter werden, die gleichen

Erkrankungen wie bei allen

anderen Erwachsenen auf. Aber bei ihrer

Behandlung stellen sich oftmals komplexe

Fragen, die in der Regelversorgung nicht

so einfach gelöst werden können“, sagt der

46-jährige Neurologe, Psychiater und Psychotherapeut

Uwe Winninghoff, der das

MZEB leitet.

Wie arbeitet das Zentrum?

In der neuen Einrichtung steht ein Ärzteteam

zur Verfügung, dem Neurologen,

Orthopäden, Neurochirurgen und Spezialisten

für Epilepsie angehören. Außerdem

gibt es eine enge fächerübergreifende Zusammenarbeit

mit anderen Fachgebieten

wie z.B. Hals-Nasen-Ohrenärzten oder

Dentisten. Darüber hinaus gehören dem

Team noch Therapeuten aus allen Disziplinen,

Krankenpfleger und Sozialarbeiter

an. Damit ist sichergestellt, dass die Patienten

einen koordinierten Zugang zu allen

Bereichen der Diagnose und Behandlung

erhalten, die in dem Krankenhaus der Maximalversorgung

auf dem Finkenhügel zur

Verfügung stehen.

Wie Winninghoff erklärt, werden die

Angehörigen und die niedergelassenen

Haus-/Fachärzte der Patienten mit in die

Behandlung einbezogen. Patienten können

dem MZEB nur von Fachärzten zugewiesen

werden, für die Kosten der Behandlung

kommen die Krankenkassen auf.

„Unser Angebot soll die Versorgung durch

die Haus- und Fachärzte ergänzen und

unterstützen. Ich freue mich sehr, dass es

uns gelungen ist, das MZEB am Klinikum

Osnabrück einzurichten“, so Winninghoff.

Zu den medizinischen Schwerpunkten

des MZEB gehören Spastikbehandlungen

(auch Schienenversorgung und Botulinumtoxin),

die Epilepsiebehandlung,

Diagnostik und Therapie von Schluckstörungen,

das Abklären von auffälligen

Verhaltensmustern und von unklaren

Schmerzerscheinungen, außerdem kann

das MZEB eine Beratung und Optimierung

bei der Hilfsmittelversorgung leisten.

Klinikum Osnabrück GmbH

Am Finkenhügel 1 · 49076 Osnabrück

Telefon: : 0541 405 0 · Fax: 0541 405 4997

E-Mail: info@klinikum-os.de

www.klinikum-os.de

Wie Winninghoff und das MZEB-Team

betonen, legt das gesamte Personal großen

Wert darauf, Angehörige und Bezugspersonen

zu beraten und gegebenenfalls auch

anzuleiten. Sie erklären, dass dies eine

ganz wichtige Neuerung ist, die mit dem

MZEB ermöglicht wurde. | Redaktion

Infos zum MZEB können auf der Internetseite

des Klinikums Osnabrück abgerufen

werden unter:

www.klinikum-os.de/medizin-pflege/

zentren/medizinisches-zentrum-fuererwachsene-mit-behinderung-mzeb

WISSEN KOMPAKT

KLINIKUM ALS VORREITER

Nach Ergänzung des Gesetzestextes

im Sozialgesetzbuch im Jahre 2015

wurde der Weg frei für die medizinischen

Zentren für Erwachsene mit

geistiger oder schwerer Mehrfachbehinderung.

Osnabrück erhielt als

eines der ersten Zentren bundesweit

Anfang des Jahres die Zulassung.

Bisher existieren erst vier derartige

Zentren in Niedersachsen (das

nächste in Meppen), in NRW besteht

noch keines.

34

35


LEBEN & GESELLSCHAFT

Schon in den Anfangsjahren des Museums

wurde die Grabfigur des 1478 verstorbenen

Bischofs Konrad von Diepholz präsentiert

Um die vorletzte Jahrhundertwende erhielt der Kreuzgang ein dreiflügeliges Obergeschoss, das dem Museum als Schauraum diente.

WISSEN KOMPAKT

Wer gründete im Krieg ein Diözesanmuseum?

Mittwoch, 28. August 1918: Noch vor Ende des Ersten Weltkriegs gründete das Bistum Osnabrück

sein Diözesanmuseum. „Passt die Eröffnungsfeier des Museums in die ernste und raue

Kriegszeit?“, fragte Bischof Wilhelm Berning die Gäste der Feierstunde, die sich in den Räumlichkeiten

am Kreuzgang des Domes eingefunden hatten. Die Antwort lieferte er anschließend

selbst: Gerade in schweren Zeiten gelte es, die idealen Güter zu pflegen, um so dem „schwer

leidenden Vaterlande eine schöne Zukunft“ zu sichern.

An diesem Mittag konnten die Honoratioren

aus Stadt und Landkreis einen ersten

Blick in die neuen Ausstellungsräume

werfen, die durch die Aufstockung des

Kreuzganges um ein Geschoss und die angrenzenden

neuen neoromanischen Flügel

entstanden waren. Unter den Gästen

war auch Fritz Witte: Der Kölner Priester

und Direktor des dortigen Schnütgen-Museums

hatte in den Vorjahren mit

dafür Sorge getragen, dass die Museumssammlung

aufgebaut wurde und nach

seinem Konzept ansprechend präsentiert

werden konnte.

Unter den Skulpturen, Gemälden, Goldschmiedearbeiten,

geistlichen Textilien

und Möbeln bildete der Domschatz den

Kernbestand – ergänzt durch Stücke aus

dem Osnabrücker Land, dem Emsland

und der Grafschaft Bentheim, die im Gottesdienst

oder als Kultbilder im Kirchenraum

nicht mehr benötigt wurden. Dabei

waren sich die Experten einig: Die ausgestellten

Kostbarkeiten konnten sich sehen

lassen und hatten eine überregionale Ausstrahlung.

Bilder © Diözesanmuseum Osnabrück

Teils stammten sie aus den alten Klöstern

der Region, die die hannoverschen Welfen

oder die Franzosen zu Beginn des 19. Jahrhunderts

aufgehoben hatten. Teils stammten

sie aus den Kirchengemeinden, wie

etwa die kostbare Benno-Kasel aus dem

11. Jahrhundert, die als Priestergewand Bischof

Bennos II. über Jahrhunderte in der

Iburger Klosterkirche bewahrt wurde.

« Wilhelm Berning wurde am 29. September

1914 zum Bischof von Osnabrück geweiht.

1918, kurz vor Ende des Ersten Weltkriegs,

gründete er das Diözesanmuseum.

„Pietät und Dankbarkeit gegen die kirchliche

Kunst vergangener Tage fordern

von uns, dass wir ihre Werke auch heute

noch achten und vor dem Verfall bewahren.

Wegen der Eigenart der kirchlichen

Kunst empfiehlt es sich, sie nicht in allgemeinen

Museen unterzubringen, weil

sie dort unter der Fülle und Mannigfaltigkeit

der gesammelten Gegenstände

verschwindet, sondern sie womöglich in

Verbindung mit kirchlichen Gebäuden

gesondert aufzustellen. Darin hat auch

unser Diözesan-Museum seine Existenzberechtigung

neben anderen Museen unserer

Stadt“, begründete der Bischof diesen

Schritt. | Hermann Queckenstedt

100 JAHRE DIÖZESANMUSEUM

Mit intensiven Einblicken in die

musealen Herausforderungen

der Gegenwart begeht das

Diözesanmuseum am ersten

Septemberwochenende sein

100-jähriges Bestehen: Am

1. und 2. September lädt das

Team zu Tagen der offenen

Tür, während am Montag, 3.

September, der Festakt für

geladene Gäste geplant ist.

In einer Sonderausstellung

werden dann jene Objekte

zu sehen sein, die während

der vergangenen zehn Jahre

im Depot vor den Augen

der Besucher verschlossen

waren. Weitere Infos:

www.dioezesanmuseum-os.de

36

37


LEBEN & GESELLSCHAFT

Daniela A. BenSaid

Persönlichkeits-Ratgeber

Streitarena Teil 2:

Wie führt man ein

konstruktives Konfliktgespräch?

In der letzten Ausgabe haben wir uns gefragt, wie man richtig streitet. Diesmal geht es darum, ein wirklich

konstruktives Konfliktgespräch zu führen. Ein Leitfaden gibt Halt und Orientierung.

Schritt 1:

Legen Sie die Ziele fest

Werden Sie sich Ihrer eigenen Gefühle bewusst,

damit Sie nicht vom sachlichen Ziel

des Gesprächs abgelenkt sind. Fragen Sie

sich: Bin ich noch wütend? Kann ich ganz

ruhig und sachlich über den Konflikt sprechen?

Was möchte ich mit dem Gespräch

erreichen?

Schritt 2:

Gewinnen Sie Abstand

Gewinnen Sie Abstand, um Ihre Gefühle

zu beruhigen. Das geschieht nicht, indem

man fortwährend an den Konflikt denkt.

Quid agis* Akademie

Der Beitrag von Daniela Ben Said ist bereits der

siebte Teil unserer Kooperation mit der Quid

agis Akademie.

info@quid-agis.de | www.danielabensaid.com

Sobald der Abstand da ist, suchen Sie das

Gespräch. Schreiben Sie den Konflikt auch

gerne auf. Das schafft Abstand. Notieren

Sie: Was will ICH erreichen? Was will der

ANDERE erreichen? Wie würde uns ein

DRITTER neutraler Beobachter sehen?

Sind wir an einer Lösung interessiert oder

wollen wir nur streiten?

Schritt 3:

Positive Aspekte formulieren

Führen Sie sich die positiven Aspekte des

Konfliktes vor Augen.

Fragen Sie sich: Was kann ich bei diesem

Osnabrücker Wissen“ verlost

1x1 Ticket für das Seminar

„Konfliktmanagement“ am

23./24. November 2018 (Wert:

999 €) bei Daniela Ben Said.

Mehr zum Gewinnspiel auf

Seite 50/51.

Konflikt lernen? Was wird dieser Konflikt

klären, das zuvor ungeklärt blieb? Welche

positiven Ergebnisse kann ich erwarten?

Schritt 4: Sorgen Sie für

eine positive Grundstimmung

Erscheinen Sie in einer positiven und guten

Stimmung zum Gespräch. Denn die

guten Gedanken und die Entspanntheit

tragen maßgeblich dazu bei, auf der sachlichen

Ebene eine Lösung zu finden.

Schritt 5: Erkennen Sie die

Interessen des Anderen an.

Hören Sie der Gegenseite gut zu und filtern

Sie die Interessen heraus. Fragen Sie sich:

Was möchte er/sie damit erreichen? Welches

Interesse steckt dahinter?

Schritt 6: Formulieren Sie

Ihre eigenen Interessen

Formulieren auch Sie Ihre Interessen richtig,

indem Sie sich fragen: Was will ich damit

erreichen? Welche Interessen stehen

dahinter? Was sind meine Wünsche?

Schritt 7: Halten Sie

die Übereinstimmungen fest

Oft ergibt sich nach dem Erläutern der

gegenseitigen Interessen eine Überschneidung

der Interessenlage. Halten Sie diese

fest.

Bilder © Daniela A. Ben Said // Bild unten © Tiko, Hintergrund oben © Sabphoto, Bild oben© Photographee.eu; fotolia.de

Schritt 8: Diskutieren

Sie die kontroversen Punkte

Sobald Ihnen die vorherigen Schritte gelungen

sind und Sie sich mit Ihrer Gegenseite

in einem entspannten Zustand befinden,

können die kontroversen Punkte

diskutiert werden.

Schritt 9: Lösungen

finden und vereinbaren

Sobald Sie die Lösung gefunden haben,

müssen Sie einen Umsetzungsplan erarbeiten

und mit der Gegenseite abstimmen.

Schritt 10: Führen Sie eine

Lösungsrückschau durch

Führen Sie nach ein paar Wochen eine Lösungsrückschau

durch. Oftmals kommen

Sie mit etwas zeitlichem Abstand auf eine

noch bessere Idee oder die Bedingungen

haben sich geändert und die Lösung muss

erneut angepasst werden.

Ein Streit ist immer eine Chance für mehr

Verständnis miteinander und wie Sie sehen,

ist Streiten erlernbar und gar keine

hohe Kunst! Bei allen Tipps bedenken Sie

auch immer: Streit ist ein normaler und

wichtiger Teil des Alltags. Je sachlicher Sie

ihn lösen, desto größer sind die Chancen

auf ein wundervolles Miteinander nach

dem Streit.

Meine Oma sagte immer: „Die gemeinsamen

Schritte durchs Leben sind nicht immer

einfach. Jeder hört die Musik in eigener

Art und Weise. Doch der gemeinsame

Tanz ist wundervoll!“

In diesem Sinne, sollten Sie kurz einmal

aus dem kommunikativen Takt kommen

- hören Sie gut hin und Sie werden wieder

gemeinsam tanzen!

Herzlichst Ihre

Daniela Ben Said

* Die Kurse finden hintereinander an

festgelegten Terminen statt.

39

Teilen Sie Ihr Wissen

mit uns und unseren Lesern!

Sie sind Experte auf Ihrem Gebiet?

Prima! Nutzen Sie das wissenswerte

Themenumfeld von „Osnabrücker Wissen

und reihen Sie sich doch mal als Kory-

phäe für Ihr Fachgebiet in die Linie vieler

bekannter, hochkarätiger Spezialisten ein,

die in jeder Ausgabe wertvolle Beiträge

liefern.

Welche verblüffenden, hilfreichen und

bedeutungsvollen Themen, Innovationen,

Tipps und Prognosen oder Ratschläge

haben Sie als der

Experte aus Ihrer Branche, Ihrem

Unternehmen, Verein, Institut oder Ihrer

Institution zu erzählen?

Wir sind gespannt ...

Redaktion „Osnabrücker Wissen

Gartenkamp 19

49492 Westerkappeln

Telefon: 05404/9575020

E-Mail: redaktion@os-wissen.de

www.osnabruecker-wissen.de


LEBEN & GESELLSCHAFT

Wer hilft Bedürftigen

bei rechtlichen Problemen?

Eher durch Zufall stießen die ehemaligen Jurastudenten Matthias Petka

und Dominik Kreke über einen Eintrag bei Facebook: Die juristische

Fakultät in Göttingen bietet seit 2011 eine Rechtsberatung für Bedürftige

durch Studenten an. Man tauschte sich aus und überlegte, inwieweit man

ein vergleichbares Konzept auch in Osnabrück umsetzen könnte.

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Wo laufen

die Klassiker?

An jedem letzten Donnerstag im Monat lässt die Filmpassage Meisterwerke der Filmgeschichte wieder lebendig werden.

Die Staffel 2017/18 endet mit zwei Welterfolgen, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten.

In den „Osnabrücker Tafeln“ fand die

Gruppe ihren ersten Kooperationspartner.

Zwei Anwälte wurden ins Boot geholt,

welche die Studenten ehrenamtlich

unterstützen. Erste Beratungen erfolgten

im Büro des Geschäftsführers der Diakonie

Osnabrück, da die Osnabrücker Tafel

keine separaten Räumlichkeiten zur Verfügung

stellen konnte.

Da der Bedarf gegeben war und ist, stellt

die Diakonie inzwischen einen Beratungsraum

und Wartebereich bereit. Termine

werden nicht vergeben, die Wartenden

kommen der Reihe nach dran. Maximal

sieben Klienten werden pro Beratungstag

versorgt. Neben den Studenten ist auch

einer der beiden Anwälte anwesend. Ein

helfender Eingriff erfolgt nur in Ausnahmefällen.

„Ziel ist es, dass die Studenten

einen Einblick in die Praxis eines Anwalts

bekommen und daher selbstständig agieren“,

so Petka.

Was wird geleistet?

Mit einem Missverständnis möchte er

aufräumen: „Wir sichern lediglich die

Erstberatung und schauen, ob ein rechtliches

Problem vorliegt. Bei 95 % ist das

der Fall. Dann versucht der Student eine

Lösung zu erarbeiten und verweist ggf. auf

einen Anwalt des Fachgebiets. Konkrete

40

Empfehlungen für Anwälte sprechen wir

nicht aus, da bleiben wir neutral“, versichert

Petka. „Es ist selbstverständlich,

dass keine Akquise betrieben wird. Unsere

ehrenamtlichen Anwälte nehmen also

keine Klienten mit“, sagt Petka.

Die Fälle stammen vorrangig aus den

Bereichen Arbeitsrecht, Sozialrecht und

Mietrecht. Häufig leisten die Studenten

auch Unterstützung bei Fragen zu Anträgen

für Kostenhilfen. Alle Fälle werden

streng anonymisiert. Als bedürftig gilt,

wer nicht oder nur in unzureichendem

Maße für den eigenen Lebensunterhalt

aufkommen und sich somit keinen Anwalt

ohne finanzielle Unterstützung leisten

kann.

Die Studenteninitiative hat sich entwickelt.

2015 wurde die Rechtsberatung als

Veranstaltung zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen

ins Vorlesungsprogramm

der Universität aufgenommen. Studenten

ab dem 4. Semester absolvieren für

den entsprechenden Schein verschiedene

Rechtsbereiche, den Umgang mit Klienten

und die Fallanalyse.

Seither haben 70 bis 80 Studenten rund

360 Ratsuchenden geholfen. 2017 wurde

der Verein "Rechtsberatung für Bedürftige

Osnabrück e.V." gegründet.

| Sina-Christin Wilk

Dominik Kreke, Matthias Petka

und Hinrich Geelvink (Vorstand, v.l.n.r.)

WO KANN ICH MICH

BERATEN LASSEN?

Diakonie, Lohstraße 11

Osnabrück

Jeden 1. und 3. Donnerstag können

Ratsuchende zwischen

13.45 und 15.00 Uhr vorsprechen.

Die Beratung ist für die

Bedürftigen kostenfrei.

studi-rechtsberatung@gmx.de

Gruppenbild © Rechtsberatung für Bedürftige Osnabrück e.V. / Header oben © pixelkorn; fotolia.de

Plakate © Filmpassage Osnabrück // Kamera © fergregory // Kinosessel © peych_p; fotolia.de

Welche Crew ging am Set an ihre Grenzen?

„Apocalypse Now“ gilt als einer der eindrucksvollsten Antikriegsfilme

aller Zeiten und der Crew mag es bisweilen so vorgekommen sein, als

würde sie selbst ein Leben am Rande des Abgrunds führen. Francis Ford

Coppola drehte lange auf den Philippinen, ließ es sich aber nicht nehmen,

Steaks und Weine aus den USA einfliegen zu lassen. Die Pasta für

die Kameraleute kam aus Italien. Alkohol- und Drogenexzesse waren an

der Tagesordnung. Der Produktionsassistent Doug Claybourne gab zu

Protokoll, dass am Swimming Pool des Hotels Hunderte Bierflaschen

standen und die Crewmitglieder von den Dächern ins Wasser sprangen.

Schauspieler Martin Sheen erlitt einen Herzinfarkt, Statisten übten sich

in rituellen Tierschlachtungen, Coppola drohte mehrfach mit Selbstmord.

„Wir waren im Dschungel, wir waren zu viele, wir hatten zu viel

Geld und zu viele Geräte und nach und nach wurden wir alle verrückt“,

meinte der Kultregisseur später. „Apocalypse Now“ wurde einer seiner

größten Erfolge und gewann drei Golden Globes, zwei Oscars und die

Goldene Palme.

30.08.

Filmpassage

Osnabrück

Friederike Neven

(Betriebsleitungsassistentin)

Johannisstraße 112-113

49074 Osnabrück

Hotline: 03871 – 211 40 40

www.filmpassage.de

Wer verlor seine Hauptrolle an Eddie Murphy?

Fast unglaublich, aber tatsächlich wahr. Als die Macher des späteren Welt-

erfolgs „Beverly Hills Cop“ Anfang der 80er Jahre nach einem Hauptdarsteller

suchten, fiel ihre Wahl zunächst auf Sylvester Stallone. Der hatte

am Drehbuch jedoch allerhand auszusetzen und schrieb es kurzerhand

um. Später erinnerte sich „Sly“, sein Anfang habe in etwa so ausgesehen

wie die Landung in der Normandie in „Der Soldat James Ryan“.

Das wiederum passte den Produzenten nicht. „Sie schmissen mich und

mein Buch aus dem Büro“, so Stallone. Die Rolle bekam Eddie Murphy,

der auch in den beiden Fortsetzungen (1987 und 1994) zu sehen war.

Die Fans warten nun seit mehr als zwei Jahrzehnten sehnsüchtig auf den

vierten Teil der Kultserie, der schon mehrfach angekündigt wurde. 2019

könnte es endlich soweit sein. Unter der Regie von Adil El Arbi und Bilall

Fallah soll Eddie Murphy erneut die Rolle des Det. Axel Foley spielen.

| Redaktion

Jeden letzten

Donnerstag im

Monat | 20.30 Uhr

Eintritt:

6 €

27.09.

41


- Anzeige -

Wie kommt die

AUFGEWECKT DURCH STADT UND LANDKREIS

AUF ENTDECKUNGSTOUR BEI

HINTER DEN KULISSEN

Wurst in die Pelle?

Jede Erfolgsgeschichte hat ein Ende – diese hier hat sogar zwei. Und das seit 1972, in dem Jahr

also, als alle Vorzeichen eigentlich auf „Anfang“ standen. Seinerzeit begann der

rührige Fleischermeister Heinz Kinnius in einem Hinterhof in der Osningstraße,

Bratwürste in Eigenregie zu produzieren und in der Region zu vertreiben. Da

der Gründer den Geschmack seiner Kunden traf und „Kinnius-Würstchen“ –

beinahe über Nacht – buchstäblich in aller Munde waren, blieb dem umtriebigen

Jungunternehmer keine andere Wahl, als zu expandieren.

Auf der Suche nach

einem geeigneten

Standort wurde er rasch

fündig: im Eversburger Industriegebiet,

auf dem Gelände eines

ehemaligen Pferdegestüts.

Gelockt vom günstigen Bodenpreis

erkannte Kinnius mit

Sherlock Holmeschen Scharfsinn

außerdem, wie schnell

und unkompliziert man von

dort aus Supermärkte und

andere Großabnehmer in Stadt und Land

beliefern konnte.

Und so läuft die firmeneigene Flotte, aus

drei Auslieferungsfahrzeugen bestehend,

heute genau wie damals schon, mehrere

Male pro Tag aus, um die angesagten

„Dauerbrenner“ unters Volk zu bringen.

Derzeit spielt den fleißigen Eversburgern

das „Grillwetter“ in die Hände, sodass

in ihrem Betrieb an der Klöcknerstraße

händeringend jede Hand gebraucht

wird – und die Fahrer Gas geben müssen.

„Bei uns geht die Arbeit Hand in Hand“,

sagt Kinnius-Betriebsleiter Michael Linnemann

beim Schnack in seinem Büro.

Baumlang und breitschultrig steht er an

seinem höhenverstellbaren Schreibtisch;

er referiert mit sonorer Stimme – gelegentlich

nippt er gedankenversunken an

seiner Tasse Kaffee. Und beantwortet geduldig

sämtliche Anrufe. Denn die wandelnde

Telefonzentrale der Fleischerei ist

der Mann mit Headset außerdem noch.

Bilder © Kinnius / Hintergrund © nadianb; fotolia.de

Wohl dem, der Linnemann, seit 26 Jahren

im Betrieb, in seinen Reihen hat und sich

von ihm führen lassen darf. Nach kurzem

taktischem Vorgeplänkel mutieren Besucher

schließlich selbst zur „Wurst“ – allerdings

nur vorübergehend. Ziehen Hauben

über den Kopf, schlüpfen in weiße Anzüge;

Schuhe verschwinden in Schutzhüllen.

Linnemann öffnet die Tür zur Produktionshalle,

indem er seinen rechten Daumen

auf die elektronische Zugangskontrolle

drückt. Er lässt anderen den Vortritt. Nach

gründlicher Handwäsche schreitet man

über die „Fußwaschanlage“ – eine kitzlige

Angelegenheit. Danach zum Becken für

die Desinfektion der Hände. Hygiene wird

hier groß geschrieben!

Wie entsteht Feinbrat?

Der erste „Produktionsschritt“ am

Fleischwolf ist mindestens genauso wichtig

wie der Gang durch die Desinfektion.

Denn das von der „Osnabrücker Erzeugergemeinschaft“

kurz vor Schichtbeginn

gelieferte Rohfleisch muss ein Mitarbeiter

durch den Wolf drehen, um es, portioniert

als „breiige Masse“, für die weitere Verarbeitung

vorzubereiten.

Kinnius hat sich seit seiner Gründung dem

Qualitätsfleisch verschrieben. Und außerdem

ein computergestütztes Warenwirtschaftssystem

im Betrieb installiert, was

lückenlose Protokolle eingehender Lieferungen

erstellt. Es registriert auch, welche

Schneide und Trenntrommel

Waren wann, wohin und

in welcher Stückzahl ausgeliefert

werden.

Linnemann bittet zur

zweiten Station, dem Kutter.

Dort schneiden scharfkantige Messer

das zuvor gewolfte Fleisch zu Feinbrät.

„Unsere Messer rotieren zwischen 2.500

bis 3.000 Mal pro Minute“, erläutert Linnemann

grinsend. Nach erfolgter Verkleinerung

fahren es Mitarbeiter in großen

Bottichen zur dritten Station.

Wie viele Wurstchen werden

pro Stunde gefullt?

Die Füllung splittet sich in zwei Produktionsstraßen:

in eine für die etwa 18 Zentimeter

lange „dünne Bratwurst“ und in

eine andere für die nicht minder mundende

„dicke“. Von Zeit zu Zeit streifen

Mitarbeiter Därme über Füllrohre, durch

die Fleisch einschießt. Diese blähen diese

dann bis zur maschinell-eingestellten

Wunschlänge mit Feinbrät. Sobald das

Maß erreicht ist, werden Wurstenden mechanisch

abgebunden. Und das Spiel beginnt

von vorne.

Da die frisch gefüllten Würstchen wie an

einem Strang aneinander gekettet sind,

tragen Mitarbeiter sie auf eine Art Gerüst,

wo sie „abhängen“ können. Linnemanns

Mitarbeiter schätzen, dass etwa 10.000

Würstchen pro Stunde gefüllt werden,

wenn alles optimal

läuft – und Nachschub kommt.

„Unsere nächste Station heißt Brühkammer“,

sagt Linnemann, während er mit einem

„Wurstgerüst“ kerzengerade auf eine

von fünfen zusteuert. Der Brühvorgang an

sich dauert etwa 25 Minuten. Dort werden

Wurststränge mit Wasserdampf erhitzt

und später unter Schwallbrausen auf 20

Grad gekühlt. Dann werden die Wurststränge

voneinander getrennt und über ein

Förderband in Auffangkisten befördert.

Später füllen Mitarbeiter in der Packstation

Kinnius-Würstchen in Plastikpackungen,

lassen diese vakuumverschweißen und in

einen Kühlraum fahren. „Uns ist das Prinzip

Frische wichtig“, sagt Linnemann beim

Gang durch die Kühlung. „Und zufriedene

Kunden“, ergänzt er lächelnd.

Sie müssen äußerst zufrieden sein – denn

wie sollte man sich anders die konstant

hohe Nachfrage nach den begehrten

„Zweiendern“ in all ihren Variationen erklären

können? | Michael Luttmer

www.kinnius.de

Abknoten der Bratwurst nach dem Abfüllen in den Naturdarm

42


KUNST & KULTUR

Hermann Sudermann

Vergessene Bücher (10):

Hermann Sudermanns Schauspiel „Heimat“

Was ist Heimat?

Die Hauptrolle in seinem bekanntesten, 1893 uraufgeführten Theaterstück spielten

einst Weltstars wie Sarah Bernhardt, Adele Sandrock oder Eleonora Duse. „Heimat“

wurde 1938 verfilmt, den Text gab es als handliches Reclam-Heft. Doch all

das ist lange her …

12 Jahre sind vergangen, seit Magda

Schwartze ihr Elternhaus im Streit

verlassen hat. Nun kehrt sie als gefeierte

Opernsängerin zurück und

versöhnt sich mit dem sittenstrengen

Vater. Doch der Familienfrieden

ist nur von kurzer Dauer. Als

der pensionierte Oberstleutnant erfährt,

dass Magda ein uneheliches

Kind von dem zwielichtigen Regierungsrat

Dr. Keller hat, brechen die

alten Konflikte mit unverminderter

Heftigkeit wieder auf.

Was ist Magdas Heimat? Das moralische

und gesellschaftliche Erbe

ihrer Familie, die selbstbestimmte

Persönlichkeit und der berufliche

Erfolg- oder das Leben mit dem

eigenen Kind? Die Frage bleibt

offen, denn ihr Vater überlebt

das finale Wortgefecht nicht.

Lob der Nazi-Familie?

Zehn Jahre nach Sudermanns

Tod wurde sein Theaterstück

verfilmt. Regisseur Carl Froelich

besetzte die Hauptrollen

mit den Leinwand-Stars

Zarah Leander und Heinrich

George, ließ am Ende aber

nicht den starrsinnigen Soldaten

sterben, sondern den zum

Bankdirektor mutierten Regierungsrat

(Franz Schafheitlin),

der schon optisch an die

Rassendoktrin der Nationalsozialisten

erinnern sollte.

Adolf Heinzlmeier und

Berndt Schulz interpretierten den

Streifen in ihrem Buch „Lexikon

´Filme im Fernsehen´“ also nicht

ganz zu Unrecht „als Verächtlichmachung

der Bourgeoisie der Weimarer

Zeit und Lob der neuen Nazi-Familie“.

Kann Erfolg

zum Verhängnis werden?

Hermann Sudermann, der am 30.

September 1857 im Memelland

als Sohn des Bierbrauers Johann

Sudermann und seiner Frau Dorothea

geboren wurde, war einer

der populärsten Schriftsteller der

vorletzten Jahrhundertwende. Seine

Theaterstücke, die mit geschliffenen

Dialogen und raffinierten

Plots aufwarteten, erreichten im

In- und Ausland astronomische

Aufführungsserien, seine Romane

und Erzählungen fanden ein Millionenpublikum.

Auch in Osnabrück

wurde Sudermann fast regelmäßig

Bild Sudermann rechts © commons.wikimedia.org/wiki/File:Nicola_Perscheid_-_Hermann_Sudermann_nach_1925.jpg / Bild Sudermann links © commons.wikimedia.org/wiki/File:Picture_of_Hermann_Sudermann.jpg?uselang=de

/ Theaterzettel © Theatermuseum Lobkowitzplatz 2, 1010 Wien

Hermann Sudermann um 1925

gespielt. Neben „Die Ehre“, „Das Glück

im Winkel“ oder „Johannisfeuer“ stand

„Heimat“ immer wieder auf dem Spielplan

des hiesigen Theaters, so etwa in den

1910er Jahren, in der Saison 1936/37 oder

1949/50. Der Erfolg, den Sudermann auch

der griffigen Diskussion zentraler gesellschaftlicher

Themen – wie der Sozialen

Frage, der Stellung der Frau oder der Bedeutung

der Kunst – zu verdanken hatte,

rief allerdings zahlreiche Kritiker auf den

Plan. Allen voran Alfred Kerr, der jede Gelegenheit

nutzte, seine künstlerische Qualitäten

zu diffamieren, ihm Berechnung,

Sensationsmache und Geschäftemacherei

vorzuwerfen.

Als Sudermann 1928 starb, geriet er vergleichsweise

rasch in Vergessenheit. Auch

seine besten Texte - Dramen wie „Die

Ehre“ und „Sodoms Ende“, die Romane

„Frau Sorge“, „Katzensteg“ und „Der tolle

Professor“ oder die herausragende Novellensammlung

„Litauische Geschichten“

- sind nur noch Randnotizen der Literaturgeschichte.

Umso erfreulicher, dass die 1929 gegründete

Hermann Sudermann Stiftung

das Andenken an ihren Namensgeber

lebendig zu halten versucht und Schriftsteller

bis heute durch die Vergabe des

Hermann-Sudermann-Preises fördert. In

Schloss Blankensee, dem Sommerwohnsitz

des Dichters im Süden von Berlin,

gibt es ein Gedenkzimmer, das im Rahmen

privater Führungen besichtigt werden

kann: www.sudermannstiftung.de

| Thorsten Stegemann

WISSEN KOMPAKT

SUDERMANN LESEN

Einige Sudermann-Werke – wie

etwa „Heimat“ oder die „Litauischen

Geschichten“ – sind noch

im Buchhandel erhältlich. „Heimat“

gibt es in einer kostenlosen

eBook-Edition, aber auch in Uni-

und Stadtbibliothek.

45


- Anzeige -

KUNST & KULTUR

Bilder Tonstudio © Sina-Christin Wilk / Hintergrund © dmitr1ch / Kopfhörer und Buch © beugdesign; fotolia.de

Wer mordet bei Download?

Hörbücher sind beliebt. Vor gut anderthalb Jahren wurde in Bielefeld eine Idee geboren, um

doch noch eine Marktlücke zu schließen: Abgeschlossene Kurzkrimis mit einer Länge von rund

25 Minuten. Der Ton wird in Melle produziert.

Manfred Kulecki, selbst großer Krimi-

Fan, pendelte lange Zeit aus beruflichen

Gründen. „Lange Hörbücher sind hier

eher unpraktisch. Ich wollte kurze Geschichten.“

Gemeinsam mit dem Produzenten

Michael Schulte startete Kulecki

einen Aufruf. Zahlreiche Autoren aus

Ostwestfalen lieferten Krimistoff. Von 70

eingereichten Geschichten wurden 12 für

die Beta-Version ausgewählt. Der offizielle

Startschuss für das Hörmordkartell fiel

2017 bei der „Criminale“ in Graz. Seitdem

tourt es durch die einschlägigen Messen

im deutschsprachigen Raum. Heute bieten

Homepage und App ein Streamingportal

und Download-Option. Über 120

Kurzkrimis wurden bereits realisiert, in

Zukunft ist die Umsetzung von 10 bis 15

Geschichten pro Monat geplant. „Im Idealfall

dauert die Aufnahme eine Stunde zuzüglich

Schnitt und Nachvertonung von

Geräuschen und Musikeinspielungen“,

so Schulte. In seinem Tonstudio in Melle

arbeitet er aktuell rund 25 Stunden pro

Woche für das Hörmordkartell. Gelegentlich

wird ein zweites Studio in Bielefeld

genutzt.

Wodurch wirkt

der Krimi authentisch?

Das Team war von Anfang an professionell

aufgestellt. Die Verträge für die Autoren

orientieren sich an den Vorgaben des Börsenvereins

und ähneln denen, die auch für

den Print von Krimis vorgelegt werden.

Alle Kurzkrimis stammen aus der Feder

renommierter Autoren. Der Osnabrücker

Heinrich-Stefan Noelke war von Anfang

an dabei. Regelmäßig spricht er auch die

Werke seiner Kollegen ein. Die Idee fesselte

ihn: „Fast jeder Autor liebt seine Kurzgeschichten.

Das Hörmordkartell bietet

eine einzigartige Plattform, sodass diese

nicht nur in Anthologien erscheinen.“

Die größte Herausforderung für das Hörmordkartell?

„Fesselnde Stimmen, damit

man sofort in der Geschichte drin ist,“

sagt Noelke. „Denn nicht jede Stimme

passt zu jeder Geschichte“. Authentizität

ist dabei wichtig. Native Speaker sprechen

Regionalkrimis und sorgen für den passenden

Dialekt. Ausschließlich Profisprecher

werden engagiert, um den hohen

Qualitätsansprüchen gerecht zu werden.

Der Traum: „Den ein oder anderen Tatortkommissar

ins Boot holen,“ grinst Kulecki.

| Sina-Christin Wilk

WISSEN KOMPAKT

DAS KARTELL

Die App ist sowohl für iOS als

auch Android verfügbar. Es

sind Einzeltitel und Abos erhältlich.

„Das Syndikat“ und

die „Mörderischen Schwestern“

unterstützen das Hörmodekartell

mit ihrem Netzwerk.

www.hoermordkartell.de

47


FAMILIE & SOZIALES

HANDGEZEICHNET

Eine Redaktions-

Kooperation mit dem

Zwei Gläser Goethe?

Warum kommt die Nacht erst,

wenn man nichts mehr sehen kann?

Eigentlich ist die Nacht zum Schlafen da, doch bei den Zwillingen Nele und

Lars gehen in diesen Sommerferien zur Nachtzeit draußen vor dem Fenster

geheimnisvolle Dinge vor. Was wohl dahinter steckt?

Die Zwillinge machen sich auf die Suche

und geraten unversehens in ein Abenteuer.

Dabei müssen die Beiden sich mutig einer

rätselhaften Herausforderung stellen - ein

Glück, dass Opa Hase

sie dabei immer wieder

mit hilfreichen Ideen

unterstützt.

Wie kam es zur

Kinderbuch-Reihe

„Nachtkinder“?

Stefan Korte erzählt:

„Eines Abends brachte

ich meine damals

5-jährige Tochter zu

Bett. Als sie fragte,

warum sie denn jetzt

schon schlafen solle,

sagte ich, dass die

Sonne auch schlafen gehen würde und

dass jetzt die Nacht käme. Meine Tochter

sah mich misstrauisch an und fragte

interessiert: ‚Warum kommt die Nacht

denn immer erst dann, wenn es dunkel

wird? Dann kann die doch gar nichts

mehr sehen!‘ ... Sehr gute Frage - ich dachte

noch lange über eine passende Antwort

nach. Meinen Versuch

einer möglichst kreativen

Antwort habe ich in den

Nachtkinder-Büchern

umgesetzt.“

Die „Nachtkinder“- Reihe

ist eine fortlaufende und

aufeinander aufbauende

Reihe, der zweite Teil

„Nachkinder – Ferien in

den Bergen“ und der

dritte Teil „Nachtkinder

– Pokalspiel

im Advent“ sind aktuell

in Arbeit.

Stefan Korte, geboren 1978, schloss nach

einer Ausbildung

und mehrjähriger

Tätigkeit

als gelernter Maurer über den zweiten

Bildungsweg die Ausbildung zum Logopäden

ab. Heute lebt er im Landkreis Osnabrück

und ist in leitendender Funktion

in einer Förderschule tätig. Das Schreiben

begleitet ihn schon fast sein ganzes Leben.

Bereits zu Grundschulzeiten versuchte

er sich an einem Theaterstück, nach der

schulischen und der ersten beruflichen

Laufbahn war es der Zivildienst, der ihn

wieder vermehrt an die Schreibmaschine

bzw. den PC brachte. Seitdem lässt Korte

die Lust am Schreiben nicht mehr los. |

Beatrice le Coutre-Bick

Das Taschenbuch Nachtkinder…oder warum

der Mond den Tanz begann (Lesealter

6 -10 Jahre) ist im Buchhandel und online

zum Preis von 12,90 € erhältlich.

Bilder © Stefan Korte / Hintergrund © by-studio; fotolia.de

Karikatur © Marcus Wolf, www.Fritz-Wolf.de

„Es bildet ein Talent sich in der Stille, sich

ein Charakter in dem Strom der Welt“,

heißt es in Goethes Schauspiel, das um

den italienischen Dichter Torquato Tasso

(1544-95) kreist. Das sprachgewaltige Drama,

das einst zum bildungsbürgerlichen

Literaturkanon gehörte, inspirierte Fritz

Wolf in den 1990er Jahren zu dieser launigen

Restaurantszene. Ein Großteil der

„Fuck-ju-Göte“-Generation war damals

noch gar nicht geboren …

Fritz Wolf kam vor 100 Jahren, am 7. Mai

1918, in Mülheim an der Ruhr auf die Welt

und starb 2001 in Bad Rothenfelde. „Osnabrücker

Wissen“ erinnert in jeder Ausgabe

an das Werk des legendären Karikaturisten.

| Thorsten Stegemann

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de 19. Jhd

nicht eckig,

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Außerparlamentarische

Opposition

Findet sich

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Ungläubige

Das Huhn

und das…

Lösungswort:

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

Die Gewinner werden von uns benachrichtigt. Bitte Kontaktdaten nicht vergessen ...

Einsendeschluss: 31. Oktober 2018

Die Gewinner werden benachrichtigt. Sollten

mehr richtige Antworten eingehen als Preise

zur Verfügung stehen, entscheidet das Los.

Das Redaktionsteam wünscht viel Erfolg!

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, keine Auszahlung der Preise in bar.

Mitarbeiter und Angehörige der teilnehmenden Unternehmen sind

von der Verlosung ausgeschlossen.

50

Anderes

Wort für

Familienstreits

3

komisch,

satirische

Nachahmung

Etwas

von wild

zu zahm

machen

Gewichtseinteilung

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Schicken Sie uns einfach das Lösungswort

sowie Ihre Kontaktdaten per E-Mail an:

gewinnspiel@osnabruecker-wissen.de

Alternativ auch gerne per Post:

Redaktion Osnabrücker Wissen

Stichwort „Gewinnspiel“

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Form

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13 7

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4

Kreiszahl

Nicht geschlossen,

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Sammelt sich

gerne auf

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nach einer

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14

Stickstoffdioxid

Das

Gegenteil

von weit

9

12

Kloster

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Gewürz

10

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8

6

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Das Gegenteil

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Datenschutz-Hinweise

Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklären Sie sich damit

einverstanden, dass wir Ihre Daten bis zum Widerruf speichern

und Sie ggf. per E-Mail, Telefon oder postalisch kontaktieren,

um Ihnen im Gewinnfall eine Benachrichtigung

zukommen zu lassen. Ihre Daten werden nach den Vorgaben

des Bundesdatenschutzgesetzes erhoben, gespeichert und

nur für den o.g. Zweck genutzt - selbstverständlich geben wir

Ihre Daten nicht an Dritte weiter.

Bei weiteren Fragen zum Thema Datenschutz kontaktieren

Sie uns gerne per E-Mail unter kontakt@os-wissen.de.

15

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welche(n) der Preis(e) Sie am liebsten gewinnen möchten. Bei der Auslosung versuchen

wir daraufhin, die Preise den Gewinnern möglichst passend zuzuordnen.

51

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